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Neapel: Authentische Hafenstadt am Vesuv

Entdecken Sie die Vielfalt von Bella Napoli

Neapel overview
iStock/eddygaleotti

Buntes Treiben, Lebensfreude und ganz viel Dolce Vita: Die Hafenstadt Neapel im Südosten des Landes bietet Besuchern genau das Flair, das man von einer typisch italienischen Großstadt erwartet – und noch vieles mehr. Seit jeher sollen selbst bekannte Größen wie Goethe durch Neapels Authentizität und Lage nahe des aktiven Vulkans Vesuv beeindruckt gewesen sein. Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück und hält für Besucher Kunst und Kultur aus mehreren Jahrhunderten parat. Aber auch für ihre Pizza ist die Hafenstadt nicht weniger bekannt. Wer nach Neapel reist, kann so einiges entdecken und sich auf abwechslungsreiche Tage freuen.

Natur, Geschichte und UNESCO-Kulturerbe am Golf von Neapel

Neapel liegt am gleichnamigen Golf von Neapel, unweit des Vesuvs. Mit fast einer Millionen Einwohner ist sie die drittgrößte Stadt Italiens – nach Rom und Mailand. Neapel ist unterteilt in viele kleine Stadtteile, in denen häufig Arm und Reich aufeinandertreffen. Stolz sind die Napolitani u. a. auf ihre bekannte Altstadt, die 1995 zum UNESCO-Kulturerbe erklärt wurde. Dort finden sich zahlreiche Geschäfte, Händler, Handwerksbetriebe und Souvenir-Läden. Man lebt vorrangig vom Tourismus.

Die Region Napoli ist weiter berühmt für die alte Römerstadt Pompeji, die durch einen Vulkanausbruch verschüttet wurde und deren Überreste heute immer noch ein großes Publikum anziehen. Das gilt selbstverständlich ebenso für den beeindruckenden Vulkan Vesuvs selbst.

Sommerurlauber verbinden ihre Napolireise oft mit einem Abstecher an die Amalfiküste, etwa eine Stunde mit dem Auto von Neapel entfernt. Diese zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Klima in Neapel ist mediterran. Die Sommermonate sind mit Temperaturen um die 30 Grad sehr heiß und trocken. Die Winter sind recht mild und regnerisch. Die beste Reisezeit ist zwischen April und Oktober. 

Neapel
iStock/javarman3

Flughafeninformation für die Anreise

Der Flughafen von Neapel, der Aeroporto di Napoli-Capodichino (NAP), mit seinen innereuropäischen wie interkontinentalen Verbindungen, liegt etwa sieben Kilometer vom nordöstlichen Stadtzentrum entfernt.

Von hier aus fahren regelmäßig Busse ins Umland, z. B. nach Sorrent, sowie natürlich direkt in die Innenstadt bzw. an den Bahnhof Napoli Centrale.

Am Flughafen selbst gibt es freies WLAN und einige Services für Reisende, von der VIP-Lounge über Special Assistances, bis hin zum Friseur, Shops und Restaurants. Direkt am Flughafen gibt es ein Airport Hotel und diverse Autovermietungen für alle, die die Umgebung auf eigene Faust erkunden möchten.

Adresse

Viale F. Ruffo di Calabria, 80144 Napoli NA, Italien
Telefon: +39 081 789 6111
Website: https://www.aeroportodinapoli.it/

Günstige Flüge nach Neapel

Mobilität vor Ort

Verkehrstechnisch ist Neapel breit aufgestellt. Es gibt viele Möglichkeiten, sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. Zunächst einmal ist Neapel umgeben von einem gut ausgebauten Autobahnnetz, verfügt über ein S-Bahn- und U-Bahn-Streckennetz (Metropolitana di Napoli) sowie über ein dichtes Busnetz und den Oberleitungsbus Neapel. Vor allem die U-Bahn hält an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und Highlights der Stadt.

Zudem gibt es Bergbahnen, die sog. Funicolare. Sie führen z. B. von der Altstadt aus rauf zum Hügel Vomero für einen wundervollen Blick über den Golf von Neapel. Für Tagesausflügler gibt es Fähren – u. a. rüber auf die Insel Capri.

Aufgrund der vielen engen Gassen und Straßen, die teilweise noch aus dem Mittelalter stammen, empfiehlt es sich die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Auch hinsichtlich der wenigen Parkplätze und der zahlreichen Mopedfahrer, die es mit den Verkehrsregeln nicht immer genau nehmen, ist das ratsam. Die Fahrkaten sind günstig. Vor allem das Fahren mit der U-Bahn lohnt sich. Fast jede Haltestelle gleicht einem Museum für moderne Kunst. So können beispielsweise an der Haltestelle Dante Werke von italienischen Malern der Arte Povera bestaunt werden.  

Dos and Don'ts in Neapel

Die Napolitani sind ein besonders gastfreundliches Völkchen und leben zum großen Teil von den Touristen – und das, obwohl Neapel stets als Stadt der Camorra galt. Nicht selten hielt sie als Vorlage für Mafia-Filme aller Art her. Reisende haben jedoch nichts zu befürchten. Es ist eher so – wie in vielen anderen großen Städten auch – dass an öffentlichen Plätzen Achtung vor Taschendieben oder Motorradräubern geboten ist. Handtaschen sollten am besten immer festgehalten und Wertgegenstände eng am Körper getragen werden. Wertsachen sollten auch nicht offen im Mietwagen liegen gelassen werden.

Kleine Straßen und Gassen in der Nähe des Hauptbahnhofes oder Brennpunkte sollten abends bzw. nachts gemieden werden.

Eine vermeintlich weitere Gefahr ist der Vesuv, der immer noch ein aktiver Vulkan ist. Experten streiten darüber, wann er das nächste Mal ausbrechen wird. Allerdings befindet er sich aktuell nach dem letzten Ausbruch 1944 in einer Ruhephase. Für einen Ausflug auf den Vulkan sollte man sich vorab über Öffnungszeiten und Kosten erkundigen. Der Zugang ist aufgrund der hohen Nachfrage zeitlich begrenzt und der Eintritt kostet ca. 10 Euro. Die Tickets gibt es an einem Kassenhäuschen, das an einem Parkplatz unterhalb des Vesuvs liegt. Wichtig ist es unbedingt, gutes Schuhwerk, Wasser, eine Windjacke und Sonnenschutz einzupacken. 

Vesuv neapel
iStock/Imgorthand

Besonderheiten & Wissenswertes

Neapel gilt als Wiege und Geburtsort der Pizza. Genauer gesagt der Pizza Margherita. Daher findet jedes Jahr im September das Pizzafest statt, um dem zu gedenken. Es handelt sich um ein riesiges Volksfest entlang der Promenade mit Blick auf Capri, das Jahr um Jahr neue Besucherrekorde aufstellt. Das Fest geht über mehrere Tage. Die Italiener nennen es Caputo Napoli Pizza Village.

Neben ganz viel leckerer Pizza von neapolitanischen Pizzaioli, gibt es Live-Bands, denen man kostenlos zuhören kann. Zudem werden Ausstellungen und Workshops rund um die Pizza für große und kleine Besucher angeboten. Es finden Pizza-Weltmeisterschaften und Wettessen statt. Der Eintritt ist frei.

Places-to-be: Wasser, Erde, Luft

Die Piazza del Plebiscito zählt zu den beliebtesten Treffpunkten und Hotspots in Neapel. Aber auch die am Meer gelegene Promenadenstraße, die Via Caracciole, ist immer gut besucht. Ein Spaziergang entlang dieser Promenade am Wasser führt bis zum Fischerhafen Mergellina, wo es frischen Fisch zu kaufen gibt.

Unter den Straßen und Häusern der Stadt eröffnet sich eine Art Unterwelt, die sogenannten Napoli Sotteranea. Über Jahrtausende entstanden etwa 80 Kilometer lange unterirdische Gänge, die bis zu 40 Meter in die Tiefe ragen. Es gibt viele Katakomben und Tunnel zu bestaunen sowie alte Basiliken und wertvolle Fresken. Ursprünglich sollen die Napoli Sotteranea bereits 470 v. Chr. von den Griechen als Regenwasserspeicher errichtet worden sein, dienten später als Fluchtwege für Könige, boten Schutz vor Bombenangriffen im Krieg und eine Zeit lang wurden sie sogar zur Müllentsorgung genutzt. Es empfiehlt sich für diese Erlebnis der anderen Art eine Tour zu buchen und sich von einem kundigen Guide durch das Labyrinth unter der Erde führen zu lassen.

Wer im Anschluss als Kontrastprogramm wieder etwas Höhenluft schnuppern möchte: Der Vesuv am Fuße der Stadt ist ein absolutes Muss bei einem Neapel-Besuch und wie bereits beschrieben ein beliebtes Ausflugsziel.

Kultur & Sehenswürdigkeiten: Zurück in die Vergangenheit

Kulturell wie architektonisch bietet Neapel eine große Vielfalt. Zu den Highlights zählen beispielsweise die Basilika Santa Chiara und die Kathedrale von Neapel.

Inmitten der Altstadt wartet eine kleine, aber sehr bekannte Besonderheiten, die Via San Gregorio Armeno. Genauer gesagt handelt es sich um die weltweit bekannte Krippenstraße Neapels. Handgefertigte traditionelle Weihnachtskrippen und kunsthandwerkliches Zubehör gibt es hier zu bestaunen und zu erstehen. Nicht nur um die Weihnachtszeit ist diese Attraktion einen Besuch wert.

Etwas nördlich von Neapel wird es royal. Dort befindet sich eines der größten Schlösser Europas, der sogenannte Palast von Caserta. Das Bauwerk stammt aus dem 18. Jahrhundert und zählt mittlerweile ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Westen der Stadt befindet sich noch ein anderes Schloss aus der gleichen Zeit, der Königspalast Portici, dessen Besichtigung sich ebenfalls lohnt.

Ein Pflichtbesuch ist selbstverständlich das antike Pompeji. Die Ausgrabungsstätte ist in etwa 30 Minuten mit dem Auto zu erreichen und zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Ruinen mit alten Fresken und das Amphitheater lassen sich mit einem Guide, aber auch auf eigene Faust mit Audioguide erkunden. Direkt fühlt man sich in vergangene Zeiten zurückversetzt.

Das Archäologische Nationalmuseum direkt in Neapel Stadt zeigt eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen weltweit sowie weitere Funde aus Pompeji.

Pompeji neapel
iStock/LARISA SHPINEVA

Shopping: Alles, was das Herz begehrt

Typisch für Neapel sind die vielen Märkte der Stadt, wie der beliebte Mercatino di Antignano oder der Straßenmarkt von Posillipo. Hier gibt es viele Stände mit einheimischen Köstlichkeiten, Kleidung, Souvenirs und allerhand Kuriositäten.

Für ausgiebige Shoppingtouren sind die Altstadt, das Zentrum und der Vomero am besten geeignet.

Die Haupteinkaufsstraße mit zahlreichen Geschäften ist die Via Toledo. Sie erstreckt sich von der Piazza Dante im Norden bis fast zur Piazza del Plebiscito im Süden. Shopping-Fans finden dort kleine Geschäftchen und edle Modeboutiquen gleichermaßen. Die Preise sind im Vergleich zu Rom oder Mailand deutlich günstiger. Kleine Bars und Cafés zwischen den Läden bieten sich zum Ausruhen und Verweilen an.

Die Einkaufsstraße des Vomero-Stadtteils liegt direkt an einer grünen Oase mit Pinien und Zypressen, an der Villa Floridiana mit Parkanlage. Hier kann man sich nach dem Einkaufen wunderbar erholen. 

Essen & Trinken: Mediterrane Küche, süße Speisen und edle Tropfen

Neben der Pizza gibt es in Neapel an jeder Ecke viele Köstlichkeiten zu finden. Diverse Käsesorten, wie Büffelmozzarella, Tomaten, frischer Fisch und Meeresfrüchte oder Spaghetti alle vongole sind typisch für die Stadt. Für Schleckermäulchen gibt es in den Cafés beispielsweise die typischen nach Orangen und Zimt schmeckenden Blätterteiggebäcke namens Sfogliatelle oder die traditionellen Vulkan-Rumkuchen Babà, die man unbedingt probieren sollte. Dazu gibt es einen Espresso.

Ein zum Abendessen passender, neapolitanische Wein darf ebenfalls nicht fehlen. Kampanien, die Region, in der Neapel liegt, gilt als eine der ältesten Weinbaugebiete Italiens. Die vulkanischen Böden begünstigen den Anbau und verleihen den leckeren Tropfen einen besonderen Geschmack. 

Pizza neapel
iStock/franckreporter

Nachtleben in Neapel: Feiern am Strand und unter der Stadt

Besonders lebhaft ist Neapel auch bei Nacht. Auf der Piazza Bellini findet sich neben zahlreichen Restaurants eine Wein- und Cocktail-Bar nach der anderen. Auf der Bourbon Street gibt es einen Jazz-Club mit Pub-Charakter. Auch die unterirdischen Gänge wurden für das Feiervolk zugänglich gemacht. Die sogenannte Velvet Zone ist der älteste Underground-Club Neapels im Stadtviertel Chiaia. Hier kann man bis in die Morgenstunden durchtanzen.

In Strandnähe befindet sich der Beach-Club Arenile di Bagnoli im Stadtviertel Bagnoli, der nachts als Party-Club seine Türen öffnet und für ganz viel Summer-Feeling bei den Partylöwen sorgt.

Die Stadt in 3 Tagen

Für einen Kurz-Trip nach Neapel bietet es sich an, vorab eine Kombi-Tagestour nach Pompeji und auf den Vesuv zu buchen, sich einen Tag zum Kennenlernen der Stadt einzuplanen und – wenn man schon mal in der Gegend ist – sich einen Tagesausflug nach Sorrent, Positano und Amalfi oder eine Bootstour nach Capri zu gönnen.

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist ein leckeres Stück Pizza und ein guter Tropfen neapolitanischer Wein.

Wer wie im gleichnamigen Lied die Sonne bei Capri im Meer versinken sehen möchte, der kann vom Balkon des Klosters San Martino hoch über der Stadt, auf dem Hügel von Vomero die schönsten Sonnenuntergänge beobachten. Ein krönender Abschluss!

Persönlicher Tipp des Autors

Eine Abkühlung an heißen, sonnigen Tagen und etwas Zeit zum Relaxen gibt es beispielsweise im Strandbad Bagno Elena zu finden. Öffentliche Badestrände gibt es in Neapel nicht wirklich. Die Bucht von Marechiaro ist mit dem Boot zu erreichen. Sie lädt zum Baden ein und ist umgeben von Villen des Stadtviertels Posillipo und einer prachtvollen Hügellandschaft.

Taucher und Schnorchler kommen im Meeresschutzgebiet Gailoa auf ihre Kosten. Wer in dem kristallklaren Wasser abtaucht, findet Überreste einer antiken Siedlung.

Ob unter Wasser, unter der Stadt in den alten Katakomben oder bei einem Ausflug hoch zur kargen Landschaft auf dem Vesuv: Eine Reise nach Neapel eröffnet Besuchern in jedem Fall neue Welten, mit ganz viel Herz, Authentizität und Abwechslung. 

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