Seitenanfang
Service-Bereich
Service-Menü
Hauptinhaltsbereich

Warschau im Test

Julia und Lena checken die polnische Hauptstadt

Warschau, die Perle an der Weichsel, ist nicht nur aufgrund seiner bewegten Geschichte, der malerischen Altstadt und zahlreichen beeindruckenden Baudenkmäler, Museen und Parkanlagen immer eine Reise wert. 

Auch abseits der touristischen Pfade bietet die Metropole gerade für jüngere Besucher eine ganze Menge. Der Vergleich mit Berlin liegt Nahe, denn was die Café-, Kneipen, Kunst- und Klubkultur angeht, steht die polnische Hauptstadt der deutschen in Nichts nach.

Das sind die Warschau-Checker

Die Checker für
  Warschau: Julia und Lena

Julia (30) und Lena (27) sind zwei Ur-Dortmunderinnen. In einer Bewerbungsphase und einem Casting konnten sich die beiden Schwestern gegen rund 80 weitere Kandidaten-Paare durchsetzen und gehen nun als Die Checker für den Dortmund Airport auf Reisen. Wenn die Zwei zusammen unterwegs sind, ist die Aufgabenverteilung klar: Lena, als Veranstaltungskauffrau, organisiert die Tagesziele und Ausflüge. Julia, die Versicherungskauffrau, hat immer einen Plan B, checkt die Flugzeiten und wählt die Unterkünfte. Mindestens einmal im Jahr reisen die Beiden zusammen mit der ganzen Familie. Dann darf es gerne, wie im Alltag, sportlich zugehen: Skifahren, Snowboarden, Schwimmen oder Surfen steht auf dem Programm.

Julia hat eine kleine Tochter und verbringt ihre restliche Freizeit gerne mit guten Freunden in Dortmunds Restaurants. Außerdem näht sie unter ihrem eigenen Label Kinderkleidung und -accessoires.

Lena hingegen spart jeden Euro für das Reisen um neue Leute, Kulturen und Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Nach einem Australienurlaub in diesem Jahr, kam sie auf die Idee, in einem eigenen Blog andere mit ihrem Fernweh anzustecken.

Anreise

Anreise checker warschau
Anreise kulturpalast warschau

Grau und trist, oder wie? Was soll man denn von Polen denken und wie ist es in Warschau? Die Warschau-Checker Lena und Julia wollen das herausfinden. Die Fahrt zum Dortmund Airport beginnt standesgemäß: Die Beiden werden in einem brandneuen MINI Clubman abgeholt, mit freundlicher Unterstützung von MINI Dortmund. Mit Wizz Air geht es dann ab in die polnische Hauptstadt. Keine zwei Flugstunden später organisieren sich die zwei Schwestern am Chopin Flughafen ein Taxi zum zentral gelegenen Polonia Palace-Hotel. Das Zimmer mit Ausblick auf den imposant beleuchteten Kulturpalast stimmt sofort auf die Stadt ein.

1. Tag: Grüne Smoothies, Polyesteranzüge und Wodka

Bulke bibulke warschau
Am frühen Morgen steht schon der erste Check auf dem Programm: Frühstück im „Bułkę przez Bibułkę“ . Was immer auch der Name bedeuten mag, das Frühstück ist exzellent! Café Latte, frische Bagel mit Lachs, und grüne Smoothies sind der perfekte Start in den Tag. Gestärkt geht es mit der Metro in den angesagten Stadtteil Praga auf die östliche Seite der Weichsel. Hier befindet sich der Różyckiego Bazar, ein Markt, der auf eine über 100 Jahre alte, bewegte Geschichte zurückblicken kann. Das Warenangebot erweist sich allerdings als skurril (solange man nicht auf Kommunionsanzüge aus Polyester steht).
Neon museum warschau
Kein Bedarf, also weiter zur Soho Factory. Das modernisierte ehemalige Fabrikgelände beherbergt nun Galerien, Designerlädchen, Restaurants und auch das Neon Muzeum. Hier erstrahlt alte, wiederaufgewertete Neonreklame in neuem Glanz, was besonders das Fotografie-Herz von Lena höher schlagen lässt. Nach einem Gin Tonic in dem modernen Restaurant mit Show-Küche, verlassen die Schwestern die Soho Factory und Praga. Zurück in der Altstadt laden die kleinen Gassen und historischen Häuser zum Bummeln ein, doch erst einmal muss der Hunger gestillt werden. In einem Bistro gönnt man sich, neben einem Snack und Bier, das polnische Nationalgetränk: ein Gläschen Wodka! 
Am Abend geht es in das angesagte „AIOLI“ im Śródmieście-Bezirk. Das moderne Restaurant ist bis auf den letzten Tisch gefüllt und die Service- und Küchenkräfte haben alle Hände voll zu tun. Doch die ewig lange Wartezeit wird mit einem sehr leckeren Essen belohnt und dass zu übersichtlichen Preisen. Als letzte Station des erlebnisreichen Tages steht die Bar „Kita Kiguta“ (übersetzt „Hahnenschwanz“) auf dem Programm. Die hat neben ausgezeichneten Cocktails, cooler Musik und toller Atmosphäre auch super nettes Personal. Der Barchef  „Mr. Pineapple“ spendiert unseren Checkern vor dem Heimweg ins Hotel noch schnell einen Shot aus Zimt, Ingwer und Likör.

2. Tag: Street Art, Milchbars und defekte Minibusse

Museum warschau
Nach einem entspannten Frühstück im Hotel (steht an jedem polnischen Frühstücksbuffet eine Flasche Wodka?!), werden unsere Checker von den Tourguides Maja und Lukas abgeholt. Mit dem gelben Oldtimer-Bus der Marke ZSD Nysa geht es zunächst zu Sehenswürdigkeiten wie dem Kulturpalast, dem Plac Konstytucji und dem Warschauer Ghetto. Aber auch die kleinen Seitenstraßen überraschen mit interessanten Geschichten oder kreativer Street Art. Im „Muzeum Czar PRL“ wird man in die Zeit des Kommunismus zurückversetzt. Eine im Stile der 70er Jahre eingerichtete Wohnung zeigt Alltags-Gegenstände und Fotos aus den Zeiten der Volksrepublik. Stilecht wird auch hier für Lena und Julia ein Wodka kredenzt. Dann geht es zu einem weiteren Relikt aus früheren Zeiten: einer Bar mleczny (deutsch: Milchbar). Hier kann man sehr authentisch die traditionelle polnische Küche genießen. Das ist nicht nur wahnsinnig lecker, sondern auch unglaublich günstig.
Anschieben warschau
Vor dem Rückweg ins Hotel muss allerdings der etwas in die Jahre gekommene Bus mit purer Muskelkraft wieder zum Laufen gebracht werden. Eine sehr eigene Form von Aktivurlaub. Die restliche Zeit bis zum Abflug nutzen die beiden Schwestern noch für eine kleine Shopping-Tour. Sehr gut, dass das in Warschau auch an einem Sonntag möglich ist. Am Ende ist klar, was man von Warschau denken darf: Eine moderne, junge Metropole mit viel Design und Szene, die sich trotz der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ihren historischen Charme bewahrt hat. Und irgendwie gehört das Nationalgetränk immer mit dazu.