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Reiseführer Danzig: Sehenswürdigkeiten und Tipps

Besuchen Sie die polnische Hansestadt an der Ostsee

Danzig panorama

In Danzig mischen sich polnische Kultur und hanseatisches Erbe auf beeindruckende Weise. Vor der Kulisse spätmittelalterlicher Backsteinbauten mit prächtigen Giebeln genießen Sie polnische Biere und traditionelle Küche von Piroggen bis zu Bigos.

Mit der Marienkirche erhebt sich eines der größten Gotteshäuser Polens im Stadtzentrum. Nur wenige Schritte von hier entfernt legen die Ausflugsdampfer zur Halbinsel Westerplatte ab, deren idyllische Küstenwälder sie zum beliebten Ausflugsziel machen. Und wie auch in der Danziger Bucht selbst bieten Ihnen viele Strände Gelegenheit zum Relaxen.

Polens bezaubernde Stadt an der Ostseeküste

Die aufwendig restaurierte Altstadt entführt Sie in alte Hansezeiten. Auf der Langgasse und Mariengasse bewundern Sie die repräsentativen Giebel, mit denen einst wohlhabende Bürger ihre Wohnhäuser verziert haben. Mittlerweile befinden sich in diesen Gebäuden stilvolle Pensionen, Appartements, Restaurants und Geschäfte. Die kleinen Läden verkaufen überwiegend Souvenirs wie den wertvollen Bernsteinschmuck, für den der Norden Polens weltweit bekannt ist.

Einen Überblick über die Altstadt verschaffen Sie sich am besten vom Turm der Marienkirche. Die gewaltige Haupthalle ist mehr als 500 Jahre alt und bietet bis zu 25.000 Menschen Platz. Daneben zählt das Rechtstädtisches Rathaus, nur wenige Schritte von der Marienkirche entfernt, zu den schönsten Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten.

Vom Rathausturm können Sie u.a. auch das Große Zeughaus, den Artushof und weiter entfernte Attraktionen wie die Werften ausmachen. Letztere waren Ausgangspunkt der Revolution gegen das kommunistische Regime in den 1980er Jahren, ein Ereignis, an welches heute das Solidarność-Zentrum erinnern.

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Kultur & Sehenswürdigkeiten

Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich im Zentrum. Es sind allem voran die Marienkirche und das Rechtstädtische Rathaus, die wie nur wenige andere Gebäude die lange Geschichte der Hafenstadt symbolisieren. Die aus der Epoche des Deutschen Ordens stammende Marienkirche ist mit ihrer mächtigen Backsteinarchitektur dabei das Wahrzeichen Ostpreußens schlechthin. Auf dem glatt geschliffenen Kirchenboden können Sie uralte Inschriften aus der über 500 Jahre alten Vergangenheit des Hauses lesen.

Lohnenswert ist zudem ein Aufstieg zur Turmspitze, von wo aus Sie einen herrlichen Blick über die Stadt genießen. Ins Auge fällt von hier aus sofort das Rechtstädtische Rathaus, ein prunkvoll verzierter Renaissance-Bau, der bis zu 81 m in den Himmel ragt. Im Inneren können Sie den Roten Saal mit den Deckengemälden von Izaak van den Blocke besichtigen. Vor dem Rechtstädtischen Rathaus erstreckt sich die Langgasse mit ihren hanseatischen Giebelbauten, Souvenirgeschäften und Restaurants, die Sie direkt zum Goldenen Tor aus der gotischen Zeit führt.

In der unmittelbaren Nachbarschaft fasziniert das Große Zeughaus mit seiner aus dem flämischen Manierismus entlehnten Fassadengestaltung. Am östlichen Ende der Langgasse führen mehrere Stadttore zum Motława-Kanal, an dem sich auch das hölzerne Krantor befindet. Hier legen u.a. auch die Schiffe für Ausflüge an die Ostsee ab.

Gdansk old city skyline with saint mary church

Informationen zum Flughafen Danzig

Auch der Name des Flughafens lehnt sich an die Gewerkschaftsbewegung der 1980er Jahre an: Benannt wurde er nach dem damaligen Streikführer und späteren Präsidenten Lech Wałęsa. Mit mehr als vier Millionen Passagieren im Jahr ist der Airport aktuell der drittgrößte Flughafen Polens.

Nach Ihrer Ankunft befinden Sie sich etwa 10 Kilometer vom Zentrum entfernt, genießen aber günstige Anbindungen: Mieten Sie z.B. einen Leihwagen und fahren Sie über die Straße S7 und 7 weiter in die Innenstadt. Für die Strecke benötigen Sie etwa 15 bis 20 Minuten. Andere Orte in der Umgebung, wie die beiden bekannten Badeorte Sopot und Gdynia, sind innerhalb von etwa 25 Minuten erreicht.

Alternativ können Sie in den Regionalzug der Strecke Gdynia-Gdansk Port Lotnyczy-Wrzeszcz einsteigen, müssen jedoch in Wrzeszcz nach Danzig umsteigen. Diese Züge fahren etwa alle 20 Minuten. Darüber hinaus bringen Sie die Busse der Linien 210 und 110 ins Zentrum von Danzig. Die Busse 122 und 510 steuern Sopot und Gdynia an.

Adresse:
ul. Słowackiego 200, 80-298 Gdańsk
Telefon +48.52.5673531
Webseite: http://www.airport.gdansk.pl

Günstige Flüge nach Danzig

So sind Sie vor Ort mobil

In der Altstadt erreichen Sie grundsätzlich alles zu Fuß. Auf den historischen Kopfsteinpflastergassen sind zudem nur wenige öffentliche Verkehrsmittel wie Minibusse und Taxis unterwegs. Bei einer Taxifahrt sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass per Taxameter abgerechnet und nicht vom Fahrer ein willkürlicher Betrag genannt wird.

Für längere Strecken, z.B. zur Westerplatte und ins Ostseebad Sopot, nutzen Sie die Straßenbahnen. Fahrscheine kaufen Sie bequem am Kiosk oder am Automaten. Vergessen Sie aber nicht, die Tickets vor Fahrtantritt an der Station oder im Bus zu entwerten! Eine Besonderheit sind die Wassertaxis, die von Mai bis September zwischen dem Zentrum und der Ostseeküste verkehren.

Dos and Don'ts in Danzig

Seit 2010 herrscht in Polen ein absolutes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, so auch in Cafés, Restaurants und Verkehrsmitteln. An Bahnhöfen und in Gaststätten können Sie sich Ihre Zigarette jedoch in separaten Raucherräumen anzünden. Auf öffentlichen Plätzen und Straßen ist es außerdem nicht gestattet, Alkohol zu konsumieren. Beschränken Sie sich hier auf Kneipen und Restaurants.

In Polen spielen Nationalbewusstsein und Katholizismus eine sehr starke Rolle. Im Gespräch mit Einheimischen sollten Sie in Bezug auf die Themen Nation und Religion entsprechend Fingerspitzengefühl zeigen. Gänzlich vermeiden sollten Sie Diskussionen zur Geschichte, besonders zum Zweiten Weltkrieg. Auch kritische Äußerungen gegenüber dem einstigen Papst Johannes Paul II. stoßen auf Unmut.

In Kirchen sollten Männer daran denken, die Kopfbedeckung abzunehmen. Bei der Begrüßung gibt man sich gegenseitig die Hand – jedoch niemals über der Türschwelle. Dem Aberglauben nach soll das großes Unglück heraufbeschwören. Wer bei Polen zu Gast ist, sollte unbedingt die Schuhe vor der Haustür ausziehen und eine kleine Aufmerksamkeit, z.B. Likör oder Pralinen, mitbringen.

Tipps für Familien und andere Urlauber

Für Familien ist ein Ausflug an die Danziger Strände oder an die Westerplatte ein absolutes Muss. Viele der Badeorte wie Oliwa und Stogi erreichen Sie bequem mit der Straßenbahn oder mit dem Wassertaxi. Die Nähe zur Ostsee lädt ebenso zu Kanufahrten ein wie zum Kiten, Surfen oder Segeln.

Wenn Sie auf Geschäftsreisen in Danzig sind, finden Sie außerhalb des Zentrums, nördlich des Radumi-Kanals, eine Reihe an Kongresszentren und Firmensitze.

Interessante Orte in Danzig

Sunset on gdansk beach in march. waves coming to shore.

Für alle, die zum Sightseeing nach Danzig reisen, ist das Zentrum der ideale Ort zum Übernachten. Im Polnischen nennt sich dieser Stadtteil Śródmieście. Hier finden Sie eine größere Anzahl an Pensionen, Appartements und privat geführten Hotels. Vorteilhaft sind die Nähe zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus der Hansezeit und das mittelalterliche Flair. Vor der historischen Kulisse können Sie in Cafés und traditionelle Restaurants einkehren oder im Sommer klassischer Straßenmusik lauschen.

Etwas preiswerter sind die Unterkünfte auf dem östlichen Ufer der Motława. Vor allem die langgezogene Halbinsel Wyspa Spichrzów ist ideal, um im Urlaub zu entspannen. Hier halten sich weitaus weniger andere Besucher der Stadt auf – die Attraktionen in der Altstadt sind trotzdem nur einen kurzen Spaziergang entfernt.

Nördlich der Altstadt beginnen bereits die Werftviertel. Einige dieser Stadtteile haben sich in Wohn- und Geschäftsgebiete verwandelt, etwa das Areal zwischen Hauptbahnhof und Rybaki Górne. Geprägt ist dieser Bezirk von mehreren Kongresszentren. Darüber hinaus erhebt sich das Altstädter Rathaus nur wenige Schritte entfernt.

Viele Urlauber zieht es in Danzig zum Baden an die Küste. Eine tolle Kombination aus historischer Bausubstanz und weißen Sandstränden bietet Ihnen z.B. Oliwa. Daneben bieten Stogi oder die Seebäder Sopot und Gdynia mit ihren bewachten Küstenabschnitten gute Bademöglichkeiten.

Shopping-Tipps für Danzig

Danzig gilt als eine der Bernsteinhauptstädte Europas. Vor allem im Zentrum können Sie viele kleinere Schmuckgeschäfte finden, die Ihnen wertvolle Ketten, Amulette und Schatullen verkaufen. Neben der Langgasse versammeln sich zahlreiche dieser Boutiquen auf den Straßen Mariacka, Piwna und Chlebnicka, und auch an der Uferpromenade Dlugie Pobrzeźe lassen sich Shops finden. Doch nicht nur Bernstein gibt es hier: Edle Stickwaren nach kaschubischem Vorbild, Emaillekunst, Lederwaren und Textilien u.a. gehören zum Angebot der hier befindlichen Läden.

Tipp: Etwas preiswerter sind die Shoppingcenter außerhalb der Altstadt, beispielsweise die Galerie Przymorze, die sich auf der Straße nach Sopot befindet. In dem Einkaufszentrum finden Sie neben Souvenirläden auch Supermärkte und Modegeschäfte. Ähnlich empfehlenswert sind die Galerie Morena westlich des Zentrums, die Galeria Bałtycka, die zu den größten Einkaufszentren von Danzig überhaupt gehört, und das Alfa Centrum. Geöffnet haben diese großen Einkaufstempel meist von 09:00 bis 21:00 Uhr. Selbst sonntags können Sie hier nach Herzenslust shoppen!

Die Seebäder vor den Toren Danzigs verfügen natürlich ebenfalls über Einkaufsviertel. Andenken lassen sich in Sopot rund um den Kurplatz nahe der Seebrücke erwerben. In Gdynia ist der Bereich zwischen Hauptbahnhof und Marina empfehlenswert.

Essen & Trinken in der polnischen Hafenstadt

Fischküche ist ein absolutes Muss bei einer Reise nach Danzig. In der Altstadt und vor allem an der Uferpromenade längs der Motława können Sie hervorragende Restaurants finden, die Spezialitäten wie Heilbutt, Brachsen, Dorsch und Aal zubereiten. Besonders beliebt ist dabei das Lokal Targ Rybny, das im Vergleich zu anderen Gaststätten jedoch eher gehobene Preise verlangt.

Etwas preiswerter sind die Restaurants in der Speicherstadt Wyspa Spichrzów. Besonders großer Beliebtheit erfreut sich das Haus Goldwasser, welches nach dem mit Blattgold versetzten gleichnamigen Likör aus der Hansestadt benannt wurde. Serviert werden Ihnen hier herzhafte Speisen der polnischen Küche, insbesondere das Nationalgericht Bigos, sämige Eintöpfe und Schweinebraten. Zum Ausklang Ihres Abends gibt es das berühmte Goldwasser, dessen intensive Kardamomnote die Verdauung anregt.

Kein Besuch in Polen ist komplett, ohne die traditionellen Piroggen probiert zu haben. In der Altstadt geben Ihnen mehrere Lokale Gelegenheit dazu. So finden Sie auf der Piwna-Straße das Restaurant Pierogarnia U Dzika, das mit seinem urigen Jagdtrophäendekor begeistert. Spezialität des Hauses sind die Piroggen mit Wildschweinfüllung. Die günstigste Variante, um authentisch polnische Küche zu probieren, sind die an eine Kantine erinnernden Milchbars (Bar mleczny). Hier können Sie sich Ihre Mahlzeit am Büfett selbst zusammenstellen.

Nachtleben

Danzig night

Im Sommer finden Sie rund um die Langgasse zahlreiche Kneipen und Bars, die Sie zu langen Nächten über Krügen polnischen Biers einladen. Zu den Klassikern gehören hier die Sphinx-Bar und das Café Kamienica auf der benachbarten Mariengasse. Ebenfalls empfehlenswert ist die Pijalnia Wodki i Piwa Gdansk am Neptunbrunnen. Hierbei handelt es sich um eine der trendigen Budget-Kneipen, die bei Urlaubern so beliebt sind. Das Lokal gibt Ihnen die beste Gelegenheit, die polnischen Wodkaaromen auszuprobieren. Das Beimischen verschiedener Geschmacksnoten in die hochprozentigen Flüssigkeiten hat in Polen eine lange Tradition und gehört bei vielen traditionellen Bars quasi zum Handwerk.

Als Studentenstadt von Ruf finden Sie Danzig natürlich auch eine breite Auswahl an Clubs. Zu den größten zählt die Diskothek Parlament, die Ihnen auf insgesamt 1.000 m² drei Stockwerke mit Tanzmusik bietet. Neben DJ-Nächten werden hier auch Konzerte und Varietéshows veranstaltet. Eine Institution im Danziger Nachtleben ist außerdem der Bunkier Klubogaleria. Im militärisch anmutenden Ambiente hinter den wuchtigen Betonmauern eines ehemaligen Flakbunkers wird heute zu Elektrobeats und Popklängen gefeiert. Auch hier gibt es drei Ebenen, mehrere verwinkelte Gänge, die zu Lounges und Bars führen, sowie viele Überraschungen.

Tipps für den Wochenendtrip: Danzig in 3 Tagen

Wer die Stadt in drei Tagen für sich entdecken möchte, beginnt am besten im Zentrum. Wer sich bereits früh am Morgen auf einen Stadtrundgang begibt, hat bis zum Abend fast alles gesehen. Auf keinen Fall auslassen sollten Sie einen Besuch in der Marienkirche und im Rechtstädtischen Rathaus. Je nach Präferenz sollten Sie eines der beiden Gebäude bis zur Turmspitze erklimmen. Anschließend haben Sie ausreichend Zeit, um durch die Altstadtgassen zu schlendern, von denen die Langgasse und die Mariengasse am besten das traditionelle Flair der Stadt widerspiegeln. Dort finden Sie auch klassisch polnische Restaurants und Souvenirshops.

Tags darauf empfehlen sich Ausflüge mit dem Schiff durch die Werften und zur Halbinsel Westerplatte. Dort wandern Sie durch die Küstenwälder bis hin zum weiten Sandstrand. Interessant sind hier die Denkmäler an den Zweiten Weltkrieg, der 1939 auf der Halbinsel begonnen hat. Etwas südlich der Westerplatte befindet sich die Festung Weichselmünde, in der Sie die Geschichte des Deutschen Ordens kennenlernen und mit etwas Glück einer der in der Anlage lebenden 300 Fledermäuse begegnen.

An Ihrem letzten Tag ist Entspannung angesagt: Suchen Sie sich z.B. ein gemütliches Fleckchen an den Stränden von Sopot, Oliwa oder Stogi.

Besondere Tipps

  • Zur Westerplatte fahren Sie preiswert mit einem Piratenschiff – Musik und Kanonenschüsse inklusive.
  • Im Solidarność-Zentrum erfahren Sie alles über die antikommunistische Widerstandsbewegung der 1980er Jahre.
  • Hochwertige Klassikmusik, wo man sie kaum vermutet: Die Baltischen Philharmoniker spielen für Sie in einem ehemaligen Kraftwerk am Motława-Ufer.

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