###LayerPHP###

City-Info Palma de Mallorca

City-Info Palma de Mallorca

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  •  9 Gästebewertungen

 
  • Auftakt
  • Angesagt
  • Ausflüge und Touren
  • Bloß nicht
  • Feste und Events
  • Praktische Hinweise
  • Stichworte

  • Insider-Tipp
  • Top Highlights
Bitte wählen Sie eine Kategorie:

Unterhaltung

Unterhaltung

Der Norden

Nachtleben

Im Auditorio gegenüber der Stadtmauer, Tel. 971897185, gibt es Theateraufführungen und Konzerte von Pop bis Klassik zu erschwinglichen Preisen (Programme finden Sie in den deutschen Inselzeitungen). Die Renner unter den Diskotheken sind Menta und Magic (nahe dem Verteilerkreisel bei Burger King).

Nachtleben in Cala Rajada

Größtes Tanzlokal in Cala Rajada ist das zentrale Bolero; drumherum breitet sich ein Ableger des Ballermann aus.

Unterhaltung

Palma und der Westen

Palmas Nachtszenerie

Die Kathedrale, das Schloss und der Hafenboulevard sind beleuchtet, wenn es nach Mitternacht rund geht im Viertel Sa Llotja, am Passeig Marítim und im Viertel El Terreno. Egal, ob Sie flanieren oder sich im Taxi von Club zu Club chauffieren lassen - Palmas Nachtszenerie ist kunterbunt.

Abaco

Gilt für viele noch immer als Europas schönste Nachtbar: das Abaco im üppig dekorierten Stadtpalast. Teure Fruchtcocktails statt Eintritt. | Carrer Sant Joan 1 | ab 21 Uhr

Barcelona Café

Winziger, aber bester Livejazzclub Palmas. | Carrer Apuntadors 5 | ab 24 Uhr

La Bodeguita Del Medio

In der Havannakopie tanzt man eng und ohne Ende Salsa, Latino und Mojito. | Carrer Valseca 18 | ab 24 Uhr

Coco La Nuit

Tolle Travestieshow in extravagantem Ambiente bei nicht ganz so tollem Essen. | Carrer Sant Miguel 79 | ab 21 Uhr | Kartenvorbestellung Tel. 971728054

Made in Brasil

Heiß, eng, schrill: Samba, Rumba und Pop im Marathon. | Passeig Marítim 21 | ab 21 Uhr

Sonotone

Independent Pop, Hip-Hop und Breakbeats lokaler und internationaler Bands. | El Terreno, Plaça Gomila | in der Regel ab 22 Uhr | Eintritt 3-20 Euro

Titos

Legendäre und lautstarke Megadisco mit gläsernem Fahrstuhl (und Hafenblick) vom Passeig Marítim. | ab 24 Uhr | Eintritt 12-20 Euro

Nachtleben in Palma Nova und Magaluf

Das Nachtleben des Doppelorts entspricht dem Hotelangebot zu Dumpingpreisen. Herausragend für sehr junge Leute ist die Megadiskothek BCM (tgl. 22-5 Uhr). Eine ganz andere Klientel hat das Casino de Mallorca im gepflegten Nachbarort Portals Vells, 7 km südlich.

Discoteca Rendezvous

Der Treff für reiferes Tanzpublikum liegt an der Hauptpromenade. | Tgl. 22-6 Uhr

Auskunft

Auskunft

Palma und der Westen

Fomento de Turismo

Carrer Constitució 1 | Tel. 971715310

Informació Turìstica Municipal

Plaça Espanya | Tel. 971754329 , im Casal Solleric; Passeig Born, 1 | Tel. 971724090 und an der Plaça de la Reina, 2 | Tel. 971712216 ; alle drei sind mit gelbem i versehen.

Einkaufen

Einkaufen

Der Norden

Lederwaren in Inca

Antonys Conexion, Asinca, Camper und Munper heißen die vier Lederwarenfabriken, die ihre Ware an der Carretera Palma-Inca anbieten.

Einkaufen

Der Osten

Kunsthandwerk in Manacor

Eine Riesenauswahl an Keramik bieten Cerámicas y Decoraciónes und Cerámica Mallorquina; allerdings stammt das meiste aus Werkstätten vom Festland. Unübersehbar, weil von Dinosauriern aus einem ehemaligen Freizeitpark geziert, ist die Manufaktur Oliv-art für Olivenholzprodukte. Eine größere Auswahl gibt es inselweit nicht. Durch ein Fenster kann man den Schnitzern und Drechslern bei der Arbeit zuschauen. In der Einfahrtstraße aus Richtung Palma, Oliv-art bei km 47 auf der rechten, die Keramikläden bei km 48 auf der linken Straßenseite

Einkaufen

Der Süden

Formatges Burguera

Eine der besten und am modernsten ausgestatteten Käsereien der Insel; besonders berühmt ist der requesón, frischer Quark. Carretera Campos-Colónia de Sant Jordi bei km 7

Pomar

Schon seit 1902 eine Institution auf der Insel; am meisten gekauft werden in dieser Bäckerei die ensaimadas, cocas und die hausgemachten Pralinen. Carretera Major, nahe der Kirche

Einkaufen

Palma und der Westen

Centre de Moda

Modeschöpfer Tolo Crespí und Haarstylist Carlos Martín haben hier im Jahr 2002 ein Haus für ganzheitliche Schönheit plus Ernährungsstudio eingerichtet. | Rambla dels Ducs de Palma de Mallorca 7

Chocolat Factory

Absolut trendy, der Schoko-Laden für Naschkatzen im Sandsteingewölbe. | Plaça des Mercat 9

Colmado Santo Domingo

In dem fotogenen Lädchen im Treppenviertel bekommen Sie sobrasadas, jamón serrano und andere Spezialitäten. Carrer Sant Domènec

Dialog

Die deutsche Buchhandlung hat über 100 Mallorcatitel vorrätig und bietet auch gute Spanischkurse an. | Auskunft Tel. 971228129 | Plaça Carme 14

Especias Crespi

Weithin strömen orientalische Gerüche aus Mallorcas berühmtestem Gewürzladen. Mehr als 150 verschiedene Sorten stehen in Päckchen zum Kauf bereit. Vom simplen Oregano bis zum teuren azafrán (Safran). Achtung: nicht mit dem Nachbarladen verwechseln! | Via Sindicat 64

Sa Formatgeria

Der winzige Laden macht großen Wind: Ihm entströmen Käsedüfte unzähliger Sorten mediterraner Herkunft. Tabla mallorquina mit sieben einheimischen Arten zum Probieren! | Carrer Oms 30

Forn des Teatre

Palmas älteste Bäckerei, in üppigem Jugendstildekor prangend, mit besten ensaimadas und empanadas. | Plaça Weyler 9

Kunstgalerien

Von den über 50 Adressen kann hier nur eine Auswahl angeführt werden. Altair (Carrer Sant Jaume, 23); Solleric (Passeig des Born, 27); Kulturzentrum Sa Nostra (Carrer Concepció, 12); Sala Pelaires (Carrer Pelaires, 23)

Tabacos Roig

Er ist bereits eine Institution, der wohlsortierte Tabakladen von Toni Roig. Die berühmtesten Zigarren der Welt bekommen Sie hier viel preiswerter als daheim. | Passeig des Born 20

Trödelmarkt

Kitschliebhaber und Schnäppchenjäger drängeln sich samstagvormittags auf dem Trödelmarkt an der Avinguda Gabriel Alomar i Villalonga und im hinteren Teil des Carrer Meten (Vorsicht vor Taschendieben!)

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Der Norden

Can Punyetes

Kleine, immer volle andalusische Kneipe mit einer Riesenauswahl bester Tapas. | Carrer Barques 1 | Tel. 971548352 | Di geschl. | €

Genestar

Avantgardistisch, sparsam und dekorativ das kleine Lokal, kreativ die neumallorquinische Küche. Unbedingt reservieren! | Plaça Porta de Mallorca 1 | Tel. 971549157 | www.genestaurant.com | Mi geschl. | €€

Finca Es Serral

Nicht mehr ganz so urig wie früher, seit es stark von Deutschen frequentiert wird; gute Inselküche. Reservieren! | Bei der Tankstelle an der Straße nach Capdepera dem Schild "Depuradora" (Kläranlage) folgen bis zum Wegende | Tel. 971835336 | Mo und Nov.-März geschl. | €€

La Casita

Gemütliches Bistro unter deutscher Leitung mit preiswerter, frischer Küche und Innenhof. | Carrer des Faralló | Tel. 971563731 | kein Ruhetag | €

Es Llaüt

Gepflegtes Fischlokal auf der Mole. | Tel. 971563561 | Nov.-Feb. geschl. | €-€€

Mandilego

Feinste Fischgerichte werden hier in nautisch dekoriertem Rahmen serviert. | Carrer Isabel Garau 49 | Tel. 971850089 | Mo und Mitte Dez.-Mitte Feb. geschl. | €€€

Es Molí

Unter Pinien isst man hier auf simplen Holzstühlen das beste Inselkaninchen vom Holzkohlegrill. | Carrer Badía neben Hotel Sarah | Tel. 971850249 | kein Ruhetag | €

Es Racó des Teix

Wer sich ein siebengängiges Menü für 75 Euro von Zauberer Joseph Sauerschell leistet, speist wie ein Kaiser über den Dächern von Deiá. | Carrer de sa Vinya Vella 6 | Tel. 971639501 | Di geschl. | €€€

Antonys

Neorustikal dekoriertes Restaurant mit langer Tapatheke, Holzkohlegrill und Terrasse neben dem gleichnamigen Ledergeschäft. | Carretera Palma-Inca am Rondell nach Sineu | Tel. 971504377 | kein Ruhetag | €

Celler Can Amer

Schönstes der sechs Kellerrestaurants, gute Regionalküche. | Carrer Pau 39 | Tel. 971501261 | Mai-Okt. Sa/So, sonst So abends geschl. | €€

Sa Fonda

Eine große Bar und ein kleiner Speiseraum, ein Grill und winters ein offener Kamin sind der einfache Rahmen für solide, regionale Hausmannskost. | Carrer Sant Jaume 1 | Tel. 971537965 | kein Ruhetag | €

LAup

Fleisch vom Grill, gute Reisgerichte und leckere Fischkreationen kommen hier im hübschen Garten oder auf der überdachten Terrasse auf den Tisch. | Carretera Pollença-Port de Pollença, km 54,9, Abzweigung nach Cala Sant Vicenç | Tel. 971532606 | Mo und Nov.-Feb. geschl. | €€

La Fonda

Gute mallorquinische Küche (nach Tagesangebot fragen) in einem restaurierten Bürgerhaus nahe dem Marktplatz. | Carrer Antoni Maura 32 | Tel. 971534751 | Mo und Dez./Jan. geschl. (abends Tischbestellung nötig) | €€

Galeon

Fisch-(Hotel)Restaurant mit Meerblick. Einmalig: gebackene Languste. | Port de Pollença, an der Uferstraße nach Alcúdia | Tel. 971868055 | kein Ruhetag | €€€

SAtic

Schickes Dachrestaurant über dem Hotel Los Geranios mit Hafenblick und mediterraner Meisterküche. Toll: die Caldereta (Fischsuppe)! | Paseo de la Playa 15 | Tel. 971638113 | Mo und Nov.-Feb. geschl. | €€€

Es Canyis

Kleines Restaurant am Hafenstrand mit fangfrischem Fisch. | Passeig de sa Platja 32 | Tel. 971631406 | kein Ruhetag | €€

Essen und Trinken

Der Osten

Es Molí dEn Bou

Das vom Michelin zu Recht ausgezeichnete Schlemmerrestaurant mit sehr kreativer, durch ein Glasfenster einsehbarer Küche ist in einer Mühle untergebracht. | Sant Llorenç, Carrer Sol 13 | Tel. 971569663 | Mi-So mittags und Nov.-Jan. geschl. | €€€

Essen und Trinken

Der Süden

Can Pep

Auf Fisch und Meeresfrüchte konzentriertes Restaurant am Meer. Ein Muss sind die Windbeutel (profiteroles) als Nachtisch! | 9 km südlich in Sa Rápita | Avenida Miramar 30 | Tel. 971640102 | 6.1.-31.2. geschl. | €€€

SOlivera den Louis

Deutsches Restaurant mit Wintergarten und Sommerterrasse und bayerischer und internationaler Küche; von Oktober bis April Sonntagsbrunch mit bayerischen Schmankerln für 13,50 Euro. | Carrer Gracias 67 | Tel. 971669067 | Mo und mittags (außer So) geschl. | €

Es Cantonet

Gute mediterrane Küche in einem restaurierten Stadthaus mit schönem Innenhof; deutsche Leitung. | Plaça Bernareggi 2 | Tel. 971163407 | mittags und So geschl. | €-€€

Es Clos

Romantisches Gartenlokal am Ortsrand von SAlqueria Blanca, internationale Küche. Tischreservierung nötig. | Tel. 971653404 | mittags und Mo geschl. | €€-€€€

Essen und Trinken

Die Inselmitte

Cal Dimoni

Riesig, rustikal und sehr mallorquinisch: ein Oldie unter den Lokalen Algaidas. Sonntags übervoll! | An der C-715 bei km 21 | Tel. 971665035 | Mi geschl. | €€

Hostal dAlgaida

Gemütliche Mischung aus Restaurant und Laden mit eigenen Produkten, regionale Küche, gepflegtes Ambiente. | C-715 bei km 21 | Tel. 971665109 | kein Ruhetag | €€

Son Bascós

Der großen Wachtel- und Rebhuhnfarm wurde ein kleines, einfaches Grilllokal angegliedert. Hier isst man Wachteleier als Vorspeise, danach gibt es gegrillte guàtleres und perdius. | Meist erst abends, Sa/So auch mittags geöffnet, besser rufen Sie vorher an | Tel. 971646170 | €

Es Celler

Nach kurzer Flaute wieder eine der besten Adressen für mallorquinische Küche und uriges Ambiente. | Carrer de lHospital 46 | ausgeschildert | Tel. 971561056 | Mo geschl. | €

Celler Son Aloy

Restaurant auf dem Gipfel eines Weinbergs; tolle T-Bone-Steaks und Entrecotes vom Holzkohlegrill. | Carretera Sencelles-Inca bei km 3 | Tel. 971883824 | kein Ruhetag | €€

Celler Es Grop

Klein und urig und mit freundlicher Bedienung. | Carrer Major (Fußgängerzone) 18 | Tel. 971520187 | So abends und Mo geschl. | €

Celler Son Toreo

Weniger romantisch, aber ungemein beliebt bei Einheimischen; authentisch. | Carrer Son Torelló 1 | Tel. 971520138 | Mo geschl. | €

Essen und Trinken

Palma und der Westen

Palmas Restaurantmeile

Der etwa 1 km lange Carrer Fábrica im Viertel von Santa Catalina hat sich zur "Fressmeile" entwickelt. Er wurde hübsch begrünt und wartet mit zig Kneipen und Restaurants auf, in die vorwiegend Einheimische und inzwischen auch schon Touristen einkehren. Sehr beliebt wegen der phantasievollen kleinen, aber feinen Mittelmeerteller ist das Fábrica 23 (Tel. 971453125 | So/Mo geschl. | €). Wenn Sie hier einkehren wollen, reservieren Sie am besten einen Tisch.

La Bóveda

Gut besuchte Tapa-Bar mit rustikalem Ambiente. | Carrer Sa Portería 2 | ab 13.30 und ab 20.30 Uhr, So geschl. | €€

Gran Café Cappuccino

Mittlerweile eine Kaffeehauskette und immer auch Szenetreff. Im renovierten palacio im Carrer Sant Miquel, 53, Nähe Plaça Espanya, im Palau March und am Passeig Marítim, 1

Koldo Royo

Das sehr gut besuchte kleine Lokal mit Blick auf den Hafen bietet exquisite, vom Guide Michelin ausgezeichnete baskische Küche. | Passeig Marìtim 3 | Tischbestellung erforderlich Tel. 971732435 | Sa abends und So geschl. | €€€

Lizarrán

Warme und kalte Häppchen (montaditos) werden nach Anzahl der Zahnstocher abgerechnet, mit der man die Köstlichkeiten aufspießt. | Carrer Enrique Alzamora 2 | Tel. 971727443 | So geschl. | €€

Es Mollet

Mit Blick auf den kleinen Hafen Es Molinar/Portixol im Osten Palmas zaubert hier der Küchenmeister besten Grillfisch - allerdings zu märchenhaften Preisen. | Tel. 971247109 | So geschl. | €€€

Cafetería Mon

Ansprechendes Kaffeehaus mit schmackhaftem, preiswertem Mittagsmenü und Variationen von pa amb oli. | Avenida Joan March Ordinas 1, gegenüber dem Bahnhof der Sóller-Bahn | fast rund um die Uhr geöffnet | €

Verd I Blau

Das hübsch dekorierte Lokal mit Innenhof gibt sich ökologisch, verwöhnt seine Gäste mit mediterraner Frischeküche und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. | Carrer 31 de Dicembre 9 | Tel. 971298063 | So und Festtage geschl. | €€

Galicia

Die kleine, gemütliche und sehr gut besuchte Taverne wartet mit leckerem Grillfisch auf; köstlich sind die in Knoblauchöl gebratenen Tintenfische nach galicischer Art. Achtung: Bitte nicht verwechseln mit dem teureren Lokal gleichen Namens in derselben Straße! | Carrer Isaac Peral 37 | Tel. 971672705 | kein Ruhetag | €-€€

El Patio

Das nach seinem romantisch begrünten Innenhof benannte und vom bekannten Architekten Pedro Otzup entworfene Edellokal entspricht mit seiner mediterran-französischen Küche und den stolzen Preisen (vor allem für Wein und Champagner müssen Sie etwas tiefer in die Tasche greifen) so ganz dem Ortsambiente. | Carretera Andratx-Port dAndratx 26 | Tel. 971672013 | mittags und Di geschl. | €€€

La Cucaracha

Schmackhafte Abwechslung zum Fastfood mit frisch zubereiteten mexikanischen Köstlichkeiten im "feinen" Ortsteil von Palma Nova. | Paseo del Mar 20 | Tel. 971683045 | kein Ruhetag | €-€€

La Gran Tortuga

Auf Fisch und Meeresfrüchte ausgerichtetes Restaurant mit tollem Meerblick. | Cala Fornells | Aldea | Tel. 971686023 | Mo und Dez./Jan. geschl. | €€€

Phönix

Von außen unscheinbar, jedoch mit einem kompetenten deutschen Koch, erfreut sich das Lokal an der Hauptpromenade (Nr. 7) großer Beliebtheit. | Tel. 971687724 | So und Aug. geschl. | €-€€

Valldemossa

In spektakulärer Hanglage und mit einem hervorragenden Gourmet-Terrassenrestaurant (Menü bestellen!), drei Zimmern und sieben Suiten ist dieses 2004 eröffnete Fincahotel eine königliche Absteige mit Blick auf die Kartause und die Berge ringsherum. | Carretera Vieja de Valldemossa s/n | Tel. 971612626 | Fax 971612625 | www.valldemossahotelrural.com | €€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Der Norden

Strände

Die Buchten von Pollença und Alcúdia sind auch für Anfänger geeignete Segel- und Surfreviere. Der breite, lange Sandstrand von Alcúdia ist, weil weit ins Meer hinein flach, vor allem für Familien mit Kindern ideal.

Club de Golf Alcanada

Schönster Golfplatz der Insel: 16 der 18 Löcher haben Meerblick; Clubhaus mit gutem Restaurant und Aussichtsterrasse. | Greenfee 75 Euro | Tel. 971549560

Wind & Friends Watersports

Segel- und Surfschule am Strand beim Sunwing Hotel Nuevas Palmeras. | 5-Tage-Segelkurs 195 Euro, 4-5-Tage-Windsurfkurs 170 Euro, 3-Tage-Kitesurfkurs 199 Euro | www.windfriends.com

Golf Capdepera

Anspruchsvoller 18-Loch-Platz mit schönem Clubhaus, Greenfee 45-72 Euro. | Carretera Cala Rajada-Artà | Tel. 971818500

Reiten in Can Picafort

Begleitete Ausritte veranstaltet Rancho Grande (Carretera Artà bei km 13,6 | Tel. 971854121 | 1,5 Std. 26 Euro).

Golf Pollença

9-Loch-Platz, vom Clubhaus mit Swimmingpool und Restaurant haben Sie einen schönen Fernblick; Greenfee 36 Euro. | Carretera Palma-Pollença bei km 49 | Tel. 971533216

Sail & Surf

Die Segel- und Surfschule mit Bootsverleih steht unter deutscher Leitung. | Passeig Saralegui 134 | Tel. 971865346 | www.sailsurfpollensa.de

Freizeit und Sport

Palma und der Westen

Golf de Poniente

Der 18-Loch-Platz am Rand von Magaluf erfordert Können; Greenfee 74 Euro. | Tel. 971130148 | www.ponientegolf.com

Western Water Parc

Den benachbarten Aquaparc übertrumpft dieser quirlige Wasserpark mit Westernshow und atemberaubenden Turmsprüngen. | Am Rand von Magaluf | tgl. 10-17, Hochsommer bis 18 Uhr | Eintritt 21 Euro | Kinder 13 Euro

Sehenswertes

Sehenswertes

Der Norden

Ciutat de Pollentia

Pollentia ist der römische Hauptfundort der Insel. Von der einst prächtigen Stadt, die ab dem 5. Jh. verlassen wurde, sind nur noch einige Säulen und die Grundmauern der Casa de la Portella zu sehen. | Carretera Port dAlcúdia | Di-Fr 10-16, Sa/So 10.30-13 Uhr | Eintritt 2 Euro inkl. Teatre Romá und Museu Monogràfic | Mi 10 Uhr Gratisführung (3 Std.)

Museu Monogràfic de Pollentia

Das Modell eines römischen Hauses hilft, sich das einstige Pollentia besser vorzustellen. Das Museum birgt Funde aus talayotischer und römischer Zeit mit wichtigen Ausgrabungsstücken von Pollentia. | Carrer Sant Jaume 30 | Eintritt siehe Ciutat de Pollentia | Di-Fr 10-13.30 und 15.30-17.30, Winter tgl. 17-19, Sa/So 10.30-13 Uhr

Stadtmauer

Zur Abwehr von Piratenangriffen wurde 1298 mit dem Bau der Stadtmauer begonnen. Bis 1660 kamen mehrere Bollwerke und ein zweiter Mauerring hinzu. Fest integriert in die Mauer ist die Pfarrkirche Sant Jaume mit schönem Rosettenfenster aus dem 14. Jh. Ihre heutige Gestalt erhielt sie im 16. und 19. Jh. Im Innern prächtiger Hauptaltar mit Jakobusstatue und die kleine Seitenkapelle im Renaissancestil mit dem hölzernen Kruzifix Santcrist, das alle drei Jahre zur Prozession am Fest Santa Ana gezeigt wird. | Sommer Di-Fr 10-12, zu den Messen Di-Sa 20.30, So 9.30, 12.30, 20.30, Winter nur zu den Gottesdienstzeiten Mi, Do und Sa 19.30, So 9.30, 12 und 19.30 Uhr | Eintritt 1 Euro

Teatre Romà

Auch das kleinste Amphitheater Spaniens ist nur noch in seinen Grundmauern erhalten. Es bot einmal Platz für 2000 Menschen. In den Rangreihen befinden sich prähistorische Höhlen, am Eingang trapezförmige Grabstätten (6. Jh.). | Port dAlcúdia, 200 m Fußweg ab Carretera Alcúdia | Eintritt frei

Casa de Cultura De Na Batlesa

Im Kulturhaus ist die Stiftung mit einer Werkdokumentation des genialen zeitgenössischen Malers Miguel Barceló untergebracht. | Carrer de Ciutat, s/n | Mo-Fr 11-14 und 18-20 Uhr

Ses Païsses

Diese talayotische Siedlung ist eine der gepflegtesten und am besten erhaltenen der Insel; bewohnt war sie von 1300 v. Chr. bis zur römischen Herrschaft im 1. Jh. v. Chr. Eindrucksvoll sind der Haupteingang und die Außenmauer, die aus tonnenschweren Megalithblöcken besteht. Die zentral gelegene talaia (Wachtturm) soll auch Wohnsitz der Oberhäupter gewesen sein; guter Prospekt in Deutsch. | Nach dem stillgelegten Bahnhof rechts an der Carretera Artà-Capdepera (ausgeschildert) | Mo-Sa 10-13 und 16-17, Winter 9-14.30 Uhr | Eintritt 1,60 Euro

Sant Salvador

Von der Pfarrkirche führt ein zypressengesäumter, 180-stufiger Kreuzweg (calvario) zur Festung. Aus der arabischen almudaina (wehrhafter Palast) wurde unter König Jaume I. ein christliches Bollwerk. Im Innern der Wallfahrtskirche illustriert das rechte Seitengemälde die Übergabe Mallorcas durch den arabischen Wali an den Christenkönig. Um die hier verehrte Madonna aus dem 17. Jh. ranken sich Legenden von wiederholter Rettung vor Piratenangriffen. Lohnend ist der Blick vom Mauerwall auf das harmonische Halbrund Artàs. | Tgl. 10-18 Uhr

Nekropolen Son Real und SIlla den Porros

Hier wurden vom 7. bis zum 2. Jh. v.Chr. Hunderte von Menschen bestattet. Man fand Schmuck und Geräte, aber auch trepanierte Schädel, die vermuten lassen, dass man damals mit dieser chirurgischen Methode Abhilfe gegen Wahnsinn und Dämonen schaffen wollte. Sie erreichen Son Real zu Fuß in etwa 20 Minuten vom Strand von Son Bauló aus südostwärts am Meer entlang.

Kirchberg

Blumengeschmückte Gassen und Treppen führen hinauf zu Kirche und Friedhof mit Weitblick. Unter anderen Künstlern ruht hier der britische Schriftsteller Robert Ranke-Graves (Museum in der Ca nAlluny | Di-Sa 10-17 Uhr | Eintritt 5 Euro).

Museu de Mallorca

Das volkskundliche Museum in einem Bürgerhaus aus dem 17. Jh. zeigt Handwerkskunst und Wohnräume, die das einstige Landleben illustrieren. | Carrer Major 15 | Sept.-Juli Di-Sa 10-15, Do auch 17-20, So 10-14 Uhr | Eintritt 2,40 Euro

Calvari

365 Stufen führen am Kreuzweg zu der kleinen Wallfahrtskirche mit dem großen Blick. Hinter dem Marktplatz, vorbei am Hahnenbrunnen (ausgeschildert)

Casa Museu Dionís Bennàssar

Der einheimische Maler Dionís Bennàssar (1904-67) gehörte der Gruppe um den Jugendstilmaler Hermenegildo Anglada Camarasa an. Sein Wohnhaus wurde 1999 zum Museum, zu sehen sind 240 seiner Werke. | Carrer Roca 14 | Okt.-April Di-So 11-13 Uhr

Port de Pollença

Von dem Fischer- und Yachthafen der Bucht von Pollença erstreckt sich Richtung Westen die schönste Fußgängerpromenade der Insel unter uralten Pinien, flankiert von schönen Villen und Hotels der Gründerzeit.

Puig de Maria

Die Auffahrt auf den 333 m hohen Hausberg der Stadt, gekrönt von dem ehemaligen Nonnenkloster Mare de Déu del Puig, beenden Sie am besten bei den letzten Häusern. Von hier aus gehen Sie erst auf der Straße, dann auf dem alten Pilgerpfad. Ein umwerfender Ausblick und die Einkehr im Klosterstübchen belohnen Sie. | Carretera Palma-Pollença bei km 51

Santo Domingo

In dem vom Kreuzgang gerahmten Innenhof des ehemaligen Dominikanerklosters (heute Altersheim) findet im August das internationale Musikfestival statt; im Winter wird hier an Sonntagen mallorquinische Folklore geboten. Auch das örtliche Heimatmuseum (Museu Municipal) mit Funden aus talayotischer Zeit und einer Bildergalerie ist hier untergebracht. | Tgl. außer Mo Juli-Sept. 10-13 und 17-20, Okt.-Juni 11-13 Uhr | Eintritt 2 Euro

Jardí Botànic de Sóller

Die Verbundenheit der Sóllerics mit ihrer Heimat findet auch Ausdruck im botanischen Garten und im naturwissenschaftlichen Museum am Stadtrand. Auf Tafeln werden Pflanzen der balearischen, kanarischen und anderer Mittelmeerinseln erklärt. | Bei km 30,5 an der Landstraße Palma-Port de Sóller | Di-Sa 10-18, So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro

Ölmühlen

Sóllers Oliven sind berühmt; der Ort hat zwei tafonas (Ölmühlen), die Sie besuchen können. Das Oli dOliva Verge produziert die Cooperativa Agricola Sant Bartomeu an der Straße Sóller-Fornalutx. In Can Det, Carrer Ozonas, 8, wird das gleichnamige Öl gepresst. Nach Anmeldung auch deutschsprachige Führungen | Tel. 971630303

Sehenswertes

Der Osten

Pfarrkirche Sant Miquel

Über einer Freitreppe erhebt sich die mit einem prächtigen Rosettenfenster und einem reich geschmückten Portal ausgestattete Fassade der Kirche aus dem 18. Jh., deren Fundamente jedoch bis ins 13. Jh. zurückreichen. Sonntags zur Marktzeit und zu den Gottesdiensten

Sonntagsmarkt

Etwa ab 10 Uhr bevölkert sich der Ortskern mit Freimarkt und Markthalle. In den Kneipen an der palmengesäumten Plaça Espanya herrscht dann drangvolle Enge.

Perlas Majórica

Eine der beiden Perlenmanufakturen in Manacor. Sie produziert etwa 2 Mio. Kunstperlen täglich. | Avinguda Majórica 48 | von der C-715 | Besuch und Verkauf am besten um 9 oder nach 17 Uhr, weil sonst Busgruppen Vorrang haben

Torre Dels Enagistes

Die Anfänge des Wehrturms mit Palast reichen zurück ins 13. Jh. Heute ist hier ein archäologisches Museum mit Mosaiken und Ausgrabungsfunden aus den frühchristlichen Basiliken Son Peretó und Sa Carrotxa bei Manacor untergebracht. | An der Straße nach Calas de Mallorca | Mo-Fr 10-14 Uhr | Eintritt frei

Sehenswertes

Der Süden

Kirche Santa Julia

In der Pfarrkirche beeindruckt das Gemälde "Santo Cristo de la Paciencia" von Bartolomé Esteban Murillo (1618-82); in der rectoría gegenüber erhalten Sie den Schlüssel.

Kirche Sant Andreu

In der wuchtigen Wehrkirche (18. Jh.) ist eine der schönsten historischen Orgeln Mallorcas (von Meister Jordi Bosch) zu sehen und in den alljährlichen Orgelwochen zu hören. Den Schlüssel erhalten Sie gegenüber in der rectoría.

Sehenswertes

Die Inselmitte

Vidrios Gordiola

Die älteste Glasbläserei der Insel (seit 1719) mit einem kleinen Glasmuseum; sie liegt am westlichen Ortsausgang an der C-715 bei km 19. | Tgl. außer So 9-19 Uhr

Casa Natal I Museu Juníper Serra

Geburtshaus und Museum erzählen vom Leben des Missionars (1713-84). | Carrer Barracar/Carrer Fra Juníper Serra | Schlüssel im Haus Carrer Miguel de Petra (rechts vom Museum) | auf Anmeldung Tel. 971561149 | Eintritt frei, eine Spende ist üblich

Centre dArt SEstació

Zeitgenössische mallorquinische Kunst im wieder in Betrieb genommenen Jugendstilbahnhof. | Mo-Fr 9.30-14 und 16-19 Uhr | www.sineuestacio.com

Mare de Deu Dels Angels

Eine breite Freitreppe führt hinauf zu der wuchtigen Pfarrkirche, die im Innern filigran wirkt. Ein geflügelter Bronzelöwe, Symbol des hl. Markus, Schutzpatron von Sineu, bewacht die Kirche und die Casa Rectoral (Pfarrhaus) nebenan, in der an die 800 Keramiken aus dem 12./13. Jh. ausgestellt sind (Mi zur Marktzeit oder nach Vereinbarung, Tel. 971520040).

Sehenswertes

Palma und der Westen

Banys Arabs/Arc de SAlmudaina

Arabische Bäder - der Plural verspricht zu viel: Nur noch eine Kuppel und Säulen mit unterschiedlichen Kapitellen (10. Jh.) sind zu sehen. Erholsam ist der Garten, der samt Bädern zum Palast Font i Roig gehört und durch eine Brücke mit ihm verbunden ist. | Carrer Can Serra, 7 | tgl. 9.30-18, Sommer bis 20 Uhr | Eintritt 1,50 Euro; gratis ist die Ansicht eines anderen arabischen Relikts, das sich um die Ecke im Carrer SAlmudaina versteckt: der Bogen (arc) eines Stadttors.

Es Baluard

Der 2004 eröffnete moderne Bau fügt sich genial in die historische Festungsanlage Palmas ein. Im Innern: zeitgenössische spanische und internationale Kunstwerke. Toller Blick auf Hafen und Kathedrale von den Dachterrassen. | Plaça Porta de Santa Catalina | Di-So 10-24, Winter 10-20 Uhr | www.esbaluard.org | Eintritt 6 Euro (informative deutsche Kassettenführung)

Castell de Bellver

Von außen wehrhaft-trutzig, in seinem von Loggien gesäumten, kreisrunden Innenhof eher elegant, krönt das Königsschloss die Stadt. Unter Jaume I. begonnen, 1309 fertig gestellt, diente es nur kurz als Residenz Jaumes II., später als Kerker und Ort schlimmer Judenpogrome (14. Jh.). Heute ist hier das historische Museum untergebracht, im Hof finden Konzerte statt. Schon der Blick auf Stadt und Hafen lohnt die Auffahrt. | April-Sept. Mo-Sa 8-20.15, So 10-19, Okt.-März Mo-Sa 8-19.15, So 10-17 Uhr | Eintritt 2 Euro

Convent de Sant Francesc

Schön sind die Fensterrose und das Barockportal der sonst schlichten Klosterkirche. Im Klosterbau mit einem herrlichen gotischen Kreuzgang ist heute eine Schule untergebracht. Im Kircheninnern: ein prächtiger Barockaltar und das Grabmal von Ramón Llull. | Plaça Sant Francesc | Mo-Sa 9.30-12.30 und 15.30-18, So 9.30-12.30 Uhr | Eintritt 1 Euro

Fundació Pilar I Joan Miró

Getreu dem Willen des Wahlmallorquiners und gebürtigen Katalanen Joan Miró (1893-1983), der 40 Jahre auf der Insel wirkte, wurden Atelier und Wohnhaus des Künstlers zu einem "Ort, wo Menschen gemeinsam arbeiten, schaffen und diskutieren". Ein Teil seines Nachlasses ist in dem Museumsbau zu sehen; außerdem werden wechselnde Ausstellungen seelenverwandter Künstler veranstaltet. Zu bestimmten Zeiten sind auch Mirós Atelier, 1954 von seinem Freund Josep Lluís Sert erbaut, und das Haus Son Boter, das dem Künstler als Studio diente, zu besichtigen. Im Verkaufsraum Vermarktung miróscher Motive auf Gebrauchsartikeln. | Cala Major | Carrer Saridakis 29 | Di-Sa Sommer 10-19, Winter 10-18, So 10-15 Uhr | Eintritt 5 Euro

Jugendstilbauten

Die katalanische Version des Jugendstils, der modernisme, präsentiert sich in Palma mit schön restaurierten Fassaden. Genannt seien: Edifici Casayas an der Plaça Mercat, 1908-11 erbaut von Francesc Roca. Schräg gegenüber, an der Plaça Weyler, die wohl schönste Jugendstilfassade der Stadt: das Gran Hotel, 1901-03 von Lluís Domenec i Montaner erbaut, von einer Sparkasse aufwendig restauriert und in eine Kunstgalerie umgewandelt (Di-Sa 10-21, So 10-14 Uhr). Die nebeneinander stehenden Häuser Can Rei und LAguila an der Plaça Marqués de Palmer entstanden 1908/09 und sind wegen ihrer farbigen Mosaiken berühmt. Besonders hier macht sich der Einfluss des großen Meisters des katalanischen modernisme, Antoni Gaudí, bemerkbar.

Kathedrale La Seu

Das berühmteste Inselgebäude thront wie eine Glucke über dem Meer. Von außen wirkt das Gotteshaus lange nicht so hoch und licht wie von innen. Das etwa 110 m lange Hauptschiff fasziniert durch die 14 schlanken, knapp 22 m hohen Säulen und die große, aus 1236 Glasteilen bestehende Fensterrose in der Hauptapsis (11,5 m Durchmesser), die bei Sonneneinfall bunte Lichtspiele zaubert. Verzaubern lassen kann man sich auch vom Gaudí-Leuchter über dem Altar - und von der Speisung der 5000 in der Petruskapelle, einer Riesenkeramik des Mallorquiners Miquel Barceló. | Plaça Palau Reial | Mo-Fr Juni-Sept. 10-18.15, April/Mai und Okt. 10-17.15, Nov.-März 10-15.15, Sa 10-14.15 Uhr | Eintritt 4 Euro

Museu de Mallorca

In einem Stadtpalast aus dem 17. Jh. sind etwa 3000 Stücke von der Frühgeschichte bis zum Barock ausgestellt, archäologische Funde ebenso wie Gemälde, Skulpturen, Möbel und sakrale Kunst. | Carrer Sa Portella 5 | April-Sept. Di-Sa 10-19, Okt.-März 10-13 und 16-18, So 10-14 Uhr | Eintritt 2,40 Euro, Sa/So gratis

Palaus/Paläste

Im Altstadtbereich um die Kathedrale und in Sa Portella finden sich die meisten Bürger- und Adelspaläste, die vorwiegend im 15./16. Jh. nach italienischem Vorbild errichtet wurden. Eher strenge, festungsartige Fassaden und heitere Patios (Innenhöfe) sind diesen Bauten gemein, die zumeist noch von den Nachkommen bewohnt sind und normalerweise nicht besichtigt werden können. Durch Eisengitter kann man jedoch hier und da einen Blick in die Patios mit ihren breit geschwungenen Sandsteinbögen, mancher bühnenwirksamen Freitreppe, mit blumengezierten Brunnen und Kopfsteinpflaster erhaschen. Besonders schön präsentiert sich der Palau Marqués im | Carrer Zanglada, 2 (Mo-Sa 10-15 Uhr | Eintritt 6 Euro). Einfach zu besichtigen ist der zur Kunstgalerie umfunktionierte Casal Solleric am | Passeig des Born, 27 (Di-Sa 10-14 und 17-21, So 10-13.30 Uhr). Ganz leicht wird es den Besuchern in der Woche um Corpus Cristi (Fronleichnam) gemacht: Etwa ein Drittel der 154 Stadtpaläste gestatten den Eintritt in ihren Patio. In einigen finden dann auch Konzerte statt (Auskunft in den Fremdenverkehrsbüros).

Palau March Museu

In ihrem Stadtpalast eröffneten 2003 die Nachkommen der Insellegende Joan March eine stattliche Sammlung von Kunstwerken, u. a. eine neapolitanische Weihnachtskrippe mit mehr als 1000 Figuren und Einzelteilen. Im Erdgeschoss befindet sich eine bildschöne Filiale der Kaffeehauskette Cappuccino. | Carrer Palau Reial 18 | Mo-Fr 10-18.30, Winter 10-18, Sa 10-14 Uhr | Eintritt 3,60 Euro

Palau de SAlmudaina

Vom Meer aus wirken die Kathedrale und der Königspalast fast wie ein einziger Bau. Der einstige Alkazar des Emirs, später Residenz der aragonesischen Könige, beherbergt heute die Militärkommandantur und dient König Juan Carlos I. als Sitz, wenn er auf Mallorca weilt. Besonders sehenswert sind die Königsgemächer und die gotische Kapelle Santa Ana. | Carrer Palau Reial | Winter Mo-Fr 10-14 und 16-18, Sommer 10-18.30, Sa 10-14 Uhr | Eintritt 3,20 Euro

Plaças/Plätze

Sich irgendwo hinsetzen und schauen, bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein: Das macht Einheimischen wie Fremden am meisten Spaß auf Palmas Plätzen. Etwa auf der Plaça de Cort, dem verkehrsberuhigten Rathausplatz mit dem mehrhundertjährigen Ölbaum vor dem ajuntament. Oder auf der Plaça Llotja, dem Börsenplatz, mit Blick auf die alte Seehandelsbörse aus dem 15. Jh. (heute Ausstellungshalle) und den Hafen. Tagsüber ist der kleine Platz eine Oase zum Verschnaufen, nachts verwandelt er sich in ein Amüsierviertel für Nachtschwärmer. Auf der schönen, rechteckigen Plaça Major, dem Hauptplatz in der Oberstadt, der nahtlos umrahmt ist von gelb gestrichenen Häuserfassaden und Arkadengängen, sind die Touristen fast unter sich. Anders in den Cafés an der Plaça Espanya; sie sind eher ein Treff von Einheimischen. Von Tauben umschwirrt schaut Jaume I. von seinem Sockel auf diesen quirligen Verkehrsknotenpunkt mit Bus- und Sóller-Bahnhof herab. Gleich um die Ecke treffen sich Hausfrauen und Leckermäuler an der Plaça de lOlivar, vor oder nach dem Einkauf im mercat, der größten Markthalle der Stadt mit imposanten Fisch-, Fleisch- und Gemüseläden und einem Supermarkt - nicht ohne in der Bar des Peix in der Fischhalle eine Tapa probiert zu haben (Mo-Sa bis 14 Uhr). Die Plaça Rei Joan Carles mit dem Schildkrötenobelisken in der Mitte ist mit der Bar Bosch und dem Café Solleric der Stadtbummeltreff schlechthin.

Port/Hafen

Unterhalb der Kathedrale ragt eine lange Mole ins Meer, die den Fischerhafen begrenzt. Hier legen auch die Schiffe für die einstündigen Cruceros Marco Polo (Hafenrundfahrten) ab (Mo-Sa stündlich zwischen 11 und 16 Uhr | 9 Euro pro Person); eine erholsame Abwechslung für fußmüde Stadtbesucher.

Cala Llamp/Sa Mola

Man muss einfach mal so viel (Neu-) Reichtum auf engem Raum gesehen haben! Das hügelige Hinterland zwischen den Klippen der Halbinsel Sa Mola (Ersatz für fehlende Sandstrände) und der Hochküste über der Klippenbucht Cala Llamp ist eine überdimensionale Baustelle atemberaubender Luxusvillen. Hier zahlen reiche Ausländer und Prominente bis zu 5100 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Centre Cultural

Werke zeitgenössischer Künstler in den hellen Räumen einer restaurierten Finca. | Carretera Andratx-Capdella bei km 1,5 | Di-Sa 10-18, So 10-16 Uhr

Studio Weil

Am Ende der Hafenstraße in Richtung La Mola überrascht ein weißer, asymmetrischer Bau. Meisterarchitekt Daniel Libeskind errichtete hier für die Künstlerin Barbara Weil ein Atelier mit Galerie. | Camí de Sant Carles 20 | Sa/So 11.30-14 und 16-18 Uhr | www.studioweil.com

Costa Nord de Valldemossa

Das von Michael Douglas gegründete Kulturzentrum gibt auf amerikanische Weise Einblick in das Leben des Erzherzogs Ludwig Salvator und den wilden Nordwesten Mallorcas. Große Musikevents. | Am Dorfeingang aus Richtung Palma | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 7,50 Euro

Real Cartuja

Mehr als 300000 Touristen schieben sich jährlich durch die Kartause auf Spurensuche nach Frédéric Chopin und George Sand, die hier nasskalte sechs Wochen des Winters 1838/39 verbrachten. Auch wenn niemand so genau weiß, ob sie nun in Zelle zwei oder vier komponierten, dichteten und litten, will jeder Mallorcagast vom Mythos der beiden schnuppern. Vor halb elf und ab vier Uhr nachmittags lassen sich Noten, Bücher, Bilder, Klavier und Büste andächtig betrachten, insbesondere aber die kleinen Blumenterrassen vor den Zellen mit grandiosem Fernblick. Die ursprüngliche königliche Residenz war von 1399 bis zur Säkularisierung 1835 ein Kartäuserkloster. Der heutige Bau stammt aus dem 18. Jh. Sehr sehenswert ist die alte Klosterapotheke. Nicht auslassen sollte man auch den Palau de Rei Sanxo mit kostbarem Mobiliar und kleinem Klavierkonzert. | Mo-Sa 9.30-18.30, Winter 16.30, So 10-13 Uhr | der Rundgang von gut 1,5 Stunden kostet 7,50 Euro.

Unterdorf

Kein anderes Inseldorf ist so mit Blumen geschmückt wie das Unterdorf von Valldemossa mit seiner gotischen Pfarrkirche Sant Bartomeu. Die Kachelbilder an jedem Haus zeigen Szenen aus dem Leben von Santa Catalina, geboren im Carrer Rectoría, die 1930 heilig gesprochen wurde. Der einstigen Magd Catalina Tomàs (1531-74) wurde neben der Pfarrkirche ein liebenswertes Denkmal gesetzt. Ihretwegen - und wegen der cocas de patata - fahren Mallorquiner meilenweit. Die Kartoffelkrapfen gibt es hier in jeder Bäckerei.

Uebernachten

Uebernachten

Der Norden

Cas Ferrer Nou

Aus einer Schmiede wurde ein modernes kleines Designhotel mit sechs hübschen, ganz unterschiedlichen Zimmern. | Carrer Pou Nou 1 | Tel. 971897542 | Fax 971897549 | www.nouhotelet.com | €€-€€€

Son Siurana

Der 250 Jahre alte Familienerbhof wurde 1999 in ein schönes Landhotel mit traumhaftem Blick, Pool und sieben luxuriösen Ferienwohnungen umgewandelt. | 8 km südwestlich, Carretera Palma-Alcúdia bei km 45 | Tel. 971549662 | Fax 971549788 | www.sonsiurana.com | €€-€€€

Finca Son Gener

Das zu einer bildschönen Designfinca umfunktionierte Landgut aus dem 18. Jh. behauptet sich trotz wachsender Konkurrenz. 10 Zi. | Carretera Son Servera-Artà bei km 3 | Tel. 971183612 | Fax 971183591 | www.songener.com | €€€

Sant Salvador

Das herrschaftliche Stadthaus im oberen Ortsteil mit Pool besticht mit einem Gemisch aus antiker und moderner Einrichtung - und mit seinen leichten mediterranen Gerichten, die im hoteleigenen, romantischen Gartenrestaurant Can Epifanio serviert werden. 8. Zi. | Carrer Castellet 7 | Tel. 971829555 | Fax 971829598 | www.santsalvador.com | €€€

Can Pedrus

Nahe dem Strand von Son Moll, in einem ruhigen Villenviertel, liegt dieses gepflegte Hotel mit Pool und Garten. 22 Zi. | Tel. 971565189 | Fax 971565185 | €€

Club Hotel LIllot

Das Hotel mit 102 Apartments mitten im Ort bietet eine überdachte Badelandschaft mit Wellness, auch für Nichthotelgäste. | Carrer Hernán Cortes 41 | Tel. 971818284 | Fax 971818167 | €€-€€€

Predio Son Serra

Im krassen Kontrast zur Hotelstadt ist dieses rustikale Fincahotel im Hinterland unter deutscher Leitung eine Idylle für Naturfreunde und Reiter. 15 Bungalows | Carretera Muro | Tel. 971537980 | Fax 971860540 | www.finca-son-serra.de | €€€

SHotel des Puig

Renoviertes Hotel am Kirchberg mit Pool und tollem Terrassenblick. 8 Zi. | Tel. 971639409 | Fax 971639409 | €€

La Residencia

Umrahmt von Blütenkaskaden, mit Poollandschaft und Traumblick auf den Kirchberg, ist das einstige Herrenhaus mit 53 Zimmern, sechs Suiten und dem Szene- und Gourmetrestaurant El Olivo eine exquisite Adresse. | Tel. 971639011 | Fax 971639370 | www.hotel-laresidencia.com | €€€

Es Castell

Eines von sieben kleinen, feinen Fincahotels, die abgeschieden im Umfeld von Inca liegen und sich unter www.som7.com zusammengeschlossen haben. Toller Weitblick von Juniorsuite Midjdia für 165 Euro! 11 Zi. | bei Binibona | Tel. 971875154 | Fax 971875154 | €€€

Parc Natural

Der dreistöckige Komplex an der feinsandigen Platja de Muro empfängt mit einem gigantischen Entrée: eine gläserne Kathedrale für Sonnenanbeter mit allem Luxus. 140 Zi. | Tel. 971892017 | Fax 971890345 | €€€

Illa DOr

Renoviertes Traditionshaus mit Pool und Schönheitsfarm am Ende der Promenade; gutes Terrassenrestaurant mit Blick aufs Meer. 120 Zi. | Tel. 971865100 | Fax 971864213 | www.hoposa.es | €€-€€€

Juma/Hostal

Ansehnlich wiederhergestellt: das Stadthotel Juma direkt am Marktplatz (7 Zi. | Tel. 971535002 | Fax 971534155 | www.hoteljuma.com | €€). Unter gleicher Leitung steht das 2004 eröffnete Hostal um die Ecke (8 Zi. | Tel. 971535281 | Fax 971535282 | www.hostalpollensa.com | €€). Beeindruckend ist hier das moderne Design in den alten Mauern.

Son Brull

Eine ungewöhnliche, sparsame, hochmoderne Dekoration in 250-jährigen Mauern zeichnet dieses luxuriöse Fincahotel und das dazugehörige exzellente Gourmetrestaurant 365 (weil ganzjährig geöffnet) mit luftiger Terrasse aus. | Am Fuß des Puig de Maria | Carretera Palma-Pollenca bei km 49,8 | Tel. 971535353 | Fax 971531068 | www.sonbrull.com | €€€

Cas Xorc

Die mit viel Geschmack in ein edles Landhotel umgewandelte Finca ist zwar mühsam zu erreichen, aber eine Idylle. 12 Zimmer, ein herrlicher Garten und eine hervorragende, naturnahe Küche erwarten Sie. | Carretera de Deià bei km 56,1 | Tel. 971638280 | Fax 971632949 | www.casxorc.com | Mitte Nov.-Mitte Dez. geschl. | €€€

Es Port

Renoviertes Traditionshotel mit zwei Pools, Spa und Garten in der zweiten Reihe am Hafen von Sóller. 156 Zi. | Carrer Antoni Montis s/n | Tel. 971631650 | Fax 971631662 | www.hotelesport.com | €€-€€€

Uebernachten

Der Osten

Fincahotel Es Passarell

Der ehemalige Bauernhof ist nun ein gemütliches Hotel mit zehn Apartments und Zimmern mit Selbstverpflegung und/oder Frühstücksbüfett. | 7 km von Felanitx | Tel. 971183091 | www.espassarell.com | €€-€€€

Villa Hermosa

Auf einer Anhöhe liegt dieses mehrfach restaurierte Landhotel mit bildschöner Garten- und Poolanlage und Blick zum entfernt liegenden Meer von jedem der 18 Zimmer und Suiten. Sehr gutes Restaurant, Spa und Tennis. | Carretera Felanitx-Portocolóm bei km 6 | Tel. 971824960 | Fax 971824592 | www.hotel-villahermosa.com | €€€

Son Menut

Landhotel mit Gestüt und Restaurant. 8 Zi. | Camí de Son Negre, Zufahrt von der Carretera PM-512 | Tel. 971582920 | Fax 971582920 | www.sonmenut.com | €€

La Reserva Rotana

Luxuriöses Fincahotel 4 km nördlich von Manacor mit einem eigenen 9-Loch-Golfplatz und Edelrestaurant. 21 Zi., 1 Ferienhaus | Camí de SAvall bei km 3 | Tel. 971845685 | Fax 971555258 | www.reservarotana.com | €€€

Son Amoixa Vell

Landhotel inmitten eines 200000 m² großen Areals mit Pool und Tennisplätzen mit zehn Zimmern, vier Suiten und einem Apartment. Bis zum Nachmittag bleibt das Langschläferbüfett geöffnet; deutsche Besitzer. | Carretera Cales de Mallorca-Manacor bei km 3,4 | Tel. 971846292 | Fax 670881534 | www.sonamoixa.com | €€€

Son Josep de Baix

Sechs Apartments für naturbegeisterte Selbstverpfleger in einem einfachen, aber stilvollen Bauernhof mit Pool und einer eigenen Minibucht am Ende der Welt. | Carretera Portocristo-Portocolom bei km 8,4 | Tel. 971650472 | Fax 971650472 | www.sonjosepdebaix.com | €€-€€€

Petit Hotel Cases de Pula

Landhotel mit zehn Zimmern und Suiten und Spa, direkt am 18-Loch-Platz Pula Golf (Greenfee 100 Euro). 6 km von Son Servera an der Land-straße nach Capdepera | Tel. 971567492 | www.pulagolf.com | €€€ . Gleich nebenan: das Traditionsrestaurant SEra de Pula mit mediterraner Küche | Tel. 971567940 | Jan./ Feb., Mo und Aug. mittags geschl., Reservierung nötig | €€€

Uebernachten

Der Süden

Finca Es Figueral

Der ansehnliche Bauernhof mit Swimmingpool, vielen Tieren und dem sympathischen Gastgeberehepaar Maria und Miguel wurde immer wieder erweitert und bietet nun acht Zimmer und Suiten sowie ein Apartment für vier Personen. Auf den Gästetisch kommen vor allem Produkte aus eigener Landwirtschaft; auf Wunsch erhalten Sie rein vegetarische Gerichte. | Carretera Campo-Santanyí bei km 42 | Tel. 971651641 | Fax 971651533 | www.esfigueral.com | Mitte Dez.-Mitte Feb. geschl. | €€

Finca Sant Blai

Auch die vier rustikalen Wohneinheiten dieses urigen Landhauses sind erschwinglich. Wem der neue Pool nicht genügt, kann die etwa 8 km entfernten Strände von Colónia de Sant Jordi besuchen. | 2 km von Campos | Tel. 971650567 | Fax 971650567 | www.santblai.com | €€

Marriott Golf Resort & Spa

Luxushotel mitten im Grün der beiden 18-Loch-Golfplätze Son Antem Ost (69 Euro Greenfee) und West (74 Euro) mit der größten Driving Range der Insel. Das Haus besticht mit drei Pools und einer tollen Spa-Abteilung, auch für Nichtgäste (35 Euro/Tag). 150 Zi. | Carretera de Llucmajor bei km 3,4 | Tel. 971129100 | Fax 971129101 | www.marriott.de | €€€

Son Galileu

Rustikale Finca auf einem 360000 m² großen Anwesen für vier bis sechs Personen, mit Pool und angeschlossenem Bauernhof. Auf Wunsch erhalten Sie Frühstück und Abendessen mit Produkten vom Hof. | 6 km südlich | Tel. 971180029 | €€-€€€

Son Marimón

Abgeschiedene, wildromantische Turmfinca mit fünf Suiten, zu denen jeweils eine eigene Terrasse gehört; mit Swimmingpool, großem Garten und physiotherapeutischen Anwendungen. | Carretera Santanyí-sAlquería Blanca bei km 1,4 | Tel. 971181704 | www.sonmarimon.com | Mitte Nov.-Mitte Feb. geschl. | €€-€€€

Uebernachten

Die Inselmitte

Apartaments Rurals Raims

Herrenhaus mit malerischem Patio und Pool, einer Suite und vier Apartments am Ortsrand; deutsche Leitung. | Carrer Ribera 24 | Tel. 971665157 | Fax 971665799 | www.finca-raims.com | €€-€€€

Es Puig Moltó

Elf bildschöne Zimmer, Suiten und Apartments im restaurierten Anwesen mit Pool und herrlichem Weitblick ins Bauernland. | Carretera Pina-Montuiri bei km 3 | Tel. 971181758 | www.espuigmolto.com | €€€

Sa Plaça Petra

Das winziges Dorfhotel hat nur drei Zimmer, bietet aber viel Komfort. Restaurant mit kleiner, feiner Karte. | Plaça Ramón Llull 4 | Tel. 971561646 | Fax 971561646 | €€

Can Raió-Lear

Reizende Gastgeber bieten in diesem rustikalen Landgut drei Apartments und eine Finca in Gutshofnähe an. | Carretera Algaida bei km 1,7 | Tel. 971872591 | €€

Sa Torre

In sechs Wohneinheiten kann man bei der freundlichen Besitzerfamilie dieses 300 Jahre alten Landguts mit zwei Pools im 2 km entfernten Weiler Ses Alqueríes wohnen. Das viergängige Degustationsmenü im hervorragenden Weinkellerrestaurant kostet 38 Euro. | Tel. 971144011 | www.sa-torre.com | Mo geschl. | €€€

León de Sineu

Historisches Stadthaus mit zwölf Zimmern, Garten, Swimmingpool und Weinkeller. Auf Wunsch kocht die mallorquinische Besitzerin für ihre Gäste. | Carrer dels Bous 129 | Tel. 971520211 | Fax 971855058 | www.hotel-leondesineu.com | €€-€€€

Uebernachten

Palma und der Westen

Born

Das zentral gelegene Haus ist in einem restaurierten Stadtpalast aus dem 18. Jh. mit ruhigem Patio untergebracht. 29 Zi. | Carrer Sant Jaume 3 | Tel. 971712942 | Fax 971718618 | €-€€

Castillo Hotel Son Vida

Einst das Luxushotel schlechthin, erstrahlt es nach einjähriger Restaurierung in neuem Glanz. Wer weder eine der 182 Luxussuiten und -zimmer noch den eigenen Butler braucht, sollte jedoch zumindest den einmalig schönen Palmablick von der Terrasse genießen, bei einem Kaffee, fürstlich serviert. | Son Vida | Tel. 971606029 | Fax 971606168 | www.hotelsonvida.com | €€€

Corona

Die traditionsreiche Pension mit Garten in dem etwas heruntergekommenen Viertel El Terreno eignet sich vor allem für jüngere Leute; ruhige Lage. 10 Zi., Art-déco-Suite mit Meerblick | Carrer Josep Villalonga 22 | Tel. 971731935 | €

Le Méridien Golf Hotel Son Vida

Luxushotel mit einem sehr guten eigenen Restaurant, dem Plat dOr, michelingestirnt und mit sattem Blick aufs Grün des ebenfalls zum Haus gehörenden Golfplatzes Son Vida. Der Nachbarplatz Son Muntaner ist nur für Gäste der Hotels Son Vida, Arabella und Mardavall zugänglich (Greenfee 75 bzw. 85 Euro). 93 Zi. und Suiten | 5 km oberhalb im Nobelvorort Son Vida | Tel. 971787100 | Fax 971787200 | www.arabellasheraton.com | €€€

Hotel Tres

Das moderne Hotel in einem alten Stadtpalast hat einen Dachpool mit Blick zur Kathedrale und liegt sehr zentral in der "Fressgasse". 41 Zi. | Carrer Apuntadors 3 | Tel. 971717333 | Fax 971717372 | www.hoteltres.com | €€€

Catalina Vera

Einfaches, sauberes Hostal im Hafen. 17 Zi. | Carrer Isaac Peral 63 | Tel. 971671918 | Nov.-März geschl. | €

Mon Port Hotel

Luxushotel mit Spa am Rand von Port dAndratx. 111 Zi. und Suiten | Tel. 971238623 | Fax 971238624 | www.hotelmonport.com | €€€

Villa Italia

Die über dem Hafen thronende Villa aus den 1920er-Jahren wurde - passend zum Ortsambiente - zum gestylten Nobelhotel mit Dependence Castillo und Restaurant. 22 Apartments und Suiten | Camino de San Carlos 13 | Tel. 971674011 | Fax 971673350 | www.hotelvillaitalia.com | €€€

H 10 Punta Negra Resort

Als hübsche Ausnahme vom Massenangebot liegt das bei Golfern beliebte Hotel mit 137 Zimmern direkt an einem kleinen Strand auf der gleichnamigen Landzunge mit Garten, zwei guten Restaurants und Spa. | Tel. 971680762 | Fax 971683919 | €€€

Aldea Cala Fornells 1

Die von Stararchitekt Pedro Otzup errichtete, verschachtelte Anlage liegt etwa 1,5 km westlich von Peguera hoch über dem Meer. 85 Apartments | Tel. 971686950 | Fax 971687525 | €€

Villa Anna

Sauberes Beispiel für viele einfache Familienpensionen in Peguera. 35 Zi. | Carrer Gaviotas 13 | Tel. 971686749 | €

Villamil

Das komfortable, mehrfach restaurierte Strandhotel hat eine schöne Suite mit Meerblick im obersten Stock. 125 Zi. | Tel. 971686050 | Fax 971686815 | €€€

Can Mario

Die älteste Inselherberge ist einfach und familiär. 8 Zi. | Carrer Uetam 8 | Tel. 971612122 | €

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Der Norden

Halbinsel La Victoria

Weniger berühmt, aber genauso schön wie die Halbinsel Formentor ist dieser zweite ins Meer ragende "Landfinger". Die ab Alcúdia gut ausgeschilderte Straße führt an den hübschen Villenorten Mal Pas und Bonaire mit Yachthafen vorbei und windet sich dann an romantischen kleinen Buchten entlang hinauf zur 6 km entfernten Ermita de la Victoria. Verehrt wird hier die Virgen de la Victoria, eine gotische Marienfigur und Schutzpatronin von Alcúdia, die der Legende nach die Stadt einst vor Piraten rettete. Die Kirche von 1679 wirkt wie eine Festung. Von hier aus lohnt sich die etwa 45-minütige Wanderung hoch über der Steilküste mit Traumblicken zur Penya Rotja. "Gesegnet" übernachtet, wer in den einfachen, aber renovierten Klosterzellen der Hostatgeria Ermita de la Victoria (14 Zi. | Tel. 971549912 | €€) einkehrt. Nebenan liegt das Ausflugslokal Mirador (Tel. 971547173 | Mo und winters abends geschl. | €) mit Terrasse und Blick auf die Pollença-Bucht.

Cala Torta/Cala Mitjana

Der ehemalige, 10 km lange Autoweg dorthin ist voller tiefer Schlaglöcher; er beginnt (ausgeschildert) hinter Artà an der Straße nach Capdepera. Für Wanderer sind die Strände in jedem Fall ein lohnendes Ziel - ein Küstenweg verbindet sie und weitere kleine Buchten.

Ermita de Betlem

Wie eine Oase wirken die Gärten und die Einsiedelei, wenn man die Serpentinenfahrt über den eher kargen Puig de sa Font Crutia hinter sich hat. Fünf Mönche beten und arbeiten hier am Ende der Welt. Besuchen können Sie die Klosterkapelle mit einer Zypressenallee und den Mirador mit Blick über die Bucht von Alcúdia. Die nahe gelegene heilige Quelle Sa Font ist ein idyllischer Picknickplatz. Die Fahrstraße beginnt an der Festung von Artà (9,5 km).

Capdepera

Das Städtchen (11000 Ew.) wird von einer Burg (tgl. 9-20, Winter bis 17 Uhr | Eintritt 2 Euro) gekrönt, der am besten erhaltenen und größten der Insel. 8 km von Cala Rajada

Platja de Canyamel

Die kleine Feriensiedlung 10 km südlich hat einen etwa 300 m breiten, grobsandigen Strand mit schilfbewachsener Lagune. Der Platz des Canyamel Golf Club mit 18 Löchern zählt zu den schwierigen (Greenfee 74 Euro | Tel. 971841313). Klein, aber fein ist das Hostal Cuevas (12 Zi. | Tel. 971841500 | Fax 971841357 | www.hostalcuevas.com | €€) direkt über dem Strand. Auf einer Felsklippe thront das komfortable Landhotel Can Simoneta mit Zugang zum Meer über eine Wendeltreppe (11 Zi., 5 Suiten | Tel. 971816110 | Fax 971816111 | www.cansimoneta.com | €€€). Unter gleicher Regie arbeitet das für seine köstlichen Spanferkel bekannte rustikale Ausflugslokal Porxada de Sa Torre (Tel. 971841310 | Mo und Dez.-Feb. geschl. | €-€€) an der Straße nach Artà.

Tropfsteinhöhle Coves dArtà

Imposante Höhle am Cap Vermell mit rauchgeschwärztem, schlundartigem Eingang über dem Meer. | 40-minütige Führungen, tgl. 10-18, Winter bis 17 Uhr | Eintritt 9 Euro

Colònia de Sant Pere

Der verträumt wirkende Ort am Ostende der Bucht von Alcúdia etwa 20 km östlich kann das Endziel kilometerlanger Strandwanderungen von Can Picafort oder Ausgangspunkt für Wanderungen auf der Halbinsel Ferrutx sein. Das Garnihotel Solimar (13 Zi. | Tel. 971589347 | Fax 971589143 | €€) unter deutscher Leitung liegt oberhalb des Dorfs.

Son Serra de Marina

Die junge Feriensiedlung in Wildwestmanier (550 Ew.) 8 km südöstlich bietet am Ostende zwei cafeterías und ein kleines hostal. Dahinter erstreckt sich der etwa 2,5 km lange, naturgeschützte Dünenstrand Es Arenal bis nach Colònia de Sant Pere; Liegestühle und Sonnenschirme gibt es nicht, dafür wird ganz am Ende FKK geduldet. Ein gut erhaltener talaiot markiert die Zufahrt bei km 14,2 an der Straße nach Artà.

Lluc Alcari

Das viel fotografierte Natursteindorf über dem Meer hat nur 20 Einwohner. Den größten Teil nimmt das Hotel Costa dOr (40 Zi. | Tel. 971639025 | Fax 971639347 | Nov.-April geschl. | €€-€€€) ein, mit Pool und Meerblick. Im Restaurant Bens dAvall mit feinster mediterraner Küche können Sie auf einer Traumterrasse über dem Meer speisen; Sie erreichen es nach rund 6 km langer, kurvenreicher Fahrt (ausgeschildert) Richtung Sóller. | Tel. 971632381 | www.bensdavall.com | So abends, Mo und Dez.-Feb. geschl. | €€€

Son Marroig

Der einstige Altersruhesitz des Erzherzogs Ludwig Salvator ist heute Museum. Der idyllische Garten mit Marmortempelchen lohnt allein schon den Besuch. Mit Erlaubnis des Pförtners dürfen Sie den Privatweg hinunter zur bizarren Halbinsel Sa Foradada benutzen. | An der Straße Deià-Valldemossa | tgl. 10-20, Winter bis 17 Uhr | Eintritt 3 Euro

Alaró/Orient

Alaró (4700 Ew.) ist ein gemütliches, von Gärten und Mandelbaumhainen umgebenes Dorf 11 km westlich von Inca. Mittelpunkt ist der Marktplatz mit Kirche, Rathaus, Bars und der Bäckerei Ca na Juanita (von 1910), die berühmt ist für ihre ensaimadas. Neu ist das komfortable Hotel Can Xim (8 Zi. | Tel. 971879117 Tel. 971879117 | €€) mit Pool, Garten und angeschlossenem Terrassenrestaurant Traffic.

Binissalem

Der hübsch restaurierte Ort 6 km südwestlich (6000 Ew.) war Mallorcas erste Region, deren Weine die Ursprungsbezeichnung "Denominació de origen" tragen dürfen. Die größte örtliche Bodega ist die Franja Roja der Brüder Ferrer an der Straße nach Palma, wo Sie auch verkosten können. Direkt am Kirchplatz hat sich das Hotel Scotts (11 Zi., 6 Suiten | Tel. 971870100 | Fax 971870267 | www.scottshotel.com | €€€) etabliert, eine kleine Oase mit Pool, viel Komfort und leichter Mittelmeerkost in der Terrassenbar.

Campanet

Das lang gestreckte, ruhige Dorf 8 km nordöstlich (2500 Ew.) lebt vor allem an Dienstagen auf. Dann ist Markttag, und in der Bar Sa Galerie drängt sich Jung und Alt am Tapatresen. Altes Handwerk wie Glasbläserei, Korbflechterei und Töpferei hat hier überlebt. Den Glasbläsern zuschauen können Sie in der Manufaktur Menestralía (Ausfahrt 35 der Autobahn Palma-Alcúdia). Sehenswert sind die bizarren Tropfsteinhöhlen Coves de Campanet an der Ausfahrt 36 (tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 9,50 Euro) 2 km nördlich; hier steht auch die Kirche Sant Miquel (um 1229), das zweitälteste Gotteshaus der Insel, mit schönen gotischen Tafelbildern (So 18 Uhr zur Messe).

Kloster Lluc

Umgeben von einer imposanten Bergkulisse liegt Mallorcas wichtigs-ter Wallfahrtsort 16 km nördlich in einem 525 m hohen Tal. Busseweise strömt man zur Moreneta, der schwarzen Madonna in der Klosterkirche mit einer eindrucksvollen Fassade. Weite Picknickplätze säumen die mächtige Klosteranlage aus dem 17./18. Jh. Die Legende erzählt von einem Hirtenknaben, der im 14. Jh. lebte. Er fand die Marienstatue und brachte sie dreimal zum Priester nach Escorca. Jedesmal kehrte die Madonna an den Fundort zurück und setzte damit das Zeichen für den Bau einer Einsiedelei. Seit dem 16. Jh. singen die blavets, blau-weiß gekleidete Chorknaben der klösterlichen Singschule, zur Messe (Sept.-Mitte Juni Mo-Sa 11.15, So 11 Uhr). Ein uriges Bergrestaurant ist das Es Guix (Tel. 971517092 | Di geschl. | €€) mit guter mallorquinischer Küche, etwa 2 km von Lluc Richtung Sóller.

SAlbufera

Der 17 km² große Naturschutzpark 5 km nordöstlich von Muro ist das größte Feuchtgebiet des Mittelmeerraums, Durchgangsstation von mehr als 10000 Zugvögeln aus Afrika und Nordeuropa, Lebensraum von 200 Vogelarten, Amphibien und prächtigen Orchideen. Auf schilfgesäumten Wander- und Fahrradwegen können Besucher das Leben in der Albufera beobachten. Mountainbikes verboten! | April-Sept. 9-19, Okt.-März 9-17 Uhr | Eingang an der Englischen Brücke (Carretera Alcúdia-Can Picafort), Auskunft und Fernglasverleih beim Centre Recepció im Park | Tel. 971892250

Sa Pobla

Das Bauerndorf 5 km (12000 Ew.) ist nicht hübsch, hat sich jedoch einige Eigenarten bewahrt, die andernorts schon ausgestorben sind, z. B. traditionelle Feste wie Sant Antoni und den ländlichen Sonntagsmarkt, um den herum Tapabars wie Toni Cotxer (Tel. 971540005 | Do geschl. | €) scharf gewürzte regionale Gerichte anbieten.

Cala Sant Vicenç

Kleiner Villen- und Badeort 4 km nordöstlich mit zwei engen Sandbuchten vor dem Bergmassiv des Cavall Bernat. Vorbildlich renoviert ist das Hotel Cala Sant Vicenç (28 Zi. | Tel. 971530250 | Fax 971532084 | €€€) mit Garten und gepflegtem Restaurant mitten im Ort. In einem Pinienhain mit Meerblick liegt die einfache Familienpension Los Pinos (23 Zi. | Tel. 971531210 | €) mit Pool. Vom Terrassenrestaurant des Hotels Niu mit mediterraner Küche genießt man einen tollen Meerblick (Winter geschl. | €€) Die romantische Bar Modesto (mittags und Winter geschl. | €) ist der beste Holzkohlegrill im Norden.

Halbinsel Formentor

Die lang gestreckte, schmale und schroffe Halbinsel ist ein absolutes Muss und stark besucht. In den frühen Morgen- und den späten Nachmittagsstunden besteht eine Chance für weniger Verkehr auf der 18 km langen Traumstraße, die an ihrem Ende, vor dem Kap, zum Albtraum werden kann, wenn Busse und Leihwagen nicht mehr vorwärts noch zurück können. Lohnender als das Kap ist der Mirador am Pass mit dem fotogenen Felseninselchen Es Colomer, den jäh abstürzenden, 200 m hohen Felswänden und dem Piratenturm Talaia dAlbercutx gegenüber. Den halbstündigen Aufstieg belohnen ein Rundumpanorama über die halbe Insel und der schönste Sonnenuntergang weit und breit. Der berühmte Sandstrand Cala Pi am nicht minder berühmten Hotel Formentor (127 Zi., 16 Suiten | Platja de Formentor | Tel. 971899101 | Fax 971865155 | www.hotelformentor.net | €€€) ist schmal, aber hübsch, jedoch meist überlaufen. Einsamer, wenn auch nur zu Fuß erreichbar sind die beiden Naturbuchten Cala Figuera und Cala Murta.

Sa Calobra

Spektakulär sind alle drei Arten, die kolossale, felsengerahmte Mündung des Torrent de Pareis zu erreichen: die Autofahrt über die 14 km lange Serpentinenstraße mit einer Höhendifferenz von 800 m; die einstündige Bootsfahrt von Port de Sóller aus, vorbei an gigantischen Felskulissen; oder die mehr als sechsstündige, schwere Kletterpartie von Escorca durch den 4 km langen Canyon des Torrent de Pareis, ein nur in trockenen Monaten und auch nur für trainierte Wanderer machbares Abenteuer. Die Geröllmündung des Wildbachs bei Sa Calobra ist durch zwei Fußgängertunnel (etwa 200 m lang) erreichbar und stark besucht. Entsprechender Rummel herrscht in den Restaurants (möglichst Picknick mitnehmen!) und auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz. Ganz früh am Morgen und nach 17 Uhr (im Sommer) gibt es eine Chance für entspannten Landschaftsgenuss.

Embalse de Cúber

Zusammen mit dem benachbarten Embalse de Gorg Blau versorgt der Stausee unterhalb des Puig Major die Stadt Palma mit Trinkwasser. Sie können vom Ufer aus in zwei Stunden die Berghütte Tossals Verds (540 m), einen idealen Ausgangspunkt für Bergwanderungen, erreichen. 30 Schlafplätze, Restaurant | Tel. 971182027 | Mitte Juli-Mitte Sept. geschl. | € | 12 km von Sóller in Richtung Pollença

Fornalutx/Biniaraix

Fornalutx (700 Ew.) ist das schönere der beiden malerischen Bergdörfer oberhalb des Tals von Sóller. Die beiden blumenreichen Treppenorte verbindet ein hübscher Höhenweg. Die acht Zimmer (Zimmer LOfre mit Traumblick!) des Hotels Can Reus (Carrer Alba, 26 | Tel. 971631174 | €€) liegen in einem 200-jährigen, restaurierten Stadthaus mit Pool, Garten und Blick ins Orangental.

Mirador de Ses Barques

Aussichtspunkt mit Restaurant (Tipp: Spanferkel | €€) oberhalb von Sóller und einem herrlichen Panoramablick auf Port de Sóller. Hier beginnt auch ein schöner, aber anstrengender Wanderweg zur Cala Tuent, für den Sie ungefähr vier Stunden rechnen sollten; er führt vorbei an der einfachen Finca Balitx dAvall (10 Zi. | Tel. 971634240 | €) in der man bodenständig essen und auch übernachten kann.

Ziele in der Umgebung

Der Osten

Cala Marçal

Vom gleichnamigen Hotel dominierte Badebucht, sandig, wenig begrünt, 10 km südöstlich bei Portocolom. Das Restaurant Cas Patró mit Meerblick und Fischgerichten (Tel. 971824106 | Mo abends geschl. | €€) liegt oberhalb der Bucht. Hinter der Cala Marçal, nur zu Fuß erreichbar, befindet sich die kleine, romantische Cala Brafi.

Cala Sa Nau

Die unverbaute, tief eingeschnittene Bucht 12 km südöstlich ist mit der kaum verbauten Cala Mitjana und den stark bebauten Buchten Cala Serena und Cala Ferrera verbunden.

Cas Concos

Die Fahrt durch Felder und Hügel zu dem kleinen Dorf mit seinen 420 Einwohnern ist schon das halbe Ziel. Der Ort selbst wäre nicht erwähnenswert, wenn in ihm und in seiner Umgebung nicht einige gute Adressen für Urlauber zu finden wären. Neben vielen in der Umgebung verstreuten Fincas zum Alleinbewirtschaften gibt es mit dem Anwesen Sa Galera auch ein gutes Fincahotel. Das Herrenhaus aus dem 13. Jh. wurde 1998 aufwendig restauriert und bietet heute 16 Zimmer und ein angeschlossenes Landhaus. Man spricht deutsch (Carretera Santanyí-Cas Concos bei km 6,3 | Tel. 971842079 | Fax 971183747 | www.hotelsagalera.com | €€€). Leider nur abends (ab 19 Uhr) geöffnet haben die beiden nebeneinanderliegenden Restaurants mitten im Ort. Zum inzwischen legendären Kulttreff Viena des Hamburger Journalisten Rainer Fichel kommen die Gäste sogar aus Palma und aus dem Inselnorden. Seine Vorspeisen sind so ausgefallen wie seine (spaßige) Website www.viena-mallorca.com (Carrer Metge Obrador, 13 | Tel. 971842290 | kein Ruhetag | €€). Gleich nebenan (Hausnummer 23) hat eine chilenische Familie das nüchtern-moderne Rapa Nui mit mediterraner Küche aufgemacht (Tel. 971839643 | kein Ruhetag | €€).

Castell de Santueri

Die Ruinen der gewaltigen mittelalterlichen Festungsanlage erheben sich auf einem Berg 7 km südlich. Die holprige Zufahrt lohnt sich wegen des Weitblicks und der seltsamen Entrücktheit des Orts, auch wenn die Ruine verschlossen ist. Der Blick geht weit über Land und Meer, und keine Menschenseele stört. Etwa 2 km vom südlichen Ortsende auf der Carretera nach Santanyí weist ein braunes Schild mit der Aufschrift Camí des castell auf die ungepflegte Zufahrtsstraße hin.

Portocolom

Der alte Hafen von Felanitx 10 km südöstlich mit seinen gut erhaltenen Fischer- und Bootshäusern und vielen traditionellen llaüts (mallorquinische Fischerboote) ist bislang bilderbuchschön geblieben, was auf das Fehlen größerer Sandstrände zurückzuführen ist. Lediglich an der Cala Marçal hat sich ein bescheidenes Touristenzentrum entwickelt. Die Anzahl der 3500 Einwohner verdreifacht sich für die Dauer der Hochsaison, wenn die Leute von Felanitx hier ihre Sommerhäuser beziehen. Kleine hostals bieten Unterkunft, etwa das César (30 Zi. | Richtung Cala Marçal | Okt.-Ostern geschl. | Tel. 971825302 | Fax 971824698 | €), einfach, sauber und mit einem Grillrestaurant. An der hübschen Hafenpromenade hat sich jüngst das 2005 renovierte Hostal HPC mit 14 Zimmern hinzugesellt. In seinem hellen Restaurant mit Terrasse und Hafenblick sorgt einmal die Woche ein DJ für Unterhaltung (Carrer Cristófol Colom, 5 | Tel. 971825323 | Fax 971825583 | www.hostalportocolom.com | €€). Nebenan bietet das Colón in gediegenem Ambiente hervorragende mediterrane Küche mit einheimischem Einschlag vom österreichischen Starkoch Dieter Sögner (Tel. 971824783 | www.restaurante-colon.com | Mi geschl. | €€€).

Puig de Sant Salvador

Der heilige Berg von Felanitx (509 m) ist ein Doppelgipfel. Den höheren krönt ein verlassenes Kloster, dessen Ursprung im 13. Jh. liegt. Die Anlage birgt eine Madonnenskulptur (13. Jh.), ein gotisches Alabasterretabel und zwei Räume mit Votivbildern gesundeter Spender. Ein überdimensionales Steinkreuz auf dem zweiten Gipfel und eine riesige Christusstatue demonstrieren Kirchenmacht. | 6 km südöstlich

Cales de Mallorca

Diese in den 1960er-Jahren 18 km südöstlich von Manacor entstandene und seitdem ständig erweiterte Hotelstadt mit mehr als 7500 Gästebetten liegt oberhalb mehrerer kleiner, an sich sehr schöner Sandbuchten, in denen es während der Hauptsaison im Hochsommer aber sehr eng wird. Außerdem sind die Wege von den Hotels in hinteren Linien zu den Stränden sehr weit. Eine schön angelegte Uferpromenade und Grünanlagen ersetzen den fehlenden Ortskern.

Portocristo

Der kleine Ort (6000 Ew.) 13 km östlich von Manacor ist hübsch anzusehen mit seiner runden Hafenbucht und dem torrent, auf dem llaüts und Yachten dümpeln. Berühmt ist Portocristo für die größten Tropfsteinhöhlen der Insel, die Coves del Drac und die Coves del Hams. Letztere liegt gleich am Ortseingang an der Straße von Manacor und versucht mit einem geführten Rundgang, einer Show am kleinen unterirdischen See und einer virtuellen Jules-Verne-Show den größeren Drachenhöhlen nachzueifern (Sommer 10-17.30, Winter 10.30-16.30 Uhr | Eintritt mit Digitalshow 16 Euro). In den Coves del Drac gibt es keine Führung - so bleibt alles der Phantasie überlassen. Dafür findet auf dem größten unterirdischen See der Welt ein kitschig-schönes Touristenspektakel statt: Über den erst stockdunklen, dann plötzlich beleuchteten See gleitet ein Boot mit Miniorchester. Danach dürfen auch die Besucher ein Stückchen mit dem Boot fahren. Da die Höhlen sehr stark besucht werden, empfiehlt es sich, morgens frühzeitig zu kommen. Anfahrt durch den Ort Portocristo, dann dem braunen Schild bis zum südlichen Ortsende folgen (Carretera Portocolóm | Sommer 10-17 Uhr jede volle Stunde, Winter 10.45, 12, 14, 15.30 und 16.30 Uhr | Eintritt 9,50 Euro). Direkt an der Hafenpromenade liegt das Hotel THB Felip (96 Zi. | Tel. 971820750 | Fax 971820594 | www.thbhotels.com | €€). Nur die Zimmer, die nach hinten hinaus liegen, sind ruhig. Das Restaurant La Gamba dOro (SIllot, Carrer Camí de la Mar, 25 | Tel. 971810497 | Mo geschl. | €€€) ist ein kleines, edles Lokal mit mediterraner Küche; abends sollten Sie unbedingt einen Tisch reservieren!

Portocristo Novo

Konglomerat aus mehreren ausgedehnten Hotelkomplexen an den Cales Mandía, Anguila, Romàntica und Estany, die miteinander verbunden sind. Renommierteste Anlage ist das Insotel Club Cala Mandía (Tel. 971558255 | Fax 971558135 | www.insotel.com | €€-€€€) mit 545 Apartments und vielfältigem Sport- und Animationsprogramm für kontaktfreudige Familien - und fest in Händen britischer und deutscher Reiseveranstalter. 15 km südöstlich

Cala Bona/Cala Millor

Die beiden ineinander übergehenden Badeorte 4 km südöstlich von Son Servera verbinden ein etwa 3 km langer, feinsandiger Strand und eine schöne Flaniermeile nur für Fußgänger, allerdings auch mit lückenloser Bebauung. Die vorwiegend Drei- und Viersterne-Hochhaushotels mit insgesamt 18000 Betten sind fest in der Hand deutscher Reiseveranstalter. Ein durchorganisierter Badebetrieb und viele sportliche Freizeiteinrichtungen lassen die Doppelbucht als ungemein kinder- und familienfreundlich erscheinen. Im Super-Soccer-Trainingscamp können Kids seit zehn Jahren in der von Rudi Völler eingerichteten Fußballschule den richtigen Kick lernen (Woche 179 Euro). Zahlreiche Bars und Diskos wie das Pacha, Q und Steffanis machen die Ecke im Sommer auch für junge Leute attraktiv. Die vielen Cafeterias haben sich auf deutsche Gäste eingestellt, am besten Bei Petra (€) direkt an der Strandpromenade. Eine lobenswerte Ausnahme ist das Can Pistoleta mit Riesenbüfett zum Sattessen. | Carretera Cala Millor-Son Servera | kein Ruhetag | €€

Sa Coma/SIllot

Durch die naturbelassene Felsnase Punta de nAmer von Cala Millor getrennt, schließt sich der etwa 1 km lange, herrlich weiße Sandstrand von Sa Coma mit verkehrsfreier Promenade an. Das Hinterland ist zugebaut mit riesigen Hotelanlagen.

Sa Costa des Pins

Die vornehme, pinienbegrünte Villensiedlung 5 km nordöstlich von Son Servera hat im Eurotel Golf Punta Rotja (200 Zi. | Tel. 971816500 | Fax 971816525 | www.eurotelmallorca.com | €€€) das passende Hotel mit einem Gourmetrestaurant und Einrichtungen zu Wellness und Thalassotherapie. Etwas südlich liegt der kaum bebaute Sandstrand der Platja des Ribell.

Ziele in der Umgebung

Der Süden

Colònia de Sant Jordi

Der einstige Fischerort (2500 Ew.) und ehemalige Hafen von Campos 13 km südlich hat sich zu einem Touristenzentrum entwickelt. Während in den Gründerjahren eher wild drauflos gebaut wurde, hat man in den letzten Jahren mit Fußgängerpromenaden und Grünanlagen Struktur in die Siedlung gebracht. Getreu seinem Namen, Marisol, serviert das Terrassenlokal im Hafen (Tel. 971655070 | Mi geschl. | €€-€€€) frische Meeresfrüchte. Der nahe Hafenstrand Es Dolç und die weiter südostwärts gelegenen Traumstrände Es Carbó, Ses Roquetes und Es Caragol sind nur zu Fuß erreichbar. Der Hafen ist Ausgangspunkt für Schiffsausflüge nach Cabrera, dem naturgeschützten Archipel in Sichtweite mit Burg und endemischen Pflanzen- und Tierarten (April-Okt. tgl. 9.30 Uhr | Tel. 971649034). Die ganztägige Exkursion für 28 Euro schließt das Baden in der Cova Blava, der Blauen Grotte, und die Burgführung ein.

Salines de Llevant

8000 t Tafelsalz werden jährlich in diesem knapp 1,5 km² großen Privatgebiet gewonnen. Es ist Teil des Feuchtgebiets Es Solobrar vor der Platja dEs Trenc. In dem streng geschützten Biotop sind an die 170 Vogelarten zu Hause. Zwei deutsche Frauen ernten hier Salz für ihre Kreationen Flor de Sal mit vier Geschmacksvarianten, zu kaufen auf dem Samstagsmarkt in Santanyí oder in Feinkostläden. 9 km südlich

Es Trenc

11 km von Campos entfernter, rund 6 km langer, schneeweißer Dünenstrand mit Restaurant und großem Parkplatz (Parkgebühr 10 Euro), an dem FKK geduldet wird und der im Hochsommer sehr voll ist. Besser parken Sie bei Ses Covetes oder an der Platja de sa Ràpita, die nicht so stark besucht ist wie Es Trenc. Wer im Club Nàutic (Tel. 97164040413 | kein Ruhetag | €€) zu einer Paella oder frischem Fisch einkehrt, parkt gratis. Die Pension Es Turó (16 Zi. | Tel. 971655057 | Fax 971655057 | €) mit einer schönen Restaurantterrasse zum Hafen befindet sich am Ortsrand. Das gut geführte Hotel Don León (120 Zi. | Tel. 971655561 | Fax 971655566 | €€€) liegt an der Klippenküste, etwa 600 m von Es Trenc entfernt.

Cala Blava

Villensiedlung 15 km westlich mit kleiner Klippenbucht und Badeplätzen. Das Sporthotel Delta (288 Zi. | Tel. 971786135 | Fax 971129103 | www.hdelta.com | €€) ist mit Fahrradverleih, Werkstatt und geführten Touren durch das gut ausgeschilderte Radwegenetz der Umgebung ganz und gar auf Radler eingestellt.

Cala Pi

Die fjordähnliche Bucht 16 km südlich ist in der Nebensaison idyllisch. Über der Bucht ist eine geschmackvolle urbanización mit einer Handvoll Restaurants und einer kleinen, privaten Clubanlage mit öffentlichem Terrassenlokal entstanden.

Capocorb Vell

Die wohl am besten erhaltene talayotische Siedlung Mallorcas geht bis in die Zeit um 1400 v. Chr. zurück. Imposant sind die Ruine eines mehrstöckigen talaiot und die Vielzahl erhaltener Grundmauern dieser Wohn- und Wehranlage aus riesigen Steinquadern. | Fr-Mi 10-16.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | 12 km südlich

Cala de Sa Comuna/Cala SAmunia

Ein Fußweg (etwa 20 Min.) verbindet diese beiden abgeschiedenen Naturbuchten 9 km südlich von Santanyí. Bar jeder Infrastruktur, sind sie vielleicht die letzten vom Land aus zugänglichen Strandparadiese an Mallorcas Ostküste. Den Zugang zur Cala SAmunia ermöglicht eine steile Treppe zum Meer (in der Ortskurve, links neben einem Privathaus).

Cala Figuera

Der kleine Ferien- und Fischerort 5 km südöstlich mit Mallorcas romantischstem Hafen hat keinen Strand, es sind jedoch Bootsfahrten zu nahen Sandbuchten möglich. Sehr preiswert und sauber sind Sie untergebracht im kleinen Hostal Blau in Hafennähe (20 Zi. | Tel. 971645227 | Fax 971645227) mit der kleinen, angeschlossenen Apartmentanlage Vista al Mar, beide | € . Am Abend locken die Mond-Bar, ein Oldie, aber immer wieder in, und weitere Musikkneipen im Carrer Pintor Bernareggi.

Cala Llombards

Diese etwas breiter geratene der fjordähnlichen Buchten ist nicht so stark besucht; eine Bebauung direkt am Strand gibt es nicht. La Pergola (Carrer Major, 13 | Tel. 971163359 | Di und Mitte Nov.-Mitte Dez. geschl. | €), ist ein hübsches Terrassenlokal mit Mittelmeerküche in Llombards. 4 km südlich von Santanyí

Cala DOr/Portopetro

Zwei fast zusammengewachsene Ferienorte 7 km östlich im ibizenkischen Stil mit weiß gekalkten, blumenumrankten Häusern. Während Cala dOr eine perfekte touristische Infrastruktur aufweist, hat sich das Hafendorf Portopetro noch ein Stück Gelassenheit bewahrt. Es kann mit einem hübschen Fischer- und Yachthafen aufwarten. Cala dOr hat ein halbes Dutzend kleiner Strände. Hotels: RIU Cala Esmeralda (151 Zi. | Tel. 971657111 | Fax 971657156 | €€) direkt an der gleichnamigen Bucht, gediegenes Ambiente; Rocador (106 Zi. | Tel. 971657075 | Fax 971657751 | €) oberhalb der Cala Gran. Ebenfalls am Hafen, in der simplen Cafetería La Caracola (Tel. 971657013 | kein Ruhetag | €) gibts einfache Regionalküche, besonders lecker ist der Calamar relleno. Fisch vom feinsten und ein lukullisches Degustationsmenü mit Hafenblick gibts im Port Petit (Tel. 971643039 | www.portpetit.com | März/April Di geschl. | €€€).

Cala/Parc Natural Mondragó

Auf Initiative des GOB unter Naturschutz gestellte, feinsandige, türkisblaue Doppelbucht mit sparsamer Bebauung an der Straße zur Bucht, Informationszentrum für den Naturpark. Weniger voll: die Cala SAmarador, die von Santanyí anzufahren und später nur zu Fuß erreichbar ist (ausgeschildert). 5 km östlich von Santanyí

Cala Santanyí

Die hübsche, weißsandige Badebucht befindet sich etwa 3,5 km südlich von Santanyí und wird gesäumt von einigen Hotels und Sommerhäusern. Überwiegend Familien kommen hierher. Das renovierte Hotel Cala Santanyí, direkt in der Bucht gelegen, hat 24 Hotelzimmer und 28 Apartments. Es ist sauber und gepflegt und sehr familienfreundlich (Tel. 971165505 | Fax 971165509 | www.hotelcalasantanyi.com | €€-€€€).

Oratori de La Consolació

Auf dem Puig Gros am Südende der Serra de Llevant, ungefähr 4 km nordöstlich von Santanyí, erhebt sich ein Kirchlein aus dem 16. Jh., das die "Regenmacherin" birgt, die Mare de Déu de la Consolació. Von der Kirchenterrasse hat man einen prächtigen Weitblick bis zum Meer.

Ses Salines

Bis zum Ende des 19. Jhs. gehörte das schmucklose Dorf (4300 Ew., 8 km westlich) noch zur Gemeinde Santanyí. Deshalb wurde die überdimensional große Pfarrkirche Sant Bartomeu erst 1894 errichtet. Heute profitiert der Ort, der früher mehr landwirtschaftlich geprägt war, vom "Gold" seiner feinsandigen Strände und von der Feriensiedlung Colònia de Sant Jordi. Mit seinen über 400 Kakteenarten aus aller Welt und einem ausgedehnten Mittelmeerbiotop rühmt sich die 150000 m² große Anlage Botanicactus, Europas größter botanischer Garten zu sein (Ortsausgang in Richtung Santanyí | Winter 9-17.30, Sommer 9-19 Uhr | Eintritt 6,90 Euro | www.botanicactus.com). Übernachten können Sie z. B. im Es Turó (10 Juniorsuiten | Tel. 971649531 | www.esturo.com | €€-€€€), einem fast wie ein Museum hergerichteten Landhotel in einer alten Finca am Ortsrand. Im Casa Manolo (Tel. 971649130 | Mo geschl. | €€-€€€) steht inzwischen Manolos Sohn am Fischgrill der winzigen Küche. Das urige, auf Tapas sowie frische Fische und Meeresfrüchte spezialisierte Lokal liegt gleich neben der Kirche. Reservierung ist unbedingt erforderlich!

Ziele in der Umgebung

Die Inselmitte

Puig de Randa

Mallorcas einziger Tafelberg ist mit 542 m die höchste Erhebung des Plá. Das am Fuß des Bergs gelegene Dorf Randa (100 Ew.) lohnt einen Spaziergang über Kopfsteinpflaster. Oberhalb von Randa führt die Bergstraße zunächst zum Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, dem untersten von drei Klöstern. Die verlassene Einsiedelei aus dem 15. Jh. mit weitem Blick über die Ebene von Llucmajor bis zum Archipel von Cabrera wurde restauriert, der Sandsteinfelsen befestigt, Parkplätze angelegt. Gut 1 km bergauf liegt das Santuari de Sant Honorat, Ende des 14. Jhs. gegründet und noch heute von Mönchen bewohnt. Zugänglich ist nur die Kapelle aus dem 17. Jh. Radarmasten auf der Bergkuppe trüben zunächst das große Aha-Erlebnis der Gipfelstürmer. Sie werden jedoch entschädigt durch einen tollen Weitblick von der Terrasse des Santuari de Nostra Senyora de Cura auf der Bergspitze. Es ist das kulturgeschichtlich bedeutendste der drei Klöster, zog sich doch 1263 Ramón Llull hierher zurück, nachdem er sein genusssüchtiges Leben am mallorquinischen Königshof aufgegeben hatte. Llull schrieb an die 250 Werke, die meisten in katalanischer Sprache, die er damit zur Literatursprache erhob, forschte, lehrte und missionierte in aller Welt. Im Grammatiksaal der alten Schule von Cura auf dem Berg ist ein Ramón-Llull-Museum untergebracht (Di-So 11-13 und 16-18 Uhr). Probieren Sie den Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur hier oben gibt! Übernachten und essen können Sie einfach in den 26 ehemaligen Klosterzellen (Tel. 971120260 | €), komfortabel im Hotel Es Recó de Randa (14 Zi. | Tel. 971660997 | Fax 971662558 | www.esrecoderanda.com | €€€) am Fuß des Bergs mit Traumblick von der Terrasse. 4 km südlich von Algaida

Els Calderés

Das festungsartige Herrenhaus, erbaut um 1700, mit Hauskapelle, Weinkeller, Stallungen, Gesindekammern und noblen Salons, vermittelt einen Eindruck vom einstigen Feudalleben. | 7 km östlich bei Sant Joan an der C-715, km 37 (ausgeschildert) | tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 7 Euro

Porreres

Breite Zufahrtsstraßen haben die kleine Stadt 7 km südlich (4600 Ew.) bequemer erreichbar gemacht. Besonders am dienstäglichen Markttag lohnt ein Besuch. Nur dann (10.30-12.30 Uhr) ist nämlich im Rathaus (Casa de Vila) eine bemerkenswerte Ausstellung von rund 300 Objekten zeitgenössischer Kunst zu betrachten (darunter zwei Dalís). Eindrucksvoll sind auch Fensterrose und Glockenturm der Pfarrkirche am Marktplatz. Gleich daneben befindet sich das Centre (Tel. 971168372 | kein Ruhetag | €) einst Theater, heute rustikales Restaurant mit bodenständiger Kost. Die Landhotelanlage Sa Bassa Rotja (Camino Sa Pedrera | Tel. 971168225 | Fax 971166563 | www.sabassarotja.com | €€€) mit 25 Luxussuiten, zwei Pools, Beautyfarm und Restaurant liegt außerhalb.

Ariany

Erst 1982 wurde das 2,5 km nördlich gelegene Nachbardorf (920 Ew.) von Petra unabhängig. Sein Mittelpunkt ist die Kirche. Ihr verträumter, blühender Vorgarten mit Weitblick ist des Verweilens wert. Das Restaurant Ses Torres (kein Ruhetag | €) am Verteilerkreisel vor Ariany ist ein Fernfahrer- und Ausflugslokal, in dem Sie gute Tapas und ein preiswertes Menü bekommen.

Ermita de Bonany

Der pausbäckigen Madonna aus dem 8. Jh. und des tollen Weitblicks wegen lohnt sich der Abstecher zum Kloster, das seinen Namen (Gutes Jahr) nach dem Ende einer Dürreperiode erhielt. Kachelbilder am Eingang erinnern an den lang ersehnten Regen und an eine reiche Ernte, die die Madonna auf dem Berg spendete. 4 km südlich von Petra

Costitx

4,5 km östlich hübsch auf einer Anhöhe gelegen, wurde das Dorf (1000 Ew.) berühmt durch drei bronzene Stierköpfe aus talayotischer Zeit, die man 1894 auf dem nahen Landgut Son Corró fand. Sie sind im Museu de Ciències im Casal de Cultura ausgestellt (am Ortseingang aus Richtung Sencelles | Di-Fr 9-13 Uhr | Eintritt 3 Euro). Seit 1991 existiert bei Costitx das einzige Observatorium der Balearen; es dient Forschungszwecken und bietet Laienkurse in Spanisch an, Anmeldung | Tel. 971513344 . Im Planetarium nebenan erleben Besucher mehr als 6000 virtuelle Sterne und können durch Teleskope die wahren Sterne sehen (Di-Sa 19, ab Okt. 18 Uhr).

Sant Joan

Schweinezucht (porc negre) und Wurstfabriken prägen das etwa 7 km südlich von Sineu gelegene 1800-Einwohner-Dorf. Die übergroße Pfarrkirche Sant Joan Batista, nach der das Dorf seinen Namen erhalten hat, beeindruckt besonders mit ihrer reichen Innenausstattung und einer schönen Deckentäfelung. Das gotische Portal stammt aus dem 15., der Glockenturm aus dem 17 Jh. (Schlüssel im Pfarrhaus).

Ziele in der Umgebung

Palma und der Westen

Banyalbufar/Estellencs

Die beiden felsenfesten Dörfer klammern sich hoch über dem Meer an den Berg. Sie liegen an der kurvigen Küstenstraße C-710 auf romantischen Terrassen aus maurischer Zeit und sind am besten zu Fuß treppauf, treppab zu erkunden. Das etwa 25 km nordwestlich von Palma liegende Banyalbufar (600 Ew.) wartet im gut geführten Restaurant Son Tomas (Di geschl. | €) mit einheimischen Speisen auf, im 400-Einwohner Dorf Estellencs wohnt man idyllisch im Hotel Nord (8 Zi. | Tel. 971149006 | Fax 971149015 | www.hotelruralnord.com | €€).

Bunyola/Alfabia/Raixa

Bunyola, das idyllisch am Südfuß der Serra dAlfabia gelegene Dorf (5500 Ew.) 35 km nördlich von Palma, hat eine eigene nostalgische Station der Sóller-Bahn. Das katalanische Restaurant Ses Porxeres vor dem Autotunnel nach Sóller (Tel. 971613762 | So abends | Mo und Aug. geschl. | €€-€€€) ist bekannt für tischfüllende Vorspeisen und gute katalanische Küche.

Ciutat Jardí

Besonders an Wochenenden beliebt bei Einheimischen ist der östlich von Palma gelegene Villenvorort wegen seiner Lage direkt am Meer mit einem schönen Badestrand und der dahinter gelegenen "Fressmeile" mit exzellenten Fischlokalen, zum Beispiel Casa Fernando (Tel. 971265417 | Mo geschl. | €€€), mit fangfrischem Grillfisch und Meeresfrüchten, die die Gäste an der Theke aussuchen. Hier treffen sich Touristen mit Geschäftsleuten.

Esporles/Sa Granja

Das lang gestreckte Dorf Esporles (4400 Ew.) liegt in einem fruchtbaren, immergrünen Tal ungefähr 15 km nordwestlich von Palma. Aus der ehemaligen Post wurde ein Hostal und 2005 das Designhotel LEstada (am Kirchplatz | Tel. 971610202 | Fax 971611763 | www.hotelestada.com | €€) mit sieben dekorativen Zimmern und zwei Suiten. Im hauseigenen Restaurant wird feine Regionalküche aus frischen Inselprodukten serviert.

Festival Parc

Hinter dem hochtrabenden Namen stecken ein Einkaufszentrum mit über 30 Outlet Stores bekannter Marken und ein Vergnügungszentrum mit Terrarium (Eintritt 10 Euro), eine Kunsteisbahn mit Show (auch im Sommer) und 20 Kinos. Autobahnausfahrt Marratxí/sa Cabaneta, gleich an der Ausfahrt auf der linken Seite der Autobahn (von Palma aus)

Genova

Der westliche Vorort Palmas ist Schlemmerland mit vielen urigen Kneipen und Restaurants, romantisch eingebunden in den Treppen- und Terrassenort. Größtes mit zwei Häusern ist das Mesón Can Pedro (Tel. 971402479 | Do geschl. | €) mit Holzkohlegrill.

Platja de Palma/SArenal

Wenn schon ballern, dann authentisch, am balneario (Strandabschnitt) 6, dem berüchtigten Ballermann, wo sich vor allem in den Sommermonaten deutsche Bierseligkeit lautstark Luft macht. Gleich dahinter reiht sich Kneipe an Kneipe in der Bier- und Schinkenstraße, die der Platzhirsch Bierkönig fest im Griff hat. Ansonsten wirkte der 8 km lange, breite Sandstrand mit seinen insgesamt 16 balnearios und seiner palmengesäumten Promenade eher beschaulich, wäre da nicht eine nahezu lückenlose Hotelbebauung mit insgesamt 38000 Betten, die ausnahmslos fest in Reiseveranstalterhand sind, allen voran die acht sehr gut geführten Häuser der RIU-Kette (über TUI). Nirgendwo auf der Insel ist die touristische Infrastruktur so perfekt wie an der Platja de Palma. Der 2005 wiedereröffnete Megapark, ein gigantisches Partymekka in neugotischem Gemäuer, das 8000 Gäste fasst und dessen nächtliche Musikszene unter die Erde verlegt wurde, liegt in unmittelbarer Nähe zum Ballermann. Sanierungsbedürftig ist SArenal, ganz am Ende der Bucht. Hier finden junge Leute preiswerte Unterkunft in einfachen Pensionen. Einfach, aber sauber ist z. B. Alberg Platja de Palma (Carrer Costa Brava, 13 | Tel. 971260892 | Fax 971262012 | €). Eine lohnende mallorquinische Ausnahme von der vorwiegend deutschen oder internationalen Gastronomie ist das Rancho Picadero, Can Pastilla (Carrer Flamenco, 1 | Tel. 971261002 | kein Ruhetag | €€).

Port de Portals

So nennt sich der mondäne Yachthafen unterhalb der Siedlung Portals Nous. Er zieht alle an, die sehen und gesehen werden möchten, auch Spaniens Königsfamilie; die Liegeplätze sind die teuersten der Insel. Dazu passt der Hafenboulevard mit seinen Edelboutiquen und Nobelrestaurants wie dem Tristan (Tel. 971675547 | www.tristan-restaurant.com | Winter Mo sowie 1.-15. Dez. geschl. | €€€). Es wurde vom Guide Michelin mit zwei Sternen für Gerhard Schwaigers mediterrane Küche ausgezeichnet und ist sündhaft teuer, Tischbestellung ist nötig. Im Diablito (Tel. 971679400 | kein Ruhetag | €€) ziehen sich vor allem junge Leute Riesenpizzen rein. Wellies (Tel. 971676444 | kein Ruhetag | €€) ist der (überteuerte) Treff zur copa, mit üppigen Salattellern. Für den kleinen Hunger: ausgefallene Tapas und canapés im Minimar (kein Ruhetag) in mediterranem Ambiente und mit aufmerksamem Service.

Pórtol/Sa Cabaneta

Berühmt ist der Doppelort 6 km südlich von Santa Maria (8000 Ew.) für seine Töpfer- und Keramikwerkstätten. Die acht olleríes in Pórtol sind beschildert. Hier werden die bauchigen olles und die flachen greixoneras hergestellt. LAlbello am Ortseingang hat die größte Auswahl. Die Werkstätten von sa Cabaneta, versteckt im oberen Ortsteil, sind berühmt für ihre siurells.

Santa Eugènia

Nicht des eher unscheinbaren Dorfs wegen, sondern für einen Besuch des Natura Parcs empfiehlt sich die Fahrt hierher. Größte Attraktion des kleinen Zoos ist ein Schmetterlingshaus. | Bei km 15,4 an der Landstraße nach Sineu, 7,5 km südöstlich von Santa Maria | tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 7 Euro

Santa Maria Del Camí

15 km nordöstlich von Palma liegt der 5100-Einwohner-Ort, um den herum sich viele (deutsche) Residenten in Fincas angesiedelt haben. Lohnend sind ein Blick in den kleinen Kreuzgang des Klosters aus dem 17. Jh., der große Wochenmarkt am Sonntag und die Einkehr in eine der Tapa-Tavernen an der Durchgangsstraße C-710, z. B. Sa Font, die Tapabar mit der längsten Theke und der größten Auswahl | € . Schon allein das eigenwillig ausgemalte Restaurant und die noch eigenwilligere, kreative Küche (mit einem Michelinstern ausgezeichnet) von Starkoch Marc Fosh lohnt die Einkehr in Reads Hotel & Spa (Carretera Santa Maria-Alaró, s/n | Tel. 971140261 | Fax 971140762 | www.readshotel.com | €€€), dieses 500 Jahre alte Luxuslandhotel mit 23 Zimmern und einem herrlichen englischen Garten.

Camp de Mar

Eine bewaldete, kurvenreiche Straße mit schönen Ausblicken verbindet Port dAndratx mit dem 4,5 km entfernten Camp de Mar (150 Ew.), das in den letzten Jahren stark ausgebaut wurde und zum Nobelort avancierte. Das komfortable Hotel RIU Camp de Mar (293 Zi. | Tel. 971235200 | Fax 971235110 | €€), eines der schönsten Häuser dieser Kette, liegt direkt am hellen Sandstrand.

Sant Elm/Sa Dragonera

Das Schönste am kleinen Badeort Sant Elm (250 Ew.) 8 km westlich von Andratx ist seine Beschaulichkeit - und der Blick auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera. Im Sommer ist sie von hier mit dem Fährschiff "Margarita" in etwa 20 Minuten zu erreichen (Di-So, ab 10.15 Uhr fünfmal am Tag, letzte Rückfahrt nach Vereinbarung | Tel. 696423933 | 9 Euro). Auf dem 4,2 km langen, bis zu 1 km breiten und streng naturgeschützten Eiland mit Naturmuseum und Wanderwegen leben endemische Eidechsen und viele Vogelarten. Gleich drei Wanderwege führen von Sant Elm aus zum Kloster Sa Trapa (mit Schutzhütte und unter Obhut des GOB). Im El Pescador mit Terrasse über dem Meer | Tel. 971239198 | kein Ruhetag | €€ , gibts beste Nudel- (fideua) und Reis-Paella.

Santa Ponça

Auch dieser Badeort ist fast verwachsen mit Magaluf und ebenfalls eine einzige Bettenburg für britische und deutsche Gäste. Auf dem Tripleplatz Golf Santa Ponça 1, 2 und 3 trifft sich viel Prominenz. Der einzige öffentliche Platz (Nr. 1, Greenfee 74 Euro) umrahmt das ganz auf Golfer eingestellte Hotel Golf Santa Ponça | 18 Zi. | Tel. 971690211 | Fax 971694853 | €€€ .

Galilea/Puigpunyent

Galileas biblischer Name steht für Entrücktheit. Der luftige Terrassenort (300 Ew.) etwa 15 km nordöstlich von Peguera ist idyllischer Zweitwohnsitz vieler Ausländer, die von ihrem Haus bis zum Meer schauen; so auch die Gäste der kleinen, aparten Hotelanlage Scotts Galilea (Sa Mola Gran, s/n | Tel. 971614170 | Fax 971870267 | www.scottsgalilea.com | €€€) mit ihren zehn gemütlichen Studios bzw. Apartments und Swimmingpool.

Els Ermitans

Die winzige Einsiedelei, die 1648 gegründet wurde, wartet mit einem grandiosen Meer- und Küstenblick auf. Noch heute wohnen hier Eremiten, die nach den Regeln der Heiligen Paulus und Antonius leben. Das Auto lassen Sie besser unten am Parkplatz stehen und laufen die enge und kurvige, aber romantische Straße zu Fuß (ungefähr 20 Min.). | Etwa 3 km nördlich an der Straße nach Deià, enge Auffahrt gegenüber dem Restaurant Can Costa

Port de Valldemossa

Winzig und romantisch ist die kieselige Bade- und Hafenbucht, die Sie nach 7 km Serpentinenkurverei er-reichen (ausgeschilderter Abzweig von der C-710). Einkehren in der Strandtaverne Es Port, nach frischem Fisch fragen und als Beilage frito im Tontopf bestellen: muy bien! | Wechselnde Öffnungszeiten | Tel. 971616194 | €€

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Der Norden

Binifaldó

Ein Autoausflug zum Kloster Lluc mit dem Gesang der Chorknaben lässt sich verbinden mit einem Picknick bei Binifaldó, einem der am besten ausgerüsteten Plätze der Insel mit Grillrosten, Tischen und Bänken, Toiletten und einem Spielplatz in herrlicher Hochgebirgslandschaft; tolles Klettergelände. An der Carretera Pollença-Lluc bei km 17

Hidropark

Weithin sichtbar sind die Gerüste des Hidroparks, des kleinsten der drei Inselwasserparks bei Port dAlcúdia; er ist ein bisschen in die Jahre gekommen, dabei aber teuer. | Avinguda Tucán | Tel. 971891672 | Juni-Sept. tgl. 10.30-18 Uhr | Erwachsene 16 Euro, Kinder 8 Euro

Can Planes

Das bildschöne Kulturzentrum birgt eine Sammlung von 3000 historischen Spielzeugen: alte Puppenstuben im mallorquinischen Stil, nostalgische Eisenbahnen und Autos. | Sa Pobla | Carrer Antoni Maura 6 | Di-Sa 10-14 und 16-20, So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro

Mit Kindern reisen

Der Osten

Jumaica-Bananera

Pep Noguera ist begeistert von den Kanarischen Inseln. Mit einer Bananenplantage, Hunderten von Strelitzien und Weihnachtssternen holte er sie sich nach Mallorca. Durch seine Finca läuft ein natürlicher Trockenbach, eben wie ein kanarischer barranco. In Bambushainen verstecken sich Ententeiche und Tiergehege. In der Tropical Bar gibts frisch geerntete Bananen und im Restaurant Pep Noguera | €€ , ehrliche, schmackhafte mallorquinische Gerichte. | Carretera Portocristo-Portocolom bei Kilometer 4,5 | tgl. Sommer 9-18, Winter 10-16.30 Uhr | Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro

Mit Kindern reisen

Der Süden

Cala Santanyí

Die Bootsstege ehemaliger Fischerhäuschen und die Klippen rechts und links vom Strand sind ein fabelhaftes Areal für kindliche Entdeckerfreuden. Wer mit dem Tretboot rechts um die Felsnase trampelt, entdeckt Es Pontas, ein riesiges, aus dem Meer ragendes Felsentor, durch das man schippern kann.

Mit Kindern reisen

Die Inselmitte

Natura Parc Santa Eugènia

In diesem hübsch angelegten, kleinen Tier- und Pflanzenpark findet man so ziemlich alles, was auf Mallorca kreucht und fleucht, vom Wasserfrosch bis zum Esel, und auch Exoten wie Marabu und Pelikan, Mara und Lama. Toca Toca (tocar: berühren) heißt der Streichelzoo für Kinder Im Schmetterlingshaus lassen sich die verschiedenen Entwicklungsstadien studieren. | Kilometer 15,4 der Straße Palma-Sineu (ausgeschildert) | www.mallorcaweb.net/naturaparc | Mo-Fr 10-18/19, Sa/So 10-20 Uhr | Erwachsene 7 Euro, Kinder 4,50 Euro

Mit Kindern reisen

Palma und der Westen

Aqualand

Mallorcas größter Wasserpark auf einem 207000 m² großen, perfekt durchgestylten Freizeitgelände, mit weiten Rasenflächen und Ruhezonen. Der viel besuchte Park ist mit Abstand der schönste der ganzen Insel. Teufelsschwanz heißt eine der vielen neuen Attraktionen, eine gekrümmte, dunkle Rutschröhre talabwärts. | Autobahnausfahrt 13 (ausgeschildert) hinter SArenal | tgl. 10-17 oder 18 Uhr | Erwachsene 21 Euro, Kinder 13 Euro

House of Katmandu

Der neuste Familienspaß nach amerikanischem Muster ist ein bunt bemaltes Haus im tibetanischen Stil, das auf dem Kopf steht und in dem es nicht nur spukt. Acht meist dunkle Räume überraschen mit jeder Menge akustischer und optischer Reize, von der Folterkammer bis zum Auftritt des Yeti. | Magalluf, Avenida Pedro Vaquer Ramis 9 | beim Magalluf Park Hotel | www.houseofkatmandu.com | Sommer tgl. 10-24 Uhr | Erwachsene 16,90 Euro, Kinder 10,90 Euro

Marineland

Shows mit Meerestieren und Papageien, Aquarium und Exotarium, Spielplatz mit Eisenbahn, Ball Park und eine Motorralley für Kids. | Portals Nous | tgl. Sommer 9.30-19, Winter 9.30-17 Uhr | Erwachsene 20,50 Euro, Kinder 14,50 Euro

Palma Aquarium

Die 2007 eröffnete Anlage birgt 55 Aquarien mit beeindruckender Flora und 8000 Exemplaren der Fauna der Weltmeere, eine Dschungellandschaft, einen Mittelmeergarten, Restaurant und Café. Vom transparenten Tunnel aus ist man den Fischen ganz nah, auch den Haien... | Platja de PalmaAutobahnausfahrt Nr. 10, beim Balneario 14 (ausgeschildert) | www.palmaaquarium.com | tgl. 10-18 (Einlass bis 17 Uhr) | Erwachsene 18 Euro, Kinder 14 Euro

Parc Aventur Puigpunyent

Abenteuerpark in der Reserva de Galatzó mit schwankenden Hängebrücken, waghalsigen Klettereien, Rutschpartien und Pfeilwerfen. | 5 km von Puigpunyent (ausgeschildert) | www.lareservaaventur.com | tgl. 10-17, Winter bis 16 Uhr | Erwachsene 37,50 Euro, Kinder 32,75 Euro (inkl. Naturpark)

Insider-Tipp

Sa Formatgeria

Alles Käse: Sieben Mal Inselkäse zum Probieren

Palmas Restaurantmeile

Die Qual der Wirtshauswahl: Im Carrer Fábrica in Palma stehen Kneipen und Restaurants dicht an dicht und warten auf Gäste

Nekropolen Son Real und SIlla den Porros

Begegnung der anderen Art: In 20 Minuten 3700 Jahre rückwärts bei einer Strandwanderung von Can Picafort zur Totenstadt Son Real

Plaças/Plätze

Im Bauch der Insel: Fisch- und Meeresfrüchtetapas in der Bar des Peix im Mercat de LOlivar in Palma

Son Brull

Antike Hülle, cooler Kern: Aus einem mittelalterlichen Kloster wurde das moderne Luxushotel Son Brull

Marriott Golf Resort & Spa

Entspann Dich!: Aalen Sie sich in Kräuterbädern, blubbernden Jacuzzis und lulligen Pools - im Spa des Hotels Marriott bei Llucmajor

Cala Sant Vicenç

Der Zauberberg: Das Bergmassiv des Cavall Bernat in Cala Sant Vicenç färbt sich mit jedem Licht wie ein Chamäleon

Cala de Sa Comuna/Cala SAmunia

Schneeweißchen und Kobaltblau: Fußweg zum versteckten Naturstrand von Sa Comuna am tiefblauen Meer

Ciutat Jardí

Zappelfrische Fischbeute: Große Auswahl an den übervollen Fischtheken der Grilllokale Can Jordi und Casa Fernando in Ciutat Jardí

Platja de Palma/SArenal

Megafete: Mitmischen im heißesten Rund-um-die-Uhr-Event der Insel

Cala Santanyí

Trampeltour: Mit dem Tretboot durchs Felsentor Es Pontas in der Cala Santanyí

Parc Aventur Puigpunyent

Kribbeln im Bauch: bekommt, wer über schwankende Hängebrücken läuft oder in rasendem Tempo am Drahtseil ins Tal saust. Der Parc Aventur machts möglich

Palma

Palma Alternativ: Zu Fuß das Judenviertel, den Jugendstil, die Klöster entdecken

Top Highlights

Es Baluard

Der 2004 eröffnete moderne Bau fügt sich genial in die historische Festungsanlage Palmas ein. Im Innern: zeitgenössische spanische und internationale Kunstwerke. Toller Blick auf Hafen und Kathedrale von den Dachterrassen. | Plaça Porta de Santa Catalina | Di-So 10-24, Winter 10-20 Uhr | www.esbaluard.org | Eintritt 6 Euro (informative deutsche Kassettenführung)

Fundació Pilar I Joan Miró

Getreu dem Willen des Wahlmallorquiners und gebürtigen Katalanen Joan Miró (1893-1983), der 40 Jahre auf der Insel wirkte, wurden Atelier und Wohnhaus des Künstlers zu einem "Ort, wo Menschen gemeinsam arbeiten, schaffen und diskutieren". Ein Teil seines Nachlasses ist in dem Museumsbau zu sehen; außerdem werden wechselnde Ausstellungen seelenverwandter Künstler veranstaltet. Zu bestimmten Zeiten sind auch Mirós Atelier, 1954 von seinem Freund Josep Lluís Sert erbaut, und das Haus Son Boter, das dem Künstler als Studio diente, zu besichtigen. Im Verkaufsraum Vermarktung miróscher Motive auf Gebrauchsartikeln. | Cala Major | Carrer Saridakis 29 | Di-Sa Sommer 10-19, Winter 10-18, So 10-15 Uhr | Eintritt 5 Euro

Jugendstilbauten

Die katalanische Version des Jugendstils, der modernisme, präsentiert sich in Palma mit schön restaurierten Fassaden. Genannt seien: Edifici Casayas an der Plaça Mercat, 1908-11 erbaut von Francesc Roca. Schräg gegenüber, an der Plaça Weyler, die wohl schönste Jugendstilfassade der Stadt: das Gran Hotel, 1901-03 von Lluís Domenec i Montaner erbaut, von einer Sparkasse aufwendig restauriert und in eine Kunstgalerie umgewandelt (Di-Sa 10-21, So 10-14 Uhr). Die nebeneinander stehenden Häuser Can Rei und LAguila an der Plaça Marqués de Palmer entstanden 1908/09 und sind wegen ihrer farbigen Mosaiken berühmt. Besonders hier macht sich der Einfluss des großen Meisters des katalanischen modernisme, Antoni Gaudí, bemerkbar.

Kathedrale La Seu

Das berühmteste Inselgebäude thront wie eine Glucke über dem Meer. Von außen wirkt das Gotteshaus lange nicht so hoch und licht wie von innen. Das etwa 110 m lange Hauptschiff fasziniert durch die 14 schlanken, knapp 22 m hohen Säulen und die große, aus 1236 Glasteilen bestehende Fensterrose in der Hauptapsis (11,5 m Durchmesser), die bei Sonneneinfall bunte Lichtspiele zaubert. Verzaubern lassen kann man sich auch vom Gaudí-Leuchter über dem Altar - und von der Speisung der 5000 in der Petruskapelle, einer Riesenkeramik des Mallorquiners Miquel Barceló. | Plaça Palau Reial | Mo-Fr Juni-Sept. 10-18.15, April/Mai und Okt. 10-17.15, Nov.-März 10-15.15, Sa 10-14.15 Uhr | Eintritt 4 Euro

Unterdorf

Kein anderes Inseldorf ist so mit Blumen geschmückt wie das Unterdorf von Valldemossa mit seiner gotischen Pfarrkirche Sant Bartomeu. Die Kachelbilder an jedem Haus zeigen Szenen aus dem Leben von Santa Catalina, geboren im Carrer Rectoría, die 1930 heilig gesprochen wurde. Der einstigen Magd Catalina Tomàs (1531-74) wurde neben der Pfarrkirche ein liebenswertes Denkmal gesetzt. Ihretwegen - und wegen der cocas de patata - fahren Mallorquiner meilenweit. Die Kartoffelkrapfen gibt es hier in jeder Bäckerei.

Halbinsel La Victoria

Weniger berühmt, aber genauso schön wie die Halbinsel Formentor ist dieser zweite ins Meer ragende "Landfinger". Die ab Alcúdia gut ausgeschilderte Straße führt an den hübschen Villenorten Mal Pas und Bonaire mit Yachthafen vorbei und windet sich dann an romantischen kleinen Buchten entlang hinauf zur 6 km entfernten Ermita de la Victoria. Verehrt wird hier die Virgen de la Victoria, eine gotische Marienfigur und Schutzpatronin von Alcúdia, die der Legende nach die Stadt einst vor Piraten rettete. Die Kirche von 1679 wirkt wie eine Festung. Von hier aus lohnt sich die etwa 45-minütige Wanderung hoch über der Steilküste mit Traumblicken zur Penya Rotja. "Gesegnet" übernachtet, wer in den einfachen, aber renovierten Klosterzellen der Hostatgeria Ermita de la Victoria (14 Zi. | Tel. 971549912 | €€) einkehrt. Nebenan liegt das Ausflugslokal Mirador (Tel. 971547173 | Mo und winters abends geschl. | €) mit Terrasse und Blick auf die Pollença-Bucht.

Capdepera

Das Städtchen (11000 Ew.) wird von einer Burg (tgl. 9-20, Winter bis 17 Uhr | Eintritt 2 Euro) gekrönt, der am besten erhaltenen und größten der Insel. 8 km von Cala Rajada

Son Serra de Marina

Die junge Feriensiedlung in Wildwestmanier (550 Ew.) 8 km südöstlich bietet am Ostende zwei cafeterías und ein kleines hostal. Dahinter erstreckt sich der etwa 2,5 km lange, naturgeschützte Dünenstrand Es Arenal bis nach Colònia de Sant Pere; Liegestühle und Sonnenschirme gibt es nicht, dafür wird ganz am Ende FKK geduldet. Ein gut erhaltener talaiot markiert die Zufahrt bei km 14,2 an der Straße nach Artà.

SAlbufera

Der 17 km² große Naturschutzpark 5 km nordöstlich von Muro ist das größte Feuchtgebiet des Mittelmeerraums, Durchgangsstation von mehr als 10000 Zugvögeln aus Afrika und Nordeuropa, Lebensraum von 200 Vogelarten, Amphibien und prächtigen Orchideen. Auf schilfgesäumten Wander- und Fahrradwegen können Besucher das Leben in der Albufera beobachten. Mountainbikes verboten! | April-Sept. 9-19, Okt.-März 9-17 Uhr | Eingang an der Englischen Brücke (Carretera Alcúdia-Can Picafort), Auskunft und Fernglasverleih beim Centre Recepció im Park | Tel. 971892250

Halbinsel Formentor

Die lang gestreckte, schmale und schroffe Halbinsel ist ein absolutes Muss und stark besucht. In den frühen Morgen- und den späten Nachmittagsstunden besteht eine Chance für weniger Verkehr auf der 18 km langen Traumstraße, die an ihrem Ende, vor dem Kap, zum Albtraum werden kann, wenn Busse und Leihwagen nicht mehr vorwärts noch zurück können. Lohnender als das Kap ist der Mirador am Pass mit dem fotogenen Felseninselchen Es Colomer, den jäh abstürzenden, 200 m hohen Felswänden und dem Piratenturm Talaia dAlbercutx gegenüber. Den halbstündigen Aufstieg belohnen ein Rundumpanorama über die halbe Insel und der schönste Sonnenuntergang weit und breit. Der berühmte Sandstrand Cala Pi am nicht minder berühmten Hotel Formentor (127 Zi., 16 Suiten | Platja de Formentor | Tel. 971899101 | Fax 971865155 | www.hotelformentor.net | €€€) ist schmal, aber hübsch, jedoch meist überlaufen. Einsamer, wenn auch nur zu Fuß erreichbar sind die beiden Naturbuchten Cala Figuera und Cala Murta.

Sa Calobra

Spektakulär sind alle drei Arten, die kolossale, felsengerahmte Mündung des Torrent de Pareis zu erreichen: die Autofahrt über die 14 km lange Serpentinenstraße mit einer Höhendifferenz von 800 m; die einstündige Bootsfahrt von Port de Sóller aus, vorbei an gigantischen Felskulissen; oder die mehr als sechsstündige, schwere Kletterpartie von Escorca durch den 4 km langen Canyon des Torrent de Pareis, ein nur in trockenen Monaten und auch nur für trainierte Wanderer machbares Abenteuer. Die Geröllmündung des Wildbachs bei Sa Calobra ist durch zwei Fußgängertunnel (etwa 200 m lang) erreichbar und stark besucht. Entsprechender Rummel herrscht in den Restaurants (möglichst Picknick mitnehmen!) und auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz. Ganz früh am Morgen und nach 17 Uhr (im Sommer) gibt es eine Chance für entspannten Landschaftsgenuss.

Fornalutx/Biniaraix

Fornalutx (700 Ew.) ist das schönere der beiden malerischen Bergdörfer oberhalb des Tals von Sóller. Die beiden blumenreichen Treppenorte verbindet ein hübscher Höhenweg. Die acht Zimmer (Zimmer LOfre mit Traumblick!) des Hotels Can Reus (Carrer Alba, 26 | Tel. 971631174 | €€) liegen in einem 200-jährigen, restaurierten Stadthaus mit Pool, Garten und Blick ins Orangental.

Cala Marçal

Vom gleichnamigen Hotel dominierte Badebucht, sandig, wenig begrünt, 10 km südöstlich bei Portocolom. Das Restaurant Cas Patró mit Meerblick und Fischgerichten (Tel. 971824106 | Mo abends geschl. | €€) liegt oberhalb der Bucht. Hinter der Cala Marçal, nur zu Fuß erreichbar, befindet sich die kleine, romantische Cala Brafi.

Portocolom

Der alte Hafen von Felanitx 10 km südöstlich mit seinen gut erhaltenen Fischer- und Bootshäusern und vielen traditionellen llaüts (mallorquinische Fischerboote) ist bislang bilderbuchschön geblieben, was auf das Fehlen größerer Sandstrände zurückzuführen ist. Lediglich an der Cala Marçal hat sich ein bescheidenes Touristenzentrum entwickelt. Die Anzahl der 3500 Einwohner verdreifacht sich für die Dauer der Hochsaison, wenn die Leute von Felanitx hier ihre Sommerhäuser beziehen. Kleine hostals bieten Unterkunft, etwa das César (30 Zi. | Richtung Cala Marçal | Okt.-Ostern geschl. | Tel. 971825302 | Fax 971824698 | €), einfach, sauber und mit einem Grillrestaurant. An der hübschen Hafenpromenade hat sich jüngst das 2005 renovierte Hostal HPC mit 14 Zimmern hinzugesellt. In seinem hellen Restaurant mit Terrasse und Hafenblick sorgt einmal die Woche ein DJ für Unterhaltung (Carrer Cristófol Colom, 5 | Tel. 971825323 | Fax 971825583 | www.hostalportocolom.com | €€). Nebenan bietet das Colón in gediegenem Ambiente hervorragende mediterrane Küche mit einheimischem Einschlag vom österreichischen Starkoch Dieter Sögner (Tel. 971824783 | www.restaurante-colon.com | Mi geschl. | €€€).

Puig de Sant Salvador

Der heilige Berg von Felanitx (509 m) ist ein Doppelgipfel. Den höheren krönt ein verlassenes Kloster, dessen Ursprung im 13. Jh. liegt. Die Anlage birgt eine Madonnenskulptur (13. Jh.), ein gotisches Alabasterretabel und zwei Räume mit Votivbildern gesundeter Spender. Ein überdimensionales Steinkreuz auf dem zweiten Gipfel und eine riesige Christusstatue demonstrieren Kirchenmacht. | 6 km südöstlich

Portocristo

Der kleine Ort (6000 Ew.) 13 km östlich von Manacor ist hübsch anzusehen mit seiner runden Hafenbucht und dem torrent, auf dem llaüts und Yachten dümpeln. Berühmt ist Portocristo für die größten Tropfsteinhöhlen der Insel, die Coves del Drac und die Coves del Hams. Letztere liegt gleich am Ortseingang an der Straße von Manacor und versucht mit einem geführten Rundgang, einer Show am kleinen unterirdischen See und einer virtuellen Jules-Verne-Show den größeren Drachenhöhlen nachzueifern (Sommer 10-17.30, Winter 10.30-16.30 Uhr | Eintritt mit Digitalshow 16 Euro). In den Coves del Drac gibt es keine Führung - so bleibt alles der Phantasie überlassen. Dafür findet auf dem größten unterirdischen See der Welt ein kitschig-schönes Touristenspektakel statt: Über den erst stockdunklen, dann plötzlich beleuchteten See gleitet ein Boot mit Miniorchester. Danach dürfen auch die Besucher ein Stückchen mit dem Boot fahren. Da die Höhlen sehr stark besucht werden, empfiehlt es sich, morgens frühzeitig zu kommen. Anfahrt durch den Ort Portocristo, dann dem braunen Schild bis zum südlichen Ortsende folgen (Carretera Portocolóm | Sommer 10-17 Uhr jede volle Stunde, Winter 10.45, 12, 14, 15.30 und 16.30 Uhr | Eintritt 9,50 Euro). Direkt an der Hafenpromenade liegt das Hotel THB Felip (96 Zi. | Tel. 971820750 | Fax 971820594 | www.thbhotels.com | €€). Nur die Zimmer, die nach hinten hinaus liegen, sind ruhig. Das Restaurant La Gamba dOro (SIllot, Carrer Camí de la Mar, 25 | Tel. 971810497 | Mo geschl. | €€€) ist ein kleines, edles Lokal mit mediterraner Küche; abends sollten Sie unbedingt einen Tisch reservieren!

Colònia de Sant Jordi

Der einstige Fischerort (2500 Ew.) und ehemalige Hafen von Campos 13 km südlich hat sich zu einem Touristenzentrum entwickelt. Während in den Gründerjahren eher wild drauflos gebaut wurde, hat man in den letzten Jahren mit Fußgängerpromenaden und Grünanlagen Struktur in die Siedlung gebracht. Getreu seinem Namen, Marisol, serviert das Terrassenlokal im Hafen (Tel. 971655070 | Mi geschl. | €€-€€€) frische Meeresfrüchte. Der nahe Hafenstrand Es Dolç und die weiter südostwärts gelegenen Traumstrände Es Carbó, Ses Roquetes und Es Caragol sind nur zu Fuß erreichbar. Der Hafen ist Ausgangspunkt für Schiffsausflüge nach Cabrera, dem naturgeschützten Archipel in Sichtweite mit Burg und endemischen Pflanzen- und Tierarten (April-Okt. tgl. 9.30 Uhr | Tel. 971649034). Die ganztägige Exkursion für 28 Euro schließt das Baden in der Cova Blava, der Blauen Grotte, und die Burgführung ein.

Salines de Llevant

8000 t Tafelsalz werden jährlich in diesem knapp 1,5 km² großen Privatgebiet gewonnen. Es ist Teil des Feuchtgebiets Es Solobrar vor der Platja dEs Trenc. In dem streng geschützten Biotop sind an die 170 Vogelarten zu Hause. Zwei deutsche Frauen ernten hier Salz für ihre Kreationen Flor de Sal mit vier Geschmacksvarianten, zu kaufen auf dem Samstagsmarkt in Santanyí oder in Feinkostläden. 9 km südlich

Capocorb Vell

Die wohl am besten erhaltene talayotische Siedlung Mallorcas geht bis in die Zeit um 1400 v. Chr. zurück. Imposant sind die Ruine eines mehrstöckigen talaiot und die Vielzahl erhaltener Grundmauern dieser Wohn- und Wehranlage aus riesigen Steinquadern. | Fr-Mi 10-16.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | 12 km südlich

Cala Figuera

Der kleine Ferien- und Fischerort 5 km südöstlich mit Mallorcas romantischstem Hafen hat keinen Strand, es sind jedoch Bootsfahrten zu nahen Sandbuchten möglich. Sehr preiswert und sauber sind Sie untergebracht im kleinen Hostal Blau in Hafennähe (20 Zi. | Tel. 971645227 | Fax 971645227) mit der kleinen, angeschlossenen Apartmentanlage Vista al Mar, beide | € . Am Abend locken die Mond-Bar, ein Oldie, aber immer wieder in, und weitere Musikkneipen im Carrer Pintor Bernareggi.

Cala/Parc Natural Mondragó

Auf Initiative des GOB unter Naturschutz gestellte, feinsandige, türkisblaue Doppelbucht mit sparsamer Bebauung an der Straße zur Bucht, Informationszentrum für den Naturpark. Weniger voll: die Cala SAmarador, die von Santanyí anzufahren und später nur zu Fuß erreichbar ist (ausgeschildert). 5 km östlich von Santanyí

Ses Salines

Bis zum Ende des 19. Jhs. gehörte das schmucklose Dorf (4300 Ew., 8 km westlich) noch zur Gemeinde Santanyí. Deshalb wurde die überdimensional große Pfarrkirche Sant Bartomeu erst 1894 errichtet. Heute profitiert der Ort, der früher mehr landwirtschaftlich geprägt war, vom "Gold" seiner feinsandigen Strände und von der Feriensiedlung Colònia de Sant Jordi. Mit seinen über 400 Kakteenarten aus aller Welt und einem ausgedehnten Mittelmeerbiotop rühmt sich die 150000 m² große Anlage Botanicactus, Europas größter botanischer Garten zu sein (Ortsausgang in Richtung Santanyí | Winter 9-17.30, Sommer 9-19 Uhr | Eintritt 6,90 Euro | www.botanicactus.com). Übernachten können Sie z. B. im Es Turó (10 Juniorsuiten | Tel. 971649531 | www.esturo.com | €€-€€€), einem fast wie ein Museum hergerichteten Landhotel in einer alten Finca am Ortsrand. Im Casa Manolo (Tel. 971649130 | Mo geschl. | €€-€€€) steht inzwischen Manolos Sohn am Fischgrill der winzigen Küche. Das urige, auf Tapas sowie frische Fische und Meeresfrüchte spezialisierte Lokal liegt gleich neben der Kirche. Reservierung ist unbedingt erforderlich!

Puig de Randa

Mallorcas einziger Tafelberg ist mit 542 m die höchste Erhebung des Plá. Das am Fuß des Bergs gelegene Dorf Randa (100 Ew.) lohnt einen Spaziergang über Kopfsteinpflaster. Oberhalb von Randa führt die Bergstraße zunächst zum Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, dem untersten von drei Klöstern. Die verlassene Einsiedelei aus dem 15. Jh. mit weitem Blick über die Ebene von Llucmajor bis zum Archipel von Cabrera wurde restauriert, der Sandsteinfelsen befestigt, Parkplätze angelegt. Gut 1 km bergauf liegt das Santuari de Sant Honorat, Ende des 14. Jhs. gegründet und noch heute von Mönchen bewohnt. Zugänglich ist nur die Kapelle aus dem 17. Jh. Radarmasten auf der Bergkuppe trüben zunächst das große Aha-Erlebnis der Gipfelstürmer. Sie werden jedoch entschädigt durch einen tollen Weitblick von der Terrasse des Santuari de Nostra Senyora de Cura auf der Bergspitze. Es ist das kulturgeschichtlich bedeutendste der drei Klöster, zog sich doch 1263 Ramón Llull hierher zurück, nachdem er sein genusssüchtiges Leben am mallorquinischen Königshof aufgegeben hatte. Llull schrieb an die 250 Werke, die meisten in katalanischer Sprache, die er damit zur Literatursprache erhob, forschte, lehrte und missionierte in aller Welt. Im Grammatiksaal der alten Schule von Cura auf dem Berg ist ein Ramón-Llull-Museum untergebracht (Di-So 11-13 und 16-18 Uhr). Probieren Sie den Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur hier oben gibt! Übernachten und essen können Sie einfach in den 26 ehemaligen Klosterzellen (Tel. 971120260 | €), komfortabel im Hotel Es Recó de Randa (14 Zi. | Tel. 971660997 | Fax 971662558 | www.esrecoderanda.com | €€€) am Fuß des Bergs mit Traumblick von der Terrasse. 4 km südlich von Algaida

Els Calderés

Das festungsartige Herrenhaus, erbaut um 1700, mit Hauskapelle, Weinkeller, Stallungen, Gesindekammern und noblen Salons, vermittelt einen Eindruck vom einstigen Feudalleben. | 7 km östlich bei Sant Joan an der C-715, km 37 (ausgeschildert) | tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 7 Euro

Ermita de Bonany

Der pausbäckigen Madonna aus dem 8. Jh. und des tollen Weitblicks wegen lohnt sich der Abstecher zum Kloster, das seinen Namen (Gutes Jahr) nach dem Ende einer Dürreperiode erhielt. Kachelbilder am Eingang erinnern an den lang ersehnten Regen und an eine reiche Ernte, die die Madonna auf dem Berg spendete. 4 km südlich von Petra

Banyalbufar/Estellencs

Die beiden felsenfesten Dörfer klammern sich hoch über dem Meer an den Berg. Sie liegen an der kurvigen Küstenstraße C-710 auf romantischen Terrassen aus maurischer Zeit und sind am besten zu Fuß treppauf, treppab zu erkunden. Das etwa 25 km nordwestlich von Palma liegende Banyalbufar (600 Ew.) wartet im gut geführten Restaurant Son Tomas (Di geschl. | €) mit einheimischen Speisen auf, im 400-Einwohner Dorf Estellencs wohnt man idyllisch im Hotel Nord (8 Zi. | Tel. 971149006 | Fax 971149015 | www.hotelruralnord.com | €€).

Port de Portals

So nennt sich der mondäne Yachthafen unterhalb der Siedlung Portals Nous. Er zieht alle an, die sehen und gesehen werden möchten, auch Spaniens Königsfamilie; die Liegeplätze sind die teuersten der Insel. Dazu passt der Hafenboulevard mit seinen Edelboutiquen und Nobelrestaurants wie dem Tristan (Tel. 971675547 | www.tristan-restaurant.com | Winter Mo sowie 1.-15. Dez. geschl. | €€€). Es wurde vom Guide Michelin mit zwei Sternen für Gerhard Schwaigers mediterrane Küche ausgezeichnet und ist sündhaft teuer, Tischbestellung ist nötig. Im Diablito (Tel. 971679400 | kein Ruhetag | €€) ziehen sich vor allem junge Leute Riesenpizzen rein. Wellies (Tel. 971676444 | kein Ruhetag | €€) ist der (überteuerte) Treff zur copa, mit üppigen Salattellern. Für den kleinen Hunger: ausgefallene Tapas und canapés im Minimar (kein Ruhetag) in mediterranem Ambiente und mit aufmerksamem Service.

Sant Elm/Sa Dragonera

Das Schönste am kleinen Badeort Sant Elm (250 Ew.) 8 km westlich von Andratx ist seine Beschaulichkeit - und der Blick auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera. Im Sommer ist sie von hier mit dem Fährschiff "Margarita" in etwa 20 Minuten zu erreichen (Di-So, ab 10.15 Uhr fünfmal am Tag, letzte Rückfahrt nach Vereinbarung | Tel. 696423933 | 9 Euro). Auf dem 4,2 km langen, bis zu 1 km breiten und streng naturgeschützten Eiland mit Naturmuseum und Wanderwegen leben endemische Eidechsen und viele Vogelarten. Gleich drei Wanderwege führen von Sant Elm aus zum Kloster Sa Trapa (mit Schutzhütte und unter Obhut des GOB). Im El Pescador mit Terrasse über dem Meer | Tel. 971239198 | kein Ruhetag | €€ , gibts beste Nudel- (fideua) und Reis-Paella.

Aqualand

Mallorcas größter Wasserpark auf einem 207000 m² großen, perfekt durchgestylten Freizeitgelände, mit weiten Rasenflächen und Ruhezonen. Der viel besuchte Park ist mit Abstand der schönste der ganzen Insel. Teufelsschwanz heißt eine der vielen neuen Attraktionen, eine gekrümmte, dunkle Rutschröhre talabwärts. | Autobahnausfahrt 13 (ausgeschildert) hinter SArenal | tgl. 10-17 oder 18 Uhr | Erwachsene 21 Euro, Kinder 13 Euro

Sóller

Sineu


Auftakt

Was für eine Insel!

Mallorca ist ein Magnet, zieht sie alle an: Könige, Künstler, Aus- und Umsteiger - und vor allem Touristen. Kein Mittelmeerziel ist vielseitiger und wandlungsfähiger. Die einstige Bauern- und Fischerinsel hat sich zu einem multikulturellen Mikrokosmos mit hervorragender Infrastruktur und hochwertiger Gastronomie gemausert, ohne dabei ihr höchstes Gut zu verschandeln: die überwältigend schöne Natur. Fünf Sterne für die Berge über dem Meer, die türkisfarbenen Badebuchten, die weiten Dünenstrände, die immergrünen Bäume und die duftende Stille gleich hinter der Hotelmeile. Und ein Hoch auf die Gastgeber.

Wildes Zikadengeschrei im Ohr und Pinienduft in der Nase, die heiße Sonne im Nacken und unten durch das Grün der Baumkronen die türkisblaue Bucht mit ihrem weißen Sandsaum: Die Cala Mondragó ist nur eine von Hunderten kleiner Sandbuchten rund um die Insel. Und sie entspricht so ganz dem Traumbild von Sonne, Sand und Mittelmeer. Dass sie zudem auch noch kaum bebaut ist und zum streng geschützten Naturpark erklärt wurde, signalisiert ökologische Einsicht, die andernorts im Mittelmeerraum eher selten anzutreffen ist.

Weit nach Mitternacht kocht die Stimmung im Oberbayern über. "Zicke, zacke, hoi, hoi, hoi!" "Mister Arenal" wird, wer, nackt bis auf die Socken, die meisten Damenslips eingesammelt hat. Danach tritt Chris Roberts auf und singt: "Mein Name ist Hase..."

Für die Hochsaison wird die Polizeipräsenz an der Platja de Palma um einige Hundertschaften vom spanischen Festland verstärkt, nach Totschlag im Vollrausch und Mord am "Bierkönig" eine notwendige Maßnahme, die das Gefühl von law and order wiederhergestellt hat, rund um den berühmt-berüchtigten Ballermann.

Unter mannshohen Bambushainen murmelt Wasser, Sonnenreflexe verzaubern stille Teiche, uralte Palmenkronen wiegen sich über plätschernden Wasserspielen, und ein überwältigender Duft unzähliger weißer Orangenblüten vollendet dieses Märchen aus Tausendundeiner Nacht in den Jardins dAlfabia, den orientalischen Gärten von Alfabia. Winter auf Mallorca, zwei Flugstunden vom Schmuddelwetter in der kalten Heimat entfernt.

Über dem Berggipfel kreist lautlos ein Fischadlerpärchen, ganz unten im Tal bedecken weiße Schleier blühender Mandelbäume, die sich von einem lilablauen Wolkenhimmel abheben, die rote Erde, zaghaft beschienen von der Frühlingssonne. Eine Wandergruppe verzehrt mit Genuss Mitgebrachtes: pa amb oli (Brot mit Olivenöl und Tomate) und feuerrote sobrasada (Schweinemettwurst); köstlicher Inselwein rinnt durch die Kehlen, und die Welt ist an diesem Tag in Ordnung.

Bilder aus Mallorca, bunt und kontrastreich wie die ganze Insel. Kaum ein anderes europäisches Reiseziel ist deshalb auch so in aller Munde. Fast 7 Mio. Touristen besuchen jährlich die größte der Baleareninseln - sie können sich nicht irren. Was sie in ein oder zwei Ferienwochen zu Gesicht bekommen, hängt ab vom jeweiligen Interesse, von Geldbeutel und Tatendrang, aber auch vom Reisedatum. Die Insulaner teilen das Jahr in zwei Hälften, die temporada, die Zeit von Mai bis Oktober, und den hivern, den Winter, in dem die meisten arbeitslos sind und vom Ersparten der betriebsamen Saison leben. Sonne, Sand und Meer sind die Grundmotive für die allermeisten der Sommergäste. Mit mehr als 180 Sandstränden, deren Gesamtlänge ungefähr 50 km beträgt, werden Mallorcas Küsten diesem Wunsch gerecht; das Wasser rund um die Balearen gilt als das sauberste im ganzen Mittelmeerraum.

Der Sehnsucht vorwiegend nordeuropäischer Gäste, so nahe wie möglich am Meeresstrand zu sein, entsprach Franco in den 1960er-Jahren mit seinem staatlich verordneten touristischen Expansionsprogramm, mit dem die massive Küstenbebauung Mallorcas sowie das spanische, vor allem aber das mallorquinische Wirtschaftswunder ihren Anfang nahmen. Ein zweites Wunder geschah, als in den 1980er-Jahren der wachsende Protest organisierter Umweltschützer Einsicht zumindest bei einigen Politikern weckte, der bis dahin nahezu ungezügelten Bauwut Einhalt zu gebieten. Erstmals beschloss das balearische Parlament Gesetze, die ein Drittel der Insel unter Naturschutz stellten und zukünftige Hotelbesitzer verpflichteten, mit jedem neuen Gästebett 60 m² Grünfläche anzulegen.

Damit wurde Mallorca zum Vorreiter in Sachen Umweltschutz im gesamten Mittelmeerraum. Weg von Quantität, hin zu Qualität - das war und ist das erklärte Ziel der Inselverantwortlichen. Laut einem 1998 verabschiedeten Gesetz darf ein neues Hotel nur dann entstehen, wenn dafür ein ausgedientes geschlossen oder abgerissen worden ist. Mallorcas Flughafen ist in der Lage, an Spitzentagen 120000 Passagiere abzufertigen; das Straßennetz ist im Vergleich zu anderen Mittelmeerländern vorbildlich. Rund um die Insel gibt es mehr als 40 Sporthäfen; 19 Golfplätze zeigen ganz unterschiedliche Grüns. Etwa 3000 Transferbusse und 35000 Mietwagen stehen in der Saison bereit - für 2,4 Mio. Deutsche, 2,2 Mio. Briten, über 1 Mio. Spanier und rund 65000 Besucher aus dem ehemaligen Ostblock.

Und wieder wirkt es wie ein Wunder, dass dieses Eiland von nur 3640 km² angesichts solcher Zahlen selbst in der Hochsaison noch Platz für Einsamkeitsfanatiker hat. Man muss kein Yachtbesitzer sein, um auch noch mitten im August kleine Buchten oder Strandabschnitte ohne Badebetrieb aufzuspüren. Wenn Hahnenschrei oder Schafsglockengeläut den Wecker ersetzen, hat man ganz sicher eine Finca oder ein Landhotel gebucht, wohnt weitab vom Küstenrummel im Hinterland, meistens in einem uralten Sandsteingemäuer unter Holzbalkendecken, schläft eventuell in einem Himmelbett und darf allenfalls mit dem Besuch von Nachbars Kater rechnen. Es ist auch nicht unbedingt nötig, gleich einen der über 40 Tausendergipfel der Serra de Tramuntana zu besteigen, um mit sich und der Natur allein zu sein. Oft genügt ein kleiner Fußmarsch vom Hotelstrand über Felsklippen und um die Ecke - und siehe da: kein Mensch.

Im Lauf der Jahrhunderte hat Mallorca mit Römern und Arabern, Vandalen und Byzantinern, ja auch mit den Festlandspaniern immer wieder Besatzungen erlebt. Duldung und Integration lagen den Insulanern wesentlich mehr als Widerstand oder Hass. Was Kritiker als Phlegma der mallorquinischen Mentalität bemängeln, verstehen andere als Toleranz. Und tatsächlich zeichnet die Inselbewohner eine Art freundlicher Zurückhaltung aus, Einmischung und Indiskretion sind verpönt. Das schafft eine für den Fremden freundliche Atmosphäre - und zugleich eine angenehme Form der Distanz.

Wer Mallorca zum ersten Mal bereist, kommt ganz gewiss mit Vorurteilen; zu viel und oft auch zu klischeehaft wurde und wird über die Insel berichtet. Wenn prominente Inselgäste und ganz normale Häuslebauer schon nach zwei, drei Aufenthalten von "ihrer" Insel reden, mag das ihrer persönlichen Empfindung entsprechen. Mallorca in seiner Eigenart und Vielfalt werden sie jedoch schwerlich kennengelernt haben. Denn der wahre Charme der Insel und ihrer Bewohner erschließt sich nicht im Handumdrehen; er will poc a poc, gemächlich, wie es die Mallorquiner selber lieben, entdeckt werden.

Um 4000 v. Chr.

Auf Mallorca leben erste Höhlenbewohner

123 v. Chr.

Römer besetzen Mallorca und gründen Pollentia und Palma; erste Blütezeit der Insel

Ab 455

Vandaleneinfälle beenden die römische Herrschaft

Ab 903

Mallorca wird von arabischen Mauren erobert und erlebt seine zweite Blütezeit

1229

Am 31. Dezember zieht Jaume I., König von Aragonien, siegreich in Medina Mayurka (Palma) ein; in der Folge zerstört er alles Islamische

1276

Jaume II. ruft die Balearen zum Königreich Mallorca aus; unter seinen Nachfolgern floriert der Mittelmeerhandel, erhebt Ramón Llull das Katalanische zur Literatursprache

Bis 1561

Überfälle durch türkische Piraten

1814

Nach dem Ende von Spaniens Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich erhält Mallorca eine eigene freiheitliche Verfassung

1905

Das Fomento de Turismo, das mallorquinische Fremdenverkehrsamt, entsteht

Ab 1960

Nach dem Bau des ersten Flughafens von Palma beginnt unter General Franco der Massentourismus

1983

Die Inselgruppe der Balearen wird zu einer der 17 autonomen Regionen des demokratischen Spanien

2006

Nach starker Stagnation zu Beginn des Jahrhunderts boomt Mallorcas Tourismus wieder wie zuvor

www.mallorca-blog.de

Bester Blog zum Thema Mallorca: aktuelle Nachrichten sowie archivierte Meldungen und Wissenswertes über die Insel, Fundstücke aus dem Internet. Eigener Blog von Daniel Palm, Moderator beim Inselradio Mallorca, mit täglichen (leider nicht nur geistreichen) Kommentaren. Schöne Fotoimpressionen der Insel von Jörn Daberkow aus Hamburg.

www.mallorca-forum.com

Austauschbörse für Mallorcafreunde mit einem Dutzend Moderatoren. Das Forum hat fast Clubcharakter, ist aber auch nützlich für Urlauber.

www.podcast.net/show/86365

Tägliche Inselnachrichten aus dem Hörfunkprogramm des Inselradios zum Download, Meinungen zum Inselgeschehen

www.mallorca-web-tv.net

Unkommentierte, aktuelle und archivierte Podcasts der letzten Jahre mit Ausschnitten in originalen Bild- und Tondokumenten aus wichtigen Events, Konzerten, Veranstaltungen; gute Sendequalität. Videoproduktionen, Eventkalender, nützliche Links zu allem, was in Zusammenhang mit einem Mallorcabesuch interessiert.

Wer war Joan March?

Er wurde 1880 im Dorf Santa Margalida als Sohn eines Schweinehirten geboren. 1962 starb er als einer der zehn reichsten Männer der Welt bei einem Verkehrsunfall in seinem Rolls Royce: Joan March, über den bis heute so mancher Insulaner nur im Flüsterton spricht. Mit Zigarettenschmuggel, Landverkauf und Gründung der Banca March (heute in jedem Inselort vertreten) begann er seine Macht-und-Geld-Karriere. Skrupelloser Waffenhandel für Franco und Kollaboration zugunsten der Deutschen im Zweiten Weltkrieg folgten. Noch heute besitzen seine Nachkommen immens viel Land auf Mallorca. Wie eine Art Wiedergutmachung mutet die Fundació March an, eine Stiftung zur Unterstützung von Künstlern, die Joan March noch selbst ins Leben rief.

Zwei Palma-Führungen

Sie sind feuerrot, doppelstöckig und haben ein offenes Deck, die Busse der Linie 50, die alle touristisch wichtigen Punkte der Hauptstadt, von der Kathedrale bis zum Schloss Belver, verbindet. Die gesamte Route dauert 80 Minuten. Mit dem 24-Stunden-Ticket können Sie an 13 Haltestellen beliebig oft ein- und aussteigen. Über Kopfhörer gibt es Erklärungen in gutem Deutsch. Im 20-Minuten-Takt zwischen 9.30 und 22 Uhr (Nov.-März 10-18 Uhr), 13 Euro pro Person

"Ein Winter auf Mallorca"

schildert die Hassliebe der George Sand zu der Insel und deren Bewohnern im Winter 1838/39, den sie mit ihrem Geliebten Frédéric Chopin in Palma und Valldemossa erlebte und erlitt: ein Muss.

"Der blutige Buchara"

heißt der erste und spannende Krimi des amerikanischen Hoteliers George Scott. Originell ist die Idee, das Buch zusammen mit einer guten Flasche vino tinto aus Binissalem als Mallorca-Krimipaket zu verkaufen.

"Mallorca - ein Jahr"

ist ebenfalls als leichte Ferienlektüre zu empfehlen. Autoren sind die beiden Journalisten Heinrich Breloer und Frank Schauhoff. Erzählt wird die (fast) authentische Geschichte eines Journalisten, der sich in einer Auszeit von einem Jahr auf Mallorca in eine Insulanerin und in die Insel verliebt.

"Hotel Paradies":

Mallorca ist ein Dauerbrenner in TV-Dokumentationen und Seifenopern. Die bislang erfolgreichste wurde 1990 erstmals im ZDF gesendet: eine banale Handlung in einem fiktiven Hotel mit traumhaft schönen Inselbildern.

"Haialarm auf Mallorca":

Mallorca im Sommer: Ein prähistorischer Hai taucht vor der Insel auf und mordet ein paar Menschen. Ein Taucher begibt sich auf die Jagd...

Philosoph, Missionar und Dichter

Kein Inseldorf ohne eine Straße mit dem Namen Ramón Llull. Der um 1232 in Palma geborene Sohn eines mallorquinischen Edelmanns wurde im Alter von 30 Jahren durch eine Vision bekehrt und lebte fortan als franziskanischer Mönch und Gelehrter. Er war als Missionar in Nordafrika und Vorderasien tätig. In der Nähe von Valldemossa gründete er eine Priester- und Missionsschule und eine Schule für orientalische Sprachen. Sein Ideal vom Verständnis verschiedener Glaubensrichtungen von Christen, Muslimen, Juden und Heiden füreinander stieß in damaliger Zeit auf starken Widerstand. Mehr als den Missionar verehren Mallorquiner jedoch in ihm den Autor literarischer Prosa in katalanischer Sprache, die er, unter anderem durch den philosophischen Roman "Blanquerna", in den Rang einer Literatursprache erhob.


Szene

Trend Guide Mallorca

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Radu Rosetti

ist Besitzer des mallorquinischen Hotspots King Kamehameha. Sein gleichnamiger Houseclub lädt seit 1999 die besten DJs der Welt nach Frankfurt ein. Die Turntables rotieren auch auf Mallorca äußerst erfolgreich - das King Ka hatte innerhalb kürzester Zeit Kultstatus.

Cheers, Hemingway!

Palmas All-time-favourites erleben ein Comeback: In der Bar La Bodeguita del Medio (Vallseca 18) trank schon Ernest Hemingway seinen Mojito. Seit 1894 gibt es den Intellektuellentreff Café Lirico (Av. Antoni Maura 6), in der Bar Bosch (Plaça Rei Joan Carles) heißt es seit 1936 "sehen und gesehen werden", das Café Món (Av. Joan March Ordinas 1), die Atlántico Cocktail Bar (San Felio 12) und das Can Joan de SAigo (C/. de Can Sanc 10) - Palmas Vintage-Locations in der Altstadt ziehen die Szene wieder an!

Design-Mania

Erst hat sie die Hotels erfasst, dann die Restaurants, jetzt das Food - die Design-Mania wütet über die Insel! In ist, was neue Maßstäbe setzt in puncto Aussehen und Image. Tapas kommen im Minimar in Puerto Portals und in Portitxol (Puerto Portals 18, und Vicari Joaquim Fuster 67, www.grupocappuccino.com) als durchgestylte Kunstwerke daher. Restaurants of the Moment sind die beiden Sushi Clubs (Torre de Peraires 7, und Union 2, www.sushiclub.es) in Palma - ohne Reservierung geht nichts.

Honeymoon

Heiraten auf der Insel ist in wie noch nie! Fincas auf dem Land, traumhafte Strände, die Kathedrale von Palma - romantische Locations gibt es en masse. Dazu endloser Sonnenschein und ab jeder deutschen Großstadt mehrmals täglich Flugverbindungenen zu immer günstigeren Preisen - perfekte Voraussetzungen, um "Ja, ich will!" zu sagen. Professionelle Unterstützung gibt es von deutschen Weddingplanerinnen wie Jutta Birfelder und Katja Buhlan. (Tel. 971166647, www.mallorca-hochzeiten.de)

Mallorca = Sylt?

Der Frankfurter House-Club King Kamehameha - kurz: Kingka - hat eine Dependance und ein Café-Restaurant am Paseo eröffnet (Paseo Maritimo 29, www.king-kamehameha.com). Auch die Hamburger Star-Friseurin Marlies Möller stylt neuerdings die Köpfe der örtlichen Schickeria im eigenen Salon (Paseo Mallorca 2, www.marliesmoeller.de). Showmaster Thomas Gottschalk zieht es mit "Wetten, dass..?" ebenfalls immer wieder auf die Insel. Wetten, dass Mallorca das neue Sylt wird?

Paddle-Tennis

Noch nie gehört? Diese Mischung aus Tennis und Squash erobert die Insel im Sturm. Gepaddelt wird ganz ohne Wasser auf einem 10 × 20 Meter großen Openairplatz, der an allen vier Seiten von Mauern umzäunt ist. Der Ball muss über ein Netz in der Mitte, die Wände dürfen aber ins Spiel mit einbezogen werden, wodurch auch Anfänger schnell zu Paddleprofis werden. Wie praktisch, dass das runde Ding nie aus dem Feld fliegt! Am besten im Mega Sport Center und danach abkühlen im hauseigenen 25-Meter-Pool. (Polígono Son Valentín 7A, www.megasportcentre.com)

Shanti!

Kein Leben ohne Yoga - ein Trendsport, der nun auch Mallorca begeistert. Mehrtägige Yoga-Retreats gibt es ebenso wie neue Yogaschulen. Kim Steeb, YogaLehrerin und Frau des Ex-Tennisprofis Charly Steeb, und die Schauspielerin Ursula Karven betreiben gemeinsam ein Yogazentrum in Palma (C/Brondo 8), das nach dem Drop-in-System funktioniert. Vorbeikommen, zahlen, mitmachen - der aktuelle Plan findet sich auf www.yogayou.com. Auch im Puro Beach Club (Pagell 1, Cala Estancia, Palma, www.purobeach.com) werden fleißig Asanas, Yogastellungen, geübt. Im Winter abends, im Sommer frühmorgens - und immer mit Meerblick.

Beach Clubs

Virtual Club (Paseo de Illetas 60, Calvià, www.virtualclub.es), Las Terrazas Beach Club (Av. Illetes 52A, Calvià, www.lasterrazasbeachclub.com) und Puro Beach Club (Pagell 1, Cala Estancia, Palma, www.purobeach.com) sind die wichtigsten Adressen für Glamoursüchtige und alle, die ihre Schokoseite einem großen Publikum zeigen wollen. Die schicken Hangouts vereinen Pool, Restaurant, Bar, Strand - all in one sozusagen. Tipp 1: Der geheime Dresscode ist weiß. Tipp 2: Gleich den Abendfummel mit einstecken und bleiben bis die Sonne untergeht und die Partypeople kommen.

Shop Till You Drop

Palma entwickelt sich zum Shopping-Geheimtipp! Nicht nur Luxuslabels wie Hugo Boss und Armani haben die mediterrane Metropole für sich entdeckt, es zieht auch immer mehr junge Modedesigner und Kreative auf die Insel. Deswegen lohnt es sich, die kleinen Corner-Läden zu beachten! Fashion-Victims sind gut aufgehoben rund um die Plaça Rei Joan Carles, die Einkaufsmeile Jaime III, die Calle San Miguel und den Paseo Born. Ein besonderer Tipp ist Naturkosmetik made in Mallorca von Gaia Natural, die von einem deutschen Mutter-Tochter-Gespann produziert wird. Gibts z.B. bei Jabonoso (Calle Mare de Deu del Roser 2, www.gaia-natural.com).


Stichworte

Von Arxiduc bis Talaiots

Mallorcas kulturelles Erbe im Zeichen von Tourismus und Umweltschutz

Arxiduc

Kaum ein anderer prominenter Inselgast wurde und wird so verehrt wie Ludwig Salvator von Habsburg, Lothringen und Bourbon, Erzherzog (Arxiduc) von Österreich. Schon als junger Mann überraschte er die Wiener Hofburg mit seiner Sprachbegabung und seinem Widerwillen gegen das höfische Leben. Mit vorgetäuschtem Asthma schickte man ihn ans Mittelmeer. 1867 ankerte er zum ersten Mal mit seiner Yacht "Nixe" vor der bizarren Halbinsel Sa Foradada, unterhalb seines späteren Altersruhesitzes Son Marroig. Er verliebte sich nicht nur in die Schönheit der Insel, sondern auch in manche Inselschönheit. In 40 Jahren schrieb er über 70 Bücher, vor allem das Kolossalwerk "Die Balearen in Wort und Bild", das er auch selbst illustrierte. Er erwarb ein Stück Land nach dem anderen zwischen Deià und Valldemossa, um die uralten Ölbäume vor den Äxten der Bauern zu schützen, restaurierte Herrensitze und ließ Pfade in den Bergen anlegen, die heute als Wanderwege dienen. Er war der erste Naturschützer der Insel.

Balearen

Vor etwa 15 Mio. Jahren wurden die Balearen durch den Druck, den die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische ausübte, aufgefaltet. Mit 3640 km² ist Mallorca die größte der fünf Balearenhauptinseln, gefolgt von Menorca, Eivissa (Ibiza), Formentera und Cabrera. Dazu kommen noch an die 190 unbewohnte Eilande. Heute leben auf Mallorca fast 1 Mio. Menschen, knapp 400000 von ihnen in Palma.

Einwanderer

Derzeit sind 126000 Ausländer, davon rund 30000 deutsche, auf den Balearen gemeldet. Dazu kommt noch eine große Zahl illegal auf den Inseln lebender Residenten. Man schätzt, dass bereits etwa jeder vierte Insulaner ein Zugereister ist. Mallorca ist ein multikultureller Minikosmos geworden, in dem Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Religion (noch) friedlich nebeneinander leben. Weil die wenigsten europäischen Neuinsulaner die spanische oder gar katalanische Sprache lernen, bleiben sie meist unter sich, treffen sich allenfalls in Clubs und Vereinen mit ihresgleichen. Mallorquiner sehen dieser Entwicklung in der Regel gelassen zu.

Finca

Finca bedeutet eigentlich Grundstück, meint jedoch inzwischen mehr das Haus auf einem Stück Land. Meistens handelt es sich um ein rustikales Bruchsteinhaus, ockerfarben und massiv, oft mit jahrhundertealter Patina und Geschichte. Nachdem viele Fincas nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wurden, verfielen sie, bis in den 1980er-Jahren britische und deutsche Agenturen und Veranstalter begannen, Fincaferien in ihren Ländern anzubieten. Dazu mussten die alten Häuser vorher mit modernem Komfort versehen werden. So entstand eine reizvolle Urlaubsvariante abseits vom Rummel an den Stränden, mitten im beschaulichen Hinterland. Inzwischen vermieten nicht nur Mallorquiner, sondern auch ausländische Zweitwohnsitzler ihre Fincas.

Flora & Fauna

Mallorca ist immer grün. Und Mallorca ist eine Insel der Bäume. Schon beim Landeanflug faszinieren die weiten Mandelbaumplantagen auf zumeist roter Erde, aber auch die Bergterrassen mit weitläufigen Öl- und Zitrusbaumhainen. Mandel- und Feigenbäume verlieren für etwa drei Monate ihre Blätter, wobei die Mandelblüte von Mitte Januar bis März und die Orangenreife im Winter der Insel zusätzlich Farbe verleihen.

Gob

Der Grup Balear de Ornitologia i Defensa de la Naturalesa, kurz GOB genannt, ist eine private Vereinigung, 1971 als Vogelschutzbund gegründet und inzwischen zu einer einflussreichen Umweltschutzorganisation herangewachsen. Der GOB zählt heute mehr als 7000 Mitglieder auf den Balearen, 5500 allein auf Mallorca, Einheimische und Residenten verschiedener Nationalitäten und Berufe. Bald nach ihrer Gründung zwang diese Bewegung die Politiker zum Umdenken: weg von einer expansiven Tourismuswirtschaft und hin zu einer mehr umwelterhaltenden Politik. Ihrem Druck war es zuzuschreiben, dass die Inselregierung in den 1980er-Jahren ganze Buchten, Strände und Inseln zurückkaufte, die bereits an Investoren zur Bebauung freigegeben waren. Für Interessenten: GOB | Palma, Carrer Verí, 1 | Mo-Fr 9-13 Uhr | Tel. 971721105 | www.gobmallorca.com

Mallorquí

Auf Mallorca ist die erste Amtssprache català, das Katalanische. Das mallorquí ist ein katalanischer Dialekt. Katalanisch ist eine eigenständige romanische Sprache, die heute von mehr als 7 Mio. Menschen gesprochen wird.

Miradors

Miradors sind Aussichtspunkte und als solche auf Landkarten, an Landstraßen und markanten Panoramaplätzen zu finden. Manchmal werden sie auch mit dem Symbol einer Kamera angekündigt. Sie sollten sich nicht scheuen, an solchen Punkten anzuhalten und Auge oder Kamera oder beides zu bemühen, auch wenn bereits Hunderttausende vor Ihnen dasselbe getan haben. Die großartige Küstenstraße in der Serra de Tramuntana zwischen Andratx und Kap Formentor ist reich an solchen miradors. Allein schon die talaias, die runden Wacht-, Signal- und Verteidigungstürme, deren es über 80 rund um die Insel gegeben haben soll und von denen noch etwa 50 existieren, wurden fast immer zu miradors, was in Anbetracht ihrer Lage hoch über der Küste nicht verwundert.

Prominenz

Keine Geringeren als Ihre Majestäten, König Juan Carlos I. und Königin Sophia führen das nicht enden wollende Aufgebot prominenter Inselbesucher an. Jahr für Jahr fliegen sie wie die Zugvögel ein, die Stars und Sternchen der Unterhaltungsbranche, des Film- und Showgeschäfts, des Sports; Politiker und Journalisten, Topmanager, Models und Starköche, Künstler aller Couleur, Lebenskünstler, Playboys - und, und, und. Man trifft sich vorzugsweise in den Häfen von Andratx und Portals Nous und neuerdings in Camp de Mar. Speziell im Hochsommer hat die Regenbogenpresse Futter satt. Die Palette reicht von Claudia Schiffer über Peter Maffay und René Kollo, Franz Beckenbauer und Boris Becker, Sabine Christiansen und Jan Hofer, Gerhard Schröder und Helmut Kohl eben bis zum König von Spanien. Ohne Ende, denn Prinz Felipe und Prinzessin Letizia besitzen hier mit Son Vent schließlich eine bildschöne eigene Residenz.

Talaiots

Talaia heißt Wacht- oder Aussichtsturm. Mit dem davon abgeleiteten talaiot bezeichnet man prähistorische Megalithbauten, die auf Mallorca und anderen Baleareninseln vorkommen. Man nimmt an, dass diese Siedlungen, die von 1300 v. Chr. bis in die römische Besatzungszeit existierten, religiösen Zwecken dienten. Meistens stand der Wachtturm im Zentrum, bis zu 8 m hoch und aus tonnenschweren Steinblöcken errichtet. Mehr als 100 solcher vorgeschichtlicher Siedlungen gibt es auf Mallorca.

Tourismus

Seit den 1960er-Jahren lebt Mallorca, mehr als alle anderen Baleareninseln, vom Tourismus. Etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet der Fremdenverkehr einschließlich der damit zusammenhängenden Wirtschaftszweige. Andere Erwerbszweige werden immer mehr an den Rand gedrängt. So steuert die Landwirtschaft heute nur noch knapp 1,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Eine nennenswerte Industrie gibt es auf Mallorca nicht. Das kommt zwar dem Tourismus entgegen, bringt jedoch auch alle Nachteile mit sich, die aus einer Monokultur entstehen, besonders bei einem Tourismus, der stark saisonabhängig ist. Trotzdem rangieren die Balearen mit ihrem Pro-Kopf-Einkommen an erster Stelle aller spanischen Regionen. Allerdings ist das Leben auch in keiner Region der Iberischen Halbinsel so teuer wie auf Mallorca.


Feste und Events

Umzüge, Konzerte, Festivals

Die meisten mallorquinischen Feste und Feiern sind religiösen Ursprungs

Was man in Palma Event nennt, heißt in den Dörfern schlicht festa (Fest) oder fira (Messe). Und deren Jahresreigen läuft nach wie vor katholisch ab. Jede Gemeinde feiert eine ganze Woche lang ihren Schutzheiligen. Folkloristisches wird jedoch immer mehr mit modernen Sounds aufgepeppt. Hardrockgruppen gehören heute ebenso zur Festkulisse wie die traditionellen xeremiers, Dudelsackpfeifer, Flötist und Trommler. Vor allem in Palma löst ein festliches Ereignis das andere ab (Termine finden Sie in den deutschen Wochenzeitungen).

1. Januar

Cap dAny, Neujahr

6. Januar

Els Reis Mags, Heilige Drei Könige

1. März

Dia de les Illes Balears, balearischer Regionalfeiertag

März/April

Divendres Sant, Karfreitag

1. Mai

Festa del Traball, Tag der Arbeit

25. Juli

Sant Jaume, Jakobi

15. August

LAssumpció, Mariä Himmelfahrt

12. Oktober

Dia de lHispanitat, Nationalfeiertag der Entdeckung Amerikas

1. November

Tots Sants, Allerheiligen

6. Dezember

Dia de la Constitució, Tag der Verfassung

8. Dezember

La Immaculada Concepció, Mariä Empfängnis

25./26. Dezember

Nadal, Weihnachten

Januar

16. Januar, Vorabend von Sant Antoni: spektakulär in sa Pobla, wo dimonis (Teufel) die Straßen unsicher machen und fogerós (Scheiterhaufen) lodern

März/April

Semana Santa/Pasqua: Gründonnerstag Prozession (ab 19 Uhr) in Palma, bei der 30 Bruderschaften mit spitzen Hüten und Gesichtsmasken Marien- und Christusstatuen schleppen. Am Karfreitag tragen Bruderschaften von Pollença beim Devallament die Christusfigur den Kalvarienberg hinab in die Kirche.

April

Mitte April zeigen sich Tänzer und Musikanten aus mehr als 30 Ländern beim Weltfolklorefestival mit Umzügen und Shows auf den großen Plätzen in Palma.

Mai

Anfang Mai: Fira del Disc, Börse für Popmusik in Palmas Messehalle

Juni

Anfang Juni: Internationales Jazzfestival in Cala dOr

Juli/August/September

Musikfestivals in Valldemossa (Chopin), auf Schloss Bellver in Palma (Sommerserenaden), in Deià/Son Marroig (Kammermusik), im Kloster Santo Domingo in Pollença (Solisten von Weltruf)


Essen und Trinken

Kaninchen und Languste in einem Topf

Die Mallorquinische Küche vereint mehrere kulinarische Richtungen

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint: Mallorcas Küche ist nicht identisch mit der spanischen. Wohl haben Paella und gazpacho, Riojaweine und Sangria längst auch die Gaumen der Insulaner erobert, und selbstverständlich wird auch auf den Balearen mit Olivenöl gekocht.

Doch obwohl das Gros der Hotelküchen, der cafeterías und der Restaurants mehr Internationales als Regionales anbietet, gibt es eine eigenständige cuina mallorquina, die jedoch immer fremden Einflüssen ausgesetzt war und ist. Waren es einst Römer und Araber, so sind es heute eben die Nordländer, die zu Veränderungen von Rezepten und Essgewohnheiten beitragen.

Auf jeden Fall wird man der Inselküche nicht gerecht, wenn man sie - wie häufig zu hören und zu lesen ist - mit Attributen wie simpel und deftig abtut. Mallorquinisch kochen heißt auf frische Zutaten zurückgreifen und besondere Sorgfalt auf ihre Zubereitung legen. Mit Zackzack kommt man ihr nicht bei, schon gar nicht mit Büchsen und Tiefgefrorenem. Das 1000-Betten-Hotel mit All-inclusive-Angebot und Schichtessen im riesigen Speisesaal kann der Inselküche nicht einmal annähernd gerecht werden.

Ein anderer, scharfer Konkurrent ist der Grill. Sein Siegeszug durch die Insellokale scheint unaufhaltsam, denn nicht nur Fremde, sondern auch Einheimische lieben zunehmend Fleisch und Fisch à la planxa/plancha.

Wo sich verstärkt Prominenz, Schickeria und geltungsbedürftige Neureiche niederlassen, dürfen namhafte Meisterköche nicht fehlen. Ein halbes Dutzend klingender Namen wie Joseph Sauerschell (Es Racó des Teix), Koldo Royo (Palma) und Gerhard Schwaiger (Tristan, Port de Portals) stehen für eine internationale Haute Cuisine. Ihre Kreationen können wohl mediterran genannt werden, mallorquinisch jedoch kaum. Zudem geht ein Besuch in diesen zum Teil mit Michelinsternen ausgezeichneten Etablissements naturgemäß tüchtig ins Geld. Aber bei der kolossalen Menge von 2600 cafeterías und 2800 Restaurants kommen auch normal verdienende Feriengäste zu einem leckeren Essen.

Essgewohnheiten

Der Einfluss der Inselgäste hat auf die Essenszeiten der Einheimischen abgefärbt; früher als in anderen spanischen Regionen, nämlich mittags schon ab 13 Uhr, abends ab 20 Uhr, geht man essen, vor allem in kleineren Städten und im Winter.

Getränke

Selbstverständlich ist Mallorca als spanische Region ein Weinland, wenngleich das Bier (cerveza) immer beliebter wird. In den letzten Jahren konnten Mallorcaweine ihren guten Ruf zurückgewinnen, den sie über Jahrhunderte hatten, bevor ihn die Reblausplage am Ende des 19. Jhs. ruinierte. Die meisten mallorquinischen Rotweine werden aus der Manto-Negro-Traube gekeltert. Das Gütesiegel für kontrollierte Herkunftsbezeichnung Denominació dOrigen tragen die Weine aus der Region Binissalem und dem Llevant. Weinkenner schätzen Tropfen aus den Bodegas Franja Roja der Brüder Ferrer in Binissalem, den Bodegas Jaume Mesquida in Porreres, den Bodegues Miquel Oliver in Petra, von Vins Miguel Gelabert in Manacor und Macía Batle aus Santa Maria. Mallorquiner trinken Wein in Maßen zum Mittag- und zum Abendessen, dazu steht meistens eine Flasche Wasser (aigo/agua) mit (amb/con) oder ohne (sense/sin) Kohlensäure (gas) auf dem Tisch. Erfrischendes Getränk in den Sommermonaten ist die horchata dAmetla (Mandelmilch). Einheimische trinken zum Frühstück einen café con leche (Milchkaffee), nach dem Essen einen café (Espresso) oder einen cortado (Espresso mit Milch). Der Sekt firmiert als cava. Liköre bestellt man als chupito. Salut!

Bars, Cafeterías, Restaurantes

Sowohl in cafeterías wie in Restaurants werden fast immer unverlangt Brot und Oliven auf den Tisch gestellt. Sie tauchen - wie auch das cubierto, Besteck - später meist auf der Rechnung auf, pro Person mit 50 Cent bis 1,50 Euro. Zumeist kommt dann noch die IVA (Mehrwertsteuer) mit 7 Prozent dazu. In guten Restaurants sollten Sie vorher einen Tisch reservieren und beim Betreten des Speisesaals warten, bis der Maître oder der Kellner Ihnen einen Tisch zuweist. Die Rechnung kommt meistens auf einem Teller, auf dem Sie später das Trinkgeld liegen lassen.

albergínies farcides

mit Hack gefüllte Auberginen

arròs brut

"schmutziger Reis" - heißt so wegen seiner Safranfärbung; Reiseintopf mit drei Sorten Fleisch

arròs de peix i marísc

Suppe aus dem Sud kleiner Mittelmeerfische mit Reis, Fisch und Meeresfrüchten

conill amb cebes

Kaninchenstücke im Sud von Zwiebelgemüse

ensaimada

Hefeteigschnecke, mit Puderzucker überstreut - oft kopiert, nur auf den Balearen erreicht

frit mallorquí

klein geschnittene Innereien und Gemüse mit viel Knoblauch und Fenchel

gató amb gelat dAmetla

der beliebteste Inselnachtisch: lockerer Mandelkuchen mit Mandeleis

llom (colóm) amb col

mallorquinische Kohlroulade mit Schweinefleisch oder Täubchen in einem Sud aus Wein, Speck, Rosinen und Pinienkernen

pa amb oli

("pambóli" gesprochen) - mit dem Mark der hartschaligen remallet-Tomate wird die Brotscheibe eingerieben, Öl und Salz darüber - fertig. Obendrauf kommt jamón serrano (luftgetrockneter Schinken), Käse oder sobrasada (paprikarote Schweinemettwurst)

panades

Pasteten mit Lammfleischfüllung (vor allem zu Ostern)

porcella

Spanferkel, das am besten schmeckt, wenn es frisch vom selben Tag ist

sopas mallorquines

keine Suppe, sondern ein Kohl-Schweinefleisch-Topf auf dünnen Brotscheiben, den sopas, die zuvor in der Sonne getrocknet wurden

torró

Pasteten aus Mandelmasse, Schokolade oder Nüssen

trempó

typischer Sommersalat aus Tomaten-, Zwiebel- und grünen Paprikawürfeln in Olivenöl


Einkaufen

Made in Mallorca

Andenken an Ihren Urlaub auf der Insel müssen nicht kitschig sein

Berühmt über Spaniens Grenzen hinaus sind die auf der Insel hergestellten Kunstperlen. Aber auch Töpferwaren, Lederbekleidung und Leinenstoffe, Küchenutensilien aus Olivenbaumholz oder ess- und trinkbare Mitbringsel können die Erinnerung an Ihren Urlaub auf Mallorca wachhalten.

Essen & Trinken

Unvergleichlich sind die ensaimadas, Hefeteigschnecken mit oder ohne Füllung. In Supermärkten finden Sie hierbas, den giftgrünen Kräuterlikör auf Anisbasis, sowie den schwarzen, süßen Kräuterlikör palo. Der einzige (milde) Inselbrandy heißt Suau. Tàperes (Kapern) werden vor allem im Süden bei Campos und Felanitx kultiviert. Es sind die Knospen der rosa-weiß blühenden Pflanze, die in eine Lake aus Essig und Öl eingelegt werden. Auf Wochenmärkten gibt es sie lose. Wie auch Oliven; die kleinen grünen, bitteren sind inseltypisch, die großen kommen meist aus Andalusien. Kalt gepresstes Olivenöl aus Sóller lohnt allemal, da es mit den besten italienischen mithalten kann.

Keramik

Die meisten Keramiken werden vom spanischen Festland eingeführt. Die auf der Insel gefertigten Töpferwaren kommen hauptsächlich aus Pórtol. Die einseitig glasierten, flachen greixoneras und die bauchigen ólles benutzen mallorquinische Haushalte bis heute als Kochtöpfe. Sie sind jedoch nur für Gasherd oder Backofen geeignet, nicht für die Elektroplatte! Inseltypisch sind auch die siurells, deren Ursprung auf die Phönizier zurückgehen soll. Die weißen Tonpfeifen mit roten und grünen Strichen waren früher Brautgeschenke und gelten heute als Glücksbringer. Sie werden vornehmlich in Sa Cabaneta hergestellt.

Kunst & Grafik

Auf Mallorca leben die Künste. An die 3000 Maler sollen hier leben und arbeiten, die, je nach Talent, bescheidene oder eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Da ruft der Berg in Öl, doch finden sich auch außergewöhnliche Objekte, Bilder und Grafiken von begabten, avantgardistischen Künstlern mallorquinischer, katalanischer oder ausländischer Herkunft. Allein in Palma gibt es an die 80 Kunstgalerien, dazu noch viele in Pollença, Deià, Sineu, Port dAndratx und Santanyí. Bei Werken namhafter Künstler wie Joan Miró und anderen Spaniern gilt: Augen auf beim Kauf - es sind Fälschungen im Umlauf!

Kunstperlen

Trotz rückgängiger Verkäufe werden sie immer noch in zwei Inselfabriken hergestellt - nach einem 1925 entwickelten, patentierten Verfahren des deutschen Ingenieurs Eduard Heusch. Die Preise schwanken stark, je nach Qualität des Tauchbads, des Verschlusses, der Perlengröße und -anzahl, ihres Glanzes. Lassen Sie sich in Fachgeschäften beraten!

Leder & Leinen

Inca und benachbarte Dörfer sowie Llucmajor sind Zentren einer wieder florierenden Lederindustrie. Lohnend, weil relativ preiswert, sind vor allem Schuhe. Traditionelle und auch heute überall auf der Insel anzutreffende Dekorationsstoffe mit Zungenmuster, nach einer malaiischen Bezeichnung ikats genannt, werden gegenwärtig noch in Santa Maria und in Pollença gewebt. Die schweren Leinenstoffe (robes de llengo) sind nicht eben billig, da aufwendig herzustellen. Zu kaufen gibt es Meterware, Sets, Kissenhüllen und Decken.

Ölbaumholz

Der reiche Bestand an Ölbäumen legt es nahe, das Ölbaumholz für Drechselarbeiten zu verwenden. Vor allem in Manacor werden daraus schön gemaserte Schüsseln, Schalen, Löffel und vieles mehr hergestellt, allerdings schon lange nicht mehr nur von Hand. Zu kaufen gibt es solche Arbeiten in allen Touristenorten.


Der Norden

Wilde Schluchten, weite Buchten

Aufregende Landschaftserlebnisse im Hochgebirge, im größten mediterranen Feuchtgebiet und auf geschichtsträchtigem Boden

Dank seiner natürlichen Struktur und dem damit verbundenen kühleren Klima blieb der Norden, außer in der Bucht von Alcúdia und in Cala Rajada, von starker touristischer Zersiedelung verschont.

Die nördliche Serra de Tramuntana ist nur spärlich besiedelt und mit ihren Steineichenwäldern, den senkrecht aus dem Meer ragenden Felswänden, uralten Ölbaumterrassen und bilderbuchschönen Bergdörfern ein Dorado für Wanderer, dank ihrer zwar kurvenreichen, doch gut ausgebauten Bergstraßen aber auch für sportliche Radler und gute Motorrad- und Autofahrer. Eine der Traumstraßen Europas windet sich etwa 140 km von Andratx bis zum Kap Formentor. Ihr atemberaubendster Teil liegt in der nördlichen Serra de Tramuntana. Hinter jeder Kurve überraschen berückende Kompositionen aus Felswänden, Fincaoasen und dem tiefblauen Meer.


Für manchen sind sie wie Himmel und Hölle, die beiden Teile von Alcúdia (16000 Ew.).


Gekrönt wird das Landstädtchen (6600 Ew.) im äußersten Nordosten von einer trutzigen Zitadelle, aus der sich die Wallfahrtskirche Sant Salvador erhebt.


Der idyllische Hafen und seine Fischer haben den Tourismusboom gut überstanden, den dieser größte Ferienort des Nordostens seit den 1960er-Jahren erlebt.


Der gesichtslose Badeort (6000 Ew.) mit unzähligen Bars und Läden und dem 5 km langen Sandstrand mit hübscher Promenade ist im Sommer quirlig.


Von den 750 gemeldeten Einwohnern des bildschönen Bergdorfs sind mehr als die Hälfte Ausländer, schon längst nicht mehr nur feinsinnige Poeten und Maler, die Deià ab den 1920er-Jahren zum "Künstlerdorf" erhoben, sondern wohlhabende Fincabesitzer.


Mallorcas viertgrößte Gemeinde (26000 Ew.) ist interessanter als ihr Ruf.


Der stark landwirtschaftlich geprägte Ort ist einer der ältesten der Insel, er erhielt schon 1300 die Stadtrechte.


Das Landstädtchen (16000 Ew.) im äußersten Norden gibt sich recht eigenwillig.


Eine Insel auf der Insel war das von mächtigen Tausendergipfeln umschlossene Städtchen einst, bis 1912 die heute nostalgische Schmalspurbahn aus dem Hause Siemens die bequeme Verbindung nach Palma brachte.


Für nur 27 Euro (für zwei Personen) und sogar mit Zentralheizung und Bad nächtigt, wer sich in einer der 100 ehemaligen Möchszellen im Kloster Lluc | Tel. 971871525 , einquartiert.


Der Osten

Hügelige Serra de Llevant und zerklüftete Küste

Eine schöne Ferienstraße verbindet imposante Höhlen mit Bilderbuchhäfen und -stränden in Mallorcas anmutigster Region

Die Ostküste mit ihren weißsandigen, piniengesäumten Stränden, dem türkisblauen Meer und weiß getünchten Häusern ist Mallorcas heiterste Seite.

Hier könnte der Traum vom mediterranen Idyll am ehesten in Erfüllung gehen, wären da nicht in den Hochsommermonaten viel zu viele Urlauber in viel zu vielen Hotels an den kleinen, fjordähnlichen Buchten, die übersät sind mit zahllosen ankernden Yachten. Der Küstenstreifen zwischen dem Cap des Pins und der Punta de Sa Galera zeichnet sich mit Ausnahme von Cala Millor/Sa Coma, Teilen der Cales de Mallorca und Portocristo Novo durch vergleichsweise geschmackvoll bebaute Ferienzonen aus, die allerdings viel Fläche einnehmen und für die kleinen Buchten unproportional viele Gästebetten aufweisen. Zwischen der Küste und dem Gebirgszug Serra de Llevant verläuft eine der schönsten Ferienstraßen der Insel: Mandelbaumplantagen, Gärten mit Aprikosen- und Orangenbäumen, Getreide- und Weinfelder begleiten Rad- und Autofahrer auf ihrer Tour durch eine sanfte Mittelgebirgslandschaft.


Dass Felanitx rund 17000 Einwohner hat, merkt man dem ländlich-verschlafenen Städtchen nicht an - außer sonntags, denn dann belebt der Wochenmarkt den sehenswerten Ortskern um die Plaça Espanya.


Die drittgrößte Inselgemeinde (36000 Ew.) kommt in Reiseführern schlecht weg.


Die beiden Gemeinden (7500 bzw. 11000 Ew.) liegen zwischen Artà und Manacor in der Serra de Llevant und teilen sich die Küste zwischen dem Cap des Pinar und der Punta de Sa Roca.


Nicht nur zur sonntäglichen Marktzeit gut besucht ist das einfache Café des Mercat gegenüber der Markthalle. Das hat seinen Grund in den sehr guten und preiswerten Tagesmenüs. Carrer Major | Tel. 971580008 | Sa geschl.


Der Süden

Salzbergweiß, Piniengrün und Meertürkis

Fast karibisch schön sind die Strände und Buchten, wo die Insel am heißesten ist

Flach und weit und trocken ist Mallorcas Süden - und heiß. Die Landstädtchen Llucmajor und Campos teilen das flache Land unter sich auf, Santanyí im Südosten hat mit seinem Gemeindegebiet noch Anteil an den Ausläufern der lieblichen Hügellandschaft der Serra de Llevant.

Auch zählen die schönsten der über 150 kleinen calas der Ost-/Südostküste zu dieser Gegend im mitjorn (Süden). Das Landesinnere südlich der drei genannten Orte wirkt auf den ersten Blick monoton, setzt jedoch mit seinen zahlreichen ockerfarbenen Bauerngehöften und Weilern, seinen Salzseen in Grau, Blau oder Rosa und seinen gleißend weißen Salzbergen reizvolle Kontraste. In den Sommermonaten fliehen viele Palmesaner vor der Stadthitze an die Strände von SEstanyol, Sa Ràpita und Colònia de Sant Jordi. Mit ihrem grünen Piniengürtel, ihrem herrlich weißen Dünensand und dem Türkis des flachen Meers sind sie von fast karibischer Schönheit. Und die Krönung ist der Archipel von Cabrera.


Campos ist mit intensiver Vieh- und Milchwirtschaft eine der Agrarhochburgen der Insel.


Die mit 130000 Einwohnern fünftgrößte Gemeinde Mallorcas ist in die Inselgeschichte eingegangen als der Ort, wo 1349 der letzte mallorquinische König, Jaume III., von den Truppen seines Vetters Pedro IV. von Aragonien getötet und das Ende des unabhängigen Königreichs Mallorca besiegelt wurde.


Erstaunlich untouristisch ist diese fast verschlafen wirkende Kleinstadt (11000 Ew.), zu deren ausgedehntem Gemeindegebiet die stillen Dörfer SAlqueria Blanca und Calonge zählen, aber auch die quirligen Badeorte Cala dOr, Portopetro, Cala Figuera und Cala Santanyí.


Eine Stadtführung durch Llucmajor ist auch ein Stück spannende Inselgeschichte, wenn sie so engagiert vorgetragen wird wie von Matías Tomás Cardell. Zudem ist sie kostenlos und deutschsprachig. Unregelmäßige Termine | Anmeldung Tel. 971441071


Die Inselmitte

Fruchtbare Ebene und sanfte Hügel

Abseits der großen Touristenströme wird hier mallorquinischer Alltag gelebt

Es Plá, die Ebene, heißt das Inselinnere. Landflucht bestimmt heute die stark landwirtschaftlich geprägte Region. Die einstige "Kornkammer Mallorcas" geriet mit Beginn der 1970er-Jahre in eine Krise, der man mit neuen Anbaumethoden und der Rückbesinnung auf traditionelle Erwerbszweige, beispielsweise den Weinanbau und das Handwerk, begegnet.

Für einige Landwirte heißen seit Ende der 1980er-Jahre die Zauberwörter agroturisme und turismo rural. So wurde schon manch ein Bauer nebenbei zum "Hotelier". Oder er verkaufte ein Stück Land an ausländische Häuslebauer mit Sehnsucht nach rustikalem Leben. Die leicht hügelige Landschaft wird durchkreuzt von schmalen Asphaltstraßen. Alle Dörfer sind gut miteinander verbunden. Ausgediente Brunnen, schöne Wegkreuze und Pfarrhäuser gilt es ebenso zu entdecken wie Kapellen, Einsiedeleien und Klöster. Die neu ausgebaute C-715 von Palma nach Manacor ist zwar stark befahren, könnte mit ihren lohnenden Ausflugszielen bei Algaida, Montuïri und Vilafranca jedoch fast als Ferienstraße bezeichnet werden.


Einheimische wie Touristen nehmen von der größten Gemeinde des Plá (4500 Ew.) vor allem die vielen Restaurants an der C-715 wahr, denn Algaida gilt als "Fressstädtchen".


Hübsch anzusehen ist das lang gestreckte Hügeldorf (2600 Ew.) mit seiner mächtigen Pfarrkirche und 19 Mühlentürmen, die von langer landwirtschaftlicher Tradition zeugen.


Die Gassen dieses verschlafenen Dorfs (2700 Ew.) wurden unter Jaume I. schachbrettartig angelegt.


Den Charme der Region im Westen des Plà machen die vielen Weiler rund um Sencelles aus, alle gut restauriert und hübsch anzusehen.


Von allen Dörfern der Inselmitte ist Sineu (3000 Ew.) das bekannteste. Das liegt vor allem an dem jeden Mittwoch stattfindenden Tiermarkt von Sineu, der seit 1306 existiert und Mallorcas größter Tiermarkt ist.


Ein preiswertes Fortbewegungsmittel ist die Eisenbahn (SFM), deren Streckennetz in den letzten Jahren ausgebaut wurde. Neben der historischen Bahn zwischen Palma und Sóller verkehren nun Züge zwischen Palma, Inca und Manacor. Dazwischen liegen touristisch interessante Halte wie Sinéu, Petra, sa Pobla und Muro. Die Rückfahrkarte Palma-Manacor kostet z. B. 3,60 Euro.


Palma und der Westen

Links unten, wo das Inselherz schlägt

Die schönste Stadt am Mittelmeer und die Touristenhochburgen im Inselwesten

Den Südwesten der Insel beherrscht die Hauptstadt Palma. Mit 380000 Einwohnern stellt sie mehr als ein Drittel der Inselbevölkerung; zudem laufen in Palma die Hauptverkehrswege Mallorcas zusammen.

Etwa zwei Drittel der insgesamt 270000 Hotelbetten der Insel stehen in der Badía de Palma und in den Küstenorten zwischen der Hauptstadt und Sant Elm. Nirgendwo ist eine Küstenregion so stark zersiedelt. Andererseits ist auch nirgends eine so gute Infrastruktur anzutreffen. Trotz starker Bebauung blieb viel von der landschaftlichen Schönheit im hügeligen Hinterland erhalten.


Die Stadt ist alt und jung zugleich, das macht sie spannend für Einheimische und Fremde.


Überragt von einer klotzigen Wehrkirche, gerahmt von pinienbestandenen Hügeln, döst das Landstädtchen Andratx (6000 Ew.) vor sich hin.


Der riesige Feriendoppelort gehört zu Calvià, das mit seinen 43000 Einwohnern zweitgrößte Gemeinde der Insel und zugleich eine der betuchtesten Europas ist.


Peguera (3500 Ew.) zog von Anbeginn Deutsche an; vielleicht, weil der Badeort in seinem hügeligen Hinterland mit schönen Wanderwegen und verträumten Bergdörfern aufwartet.


Wenn man von Palma auf der gerade verbreiterten PM 111 kommt, verschlägt es einem immer wieder die Sprache, so zauberhaft präsentiert sich das Bergdorf Valldemossa (2000 Ew.).


Kostenlos und kundig geführt, wenn auch nur in spanischer Sprache, wandert, wer sich sonntags einer organisierten Wandergruppe in Valldemossa anschließt. Veranstalter ist das Kulturzentrum Costa Nord. Verpflegung ist mitzubringen. Anmeldung unter Tel. el. 971612425


Ausflüge und Touren

Geschichte und Gesichter

Natur und Kultur satt an Traumstraßen und Schleichwegen

Bilder aus Tausend-Undeiner Nacht

Dreierlei auf einen Streich können Sie auf dieser Fahrt besichtigen: die "Muss-Orte" Sóller, Deià und Valldemossa, einzigartige Relikte arabischer Gartenarchitektur und Lehrreiches über die balearische Flora auf einem 75-km-Tagesausflug mit dem Auto und zu Fuß.

Die Land-und-Leute-Route: Bauern, Winzer, Fischer

Mitten hinein ins Inselinnere zielt diese 125-km-Tagestour mit dem Auto von Sineu aus, in die große Ebene Es Plá und dann weiter in den tiefsten Süden: Sie begegnen Insulanern, die allenfalls indirekt mit dem Fremdenverkehr zu tun haben. Strände liegen auch auf dem Weg: Vergessen Sie nicht, Ihre Badesachen mitzunehmen.


24h

Ein Tag auf Mallorca

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Chocolatería Can Joan de SAigo

Schmalzteigkringel in die Hand und tunken, denn die heiße Schokolade der Chocolatería Can Joan de SAigo ist so dickflüssig - sie bewegt sich gar nicht erst in den Tassen! Churros con Chocolate, das "Schwarze Gold", sind legendär seit 1700, genau wie das hausgemachte Erdbeer- und Mandeleis. Wo? Carrer Can Sanc 10 | Palma

Palma per Segway

Die Kalorien sind kein Problem, denn es geht actionreich weiter. Segways sehen aus wie Oma-Gefährte - bis man drauf steht! Die elektrischen Steh-Roller sind der letzte Insel-Schrei und im Vorbeiflitzen macht das Altstadt-Sightseeing besonders Spaß. 30 Euro pro Stunde, inklusive Guide. Wo? C./Pureza 4 | Palma | Tel. 971495274 | www.segway-baleares.com

Essen Fassen!

Boxenstopp bei Fosh Food und Proviant holen! Der Konzeptladen ist Kochschule, Yachtcatering, Café und Shop in einem. Mit einem Lunchpaket unterm Arm geht es gleich weiter aufs Wasser. Wo? C./Blanquerna 6 | Palma | Tel. 971290108 | www.foshfood.com

An die Paddel, Fertig, Los!

Wer braucht schon eine Superyacht? Im wendigen Kajak macht die Küstentour viel mehr Spaß! Und das schicke Fosh Food-Picknick schmeckt am besten in einer einsamen Bucht! Kajak-Tagesmiete ab 50 Euro, je nach Vorkenntnissen muss ein Guide dabei sein. Wo? Anmeldung und Treffpunktvereinbarung unter Tel. 971619479 | www.unics.es | Kosten: 50 Euro/Tag

Off The Beaten Path

Verschnaufpause im Mietwagen auf dem Weg ins 25 Kilometer entfernte Port dAndratx. Dort heißt es: Festhalten! Allrad-Quads sind ideal, um die mallorquinische Landschaft aus einer neuen Perspektive zu erleben. Der Umwelt zuliebe führt der Trip ausschließlich über Straßen und Wege. In zwei Stunden gehts quer durchs Hinterland von Andratx, SArraco, Sant El und Port dAndratx (50 Euro). Wo? Tel. 679105283 | www.quad-mallorca.com

Tarzan und Jane

Klettern, hangeln, abseilen: Der König der Lianen hätte Spaß im Jungleparc im nächsten Ort! Schwindelfreie schwingen sich an Seilwinden, gehen über Seilbrücken, hängen an Lianen und Kletterpflanzen. Einmal über den Parcours dauert rund eineinhalb Stunden und kostet 13 Euro. Wo? Avenida Jaime I 42 | Santa Ponca | Tel. 630948295 | www.jungleparc.es

Dinner im Hotspot

Weiter gehts zum Strand von Illetes, 20 Autominuten entfernt. Ein schickes Outfit sollte schon im Gepäck sein, denn ein Besuch im Inselhotspot steht an! Auf der Terrasse des Restaurants La Solana, das zum Virtual Club gehört, gibt es ein wohlverdientes Dinner. Unbedingt reservieren! Wo? Paseo de Illetas 60 | Calvià | Tel. 971703235 | www.virtualclub.es

Upside Down

Direkt vom Restaurant führt der Weg in die nächste Location: Ein Aufzug bringt Partywillige in Sekundenschnelle in den abgefahrensten Club der Insel. Bar und Dancefloor des Virtual Clubs befinden sich in einer Höhle! Der unterirdische Club ist seit seiner Eröffnung überirdisch angesagt. Wo? Paseo de Illetas 60 | Calvià | Tel. 971703235 | www.virtualclub.es


Sport und Aktivitäten

Aufsitzen, Eintauchen, Abheben

Nicht nur faules Strandleben ist angesagt: Mallorca hat auch gute Beweggründe für Fitnessferien

Nichts geht mehr außer dem Meer, wenn im Hochsommer das Thermometer die 40-Grad-Marke erreicht.

Kein Wunder, dass Schwimmen, Tauchen, Segeln und Surfen ganz oben auf der Wunschliste der Gäste stehen. Viele Tourismusmanager sehen das mit gemischten Gefühlen: Sie wünschen sich das Ganzjahresziel Mallorca. Ihr Zauberwort heißt Aktivurlaub: Die klimatischen Bedingungen erlauben fast alle Sportarten.

Fliegen

Graublaue Berge, blausilbernes Meer und das Grün der Bäume auf Mallorcas roter Erde - schon der Landeanflug auf die Insel lässt Fliegerherzen höher schlagen. Abheben - aber gewusst, wo:

Ballonfahren

Frühmorgens, wenn kein Wind weht, geht es los mit dem Heißluftballon. Eine geruhsame Schwebestunde in 150 bis 500 m Höhe kostet 150 Euro. März-Okt. | Anmeldung (eine Woche vorher!) bei Mallorca Balloons | Carretera Palma-Manacor, km 44,4 | Tel. 971818182 | Fax 971565332 | www.mallorcaballoons.com

Kitesurfen

Mit Brett und Drachen über die Wellen fliegen - Kitesurfen ist angesagt. Für Fortgeschrittene sind die Buchten von Palma und Alcúdia top, für Anfänger besser die Bucht von Es Trenc oder die Bahía de Pollença. Hier betreibt ein Deutscher eine mobile Kitesurfschule; Startkurs 69 Euro, Premiumkurs 299 Euro. | Tel. 605196629 | www.kitesurfing-mallorca.de

Golf

Mit mittlerweile 21 bespielbaren Plätzen hat sich Mallorca zu einem neuen europäischen Golfmekka entwickelt. Zu viele, meinen Umweltschützer und führen das Bewässerungsproblem und den vermehrten Gebrauch von Pestiziden an. Noch nicht genug, kontern die Betreiber und verweisen auf Bestimmungen, nach denen neue Plätze ausschließlich mit geklärtem Brauchwasser berieselt werden dürfen. Auf jeden Fall wird weitergebaut. Drei bis vier neue Plätze sollen in den nächsten Jahren noch hinzukommen.

Inlineskating

Parallel zur gut 5 km langen Hafenpromenade von Porto Pi bis El Molinar in Palma sowie entlang der 12 km langen Strandpromenade der Platja de Palma haben Cracks ihre eigenen Wege. Dort sind Feriengäste in bunter Gesellschaft mit Mallorcas Jugend.

Radfahren

Angespornt durch Olympiagold und -bronze des einheimischen Bahnradsportlers Joan Llaneras und der Mountainbikerin Marga Fullana, brausen jedes Jahr mehr einheimische Jugendliche in bunten Hosen mit ihren Sporträdern über die Inselpässe. Zu ihnen gesellen sich im Winterhalbjahr an die 70000 Ferienradler. Die Inselregierung setzt auf umweltverträglichen Tourismus und hat bereits ein 250 km langes Radwegenetz zwischen Campanet und Campos erstellt. Das eigene Fahrrad mitzuschleppen ist nicht unbedingt nötig, wenn, muss es jedoch bei Veranstaltern und Fluggesellschaften angemeldet werden. Radausleih ist in jedem Badeort möglich, vom einfachen Tourenrad (Trekking- oder Mountainbike | pro Tag etwa 9 Euro) bis zur Rennmaschine (pro Tag etwa 15 Euro). Eine Broschüre der Inselregierung mit dem Titel "Fahrradtourismus" ist in den Tourismusinfos kostenlos erhältlich. Sie beschreibt zehn reizvolle Fahrradtouren quer über die Insel. Die Hotels Delta bei Cala Blava (Max-Hürzeler-Team), Playa de Muro und Alcúdia Park im Norden sind komplett auf Radurlauber eingestellt und veranstalten gelenkte Radwanderwochen. Die beste Jahreszeit für Radler: Ende September bis Anfang Juni.

Reiten

Am Saum des Meers entlangzugaloppieren ist der Traum vieler Urlauber. Ranchos oder Clubs Hípic, die es in fast allen Tourismuszentren gibt, verhelfen dazu. Weil jedoch fast die ganze Insel in Privatbesitz und vieles abgezäunt ist, sollte man sich geführten Ausritten anschließen. Der Reiterhof Son Menut von Toni Barceló in Felanitx leiht Kennern feurige andalusische Hengste (Tagesausritt 100 Euro, 1 Std. 15 Euro | Camí de Son Negre | www.sonmenut.com). In der zum Sporthotel umgebauten Finca Predio Son Serra in Can Picafort stehen Reitwochen und -kurse im Mittelpunkt.

Segeln

Über 40 Yachthäfen, dazu im Sommer meist gleichmäßige Winde und nur selten plötzliche Wetterumschwünge machen das Meer um die Insel zu einem tollen Segelrevier. Eifrige Skipper schaffen den Inselrundtörn in einer Woche. Yachtcharter in allen größeren Häfen (10-Meter-Yacht ab 1750 Euro in der Hauptsaison). Älteste und größte Segelschule der Insel (und des Mittelmeers) ist Sail & Surf in Port de Pollença. Das Angebot von Gottfried und Gisella Möller reicht vom Grundkurs (230 Euro) bis zum Wochentörn um die Insel (545 Euro inklusive Captains Dinner).

Surfen

Die selbe Schule bietet auch Surfkurse an (Grundkurs 200 Euro), 40 Bretter stehen bereit - und eines der besten Reviere für diesen Sport, die kreisrunde Bucht von Pollença mit hervorragender Thermik. Andere, sehr gute Gebiete für Windsurfer sind z. B. die Buchten von Cala Millor, Palma und Es Trenc; dort gibt es ebenfalls Veranstalter, die Surfbretter verleihen und Windsurfkurse anbieten.

Tauchen

Lohnende Reviere finden Sie im Nordosten bei Cala Sant Vicenç und im Südwesten. Dort bietet die Tauchbasis Scuba Activa (Tel. 971239102 | www.scuba-activa.com) in Sant Elm Anfängerkurse mit zwei Tauchgängen für 259 Euro an, außerdem Höhlen-, Wrack- und Nachttauchgänge vornehmlich im Gebiet der Isla Dragonera.

Tennis

Kaum ein Hotel, das auf sich hält, kommt ohne Tennisplatz aus. Ein Highlight unter den Anbietern: das Tennis Center Peguera, eine der größten Inselanlagen. Hier gibt die Tennis Academy Mallorca Kurse für Anfänger und Könner, Platzmiete 13 Euro/Std. Carrer Joaquim Blume, s/n | Tel. 971687716 | Fax 971687716 | www.tennisacademymallorca.com

Wandern

Weil fast alle Wege auf der Insel durch Privatbesitz führen, ist es sinnvoll, sich einer organisierten Gruppe anzuschließen oder sich zumindest mit einem der zahlreichen Wanderführer in Buchform zu versehen. Die Markierung öffentlicher Wanderwege und der Ausbau von Schutzhütten macht große Fortschritte; elf sind bereits zugänglich.


Mit Kindern reisen

Durch den Teufelsschwanz ins kühle Nass

Badespaß und Ausflugsziele für Eltern mit kleinen und großen Kindern

Ein Kinderlächeln - und schon hellt sich das Gesicht eines schlecht gelaunten Kellners, eines stressgeplagten Zimmermädchens auf: Spanien ist ein sehr kinderfreundliches Land.

Flache Sandstrände und kleine Buchten, ein Hinterland mit mehr als einem Dutzend Freizeit- und Naturparks, Sportangebote ohne Ende und ein gut ausgebautes Straßennetz für Ausflüge mit dem Leihwagen machen Mallorca zu einer der ersten Adressen für Familienferien im Mittelmeerraum.

Dazu kommen an Kinder angepasste Speisekarten in Restaurants, eine nahezu lückenlose medizinische Versorgung und ein Warenangebot, das sich kaum vom gewohnten unterscheidet. Selbst die für Spanier üblichen späten Essenszeiten am Abend machen heute Eltern kein Kopfzerbrechen mehr: Erstens gibt es ein Riesenangebot an Ferienwohnungen, Apartments und Landhäusern zur Selbstversorgung, und zweitens haben sich die meisten Restaurantbesitzer umgestellt und öffnen für ausländische Feriengäste sehr früh.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Mallorcareise

Auto

Ungefähr 1400 km misst die Autobahnstrecke von Frankfurt/Main über Mülhausen, Besançon, Lyon, Nîmes, Sète, Narbonne und Girona bis Barcelona. Mautgebühren in Frankreich und Spanien: etwa 100 Euro.

Bahn

Die Fahrzeit für die Bahnstrecke Frankfurt/Main-Barcelona beträgt rund 18 Stunden. Die normale Rückfahrkarte 2. Klasse ab Frankfurt kostet je nach Saison ab etwa 320 Euro.

Flugzeug

Flüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen nach Palma de Mallorca (Flughafen Son Sant Joan). Ab Frankfurt dauert der Flug gut zwei Stunden. Das Gros der Feriengäste nutzt die Charterflugangebote (Richtpreis 250-320 Euro). Linienflüge etwa mit Lufthansa oder Iberia kosten in der Touristenklasse 200-500 Euro. Am preiswertesten (schon ab 20 Euro) sind saisonbedingte Sonderangebote sowie langfristige Buchungen. Mehrere Autovermietungen buhlen am Flughafen um die Gunst der Kunden, Taxis stehen zum Transfer in die Inselorte bereit. Die längste Fahrt, nach Cala Rajada, kostet etwa 80 Euro; ins Zentrum von Palma kommt man für etwa 15 Euro, mit dem Bus für 1,80 Euro.

Schiff

Ab Barcelona fährt die Autofähre der Schifffahrtslinie Trasmediterránea (www.trasmediterranea.com) täglich, im Sommer auch mehrmals täglich nach Palma de Mallorca, Fahrzeit acht Stunden. Preis pro PKW in der Hochsaison etwa 180 Euro, Doppelkabine 120 Euro (jeweils einschließlich Hafentaxe).

Spanisches Fremdenverkehrsamt

Kurfürstendamm 63 | 10707 Berlin | Tel. 030/8826543 | Fax 8826661

Auto

Die Verkehrsregeln entsprechen denen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf der Autobahn gilt: höchstens 120 km/h; auf Landstraßen: 90 km/h. Gurtpflicht auch innerorts, Helmpflicht für alle motorisierten Zweiradfahrer. Promillegrenze: 0,5. Warnweste ist Vorschrift, Telefonieren per Handy während der Fahrt ist verboten. Die Bußgelder (multas) sind ziemlich hoch. In Dörfern und Städten weisen blaue Linien auf eingeschränktes, auch gebührenpflichtiges Parken hin, gelbe Linien auf Parkverbot. Wer es missachtet, muss mit multas oder mit dem Abschleppdienst rechnen. In Palmas Zentrum löst man an Automaten Parkscheine für höchstens 90 Minuten.

Banken & Geld

So gut wie jeder Inselort verfügt über mehrere Banken. Es gibt kaum noch einen Ort ohne Bankautomaten. Höchstauszahlung per Kreditkarte pro Tag 300 Euro.

Bus & Bahn

Palmas Busbahnhof befindet sich nahe der Plaça Espanya. Dort ist auch der Bahnhof des nostalgischen Ferrocarril de Sóller. Mit modernen Eisenbahnen verbunden ist Palma mit Inca, sa Pobla und Manacor. In Planung sind der Ausbau von sa Pobla nach Alcúdia und von Manacor nach Cala Rajada. Querverbindungen zwischen den Inselorten sind sonst kaum vorhanden; alles ist auf Palma zentriert.

Campingplätze

Mallorca ist keine Insel für Camper. Es gibt keine Campingplätze. Beim Kloster Lluc (Tel. 971871525) ist das Zelten auf Anfrage für eine Nacht ausnahmsweise mal möglich.

Deutsches Konsulat

Palma | Carrer Porto Pi 8 | 3. Stock im Edifico Reina Constanza | Tel. 971707737 | Fax 971707740 | Mo-Fr 9-12 Uhr

Österreichisches Konsulat

Palma | Carrer Sindicat 69 | 10. Stock | Tel. 971728099 | Fax 971728427 | Mo-Fr 10-13 Uhr

Schweizer Honorarkonsulat

Palma | Carrer Estornell 1 | Tel. 971606751 | Fax 971606429 | Mo-Fr nach Terminabsprache

Einreise

Urlauber aus Ländern der Europäischen Union werden für gewöhnlich nicht mehr kontrolliert, sollten jedoch den Personalausweis bei sich haben. Schweizer Staatsbürgern wird empfohlen, den Reisepass mitzuführen. Kinder unter 16 Jahren brauchen entweder einen Kinderausweis oder eine Eintragung im Reisepass der Eltern.

Gesundheit

Die Insel verfügt über ein dichtes Netz von Arztpraxen (Adressen deutscher Ärzte im "Mallorca Magazin" und in der "Mallorca Zeitung", die in Zeitungskiosken erhältlich sind) und Apotheken (farmacias) sowie über elf private und zehn staatliche Krankenhäuser (auch mit Dolmetschern). Es gibt auch mehr als ein Dutzend Heilpraktiker auf Mallorca. In den Ferienzentren gibt es centros médicos, an vielen Stränden Erste Hilfe durch das Rote Kreuz (Cruz Roja). Die Beratungsstelle der AOK in Palma (Carrer Papa Juan XXIII | 3 bajos | Tel. 971710436 | Fax 971711135) ist geöffnet Mo-Fr 9-17 Uhr. Ärztlicher Notruf (inselweit, 24 Std.) Rotes Kreuz: Tel. 971202222

Internet

Wer das Stichwort Mallorca im Internet eingibt, erhält etwa 52 Mio. Ergebnisse. Für Urlauber brauchbar sind die Seiten www.mallorca.com: aktuelle, nicht spezifisch touristische Infos; www.vivamallorca.com ist eine sehr nützliche Adresse für Urlauber, klar und übersichtlich. Ein buntes (ziemlich aktuelles) Gemisch, darunter viel Brauchbares für Urlauber, bringt www.mallorcamaxx.com. Eine sachlich gehaltene Suchmaschine für jeden Inselinteressenten ist www.mallorca-web.com. Inselinformationen und ein angehängter Blog sowie aktuelle Berichte aus dem Mallorca-Magazin finden Sie auf www.mallorca-homepage.de

Internetcafés & Wlan

Von den häufig wechselnden Adressen eine beständige in Palma: Cyber Central Internet | Mo-Fr 10-21, Sa/So 10-20 Uhr | Carrer Soledad, 4 | Tel. 971712927 | 50 Cent für die Verbindung und 3 Cent pro Minute. Weitere Inseladressen unter www.residentsdirect.com/cyberpnt.htm

Klima

Der Norden ist kühler als der Süden. Das Frühjahr ist meist mild mit kühlen Abenden und Regenschauern. Der Sommer ist heiß mit Gewittern, im August herrscht hohe Luftfeuchtigkeit. Der Herbst ist bis in den Oktober hinein meist warm, dann gibt es erste Kälteeinbrüche; viel Niederschlag. Der Winter ist vorwiegend mild, wegen hoher Luftfeuchtigkeit abends und nachts kühl bis kalt.

Medien

Fast alle Hotels bieten über Satellit deutsche und englische TV-Programme an. In den Kiosken gibt es deutsche und englische Zeitungen, außerdem die deutschen Wochenzeitungen "Mallorca Magazin" und "Mallorca Zeitung". Das deutschsprachige Inselradio (www.inselradio.com) sendet täglich von 13 bis 21 Uhr auf UKW 95,8 MHz, ein deutsches TV-Programm in Canal 4 täglich um 9 und 17 Uhr.

Mietwagen

Rund 35000 Mietwagen werden von Hunderten von Autovermietern angeboten. Prüfen und vergleichen Sie die unterschiedlichen Konditionen. Besonders preisgünstige Angebote müssen nicht immer die seriösesten sein. Ratsam ist eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall. Ein Mietwagen der unteren Kategorie kostet etwa 175 Euro die Woche ohne Treibstoff - wenn Sie von zu Hause aus buchen.

Notruf

Europäischer Notruf (Polizei, Feuerwehr, Notarzt): Tel. 112

Öffnungszeiten

Restaurants sind üblicherweise geöffnet 13-16 und 19.30-23 Uhr, Geschäfte werktags 9-13/13.30 und 16-20.30 Uhr und länger.

Post

Briefmarken erhalten Sie bei der Post (correos) und in den Tabakläden (tabaco, estanco). Briefkästen sind gelb. Post mit Briefmarken von Privatanbietern wird nur aus firmeneigenen Briefboxen befördert!

Preise

Die Einführung des Euro in Spanien führte auf Mallorca zunächst zu enormen Preiserhöhungen gegenüber den vorherigen Pesetenpreisen. Inzwischen liegen die Preise zwar über denen der Pesetenära, jedoch im Allgemeinen nicht über denen anderer Euroländer. Nach wie vor vergleichsweise preiswert ist Frischfleisch, nicht jedoch frischer Fisch, da er auch hier rar geworden ist. Touristen klagen über hohe Restaurantpreise - vielerorts zu Recht. Zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis häufig nicht stimmt. Eine Flasche Tischwein kostet im Supermarkt ab 2,50 Euro, im Restaurant manchmal das 15-fache. Organisierte Ausflüge gehen ebenfalls ins Geld: Mit 30 bis 55 Euro für eine Tagesexkursion ohne Verpflegung oder einen Showabend mit Menü müssen Sie rechnen.

Telefon & Handy

Telefongespräche vom Hotel aus sind sehr teuer. Von der Telefonzelle (blaugrün) aus rufen Sie besser mit Telefonkarten an, erhältlich in Tabak- und Souvenirläden ab 5 Euro (ca. 10 Min. Telefonierzeit). Bei Auslandsgesprächen 00 vorwählen, danach die Vorwahl des Landes (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41) und die des Orts (ohne 0), dann die Teilnehmernummer wählen. Die Vorwahl für Spanien lautet 0034. Größter Mobilnetzbetreiber ist die spanische Telefónica, dann folgen Uni-2 und Retevisión.

Trinkgeld

Alle im Dienstleistungsbereich arbeitenden Menschen freuen sich über ein Trinkgeld. In Restaurants sind bis zu 10 Prozent des Gesamtbetrags üblich. Zimmermädchen erwarten 5-6 Euro pro Woche. Bei Taxi- und Busfahrten (Ausflug, Transfer) sollte man großzügig aufrunden, Reiseleiter bei Zufriedenheit mit einem Obolus ab etwa 5-10 Euro bedenken.

Wasser

Auch nach dem Bau der von Umweltschützern angefeindeten Meerwasserentsalzungsanlagen bei Palma und dem Einsatz mobiler Entsalzungsanlagen bleibt Trinkwasser, vor allem in regenarmen Jahren, ein Problem auf Mallorca. Besonders im Hochsommer ist das Trinkwasser in vielen Küstenorten sehr salzhaltig. Es empfiehlt sich, ausschließlich Mineralwasser zu trinken und den Wasserverbrauch auf das unbedingt Nötige zu beschränken.

Yachthäfen

Ein Verzeichnis aller balearischen Yachthäfen mit Angaben zu Lage, Größe, Anzahl der Liegeplätze, maximaler Bootslänge und Hafenausstattung sowie sämtlicher Anbieter von Charteryachten hat Mallorca nautic | Carrer Joan Miró, 20 | 07014 Palma de Mallorca | Tel. 971280007 | Fax 971283530 | www.mallorcanautic.com. Die einzige Agentur auf den Balearen, die alle Charterfirmen (über 80) nennt, beschreibt auf ihrer Website alle verfügbaren Bootstypen. Dort werden auch Skipper für etwa 135 Euro am Tag vermittelt.

Zimmerreservierung

Über Reiseveranstalter gebuchte Hotelzimmer sind in der Regel preiswerter, vor allem All-inclusive-Angebote. Da fast alle Quartiere von Veranstaltern angeboten werden, gibt es kaum Privatangebote. Dadurch können Reisen ins Blaue strapaziös werden. Von Mai bis Oktober werden Sie kurzfristig nur schwer ein Quartier nach Wahl bekommen. Nützlich für die Zimmersuche sind folgende Internetadressen: www.hotels.com/Mallorca | www.mallorca-individuell.de | www.billigeMallorcaHotels.de/Mallorca. Fincas vermittelt neben vielen deutschen und englischen Reiseveranstaltern die Associació de Agroturisme Balear in Palma (Tel. 971721508 | Fax 971717317 | www.topfincas.com).

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch (zum Beispiel 800 Zigaretten, 90 l Wein, 10 l Spirituosen) können von EU-Bürgern innerhalb der Europäischen Union zollfrei ein- und ausgeführt werden.

Taxi

0,90 Euro pro Kilometer in Palma

Kaffee

Ab 1,20 Euro für einen Espresso

Strand

Etwa 10 Euro für zwei Liegen mit Schirm

Tapa

Ab 3,50 Euro für eine halbe Portion

Benzin

1,02 Euro für einen Liter Super

Eis

Ab 1,20 Euro für eine Kugel


Unser Insider

MARCO POLO Autorin Petra Rossbach im Interview

Petra Rossbach pendelt zwischen Deutschland und Mallorca, das sie schon nach drei Tagen Abwesenheit vermisst

Was reizt Sie an Mallorca?

So vielseitig wie die Insel sind auch meine Neigungen. Hier kann ich sie ausleben: Bergwandern, Schwimmen und Schnorcheln, Schreiben, Malen und Fotografieren, Schwätzen, Schlemmen und Feste feiern - mit Freunden. Mit Menschen, die leben und leben lassen.

Sprechen Sie spanisch?

Ja - so gut ich kann. Und mallorquin verstehe ich gut. Ich bin nicht sehr sprachbegabt und kannte am Anfang nur ein paar Wörter. Aber ich habe begriffen, dass die Sprache der Schlüssel zu dem ist, was man Heimat nennt. Also habe ich mir Mühe gegeben...

Wo und wie leben Sie genau?

Ich lebe im zerklüfteten Norden, im aufregendsten Teil der Insel, im kleinen Badeort Cala Sant Vicenç, beherrscht vom Meer und dem Cavall Bernat, dem in meinen Augen schönsten Berg der Welt. Ich verdiene mein Geld als freie Reisejournalistin und Autorin von Büchern, außerdem vermittle ich Ferienhäuser und führe Wanderer durch die Berge. Ich habe als Reiseredakteurin viel von der Welt kennen gelernt, mich jedoch immer nur auf Mallorca zu Hause gefühlt.

Mögen Sie die mallorquinische Küche?

Die mir bekannten Familien kochen alle so gut, dass ich in Restaurants mit sogenannter mallorquinischer Küche meistens leide. Wenn Margarita zur fideuá (Nudelpaella mit Kaninchen- und Täubchenfleisch, Gemüse und Pilzen) einlädt, Carmen zu ihren bunyuels (in Öl ausgelassene Kartoffelkrapfen mit Honig) oder Jaime zu lechona (Spanferkel) oder cabrito (Zicklein) aus dem Backofen, sage ich sofort alle anderen Termine ab und faste freiwillig einen Abend vorher (und hinterher). Aber auch nur ein einfaches pa amb oli (eine Scheibe mallorquinisches Brot mit Tomate, Olivenöl und Salz) macht mich glücklich.

Was mögen Sie nicht so an Mallorca?

Das Wort dobés. Es heißt Geld und wird mir bei Gesprächen zu häufig im Munde geführt.

Könnten Sie sich vorstellen, noch einmal in ihrem Heimatland zu leben?

Wenn ich schon nach zwei Tagen Abwesenheit von der Insel mein pa amb oli vermisse, meine Freunde und diesen typischen Inselgeruch, der solch ein eigenartiges Gemisch aus Meersalz, Pinie und Gewürz ist, dann bin ich mit Sicherheit untauglich für irgendeinen anderen Ort der Welt.


Bloß nicht

Worauf Sie bei Ihrem Mallorcabesuch achten sollten

Unvorbereitet ins Gebirge

Unterschätzen Sie nicht die Gefahren bei Bergwanderungen! Sie beginnen oft auf Meereshöhe und enden nicht selten über 1000 m. Gehen Sie nie ohne Wanderführer (Mensch oder Buch) ins Hochgebirge, sagen Sie im Hotel Bescheid, wohin Sie gehen, und rüsten Sie sich richtig aus (Bergschuhe, Regenschutz, Sonnencreme, Wasser usw.).

Kutschennepp

Nicht jeder Kutscher versteht unter "Führung" dasselbe wie Sie. Machen Sie vor Antritt der Fahrt den Preis aus und zahlen Sie für eine halbe Stunde nicht mehr als 40 Euro.

Auf "Nelkenfrauen" hereinfallen

In touristischen Zentren Palmas und andernorts werden Ihnen Frauen begegnen, die Ihnen Nelken entgegenhalten und Sie ansprechen. Es handelt sich fast immer um gitanas, die selten allein auftreten. Winken Sie entschieden ab und achten Sie auf Ihre Handtasche, Ihre Geldbörse. Die "Damen" verstehen ihr Handwerk!

Mit dem Tod spielen

Nicht drastisch genug kann davor gewarnt werden, im Meer zu baden, wenn am Strand die rote Fahne weht. Jedes Jahr sterben Menschen aus Leichtsinn oder weil sie Leichtsinnige retten wollten. Unterströmungen bei starker Brandung können lebensgefährlich werden.

Fischteller ohne Preisangabe

Vorsicht bei der Bestellung von Fisch oder Meeresfrüchten in Restaurants ohne Preisangabe auf der Karte! Das kann zur bösen Überraschung für den Geldbeutel werden, denn frisches Meeresgetier ist - weil rar - auch auf Mallorca teuer. Vorher auswiegen lassen und nach dem Kilopreis fragen!

Den Besserwisser herauskehren

Die mallorquinische Mentalität zeichnet sich durch Langmut aus. Die hat jedoch dort ihre Grenzen, wo Fremde sich als Herren aufspielen und ihre Gastgeber wie Lakaien behandeln. Besserwisserei und Angeberei wirken auf Einheimische befremdlich. Und vergessen Sie nicht: Englisch und Deutsch werden vielerorts bestens verstanden!

Hütchenspiele

Vor allem an der Platja de Palma, aber auch andernorts werden Ihnen Hütchenspieler begegnen. Fingierte Kunden täuschen Gewinn vor. Unbedingt Hände weg von diesen Betrügern, die sofort verschwinden, wenn Polizisten auftauchen. Schon viele Gutgläubige haben die Ferienkasse verloren!

Copyright: www.marcopolo.de
 

Welche Erfahrung haben Sie bereits gemacht? Haben Sie einen Reisetipp?

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
(1 - sehr schlecht ... 5 - sehr gut)
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
Durchschnittliche Gästebewertung (9 Bewertungen)
Klicken Sie auf einen Stern, um eine Bewertung abzugeben. Pro IP-Adresse ist nur eine Bewertung zulässig.

Kommentare

Es liegen noch keine Kommentare vor.