„Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön“, formulierte einst Kurt Tucholsky in seiner Novelle Schloss Gripsholm. Am schönsten, wenn in der Dämmerung die Boote hereinkommen und ihre warmen Lichter sich vom kalten Blau einer Sommernacht abheben, oder an einem sonnigen Frühlingstag oder, wenn man im Winter morgens durch den Schnee stapft…? Sicher ist: Uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, heiße Clubs, schöne Menschen, hippe Boutiquen, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer und viel Sonne prägen die von tausenden Schäreninseln umgebene Hauptstadt Schwedens. Allein im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm.
Stockholm ist Residenz des Königspaares, Sitz der Universität, mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Schon kurz nach seiner Gründung vor 750 Jahren wurde Stockholm schnell zu einem Handelszentrum bedeutender Wichtigkeit. Als Gustav Vasa 1523 in Stockholm eintraf, legte er den Grundstein für die Großmacht, die ganz Schweden umfasste. In den folgenden Jahrhunderten bevorzugten die Könige Stockholm als Wohn- und Regierungssitz. So erhielt die Stadt internationale Größe. Kulturell steht Stockholm anderen Weltmetropolen in nichts nach. Die Stadt kann stolz auf ihre rund hundert Museen blicken, zu denen nicht nur große bekannte Einrichtungen, wie das Landesmuseum, das historische Museum und das naturhistorische Richsmuseum gehören, sondern auch moderne Museen und eine Reihe von kleineren sehenswerten Museumshäusern wie das Wein- und Spirituosenmuseum oder Hallwylska-Palais, das Postmuseum und die Orangerie Ulriksdal. Auch bietet Stockholm eine Reihe von Theatern, darunter die Königliche Oper, das Königliche Dramatische Theater sowie zahlreiche Privattheater und andere Bühnen.
Wer die Stadt nicht zu Fuß entdecken will, bucht am besten eine Busrundfahrt in die verschiedenen Stadtteile Stockholms. Empfehlenswert ist allerdings auch eine Sightseeingtour mit dem Schiff – Stockholm ist auf 14 Inseln erbaut.
24.000 Inseln, Klippen und Schären
Stockholms Schärenland besteht aus unendlich vielen Inseln, Klippen und Schären – ungefähr 24.000 an der Zahl. Während der eine Teil abgeschieden und unbewohnt ist, befinden sich auf dem anderen Hotels und Restaurants – aber der Ausflug lohnt sich in jedem Fall schon wegen der unbeschreiblich schönen Naturlandschaft.
Museen der Stadt
Unter den zahlreichen Museen in Stockholm gibt es nationale Museen wie das Architekturmuseum, das Biologische Museum, das Ethnografische Museum, das Historische Museum, das Marinehistorische Museum, das Museum für Moderne Kunst, das Nationalmuseum, das Naturhistorische Reichsmuseum, das Technische Museum, das Vasamuseum und andere. Die Geschichte und Gegenwart Stockholms zeigen das Mittelaltermuseum, das Stockholmer Stadtmuseum und das Stockholmer Länsmuseum. Das Stockholmer Schloss beherbergt mehrere Museen zur Geschichte der Könige.
Stockholm slott /Stockholmer Schloss
Auf der Insel Stadsholmen liegt das Stockholmer Schloss. Das königliche Schloss wurde auf Fundamenten einer älteren Burg, die unter Gustav Wasa im 16. Jahrhundert ausgebaut wurde, nach Plänen des Architekten Nicodemus Tessin d. J. zwischen 1690 und 1750 errichtet. Es gehört zu den bedeutendsten Barockbauten Skandinaviens. Das Zentrum bildet der quadratische Schlosshof, der an allen vier Seiten von einem dreigeschossigen horizontalen Bau umgeben ist. Nach Osten hin umschließen niedrigere Flügelgebäude den Schlossgarten, Logården, und nach Westen hin bilden halbkreisförmige Flügelgebäude den äußeren Schlosshof, in dem sich unter anderem die Schlosswache befindet.
Die Einrichtung des Schlosses ist von unterschiedlichen Epochen vom Barock bis Rokkoko und gustavianischen Stil und Empirestil geprägt. Teile des Schlosses können heute besichtigt werden. Im Schloss befinden sich auch mehrere Museen: das Antikmuseum Gustavs III., das Schlossmuseum, die Schatzkammer und die Königliche Rüstkammer. Eine besondere Touristenattraktion ist die Ablösung der Palastwache. Täglich um 12:15 Uhr (sonntags um 13:15 Uhr) marschieren die neuen Wachtruppen begleitet von Musikkorps in historischen Uniformen auf und zelebrieren die Wachablösung.
Gamla Stan
Die fast autofreie Altstadt („Gamla Stan“) ist das Herz Stockholms: ein Labyrinth voller verwinkelter Gassen, die manchmal nur 90 Zentimeter breit sind. Hier kann man entweder den Västerlånggatan rauf oder runter schlendern und in den Touristenläden einkaufen oder zahlreiche Sehenswürdigkeiten besichtigen. Zu den bedeutendsten zählen das Schloss, die Tyska Kyrkan („Deutsche Kirche“) sowie die Storkyrkan („Große Kirche“). Das Zentrum der Altstadt ist Stortorget, ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. Im Norden der Insel befinden sich die Paläste der Großmachtszeit wie das Ritterhaus und das Bondesche Palais, das Oxenstiernasche und das Tessinsche Palais, der Stockholmer Dom und das Königliche Schloss, dessen mittlere Achse auf die Nordbrücke weist, die die Altstadt über die Insel Helgeandsholmen mit Norrmalm, dem nördlichen Ufer, verbindet.
Stadshuset
Es ist das Wahrzeichen der Stadt, ziert viele Reiseführer und ist von der schwedischen Bevölkerung sogar zum landesweit schönsten Bauwerk gekürt: das Stadthuest, das kirchenähnliche Haus mit seinem Turm. In der Blauen Halle, die übrigens nicht blau ist, finden jährlich die Nobelpreisverleihungen statt. Die Blaue Halle und der Goldene Saal können während einer Führung besichtigt werden. Sie sind übrigens noch um einiges schöner als das Stadshuset von außen.
Gröna Lunds Tivoli
Schon die Lage auf Djurgården unterscheidet Gröna Lund von einer gewöhnlichen Kirmes. Von dem 1883 eröffneten Vergnügungspark aus hat man einen herrlichen Blick übers Wasser auf Skeppsholmen und die Anhöhen Södermalms. Besuchern, die sich vergnügen möchten, mangelt es hier an nichts – ganz gleich, ob sie aus 80 Metern Höhe eine Säule hinunterrasen, das „Lustige Haus“ erkunden oder eines der vielen Konzerte besuchen möchten.
Adresse: Djurgården
Globen
Dem einen gefällt er, dem anderen nicht. So oder so, der1989 eingeweihte Globen („die Kugel“) ist das Bauwerk mit dem höchsten Widererkennungswert. Und nicht nur das: Mit einem Durchmesser von 110 Metern und einem Volumen von 600.000 Kubikmetern ist er auch das größte sphärische Gebäude der Welt. Hier kann eine Eishockey-WM stattfinden, der Papst eine katholische Messe halten oder König Carl Gustaf seinen 50. Geburtstag feiern. Den Besucherrekord hält allerdings Bruce Springsteen, der 1992 genau 16.337 Menschen in das Monstrum lockte.
Adresse: Globentorget 2
Djurgården
Vom Karlaplan führt der Narvavägen über die Djurgårdsbrücke auf die Halbinsel Djurgården, die überwiegend Naturpark und Ausflugs- und Erholungsgebiet für die Stockholmer ist. Über die Brücke kommt man entlang dem Djurgårdsvägen zu einer Reihe von Museen, wie z.B. dem Vasamuseum, dem Nordischen Museum und Liljevalchs Kunsthalle, Vergnügungsstätten, wie z.B. Gröna Lund und Circus, und Gasthäusern aus dem 19. Jahrhundert.
Kaknästornet
Mit 155 Metern und 34 Stockwerken ist der 1967 eingeweihte Kaknästurm eines der höchsten Gebäude Skandinaviens. Ursprünglich wurde er errichtet, weil Rundfunk und Fernsehen in Schweden einen Funkturm benötigten. Auch heute noch dient er als Zentrum für TV- und Radiosendungen. Für Einheimische und Touristen ist er ebenso die beste Adresse, um über die Stadt zu blicken: Bei wolkenlosem Himmel beträgt die Sicht bis zu sechzig Kilometer.
Adresse: Ladugårdsgärdet
Shopping in Stockholm bedeutet bummeln, entdecken und einkaufen in rund 4.000 Shops und Geschäften. Und das an sieben Tagen in der Woche: Reguläre Öffnungszeiten sind von 10 bis 18 Uhr während der Woche, samstags bis 15 Uhr, und viele Geschäfte öffnen auch sonntags von 12 bis 16 Uhr.
Ibliotksgatan ist Stockholms Äquivalent zu New York´s Fifth Avenue und eine der angesagten Einkaufsstraßen in Stockholm. Designermode, Schmuck, Pelze und Uhren gibt es hier für Leute, die auch mal ein paar Kronen mehr bezahlen können.
Drottninggatan ist die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take Aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt.
Gamla Stan, die Altstadt, ließe sich auch als das größte Shoppingcenter in Stockholm bezeichnen. Entlang der Strasse Västerlånggatan finden sich viele winzige Shops und Restaurants auf engstem Raum.
In den vergangenen Jahren explodierte die Restaurantszene in Stockholm: Starköche eröffneten ihre Restaurants und boten mit modernem Service exklusive Speisen an. Verbreitet ist auch der Trend, gutes Essen mit Design zu verbinden. Die Stockholmer gehen einfach gerne auswärts essen. Welche Küche auch immer bevorzugt wird – die orientalische, amerikanische, südeuropäische oder die schwedische mit ihrem Smörgåsbord – die Vielfalt lässt keine Wünsche offen. Nahezu alle Nationalitäten sind hier vertreten: Inder, Japaner, Italiener, Spanier oder Koreaner – die Liste ist lang.
Die schwedische Küche hat eine solide Grundlage: Hausmannskost. Sie ist geprägt von Käse, Brot, Wurst, Fischgerichten, Hackfleisch und Wild (Rentier- oder Elchfleisch) und durch eine Fülle an Süßspeisen und Backwaren.
Schloss GripsholmRund 70 Kilometer westlich von Stockholm in der Provinz Sörmland im Hafenstädtchen Mariefred am Ufer des Mälaren-Sees liegt das Schloss Gripsholm. Eines der schönsten Schlösser im Königreich. Dem imposanten Bauwerk setzte der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky mit dem gleichnamigen Roman ein literarisches Denkmal. Wie einst der Dichter, sollte man das Schloss vom Wasser aus entdecken. Am Ufer ragen die runden Kuppeln der Festung auf. Malerisch leuchten die roten Ziegel des Mauerwerks. Seine ältesten Teile stammen aus den 40er-Jahren des 16. Jahrhunderts, das Schloss wurde mehrmals aus- und umgebaut. Heute fesselt Schloss Gripsholm die Besucher als Herberge einer einzigartigen Porträtsammlung des europäischen Hochadels, die mehr als 400 Werke umfasst. Auf dem Friedhof von Mariefred, ein paar hundert Meter vom Schloss entfernt, liegt das Grab von Kurt Tucholsky. Übrigens: Das idyllische Städtchen Mariefred lockt mit seinen Kaffee-Stuben, Kunstgalerien und roten Holzhäusern.
Stockholm Information Service (SIS) im Sverigehuset:Hamngatan 27Box 754210393 Stockholm
Telefon +46 (8) 7892400
Fax +46 (8) 7892450
www.stockholmtown.com
E-Mail: info@stoinfo.se
Oktober bis April Mo-Fr 9-18, Sa-So 10-15 Uhr
Mai bis September Mo-Fr 8-19, Sa-So 9-15 Uhr
Juni bis August Mo-Fr 8-19, Sa-So 9-17 Uhr
Schwedisches Touristikbüro in Deutschland:
Schweden-Werbung für Reisen und Touristik GmbH
Lilienstraße 19
20095 Hamburg
Telefon +49 40 32551355
Fax +49 40 32551333
E-Mail: info@swetourism.de








ab 52 €



