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Island: Faszinierende Natur zwischen Feuer und Eis

Das Land der Wikinger, Feen und Kobolde

Island polarlichter
iStock/ansonmiao

Auf der Bucket List der meisten Reisenden steht Island ganz weit oben unter den noch zu bereisenden Wunsch-Destinationen aufgelistet. Wer möchte nicht einmal live die beeindruckenden Polarlichter sehen, die man mit etwas Glück zur richtigen Jahreszeit hier in beeindruckender Weise beobachten kann. Doch die Insel hat noch weitaus mehr zu bieten. Wer nach Island fliegt, der findet sich gefühlt in einer anderen Welt wieder, mit Sagen und Mythen, Wasserfällen, Vulkanen, Geysiren, Thermalquellen, Gletschern, schwarzen Stränden und Lavafeldern – Natur pur gepaart mit skandinavischem Flair in Reykjavík.

Im Sommer wie im Winter verspricht Island, das Land von Feuer und Eis, besondere Eindrücke und Erlebnisse, die Besuchern noch lange danach im Gedächtnis bleiben. 

Vom Schneeland zum beliebten Reiseziel

Die Hauptstadt der nordeuropäischen, vulkanischen Insel Island ist Reykjavík, was so viel bedeutet wie „Rauch“ oder „Rauchbucht“. Dort lebt der Großteil der Bevölkerung. Insgesamt gibt es etwas mehr als 360.000 Einwohner auf der ganzen Insel, während die Zahl an jährlichen Touristenbesuchen mittlerweile in die Millionenhöhe geht. 

Die Isländer leben vom Tourismus und vor allem von und mit den Vulkanen. Das durch sie erzeugte heiße Wasser stellt eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle dar. Verschiedene Pipelines mit Heißwasser sorgen für die Heizung, Warmwasserversorgung und Stromerzeugung in ganz Reykjavík.

Überhaupt ist die Insel bekannt für die beeindruckenden Naturschauspiele, Landschaften und Vegetationen. Der Nationalpark Þingvellir beispielsweise, wurde bereits zur UNESCO-Weltkulturerbestätte erklärt. Er befindet sich zwischen zwei tektonischen Kontinentalplatten an den eurasischen und nordamerikanischen Plattengrenzen; an der Almannagjá-Schlucht werden die beachtlichen Felsspalten und Risse als Folge der Plattenbewegung sichtbar.

Als Entdecker der Insel gelten die Wikinger, die Island zunächst Snæland, also Schneeland, getauft haben sollen.

Wer hier im Winter eine sibirische Kälte oder Grönland-Wetter erwartet: Das Klima auf Island ist entgegen vieler Erwartungen recht mild. Im Winter fallen die Temperaturen in der Stadt und an der Küste sogar nur selten unter den Gefrierpunkt. Im Sommer herrschen durchschnittlich – je nach Region – etwas über 20 °C. Insgesamt ist das Wetter sehr wechselhaft, wie in Irland oder Schottland auch. Wolkenbedeckte Himmel oder kurze Regenschauer sind keine Seltenheit. Wer die Nordlichter sehen möchte, sollte unbedingt vorher die Wetter-App checken. Ist es zu verregnet oder bewölkt, kann man sie leider nicht zu Gesicht bekommen.

Die Währung ist die sogenannte Isländische Krone (ISK). Die Amtssprache ist Isländisch. Aber auch der englischen Sprachen sind die meisten hier mächtig. 

Reykjavi k island
iStock/powerofforever

Flughafeninformation für die Anreise

Der internationale Flughafen von Island auf der Halbinsel Reykjanesskagi, der Keflavík Airport (KEF), liegt etwa 50 Kilometer weit von Reykjavík entfernt. Mit dem Fly Bus oder dem Airport-Express der Gray Line braucht man 45 bis 50 Minuten bis in die Stadt. Tickets können direkt auf der Airport-Website gebucht werden. Auch Taxis stehen für die Weiterreise 24 Stunden am Tag am Flughafen bereit. Wer Island auf eigene Faust erkunden möchte, kann bei den ansässigen Autovermietungen einen passenden Wagen buchen.

Am Airport selbst finden sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants, wenn es mal etwas länger bis zum Abflug dauern sollte. 

Adresse

• Reykjanesbær, Island

• Telefon: +354 425 6000

• Website: https://www.isavia.is/keflavikurflugvollur

Günstige Flüge nach Island

Mobilität vor Ort

Das Mieten eines Autos, Gelände- oder Wohnwagens ist zwar recht teuer, dennoch sind Mietwagen-Touren beliebt. Das liegt u. a. daran, dass die Straßen außerhalb der Stadt recht leer sind und - wie in Deutschland auch - Rechtsverkehr gilt. 

Andere Besucher hingegen fühlen sich sicherer mit geführten Tagestouren. Erfahrene Guides und Bus Driver kennen die Insel mit den teils schroffen Wegen in- und auswendig und wissen, bei welchem Wetter man in welcher Gegend besser nicht unterwegs sein sollte.

Innerhalb von Reykjavík kann man sich per Bus fortbewegen und auch ein ausgebautes Fernbusverkehrsnetzwerk gibt es rund um die Insel.

Dos and Don'ts in Island

Die Isländer gehen sehr respektvoll miteinander und mit der Natur um. Irgendwo seinen Müll hinzuwerfen, ist ein absolutes No-Go und würde ein echter Isländer auch niemals tun. Beim Betreten des Hauses, Hotels, Schwimmbads oder ähnlichem werden selbstverständlich die Schuhe ausgezogen, um dem Gastgeber keinen Schnee oder Schmutz herein zu tragen.

Wer zur Winterzeit in Island ist, der sollte beachten, dass es nur wenige Stunden am Tag richtig hell ist. Um schöne Fotos machen zu können, sollte man das beim Sightseeing berücksichtigen.

In der Stadt ist dabei das Risiko, Taschendieben zum Opfer zu fallen, sehr gering. Das Auto oder die Haustüre nicht abzuschließen, ist hier keine Seltenheit. Gefährliche Handfeuerwaffen wurden schon lange verboten, selbst die meisten Polizisten tragen keine Waffen. Die Isländer sehen die Gefahr eher in möglichen Vulkanausbrüchen, was aber ständig kontrolliert wird. Auch starke Regenfälle und besonders staubige Stürme können vorkommen. Vor größeren Ausflügen in die naturbelassene Einöde gilt es unbedingt, die Wettervorhersage abzuhören.

Egal ob Ausflüge im Sommer oder Winter, auf Island braucht man immer wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk, so viel ist sicher.

Strickt darauf geachtet wird, dass Tore und Zäune – vor allem auf dem Land – immer nach dem Hindurchgehen geschlossen werden. Es gibt zahlreich Schafe auf der Insel, die auf großflächigem Grund leben und nicht entlaufen sollen.

Übrigens: Island ist im Vergleich zu Deutschland recht teuer was z. B. Lebensmittel oder Tabakwaren angeht. Man zahlt meist mit Kreditkarte, auch wenn es um kleine Beträge geht. 

Besonderheiten & Wissenswertes: Badekultur und zauberhafte Inselbewohner

Zum einen sind die Isländer ein regelrechtes Badevölkchen. Die sogenannten „Hot Pots“ sind fester Bestandteil der isländischen Badekultur. Überall gibt es heiße Quellen mit durch die vulkanische Aktivität unterirdisch erhitztem Wasser. Oft befinden sie sich mitten in der Landschaft an der Küste oder auf einer Wiese und gleichen einem natürlichen Whirlpool. Der Hotpot Pollurinn mit Blick auf die Steilküste der Westfjorde oder der Hotpot Hauganes im Norden zählen zu den schönsten des Landes. Das Wasser gilt als sehr gesund auf Grund des hohen Mineralgehalts. Anders als in Schwimmbädern ist es natürlich nicht gechlort, weswegen es für die Isländer ausgesprochen wichtig ist, sich an bestimmte Hygieneregeln zu halten. Das Abduschen vor dem Baden ist ein Muss.

Ein Besucher-Highlight ist die Blaue Lagune (Bláa Lónið), eine Art riesiges, geothermales Freibad bei Reykjavík. Hier muss man vorher online ein zeitlich begrenztes Ticket buchen. Wer gute Fotos machen möchte, der sollte einen Zeitraum mitten am Tag wählen, damit es noch hell ist. Aber auch im Dunkeln und in der Abenddämmerung ist ein Besuch hier ein besonderes Erlebnis.

Zum anderen lieben die Isländer ihre vielen Sagen und Erzählungen über Elfen, Feen, Trolle und Kobolde, die fest zur Kulturgeschichte des Landes dazu gehören. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und bis heute gibt es eine offizielle Elfenschule, um mehr über die geheimen Wesen der Insel zu lernen. Wer dort seinen Abschluss macht, erhält sogar ein Diplom. Eine Elfenbeauftragte wird häufig vom Bauamt von Reykjavik vor neuen Bauprojekten hinzugezogen, um die Lebensräume dieser zauberhaften Inselbewohner nicht zu stören. Ob man daran glaubt oder nicht, auch das ist Teil von Island und dem ganz besonderen mystischen Charme, den man hier an jeder Ecke spüren kann. 

Blaue lagune island
iStock/swissmediavision

Places-to-be: Kontrastreich und spektakulär

Der sogenannte Golden Circle vereint eine Vielzahl an Orten und Attraktionen, die man in Island gesehen haben sollte. Entlang dieser Route findet sich der bekannte Wasserfall Gullfoss, der historischen Þingvellir-Nationalpark und der Geysir Strokkur. Alle paar Minuten sprudelt er heißes Wasser bis zu 25 Meter in die Höhe. Ein echtes Naturschauspiel. Schon auf dem Weg dorthin scheint Dampf aus der bemoosten Wiese empor zu steigen und es riecht ein wenig nach Schwefel. Man kommt sich vor wie im Märchenland.

Das Kontrastprogramm dazu bietet die karge Südküste. Das Landschaftsbild ist geprägt von dunklem Lavagestein und Vulkansandwüsten. Vorbei an weiteren Wasserfällen gelangt man hier u. a. zum Vatnajökull. Er ist der drittgrößte Gletscher der Welt. An seinem Fuß befindet sich die Gletscherlagune Jökulsárlón.

In den Sommermonaten kann - wer rechtzeitig bucht - eine imposante Bootfahrt durch den See bzw. die Lagune erleben und kommt dem Gletscher, umgeben von extrem türkisblauem Wasser, besonders nah.

Beeindruckend ist auch der ellenlange, schwarze Reynisfjara-Strand nahe der südlich gelegenen Kleinstadt Vík mit seinen basaltförmigen Felsenformationen und den hohen, tosenden Wellen.

Schwarzer strand island
iStock/Drazen_

Kultur & Sehenswürdigkeiten: Architektonische und maritime Highlights

Vor allem in Reykjavík gibt es auch kulturell gesehen ein breites Angebot. Die Hallgrímskirkja mit ihrer besonderen Architektur ist die größte Kirche des Landes und gilt für viele als Wahrzeichen der Hauptstadt.

Stolz sind die Isländer auf das 2011 neu eröffnete Opern- und Konzerthaus Harpa, das wohl modernste Gebäude der Insel.

Die Perlan ist eigentlich der Warmwasserspeicher Reykjavíks. Allerdings gibt es dort auch ein Café und eine Besucherplattform, von wo aus man bei klarem Himmel eine prachtvolle Aussicht über die ganze Stadt bis auf‘s Meer hat.

Die Wikingerskulptur „Sonnenfahrt“ an der Küstenstraße sieht aus wie ein Schiff aus Eisen oder Metall und stammt aus dem Jahre 1986. Sie ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt.

Wer noch mehr über die Geschichte und Kultur des Landes erfahren möchte, der sollte das Isländische Nationalmuseum besuchen.

Die Ausstellung "Whales of Iceland" zeigt lebensgroße Modelle von Buckel-, Killer- und Blauwalen und ist die wohl größte dieser Art in ganz Europa. Hier kommen auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten. 

Hallgrimskirche island
iStock/Stefan Tomic

Shopping ohne Grenzen: Typische Produkte, Winter- und Weihnachtszauber das ganze Jahr

In Reykjavík gibt es viele kleine Läden und Geschäftchen in z. T. skandinavisch authentischem Stil mit hochwertiger Bekleidung, Schmuck aus Lavagestein und viel Handwerkskunst. Der Haupteinkaufsstraße nennt sich Laugavegur inmitten der Innenstadt nahe der Hallgrimskirche.

Die typischen Island-Pullis aus Schafswolle sind zwar recht teuer, halten aber besonders warm und sind ein tolles Andenken an die Reise. Auf diversen Flohmärkten lassen sich diese Pullis für etwa die Hälfte des Geldes erstehen.

Für mehr Auswahl gibt es große Shopping Malls wie das Kringlan mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

Etwas ganz Außergewöhnliches ist der Christmas Garden in Akureyri. Hier gibt es das ganze Jahr über isländisches Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und winterliche Leckereien zu kaufen. Das Gebäude ist kitschig verziert mit riesigen Zuckerstangen und sorgt bei jedem Besuch für absolute Weihnachtsstimmung.

Essen & Trinken: Aus dem Meer und von der Wiese

In Island wird sehr viel Fisch gegessen. Sei es das klassische Fish and Chips oder sogenannter Harðfiskur - also Trocken- oder Stockfisch. Niedliche kleine Restaurants mit frischen Fischgerichten gibt es direkt am alten Hafen von Reykjavík. In dem einen oder anderen Restaurant wird auch Hai- oder Walfleisch serviert. Für Mitteleuropäer ist das eher befremdlich und sollte auch nicht unterstütz werden. Lammfleisch wird ebenfalls gerne gegessen, z. B. in Form von Lammsuppe oder als Aufschnitt Hangikjöt.

Bekannt ist Island für Skyr, besonders proteinhaltigem Quark.

Kaffee gilt als Nationalgetränk und ist bei den Einheimischen sehr beliebt.

Dunkles Roggenbrot, gebacken in einer heißen Quelle, ist eine absolut landestypische Besonderheit.

Zu erwähnen ist, dass Restaurant-Besuche in Island sehr kostspielig sind. Auch das Nachtleben in Reykjavík ist nicht gerade günstig. Ein Bier kostet schon mal über zehn Euro.

In der Markthalle Grandi Mathöll am alten Hafen von Reykjavík gibt es zahlreiche Streetfood-Stände mit typischen Speisen für weniger Geld.

Wer Ausflüge bucht, sollte darauf achten, dass eine Mahlzeit inklusive ist. Das schont den Geldbeutel ebenfalls.  

Die Insel in 3 Tagen

Island in drei Tagen zu erleben ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Um zumindest ein bisschen von allem erlebt zu haben, empfiehlt es sich einen Tag für Reykjavík mit Sightseeing und Shopping einzuplanen und am Abend einen Ausflug raus aus der Stadt zu machen, um die Nordlichter zu sehen.

Am zweiten Tag, wenn man sich schon etwas eingelebt hat, kann es z. B. im Rahmen eines größeren Ausflugs an die Südküste und den Gletschersee Jökulsárlón und zum schwarzen Strand gehen.

Am letzten Tag wäre eine Golden Circle Tour entlang der Wasserfälle und Geysire ein Erlebnis, das man bei einer Reise nach Island auf keinen Fall missen sollte.

Persönlicher Tipp des Autors

Island ist vielseitig und hat so ziemlich für jeden das Passende zu bieten. Viele Reisende kommen z. B. nur, um einmal einen Ausritt mit den berühmten Islandpferden entlang der Küste oder mitten durch das satte Grün der Insel zu erleben. Typischer für Island geht es eigentlich kaum.

Auch Fans der Serie Game of Thrones fliegen extra hierher, um ganztägige Touren zu buchen und alle bekannten Drehorte besuchen zu können. Für eingefleischte Zuschauer gibt es wohl kaum schönere Ausflugsziele.

Wale-Watching, eine Gletscherwanderung oder Snowmobile-Adventure-Touren sind immer absolute Highlights.

Und wer von Eis und Gletschern gar nicht genug bekommen kann: Von Reykjavík aus werden ganzjährig Überfahrten bzw. Touren nach Grönland angeboten. Sicher kein alltägliches Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird.

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