City-Info Menorca

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Unterhaltung

Unterhaltung

Maó/Ostspitze

Nachtleben in Es Castell

Eher getragen statt Highlife, in der Gegend um Cales Fonts; kleine Läden sind bis in die Nacht hinein geöffnet, kleine Bars, gemütliche Cafés und Restaurants mit internationalem Fluidum schaffen eine angenehme Atmosphäre für einen ruhigen Abend unter Menschen. Genannt seien das Chèspir (Cales Fonts, 47), Musikbar, manchmal mit Livejazz, mit herrlichem Hafenblick und guten Cocktails sowie das Margarita Café (Moll d'en Pons, 6), Höhle und Terrasse mit Blick auf die vorbeifahrenden Ozeanriesen, dazu Drinks und Tapas. Livemusik und Karaoke gibt's im Es Cau (tgl. ab 22 Uhr | Cala Corb).

Maós Nachtleben

Schwof für junge Leute bietet der westliche Hafenbereich um die Moll de Ponent. Hier sind viele Bars, Cafés und Hafenkneipen auf nächtliche Abenteuer eingestellt. In Mode sind bei den Einheimischen das gemütliche Baixamar und der Jazz Dance Club Akelarre mit Cocktails und trendiger Klientel (Do oft Liveauftritte | Moll de Ponent, 42). Für die ganz Jungen gruppieren sich an der Costa des General das Icaro, das Berri, die Tse Tse Bar und die Terminal Bar.

Restaurante Casino San Clemente

Hier kann man in gut britischer Atmosphäre gemütlich zu Abend essen; im Sommer Di ab 20.30 Uhr Jazz-Sessions. C/. Sant Jaume, 4 | Tel. 971153418 | €€€

Nachtleben in Sant Lluís

Einen Drink in netter Atmosphäre nimmt man auf der Terrasse der Villa Madrid (C/. S'Uestra, 46). Livemusik gibt es manchmal in der Bar Paupa (Cala Torret), einem Tauchertreff. Die jungen Leute aus dem Ort treffen sich in der Bodega Sant Lluís (Sant Lluís, 76) am Kirchplatz.

Unterhaltung

Tramuntana

Ausgehen in Fornells

Betuchtere Menorca-Gäste schätzen den abendlichen Gang über die Hafenstraße; meist ist der Tisch in einem der Restaurants bereits reserviert. Juli/August Klassikkonzerte in der Kirche Sant Antoni (Do abends).

Bar Sa Taula

Chill-out mit Meerblick und Cocktailglas. Sonnenuntergangs-Ambiente vom Feinsten. Carrer Major 1

Unterhaltung

Migjorn/Inselzentrum

Club Escola Menorquina

Darbietungen bester spanischer Reitschule offeriert der Club Escola Menorquina im Sommer zweimal pro Woche (Mi und So ab 20.30 Uhr). Ctra. Ferreries-Cala Galdana, km 0,5 | Platzreservierung und Information: Tel. 971155059

Unterhaltung

Ciutadella/Westspitze

Nachtleben in Ciutadella

Mit einem herzhaften pa amb oli für den Start in die Menorca-Nacht beginnen die Einheimischen gern im Sa Llesca (Pl. d'Espanya), im Sa Persiana (Plaça d'Artrutx) oder im Sa Barreta (Ses Voltes). Danach schaut man im schön renovierten und viel besuchten Imperi (Pl. d'es Born) vorbei.

Auskunft

Auskunft

Maó/Ostspitze

Tourist-Information

Rathaus | Tel. 971365193

Oficina d'Informació turística

Estación Central de Autobuses | Av. J. Anselmo Clavé/Placa Explanada | Tel. 971363790, Fax 971367415 | infomenorcamao@cime.es | Moll de Llevant, 2 | Tel. 971355952 | Fax 971352674 | infomenorcaport@cime.es (im Sommer)

Busse

Mehrmals täglich nach Ciutadella (Busbahnhof Pl. de S'Esplanada); Auskunft: Tel. 971360475 (auf Spanisch) oder bei der Tourismusinformation. Weiter regelmäßige Verbindungen von Maó nach Es Castell, Sant Lluís, Es Migjorn Gran und Sant Tomàs, Ferreries und Cala Galdana, Sant Climent und Cala En Porter, nach Alaior und Son Bou, Fornells und Arenal d'en Castell.

Tourist-Information

Rathaus | Tel. 971150950

Auskunft

Tramuntana

Oficina d'Informació turística

C/. Major, 57 | Tel. 971376412 | infomenorcafornells@cime.es (nur im Sommer)

Tourist-Information

Rathaus | Tel. 971375002

Tourist-Information

Rathaus in Es Mercadal | Tel. 971375002 | www.aj-esmercadal.org

Auskunft

Migjorn/Inselzentrum

Tourist-Information

Rathaus | Tel. 971371002 | www.alaior.org

Tourist-Information

Rathaus | Tel. 971373003

Tourist-Information

Rathaus | Tel. 971370111

Auskunft

Ciutadella/Westspitze

Oficina de Información turística

Plaça de la Catedral | Tel. 971382693

Busse

Die Bushaltestelle für die Fahrt nach Maó: C/. Barcelona, 8; Verbindungen mehrmals tgl., die Frequenz ist stark saisonabhängig. Auskunft: Tel. 971380393 (auf Spanisch) oder bei der Tourismusinformation. Außerdem verbinden Linien Ciutadella (Pl. d'es Pins) mit Cala Santandria, Cala Blanca und Cala en Bosc, ferner mit Cala en Blanes, Cala en Brut, Los Delfines und Cala en Forcat.

Einkaufen

Einkaufen

Maó/Ostspitze

Kunsthandwerk

Ein kleiner Kunsthandwerkermarkt findet von Juni bis September auf der Hafentreppe von Cales Fonts statt. Sara Ortiz bringt Glas in Form (C/. Llevant, 26 | apart. 3).

Einkaufsbummel in Maó

Der Carrer Hannover oder, wie die Menorquiner vorziehen, die Costa de Sa Plaça, ist Maós Einkaufsstraße. Bücher, Mode und Souvenirs, Hamburger und Schuhe kann man hier kaufen. Ab und zu bricht eine kleine Bar die Ladenzeilen auf. Mit Palmen bestanden und kopfsteingepflastert bringt auch die Plaça Colon Abwechslung. Hier und im Carrer Nou trifft man sich, wenn Feste gefeiert werden, oder nur so zum Kaffeetrinken. Ein schöner Markt (u.a. Kunsthandwerk) wird Di und Sa 9-14 Uhr an der Plaça de S'Esplanada abgehalten. Besuchen sollten Sie die lebhafte Markthalle Mercat del Claustre del Carme (Mo-Sa 8-21 Uhr).

S'Alambic

Typische Menorca-Souvenirs in einem typischen Menorca-Haus: Keramik, Modeschmuck, Kleidung, Leder, Liköre, Wein, Gin, Käse, Honig und vieles mehr. Moll de Ponent, 36

Destilería Gin Xoriguer

Hier kann man menorquinischen Gin und Liköre verkosten. Moll de Ponent, 93

Espiral

Ausgefallenes Spielzeug aus Holz und Blech, Masken, Kasperlefiguren, Windspiele und viele nette Kleinigkeiten. Rovellada de Dalt, 48

Estrella del Mar

Schöne Dinge mit Meeresmotiven, preiswerte Geschenkideen. Moll de Llevant, 189 (an der Abfahrtsstelle für die Hafenrundfahrten)

Hermanos Lora Buzón

Hier widmet sich die gesamte Familie der Keramikherstellung, landestypisch, handbemalt, ländliche Motive. Auch ein Blick in die Werkstatt ist möglich. Moll de Ponent, 10

Jaime Mascaró

Bekannte Schuhmarke mit ausgefallenen Modellen, auch Gürtel und Taschen. C/. Ses Moreres, 29

El Turronero

Wer essbare Menorca-Andenken sucht, ist hier richtig. Das Angebot umfasst nicht nur Süßigkeiten (turrones) und ein ausgezeichnetes Speiseeis eigener Herstellung, sondern auch Käse und Wurstwaren. C/. Nou, 24

Vidrieria Bonaire

Handegschliffenes aus Glas: zierliche Tiere, Gläser, Schüsseln, Spiegel, Lampen. C/. Bonaire, 17

Einkaufsmöglichkeiten

Lebensmittel-, Haushaltswarengeschäfte, Bäckereien und Supermärkte findet man an der Durchgangsstraße Sant Jaume, die guten Hausmacher-Käse (Quesos de Sant Climent) von Bernardo Pons in der Carrer Sant Llorenç.

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Tramuntana

Märkte und Delikatessen

Der Markt findet So 11-14 Uhr (C/. Verge del Monte Toro) statt. Jeden Donnerstag (19-22, im Winter 18.30 bis 21.30 Uhr) sind auf der Plaça del Pare Camps die Kunsthandwerker auf dem Mercat Artesanal anzutreffen. Angeboten werden alle Arten von Korb- und Glaswaren, Schmuck und Keramik, aber auch Lebensmittel. Eine Folkloregruppe spielt zum Tanz.

Einkaufen

Migjorn/Inselzentrum

Einkaufsbummel in Alaior

Markt ist Do 9-13 Uhr (Avda. Huguet und C/. Comerç). Im Juli und August findet mittwochabends ein Kunsthandwerkermarkt vor dem Rathaus statt. Ausgezeichnete Damen- und Herrenschuhe klassischen Zuschnitts gibt es bei Pons Quintana (Centre Comercial Balearica | Ctra. Maó-Ciutadella, km 14,8) und, ebenfalls sehr elegant, in der Schuhmanufaktur Gomila Melia S. A. (C/. Miguel de Cervantes, 46).

Märkte, Delikatessen und Kunsthandwerk

Es Mercat, der Wochenmarkt von Ferreries (Sa im Sommer 8-12, im Winter 9-13 Uhr | Plaça Espanya), bietet Obst, Gemüse, Wurst, Käse, inseltypische Spezialitäten und kunsthandwerkliche Erzeugnisse.

Calzados Ria S.L.

Hier werden seit 1947 die typischen Menorca-Sandalen avarcas aus Rindsleder und Autoreifengummi hergestellt. Ein Verkaufsraum ist angeschlossen. C/. Goya, 3-5 | Tel. 971373070 | www.ria.es

Hort de Sant Patrici

In diesem Landgut nördlich von Ferreries darf gekostet werden. Zu kaufen gibt es Käse aus eigener Produktion sowie Wurst, Wein und Honig. Teile des Landguts und ein kleines Museum können besichtigt werden; an einigen Tagen kann man (9-11 Uhr) auch bei der Zubereitung des Käses zusehen. Camí de Sant Patrici | www.santpatrici.com | Verkauf Mo-Sa 9-13 und 16-18, im Sommer bis 20, Sa 9-13 Uhr

Galerie-Werkstatt der Künstlerin Melisa Cabal

Unweit von Es Migjorn Gran, in Binicudrell (ca. 1 km südwestlich), unterhält die Künstlerin Melisa Cabal eine kleine Galerie-Werkstatt, in der sie vorwiegend die eigenen Arbeiten ausstellt: sehr ausdrucksstarke, figurative Werke, häufig mit Sujets aus ihrem Zentralthema „Wein“. Besuch nach telefonischer Absprache. Binicudrell de Baix | Tel. 971411132, Handy 615265874 | www.melisacabal.com

Einkaufen

Ciutadella/Westspitze

Ca na Riera

Menorca-Käse, sobrasada und andere inseltypische Produkte. C/. de L‘Hospital de Sta. Magdalena, 7

Casa Moll

Hier kann man sich mit Kuchen, Gebäck und Süßigkeiten aller Art versorgen. C/. de Maó, 8

Jap - Artículos Típicos

Typische Menorca-Mitbringsel, vor allem Lederwaren, in einem angenehmen kleinen Laden nahe dem Hafen. Baixada Capllonch, 12

Luxor

Alles, was man zum Aufbrezeln benötigt: Modeschmuck in allen Farben, Formen und Materialien, auch Gürtel und Taschen. C/. de Maó, 2

Pachamama

Kunsthandwerklicher Modeschmuck und Strass. Pl. des Born, 28

Pastissería Ca'n Moll

Bonbons und Kuchen nach eigenen, oft recht eigenwilligen Rezepten. C/. Roser, 1

Patricia

Ledersachen. C/. des Seminari, 40. Außerdem Verkauf ab Fabrik, Schwerpunkt Kleidung, Gürtel, Taschen, Schuhe, an der Landstraße nach Süden. Ctra. de Santandría

Ses Industries

Würste, Streichwürste (sobrasadas) und Käse, auch große Auswahl an Wein und Spirituosen. C/. Santa Clara, 4

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Maó/Ostspitze

Can Delio

Familienbetrieb, Fangfrisches aus dem Mittelmeer, preiswertes Mittagsmenü. Cales Fonts, 38 | Tel. 971351711 | €€

Caprichosa

Angesagte Pizzeria mit Meerblick, im Sommer gut besucht. Cales Fonts, 44 | Tel. 971366158 | €

El Chivito

Preiswert, freundlich, gut: patatas bravas, Tintenfisch und bocadillos. Junges Publikum, nette Kellner. Cales Fonts, 25 | Tel. 971352944 | €

Sa Foganya

Wenn Sie die leckeren „belegten Menorca-Brote“ (pan amb oli) und Grillfleisch mögen, sind Sie hier richtig. Gute menorquinische Küche zu akzeptablen Preisen. Miranda de Cales Fons | C./Ruiz y Pablo 97 | Tel. 971354950 | €€

Trébol

Das kleine Hafenrestaurant hat auch unter Menorquinern einen guten Ruf, vor allem für seinen frischen Fisch. Cales Fonts, 43 | Tel. 971367097 | €€

Restaurants und Imbisse

Abgesehen vom immer wieder empfohlenen Casino Marítim (Fisch, Terrasse mit Traumblick über den Hafen; Moll de Llevant, 287 | Tischreservierung | Tel. 971364962 | €€-€€€) findet man viele gute Restaurants im Stadtgebiet. Für den kleinen Hunger zwischendurch: Vielleicht die besten ensaïmadas der Stadt und gute landestypische Teigwaren gibt es in der Sucrería Ca'n Vallés (C/. Hannover, 19).

Andaira

Feine katalanische Küche mit persönlicher Note. Spezialität: Lammbraten oder Ente mit Mangowürfeln. C/. d'es Forn, 61 | Tel. 971366817 | €€€

Gregal

Einfach, sauber, korrekt, mit griechischem Besitzer und entsprechendem Einschlag auf der Speisekarte. Die Spezialität ist Fisch. Moll de Llevant, 306 | Tel. 971366606 | €€€

Marivent

Fischrestaurant mit angenehmer Atmosphäre am Hafen. Moll de Llevant, 314 | Tel. 971369801 | www.restaurantmarivent.com | €€-€€€

Pizzería Roma

Wahrscheinlich Maós beliebteste Pizzeria; zivile Preise. Moll de Llevant, 295 | Tel. 971353777 | €

La Tropical

Menorquinische Küche mit einigen Rücksichtnahmen auf den „europäischen“ Geschmack. C/. Lluna, 36 | Tel. 971360556 | €-€€

Es Molí de Foc

Gute internationale Küche mit französischen Nuancen in einer alten, gut restaurierten Mühle; angenehme Atmosphäre. C/. Sant Llorenç, 65 | Tel. 971153222 | €€

La Caraba

Eigenwillige, aber leckere Speisen nach traditionellen Rezepten, raffiniert verfeinert. Nur abends | C/. S'Uestrà, 78 | Tel. 971150682 | €€

Pan y Vino

Eigenwillig aber nicht ohne: die kreativen Mahlzeiten in diesem 200 Jahre alten Landhaus werden gelegentlich von Jazzklängen untermalt. Es gibt auch vegetarische Gerichte. Torret, 52 | Tel. 971150322 | €€

La Rueda

Zwar handelt es sich nur um eine Bar, doch serviert man hier inselweit bekannte tapas. Ortszentrum

Essen und Trinken

Tramuntana

Es Cranc

Eine gute Adresse für Fischgenießer. C/. Escoles, 29 | Tel. 971376442 | €€-€€€

Es Pla

Hier werden dem Menorca-Gourmet die Augen feucht. Beim Blick über die stille Lagune serviert man eine der besten calderetas der Insel. Andere Gerichte sind allerdings häufig zu sehr dem internationalen (Einheits-)Geschmack angepasst worden. Im Sommer ist der Anteil menorquinischer Feriengäste besonders hoch. Mittags bietet das Restaurant ein relativ preiswertes Menü. Pasatje des Pla | Tel. 971376655 | €€-€€€

Molí des Racó

Trotz einfacher Ausstattung ein guter Tipp für alle, die authentische Menorca-Küche genießen wollen, und das in einer 300 Jahre alten Mühle; familiäres Ambiente. Ctra. General, s/n | Tel. 971375392 | www.molidesraco.de | €€

Restaurante Addaia

Breitband-Restaurant: Das Angebot reicht von der Pizza bis zum mit Calvados flambierten Hummer. Av. Port d'Addaia, L-2, Ortseingang | Tel. 971359261 | €

Essen und Trinken

Migjorn/Inselzentrum

Cobblers Restaurant

Die britischen Hausherr Simon Burchell und seine Frau Sarah zaubern mediterrane Gaumenfreuden auf den Tisch, die auch echten Menorquinern Bewunderung abringen. Costa d'en Macari, 6 | Tel. 971371400 | €€-€€€

Sa Palmereta

Das Restaurant liegt mitten in Alaior, ist ein bisschen extravagant und bietet eine feine Jahreszeitenküche. C/. San Pancraç, 7 | Tel. 971372971 | www.sapalmereta.com | €€-€€€

Binisuès

Landgut, Restaurant - Spezialität sind Fisch und Meeresfrüchte - und ein kleines naturwissenschaftliches Museum (Insekten, Mineralien) in einem. Ctra. Mahón-Ciutadella (km 31,6) Abzweigung Ets Alocs | Tel. 971373728 | €€

Restaurante Liorna

Eigenwillige Mischung aus Kunst und Gastronomie mit wechselnden Menüs und Ausstellungen. Wer kreatives Ambiente sucht und dafür über Serviceschnitzer hinwegsieht, ist hier richtig. C/. Econòm Florit (C/. de Dalt) 9 | Tel. 971373912 | www.liorna.com | €€

Ca'na Pilar

In rustikaler Atmosphäre wird menorquinische Hausmannskost serviert, die allerdings kleine Zugeständnissen an den internationalen Geschmack macht. Ctra. Es Migjorn Gran-Es Mercadal (am Ortsausgang) | Tel. 971370212 | €€

S'Engolidor

Hier bekommen Sie traditionelle, teilweise deftige Menorca-Küche noch zu vernünftigen Preisen. Kosten Sie unbedingt die vorzüglichen Schweinerippchen nach Menorquiner Art oder den Stachelrochen mit Kapern. C/. Major, 3 | Tel. 971370193 | €

Essen und Trinken

Ciutadella/Westspitze

Ca'n Nito

Bar mit Tapas und angeschlossenem Restaurant. Kein kulinarisches Highlight, aber solide spanische Küche zu fairen Preisen. Das Tagesmenü zu studieren lohnt oft! Plaça des Born, 11 | Tel. 971480768 | €

Casa Manolo

Wohl das bekannteste der Hafenrestaurants. Die Küche bietet vorzüglichen Fisch vom Grill. C/. Marina, 117 | Tel. 971380003 | €€-€€€

Es Lloc

Restaurant im Hotel Sant Ignaci, das in einem fein restaurierten Herrenhaus aus dem 18. Jh. residiert. Die gute Küche bietet Mittelmeerspezialitäten mit menorquinischen Nuancen. Ctra. Cala Morell (hinter dem Industriegebiet links) | Tel. 971385575 | €€€

La Guitarra

Laut Gabriel, dem Besitzer, wird hier regionale Hausmacherküche gepflegt; es kocht die Frau Mama, und zwar schmackhaft bis deftig. Fleischgerichte bilden das Gros des Speiseplans. C/. Dolores, 1 | Tel. 971381355 | So geschl. | €€-€€€

Paamboli

Informell und zwanglos. Hier bekommt man leckere pa amb olis, das typische Balearen-Landbrot mit Olivenöl, Tomate, Knoblauch und Belag nach Geschmack. Nou de Juliol, 4 | Tel. 971383619 | €-€€

Panadería Es Born

Bäckerei mit allerlei Schlemmereien rund um Käse und Teigwaren für den kleinen Hunger. Plaça des Born, 23 | keine Tischreservierung

Sa Figuera

Fisch im Salzmantel, frischer Hummer, Krabben ... Hier wird Liebhabern von Fisch- und Meeresfrüchten einiges geboten. Die Küche genießt einen guten Ruf. C/. Marina, 99 | Tel. 971382112 | €€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Maó/Ostspitze

Segelkurse und Hafenrundfahrten

Lernen Sie segeln im Club Náutico Es Castell (Miranda de Cales Fonts | Tel. 971365884). Hafenrundfahrten werden mit den Glasbodenbooten „Marivent“ und „Cala Tuent“ angeboten: im Sommer einmal tgl. nachmittags, Abfahrt Cales Fonts (Excursiones Pirata Azul | Tel. 609376101).

Bootsausflüge

Die Hafenrundfahrt mit Schwerpunkt Port de Maó ist ein Muss für jeden Menorca-Urlauber. Abfahrt im Sommer täglich an der Hafentreppe (unweit des Fährterminals). Die gelben Boote (Yellow Catamarans) sind moderner und bequemer als die Boote der Gesellschaft EI Pirata Azul und bieten außerdem den besseren deutschsprachigen Kommentar.

Segeln

Bei drei Unternehmen kann man in Maó Segeltörns buchen und Boote leihen: Menorca Náutica | Moll de Llevant, 163 | Tel. 971354543 | Fax 971353226 | www.menorcanautic.com; Blue Mediterraneum | Moll de Llevant s/n | Tel. 609305214; Menorca Cruising School | C./Sant Antoni, 48 | Sant Lluis | Tel. 971354103 | www.menorcasailing.co.uk (auch Segelunterricht)

Tennis

Tenis Mahón (öffentlicher Tennisplatz, Flutlicht), C/. Trepucó, 4 | Tel. 971360576

Freizeit und Sport

Tramuntana

Bootsliegeplätze

Obwohl Fornells offiziell nicht als Yachthafen gilt, gibt es doch einige Liegeplätze; und Wasser, Strom und Duschen sind vorhanden. Auskunft: Tel. 971376604

Club Playas de Fornells

Nicht direkt in Fornells, sondern auf der westlichen Seite der Punta Mala, an der Cala Tirant, bietet dieses Aparthotel mit Sportzentrum eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten nicht nur für Hotelgäste: Segelboote, Fahrräder, Tennis, Sauna, Yacuzzi. Spezialitätenrestaurant Thai Country (Tel. 971376860 | €€€). Urbanización Playas de Fornells(Cala Tirant) | Tel. 971376522 | Fax 971376547 | qhotels@eresmas.com

Diving Center Fornells

Organisiert interessante Tauchgänge an der Nordküste. Passeig Marítim 44 B | Tel. 971376431, Handy 619414151 | www.divingfornells.com

Servinàutic Menorca

Motor- und Segelbootverleih, Wasserski; auch Kurse zum Erwerb von Segelscheinen. C/. Major, 27 | Tel. 971376636, Tel. 629273209

Windsurf Fornells

Segeln und surfen lernt man hier bei geschultem Personal; später kann man auch Surfbretter, kleine Jollen und Katamarane leihen. Am Hafen | Tel. 971188150

Centro de Buceo Ulmo

Tauchzentrum mit Kursen. April bis Nov. | Zona comercial 6 | Tel. 971359005 | Fax 971359005 | www.ulmodiving.com

Club Náutico d'Addaia

Gepflegter kleiner Sporthafen an der Ostseite der Cala Molí. 150 Liegeplätze, keine Zapfsäulen. Puerto Deportivo Addaia | Tel. 971188871

Freizeit und Sport

Ciutadella/Westspitze

Bootstouren

Küstenrundfahrten mit den Rutas Marítimas de la Cruz führen zu entlegenen Stränden und Badebuchten, die anders oft kaum erreichbar sind. Die Glasbodenboote fahren die West- und einen Teil der Südküste ab. Tagestouren führen in den Südwesten über Cala en Bosc und Arenal de Son Saura bis Cala Galdana; im Sommer mit Badepausen. Die Boote stechen im Sommer tgl. um 10 Uhr in See; Rückkehr gegen 17 Uhr. Abfahrt im Hafen von Ciutadella vor dem Restaurant Sa Figuera. Kartenvorverkauf in mehreren Geschäften am Hafen. Auskunft: Tel. 670214322

Segeln

Von der Jolle bis zur Yacht kann man Boote aller Klassen mieten bei Sports Massanet | Motonáutica, C/. Marina, 66 | Tel. 971482186 | www.menorcaboats.com.

Tauchen

Die Westspitze Menorcas bietet eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt und ein breites Angebot an Tauchbasen. Auskunft: Sports Massanet | C/. Marina, 66 | Tel. 971482186 | www.menorcaboats.com

Tennis

Öffentlicher Tennisplatz mit Flutlicht: Club de Tenis Ciutadella | Torre del Ram | Tel. 971388456.

Sehenswertes

Sehenswertes

Maó/Ostspitze

Ateneu Cientìfic

Bibliothek und kleine Ausstellung von Keramik, antiken Karten und Fossilien. Rovellada de Dalt, 25 (nahe Pl. de S'Esplanada) | Mo-Sa 10-14 und 16-22 Uhr, im Hochsommer nur vormittags

Baixamar/Hafen

„Julio, agosto y Mahón/los mejores puertos del Mediterraneo son“ (Juli, August und Mahón sind die sichersten Häfen im Mittelmeer): So reimte wortgewandt einer, der es wissen musste. Admiral Andrea Doria konnte von seinem Lieblingshafen nur Positives berichten: ausreichender Tiefgang, exzellenter Wind- und Wetterschutz für eine ganze Flotte und gute medizinische Versorgung zählten zu den Stärken der drei Meilen langen und mehr als 1000 m breiten Hafenschneise. Bei Bedarf konnte das Hafenbecken durch eine Festung (Sant Felip) verschlossen werden - ein militärischer Idealhafen, in seiner Größe einzigartig im Mittelmeer.

Bibliotheken

Gleich zwei gute Adressen hat Maó im Bereich des geschriebenen bzw. gedruckten Wortes anzubieten. Die eine ist die des historischen Archivs, kombiniert mit der Staatsbibliothek (für die historische Abteilung braucht man einen Benutzerausweis, der sofort ausgestellt wird); die Bestände reichen von uralten Stadtdokumenten bis hin zur hochmodernen CD-ROM (Pl. de la Conquesta, 8 | Mo-Fr 9.30-13.30 und 17-20.30, Sa 9.30-13.30 Uhr, im Hochsommer nur Mo-Fr vormittags).

Collecció Hernández Sanz - Hernández Mora

Wer mehr von Menorcas und speziell Maós jüngerer Geschichte wissen möchte, muss diese Sammlung besuchen. Antike Karten, Bücher, historische Dokumente, Bronzebüsten und einige Möbel lassen längst vergessene Zeiten wieder lebendig werden. Im Obergeschoss des Claustre del Carme | Pl. del Carme | Mo-Sa 10-13 Uhr

Museu de Menorca

20 Jahre haben die Umbauarbeiten gedauert, doch seit 1995 ist das Museum im Kloster Sant Francesc unter der Schirmherrschaft der Balearenregierung wieder geöffnet. Gezeigt werden in erster Linie archäologische Fundstücke, aber auch historische Gemälde und Landkarten sowie ethnologische Exponate und zeitgenössische Kunst. Damit ist der reichste Fundus Menorcas zu Traditionen, Brauchtum, Geschichte und Vorgeschichte der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Pl. des Monestir | April-Okt. Di-Sa 10-14, 18-20, So 10-14, Nov.-März Di-Fr 9.30-14, Sa/So 10-14 Uhr

Plaça Bastió

Über den leichten Anstieg des Carrer Sant Roc gelangt man zur Plaça Bastió. Das Tor war Teil der antiken Stadtmauer und Ausgangspunkt der langen Reise zum Westzipfel der Insel, nach Ciutadella. Heute sind in den Türmen verschiedene Vereinigungen untergebracht; den Platz beherrschen Bars und Cafeterias.

Plaça del Carme

Für Maós Lebensmittelmarkt sollte man reichlich Zeit einplanen. Er verbirgt sich im Kreuzgang des ehemaligen Klosters Claustre del Carme am gleichnamigen Platz. Der Markt und seine Halle sind ein echtes Unikum: sakrale Arkadengänge, lachende Marktfrauen, Gemüse und Obst - die ehrwürdigen Säulenreihen (errichtet ab 1726 und bis heute nicht ganz fertig gestellt) ertragen diesen Trubel mit Gelassenheit, mussten sie im Lauf ihrer Geschichte doch schon Gefangene, Schulkinder und Richter beherbergen. Wer sein kleines Spektakel erleben möchte, der trinkt in der Marktbar Café de Sa Plaça einen carajillo (kleiner Kaffee mit alkoholischem Zusatz), gibt anschließend ein großzügiges Trinkgeld und kann dann die Glocken läuten hören.

Plaça de la Conquesta

Hier, im ältesten Teil der Stadt, befindet sich das Kulturhaus Casa de Cultura mit einer ergiebigen öffentlichen Bibliothek und dem Stadtarchiv; ein paar Schritte weiter steht das Rathaus (Baubeginn 1789). Einen schönen Panoramablick über den Hafen hat man am Ende der kurzen Stichgasse Carrer d'Alfons III.

Plaça de S'Esplanada

Von der Plaça de S'Esplanada führt der Carrer de ses Moreres ostwärts in den alten Teil der Stadt. Hier findet man Boutiquen, Souvenirgeschäfte, Pubs und Restaurants und eine Bronzebüste. Die zeigt einen illustren Maoneser: Dr. Mateu Orfila. Er gilt als Begründer der Lehre von den Giften, der Toxikologie, und wurde im Pariser Institut Pasteur als einer der führenden Wissenschaftler seiner Zeit gefeiert.

Santa María

Die Kirche Santa María wurde ab 1748 auf den Ruinen eines älteren Gotteshauses errichtet. Eher schlicht und demütig auf den ersten Blick, überzeugt Santa María mehr das Ohr als das Auge. In ihrem Inneren verbirgt sich nämlich ein Wunderwerk der Orgelbaukunst. In Auftrag gegeben 1809 bei den Deutsch-Schweizer Orgelbaumeistern Otter&Kyburz, kam das Instrument bereits ein Jahr später auf Menorca an. Mit seinen mehr als 3000 Pfeifen und vier Manualen war es schon bald landesweit bekannt, vor allem für seine Imitation von Menschenstimmen (im Sommer Mo-Sa 11.30 Uhr Orgelkonzerte). Wer die Möglichkeit hat, erfahrene Organisten auf dieser bemerkenswerten Orgel zu hören, sollte die Gelegenheit nutzen. Bestaunen kann man das gute Stück an allen Wochentagen (7.30-13, 18-20.30 Uhr). Zwischen Plaça de la Conquesta und Plaça de la Constitució

Sant Francesc

Die Mahoneser nennen diese Kirche auch „die Kathedrale“. Für den Bau brauchte man fast ein Jahrhundert (1719-92), was sich in der Mischung der Baustile widerspiegelt. Daneben steht das 1439 gegründete einstige Franziskanerkloster Sant Francesc, heute Museu de Menorca. Herrschaftliche Häuser säumen den Weg hierher. Plaça des Monestir

Sehenswertes

Ciutadella/Westspitze

Baixada Capllonch

Der Palast Ca'n Squella und der Bischofspalast, Palau Episcopal (beide 17. Jh.), liegen am Rand des Carrer Sant Sebastia und des Carrer del Bisbé. In den stillen Gassen dringt am Morgen noch der Duft frischen Brotes aus mancher alten Bäckerei. Weiter westlich kommen die Treppen in Sicht, die hinunter zum Meer führen. Souvenirstände begleiten links, Boutiquen und Läden rechts die Stufen hinab zum Hafenbecken. Rechts um die Ecke geht's zum Café Balear, Treff zum Tapas- und Fischessen für Urlauber und Insulaner. Das Lokal mit üppigem Mittagsmenü und fangfrischem Meeresgetier ist eine Institution (Tel. 971380005 | mittags €€, abends €€€). Das Café Balear an der Cala en Bosc ist übrigens ein weiteres Café desselben Besitzers.

Bastió de Sa Font

Die ursprüngliche Festung aus dem 14. Jh. wurde 1558 von den Türken zerstört und erst Ende des 17. Jhs. wieder aufgebaut. Das hier untergebrachte Museu Municipal hat multimedial aufgerüstet und dokumentiert mit Funden aus der Vorgeschichte und der Zeit der muselmanischen Besetzung, mit historischen Dokumenten, alten Schriften und anderen Exponaten die Geschichte Menorcas. C/. Portal de Sa Font | Di-Sa 10-14 Uhr

Capella del Sant Crist

An der Ecke Carrer del Seminari und Carrer del Sant Crist steht die Capella del Sant Crist (Baubeginn 1667). Der kleine Kuppelbau war den Schafscherern teuer, die den Hafen von Ciutadella im Mittelalter mit einem seiner wichtigsten Exportprodukte, der Wolle, versorgten.

Castell de Sant Nicolau

Der achteckige Wachturm aus dem 17. Jh. war einst Teil der Stadtbefestigung. Passeig Marítim | Di-Sa 10-13 Uhr

Catedral

Über den Carrer Major d'es Born gelangt man zur Kathedrale an der Plaça de la Catedral. Ihren wuchtigen, kantigen Auftritt verdankt sie nicht zuletzt einer Versteifung des Bauwerks, nachdem ein Teil der Kuppel 1628 eingestürzt war. 1795 wurde der Neubau durch ein päpstliches Edikt zur Kathedrale Menorcas erklärt - was heftige Kritik aus Maó hervorrief. Der heutige Glockenturm geht auf das Minarett einer Moschee zurück, die bis ins 13. Jh. den Platz beherrschte (Besichtigung tgl. 8.30 bis 13 und 18-21 Uhr). Unzählige Anekdoten und Legenden ranken sich um das Gotteshaus. So wird erzählt, zur Zeit des Neubaus habe man die Fensterstöcke verhängen müssen, weil Hunderte von Vögeln beim Gebet in die Kirche eingedrungen seien. Auch wurde die Kathedrale im Lauf der Geschichte zum Zufluchtsort vieler Menschen, die bei den jeweiligen Inselgouverneuren in Ungnade gefallen waren.

Església dei Roser

Gegenüber dem rechten Seiteneingang der Kathedrale, der Porta de la Llum (Lichttor) zweigt der Carrer del Roser nach Süden ab. Nach fünfzig Schritten stößt man auf die schmale Fassade der Església del Roser (Baubeginn 12. Jh.), die heute nur für Ausstellungen geöffnet wird.

Església dei Socors

Im Carrer del Socors werden Stimmen laut. Bisweilen hört man musikalische Fragmente durch die starken Mauern der Església del Socors dringen. Das Augustinerkloster wurde 1648 gegründet, seine Mauern dienen heute als Rahmen für klassische Sommerkonzerte (Festival Musica d'Estiu) sowie als Ausbildungsstätte von Nachwuchsmusikern (Capella Davidica).

Judería

Der Palau Olivar blickt auf die Stirnseite der Kathedrale. Auf Höhe des Palasts begann früher die judería, das Judenviertel (Carrer Palau, Carrer Sant Jeroni und Carrer Sant Francesc), mit einer Reihe schlichter Bürgerhäuser.

Marina

Im Hafen von Ciutadella lassen sich grob das rechte Ufer, für den Gewerbe- und Personenverkehr und das linke Ufer unterscheiden. Links, an der Marina, reihen sich noble Restaurants, die in der Mehrzahl gut betuchte Fischliebhaber bedienen.

Mercat (Markthalle)

In den kleinen, ruhigen Gässchen im Umfeld der Markthalle erreicht die Sonne nur um die Mittagszeit den Boden. Doch spätestens am Mercat, dem Markt, bestimmt wieder südländisches Ambiente das Bild. In dem weiß und dunkelgrün gekachelten Bau nimmt jede Zunft je eine Seite ein. Die Metzger sehen hinüber auf die andere Seite des Carrer de la Palma mit einer Reihe von Gemüseständen und den traditionellen Marktbars.

Palau Salort

Der einzige Palast von Ciutadella, der Besuchern Zugang und Einblick gewährt. Zu sehen sind Salons, Kaminraum und Schlafgemächer, ebenso Bad, Küche und Garten. Im Palast ist nachts eine Bar geöffnet. Pl. d'es Born | Mai-Okt., Mo-Sa 10-14 Uhr

Plaça d'es Born

Der Obelisk auf der Plaça d'es Born erinnert an das „Jahr des Unheils“ (Any de sa Desgracia). Sein Schatten zeigt morgens auf das Rathaus (Ajuntament), einst eine arabische Festung, dann Burg von König Alfons III., der Stadt und Insel von den Mauren befreite, später Residenz etlicher Inselgouverneure. Der heutige Bau stammt aus dem 19. Jh. und dient dem Stadtrat als Sitzungsort. Alljährlich wird hier am 9. Juli die „Schreckensakte“ geöffnet und verlesen. Sie berichtet von den 15000 „Ungläubigen“, die 1558 die Stadt belagerten. Sie erzählt auch von den Helden Ciutadellas, die sieben Tage lang tapfer der Übermacht trotzten. Hinter dem Rathaus überragt eine Aussichtsplattform (Mirador) auf der Bastió des Governador (tgl. 9-13 Uhr) die Stadtmauer und gewährt eine Panoramasicht auf den Hafen.

Ses Voltes

Ses Voltes heißen die Arkadengänge, die den Carrer Josep M. Ouadrado auf beiden Seiten begleiten. Hier wird Ciutadella kommerziell. Einzelhandel und Kleingewerbe blühen im Schatten der Bogen, von denen keiner dem anderen gleicht. Die Bars an der abschließenden Plaça Nova sind meist gut gefüllt. Hauptsächlich Stadtneulinge genießen die Rast bei Cola oder Limonade. Geradeaus geht es zur Plaça Alfons III oder Plaça de Ses Palmeres, wie die Städter sagen, und von da aus über den Camí de Mao inselüberspannend bis zur Ostküste. Richtung Westen zeigt der Carrer Sant Antoni, später Carrer Sant Josep. Hier findet man Restaurants und Cafeterias, die vorwiegend von Einheimischen besucht werden. Rechts stößt man am Ende des Carrer Santa Clara auf einen weiteren Palast, den des Barons von Lluriach (Castell Lluriach), des ersten Adligen Menorcas, eingesetzt von Karl II. nach der Schlacht gegen die arabischen Besatzer an Spaniens Südküste.

Stadtpaläste

Nachmittags zählt der Schatten des Obelisken die Fassaden der Ostflanke der Plaça d'es Born ab. Eine Reihe von Cafés, Andenkenläden und Restaurants findet man in den unteren Etagen der Paläste Palau Torresaura, Palau Vivó und Palau Salort, alle in mares gehalten, jenem atmungsaktiven, goldbraunen Sandstein, der in früheren Zeiten die Klimaanlage ersetzte. Einzig der Palau Salort kann besucht und teilweise besichtigt werden. Die Fassade des benachbarten Palau Vivó weist starke englische Einflüsse auf.

Uebernachten

Uebernachten

Maó/Ostspitze

El Almirante

Einst residierte Admiral Collingwood in dem Anwesen aus dem 18. Jh.; heute ist es jedermann zugänglich. Meernähe, Pool, Tennisplatz. 38 Zi. | Ctra. Port de Maó-Es Castell | Tel. 971362700 | Fax 971362704 | €€

Hostal Granot

Feudal, ein wenig pompös und überladen vielleicht, eben genau so, wie man sich das Heim des ehemaligen Chefingenieurs des britischen Empires für die Insel vorstellt. Hier kann man auch Räder mieten und hat so einen guten Ausgangspunkt für Erkundungsfahrten. 9 Zi. | Nov.-Mai geschl. | Ctra. de Sant Felip | Tel. 971355555 | Fax 971355771 | www.songranot.com | €€-€€€

Hotel Sant Joan de Binissaida

Das alte Landhaus ist heute ein komfortables Hotel mit Stil und ganz eigenem Charakter; Garten, Pool, Terrassen.

Capri

Drei-Sterne-Hotel im Zentrum, sauber, fast luxuriös; viele Geschäftsleute. 87 Zi. | C/. Sant Esteve, 8 | Tel. 971717122 | Fax 971717977 | www.davimar.com/capri.htm | €€€

Residencia Jume

Hier kommt man für wenig Geld unter. Bescheidener Komfort, solide Unterkunft, in der viele jüngere Gäste vom spanischen Festland Quartier beziehen. 42 Zi. | C/. Concepció, 4-6 | Tel. 971363266 | Fax 971364878 | €

Port Mahón

Das renommierteste Hotel der Inselhauptstadt, ein Vier-Sterne-Etablissement. Es bietet einen tollen Blick über Sporthafen und Meer. Völlig renoviert und erstklassig ausgestattet. Klimaanlage, Pool, Minibar. 74 Zi. | Fort de l'Eau, 13 | Tel. 971362600 | Fax 971351050 | portmahon@sethotels.com | €€€

Sa Torre Blanca

Der erfolgreichste Milchbauer der Insel stellt seinen Turm zur Verfügung: feines Feriendomizil für bis zu drei Personen. Natur pur am Rande des Naturschutzgebiets S'Albufera d'Es Grau mit Blick auf das raue Nordostkap Favàritx. An der Straße zum Kap (C1) ausgeschildert | Postanschrift: Apdo. Correos 354, 07780 Mahón | Tel. 971188308 | www.satorreblanca.com | €€

Landhotel Binissafullet

Typisches Landhotel mit vielen Möglichkeiten für Aktivitäten - von Radfahren über Wassersport bis Tai-Chi. Pool, Garten. 8 Zi. | ganzjährig geöffnet | Ctra. Binissafuller 64 | Tel. 971156633 | Fax 971156646 | www.binissafullet.com | €€-€€€

Hotel Son Tretze

Das kleinste Hotel Menorcas entstand aus einem ehemaligen Wohnhaus mit 8 Zimmern und ist sehr familiär. Jedes Zimmer ist ein echtes Unikum; schöne Terrassen, Garten und Pool. Ganzjährig geöffnet | Camí de Binifadet, 20 | am Ortseingang | Tel. 971150943 | www.amaca.com/sontretze/index.htm | €€

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Tramuntana

S'Algaret

Komfortable Pension mit Klimaanlage mitten im Ort; alle 23 Zimmer mit Balkon und Telefon. Pl. de S'Algaret, 7 | Tel. 971376552 | Fax 971376666 | €€-€€€

La Palma

Einfache Unterkunft, angeschlossen an eine Fischerkneipe; wer günstige Preise und lebensnahe Atmosphäre sucht, liegt hier richtig. 23 Zi. | Pl. de S'Algaret, 3 | Tel. 971376634 | Fax 971376634 | www.hostallapalma.com | €-€€

Jeni

Weniger für einen Daueraufenthalt als für eine Stippvisite im Raum Es Mercadal geeignet ist diese Pension im Ortszentrum. Einfache, aber saubere Zimmer; im Garten gibt es einen kleinen Pool, und die Küche wird nicht nur von Hausgästen geschätzt. 36 Zi. | Miranda del Toro, 81 | Tel. 971375059 | Fax 971375114 | www.hostaljeni.com | €€

Villa am Meer

Eine schnuckelige Villa am Meer mieten: der Traum kann wahr werden. Vermittlung: Menurka Grup, C/. del Pilar, 211 | 07740 Urb. Port d'Addaya | Tel. 971381415 | Fax 971381282 | www.menurka.com

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Migjorn/Inselzentrum

Royal Son Bou - Family Club

Familienfreundliches Aparthotel am Meer mit allem Komfort; aufgelockerter Flachbau im Menorca-Stil. Playa Son Bou | Tel. 971372358 | Fax 971378281 | www.royalsonbou.com | €€-€€€

Sol Elite Milanos Pinguïnos

Mit mehr als 1000 Betten ist dieses Etablissement in zwei hohen Gebäuden direkt am Strand ein echtes Schwergewicht unter den Inselhotels. Garten, Pool, Tennisplätze und Animation für Kinder und Jugendliche. In den obersten Stockwerken genießt man einen herrlichen Panoramablick über das Meer und die Dünenlandschaft. Platja de Son Bou | Tel. 971371200 | Fax 971372032 | sol.milanos.pinguinos@solmelia.es | €€€

Camping Son Bou

Sauberer Campingplatz mit Pinienwald und Grünflächen. Alle nötigen Service-Installationen vorhanden, zwei Unterkunftstypen können ohne eigene Campingausrüstung gebucht werden. Ctra. de San Jaume (km 3,5) | Tel. 971372727 | Fax 971372605 | Info und Reservierung über: www.campingsonbou.com

Übernachtungsmöglichkeiten

An der Landstraße Ferreries-Cala Galdana (km 4) liegt einer der beiden offiziellen Campingplätze der Insel, S'Atalaia (Tel. 971374232). Er bietet eine gute Gesamtausstattung, ein Schwimmbecken, Duschen und einen kleinen Supermarkt. Entfernung zum Meer etwa 3 km. Der Platz sei allen Campern deshalb besonders ans Herz gelegt, weil sich in den letzten Jahren die Fronten zwischen Grundbesitzern und „wilden Campern“ zunehmend verhärtet haben. Auf derselben Landstraße (rechts abbiegen) kommt man zu einer der zehn Landpensionen Menorcas: Son Triay Nou (4 Zi. | Tel. 971155078 | Fax 971155078 | €€); hier kann man Ferien auf dem Bauernhof machen; Pool und Tennisplatz sind vorhanden.

S'Engolidor

Wer sich entschließt, im Ort zu bleiben, kann im oben genannten Restaurant S'Engolidor nach einem Zimmer fragen (vier stehen zur Verfügung); das Quartier ist einfach, aber angenehm, bei Neigung auch mit Familienanschluss (Mai-Okt.). www.sengolidor.com | €-€€

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Ciutadella/Westspitze

Biniatram

Rustikaler Landsitz, ca. 1 km vom Meer entfernt, umgeben von Natur pur. Das Anwesen ist an die 500 Jahre alt und liebevoll restauriert. Terrassen, Garten, Pool. 17 Betten | nahe Cala Morell | Tel. 971383113 | Fax 971482827 | www.infotelecom.es/biniatram/ | €€

Ciutadella

Einfache Hostal-Residencia mitten im Zentrum, viele Zimmer mit Bad; das Restaurant bietet eine ordentliche Küche. 17 Zi. | C/. Sant Eloi, 10 | Tel. 971383462 | ganzjährig | €-€€

Hesperia Patricia

Drei-Sterne-Hotel, ruhige Lage in schattiger Allee am Hafenfjord, nur wenige Minuten zum Stadtzentrum. Pool im Innenhof. 44 Zi. | Passeig de Sant Nicolau, 90 | Tel. 971385511 | Fax 971481120 | www.hesperia-patricia.es | €€-€€€

Menurka

Hostal in Zentrumsnähe, einfach, aber modern und sauber; die günstigste Unterkünfte direkt in Ciutadella. 21 Zi. | C/. Domingo Savio, 6 | Tel. 971381415 | Fax 971381282 | www.menurka.com | €-€€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Maó/Ostspitze

Castell de Sant Felip

Die Straße zum Friedhof (Camí del Cementeri) führt auch zu den Ruinen der Festung, die einst die Hafeneinfahrt von Maó beherrschte. Spaniens König Philipp II. sah gegen die ständige Bedrohung durch Piraten nur ein Verteidigungsmittel: die Errichtung einer Befestigungsanlage. 1554 wurde mit den Arbeiten begonnen, doch erst 54 Jahre später endete der Ausbau - vorläufig, denn die Engländer bauten das Fort zu einer der sichersten Anlagen im Mittelmeer aus. Sie galt als so sicher, dass Karl III. nach seiner Thronbesteigung die Sprengung der Festung anordnete. Heute sieht man Ruinen, die langsam aber sicher von der Natur zurückerobert werden, unterirdische Galerien und Verbindungsgänge. Das Gelände kann auf Voranmeldung besichtigt werden (Tel. 971362100).

Illa del Llatzeret

Ein riesiges Krankenhaus bedeckt die Südspitze der in der Hafeneinfahrt gelegenen Insel. Hier war 1817 bis 1917 die Quarantänestation des Hafens untergebracht. Streng bewacht und durch wuchtige Mauern geschützt, muss das Hospital tragische Schicksale erlebt haben. Dass auch die Hausgeistlichen keinesfalls vor Seuchen gefeit waren, belegt die Erfindung der „Hostienmaschine“ durch Pfarrer Francisco Preto, die es erlaubte, das Abendmahl ohne Hautkontakt zu spenden. Außer dem Lazarett, das vom spanischen Gesundheitsministerium als Kurhaus für Beamte und als Kongressstätte genutzt wird, gibt es ein kleines Museum. Die Lazarettinsel kann allerdings nur im Winter an bestimmten (wechselnden) Wochentagen besucht werden.

Golden Farm

Illustrer englischer Kolonialbaustil (18. Jh.), englisch der Name und englisch auch die Geschichten. Eine wird man ganz bestimmt zu hören bekommen: jene von Lord Horatio Nelson und Lady Hamilton. So romantisch das auch klingen mag: Der englische Admiral weilte lediglich sechs Tage, bedingt durch schlechtes Wetter, auf Menorca; Lady Hamilton war während dieser Zeit nachweislich in Italien. Doch wer weiß - vielleicht gab's ein geheimes Treffen ... Die Golden Farm kann nicht besichtigt werden. Den besten Blick erhascht man von der Meerseite aus.

Illa del Rei

Gouverneur Kane gab die gewaltige Krankenhausanlage in Auftrag, die bis heute einen Großteil der kleinen Insel in der Hafenbucht von Maó bedeckt. Seit seiner Errichtung im 18. Jh. bis in die 50er-Jahre des 20. Jhs. diente der nahezu unverändert gebliebene Bau als Krankenhaus. Düstere Geschichten ranken sich um die Insel, die englische Seeleute schon vor über 200 Jahren Bloody Island („Blutige Insel“) tauften - chirurgische Abfälle sollen seinerzeit direkt im Meer gelandet sein. 1986 schrieb der Stadtrat von Maó das Gebäude für die Einrichtung einer öffentlichen Institution aus. Von einem Genforschungszentrum war die Rede, von einem Museum, Elton John wollte dort seinen Wohnsitz nehmen, die Elektrizitätswerke der Balearen eine Forschungsanlage, Spekulanten ein Hotel unterbringen. Bis heute steht das Gebäude leer. Auch die Reste einer frühchristlichen Basilika sind auf der Illa del Rei zu finden, deren Hauptattraktion, ein relativ gut erhaltenes Mosaik, allerdings im Museo de Menorca in Maó ausgestellt ist.

Sa Mesquida

Bucht und Fischerdorf behalten sich vor allem die Menorquiner selbst vor. Hier badet der Maoneser, hier sonnt sich die Maoneserin. Die rund 700 m lange Küstenlinie wird durch eine Landzunge zweigeteilt. Der größere Strand ist rund 300 m lang, jedoch nicht unbedingt für Kinder geeignet, da der Grund schnell abfällt. Von Sa Mesquida ging übrigens 1781 die französisch-spanische Rückeroberung aus, Grund genug für die Engländer, die Bucht mit einer eigenen Befestigung (1798) zu sichern. Ein Restauranttipp: Cap Roig (Tel. 971188383 | nur im Sommer | €€), gemütliche Terrasse mit Meerblick.

Talaiot de Trepucó

Die 2 km südlich von Maó gelegene prähistorische Siedlung wird oft als die Anlage mit dem spektakulärsten Heiligtum, der taula (über 4,20 m Höhe), und mit dem größten talaiot-Bau (40 m Durchmesser) der Balearen beschrieben. Sechs weitere Steintürme, von denen antike Chroniken berichten, sind heute verschwunden; vielleicht dienten sie als Baumaterial für die Barrikaden und Rampen, die der französische Gouverneur 1781 errichten ließ, um von hier aus die Festung Sant Felip beschießen zu können.

Talatí de Dalt

Diese gut erhaltene und restaurierte antike Siedlung war bis in die Zeit der römischen Besatzung bewohnt. Augenfällig die Steinstütze, die den gewaltigen Schlussstein der taula abfängt. Die Zufahrt ist ausgeschildert (Landstraße Maó-Ciutadella, km 4). | Eintritt 3,50 Euro | www.menorcaweb.net/talati

Cala en Porter

Links noch Natur (von der Seeseite aus gesehen), gräbt sich rechts eine Feriensiedlung den Hang hinauf. Der Strand am Ende der Bucht ist an die 400 m breit, feinsandig und fällt seicht ins Meer ab - ideal für die ganze Familie. Das hat sich allerdings bereits herumgesprochen.

Cales Coves

Wo vor 3000 Jahren die Ureinwohner ihre Toten beisetzten, lebte bis 1995 ein Clan von späten Hippies. Die in die Jahre gekommenen Blumenkinder wurden im Sommer 1995 mit Polizeigewalt vertrieben. Der Ortsname („Höhlenbuchten“) steht übrigens im Plural, weil sich die Bucht in zwei Geländeeinschnitte aufspaltet, von denen der eine eine Süßwasserquelle aufweist; beide sind tief in das graubraune Gestein gegraben. Das Wasser der Bucht ist ob des guten Windschutzes oft spiegelglatt und dazu kristallklar, die Anfahrt über einen Schotterweg allerdings sehr holprig.

Es Canutells

Für die Bewohner von Sant Climent ist diese Bucht der „Hafen“ ihres Ortes. Besondere Merkmale sind die in den Fels gegrabenen Bootsschuppen und der kleine Strand, der über eine verwitterte Treppe zugänglich ist. In den letzten Jahren hat sich oberhalb der Bucht eine Siedlung weit ins Landesinnere vorgeschoben; nur der westliche Rand der Bucht blieb bisher weitgehend verschont. An der Verbindungsstraße von Sant Climent nach Sant Lluís kann man noch ein schönes Beispiel menorquinischer Mischarchitektur bewundern: Der Herrensitz Casat de Formet (Forma Vell) aus dem 19. Jh. beeindruckt durch seine rote Fassade und den terrassenförmig angelegten Park mit Wasserspielen und Springbrunnen.

S'Algar

Hier wird geurlaubt. Für fast alle Sportarten rund ums feuchte Element bietet das Wassersportzentrum Club S'Algar Umsetzungsmöglichkeiten: Tauchen, Windsurfen, Segeln, Wasserski, Wasserbob, Wassersegeln (mit dem Gleitschirm) usw. Hier können auch Tauchausrüstungen und Segelboote geliehen, Segel- bzw. Tauchscheine gemacht werden (Club S'Algar Diving | Passeig Marítim | Tel. 971150601 | www.salgardiving.com). Wer Ruhe und Natur sucht, der umrundet in 15-30 m Höhe die Cala Rafalet bis zu ihrer Nordflanke.

Binibèquer Vell

Die Touristenattraktion Nummer eins an der Südostküste Menorcas erinnert an einen Termitenbau. Zwar sind die Strukturen des „typischen Fischerdorfs“ neueren Ursprungs, die verschachtelten Gänge, Tunnel, Abzweigungen und Nischen sollen in ähnlicher Form jedoch schon von fischenden Vorfahren ersonnen worden sein. Besonders kurz vor Beginn der Saison glänzt die gesamte Siedlung in tadellosem Weiß, die Natursteinböden sind geputzt, Souvenirläden und Bars hängen die ersten Angebote ins Fenster. Zur Hauptsaison wird es dann allerdings eng in den schmalen Gässchen und Winkeln.

Cala d'Alcalfar

So haben alle Fischerorte der Insel einmal ausgesehen, bevor sie sich in Feriensiedlungen verwandelten. Cala d'Alcalfar ist eine schlichte, hauptsächlich von Menorquinern bewohnte Siedlung mit weißen Bootsschuppen am Meer. Ein natürlicher Wellenbrecher an der Einfahrt der Cala sorgt für ruhige See. Hoteltipp: das am Rand der Feriensiedlung gelegene Xuroy. Das Strandhotel genügt allen Ansprüchen und bietet Ferien fernab vom Rummel. 87 Zi. | Cala d'Alcalfar | Tel. 971151820 | Fax 971156524 | www.xuroimenorca.com | €

Punta Prima

Punta Prima hat einen breiten Strand aus feinem, weißem Sand, der sanft ins Meer abfällt, und ist entsprechend gut besucht. Vor der Küste erstreckt sich die Illa de l'Aire. Am Westrand des Strandes erhebt sich auf der Anhöhe ein Verteidigungsturm aus dem 18. Jh., der heute als Jugendherberge dient (Oficina de Información juvenil | Maó | Tel. 971364534).

Ziele in der Umgebung

Tramuntana

S'Albufera d'Es Grau

In der Begründung für die Schaffung der Reserva de la Biosfera wird das zweitgrößte Feuchtgebiet der Balearen - das größte ist die Albufera Gran auf Mallorca - als Herzstück beschrieben. 1995 löste die Inselregierung ihr Versprechen ein, das 1790 ha umfassende Gebiet zum Naturpark zu erklären. Tatsächlich ist die Albufera d'Es Grau nur knapp dem „Tod durch Besiedlung“ entgangen. Anfang der 70er-Jahre entstand an den Ostufern der Lagune die Feriensiedlung mit Golfplatz Shangri-La. Erst massive Proteste der Bevölkerung brachten das bereits im Bau befindliche Projekt zum Stillstand.

Cala Binimel.là

Diese Bucht ist nicht so still wie die über einen Küstenpfad zu erreichende Nachbarbucht Cala Pregonda, aber mit ihrem roten, gröberen Sand und einer kleinen Süßwasserquelle attraktiv; es gibt auch ein Bar-Restaurant.

Cala Tirant

Noch vor dem Ortseingang nach Fornells zweigt links die Zufahrt zu einer Feriensiedlung ab, die sich in den bisweilen recht steilen Hang der Cala Tirant gefressen hat. Der Strand ist zwar weitläufig, aber oft von angeschwemmtem Seegras bedeckt.

Cala de Sa Torreta

Die Cala 3 km nördlich von Es Grau ist schlecht zugänglich und deshalb wenig besucht. Ihren Namen verdankt sie einem alten Wachturm. Kleiner Sandstrand und schöner Blick auf die Illa d'en Colom.

Cap de Cavalleria

Der Blick vom blendend weißen Leuchtturm, der sich auf diesem Nordkap erhebt, ist einfach traumhaft. Die neu asphaltierte Straße ermöglicht jetzt die Zufahrt, und unterwegs trifft man auf wilde Ziegen und wunderschöne Strände. Im Landgut Santa Teresa lädt das Ecomuseu de Cap de Cavalleria mit Exponaten zur römischen Siedlungsgeschichte zu einem Besuch (tgl. 10-19, Juli, Sept. bis 20.15, Aug. bis 20.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). Einen interessanten ersten Einblick gestattet die Website des Museums: www.ecomuseodecavalleria.com/en. Wer Zeit hat, kann sich auch als Freiwilliger an Ausgrabungen beteiligen: Tel. 971359999. Museum: April-Juni, Okt., tgl. 10 bis 19, Juli, Sept. 10-20, Aug. 10-20.30 Uhr | Predi de Santa Teresa | Cap de Cavalleria

Cap de Favàritx

Leuchtturm, bizarre Steinformationen in schwarzem Schiefer und große Abgeschiedenheit charakterisieren dieses Kap, das großartige Ausblicke gestattet.

Cova Polida

Die Höhle ist nur vom Wasser aus und nur bei ruhiger See zugänglich, aber reich an Tropfsteingebilden.

Es Grau

Der kleine Fischerhafen 32 km südöstlich von Fornells wird mehr und mehr zum Ausflugsziel der Menorquiner. Besonders am Wochenende bevölkern sich Gassen und Hafenbars. Feiner grauer Sand, das sanfte Gefälle, der Wind- und Wellenschutz durch die Insel Colom und die fast perfekte halbrunde Form kennzeichnen den Strand Platja d'Es Grau. Im Sommer wird die Bucht allerdings stark von Sportbooten frequentiert.

Illa d'en Colom

Im Sommer überbrückt ein Ausflugsboot (Abfahrt im Hafen von Es Grau vor der Bar Can Andrés | viermal tgl.) die 500 m Entfernung. Auf der unwegsamen Insel laden zwei Sandstrände zum Bad. Unter Gestrüpp ruhen die Überreste eines Quarantänelazaretts der Engländer, eine Basilika wartet auf ihre Ausgrabung.

Monte Toro

Wie ein Igel mit Antennen und Spitzen besetzt, buckelt der Monte Toro (El Toro) seine 357 m aus der sonst nur leicht hügeligen Landschaft. Die höchste Erhebung der Insel bietet nicht nur einen phantastischen Panoramablick über die Tramuntana im Norden und den Migjorn im Süden sowie den Fischern auf See einen wichtigen Referenzpunkt, sondern beschert auch weiten Teilen Menorcas einen einwandfreien Rundfunk- und Fernsehempfang. Am östlichen Ortseingang von Es Mercadal zweigt eine bequeme Zugangsstraße zum Monte Toro ab. Zum „Berg“ (Monte), wie ihn die Menorquiner familiär bezeichnen, pilgern heute vor allem Menorca-Urlauber. Die Kapelle Mare de Deu del Toro (17. Jh.) duckt sich im Schatten der Sendemasten. Von hier aus segnet der Bischof jeden Mai die ganze Insel. Die Madonna ist übrigens die Schutzpatronin Menorcas. In einem Gewölbe neben der Marienkapelle verkaufen die Franziskanernonnen religiöse Souvenirs, Bücher und Postkarten. Das Klosterrestaurant Sa Posada del Toro bietet authentische Menorca-Küche, große Portionen und ein preiswertes Mittagsmenü (nur tagsüber | €).

Arenal d'En Castell

Moderne Feriensiedlung, deren Strand mit feinem weißem Sand, einer Ausdehnung von rund 500 m und einer sanften Neigung ins oft glasklare Meer hinein zu den schönsten der Insel gehört. Das Castell Playa Fiesta ist ein echtes Familienhotel für Leute mit gehobenem Anspruch: Sauna, Pool, Zimmer mit Meerblick, Yacuzzi, Spielplatz (265 Zi. | Platja d'En Castell | Nov.-April geschl. | Tel. 971358088 | Fax 971358119 | castell@fiestahotel-group.com | €€€).

Arenal de Son Saura

Kleine Feriensiedlung mit sauberem weißem Sandstrand, halbrund, ca. 100 m lang. Es gibt ein einfaches Restaurant. Sportfreunde finden Angebote für Wasserski, Surfen - nebst Tretbootverleih. Wer mehr die Stille sucht, gelangt über den Pfad (etwa 1,2 km) am linken Ende des Strandes zur nächsten kleinen Bucht, der Cala Pudent; meist sind hier nur wenige Badende zu finden.

Na Macaret

Am selben Geländeeinschnitt wie Port d'Addaia liegt links die kleine Bucht Cala Molí, an deren Ausfahrt sich ein Fischerhafen mit der Feriensiedlung Na Macaret befindet. Der kleine Hafen ist heute ein beliebter Ausgangspunkt für Hochseefischer. Der dazugehörige Strand ist windgeschützt, aber winzig.

Son Parc

Eingebettet in Pinienhaine und eine auflebende Feriensiedlung liegt der erste und bisher einzige Golfplatz der Insel, der gerade von 14 auf 18 Löcher erweitert wurde (s. auch Kapitel „Sport & Aktivitäten“).

Ziele in der Umgebung

Migjorn/Inselzentrum

Son Bou

Mit knapp 3 km Länge sind die Platges de Son Bou der längste Sandstrand Menorcas. Goldgelber, feiner Sand, ein sanfter Abgang ins Meer, Duschen und Toiletten machen ihn ideal für Familien. Für Kinder gibt es in der angeschlossenen Siedlung Sant Jaume einen Minispielpark (siehe „Mit Kindern reisen“).

Torralba d'en Salort

Nicht an der Hauptstraße, sondern an der kleineren Nebenstraße von Alaior nach Cala en Porter liegt diese talaiot-Siedlung, die erst vor wenigen Jahren zu einem archäologischen Park ausgebaut wurde. Herausragend ist das Heiligtum Sa Taula de Torralba, das zu den am besten erhaltenen der Insel gehört. Im Umfeld des Megalithkreises wurden Tierknochen und eine kleine Bronzestatue gefunden, die einen Stier symbolisiert.

Torre d'en Galmés

Eines der besonders ausgedehnten archäologischen Fundgebiete der Balearen liegt bei km 2,5 an der Landstraße Alaior-Son Bou. Drei talaiots und ein taula-Heiligtum müssen um 1400 v. Chr. eine Stadt gebildet haben, von der noch Reste von Räumen, Schutzwällen, Zisternen, Höhlen und Vorratskammern zu sehen sind. Herausragend sind auch die etwas außerhalb gelegene Grabkammer (heute unter dem Namen Ses Roques Llises bekannt) und eine steinblockgedeckte Halle, Sa Camera de sa Garita, die wahrscheinlich als Vorrats- oder Versammlungsraum diente.

Cala Galdana

In dieser Bucht verbringen vor allem Engländer, Spanier und Deutsche ihren Individual-Traumurlaub. Der grünen Oase, eingefasst von dunkelgrauen Küstenfelsen, konnte man ursprünglich nur mit Attributen wie „malerisch“ oder „paradiesisch“ gerecht werden. Heute ist man indes leider dabei, ihre Reize nach und nach unter Hohlblocksteinen zu begraben; immer weiter frisst sich die Siedlung Cala Galdana mit neuen Apartments, Ferienwohnungen, Restaurants und Supermärkten vor allem in den westlichen Ausläufer der Bucht hinein.

Cala Mitjana

Die Bucht ist per Fußweg über die Klippen zu erreichen (etwa 1 km) oder mit dem Fahrzeug (1,5 km vor Cala Galdana links). Den Weg lohnt ein 100 m langes Strandhalbrund mit feinem weißem Sand und anschließendem Pinienhain. Wer dem Weg weiter in östlicher Richtung folgt, gelangt an die stille, schöne Cala Trebalùger (ungefähr 1 Std. teilweise beschwerlicher Fußmarsch von Cala Galdana aus). Leider ist die Zufahrt zu der Bucht durch den Grundbesitzer geschlossen worden; den Zugang von der Meerseite aus (das schließt auch einen 100 m breiten Küstenstreifen ein) kann hingegen keiner verwehren, auch nicht der Eigentümer.

Cova d'es Coloms

Die Einheimischen nennen die Höhle wegen ihrer üppigen Dimensionen „die Kathedrale“. Mit 24 m Höhe, 11 m Tiefe und 16 m Breite zählt sie in der Tat zu den besonders beeindruckenden unterirdischen Denkmälern Menorcas. Laut neueren Untersuchungen wurde sie schon in vorchristlicher Zeit als Kultstätte genutzt. Alter (Aber-)Glaube der Menorquiner ist es, dass Paare, die gemeinsam die Höhle betreten, sich nach kurzer Zeit trennen würden; Personen, die sich hingegen unabhängig voneinander in der Höhle treffen, würden durch die Kraft des Schicksals vereint.

Platja Sant Tomàs

Über die Landstraße von Es Migjorn Gran zum Meer kommt man gleich an drei Strände, die nur durch schmale Felszungen voneinander getrennt sind: Binigaus im Westen, Sant Adeodat in der Mitte und Sant Tomàs im Osten. Die beiden Letzteren sind belebter, verstärkt an der Platja Sant Tomàs durch Hotels und eine Feriensiedlung. Oberhalb des Strandes Sant Adeodat findet man eine kleine, nette Strandbar, die auch einfache Mahlzeiten bereitet. Der phantastische Meerblick rundet einen Imbiss ab. Die typischen Qualitäten der Sol Hotelkette findet man auch im Sol Elite Menorca am Strand von Sant Tomàs: komfortable Unterkünfte inmitten einer üppigen Gartenanlage (188 Zi. | Platja Sant Tomàs | Tel. 971370050 | Fax 971370348 | sol.menorca@solmelia.com | Nov. bis März geschl. | €€€).

Ziele in der Umgebung

Ciutadella/Westspitze

Cala Algaiarens

Innerhalb eines gewaltigen privaten Großgrundbesitzes liegen diese zwei stillen Buchten, die seit 1992 dennoch für Schlagzeilen sorgen. Denn der Besitzer war einer der Ersten, der für den Zugang zum Strand Wegezoll erheben wollte. Proteste der Bevölkerung, die das heutige Naturschutzgebiet seit alters zum Baden und Campen nutzte, waren die Folge. Draufhin bekamen zumindest die Einwohner von Ciutadella wieder freien Zutritt. Heute wird eine Parkgebühr von 5 Euro pro Auto erhoben. Der Strand selbst ist durch eine Felsnase zweigeteilt. Der östliche Strandabschnitt grenzt an eine kleine Süßwasserlagune, Überbleibsel winterlicher Regenfälle, die durch den Sturzwassergraben La Vall ablaufen und hier ins Meer münden.

Cala Ses Fontanelles

Nicht ganz so sanft wie der Strand der Cala Algaiarens, wird die Cala Ses Fontanelles im Sommer vor allem von Schiffseignern genutzt, die vor den Felsen vor Anker gehen. Die Landanfahrt zweigt 1 km vor der Zufahrt zur Cala Algaiarens links ab.

Arenal de Son Saura

Diese windgeschützte Bucht mit zwei Stränden, die durch eine kleine Landzunge getrennt sind, mit feinem, weißem Sand und Pinien im Hintergrund ist ideal für einen Strandtag. Doch Vorsicht: Im Rund der Bucht bilden sich bisweilen Strömungen. Um hierher zu gelangen, nimmt man von Ciutadella aus den Camí de Sant Joan de Missa bei der gleichnamigen weißen Landkirche und biegt bei Son Vivó rechts ab, am alten, quadratischen Turm Torre Saura Vell vorbei. Die Zufahrt zum Strand ist gebührenpflichtig. Besonders die Ciutadeller haben für Son Saura eine Vorliebe entwickelt. Wenn der lange Sandstrand schon belegt ist, lohnt der Fußmarsch ostwärts. Nach der Überquerung der Felsnase Punta d'es Governador (ungefähr 500 m) stößt man auf die nächste, erheblich kleinere Bucht, die Cala d'es Talaier. Der Sand ist ockerfarben; auch hier gibt ein Pinienhain Sonnenschutz.

Cala Blanca

Der Name bezeichnet zum einen die Feriensiedlung (ca. 4 km südlich von Ciutadella) - ohne besondere Auffälligkeiten gegenüber vergleichbaren Orten der Insel - und zum anderen die am Südrand der Ortschaft gelegene Bucht. Diese verdankt ihren Namen („Weiße Bucht“) dem strahlend hellen Sand, der im Hintergrund vom Grün eines kleinen Pinienhains eingerahmt wird. Links und rechts des Strandes sind die Küstenfelsen mit Restaurants und Bars besetzt, die sich weniger durch erlesene Mahlzeiten als durch ihre hervorragende Lage hervortun. Der Ausblick auf romantische Sonnenuntergänge ist hier für die Mehrzahl der Menorca-Abende garantiert. Für Kinder gibt es eine Wasserrutsche im Ort. Unweit der Bucht ist die Cova de Parella zu finden, bekannt für ihren Reichtum an Tropfsteinen und einen kleinen, unterirdischen See.

Cala en Bosc

Von der Siedlung Cap d'Artrutx aus gelangt man ins nächste Ferienparadies, die Cala en Bosc. Auch hier wird architektonischer Durchschnitt geboten, mehr dem Nutzen als der Ästhetik folgend, mit vorgelagertem Strand, feinem weißem Sand, oft klarem Meerwasser. Das gesamte Gebiet zwischen Cap d'Artrutx und Son Xoriguer fährt der Minitren ab, ein Bähnchen auf Gummireifen. Boote und Yachten vermietet P&F (Tel. 610261291). Die Wassersportschule Surf&Sail (am Strand Son Xoriguer | Tel. 629749944) führt im Sommer Windsurf- und Segelkurse durch.

Cala d'es Degollador

Seinen schön schauerlichen Namen („Bucht des Halsabschneiders“) verdankt der Landeinschnitt rund 500 m südlich der Hafeneinfahrt von Ciutadella nicht etwa den Strandverkäufern, die überteuerte Getränke anbieten, sondern einem blutigen Piratenüberfall vor langer Zeit. Der kleine Strand wird hauptsächlich von den Einwohnern Ciutadellas zum Baden genutzt.

Cala en Forcat

Westlich von Ciutadella ist eine Ferienstadt aus dem Küstenfels gewachsen. Die Siedlungen Cala en Blanes, Cala en Forcat und Cala en Brut haben sich mit der Siedlung Los Delfines so eng verzahnt, dass kaum zu ermitteln ist, wo welche Ortschaft aufhört. Die Küstenlinie ist mit einer Anzahl von Villen mit traumhaftem Meerblick besetzt.

Cala Macarella

Klares, türkisfarbenes Wasser, eingefasst in einen Ring aus grauem Kalkstein, im Hintergrund der Sandstreifen und ein kleines Feuchtbiotop, in dem früher Schildkröten lebten: Menorcas Vision vom Paradies. Der Zufahrtsweg ist lang, steinig und gebührenpflichtig (5 Euro pro Auto), und der Strand lässt leider manchmal die gewünschte Sauberkeit vermissen. Nicht selten häuft sich Strandgut am Ufer, und im Wald liegen Picknickabfälle. Zurzeit versorgt nur eine in den Pinien versteckte Bar mit schlichtem Speiseplan die Strandgäste. In den Uferfelsen findet man einige prähistorische Grotten. Nach Westen zweigt ein Fußpfad ab zur Cala Macarelleta, wohin sich Nudisten zurückziehen.

Cala Parejals

Hierher kommen vor allem Sonntagsangler aus Ciutadella zum Fischen, und Taucher erkunden die abwechslungsreiche Unterwasserwelt. Zugang über einen Küstenpfad von der Platja de Son Xoriguer.

Cala Santandria

Ein Pionierzentrum der auf Menorca noch relativ jungen Tourismusindustrie. Viel nackter Fels, viele Bauwerke, Hotels, Bars, Villen, Restaurants - und wenig Grün. Der Strand ist weiß und eher grobkörnig. Den Eingang der Bucht bewacht ein alter britischer Wehrturm aus dem 18. Jh. Interessant ist vor allem jene Höhle, die dem Bildhauer und Ortsoriginal Nicolau Cabrisas als Wohnung und Werkstatt dient und die er in vielen Jahren in seine persönliche Vision der Realität umwandelte; die Wände der Behausung sind mit Masken, Gesichtern und Figuren übersät.

Cala en Turqueta

Mit der Cala Macarella ist sie zum Inbegriff der Traumbuchten im Süden Menorcas geworden. Zufahrt ab Ciutadella über den Camí de Sant Joan de Missa, am Abzweig bei Son Vivó links. Nach rund 5 km gabelt sich der Weg; links kommt man zur Cala Macarella, rechts zur Cala En Turqueta. Die Parkplätze sind am Wochenende oft belegt.

Nau des Tudons

Das bekannteste prähistorische Grab der Insel und wahrscheinlich das älteste bekannte Bauwerk Europas. Die mächtigen Sandsteinquader wurden vor ca. 3400 Jahren zusammengefügt und ab 1959 restauriert. Dabei fand das Ausgrabungsteam Schmuckstücke und Reste menschlicher Knochen, was den Gedanken an eine (geplünderte) Grabkammer nahe legte. Der Innenraum der nau (spanisch naveta) ist in zwei Etagen aufgeteilt. Um das Bauwerk rankt sich eine Legende: Zwei Titanen sollen um eine Dame gestritten haben. Als Liebesbeweis sollte der eine einen zweigeschossigen Turm bauen, der andere einen Brunnen graben, bis er auf Wasser stieße. Das Grundwasser floss zuerst. Das erzürnte den anderen Titanen so sehr, dass er einen gewaltigen Stein aus seinem Turm brach (das heutige Eingangsloch) und auf den Brunnenbauer warf. Der Bösewicht ertränkte sich im Brunnen, die Dame starb an gebrochenem Herzen. Der Brunnen ist unter dem Namen Pou de Sa Barrina heute noch bekannt.

Punta Nati

Einige Schafe suchen hier nach Kräutern, die aus dem zerklüfteten Fels sprießen. Im Frühjahr nehmen auch Einwohner Ciutadellas die holprige Anfahrt zum Leuchtturm auf der Punta Nati in Kauf (Avda. Francesc B. Moll). Kapern sucht man dann am Kap, die dort im Schatten der Mauern wachsen. Das trostlose Kap wird seit 1913 von einem Leuchtturm gekrönt. Von hier aus hat man eine phantastische Sicht auf das Meer, auf den zerklüfteten Küstenstreifen und auf zwei Buchten im Osten, die Cala es Pous und die Cala es Morts („Totenbucht“). Dieser Name rührt daher, dass im Winter 1910 ein französisches Passagierschiff vor der Bucht auf die Klippen geschleudert wurde und sank. Von den 150 Menschen an Bord überlebte damals nur ein junger Franzose das Unglück, von dem heute noch ein Kreuz und das geborstene, rostende Metallgerippe des Schiffswracks erzählen.

Son Catlar

Bevor man auf der Fahrt von Ciutadella hierher (Strecke wie bei Arenal de Son Saura beschrieben) den Turm Torre Saura Vell erreicht, sieht man links das größte prähistorische Siedlungsgebiet der gesamten Balearen. Über 6 ha verstreut und mit einer teilweise verfallenen Schutzmauer umgeben, liegen hier Zisternen, Grundmauern von Wohnräumen, fünf Steintürme (talaiots) und das zentrale Heiligtum, die taula. Das Alter der Anlage ist unbekannt. Sicher ist nur, dass sie bis zum Ende der römischen Besatzung bewohnt war. Eintritt 3 Euro

Torre Llafuda

Märchenhaft, fast unheimlich wirkt diese große prähistorische Siedlung, der heute ein Steineichenhain den Platz streitig macht. Auch hier Räume, Kammern, künstliche Höhlen, Zisternen, ein Steinturm und eine taula, versunken im Schatten der Bäume. Anfahrt über die Landstraße Ciutadella-Maó, km 37, rechts, nach etwa 250 m

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Maó/Ostspitze

Fort Marlborough

Dunkle Gänge, flackerndes Kerzenlicht, Kanonendonner - die alte englische Festungsanlage versetzt Besucher mit Hilfe von Licht- und Geräuscheffekten in die kriegerische Zeit des 18. Jhs. zurück. Cala Sant Esteve | Tel. 971360462 | Juni-Okt. Di-Sa 9.30-20.30, So/Mo 9.30-15, April/Mai, Nov./Dez. Di-Sa 9.30 bis 15 Uhr, Jan.-März geschl. | Eintritt 3, Kinder 1,80 Euro

Mit Kindern reisen

Tramuntana

Hort de Llucaitx

Großer Landbesitz, auf dem Pferde und Ponys ausgeliehen werden können; Wanderwege, Spielplatz, Grillplätze. Ctra. Maó-Fornells, km 17 | Tel. 629392894 | tgl. 10-18 Uhr | 30 Min. reiten 18, auf Ponys 10 Euro, Ausritt (1 Std.) 30 Euro

Mit Kindern reisen

Migjorn/Inselzentrum

Centre de la Natura de Menorca

Kleine Ausstellung, die jährlich wechselnd ein ökologisches Thema aufbereitet. Die Inhalte sind für Kinder konzipiert (Beschriftung nur auf Spanisch und Englisch). C/. Mallorca, 2 | Ferreries | www.gobmenorca.com | Mai-Okt. Di-Sa 10.30-13.30, 17.30-20 Uhr, Nov.-April nur Sa/So | Eintritt 3, Kinder 2 Euro

Club Escola Menorquina

Dass die Menorquiner zu ihrer eigenen Pferderasse ein besonderes Verhältnis haben, ist den meisten Inselliebhabern bekannt. Die menorquinische Reitschule hat zu diesem Thema eine Schau vorbereitet, die demonstriert, wie innig Ross und Reiter harmonieren. Ctra. Cala Galdana-Ferreries, km 0,5 | im Sommer Mi und So 20.30 Uhr | Show 14 Euro, Kinder bis 12 J. frei | Tel. 971155059 | www.showmenorca.com

Club Sant Jaume

Der Freizeitpark mit Pool und Wasserrutsche, Rasenflächen mit Sonnen- und Schattenplätzen und Caférestaurant bietet Erwachsenen Ruhe und Kindern viel Spaß. Nebenan kann man sich im Labyrinth Amaze'n vergnügen. Urb. Sant Jaume Mediterrani | tgl. 11-18 Uhr | Wasserpark Eintritt frei, Rutsche (2x) 1,50, Labyrinth, Spiele, Animation 7,50 Euro

Sa Farinera

Die alte Mehlfabrik (1905) ist heute ein Museum, in dem noch die alten Mehlsäcke, Maschinen und Werkzeuge zu sehen sind. Garten mit Spielplatz, Restaurant (Kindermenü). Ctra. Maó-Ciutadella, km 20 | Es Mercadal | tgl. 10-21.30 Uhr | Eintritt frei

Mit Kindern reisen

Ciutadella/Westspitze

Aqua Center

Der größte Wasservergnügungspark Menorcas bietet Wasserrutschen, Whirlpool, Hüpfburg, Spielgeräte, Restaurant. Urb. Los Delfines, nordwestl. von Ciutadella | www.aquacenter-menorca.com | tgl. 10.30-18 Uhr | Eintritt 16,50, Kinder 9,80 Euro

Aquarock

Kleinerer Wasserpark mit Kartbahn. Carreró Cova d'es Moro | Cala en Bosc | www.aquarockmenorca.com | im Sommer tgl. 10.30-22.30 Uhr | Eintritt 19, Kinder 11 Euro

Binisues

Altes Landgut mit Garten und Stallungen, in denen es für Kinder viel zu entdecken gibt. In den Wirtschaftsräumen ist Sattelzeug und landwirtschaftliches Gerät zu bestaunen. Ctra. Ferreries-Els Alocs | Tel. 971373728 | Mo-Sa 11-18 Uhr | Eintritt 3, Kinder 1,80 Euro

Pedrera de s'Hostal

Das halb unterirdisch gelegene Steinbruchmuseum bei Ciutadella, das aus einem alten Kalksteinbruch hervorgegangen ist, lockt zu Streifzügen, Picknick und Versteckspielen. Ein Labyrinth aus Kalksteinblöcken wurde speziell für Kinder angelegt. Camí vell, km 1 | Ciutadella | www.lithica.es | tgl. 9.30-14.30, 17.30 Uhr bis Sonnenuntergang, So nur vormittags | Eintritt 4 Euro, Kinder frei

Surf & Sail

Windsurfen oder Segeln lernen, auf Wasserski oder der Wasserbanane über die Wellen gleiten: Wasserspaß nicht nur für Erwachsene. Spezielle Kinderkurse. Aptdo. de correos 257 | Urb. Son Xoriguer | Tel. 971387285 (Winter), Tel. 971387105 (Sommer) | www.surfsailmenorca.com

Insider-Tipp

Restaurante Casino San Clemente

Stimmung im Kasino: Kein Spielkasino, sondern ein Lokal mit Flair: das Casino San Clemente

Espiral

Für Spielernaturen: Nicht nur Kinder haben ihre Freude an den hübschen Dingen im Spielzeugladen Espiral in Maó

Pastissería Ca'n Moll

Paradies für Leckermäuler: Ein Fest für Augen und Gaumen: Konditorei Ca'n Moll in Ciutadella

La Guitarra

Im Kellergewölbe: Arròs brut, Ente und kräftiger Landwein sind die Spezialitäten des gemütlichen Restaurantkellers La Guitarra in Ciutadella

Plaça de la Conquesta

First-Class-Hafenblick: Am Carrer d'Alfons III unter dem Pont d'es Castell gibt's den Ausblick auf Maós Hafenbecken

Església dei Socors

Hohes C im Kreuzgang: Liebliche Klänge füllen den sonst stillen Kreuzgang des alten Priesterseminars in Ciutadella während des Festival Música d'Estiu

Plaça d'es Born

Auf der Stadtmauer: Von der Bastió des Governador in Ciutadella reicht der Blick bis zum Leuchtturm an der Hafenmündung

Übernachtungsmöglichkeiten

Friedliches Landleben: Der ehrwürdige Landsitz Son Triay Nou bei Ferreries bietet gemütliche Zimmer

Cap de Cavalleria

In der Vergangenheit wühlen: Beim Ecomuesu de Cap de Cavalleria können Sie sich als Freiwilliger für archäologische Grabungen melden

Monte Toro

Deftiges im Kloster: Pilger wie Urlauber lassen es sich in der Posada del Toro schmecken

Cala Santandria

In der Wohnhöhle: In seiner phantasievoll ausgestatteten Naturhöhle in der Sala Santandria empfängt Nicolau Besucher

Top Highlights

Bootsausflüge

Die Hafenrundfahrt mit Schwerpunkt Port de Maó ist ein Muss für jeden Menorca-Urlauber. Abfahrt im Sommer täglich an der Hafentreppe (unweit des Fährterminals). Die gelben Boote (Yellow Catamarans) sind moderner und bequemer als die Boote der Gesellschaft EI Pirata Azul und bieten außerdem den besseren deutschsprachigen Kommentar.

Santa María

Die Kirche Santa María wurde ab 1748 auf den Ruinen eines älteren Gotteshauses errichtet. Eher schlicht und demütig auf den ersten Blick, überzeugt Santa María mehr das Ohr als das Auge. In ihrem Inneren verbirgt sich nämlich ein Wunderwerk der Orgelbaukunst. In Auftrag gegeben 1809 bei den Deutsch-Schweizer Orgelbaumeistern Otter&Kyburz, kam das Instrument bereits ein Jahr später auf Menorca an. Mit seinen mehr als 3000 Pfeifen und vier Manualen war es schon bald landesweit bekannt, vor allem für seine Imitation von Menschenstimmen (im Sommer Mo-Sa 11.30 Uhr Orgelkonzerte). Wer die Möglichkeit hat, erfahrene Organisten auf dieser bemerkenswerten Orgel zu hören, sollte die Gelegenheit nutzen. Bestaunen kann man das gute Stück an allen Wochentagen (7.30-13, 18-20.30 Uhr). Zwischen Plaça de la Conquesta und Plaça de la Constitució

Bastió de Sa Font

Die ursprüngliche Festung aus dem 14. Jh. wurde 1558 von den Türken zerstört und erst Ende des 17. Jhs. wieder aufgebaut. Das hier untergebrachte Museu Municipal hat multimedial aufgerüstet und dokumentiert mit Funden aus der Vorgeschichte und der Zeit der muselmanischen Besetzung, mit historischen Dokumenten, alten Schriften und anderen Exponaten die Geschichte Menorcas. C/. Portal de Sa Font | Di-Sa 10-14 Uhr

Cales Coves

Wo vor 3000 Jahren die Ureinwohner ihre Toten beisetzten, lebte bis 1995 ein Clan von späten Hippies. Die in die Jahre gekommenen Blumenkinder wurden im Sommer 1995 mit Polizeigewalt vertrieben. Der Ortsname („Höhlenbuchten“) steht übrigens im Plural, weil sich die Bucht in zwei Geländeeinschnitte aufspaltet, von denen der eine eine Süßwasserquelle aufweist; beide sind tief in das graubraune Gestein gegraben. Das Wasser der Bucht ist ob des guten Windschutzes oft spiegelglatt und dazu kristallklar, die Anfahrt über einen Schotterweg allerdings sehr holprig.

Binibèquer Vell

Die Touristenattraktion Nummer eins an der Südostküste Menorcas erinnert an einen Termitenbau. Zwar sind die Strukturen des „typischen Fischerdorfs“ neueren Ursprungs, die verschachtelten Gänge, Tunnel, Abzweigungen und Nischen sollen in ähnlicher Form jedoch schon von fischenden Vorfahren ersonnen worden sein. Besonders kurz vor Beginn der Saison glänzt die gesamte Siedlung in tadellosem Weiß, die Natursteinböden sind geputzt, Souvenirläden und Bars hängen die ersten Angebote ins Fenster. Zur Hauptsaison wird es dann allerdings eng in den schmalen Gässchen und Winkeln.

S'Albufera d'Es Grau

In der Begründung für die Schaffung der Reserva de la Biosfera wird das zweitgrößte Feuchtgebiet der Balearen - das größte ist die Albufera Gran auf Mallorca - als Herzstück beschrieben. 1995 löste die Inselregierung ihr Versprechen ein, das 1790 ha umfassende Gebiet zum Naturpark zu erklären. Tatsächlich ist die Albufera d'Es Grau nur knapp dem „Tod durch Besiedlung“ entgangen. Anfang der 70er-Jahre entstand an den Ostufern der Lagune die Feriensiedlung mit Golfplatz Shangri-La. Erst massive Proteste der Bevölkerung brachten das bereits im Bau befindliche Projekt zum Stillstand.

Cap de Favàritx

Leuchtturm, bizarre Steinformationen in schwarzem Schiefer und große Abgeschiedenheit charakterisieren dieses Kap, das großartige Ausblicke gestattet.

Monte Toro

Wie ein Igel mit Antennen und Spitzen besetzt, buckelt der Monte Toro (El Toro) seine 357 m aus der sonst nur leicht hügeligen Landschaft. Die höchste Erhebung der Insel bietet nicht nur einen phantastischen Panoramablick über die Tramuntana im Norden und den Migjorn im Süden sowie den Fischern auf See einen wichtigen Referenzpunkt, sondern beschert auch weiten Teilen Menorcas einen einwandfreien Rundfunk- und Fernsehempfang. Am östlichen Ortseingang von Es Mercadal zweigt eine bequeme Zugangsstraße zum Monte Toro ab. Zum „Berg“ (Monte), wie ihn die Menorquiner familiär bezeichnen, pilgern heute vor allem Menorca-Urlauber. Die Kapelle Mare de Deu del Toro (17. Jh.) duckt sich im Schatten der Sendemasten. Von hier aus segnet der Bischof jeden Mai die ganze Insel. Die Madonna ist übrigens die Schutzpatronin Menorcas. In einem Gewölbe neben der Marienkapelle verkaufen die Franziskanernonnen religiöse Souvenirs, Bücher und Postkarten. Das Klosterrestaurant Sa Posada del Toro bietet authentische Menorca-Küche, große Portionen und ein preiswertes Mittagsmenü (nur tagsüber | €).

Son Bou

Mit knapp 3 km Länge sind die Platges de Son Bou der längste Sandstrand Menorcas. Goldgelber, feiner Sand, ein sanfter Abgang ins Meer, Duschen und Toiletten machen ihn ideal für Familien. Für Kinder gibt es in der angeschlossenen Siedlung Sant Jaume einen Minispielpark (siehe „Mit Kindern reisen“).

Torralba d'en Salort

Nicht an der Hauptstraße, sondern an der kleineren Nebenstraße von Alaior nach Cala en Porter liegt diese talaiot-Siedlung, die erst vor wenigen Jahren zu einem archäologischen Park ausgebaut wurde. Herausragend ist das Heiligtum Sa Taula de Torralba, das zu den am besten erhaltenen der Insel gehört. Im Umfeld des Megalithkreises wurden Tierknochen und eine kleine Bronzestatue gefunden, die einen Stier symbolisiert.

Torre d'en Galmés

Eines der besonders ausgedehnten archäologischen Fundgebiete der Balearen liegt bei km 2,5 an der Landstraße Alaior-Son Bou. Drei talaiots und ein taula-Heiligtum müssen um 1400 v. Chr. eine Stadt gebildet haben, von der noch Reste von Räumen, Schutzwällen, Zisternen, Höhlen und Vorratskammern zu sehen sind. Herausragend sind auch die etwas außerhalb gelegene Grabkammer (heute unter dem Namen Ses Roques Llises bekannt) und eine steinblockgedeckte Halle, Sa Camera de sa Garita, die wahrscheinlich als Vorrats- oder Versammlungsraum diente.

Cala Galdana

In dieser Bucht verbringen vor allem Engländer, Spanier und Deutsche ihren Individual-Traumurlaub. Der grünen Oase, eingefasst von dunkelgrauen Küstenfelsen, konnte man ursprünglich nur mit Attributen wie „malerisch“ oder „paradiesisch“ gerecht werden. Heute ist man indes leider dabei, ihre Reize nach und nach unter Hohlblocksteinen zu begraben; immer weiter frisst sich die Siedlung Cala Galdana mit neuen Apartments, Ferienwohnungen, Restaurants und Supermärkten vor allem in den westlichen Ausläufer der Bucht hinein.

Cala Macarella

Klares, türkisfarbenes Wasser, eingefasst in einen Ring aus grauem Kalkstein, im Hintergrund der Sandstreifen und ein kleines Feuchtbiotop, in dem früher Schildkröten lebten: Menorcas Vision vom Paradies. Der Zufahrtsweg ist lang, steinig und gebührenpflichtig (5 Euro pro Auto), und der Strand lässt leider manchmal die gewünschte Sauberkeit vermissen. Nicht selten häuft sich Strandgut am Ufer, und im Wald liegen Picknickabfälle. Zurzeit versorgt nur eine in den Pinien versteckte Bar mit schlichtem Speiseplan die Strandgäste. In den Uferfelsen findet man einige prähistorische Grotten. Nach Westen zweigt ein Fußpfad ab zur Cala Macarelleta, wohin sich Nudisten zurückziehen.

Cala en Turqueta

Mit der Cala Macarella ist sie zum Inbegriff der Traumbuchten im Süden Menorcas geworden. Zufahrt ab Ciutadella über den Camí de Sant Joan de Missa, am Abzweig bei Son Vivó links. Nach rund 5 km gabelt sich der Weg; links kommt man zur Cala Macarella, rechts zur Cala En Turqueta. Die Parkplätze sind am Wochenende oft belegt.

Nau des Tudons

Das bekannteste prähistorische Grab der Insel und wahrscheinlich das älteste bekannte Bauwerk Europas. Die mächtigen Sandsteinquader wurden vor ca. 3400 Jahren zusammengefügt und ab 1959 restauriert. Dabei fand das Ausgrabungsteam Schmuckstücke und Reste menschlicher Knochen, was den Gedanken an eine (geplünderte) Grabkammer nahe legte. Der Innenraum der nau (spanisch naveta) ist in zwei Etagen aufgeteilt. Um das Bauwerk rankt sich eine Legende: Zwei Titanen sollen um eine Dame gestritten haben. Als Liebesbeweis sollte der eine einen zweigeschossigen Turm bauen, der andere einen Brunnen graben, bis er auf Wasser stieße. Das Grundwasser floss zuerst. Das erzürnte den anderen Titanen so sehr, dass er einen gewaltigen Stein aus seinem Turm brach (das heutige Eingangsloch) und auf den Brunnenbauer warf. Der Bösewicht ertränkte sich im Brunnen, die Dame starb an gebrochenem Herzen. Der Brunnen ist unter dem Namen Pou de Sa Barrina heute noch bekannt.

Fort Marlborough

Dunkle Gänge, flackerndes Kerzenlicht, Kanonendonner - die alte englische Festungsanlage versetzt Besucher mit Hilfe von Licht- und Geräuscheffekten in die kriegerische Zeit des 18. Jhs. zurück. Cala Sant Esteve | Tel. 971360462 | Juni-Okt. Di-Sa 9.30-20.30, So/Mo 9.30-15, April/Mai, Nov./Dez. Di-Sa 9.30 bis 15 Uhr, Jan.-März geschl. | Eintritt 3, Kinder 1,80 Euro

Pedrera de s'Hostal

Das halb unterirdisch gelegene Steinbruchmuseum bei Ciutadella, das aus einem alten Kalksteinbruch hervorgegangen ist, lockt zu Streifzügen, Picknick und Versteckspielen. Ein Labyrinth aus Kalksteinblöcken wurde speziell für Kinder angelegt. Camí vell, km 1 | Ciutadella | www.lithica.es | tgl. 9.30-14.30, 17.30 Uhr bis Sonnenuntergang, So nur vormittags | Eintritt 4 Euro, Kinder frei

Fornells

Ciutadella


Auftakt

Was für eine Insel!

Weite Wald- und Weideflächen, Hügelland und fast unberührte Badebuchten findet man auf Menorca, der kleineren der beiden Gymnaesiae, wie die Insel und ihre „große Schwester“ Mallorca im Altertum genannt wurden. Die türkisblauen Wellen an der Cala Macarella, die sanft in der Meeresbrise sich wiegenden Pinienhaine der Cala en Turqueta, die jahrtausendealten Höhlenmäuler in den Cales Coves - all das bringt Heimatdichter genauso ins Schwärmen wie den Erholung suchenden Urlauber. Dank seiner Naturschönheiten, seiner idyllischen Badebuchten und hübschen Städtchen und nicht zuletzt seiner freundlichen Bewohner ist Menorca bei Kennern schon lange in.

Menorca ist die Lieblich-Stille unter den eher vorlauten Schwesterinseln, denn Menorca wird von bodenständigen Menschen bewohnt, die der Vernunft dem schnell verdienten Geld meist den Vorzug geben. Die Insel hat damit Gäste gewonnen, die idyllische Buchten, traumhafte Strände, romantische Altstädte und geheimnisvolle Relikte aus grauer Vorzeit zu schätzen wissen.

Vor allem für Liebhaber der Natur hat Menorca viel zu bieten. Rund 40 Prozent der Insel sind bewaldet, in der Inselmitte findet man Pinien und Aleppokiefern in großen Waldflächen. Beeindruckend ist der Artenreichtum; so kommen in den trockenen Sturzwassergräben, den barrancs, bis zu 200 verschiedene Pflanzenarten vor, von denen 25 endemisch, also nur auf Menorca zu finden sind. Auch einige Tierarten sind eng mit dem menorquinischen Lebensraum verbunden. Die cavalls z.B. gehören einer nur auf der Insel heimischen Pferderasse an, und für zehn Tier- und vier Pflanzenarten wurde die Insel sogar zum genetischen Reservoir erklärt. Die rotbraunen Milchkühe gehören dazu, aber auch Milan, Adler und Falke, Wasserschildkröten und eine kleinwüchsige Geierart.

Menorca ist - wie Paul Fallot, einer der führenden Inselgeografen, einmal humorvoll bemerkte - der Form einer gewaltigen Saubohne nicht unähnlich. Auch an einen Nierentisch fühlte sich der Forscher erinnert. In der Tat hat die Insel zwei grundverschiedene Seiten. Die Tramuntana im Norden kennzeichnen tief ins Landesinnere gefräste Fjorde (calas), bizarre Felsformationen und eine unregelmäßige Küstenlinie mit einer Reihe natürlicher Häfen. Hier herrscht dunkles Gestein vor, das, durch Wind und Meer geformt, weiten Teilen der Küstenlinie einen rauen Charakter verleiht. Hier leben von jeher weniger Menschen als im Zentrum und an der Südküste. Der Norden gehörte Fabelwesen und Göttern. Zahlreiche Inselsagen spielen an Schauplätzen entlang der windgepeitschten Nordküste. Andererseits stößt man in den nordwestlichen Teilen der Insel auch auf große Weideflächen. Goldgelbe Kornfelder und Blumen verwandeln die Landschaft im Frühjahr und Herbst in ein Farbspektakel. Die Vegetation reicht oft bis hinunter zur Küste, klammert sich immer enger an den felsigen Boden. Nur die äußersten Landzipfel, die Kaps, sind völlig kahl.

Ganz anders der Migjorn im Süden mit einer geschlosseneren Küste, mit kleinen Buchten, bewaldeten Tälern und Schluchten. Der Südteil Menorcas ist eine gewaltige Kalktafel von 50-60 m Höhe, die, leicht gen Süden abfallend, nur durch den Verlauf der Abflussschneisen aufgebrochen wird. Hier lacht Menorcas sonniges Gesicht, ist die Architektur leichter, mediterraner, wachsen Pinien und Kiefern gerade in den Himmel, weitgehend verschont von den starken Winden aus dem Golfe du Lion, die an über hundert Tagen im Jahr mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 km/h über den Inselnorden hinwegfegen. Im Süden liegt die Mehrzahl der Strände; demzufolge zieht es hierher auch die meisten Touristen.

Mit einer Gesamtfläche von 700 km² ist Menorca eineinhalbmal so groß wie Ibiza, besitzt aber nur ein Fünftel der Fläche Mallorcas. Vom Cap Sa Mola bis zum Cap de Bajolí erstreckt sich die Insel über eine Länge von 47 km, bei einer Breite von 10-19 km. Vor der 220 km langen Küstenlinie liegen verstreut 30 unbewohnte, zum Teil winzige Inseln. Von der großen Schwester Mallorca trennen Menorca kaum 75 km an der schmalsten Stelle zwischen Cap d'Artrutx und Cap Freu. Barcelona ist 241 km entfernt, Afrika nur 380 km. Das erklärt die milden Durchschnittstemperaturen von mehr als 25 Grad im Sommer und 14 Grad im Winter, bei über 2450 Sonnenstunden im Jahr.

Gegensätzlich wie Nord- und Südküste sind auch die beiden Enden der Insel. Hier das korrekte, pflichteifrige Maó im Osten und dort das aufmüpfigere und doch zugleich nachgiebigere Ciutadella im Westen. Unterschiede zeigen sich nicht nur in der Architektur, sondern auch in der Lebensauffassung. Der Wettstreit der beiden Metropolen schwelt bereits seit Jahrhunderten. Auch heute noch fährt der echte Ciutadeller nur ungern nach Maó, und das nur, um Geschäfte oder unvermeidliche Behördengänge zu erledigen. Der Maoneser hält einen gewissen Dünkel dagegen: Notizen aus der westlichen Provinz werden in der Hauptstadt gern mit einem vielsagenden Heben der Augenbraue kommentiert.

Menorcas Wurzeln reichen tief in die Geschichte. Schon vor 6500 Jahren sollen Menschen die Insel bewohnt haben. Bis zu 4000 Jahre alt sind die ältesten Spuren, unvergängliche Steinbauten, ohne Mörtel zusammengefügt. Vor allem prähistorische Höhlen (coves) und Siedlungen (poblats prehistòrics) mit ihren steinernen Tischen, den taules, und Türmen, den talaiots, sowie die sagenumwobenen naus (navetas), die vermutlich ältesten erhaltenen Bauwerke Europas, warten teilweise noch auf ihre Entschlüsselung.

Später nutzten Phönizier, Griechen, Karthager und Römer die strategische Lage der Insel, die Byzantiner machten sie sich untertan, schließlich die Araber. Erst 1287, so ziemlich als Schlusslicht der christlichen Rückeroberung Spaniens, wurde Menorca den „Ungläubigen“ entrissen - für die Insulaner damals nicht unbedingt eine Wende zum Besseren. Hungersnöte und Epidemien waren die Folge, und erst die Besetzung Menorcas durch die Engländer brachte Handel, Handwerk und Kultur wieder in Schwung. Für das Jahr 1784 bezeugen die Inselchroniken 21 Goldschmiede und 150 Schuhmacher, Ende des 19. Jhs. lebten fast 40 Prozent aller Menorquiner von der Schuhproduktion. Heute gehören Schuhe, Modeschmuck und Käse zu den Exportgütern. Fischfang und Landwirtschaft verlieren dagegen immer mehr an Bedeutung, das Dienstleistungsgewerbe tritt immer weiter in den Vordergrund. Heute sind rund 60 Prozent aller Insulaner direkt oder indirekt im Fremdenverkehr beschäftigt. Auf Menorcas Flughafen landen jährlich mehr als 1,3 Mio. Fluggäste. Dennoch setzt man statt auf Massentourismus auf umweltbewusste Individualurlauber. Menorca scheint bewusst die Sünden der großen und der kleinen Schwestern im Südwesten vermeiden zu wollen, scheint die Auszeichnung als Reserva de la Biosfera nicht als geschickten Marketingschachzug zu verstehen und tatsächlich den Beweis dafür antreten zu wollen, dass ein vernünftiges Maß an Tourismus durchaus mit intakten sozialen und kulturellen Strukturen und einer unzerstörten Natur in Einklang stehen kann. Urlaub muss nicht Sünde sein!

2800 v. Chr.

Erste durch Spuren belegte Besiedlung, Megalithbauten, früheste naus (navetas)

1000 v. Chr.

Errichtung der großen talaiot-Bauten und ummauerter Städte

Ab 123 v. Chr.

Römische Besetzung und Niedergang der talaiot-Kultur

Ab 903

Arabische Besetzung; Menorca wird dem Kalifat Córdoba angegliedert

1287

Rückeroberung Menorcas durch Alfons III. von Aragonien

Nach 1500

Piraten überfallen und zerstören Maó (1535) und Ciutadella (1558)

1712

Großbritannien ergreift zum ersten Mal Besitz von Menorca

1782

Im Auftrag der spanischen Krone erobert Herzog Crillon die Insel von den Engländern zurück

1798

Die Briten landen zum dritten Mal auf Menorca. An der Küste werden britische Verteidigungstürme gebaut

1802

Der Vertrag von Amiens spricht Menorca Spanien zu

1939

Menorca, das 1931 republikanisch gewählt hat, fällt an die Truppen Nationalspaniens

1953

Der erste Charterflieger landet

1983

Die Balearen werden Comunitat Autónoma; damit wird auch das Recht auf eine eigene Sprache festgeschrieben

1993

Die Unesco erklärt die Insel Menorca zum Biosphärenreservat

2001

Im August besuchen 350000 Ausländer und 150000 Spanier die Insel

2005

Als erste Baleareninsel verpflichtet sich Menorca dem Programm für nachhaltige Entwicklung „Agenda Lokal 21“

Von der „salsa de Mahón” zur Mayonnaise

Ganze Bände wurden schon über die Herkunft einer der heute am weitesten verbreiteten Soßen der Welt veröffentlicht. Nicht wenige Spuren führen in Menorcas Küchen. Tatsächlich könnte der französische Marschall Richelieu der Mayonnaise zu ihrer weltweiten Blüte verholfen haben. Von einer Maoneserin (spanisch: mahonesa), die dem Marschall das Herz stahl und ihm dafür einige Geheimnisse der menorquinischen Küche verriet, ist unter anderem die Rede. Zu den kulinarischen Landessitten, welche die Dame übermittelte, gehörte ein schlichtes, rustikales Rezept, mit dem sich der menorquinische Bauer nach seinem Tagwerk für den nächsten Einsatz stärkte: Olivenöl, verrührt mit Ei, einer Prise Salz und gestoßenem Knoblauch. Denkbar ist es, dass aus dem all i oli (Knoblauch mit Öl) der Balearen die noble französische Verwandte ohne Knoblauch und aus der Soße der mahonesa die Mayonnaise wurde.

Balearen in Wort und Bild

Das 1897 erstmals erschienene Werk des Erzherzogs Ludwig Salvator (neu aufgelegt 2002) zeichnet ein beeindruckendes Bild der Inseln um die vorletzte Jahrhundertwende.

Geschichten von Menorca, über Menschen und Meer

Schöne Märchen und Erzählungen, die der auf der Insel lebende Autor Lothar Papst selbst illustriert hat.

Ciutadella de Menorca

Bildbände gibt es viele, jedoch nur wenige in Deutsch. Eine Ausnahme ist dieser gelungene Band mit Texten von Florit Nín und Fotos von Lluís Beltran.

Habe Mohn gesucht

Der Schweizer Holzschnitzer und Maler Hansueli Holzer hat seine Inseleindrücke in eindringlichen Bildern auch filmisch festgehalten. Bezug über den Künstler: Tel. 052/7431477 | Fax 7431421 | holzer.ramsen@dplanet.ch

Menorca

Aktuelle Menorca-Ansichten (60 Min. | 2006) bietet diese DVD aus dem Komplett Media Verlag (www.digitalvd.de/anbieter/Komplett+Media.html).

Ein „komischer Vogel” wurde zum Symboltier

Hoch oben in den Lüften zieht er meist einsam und gemächlich seine Kreise. Wenn von unten ein weißer Körper mit dunklen Flügelkanten zu sehen ist, handelt es sich möglicherweise um einen der seltenen alimoches (Schmutzgeier). Die kleine Geierart (Neóphron percnopterus) lebt einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen in ruhigen Landstrichen und auf den Klippen des Nordens und tritt keine winterlichen Migrationszüge an. Auf Menorca hat sich der Vogel zum Symboltier aufgeschwungen, das den Inselgeist und die reine Natur verkörpert. Auf den anderen Baleareninseln gilt diese Spezies inzwischen schon als ausgestorben.

Freiwilliger Beitrag zum Schutz der Umwelt

Das neue Bonussystem der Balearen ist angelehnt an Gästekarten, wie man sie auch aus deutschen Ferienorten kennt. Mit dem Erwerb der Targeta Verda, die für 15 Tage mit 10 Euro zu Buche schlägt, kann der Karteninhaber Vergünstigungen für verschiedene kulturelle und kommerzielle Angebote in Anspruch nehmen, u.a. für Golfplätze, Museen, geführte Wanderungen, Kinobesuche, Freizeitparks und sogar Supermärkte. Auch manche Bus- und Bahn-Verbindungen sind mit der Karte preiswerter. Zusätzlich erhält man mit dem Erwerb der Karte 15 Minuten zum Telefonieren. Mit den Verkaufserlösen fördert eine Stiftung Projekte, die dem Umweltschutz und dem Tourismus der Balearen zugute kommen. Eine Liste aller Unternehmen, die sich an der Grünen Karte beteiligen, findet man unter www.targetaverda.com, allgemeine Informationen unter www.balears-sostenible.com.

http://fotomenorca.blogspot.com/

Virtuelles Menorca-Fotoalbum mit aktuellen Momentaufnahmen von Insel und Leuten (Engl./Span.).

www.menorcavirgen.blogspot.com/

Fotoblog, spanischsprachig, aber ein Bild erzählt manchmal wirklich mehr als 1000 Worte...

http://www.wikio.de/ausland/europa/spanien/balearen/menorca

Einer der wenigen rein deutschsprachigen Blogs zum Thema Menorca.

http://www.urlaub-spanien-reise.de/blog/category/inseln/menorca/

Neu und mit einer Reihe interessanter Themen rund um die Insel, Bestandteil eines spanienweiten Blogportals (Dt.).

www.youtube.com/watch?v=RLczLlTEALw

Kostenlos kann man sich als Ferieneinstimmung auch ein paar Amateurvideos über den Online-Service YouTube (über diesen Pfad) zu Gemüte führen.


Szene

Was ist angesagt

Trends, Entdeckungen und Hotspots. Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was auf Menorca los ist

Karl-Heinz Eiferle

Der Journalist und Fotograf lebt und arbeitet auf Mallorca. Dort und auf der Nachbarinsel Menorca ist er ständig auf der Suche nach aktuellen Themen, die bewegen. Sein Netzwerk ist riesig, und so erfährt er es als einer der ersten, wenn ein Trend entsteht. Er selbst liebt es schnell, und immer, wenn es seine Zeit erlaubt, rast er im Kart über die Bahnen.

Natürlich stylish

Herkömmliche Mode ist out, der verantwortungsbewusste Menorquiner kleidet sich in Eco-Fashion! Von Longsleeve bis Tank Top, von Cap bis Shorts designen die kreativen Köpfe der inseleigenen Linie Ecologic Line Trendwear alles aus natürlich verarbeiteter Baumwolle und naturbelassenen Farben. Der Clou: Alle Motive sind typisch menorquinisch - super Souvenir mit Stylo-Effekt (Shops in Maó: Rustica, Moll de Ponent; Es Rincó, Moll de Llevant, 301; Shop in Ciutadella: Magic Born, C/.Major des Born, 7; www.ecologicademenorca.com). Ganz im Zeichen des modischen Umweltschutzes: die Schuhe von Calzados Ria S.L. Die Kreationen sind aus Leder oder alten Autoreifen hergestellt - recycled, versteht sich! (C/.Goya, 3-5, Ferreríes, www.ria.es)

Joy of Jazz

Menorca könnte die Heimat des Jazz sein - vor allem, wenn man sich die aktive Szene auf der Insel näher ansieht. Das Highlight für Fans von Louis Armstrong bis Benny Goodman: das Internationale Jazz Festival Menorca (Daten und Infos unter www.jazzobert.com), das jedes Jahr im Frühling mit Konzerten und Ausstellungen auf der ganzen Insel verstreut stattfindet. Der ein oder andere Star der internationalen Szene lässt sich hier blicken, außerdem im Programm: Didactic Jazz - ein Kurzworkshop für Anfänger! Livesound in mediterranem Ambiente gibt's im Si Véns Cafè: Die regelmäßigen Jamsessions sind auf der Insel berühmt - dabei sein ist Pflicht für Fans der relaxten Klänge (Galeries Molí des Comte, Ciutadella, www.sivenscafe.blogspot.com)!

Surfer's Paradise

Was an den Stränden der großen Schwester Mallorca schon Trend ist, schwappt nun auch nach Menorca: Extremsurfen. Vor allem an der Nordküste in Fornells ist das Klima rau, und die Wellen sind optimal. Wer sich an die großen Brecher wagen will, sollte vorher Kurs auf die Surfschule nehmen - hier gibt's Schnellkurse und einen Boardverleih (Club Nàutic Fornells, Urb. Ses Salines, www.nauticfornells.com). Je nach Wetterlage strömen die Surffreaks auch in den Süden. Besonders in: Cala d'Algaiarens und Son Bou. Könner surfen selbst, Anfänger beobachten vom Strand aus und gucken sich die besten Tricks ab. Wer vorab schon mal staunen will: Menorca-Surfvideos gibt es bei www.youtube.com/watch?v=lITv_wAXDpM zu sehen.

Menorca gibt Gas

Die Insulaner lieben es temperamentvoll und motorisiert. Die Kartbahnen erobern Menorca - ganz nach dem Motto: je schneller, desto besser! Einer der beliebtesten Parcours der Insel: Karting Rock (Urb. Cala en Bosc, Ciutadella, www.aquarockmenorca.com)! Der Asphalt ist perfekt glatt. Rasant wird's auch bei Karting Costa Nova: Die Strecke ist abgenutzt, doch in diesem Fall ist das etwas Gutes. Entsprechend holprig ist die Fahrt - und somit ein Dorado für Abenteurer! (Costa Nova, an der Straße Maó-Ciutadella, kurz nach Ferreríes). Eine kleinere Strecke in Maó: die Kartbahn beim Aeroclub (Ctra. Sant Lluís, km 3).

In Vino Veritas

Eine neue Generation von Winzern hat sich das Ziel gesetzt, menorquinischen Wein zu einem Spitzenprodukt zu machen. Und es ist ihnen gelungen! Das Familiengut Sa Cudia überzeugt mit blumigen Tropfen aus der menorquinischen Malvasia-Traube (Vinya sa Cudia, Finca Sa Cudia Nova, Ctra. Es Grau, km 8, Apartado 39, Maó, www.vinyasacudia.com). Bei Crispín Mariano Vadell können sich Weinfans direkt vor Ort von der Qualität der Jahrgänge überzeugen (Crta. de Tramuntana, km 1, Es Mercadal).

Open mind

Die Gay & Lesbian-Szene auf Menorca steht in den Startlöchern: Hotels präsentieren sich neuerdings offen und „gay friendly“! Ganz im orientalischen Design ist das Hotel Sa Barrera gestylt (C/.Sa Barrera, 12, Cala en Porter, www.hotel-menorca.com). Auf stilvolles Entspannen baut das Aparthotel HG Cala Llonga: Mit Blick auf den Yachthafen relaxt man am Pool (Urb. Cala Llonga, 1104, Maó). Noch mehr Meer gibt's im Aparthotel HG Jardín de Menorca: Zentral an einem der schönsten Strände der Insel gelegen, kann man nach dem Sonnenbad die Muskeln im Gym stählen - bevor es am Abend auf die Piste geht (Urb. Torre Solí, Platja de Son Bou, Son Bou).

Kunst am Körper

Simple Tribals sind out - stylishe Bilder in. Auf Menorca werden wahre Kunstwerke kreiert. Die Lieblingsbilder der Insel: Fantasy- und Comic-Motive sowie richtige Gemälde. Einen echten Künstler der Szene findet man bei Radical Tattoo in Maó; Tätowierer Juan Mi ist für seine komplexen Kunstwerke und Porträts über die Insel hinaus bekannt (C/.S'Arraval, 14, www.radicaltattoo.com). Das Stichwort Fantasy gilt bei Menorca Tattoo: Zwei der Tätowierer kommen aus Barcelona und Brasilien - ihre Motive sind Weltklasse (Portal de Mar, 7, 2. Stock, Maó, www.menorcatattoo.com). Die einheimische Szene trifft sich bei Evolution Tattoo in Ciutadella. Wer's bunt und comiclastig liebt, kann sich hier für ein echt menorquinisches Mitbringsel entscheiden. Und das Beste daran: Es hält ein Leben lang (C/.Seminari, 1, www.evolution-tattoo.com)!

Muse Menorca

Menorca inspiriert - die Kunstzene holt sich auf der vielseitigen Insel Inspirationen für ihre Werke. Immer mit dem Thema des menorquinischen Meeres verbunden sind die Bilder von Migue Bosch: Seine Zeichnungen und Malereien sind unter anderem in der Galeria art i joc in seinem Geburtsort Ciutadella (C/.Barcelona, 20, www.galeria-artijoc.com) zu sehen. Und auch zugereiste Künstler leben ihre kreativen Träume auf Menorca aus: Peter Pöllmanns Bilder zum Beispiel haben ausschließlich Eindrücke aus Menorca zum Motiv (www.menorca-art.de). Auch für Nichtprofis hat die Insel echtes Schaffenspotenzial: In der Escola D'Art de Menorca (Avda. Quadrado, 33, Maó, http://escoladartmenorca.com) können Kreative alles über Kunst und Design lernen - natürlich in der Praxis!


Stichworte

Tanques, Taules, Talaiots

Ein Querschnitt durch Menorcas kleine und große Eigenheiten

Araber

Wie fast ganz Spanien war einst auch Menorca von den Arabern besetzt worden. Von 903 n. Chr. an gehörte die Insel zum Kalifat Córdoba und blieb knapp 400 Jahre unter islamischer Herrschaft, bis Alfons III. von Aragonien die Insel im Januar 1287 für das Christentum zurückeroberte. Die arabische Bevölkerung wurde daraufhin versklavt, ihre Habe geplündert, ihre Bauwerke geschleift. Deshalb sind heute kaum noch architektonische Hinweise auf die jahrhundertelange Muselmanenzeit zu finden. Das arabische Erbe ist allerdings in Form von Ortsnamen lebendig geblieben; die Vorsilbe bini zum Beispiel bezeichnet einen Besitz „des Sohnes von ...“, die Worte rafál oder cúdia beziehen sich auf ein Haus, eine Hütte, einen Ort auf einem Hügel.

Barrancs

Barrancs - Spanisch barrancos - sind Sturzwassergräben, die der Regen in Jahrtausenden in den weichen Kalkstein geschnitten hat. Durch 20 bis 40 m hohe Felswände vorm Nordwind geschützt, sind auf Menorca manche derart von der Natur begünstigte Plätze zu frühen Siedlungskernen geworden. Hier befinden sich die fruchtbarsten Felder und einige der artenreichsten Biotope (bis zu 200 Pflanzenarten) der Insel. 36 barrancs zählt man auf der geologisch erheblich jüngeren Südseite Menorcas. Auch viele der schönen Buchten der Südküste sind Ausläufer solcher Sturzwassergräben. Unbedingt sehenswert sind der Barranc d'Algendar zwischen Ferreries und Cala Galdana, der Barranc de Trebalùger östlich davon und die barrancs von Son Bou, Es Bec und Son Boter.

Biosphärenreservat

„Mensch und Biosphäre“, ein Komitee der Unesco, gab 1993 dem Antrag Menorcas auf den Titel Reserva de la Biosfera statt. Ein minuziöses Studium der Umwelt, der kulturellen, sozialen, ökologischen, landwirtschaftlichen und touristischen Gegebenheiten war dem Antrag vorausgegangen. Denn die Voraussetzung für das Unesco-Prädikat ist nicht nur eine intakte Natur, sondern auch der Beweis dafür, dass der Mensch in der Lage ist, in seinem Umfeld zu leben, ohne es zu gefährden oder gar zu zerstören. Reserva de la Biosfera ist keine Medaille, die sich die Menorquiner stolz an die Brust heften dürfen, sondern ein dynamischer Prozess, in dem die Insel Jahr für Jahr belegen muss, dass Ökonomie und Ökologie, und damit auch Tourismus und Umwelt, verträglich nebeneinander existieren können.

Briten

Gleich dreimal haben die Briten Menorca im Lauf der Geschichte erobert und besetzt. Das erste Mal geschah dies während des Spanischen Erbfolgekriegs. 1706 trat auf Menorca Joan Saura für den österreichischen Erzherzog Karl ein und konnte die meisten Inselgemeinden für seine Sache gewinnen. Der Inselgouverneur Diego Dávila verbarrikadierte sich in der Festung San Felipe und schlug 1707 mit französischer Unterstützung die Rebellion nieder. Als daraufhin im Herbst 1708 englisch-niederländische Truppen in der Cala d'Alcalfar landeten, ergab sich der Gouverneur fast kampflos. 48 Jahre britischer Herrschaft begannen. Nach der Eroberung durch die Franzosen 1756 erhielt Großbritannien die Insel 1763 im Frieden von Paris zurück. In den folgenden 19 Jahren unter britischer Hoheit wurde die Küstengarnison Georgetown (heute: Es Castell) gegründet. 1782 eroberten französisch-spanische Truppen die Insel abermals. 16 Jahre später wurden die Spanier jedoch durch einen erneuten Einfall der Briten, die 1798 an der Nordküste landeten, verdrängt. Diese letzte Engländerzeit währte lediglich vier Jahre; dann brachte der Friede von Amiens die Insel 1802 endgültig unter die spanische Flagge. Insgesamt hinterließ die fast ein Jahrhundert währende englische Herrschaft deutliche Spuren auf Menorca.

Franzosen

Ein Neffe des Kardinals Richelieu, Marschall Armand de Vignerot du Plessis, Herzog von Richelieu, bescherte Menorca ab 1756 ein siebenjähriges französisches Intermezzo, das trotz seiner nur kurzen Dauer Geschichte machte. So geht z.B. die Ortschaft Sant Lluís auf einen französischen Gründer zurück; der Soßen-Weltbestseller, die Mayonnaise, soll einer Inspiration des Marschalls selbst entsprungen sein, und Wanderfreunde verdanken den Franzosen den längsten und streckenweise schönsten Weg der Insel: den Camí de Cavalls. Dieser „Pferdeweg“ wurde ursprünglich um die gesamte Küste herum angelegt, um Truppen schnell verschieben zu können. Heute dient er dort, wo die betreffenden Grundbesitzer den Durchgang gestatten, ausgedehnten Spaziergängen.

Richard Kane

Auf diesen Namen stößt man bei einem Menorca-Besuch häufig. 14 Jahre nach der ersten Besetzung der Insel durch die Briten wurde Richard Kane 1722 Gouverneur. Da sich besonders die Bewohner von Ciutadella gegen die Eroberer empörten, machte Kane kurzerhand die Stadt im Osten, Maó, zur Hauptstadt. Rechte und Besitzverhältnisse wurden weitgehend geachtet; die Änderungen, die der neue Gouverneur anregte, waren eher praktischer Natur. So ließ er z.B. den Camí d'en Kane, den Kane-Weg, zwischen Maó und Ciutadella befestigen, beschnitt die Macht der Inquisition und führte neue Nutzpflanzen, wie Äpfel, und neue Viehrassen ein. So soll er auch für den Ausbau von Menorcas Milchwirtschaft verantwortlich sein. Während sich Klerus und Adel schmollend nach Ciutadella zurückzogen, wuchs der Respekt der Landbevölkerung vor dem Gouverneur. Ein Umstand, der seinen Nachfolgern Anstruther, Wynayard und Murray versagt blieb.

Menorquí

Menorquí, das Menorquinische, zählt zu den ältesten heute noch gebräuchlichen Dialekten des català, des Katalanischen, einer der neun Sprachen romanischen Ursprungs, eingeführt auf den Balearen 1287 durch König Alfons III. von Aragonien. Im Übrigen haben alle Besatzungsmächte, Römer wie Araber, Franzosen und Engländer, ihre sprachlichen Spuren hinterlassen. Namentlich englische Vokabeln fallen im Sprachgebrauch auf. So schließt man etwa das vindou (Fenster), isst zu Mittag bifi (Rindfleisch), das auf dem tibord (Tablett, engl. tea board) serviert wird, oder hat schnell mal ein Gläschen getrunken, ha fet un trinqui (engl. drink). Català ist seit 1983 neben dem kastilischen Spanisch gleichberechtigte Amtssprache auf den Balearen und erfreut sich unter der jüngeren Bevölkerung nach den Jahren der Unterdrückung aller Regionalsprachen durch die Franco-Diktatur großer Beliebtheit. Ortsnamen, etwa auf Straßenschildern, sieht man heute fast ausnahmslos in der katalanischen Variante. Neben menorquí spricht man auch castellano, das Hochspanische, und häufig Englisch. Auf Deutsch sprechende Insulaner stößt man sehr viel seltener als auf Mallorca.

Naturschutz

1991 trat auf den Balearen ein umfassendes Naturschutzgesetz in Kraft, das 1992 auf seinen endgültigen Stand gebracht wurde. Seither stehen 42,67 Prozent der Fläche Menorcas unter Schutz (der europäische Durchschnitt liegt bei ca. 7 Prozent). Die ausgedehntesten Schutzgebiete umfassen die Küstenlinie (Ausnahmen: Raum Ciutadella und die Gegend südlich von Maó), weite Teile der Tramuntana, der Nordhälfte der Insel, aber auch große Gebiete im Raum Alaior, Cales Coves und Es Migjorn Gran. Für Tier- und Umweltschutz auf den Balearen tritt seit 1971 die private Vereinigung Grup Balear de Ornitologia i Defensa de la Naturalesa (GOB) ein. GOB Menorca | Camí d'es Castell, 59 | 1. Stock | Maó | Tel. 971350762 | Mo-Fr 9-14.30 Uhr | www.gobmenorca.com

Navetas

Die kleinen, lang gestreckten „Pyramiden“ im Westen Menorcas, spanisch navetas, menorquinisch naus genannt, weil ihre Form an einen kieloben liegenden Schiffsrumpf erinnert, stammen aus der Bronzezeit (um 1500 v. Chr.) und dienten als Grabstätten. Die älteste - eines der ältesten Bauwerke Europas überhaupt - ist die Nau d'es Tudons, etwa 4 km von Ciutadella entfernt.

Talaiots

Diese prähistorischen Bauten, die auch auf anderen Baleareninseln zu finden sind, gehen auf das 14. bis 8. Jh. v. Chr. zurück. Bisher wurde angenommen, dass es sich bei den talaiots um Wachtürme und Wohnhäuser handelte. Neuere Untersuchungen weisen jedoch auch auf eine religiöse bzw. zeremonielle Nutzung der Bauwerke hin, die oft aus großen, grob behauenen Steinquadern und immer ohne Verwendung von Mörtel zusammengesetzt sind. So unterliegen insbesondere die Abmessungen und die Ausrichtung vieler talaiots offenkundig eigenen Gesetzmäßigkeiten, die zurzeit noch erforscht werden.

Tanques

So nennen sich jene Felder Menorcas, die von einem ohne Mörtel errichteten Steinwall umgeben sind und zumeist durch ein Gatter verschlossen werden. Insgesamt soll die Länge aller derartigen Natursteinmauern auf der Insel an die 15000 km erreichen.

Taules

Laut Inselmythologie wurden die „Tafeln“ oder „Tische“ von einem ausgestorbenen Riesengeschlecht als Mobiliar benutzt. Frühe Inselarchäologen sahen in den 2 bis über 3 m hohen Steinplatten mit horizontalem Schlussstein, der eigentlichen taula, die blutigen Wirkungsstätten Menschen opfernder keltischer Druiden. Wahrscheinlicher ist, dass die taules selbst eine Gottheit repräsentierten, z.B. einen Stier. Fast immer ist das zentrale steinerne T von einem Monolithenkreis umgeben. Die gesamte Anlage, in der ein ständiges Feuer brannte und in der Tieropfer dargebracht wurden, diente zweifellos kultischen Zwecken.

Tiere

Einige Spezies aus dem Tierreich kommen nur oder besonders reichlich auf Menorca vor. Dazu gehören der eher hässliche kleine weiße Geier moixeta, hauptsächlich an der Nordküste beheimatet und der einzige seiner Art, der keinen winterlichen Zug nach Süden antritt, der Königsmilan, der vor allem an den Steilhängen der Küsten und in hoch gelegenen Baumkronen größerer Wälder sein Nest anlegt, sowie die kurzbeinige Balearenspitzmaus, die, extrem scheu, im Schatten und in Mauerritzen lebt.


Feste und Events

Von wegen kühl...

Typisch für Menorca sind die vielen Patronatsfeste mit Reiterumzügen

Eigentlich sollen die Menorquiner einen für mediterrane Verhältnisse eher kühlen Charakter haben. Dieses Vorurteil wird jedoch im Juni widerlegt. Die Feierlichkeiten zu Sant Joan, dem Fest des hl. Johannes in Ciutadella, stellen einen Höhepunkt des Festkalenders dar. Pferde preschen durch die Menge, da wird gelacht, getanzt, angebändelt, getrunken. Auf Menorca ist auch bei vielen anderen festes und jaleos das Pferd dabei.

1. Januar

Cap d'any, Neujahr

6. Januar

Tres Reis, Hl. Drei Könige

17. Januar

Festa de Sant Antoni

1. März

Dia de les Illes Balears, Tag der Balearen

März/April

Dijous Sant, Gründonnerstag

März/April

Divendres Sant, Karfreitag

1. Mai

Festa de Treball, Tag der Arbeit

15. August

L'Assumpció, Mariä Himmelfahrt

12. Oktober

Dia de l'Hispanitat, Entdeckung Amerikas

1. November

Tots Sants, Allerheiligen

6. Dezember

Dia de la Constitució, Verfassungstag

8. Dezember

La Immaculada Concepció, Mariä Empfängnis

25./26. Dezember

Nadal, Weihnachten

März/April

Setmana Santa (Karwoche); Karfreitagsprozession in Maó; am Ostersonntag singen Chöre überall auf der Insel.

April

23.: Festa de Sant Jordi (Georgstag); auf den Marktplätzen werden Rosen und Bücher verkauft.

Mai

8.: Festa de la Verge del Toro; als Schutzpatronin der Insel wird die hl. Jungfrau vom Monte Toro geehrt.

Mai/Juni

Pentecostés (Pfingsten); typisch die Landausflüge, oft verbunden mit einem Picknick der ganzen Familie.

Juni

Setmana de l'opèra (Opernwoche) im Teatre Principal in Maó.

Juli

Ab 9.-Anfang September: Festival de Música d'Estiu (Sommermusikfestival) im Priesterseminar in Ciutadella.

August

Erstes Wochenende, Es Migjorn Gran: Festa de Sant Cristófol zu Ehren des hl. Christophorus.

September

7.-9., Maó: Festes de la Verge de Gràcia zu Ehren der Schutzpatronin der Hauptstadt; Prozessionen, Reitervorführungen, Messen, Feuerwerk.


Essen und Trinken

Felder und Meer decken den Tisch

Einfach, ehrlich, erdverbunden - Menorcas echte Küche kommt wieder zu Ehren

Bon profit! Auch wenn die Preise mancher caldereta das Gegenteil vermuten lassen - der klingende Tischgruß gilt nicht dem Wirt, der händereibend die Rechnung präsentiert, sondern wünscht schlicht und einfach guten Appetit. An die 440 Restaurants mit über 26200 Plätzen kümmern sich auf Menorca um das leibliche Wohl der Gäste. Eine eher oberflächliche Qualitätseinteilung - sie bezieht sich vor allem auf Sauberkeit, Ausstattung und Platzangebot - vergibt die Balearen-Regierung für Restaurants (Gabeln als Symbol), Bars (Kelche) und Cafeterias (Tassen). Ein Symbol bezeichnet die schlichteste Qualität, drei das Spitzenangebot.

Knapp ein Drittel der Lokale Menorcas sind reine Ferienbetriebe, die mit dem Saisonende schließen und für gewöhnlich eine mehr oder weniger gute „internationale Küche“ anbieten, sprich: Beefsteak, Chicken, Hamburger, gelegentlich auch Fisch, meistens mit einer großzügigen Portion Pommes frites und etwas Salat. Wer das einmal probiert hat, weiß, wie es überall schmeckt, und wird dann vielleicht neugierig darauf werden, was in den greixoneres und olles (Tonschüsseln und -töpfen) des Landes sonst noch brodelt. Um es gleich vorwegzunehmen: Der Versuch lohnt sich. Menorcas Küche ist einfach und herzhaft, im Zweifelsfall kalorienreich und schmackhaft. Im Kochtopf vermischen sich Kulturen, die in der Geschichte unvereinbar blieben. Arabische und katalanische Grundrezepte erhalten einen pragmatischen britischen touch oder werden um eine feine französische Note bereichert. Gegessen wird, was die Felder und das Mittelmeer hergeben: typische Gemüse wie Tomaten, Artischocken, Erbsen, Bohnen, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren und Kohl, dazu Wild, Lamm, Kalb, Schwein und viel frischer Fisch und andere Meeresfrüchte - alles bevorzugt zubereitet mit Knoblauch, Olivenöl und den aromatischen Kräutern der Insel, wie Thymian und Rosmarin.

Als Menorca-Menü der gehobenen Klasse bietet sich par excellence die caldereta an: Languste in zarter Gemüsebrühe (Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, Tomate, Lauch, abgeschmeckt mit zwei Esslöffeln Kognak und etwas Petersilie). Um die 65 Euro kostet die Portion; für diesen stolzen Preis darf der Gast eine lebende Languste verlangen, die dann im Kochtopf zur kulinarischen Köstlichkeit wird.

Schon am Flughafen begegnet man wahren Gebirgen von ensaïmadas, jenem schneckenförmigen, luftigen Hefegebäck, das in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Füllungen, z.B. cabello de ángel (Kürbiskonfitüre), crema (Pudding) und nata (Schlagsahne), in fast allen Bäckereien der Insel zu finden ist. Wichtig bei der Zubereitung: Die echte ensaïmada wird in ausgelassenem Schweineschmalz (daher auch ihr Name: „Geschmalzene“) gebacken. Crespells hingegen sind trocken, krümeln leicht und sind deshalb mit Vorsicht zu genießen.

Bei den Wurstwaren der Insel steht die sobrasada, eine Streichwurst aus Schweinefleisch, die durch roten Paprika ihre charakteristische Rotfärbung erhält, an erster Stelle. Sie wird gern auch in Scheiben geschnitten und gebraten und sogar mit Honig oder ensaïmadas kombiniert. Auch butifarrones (Blutwürste) und carn i xulla (eine grobe Salami mit Pfeffer) werden überall angeboten, ebenso wie der berühmte Menorcakäse, der Queso Mahón-Menorca.

So sicher der Gin mit den Engländern nach Menorca kam, so sicher ist auch, dass die Menorquiner an der Spirituose, die ihnen als gin geläufig ist, Geschmack gefunden haben. Eine Brennerei stellt ihn noch nach alten Rezepten im Hafen von Maó her. Ein beliebter Inselcocktail erfrischt unter dem Namen pellofa mit Gin, der durch einen guten Spritzer Soda auf Trinkstärke verdünnt ist und mit Zitronenschale serviert wird. Besonders an Festtagen wird auch reichlich der pomada zugesprochen, einem Mix aus Gin und Limonade.

Der herbes (spanisch hierbas, „Kräuter“) kommt ursprünglich von der weiter westlich gelegenen Baleareninsel Ibiza, doch bekommt man auch auf Menorca hervorragende Exemplare dieses süßen, gelblichen Kräuterlikörs. Zwei regionale Besonderheiten sind dagegen der typisch menorquinische Kamillenlikör sowie der palo, ein Likör, der aus den Früchten des Johannisbrotbaums hergestellt wird.

Albergínies al forn

gebackene Auberginen: mit Brot, Ei, Gewürzen und Auberginenfleisch gefüllte Auberginenhälften werden im Ofen gebacken

Arròs brut

„schmutziger Reis“: Reistopf mit Fleisch, Blutwurst, Erbsen, Bohnen, Knoblauch und Kräutern

Calamar farcit

gefüllter Tintenfisch: angebratene Tintenfische werden mit einer Mischung aus gehacktem Brötchen, Petersilie, Knoblauch, Ei und Pinienkernen gefüllt und im Ofen geschmort

Carabassons al forn

gebackene Zucchini: gleiche Zubereitung wie albergínies al forn

Coca de verdura

Hefeteigplatten, die mit Gemüse belegt sind

Greixonera de brossat

im flachen Tontopf mit Zitronenschale und Zimt gebackener Schichtkäse, eine cremig-leichte Nachspeise

Llom amb col

mit Weißwein, Speck, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Thymian in einem Tontopf gegarter Kohl-Fleisch-Eintopf

Oli i aigua

Gemüsesuppe auf Tomatengrundlage, serviert in Tonschalen und mit dünnen Brotscheiben

Olla de mongetes

kräftige Bohnensuppe mit Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und weißen Bohnen

Peix en es forn

Fisch aus dem Ofen: Heilbutt, Rotbarsch oder eine ähnliche Fischsorte mit Kartoffeln, Rosinen, Pinienkernen, Spinat und Tomaten im Ofen gebacken

Perdiu amb col

Perlhuhnbrüste werden angebraten und im Tontopf gegart. Mit Mehl bestäubte Kohlblätter werden in Öl goldgelb gebraten und im Tontopf mit den Perlhühnern serviert

Pilotes

winzige Fleischbällchen in Tomaten- oder Mandelsoße, in fast allen Bars als Tapa erhältlich

Sofrit

Gemüsepfanne aus Zwiebeln, Paprika, Tomaten und Knoblauch, als Beilage oder zum Belegen von Teigplatten (coques)


Einkaufen

Keramik, Käse, schmuck

Die vielen Familienbetriebe und Kleinmanufakturen haben ein bemerkenswertes Faible für Klassisch-Elegantes entwickelt

Schon totgesagt, hat sich das Kunsthandwerk der Balearen in den letzten Jahren spürbar erholt. Ein schönes Beispiel dafür gibt Menorca. Neue, kreative Geister besinnen sich auf klassische Formen, überlieferte Vorgaben und alte Produktionsprozesse. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: elegante Schuhe aus edlem Leder oder, eher alternativ, handgeschnittene avarques (Sandalen), Ledertaschen, -mäntel, -jacken und -hosen für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Angeboten werden ferner Keramik, immer öfter auch kunstfertige Tischlerarbeiten und traditionelle Musikinstrumente. Beliebt sind auch die mit Leinen bespannten Klappstühle, die man sich in seiner Lieblingsfarbe anfertigen lassen kann bei Sillas Menorca (Polígon Industrial de Ferreries, C/. B Nr. 16). In allen größeren Orten gibt es bisutería, womit Modeschmuck und Strass gemeint sind. Schon seit dem 17. Jh. wird auf der Insel modisches Zubehör hergestellt.

Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 9.30-13.30, 17-20 Uhr, Sa nur vormittags

Gin, palo, herbes

Als typisch menorquinisches Erzeugnis bietet sich Souvenirjägern Gin an, der mit den Engländern auf die Insel kam. Eine weitere hochprozentige Spezialität ist der bräunliche-dunkle palo, ein Likör, der aus geschmolzenem Zucker bzw. aus den Früchen des Johannisbrotbaums hergestellt wird. Hierbas oder herbes, der bis zu 40 verschiedene Inselkräuter enthaltende Likör, stammt eigentlich von Ibiza, fehlt aber auch auf Menorca in keiner Bar - ebensowenig der Kamillenlikör.

Kamille

Ätherische Öle, Harze und Glykoside verleihen den getrockneten Blütenköpfen der Echten oder Feldkamille heilkräftige Wirkung. Früher wurde die in ganz Spanien berühmte Menorca-Kamille (katalanisch camamilla) besonders im Raum Ciutadella geerntet. Heute wird sie nur noch von wenigen gepflückt. Echte Menorca-Kamille bekommt man noch bei Tot Bio in Maó (C/. Esglèsia, 16).

Käse

Er riecht kaum, hat eine mehr oder weniger feste Rinde und lässt sich dank seiner quadratischen Form leicht lagern und transportieren: der Queso Mahón-Menorca, wie er seit 1995 offiziell heißt, beworben unter den Markennamen Coinga, Sant Patrici, La Payesa u.a. Der Menorcakäse ist ein ideales Urlaubsmitbringsel, das man in fast allen Lebensmittelgeschäften oder direkt bei einem der Hersteller in Alaior bekommt. Aber Achtung, nur etwa 30 Prozent des angebotenen Käses ist wirklich hausgemachter Käse; er unterscheidet sich von seinen industriell gefertigten Vettern durch die grobe Baumwolltuchstruktur, die besonders an den Eckrundungen sichtbar ist, sowie durch den würzigeren Geschmack.

Keramik

Fast immer sind die Einzelstücke oder das komplette Essservice von Hand bemalt. Farbenfrohe rustikale Motive, bisweilen auch schlichte britische Ornamente stehen im Vordergrund. Die Herstellung der Tonwaren folgt strengen, überlieferten Regeln; nur einige junge Töpfer machen neuerdings kreative Zugeständnisse.

Kunsthandwerk

Im Juli und August finden jeden Mittwochabend in Alaior und am Donnerstagabend in Es Mercadal spezielle Kunsthandwerksmärkte statt.

Leder

Lederwaren aus Inselproduktion findet man z.B. in Maó bei Milady (Moll de Llevant, 305, und C/. Nou, 37) und bei Pons Quintana (C/. S'Arravaleta, 21; Schuhe), in Alaior bei Gomila (C/. Miguel de Cervantes, 46; Schuhe) in Ciutadella in der Lederfabrik Patricia (Ctra. Santandria) und in deren Boutique in der Altstadt (C/. Seminari, 40). Die Manufaktur Mascaro stellt neben exklusiven Beinkleidern auch modische Lederaccessoires her. Shops findet man am Flughafen, in Ferreries (Polígono Industrial) und in Maó (C/. Dr. Orfila, 29).


Maó/Ostspitze

Merry Minorca

Den Engländern verdankt Maó seinen Rang als administratives und geschäftliches Zentrum der Insel

Seit Jahrhunderten schon schwelt der Wettstreit zwischen dem Westen Menorcas und dem Osten, zwischen den Städten Ciutadella und Maó. Lange war Ciutadella der wichtigste Hafen und damit der führende Ort der Insel. Das änderte sich erst mit den Engländern, die die Insel besetzten und bis heute Minorca nennen.

Der Widerstand gegen die britische Okkupation wuchs mit jedem neuen Gouverneur, besonders in den Reihen der noblen und wohlhabenden Familien, die von jeher überwiegend in Ciutadella lebten. Auch der Klerus, ohnehin verärgert ob der plötzlichen Präsenz des konkurrierenden anglikanischen Bekenntnisses, verübelte Gouverneur Richard Kane seine Einmischung in die Geschäfte des starken Arms der Kirche, der Inquisition.

Ganz anders Maó. Hier empfand man die Engländer fast als Befreier, die neue Handelsmöglichkeiten eröffneten. Deshalb zögerte Kane wohl auch nicht lange und machte Maó kurzerhand zur Inselhauptstadt. Heute steht die größte urbane Ansammlung der Insel in auffälligem Kontrast zur Einsamkeit der zerklüfteten Nordküste, zu der Stille des Unesco-Biosphären-Rückzugsgebiets, des Feuchtgebiets von Es Grau, und zum schmalen Saum der verschlafenen Siedlungen, die die Südküste entlangwachsen.


Schon an der Einfahrt des kilometerlangen „Fjords“, der in Maó endet, beeindruckt, wie tief sich englisches Kolonialdenken auf die Architektur ausgewirkt hat: rechteckiger Stadtplan, zentraler Hauptplatz, umgeben von Garnisonsgebäuden.


Dass hier, am hoch gelegenen Nordufer, ein guter Platz zum Siedeln sei, erkannten schon die antiken Bewohner Menorcas. Megalithfunde an der Plaça de la Conquesta, der Talaiot und die Megalithsiedlung Trepucó, kaum 2 km entfernt, legen steinernes Zeugnis davon ab.


Vorzugsweise den Maoneser Mittelstand zieht es neuerdings hierher, wo er sich, keine 10 km von der Inselhauptstadt entfernt, schon auf dem Lande fühlen kann.


Das Städtchen wirkt immer frisch gestrichen und wie aus dem Ei gepellt. Der Grundton Weiß dominiert, die Häuser sind durchweg flach, die engen Straßen ruhig; nur ein paar Kinder spielen in der pinienbestandenen Parkanlage am Ortseingang, im Schatten des großen Windmühlenrads.


Seltenheitswert genießt das kleine Bestattungsmuseum, Museu Funerari, nicht nur wegen seines Themas, sondern auch, weil der Eintritt frei ist. Mo-Sa 10-19 Uhr | Cementeri de Maó | C/.Cos de Gràcia


Tramuntana

Rauer, grüner Norden

Wo der Wind die Gestalt der Erde und das Wesen des Menschen formt

„Die Tramuntana ruht nicht und verzeiht nicht“, sagt ein menorquinisches Sprichwort, und angesichts der skurrilen Formen der Küstenfelsen, die Sturm und Gischt in Jahrtausenden in den Stein gefressen haben, und der verwachsenen Pinien, die sich vor den strengen Nordwinden beugen, glaubt man das sofort.

Es erklärt auch, weshalb Hunderte von Galeonen und Fischerbooten im Lauf der Geschichte an der rauen Küste zwischen Punta Nati und Cap de Favàritx gesunken sind, warum die Menschen an der Nordküste von eher stillem, in sich gekehrtem Wesen sind. Denn die tramuntana formt nicht nur Fels und Holz, sondern auch ihre Bewohner. So werden diesem bisweilen steifen Nordwind seit je psychische Einflüsse zugeschrieben; neuerdings weisen medizinische Statistiken Zusammenhänge zwischen dem Wind und einer Neigung zu Depressionen nach. Nichtsdestoweniger liegen einige der schönsten und stillsten Naturstrände Menorcas innerhalb des Gebietes: Cala Tirant, Port d'Addaia, Arenal de Son Saura, Cala Pregonda, Na Macaret ...


Hier genießt selbst die spanische Königsfamilie bisweilen eine Caldereta, die in Fornells besonders gut zubereitet wird. Auch der Rahmen stimmt: eine stille, liebliche Lagune an der sonst rauen Nordküste mit dem alten Fischerhafen, dessen Bewohner von jeher den Ruf der besten Langustenfischer im westlichen Mittelmeer besitzen.


Auffällig, besonders gegenüber den dunklen Rosttönen in der Nachbarortschaft Ferreries, ist die Vorliebe der Mercadalenser für helle, lichte Farben.


Fast wie ein Flusslauf schlängelt sich die Bucht tief ins Landesinnere und bietet so einem der wenigen Häfen an Menorcas Nordküste Schutz.


Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Hostal S'Algaret am Hafen von Fornells. Die Zimmer (ab 40 Euro) sind einfach, aber mit TV und Klimaanlage ausgestattet. Es gibt auch einen Pool, und auf der Terrasse werden Bocadillos und Tapas serviert. März-Okt. | S'Algaret, 7 | Tel. 971376552 | Fax 971376666 | www.hostal-salgaret.com.


Migjorn/Inselzentrum

Die liebliche Inselseite

Die längsten Strände, die bekanntesten Buchten und die größten Hotels liegen im Inselsüden

Seine Hoheit Erzherzog Ludwig Salvator, ein intimer Kenner der Balearen und schon vor rund hundert Jahren von umweltfreundlichen Gedanken beseelt, beschrieb den Süden Menorcas als eher ungesund. Besonders die barrancs, jene Sturzwassergräben, die der Regen in Jahrtausenden in das weiche Kalkgestein wusch, waren dem Habsburger suspekt.

Bei Hitze will er dort „mephitische Lüfte“ - will sagen: stinkende Ausdünstungen - ausgemacht haben, die dem „Wechselfieber Vorschub leisten“. Die Ureinwohner der Insel sahen dies sicher anders. Die Erde ist hier fruchtbarer, das Klima verträglicher als an der Nordküste.

Auch die meisten Menorca-Urlauber werden die kernigen Aussagen des Erzherzogs nicht unwidersprochen hinnehmen, liegen doch gerade hier einige der begehrtesten Ferienziele: die märchenhafte Cala Galdana, die langen Strände bei Sant Tomàs und Son Bou, die stille Badebucht Cala Trebalùger.

Spannend ist das Gebiet auch für Hobby-Archäologen: In und zwischen den großen barrancs im Südwesten Menorcas harrt eine Unzahl prähistorischer Spuren ihrer Erforschung. Bis zu 60 archäologisch ergiebige Stellen kommen hier auf jeden Quadratkilometer und machen die Insel zu einem der an Fundstätten besonders reichen prähistorischen Zentren Europas.


Alaior (8600 Ew.) steht auf Menorca auch als Synonym für Käse. Allein die Landwirtschaftsgenossenschaft Coinga, die den bekanntesten Menorcakäse mit der Herkunftsbezeichnung Queso Mahón anbietet, vereint einen Bestand von über 10000 Milchkühen, die durch rund 100 glückliche Milchbauern betreut werden.


Rostrote Felsen, rotbraune Felder und ein neuer, landstraßennaher Ortsteil, der beileibe keine Schönheit ist: Ferreries (4500 Ew.) wirkt auf den ersten Blick eher abweisend.


Der Ort ist noch relativ jung. 1769 wurde er während der zweiten britischen Besetzung erneut gegründet. Seither hat sich nur wenig verändert, etwa der Name der Ortschaft, die früher San Cristóbal hieß.


Etwas spart man schon, wenn man den leckeren, würzigen Menorca-Käse direkt beim Erzeuger kauft. Dies ist möglich z.B. bei Hijo de F. Quintana in Alaior (Avda. Des Camp Verd | Parzelle 47 - Polygono La Trotxa | Tel. 971371133 | www.QuesoQuintana.com) oder bei Subaida in Es Mercadal (Mo-Sa 9-14 und 16-20 Uhr | Ctra. De Binifabini | www.subaida.com/es/home/).


Ciutadella/Westspitze

Menorcas mediterrane Seele

Weiche Sand- und Ockertöne, wettergefurchte Fassaden, gepflasterte Gassen, pastellfarbene Altstadtpaläste

In Ciutadella ist die Welt noch in Ordnung. Nicht etwa, wie man auf den ersten Blick meinen möchte, weil sich die Zeit irgendwo auf dem Weg vom späten Mittelalter ins Jetzt verloren hätte, sondern im Gegenteil, weil sich hinter den friedlichen alten Fassaden der Häuser und Paläste eine intakte, gut organisierte Gesellschaft verbirgt.

Arbeitslosigkeit spielt kaum eine Rolle, viele Bewohner sind im Lederhandwerk, in Handel und Tourismus tätig, die Verbrechensrate ist beneidenswert niedrig, die Lebensqualität hoch. Woll- und Lederexporte und ein lebhafter Handel müssen auch schon im Mittelalter eine wichtige Rolle für die Stadt gespielt und die Fundamente für das „traditionelle und herrschaftliche“ Ciutadella gelegt haben, das Inselchronisten stets mit einer gehörigen Dosis Respekt beschrieben. Bis ins 18. Jh. konnte sich Ciutadella als Inselmetropole behaupten. Der Bischof blieb dem „Historischen Nationaldenkmal“, zu dem die gesamte Innenstadt erklärt wurde, bis heute treu. Neu sind dagegen die großen Urlaubsgebiete rundum, so im Westen das hauptsächlich von Engländern besuchte Cala En Forcat, im Norden Cala Morell, bekannt als Luxus-Ferienhaussiedlung, und im Süden die ständig wachsenden Orte Cala Blanca und Son Xoriguer.


Die Siedlungen Son Morell und Marina sind zu einem Feriengebiet zusammengewachsen. In der Nebensaison wirken die weißen, unbewohnten Häuser an den Hängen der wetterzerfressenen, rotbraunen Felsen der Bucht Cala Morell etwas deplatziert.


Obwohl mit knapp 28000 Einwohnern nur unwesentlich kleiner als Maó, legt Ciutadella einen gemächlicheren Lebensrhythmus an den Tag als die quirlige Konkurrenzmetropole. Die Menschen scheinen hier mehr Zeit zu haben als am geschäftigen Ostpol der Insel.


Wenn der Anschluss in Betrieb ist, kann man in der städtischen Bibliothek einen gratis WIFI-Anschluss für seinen Laptop nutzen. Biblioteca Pública de Ciutadella | Casa de Cultura | Hospital de Santa Magdalena, 1 | im Sommer Mo-Fr 9.30-13.30 und 18-20 Uhr, im Winter Mo-Fr 10-13 und 16-20 Uhr


Ausflüge und Touren

Auf den Spuren von Talaiots, Taules und Tanques

Begegnungen zwischen türkisblauem Meer und dunkler Geschichte

Urwüchsige, geschützte Natur

Eine Rundfahrt durch den Ostteil der Insel, wo sich die Landschaft von ihrer ursprünglichen Seite zeigt; fast die gesamte Strecke verläuft durch Naturschutzgebiete. 1 Tag, rund 70 km

Götter, Gräber und Geschichte

Eine Spritztour im Zeitraffer durch die jahrtausendealte Geschichte Menorcas, zu frühen Heiligtümern und mittelalterlichen Festungsmauern. 1 Tag, ca. 80 km


24h

Ein Tag auf Menorca

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Rasant im Sand

Der knapp 3 km lange Strand von Son Bou hat die ideale Länge, um wach zu werden. Also: Rein in die Joggingschuhe und einmal auf dem goldgelben Sand hin und zurück laufen. Dabei immer die Augen offen halten: Die historische Ausgrabungsstätte Basílica de Son Bou ist direkt nebenan! Wo? Platja de Son Bou, Son Bou

Coffeetime

Wach? Wunderbar! Nun geht es ins Café Miramar! Kaffee und eine frische Ensaimada bestellen. Das typisch balearische Schmalzgebäck mit Puderzucker zergeht förmlich auf der Zunge. Lebensart auf menorquinisch! Wie lecker! Wo? Cales Fonts, Es Castell

Paradies von oben

Rauf in schwindelnde Höhen - aber Anschnallen nicht vergessen! Bei einem der Kleinflugzeuge des Aerodrome Sant Lluís wurden die Türen entfernt - schließlich soll die Sicht auf die Insel durch nichts getrübt werden. Keine Angst: Sicher ist man natürlich trotzdem. Eine Stunde lang die schönsten Buchten von oben bestaunen, traumhafte Urlaubsfotos schießen - und sich fühlen wie der König der Lüfte! Wo? Ctra. Maó-Sant Lluís, km 2 | Kosten: ab 160 Euro pro Std. | Anmeldung: Tel. 971361672 | www.aeroclubmenorca.com

Stylish speisen

Frisch gelandet - und schon wieder abheben: Die Gerichte im eleganten Tast sind einfach zu lecker! Bei exquisitem Stockfisch oder saftigem Lammrücken gerät man nicht nur angesichts der Speisen ins Schwärmen. Der Boden im ersten Stock besteht aus Glas, und auch das restliche Interieur hat echten Glam-Faktor! Wo? Plaça pare Camps, 21 | Es Mercadal | Reservierung unter: Tel. 971375587

Geheimnisse vom Mann im Ohr

Menorca ist ein riesiges Museum, das erkundet werden will! Per MP3-Audioguide erfährt man alle Geheimnisse über Ciutadellas Adel, Maós Stadthistorie oder die archäologische Geschichte der Insel. Und das Beste daran: Route und Audioführer können vorab ausgesucht und heruntergeladen werden, das Tempo der Führung bestimmt man selbst. Die modernste Art, Geschichte, Bräuche und Legenden der Insel zu erfahren! Wo? Kostenloser Download unter www.illesbalears.es

Für alle Sinne

Beine baumeln lassen - und die Seele auch: im Wellness- und Spabereich des Fünf-Sterne-Hotels La Quinta Beach. Nach Aroma- oder Bachblütentherapie zur Massage wandeln und mit Scottish- und Vichy-Dusche der ultimativen Entspannung entgegenschweben. Wo? Avda. Son Xoriguer, s/n, Urbanización Son Xoriguer | Ciutadella | Kosten: Package ab 65 Euro | Anmeldung unter: Tel. 971055000 | www.laquintamenorca.com

Dinieren wie die Könige

Eine königliche Wahl treffen - und sich zum Dinner eine der Lieblingsspeisen der spanischen Königsfamilie schmecken lassen: Die Caldereta de Llagosta, die Langustensuppe, ist das erhabenste und bekannteste Inselgericht überhaupt! Im Restaurant Es Port schmeckt sie am besten. Wo? Avda. Gumersindo Riera, 5 | Fornells | Reservierung unter: Tel. 971376403

Let the beat go on

Heiße Rhythmen, laute Trommeln und jede Menge Partypeople: in der Höhlenbar Es Cau mit Locals und Urlaubern das Tanzbein schwingen und mit einem Cocktail auf den Sieg beim Karaoke anstoßen. Die Nacht wird sicher lang, denn vor Tagesanbruch geht keiner heim! Wo? Cala Corb, Es Castell


Sport und Aktivitäten

Zu Wasser und zu Lande

Wer im Urlaub nicht nur faulenzen möchte, hat hier alle Möglichkeiten: schwimmen, reiten, Tennis und Golf spielen, wandern oder Fahrrad fahren

Für Menorquiner gehört Sport zum täglichen Leben, schon die kleinen Insulaner gehen gerne auf Wandertouren und mindestens einmal pro Woche schwimmen, denn das Meer ist von Mai bis Oktober zum Baden geeignet. Das milde Mittelmeerklima lädt ganzjährig zu Outdooraktivitäten ein.

Alle größeren Ortschaften verfügen über moderne Sporteinrichtungen, wie Sporthallen, Tennisplätze und Hallenbäder, ganz abgesehen von privaten Fitnessclubs. Auf den Plätzen der Orte sieht man die älteren Herren beim Boule-Spiel und in der Stammkneipe angeregt über das letzte Heimspiel des örtlichen Fußballclubs diskutieren.

Urlaubsgäste finden Sportanlagen wie Tennis- und Volleyballplätze, Minigolfanlagen, Fahrradverleih und Wassersportschulen fast immer im eigenen Feriengebiet an der Küste. Bei den Fremdenverkehrsämtern in Ciutadella und Maó sind Listen mit den Sporteinrichtungen auf der gesamten Insel erhältlich. Nützlich ist auch die Broschüre „Menorca Activa“, in der viele Sportangebote und Adressen aufgeführt sind.

Wer ein gutes Wellnessangebot im Hotel haben will, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen, denn entsprechende Einrichtungen findet man nur in den Vier- und Fünf-Sterne-Hotels.

Fahrrad fahren

Obwohl Menorca auf den ersten Blick flach erscheint, spürt der untrainierte Biker bald die vielen Steigungen. Die Hauptverkehrsstraßen sind stark befahren, auch Fahrradwege gibt es nur wenige, und viele Nebenstrecken sind in schlechtem Zustand. In bestimmten Gegenden ist das Fahrradfahren dennoch angenehm. Dazu zählen besonders die westlichen und östlichen Inselteile rund um Ciutadella und Maó. Fahrrad- und Mountainbikeverleiher findet man in diesen beiden Orten und in fast allen Feriensiedlungen.

Golf

Für Golfspieler ist Menorca kein Eldorado, denn es gibt auf der Insel nur einen einzigen Golfplatz. Der kompakte 18-Loch-Platz bei Son Parc bietet vor allem lange, schnelle Greens ohne große Schwierigkeiten auf einem leicht bewegten Gelände, umgeben von viel unberührter Natur. Lediglich das 1. und das 9. Loch werden durch natürliche Geländeeinschnitte kompliziert. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet und bietet außerdem Gelegenheit zum Tennisspielen; ein Clubhaus mit Duschen, Bar und Restaurant gehört dazu. Der niedrigste Green Fee beträgt 45-65 Euro, die halbe Übungsstunde mit einem professionellen Trainer kostet ca. 40 Euro. Anfragen und Reservierung: Urbanización Son Parc | Es Mercadal | Tel. 971188875 | Fax 971359591 | www.golfsonparc.com

Reiten

Mehr als ein Dutzend privater und öffentlicher Reitschulen bieten Unterricht und Ausritte an. Kindern stehen Ponyclubs zur Verfügung. Die meisten Reitschulen befinden sich im Inselinneren, einige Kilometer von den Ferienorten entfernt. Reitställe unmittelbar an der Küste gibt es in Cala en Bosc, einen Ponyclub in Sant Tómas. Listen mit Adressen sind bei den Touristeninformationen in Ciutadella und Maó erhältlich. In der Reitschule Club Escola Menorquina werden Pferdedressuren vorgeführt (s. „Mit Kindern reisen“).

Segeln

Segelkurse werden in Fornells, Son Xoriguer und im Hafen von Maó angeboten. Größere Yachten oder Segelboote, auch mit Skipper, werden in den Häfen von Maó, Ciutadella, Fornells, Cala en Bosc und S'Algar angeboten. Beste Adresse: Windsurf Fornells | Tel. 971188150 | www.excellence.es/fornells

Tauchen

Die Unterwasserwelt Menorcas begeistert Tauchsportler weniger durch ihren Fischreichtum als durch das klare Wasser, das eine weite Sicht ermöglicht, sowie durch die zahlreichen spektakulären Unterwasserhöhlen und die vielen Schiffswracks auf dem Meeresboden. Rund 20 Tauchschulen gibt es auf der Insel, viele davon unter deutscher Leitung. Schnupperkurse, komplette Taucherausbildung und tägliche Ausfahrten sowie Verleih von Taucherausrüstung gehören zum Standardprogramm der in den wichtigsten Feriengebieten und größeren Häfen beheimateten Tauchbasen. Schönste Tauchbasis: Tauchschule Poseidon im Hostal Bahía | Cala Santandria | Tel. 971382644 | www.bahia-poseidon.de.

Tennis

Alle größeren Hotels besitzen eigene Plätze, auch Tennislehrer stehen meist zur Verfügung. Die öffentlichen Anlagen der Gemeinden sind Urlaubern ebenfalls zugänglich.

Wandern & Trekking

Viele Hotels halten für ihre Gäste Vorschläge für kleinere Wanderungen bereit. Wanderwege findet man auf der ganzen Insel, sie sind jedoch selten ausgeschildert. Oft stellen Mauern, verschlossene Tore und Stachelvegetation Hindernisse dar. Wander- oder Militärkarten (in den Buchhandlungen erhältlich) sind sehr hilfreich, aber auch nicht immer genau. Wandervereine und andere Institutionen veranstalten (meist in der Vor- und Nachsaison) Wanderungen, an denen auch Nichtmitglieder teilnehmen können (Ankündigung in der Tagespresse). Vor Ort werden geführte Wanderungen von Dia complert (Tel. 609670996), La Sala (Tel. 971150943 | Fax 971150943 | www.amaca.com/lasala) und Xauxa (Tel. 971154030) organisiert. Toll sind die Schluchtenwanderungen durch den Barranc d'Algendar (Club Aventura | Hotel Cala Galdana | Tel. 971154500).

Wassersport

Favoriten sind neben Tauchen Windsurfen und Wasserski. Wasserski oder Paragliding werden in S'Algar und Cala en Bosc angeboten. Tretboote und kleinere Motorboote (ohne Bootsführerschein) stehen an den meisten Ferienstränden zur Verfügung. Kajaks kann man in Cala Galdana, Son Xoriguer, Es Grau und Fornells mieten. Besonders letztgenanntes Gebiet lädt zu Entdeckungsfahrten auf der stillen Wasserfläche der großen Bucht von Fornells ein. Das größte Angebot hat Surf+Sail am Strand von Son Xoriguer (Tel. 629749944).


Mit Kindern reisen

Wasser, Pferde und altes Gemäuer

Auf Menorca sind die Kleinen immer und überall dabei, und das gefällt den meisten gut

Menorca ist eine kinderfreundliche Insel, die den Kleinen neben Sand und Meer zwar relativ wenig konkrete Vergnügungsmöglichkeiten bietet, dafür aber oft einen guten Service für Familien mit Kindern offeriert. So sind viele größere Hotels und Clubanlagen speziell auf Kinder zugeschnitten. Dort wird eine Kinderbetreuung angeboten, und ein Animationsteam sorgt für Spiel, Sport und Vergnügen.

Außerhalb der Hotels sind kindergerechte Anlagen dagegen seltener. Zwar findet man in fast allen öffentlichen Grünanlagen einen Spielplatz, Wickeltische in Restaurants z.B. wird man aber vergebens suchen. In den meisten Restaurants an der Küste werden Kindermenüs angeboten. Fahrräder und Leihwagen können mit Kindersitzen gemietet werden.

Die kleinen Bimmelbahnen, die es inzwischen in allen größeren Feriensiedlungen gibt, sind eine unterhaltsame Fortbewegungsmöglichkeit und das ideale Verkehrsmittel, um das eigene Urlaubsgebiet kennen zu lernen. Bei allen sommerlichen Patronatsfesten der Insel gibt es Veranstaltungen speziell für Kinder: Theater, Konzerte, Wettbewerbe, Sport, die meist in den späten Nachmittagsstunden stattfinden. Danach ziehen oft die Riesenpuppen aus Pappmaché (gigantes und capgrossos) durch den Ort. Das Festprogramm steht einen Tag vor Beginn der Festtage in der Zeitung. Teil der Reiterfeste sind der Tanz der Pferde auf Plätzen und in engen Gassen. Aufgrund der Menschenmassen sind diese jaleos aber nicht ganz ungefährlich, besonders mit Kleinkindern und Kinderwagen sollte man sich nicht ins Gedränge begeben. Empfehlenswerter sind deshalb die jaleos de ases (Umzüge mit Eseln) in Ferreries und Es Migjorn Gran. Die meisten Kinder freuen sich auch, wenn Sie beim mitternächtlichen Feuerwerk dabei sein dürfen. Eine schöne Abwechslung können auch Bootstouren sein. Küstenfahrten mit Badepause mit der „Don Joan“ ab Port de Maó (tgl. 10, 14.30 Uhr | Tel. 626004154). Badeausflüge gibt's auch ab Cala en Bosc mit der „Don Pancho“ (Tel. 619081445), Ganztagstouren mit Strandaufenthalt ab Ciutadella (tgl. ab 10 Uhr | Auskunft am Hafen).


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Menorca-Reise

Flugzeug

Nur rund zwei Flugstunden trennen Menorca von allen wichtigen Flughäfen Mitteleuropas. Die günstigsten Angebote findet man im Charter mit oder ohne Pauschalofferte sowie im Rahmen von Sonderangeboten der großen Reiseveranstalter, etwa „1-2-Fly“-Flüge. Aber auch Linienflüge (u.a. Condor direkt oder Iberia über Barcelona) verbinden das europäische Ausland mit dem Aeroport de Menorca.

Auto

Anreise über Frankreich am besten auf der Autobahn A7 Dijon-Lyon- Nîmes durchs Rhonetal, dann auf der A9 nach Perpignan, bei Figueres über die Grenze nach Spanien und zur Fähre ab Barcelona oder Valencia. Autobahnen in Frankreich und Spanien sind gebührenpflichtig.

Schiff

Fähren gehen ab Barcelona dreimal wöchentlich, im Sommer häufiger, Zielhafen ist Maó (ca. 8 Std.). Mit der Nachbarinsel Mallorca ist Menorca durch die Fährverbindungen Maó-Palma verbunden (6-7 Std. | Trasmediterránea | Maó | Moll Comercial | Fax 971369928 | www.trasmediterranea.es). Weitere Verbindungen: Alcúdia-Ciutadella (ca. 3 Std. | Iscomar), Alcúdia-Ciutadella/Maó (Schnellboot mit Autobeförderung | Baleària | www.balearia.com) und Cala Ratjada-Ciutadella (Schnellboot ohne Autobeförderung | Cape Balear | Tel. 971818668 | Fax 971818668 | www.interilles.es). Reservierungen sind in der Sommersaison (Mai-Okt.) vor allem für Fahrten mit Pkw vom Festland her zu empfehlen.

Spanisches Fremdenverkehrsamt

Kurfürstendamm 63 | 10707 Berlin | Tel. 030/8826543

Oficina de Información turística

Information und Hotelnachweis am Ort:

Auto

Wenn nicht anders ausgeschildert, beträgt die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften 50, auf Landstraßen 80 km/h bzw., wenn diese mit einem mindestens 1,5 m breiten Randstreifen versehen sind, 100 km/h. Anschnallpflicht gilt auch für den Beifahrer und Mitreisende im Fond (wenn dort Gurte vorhanden sind). Für Mofas und Motorräder besteht Helmpflicht. Autofahrer müssen zwei reflektierende Westen und zwei Warndreiecke für den Pannenfall mitführen; die Benutzung des Handys ohne Freisprecheinrichtung ist dem Fahrer streng verboten. Mit Alkoholkontrollen ist mittlerweile immer häufiger zu rechnen; die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Banken & Kreditkarten

Banken und Sparkassen sind für gewöhnlich nur 9-13 bzw. 14 Uhr geöffnet, Wechselstuben in den Tourismusorten oft auch nachmittags. Geldautomaten sind zahlreich vorhanden. Kreditkarten sind durchaus üblich und werden von fast allen Boutiquen, Hotels und Restaurants akzeptiert.

Busse

Die meisten Reiseveranstalter verfügen über ein eigenes Transfernetz zwischen Flughafen und Unterkünften. Das öffentliche Verkehrsnetz wird von drei Unternehmen beherrscht: TMSA (Tel. 971360475), Autos Fornells (Tel. 686939246) und Torres (Tel. 971386461).

Camping

Über Erlaubnis/Verbot befindet die jeweilige Gemeinde oder der jeweilige Grundstücksbesitzer. Von wildem Zelten ist unbedingt abzuraten. In den Naturschutzgebieten ist Campen verboten! Zwei Campingplätze gibt es: S'Atalaia, 3 km von der Küste entfernt, in einem Pinienhain zwischen Ferreries und Cala Galdana (Landstraße, km 4 | Tel. 971374232 | Mai-Okt.), und, neu und mit vielen Sportmöglichkeiten, Son Bou (Ctra. Sant Jaume, km 3,5 | Tel. 971372605 | April-Okt.).

Deutsches Konsulat

C/. des Negres, 32 | Maó | Tel. 971361668 | Fax 971361668 | Mo-Fr 12-13.30 Uhr

Österreichisches Konsulat

Via Sindicat, 69 | Palma de Mallorca | Tel. 971728099 | Fax 971728427 | Mo-Fr 10-13 Uhr

Schweizerisches Konsulat

Gran Via Carlos III, 94 (Edificio Trade) | Barcelona | Tel. 933309211 | Mo-Fr 10-12.30 Uhr

Einreise

Ein Personalausweis ist, auch wenn bei der Einreise aus Schengen-Ländern nicht mehr kontrolliert wird, gegebenenfalls notwendig bei Polizeikontrollen (Autofahrer, Diebstahl usw.); Reisepass geht auch.

Fernsehen

Fast alle Hotels verfügen auch über eine Satellitenschüssel mit Möglichkeiten zum Empfang deutsch- und englischsprachiger Sendungen.

FKK

Im Gegensatz zu den anderen Baleareninseln hat Menorca keinen Strand als FKK-Gebiet ausgewiesen. Oben ohne wird jedoch an allen Stränden geduldet. In den kleinen, versteckten Buchten sonnen sich viele auch ganz hüllenlos.

Gesundheit

Apotheken (farmacias) sind mit einem grünen Kreuz - meist als Neonleuchte - gekennzeichnet. Nach Geschäftsschluss ist der nächste Notdienst im Aushang genannt.

Internet/Wlan

Offiziell sind nur etwa 5 regionale WLAN-Hotspots auf ganz Menorca gemeldet, die alle im Bereich von Maó und Es Castell angesiedelt sind. Davon sind mindestens zwei frei zugängig (im Hafengebiet von Maó). Eine Reihe von Lokalen (meist Cafés) und viele Hotels (fast immer im Aufenthaltsbereich) weisen dagegen kleine, lokal begrenzte WiFi-Zonen auf. Häufiger als z.B. auf dem spanischen Festland werden für die Nutzung allerdings Gebühren verlangt (3-6 Euro pro Tag). Informationen geben die Reiseleitung oder der Portier.

Internetcafés

Internetcafés sind dünn gesät. Bisher gibt es sie in Ciutadella (Plaça des Pins, 37), Maó (C/. Nou, 25) und Es Mercadal (Ave. Mestre Gari, 48).

Mietfahrzeuge

Autos kann man am Flughafen und in allen größeren Touristenorten leihen. Fahrräder findet man in fast allen Feriengebieten, Motorräder nur in Ciutadella und Maó. Preisvergleiche lohnen sich; die teuersten Vermieter sind die am Flughafen. Ein Twingo ist für 25-40 Euro pro Tag zu mieten, ein Peugeot 206 bzw. ein Renault Megane für 33-53 Euro/Tag, Versicherung inbegriffen. Angebote für Mietwagen finden Sie auch unter www.autosmenorca.com, www.autosmaximo.com, www.nuracar.com sowie unter www.marcopolo.de.

Post

Das Porto für Briefe (bis 20 g) und Postkarten ins übrige Europa beträgt zzt. 57 Cent. Briefmarken gibt es bei der Post und in allen mit den Nationalfarben gekennzeichneten Tabakläden; Poststellen sind nur vormittags (in Maó ganztägig) geöffnet. Hauptpostämter: Alaior (C/. Forn, 1) | Es Castell (C/. Llevant, s/n) | Ciutadella (Pl. des Born, 5) | Maó (C/. Bonaire, 15).

Preise

Verglichen mit den Preisen auf dem Festland sind die auf der Insel etwas höher, besonders bei Lebensmitteln. Der Eintritt für Museen liegt bei 3-5 Euro, das Menü in einem mittleren Restaurant kostet 15-30 Euro.

Radio

Deutsche Welle über Kurzwelle: 49-m-Band, 6115 bzw. 6075 kHz, oder 31-m-Band, 9545 kHz, tagsüber

Sprache

Deutsch spricht fast niemand auf Menorca. Dafür kommt man mit Englisch gut weiter. Zu beachten ist jedoch, dass der Dialekt menorquí einige Unterschiede zum Katalanischen aufweist.

Strom

Die Netzspannung ist in Hotels und Hostals fast überall 220 Volt, nur ganz selten noch 125 Volt. Probleme gibt's bei älteren Installationen mit den Steckdosen; Adapter findet man in jedem Elektrogeschäft.

Taxi

Taxis bekommt man selbst in kleineren Ortschaften, zumeist an einem ausgewiesenen Taxistandplatz. Sollte am Ort keines bereitstehen, hilft die Taxizentrale weiter. Maó: Tel. 971367111 | Ciutadella: Tel. 971482222

Telefon & Handy

Mehr und mehr mit der Magnetkarte (tarjeta telefónica), die in vielen Tabakläden, in Kiosken und Poststellen zu bekommen ist. Auslandsgespräche sind von jeder Telefonzelle mit der Aufschrift Internacional und von den locutores públicos (Telefonzentralen) aus möglich. Letztere bieten den Vorteil, dass erst nach Gesprächsende abgerechnet wird. Zum spanischen „Mondscheintarif“ telefoniert man zwischen 20 und 8 Uhr, Sa, So und feiertags durchgehend.

Trinkgeld

Faustregel: 5-10 Prozent des Rechnungsbetrags für Dienstmädchen, Kellner und Portiers. Aber auch Taxifahrer, Platzanweiser und Fremdenführer freuen sich über ein Trinkgeld.

Zeitungen

Alle wichtigen bzw. auflagenstarken deutsch- und englischsprachigen Tages- und Wochenzeitungen sind auch auf Menorca zu haben, meist allerdings mit einem oder zwei Tagen Verspätung. Eine deutschsprachige Urlauberzeitung gibt es nicht.

Zoll

Für EU-Bürger gelten folgende Zollfreimengen (Ein- und Ausfuhr): für den eigenen Konsum 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Tabak, 20 l Aperitif, 90 l Wein (mit einem Anteil von maximal 60 l Schaumwein) und 110 l Bier.

Kaffee

1,20-2,20 Euro Milchkaffee im Café

Bier

1,50-2,80 Euro Flasche im Restaurant

Wein

8-10 Euro Flasche im Restaurant

Ensaïmada

1-1,80 Euro in der Bar/im Café

Benzin

1,05 Euro für einen Liter Super

Disko

15-25 Euro Eintritt am Abend


Unser Insider

MARCO POLO Autor Jörg Dörpinghaus im Interview

Jörg Dörpinghaus lebt und arbeitet seit 1986 auf Menorcas Nachbarinsel Mallorca

Wieso leben Sie in Spanien?

Purer Zufall: Gleich bei meinem ersten Besuch auf den Balearen bekam ich das Jobangebot für die Redaktion einer deutschen Tageszeitungsbeilage, später lernte ich auf dem Franziskusfest in Palma de Mallorca meine heutige Frau kennen. Alles Weitere ergab sich daraus.

Was reizt Sie an den Balearen?

In erster Linie meine Familie und die Leute, oder besser, die Lebenseinstellung der Menschen hier: positiv, gesund, sehr tolerant und mit einer gewissen mediterranen Nonchalance, die das Leben genau mit dem Quäntchen „Unernsthaftigkeit“ würzt, das es lebenswert macht.

Wo und wie leben Sie genau?

Mit Ehefrau Encarnación, unseren beiden Töchtern María del Mar und Julia und einem zugelaufenen Terrier (Tom) wohne ich in einem rund 100 Jahre alten Natursteinhaus bei Llucmajor auf Mallorca. Dort habe ich auch ein kleines Büro eingerichtet.

Was machen Sie beruflich?

Auf eine Ausbildung zum Werbefachmann folgten mehrere Jahre redaktioneller Arbeit - in Wort und Bild - für verschiedene Publikationen. Heute bin ich als Autor für deutsche Verlage und im Bereich Webdesign tätig, außerdem erstelle ich die Informationsbroschüren eines großen Reiseveranstalters.

Kommen Sie viel auf den Inseln herum?

Unter anderem betreue ich einen gastronomischen Führer und bearbeite die Ausflugsangebote eines Reiseveranstalters. Es gibt wohl nur wenige Stellen auf den Inseln Mallorca und Menorca, die ich noch nicht gesehen habe.

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit?

Zwei Hobbys lassen mich wirklich aufblühen: mit Harley und Sozia über die Inseln cruisen und tauchen gehen. Die Unterwasserwelt der Inseln ist relativ leicht zugänglich und ungeheuer vielfältig. Wenn dann noch Zeit übrig bleibt - was leider selten vorkommt -, übe ich auch Bogenschießen und mit Freunden Tai Chi

Mögen Sie die Küche der Balearen?

Die traditionelle Inselküche ist sehr mächtig und kalorienreich, da setze ich schnell michelines, Rettungsringe, an. Ich ziehe deshalb die neue, so genannte Autorenküche vor, die ist leichter und kreativer. Mein Favorit ist Rinderwange mit Jahreszeitengemüse und getrüffelten Kartoffelchips...


Bloß nicht

Zwar gibt es kaum Kriminalität, doch drohen andere Widrigkeiten

Beim Baden leichtsinnig sein

Besonders Menorcas Süden ist bekannt für seine starken Meeresströmungen, die gerade an den größeren, offenen Stränden tückisch sein können. Deshalb stets Warnbojen beachten und nicht zu weit hinausschwimmen. Der Inselnorden kann beim Wehen der tramuntana gefährlich werden. Beachten Sie unbedingt immer die rote Warnflagge an Stränden! In den letzten Jahren ist es an den Küsten der Balearen im Sommer immer wieder zu einem massiven Auftreten von Quallen gekommen, die schmerzhafte Nesselverbrennungen hervorrufen können. Auch hier sollte man an überwachten Stränden unbedingt auf Warnzeichen achten.

Bei fliegenden Händlern kaufen

Plötzlich tauchen sie am Strand auf: fliegende Händler mit einem mehr oder weniger reichen Angebot an Früchten oder kühlen Getränken. Fast nie erfüllen sie die amtlichen oder hygienischen Voraussetzungen. Besser nichts kaufen!

Über Mauern klettern

Nicht jeder Menorquiner sieht gern Fremde über sein Grundstück laufen. Gelegentlich ist sogar schon die Schrotflinte gezogen worden, öfter werden die Hunde losgelassen. Deshalb auf Wanderungen (und bei der Suche nach einem „wilden“ Campingplatz) unbedingt vorher mit dem Besitzer sprechen. Auf festen Wanderrouten immer darauf achten, nach Durchgang über Privatgrund alle Tore wieder zu schließen.

Waldbrandgefahr unterschätzen

Immer wieder kommt es zu Waldbränden, die nicht selten durch menschliches Fehlverhalten verursacht werden. Von Mai bis Oktober sind die Wälder besonders gefährdet, weil dann die Böden ausgetrocknet sind. Deshalb: Keine offenen Feuer entzünden, keine glimmenden Zigarettenkippen wegschmeißen, keine Abfallreste (besonders gefährlich sind Glasreste und -flaschen) am Picknickort zurücklassen! Im Notfall sofort die Notrufnummer 112 anrufen.

Überall rauchen

Seit Anfang 2006 ist das Rauchen eingeschränkt. Es gibt aber kein generelles Verbot. Große Lokale dürfen Raucherzonen einrichten, in kleineren entscheidet der Inhaber, ob er sein Restaurant als Raucher- oder Nichtraucherlokal deklariert, in öffentlichen Gebäuden, Kinos, Supermärkten etc. ist Rauchen verboten. Verstöße werden mit mindestens 30 Euro Strafe geahndet.

Wasser verschwenden

Der Grundwasserspiegel Menorcas ist in den letzten Jahren Besorgnis erregend gesunken, viele Brunnen sind schon versalzen. Auch als Tourist können Sie durch den sparsamen Umgang mit Leitungswasser helfen, Wasser zu sparen.

Copyright: www.marcopolo.de
 

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