City-Info Rom

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Sehenswertes

Vom Kolosseum bis zum „Mund der Wahrheit“

Rom ist eine lebendige Metropole mit unzähligen Kunstschätzen aus drei Jahrtausenden

Auch ein Genie wie Goethe war so von „Kirche und Palast, Ruinen und Säulen“ überwältigt, dass es dem Dichter in Rom - für kurze Zeit - die Sprache verschlug.

Kein Wunder. Denn die Sehenswürdigkeiten Roms sind so unübersehbar wie unüberschaubar. Schließlich hat die Ewige Stadt in 3000 Jahren so viele Kunstschätze angehäuft, dass bis heute kein Computer sie katalogisieren konnte. In Rom gibt es mehr Kirchen, als das Jahr Tage hat, eine prächtiger und kunstvoller als die andere. Der Papst ist Titular der vier Patriarchalsbasiliken: San Giovanni in Laterano, der Mutterkirche der Katholiken, San Pietro in Vaticano, also St. Peter, Santa Maria Maggiore und San Paolo fuori le Mura. Die meisten Pilger hängen noch den Besuch von San Lorenzo, Santa Croce in Gerusalemme und San Sebastiano an, und damit ist die Runde der sieben Wallfahrtskirchen komplett.

Über das himmlische sollten Sie auch das irdische und vor allem das unterirdische Rom nicht vergessen. Ständig finden die Archäologen Aufregendes wie die 2000 Jahre alte römische Villa unter dem hypermodernen Auditorium Parco della Musica; auch der Bau der neuen U-Bahnlinie an der Piazza Venezia wird sich durch Grabungen um Jahre verzögern. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Zum Heiligen Jahr 2000 wurde dem vorher so maroden Denkmalschutz von den Politikern oberste Priorität eingeräumt. Seither sind die ewigen Schilder „chiuso per restauro“ (wegen Restaurierung geschlossen) selten geworden. Die marmornen Schönheiten der Antike residieren standesgemäß im Palazzo Altemps und im Palazzo Massimo. Die Musei Capitolini, die ältesten der Welt, sind stilvoll restauriert. Und manche ihrer Kunstschätze, die nur vorübergehend ins alte E-Werk Montemartini in der Via Ostiense umgezogen waren, dürfen wegen des Erfolgs in ihrem ungewöhnlichen Provisorium bleiben. Rom erstrahlt in altem Glanz.

Sehenswertes

Stadtviertel

Arco di Costantino

Der reliefgeschmückte Konstantinbogen wurde nach Kaiser Konstantins Sieg an der Milvischen Brücke (312n. Chr.) neben dem Kolosseum errichtet. Etwas übertrieben, wenn man bedenkt, dass Konstantin kein Land erobert, keinen Krieg gewonnen, sondern nur seinen Gegner Maxentius besiegt hat. | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Bocca della Verità

Der „Mund der Wahrheit“ ist eine mannshohe, skurrile Marmorfratze links im Atrium von Santa Maria in Cosmedin. Das linke Auge hängt Tränen triefend herunter, nur der Mund ist sauber geschabt, weil alle Besucher ihre Hand in das Maul des Ungeheuers legen. Eifersüchtige Ehegatten pflegen ihre bessere Hälfte hierher zu schicken. Sagt er/sie nicht die Wahrheit, schnappt der antike Lügendetektor angeblich zu. | Piazza Bocca della Verità | Bus 63, 30, 160, 170, 628

Campidoglio

Wo einst die Tempel Jupiters und Junos standen, gestaltete Michelangelo im Jahr 1536 den trapezförmigen Kapitolsplatz, der vom Palazzo dei Senatori, dem Palazzo dei Conservatori und dem Palazzo Nuovo gerahmt wird. Den Sockel, auf dem Kaiser Marc Aurel seit 1538 mit erhobener Hand grüßte, schmückt heute eine Kopie. Vor Umweltschäden bewahrt steht das originale Reiterstandbild aus dem 2. Jh. in den Musei Capitolini hinter Glas. | Piazza del Campidoglio | Bus 119, 160, 630

Circo Massimo

Vor 2000 Jahren wurden hier todesmutige Gladiatoren oder waghalsige Wagenlenker beim Rennen angefeuert, nun finden Openair-Konzerte statt. Um die große Rennbahn der Antike (massimo=groß) hatten bis zu 300000 Menschen Platz. Heute sind es nur einige zehntausend Konzertfans, aber auch von außerhalb des Rennplatzes hören Sie Eros Ramazottis schmelzendes Italo-Timbre prächtig. | Via del Circo Massimo | Metro B Circo Massimo | Tram 3

Colosseo

Gerne hätten die Italiener die schönste aller klassischen Arenen, das Kolosseum, dem Fußball geweiht, aber nur die zarten Ballerinen des Bolschoitheaters durften bisher hier ihre „Heldenspiele“ tanzen. Kaiser Vespasian begann den Bau 72 n. Chr., sein Sohn Titus weihte ihn nach nur achtjähriger Bauzeit mit hunderttägigen Festspielen ein. Unzählige Tiere und Gladiatoren wurden geopfert. Sehr lebendig sind allerdings noch die Legionäre, mit denen Sie hier gegen Entgelt für ein Foto posieren können. | Tgl. 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 9 Euro (auch für den Palatin gültig), bei Ausstellungen 2 Euro mehr | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Domus Aurea

Kaiser Nero (54-68 n. Chr.), der gern mit Feuer zündelte und Christen kreuzigen ließ, baute sich mit dem „Goldenen Haus“ den teuersten und größten Palast der antiken Welt - nur sehr wenige Reste sind hiervon übrig. | Voranmeldung obligatorisch: Tel. 0639967700 oder www.pierreci.it | Eintritt 5 Euro | Viale Domus Aurea | Metro B Colosseo

Foro di Augusto

Das Augustusforum wird vom Tempel des rächenden römischen Kriegsgottes Mars beherrscht und soll an die Schlacht von Philippi (42v. Chr.) erinnern, in der Antonius und Octavian (der spätere Kaiser Augustus) die Mörder Caesars endgültig vernichteten. Friedenskaiser Augustus (27 v. Chr.-14 n. Chr.) ließ über 80 Tempel bauen oder verschönern. Es heißt, er habe ein Rom aus Ziegelsteinen vorgefunden und eines aus Marmor hinterlassen. Guter Blick von der Via dei Fori Imperiali. | Piazzetta del Grillo | Bus 85, 87

Foro di Cesare

Caesar ließ das Forum Julium, wie das Caesarsforum eigentlich heißt, auf eigene Kosten bauen. Man erkennt noch die Ladenzeilen, die Reste der Basilica Argentaria, wo sich Bank und Börse befanden, und die drei verbliebenen Säulen des Venustempels. Eines Tages, so erzählt Sueton, empfing der Konsul den Senat sitzend auf dem Podest des Venustempels. Mit dieser Anmaßung - nur Götter durften sitzen - wollte sich Caesar Jupiter gleich machen. Das war kurz vor seiner Ermordung 44 v. Chr. | Via dei Fori Imperiali | Bus 85, 87, 117, 175

Foro Romano

Von den Kaiserforen wurde nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: „Karthago muss vernichtet werden.“ Heute dürfen auch gewöhnliche Sterbliche wieder an lauen Abenden zwischen Triumphbögen und Säulen promenieren: Roma sotto le stelle (Rom unter Sternen) heißen die nächtlichen Führungen (auf italienisch und englisch | Juni-Mitte Sept. | Termine bei den Infopavillons oder in Tageszeitungen wie „La Repubblica“).

Foro di Traiano/Mercati Traiani

Die 38 m hohe Trajansäule (113 n. Chr.), Schmuckstück des spätesten und prächtigsten Kaiserforums, erstrahlt nach fast zehnjähriger Restaurierung wieder perlweiß. Sie können den 200 m langen Bilderfries vom Krieg Kaiser Trajans gegen die Daker von unten bewundern. Vor der Säule die Reste der Basilica Ulpia, die Nischen der Bibliothek und die Trajanischen Marktstraßen. | Di-So 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 6,20 Euro (guter Blick auch von außen möglich) | Via 4 di Novembre/Via dei Fori Imperiali | Bus 40, 64, 70, 117, 170

Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II

An der Piazza Venezia fällt ein schneeweißer Marmorklotz ins Auge, das Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II., den ersten König nach Erlangung der italienischen Einheit 1870. Jetzt ist das Denkmal, das die Römer despektierlich als Schreibmaschine, Hochzeitstorte oder gar als Klappergebiss bezeichnen, auch von innen begehbar. Von der Cafeteria auf dem Dach haben Sie einen herrlichen Blick (und im Eingangsgebäude ein ordentliches öffentliches WC). | Tgl. 9.30-19 Uhr | Eintritt gratis | Piazza Venezia | Bus 85, 87, 119

Musei Capitolini

Die Kapitolinischen Museen sind die ersten öffentlichen Schausammlungen der Welt, eingerichtet 1471 von Papst Sixtus IV. auf dem Kapitol. Die beiden von Michelangelo gestalteten Gebäude Palazzo Nuovo und Palazzo dei Conservatori beherbergen einzigartige Antiken wie die „Kapitolinische Venus“, den „Sterbenden Gallier“ und zahlreiche Kaiser- und Philosophenbüsten. Das Prunkstück aber ist der echte Kaiser Marc Aurel. Das edle Reiterstandbild steht seit 2005 unterm Glasdach im Giardino Romano, einem Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Des Kaisers Kopie befindet sich weiterhin auf dem Kapitolsplatz.

Palatino

Auf dem romantischen grünen Hügel wurde der Grundstein des römischen Weltreichs gelegt; hier auf dem Palatin lag die Hütte des Hirten Faustulus, der Remus und Romulus aufgezogen haben soll. Hier empfing Romulus das fragwürdige Zeichen der Vogelschau, wonach er und nicht sein Bruder Remus Herrscher von Rom werden sollte. Seit Augustus residierten hier die Imperatoren, wovon die Ruinen der Kaiservillen wie die Casa di Livia, der Frau des Augustus, die Domus Augustana und die Domus Flavia im Pinienhain Zeugnis geben. | Tgl. 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 9 Euro (auch für Kolosseum gültig) | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Palazzo Massimo alle Terme

Die antiken Skulpturen im Erdgeschoss zeigen vortrefflich den römischen Alltag. Dagegen präsentieren der märchenhafte türkisfarbene Speisesaal Kaiserin Livias und die zarten Fresken der Gemächer kontrastreich den Stil der antiken Upper Class. | Di-So 9-19.45 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Largo di Villa Peretti 1 | Metro A, B Termini

San Clemente

Schon die Mosaiken in der Apsis der Basilika aus dem 12. Jh. sind ein Kleinod, doch das Beste liegt im Gewölbe: die Unterkirche aus dem 4. Jh. mit Fresken von Papst Clemens (88 bis 97 n. Chr.) und darunter ein Mithräum mit Altar und Opferstein. | Mo-Sa 9-12.30 und 15.30-18 Uhr | Via di S. Giovanni in Laterano | Metro B Colosseo | Bus 117

San Giovanni in Laterano

Die bei einem Bombenanschlag 1993 schwer beschädigte erste Basilika der Christenheit wurde in kürzester Zeit wieder restauriert. Bis zum Exil der Päpste in Avignon (1305-77) war die Basilika - eine Schenkung von Kaiser Konstantin an Papst Silvester (314-335) - auch Sitz des Pontifikats. Barockbaumeister Domenico Fontana und Francesco Borromini bauten die fünfschiffige Säulenbasilika behutsam um. Nach außen sieht man nur die Fassade, denn die Kirche ist von Lateranspalast, Kreuzgang und Baptisterium umgeben. Gegenüber liegt die Heilige Treppe (Scala Santa), auf der Christus im Haus des Pilatus emporgestiegen sein soll, und die die heilige Helena im 5. Jh. von Jerusalem nach Rom brachte. Die Kapelle Sancta Sanctorum von 1590 am Ende ist die Privatkapelle der Päpste. | Tgl. 7-19 Uhr, Baptisterium tgl. 9-13 Uhr | Piazza S. Giovanni in Laterano | Metro A S. Giovanni | Bus 117 | Tram/Bus 3

San Pietro in Vincoli

Die Ketten, mit denen Petrus im Mamertinischen Kerker festgeschmiedet gewesen sein soll, liegen als kostbare Reliquie unter dem Hochaltar. Die meisten Besucher kommen allerdings, um Michelangelos kraftvoll-majestätisch gestalteten „Moses“ (1516) zu sehen. | Mo-Sa 7-12.30 und 15.30-19, So 8.45-11.45 Uhr | Piazza S. Pietro in Vincoli | Bus 117

Santa Maria in Cosmedin

Papst Adrian I. schenkte die Kirche im 8. Jh. der griechisch-byzantinischen Gemeinde, die wegen der Verfolgungen im Osten nach Rom kam. Der Name (cosmedin, griechisch: Ornament) stammt von den reichen Goldmosaiken, die die Cosmaten, eine berühmte Künstlerfamilie, im 12. Jh. ausführten. In der Sakristei befindet sich die Ikone der Teotokos, der Muttergottes, und das Mosaik Johannes VII., im Atrium die Bocca della Verità. | Tgl. 9-13 und 15-18 Uhr | Piazza Bocca della Verità | Bus 30, 170

Santa Maria Maggiore

Jedes Mal am Abend des 5. August wird auf dem Esquilin mit Blüten, Papierschnitzeln oder Laserstrahlen eine weiße Illusion erzeugt, um an die Gründungslegende zu erinnern. In dieser Nacht soll im Jahr 352 die Gottesmutter Papst Liberius aufgetragen haben, an der Stelle, wo er am Morgen Schnee fände, eine Kirche zu bauen. Die Kassettendecke der Patriarchalsbasilika ist mit Gold überzogen, das die Spanier den Indianern im eben entdeckten Amerika geraubt hatten. | Tgl. 7-19 Uhr | Piazza S. Maria Maggiore | Bus 70, 71, 75

Santa Prassede

Wenige Schritte von der großen Kirche S. Maria Maggiore entfernt liegt die kleine Basilika S. Prassede mit herausragenden byzantinischen Mosaiken des 9. Jhs. am Triumphbogen und in der Apsis. Pressede wurde der Legende nach von Petrus zum Christentum bekehrt. Und ein „Paradiesgärtlein“ sei, so die Pilgerführer im Mittelalter, die golden erleuchtete Cappella di S. Zenone im rechten Seitenschiff. | Tgl. 7.30-12 und 16.30-18.30 Uhr | Via S. Prassede | Bus 70, 71, 75

Stazione Termini

Wenn Sie mit dem Zug ankommen, werfen Sie einmal einen Blick nach oben in eine der schönsten Bahnhofshallen Europas. Der lichtdurchflutete Vorbau, der wie eine Welle aus Glas und Marmor zur Piazza dei Cinquecento hinfließt, wurde 1950 nach Plänen von Luigi Nervi gebaut. | Metro A, B Termini

Terme di Diocleziano

Gegenüber der Stazione Termini liegen die größten römischen Badeanstalten, die heute Teil der Antikensammlung Museo Nazionale Romano sind. Kaiser Diokletian weihte den Fitnesstempel mit sagenhaften 2400 Wasserbecken im Jahr 306 n. Chr. ein. Im Barock wurden die Badruinen durch ein von Michelangelo entworfenes Kartäuserkloster und die Kirche Santa Maria degli Angeli überbaut. Im Kreuzgang des Chiostro di Michelangelo vermitteln Ihnen Tausende von Inschriften ein Bild der Antike. | Eintritt frei | Metro A, B Termini, Piazza dei Cinquecento

Villa Celimontana

Der Caeliushügel über dem Kolosseum ist eine wahre archäologische Fundgrube. Oberhalb der Via Claudia liegen die Reste des Claudiustempels. Mitten durch den Park zieht sich das Aquädukt der Flavier, um die verfallene Villa der Società Geografica liegen Marmorskulpturen, Säulen, und, halb versteckt, ein Obelisk herum. Für Kinder gibt es einen Spielplatz unter Pinien. | Via Claudia | Bus 81, 117 | Tram 3

Campo de Fiori

Er ist der teuerste Markt Roms, aber viele Römerinnen schwören auf ihr „Blumenfeld“ im Herzen der Stadt, wo es viel Grünzeug, Gemüse und sogar Kleidung, aber nur wenige Blumen gibt. Der Name stammt von einer blumigen Rinderweide, die sich hier im Mittelalter befand. Zwischen Corso Vittorio Emanuele und der edlen Piazza Farnese gelegen, von hohen, restaurierten Palästen umgeben, ist er besonders abends, wenn hier die Wirte ihre Tische eindecken, ein romantischer Essplatz. | Bus 40, 63, 64, 116

Crypta Balbi

Ein vorchristliches Mithräum - der Mithraskult war unter Legionären verbreitet - und die Reste des Teatro di Balbo aus der römischen Kaiserzeit (13 v. Chr.) wurden im Gewölbe eines mittelalterlichen Stadthauses frei gelegt. Vorzüglicher Querschnitt durch die römische Architekturgeschichte von der Antike bis zur Frührenaissance. | Di-So 9-19.45 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Via delle Botteghe Oscure 31 | Bus 40, 46, 62, 64, 70 | Tram 8

Fontana dei Quattro Fiumi

Gianlorenzo Berninis Vierströmebrunnen ist das Prunkstück der Piazza Navona. Auf der Felsengrotte - von einem Obelisken gekrönt - sitzen die Götter der vier großen Flüsse Donau, Nil, Ganges und Rio de la Plata. Letzterer nimmt eine so abwehrende Haltung ein, als befürchtete er den Einsturz der Kirche Sant Agnese gegenüber, ein Werk von Berninis Konkurrenten Francesco Borromini. So sagen die Römer. Nur, die Kirche wurde erst zwei Jahre nach dem Brunnen, erbaut. | Piazza Navona | Bus 30, 70, 81, 87, 116, 492

Fontana delle Tartarughe

Taddeo Landini schuf diesen beliebten Schildkrötenbrunnen der Spätrenaissance, bei dem vier schlanke Jünglinge kokett die Brunnenschale tragen. Die bronzenen Schildkröten, die die Knaben zum Trinken an den oberen Beckenrand heben, soll Gianlorenzo Bernini bei der Restaurierung 1658 eingearbeitet haben. | Piazza Mattei | Bus 40, 62

Galleria Doria Pamphili

Die Rokokofassade des Palazzo Doria Pamphili an der Via del Corso wirkt düster und abgasgeschwärzt. Doch die goldverzierte, mit Fresken ausgemalte Galerie, wo an seidentapezierten Wänden die Tizian- und Velazquez-Gemälde gleich dreifach übereinander hängen, ist eine der bedeutendsten Privatsammlungen Roms. | Fr-Mi 10-17 Uhr | Eintritt 8 Euro | Piazza del Collegio Romano 2 | Corso | www.doriapamphilj.it | Bus 62, 63, 117, 119

Galleria Spada

Der Palast von 1540 ist selbst ein Meisterwerk des italienischen Manierismus. Aber lassen Sie sich zusätzlich von der perspektivischen Spielerei im Innenhof verwirren, die Francesco Borromini für Kardinal Bernardino Spada, entworfen hat. Die Marsstatue erscheint groß und unendlich weit entfernt, dabei ist der Durchgang nur 9 m lang und die Statue 1 m hoch. Eine optische Täuschung - die Kolonnaden verkleinern sich nach hinten.

Getto

Das Ghetto, auch Villagio dei Ebrei genannt, liegt zwischen Tiberufer, dem Teatro di Marcello und dem Portico dOttavia. Die ersten Juden ließen sich hier schon im 2. Jh. v. Chr. nieder und zählen damit zu den echten romani romani, den ältesten Bürgern der Kapitale. Das römische Recht gewährte ihnen Jahrhunderte Gleichstellung und religiöse Freiheit, erst der missionarische Eifer der Christen machte sie zur gedemütigten Minderheit. Im Mittelalter, aber auch im Barock litten sie unter engstirnigen Päpsten, die sie in der Via del Corso als Volksbelustigung mit Pferden um die Wette laufen ließen. Papst Paul IV. zog 1555 eine Mauer ums Ghetto und ließ die Tore nachts verschließen. Erst die Republik von 1870 beendete die Kasernierung. Der schlimmste Moment des Ghettos aber war der 16. Oktober 1943, als die Gestapo 2091 römische Juden am Portico dOttavia auf Lastwagen lud und in KZs deportierte. Keiner von ihnen kehrte je zurück. Heute leben noch etwa 400 jüdische Familien hier.

Il Gesù

Ignatius von Loyola, der spanische Gründer der „Gesellschaft Jesu“, veranlasste 1568 den Barockbau der Jesuitenhauptkirche. Die Idee des Architekten Vignola, über dem Schnittpunkt von Haupt- und Querschiff einer Art frühchristlicher Hallenkirche eine Kuppel zu setzen, fand eifrige Nachahmer. | Piazza del Gesù | Bus 40, 62, 63, 64, 70, 87

Museo di Roma

Zugegeben, die Stadt ist sowieso ein Archäologiepark der letzten 3000 Jahre, warum noch ein Museo di Roma der letzten vier oder fünf Jahrhunderte? Aber der nach einer Ewigkeit restaurierte Palazzo Braschi beherbergt wunderbare Kollektionen aus Renaissance und Barock: Fresken und Gemälde aus römischen Palästen, Stiche, Terrakotten, Gewänder, Kutschen, Fotos von ca. 1850 bis 1915 und spezifische Ausstellungen. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 9 Euro | Via di San Pantaleo | museodiroma@commune.roma.it | Bus 30, 40, 62, 64, 70, 116, 492

Palazzo Altemps

Aphrodite, Apoll, Hermes und Ares: Die göttlichen antiken Skulpturen der einzigartigen Ludovisisammlung haben im prunkvoll restaurierten und mit Fresken geschmückten Palazzo Altemps gleich hinter der Piazza Navona Einzug gehalten. | Di-So 9 bis 19.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Piazza S. Appollinare 46 | Bus 70, 81, 116, 492

Palazzo Borghese

Die Römer nennen den Stadtpalast der römischen Adelsfamilie Borghese - nicht zu verwechseln mit der Villa Borghese (Park) und der Galleria Borghese (Museum) - wegen seiner kuriosen Form Cembalo, denn die kurze Fassade mit den zwei Säulenbalkons zum Tiberufer gleicht einer Tastatur. Kardinal Camillo Borghese, später Papst Paul V. (1605-21), schenkte den Palast seinen Brüdern. Auch wenn das Gebäude heute Behörde ist, schauen Sie trotzdem in den barocken Innenhof mit seinen 96 Säulen, den Rundbögen und klassischen Statuen. | Piazza Borghese | Via Ripetta | Bus 81

Palazzo della Cancelleria

Der große Stadtpalast wurde durch 60000 Scudi (etwa 700000 Euro) finanziert, die 1483 Kardinal Raffaele Riario einem Kollegen beim Glücksspiel abknöpfte. Die jungen Herren waren Papstneffen und nebenbei aus reichen Familien. Seit 1870 befindet sich hier die Apostolische Kanzlei mit der Sacra Romana Rota, dem Päpstlichen Ehegericht. | Piazza della Cancelleria | Bus 40, 62, 64, 116

Palazzo Farnese

Im eleganten Palazzo Farnese nahe dem Campo de Fiori residiert die französische Botschaft. Leider dürfen Sie nicht einmal einen Blick in den von Michelangelo 1546 gestalteten Innenhof werfen. „Sischerheit“, sagt der französische Posten. Wenn Sie unbedingt die schöne Galerie mit den berühmten Fresken von Annibale Carracci (1597-1604) sehen wollen, müssen Sie vier Wochen vorher einen schriftlichen Antrag beim Kulturattaché der französischen Botschaft stellen. | Piazza Farnese | Bus 116

Palazzo Madama

Papst Clemens VII. (1523-34) von Medici brachte das politische Kunststück fertig, seinen unehelichen Sohn Alessandro mit der unehelichen Tochter Karls V., Margarethe von Parma, zu verheiraten. „Madama“, wie die Römer sie liebevoll nannten, lebte nur ein Jahr in diesem Renaissancepalast, da wurde ihr Gemahl ermordet. Seit 1871 residiert hier der italienische Senat. | Corso di Rinascimento | Bus 70, 81, 87, 492

Palazzo Montecitorio

Seit Gründung der Republik 1871 tagt die italienische Abgeordnetenkammer in dem eleganten Palast nach Berninis Plänen. Gleich nebenan an der Piazza Colonna liegt der Palazzo Chigi, der Sitz des Ministerpräsidenten. | Piazza Montecitorio | Bus 81, 117, 119

Palazzo Ruspoli

Im Renaissancepalast werden Antikenausstellungen gezeigt. | So-Fr 10 bis 20, Sa 10-22 Uhr | Eintritt 6 Euro | Via del Corso 418 | www.palazzoruspoli.it | Metro A: Spagna

Palazzo Venezia

Der trutzige Palast, den der venezianische Papsts Paul II., 1451 bauen ließ, gehörte 200 Jahre der Republik Venedig, fiel dann den Habsburgern zu und wurde schließlich Regierungssitz von Benito Mussolini. Heute ist hier ein Kunstgewerbemuseum untergebracht. | Piazza Venezia | Bus 40, 63, 64, 117, 119

Pantheon

Ein Zylinder mit einer Kuppel drauf - so einfach-genial ist die Konstruktion des Pantheons, das Marcus Agrippa, Schwiegersohn von Augustus, 27v. Chr. den Göttern bauen ließ. Genial sind auch die Lichteffekte an Sonnentagen. Wieso liegt der antike Tempel, umgebaut von Kaiser Hadrian, verschandelt im Barock und als Grabmal für das italienische Königshaus entfremdet, so klein und wohl proportioniert zu Füßen der Touristen, obwohl doch in klassischen Zeiten fünf Stufen hinaufführten? Rom hat im Laufe der Zeit 6 m Schutt aufgetürmt, unter dem die antiken Bauten versanken. | Mo-Sa 9 bis 19.30, So 9-18 Uhr | Eintritt frei | Piazza della Rotonda | Bus 116

Piazza Colonna

Nicht nur die Säule des Trajan, auch die etwas kleinere Marc-Aurel-Säule auf der Piazza Colonna glänzt frisch restauriert. Zu Ehren Marc Aurels nach seinem Sieg über die Markomannen 176n. Chr. errichtet, sind die umlaufenden Friese eine wunderbare Sittengeschichte des Altertums - auch zur Anschauung für die heutigen Politiker, denn rechter Hand liegt der Palazzo Chigi, Sitz des Ministerpräsidenten, und dahinter, auf der Piazza di Montecitorio, tagt das Parlament. Bei Demonstrationen können die Politiker durch einen unterirdischen Gang zwischen den beiden Häusern entfliehen. | Bus 63, 116, 119

Piazza Navona

Die barocke Arena ist noch heute der beliebteste Treffpunkt aller Römer. Eine herrschaftliche Bühne für arme Darsteller und reiche Selbstdarsteller, mäßige Maler und fliegende Händler, prominente Flaneure und Promenadenmischungen. Das Prunkstück der Piazza, die Fontana dei Quattro Fiumi, stammt von Bernini, der Neptunbrunnen im Norden von Giacomo della Porta. | Bus 40, 64, 70, 81, 116, 492

SantAgostino

Hinter der ausgewogenen Renaissancefassade, aus Blöcken des Kolosseums gebaut, warten ergreifende Kunstwerke, darunter die „Madonna del Parto“ von Jacopo Sansovino (1521). Und von der dritten Säule im Hauptschiff steigt Raffaels „Prophet Jesaja“ gen Himmel. In der ersten Kapelle links hängt die herausragende „Madonna der Pilger“ von Caravaggio (1605). | Tgl. 7.45-11 und 16-19.30 Uhr | Piazza S. Agostino | Bus 70, 81, 116, 492

San Luigi dei Francesi

Die Nationalkirche der Franzosen, dem hl. Ludwig geweiht, wurde 1518 begonnen, doch erst 1589 von Giacomo della Porta beendet. In der fünften Kapelle links hängen drei Bilder von Caravaggio. | Tgl. 8.30-12.30, Fr-Mi auch 15.30-19 Uhr | Piazza S. Luigi dei Francesi (hinterm Palazzo Madama) | Bus 70, 81, 87, 116, 492

SantIgnazio

Die geometrische Barockfassade ist ein Kontrapunkt zu den angrenzenden verschnörkelten Rokokohäusern. Im Innern der Jesuitenkirche, die dem Ordensgründer Ignatius von Loyola gewidmet ist, gelang Andrea Pozzo 1685 ein malerisches Kunststück. Die hohe Kuppel nämlich, die man von der Mitte des Hauptschiffs zu sehen glaubt, ist reine Illusion. | Tgl. 7.30-12.30 und 15-19 Uhr | Piazza S. Ignazio | Bus 62, 116, 117, 119

Santa Maria della Pace

Allein die Fassade ist einzigartig. Der kunstsinnige Papst Sixtus IV. hatte 1482 die Marienkirche bei der Piazza Navona zu einem barocken Kleinod gestalten lassen. Leider ist die Friedenskirche (pace=Frieden), wo Rafael in der Cappella Chigi seine berühmten Sybillen malte, in den letzten Jahren fast immer verschlossen. Der angrenzende Kreuzgang von Donato Bramante beherbergt seit zehn Jahren das Kulturzentrum Chiostro del Bramante mit einem Café im ersten Stock. | Arco della Pace 5 | Kirche: Via della Pace | Di-So 10-19.30 Uhr | Tel. 0668809098 | Bus 30, 40, 62, 64, 70, 116, 492

Santa Maria sopra Minerva

Die einzige gotische Kirche Roms, 1280 auf Resten des Minervatempels gebaut. Links vom Altar steht der kraftvolle Christus von Michelangelo (1521), der das Kreuz und die Marterwerkzeuge packt; das bronzene Lendentuch wurde ihm später aufgeschweißt. Berühmt sind die Fresken der Capella Caraffa zur Vita Thomas von Aquins von Filippo Lippi (1492) im rechten Querschiff.

Teatro Marcello

Erst seit kurzem ist das Teatro Marcello ein Archäologiepark und damit Tag und Nacht geöffnet. In den Ruinen des antiken Theaters, das von Julius Cäsar begonnen und von Augustus fertig gestellt wurde, finden heute klassische Konzerte statt. | Via del Teatro di Marcello 44 | Bus 30, 44, 63, 81, 95, 160, 170, 781

Via Giulia

Sie ist noch immer eine romantische Straße mit blühenden Zweigen, die über alten Gemäuern hängen, mit Brunnen und Torbögen. Der Renaissancepapst Julius II. ließ seinen Baumeistern freie Hand bei der Gestaltung der herrschaftlichen Zeile. Viele Paläste gehörten den Medici und anderen Florentinern. Im Haus Nr. 85 lebte Hofmaler Raffael mit seiner jeweiligen Geliebten, in Nr. 66 Baumeister Antonio Sangallo. Und die Nr. 93 war der Palast des späteren Papsts Paul III. | Bus 116

Ara Pacis Augustae

Eine ultramoderne Stahl-Glaskonstruktion über dem 2000 Jahre alten Friedensaltar des Kaiser Augustus - am Projekt des US-Stararchitekten Richard Meier hagelte es Kritik wie einst an der Glaspyramide des Pariser Louvre. Doch nach zehn Jahren Pannen, Possen und Protesten hat die Ara Pacis nun endlich ein neues Zuhause. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 6,50 Euro | Via di Ripetta | Bus 70, 81, 117

Casa de Chirico

Als ob er jeden Moment zurückkommt! Nach dem Tod des surrealistischen Malers Giorgio de Chirico wurde seine bohemehafte Wohnung zum Museum umgewandelt. | Mo-Fr 10-13 Uhr, nur nach Anmeldung | Tel. 066796546 | Eintritt 5 Euro | Piazza di Spagna 31 | Metro A: Spagna | Bus 117

Casa di Goethe

„O, wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk ich der Zeiten, da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing“, sprach der Aussteiger aus Weimar, der 1786/87 gute 15 Monate in Rom weilte. Der prominente Dichter genoss sein Römerleben unter dem Pseudonym Filippo Möller. Seit zehn Jahren ist die Wohnung, die der Geheimrat mit seinem Malerfreund Heinrich W. Tischbein teilte, Museum und Kulturforum. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Via del Corso 18 | www.casadigoethe.it | Bus 117, 119

Fontana del Tritone

Hoch oben auf der Muschelschale, gehalten von vier grazilen Delphinen, sitzt der Tritone und bläst eine Fontäne aus seinem Muschelhorn. Gianlorenzo Bernini schuf 1637 diesen wie auch den zweiten Brunnen der Piazza, die Fontana delle Api von 1644. Dort, an der Ecke Via Veneto/Via Basilio, sprudelt das Wasser aus drei Bienen, den Wappentieren der Barberini - einer Familie, aus der viele kunstsinnige Päpste stammen. | Piazza Barberini | Metro A Barberini

Fontana dellAcqua Felice

Grimmig schaut der marmorne Moses aus dem Dreierbogen, wo die Quelle sprudelt, besänftigend dagegen die vier schwarzen Löwen zu seinen Füßen. Besonders nachts wirkt der 1588 von Domenico Fontana geschaffene Brunnen sehr suggestiv. | Piazza S. Bernardo | Bus 60, 61

Fontana della Barcaccia

Pietro Bernini, Vater des berühmteren Gianlorenzo, ließ am Fuß der Spanischen Treppe 1629 einen Brunnen in Form einer Barkasse bauen, der an einen hier gestrandeten Kahn erinnert. | Piazza di Spagna | Metro A Spagna

Fontana di Trevi

Roms beliebteste Wasserorgel steht auf einem kleinen Platz, umgeben von sechsstöckigen Palazzi. Mit dem Bau schufen sich die Barockpäpste 1750 ein letztes großes Denkmal, denn ihre Macht im Kirchenstaat schwand dahin. Meeresgott Ozeanus braust mit zwei Pferden durch einen Triumphbogen heran. Nicht nur Touristen werfen eine Münze in das Becken, um irgendwann nach Rom zurückzukommen. | Piazza di Trevi | Bus 62, 63, 81, 85, 95, 116, 119, 492

Galleria Borghese

Wunder gibt es, aber die dauern in Rom etwas länger: Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das barocke Lustschlösschen des Kardinals Scipione Borghese, der nicht nur ein Förderer des jungen Gianlorenzo Bernini, sondern einer der größten Kunstmäzene der Welt war, wieder eröffnet. Im Erdgeschoss sehen Sie Berninis Skulpturen „Daphne und Apoll“, „David“, der „Raub der Proserpina“ und die strahlende Nacktheit der „Paolina Borghese“, Schwester Napoleons, von Antonio Canova. Im ersten Stock hängt die berühmte Gemäldesammlung des Kardinals, darunter Werke von Lucas Cranach d. Ä., Tizian, Paul Veronese, Raffael, Peter Paul Rubens und Caravaggio. | Di-So 9-19 Uhr nur mit Vorbestellung (ital. und engl.) Tel. 06328101 oder www.ticketeria.it | | Fax 0632651329 | Eintritt 6,50 Euro plus 2 Euro Buchungsgebühr | Piazza Scipione Borghese 5 | www.galleriaborghese.it | Bus 52, 53, 116, 490, 495

Galleria Nazionale dArte Antica a Palazzo Barberini

So manch ein Tizian oder Tintoretto muss im Keller bleiben, weil in den barocken Sälen die Herren Offiziere tafeln. Das italienische Heer hat nämlich einen Großteil des Palazzo Barberini als Offizierskasino besetzt. In der Museumshälfte können Sie jedoch Meisterwerke wie die „Fornarina“ von Raffael, „Narziss an der Quelle“ von Caravaggio oder „Heinrich VIII.“ von Hans Holbein sehen. Für die Besichtigung der Säle des 18. Jhs. bitte vorbuchen: Tel. 064824184 oder www.ticketeria.it. | Di-So 9 bis 19 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via Quattro Fontane 13 | www.galleriaborghese.it | Bus 62, 63, 116

Galleria Nazionale dArte Moderna

Ein Überblick der Kunst des 19./20. Jhs. mit Werken u.a. von Giorgio de Chirico, Gustav Klimt, Vincent van Gogh und Henry Moore. Gut bestückter, witziger Museumsshop: Libreria Gnam. | Di-So 9-19.30 Uhr | Eintritt 8,30 Euro | Viale delle Belle Arti 131 | www.gnam.arti.beniculturali.it | Tram 3, 19

Mausoleo di Augusto

Das runde Augustusmausoleum, 27v. Chr. gebaut, war nicht nur für Augustus, sondern für die ganze Familie Giulio-Claudia, der auch Caesar angehörte, bestimmt. Die res gestae, der Rechenschaftsbericht des Friedenskaisers Augustus am Eingang, ging verloren, aber eine Abschrift ist erhalten. | Keine Innenbesichtigung | Piazza Augusto Imperatore | Bus 70, 81, 117, 492, 628

Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia

Die Sommerfrische, die sich Papst Julius III. 1550-55 bauen ließ, beherbergt seit 1889 etruskische Funde aus den Nekropolen in Latium, Umbrien und vor allem der Toskana: Gläser, Schmuck, Grabbeigaben und Sarkophage. Im Garten die Rekonstruktion eines Tempels aus Alatri. | Di-So 8.30 bis 19.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | Piazzale di Villa Giulia 9 | Tram/Bus 3

Museo dei Padri Cappuccini

An der Via Veneto können Sie einen makabren, aber sehr ökonomischen Totenkult betrachten. Schädel auf Schädel, Knöchlein auf Knöchlein, so haben die Kapuziner etwa 4000 Ordensbrüder in früheren Jahrhunderten in Grabkammern unter Santa Maria della Concezione bestattet. | Fr-Mi 9-12 und 15-18 Uhr | Eintritt frei | Via Veneto 27 | Bus 58, 63, 116

Palazzo del Quirinale

Eine Sommerresidenz, die bequemer, luftiger und moderner sein sollte als der Vatikan, wünschte sich einst Papst Gregor XIII. (1572-85). Nach der italienischen Einigung war der Renaissancepalast Sitz der italienischen Könige, heute spaziert der Staatspräsident durch die schönen Barockgärten. Einige Repräsentationssäle und die Barockgärten sind sonntags für Besucher geöffnet. | So 8.30-12 Uhr, Juli/Aug. geschl. | Eintritt frei | www.quirinale.it | Piazza del Quirinale | Bus 64, 70, 117, 170

Piazza del Popolo

Die große Renaissancepiazza war Empfangsraum für alle, die über die Via Cassia oder die Via Flaminia kamen. Als Königin Christina von Schweden 1655 ante portas stand, hatte Bernini gerade das Renaissance-Tor von Michelangelo umgebaut. Giuseppe Valadier schuf 1830 die klassizistischen Treppen und Galerien zum Pincio hinauf. | Metro A Flaminio | Bus 117

Pincio

Es gibt wohl kein römisches Liebespaar und keinen Touristen, der nicht einmal den Sonnenuntergang vom Pincio aus genossen hat. Unter Ihnen liegt die Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen Santa Maria dei Miracoli und Santa Maria in Montesanto, die von oben interessanter als von innen aussehen. Und in der Ferne ist der grüne Streifen des Tiberufers und die Kuppel von San Pietro auszumachen. | Metro A Spagna oder Flaminio

Porta Pia

Das Stadttor, ein Spätwerk Michelangelos, kennt in Italien jedes Kind, denn hier schlugen die italienischen Einheitstruppen am 20. September 1870 eine Bresche in die Mauer und eroberten das päpstliche Rom: Es war die Geburtsstunde der italienischen Republik, während der Papst sich grollend in den Vatikan zurückzog. | Piazza Porta Pia | Bus 60, 61, 62, 84, 90, 490, 495

San Carlo

Nur einige Schritte von Berninis Kirche SantAndrea al Quirinale hat sein Konkurrent Borromini bereits 1638 ein barockes Schmuckstück mit einer ovalen Kuppel begonnen, an dem er bis zu seinem Tod 1657 arbeitete. Die konkav und konvex geschwungene Fassade mit dem Engelsmedaillon ist ein Meisterwerk des Architekten. | Mo-Fr 10-13 und 15-17, Sa 10-13, So 10.30-13 Uhr | Via del Quirinale/Via delle Quattro Fontane | Bus 40, 64, 70, 117

SantAndrea al Quirinale

Die beliebte Hochzeitskirche, ein barockes Spätwerk von Gianlorenzo Bernini, erbaut 1658-70, wirkt mit ihrem ungewöhnlichen, da querovalen Grundriss wie ein Salon in Altrosa, Gold und Weiß. | Mi-Mo 9-12 und 16-19 Uhr | Via del Quirinale | Bus 64, 65, 117

Santa Maria del Popolo

Gleich hinter der Porta del Popolo liegt die Augustinerkirche, in der schon Martin Luther 1510 mit seinen Ordensbrüdern die Messe zelebrierte. Im Innern erwartet die Besucher ein Kunstrausch: Die Fresken im Chor und in der Cappella Rovere schuf Pinturicchio; in der Cappella Cerasi, links vom Altar, hängen die „Bekehrung des Paulus“ und die „Kreuzigung Petri“ von Caravaggio; die Cappella Chigi, zweite von rechts, hat Raffael im Auftrag einer Bankiersfamilie ausgeschmückt; im Chor zwei Grabmäler von Andrea Sansovino; die Marmorfiguren des Hochaltars, der die „Madonna del Popolo“ trägt, sind von Bernini und Lorenzetto. | Mo-Sa 7-12 und 16-19, So 8-13.30 und 16.30-19.30 Uhr | Piazza del Popolo | Metro A Flaminio

Scalinata Trinità dei Monti

Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone. Die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche, der Sonnenkönig Ludwig XIV. hätte sich am liebsten selbst auf der Piazza di Spagna ein Denkmal gesetzt. Aber die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die elegante Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis schaffen. Früher war sie von der internationalen Jugendszene beherrscht, doch heute ist Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten, Flirten jedoch erlaubt. | Metro A Spagna | Bus 116

Scuderie Papali

Wo früher die Rösser in den päpstlichen Stallungen schnaubten, können Sie nun interessante Wechselausstellungen sehen. | Öffnungzeiten und Eintritte richten sich nach der jeweiligen Ausstellung | Via XXIV Maggio 16 | Bus 60, 64, 70, 71, 117, 170

Via Condotti

Zwischen dem lauten Corso und der Spanischen Treppe befindet sich Roms teuerste und eleganteste Geschäftsstraße. Auch die parallel liegenden Via Borgognona und Via Vittoria bieten das Feinste vom Feinen der Modebranche. Wenn Sie Ihren Blick mehr auf die flanierenden Römer neben Ihnen werfen, steuern Sie an den sündhaft teuren Versuchungen in den Boutiquen gut vorbei. | Bus 117

Via del Corso

Am schmalen Corso, der im Mittelalter Via Lata, „breite Straße“, hieß, bauten die Adeligen ihre Paläste. Statt von Kutschen wird sie heute trotz Innenstadtsperrung massenhaft von Bussen, Taxen und Regierungslimousinen beherrscht. Nur zur Piazza del Popolo hin ist sie verkehrsberuhigt. Junge Mode hat sich in den Geschäften ausgebreitet. So ist der alte Corso für die jungen Römer zur Flanierstraße geworden. | Bus 62, 63, 117, 119

Villa Borghese

In Roms zweitgrößtem Park lässt es sich gut nach dem Kunstgenuss in der Galleria Borghese erholen, etwa beim Inlineskaten, Fahrrad- und Rikschafahren, oder Sie verfolgen im Mai das Reitturnier auf der Piazza di Siena. Der im nördlichen Teil liegende frühere Zoo ist nun ein Biopark mit vielen einheimischen Tieren vom Frosch bis zur römischen Wölfin (April-Okt. tgl. 9.30-19 | sonst 9.30-17 Uhr | Eintritt 8,50 Euro). | Via Pinciana | Bus 52, 53, 116, 490, 495 | Tram 19, 3

Camposanto Teutonico

Sie erreichen diese urdeutsche Gedenkstätte durch den Eingang hinter der linken Kolonnade von San Pietro. Beim Zauberwort „Camposanto Teutonico“ lassen die Schweizergarden Sie ungehindert passieren. Auf dem kleinen Friedhof vor dem Collegio Teutonico ruhen Künstler wie Stefan Andres, der Archäologe Ludwig Curtius und so mancher deutsche Pilger, der Rom besuchte und nie wieder verließ. | Mo-Sa 7-12 Uhr | Piazza S. Pietro | Bus 40, 64

Castel SantAngelo

Die Engelsburg, die Fluchtburg der Päpste, wurde auf dem zylinderförmigen Mausoleum Kaiser Hadrians (117-138 n. Chr.) gebaut. Ihren Namen verdankt sie einer Legende: Weihnachten 590, auf dem Höhepunkt einer Pestwelle, erschien Papst Gregor I. der Erzengel Michael, der sein Schwert in die Scheide steckte. Damit, o Wunder, war die Pest gebannt. Seit 1281 ist die Burg durch einen überdachten Gang mit dem Vatikan verbunden. Hinter den kolossalen Mauern verbergen sich die Prunkräume der Päpste, Magazine und wenig engelhafte Folterkeller für die Ketzer. Von der Zinne hat man einen herrlichen Ausblick. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 8 Euro | Bus 23, 40, 62

Galleria Nazionale Villa Farnesina

Als Raffael das Fresko „Amor und Psyche“ malte, soll ihm die Geliebte des Hausherrn, Bankier Chigi, Modell gestanden haben. Auch der restaurierte Renaissancebau der Villa Farnesina, den Agostino Chigi 1508 von Baldassare Peruzzi bauen ließ, sowie die frühen Perspektivfresken Peruzzis sind sehenswert. | Mo-Sa 9-13 Uhr | Eintritt 4,10 Euro | Via della Lungara 230 | Bus 23, 280

Gianicolo

Kein Hochhaus und kein Fernsehturm verstellen Ihnen den schönen Blick vom Gianicolo - geweiht dem doppelgesichtigen Gott Janus - auf die Kuppeln, Kirchen und Paläste Roms. Hier steht auch der italienische Freiheitsheld Giuseppe Garibaldi, der 1849 auf dieser Anhöhe gegen die französischen Truppen kämpfte. | Bus 75, 115, 870

Giardini Vaticani

Die Vatikanischen Gärten nehmen einen großen Teil des Vatikanstaats ein. In ihnen befinden sich neben einigen Zweckbauten auch die Casina, das Sommerhaus Pius IV. von 1561, die päpstliche Akadamie der Wissenschaften sowie der Radiosender des Vatikans (zweistündige Einzelführungen Di, Do und Sa 10 Uhr nur mit Anmeldung im Ufficio Visite Guidate | linke Kolonne Petersplatz | Tel. 0669884676 | Preis 12 Euro | visiteguidate.musei@scv.va).

Musei Vaticani/Vatikanische Museen

Sie sind die größten Museen der Welt, beherbergen Kunstwerke in über 1400 Räumen. Hier gibt es alles: ägyptische Mumien, edle griechische Plastiken, römische Mosaiken, Sarkophage, Manuskripte, unzählige Gemälde, das berühmteste aller Geheimarchive, ethnologische Raritäten der Missionare, die Reisewagen inklusive Mercedes 600 der Päpste und natürlich die Sixtinische Kapelle, die Stanzen von Raffael und die Laokoongruppe. Die Biblioteca Apostolica besitzt 60000 wertvolle Handschriften, 7000 Inkunabeln und rund 800000 Drucke. Im 20. Jh. wurden die Museen noch um die Völkerkundliche Sammlung aus den Missionsländern und die Collezione dArte Religiosa Moderna, die Papst Paul VI. 1973 anlegen ließ, erweitert. Sie enthält Werke von Marc Chagall, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Otto Dix und Giorgio de Chirico.

Appartamento Borgia

Pinturicchio malte die Gemächer (1492-95) des Borgiapapsts Alexander VI. aus. Hier soll Cesare Borgia, Sohn des Papsts, seinen Schwager, Alfonso dAragon, im Jahr 1500 ermordet haben.

Cappella Sistina

„Es ist wie die erste Reise zum Mond“, hatte der Chefrestaurator der Sixtinischen Kapelle, Fabrizio Mancinelli, prophezeit, „danach wird die Kunstwelt verändert sein.“ Tatsächlich kam bei der Restaurierung des künstlerischen Heiligtums in den 1990er-Jahren ein ganz neuer Michelangelo zum Vorschein. Nachdem Schichten von Kerzenruß und Staub entfernt waren, erstrahlten alle Figuren der Schöpfungsgeschichte an der Decke der päpstlichen Hauskapelle in lindgrünen, helllila oder orangefarbenen Gewändern. Der größte Renaissancemaler - auch Il Divino, der „Göttliche“, genannt - entpuppte sich als Manierist in Pop-Art-Farben. Die Kunstwelt stand Kopf.

Museo Chiaramonti

Im Auftrag von Papst Pius VII., Barnaba Chiaramonti (1800-25), richtete der Bildhauer Antonio Canova Anfang des 19. Jhs. diesen Gang mit rund 1000 Skulpturen der Antike ein: ein Defilee vorbei an Statuen und Köpfen von Augustus, Caesar, Titus, Trajan, Demosthenes, Athene und der Skulptur des hingelagerten „Nil mit seinen 16 Kindern“, Personifikation des Stroms und seiner Mündungsarme.

Museo Gregoriano Egizio

Das päpstliche ägyptische Museum zeigt Mumien und Statuen, die in Ägypten im Laufe des 19. und 20. Jhs. ausgegraben wurden oder aus der Villa Hadrian in Tivoli - Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) war ein großer Ägyptenliebhaber - herbeigeschafft wurden.

Museo Pio Clementino

1506 schickte Papst Julius II. seinen Hofbildhauer Michelangelo persönlich ins Goldene Haus, um die im Schutt gefundene Laokoongruppe (2. Jh. v. Chr.) zu begutachten: Grundstein für die umfangreichste Antikensammlung der Welt mit erlesenen griechischen und römischen Originalen. Im Cortile del Belvedere (Belvederehof) stehen der „Apoll von Belvedere“ (4. Jh. v. Chr.) und die 1506 aufgefundene „Laokoongruppe“ (2. Jh. v. Chr.). Schon Michelangelo rühmte den „Torso von Belvedere“ im Atrio del Torso in höchsten Tönen. Eine weitere Berühmtheit ist die römische Kopie der „Venus von Praxiteles“ (4. Jh. v. Chr.).

Pinacoteca

Gezeigt werden in chronologischer Abfolge Gemälde vom Mittelalter bis zum späten 19. Jh., 18 Säle mit Werken von Giotto, Fra Beato Angelico, Filippo Lippi, Lukas Cranach, Perugino, Raffael, Leonardo da Vinci, Pietro da Cortona, Tizian, Paolo Veronese, Caravaggio und Anthonis van Dyck.

Stanze e Logge di Raffaello

Vier Säle ließ sich Papst Julius II. von Raffael ausmalen, die so genannten Stanzen, und die dazugehörigen Loggien sind ein Höhepunkt der italienischen Renaissancemalerei. Raffaels Fresko der „Schule von Athen“ - in dessen Mittelpunkt die Philosophen Plato und Aristoteles vor imposanter Renaissancearchitektur stehen - und sein dramatischer „Borgobrand“ leuchten in frisch restaurierten Farben. Die zwölf Arkaden der Loggien malte Raffael mit antikisierenden Groteskenbändern und Szenen aus dem Alten Testament aus, nur ein einziges Fresko entstammt dem Neuen Testament.

Piazza San Pietro

Der 1667 vollendete Petersplatz ist ein Meisterwerk - auch der optischen Illusionen. Denn der kreisförmig anmutende Platz ist in Wirklichkeit eine Ellipse und das flach wirkende Rechteck vor dem Dom ein 4 m ansteigendes Trapez. Von den kleinen Marmorplatten links und rechts des Brunnens betrachtet, verschmelzen die vier Säulenreihen zu einer einzigen Kolonne. Die halbkreisförmigen Kolonnadenkränze, mit 140 Heiligen bestückt, wirken wie einladende Arme. So erreichte Barockbaumeister Gianlorenzo Bernini sein Ziel: Michelangelos perfekte Kuppel, die hinter der missproportionierten Domfassade von Carlo Maderno fast verschwand, rückte wieder in den Mittelpunkt. Bernini war sich dessen bewusst, denn er versprach: „Über mich sollt ihr nur von großartigen Werken erzählen“. | Bus 46, 64, 98

San Pietro

Der Petersdom ist ein einziger Superlativ. Die Kirche bedeckt zweieinhalbmal die Fläche des Kölner Doms, misst 211 m Länge, 186 m an ihrer breitesten Stelle und 132 m Höhe. Das Gotteshaus kann 60000 Menschen aufnehmen. 1506 beauftragte Papst Julius II. Donato Bramante mit dem Bau einer dreischiffigen Kathedrale an Stelle der antiken Basilika, die Konstantin über dem Grab Petri errichtet hatte. In der 120-jährigen Baugeschichte brachten die besten Baumeister Italiens viele einander widersprechende Modelle ein: Bramante plante als Grundriss ein griechisches Kreuz mit einer mächtigen Kuppel, das auf Wunsch nachfolgender Päpste in ein langschenkliges Kreuz verwandelt wurde. Das Langhaus war noch nicht fertig, als Michelangelo 1546 Bramantes Ideen wieder aufnahm und eine große Kuppel nach dem Vorbild des Florentiner Doms begann. Papst Paul V. schwebte wiederum das längste Langhaus der Christenheit vor. Er beauftragte Carlo Maderno mit dem Anbau und der Fassade, die dann aber die Sicht auf die Kuppel einschränkte.

Via della Conciliazione

Früher standen Pilger nach dem Marsch durch die kleinen Gässchen des Borgo Pio plötzlich vor dem ehrwürdigen Petersplatz. 1937 schlug Benito Mussolini eine breite Schneise durch das Borgo und erfüllte mit der repräsentativen Zufahrtsstraße vom Tiber den Päpsten einen alten Wunsch. Die „Straße der Versöhnung“ erinnert an den Abschluss der Lateranverträge 1929, die den Frieden zwischen Papst und italienischem Einheitsstaat besiegelten. | Bus 23, 40, 62

Villa Doria Pamphili

Roms größter Park wurde 1960 durch die eilig zu den Olympischen Spielen gebaute Verbindungsstraße, die Via Olimpia, zerschnitten. Dort, wo Caesar für Kleopatra eine Villa bauen ließ, errichtete sich 1644 Camillo Pamphili, der Neffe von Papst Innozenz X., im Palladiostil sein Lustschloss. Heute wird es für offizielle Anlässe genutzt. | Eingänge: Via di S. Pancrazio, Via Aurelia Antica, Via Vitelia | Bus 44, 870

Cimitero Protestante

Der romantische Friedhof hinter der Cestiuspyramide stand auch Anglikanern offen. Hier liegen John Keats und Percy Shelley, Goethes Sohn August, Antonio Gramsci und Henriette Hertz, Gründerin der kunsthistorischen Biblioteca Hertziana. | Do-Di 9-13 und 16-18 Uhr | Via Caio Cestio | Metro B Piramide | Bus 60, 75, 118, 715 | Tram/Bus 3

Isola Tiberina

Die wie ein Kahn geformte Tiberinsel war schon in der Antike dem Heilgott Asklepios geweiht. Auf den Resten des Tempels ließ Kaiser Otto III. um das Jahr 1000 die Kirche San Bartolomeo errichten. Das geistliche Hospital Fatebenefratelli bewahrt die medizinische Tradition bis heute. | Ponte Fabrizio, Ponte Cestio | Bus 23, 30, 81, 63, 271, 280 | Tram 8

Monte Testaccio

Der 39 m hohe Hügel Testaccio besteht tatsächlich ganz aus jahrtausendealten Scherben. Hier lagen nämlich die Großmarkthallen des alten Roms. Und da die Händler in Amphoren, nicht in Tüten verkauften, entstand diese Ökohalde der Geschichte. Bei ein- bis zweiwöchiger Voranmeldung macht das Denkmalschutzamt eine kleine Führung. | Via Galvani/Via Zabaglia | Tel. Anmeldung (ital. und engl): 0667102075 | Fax 066892115 | Metro B Piramide | Bus 60, 95, 673

Piazza dei Cavallieri di Malta

Ein Platz für Romantiker und Schlüssellochgucker. Der Architekt und Kunstdrucker Giovanni B. Piranesi schuf 1766 den Sitz des Malteserordens und den von Palmen und Zypressen umsäumten Platz auf dem höchsten Punkt des Aventin, wo sich seit eh und je Liebespärchen treffen. Schauen Sie einmal durch das eisenbeschlagene Schlüsselloch der grünen Holzpforte Nr. 4, das Buco di Roma, - und Sie erblicken in der Ferne Sankt Peter. | Metro B Circo Massimo | Bus 23, 30, 60, 75, 118 | 175 Tram

Piramide di Cestio

In der Antike war Ägypten so groß in Mode wie Italien heute. Und so ließ sich der Prätor und Volkstribun Caius Cestius 11 v. Chr. wie ein kleiner Pharao in einem spitzkegeligen Luxusgrab bestatten. | Piazza Ostiense | Metro B Piramide | Tram 3

Ponti del Tevere/Tiberbrücken

Ein Tiberspaziergang unter den grünen Platanen lohnt nur am Sonntag, wenn der Verkehr so spärlich dahinfließt wie der Fluss im Sommer. Unter den 21 Tiberbrücken sind vier ganz besondere: Ponte Fabrizio und Ponte Cestio sind die ältesten Brücken Roms und führen auf die Tiberinsel. Bus 23, 63, 280

San Pietro in Montorio

Nach einer Legende soll Petrus in dieser Kirche gekreuzigt worden sein, doch die meisten Besucher zieht es zum zierlichen Tempietto von Bramante im Innenhof des angrenzenden Franziskanerklosters, ein Meisterwerk der Hochrenaissance in Kleinformat. In diesem Zentralbau mit seinen umlaufenden Säulen ist schon manche diskrete Hochzeit, versteckt vor der Öffentlichkeit, gefeiert worden. | Piazza San Pietro | in Montorio 2 | Bus 44, 115, 125

Santa Cecilia

Die kleine Kirche mit dem romanischen Turm ist der Heiligen Cäcilie gewidmet. Die junge Märtyrerin soll während der ganzen dreitägigen Folter durch die kaiserlichen Legionäre fröhlich gesungen haben, weshalb sie als Schutzheilige der Musik gilt. Unter dem Altar liegt die Marmorstatue der kleinen, fast zerbrechlich wirkenden Heiligen, die 1600 von Stefano Maderna geschaffen wurde. Im Kreuzgang sehen Sie die Fresken von Pietro Cavallinis Jüngstem Gericht aus dem 13. Jh. (nur Di/Do 10-12 Uhr | Eintritt 2,50 Euro). Von der Krypta aus gelangt man in das römische Wohnhaus, wo Cäcilie mit ihrem Mann Valerianus gelebt haben soll. | Basilika und römisches Wohnhaus: tgl. 10-12 und 14-17.30 Uhr | Wohnhaus: Eintritt 2 Euro | Piazza S. Cecilia 22 | Tram 8

Santa Maria in Trastevere

Hinter dem achteckigen Brunnen erhebt sich die Fassade der ältesten Marienkirche Roms aus dem 3. Jh. In der Sonne glänzt das Goldmosaik „Maria mit zehn heiligen Frauen“ (12. Jh.). Die schönsten Mosaiken schmücken die Apsis: Jesus überlebensgroß mit Maria und Heiligen. | Tgl. 9-20 Uhr | Piazza S. Maria | Trastevere | Bus H | Tram 8

Tevere/Tiber

Bis zu Goethes Zeiten war der Tiber voll schiffbar, in den 1920er-Jahren entstanden Kanuclubs und Badeanstalten. Heutzutage können Sie sich im Liegestuhl am künstlichen Strand sonnen oder - bei ausreichendem Wasserstand - den Papst mit dem Tiberschiff Acquabus besuchen (Haltestelle Engelsbrücke). Die Linienschiffe fahren acht Haltestellen von der Tiberinsel über die Engelsbrücke bis zum Stadion am Ponte Duca dAosta an. | Tgl. 7.30-14 und 16-20 Uhr alle 30 Min. | 1 Euro pro Fahrt, Tageskarte 2,30 Euro, kleine Kreuzfahrt 10 Euro | Abendessen an Bord 43 Euro (ab Engelsbrücke). Achtung: Fahrplan variiert kurzfristig und richtet sich nach dem Wasserstand | Vorbestellung Tel. 066789361 | www.batellidiroma.it

Campo Verano

Eine protzige Totenstadt mit vielen Marmorhäusern und Gipsengeln, die vor allem an Allerheiligen, wenn die Römer zu ihren Angehörigen wandeln und ihnen Blumen und Wein kredenzen, höchst lebendig wirkt. Eine bizarre Mischung aus Pomp, Picknick und Totengedenken. | Tgl. 9-18 Uhr | Piazzale S. Lorenzo fuori le Mura | Tram/Bus19, 3

Centrale Montemartini

Eine strahlend weiße Venus, die Aphrodite von Knidos, römische Kaiser, Feldherren und Philosophen im E-Werk zwischen verrußten Maschinen? Die reizvolle Unterbringung der Helden und Götter sollten Sie sich nicht entgehen lassen. | Di-So 9.30-19 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Kombiticket mit Musei Capitolini 8,30 Euro | Via Ostiense 106 | Metro B Piramide oder Garbatella | Bus 702, 716 | Tram/Bus 3

Dives in Misericordia

Ein Muss für wahre Architekturfans: Richard Meiers neuer Kirchenbau aus Glas und Beton im Tor Tre Teste. | Tgl. 7.30-12.30 und 15.30-19.30 Uhr | Stazione Termini Bus 14 bis Togliatti/Abele, dann Bus 556 | Via Tovaglieri | www.diopadremisericordioso.it

EUR - Esposizione Universale di Roma

Für die Weltausstellung 1942, die wegen des Zweiten Weltkriegs nicht stattfand, ließ Benito Mussolini auf halbem Weg zwischen Rom und Ostia ein geradezu futuristisches Viertel bauen, die Esposizione Universale di Roma. Schon von weitem sehen Sie den quaderförmigen Palazzo della Civiltà del Lavoro mit seinen 216 Fensternischen. Die Kuppel des Palazzo dei Congressi gehört zu den ästhetischen Beispielen faschistischer Architektur, ebenso wie das Museo della Civiltà Romana, welches zwar kein einziges Original, aber zahlreiche exzellente Kopien besitzt. | Metro B EUR Marconi, dann Bus 30, 170

Katakomben

Da nach dem Zwölftafelgesetz die Toten nicht innerhalb der Stadtmauern bestattet werden durften, boten sich die Tuffsteinhügel entlang den Ausfallstraßen als Gräber an - teils kilometerlange Stollen mit Wandnischen und Grabkammern. An der Via Appia Antica liegt beim Friedhof des heiligen Sebastian ein Talkessel, catacumba (griechisch: bei der Senkung) genannt. Der Name setzte sich für alle unterirdischen Totenstädte durch. | Achtung: Jan./Feb. oft geschl.

Macro Museo

Kunst des 20. Jhs. und Ausstellungen zeitgenössischer Werke in der Fabrikhalle der früheren Bierbrauerei Peroni, dazu diverse Veranstaltungen, auch in der Filiale am Testaccio, dem einstigen Schlachthof. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 5,20 Euro | Via Reggio Emilia 54 | www.macro.roma.museum | Bus 63, 630

Mura Aureliane/Porta San Sebstiano

Noch heute ist der 19 km lange antike Mauerring um Rom, die Aurelianische Mauer, fast vollständig erhalten. Kaiser Aurelian ließ sie 271 n. Chr. aus Angst vor einem Überfall der Goten in großer Eile bauen: 8 m hoch, 18 Haupttore, 381 Wachtürme und 116 Bedürfnisanstalten. | Museo delle Mura Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 2,60 Euro | Via Porta S. Sebastiano 18 | Bus 218 | Archeobus von Stazione Termini (Piazza Cinquecento) | Fahrpreis 8 Euro

Museo della Civiltà Romana

Das einzige Museum, das kein Original, aber viele erstklassige Kopien besitzt, darunter ein 40 m² großes Rommodell aus konstantinischer Zeit. | Di-So 9-14, So 9-13 Uhr | Eintritt 6,20 Euro | www.comune.roma.it | Piazza Giovanni Agnelli (EUR) | Metro B EUR Fermi | Bus 30, 170, 791

San Paolo fuori le Mura

Bei dem Brand von 1823 wurde die außerhalb der Stadtmauern gelegene Patriarchalsbasilika bis auf die Mosaike des Triumphbogens und das Ziborium über dem Altar zerstört. Die neoklassizistische Kirche samt angrenzendem Kreuzgang (14. Jh.) ist Ziel vieler Pilger. | Tgl. 7-18 Uhr | Via Ostiense 190 | Metro B S. Paolo | Bus 23, 128, 271, 60, 707, 761, 765, 766

Terme di Caracalla

Die Goten zerstörten 537 n. Chr. die luxuriösen Caracallathermen, die 300 Jahre zuvor Kaiser Caracalla erbaute, und in denen sich 1500 Badende gleichzeitig verlustieren konnten. Im Sommer finden hier Aufführungen des Teatro dellOpera statt. | Di-So 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 6 Euro | Via delle Terme di Caracalla | Metro B Circo Massimo | Bus 118, 160, 714

Essen und Trinken

Nicht ohne meine Pasta!

Ob im Ristorante, in der Trattoria oder bei Mamma - die Nachfahren von Lucullus sind beim Essen wahre Genießer

Für die modernen Römer liegt Kunst nicht unbedingt im Barock, in Marmorbüsten und antiken Trümmern, sondern in den alltäglichen Lebensgenüssen.

Was schert sie der wegen Restaurierung trocken gelegte Berninibrunnen, solange nur der Cappuccino in ihrer kleinen Bar an der Piazza schäumt. Was kümmern sie Regierungskrisen, Streik oder der höllische Verkehr, solange nur die Mamma die Spaghetti al dente kocht. Essen, zu Hause oder im Ristorante, ist nun mal der Italiener Leidenschaft.

Es gibt bei den Nachfahren des Lucius Lucullus, der natürlich Römer war, keinen nudelfreien Tag. Hat nicht schon Marcus Gaius Apicius -, ältester Kochbuchautor der Welt des 1. Jhs. n. Chr. - 100 verschiedene Spaghettisaucen aufgezählt? Pastaläden bieten oft mehr Auswahl und Vielfalt als Spielzeuggeschäfte. Das Angebot reicht von agnolotti, den fleischgefüllten Teigtaschen, bis zu den halbmondförmigen Nudeln, den strozzapreti (Priesterwürger).

Im Essen sind die Italiener wahre Genießer. Das Frühstück ist zwar eher dürftig, aber zwei warme Mahlzeiten, mittags und abends, sind Pflicht. Bis vor kurzem hielt man noch streng an mehreren Gängen fest. Im historischen Zentrum haben die Touristen die Sitten gelockert, sodass Sie nach einem üppigen primo mit einem Salat gut davonkommen. Die meisten Römer kürzen heute auch beim dolce, der Süßspeise, ab und belassen es bei einem schwarzen caffè, zu deutsch Espresso. Gegessen wird mittags zwischen 13 und 15 Uhr, abends öffnen die Restaurants gegen 19.30 Uhr. Dann gibt es noch Platz. Möchten Sie aber später essen, empfiehlt es sich zu reservieren.

Beim Trinken lieben es die Italiener traditionell. Zu Tisch nehmen sie meist einen leichten, offenen Wein (vino sfuso/vino di casa), der gut und billig ist - und trocken, das versteht sich von selbst. Ein DOC- oder DOCG-Zeichen auf dem Flaschenetikett garantiert Region und Lage. Gern werden Weißweine aus den nahen Castelli Romani, z. B. Frascati, getrunken. Beliebt sind auch der frische Orvieto, Vernaccia di S. Gimignano und der trockene Verdicchio.

Es gibt übrigens in Italien kein Pendant zur deutschen Kneipe. Jeder Restaurantbesitzer wird Sie komisch angucken, wenn Sie nur ein kleines Bier bestellen. Auch in einer Pizzeria wird erwartet, dass Sie zumindest eine Kleinigkeit zum Essen bestellen. Falls Sie Weinliebhaber sind, bietet sich eine vinoteca, Weinbar, für den Ausklang des Abends an.

Zum Schluss wird bezahlt - für Italiener ein Ritual: Der Kellner bringt die Rechnung (il conto) auf einem Tablett - 15 Prozent Service meist inbegriffen - und gibt bis auf den Cent genau das Wechselgeld zurück. Wenn Sie zufrieden waren, lassen Sie bis zu fünf Prozent auf dem Zahlteller liegen. Leider haben Service und Freundlichkeit besonders in den Touristenzonen in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Verlangen Sie übrigens stets eine offizielle Rechnung (ricevuta fiscale), da die Finanzpolizei manchmal kontrolliert.

Auch Eis essen hat in Italien seine festen Rituale: So fragt Sie der gelataio zuerst, ob Sie cono oder coppa, Waffel oder Becher, möchten. Dann bestimmen Sie die Größe Ihres Eises nach dem Preis von 2, 3 oder 4 Euro - Kugeln sind in Bella Italia unbekannt - und wählen schließlich die gusti, die Geschmacksrichtungen.

Essen und Trinken

Cafés

Antico Caffè Greco

Wo Goethe mit seinem Freund Tischbein philosophierte, Arthur Schopenhauer hinausgeworfen wurde und Nikolai Gogol seine „Toten Seelen“ schrieb, können Sie noch heute sitzen, Kaffee trinken und beim Blick auf die Rechnung elegisch wie Ihre berühmten Vorgänger werden. | Mo bis Fr 9-19.30, Sa/So 10.30-19 Uhr | Via Condotti 86 | Metro A Spagna 4

Atelier Canova Tadolini

Im früheren Atelier des Bildhauers und Architekten Antonio Canova können Sie Ihren Cappuccino oder Aperitif zwischen Gips- und Marmorschönheiten trinken. Natürlich sind es nur Kopien. Auch das stille Örtchen wird Sie künstlerisch überraschen. Beliebter Treff im Nobelviertel um die Spanische Treppe. | Mo-Sa 8-13 Uhr, danach Restaurant | Via del Babuino 150 | Metro A Spagna

Cafeteria Chiostro del Bramante

Hier können Sie auf der Terrasse über dem eleganten Renaissance-Innenhof von Meister Bramante Kaffee trinken, brunchen (So ab 11 Uhr), ab 17 Uhr einen Aperitif einnehmen, im Buchladen stöbern und Ausstellungen betrachten. | Di-So 10-19.30 Uhr | Via della Pace | www.chiostrodelbramante.it | Bus 40, 62, 64

Caffè della Pace

Jugendstilcafé bei Santa Maria della Pace. Draußen vor dem efeubewachsenen Haus drängen sich nicht nur die ragazzi, die hier einen Drink nehmen wollen. | Di-So 9-2, Mo 16-2 Uhr | Via della Pace 3 | Bus 62, 6

Doney Gran Caffè

Hier spüren die Gäste noch ein bisschen vom diskreten Charme der 1950er-Jahre - besonders am Nachmittag, wenn die alten Damen zum Kaffee mit Amaretto kommen und der weißhaarige Stehgeiger aufspielt. | Di-Sa 8-3 Uhr, So Brunch | Via Veneto 145 | Bus 63, 116, 630

Tazza dOro

Der Cappuccino gilt als der beste Roms. Schönes Mitbringsel: vakuumverpackte Kaffeebohnen. | Tgl. 7-20 Uhr | Via degli Orfani 84 | Bus 75, 116

Tre Scalini

Ein Caffè und dazu das köstliche Schokotrüffeleis tartufo an der Piazza Navona gehören zu den schönen, aber exorbitant teuren Vergnügen. | Do-Di 9-22 Uhr | Piazza Navona 28 | Bus 70, 81

Essen und Trinken

Eiscafés

Gelateria Giolitti

Klassiker nehmen das Schokoladeneis bacio oder wählen Getrüffeltes. Spitzenreiter aber sind Fruchtsorbets, Champagnereis und Zabaione. Roms berühmtester Eistreff - hierhin geht auch Silvio Berlusconi. | Tgl. 7-2 Uhr | Via Uffici del Vicario 40 | Bus 62, 63

San Crispino

Hier schmeckt limone wirklich nach Zitrone und amaretto nach Mandellikörcreme. Gefrorenes ohne künstliches Aroma, zum Dahinschmelzen. | Mi-Mo 12-0.30 Uhr | Via della Panetteria 42 | Bus 117

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie gehoben

Checchino dal 1887

Seit Joschka Fischer 2005 mit Braut Minou hier sein Hochzeitsmenü einnahm, ist die gediegene Trattoria am Monte Testaccio auch international in. Hier, im alten Schlachthofviertel, wird noch immer die deftige römische Küche hochgehalten. Viel gerühmter Weinkeller. | Di-Sa | Via Monte Testaccio 30 | Tel. 065743816 | www.checcino-dal-1887.com | Bus 95

Fortunato al Pantheon

Beim eleganten Fisch-Diner wie linguine al pescatore können Sie die Politikergarde beim Speisen sehen. Da der Regierungssitz Palazzo Chigi und das Parlament im Palazzo Montecitorio um die Ecke liegen, wird im Fortunato häufig die Politik mit lukullischen Mitteln fortgesetzt. | Mo bis Sa | Via del Pantheon 55 | Tel. 066792788 | Bus 116

Al Moro

Edles Traditionslokal beim Trevibrunnen, in dem Promis verkehren. Spaghetti agli scampi, Lamm und Zicklein sind die Spezialitäten. | Mo bis Sa | Vicolo delle Bollette 13 | Tel. 066783495 | Bus 116, 117

Il Pagliaccio

Chef Anthony bereitet anspruchsvolle internationale Küche zu, z. B. Garnelen in japanischem Tempurateig, exzellente Fischgerichte und knusprige Ente. | Mi bis Sa, Mo/Di nur abends | Via dei Banchi Vecchi 129 | Tel. 0668809595 | Bus 116, 62, 64

Santa Lucia

Kein Wunder, dass so gegensätzliche Diven wie Sophia Loren und Madonna einmal den gleichen Geschmack hatten und hier unter Bäumen tafelten. Lassen auch Sie sich mit Fisch aller Art oder sciallatielli (handgemachte Pasta) verwöhnen. Hinter der Piazza Navona. | Tgl., im Winter nur Mi-Mo | Largo Febo 6 | Tel. 0668802427 | Bus 70, 492

La Veranda

Im barocken Innenhof des Hotels Columbus nahe dem Vatikan genießen Sie eine junge römische Küche, z.B. orecchiette mit Scampi und Zichoriensalat oder Kaninchen auf Jägerart. | Tgl. | Via Borgo di S. Spirito 73 | Tel. 066872973 | Bus 40, 62

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie standard

Antica Hostaria LArcheologia

Wenn Sie nach dem Besuch der kühlen Katakomben oder dem staubig-heißen Spaziergang an der Via Appia Antica ein schönes Gartenlokal suchen, kehren Sie hier ein! Rosen blühen, Brünnlein plätschern, und die Pastagerichte z.B. mit Fisch und Muscheln sind einfach lukullisch. | Mi bis Mo | Via Appia Antica 139 | Tel. 067880494 | Bus 118

Osteria dellAntiquariato

Sie sitzen einen Steinwurf vom Tiber entfernt auf der hübschen Piazzetta bei der Via Coronari, der Antiquitätenstraße, genießen hausgemachte Pasta wie tagliatelle ai carciofi, Bandnudeln mit Artischockenherzen und feine Fischgerichte. Mittagstisch zu zivilen Preisen. | Di-So | Piazzetta di S. Simeone 26 | Tel. 066879694 | Bus 40, 46, 62, 64

Da Paris

Typisch römische Küche auf einem der Traditionsplätze von Trastevere: gnocchi mit Fischragout, Lamm (abbacchio alla scottadita), Pasta mit Zucchiniblüten und Scampi oder Artischocken. | Di-Sa und So mittags | Piazza S. Callisto 8 | Tel. 065815378 | Expressbus H | Tram 8

Pierluigi

Fischgerichte, Spaghetti in Langustensauce, Carpaccio und der Schokoladenkuchen sind im Viertel berühmt. Probieren Sie mal den perlenden trockenen Prosecco „Bernabei“ des Hauses. | Di-So | Piazza dei Ricci | Tel. 066868717 und Tel. 066861302 | Bus 64, 116

Pollarola

Auf dem alten römischen Geflügelmarkt (pollo=Huhn) gackern keine Federviecher mehr herum, aber die Pollarola mit reichem Antipasto, Muscheln und Geflügel ist geblieben. | Mo-Sa | Piazza Pollarola 24 | Tel. 0668801654 | Bus 64

Quattro Mori

Als Benedikt XVI. noch Kardinal Ratzinger war und ihm seine Kirchenämter noch genug Zeit ließen, ging er gerne in die fünf Minuten vom Vatikan entfernte Trattoria Quattro Mori, also zu den „vier Mauren“, wo eine gute sardische Fischküche gepflegt wird: Venus- und Jacobsmuscheln, Scampi, Goldbrasse, Thunfisch, Schwertfisch und Pasta mit bottarga, sardischem Fischrogen, je nach Saison. | Di-So | Via Sanata Maria alle Fornaci 8a | Tel. 066390195 | Bus 34, 46, 64

Thalia

Bei der Porta Pia direkt an der Aurelianischen Mauer bekommen Sie zu einem klassischen Menü noch die besten Tenöre des Teatro dellOpera serviert. Ein Touristenlokal, ohne Zweifel, aber die Stimmung ist prächtig. Auch das stimmlich recht gut ausgebildete Küchenpersonal singt manchmal als Chor. | Tgl. Mo-Sa 20 Uhr | 35 Euro pro Person, Gruppenermäßigung | Via Montebello 130 | Tel. 064941622 | Bus 60, 61, 62, 84

Da Ugo

Das Lokal liegt zwischen Piazza Navona und Parlament, aber Ugo und seine Frau Maria haben sich durch die allzu prominente Nachbarschaft nicht verbiegen lassen. Seit über 30 Jahren gute römische Hausmannskost wie bucatini alla matriciana. Nur Zeit müssen Sie mitbringen. | Mo-Sa | Via dei Prefetti 19 | Tel. 066873752 | Bus 116

Pallatium Enoteca Regionale

Erwarten Sie bitte keine Trattoria alter Art. Das Ambiente ist eher cool, modern und wahnsinnig in, die Bedienung leicht schnöselig. Aber ausgerechnet hier im Modeviertel wird die ganze Palette original römischer bzw. latinischer Gerichte gepflegt; Eine Regionalküche, die anderswo in Rom längst ausgestorben ist, z.B. farro, Dinkel, cannolicchi, herzhafte Pasta, puntarelle, bittere Salatart oder coniglio, Kaninchen, dazu die besten Tropfen Latiums. | Mo-Sa | Via Frattina 94 | Tel. 0669202132 | Bus 62, 63, 85, 95, 117, 119

Vincenzo alla Lungaretta

Die Antipasti, Peperoni, gefüllte Auberginen, Artischocken sind phantasievoll. Gemütliches Lokal, wo Sie hausgemachte Canneloni, Lasagne oder Pizza aus dem Holzofen bekommen. | Tgl. | Via della Lungaretta 170/173 | Tel. 065800345 | Tram 8 | Bus 780, H

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie günstig

Da Augusto

Eine der guten alten Trattorien Trasteveres. Sie sitzen auf der Piazza, der Wirt deckt ein Papiertischtuch auf, und wenn Sie sein Genuschel nicht verstehen, nehmen Sie einfach das Tagesgericht, z.B. coniglio (Kaninchen) oder pollo (Huhn). | Mo-Fr sowie Sa mittags | Piazza de Renzi 15 | Tel. 065803798 | Tram 8

Da Franco ar Vicoletto

Seit 30 Jahren bleiben die Stammgäste Franco im Uni- und Arbeiterviertel San Lorenzo treu. Erst kamen sie als Studenten, heute bringen sie meist als Familienväter und -mütter ihre Kinder mit. Es gibt feste Menüs mit Vorgericht, Hauptspeise und Dessert für 23,50 Euro, nur Vor- und Hauptspeise 19,50 Euro. | Di-So | Via dei Falisci 1a | Tel. 064957675 | Bus 71

Ginas Picknick

Eigentlich ist Gina eine gehobene paninoteca, ein Edelimbiss mit Sandwiches von Lachs oder Carpaccio vom Schwertfisch oder Rind drauf. Aber der absolute Clou ist Ginas Picknickkorb für den nahe gelegenen Park Villa Borghese mit Luxusbrötchen, Rotwein, Käse und Früchten, Kaffee in der Thermosflasche, Flaschenöffner und Tischtuch inklusive (ca. 35-40 Euro). | Via San Sebastiano 7a/Piazza di Spagna | Tel. 066780251 | www.ginaroma.com | Metro A Spagna

Gino e Pietro

Ein Restaurant mit familiärem Charakter: Mamma Adriana kocht gut, Papà Pietro sucht die besten Gemüse aus, und sein Sohn serviert. Von vielen Stammgästen geschätzt, auch Rudi Völler war damals hier, als er Spieler der Manschaft AS-Roma war. | Fr-Mi | Via del Governo Vecchio 106 | Tel. 066861576 | Bus 62, 64

Da Giovanni

Sie müssen schon früh kommen, denn die einfache kleine Osteria, eine der letzten ihrer Art, ist bei Handwerkern wie auch den Anwohnern des Viertels sehr beliebt, die Pasta natürlich hausgemacht, der Wein wird nur offen ausgeschenkt. | Mo-Sa | Via della Lungara 41a | Tel. 066861514 | Bus 23, 280

Hostaria Romanesca

Allein der Ausblick! Sie sitzen auf der Sonnenseite des Lebens bzw. auf der Terrasse vor dem bunten, quirligen Campo de Fiori. Nichts Raffiniertes, aber einfache römische Gerichte wie spaghetti carbonara oder pollo ai peperoni. Abends unbedingt vorbestellen! | Tgl. | Campo de Fiori 40 | Tel. 066862024 | Bus 116

Il Pozzetto

Meiden Sie die Nepp-Lokale um St. Peter. Im alten Borgo Pio, gleich hinterm Passetto, dem Wehrgang zwischen Vatikan und Engelsburg, liegt diese solide, kleine Trattoria. Pizza, Nudel- und Risottogerichte, gut und preiswert. | Tgl. | Borgo Pio 167 | Tel. 066869431 | Bus 40, 62

Essen und Trinken

Weinstuben

Bar Pasquino

Früh kommen, um 13 Uhr beginnt die Schlacht ums Stehbuffet - Sie können aber auch sitzen. | Piazza Pasquino 83 | Bus 62, 64

Buccone

Im ehemaligen Pferdestall lagern heute feinste Weine. Zu empfehlen sind aber auch kleine Gerichte wie Pasta oder überbackene Auberginen und die Auswahl feiner Olivenöle und Balsamessig. | Mo-Do nur mittags, Fr/Sa auch abends | Via di Ripetta 9 | Tel. 063612154 | Metro A Flaminio | Bus 117, 119

Obikà

Die erste Mozzarellabar Roms mit bestem Büffelrahmkäse und anderen schmackhaften kleinen Gerichten sowie guter Weinkarte. | Mo-Sa 8-24 Uhr | Via dei Prefetti 26a | Tel. 066832630 | Bus 81, 117, 119

Al Parlamento

Das Parlament ist einen Steinwurf entfernt. Hier treffen sich die Abgeordneten nach politischen Flopps und hitzigen Debatten. | Mo-Sa 9.30-14 und 16-20.30 Uhr | Via dei Prefetti 15 | Bus 116

Roscioli

Delikatessengeschäft und Inlokal am Campo de Fiori, wo Sie zum guten Glas Wein kleine Pastagerichte wie tonnarelli mit Fisch probieren können. Beliebt ist das Schokoladenfondue. | Mo-Sa 10-23 Uhr, abends reservieren | Via dei Giubbonari 21/23 | Tel. 06687587 | Bus 62, 64

Vineria Il Chianti

Der Name verräts, hier regiert die Toskana mit ihren besten Weinen, Pecorino, Schinken und Pasta mit Wildschweinsauce. Nahe dem Trevibrunnen. | Mo-Sa | Via del Lavatore 81 | Tel. 066787550 | Bus 63, 81, 492

Essen und Trinken

Pizzerien

LArchetto

In einer Seitengasse zwischen Via del Corso und der Fontana di Trevi beliebte Pizzeria und Spaghetteria. | Di-So | Tel. 066789064 | Via dell Archetto 26 | Bus 117, 119

Baffetto

Jeden Abend lange Schlangen. Wie wärs mit Schokoladenpizza? | Mo-Sa nur abends | Via del Governo Vecchio 114 | Tel. 066834024 | Bus 62, 64

Il Boscaiolo

Große Auswahl, hauchdünner Teig. | Di-So nur abends | Via degli Artisti 37 | Tel. 064884023 | Metro A Barberini

Alle Carrette

Rustikale Bierstube und Pizzeria in einer Gasse hinterm Trajansforum. | Di-So nur abends, aber bis 24 Uhr | Via della Madonna dei Monti 95 | Tel. 066792770 | Metro B Cavour

Essen und Trinken

Gourmettempel

Agata e Romeo

Kreative Küche, edles Ambiente, spezialisiert auf Meeresfrüchte. Probieren Sie crudità di pesce misto, eine Art Meerescarpaccio, Linsensuppe mit Garnelen oder frischen Thunfisch. Ab 100 Euro. | Mo-Fr | Via Carlo Alberto 45 | S. Maria Maggiore | Tel. 064466115 | Metro A Vittorio | Bus 71

LAltro Mastai

Mastai war der Geburtsname von Papst Pius IX. (1846-78). Fabio Baldassare, Chef des Altro Mastai (=anderer Mastai) möchte ähnlich hoch hinaus: Einen Michelinstern hat er schon - mit Gerichten wie Taubenbrust auf Ziegenkäserisotto. Vorbestellen! Ab 120 Euro. | Di-Sa nur abends | Via Giraud 53 | Tel. 0668301296 | www.laltromastai.it | Bus 62, 64

La Pergola

Ein Bayer als römischer Nudelkönig? 1997 wurde Heinz Beck erstmals zum Spitzenkoch von Rom gekürt, jetzt erhielt er sogar sagenhafte drei Michelinsterne. Spezialität: Langustenravioli. Das 9-Gänge-Menü auf der Dachterrasse kostet 190 Euro, bester Blick auf Rom und viele Prominente inklusive. | Di-Sa | Via Cadlolo 101 | Hotel Hilton | Tel. 0635091 | Bus 907, 913

La Rosetta

Das renommierte Fischlokal angesehener Politiker und Industrieller. Feiner Thunfischsalat, exzellente Fischsuppe, mittags Probiermenü für 55, sonst ab 100 Euro. | Mo-Fr und So abends | Via della Rosetta 9 | Tel. 066861002 | Bus 116

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Von Armani bis Valentino

Alta Moda in alten Palästen, junge Boutiquen, aber auch viel Design und Kunsthandwerk

A wie alta moda: Von Armani bis Zegna, von Biblos e Babile bis Valentino - jedes römische Kind kann das Alphabet der Modefürsten im Schlaf hersagen.

Schließlich ist italienische Mode ein Hauptexportartikel, den Sie in Düsseldorf, Berlin oder New York auch finden können, aber hier sind Sie an der Quelle: Die edle Piazza di Spagna mit Gucci, Prada, Versace, Dolce e Gabbana sieht aus wie ein aufgeblättertes Voguemagazin, die Nobelmeile Via Condotti, wo Edelschneider in den alten Palästen residieren, verführt zu stilvollem Kaufrausch. In der angrenzenden Via del Babuino mischt sich teure Herrenmode mit Antiquitätenshops, Lampen- und Möbeldesign. Verachten Sie aber auch die Querstraßen wie die Via Mario de Fiori oder Bocca di Leone nicht, wo es viele kleine, feine und manchmal gar nicht so teure moda uomo, Herrenausstatter, gibt. Ähnlich wie Mailand hat nun auch Rom eine elegante, neoklassizistische Einkaufsgalerie an der Ecke Via del Corso/Via del Tritone: die Galleria Alberto Sordi mit Cafés und edlen Geschäften.

Wer nicht auf etablierte Mode steht, sollte sich in die Via del Corso begeben - ein eigenes römisches Soho für modisches Outfit zu erschwinglichen Preisen. Günstige Boutiquen für Handtaschen und Accessoires finden Sie neuerdings rund ums Pantheon.

Die Öffnungszeiten haben sich trotz der heiligen siesta auch in Rom gelockert. Manche Geschäfte sind täglich von 9.30 bzw. 10 bis 20 Uhr geöffnet, andere schließen, zumal im heißen Sommer, zwischen 13 und 16 bzw. 17 Uhr. Im Winter gilt die römische Faustregel: montags nie! Denn montags haben alle Geschäfte außer Lebensmittelläden bis etwa 16 Uhr geschlossen. Dafür sind sie dann samstagnachmittags offen.

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Antiquitäten

Römische Antiquitätengeschäfte

Erlesenes in der Via del Babuino, Via Margutta, Via dei Coronari und Via Giulia, Trödel und Originelles in der Via dei Pellegrini, Via dei Cappellari.

Apolloni

Renommierte Galerie für Kenner. | Via del Babuino 132-134 | Metro A Spagna | Bus 117

Di Castro

Schöne Stiche und Gemälde (Via del Babuino 71) sowie Möbel und Antiquitäten (Piazza di Spagna 5). | Metro A Spagna | Bus 117

Gea Arte Antica

Hier finden Sie Marmorstatuen, Öllampen und etruskische Vasen. | Via dellOrso 82 | Bus 70, 81

Maurizio Grossi

Handliche Kopien der Antike als Aschenbecher oder kleines Mosaik. | Via Margutta 109 | Metro A Spagna | Bus 117

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Bücher und Antiquariate

Feltrinelli

Linksengagierter Verlag mit drei modern geführten Buchhandlungen; ausgezeichnetes Sortiment internationaler Literatur. | Via del Babuino 39/40 | Metro A Spagna; Via E. Orlando 84 | Metro A Repubblica; Largo di Torre Argentina 5a | Bus 62, 64 (auch So 10-13.30 und 16-19.30 Uhr)

Herder

Deutsche Institution in Rom, wo Sie von A bis Z wirklich alles finden: Literatur, Religion und den Marco Polo Reiseführer. | Piazza Montecitorio 117 | Bus 63, 116, 492

Mel

Großes und übersichtliches Büchersortiment, das von Belletristik über Kunst bis Computer reicht. | Via Nazionale 254 | Metro B Piazza Repubblica | Bus 64

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Delikatessen

Antica Salumeria

Römische Köstlichkeiten wie feine Schafs- und Ziegenkäse, Oliven und Spitzenweine aus Latium sowie leckere Pizzaschnitten. | Piazza della Rotonda 3/Pantheon | Bus 116

Castroni

Hier bekommen Sie alles, was mal nichts mit Pasta zu tun hat, also Krabben aus China, Bohnen aus Brasilien, Ingwer, Tee, Reis, exotische Gewürze und deutschen Filterkaffee. | Via Cola di Rienzo 196 | Metro A Lepanto

Enoteca Antica

Distinguiertes Geschäft von 1905 mit den ältesten Champagnern, offenen Rot- und Weißweinen und seltenen Likören. Auch Ausschank und kleine Menüs (nur abends | Tel. 066790896). | Mo geschl. | Via della Croce 76a | Metro A Spagna

Focacci

Köstlichkeiten von getrockneten Steinpilzen bis zu teuren Trüffeln. | Via della Croce 45 | Metro A Spagna

Volpetti

Eine römische Institution der Esskultur. Hier gibts Olivenöl vom Feinsten, Parmaschinken, alle italienischen Käsesorten und eine Theke, wo man mittags gut einen spuntino, einen kleinen Happen, essen kann. | Via Marmorata 47 | Metro B Piramide | Bus 3, 8, 23, 30, 75, 280

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Accessoires

Yvonne Flyes

Dessous made in Italy, mit englisch- italienischer Beratung. | Via del Nazareno (Via Tritone) 1c | Bus 60, 117

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Geschenke, Souvenirs und Kurioses

Aldo Fefe

Seit 1932 existiert die gediegene Buchbinderei und Papierhandlung, wo Aldo, der Chef, Ihnen innerhalb von zwei Tagen Ihre persönlichen Bücher, Alben, Schachteln oder Rahmen fertigt. | Via della Stelletta 20b | Bus 62, 64, 81, 87, 116

Amati & Amati

Kultobjekte in Glas, Stahl, Gold, Leinen, Kaschmir und Leder. | Via dei Pianellari 21 | Bus 116

Bottega DArtigiana

Originell, aber nicht original, sonst wären der gold-blaue Etruskerschmuck unbezahlbar. Handtaschen aus Bolivien, Silberschmuck aus Peru. | Via della Scrofa 49 | Bus 116

Tempi Moderni

Ketten und Armbänder im Stil der Sixties, schräge Krawatten und hippe Täschchen. | Via del Governo Vecchio 108 | Bus 62, 64

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Schmuck und Uhren

Bulgari

Die Schaufenster sind schlicht, denn die Schatzkästlein liegen drinnen im Geschäft. Über die Preise spricht man nicht … | Via Condotti 10 | Metro A Spagna

Goody

Glitzerladen mit originellen Perlen-, Glas- und Strassohrringen, auch günstige Abendkleider. | Galleria Alberto Sordi (Galleria Colonna) 21 | Ecke Corso/Tritone | Bus 62, 63, 85, 116, 117, 119

Hedi Martinelli

Origineller Schmuck aus Korallen, Silber und Kupfer und Halbedelsteinen. | Via Mario de Fiori 59b | Metro A Spagna

Melis

Moderne Kombinationen aus 2000 Jahre alten Münzen. | Via dellOrso 57 | Bus 116

Moroni

Ohrgehänge, Broschen alter Art sowie Armbänder nach dem letzten Schrei. | Via Belsiana 32a | Metro A Spagna

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Mode

Armani

Giorgio Armani ist nun mal einer der großen Stars der Herrenmode, aber Klassisches für Damen ist auch zu haben. | Via Condotti 76 | www.giorgioarmani.com | Metro A Spagna

Arsenale

Letzter Schrei und nicht so teuer. | Via del Governo Vecchio 64 | Bus 64, 116

Barbara Gregori

Eine feine Auswahl an Blusen und Seidenschals, aber auch schicke Kostüme und Hosenanzüge mit Stil. | Via Vittoria 37a | Metro A Spagna

Borsalino

Gangster, Gigolos und Gentlemen trugen ihn, seit 150 Jahren gilt der Borsalino als der Hut der Hüte. | Piazza del Popolo 20 | Bus 117, 119 und Piazza Fontana di Trevi 83 | www.borsalino.com | Bus 62, 63, 85, 116, 117, 119

Caleffi

Maßgeschneiderte Hemden und Anzüge für die Politprominenz. | Via della Colonna Antonina 53 | Bus 62, 63, 81, 85, 116, 117

Cenci

Der Herrenschneider der römischen Abgeordneten, der auch Damen anzieht. | Via di Campo Marzio 4-7 | Bus 116

Fendi

Die fünf Fendi-Schwestern herrschen über ein Pelz- und Modeimperium mit Showroom im gläsernen Palazzo am Corso. | Via Borgognona 36-40 | Piazza Goldoni | www.fendi.com | Bus 117

Gente

Edelchic und Exzentrisches für Leute von heute. Doch Anschauen kostet nichts. | Via del Babuino 82 | Bus 117

Gucci

Taschen, Leder und Accessoires. | Via Condotti 8 | www.gucci.com | Metro A Spagna

Massimo Dutti

Das Edelste für den Mann, die Damenkollektion ist nichts dagegen. | Galleria Alberto Sordi (Galleria Colonna) Ecke Corso/Tritone | www.massimodutti.com | Bus 62, 63, 116, 117, 119

Max Mara

Manch flotter Fummel ist bei dem bekannten italienischen Designer zu finden. | Via Condotti 19/20, 46 | Via Frattina 28 | Metro A Spagna

Nuyorica

Das Fähnchen von der Stange kostet fast einen Monatslohn, die Stiefeletten so viel wie eine normale Miete, aber Reingucken ist witzig und umsonst. | Piazza Pollarola 36/37 | Bus 40, 63, 63, 116

Scala Quattordici

Ausgefallene, schicke Modelle. Wenn Sie selbst extravagante Ideen haben, Maria realisiert sie in zehn Tagen. | Via della Scala 14 | Tram 8

Talarico

Schlipse, Krawatten, Foulards, das Allerfeinste aus der neapoletanischen Traditionsschneiderei, das sich auch die Herren Bush und Berlusconi um den Hals hängen. Seidenkravatten ab 150 Euro. | Via Coronari 52 | Bus 40, 62, 64

Valentino

Der High-Society-Schneider feierte jüngst seinen 75. Geburtstag und 45jähriges Dienstjubiläum in renovierten Räumen. | Via Bocca del Leone (Herren) 15 | Via Condotti (Damen) 15 | Metro A Spagna

Casa delle Cinture

Lang, kurz, breit, schmal, Leder, Lack und Imitat, Kroko- und Zebralook: der Gürtelladen schlechthin. | Via dei Giubbonari 60/61 | Bus 30, 40, 62, 63, 81, 492 | Tram 8

Diesel

Der Number-One-Store für | ragazzi mit Laser und Diskotouch. | Via del Corso 185 | Metro A Spagna

Jam Store

Angesagte junge Marken auf drei Etagen. | Galleria Alberto Sordi (Galleria Colonna) Ecke Corso/Tritone | Bus 62, 116, 117, 119

Old Soccer

Sie suchen ein Juventus-Shirt mit den Zebrastreifen oder ein HSV-Hemd aus Uwe Seelers Zeiten? Alles um König Fußball. | Via di Ripetta 30 | www.oldsoccer.it | Metro A Flaminia | Bus 110, 117, 119

Mettemi giù

Bunt und locker, casual für Kinder. | Via dei due Macelli 59e | Metro A Spagna | Bus 117

Einkaufen

Kunst, Handwerk und Design

Artemide

Bei diesen Designerleuchten geht Ihnen ein Licht auf. | Via Margutta 107 | Metro A Spagna

Dolmen

Italienisches Design im richtigen Mix zwischen Avantgarde und Klassik: Einzelstücke von De Majio und Sammlungen von Quartett, Ohira, Sipek, Thun, Capellini, Flou, Mondo Leucos. | Via dei Cestari 43 | Bus 116

Flos

Der Lampenladen in schlechthin. | Via del Babuino 84 | Metro A Spagna

Einkaufen

Märkte

Mercatino Flaminio

Flohmarkt mit 240 Ständen. | Piazza della Marina 32 | So 10-19 Uhr | Eintritt 1,60 Euro | Tram 2, 19

Porta Portese

Es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Selbst Ihre geklaute Brieftasche taucht irgendwann einmal auf, leer natürlich. Darüber hinaus finden Sie Hüte, Schuhe, Ferngläser, Uhren und originelle Klamotten. Achtung, Taschendiebe! | So 7-14 Uhr | zwischen Viale Trastevere und Porta Portese | Bus 780 | Tram 8

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Schuhe

Borini

Feinste Maßschuhe, fast zu schade zum Tragen: der Edelschuster der eleganten Römer und Römerinnen. | Via dei Pettinari 86 | Bus 23, 116 | Tram 8

Salvatore Ferragamo

Edle Herrenschuhe, teure Portemonnaies. | Via Condotti 66 | Metro A Spagna | Bus 116

Tods

Die elegant sportliche Edelmarke für die neuen Alphamädchen und erfolgreich wirkende Jungunternehmer. | Via Fontanella Borghese (Largo Goldoni) 56/57 | Bus 117

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Sonstiges

Facili Costumi

Teresa schloss ihre Edelboutiquen und verkauft jetzt secondhand die Kleider ihrer früheren Kundinnen. | Via Garibaldi 58 | Bus 23 | Tram 8

Unterhaltung

Trastevere, Testaccio und die Kneipenszene

Das eigentliche Nachtleben der jungen Römer spielt sich auf der Straße ab

Salsa im Kirchenstaat, „Dolci Notti“ (süße Nächte), heißer Strip und freches Kabarett? Natürlich gibt es auch in der Ewigen Stadt ein paar schicke und teure Nachtschuppen, aber das eigentliche römische Nachtleben findet auf der Straße statt - zumindest von April bis November.

Da flanieren die jungen Römer bis 1 oder 2 Uhr nachts durch das historische Zentrum oder Trastevere, vorbei an den märchenhaft angestrahlten antiken Monumenten, Eis schleckend, sich an den sprudelnden Brunnen erfrischend und rechts und links die Freunde grüßend - fast immer in großen Gruppen, denn Römer sind nicht gern allein.

Es gibt jedoch - neben Zentrum und Trastevere - ein Viertel, das noch immer den Charme des alten Rom bewahrt und trotzdem ein Szenetreff ist: der Monte Testaccio, der alte „Bauch von Rom“. Alt ist der 40m hohe Schutt- und Scherbenhügel wahrhaftig, hier wurden vor über 2000 Jahren die Amphoren entsorgt. An Stelle des früheren römischen Schlachthofs steht heute ein Kulturzentrum. Wenige alte Kneipen sind geblieben, dafür haben sich hier viele neue Nachtcafés, Diskos und Theater angesiedelt. Hier schwoft, trinkt und flirtet die Szene bis 2 Uhr nachts. Danach geht der Autokorso rund um den Testaccio erst richtig los. Während die meisten anderen Diskos entweder um die Via Vittorio Veneto, in Trastevere oder in den Außenbezirken liegen, finden sich viele Bars, Cafés und Weinstuben im historischen Zentrum.

Über Kino, Theater und Events informieren Sie sich aktuell in der Donnerstagsbeilage Trova Roma der Tageszeitung La Repubblica und im Wochenführer Roma cè. Infos finden Sie auch unter www.comune.roma.it und www.abcroma.com.

Unterhaltung

Bars und Kneipen

Römisches Nachtleben

Die meisten Nachtbars verlangen Eintritt in Form eines Mitgliedsausweises tessera für ca. 10 Euro. Nur manchmal ist der erste Drink darin enthalten.

Bar del Fico

Echt coole römische Bar - kleiden Sie sich nur nicht zu edel, sondern lieber im gammeligen Britpoplook. | Mo-Sa 10.30-2, So 16-2 Uhr | Piaz za del Fico 26 | Bus 64, 116

Bevitoria Navona

Die Weinstube ist so winzig, dass man sie kaum findet, aber drinnen kann es so gemütlich sein, dass kaum einer gehen möchte. | Mo-Sa 18-24 Uhr | Piazza Navona 72 | Bus 70, 81, 116

La Cabala

John Wayne hat hier schon Whisky um die Wette getrunken, Aristoteles Onassis sah Maria Callas tief in die Augen. Nach einer Runderneuerung ist der legendäre Nachtclub von einst wieder Treffpunkt der VIPs. | Mi-Sa 23-3 Uhr | Via dei Soldati 25c | Tel. 0668301192 | Bus 70, 116, 492

Caffè Latino

Es swingt in den Grotten des Testaccio. | Di-So ab 22 Uhr | Eintritt 13 Euro plus Clubausweis (tessera) | Via di Monte Testaccio 96 | Tel. 065728556 | Bus 95, 170, 781

Caffè della Pace

Die Schickimickis drängen drinnen und draußen. | Mo-Sa | Via della Pace 3-7 | Bus 62, 64

Cavour 313

Eine echt italienische Weinstube mit schicken Leuten, guten Snacks und frischen Salaten. | Tgl. 12.30-14.30 und 20-0.30 Uhr, So nur abends | Via Cavour 313 | Metro B Via Cavour

Cul de Sac

Beliebter Jugendtreff. Außer Pasta gibt es eigentlich alles zu essen. Immer im Angebot: Wein und guter Käse. | Tgl. 12-15 und 19.30-24 Uhr | Piazza Pasquino 73 | Bus 62, 64

Four XXXX Pub

Jazz, Rock n Roll und Blues live und dazu Pizza, Tacos und andere mexikanische Gerichte gibt es in diesem Club im Testaccioviertel. | Tgl. 18-2, Mo-Fr auch 12.30-15.30 Uhr | Via Galvani 29 | Tel. 065757296 | Metro B Piramide | Bus 673

Freni e Frizioni

Noch vor kurzem war es eine kleine Klitsche, wo ein KFZ-Mechaniker die freni e frizioni (Bremsen und Kupplung) ihres Fiat Panda oder Topolino (Fiat 500) repariert hätte, heute ist es eine beliebte Bar in Trastevere. | Via del Politeama 4-6 | Tgl. 11-2 Uhr | Bus 23, 280, H | Tram 8

Jonathans Angels

Die Wände dieser Kultbar wurden opulent von Besitzer Jonathan freskiert - auch das Klo! | Di-So 16-2 Uhr | Via della Fossa 16 | Bus 62, 64

Picasso Café

Treffpunkt für Künstler und solche, die es werden wollen, für Literaturlesungen und spontane musikalische Einlagen. | Mo-Sa 21-2 Uhr | Via di Monte Testaccio 63 | Tel. 065742975 | Bus 95, 170, 781

Il Piccolo

Beliebte Weinstube mit breitem Angebot. Probieren Sie den Prosecco „Rustico“. | Tgl. 11.30-2 Uhr | Via del Governo Vecchio 74 | Bus 62, 64

Rive Gauche 2

Ein Mix aus Café, Kneipe und Disko, gelegen mitten im Studentenviertel San Lorenzo. Happyhour bis 21 Uhr. | Tgl. 18-2 Uhr | Via dei Sabelli 43 | Tel. 064456722 | Tram 3

Supperclub Bar Rouge

Wo sich vor 2000 Jahren die alten Römer in den Agrippathermen vergnügten, treffen sich die jungen Römer heute zum Aperitif. Nach 1Uhr Disko. Kreative italienische Küche (nur nach Vorbestellung | Tel. 0668807207). | Mo-Sa 21.30-3 Uhr | Via de Nari 14/15 (nahe Pantheon)

Tartarughino

Vornehme Pianobar. Cocktails trinken im weißen Anzug oder im kleinen Schwarzen in klassischer Atmosphäre. | Mo-Sa 20-3 Uhr | Via della Scrofa 1 | Bus 116

Unterhaltung

Diskotheken, Clubs und Ballhäuser

Alibi

Älteste Gaydisko Roms, alles in Rot und Schwarz. Mit riesiger Tanzfläche und Dachterrasse. Frauen sind nicht gern gesehen. | Mi-So | Via di Monte Testaccio 44 | Tel. 065743448 | Bus 95, 170, 781

Black Out

Der Name ist Programm: Black ist das Outfit der Teenies, black ist die Musik. Daneben gibts Punk, Rock, Grunge, House. | Di-Sa 22.30-3.30 Uhr | Via Saturnia 18 | Tel. 0670496791 | Metro A Re di Roma

Gilda

Edeldisko auch für Angegraute, Treffpunkt römischer Promis. | Di-So 23-4 Uhr | Eintritt 20 Euro mit Getränkebon | Via Mario de Fiori 97 | Tel. 066784838 | Metro A Spagna

Micca Club

Im schalldichten Ziegelgemäuer hinterm Bahnhof Termini legen gute DJs auf, hier trifft man Mojo-, Pop- und Rock-Jungstars. Happy Hour oft | ab 18 Uhr, je nach Programm. | Mi-So ab 22 Uhr | Via Pietro Micca 7a/Ecke Via Giolitti 7a | Tel. 0687440079 | www.miccaclub.it | Metro A Vittorio Emanuele

Radio Londra

Die schrille Bar ist absoluter Szenetreff, benannt nach dem Widerstandssender der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Ambiente ist ein improvisierter Luftschutzkeller, in dem überall Sandsäcke herumliegen. Barmann und Barfrau tragen natürlich Schutzhelm. | Mi-Mo 23.30-4 Uhr | Eintritt 15 Euro | Via di Monte Testaccio 67 | Tel. 065750044 | Bus 95, 170, 781

Saponeria

Die Saponeria (auf Deutsch: Seifenfabrik) schlägt Luftblasen für alle House- und Blackmusic-Freaks, denn hier mischen die angesagten Bands Italiens und die heißesten DJs den Laden auf. | Do-So | Eintritt ab 10 Euro | Via degli Argonauti 20/Via Ostiense | Tel. 065746999 | Metro B Garbatella

Unterhaltung

Livemusik

Caruso Caffè

Fiesta, Livebands, heißer Platz für Salsa, Merengue, Tango oder auch kubanischen Son. Donnerstags spielt meist live die Band Chirimia. | Di-So 22.30-3 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via del Monte Testaccio 36 | Tel. 065745019 | Bus 95, 170, 781

Casa del Jazz

Früher residierte hier ein Mafiaboss. Jetzt gibts in der konfiszierten Villa samt Garten Jazz. | Viale di Porta Ardeatina 55 | Tel. 06704731, mobil tagsüber Tel. 199109783 | www.casajazz.it | Bus 714 | Metro B Piramide

Jazz-La Palma

Undergroundlokal nahe der Via Tiburtina, wo Bands aus der Karibik und Südamerika spielen, im Juni und Juli renommiertes Jazzfestival. | Mo-Sa ab 23 Uhr | Via Giuseppe Mirri 35 | Tel. 0643599029 | www.lapalmaclub.it | Bus 71

Unterhaltung

Kinos

Azzurro Scipioni

Beliebtes Programmkino mit Filmwochen der Avantgarde und internationalen Retrospektiven von Robert Altman über Akiva Kurosawa bis Luchino Visconti. Teilweise mit Untertiteln. | Via degli Scipioni 84 | Tel. 0639737161 | Metro A Lepanto

Intrastevere

Beliebtes Programmkino in einem Gässchen Nähe Piazza Trilussa in Trastevere. Häufig Filme in englischer Originalversion. | Vicolo Moroni 3a | Tel. 065884230 | Tram 8

Nuovo Sacher

Die Produktionsfirma des Kultregisseurs Nanni Moretti heißt Sacher, sein eigenes Kino Nuovo Sacher, womit er sich zu seiner Schwäche für Sachertorte bekennt. Im Sommer Kino im Freien, oft kommen auch Regisseure und Schauspieler zur Diskussion. | Largo Ascianghi 1 | Tram 3, 8

Unterhaltung

Opern, Konzerte und Musicals

Roms Kulturszene

Endlich kann die Kulturstadt am Tiber, was klassische Musik, Theater und Oper betrifft, mit anderen Metropolen wieder mithalten. Nach acht Jahren Bau und Buddelei - verzögert nicht nur durch archäologische Funde, sondern auch durch die üblichen Skandale - hat die Stadt endlich ein Konzertgebäude, das den Namen verdient, das Auditorium Parco della Musica.

Auditorium Parco della Musica

Konzertzentrum der Superlative. Beim Bau der dreiflügeligen Musikhalle war Stararchitekt Renzo Piano auf Fundamente einer römischen Villa gestoßen, die nun geschickt in den Komplex einbezogen sind. Das Auditorium besteht aus drei Sälen mit 2800, 1200 und 700 Sitzen, die durch Foyers verbunden sind und in ein Amphitheater unter freiem Himmel münden. Die asymmetrischen Kuppelformen beflügelt immer wieder die Phantasien der Besucher. Auf jeden Fall sind die Römer wie verzaubert von ihren neuen Klangkörpern, egal ob ein Klassikstar wie Pianist Maurizio Pollini brilliert oder Keith Jarrett improvisiert. Mit Cafeteria und großem Musik- und Buchladen. | Besichtigung Mo-Fr 11, 14 und 18, Sa/So stündlich 10.30-17.30 Uhr, Vorverkauf Do-Di 11-18 Uhr | Eintritt 10 Euro | Kartenvorbestellung Tel. 0648078400 (aus dem Ausland) | www.auditoriumroma.com | www.santacecilia.it | Viale Pietro de Coubertin 15 | Nähe Stadio Flaminio | Tram 2, 19 | Bus 53, 217, M

Teatro Marcello

Kammerkonzerte, Concerti del Tempietto, finden nach Sonnenuntergang hier im ehemaligen antiken Amphitheater statt. | Kartenreservierung Tel. 064814800 | Via del Teatro di Marcello 44 | Bus 30, 63, 170

Teatro dellOpera

Es ist nicht die Mailänder Scala, aber dennoch kam 1990 die sonst eher der Mittelmäßigkeit verpflichtete Oper durch eine einzige Freilichtaufführung mit José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti in den Terme di Caracalla zu Weltruhm. Nach zehnjähriger Schließung sind die imposanten Caracallathermen wieder geöffnet, sodass im Sommer die Aufführungen teils dort stattfinden. | Kasse Di-Sa 9-20 Uhr | Piazza Beniamino Gigli 1 | Tel. 0648160255, Tel. 06481601 | www.helloticket.it | Metro A Repubblica

Unterhaltung

Theater und Kleinkunst

Teatro Argentina

Im klassizistischen Schauspielhaus am Largo Torre Argentina gastieren die besten italienischen Ensemble, in der Avantgarde-Filiale Teatro India, einer alten Fabrikhalle am Tiberufer (Nähe Stazione Trastevere) die jungen Regisseure. | Kasse tgl. 10-14 und 15-19 Uhr | Largo di Torre Argentina 5 | Lungotevere dei Papareschi | Tel. 06684000345 | www.teatrodiroma.net | Bus 62, 64; Teatro India | Tram 8 | Bus 170, H, 780 (Piazza Radio)

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Zimmer mit Aussicht - lieber nach hinten

Viele römische Hotels liegen traumhaft, aber Vorsicht, keine Lärmschutzgarantie

Roms Hotelkategorien sind ein Glücksspiel, und nicht immer bürgen die Sterne auch für Qualität.

Seien Sie auf kleine Überraschungen gefasst: düstere Zimmer, lauwarmer Frühstückskaffee, nächtliche Knattermusik der Mopeds, Dusche ohne Vorhang und manchmal dickhäutiges Personal, das Ihre Beschwerden hoheitsvoll abzuwimmeln weiß. Bleiben Sie gelassen, hier zählen andere Dinge, etwa die grandezza der Eingangshalle mit viel Marmor, Stuck an den Decken oder vielleicht ein hübscher Innenhof. Und bei einigen Häusern entschädigt ein wundervoller Blick aus dem obersten Stock für den tropfenden Wasserhahn. Keine Panik, wenn das Hotelfrühstück von erlesener Dürftigkeit ist, meist fahren Sie besser, wenn Sie in einer benachbarten Bar Ihren Cappuccino mit einem frischen Hörnchen zu sich nehmen. Das tun die Römer auch.

Die Übernachtungspreise, die an der Rezeption und im Zimmer angeschlagen sind, verstehen sich als Nettopreise. Dazu kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer, Frühstück und im Sommer öfters ein Klimaanlagenzuschuss. Das Preissystem ist oft undurchsichtig. Teils lohnt es sich, vor Ort um den Preis zu handeln. Seit die Preise nach der Euro-Einführung in Rom dermaßen in die Höhe schnellten, dass sie sogar die Pariser Hotellerie überholten, arbeiten viele Unternehmen in der Vor- und Nachsaison mit offerte speciali (Sonderangeboten) übers Internet. Ein Doppelzimmer unter 100 Euro ist im Centro Storico in der Hochsaison eine Seltenheit. Kein Wunder, dass neuerdings viele auf Bed&Breakfast setzen, wo das Doppelzimmer zwischen 80 und 120 Euro liegt.

Das historische Zentrum ist für den Durchgangsverkehr von 7 bis 19 und nach 22 Uhr gesperrt, aber wegen der vielen Anlieger ist dies keine Lärmschutzgarantie. Falls Sie Ohren wie ein Luchs haben, verlangen Sie bei der Reservierung ein ruhiges Zimmer (una camera tranquilla) nach hinten.

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Hotels Kategorie gehoben

Art Hotel

In der Künstlergasse Via Margutta unweit der Spanischen Treppe liegt Roms coolstes Designhotel. Die geräumigen Zimmer sind in gelb, blau und orange gehalten. 47 Zi. | Via Margutta 56 | Tel. 06328711 | Fax 0636003995 | www.hotelart.it

Borgognoni

Komfortables Hotel in einem Palast aus dem 17. Jh., der sein barockes Ambiente bewahrt hat. Bei der Piazza S. Silvestro. 50 Zi. | Via del Bufalo 126 | Tel. 0669941505 | Fax 0669941501 | www.hotelborgognoni.it | Bus 63, 492

Capo dAfrica

Neues Viersternehotel in einem hellen Palast der Gründerzeit, gelegen in einer stillen Straße hinter dem Kolosseum und der Kirche S. Clemente. 65 Zi. | Via Capo dAfrica | Tel. 06772801 | Fax 067728080 | www.hotelcapodafrica.com | Metro B Colosseo | Bus 85, 117, 119 | Tram 3

Raphaël

Stimmungsvoller alter Palazzo mit Antiquitäten. Hinter der Piazza Navona. 83 Zi. | Largo Febo 2 | Tel. 06682831 | Fax 066878993 | www.raphaelhotel.com | Bus 70, 81, 492

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Hotels Kategorie standard

Casa Valdese

Unweit vom Petersdom, ruhig gelegen und mit Dachterrasse. 33 Zi. | Via A. Farnese 18 | Tel. 063215362 | Fax 063211843 | www.italmarket.com/hotels/casavaldese | Metro A Lepanto

Condotti

Stilvolles Hotel, wo gern Antiquitätenhändler und Modeleute wohnen. 21 Zi. | Via Mario de Fiori 37 | Tel. 066794661 | Fax 066790457 | www.hotelcondotti.com | Metro A Spagna

Farnese

Hübsche, alte Villa im Stadtteil Prati, ganz in der Nähe wohnt der Papst. Für Rom gutes Frühstücksbuffet. 23 Zi. | Via A. Farnese 30 | Tel. 063212553 | Fax 063215129 | www.hotelfarnese.com | Metro A Lepanto

Lilium

14 renovierte Zimmer im 2. Stock eines Palazzo, sehr sauber, Bahnhofsnähe und gute Busverbindung. | Via XX Settembre 58a | Tel. 0664741133 | Fax 0623328387 | www.liliumhotel.com | Bus 60, 61, 62, 90

Marcus

17 Zimmer in altem Palazzo, nahe zum Tiber und zur Spanischen Treppe. | Via del Clementino 94 | Tel. 066873679 | Fax 0668300312 | www.romeguide.it/h_marcus/marcus.html | Bus 30, 70, 492

Modigliani

In bester Lage neben der Via Veneto, ruhig, geschmackvoll möbliert und im 6. Stock die Suite 602 mit Blick über die Dächer. Kleiner Innenhofgarten. 24 Zi. | Via della Purificazione 42 | Tel. 0642815226 | Fax 0642814791 | www.hotelmodigliani.com | Metro A Barberini | Bus 52, 63

Richmond

Das kleine Dreisternehotel zwischen Kolosseum und Trajansforum ist hübsch eingerichtet und hat von der Terrasse einen wunderbaren Blick auf das Forum Romanum. Auch Babysitter für den Abend. 13 Zi. | Largo C. Ricci 36 | Tel. 0669941256 | Fax 0669941454 | www.hotelrichmondroma.com | Metro B Colosseo | Bus 75, 87, 117

Nerva

Das charmante Hotel liegt ideal direkt hinter dem Trajansforum. 19 Zi. | Via Tor dei Conti 3 | Tel. 066781835 | Fax 0669922204 | www.hotelnerva.com | Bus 64 | Metro B Cavour

SantAnselmo/Villa S. Pio

Ruhig gelegene, gepflegte Jugendstilvillen auf dem Aventin, durch einen Garten verbunden. Bei deutschen Gästen beliebt. 45 und 80 Zi. | Piazza S. Anselmo 2 | Tel. 065745174 | Fax 065783604 | www.aventinohotels.com | Metro B Circo Massimo

Santa Maria

Hübsches Dreisternehotel in einem ehemaligen Kloster in Trastevere. Mit Kreuzgang und Garten. 18 Zi. | Vicolo del Piede 2 | Tel. 065894626 | Fax 065894815 | www.htlsantamaria.com | Tram 8

Smeraldo

Adrette Altstadtpension in den Gassen hinter der Kirche Sant Andrea della Valle. 35 Zi. | Via dei Chiodaroli 11 | Tel. 066875929 | Fax 0668805495 | www.smeraldoroma.com | Bus 62, 64

Teatro di Pompeo

Sie schlafen ruhig über dem Gemäuer des Teatro Pompeo, wo Julius Caesar vor 2000 Jahren ermordet wurde. 28 Zi. | Largo Pallaro 8 | Tel. 0668300170 | Fax 0668805531 | www.hotelteatrodipompeo.it | Bus 60, 64

Trastevere

Renoviertes winziges Hotel, fünf Minuten von Santa Maria in Trastevere mit Blick auf den Markt, der auch als früher Wecker funktioniert. 9 Zi. | Via Luciana Manara 24 | Tel. 065814713 | Fax 065881016 | www.hoteltrastevere.com | Tram 8

Zara

Gute Adresse direkt beim Palazzo Barberini und keine zehn Minuten von der berühmten Fontana di Trevi entfernt. 28 Zi. | Via delle Quattro Fontane 37 | Tel. 0648141847 | Fax 06483620 | www.hotel-zara.romaviva.com | Metro A Barberini

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Hotels Kategorie günstig

Azzurra

Kein Riesenkomfort, aber 1a-Lage in der Nähe der Fontana di Trevi. | Via del Boccaccio 25 | Tel. 064746531 | Fax 064882728 | info@hotelazzurra.com | Bus 52, 53, 60, 61, 62, 492 | Metro A Barberini

Fawlty Towers

Herberge und Familienpension in der Nähe von Termini. 14 Zi. | Via Magenta 39 | Tel. 064454802 | Fax 0645435942 | www.fawltytowers.org | Metro A, B Termini

Grifo

Einfache Pension mit Zwei-, aber auch Drei- und Vierbettzimmern mit Frühstücksterrasse im romantischen Viertel Monti. | Via del Boschetto 144 | Tel. 064871395 | Fax 064742323 | www.hotelgrifo.com | Metro B Cavour | Bus 117

Katty

Geräumige Zimmer, zentrale Lage, guter Preis. 12 Zi. | Via Palestro 35 | Tel. 064441216 | Bus 492

Kristi

Nette, bescheidene Pension für junge Leute, winzige Zimmer, gute Lage in der Nähe des (ungeliebten) Finanzamts und des (beliebten) Staatspräsidenten im Quirinalspalast. | Via Collina 24 | Tel. 064744902, Tel. 0642012976 | hotelkristi@virgilio.it | Bus 16, 60, 61, 62, 63, 84, 90, 492

Locanda Carmel

Einfache Zimmer und ein herrlicher Dachgarten in Trastevere. 11 Zi. | Via Mameli 11 | Tel. 065809921 | Fax 065818853 | www.hotelcarmel.it | Bus H, 75, 780 | Tram 8

Mimosa

Die Möbel sind abgewetzt, aber das Personal ist meist gut drauf. Beste Lage beim Pantheon. 11 Zi. | Via Santa Chiara 61 | Tel. 0668801753 | Fax 066833557 | www.hotelmimosa.net | Bus 64, 116

Paradise

Luigi, der Pensionswirt, ist völlig unkompliziert. Es gibt zwar kein Frühstück, aber einen fairen Rabat für junge Paare, die im nur 1,20 m breiten Bett im Einzelzimmer zusammenrücken. Doppel-, Dreier- und Viererzimmer. | Via Giulio Cesare 47 | Tel. 063004331 | www.pensioneparadise.com | Metro A Lepanto | Bus 70, 590, 913 | Tram 19

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Privatunterkünfte

Private Unterkünfte in Rom

In den letzten Jahren wurden in Rom immer mehr Bed & Breakfasts eingerichtet, z.B. Bed and Breakfast Association of Rome | Tel. 0655302248 | Fax 0655302259 | www.b-b.rm.it; Tomas b&b vermietet fünf Zimmer (80-90 Euro) unweit des Vatikans. Viale Giulio Cesare 183 | Tel. 0639796315 | www.tomasbbrome.com | Metro A: Ottaviano; Anne & Mary drei gepflegte Zimmer (100-125 Euro) unweit vom Kolosseum (Via Cavour 325 | Tel. 06699487 | info@anne-mary.com). Desweiteren | www.rome-tourism.com, sorgfältig ausgewählte Apartments und Zimmer; www.caffelletto.it, Übernachtung in Nobelhäusern. Angebote auch unter www.bb-roma.it, Tel. 066148388 und www.bedandbreakfastroma.com.

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Sonstiges

Übernachten in Römischen Klöstern

Eine Liste der Ordenshäuser verschickt das Römische Pilgerzentrum der Deutschen Bischofskonferenz. Der Preis liegt bei 25-50 Euro pro Person. Via della Conciliazione 51 | Tel. 066897197 | Fax 066869490 | www.pilgerzentrum.de | Mo-Fr 8.30-17.30 | Sa 8.30-12 Uhr

Casa S. Brigida

Ideal gelegen, aber mit 85 Euro fürs Doppelzimmer relativ teuer. | Piazza Farnese 96 | Tel. 0668892596 | www.brigidine.org | Bus 64, 116

Istituto Padri Teatini

Speziell für Jugendliche. | Piazza Vidoni 6 | Tel. 066861339 | Fax 066877897 | Bus 62

Suore Immacolate

Kloster der „Schwestern der Unbefleckten Empfängnis“. | Via Sistina 113 (nahe Spanische Treppe) | Tel. 064745324 | Metro A Spagna

Suore dellAddolorata

Borgo Santo Spirito 41 | Tel. 066861076 | Fax 066865664 | Bus 40, 62

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Jugendherbergen

Ostello del Foro Italico

Jugendherberge mit 350 Betten, Übernachtungen nur mit IYHF-Karte. | Viale Olimpiade 61 | Tel. 063236267 | Fax 063242613 | www.ostellionline.org | Bus 32, 280

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Luxushotels

Cavalieri Hilton

Modernes und funktionelles Hotel auf dem Monte Mario mit exquisitem Dachgartenrestaurant „La Pergola“, Pool, Tennisplätzen und schönem Blick auf Rom. Wird gern gebucht von internationalen Sportgrößen. 387Zi. und Suiten. Ab 380 Euro. | Via Cadlolo 101 | Tel. 0635091 | Fax 0635092241 | www.cavalieri-hilton.it | Bus 907, 913

Hassler Villa Medici

Die Spanische Treppe liegt zu Ihren Füßen, die Gärten der Villa Medici zur Seite, und die Kuppel des Petersdoms können Sie fast vom Bett aus sehen. In diesem traditionsreichen Nobelhotel übernachteten schon Angehörige europäischer Königshäuser und andere internationale VIPs. Exzellentes Dachrestaurant mit Ausblick. 103 Zi. und Suiten. Ab 540 Euro. | Piazza Trinità dei Monti | Tel. 06699340 | Fax 066789991 | www.hotelhasslerroma.com | Metro A Spagna

Lord Byron

Das kleinste unter den Edelhotels liegt in einem umgebauten ehemaligen Kloster neben dem Park der Villa Borghese, führt das exquisite Restaurant „Sapori“ und hat nur 50 stilvoll möblierte Zimmer und Suiten. Ab 300 Euro. | Via Giuseppe de Notaris 5 | Tel. 063220404 | Fax 063220405 | www.lordbyronhotel.com | Tram 3

De Russie

Das Fünfsternehaus am Fuße des Pincio nahe der Piazza del Popolo, von außen eher ein bescheidener Palast aus dem 19. Jh., besitzt eine märchenhafte Gartenterrasse mit Brunnen und Statuen, angelegt vom berühmten Architekten Giuseppe Valadier sowie Fitnessstudio und Roms bestes Spa. 125 Zi. und Suiten. Ab 620 Euro. | Via del Babuino 9 | Tel. 06328881 | Fax 0632888888 | www.roccofortehotels.com | Bus 117, 119, 490 | Metro A Flaminio

Mit Kindern unterwegs

Viel Eis, Pizza und Pausen

Rom kann auch für den Nachwuchs spannend sein, wenn Sie es mit der Familie locker angehen lassen

Ist Rom kinderfeindlich? So wie jede andere moderne Großstadt auch, nur noch ein bisschen mehr. Der Verkehr ist höllisch, der Auslauf der Kleinen begrenzt, gute Spielplätze muss man mit der Lupe suchen. Sind die Römer kinderfeindlich? Ganz im Gegenteil. Die Italienerinnen haben so wenig Nachwuchs, dass die seltenen Exemplare gehätschelt werden wie Pandabären im Zoo. In den Trattorien sind Ihre Kids sowieso die Stars und keiner guckt, wenn sie fröhlich vor sich hin kleckern. Ist Rom ein gutes Reiseziel für Familien? Ja, wenn Sie es locker angehen lassen. Sie müssen nicht das Forum Romanum bei 40 Grad Hitze erobern. Und wenn, ein Eis oder ein Familienfoto mit den feschen Legionären am Kolosseum (für zwei bis drei Euro) bringt den maulenden Nachwuchs wieder zum Lachen. Probieren Sie mal, mit den Kids echt römisch aus einer fontanella, einem sprudelnden Brunnen zu trinken (Strahl mit der Handfläche zudrücken und Mund über das kleine Loch halten). Selbst Teenager finden Rom super, solange sie auch mal auf dem Trödelmarkt Porta Portese nach coolen Sonnenbrillen und Gürteln stöbern dürfen. Und wie wärs mit einer Radtour auf der Via Appia Antica? Rom ist spielerisch, manchmal auch erzieherisch: Wie beim 15-jährigen Jonas, der nicht glauben wollte, dass man St. Peter nicht in Bermudas betreten darf … „Ey, Alter, kann doch nicht wahr sein …“ Er kam dann doch hinein - in Papas langen Hosen, die er vorher mit ihm auf der öffentlichen Toilette getauscht hatte.

Mit Kindern unterwegs

Mit Kindern unterwegs

Bioparco

Die Stars im Zoo der Villa Borghese sind natürlich die Wölfe, die Wappentiere Roms, aber es gibt noch 200 andere Tierarten, von Giraffen bis zu Echsen. Gutes Ambiente für kleine Besucher und große Tiere. | Tgl. 9.30-17 (Sommer), Tgl. 9.30-16 (Winter), Sa/So April-Okt. bis 19 Uhr | Eintritt 8,50 Euro, Kinder 3-12 Jahre 6,50 Euro | Viale delle Belle Arti | Bus 52, 53, 926 | Tram 3, 19

Explora Il Museo dei Bambini

Italiens erstes Kindermuseum erklärt Technik, Umwelt und Wissenschaft spielerisch ganz nach angloamerikanischem Vorbild. | Eintritt 6 Euro, Kinder 3-12 Jahre 7 Euro | Einlass nur mit Führung (nur auf italienisch) Di-So 10, 12, 15, 17 Uhr | Via Flaminia 82 | www.mdbr.it/inglese | Metro A Flaminio | Tram 2, 19 | Bus 490, 495, 92

Statue parlanti

Wenn Sie an manchen Plätzen verhutzelte, vom Smog zerfressene Steinmännchen sehen, dann höhnen Sie nicht. Es sind die „Sprechenden Statuen“, die im Päpstlichen Rom vor dreihundert Jahren eine durchaus demokratische Funktion hatten. Nachts taten die Untertanen quasi durch den Mund der Statuen und damit anonym ihren Unmut über die Obrigkeit kund. Dem Pasquino gleich hinter der Piazza Navona (1164) hängen die Römer noch heute Briefe und Beschwerden um den Hals. Madama Lucrezia im Palazzetto Venezia ist die einzige sprechende Dame. Abt Luigi, Piazza Vidoni, und Er Facchino, der Kofferträger, Via Lata, sind stille Gesellen gegen Er Babuino, den Pavian. Und der geschwätzige Affenmann hockt in der nach ihm benannten noblen Via del Babuino vor Nr. 150.

Villa Borghese

Der zweitgrößte Park von Rom ist als Erholungsgebiet erste Sahne: Sie können mit dem Nachwuchs Rad- oder Rikscha fahren (Verleih an der Porta Pinciana ab 5 Euro/Std.), auf dem laghetto rudern (3 Euro 20 Min.), Joggen, Spazieren, Picknicken oder auf der Parkbank drahtlos surfen. Für Kinder von drei bis zehn gibt es die Casina di Raffaello, ein Spielhaus (Piazza di Siena), daneben ein Puppentheater und ein Kinderkino. Im Gartenlokal Casina dell Orologio (Viale dei Bambini 1) erwartet Sie ein gutes Buffet. | Via Pinciana | Bus 52, 53, 116, 490, 495 | Tram 3, 19

Insider-Tipp

Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II

Traumblick auf die Ewige Stadt: Guter Cappuccino und ein toller Blick von der Dachterrasse des Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II

Musei Capitolini

Original und Kopie: Der Reiter auf dem Kapitolsplatz ist nur eine Kopie, der echte Marc Aurel steht unter neuem Glasdach im Innenhof der Musei Capitolini

Palazzo Massimo alle Terme

Der Kaiserin in die Gemächer geschaut: Märchenhafte Fresken aus der Villa Kaiserin Livias im Palazzo Massimo alle Terme

Fontana delle Tartarughe

Grazile Schildkröten: Bernini gab der Fontana delle Tartarughe mit den Kriechtieren den letzten Pfiff

Galleria Spada

Optische Täuschung: Perspektivische Spielereien im Säulengang der Galleria Spada

San Luigi dei Francesi

Genie und Halunke: Als Raufbold war Caravaggio schlimmer als Mike Tyson, als Barockmaler war er einfach grandios. Dreimal Caravaggio in San Luigi dei Francesi

Casa di Goethe

Goethe inkognito: Er war schon 200 Jahre vor uns in Rom, aber Sie können ihn heute in der Casa di Goethe besuchen

Atelier Canova Tadolini

Café im Atelier: Espresso zwischen den Gipsskulpturen des Bildhauers Antonio Canova

Gelateria Giolitti

Champagnerlaune: Der absolute Hit bei Hitze ist das Champagnereis in der Gelateria Giolitti

Antica Hostaria LArcheologia

Speisen am Sarkophag: Nach den Grabmälern der Via Appia ins Lokal Antica Hostaria L‘Archeologia

Quattro Mori

Auf den kulinarischen Spuren Benedikts XVI.: Als Benedikt XVI. noch Kardinal war, ging er gerne in die Trattoria Quattro Mori, nur fünf Minuten vom Vatikan entfernt

Ginas Picknick

Schlemmerpicknick: Gina stellt Ihnen einen lukullischen Korb für ein Picknick im Park Villa Borghese zusammen

Obikà

Alles Mozzarella: Weich, weiß, köstlich - Büffelkäse im Obikà, Roms erster Mozzarellabar

Statue parlanti

Steinerne Plaudertaschen: Sie sind aus Stein gemeißelt und können dennoch reden, die bizarren Statue Parlanti

Top Highlights

Campidoglio

Wo einst die Tempel Jupiters und Junos standen, gestaltete Michelangelo im Jahr 1536 den trapezförmigen Kapitolsplatz, der vom Palazzo dei Senatori, dem Palazzo dei Conservatori und dem Palazzo Nuovo gerahmt wird. Den Sockel, auf dem Kaiser Marc Aurel seit 1538 mit erhobener Hand grüßte, schmückt heute eine Kopie. Vor Umweltschäden bewahrt steht das originale Reiterstandbild aus dem 2. Jh. in den Musei Capitolini hinter Glas. | Piazza del Campidoglio | Bus 119, 160, 630

Colosseo

Gerne hätten die Italiener die schönste aller klassischen Arenen, das Kolosseum, dem Fußball geweiht, aber nur die zarten Ballerinen des Bolschoitheaters durften bisher hier ihre „Heldenspiele“ tanzen. Kaiser Vespasian begann den Bau 72 n. Chr., sein Sohn Titus weihte ihn nach nur achtjähriger Bauzeit mit hunderttägigen Festspielen ein. Unzählige Tiere und Gladiatoren wurden geopfert. Sehr lebendig sind allerdings noch die Legionäre, mit denen Sie hier gegen Entgelt für ein Foto posieren können. | Tgl. 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang | Eintritt 9 Euro (auch für den Palatin gültig), bei Ausstellungen 2 Euro mehr | Piazza del Colosseo | Metro B Colosseo

Foro Romano

Von den Kaiserforen wurde nicht nur Rom, sondern das ganze Römische Reich regiert. Das Forum Romanum, ursprünglich als Vestaheiligtum gedacht, entwickelte sich vom Viehmarkt zur politischen Arena. Hier sprach Cicero seine Brandreden gegen Catilina und der alte Cato sein ceterum censeo: „Karthago muss vernichtet werden.“ Heute dürfen auch gewöhnliche Sterbliche wieder an lauen Abenden zwischen Triumphbögen und Säulen promenieren: Roma sotto le stelle (Rom unter Sternen) heißen die nächtlichen Führungen (auf italienisch und englisch | Juni-Mitte Sept. | Termine bei den Infopavillons oder in Tageszeitungen wie „La Repubblica“).

Musei Capitolini

Die Kapitolinischen Museen sind die ersten öffentlichen Schausammlungen der Welt, eingerichtet 1471 von Papst Sixtus IV. auf dem Kapitol. Die beiden von Michelangelo gestalteten Gebäude Palazzo Nuovo und Palazzo dei Conservatori beherbergen einzigartige Antiken wie die „Kapitolinische Venus“, den „Sterbenden Gallier“ und zahlreiche Kaiser- und Philosophenbüsten. Das Prunkstück aber ist der echte Kaiser Marc Aurel. Das edle Reiterstandbild steht seit 2005 unterm Glasdach im Giardino Romano, einem Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Des Kaisers Kopie befindet sich weiterhin auf dem Kapitolsplatz.

Palazzo Massimo alle Terme

Die antiken Skulpturen im Erdgeschoss zeigen vortrefflich den römischen Alltag. Dagegen präsentieren der märchenhafte türkisfarbene Speisesaal Kaiserin Livias und die zarten Fresken der Gemächer kontrastreich den Stil der antiken Upper Class. | Di-So 9-19.45 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Largo di Villa Peretti 1 | Metro A, B Termini

Campo de Fiori

Er ist der teuerste Markt Roms, aber viele Römerinnen schwören auf ihr „Blumenfeld“ im Herzen der Stadt, wo es viel Grünzeug, Gemüse und sogar Kleidung, aber nur wenige Blumen gibt. Der Name stammt von einer blumigen Rinderweide, die sich hier im Mittelalter befand. Zwischen Corso Vittorio Emanuele und der edlen Piazza Farnese gelegen, von hohen, restaurierten Palästen umgeben, ist er besonders abends, wenn hier die Wirte ihre Tische eindecken, ein romantischer Essplatz. | Bus 40, 63, 64, 116

Galleria Spada

Der Palast von 1540 ist selbst ein Meisterwerk des italienischen Manierismus. Aber lassen Sie sich zusätzlich von der perspektivischen Spielerei im Innenhof verwirren, die Francesco Borromini für Kardinal Bernardino Spada, entworfen hat. Die Marsstatue erscheint groß und unendlich weit entfernt, dabei ist der Durchgang nur 9 m lang und die Statue 1 m hoch. Eine optische Täuschung - die Kolonnaden verkleinern sich nach hinten.

Palazzo Altemps

Aphrodite, Apoll, Hermes und Ares: Die göttlichen antiken Skulpturen der einzigartigen Ludovisisammlung haben im prunkvoll restaurierten und mit Fresken geschmückten Palazzo Altemps gleich hinter der Piazza Navona Einzug gehalten. | Di-So 9 bis 19.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Piazza S. Appollinare 46 | Bus 70, 81, 116, 492

Pantheon

Ein Zylinder mit einer Kuppel drauf - so einfach-genial ist die Konstruktion des Pantheons, das Marcus Agrippa, Schwiegersohn von Augustus, 27v. Chr. den Göttern bauen ließ. Genial sind auch die Lichteffekte an Sonnentagen. Wieso liegt der antike Tempel, umgebaut von Kaiser Hadrian, verschandelt im Barock und als Grabmal für das italienische Königshaus entfremdet, so klein und wohl proportioniert zu Füßen der Touristen, obwohl doch in klassischen Zeiten fünf Stufen hinaufführten? Rom hat im Laufe der Zeit 6 m Schutt aufgetürmt, unter dem die antiken Bauten versanken. | Mo-Sa 9 bis 19.30, So 9-18 Uhr | Eintritt frei | Piazza della Rotonda | Bus 116

Piazza Navona

Die barocke Arena ist noch heute der beliebteste Treffpunkt aller Römer. Eine herrschaftliche Bühne für arme Darsteller und reiche Selbstdarsteller, mäßige Maler und fliegende Händler, prominente Flaneure und Promenadenmischungen. Das Prunkstück der Piazza, die Fontana dei Quattro Fiumi, stammt von Bernini, der Neptunbrunnen im Norden von Giacomo della Porta. | Bus 40, 64, 70, 81, 116, 492

Ara Pacis Augustae

Eine ultramoderne Stahl-Glaskonstruktion über dem 2000 Jahre alten Friedensaltar des Kaiser Augustus - am Projekt des US-Stararchitekten Richard Meier hagelte es Kritik wie einst an der Glaspyramide des Pariser Louvre. Doch nach zehn Jahren Pannen, Possen und Protesten hat die Ara Pacis nun endlich ein neues Zuhause. | Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 6,50 Euro | Via di Ripetta | Bus 70, 81, 117

Fontana di Trevi

Roms beliebteste Wasserorgel steht auf einem kleinen Platz, umgeben von sechsstöckigen Palazzi. Mit dem Bau schufen sich die Barockpäpste 1750 ein letztes großes Denkmal, denn ihre Macht im Kirchenstaat schwand dahin. Meeresgott Ozeanus braust mit zwei Pferden durch einen Triumphbogen heran. Nicht nur Touristen werfen eine Münze in das Becken, um irgendwann nach Rom zurückzukommen. | Piazza di Trevi | Bus 62, 63, 81, 85, 95, 116, 119, 492

Galleria Borghese

Wunder gibt es, aber die dauern in Rom etwas länger: Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das barocke Lustschlösschen des Kardinals Scipione Borghese, der nicht nur ein Förderer des jungen Gianlorenzo Bernini, sondern einer der größten Kunstmäzene der Welt war, wieder eröffnet. Im Erdgeschoss sehen Sie Berninis Skulpturen „Daphne und Apoll“, „David“, der „Raub der Proserpina“ und die strahlende Nacktheit der „Paolina Borghese“, Schwester Napoleons, von Antonio Canova. Im ersten Stock hängt die berühmte Gemäldesammlung des Kardinals, darunter Werke von Lucas Cranach d. Ä., Tizian, Paul Veronese, Raffael, Peter Paul Rubens und Caravaggio. | Di-So 9-19 Uhr nur mit Vorbestellung (ital. und engl.) Tel. 06328101 oder www.ticketeria.it | | Fax 0632651329 | Eintritt 6,50 Euro plus 2 Euro Buchungsgebühr | Piazza Scipione Borghese 5 | www.galleriaborghese.it | Bus 52, 53, 116, 490, 495

Scalinata Trinità dei Monti

Die beschwingten Balustraden der Spanischen Treppe unter der französischen Kirche Trinità dei Monti sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone. Die Franzosen finanzierten den Aufgang zu ihrer Nationalkirche, der Sonnenkönig Ludwig XIV. hätte sich am liebsten selbst auf der Piazza di Spagna ein Denkmal gesetzt. Aber die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 die elegante Treppenanlage von Alessandro Specchi und Francesco de Sanctis schaffen. Früher war sie von der internationalen Jugendszene beherrscht, doch heute ist Essen, Trinken, Kiffen und Gitarrespielen verboten, Flirten jedoch erlaubt. | Metro A Spagna | Bus 116

Cappella Sistina

„Es ist wie die erste Reise zum Mond“, hatte der Chefrestaurator der Sixtinischen Kapelle, Fabrizio Mancinelli, prophezeit, „danach wird die Kunstwelt verändert sein.“ Tatsächlich kam bei der Restaurierung des künstlerischen Heiligtums in den 1990er-Jahren ein ganz neuer Michelangelo zum Vorschein. Nachdem Schichten von Kerzenruß und Staub entfernt waren, erstrahlten alle Figuren der Schöpfungsgeschichte an der Decke der päpstlichen Hauskapelle in lindgrünen, helllila oder orangefarbenen Gewändern. Der größte Renaissancemaler - auch Il Divino, der „Göttliche“, genannt - entpuppte sich als Manierist in Pop-Art-Farben. Die Kunstwelt stand Kopf.

San Pietro

Der Petersdom ist ein einziger Superlativ. Die Kirche bedeckt zweieinhalbmal die Fläche des Kölner Doms, misst 211 m Länge, 186 m an ihrer breitesten Stelle und 132 m Höhe. Das Gotteshaus kann 60000 Menschen aufnehmen. 1506 beauftragte Papst Julius II. Donato Bramante mit dem Bau einer dreischiffigen Kathedrale an Stelle der antiken Basilika, die Konstantin über dem Grab Petri errichtet hatte. In der 120-jährigen Baugeschichte brachten die besten Baumeister Italiens viele einander widersprechende Modelle ein: Bramante plante als Grundriss ein griechisches Kreuz mit einer mächtigen Kuppel, das auf Wunsch nachfolgender Päpste in ein langschenkliges Kreuz verwandelt wurde. Das Langhaus war noch nicht fertig, als Michelangelo 1546 Bramantes Ideen wieder aufnahm und eine große Kuppel nach dem Vorbild des Florentiner Doms begann. Papst Paul V. schwebte wiederum das längste Langhaus der Christenheit vor. Er beauftragte Carlo Maderno mit dem Anbau und der Fassade, die dann aber die Sicht auf die Kuppel einschränkte.

Centrale Montemartini

Eine strahlend weiße Venus, die Aphrodite von Knidos, römische Kaiser, Feldherren und Philosophen im E-Werk zwischen verrußten Maschinen? Die reizvolle Unterbringung der Helden und Götter sollten Sie sich nicht entgehen lassen. | Di-So 9.30-19 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Kombiticket mit Musei Capitolini 8,30 Euro | Via Ostiense 106 | Metro B Piramide oder Garbatella | Bus 702, 716 | Tram/Bus 3

Checchino dal 1887

Seit Joschka Fischer 2005 mit Braut Minou hier sein Hochzeitsmenü einnahm, ist die gediegene Trattoria am Monte Testaccio auch international in. Hier, im alten Schlachthofviertel, wird noch immer die deftige römische Küche hochgehalten. Viel gerühmter Weinkeller. | Di-Sa | Via Monte Testaccio 30 | Tel. 065743816 | www.checcino-dal-1887.com | Bus 95

Fortunato al Pantheon

Beim eleganten Fisch-Diner wie linguine al pescatore können Sie die Politikergarde beim Speisen sehen. Da der Regierungssitz Palazzo Chigi und das Parlament im Palazzo Montecitorio um die Ecke liegen, wird im Fortunato häufig die Politik mit lukullischen Mitteln fortgesetzt. | Mo bis Sa | Via del Pantheon 55 | Tel. 066792788 | Bus 116

Santa Lucia

Kein Wunder, dass so gegensätzliche Diven wie Sophia Loren und Madonna einmal den gleichen Geschmack hatten und hier unter Bäumen tafelten. Lassen auch Sie sich mit Fisch aller Art oder sciallatielli (handgemachte Pasta) verwöhnen. Hinter der Piazza Navona. | Tgl., im Winter nur Mi-Mo | Largo Febo 6 | Tel. 0668802427 | Bus 70, 492

La Veranda

Im barocken Innenhof des Hotels Columbus nahe dem Vatikan genießen Sie eine junge römische Küche, z.B. orecchiette mit Scampi und Zichoriensalat oder Kaninchen auf Jägerart. | Tgl. | Via Borgo di S. Spirito 73 | Tel. 066872973 | Bus 40, 62

Da Paris

Typisch römische Küche auf einem der Traditionsplätze von Trastevere: gnocchi mit Fischragout, Lamm (abbacchio alla scottadita), Pasta mit Zucchiniblüten und Scampi oder Artischocken. | Di-Sa und So mittags | Piazza S. Callisto 8 | Tel. 065815378 | Expressbus H | Tram 8

Pierluigi

Fischgerichte, Spaghetti in Langustensauce, Carpaccio und der Schokoladenkuchen sind im Viertel berühmt. Probieren Sie mal den perlenden trockenen Prosecco „Bernabei“ des Hauses. | Di-So | Piazza dei Ricci | Tel. 066868717 und Tel. 066861302 | Bus 64, 116

Thalia

Bei der Porta Pia direkt an der Aurelianischen Mauer bekommen Sie zu einem klassischen Menü noch die besten Tenöre des Teatro dellOpera serviert. Ein Touristenlokal, ohne Zweifel, aber die Stimmung ist prächtig. Auch das stimmlich recht gut ausgebildete Küchenpersonal singt manchmal als Chor. | Tgl. Mo-Sa 20 Uhr | 35 Euro pro Person, Gruppenermäßigung | Via Montebello 130 | Tel. 064941622 | Bus 60, 61, 62, 84

Da Franco ar Vicoletto

Seit 30 Jahren bleiben die Stammgäste Franco im Uni- und Arbeiterviertel San Lorenzo treu. Erst kamen sie als Studenten, heute bringen sie meist als Familienväter und -mütter ihre Kinder mit. Es gibt feste Menüs mit Vorgericht, Hauptspeise und Dessert für 23,50 Euro, nur Vor- und Hauptspeise 19,50 Euro. | Di-So | Via dei Falisci 1a | Tel. 064957675 | Bus 71

Maurizio Grossi

Handliche Kopien der Antike als Aschenbecher oder kleines Mosaik. | Via Margutta 109 | Metro A Spagna | Bus 117

Herder

Deutsche Institution in Rom, wo Sie von A bis Z wirklich alles finden: Literatur, Religion und den Marco Polo Reiseführer. | Piazza Montecitorio 117 | Bus 63, 116, 492

Aldo Fefe

Seit 1932 existiert die gediegene Buchbinderei und Papierhandlung, wo Aldo, der Chef, Ihnen innerhalb von zwei Tagen Ihre persönlichen Bücher, Alben, Schachteln oder Rahmen fertigt. | Via della Stelletta 20b | Bus 62, 64, 81, 87, 116

Goody

Glitzerladen mit originellen Perlen-, Glas- und Strassohrringen, auch günstige Abendkleider. | Galleria Alberto Sordi (Galleria Colonna) 21 | Ecke Corso/Tritone | Bus 62, 63, 85, 116, 117, 119

Fendi

Die fünf Fendi-Schwestern herrschen über ein Pelz- und Modeimperium mit Showroom im gläsernen Palazzo am Corso. | Via Borgognona 36-40 | Piazza Goldoni | www.fendi.com | Bus 117

Gucci

Taschen, Leder und Accessoires. | Via Condotti 8 | www.gucci.com | Metro A Spagna

Scala Quattordici

Ausgefallene, schicke Modelle. Wenn Sie selbst extravagante Ideen haben, Maria realisiert sie in zehn Tagen. | Via della Scala 14 | Tram 8

Old Soccer

Sie suchen ein Juventus-Shirt mit den Zebrastreifen oder ein HSV-Hemd aus Uwe Seelers Zeiten? Alles um König Fußball. | Via di Ripetta 30 | www.oldsoccer.it | Metro A Flaminia | Bus 110, 117, 119

Porta Portese

Es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Selbst Ihre geklaute Brieftasche taucht irgendwann einmal auf, leer natürlich. Darüber hinaus finden Sie Hüte, Schuhe, Ferngläser, Uhren und originelle Klamotten. Achtung, Taschendiebe! | So 7-14 Uhr | zwischen Viale Trastevere und Porta Portese | Bus 780 | Tram 8

Salvatore Ferragamo

Edle Herrenschuhe, teure Portemonnaies. | Via Condotti 66 | Metro A Spagna | Bus 116

Caffè Latino

Es swingt in den Grotten des Testaccio. | Di-So ab 22 Uhr | Eintritt 13 Euro plus Clubausweis (tessera) | Via di Monte Testaccio 96 | Tel. 065728556 | Bus 95, 170, 781

Caffè della Pace

Die Schickimickis drängen drinnen und draußen. | Mo-Sa | Via della Pace 3-7 | Bus 62, 64

Picasso Café

Treffpunkt für Künstler und solche, die es werden wollen, für Literaturlesungen und spontane musikalische Einlagen. | Mo-Sa 21-2 Uhr | Via di Monte Testaccio 63 | Tel. 065742975 | Bus 95, 170, 781

Supperclub Bar Rouge

Wo sich vor 2000 Jahren die alten Römer in den Agrippathermen vergnügten, treffen sich die jungen Römer heute zum Aperitif. Nach 1Uhr Disko. Kreative italienische Küche (nur nach Vorbestellung | Tel. 0668807207). | Mo-Sa 21.30-3 Uhr | Via de Nari 14/15 (nahe Pantheon)

Radio Londra

Die schrille Bar ist absoluter Szenetreff, benannt nach dem Widerstandssender der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Ambiente ist ein improvisierter Luftschutzkeller, in dem überall Sandsäcke herumliegen. Barmann und Barfrau tragen natürlich Schutzhelm. | Mi-Mo 23.30-4 Uhr | Eintritt 15 Euro | Via di Monte Testaccio 67 | Tel. 065750044 | Bus 95, 170, 781

Saponeria

Die Saponeria (auf Deutsch: Seifenfabrik) schlägt Luftblasen für alle House- und Blackmusic-Freaks, denn hier mischen die angesagten Bands Italiens und die heißesten DJs den Laden auf. | Do-So | Eintritt ab 10 Euro | Via degli Argonauti 20/Via Ostiense | Tel. 065746999 | Metro B Garbatella

Caruso Caffè

Fiesta, Livebands, heißer Platz für Salsa, Merengue, Tango oder auch kubanischen Son. Donnerstags spielt meist live die Band Chirimia. | Di-So 22.30-3 Uhr | Eintritt 5 Euro | Via del Monte Testaccio 36 | Tel. 065745019 | Bus 95, 170, 781

Auditorium Parco della Musica

Konzertzentrum der Superlative. Beim Bau der dreiflügeligen Musikhalle war Stararchitekt Renzo Piano auf Fundamente einer römischen Villa gestoßen, die nun geschickt in den Komplex einbezogen sind. Das Auditorium besteht aus drei Sälen mit 2800, 1200 und 700 Sitzen, die durch Foyers verbunden sind und in ein Amphitheater unter freiem Himmel münden. Die asymmetrischen Kuppelformen beflügelt immer wieder die Phantasien der Besucher. Auf jeden Fall sind die Römer wie verzaubert von ihren neuen Klangkörpern, egal ob ein Klassikstar wie Pianist Maurizio Pollini brilliert oder Keith Jarrett improvisiert. Mit Cafeteria und großem Musik- und Buchladen. | Besichtigung Mo-Fr 11, 14 und 18, Sa/So stündlich 10.30-17.30 Uhr, Vorverkauf Do-Di 11-18 Uhr | Eintritt 10 Euro | Kartenvorbestellung Tel. 0648078400 (aus dem Ausland) | www.auditoriumroma.com | www.santacecilia.it | Viale Pietro de Coubertin 15 | Nähe Stadio Flaminio | Tram 2, 19 | Bus 53, 217, M

Art Hotel

In der Künstlergasse Via Margutta unweit der Spanischen Treppe liegt Roms coolstes Designhotel. Die geräumigen Zimmer sind in gelb, blau und orange gehalten. 47 Zi. | Via Margutta 56 | Tel. 06328711 | Fax 0636003995 | www.hotelart.it

Raphaël

Stimmungsvoller alter Palazzo mit Antiquitäten. Hinter der Piazza Navona. 83 Zi. | Largo Febo 2 | Tel. 06682831 | Fax 066878993 | www.raphaelhotel.com | Bus 70, 81, 492

Farnese

Hübsche, alte Villa im Stadtteil Prati, ganz in der Nähe wohnt der Papst. Für Rom gutes Frühstücksbuffet. 23 Zi. | Via A. Farnese 30 | Tel. 063212553 | Fax 063215129 | www.hotelfarnese.com | Metro A Lepanto

Modigliani

In bester Lage neben der Via Veneto, ruhig, geschmackvoll möbliert und im 6. Stock die Suite 602 mit Blick über die Dächer. Kleiner Innenhofgarten. 24 Zi. | Via della Purificazione 42 | Tel. 0642815226 | Fax 0642814791 | www.hotelmodigliani.com | Metro A Barberini | Bus 52, 63

Nerva

Das charmante Hotel liegt ideal direkt hinter dem Trajansforum. 19 Zi. | Via Tor dei Conti 3 | Tel. 066781835 | Fax 0669922204 | www.hotelnerva.com | Bus 64 | Metro B Cavour

SantAnselmo/Villa S. Pio

Ruhig gelegene, gepflegte Jugendstilvillen auf dem Aventin, durch einen Garten verbunden. Bei deutschen Gästen beliebt. 45 und 80 Zi. | Piazza S. Anselmo 2 | Tel. 065745174 | Fax 065783604 | www.aventinohotels.com | Metro B Circo Massimo


Auftakt

Was für eine Stadt!

Ob Kapitol, Kolosseum oder Campo de Fiori, seit Jahrtausenden lässt Mamma Roma ihre Grazie und Grandezza vor klassischer Kulisse, auf den Märkten und Plätzen, zuweilen sogar im Stadion spielen. Es gibt wenige Besucher, die ihrem Charme nicht erliegen. In den letzten Jahren hat die 2760 Jahre alte Dame unter den Weltstädten ein Facelifting gemacht: Klassische Tempel, Säulen, barocke Kirchenfassaden erstrahlen in altem Glanz. Genießen Sie auch die Shopping-Tempel der alta moda, den schaumigen Cappuccino auf der Piazza oder tauchen Sie in die Szene des Testaccio ein. Nichts, Rom, kommt dir gleich!

Was tut da der schöne Mann mit dem eleganten Tropenhelm und weißen Stulpen mitten im Chaos auf der tosenden Piazza Venezia? Die Hüfte hat er leicht gebeugt, den Arm angewinkelt, die Hand wie Michelangelos Adam ausgestreckt. Ein Karajan in Uniform. Wird jetzt gleich die Geige schluchzen, die Pauke dröhnen, das Orchester einsetzen zur 9. Symphonie? Troommh! Nur ein disharmonisches Röhren der Autos, Knattern der Mopeds, Rasseln der Busse. Alle fahren gleichzeitig, und schon ist die Piazza wieder verstopft. 50 Verstöße trotz neuer italienischer Straßengesetze, armer Verkehrsdirigent.

Wenn Sie das Verkehrschaos wie dieser Polizist mit der nötigen pazienza, Geduld, ertragen und dann endlich auf der wunderbaren Piazza Navona sitzen, der Kellner Ihnen mit elegantem Schwung den cremigen Cappuccino mit dem obligaten Glas Wasser serviert, dann werden Sie merken, dass das chaotische Rom doch erste Sahne ist. Und dass sich in den letzten Jahren auch vieles verbessert hat. Seit Barockbaumeister Gianlorenzo Berninis Zeiten war das historische Zentrum nicht mehr so herausgeputzt. Abgasgeschwärzte Fassaden erstrahlen in frischen Farben, im Kolosseum und im Circus Maximus gibt es stimmungsvolle Popkonzerte, die Galleria Borghese ist nach 17-jähriger Restaurierung aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Aphrodite und andere göttliche Skulpturen residieren endlich wieder standesgemäß in den neuen Antikenmuseen Palazzo Altemps und Palazzo Massimo. Das Foro Romano, das Herz der Antike, steht nun allen Römern offen, und an manchen Sonntagen sind die Via dei Fori Imperiali und die Via Appia Antica ein autofreies Fußgängerparadies. Wunderbares Rom!

Wer Rom entdecken will, muss auf die Piazza gehen. Sie ersetzt den Römern den salotto, die gute Stube, denn viele wohnen laut und scheußlich an der Peripherie oder eng auf eng bei der Schwiegermutter. Aber die Piazza ist das Leben: Markt, Jahrmarkt, Schwatzbörse, Demonstrations- und Andachtsort, Richtstätte des guten Geschmacks und Circus Maximus der Eitelkeit, wo die Italiener ihrer kostenlosen Lieblingsbeschäftigung nachgehen und bella figura machen. Das heißt, mit unnachahmlicher Eleganz, dem banalen Alltag enthoben, herumstehen und nebenbei ein Auge auf ansehnliche Touristinnen werfen.

In Rom gibt es für jeden die passende Piazza. Mag Papst Benedikt XVI. über dem größten, pompösesten und fotogensten Platz, dem Petersplatz, wohnen und thronen - für die meisten Römer ist die Piazza Navona einer der beliebtesten Treffpunkte: lang gestreckt und doch geschlossen, lebhaft, farbig und doch intim. Dabei ist auch diese barocke Bühne weltlicher Lustbarkeiten ein Werk der Päpste - wie viele der dekorativsten Plätze und Straßen in Rom. Auf dem Grundriss der antiken Wettkampfarena von Kaiser Domitian (86 n. Chr.) ließ Papst Innozenz X. im 17. Jh. den barocken circo agonale bauen, den die Römer zu „Navona“ verballhornten. Patrizier und Kirchenfürsten vergnügten sich von den Fenstern ihrer Paläste aus an wilden Kampfspielen. Wo Sie heute über den Platz schlendern, rasten früher die Pferde wie beim Palio von Siena im Kreis, tobten die Stierkämpfe nach klassischem Vorbild.

Vielleicht zieht es Sie mehr zu den kulinarischen Genüssen auf dem Campo de Fiori, dem buntesten Fress- und leider immer mehr Kleidermarkt Roms. Blumen gibt es hier auch, aber vorherrschend ist der Duft von Orangen, Fisch und Meeresfrüchten. Um den Campo de Fiori und in den umliegenden Gassen lässt es sich in zahlreichen Restaurants gut sitzen und speisen.

Auf der nächtlichen Piazza della Rotonda vor dem Pantheon treffen sich die römische Schickeria, Stars, Sternchen, Politiker und sonstige VIPs in schwarzem Hemd und weißem Sommerleinen, während sich die Schüler und Studenten, junge Vespafahrer und ihre Motorradbräute aus den Betonburgen der Vororte in der Via del Seminario mit tramezzini (Sandwich) und panini (Brötchen) eindecken und sich dann an den Brunnen vor dem Pantheon setzen.

Auch die kleinen Plätze in Roms größtem Dorf Trastevere, also jenseits des Tiber, lohnen nicht nur zu einem Trattoriabesuch am Abend. Selbst wenn Trastevere seit den 1950er-Jahren künstlich herausgeputzt wurde und viel von seiner Patina verlor, es finden sich noch immer lauschige Ecken mit plätschernden Brünnlein, gescheckte Katzen, die auf den Mauern und Mülltonnen Siesta halten und alte Leute, die in lauen Sommernächten in Bademantel und Pantoffeln vor ihren Haustüren sitzen und plaudern.

Und auf welchen Plätzen wandelt das geistliche Rom? Gleich hinter dem Pantheon, zwischen der efeuumrankten Piazza dei Caprettari und der Piazza di Minerva, wo ein kleiner Elefant einen viel zu großen Obelisken trägt, und in der Via dei Cestari. Hier liegt der Showroom der geistlichen Mode. In den gediegenen Geschäften gibt es einfach alles, was das fromme Herz begehrt: von lilafarbenen Bischofsroben über graue und dunkelblaue Dessous für Schwestern bis zu formschönen Kutten und goldenen Kruzifixen.

Viele Touristen werden eher magisch vom Modeviertel zwischen der Via del Corso, der Spanischen Treppe und der Via Tritone angezogen, eine Art Bermudadreieck, in dem Sie beim stilvollen Kaufrausch in den Boutiquen von Armani bis Zegna flugs Ihr Geld loswerden. Für die Jugendlichen hat sich auf der Via del Corso ein eigenes Klamottenparadies mit Discount und Diskosound etabliert, wo man von der feschen Lederjacke über Jeans und Skates bis zur Federboa alles kriegt.

Rom bietet 3000 Jahre Geschichte von den kapitolinischen Kaiserbüsten bis zum Kolosseum, von Michelangelos Moses bis zu Berninis Tritonenbrunnen. Tränen werden Ihnen - vor Erschöpfung - fließen beim Anblick der verschlungenen Laokoongruppe bei Kilometer 5,5 in den Musei Vaticani, den größten der Welt. Der Atem wird Ihnen stocken vor Schönheit und Gedränge in den Stanzen von Raffael und in der Sixtina. Die Massen haben ein Recht auf die Sixtinische Kapelle, schrieb einst Ingeborg Bachmann.

Aber Rom hat auch wunderbare Ausblicke. Den vom Dachcafé der Kapitolinischen Museen genossen auch die 25 Staats- und Regierungschefs der EU, als sie im Oktober 2004 die EU-Verfassung auf dem Kapitol unterzeichneten.

Und das moderne Rom? Zeitgenössische Architektur tut sich schwer in der Ewigen Stadt. Das bekam auch der New Yorker Architekt Richard Meier zu spüren, der 2003, nach etlichen Dramen und mit vierjähriger Verspätung, seine lichte Glaskirche Dives in Misericordia vollenden konnte - im Stadtrandviertel Tor Tre Teste, wo sie niemand beachtet. Schwer kämpfen musste Meier um seinen Prestigeauftrag, das neue Museum für die Ara Pacis, den Friedensaltar von Kaiser Augustus, durchzuziehen. Doch nun ist das mit Spannung erwartete Prunkstück geöffnet.

Auch Zaha Hadid, die renommierte irakische Architektin, kommt mit ihrem Projekt Maxxi, dem Museum für zeitgenössische Kunst, nicht voran: Immerhin, das futuristische Auditorium Parco della Musica von Baumeister Renzo Piano, das nach jahrelangen Pannen endlich vollendet wurde, begeistert Musikfreunde aus aller Welt.

Doch jeder echte Romano Romano, also kein Zugewanderter, sondern ein „Römer aus Rom“, wird Ihnen vorschwärmen, wie herrlich das Leben in der Hauptstadt noch vor dreißig, vierzig Jahren war, so farbig, verrückt und romantisch wie in den Filmen von Federico Fellini. Am Tag, als Marcello Mastroianni starb, verstummten sogar die brausenden Gewässer der Fontana di Trevi, und ein Trauerflor senkte sich über den Brunnen des „Dolce Vita“, wo der Schauspieler 1960 in einer unsterblichen Filmszene Meister Fellinis mit der vollbusigen Anita Ekberg baden gegangen war. Ein Strauß weißer Rosen dümpelte im Wasser, und hin und wieder hörte man ein Schluchzen.

Superstar Totti hält AS Roma auf Erfolgskurs

Durch den Tod eines Polizisten vor dem Stadion des Erstligisten Catania und riesige Manipulationsskandale im Sommer 2006 hat der italienische Fußball seine Unschuld verloren. Millionen von aufrechten Fans sind ziemlich erbittert. Politiker und Vereine müssen mit zunehmend rabiaten Fans auf den Tribünen fertig werden, die Stadionsicherheit erhöhen und wieder mehr Anstand ins Vereinsmanagement bringen. Rom hat zum Glück das als sicher geltenden Stadio Flaminio und ist gleich mit zwei Vereinen in der Serie A dabei: die AS Roma, für die schon Rudi Völler in den Achtzigern seine Tore schoss und Lazio Roma. Besonders letzterer geht es schlecht. Drückende Vereinsschulden, rassistische Krawalle und Strafpunkte haben die einst so stolzen Helden in hellblauen Vereinsfarben in die Mittelmäßigkeit abrutschen lassen. Die Gelbroten der AS Roma legten hingegen eine gute Saison hin, woran ihr Superstar Francesco Totti entscheidenden Anteil hatte. Aber auch der elegante Regisseur im Mittelfeld kommt langsam in die Jahre. Ein Lokalderby zwischen den Giganten ist immer noch ein elementares Fußballereignis, aber tanzen Sie nicht auf dem Vulkan: Vermeiden Sie die curva nord, die militante Fankurve von Lazio und den heißen Gegenpol, die Südkurve der romanisti. Kartenvorverkauf über www.sslazio.it, www.asroma.it, www.soldouteventtickets.com, ilsogno@romeguide.it | Cooperativa Il Sogno | Viale Margherita 192

http://o-solemio-italien-blog

Kurioses und Kochrezepte, Rezensionen und Reisetipps, Ausstellungen und Ausverkauf, ansprechend und frisch aufgemachte Rom-Infos.

http://blog.brigitte.de

Nach sieben Jahren in Rom hat die Journalistin Irene Mayer (33) wieder mal vergeblich versucht, die Ewige Stadt zu verlassen, aber noch immer berichtet sie von dort über Cappuccino, Kirche und Korruption.

http://roma-antiqua.de

Übersichtlich gemachter Blog von kunstinteressierten Rom-Freunden mit guten Tipps, Öffnungszeiten, Eintrittspreisen etc. - wobei auch bei diesen Infos gilt: ganz exakte Auskünfte gibt es im römischen Chaos nun mal nicht.

http://www.iAudioguide.com

Seriöse Rom-Infos in solidem Oxford-Englisch und lausig gesprochenem Italienisch/Latein.

http://www.podcastdirectory.com/podshows/360978

Lebendige Geräuschkulisse, Händler- und Handwerkerdialoge untermalt von Pferdegetrappel direkt aus dem Centro Storico.

Italienische Reise

Von der einjährigen Lust- und Bildungsreise, die den Geheimrat Johann Wolfgang Goethe im Herbst 1786 inkognito nach Rom brachte, hatte sein Arbeitgeber, Herzog Carl August von Sachsen-Weimar, keine Ahnung …

Römische Erzählungen

Der machohafte Schriftsteller Alberto Moravia schildert das pralle Leben Roms.

Eine italienische Familie

Die römische Familienchronik von Franca Magnani gibt einen fabelhaften Einblick ins Nachkriegsitalien.

Ich, Claudius, Kaiser und Gott

antike Soapstory um Mesalina, geschrieben von Robert von Ranke Graves.

La Dolce Vita

Römischer Kultfilm von Federico Fellini! Leicht angestaubt, aber die schöne Szene, wo Anita Ekberg und Marcello Mastroianni nachts in den eiskalten Trevi-Brunnen steigen, gehört zum kollektiven Bewusstsein der Menschheit.

Estate romana, Römischer Sommer

Wohngemeinschaft mit drei sensiblen gescheiterten Existenzen, Rom bildet die Kakophonie im Hintergrund; ein Film von Matteo Garrone.

Rome

100 Millionen Dollar ließ der amerikanische TV-Sender HBO für Bruno Hellers süffisante historische Soap-Serie „Rome“ springen; sie spielt zu Zeiten Caesars, opulent gedreht in Cinecittà.

Warmer Whirlpool und coole Palestra im „La Russie“

Wenn Sie nach dem Pflastertreten etwas für sich und Ihre müden Füße tun möchten: Im Centro Benessere, dem Wellnesscenter des Fünfsternehotels „La Russie“, können Sie sich Seite an Seite mit der High Society Roms verwöhnen lassen: Sauna, palestra (Fitnessraum), warmer Whirlpool mit Salzwasser für ca. 35 Euro, Shiatsumassagen und Gesichtspflege für rund 75 Euro. Nur mit Vorbestellung: Centro Benessere La Russie | Tel. 0636006028 | Via del Babuino 9 | Metro A: Flaminio

Denkmal-Joggen im Zentrum und Rad fahren am Tiber

Eine gute Joggingstrecke geht durch den Park der Villa Borghese: von der Galleria Borghese bis zum Pincio, dann zur Kirche Trinità dei Monti und über die Via Vittorio Veneto zurück - oder an der Galleria Nazionale dArte Moderna vorbei bis zum etruskischen Museum Villa Giulia, etwa fünf klassisch-schöne Kilometer, beliebig variierbar. Sie können das Centro Storico aber auch mit einem persönlichen Trainer von Sight Jogging im Laufschritt erobern. Die sportlichen und polyglotten Stadtführer joggen mit Ihnen auf zehn Kulturrouten durch die Stadt, gerne morgens um 6 oder 7 Uhr, denn da ist die Verkehrswelt noch in Ordnung. 70 Euro pro Stunde | Tel. 03473353185 | www.sightjogging.it

Trotz päpstlicher Homepage - Audienzen sind begehrt

Jeden Mittwoch um 11 Uhr hält Papst Benedikt XVI. Generalaudienz auf dem Petersplatz, jeden Sonntag um 12 Uhr vom Vatikanfenster aus. Und im Internet ist der Papst unter www.vatican.va zu finden. Karten für die Audienzen bekommen Sie am besten über das Pilgerzentrum der Deutschen Bischofskonferenz in Rom (Mo-Fr 8.30-17.30 | Sa 8.30-12.30 Uhr | Via della Conciliazione 51 | Tel. 066897197 | Fax 066869490 | pilgerzentrum@libero.it | www.pilgerzentrum.de). Für die Stehplätze bei den Petersplatz-Audienzen brauchen Sie keine Karten, Sie müssen nur die Sicherheitskontrollen passieren.

In Rom heißt der Espresso „caffè“

Ein Cappuccino ist ein Cappuccino - so ist das nun mal von Bozen bis Palermo. In Mailand wird die Bestellung eines Espresso noch verstanden, aber wenn Sie den so in Ihrer römischen Lieblingsbar verlangen, wird der barista hinterm Tresen die Augenbrauen hochziehen und sich lieber rückversichern: „Ma Lei vuole un caffè?“. Wenn Sie also wirklich wie ein Römer wirken wollen, sagen Sie einfach: „un caffè“ (gesprochen „caffä“, mit Betonung auf dem „ä“). Und falls Sie Ihren guten deutschen Filterkaffee vermissen, verlangen Sie einfach „un caffè americano“.

Die aktuelle Romauskunft

Rom ist ewig, aber nichts ändert sich in dieser Stadt so schnell wie Infos, Events, Öffnungszeiten und auch die Preise. Die Römer sind im Improvisieren leidvoll erfahren. Für Besucher hat die Stadt Rom ein Infotelefon (Tel. 0682059127) eingerichtet, wo Sie (nach Drücken der Taste 5) in deutscher Sprache Buslinien, Veranstaltungen und Öffnungszeiten erfahren können. Entsprechende Infos erhalten Sie auch im Internet unter www.abcroma.com. Und laufen Sie, wann immer Sie in der Nähe sind, auch die grünen Infopavillons an (Standorte siehe unter “Auskunft in Rom„).


Szene

Trend Guide Rom

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Svenja Weißmüller

Die Journalistin und Autorin hat sich nach jahrelangem Pendeln zwischen Berlin und Rom für Cappuccino und Pasta entschieden. Seit 2006 lebt sie mit und in der Lebendigkeit der italienischen Hauptstadt. Unter der Woche ist sie oft beim Schuhe-Shopping in den Läden des Monti-Viertels anzutreffen, an den Wochenenden in den kosmopolitischen Szenetreffs.

Trendviertel Rione Monti

Das In-Viertel Rione Monti erfindet sich mit jungem Design und kreativem Unternehmergeist ständig neu. Immer mehr trendy Läden eröffnen: Musik, Kunst, Mode - die römische Avantgarde findet und erfindet hier neue Trends. Mitbegründer und Hauptakteure der Monti-Szene sind die experimentierfreudigen Jungs von Contesta Rock Hair - einem Friseursalon mit angeschlossenem Laden voller Mode. Hier gibt es Design hauptsächlich Made in Italy und ganz sicher so noch nie gesehene Styles. Diese präsentieren die „Rock-Typen“in Ausstellungen, auf Feten und Modenschauen. (Contestarockhair | Via degli Zingari 10 | www.contestarockhair.com). Neue Stoffe und aufregende Schnitte sind die Specials der Boutique Le Gallinelle (Via del Boschetto 76 | www.legallinelle.it). Sexy Dessous, schicke Accessoires und Offroad-Labels gibts in der Fashion-Fundgrube Paraphernalia (Via Leonina). Die Happy Hour mit Live-DJs lockt nicht nur Fashionvictims in den Store.

Nightlife

Clubbing wird in Rom groß geschrieben. Die Atmosphäre in den angesagten Locations ist edel. Auf weißem Leder mit Akzenten in Gold und Silber werden in der Femme Cocktail Wine Bar Drinks im Design-Interieur geschlürft. Der Laden teilt sich in drei Räume: Bar, Tanzfläche im 80s-Style mit Live-DJ und eine schicke Lounge auf zwei Ebenen. Der ideale Start für eine lange Nacht (Via del Pellegrino 14 | www.femmezone.it). Der Club Goa überzeugt im Ethno-Look mit Kerzen, Spiegeln, Weihrauch, Blumen und Plasmascreens, die zeitgenössische Video-Art zeigen. Hier legen die besten DJs Italiens wie Claudio Coccoluto und Giancarlino und Gast-DJs aus ganz Europa auf. Coole und ebenso schicke Treffpunkte der römischen Szene sind auch die Zoobar (Via Bencivenga 1 | www.zoobar.roma.it) und das Alpheus (Via del Commercio 36 | www.alpheus.it).

Designhotels

Die neuen Hotels überzeugen nicht nur durch Style, sondern auch durch ausgefeilte Konzepte mit ganzheitlichem Ansatz. Mit interessanten Kontrasten, neuen Farbmischungen und ausgefallenen Materialien haben die Designer des Ripa eine kosmopolitische und dennoch gastliche Atmosphäre geschaffen. Das minimalistische Hotel im schönen Stadtviertel von Trastevere ist bis ins kleinste Detail durchdacht (Via degli Orti di Trastevere 3 | www.ripahotel.com). Feel the Sound ist der Claim des Franklin Hotels, in dem sich alles um Entspannung durch Musik dreht: Je nach Standard und musikalischem Geschmack sind die Zimmer im Jazz-, Blues-, Soul-, Rock- oder Popstyle gestaltet, dazu gibts die passende Special-CD-Edition. Die Stereoanlage, die CD und Zimmer in Einklang bringt, ist selbstverständlich ein Designerteil (Via Rodi 2, 9 | www.franklinhotelrome.it).

Elektrobeats

Rom entdeckt die elektronische Musik für sich. Vor allem deutsche DJs sind schwer angesagt und legen in den Clubs der Ausgehviertel Testaccio und Ostiense auf. Italienische Elektrobeats werden einmal im Jahr im Mai beim ElettroWave-Event Gemma mit den besten DJs des Landes im Club Rialto Sant Ambrogio gefeiert (Via di SantAmbrogio | Centro Roma | www.rialtosantambrogio.org). Vinyls mit den angesagten Beats finden Fans im Ultrasuoni Records (Via degli Zingari 61/a).

Junge Mode-Labels

Rom ist eine Fashionwelt für sich. Hier werden die Trends abseits des Mainstreams kreiert und junge Labels entstehen. Allen voran Rinascimento (www.rinascimento.info) und Northland (www.northland.it). Exzentrisch und italienisch-mondän gehen die Designer zur Sache. Das Beste: Ihre phantasievolle Mode ist erschwinglich. Kühl und mit einem Hauch Klassik - so muss die Mode sein, die römische Fashionistas lieben und Labels wie Brandy&Melville (www.brandymelville.com) und sub dued (www.subdued.it) entwerfen. Beide haben ihren Ursprung in Rom und produzieren dort alles, was gut aussieht - vom süßen Shirt bis hin zum kuscheligen Poncho.

Partysecrets

Its House-Time. Der Veranstalter Paradise Lovers bittet zur Party, und die Szene folgt seiner Einladung. In den Wintermonaten wird jeden Samstag gefeiert, im Sommer findet das Event nur einmal im Monat im großen Rahmen statt: Die exklusiven Locations, wie ein privater Strand im nahen Ostia oder die riesige Dachterrasse des zentralen Radisson Hotels, werden erst kurz vorher bekanntgegeben. Das Wann? und Wo? erfährt man per Flyer in ausgesuchten Läden in Szene-Vierteln wie Rione Monti oder unter Tel. 3472217231.

Amore Mio

Die Ponte Milvio im Norden Roms avanciert zum Hotspot für Verliebte aus der ganzen Welt. Was kaum jemand weiß: Der neueste Trend Roms ist 2000 Jahre alt. Hintergrund: die Kinofassung von Federico Moccias Roman Ho voglia di te. Im Film bringt das Liebespaar als Zeichen ewiger Liebe ein Vorhängeschloss an der zentralen Brückenlaterne an und wirft den Schlüssel in den Tiber. Die Laterne musste bereits wenige Wochen nach Filmstart ersetzt werden, da sie unter der Last der zahlreichen Schlösser verliebter Nachahmer zusammengebrochen war. Mittlerweile werden alle zehn Lampenpfeiler der Ponte Milvio zum Liebesschwur genutzt und mit Vorhängeschlössern - versehen mit Namen, Initialen, Datum oder Herzen - behängt. Dieses Happening für Verliebte lockt auch künstlerische Interpreten an: Teilweise wurden die Schlösser mit blauer oder grüner Farbe überzogen und so zu einem einzigen Kunstkörper stilisiert.

New Art

Die Kunstszene ist in Bewegung. In der Galerie V.M. 21 artecontemporanea wird zeitgenössische Kunst gezeigt. Ob Videoinstallation oder Fotografie - alles ist denkbar, Hauptsache, der Künstler ist ein viel versprechender Newcomer wie Fotograf Gabriele Basilico (Via della Vetrina 21 | www.vm21contemporanea.com). Place to be für alle Kunstfans ist die Galleria Luxardo (Via di Tor di Nona 39 | www.gallerialuxardo.com), die von einer deutschen Journalistin gegründet wurde. Im großen Rahmen werden die neuesten Trends progressiver Kunst im MACRO inszeniert. In den Räumen eines Industriekomplexes finden angesagte Happenings statt (Via Reggio Emilia 54 | www.macro.roma.museum). Die internationale Avantgarde ist begeistert von MACRO Future, das sich als Experimentierwerkstatt für Art-Events versteht (Piazza Orazio Giustiniani 4).


Stichworte

Typisch römisch

Wissenswertes über Leidenschaften und Besonderheiten der Stadt und ihrer Bewohner

Benedikt XVI.

Mit Benedikt XVI., dem früheren Kardinal Joseph Ratzinger, kam im April 2005 nach 500 Jahren wieder ein Deutscher auf den Stuhl Petri. „Wir sind Papst!“ betitelte die Bildzeitung euphorisch das Wahlergebnis. Die Italiener, im fast zweitausendjährigen Umgang mit 265 Päpsten geübt, stellten dem Neuen aus Marktl am Inn anfangs wohlwollende Noten aus. Inzwischen ist der Alltag in den Vatikan eingekehrt. Viele Italiener stören sich an den Aussagen des gestrengen Theologieprofessors, etwa zu nichtehelichen Lebensgemeinschaften. Doch zu Benedikts Mittwochs-Audienzen kommen mehr als doppelt so viele Gläubige wie unter seinem Vorgänger Johannes Paul II., und dass der über 80-jährige Papst gerne modische Accessoires wie Markensonnenbrille und rote Maßschuhe à la Prada trägt, trifft bei den Römern eh auf Sympathie.

La mamma

Hinter jedem Politiker, Richter, Taxifahrer oder Mafioso steht eine mamma, die ihn lebenslänglich betreut: „Wir Italiener sind alle mammoni, Müttersöhnchen“, sagt Romano, Oberst im italienischen Heer, sportlich und grau meliert. Natürlich ist jene Gattung der kinderreichen, traditionellen Mutterglucken auch in Rom selten geworden, doch der Mammakult ist stärker denn je. Besteht er doch nicht wie in Deutschland aus einmal im Jahr Pralinen und Muttertagsherzen, sondern betrachtet mamma als täglichen Fixpunkt. „Die Bindung zwischen Mutter und Sohn ist eine lebenslange Liebesbeziehung, wo die Schwiegertochter nur stört“, behauptet eine römische Familientherapeutin. Sie muss es ja wissen - Ihr Mann Cesare ist natürlich auch ein echter mammone.

Obelisken

Touristen bringen sich Gondeln aus Venedig oder den Eiffelturm aus Paris mit. Zu Zeiten Caesars aber war bei den römischen Feldherrn jener bleistiftspitze, tonnenschwere Stein, den die Ägypter für ihren Sonnenkult aufstellten, der letzte Schrei. Zwölf Obelisken stehen auf den schönsten Plätzen Roms. Den ersten brachte Augustus aus Heliopolis mit, den letzten klaute Benito Mussolini 1937 im äthiopischen Axum; er wurde 2004 in einer spektakulären Aktion zurückgegeben. Viele der schlanken Steinstifte sind „mit nilotischen Rätseln“, also mit Hieroglyphen verziert. Falls Sie auf Schnitzeljagd nach den eleganten Statussymbolen von einst gehen möchten, landen Sie bei den ersten Adressen Roms: vor St. Peter, Parlament und Pantheon, auf der Piazza Navona oder Piazza del Popolo, vor dem Quirinalspalast, Santa Maria Maggiore und Dioklezian-Thermen, hoch über der Spanischen Treppe oder klein und versteckt im Park Villa Celimontana.

Papagalli & Paparazzi

Laut Lexikon hat papagallo drei verschiedene Bedeutungen: a) Papagei, b) Uriniergefäß, c) aufdringlicher Verehrer. Letztere erlangten in den 1960er-Jahren in Rom VIP-Status, denn jedes hübsche, blauäugige Nordlicht wollte es damals in der Praxis wissen, was die Illustrierten genüsslich verbreiteten: dass leidenschaftliche latin lover an der Spanischen Treppe lauerten, unnachahmlich „ciao bella“ und „ti amo“ hauchten und sich als Stadt(ver)führer anböten. Man sollte die Verdienste der papagalli um die europäische Vereinigung nicht zu gering einschätzen: Manch ein blendend aussehender ragazzo steht noch heute zu seiner blonden amore.

Scippatori

Sie sind wenig ruhmvolle Artisten, die jungen scippatori. Zu zweit hocken sie auf der Vespa, der Fahrer gibt Gas, und der Sozius entreißt einem Passanten seine Tasche. So manche Touristin wurde schon am Riemen ihrer Handtasche übers Pflaster geschleift. Am besten, Sie lassen Ihre neue Schweinslederne im Hotel und versenken das Portemonnaie tief in die Hosentasche - es sei denn, Sie sind Weltmeister im Freistil.


Feste und Events

Heiss sind die römischen Nächte

Die Römer lieben ihr Sommerfestival und Kirchenfeste

Früher fuhren alle Römer im Sommer ans Meer, heute ist auch die Stadt durch das Sommerfestival Estate Romana besonders abends attraktiv.

Aktuelle Programme erhalten Sie in den städtischen Infopavillons, in den Tageszeitungen (am übersichtlichsten „Trova Roma“ donnerstags in „La Repubblica“ mit „The best in Rome“ auf Englisch oder im Wochenheft „Roma cè“. Infos im Internet (auch auf Englisch): www.romaturismo.it, www.comune.roma.it, www.abcroma.com, www.romamor.it

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Dreikönigsfest

März/April

Ostersonntag und -montag

25. April

Befreiung vom Faschismus

1. Mai

Tag der Arbeit

2. Juni

Fest der Republik

29. Juni

Peter und Paul, Stadtpatrone von Rom

15. August

Ferragosto, Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

8. Dezember

Fest der Unbefleckten Empfängnis

25. und 26. Dezember

Weihnachten

Januar

Am 6. Januar kommt die gute Hexe Befana zum Beschenken, dann sind viele kleine Spielbuden auf der Piazza Navona

Februar

Auch Rom hat seinen historischen carnevale, wenn er auch nicht ganz so ausschweifend ist wie in Venedig

März/April

Am vorletzten Märzsonntag ist Rom-Marathon durchs Centro Storico | www.maratonadiroma.it

April

Kunstmesse Festa dArte in der Via Margutta 21. April: Roms Geburtstag mit Konzerten und Feuerwerk

Mai

Antiquitätenmesse in der Via dei Coronari (nochmals im September)

Juni

2. Juni: Festa della Repubblica mit Militärparade auf der Via Fori Imperiali

Juni-September

Estate Romana, Römischer Sommer mit Jazz, Konzerten, Freilichtkino und Modenschauen | www.estateromana.it

Juli

Mitte Juli: Festa de Noantri, Volksfest in Trastevere mit Prozession der Madonna

Juli-Anfang August

Tevere Expo, Messe der italienischen Regionen am Tiberufer mit Musik, Ballett und Folklore

August

15. August: Ferragosto, Rom gehört Ihnen und den wilden Katzen, denn viele Römer sind verreist

September

Notte bianca, Museumsnacht mit Konzerten, Tanz, Theater am 2. oder 3. Samstag

November

Rom Film Festival: Kinospektakel im Auditorium Parco della Musica

Dezember

8. Dezember: Fest der Unbefleckten Empfängnis mit Papstmesse auf der Piazza di Spagna


Sehenswertes

Vom Kolosseum bis zum „Mund der Wahrheit“

Rom ist eine lebendige Metropole mit unzähligen Kunstschätzen aus drei Jahrtausenden

Auch ein Genie wie Goethe war so von „Kirche und Palast, Ruinen und Säulen“ überwältigt, dass es dem Dichter in Rom - für kurze Zeit - die Sprache verschlug.

Kein Wunder. Denn die Sehenswürdigkeiten Roms sind so unübersehbar wie unüberschaubar. Schließlich hat die Ewige Stadt in 3000 Jahren so viele Kunstschätze angehäuft, dass bis heute kein Computer sie katalogisieren konnte. In Rom gibt es mehr Kirchen, als das Jahr Tage hat, eine prächtiger und kunstvoller als die andere. Der Papst ist Titular der vier Patriarchalsbasiliken: San Giovanni in Laterano, der Mutterkirche der Katholiken, San Pietro in Vaticano, also St. Peter, Santa Maria Maggiore und San Paolo fuori le Mura. Die meisten Pilger hängen noch den Besuch von San Lorenzo, Santa Croce in Gerusalemme und San Sebastiano an, und damit ist die Runde der sieben Wallfahrtskirchen komplett.

Über das himmlische sollten Sie auch das irdische und vor allem das unterirdische Rom nicht vergessen. Ständig finden die Archäologen Aufregendes wie die 2000 Jahre alte römische Villa unter dem hypermodernen Auditorium Parco della Musica; auch der Bau der neuen U-Bahnlinie an der Piazza Venezia wird sich durch Grabungen um Jahre verzögern. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Zum Heiligen Jahr 2000 wurde dem vorher so maroden Denkmalschutz von den Politikern oberste Priorität eingeräumt. Seither sind die ewigen Schilder „chiuso per restauro“ (wegen Restaurierung geschlossen) selten geworden. Die marmornen Schönheiten der Antike residieren standesgemäß im Palazzo Altemps und im Palazzo Massimo. Die Musei Capitolini, die ältesten der Welt, sind stilvoll restauriert. Und manche ihrer Kunstschätze, die nur vorübergehend ins alte E-Werk Montemartini in der Via Ostiense umgezogen waren, dürfen wegen des Erfolgs in ihrem ungewöhnlichen Provisorium bleiben. Rom erstrahlt in altem Glanz.


Vom Kapitol bis zum Lateran. Hier liegen die marmornen Anfänge Roms, die Kaiserforen, Triumphbögen und das Kolosseum und eins der feinsten goldenen Mosaike des Mittelalters in Santa Prassede.


Von der Piazza Navona bis zum Ghetto. Zwischen der Via del Corso, Piazza Venezia und dem Tiberknie liegt das Herz des historischen Zentrums mit seinen Renaissance- und Barockpalästen, seinen sprudelnden Brunnen und den verwinkelten Gassen.


Von der Piazza del Popolo bis zum Quirinalspalast. Das Modeviertel zwischen der Spanischen Treppe und der Via del Corso ist einen Bummel wert.


Vatikan-Engelsburg-Gianicolo. Rom und das Papsttum sind untrennbar miteinander verbunden. Früher erstreckte sich der römische Kirchenstaat weit über ganz Mittelitalien, heute ist der kleinste Staat der Welt kaum größer als ein mittlerer Bauernhof und doch geistiges Zentrum für eine Milliarde Menschen.


Von Trastevere bis Testaccio. Kaum sind Sie an der Piazza Sonnino links oder rechts in die Via Lungaretta eingebogen, tauchen Sie in ein Gewirr von Gässchen ein, wo früher die Wäsche über der Straße hing, und alte Leute ihre Stühle zum Plausch aufs Pflaster rückten.



In vielen staatlichen Museen haben EU-Jugendliche bis 25 und Senioren über 65 Jahren freien Eintritt bzw. kräftigen Rabatt. Kinder- und Studentenausweis nicht vergessen!


Essen und Trinken

Nicht ohne meine Pasta!

Ob im Ristorante, in der Trattoria oder bei Mamma - die Nachfahren von Lucullus sind beim Essen wahre Genießer

Für die modernen Römer liegt Kunst nicht unbedingt im Barock, in Marmorbüsten und antiken Trümmern, sondern in den alltäglichen Lebensgenüssen.

Was schert sie der wegen Restaurierung trocken gelegte Berninibrunnen, solange nur der Cappuccino in ihrer kleinen Bar an der Piazza schäumt. Was kümmern sie Regierungskrisen, Streik oder der höllische Verkehr, solange nur die Mamma die Spaghetti al dente kocht. Essen, zu Hause oder im Ristorante, ist nun mal der Italiener Leidenschaft.

Es gibt bei den Nachfahren des Lucius Lucullus, der natürlich Römer war, keinen nudelfreien Tag. Hat nicht schon Marcus Gaius Apicius -, ältester Kochbuchautor der Welt des 1. Jhs. n. Chr. - 100 verschiedene Spaghettisaucen aufgezählt? Pastaläden bieten oft mehr Auswahl und Vielfalt als Spielzeuggeschäfte. Das Angebot reicht von agnolotti, den fleischgefüllten Teigtaschen, bis zu den halbmondförmigen Nudeln, den strozzapreti (Priesterwürger).

Im Essen sind die Italiener wahre Genießer. Das Frühstück ist zwar eher dürftig, aber zwei warme Mahlzeiten, mittags und abends, sind Pflicht. Bis vor kurzem hielt man noch streng an mehreren Gängen fest. Im historischen Zentrum haben die Touristen die Sitten gelockert, sodass Sie nach einem üppigen primo mit einem Salat gut davonkommen. Die meisten Römer kürzen heute auch beim dolce, der Süßspeise, ab und belassen es bei einem schwarzen caffè, zu deutsch Espresso. Gegessen wird mittags zwischen 13 und 15 Uhr, abends öffnen die Restaurants gegen 19.30 Uhr. Dann gibt es noch Platz. Möchten Sie aber später essen, empfiehlt es sich zu reservieren.

Beim Trinken lieben es die Italiener traditionell. Zu Tisch nehmen sie meist einen leichten, offenen Wein (vino sfuso/vino di casa), der gut und billig ist - und trocken, das versteht sich von selbst. Ein DOC- oder DOCG-Zeichen auf dem Flaschenetikett garantiert Region und Lage. Gern werden Weißweine aus den nahen Castelli Romani, z. B. Frascati, getrunken. Beliebt sind auch der frische Orvieto, Vernaccia di S. Gimignano und der trockene Verdicchio.

Es gibt übrigens in Italien kein Pendant zur deutschen Kneipe. Jeder Restaurantbesitzer wird Sie komisch angucken, wenn Sie nur ein kleines Bier bestellen. Auch in einer Pizzeria wird erwartet, dass Sie zumindest eine Kleinigkeit zum Essen bestellen. Falls Sie Weinliebhaber sind, bietet sich eine vinoteca, Weinbar, für den Ausklang des Abends an.

Zum Schluss wird bezahlt - für Italiener ein Ritual: Der Kellner bringt die Rechnung (il conto) auf einem Tablett - 15 Prozent Service meist inbegriffen - und gibt bis auf den Cent genau das Wechselgeld zurück. Wenn Sie zufrieden waren, lassen Sie bis zu fünf Prozent auf dem Zahlteller liegen. Leider haben Service und Freundlichkeit besonders in den Touristenzonen in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Verlangen Sie übrigens stets eine offizielle Rechnung (ricevuta fiscale), da die Finanzpolizei manchmal kontrolliert.

Auch Eis essen hat in Italien seine festen Rituale: So fragt Sie der gelataio zuerst, ob Sie cono oder coppa, Waffel oder Becher, möchten. Dann bestimmen Sie die Größe Ihres Eises nach dem Preis von 2, 3 oder 4 Euro - Kugeln sind in Bella Italia unbekannt - und wählen schließlich die gusti, die Geschmacksrichtungen.

abbacchio alla scottadito

gebackenes Lamm mit Rosmarinkartoffeln

baccalà

Stockfisch, oft mit Erbsen

bollito misto

Suppenfleisch, meist mit grüner Sauce

bucatini allamatriciana

Röhrennudeln mit Tomatensauce, Speck, Pecorino

carciofi alla giudea/romana

in Öl gebackene Artischocken

carpaccio di manzo

dünne, rohe Filetscheiben mit Rucola und Parmesan

carpaccio di pesce

dünne, rohe Schwert- oder Thunfischscheiben

ciammotta

frittiertes Gemüse

coniglio alla cacciatora

Kaninchen im Ofen

fave e pecorino

Bohnen mit Pecorino

finanziera

Ragout aus Hühnerklein, Bries und Pilzen

garofolato

Rinderschmorbraten

gnocchi salvia e burro

kleine Kartoffelklöße mit Salbei und Butter

insalata di puntarelle

bitterer Blattsalat mit Knoblauch und Sardellen

orecchiette

ohrenförmige Nudeln, häufig mit Broccoli und Scampi

ortiche

junge Brennnesseln als cremige Pastasauce

pagliata

Kalbseingeweide mit Penne-Nudeln

panzanella

Weißbrot mit Tomaten, Öl und gehacktem Basilikum als Salat

panzarottini

kleine Teigtaschen, mit Käse und Ei überbacken

pasta e fagioli

Penne-Nudeln oder frische Nudeln mit Bohnensuppe

pesce spada

Schwertfisch mit Zitrone und Öl, meist gegrillt

pollo al diavolo

scharf gewürztes Hähnchen

porchetta

Spanferkel auf Brötchen, meist kalt vom Imbisswagen

saltimbocca

Kalbsschnitzel mit Salbei und Parmaschinken

scamorza con prosciutto

geräucherter Käse mit Schinken

trippa alla romana

Kutteln, meist mit Gemüsebeilage


Trinken Sie Ihren Espresso, Cappuccino oder O-Saft am Tresen der Bar, im Sitzen - vor allem an den von Touristen gern besuchte Plätzen - wird es oft gleich dreimal so teuer.


Einkaufen

Von Armani bis Valentino

Alta Moda in alten Palästen, junge Boutiquen, aber auch viel Design und Kunsthandwerk

A wie alta moda: Von Armani bis Zegna, von Biblos e Babile bis Valentino - jedes römische Kind kann das Alphabet der Modefürsten im Schlaf hersagen.

Schließlich ist italienische Mode ein Hauptexportartikel, den Sie in Düsseldorf, Berlin oder New York auch finden können, aber hier sind Sie an der Quelle: Die edle Piazza di Spagna mit Gucci, Prada, Versace, Dolce e Gabbana sieht aus wie ein aufgeblättertes Voguemagazin, die Nobelmeile Via Condotti, wo Edelschneider in den alten Palästen residieren, verführt zu stilvollem Kaufrausch. In der angrenzenden Via del Babuino mischt sich teure Herrenmode mit Antiquitätenshops, Lampen- und Möbeldesign. Verachten Sie aber auch die Querstraßen wie die Via Mario de Fiori oder Bocca di Leone nicht, wo es viele kleine, feine und manchmal gar nicht so teure moda uomo, Herrenausstatter, gibt. Ähnlich wie Mailand hat nun auch Rom eine elegante, neoklassizistische Einkaufsgalerie an der Ecke Via del Corso/Via del Tritone: die Galleria Alberto Sordi mit Cafés und edlen Geschäften.

Wer nicht auf etablierte Mode steht, sollte sich in die Via del Corso begeben - ein eigenes römisches Soho für modisches Outfit zu erschwinglichen Preisen. Günstige Boutiquen für Handtaschen und Accessoires finden Sie neuerdings rund ums Pantheon.

Die Öffnungszeiten haben sich trotz der heiligen siesta auch in Rom gelockert. Manche Geschäfte sind täglich von 9.30 bzw. 10 bis 20 Uhr geöffnet, andere schließen, zumal im heißen Sommer, zwischen 13 und 16 bzw. 17 Uhr. Im Winter gilt die römische Faustregel: montags nie! Denn montags haben alle Geschäfte außer Lebensmittelläden bis etwa 16 Uhr geschlossen. Dafür sind sie dann samstagnachmittags offen.


Günstigere Einkaufsstraßen sind Via Giubbonari, Via del Corso, Via del Tritone, Via Nazionale oder auch Via Cola di Rienzo.


Unterhaltung

Trastevere, Testaccio und die Kneipenszene

Das eigentliche Nachtleben der jungen Römer spielt sich auf der Straße ab

Salsa im Kirchenstaat, „Dolci Notti“ (süße Nächte), heißer Strip und freches Kabarett? Natürlich gibt es auch in der Ewigen Stadt ein paar schicke und teure Nachtschuppen, aber das eigentliche römische Nachtleben findet auf der Straße statt - zumindest von April bis November.

Da flanieren die jungen Römer bis 1 oder 2 Uhr nachts durch das historische Zentrum oder Trastevere, vorbei an den märchenhaft angestrahlten antiken Monumenten, Eis schleckend, sich an den sprudelnden Brunnen erfrischend und rechts und links die Freunde grüßend - fast immer in großen Gruppen, denn Römer sind nicht gern allein.

Es gibt jedoch - neben Zentrum und Trastevere - ein Viertel, das noch immer den Charme des alten Rom bewahrt und trotzdem ein Szenetreff ist: der Monte Testaccio, der alte „Bauch von Rom“. Alt ist der 40m hohe Schutt- und Scherbenhügel wahrhaftig, hier wurden vor über 2000 Jahren die Amphoren entsorgt. An Stelle des früheren römischen Schlachthofs steht heute ein Kulturzentrum. Wenige alte Kneipen sind geblieben, dafür haben sich hier viele neue Nachtcafés, Diskos und Theater angesiedelt. Hier schwoft, trinkt und flirtet die Szene bis 2 Uhr nachts. Danach geht der Autokorso rund um den Testaccio erst richtig los. Während die meisten anderen Diskos entweder um die Via Vittorio Veneto, in Trastevere oder in den Außenbezirken liegen, finden sich viele Bars, Cafés und Weinstuben im historischen Zentrum.

Über Kino, Theater und Events informieren Sie sich aktuell in der Donnerstagsbeilage Trova Roma der Tageszeitung La Repubblica und im Wochenführer Roma cè. Infos finden Sie auch unter www.comune.roma.it und www.abcroma.com.


Vor klassischer Kulisse wie Forum Romanum, Teatro Marcello, Pincio oder Piazza Navona gibt es oft kostenlose Konzerte: unter Stichwort Roma sotto le stelle (Rom unter Sternen) in Trova Roma, der Donnerstagsbeilage der Repubblica, oder im Internet suchen.


Übernachten

Zimmer mit Aussicht - lieber nach hinten

Viele römische Hotels liegen traumhaft, aber Vorsicht, keine Lärmschutzgarantie

Roms Hotelkategorien sind ein Glücksspiel, und nicht immer bürgen die Sterne auch für Qualität.

Seien Sie auf kleine Überraschungen gefasst: düstere Zimmer, lauwarmer Frühstückskaffee, nächtliche Knattermusik der Mopeds, Dusche ohne Vorhang und manchmal dickhäutiges Personal, das Ihre Beschwerden hoheitsvoll abzuwimmeln weiß. Bleiben Sie gelassen, hier zählen andere Dinge, etwa die grandezza der Eingangshalle mit viel Marmor, Stuck an den Decken oder vielleicht ein hübscher Innenhof. Und bei einigen Häusern entschädigt ein wundervoller Blick aus dem obersten Stock für den tropfenden Wasserhahn. Keine Panik, wenn das Hotelfrühstück von erlesener Dürftigkeit ist, meist fahren Sie besser, wenn Sie in einer benachbarten Bar Ihren Cappuccino mit einem frischen Hörnchen zu sich nehmen. Das tun die Römer auch.

Die Übernachtungspreise, die an der Rezeption und im Zimmer angeschlagen sind, verstehen sich als Nettopreise. Dazu kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer, Frühstück und im Sommer öfters ein Klimaanlagenzuschuss. Das Preissystem ist oft undurchsichtig. Teils lohnt es sich, vor Ort um den Preis zu handeln. Seit die Preise nach der Euro-Einführung in Rom dermaßen in die Höhe schnellten, dass sie sogar die Pariser Hotellerie überholten, arbeiten viele Unternehmen in der Vor- und Nachsaison mit offerte speciali (Sonderangeboten) übers Internet. Ein Doppelzimmer unter 100 Euro ist im Centro Storico in der Hochsaison eine Seltenheit. Kein Wunder, dass neuerdings viele auf Bed&Breakfast setzen, wo das Doppelzimmer zwischen 80 und 120 Euro liegt.

Das historische Zentrum ist für den Durchgangsverkehr von 7 bis 19 und nach 22 Uhr gesperrt, aber wegen der vielen Anlieger ist dies keine Lärmschutzgarantie. Falls Sie Ohren wie ein Luchs haben, verlangen Sie bei der Reservierung ein ruhiges Zimmer una camera tranquilla nach hinten.


In der Casa Internationale delle Donne, dem Frauenkulturhaus, gibt es auch die günstige Frauenherberge Forestiera Orsa Maggiore. Via della Lungara 19 | Tel. 0668401724 | Fax 0668401725 | 11 Mehrbett-Zi. | pro Person 26-62 Euro | orsamaggiore.roma@tiscali.it | Bus 23, 280, H.


Mit Kindern unterwegs

Viel Eis, Pizza und Pausen

Rom kann auch für den Nachwuchs spannend sein, wenn Sie es mit der Familie locker angehen lassen

Ist Rom kinderfeindlich? So wie jede andere moderne Großstadt auch, nur noch ein bisschen mehr. Der Verkehr ist höllisch, der Auslauf der Kleinen begrenzt, gute Spielplätze muss man mit der Lupe suchen. Sind die Römer kinderfeindlich? Ganz im Gegenteil. Die Italienerinnen haben so wenig Nachwuchs, dass die seltenen Exemplare gehätschelt werden wie Pandabären im Zoo. In den Trattorien sind Ihre Kids sowieso die Stars und keiner guckt, wenn sie fröhlich vor sich hin kleckern. Ist Rom ein gutes Reiseziel für Familien? Ja, wenn Sie es locker angehen lassen. Sie müssen nicht das Forum Romanum bei 40 Grad Hitze erobern. Und wenn, ein Eis oder ein Familienfoto mit den feschen Legionären am Kolosseum (für zwei bis drei Euro) bringt den maulenden Nachwuchs wieder zum Lachen. Probieren Sie mal, mit den Kids echt römisch aus einer fontanella, einem sprudelnden Brunnen zu trinken (Strahl mit der Handfläche zudrücken und Mund über das kleine Loch halten). Selbst Teenager finden Rom super, solange sie auch mal auf dem Trödelmarkt Porta Portese nach coolen Sonnenbrillen und Gürteln stöbern dürfen. Und wie wärs mit einer Radtour auf der Via Appia Antica? Rom ist spielerisch, manchmal auch erzieherisch: Wie beim 15-jährigen Jonas, der nicht glauben wollte, dass man St. Peter nicht in Bermudas betreten darf … „Ey, Alter, kann doch nicht wahr sein …“ Er kam dann doch hinein - in Papas langen Hosen, die er vorher mit ihm auf der öffentlichen Toilette getauscht hatte.


Stadtspaziergänge

Alle Wege führen durch Rom

Ob diesseits oder jenseits Tiber: die Ewige Stadt ist ein wunderbares Pflaster

Barock: Von der Villa Borghese zum Petersplatz

Ohne sie wäre Rom nicht Rom! Baumeister und Bildhauer Gianlorenzo Bernini (1598-1680) und Architekt Francesco Borromini (1599-1667) hassten einander redlich - und doch haben sie die barocke Bühne der Ewigen Stadt prächtig miteinander inszeniert. Wie Antonio Salieri gegen Wolfgang A. Mozart, das verkannte Genie gegen den strahlenden Helden, so intrigierte der griesgrämige Borromini bis zu seinem tragischen Freitod gegen das Glückskind Bernini, dem Ruhm, Reichtum und Frauen in den Schoß zu fallen schienen. Bernini, Liebling der Mächtigen, der in 60 Jahren Schaffenszeit acht Päpsten diente, gewann das Duell. Dauer: gut drei Stunden, beste Zeit: sonntagmorgens, wenn der Verkehr geringer ist.

Romantik: Trastevere, Gianicolo und der Tiber

Wenn Sie nach zahlreichen Museen und antiken Foren der große Klassikblues befällt und Sie, vom vielen Pflastertreten im historischen Zentrum müde gelaufen, Sehnsucht nach Grün und weitem Blick verspüren, dann spannen Sie auf dem 84m hohen, dem römischen Gott Janus geweihten Hügel Gianicolo aus.

Altes Rom: Via Appia Antica

Sonntags nie? Ganz im Gegenteil! Gerade am Sonn- oder Feiertag sollten Sie einen Ausflug zur „Königin der Straßen“ einplanen, denn da ist die alltags stark befahrene Via Appia Antica Fußgängerzone und Fahrradparadies.


24h

Ein Tag in Rom

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Abenteuertour

Eintauchen in die Welt der Illuminati. Mit der Angels and Demons Tour von Simone Gozzi erlebt man die Abenteuer rund um Dan Browns Helden Robert Langdon. Mithilfe einer speziellen Stadtkarte gelangt man zum Pantheon, Trevi-Brunnen und an die Engelsburg und erfährt allerhand Storys über den Geheimbund. Wo? Treffpunkt ist die Piazza del Popolo | 54 Euro pro Person, in der eigenen Limousine zu zweit 220 Euro | Tel. 3385006424 | www.darkrome.com

Dolce Vita auf der Vespa

Dem Charme der 50er-Jahre auf der Spur. Die Vespa wartet! Wer absolut stilecht unterwegs sein will, schnappt sich das cremeweiße Vespa-Modell Dolce Vita. Dann heißt es “Helm auf“und mit dem Daumen auf der Hupe in den Verkehr stürzen. Los gehts an der Piazza della Republica und mit Vollgas Richtung Via del Corso und Via Fattina. Und Stopp! Jetzt ist die Gelegenheit für einen kurzen Shoppingtrip. Wo? HR Incentives | Via Piave 49 | Preis auf Anfrage | Tel. 0642020675 | www.happyrent.com

Pasta und basta

Mit der Vespa geht es dann schnurstracks weiter zu Il Vero Alfredo. Das Restaurant genießt einen legendären Ruf - oder genauer gesagt seine Linguine, Rigatoni und allen voran seine Spezial-Fettuccine. Der Beisatz Imperatore delle Fettuccine ziert sogar das Emblem. Kurz: Alfredo ist oberster Pasta-König Roms. Wo? Piazza Auguste Imperatore 30 | Tel. 066878734 | www.alfredo-roma.it

I believe I can fly

Frisch gestärkt rollt man zum kleinen Flugplatz Rom-Urbe und besteigt dort ein zweimotoriges Flugzeug, das mit maximal neun Passagieren zu einem 20minütigen Rundflug abhebt. In einer Höhe von 450 Metern sieht man erst die enormen Ausmaße von Petersplatz, Kolosseum und Co. Gigantisch! Wo? Cityfly, Aeroporto Roma-Urbe | Via Salaria 825 | Preis: 80 Euro pro Person | Tel. 0688333 | www.cityfly.com

Entspannung pur

Öko-Food, Kaffee und die neuesten Bücher - im Café Agave entspannt man und rüstet sich für den Abend. Einfach hinter einem der Schmöker abtauchen und in die Welt der Literaten versinken. Die Wohnzimmer-Atmo ist so kuschelig, dass das Aufstehen schwer fällt. Wo? Agave Bistrot Libreria | Via di S. Martino ai Monti 7/A | Tel. 064882134 | http://agavebookbar.blogspot.com

Smells like my spirit

Düfte über Düfte - für die Nase das Paradies. Die Bar à parfums sieht aus wie eine moderne Bar, aber statt Cocktails werden hier verschiedene Duftnoten auf kleinen weißen Trapeztüten gereicht. Schnuppern! Ah, das ist Moschus! Schnuppern! Das riecht nach Rosen. Und so geht es weiter, bis man, wenn man will, alle 200 Geruchsproben durch hat. Lieblingsdüfte sammeln und am Ende zum ganz persönlichen Parfum mischen lassen. Danach heißt es, mit der Vespa zum Verleiher verduften. Wo? LOlfattorio Bar à parfums | Via Ripetta 34 | Tel. 063612325 | www.olfattorio.it

Sehen und gesehen werden

Bitte Platz nehmen, auf dem Campo de Fiori läuft nun folgender Film: Auftritt Abendsonne - Schnitt - die Protagonisten, allesamt hippe Italienerinnen, stöckeln über den Platz, verfolgt von wild gestikulierenden Männern … Auf dem Campo de Fiori lässt sich nicht nur der Sunset perfekt genießen, sondern auch das pralle Leben der Römer verfolgen. Die Enoteca Il Nolano versorgt einen dazu mit einem Gläschen Wein. Wo? Enoteca Il Nolano | Piazza Campo de Fiori 11/12 | Tel. 066879344

Art Clubbing

Genug Rom-Feeling aufgenommen, jetzt steht Clubbing auf dem Programm. Als Geheimtipp der Szene gilt dieses, in einer alten Fabrikhalle unter dem Label atelier35, angesiedelte Projekt. Die Mischung aus Kunst jeder Art und Club-Event machen den Abend unvergesslich und die Elektro-, Funk- und Disco-Beats tun ihr übriges. Wo? atelier35 | Via Valpolicella 35-37 | Tel. 3470095009 | www.atelier35.it


Ausflüge und Touren

Römische Villen, Wasserspiele und Meer

Natur oder Kultur, alte Weinstraße oder junges Strandleben - Ausflüge für jeden Geschmack

Castelli Romani: Frascati & Castel Gandolfo

Castelli Romani nennen die Römer die hübschen Dörfer und Städtchen an der wohl ältesten Weinstraße der Welt. In Frascati (ca. 20 km südlich von Rom) in den Albaner Bergen hatten schon Cäsar und Brutus ihre Villen, in Castel Gandolfo geht der Papst in die Sommerfrische. An Wochenenden herrscht hier viel Trubel! Anfahrt: von der Ringautobahn Gran Raccordo Anulare (G.R.A.) Autobahn A1 oder N215 bis Frascati bzw. N7 bis Castel Gandolfo. Zug: von Termini jeweils nach Frascati oder Castel Gandolfo. Bus: zwischen Frascati und Castel Gandolfo blaue Cotral-Busse ca. alle 30 Min.

Tivoli: Villa Adriana & Villa DEste

Ein Nachmittag in Tivoli sei „das Glück im Quadrat“, lässt Max Frisch seinen „Homo Faber“ schwärmen. Unter den vielen Villen in Latium ist die Villa Adriana einzigartig und gilt, zusammen mit dem Besuch der Renaissancegärten der Villa dEste, als der schönste klassische Ausflug. Die Villa dEste liegt direkt in Tivoli 32km östlich von Rom, die Villa Adriana rund 6km südwestlich davon. Anfahrt über die Via Tiburtina, Settecamini bis zum Ort namens Villa Adriana, dort rechts Schildern zur Villa Adriana folgen. Per Bahn: Bahnhof Tiburtina bis Tivoli, per Bus: blauer Cotralbus ab Metro B: Ponte Mammolo bis Tivoli Centro, von dort Shuttle zur Villa Adriana. | www.comune.tivoli.rm.it

Cerveteri - Auf den Spuren der Etrusker

Cerveteri liegt 44 km nordwestlich von Rom. Auf dieser Tour nicht vergessen sollten Sie Ihre Badesachen, denn nach dem archäologischen Ausflug können Sie sich am langen, schwarzen Strand von Ladispoli oder im hellen Sand von Fregene, dem Prominentenstrand der Römer, entspannen. Anfahrt: Cerveteri, Autobahn A12 oder SS1 Via Aurelia. Per Zug: Nahverkehrszug nach Ladispoli (Richtung Grosseto, alle 30 bis 50 Min.) von der Stazione Termini, umsteigen in den blauen Cotralbus nach Cerveteri, gut einstündiger Fußmarsch bis zu den Nekropolen, im Sommer Pendelbus. | www.comune.cerveteri.rm.it

Ostia & Ostia Antica - Römischer Kultstrand & klassische Kultur

Strandrummel und stille Ruinenstadt, beides haben die Römer keine 30km entfernt. Nicht vergessen: Badezeug für Ostia oder die südlich gelegenen Strandbäder Anzio und Nettuno, lange Hosen zum Strandreiten in Castel Fusano, Sonnencreme. Anfahrt: mit dem Auto über die Autobahn 201 oder die Via del Mare. Mit der S-Bahn ab Magliana (Metro B): Ostia Lido bzw. Ostia Antica. Oder ab Stazione Ferrovie Roma - Lido di Ostia, Piazzale Ostiense (Piramide)


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Rom-Reise

Auto

Die Autostrada del Sole von Florenz führt auf den Grande Raccordo Anulare (G.R.A.), die Ringautobahn, um Rom. Nehmen Sie die Via Salaria, die Via Cassia oder Via Flaminia als Einfallstraße ins Zentrum. Von Süden, also Neapel, empfehlen sich die Via Appia Nuova oder Via Casilina in die Innenstadt. Stets dem Zeichen centro folgen, sonst landen Sie an der Peripherie!

Bahn

Die meisten Personenzüge kommen in der Stazione Termini an. Autoreisezüge halten in der Stazione Tiburtina.

Flugzeug

Rom hat zwei Flughäfen. Alitalia und Lufthansa fliegen mehrmals täglich direkt Frankfurt-Rom, München-Rom und Lufthansa auch Düsseldorf-Rom den internationalen Flughafen Leonardo da Vinci an, der 32 km von Rom entfernt in Fiumicino liegt. Viele Billigfluglinien und Chartergesellschaften wie Ryanair, Easyjet, Hapag Lloyd. LTur, German Wings landen meistens im rund 18 km südöstlich gelegenen Ciampino.

Staatliches Italienisches Fremdenverkehrsamt ENIT

www.enit-italia.de

APT Römisches Fremdenverkehrsbüro

Auskünfte und Hotelverzeichnis, doch keine Zimmervermittlung (Mo-Sa 9-19Uhr | Tel. 06488991 | Fax 064819316 | Via Parigi 11 | www.aptroma.com | Metro A: Repubblica). APT Flughafen Leonardo da Vinci, Ankunftshalle, Fiumicino (8.15-19 Uhr | Tel. 0665954471 und 0665956074).

Infopavillons

Standorte der Infopavillons: Castel SantAngelo (Piazza Pia) - Corso (Via Minghetti) - Via dei Fori Imperiali (gegenüber vom Forum Romanum) - Stazione Termini (Gleis 4 und Piazza Cinquecento) - Piazza Sonnino (Trastevere) - Santa Maria Maggiore - Piazza Cinque Lune (nahe Piazza Navona) - Piazza San Giovanni in Laterano tgl. 9.30-19.30 Uhr

Pilger- und Touristenzentrum der Deutschen Bischofskonferenz

Hier erhalten Sie Auskunft zum Vatikan, zu Basiliken, Katakomben und zu Pilgerheimen. Mo-Fr 8.30-17.30 | Sa 8.30-12.30 Uhr | Via della Conciliazione 51 | Tel. 066897197 | Fax 066869490 | www.pilgerzentrumrom.de | Bus 64, 40

Touring Club Italiano

Reiseauskünfte speziell für Autofahrer, auch Straßenzustandsberichte. Via del Babuino 20 | Tel. 0636005281 | www.touringclub.it | Bus 119

Eisenbahn (FS)

Fahrplanauskünfte tgl. 7-21 Uhr | Tel. 06892021 | www.trenitalia.com. Reservierungen über römische Reisebüros und in der Stazione Termini (7-20Uhr).

Auto

Italien hat die Straßenverkehrsordnung verschärft. Wer jetzt noch alla romana fährt, also bei Rot Gas gibt, Fußgänger nötigt oder verkehrt durch die Einbahnstraße braust, muss mit 137 Euro Strafe rechnen. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Prozent, es gilt Anschnallpflicht im Auto und Helmpflicht fürs Moped. Auf dreispurigen Autobahnen ist Tempo 130 erlaubt (bei Regen Tempo 110). Außerhalb von Ortschaften muss mit Abblendlicht gefahren werden. Und denken Sie unbedingt an griffbereite Warnwesten, denn die müssen Sie beim Verlassen des Autos außerhalb von Ortschaften grundsätzlich überziehen - ein Verstoß kostet 137 Euro.

Banken

Banken (banca) und Sparkassen (cassa di risparmio) haben meistens Mo-Fr 8.30-13.30 und 15-16 Uhr geöffnet. Gut, dass viele Banken auch rund um die Uhr zugängliche Geldautomaten haben. Wechselstuben (uffici cambio) sind in der Vorhalle und im Souterrain der Stazione Termini täglich 9-21 Uhr geöffnet. American Express, finden Sie an der Piazza di Spagna 38 (Mo-Fr 9-12.30 | Sa 9-12.30 Uhr | Tel. 0667641).

Diebstahl

Im Fall eines Diebstahls sollten Sie möglichst umgehend Anzeige auf der nächsten Polizei- oder Carabinieristation oder auf der Questura (Polizeibehörde) erstatten. Dort gibt es auch Übersetzer zur Aufnahme des Schadensprotokolls. Via Genova 2 | Tel. 0646861 | Bus 60, 64, 70, 71 | Metro A: Repubblica

Deutsche Botschaft und Konsulat

Gemeinsamer Sitz in der Via San Martino della Battaglia 4 (Nähe Stazione Termini) | Tel. 06492131 | Sprechzeit: Mo-Fr 9-12 Uhr | Sa und So telefonischer Notdienst | www.deutschebotschaft-rom.it | Metro B: Castro Pretoria oder Termini | Bus 75, 492

Schweizer Botschaft und Konsulat

Via B. Oriani 61 | Tel. 068080871 | vertretung@rom.rep.admin.ch | Bus 53, 217

Österreichisches Konsulat

Viale Liegi 32 | Tel. 068552880 | www.austria.it | Bus 52, 53

Fahrräder & Mopeds

Fahrradverleihe gibts z.B. an der Metrostation Piazza di Spagna oder in der Via del Pellegrino 82. Wollen Sie sich mit einem Moped in den römischen Verkehr stürzen, können Sie dieses mieten bei Due ruote rent (Via Veneto 156 | Eingang in der Tiefgarage Villa Borghese | Tel. 063225240 | ca. 35 Euro/Tag) oder Romarent (Vicolo dei Bovari 7a | nahe Campo de Fiori | Tel. 06689555).

Ferien

Zahlreiche Hotels und Restaurants - teils sogar Geschäfte - sind Anfang Januar und in der Zeit der italienischen Sommerferien, d.h. in den Wochen vor und um den 15. August (ferragosto), geschlossen.

Fundbüro

Das Städtische Fundbüro (Ufficio dei Oggetti Rivenuti) befindet sich im Viertel Garbatella in der Circonvallazione Ostiense 191 (Mo-Fr 8.30-16 Uhr | Tel. 0667693214 | Metro B: Garbatella).

Gesundheit

Ärztlicher Notdienst und Krankenwagen Tel. 118

Internet

Hotels: www.venere.it | www.freehotelsearch.com | www.abcroma.com | www.travellero.it sowie www.romeguide.it für Infos und Hotels

WLAN-Plätze

Drahtlos surfen können Sie seit kurzem in römischen Parks wie Villa Borghese, Villa Ada, Villa Torlonia und in Geschäftshotels. Im Historischen Zentrum ist das WLAN, la rete senza fili, noch nicht verbreitet. In nächster Zeit sollen die Wi-Fi-Zones an 50 weiteren Punkten ausgebaut werden. Einige international besuchte Cafes bieten schon jetzt den drahtlosen Service: The Library (Vicolo della Cancelleria 7 | www.thelibrary.it), Café Friends (Piazza Trilussa 34) oder Good Bar (Via di San Dorotea 8-9)

Easy Everything

Größter Internetpoint Roms mit 250 Bildschirmen von 8 bis 1 Uhr nachts. 2 Euro pro Stunde, 8 Euro pro Tag, 13 Euro die Woche. Via Barberini 2 | www.easyeverything.com/italy | Metro B: Barberini | Bus 61, 62, 175, 492

Globalservice

Reisebüro und Internetcafé in Trastevere. Tgl. 8-24 Uhr | Piazza Sonnino 27 | Tel. 0658333316 | globalservice@mclink.it | Tram 8

Mietwagen

Alle größeren Autoverleihfirmen (autonoleggio) haben ihre Filialen sowohl an den beiden Flughäfen wie auch in der Innenstadt, z.B. Hertz (Tel. 199112211 aus Italien | www.hertz.it), Avis (Tel. 06452108391 | www.avisautonoleggio.it), Europcar (www.europcar.it | www.cheap-car-rental-reservations.net).

Notruf

Polizei (Carabinieri): Tel. 112, 113

öffentliche Verkehrsmittel

Das BIT (Biglietto Integrato a Tempo), also die kombinierte Bus- und U-Bahnkarte, kostet 1 Euro (einfache Fahrt, 75 Min. gültig), die Tageskarte 4 Euro, die 3-Tage-Karte 11 Euro, das Wochenticket 16 Euro. Erhältlich sind sie bei den ATAC-Büros (Römische Verkehrsbetriebe), etwa vor der Stazione Termini, Piazza S. Silvestro oder in den vielen Bars, Tabakläden und Zeitungskiosken mit dem schwarz-rot-gelben ATAC-Schild. Die Fahrkarten müssen in Bus, Metro oder Tram dann noch entwertet werden!

Romapass

Mit dem Roma Pass für 20 Euro können Sie drei Tage lang mit allen ATAC-Verkehrsmitteln, also U-Bahnen und Bussen, durch die Stadt streifen und genießen freien Eintritt bei zwei Museen ihrer Wahl sogar ohne Warteschlangen (gilt nicht für die Vatikanischen Museen). Die Karte gibts in allen Info-Kiosken, ATAC-Büros, Stazione Termini und Flughafen Fiumincino.

Post

Für Briefe und Postkarten ins Ausland ist die posta prioritaria mit Expressaufschlag für 62 Cent obligatorisch. Die meisten Postämter haben Mo-Fr 8-14 geöffnet, manche auch 16-19 und Sa 8-12 Uhr. Briefmarken (francobolli) erhalten Sie meist auch in Tabakgeschäften (tabacchi).

Archeobus zur Via Appia

Der Archeobus der ATAC (Römische Verkehrsbetriebe) fährt 10-17 Uhr stündlich von der Piazza Cinquecento vor der Stazione Termini zur Via Appia Antica. Sie können den archäologischen Weg an sieben Stationen unterbrechen. Fahrpreis 8 Euro

Carrani Tours

Tgl. Abfahrten 9 und 15 Uhr | 25 Euro | Via V. E. Orlando 95 | Tel. 0648903591 | Tel. 064742501 | www.carrani.com

Ciao Roma Trolley Tour

Von der Via Veneto über Stazione Termini, Kolosseum, Kapitol, Vatikan halten Sie mit Ciao Roma Trolley Tour an zwölf Hop-on-hop-off-Stationen. Inbegriffen sind Kopfhöreransagen in zehn Sprachen. Tgl. 9.30 bis 18 | im Winter bis 17 Uhr | Tel. 0648976161 und Tel. 48907913 | Tagesticket 18 Euro (nach 13.30 Uhr 15 Euro) | inkl. reservierter Eintrittskarte für die Galleria Villa Borghese 24 Euro (außer Mo)

Linie 110

Rundfahrt (2 Std.) zu den Roms Sehenswürdigkeiten. Abfahrt vor Stazione Termine | Piazza dei Cinquecento | 10-18 Uhr jede halbe Stunde | 13 Euro mit Fahrtunterbrechung

Linien 116, 117, 118, 119

Die besten Romrouten: Bus 116 schaukelt Sie von der Villa Borghese (Porta Pinciana) über die Via Veneto, Piazza del Parlamento, Corso Rinascimento, Corso Vittorio Emanuele, Campo de Fiori bis zum Gianicolo; Bus 117 von der Piazza del Popolo, Piazza Venezia, Via dei Fori Imperiali, Colosseo bis zur Lateransbasilika. Bus 118 fährt vom Piazzale Ostiense, Aventino, Terme Caracalla, Porta Sebastiano, Via Appia Antica bis zur Via Appia Pignatelli. Bus 119 von der Piazza del Popolo zur Via Veneto. Mo-Fr 8-21 | Sa 8-24 Uhr

Romaculta

Deutschsprachige Kunsthistoriker und Archäologen machen wunderbare, individuelle Stadtführungen, z.B. Römische Wahrzeichen, Barockspaziergänge oder Kunst im Vatikan. Auch Rom für Kinder. | Tel. 3387607470 | Fax 0621803222 | info@romaculta.it

Tabacchi

Sie sind beinahe die wichtigsten Läden, nicht nur für Raucher. Denn sie verkaufen außer Tabakwaren auch Busfahrscheine, Salz und Briefmarken. Schauen Sie nach einem meist an der Hauswand befestigten schwarzen Schild mit weißem „T“.

Taxi

Lassen Sie sich entweder im Hotel ein offizielles Funktaxi rufen oder gehen Sie zu den Taxiständen. Die Tarife entsprechen ungefähr denen in Deutschland, die Zähler sind geeicht. Grundpreis: 2,33 Euro. Aufschläge: Nachttarif ab 22 Uhr 4,91 Euro, Sonn- und Feiertage 3,36 Euro, jedes Gepäckstück 1 Euro. Tarif 1, Stadtbereich: 0,78 Euro/km, Tarif 2: 1,29 Euro/km. Vom Flughafen Fiumincino müssen Sie mit über 40 Euro in die Innenstadt rechen, vom Flughafen Ciampino mit 30 Euro. Funktaxen | Tel. 064994 | Tel. 066645 | Tel. 063570 und Tel. 064157

Telefon & Handy

So wählen Sie richtig: 0049 Vorwahl für Deutschland, dann Ortsvorwahl ohne die erste 0. Vorwahl für Österreich 0043, Schweiz 0041. Vorwahl für Italien aus Deutschland, Österreich, Schweiz 0039.

Trinkgeld

Hier ein paar Vorschläge: Gepäckträger erhalten 1 Euro, Zimmermädchen 1 Euro für eine Übernachtung, 3 Euro die Woche, Portier 1 Euro, Kellner erhalten rund 5 Prozent, wenn Sie zufrieden waren.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Sie alle Waren für den persönlichen Verbrauch nach Hause mitnehmen, z.B. 90 l Wein, 10 l Spirituosen, 800 Zigaretten. Für Schweizer gelten wesentlich engere Mengenbeschränkungen, u.a. 2 l Wein, 200 Zigaretten und 50 g Parfüm.

Kaffee

0,80 Euro in der Stehbar für eine Tasse Espresso

Eis

2 Euro für eine große Portion

Wasser

1,50 Euro für Mineralwasser/Cola

Cornetto

80 Cent für ein Hörnchen

Briefmarke

62 Cent für Auslandspost

Busfahrt

1 Euro für eine Busfahrt


Unser Insider

MARCO POLO Autorin Swantje Strieder im Interview

Swantje Strieder lebt als freie Autorin in Hamburg und in ihrer Wahlheimat Rom. Sie arbeitet u.a. für den Stern, Merian und Die Zeit.

Sie sind ein wahrer Rom-Fan. Wie ist es dazu gekommen?

Bella Roma hat mich schon als Kind fasziniert. Als Elfjährige habe ich mit meinen Eltern eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen. Hat gewirkt, oder? Nach einigen Jahren als Spiegel-Redakteurin in Hamburg bin ich dann als freie Autorin für sieben Jahre mit meinem Mann und Sohn dorthin gezogen.

Wo leben Sie, wenn Sie in Rom sind?

Früher habe ich in Nomentano gelebt, wo der Park Villa Torlonia unsere Oase war. Heute fühle ich mich in Monti am Fuß des Forum Romanum zuhause. Eines der ältesten Viertel von Rom, das noch ein bisschen vom alten Charme bewahrt hat. Wie Trastevere vor 30 Jahren.

Sprechen Sie italienisch?

Sie werden nirgendwo glücklich, wenn Sie nicht die Sprache des Gastlandes lernen. Wie wollen Sie sonst arbeiten, recherchieren, Freunde gewinnen und morgens beim Espresso in der Bar mitreden? Da ich Spanisch spreche, fiel mir Italienisch anfangs leicht. Aber ich bin dann doch einige Wochen auf eine Sprachschule gegangen, weil es mehr Spaß machte, mit anderen zu lernen.

Haben Sie spezielle Hobbys?

Ja, richtig italienisch Kochen. Das habe ich bei meinen Freundinnen Maria Pia und Lilia gelernt - und im römischen Kindergarten, wo die Mütter im Turnus kochen mussten. Jeden Tag Pasta; und immer drei Gänge für 35 verwöhnte Kinder. Wehe, wenn ich mit braven Kartoffeln (che schifo! = ekelhaft) ankam oder der sugo nicht recht war!

Was ärgert Sie am römischen Alltag?

Die Zeiten, wo man jede Gasrechnung bei der Post bar einzahlen und dafür zwei, drei Stunden Schlange stehen musste, sind glücklicherweise vorbei. Rom hat sich europäisiert, es gibt jetzt Abbuchungssysteme, obwohl die echten Römer dem in ihrer Staatsverachtung immer noch nicht trauen. Aber der Verkehr ist eher noch schlimmer geworden. Selbst die Katakomben sind ausgedehnter als das lächerlich kleine U-Bahn-Netz dieser Millionenstadt, und die Busse haben keine Fahrpläne. Wie auch - sie könnten sie eh nicht einhalten.

Was prädestiniert Sie als Rom-Autorin?

Alles selbst ausprobiert! Alles mitgemacht! Mit frechen Taxifahrern gestritten und netten Museumswächtern geschäkert. Ich versetze mich immer wieder in den Reisenden, der zum ersten Mal diese schöne, anstrengende und chaotische Stadt erlebt.


Bloß nicht

Tipps für das richtige Verhalten

Ballermann in Rom

Viele Römer sind entsetzt, dass ihr weltberühmtes Centro Storico immer mehr zur Partymeile für Sauftouristen degradiert wird. Respektieren Sie die Bedürfnisse der Altstadtbewohner, Kultur und Einzigartigkeit der Ewigen Stadt, und verwechseln Sie Rom nicht mit dem Ballermann-Strand auf Mallorca.

Falsche Krokodile kaufen

Das grüne Reptil am Hemd sieht echt aus, der Preis ist verführerisch. Doch die gefälschten Lacoste-Leibchen, Rayban-Brillen oder Gucci-Täschchen könnten Sie teuer zu stehen kommen. 3000 Euro Strafe musste jüngst eine Touristin für ein gefaktes Täschchen vom Straßenhändler bezahlen. Das Original im Laden wäre billiger gewesen.

In der Bar rauchen

Seit 2005 hat Italiens Gesundheitsminister den blauen Dunst aus Restaurants, Bars und öffentlichen Gebäuden verscheucht und Verstöße mit hohen Geldbußen belegt. Nehmen Sie Ihren Kaffee einfach mit nach draußen vor die Bar.

Im Hotel frühstücken

Für die meisten Römer besteht die prima colazione, das Frühstück, nur aus einem espresso und ein paar Keksen. Das deutsche Frühstück mit Käse, Wurst, Müsli und Eiern wäre ihnen viel zu deftig. Dementsprechend dürftig ist auch das Hotelfrühstück. Gehen Sie am besten in die Bar an der Ecke, essen Sie wie alle Italiener im Stehen ein cornetto, ein Hörnchen, und trinken Sie einen Cappuccino dazu.

Immer an Grün glauben

Wenn Ihnen römische Ampeln grünes Licht geben, heißt das noch lange nicht, dass Sie als Fußgänger gefahrlos die Straße überqueren können. Rote Ampeln scheinen trotz hoher Strafen für viele Italiener noch immer nur Empfehlungscharakter zu haben. Am besten kreuzen Sie die Fahrbahn im Windschatten eines Römers, der sich aufmerksam, aber zielsicher durch die Blechlawine schiebt.

An fahrbaren Getränkeständen kaufen

Achtung, an den fahrbaren Getränkeständen und Souvenirläden vor ausgesprochenen Touristenattraktionen wird fleißig draufgeschlagen. Eine kleine Flasche Wasser oder Cola kostet da schon mal 3 bis 4 Euro.

Im Restaurant einzeln bezahlen

Die deutsche Sitte, gemeinsam essen zu gehen, aber getrennte Rechnungen zu verlangen, stößt häufig auf Stirnrunzeln. Sind die Deutschen so geizig, dass keiner den anderen einladen mag? Eleganter Kompromiss: verlangen Sie nach Landessitte eine einzige Rechnung und teilen den Betrag erst hinterher auf.

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