Umwelt-/Lärmschutz

Abfall

[+] Klick auf Bild - Quelle: Dortmunder Gesellschaft für Abfall mbH

Die Flughafen Dortmund GmbH hat ein neues Abfallkonzept erarbeitet und zum 01.01.2006 umgesetzt. Damit werden nicht nur die gesetzlichen Vorschriften zur Mülltrennung beachtet, sondern auch Vorteile für den Dortmund Airport und die am Flughafen ansässigen Unternehmen erzielt. Die Vorgabe der neuen Abfallpolitik lautet heute, dass unnötiger Abfall nach Möglichkeit vermieden werden soll. Ist die Vermeidung von Abfall nicht möglich, soll dieser umweltverträglich verwertet werden. Erst im Anschluss ist die umweltgerechte Beseitigung des Abfalls vorgesehen.

Das bedeutet für den Dortmund Airport: Bereits am Ort der Abfallentstehung wird der Abfall getrennt. Mit Unterstützung der Dortmunder Gesellschaft für Abfall mbH, DOGA, wird die Mülltrennung zudem optimiert und damit unsere Umwelt geschont. Die Entsorgung erfolgt dabei zentral durch einen beauftragten Mitarbeiter des Dortmund Airport. Die Müllentsorgung jedes einzelnen Mieters entfällt somit. Auch die einheitliche Entsorgung von Sondermüll wie Batterien oder Druckerpatronen ist geregelt.

Nutzung von Oberflächenwasser

Das Abfertigungsgebäude ist mit einer modernen Grauwasseranlage versehen, um das Regenwasser nutzbar zu machen. Vom kompletten Terminaldach fließt das Regenwasser in einen riesigen Tank, der sich im Keller des Flughafengebäudes befindet. 660.000 Liter Wasser fasst das Becken, 340.000 Liter davon stehen permanent für die Sprinkleranlage zur Verfügung. Die übrigen 320.000 Liter nehmen einen Umweg auf dem Weg in die Kanalisation: Sie dienen der Spülung der Toiletten. Durch vier Fallrohre sucht sich das Regenwasser von der etwa 4.500 Quadratmeter großen Dachfläche den Weg in den Keller. Dort fließt es in den 21,50 m langen und 7,65 m breiten Tank, der von seinen Ausmaßen durchaus an ein komfortables Schwimmbecken erinnert. Aufwendige Technik sorgt schließlich dafür, dass das Wasser seinen Kreislauf nimmt.

Der Effekt ist in zweifacher Hinsicht positiv. Zum einen minimiert er Kosten, zum anderen tut der Flughafen etwas für die Umwelt. Die Qualität der Wasserversorgung leidet darunter keineswegs. Filteranlagen sorgen dafür, dass das Wasser frei von Verschmutzungen ist.

Wenn es nicht regnet, reicht der Inhalt problemlos für etwa 50.000 Toilettenspülungen – umgerechnet sind das etwa zwei Wochen. Neigt sich der Vorrat dem Ende zu, wird automatisch Trinkwasser nachgespeist. Doch das ist nicht allzu häufig der Fall. Etwa 85-90% unseres Bedarfs werden über das Regenwasser gedeckt.

Flora und Fauna

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Die eingefriedete Fläche des Verkehrsflughafens Dortmund misst etwa 220 Hektar, davon sind 75 % Grünflächen. Weite Teile des Airports sind mit einer artenreichen Wiese eingesät. Die extensive Pflege führt dabei zu einer deutlichen Aufwertung der Wiesen, die sich bezüglich ihrer Artenzusammensetzung zu einer Glatthaferwiese im Norden und einer artenreichen Wiese im mittleren Teil des Flughafens entwickelt hat. Entlang des Flughafenzaunes wachsen Hecken und Gebüsche, die zu einer optischen Einbindung des Flughafengeländes und zudem zu einer Sichtverschattung führen. Im Norden des Flughafengeländes befinden sich umfangreiche Gehölzanpflanzungen, die die Funktion einer Immissionsschutzpflanzung übernehmen. Damit ist neben der ökologischen Aufwertung auch die Filterung von Immissionen und eine landschaftsästhetische Aufwertung gegeben. Darüber hinaus befinden sich renaturierte Bachläufe von Holsterngraben, Quartlenbecke und Kraftgraben mit einer Lauflänge von insgesamt 1.400 m im Randbereich des Airports.

Die grünen Freiflächen auf und um den Dortmund Airport sind beliebte Anflugziele von Vögeln aller Art. Brutvögel und Durchzügler wissen die überwiegende Naturbelassenheit großer Wiesen- und Grasareale und die Ungestörtheit durch den Menschen sehr zu schätzen. So werden auf der Fläche des Flughafens zur Zeit insgesamt 82 Vogelarten beobachtet und registriert. Unter anderem finden wir hier Waldohreulen, Feldlerche, Wiesenpieper, Zilpzalp, Gelbspötter und sogar den Hausrotschwanz, den Hänfling, die Schafstelze oder die Kornweihe, die als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht gelten.

Der Bestand der Vögel am Flughafen ist abhängig von der Jahreszeit. Neben den ganzjährig heimischen Vögeln kommt es vor allem im Spätsommer und Frühherbst zu erheblichen Ansammlungen von Zugvögeln. Die Verweildauer gerade der Durchzügler lässt sich jedoch im Sinne der Erhaltung der hohen Sicherheitsstandards vor allem im An- und Abflugbereich durch geeignete Maßnahmen auf ein Minimum beschränken.

Der Dortmund Airport verfügt daher über einen Vogelschlagbeauftragten, der durch geeignete Vergrämungsmaßnahmen für einen sicheren Flughafenbetrieb sorgt. Die Maßnahmen reichen von einer umfassenden Grünflächenbewirtschaftung, über die Vermeidung größerer Wasserflächen, den Einsatz von Pyrotechnik bis hin zur Regulierung einzelner Arten durch die Jagd, z.B. Feldhase, Kaninchen oder Ringeltaube. Der Flughafen arbeitet auch hier eng mit der Umweltbehörde der Stadt Dortmund, dem Naturschutzbund Dortmund und dem Deutschen Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr zusammen.

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