City-Info München
City-Info München


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Sehenswertes
Bäder und Boulevards, Parks und Paläste
München ist nicht nur eine Stadt für ein paar Stunden - ihre Schönheit und Vielfalt erschließt sich mit jedem Tag mehr
Wer München nicht nur besichtigen, sondern anschauen will, möge sich ein Gebot auf den Stadtplan schreiben: Lass dir Zeit! Man sollte, um nicht nur einen oberflächlichen Eindruck zu bekommen, Münchens liebenswerte Details auf sich wirken lassen - und sie vor allem im Zusammenhang mit der Umgebung, der Geschichte, den Menschen betrachten.
Es ist gewiss sinnlos, sich die gesamte Residenz in zwei Tagen erobern zu wollen. Ein Abend im Brunnenhof, bei einem der feierlich-klassischen Sommerkonzerte, ein Nachmittag im Theatron des Olympiageländes bei den Rockmusikern, ein früher Morgen bei den Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, ein Besuch im Nymphenburger Park mit einer kundigen Biologin, eine Hochzeit in der Theatinerkirche am späten Samstag - die wahre Schönheit dieser Stadt wird entdecken, wer sich abseits touristischer Pfade bewegt.
Wer sich für Kunst interessiert, wird in München sowieso schnell vom straff durchstrukturierten Zeitplan abweichen - es gibt schlicht zu viel zu bestaunen! Wenn man Berlin außer Acht lässt, ist München mit seinen fast 50 staatlichen, städtischen und privaten Sammlungen Rekordhalter unter den deutschen Städten. Doch den Ruf als Museumsstadt verdankt man vor allem dem Glanz der Vergangenheit. Es war der kunstsinnige König Ludwig I., der mit seinen Museumsgründungen (Alte und Neue Pinakothek, Glyptothek und Antikensammlung) das kulturelle Erbe erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Ludwigs Museen sind bis heute Publikumsrenner und brechen ständig Besucherrekorde.
Die aktuelle Kunst hingegen wurde in München lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Gegenwartskunst wurde privaten Sammlern und Mäzenen überlassen. Das änderte sich erst 2002: Neues Glanzlicht der Münchern Museenwelt ist heute die Pinakothek der Moderne. Nach amerikanischem Vorbild sind hier nicht nur die Gemälde und Skulpturen der Staatsgalerie Moderner Kunst, sondern auch die reichen Bestände der Neuen Sammlung (Kunsthandwerk und Design), also angewandte Kunst, gleichrangig miteinbezogen.
Wer mit den ehrwürdigen Häusern der jungen und alten Kunst nichts anfangen kann, dem sei das Valentin-Karlstadt-Musäum ans Herz gelegt, oder eines der vielen kleinen, intimen Museen, die eher „exotische“ Interessen befriedigen.
Sehenswertes
Stadtviertel
Altes RathausTipp für Verliebte: Die bronzene „Julia“ an der Südseite des über 500 Jahre alten, oft zerstörten und zuletzt nach dem Krieg nicht mehr originalgetreu wieder errichteten Alten Rathauses ist ihre Schutzpatronin. Sie waltet, so der Volksmund, besonders aufmerksam, wenn man ihr ein paar Blumen zusteckt. Der Ballsaal mit seinem hölzernen Tonnengewölbe dient noch heute repräsentativen Empfängen. Hier ist auch das Spielzeugmuseum zu Hause. | Tgl. 10-17.30 Uhr | Eintritt 3,50 Euro | U/S-Bahnhof Marienplatz
AsamkircheDer Märtyrer Johannes von Nepomuk ist der Schutzpatron der Brücken. Und doch steht die ihm geweihte Kirche etwa 1 km entfernt von der Isar. Trotzdem hat der heilige Nepomuk hier eine gewisse Aufgabe: Die Asamkirche, eingerahmt von Boutiquen und schicken Geschäften, ist eine für München typische ideelle und architektonische Brücke zwischen zwei Welten. Lebenslust und Konsumrausch treffen hier auf Tradition und verwurzelten Katholizismus, moderne Funktionsbauten auf überbordende Barockarchitektur. Für Fotoamateure ist das malerische Dämmerlicht im Inneren eine echte Herausforderung, für Freunde der Kunsthistorie bieten der von vier gewundenen Säulen umrahmte Hochaltar und die plastische Dreifaltigkeitsgruppe darüber tausend Möglichkeiten der Deutung. Zwischen 1975 und 1982 ist die Kirche mit so großem Aufwand restauriert worden, dass Lästermäuler behaupteten, mit diesem Geld hätte sich eine ganze Stadtratsriege ihre Plätze im Paradies erkauft. | Sendlinger Str. 62 | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
BürgersaalkircheKorrekt eigentlich der „Bürgersaal“, aber seit der Hochaltar 1778 eingeweiht wurde, wird der Raum als Kirche genutzt und heißt auch so. Er ist nicht nur historisch interessant als ehemaliger Versammlungsraum der Marianischen Männerkongregation, einer jesuitisch geprägten Glaubensgemeinschaft von Priestern und Laien. Im Untergeschoss der im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Kirche liegt Pater Rupert Mayer begraben, eine der Identifikationsfiguren des Münchner Widerstandes gegen Hitler. 1987 wurde er von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. | Neuhauser Str. 14 | U/S-Bahnhof Stachus
DreifaltigkeitskircheEine typisch bayerische Gründungsgeschichte hat diese erste spätbarocke Kirche Münchens: Die Grausamkeiten des Spanischen Erbfolgekrieges als Schreckensvision für Münchens Zukunft vor Augen, gelobte die Kammerdienerstochter Anna Maria Lindtmayr den Bau einer Kirche, auf dass das göttliche Strafgericht an ihrer Stadt vorübergehe. Bürger und Vertreter der Landstände waren so beeindruckt, dass sie an den italienischen Architekten und Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi einen entsprechenden Auftrag gaben. So vereinen sich in der eigenwilligen Architektur mit ihren über das Eck gestellten Säulen und dem prächtigen Deckengemälde von Cosmas Damian Asam italienische Dynamik und bayerische Ausdruckskraft. | Pacellistr. 6 | U/S-Bahnhof Stachus
FischbrunnenDer Fischbrunnen am Rand des Marienplatzes steht jeden Aschermittwoch im Rampenlicht. Dann erscheint der Oberbürgermeister zum Geldbeutelwaschen und taucht sein Portemonnaie ins kalte Wasser. So stellt er sicher, dass die Stadtsäckel im kommenden Jahr wieder gut gefüllt sind. Auch etliche Münchner folgen traditionell dem Beispiel ihres Bürgermeisters - schließlich herrscht nach den tollen Faschingstagen oft Flaute in der Geldbörse. Im Rahmen einer Sanierungsaktion in den 90er-Jahren dachte man auch an die Vierbeiner und stattete den Brunnen mit einer bodennahen Trinkstelle aus. | U/S Bahnhof Marienplatz
FrauenkircheHeißt eigentlich „Dom zu unserer lieben Frau“ und ist Bischofskirche der Erzdiözese München-Freising. Sie ist länger als ein Fußballfeld (109 m), fasst 2000 Personen und ist mit ihren beiden welschen Hauben auf den Türmen (der südliche Turm ist mit 99 m um 1 m kürzer) das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist von der südlichen und westlichen Einfallstraße (Autobahn München-Garmisch und Nymphenburger Straße) nahezu vom Stadtrand aus sichtbar, dank eines alten Rechtes, demzufolge dieser Blick nicht verbaut werden darf. Der spätgotische Bau besticht durch die klare, fast strenge Gliederung.
HeiliggeistkircheMit der Frauenkirche und St. Peter eine der alten Kirchen Münchens, wahrscheinlich 1208 als romanische Kapelle entstanden. Nach dem Stadtbrand 1327 als Gotikbau wieder errichtet, wurde sie durch die Brüder Asam als barockes Schmuckstück ausgekleidet. Im Krieg fast ganz zerstört, restaurierte man sie jahrelang in unendlicher Geduldsarbeit. | Tal 77 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Jüdisches MuseumSeit März 2007 ist der monumentale Kubus in der Nähe des Viktualienmarktes für Besucher geöffnet. Im Untergeschoss gibt die Dauerausstellung „Stimmen - Orte - Zeiten“ Einblick in die jüdische Kultur Münchens und deren Geschichte in der Landeshauptstadt. Die erste und die zweite Etage warten mit Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen auf. Gründungsdirektor Bernhard Purin ist dafür bekannt, die jüdische Geschichte auch durch ungewöhnliche Perspektiven zu zeigen - so porträtieren zum Beispiel Comiczeichnungen eines Künstlers das jüdische Leben von heute. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 6 Euro | St.-Jakobs-Platz 16 | www.juedischesmuseum.muenchen.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Karlsplatz/StachusNoch immer können sich die Straßenbahnschaffner nicht einigen, ob es jetzt Karlsplatz oder Stachus heißt. Historisch dagegen ist die Sache klar: Dieser Platz im Herzen der Stadt, angelegt nach dem Schleifen der Stadtbefestigung 1791 und nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit als angeblich verkehrsreichster Stadtknotenpunkt ganz Europas gerühmt (aber weit weniger imposant als Londons Piccadilly Circus oder die Place de la Concorde in Paris), wurde benannt nach dem wenig beliebten Kurfürsten Karl Theodor. Der Name Stachus dagegen dürfte, für München nicht untypisch, von dem ehemaligen Wirtshaus Stachusgarten stammen, das dort stand, wo heute der Kaufhof klotzt. Im Osten, rechts neben den neubarocken Geschäftshäusern des Architekten Gabriel von Seidl, steht, als Eingang zur Neuhauser Straße und zur Fußgängerzone, das dreibogige Karlstor, ein kleiner Rest der alten Befestigung aus dem 14. Jh. Zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde das gegenüberliegende Pini-Haus, Münchens rundes Eckhaus. Im ersten Untergeschoss entwickelte sich ein reges Geschäftsleben. Am Übergang zum Lenbachplatz im Norden steht der strahlend weiße Justizpalast aus dem vergangenen Jahrhundert, Reverenz des Architekten Friedrich von Thiersch (1852-1921) an die Gotik, die Renaissance- und Barockkultur. | U/S-Bahnhof Stachus
LenbachplatzUm die Jahrhundertwende entstanden und somit typisch für die damalige muntere, von keinerlei Ideologie eingepferchte Stadtplanung. Das „Künstlerhaus“ von Gabriel von Seidl hat längst seine Bedeutung als Vereinshaus für Kunstschaffende verloren. Schräg gegenüber steht das ehemalige Bernheimer-Palais, ein Opfer des größten Immobilienskandals der Republik, der „Schneider-Pleite“. Es wurde generös restauriert und mit einer hyperedlen Gastronomie bestückt. | U/S-Bahnhof Stachus
MarienplatzSeit Münchens Gründung gesellschaftlicher, kaufmännischer und architektonischer Stadtmittelpunkt. Die Mariensäule wurde 1638 aufgestellt. Damit löste der strenggläubige Kurfürst Maximilian I. ein Gelöbnis für eine Stiftung ein, für den Fall, dass München und Landshut unbeschädigt den Schwedenkrieg überstehen sollten. Heute ist der Marienplatz nicht nur fester Programmpunkt für jeden Touristen, vor allem um 11 und 12 Uhr wegen des Glockenspiels am Neuen Rathaus, sondern Endpunkt fast aller politischer Demonstrationen und Veranstaltungsort für jedwede städtische Kultur. Eine eigene Szene bilden die Straßenmusikanten, Gaukler und Pantomimen, die hier (oder in der Neuhauser Straße) mit amtlicher Genehmigung ihre Kunststückchen zum Besten geben und dabei ganz gut verdienen. Architektonisch aber ist der Marienplatz eher eine Missgeburt: Das überbordende Neue Rathaus erscheint viel zu dominant, und der Kaufhof gilt als Markenzeichen schlechten Architekturgeschmacks. Einen schönen Ausblick auf das quirlige Treiben hat man vom Café Glockenspiel gegenüber dem Neuen Rathaus. | U/S-Bahnhof Marienplatz
MaximilianstrasseSie ist Münchens Aushängeschild und verrät doch so viel über den zwiespältigen Charakter dieser Stadt. Sie misst lediglich 1,5 km und gilt dennoch als Prachtboulevard. Sie startet, stadtauswärts gesehen, symbolträchtig: Im rechten Winkel zur verkehrsberuhigten Residenzstraße breitet sie sich nach Osten aus, der aufgehenden Sonne entgegen; links flankiert vom strengen Nationaltheater, rechts vom Hauptpostamt mit dem edlen Freiluftcafé „LOpera“ und dem Bayerischen Hauptmünzamt mit dem in großen Lettern verkündeten Motto „Moneta Regia“, was der Münchner recht frei übersetzt: „Hier regieren die Moneten“. Maximilian II. verwirklichte hier, angewidert von der Liebe seines Vaters Ludwig I. zum strengen Neoklassizismus, seinen Traum von liberaler Architektur. Tudorgotik, italienische Spätrenaissance, französische Arkaden, diese bunte Mischung wagte damals Hofarchitekt Friedrich Bürklein. Und nach dem Zweiten Weltkrieg rangen die Münchner dem Schutt die Wiedergeburt der königlichen Idee ab: Wer am Vormittag gegen die Sonne ans Ende der Straße schaut, sieht jenseits der Isar das klassizistische Landtagsgebäude Maximilianeum wie ein utopisches Ziel hingemalt. Dazwischen liegen Münchens teuerste Modegeschäfte. Hier residieren versteckt einige erlesene Edeljuweliere, Topcoiffeure, Edelbistros, das vornehme Kempinski-Hotel Vier Jahreszeiten und das hoch gelobte Sprechtheater, die Münchner Kammerspiele. Münchens bekanntester Insidertreff Schumanns ist leider an den Odeonsplatz umgezogen. Die Regierung von Oberbayern residiert gegenüber dem Max-II.-Denkmal, das trutzig und stolz die Ideologie der damaligen Zeit verkörpert: Gerechtigkeit, Wehrkraft, Friede, Wissenschaft. | Tram 19, U/S-Bahnhof Marienplatzoder U 4/5 Lehel
MichaelskircheDer selbstdarstellerisch nicht unbegabte Herzog Wilhelm V. wollte mit diesem Gotteshaus der Gegenreformation ein imposantes Denkmal setzen und plünderte für den Bau die Staatskasse. Dafür konnte er sich rühmen, „seinen Jesuiten“ das, nach dem Petersdom zweitgrößte Tonnengewölbe, ein für damalige Verhältnisse statisches Wunder, errichtet zu haben. In der Gruft liegt, neben anderen bayerischen Herrschern, auch Ludwig II. Sonntags singt hier Münchens wohl bester Kirchenchor (siehe Tagespresse). | Neuhauser Str. 52 | U/S-Bahnhof Stachus
Münchner StadtmuseumEin Heimatmuseum im eigentlichen Sinne ist das Münchner Stadtmuseum nicht. Wie in einer Zeitmaschine reist man durch das München vergangener Jahrhunderte. Erlebt die Wandlung einer deutschen Residenzstadt zu einer weltoffenen Großstadt, die Wohnkultur im 19. und 20. Jahrhundert, das Ende des Nationalsozialismus, die Entwicklung zur Medienstadt. Dazwischen immer wieder Sonderausstellungen rund um Stadt, Land und Kunst (aktuelle Informationen im Internet). | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | So frei | St.-Jakobs-Platz 1 | www.stadtmuseumonline.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
NationaltheaterBayerns erster König, Max I. Joseph, wünschte sich zu Anfang des 19. Jhs. ein Theater nach Vorbild des Pariser Odéon und gab einen entsprechenden Auftrag an den jungen Karl von Fischer. Schon fünf Jahre nach der Einweihung im Jahr 1818 vernichtete ein Großfeuer den stolzen, streng klassizistischen Bau, und Leo von Klenze machte sich an die Rekonstruktion des Kunsttempels. Doch der Zweite Weltkrieg zerstörte das Gebäude erneut. Statt einer modernen Lösung zuzustimmen, entschlossen sich die Stadtväter zur abermaligen Rekonstruktion. So wird der Max-Joseph-Platz heute dominiert durch das Denkmal des Königs und den griechischen Säulenportikus des Theaters mit seinem versetzten Doppelgiebel. Das prunkvolle Halbrund fasst nur 2100 Besucher, deshalb muss, um das (von Kritikern heftig umstrittene) Niveau der Inszenierungen zu halten, jeder Sitzplatz mit über 100 Euro pro Aufführung subventioniert werden. Doch hat das Haus auch eine durchaus ehrenwerte jüngere Geschichte: Richard Strauss dirigierte hier viele Uraufführungen, Dirigenten wie Clemens Krauss, Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Solti, Fricsay und Keilberth starteten von hier aus Weltkarrieren. Zur Zeit ist Kent Nagano Chef am Pult. Höhepunkt der Saison sind die Festspiele im Juli. | Besichtigung nach Anmeldung | Tel. 218501 | Max-Joseph-Platz 2 | Tram 19 Nationaltheater
Neues RathausMehr pompös denn kulturgeschichtlich wertvoll. Überbordende Lust zur Gotik trieb den Grazer Architekten Georg von Hauberrisser zu seltsamen Einfällen, als das Gebäude von 1867 bis 1908 errichtet wurde. Unterhalb des 80 m hohen Turms ist das viertgrößte Glockenspiel Europas installiert. Es erzählt täglich um 11 und 12 Uhr (März-Okt. auch 17 Uhr) von zwei Großereignissen, die einst auf dem Marienplatz stattgefunden haben: das Turnier anlässlich der Hochzeit Herzog Wilhelms V. von Bayern mit Renata von Lothringen (1568) und der auch heute noch am Fasching in siebenjährigem Rhythmus zelebrierte Schäfflertanz anlässlich der Pest im Jahr 1517. Nächster Termin: 2012. | Turmaufzug Mai-Okt. Mo-Fr 9-19, Sa/So 10-19 Uhr, Nov.-April Mo-Fr 10-17 Uhr | U/S-Bahnhof Marienplatz
PeterskircheEines der ältesten Bauwerke Münchens, genannt der Alte Peter, und berühmt-berüchtigt für seine 306 Treppenstufen und den Schwindel erregenden Ausblick. Lange vor der Stadtgründung stand auf dem Petersberg schon eine Kapelle. Daraus wuchs, im Verlauf der Jahrhunderte, eine architektonisch interessante Kombination aus Romanik, Gotik, Frühbarock und Rokoko. Dieses Ambiente lockt vor allem an Sonn- und Feiertagen zu prachtvollen Mozart- und Haydn-Messen. Doch auch an Werktagen bietet die Peterskirche erholsame Stille im Trubel der Innenstadt und eine Fülle wunderschöner Pretiosen aus den Werkstätten berühmter Künstler wie Erasmus Grasser (von ihm stammen die Marmor-Grabsteine), Nikolaus Gottfried Stuber (Hochaltar) und Ignaz Günther (Dreisitz rechts neben dem Altar sowie Mariahilf-Altar im Südschiff). | Turmbesteigung Sommer Mo-Sa 9-19, So 10-19 Uhr, Winter Mo-Sa 9-18, So 10-18 Uhr 17.30 Uhr | 1,50 Euro | Rindermarkt 1 | U/S-Bahnhof Marienplatz
ResidenzEine schier unfassbare Pracht bietet sich dem Besucher. Unsere Empfehlung: mindestens einen ganzen Tag einplanen. Denn nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges hat der Freistaat Abermillionen in die Restaurierung der „Herzkammer Bayerns“ gesteckt, die ein halbes Jahrtausend Sitz der Herrscher war. Alle architektonischen Spielarten, die die Kultur Bayerns geprägt haben, findet man hier: strenge Renaissance, überbordendes Barock, verspieltes Rokoko und gradlinigen Klassizismus. 1385 wurde der Grundstein für die Neuveste im Nordosten der alten Stadt gelegt. Über die Jahrhunderte entstand Schritt für Schritt die Residenz, bestehend aus drei Hauptkomplexen und sechs Innenhöfen. Wer nicht alle Kostbarkeiten zwischen Residenz-, Hofgarten- und Marstallstraße anschauen kann, sollte zumindest das Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung besuchen. Das Vestibül, die Ahnengalerien, Porzellankabinett, Antiquarium (in dem heute noch die großen Empfänge des Ministerpräsidenten stattfinden), die Porzellankammern, die Reichen Zimmer, das Spiegelkabinett und die Nibelungensäle bieten einen groben Überblick. | April-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-März. tgl. 10-16 Uhr | Eintritt 6 Euro | Max-Joseph-Platz 3 | www.residenz-muenchen.de | U/S-Bahnhof Marienplatz | Tram 19 Nationaltheater
TheatinerkircheDie Geburt Max Emanuels muss die Eltern Kurfürst Ferdinand Maria und Henriette Adelaide wirklich schwer beeindruckt haben: Nicht nur, dass Papa der Mama zur Geburt Schloss Nymphenburg schenkte, auch ließ das Paar aus Dankbarkeit eine der schönen Münchner Kirchen errichten und St. Cajetan (dem Gründer des Theatinerordens) weihen. Und wie der Namenspatron und sein Orden aus Italien stammen, so ist auch die Architektur dem eleganten italienischen Hochbarock nachempfunden. Erst François Cuvilliés sorgte, 100 Jahre nach Grundsteinlegung, für den Rokokoausbau. Die Theatinerkirche ist mit der Ludwigs- und der Frauenkirche eines der markanten Wahrzeichen der Münchner Skyline. Besonders imposant sind der Hochaltar mit einem Marien-Gemälde des Rubens-Schülers Caspar de Crayer, die wunderbar gearbeitete schwarze Kanzel und die Fürstengruft der Wittelsbacher unter dem Hochaltar. | Theatinerstr. 22 | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
Bayerisches NationalmuseumWer sich für bayerische und süddeutsche Kunst- und Kulturgeschichte interessiert, darf das Nationalmuseum nicht verpassen. Es ist kunsthistorisches (abendländische Kunst, vor allem Skulpturen vom frühen Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jhs.), kunstgewerbliches (Fachsammlungen: Porzellan, Keramik, Steinschnitt, Gold- und Silberarbeiten, Glasmalerei, Uhren, Miniaturen etc.) und kulturhistorisches (Volkskunst, religiöse Volkskunde, Krippensammlung) Museum in einem. Besonders sehenswert sind die Skulpturen von Tilmann Leinberger, Bildwerke von Grasser und Polack, der Ignaz-Günther-Saal, das Landshuter und das Schwanthaler-Zimmer, das Tattenbach-Kabinett und die Augsburger Weberstube im Erdgeschoss. Daneben die umfangreiche Meißener und Nymphenburger Porzellansammlungen sowie die Bauernstuben, Masken und Hafnergeschirre. Die Krippensammlung mit ihren mehr als 6000 Figuren ist einzigartig auf der Welt. | Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr | Eintritt 5 Euro | Prinzregentenstr. 3 | www.bayerisches-nationalmuseum.de | U 4/5 Lehel | Tram 17 Nationalmuseum
EisbachSchon von weitem ist die Zuschauermenge auf der kleinen Brücke über dem Eisbach zu sehen. Dicht gedrängt stehen hier Touristen und Einheimische, um den Isarsurfern bei ihren Ritten zuzusehen und ihre Kunststücke zu bejubeln. Direkt neben dem Haus der Kunst baut sich der Eisbach zu einer brusthohen Welle auf, die Profis den perfekten Ritt mitten in der Stadt ermöglicht. Eigentlich ist das Surfen offiziell noch immer verboten - aber selbst Polizisten verweilen hier gern ein paar Minuten, um die Wellenreiter zu bewundern. Wer die Surfaction das erste Mal sieht, traut seinen Augen nicht und grübelt einige Minuten darüber nach, wie sich die Jungs und Mädels auf ihren Brettern halten können. | Prinzregentenstr. 1 | Tram 17 Nationalmuseum/Haus der Kunst
Haus der KunstSeit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne ist dieses Haus mit seiner eigenartigen Geschichte (Hitler gab seinem Lieblingsarchitekten den Auftrag für ein Haus der deutschen Kunst) in Gefahr, in die zweite Reihe abzurutschen. Dagegen stemmt sich Chris Dercon, seit 2002 Direktor. Er versucht erfolgreich, mit neuem Konzept und präziser Auswahl der Ausstellungen verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Die ersten Jahre zeigen Mut zu Außergewöhnlichem. Dass hier mit Florian Süßmayr gar ein neuer Star entdeckt wurde, ist dem Haus der Kunst schon seit langem nicht mehr passiert. Nun will Dercon das Haus gar in seinen ursprünglichen Nazistil zurückverwandeln - als kulturhistorisches Mahnmal. | Tgl. 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr | Eintritt je nach Ausstellung ab 6 Euro | Prinzregentenstr. 1 | www.hausderkunst.de | Tram 17 | Bus 100 Haus der Kunst
HofgartenMünchens modernster „Kriegsschauplatz“. Der 1988 verstorbene Ministerpräsident Franz Josef Strauß wollte sich hier mit einem gigantischen Staatskanzlei-Bauwerk ein Denkmal setzen. Doch die Bevölkerung lief, unterstützt von Architekten, Umweltschützern und Stadtpolitikern, Sturm gegen das „Straußoleum“. Nachfolger Max Streibl reduzierte die Pläne auf ein erträgliches Maß. Doch wird trotz allem der nach den Prinzipien italienischer Gartenarchitektur entworfene Hofgarten durch den um die Kuppel des alten Armeemuseums hochgezogenen Bau empfindlich gestört. | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
IsartorplatzJeden Tag zur Rushhour nimmt von hier das Chaos seinen Lauf. Am Isartorplatz kreuzt sich der Altstadtring mit der Achse Haidhausen/Innenstadt, was unweigerlich zu Autokolonnen und Verkehrsstaus führt. Beherrscht vom Isartor (1337 erbaut), dem einstigen Osttor der Stadt mit seinem kauzigen Valentin-Karlstadt-Musäum, ist hier das architektonische Hauptproblem von München genau zu studieren: mittelalterliche Befestigung, hässliche Nachkriegsbauten, mühsam Restauriertes und moderne Architektur als wirre Großstadtmixtur. | S-Bahnhof Isartor
St. Anna im LehelNicht nur eine der bedeutenden, sondern auch Bayerns erste Rokokokirche. Das während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigte und im Nachhinein in mehreren Abschnitten wirklich schön restaurierte Gebäude wurde 1727 in fünfjähriger Bauzeit von Johann Michael Fischer errichtet. Dessen neue Architekturidee: ein ovaler Zentralraum. Die Gebrüder Asam besorgten die kunstvollen Gewölbefresken und Altarbilder, die in mühevoller Kleinarbeit wieder dem Original nachempfunden wurden. | St.-Anna-Platz 5 | U 4/5 Lehel
Valentin-Karlstadt-MusäumIm Isartorturm ist Münchens liebenswertestes und lustigstes Museum untergebracht. Neben dem Nagel, an den der Volksschauspieler Karl Valentin (sprich „Fallentin“) seinen bürgerlichen Beruf hängte, und dem Winterzahnstocher mit Pelzbesatz ist in dem Panoptikum so manche skurrile Kostbarkeit, aber auch eine phantasievolle Dokumentation damaliger Volksschauspielkunst zu sehen. 2001 wurde auch eine eigene Liesl-Karlstadt-Abteilung eingerichtet. Unterm Dach findet sich ein bewirtschaftetes Volkssängerlokal mit einer „Kaffeehauseinrichtung“ aus der Zeit der Jahrhundertwende. Senioren über 99 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. | Eintritt 1,99 Euro | Mo, Di 11.01-17.29 Uhr, Fr, Sa 11.01-17.59 Uhr, So 10.01-17.59 Uhr | www.valentin-musaeum.de | Tal 43 | S-Bahnhof Isartor
Alte PinakothekIn der Alten Pinakothek finden Sie unter den 1400 alten Meistern zwar nicht Leonardo da Vincis „Mona Lisa“, dafür aber seine „Maria mit dem Kinde“ oder Lorenzo Lottos „Mystische Vermählung der heiligen Katharina“: Die Alte Pinakothek zählt zu den sechs bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Ihre Gemälde repräsentieren alle Schulen der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jh. Die Schwerpunkte aber sind deutsche und niederländische Malerei des 15. und 16. Jhs., holländische und flämische Malerei des 17. Jhs., italienische Malerei des 15. bis 18. Jhs., französische und spanische Malerei der Barockzeit.
Englischer GartenNew York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde „seinen“ Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine „Nackerten“ berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.
GlyptothekMünchens ältestes Museum. König Ludwigs I. berühmte Antikensammlung öffnete ihre Pforten im Jahre 1830, also noch vor dem British Museum in London oder der Eremitage in St. Petersburg. Ein Gesamtkunstwerk der Superlative: eine besonders großartige Skulpturensammlung Europas in einem der bedeutenden klassizistischen Bauwerke Deutschlands. Die meisten der ausgestellten Werke sind freilich Kopien.
KönigsplatzDass sich der Architekt hier von der Akropolis in Athen inspirieren ließ, fällt jedem Besucher sofort auf. Mächtig thronen die wuchtigen Bauwerke wie Tempelanlagen der Antike über dem Platz. Um die Wirkung der weiß leuchtenden Gebäude noch zu verstärken, griff der Architekt tief in seine Trickkiste. Der Königsplatz ist nicht eben, sondern fällt von den Gebäuden am Rand über die Rasenflächen zur zentralen Straße hin leicht ab. Diese geringe Neigung genügt, um den Eindruck von antiken Tempelanlagen zu erzeugen, die immer auf Hügeln errichtet wurden. Als König Ludwig I. im 19. Jh. die Gestaltung in Auftrag gab, sollte der Platz keinem bestimmten Zweck dienen, sondern der Ästhetik der Antike nacheifern. Heute wird der Königsplatz jeden Sommer im Juli zum Schauplatz des Kino Open Airs. Auf einer riesigen Leinwand flimmern dann aktuelle Blockbuster und Filmklassiker unter dem Sternenhimmel. Zu genießen entweder bequem im Liegstuhl oder leger auf der Picknickdecke. | U2 Königsplatz
LenbachhausNur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt liegt ein besonders schönes Museum Münchens: die ehemalige Villa des „Malerfürsten“ Franz von Lenbach. Wer seinen Schritt durch das schmiedeeiserne Eingangsportal lenkt, findet nicht nur Kunst, sondern auch eine grüne Oase der Ruhe und Erholung. Seit 1929 sind in der ockergelben, im italienischen Landvillenstil der Renaissance erbauten Künstlerresidenz die Sammlungen der Städtischen Galerie untergebracht. Die umfangreichen Bestände dokumentieren die Geschichte der bildenden Kunst in München von der Gotik bis zur Gegenwart. Schwerpunkte der Sammlungen liegen jedoch im 19. Jh. (Lenbach-Nachlass) und im 20. Jh. (Jugendstil, Paul-Klee-Sammlung, Kubin-Archiv).
LeopoldstrasseAn dieser Straße scheiden sich die Geister. Kaum ein Tourist versäumt es, an lauen Abenden vom Siegestor rauf zur Münchner Freiheit zu spazieren, zunächst auf der Ostseite, wo eine ganze Heerschar von fliegenden Händlern Kunstprodukte oder das, was sie dafür halten, feilbietet. Zahllose kleine Cafés und Wirtschaften säumen den Boulevard, Eisdielen haben ihre Stühle auf dem Bürgersteig aufgestellt, auf dem Trottoir, wie man in Bayern sagt. Boutiquen, Bücherläden, Schallplattengeschäfte, Diskotheken, Fastfood- und Spezialitätenrestaurants gibt es en masse. Der riesige „Walking Man“ der Münchner Rückversicherung im Süden ist nichts gegen das Politikum, das im Norden gen Himmel ragt: Die Highlight Towers, zwei 113 und 126 m hohe Bürotürme, gegen die die Münchner Sturm liefen - sie fürchteten eine Beeinträchtigung des historischen Stadtbildes durch die Glasriesen. Obwohl deren Bau nicht verhindert werden konnte, setzte ein anschließendes Bürgerbegehren durch, dass zukünftig kein Hochhaus die 99-m-Grenze (Höhe der Frauenkirche) überschreiten darf. | U 3/6 Giselastraße oder Münchner Freiheit
LudwigskircheObwohl schon auf den ersten Blick als romanisch-klassizistischer Nachbau (durch Gärtner) entlarvt, birgt diese Kirche einen besonders wertvollen Schatz: eine der großen Fresken der Welt (neben Michelangelos Ausmalung der Sixtinischen Kapelle), an der Altarwand im Chor, ebenfalls ein „Jüngstes Gericht“ (von Peter Cornelius). Die beiden Türme stehen in direktem Kontrast zur imposanten, südlich gelegenen Theatinerkirche. | Ludwigstr. 20 | U 3/6 Universität
LudwigstrasseWer den monumentalen Boulevard von der Feldherrnhalle im Süden der Ludwigstraße in Richtung Staatsbibliothek und Universität hinauf zum Siegestor flaniert, bekommt einen Eindruck von der Idee Klenzes, München mit einer opulenten, in sich geschlossenen Prachtstraße zu bestücken, die alle Welt von der Größe des bayerischen Königtums überzeugen sollte. | U 3/6 Odeonsplatz oder Universität
LuitpoldparkMünchens Bürger wussten, wie sie sich einem Prinzregenten gegenüber zu benehmen hatten: Anlässlich seines 90. Geburtstages schenkten sie Luitpold anno 1911 90 Linden und pflanzten sie in einen nach ihm benannten Erholungspark im Westen Schwabings. Heute ist der Park ein beliebtes innerstädtisches Erholungsziel. Von hier aus lässt es sich bequem zum Olympiagelände wandern oder Rast machen im Bamberger Haus, das mit prachtvollem Barockrestaurant und urigem Bierstüberl Jung und Alt anzieht. Auch schön: die Freskomalereien im Festsaal im ersten Stock. | U 2/3 Scheidplatz
Münchner FreiheitZum Gedenken an die Mitglieder des Widerstandes gegen das Hitler Regime wurde der ehemalige Feilitzschplatz nach dem Krieg umbenannt. Die Münchner Freiheit ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, Drehscheibe Schwabings, Standort einiger Cafés und vor allem nachts ein lärmender Vergnügungspark. Dieser Platz ist symptomatisch für das Münchner Leben: wuselig, protzig, kaputt - aber auch liebenswert, originell, bunt und ab und zu sogar gemütlich, je nach Tageszeit und Lebensanschauung. | U 3/6 Münchner Freiheit
Neue PinakothekAls Pendant zur Alten Pinakothek gründete Ludwig I. in der Mitte des vorigen Jhs. direkt gegenüber die Neue Pinakothek, doch Kriegsschäden zwangen zum Abbruch des alten Klenze-Gebäudes. Alexander von Brancas neues Galeriegebäude, das 1981 als der größte deutsche Museumsneubau nach dem Krieg eröffnet wurde, löste eine Welle von Begeisterung, aber auch kontroverse Diskussionen aus.
Pinakothek der ModerneSie ist der Star unter Münchens Kunsthäusern. Nach großen Querelen 2002 eingeweiht, registrierte man schon nach wenigen Wochen den millionsten Besucher und übertraf sogar die Londoner Tate Gallery an Beliebtheit. Das von Stefan Braunfels entworfene Haus entstand mit der Idee, selbst ein architektonisches Kunstwerk zu sein und so der Kunst ein adäquates Zuhause zu geben (auch wenn manche Lästermäuler von einer „Schuhschachtel“ sprechen). Vier große Sammlungen des Freistaates und eine Reihe privater Schenkungen sind hier untergebracht, so die Staatsgalerie Moderner Kunst mit Werken der Blauen Reiter bis Beuys. Auf mehr als 12000 m² werden die wichtigsten künstlerischen Entwicklungen von Malerei, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jhs. gezeigt. Dazu kommen Video- und Fotokunst sowie aktuelle Schauen. | Di, Mi, Fr und Sa, So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr | Eintritt 9,50 Euro | Barer Str. 40 | www.pinakothek.de | U 2/8 Theresienstraße | Tram 27 Pinakothek
UniversitätDie Ludwig-Maximilians-Universität ist, nach der Freien Universität Berlin, mit mehr als 60000 Studenten Deutschlands zweitgrößte Hochschule. Namen wie Fraunhofer, Röntgen, Pettenkofer, Sauerbruch, Schelling, Riehl oder Max Weber verbinden sich mit dieser Universität (und dienen als Namenspatrone für Münchens Straßen). Weltberühmt sind die beiden Schalenbrunnen links und rechts der Ludwigstraße. Die Adresse der Universität trägt in Ehrerbietung für und zum Gedenken an Sophie und Hans Scholl, die im Kreis der „Weißen Rose“ Widerstand gegen das Hitler-Regime geleistet hatten und dafür 1943 hingerichtet wurden, deren Namen. | Geschwister-Scholl-Platz | U 3/6 Universität
Bavaria/TheresienwieseWo könnte die weibliche Symbolfigur Bayerns besser stehen als auf einer Anhöhe über der Theresienwiese, dem Schauplatz des Oktoberfestes? Errichtet 1850 durch Ludwig I., wacht die gusseiserne Dame über die Ruhmeshalle im Hintergrund zu Ehren bayerischer Persönlichkeiten. Der Bau der 18 m hohen Statue galt als technisches Meisterwerk; heute hat man von der Aussichtsplattform im Bavaria-Kopf einen einzigartigen Ausblick auf die schräg gegenüberliegende St.-Paul-Kirche. | April bis 15. Okt. tgl. 9-18 Uhr, während des Oktoberfestes tgl. 9-20 Uhr | Eintritt 3 Euro | U 4/5 Theresienwiese
Deutsches Museum VerkehrszentrumIn den drei Hallen des kleinen Ablegers des berühmten Deutschen Museums dreht sich alles rund ums Auto, die Eisenbahn und was die Welt sonst noch bewegt. Dampflokomotiven zeigen die Wurzeln der Mobilität, glänzende Rennwagen laden zum Träumen ein und die Ausstellung „Grenze der Mobilität“ zeigt, welche Probleme die Zukunft bringen könnte. | Tgl. 9-17 Uhr | Theresienhöhe 14a | Eintritt 5 Euro | www.deutsches-museum.de | U 4/5 Schwanthalerhöhe
GärtnerplatzIm 19. Jh. wurde der Gärtnerplatz als erster sogenannter Schmuckplatz Münchens angelegt, ein Brunnen gebaut und üppige Blumenbeete arrangiert. Auch heute ist der kreisförmige Platz vor dem Staatstheater am Gärtnerplatz ein städtebauliches Schmuckstück. Auf den breiten Gehwegen rund um den Platz stellen im Sommer viele Cafés ihre Tische auf und kaum ein Ort ist besser geeignet, um bei einer kurzen Rast das Treiben der Münchner auf sich wirken zu lassen. | U 1/2 Fraunhoferstraße
SüdfriedhofEin Eldorado für Geschichtsfreunde. Der Südfriedhof, entstanden im 16. Jh. und einst als Gottesacker für arme Leute geplant, diente im 17. Jh. als Pestfriedhof und ab Ende des 18. Jhs. als Zentralfriedhof. Nach der Erweiterung Mitte des 19. Jhs. wurde er letzte Ruhestätte für viele prominente und angesehene Münchner. Hier liegen unter anderem begraben: der Bildhauer Roman Anton Boos (St. Peter), der Architekt Friedrich von Gärtner (Feldherrnhalle), der Historienmaler Wilhelm von Kaulbach, Architekt Leo von Klenze und auch der „Arme Poet“-Maler Carl Spitzweg. | Thalkirchner Str. 17 | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
WestparkDieser über 7 km² große Erholungspark südlich des alten Messegeländes wurde 1983 fertig, als München Ausrichter der Internationalen Gartenbauausstellung war. Im Sommer finden rund um den See Freiluftveranstaltungen des Kulturreferats statt. Weiter westlich steht die berühmte Originalpagode, die anlässlich der IGA von 200 nepalesischen Kunsthandwerkern errichtet wurde. | U 6 Westpark
Botanischer GartenDie 200000 m² große Anlage nördlich des Nymphenburger Parks gilt als einer der schönsten Pflanzengärten Europas, und zwar das ganze Jahr über. Ästhetik und Wissenschaft sind hier eine Idealverbindung eingegangen. Der Garten ist ein Eldorado für Fotografen und Botaniker. Ob im Schmuckhof, in der genetischen Abteilung, im Alpinhaus, im Rhododendronhain oder im Arboretum, überall entfaltet sich prachtvolle Natur - und wird, von der Medizinpflanze bis zur insektenfressenden Blüte, wenig belehrend und informativ erklärt. | Nov-Jan. tgl. 9-16.30, Feb./März/Okt. 9-17, April/Sept. 9-18, Mai-Aug. 9-19 Uhr | Eintritt 3 Euro | Menzinger Str. 65 | Tram 17 | Bus 143 Botanischer Garten
Herz-Jesu-KircheNach dem Brand der Herz-Jesu-Kirche 1994 in Neuhausen entwarf das Architekturbüro Allmann, Sattler und Wappner einen kühnen, blau schimmernden Glasbau. Zunächst von konservativen Anwohnern heftig bekämpft, wurde die neue Kirche zum Wahrzeichen modernen katholischen Denkens. Hier finden auch hochkarätige Konzerte und Ausstellungen statt. | Romanstr. 6 | U 1 Rotkreuzplatz
HirschgartenIn der Stadtchronik ist nachzulesen, dass Kurfürst Carl Theodor im 18. Jh. hier ein künstliches Jagdrevier für den Adel anlegen ließ. 100 Hirsche sollen daraufhin in einem umzäunten und 40 ha großen Gehege ausgesetzt worden sein. Heute gibt es in der Parkanlage immer noch ein Gehege mit Rehen und Hirschen, allerdings werden die nun von den Besuchern gefüttert und nicht mehr gejagt. Vor allem mit Kindern ein lohnendes Ziel. Zur Erholung und Stärkung ist Münchens größter Biergarten, der Königliche Hirschgarten, mitten im Park zu empfehlen. | Tram 17 Steubenplatz
Museum Mensch und NaturHier wird Naturkunde spielerisch aufbereitet: die bunte Welt der Minerale, die Geschichte des Lebens. Beileibe nicht nur für Kinder. | Di-So 9-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro, bis 18 Jahre kostenlos | Schloss Nymphenburg | www.musmn.de | Tram 17 | Bus 51 Schloss Nymphenburg
NymphenburgMan schenkte vornehm zu Kurfürst Ferdinand Marias Zeiten. Mitte des 17. Jhs. bescherte ihm Henriette Adelaide den ersehnten künftigen Thronfolger Max Emanuel. Dafür beehrte der stolze Vater sie mit dem Schloss Nymphenburg. An die 700 m, also dreimal so lang wie das Olympiastadion, ist die Front dieser barocken Schlossanlage, deren Bau von 1664 bis 1757 gedauert hat. Sie diente den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz, und wer durch all die prächtigen Gemächer flaniert, kann erahnen, wie nobel es zur Glanzzeit des bayerischen Hofes zugegangen sein muss. Neben dem Mittelbau mit seinem prunkvollen steinernen Saal und der Schönheitengalerie locken das Marstallmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Wagen, Schlitten und Geschirren und das Porzellanmuseum mit Pretiosen der namensgleichen Manufaktur.
SchlosskanalEigentlich sollten im 18. Jh. noch mehr Kanäle angelegt werden, bis zu Schloss Schleißheim und Schloss Dachau sollten diese reichen. Dann hätte die höfische Gesellschaft bequem mit der Gondel von einer Residenz zur nächsten gelangen können. Verwirklicht wurde aber nur der Schlosskanal. Heute verläuft wohl einer der schönsten Spazierwege Münchens entlang des schnurgeraden Kanals auf Schloss Nymphenburg zu. Ruhe herrscht hier allerdings nur im Sommer. Sobald der Kanal im Winter von einer dicken Eisschicht bedeckt ist, genießen die Eisstockfans hier ihr Spiel auf über 40 Bahnen. Die Flutlichtanlage garantiert Spielspaß bis 22 Uhr und einige Glühweinstände sorgen für innere Wärme. | U1 Gern
Allianz-ArenaGenau 2874 Luftkissen bilden die Außenhaut des neuen Fußballtempels, von den Einheimischen oft spöttisch als „Kloschüssel“ bezeichnet. Dennoch ist er seit seiner Eröffnung im Mai 2005 eine der Top-Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben sich einen Spezialeffekt einfallen lassen: Wenn der FC Bayern spielt, leuchtet die Arena in heißem Rot, wenn der TSV 1860 zum Anpfiff erscheint, in kühlem Blau. Wer die versteckten Ecken der Arena erkunden will, kann bei einer Stadionführung sogar einen Blick in die Mannschaftsduschen werfen. | Außer an Spieltagen tgl. 10.15, 11, 13, 15 und 16.30 Uhr (Winterzeit Nov.-März) bzw. 17.30 Uhr (Sommerzeit) | Eintritt 10 Euro (Tickets in der Allianz-Arena-Shop) | www.allianz-arena.de | Werner-Heisenberg-Allee 25 (gut sichtbar von der A9 Richtung Nürnberg) | U 6 Fröttmaning
BMW WeltIm Sommer 2007 hat die BMW Welt gegenüber des Olympiaparks ihre Pforten geöffnet: ein architektonisches Meisterwerk aus Glas und Stahl, das als Erlebniszentrum der bayerischen Automarke und Veranstaltungsort für verschiedenste Anlässe fungiert. Ebenfalls 2007 wurde direkt daneben das BMW Museum mit seiner großen Fahrzeugsammlung und vielen Meilensteinen aus der Vergangenheit der Bayerischen Motorenwerke (vom legendären Vorkriegswagen Dixi bis zu den extravaganten Rennwagen der 60er Jahre) nach umfangreicher Neugestaltung wieder eröffnet: eine Zeitreise durch die Geschichte des Automobils. | BMW Welt | Lerchenauer Str. 57 | www.bmwwelt.com | U3 Olympiazentrum
Deutsches MuseumVermutlich würden nicht einmal drei Wochen genügen, um im Deutschen Museum alles zu sehen. Mit 55000 m² Ausstellungsfläche und rund 17000 Objekten zählt es zu den größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Die Bestände des 1903 von Oskar von Miller gegründeten Museums werden laufend ergänzt und mit Exponaten der neuesten technischen Entwicklungen versehen. So findet sich in der Mammutshow auf der Isarinsel alles, was den Menschen in Sachen Technik bislang eingefallen ist.
Flosslände ThalkirchenZuerst ist nur leise die Blasmusik zu hören, dann erscheint das Floß auf der Isar und kommt gemächlich näher. Ab etwa 16 Uhr erreicht jeden Nachmittag zwischen Mai und September ein Floß nach dem anderen die Floßlände, das Ziel der Fahrten, die meist im Morgengrauen begonnen haben. Den besten Blick bietet die kleine Brücke neben dem Campingplatz. Auf manchen der Flöße finden ausgelassene Partys mit Livemusik statt, auf anderen geht es ruhiger zu. Eines ist aber immer gleich: der Aufschrei eines unvorsichtigen Flößers, der die Stromschnellen unterschätzt hat und plötzlich knietief im Wasser steht.
MaximilianeumIm Überschwang des vergangenen Jahrhunderts wollte Maximilian II. eine richtige „Akropolis“ ans Ende der Maximilianstraße setzen. Architekt Friedrich Bürklein sorgte für die Erfüllung des Wunsches. Ursprünglich gedacht als Wohn- und Unterrichtsstätte für besonders begabte bayerische Studenten (die Stiftung - freie Kost und Logis während des Studiums - gibt es für ausgewählte 1,0-Abiturienten immer noch), zogen 1949 hier der Bayerische Landtag und der Senat des Freistaates ein. Nach dem Gesetz ist es zwar jedem Bürger erlaubt, an öffentlichen Sitzungen teilzunehmen, es ist aber empfehlenswert, sich vorher telefonisch nach den Zeiten der Führungen zu erkundigen. Tel. 4194411 | U 4/5 Max-Weber-Platz
Müllersches VolksbadAuch wenn Ihnen der Sinn nicht nach einem erfrischenden Bad steht, sehenswert ist das schöne Jugendstilgebäude auf jeden Fall. Die beiden gewölbten Schwimmhallen sowie Dampfbad und gekachelte Saunaräume lohnen einen ausgiebigen Besuch. | Mo 7.30-17, Di-So 7.30-23 Uhr | Eintritt 3,40 Euro | Rosenheimer Str. 1 | S-Bahnhof Rosenheimer Platz | Tram 18 Deutsches Museum
OlympiageländeWeltweites Beispiel für revolutionäre zeitgenössische Architektur ist der Münchner Olympiapark geworden. Nachdem die Stadt den Zuschlag für die Spiele 1972 bekommen hatte, beschloss die Kommune, das Motto „Fröhliche Spiele“ bereits beim Bau der Sportstätten umzusetzen. Das Architektenbüro Behnisch und Partner setzte auf das archaische Prinzip der Zeltkonstruktion. Und so entstand auf dem 3 km² großen Gelände des einstigen königlich-bayerischen Exerzierfeldes am Oberwiesenfeld ein kühnes Nebeneinander von in sich geschlossenen Dachlinien, die überragt werden vom 291 m hohen Olympiaturm (Eintritt 4 Euro). Von 9 bis 24 Uhr laufen die Aufzüge, und dann ist auch das Drehrestaurant dort oben mit respektabler Küche in Betrieb. Zentrum des Geländes ist das 80000 Besucher fassende Stadion. Früher war hier die Spielstätte von FC Bayern und TSV 1860, die jedoch seit 2005 in der Allianz-Arena ein neues, moderneres Zuhause gefunden haben. Seitdem sucht man nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Und fand sie etwa im Air & Style, einem internationalen Snowboard-Wettbewerb, der immer Anfang Dezember in der Socca Five Arena stattfindet (Tel. 30672137 | www.olympiapark-soccafive.de). Zum neuen Highlight des Geländes avancierte die geführte, zweistündige Bergtour über das Zeltdach (April-Okt. | Tel. 30672414 | 35 Euro). Im Theatron am Olympiasee finden im Sommer kostenlose Popkonzerte statt. Der aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschichtete Olympiaberg dient Trimmern zum Schwitzen und Touristen zur Aussicht über die Stadt. Wer als Besucher hierher kommt, kann sich von Prominenten Anekdoten aus der Geschichte der Sportstätte erzählen lassen. Einfach MP3-Player ausleihen und loslaufen (Verleih April-Okt. | Info-Pavillon am Olympia-Eissportzentrum | Nov.-März im Olympiaturm | Kosten: 7 Euro | Kaution: 50 Euro). | www.olympiapark-muenchen.de | U 3 | Bus 51/173/174 Olympiazentrum | Bus 50 Olympia-Eisstadion
Villa StuckMitten in Münchens Nobelviertel Bogenhausen liegt das neoklassizistische Jugendstilpalais des Münchner Malerfürsten Franz von Stuck. Exterieur und Interieur dieses eigenwilligen Gesamtkunstwerks wurden von Stuck selbst konzipiert. Zu seinen Lebzeiten war die 1898 vollendete Künstlervilla glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Erdgeschoss können Sie die Repräsentationsräume mit den prächtigen Wanddekorationen sowie einer Sammlung von Stucks Bildern, Skulpturen und Möbeln bewundern. Oben befindet sich das Atelier mit einer prunkvollen Kassettendecke, schönen Gobelins und dem „Altar der Sünde“. Im Erdgeschoss gibt es herausragende Wechselausstellungen moderner Kunst. | Mi-So 11-18 Uhr | Eintritt 4-9 Euro | Prinzregentenstr. 60 | www.villastuck.de | U 4 Prinzregentenplatz | Tram 18 Friedensengel
Essen und Trinken
Biergärten, Bistros und Gourmettempel
Die Traditionalisten lieben ihre Weißwurst pur, die jungen Wilden mischen Bayerisch mit Kreolisch - München machts möglich
Die bayerische Küche besteht nicht nur aus Leberkäs und Weißwurst, Schweinsbraten und Knödel, so köstlich sie auch alle sind. Doch die Küche Bayerns, also auch die seiner Hauptstadt, ist vielfältiger, anspruchsvoller - und auch eigenartiger, als man sich das gemeinhin vorstellt.
Die Edelgastronomie erlebt zurzeit eine Baisse. Einige der besten Adressen der Stadt mussten schließen - zum einen wegen Mangels an zahlungskräftigem Publikum, zum anderen aber auch, weil ein paar junge Wilde die Szene erobert haben.
Natürlich hat sich hier in den vergangenen Jahren - wie überall - französische, asiatische und italienische Kochkunst etabliert. Dennoch werden die heimischen Spezialitäten vom Kalbsbries bis zum sauren Lüngerl nicht vergessen. Essen wie ein Münchner? Zum Beispiel Fleisch: In ganz Bayern beliebt sind - trotz der Gefahr von Schwermetallanreicherung, BSE und Gicht - Innereien. Das Kalbshirn (paniert und gebacken) kann köstlich zart sein, die Nieren von Schwein und Kalb werden entweder sauer (mit Essig) oder gebraten angeboten, das Kalbslüngerl nach stundenlangem Kochen mit Knödel gereicht.
Zum Beispiel Fisch: Dank der Sauberkeit der bayerischen Seen (mittlerweile hat auch der Chiemsee wieder Trinkwasserqualität) ist das Angebot, wenngleich nicht sehr variantenreich, reichlich. Berühmt sind die Renken vom Starnberger See, aber auch die Forelle aus der Zucht (seltener aus dem Gebirgsbach) steht auf fast jeder Karte.
Ein paar Tipps zum Lesen der oft außen neben der Eingangstür angebrachten Speisekarte: Steht dort „Schweinebraten“ statt „Schweinsbraten“, ist das Restaurant zumindest kein sehr bayerisches. Wird das Bier in 0,33-Liter-Gläsern angeboten, ist der norddeutsche Einfluss bereits gefährlich dominant. Heißt es „Kalbsmedaillon und Pommes de terre“, zahlt man viel Geld für sehr unmünchnerisches Essen.
Die Münchner Kellner und Kellnerinnen sind, zumindest in den „echten“ Wirtshäusern, oft ein wenig grantig. Einzelabrechnungen sind hier kein Problem. Der Gast erhöht die Rechnung für die Bedienung um bis zu zehn Prozent, erwartet wird mindestens eine Aufrundung. Es ist üblich, nach dem Zahlen den Tisch ziemlich flott zu verlassen.
Essen und Trinken
Gartenlokale
Münchner BiergärtenFast alle Biergärten schließen um 23 Uhr; wenn nicht anders erwähnt, sind sie auch alle täglich geöffnet.
AugustinerkellerLegendär für seinen Stammtisch, an dem Münchens berühmtester Spaziergänger Sigi Sommer seinen Platz hatte. Hier werden Biergartenkultur und das frisch gezapfte Bier (das aus einem kühlen Holzfass kommt) gepflegt. | Arnulfstr. 52 | Tel. 594393 | www.augustinerkeller.de | S-Bahnhof und Tram 16, 17 Hackerbrücke
AumeisterIm Norden des Englischen Gartens. Angenehm bei Hitze, dank der schönen Bäume. Nur einen Katzensprung (zwei U-Bahn-Stationen) entfernt liegt die Allianz-Arena. | Mo geschl., im Sommer tgl. | Sondermeierstr. 1 | Tel. 325224 | www.aumeister.de | U 6 Studentenstadtund 15 Minuten zu Fuß
Chinesischer TurmHier treffen sich Punks und Promis auf ein Hofbräu-Bier. | Englischer Garten 3 | U 3/6 Giselastraße | Bus 54/154 Chinesischer Turm
Zum FlaucherGutbürgerlicher Freilufttreff in der Nähe der Sonnenanbeter vom Flaucherkies, ideal für einen Ausflug in den Tierpark. | Biergarten tgl. | Isarauen 8 | Tel. 7232677 | www.zumflaucher.de | U 3 Brudermühlstraße
HofbräukellerOase der Ruhe am Isarhochufer. Viel junges Publikum und dezente Preise. Kinderbetreuung. | Innere Wiener Str. 19 | Tel. 4599250 | www.hofbraeukeller.de | U 4/5 Max-Weber-Platz
KaisergartenSchwabings schickste Frischlufttränke nennt sich ganz unbescheiden Schank- und Speisemeisterei. Hier treffen sich Menschen, die keine Probleme damit haben, im Designergewand ihr Spanferkel zu ordern. | Kaiserstr. 34 | Tel. 34020203 | www.kaisergarten.com | U 3/6 Münchner Freiheit
Königlicher HirschgartenGrößter, schönster, nettester, münchnerischster Biergarten. Und das soll so bleiben. Drum: nicht weiterempfehlen ...! | Hirschgarten 1 | Tel. 17999119 | www.hirschgarten.de | Tram 17/16 Steubenplatz | Bus 51 Hirschgartenallee
Paulaner am NockherbergBekannt durch das „Politiker-Derblecken“ (-Verhöhnen) zum Starkbieranstich in der Fastenzeit. 1999 abgebrannt und in edlem Ocker neu erstanden. Klassischer Biergarten gehobener Preisklasse. | Hochstr. 77 | Tel. 4599130 | www.nockherberg.com | Tram 27 Ostfriedhof
SeehausHier gilt sehen und gesehen werden. Trotz Schaulaufen ist der Biergarten direkt am Kleinhesseloher See ganzjährig en vogue und wunderschön. | Kleinhesselohe 3 | Tel. 3816130 | U 3/6 Münchner Freiheit
WaldwirtschaftWeltberühmt geworden als Auslöser der Biergartenrevolution. Die Wawi erfreut das Publikum und ärgert die Nachbarn mit Dixie zum Bier. Die Preise sind der noblen Umgebung von Großhesselohe durchaus angepasst. | Großhesselohe | Georg-Kalb-Str. 3 | Tel. 74994030 | www.waldwirtschaft.de | S 7 Großhesseloheund 15 Minuten zu Fuß
Essen und Trinken
Cafés
Aroma KaffeebarEs gibt hier nur 20 Sitz- und 20 Stehplätze. Doch dieses enge Minicafé ist der Inbegriff des Glockenbach-Charmes. Einmal angekommen, gilt es sich nur zwischen etlichen selbst kreierten Kaffeesorten und hausgemachten Kuchen oder Keksen zu entscheiden. | Tgl. | Pestalozzistr. 24 | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Café am BeethovenplatzHier gibt es Chopin zu Schokoladentorte und Mozart zu Mozzarella. Man speist gut, trinkt viel und wird angenehm studentisch umsorgt. | Tgl. | Goethestr. 51 | U 3/6 Goetheplatz
Friesische TeestubeKlein, aber gemütlich und plüschig wie in Omas Wohnzimmer. Über 150 (!) Sorten Tee und ein wirklich gutes (und auch noch preiswertes) Frühstück. | Tgl. | Pündterplatz 2 | Bus 53 Pündterplatz
Café GlockenspielSzenetreff mit bestem Blick auf den Marienplatz und das Rathaus, dazu abgefahrene Drinks. | Tgl. | Marienplatz 28 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Café HaidhausenDas besondere Frühstück (bis 16 Uhr), zum Beispiel mit dem viel versprechenden Namen „Romeo und Julia“. | Tgl. | Franziskanerstr. 4 | Tel. 6886043 | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
JasminSchon in den 1950ern ein angesagter Treffpunkt, und die Einrichtung hat sich seitdem nicht verändert. Die Szene bleibt dem Café treu. | Tgl. | Steinheilstr. 20 | U 2 Theresienstraße
OperaFreiluft-Kaffee-Pflanze an der glamourösen Maximilianstraße in der Residenzpost. Wer ohne Ferrari kommt, kann zuschauen, wie man selbigen im Halteverbot parkt. Bester Blick auf den Platz vor der Oper. Die Preise sind der prominenten Lage entsprechend. | Tgl. | Maximilianstr. 2 | Tram 19 Nationaltheater
SarclettiMünchens bestes Eis. Im Sommer Schlange stehen. | Tgl. | Nymphenburger Str. 155 | U 1 Rotkreuzplatz
SkyloungeSeit Januar 2007 bietet das Tagescafé mit der vollverglasten Brücke in 60 m Höhe zwischen den Wolkenkratzern des Telekom-Centers einen atemberaubenden Blick über München. Hier kann man bei Föhn bis zu den Alpen blicken! | Tgl. 9.30-17 Uhr | Dingolfinger Str. 7 | www.skylounge-munich.de | S-Bahnhof Leuchtenbergring
ZappeforsterZusammengesetzt aus den Nachnamen der Besitzer und mittlerweile kultverdächtig - dank der leckeren Frühstückswaffeln mit Zwetschgen- oder Kirschkompott. Die Bergtapete passt so schön ins Ambiente dieses Cafés, dass man glaubt, frische Alpenluft einzuatmen. Einfallsreiche Tageskarte. | Tgl. | Corneliusstr. 16 | U 1/2 Fraunhoferstraße
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie gehoben
BoettnerEine Gourmetinstitution, die ans Platzl umgepflanzt wurde und dennoch nichts von ihrer Qualität verloren hat. Die Küche ist klassisch traditionell mitteleuropäisch (und berühmt für perfektes Meeresgetier), die Weinkarte erlesen und das Preisniveau absolut gerechtfertigt. Hier isst auch Kritikerpapst Joachim Kaiser oft und gerne. | So geschl. | Pfisterstr. 9 | Tel. 221210 | U/S-Bahnhof Marienplatz
CocoonKühne Küche, zum Beispiel Spargelsuppe mit Chili und Gambas. Das purpurne Licht lässt den schicken Gourmettempel strahlen. | So und Mo geschl. | Christophstr. 3 | Tel. 25541966 | U 5 Lehel
EdererVom Restaurant Glockenbach hat sich Karl Ederer leider verabschiedet. Doch nach dem Umzug in die Stadtmitte wird auch hier - wie im alten Haus - gehobene regionale Küche mit französischem Touch geboten. | So geschl. | Kardinal-Faulhaber-Str. 10 | Tel. 24231310 | www.restaurantederer.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
GDer Gourmettempel von Holger Stromberg besticht durch exzentrische Kreationen (beispielsweise Langustinen & Wurst). Wer hier an dem riesigen Aquarium vorbei durch die Lounge schreitet, dem weht mehr als nur ein Hauch Weltstadtflair entgegen. | So, Mo geschl. | Geyerstr. 52 | Tel. 74747999 | www.g-munich.de | U 3/6 Goetheplatz
LenbachTempel der Schickis, hier speisen auch Prominente. Maik Haltenhof kocht wild, extravagant und ohne Scheu vor Improvisationen. Pompös, aber auch ein Abenteuer. | So geschl. | Ottostr. 6 | Tel. 5491300 | www.lenbach.de | U/S-Bahnhof Stachus
MakassarMediterranes im Glockenbachviertel. Der Küchenchef war Schiffskoch bei Meeresforscher Jacques Cousteau. Er hat auch ein Händchen für scharf gewürzte kreolische Küche. | So geschl. | Dreimühlenstr. 25 | Tel. 776959 | www.makassar.de | Bus 152 Ehrengutstraße | Bus 131 Röcklplatz
RubicoImmer voll und voll angesagt. Das Rubico entzückt mit allerlei raffiniert dekorierten und zubereiteten Speisen - meist mediterran inspiriert und stets mit einem Schuss Originalität. Kommen Sie unbedingt abends! Erst dann entfalten die Lichtkompositionen ihre volle Wirkung und bescheinen das helle Holz und das Milchglas perfekt. | So und Mo geschl. | Klenzestr. 62 | Tel. 20207828 | U 1/2 Fraunhofer Straße
TerrineAuch wenn der Stern weg ist: Hier liegt der Freund französischer Küche immer noch richtig, wenn er den Laden überhaupt findet (versteckt in der Amalienpassage) und dann auch noch einen Platz ergattert. Der junge Küchenchef Jakob Stüttgen gibt sich zusammen mit Sommelier Benjamin Karsunke (die Vinothek ist einen Blick wert!) alle Mühe, den Stern zurückzuholen. | So und Mo geschl. | Amalienstr. 89 | Tel. 281780 | www.terrine.de | U 3/6 Universität
VinaioloChefkoch Marco Pizzolato bevorzugt geheimnisvolle Gerichte aus Venetien, dem Friaul und der Champagne. Und weil der Name des Lokals Weinhändler bedeutet, ist auch trinktechnisch alles vom Feinsten. Manchem ist es fast zu fein. | Tgl. | Steinstr. 42 | Tel. 48950356 | www.vinaiolo.de | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie standard
BaristaMittlerweile einer der angenehmsten Orte in den Fünf Höfen. Hier trinkt man bestens, sitzt im Sommer an der ruhigen Straße und stellt fest, dass das Sprichwort „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ auch auf hohem Niveau Gültigkeit hat. | Tgl. | Kardinal-Faulhaber-Str. 10 | Tel. 20802180 | Tram 19 Theatinerstraße
Blauer BockAus dem schlechtbürgerlichen Wirtshaus wurde dank Chef Jörg Bachmeier ein lukullischer Diamant. Der „Feinschmecker“ lobte die regionale Küche in höchsten Tönen, und auch der Wein kann sich trinken lassen. | So geschl. | Tel. 45222333 | www.restaurant-blauerbock.de | Sebastiansplatz 9 | U/S-Bahnhof Marienplatz
BrennerDas dreigeteilte Restaurant (Bar, Pastaküche, Grill) in der denkmalgeschützen Säulenhalle heißt so, weil jenseits des Brenner Italien beginnt. Es ist sicher der gemütlichste Platz in den sonst eher kühlen Maximilianhöfen. Die Küche ist biologisch ausgerichtet, der Fisch ist phantastisch, aber am gemütlichsten sitzt man im Pastabereich. | Tgl. | Maximilianstr. 15 | Tel. 4522880 | www.brennergrill.de | Tram 19 Kammerspiele
Eisbach - Bar & KücheDie ganze Küchenwelt in einem Topf. Asiatisches wird mit Amerikanischem und europäischen Würztechniken kombiniert. Ideal auch für einen Snack nach dem Theater. | Tgl. | Marstallplatz 3 | Tel. 22801680 | www.eisbach.eu | Tram 19 Kammerspiele
El EspañolAusgezeichnet mit dem Gastro-Award für die beste spanische Küche der Stadt, überrascht das Restaurant mit dem rustikalen Ambiente immer wieder: montags mit würziger Paella, donnerstags mit rassigem Flamenco (nichts für romantische Stunden zu zweit) und sonntags mit über 50 Sorten Tapas. | Tgl. | Pariser Str. 46 | Tel. 488496 | www.elespanol-muenchen.de | U/S-Bahnhof Ostbahnhof
Geisels VinothekGenießer pilgern ins Bahnhofsviertel. Hier zaubert man sich lukullisch nach Mediterranien. Und das auch noch zu durchaus annehmbaren Preisen. 400 Weine stehen auf der Karte der Vinothek, die zum Hotel Excelsior gehört. | Tgl. | Schützenstr. 11 | Tel. 55137140 | www.geisel-hotels.de | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Il GrappoloIn vino veritas, diese lateinische Weisheit kann man unweit der Uni direkt auf ihren Gehalt überprüfen, in einem der nettesten italienischen Restaurants, das eher ein Wohnzimmer für maximal 50 Leute ist. | So geschl. | Adalbertstr. 28 | Tel. 396241 | U 3/6 Universität
MangostinBiergarten mit ziemlich originalen asiatischen Küchenvarianten. Draußen Wan-Tan-Suppe unter Kastanien, drinnen ein japanisches und ein thailändisches Restaurant sowie eine Cocktailbar. Obwohl etwas abseits gelegen (aber ideal nach dem Tierparkbesuch), hat sich das Mangostin fest in Münchens Feinschmeckerszene etabliert. | Tgl. | Maria-Einsiedel-Str. 2 | Tel. 7232031 | www.mangostin.de | U 3 Thalkirchen
ParkcafeBis 2007 war in den Räumen einer der bekanntesten Clubs Münchens zu finden, dann zog ein bayerischmodernes Wirtshaus mit Bar und Lounge ein. Zwischen Holzvertäfelungen, Parkettboden und Kristalllüstern werden nun bayerische Tapas sowie urtypische Schmankerln serviert. | Tgl. | Sophienstr. 11 | www.parkcafe089.de | U/S-Bahnhof Stachus
Prinz MyshkinDas wunderschöne hohe Gewölbe (ein altes Bierlager) und die riesigen Fassadenfenster geben Münchens edelstem Vegetariertempel ein weltstädtisches Flair. | Tgl. | Hackenstr. 2 | Tel. 265596 | www.prinzmyshkin.com | U/S-Bahnhof Marienplatz
Punto Di VinoItalienische Küche, u.a. aus dem Friaul. Man teste die strangolapreti (Priesterwürger) und denke an Don Giovanni bei einem Glas Marzemino. | So geschl. | Sendlinger Str. 62 | Tel. 26023101 | www.puntodevino.de | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
ReitschuleTreffpunkt der nadelgestreiften Wirtschafts- (u. ä.) Studenten. Am besten genießt man die Atmosphäre an einem Nachmittag unter der Woche nach einem Spaziergang durch den Englischen Garten. Im Sommer sind die Plätze auf der Panorama- und der Grillterrasse sehr begehrt - besser reservieren. | Tgl. | Königinstr. 34 | Tel. 3888760 | www.cafe-reitschule.de | U 3/6 Giselastraße
RettersIn dem verglasten Lokal direkt am Viktualienmarkt stehen mittags und abends verschiedene Menüs mit teils ausgefallenen Kombinationen auf der Karte. Zusätzlich zur Küche ist das Retters aber auch eine Weinhandlung (Mo-Sa 11-19 Uhr). Wer will, kann den beim Essen gekosteten Tropfen also gleich mit nach Hause nehmen. | So, Mo geschl. | Frauenstr. 10 | Tel. 23237923 | www.retters.de | S-Bahnhof Isartor
RomaEiner der ältesten Promitreffs Münchens. Dekor und Speisen sind gewöhnungsbedürftig, die Atmosphäre ist einmalig. | Tgl. | Maximilianstr. 31 | Tel. 227435 | www.romamunich.de | Tram 19 Kammerspiele
RuffiniQualität zu fairen Preisen. Café und Weinhaus, Laden und Kooperative. Hier frühstückt der arrivierte Künstler neben dem Rundfunk-DJ. Im Sommer genießen alle die Dachterrasse. | Mo geschl. | Orffstr. 22 | Tel. 161160 | www.ruffini.de | U 1 Rotkreuzplatz
RusticanaDas etwas folkloristisch geratene Ambiente wird wettgemacht durch Münchens beste Spareribs. | So geschl. | Grillparzerstr. 5 | Tel. 4703887 | www.rusticana.de | U/S-Bahnhof Ostbahnhof
Seven FishDer Szene-Wallfahrtsort für die Freunde von Thai-Tuna und Dorade. Der Grieche bietet Fische aus allen sieben Weltmeeren in perfektem Meerdesign, jenseits von Kitsch, sondern mit viel Stil. | Tgl. | Gärtnerplatz 6 | Tel. 23000219 | www.sevenfish.de | U1/2 Frauenhoferstraße
ShalimarEin wenig versteckt liegt dieses Kleinod der indischen und pakistanischen Küche. Wer eintritt, fühlt sich bei gedämpftem Licht zwischen Teakmöbeln und goldenen Statuen wirklich in den Orient versetzt. In der Lounge kann man sich stilecht in einem Kissenberg niederlassen und nach dem Essen eine Shisha am Tisch rauchen. | Tgl. | Morassistr. 16 | Tel. 21020676 | S-Bahnhof Isartor
Spatenhaus an der OperEdle bayerische Kochtradition. Herrlicher Blick von den beiden Stuben im ersten Stock und von der Terrasse auf den Max-Joseph-Platz und die Oper. | Tgl. | Residenzstr. 12 | Tel. 2907060 | Tram 19 Nationaltheater | U/S-Bahnhof Marienplatz
Sushi + SoulKein Japaner in München ist beim jungen Szenevolk beliebter. Daher herrscht in den Räumen täglich ausgelassene Stimmung. Gegessen wird entweder an langen Tafeln oder stilecht auf dünnen Futon-Kissen auf dem Boden sitzend. Es lohnt sich früh zu kommen und an der Bar noch einen der japanischen Cocktails zu probieren (Happy Hour tgl. bis 20 Uhr). | Tgl. | Klenzestr. 71 | Tel. 2010992 | www.sushi-soul.de | U 1/2 Frauenhoferstraße
TokamiWer in München einen Japaner fragt, wo er gerne isst, erhält als Antwort entweder Hofbräuhaus oder Tokami. Bei Letzterem handelt es sich um das Restaurant eines einheimischen Japaners. Sushi, Sashimi, Tempura werden in höchster Qualität angeboten. Direkt neben dem Edeljapaner liegt eine günstigere Take-Away-Dependance. | Tgl. | Theresienstr. 54 | Tel. 28986760 | U 2 Theresienstraße
Vinorant Alter HofDas Gemäuer diente im 13. Jh. Ludwig dem Bayern als Kaiserburg. Nun haben der Gastronom Michael Schottenhamel und Ex-Sternekoch Peter Kinner darin eine fränkische Weinschänke mit Restauration installiert. Nach der Bar (mit Fingerfood) geht es in den Galgenkeller und dann in den Einsäulensaal, allesamt Orte für vorzügliche Köstlichkeiten, vor allem aus der Küche Nordbayerns. | Tgl. | Alter Hof 3 | Tel. 24243733 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie günstig
Augustiner RestaurantTrotz touristisch günstiger Lage ist dies eine immer noch recht ursprüngliche „Bierhalle“ mit qualitätvollem Essen. Man reicht hier Bier der ältesten Brauerei Münchens und ist stolz auf die Münchner Gaststättentradition seit 1328. | Tgl. | Neuhauser Str. 25-27 | Tel. 23183257 | U/S-Bahnhof Marienplatz oder Stachus
Bernard & BernardVielleicht der französischste Franzose München. Die kleine Crêperie (und mehr) hat die Modernisierung der Gegend ohne Schaden überlebt und ist für manche sogar das Ebenbild eines kleinen gallischen Dorfes, in dem … Man probiere nur mal den Salat Vendeenne! | Tgl. | Innere Wiener Str. 32 | Tel. 4801173 | Tram 18 Wiener Platz
Franziskaner FuchsenstubenEhrwürdige Gaststätte mit Betonung auf „Gast“. Hier werden mit die besten Weißwürscht zum Frühstück serviert. Empfehlenswert: Spanferkel, in Malzbier gebraten. | Tgl. | Perusastr. 5 | Tel. 2318120 | Tram 19 Theatinerstraße
GastEtwas ganz Neues für den verwöhnten Münchner: Er muss sich sein Essen selbst abholen. Im farbenfrohen Restaurant im Kulturzentrum Gasteig bereiten die Köche hinter großen Glasscheiben und vor aller Augen den Favoriten zu (Pasta, Asiatisches oder Pizza), bezahlt wird am Ende der Mahlzeit per Chipkarte. | Tgl. | Rosenheimer Str. 5 | Tel. 480982720 | www.gast-muenchen.de | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Gaststätte GrossmarkthalleEin Fall für Kenner bayerischer Küche. Hier speisen normalerweise die Arbeiter des Namensgebers, weswegen das Lokal schon um 7 Uhr öffnet und um 17 Uhr (Sa bis 13 Uhr) dichtmacht. Hier gibt es bei Gott die besten Münchner Weißwürste. Und der Schweinsbraten steht ihnen in nichts nach. | So geschl. | Kochelseestr. 13 | U 3/6 Implerstraße | Bus 131 Gotzinger Platz
Hofbräuhaus„In München steht ein …“ Na, das kennt ja jeder. Hier gibt es zu Weißwürsten hausgemachten süßen Senf, jede Menge Bier, Touristen und Münchner mit Besuch. Musikkapellen sorgen für echt bayerische Stimmung. | Tgl. | Am Platzl 9 | Tel. 2901360 | www.hofbraeuhaus.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
NO MI YAMünchens witzigster Japaner, der eigentlich ein Bayer ist. „Des is koa Restaurant, sondern a Wirtshaus“, sagt Wirt Ferdinand Schuster, und Koch Toshi Kusaba pflichtet bei. Hier gibt es Sashimi zu Unertl-Weißbier und ab und zu bayerische Musik live. | Tgl. | Wörthstr. 7 | Tel. 4484095 | U/S-Bahnhof Ostbahnhof | Tram 15/19/25 Wörthstraße
Café SchmockDie Betreiber haben eine Marktlücke entdeckt: In diesem wunderbaren Altbau bieten sie, neben klassischen Cocktails und einer erlesenen Zigarrenkiste hinter der Bar, israelisch-arabisch-internationale Küche. Das Fleisch stammt von ordnungsgemäß geschächteten Tieren. | Tgl. | Augustenstr. 52 | Tel. 52350535 | www.schmock-muenchen.de | U 2 Theresienstraße
La Tazza d‘OroAuf die Italobar im Herzen des Schwabinger Shoppingwahns kann man getrost „die goldene Tasse“ (so die deutsche Übersetzung) heben. Preislich aus einer anderen Zeit, verzaubert vor allem die Pasta, die äußerst frisch schmeckt. Am Abend wird es gesellig - hoch die Tassen! | So geschl. | Hohenzollernstr. 13 | Tel. 333837 | U 3/6 Giselastraße
Weisses BrauhausUriges bayerisches Wirtshaus mit derb-grantigen, aber fixen Kellnerinnen und den himmlischsten Semmelknödeln auf Erden. | Tgl. | Tal 7 | Tel. 2901380 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Essen und Trinken
Weinstuben
Walter & BenjaminErlesene Weine aus renommierten Anbaugebieten, dazu Dienstag bis Samstag eine kleine, feine Küche. | So geschl. | Rumfordstr. 1 | Tel. 26024174 | S-Bahnhof Isartor
Essen und Trinken
Gourmettempel
AcquarelloBerühmt für seine veredelte italienische Landküche und Trüffelgerichte. Einer der besten modernen Italiener der Stadt, zu Recht mit einem Stern geehrt. Bei den dolci wünscht man sich einen zweiten Magen. | Tgl. | Mühlbaurstr. 36 | Tel. 4704848 | www.acquarello.com | U 4 Böhmerwaldplatz
Käfer-SchänkeAls Tempel der Spesenritter, bei aller Achtung vor manchem Gericht, das wohl typischste Neu-Münchner Lokal überhaupt. À la carte Suppe ab 7 Euro, Hauptgericht ab 24 Euro. | So geschl. | Prinzregentenstr. 73 | Tel. 4168247 | www.feinkost-kaefer.de | U 4 Prinzregentenplatz
Landersdorfer & InnerhoferMitten in der Stadt finden Sie hier einen Hort bayerisch-österreichischer Kochrevolution, die da heißt: gute alte Schule, neu interpretiert. | Sa und So geschl. | Hackenstr. 6-8 | Tel. 26018637 | www.landersdorferundinnerhofer.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Schuhbecks in den Südtiroler StubenSterne-Koch Alfons Schuhbeck zaubert mit Produkten aus der Region seine bundesweit bewunderten Schmankerl. 3-Gänge-Mittagsmenü 73 Euro, 7-Gänge-Abendmenü 118 Euro. | So geschl. | Am Platzl 6 + 8 | Tel. 2166900 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Schwarz & WeizKulinarischer Mittelpunkt des Luxushotels Dorint Sofitel Bayerpost. Dank raffinierter Architektur speist man abends wie in einer Kathedrale. Ebenso göttlich: die klassisch-internationale sowie asiatisch-moderne Einflüsse verbindende Cuisine. Separater À-la-carte-Bereich. Hauptspeise ab 18 Euro. | Tgl. | Bayerstr. 12 | Tel. 599480 | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
TantrisMünchens ältester Sternetempel. Souveräne Küche großen Stils. Mittagsmenü ab 62 Euro, Abendmenü ab 120 Euro. | So und Mo geschl. | Johann-Fichte-Str. 7 | Tel. 3619590 | www.tantris.de | Bus 54, 144 Parsivalplatz
Einkaufen
Shopping mit Stil
Warum Trachtenmode en vogue ist und Münchner ihr Öko-Kaufhaus lieben - Tipps für einen tollen Einkaufsbummel
Die belebtesten Einkaufsmeilen in Münchens Fußgängerzone sind die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Marienplatz und Stachus mit der neuen Hypovereinsbank-Passage und der „Arcade“.
Hier liegen dicht beieinander Kaufhäuser, Bekleidungsgeschäfte, Juweliere und Plattenläden. Straßenkünstler und Musikanten schaffen es noch immer, wenn auch nur für kurze Zeit, die Mitmenschen in ihrem Kaufrausch zu bremsen.
Die zweite Achse der Fußgängerzone, vom Marienplatz zum Odeonsplatz, gehört dann schon zum Kapitel „dicker Geldbeutel“. In der Theatinerstraße, in den auch architektonisch ansprechenden Fünf Höfen und in den anderen hübschen Passagen, die auf beiden Seiten von ihr abzweigen, findet man exquisite Modeboutiquen, Herrenausstatter, Hutsalons, italienische Schuhgeschäfte, Juweliere und Kunstgalerien. Dieses exklusive Einkaufsviertel umschließt den ganzen Bereich um die Perusa- und Residenzstraße bis hinauf zur Briennerstraße und zum Salvatorplatz. Das Gärtnerplatzviertel war erst Schwulenviertel und ist jetzt Einkaufsparadies für Freunde exotischer Mode. Hier findet man Kleider aus Hanf genauso wie kreativ-kühne Schneiderkunst. Shopping-unlustige Begleiter können Sie in einem der zahllosen Cafés abstellen oder zum Friseur schicken, denn dieses Viertel hat die möglicherweise weltweit größte Coiffeurdichte. Doch der unumstrittene Münchner Einkaufs-Prachtboulevard ist die Maximilianstraße. Hier, zwischen Nationaltheater und Altstadtring, findet man nur das Teuerste vom Teuren - ob Jagdkleidung, Schmuck oder Kunst.
Zu einer attraktiven Einkaufsstraße mit vielen kleinen Boutiquen (erschwingliche Ware) hat sich in den letzten Jahren die Sendlinger Straße vom Marienplatz bis zum Sendlinger Tor entwickelt. Wen in der Fußgängerzone Platzangst befällt, der sollte hierher ausweichen. Kurz vor der Asamkirche verbindet eine Einkaufspassage die Sendlinger- mit der Kreuzstraße: die Asampassage, eine Insel inmitten der Stadt, mit Cafés, Kneipen und Geschäften. Tal heißt die Straße zwischen Marienplatz und Isartor, die Touristen vom Andenkenladen mit Bayernkitsch bis zum Computergeschäft jede Menge zu Gucken bietet.
Wer den Zeitgeist und flippigere Dinge sucht, muss nach Schwabing. Und zwar ins Studentenviertel zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Amalien-, Schelling- und Türkenstraße. Hier wechseln die Moden und Geschäfte schnell: einfach herumschlendern, schauen und sich inspirieren lassen. Die Amalienpassage, unauffällig eingebettet zwischen den altehrwürdigen Häusern hinter der Universität, verbindet Türken- und Amalienstraße: kleine Cafés, schicke Modeboutiquen, asiatische und südamerikanische Läden.
Die Geschäfte und Kaufhäuser sind in der Innenstadt Mo-Sa von 9-20 Uhr geöffnet (außerhalb der Innenstadt meist nur bis 14 Uhr).
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Antiquitäten
AntiquitätengeschäfteAntiquitätengeschäfte konzentrieren sich in Schwabing in der Türken-, Barer- und Briennerstraße, um den Promenadeplatz und in den kleinen Straßen zwischen dem Viktualienmarkt und Isartor.
AntikpalastOb Jugendstil oder Biedermeier, ob Vase oder Bett, ob für 10 oder für 1000 Euro, hier findet jeder Antiquitätenfreak alles, was er vielleicht nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Auf gut 5000 m² mit mehr als 100 Händlern können Sie supergünstige Schnäppchen machen. | Fr, Sa 10-18, So 11-18 Uhr | Rosenheimer Str. 143 | www.antikpalast-muenchen.de | U-S-Bahnhof Ostbahnhof
Recycle ArtAuf Streifzügen durch ganz Europa werden alte Möbel oder ausgefallene Wohnaccessoires aufgekauft, dann mit viel Liebe zum Detail restauriert und hier wieder zum Verkauf angeboten. Am besten an der Cafébar im Laden Platz nehmen und die Auswahl auf sich wirken lassen. | Humboldstr. 27 | www.recycle-art.de | U 1/2 Kolumbusplatz
Wolffs AntikquariumThomas Wolff lässt die letzten 70 Jahre dank seiner Möbelkuriositäten und -klassiker Revue passieren. Eine wunderbare Schatztruhe. | Mo-Fr 12-19, Sa 10-18 Uhr | Fraunhoferstr. 34 | www.antikquarium.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
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Delikatessen
DallmayrMünchner Feinkostgeschäft mit Tradition und Stil. In den historischen Hallen mit den wuchtigen Marmorsäulen erwartet Feinschmecker ein Paradies voller Köstlichkeiten: frische Salate, Pasteten, Hummer und Lachs, 120 ausgesuchte Wurstsorten, 250 verschiedene Sorten Käse, Wild, Geflügel und Fleisch. Daneben erlesene Tee- und Kaffeesorten, Weine, exklusive Tabake, eine wunderbare Confiserie, exotische Spezialitäten und eine exklusive Pastaabteilung. Im ersten Stock das hauseigene Schlemmerlokal. | Dienerstr. 14/15 | U-S-Bahnhof Marienplatz
KäferKäfer ist weniger ehrwürdig, dafür in. Und: Zu Käfer geht man nicht nur, Käfer lässt man kommen. Schwerpunkte des umfangreichen Angebots sind Fisch, Wein und Käse (240 Sorten aus Frankreich; 150 Sorten aus Italien). Im Wechsel lockt Käfer mit italienischen oder französischen Wochen. Berühmt ist auch das Käfer-Zelt auf der Wiesn. | Prinzregentenstr. 73 | U 4 Prinzregentenplatz
Stolberg SchokoladenDer Himmel für jeden Schokoladenliebhaber und die Hölle für alle Kalorienzähler. Nach eigenen Angaben sind hier die besten Schokoladen der Welt vereint. Wer kann sich schon vorstellen, wie Schokolade mit Salz oder Weihrauch schmeckt? | Ledererstr. 10 | www.stolberg-muenchen.de | U/S Bahnhof Marienplatz
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Kaufhäuser und Passagen
BasicDas erste Münchner Ökokaufhaus ist ein echter Renner. Beste Lage, beste geprüfte Ware, ein Ambiente fern jeder Birkenstockigkeit und ein feiner Imbissstand machen aus Ökos echte Trendsetter. | Westenriederstr. 35 | U-S-Bahnhof Marienplatz | Schleißheimer Str. 158-162 | U 2 Hohenzollernplatz | Richard-Strauss-Str. 48 | U 4 Böhmerwaldplatz
Beck am RathauseckDas etwas andere Kaufhaus: originell, witzig, charmant. Bei Beck gibt es auf sechs Stockwerken neben populären Qualitätskollektionen und einer wirklich großen Strumpf- und Knopfabteilung auch Modellstücke aus Jungdesignerhand. Einzigartig sind Auswahl und Angebote in den CD-Abteilungen für Klassik, Jazz und Ethnomusik. Direkt neben dem Stammhaus ist der Eingang zur Buchhandlung „Dichtung und Wahrheit“, wo exquisite Weine und Literatur angeboten werden und namhafte Autoren ihre Werke vorstellen. | Marienplatz 11 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Fünf HöfeAuch hier hat das Architektenbüro Herzog und de Meuron aus Basel mitgezeichnet, die Bauherren der neuen Allianz-Fußballarena. Mitten in München entstand so eine Shopping-Mall und Bar-Idylle, die es mit den großen Konkurrenten aus New York und Paris aufnehmen kann. Von der Buchhandlung Hugendubel bis zur Edelboutique, vom feinen Glasladen bis zur Hypokunsthalle, von Schumanns Tagesbar bis zum Restaurant Barista ist hier Münchner Lebensgefühl komprimiert. | Zwischen Theatiner- und Kardinal-Faulhaber-Str. | U 3/6 Odeonsplatz | www.fuenfhoefe.de
MaximilianhöfeMünchens jüngstes Shoppingareal will im internationalen Wettbewerb der Einkaufspaläste bestehen. Die Namen der Läden sprächen nicht dagegen: Etro, Versace, Armani, Dolce & Gabbana, dazu Juweliere und das exklusive Kindermodengeschäft Valentina & Me. Dass die Atmosphäre hinter der grandiosen Bürklein-Fassade aus dem 19. Jh. etwas kühl wirkt, liegt zum einen wohl an den Mietpreisen (200 Euro pro m²) und den daraus resultierenden Mietern, zum anderen an der bestenfalls kühnen Stahl-Glas-Konstruktion des entkernten Gebäudes. | Maximilianstr. 11-15 | Tram 19 Kammerspiele
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Kunst, Handwerk und Design
Münchner GalerienObwohl sich junge, experimentell arbeitende Künstler in der konservativen Isarmetropole sehr schwer tun, wartet die Stadt mit rund 100 Galerien auf. Die bekanntesten haben sich rund um die Maximilianstraße niedergelassen. (Jeden ersten Donnerstag im Monat ist langer Galerienabend.) Schwabing jedenfalls hat als Künstlerviertel ausgedient.
Dina4 ProjekteJunge Galerie voller Ideen. Statt im Schauraum zeigen große Schaufenster Werke von Künstlern, die noch auf ihren großen Durchbruch in der Stadt warten. | Mi-Fr 12-19, Sa 12-16 Uhr | Theresienstr. 51 | www.dina4projekte.de | U 2 Theresienstraße
Künstlerwerkstatt Lothringer StrasseHier sind die Kunstprojekte Lothringer 13, program angels und spiegel zu Hause. Etablierte Avantgarde auf 800 m² Fläche, Ausstellungen wechseln alle sechs Wochen. Schwerpunkt ist unter anderem Medienkunst. | Di-So 14-20 Uhr | Lothringerstr. 13 | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Wachszieher am DomKerzenfachgeschäft, das auch Wachsbilder anbietet. Einer der letzten nichtindustriellen Hersteller von Kerzen. Wachsziehermeister Franz Fürst beantwortet gern Fragen. | Mo-Fr 10-18.30, Sa 10-14 Uhr | Thiereckstr. 2 | www.kerzen-fuerst.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
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Märkte
FlohmärkteFür Trödelfans hat München so gut wie nichts mehr zu bieten. Der Traum vom großen Flohmarkt wurde mit dem Abriss der Dachauer-Hallen - vormals das Trödelparadies an Wochenenden - 1989 endgültig zerstört. Ein bisschen Trödel gibt es wochentags zur Mittagszeit rings um die Unimensa in der Giselastraße. Beliebt ist auch Bayerns flächenmäßig größter Flohmarkt auf dem Messegelände in München Riem (Fr/Sa, falls keine Messeveranstaltung stattfindet. A 94 Richtung Passau Ausfahrt Feldkirchen West oder U 2 Messestadt-Ost).
ElisabethmarktKlein, intim und überschaubar. Nur wenige Touristen verirren sich in diese Ecke von Schwabing. Der Markt am Elisabethplatz ist ein geschätztes Überbleibsel aus dem Alt-Schwabinger Familienleben. Verkauft werden Obst, Gemüse, Käse, Fisch und Geflügel sowie Blumen. Der Treffpunkt für Käsefreaks nicht nur aus der Stadt ist Le Chalet du Fromage (Stand 11). Hier hat man sich auf französische Spezialitäten konzentriert. | Mo-Sa | Elisabethplatz | Tram 27 Elisabethplatz
Markt am Wiener PlatzEin kleiner, noch uriger Markt in Haidhausen mit einer Hand voll Buden, die seit Jahrzehnten in festen Händen sind. Direkt am Hofbräukeller (schöner Biergarten) und nur 100 m vom Bayerischen Landtag entfernt, lohnt sich der Besuch auch wegen der Umgebung. | Mo-Sa | U 4/5 Max-Weber-Platz
ViktualienmarktGrößter und ältester Münchner Lebensmittelmarkt (seit 1807) in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Milchprodukte, Eier, Geflügel, Wein, Brot und Honig; in den Hallen Fisch, Fleisch und Wild. Der Markt hat noch etwas von der viel beschworenen Münchner Gemütlichkeit und Atmosphäre bewahrt, und unter den Marktfrauen findet sich noch so manches Münchner Original. Die Metzger haben eine eigene Ladenzeile in den Arkaden unter dem Petersberg. Der Viktualienmarkt steht für hohe Qualität und hohe Preise. Besonderheiten: der Maibaum des Vereins Münchner Brauereien, ein kleiner Biergarten und die sechs Gedenkbrunnen mit Standbildern bayerischer Volkssänger, Komiker und Humoristen. Fast täglich bekommen Karl Valentin und die anderen Münchner Ideale frische Blumen in die Arme gelegt. | Mo-Sa | U/S-Bahnhof Marienplatz
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Mode
Münchner DesignerMünchen war lange Zeit nicht nur in Sachen Trachtenmode eine Stadt, auf die die Modewelt geschaut hat. Doch seit die Modewochen gestrichen wurden, gibt es nur noch im Bereich von Countrystyle und Sportmoden wichtige Schauen. Jenseits des Establishments drängt die Jugend auf den Markt. Beflügelt vom weltweiten Erfolg Münchner Designer wie Gabriele Blachnik, Lola Paltinger oder Talbot Runhof, machen sie von sich reden und auch gute Geschäfte. Ihre Läden findet man hauptsächlich im Gärtnerplatzviertel.
Eisenblätter und TriskaHut ab vor den Designerinnen Katrin Eisenblätter und Astrid Triska, denn sie haben der Hutmode in München zu einer Renaissance verholfen. Hier findet jeder Kopf seinen Deckel, und zwar modisch elegant, extravagant und originell. | Hans-Sachs-Str. 13 | www.eisenblaetter-triska.de | U 2 Fraunhoferstraße
Gabriele Blachnik ShowroomMittlerweile kann es sich kein weiblicher Promi mehr leisten, in München ohne ein Blachnik-Gewand in die Öffentlichkeit zu treten. Die Modeschulenabsolventin hat den Sprung in die erste Liga der Klamottenkünstler geschafft und wurde so selbst zum Promi. Man muss ja nicht gleich einkaufen, schauen macht auch Spaß. | Marstallstr. 8 | www.gabriele-blachnik.de | Tram 19 Kammerspiele
Lollipop und AlpenrockEin weiteres Münchner Designwunder. Lola Paltinger schneidert die außergewöhnlichsten und schönsten Trachten: Seidendirndl mit Stickereien und Strass, Jeanskniebundhosen und handbemalte Blumenschürzen. Erschwingliches Souvenir sind die T-Shirts mit röhrendem Hirsch und Puffärmeln. | Termine nach Vereinbarung Tel. 2011114 | www.lolapaltinger.com | Tal 27 | U/Bahnhof-Marienplatz
Pool BoutiquePool ist cool, sagt der Jungmünchner und kauft im gleichnamigen Trendshop die Garderobe für den Clubabend. Im Laden legen Münchner DJs auf, und an der Bar kann man sich vom Stress des Geldausgebens bestens erholen. Supercool. | Maximilianstr. 11 | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
Servus HeimatDass Bayern der Nabel der Welt ist, davon ist dessen Bevölkerung überzeugt. Alle, die das noch nicht glauben, schauen in dem echt bajuwarischen Modeladen vorbei. Dank T-Shirts, Hemden und Taschen mit Heimatdrucken (das König-Ludwig-Motiv ist sehr beliebt!) werden sie ihre Meinung bald ändern. | Ledererstr. 17 | www.servusheimat.de | U-S-Bahnhof Marienplatz
StierblutAngeblich ist hier die Mode den Trends immer einen Schritt voraus. Die beiden Läden (je für Frauen und Männer) sind jedenfalls genauso cool eingerichtet, wie die Kleidungsstücke in den Regalen erscheinen. Wer sich nicht gleich entscheiden kann, nimmt im Lounge-Sessel Platz und nippt an einem Cocktail von der Bar. | Sendlinger Str. 35/37 | www.stierblut.de | U-Bahnhof Sendlinger Tor
Talbot RunhofDie Designer Johnny Talbot und Adrian Runhof entstammen der Schneiderei „All About Eve“. Heute beliefern sie nicht nur die Münchner Schickeria mit Anzüglichem, sondern haben auch im Laden Extravaganzen pur zu beinahe bezahlbaren Preisen. Stöbern, schauen, staunen und bei Sonderangeboten zuschlagen. | Klenzestr. 41 | U 1/2 Fraunhoferstraße
Einkaufen
Schuhe
Eduard MeierDeutschlands ältestes Schuhhaus - Hoflieferant seit 1596. Auf der Visitenkarte heißt es: „Feine Schuhwaren, Jagdanzüge, Fliegenfische“. | Residenzstr. 22 | Tram 19 Nationaltheater
HalfsFertigt die besten Haferlschuhe Münchens - früher Schuhwerk für Jäger- und Bergbauern, heute das absolute Muss für jeden ernsthaften Wiesn-Besucher. Wers moderner mag: Achim Wünsch hat auch Ideen für sportliche wie elegante Varianten des Klassikers. | Mo geschl. | Schellingstr. 42 | www.halfs.de | U 3/6 Universität
Heels AngelsFrauen wissen: Den perfekten Schuh findet man nur einmal. Deshalb fertigen die „Absatzengel“ exakte Kopien des wertvollen, aber abgetragenen Stücks. Auch handgefertigte und wunderschöne Einzelstücke: extravagante Clogs, liebevolle High Heels und schicke Ledertaschen. | Klenzestr. 45 | www.heels-angels.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
Einkaufen
Sonstiges
Amber LoungeNicht nur eine der ersten Anlaufstellen vieler Schauspieler und Künstler für mädchenhafte Abendgarderobe, sondern auch eine zartrosafarbene Schatztruhe voller Düfte und Accessoires. Eine der Inhaberinnen ist die Schauspielerin Bettina Zimmermann, die so oft es geht selbst im Laden steht. | Türkenstr. 51 | Tram 27 Schellingstraße
Nymphenburger PorzellanEs mag eigenartig anmuten, Bayerns berühmtestes Porzellan unter Vermischtes einzuordnen. Doch sind sowohl Qualität wie Preis jenseits dessen, was man einfach so beim Shopping mitnimmt. Der Laden atmet den Hauch des Exquisiten, der Tradition (seit 1747). Man muss ja nicht gleich ein zwölfteiliges Service erstehen. | Odeonsplatz 1 | U 3/6 Odeonsplatz
SchrannenhalleEinst bejubelter Prachtbau, zerstörte 1932 ein Brand die Schrannenhalle. Ihr Dornröschenschlaf endete erst 2003 mit dem Wiederaufbau. Im Herbst 2005 verbreitete sich endlich die Neuigkeit: „Aufgsperrt is!“ Heute wie damals glänzt die Halle mit filigranen Elementen aus Gusseisen und Glasflächen - eine echte Markthalle mit 50 Geschäften. Der eine isst Currywurst, der andere nippt Champagner, und einen Stand weiter fertigt ein Handwerker Kunstvolles. Während der Wiesn wird „die Schranne“ zum 15. Bierzelt mit Partystimmung bis zum Morgengrauen. | Tgl. 24 Std. | Viktualienmarkt | www.schranne.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Unterhaltung
München leuchtet - besonders bei Nacht
In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es Kultur und Nachtleben in allen Schattierungen
Millionendorf oder Weltstadt? Leicht ist die Frage nicht zu beantworten. Zwar bietet München eine verwirrende, bunte Palette an Bars, Kneipen, Musikschuppen, Diskos, Kinos und Nachtcafés. Und doch jammern die Einheimischen, dass kurz nach Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt würden.
Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Wer sich informiert und dazu Standvermögen (bei den Türstehern), Entdeckungslust (man weiß nie genau, was warum wann in ist) und viel Kleingeld mitbringt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Die beliebtesten Ausgehviertel: Schwabing (für alle über 25), Haidhausen (hat sich vom Studentenviertel zu einer Yuppie-Dependance gemausert), Neuhausen (intakte Welt mit kleinen Überraschungen), Schlachthofviertel (noch nicht saniert) und der Gärtnerplatz (für Szenegänger und Leute, die es gerne werden möchten). Achtung: Alle Tipps können von einem auf den anderen Tag total out sein!
Unterhaltung
Bars und Kneipen
Bar CentraleUnweit vom Hofbräuhaus und doch sehr weit weg. Im besten Sinne italienische Bar mit dem Charme von abgewetzten Möbeln, Campari und Sehnsucht nach dem Meer. Mittags und abends kleine Gerichte, meist bis in die hinten gelegene Lounge proppenvoll von ansehenswertem Volk. | Tgl. | Ledererstr. 23 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Buena VistaLatino-Bar in altem Backsteingemäuer. Hier treffen Südländer auf unter Fernweh Leidende, die Cocktails sind genauso lebhaft wie die Barkeeper. Jeden Sonntag gibt es einen kostenlosen Salsa-Schnupperkurs, damit sich auch der deutsche Tanzmuffel in einen Latin Lover verwandelt. | Tgl. | Am Einlass 2a | Bus 152 Gärtnerplatz | www.buena-vista-munich.de
DucktailsDiese Bar im Hotel Sheraton kürte das Magazin Playboy vor einigen Jahren zur besten Hotelbar Deutschlands. Wirklich unglaublich sind die Kenntnisse der Barkeeper hinter dem langen Mahagonitresen: Mehr als 160 verschiedene Cocktails kann der Gast bei ihnen ordern. Ab 22.30 Uhr (außer So) ist Livemusik geboten. | Tgl. | Arabellastr. 6 | U 4 Arabellapark
Falks BarFeine Cocktails unter Stuckwänden. Die Geschichte der Edelbar: Falk Volkhardt kommt nach dem Krieg zurück, sieht den zerstörten Bayerischen Hof und sagt zum Papa: Den bauen wir wieder auf. Jetzt hat man ihm Falks Bar gewidmet, im Spiegelsaal von 1839 - dem einzigen Raum des Hotels, der den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden hat. | Tgl. | Promenadeplatz 2 | U/S-Bahnhof Stachus | Tram 19 Theatinerstraße
Hong Kong BarGelassenes Ambiente, wunderbare Mai-Tais, eine extrem aufmerksame Bedienung und exquisite Fernostküche. | Tgl. | Kapuzinerstr. 39 | Bus 58 Baldeplatz
IslayEin Muss für Liebhaber feinsten Whiskeys. Hier gibt es mehr als 150 Sorten, und man wird dazu auch noch fachkundig beraten. Tipp: lieber zwei kleine verschiedene als einen doppelten. | So. geschl. | Thierschstr. 14 | S-Bahnhof Isartor
JulepsDen Hinterhofkneipen der amerikanischen Prohibitionszeit nachempfundener Trinkort in Haidhausen, hält auch dank der respektablen Ostküstenküche seit Jahren stand gegen die oft kurzlebige Trendkonkurrenz. | Tgl. | Breisacher Str. 18 | U/S-Bahnhof Ostbahnhof
KsarDie elitäre Vergangenheit und die überteuerte Champagnerkarte hat eine der (immer noch) besten Szenebars der Stadt hinter sich gelassen. Nach Besitzerwechsel und Renovierung gilt heute lässiger Cocktailgenuss, angelehnt an die lilafarbene Blumentapete, beschienen von stilvollen Steinchenlampen. | Tgl. | Müllerstr. 31 | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
LoggiaDie edle Clublounge bietet ein Allroundkonzept für den perfekten After-Work-Abend. Im Erdgeschoss stilvoll loungen, im Kellergewölbe zu Latinorhythmen tanzen (dienstags) oder zwei Häuser weiter im Restaurant dinieren. | Mo/So geschl. | Falkenturmstr. 6 | www.loggialounge.de | Tram 19 Nationaltheater
NektarDer angesagteste Treff der Stadt. Vieles in einem - von der edlen Bar mit akzeptablen Preisen über Spezialräume mit Flatscreens bis zum „La Salle Blanche“, wo man liegend edel speist. | Mo geschl. | Tel. 45911311 | www.nektar.de | Stubenvollstr. 1 | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
SchumannsAls Charles Schumann 2004 von der Maximilianstraße an den Odeonsplatz zog, ging ein Aufschrei durch die Szene. Nun, die Gimlet-Freunde und Roastbeef-Freaks habens überlebt und kommen nach wie vor zu Deutschlands berühmtestem Barkeeper. Tagsüber kann man im angeschlossenen Camparino Drinks genießen und bis 15 Uhr lunchen (Sa und So geschl.). | Tgl. | Odeonsplatz 6-7 | Tel. 229060 | www.schumanns.de | U 3/6 Odeonsplatz
BergwolfDer beste Currywursttempel der Stadt. Nachtschwärmer verabreden sich beim Bergwolf jedes Wochenende bis 3 Uhr morgens auf eine der unglaublich leckeren Variationen (unbedingt die Veggiewurst probieren!). Ansonsten wird hier viel Fußball geguckt. | Tgl. | Fraunhofer Str. 17 | www.bergwolfsportkneipe.de | U 1/2 Fraunhofer Straße
CosmogrillBis sechs Uhr morgens bekommen hier hungrige Nachtschwärmer Ausgefallenes vom Grill. Etwa Wasabi-Tuna Burger oder eine Bio-Currywurst. Den bis ins kleinste Detail durchgestylten Szeneladen einfach nur als Imbiss zu bezeichnen, kommt fast einer Beleidigung gleich. Gastro-Tempel für die kleine Zwischenmahlzeit trifft eher den Kern. Am Wochenende herrscht reger Andrang und die Stimmung ist angenehm ausgelassen. | Mo-Mi 11-3, Do-Sa 11-6 Uhr | Maximilianstr. 10 | www.cosmogrill.de | U3/4/5/6 Odeonsplatz
ForumEines jener typisch Münchner Lokale, die ihren Charakter von morgens bis nachts drei Mal am Tag ändern. Super Frühstück, angenehmer Lunch und fast studentische Bistroatmosphäre am Abend. Im Sommer sitzt man hier gerne im Freien. Etwas chaotisch, aber liebenswert. | Tgl. | Corneliusstr. 2 | www.forumcafe.de | Bus 52 Gärtnerplatz
Holy HomeEin Schmuckstückchen im an Bars nun wirklich nicht armen Gärtnerplatzviertel. Klein, fein, reell, gute Musik, gutes Publikum, meist kein Sitzplatz mehr. Und die Cocktails sind erlesen! | Tgl. | Reichenbachstr. 21 | U 1/2 Fraunhoferstraße
MurphysMünchens beste irische Kneipe. Das Guinness schmeckt original, die Gäste sprechen vorwiegend irisches Kauderwelsch, und bei Fußball-Live-Übertragungen ist die Hölle los. Leckere Burger, dienstags kosten alle Cocktails nur die Hälfte. | Tgl. | Nikolaistr. 9 | www.gunther-murphys.com | U 3/6 Giselastraße
Pommes BoutiqueViel mehr als nur eine Frittenbude. Hier werden Pommes nach original belgischem Rezept stets frisch zubereitet und nicht einfach nur aufgetaut. Außerdem steht dem Gast eine Batterie Soßenspender mit 20 Dips noch nie gehörter Geschmacksrichtungen zur Auswahl. Zu den Pommes gibt es auch kleine Gerichte, wie Currywurst oder Garnelenspieß. Nirgendwo lässt sich Fast-Food stilvoller genießen. | Tgl. | Amalienstr. 46 | www.pommesboutique.de | U 3/6 Universität
SüdstadtWundersame Kneipenpflanze in schräger Umgebung (Schlachthof, Arbeitsamt, Stripschuppen). Beste Ökogastronomie, Kicker und DJs, die das spielen, was ihnen gefällt, also kein Szenesound. Probieren Sie eine Burning Südmilch - mit Vorsicht. | Tgl. | Thalkirchner Straße 29 | www.suedstadt-muenchen.de | Bus 58/152 Kapuzinerstraße
ValentinstüberlTypisch München: Ein kleiner Stehausschank geht an junge Wirte, und binnen weniger Wochen ist aus dem Stüberl eine Lounge geworden. DJs sorgen regelmäßig für die nötige Beschallung. Hier gilt der Spruch „Leben und leben lassen“. | Tgl. | Dreimühlenstr. 28 | www.valentinstueberl.com | Bus 152 Ehrengutstraße
Unterhaltung
Diskotheken, Clubs und Ballhäuser
CordDas Beste zuerst: Der Panoramablick auf die nächtlichen Lichter der Stadt ist einmalig. Die gemütliche Sitzlandschaft aber auch. Eigentlich ist hier alles sehr entspannt, auch die Musik à la Indie, Britpop und Swing zieht Leute an, die es lässig mögen. Regelmäßige Lesungen. | So geschl. | Sonnenstr. 18 | www.cord.tv | U/S-Bahnhof Stachus
KultfabrikAuch wenn das Pacha aus der Ecke weggezogen ist, bleibt noch die Kultfabrik für vergnügungswütige Besucher vor allem aus dem Umland. Mehr als 20 Clubs und Diskos gibt es auf dem ehemaligen Kunstpark-Ost-Gelände - von der Tonhalle (Konzerte) über das Kalinka (Russische Partyhits) bis zum Americanos (Anmach-Schuppen). Im Gegensatz zu alten Zeiten spürt man aber sehr die Lust der Macher am Geldverdienen. | Tgl. | Grafinger Str. 6 | www.kultfabrik.info | U/S-Bahnhof Ostbahnhof
MiaEin weiterer schicker Tanztempel im Zentrum Münchens. Auf drei Stockwerken essen, trinken und tanzen schöne Menschen. Mit dem integrierten Restaurant (euroasiatische Küche und Sushi) folgt das Mia dem aktuellen Trend. Für einen ersten Überblick sollten Sie von der Galerie aus den himmelblauen und rosafarbenen Club auf sich wirken lassen. | Mo-Do geschl. | Herzogspitalstr. 6 | www.mia-club.de | U-S-Bahnhof Stachus
OptimolwerkeDas Gelände liegt direkt südlich der Kultfabrik und ist der Rest des ehemaligen Kunstparks Ost. In den 14 Clubs unterschiedlichster Prägung (von der Großdisco Das Spiegelzelt bis zu Münchens angesagtestem Elektroclub Harry Klein) weht noch der Hauch des alten KPO. Was vielleicht daran liegt, dass die Wirte eher auf die Kundschaft schauen als aufs Geld. | Tgl. | Friedenstr. 10 | www.optimolwerke.de | U/S-Bahnhof Ostbahnhof
Pacha„Pacha-Clubs“ sind inzwischen von Ischgl bis Ibiza in ganz Europa weit verbreitet und garantieren fast immer eine ausschweifende Party. Der Club in München macht da keine Ausnahme. Und wenn international bekannte DJs ein Gastspiel im Pacha geben, dann ist die Stimmung wirklich am Überkochen. | Do-Sa | Maximiliansplatz 5 | www.pacha-muenchen.de | U/S Bahnhof Karlsplatz
P1Münchens traditionsreichster Edelschuppen für Menschen, die schön genug sind, um den Türsteher von ihrer Wichtigkeit zu überzeugen. Hier ist ab Mitternacht der Gral der beautiful people. | Tgl. | Prinzregentenstr. 1 | www.p1-club.de | U 4/5 Lehel
RegistraturDieser Club und das direkt benachbarte Funky Kitchen gelten als die angesagtesten Innenstadtclubs. Sie sind im ehemaligen Gebäude der Stadtwerke untergebracht, strahlen in gnadenlosem 60er-Jahre-Stil und bieten Austob- und Anbandlmöglichkeit bis 5 Uhr. | So-Mi geschl. | Blumenstr. 28 | www.dieregistratur.de | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
4004Münchens größte Disko. Beim Szenevolk zwar als Tummelplatz pubertierender Landjugend verschrien, trotzdem immer brechend voll. | So-Do geschl. | Landsberger Str. 169 | www.viertausendvier.de | S-Bahnhof Donnersbergerbrücke | kostenloser Shuttlebus | Tram 18, 19 Am Lokschuppen
Unterhaltung
Kabarett und Kleinkunst
Fast Food TheaterDas Improvisationstheater ist auf wechselnden Bühnen zu Hause. Regelmäßige Formate wie die Montagsshow werden durch immer neue Vorgaben des Publikums belebt. | Zentrale: Häberlstr. 20 | Tel. 26026374 | www.fastfood-theater.de
Lach- & SchiessgesellschaftNach wie vor Münchens renommiertestes Kabarett. Qualität garantiert! Man sitzt wie in einer Ölsardinenbüchse. Tipp: die jährliche Silvestergala. | Haimhauser Str./Ursulastr. | Tel. 391997 | www.lachundschiess.de | U 3/6 Münchner Freiheit
Münchner LustspielhausMal Liedermacherei, mal Kabarett, mal Konzertantes. Hochkarätige Kleinkunst in plüschigem Ambiente und mit vielen Kultfiguren aus dem bayerischen Raum: Isarindianer Willy Michl, Politkabarettist und Deutschtürke Django Asül oder auch die gute alte Spider Murphy Gang. | Tgl. | Occamstr. 8 | Tel. 344974 | www.lustspielhaus.de | U 3/6 Münchner Freiheit
TamsDas Theater am Sozialamt, kurz TamS genannt und von der Kritik mit dem Prädikat „Welthinterhoftheater“ geadelt, liegt im Herzen Schwabings. Und dort liegt es gut. Höchst eigenwillig wird hier inszeniert, interpretiert und uraufgeführt. Valentinesk Münchnerisches mischt sich mit globaler Experimentierlust. | Haimhauser Str. 13a | Tel. 345890 | www.tamstheater.de | U 3/6 Münchner Freiheit
Theater im FraunhoferHinterhofkabarett mit erlesenem Programm. Premierenort der Kleinkunstelite, aber es ist schwer, Karten zu bekommen. | Fraunhoferstr. 9 | Tel. 267850 | www.fraunhofertheater.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
Unterhaltung
Kinos
CinemaBestes Programmkino mit Originalversionen, berühmt für Double- und Triple-Features. | Nymphenburger Str. 31 | Tel. 555255 | www.cinema-muenchen.com | U 1 Stiglmaierplatz
Neues RottmannsFilmkunstkino mit anspruchsvollem Programm. Kämpft einsam und erfolgreich gegen die Verleihermafia und Großkinobesitzer. Von Cineasten sehr geschätzt. | Rottmannstr. 15 | Tel. 521683 | www.rottmann-kino.de | U 1 Stiglmaierplatz
Filmtheater Sendlinger TorMünchens ältestes Kino besticht durch seinen Oma-Charme. Das große Haus zeigt auf seiner großen Leinwand Durchschnittsrenner. Logenplätze! | Sendlinger-Tor-Platz | Tel. 554636 | www.filmtheatersendlingertor.de | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
WerkstattkinoHard & Heavy, Undergroundkino mit viel diskutiertem Programmangebot, Tempel der B-Movies und zu Kultstreifen hochstilisierten Sexfilme. | Fraunhoferstr. 9 | Tel. 2607250 | www.werkstattkino.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
Unterhaltung
Opern, Konzerte und Musicals
GasteigMünchen hat drei A-Orchester, also Klangkörper erster Klasse. Dazu gehören die Münchner Philharmoniker, das Bayerische Staatsorchester (Oper) und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Die Philharmoniker sind im Gasteig zu Hause, jenem als Kulturbunker beschimpften Koloss oberhalb der Isar. Der große Saal ist hübsch anzuschauen, bietet aber akustische Probleme. Gleich nebenan: das Gastrowunder Gast. | Rosenheimer Str. 5 | Tel. 480980 | www.gasteig.de | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
HerkulessaalKlassisches in klassizistischer Umgebung: Der Herkulessaal der Residenz ist der Wallfahrtsort des Münchner Konzertpublikums. | Residenzstr. 1 | Eingang Hofgartenstr. | Tel. 290671 | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
MusikhochschuleTipp für Liebhaber der E-Musik: Im großen Saal gastieren oft junge Künstler aus den Meisterklassen der europäischen Musikhochschulen. | Arcisstr. 12 | Tel. 28903 | www.musikhochschule-muenchen.de | U 2 Königsplatz
NationaltheaterMünchens Oper, das Haus Nummer eins, sowohl künstlerisch als auch was die Höhe der Subventionen betrifft. | Max-Joseph-Platz 2 | Tel. 218501 | www.bayerische.staatsoper.de | Tram 19 Nationaltheater
PrinzregententheaterGrandioser Wiederaufbau des einstigen Opernhauses. Heute wird das Prinzregententheater vornehmlich als Konzertsaal genutzt und rühmt sich, die beste Akustik der Stadt zu haben - und ein wunderschönes Café. | Prinzregentenplatz 12 | Tel. 218502 | www.prinzregententheater.de | U 4 Prinzregentenplatz
Staatstheater am GärtnerplatzBürgerliches Pendant zu den Hoftheatern, seit der Spielzeit 2007/2008 unter der Leitung von Indentant Ulrich Peters. Repräsentatives Haus, zu Unrecht als Ableger der Oper diffamiert. | Gärtnerplatz 3 | Tel. 202411 | www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
Unterhaltung
Kulturzentren
Pasinger FabrikUm das Wunder „Pasinger Fabrik“ zu verstehen, muss man wissen, dass der Ortsteil Pasing seine Eigenheiten hat. 1933 eingemeindet, versteht sich der Pasinger immer noch als ebensolcher und nicht als Münchner. Insofern ist es schon etwas Besonderes, dass eines der ehrgeizigsten Kulturprojekte der Stadt ausgerechnet in Pasing entstanden ist. In dem alten Fabrikgebäude nördlich des Bahnhofs werden Ausstellungen, Theater und Musik geboten, das Theater Rote Rüben und sogar Münchens kleinstes Opernhaus sind hier beheimatet. Zentrum ist das Café-Restaurant, betrieben von der Cantina GmbH, die auch fürs Ruffini zuständig ist. Die Weinkarte ist erlesen, Galerie mit wechselnden Ausstellungen. | Mo geschl. | August-Exter-Str. 1 | Tel. 82929079 | www.pasingerfabrik.com | S-Bahnhof Pasing
Unterhaltung
Livemusik
Atomic CaféHier tobt der Sound der Jugend und trifft sich die Britpop-Szene der Stadt. Viel Glitzer, viel Retro, viel Party. Hier hört man Trends, bevor sie welche sind. | So geschl. | Neuturmstr. 5 | www.atomic.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Jazzclub UnterfahrtZu fairen Eintrittspreisen können Jazzfreunde hier die immer noch hochkarätige Münchner Szene meist zusammen mit den Stars aus dem internationalen Bigbusiness des Jazz erleben. Jeden Sonntagabend Session. | Tgl. | Tel. 4482794 | www.unterfahrt.de | Einsteinstr. 42 | U 4/5 Max-Weber-Platz
MuffathalleZwei grüne Politiker haben hier ein Schnäppchen gemacht. Ursprünglich war das hübsche Jugendstilgebäude mal ein Heizkraftwerk - heute wird hier mit Konzerten, Tanz, Theater und Performance eingeheizt. Subventionierte Subkultur, ein prima Café, der Szeneclub Ampere (Fr und Sa) und im Sommer ein romantischer Biergarten - ein Schmuckstück für die Stadt. | Tgl. | Zellstr. 4 | Tel. 45875010 | www.muffathalle.de | S-Bahnhof Rosenheimer Platz oder Isartor
New BackstageHart und heavy. Die Crossoverkneipe der Stadt. Independentmusik, laut, jung, schräg. Ist an die Nordseite der Friedenheimer Brücke umgetopft worden. Im Sommer ein absoluter Geheimtipp: der lauschige Biergarten, der bei Konzerten zur Open-Air-Location mutiert. | Tgl. | Friedenheimer Brücke 7 | Tel. 1266100 | www.backstage089.de | Tram 16/17 Steubenplatz
Night Club im Bayerischen HofMünchens renommiertester Jazzladen. Hier gastieren von Klaus Doldinger bis Joe Zawinul die Großen der Szene. Während sonst in der Stadt die wenigen Jazzclubs dichtmachen, tobt hier das Musikerleben, weil das Hotel den Club subventioniert. Die Getränke sind zwar teuer, aber musikalisch geht man kaum ein Risiko ein. | Tgl. | Promenadeplatz 2-6 | Tel. 2120994 | www.bayerischerhof.de | U-S-Bahnhof Stachus | Tram 19 Theatinerstraße
PodiumIm einstigen Dixieschuppen trifft sich hier die Creme der Münchner Rockmusiker, um der Lust an Coverversionen zu frönen. | Tgl. | Wagnerstr. 1 | Tel. 399482 | www.schwabingerpodium.com | U 3/6 Münchner Freiheit
Unterhaltung
Theater und Kleinkunst
Altes Residenztheater/Cuvilliés-TheaterArchitektonisches Kleinod, eine Perle des höfischen Rokoko - und ein Nachbau nach dem Wunsch der Münchner, denn das ursprüngliche Resi wurde im Krieg zerstört. Das Originaltheater war Schauplatz prunkvoller Inszenierungen von Barockopern, etwa 1781 der Uraufführung von Mozarts „Idomeneo“, sein Nachbau ist Bühne für etabliertes Erfolgstheater. Bis ins Jahr 2008 ist der Theaterbetrieb wegen Renovierung eingestellt, das Gebäude kann solange auch nicht besichtigt werden. Es lohnt sich, den aktuellen Stand telefonisch zu erfragen. | Residenzstr. 1 | Tel. 296836 | Tram 19 Max-Joseph-Platz
Deutsches TheaterSo ziemlich alles wird hier geboten - vom Faschingsball über die Operette bis zum Liedermacherkonzert. | Schwanthalerstr. 13 | Tel. 55234444 | www.deutsches-theater.de | U/S-Bahnhof Stachus
I-CampEinst als „Neues Theater“ seinem Namen mehr als gerecht geworden. Jetzt etwas flippiger und noch experimenteller. | Entenbachstr. 37 | Tel. 650000 | www.i-camp.de | U 1/2 Kolumbusplatz
Komödie im Bayerischen HofBoulevardtheater für Leute, die gerne ihre Garderobe zeigen. | Promenadeplatz 6 | Tel. 29160530 | www.komoedie-muenchen.de | U/S-Bahnhöfe Stachus
MarionettentheaterTraditionelles Haus. Für Kinder mit Sinn für Musik gibt es eine wunderbare Inszenierung der „Zauberflöte“. | Blumenstr. 32 | Tel. 265712 | www.muenchner-marionettentheater.de | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
MetropolViel Elan und Mut, man spielte gar „Black Rider“ von Wilson. Oder die Bibel - in zwei Stunden. | Floriansmühlstr. 5 | Tel. 32195533 | www.metropoltheater.com | U 6 Freimann
Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus)Der Intendant Frank Baumbauer kam zum Jahrtausendwechsel, das Haus selbst wurde von Grund auf saniert, das Prestigerennen mit der Konkurrenz, dem Residenztheater, läuft. Denn die Münchner Kammerspiele galten über Jahrzehnte als eine der besten Sprechbühnen der Nation, vor allem was die Aufbereitung der Klassiker in neuem Gewand betrifft. Baumbauer setzt die Tradition auf seine Weise fort, allerdings auch mit modernen Werken und meist recht jungen, abenteuerlustigen Regisseuren, weswegen einige der älteren Stars mit Dieter Dorn über die Straße gewandert sind. Trotzdem heißt es meistens an der Kasse: ausverkauft. | Maximilianstr. 28 | Tel. 23396600 | www.muenchner-kammerspiele.de | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
ResidenztheaterSeit Dieter Dorn dort wirkt, geht es wieder aufwärts mit der berühmten Sprechbühne, die dem Freistaat gehört und die vom Steuerzahler hoch subventioniert wird. Der Spielplan ist gespickt mit den Highlights des großen Theaters, mit phantastischen Gastspielen aus Berlin und Wien, mit großen Namen und mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Tradition und Moderne. | Max-Joseph Platz 1 | Tel. 218501 | www.bayerischesstaatsschauspiel.de | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
SchauburgStädtisches Haus für junge Leute. Unter kundiger Intendanz eine viel versprechende Bühne. | Franz-Joseph-Str. 47 | Tel. 23337171 | www.schauburg.net | U 2 Josephsplatz
VolkstheaterIm Herbst 2002 übernahm Christian Stückl dieses finanzielle Sorgenkind der Stadt. Stückl hat nicht nur die Oberammergauer Passionsspiele inszeniert, sondern auch den „Jedermann“ in Salzburg. In seinem neuen Haus aber scheint er eher ein begnadeter Partyveranstalter zu sein denn ein Intendant mit glücklicher Hand. Die Kritiker schwanken zwischen Jubel und gesenktem Daumen, doch unterhaltsam ist das Programm auf alle Fälle. | Brienner Str. 50 | Tel. 5234655 | www.muenchner-volkstheater.de | U 1 Stiglmaierplatz
Uebernachten
Traumhaft schlafen
Von der Nobelherberge bis zur gemütlichen und preisgünstigen Pension - München hat alles für eine gute Nacht
Wer sich noch an die TV-Serie „Kir Royal“ erinnert, weiß, in welcher Pracht die noblen Gäste der Stadt residieren, in Königs- und Prinzensuiten, die pro Nacht gut und gerne 1500 Euro und mehr kosten.
Doch auch ganz normale Münchenbesucher werden, wenn sie nicht aufpassen, ganz schön zur Kasse gebeten, vor allem in den Hauptbesuchszeiten der Stadt, während des Oktoberfests oder der großen Messen. Doch neben den berühmten Hotelpalästen hat die Stadt eine ganze Reihe mittlerer und kleiner Hotels und Pensionen, die übers Jahr gesehen im Schnitt nur gut zur Hälfte belegt sind.
Erkundigen Sie sich, ob das Hotel eine günstige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hat. Denn Fahren und Parken in der Innenstadt stressen nicht nur Fremde. Sie können sich entweder über das Fremdenverkehrsamt den Zimmernachweis besorgen oder selbst telefonisch oder via Internet vorbestellen. Bei größeren Häusern ist es günstig, eine Kreditkartennummer anzugeben. Oft bieten die Hotels außerdem Sondertarife an, jedoch nur auf Nachfrage. Auch ein Preisvergleich vor Ort kann sich lohnen.
Viele Hotels haben einen Eintrag unter der Internetadresse www.deutschland-hotel.de oder unter der Website des Fremdenverkehrsamtes www.muenchen-tourist.de oder unter www.nethotels.com. Eine Reihe günstiger Hotels finden Sie in der Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.
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Hotels Kategorie gehoben
AdvokatHübsches Haus am Rande des Gärtnerplatzviertels. Ideal für Nachtschwärmer. 50 Zi. | Baaderstr. 1 | Tel. 216310 | Fax 2163190 | www.hotel-advokat.de | S-Bahnhof Isartor
CortiinaNatur pur genießen und dabei den Puls der Stadt fühlen. Das puristische Haus im Herzen der Stadt stattet seine Zimmer mit Jura-Naturstein, Naturkautschukmatratzen, Eichenparkettboden und Decken aus unbehandelter Baumwolle aus. Die Hotelbar ist ein Erlebnis für sich. 35 Zi. | Ledererstr. 8 | Tel. 2422490 | Fax 242249100 | www.cortiina.com | U/S-Bahnhof Marienplatz
OlympicHier können Sie angenehm wohnen in einer der schönsten Gegenden der Stadt. Die Mischung aus englischer Kolonialzeit und Glockenbachviertel lockt sogar verwöhnte Hamburger Kulturjournalisten dorthin. 38 Zi. | Hans-Sachs-Str. 4 | Tel. 231890 | Fax 23189199 | www.hotel-olympic.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
OpéraIntimes und elegantes Haus im Lehel, mit viel Liebe zur Vollkommenheit restauriert. Eine wunderbare Mischung aus Eleganz und Privatatmosphäre. Das Bayerische Nationalmuseum und der Englische Garten sind nur wenige Gehminuten entfernt. 25 Zi. | St.-Anna-Str. 10 | Tel. 2104940 | Fax 21049477 | www.hotel-opera.de | U 4/5 Lehel
RitziEin bunter, aber nobler Paradiesvogel. Künstler, Musiker und Promis zieht es in die 25 Themenzimmer, wenn sie auf der Suche nach ihrer Kreativität sind. | Maria-Theresia-Str. 2a | Tel. 4195030 | Fax 41950350 | www.hotel-ritzi.de | U 4/5 Max Weber-Platz
Uebernachten
Hotels Kategorie standard
Blauer BockSehr zentral gelegenes Haus am Viktualienmarkt. Geheimtipp unter Schwaben, denn hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis auf ganz unmünchnerische Weise. 75 Zi. | Sebastiansplatz 9 | Tel. 231780 | Fax 23178200 | www.hotelblauerbock.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Deutsches TheaterIm Komplex des gleichnamigen Amüsiertempels, also zentral gelegen und besonders Besuchern kultureller Veranstaltungen zu empfehlen. 28 Zi. | Landwehrstr. 18 | Tel. 59993903 | Fax 59993995 | www.hoteldeutschestheater.de | U/S-Bahnhof Stachus
Hotel IsartorZentraler geht es kaum. Von hier aus lässt sich die Münchner Innenstadt bequem zu Fuß erforschen, auch Deutsches Museum, Gasteig und Isar sind in fünf Minuten zu erreichen. Kinderfreundlich, auch Haustiere sind willkommen. 66 Zi. | Baaderstr. 2-4 | Tel. 2163340 | Fax 21633420 | www.hotel-isartor.de | S-Bahnhof Isartor
Hotel KriemhildKleines, äußerst freundliches Garni-Haus in Spazierweite zum Hirschgarten. Im Sommer hübsche Terrasse. Spezialangebote, zum Beispiel Wochenendarrangements. 18 Zi. | Guntherstr. 16 | Tel. 1711170 | Fax 17111755 | www.kriemhild.de | Tram 16/17 Kriemhildenstraße
Landsberger HofIm Sommer lockt in der Nähe ein schöner großer Biergarten mit 900 Plätzen, im Winter ein gemütliches Restaurant mit offenem Kamin. 23 Zi. | Bodenseestr. 32 | Tel. 881805 | Fax 8340426 | S-Bahnhof Pasing
LeopoldSchönes Haus. Ein Tipp: Zimmer zum Innenhof nehmen. 75 Zi. | Leopoldstr. 119 | Tel. 367061 | Fax 36043150 | www.hotel-leopold.de | U 3/6 Münchner Freiheit
MariandlWie im Schloss schlafen und wie ein König residieren. Vor allem Prominente schätzen den ausgezeichneten Service (Check-in bis 1 Uhr nachts!) und die liebevoll mit Antiquitäten eingerichteten Zimmer. Im Haus: das älteste Konzertcafé der Stadt mit erstklassiger Livemusik (Klassik, Swing, Funk) und süßen Leckereien. 29 Zi. | Goethestr. 51 | Tel. 54404348 | Fax 54404396 | www.mariandl.com | U 3/6 Goetheplatz
Park HiltonWie alle Hilton-Hotels bietet auch dieses Haus jeden nur erdenklichen Komfort. Nahe am Englischen Garten gelegen. 479 Zi. | Am Tucherpark 7 | Tel. 38450 | Fax 38452588 | www.hilton.de | Tram 17 Tivolistraße | Bus 54 Tucherpark
WallisSchweizer Gemütlichkeit, zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese. 22 Zimmer sind im Businessstil gestaltet, 32 Zimmer im alpenländischen Stil. | Schwanthalerstr. 8 | Tel. 5490290 | Fax 54902928 | www.hotel-wallis.de | U/S-Bahnhof Stachus
Uebernachten
Hotels Kategorie günstig
Ambassador ParkhotelDirekt beim Tierpark Hellabrunn gelegen. Das Italorestaurant La Meridiana wird auch von Münchnern gerne besucht. 42 Zi. | Plinganserstr. 102 | Tel. 724890 | Fax 72489100 | www.ambassador-parkhotel.de | S-Bahnhof Mittersendling
Creatif Hotel ElephantDas familiäre 3-Sterne-Hotel (2006 frisch renoviert) liegt unweit des Hauptbahnhofs. Jedes Zimmer ist mit viel hellem Holz und einzelnen Farbelementen modern designt. Bei Bedarf stehen Nichtraucher- oder Allergikerzimmer zur Verfügung. Sämtliche Hölzer im Inneren des Hauses stammen aus europäischen Ländern, da Ökologie hier ernst genommen wird. 45 Zi. | Lämmerstr. 5 | Tel. 555785 | Fax 5501746 | www.creatif-hotel-elephant.com | U/S Bahnhof Hauptbahnhof
Hotel Englischer GartenDie denkmalgeschützte Villa liegt direkt am Englischen Garten, und deshalb ist es auch nur ein Katzensprung zum Kleinhesseloher See mit schickem Seehaus oder in den berühmten Biergarten am Chinesischen Turm. Zimmer und Apartments in familiärer Atmosphäre. 26 Zi. | Liebergesellstr. 8 | Tel. 3839410 | Fax 38394133 | www.hotelenglischergarten.de | U 3/6 Münchner Freiheit
Jaegers HotelZentral gelegenes Garnihotel, in dem es komfortabler zugeht, als die Gegend vermuten lässt. 35 Zi. | Senefelderstr. 3 | Tel. 555282 | Fax 592598 | www.jaegershotel.de | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Hotel MariaAuf Grund ihrer Lage die ideale Unterkunft während des Oktoberfestes. Allerdings sollten Sie sich unbedingt frühzeitig anmelden. 80 Zi. | Schwanthalerstr. 112-114 | Tel. 510826 | Fax 505520 | www.hotelmaria.de | U 4/5 Theresienwiese
Pension GärtnerplatztheaterKönig Ludwig hätte das kleine Haus unweit des Gärtnerplatz-Rondells geliebt: Jedes Zimmer ist individuell mit Alpenkitsch und im Romantikstil eingerichtet. Aber: Es sind alles echte Antiquitäten, kein Plastik! Weitere Pluspunkte: Toplage und eines der schönsten Theater der Stadt gleich nebenan. 10 Zi. | Klenzestr. 45 | Tel. 2025170 | Fax 20251722 | www.pension-gaertnerplatztheater.de | U 1/2 Fraunhoferstraße
Pension am KaiserplatzFür Individualisten. Alle Zimmer in der Jugendstilvilla im Herzen Schwabings sind unterschiedlich gestaltet - vom prunkgeladenen Rokokostil bis zum klassizistischen Schlafgemach. 10 Zi. | Kaiserplatz 12 | Tel. 349190 | U 3/6 Münchner Freiheit
WettersteinAm Wettersteinplatz in Obergiesing, einem Arbeiterviertel, das gerade schick wird. Ideale Verkehrsanbindung. 69 Zi. | Grünwalder Str. 16 | Tel. 649650 | Fax 64965180 | www.wetterstein.com | U 1 Wettersteinplatz
Uebernachten
Jugendherbergen
GästehäuserDie dem DJH angeschlossenen Unterkünfte sind reserviert für Gäste ab 26 Jahren.
DJH Burg SchwaneckEin echtes Schloss, am Isarhochufer in Pullach gelegen und bekannt in aller Welt. 131 Betten verteilen sich auf Einzel- und Doppelzimmer sowie Vier- bis Zehn-Bett-Zimmer. | Für Gruppen Vollpension ab 26 Euro | Pullach | Burgweg 10 | Tel. 74486670 | www.burgschwaneck.de | S 7 Pullach
DJH MünchenIn Zentrumsnähe, nur mit DJH-Ausweis! 351 Betten | Übern. inkl. Frühstück und Bettwäsche ab 21,40 Euro | Wendl-Dietrich-Str. 20 | Tel. 131156 | www.muenchen-neuhausen.jugendherberge.de | U 1 Rotkreuzplatz
Easy Palace City HostelJugendherberge ohne den Staub vergangener Jahrzehnte: Hier geht es modern und bunt zu, Zimmer und Apartments sind im Stil eines großen schwedischen Möbelhauses eingerichtet. Sehr gute Holzofenpizza serviert das benachbarte italienische Restaurant Sinans (Sonderpreise für Hostelgäste), das übrigens auch für das Frühstücksbuffet zuständig ist. Ideale Unterkunft für das Oktoberfest. 62 Zi. | Mozartstr. 4 | Tel. 5587970 | Fax 55879797 | www.easypalace.de | U 3/6 Goetheplatz
4 YouNördlich des Hauptbahnhofs. 195 Schlafplätze, Vollwertkost und ruhige Lage. | Mehrbettzimmer pro Person 17,50-44 Euro | Hirtenstr. 18 | Tel. 5521660 | www.the4you.de | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Wombats City HostelInternationales Haus, modern und freundlich eingerichtet. 2004 mit dem Preis für die weltweit (!) sauberste Jugendherberge ausgezeichnet. Oktoberfest-Angebot: Frühstück bis 12 Uhr mittags und ein original Paulaner-Krug. 300 Betten | Mehrbettzimmer pro Person 14-40 Euro | Senefelderstr. 1 | Tel. 59989180 | www.wombats-hostels.com | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Uebernachten
Luxushotels
Bayerischer HofIn dem hochklassizistischen Haus im Herzen der Stadt steigen Adel und Geldadel ab. Trotzdem Sonderangebote. Zum Reinschnuppern (und Entspannen): das luxuriöse Blue Spa (Tageskarte 29,50 Euro). DZ von 263-443 Euro, teuerste Suite 1850 Euro. 395 Zi. | Promenadeplatz 2 | Tel. 21200 | Fax 2120906 | www.bayerischerhof.de | U/S-Bahnhof Stachus
Dorint Sofitel BayerpostDirekt am Südausgang des Hauptbahnhofs steht Münchens jüngstes Nobelhotel mit 180-m²-Präsidentensuite, edler Bar und exklusivem Service. Raffiniertes Licht taucht die Lobby in Alpenglühen. DZ 139-470 Euro. 396 Zi. | Bayerstr. 12 | Tel. 599480 | Fax 599481000 | www.sofitel.com | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Kempinski Hotel Vier JahreszeitenDas geschichtsreichste Haus der Stadt. Hier kochte einst Meister Alfred Walterspiel. Heute steht Küchenchef Markus Winkelmann ganz in dessen Tradition: Klarheit statt Schnörkel. Die Bar ist Legende unter Atmosphäre-Schlürfern. DZ 275-410 Euro, teuerste Suite 4300 Euro. 318 Zi. | Maximilianstr. 17 | Tel. 21252700 | Fax 21252777 | www.kempinski-vierjahreszeiten.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Hotel KönigshofSterngekrönte Küche, Marmorbäder, für Kenner und Genießer die absolute Nummer eins. Die Inhaber-Familie Geisel betreibt auch die Vinothek ums Eck. DZ 270-450 Euro, Suite bis 830 Euro. 87 Zi. | Karlsplatz 25 | Tel. 551360 | Fax 55136113 | www.koenigshofmuenchen.de | U/S-Bahnhof Stachus
Mandarin OrientalDas ehemalige Antikhaus wurde in ein Luxushotel umgebaut. Hier steigt ab, wer keine Geldsorgen hat. Feines Essen und ein Pool auf dem Dach. DZ 375-490 Euro, Suite bis zu 1900 Euro. 73 Zi. | Tel. 290980 | Fax 222539 | www.mandarinoriental.com | Neuturmstr. 1 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Mit Kindern unterwegs
Hollywood lässt grüssen
Heute ins Filmstudio, morgen unterwegs zu fernen Galaxien - oder doch lieber Kamel reiten? München macht einfach Spaß
Mit Kindern unterwegs
Mit Kindern unterwegs
Bavaria FilmgeländeFrisch renoviert erstrahlt die Filmstadt wieder in neuem Glanz. Mitreißend: die Stunt-Show. Unglaublich real: das 4-D Kinoerlebnis. Anschaulich: die Filmkulissen aus „Das Boot“, „Bibi Blocksberg“ oder „Die unendliche Geschichte“. Noch immer werden hier Filme gedreht, neue Kulissen kommen jedes Jahr hinzu. Wer mit Kindern reist, darf das „Hollywood an der Isar“ nicht verpassen. | März-Okt. tgl. 9-16 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 10-15 Uhr | Eintritt ab 11 Euro (Führung) | Bavariafilmplatz 7 | www.bavaria-filmtour.de | Tram 25 Bavariafilmplatz
Deutsches MuseumMit dem Kinderreich hat das Deutsche Museum eine eigene Abteilung für ganz junge Forscher und Forscherinnen geschaffen. Spielerisch kann hier der Nachwuchs naturwissenschaftlichen Phänomenen und Naturgesetzen auf die Spur kommen. Etwa sich selbst in die Luft heben, hinter dem Steuer eines echten Feuerwehrautos sitzen oder die Saiten der Riesengitarre zupfen. Aber auch in den anderen Abteilungen des Museums laden etliche Knöpfe, Hebel und Schalter zu Versuchen ein. Wer beispielsweise wissen will, wie schwer der eigene Körper auf dem Mond wäre, kann sich nachwiegen lassen. Eltern können durchatmen: endlich mal ein Museum, das man gemeinsam mit den Kindern erforschen kann. | Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 8,50 Euro | Museumsinsel 1 | www.deutsches-museum.de | S-Bahnhof Isartor | Tram 18 Deutsches Museum
Tierpark HellabrunnIm Streichelgehege Damhirsche füttern, Zwergziegen streicheln oder auf dem Rücken eines Kamels eine Runde drehen: Hier erleben Kinder die Tiere hautnah. Unbedingt über die Fütterungszeiten informieren und zusehen, wenn den Tigern riesige Fleischbrocken oder den Seehunden frischer Fisch serviert wird. Faszinierend sind die täglichen Tiershows wie die Dschungelpatrouille der Elefanten oder das Beutetraining der Greifvögel. | April-Sept. 8-18 Uhr, Okt.-März 9-17 Uhr | Eintritt 9 Euro | Tierparkstr. 30 | www.zoo-munich.de | U 3 Thalkirchen
Rikscha MobilMacht auch Erwachsenen Spaß. Bequem in der Rikscha Platz nehmen und sich zu den Attraktionen der Stadt fahren lassen. Start und Ziel der 30- bis 180-minütigen Touren ist immer der Marienplatz. Entweder reservieren oder spontan zusteigen. www.rikscha-mobil.de
BootsverleihSchon seit mehr als 25 Jahren gehören die kleinen Ruderboote auf dem Kleinhesseloher See mitten im Englischen Garten zum gewohnten Anblick. Jeder, der Lust auf einen kleinen Törn über den See verspürt, kann bei dem Verleih neben dem Biergarten Seehaus ein Boot mieten und zu den Riemen greifen. | Tgl. 9-21 Uhr (in den Sommermonaten) | Kleinhesselohe 2 | U 3/6 Münchner Freiheit
VolkssternwarteSeit 1947 gibt es das Observatorium für Himmelsbeobachtung in München. Bei klarem Himmel kann man hier abends ferne Planeten betrachten, der Internationalen Raumstation beim Flug um die Erde zusehen und manchmal sogar den Funkverkehr der Astronauten mitverfolgen. Jeden ersten und dritten Freitag im Monat Nachmittagsvorstellungen für Kinder (17 Uhr). | Mo.-Fr., Sept-März 20-22 Uhr, April-Aug. 21-23 Uhr | Rosenheimerstr. 145h | www.sternwartemuenchen.de | U 2 Karl-Preis-Platz
Sea LifeAuf Tauchstation gehen und über 10000 Fische, Krabben und Muscheln hautnah beim Spaziergang im Unterwassertunnel erleben. Tipp: Eintrittskarten bequem im Vorverkauf erstehen, anstatt sich in die teilweise recht langen Schlangen vor der Tageskasse einzureihen. | Tgl. 10-19 Uhr | Willi-Daume-Platz 1 | Eintritt ab 13 Euro | www.sealifeeurope.com | U 3 Olympiazentrum
Insider-Tipp
Frauenkirche
Auf Teufels Spuren: Der schwarze Fußabdruck im Eingangsbereich in der Frauenkirche stammt angeblich vom Teufel persönlich
Glyptothek
Antike und Apfelstrudel: Schöner als im Glyptothek-Café sitzt man nirgendwo in der Stadt
Bavaria/Theresienwiese
Eiserne Lady: Einmalig: das erleuchtete Oktoberfest von der Bavaria aus überblicken
Müllersches Volksbad
Baden in Kultur: Im Müllerschen Volksbad kann man in schönstem Ambiente Schmutz und Frust von Körper und Seele waschen
Olympiagelände
Bergtour: Architektur und Geschichte des weltberühmten Olympiastadions in 40 m Höhe erfahren - die Zeltdachtour machts möglich
Aumeister
Prosit der Gemütlichkeit: Es heißt, der Biergarten sei im Paradies erfunden worden. Im Aumeister können Sie diese These verifizieren
Skylounge
Alpenblicke: Die Skylounge thront zwischen Wolkenkratzern. Die Alpen rücken nah heran
NO MI YA
Misosuppe mit Weißbier: Bayerisch-japanisches Joint Venture in Sachen Essen und Trinken: das No Mi Ya
Beck am Rathauseck
Dichtung und Wahrheit: Die gleichnamige Buchhandlung verkauft den passenden Wein zum Schmöker
Dina4 Projekte
Junge Kunst fördern: Werke von Münchens Nachwuchskünstlern erstehen Sie in der Galerie Dina4 Projekte
Cosmogrill
Die neue Grillkultur: Viel mehr als nur ein Imbiss: Im Cosmogrill trifft man sich des Nachts zum Feiern bei Bio-Currywurst
Münchner Lustspielhaus
Kleinkunst, groß geschrieben: Hier wird ordentlich vom Leder gezogen: In Münchens plüschigem Lustspielhaus trifft sich Europas Kabarett- und Kleinkunstszene
Pasinger Fabrik
Wilder Westen: Pasinger Fabrik - ein multifunktioneller Kultursatellit am Pasinger S-Bahnhof
Olympic
Schöner wohnen: Im Herzen des Glockenbachviertels ist das Hotel Olympic ein bezahlbarer Ort der Gastkultur
Top Highlights
Frauenkirche
Heißt eigentlich „Dom zu unserer lieben Frau“ und ist Bischofskirche der Erzdiözese München-Freising. Sie ist länger als ein Fußballfeld (109 m), fasst 2000 Personen und ist mit ihren beiden welschen Hauben auf den Türmen (der südliche Turm ist mit 99 m um 1 m kürzer) das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist von der südlichen und westlichen Einfallstraße (Autobahn München-Garmisch und Nymphenburger Straße) nahezu vom Stadtrand aus sichtbar, dank eines alten Rechtes, demzufolge dieser Blick nicht verbaut werden darf. Der spätgotische Bau besticht durch die klare, fast strenge Gliederung.
Maximilianstrasse
Sie ist Münchens Aushängeschild und verrät doch so viel über den zwiespältigen Charakter dieser Stadt. Sie misst lediglich 1,5 km und gilt dennoch als Prachtboulevard. Sie startet, stadtauswärts gesehen, symbolträchtig: Im rechten Winkel zur verkehrsberuhigten Residenzstraße breitet sie sich nach Osten aus, der aufgehenden Sonne entgegen; links flankiert vom strengen Nationaltheater, rechts vom Hauptpostamt mit dem edlen Freiluftcafé „LOpera“ und dem Bayerischen Hauptmünzamt mit dem in großen Lettern verkündeten Motto „Moneta Regia“, was der Münchner recht frei übersetzt: „Hier regieren die Moneten“. Maximilian II. verwirklichte hier, angewidert von der Liebe seines Vaters Ludwig I. zum strengen Neoklassizismus, seinen Traum von liberaler Architektur. Tudorgotik, italienische Spätrenaissance, französische Arkaden, diese bunte Mischung wagte damals Hofarchitekt Friedrich Bürklein. Und nach dem Zweiten Weltkrieg rangen die Münchner dem Schutt die Wiedergeburt der königlichen Idee ab: Wer am Vormittag gegen die Sonne ans Ende der Straße schaut, sieht jenseits der Isar das klassizistische Landtagsgebäude Maximilianeum wie ein utopisches Ziel hingemalt. Dazwischen liegen Münchens teuerste Modegeschäfte. Hier residieren versteckt einige erlesene Edeljuweliere, Topcoiffeure, Edelbistros, das vornehme Kempinski-Hotel Vier Jahreszeiten und das hoch gelobte Sprechtheater, die Münchner Kammerspiele. Münchens bekanntester Insidertreff Schumanns ist leider an den Odeonsplatz umgezogen. Die Regierung von Oberbayern residiert gegenüber dem Max-II.-Denkmal, das trutzig und stolz die Ideologie der damaligen Zeit verkörpert: Gerechtigkeit, Wehrkraft, Friede, Wissenschaft. | Tram 19, U/S-Bahnhof Marienplatzoder U 4/5 Lehel
Residenz
Eine schier unfassbare Pracht bietet sich dem Besucher. Unsere Empfehlung: mindestens einen ganzen Tag einplanen. Denn nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges hat der Freistaat Abermillionen in die Restaurierung der „Herzkammer Bayerns“ gesteckt, die ein halbes Jahrtausend Sitz der Herrscher war. Alle architektonischen Spielarten, die die Kultur Bayerns geprägt haben, findet man hier: strenge Renaissance, überbordendes Barock, verspieltes Rokoko und gradlinigen Klassizismus. 1385 wurde der Grundstein für die Neuveste im Nordosten der alten Stadt gelegt. Über die Jahrhunderte entstand Schritt für Schritt die Residenz, bestehend aus drei Hauptkomplexen und sechs Innenhöfen. Wer nicht alle Kostbarkeiten zwischen Residenz-, Hofgarten- und Marstallstraße anschauen kann, sollte zumindest das Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung besuchen. Das Vestibül, die Ahnengalerien, Porzellankabinett, Antiquarium (in dem heute noch die großen Empfänge des Ministerpräsidenten stattfinden), die Porzellankammern, die Reichen Zimmer, das Spiegelkabinett und die Nibelungensäle bieten einen groben Überblick. | April-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-März. tgl. 10-16 Uhr | Eintritt 6 Euro | Max-Joseph-Platz 3 | www.residenz-muenchen.de | U/S-Bahnhof Marienplatz | Tram 19 Nationaltheater
Haus der Kunst
Seit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne ist dieses Haus mit seiner eigenartigen Geschichte (Hitler gab seinem Lieblingsarchitekten den Auftrag für ein Haus der deutschen Kunst) in Gefahr, in die zweite Reihe abzurutschen. Dagegen stemmt sich Chris Dercon, seit 2002 Direktor. Er versucht erfolgreich, mit neuem Konzept und präziser Auswahl der Ausstellungen verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Die ersten Jahre zeigen Mut zu Außergewöhnlichem. Dass hier mit Florian Süßmayr gar ein neuer Star entdeckt wurde, ist dem Haus der Kunst schon seit langem nicht mehr passiert. Nun will Dercon das Haus gar in seinen ursprünglichen Nazistil zurückverwandeln - als kulturhistorisches Mahnmal. | Tgl. 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr | Eintritt je nach Ausstellung ab 6 Euro | Prinzregentenstr. 1 | www.hausderkunst.de | Tram 17 | Bus 100 Haus der Kunst
Valentin-Karlstadt-Musäum
Im Isartorturm ist Münchens liebenswertestes und lustigstes Museum untergebracht. Neben dem Nagel, an den der Volksschauspieler Karl Valentin (sprich „Fallentin“) seinen bürgerlichen Beruf hängte, und dem Winterzahnstocher mit Pelzbesatz ist in dem Panoptikum so manche skurrile Kostbarkeit, aber auch eine phantasievolle Dokumentation damaliger Volksschauspielkunst zu sehen. 2001 wurde auch eine eigene Liesl-Karlstadt-Abteilung eingerichtet. Unterm Dach findet sich ein bewirtschaftetes Volkssängerlokal mit einer „Kaffeehauseinrichtung“ aus der Zeit der Jahrhundertwende. Senioren über 99 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. | Eintritt 1,99 Euro | Mo, Di 11.01-17.29 Uhr, Fr, Sa 11.01-17.59 Uhr, So 10.01-17.59 Uhr | www.valentin-musaeum.de | Tal 43 | S-Bahnhof Isartor
Englischer Garten
New York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde „seinen“ Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine „Nackerten“ berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.
Glyptothek
Münchens ältestes Museum. König Ludwigs I. berühmte Antikensammlung öffnete ihre Pforten im Jahre 1830, also noch vor dem British Museum in London oder der Eremitage in St. Petersburg. Ein Gesamtkunstwerk der Superlative: eine besonders großartige Skulpturensammlung Europas in einem der bedeutenden klassizistischen Bauwerke Deutschlands. Die meisten der ausgestellten Werke sind freilich Kopien.
Pinakothek der Moderne
Sie ist der Star unter Münchens Kunsthäusern. Nach großen Querelen 2002 eingeweiht, registrierte man schon nach wenigen Wochen den millionsten Besucher und übertraf sogar die Londoner Tate Gallery an Beliebtheit. Das von Stefan Braunfels entworfene Haus entstand mit der Idee, selbst ein architektonisches Kunstwerk zu sein und so der Kunst ein adäquates Zuhause zu geben (auch wenn manche Lästermäuler von einer „Schuhschachtel“ sprechen). Vier große Sammlungen des Freistaates und eine Reihe privater Schenkungen sind hier untergebracht, so die Staatsgalerie Moderner Kunst mit Werken der Blauen Reiter bis Beuys. Auf mehr als 12000 m² werden die wichtigsten künstlerischen Entwicklungen von Malerei, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jhs. gezeigt. Dazu kommen Video- und Fotokunst sowie aktuelle Schauen. | Di, Mi, Fr und Sa, So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr | Eintritt 9,50 Euro | Barer Str. 40 | www.pinakothek.de | U 2/8 Theresienstraße | Tram 27 Pinakothek
Nymphenburg
Man schenkte vornehm zu Kurfürst Ferdinand Marias Zeiten. Mitte des 17. Jhs. bescherte ihm Henriette Adelaide den ersehnten künftigen Thronfolger Max Emanuel. Dafür beehrte der stolze Vater sie mit dem Schloss Nymphenburg. An die 700 m, also dreimal so lang wie das Olympiastadion, ist die Front dieser barocken Schlossanlage, deren Bau von 1664 bis 1757 gedauert hat. Sie diente den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz, und wer durch all die prächtigen Gemächer flaniert, kann erahnen, wie nobel es zur Glanzzeit des bayerischen Hofes zugegangen sein muss. Neben dem Mittelbau mit seinem prunkvollen steinernen Saal und der Schönheitengalerie locken das Marstallmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Wagen, Schlitten und Geschirren und das Porzellanmuseum mit Pretiosen der namensgleichen Manufaktur.
Allianz-Arena
Genau 2874 Luftkissen bilden die Außenhaut des neuen Fußballtempels, von den Einheimischen oft spöttisch als „Kloschüssel“ bezeichnet. Dennoch ist er seit seiner Eröffnung im Mai 2005 eine der Top-Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben sich einen Spezialeffekt einfallen lassen: Wenn der FC Bayern spielt, leuchtet die Arena in heißem Rot, wenn der TSV 1860 zum Anpfiff erscheint, in kühlem Blau. Wer die versteckten Ecken der Arena erkunden will, kann bei einer Stadionführung sogar einen Blick in die Mannschaftsduschen werfen. | Außer an Spieltagen tgl. 10.15, 11, 13, 15 und 16.30 Uhr (Winterzeit Nov.-März) bzw. 17.30 Uhr (Sommerzeit) | Eintritt 10 Euro (Tickets in der Allianz-Arena-Shop) | www.allianz-arena.de | Werner-Heisenberg-Allee 25 (gut sichtbar von der A9 Richtung Nürnberg) | U 6 Fröttmaning
Deutsches Museum
Vermutlich würden nicht einmal drei Wochen genügen, um im Deutschen Museum alles zu sehen. Mit 55000 m² Ausstellungsfläche und rund 17000 Objekten zählt es zu den größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Die Bestände des 1903 von Oskar von Miller gegründeten Museums werden laufend ergänzt und mit Exponaten der neuesten technischen Entwicklungen versehen. So findet sich in der Mammutshow auf der Isarinsel alles, was den Menschen in Sachen Technik bislang eingefallen ist.
Olympiagelände
Weltweites Beispiel für revolutionäre zeitgenössische Architektur ist der Münchner Olympiapark geworden. Nachdem die Stadt den Zuschlag für die Spiele 1972 bekommen hatte, beschloss die Kommune, das Motto „Fröhliche Spiele“ bereits beim Bau der Sportstätten umzusetzen. Das Architektenbüro Behnisch und Partner setzte auf das archaische Prinzip der Zeltkonstruktion. Und so entstand auf dem 3 km² großen Gelände des einstigen königlich-bayerischen Exerzierfeldes am Oberwiesenfeld ein kühnes Nebeneinander von in sich geschlossenen Dachlinien, die überragt werden vom 291 m hohen Olympiaturm (Eintritt 4 Euro). Von 9 bis 24 Uhr laufen die Aufzüge, und dann ist auch das Drehrestaurant dort oben mit respektabler Küche in Betrieb. Zentrum des Geländes ist das 80000 Besucher fassende Stadion. Früher war hier die Spielstätte von FC Bayern und TSV 1860, die jedoch seit 2005 in der Allianz-Arena ein neues, moderneres Zuhause gefunden haben. Seitdem sucht man nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Und fand sie etwa im Air & Style, einem internationalen Snowboard-Wettbewerb, der immer Anfang Dezember in der Socca Five Arena stattfindet (Tel. 30672137 | www.olympiapark-soccafive.de). Zum neuen Highlight des Geländes avancierte die geführte, zweistündige Bergtour über das Zeltdach (April-Okt. | Tel. 30672414 | 35 Euro). Im Theatron am Olympiasee finden im Sommer kostenlose Popkonzerte statt. Der aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschichtete Olympiaberg dient Trimmern zum Schwitzen und Touristen zur Aussicht über die Stadt. Wer als Besucher hierher kommt, kann sich von Prominenten Anekdoten aus der Geschichte der Sportstätte erzählen lassen. Einfach MP3-Player ausleihen und loslaufen (Verleih April-Okt. | Info-Pavillon am Olympia-Eissportzentrum | Nov.-März im Olympiaturm | Kosten: 7 Euro | Kaution: 50 Euro). | www.olympiapark-muenchen.de | U 3 | Bus 51/173/174 Olympiazentrum | Bus 50 Olympia-Eisstadion
Villa Stuck
Mitten in Münchens Nobelviertel Bogenhausen liegt das neoklassizistische Jugendstilpalais des Münchner Malerfürsten Franz von Stuck. Exterieur und Interieur dieses eigenwilligen Gesamtkunstwerks wurden von Stuck selbst konzipiert. Zu seinen Lebzeiten war die 1898 vollendete Künstlervilla glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Erdgeschoss können Sie die Repräsentationsräume mit den prächtigen Wanddekorationen sowie einer Sammlung von Stucks Bildern, Skulpturen und Möbeln bewundern. Oben befindet sich das Atelier mit einer prunkvollen Kassettendecke, schönen Gobelins und dem „Altar der Sünde“. Im Erdgeschoss gibt es herausragende Wechselausstellungen moderner Kunst. | Mi-So 11-18 Uhr | Eintritt 4-9 Euro | Prinzregentenstr. 60 | www.villastuck.de | U 4 Prinzregentenplatz | Tram 18 Friedensengel
Makassar
Mediterranes im Glockenbachviertel. Der Küchenchef war Schiffskoch bei Meeresforscher Jacques Cousteau. Er hat auch ein Händchen für scharf gewürzte kreolische Küche. | So geschl. | Dreimühlenstr. 25 | Tel. 776959 | www.makassar.de | Bus 152 Ehrengutstraße | Bus 131 Röcklplatz
Rubico
Immer voll und voll angesagt. Das Rubico entzückt mit allerlei raffiniert dekorierten und zubereiteten Speisen - meist mediterran inspiriert und stets mit einem Schuss Originalität. Kommen Sie unbedingt abends! Erst dann entfalten die Lichtkompositionen ihre volle Wirkung und bescheinen das helle Holz und das Milchglas perfekt. | So und Mo geschl. | Klenzestr. 62 | Tel. 20207828 | U 1/2 Fraunhofer Straße
Geisels Vinothek
Genießer pilgern ins Bahnhofsviertel. Hier zaubert man sich lukullisch nach Mediterranien. Und das auch noch zu durchaus annehmbaren Preisen. 400 Weine stehen auf der Karte der Vinothek, die zum Hotel Excelsior gehört. | Tgl. | Schützenstr. 11 | Tel. 55137140 | www.geisel-hotels.de | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Mangostin
Biergarten mit ziemlich originalen asiatischen Küchenvarianten. Draußen Wan-Tan-Suppe unter Kastanien, drinnen ein japanisches und ein thailändisches Restaurant sowie eine Cocktailbar. Obwohl etwas abseits gelegen (aber ideal nach dem Tierparkbesuch), hat sich das Mangostin fest in Münchens Feinschmeckerszene etabliert. | Tgl. | Maria-Einsiedel-Str. 2 | Tel. 7232031 | www.mangostin.de | U 3 Thalkirchen
Ruffini
Qualität zu fairen Preisen. Café und Weinhaus, Laden und Kooperative. Hier frühstückt der arrivierte Künstler neben dem Rundfunk-DJ. Im Sommer genießen alle die Dachterrasse. | Mo geschl. | Orffstr. 22 | Tel. 161160 | www.ruffini.de | U 1 Rotkreuzplatz
Franziskaner Fuchsenstuben
Ehrwürdige Gaststätte mit Betonung auf „Gast“. Hier werden mit die besten Weißwürscht zum Frühstück serviert. Empfehlenswert: Spanferkel, in Malzbier gebraten. | Tgl. | Perusastr. 5 | Tel. 2318120 | Tram 19 Theatinerstraße
Weisses Brauhaus
Uriges bayerisches Wirtshaus mit derb-grantigen, aber fixen Kellnerinnen und den himmlischsten Semmelknödeln auf Erden. | Tgl. | Tal 7 | Tel. 2901380 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Antikpalast
Ob Jugendstil oder Biedermeier, ob Vase oder Bett, ob für 10 oder für 1000 Euro, hier findet jeder Antiquitätenfreak alles, was er vielleicht nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Auf gut 5000 m² mit mehr als 100 Händlern können Sie supergünstige Schnäppchen machen. | Fr, Sa 10-18, So 11-18 Uhr | Rosenheimer Str. 143 | www.antikpalast-muenchen.de | U-S-Bahnhof Ostbahnhof
Dallmayr
Münchner Feinkostgeschäft mit Tradition und Stil. In den historischen Hallen mit den wuchtigen Marmorsäulen erwartet Feinschmecker ein Paradies voller Köstlichkeiten: frische Salate, Pasteten, Hummer und Lachs, 120 ausgesuchte Wurstsorten, 250 verschiedene Sorten Käse, Wild, Geflügel und Fleisch. Daneben erlesene Tee- und Kaffeesorten, Weine, exklusive Tabake, eine wunderbare Confiserie, exotische Spezialitäten und eine exklusive Pastaabteilung. Im ersten Stock das hauseigene Schlemmerlokal. | Dienerstr. 14/15 | U-S-Bahnhof Marienplatz
Beck am Rathauseck
Das etwas andere Kaufhaus: originell, witzig, charmant. Bei Beck gibt es auf sechs Stockwerken neben populären Qualitätskollektionen und einer wirklich großen Strumpf- und Knopfabteilung auch Modellstücke aus Jungdesignerhand. Einzigartig sind Auswahl und Angebote in den CD-Abteilungen für Klassik, Jazz und Ethnomusik. Direkt neben dem Stammhaus ist der Eingang zur Buchhandlung „Dichtung und Wahrheit“, wo exquisite Weine und Literatur angeboten werden und namhafte Autoren ihre Werke vorstellen. | Marienplatz 11 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Fünf Höfe
Auch hier hat das Architektenbüro Herzog und de Meuron aus Basel mitgezeichnet, die Bauherren der neuen Allianz-Fußballarena. Mitten in München entstand so eine Shopping-Mall und Bar-Idylle, die es mit den großen Konkurrenten aus New York und Paris aufnehmen kann. Von der Buchhandlung Hugendubel bis zur Edelboutique, vom feinen Glasladen bis zur Hypokunsthalle, von Schumanns Tagesbar bis zum Restaurant Barista ist hier Münchner Lebensgefühl komprimiert. | Zwischen Theatiner- und Kardinal-Faulhaber-Str. | U 3/6 Odeonsplatz | www.fuenfhoefe.de
Maximilianhöfe
Münchens jüngstes Shoppingareal will im internationalen Wettbewerb der Einkaufspaläste bestehen. Die Namen der Läden sprächen nicht dagegen: Etro, Versace, Armani, Dolce & Gabbana, dazu Juweliere und das exklusive Kindermodengeschäft Valentina & Me. Dass die Atmosphäre hinter der grandiosen Bürklein-Fassade aus dem 19. Jh. etwas kühl wirkt, liegt zum einen wohl an den Mietpreisen (200 Euro pro m²) und den daraus resultierenden Mietern, zum anderen an der bestenfalls kühnen Stahl-Glas-Konstruktion des entkernten Gebäudes. | Maximilianstr. 11-15 | Tram 19 Kammerspiele
Viktualienmarkt
Größter und ältester Münchner Lebensmittelmarkt (seit 1807) in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Milchprodukte, Eier, Geflügel, Wein, Brot und Honig; in den Hallen Fisch, Fleisch und Wild. Der Markt hat noch etwas von der viel beschworenen Münchner Gemütlichkeit und Atmosphäre bewahrt, und unter den Marktfrauen findet sich noch so manches Münchner Original. Die Metzger haben eine eigene Ladenzeile in den Arkaden unter dem Petersberg. Der Viktualienmarkt steht für hohe Qualität und hohe Preise. Besonderheiten: der Maibaum des Vereins Münchner Brauereien, ein kleiner Biergarten und die sechs Gedenkbrunnen mit Standbildern bayerischer Volkssänger, Komiker und Humoristen. Fast täglich bekommen Karl Valentin und die anderen Münchner Ideale frische Blumen in die Arme gelegt. | Mo-Sa | U/S-Bahnhof Marienplatz
Lollipop und Alpenrock
Ein weiteres Münchner Designwunder. Lola Paltinger schneidert die außergewöhnlichsten und schönsten Trachten: Seidendirndl mit Stickereien und Strass, Jeanskniebundhosen und handbemalte Blumenschürzen. Erschwingliches Souvenir sind die T-Shirts mit röhrendem Hirsch und Puffärmeln. | Termine nach Vereinbarung Tel. 2011114 | www.lolapaltinger.com | Tal 27 | U/Bahnhof-Marienplatz
Schrannenhalle
Einst bejubelter Prachtbau, zerstörte 1932 ein Brand die Schrannenhalle. Ihr Dornröschenschlaf endete erst 2003 mit dem Wiederaufbau. Im Herbst 2005 verbreitete sich endlich die Neuigkeit: „Aufgsperrt is!“ Heute wie damals glänzt die Halle mit filigranen Elementen aus Gusseisen und Glasflächen - eine echte Markthalle mit 50 Geschäften. Der eine isst Currywurst, der andere nippt Champagner, und einen Stand weiter fertigt ein Handwerker Kunstvolles. Während der Wiesn wird „die Schranne“ zum 15. Bierzelt mit Partystimmung bis zum Morgengrauen. | Tgl. 24 Std. | Viktualienmarkt | www.schranne.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Nektar
Der angesagteste Treff der Stadt. Vieles in einem - von der edlen Bar mit akzeptablen Preisen über Spezialräume mit Flatscreens bis zum „La Salle Blanche“, wo man liegend edel speist. | Mo geschl. | Tel. 45911311 | www.nektar.de | Stubenvollstr. 1 | S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Cosmogrill
Bis sechs Uhr morgens bekommen hier hungrige Nachtschwärmer Ausgefallenes vom Grill. Etwa Wasabi-Tuna Burger oder eine Bio-Currywurst. Den bis ins kleinste Detail durchgestylten Szeneladen einfach nur als Imbiss zu bezeichnen, kommt fast einer Beleidigung gleich. Gastro-Tempel für die kleine Zwischenmahlzeit trifft eher den Kern. Am Wochenende herrscht reger Andrang und die Stimmung ist angenehm ausgelassen. | Mo-Mi 11-3, Do-Sa 11-6 Uhr | Maximilianstr. 10 | www.cosmogrill.de | U3/4/5/6 Odeonsplatz
Lach- & Schiessgesellschaft
Nach wie vor Münchens renommiertestes Kabarett. Qualität garantiert! Man sitzt wie in einer Ölsardinenbüchse. Tipp: die jährliche Silvestergala. | Haimhauser Str./Ursulastr. | Tel. 391997 | www.lachundschiess.de | U 3/6 Münchner Freiheit
Filmtheater Sendlinger Tor
Münchens ältestes Kino besticht durch seinen Oma-Charme. Das große Haus zeigt auf seiner großen Leinwand Durchschnittsrenner. Logenplätze! | Sendlinger-Tor-Platz | Tel. 554636 | www.filmtheatersendlingertor.de | U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Herkulessaal
Klassisches in klassizistischer Umgebung: Der Herkulessaal der Residenz ist der Wallfahrtsort des Münchner Konzertpublikums. | Residenzstr. 1 | Eingang Hofgartenstr. | Tel. 290671 | U 3/4/5/6 Odeonsplatz
Atomic Café
Hier tobt der Sound der Jugend und trifft sich die Britpop-Szene der Stadt. Viel Glitzer, viel Retro, viel Party. Hier hört man Trends, bevor sie welche sind. | So geschl. | Neuturmstr. 5 | www.atomic.de | U/S-Bahnhof Marienplatz
Cortiina
Natur pur genießen und dabei den Puls der Stadt fühlen. Das puristische Haus im Herzen der Stadt stattet seine Zimmer mit Jura-Naturstein, Naturkautschukmatratzen, Eichenparkettboden und Decken aus unbehandelter Baumwolle aus. Die Hotelbar ist ein Erlebnis für sich. 35 Zi. | Ledererstr. 8 | Tel. 2422490 | Fax 242249100 | www.cortiina.com | U/S-Bahnhof Marienplatz
Ritzi
Ein bunter, aber nobler Paradiesvogel. Künstler, Musiker und Promis zieht es in die 25 Themenzimmer, wenn sie auf der Suche nach ihrer Kreativität sind. | Maria-Theresia-Str. 2a | Tel. 4195030 | Fax 41950350 | www.hotel-ritzi.de | U 4/5 Max Weber-Platz
Hotel Englischer Garten
Die denkmalgeschützte Villa liegt direkt am Englischen Garten, und deshalb ist es auch nur ein Katzensprung zum Kleinhesseloher See mit schickem Seehaus oder in den berühmten Biergarten am Chinesischen Turm. Zimmer und Apartments in familiärer Atmosphäre. 26 Zi. | Liebergesellstr. 8 | Tel. 3839410 | Fax 38394133 | www.hotelenglischergarten.de | U 3/6 Münchner Freiheit
Bayerischer Hof
In dem hochklassizistischen Haus im Herzen der Stadt steigen Adel und Geldadel ab. Trotzdem Sonderangebote. Zum Reinschnuppern (und Entspannen): das luxuriöse Blue Spa (Tageskarte 29,50 Euro). DZ von 263-443 Euro, teuerste Suite 1850 Euro. 395 Zi. | Promenadeplatz 2 | Tel. 21200 | Fax 2120906 | www.bayerischerhof.de | U/S-Bahnhof Stachus
Dorint Sofitel Bayerpost
Direkt am Südausgang des Hauptbahnhofs steht Münchens jüngstes Nobelhotel mit 180-m²-Präsidentensuite, edler Bar und exklusivem Service. Raffiniertes Licht taucht die Lobby in Alpenglühen. DZ 139-470 Euro. 396 Zi. | Bayerstr. 12 | Tel. 599480 | Fax 599481000 | www.sofitel.com | U/S-Bahnhof Hauptbahnhof
Mandarin Oriental
Das ehemalige Antikhaus wurde in ein Luxushotel umgebaut. Hier steigt ab, wer keine Geldsorgen hat. Feines Essen und ein Pool auf dem Dach. DZ 375-490 Euro, Suite bis zu 1900 Euro. 73 Zi. | Tel. 290980 | Fax 222539 | www.mandarinoriental.com | Neuturmstr. 1 | U/S-Bahnhof Marienplatz
Auftakt
Was für eine Stadt!
Lange lautete das Motto Münchens: „Die Weltstadt mit Herz“, jetzt heißt es: „München mag dich“, und daran hält sich die Stadt auch. Wer einmal den Sonnenuntergang im Biergarten erlebt hat, will nicht mehr gehen. Aber München bietet mehr als Brezn und Bier: zum Beispiel Erholung im Englischen Garten. Abenteuer im Olympiapark, beim Klettern übers Stadiondach. Shopping auf der Maximilianstraße. Oder Feierspaß beim größten Volksfest der Welt, dem Oktoberfest. Wer noch mehr entdecken will, besucht das Schloss des Märchenkönigs oder macht einen Badeausflug ins Voralpenland: Es fällt leicht, München zu mögen.
München ist immer beides: Großstadt und Provinz, Metropole und Millionendorf, High-Tech-Bastion und Trachtenwerkstatt, vielfacher deutscher Fußballmeister mit dem FC Bayern und einstiger Arbeiterverein mit dem Bundesligisten TSV 1860 München. München ist Universität und Analphabetismus, Villenvorort und Glasscherbenviertel, Jugendstilarchitektur und Vorstadtsünde, oder, um es kulinarisch auszudrücken: Es gibt Weißwurst und Nouvelle Cuisine, Schweinsbraten und Trüffeln, Bier und Bloody Mary. München ist eben ambivalent.
Wer München entdecken will, muss sich auf ein Wechselbad einlassen. Er muss mit dem Münchner Grant (das ist, wenn ein Münchner in Ruhe gelassen werden will, und das will er eigentlich immer) genauso rechnen wie mit der sprichwörtlichen Gemütlichkeit. Und wer die wichtigste Regel beachtet, die heißt: „Nimm München so, wie es ist“, wird in dieser Stadt eine wunderschöne Zeit erleben, egal ob es regnet, ob die Sonne scheint oder ob Föhn ist.
Natürlich können Sie München auch auf eigene Faust entdecken. Doch ein paar Daten und Details möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. München ist die Hauptstadt des Freistaates Bayern, drittgrößte Stadt der Bundesrepublik, liegt 478 m über dem Meeresspiegel (am Hauptbahnhof), hat mehr als 1,3 Mio. Einwohner, eine weit unter dem Durchschnitt liegende Arbeitslosenquote und angeblich die meisten Multimillionäre. Es gibt immer noch zu wenig Livebühnen für die Musik junger Leute, dafür hoch subventionierte Edelkultur von Oper über Ballett bis Sprechbühne, ein teures U-Bahn-System, die gute alte Trambahn, fünf Tageszeitungen und mit dem Bayerischen Rundfunk einen der großen Sender der ARD. München ist, bis auf kurze Intervalle, traditionell von der SPD regiert, also eine rote Bastion im sonst so „schwarzen“ Bayern. Die Stadt ist mit mehr als 100000 Studenten eine der größten Akademikerschmieden Deutschlands. Viele Studiosi leiden unter den enorm hohen Mieten - auch hier ist München in Deutschland Spitze.
Historisch gesehen hat München gegenüber den anderen beiden bayerischen Großstädten Augsburg und Regensburg einen kleinen Makel: Es war kein Siedlungsort der Römer, die unter Cäsar in diese Gegend einmarschiert sind. Doch haben hier Menschen schon in der Jungsteinzeit gelebt und Spuren hinterlassen. Die Kelten trieben sich dann im 6. Jh. in der Gegend herum, und im 10. Jh. befanden Mönche vom Tegernsee, dass diese Gegend ideal zum Besiedeln sei. Also ließ man sich in „Munichen“ nieder, und seither ziert das Stadtwappen ein Mönch, im schwarzen Habit mit Goldrand. (Dass das Münchner Kindl als Stadtmaskottchen ebenfalls im Mönchsgewand steckt, ist ein ganz und gar unklerikaler Scherz der Geschichte.)
Der Welfe Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, beschloss 1158, dem Bischof von Freising einen Streich zu spielen: Er ließ die dortige Zollbrücke über der Isar zerstören und errichtete eine neue isaraufwärts in Munichen. Markt und Münze kamen hinzu, München war gegründet. Schon gut 30 Jahre später wurde Heinrich geächtet und die Stadt zur Residenz der Wittelsbacher (1255), deren Einfluss bis heute spürbar ist. Noch ein paar Daten im Schnelldurchlauf: 1632 besetzt Gustav Adolf von Schweden die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Krieges. 1634 sterben über 7000 Menschen an der Pest, ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Die Österreicher sind hier kurzzeitig Herren während des Spanischen Erbfolgekrieges, und 100 Jahre später, im Jahr 1800, wird München von den Franzosen eingenommen. Doch sechs Jahre darauf wird Bayern Königreich und München Sitz der Verwaltung.
Im 20. Jh. spielt München keine sehr rühmliche Rolle. Zwar startet Kurt Eisner hier 1918 die Novemberrevolution, doch findet 1923 ebenfalls in München der erste nationalsozialistische Putschversuch statt, diesmal noch ohne Erfolg. Der kam dann später, und München wurde zur Hauptstadt der braunen Bewegung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde halb München zerbombt. Und noch einmal kommt die Stadt weltweit aus schrecklichem Anlass in die Schlagzeilen: 1972, während der Olympischen Sommerspiele, scheitert der Befreiungsversuch jener israelischen Sportler, die von arabischen Terroristen gekidnappt worden waren. Die Bilanz: 17 Tote, darunter fünf Terroristen. Die „fröhlichen Spiele“ waren vorbei, auch wenn es dann hieß: The games must go on.
München ist Gott sei Dank nicht nur Oktoberfest, sondern auch ein gewisses Lebensgefühl, und zwar ein sehr vielschichtiges. Dazu gehört eine Heerschar von Beautys beiderlei Geschlechts. Man sieht sie im P1, im Nektar oder um 15 Uhr im Forum beim Frühstück. Konträr dazu ist der Münchner Edelbayer. Er trägt den Loden wie den Zobel, spricht Dialekt mit vornehmer Distanz und schmückt ihn mit Fremdwörtern. Er verzehrt die Weißwurst mit gespreiztem Finger, gibt wenig Trinkgeld und hat ein Opernabonnement.
Fast hätten wir nun den Münchner schlechthin vergessen. Er ist, innerhalb der bayerischen Sippe, nicht unumstritten und ein wenig beneidet. Der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied, ein Meister des scharfen bayerischen Wortes, sagt über ihn: „Da Münchner is no so vui Bayer, dass er s Maul halten möcht, und so viel Preiß, dass er sein Schmarrn dann doch nausredt.“ Doch das ist nur die eine Seite. Der Münchner ist, wenn man das überhaupt verallgemeinern darf, ein eher geruhsamer Mensch. Er sitzt gerne vor seinem Weißbier und denkt nach: über Gott, die Welt, den FC Bayern und die Steuererklärung. Er ist nicht unbedingt kontaktfreudig, und es ist wohl eine der höchsten Auszeichnungen, wenn er es einem Fremden gestattet, an seinem Tisch Platz zu nehmen. Um echte Münchner zu treffen, ist es empfehlenswert, sich eines der kleinen Wirtshäuser zu suchen, die in den Seitengassen angesiedelt sind. Oder man stellt sich neben eines der Open-Air-Schachbretter an der Münchner Freiheit. Dort wird jeder Zug intensiv diskutiert - eine bessere Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen, findet sich kaum. Denn beim Kartenspielen am Stammtisch darf man nun wirklich nicht stören. Selbst wenn man Skat kann, was dem bayerischen „Schafkopfen“ - kommt nicht von Schaf, sondern vom Holzschaff, auf dem früher gespielt wurde - ähnlich ist.
Und wie sieht der Münchner seine Stadt? Gegenüber einem Fremden wird er sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. Es gibt ja das beliebte Medienspielchen, in dem in schöner Regelmäßigkeit irgendein Hamburger Magazin oder eine Berliner Zeitung wieder auf die Stadt an der Isar einprügelt. Dann werden in München die Federn gespitzt zum Gegenschlag. Bayerisch ist reich an heimtückischen Worten. Und der Dialekt erlaubt rüdeste Scherzchen, weil er ja so gemütlich klingt.
Besuchern sei geraten, das Auto am Stadtrand oder in der Hotelgarage zu lassen, denn Parkplätze in der Innenstadt sind selten und Knöllchen schmerzhaft teuer. Was aber ist nun Touristen zu empfehlen, damit sie einen möglichst typischen Eindruck von der Stadt bekommen? Wer mit dem Zug kommt, sollte vielleicht durch den Alten Botanischen Garten runter zum Promenadeplatz wandern, weiter über den Marienplatz, hinter dem Rathaus vorbei, zur Maximilianstraße und nach Norden in die Residenzstraße einbiegen. Wer Münchner Luft atmen will, sollte in den Biergarten vom Augustiner gehen. Im Schatten der Kastanien bringt eine freundliche (!) Kellnerin ein kühles Weißbier, dazu irgendwas Feines, Bayerisches zum Essen. Von Ferne tost der Großstadtverkehr, doch hier ist eine Oase des Friedens. Und egal, woher man kommt, dann ist man froh, in München zu sein.
Ein paar Brocken zum besseren VerständnisBayern mögen es ganz und gar nicht, wenn sich ein “Zuagroasta“ an der bayerischen Mundart versucht - wobei mit “Zugereister“ jeder gemeint ist, der nicht gebürtig aus Bayern stammt. Aber ein paar Brocken zu verstehen schadet nie. Sagt der Münchner etwa „Fo wo kummsdn du hea?“, fragt er nach der Herkunft des Reisenden. Auf dem Oktoberfest bestellt er mit „A Maß biddscheen“ höflich einen Liter Weißbier. Im Wirtshaus hingegen ordert er „A Hoibe“ (einen halben Liter Gerstensaft) und nie (wirklich nie!) ein kleines Bier. Achtung: Hört der Reisende ein lautstarkes „Glai schäbads“, sollte er schleunigst die Flucht ergreifen - gleich könnten die Fäuste fliegen.
Beim Fußball sind die Münchner nicht mehr zu haltenVon August bis Juni empfangen die beiden Münchner Traditionsvereine, der FC-Bayern und TSV 186, ihre Gegner in der Allianz Arena und setzen alles daran, ihre Fans im Siegesrausch nach Hause zu schicken. Die Spieltermine stehen unter www.fcbayern.de und www.tsv1860.de, Karten gibt es an vielen Vorverkaufsstellen und für den FC Bayern unter Tel. 69931333.
Gladius DeiThomas Manns Meistererzählung ist das oft geschundene Zitat „München leuchtet“ entnommen, im Original heißt es allerdings „München leuchtete“.
Gelächter von außenOskar Maria Graf rechnet hier teils liebevoll und teils böse mit München ab.
MünchnerinnenEin hübsches Alterswerk des sehr bayerischen Schriftstellers Ludwig Thoma.
Kerbels FluchtUwe Timm schildert die Landeshauptstadt aus der Sicht eines Taxifahrers.
RossiniRegisseur Helmut Dietl setzte mit diesem Film dem Italiener an der Ecke ein Denkmal. Bis zur Schließung im Jahr 2007 gehörte der Drehort, das Romagna Antica, zu den Topadressen der Stadt.
Kir RoyalNochmal Helmut Dietl mit einer Gesellschaftssatire, die die Münchner Schickeria aufs Korn nimmt, erzählt aus der Perspektive des Klatschreporters Baby Schimmerlos.
MünchenSteven Spielberg dokumentiert die Ereignisse während und nach dem Attentat bei den Olympischen Spielen 1972.
AnatomieDer Campus aus „Anatomie“ von Regisseur Stefan Ruzowitzky liegt in München, obwohl der Thriller um einen Ärzte-Geheimbund in Heidelberg spielt.
muenchen.germanblogs.de & www.muenchenblogger.deHier schreiben Blogger, welche Events man in der Stadt nicht verpassen sollte, was ihnen beim Shopping passiert ist oder wie das Essen im Restaurant geschmeckt hat.
kunst-muenchen.blogspot.comHier findet der Leser Kommentare und Beobachtungen über Ausstellungen und Kunstprojekte. Der Blog wird unregelmäßig aktualisiert - und zwar immer nur dann, wenn sich etwas in der Kunstszene tut.
www.breitnigge.deFans des FC Bayern können in diesem Blog die Meinungen anderer Anhänger des Münchner Clubs zu aktuellen Spielen oder Trainerentscheidungen erfahren
www.schlaflosinmuenchen.netAnnik Rubens setzt sich allabendlich in ihrer Schwabinger Wohnung mit Kater Tiger vor das Mikro, um drei Minuten aus ihrem Leben zu berichten. Für ihre Podcast-Kolumne erhielt sie 2005 sogar den Award für den “best non-English podcast„.
www.podmuckl.dePodmuckl besucht Münchner Attraktionen, eröffnet die Biergartensaison oder grillt an der Isar, um danach über seine Erlebnisse zu berichten.
girlsandthecity.podspot.deNach dem Vorbild der populären TV-Serie geht es bei „Girls and the City“ um Frauen, die in der Großstadt den Mann fürs Leben suchen oder ihren Kater nach dem Oktoberfest auskurieren.
Szene
Trend Guide München
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Bernd Pipo scoutet Sie durch den Szene-Dschungel
Unser Szene-ScoutBernd Pipo arbeitet als Lifestyle- und Party-Redakteur - sein Szene-Wissen ist sein größtes Kapital: Er versorgt beispielsweise Prinz Online mit einem Party-Kalender und ProSieben (www.welove.de) täglich mit Promi-News aus aller Welt. Warum München? Weil die Stadt ein gelungener Mix aus Hippness und charmanter Tradition ist!
Vintage ShoppingDie Bussi-Bussi-Gesellschaft ist aus München nicht wegzudenken und jeder will dazugehören. Wem das nötige Kleingeld fehlt, um sich die Gucci- und Prada-Outfits aus den Boutiquen der Maximilianstraße leisten zu können, der holt sich die Designerteile einfach aus zweiter Hand! Den wohl größten Fundus bietet die legendäre Second-Hand-Agentur in Schwabing (Siegesstr 20 | www.second-hand-agentur.de), gleich um die Ecke liegt Karolas Exklusiv-Second-Hand (Haimhauserstr 6). Schickes direkt vom roten Teppich gibts bei Macy (Johannisplatz 20 | Tel. 48997744), wo Schauspielerinnen und Lokalprominenz bereits Getragenes abgeben, um Platz im Kleiderschrank zu schaffen. Requisiteure und Fotografen schwören auf den gut sortierten Shop Vintage & More (Frauenstr 15 | www.vintageandmore.de).
Bye Techno, Hallo ElektroDie New York Times titelte mit Blick auf Münchens Nightlife: „Who needs Berlin?“ Die elektronische Welle, die DJ Hell und Tom Novy in den 90ern losgetreten haben, regiert die Clubszene an der Isar bis heute. Allen gepimpten Black-Beat-Partys zum Trotz feiern die szenigen Münchner lieber elektronisch im Harry Klein (Friedenstr 10 | www.harrykleinclub.de), zu den Beats der Lokalmatadore Gigolo Records (www.gigolorecords.com) und der World League (www.worldleague.de) oder gesellen sich im feinen Kellerclub mit dem bezeichnenden Namen Erste Liga (Thalkirchner Str 2 | www.ersteliga.com) zu ihresgleichen.
GlockenbachviertelIn, in, in! Das Viertel an der Isar ist zum absoluten Szenespot geworden. Am Gärtnerplatz zeigt sich der Münchner vor allem an Sommerabenden und Wochenenden, wie er stylt und lebt: Schicki-Mickis, Gays, Freaks, Porschefahrer - jeder darf nach seiner Façon glücklich werden. Gute Anlaufstellen für den frühen Abend sind z.B. das kupferglänzend designte Bio-Restaurant Kranz (Hans-Sachs-Str 12 | www.daskranz.de) und das clean-puristische Essneun (Hans-Sachs-Str 9 | www.essneun.com). Danach ist Bar-Hopping angesagt: Von der Lizard Lounge (Corneliusstr 34) geht es weiter übers Netzer & Overrath (Baaderstr 33) ins Hey Luigi (Holzstr 29 | www.heyluigi.de). Kenner bestellen dort das In-Getränk: Munich Mule - ein Mix aus Wodka, Ginger Ale und Gurken-Sticks!
Oma-CafésDer neueste Trend sind Micro-Clubs, die eigentlich gar keine sind: Traditionelle Oma-Cafés, die die Kuchentheke verbannt und eine DJ-Kanzel eingepflanzt haben. So beglückt das Café am Hochhaus (Blumenstr 29 | www.cafeamhochhaus.de) nicht mehr mit Käsesahne, sondern mit DJ-Sets, im K&K Klub (Reichenbachstr 22 | www.kuk-klub.de) hat das Elektro-Schmankerl den Böhmischen Knödel abgelöst und im Café Mozart umrahmen Seidentapeten das szenige Treiben (Pettenkoferstr 2 | www.cafe-mozart.info). Diesem Trend folgend schießen Läden wie der Platzhirsch (Rosental 8 | 1. Stock | www.platzhirschen.de) und der Trachtenvogl (Reichenbachstr 47 | www.trachtenvogl.de) wie Pilze aus dem Boden.
SchokolädenSchokoholics freuen sich, denn es haben einige süße Spezialshops eröffnet! Der Stancsics Schoko.Laden (Prannerstr 5 | www.stancsics.de) und die Götterspeise Chocolaterie (Jahnstr 30 | www.goetterspeise-muenchen.de) sind Shop und Schokoladen-Bar in einem und die neuesten Adressen für australische Handmade Chocolate, Schokoladensardinen aus der Dose und Trinkschokolade in allen nur erdenklichen Geschmacksvariationen - von Chili über Zimt bis Kardamom. Im kultigen Café Kubitscheck gibts nicht nur Konditor-Meisterwerke, sondern auch Kurse für Schleckermäuler (Waldfriedhofstr 105 | www.cafe-kubitscheck.de).
Dirndl meets FashionWas den Kölnern der Karneval, ist den Münchnern das Oktoberfest. Da diese fünfte Jahreszeit mit 16 Tagen zu kurz ist, lässt die Szene es sich nicht nehmen, auch unterm Jahr in Lederhose und Dirndl zu schlüpfen. Die Nacht der Tracht (www.nachtdertracht.de) ist ein Schaulaufen der Eitelkeiten, bei der schon mal ein Monatsgehalt für ein bayerisches Outfit geopfert wird. Da will die Nobeldiskothek P1 (Prinzregentenstr 1 | www.p1-club.de) natürlich nicht hinten anstehen und lädt alljährlich zum beliebten Trachten-Clubbing - Motto: Almrausch. Wem im Edel-Kaufhaus Loden-Frey (Maffeistr 7 | www.lodenfrey.de) angesichts der Preise das Portemonnaie zufriert, kleidet sich günstig im Trachten-Secondhand ein, z.B. bei Pats Boutique (Tal 14).
Haare ab!Einmal waschen, schneiden, legen? Nein danke! Der Weg zum Friseur hat in München nichts mehr mit Trockenhauben und Haarfestiger zu tun. Stellenweise ist die Friseurdichte so hoch wie in keiner anderen Stadt der Welt. Friseure lassen sich zusammen mit ihren Innenarchitekten bei so viel Konkurrenz einiges einfallen, um dem stylishen Kunden ein passendes Umfeld zu bieten. Der Kosmos von Andreas Kriegseisen könnte einer futuristischen Vision von Alien-Schöpfer Giger entsprungen sein (Angertorstr 1 | www.kriegseisen.de), nach einem Cut im Bash Club (Sendlinger Str 45 | www.bash-club.de) chillt die Szene im hauseigenen Wellnessbereich und im Schnittraum entspannt sich das Auge gleich mit: Den neuen Look gibts im schokofarbenen Design Interieur (Barerstr 55 und | Thalkirchner Str 1 | www.schnittraum-muenchen.de).
Kick-off„Hier ist es gut sein“, sagen die verwöhnten Münchner. Und tummeln sich nach Feierabend gern an der Isar oder im größten innerstädtischen Park der Welt: dem Englischen Garten - auch E-Garten genannt. Dutzende Freizeitmannschaften treffen sich dort in jeder freien Minute, um Bälle durch die Gegend zu schießen oder ihre Capoeira-Moves zu trainieren. Der neueste Trend im E-Garten sind ausgefallene Sportarten: von Rugby über Baseball bis hin zu Jongleur-Akrobatik - Mitspieler sind meistens gerne gesehen! Die Isar-Auen wurden in den vergangenen Jahren renaturiert und sind seither zum endlosen City-Beach avanciert. Auch hier wird rundherum gekickt, was das Zeug hält - manchmal sogar mit den Sportfreunden Stiller.
Stichworte
Von FC Bayern bis Weisswurstzuzeln
Das Motto der Münchner heißt „Leben und leben lassen“
FussballMünchen hat zwei Bundesligavereine, die sich nicht mögen. Da ist der Protzclub FC Bayern, bei dem zurzeit bestenfalls 2,4 Prozent Einheimische im Kader stehen. Und da ist der (ehemalige) Arbeiterverein TSV 1860 aus dem Glasscherbenviertel Giesing. Obwohl die Sechziger derzeit in der 2. Bundesliga kicken, teilen sich die beiden Vereine die ca. 130 Mio. Euro teure Allianz- und WM-2006-Arena in Fröttmaning. Bayern kämpft meistens um den Meistertitel, die Sechziger schwanken zwischen Uefa-Cup-Platz und 2. Liga. Jeder Münchner hat das Recht, einen der Vereine zu lieben und den anderen zu verdammen. Gäste müssen beide Vereine in den höchsten Tönen loben, je nach Umgebung den einen noch ein bisschen mehr. Alles andere würde zu Straffälligkeiten seitens der Einheimischen führen.
GrantDank der Jahrzehnte dauernden Aufklärungssendung „Komödienstadel“ weiß die Welt: Der Bayer ist stets lustig, ein bisschen hinterhältig, auch ein bisschen doof, aber gutherzig und trotz einer gewissen Bauernschläue am Ende der Komödie ein guter Mensch. Die Wahrheit ist nicht ganz so einfach. Der Bayer (hier unterscheiden wir ausnahmsweise nicht zwischen Städter und Landmann/-frau) ist von Haus aus grantig, wortkarg, mürrisch, einzelgängerisch. Er liebt die Ruhe (das dazu unpassende Fremdwort heißt „Gemütlichkeit“), das ungestörte, langsame Schlürfen einer Maß Bier, er hat immer Recht, und wenn nicht, wird er noch grantiger. Nichtbayern versuchen gerne, ihm die Welt zu erklären, zum Beispiel, wie man mit einem Zahnstocher den Salzstreuer zum Streuen bringt. Das mag der Bayer nicht gerne, denn er schraubt den Deckel lieber ab, um ans Salz zu kommen.
Münchner BierWeltweit berühmt, und das eigentlich zu Unrecht, zumindest aus heutiger Sicht. Auch wenn hier nach wie vor gemäß dem bayerischen Reinheitsgebot (Hopfen, Malz, Wasser) gebraut wird, hat das Münchner Bier zumindest seine Vielfalt verloren. Weil sich die ohnehin ziemlich großen Brauereien der Stadt zusammengeschlossen haben und sich noch dazu immer mehr restdeutsche Bierkonzerne hier einkaufen, ist es um die Einmaligkeit des Münchner Biers schlecht bestellt. Wer wirklich Bier genießen will, schaue bei der Wahl des Gasthauses auf die dort ausgeschenkte Marke. Denn es gibt rund um München feine, kleine Brauereien, die köstliches Bier herstellen. Als Beispiel seien nur die drei besten Weißbier-sorten erwähnt: Karg (süffig, wenig Kohlensäure), Unertl (fast ölig und sehr intensiv), Hopf (mit leichtem Anflug von Banane, sehr erfrischend). Das Münchner Bier ist prinzipiell etwas leichter als etwa das aus Nordrhein-Westfalen. Übrigens erkennt man dem Weltmarkt allzu angepasste Lokale daran, dass sie ihr Bier in der so genannten Preußenhalbe ausschenken, das sind Biergläser, die wie die einheimischen ausschauen, aber nur 0,4 Liter fassen (meist jedoch ebenso viel kosten wie sonst die normale Halbe). Trinken mehrere Menschen an einem Tisch, stößt man die Krüge mit normalem Hellen kräftig bäuchlings an und sagt „Prost“. Der Weißbierkenner stößt dagegen mit dem verstärkten Glasboden an. Es ist nicht verpönt, sich nach dem ersten Schluck den Schaum vom Mund zu wischen.
OktoberfestGrößter Kollektivrausch der Welt. Es hat erstmals anno 1810 anlässlich der Hochzeit des späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen stattgefunden, damals mit einem Pferderennen. Heute werden die Verzehrrekorde von Bier, Hendl und Ochsen nur noch in Millionen notiert. Freitag und Samstag herrscht auf der „Wiesn“ ein wahrer Massenansturm. Ab dem Nachmittag werden die Bierzelte wegen des Andrangs manchmal sogar geschlossen. Die Jugend der Welt, vor allem aus Australien und Neuseeland, trifft sich im Hofbräu-Zelt zum Kampftrinken, und es fliegen schon mal nicht mehr gebrauchte Büstenhalter durch die Gegend. Warum aber das Oktoberfest größtenteils im September stattfindet (nur das dritte und letzte Wochenende ist im Oktober), ist eines der großen Rätsel der Menschheit.
TrachtenNatürlich sind sie prächtig anzuschauen, die echten bayerischen Trachten: männlicherseits hirschlederne, kurze, doppelt geknöpfte Hosen mit bestickten Hosenträgern überm kragenlosen leinenen Hemd, Wadlstrümpfe, Haferlschuhe, dazu ein Filzhut mit Gamsbart. Oder weiblicherseits das Dirndl mit wohl formendem Mieder und einer Schürze, die viel aussagt über den Herkunftsort der Trägerin. München selbst hat keine Trachtentradition. Der Einheimische pflegt leicht bajuwarisiertes Gewand mit Walkjanker oder Lodenmantel.
WeisswurstDes Münchners zweites Frühstück, dazu statt Kaffee Weißbier. Man bestellt sie stückweise und nicht als Paar. Die Weißwurst besteht größtenteils aus Kalbsbrät, Wasser und Geheimnissen, sie wird in Wasser sanft erhitzt (sonst platzt sie) und mit süßem Senf nebst Breze serviert. Über die korrekte Esstechnik gibt es wahre Religionskriege. Der Laie schneidet sie längs hälftig durch und portioniert so das Innere nach eigenem Gusto. Der eher kernige Bayer (meist ein Zuagroasta) übt sich im überkommenen Brauch, nimmt die Wurst in die Hand, taucht sie in den Senf und zuzelt sie aus. Der Kenner aber sticht an einem Ende ein, schneidet die Haut dreiviertel durch und pult elegant das Innere nach Außen (geht nur mit perfekt erhitzter Wurst). Früher hieß es übrigens, die Weißwurst dürfe „das Zwölfuhrläuten“ nicht hören, weil sonst zu alt sei. Das hat sich, dank der Konservierungskunst, erledigt. Aus aktuellen Anlässen gibt es, zum Beispiel auf dem Viktualienmarkt, heute auch Pferdeweißwurst.
Feste und Events
Höhepunkte in Bierlaune
Fünf Jahreszeiten, Festivals und der größte Rausch der Welt
Die Ganzjahres-Feierkurve ist stark traditionell geprägt und hat zwei Höhepunkte, die beide mit Bier zu tun haben: die so genannte fünfte Jahreszeit, in der das extra gebraute Starkbier ausgeschenkt wird, und natürlich das weltberühmte Oktoberfest. Die Starkbierzeit ist eine eher interne Münchner Angelegenheit, wogegen beim Oktoberfest die ganze Welt zu Gast ist.
1. JanuarNeujahr
6. JanuarHeilige Drei Könige
März/AprilKarfreitag
März/AprilOstermontag
1. MaiTag der Arbeit
MaiChristi Himmelfahrt
Mai/JuniPfingstmontag
JuniFronleichnam
15. AugustMariä Himmelfahrt
3. OktoberNationalfeiertag
1. NovemberAllerheiligen
25. und 26. DezemberWeihnachten
Feiertage sind den Münchnern heilig: Am Faschingsdonnerstag sind die Geschäfte teilweise geschlossen, am Faschingsdienstag alle. Auch an Allerseelen (2. November) bleiben viele Geschäfte zu. Am 24. und 31. Dezember ist ab Mittag praktisch alles dicht.
Januar/FebruarFasching: Der „unsinnige Donnerstag“ macht seinem Namen Ehre, denn am Faschingsdienstag tanzen die Marktweiber auf dem Viktualienmarkt. Alle sieben Jahre traditioneller Tanz der Schäffler (nächster Termin im Jahr 2012).
März/AprilStarkbierzeit: Zwei Wochen nach Aschermittwoch bis Ostern, weil 1651 die Paulaner Mönche beschlossen haben, dass Fasten mit Bier besser geht als ohne. Seitdem braut jede große bayerische Brauerei ihren eigenen Doppelbock.
April/Juli/OktoberAuer Dult: Dreimal im Jahr jeweils neun Tage Münchens größter Trödelmarkt, am Samstag vor dem 1. Mai, am Samstag nach Jakobi im Juli, 3. Samstag im Oktober, www.auerdult.de, Bus 52 Mariahilfplatz.
MaiDokumentarfilmfestival: Bundesweit wichtigster Termin in diesem Genre, eine Woche im Mai ist das Filmmuseum im Stadtmuseum zentraler Anlaufort (St.-Jakobs-Platz 1 | Tel. 089/23324888 | www.dokfest-muenchen.de).
Juni-AugustOpernfestspiele im Juni und Juli: Vorverkauf schon ab Ende Januar (Bayerische Staatsoper | Tel. 089/21851920 | www.muenchner-opern-festspiele.de).
September/OktoberOktoberfest: Über drei Wochenenden, das letzte Wochenende ist das erste im Oktober. Bier- und Schaustellerfest mit über 6 Mio. Besuchern. Am ersten Wiesn-Samstag um 12 Uhr traditioneller Anstich im Schottenhamel-Zelt durch den Münchner OB. www.oktoberfest.de
November/DezemberTollwood-Winterfestival: Münchens schönster Weihnachtsmarkt, auf der Theresienwiese mit hervorragendem En-Suite-Kulturprogramm (bis 31. Dez.). | www.tollwood.de
Sehenswertes
Bäder und Boulevards, Parks und Paläste
München ist nicht nur eine Stadt für ein paar Stunden - ihre Schönheit und Vielfalt erschließt sich mit jedem Tag mehr
Wer München nicht nur besichtigen, sondern anschauen will, möge sich ein Gebot auf den Stadtplan schreiben: Lass dir Zeit! Man sollte, um nicht nur einen oberflächlichen Eindruck zu bekommen, Münchens liebenswerte Details auf sich wirken lassen - und sie vor allem im Zusammenhang mit der Umgebung, der Geschichte, den Menschen betrachten.
Es ist gewiss sinnlos, sich die gesamte Residenz in zwei Tagen erobern zu wollen. Ein Abend im Brunnenhof, bei einem der feierlich-klassischen Sommerkonzerte, ein Nachmittag im Theatron des Olympiageländes bei den Rockmusikern, ein früher Morgen bei den Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, ein Besuch im Nymphenburger Park mit einer kundigen Biologin, eine Hochzeit in der Theatinerkirche am späten Samstag - die wahre Schönheit dieser Stadt wird entdecken, wer sich abseits touristischer Pfade bewegt.
Wer sich für Kunst interessiert, wird in München sowieso schnell vom straff durchstrukturierten Zeitplan abweichen - es gibt schlicht zu viel zu bestaunen! Wenn man Berlin außer Acht lässt, ist München mit seinen fast 50 staatlichen, städtischen und privaten Sammlungen Rekordhalter unter den deutschen Städten. Doch den Ruf als Museumsstadt verdankt man vor allem dem Glanz der Vergangenheit. Es war der kunstsinnige König Ludwig I., der mit seinen Museumsgründungen (Alte und Neue Pinakothek, Glyptothek und Antikensammlung) das kulturelle Erbe erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Ludwigs Museen sind bis heute Publikumsrenner und brechen ständig Besucherrekorde.
Die aktuelle Kunst hingegen wurde in München lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Gegenwartskunst wurde privaten Sammlern und Mäzenen überlassen. Das änderte sich erst 2002: Neues Glanzlicht der Münchern Museenwelt ist heute die Pinakothek der Moderne. Nach amerikanischem Vorbild sind hier nicht nur die Gemälde und Skulpturen der Staatsgalerie Moderner Kunst, sondern auch die reichen Bestände der Neuen Sammlung (Kunsthandwerk und Design), also angewandte Kunst, gleichrangig miteinbezogen.
Wer mit den ehrwürdigen Häusern der jungen und alten Kunst nichts anfangen kann, dem sei das Valentin-Karlstadt-Musäum ans Herz gelegt, oder eines der vielen kleinen, intimen Museen, die eher „exotische“ Interessen befriedigen.
Die Altstadt ist der Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, die hierher strömen, um die Wahrzeichen Münchens zu bestaunen. In direkter Nachbarschaft zu den berühmten Sehenswürdigkeiten im historischen Kern laden die großen Einkaufstraßen zum ausgiebigen Shopping ein.
Früher wohnten im Lehel Tagelöhner, die zu arm waren, um innerhalb der Stadtmauern zu siedeln. Heute sind die Altbauten saniert, die Fassaden restauriert und der Stadtteil ein beliebtes Wohnviertel in zentraler Lage.
Die Maxvorstadt ist das Münchner Museums- und Universitätsviertel und wird gern als „Gehirn Münchens“ bezeichnet. König Ludwig I. ließ hier im 19. Jh. seine Vorstellungen von einem „Isar-Athen“ verwirklichen. Noch heute beherrschen die klassizistischen Bauten das architektonische Bild des Viertels. Neu hinzu kam 2002 die Pinakothek der Moderne.
Das momentane In-Viertel ist Anziehungspunkt für Studenten, Jungdesigner und die Schwulenszene gleichermaßen.
Auch als „Münchens grüne Lunge“ bekanntes Viertel, das vom barocken Schloss Nymphenburg dominiert wird. Riesige Grünflächen, der Schlosskanal und die Prachtbauten der ehemaligen Villenkolonie verleihen dem Viertel einen edlen Flair und machen es zum beliebten Rückzugsgebiet für gutsituierte Münchner.
Eigentlich verlässt der Münchner nicht gerne den Stadtkern. Außer, er fährt sommers zum Baden an den Starnberger See oder winters zum Skifahren in Richtung Kitzbühel. Deshalb gehören Stadtviertel wie Haidhausen mit seinem historischen Müllerschen Volksbad, Thalkirchen mit dem immergrünen Tierpark oder das Olympiagelände im Norden der Stadt schon fast zu den Außenbezirken - obwohl sie vom Zentrum aus in nur wenigen Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.
Ein Tagesticket des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) erstehen (10 Euro) und den ganzen Tag auf Entdeckungstour gehen. Tipp: Die Museumslinie Bus 100 startet am Hauptbahnhof in Richtung Pinakotheken, fährt dann über den Odeonsplatz sowie die Königinstraße zum Haus der Kunst/Nationalmuseum. Dann vorbei am Friedensengel und über den Prinzregentenplatz bis zum Ostbahnhof.
Essen und Trinken
Biergärten, Bistros und Gourmettempel
Die Traditionalisten lieben ihre Weißwurst pur, die jungen Wilden mischen Bayerisch mit Kreolisch - München machts möglich
Die bayerische Küche besteht nicht nur aus Leberkäs und Weißwurst, Schweinsbraten und Knödel, so köstlich sie auch alle sind. Doch die Küche Bayerns, also auch die seiner Hauptstadt, ist vielfältiger, anspruchsvoller - und auch eigenartiger, als man sich das gemeinhin vorstellt.
Die Edelgastronomie erlebt zurzeit eine Baisse. Einige der besten Adressen der Stadt mussten schließen - zum einen wegen Mangels an zahlungskräftigem Publikum, zum anderen aber auch, weil ein paar junge Wilde die Szene erobert haben.
Natürlich hat sich hier in den vergangenen Jahren - wie überall - französische, asiatische und italienische Kochkunst etabliert. Dennoch werden die heimischen Spezialitäten vom Kalbsbries bis zum sauren Lüngerl nicht vergessen. Essen wie ein Münchner? Zum Beispiel Fleisch: In ganz Bayern beliebt sind - trotz der Gefahr von Schwermetallanreicherung, BSE und Gicht - Innereien. Das Kalbshirn (paniert und gebacken) kann köstlich zart sein, die Nieren von Schwein und Kalb werden entweder sauer (mit Essig) oder gebraten angeboten, das Kalbslüngerl nach stundenlangem Kochen mit Knödel gereicht.
Zum Beispiel Fisch: Dank der Sauberkeit der bayerischen Seen (mittlerweile hat auch der Chiemsee wieder Trinkwasserqualität) ist das Angebot, wenngleich nicht sehr variantenreich, reichlich. Berühmt sind die Renken vom Starnberger See, aber auch die Forelle aus der Zucht (seltener aus dem Gebirgsbach) steht auf fast jeder Karte.
Ein paar Tipps zum Lesen der oft außen neben der Eingangstür angebrachten Speisekarte: Steht dort „Schweinebraten“ statt „Schweinsbraten“, ist das Restaurant zumindest kein sehr bayerisches. Wird das Bier in 0,33-Liter-Gläsern angeboten, ist der norddeutsche Einfluss bereits gefährlich dominant. Heißt es „Kalbsmedaillon und Pommes de terre“, zahlt man viel Geld für sehr unmünchnerisches Essen.
Die Münchner Kellner und Kellnerinnen sind, zumindest in den „echten“ Wirtshäusern, oft ein wenig grantig. Einzelabrechnungen sind hier kein Problem. Der Gast erhöht die Rechnung für die Bedienung um bis zu zehn Prozent, erwartet wird mindestens eine Aufrundung. Es ist üblich, nach dem Zahlen den Tisch ziemlich flott zu verlassen.
Aufgschmalzene Brotsuppefrüher ein Armeleuteessen, heute in der edlen regionalen Küche zu finden. In Brühe eingeweichte Brotreste werden angeröstet und mit der Suppe aufgegossen.
AusgezogeneSchmalzgebäck mit einem Durchmesser von 12 bis 20 cm. Wurde früher v. a. zu Erntedank und an hohen Festtagen gebacken. Heute gibts die „Kirchweihnudel“ bei jedem Bäcker.
Böfflamottkommt wie vieles in Bayern aus dem Französischen und heißt im Original Bœuf à la mode. Ochsenfleisch wird mit zwei Kälberfüßen vier Stunden geschmort.
Leberkäsin der Semmel Überlebensstrategie für gestresste Schnellesser. Es ist weder Leber noch Käse darinnen, sondern ein Geheimnis aus Rind-, Schweinefleisch und vielem mehr.
Obatzda„Batz“ bedeutet Lehm, Dreck. Der Obatzda ist ein reifer Camembert, der mit Butter, Zwiebeln, Gewürzen und etwas Bier verrührt wird.
Rindsrouladen mit RahmkarfiolStarkoch Eckart Witzigmann macht die Rouladen mit einer Nürnberger Bratwurst in der Mitte. Muss nicht sein, es geht auch mit Mangold, Senf, glasigen Zwiebeln und etwas Speck. Karfiol heißt übrigens auf Deutsch Blumenkohl.
Saure Nieren mit RöstkartoffelnUngesund, aber köstlich. Nieren gründlich waschen und eine halbe Stunde in Milch legen. Am Schluss einen Schuss Zitronensaft dazugeben, gekochte Kartoffeln langsam in der Pfanne rösten.
Schweinsbratenden Braten mit Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben, die Schwarte in Rauten schneiden, eine geviertelte Zwiebel mit Schale mitbraten, mit dunklem Weißbier übergießen. Dazu gibts meistens Knödel. Vorsicht, wenn auf der Speisekarte Schweinebraten steht statt Schweinsbraten.
ServiettenkloßKnödelteig wird in eine Serviette oder ein Küchentuch gedreht und 30 Minuten in siedendem Wasser gar gekocht.
Brauereibesichtigung im Paulaner Bräuhaus: Der Braumeister führt kostenlos durch sein Reich, wenn man später in das Wirtshaus einkehrt. Tgl. | Kapuzinerplatz 5 | Tel. 5446110 | Termin nach Vereinbarung | www.paulanerbraeuhaus.de | U 3/6 Goetheplatz
Einkaufen
Shopping mit Stil
Warum Trachtenmode en vogue ist und Münchner ihr Öko-Kaufhaus lieben - Tipps für einen tollen Einkaufsbummel
Die belebtesten Einkaufsmeilen in Münchens Fußgängerzone sind die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Marienplatz und Stachus mit der neuen Hypovereinsbank-Passage und der „Arcade“.
Hier liegen dicht beieinander Kaufhäuser, Bekleidungsgeschäfte, Juweliere und Plattenläden. Straßenkünstler und Musikanten schaffen es noch immer, wenn auch nur für kurze Zeit, die Mitmenschen in ihrem Kaufrausch zu bremsen.
Die zweite Achse der Fußgängerzone, vom Marienplatz zum Odeonsplatz, gehört dann schon zum Kapitel „dicker Geldbeutel“. In der Theatinerstraße, in den auch architektonisch ansprechenden Fünf Höfen und in den anderen hübschen Passagen, die auf beiden Seiten von ihr abzweigen, findet man exquisite Modeboutiquen, Herrenausstatter, Hutsalons, italienische Schuhgeschäfte, Juweliere und Kunstgalerien. Dieses exklusive Einkaufsviertel umschließt den ganzen Bereich um die Perusa- und Residenzstraße bis hinauf zur Briennerstraße und zum Salvatorplatz. Das Gärtnerplatzviertel war erst Schwulenviertel und ist jetzt Einkaufsparadies für Freunde exotischer Mode. Hier findet man Kleider aus Hanf genauso wie kreativ-kühne Schneiderkunst. Shopping-unlustige Begleiter können Sie in einem der zahllosen Cafés abstellen oder zum Friseur schicken, denn dieses Viertel hat die möglicherweise weltweit größte Coiffeurdichte. Doch der unumstrittene Münchner Einkaufs-Prachtboulevard ist die Maximilianstraße. Hier, zwischen Nationaltheater und Altstadtring, findet man nur das Teuerste vom Teuren - ob Jagdkleidung, Schmuck oder Kunst.
Zu einer attraktiven Einkaufsstraße mit vielen kleinen Boutiquen (erschwingliche Ware) hat sich in den letzten Jahren die Sendlinger Straße vom Marienplatz bis zum Sendlinger Tor entwickelt. Wen in der Fußgängerzone Platzangst befällt, der sollte hierher ausweichen. Kurz vor der Asamkirche verbindet eine Einkaufspassage die Sendlinger- mit der Kreuzstraße: die Asampassage, eine Insel inmitten der Stadt, mit Cafés, Kneipen und Geschäften. Tal heißt die Straße zwischen Marienplatz und Isartor, die Touristen vom Andenkenladen mit Bayernkitsch bis zum Computergeschäft jede Menge zu Gucken bietet.
Wer den Zeitgeist und flippigere Dinge sucht, muss nach Schwabing. Und zwar ins Studentenviertel zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Amalien-, Schelling- und Türkenstraße. Hier wechseln die Moden und Geschäfte schnell: einfach herumschlendern, schauen und sich inspirieren lassen. Die Amalienpassage, unauffällig eingebettet zwischen den altehrwürdigen Häusern hinter der Universität, verbindet Türken- und Amalienstraße: kleine Cafés, schicke Modeboutiquen, asiatische und südamerikanische Läden.
Die Geschäfte und Kaufhäuser sind in der Innenstadt Mo-Sa von 9-20 Uhr geöffnet (außerhalb der Innenstadt meist nur bis 14 Uhr).
Große Marken im Outlet günstiger kaufen. Zum Beispiel: Hallhuber Lagerverkauf | Taunusstr. 49 | U2 Frankfurter Ring, Helmut Lang Outlet | Promenadeplatz 2 | U/S-Bahnhof Marienplatz oder Praid | Oettingenstr. 29 | U 4/5 Lehel
Unterhaltung
München leuchtet - besonders bei Nacht
In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es Kultur und Nachtleben in allen Schattierungen
Millionendorf oder Weltstadt? Leicht ist die Frage nicht zu beantworten. Zwar bietet München eine verwirrende, bunte Palette an Bars, Kneipen, Musikschuppen, Diskos, Kinos und Nachtcafés. Und doch jammern die Einheimischen, dass kurz nach Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt würden.
Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Wer sich informiert und dazu Standvermögen (bei den Türstehern), Entdeckungslust (man weiß nie genau, was warum wann in ist) und viel Kleingeld mitbringt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Die beliebtesten Ausgehviertel: Schwabing (für alle über 25), Haidhausen (hat sich vom Studentenviertel zu einer Yuppie-Dependance gemausert), Neuhausen (intakte Welt mit kleinen Überraschungen), Schlachthofviertel (noch nicht saniert) und der Gärtnerplatz (für Szenegänger und Leute, die es gerne werden möchten). Achtung: Alle Tipps können von einem auf den anderen Tag total out sein!
Club and Line: Bis in die frühen Morgenstunden (Fr/Sa) verkehrt der Partybus mit Bar und DJ zwischen den angesagtesten Clubs der Stadt - die günstige und lustige Alternative zur Taxifahrt. Aktuelle Route und Fahrpreise unter: www.club-and-line.de
Übernachten
Traumhaft schlafen
Von der Nobelherberge bis zur gemütlichen und preisgünstigen Pension - München hat alles für eine gute Nacht
Wer sich noch an die TV-Serie „Kir Royal“ erinnert, weiß, in welcher Pracht die noblen Gäste der Stadt residieren, in Königs- und Prinzensuiten, die pro Nacht gut und gerne 1500 Euro und mehr kosten.
Doch auch ganz normale Münchenbesucher werden, wenn sie nicht aufpassen, ganz schön zur Kasse gebeten, vor allem in den Hauptbesuchszeiten der Stadt, während des Oktoberfests oder der großen Messen. Doch neben den berühmten Hotelpalästen hat die Stadt eine ganze Reihe mittlerer und kleiner Hotels und Pensionen, die übers Jahr gesehen im Schnitt nur gut zur Hälfte belegt sind.
Erkundigen Sie sich, ob das Hotel eine günstige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hat. Denn Fahren und Parken in der Innenstadt stressen nicht nur Fremde. Sie können sich entweder über das Fremdenverkehrsamt den Zimmernachweis besorgen oder selbst telefonisch oder via Internet vorbestellen. Bei größeren Häusern ist es günstig, eine Kreditkartennummer anzugeben. Oft bieten die Hotels außerdem Sondertarife an, jedoch nur auf Nachfrage. Auch ein Preisvergleich vor Ort kann sich lohnen.
Viele Hotels haben einen Eintrag unter der Internetadresse www.deutschland-hotel.de oder unter der Website des Fremdenverkehrsamtes www.muenchen-tourist.de oder unter www.nethotels.com. Eine Reihe günstiger Hotels finden Sie in der Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.
Privatzimmer oder Apartments sind oft die günstige Alternative zum Hotel. Die Agenturen Statthotel (www.statthotel.de) und Check-In (www.checkin-muenchen.de) vermitteln Zimmer ab 30 Euro pro Tag.
Mit Kindern unterwegs
Hollywood lässt grüssen
Heute ins Filmstudio, morgen unterwegs zu fernen Galaxien - oder doch lieber Kamel reiten? München macht einfach Spaß
Stadtspaziergänge
Querbeet durch München
Ob nun zu Fuß oder mit dem gemieteten Drahtesel durch die Stadt - am Ende der Tour gibts eine ordentliche Maß
München in einem TagNatürlich behaupten die Münchner, es sei unmöglich, ihre Stadt in einem Tag kennen zu lernen. Doch wer wirklich nicht mehr Zeit hat, sollte einen Spaziergang durch die Altstadt und Haidhausen, an der Isar entlang und durchs Gärtnerplatzviertel unternehmen. Und dabei sollte ihn eine Münchner Tugend begleiten: Gelassenheit.
Auf Rollen durch die moderne ArchitekturMünchen ist mehr als Frauenkirche und Maximilianeum. Hier fand in den letzten 30 Jahren bahnbrechende Architektur statt, und zwar über die ganze Stadt verstreut, weswegen sich dieser Ausflug vor allem auf Rädern, egal welcher Art, lohnt. Dauer: je nach Kondition, mindestens aber vier Stunden.
München klassisch BayerischAuch ein Spaziergang durch das Bilderbuch-München birgt Überraschungen, wenn man sich nur auf die Freiheiten bajuwarischer Lebensart einlässt. Er dauert je nach Gaststättenverweildauer etwa drei Stunden.
24h
Ein Tag in München
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Frühstück für FrühaufsteherMorgengrauen? Geschenkt! Die Verkäufer des angrenzenden Viktualienmarkts stärken sich im Café Schmalznudel nach dem Aufbau der Stände gemeinsam mit übrig gebliebenen Nachtschwärmern. Der Publikumsmix ist ebenso köstlich wie die legendären Schmalznudeln. Wo? Prälat-Zistl-Str. 8
Rikscha-Tour zu den NackertenAb in die Rikscha, das sanfte Schaukeln ist jetzt genau richtig! Der clevere München-Besucher schont die Umwelt und sich selbst und lässt einen durchtrainierten Guide in die Pedale treten! In 30 Minuten geht es vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in den Englischen Garten. Aussteigen, in der Sonne chillen und das ultimative Beweisfoto machen: Die Nackerten (= Nackten) gibts wirklich! Wo? Marienplatz | 18,50 Euro pro Person | www.rikscha-mobil.de
Do it yourself!Zeit, selber aktiv zu werden! Mit Kittel, Pinsel und Werkzeug steht der Verwandlung vom City-Besucher zum Künstler nichts mehr im Wege. Bei den wechselnden Workshops in der Pinakothek der Moderne entstehen Bilder, Licht- oder Videoinstallationen - je nachdem, welche Ausstellung gerade läuft. Wo? Barerstr. 40 | 15 Gehminuten vom Englischen Garten | Anmeldung nötig: Tel. 23805284 | www.pinakothek.de
Take away„Ich nehme den Flusskrebssalat, den Teller und den Stuhl“ - solche Sätze fallen im Livingroom öfter, denn wer hier einen Espresso Macchiato schlürft und sich in Möbel oder Deko-Elemente verguckt, kann diese einfach käuflich erwerben und sich dann schicken lassen. Wo? Wiener Platz 2 | 15 Taximinuten von der Pinakothek | www.livingroom.juliaprislin.de
Abhängen mit AdrenalinJetzt steht eine Expedition der Extraklasse an: Auf das Zeltdach des Olympiastadions gehts auf zwei Beinen, runter ist jedoch Abseiling angesagt! Ein absoluter Kick, denn der Abstieg auf den ehemaligen heiligen Rasen des FC Bayern München erfolgt über 40 Meter, freischwingend an einem Seil! Wo? U-Bahn Olympiazentrum | Anmeldung nötig: Tel. 30672414 | www.olympiapark-muenchen.de | 45 Euro
Lost in SpaceTief einatmen und entspannen - jetzt wird es kuschelig warm und angenehm. Kräfte sammeln für den Abend geht nirgendwo besser als im Float, der riesigen Badekapsel mit 550 Litern Salzwasser, in denen man schwebt. Wo? Tal 43 | 45 Minuten 45 Euro | Anmeldung nötig: Tel. 23540870 | www.float-muc.de
In München steht ein...Nach einer Maß Bier ist jeder Bayer genug, um eine Kapelle zu dirigieren! Im Hofbräuhaus sind Musikwünsche erlaubt und gegen ein kleines Trinkgeld ist auch ein Gastspiel am Taktstock drin! Wo? Platzl 9 | www.hofbraeuhaus.de
Römische OrgieEinmal extra-dekadent bitte! Nach der harten Bierbank fühlen sich die Couchlandschaften im Nektar besonders gut an. Während im Liegen gespeist wird, führt Ivan, der Zeremonienmeister, durch den Abend. Egal, ob im Haremskostüm oder als Astronaut, er ist Entertainment pur! Wo? Stubenvollstr. 1 | Anmeldung nötig: Tel. 45911311 | www.nektar.de | Menü für 54 Euro
15 Minutes of FameLust auf Selbstdarstellung bekommen? Die 15 Minuten Ruhm, die Andy Warhol jedem versprach, werden im Salon Erna verdreifacht. 45 Minutes of Fame sind mittwochs allen garantiert, die singen, lesen oder tanzen wollen. Auf der Open Stage ist alles erlaubt, Bühne und Groupies sind inklusive! Wo? Friedenstr. 10 | Anmeldung nötig: Tel. 01753748756 | www.salon-erna.de
Ausflüge und Touren
Wie Gott in Bayern
Genussfreudige Mönche, weiße Flotten, barocke Orte und gemütliche Wirtshäuser warten auf den Tagesausflügler
Mit dem Radl um den Starnberger SeeZwischen Starnberger See und Ammersee liegt eine Landschaft, die man am besten erwandert. Doch auch mit dem Rad kommen Sie den Geschichten dieser Gegend näher, die voll sind von Kobolden, Feen und Gespenstern. Rechnen Sie mit rund fünf Stunden reiner Fahrzeit für die 75 km lange Tour - und vergessen Sie das Badezeug nicht!
Ins Land des Märchenkönigs Ludwig II.Für die Tour durch die Märchen-schlösser am Alpenrand sollten Sie früh aufbrechen, da die Fahrt zum Schloss Neuschwanstein (122 km) knapp zwei Stunden dauert. Einmal in Hohenschwangau angekommen, auf keinen Fall sofort den steilen Fußweg zum Schloss in Angriff nehmen. Eintrittskarten gibt es nämlich nur im Ort.
Eine Schifffahrt auf dem ChiemseeFür diesen Ausflug sollten Sie den Wetterbericht zu Rate ziehen. Sollte Föhn angesagt sein, ist die Aussicht wahrhaft gigantisch: Es scheint, als ob die Kampenwand mitten im Chiemsee stünde. Dann nichts wie los - und Badesachen einpacken. Weil die Salzburger Autobahn (80 km bis zur Ausfahrt Prien) im Sommer staugefährdet ist, empfiehlt sich die Anfahrt mit der Bahn (eine Stunde). Planen Sie einen ganzen Tag für die Tour ein.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Wetter
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Münchenreise
AutoDie Autobahnen aus Nürnberg, Salzburg und Garmisch/Starnberg münden in den Mittleren Ring, die aus Stuttgart geht über in die Verdistraße, die über die Arnulfstraße ebenfalls zum Ring führt. Park-&-Ride-Plätze befinden sich an allen S- und U-Bahnhöfen am Stadtrand.
BahnPasing und Ostbahnhof sind beides Durchgangs-Vorstadtbahnhöfen, der Hauptbahnhof liegt dagegen im Herzen der Stadt. Hier haben Sie Anschluss an fast alle S- und U-Bahnen. Auskunft: Tel. 11861 | www.bahn.de
FlugzeugIm Zentralbereich des Flughafens findet sich die Information (Tel. 97500). Von hier aus starten auch die S-Bahnen S 1 (über Laim) und S 8 (über Ostbahnhof) im 20-Minuten-Takt, die schnellste und mit der 8,80 Euro teuren Einzelkarte billigste Methode, in die Stadtmitte zu kommen (Taxi kosten knapp 50 Euro). Der Flughafenbus verkehrt vom Hauptbahnhof täglich von 5.10 bis 19.50 Uhr ungefähr im 20-Minuten-Takt, vom Flughafen von 6.20 bis 21.40 Uhr. Preis: 10 Euro.
Tourismusamt MünchenSendlinger Str. 1 | Infotelefon: Tel. 089/23396500 | Ausführliche Informationen zu touristischen Ausflugszielen: www.muenchen-tourist.de
Tourist Information HauptbahnhofMo-Sa 9.30-18.30, im Sommer 9-20 Uhr, So 10-18 Uhr, saisonbedingte Änderungen möglich | Bahnhofplatz 2, rechts vom Haupteingang
Tourist Information MarienplatzMo-Fr 10-20 Uhr, Sa 10-16 Uhr, saisonbedingte Änderungen möglich | im Neuen Rathaus
ThalkirchenIm Landschaftsschutzgebiet des Isartals. Zentralländstr. 49 | Tel. 7231707 | 15. März-31. Okt. | U 3 Thalkirchen | dann Bus 135
ObermenzingLochhausener Str. 59 | Tel. 8112235 | 15. März-31. Okt. | S 2 Untermenzing | Bus 164
Campingplatz Langwieder SeeEschenrieder Str. 119 | Tel. 8641566 | ganzjährig | S-Bahnhof Langwied
Radius TouristikIm Hauptbahnhof gegenüber Gleis 32 | Tel. 596113 | Mitte April-Okt. tgl. 10-18 Uhr | 3 Euro pro Std., 14,50 Euro pro Tag
Call a BikeCall a Bike stellt 2000 Räder bereit, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Freigabe erfolgt mit elektronischem Code, abstellen können Sie das Rad überall, bezahlt wird über Kreditkarte oder per Abbuchung. Grundpreis 8 Cent pro Minute, maximal 15 Euro pro Tag. | www.callabike.de
Internetwww.muenchen.de, das offizielle Portal der Stadt, bietet gute Infos zu Verkehr, Kultur und Behörden. www.muenchen-online.de ist ein privates Netz mit vielen Links zum Shopping und für Webcams. www.munichx.de hat gute Infos über Nightlife und Restaurants. www.inmuenchen.de, der Onlineauftritt eines kostenlosen Veranstaltungsmagazins, informiert über Konzerte, Kinos, Theater und Ausstellungen. www.ganz-muenchen.de, listet neben aktuellen Events, auch etliche regelmäßige Termine, wie Flohmärkte oder Volksfeste, auf. www.prinz.de/muenchen, zeigt, welche Partys demnächst steigen. www.meinestadt.de/muenchen bietet Informationen vom Wetterbericht über Stadtpläne bis zu Hoteladressen. Und www.sueddeutsche.de, die Onlineausgabe der „Süddeutschen Zeitung“, bietet spannende Reportagen über die wichtigsten Events in der Stadt und Vorberichte über kulturelle Highlights.
InternetcafésInternetcafés gibt es Dutzende. Das älteste Internetcafé ist mittlerweile umgezogen und liegt nun noch zentraler (Tal 31). Kleine Snacks gibt es immer noch. Ein reines Internetcafé ohne Ambiente, dafür mit über 400 PCs bestückt, ist das Easy-Internetcafe am Bahnhofsplatz 1. Hier kann man täglich 24 Stunden surfen und mailen. Der Treff der Netzfreaks.
NotrufPolizei: 110, Polizeipräsidium: 29100, Feuerwehr: 112, Notarzt: 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst: 01805/191212, zahnärztlicher Notdienst: 7233093, Giftnotruf: 19240.
Öffentliche VerkehrsmittelEine einfache Kurzstreckenfahrt (vier Bus-/Tramstationen, zwei U/S-Bahnstationen) kostet 1,10 Euro, eine einfache Fahrt für eine Zone 2,20 Euro, für zwei Zonen 4,40 Euro. Eine Zehnerstreifenkarte kostet 10,50 Euro, für eine Normalfahrt innerhalb des Stadtgebietes müssen zwei Streifen abgestempelt werden. Der Verkehrverbund (MVV) bietet für Sehenswürdigkeiten vor den Toren der Stadt Kombitickets, die den Eintritt und die Fahrt mit U- und S-Bahnen sowie Bussen beinhalten - beispielsweise zur Bavaria Filmstadt, zu den Thermen Erding (einem künstlichen Südseeparadies) oder zum Sea Life (einem begehbaren Aquarium). Infos: 41424344 | www.mvv-muenchen.de.
StadtrundfahrtenDie Münchner Stadtrundfahrten (www.citysightseeing-muenchen.de) bieten klassische Stadtrundfahrten. Start ist der Bahnhofsplatz vor dem Elisenhof. Lustiger ist das Programm von Stattreisen München (Tel. 54404230 | www.stattreisen-muenchen.de), die mehr als 60 verschiedene Touren zu Fuß, per Tram und Fahrrad anbieten und auch auf spezielle kulturelle Aspekte eingehen. Weitere Adressen im Gelben Heft der Stadtinformation.
TaxiGrundpreis 2,90 Euro, der Kilometer kostet zwischen 1,25 und 1,60 Euro. Zentralruf: Tel. 21610 | www.taxi-muenchen.com
TelefonVorwahl München: 089
Kaffee2,50-3 Euro für eine Tasse
Bier3 Euro für eine Halbe
Breze50 Cent für eine Laugenbreze
Essen10-15 Euro für ein Mittagessen
Kinokarte4,50-6 Euro am Kinotag (Mo und Di)
Parken2,50 Euro pro Stunde
Unser Insider
MARCO POLO Korrespondent Stephan Bernhard im Interview
Stephan Bernhard lebt, mit einigen Unterbrechungen, seit über 30 Jahren in München und wird die Stadt wohl immer sein Zuhause nennen.
Wie sind Sie nach München gekommen?Meine Eltern sind nach München gezogen, als ich ein Jahr alt war. Um Bayerisch zu lernen, war das aber wohl schon zu spät. Jedenfalls habe ich nie den örtlichen Dialekt angenommen.
Wo und wie leben Sie genau?Ich wohne in Obergiesing und bin hier als Fan des FC Bayern klar in der Minderheit - das Viertel ist die Hochburg des TSV 1860. Nur fünf Minuten auf dem Fahrrad, und schon bin ich mitten im Zentrum mit seinen Bars und Cafés. Auch nur ein paar Minuten entfernt sind die Isarauen. Hier kann man mitten in der Stadt die Natur spüren.
Was machen Sie beruflich?Als freier Journalist schreibe ich für die Süddeutsche Zeitung und verschiedene Lifestyle-Magazine. Ich glaube, ich bin ein experimentierfreudiger Mensch - meine Geschichten drehen sich jedenfalls oft um Menschen in Grenzsituationen. Gerade habe ich dem Thema sogar ein komplettes Buch gewidmet. Es handelt von Extremsportlern - für mich sind das die letzten Abenteurer der Erde.
Und was reizt Sie an München?Ich habe ein paar Jahre in Österreich, Frankreich und Berlin verbracht und bin gerne zurückgekommen. Hier kann ich rund um die Uhr feiern, wenn mir danach ist, bin nur eine Stunde von den Alpen entfernt und im Sommer genieße ich den Feierabend im Biergarten. Wo sonst gibt es diese Kombination?
Sie kommen offenbar viel herum?Ja, ich habe tatsächlich ein Problem damit, den ganzen Tag in einem geschlossenen Raum zu verbringen. Vor allem, wenn die Sonne scheint, hält mich nichts mehr drinnen. Im Winter muss ich einfach zum Skifahren raus und im Sommer zum Baden an die Isar.
Mögen Sie die Münchner Küche?Früher waren Leberkäse und Weißwürste meine Leibgerichte, dann bin ich Vegetarier geworden. Nun tue ich mich mit der bayerischen Küche etwas schwer. Für gute Semmelknödel und ein kühles Bier lasse ich aber immer noch alles stehen und liegen!
Klingt gut. Gibt es überhaupt etwas, das Sie an der Stadt nicht mögen?Die Preise. Als ich nach einer längeren Zeit aus Berlin zurückkehrte, dauerte es eine ganze Weile, bis ich mich wieder an das Münchner Preisniveau gewöhnt hatte. Egal, ob Miete oder Mittagessen, hier kostet alles einfach ein bisschen mehr.
Bloß nicht
Wie Sie sich Unbill und Ungemach ersparen
In München Auto fahrenLassen Sie, auch wenn Sie Neapel- und Pariserfahrung haben, Ihr Auto in der Hotelgarage oder am Stadtrand stehen (Gepäck raus). Auto fahren in München, das ist - besonders während der Rushhour - ein Kampf auf Biegen und Brechen. Nicht nur, dass die Stadt nicht einmal für ihre eigenen Bürger genug Parkplätze zur Verfügung hat, man also nahezu gezwungen ist, falsch zu parken. Es herrscht leider auch weit verbreitet die Meinung, dass auf der Straße das Gesetz der Härte und Unnachgiebigkeit zähle. Es wird prinzipiell bei Gelb gestartet und ebenso prinzipiell bei Gelb noch durchgefahren. Höflichkeit, Zuvorkommenheit, Freundlichkeit bremsen nur den Verkehrsfluss, so die Meinung einiger schwarzer Schafe, die aber das Geschehen auf den Straßen bestimmen. Wer falsch parkt, ist mit mindestens 15 Euro dabei, und im Zweifelsfall wird rigoros abgeschleppt (was inklusive Taxi zur Verwahrstelle, Bußgeld und Abschleppkosten dann gut und gerne 150 Euro kosten kann).
Dialekt redenLernen Sie nicht Bayerisch! Es klingt fürchterlich und wird Ihnen von den Einheimischen deshalb auch nicht gedankt. Wenn ein Nichtbayer etwa „pfiadi“ sagt - was „behüte dich“ heißt - klingt das wie „bfiathy“; statt „aufi“ (hinauf) sagt er „naufi“ und statt „eini“ (hinein) „neini“, was eher wie „neine“ klingt - und „neun“ heißt. Einfach schrecklich!
Über München schimpfenSagen Sie dem Münchner nicht, dass es in Hamburg, Berlin, Paris, New York oder wo auch immer schöner, bequemer, lustiger sei als in München. Merke: Ein Münchner darf über München lästern, so viel er will, ein Tourist hat die Stadt gefälligst zu bewundern.
Mit der Polizei streitenMünchens „Schandis“ gelten allgemein als sehr verträglich und auch als nachsichtig. Wer den richtigen Ton trifft, findet oft Gnaden vor den Augen des Gesetzes. Wer dem Wachtmeister aber klar zu machen versucht, dass die Ampel nie und nimmer rot gewesen sei, ist meist den Führerschein los, bevor er überhaupt zu Ende geredet hat.
„Echt“ Volkstümliches suchenMeiden Sie angeblich urige Plätze wie das Hofbräuhaus oder den Marienplatz um 12 Uhr - dann ist halb Japan anwesend, um dem berühmten Glockenspiel zu lauschen. Gehen Sie lieber zur „Abendvorstellung“ um 17 Uhr.
Samstags zum OktoberfestAm Wochenende herrscht hier Massenansturm. Ab dem Nachmittag wird es fast unmöglich, noch einen Platz in einem Zelt zu finden und abends werden die Bierzelte wegen des Andrangs oft sogar geschlossen. Besser einen anderen Wochentag für den Ausflug wählen.


ab 89 €



