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Barrierefrei durchs Netz

Webauftritt des Dortmund Airport zertifiziert

Die neue Webseite
  des Dortmund Airport

Der Dortmunder Flughafen schafft mit der Gestaltung einer barrierefreien Internetseite die Voraussetzungen dafür, dass Menschen mit und ohne Einschränkungen Reisen unkompliziert und selbstbestimmt planen können. Die Website des Dortmunder Flughafens ist unter der Leitung von Tim Elsdörfer, verantwortlich für Digital- und Social Media am Dortmund Airport, so angepasst worden, dass auch die Bedürfnisse von älteren und gehandicapten Menschen erfüllt sind. Der Auftritt erlaubt nun allen Nutzern, seien es Menschen mit Behinderung, die etwa blind, sehbehindert, gehörlos oder motorisch eingeschränkt sind, oder auch älteren Menschen einen einfachen Zugang zu Informationen über das Internet. Aber auch alle anderen profitieren von der Nutzerfreundlichkeit der barrierefreien Website.

Nach erfolgreichem Abschluss des BITV-Tests (BITV=Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) zur Prüfung und Zertifizierung der Barrierefreiheit von Webangeboten wird dem Dortmund Airport von den Experten eines deutschlandweiten Prüfverbunds ein für Menschen mit Behinderungen „gut zugänglicher“ Internetauftritt attestiert. Bei dem Test wurden insgesamt 50 Anforderungen bewertet: darunter die Bedienbarkeit mit der Tastatur, alternative Texte für Bilder und Videos, variable Schriftgrößen und Kontraste. Im Ergebnis erreichte der Dortmund Airport insgesamt 92.5 von 100 möglichen Punkten.

Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager freut sich über die positive Bewertung: „Im Rahmen unseres Engagements im Sinne der Corporate Social Responsibility ist es uns gelungen, Alltagshürden für Menschen mit Handicaps im Netz zu verringern. Nachdem zu Beginn des Jahres unser Terminal im Hinblick auf Barrierefreiheit mit dem Siegel ‚Reisen für alle' (www.reisen-fuer-alle.de) zertifiziert wurde, folgte die Modifizierung der Flughafen-Website als ein nächster logischer Schritt. Denn Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, eine analoge Infrastruktur mit behindertengerechter Ausstattung und unterstützenden Serviceleistungen bereitzustellen, sondern auch, Informationswege im digitalen Leben barrierefrei nutzen zu können.“

Dortmund Airport ist Kooperationspartner beim Projekt „BIK für Alle“

Für den Großteil der Menschen gehört es zur Selbstverständlichkeit, Informationen im Internet abzurufen, sich über Online-Foren auszutauschen und Buchungen online vorzunehmen. Für Menschen mit Behinderungen stellt der Umgang mit dem Internet jedoch eine Herausforderung dar, weil Webseiten häufig ihren Anforderungen nicht gerecht werden. Die DIAS GmbH, ein Hamburger Forschungs- und Dienstleistungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Barrierefreiheit hat dies zum Anlass genommen, das Projekt „BIK für Alle“ („barrierefrei informieren und kom-munizieren“) ins Leben zu rufen. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und konnte inzwischen zahlreiche Multiplikatoren gewinnen, um barrierefreies Webdesign weiter voranzutreiben.

Auch der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. (BDL) und der Flughafenverband ADV beteiligen sich an „BIK für Alle“. Ziel ist es, im Bereich Luftverkehr Fluggesellschaften, Flughäfen und andere Unternehmen der Luftverkehrswirtschaft über barrierefreies Internet aufzuklären und barrierefreie Webdesign-Konzepte anzuregen. Der Dortmunder Flughafen hat sich in diesem Jahr „BIK für Alle“ als Kooperationspartner angeschlossen und zählt zu den ersten Flughafenbetreibern, die eine barrierefreie Internet-Gestaltung erfolgreich umgesetzt haben.

Projektleiterin Heike Clauss von „BIK für Alle“ freut sich über den Dortmunder Flughafen an ihrer Seite. „Infrastrukturbetreiber und Reiseanbieter sind besonders gefragt, wenn es darum geht, Internetseiten technisch so vorzubereiten, dass sie von allen Menschen – unabhängig von ihren Einschränkungen und den Voraussetzungen – genutzt werden können. Mit dem Flughafen Dortmund als Referenz möchten wir beispielhaft zeigen, wie Internetauftritte von Flughäfen barrierefrei gestaltet werden können. Besonderheiten sind z.B. ständig wechselnde Inhalte bei der Anzeige von Abflügen und Ankünften“, so Clauss. 

Grundsätzlich ist ein deutlicher Trend zum barrierefreien Web zu erkennen. Seit 2016 sind Fluggesellschaften, die in die USA fliegen, vom U.S.-amerikanischen Verkehrsministerium dazu verpflichtet, ihre Internetseiten barrierefrei gemäß den internationalen Standards des Web Con-tent Accessibility Guidelines (WCAG) zu gestalten. Auch hierzulande drängt die EU zunehmend auf Verpflichtungen zur barrierefreien Bedienbarkeit von Internetseiten.