City-Info Paphos/Zypern

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Unterhaltung

Unterhaltung

Agía Nápa und Lárnaka

Luna Park

Vergnügungspark mit Kinderkarussells, Autoskooter, Riesenrad, Gokartbahn, Minigolf und Trampolin. Tgl. ab 12 Uhr | Níssi Avenue/Ecke Makários III. Avenue

Rock Garden

Die Openairdisko wird von ihren Besitzern als „The official Mad House“ bezeichnet, also als das offizielle Irrenhaus der Insel. Gespielt werden Indie, Alternative, Classic und Progressive Rock. Tgl. ab 18 Uhr | Agías Mávris Street 2

Black Turtle Tavern

Taverne im ersten Stock eines alten Hauses nahe der Lazarus-Kirche. Tgl. ab 20 Uhr, Mi, Fr, Sa Livemusik ab 21.30 Uhr | Méhmet Alí Street 11 | €

Club Topaz

Mainstream, Funk, Deep House und griechische Hits. Mi-So ab 22 Uhr | Athinón Avenue 30

Unterhaltung

Limassol

Lemesianés Vradiés

Mesé-Restaurant mit griechischer Livemusik. Irínis Street 111 | €€€

Unterhaltung

Nicosia

Enallax

Für Musikliebhaber: mittwochs Classic Rock, donnerstags bis samstags griechische Livemusik. Leofóros Athínas | kurz vor der Green Line | Mi-Sa ab 23 Uhr | Tel. 22430121

Unterhaltung

Páfos

Demokritos

Große Taverne mit folkloristischem Programm und gutem mesé. Im Hotelviertel. Tgl. ab 20 Uhr | Ágios Antónios Street | €€

Unterhaltung

Nordzypern

Palace Street

Mit Hilfe der EU ist 2007 in der Palace Street, die an der Lala-Mustafa-Moschee beginnt, ein trendiges Szeneviertel mit Lounges und Bars in alten Markt- und Lagerhallen entstanden.

Casinos

13 Casinos bieten nicht nur Gelegenheit zum Glücksspiel, sondern auch Shows und andere Unterhaltungsprogramme. Diskotheken finden Sie in mehreren Hotels, u.a. im Hotel Dome direkt am Meer. Das stimmungsvollste Pub in der Altstadt ist die Horseshoe Bar (Canbulat Sok. | tgl. ab 19 Uhr).

Auskunft

Auskunft

Agía Nápa und Lárnaka

Cyprus Tourism Organization

Krío Neró Avenue 12 | in Klosternähe | Tel. 23721796

Cyprus Tourism Organization

Lárnaka Airport | Tel. 24643576 | Vasiléos Pavloú Square | Tel. 24654322

Auskunft

Limassol

Cyprus Tourism Organization

Spýrou Araoúzou Avenue 115 A | Tel. 25362756; George A' Street 35 | Germasógeia, im Hotelviertel | Tel. 25323211

Auskunft

Nicosia

Cyprus Tourism Organization

Laikí Gitoniá | Südnicosia | Tel. 22674264

North Cyprus Tourist Information

Kerýneia-Tor | Tel. 2272994

Übergänge Zwischen Nord- und Südnicosia (Checkpoints)

Checkpoint Ledra Palace: Unmittelbar am Rand der Altstadt liegt, von den Stadtzentren beider Teile der Inselhauptstadt nur jeweils 10 Gehminuten entfernt, der rund um die Uhr geöffnete Checkpoint Ledra Palace. Sie können ihn zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit einem Mietwagen oder Taxi passieren. Auf beiden Seiten stehen rund um die Uhr Taxis bereit. Wer mit Taxi und Gepäck aus dem Süden kommt, kann hier die Green Line zu Fuß passieren und dann auf der anderen Seite mit einem preiswerteren türkisch-zypriotischen Taxi weiterreisen.

Auskunft

Páfos

Cyprus Tourism Organization

Im Flughafengebäude | zu allen Ankünften geöffnet | Tel. 26422833; Gladstone Street 3 | Ktíma | Tel. 26932841 und Piátsa (gegenüber Hotel Annabelle) | Káto Páfos

Auskunft

Tróodos

Cyprus Tourism Organization

Am Dorfplatz | Páno Plátres | Tel. 25421316

Auskunft

Nordzypern

Gazimagusa Turizm

Fevzi Çakmak Bulvarı | Tel. 3662864

Girne Marina Turizm Ofisi

Am Hafen | Tel. 8152145

Einkaufen

Einkaufen

Agía Nápa und Lárnaka

Staatliches Kunsthandwerkszentrum

Hier können Sie sich einen Überblick über die Arbeiten einheimischer Kunsthandwerker verschaffen. Kosmá Lyssiótis Street 6

Einkaufen

Limassol

Markthallen

Die interessantesten des Inselsüdens, 2001 modernisiert. Hier werden neben Fisch, Obst und Gemüse auch Korbwaren und zypriotische Spezialitäten angeboten. Mo-Fr 6-14.30 Uhr (Mi nur bis 13.15 Uhr), Sa 6-13.30 Uhr | zwischen Kanáris und Athens Street

Einkaufen

Nicosia

Einkaufsstraßen

Die Haupteinkaufsstraßen in Südnicosia sind die Lídras und die Onásgoras Street in der Alt- sowie die Makários Avenue in der Neustadt. Viele Souvenirläden finden Sie in der Laikí Gitoniá. In Nordnicosia ist die Arasta Sok. die Haupteinkaufsstraße der Altstadt.

Märkte

Interessanter als die Markthalle in der Altstadt (Platía Dimarchías | 7.30-13 Uhr) sind der Mittwochsmarkt auf der Constanza-Bastion (6-17 Uhr) und die Markthalle in der Altstadt von Nordnicosia in direkter Nähe der Selimiye-Moschee.

Staatliches Kunsthandwerkszentrum

Verkaufsausstellung mit Festpreisen; einige Kunsthandwerker arbeiten auch hier. Mo-Fr 7.30-14 Uhr, Do (außer Juli/Aug.) auch 15-18 Uhr | Athalássia Street 186 | nahe Autobahn Lárnaka/Limassol | Südnicosia

Einkaufen

Páfos

Markthalle

Weil die Markthalle Ende der 1990er-Jahre von Souvenirhändlern erobert wurde, müssen die vielen Bauern, die vor allem samstagmorgens ihre Produkte feilbieten, jetzt mit Plätzen rund um die Halle vorliebnehmen. Die Atmosphäre ist trotzdem noch ländlich-urig. Agorás Street | Ktíma

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Agía Nápa und Lárnaka

Esperia

Gepflegte Taverne mit großer Terrasse am Fischerhafen; schöner Blick auf Kap Gréko. Gute Auswahl, auch an frischem Fisch. Tgl. ab 12 Uhr | €€€

Nápa

Eine der ersten Tavernen im Ort, schon 1976 gegründet. Große Auswahl auch an zypriotischen Spezialitäten. Angebote für Vegetarier. Tgl. ab 16 Uhr | Odós Dimokratías 15 | oberhalb des Klosters | €€

Art Café 1900

Das stimmungsvolle Künstlercafé und Bistro in den Räumen eines alten Stadthauses hat wechselnde Tagesgerichte auf der Karte. Serviert werden neben zypriotischen Spezialitäten orientalische Kuchen und gutes Eis. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich gepflegte Bar mit über 100 Whiskysorten. Tgl. 18-24 Uhr | Stasinoú Street 6 | nahe Tourist Information | www.artcafe1900.com.cy | €

The Brewery

Crossoverküche in lockerem Ambiente. Das Bier (auch Weizen) stammt aus der eigenen Minibrauerei im Lokal. Tgl. ab 9 Uhr | Athinón Street 77 | €€

Essen und Trinken

Limassol

Apollo Garden Café

Grüne, stille Oase voller Nippes, versteckt im Zentrum. Preisgünstige Snacks. Mo-Sa 10-18 Uhr | Iphigenias Street 14D | €

Barolo

Mehrfach für seine guten Weine ausgezeichnetes Feinschmeckerrestaurant, gute Salate, Wild, Kreatives wie Foie Gras in Tresterschnaps. Di-So ab 19 Uhr | Odós Agíou Andréa 248 | Tel. 25760767 | €€€

The Old Neighbourhood

Kleine, ursprünglich gebliebene Taverne in der Altstadt mit richtig guter Hausmannskost. Abends wird häufig musiziert. Tgl. ab 18 Uhr | Odós Ángyras (Ankaras) 14 | €

Pantopoulíon

Restaurant in der ehemaligen Fischmarkthalle. Mittags große Auswahl auch seltener Spezialitäten, abends exzellentes mesé. Große Auswahl zypriotischer Weine. Mo-Sa 11.30 bis 15.30 und 19-24 Uhr, Fr und Sa abends griechische Livemusik | zwischen Kanáris und Athens Street | mittags € | abends €€

Essen und Trinken

Nicosia

Tavernen

In Südnicosia liegen fast alle touristisch interessanten Tavernen im restaurierten Altstadtviertel Laikí Gitoniá, in Nordnicosia konzentrieren sie sich auf den Atatürk-Platz.

Aegeon

Taverne mit schöner Atmosphäre nahe dem Famagusta-Tor; exzellentes mesé à la carte. Unbedingt telefonisch reservieren. Tgl. ab 20 Uhr | Tel. 22433297 | Hector Street 40 | Südnicosia | €€€

Boghjalian Konak

Stilvolle Räume im ehemaligen Haus eines armenischen Tuchhändlers, schöner Innenhof, vor allem Grillgerichte. Mo-Sa 12-16 und ab 19 Uhr | Salahi Şevket Sok. | Nordnicosia | www.boghjalian.com | €€

Friday's

Kneipe, Cocktailbar und Restaurant nach amerikanischem Vorbild auf zwei Etagen. Crossoverküche, leckere smoothies, exzellenter Long Island Tea. Tgl. ab 12 Uhr | Diágorou Street 12 | Südnicosia | €€€

Mattheos

Einfache Taverne mit großer Auswahl nahe der Faneromeni-Kirche. Mo-Sa 10-17 Uhr | Lefkónos Street | Südnicosia | €

Sedir Café

Stimmungsvoller als in diesem Lokal im Innenhof der Großen Karawanserei kann man in Nordnicosia nicht sitzen, besser nicht speisen. Alles ist hausgemacht, beim Ausrollen des Teigs für Ravioli und Teigtaschen kann man morgens zuschauen. Empfehlung: mit Fleisch oder Käse gefüllte Ravioli, danach ein Joghurt mit Honig, dazu ein Glas Ayran. Mo, Do 9-20, Sa 9-16, Di, Mi und Fr (mit Livemusik) bis 24 Uhr | Büyük Han | €

Xefoto

Abends kommen auch viele Zyprioten. Der Englisch sprechende Wirt Andreas tischt ein mesé und Wein vom Fass auf; zur griechischen Livemusik (ab 21.30 Uhr) singen und tanzen die Gäste - und häufig auch der Wirt. Tgl. ab 11 Uhr | Laikí Gitoniá | Südnicosia | €€

Essen und Trinken

Páfos

Laóna

Markttaverne mit täglich frisch gekochten Speisen, auch vegetarische Gerichte. Mo-Sa 10-16 Uhr | Vótsi Street 6 | Ktíma | €

Laterna

Chrístos Mavromátis ist Koch aus Leidenschaft und stolz auf seine vegetarischen Spezialitäten und Steaks von zypriotischen Rindern. Er bietet in seiner kleinen, familiär geführten Taverne auch eine gute Auswahl erlesener zypriotischer Weine zu günstigen Preisen. Tgl. ab 17.30 Uhr, im Dezember geschl. | Apóllonos Street 2/Ecke Ágios Antónios Street | Káto Páfos | €€

Sóli-Aépia

Erstklassiges Fleisch- oder Fisch-Mesé mit Panoramablick. Odós Talaát Pása 1 | an der Markthalle | Tel. 26933272 | Livemusik Mi, Fr, Sa ab 21 Uhr | €€

Essen und Trinken

Tróodos

Restaurants

Restaurants finden Sie auch im Gebirge. Besonders zahlreich sind sie in Kakopetriá, Páno Plátres und Tróodos; essen können Sie aber auch am Kloster Kýkko, in Ómodos und Pedoulás, in Pródromos und Agrós. Weitere Lokale finden Sie an den Hauptstraßen durchs Gebirge.

Byzántio

In der Taverne am Kreisverkehr des höchstgelegenen zypriotischen Dorfs ist jeden Mittag ein großes, leckeres Spezialitätenbüffet (12 Euro) aufgebaut, Wirt Cháris spricht Deutsch. Tgl. ab 11 Uhr | Pródromos | €

Mílos/mill

Das Restaurant im Obergeschoss des architektonisch einmaligen The Mill Hotel gehört zu den besten Zyperns; telefonische Tischreservierung ist ratsam. Besonders lecker ist die (auf Wunsch bereits entgrätete) Lachsforelle mit Olivenöl-Zitronen-Knoblauch-Sauce! Tgl. ab 12 Uhr | Kakopetriá | Tel. 22922536 | www.cymillhotel.com | €€

Saint Antonio

Sonntags Lunchbüffet, abends mesé - stets leckeres zypriotisches und internationales Essen à la carte und hausgemachte Kuchen. Tgl. ab 10 Uhr | Makários Street 3 | Páno Plátres | €€

Essen und Trinken

Nordzypern

Cyprus House

Sehr gute regionale Küche im Ambiente eines Dorfhauses der 1930er-Jahre. Schöner Garten mit antiken Säulenkapitellen. Tgl. 12-23 Uhr | Polat Pasha Bulvarı | Tel. 3664845 | €€

D & B

Modernstes Restaurant in der Altstadt. Pizza, Pasta, Salate, Steaks, Kebabs. Tgl. ab 10 Uhr | Namek Kemal Maydani 14 | €

Ginkgo

Chic und modern eingerichtetes Restaurant in einem Kolonialbau neben der Kathedrale; auch gutes Suppenangebot. Tgl. ab 11 Uhr | Liman Yolu 1 | €-€€

Petek Pastanesi

Die beste Konditorei in der Altstadt. Außer türkischem Kuchen gibt es auch kleine Snacks. Tgl. 9-20 Uhr | Yesil Deniz Sok. 1 | €

Tavernen

Wer für einen Tag nach Kerýneia kommt, isst am Hafen am stimmungsvollsten. Zahlreiche Tavernen gibt es auch in der Stadt und an den Nachbarbuchten.

Brasserie

Dieses Edelrestaurant eines britisch-italienischen Ehepaars residiert in einer alten Kolonialstilvilla mit Terrasse gegenüber der Altstadt-Moschee. Tgl. 12-15 und ab 19 Uhr | Efeler Sok. 2 | €€€

O Psarás ápo to Zygí

Ein türkischer Zypriote, der vor 1974 als Fischer im südzyprischen Zygí lebte, führt jetzt das Fischrestaurant am Hafen, dessen griechischer Name „Der Fischer aus Zygí“ bedeutet. Der hier servierte Fisch ist garantiert fangfrisch. Tgl. 11-24 Uhr | Hafenpromenade | €€

Sehenswertes

Sehenswertes

Agía Nápa und Lárnaka

Hellenistische Gräber

Auf der Halbinsel Makrónissos westlich des Zentrums wurden in hellenistisch-römischer Zeit 19 Gräber in den Fels gehauen. Stufen führen hinunter in die Grabkammern, in denen die Toten in Tonsärgen beigesetzt waren. Frei zugänglich

Kloster Agía Nápa

Vom lauschigen Innenhof des um 1530 gegründeten Klosters mit Brunnenhaus und antikem Wasserspeier in Form eines Eberkopfes führen Stufen hinab in die Höhlenkirche des Konvents. Vor dem Südtor des Klosters steht ein über 400 Jahre alter Maulbeerfeigenbaum. Das Kloster wird heute als ökumenisches Tagungszentrum genutzt. Frei zugänglich

Thálassa

Hauptattraktion des modernen Meeresmuseums ist der seetüchtige Nachbau eines Frachtenseglers, der vor 2300 Jahren vor der Küste von Kerýneia sank. Juni-Sept. Mo 9-13 Uhr, Di-So 9-13 und 18-22 Uhr, Okt.-Mai Mo 9-13 Uhr, Di-Sa 9-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Krío Neró Avenue 14

Alt-Kíti

An der Ausgrabungsstelle im Nordosten sind eine Stadtmauer, die Grundmauern von Tempeln und Kupferwerkstätten zu erkennen. Mo-Mi, Fr 8-14.30, Do 8-17 Uhr | Eintritt 1,70 Euro | Makherás Street

Archäologisches Bezirksmuseum

Ausgestellt sind Funde aus Lárnaka, Choirokoitía und aus den Dörfern Pýla und Ársos, wo es in der Antike ein Aphrodite-Heiligtum gab. Mo-Fr 8-15 (Do bis 17), Sa 9-15 Uhr | Eintritt 1,70 Euro | Kalógreon Square

Fort

Die Festung am westlichen Ende der Uferpromenade entstand 1625. Im fotogenen Innenhof sind alte Steinanker, Kanonen und Kanonenkugeln zu sehen, außerdem Funde von Ausgrabungen in der Nähe. Mo-Fr 9-17 Uhr (Mai-Sept. bis 19 Uhr) | Eintritt 1,70 Euro | Ánkara Street, Uferpromenade

Lazarus-Kirche

Der mittelalterliche Name der Stadt Lárnaka leitet sich vom griechischen Wort für Sarkophag, dem Wort Larnax, ab. Sarkophage hat man in Lárnaka in großer Zahl gefunden. Einer davon, im 9. Jh. entdeckt, trug die Aufschrift „Lazarus, der Freund Christi“. Für die Menschen damals stand fest, dass es sich um jenen Mann handeln musste, den Christus von den Toten erweckt hatte. Die Krypta, in der Lazarus beigesetzt war, ist unter dem Altarraum noch heute zu sehen. Bemerkenswert sind die Schnitzarbeiten an der Ikonostase. Das kleine Kirchenmuseum in der Nordwestecke des Kirchhofs zeigt einige schöne Ikonen und liturgisches Gerät. April-Aug. tgl. 8-12.30 und 14.30-18.30, Sept.-März 14.30-17 Uhr | Eintritt Museum 1 Euro | Ágios Lázaros Street

Pierides-Sammlung

Bemerkenswerte Privatsammlung in einer Privatvilla aus dem 19. Jh. Zu sehen ist vor allem hervorragende Keramik von der Kammstrichware der Jungsteinzeit bis hin zu mittelalterlichen Exponaten. Faszinierend sind die Gefäße im zweifarbigen Freifeldstil aus dem 7. Jh. v. Chr. | Mo-Do 9-16 Uhr, Fr und Sa 9-13 Uhr | Eintritt 2 Euro | Zénon Kitieus Street 4

Städtische Kunstgalerie

Ausstellung zeitgenössischer Kunst in alten Lagerhäusern von 1881. Di-Fr 10-13 und 16-18 Uhr (Mai bis September 17-19 Uhr), Sa 10-13 Uhr, Okt.-Mai auch So 10-13 Uhr | Eintritt frei | Europe Square

Türkenviertel

Das ehemalige Türkenviertel der Stadt liegt unmittelbar westlich des Forts, wo auch die bedeutendste Moschee der Stadt steht, heute von Arabern genutzt. Ein Gang durch das Viertel mit seinen alten Häusern lässt die Atmosphäre des alten Zypern erahnen.

Sehenswertes

Limassol

Archäologisches Bezirksmuseum

Im kleinen Museum werden zweitrangige Funde aus dem Gebiet um Limassol und Amathoús gezeigt. Als Objekte des Alltags sind Schlüssel aus dem 5. bis 3. Jh. v. Chr. interessant. Di, Mi, Fr 8-15 Uhr, Do 8-17 Uhr, Sa 9-15 Uhr | Eintritt 1,70 Euro | Cannings/Ecke Byron Street

Carob Mill

Im ansehnlich restaurierten, 1937 erbauten Komplex einer großen Johannisbrotmühle sind nicht nur zahlreiche schicke Restaurants, Cafés und eine Mikrobrauerei untergebracht, sondern auch eine sehr anschauliche Ausstellung zur einstigen Bedeutung der Schoten des Johannisbrotbaums für Zypern. Tgl. ca. 10-22 Uhr | Vasilissis Street | an der Burg | Johannisbrotausstellung frei

Kellereien

Die vier großen Weinkellereien von Limassol, Keo, Sodap, Etko und Loel, sowie die Keo-Brauerei können vormittags besichtigt werden. Termine nennt die Tourist-Information. Alle Kellereien liegen an der Straße vom Stadtzentrum zum Hafen

Museum des zypriotischen Mittelalters

In der Burg aus dem 14. Jh. sind neben Grabplatten, Rüstungen und Waffen auch Fotos mittelalterlicher Bauten Zyperns ausgestellt. Beeindruckend ist die gotische Halle des Wehrbaus, von der eine Wendeltreppe aufs Dach führt. Di-Sa 9-17 Uhr, So 10-13 Uhr | Eintritt 3,40 Euro | Irinis Street

Sehenswertes

Nicosia

Ágios-Giannis-Kathedrale

Die orthodoxe Kathedrale der Stadt ist ein überraschend kleiner Bau, der 1662 auf den Ruinen einer Kreuzritterkirche erstand. Der Innenraum wurde zwischen 1736 und 1756 vollständig ausgemalt. Mo-Sa 8-12 und Mo-Fr 14-16 Uhr | Eintritt frei | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Arabahmet-Moschee

Die Moschee im sehenswerten, nach ihr benannten Altstadtviertel gilt als schönster islamischer Kultbau in Nicosia. Sie stammt aus dem 17. Jh. und heißt nach einem der Offiziere, die 1571 an der Eroberung Zyperns durch die Ottomanen teilnahmen. Stimmungsvoll ist der moslemische Friedhof neben der Moschee mit seinen alten Grabmälern. Außer zu Gebetszeiten frei zugänglich | Sehit Salahi Şevket Cad. | Nordnicosia

Bank of Cyprus Cultural Foundation

Kunstobjekte vom 2. Jt. v. Chr. bis zum Mittelalter, wohltuend modern präsentiert. Restaurant (€€) im Obergeschoss. Mo-Fr 10-17 Uhr | Eintritt frei | Phaneroménis Street 86 | www.boccf.com

Büyük Hamam

Das „Große Türkische Bad“, von den Osmanen in einer mittelalterlichen katholischen Kirche eingerichtet, ist bis auf Weiteres wegen Renovierungsarbeiten eingerüstet und geschlossen. Büyük Han Cad. | Nordnicosia

Büyük Han

Die 1572 gleich nach der Eroberung Zyperns von den Ottomanen gegründete „Große Karawanserei“ wurde vollständig restauriert. Wo einst Händler mit Maultieren und Kamelen übernachteten, finden sich jetzt ein sehr stimmungsvolles Café-Restaurant, Kunsthandwerksläden und kleine Galerien. So geschl. | Eingänge Arasta Sok. und Kurtbaba Sok. | Nordnicosia

Erzbischöflicher Palast

Als Zypern 1960 unabhängig wurde, ließ sich Makários III. in der Altstadt einen weitläufigen Palast bauen. Hier residierte er bis 1977 als Erzbischof und Staatspräsident zugleich. Keine Innenbesichtigung möglich | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Ethnografisches Museum

Das volkskundliche Museum ist im alten Erzbischofspalast untergebracht. Ein Schwerpunkt der Sammlungen ist technisches Gerät aus der Zeit vor der Industrialisierung. Zu sehen sind Trachten und Webarbeiten, Hohlsaumstickereien aus Páno Léfkara und schöne, geschnitzte Holztruhen, Schmuck und Hausrat, Ikonen und naive Gemälde. Di-Fr 9.30-16, Sa 9-13 Uhr | Eintritt 2 Euro | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Famagusta-Tor

Das Stadttor aus venezianischer Zeit dient als Kulturzentrum, in dem u.a. Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Das Tor, unter den Venezianern Porta Giuliana genannt, besteht aus einem 35 m langen Gang, der aus der Stadt in den Wallgraben führt. Links und rechts des Durchgangs lagen die Räume der Wachmannschaften. Mo-Fr 10-13 und 16-19 Uhr (Aug. 17-20 Uhr) | Nikifóros Phókas Avenue | Südnicosia

Freiheitsdenkmal

Das moderne Denkmal auf der Stadtmauer gegenüber vom Neuen Erzbischöflichen Palast zeigt die Befreiung des zypriotischen Volkes von der britischen Kolonialherrschaft durch die Freiheitskämpfer der EOKA. Es wird von der Statue der personifizierten Freiheit bekrönt. Nikifóros Phókas Avenue | Südnicosia

Haus des Hadjiyorgákis Kornésios

Das Museum zeigt den Lebensstil eines wohlhabenden Griechen auf Zypern im 18. Jh. Hier wohnte 1779 bis 1809 Hadjiyorgákis Kornésios mit seiner Familie. Er hatte während dieser Zeit das Amt des Dragomans inne, des obersten christlichen Verwaltungsbeamten der Insel. Er überwachte für die christliche Kirche und den türkischen Sultan die Steuereintreibung bei den Christen und galt zugleich als Sprecher seiner Glaubensbrüder, der jederzeit direkten Zugang zum Sultan hatte. Sa 9.30-15.30 Uhr, Di, Mi, Fr 8.30-15.30 Uhr, Do 8.30-17 Uhr | Eintritt 1,70 Euro | Patriarch Gregórios Street | Südnicosia

Ikonen-Museum

Das in einem Seitentrakt des Neuen Erzbischofspalasts untergebrachte Museum zeigt in zwei Sälen weit über 100 der schönsten und wertvollsten zypriotischen Ikonen und Mosaike. Sie stammen aus dem 8. bis 18. Jh. und geben einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Stilrichtungen, die westlichen Einflüsse und die Thematik byzantinischer Kunst. Mo-Fr 9-16.30 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt 4 Euro | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

KumarcIlar Han

Die „Karawanserei der Glücksspieler“ aus dem 17. Jh. ist nur noch eine Ruine. Durchziehende Händler fanden hier einst in 52 Räumen Unterkunft. Asma Alti Sok. | Nordnicosia

Laikí Gitoniá

Viele Häuser in der Altstadt müssten dringend renoviert werden. In einem kleinen Teil hat die Stadt diese Aufgabe übernommen: in der Laikí Gitoniá. Seit 1984 wurde hier ein romantischer Winkel geschaffen, mit mehreren stimmungsvollen Tavernen und einigen Souvenirgeschäften. Hier herrscht die südländische Stimmung, die man im Urlaub sucht und genießt. Zwischen Regaena und Hippocrates Street | Südnicosia

Levendis-Museum

Das Museum am Rand der Laikí Gitoniá präsentiert Dokumente und Objekte, die das Leben in Nicosia während der letzten drei Jahrtausende illustrieren. Di-So 10-16.30 Uhr | Eintritt frei | Hippocrates Street | Südnicosia

Mevlevi Tekke Museum

Im ehemaligen Kloster des türkischen Derwisch-Ordens werden neben türkischem Kunstgewerbe vor allem Musikinstrumente und Kostüme der „Tanzenden Derwische“ gezeigt, deren Bruderschaft mit Hauptsitz im türkischen Konya von Kemal Atatürk verboten wurde. Tgl. 9-13 u. 14-17 Uhr, Nov.-April nur 9-14 Uhr | Eintritt 5 YTL | Girne Cad. | Nordnicosia

Lídras Street

Die Flaniermeile und Haupteinkaufsstraße der Altstadt mit vielen Cafés und Restaurants führt bis zu einem Check Point, an dem EU-Bürger und alle Zyprioten problemlos die Green Line überqueren können. Auf der anderen Seite schließt sich ein buntes Basarviertel an.

Motorradmuseum

Über 150 Motorräder aus der Zeit zwischen 1914 und 1983. Mo-Fr 9-13 und 15-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt 2 Euro | Graníkou Street 44

Museum des nationalen Kampfes

Das Museum zeigt erschütternde Zeugnisse aus dem Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Mo-Fr 8-14, Do außer im Juli/Aug. auch 15-17.30 Uhr | Eintritt frei | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Observatorium

Vom 11. Stock des Ermes-Hochhauses an der Lídras Street überblickt man ganz Nicosia. Juni-Aug. tgl. 10-20 Uhr, Nov.-März tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt 1 Euro | Eingang in der Arsinóis Street | Südnicosia

Omeriye-Bäder

Der türkische Hamam (Turkish Bath) ist heute ein stimmungsvolles Wellnesscenter. Eintritt 20 Euro, ansonsten keine Innenbesichtigung möglich | Tillýrias Square

Selimiye-Moschee/Sophien-Kathedrale

Die heutige Hauptmoschee von Nicosia wurde 1208 bis 1236 als gotische Krönungskathedrale der aus Frankreich stammenden Könige von Zypern erbaut. Die gotischen Spitzfenster und das gotische Maßwerk sind bestens erhalten, nur der Innenraum wurde nach islamischen Vorgaben von sämtlichem bildlichen Schmuck befreit. Außer zu Gebetszeiten frei zugänglich | Arasta Sok. | Nordnicosia

Stadtmauern

Die Stadtmauer aus venezianischer Zeit, auf der heute auf weiten Strecken eine Straße verläuft, war durch elf Bastionen verstärkt. Nur drei Tore führten ursprünglich hindurch: neben dem Famagusta-Tor das Páfos-Tor im Westen und das Kerýneia-Tor im Norden. Der breite Wallgraben ist noch gut zu erkennen, obwohl in ihm jetzt Sportstätten und Parkplätze angelegt sind.

Zypern-Museum

Das schönste und wertvollste, was Archäologen auf Zypern fanden, ist in den 16 Sälen dieses angenehm kleinen Museums ausgestellt. Die Briten erbauten es zu Beginn des 20. Jhs. In zwei Stunden gewinnen Sie einen Überblick über die kulturelle Entwicklung der Insel von der Jungsteinzeit bis zum frühen Mittelalter.

Sehenswertes

Páfos

Agía Solomoní

Die Felsgräber der heidnischen Welt wurden in christlicher Zeit für verschiedene Zwecke genutzt: als Gefängnis, als Steinbrüche oder auch als Kapellen. So ist auch das antike Felsgrab der hl. Solomoní zur Kapelle geworden. Am Niedergang zur Kapelle steht ein auffälliger Baum. An seine Zweige sind zahlreiche Taschentücher und Stofffetzen geknotet. Dieser uralte Brauch soll in der Kapelle gesprochene Gebete wirksamer machen. Apostolos Pavlos Avenue | Eintritt frei

Archäologischer Park

Im Archäologischen Park liegen die Mosaike, das Odeon und die Festung Saranda Kolonnes, die nachstehend einzeln beschrieben werden. Eintritt zahlt man nur einmal an der Kasse am großen Parkplatz am Hafen. Juni bis August tgl. 8-19.30 Uhr, Sept.-Mai tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 3,40 Euro

Archäologisches Bezirksmuseum

Das kleine Museum besitzt edlen Goldschmuck aus der Zeit 15. Jh. v. Chr. bis 3. Jh. n. Chr., gute Beispiele für römisches Glas und römische Wärmflaschen aus Ton, die Gliedmaße und andere Körperteile eines Mannes nachbilden. Di, Mi, Fr 8-15 Uhr, Do 8-17 Uhr, Sa 9-15 Uhr | Eintritt 1,70 Euro | Dighénis Street

Byzantinisches Museum

Übersichtliche Sammlung von Ikonen aus dem 12. bis 18. Jh., liturgische Gewänder und liturgisches Gerät. Juni-Sept. Mo-Fr 9-15 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt 2 Euro | Andréa Ioánnou Street | Ktima

Hafen

Die Mole des nur noch für Fischer- und Ausflugsboote genutzten Hafens liegt über einer der beiden antiken Molen, von der am Molenende noch einige Steinblöcke zu sehen sind. Am Ansatz der Mole liegt ein türkisches Fort, das zu besichtigen sich wegen des Blicks über Páfos lohnt. Fort Juni-Aug. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-März tgl. 8-17 Uhr, sonst tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 1,70 Euro

Königsgräber

Von den Wohnhäusern des antiken Páfos ist nichts erhalten. Eine Vorstellung davon, wie die reichen Ptolemäer in den beiden letzten vorchristlichen Jahrhunderten wohnten, vermitteln aber ihre Gräber. Die schönsten sind nahe dem Meer aus dem felsigen Untergrund herausgearbeitet worden. Sie besitzen einen Innenhof, der von Säulen oder Pfeilern umstanden wird. Von diesem Hof gehen verschiedene Grabkammern ab. In einem dieser großen Gräber wurde im Innenhof ein gewaltiger Felsblock stehen gelassen, in dem eine Treppe zu einem Brunnen hinunterführt. Andere Teile des Blocks wurden ebenfalls für Grabkammern genutzt. Juni-Aug. tgl. 8-19.30 Uhr, Nov.-März tgl. 8-17 Uhr, sonst tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 1,70 Euro | Tombs of the Kings Road

Mosaike

Nordwestlich des Fischerhafens lag das Zentrum der römischen Stadt. Es war von hohen Mauern umgeben, die nicht mehr erhalten sind. Hier standen großzügige Villen und Verwaltungsbauten, die mit kostbaren Bodenmosaiken verziert waren. Seit ihrer Entdeckung 1962 hat man ein ganzes Bilderbuch der antiken Mythologie freigelegt und restauriert.

Museum des zyprischen Kulturlebens

In diesem privaten Museum in einer Villa aus dem Jahr 1894 sind ansprechend dekoriert verschiedene Objekte aus dem zypriotischen Alltag der letzten Jahrhunderte zu sehen. Mo-Sa 9-17 Uhr, So 9-13 Uhr | Eintritt 3 Euro | Éxo Vrýssi Street 1

Odeon

In unmittelbarer Nähe der Häuser mit den Mosaiken ragt ein kurzer, weißer Leuchtturm aus britischer Zeit in den Himmel. Unterhalb des Turms wurde das römische Odeon freigelegt, ein kleines Theater für lyrische Wettbewerbe und musikalische Darbietungen. Von den zwölf Sitzreihen aus blickt man auf eine große Fläche, die in der Antike voller Leben war - das Forum, also der Marktplatz. Im Archäologischen Park

Paulus-Säule

In der biblischen Apostelgeschichte wird berichtet, dass Paulus in Páfos war und hier Gelegenheit hatte, dem römischen Prokonsul die Macht des Christentums zu demonstrieren: Er schlug einen heidnischen Magier mit Blindheit. Die lokale Legende weiß auch, dass Paulus in Páfos ausgepeitscht wurde. Die Säule, an der er während der Auspeitschung festgebunden war, wird noch heute auf dem Gelände einer frühchristlichen Basilika bei der mittelalterlichen Kirche Panagía Chrissopolítissa gezeigt.

Saranda Kolonnes

Eine der am stärksten zerstörten und dennoch schönsten Burgruinen von Zypern steht oberhalb des Fischerhafens. Die Kreuzritter erbauten die Burg gleich nach ihrer Besitzergreifung der Insel 1192, schon 30 Jahre später wurde sie durch ein Erdbeben zerstört und fortan als Steinbruch genutzt. Ihren Namen, der „40 Säulen“ bedeutet, erhielt sie, weil man zu ihrem Bau 40 Granitsäulen vom benachbarten römischen Forum wiederverwendete. Sie stützen z.B. die Mauern des Burgeingangs im Osten. Im Archäologischen Park

Sehenswertes

Tróodos

Agía Mávra

An der schmalen Straße von Péra Pédi nach Koiláni wachsen in einer kleinen Schlucht die höchsten Platanen Zyperns. Hier steht über einem kräftig sprudelnden Quell seit dem 15. Jh. das Kirchlein Agía Mávra mit einigen Fresken aus dem 17. Jh. Gläubige haben in dem Gotteshaus zahlreiche Votivgaben aus Wachs deponiert: Nachbildungen von Babys oder Erwachsenen und von einzelnen Körperteilen.

Agrós

Das große Hangdorf im Osten des Tróodos liegt auf 1000 m Höhe in einem weiten Hochtal. Im Mai blühen hier unzählige Rosen, aus deren Blütenblättern Rosenwasser destilliert wird. Die Destillerie Tsolákis (an der Hauptstraße beim Hospital ausgeschildert | Besichtigung und Einkauf tgl. Sonnenauf- bis -untergang) stellt auch Rosenlikör und -wein, Rosenkosmetika und -parfum her.

Galáta

Galáta liegt im Solea-Tal am Nordhang des Tróodos zwischen Obstbäumen und schlanken Pappeln auf gut 600 m Höhe. Schon im Mittelalter kamen venezianische und byzantinische Edelleute gern an heißen Sommertagen hierher, heute ist Galáta eines der Dörfer, in denen sich die hitzegeplagte Stadtbevölkerung aus Nicosia abends und an Wochenenden aufhält. Im Dorf stehen einige alte Häuser aus dem 19. Jh., darunter die restaurierte Karawanserei Hani Kalliana unmittelbar an der Durchgangsstraße. Zudem besitzt Galáta vier byzantinische Scheunendachkirchen, von denen zwei wegen ihrer Wandmalereien und ihrer fotogenen Umgebung unbedingt einen Besuch lohnen: Panagía Podíthu und Archángelos. Nach den Kirchenschlüsseln können Sie im großen Kaffeehaus an der Platía fragen.

Kakopetriá

Das moderne Dorf, dessen Name übersetzt „Schlechter Fels“ bedeutet, schließt sich unmittelbar oberhalb an Galáta an und ist viel stärker noch als jenes eine viel besuchte Sommerfrische. Der historische Ortskern, der unter Denkmalschutz steht, ist auf einen lang gestreckten Fels zwischen zwei Bachbetten in einem engen Tal auf etwa 700 m Höhe erbaut. Am besten geht man die Hauptgasse entlang, an der zumeist ältere Frauen Kräuter und andere Naturprodukte der Insel verkaufen, setzt sich für ein paar Minuten auf den Balkon des kleinen Kafenío Serenity (€) am winzigen Dorfplatz oder in die Taverne und Bar Pandóchio Línos (€€) in uralten Dorfhäusern, wo die Stille des alten Dorfes am eindrucksvollsten ist. Sehenswert ist auch die alte Wassermühle neben dem auffälligen Hotel Mílos/Mill.

Kalopanagiótis

Das an einem steilen Hang erbaute Dorf liegt in etwa 750 m Höhe im unteren Marathássa-Tal oberhalb eines kleinen Stausees. Kommt man aus Richtung Pedoulás, liegt gleich am Ortsanfang links der Hauptstraße eine dschudschúko-Manufaktur. Hier wird das ganze Jahr über jene süße zypriotische Spezialität hergestellt, die überall im Land auf Märkten und an Straßenständen verkauft wird. Mandeln oder Walnüsse werden auf Bindfäden gezogen, die an dreifingrigen Astgabeln befestigt sind. Sie werden in mehreren Gängen in kochenden Traubenmost getaucht und dann auf der Terrasse der Manufaktur sehr fotogen zum Trocknen aufgehängt.

Kloster Kýkko

Kýkko ist Zyperns berühmtestes Kloster. Weitab von jedem Dorf liegt es 1140 m hoch einsam am Hang des gleichnamigen Bergrückens. Hinter seinem strengen Äußeren verbergen sich zwei Innenhöfe mit leichten Arkaden und prachtvollen Mosaiken auf Goldgrund, die Kirche, die um 1995 vollständig ausgemalt worden ist, und ein hochmodernes, prachtvoll wie ein Palast gestaltetes Museum mit Kunstschätzen von unermesslichem Wert. Sämtliche Klostergebäude, nach einem Brand 1813 neu entstanden, sind sehr gepflegt.

Kloster Troodítissa

Anders als Kýkko wirkt das Kloster Troodítissa sehr bescheiden. Seine Mönche widmen sich nicht der Wirtschaft und Politik, sondern dem Apfelanbau und der Viehzucht. In der Klosterkirche von 1731 hängt die mit Silberblech beschlagene Ikone der Gottesmutter. Sie ist das Pilgerziel vieler Frauen, die sich schon lange ein Kind wünschen. Nichtorthodoxe haben keinen Zutritt zum Kloster

Lagouderá

Am Rande des stillen Bergdorfs im östlichen Tróodos steht die besonders schöne Kirche der Panagía tu Aráku. Der überkuppelte Bau aus dem späten 12. Jh. wurde in der Kreuzritterzeit zusätzlich mit dem für den Tróodos typischen Scheunendach geschützt, das hier fast bis auf den Boden reicht. Die Fresken im Innern wurden um 1200 von einem Meister aus Konstantinopel geschaffen. Sie beeindrucken durch die Würde und Ausdrucksstärke ihrer Figuren. Den Schlüssel zur Kirche verwahrt der Dorfpriester, der entweder im ehemaligen Klostertrakt neben der Kirche oder in einem Kaffeehaus zu finden ist. Eintritt frei | Postkartenkauf wird erwartet

Ólympos

Zyperns höchster Berg, der 1951 m hohe Ólympos, ist in weiten Teilen der Insel oft gut zu erkennen: Weiße Radarkuppeln des britischen Militärs und Sendemasten des zypriotischen Fernsehens markieren seinen Doppelgipfel. Dieser Nutzung wegen ist das gesamte Gipfelareal seit 1999 für Zivilisten gesperrt. Die Wegweiser zum Gipfel stehen zwar noch; ihnen zu folgen lohnt aber nur noch im Winter, um die Schlepplifte und Skipisten am Hang des Olymps zu erreichen.

Ómodos

Das Weinbauerndorf am Berghang gegenüber von Páno Plátres ist besonders stimmungsvoll. Die große, gepflasterte, von vielen Cafés flankierte Platía ist einer der schönsten Dorfplätze Zyperns; auch für den Souvenirkauf ist Ómodos eine gute Adresse. Schauen Sie mal in den Laden des Glasbläsers in der Gasse zur Weinpresse! Mittelpunkt des Dorfes ist das nicht mehr bewohnte Kloster Stavrós am unteren Ende der Platía. In der Klosterkirche werden die Schädelreliquie des Apostels Philipp sowie Splitter vom Kreuz und Reste von den Fesselstricken Christi verwahrt.

Páno Plátres

Die Sommerfrische in 1100 m Höhe ist mit zahlreichen Hotels und Tavernen das touristische Zentrum des Tróodos-Gebirges. Im Hochsommer und während der Skisaison im Januar und Februar herrscht hier reger Betrieb. Für Ausflüge in andere Teile des Gebirges ist Páno Plátres ein guter Standort; Sehenswürdigkeiten besitzt der Ort aber nicht.

Páno Pýrgos

Fährt man vom Kýkko-Kloster an die Nordküste, lohnt sich der Abstecher in dieses weltabgeschiedene Dorf, dessen Bewohner in der Umgebung das ganze Jahr über noch Dutzende von Holzkohlenmeilern betreiben. Wer ein wenig umherwandert, kann die verschiedensten Stadien der Holzkohlegewinnung hautnah erleben.

Phíni/Foíni

Das große Bergdorf war noch bis vor drei Jahrzehnten ein Töpfereizentrum Zyperns. Heute sind nur noch zwei kleine Keramikwerkstätten in Betrieb. Sehr sehenswert ist das private Pivlákion Folk Museum mit einer großen Keramiksammlung (an der Dorfstraße ausgeschildert | wenn geschlossen, im nächsten Kaffeehaus fragen | Eintritt 1,50 Euro).

Stavrós tou Agiasmáti

Fernab von jedem Dorf steht im östlichen Tróodos inmitten der bewaldeten Berge das einsame Scheunendachkirchlein Stavrós tou Agiasmáti. Hat man zuvor den Schlüsselverwahrer in einem der Kaffeehäuser des 4 km entfernten Dorfes Platanistássa abgeholt, kann man auch den Freskenschmuck im Innern betrachten. Von besonderer Bedeutung sind die Malereien in einer Mauernische in der linken Kirchenwand aus dem 15. Jh. Sie zeigen die Bekehrung von Kaiser Konstantin zum Christentum und die Auffindung des wahren Kreuzes Christi durch seine Mutter Helena.

Tróodos

In 1700 m Höhe ist dicht unterhalb des Ólympos ein kleines Ferienzentrum entstanden. Mehrere Tavernen, ein Hotel, ein Campingplatz, ein Reitstall mit Mietpferden und eine Tennisanlage stehen zur Verfügung. Das Tróodos Visitors Centre (tgl. 10-16 Uhr | Eintritt 1 Euro) informiert u.a. mit einem 10-minütigen Videofilm über Flora und Geologie des Gebirges; auf dem angeschlossenen 250 m langem Lehrpfad lernen Sie Pflanzen und Gesteinsformationen kennen. Im Winter kann man am Weg von Tróodos auf den Ólympos sogar Skier ausleihen.

Vouní

Das besonders geschlossen wirkende, große Bergdorf besitzt noch sehr viel alte Bausubstanz und ist äußerst fotogen.

Sehenswertes

Nordzypern

Kirche ágios Geórgios

Die einstige orthodoxe Kathedrale Famagustas wurde im 15. Jh. im gotischen, ganz nach außen gewandten Stil erbaut. An ihre Südwand angelehnt ist eine kleinere Kirche im typisch byzantinischen, viel stärker nach innen gekehrten Stil. Frei zugänglich | M. Ersu Sok.

Lala-Mustafa-Moschee

Gut 90 Jahre nach dem Baubeginn an der gotischen Kathedrale von Nicosia und kurz nach der Vertreibung der letzten Kreuzritter aus dem Heiligen Land prosperierte das fränkische Königreich auf Zypern so sehr, dass man mit dem Bau einer zweiten Kathedrale in Famagusta begann, die in 28 Jahren fertiggestellt war und gleichzeitig mit der Sophienkathedrale in Nicosia 1326 geweiht wurde. Sie ist im Stil der Gotik erbaut; ihre prächtige Westfassade erinnert an die gotischen Kathedralen Frankreichs. Nur ein angebautes Minarett verrät, dass die Kirche 1571 in eine Moschee umgewandelt wurde. Frei zugänglich

Othello-Turm

Den Hafen von Famagusta sicherte im Mittelalter eine Zitadelle, die in die Stadtmauern integriert war. Man nennt sie seit der britischen Kolonialzeit den Othello-Turm, weil Shakespeares Tragödie ja auf Zypern spielt und diese kleine Burg am besten als Schauplatz der Ermordung von Othellos Gattin Desdemona vorstellbar ist. Mai-Sept. tgl. 9-19 Uhr, Okt.-April tgl. 9-13 und 14-16.45 Uhr | Eintritt 7 YTL | Cengiz Topel

Burg

Die den Hafen dominierende Burg wurde bereits in byzantinischer Zeit angelegt und dann von den Franken und den Venezianern erweitert und zeitgenössischer Militärtechnik angeglichen. Von den Mauern aus hat man den schönsten Blick über Kerýneia und die Berge. Mai-Sept. tgl. 9-20 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt 12,50 YTL

Hafen

Im schönen Hafen von Kerýneia haben schon Schiffe der Byzantiner und der Venezianer gelegen. Mitten in der Hafeneinfahrt erkennt man die Ruinen eines Turms, von dem aus im Mittelalter zum Schutz vor unerwünschten Gästen eine Kette zum heutigen Zollhaus hinübergespannt werden konnte.

Schiffswrack-Museum

Vor etwa 2300 Jahren sank vor der Küste Kerýneias ein Handelsschiff, dessen Wrack und Ladung Archäologen vom Meeresgrund bargen. Das Schiff war über 4 m breit und mehr als 14 m lang. Aus der Ladung ließ sich die Route seiner letzten Fahrt erschließen. Die 400 Weinamphoren stammen von Samos und Kos. Außerdem hatte man 29 steinerne Getreidemühlen und 9000 Mandeln geladen, die bis heute erhalten blieben. Die Funde sind jetzt in einem Museum in der Burg zu sehen. Mai-Sept. tgl. 9-20 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt im Burgeintritt inbegriffen

Strände

Strände

Agía Nápa und Lárnaka

Strände der Umgebung

Strände finden Sie nicht nur in Agía Nápa selbst, sondern auch entlang der Küste im Westen, Osten und Norden der Ortschaft. Per Fahrrad, Moped oder Mietwagen ist man schnell dort, zu einigen Stränden fahren auch Ausflugsboote. An allen größeren Stränden kann man surfen, Fallschirm gleiten, Wasserski und Tretboot fahren. Außerdem gibt es mehrere Tauchschulen.

Strände der Umgebung

Wer nicht am feinsandigen, aber oft vollen Stadtstrand baden möchte, kann vom Busbahnhof der Firma Makris am Demokratias Square halbstündlich zu den langen, aber schmaleren Sandstränden westlich und östlich der Stadt fahren. Dort gibt es vor den Hotels auch Wassersportmöglichkeiten aller Art.

Strände

Limassol

Strände der Umgebung

Im Stadtgebiet von Limassol baden nur Einheimische. Vor den Hotels im Westen der Stadt liegen kleine Sandstrände. Schöner sind der lange Lady Mile Beach beim Salzsee sowie der breite Koúrion Beach. Am reizvollsten ist der Governor's Beach mit kleinen Sandstränden vor grünen Liegewiesen und winzigen Sand- oder Kiesflecken unterhalb weißer Kliffs.

Strände

Páfos

Strände der Umgebung

Im Stadtgebiet gibt es nur einige kleine, künstliche Sandstrände vor den Hotels. Die ersten größeren Strände liegen bei Geroskípou und unterhalb des alten Leuchtturms am Odeon. Gute Sand-Kies-Strände liegen im Westen von Páfos und sind mit dem Linienbus gut zu erreichen.

Strände

Nordzypern

Sálamis

Der Strand am Hotel Palm Beach ist frei zugänglich. Fahren Sie zum Baden besser an den langen Sandstrand vor den Ausgrabungen von Sálamis, wo auch Wassersport betrieben wird.

Badebuchten

In Kerýneia selbst gibt es keine Strände, sondern nur einige Einstiegsmöglichkeiten ins Meer von der Felsküste aus. Zum Baden fährt man in benachbarte Buchten: Acapulco Beach (10 km östlich), Lara Beach (12 km östlich) oder Deniz Kizi Beach (8 km westlich).

Uebernachten

Uebernachten

Agía Nápa und Lárnaka

Eligónia

Geräumige Apartments nahe dem Kloster, Pool. 22 Zi. | Krío Neró Avenue 1 | Tel. 23819292 | Fax 23819293 | www.eligonia.com | €

Grecian Park

Fünfsternehotel auf einem Kap zwischen dem Nationalpark Kap Gréco und Protarás. Pool, Hallenbad, Strand an der Kónnos Bay ca. 100 Höhenmeter unterhalb des Hotels. Gute Spaziermöglichkeiten in der Nähe. Am Strand eine der besten Wassersportstationen Zyperns. 245 Zi. | Kónnos Street 81 | Tel. 23832000 | Fax 23832870 | www.grecianpark.com | €€€

Kérmia Beach

Bungalowanlage, sehr ruhig gelegen, 4 km östlich von Agía Nápa, mit kinderfreundlichem Strand. 154 Zi. | Kávo Gkreko Avenue 74 | Tel. 23721401 | Fax 23721429 | www.kermiahotels.com.cy | €€€

Livadhiótis City

Das Apartmenthaus steht nahe der Lázaruskirche und bietet komplett renovierte Studios für bis zu vier Personen. Nik. Rossos Street 50 | Tel. 24626222 | Fax 24626406 | www.livadhiotis.com | €

Palm Beach

Komfortables Strandhotel, ca. 5 km östlich der Stadt. Dekeleia Road | Oroklini | Tel. 24846600 | Fax 24846601 | www.palmbeachhotel.com | €€€

Sun Hall

Bestes Innenstadthotel, direkt an der Uferpromenade gegenüber von Strand und Marina gelegen. Es gibt einen beheizbaren Pool, Fitnessraum, Sauna und Massage. 112 Zi. | Athinón Avenue 6 | Tel. 24653341 | Fax 24652717 | www.aquasolhotels.com.cy | €€€

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Limassol

Continental

Traditionsreicher Altbau an der Uferpromenade. 27 Zi. | Spýrou Araoúzou Avenue 115 | Tel. 25362530 | Fax 25373030 | €

Curium Palace

Bestes Hotel im Zentrum. Koloniales Flair, stilvoller 50er-Jahre-Bau. Pool, Fitness, Spa. 62 Zi. | Byron Street 11 | Tel. 25891100 | Fax 25891350 | www.curiumpalace.com | €€€

H. H. Grand Resort

Luxushotel mit Pool und Strand. 255 Zi. | Old Lefkosía-Lemesós Road | Amathus Area | Tel. 25634333 | Fax 25634588 | www.grandresort.com.cy | €€€

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Nicosia

Centrum

Neues, modernes Hotel in sehr zentraler Lage am Rand der Laikí Gitoniá. Freier Internetzugang. Sehr freundliches Personal. 40 Zi. | Tel. 22456444 | Fax 22873560 | www.centrumhotel.net | Pasikratous Street 15 | Südnicosia | €€

City Royal

Modernes Hotel nahe dem Fernbusbahnhof außerhalb der Altstadt, mit Dachterrasse, Hallenbad, türkischem Bad, Diskothek, Spielcasino. Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. 86 Zi. | Tel. 2287621 | Fax 2287580 | www.city-royal.com | Kemal Asik Cad. 19 | Nordnicosia | €€

Classic

Modernes Hotel mit geschmackvoller Einrichtung und intimem Charakter. Direkt auf der Stadtmauer nahe dem Páfos-Tor. 57 Zi. | Régaena Street 94 | Südnicosia | Tel. 22664006 | Fax 22670072 | www.classic.com.cy | €€€

Holiday Inn

Komfortabelstes Hotel in der Altstadt auf der Stadtmauer. Hallenbad, Nichtraucheretagen, Fitnesszentrum. 140 Zi. | Régaena Street 70 | Südnicosia | Tel. 22712712 | Fax 22673337 | hinnicres@cytanet.com.cy | €€€

Sky

Einfache Zimmer mit kleinen Balkonen, sehr zentrale Lage an der Laiki Gitoniá. 24 Zi. | Solónos Street 7 C | Tel. 22666880 | Fax 22672096 | www.skyhotel.ws | €

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Páfos

Annabelle

Luxushotel am Meer, nur einen Spaziergang vom Hafen entfernt. Kleiner Sandstrand, zwei Pools. 198 Zi. | Posidónos Street | Tel. 26238333 | Fax 26245502 | www.thanoshotels.com | €€€

Kinirás

Kleánthis Gregoríou führt das romantische, schon 1922 gegründete Altstadthotel in fünfter Generation. Wie sein Vater Geórgios, der die vielen Gemälde an den Wänden geschaffen hat, spricht er perfekt Deutsch. Die komfortablen Zimmer sind mit Wandmalereien von Hotelgästen geschmückt. Im lauschigen Innenhof mit Palme, Araukarie, Mispel und anderen Bäumen werden zypriotische Spezialitäten von höchster Qualität serviert, z.B. ein unübertrefflich gutes stifádo. 18 Zi. | Archbishop Makários Avenue 91 | Tel. 26941604 | Fax 26942176 | www.kiniras.cy.net | €€

Pýramos

Im modernen Hotelviertel nahe dem Nachtleben, dennoch ruhig. 20 Zi. | Ágios Anastasías Street 28 | Tel. 26935161 | Fax 26942939 | www.pyramos-hotel.com | €

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Tróodos

Forest Park

Bestes Hotel im Gebirge. Englische Atmosphäre. Pool unter Bäumen und Hallenbad. Verlangen Sie unbedingt ein Zimmer im Neubau! 137 Zi. | Páno Plátres | Tel. 25421751 | Fax 25421875 | www.forestparkhotel.com.cy | €€€

Jubilee

Hotel auf 1757 m Höhe oberhalb des Ortes Tróodos an der Straße zum Ólympos. 37 Zi. | Tel. 25420107 | Fax 25673991 | www.jubileehotel.com | €€

Pandochíon Línos

22 traditionell eingerichtete Zimmer, z.T. mit Whirlpool, in Natursteinhäusern im denkmalgeschützten Dorfteil. Kakopetriá | Tel. 22923161 | Fax 22923181 | www.linos-inn.com.cy | €€-€€€

Pendeli

Gut ausgestattetes Hotel mit Pool im Ortszentrum. 81 Zi. | Páno Plátres | Tel. 25421736 | Fax 25421808 | www.pendelihotel.com | €€€

Rodon

Modernes Hotel mit Pool in exponierter Lage hoch über dem Dorf. 155 Zi. | Agrós | Tel. 25521201 | Fax 25521235 | www.swaypage.com/rodon | €€

Uebernachten

Nordzypern

Palm Beach

Einziges First-Class-Hotel der Stadt, direkt am Strand und an der Grenze zu Varósha. Großer Pool, Diskothek, Wassersportstation. 108 Zi. | Deve Limani | Tel. 3662000 | Fax 3662002 | www.bilferhotele.com | €€€

Portofino

Modernes Hotel in der Neustadt. Große klimatisierte Zimmer, auf dem Dach Barrestaurant mit Altstadtblick. 52 Zi. | Fevzi Çakmak Bulvarı 9 | Tel. 3664392 | Fax 3662949 | www.portofinohotel-cyprus.com | €

Hotels

Hotels stehen nicht nur im Stadtbereich, sondern auch in kleinen Dörfern am Hang des Kerýneia-Gebirges und entlang der Küste vor allem in Richtung Westen.

Courtyard Inn

Anlage mit viel Grün und kleinem Pool im Innenhof, 2 km östlich vom Stadtzentrum. Sie können wählen zwischen vier klimatisierten Hotelzimmern und vier Bungalows mit Kochnische. Im Restaurant mit gemütlicher Bar wird zypriotische, europäische und indopakistanische Küche serviert. Karakórum/Karakum | an der Straße von Kerýneia nach Bellapaís | Tel./Fax 8153343 | www.courtyard-inn-cyprus.com | €

Dome

Das traditionsreiche Luxushotel aus den 1930er-Jahren bietet modernisierten, klassisch-gediegenen Charme, eine Felsterrasse mit Pool direkt am Meer sowie Spielcasino und eine Diskothek. 160 Zi. | Kordon Boyu | Tel. 8252453 | Fax 8152772 | www.domehotelcyprus.com | €€

White Pearl

Im einzigen Hotel direkt am Hafen können Sie aus sieben der zehn Zimmer einen Rundum-Hafenblick genießen. Freundliche, familiäre Atmosphäre, Dachgartencafé. Eftal Akca Sokaki 23 | Tel. 8150429 | Fax 8160110 | www.whitepearlhotel.com | €€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Agía Nápa und Lárnaka

Agía Thékla

Oberhalb des gleichnamigen Strands steht die kleine, moderne Kapelle der hl. Thékla. 10 m entfernt markiert ein weißes Kreuz den Eingang zu einer uralten Höhlenkirche in einem Felsgrab aus hellenistisch-römischer Zeit. Frei zugänglich. 7 km von Agía Nápa

Derínia/Derýneia

Das große Dorf reicht fast unmittelbar an die Demarkationslinie heran, die Nord- von Südzypern trennt. Im gut ausgeschilderten Cultural Centre of occupied Ammóchostos kann man sich englischsprachige Filme über Famagusta und den Zypern-Konflikt aus griechisch-zypriotischer Sicht anschauen. Mit bereitliegenden Ferngläsern können Sie nach Famagusta und in die seit 1974 völlig leer stehende Hotelstadt Varósha schauen (Mo-Fr 7.30-16.30 | Sa 9.30-16.30 Uhr). Sehenswert ist auch das kleine Derýneia Folkloric Museum im Ortszentrum (Mo-Sa tagsüber geöffnet | Eintritt 1,70 Euro), das zeigt, wie ein Bauernhaus vor 1960 eingerichtet war. Gute zypriotische Küche im Ambiente eines alten Bauernhauses bietet die Taverne Fernági im Ortszentrum (Athinón Street 2 | Mo-Sa ab 18 Uhr | €). 10 km von Agía Nápa

Kap Gréko/Akrotírio Gkréko

Die Südostspitze der Insel kann wegen militärischer Anlagen auf dem Kap zwar nicht betreten werden, doch ist die Fahrt dorthin schön. Es gibt mehrere Möglichkeiten für Abstecher zu Felsbuchten und Sandstränden. Sechs Wanderwege sind auf der Halbinsel markiert, Broschüren dazu gibt es bei der Tourist-Information. Ein besonders schöner Weg führt von der markanten modernen Kapelle Ágii Anargíri zur sandigen Kónnos Bay (1,5 km) und von dort nach Protarás (3 km). 8 km von Agía Nápa

Liopétri

Bis vor 20 Jahren war Liopétri das bedeutendste Korbflechterdorf der Insel. Heute arbeiten hier noch vier häusliche Werkstätten. Eine nationale Gedenkstätte ist die Akhyrónas-Scheune (Barn of Liopétri), in der 1958 vier Freiheitskämpfer im Kampf gegen die Briten fielen (tagsüber geöffnet). 14 km von Agía Nápa

Nordzypern

Der nächstgelegene Übergang (Checkpoint) nach Nordzypern war bei Redaktionsschluss der Übergang Ágios Nikólaos 3,5 km südwestlich von Famagusta. Er hat keinen Linienbusanschluss. Auf griechisch-zypriotischer Seite können Sie bei Rückkehr im Kafenío gleich hinter dem britischen Militärposten ein Taxi rufen. Auf türkisch-zypriotischer Seite werden Sie leicht als Anhalter mitgenommen. Mit Rädern und Mietfahrzeugen ist der Übergang problemlos zu passieren.

Paralímni-Protarás

Die Hotelviertel von Protarás und Pernéra sowie einige weitere Hotels weiter nördlich gehören zum großen Binnendorf Paralímni, dessen drei Kirchen auf dem Dorfplatz einen Blick wert sind.

Pótamos tou Liopetríou

Der Flusshafen gilt als ursprünglichster Fischerhafen Zyperns. Hunderte von kleinen Booten sind hier vertäut; am Ufer haben Sie die Wahl zwischen zwei einfachen Tavernen. 12 km von Agía Nápa

Choirokoitía/Khirokitia

Die besterhaltene der rund 50 für die Jungsteinzeit nachweisbaren Siedlungen auf Zypern versetzt einen in großes Erstaunen. Dass hier schon vor 8000 Jahren Menschen in einem Dorf aus Steinhäusern lebten, ist für Mitteleuropäer eine Überraschung, Vergleichbares ist in Westeuropa nicht zu finden.

Fatsá Wax Museum

Am unteren Ortseingang von Skarínou, 29 km von Lárnaka, widmet sich das sehr modern gestaltete Museum als lehrreiches Wachsfigurenkabinett vor allem der jüngeren zypriotischen Geschichte. Tgl. 9-17.30 Uhr (Mai bis Oktober tgl. 9-19 Uhr) | Eintritt 7 Euro

Halan Sultan Tekke

Am Salzsee von Lárnaka steht das einst wichtigste islamische Heiligtum, heute das beliebteste Fotomotiv der Insel. Als die Araber 647 Zypern erstmals überfielen, war auch eine edle Frau dabei, die den Propheten Mohammed gut gekannt hatte. An der Stelle, an der heute die Moschee steht, stürzte sie vom Maultier und starb. Ihr Grab wurde später zu einer Wallfahrtsstätte, an die sich die Moslems noch erinnerten, als die Türken die Insel 1571 eroberten. Aber erst 1816 ließ der türkische Statthalter auf Zypern die Moschee bauen, der später Pilgerunterkünfte angeschlossen wurden.

Kalavassós-Ténta

Unter einem futuristisch anmutenden Schutzdach liegen die Überreste einer über 8500 Jahre alten neolithischen Siedlung. Gute Erklärung auf Englisch. Mo-Fr 9-16 Uhr | Eintritt 1,70 Euro. 36 km von Lárnaka

Kíti

Im Zentrum des Dorfes steht auf einem schön gemauerten Platz mit Terpentinbäumen die Kirche Panagía Angeloktístos. Der Bau, zusammengesetzt aus einer gotischen Kapelle aus Kreuzritterzeiten und einer byzantinischen Kirche, entstand an der Stelle einer frühchristlichen Basilika. Deren Apsiswölbung war mit einem Mosaik von Weltrang geschmückt, das man in den Kirchenneubau des 10. Jhs. mit einbezog. Das Mosaik zeigt in prächtigen Farben vor goldenem Hintergrund Maria mit dem Christuskind auf dem Arm auf einem mit Edelsteinen besetzten Podest. Von links und rechts schreitet je ein Erzengel heran. Eingerahmt wird die Darstellung von einem Band aus stilisierten Blättern und Blüten, Enten, Hirschen und Papageien, Vasen und einem Kreuz in der Mitte. Mo-Sa 8-12 und 14-16 Uhr, So 9.30-12 und 14-16 Uhr | Eintritt frei. 12 km von Lárnaka

Kloster Ágios Minás

Das Nonnenkloster in einem von Hügeln umschlossenen Hochtal hat festungsartigen Charakter. In der Klosterkirche aus dem 18. Jh. hängen überwiegend neue Ikonen, die von den Nonnen hier selbst gemalt wurden. Tgl. 8-12 und 15-19 Uhr (Frauen müssen Röcke tragen) | Eintritt frei. 45 km von Lárnaka

Kloster Stavrovoúni

Zyperns ältestes Kloster steht auf einem markanten Bergkegel, der 768 m hoch aus der Küstenebene aufragt. Bis fast auf den Gipfel hinauf führt eine serpentinenreiche Asphaltstraße, die grandiose Ausblicke auf die Berge und das Meer eröffnet. Die heutigen Gebäude stammen aus dem 17./18. Jh. Ein Splitter des Kreuzes Christi soll in ein silberbeschlagenes Kreuz eingearbeitet sein, das außen rechts an der Ikonostase hängt. Zum Kloster Stavrovoúni haben Frauen keinen Zutritt; tgl. 8-12 und 15-18 Uhr (Sept.-März 14-17 Uhr). 34 km von Lárnaka

Nordzypern

Für Tagesausflüge nach Kerýneia benutzen Sie am besten die Übergänge in Nicosia. Für einen Tagesausflug nach Famagusta und auf die Karpass-Halbinsel können Sie mit dem Mietwagen oder mit dem Taxi den Übergang (Checkpoint) nordöstlich von Pýla benutzen.

Páno Léfkara

Das große Dorf in den Ausläufern des Tróodos-Gebirges ist die Heimat der als lefkarítika bekannten Hohlsaumstickereien. Sie werden ebenso wie Silberschmuck in Geschäften im Ort verkauft. Lohnenswert ist außerdem ein Spaziergang durch die stillen Gassen des Ortes. 38 km von Lárnaka

Salzsee

Der Salzsee von Lárnaka, in dessen flachem Wasser im Winter meist Flamingos stehen, ist im Sommer trocken. Durch den Regen im Winter füllt sich der See dann wieder. Am Stadtrand von Lárnaka

Tochní

Dutzende alter Dörfhäuser wurden restauriert und dienen jetzt als Ferienhäuser. Pool und exzellentes Restaurant im dazugehörigen kleinen Hotel. Cyprus Villages | Tel. 24332998 | Fax 24332295 | www.cyprusvillages.com.cy | €€-€€€

Ziele in der Umgebung

Limassol

Akrotíri

Das Akrotíri Environmental Information Centre an der Hauptstraße (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt frei) informiert ausführlich über die Natur der Umgebung und gibt Tipps zur Vogelbeobachtung. Zwischen November und April kann man vom Dach aus Flamingos im Salzsee von Akrotíri beobachten. 15 km von Limassol

Alt-Amathoús

In der Antike lag auf Teilen der heutigen Hotelstadt das Stadtkönigreich Amathoús. Ähnlich wie Kíti, das heutige Lárnaka, stand es bis in die Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends unter phönizischem Einfluss. Von der antiken Stadt blieb kaum etwas erhalten. Östlich des Hotels Amathus Beach können Sie auf der linken Straßenseite Reste der Agorá und einer frühchristlichen Basilika besichtigen. Tgl. 9-17 Uhr (Juni-Aug. 9-19.30 Uhr) | Eintritt 1,70 Euro. 9 km von Limassol

Avdímou

Die beiden völlig unverbauten Strände von Avdímou liegen auf dem Hoheitsgebiet der britischen Militärbasis. Von der alten Nationalstraße führen Stichstraßen an den 150 m langen Melanda Beach und an den Avdímou Beach mit der guten Taverne Kyrénia (€). 35 km von Limassol

Episkopí

Das kleine Archäologische Museum in dem großen Dorf zeigt in stimmungsvoll-kolonialem Ambiente einige Funde aus Koúrion (Mo-Fr 8-16 Uhr (Do bis 17 Uhr) | gut ausgeschildert | Eintritt 1,70 Euro). 12 km von Limassol

Erími

Das gut ausgeschilderte, private Cyprus Wine Museum an der Straße von Limassol nach Episkopí erläutert den Weinanbau auf der Insel. Auch Weinverkostung und -verkauf in den stimmungsvollen Räumen (tgl. 9-17 Uhr, feiertags geschl. | Eintritt inkl. Weinprobe 5 Euro). 15 km vom Limassol

Fasoúri

Im Südwesten von Limassol erwartet Sie eine üppige Plantagenlandschaft, durch die eine kilometerlange Zypressenallee führt. Hier gedeihen Zitronen, Orangen, Pampelmusen, Avocados und Kiwis. 5-10 km von Limassol

Kolóssi

Am Nordwestrand der Plantagen von Fasoúri ragt zwischen Zypressen der braune Festungsturm der Burg von Kolóssi auf. Von seinem Dach aus hat man einen weiten Blick. Die Burg von Kolóssi gehörte dem Kreuzritterorden der Johanniter, der hier bis 1309 seinen Hauptsitz hatte und nach seiner Verlegung nach Rhodos seine Ländereien auf Zypern von Kolóssi aus verwaltete. Hier wurden Zuckerrohr und Trauben angebaut, aus denen man den schweren Südwein commandaría produzierte.

Koúrion

Die neben Páfos sehenswerteste archäologische Stätte an der Südküste erstreckt sich über ein Plateau 15 km westlich von Limassol. Sie beginnen die Besichtigung am besten mit einem der Höhepunkte des Geländes, dem Heiligtum des Apollo Hylates am ehemaligen Westrand der Stadt. Im heiligen Bezirk sieht man die Grundmauern mehrerer Pilgerherbergen, der Priesterwohnung und römischer Thermen sowie einen teilweise rekonstruierten Tempel aus dem 1. Jh. n. Chr.

Lófou

Das große Bergdorf mit seinen vielen engen Gassen gehört zu den schönsten des Inselsüdens. Zyprioten und vor allem Briten haben viele Dorfhäuser sorgfältig restauriert. Leben herrscht nur im Hochsommer und an Wochenenden. Gut wohnen und essen können Sie im I Lófou (tgl. ab 12 Uhr | 6 Zi. | Tel. 25470202 | Fax 25471155 | €€). 24 km von Limassol

Pissoúri

Pissoúri ist zweigeteilt: Hoch oben an einem Hügel liegt das alte Dorf, 3 km entfernt direkt an einem langen Sand-Kies-Strand die kleine Feriensiedlung Pissoúri Beach. Im Bergdorf kann man noch traditionelles Landleben genießen, am Meer einen relativ wenig bebauten Küstenabschnitt. Für einen ruhigen Urlaub im Inselsüden abseits des Massentourismus ist Pissoúri daher ideal.

Ziele in der Umgebung

Nicosia

Asinoú

Die Mönche des Mittelalters haben die Einsamkeit gesucht. So siedelten sie auch am oberen Ende eines Tals am Rand des Tróodos zwischen Wäldern und Weiden. Von ihrem Kloster Panagía Forviótissa in der Gemarkung Asinoú ist nur noch die Kirche erhalten; die Wohn- und Wirtschaftsräume aus Holz und Lehm sind verschwunden. Die Kirche aber ist einer der größten Kunstschätze Zyperns.

Fikárdou

Das kleine Dorf in der Nähe des Machairás-Klosters steht seit 1978 unter Denkmalschutz. Nur noch ein Dutzend Menschen leben ständig hier. Der Staat hat viele Häuser originalgetreu im Stil des 18. und 19. Jhs. restauriert, sodass Fikárdou heute als Museumsdorf gelten kann. Die Häuser, aus unbehauenen Steinen und Lehm erbaut, sind zumeist zweigeschossig. Zwei davon dienen jetzt als volkskundliche und agrarhistorische Museen, in denen neben alten Möbeln und Gerätschaften auch eine Fotodokumentation über das frühere Dorfleben und die Restaurierungsarbeiten zu sehen sind (Museen April bis Oktober tgl. 9-17, Nov.-März tgl. 8-16 Uhr | Eintritt 1,70 Euro). Sehr gut essen kann man in der Dorftaverne (€) gegenüber der Kirche. 40 km von Nicosia

Kloster Ágios Iraklídios

Das Kloster liegt ebenso wie die Königsgräber von Tamassós in unmittelbarer Nähe des kleinen, sterbenden Dorfes Politikó am Rande der Mesaória. Die Schwestern leben hier seit 1962 in einem selbst geschaffenen Garten Eden. Besucher fasziniert der gartenähnliche Innenhof des Klosters meist mehr als der Bau. Schwalben nisten in den Umgängen, im kleinen Klosterladen verkaufen die Schwestern billige, gedruckte Ikonen und selbst gemachtes Marzipan. Tagsüber geöffnet (Mittagsruhe 12-15 Uhr) | Eintritt frei. 21 km von Nicosia

Kloster Machairás/Makherás

Eine kurvenreiche, schmale Straße führt aus der Mesaória durch dichte Wälder fast 900 m hoch den Hang des Berges Kionía hinauf. Hier liegt das Mönchskloster Panagía Machairás. Es wurde schon im 12. Jh. gegründet; seine Bauten einschließlich der in den 1990er-Jahren mit Wandmalereien im byzantinischen Stil ausgestalteten Kirche im engen Klosterhof stammen aus der Zeit nach dem letzten Klosterbrand 1892. Die Mönche sehen nichtorthodoxe Besucher inzwischen nur noch ungern, da zu viele sich zu respektlos verhielten. Neben dem Kloster steht das monumentale Denkmal für einen Freiheitskämpfer. Gruppen Mo, Di und Do 9-12 Uhr | Eintritt frei. 32 km von Nicosia

Peristeróna

Das große Dorf etwas abseits der Hauptstraße von Nicosia ins Tróodos-Gebirge lohnt vor allem für Fotofreunde einen Abstecher. Am Ufer eines fast immer wasserlosen Flusses stehen eine Moschee und eine Kirche mit imposanten, vermutlich 1000 Jahre alten Kuppeln (Moschee verschlossen | Kirche tgl. 9-13 und 16-18 Uhr). 27 km von Nicosia

Tamassós

Vor dem Ortseingang des kleinen Dorfes Politikó weist ein Schild den Weg zu den Königsgräbern. Die für ihren Kupferreichtum berühmte Stadt ruht noch weitgehend unter der Erde, nur einige Grundmauern eines der Aphrodite-Astarte geweihten Tempels und einiger Werkstätten wurden freigelegt.

Ziele in der Umgebung

Páfos

Ágios Geórgios

Rechts der Straße zu diesem Dorf liegt kurz hinter Coral Bay der 100000 m² große Páfos Bird Park (tgl. 9 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 17 Euro | www.pafosbirdpark.com). In Ágios Geórgios sind in den Überresten von Basiliken Mosaike mit Darstellungen von Vögeln und Schildkröten erhalten (Mo-Sa 10-16 Uhr | Eintritt 1,70 Euro). 500 m unterhalb des Dorfes liegt direkt am modernen Fischereischutzhafen ein kleiner Sandstrand mit Liegestuhlvermietung; beliebt sind Spaziergänge entlang der felsigen Küste. 20 km von Páfos

Anógyra/Anóyira

Bei der Einfahrt in das 470 m hoch gelegene, sehr gepflegte und blumenreiche Dorf liegt rechts der Straße die mittelalterliche Kirche Ágios Ioánnis Theológos mit gut erhaltenen Klosterruinen (frei zugänglich). Hauptsehenswürdigkeit ist die 3 km außerhalb gelegene, gut ausgeschilderte Olivenölmühle Oleástro, wo man zwischen November und Februar die Produktion aus nächster Nähe beobachten kann (tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 3,40 Euro). 48 km von Páfos

Bäder der Aphrodite/Loutrá tis Aphrodítis

Am Ende eines kurzen, gepflasterten Pfads, der durch ein üppiges Bachtal führt, steht man plötzlich vor einem winzigen Teich, der von einer Quelle in einer Felsgrotte gespeist wird. Ein Feigenbaum überschattet ihn, Farne und Blumen säumen das felsige Ufer. Der Legende nach war dieser idyllische Platz der bevorzugte Badeplatz der Göttin Aphrodite. Eines Tages wurde sie hier vom athenischen Prinzen Akamás überrascht. Zwischen den beiden entspann sich eine Liebesgeschichte, die das Missfallen des Göttervaters Zeus erregte. Auf sein Geheiß musste die Liebesgöttin auf irdische Freuden verzichten und auf den Götterberg Olymp zurückkehren. Ständig frei zugänglich. 40 km von Páfos

Coral Bay

Auf einer kleinen Halbinsel zwischen zwei völlig verbauten und stets gut besuchten Sandstrandbuchten haben Archäologen Spuren einer spätbronzezeitlichen Siedlung entdeckt. Am besten zu erkennen ist die 3200 Jahre alte Stadtmauer. Mo-Sa 10-16 Uhr | Eintritt 1,70 Euro. 13 km von Páfos

Felsen der Aphrodite

Vor der Kulisse einer lang gestreckten Steilküste liegen mehrere einsame Kiesstrände. Den westlichen Abschluss bildet an der flach gewordenen Küste ein kleiner Strand, vor dem mehrere Felsen aus dem Meer aufragen. Eigentlich heißen sie „Felsen der Romäer“, (Pétra tou Romioú), aber die Touristikwerbung bezeichnet sie als Felsen der Aphrodite und behauptet, dass hier die Göttin Aphrodite dem Schaum des Meeres entstiegen sei. 22 km von Páfos

Geroskípou

Entlang der Hauptstraße wird eine Spezialität des Dorfes verkauft, lukumia, eine mit Puderzucker bestäubte, fruchtgeleeartige Masse, die wie ein Praliné gegessen wird. Auf dem weitläufigen Dorfplatz steht als Hauptsehenswürdigkeit des Dorfes die Kirche der Agía Paraskeví. Ihre einfachen, unbeholfen wirkenden Kuppeln lassen eine Entstehung im 9. oder 10. Jh. vermuten (Mai-Okt. tgl. 8-13 und 14-17 Uhr, Nov.-April tgl. 8-13 und 14-16 Uhr | Eintritt frei). Unweit der Kirche steht ein Folkloremuseum, das u.a. zeigt, wie in Geroskípou noch bis zum Zweiten Weltkrieg Seidenraupen gezüchtet und Seide gewonnen wurde (April-Okt. tgl. 9-17 Uhr, Nov.-März tgl. 8-16 Uhr | Eintritt 1,70 Euro). 3 km von Páfos

Kloster Ágios Neófytos

Am Hang des 613 m hohen Berges Chárta steht am Ende eines grünen Tals eines der schönsten Klöster Zyperns. Es ist einem zypriotischen Heiligen geweiht, der hier 1159 eine Einsiedelei gegründet hatte, die bald zahlreiche fromme Männer anlockte. Sie lebten in Höhlen in einer Felswand, die schon der Heilige auszubauen begonnen hatte. Sie sind im Auftrag des Heiligen ausgemalt worden. Zwei von ihnen zeigen Neófytos selbst. Einmal steht er zwischen zwei Engeln, ein anderes Mal kniet er vor dem Thron Christi, neben dem auch Maria und Johannes stehen. Die Ursprünge der heutigen Klostergebäude reichen bis ins 15. Jh. zurück. April bis Oktober tgl. 9-13 und 14-18 Uhr, Nov.-März tgl. 9-13 und 14-16 Uhr | Eintritt 0,85 Euro. 8 km von Páfos

Kloster Panagía Chrysorrogiátissa

Das im 12. Jh. gegründete Kloster liegt hoch über einem Tal in den westlichen Ausläufern des Tróodos beim Dorf Páno Panagiá. Im Zentrum des engen Klosterhofs steht die Kirche mit einer als wundertätig angesehenen Marienikone, die der Legende nach vom Evangelisten Lukas gemalt wurde. Ständig frei zugänglich. 36 km von Páfos

Koúklia/Palaiá Páfos

Auf einem flachen Plateau über der Küstenebene westlich von Páfos stand in der Antike das bedeutendste Aphrodite-Heiligtum Zyperns. Es bestand aus einem abgeschlossenen Hof, in dem die Göttin in Form eines großen, dunklen Steins verehrt wurde. In römischer Zeit entstand am Eingang zum Heiligtum ein großer Hof, der von Säulenhallen umgeben war, von denen noch Mosaikreste und Grundmauern zu sehen sind. Neben den Ausgrabungen steht der Gutshof Covocle, heute Museum. Darin sieht man u.a. einen Stein, der vielleicht das Kultobjekt im Heiligtum war. Beeindruckendstes Objekt ist ein erst 2007 entdeckter Sarkophag aus klassischer Zeit, der auf allen Außenseiten bemalte Reliefs trägt. Sie zeigen einen Löwen, der ein Wildschwein angreift, einen Soldaten, der einen verwundeten Kameraden auf den Schultern trägt, und eine Kampfszene zwischen Odysseus und Diomedes, die gerade die Pferde des Königs von Thrakien stehlen. Weltweit einzigartig ist die Szene, in der sich Odysseus und drei seiner Gefährten unter Widder geschnallt haben, um dem Riesen Polyphem zu entkommen. Der Gutshof stammt in seiner heutigen Form aus türkischer Zeit. Eine gotische Halle weist jedoch darauf hin, dass hier in fränkischer Zeit die Zuckerrohrplantagen der Könige von Zypern verwaltet wurden. Fr-Mi 9-16 Uhr, Do 8-17 Uhr | Eintritt 3,40 Euro. 15 km von Páfos

Lémba

In Lémba arbeiten Maler, Bildhauer und Töpfer. Nahe der Straße von Lémba zum Meer sind die Ausgrabung einer bronzezeitlichen Siedlung und die Rekonstruktion dieses über 4500 Jahre alten Dorfes zu sehen. Frei zugänglich | 7 km von Páfos

Páno Panagiá/Panayiá

Im Weinbauerndorf in 800 m Höhe wurde Erzbischof Makários geboren. Am Platz mit seinem Denkmal erinnert ein kleines Museum (tgl. 9-13 und 14-16 Uhr | Eintritt ca. 0,50 Euro) an sein Wirken. Hier erhält man auch den Schlüssel zu seinem ärmlichen Geburtshaus. 37 km von Páfos

Pólis

Pólis ist von allen größeren Urlaubsorten Südzyperns der ländlichste. Kleine Apartmenthäuser und Hotels zwischen viel Grün bestimmen das Bild, das größte, gut in die Umgebung eingepasste Hotel der Region ist zugleich auch das luxuriöseste und teuerste ganz Zyperns: das Anássa (183 Zi. | Néo Chorió | Tel. 26888000 | Fax 26322900 | www.thanoshotels.com | €€€). Eine preisgünstige Apartmentanlage mitten im Städtchen ist das familiär geführte Hotel Mariéla (64 Zi. | Arsinoe Street 3 | Tel. 26332309 | Fax 26322192 | www.mariela-hotel.com | €). Der Strand reicht bei Pólis vom Eukalyptuswald am Campingplatz bis zum Fischereihafen Latsí mit der exzellenten Fischtaverne Yiángos & Peter direkt am Kai (tgl. ab 9 Uhr | €€). Bestes Restaurant in Pólis ist das Archontaríki (tgl. ab 12.30 Uhr | €€) neben dem Archäologischen Museum. Im Archäologischen Museum (Markaríou Street 26 | Di, Mi, Fr 8-15 Uhr, Do 8-17 Uhr, Sa 9-15 Uhr | Eintritt 1,70 Euro) zeugen Funde aus Pólis von der antiken Stadt Márion an gleicher Stelle. Zentrum des abendlichen Lebens ist die nur 250 m lange Fußgängerzone des Dörfchens mit ihren vielen Cafébars und Tavernen. Besonders kommunikationsfördernd ist das seriöse Pub Costas Corner mit sehr gut Englisch sprechenden Wirtsleuten (tgl. ab 10 Uhr | Gríva Digéni Street 6 | €). Die relativ flache Umgebung ist gut für Radtouren geeignet; das Wassersportangebot ist groß. 35 km von Páfos

Stavrós tis Psókas

Mitten in der Waldeinsamkeit des westlichen Tróodos findet sich eine Station der staatlichen Forstverwaltung. Ein Kaffeehaus ist Restaurant und Gemischtwarenhandlung in einem. Unmittelbar darunter kann jeder, der Holzkohle und Fleisch mitgebracht hat, auf einem schattigen Grillplatz mit Tischen und Bänken ein zünftiges Picknick veranstalten. In einem Gehege sieht man einige Mufflons. 44 km von Páfos

Tal der Zedern/Cedar Valley

Zypern war noch in der Antike von Zedernwäldern bedeckt. Später sind die Bäume dem Schiffs- und Hausbau und der Holzkohlengewinnung zum Opfer gefallen. Die Briten begannen in den 1930er-Jahren mit der Wiederaufforstung, sodass hier jetzt über 30000 meist stattliche Exemplare stehen. Den besten Blick über das Tal der Zedern gewinnen Sie, wenn Sie den ausgeschilderten Wanderweg auf den 1362 m hohen Berg Tripilos wenigstens eine halbe Stunde bergan gehen. 52 km von Páfos (über Stavrós tis Psókas)

Ziele in der Umgebung

Nordzypern

Ágios Fýlon/Aphendríka

Nur 4 km nördlich von Dipkarpaz/Rizokárpaso steht direkt am Meer die Kreuzkuppelkirche Ágios Phyllon. Sie wurde im 11. Jh. auf den Grundmauern einer Basilika erbaut. Die einfache Taverne Oasis at Ayfilon (Tel. 05338685591 | www.oasishotelkarpas.com | €) serviert stets frischen Fisch und vermietet sechs schlicht eingerichtete Zimmer direkt am Meer.

Dipkarpaz/Rizokárpaso

Im Hauptort der Karpass-Halbinsel leben immer noch türkische und griechische Zyprioten zusammen. Hier gibt es einen orthodoxen Priester und eine griechische Grund- und Mittelschule. Die Häuser des Dorfes sind weit über ein grünes Tal zwischen niedrigen Hügeln verstreut. Die eigenartige Atmosphäre bekommen Sie am besten mit, wenn Sie sich für eine Weile ins griechische Kaffeehaus setzen (13-17 Uhr geschl.). Gut wohnen können Sie am oberen Dorfrand in den Bungalows Karpaz Arch Houses (12 Apts. | Tel. 3722009 | Fax 3722007 | www.karpazarchhouses.com | €). Sehr gut essen kann man gleich nebenan im Restaurant Manolyam (tgl. ab 18 Uhr | €). 85 km von Famagusta

Enkomi-Alasia

Fast ein Jahrtausend lang lebten zwischen 2000 und 1075 v. Chr. Menschen in dieser bronzezeitlichen Siedlung. Enkomi war ein Zentrum der Kupferverhüttung. Von hier stammt der berühmte „Gehörnte Gott“, der im Zypern-Museum von Nicosia steht. Vor Ort zu erkennen sind nur das rechtwinklige Straßennetz sowie die Grundmauern von Heiligtümern, Häusern und einem Palast. Mai-Sept. tgl. 8-19 Uhr, Okt.-April tgl. 8-13 und 14.30-17 Uhr | Eintritt 5 YTL. 8 km von Famagusta bei Tuzla/Enkomi

Golden Beach

Der „Goldene Strand“ ist über 3 km lang und mehrere hundert Meter breit und am Rand mit hohen, zum Teil spärlich bewachsenen Dünen besetzt. Außer in den Monaten Juli und August ist er weitgehend menschenleer, aber selbst im Hochsommer bleibt noch viel Platz für die Meeresschildkröten der Art Caretta caretta, die hier ihre Eier ablegen. Im ganzen weitläufigen Strandgebiet gibt es nur vier Tavernen, die im Hochsommer rund um die Uhr geöffnet sind. Das nächste Hotel mit etwas mehr Komfort liegt 15 km weiter in Richtung Dipkarpaz: das Blue Sea (12 Zi. | Tel. 3722393 | Fax 3722255 | €€). Der Wirt nimmt Gäste auch mit zum Fischen hinaus. 102 km von Famagusta

Kantára

Von der einstigen Kreuzritterburg auf 630 m Höhe am östlichen Rand des Kerýneia-Gebirges aus genießt man einen prächtigen Blick auf die Karpass-Halbinsel und die Bucht von Famagusta. Bei klarer Sicht ist sogar der Berg Stavrovoúni bei Lárnaka zu sehen. Mai-Sept. tgl. 10-17 Uhr, Okt.-April tgl. 9-13 und 14.30 bis 16.45 Uhr | Eintritt 5 YTL. 36 km von Famagusta

Kloster Apóstolos Andréas

Seit dem 23. April 2003 - jenem Tag, an dem griechische Zyprioten erstmals nach 1974 wieder nach Nordzypern reisen durften - ist das äußerlich erschreckend stark heruntergekommene Kloster wieder zu einem bedeutenden Wallfahrtsziel der zypriotischen Christen geworden. Der Apostel Andréas bewirkte hier auf einer seiner Schiffsreisen im 1. Jh. ein Wunder: Das Trinkwasser an Bord war ausgegangen, der Kapitän schon erblindet. Der Apostel wies die Besatzung an, mit dem Schwert gegen einen Fels zu schlagen - und da sprudelte tatsächlich eine Quelle. Auf einer späteren Reise hinterließ der Kapitän an dieser Stelle eine Ikone mit dem Bildnis des Apostels, die zur Keimzelle eines Klosters wurde. Die heutige Kirche stammt von 1867. Vor dem Kloster stehen vor allem an Wochenenden zahlreiche Straßenhändler, die neben allerlei Tand auch Modeschmuck und Nüsse anbieten. Frei zugänglich. 112 km von Famagusta

Kloster Barnabás/Moní Apóstolou Varnáva

Der Apostel Barnabas, Begleiter des hl. Paulus auf dessen Missionsreise durch Zypern, soll - so heißt es in der Legende - in Sálamis ermordet worden sein. Über dem Grab des Apostels steht heute eine kleine moderne Kapelle etwa 100 m unterhalb des vermutlich im 5. Jh. gegründeten Barnabas-Klosters. Dessen Kirche stammt ursprünglich aus dem 10. Jh., wurde im 18. Jh. jedoch umgebaut. Im Kloster selbst befindet sich heute ein kleines Archäologisches Museum; in der großen Klosterkirche sind Ikonen ausgestellt. Mai-Sept. tgl. 9-19 Uhr, Okt.-April tgl. 8 bis 17.30 Uhr | Eintritt 7 YTL inkl. Königsgräber. 8 km von Famagusta

Sálamis

Den besten Überblick über die Ausdehnung des antiken Sálamis gewinnt man von den oberen Rängen des römischen Amphitheaters, das 15000 Zuschauern Platz bot. Eindrucksvoll sind auch die Säulen und Fußböden der römisch-frühchristlichen Palästra, in der eine antike Gemeinschaftslatrine mit Platz für 44 Besucher gut erhalten blieb. Auf dem Ausgrabungsgelände liegen außerdem die Gemäuer zweier frühchristlicher Basiliken und eines antiken Zeus-Tempels. Außerhalb des umzäunten Stadtgeländes fallen links der Straße zum Kloster Barnabas merkwürdige Erdhügel auf. Sie markieren die antike Nekropole, deren Gräber anders als die Ruinen der Stadt nicht aus römischer Zeit stammen, sondern schon aus dem 7. und 6. Jh. v. Chr. | Mai-Sept. tgl. 9-19 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt Ausgrabungen 9 YTL, Gräber 7 YTL inkl. Barnabás-Kloster. 8 km von Famagusta

Yenierenköy/Aigiálousa

Der große Binnenort, vor 1974 ein Zentrum der zypriotischen Tabakverarbeitung, lockt mit sehr guten Sandstränden in seiner näheren Umgebung entlang der Straße nach Dipkarpaz. Touristisch gut erschlossen sind der Halk Plaj und der Malibu Beach in Stadtnähe. Noch völlig einsam ist der Dünengürtel 7 km östlich von Ágios Thýrsos. In dessen Nähe liegt das Hotel Balci Plaza, das zurzeit beste Hotel der Karpass-Halbinsel (12 Zi. | Tel. 05338629303 | Skype: balciplaza | www.balciplaza.com | €€). 60 km von Famagusta

Besparmak/Pendadáktylos

Die Hauptstraße von Kerýneia nach Famagusta führt am 740 m hohen, sehr markanten Fünffingerberg vorbei. Auf der Passhöhe überrascht die ganz aus Holz errichtete Taverne Besparmak-Buffavento (tgl. ab 9 Uhr | €) mit einer folkloristisch-geschmackvollen Einrichtung und exzellentem Kebab und Kléftiko.

Beylerbeyi/Bellapaís

Das schöne Bergdorf, vor 1974 von griechischen Zyprioten bewohnt, kann sich der romantischsten Ruine des Landes rühmen. Augustinermönche gründeten hier 1205 eine Abtei, die schnell Reichtum erlangte. Die prächtigen Spitzbögen des ehemaligen Kreuzgangs zeugen ebenso davon wie das große, intakt gebliebene Refektorium und die Kellerräume im Baustil der Gotik. Eine Besichtigung dauert 30 Minuten (Sommer tgl. 9 bis 20 Uhr, Winter tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt 9 YTL). Schöne Aussicht bietet das Restaurant Kybele (tgl. ab 10 Uhr | €€) am Rande des Klostergartens. Gut wohnen kann man am obersten Dorfrand in Bungalows inmitten eines üppigen Gartens mit Pool-Terrasse im Ambélia Tourist Village (60 Zi. | Tel. 8153655 | Fax 8157701 | www.cyprus-ambelia.com | €). 5 km von Kerýneia

Gemikonaği/Sóli

Von der von Athener Siedlern um 600 v. Chr. gegründeten Stadt, die bis ins 4. Jh. vor allem vom Kupferabbau lebte, sind Reste eines Theaters und einer frühchristlichen Basilika erhalten. Ihr Mosaikfußboden zeigt sehr schöne Tierdarstellungen (Mai-Sept. tgl. 9-19 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt 7 YTL). Das moderne, an der Uferstraße gelegene Hotel Soli Inn (23 Zi. | Tel. 7277341 | € samt Pool ist gut für eine Zwischenübernachtung am Meer geeignet. Exzellent speisen können Sie direkt am Ufer im Restaurant Mardin (tgl. ab 10 Uhr | €) 500 m östlich der Ausgrabungen. 54 km von Kerýneia

Güzelyurt/Morfou

Die Kleinstadt inmitten von Orangenhainen ist äußerst ländlich geprägt und recht langweilig. Sehenswert sind das kleine Archäologische Museum mit einer Statue der vielbrüstigen Göttin Artemis aus römischer Zeit (Mai-Sept. tgl. 9-18.30 Uhr, Oktober bis April tgl. 9-16.30 Uhr | Eintritt 7 YTL) und die benachbarte Kirche Ágios Mámas aus dem 18. Jh. mit einem Sarkophag, der die Gebeine des frühchristlichen zypriotischen Heiligen bergen soll (Schlüssel im Museum). 41 km von Kerýneia

Lefke/Léfka

Die kleine Universitätsstadt liegt besonders schön in den Ausläufern des Tróodos-Gebirges zwischen üppigem Grün und hohen Dattelpalmen. Hier stehen noch etliche traditionelle türkische Häuser mit hölzernen Erkern. Eins davon dient jetzt als stimmungsvolles Hotel Lefke Gardens (21 Zi. | Tel. 7288223 | Fax 7288222 | www.lefkegardenshotel.com | €). 55 km von Kerýneia

Sankt Hilárion

Von den Gipfeln des Kerýneia-Gebirges aus reicht der Blick an klaren Tagen bis zur türkischen Küste. Schon die Byzantiner hatten deshalb auf einigen Bergen Wehrburgen erbaut, um die See zwischen Zypern und Kleinasien zu überwachen. Die Burg Ágios Hilárion ist die größte und am besten erhaltene. März-Sept. tgl. 9 bis 18 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.30 Uhr | Eintritt 7 YTL. 10 km von Kerýneia

Voúni

Auf dem Gipfelplateau eines 255 m hohen Hügels legten Archäologen 1928/29 die Reste eines Palasts frei, der von etwa 500 bis 380 v. Chr. bewohnt war. Über drei Ebenen waren 140 Räume und eine Thermalbadeanlage verteilt. Wer hier residierte, weiß man nicht. Mai-Sept. tgl. 10-17 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt 5 YTL. 59 km von Kerýneia

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Agía Nápa& Lárnaka

Camel Park

Bis zum Zweiten Weltkrieg waren Dromedare auf Zypern ein wichtiges Verkehrsmittel. Jetzt gibt es sie wieder: im Kamelpark bei Mazótos. Wer mag, kann 15-minütige Ausritte unternehmen. Tgl. 9-18 Uhr | 30 Min. Reiten 9 Euro, Kinder 6 Euro | an der Hauptstraße von Mazótos nach Kíti

Luna Park

Was den älteren Jugendlichen die Diskos von Agía Nápa sind, ist den Kleineren dort der Luna Park - ein Vergnügungspark mit Kinderkarussells, Autoskooter, Riesenrad und einer Art Bungeesprungturm, hier Bungee Rocker genannt. Sommer tgl. ab 17 Uhr | im Ortszentrum an der Landstraße nach Lárnaka

Waterworld

Zyperns schönstes und größtes Spaßbad liegt am Stadtrand von Agía Nápa. Hier ist Action rund ums Trojanische Pferd angesagt. Aus dem Nachbau des berühmten Gefährts führen Rutschen ins Wasser. Es gibt Wasserpistolen, und aus einem großen Wasserkübel können Unvorsichtige eine nasskalte Überraschung erleben. Die vielen verschiedenen Riesenrutschen im Park sind bis zu 150 m lang, im Wellenbecken werden bis zu 1 m hohe Wogen erzeugt, und man kann in kleinen, runden Schlauchbooten über den Odysseus River gleiten. April-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Erwachsene 30 Euro, Kinder (2-12 Jahre) 16 Euro | Agía Thékla Road 18 | www.waterworldwaterpark.com

Mit Kindern reisen

Limassol

Water Mania

Auch Limassol hat sein Spaßbad, das ist allerdings um einiges kleiner als das in Agía Nápa. Riesenrutschen sind das Hauptvergnügen. Mai bis Oktober tgl. 10-18 Uhr | Erwachsene ca. 30 Euro, Kinder (3-12 Jahre) ca. 17 Euro | Trachóni | Shuttle-Bus-Service ab Hotels in Limassol und Páfos | Tel. 25714235 | www.fasouri-watermania.com

Mit Kindern reisen

Nicosia

To Trenáki

Für Kinder ist die Inselhauptstadt sicherlich kein sonderlich attraktives Ausflugsziel. Eins aber wird ihnen ganz sicher gefallen: die Fahrt mit dem trenáki, also „Zügelchen“ genannten Minizug auf Gummirädern, der alle 20 Minuten zu kurzen Rundfahrten durch die Altstadt startet. Abfahrten 10-13 und 15-19 Uhr am Südende der Lídras Steet | Fahrpreis 1,50 Euro

Mit Kindern reisen

Páfos

Aphrodite Waterpark

Auch Páfos-Urlauber können ins Spaßbad gehen. Das 35000 m² große Gartengelände liegt hinter dem Strand der Fremdenverkehrszentrale Zypern am Ufer von Geroskípou und wartet wie seine größeren Brüder in Agía Nápa und Limassol mit Riesenrutschen auf. Mai-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Erwachsene 27 Euro, Kinder (2-12 Jahre) 15 Euro | www.aphroditewaterpark.com

Eselsritte

Kurz vor Káthikas liegt an der Straße von Páfos her Trákkos Donkey Farm. Trákkos hält 80 Esel, auf denen man reiten darf. Ein einstündiger Ritt kostet 20 Euro, mehrere Reiter können sich abwechseln. Tel. 99647031

Kivotos 3000

Im Café „Arche 3000“ in Pólis zeigt die deutsche Wirtin Tina viel Herz für Eltern und Kinder. Es gibt nicht nur Eis und heiße Waffeln, sondern auch Spiele und Spielzeug im Haus und im schönen Garten, Kinderbücher und als Spielgefährten die Kinder der Wirtin. Juli-Sep. Mo-Sa 17-24, Di-Sa auch 11-14 Uhr, Okt.-Juni Di-Sa 11-18 Uhr | An der Straße vom Dorfplatz zur Polizei | €

Oldtimerbus

Noch vor wenigen Jahren besaß fast jedes Dorf seinen eigenen, altertümlich wirkenden Bedford-Bus mit dem typischen Dachgepäckträger. Ein Reisebüro in Páfos hat sich einen der alten Bus zugelegt und veranstaltet damit Exkursionen über Staubpisten und Holperstraßen in Richtung Akamás-Halbinsel. Die Reiseleitung spricht Deutsch. Hercules Travel, am Hafen von Páfos | Tel. 26912300 | Tagestouren ab 35 Euro, Kinder (2-12 Jahre) 17,50 Euro | www.hercules-travel.com

Mit Kindern reisen

Tróodos

Eselspark

Das Cyprus Donkey Sanctuary wird vor allem zum Wohle der Tiere betrieben. Man darf die Esel nicht füttern und nicht auf ihnen reiten, aber sie ausgiebig beobachten und Patenschaften für sie übernehmen. Es gibt ein Souvenirgeschäft und einen kleinen Picknickplatz. Nahe dem Dorf Vouní (dort gut ausgeschildert). Tgl. 10-16 Uhr | Eintritt frei | Patenschaft 8 Euro/Jahr | www.donkeycyprus.com

Wildbachwanderung

Eine Wanderung, die garantiert auch sonst eher etwas gehfaulen Kindern Spaß machen wird, können Sie im Tróodos-Gebirge unternehmen: Sie führt in etwa zweieinhalb bis drei Stunden immer abwärts an einem Wildbach entlang, der etwa 30-mal auf manchmal recht wackligen Trittsteinen überquert werden muss. So mancher holt sich da nasse Socken. Das Bachtal ist urwaldhaft grün, der Wanderweg eher ein schmaler Pfad. Etwa auf halbem Weg passieren Sie Zyperns mächtigsten Wasserfall, die Caledonia Falls. Noch mehr Spaß macht die Wanderung sicher, wenn Sie Papier mitnehmen, Papierschiffchen auf dem Bach aussetzen und ihre rasende Fahrt verfolgen.

Insider-Tipp

Märkte

Markt vorm Minarett: Nach Nicosia fahren Sie am besten mittwochs: zum Markt auf der Constanza-Bastion

Art Café 1900

Zypern-Boheme: Im Art Café 1900 in Lárnaka sind Leute mit Kunstsinn unter sich

Sedir Café

Frische Ravioli: Im Sedir Café im Büyük Han in Nordnicosia sind alle Teigwaren hausgemacht

Laterna

Das beste Mesé: In der Taverne Latérna in Páfos ist der Wirt ein engagierter Ökobauer

Byzántio

Top-Tafel: In Pródromos, Zyperns höchstgelegenem Dorf, genießen Sie mittags in der Taverne Byzántio ein köstliches zypriotisches Büffet

Mílos/mill

Forelle mit Knoblauch: Leckerer als im Restaurant Mill in Kakopetriá wird die Lachsforelle nirgends auf Zypern serviert - auf Wunsch auch ganz ohne Gräten

Kinirás

Bei Künstlern wohnen: Im Altstadthotel Kinirás in Páfos zieren Werke der Wirte und Gäste die Wände

White Pearl

Weiße Perle: Nur im Hotel White Pearl genießen Sie das Hafenpanorama Kerýneias vom eigenen Balkon aus

Avdímou

Sperrgebiet sei Dank: Weil sie auf britischem Hoheitsgebiet liegen, sind die Strände von Avdímou noch völlig unverbaut

Koúklia/Palaiá Páfos

Odysseus unterm Widder: Der klassische Sarkophag von Koúklia war der erste archäologische Sensationsfund dieses Jahrtausends

Lémba

Dorf mit Geschichte: Moderne Kunst prägt das Leben im heutigen Lémba. Gleich nebenan wurde das 4500 Jahre alte Vorgängerdorf wieder aufgebaut

Yenierenköy/Aigiálousa

Dünenstrände: Im Hotel Balci Plaza sind Sie den Dünenstränden der Karpass-Halbinsel ganz nah

Lefke/Léfka

Im Palmendorf: Im stimmungsvollen Dorf Lefke ragen hunderte Palmen vor der Kulisse des Tróodos-Gebirges auf

Wildbachwanderung

Rauschender Bach: Eine der schönsten Kurzwanderungen auf Zypern führt zu einem Wasserfall

Top Highlights

Büyük Han

Die 1572 gleich nach der Eroberung Zyperns von den Ottomanen gegründete „Große Karawanserei“ wurde vollständig restauriert. Wo einst Händler mit Maultieren und Kamelen übernachteten, finden sich jetzt ein sehr stimmungsvolles Café-Restaurant, Kunsthandwerksläden und kleine Galerien. So geschl. | Eingänge Arasta Sok. und Kurtbaba Sok. | Nordnicosia

Ikonen-Museum

Das in einem Seitentrakt des Neuen Erzbischofspalasts untergebrachte Museum zeigt in zwei Sälen weit über 100 der schönsten und wertvollsten zypriotischen Ikonen und Mosaike. Sie stammen aus dem 8. bis 18. Jh. und geben einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Stilrichtungen, die westlichen Einflüsse und die Thematik byzantinischer Kunst. Mo-Fr 9-16.30 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt 4 Euro | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Laikí Gitoniá

Viele Häuser in der Altstadt müssten dringend renoviert werden. In einem kleinen Teil hat die Stadt diese Aufgabe übernommen: in der Laikí Gitoniá. Seit 1984 wurde hier ein romantischer Winkel geschaffen, mit mehreren stimmungsvollen Tavernen und einigen Souvenirgeschäften. Hier herrscht die südländische Stimmung, die man im Urlaub sucht und genießt. Zwischen Regaena und Hippocrates Street | Südnicosia

Selimiye-Moschee/Sophien-Kathedrale

Die heutige Hauptmoschee von Nicosia wurde 1208 bis 1236 als gotische Krönungskathedrale der aus Frankreich stammenden Könige von Zypern erbaut. Die gotischen Spitzfenster und das gotische Maßwerk sind bestens erhalten, nur der Innenraum wurde nach islamischen Vorgaben von sämtlichem bildlichen Schmuck befreit. Außer zu Gebetszeiten frei zugänglich | Arasta Sok. | Nordnicosia

Zypern-Museum

Das schönste und wertvollste, was Archäologen auf Zypern fanden, ist in den 16 Sälen dieses angenehm kleinen Museums ausgestellt. Die Briten erbauten es zu Beginn des 20. Jhs. In zwei Stunden gewinnen Sie einen Überblick über die kulturelle Entwicklung der Insel von der Jungsteinzeit bis zum frühen Mittelalter.

Mosaike

Nordwestlich des Fischerhafens lag das Zentrum der römischen Stadt. Es war von hohen Mauern umgeben, die nicht mehr erhalten sind. Hier standen großzügige Villen und Verwaltungsbauten, die mit kostbaren Bodenmosaiken verziert waren. Seit ihrer Entdeckung 1962 hat man ein ganzes Bilderbuch der antiken Mythologie freigelegt und restauriert.

Kakopetriá

Das moderne Dorf, dessen Name übersetzt „Schlechter Fels“ bedeutet, schließt sich unmittelbar oberhalb an Galáta an und ist viel stärker noch als jenes eine viel besuchte Sommerfrische. Der historische Ortskern, der unter Denkmalschutz steht, ist auf einen lang gestreckten Fels zwischen zwei Bachbetten in einem engen Tal auf etwa 700 m Höhe erbaut. Am besten geht man die Hauptgasse entlang, an der zumeist ältere Frauen Kräuter und andere Naturprodukte der Insel verkaufen, setzt sich für ein paar Minuten auf den Balkon des kleinen Kafenío Serenity (€) am winzigen Dorfplatz oder in die Taverne und Bar Pandóchio Línos (€€) in uralten Dorfhäusern, wo die Stille des alten Dorfes am eindrucksvollsten ist. Sehenswert ist auch die alte Wassermühle neben dem auffälligen Hotel Mílos/Mill.

Kloster Kýkko

Kýkko ist Zyperns berühmtestes Kloster. Weitab von jedem Dorf liegt es 1140 m hoch einsam am Hang des gleichnamigen Bergrückens. Hinter seinem strengen Äußeren verbergen sich zwei Innenhöfe mit leichten Arkaden und prachtvollen Mosaiken auf Goldgrund, die Kirche, die um 1995 vollständig ausgemalt worden ist, und ein hochmodernes, prachtvoll wie ein Palast gestaltetes Museum mit Kunstschätzen von unermesslichem Wert. Sämtliche Klostergebäude, nach einem Brand 1813 neu entstanden, sind sehr gepflegt.

Ómodos

Das Weinbauerndorf am Berghang gegenüber von Páno Plátres ist besonders stimmungsvoll. Die große, gepflasterte, von vielen Cafés flankierte Platía ist einer der schönsten Dorfplätze Zyperns; auch für den Souvenirkauf ist Ómodos eine gute Adresse. Schauen Sie mal in den Laden des Glasbläsers in der Gasse zur Weinpresse! Mittelpunkt des Dorfes ist das nicht mehr bewohnte Kloster Stavrós am unteren Ende der Platía. In der Klosterkirche werden die Schädelreliquie des Apostels Philipp sowie Splitter vom Kreuz und Reste von den Fesselstricken Christi verwahrt.

Tróodos

In 1700 m Höhe ist dicht unterhalb des Ólympos ein kleines Ferienzentrum entstanden. Mehrere Tavernen, ein Hotel, ein Campingplatz, ein Reitstall mit Mietpferden und eine Tennisanlage stehen zur Verfügung. Das Tróodos Visitors Centre (tgl. 10-16 Uhr | Eintritt 1 Euro) informiert u.a. mit einem 10-minütigen Videofilm über Flora und Geologie des Gebirges; auf dem angeschlossenen 250 m langem Lehrpfad lernen Sie Pflanzen und Gesteinsformationen kennen. Im Winter kann man am Weg von Tróodos auf den Ólympos sogar Skier ausleihen.

Lala-Mustafa-Moschee

Gut 90 Jahre nach dem Baubeginn an der gotischen Kathedrale von Nicosia und kurz nach der Vertreibung der letzten Kreuzritter aus dem Heiligen Land prosperierte das fränkische Königreich auf Zypern so sehr, dass man mit dem Bau einer zweiten Kathedrale in Famagusta begann, die in 28 Jahren fertiggestellt war und gleichzeitig mit der Sophienkathedrale in Nicosia 1326 geweiht wurde. Sie ist im Stil der Gotik erbaut; ihre prächtige Westfassade erinnert an die gotischen Kathedralen Frankreichs. Nur ein angebautes Minarett verrät, dass die Kirche 1571 in eine Moschee umgewandelt wurde. Frei zugänglich

Hafen

Im schönen Hafen von Kerýneia haben schon Schiffe der Byzantiner und der Venezianer gelegen. Mitten in der Hafeneinfahrt erkennt man die Ruinen eines Turms, von dem aus im Mittelalter zum Schutz vor unerwünschten Gästen eine Kette zum heutigen Zollhaus hinübergespannt werden konnte.

Choirokoitía/Khirokitia

Die besterhaltene der rund 50 für die Jungsteinzeit nachweisbaren Siedlungen auf Zypern versetzt einen in großes Erstaunen. Dass hier schon vor 8000 Jahren Menschen in einem Dorf aus Steinhäusern lebten, ist für Mitteleuropäer eine Überraschung, Vergleichbares ist in Westeuropa nicht zu finden.

Halan Sultan Tekke

Am Salzsee von Lárnaka steht das einst wichtigste islamische Heiligtum, heute das beliebteste Fotomotiv der Insel. Als die Araber 647 Zypern erstmals überfielen, war auch eine edle Frau dabei, die den Propheten Mohammed gut gekannt hatte. An der Stelle, an der heute die Moschee steht, stürzte sie vom Maultier und starb. Ihr Grab wurde später zu einer Wallfahrtsstätte, an die sich die Moslems noch erinnerten, als die Türken die Insel 1571 eroberten. Aber erst 1816 ließ der türkische Statthalter auf Zypern die Moschee bauen, der später Pilgerunterkünfte angeschlossen wurden.

Kíti

Im Zentrum des Dorfes steht auf einem schön gemauerten Platz mit Terpentinbäumen die Kirche Panagía Angeloktístos. Der Bau, zusammengesetzt aus einer gotischen Kapelle aus Kreuzritterzeiten und einer byzantinischen Kirche, entstand an der Stelle einer frühchristlichen Basilika. Deren Apsiswölbung war mit einem Mosaik von Weltrang geschmückt, das man in den Kirchenneubau des 10. Jhs. mit einbezog. Das Mosaik zeigt in prächtigen Farben vor goldenem Hintergrund Maria mit dem Christuskind auf dem Arm auf einem mit Edelsteinen besetzten Podest. Von links und rechts schreitet je ein Erzengel heran. Eingerahmt wird die Darstellung von einem Band aus stilisierten Blättern und Blüten, Enten, Hirschen und Papageien, Vasen und einem Kreuz in der Mitte. Mo-Sa 8-12 und 14-16 Uhr, So 9.30-12 und 14-16 Uhr | Eintritt frei. 12 km von Lárnaka

Kloster Stavrovoúni

Zyperns ältestes Kloster steht auf einem markanten Bergkegel, der 768 m hoch aus der Küstenebene aufragt. Bis fast auf den Gipfel hinauf führt eine serpentinenreiche Asphaltstraße, die grandiose Ausblicke auf die Berge und das Meer eröffnet. Die heutigen Gebäude stammen aus dem 17./18. Jh. Ein Splitter des Kreuzes Christi soll in ein silberbeschlagenes Kreuz eingearbeitet sein, das außen rechts an der Ikonostase hängt. Zum Kloster Stavrovoúni haben Frauen keinen Zutritt; tgl. 8-12 und 15-18 Uhr (Sept.-März 14-17 Uhr). 34 km von Lárnaka

Fasoúri

Im Südwesten von Limassol erwartet Sie eine üppige Plantagenlandschaft, durch die eine kilometerlange Zypressenallee führt. Hier gedeihen Zitronen, Orangen, Pampelmusen, Avocados und Kiwis. 5-10 km von Limassol

Kolóssi

Am Nordwestrand der Plantagen von Fasoúri ragt zwischen Zypressen der braune Festungsturm der Burg von Kolóssi auf. Von seinem Dach aus hat man einen weiten Blick. Die Burg von Kolóssi gehörte dem Kreuzritterorden der Johanniter, der hier bis 1309 seinen Hauptsitz hatte und nach seiner Verlegung nach Rhodos seine Ländereien auf Zypern von Kolóssi aus verwaltete. Hier wurden Zuckerrohr und Trauben angebaut, aus denen man den schweren Südwein commandaría produzierte.

Koúrion

Die neben Páfos sehenswerteste archäologische Stätte an der Südküste erstreckt sich über ein Plateau 15 km westlich von Limassol. Sie beginnen die Besichtigung am besten mit einem der Höhepunkte des Geländes, dem Heiligtum des Apollo Hylates am ehemaligen Westrand der Stadt. Im heiligen Bezirk sieht man die Grundmauern mehrerer Pilgerherbergen, der Priesterwohnung und römischer Thermen sowie einen teilweise rekonstruierten Tempel aus dem 1. Jh. n. Chr.

Asinoú

Die Mönche des Mittelalters haben die Einsamkeit gesucht. So siedelten sie auch am oberen Ende eines Tals am Rand des Tróodos zwischen Wäldern und Weiden. Von ihrem Kloster Panagía Forviótissa in der Gemarkung Asinoú ist nur noch die Kirche erhalten; die Wohn- und Wirtschaftsräume aus Holz und Lehm sind verschwunden. Die Kirche aber ist einer der größten Kunstschätze Zyperns.

Bäder der Aphrodite/Loutrá tis Aphrodítis

Am Ende eines kurzen, gepflasterten Pfads, der durch ein üppiges Bachtal führt, steht man plötzlich vor einem winzigen Teich, der von einer Quelle in einer Felsgrotte gespeist wird. Ein Feigenbaum überschattet ihn, Farne und Blumen säumen das felsige Ufer. Der Legende nach war dieser idyllische Platz der bevorzugte Badeplatz der Göttin Aphrodite. Eines Tages wurde sie hier vom athenischen Prinzen Akamás überrascht. Zwischen den beiden entspann sich eine Liebesgeschichte, die das Missfallen des Göttervaters Zeus erregte. Auf sein Geheiß musste die Liebesgöttin auf irdische Freuden verzichten und auf den Götterberg Olymp zurückkehren. Ständig frei zugänglich. 40 km von Páfos

Felsen der Aphrodite

Vor der Kulisse einer lang gestreckten Steilküste liegen mehrere einsame Kiesstrände. Den westlichen Abschluss bildet an der flach gewordenen Küste ein kleiner Strand, vor dem mehrere Felsen aus dem Meer aufragen. Eigentlich heißen sie „Felsen der Romäer“, (Pétra tou Romioú), aber die Touristikwerbung bezeichnet sie als Felsen der Aphrodite und behauptet, dass hier die Göttin Aphrodite dem Schaum des Meeres entstiegen sei. 22 km von Páfos

Kloster Ágios Neófytos

Am Hang des 613 m hohen Berges Chárta steht am Ende eines grünen Tals eines der schönsten Klöster Zyperns. Es ist einem zypriotischen Heiligen geweiht, der hier 1159 eine Einsiedelei gegründet hatte, die bald zahlreiche fromme Männer anlockte. Sie lebten in Höhlen in einer Felswand, die schon der Heilige auszubauen begonnen hatte. Sie sind im Auftrag des Heiligen ausgemalt worden. Zwei von ihnen zeigen Neófytos selbst. Einmal steht er zwischen zwei Engeln, ein anderes Mal kniet er vor dem Thron Christi, neben dem auch Maria und Johannes stehen. Die Ursprünge der heutigen Klostergebäude reichen bis ins 15. Jh. zurück. April bis Oktober tgl. 9-13 und 14-18 Uhr, Nov.-März tgl. 9-13 und 14-16 Uhr | Eintritt 0,85 Euro. 8 km von Páfos

Golden Beach

Der „Goldene Strand“ ist über 3 km lang und mehrere hundert Meter breit und am Rand mit hohen, zum Teil spärlich bewachsenen Dünen besetzt. Außer in den Monaten Juli und August ist er weitgehend menschenleer, aber selbst im Hochsommer bleibt noch viel Platz für die Meeresschildkröten der Art Caretta caretta, die hier ihre Eier ablegen. Im ganzen weitläufigen Strandgebiet gibt es nur vier Tavernen, die im Hochsommer rund um die Uhr geöffnet sind. Das nächste Hotel mit etwas mehr Komfort liegt 15 km weiter in Richtung Dipkarpaz: das Blue Sea (12 Zi. | Tel. 3722393 | Fax 3722255 | €€). Der Wirt nimmt Gäste auch mit zum Fischen hinaus. 102 km von Famagusta

Sálamis

Den besten Überblick über die Ausdehnung des antiken Sálamis gewinnt man von den oberen Rängen des römischen Amphitheaters, das 15000 Zuschauern Platz bot. Eindrucksvoll sind auch die Säulen und Fußböden der römisch-frühchristlichen Palästra, in der eine antike Gemeinschaftslatrine mit Platz für 44 Besucher gut erhalten blieb. Auf dem Ausgrabungsgelände liegen außerdem die Gemäuer zweier frühchristlicher Basiliken und eines antiken Zeus-Tempels. Außerhalb des umzäunten Stadtgeländes fallen links der Straße zum Kloster Barnabas merkwürdige Erdhügel auf. Sie markieren die antike Nekropole, deren Gräber anders als die Ruinen der Stadt nicht aus römischer Zeit stammen, sondern schon aus dem 7. und 6. Jh. v. Chr. | Mai-Sept. tgl. 9-19 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt Ausgrabungen 9 YTL, Gräber 7 YTL inkl. Barnabás-Kloster. 8 km von Famagusta

Beylerbeyi/Bellapaís

Das schöne Bergdorf, vor 1974 von griechischen Zyprioten bewohnt, kann sich der romantischsten Ruine des Landes rühmen. Augustinermönche gründeten hier 1205 eine Abtei, die schnell Reichtum erlangte. Die prächtigen Spitzbögen des ehemaligen Kreuzgangs zeugen ebenso davon wie das große, intakt gebliebene Refektorium und die Kellerräume im Baustil der Gotik. Eine Besichtigung dauert 30 Minuten (Sommer tgl. 9 bis 20 Uhr, Winter tgl. 9-16.45 Uhr | Eintritt 9 YTL). Schöne Aussicht bietet das Restaurant Kybele (tgl. ab 10 Uhr | €€) am Rande des Klostergartens. Gut wohnen kann man am obersten Dorfrand in Bungalows inmitten eines üppigen Gartens mit Pool-Terrasse im Ambélia Tourist Village (60 Zi. | Tel. 8153655 | Fax 8157701 | www.cyprus-ambelia.com | €). 5 km von Kerýneia

Sankt Hilárion

Von den Gipfeln des Kerýneia-Gebirges aus reicht der Blick an klaren Tagen bis zur türkischen Küste. Schon die Byzantiner hatten deshalb auf einigen Bergen Wehrburgen erbaut, um die See zwischen Zypern und Kleinasien zu überwachen. Die Burg Ágios Hilárion ist die größte und am besten erhaltene. März-Sept. tgl. 9 bis 18 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16.30 Uhr | Eintritt 7 YTL. 10 km von Kerýneia


Auftakt

Was für eine Insel!

Das sonnige Zypern hat sich als sportliche Erlebnisinsel mit hohem Hotelniveau und exzellenter Gastronomie profiliert. Lange Strände, wilde Steilküsten und zwei markante Gebirge locken ebenso zum Kennenlernen wie die Relikte einer 9000-jährigen Geschichte. Gotische Kathedralen, türkische Moscheen und Karawansereien, byzantinische Kirchen und Klöster sowie Burgen der Kreuzritter gehören zum Kulturerbe der Insel, auf der der Legende nach die schöne Liebesgöttin Aphrodite zu Hause war. Ein gutes Autobahnnetz ermöglicht Tagesausflüge in alle Inselteile, gut markierte Wege laden zu ausgedehnten Wanderungen ein.

Im äußersten Osten des Mittelmeers liegt die Insel Zypern, nicht einmal halb so groß wie Hessen. Die griechischen Zyprioten nennen sie Kípros, die türkischen Kıbrıs. Erstere leben seit der Teilung der Insel 1974 überwiegend im Inselsüden, letztere fast ausschließlich im Inselnorden. Durch den EU-Beitritt Südzyperns am 1. Mai 2004 aber ist für Touristen die Reisefreiheit auf der ganzen Insel wieder hergestellt, wenn sie nur einige wenige Vorschriften Südzyperns beachten. Sie können hier einen so friedlichen Urlaub am Mittelmeer verbringen wie anderswo auch. Sie finden saubere Strände und glasklares Meer. Die äußerst gastfreundliche und kultivierte Bevölkerung sorgt dafür, dass Sie sich rundum wohl fühlen.

Die Küsten Zyperns sind vielfältig: Kilometerlange Sandstrände säumen nahezu die gesamte Ostküste nördlich von Famagusta und die Südküste bei Lárnaka; viele Sandstrandbuchten gibt es bei Agía Nápa und westlich von Páfos, in der Nähe von Limassol und auch im Norden nahe Kerýneia. Kieselsteinstrände haben die Küsten bei Pólis zu bieten. Auch imposante Steilküsten fehlen nicht: Sehr eindrucksvoll sind sie im Süden zwischen Koúrion und den Felsen der Aphrodite.

An der Südküste liegen drei große Städte: Limassol mit 162000, Lárnaka mit 72000, Páfos mit 40000 Einwohnern. Sie wirken modern und gepflegt. In Hotels, Restaurants und Geschäften wird nahezu überall Englisch gesprochen. Speisekarten und Hinweisschilder sind zweisprachig. Deutsch ist als dritte Sprache verbreitet.

Sprachkenntnisse und gute Organisation sind sicherlich auch eine Folge der langen britischen Herrschaft. Von 1878 bis 1960 wurden die Geschicke Zyperns von London aus bestimmt. Zudem besaß die Republik Zypern bis 1992 keine eigene Universität, viele junge Leute gingen (und gehen immer noch) zum Studium nach Großbritannien oder in die USA, viele Ältere haben jahrelang auf den Britischen Inseln gearbeitet. Großbritannien besitzt zwischen Limassol und Páfos sowie zwischen Lárnaka und Agía Nápa noch immer zwei Militärstützpunkte, auf denen auch Zyprioten arbeiten. Die dort lebenden 20000 Briten sind auch wirtschaftlich von Bedeutung.

Zypern wurde oft von fremden Herrschern regiert. Bereits vor 9000 Jahren lebten die Menschen auf Zypern in Dörfern aus steinernen Rundhütten, deren eindrucksvolle Überreste Sie in Choirokoitía besichtigen können.

Wer auf den Spuren der Geschichte wandeln will, findet auf Zypern reichlich Gelegenheit. Sogar am Strand: Auf den Kieselsteinen neben den Felsen der Aphrodite betrat die Liebesgöttin nach der Überlieferung erstmals irdischen Boden. Auf dem Olymp, dem Götterberg, war sie für die Schönheit und die Liebe zuständig. Der Liebe huldigte sie auch auf Erden, wo sie sich mit ihrem Geliebten im Bad der Aphrodite bei Pólis traf.

Auf Zypern war schon vor der Ankunft der achäischen Griechen gegen Ende des zweiten Jahrtausends vor Christi eine weibliche Fruchtbarkeitsgöttin verehrt worden. Im ersten Jahrtausend wurde ihr dann an ihrer alten Kultstätte unter dem neuen Namen Aphrodite gehuldigt. Dieses Heiligtum bei Páfos entwickelte sich zu einem bedeutenden Pilgerziel der antiken Welt. So galt Zypern fortan als „Insel der Aphrodite“ - eine Bezeichnung, die in der Tourismuswerbung gern verwendet wird. Nicht weit von Páfos entfernt wurde in Koúrion ein schöner, junger männlicher Gott verehrt: Apoll. In seinem Heiligtum sind hauptsächlich Bauten aus römischer Zeit erhalten. Aus jener Epoche stammt auch das antike Theater der römischen Stadt Koúrion, in dem man sich immer noch Theater- und Musikaufführungen anschauen kann. Aufführungen gibt es auch im antiken Odeon von Páfos. Páfos ist so etwas wie ein riesiger archäologischer Park, in dem man neben einzigartig gut erhaltenen römischen Mosaiken und seltsamen Gräbern aus der Ptolemäer-Zeit auch eine Säule sehen kann, an der der Apostel Paulus einst ausgepeitscht wurde. Mit Paulus kam das Christentum nach Zypern.

Für Urlauber sind die Kirchen im Tróodos-Gebirge besonders interessant. Mit ihren heruntergezogenen Ziegeldächern sehen sie fast wie Scheunen aus. In über 20 sind mittelalterliche Wandmalereien hervorragend erhalten. Sie stehen deswegen alle auf der Unesco-Liste des Welterbes der Menschheit.

Tróodos und Pendadáktylos, auch Kerýneia-Gebirge genannt, heißen die beiden Gebirge der Insel. Der Pendadáktylos erstreckt sich über 100 km entlang der Nordküste und ist bis zu 1026 m hoch; der Tróodos nimmt mit einem Durchmesser von über 60 km und einer Höhe von bis zu 1951 m den gesamten Westen und weite Teile des Südens ein. In der breiten Ebene zwischen den Gebirgen liegt Nicosia (Lefkosía/Lefkoşa). Das Tróodos-Gebirge besteht aus zahlreichen Bergketten. In den Flusstälern gedeihen Obst- und Nussbäume; bis auf Höhen von über 1000 m wird Wein angebaut. Altertümlich-urige Busse fahren in alle Dörfer, von denen manche wie Páno Plátres und Kakopetriá ganz auf den Fremdenverkehr eingestellt sind.

Bei der Fahrt durch die Gebirgstäler stößt man immer wieder auch auf verlassene Dörfer, in denen bis 1974 türkische Zyprioten gewohnt haben. Sie verließen sie wegen der Teilung der Insel nach der türkischen Invasion im Juli 1974. Der Krieg dauerte einen Monat und war durch den von der griechischen Militärdiktatur angezettelten Putsch gegen Staatspräsident Makários III. verursacht worden, der den Anschluss Zyperns an Griechenland zum Ziel hatte. Um das zu verhindern, intervenierten die Türken. In der Folge des Krieges flohen mehr als 150000 griechische Zyprioten aus dem türkisch besetzten Norden in den Süden, über 45000 türkische Zyprioten siedelten in den Norden um. Im Süden wohnen jetzt etwa 750000 griechische Zyprioten. Im Norden sind ungefähr 75000 türkische Zyprioten zu Hause, deren Vorfahren in den über 300 Jahren türkischer Herrschaft auf die Insel kamen.

Einer Wiedervereinigung der Insel auf der Grundlage eines Plans von UN-Generalsekretär Kofi Annan stimmten die türkischen Zyprioten im April 2004 mit großer Mehrheit zu. Die griechischen Zyprioten lehnten sie mit 75,8 Prozent ab, weil ihnen der Plan nicht genügend Sicherheitsgarantien gab und Zyperns Souveränität nicht völlig anerkannte. So bleibt Zypern zumindest vorerst geteilt.

7000-1050 v. Chr.

Zypern wird vom kleinasiatischen Festland aus besiedelt

1050-294 v. Chr.

Zeit der Stadtkönigreiche

294 v. Chr.-391 n. Chr.

Zypern wird zu einer Provinz des ägyptischen Ptolemäer-Reichs und 58 v. Chr. römisch

391-1191

Zypern gehört zum Oströmischen und später zum Byzantinischen Reich

1191-1489

Zypern wird von fränkischen Königen regiert

1489-1571

Die Insel gehört Venedig

1571-1878

Zypern wird Teil des Osmanischen Reichs; viele Türken werden auf der Insel angesiedelt

1878-1960

Britische Herrschaft

1960

Zypern wird unabhängig, Erzbischof Makários III. Präsident

1963/64

Beginnender Bürgerkrieg; erste UN-Friedenstruppen kommen nach Zypern

1974

Türkische Invasion Zyperns nach einem von der griechischen Militärjunta inszenierten Putsch gegen Makários, Teilung der Insel

1977

Makários stirbt

1983

Einseitige Proklamation der „Türkischen Republik Nordzypern“

2004

Im April stimmen 75,8 Prozent der Südzyprioten gegen eine Wiedervereinigung auf Basis des Annan-Plans. Am 1. Mai wird nur Südzypern EU-Mitglied. Alle EU-Bürger können sich seitdem auf der gesamten Insel frei bewegen

2008

Der Euro wird Landeswährung

Wie Zypern zum größten Investor in Russland wurde

Russisch ist in Limassol inzwischen ebenso wichtig geworden wie Englisch. Speisekarten und Hinweisschilder gibt's auch in Kyrillisch. Der Rubel rollt. Limassol ist eine riesige Geldwaschanlage. Viele Russen haben in Zyperns modernster Großstadt ihre Schwarzgelder in neu gegründeten Offshore-Firmen angelegt und investieren das sauber gewordene Geld gleich wieder in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion. Zypern ist so auf dem Papier zum bedeutendsten Investor in Russland geworden, noch vor den USA, Holland und Deutschland.

Ein Relief, das moderne Fremdenführer erröten lässt

In der hinteren rechten Ecke des Saals 5 im Zypern-Museum steht ein unverfängliches Relief, das den Gott Dionysos zeigt. Nichts deutet darauf hin, dass die Rückseite des Steins ebenfalls bearbeitet ist; die wenigsten Museumsführer machen ihre Gäste darauf aufmerksam. Dargestellt ist ein in besonders artistischer Stellung kopulierendes Paar, wie man es freizügiger auch am berühmten indischen Tempel von Kajuraho nicht findet.

Cypern. Orient und Okzident

Johannes Zeilinger hat Texte von 30 Autoren aus zwei Jahrtausenden zusammengefasst. Auf 346 Seiten wird ein buntes Bild der Insel entworfen. Zu Wort kommen Griechen, Türken, Araber, Juden, Franzosen, Engländer, Spanier, Schweden und Deutsche.

Bittere Limonen

ein Klassiker. Der britische Romancier Lawrence Durrell schildert seine Zypernerfahrungen aus den 1950er-Jahren poetisch und humorvoll.

Ausgerechnet Zypern

Diesen aktuellen Nordzypernkrimi hat Heinz Herbert als Book on Demand publiziert, bestellbar über www.amazon.de oder www.nordzypern-insider.net

Exodus

Der Roman von Leon Uris ist das große Epos um die Gründung Israels. Es spielt zum Teil auch auf Zypern und wurde von Otto Preminger mit Paul Newman in der Hauptrolle verfilmt. Als DVD ist der Film nur auf Englisch erhältlich. Andere Spielfilme, die Zypern zum Thema haben, gibt es nicht.

DVD

Ein 42-minütiger Reisebericht über Zypern ist 2006 in der Reihe „On Tour“ bei DuMont erschienen.

Wo Sie Flamingo und Mufflon aus der Nähe sehen

In den Wäldern des Tróodos lebt als einziges größeres Säugetier das zypriotische Wildschaf, das Mufflon. Außer auf Briefmarken werden Sie es jedoch bestenfalls im Gehege von Stavrós tis Psókas sehen. So sind die zahlreichen Flamingos, die im Winter in den Salzseen von Lárnaka und Akrotíri stehen, die auffälligsten Tiere der Insel. Im Gebirge sind gelegentlich noch Mönchsgeier, Habichte, Adlerbussarde, Wander-, Turm- und Eleonorenfalken zu sehen. Schlangen begegnet man nur selten.

Zyperns Heilige wissen meist genau, was sie wollen

Wie so viele Klostergründungen auf Zypern soll auch die von Troodítissa auf die wundersame Aufforderung durch eine Ikone zurückgehen. Einsiedler hatten das Marienbildnis vor 1000 Jahren in einer Höhle gefunden und begannen am Fundort sogleich, für die Ikone eine Kapelle zu errichten. Was sie am Tag geschaffen hatten, war morgens immer wieder eingestürzt; die Ikone verschwand mehrmals und wurde von den Männern immer an der gleichen Stelle, einem Brunnen am Standort des heutigen Klosters, wiedergefunden. Da wurde ihnen klar, wo Maria ihre Kirche gebaut haben wollte. Das Wunder lockte andere fromme Männer an; die Mönchsgemeinschaft entstand.

In Nordzypern haben alle Orte zwei oder drei Namen

Wie alle Orte Zyperns haben auch die nordzypriotischen Städte und Dörfer einen griechischen Namen. Viele von ihnen trugen auch schon vor 1974 türkische Namen, seit 1974 haben sie alle einen. Famagusta schließlich ist der venezianisch-englische Name der Stadt, die auf Griechisch Ammóchostos und auf Türkisch Gazimağusa heißt. Auf griechisch-zypriotischen Inselkarten werden meist nur die griechischen Ortsnamen genannt, auf türkisch-zypriotischen nur die türkischen. In diesem MARCO POLO Reiseführer werden beide genannt. Vor Ort finden Sie auf Orts- und Hinweisschildern meist nur die türkischen, im Zuge der neuen Reisefreiheit manchmal aber bereits auch wieder zusätzlich die griechischen Bezeichnungen.

www.zypern-tipps.eu

Zahlreiche Blogs und Fotos zu beiden Teilen Zyperns, unter anderem auch von Klaus Bötig, dem Autor dieses Bands.

www.nordzypern-insider.net

Umfangreiche Seite mit vielen Beiträgen, Kommunikationsforum der deutschsprachigen Community in Nordzypern.

www.cyprusonfilm.com

Zahlreiche Filme zu verschiedenen Themen wie Politik, Kultur, Umwelt und Geschichte, von der Regierung betrieben.

www.youtube.com

Unschlagbares Angebot an Zypern-Vlogs: Bei Redaktionsschluss waren es schon über 29000. Als Suchbegriff sollten Sie „Cyprus“ eingeben (bei Eingabe von „Zypern“ ist das Angebot sehr viel geringer).

www.expat-blog.com

Englischsprachige Blogs von auf Zypern lebenden Briten und anderen Ausländern

www.cybc.com.cy

Live-TV-Streaming des zypriotischen Staatsfernsehens und seiner Radioprogramme (Second International Radio sendet auch auf Englisch und Türkisch).


Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.


Szene

Trend Guide Zypern

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Nicole Wagenstetter

ist Halb-Griechin und besucht regelmäßig ihre Familie in Hellas. Nach Zypern kam sie erstmals zum Wellnessurlaub. Inzwischen ist unser Szene-Scoutbegeistert von Zypern und kehrt immer wieder auf die Insel zurück. Ihr Tipp: Das Fischerdorf Látsi mit der nahe gelegenen Chrysóstomos-Bucht. Hier gibt es sie noch, die einsamen Sandstrände für Romantiker.

Express Yourself!

Hippie-Alarm! wird sich manch einer beim Anblick des Programmhefts des Pantheon Urban Soul Festivals in Nicosia denken. Ausstellungen von Objektkünstlern und expressive Tanz- und Theateraufführungen im Freien verbreiten aber nicht nur alternativen Spirit in der Hauptstadt, sondern zeigen die ganze Bandbreite der Moderne (Trípoli Park | zwischen Solomoú Platz und Omírou Avenue | www.pantheonculture.org). Das Echo Arts Center unter der Leitung von Ariánna Económou ist natürlich mit von der Partie. Die Künstlerin leitet ihr eigenes Tanztheater und gibt Modern-Dance-Workshops (Vasileos Pavlou 67b | Kaimakli | Nicosia | www.echo-arts.info). Auch die Trommelkünstler von Druminspire sind jedes Jahr dabei. Sie bieten alternative Percussion-Seminare, wie Trommeln im traditionellen Schamanismus (Voróklini | www.druminspire.com).

Englische Wochen

DJs aus London, ungewöhnliche Mottopartys und Livesound aus UK erwecken den Party-Hotspot Agía Nápa zu neuem Leben. Zur Hochsaison tummelt sich das feierfreudige Publikum in den Clubs und Bars entlang der Agías Mávris und Loúka Loúka Street oberhalb des Klosters. Zu den Szenetreffs zählen Castle Club (Loúka Loúka Street 20-22 | www.thecastleclub.com) und Club Ice (Bar Street), die mit DJs aus London der guten Musik den Vortritt geben. Im Club Ice feiert der Londoner Club Fantastic (www.clubfantastic.co.uk) im Sommer seine legendären Popcorn Partys. Dann fällt hier statt Schaum Popcorn von der Decke. Live Indie-Rock aus UK? Das gibt's nur auf der Bühne im nagelneuen Club The Live Lounge Venue (Katalympta Street 24 | www.liveloungevenue.com).

C'est chic!

Die zwei berühmtesten Zyprioten? Giórgos Panayotíou und Stéfanos Georgíou, besser bekannt als Popstar George Michael und Songwriter-Ikone Cat Stevens. Überrascht? Keineswegs, denn Zypern gilt als VIP-Insel, auf der Promis zu Hause sind oder sich entspannen: Leonardo Di Caprio bezog im Anassa Resort eines der ganz in weiß gehaltenen Cottages (Bath of Aphrodite Road | Látsi | www.thanoshotels.com)! Todschick: die Suiten im Couture Hotel Londa (George A Street 72 | Limassol | www.londahotel.com) und im Designtempel Almyra (Poseidon Avenue | Páfos | www.almyra.com). Hier kehrt die griechische Prominenz dem Festland den Rücken.

Grüne Wellness

„Back to the Roots“ heißt es für immer mehr Spas, die auf natürliche Anwendungen wie Anis-Essenzen und Thalasso-Therapien vertrauen. Das Spa im Le Meridien setzt mit Europas größtem Thalasso-Becken im Freien dem Ganzen noch die Krone auf (Nicosia Road | Altstadt Limassol | www.lemeridien-cyprus.com). Sogar eine eigene Ökokosmetiklinie hat die Insel hervorgebracht. Die zypriotische Naturkosmetik von Neoderma setzt auf gentechnikfreie Produkte ohne Tierversuche (www.neoderma.com). Das Ayii Anargyri Spa hat sich mit seinem alternativen Wellnesskonzept auf einem restaurierten Klostergelände niedergelassen (Páfos | www.ayiianargyrisparesort.com).

Einfach anders

Die Mischung macht's. Zumindest gilt das für das zypriotische Label Olive Tree Music. Künstler von beiden Seiten der Green Line wie Haji Mike und Poets4Peace sehen ihre Plattenfirma als Multikultiprojekt, das nicht von Genres oder einer Sprache bestimmt wird (www.myspace.com/olivetreemusic). Hip-Hop von der Insel mit Sprechgesang, fetten Beats und überraschend viel Gespür für sensible Töne gibt's bei www.hiphop.com.cy. Rapper wie Mario Mental überzeugen mit Titeln wie Mána (Mutter). Die Pantheon Gallery organisiert Konzerte, wie das der Elektrokombo Chakradelic (40 | Odós Evagorou | Pantheon Gebäude, 2. Stock | Nicosia).

Grosses Kino!

Filmfestivals und Programmkino mit seltenen Filmperlen - die Cyprus Film Days haben die Herzen der Cineasten erobert (www.filmfestival.com.cy)! Treffpunkt der Moviefans ist das Lichtspielhaus in der alten Spinnerei, das für seine gute Filmauswahl geschätzt wird. Während der Festivalzeit halten hier immer wieder Regisseure Vorträge (Lekonos Street 67-71 | Nicosia | www.ifantourgio.org.cy). Tipp: Der private Vorführraum im Columbia Plaza mit Platz für bis zu zehn Personen. Einen der über 500 Klassiker aus der hauseigenen Videothek auswählen und Cocktails an der Bar bestellen (223 Agíou Andréou | Limassol | www.columbiaplaza.com).

Dorfleben

Um die traditionellen Steinhäuser in den abgelegenen Dörfern zu erhalten, setzen immer mehr Initiativen auf Agrotourismus. In dem kleinen Dorf Tochni mit seinen weißen Häuschen zwischen Kiefernwälder, ist wieder Leben eingekehrt. Inzwischen hat das Dorf den Agrotourismus perfektioniert und die alten Steinvillas modern ausgestattet. Wer es komfortabel will, der kehrt in einem der schicken Steinhäuser in Tochni ein (www.tochnivillas.com). Uriger geht es auf der türkischen Seite in Buyukkonuk zu. Hier bieten Lois und Ismail Cemal den Gästen an, ins Dorfleben einzutauchen: Thymian, Oregano und Salbei pflücken, Halumi-Käse zubereiten, beim Brotbacken helfen oder die Ziegen hüten (www.ecotourismcyprus.com). Auch die Leona Foundation finanziert mit Vermietungen renovierter Steinhäuschen den Erhalt der alten Dorfstrukturen (www.conservation.org.cy).

Sonnengrüsse auf Zypern

Zypern ist vor allem als Partyinsel bekannt geworden. Doch nun zeigt sich eine neue Seite: meditative Stille und natürliche Harmonie mit einer Prise Inselzauber. Das erklärt auch das wachsende Angebot an spirituell ausgerichteten Seminaren wie Qigong-Kursen mit Master Lam Kam Chuen (www.qigongcyprus.com) und die starke Nachfrage an Yoga-Workshops bei Ananda Marga (10C | Megálou Konstandínou | Strovolos | Nicosia | www.cyprusyoga.net). Etwas weniger Kling-Klong, dafür aber ebenso effektiv: Power-Yoga-Intensivkurse in Victorias Yoga Center (Kyriákos Mátsis Avenue 18 | Victory Tower, 2. Stock | Nicosia | www.victoriasyoga.com).


Stichworte

Zwischen Byzanz und EU

Die Geschichte hat ihre Spuren nicht nur in Stein hinterlassen, sondern ist auch Ursache für die aktuellen politischen Probleme

Ausländer

Ausländer haben in den letzten 800 Jahren die Geschicke Zyperns bestimmt. Seit 1191 wurde die Insel von fremden Herrschern mit einer anderen Muttersprache regiert, die einer anderen Konfession, wenn nicht gar Religion angehörten. Erst kamen die römisch-katholischen Kreuzritter, dann die Venezianer, später die Türken und schließlich die Engländer. Großbritannien, Griechenland und die Türkei gaben Zypern ohne Mitwirkung von Zyprioten die Verfassung des heutigen Staates. Seit 1964 sind UN-Soldaten aus der ganzen Welt auf der Insel - und 1974 kamen auch türkische Truppen zurück. Ihnen folgten Mitarbeiter ausländischer Firmen aus aller Welt, denen Südzypern zahlreiche Steuervorteile bot. Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt investierten viele Russen ihre Schwarzgelder auf der Insel in Unternehmen, die diese Gelder anschließend ganz legal in die GUS-Staaten zurücktransferierten - heute existieren ca. 20000 russische Unternehmen, zumeist Briefkastenfirmen, in Südzypern, 40000 Russen leben hier. Hinzu kommen die Briten. Viele von ihnen haben im Norden oder im Süden Zweitwohnsitze - und etwa 20000 sind auf den zwei großen Militärstützpunkten Südzyperns stationiert, die sich Großbritannien bei den Unabhängigkeitsverhandlungen 1959/60 für alle Zeiten pachtfrei gesichert hat. Da fallen die 2,5 Mio. Touristen, die jedes Jahr nach Zypern kommen, kaum noch als Gäste auf Zeit auf.

Bewässerung

Wie viele Mittelmeerinseln litt auch Zypern lange unter Wassermangel. Das Problem ist seit den 1990er-Jahren weitgehend gelöst. Die reichen Niederschläge des Winterhalbjahrs werden von über 100 Stauseen und -becken im Tróodos-Gebirge aufgefangen und über Kanäle und Pipelines bis in die großen Städte und auf die Felder im Flachland geleitet. Zusätzliche Hilfe schaffen zwei Meerwasserentsalzungsanlagen im Süden.

Byzanz

Byzantinischem begegnen Sie in Zypern auf Schritt und Tritt. Für Zypern ist Byzanz die Klammer zu Griechenland, das sich schon seit der Gründung des neugriechischen Staats 1830 und erst recht seit dem Untergang des zaristischen Russland als dessen Nachfolger versteht. Ein Teil Griechenlands war Zypern ja nie - wohl aber mit Griechenland gemeinsam ein Teil von Byzanz: Kaiser Konstantin hatte 330 die Hauptstadt des Römischen Reichs an den Bosporus verlegt. 395 teilte Kaiser Theodosius das Römische Reich; die Stadt, inzwischen Konstantinopel genannt, wurde zum Zentrum des Oströmischen Reichs, das wir Byzanz nennen. Als die Türken Byzanz 1453 eroberten, nannten sie die Stadt Istanbul.

Flora

Zypern ist eine besonders dicht bewaldete Mittelmeerinsel. Ein Fünftel seiner Fläche ist inzwischen wieder baumbestanden, nachdem die Wälder jahrtausendelang für den Schiffs- und Hausbau und als Brennmaterial gefällt wurden. In den küstennahen Regionen überwiegen Öl- und Johannisbrotbäume, an den Stränden stehen hauptsächlich Tamarisken, an den Landstraßen Eukalyptusbäume. Zypressen und Akazien lockern das Bild auf. In den höheren Regionen gedeihen vor allem Aleppokiefern, Steineichen, Pappeln, Nuss- und Obstbäume sowie im Westen des Tróodos-Gebirges über 30000 Zedern. Die Gipfelregionen sind von Wacholder und Schwarzkiefern bewachsen. Insgesamt gibt es auf Zypern etwa 1800 Pflanzenarten. Mehr als 120 davon kommen in freier Natur nur auf Zypern vor.

Green Line

Zypern ist seit 1974 geteilt. Eine 217 km lange Demarkationslinie trennt den überwiegend von türkischen Zyprioten besiedelten Norden von Südzypern, wo nahezu ausschließlich griechische Zyprioten leben. Die Altstadt von Nicosia wurde schon 1964 geteilt, die Trennlinie wurde mit einem grünen Filzstift in einen Stadtplan eingezeichnet. Deshalb trug sie fortan den Namen Green Line, der inzwischen für die gesamte Demarkationslinie gilt.

Ikonen

Darstellungen von Heiligen und biblischen Ereignissen auf Tafelbildern nennt man in der orthodoxen Kirche Ikonen. Man findet sie in allen Gotteshäusern und in vielen Privatwohnungen, am Armaturenbrett von Linienbussen und in den Ruderhäusern der Fischerboote. Ikonen sind etwas ganz anderes als die Bilder christlich-religiösen Inhalts in unseren Kirchen. Sie sind kein Schmuck, sondern bringen den Heiligen ins Haus, machen ihn gegenwärtig. Sie gelten als „Tore zum Himmel“. Deswegen genießen sie besondere Verehrung, werden geküsst, mit Gold, Silber, Edelsteinen und kostbar bestickten Vorhängen beschenkt. Ikonen sind Konsulate des Himmels auf Erden. Sie werden behandelt, als wären sie der Heilige selbst.

Makários III.

Dem Erzbischof, der die Insel in den ersten 17 Jahren ihrer Unabhängigkeit regierte, begegnen Urlauber noch immer auf vielen Fotos und in Form monumentaler Denkmäler. Er ist für die meisten Südzyprioten noch immer der Übervater, an dessen Politik kaum Kritik geübt wird. Makários wurde 1913 als Bauernsohn im Bergdorf Páno Panagiá im Tróodos geboren. Als Elfjährigen gab ihn sein gerade verwitweter Vater als Novize ins Kloster Kýkko, das ihm Schulausbildung und Theologiestudium ermöglichte. 1948 wurde er zum Bischof von Kition (Lárnaka) gewählt, bereits zweieinhalb Jahre später dann zum Erzbischof der Insel.

Religion

Fast alle griechischen Zyprioten bekennen sich zum griechisch-orthodoxen Christentum. In der orthodoxen Kirche dürfen Priester vor ihrer Weihe heiraten. Die Orthodoxen erkennen den Papst nicht als Oberhaupt an. Bei der Taufe wird der Täufling vollständig ins Wasser getaucht, die Erstkommunion wird gleich nach der Taufe vollzogen. Weitere Unterschiede bestehen im dogmatischen Bereich.


Feste und Events

Kirche, Kultur und Folklore

Langeweile kommt in Zypern nicht auf. Irgendwo auf der Insel ist immer etwas los, egal ob Feiertag oder nicht

Kultur- und Folklorefestivals sowie religiöse Feiertage sorgen in ganz Zypern für einen gut gefüllten Festtagskalender. In jedem Büro der Fremdenverkehrszentrale Zypern ist stets eine aktuelle Veranstaltungsvorschau für Südzypern in englischer Sprache erhältlich, sodass Sie kein Ereignis aus Unkenntnis verpassen.


Ganz Zypern:

1. Januar

Neujahr

1. Mai

Tag der Arbeit


Südzypern:

6. Januar

Epiphanias/Taufe Christi

Februar/März

Rosenmontag (7. März 2011)

25. März

Griechischer Nationalfeiertag

1. April

Zypriotischer Nationalfeiertag

März/April

Karfreitag (22. April 2011)

März/April

Ostermontag

Mai/Juni

Pfingstmontag (13. Juni 2011)

15. August

Mariä Entschlafung

1. Oktober

Unabhängigkeitstag

28. Oktober

Griechischer Nationalfeiertag

24. Dezember

Heiligabend (nachmittags)

25./26. Dezember

Weihnachten

31. Dezember

Silvester (nachmittags)


Nordzypern:

November

Kurban Bayramı: Opferfest (6.-9. November 2011)

23. April

Tag des Kindes

19. Mai

Tag der Jugend und des Sports

20. Juli

Tag der türkischen Intervention

30. August

Tag des Sieges

29. Oktober

Tag der Gründung der Republik Türkei

August/September

Şeker Bayramı: Ende des Ramadan (30. August-1. September 2011)

15. November

Tag der Proklamation der Türkischen Republik Nordzypern

Karfreitag

21 Uhr Prozessionen in allen Orten, besonders schön in Ktíma/Páfos

Ostersamstag

Um 23 Uhr feierliche Gottesdienste in allen Kirchen, besonders eindrucksvoll im Kloster Ágios Neófytos bei Páfos

Ostersonntag

Lustige Osterspiele (z.B. mit Sackhüpfen und Eierlaufen) in vielen Orten, insbesondere im Bezirk Páfos

April bis Juni

Musical sundays. Kostenlose Konzerte (Folklore, Jazz, Klassik, Rock) vor dem türkischen Fort in Páfos, im Onisilos Seaside Theatre in Limassol und an der Uferpromenade von Lárnaka. Jeweils sonntags. Bis Mitte Mai um 11 Uhr, danach um 21 Uhr

Mai/Juni

Internationales Bellapaís Musikfestival. Klassische Musik in der Klosterruine oberhalb von Kerýneia/Girne

Juni

Shakespeare-Festival an mehreren Abenden im antiken Theater von Koúrion

Donnerstag vor Pfingsten bis Dienstag nach Pfingsten

Kataklismós-Fest in Lárnaka zum Gedenken an die Rettung Noahs vor der Sintflut. Großer Jahrmarkt an der Uferpromenade, viele Konzerte und sportliche Wettbewerbe

15. August

Kirchweihfeste mit Musik und Tanz in vielen Dörfern und im Kloster Kýkko

Anfang September

Páfos Aphrodite Festival. Drei Opernabende vor dem türkischen Fort am Hafen von Páfos

Erstes bis zweites Septemberwochenende

Weinfest in Limassol

13./14. September

Kirchweihfeste in Ómodos, Páno Léfkara und am Kloster Stavrovoúni

September/Oktober

Nordzypern Musikfestival. Klassik, Flamenco, Rock und Chormusik in der Burg von Kerýneia, im Kloster Bellapaís und im Amphitheater von Sálamis

3./4. Oktober

Kirchweihfest in Kalopanagiótis


Essen und Trinken

Brandy sour zur Begrüssung

Zyperns Nationalgetränk ist ein Relikt aus britischen Kolonialzeiten

Zyperns Küche ist von vielfältigen fremden Einflüssen geprägt. Türkische, orientalische, italienische und britische Komponenten sorgen für Abwechslung und interessante Gewürze.

Verwendet werden vor allem heimische Produkte. Der Herd wird relativ selten genutzt. Man gart Gerichte lieber im Lehmbackofen oder auf dem Holzkohlengrill. Fleisch wird gern in großen Mengen verzehrt, Fisch ist dafür zu teuer. Hülsenfrüchte sind beliebt, Kapernzweige und Korianderblätter werden oft in Salaten gereicht. Viele Gemüse isst man auch roh oder sauer eingelegt.

Eine große Anzahl an zypriotischen Spezialitäten an einem einzigen Abend kennenzulernen fällt nicht schwer. Fast alle Restaurants preisen ihr mesé an („mee-see“ gesprochen). Es besteht aus 12 bis 20 verschiedenen, auf kleinen Tellern servierten Gerichten, von denen sich jeder nimmt, so viel er mag. Man wählt zwischen Fleisch-, Fisch- und eventuell rein vegetarischem mesé.

Getränke: Zum guten Essen gibt es auf Zypern immer auch einen guten Wein. Noch bis vor wenigen Jahren war Wein der wichtigste Devisenbringer der Insel. Das Angebot und die Auswahl sind groß. Auf Zypern wird aber auch Bier gebraut. Aus südzypriotischen Brauereien kommen die Marken Keó und Carlsberg. Im Norden trinkt man das türkische Efes oder das in österreichischer Lizenz gebraute Goldfässl.

Als Aperitif aus heimischer Produktion stehen Sherry und Ouzo zur Wahl. Als Digestif sind der bittere Orangenlikör fílfar, der Dessertwein commandaría empfehlenswert und der zypriotische Brandy. Als beste Marke gilt Five Kings.

Brandy sour, der erfrischende Longdrink aus Brandy, Zitronen- oder Limonensirup und Soda, ist eine Hinterlassenschaft der Engländer und wurde zum zypriotischen Nationalgetränk. Eine alkoholfreie Spezialität Nordzyperns ist ayran, ein Gemisch aus Wasser und Joghurt mit etwas Salz und getrockneter Pfefferminze.

Essen im Hotel: Der Standard der zypriotischen Hotelrestaurants ist hoch. Beim Frühstück macht sich der britische Einfluss bemerkbar. Würstchen, gebratener Speck und Eier oder Omeletts gehören in den besseren Hotels zum Frühstücksbüfett, in einfachen Häusern kann man sie gegen Aufpreis bestellen.

Mittags und abends werden häufig auch zypriotische Gerichte angeboten. In vielen Häusern wird abends ein- oder mehrmals wöchentlich ein Büfett aufgebaut, durch das man dann wie bei einem mesé-Essen auch viele zypriotische Spezialitäten kennenlernen kann.

Auswärts essen: Wer außerhalb des Hotels essen geht, kann kulinarische Weltreisen unternehmen. Das Angebot an italienischen, asiatischen, französischen und libanesisch-syrischen Restaurants ist groß, auch die polynesische, russische, spanische und lateinamerikanische Küche sind gut vertreten. Gýros, Döner, Pizza und Hamburger ergänzen das Angebot.

Die Speisekarten sind fast immer zweisprachig (Griechisch oder Türkisch und Englisch). Zum Essen wird grundsätzlich Brot serviert, das auch dann in Rechnung gestellt wird, wenn man nichts davon genommen hat. Die meisten Restaurants sind von etwa 12 bis 15 Uhr und von 19 bis 23 Uhr geöffnet. Tischreservierungen sind nur für größere Gruppen üblich.

Kaffeehäuser und Konditoreien: Konditoreien gibt es nur in den Städten. Sie werden auf Griechisch sacharoplastío, auf Türkisch pastahane genannt und servieren Getränke (aber keinen Wein) sowie Süßspeisen und orientalische Kuchen.

Überall in den Städten und in fast jedem Dorf findet man Kaffeehäuser, im Singular kafeníon (türk. kahvehani) genannt. An mit Filz belegten Tischen werden Karten, Dame und távli (Backgammon) gespielt. Man trinkt alkoholfreie Getränke, Bier und Kaffee oder Tee, in Südzypern auch tsípuro (Tresterschnaps), Ouzo oder Brandy.

Es gibt löslichen Kaffee, der immer als Nescafé bezeichnet wird und den man als Frappé auch kalt trinkt. Standardgetränk ist jedoch der Mokka, den man als kafé bestellt. Man gibt dabei an, wie man ihn wünscht: skétto (türk. sadez) - ohne Zucker; métrio (türk. ortai) - mit etwas Zucker; warígliko (türk. sekerli) - mit viel Zucker.

afélia

mariniertes, in Rotwein geschmortes, recht fettes Schweinefleisch

chiroméri

gepökeltes Ziegenfleisch

afélia

mariniertes, in Rotwein geschmortes, recht fettes Schweinefleisch

choratikí saláta

Bauernsalat mit Schafskäse und Oliven

dolmádes

mit Reis und manchmal auch Hackfleisch gefüllte Weinblätter

hallúmi

zypriotischer Schafs- und Ziegenkäse, bevorzugt gegrillt gegessen

humús

ein Püree aus Kichererbsen, Öl, Petersilie und Knoblauch

kléftiko

das zypriotische Nationalgericht: im besten Fall im traditionellen Lehmbackofen (oftón) mit Kartoffeln im eigenen Saft gebackenes Lamm- oder Ziegenfleisch

kúpes/kupékia

Teigbällchen aus grob gemahlenem Weizen, gefüllt mit Schweinehack, Zwiebeln und Petersilie

lúndsa

eine Art Kassler, meist in dünnen Scheiben serviert

paidákia

Lammkoteletts

ravióles

große, mit Käse und oft auch etwas Minze gefüllte Ravioli

scheftaliá

gut gewürzte, gegrillte Würste aus Schweinehack in Lammbauchfell

stifádo

Schweine-, Rinds- oder Kaninchengulasch in einer mit Zimt oder Kreuzkümmel gewürzten Tomatensoße

supjés

eine meist im Stück oder gefüllt servierte Tintenfischart, die im Gegensatz zu den viel bekannteren kalamáres immer frisch aus dem Meer und nicht aus der Tiefkühltruhe kommt

súvla

Grillspieß mit nahezu faustgroßen Fleischstücken

suvláki

die kleinere Variante davon mit gabelgerechten Fleischstückchen

tachíni

eine dicke Soße aus Sesam, Öl, Knoblauch, Zitronensaft, besonders als Vorspeise beliebt

talatúri

eine dem griechischen tzazíki ähnliche Soße aus Joghurt, Salatgurke, Öl und Knoblauch

taramosaláta

rötliches Püree aus Fischrogen und Kartoffelmus


Einkaufen

Lefkarítika und Lederwaren

Als Mitbringsel lohnen sich am ehesten Erzeugnisse der zypriotischen Volkskunst

Zypern ist kein Paradies für Shopper. Das Angebot an originellen Souvenirs hält sich in engen Grenzen.

Antiquitäten

Wer Altes schätzt, findet vor allem in den Antiquitätengeschäften in der Altstadt von Nicosia nicht nur Tische, Betten und Schränke, sondern auch leichter transportierbare Objekte, insbesondere Porzellan, Uhren, Schmuck, Besteck und Glas aus britischer Kolonialzeit.

Ikonen

Ein besonderes Souvenir sind handgemalte Ikonen. Sie kaufen sie am besten bei Ikonenmalern, z.B. in Limassol, in Ómodos oder im Kloster Ágios Minás.

Kulinarisches

Bei der Suche nach Mitbringseln sollten Sie die kulinarischen Spezialitäten der Insel nicht vergessen: Zypriotischer Sherry, Ouzo oder Brandy, fílfar oder commandaría sind bei uns kaum erhältlich und versetzen in Urlaubsstimmung. Beim Genuss von Thymianhonig, eingelegten Früchten, dem Schafskäse hallúmi oder den Geleefrüchten ähnelnden lukúmia aus Geroskípou und Páno Léfkara kann man Freunden zu Hause anschaulich und unterhaltsam von Urlaubserlebnissen erzählen. Schmackhafte Mitbringsel sind auch zypriotische Erd- und Pekannüsse, die man am besten auf den Märkten oder an Ständen im Tróodos-Gebirge kauft. Dort sind auch Gläser mit in Zuckerwasser eingelegten Früchten wie Bergamotte, Quitten und grün geernteten, im Glas schwarz gewordenen Walnüssen erhältlich. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass die Gläser gut verschlossen und nicht klebrig sind!

Kunsthandwerk

Kleine Webteppiche und bunte Stickereien gibt es vielerorts. Artikel aus Leder finden Sie in den Städten. Töpferwaren werden in beiden Teilen Zyperns in großer Menge produziert. Mehrere Töpfereien säumen die alte Küstenstraße am Ortsende von Geroskípou in Richtung Osten. Schöne Körbe stellt man in Geroskípou und Liopétri her. Besonders preisgünstig gibt es sie in den Markthallen der Städte. Gut als originelle Schirmständer geeignet sind dabei die länglichen Körbe, in denen früher Vogelfänger ihre Leimruten mit sich führten. Holzstühle mit geflochtenen Sitzflächen können Sie bei den Handwerkern im Bergdorf Phíni in Auftrag geben.

Lederwaren

Preiswert sind Schuhe, Lederartikel und Textilien, die auf Zypern selbst hergestellt werden. Wer sie kauft, sollte allerdings ein wenig Warenkenntnis besitzen und ihre Qualität beurteilen können, da es sich oft um minderwertige Billigware handelt. Oft sind vergleichbare Artikel im Norden preiswerter als im Süden.

Museumsrepliken

Zertifizierte Repliken schöner Museumsobjekte sind auf Zypern noch nicht als Verkaufshit entdeckt worden. Nur selten sind einige wenige Exemplare im Museumsshop des Cyprus-Museums in Nicosia oder in der Pierides-Sammlung in Lárnaka erhältlich. Die beste Auswahl bietet noch die Triskélion Pottery im Dorf Neo Chorió bei Pólis (Mo-Fr 10.30-17, Sa 10-13 Uhr | www.triskelionpottery.com).

Volkskunst

Beliebte Souvenirs sind Erzeugnisse der Volkskunst. Hohlsaumstickereien werden schon seit Jahrhunderten im Dorf Páno Léfkara hergestellt. Sie zieren Tischdecken und Servietten, Blusen und Taschentücher. Diese echten Lefkarítika sind teuer; die auch in Páno Léfkara inzwischen angebotene Billigware stammt aus Fernost.

Öffnungszeiten der Geschäfte und Märkte

Meist Mo-Sa 8-20 Uhr (Okt.-April bis 19.30 Uhr), Mi nur bis 15 Uhr


Agía Nápa und Lárnaka

Zyperns Hügelland

Die Region zwischen Lárnaka und Agía Nápa wird von der Landwirtschaft geprägt

Zwischen dem Tróodos-Gebirge, der Mesaória-Ebene und dem Meer liegt Zyperns Hügelland. Es wird von Ebenen und kahlen Tafelbergen dominiert, die man im Sommer und Herbst leicht als öde empfinden kann. An den Küsten liegen die ausgedehntesten Sandstrände Südzyperns.

Die bedeutendste Stadt dieser Region ist Lárnaka, der Agía Nápa als Urlaubszentrum den Rang streitig macht. Als Urlaubsort bedeutend ist auch Paralímni-Protarás zwischen Agía Nápa und Famagusta. Die Menschen in diesem Gebiet leben außer vom Tourismus vor allem von der Landwirtschaft. Zwischen Lárnaka und Agía Nápa werden ausgezeichnet schmeckende Kartoffeln angebaut, die auch exportiert werden. Daneben erntet man auch Oliven, Getreide, Melonen, Gemüse und etwas Wein. Für die Bewässerung sorgen in der Gegend von Agía Nápa zahlreiche Windräder, die Grundwasser auf die Felder pumpen; auch Treibhäuser wurden gebaut für den Anbau von Schnittblumen, Tomaten - und von Frühgemüse, für das man gute Preise erzielt.


Im äußersten Südosten der Insel ist nach 1974 aus einer Bauern- und Fischersiedlung mit nur etwa 100 weit verstreuten einfachen Häusern einer der großen Ferienorte (2500 Ew.) der Insel entstanden.


Eine knappe Busstunde von Agía Nápa entfernt liegt Lárnaka, eine lebhafte Stadt (72000 Ew.), in der Einheimische das Straßenbild stärker prägen als Urlauber.


Billig mit dem Bus: Die Ferienregion um Agía Nápa bietet die besten Linienbusverbindungen Südzyperns an. Hier kann man nicht nur preiswert zwischen den Orten und Stränden um Agía Nápa pendeln, sondern auch günstig Tagestouren mit dem Linienbus nach Nicosia (15 Euro retour, 80 Min.) und Lárnaka (10 Euro, 50 Min.) unternehmen. EMAN, Makários Ave. 32a | Agía Nápa | Tel. 23721321 | www.emantravel.com


Limassol

Idealer Standort für Tagesausflüge

Von Limassol aus lassen sich viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Süden Zyperns bequem erreichen

Limassol (Griechisch: Lemesós) liegt ziemlich genau im Zentrum der zypriotischen Südküste. Hinter dem Küstenstreifen steigen die Berge des Tróodos auf, der Ólympos als höchster Inselberg ist bei klarem Wetter gut zu sehen.

Bei Limassol ist das Ufer flach, östlich und westlich davon überwiegen Fels- und Steilküste. Im Südwesten schiebt sich die Halbinsel Akrotíri, die größtenteils noch in britischem Besitz ist und einen Militärflughafen hat, weit ins Meer. An ihrem Ansatz liegt der zweite große Salzsee Zyperns.

Limassol, die zweitgrößte Stadt der Insel (162000 Ew.), ist eine moderne Großstadt, die sich immer weiter ausbreitet. Die Altstadt ist von untergeordneter Bedeutung. Limassol wirkt hektischer und geschäftiger als Nicosia oder Lárnaka; der Stadt fehlt das Urlaubsflair, das Lárnaka auszeichnet. Limassol hat die meisten zypriotischen Weinkellereien. Hier wird Bier gebraut, Ouzo destilliert, Brandy gebrannt und Likör hergestellt. Der Hafen ist der wichtigste der Insel, auf Reede liegende Schiffe sind ein alltäglicher Anblick.

Der Tourismus konzentriert sich auf die Küste östlich der Stadt, wo es allerdings leider kaum Strände gibt. Ersatz schaffen ausgedehnte Hotelgärten mit Pools. Sehr bedeutsam für die zypriotische Wirtschaft sind schließlich auch die vielen Niederlassungen zahlreicher internationaler Firmen.


Schuhe nach Maß werden in Limassol vor allem in der Jámi Street nahe der Burg sehr preisgünstig angeboten, z.B. von Made to Measure Shoes by Lydia | Jámi Street 14


Nicosia

Zwei Hälften - eine Stadt

Seit Südzyperns EU-Beitritt kann man sich in ganz Nicosia frei bewegen. Trotzdem bleibt die Hauptstadt zweigeteilt

Mehr als ein Viertel aller Zyprioten lebt in Nicosia und Umgebung. Der Name der Stadt ist venezianischen Ursprungs (griechisch: Lefkosía, türkisch: Lefkora).

Nicosia liegt in der Mesaória-Ebene zwischen dem Kerýneia-Gebirge im Norden, dem Tróodos-Gebirge im Südwesten und den oft tafelbergartigen Ausläufern des Tróodos im Südosten. Die Gipfel des Kerýneia sowie die sanften Kuppen des Tróodos sind oft von der Inselhauptstadt aus zu sehen. Die Lage in der Ebene ermöglicht Nicosia ein ungehemmtes Wachstum. Wohnsiedlungen, Regierungsbauten und Industrieviertel breiten sich immer weiter aus. Der Tourismus hat nur eine untergeordnete Rolle, da die meisten Besucher als Tagesgäste kommen. Wer hier über Nacht bleibt, erlebt eher als in Lárnaka oder Limassol ein unverfälschtes Zypern.

Auch nach dem EU-Beitritt Südzyperns bleibt Nicosia (196000 Ew.) die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Die Green Line genannte Demarkationslinie, die Zypern teilt, besteht noch. Trotzdem herrscht Bewegungsfreiheit in der Stadt. Der Übergang zwischen Nord und Süd ist zwar nur an bestimmten Checkpoints möglich, dafür darf man als EU-Bürger jetzt im Norden übernachten, auch wenn man über Südzypern eingereist ist.

Den historischen Kern Nicosias bildet die von einem 5 km langen Mauerring umgebene Altstadt. Mit ihren Kirchen und Moscheen, Karawansereien, alten Wohnhäusern, Bazaren und Einkaufsstraßen ist sie das touristische Herz der Stadt.


Preiswerte Altstadtzimmer: Relativ günstig und dennoch annehmbar wohnen Rucksackreisende und andere Traveller in der Pension Tony B&B am Rande der Laikí Gitoniá. Solónos St. 13 | Tel. 22667794 | Fax 22662225 | €


Páfos

Ein bedrohtes Paradies

Die noch intakte Natur im Westen der Insel könnte dem Tourismus zum Opfer fallen

Der Westen der Insel ist dünner besiedelt als das übrige Südzypern. Der größte Ort der Region, Páfos (40000 Ew.), ist sympathisch kleinstädtisch geblieben; der zweitgrößte, Pólis, ist kaum mehr als ein großes Dorf.

Der Tourismus ist hier erst seit Mitte der 1980er-Jahre wichtiger als die Landwirtschaft; den meisten Hotels sieht man an, dass sie in Zeiten wachsenden Umweltbewusstseins entstanden sind.

Das Klima ist im Westen der Insel noch milder und ausgeglichener, sodass in der Umgebung von Páfos sogar Bananen angebaut werden können. Neben allerlei Obst gedeihen auch Erdnüsse und Tabak; an den Hängen hinter der Küste gibt es Olivenhaine und reichlich Johannisbrotbäume; in den Bergen wächst viel Wein.

Industrie fehlt nahezu völlig; die Natur ist noch weitgehend intakt. Im Bezirk von Páfos liegen die meisten Wälder. Die Halbinsel Akamás im äußersten Westen Zyperns ist nahezu menschenleer. An ihren Sandstränden legen Meeresschildkröten ihre Eier ab; durch Teile dieser unberührten Natur führen wunderbare Wanderpfade.

Im Bezirk von Páfos bewegt man sich auch in einer geschichtsträchtigen Region. Páfos war in der Antike ein bedeutendes Stadtkönigreich mit einem weltbedeutenden Pilgerheiligtum der Aphrodite; in ptolemäischer und römischer Zeit regierten Statthalter von Páfos aus die ganze Insel.

Geschichte prägt das Gesicht von Páfos bis heute: Tavernen und Hotels stehen oft unmittelbar neben antiken und mittelalterlichen Bauwerken, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. In den schönsten (und teuersten) Tavernen, denen am Fischerhafen, sitzt man genau dort, wo vor 2000 Jahren Pilger an Land gingen, Schiffe aus dem Zedernholz der Wälder gebaut und die Bodenschätze Zyperns verladen wurden.

Páfos ist heute deutlich dreigeteilt. Da ist einmal Káto Páfos unten am Meer mit seinem Fischerhafen. Nördlich und östlich vom Hafen ist das weitläufige Hotelviertel entstanden, in das aber auch Wohnhäuser, Gärten und Brachland integriert sind. Die Kette der Hotels ist bis ins Gemeindegebiet von Geroskípou den Strand entlang gewachsen.

Die meisten Bürger der Stadt wohnen heute noch in der Oberstadt Ktíma, die in türkischer Zeit auf einem Plateau etwa 2 bis 3 km landeinwärts gebaut wurde. Hier dominieren Geschäfte, Schulen und Behörden das Straßenbild, das am Meer von Souvenirläden, Tavernen und Bars geprägt wird.

Und schließlich ist da noch Palaiá Páfos, der Standort der antiken Stadt, die 321 v. Chr. zugunsten des neu gegründeten Néa Páfos aufgegeben wurde, das heute aus den Ortsteilen Ktíma und Káto Páfos besteht. Wo einst Palaiá Páfos stand, findet man heute das noch sehr ländliche Dorf Koúklia und einige Ruinenfelder der Antike.


Parken in Páfos: Kostenlos ist der Parkplatz vor dem Archäologischen Park in Káto Páfos. Auf dem Parkplatz unterhalb der Markthalle von Ktíma zahlt man nur 1 Euro/Tag.


Tróodos

Berge und Klöster

Das Gebirge um den Ólympos, den höchsten Berg der Insel, ist voller malerischer Überraschungen

Von Ferne mag man es kaum glauben, dass der höchste Gipfel des Tróodos, der Ólympos, fast 2000 m hoch ist. Ob man nun in Nicosia oder Limassol steht, immer meint man, das ganze Gebirge im Blick zu haben, und man traut dem Ólympos höchstens die Hälfte seiner Höhe zu.

Der Tróodos gibt sich wie ein Mittelgebirge nahezu ohne steile Felswände, dafür mit umso mehr Hügeln und Wäldern. Erst wenn man ihn durchfährt oder durchwandert, stellt man seine Vielseitigkeit fest, merkt, dass sich hier Höhenzug hinter Höhenzug staffelt, als würde es kein Ende dieser Berge geben.

Von vielen Gipfeln aus hat man einen weiten Blick bis hinunter ans Meer oder auf die Mesaória-Ebene; an klaren Tagen ist sogar das Kerýneia-Gebirge zu sehen. In den Dörfern geht das Leben noch einen beschaulicheren Gang als an der Küste, in einsamen Landstrichen stößt man immer wieder auf interessante, noch bewohnte Klöster und jahrhundertealte Kirchen.

Der Tróodos ist durch Asphaltstraßen und Waldwege, die vor allem der Forstwirtschaft und dem Brandschutz dienen, bestens erschlossen. In einigen Dörfern stehen Hotels; Kaffeehäuser und Tavernen findet man fast überall. In der Nähe des Ólympos sind zahlreiche Wanderwege gut markiert, Naturlehrpfade erschließen auch die Pflanzenwelt der Insel.

In den Bergen statt am Wasser zu wohnen ist auf Zypern eine echte Alternative, denn mit dem Mietwagen ist man schnell für ein erfrischendes Bad am Meer und kann sich dann wieder in die Ruhe der herrlichen Landschaft zurückziehen.

Die Menschen im Tróodos leben nur zu einem geringen Teil vom Fremdenverkehr. Wenn sie nicht in den Küstenstädten arbeiten und täglich pendeln, ernähren sie sich zumeist von Wein- und Obstanbau und Viehzucht. Der Bergbau, der noch bis vor wenigen Jahren im Tróodos eine bedeutende Rolle spielte - es wurde vor allem Chrom und Asbest abgebaut -, ist inzwischen zum Erliegen gekommen.


Rosen ernten: Ein kostenloses Urlaubserlebnis besonderer Art bietet die Destillerie Tsolákis in Agrós im Mai und Anfang Juni. Wer will, kann dann morgens zwischen 4 und 9 Uhr die Blüten pflücken, die für die Destillation von Rosenwasser benötigt werden. Anmeldung: Tel. 2521893


Nordzypern

Erwacht aus dem Dornröschenschlaf

In Nordzypern hinkte die touristische Entwicklung 30 Jahre lang weit hinter der im Süden her. Jetzt gibt es dort viel zu entdecken

Der Nordteil der Insel ist mindestens so schön wie der Süden. Aber zwischen Juli 1974 und Mai 2004 konnte man ihn von Südzypern aus bestenfalls auf kurzen Tagesausflügen auf eigene Faust erkunden.

Wer einen Urlaub in Nordzypern verbringen wollte, musste eine umständliche Anreise mit Zwischenlandung in der Türkei auf sich nehmen, die mindestens sieben bis zehn Stunden dauerte. Das hat sich durch den EU-Beitritt Südzyperns im Mai 2004 grundlegend geändert. Jetzt darf jeder überall auf Zypern seine Ferien verbringen. Noch aber verlangen die griechischen Zyprioten, dass man über Südzypern einreist - also über die Flughäfen von Lárnaka und Páfos.

Nordzyperns Landschaft wird vom Kerýneia-Gebirge geprägt, das sich bis über 1000 m hoch an der Nordküste entlangzieht und weitgehend alpinen Charakter mit schroffen Felshängen und bizarren Gipfelknollen hat. Auf der Karpass-Halbinsel geht es in sanfte Hügellandschaft über, in die viele kleine, grüne Täler eingebettet sind. Im äußersten Westen hat Nordzypern auch noch Anteil an den Ausläufern des Tróodos-Gebirges - und die weite Mesaória-Ebene im Inselzentrum gehört fast zur Hälfte zum Norden.

Neben Nordnicosia sind Kerýneia und Famagusta die einzigen Städte Nordzyperns. Sonst ist der Nordteil der Insel überwiegend ländlich geprägt. Allerdings wird seit 2004 sehr viel gebaut. Riesige Urbanisationen, oft von erschreckender Eintönigkeit, erstrecken sich schon von Lapta bis Esentepe entlang der Nordküste und greifen von Famagusta bis über Bogaz hinaus an der Ostküste um sich. In diesen Abschnitten stehen auch fast alle Ferienhotels Nordzyperns. Ursprünglich geblieben ist hingegen die Karpass-Halbinsel. Dort gibt es nur wenige, zumeist einfache Hotels.


Famagusta (Griechisch: Ammóchostos, 30000 Ew.) war bis 1974 der bedeutendste Hafen der Insel. Hier konzentrierten sich nahezu alle Hotels Zyperns.


Nur 25 km, das heißt 25 Autominuten von Nicosia entfernt liegt jenseits der schmalen Kette des Kerýneia-Gebirges Zyperns schönste Stadt (8000 Ew.). Auf Türkisch heißt sie heute Girne.


Strandhütten am Golden Beach: Die Tavernen am Golden Beach vermieten auch sehr einfache Strandhütten, in denen man am besten in einem eigenen Schlafsack schläft. Man zahlt dafür ab etwa 30 Euro/Nacht. Big Sand | Tel. 05338653488, Hasan's Turtle Beach | Tel. 05338641063, Burhan's Place | Tel. 05338641063 | www.burhansgoldenbeach.com


Ausflüge und Touren

Auf Tagestouren Zyperns Vielfalt entdecken

Besuchen Sie die Heimat der Liebesgöttin Aphrodite und erleben Sie einzigartige Landschaftsbilder

Ein Tag im Tróodos-Gebirge

Zyperns Vielfalt erschließt sich denen, die mindestens einen Tag im Gebirge verbringen. Sie werden stille Dörfer, schöne Täler, einzigartige Kirchen und Klöster erleben und die würzige Waldluft genießen. Länge der Rundfahrt ab/bis Limassol: ca. 175 km. Zeitbedarf 10 bis 12 Stunden.

Tagestour durch den Inselwesten

Die Region um Páfos gilt als Heimat der Liebesgöttin Aphrodite. Es lohnt sich, einen Tag lang mit dem Mietwagen ihren Spuren zu folgen. Länge der Fahrt ab Felsen der Aphrodite bis Páfos: ca. 140 km. Zeitbedarf mindestens 9 bis 10 Stunden.

Unterwegs auf der Karpass-Halbinsel

Diese Tagestour bietet Ihnen einzigartige Landschaftsbilder, den schönsten Strand Nordzyperns und Einblick in Dörfer, in denen noch griechische und türkische Zyprioten zusammenleben. Die Länge der Rundfahrt ab/bis Famagusta beträgt ca. 240 km, ab/bis Nicosia ca. 340 km. Zeitbedarf: ab Famagusta mindestens 11, ab Nicosia mindestens 13 Stunden.


24h

Ein Tag auf Zypern

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Nix los am Níssi Beach

Während halb Zypern beim opulenten Frühstück sitzt, ist der traumhaft schöne Níssi Beach bei Agía Nápa menschenleer - die ideale Zeit für ein Bad im kristallklaren Wasser und ein Frisbeematch auf weichem, weißem Sand. Scheibe mitbringen! Wo? Nissi Beach | Agía Nápa

Sprung in die Tiefe

In Sichtweite des Níssi Beach steht er: der Bungeekran. Damit startet die Action in 45 Metern Höhe. Keine Sorge, Beweisfotos für den eigenen Mut werden gleich mitgeliefert. Fürs Kopfüberhängen sind die Betreiber Spezialisten, sie kommen schließlich aus Down Under. Wo? Agía Nápa | Kosten: 50 Euro | Tel. 99404208

Frische Fische

Am frühen Morgen kommen hier am Flusshafen von Pótamos tou Liopetríou, neun Kilometer vor Agía Nápa, die Fischer an. Der Fang kommt in der urigen Taverne Pótamos direkt auf den Teller. Frischer geht's kaum! Wo? nahe dem Schiffswrack | Tel. 99658243

Yellow Submarine

Ein Nachmittag unter Wasser - im Hafen startet ein bizarres U-Boot, von den Inhabern als Oberflächen-Unterseeboot tituliert. Es gleicht einem Zeppelin: Die Lufthülle liegt über, die Gondel unter Wasser. Bei einem ersten Zwischenstopp schnorchelt man mit einem Guide in eine Meeresgrotte, beim zweiten lockt ein Taucher mit Futter und Glück kleine Fischschwärme an. Wo? Hafen von Agía Nápa | Start auch um 12.15 Uhr je nach Saison | ca. 10 Euro | Tel. 99658280

Töpferei

Ärmel hochgekrempelt, Hände nass machen und los geht's. Der rote Lehm, der so typisch ist für die Region, wird hier zu Getöpfertem verarbeitet. Andreas Fasoulides erklärt Einsteigern die Grundgriffe - wem die eigene Kreation nicht gefällt, der kann ein Kunstwerk des Lehrers im Laden erwerben. Wo? Skarínou Pottery, Skarínou bei Lárnaka | Anmeldung unter Tel. 99539705 | Kosten: 8 Euro für 2 Stunden, inkl. Lehm und Nutzung des Brennofens | www.skarinoupottery.com

Autogramm erwünscht

Zum Dinner geht's in die älteste Taverne Agía Nápas, die schlicht Nápa Nápa heißt. Hier sind die Wände das Gästebuch: Wer Lust hat, signiert mit einem Filzschreiber den Putz auf dem 100 Jahre alten Gemäuer, während die Düfte von Nelken, Zimt, Knoblauch und Koriander vom Teller aufsteigen. Wo? Dimokratías Street 15 | Klosternähe | Tel. 23721280

Yabba dabba doo!

Nach einem mächtigen Döner im Diskoviertel ist das Bedrock Inn ideal, um in die Nacht zu starten. Fred Feuerstein und sein Freund Barney mixen die Musik in einem Dino-Ei, Wilma und die anderen Steinzeitmädels servieren die Drinks. Vor allem Engländer und Chinesen amüsieren sich mit Leidenschaft beim Karaoke. Wo? Agía Nápa | Ippokratous Street 2 | oberhalb des Klosters | Tel. 23723162 | www.bedrockinn.com

Chillout im Pool

Durch den River Reggae Club fließt zwar kein Fluss, aber zum Abkühlen nach all dem Clubbing ist jetzt ein Pool unter Palmen ohnehin besser. Um 7 Uhr geht Bob Marley schlafen - da landen die Fischer in Pótamos tou Liopetríou schon wieder ihre nächsten Fänge an. Wo? Tefkrou Anthia 3 | Agía Nápa | Tel. 23940300 | www.riverreggaeclub.com


Sport und Aktivitäten

Schwimmen, reiten, Skifahren

Auf Zypern finden sportbegeisterte Urlauber ihr Outdoor-Mekka: Das Angebot ist groß und vielfältig

Zypern ist ideal für einen sportlichen Urlaub. Das Angebot ist groß - und weil die Insel klein ist und die Straßen gut ausgebaut sind, kann man problemlos alle Möglichkeiten wahrnehmen.

Biking

Ein ausgefeiltes Touren- und Trainingsprogramm für Rennräder und Mountainbikes ab Limassol bietet das vom Schweizer Thomas Wegmüller geführte bikeCyprus-Center. Es unterhält Stationen in diversen Hotels. Zur reinen Vermietung ohne Programm werden die Räder erst ein bis zwei Wochen vor Mietbeginn freigegeben. Eine feste Büroadresse gibt es nicht (Tel./Fax 25634093 | mob. 99666200 | www.bikeCyprus.com). Weitere gute Verleihstationen sind Cyprus Villages Bike Center in Tochní (Tel. 24332998 | www.cyprusvillages.com), Aliathon Holiday Village Bike Center in Páfos (Poseidon Avenue | Tel. 26964400 | www.aliathonvillage.com). Mehrmals im Jahr werden Mountainbikerennen veranstaltet, bei denen jeder mitmachen kann. Auskunft: The Cyprus Cycling Federation (P. O. Box 24572 | CY-2406 Lefkosía | Tel. 22663344 | Fax 22661150), die auch nichtkommerzielle Mountainbiketouren veranstaltet, an denen überwiegend Zyprioten teilnehmen.

Golf

Die Golfplätze Zyperns gehören zu den besten im Mittelmeerraum. Der Tsáda Golf Club 12 km nördlich von Páfos liegt in einem stillen Hochtal und ist wohl der einzige Golfplatz der Welt mit einem noch bewohnten Kloster in seiner Mitte. Ebenfalls in einem Tal gelegen ist der Secret Valley Golf Club 18 km östlich von Páfos (beide Tel. 26642774 | www.cyprusgolf.com). Auf grünen Hügeln nahe den Felsen der Aphrodite liegt der Aphrodite Hills Golf Course (Tel. 26818700 | www.aphroditehills.com). Sehr günstig ist der 20 km von Limassol entfernte Vikla Country Club bei Kelláki (Tel. 25622894 | viklagolf@cytanet.com.cy). Nordzyperns erster Golfplatz, der Korineum Golf & Country Club (Esentepe | Tel. 6001500 | www.korineumgolf.com), erstreckt sich weitläufig am Hang zwischen Nordküste und Kerýneia-Gebirge, bietet Clubhaus, Restaurant (€) und Shop auf hohem Niveau. Preisvorteile gegenüber dem Süden dürfen Sie nicht erwarten.

Reiten

Es gibt nur wenige professionell geführte Reitställe, die außer Reitunterricht auch Ausritte anbieten. Dazu gehören bei Kalavassós zwischen Lárnaka und Limassol Cyprus Villages & Traditional Houses Resort (Tel. 24332998 | www.cyprus-villages.com); bei Limassol Amathus Park Riding Club (Tel. 99604109), in Ágios Geórgios bei Páfos George's Ranch (an der Straße Coral Bay-Ágios Geórgios | Tel. 26621064).

Segeln

Da es auf Zypern nur wenige Marinas gibt, die griechischen Inseln weit entfernt sind und die türkischen Häfen aus politischen Gründen von Zpyern aus nicht angelaufen werden dürfen, sind Charter auf Zypern knapp. Auskunft: Fremdenverkehrszentrale Zypern

Ski Fahren

Zwischen Weihnachten und Ende Februar liegt an den Hängen des Olymp auf über 1700 m Höhe oft genügend Schnee, um Ski zu fahren. Vier Schlepplifte sind dann in Betrieb (150, 150, 350 und 500 m lang, Tagespass 23 Euro). In der Hütte des Cyprus Ski Club können Skier und Schuhe ausgeliehen werden (16 Euro/Tag, auch Langlaufski). Cyprus Ski Club | Tel. 22675340 | Fax 22669681 | www.cyprusski.com).

Tauchen

Tauchschulen und -stationen finden Sie in allen Badeorten Zyperns. Besonders reizvoll sind Tauchgänge bei Lárnaka, wo das Wrack des 197 m langen Frachters „Zenobia“ auf dem Meeresgrund liegt. Eine Dekompressionskammer gibt es im Krankenhaus von Lárnaka und in der guten Tauchschule Dive-In in Limassol (Amathous Ave. 59 | Tel. 25311600 | Fax 25313267 | www.dive-in.com.cy). Die Schule betreibt Filialen in Páfos und Lárnaka. Eine andere empfehlenswerte Tauchschule ist Sunfish Divers in Agía Nápa (Makários Avenue 26 | Tel. 23721300 | Fax 23721281 | www.sunfishdivers.com).

Wandern

Zahlreiche gut markierte Wanderwege und Naturlehrpfade finden Sie vor allem im Tróodos-Gebirge und auf der Akamás-Halbinsel. Sie sind häufig als Rundwege angelegt. Geführte Wanderungen im Tróodos-Gebirge - besonders schön im Frühjahr - bietet das Hotel Forest Park in Páno Plátres seinen Gästen. In Páfos werden deutschsprachig geführte Wanderungen auf der Akamás-Halbinsel angeboten von Ecologia Tours (Ágios Theódoros Street 2 | Ktíma | Tel. 26248808 | Fax 26234332 | www.wandern-zypern.de).

Wellness

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Besuch der alten osmanischen Omeriye-Bäder in Nicosia, die 2005 aufwendig restauriert und modernisiert wurden und jetzt das stimmungsvollste Wellnessangebot der Insel offerieren. Eine chinesische Massage oder eine Aromatherapiemassage kostet 50 Euro, 30 Min. klassische Massage gibt es für 30 Euro, 90 Min. Hot-Stones-Behandlung kostet 80 Euro (Paare Mo 10-19 Uhr, Männer Di, Do, Sa 9-21 Uhr, Frauen Mi, Fr, So 9-21 Uhr | Eintritt mit Dampfbad 20 Euro | Tyrillías Square | Südnicosia-Altstadt | Tel. 22460570 | www.hamambaths.com).

Windsurfing

Möglichkeiten zum Windsurfing und zu vielen anderen Wassersportarten gibt es vor fast allen großen Strandhotels. Die vielleicht beste Windsurf- und Wassersportstation der Insel ist West Water Sports vor dem Four Seasons Beach Hotel in Limassol (Amáthous Avenue | Tel. 99662780 | www.westwatersports.com). Bei Pólis ist Latchi Watersports Centre eine gute Adresse (am Hafen | Tel. 26322095 | www.latchiwatersportscentre.com).


Mit Kindern reisen

Spass im Wasser und zu Land

Aktivitäten für die ganze Familie, bei denen das Vergnügen der Kleinen ganz groß ist

Zypern ist eine ausgesprochen kinderfreundliche Insel. Die Herzlichkeit der Griechen verbindet sich mit britischer Sorgfalt.

Fast alle Wirte bieten Kinderstühle an, Autovermieter Kindersitze. In Supermärkten ist das Angebot an Babynahrung und Windeln ebenso groß wie bei uns. Abends dürfen Kinder lange aufbleiben; die Zyprioten nehmen selbst die kleinsten auch dann mit zum Essen, wenn sie bis weit nach Mitternacht bleiben. Nur an manchen Hotelbars werden Kinder abends nicht geduldet. In Südzypern gibt es eine Reihe von speziellen Angeboten für Familien mit Kindern. In Nordzypern fehlen sie noch.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Zypernreise

Anreise

Südzypern hat zwei Zivilflughäfen: Lárnaka und Páfos. Nur wer über diese Airports oder den Hafen von Limassol nach Zypern einreist, reist nach Meinung der griechisch-zypriotischen Regierung legal ein. Lárnaka und Páfos werden von zahlreichen Flughäfen in deutschsprachigen Ländern nonstop angeflogen, Flugzeit ca. 3 bis 4 Std. Nordzyperns Flughafen ist Ercan bei Nicosia, ersatzweise Gecitkale bei Famagusta. Bisher gab es dorthin nur Flüge via die Türkei, sodass die Flugzeit meist 7 bis 10 Stunden betrug. Low Cost Carrier, also Billigflieger, steuern Zypern nicht an.

Fremdenverkehrszentrale Zypern

Zeil 127 | 60313 Frankfurt | Tel. 069/251919 | Fax 250288

Nordzypern-Tourismuszentrum

Baseler Str. 35-37 | 60329 Frankfurt | Tel. 069/24007946 | Fax 24007948

Auto

In Zypern wird links gefahren. Vorfahrt hat, wer von rechts kommt. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen liegen in Ortschaften bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 80 km/h (Nordzypern 100 km/h), auf Autobahnen bei 100 km/h. Promillegrenze 0,5.

Banken

Öffnungszeiten Südzypern: Mo-Fr 8.30-12 Uhr, Nordzypern: 8-12 Uhr, Bankschalter an den Flughäfen bei jeder Auslandsankunft. In Großstädten und touristischen Zentren haben einige Banken im Süden auch 16-18 Uhr (Mai-Sept.) oder 15.30-17.30 (Okt.-April) geöffnet, im Norden auch 14-16 Uhr (Okt.-April). Auf ganz Zypern gibt es genügend Geldautomaten; in Nordzypern zahlen sie nur Türkische Lira aus.

Camping

Wild zu zelten ist in Nordzypern erlaubt, in Südzypern verboten, in einigen Regionen aber dennoch üblich. Auf der ganzen Insel gibt es eine Reihe von Campingplätzen.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Nikitaras Street 10 | Nicosia | Tel. 22451145 | Fax 22665694 | www.nikosia.diplo.de

Informationsbüro in Nordnicosia

Kazim 15 Street 28 | Tel./Fax 2275161

Botschaft der Schweiz

Th. Dervis Street 46 | Nicosia | Tel. 22466800 | Fax 22766008

Botschaft der Republik Österreich

D. Sevéri Avenue 34 | Nicosia | Tel. 22410151 | Fax 22680099

Einreise

EU-Bürger und Schweizer benötigen für die Einreise in die Republik Zypern einen gültigen Personalausweis. Kinder brauchen einen Kinderausweis bzw. Kinderreisepass oder den Eintrag im Pass der Eltern. Für die Einreise nach Nordzypern ist für Nicht-EU-Bürger ein Reisepass erforderlich.

Fotografieren & Filmen

Foto- und Filmaufnahmen in den archäologischen Stätten sind kostenlos erlaubt. Für Aufnahmen in den staatlichen Museen muss man die Erlaubnis im Voraus schriftlich beantragen. Das Fotografieren und Filmen von militärischen Anlagen, also auch der Green Line in Nicosia, ist streng untersagt.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist gut. Viele Ärzte sprechen Englisch oder Deutsch. Zwischen den deutschsprachigen Ländern und Zypern besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Ärztliche Behandlungen und Arzneimittel müssen in Zypern sofort bar bezahlt werden. Darum ist dringend zum Abschluss einer Auslandskrankenversicherung zu raten.

Internet

www.visitcyprus.com: offizielles Portal der Fremdenverkehrszentrale Zyperns. www.nordzypern-touristik.de: offizielles Portal des nordzypriotischen Fremdenverkehrsamts. www.kypros.org: viele Links zu offiziellen Institutionen, aber auch zu Klöstern und kulturellen Organisationen. www.cyprustouristguide.com: umfangreiche kommerzielle Website zu Nordzypern. www.cyprus-hotels.com: fast komplettes Hotelverzeichnis für Südzypern mit Preisangaben und direkter Buchungsmöglichkeit. Lohnt für einen Preisvergleich! www.unficyp.org: Homepage der Friedenstruppen der Vereinten Nationen auf Zypern. www.cyprusmeteo.com: aktuelle Wetterdaten aus Südzypern, Webcams in Lárnaka und Páfos. www.discoverayianapa.com: kommerzielle Website zu Agía Nápa. www.discoverprotaras.com: kommerzielle Website zu Paralímni und Protarás.

Internetcafés/WLAN

Internetcafés gibt es in allen Städten und größeren Urlaubsorten. In Nordzypern bieten viele Cafés, Tavernen und Hotels kostenlosen WLAN-Zugang, in Südzypern selten. In Hotels ist der Zugang meist kostenlos; in größeren Häusern kann er aber auch bis zu 10 Euro/Stunde kosten.

Jugendherbergen

Sehr einfache Herbergen (internationaler Jugendherbergsausweis nötig!) gibt es in Lárnaka, Nicosia, Páfos, Stavrós tis Psókas und Tróodos.

Mietfahrzeuge

Zum Anmieten eines Fahrzeugs genügt der nationale Führerschein. Ein Kleinwagen kostet je nach Saison 22 bis 35 Euro pro Tag ohne Kilometerbegrenzung. Einige Autovermieter in Südzypern gestatten die Nutzung ihres Autos auch in Nordzypern. Dort muss am Checkpoint eine separate Haftpflichtversicherung (ca. 18 Euro für 1-3 Tage, ca. 28 Euro für 1 Monat) abgeschlossen werden.

Notruf

Südzypern: Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen: Tel. 199

Öffentliche Verkehrsmittel

Preiswertestes Verkehrsmittel ist der Linienbus. Busse verbinden alle Städte innerhalb des jeweiligen Inselteils. Viele Dörfer sind per Bus schlecht zu erreichen; morgens fahren Busse in die Städte und erst am Nachmittag zurück in die Dörfer. Eine Alternative sind Sammeltaxis (Service Taxis) mit meist sieben Sitzplätzen, die auf den gleichen Strecken fahren. Man bestellt telefonisch einen Platz, wird an jeder Adresse abgeholt und an jede Adresse am Zielort gebracht. Busse und Sammeltaxis fahren nur tagsüber; Busse fast nur werktags und Sammeltaxis sonntags mit stark eingeschränkter Kapazität. Individualtaxis sind mit Taxameter ausgestattet. Für die Fahrt vom Flughafen Lárnaka nach Nicosia zahlt man von 6-20.30 Uhr ca. 50 Euro, für die Fahrt von Nordnicosia nach Kerýneia/Girne 25 Euro.

Post

In Südzypern sind die Postämter Mo-Fr 7.30-13 Uhr, Sa 7.30-12 Uhr geöffnet, die Hauptpostämter in den Städten auch Mo-Fr 16-18 Uhr. Öffnungszeiten in Nordzypern: Mo-Fr 8-13 und 14-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr.

Preise & Währung

Am 1. Januar 2008 hat der Euro die bisherige zypriotische Währung, Lira oder auch Pound genannt, ersetzt. Der Euro wird auch in Nordzypern gern angenommen, obwohl dort die Türkische Lira offizielle Währung ist. Reiseschecks werden von allen Banken eingelöst. Kreditkarten sind weit verbreitet.

Reisezeit

Zypern ist ein Reiseziel das ganze Jahr hindurch, auch wenn zwischen Dezember und April nur Hartgesottene im Meer baden. Viele gute Hotels haben Hallenbäder. Für Naturliebhaber sind die Monate April und Mai wegen der Blütenpracht besonders schön.

Sprache & Schrift

Die meisten Zyprioten sprechen gut Englisch, die zugewanderten Festlandstürken im Norden nur selten. Die Griechen sind stolz auf ihre Schrift, die von keinem anderen Volk der Erde geschrieben wird. Die richtige Betonung auf dem Vokal mit Akzent ist sehr wichtig. Für Aufschriften und Ortsschilder wird häufig zusätzlich unsere lateinische Schrift verwendet. Schwierigkeiten macht die Transkription griechischer Buchstaben. Eine einheitliche Regelung dafür gibt es nicht. In diesem Band wird eine moderne Umschrift benutzt, die sowohl Aussprache als auch Wiedererkennen vor Ort erleichtern soll. Es kann aber sein, dass Sie auf Zypern andere Schreibweisen vorfinden.

Strom

220/240 Volt Wechselstrom. Deutsche Stecker passen nicht; an den meisten Hotelrezeptionen werden jedoch Adapter ausgeliehen.

Telefon & Handy

Telefonnummern sind in Südzypern acht-, in Nordzypern siebenstellig. Sie sind auch bei Ortsgesprächen vollständig zu wählen. Sie telefonieren am besten von den zahlreichen Kartentelefonen aus. Telefonkarten bekommen Sie an Kiosken und in Supermärkten.

Trinkgeld

In den Rechnungen von Hotels und Restaurants ist bereits Bedienungsgeld enthalten. Wenn Sie zufrieden waren, freut man sich über Trinkgeld (5-10 %).

Trinkwasser

Das Leitungswasser kann in allen Orten der Insel bedenkenlos getrunken werden.

Zeitungen, Funk & TV

Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften bekommen Sie mit eintägiger Verspätung. In Südzypern erscheinen die englischsprachige Tageszeitung „Cyprus Mail“ und die Wochenzeitung „Cyprus Weekly“. In vielen Hotels kann zumindest ein deutscher Fernsehsender empfangen werden - zumeist das ZDF.

Zeitunterschied

Auf Zypern ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch können von EU-Bürgern zollfrei ein- und ausgeführt werden (u.a. 800 Zigaretten). Für Schweizer und für Nordzypern gelten Obergrenzen: z.B. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen. Beim Übertritt von Nord- nach Südzypern dürfen maximal zwei Schachteln Zigaretten mitgeführt werden.

Taxi

0,60/0,72 Euro pro Kilometer (tags/nachts)

Mokka

2 Euro pro Tasse

Liegestuhl

6-7 Euro pro Tag für zwei

Wein

Ab 10 Euro für eine Flasche Wein im Restaurant

Benzin

Ca. 0,80 Euro für einen Liter Super

Kebab

3,50-4,50 euro für einen Fleischspieß in Fladenbrot


Unser Insider

MARCO POLO Insider Klaus Bötig im Interview

Der Bremer Klaus Bötig verbringt viel Zeit in Griechenland und auf Zypern. Er schreibt Reiseführer sowie für Magazine und Tageszeitungen

Wann sind Sie das erste Mal nach Zypern gekommen?

Das erste Mal war ich 1974 kurz vor dem griechischen Staatsstreich und der darauffolgenden türkischen Invasion auf Zypern. Damals brauchte man noch einen Landrover, um alle Ziele erreichen zu können. Ich lebte damals in Athen und flog für ein verlängertes Wochenende hinüber.

Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autor?

Zypern kenne ich nicht nur als Momentaufnahme, sondern in seiner Entwicklung über die letzten Jahrzehnte hinweg. Auf Zypern kenne ich viele Menschen vom Bauern bis zum Politiker, da bekomme ich auch viele Insiderinformationen. Und das Lesen zypriotischer Tageszeitungen und vieler Websites während meiner Zeit in Bremen und in Griechenland via Internet verschafft etliche Zusatzinformationen.

Was reizt Sie an Zypern?

Ich liebe Zyperns Berge und Gebirge und die Altstadt von Nicosia. Die traurige Teilung der Insel sorgt für bizarre Reize, die abwechslungsreiche Geschichte für viele interessante Sehenswürdigkeiten. Ich schwärme von der zypriotischen Küche, schätze Gespräche mit den einfachen Leuten auf dem Lande.

Sprechen Sie Griechisch?

Nach 35 Jahren in Griechenland lernt selbst der Mußevollste die Landessprache - und lernt trotzdem noch jeden Tag hinzu. Gelernt habe ich sie wie ein Kind: durch Zuhören und Ausprobieren, Fehler machen und Praxis bekommen.

Was genau machen Sie beruflich auf Zypern?

Außer Reiseführern schreibe ich auch für Fachzeitschriften und Magazine, Tageszeitungen, Bordjournale - und blogge u.a. bei www.zypern-tipps.eu und schreibe für die deutschsprachige Griechenland-Zeitung.

Mögen Sie die zypriotische Küche?

Die schätze ich viel mehr als die griechische. Hier kommen viele Einflüsse zusammen: griechische, türkische und arabische, ägyptische, italienische und britische. Die Zyprioten selbst gehen leidenschaftlich gern essen, darum gibt es auch ein breites Spektrum an Spezialitätenrestaurants. Meine zypriotischen Lieblingsspeisen sind kléftiko (im Backofen gegartes Lamm oder Zicklein) und seftaliés (im Schweinenetz gegrilltes, mit Kräutern fein abgeschmecktes Hackfleisch).


Bloß nicht

Auch auf Zypern gibt es Dinge, die man besser vermeidet

Kurzkreuzfahrten

Einige Reisebüros und Reiseleiter sind sehr bemüht, Urlauber vom Reiz einer Kurzkreuzfahrt ins Heilige Land oder zu den ägyptischen Pyramiden zu überzeugen. Genießen Sie lieber das Hier und Jetzt: Zypern hat genug Interessantes zu bieten, der Aufenthalt in Jerusalem oder Kairo ist unbefriedigend kurz - und die Reiseleiter in Israel und Ägypten sind mehr an Provisionen für Souvenirkäufe interessiert als an einer qualifizierten Führung.

Das Handeln vergessen

In Páno Léfkara hat jeder Urlauber den Eindruck, gerade zur Ausverkaufszeit zu kommen. Überall gibt es gewaltige Preisnachlässe. Die gibt es freilich das ganze Jahr über - Sie sollten darum das Handeln auf keinen Fall vergessen.

Religiöse Gefühle verletzen

Ohne bedeckte Schultern und Knie wird niemand in Klöster, Kirchen und Moscheen hineingelassen. Vor dem Betreten von Moscheen zieht man die Schuhe aus. Wer den einheimischen Sitten Respekt erweisen will, verschränkt in Kirchen die Hände nicht auf dem Rücken, zeigt nicht mit den Fingern auf Ikonen und wendet der Ikonostase nicht in ihrer unmittelbaren Nähe den Rücken zu. Bedenken Sie bei Klosterbesuchen in der Mittagszeit, dass auch Mönche und Nonnen einen Mittagsschlaf halten.

Vom Norden schwärmen

Trotz der neuen Freizügigkeit ist über die Hälfte der Südzyprioten noch immer der Meinung, Touristen sollten nicht in Nordzypern übernachten. Wer sich nicht unbeliebt machen möchte, erzählt darum im Süden besser nicht gleich jedem, dass er in Kerýneia oder Famagusta übernachtet hat oder bald dort hinfahren will.

Gastfreundschaft missachten

Wer zu einem Tässchen Kaffee eingeladen wurde, darf auf keinen Fall gehen, bevor die Kaffeetasse erkaltet ist. Umgehend eine Gegeneinladung auszusprechen, ist grob unhöflich. Ebenso unpassend wäre es, einem Zyprioten, der einem geholfen hat, den Weg zu finden, dafür ein Trinkgeld in die Hand zu drücken. Fotografieren Sie ihn lieber!

Cabarets

Wer abendliche Unterhaltung sucht, muss wissen, dass die über 150 zypriotischen Cabarets eher Bordells entsprechen, in denen meist Frauen aus Osteuropa arbeiten - die wenigsten von ihnen freiwillig.

In Sandalen wandern

Bei Wanderungen sollten Sie feste Schuhe tragen. Das bietet einen wesentlichen Schutz - für den allerdings eher unwahrscheinlichen Fall, dass Ihnen eine Schlange zu nahe kommt. Aber sie schützen auch vor viel häufigeren Dornen.

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