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Dortmund nur zweite Liga?

Landesentwicklungsplan bleibt bei regionaler Einordnung

Udo mager

Dortmund, 29. April 2015. Mit der gestern vom Landeskabinett beschlossenen Neufassung des Landesentwicklungsplanes werden die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen in eine Zweiklassengesellschaft unterteilt. Dortmund als drittgrößter Flughafen des Landes nach Düsseldorf und Köln-Bonn und als der internationale Airport für die Metropole Ruhr soll demnach nur ein Flughafen von zweitrangiger Bedeutung sein.

Dazu nimmt der Geschäftsführer der Flughafen Dortmund GmbH, Udo Mager, Stellung:

„Die Unterteilung in regional und landesbedeutsam wurde in der überarbeiteten Entwurfsfassung leider beibehalten. Das ist ärgerlich und enttäuschend zugleich, weil die Ungleichbehandlung der sechs internationalen Verkehrsflughäfen in Nordrhein- Westfalen damit bestehen bleibt. Es ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, dass ein Abstimmungsgebot bzw. Vetorecht konkurrierender Airports bei Entwicklungsvorhaben nicht mehr enthalten ist. Und doch ist man auf halber Strecke stehen geblieben. Die Entwicklungsperspektiven der „nur“ regional bedeutsamen Flughäfen einem künftigen Luftverkehrskonzept des Landes vorzubehalten, macht wenig Sinn, wenn der Landesentwicklungsplan bereits eine Kategorisierung festschreibt.

Der neuerliche Entwurf verkennt die Tatsache, dass jährlich rund 2 Millionen Passagiere den Dortmunder Flughafen nutzen. Allein diese Zahl spricht für sich. Aber auch die EU-Kommission hat im vergangenen Jahr festgestellt, dass Dortmund Airport eine originäre Nachfrage in der Metropole Ruhr bedient und deren Anbindung an das europäische Luftverkehrsnetz sichert. Dortmund Airport muss sich deshalb genau so bedarfsgerecht entwickeln können, wie dies jetzt für die landesbedeutsamen Flughäfen vorgesehen ist.

Wir werden unsere Argumente nun in der nächsten Anhörungsrunde und gegenüber den Mitgliedern des Landtages erneut vorstellen und bekräftigen. Dabei wissen wir uns gestützt durch unsere Gesellschafter, den Rat der Stadt Dortmund, die Kammern und die regionale Wirtschaft.“