City-Info Malta

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Unterhaltung

Unterhaltung

In und um Valletta

Sliema

Vallettas Nachtleben wird langsam attraktiver, dennoch zieht es die meisten Malteser und Urlauber abends nach Sliema und vor allem in die Orte St. Julian's und Paceville mit ihren zahlreichen Restaurants und Bars. In den dortigen Diskos gibt es strenge Alterskontrollen beim Eintritt: kein Zutritt unter 18 Jahren!

Bamboo Bar

Open-Air-Terrasse auf Tropen getrimmt durch Palmen und Papageien. Verschiedene Themennächte wie „Maltesische Nacht“ mit regionalen Klängen, bevor der DJ in Aktion tritt. Mi-Mo ab 19.30 Uhr | Dragonara Road | Paceville | Tel. 21375331 | Eintritt frei

BJ's

Livemusikclub, in dem Softrock, Jazz und Blues gespielt werden, in dem manchmal aber auch junge Talente Livemusik anderer Musikrichtungen zum Besten geben. Hier ist häufig in- und ausländische Prominenz zu Gast. Tgl. ab 20.30 Uhr | Ball Street | Paceville | Tel. 21337642 | Eintritt frei

Blackbull Pub

Der große Pub im Herzen des Nightlife-Viertels ist zentraler Anlaufpunkt zwischen den Dancefloors. Vor dem Clubbing oder auch zwischendurch kann man hier draußen auf der Straße bei einer Runde Wasserpfeife relaxen. Tgl. ab 11 Uhr | Dragonara Road | Paceville | Tel. 21371363 | Eintritt frei

Casino Dragonara Palace

Maltas traditionsreiches Spielkasino steht an der Spitze einer felsigen Landzunge nahe dem Westin Dragonara Hotel in Paceville. Gespielt werden Roulette, Stud Poker, Black Jack und Punto Blanco. Auch 170 einarmige Banditen warten auf ihren Einsatz. Malteser haben erst ab 25 Jahren Zutritt, Nicht-Malteser schon ab 18 Jahren. Ausweispflicht, kein Krawattenzwang. Eine Bar (tgl. 10-6 Uhr) und ein Restaurant (tgl. 20.30-22.30 Uhr | €€€) sorgen fürs leibliche Wohl. Spielautomaten tgl. 10-6 Uhr, Spieltische tgl. 11-6 Uhr | Paceville | Tel. 21382362 | www.dragonara.com

Coconut Grove

Große Disko auf drei Levels, Pool und Poolbar. Treff für die Non-Rave-Teens, die lieber klassischen Rock bis hin zum Rock 'n' Roll hören. Wilga Street 1 | Paceville | Tel. 21353385 | Eintritt frei

Eden Century Cinema Complex

Aktuelle Filme und Filmklassiker werden in englischer oder italienischer Originalfassung in 16 verschiedenen modernen Kinosälen und dem ersten Imax Vodafone Filmcentre des Mittelmeerraums präsentiert. Vorstellungsbeginn ca. 14-23 Uhr | St. Augustine Road | Paceville | Reservierungen unter Tel. 21376401, Programminfos unter Tel. 21376404 | www.edencinemas.com.mt

El Barrio Latino

Spezialisiert auf Salsa und karibische Rhythmen. Wilga Street | Paceville | Tel. 21378373 | Eintritt frei

Empire

Tanzpalast auf vier Ebenen mit sechs Bars und drei Dancefloors zum Abtanzen. St. George's Road 74-77 | Paceville | Tel. 21331120 | www.empire.com.mt | Eintritt frei

Flash Back

Musik der 1960er- bis 1990er-Jahre. St. George's Street | Paceville | Tel. 21374500 | www.havanamalta.com | Eintritt frei

Guy's Bar Plough & Anchor Restaurant

Eins der originellsten Pubs Maltas, ganz im englischen Stil gehalten. Der Wirt sammelt anthropomorphe Bierkrüge, in denen Comicfiguren, Stars, Starlets und auch so mancher Politiker zu erkennen sind. Dazu bietet er zahlreiche Malt-Whiskys an und hat insgesamt über 400 verschiedene Spirituosen vorrätig. Di bis Sa 11-14 und 18-1, So 11-1 Uhr | Tower Road 263 | Sliema | Tel. 21334725

Muddy Waters

Hier wird Rock & Blues aufgelegt, sonntags finden manchmal Livekonzerte statt. Main Street | Paceville | Tel. 21374155 | www.muddywatersbar.net

Unterhaltung

Maltas Nordwesten

Clubs und mehr

Musik der 1960er- bis 1980er-Jahre dominiert im Reflexions im Hotel Sol Suncrest in Qawra. Feuriger geht es im Fuego zu. Commercial und Pure Latin halten sich hier die Waage (Qawra Coast Road | Tel. 21584933 | www.fuego.com.mt). Auch manche Hotelrestaurants bieten Tanzflächen an, so unter freiem Himmel das Beachaven direkt am Ufer von Xemxija. Das Oracle Casino im New Dolmen lockt mit über 100 Slotmachines und 20 Spieltischen (tgl. 12-4 Uhr). Aktuelle Filme laufen in den sieben Sälen des modernen Kinozentrums Empire (tgl. ab 13.15 Uhr | Pioneers Road | Qawra).

Unterhaltung

Gozo

Central Coffee House

Lounge-Café und -Bar mit Dachgarten. Tgl. ab 12 Uhr | am It-Tokk | Victoria

Jubilee

Der Treffpunkt für Jung und Alt zum Sehen und Gesehenwerden. Stilvoller können auch Pubs im Londoner Westend nicht sein. Gute Snacks und Pastagerichte. Tgl. ab 12 Uhr | am It-Tokk | Victoria

La Grotta

Die große Diskothek an einem Hang des felsigen Xlendi-Tals lockt mit zwei Tanzflächen, eine in einer Grotte und eine im Freien. Im Sommer tgl. ab 21 Uhr | 1 km oberhalb von Xlendi an der Straße nach Victoria | www.lagrottaleisure.com

Auskunft

Auskunft

In und um Valletta

Tourist Information Office

City Gate Arcades (direkt neben dem City Gate) | Valletta | Tel. 21237747

Gozo Information Office

South Street 67 | Valletta | Tel. 21227313

Auskunft

Gozo

Malta Tourism Authority

Am Hafen von Mgarr | Palm Street 1 | Victoria | Tel. 21553343 Tel. 215641419 | www.urlaubmalta.com

Einkaufen

Einkaufen

In und um Valletta

Märkte und mehr

Als Einkaufsstadt ist Valletta die Nummer eins unter Maltas Ortschaften. Die meisten Geschäfte konzentrieren sich hier auf die Republic Street und ihre Seitengassen. Lohnend ist auch ein Bummel über den Straßenmarkt in der Merchants Street mit der Markthalle Is-Suq Tal-Belt (Mo-Sa 7-14 Uhr), der jedoch mediterranes Flair völlig fehlt. Dafür können Sie hier gut Fleisch, Käse und Gemüse einkaufen. An jedem Sonntagvormittag findet ein großer Flohmarkt vor den Stadtmauern Vallettas statt, der am Busbahnhof vor dem City Gate beginnt. Leider wird immer noch mit Singvögeln gehandelt. Besondere Vorsicht vor Taschendieben! Ein zweites Shoppingzentrum gibt es in Sliema, vor allem in den Straßen The Strand und Tower Road.

Bay Street Complex

Shopping-Vergnügen auf vier Etagen. Eine Besonderheit ist der Formel-1-Shop Grand Prix für alle Rennwagenfans. Tgl. 10-22 Uhr | St. Austin Street | Paceville | www.baystreet.com.mt

Embassy Complex

Einkaufs- und Vergnügungsmall auf acht Etagen im Herzen von Valletta. Zielgruppe der Geschäfte ist vor allem das einheimische Publikum. St. Lucia Street/Ecke Republic Street | www.embassycomplex.com.mt

Galea's Art Studio

Der Inhaber Edwin Galea ist ein international höchst angesehener Marinemaler, dessen Darstellungen historischer Seeschlachten in zahlreichen Museen hängen. Hier können Sie nicht nur seine Aquarelle, sondern auch nummerierte Drucke davon erwerben - und außer maritimen Szenen auch maltesische Motive. South Street und 70 | Strait Street 192 | Valletta

Malta Government Crafts Centre

Gegenüber der St. John's Co-Cathedral zeigt dieser Laden Arbeiten von etwa 50 maltesischen Kunsthandwerkern, deren Qualität staatlich kontrolliert wird. Verkäuflich ist nur ein kleiner Teil, aber die Adressen werden Ihnen gern genannt. 16. Juni bis 30. September Mo-Fr 9-13.30, 1. Oktober bis 15. Juni Mo-Fr 9-12.30 und 15-17 Uhr | St. John's Square | Valletta

Agenda

Beste Buchhandlung der Insel mit großer Auswahl an Bildbänden und weiterführender Literatur über Malta und Gozo in verschiedenen Sprachen. Republic Street 26 | Valletta | www.millermalta.com

The Silversmith's Shop

Einfache Silberfiligranarbeiten, im Laden von Maurice Borg hergestellt, der auch ein großer Sammler von Postkarten ist. Republic Street 218 | Valletta

Einkaufen

Zentralmalta

Ta' Qali

Unterhalb von Mdina nahe der Straße nach Attard hat die maltesische Regierung in den Hangars und Kasernen eines ehemaligen Flugplatzes einheimische Handwerksbetriebe angesiedelt, die hier ihre Produkte verkaufen. Unbedingt sehenswert sind die Glasbläsereien Mdina Glass und Valetta Glassblowers (Mo-Fr 8-17 | im Winter nur bis 16.30 | Sa 8-15 Uhr). An das Gelände schließt der National Park an, Maltas jüngste, durch viel Beton aber leider verunstaltete Grünanlage. Frei zugänglich

Einkaufen

Gozo

Gozo Crafts Centre

Gute Auswahl an gozitanischem Kunsthandwerk. Zitadelle | Victoria

Ta' Dbiegi

In den kleinen Gebäuden einer alten Kaserne werden Filigranschmuck und Spitzen sowie Produkte aus Leder und Wolle hergestellt und verkauft. San Lawrenz | an der Straße zur Dwejra Inland Sea

Essen und Trinken

Essen und Trinken

In und um Valletta

Avenue

Von Familien und Jugendlichen sehr geschätztes Restaurant mit 300 Plätzen, Fernsehgeräten überall und einer Bar für die Wartezeit auf einen freien Tisch. Pizza, Pasta, Grillgerichte und Fisch, große Dessertauswahl. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auch originelle Gerichte wie spaghetti rizzi, Spaghetti mit Seeigeln. Mo bis Sa 12-14.30 und 18-23.30, So 18 bis 23.30 Uhr | Gort Street/Ecke Paceville Street | Paceville | Tel. 21311753 | €

Blue Room

Leichte moderne chinesische Küche, serviert von einem jungen Team in einem schicken Ambiente ohne einen Hauch verstaubter Folklore. Tgl. ab 18 Uhr | St. George Road 151 | St. Julian's | Tel. 21384784 | €€

Bouzouki

Griechisches Restaurant mit gutem Service und einem schönen Blick auf die Balluta Bay. Plätze auf zwei Etagen und Terrasse direkt über der Bucht. Mo-Sa 19-23 Uhr | Spinola Road 135 | St. Julian's | Tel. 21317127 | €€€

Carriage

Das Restaurant mit einem wunderbaren Ausblick über die Dächer von Valletta serviert Ihnen internationale Küche vom Feinsten. Kleinkinder sind leider unerwünscht. Mo-Fr 12 bis 15.30, Fr/Sa 19-23 Uhr | South Street 22/25 | Valletta | Tel. 21247828 | €€€

Cordina

Das traditionsreichste Café der Inselhauptstadt, schon 1837 im Erdgeschoss der ehemaligen Finanzverwaltung des Ritterordens gegründet. Die zarten Fresken stammen vom maltesischen Maler Giuseppe Calì. Besonders köstlich: das hier angebotene maltesische Nougat. Tgl. 8.30-20 Uhr | Republic Street 244 | Valletta | Tel. 21234385 | €

Da Pippo

Wenn maltesische Geschäftsleute mittags ausländische Gäste ausführen, gehen sie gern in diese Trattoria. Chef Francesco bietet erstklassige rustikale Küche maltesischer und italienischer Provenienz. Telefonische Reservierung ist ratsam. Mo-Sa 11.30-15.30 Uhr | Melita Street 136 | Valletta | Tel. 21248029 | €€

Giannini

Gepflegtes Restaurant mit Blick auf Sliema im zweiten Stock eines Hauses auf der St. Michael's Bastion. Unbedingt reservieren. Mo-Sa 18.30-22 Uhr | Windmill Street 23 | Valletta | Tel. 21237121 | €€€

Henry J. Beans

Das legere Lokal im Komplex des Hotels Corinthia St. George ist ein beliebter Treffpunkt der jüngeren Malteser zwischen 20 und 35 Jahren. Hier mutet alles durch und durch amerikanisch an, von der Dekoration über die Musik bis zum Essen. Hamburger, Spareribs, Steaks und Fajitas sind die Renner. An den Wochenenden werden Themennächte mit Livemusik für Jüngere veranstaltet. Mo-Fr ab 18, Sa/So ab 12 Uhr | St. George's Bay | St. Julian's | Tel. 2137901655 | €€

La Maltija

Kleines Restaurant mit maltesischen Spezialitäten. Der Eigentümer, zugleich der Chefkoch, heißt zwar nicht Biolek, hatte aber im maltesischen Fernsehen seine eigene Kochsendung. Unbedingt vorher reservieren. Mo-Sa 18-23 Uhr | Church Street 1 | Paceville | Tel. 21359602 | €€

L-Ghonella

Im Sommer im Garten, im Winter in den Kellergewölben eines Palastes aus der Ordensritterzeit; italienisch-französische und maltesische Küche. Mo-Sa 19-23 | Spinola Palace | St. George Road | St. Julian's | Tel. 21341027 | €€

Peppino's

Italo-Klassiker auf drei Etagen, mit Dachterrasse und Raucherraum. Gute Fischsuppe, gute Lammgerichte. Mo-Sa 12-15 und 18.30-23 Uhr | St. George's Road 31 | St. Julian's | Tel. 21373200 | €€€

San Paolo

Modernes Familienrestaurant im Marktviertel der Stadt. Tgl. 9.30 bis 16 Uhr | St. Paul's Street 249 | Valletta | Tel. 21220961 | €

Essen und Trinken

Maltas Südosten

Fisherman's Rest

Sehr uriges Fischrestaurant an der St. Thomas Bay. Fr/Sa 18-23, So 12-15 Uhr | Tel. 21632049 | €€

Tal-Familja

Maltesische Spezialitäten wie Kaninchenleber und exzellente Desserts. Triq Il-Gardiel | Mo-So 12-15.30 und ab 18 Uhr | Tel. 21632161 | www.talfamiljarestaurant.com | €€

Essen und Trinken

Zentralmalta

Bacchus

Gutes Restaurant in einer Bastion der Stadtmauer mit internationaler Küche. Tgl. 10-23 Uhr | Inguanez Street 1 | Mdina | Tel. 21454981 | €€€

Fontanella Tea Garden

Café an, in und auf der Stadtmauer mit maltesischen Backwaren. Im Sommer Mo-Fr 10-23, Sa/So 10-20, im Winter nur bis 18 Uhr | Bastion Street 1 | Mdina | Tel. 21454264 | €

Palazzo Costanzo

Café und Snackbar in mehreren Räumen und im romantischen Innenhof eines alten Adelspalastes. Mo bis Fr 9.30-17, Sa/So 9.30-21 Uhr | Villegaignon Street | Mdina | Tel. 21454625 | €

Essen und Trinken

Maltas Nordwesten

DA ROSI

Eins der bei Maltesern populärsten Restaurants. Wirt Angelo und Sohn John heißen die Gäste meist noch persönlich willkommen. Die Küche ist mediterran, die Karte umfasst neben stets frischem Fisch und Langusten sowie Steaks auch viele maltesische Spezialitäten. Tischreservierung empfohlen. Mo-Sa 11-15 und 18.30-22.30 Uhr, im Hochsommer nur abends, im Winter auch So 11-15 Uhr | Tel. 21571411 | Church Street | St. Paul's Bay (nahe dem Fischerhafen) | €€

Don Vito

Italienisches Restaurant auf vier Etagen. Unten Pizza und Pasta, oben Fisch und Fleisch. Schöne Dachterrasse. Besonders beliebt sind die Pasta- und Currybuffets freitagabends. Reservieren Sie besser vorab einem Tisch am Fenster. Tgl. 18-23 Uhr | Tel. 21585755 | Luigi Prezizi St. | Buggiba | €

Wagon Steak House

Steaks jeder Größe, auch vom Känguru, Salatbüfett und Folienkartoffeln. Tgl. ab 18.30 Uhr | Tel. 21572121 | Pioneer Road (im Komplex des Empire Kinos) | Qawra | €€€

Essen und Trinken

Gozo

Nemo

Im kleinen „Bistrorant“ am Hafenplatz serviert ein belgisches Paar frischen Fisch und preiswerte internationale Küche. Tgl. ab 18.30 Uhr | St. Andrew Street | Tel. 21562618 | €

Oleander

Ein familiär geführtes Restaurant mit deftiger Küche. Di-So 12-15 und 19-22 Uhr | Dorfplatz von Xaghra | Tel. 21557230 | €

Ta' Frenc

Gepflegtes Restaurant mit einer exzellenten Küche in einem restaurierten Gutshof aus dem 14. Jh. | März bis Dezember tgl. 12-14 und 19-22.30 Uhr | an der Straße zwischen Victoria und Marsalforn | Tel. 21553888 | €€€

Ta' Karolina

Restaurant mit Tischen und Stühlen direkt am Hafenbecken von Xlendi. Sie erhalten eine große Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten, aber auch Kaninchen und vegetarische Gerichte sowie Nudeln. März-Mitte November tgl. 11-14.30 und 18-20, Sa/So bis 23 Uhr | Marina Street | Xlendi | Tel. 21559675 | €€

Tal Barraka

Kleines, recht stimmungsvolles Abendrestaurant mit Plätzen im Freien und Blick auf den Fischerhafen. Reservierungen nimmt man tagsüber in der oberhalb gelegenen Gleneagles Bar vor. Mai-Okt. Di-So 19.30-22.30 Uhr | Mgarr | Tel. 21556543 | €€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Maltas Nordwesten

Freizeitangebote

Mehrere Hotels verfügen über Tennisplätze und Squashanlagen. In den Wassersportzentren an den Ufern von Qawra und Bugibba können Sie tauchen, Wasserski laufen und surfen.

Freizeit und Sport

Gozo

Freizeitangebote

Zahlreiche Wassersportarten, darunter auch Tauchen und Surfen, können Sie in Marsalforn und Xlendi ausüben. Tennisplätze gibt es in Marsalforn und Victoria. Ein Reitstall liegt an der Straße zwischen Victoria und Marsalforn; außerdem gibt es eine Trabrennbahn.

Sehenswertes

Sehenswertes

In und um Valletta

Argotti Botanical Gardens

Der schon 1754 auf einer Bastion der Stadtmauer angelegte botanische Garten besitzt eine umfangreiche Kakteensammlung. Frei zugänglich | The Mall | Floriana

Auberge de Bavière/Palazzo Carniero

Die Ordensritter aus Bayern, Großbritannien und Polen teilten sich eine Herberge, da sie zahlenmäßig schwach waren und die Gründung ihrer „Zunge“ erst kurz vor dem Einmarsch Napoleons 1784 erfolgte. Sie nutzten einen monumentalen, aber schmucklosen Bau von 1696, in dem heute eine Regierungsbehörde untergebracht ist. Keine Innenbesichtigung | West Street | Valletta

Auberge de Castille, Léon e Portugal

Den Palast der „Ritter von der Iberischen Halbinsel“ erbaute Gerolamo Cassa. Er wurde Mitte des 18. Jhs. stark barockisiert und ist heute Amtssitz des maltesischen Premierministers. Keine Innenbesichtigung | Castille Square | Valletta

Auberge d'Italie

Die einstige Herberge der italienischen Ordensritter ist seit 2002 Sitz der Malta Tourism Authority. Der eineinhalbstöckige Bau entstand 1574 ebenfalls nach den Plänen von Gerolamo Cassar und erhielt erst Ende des 17. Jhs. ein Obergeschoss. Keine Innenbesichtigung | Merchants Street | Valletta

Casa Rocca Piccola

Der kleine Stadtpalast aus dem späten 16. Jh. zeigt echte maltesische Wohnkultur. Er wird zwar noch von einer einheimischen Adelsfamilie bewohnt, kann aber im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Dabei sehen Sie auch die unterirdischen Bunker, in denen sich die Familie bei deutschen Bombenangriffen in Sicherheit brachte. Mo-Sa 10-16 Uhr stündlich | Eintritt 7 Euro | Republic Street 74 | Valletta | www.casaroccapiccola.com

City Gate

Das Stadttor am oberen Anfang der Republic Street ist ein umstrittenes Werk von 1968. Das ursprüngliche Tor aus dem 16. Jh. wurde niedergerissen, da es dem Autoverkehr nicht mehr gewachsen war. In den nächsten Jahren sollen das City Gate und der angrenzende Busbahnhof erneut umgestaltet werden.

Fort St. Elmo

Die strategisch hervorragend gelegene Festung an der Spitze der Sciberras-Halbinsel überwacht die Einfahrt zu beiden Häfen Vallettas, dem Grand Harbour und dem Marsamxett Harbour. Hier stand schon eine kleine Festung, als die Ordensritter nach Malta kamen. Sie war das erste Angriffsziel der türkischen Belagerer im Jahre 1565. Danach wurde das Fort vollständig neu erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wehrte man von hier aus alle U-Boot- und Schnellbootangriffe der deutschen und italienischen Marine auf im Hafen liegende Schiffe erfolgreich ab.

Grand Master's Palace

Mitten in Valletta steht der größte Profanbau der Hauptstadt, der Palast der Großmeister des Ordens. Seine zweigeschossige Fassade repräsentiert mit ihrer Strenge den Stil des 16. Jhs. Die hölzernen Erker an den Ecken sind jünger, die Barockportale wurden erst im 18. Jh. angefügt. Überraschend lieblich wirken die beiden großen Innenhöfe, um die sich die Palastteile gruppieren: der Neptunshof mit einer Statue des antiken Meeresgotts und einem Brunnen, der früher als Pferdetränke diente, und der Prinz-Alfred-Hof mit einer schlanken Palme und einer schönen Andentanne. An der Turmuhr dieses Hofs schlagen seit 1745 bronzene, dunkelhäutige Gestalten in türkischen Uniformen jede volle Stunde.

Hastings Gardens

Der kleine Garten auf der St. John's Bastion ist nach einem britischen Gouverneur benannt und bietet einen guten Blick über Floriana. Frei zugänglich | Pope Pius VI. Street | Valletta

Lascaris War Rooms

Im Innern einer Felsbastion des Ritterordens lagen während des Zweiten Weltkriegs die Befehlsstände der britischen Truppen. Aus jener Zeit blieb in den Räumlichkeiten viel erhalten, darunter originale Einrichtungsgegenstände und Lagekarten. Lebensgroße Puppen und eine hörspielartige Geräuschuntermalung machten den Besuch bisher zum besonderen Erlebnis. Im Raum, von dem aus General Dwight D. Eisenhower die alliierte Invasion Siziliens befehligte, wird noch immer die damals hier herrschende knisternde Atmosphäre deutlich. Bis auf Weiteres geschlossen, Infos in der Tourist-Information in Valletta

Law Courts

Der 1967 im neoklassizistischen Stil erbaute Oberste Gerichtshof des Landes mit seinen sechs imposanten dorischen Säulen ersetzte die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Auberge d'Auvergne aus dem 16. Jh. | Keine Innenbesichtigung | Republic Street | Valletta

Lower Barracca Gardens

Im kleinen Garten auf der gleichnamigen Bastion der Stadtmauer erinnert ein Tempel im dorischen Stil an den ersten britischen Hochkommissar Maltas, Sir Alexander Ball. Schöner Blick über den Grand Harbour. Frei zugänglich | Triq Mediterran | Valletta

Malta Experience

Maltas Geschichte ist das Thema einer 45-minütigen Audiovisionsschau, bei der zu eindrucksvollen Toneffekten in Quadrophonie 39 Projektoren über 3000 hervorragende Fotos auf eine Großleinwand werfen. Die Erläuterungen werden über Kopfhörer in 14 verschiedenen Sprachen gegeben, darunter auch in Deutsch. Mo-Fr stündlich 11-16 | Oktober bis Juni nur bis 14 | Sa-So 11, 12 und 13 Uhr | Eintritt 9,50 Euro | St. Lazarus Bastion | Triq Il-Mediterran | Valletta | www.themaltaexperience.com

Manoel Theatre

Das einzige Theater der Insel Malta stammt bereits aus dem Jahre 1732 und gilt damit als ältestes erhaltenes, noch immer für Aufführungen genutztes Theater Europas. Die Besichtigung des prunkvollen ovalen Innenraums, in dem insgesamt 720 Zuschauer Platz haben, lohnt - auch ohne Aufführung. Seine vier Ränge mit ihren Logen sind ganz aus bemaltem Holz gefertigt. Führungen Mo-Fr 10, 11.30 und 14.30, Sa 13.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | teatrumanoel.com.mt | Old Theatre Street | Valletta

National Library

Die Nationalbibliothek war das letzte größere Bauwerk der Ordensritter. 1796 begonnen, wurde sie 1812 fertiggestellt und beherbergt heute über 300000 Bücher und etwa 10000 Handschriften und Urkunden aus der Geschichte der Inseln und des Ordens. Einige Dokumente sind Teil einer ständigen Ausstellung im Lesesaal. Dazu gehören die päpstliche Bulle Pia postulatio voluntatis von 1113, mit der Papst Paschalis II. den Johanniterorden gründete, und die Urkunde, mit der Kaiser Karl V. 1530 Malta dem Orden zum Lehen gab. 1. Okt.-15. Juni Mo-Fr 8.15 bis 17.30 | Sa 8.15-13; 16. Juni bis 30. September Mo-Sa 8.15-13 Uhr | Zutritt nur mit Reisepass oder Personalausweis | Republic Square | Valletta

National Museum of Archeology/Auberge de Provence

In der 1574 erbauten, ehemaligen Auberge de Provence, wo einst die provenzalischen Ordensritter lebten, wird heute zur Schau gestellt, was Maltas Boden an archäologischen Schätzen freigab. Im Erdgeschoss sind die Funde aus dem Neolithikum ausgestellt; Tempelmodelle erleichtern das Verständnis neolithischer Architektur. Eins dieser Modelle zeigt auch das unterirdische Hypogäum in Paola, das nur wenige Urlauber besichtigen können. Besonders eindrucksvoll ist der berühmte Altar von Hagar Qim. Der 73 cm hohe Kalksteinblock ist über und über mit punktartigen Vertiefungen überzogen und trägt auf allen vier Seiten Reliefs. Sie stellen eine Staude dar, die wie ein Lebensbaum aus einem Topf emporwächst.

National Museum of Fine Arts

Maltas Gemälde- und Kunstgalerie befindet sich in einem Ende des 18. Jhs. als Gästehaus des Ordens erbauten Palast, der in britischer Zeit Sitz der Admiralität war. Neben zahlreichen Werken von Mattia Preti und Antoine Favray sind vor allem die Porträts verschiedener Großmeister des Ordens von Interesse. Mehrere Gemälde aus dem 18. und 19. Jh. zeigen das alte Gesicht der maltesischen Städte und Landschaften. Maltas bedeutendster Bildhauer, Antonio Sciortino (1883-1947), ist mit mehreren Werken wie die Arabischen Pferde und Charles Lindbergh auf dem Adler vertreten.

National War Museum

In einem Vorwerk des Forts St. Elmo wird die Militärgeschichte von Malta im 19. und 20. Jh. dokumentiert. Besonders interessant sind hier die zahlreichen Fotografien, die vom Leiden und Mut der maltesischen Bevölkerung während der Zeit des Zweiten Weltkriegs berichten. Standardöffnungszeiten | Eintritt 6 Euro | Fort St. Elmo | Valletta

Our Lady of Mount Carmel

Die 42 m hohe Kuppel dieser nach dem Zweiten Weltkrieg neu erbauten Kirche prägt die Silhouette der Stadt vom Hafen von Marsamxett her. Tgl. 9-19 Uhr | Zekka Street | Valletta

Royal Opera House

Vom 1866 eingeweihten Opernhaus Vallettas steht seit dem Bombenangriff im Jahre 1942 nur noch eine Ruine. Der neoklassizistische Bau des britischen Architekten Edward Barry war seiner Umgebung so wenig angepasst, dass man ihn als einziges Gebäude Vallettas bisher nicht wiederaufbaute. In den nächsten Jahren soll an seiner Stelle ein neues Kulturzentrum entstehen. Frei zugänglich | Republic Street | Valletta

Sacra Infermeria

Das bereits 1575 erbaute Hospital des Ritterordens, die Sacra Infermeria, war ein sehr fortschrittliches und großzügiges Krankenhaus. Anders als zu dieser Zeit allgemein üblich hatte jeder Kranke sein eigenes Bett; insgesamt standen über 700 Betten in sechs verschiedenen Sälen. Der größte Saal, 160 m lang, ist erhalten geblieben und dient heute als Ausstellungsraum und Restaurant für Sondergruppen. In den Krankensälen taten vom Orden selbst ausgebildete Ärzte und Pfleger Dienst. Auch die hochadligen Ordensritter mussten regelmäßig in Demut Kranke versorgen, die gesellschaftlich oft weit unter ihnen standen. Es gab sogar einen kleinen Krankensaal für ungläubige, gefangen genommene Moslems.

St. James Cavalier

Die Festung St. James, einst ein mächtiges und bedeutendes Bollwerk auf der Landseite der Verteidigungsmauern, wurde zu einem lebendigen Kulturzentrum umfunktioniert. Hier finden ständig Ausstellungen zeitgenössischer Künstler und Kunsthandwerker aus Malta statt. Ein Theater, ein Konzertsaal und ein Kino stehen für Konzerte maltesischer Musiker, für Gastspiele sowie für Film- und Videovorführungen zur Verfügung. Tgl. 10-21 Uhr | Eintritt frei | Programminfo unter Tel. 21223200 oder www.sjcav.org | Pope Pius V. Street | Valletta

St. John's Co-Cathedral

Die eindrucksvollste Kirche Vallettas ist die Hauptkirche des Johanniterordens, geweiht Johannes dem Täufer. Nach dem Abzug der Ritter von Malta fiel sie an das Erzbistum Malta und wurde 1816 von Papst Pius VII. in den Rang einer Bischofskirche erhoben, den bis dahin allein die Kathedrale von Mdina hatte - daher der eigenartige Name Co-Cathedral. Sie wurde 1573 bis 77 nach den Plänen von Girolamo Cassar erbaut, der eigentlich gelernter Militärarchitekt war. Entsprechend streng, schlicht, aber auch stabil ist das Äußere der Kirche. Ganz anders das Innere, das Mattia Preti Mitte des 17. Jhs. im Stil des Barock auf eigene Kosten umgestaltete! Nicht nur die Deckenmalereien mit 18 Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers stammen von ihm, sondern auch die Vorzeichnungen für die zahlreichen Reliefs, mit denen Pfeiler und Wandflächen lückenlos bedeckt sind.

St. Paul's Cathedral

Die anglikanische Hauptkirche Vallettas ist eine Stiftung der britischen Königin Adelaide aus dem Jahre 1844 und steht an der Stelle der abgerissenen Herberge der deutschen Ritter, der Auberge d'Allemagne. Ihr 61 m hoher Kirchturm ist eines der Wahrzeichen der Stadt; die Kathedrale selbst ist mit ihrer Tempelfassade und der Innenausstattung dem Neoklassizismus verpflichtet. Tgl. 9 bis 17 Uhr | Spende erbeten | Archbishop Street | Valletta

St. Paul's Shipwreck

Die nach Plänen Girolamo Cassars erbaute und 1629 von Lorenzo Gafà veränderte Kirche, dem Schiffbruch des Apostels Paulus geweiht, besitzt zwei bedeutende Reliquien: eine vom Arm des Heiligen und ein Stück von der Säule, an der er in Rom enthauptet wurde. Das Gemälde von Matteo Perez d'Aleccio über dem Hauptaltar zeigt den Schiffbruch des Apostels, während die Deckenfresken von Attilio Palimbi aus dem Leben des Paulus erzählen. Mo-Fr 9-17, Sa 9.30-12 Uhr | Spende erbeten | St. Paul Street | Valletta

The Sacred Island

Eine Multivisionsschau, die die Religiosität der Malteser durch die Jahrtausende sowie die maltesischen Feste von heute zum Thema hat. Mo bis Fr 10, 11.30, 13, 14.30 und 16, Sa 10, 11.30 und 13, So 10 und 11.30 Uhr | Eintritt 3,50 Euro | Upper Barracca Hall | Castille Square | Valletta

Toy Museum

Spielzeug aus der Zeit vor der maltesischen Unabhängigkeit zeigt der Privatsammler Vinant Brown auf den drei Etagen seines kleinen Museums, darunter sehr viel originelles Blechspielzeug. Mo-Fr 10-15, Sa/So 10.30-13 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Republic Street 222 | Valletta

Upper Barracca Gardens

Vallettas schönste Parkanlage, schon 1775 auf der Bastion St. Peter and Paul angelegt, liegt auf dem höchsten und eindrucksvollsten Punkt der Stadtmauer und gewährt einen grandiosen Ausblick über den Grand Harbour und die alten Städte Senglea und Vittoriosa, auf die Werft sowie die tiefer gelegenen Teile der Hauptstadt. In den Parkanlagen stehen mehrere Statuen, darunter eine von Sir Winston Churchill, und eine gelungene Skulptur des maltesischen Bildhauers Antonio Sciortino, betitelt mit „Die Straßenjungen“. Frei zugänglich | Castille Square | Valletta

Wartime Experience

Eine 45-minütige, sehr effektvoll inszenierte Multivisionsschau über Malta während des Zweiten Weltkriegs. Tgl. 10, 11, 12 und 13 Uhr | Eintritt 5 Euro | Embassy Complex | St. Lucia's Street/Ecke Republic Street | Valletta

Sehenswertes

Maltas Südosten

St. Thomas Tower

Die geschützte Bucht von Marsaskala diente den Korsaren des späten Mittelalters als Landungsplatz. 1614 erbauten daher die Ordensritter einen mächtigen, noch gut erhaltenen Wachturm. Direkt gegenüber dem ehemaligen Hotel Jerma Palace

Sehenswertes

Zentralmalta

Aviation Museum

Außerhalb bei Ta' Qali liegt das von Flugzeugenthusiasten gehegte Museum, in dem u.a. einige vollständig restaurierte Maschinen, darunter auch eine Spitfire, eine DC 3 und eine Hurricane IIa, zu sehen sind. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | Hut 161 | Crafts Village

Cathedral Museum

Das in einem Barockbau von 1733 untergebrachte Museum zeigt überraschenderweise auch Kupferstiche und Holzschnitte Albrecht Dürers und seiner Schüler. Von Dürer selbst werden 20 Tafeln des 1511 entstandenen Marienlebens sowie 34 Tafeln der Kleinen Passion gezeigt. Mo-Fr 9.30 bis 16.30, Sa 9.30-15.45 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Archbishop Square

Multivisionshows

Im kleinen Mdina haben Sie die Wahl zwischen fünf Multivisionsschauen. Am besten ist The Knights of Malta in einem alten Pulvermagazin (Mo bis Fr 10.30-16, Sa 10.30-15 Uhr | Eintritt 5,25 Euro | Magazines Street). Brauchbar ist auch The Mdina Experience in einem Stadthaus aus dem 14. Jh. (Mo-Fr 10.30-16, Sa 10.30-14 Uhr | Eintritt 4 Euro | Mesquita Square).

Museum of Natural History

Das Naturgeschichtliche Museum, untergebracht in einem Palast aus dem 18. Jh., zeigt präparierte Tiere und vermittelt Einblicke in die Geologie Maltas. Standardöffnungszeiten | Eintritt 5 Euro | St. Publius Square

Palazzo Falson

In dem zweigeschossigen, im Kern aufs 13. Jh. zurückgehenden Palast sind über 3500 Kunstobjekte und Antiquitäten eines Privatsammlers ausgestellt. Dachcafé mit Weitblick. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 10 Euro | Villegaignon Street | www.palazzofalson.com

Priory Museum

Teile des Karmeliterklosters sowie seine Kirche sind öffentlich zugänglich, so das Refektorium, die Küche und eine der Mönchszellen. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | Villegaignon Street

Stadtrundgang

Das Gesamtbild der Stadt macht den Reiz Mdinas aus. Löwen flankieren die Brücke, die über den breiten Graben der Stadtmauer zum 1724 neu erbauten, barocken Haupttor führt. Gleich danach erhebt sich rechts auf dem kleinen St. Publius Square in einem Garten der Palast des Großmeisters Vilhena, heute das Museum of Natural Science. Links beherbergt die Torre dello Stendardo die Polizeistation von Mdina. Errichtet wurde sie 1750 als Signalturm, auf dem beim Nahen von Feinden ein Feuer hätte entzündet werden können. Im Norden schließt die 1410 errichtete und 1694 von Lorenzo Gafà umgebaute Kapelle St. Agatha den kleinen Platz ab.

St. Peter and Paul Cathedral

Als der Apostel Paulus im Jahre 59 drei Monate lang auf Malta lebte, soll er den römischen Verwalter der Insel, Publius, in dessen Palast zum Christentum bekehrt haben. Im Jahre 1298 wurde hier eine erste Kathedrale dem Apostel geweiht, die jedoch das Erdbeben 1693 völlig zerstörte. Binnen fünf Jahren errichtete Lorenzo Gafà eine neue Kathedrale. Sie betreten dieses Meisterwerk durch die rechte Seitentür. Sogleich fallen die Grabplatten der hier beigesetzten Adligen mit farbigen Marmoreinlegearbeiten auf, die - ebenso wie in der St. John's Co-Cathedral von Valletta - den Boden dieser Kathedrale bedecken. Das Deckengewölbe wurde mit Szenen aus dem Leben der Apostel Petrus und Paulus ausgemalt, der Hauptaltar ist eine prunkvolle Arbeit aus Marmor und Lapislazuli.

Domus Romana

Wie die alten Römer auf Malta lebten, lässt sich in den 1881 freigelegten Resten eines römischen Stadthauses erahnen. Deutlich zu erkennen ist vor allem noch der Atriumhof, der zu jeder römischen Villa gehörte. Er war von 16 Säulen umstanden und mit einem Mosaikfußboden geschmückt. Im Zentrum der mäander- und wellenförmigen Ornamente trinken zwei Tauben aus einer goldenen Schüssel. Auch die Wände zieren Mosaikreste.

St. Paul's Catacombs/St. Agatha's Catacombs

Die Katakomben auf Malta dienten als Begräbnisstätten von Christen, aber ebenso von Heiden und Juden. Die großen Schätze der Katakomben fielen in die Hände von Grabräubern. Der erste Großmeister des Ordens auf Malta, Philippe Villiers de L'Isle Adam, gestattete sogar offiziell die Plünderung der Katakomben - unter der Bedingung, dass ein Drittel aller gefundenen Schätze an den Orden abgeliefert werde.

St. Paul's Church

Der Apostel Paulus lebte der Legende nach drei Monate lang in einer Felsgrotte in Rabat. Über der Grotte steht heute die Kapelle St. Publius, die einen Teil der Paulus geweihten Pfarrkirche bildet. Links vom Hauptaltar der Kapelle wird in einer vergitterten Nische ein goldenes Reliquiar in Form eines Arms verwahrt, in dem ein Armknochen des Apostels liegen soll.

Sehenswertes

Maltas Nordwesten

Malta Classic Car Collection

Über 70 Oldtimer, zumeist aus der Zeit zwischen 1950 und 1972. Tourists Street | Qawra | Mo-Fr 9.30-18, Sa/So 9.30-13.30 Uhr | Eintritt 7 Euro | www.classiccarsmalta.com

Salina Bay

Am inneren Ende der Salina Bay wird schon seit dem Mittelalter Salz durch Verdunstung aus dem Meerwasser gewonnen. Im Spätsommer können Sie die Salzernte in den Salinen miterleben.

St. Paul's Island

Auf einem kleinen Fels am Eingang der Bucht steht eine 12 m hohe Statue des Apostels Paulus. Der lokalen Überlieferung nach soll er hier im Jahre 59 erstmals maltesischen Boden betreten haben. Bootsausflüge zur Insel ab St. Paul's Bay/Bugibba

Wignacourt Tower

Dieser kleine, jüngst renovierte Küstenwachturm aus dem Jahr 1610 birgt eine kleine Ausstellung zur Festungsarchitektur auf Malta. Mo-Fr 9.30-12.30, Sa 9.30-12 Uhr | St. Paul's Bay | Eintritt 1 Euro

Sehenswertes

Gozo

Archaeological Museum

Die Casa Bondi, ein Palast aus dem 16. Jh., zeigt auf zwei Etagen Funde aus Gozo. Besonders interessant sind zwei außergewöhnliche Steinplatten. Die im Erdgeschoss trägt auf der Schmalseite das Relief einer Schlange und stammt aus den Tempeln von Ggantija; die im Obergeschoss hat eine arabische Grabinschrift mit kufischer Schrift aus dem 12. Jh. Das Obergeschoss ist Funden von der Stein- bis zur Bronzezeit gewidmet, im Untergeschoss reichen die Exponate von den Phöniziern bis zu den Ordensrittern. Standardöffnungszeiten | Eintritt 8 Euro, auch gültig für Foklore Museum, Old Prison, Natural Science Museum | Zitadelle | Victoria

Calypso's Cave

Oberhalb der Ramla Bay öffnet sich an einer Felskuppe eine kleine Grotte, die der Nymphe Kalypso und ihrem Geliebten Odysseus als Liebeslager gedient haben soll. Eindrucksvoller als die Grotte ist der wunderschöne Ausblick. Frei zugänglich | Von Xaghra aus über eine gut ausgeschilderte Straße zu erreichen | 9 km vom Fährhafen

Cathedral Museum

Die Sakristei der Kathedrale beherbergt liturgische Geräte, Gewänder, wertvolle Weihgaben sowie Dokumente zur Geschichte der Diözese. Mo-Sa 9-16.30 Uhr | Eintritt 1 Euro | Zitadelle | Victoria

Dwejra Inland Sea

An der Westküste von Gozo hat sich das Meer durch einen lichten Tunnel einen Weg ins Festland gebahnt und bildet dort hinter der Felsbarriere einen kleinen See, dessen Ufer von den Bootsschuppen der Fischer aus den Dörfern Gharb und San Lawrenz umstanden ist. Kinder baden dort, Taucher starten von den Anlegern aus zu Exkursionen, und Ausflügler können in kleinen Booten eine Fahrt durch den Tunnel unternehmen (Preis 3,50 Euro).

Folklore Museum

Das schöne Museum ist in zwei restaurierten Wohnhäusern im sizilianisch-normannischen Stil aus dem 14. Jh. untergebracht. Türbögen und Fenster weisen feine Steinmetzarbeiten auf. Zu sehen sind historische Landwirtschafts-, Fischerei- und Haushaltsgeräte sowie Trachten, Spitzenklöppeleien, Webdecken und silberne Votivtäfelchen. Ein Weinkeller ist zu besichtigen und eine einst von Eseln betriebene, hier wieder aufgebaute Kornmühle. Standardöffnungszeiten | Eintritt siehe Archäologisches Museum | Zitadelle | Victoria

Ggantija

Der Tempelkomplex von Ggantija ist eine sehr gut erhaltene und eindrucksvolle überirdische Kultanlage aus der Jungsteinzeit. Zusammen mit den Tempeln Maltas steht er auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Noch im letzten Jahrhundert konnten sich die Einheimischen diese Bauten nur als Werke von Giganten vorstellen, daher auch der Name. Eine örtliche Legende erzählt, eine Riesin habe die Tempel in einer einzigen Nacht erbaut - und dabei noch ihr Kind auf einem Arm getragen.

Marsalforn

Der meistbesuchte Badeort der Insel ist auch für die Einheimischen an warmen Abenden und an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel. Man schlendert auf der Uferpromenade und isst in einem der vielen Restaurants am Wasser. Überragt wird der Ort von einer modernen Christusstatue. Einen Spaziergang lohnen die noch immer genutzten Salinen direkt auf den Uferfelsen westlich des einstigen Fischerdorfs. 10 km vom Fährhafen

Mgarr

Gozos Fährhafen besteht vor allem aus einem großen Parkplatz. Überragt wird er von der neugotischen Kirche Our Lady of Lourdes mit ihrem markant spitzen Kirchturm sowie den Festungsmauern des Fort Chambray, das Mitte des 18. Jhs. als letzter größerer Bau des Ritterordens entstand (zzt. nicht zugänglich).

Natural Science Museum

In fünf Sälen werden Tiere und Pflanzen aus aller Welt sowie Sammlungen zu Flora, Fauna und Geologie der Maltesischen Inseln gezeigt. Standardöffnungszeiten | Eintritt siehe Archäologisches Museum | Zitadelle | Victoria

Old Prison

Das Gefängnis in der Zitadelle war vom 16. Jh. bis Anfang des 20. Jhs. in Gebrauch. Die Eingangshalle diente als Großraumgefängnis, in einem zweiten Gebäude befinden sich sechs individuelle Zellen. Besonders interessant sind die zahlreichen Graffiti an den Wänden. Standardöffnungszeiten | Eintritt siehe Archäologisches Museum | Zitadelle | Victoria

Qala

Das östlichste Dorf der Insel ist vom Tourismus noch weniger berührt als die anderen Gemeinden. Seine Windmühle, von einem deutschen Technikhistoriker liebevoll restauriert, ist das Schmuckstück des Ortes. Innenbesichtigung nicht möglich | 3 km vom Fährhafen

Ta' Pinu

Die 1920-31 erbaute, neoromanische Basilika von Ta' Pinu inmitten der Felder nahe dem Dorf Gharb ist für alle Malteser eine bedeutende Marienwallfahrtsstätte. In ihre Apsis sind die Überreste einer kleinen Kapelle aus dem 15. Jh. einbezogen, in deren Nähe zwei Einheimische vor rund 115 Jahren Marienerscheinungen hatten.

Victoria/Rabat

Gozos Hauptstadt, im letzten Jahrhundert offiziell zu Ehren der britischen Königin von Rabat in Victoria umgetauft, ist ein anheimelnder Ort mit vielen kleinen Plätzen, engen, noch sehr ursprünglichen Gassen, großen Klöstern, zahlreichen Kirchen und Kapellen sowie einem allmorgendlichen Markt unter freiem Himmel.

Xaghra

Die Hauptsehenswürdigkeit des lebhaften Dorfes ist die 1725 erbaute, sehr ansprechend als Museum hergerichtete Windmühle Ta' Kola, die zwischen dem Tempel von Ggantija und dem Dorfplatz liegt (Standardöffnungszeiten | Eintritt 8 Euro inkl. Tempelanlage von Ggantija). Am Dorfplatz selbst laden mehrere kürzlich modernisierte schicke Bars zum Beobachten des dörflichen Treibens ein.

Xewkija

Die Bewohner sind stolz auf ihre selbst finanzierte, erst 1978 geweihte Kirche. Mit 75 m Höhe soll sie die dritthöchste Kuppel Europas besitzen, mit Sicherheit aber die höchste des maltesischen Staates. Das kleine Gozo konnte hier einmal das große Malta und dessen stolze Rotunde von Mosta übertreffen. 4 km vom Fährhafen

Xlendi

Gozos Küsten sind durch viele kleine Fjorde gekennzeichnet. Am inneren Ende der Xlendi Bay liegt der zweite Badeort der Insel, Xlendi. Der Strand ist winzig; zum Sonnen begeben Sie sich besser auf die wohlpräparierten Uferfelsen. Für Häuser ist nur wenig Platz, alles ist hier eng aneinandergedrängt. Gerade das aber schafft eine unverwechselbare Atmosphäre. Nachdem Sie einen Abend lang an der nur 100 m langen Uferpromenade gesessen haben, kennen Sie jeden, der in Xlendi Urlaub macht. Zu sehen gibt es hier nichts, doch Atmosphäre ist alles. 10 km vom Fährhafen

Strände

Strände

Gozo

Ghasri Valley

3,5 km westlich von Marsalforn gelegener, von niedrigen Felsen gesäumter Fjord, an dessen innerem Ende Sie gut ins Wasser gelangen. Sehr ruhig und etwas einsam.

Hondoq Bay

Etwa 15 m langer Sand-Kiesstrand. 2 km unterhalb des Dorfes Qala

Mgarr Ix-Xini

2 km lange, schmale Felsbucht mit dem Strandbad des Hotels Ta' Cenc und Liegeflächen auf Beton. 2,5 km unterhalb des Dorfes Sannat

Ramla Bay

Langer, rötlicher Sandstrand an der Nordküste. Der schönste der Insel und damit meist gut besucht. Im Sommer Busverbindung mit Victoria

San Blas

Winziger und einsamer Sand-Kiesstrand. 2 km unterhalb von Nadur

Xwejni Bay

Bucht mit bizarren Felsformationen. 1,5 km westlich von Marsalforn

Uebernachten

Uebernachten

In und um Valletta

British

Ein traditionsreiches Hotel nahe am Grand Harbour gelegen mit 44 Zimmern, teilweise mit schönem Panoramablick. St. Ursula Street 267 | Valletta | Tel. 21224730 | Fax 21239711 | www.britishhotel.com | €

Castille

Älteres Hotel, aber zentral; ideal für Urlauber, die viel mit dem Linienbus unternehmen wollen. 39 Zi. | Castille Square | Valletta | Tel. 21243677 | Fax 21243679 | www.hotelcastillemalta.com | €€

Fortina Spa Resort

Seit 2005 das ultimative Wellnesshotel Maltas mit den weltweit ersten therapeutischen Spa-Zimmern, wo Sie alle Anwendungen in der eigenen Suite genießen. Insgesamt verfügt das Haus direkt an der Uferstraße über 350 Zimmer der Luxuskategorie, einen sehr weitläufigen Wellness- und Beautybereich und ein Gesundheitsrestaurant. Tigne Seafront | Sliema | Tel. 23460000 | Fax 23462162 | www.fortinaspa.com | €€€ (günstiger pauschal zu buchen)

Hilton Malta

Luxushotel mit Businesscenter, reichhaltigem Sportangebot sowie einem eigenen Hafenviertel mit Promenade und großer Marina. 294 Zi. | Portomaso | St. Julian's | Tel. 21383383 | Fax 21386629 | www.hilton.de/malta | €€€

Juliani

Maltas erstes Designhotel, Pool und Restaurant auf dem Dach mit Blick auf die Balluta Bay. Homepage mit wechselnden Webcam-Bildern. 44 Zi. | St. George's Road 12 | St. Julian's | Tel. 21388000 | Fax 21387800 | www.hoteljuliani.com | €€€

Osborne

Ein traditionsreiches Hotel in zentraler Lage. 60 Zi. | South Street 50 | Valletta | Tel. 21232127 | Fax 21247293 | www.osbornehotel.com | €€

Phoenicia

Traditionsreiches Luxushotel in zentraler Lage mit schöner Aussicht, großem alten Park und beheizbarem Außenpool. 136 Zi. | The Mall | Floriana | Tel. 21225241 | Fax 21235254 | www.phoeniciamalta.com | €€€

Park

Modernes Hotel, relativ ruhig nahe der Uferstraße gelegen. Hallenbad und Pool befinden sich auf der Dachterrasse. Freundlicher Service. 152 Zi. | Graham Street 10 | Sliema | Tel. 21343780 | Fax 21343770 | www.parkhotel.com.mt | €€

Valentina

Modernes, geschmackvoll eingerichtetes Hotel in Maltas Szenegegend Paceville. 8 Zi. | Schreiber Street | Paceville | Tel. 21382232 | Fax 21382406 | www.hotelvalentina.com | €

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Maltas Südosten

Etvan

50 relativ kleine Zimmer an der Südseite der Bucht, gut für eine Zwischenübernachtung geeignet. Triq il-Qaliet | Tel. 61632323 | www.etvan.com | €

Summer Nights

12 Studios mit Balkon und Meerblick über einer belebten Bar direkt an der Bucht. Triq ix-Xatt | Tel. 21637956 | m.cutajar@ondnet.net | €

Uebernachten

Zentralmalta

Point de Vue

Eine einfache Pension über dem gleichnamigen Restaurant in einem 400 Jahre alten Haus am Platz vor den Mauern Mdinas. 13 Zi. | Saqqajja Square | Rabat | Tel. 21454117 | €

The Xara Palace

Kleines, sehr individuelles Luxushotel des Verbunds Relais & Châteaux in einem Palast aus dem 17. Jh. Alle Zimmer und Suiten sind individuell und teilweise mit Antiquitäten eingerichtet. Die Restaurants auf dem Dach und auf dem Platz vor dem Hotel stehen auch Nichthotelgästen offen. 17 Zi. | Misrah il-Kunsil | Mdina | Tel. 21450560 | Fax 21452612 | www.xarapalace.com.mt | €€€

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Maltas Nordwesten

New Dolmen

Großhotel mit mehreren Restaurants, Diskos und Kasino. Breites Sportangebot, vier Pools, Hallenbad und großer Wellnessbereich. 386 Zi. | Islet Promenade | Qawra | Tel. 21581510 | Fax 21581532 | www.dolmen.com.mt | €€€

Primera

Schnörkelloses, modernes Hotel nur wenige Schritte von der Uferpromenade entfernt. 82 Zimmer auf fünf Etagen mit größtenteils seitlichem Meerblick. In und vor dem Hotel drehte Regisseur Steven Spielberg einige Szenen des Blockbusters „München“. Pioneer Road | Buggiba | Tel. 21583428 | Fax 21581290 | www.primerahotel.com | €

Seashells Suncrest

2006/7 total renovierte Hotelanlage an der Salina Bay. Elegante Lobby, mehrere Restaurants, Bars und Diskothek. Breites Sportangebot sowie ein großes Frei- und Hallenbad. 458 Zi. | Qawra Coast Road | Qawra | Tel. 21577101 | Fax 21575478 | www.suncresthotel.com | €€

Uebernachten

Gozo

Ferienhäuser

Zu Ferienhäusern ausgebaute, historische Bauernhäuser sind auf Gozo eine beliebte Unterkunft. Meist von Reiseveranstaltern angeboten, können Sie diese aber auch auf Gozo direkt buchen. In Xlendi wohnt man fast ausschließlich in Ferienapartments, in Marsalforn gibt es einige Hotels.

Calypso

Nach umfassender Modernisierung 2005 wieder eröffnetes, sechsgeschossiges Hotel direkt am Hafen. 92 Zi. | Marsalforn | Tel. 21562000 | Fax 21562012 | www.hotelcalypsogozo.com | €€

Kempinski San Lawrenz

Nach umfangreichen Umbauten im Winter 2005 wieder eröffnetes Luxusresort mit einem der zehn besten Spa- und Wellnessbereiche Europas, professionellem Ayurveda-Zentrum und einem 30000 m² großen, subtropischen Garten. 122 Zi. | San Lawrenz | Tel. 22110000 | Fax 22116373 | www.kempinski-gozo.com | €€€

San Andrea

Hotel mit Dachgarten direkt am Wasser, sehr freundliches Personal. 28 Zi. | Xlendi | Tel. 21565555 | Fax 21565400 | www.hotelsanandrea.com | €€

Xlendi

Leicht erhöht über der Bucht, mit Pool und Restaurant auf der Dachterrasse sowie Wellnessbereich. 50 Zi. | St. Simon Street | Tel. 21564614 | www.hotelxlendi.com | €€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

In und um Valletta

Hypogäum

Das Hypogäum in Paola ist wohl das erstaunlichste Bauwerk Maltas. Es ist die einzige vollständig erhaltene Kultstätte aus der Jungsteinzeit, also aus einer rund 5000 Jahre zurückliegenden Zeit. Anders als die überirdischen Tempel und Gräber hat es die Zeiten weitgehend unversehrt überdauert - denn das Hypogäum ist in die Erde hineingebaut. Auf einer Grundfläche von 500 m² sind drei Geschosse bis zu 14 m tief aus dem Fels herausgearbeitet worden. Sie finden hier Gänge und Hallen, Kammern, Nischen und Stufen sowie Reste von Wandmalereien, die überwiegend dekorative Motive wie Ranken und Spiralen aufweisen. Viele Gestaltungsformen erinnern an die oberirdischer neolithischer Tempel. So gibt es auch hier Orakellöcher und sogar ein Anbindeloch für Opfertiere.

Senglea

Senglea (3500 Ew.) ist ein lebhaftes Städtchen mit hohen, größtenteils nach dem Zweiten Weltkrieg im alten Stil wieder aufgebauten Wohnhäusern der Werft- und Hafenarbeiter. Die einzige Sehenswürdigkeit ist die Vedette an der äußersten Spitze der Halbinsel. Der kleine Wachtposten hoch über dem Grand Harbour ist einer der schönsten Aussichtspunkte im städtischen Malta. Die an ihm angebrachten Halbreliefs zweier Augen und zweier Ohren sollen die Wachsamkeit der Verteidiger Maltas symbolisieren. Frei zugänglich | 8 km von Valletta

Tarxien

Inmitten moderner Bebauung liegen im Städtchen Tarxien (7600 Ew.), das nahtlos mit Paola zusammengewachsen ist, die eindrucksvollen Überreste der größten maltesischen Tempelanlage. Sie besteht aus sechs Einzeltempeln, die in den Jahrhunderten zwischen 3800 und 2500 v. Chr. entstanden sind. Drei davon sind gut erhalten und teilweise sogar rekonstruiert, von den übrigen dreien sind nur noch Spuren aufzufinden.

Vittoriosa (Birgu)

Bevor die Ordensritter Valletta gründeten, residierten sie in Birgu, dem heutigen Vittoriosa. Nicht Valletta, sondern Birgu war das Ziel der türkischen Belagerung im Jahre 1565. Hauptstädtisch gibt sich Vittoriosa (3000 Ew.) heute überhaupt nicht mehr. Die Bewohner sind überwiegend als Schauerleute und Dockarbeiter im Hafen tätig. Vittoriosa ist eine oft süditalienisch anmutende Wohnstadt, in der einige historische Denkmäler aus der Ritterzeit verstreut liegen. Wie wenig man hier an Fremde denkt, zeigen auch die Straßenschilder: Die alten, leichter zu merkenden englischen Straßennamen wurden alle durch maltesische ersetzt. Vittoriosa erstreckt sich auf einer Halbinsel zwischen dem Kalkara und dem Dockland Creek. An ihrer äußersten Spitze steht das Fort St. Angelo, von den Ordensrittern vor der Großen Belagerung erbaut (tgl. 9-18 Uhr | Eintritt frei). Hier standen einst schon eine byzantinische und eine arabische Burg.

Zabbar

Das am östlichen Rand des städtischen Maltas gelegene Zabbar (14600 Ew.) war schon in der Zeit der Ordensritter ein bedeutender Marienwallfahrtsort. Im kleinen Museum der Barockkirche St. Marija ta Grazzia (Festtag am 14. September) sind Weihgaben zu sehen, die die Ritter der Gottesmutter von Zabbar verehrten: Votivbilder, Modelle von Ordensschiffen, Sänften der Großmeister und sogar die Kutsche des Großmeisters Alof de Wignacourt aus dem frühen 17. Jh. Am Ortsrand ließ sich der einzige deutsche Großmeister des Ordens, Ferdinand von Hompesch, noch kurz vor seiner Kapitulation vor Napoleon das Hompesch Gate errichten, einen prächtigen klassizistischen Triumphbogen. 10 km von Valletta

Ziele in der Umgebung

Maltas Südosten

Birzebbuga

Der größte Ort (7600 Ew.) an der Marsaxlokk Bay liegt auf einer kleinen Halbinsel mit den begrenzenden Buchten Pretty und St. George's Bay. Beide Buchten haben kleine, allerdings meist übervolle Sandstrände, an denen man im Anblick von Uferstraße, Bohrinseln und Schiffen, die den nahe gelegenen Großhafen von Kalafrana anlaufen, leicht an der Wasserqualität zu zweifeln beginnt. An den Containerterminals des Hafens werden jährlich etwa umgerechnet 1,3 Mio. 20-Fuß-Standardcontainer umgeschlagen. 8 km von Marsaskala

Blue Grotto

Die Blaue Grotte erreichen Sie nur per Boot. Kleine Fischerboote fahren bei gutem Wetter ständig vom Wied iz-Zurrieq aus hin. Die vorübergleitende Steilküste, auf der sich als einziges Bauwerk der 1637 errichtete Wachturm Torre Sciuto erhebt, ist allein schon eindrucksvoll. Das Boot läuft mehrere Grotten an, in denen nicht nur die Reflexion des Lichts, sondern auch viele orangefarbene Algen für ein abwechslungsreiches Farbenspiel sorgen. Die größte dieser Grotten ist mit 30 m Höhe und 90 m Umfang die Blue Grotto, in der die Lichteffekte während des Vormittags besonders stark wirken. Dauer der Bootsfahrt 20-25 Min. Preis 7 Euro | 17 km von Marsaskala

Delimara

Die lang gestreckte Halbinsel, die die Marsaxlokk Bay nach Osten hin begrenzt, hat einige schöne kleine Felsbuchten. Lieblingsbadeplatz des ehemaligen Ministerpräsidenten Dom Mintoff war St. Peter's Pool; nicht minder reizvoll sind auch Long Bay und Slugs Pool. Alle liegen am offenen Meer, sodass dort nichts von dem neuen Kraftwerk, das die Landschaft an der Westseite der Halbinsel arg verschandelt hat, zu bemerken ist. Das von den Briten erbaute Fort und der Leuchtturm nahe der Südspitze von Delimara können nicht besichtigt werden. 7 km von Marsaskala

Ghar Dalam

Die „Höhle der Finsternis“ ist Maltas bedeutendste Fundstelle fossiler Tierknochen. Sie öffnet sich zu einem Trockenflusstal hin, dem Wied Dalam, und führt, sich verästelnd, etwa 200 m weit in die Erde hinein. Der vordere Teil ihres Hauptgangs, rund 80 m lang und bis zu 8 m hoch, ist beleuchtet und bequem zu begehen. In der Höhle, die 1865-1938 erforscht wurde, fand man zahlreiche Knochen von ausgestorbenen Tieren, die auf Malta zum Teil noch bis vor 10000 Jahren lebten. Dazu gehören Zwergelefanten, deren kleinste Vertreter nicht größer als Bernhardiner waren, zwei Arten von Flusspferden, Rotwild, Wölfe, Füchse, Bären, Kröten und Schlafmäuse. Es ist anzunehmen, dass während der Eiszeiten eine Landbrücke zwischen Malta und dem heutigen Italien bestand, über die die Tiere auf der Flucht vor dem Eis gen Süden zogen. In höheren Schichten fanden die Forscher zudem einige sehr alte Keramikscherben, die für eine Erstbesiedlung der Inseln um 5200 v. Chr. sprechen.

Hagar Qim/Mnajdra

Der landschaftlich besonders schön zwischen Feldern und dem Meer liegende Tempelkomplex Hagar Qim besitzt nahezu alle Merkmale, die die maltesischen Tempel der Jungsteinzeit auszeichnen. Man staunt nicht nur über die gewaltige technische Leistung der Tempelbauer vor rund 5000 Jahren, die ja weder Metallwerkzeuge noch Seilzüge kannten, sondern auch über ihr feines ästhetisches Empfinden.

Marsaxlokk

Marsaxlokk (2900 Ew.) ist ein bedeutendes Fischerstädtchen. Farbenfroh gestrichene Boote mit Namen wie „God save us“ oder „Mother Teresa“ liegen am Kai, Fischer flicken am Ufer ihre Netze oder legen sie zum Trocknen aus. Dieser idyllische Ort lohnt jederzeit den Besuch - und besonders sonntagvormittags, wenn entlang des Hafens statt des täglichen kleinen Markts auch noch Maltas größter Wochenmarkt stattfindet. Dort können Sie fast alles erstehen, sei es Fisch, Gemüse, Jeans, Elektronik, Souvenirs oder Spirituosen.

Mqabba

Der Ort (2800 Ew.) liegt inmitten riesiger, tiefer Steinbrüche, in denen der Globigerinenkalk für Maltas Hausbau gewonnen wird. Ein Besuch der privaten Steinbrüche ist zwar nicht möglich, doch der Blick von oben bleibt in Erinnerung. 11 km von Marsaskala

Wied iz-Zurrieq

Der kleine Weiler am Meer war früher nur der Bootsliegeplatz für Fischer. Heute ist hier viel Betrieb, da von hier aus die Bootsfahrten zur Blue Grotto starten. 17 km von Marsaskala

Zejtun

Das große Dorf im Binnenland (11500 Ew.) besitzt zwei sehenswerte Kirchen: St. Grigor ist ein wehrhafter Bau aus dem frühen 15. Jh. (keine Innenbesichtigung | an der Straße von Zejtun nach Tas Silg). St. Katharina hingegen ist die Pfarrkirche der Gemeinde, erbaut nach Plänen des Architekten Lorenzo Gafà im frühen 18. Jh. In ihrer Sakristei befindet sich die Filfla Madonna von 1604, ein Triptychon, das aus einer Höhlenkapelle auf der Insel Filfla stammt. Frei zugänglich | im Ortszentrum | 4 km von Marsaskala

Ziele in der Umgebung

Zentralmalta

Attard

Das große Dorf (9500 Ew.) ist wegen des kleinen San Anton's Gardens ein beliebtes Ausflugsziel maltesischer Familien (von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geöffnet). Die Parkanlage gehörte ursprünglich zum San Anton's Palace, in dem lange die britischen Gouverneure wohnten. Seit 1974 ist er offizieller Wohnsitz des Staatspräsidenten. Die Pfarrkirche St. Marija, von Tommasso Dingli mit einer Fassade im Stil antiker Tempelbauten 1613 erbaut, ist die bedeutendste Renaissancekirche der Insel. 5 km von Rabat

Buskett Gardens

Der auch Boschetto genannte Park in einem Tal unterhalb des Verdala Palace ist ein sehr schönes Waldgebiet, um 1570 als Jagdrevier für den Großmeister angelegt. Hier gedeihen Palmen, Pinien und Kiefern, Maulbeer- und Orangenbäume. Frei zugänglich | 2 km von Rabat

Clapham Junction

Die deutlichsten unter den vielerorts auf Malta zu findenden, bis zu 40 cm tiefen Karrenspuren (engl. cart-rugs) aus der Bronzezeit befinden sich in der Nähe der Buskett Gardens. Die Briten waren von dem System sich verzweigender und sich kreuzender „Schienen“ so beeindruckt, dass sie es nach einer Eisenbahnkreuzung im Süden Londons benannten.

Dingli Cliffs

Die Klippen von Dingli sind ein mehrere Kilometer langer, faszinierender Küstenabschnitt. Größtenteils liegt zwischen der Kammlinie der über 200 m hohen Küstenfelsen und dem Meer eine schmale, landwirtschaftlich genutzte Terrasse; an einigen Stellen stürzen die Klippen aber auch unmittelbar ins Meer ab. Den besten Eindruck können Sie auf einer etwa 3 km langen Wanderung vom Dorf Dingli entlang der Küste bis zu den Buskett Gardens erhalten. Einziges Restaurant direkt an den Cliffs ist das Bobbyland. Oft gibt es hier Zwiebelbraten vom frisch geschlachteten maltesischen Pferd (Di-Fr 10.30-16 und ab 18.30 | Sa 10.30-15 und ab 18 | So 10.30-17 Uhr | Tel. 21452892 | €). 4 km von Rabat

Ghar Lapsi

An der Südküste Maltas sind natürliche Häfen selten. In Ghar Lapsi schützt eine winzige Bucht die kleinen Fischerboote, und auf Felsvorsprüngen und einigen schattigen Sandflecken tummeln sich die Badefreudigen. Nicht weit entfernt arbeitet seit 1982 Maltas erste Meerwasserentsalzungsanlage.

Mosta

Die Ortschaft (17400 Ew.) besitzt eine der herausragenden Kirchen des Landes. Die Mariä Himmelfahrt geweihte Rotonda wurde allein durch Spenden und freiwillige Arbeitsleistungen der Einwohner finanziert. Dem 1833-60 errichteten Zentralbau ist ein neoklassizistisches Portal nach dem Vorbild des römischen Pantheons vorgesetzt. Die gewaltige Kuppel hat einen Außendurchmesser von 54 m und eine Höhe von über 60 m. In der Sakristei liegt eine deutsche Fliegerbombe, die 1942 die Kuppel durchschlug. Dass sie nicht explodierte und niemanden der anwesenden Gläubigen verletzte, wird als Wunder aufgefasst (tgl. 9-12 und 15-17 Uhr).

Santa Venera

Entlang der Hauptstraße des Dorfes (6300 Ew.) haben sich Teile des Wignacourtaquädukts aus dem frühen 17. Jh. erhalten. Er führte Trinkwasser aus Zentralmalta nach Valletta. Die Gebäude der Ordensritter hatten ebenso wie das Hospital und die Sklavenunterkünfte einen direkten Wasseranschluss, wohingegen sich die Bevölkerung ihr Wasser aus Brunnen holen musste. Frei zugänglich | 8 km von Rabat

Siggiewi

Überall in der Umgebung des Ortes Siggiewi (7400 Ew.) stehen Hinweisschilder zum nahen Erlebnissteinbruch The Limestone Heritage. Hier werden Sie durch eine kurze Diashow und bei einem über Kopfhörer auf Deutsch geführten Rundgang durch einen kleinen, ehemaligen Steinbruch über alles rund um den maltesischen Kalkstein informiert. Lebensgroße Wachsfiguren, alte Geräte und Fahrzeuge beleben sehr fotogen die Szene. Angeschlossen sind eine Cafeteria und ein Souvenirladen. Mo-Fr 9-15, Sa 9-12, So 9-11.30 Uhr | Eintritt 6 Euro | Triq Mons | M. Azzopardi | 5 km von Rabat | www.limestoneheritage.com

Verdala Palace

Der 1586 errichtete Palast liegt auf einem der höchsten Punkte der Insel über den Buskett Gardens. Seit 1975 dient er als offizielles Gästehaus der maltesischen Regierung. Keine Innenbesichtigung | 2 km von Rabat

Ziele in der Umgebung

Maltas Nordwesten

Armier Bay

An dem 100 m langen Sandstrand gegenüber der Insel Comino gibt es mehrere Restaurants und kleinere Geschäfte. 12 km von St. Paul's Bay

Comino/Cominotto

Comino, der Inselwinzling mit nur 2,5 km² zwischen Malta und Gozo, ist eine Badeinsel, deren beliebte Bucht Blue Lagoon zwischen Comino und dem unbewohnten Felsen Cominotto von Ausflugsbooten angelaufen wird. In der Hotelanlage The Comino Hotel and Bungalows fühlen sich vor allem Wassersportler und Tennisspieler wohl (95 Zi., 46 Apartments | Tel. 21529821 | Fax 21529826 | www.cominohotel.com | €€€ | Bootsverbindung mit Cirkewwa auf Malta und Mgarr auf Gozo). Die einzige historische Sehenswürdigkeit auf Comino ist der Wachturm St. Marija von 1618.

Ghajn Tuffieha Bay

Dieser etwa 200 m lange Sandstrand unterhalb der Steilküste ist noch unbebaute Natur. Eine Treppe, die auf der kleinen Halbinsel beginnt, die die Ghajn Tuffieha von der Golden Bay trennt, führt hinab zum Strand. Über einen Küstenpfad können Sie in etwa 20 Minuten zur Gnejna Bay wandern. 7 km von St. Paul's Bay

Gnejna Bay

An der weiten, touristisch kaum erschlossenen Bucht stehen zahlreiche Bootsschuppen von Gelegenheitsfischern aus dem nahen Dorf Mgarr. Ein kleiner, aber feiner Sandstrand lädt zum Baden ein. Die Wassersportangebote sind etwas preiswerter als sonst üblich, für Snacks und kühle Getränke sorgt ein einfacher Imbissstand. Schön ist eine Wanderung von hier hinüber zur Golden Bay. Von Mgarr aus führt eine beschilderte Asphaltstraße hinunter zur Bucht, 10 km von St. Paul's Bay

Golden Bay

Ein schöner und langer Sandstrand erstreckt sich vor flachem Hinterland entlang dieser Bucht. Direkt am Strand steht seit 2005 das Luxushotel Radisson SAS Golden Sands mit großem Wellnessbereich (287 Zi. | Tel. 21575179 | Fax 21575185 | www.islandhotels.com | €€€).

Mellieha

Die kleine, recht lebhafte Stadt (6300 Ew.) liegt auf einem Bergrücken hoch oberhalb der gleichnamigen Bucht. Am nördlichen Ortsrand erhebt sich die erst 1948 erbaute Pfarrkirche St. Marija über einer Höhlenkapelle aus dem Jahr 409, die über alle Jahrhunderte hinweg Maltas bedeutendstes Marienheiligtum blieb. Grund für die Verehrung ist eine im Altarraum auf den Fels gemalte Mariendarstellung, die der Legende nach der Evangelist Lukas gemalt haben soll. Kunsthistoriker datieren die Malerei allerdings in die Zeit um 1300. Wunder hat die Madonna von Mellieha dennoch immer wieder bewirkt. Das wollen die zahlreichen Votivgaben in den Seitenräumen bezeugen, darunter solche, die von der Errettung aus Seenot erzählen, sowie mehrere Porträts von Ordensrittern (Mai.-Okt. tgl. 8-12 und 17-19 | Nov.-April tgl. 8-12 und 16 bis 18 Uhr).

Mellieha Bay

Maltas längster Sandstrand liegt unmittelbar unterhalb der Küstenstraße am inneren Ende der Mellieha Bay. An Restaurants und Wassersportmöglichkeiten herrscht kein Mangel; das Ufer fällt hier sehr sanft ab, sodass auch Kleinkinder hier gut baden können. Auf der anderen Straßenseite lassen sich im Ghadira Natural Reserve Zugvögel und Wintergäste beobachten (nur Nov.-Mai Sa/So 10-16 Uhr). Am Südufer der Mellieha Bay wird im gut ausgeschilderten Tunnara Museum anschaulich geschildert, wie man noch bis 1961 in Maltas Buchten zwischen Juni und September fast von Land aus Thunfisch fing (Dawret it-Tunnara | nur sporadisch geöffnet | Eintritt frei). 8 km von St. Paul's Bay

Mgarr

Mgarr (2800 Ew.) ist ein noch sehr ländlich-beschaulich wirkendes Dorf mit einer mächtigen Pfarrkirche und geringfügigen Resten eines neolithischen Tempels (frei einsehbar). Am Platz mit der bombastischen Pfarrkirche liegt im exzellenten Restaurant Barri (€) der Eingang zum 225 m langen, 12 m tief in die Erde eindringenden Mgarr Shelter, einem Schutztunnel für die Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg, in dem auch eine 10-minütige Videoshow über das Leben der Dorfbewohner im Krieg gezeigt wird (Di-Sa 9-14, So 10-11.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). 9 km von St. Paul's Bay

Paradise Bay

Der 100 m lange Sandstrand unterhalb einer Steilküste ist nur 400 m vom Fähranleger in Cirkewwa entfernt. Zwischen Strand und Anleger liegt das Hotel Paradise Bay mit Pool, Hallenbad, Tennisplätzen und großem Wassersportangebot (217 Zi. | Tel. 21521166 | Fax 21521153 | www.paradise-bay.com | €€). 14 km von St. Paul's Bay

Ramla Bay Resort

Der kleine Sandstrand an dieser Bucht gehört zum gleichnamigen Hotel, kann aber auch von Nichtgästen genutzt werden. 13 km von St. Paul's Bay

Selmun Palace

Der kleine, turmartige Palast wurde ursprünglich vom Ritterorden Anfang des 17. Jhs. als Wachturm und Jagdschlösschen erbaut. Heute sind darin das Feinschmeckerrestaurant und die schönsten Suiten des Selmun Palace Hotels untergebracht (Innenbesichtigung nur Hotel- und Restaurantgästen möglich). Das Hotel lockt zudem mit zwei Pools, Tennisplätzen, Fitnesscenter und Unterhaltungsprogrammen sowie kostenlosem Bustransfer zu den Stränden (154 Zi. | Mellieha | Tel. 21521040 | Fax 21521060 | www.selmunpalacehotel.com | €€€). 5 km von St. Paul's Bay

Victoria Lines

Die Briten legten auf dem Hügelkamm, der zum Nordwesten hin steil abfällt, gleich mehrere Befestigungsanlagen an. Weithin sichtbar erhalten sind Mosta Fort, Targa Battery und Bingemma Fort. Von den kleinen, nicht ausgeschilderten Landstraßen über den Höhen der Victoria Lines ergeben sich prächtige Ausblicke. 3-8 km von St. Paul's Bay

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Valletta

Kutschfahrten

Die 83 Pferdekutschen stehen am Great Siege Square und am Castille Square in Valletta sowie vor dem Haupttor von Mdina. Den Preis für eine Rundfahrt müssen Sie in der Regel selbst verhandeln. Als Orientierungshilfe kann Ihnen vielleicht der offizielle Preis von ca. 35 Euro für die ersten 40 Minuten und ca. 12 Euro für jede weitere halbe Stunde dienen.

Mit Kindern reisen

Der Nordwesten Maltas

Mediterraneo Marine Park

Dressierte Seelöwen und Delphine führen ihre Kunststückchen vor, und in Aquarien und Terrarien sind weitere Tiere zu bewundern. Wer sich sehr frühzeitig anmeldet, kann auch mit Delphinen schwimmen (nur in den Sommermonaten | Preis 120 Euro). Shows April-Okt. tgl. 10.30-16.30 Uhr jede Stunde | Eintritt 15,50 Euro, Kinder 10,50 Euro, Kombiticket mit Splash & Fun Water Park 22 bzw. 15 Euro | White Rocks | Bahar Ic-Caqhaq | Tel. 21372218 | www.marineparkmalta.com

Popeye Village

In die Traumwelt des Films führt ein Ausflug in die Anchor Bay. An dieser felsigen Bucht ließ Regisseur Robert Altman im Jahr 1979 ein romantisches Dorf errichten, das als Kulisse für die Verfilmung der bekannten Comicserie Popeye diente. Den ganzen Tag über finden hier Veranstaltungen, Bootsfahrten und Filmvorführungen statt, ein kleiner Vergnügungspark mit Karussells sowie ein Spaßschwimmbecken sind angeschlossen. April-Sept. tgl. 9.30 bis 17, im Winter 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 12 Euro, Kinder 9,50 Euro | www.popeyemalta.com

Splash & Fun

Nicht originell, nicht gerade billig, aber für Malta sind sie etwas Besonderes, die vier Riesenrutschen, über die Sie ins kühle Nass gleiten können. Großen Spaß macht allen Kids auch das Wellenbad mit 1,5 m hohen Wellen. Mitte Mai-Mitte September (wetterabhängig) tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 18 Euro, Kinder 10 Euro, Kombiticket mit Mediterraneo Marine Park 22 bzw. 15 Euro | White Rocks | Bahar Ic-Caghaq | Tel. 21374283 | www.marineparkmalta.com

Mit Kindern reisen

Der Südosten Maltas

Lws Railway Park - Park of Friendship

Der Freundschafts- ist in Wirklichkeit vor allem ein Tierpark, quasi Maltas einziger Zoo. In artgerechten Gehegen bewegen sich Emus, Lamas, Rehe, Affen und manch andere Tiere. Kaninchen und Bergziegen dürfen sich sogar ganz frei bewegen. Ein Miniaturzug namens „Emma Joanna“ umrundet auf der etwa 250 m langen Bahn sonntags den Tierpark, Kinder können täglich außer samstags eine Runde auf Pferden oder Ponys drehen oder sich mit modernen Tretautos Rennen liefern. Mo-Fr 9-13, Sa 9-12, So 9-17 Uhr | Eintritt 3 Euro, Kinder 2,50 Euro | Zinzell Street | Marsaskala | Tel. 21636526 | www.razzett.org/lwspark.htm

Playmobil Fun Park

Viele der Playmobilfiguren, die sich in den Kinderzimmern rund um den Globus befinden, erblicken auf Malta das Licht der Welt. Im Fun Park können die Kids in einem kleinen Raum mit einer Auswahl der Figuren spielen und die Produkte natürlich auch kaufen. Nach Voranmeldung ist ein kurzer Fabrikbesuch möglich. Tgl. 10-18, Juli-Sep. So nur 10-13 Uhr | Linienbus 13 | Hal Far | Eintritt Erwachsene 1,16 Euro, Kinder 2,33 Euro | Tel. 22242445 | www.playmobilmalta.com

Insider-Tipp

Guy's Bar Plough & Anchor Restaurant

Politiker als Bierhumpen: In Guy's Bar in Sliema zeigt sich so mancher Staatsmann als innen hohl

Jubilee

Lokale Nachrichtenbörse: Was man im Jubilee auf Gozo nicht hört, ist auf der Insel nicht passiert

The Silversmith's Shop

Schönes Silberfiligran: The Silversmith's Shop in Valletta hat Souvenirs, die sich mal nicht am britischen Geschmack orientieren

Peppino's

Beste Fischsuppe: Im vielgeschossigen Restaurant Peppino's in St. Julian's wird eine exzellente Fischsuppe serviert

Nemo

Tauchertreff: Im Bistrorant Nemo in Xlendi treffen sich die Tauchfreaks der Insel

Casa Rocca Piccola

Innenansichten: Im Casa Rocca Piccola sehen Sie, wie manche vornehme Malteser noch heute leben

Sacra Infermeria

Ritter im Hospital: Bei The Knights Hospitallers in Valletta wird die Geschichte der Ritter in Ton und Bild lebendig

St. James Cavalier

Kultur live: Maltas Kulturszene trifft sich in St. James Cavalier in Valletta

The Xara Palace

Luxus in uralten Gemäuern: Im Xara Palace Hotel in Mdina wohnt man wie der maltesische Adel

Hagar Qim/Mnajdra

Tempeltänze: Im Restaurant Hagar Qim können Sie mittags gut essen und samstagabends auch tanzen

Dingli Cliffs

Landestypisch: Im Restaurant Bobbyland serviert man Zwiebelbraten vom maltesischen Pferd

Ghar Lapsi

Speisen mit Weitblick: Im Restaurant Blue Creek in Ghar Lapsi sitzt man auf der Terrasse fast wie an Deck eines Schiffs

Siggiewi

Den Häuslebauern auf der Spur: Im Museumssteinbruch Limestone Heritage bei Siggiewi dreht sich alles um den Stein, aus dem Maltas Häuser und Paläste erbaut sind

Mgarr

Restaurant mit Bunker: Der Wirt des Restaurants Barri führt Sie in den unterirdischen Bunker Mgarr Shelter aus dem Zweiten Weltkrieg

Top Highlights

Tal-Familja

Maltesische Spezialitäten wie Kaninchenleber und exzellente Desserts. Triq Il-Gardiel | Mo-So 12-15.30 und ab 18 Uhr | Tel. 21632161 | www.talfamiljarestaurant.com | €€

Grand Master's Palace

Mitten in Valletta steht der größte Profanbau der Hauptstadt, der Palast der Großmeister des Ordens. Seine zweigeschossige Fassade repräsentiert mit ihrer Strenge den Stil des 16. Jhs. Die hölzernen Erker an den Ecken sind jünger, die Barockportale wurden erst im 18. Jh. angefügt. Überraschend lieblich wirken die beiden großen Innenhöfe, um die sich die Palastteile gruppieren: der Neptunshof mit einer Statue des antiken Meeresgotts und einem Brunnen, der früher als Pferdetränke diente, und der Prinz-Alfred-Hof mit einer schlanken Palme und einer schönen Andentanne. An der Turmuhr dieses Hofs schlagen seit 1745 bronzene, dunkelhäutige Gestalten in türkischen Uniformen jede volle Stunde.

Malta Experience

Maltas Geschichte ist das Thema einer 45-minütigen Audiovisionsschau, bei der zu eindrucksvollen Toneffekten in Quadrophonie 39 Projektoren über 3000 hervorragende Fotos auf eine Großleinwand werfen. Die Erläuterungen werden über Kopfhörer in 14 verschiedenen Sprachen gegeben, darunter auch in Deutsch. Mo-Fr stündlich 11-16 | Oktober bis Juni nur bis 14 | Sa-So 11, 12 und 13 Uhr | Eintritt 9,50 Euro | St. Lazarus Bastion | Triq Il-Mediterran | Valletta | www.themaltaexperience.com

National Museum of Archeology/Auberge de Provence

In der 1574 erbauten, ehemaligen Auberge de Provence, wo einst die provenzalischen Ordensritter lebten, wird heute zur Schau gestellt, was Maltas Boden an archäologischen Schätzen freigab. Im Erdgeschoss sind die Funde aus dem Neolithikum ausgestellt; Tempelmodelle erleichtern das Verständnis neolithischer Architektur. Eins dieser Modelle zeigt auch das unterirdische Hypogäum in Paola, das nur wenige Urlauber besichtigen können. Besonders eindrucksvoll ist der berühmte Altar von Hagar Qim. Der 73 cm hohe Kalksteinblock ist über und über mit punktartigen Vertiefungen überzogen und trägt auf allen vier Seiten Reliefs. Sie stellen eine Staude dar, die wie ein Lebensbaum aus einem Topf emporwächst.

St. John's Co-Cathedral

Die eindrucksvollste Kirche Vallettas ist die Hauptkirche des Johanniterordens, geweiht Johannes dem Täufer. Nach dem Abzug der Ritter von Malta fiel sie an das Erzbistum Malta und wurde 1816 von Papst Pius VII. in den Rang einer Bischofskirche erhoben, den bis dahin allein die Kathedrale von Mdina hatte - daher der eigenartige Name Co-Cathedral. Sie wurde 1573 bis 77 nach den Plänen von Girolamo Cassar erbaut, der eigentlich gelernter Militärarchitekt war. Entsprechend streng, schlicht, aber auch stabil ist das Äußere der Kirche. Ganz anders das Innere, das Mattia Preti Mitte des 17. Jhs. im Stil des Barock auf eigene Kosten umgestaltete! Nicht nur die Deckenmalereien mit 18 Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers stammen von ihm, sondern auch die Vorzeichnungen für die zahlreichen Reliefs, mit denen Pfeiler und Wandflächen lückenlos bedeckt sind.

St. Paul's Catacombs/St. Agatha's Catacombs

Die Katakomben auf Malta dienten als Begräbnisstätten von Christen, aber ebenso von Heiden und Juden. Die großen Schätze der Katakomben fielen in die Hände von Grabräubern. Der erste Großmeister des Ordens auf Malta, Philippe Villiers de L'Isle Adam, gestattete sogar offiziell die Plünderung der Katakomben - unter der Bedingung, dass ein Drittel aller gefundenen Schätze an den Orden abgeliefert werde.

Dwejra Inland Sea

An der Westküste von Gozo hat sich das Meer durch einen lichten Tunnel einen Weg ins Festland gebahnt und bildet dort hinter der Felsbarriere einen kleinen See, dessen Ufer von den Bootsschuppen der Fischer aus den Dörfern Gharb und San Lawrenz umstanden ist. Kinder baden dort, Taucher starten von den Anlegern aus zu Exkursionen, und Ausflügler können in kleinen Booten eine Fahrt durch den Tunnel unternehmen (Preis 3,50 Euro).

Ggantija

Der Tempelkomplex von Ggantija ist eine sehr gut erhaltene und eindrucksvolle überirdische Kultanlage aus der Jungsteinzeit. Zusammen mit den Tempeln Maltas steht er auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Noch im letzten Jahrhundert konnten sich die Einheimischen diese Bauten nur als Werke von Giganten vorstellen, daher auch der Name. Eine örtliche Legende erzählt, eine Riesin habe die Tempel in einer einzigen Nacht erbaut - und dabei noch ihr Kind auf einem Arm getragen.

Victoria/Rabat

Gozos Hauptstadt, im letzten Jahrhundert offiziell zu Ehren der britischen Königin von Rabat in Victoria umgetauft, ist ein anheimelnder Ort mit vielen kleinen Plätzen, engen, noch sehr ursprünglichen Gassen, großen Klöstern, zahlreichen Kirchen und Kapellen sowie einem allmorgendlichen Markt unter freiem Himmel.

Ramla Bay

Langer, rötlicher Sandstrand an der Nordküste. Der schönste der Insel und damit meist gut besucht. Im Sommer Busverbindung mit Victoria

Hypogäum

Das Hypogäum in Paola ist wohl das erstaunlichste Bauwerk Maltas. Es ist die einzige vollständig erhaltene Kultstätte aus der Jungsteinzeit, also aus einer rund 5000 Jahre zurückliegenden Zeit. Anders als die überirdischen Tempel und Gräber hat es die Zeiten weitgehend unversehrt überdauert - denn das Hypogäum ist in die Erde hineingebaut. Auf einer Grundfläche von 500 m² sind drei Geschosse bis zu 14 m tief aus dem Fels herausgearbeitet worden. Sie finden hier Gänge und Hallen, Kammern, Nischen und Stufen sowie Reste von Wandmalereien, die überwiegend dekorative Motive wie Ranken und Spiralen aufweisen. Viele Gestaltungsformen erinnern an die oberirdischer neolithischer Tempel. So gibt es auch hier Orakellöcher und sogar ein Anbindeloch für Opfertiere.

Tarxien

Inmitten moderner Bebauung liegen im Städtchen Tarxien (7600 Ew.), das nahtlos mit Paola zusammengewachsen ist, die eindrucksvollen Überreste der größten maltesischen Tempelanlage. Sie besteht aus sechs Einzeltempeln, die in den Jahrhunderten zwischen 3800 und 2500 v. Chr. entstanden sind. Drei davon sind gut erhalten und teilweise sogar rekonstruiert, von den übrigen dreien sind nur noch Spuren aufzufinden.

Vittoriosa (Birgu)

Bevor die Ordensritter Valletta gründeten, residierten sie in Birgu, dem heutigen Vittoriosa. Nicht Valletta, sondern Birgu war das Ziel der türkischen Belagerung im Jahre 1565. Hauptstädtisch gibt sich Vittoriosa (3000 Ew.) heute überhaupt nicht mehr. Die Bewohner sind überwiegend als Schauerleute und Dockarbeiter im Hafen tätig. Vittoriosa ist eine oft süditalienisch anmutende Wohnstadt, in der einige historische Denkmäler aus der Ritterzeit verstreut liegen. Wie wenig man hier an Fremde denkt, zeigen auch die Straßenschilder: Die alten, leichter zu merkenden englischen Straßennamen wurden alle durch maltesische ersetzt. Vittoriosa erstreckt sich auf einer Halbinsel zwischen dem Kalkara und dem Dockland Creek. An ihrer äußersten Spitze steht das Fort St. Angelo, von den Ordensrittern vor der Großen Belagerung erbaut (tgl. 9-18 Uhr | Eintritt frei). Hier standen einst schon eine byzantinische und eine arabische Burg.

Blue Grotto

Die Blaue Grotte erreichen Sie nur per Boot. Kleine Fischerboote fahren bei gutem Wetter ständig vom Wied iz-Zurrieq aus hin. Die vorübergleitende Steilküste, auf der sich als einziges Bauwerk der 1637 errichtete Wachturm Torre Sciuto erhebt, ist allein schon eindrucksvoll. Das Boot läuft mehrere Grotten an, in denen nicht nur die Reflexion des Lichts, sondern auch viele orangefarbene Algen für ein abwechslungsreiches Farbenspiel sorgen. Die größte dieser Grotten ist mit 30 m Höhe und 90 m Umfang die Blue Grotto, in der die Lichteffekte während des Vormittags besonders stark wirken. Dauer der Bootsfahrt 20-25 Min. Preis 7 Euro | 17 km von Marsaskala

Hagar Qim/Mnajdra

Der landschaftlich besonders schön zwischen Feldern und dem Meer liegende Tempelkomplex Hagar Qim besitzt nahezu alle Merkmale, die die maltesischen Tempel der Jungsteinzeit auszeichnen. Man staunt nicht nur über die gewaltige technische Leistung der Tempelbauer vor rund 5000 Jahren, die ja weder Metallwerkzeuge noch Seilzüge kannten, sondern auch über ihr feines ästhetisches Empfinden.

Marsaxlokk

Marsaxlokk (2900 Ew.) ist ein bedeutendes Fischerstädtchen. Farbenfroh gestrichene Boote mit Namen wie „God save us“ oder „Mother Teresa“ liegen am Kai, Fischer flicken am Ufer ihre Netze oder legen sie zum Trocknen aus. Dieser idyllische Ort lohnt jederzeit den Besuch - und besonders sonntagvormittags, wenn entlang des Hafens statt des täglichen kleinen Markts auch noch Maltas größter Wochenmarkt stattfindet. Dort können Sie fast alles erstehen, sei es Fisch, Gemüse, Jeans, Elektronik, Souvenirs oder Spirituosen.

Buskett Gardens

Der auch Boschetto genannte Park in einem Tal unterhalb des Verdala Palace ist ein sehr schönes Waldgebiet, um 1570 als Jagdrevier für den Großmeister angelegt. Hier gedeihen Palmen, Pinien und Kiefern, Maulbeer- und Orangenbäume. Frei zugänglich | 2 km von Rabat

Dingli Cliffs

Die Klippen von Dingli sind ein mehrere Kilometer langer, faszinierender Küstenabschnitt. Größtenteils liegt zwischen der Kammlinie der über 200 m hohen Küstenfelsen und dem Meer eine schmale, landwirtschaftlich genutzte Terrasse; an einigen Stellen stürzen die Klippen aber auch unmittelbar ins Meer ab. Den besten Eindruck können Sie auf einer etwa 3 km langen Wanderung vom Dorf Dingli entlang der Küste bis zu den Buskett Gardens erhalten. Einziges Restaurant direkt an den Cliffs ist das Bobbyland. Oft gibt es hier Zwiebelbraten vom frisch geschlachteten maltesischen Pferd (Di-Fr 10.30-16 und ab 18.30 | Sa 10.30-15 und ab 18 | So 10.30-17 Uhr | Tel. 21452892 | €). 4 km von Rabat

Comino/Cominotto

Comino, der Inselwinzling mit nur 2,5 km² zwischen Malta und Gozo, ist eine Badeinsel, deren beliebte Bucht Blue Lagoon zwischen Comino und dem unbewohnten Felsen Cominotto von Ausflugsbooten angelaufen wird. In der Hotelanlage The Comino Hotel and Bungalows fühlen sich vor allem Wassersportler und Tennisspieler wohl (95 Zi., 46 Apartments | Tel. 21529821 | Fax 21529826 | www.cominohotel.com | €€€ | Bootsverbindung mit Cirkewwa auf Malta und Mgarr auf Gozo). Die einzige historische Sehenswürdigkeit auf Comino ist der Wachturm St. Marija von 1618.

Ghajn Tuffieha Bay

Dieser etwa 200 m lange Sandstrand unterhalb der Steilküste ist noch unbebaute Natur. Eine Treppe, die auf der kleinen Halbinsel beginnt, die die Ghajn Tuffieha von der Golden Bay trennt, führt hinab zum Strand. Über einen Küstenpfad können Sie in etwa 20 Minuten zur Gnejna Bay wandern. 7 km von St. Paul's Bay

Mellieha

Die kleine, recht lebhafte Stadt (6300 Ew.) liegt auf einem Bergrücken hoch oberhalb der gleichnamigen Bucht. Am nördlichen Ortsrand erhebt sich die erst 1948 erbaute Pfarrkirche St. Marija über einer Höhlenkapelle aus dem Jahr 409, die über alle Jahrhunderte hinweg Maltas bedeutendstes Marienheiligtum blieb. Grund für die Verehrung ist eine im Altarraum auf den Fels gemalte Mariendarstellung, die der Legende nach der Evangelist Lukas gemalt haben soll. Kunsthistoriker datieren die Malerei allerdings in die Zeit um 1300. Wunder hat die Madonna von Mellieha dennoch immer wieder bewirkt. Das wollen die zahlreichen Votivgaben in den Seitenräumen bezeugen, darunter solche, die von der Errettung aus Seenot erzählen, sowie mehrere Porträts von Ordensrittern (Mai.-Okt. tgl. 8-12 und 17-19 | Nov.-April tgl. 8-12 und 16 bis 18 Uhr).

Mellieha Bay

Maltas längster Sandstrand liegt unmittelbar unterhalb der Küstenstraße am inneren Ende der Mellieha Bay. An Restaurants und Wassersportmöglichkeiten herrscht kein Mangel; das Ufer fällt hier sehr sanft ab, sodass auch Kleinkinder hier gut baden können. Auf der anderen Straßenseite lassen sich im Ghadira Natural Reserve Zugvögel und Wintergäste beobachten (nur Nov.-Mai Sa/So 10-16 Uhr). Am Südufer der Mellieha Bay wird im gut ausgeschilderten Tunnara Museum anschaulich geschildert, wie man noch bis 1961 in Maltas Buchten zwischen Juni und September fast von Land aus Thunfisch fing (Dawret it-Tunnara | nur sporadisch geöffnet | Eintritt frei). 8 km von St. Paul's Bay

Valletta

Mdina/Rabat


Auftakt

Was für eine Insel!

Die Inselrepublik Malta ist klein und sehr überschaubar. Dadurch können Sie die drei Inseln auch in einer einzigen Urlaubswoche in voller Vielfalt erleben: die Tempel der Steinzeit, die mittelalterlichen Städte, die barocken Kirchen und stillen Dörfer. Sie können tauchen und surfen, schwimmen und golfen, sich Ihrer Wellness widmen, Ihr Englisch aufmöbeln oder sich auf eine kulinarische Weltreise begeben. Die Nightlife-Szene macht Malta zudem zur angesagten Party-Insel - und wer die Natur liebt, muss danach zwar suchen, kann sie dann aber auch auf einfachen Wanderungen in aller Ruhe genießen.

Malta gleicht einem üppigen Büffet. Jeder kann sich sein eigenes Urlaubsmenü zusammenstellen. Besondere Spezialität: Zeitreisen. In steinzeitlichen Tempeln wandeln Sie zwischen Mauern aus bis zu 50 Tonnen schweren Steinblöcken durch die über 5000 Jahre alte Glaubenswelt der ersten Malteser. Im Hypogäum steigen Sie in ein unterirdisches Labyrinth hinab. 4000 Jahre alte Gleissysteme geben Ihnen Rätsel auf, Katakomben erinnern an die Zeit des frühen Christentums. Über das Kopfsteinpflaster der stillen Stadt Mdina rollen Pferdekutschen, und bei einem Cappuccino in Valletta fühlen Sie sich in die Zeit der Renaissance oder des Barock zurückversetzt.

Neben den Zeitreisen offeriert Malta auch viele andere Erlebnismöglichkeiten. Die Küsten mit ihren bizarren Felsformationen besitzen hervorragende Tauchgründe, aber auch schöne Sandstrände mit Windsurf- und Wassersportstationen und glatte Felsschollen fürs Sonnenbad. Selbst Angebote zum Aktivurlaub gibt es in Hülle und Fülle: vom Englischsprachkurs bis hin zu nervenkitzelnden Stunden in Steilwänden hoch über dem Meer oder auf Unterwassersafaris in die Tiefe.

Zwischendurch locken unzählige Restaurants mit Gaumenfreuden aus aller Herren Länder. Vor allem mit Fisch und Meeresfrüchten sind Maltas Tafeln reich gedeckt. Und in den Diskos von Paceville mixen neben Einheimischen auch Gast-DJs aus England und Italien den Sound. Hier wird vor allem am Wochenende die Nacht zum jungen Tag.

Malta ist handlich. Nur 43 km liegen zwischen Cirkewwa im Norden und Marsaxlokk im Süden. Über 250 Linienbusse durchkreuzen täglich die Insel, machen das Herumkommen einfach und preiswert. Mietwagen sind für wenig Geld zu haben, und an den Linksverkehr hat man sich schnell gewöhnt.

Die ersten Überraschungen erleben viele Urlauber bereits bei der Ankunft auf dem hochmodernen Luqa-Airport: Malta ist ein selbstständiger Staat mit eigener Regierung, Flagge und Sprache. Zwar schreiben die Malteser mit lateinischen Buchstaben, trotzdem erscheinen die Wörter schier unaussprechlich, denn die Wurzeln des Maltesischen liegen im Arabischen. Aber keine Angst: Fast alle Malteser sprechen Englisch. Die nächste Überraschung bereitet die Fahrt ins Hotel. Malta ist kein kleines, verträumtes Eiland voller Fischerromantik, sondern gleicht eher eine Großstadt mit all ihren Problemen. Über 380000 Menschen drängen sich auf nur 405 km² - eine Einwohnerdichte ähnlich der im Ruhrgebiet. Obendrein leben die Malteser gern in großzügigen Einfamilienhäusern, die sich immer weiter in die Natur hineinfressen.

Doch trotz dieser Verstädterung sind Maltas Orte nicht ohne Reiz. Dafür sorgen die zahlreichen historischen Baudenkmäler und vor allem die maltesische Bauweise selbst. Beton wird erst seit Kurzem vermehrt verwendet, einheimische Kalksteinblöcke sind das vorherrschende Baumaterial. Ihre goldgelbe bis mittelbraune Farbe bekommt in den alten Ortskernen durch die verschiedenfarbigen Holzerker interessante Tupfer aufgesetzt. Ihren ganz besonderen Charakter erhalten viele maltesische Dörfer durch eine Marotte: Die Malteser wetteifern seit 200 Jahren untereinander darum, wessen Dorfkirche die mächtigste Kuppel besitzt.

Einige grüne Oasen sind auf Malta auch zu finden. Die gesamte Südwestküste mit ihren Steilufern zwischen Zurrieq und Mgarr gehört dazu. Ebenso der Norden, in dem man eifrig Landwirtschaft betreibt. Da werden Tomaten, Zwiebeln, Kürbisse, etwas Getreide und sogar Kartoffeln für den Export nach Holland angebaut. Wein wächst in der Gegend um Mdina und Rabat, Orangen gedeihen in den Buskett Gardens.

Zur Inselrepublik Malta gehören auch die Inseln Comino und Gozo. Während Comino nur als Standort zweier Hotels von Bedeutung ist, produziert Gozo einen Großteil der Lebensmittel für den ganzen Staat: Milch und Käse, Getreide und Wein. Als Urlaubsinsel ist Gozo für alle Ruhesuchenden eine gute Alternative zu Malta. Die Insel ist weitaus dünner besiedelt, grüne, niedrige Tafelberge bestimmen das Landschaftsbild. Es gibt zwar nur einen größeren Sandstrand, die Ramla Bay, dafür aber romantische Fjorde zum Baden und verschlafene Dörfer. Hier finden Sie mit Sicherheit die Romantik, die Sie sich wahrscheinlich von einer mediterranen Insel versprechen.

Stolz sind die Malteser vor allem auf die glorreiche Epoche, als Malta Sitz des Johanniterordens war, besonders auf das Jahr 1565, als die Türken die Insel angriffen und die Malteser zusammen mit den Johannitern die Insel erfolgreich verteidigten. Damit verhinderten sie ein weiteres Vordringen des Islam nach Europa. Nach dem Verständnis der Malteser würde es ohne sie heute keine EU geben - und deshalb gehören sie seit dem 1. Mai 2004 auch dazu. Weiterhin legen sie aber Wert darauf, ihre Sonderrolle als Mittler zwischen Europa und Nordafrika zu bewahren. Diese Mittlerrolle zwischen zwei Kontinenten und Kulturen hatte Malta in der Geschichte zuvor nie spielen dürfen. Seine strategisch bedeutsame Lage im Zentrum des Mittelmeers - nur 95 km von Italien und 290 km von Afrika entfernt - hat vielmehr immer wieder das Begehren fremder Eroberer geweckt. Phönizier und Römer, Araber und Normannen, die Kreuzritter des Johanniterordens und die Briten hinterließen ihre Spuren.

Als die Malteser 1964 von den Briten in die Unabhängigkeit entlassen wurden, galt es, einen lebensfähigen Ministaat zu schaffen. Mithilfe der Chinesen und der Sowjetunion wurde die Werftindustrie ausgebaut. Zusammen mit Libyen baute man eine bescheidene Erdölindustrie auf. Malta erhielt eine eigene Handelsflotte und eine Fluglinie. Zugleich bemühte man sich um die Ansiedlung europäischer Unternehmen, die in Malta Jeans, Schuhe und Brillengestelle, Spielzeug und elektronische Zulieferteile produzieren. Inzwischen arbeiten über 35 Prozent aller Malteser in der Industrie, aber nur knapp 6 Prozent in der Landwirtschaft. Der Tourismus ist heute der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2008 kamen fast 1,3 Mio. Urlauber nach Malta, ungefähr die Hälfte davon Briten, aber auch über 150000 deutsche Besucher.

5200 v. Chr.

Erste Besiedlung

4000-2500 v. Chr.

Epoche der Tempelbauer

2000-1000 v. Chr.

Epoche der bronzezeitlichen Schienenbauer

1000-218 v. Chr.

Herrschaft der Phönizier

218 v. Chr.-397 n. Chr.

Römische Herrschaft. Nach dem Aufenthalt des Apostels Paulus auf Malta 59 n. Chr. entsteht eine erste christliche Gemeinde

397-870

Byzantinische Herrschaft

870-1070

Arabische Herrschaft

1070-1530

Erst erobern die Normannen von Sizilien aus Malta. 1194 geht die Insel an die Stauferkaiser über, 1282 an das spanische Königreich von Aragón

1530-1798

Herrschaft der Ritter. Kaiser Karl V., erster Habsburger auf dem spanischen Königsthron, überlässt den durch die Türken von Rhodos vertriebenen Johanniterrittern die Inseln

1565

Die Johanniter wehren eine fast viermonatige türkische Belagerung ab und bauen Malta zur Festung aus

1798

Die Ritter kapitulieren vor den Truppen Napoleons

1800-1964

Britische Herrschaft

1940-42

Im Zweiten Weltkrieg bombardieren deutsche und italienische Flugzeuge zwei Jahre lang die Insel

1964

Malta wird unabhängig

1974

Deklaration der Republik

1979

Die britischen Truppen verlassen die Insel

2004

EU-Beitritt Maltas

2008

Einführung des Euro

www.malta-blogger.com

Deutschprachige Website, u.a. mit einem Forum und mehreren Blogs

www.maltamedia.com

Die Adresse für anspruchsvolle Blogs maltesischer Autoren, meist auf Englisch; auch Links zu weiteren Blogs

www.tonisant.com

Erstklassige Musik-Podcasts eines Dozenten für kreative Technologien über maltesische Musiker und Musik jeder Art. Ein Juwel unter den Podcasts!

www.timesofmalta.com

Über die Homepage der englischsprachigen Tageszeitung Maltas gelangt man zu bei Redaktionsschluss neun verschiedenen Blogs, darunter auch einem mit dem Titel „Student's view“.

www.xmalta.de

Kein echtes Blog, aber eine Website, auf der sich User eigene spaces einrichten lassen, in die dann Berichte, Bilder und Videos aus Malta gestellt werden

http://aolmobile.com.com

Aktuelle maltesische Musik zum Anhören und Downloaden - erst auf regions klicken, dann auf europe, dann auf malta


Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.

Von der grauen Maus zur lebendigen Inselmetropole

In Valletta tut sich was. Unterhalb der Stadtmauern ist mit der Valletta Waterfront gleich neben dem neuen Kreuzfahrtterminal eine maritime Restaurant- und Einkaufsmeile entstanden. Traditionelle Taxiboote kreuzen von hier auf dem Grand Harbour. Aus den Mauern ist der Verkehr dank eines modernen Park-and-Ride-Systems seit 2007 weitgehend verbannt. Elektrotaxis (CT Cabs) fahren jeden Punkt in der Stadt an. Hauptgassen wie die Merchants Street sind zur Fußgängerzone geworden. Neue Weinbars und kulturelle Angebote sorgen dafür, dass auch abends Leben in die Stadt einkehrt.

Wie die EU für neue Jobs sorgt

Maltesisch ist eine offizielle Sprache in der EU. Also müssen alle Dokumente und Gesetze ins Maltesische übersetzt werden, obwohl dort fast jeder gut englisch spricht. Dafür werden etwa 135 hauptamtliche Übersetzer benötigt, die als Anfangsgehalt 3800 Euro für eine Viereinhalbtagewoche aus der Gemeinschaftskasse erhalten. Kein schlecht bezahlter Job, oder?

Speisen mit den Toten und den Armen

Für die ersten Christen der Spätantike war das allabendliche Liebesmahl mit anderen Gemeindemitgliedern Teil des Lebens. Man vollzog damit die mystische Mahlsgemeinschaft nach, die Christus mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl feierte. Agape, die Liebe, stand dabei im Vordergrund. Auch in den maltesischen Katakomben haben die frühen Christen solche Liebesmähler gefeiert - mit ihren Toten. Davon zeugen in den St. Paul's und St. Agatha's Catacombs in den Fels gearbeitete runde Flächen mit erhabenem Rand, sogenannte Agape-Tische, um die sich die vor allem männlichen Teilnehmer gruppierten. Der von den Gräbern ausgehende Verwesungsgeruch dürfte sie nicht gestört haben, denn zum einen führten Belüftungsschächte ins Freie, zum anderen gehörten allerlei üble Gerüche zum Alltag - noch bis ins 19. Jh. hinein.

Der Kaplan von Malta

Der einzige maltesische Roman, der je ins Deutsche übersetzt wurde, ist nur noch auf Malta selbst erhältlich. Nicholas Monsarrats Buch spielt während des Zweiten Weltkriegs auf der Insel.

Das Sakrament

Der historische Roman von Tim Willocks, im Malta des 16. Jahrhunderts angesiedelt, ist über 700 Seiten stark - auch als Hörbuch auf 21 CDs erschienen.

Die Chronik der Unsterblichen 07. Der Gejagte

Malta für Fantasy-Fans von Wolfgang Hohlbein.

www.maltapoetry.com

Maltesische Poesie, zu lesen im Original.

München

In Steven Spielbergs 2005 gedrehtem Thriller mit Eric Bana und Daniel Craig in den Hauptrollen ist die Insel auch in zahlreichen Außenaufnahmen zu sehen. So mancher Ort wuchs im Film zur Metropole heran: So wurde aus Rabat sogar Rom und Athen.

Der Graf von Monte Christo

Der Abenteuerroman von Alexandre Dumas, verfilmt auf Malta mit Gérard Depardieu und Ornella Muti (2000).

Der Untergang der Pamir

Havariert ist die Viermastbark nahe den Azoren, doch gedreht wurde auf Malta: zweiteiliger Fernsehfilm von Wolfgang Petersen (2005).

Popeye

Vom Robert-Altman-Klassiker (1979) stehen im Nordwesten Maltas noch die Kulissen.


Szene

Trend Guide Malta

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Nina Vogt

lebt seit 2006 auf Malta und arbeitet als Yield & Reservations Manager im Hilton Malta in Portomaso, St. Julians. Meerblick, Sonnenschein und gut gelaunte Menschen gehören zu ihrem Alltag. Für Nina Vogt „ein Traumjob auf der freundlichsten Insel im Mittelmeer“. Ihre Freizeit verbringt unser Szene-Scout gern an ihrem Lieblingsstrand in Mellieha oder mit einem Spaziergang an der Uferpromenade.

Am Wasser gebaut

Überraschend, aber wahr: Erst seit Kurzem trifft sich der Jet-Set wieder am Wasser. Wo früher alte Lagerhallen und heruntergekommene Häuser den Blick aufs Mittelmeer versperrten, setzen Investoren jetzt auf mondäne Uferpromenaden. Bereits verwirklicht: die Vittoriosa Water Front, mit Blick auf Fort St. Angelo. Abends tummeln sich hier die Schönen und Reichen zwischen Cafés, Restaurants und dem Casino di Venezia (www.visitmalta.com/vittoriosa-waterfront). Nach vielen Debatten gab's auch für die Smart City auf dem Gelände von Fort Ricasoli grünes Licht. Der Business- und IT-Park mit Uferpromenade und künstlichen Wasserfällen direkt am Grand Harbour ist gerade im Bau (www.smartcity.ae).

Open Wineries

Winzer wollen die Inselweine bekannt machen und organisieren private Touren durch die Weinkeller. Im Weingut Meridiana lagern die Weine zwölf Monate in französischen Eichenfässern, erst danach darf man sie auf einer Tour probieren. Nicht verwirren lassen: Der Chardonnay heißt hier Mistral, den Merlot nennt man Melquart (Ta' Qali | www.meridiana.com.mt). Der erste Riserva der Insel stammt aus der Marsovin Winery. Das 400 Jahre alte Gut ist seit 100 Jahren im Besitz der Familie Marsovin, und die ist stolz auf den sogenannten Marnisi. Weinkenner können sich vom Geschmack auf einer Weintour überzeugen (Wills Street | Marsa | www.marsovin.com). Bei Emmanuel Delicata lernen Besucher alles über den richtigen Umgang mit Wein - im Gewölbekeller aus dem 17. Jh. (Paola | www.delicata.com).

Mode-Meister

Die Branche fördert kreative Fashiontalente wie die junge Modeschöpferin Caroline Hili. Sie wurde während der Malta Fashion Awards mit dem „Award for Innovation und Creativity“ ausgezeichnet. Das blieb nicht unbemerkt, jetzt arbeitet sie für Valentino (www.carolinehili.com). Neben Designern werden auch Models, Stylisten und Make-up-Artists ausgezeichnet (www.fashionawards.com.mt). Das Designduo Charles & Ron zeigt seine Kreationen bereits auf Shows in Mailand und Paris: Die fließenden Stoffe, asymmetrischen Schnitte und übergroßen Kragen kommen an. Wer sich die Entwürfe auf den Leib schneidern lassen will, macht einen Termin im Charles & Ron Studio (Ign. Saverio Mifsud Street 89 | Birkirkara | www.charlesandron.com) - alle anderen finden die Kollektionen auch in der Boutique Rebelli (Church Street | gegenüber Portomaso | St. Julian's).

Party-Herz

In Sachen Nachtleben kann die Insel locker mit Ibiza mithalten: Das Axis lockt über 3000 Partygänger auf die Tanzfläche - dank Top-DJs und einer aufwendigen Lasershow (St. George's Road, St. Julian's, www.axis.com.mt). Wenn im Sommer Sprachschüler aus aller Welt auf die Insel strömen, wird tagsüber gelernt und abends gefeiert. Sehr beliebt ist das Gianpula, ein Open-Air-Club am Stadtrand von Rabat: Zwischen Pool und sieben Bars stehen Star-DJs wie Roger Sanchez oder Moby an den Turntables. Wer reinwill, muss früh da sein: Nur 250 Nachtschwärmer haben Platz (www.gianpula.com). Im Two Twentytwo treffen sich alle, die es ruhiger bevorzugen: Lässige Fashion-Lounges oder Jam-Sessions kommen auch ohne wummernde Bässe aus. Die Atmosphäre ist chillig (Great Siege Road 222, Valletta, www.two-twentytwo.com).

Isle of Rock

Funk-Rock, Metal, Alternative - Hauptsache, die Drums klingen laut und die Gitarren rotzig! Rockevent Nummer eins im August ist das Malta Rock Festival im Ta' Qali National Park (www.maltarockfestival.com): Drei Tage lang lassen es 18 Bands, wie die fünfköpfige progressive Funk-Rock-Band Relikc, auf der Bühne krachen, (www.myspace.com/relikcrock). Auch die Rocker von ReBorn waren on Stage. Kein Wunder, denn nach dem Sieg bei der Lidea Band Challenge auf Malta haben sie jetzt ihre Debüt-Single aufgenommen (www.myspace.com/reborn14). Absolutes Highlight: Jährlich veranstaltet MTV auf Malta die „Isle of MTV“, ein riesiges Festival mit Top-Acts wie Lady Gaga, Black Eyed Peas oder The Kooks (www.isleofmtv.com).

Play Cricket

Kricket wird seit Langem auf der Insel gespielt, aber so begeistert wie jetzt wurde noch nie mitgefiebert - Cricket ist Kult. Wer nicht selbst spielt, drückt die Daumen am Spielfeldrand. Die Malta Cricket Association stellt die Profiteams und veranstaltet internationale Wettkämpfe (www.maltacricket.biz). Die meisten Spiele finden auf dem Cricket-Ground des Marsa Sports Club statt. Besucher können eine Tagesmitgliedschaft abschließen und bei den Trainings zusehen (Aldo Moro Street | Marsa | www.marsasportsclub.com). Für ausländische Cricket-Teams organisieren Sundreams Travel aus Malta Cricket-Touren zu den Matches und Trainingsreisen (www.sundreamstravel.com).

Filmfabrik

Wenn „Wickie und die starken Männer“ gegen den Wind segeln, geschieht das vor der Kulisse Maltas. Die Mediterranean Film Studios haben sich auf Wasserszenen spezialisiert: Der Deep Water Marine Tank sorgt mit 43,2 Millionen Liter Wasser für den Meereffekt auf der Leinwand (www.mfsstudios.com). Spektakuläres bekommen Filmfans auf der Malta Movie Tour zu sehen: die Kulissen von „Gladiator“ und „München“ stehen noch (Adriatic Street | The Village | San Gwann | www.touringmalta.com). Danach am besten einen Tisch im Barracuda reservieren, dem Lieblingsrestaurant von Stars wie Madonna und David Beckham (Main Street 194 | St. Julian's | www.wgc-group.com).

Kontaktpunkt Kunst

Es muss nicht immer ein Museum sein, auch Restaurants können zum Kunstraum werden. Maler und Fotografen wie Robert Zahra präsentieren ihre Werke im Restaurant Nuvo Art and Dine in Marsaskala (Lower Coralline Limestone Street 104, www.nuvomalta.com). „Essen trifft Kunst“ ist auch das Motto in der Weinbar Il Forn (North Street 27, Vittoriosa). Das Art-Studio Il-Bottegin ta' San Martin ist Atelier, Begegnungsstätte und Ausstellungsraum in einem. Nebenbei gibt's Unterricht im Kunstschnitzen (Old Bakery Street 188, Valletta, www.freewebs.com/ilbottegintasanmartin).


Stichworte

Vom Leben mit Megalithkultur und Meerwasserentsalzung

Die Inselrepublik ist wie ein großes Freilichtmuseum, aber mit den Anforderungen eines modernen Staats

Busse

Über 500 Linienbusse stehen auf Malta zur Verfügung: Je eine Hälfte drängelt sich alternierend im maltesischen Verkehrsgewühl. Die meisten sind modern, aber auch fotogene Oldtimer sind unterwegs. Die Busse legen täglich über 4000 Touren zurück, befördern jährlich Millionen Passagiere. Sie sind alle in Privatbesitz, gehören manchmal dem Fahrer selbst. Fahrpreise und -zeiten werden zentral festgelegt; alle Einnahmen fließen erst in eine gemeinsame Kasse - abgerechnet wird dann nach gefahrenen Kilometern, nicht nach beförderten Passagieren.

Fauna & Flora

Die Tierwelt auf Malta und Gozo ist ausgesprochen artenarm. Es gibt weder giftige noch gefährliche Tiere - die größten frei lebenden Säugetiere der Inseln sind Kaninchen und Igel. Häufig zu sehen sind Eidechsen, Mauergeckos sowie diverse Zugvögel. Nur etwa ein Dutzend Vogelarten lebt ständig hier, darunter Maltas Nationalvogel, die blau gefiederte Blaumerle.

Inquisition

Die Inquisition, im 12. Jh. zur Auffindung und Bestrafung von Ketzern eingesetzt, wurde im Mittelalter oft missbraucht. In Spanien diente sie dem Königshaus zur Beugung des Adels; in Deutschland führte sie seit 1484 zahlreiche Hexenprozesse, die für die Opfer meist den Feuertod bedeuteten. Aus Malta sind solche Fälle kaum bekannt. Hier hatten die Inquisitoren vor allem die Aufgabe, die Interessen des Papstes beim Großmeister des Ritterordens zu vertreten, außerdem oblag ihnen die Vergabe der kirchlichen Druckerlaubnis.

Karrenspuren

In den rätselhaften Karrenspuren wie an der Clapham Junction wurden vor rund 3500 Jahren nach Ansicht mancher Archäologen auf hölzernen, etwa 2,40 m langen Schleifkarren bis zu 90 kg schwere Steine transportiert. Versuche haben ergeben, dass sie leicht von zwei Menschen zu ziehen waren. Mit den Steinen haben die Malteser der Bronzezeit wahrscheinlich wehrhafte Dörfer und Vorratssilos auf Hügelkuppen errichtet.

Megalithkultur

Weltweit einzigartig sind die steinernen Tempel aus der Jungsteinzeit. Ihre Erbauer gehörten einem rätselhaften Volk an, das vor etwa 6000 Jahren nach Malta übersetzte und sich mit der Urbevölkerung mischte. Im Lauf von etwa 1500 Jahren trugen sie an rund 40 Stellen gewaltige Steinblöcke zusammen. Das einzige uns bekannte Hilfsmittel, das sie dabei benutzten, waren Steinkugeln, auf denen sie die Kolosse rollten. Hier das nötige Rüstzeug zum Verständnis von Tempelbeschreibungen: Der Begriff Megalith leitet sich von den griechischen Wörtern megas (groß) und lithos (Stein) ab. Es gab große Steine (Monolithen), Konstruktionen aus zwei senkrechten Steinen, über die horizonal ein dritter Stein gelegt wurde (Trilithen) und einzelne, aufrecht stehende Steine (Orthostaten).

Ritter

Der „Ritterliche Orden des Heiligen Johannes vom Spital in Jerusalem“, kurz Johanniter- und später Malteserorden genannt, wurde 1099 nach der Eroberung Jerusalems von den Teilnehmern am Ersten Kreuzzug gegründet. Ordensritter konnten nur Adlige werden, die zunächst eine zweijährige Probezeit als Novizen absolvierten, je zur Hälfte in der Krankenpflege und als Kämpfer auf einer Galeere. Der Orden war in mehrere Landsmannschaften, die sogenannten „Zungen“, unterteilt. So hatte der anführende Pilier der deutschen Zunge die Oberaufsicht über alle Festungsbauten, der Pilier der französischen Zunge leitete den Krankenpflegedienst, und derjenige der italienischen Zunge war der Admiral der Ordensflotte. Oberstes Leitungsgremium des Ordens bildete der „Rat der Sechzehn“, der aus den Piliers der Zungen, dem Prior der Ordenskirche und den obersten Verwaltungsbeamten der Zungen bestand. Der oberste Herr des Ordens, der Großmeister, wurde jeweils auf Lebenszeit von einem Wahlmännergremium gewählt. Ihm schuldeten alle Ritter unbedingten Gehorsam. Er vertrat wie ein Landesfürst den Orden nach außen.

Steinbrüche

Fast ganz Malta besteht aus Kalkstein mit eingelagerten Schichten aus Ton und Mergel. Es gibt zwei Arten von Kalkstein: Korallenkalk und Globigerinenkalk. Globigerinen sind uralte, auch heute noch vorkommende, bis zu 5 cm große Meerestiere mit einer kalkhaltigen Hülle, welche nach dem Tod der Tiere auf den Meeresboden absinkt. Über Jahrhunderttausende bildeten sie den Kalkstein, der heute auf Malta das wichtigste Baumaterial darstellt. Er ist leicht abzubauen und wird unter Sonneneinstrahlung hart.

Trinkwasser

Angesichts der kahlen Landschaft und der Verstädterung stellt sich die Frage, womit die kleine Insel Malta ihren großen Trinkwasserbedarf deckt. Sie holt ihn sich zur Hälfte aus dem Meer. In vier modernen Anlagen, Reverse Osmosis Plants genannt, wird gereinigtes Meerwasser unter hohem Druck durch haarfeine Kunststoffmembranen gepresst, die für Salzkristalle jedoch nicht passierbar sind. Den übrigen Wasserbedarf kann Malta mit Brunnenbohrungen ins Grundwasser hinein decken.

Umweltschutz

Umweltschutz wurde auf Malta bisher kleingeschrieben, denn noch wird der Müll unter offenem Himmel verbrannt, sind Sondermülldeponien nicht vorhanden. An die Kläranlage im Süden von Malta ist nur ein Teil der Gemeinden und Industriebetriebe angeschlossen. Und zur Stromerzeugung nimmt man statt der in vielen anderen Mittelmeerländern genutzten Sonnenenergie vorwiegend Erdöl. Immerhin gibt es schon Biodiesel an den Tankstellen, und Neuwagen fahren zumindest mit bleifreiem Benzin. Drei neue Kläranlagen wurden in den letzten Jahren auf Malta und Gozo gebaut, sodass nicht mehr wie bisher 80 Prozent der Abwässer ungeklärt ins Meer fließen. EU-Vorschriften werden noch für viele weitere Umweltschutzmaßnahmen sorgen.

Turmuhren

Maltas Kirchturmuhren sind unzuverlässig. Teils sind sie nur aufgemalt, häufig gehen sie völlig falsch. Hat eine Kirche zwei Türme und damit auch zwei Kirchturmuhren, gibt meist nur eine die richtige Zeit an. Mit all den gar nicht oder falsch gehenden Uhren wollen die Malteser den Teufel verwirren, damit er nicht rechtzeitig zur heiligen Messe erscheinen und die Gläubigen ablenken kann.

Vogeljagd

Die Jagd auf Zugvögel mit Schusswaffen und Fangnetzen war bisher ein maltesischer Volkssport, die Zahl der Jäger wurde auf über 15000 geschätzt. Noch immer sieht man überall in der Landschaft steinerne Unterstände für Schützen und Steinhaufen für die Käfige der Lockvögel. Maltas EU-Beitritt und die gute Arbeit von Birdlife Malta (www.birdlifemalta.org) haben vieles verändert. Das Fallenstellen ist ebenso wie die Frühjahrsjagd verboten, die Herbstjagd nur noch auf 32 der insgesamt bis zu 384 Malta besuchenden Zugvogelarten beschränkt. Trotzdem jagen viele Malteser illegal weiter, schießen vor allem Greifvögel und Reiher für ihre Präparatesammlung.


Feste und Events

Malta liebt grosse Spektakel

Jedes Dorf auf Malta und Gozo hat seine Festa und jede Woche einige kulturelle Events

Die Malteser feiern viel und gern. Die traditionellen Anlässe dafür geben die Kirche und die eigene heldenhafte Geschichte. So feiert jedes Dorf ein ganzes Wochenende lang den Patronatstag seines Schutzheiligen mit Feuerwerk, Prozessionen und Jahrmarkt - und die ganze Insel all jene Tage, an denen feindliche Belagerungen siegreich überstanden wurden. Doch auch immer mehr Festivals werden auf Malta organisiert. Eine vollständige Liste erhalten Sie bei: Catholic Enquiry Centre for Tourists (Dar L-Emigrant | Castille Place | Valletta | Tel. 21222644 | Fax 21240022 | mecmalta@vol.net.mt). Aktuelle Informationen finden Sie auch in der in vielen Läden erhältliche Broschüre „What's on“ sowie unter www.urlaubmalta.com.

1. Januar

Neujahrstag

10. Februar

Schiffbruch des Apostels Paulus (Feast of St. Paul's Shipwreck)

19. März

St. Joseph's Tag

31. März

Freiheitstag (Freedom Day) zur Erinnerung an den Abzug der letzten britischen Soldaten 1979

März/April

Karfreitag

1. Mai

Tag der Arbeit (Feast of St. Joseph the Worker)

7. Juni

Gedenktag zum Aufstand gegen die Briten (Sette Giugno)

29. Juni

St. Peter und Paul

15. August

Mariä Himmelfahrt

8. September

Fest zum Ende der großen Belagerung (Our Ladies of Victories)

21. September

Unabhängigkeitstag (Independence Day) zur Erinnerung an die Erlangung der Unabhängigkeit 1964

8. Dezember

Mariä Empfängnis

13. Dezember

Tag der Republik, Erinnerung an die Erklärung zur Republik 1974

25. Dezember

Weihnachten

Februar/März

Von Weiberfasnacht bis Faschingsdienstag ist Karneval mit Umzügen, Tanzwettbewerben und Maskeraden in vielen Dörfern, vor allem aber in Valletta

31. März

Freiheitstag mit traditionellen Bootsrennen am Nachmittag im Grand Harbour

März/April

Am Karfreitag ca. 17 Uhr in 14 Dörfern aufwendige Prozessionen, am frühen Morgen des Ostersonntags prächtige Prozessionen mit der lebensgroßer Figur des auferstandenen Christus in Vittoriosa, Senglea und Cospicua

Mitte Mai

Nationales Volksliederfestival in den Argotti Gardens in Floriana mit Gastspielen ausländischer Gruppen

28./29. Juni

Mnarja-Fest. Am Abend des 28. Juni Musik, Gesang und Illumination in den Buskett Gardens, am nächsten Nachmittag traditionelle Pferderennen in Rabat

1. Julihälfte

Victoria International Arts Festival auf Gozo mit klassischer Musik, Ballett, Jazz

1. Sonntag im Juli

Festas mit Feuerwerk in Birkirkara, Fleur de Lys, Hamrun, Luqa, Rabat und Sliema

2. Julihälfte

Malta Jazz Festival an drei Tagen an verschiedenen Veranstaltungsorten

15. August

Feste in vielen Orten, so in Mgarr, Mosta, Gudja und Qrendi

Ende August

Epoka Festival mit Musik, Kunst und Kunsthandwerk an der Valletta Waterfront, www.epokafestival.com

8. September

Great Siege Regatta mit den traditionellen Ruderbooten und Volksfest am Grand Harbour

Mitte November

Internationales Chorfestival im Mediterranean Conference Centre in Valletta mit Teilnehmern aus vielen Ländern


Essen und Trinken

Maltas Restaurants im Trend

In der international geprägten Küche erleben maltesische Gerichte derzeit ein Revival

Maltas Küche ist stark von der geografischen Nähe Italiens, der britischen Kolonialzeit und dem britischen Massentourismus beeinflusst worden.

Die englische Küche hat hier fast ausnahmslos üble Spuren hinterlassen. Den Briten ist es allerdings zu verdanken, dass selbst in einfachen Hotels zumindest gegen Aufpreis ein kräftiges englisches Frühstück serviert wird. Der Einfluss der italienischen Küche verspricht höhere Gaumenfreuden. Außer der allgegenwärtigen Pizza sind auch vielerlei Nudelgerichte auf nahezu allen Speisekarten zu finden. Daneben haben sich auf Malta ausgezeichnete Restaurants etabliert, die feine italienische Küche mit raffinierten Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten anbieten.

In den letzten Jahren ist ein deutlicher Trend zu immer mehr Feinschmeckerlokalen mit entsprechendem Preisniveau sowie zu exotischen Restaurants feststellbar. Neuer Szenetrend sind auch die stimmungsvollen Weinbars.

Wer will, kann auf Malta binnen eines Urlaubs eine kulinarische Weltreise unternehmen. Die Küchenziele reichen von Griechenland und der Mongolei bis nach Malaysia und Indonesien, Indien, China und Japan. Auch eine Reihe arabischer Restaurants ist zu finden.

Stark zugenommen hat das bis vor Kurzem noch vernachlässigte Angebot maltesischer Spezialitäten auf den Speisekarten. Dazu gehören vor allem viele Variationen von Suppen und Aufläufen, Gemüse- und Kaninchengerichten. Denn fenek, Kaninchen, meist in Knoblauch- und Rotweinsoße serviert, ist das maltesische Nationalgericht schlechthin.

Immer schon groß war die Auswahl maltesischen Gebäcks in den pastizzerija genannten Konditoreien. Dort erhält man nicht nur richtig Süßes, sondern auch die beliebten Blätterteigrollen und -taschen, die pastizzi, in denen sich durchaus auch mal Erbsenmus verstecken kann. Äußerst beliebt ist helwa tat-tork, eine dem türkischen Halva ähnliche Nougatmasse vor allem aus Zucker und Mandeln.

Einen guten Überblick über die vielen maltesischen Spezialitäten und ihre oft unaussprechlich scheinenden Namen geben maltesische Kochbücher, die immer zahlreicher in mehreren Sprachen erscheinen und so das Revival maltesischer Kochkunst belegen. Eins hat der Koch Rainer Mitze 2004 unter dem Namen „Die maltesische Mittelmeerküche“ herausgebracht.

Fisch ist auf Maltas Speisekarten immer präsent. Zwei Drittel aller auf den Inseln verkauften Fische werden jedoch tiefgefroren importiert. Wenn Sie wirklich frischen Fisch essen wollen, gehen Sie am besten in ein gutes Lokal, in dem die Fische im Ganzen präsentiert werden. Der Preis richtet sich dann nach dem Gewicht. Ein preiswertes und volkstümliches Fischgericht ist octopus stew, in Rotwein gekochter Krake. Der beliebteste Frischfisch von August bis November ist lampuki, ein makrelenähnlicher Fisch mit festem weißen Fleisch. Er wird gedämpft, gegrillt, gebacken, gebraten oder als Auflauf, torta tal lampuki, mit püriertem Blumenkohl, Zwiebeln und Tomaten serviert. Jederzeit wohlschmeckend und zudem noch grätenlos ist sword fish (Schwertfisch), der auch gefroren nur wenig von seiner Güte verliert. Von Tintenfischringen sollten Sie ebenso Abstand nehmen wie von Shrimps. Beide werden fast immer tiefgefroren aus fernen Kontinenten eingeführt - so kann man sie auch zu Hause essen.

Ein ausgesprochenes Nationalgetränk gibt es auf Malta nicht. Im Lande selbst werden nur Milch, Fruchtsäfte, einige Liköre und die bittere Limonade Kinnie aus ungeschälten Orangen, Wasser und Wermutkraut sowie Wein und Bier produziert. Für Letzteres sorgen zwei Brauereien: Carlsberg und Farsons. Wein vom Fass bekommen Sie fast nur noch in einfachen Dorfkneipen. Die Restaurants beschränken sich fast ausschließlich auf Flaschenweine, denn die Traubenproduktion der Inseln deckt den Bedarf bei Weitem nicht. Der Großteil wird aus Italien importiert.

Die Speisekarten in den Restaurants informieren immer auf Englisch, manchmal auch auf Italienisch oder Deutsch. In Restaurants der gehobenen Kategorien lässt man sich von einem Kellner zum Tisch geleiten. Manchmal ist es auch üblich, zunächst an der Bar oder in der Lobby bei einem Aperitif Platz zu nehmen und derweil die Bestellung aufzugeben. Der Kellner bittet dann zu Tisch, sobald die Vorspeise servierbereit ist.

Die Essenszeiten auf Malta sind nicht mediterran weit gefasst, sondern britisch begrenzt. Das Mittagessen wird in der Regel zwischen 12 und 14 Uhr, das Abendessen zwischen 19 und 22 Uhr offeriert.

Aljotta

Fischsuppe mit viel Knoblauch, Kräutern und Reis

Biskuttini tal-lewz

Mandelschnittchen

Bragioli

Rindsroulade, gefüllt mit Ei, Hackfleisch und Erbsen

Brugiel mimli

mit Reis, Hackfleisch und Kräutern gefüllte Auberginen

Bzar ahdar mimli

mit Hackfleisch, Reis, Oliven und Kapern gefüllte Paprikaschoten

Gbejniet friski

Frischkäse aus Schafs- und Ziegenmilch, zumeist aus einer Molkerei auf Gozo

Gbejniet moxxi

die luftgetrocknete Variante des gozitanischen Frischkäses

Hobz bis-zejt

eine dicke Scheibe knusprigen Brots, mit Olivenöl und Tomatenpüree sowie Kapern, Oliven und Knoblauch

Imqarets

mit Datteln gefüllte Teigröllchen, gut zum Kaffee

Kannoli

röhrenförmiges Gebäck, gefüllt mit Frischkäse, Schokolade, kandierten Kirschen und gerösteten Mandeln

Kappunata

Eintopf aus Auberginen, Kapern, grünem Pfeffer, Knoblauch, Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Zucchini, beliebt zu frischem Fisch

Kabocci mimlija

eine Art Kohlroulade, gefüllt mit Käse oder Hackfleisch

Kusksu

dicke Bohnen, gegart in einer Tomaten-Zwiebel-Soße

Minestra

maltesische Variante der Minestrone, also eine Gemüsesuppe, serviert mit frischem Schafs- oder Ziegenkäse

Pastizzi

Blätterteigrollen gefüllt z.B. mit Käse, Fleisch oder Fisch - wird auch als Frühstück gegessen

Qara'bagli

cremige Gemüsesuppe aus jungen Kürbissen

Ravjul

Ravioli gefüllt mit maltesischem Ricottakäse

Ross fil-Forn

eine Art Risotto mit Hackfleisch, Eiern, Safran und Tomaten

Timpana

Auflauf aus Makkaroni, Hackfleisch und Béchamelsoße


Einkaufen

Glas und Spitzendeckchen

Viele maltesische Kunsthandwerker arbeiten und verkaufen in ausgedienten Flugzeughangars

Nirgendwo auf Malta reiht sich ein Souvenirgeschäft ans andere, nirgendwo wird man zum Eintreten oder gar zum Kauf gedrängt. Freilich ist die Auswahl an qualitätvollen oder zumindest originellen Mitbringseln auch nur gering.

Die meisten Geschäfte sind montags bis freitags 9-13 und 15.30-19 Uhr, samstags 9-13 und 6-20 Uhr geöffnet; ausgesprochene Souvenirläden finden Sie durchgehend und teilweise auch sonntags geöffnet.

Kunsthandwerk

Die größte Auswahl an Reiseandenken bieten die beiden Kunsthandwerkszentren des Landes, Ta' Qali bei Mdina auf Malta und Ta' Dbiegi bei San Lawrenz auf Gozo. Hier wird nicht nur verkauft, sondern auch produziert. Vom äußeren Anblick sollten Sie sich nicht abschrecken lassen: Die praktisch denkenden Malteser haben ihre Souvenirproduktion in alten Flugzeughangars aus dem Zweiten Weltkrieg und in ehemaligen Militärgebäuden angesiedelt. Außer den beiden Kunsthandwerkszentren gibt es auf jeder Insel auch noch Räume, in denen man zwar kaum etwas kaufen, sich aber über die Kunsthandwerker und andere Souvenirproduzenten der Insel informieren kann. Ein paar ihrer Arbeiten sind dort ausgestellt. Interessierte können sich die Kontaktdaten geben lassen und mit den Herstellern einen Besuch vereinbaren. In Valletta ist das Malta Government Crafts Centre der Anlaufpunkt, in der Zitadelle von Victoria auf Gozo das Gozo Crafts Centre.

Schmuck

Typisch maltesisch sind Filigranarbeiten aus Silber, besonders beliebt sind dabei silberne oder goldene Anhänger in Form des Malteserkreuzes. Edelschmuck namhafter ausländischer Juweliere findet auch auf Malta zunehmend seine Käufer. Angeboten wird er vorwiegend in den größeren Luxushotels und in mondäneren Shopping-Arkaden wie der von Portomaso.

Malta Stone

Aus dem maltesischen Kalkstein werden nicht nur fast alle Häuser gebaut, aus ihm werden auch Gebrauchsgegenstände für den Alltag wie Aschenbecher und Briefbeschwerer und mehr oder minder gelungene Skulpturen gefertigt. Eine gute Adresse für entsprechende Einkäufe sind Ta' Qali und Limestone Heritage in Siggiewi.

Klöppel- und Webarbeiten

Das traditionsreichste Handwerk auf Malta und Gozo, das über die Grenzen der Inselrepublik hinaus bekannt ist, wird noch immer in Heimarbeit hergestellt. Schon seit Jahrhunderten klöppeln maltesische und heute insbesondere gozitanische Frauen eine Malteserspitze und zieren damit Tischdecken und Taschentücher, Servietten, Schals und Stolen. Mit viel Fleiß stricken die Frauen auch Pullover, Jacken und Mützen oder weben per Hand farbenfrohe Wollteppiche.

Glas

Erst seit ein paar Jahrzehnten ist auf den Inseln Malta und Gozo ein Kunsthandwerk ansässig, dessen Ergebnisse auch im internationalen Vergleich beachtlich sind: die Glasbläserei. Farbkombinationen und Formen von Gläsern, Kannen, Vasen, Kerzenständern und Figuren sind äußerst kunstvoll und harmonisch. Die meisten Glasbläser sind in Ta' Qali auf Malta und in San Lawrenz auf Gozo zu finden. Dort können Sie ihnen auch bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Weitere Mitbringsel

Gut in der Hand liegen Tabakspfeifen aus dem Holz eines einheimischen Heidekrautgewächses, recht rustikal wirken die Erzeugnisse lokaler Keramiker. Als Kulinaria sind Wein, Honig, Halva und das rare rein maltesische Olivenöl das Mitnehmen wert. Wer zu Hause eine Burg sein Eigen nennt oder noch ein Karnevalskostüm sucht, findet in Ta' Qali auch lebensgroße Ritterrüstungen aus Weißblech.


In und um Valletta

Am Puls des Lebens

Die Hauptstadt Maltas bietet alles: Sehenswürdigkeiten und Shopping im Zentrum, Nightlife in St. Julian's und Paceville

Die Orte zwischen dem Grand Harbour im Süden und der St. George's Bay im Norden tragen zwar noch immer unterschiedliche Namen, sind aber längst zu einer großen Stadt zusammengewachsen.

Valletta ist nicht nur das historische Zentrum der Insel mit den meisten Sehenswürdigkeiten, sondern tagsüber auch eine lebendige Einkaufsstadt. Viele Regierungsstellen sind hier angesiedelt, aber nur wenige Hotels. Floriana - wie Valletta von Büros und Behörden geprägt - bildet den Übergang zu den Wohnsiedlungen der Händler und Staatsangestellten. Anfangs sind die nördlich gelegenen Stadtteile noch von kleinen Gewerbebetrieben durchsetzt; ab Sliema prägt dann aber der Fremdenverkehr das Bild. Und St. Julian's und Paceville sind zumindest in Ufernähe nur noch reine Urlauberstädte.

Hinter den Stadtteilen am Wasser liegt eine zweite Reihe von Orten, die ebenfalls völlig ins städtische Malta integriert sind. Zabbar und Qormi, Hamrun und Birkirkara gehören dazu. Sie haben für Touristen weniger zu bieten - anders als Paola und Tarxien mit ihren bedeutenden Kultstätten. Hafenflair prägt schließlich die Siedlungen am Grand Harbour, allen voran Vittoriosa, Senglea, Cospicua und Marsa.

Der Grand Harbour war die Keimzelle des neuen Malta. Als die Johanniterritter 1530 auf Malta landeten, lag die Sciberras-Halbinsel, auf der heute Valletta und Floriana stehen, außer einem kleinen Fort noch völlig unbesiedelt da. Auf der gegenüberliegenden Seite, wo heute Senglea und Vittoriosa zu finden sind, hatten sich Fischer zwischen den Ruinen phönizischer, byzantinischer und arabischer Bauten niedergelassen.

Das Herz Maltas schlug zu jener Zeit in Mdina. Die Johanniter erkannten sofort den strategischen Wert des Grand Harbour. 1530-65 ließen sie auf den beiden Halbinseln zwischen French Creek und Kalkara Creek nicht nur die alten Festungen neu erstehen, sondern auch gleich drei neue Städte: Birgu, das heutige Vittoriosa, Senglea, benannt nach dem Großmeister Claude de la Sengle, und - etwas landeinwärts gelegen - Bormla, heute Cospicua. Diese drei Orte werden meist zusammengefasst die Three Cities genannt.

Valletta ist jünger als diese drei. Den Plan zum Bau der neuen Hauptstadt fasste Großmeister Jean Parisot de La Valette erst während der Großen Belagerung 1565 und setzte ihn gleich nach deren Ende mit finanzieller Unterstützung des Papsts und der Herrscherhäuser Europas in die Tat um. Bereits 1571 konnte der Orden von Birgu - wegen des heldenhaften Kampfs gegen die Türken inzwischen Vittoriosa genannt - in die neue Metropole umziehen. Drei einzigartig befestigte Städte, die aus der Luft gesehen wie fest verankerte Schlachtschiffe wirken, schützten nun den Grand Harbour vor Überfällen.

Die rege Bautätigkeit zog Künstler und Handwerker aus anderen Ländern Europas an. Um sie unterzubringen, erweiterten die Ritter 1620 den Mauerring um Valletta und schufen die Vorstadt Floriana. Schon 1638 entstand um die Three Cities herum ein zusätzlicher Verteidigungsring, die Magherita Lines - die ab 1670 durch die Cotonera Lines ergänzt wurden - sowie an der gegenüberliegenden Landzunge das Fort Ricasoli.

Erst im 20. Jh. wuchsen auch die Weiler weiter im Norden zu Kleinstädten heran. Und der Tourismus hat aus Sliema und St. Julian's neue Zentren für Fremde und Einheimische zugleich gemacht. Doch zum Baden im Meer finden Sie im städtischen Malta trotzdem kaum Gelegenheit. Auf den felsigen Küstenstreifen können Sie sich bestenfalls sonnen, zum Schwimmen sind die Pools der Hotels besser geeignet.


Valletta (7100 Ew.) gibt sich gegenüber dem Rest der Insel vornehm distanziert.


Mit den Buslinien 98 und 198 können Sie von Vallettas Busbahnhof aus zwischen 6.30 und 18 Uhr halbstündlich eine Fahrt rund um Valletta für nur 1 Euro unternehmen. Dauer: etwa 20 Minuten.


Maltas Südosten

Es war einmal ein Fischerdorf

Über den Südosten der Inselrepublik weht schon ein Hauch von Afrika

Maltas Südosten ist für den Fremdenverkehr noch wenig erschlossen. Es gibt hier nur einen einzigen Ort mit nennenswerter touristischer Zukunft: Marsaskala.

Das kleine ehemalige Fischerdorf liegt an einer fjordartigen, von niedriger Felsküste gesäumten Bucht und auf einem flachen Hügel, der hinüber bis an die St. Thomas Bay reicht, den Hauptbadeplatz des Ortes.

Nur ein paar Kilometer südlich befindet sich eine der größten Buchten Maltas, die Marsaxlokk Bay. Zwar ist das hübsche Fischerdorf Marsaxlokk mit seinen vielen kleinen, bunten luzzi und den größeren Fischkuttern noch immer ein beliebtes Ausflugsziel, aber ausgerechnet in diese idyllische Landschaft hat die maltesische Regierung das zweite Kraftwerk der Insel gesetzt, das mit seiner Leistung von 120 MW einen erheblichen Teil der Inselstromversorgung trägt. Und ebenfalls in dieser Bucht ist in Kalafrana bei Birzebbuga ein gewaltiger neuer Hafen entstanden, der problemlos auch von den größten Schiffen der Welt angelaufen werden kann.

Dabei ist Maltas Natur im Süden dieses Inselteils besonders attraktiv. Es gibt Höhlen mitten in den steilen Klippen wie die von Ghar Hassan oder auch Grotten auf Meereshöhe wie die Blue Grotto, die ebenso romantisch ist wie ihr viel besungenes Gegenstück auf der italienischen Insel Capri. Zugleich stehen ganz in der Nähe die beiden landschaftlich besonders schön gelegenen Tempel Hagar Qim und Mnajdra. Damit ist eine Fahrt entlang der Buchten und der Steilküste des maltesischen Südostens auf jeden Fall einen Tagesausflug wert - und Marsaskala als Urlaubsort eine Alternative für alle, die stadtnah und dennoch ruhig und ländlich wohnen möchten.


Das Leben in Marsaskala (5400 Ew.) spielt sich vor allem am inneren Buchtende ab.


In der Snackbar Cool Waters an der Ostseite der Bucht von Marsaskala wird den ganzen Tag über ein gutes englisches Frühstück für 3,40 Euro serviert (ohne Getränk). Der Becher Tee kostet 1 Euro, das Glas Wein 1,20 Euro. Triq Ix-Xatt | tgl. ab 9 Uhr


Zentralmalta

Geschichte im Herzen der Insel

Bevor die Ordensritter kamen, lag Maltas Hauptstadt im Zentrum des Eilands

Mdina ist einzigartig unter den Städten Maltas - und das Gegenstück zu Valletta. Von den Mauern Vallettas aus sind Hafen und Meer gut zu überblicken, von Mdina aus liegt Ihnen die weite Landschaft zu Füßen.

Während Valletta das lebendige Herz und Einkaufszentrum der Insel ist, gilt Mdina als die „Stille Stadt“, in der die Anzahl der Kirchen, Klöster und Paläste die der Geschäfte übertrifft. Doch Mdina ist älter. Schon die Römer hatten ihre Hauptstadt Melite auf einem tafelbergartigen Ausläufer des Dingliplateaus angelegt, das an seiner Spitze auf drei Seiten steil zur tiefer liegenden Ebene abfällt. Auf dieser Spitze stehen heute noch weithin sichtbar Mdina und das sich auf der dahinterliegenden Hochebene fast nahtlos anschließende Rabat. Beide Städte werden durch eine Art Niemandsland vor dem Haupttor Mdinas getrennt, das außer vom Parkplatz und Ödflächen durch die Parkanlage der kleinen Howard Gardens ausgefüllt wird. Hier stehen auch immer ein paar Kutschen bereit, um Sie zeitgemäß durch die Gassen Mdinas zu fahren.

Ein repräsentatives Tor gewährt Einlass in die „Stille Stadt“, in der Sie sich leicht ein paar Jahrhunderte zurückversetzt wähnen können. Abgesehen von der Kathedrale sind es weniger die Einzelbauten, die beeindrucken als vielmehr das Gesamtensemble der Paläste und Mauern, Gassen, Winkel und Plätze. Details fallen ins Auge, schmuckvolle Türklopfer und stilvolle Laternen, verspielte Portale, hölzerne Erker und überraschende Innenhöfe. Grandios ist der Blick von den Stadtmauern auf Mosta und das städtische Malta.

Ein Besuch Rabats ist ebenfalls ein Gang in die Geschichte. Historisch Interessantes liegt hier allerdings zum größten Teil unter der Erde, in weitläufigen Katakomben, die immer noch nicht vollständig erforscht sind. Anders als Mdina ist Rabat jedoch ein lebhaftes Landstädtchen mit echter südländischer Atmosphäre.


In römischer Zeit war das heutige Mdina (370 Ew.) nur ein Teil der Inselhauptstadt Melite, deren Stadtmauern auch etwa die Hälfte des heutigen Rabat (11500 Ew.) umschlossen.


Im Handwerkerdorf Ta' Qali gibt es genug kostenlose Parkplätze vor den Geschäften. Sie müssen daher nicht auf den Parkplätzen am Eingang parken, wo die Wärter ein Trinkgeld erwarten!


Maltas Nordwesten

Wo die guten Strände liegen

Bauern, Badeurlauber und sanfte Hügelzüge prägen das Gesicht dieses Landstrichs

Der Nordwesten Maltas unterscheidet sich durch die niedrigen Hügelkämme, die ihn von West nach Ost durchziehen, deutlich von der übrigen Insel. In den Tälern dazwischen wird intensiv Landwirtschaft betrieben.

Die wenigen Dörfer, die es hier gibt, sind recht klein; denn bis ins 17. Jh. hinein war dieser Inselteil wegen seiner ständigen Bedrohung durch Piraten kaum besiedelt. An vielen Buchten stehen vereinzelt Hotels, aber von einer Verbauung der Küsten kann in dieser Region kaum die Rede sein - mit nur einer Ausnahme: St. Paul's Bay. Hier konzentriert sich der Fremdenverkehr Nordwestmaltas. Die Orte Qawra, Buggiba, St. Paul und Xemxija sind zu einem riesigen modernen Ferienzentrum zusammengewachsen. Es gibt Dutzende von Hotels, Apartmenthäusern, Restaurants, Bars, Diskos und Souvenirläden. Nur eins gibt es hier nicht: Strände. Wenn Sie nicht in den Swimmingpools oder von der Felsküste aus baden wollen, sollten Sie mit Bus, Boot oder Mietauto zu einem der Strände in der Umgebung fahren, die zu den schönsten auf Malta zählen.


Das Zentrum dieses großen Ferienorts (7800 Ew. und 10000 Fremdenbetten) liegt auf einer Halbinsel zwischen St. Paul's und Salina Bay.


Wer nicht das Glück hatte, im Internet eins der häufigen Schnäppchenangebote für ein Hotel in St. Paul's Bay zu finden, wohnt preiswert im Buccaneers Guesthouse mit seinen einfachen, aber klimatisierten Zimmern. Dusche gibt's im Zimmer, WC nur auf dem Gang. Triq il-Gilju | Qawra | Tel. 21571671 | www.buccaneers.com.mt | €


Gozo

Maltas kleine Schwesterinsel

Wer Ländlichkeit und Ruhe sucht, ist auf Gozo bestens aufgehoben

Die Fähre braucht nur eine halbe Stunde, um den Gozo Channel zu überqueren. Schon bei der Anfahrt auf den Hafen Mgarr fällt auf, dass Gozos 47 km lange Küste im Gegensatz zu der Maltas zumeist schroff zum Meer hin abfällt.

Mgarr ist denn auch einer der ganz wenigen Orte Gozos, der zumindest teilweise direkt am Ufer liegt. Den Großteil Gozos bildet ein Hochplateau, das von lang gestreckten, niedrigen Tafelbergen durchzogen wird. Teils liegen die Dörfer auf dem Plateau, teils hoch oben auf den Bergrücken. Zwischen den gozitanischen Gemeinden ist noch viel Platz für Landwirtschaft. Die Insel ist etwa ein Viertel so groß wie Malta, beherbergt aber mit 30000 Menschen lediglich rund ein Vierzehntel der maltesischen Staatsbürger. So wirkt Gozo grüner und ländlicher als die große Schwester Malta. Der Autoverkehr ist viel geringer, und an den Dorfstraßen sitzen die Frauen noch vor ihren Häusern und klöppeln die Spitzen, für die Malta berühmt ist.

Fast im Zentrum der Insel erstreckt sich unter dem mittelalterlichen Burgberg - der noch immer die Zitadelle trägt - die Inselhauptstadt Victoria, auch Rabat genannt. Sie ist nicht nur die Verwaltungs- und Handelsmetropole der Insel, sondern besitzt auch die meisten Sehenswürdigkeiten. Südlich und nördlich davon konzentriert sich in den Küstendörfern Marsalforn und Xlendi Gozos Fremdenverkehr. Sandstrände sind auf Gozo zwar ebenso rar wie auf Malta, doch dafür finden Sie eine Reihe einsamer, unbebauter Felsbuchten und Felsfjorde zum Baden.

Besiedelt ist Gozo wohl schon ebenso lange wie Malta. Der neolithische Tempel von Ggantija zeugt davon. Und auch bronzezeitliche Karrenspuren sowie Relikte aus der Zeit der Phönizier und der Römer sind hier zu entdecken.

Das ganze Mittelalter über hatte Gozo immer wieder unter Überfällen und Plünderungen durch nordafrikanische Piraten und türkische Flotten zu leiden. So war die Insel gegen Ende des 16. Jhs. nahezu entvölkert und wurde erst im 17. Jh. von Malta und Sizilien aus neu besiedelt. Im gleichen Jahrhundert errichteten die Johanniter einige Küstenwachttürme. Die Gefahr von Überfällen ließ nach, und so entstand unterhalb der Zitadelle die heutige Hauptstadt Victoria. Für all die Unbill, die Gozo im Mittelalter zu ertragen hatte, wurde es im Zweiten Weltkrieg entschädigt. Im Gegensatz zur großen Schwester hatte Gozo nie unter deutsch-italienischen Bombenangriffen zu leiden.


Wer als sparsamer Tagesausflügler Gozo mit dem Bus erkunden will, setzt früh über, fährt vom Hafen zunächst bis zur Endstation in Victoria und studiert dort zunächst einmal die Busfahrpläne, denn die Busse fahren hier weitaus seltener als auf Malta. Per Linienbus gelangt man an einem Tag bestenfalls nach Xlendi und Marsalforn.


Ausflüge und Touren

Malta und Gozo kreuz und quer

Zu Fuß durch die Altstadt Vallettas, ein Ausflug in die Natur mit Picknick oder ein Sprung hinüber nach Gozo?

Spaziergang durch Valletta

Die Inselhauptstadt besuchen Sie am besten mit dem Linienbus, denn Parkplätze sind knapp und teuer. Da die Geschäfte und viele Museen schon am frühen Nachmittag schließen, lohnt es sich, früh aufzustehen. Gesamtlänge des Rundgangs: ca. 3,5 km. Dauer: ca. 90 Minuten. Mit Pausen und Besichtigungen kann daraus leicht ein ganzer Tag werden.

Natur und Kultur in Maltas Süden

Der maltesische Süden zeichnet sich durch schöne Küstenorte, steinzeitliche Tempel und mehrere Natursehenswürdigkeiten aus. Auch zum Baden besteht Gelegenheit. Am besten unternehmen Sie die Rundfahrt an einem Sonntag, da Sie dann auch gleich den großen Markt in Marsaxlokk miterleben können. Länge der Rundfahrt ab und bis St. Julian's: ca. 70 km, Dauer: ein Tag.

Ein Tag auf der Insel Gozo

Einen Tagesausflug nach Gozo unternehmen Sie am besten mit dem Mietwagen. Gesamtlänge der Rundfahrt auf Gozo: rund 45 km; hinzu kommt die Anfahrt zum Fährhafen Cirkewwa.


24h

Ein Tag auf Malta

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Jubilee-Frühstück

Der Tag beignnt lecker: Im Café Jubilee bestellt man Kaffee und Pastizzi, Teigtaschen mit Ricotta-Füllung. Einfach einen Tisch am Fenster schnappen, beherzt ins Pastizzi beißen und spüren, wie sich das Urlaubsgefühl breit macht! Wo? 125 St. Lucia Street | Valletta | Tel. 21252332 | www.cafejubilee.com

Abseiling

Gestärkt? Gut angeseilt geht es jetzt senkrechte Felswände entlang, die sich überall an Maltas Küste erheben. Richie Abela kennt 1200 Kletter- und Abseiling-Routen auf Malta, Gozo und Comino. Wo? Treffpunkt nach Vereinbarung | Kosten: ab 35 Euro/Person | Tel. 21480240 | www.malta-rockclimbing.com

High and Above

Hoch hinaus und endlich wieder festen Boden unter den Füßen: Auf dem Dach des Hotels Castille liegt einem ganz Malta zu Füßen. Das Restaurant De Robertis serviert stylishe Fusion-Cuisine mit italienischen, französischen und maltesischen Elementen. Wo? Castille Square | Valletta | Tel. 21243677 | www.hotelcastillemalta.com

Seakajak

45 Minuten entfernt kommen Seakajak-Fans auf ihre Kosten: Mit Paddel und Schwimmweste geht's raus aufs offene Meer! Die Wellen schlagen gegen die Bootswand, vor einem nur der Horizont - so fühlt sich Freiheit an. Wo? Borg Water Sports | Golden Bay | Tel. 21573272

Entspannung

Müde vom Paddeln? Im Spa des Corinthia Palace werden müde Muskeln nach allen Regeln der Kunst verwöhnt: Die karibische Paradise-Fruit-Massage, Schlammpackungen und eine indische Kopfmassage wecken die Lebensgeister. Wo? De Paule Avenue | San Anton | Kosten: 42 Euro/20 min. Massage | Tel. 21440301 | www.corinthia.com

StarGazing

Der Abend gehört den Orten St. Julian's und Paceville. Das La Dolce Vita ist bekannt für exquisite Fischgerichte, Traumblick über die Spinola Bay und Starpotenzial! Brad Pitt, Madonna und Wolfgang Petersen waren schon da - wie die Fotogalerie im Restaurant beweist. Tipp: auf der Terrasse reservieren. Wo? 59 St. George's Road | Paceville | Tel. 21337806

Relax in Style

Weiter geht's in die Bedouin Bar im Reef Club des Westin Dragonara Palace Hotel gleich nebenan. Auf samtweichen Kissen und pastellfarbenen Poufs werden Cocktails kredenzt, die Kerzen funkeln mit den Sternen um die Wette. Wo? Dragonara Road | St. Julian's | Tel. 21381000 | www.westinmalta.com

Hotspot im 22. Stock

22 Stockwerke über dem erleuchteten Yachthafen von St. Julian's wird im Twenty-Two die Nacht zum Tag. Im stylishen Ambiente von Interior-Designerin Pippa Toledo lässt man sich von Sounds und In-Drinks aus London, Mailand und Sydney berauschen. Wo? Portomaso Business Tower | Tel. 23102222 | www.22.com.mt


Sport und Aktivitäten

Adrenalinstösse und Outdooraktivitäten

Die besten Plätze für Ihren Lieblingssport und dazu die wichtigsten Adressen und Websites

Lange Zeit war Malta nur beliebt bei Kulturinteressierten, überwinternden britischen Rentnern, Tauchfans oder als sonniger Standort für Englischferienkurse. Jetzt ist die Insel auf dem Weg zum Trendziel für den Aktivurlaub.

Bowling

20 computergesteuerte Bowlingbahnen finden Sie im Eden Leisure's Super Bowl. Hier werden alle nationalen Ligawettkämpfe und internationalen Turniere ausgetragen. St. Augustine Road | Paceville | Tel. 21387398 | Fax 21378819 | www.edenleisure.com

Golf

Der zurzeit noch einzige Golfplatz der Insel (5054 m, Par 68) liegt auf dem Gelände des Marsa Sportclub. Außer donnerstag- und samstagvormittags sind Gäste immer willkommen. Royal Malta Golf Club | Aldo Moro Street | Marsa | Tel. 21239302 | Fax 21227020 | www.maltagolf.org | Green Fee ca. 45 Euro, 5er Ticket ca. 162 Euro, Unterricht ca. 28 Euro/50 Min.

Jeepsafaris

Reisebüros und -veranstalter bieten Jeepsafaris auf Malta und Gozo an. Da fahren Sie teilweise auf Wegen, auf die man sich allein nicht wagen würde. Preis ca. 55 Euro

Karting

Maltas einzige Gokart-Bahn liegt im Inselzentrum, wird sehr professionell geführt und ist auch Austragungsort von nationalen Meisterschaften. 15 Benzin- und 30 Elektrokarts stehen zur Auswahl auf dem variablen Track mit 17 möglichen Layouts. Mitte Juni-Sept. Di-So 19-1, Okt.-Mitte Juni Di-So 17-23. Sa/So 12-23 Uhr | 15 Euro/15 Min. | Badger Karting | Duramblatt Street | Ta' Qali | Tel. 21421838 | www.badger.com.mt

Marathonläufe

Schon seit 1986 findet auf Malta alljährlich Mitte oder Ende Februar ein internationaler Marathon (und ein Halbmarathon) statt, an dem jeder teilnehmen kann. Start ist in Mdina, Ziel in Sliema. Anmeldeformulare versendet das Fremdenverkehrsamt Malta Tourism Authority. Im Herbst wird der Gatorade Marathon ausgetragen, bei dem die Gesamtstrecke auf drei Tage aufgeteilt wird. Infos unter www.maltamarathon.com

Motorboottouren

Motorboote bis zu 90 PS können auf Malta und Gozo führerscheinfrei von jedem Erwachsenen gemietet werden. Ein 6-PS-Boot kostet etwa 45 Euro pro Tag, ein 85-PS-Boot ist für ca. 200 Euro pro Tag zu haben. Wer nicht selbst fahren will, kann z.B. bei Xlendi Pleasure Cruises gleich einen Skipper für ca. 50 Euro pro Tag mitbuchen (Casa Toartonio' Anici Street | Victoria/Gozo | Tel. 99427917).

Mountainbiking

Angesichts des starken Autoverkehrs und der oft schlaglochreichen Nebenstraßen ist Fahrradfahren auf Malta kein großes Vergnügen. Wer es trotzdem wagen will, wendet sich in St. Paul's Bay an Sconiaar Bicycle Hire (Pioneer Road | Buggiba | Tel. 21573930). Auf Gozo werden Räder vermietet von On Two Wheels (Triq ir-Rabat 36 | Marsalforn | Tel./Fax 21561503 | on2wheels@gozo.com). Ein zweiter Anbieter auf Gozo ist Belmont Garage Ltd. | Bishop Bittigieg Street | Nadur | Tel. 21556962 | www.belmontgarageltd.com

Reiten

Geführte Ausritte organisiert Golden Bay Horse Riding. Ein einstündiger Strandritt kostet dort 18 Euro, ein zweistündiger Ritt zum Popeye Village 28 Euro. Golden Bay | Tel. 21573360 | www.goldenbayhorseriding.com

Segeln

Dingies vom Typ Hobie 405 und Hobie 16 Catamaran liegen an der Mellieha Bay. Sie können sie mieten und Unterricht nehmen (ab ca. 12 Euro/Std. | Adira Sailing Centre, Marfa Rd. | Ghadira Bay, Mellieha | Tel. 21523190 | www.adirasailingcentre.com.mt). Wer größere Boote bevorzugt, kann auch auf Malta Segel- und Motoryachten bareboat oder mit Skipper chartern (Nautica Yacht Services | Msida Road | Gzira | Tel. 21345138 | www.nautica.com.mt).

Tauchen

Malta mit seinem klaren Wasser, vielen Fischen und interessanten Felsformationen ist ein Mekka für Taucher aus ganz Europa. 33 Tauchsportzentren und -schulen bieten ihre Dienste für Anfänger und Fortgeschrittene an. Das Mindestalter für Tauchschüler beträgt 14 Jahre; ein ärztliches Tauglichkeitsattest (auf Englisch) muss mitgebracht oder auf Malta eingeholt werden.

Tennis & Squash

Viele große Hotels verfügen über eigene Tennisplätze. Zusätzlich gibt es im Marsa Sports and Country Club 19 Tennisplätze, fünf Squashcourts, einen großen Pool, Fitnesscenter, Billardtische und Tischtennisplatten. Aldo Moro Street | Marsa | Tel. 21233851 | Fax 21231809 | www.marsasportsclub.com

Wandern

Mehrere Wanderrouten auf Malta und Gozo sind hinlänglich gut markiert. In den Büros der Malta Tourism Authority erhalten Sie für jede Wandertour unter dem Titel Country Walks ausführliche Wegbeschreibungen zum Stückpreis von ca. 2,50 Euro.

Windsurfen & Weitere Wassersportarten

Windsurfen, Paragliding betreiben, Wasserski sowie Kanu- und Tretboot fahren können Sie in Wassersportzentren an vielen Stränden der Insel, organisiert beispielsweise von Yellow Fun Water Sports Services (Zentrale: Cannon Road 392 | St. Venera | Tel. 21498829 | Fax 21447508 | www.yellowfunwatersports.com). Wassersportstationen befinden sich auch am New Dolmen Hotel in Qawra und beim Hilton Hotel in Paceville sowie in St. Julian's beim Corinthia Marina Hotel (Sun ‘n' Fun | St. George's Bay | Tel. 2137901940 | Fax 21382915). Zweier-Kanus kosten ca. 6 Euro/Std., eine Runde Wasserski ca. 30 Euro, eine Jet-Ski-Runde auf dem Zweisitzer ca. 33 Euro/15 Min.


Mit Kindern reisen

Phantasie und Wirklichkeit

Auf Malta können Kinder miterleben, wie Spielzeug und Filme entstehen

Malta ist ein kinderfreundliches Reiseland. Man übt ihnen gegenüber südländische Toleranz.

Und man weiß, was man seinen Gästen schuldig ist und hält in vielen Restaurants und Hotels Babystühle sowie spezielle Kindermenüs bereit.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Maltareise

Flugzeug

Nach Malta fliegen u.a. Air Malta (www.airmalta.com), Condor (www.condor.de), Germanwings (www.germanwings.de), TUIfly (www.tuifly.com) und Lufthansa (www.lufthansa.de). Die Flugzeit beträgt 2,5 bis 3 Stunden. Alle Flüge kommen auf dem hochmodernen Luqa International Airport an. Linienbus 8 verbindet den Flughafen (5.30-20 Uhr) alle 20-30 Minuten mit dem zentralen Busbahnhof in Valletta (Fahrpreis ca. 0,50 Euro). Von dort gelangt man per Bus preiswert weiter in alle Inselorte und zum Fährhafen Cirkewwa (für Gozo). Am Taxischalter in der Ankunftshalle können Sie ein Taxi zum Festpreis buchen (z.B. nach Valletta 16 Euro, Sliema 21 Euro, Buggiba 30 Euro, Cirkewwa 34 Euro). Bei der Touristeninfo (am Ausgang zu den Bussen der Reiseveranstalter links) erhalten Sie aktuelle Veranstaltungskalender!

Fähren

Schnelle Katamarane, die auch Autos bis zu einer Höhe von 2,20 m transportieren, verbinden Malta im Sommer bis zu 17-mal, im Winter 3- bis 4-mal wöchentlich mit den sizilianischen Häfen Pozzallo oder Catania. Auskunft erhalten Sie über Virtu Ferries (Ta'Xbiex Terrace | Ta'Xbiex | Tel. 21316766 | Fax 21314533 | www.virtuferries.com).

Fremdenverkehrsamt Malta in Deutschland

Schillerstraße 30-40 | 60313 Frankfurt/Main | Tel. 069/285890 | Fax 285479 | www.urlaubmalta.com

In Österreich

Opernring 1/E/3 | 1010 Wien | Tel. 01/5853770 | Fax 01/5853771 | wien@urlaubmalta.com

In der Schweiz

Sumatrastr. 25 | 8023 Zürich | Tel. 13503983 | Fax 13503984 | switzerland@urlaubmalta.com

Banken

Landeswährung ist seit Januar 2008 der Euro. Die Münzen zeigen das Malteserkreuz und einen Altar aus dem prähistorischen Tempel von Mnajdra. Bargeldautomaten sind zahlreich vorhanden.

Busse

Über 250 Linienbusse verbinden Valletta mit allen Ortschaften. Von Sliema und St. Paul's Bay aus fahren Busse zu den touristisch wichtigsten Orten der Insel. Sie verkehren werktags zwischen etwa 5.30 und 19-23 Uhr (je nach Ort) in dichten Abständen; sonntags ist die Frequenz niedriger. Freitags und samstags gibt es Nachtbusse zwischen St. Julian's und vielen Inselorten. Buspässe gibt es für 1, 3, 5 und 7 Tage für ca. 3,50-14 Euro. Buslinienverzeichnisse gibt es in manchen Bussen, bei der Touristeninfo und unter www.atp.com.mt, Fahrkarten und Buspässe beim Fahrer.

Camping

Seit 2005 gibt es auf Malta einen sehr modernen Campingplatz an der Nordküste; Zelte und Campingausrüstung können geliehen werden. L'Ahrax tal-Mellieha | Tel./Fax 21521105 | www.maltacampsite.com | 10 Euro/Stellplatz, Mietzelt ab 12,50 Euro/Person, Kinder frei

Deutsche Botschaft

Il-Pjazetta | Tower Road | Sliema | Tel. 21336531 | Tel. 21336520 | Fax 21341271 | www.valletta.diplo.de

Österreichische Botschaft

Whitehall Mansions | Ta'Xbiex Seafront | Ta'Xbiex | Tel. 23279000 | Fax 21317430 | vallettaob@bmaa.gv.at

Schweizerisches Generalkonsulat

M. Lowell | Zachary Street 6 | Valletta | Tel. 21244159 | Fax 21237750 | ml@elcol.com

Einreise

Für die Einreise genügt ein gültiger Personalausweis, für Kinder unter 16 Jahren ein Kinderreisepass oder ein Eintrag im Reisepass eines Elternteils.

Ermässigungen

Senioren ab 60 oder 65 und Jugendliche sowie Studenten zahlen oft ermäßigte Eintrittspreise. Darum Personalausweis oder Studentenausweis immer mitführen!

Fährverkehr

Zwischen Cirkewwa im Norden Maltas und Mgarr auf Gozo werden im Sommer täglich 33 Überfahrten rund um die Uhr angeboten, Nov.-Mai nur ca. 22 Fahrten 5.45-23.30 Uhr (Fahrzeit ca. 30 Min.). Hin- und Rückfahrt kosten für Erwachsene 4,65 Euro, für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren und für Fahrräder 1,15 Euro und für Autos inklusive Fahrer 15,70 Euro. Zwischen November und März gilt ab 20 Uhr ein ermäßigter Nachttarif.

FKK

FKK ist in Malta streng verboten. Oben ohne ist verpönt.

Inlandsflüge

Mit Wasserflugzeugen besteht eine Verbindung vom Flughafen und vom Grand Harbour in Valletta nach Mgarr auf Gozo, wo die Maschinen den Hafen ansteuern. Flugzeit jeweils 10 Min., Flugpreis ab Airport 46 Euro, ab Grand Harbour 48 Euro. Harbourair | Tel. 21228302 | www.harbourairmalta.com

Internet

www.aboutmalta.com: Die niveauvollste Website zu allen Aspekten Maltas und Gozos, zahlreiche Links, aktuelles Wetter, gute Suchmaschine, englischsprachig

InternetCafés

Die Zahl der maltesischen Internetcafés nimmt ständig zu. Durchschnittlich sind 4 Euro/2 Std. zu zahlen.

Jugendherbergen

Die fünf maltesischen Jugendherbergen sind selbst für sehr anspruchslose Urlauber fast unzumutbar. Sie können besser in privaten Hostels übernachten, zu finden unter www.hostels.com/mt.

Mietfahrzeuge

Dank der starken Konkurrenz der Mietwagenfirmen auf Malta sind die Tarife niedrig. Das Mindestmietalter beträgt 25 Jahre, der nationale Führerschein genügt. Ein Preisbeispiel (mit unbegrenzten Freikilometern): Kleinwagen Typ Peugeot 106 ab ca. 24 Euro/Tag, ca. 60 Euro/3 Tage, ca. 140 Euro/Woche. Empfehlenswert ist eine Vollkaskoversicherung. Aber Achtung: Es muss bei jedem noch so kleinen Unfall unbedingt die Polizei gerufen werden!

Notruf & Notarzt

Die Telefonnummer 112 gilt auf Malta und Gozo für Krankenwagen, Feuerwehr, Polizei und Notarzt.

Rauchen

In allen Restaurants, Bars und Cafés herrscht striktes Rauchverbot!

Standard-Öffnungszeiten

Standardöffnungszeiten für fast alle staatlichen Museen und archäologischen Stätten: täglich 9-17 Uhr. Davon abweichende Zeiten sind bei den Objektbeschreibungen angegeben. Stets aktuelle Angaben von Eintrittspreisen und Öffnungszeiten sind zu finden unter www.heritagemalta.org.

Strom

240 V Wechselstrom; ein dreipoliger Adapter ist erforderlich.

Taxi

Auf ganz Malta verkehren nur etwa 250 Taxis. Es gibt wenige Standplätze und keine zentrale Rufnummer. Am besten sollten Sie vom Hotel oder Restaurant aus bestellen. Taxameter werden ungern eingeschaltet, daher Fahrpreis vorher aushandeln. Weiße Taxis sind teurer als schwarze.

Telefon & Handy

Vorwahl für Gespräche nach Malta und Gozo: 00356. Vorwahl von Malta nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041, dann Ortsvorwahl ohne 0.

Trinkgeld

In einigen Restaurants ist kein Bedienungsgeld in dem Rechnungsbetrag enthalten; in diesem Fall gibt man rund 10 Prozent, sonst wie bei uns.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch dürfen von EU-Bürgern zollfrei ein- und ausgeführt werden (pro Erwachsener bis zu 800 Zigaretten, 90 l Wein oder 10 l Spirituosen). Für Schweizer gelten: 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen/2 l Wein.

Espresso

1 Euro für einen Tasse Espresso

Wein

Ab 6 Euro für eine Flasche Wein im Restaurant

Gebäck

3 Euro für ein Stück Torte im Café

Beach

10 Euro für einen Sonnenschirm und zwei Liegen

Taxi

1,40 Euro pro Kilometer

Benzin

1 Euro pro Liter Super bleifrei


Unser Insider

MARCO POLO Insider Klaus Bötig im Interview

Klaus Bötig, Reisejournalist mit Leib und Seele, verbringt jährlich sechs Monate auf Recherchereisen durch Griechenland, Zypern und Malta.

Was reizt Sie an Malta?

Malta war keine Liebe auf den ersten Blick. Die Insel war mir viel zu dicht besiedelt, viel zu britisch statt mediterran geprägt. Nach und nach habe ich aber auch die ländlichen Seiten Maltas entdeckt und die Reize des alten kolonialen Erbes. Besonders beeindruckend waren natürlich immer schon die Tempel aus der Steinzeit und die Festungsanlagen der Kreuzritter, wenig verlockend jedoch die Strände. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich kein Taucher bin. Ein großer Vorteil der Insel sind die kurzen Wege und das gute Linienbusnetz - da kann man viel Geld sparen und trotzdem beweglich sein. Auch unter den Maltesern habe ich inzwischen viele gute Bekannte gefunden: Sie sind zwar sehr zurückhaltend, aber wenn man auf sie zugeht, keineswegs verschlossen.

Mögen Sie die maltesische Küche?

Glücklicherweise erlebt die maltesische Küche zurzeit eine Renaissance. Ich liebe vor allem die maltesische Form der Roulade, braggioli. Auch ein guter Nudelauflauf - timpana - ist echt lecker. Und als Fischkopf von der Weser weiß ich natürlich auch den lampuki zu schätzen, Maltas Nationalfisch.

Wenn Sie reisen, wo wohnen Sie?

Auf meinen jährlichen Recherchereisen verbringe ich immer einige Nächte in traditionsreichen Hotels und Pensionen in Valletta sowie in Apartments oder Hotels in den Touristenzentren Sliema und Qawra/Buggiba. Besonders gern bin ich auf Gozo. Von diesen festen Standorten aus besuche ich alle anderen Inselorte, manchmal übernachte ich auch in Marsaskala, Marsaxlokk oder in Mdina.

Wie recherchieren Sie? Woher nehmen Sie Ihre zahlreichen aktuellen Tipps?

Ich bin ein leidenschaftlicher Reisender und unendlich neugierig. Malta kenne ich nicht nur als Momentaufnahme, sondern über viele Jahre hinweg. Stets begebe ich mich auf die Suche nach Neuem, checke meine eigenen Empfehlungen, verfolge Lesertipps und Infos aus dem Internet, lese maltesische Tageszeitungen, höre maltesische Radiosender - und spreche mit den Einheimischen. Auf Malta kenne ich viele Menschen vom Bauern bis zum Journalisten, da bekomme ich zahlreiche Insider-Informationen „unter der Hand“.

Was schätzen Sie an Malta nicht so?

Am meisten stören mich hier das mangelnde Umweltbewusstsein der Malteser und das nationale „Hobby“ des Vogelmords.


Bloß nicht

Auch auf Malta gibt es Dinge, die Sie meiden sollten

Maltesische Folklore

Eine lebendige maltesische Folklore gibt es nicht. Weil Urlauber aber Folkloreabende aus anderen Mittelmeerländern gewohnt sind, werden sie auch auf Malta veranstaltet. Geboten werden Ihnen dabei vor allem angelsächsische Tanzmusik, ergänzt durch eine maltesische Tanzgruppe in bunten, phantasievollen Kostümen, die eine Art frei erfundenes, volkstümelndes Ballett tanzt. Das kann zwar amüsant sein, ist jedoch auf keinen Fall authentisch.

Auf Drogen einlassen

Der Besitz von Haschisch und Drogen wird wie fast überall auch auf Malta und Gozo streng bestraft. Doch hier reichen schon 3 g Cannabis vollkommen aus, um den Besitzer für 6 Monate hinter Gitter zu bringen; Gnade kennen maltesische Richter auf diesem Gebiet nicht.

Feste auf eigene Faust besuchen

Zu allen maltesischen Festen bieten Hotels und Reisebüros organisierte Busausflüge an. Die Teilnahme lohnt, da so die Rückfahrt am Abend gesichert ist. Wenn Sie ein Fest auf eigene Faust besuchen, sollten Sie bedenken, dass Sie nach 21 Uhr nur selten ein Taxi finden und auf keinen Fall einen Linienbus für den Heimweg.

Autofahren bei Dunkelheit

Maltas Straßen sind schon bei Tag schlecht genug. Bei Dunkelheit jedoch sind sie katastrophal unsicher. Fast immer fehlen an den Straßenrändern Fahrbahnmarkierungen und Begrenzungspfähle, und die Wegweiser sind nur schwer zu erkennen. Auch blenden entgegenkommende Autos entweder nicht ab oder fahren sogar ganz ohne Licht. Große Vorsicht ist also angebracht!

Exotische Souvenirs kaufen

Maltesische Fischer sind nicht zimperlich, wenn ihnen die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten ins Netz gehen. Sie lassen sie in der Sonne vertrocknen und verkaufen ihren Panzer auf dem Markt. Der Import von Schildkrötenpanzern in die deutschsprachigen Länder ist aber ebenso verboten wie auch die Einfuhr anderer vom Washingtoner Artenschutzabkommen geschützter Tiere. Also, Hände weg auch von Elfenbein, ausgestopften Fischen und Vögeln!

Oben ohne baden

In weniger katholischen Ländern wären die vielen Felsvorsprünge und kleinen Buchten, die Malta zu bieten hat, ideale Plätze für ein hüllenloses Bad, doch hier schwimmt man, wie es dem Papst gefällt.

Copyright: www.marcopolo.de
 

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