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Posen: Sehenswürdigkeiten und Reiseführer für Ihren Posen Urlaub

Ihre Reise nach Polen

Posen

Im westlichen Polen begeistert die einstige Residenzstadt Posen an der Warthe mit einer renaissancistischen Altstadt und prunkvollen Schlossanlagen. Neben dem Königspalast aus dem Mittelalter, der bis heute das Wahrzeichen des 540.000 Einwohner zählenden Ortes ist, prägen vor allem die mit Giebeln gekrönten Bürgerhäuser das Zentrum. Posen ist jedoch gleichzeitig eine Stadt im Wandel: Längst sind moderne Wirtschaftszweige der historischen Industrieanlagen habhaft geworden. In der Alten Brauerei befindet sich so mittlerweile ein Geschäfts- und Kulturzentrum.

Alles, was Sie über Posen wissen müssen

Bereits im Mittelalter war Posen eine wichtige Residenzstadt der polnischen Könige. Strategisch günstig an der Warthe gelegen, ließen die Herrscher hier etliche Festungen errichten, von denen bis heute Überreste erhalten sind. Rund um den Ort wurden so Ruinen aus dem Mittelalter freigelegt.

Das markante Königsschloss im Stadtzentrum aus dem 13. Jahrhundert ist komplett erhalten geblieben bzw. wurde über Jahrhunderte hinweg fortwährend restauriert. Die neoromanische Residenz aus der deutschen Kaiserzeit dient heute als multifunktionales Kulturzentrum. Die wichtigsten Punkte der Vergangenheit lassen sich entlang der „Route der Könige und Kaiser“ erkunden.

Neben den Sehenswürdigkeiten begeistert Posen mit einer abwechslungsreichen Kulturszene. Die Universität Adam Mickiewicz zieht Studenten aus dem ganzen Land in die Stadt, die ihr reichlich Esprit und Ideenvielfalt verschaffen. Trendige Bars und Konzerthäuser, Galerien und Start-ups schießen seit Jahren aus dem Boden. Hierfür werden oftmals alte Fabrikgebäude umfunktioniert, die ihren ganz eigenen Charme bieten. Große Events wie das Transatlantyk-Festival sorgen für hohe Besucherzahlen.

Flughafeninformation

Der Flughafen von Posen liegt etwa 7 km vom Zentrum entfernt in der kleinen Ortschaft Ławica und trägt gleichzeitig deren Namen. Darüber hinaus ist die Anlage ehrenhalber nach Henryk Wieniawski, einem Komponisten aus der Region, benannt. Polenweit handelt es sich um den sechstgrößten Flughafen, der jedes Jahr von mehr als 1,7 Mio. Passagieren genutzt wird. Verbindungen nach Posen bestehen u.a. von europäischen Städten sowie aus dem Mittleren Osten und der Türkei. Neben großen internationalen Airlines nutzen etliche Billigflieger den Airport.

Im 23.000 m² großen Terminalgebäude finden Sie diverse Serviceangebote, u.a. Duty-Free-Shops, Restaurants und Autovermietungen. Wenn Sie mit dem Leihwagen weiter ins Zentrum fahren möchten, begeben Sie sich auf die nahegelegene Straße Bukowska, die nach etwa 7km in Richtung Osten den Hauptbahnhof und schließlich die Innenstadt erreicht. Alternativ können Sie die Buslinien 59 und 48 nutzen, die vor dem Terminal halten. Nachts bietet der Bus 242 eine direkte Anbindung.

Flughafenadresse: Bukowska 285, 60–189 Poznań, Polen

Telefon: +48 61 849 23 43

Weblink: www.airport-poznan.com.pl/en/

Flüge nach Posen

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Öffentliche Verkehrsmittel in Posen

Ein praktisches Verkehrsmittel in Posen ist die Straßenbahn. Das Netz umfasst etwa 65 km und 20 Linien. Ein Großteil der Trams ist im Zentrum unterwegs und misst zwischen 10 km und 25 km. Eine Besonderheit sind die Museumswagen der Linie 0 in Gajowa.

Neben den Straßenbahnen sind bis zu 118 Buslinien im Einsatz. Beide Verkehrsmittel verkehren zwischen 05:00 und 23:00 Uhr. Nachts können Sie die 20 Nachtbusse nutzen. Fahrscheine erhalten Sie bequem an den Automaten rund um die Haltestellen. Zudem werden Tickets von Kiosken verkauft.

Dos and Don'ts in Posen

In Polen spielt der katholische Glaube nach wie vor eine große Rolle. Bei dem Besuch von Kirchen und Klöstern sollten Sie sich entsprechend an die üblichen Umgangsformen halten: Männer nehmen beispielsweise ihre Hüte und Mützen ab. Auch im privaten Rahmen ist die tiefe Religiosität stets im Hinterkopf zu behalten.

Eher selten redet man zudem über die kommunistische Vergangenheit. Vor allem im fortschrittsorientierten Posen sprechen die Bewohner eher über die Zukunftsaussichten des Landes und die boomende Wirtschaft. Mit etwas Wissen über die wichtigen Persönlichkeiten der Stadt machen Sie sich schnell Freunde: Der König Przemysław II. und die Künstlerin Izabella Gustowska sind beispielsweise wichtige Figuren im regionalen Bewusstsein.

Bei offiziellen Anlässen kleidet man sich meistens stilvoll. Wer zu einer privaten Feier eingeladen ist, muss nicht zwingend auf die Sekunde genau vor der Tür stehen. Kleine Geschenke wie Blumen und Konfekt sind dagegen gerne gesehen. Auf rote Rosen, Lilien, Nelken und Chrysanthemen sollte man verzichten. Der Strauß sollte zudem stets eine ungerade Anzahl an Blumen haben.

Posen Urlaub für Kulturinteressierte, Familien und Geschäftsreisende

Posen park

Kulturinteressierte kommen mit einem Posen Urlaub angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten aus der Königsepoche auf ihre Kosten. Auf der „Route der Könige und Kaiser“ finden Sie so imposante Backsteinbauten wie die Kathedrale mit den Gräbern der Herrscher, den Königspalast und die alte Zitadelle. Mit Ihren Kindern können Sie einen Ausflug in die Natur unternehmen: Die saftigen Auen der Warthe eignen sich so bestens für Ausritte und Fahrradtouren. Als einzige Stadt Polens besitzt Posen außerdem zwei Zoologische Gärten. Als internationaler Messestandort ist die Stadt außerdem für Geschäftsreisende interessant. Zudem gilt Posen als eine der Innovations- und Technikschmieden des Landes. Insbesondere die Start-ups haben sich in der Vergangenheit einen Namen gemacht.

Places to be 

Der geschäftigste Ort in ganz Posen ist die historische Altstadt. Sie beginnt nordöstlich des Hauptbahnhofs und zieht sich beinahe bis zum Ufer der Warthe. Hier können Sie Sie u.a. das Residenzschloss und die Adam-Mickiewicz-Universität finden. Auf lang gezogenen Straßenzügen wie der Święty Marcin gibt es eine breite Auswahl an Geschäften, aber auch hochwertige Hotels. Auch kleinere Straßen wie die 27 Grudnia oder der Wolności-Platz verlocken zu einem Spaziergang. An deren östlichen Ende erreichen Sie den mittelalterlichen Königspalast und eine Vielzahl von Museen, die sich rund um den Rathausplatz formieren. In diesem Viertel können Sie vor allem in stilvollen Pensionen und Ferienwohnungen übernachten.

Etwas ruhiger ist es im Vergleich zur Altstadt am Ufer der Warte. Hier finden Sie eine Reihe idyllischer Grünanlagen wie den Park Tadeusz Mazowieckiego und die Bielniki-Gärten. Am Morgen kann man viele Einwohner hier Sport treiben und die frische Luft genießen sehen. Am rechten Wartheufer befinden sich die Bezirke Śródka und Komandoria, in denen man kleinere Hotels und größere Shoppingcenter findet. Besucht wird diese Gegend besonders gerne aufgrund des Maltasees und des angrenzenden Tysiąclecia-Parks. Rund um das Gewässer gibt es mehrere Strandbäder und Wassersportanlagen mit Ruderbootverleih.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

Dominsel posen

Im Herzen von Posen erhebt sich das in der Renaissancezeit von Giovanni Battista di Quadro erschaffene Rathaus. Prunkvolle Türmchen und aufwendige Verzierungen machen das Gebäude zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Vor dem heutigen Geschichtsmuseum breitet sich der Alte Markt auf, der für seine vielen kleinen Boutiquen, Souvenirshops und Cafés bekannt ist. Wer Lust hat, kann hier eine der regionalen Gebäckspezialitäten, z.B. Martinshörnchen mit Weißmohn, Datteln und Rosinen probieren. An die Vergangenheit Posens als wichtiger Handelsort erinnern am Alten Markt die Stadtwaage aus dem 16. Jahrhundert und die klassischen Krämerhäuser. Ein kurzer Spaziergang genügt, um das mittelalterliche Königsschloss zu erreichen, von dem aus Przemysl II. einst die Geschicke seines Landes lenkte. In der prächtigen Kathedrale auf der Dominsel können Sie sogar das Grab des Königs besuchen. In der Umgebung von Posen lohnen sich Ausflüge zu den großpolnischen Palastanlagen von Rogalin und Gołuchów. Die zur wilhelminischen Zeit geschaffene Residenz nördlich des Hauptbahnhofs dient hinter ihren wuchtigen Mauern heute als Kulturzentrum Zamek. So finden in dem Gebäude u.a. Ausstellungen, Konzerte und Workshops statt. 2003 sind zudem mehrere Galeristen, Künstler und Theatermacher in die Alte Brauerei eingezogen und haben sie in einen modernen Veranstaltungs- und Einkaufsort verwandelt.

Shopping 

Eine einzigartige Atmosphäre erwartet Shoppingfans in der Alten Brauerei von Posen. Angefangen hatte alles mit Künstlern und Theatermachern, die nach neuen Ateliers suchten. Das Fabrikgebäude wurde bald aufwendig modernisiert und hat sich zum Teil in ein modernes Einkaufszentrum verwandelt. Hinter den historischen Backsteinmauern können Sie heute zahlreiche Modeshops, Souvenirläden und Restaurants finden. Individuelle Andenken finden Sie auf dem Kunsthof der Alten Brauerei.

Der Komplex befindet südlich des Zentrums und nur wenige Schritte von der Straße Królowej Jadwigi entfernt, die den Hauptbahnhof mit dem Wartheufer verbindet. Wenn Sie etwa 1 km gen Norden gehen, erreichen Sie den Boulevard Święty Marcin, der sich ebenfalls ideal zum Einkaufen eignet. Angesiedelt hat sich hier beispielsweise das Shoppingzentrum Galeria MM. An dieses schließen sich viele kleinere Geschäfte ein. Eine breitere Auswahl an privaten Läden finden Sie zudem am Wolności-Platz sowie rund um den Alten Markt.

Eine der jüngsten Malls wurde am Ufer des Maltasees geschaffen und trägt zudem dessen Namen. Auf einer Fläche von etwa 20 Fußballfeldern können die Besucher Mode, Lebensmittel, Souvenirs und vieles mehr einkaufen. Empfehlenswert ist das Haus nicht zuletzt, weil viele lokale Brands offeriert werden. Neben den Shops gibt es etliche Freizeitangebote, Cafés, einen Fitnessclub sowie Restaurants.

Essen & Trinken – Tipps

Das Martinshörnchen ist ein crossantartiges Gebäck, das untrennbar mit der Stadt Posen verbunden ist. Laut polnischem Gesetz darf die Spezialität ausschließlich im Ort und seiner unmittelbaren Umgebung hergestellt werden, um sich „Rogal świętomarciński“ nennen zu dürfen. In den gerollten Plunderteig kommen verschiedene Zutaten wie Mohn, Vanille, Rosinen und Sahne. Am besten schmecken die Leckerbissen in einem der Posener Cafés zusammen mit kräftigen Heißgetränken.

Zum Mittag wird in Posen eher herzhaft gegessen. Der deftige Sauerkrauteintopf Bigos darf auf keiner Speisekarte fehlen. Empfehlenswert sind außerdem die gefüllten Teigtaschen Pierogi mit Sahnesauce und die geschmorten Kohlrouladen Gołąbki. Um diese Gerichte zu probieren, besuchen Sie z.B. eines der traditionsbewussten Restaurants der Stadt. Im Zentrum überzeugen vor allem die Gasthäuser Delicja, Pod Pretekstem und Ratuszova mit hausgemachter Kost. Dazu gibt es selbstverständlich ein Glas des würzigen polnischen Biers.

Eine Alternative zu den höherpreisigen Gaststätten sind die sogenannten Milchbars bzw. Bary mleczne. Die Kantinen sind ein Vermächtnis der kommunistischen Ära, haben sich seit 1989 jedoch deutlich weiter entwickelt. Seit einiger Zeit sind diese Restaurants wieder im Trend und gelten als idealer Ort für ein schnelles, preiswertes und vollwertiges Mittagessen. Typischerweise werden Bigos, Pierogi, Schweineschnitzel und die Suppen Zurek und Barszcz angeboten.

Empfehlungen für Posens Nachtleben

Das Nachtleben findet vor allem rund um den Alten Markt statt. Hier beginnt man die Nacht z.B. mit einem guten Essen oder den ersten Drinks in einer der vielen Wodkabars. Viele Häuser setzen ihre eigenen Mischungen an und aromatisieren das hochprozentige mit verschiedenen Früchten. Die meisten Lokale haben geöffnet, bis der letzte Gast geht. Entsprechend voll sind an den Wochenenden die Altstadtgassen und die Boulevards Nowowiejskiego und Taczaka. Letztere genießen besonders viel Beliebtheit unter den Studenten Posens.

Bierliebhaber kommen im Ministerstwo Browaru auf der Ratajczaka-Straße auf ihre Kosten. Das Haus gilt als Pionier der polnischen Craft-Beer-Bewegung und bietet seinen Kunden eine breite Auswahl an unkonventionellen Gerstensäften an. Etwas traditioneller geht es im Brauhaus Brovaria am Alten Markt zu, wo das Bier nach alter Tradition im Kupferkessel hergestellt wird.

Tanzen können Sie z.B. in der Straße Małe Garbary im HAH Poznań. Die Abkürzung steht für Heaven and Hell und ist Teil einer ganzen Kette an Clubs. Bekannt sind die Läden von HAH insbesondere für ihre schwulenfreundlichen Veranstaltungen. Labyrinthische Gänge und illuminierte Tanzflächen erwarten die Besucher im Czarna Owca, in dem von Donnerstag bis Sonntagmorgen bei Popmusik gefeiert wird. Im Czekolada ist Glamour und Style gefragt.

Tipps für einen Kurztrip: Posen in 3 Tagen

Den ersten Tag in Posen nutzen Sie für einen Rundgang im Zentrum. Lassen Sie sich von den prächtigen Bauten rund um den Alten Markt überwältigen und bewundern Sie das mittelalterliche Ensemble. Ein absolutes Muss ist der Besuch des Rathauses, in dem sich das Historische Museum befindet. Die Ausstellung gibt Ihnen einen weitreichenden Abriss über die Geschichte der Stadt. Auf diese Weise bestens informiert, können Sie anschließend das Königsschloss und die Kathedrale besuchen.

An Ihrem zweiten Tag in Posen können Sie in der Altstadt oder in der Alten Brauerei einkaufen gehen. Finden Sie hier regionales Kunsthandwerk, das sich bestens als individuelles Andenken an Ihre Reise eignet. Im Śródka-Viertel wird Sie das Ambiente eines alten Handwerkerbezirks begeistern. In den pittoresken Gebäuden befinden sich heutzutage Läden und Restaurants, in denen Sie die traditionelle Küche Polens genießen.

An Ihrem dritten Tag unternehmen Sie beispielsweise einen Ausflug entlang der Warthe in die Natur und entdecken die königlichen Schlösser im Umland. Mit der Museumsbahn gelangen Sie zum Nationalpark Wielkopolski mit seinen weiten Moränenlandschaften und mehr als 1.100 Pflanzenarten. Traumhafte Aussichten genießen Sie vom etwa 132 m hohen Osowa-Berg sowie vom Ufer des Goreckie-Sees.

Insider-Tipp in Posen

  • Seit 2011 veranstaltet Posen das Transatlantyk-Festival mit zahlreichen Filmvorführungen und Musikperformances.
  • Das Polnische Tanztheater wurde in den 70er Jahren gegründet und gehört es mittlerweile zu den besten Häusern seiner Art in Polen.
  • Im Museum des Posener Aufstands erfahren Sie mehr über die antisowjetischen Ereignisse von 1956.

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