City-Info Mailand
City-Info Mailand


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Sehenswertes
Dem Dom aufs Dach steigen und Bummeln an den Kanälen
Mailand ist keine Stadt, die sich auf den ersten Blick erschließt. Sie will entdeckt werden
Sie können spielend eine Woche mit Hochkultur füllen, sich stattdessen auf die Suche nach Mailands junger Designszene machen oder ganze Tage mit Schaufensterbummeln füllen - diese Stadt hat viele Gesichter, und jedes für sich ist schon eine Reise wert.
Aber Sie können auch von allem ein wenig mitnehmen, denn die Wege sind kurz in Mailand. Von der Scala, einem der besten Opernhäuser der Welt, sind es nur wenige Schritte zur Via Monte Napoleone, wo die Edellabels ihre Geschäfte haben, oder zur Galleria Vittorio Emanuele, dem schönsten Schaufenster der Stadt. Ihr anderer Ausgang führt Sie zum Domplatz, dem historischen und aktuellen Zentrum der Stadt. Mailand können Sie sich erlaufen: Die meisten Ziele sind vom Dom aus in weniger als einer halben Stunde zu Fuß zu erreichen, auch das Kreativenviertel um die Via Tortona im Südwesten oder der Corso Como nördlich, wo nachts das Leben tobt.
Die Wege führen Sie vorbei an alter Substanz und modernen Bauten, wo Zeit und Kriege Lücken geschlagen haben - und sicher auch an etlichen Baustellen. Mailand steht nicht still: Die Stadt entwickelt sich fort, so wie sie das seit zwei Jahrtausenden tut. Wie von einem Stein aus, der ins Wasser geworfen wurde: In konzentrischen Ringen breitete sich Mailand im Lauf der Stadtentwicklung aus, ausgehend vom heutigen Domplatz. Unter den Römern wuchs die Stadt, im 4. Jh. n. Chr. war sie mit 250000 Ew. eine der größten Städte Europas.
Mit krummen Gassen und verstreuten Bauten legte sich dann das Mittelalter über die römische Rechtwinkligkeit. Unter der Herrschaft der Visconti und der Sforza wuchs ein Mauerring, der noch heute gut auf dem Stadtplan nachzuvollziehen ist. Dieser so genannte cerchio dei navigli, der SantAmbrogio, San Lorenzo und die Ca Grande streift, war bis vor wenigen Jahrzehnten von navigli, Kanälen, umflossen. Heute fährt ihn der Bus 94 entlang.
Unter spanischer Herrschaft entstand später der nächste Kreis: die cinta dei bastioni spagnoli, der spanische Befestigungsgürtel, der an der Porta Romana im Südosten der Stadt noch teilweise sichtbar ist. Die Tramlinien 29/30 folgen ihm und führen an den meisten Toranlagen von der Porta Volta bis zur Porta Ticinese vorbei.
Innerhalb dieser Jahrhundertringe finden Sie eine Stadt, die durch Fremdherrschaft, Zerstörungen und Wiederaufbau ganz anders wirkt als andere italienische Städte. Man sieht ihr an, dass die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs fast die ganze Innenstadt in Schutt und Asche legten. Mailand ist keine Stadt, die sich auf den ersten Blick erschließt. Sie will entdeckt werden. Wer neugierige Blicke wagt, wird fast immer belohnt: Die Stadt hat ungezählte schöne Innenhöfe, die sich hinter - oft zufällig geöffneten - Portalen verbergen.
Ein wenig Vorbereitung erfordern hingegen Mailands Museen: An die 40 Stück sind es, und sie bieten Zugang zu Kunst, wissenschaftlichen Forschungen und zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Leonardo da Vincis „Abendmahl“, das im Sommer oft eine Anmeldung Wochen vor dem Besuch erfordert, die Museen im Castello Sforzesco mit Michelangelos Pietà Rondanini, die Gemäldesammlungen der Pinacoteca Ambrosiana und der Pinacoteca di Brera sind Höhepunkte nicht nur eines Mailand-, sondern eines ganzen Italienbesuchs. In einem Stadtbesuch ist das eigentlich gar nicht zu schaffen - nehmen Sie sich deshalb nicht zu viel vor!
Einige Museen haben montags und an Feiertagen geschlossen. Dafür gibt es im Sommer tageweise Öffnungszeiten bis spät in den Abend - es empfiehlt sich ein Blick in die Tagespresse oder ein Anruf bei der Touristeninformation. Die städtischen Museen haben einen gemeinsamen Internetauftritt: http://www.museidelcentro.mi.it. Die meisten Kirchen und Klöster sind täglich von 7 bis 12 und von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Sehenswertes
Stadtviertel
Ca GrandeDas frühere Krankenhaus wird heute von der Mailänder Universität genutzt. Ab 1456 errichtet, kann man die verschiedenen Bauabschnitte aus mehreren Jahrhunderten schön an den unterschiedlichen Fassaden längs der Via Festa del Perdono sehen. Via Festa del Perdono | Metro: M 1 Duomo, M 3 Missori, Tram 24, Bus 65
Dom Santa Maria NascenteDer Mailänder Dom, dessen Grundstein 1386 gelegt wurde, ist durch viele Jahrhunderte gewachsen. Trotz langer Bauzeit bis ins 19. Jh. bleibt er ein großartiges Zeugnis lombardischer Gotik. Die Fassade wurde allerdings nach mehreren Baustufen stark historisierend vollendet. Mit einer Außenlänge von 158 m und einer Grundfläche von 11400 m² gehört der Mailänder Dom zu den größten Kirchen der Christenheit.
DomdachWelchem Dom kann man schon aufs Dach steigen? Beim Mailänder geht es. Es gibt sogar einen Fahrstuhl. Von oben bietet sich ein ungewöhnlich schöner Blick auf die Piazza, die Galleria, die grünen Dachterrassen, die ganze Innenstadt und natürlich auf die Domarchitektur selbst. Tgl. 9-16.30 (Sommer bis 17.30) Uhr | 4 (mit Fahrstuhl 6) Euro | www.duomomilano.com | Piazza Duomo, Treppenzugang von der Nordseite gegenüber Kaufhaus La Rinascente, Fahrstuhl genau gegenüber auf der Südseite | Metro: M 1, M 3 Duomo
Palazzo RealeAn der Stelle des mittelalterlichen Palazzo Ducale, der ein eigenes großes Theater hatte, in dem noch Mozart aufgetreten war, entstand Ende des 18. Jhs. dieser neoklassizistische Herrschaftspalast nach Plänen von Giuseppe Piermarini. Im Sommer finden im Hof Film- und Musikveranstaltungen statt. Piazza Duomo | Metro: M 1, M 3 Duomo
Pinacoteca AmbrosianaDie Gemäldegalerie wurde 1618 auf Bestreben des Kardinals Federico Borromeo eingerichtet. Hier sollten junge Künstler und Wissenschaftler im Geist der Gegenreformation erzogen werden. Heute gilt die Pinakothek zusammen mit der von Brera als eine der wichtigsten Bildersammlungen ganz Italiens. Hier wird u.a. die monumentale Vorzeichnung von Raffael für das Fresko „Schule von Athen“ (1509) aus den Stanzen des Vatikans aufbewahrt. Weitere Höhepunkte sind das „Porträt eines Musikers“ (1485), das einzige Tafelbild Leonardos in Mailand, und der „Früchtekorb“ (1596) von Caravaggio, ein Hauptwerk des Manierismus. Di-So 10-17.30 Uhr | 8 Euro | www.ambrosiana.it | Piazza Pio XI 2 | Metro: M 1 Cordusio, M 3 Duomo
San Bernardino alle OssaUrsprüngliche Friedhofskirche des Mittelalters, im Barock vollkommen erneuert, angeschlossen eine bedrückende Totenkapelle mit Wandschmuck aus Knochen und Schädeln - die über dem Eingangsportal stammen von hingerichteten Verbrechern. Piazza Santo Stefano | Tram 12, Bus 54
San Lorenzo MaggioreGründung aus dem 4. Jh., nach mehreren Zerstörungen als Zentralbau der Spätrenaissance ab 1574 errichtet. Von älteren Bauteilen blieb ein spektakulärer Kapellenkranz (Bauformen gut sichtbar vom dahinter liegenden Park). Vor der Kirche stehen 16 römische Säulen (Colonne di San Lorenzo) - abends ein Treffpunkt der Jugendszene. Corso di Porta Ticinese | Tram 3
San Satiro (Santa Maria presso San Satiro)Ein architektonisches Kleinod aus Mittelalter und Renaissance, das man von der lebhaften Via Torino aus zunächst kaum wahrnimmt. Eine erste karolingische Kapelle (Cappella della Pietà) wurde bereits im 9. Jh. zu Ehren von San Satiro, dem Bruder von Ambrosius, gebaut und mit einem romanischen Glockenturm ergänzt, der stilbildend für die ganze Lombardei wurde. Der Kirchenraum und die Sakristei entstanden ab 1478 unter Bramante, wobei sich der geniale Baumeister aus Urbino auf engstem Raum eines perspektivischen Kniffs bediente. Via Torino/Via Speronari | Metro: M 1, M 3 Duomo
Casa degli OmenoniWohnhaus von Leone Leoni, Hofkünstler von Karl V. und Philipp II., das sich der Künstler 1565 selbst entwarf. Seinen Namen „Haus der mächtigen Männer“ trägt es wegen der riesigen Skulpturen in der Fassade, so genannte Atlanten, die die Last der oberen Stockwerke schultern. Via degli Omenoni 3 | Metro: M 1 San Babila, M 3 Monte Napoleone
Corso VeneziaDie ehemalige Nobelstraße von der Piazza San Babila zur Porta Venezia wird von interessanten Stadtpalästen wie der Casa Fontana-Silvestri (Nr. 10) aus der Renaissance, dem Palazzo Serbelloni (Nr. 16) aus dem Neoklassizismus oder dem Palazzo Castiglioni (Nr. 47) aus der Jugendstilzeit gesäumt. Metro: M 1 San Babila, Palestro, Porta Venezia
Galleria Vittorio Emanuele IIIl salotto, die gute Stube der Stadt mit Bars, Restaurants, Geschäften (darunter viele Buchhandlungen), ist ein weltlicher Tempel aus Stein, Stahl und Glas, mit dem sich das Mailänder Bürgertum selber ein Denkmal setzte und die nationale Einheit feierte. Die Kuppel (höchster Punkt 47 m) entspricht mit ihren Innenmaßen der Kuppel des römischen Petersdoms. Giuseppe Mengoni, der Architekt dieser zwischen 1865 und 1877 erbauten Galerie, kam kurz vor ihrer Vollendung bei einem Sturz vom Baugerüst ums Leben. Zwischen Piazza del Duomo und Piazza della Scala | Metro: M 1, M 3 Duomo
Museo Bagatti ValsecchiDas Wohnhaus einer Patrizierfamilie im historisierenden Stil der Wende vom 19. zum 20. Jh. mit Möbeln, Gemälden (Giovanni Bellinis „Santa Giustina“), Teppichen, Keramik, Schmuck. Di-So 13-17.45 Uhr | 6 Euro | www.museobagattivalsecchi.org | Via Gesù 5/Via Santo Spirito 10 | Metro: M 3 Monte Napoleone, Tram 1, 2
Museo Poldi-PezzoliDas Privatmuseum ist von der Atmosphäre her vielleicht das schönste Museum Mailands: Es ist im Haus (zum Teil mit Wandbemalungen) des Barons Gian Giacomo Poldi-Pezzoli aus dem 19. Jh. untergebracht. Die reiche Kunstsammlung umfasst Werke u.a. von Sandro Botticelli, Andrea Mantegna, Lucas Cranach (Bildnis Luthers und seiner Frau von 1529). Antonio del Pollaiuolos berühmtes „Bildnis einer Frau“ (um 1470) ist in das Signet des Museums eingegangen. Di-So 10-18 Uhr | 8 Euro | www.museopoldipezzoli.it | Via Manzoni 12 | Metro: M 3 Monte Napoleone
Museo Teatrale alla ScalaZurückgekehrt in die gerade restaurierten Räume der Scala, zeigt das neu strukturierte Museum Material zur Musikgeschichte der Scala und Mailands mit Erinnerungsstücken, Fotos, Gemälden, Plastiken, Objekten, Kostümen, Instrumenten sowie Sonderausstellungen. Tgl. 9-12.30 und 13.30-17.30 Uhr | 5 Euro | www.teatroallascala.org | Piazza della Scala | Metro: M 1 Duomo, Tram 1, 2
Palazzo MarinoDie meisten begegnen diesem ehrwürdigen Renaissancepalast aus dem Jahr 1558, der der Stadt als Rathaus dient, von der „falschen“ Seite: Der heutige Haupteingang zur Piazza della Scala war eigentlich die Hinterseite, die historisierende Fassade ist ein Werk von 1889. Bevor sich der Palazzo gleichsam „gedreht“ hat, lag die Schauseite zur Piazza San Fedele. Piazza della Scala | Metro: M 1, M 3 Duomo
Piazza MercantiDas mittelalterliche Zentrum der Stadt mit dem ehemaligen Rathaus (Palazzo della Ragione) von 1233. An der Nordseite steht der Palazzo dei Giureconsulti mit manieristischer Fassade (16. Jh.). Der Straßendurchbruch der Via Mercanti aus den Dreißigerjahren des 20. Jhs. zerstört die Geschlossenheit der Piazza, von der sich einst sechs Tore zu den sechs Stadtteilen von Mailand öffneten. Metro: M 1 Cordusio
Teatro alla ScalaSie ist der vielleicht bekannteste Botschafter Mailands in der Welt: die Scala. Das Opernhaus ließ der Architekt Giuseppe Piermarini 1778 an der Piazza della Scala an Stelle der baufälligen gotischen Kirche Santa Maria alla Scala errichten. Anfangs war die Oper noch ganz in Azur- und Ockertöne getaucht, und das Parkett bot nur Stehplätze. Der rote Damast, mit dem die fünf hufeisenförmigen Logenränge heute ausgeschlagen sind, ist eine Erfindung des späten 19. Jhs. Im 19. Jh. erlangte das Theater mit seinen Uraufführungen von Rossini-, Verdi- oder Puccini-Opern Weltruf. Sänger und Sängerinnen wie Enrico Caruso oder Maria Callas schrieben die Erfolgsgeschichte im 20. Jh. weiter.
Arco della PaceAuf dem „Friedensbogen“ thront die Siegesgöttin, weil er - 1807 von Luigi Cagnola im neoklassizistischen Stil gebaut - ursprünglich als Triumphbogen für die Erfolge Napoleons werben sollte. Später verewigten sich hier zunächst die Österreicher und dann die Piemontesen als Einiger Italiens. Piazza Sempione | Tram 29, 30
Castello SforzescoDie Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst die Visconti, dann die Sforza) entstand, um Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa, um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Ab 1368 wurde ein erstes Kastell an der Stadtmauer errichtet. Ludovico il Moro ließ es Ende des 15. Jhs. mit schlossähnlichen, repräsentativen Gebäuden u.a. von Bramante und Leonardo ausbauen. Die Anlage wurde Vorbild für den Bau des Kremls, der ab 1485 in Moskau von italienischen Künstlern errichtet wurde. Unter Spaniern und Österreichern diente das Castello weiterhin als Residenz und Zitadelle; von hier aus ließ General Radetzky während der Märzaufstände 1848 die Stadt beschießen. Eine Restaurierung des späten 19. Jhs. verfälscht durch die Betonung des höfischen Charakters die Geschichte. Der Turm über dem Eingangstor ist eine Nachbildung des 1521 zerstörten Turms, den der Renaissancebaumeister Filarete entworfen hatte. Im Inneren hinter dem Waffenhof liegen die Zugänge zu den Museumsanlagen (s. folgender Eintrag). Tgl. 7-18, im Sommer bis 19 Uhr | Eintritt frei (Museen 3 Euro) | www.milanocastello.it | Piazza del Castello | Metro: M 1 Cairoli, Cadorna, M 2 Cadorna, Lanza
Musei del CastelloDie Spannweite der unterschiedlichen Sammlungen ist atemraubend: Es gibt lombardische Skulpturen von der Spätantike bis zum Barock, norditalienische Malerei von den Anfängen bis zum 18. Jh., Wandteppiche, Möbel, Musikinstrumente, Waffen, Keramiken und Schmuck. Wer Zeit hat, sollte den Besuch auf mehrere Tage verteilen. Zu den Höhepunkten der Sammlung alter Kunst (Civico Museo dArte Antica) zählen das gotische Grabmonument von Bonino da Campione für Bernabò Visconti (um 1363), die von Leonardo ausgemalte Sala delle Asse, die die Illusion einer offenen Eichenlaube herstellen soll (1498), und Michelangelos unvollendete Skulptur Pietà Rondanini, an der der Künstler bis wenige Tage vor seinem Tod 1564 gearbeitet hat (Zugang alle 20 Minuten, je maximal 30 Besucher). In der Pinakothek finden Sie u. a. Andrea Mantegnas „Madonna mit Heiligen“ (1497) und das „Bildnis des Giulio Zandemaria“ von Correggio (1521). Di-So 9-17 Uhr | 3 Euro | Piazza Castello | Metro: M 1 Cairoli, M 2 Cadorna, Lanza
Museo MinguzziDas Museum, das sich der 1911 geborene Bildhauer Luciano Minguzzi eingerichtet hat, ist eine der vielen kleinen Überraschungen, die Mailand zu bieten hat. Es verbindet die Besichtigung eines typisch milanesischen Stadthauses im Breraviertel mit der Ausstellung von Arbeiten Minguzzis und denen seiner Künstlerfreunde. Di-Fr 10-13 und 15-18 Uhr (wenn Tor geschl., bitte klingeln) | Eintritt frei | Via Palermo 11 | Metro: M 2 Moscova
Parco SempioneDer Landschaftsarchitekt Emilio Alemagna hat um 1890 auf dem Gelände hinter dem Castello Sforzesco diesen herrlichen Park angelegt: mit Denkmälern (u.a. für Napoleon III.), einer Brunnenanlage von Giorgio De Chirico („Bagni Misteriosi“), Spielplätzen und einem kleinen See. Am Rand nahe dem Arco della Pace liegt die von Antonio Canova erbaute klassizistische Arena - ein Sportstadion, in dem früher Inter und Milan ihre Spiele austrugen. Zugänge zum Park: Piazza Castello, Viale Alemagna, Piazza Sempione. Tgl. 6.30-20, im Sommer bis 23 Uhr | Metro: M 1 Cairoli, M 2 Cadorna, Lanza
Pinacoteca di BreraDer Palazzo di Brera, 1605 als Jesuitenkolleg begonnen, beherbergt heute eine Kunstakademie, eine Bibliothek und astronomische Einrichtungen. Außerdem erreicht man durch ihn einen kleinen botanischen Garten. Er ist aber vor allem wegen der berühmten staatlichen Pinakothek interessant. Sie wurde auf Anordnung der Kaiserin Maria Theresia Ende des 18. Jhs. gegründet. Inzwischen verfügt die Brera über rund 1300 Bilder (davon 460 in der Ausstellung) aller Kunstrichtungen vom Mittelalter bis zur Moderne. Nicht versäumen sollten Sie die „Pala Montefeltro“ von Piero della Francesca (1475), den „Cristo morto“, den Andrea Mantegna 1480 in extremer perspektivischer Sicht gemalt hat, und das „Marienverlöbnis“ (1504) von Raffael. Im Hof des Palazzos ist eine Bronzestatue (1809) von Antonio Canova aufgestellt, die Napoleon Bonaparte als siegreichen Apoll darstellt - nackt, wie Zeus ihn schuf. Di-So 8.30-18.30 Uhr | 5 Euro | Vorbestellungen unter Tel. 02722631 | www.brera.beniculturali.it | Via Brera 28 | Metro: M 2 Lanza, M 3 Monte Napoleone, Tram 4, 12, 14
Torre BrancaGenau 108 m hoch ist der Turm, der 1933 anlässlich der Triennale in nur zweieinhalb Monaten nach Plänen des Architekten Giò Ponti errichtet wurde. Nach langer Restaurierungszeit kann man mit dem Fahrstuhl zu einer Aussichtskabine fahren, von der Sie einen tollen Blick über die Stadt haben - bei garantiert gutem Wetter, denn andernfalls bleibt der Turm geschlossen. Eindrucksvoll sind auch die Aussichten auf das Lichtermeer bei den Abendöffnungen. Häufig variierende Öffnungszeiten, bei Redaktionsschluss: Mi 10.30 bis 12.30 Uhr, Fr 14.30-18 und 21.30-1 Uhr, Sa/So 10.30-12.20, 14.30-19.30 und 21.30-1 Uhr, im Sommer auch Di und Do 21.30-1 Uhr | 3 Euro | Viale Alemagna/Parco Sempione | Info zu Schließungen Tel. 023314120 | Metro: M 1, M 2 Cadorna, Bus 61
Cenacolo Vinciano/„Abendmahl“Um Leonardos weltberühmtes Wandgemälde „Abendmahl“ („Cenacolo“) in Augenschein zu nehmen, müssen Sie sich vorher anmelden (telefonisch oder via Internet). Dann dürfen Sie zusammen mit anderen rund 25 Personen für 15 Minuten das ehemalige Refektorium (Speisesaal) des Dominikanerklosters von Santa Maria delle Grazie betreten - nicht ohne zuvor mehrere Schleusen zu passieren, damit man möglichst wenig Verunreinigungen mit in den langen Saal bringt. Leonardo hat für das 1495-97 entstandende Bild genau den Augenblick des Abendmahls von Jesus mit seinen Jüngern gewählt, in dem Christus vorhersagt, dass ihn einer von den Jüngern verraten werde. Die Apostel, aufgelöst in Dreiergruppen, sind aufs Höchste bestürzt und erregt. Die großformatige, mit 4,2 m Höhe und 9,1 m Breite geradezu riesige Darstellung (bis dahin wurde das Thema eher auf kleineren Tafelbildern behandelt) schlug in die Kunstgeschichte ein wie die Breitwand in die Kinogeschichte. Das dramatische Spiel der Hände, die theatralische Anordnung wie auf einer Bühne und die (heute kaum noch nachzuvollziehende) Verschmelzung der Farben hatten das Bild sofort berühmt gemacht. Noch bevor Leonardo die Arbeiten abschließen konnte, zirkulierten bereits erste Stiche mit Kopien.
Piazzale CadornaAuf der Verkehrsinsel vor dem von Gae Aulenti verkleideten Vorstadtbahnhof Stazione Nord steht eine bemerkenswerte Popskulptur von Claes Oldenburg: eine überdimensionale Nadel mit Faden - passend zur Modestadt. Metro: M 1, M 2 Cadorna
San Maurizio (Monastero Maggiore)Der Kirchenraum dieses hübschen Renaissancebaus (ab 1503) war in einen öffentlichen Teil und einen Teil für die in Klausur lebenden Benediktinerinnen getrennt. Beide heute zugänglichen Räume sind durch großartige Wandfresken von Bernardino Luini und seiner Werkstatt (1522-29) geschmückt. In der Kirche finden regelmäßig Konzerte statt, hier steht auch die älteste Orgel der Stadt, eine Antegnati aus dem Jahr 1554. Nebenan im Klosterbereich ist jetzt das Archäologische Museum (Di-So 9 bis 17.30 Uhr | 2 Euro) untergebracht. Im Untergeschoss und im Garten sind noch Teile der römischen Stadtmauer sichtbar. Neben vorzeitlichen Funden gibt es eine griechische, eine römische (mit großem Stadtmodell des antiken Mailand!) und eine etruskische Abteilung. Corso Magenta 15 | Tram 19, 24, Bus 50, 58
SantAmbrogioDie dreischiffige Kirche des Stadtpatrons Ambrosius erhebt sich über seinem Grab. Sie ist das wichtigste mittelalterliche Baudenkmal der Stadt und eine Art Prototyp vieler Kirchenbauten der lombardischen Romanik. Eine erste Kapelle (San Vittorio in Ciel dOro | 2 Euro | Zugang rechts neben dem Altar) stammt aus dem Jahr 470, im Mosaikgewölbe sind Ambrosius und andere Heilige abgebildet. Die heutige Kirche geht weitgehend auf das 12./13. Jh. zurück. Ein langer Streit zwischen Mönchen und Domherren um Altarnutzung und Läuterecht führte dazu, dass jede Partei einen eigenen Glockenturm bekam: Jener der Domherren (Campanile dei Canonici) aus dem 12. Jh. steht links, jener der Mönche (Campanile dei Monaci) aus dem 9. Jh. rechts. Im eindrucksvollen romanischen Vorhof kann man Geschichte gleichsam atmen. Mo-Sa 7 bis 12 und 14.30-19, So 7-13 und 15 bis 19 Uhr | Piazza SantAmbrogio | Metro: M 2 SantAmbrogio, Bus 50, 58
Santa Maria delle GrazieAls Konkurrenz zu SantEustorgio angelegtes zweites Dominikanerkloster, dessen Kirche man noch in spätgotischen Formen (Langhaus) zu bauen begann, bevor sie dann von Bramante ab 1492 (Kuppel, Chor und Kreuzgang) im schönsten Renaissancestil zu Ende geführt wurde. Gefördert von Ludovico il Moro, wirkten hier Ende des 15. Jhs. einige der bedeutendsten Künstler der Zeit, unter ihnen Leonardo da Vinci. Bramantes Kreuzgang mit dem kleinen Fröschebrunnen ist eine Oase der Ruhe. Nebenan im ehemaligen Klosterteil können Sie Leonardos weltberühmtes Wandbild „Abendmahl“ besichtigen (nur nach Voranmeldung). Piazza Santa Maria delle Grazie 2 | Metro: M 1 Conciliazione, M 2 Cadorna, Tram 16
Naviglio GrandeDer Naviglio Grande verbindet Mailand mit dem Oberlauf des Ticino und mit dem Lago Maggiore. Im 12. Jh. begonnen, ließ man auf ihm Waren aller Art transportieren, vor allem Baumaterialien, u.a. den Marmor für den Dom. Heute kann man die Uferstraßen ideal für Fahrradausflüge nutzen. Besonders am Kopfende finden sich noch schöne alte Bebauungen, zum Beispiel Reste einer öffentlichen Waschanlage im Vicolo dei Lavandai. Am letzten Sonntag im Monat (außer Juli/August) breitet sich längs der Uferstraßen ein großer Antiquitäten- und Trödelmarkt aus. Über Bootsfahrten, die gelegentlich im Sommer angeboten werden, informiert die Touristeninformation. Metro: M 2 Porta Genova, Tram 3, 15, 29, 30
Naviglio Pavese und DarsenaDieser Kanal wurde bereits im 4. Jh. geplant. Er stellt die Verbindung nach Pavia und zum Unterlauf des Ticino her. In der Darsena, einem ehemaligen Hafenbecken aus dem 17. Jh., fließen Naviglio Pavese und Naviglio Grande zusammen. Metro: M 2 Porta Genova, Tram 3, 15, 29, 30
SantEustorgioDie Dominikanerkirche, eine der ältesten Kirchen Mailands, hat weitgehend ihre Gestalt aus dem 11. Jh. bewahrt, nur die Fassade ist eine moderne Nachempfindung. Der knapp 80 m hohe Glockenturm ist der höchste der Stadt. Im Inneren ein Sarkophag, in dem angeblich die Gebeine der Hl. Drei Könige aufbewahrt worden waren, bevor sie unter Barbarossa nach Köln entführt wurden. 1903 kam ein Teil der Reliquien wieder zurück; sie werden jedes Jahr am Dreikönigstag in einer Prozession mitgeführt. Links neben dem Portal Zugang zur Portinari-Kapelle (Di-Sa 10-18 Uhr | 6 Euro). Sie wurde über dem Grab des hl. Petrus Martyr um 1468 von Michelozzo in den Formen der toskanischen Renaissance gebaut. Piazza SantEustorgio | Tram 3, 29, 30
Casa di Riposo per MusicistiDas Altersheim für Sänger und Musiker geht auf eine Stiftung von Giuseppe Verdi (1813-1901) zurück, der zusammen mit seiner zweiten Frau Giuseppina Strepponi in einer Krypta im Innenhof begraben liegt. Heute wohnen hier rund 50 Pensionäre zusammen - auch das eine Idee Verdis - mit einigen jungen Stipendiaten des Konservatoriums. Zugang zur Krypta meist Mo-Fr 9-12 und 15-17 Uhr (in der Portineria fragen) | Eintritt frei | Piazza Buonarroti | Metro: M 1 Buonarroti
Cimitero MonumentaleHerzstück des ab 1866 im eklektischen Stil der Zeit angelegten Monumentalfriedhofs ist ein famedio (Ruhmeshalle), um an bedeutende Mailänder und berühmte Gäste zu erinnern. Hier stehen Grabmonumente u.a. vom Schriftsteller Alessandro Manzoni und vom Lyriker Salvatore Quasimodo. In der Krypta liegt der Maler Francesco Hayez begraben, Büsten erinnern an Giuseppe Garibaldi, Giuseppe Verdi, Camillo Cavour. Auf dem Friedhofsgelände verteilen sich Grabanlagen und Kapellen wohlhabender Familien. Di-So 8.30-17.15, im Sommer bis 18 Uhr | Piazzale Cimitero Monumentale | Tram 14, 29, 30
MonzaDie Stadt (120000 Ew.) am nördlichen Rand von Mailand, seit 2008 Hauptort einer eigenen Provinz, war früher Residenz der langobardischen Könige. Wichtigstes Baudenkmal ist der gotische Dom, in dem die berühmte eiserne Krone der Langobarden aufbewahrt wird, mit der bis Napoleon alle italienischen Könige gekrönt wurden. Giuseppe Piermarini baute um 1780 am Rand von Monza die Villa Reale, ein Sommerschloss für die österreichischen Statthalter der Lombardei. Die dazugehörige riesige Parkanlage (tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt frei | im Park Fahrradverleih) ist ein beliebtes Ausflugsziel. Am Rand des Parks liegt das Autodrom, wo Autorennen ausgetragen werden. An manchen rennfreien Tagen kann man mit dem eigenen Wagen einige Runden drehen (30 Minuten 40 Euro | Tel. 03924821). Auskunft: Palazzo Comunale | Piazza Carducci | Tel. 039323222 | www.comune.monza.mi.it
Pirelli-HochausDas Symbol der Mailänder Modernität wurde von Giò Ponti und anderen 1955-59 in seinen eleganten Formen ursprünglich als Verwaltungssitz für die Reifenfirma Pirelli errichtet. Seit 1979 residiert hier die Regionalverwaltung der Lombardei. Mit einer Höhe von 127 m ist es das erste Mailänder Gebäude, das die Madonnina auf dem Dom (108 m), die bis dahin als Höhenmaß aller Bauten galt, überragte. | Piazza Duca DAosta/Via Filzi 5 | Metro: M 2, M 3 Centrale
Stazione CentraleDer Hauptbahnhof der Stadt aus Marmor erhebt sich wie ein Steingebirge 207 m breit und 36 m hoch am Ende der Via Pisani. Er war bereits vor dem Ersten Weltkrieg geplant, wurde aber erst Anfang der Dreißigerjahre in den müden Formen eines späten Jugendstils fertig gestellt. Die Stazione Centrale war von Anfang an nicht recht funktional, und deshalb baut man (vor allem im Inneren) ohne Unterlass an ihr herum. Im Bahnhof finden Sie zwei bis 23 Uhr geöffnete Supermärkte, eine Apotheke (24 Stunden geöffnet) und ein Büro der Touristeninformation. Piazza Duca dAosta | Metro: M 2, M 3 Centrale
Essen und Trinken
Vom Risotto bis zur Ethnoküche
Lombardische Wintereintöpfe, chinesische Frühlingsrollen, japanisch-leichte Sommerküche - auch die kulinarischen Moden wechseln schnell in Mailand
Eine Stadt, die immer in Bewegung ist, kommt auch beim Essen nicht richtig zur Ruhe. Kaum ist ein Lokal angesagt, ist schon wieder ein anderes in Mode.
An Auswahl vom Gourmettempel bis zur Pizzeria ist kein Mangel, das Problem mit der Küche in Mailand sind - ähnlich wie beim Übernachten - die Preise. Es ist richtig teuer, traditionell essen zu gehen. Antipasto, primo (Pasta, Reis oder Suppe), secondo (Fleisch- oder Fischhauptgang) mit contorno (Beilage), dolce (Dessert) und/oder formaggio (Käse), eine gute Flasche Wein soll nicht fehlen, die mancia (Trinkgeld) kommt noch dazu und pane e coperto (Brot und Gedeck) sowieso - und schon ist man zu zweit leicht 80, 90 Euro los.
Wer aufs Geld und/oder die Linie achten muss, darf den einen oder anderen Gang überspringen, was heute kein Wirt mehr übel nimmt (ein primo oder ein secondo sollte aber schon dabei sein). Einige Restaurants bieten inzwischen mittags große Salate oder einen piatto unico an, ein Ein-Gang-Tagesmenü. Der offene, preiswertere Hauswein (vino della casa) schmeckt im Normalfall gut dazu. In vielen Bars gibt es zur Mittagszeit reichhaltige Angebote an belegten Brötchen (3-4 Euro), Salaten (4-5 Euro), schmackhaften primi (ab 5 Euro). Die Angestellten aus den Büros essen inzwischen fast alle so. Wer sparen will, setzt sich in eine Pizzeria (abends) oder geht in eine der traditionellen latterie (mittags), wo man sie noch findet. Dabei handelt es sich um Milchläden, die auch warme und kalte Speisen anbieten.
Die Qualität der Küche nimmt zu (und die Preise ab), wenn Sie sich etwas vom Zentrum entfernen. Interessante, lebhafte Viertel mit vielen Restaurants und Kneipen sind die Navigli (Piazza XXIV Maggio), um die Porta Ticinese (Piazza Vetra), Brera (Via Madonnina), Isola (Piazzale Archinto), außerdem die Gegend um den Corso Garibaldi/Corso Como (Infos über www.milanotonight.it). Im August machen viele Bars und Restaurants zwei bis drei Wochen Ferien.
Gegessen wird, wie in Italien üblich, mittags zwischen 12.30 und 14.30 Uhr und abends zwischen 19.30 und 22.30 Uhr. Wer später essen will, muss manchmal etwas länger suchen. In den gehobenen Klassen sollten Sie grundsätzlich reservieren, wer sichergehen will, tut dies auch bei einfacheren Lokalen.
Essen und Trinken
Bars und Kneipen
Bar BassoAbseits vom Trubel die charmante alte Dame unter den Mailänder Bars, die den Lauf der Zeiten mit Grandezza erträgt. Di geschl. | Via Plinio 39 | www.barbasso.com | Metro: M 1 Lima
Chiosco di PippoBar mit panini, Salaten und einfachen primi. Man sitzt ruhig und kinderfreundlich unter Sonnenschirmen in den Giardini Pubblici. Sa geschl. | Nähe Via Moscova | Metro: M 3 Turati
Bar MartiniMehr als eine Bar: „Il Martini“ im Inneren des Herrenladens von Dolce & Gabbana ist Mailands Laufsteg und der erweiterte Besprechungsraum für seine Modemacher. Ganz in Rot und Schwarz, zum Aperitif gibt es edle Häppchen. So geschl. | Corso Venezia 15 | Metro: M 1 San Babila
Essen und Trinken
Cafés
CovaElegant und traditionsreich: seit 1817 eigene Backwaren. Treffpunkt für Käufer in den umliegenden Nobelboutiquen. So geschl. | Via Monte Napoleone 8 | Metro: M 1 San Babila
SantAmbroeusStilvolles Café mit erstklassigen Backwaren, klassischer Treffpunkt des bürgerlichen Mailand. Tgl. | Corso Matteotti 7 | Metro: M 1 San Babila
SubwayAn einem Sommernachmittag der Ort für Mailands besten caffè shakerato, auf Eis geschüttelten Espresso. Sa-Abend und So geschl. | Via Principe Amedeo 2 | Metro: M 3 Turati
ZuccaIm ersten Stock herrscht außer um die Mittagszeit die entspannte Atmosphäre eines Clubs. Die Gäste blättern in der Zeitung, man nippt am Campari oder wärmt sich mit Cappuccino. Durch große Fenster können Sie auf das Treiben in der Galleria hinunterblicken. Der Tresenraum im Erdgeschoss ist mit Jugendstilmosaiken geschmückt. Hier schenkte Davide Campari 1867 zum ersten Mal seinen Aperitif aus. Mo geschl. | Galleria Vittorio Emanuele II/Piazza Duomo | Metro: M 1, M 3 Duomo
Essen und Trinken
Eiscafés
Mailänder EisdielenGelaterie öffnen meist von 11 bis 21 oder 22 Uhr.
LAngolo della MoscovaBar und Eisdiele gegenüber der Redaktion des Corriere della Sera. Tgl. | Via della Moscova 29 | www.pasticceriamoscova.com | Metro: M 2 Moscova, M 3 Turati
GromDas weitaus beste Eis im Umkreis des Doms. Keine Sitzplätze, aber Lieferservice (ab 1 kg). Tgl. | Via Santa Margherita 16 | Metro: M 1, M 2 Duomo
LulùSizilianisches Eis, wie es besser nicht sein könnte. Hier gibt es abends auch kleine Gerichte (€). Mo-Fr ab 18, Sa/So ab 11 Uhr | Via Piacenza 2 | Metro: M 3 Porta Romana
Marghera70 Sorten, darunter allein sechs verschiedene Schokoladenarten. Mi geschl. | Via Marghera 33 | Metro: M 1 De Angeli
Il Massimo del GelatoHimmlisch, sogar die Eistüten auf die Hand haben hier Gourmetqualität. Mo geschl. | Via Castelvetro 18 | Tram 12, 14
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie gehoben
Ristorante La BrisaVon der Straße aus leicht zu übersehen, drinnen ein unkompliziertes Feinschmeckerlokal, im Sommer mit wunderbarem Garten. Mittags günstigere Menüs zum Festpreis. So-Mittag und Sa geschl. | Via Brisa 15 | Tel. 0286450521 | Metro: M 1 Cairoli
Ditirambo CaféReiche Auswahl auch an kleineren Speisen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sa-Mittag und So geschl. | Via Garigliano 12 | Tel. 0269006955 | www.ditirambocafe.it | Tram 7, 11
Emilia e CarloFein veredelte toskanische Küche, ein junger Küchenchef, ausgezeichnete Weinkarte und bemerkenswerter Service: Hier isst man ausgesprochen gut - und gern. Sa-Mittag und So geschl. | Via Sacchi 8 | Tel. 02862100 | www.emiliaecarlo.it | Metro: M 2 Lanza
Gianni e DorinaVielleicht das beste unter den toskanischen Lokalen Mailands - probieren Sie die wundervollen primi, z.B. Kastanienlasagne mit Ricotta. Sa-Mittag und So geschl. | Via Pepe 38 | Tel. 02606340 | Metro: M 2 Garibaldi
JoiaFeinschmeckertreffpunkt mit vegetarischen Höhepunkten (Dinkel-tagliolini mit Kressesauce), aber auch Fischmenü. Sa-Mittag und So geschl. | Via Castaldi 18 | Tel. 0229522124 | Metro: M 1 Porta Venezia
Trussardi alla ScalaSpitzenküche vom jungen Chef Andrea Berton in zurückhaltend-intimem Ambiente und mit Blick auf die Piazza della Scala. Im Erdgeschoss eine hübsche Bar. Sa-Mittag und So geschl. | Piazza della Scala 5 | Tel. 0280688201 | www.trussardiallascala.com | Metro: M 1, M 3 Duomo, Tram 1, 2
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie standard
Alistairs Vini e CucinaKlassiker aus Italien und Großbritannien ergeben eine unvergleichlich gute Kombination. In diesem schicken Restaurant werden Sie auch spät am Abend (geöffnet bis 2 Uhr!) noch zuvorkommend bedient. Sa-Mittag, So-Mittag und Mo geschl. | Via Tadino/Ecke Via Castaldi | Tel. 0229519840 | www.alistair.it | Metro: M 1 Porta Venezia
LApe PieraHat einen sehr guten Ruf unter Gourmets, hier werden auch Kochkurse angeboten. Große Weinkarte. Sa-Mittag und So geschl. | Via Lodovico il Moro 11 | Tel. 0289126060 | www.ape-piera.com | Tram 2
El BrellinIdeal zum Aperitif am Naviglio oder zum ausgiebigen Sonntagsbrunch. In den hinteren Räumen kann man gepflegt (und etwas zu teuer) zu Abend essen. So-Abend geschl. | Alzaia Naviglio Grande 14 | Tel. 0258101351 | www.brellin.com | Metro: M 2 Porta Genova
Innocenti EvasioniBerühmt für phantasiereiche primi, immer gut besucht, am oberen Rand der Preisgruppe. Mittags sowie So/Mo geschl. | Via privata della Bindellina 1 | Tel. 0233001882 | www.innocentievasioni.com | Tram 14, 33
Osteria Grand HotelEin Wunder: Spitzenküche zu erträglichen Preisen in diesem Slow-Food-Tempel. Tolle Käse, große Weine. Mo und außer So mittags geschl. | Via Ascanio Sforza 75 | Tel. 0289511586 | Tram 3, Bus 90, 91
Il LibertyKürzlich eröffnet, mit szenigem Publikum, hohem Anspruch, guten Ergebnissen und noch moderaten Preisen. Sa-Mittag und So geschl. | Viale Monte Grappa 6 | Tel. 0229011439 | www.il-liberty.it | Metro: M 2 Porta Garibaldi
Osteria del TrenoWürste und Schinken aus ganz Italien, ein Feinschmeckerlokal der Slow-Food-Bewegung für (etwas) schmalere Brieftaschen. Mit Innenhof. Tgl. | Via San Gregorio 46 | Tel. 026700479 | Metro: M 3 Repubblica
Trattoria TrinacriaSizilianische Küche, köstlich der gegrillte pesce spada (Schwertfisch). Mittags und So geschl. | Via Savona 57 | Tel. 024238250 | Tram 14
UTZHier berät Sie der Chef auch auf Deutsch - folgen Sie seinen Empfehlungen, das Essen im Utz war noch nie eine Enttäuschung. Ausgezeichnete Antipasti, bester Fisch, hervorragende Fleischgerichte, alles kreativ interpretiert, im Sommer im schönen Garten. Sonntags Brunch. Sa-Mittag und Mo geschl. | Via Solferino 48 | Tel. 026551180 | www.utz-foodmotion.net | Metro: M 2 Moscova
Osteria di Via PréLigurische Küche an den Navigli, exzellente, einfache Fischgerichte, etwa branzino im Salzmantel. Mo geschl. | Via Casale 4 | Tel. 028373869 | www.viapre.it | Metro: M 2 Porta Genova
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie günstig
LAngolo dAbruzzoSympathischer Familienbetrieb, Küche aus den Abruzzen. So-Abend und Mo geschl. | Via Pilo 20 | Tel. 0229406526 | Metro: M 1 Porta Venezia
Latteria CarlonTradition seit 1835, urig, Spezialität der traditionelle Mailänder Eintopf cassoeula. Sa/So geschl. | Via Salvini | Metro: M 1 Palestro
Trattoria LIncoronataKleine, oft wechselnde Karte je nachdem, was der Markt am Morgen hergibt. Tgl. | Corso Garibaldi 127 | Tel. 026570651 | Metro: M 2 Moscova
Luini PanzerottiWenn es mal schnell gehen soll: Italienisches Fast-Food-Lokal in Domnähe. Tgl. | Via Santa Radegonda 16 | Metro: M 1, M 3 Duomo
Latteria Noi DueVegetarisch, keine alkoholischen Getränke. So geschl. | Viale Col di Lana 1 | Tram 29, 30
Latteria San MarcoBestes Mailänder Schnitzel auf engstem Raum. Sa/So geschl. | Via San Marco 24 | Tel. 026597653 | Metro: M 3 Turati | Bus 94
Essen und Trinken
Pizzerien
Premiata PizzeriaJunges Publikum, im Sommer sitzt man im Hof. Di-Mittag geschl. | Alzaia Naviglio Grande 2 | Tel. 0289400648 | Metro: M 2 Porta Genova
Rino Vecchia NapoliPizza wie in Neapel. So-Mittag und Mo geschl. | Via Chavez 4 | Tel. 022619056 | Bus 56
Super Pizza41 Pizzasorten, aber nur zehn Tische. So-Mittag und Mo geschl. | Viale Sabotino 4 | Tel. 0258320410 | Metro: M 3 Porta Romana
TopkapiTürkischer Name, italienische Pizza. Bis 1 Uhr nachts geöffnet, für den späten Hunger im Ausgehviertel Brera. Mi geschl. | Via Ponte Vetero 21 | Tel. 0286463708 | Metro: M 2 Lanza
Essen und Trinken
Restaurants internationale Küche
BussarakhamThailändische Küche nahe den Navigli. Mo-Mittag und Di-Mittag geschl. | Via Valenza 13 | Tel. 0289422415 | Metro: M 2 Porta Genova | €€
CaribeKaribische Küche, abends manchmal Livemusik. Tgl. | Via Bessarione 30 | Tel. 0257408716 | Metro: M 3 Corvetto | €
Giardino di GiadaWeit über dem Niveau vieler anderer Chinesen. Mo geschl. | Via Palazzo Reale 5 | Tel. 028053891 | Metro: M 1, M 3 Duomo | €€
KisenKleines, feines japanisches Lokal mit moderaten Preisen. So-Mittag geschl. | Via Mora 9 | Tel. 0236525697 | www.kisensushi.com | Metro: M 2 SantAmbrogio | €
SukrityIndische Küche (auch vegetarisch) und indische Weine; nebenan ein indischer Laden. Tgl. | Via Castaldi 22 | Tel. 02201315 | Metro: M 1 Porta Venezia | €€
Essen und Trinken
Gourmettempel
Cracco PeckHier haben sich zwei gefunden, das Gourmetunternehmen Peck und der junge Koch Carlo Cracco, ein Schüler von Alain Ducasse und Gualtiero Marchesi. Sogar einfachste Gerichte wie ein ossobuco geraten zur Köstlichkeit. Sa-Mittag und So geschl. | Via Hugo 4 | Tel. 02876774 | www.peck.it | Metro: M 1, M 3 Duomo | ab 45 Euro
Il Luogo di Aimo e NadiaEines der besten Restaurants ganz Italiens, exzellente Auswahl aller Zutaten, ausgewogen von duftenden Vorspeisen wie der Paté aus Perlhuhnleber bis zum raffinierten dolce, einer Mousse mit Balsamessig. Sa-Mittag und So geschl. | Via Montecuccoli 6 | Tel. 02416886 | www.aimoenadia.com | Metro: M 1 Bande Nere | ab 40 Euro
NobuJapanische Küche auf höchstem Niveau und in Armani-Ambiente. Treffpunkt von Managern, Modestars und Intellektuellen, die es sich leisten wollen. Im Erdgeschoss eine Bar, wo man mit Sushi oder Austern beginnt, bevor man in den ersten Stock steigt: Lachstatar mit Kaviar, gegrillter und karamellisierter Kabeljau oder flambiertes Rindfleisch mit Sakesauce. Mo-Mittag und So geschl. | Via Pisoni 1 | Tel. 0262312645 | www.armani-viamanzoni31.it | Metro: M 3 Monte Napoleone | ab 35 Euro
SadlerMan beginnt etwa mit einem Scampisalat mit Kirschtomaten und mit Sellerie gefüllten Oliven, dann vielleicht Rosmarinravioli mit Bohnencreme, schließlich Hummermedaillons und als dolce Schokoladentrio in Mangosauce. Mittags und So geschl. | Via Troilo 14/Via Conchetta | Tel. 0258104451 | www.sadler.it | Tram 15 | ab 40 Euro
Il Teatro de lHotel Four SeasonsIn einem der edelsten Hotels der Stadt mit Blick auf einen ehemaligen Klostergarten. Reiche Auswahl auch an vegetarischen Gerichten, Meeresfrüchte, schwarze fettuccine mit Knoblauch und Chili. Mittags und So geschl. | Via Gesù 8 | Tel. 0277081435 | www.fourseasons.com/milan | Metro: M 1 San Babila, M 3 Monte Napoleone | ab 40 Euro
Einkaufen
Mode und Design
Wo man in die schönsten Kleider schlüpft - Einkaufen in Mailand macht einfach Spaß
In der Stadt der Mode und des Designs ist das Schaufensterbummeln, das Anprobieren, das Einkaufen ein reines Vergnügen.
Im Quadrilatero della Moda, im „Viereck der Mode“ oberhalb des Domplatzes, ist die Auswahl - und bisweilen auch das Preisgefüge - schier grenzenlos. Nicht einmal in New York findet man auf so kleinem Raum ein vergleichbares Angebot von Boutiquen, wo die besten Modeschöpfer der Welt ihre neuesten Kreationen offerieren. Die bekannteste Straße ist die Via Monte Napoleone. Armani und Ferragamo, Gucci und Prada, Valentino und Bottega Veneta stellen hier aus. Ihre Geschäfte und Boutiquen sind längst Erlebnisräume der höchsten Eleganz - wie auch die von Krizia oder Dolce & Gabbana in der Via della Spiga, Trussardi und Hermès in der Via SantAndrea, Jil Sander in der Via Verri - man kann unmöglich alle aufzählen.
Aber Mailand wäre nicht die bekannteste Einkaufsstadt Südeuropas, wenn es nicht noch mehr böte als das Luxusangebot dieses Viertels. Sie können Stunden, Tage, Wochen damit zubringen, Märkte zu erkunden, nach Designerware Ausschau zu halten, die besten Delikatessadressen abzulaufen. Und natürlich bei den stocchisti, also bei den meist kleinen, oft abgelegenen Läden, die stocks (Lagerware) bekannter und weniger bekannter Marken verkaufen, nach Restposten (vielleicht mit kleinen Fehlern) der Saison zu suchen.
Bekannte Einkaufsviertel finden Sie um den Corso Vittorio Emanuele II zwischen Dom und San Babila, um die Via Torino (besonders für jüngere Leute), beim Corso Buenos Aires zwischen Porta Venezia und Piazzale Loreto oder am Corso Vercelli. Kunst und Antiquitäten werden im Breraviertel angeboten.
Mailand ist eigentlich nur drei Mal im Jahr geschlossen: im August an den Tagen um Ferragosto (15. August) herum sowie am 7./8. Dezember und an Weihnachten. Shopping ist bis 19.30/20 Uhr möglich (manchmal sogar etwas länger), am Sonntag haben Läden nur im Zentrum geöffnet, und besonders am Montagvormittag bleiben viele Rollläden unten. Während Kaufhäuser und Supermärkte häufig durchgehend geöffnet haben (orario continuato), müssen Sie im Einzelhandel mit einer Mittagspause von 12.30 oder 13 bis 15.30 oder 16 Uhr rechnen.
Einkaufen
Accessoires
TrussardiAlles aus Leder wird hier mit absoluter Eleganz behandelt. Via SantAndrea 5 | Metro: M 1 San Babila
ValextraDer edelste italienische Kofferhersteller. Schöne Dinge zu entsprechenden Preisen. Via Manzoni 3 | www.valextra.it | Metro: M 3 Monte Napoleone
Einkaufen
Antiquitäten
Il Bazar del Naviglio Grande(Porzellan-)Puppen, Marionetten und Spiele vergangener Zeiten. Ripa di Porta Ticinese 27 Metro: M 2 Porta Genova
Via PisacaneDer Antiquar Francesco De Ruvo hat viele Kollegen überzeugen können, sich in der Via Pisacane anzusiedeln. In der Nr. 49 Ausstellungsräume (Antichità Pisacane) für (Verkaufs-)Ausstellungen von Antiquariaten aus ganz Italien. Metro: M 1 Porta Venezia, Tram 23
Einkaufen
Beauty und Wellness
Diego dalla PalmaHier werden Sie geschminkt und beraten vom Make-up-Guru Mailands. Via Madonnina 13 | www.diegodallapalma.it | Metro: M 2 Lanza
MazzolariDüfte und Kosmetika aus aller Welt. Corso Matteotti 2 | Metro: M 1 San Babila
Einkaufen
Bücher und Antiquariate
FeltrinelliDie größte italienische Buchhandelskette ist mehrfach in Mailand vertreten, u.a. am Domplatz im Keller der Galleria Vittorio Emanuele II zusammen mit Ricordi CDs (auch Noten) auf insgesamt 4000 m² (Mo-Sa 9 bis 22, So 10-20 Uhr | Metro: M 1, M 2 Duomo). An der Piazza Cavour
Libreria delle DonneBerühmter Buchladen der italienischen Frauenbewegung, auch als Treffpunkt beliebt. Via Calvi 29 | Tram 29, 30
Il TrovatoreBücher über Musikgeschichte, Opern, z.T. antiquarisch, auch Noten, etwas für Sammler. Via Poerio 3 | Bus 61
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Delikatessen
Casa del Fungo e del TartufoPilze und Trüffeln das ganze Jahr über, frisch oder getrocknet aus Alba (Piemont) wie auch Norcia (Umbrien). Via Anfossi 14 | Bus 84
CottiTraditionshaus mit rund 1000 Weinen. Neben dem Laden gibt es den kleinen Ausschank La Chiusa. Via Solferino 42 | Metro: M 2 Moscova
Lula CioccolatoSchokolade und Pralinen aus Frankreich, Italien und aus eigener Produktion, und wunderschön verpackt noch dazu: ein Fest allein schon für die Augen. Via Fiamma 17 | Tram 12, 27
PeckEine gastronomische Offenbarung auf mehreren Etagen: Pasta und Käse, Marmelade und Wein, Obst und Fleisch, Exotisches und Ausgefallenes. Wer Peck nicht gesehen hat, kennt Mailand nicht. Via Spadari 9 | www.peck.it | Metro: M 1, M 3 Duomo
RonchiPhantastische Weinhandlung mit rund 3000 Positionen. Die Besitzerin Maria Luisa Ronchi ist eine der ersten weiblichen Sommelièren in Italien. Durch ein abschreckendes Gitter (man muss klingeln) versucht sie sich vor Laufkundschaft zu schützen. Weinprobe Mo-Fr ab 18 Uhr und Sa den ganzen Tag | Via San Vincenzo 12 | www.volendo.com | Tram 14
Einkaufen
Geschenke, Souvenirs und Kurioses
G. LorenziAusternmesser, Parmesanhobel, Mokkamaschinen, Nagelbürsten und Rasierpinsel sind nur einige der edlen Kleinigkeiten, die es bei Lorenzi zu entdecken gibt. Via Monte Napoleone 9 | Metro: M 3 Monte Napoleone
La Mostra del PosterPoster, Plakate, Drucke. Galleria Buenos Aires | Metro: M 1 Lima
SolarisSonnenbrillen von klassisch bis verrückt, alle wichtigen Marken. Corso Vittorio Emanuele II 31 | Metro: M 1, M 3 Duomo
Einkaufen
Kaufhäuser und Passagen
ArmaniEin Kaufhaus der besonderen Art: Kleidung und Elektronik, Möbel und Bücher (Schwerpunkt Mode und Design), Design und CDs. Via Manzoni 31 | Metro: M 3 Monte Napoleone
La RinascenteEdelkaufhaus auf sieben Etagen mit Brunchrestaurant (Terrasse zum Dom). Bekleidung, Parfümerie, Accessoires, Designhaushaltswaren. Piazza Duomo/Via Santa Radegonda 3 | Metro: M 1, M 3 Duomo
Einkaufen
Kunst, Handwerk und Design
ArtemideDie Leuchten der großen Meister. Corso Monforte 19 | Metro: M 1 San Babila
Galleria MKGlas, Lampen, berühmte Designobjekte - sogar andere Mailänder Galeristen kaufen hier, bei der Konkurrenz, ein. Via Pietro Maroncelli 2 | Metro: M 2 Porta Garibaldi
Moroni GommaAus Gummi, Plastik und Leichtmetall: Schräges und Nützliches, Objekte, Möbel, Geräte, Accessoires. Corso Matteotti 14 | Metro: M 1 San Babila
Einkaufen
Mode
AspesiIn Mailand gern getragen, anderswo oft noch weitgehend unbekannt: Alberto Aspesis Sportswear von ebenso schlichter wie edler Eleganz. Via Monte Napoleone 13 | Metro: M 3 Monte Napoleone
BoggiHerrenausstatter mit gut geschnittenen Hemden und anderen Klassikern. Elf Filialen in der Stadt, z. B.: Piazza San Babila 3 | Metro: M 1 San Babila
10 Corso ComoHier bestimmt allein der Geschmack der Chefin das Sortiment; und der ist erlesen und meist vertrauenswürdig. Neben Damen- und Herrenmode auch hübsche Accessoires und im Obergeschoss eine gut bestückte Kunstbuchhandlung. Zum Laden gehört eine der besten Bars der Stadt. Corso Como 10 | Metro: M 2 Porta Garibaldi
Ermenegildo ZegnaWahrscheinlich Mailands schönster Herrenmodeladen. Größte Auswahl an feinen Anzügen, Hemden, Schuhen, alles vom Edelschneider Zegna. Via Monte Napoleone 27 e | www.zegna.com | Metro: M 3 Monte Napoleone
The StoreSchöne Dinge für Damen und Herren mitten in Brera. Via Solferino 11 | Metro: M 2 Lanza
Victor & RolfDas niederländische Designerduo ließ sich im Quadrilatero einen hübschen Laden in weißem Neoklassizismus bauen - nur steht hier alles Kopf: Leuchter sprießen aus dem Boden, das Parkett schmückt die Decke. Via SantAndrea 14 | www.victor-rolf.com | Metro: M 3 Monte Napoleone
Einkaufen
Märkte
Mercato di Piazza WagnerÜberdachter, ganztägiger Markt mit Lebensmitteln, Blumen u.a. Mo-Sa | Piazza Wagner | Metro: M 1 Wagner
Mercatone del Naviglio GrandeBeliebter Markt für Antiquitäten, aber auch Flohmarkt, stimmungsvoll an den Ufern des Naviglio Grande. Sept.-Juni jeden letzten So im Monat | Alzaia Naviglio Grande/Ripa di Porta Ticinese | Metro: M 2 Porta Genova
Einkaufen
Musik und Videos
Messaggerie MusicaliItaliens größter CD-Store. Auch Musikinstrumente und Noten, Bücher und Zeitungen. Galleria del Corso/Corso Vittorio Emanuele II | Metro: M 1, M 3 Duomo
Mondadori MulticenterBuchkaufhaus mit CDs und elektronischen Geräten, auch Internetcafé. Mo 13-24, Di-Sa 10-24 Uhr | Via Marghera 28 | http://informatica.mondadori.com | Metro: M 1 De Angeli
Einkaufen
Schmuck und Uhren
AnacondaHandwerksbetrieb, der Schmuck in allen Materialien anbietet. Via Bergamini 7 | Tram 12
Donatella PelliniModeschmuck in unterschiedlichsten Materialien, eigene Ökolinie. Corso Magenta 11 | Metro: M 1, M 2 Cadorna
Einkaufen
Schuhe
BelfioreHandgefertigte Schuhe zu erstaunlich guten Preisen. Wenn Sie hier nichts finden, versuchen Sie es nebenan - die kurze Straße ist ein Zentrum des Mailänder Schusterhandwerks. Via Belfiore 9 | Metro: M 1 Wagner
TodsDas Reich der Designerschuhe. Via della Spiga 22 | Metro: M 3 Monte Napoleone
VierreDie großen Marken, und zwar alle. Via Monte Napoleone 27 | Metro: M 3 Monte Napoleone
Einkaufen
Sonstiges
Mercatino MichelaHerren- und Damenbekleidung, Filialen in der ganzen Stadt, u.a. Corso Venezia 8 | Metro: M 1 San Babila
Specchio di AliceKleidung und Accessoires aller Art. Corso di Porta Ticinese 64 | Tram 3
Outlet 10 Corso ComoDesignermode aus Mailands schönstem Laden zu großen Nachlässen. Via Tazzoli 3 | Metro: M 2 Porta Garibaldi
Sinigs OutletMuranoglas, Champagnerkelche, kleine Küchenutensilien und Porzellan zu Outletpreisen. Piazza Mirabello 4 | www.sinigs.it | Metro: M 3 Turati
Unterhaltung
Grosse Oper, Piccolo Teatro
Am Abend schaltet man nicht ab, sondern um: auf Vergnügen aller Art
Wer glaubt, dass diese Stadt irgendwann mal zur Ruhe kommt, der irrt. Tagsüber wird geackert und Geld verdient, und abends entspannt man sich in einer Bar, genießt Livemusik, geht ins Stadion oder tobt sich in einer Disko aus.
Mit der weltberühmten Scala und einem Konzertprogramm, das in Italien ohne Konkurrenz ist, festigt Mailand jeden Tag seinen Ruf als Kulturhauptstadt des Landes. Dazu kommen interessante Theater, allen voran das von Giorgio Strehler gegründete Piccolo Teatro mit seinen internationalen Gastspielen.
Wie eng Essens- und Vergnügungsszene zusammengehören, zeigt der Erfolg der Treffpunkte am Corso Como, im Viertel Porta Ticinese/San Lorenzo oder längs der Navigli. Während der Sommermonate werden zudem eine Reihe von Abendveranstaltungen in den Parks angeboten. Die Programme finden Sie u. a. in den Tageszeitungen oder in deren Wochenvorschauen wie „ViviMilano“ (mittwochs mit dem Corriere della Sera, im Internet unter www.vivimilano.corriere.it) oder „TuttoMilano“ (donnerstags mit La Repubblica).
Unterhaltung
Bars und Kneipen
AlchimiaGroßzügige Bar (mit angeschlossenem Steakrestaurant), man sitzt auf Designklassikern des 20. Jhs. Donnerstags oft Livejazz. Mo geschl. | Via Brioschi 17 | Tram 3
LAtlantiqueTreffpunkt der Modewelt in High-Tech-Ambiente, bis 1 oder 2 Uhr geöffnet, toller Brunch am So. Mo geschl. | Viale Umbria 42 | Tram 12, 27
Le BicicletteFrüher ein Fahrradladen, heute eine Bar mit guten Drinks. Sonntags Brunch. Tgl. | Via Torti/Ecke Corso Genova | www.lebiciclette.com | Tram 2, 8
Bar MagentaEine der historischen Bars und doch von jeder Generation neu angenommen. Bis um 2, 3 Uhr ist hier immer was los. Mo geschl. | Via Carducci 13/Corso Magenta | M 1, M 2 Cadorna
Bottigleria MoscatelliSchönes, historisches (eröffnet 1859) Weinlokal, auch kleine Speisen. So geschl. | Corso Garibaldi 93 | Metro: M 2 Moscova
Victoria CaféHinter der Scala ein Café im Pariser Stil, Treffpunkt zum Aperitif oder nach dem Kino. | So geschl. Via Clerici 1 | Metro: M 1, M 3 Duomo
FußballübertragungenManche Bars zeigen die Spiele der heimischen Mannschaften Milan und Inter live aus dem Pay-TV. An den Türen ist immer der nächste Termin angeschlagen. Eine gute Möglichkeit, schnell in Kontakt mit Einheimischen zu kommen, z. B. in der Bar Solferino (Via San Marco 35).
Unterhaltung
Diskotheken, Clubs und Ballhäuser
Mailänder ClubszeneTanzclubs haben meist ab 20 Uhr, Diskotheken ab 22 oder 23 Uhr geöffnet, Eintritt in Diskos ab 15 Euro (ein Getränk inklusive).
After Line Disco PubDisko der Gayszene, immer gut besucht. Tgl. | Via Sammartini 25 | Metro: M 2 Centrale
AlcatrazDer absolut angesagte Ort für Veranstaltungen aller Art von der Modenschau bis zum Kabarett, Disko jeden Fr und Sa. Via Valtellina 21 | Tram 3
La BanqueIn einem ehemaligen Bankgebäude im Zentrum, Treffpunkt der Mailänder Jugendszene. Mo geschl. | Via Porrone 6 | Metro: M 1 Cordusio
HollywoodDisko im Corso Como, der Vergnügungsstraße, die nach 21 Uhr zum Leben erwacht. Immer voll, ein Treffpunkt der (angehenden) Vips aus Mode, Werbung, Fernsehen. Mo geschl. | Corso Como 15 | Metro: M 2 Garibaldi
Milan InTypisch mailändisches Ambiente in der Vorstadt: Volkstänze mit Livemusik, daneben Bocciabahn und Pizzeria. Hier erleben Sie jede Menge Lokalkolorit. Mi geschl. | Via dei Missaglia 43/46 | Tram 3, 15
Old FashionEiner der besten Clubs, um die Szene der oft sehr jungen Beschäftigten in der Modebranche zu studieren. Man tanzt auch im Freien bis 4.30 Uhr morgens. Tgl. | Viale Alemagna 6 | www.oldfashion.it | Metro: M 1, M 2 Cadorna, Bus 61
PlasticImmer trendiger, nicht besonders großer Club mit strengem Türsteher. Mo-Mi geschl. | Viale Umbria 120 | www.thisisplastic.it | Bus 92
Rolling StoneDer älteste Rockschuppen und immer noch der beste. So/Mo geschl. | Corso XXII Marzo 32 | Tram 12, 27
Shocking ClubSzenedisko für mondäne Abende unter dem Teatro Smeraldo. Mo und Mi geschl. | Bastioni di Porta Nuova 12 | Metro: M 2 Garibaldi
Tropicana Club LatinoAuf drei Ebenen die heißen Rhythmen südamerikanischer und karibischer Musik. So/Mo geschl. | Viale Bligny 52 | Tram 29, 30
Unterhaltung
Kinos
Mailänder KinosIm Zentrum finden Sie alle Uraufführungskinos, außerhalb liegen die riesigen Kinocenter. Karten kosten zwischen 4 und 7,50 Euro. Ein Filmkunsttheater und Treffpunkt der Mailänder Cineasten mit einer eigenen Osteria (Megaschirm für TV-Übertragungen) und einer Buchhandlung ist das Cinema Anteo (Via Milazzo 9 | www.anteospaziocinema.com | Metro: M 2 Moscova).
Unterhaltung
Opern, Konzerte und Musicals
Mailänder KonzertsäleNeben klassischen Konzerthäusern wie dem Auditorium di Milano können Sie Konzerte und Chöre auch in Kirchen wie der Chiesa Protestante, San Maurizio (sehr stimmungsvoll!), Santa Maria della Passione oder San Marco erleben. Im Conservatorio, der Musikhochschule, treten u.a. auf das United Europe Chamber Orchestra (www.ueco.it), das von Massimo Palumbo 1999 gegründet wurde, sowie die Società del Quartetto (www.quartettomilano.it), eine Traditionseinrichtung der Kammermusik, die seit dem 19. Jh. besteht. Das derzeit wohl angesehenste Sinfonieorchester, geleitet von Riccardo Chailly, das Orchestra Verdi (www.orchestrasinfonica.milano.it), spielt meist Do und Fr 20.30 Uhr und So 16 Uhr, Karten 7,75-50 Euro.
Teatro alla ScalaDen neoklassizistischen Tempel der Opernmusik hat Mario Botta renoviert und umgebaut. Karten (je nach Veranstaltung zwischen 10 und 250 Euro) bestellt man über das Internet (www.teatroallascala.it) und bezahlt mit Kreditkarte. An der Vorverkaufskasse im ersten Tiefgeschoss der Metrostation Duomo (tgl. 12 - 18 Uhr | Galleria del Sagrato) gibt es Karten ab einen Monat vor der Aufführung. Die Abendkasse an der Scala selbst (Via Filodrammatici 2) öffnet zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Infos zu Preisen, freien Plätzen und Kaufmodalitäten: Tel. 0272003744
Unterhaltung
Livemusik
Livemusik in MailandDer Eintritt beträgt je nach Veranstaltung (Beginn meist 21.30 oder 22 Uhr) ab 6 Euro.
Gran Café FashionDiskobar und Livekonzerte. Hier tummelt sich die Modeszene. Mo geschl. | Corso di Porta Ticinese/Via Vetere | Tram 3
Magazzini GeneraliDiskobar und Livekonzerte (Rock und Jazz) in umgebauten Lagerhallen am südlichen Stadtrand. Mo/Di geschl. | Via Pietrasanta 14 | Tram 24
Nidaba TheatreEin Muss für Bluesfans, aber auch Funk- und Rockabende. So geschl. | Via Gola 12 | Tram 3
Salumeria della MusicaEine der neuen Jazzhochburgen der Stadt. Via Pasinetti 2 | Tram 24
ScimmieSeit Jahren der Inplatz für Rock und Jazz in einem umgebauten Lastkahn auf dem Naviglio Pavese. Di geschl. | Via Ascanio Sforza 49 | Tram 3, 15
ZeligLivemusik und zugleich Hochburg des italienischen Kabaretts, auch Café. Mo geschl. | Viale Monza 140 | Metro: M 1 Turro
Unterhaltung
Theater und Kleinkunst
Mailänder BühnenAchten Sie neben dem berühmten „Piccolo“ besonders auf Inszenierungen im Teatridithalia/Teatro dellElfo (Via Menotti 11 | Bus 54, 61) und im Teatro Franco Parenti, das während einer Umbauzeit des Stammsitzes in der Via Cadolini 19 (Tram 16) spielt. Im Teatro dellArte (Viale Alemagna 6 | Metro: M 1, M 2 Cadorna) treten die besten italienischen Offgruppen auf.
Piccolo Teatro/Teatro dEuropaDas führende Sprechtheater Italiens, von Paolo Grassi und Giorgio Strehler 1947 gegründet. Nach dem Tod Strehlers 1997 hat das Gespann Sergio Escobar/Luca Ronconi die Leitung übernommen und bietet ein teilweise aufregendes Programm. Gespielt wird an drei Stätten. Alle Tel. 0272333222 | www.piccoloteatro.org | Karten 10-25 Euro
Uebernachten
Betten mit Internetanschluss
Die Mailänder Hoteliers richten sich nach den Bedürfnissen der Geschäftsreisenden
Eine Stadt, die so lebendig und immer auf der Suche nach dem Neuen ist, hat natürlich auch ihre Schattenseiten - und leider gehört dazu das Kapitel Übernachten.
Nicht, dass hier die Hotels schlechter wären als anderswo. Im Gegenteil: Von der Luxuskategorie bis zum einfachen Haus entsprechen die Hotels (meist) internationalen Standards - manche Betten haben quasi Internetanschluss. Aber vor allem im mittleren und unteren Segment stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr, die Mailänder Hotels sind einfach zu teuer. Zudem gilt: Wer nicht reserviert, riskiert - vor allem in den Messemonaten von September bis Mai -, vor geschlossenen Türen zu stehen.
Bed-&-Breakfast-Angebote sind immer noch rar, aber es lohnt sich, unter www.bbitalia.it die Angebote durchzusehen (Doppelzimmer um 70 Euro). Wer die Fahrt nicht scheut: In Bergamo nahe am Flughafen, den viele Billigfluglinien ansteuern, in Pavia, in Monza, sogar im noblen Como direkt am Seeufer muss man für denselben Standard meist um einiges weniger ausgeben. Von all diesen Städten aus erreichen Sie Mailand mit der Bahn in rund 45 Minuten.
Uebernachten
Hotels Kategorie gehoben
Sheraton Diana MajesticElegantes Haus im Jugendstil, die Zimmer sind teilweise mit Stilmöbeln eingerichtet. Herrlich der Garten, vor allem im Mai, wenn der Flieder blüht. 107 Zi. | Viale Piave 42 | Tel. 0220581 | Fax 0220582058 | www.sheraton.com | Metro: M 1 Porta Venezia
Grand Hotel DuomoZentraler geht es nicht. Vom Dachgarten herrliche Aussicht auf Dom und Innenstadt. 162 Zi. | Via San Raffaele 1 | Tel. 028833 | Fax 0286462027 | www.grandhotelduomo.com | Metro: M 1, M 3 Duomo
Hotel ManinModernes, elegantes Hotel bei den Giardini Pubblici, von Touristen wie Geschäftsreisenden geschätzt. 118 Zi. | Via Manin 7 | Tel. 026596511 | Fax 026552160 | www.hotelmanin.it | Metro: M 3 Turati
Nhow HotelDer Mailänder Stararchitekt Matteo Thun baute den Industriekomplex im neuen Kreativenareal um die Via Tortona zum Hotel um. Die Ausstattung der Lobby und der Gänge mit Möbeln und Kunst wechselt alle paar Monate. 249 Zi. | Via Tortona 35 | Tel. 024898861 | Fax 02489886489 | www.nhow-hotels.com | Metro: M 2 Porta Genova
ReginaIn einem modernisierten Palazzo aus dem 18. Jh. finden Sie dieses zentral gelegene, freundliche Hotel, das seinen Gästen gratis Fahrräder zur Verfügung stellt. 43 Zi. | Via Correnti 13 | Tel. 0258106913 | Fax 0258107033 | www.hotelregina.it | Tram 2, 3, 14
Hotel StrafMinimalistisches Design mit nackten Betonwänden und schlichten Möbeln macht das zentral gelegene Straf beliebt bei Berufskreativen und Fans des Purismus. Im sechsten Stock Zimmer mit privatem Minispa. 64 Zi. | Via San Raffaele 3 | Tel. 02805081 | Fax 0289095294 | www.straf.it | Metro: M 1, M 3 Duomo
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Hotels Kategorie standard
AgapeRuhiges Haus mit großen Bädern am nordöstlichen Stadtrand, aber mit Metroanschluss. 43 Zi. | Via Flumendosa 35 | Tel. 0227200702 | Fax 0227203435 | www.agapehotel.com | Metro: M 2 Crescenzago
AlbertIn der Nähe des Bahnhofs an einer stark befahrenen Straße würde man solch ein angenehmes Haus kaum erwarten. Die freundliche Bedienung ist bestechend. 62 Zi. | Via Tonale/Via Sammartini | Tel. 0266985446 | Fax 0266985624 alberthotel@libero.it | Metro: M 2, M 3 Centrale
Antica Locanda dei MercantiEin charmantes, gepflegtes Haus mit Pensionscharakter in einem barocken Palast im Zentrum, das Sie rechtzeitig buchen sollten. 14 Zi. | Via San Tommaso 6 | Tel. 028054080 | Fax 028054090 | www.locanda.it | Metro: M 1 Cordusio
Antica Locanda SolferinoEin kleines, sehr beliebtes Hotel voller Atmosphäre im ehemaligen Künstlerviertel Brera - oft lange im Voraus ausgebucht. Frühstück nur auf dem Zimmer. 11 Zi. | Via Castelfidardo 2 | Tel. 026570129 | Fax 026571361 | www.anticalocandasolferino.it | Metro: M 2 Moscova, M 3 Repubblica
EtruscoIn einer Gründerzeitvilla östlich des Piazzale Loreto mit kleinem Garten und Frühstücksterrasse. 18 Zi. | Via Porpora 56 | Tel. 022363852 | Fax 022360553 | www.hoteletrusco.it | Metro: M 1, M 2 Loreto | Tram 33
JohnnyEin typischer Familienbetrieb direkt bei der Messe, der angenehmen Standard bietet. 31 Zi. | Via Prati 6 | Tel. 02341812 | Fax 0233610521 | johnny.hotel@tiscali.it | Tram 19
Palazzo delle StellineDas gegenüber von Santa Maria delle Grazie gelegene Hotel ist in einem ehemaligen Waisenhaus untergebracht. Zimmer mit Balkon zum Innenhof. 105 Zi. | Corso Magenta 61 | Tel. 024818431 | Fax 0248519097 | www.hotelpalazzostelline.it | Metro: M 1, M 2 Cadorna | Tram 16
Hotel SanpiFreundliches, familiär geführtes Haus mit hübschem Garten und einem Neben- und Durcheinander von modernem Design und verspielter Klassik in Lobby und Frühstücksraum. In den Zimmern gilt dagegen: entweder oder. 79 Zi. | Via Palazzi 18 | Tel. 0229513341 | Fax 0229402451 | www.hotelsanpimilano.it | Metro: M 1 Porta Venezia
Una Hotel TocqKleineres Haus der jungen Una-Kette, günstig gelegen nahe an der Ausgeh- und Einkaufsmeile Corso Como. 122 Zi. | Via A. de Tocqueville 7 d | Tel. 0262071 | Fax 026570780 | www.unahotels.it | Metro: M 2 Porta Garibaldi
ZurigoFunktionales Hotel im Zentrum mit Gästefahrrädern. 41 Zi. | Corso Italia 11 a | Tel. 0272022260 | Fax 0272000013 | www.brerahotels.com | Metro: M 3 Missori
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Hotels Kategorie günstig
Bed & BreadTraumhaft: Eine Biologin öffnet Haus und Garten. Man vergisst, dass man in Mailand ist. Rechtzeitig buchen! 3 Zi. | Via Vetta dItalia 14 | Tel. 02468267 | Fax 02468267 | www.bedandbread.it | Bus 58, 61
BostonNur einen Steinwurf vom Bahnhof, alle Zimmer mit Dusche. 25 Zi. | Via Lepetit 7 | Tel. 026692635 | Fax 0266981802 | Metro: M 2 Centrale
Hotel Del CorsoSauberes Haus an der Einkaufsstraße Corso Buenos Aires zehn Schritte von der Metrostation. In der Nebensaison Doppelzimmer ab 70 Euro. 26 Zi. | Via Pecchio 2 | Tel. 0229533330 | Fax 0229533302 | www.hoteldelcorsomilan.com | Metro: M 1, M 2 Loreto
Des EtrangersKleine, aber freundliche Zimmer Nähe Piazza Napoli. Garage. 69 Zi. | Via Sirte 9 | Tel. 0248955325 | Fax 0248955325 | www.hoteldesetrangers.it | Bus 50, 61
NapoliZentral beim Piccolo Teatro, Zimmer mit Dusche, leider etwas laut. 23 Zi. | Via Tivoli 4 | Tel. 0286460100 | Fax 02861170 | www.hotelnapoli.it | Metro: M 2 Lanza
PiemonteSehr klein und einfach, aber ruhig in der Messegegend (Via Washington) gelegen. Kleiner Garten, alle Zimmer mit Duschbad und TV. 17 Zi. | Via Ruggiero Settimo 1 | Tel. 02463173 | Fax 0248193316 | www.hotelpiemonte.it | Metro: M 1 Wagner | Bus 61
San FranciscoEin kleines, elegantes Haus unweit des Piazzale Loreto. Manche Zimmer sind leider etwas verwohnt, aber hübscher Garten. 31 Zi. | Viale Lombardia 55 | Tel. 022361009 | Fax 022361012 | www.hotel-sanfrancisco.it | Metro: M 1, M 2 Loreto
Vecchia MilanoEin altes Haus im alten Mailand, aber deshalb nicht ohne Charme. Große Zimmer. Am oberen Ende der Preisgruppe. 27 Zi. | Via Borromei 4 | Tel. 02875042 | Fax 0286454292 | hotelvecchiamilano@tiscalinet.it | Metro: M 1 Cordusio
VirgilioEin kleines, sauberes Hotel in Bahnhofsnähe. Allerdings haben nicht alle Zimmer eine eigene Dusche. 45 Zi. | Via Palestrina 30 | Tel. 026691337 | Fax 0266982587 | Metro: M 2 Caiazzo
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Luxushotels
Bulgari Hotel2005 eröffnete Luxusunterkunft, Zimmer in Eiche, Messing und mattschwarzem Marmor. Das Beste ist der Blick aus dem Fenster auf den riesigen Garten mit Barterrasse. 58 Zi. | Via Fratelli Gabba 7 b | Tel. 028058051 | Fax 02805805222 | www.bulgarihotels.com | Metro: M 3 Monte Napoleone | ab 605 Euro
Four SeasonsHotel von Weltruf in ehemaligem Kloster mit Innenhof und großem Garten. Prächtige Zimmer, zwei ausgezeichnete Restaurants. Direkt im Modeviertel, eigene Garage. 102 Zi. | Via Gesù 8 | Tel. 0277088 | Fax 0277085000 | www.fourseasons.com | Metro: M 1 San Babila, M 3 Monte Napoleone | ab 627 Euro
Grand Hotel et de MilanDas vielleicht berühmteste Mailänder Hotel, zum Teil im Jugendstil und mit antiquarischen Möbeln eingerichtet. 95 Zi. | Via Manzoni 29 | Tel. 02723141 | Fax 0286460861 | www.grandhoteletdemilan.it | Metro: M 3 Monte Napoleone | ab 528 Euro
Park HyattMit zurückhaltender lombardischer Eleganz wurde dieser Palazzo der Belle Époque in das schönste der Mailänder Luxushotels umgebaut. Der kuppelüberspannte Hof bildet die Eingangshalle. Luxuriös auch die Ausstattung und die riesigen Badezimmer. Aus Nummer 105 und 205 haben Sie den besten Blick auf die Galleria Vittorio Emanuele. 117 Zi. | Via Tommaso Grossi 1 | Tel. 0288211234 | Fax 0288211235 | www.milan.park.hyatt.com | Metro: M 1, M 3 Duomo | ab 540 Euro
Townhouse GalleriaDas neueste der Mailänder Luxushotels - und nach eigenem Anspruch und mit unerhörten sieben Sternen auch das luxuriöseste: Die Gäste werden im Bentley chauffiert, ein persönlicher Butler steht stets zu Diensten. Die Suiten haben ihre Fenster direkt in die Galleria Vittorio Emanuele. 26 Suiten | Via Silvio Pellico 8 | Tel. 0270156 | Fax 0289058299 | www.townhouse.it | Metro: M 1, M 3 Duomo | ab 760 Euro
Mit Kindern unterwegs
Freizeitparks und Klein-Italien
Oder gehen Sie doch einmal in den Park, den Erwachsene nur in Begleitung von Kindern besuchen dürfen
Mailand ist keine überaus kinderfreundliche Stadt - und kaum eine Woche vergeht, ohne dass Politiker Versprechen abgeben, daran endlich etwas zu ändern. Mailänder Eltern verraten hinter vorgehaltener Hand, dass sie bei schlechtem Wetter gerne zu Ikea fahren, damit die Kleinen sich im Kugelbad austoben können. Aber immerhin eines gilt: Die Italiener sind kinderlieb, und mit einem Kinderwagen muss sich niemand alleine Stufen hinab- oder in die Trambahn hineinplagen.
Seit kurzem tut sich aber auch bei den Entscheidungsträgern etwas: Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenlos die städtischen Verkehrsmittel benutzen. Zusätzlich darf ein Erwachsener bis zu zwei Kinder im Alter sechs bis zehn Jahren mitnehmen. Voraussetzung jeweils: ein Dokument zum Altersnachweis.
Mit Kindern unterwegs
Mit Kindern unterwegs
Fantasy WorldWollen Sie Ihren Kindern in wenigen Stunden ganz Italien zeigen? In diesem Freizeitpark in Capriate an der Autobahn Mailand-Venedig nahe Bergamo ist das ganze Land in Miniaturausgabe nachgebildet. Ein Spaziergang führt in etwa 30 Minuten von den Alpen bis zur Stiefelspitze. Das Angebot komplettieren Spielplätze, Fahrgeschäfte, eine Parkeisenbahn und Restaurants. März-Sept. Mo-Fr 9.30-18, Sa/So 9.30 bis 19.30, Okt.-Feb. Sa/So 9.30-17.30 Uhr | 18 Euro, Kinder 12,50 Euro | Via Vittorio Veneto 52 | www.fantasyworld.it
Giardini PubbliciEin familienfreundliches Ziel, grün und mitten im Zentrum, sind die Giardini Pubblici. Der Stadtpark wurde Mitte des 19. Jhs. als englischer Garten angelegt und beherbergt Spielplätze, große Grünflächen, Erfrischungskioske und kleinere Fahrgeschäfte. Das Museo Civico di Storia Naturale (Di-So 9-17.30 Uhr | 3 Euro, Kinder frei, Fr ab 14 Eintritt frei | Corso Venezia 55) im Park mit 23 Abteilungen von der Botanik bis zur Zoologie bietet auch ein Kinderprogramm an. Auch im Planetarium (Civico Planetario Ulrico Hoepli | Corso Venezia 57 | Tel. 0288463340 | www.comune.milano.it/planetario | Metro: M 1 Palestro), ebenfalls im Park, gibt es am Sonntagnachmittag oft Vorführungen für Kinder. Tgl. 6.30-20, im Sommer bis 23 Uhr | Zugänge: Via Manin, Via Palestro, Corso Venezia, Bastioni di Corso Venezia | Metro: M 1 Palestro, Porta Venezia, M 3 Turati, Repubblica
Giardini di Villa RealeEin paar Schritte weiter finden Sie diesen fröhlichen kleinen Park im Stil der Romantik rund um die Villa Reale, in den - laut Aufschrift am Eingang - Erwachsenen der Zutritt nur in Begleitung von Kindern gestattet ist. Tgl. 9-16, im Sommer bis 19 Uhr | Via Palestro 15 | Metro: M 1 Palestro
Idroscalo (Parco Azzurro)Um einen künstlichen See herum, der in den Zwanzigerjahren des 20. Jhs. ursprünglich als Landeplatz für Wasserflugzeuge angelegt wurde, ist vor der Stadt beim Flughafen Linate ein Freizeit- und Vergnügungspark mit Bade- und Surfmöglichkeiten entstanden, in dem im Sommer auch Musikveranstaltungen stattfinden. temi.provincia.milano.it/idropark | Bus 927 vom Corso Europa
Parco Ittico ParadisoEin schönes Ausflugsziel in der Umgebung ist dieser Tierpark in Zelo Buon Persico bei Paullo im Südosten Mailands. Unzählige Tierarten beherbergt das kleine Naturreservat, Vögel, kleine Säugetiere und vor allem Fische. Hier sind einmal nicht sie hinter Glas, sondern die Besucher: Von Unterwasserstationen mit Fenstern aus können sie die Fische in ihrer natürlichen Umgebung betrachten. Damit es nicht nur beim Zuschauen bleibt, gibt es auch einen Streichelzoo, außerdem einen Spielplatz, ein Restaurant, Bars und einen überdachten Picknickplatz. März-Sept. Mo-Fr 9-17.30, Sa/So 9-19 Uhr | 9 Euro, Kinder 7 Euro, bis drei Jahre frei | Ortsteil Villa Pompeiana
Insider-Tipp
Musei del Castello
Mailands Michelangelo: Im Castello Sforzesco steht die unvollendet gebliebene Skulptur Pietà Rondanini
Torre Branca
Mailand von oben: Eindrucksvolle Aussichten von der Torre Branca auf Mailands Lichtermeer am Abend
San Maurizio (Monastero Maggiore)
Die Farbenpracht der Renaissance: Der Renaissancekünstler Bernardino Luini hat die Kirche San Maurizio farbenprächtig ausgemalt
SantAmbrogio
Mosaiken mit Heiligen: Die goldenen Kuppelmosaiken von San Vittorio in Ciel dOro zeigen Ambrosius und andere Heilige
SantEustorgio
Die Kapelle des Filialleiters: Die Portinari-Kapelle von SantEustorgio wurde im Auftrag des Mailänder Filialleiters der Medici-Bank gebaut
Casa di Riposo per Musicisti
Verdis schönstes Werk: Die Casa di Riposo per Musicisti, ein Altersheim für Musiker - Giuseppe Verdi liegt hier in der Krypta begraben
Bar Martini
Auf Tuchfühlung mit der Modeszene: Die Bar Martini in der Herrenboutique von Dolce & Gabbana ist der lebendigste Laufsteg der Stadt
Latteria San Marco
Mailänder Schnitzel im Milchladen?!: Die Latteria San Marco ist eine der letzten dieser urtümlich-traditionellen Lokale
Victor & Rolf
Shopping im Kopfstand?!: In Victors & Rolfs Mailänder Laden sehen Sie die Dinge einmal andersherum
Belfiore
Handgemachte Klassik: In der Via Belfiore blüht und gedeiht das Schusterhandwerk
Top Highlights
Dom Santa Maria Nascente
Der Mailänder Dom, dessen Grundstein 1386 gelegt wurde, ist durch viele Jahrhunderte gewachsen. Trotz langer Bauzeit bis ins 19. Jh. bleibt er ein großartiges Zeugnis lombardischer Gotik. Die Fassade wurde allerdings nach mehreren Baustufen stark historisierend vollendet. Mit einer Außenlänge von 158 m und einer Grundfläche von 11400 m² gehört der Mailänder Dom zu den größten Kirchen der Christenheit.
Pinacoteca Ambrosiana
Die Gemäldegalerie wurde 1618 auf Bestreben des Kardinals Federico Borromeo eingerichtet. Hier sollten junge Künstler und Wissenschaftler im Geist der Gegenreformation erzogen werden. Heute gilt die Pinakothek zusammen mit der von Brera als eine der wichtigsten Bildersammlungen ganz Italiens. Hier wird u.a. die monumentale Vorzeichnung von Raffael für das Fresko „Schule von Athen“ (1509) aus den Stanzen des Vatikans aufbewahrt. Weitere Höhepunkte sind das „Porträt eines Musikers“ (1485), das einzige Tafelbild Leonardos in Mailand, und der „Früchtekorb“ (1596) von Caravaggio, ein Hauptwerk des Manierismus. Di-So 10-17.30 Uhr | 8 Euro | www.ambrosiana.it | Piazza Pio XI 2 | Metro: M 1 Cordusio, M 3 Duomo
Galleria Vittorio Emanuele II
Il salotto, die gute Stube der Stadt mit Bars, Restaurants, Geschäften (darunter viele Buchhandlungen), ist ein weltlicher Tempel aus Stein, Stahl und Glas, mit dem sich das Mailänder Bürgertum selber ein Denkmal setzte und die nationale Einheit feierte. Die Kuppel (höchster Punkt 47 m) entspricht mit ihren Innenmaßen der Kuppel des römischen Petersdoms. Giuseppe Mengoni, der Architekt dieser zwischen 1865 und 1877 erbauten Galerie, kam kurz vor ihrer Vollendung bei einem Sturz vom Baugerüst ums Leben. Zwischen Piazza del Duomo und Piazza della Scala | Metro: M 1, M 3 Duomo
Museo Poldi-Pezzoli
Das Privatmuseum ist von der Atmosphäre her vielleicht das schönste Museum Mailands: Es ist im Haus (zum Teil mit Wandbemalungen) des Barons Gian Giacomo Poldi-Pezzoli aus dem 19. Jh. untergebracht. Die reiche Kunstsammlung umfasst Werke u.a. von Sandro Botticelli, Andrea Mantegna, Lucas Cranach (Bildnis Luthers und seiner Frau von 1529). Antonio del Pollaiuolos berühmtes „Bildnis einer Frau“ (um 1470) ist in das Signet des Museums eingegangen. Di-So 10-18 Uhr | 8 Euro | www.museopoldipezzoli.it | Via Manzoni 12 | Metro: M 3 Monte Napoleone
Castello Sforzesco
Die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst die Visconti, dann die Sforza) entstand, um Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa, um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Ab 1368 wurde ein erstes Kastell an der Stadtmauer errichtet. Ludovico il Moro ließ es Ende des 15. Jhs. mit schlossähnlichen, repräsentativen Gebäuden u.a. von Bramante und Leonardo ausbauen. Die Anlage wurde Vorbild für den Bau des Kremls, der ab 1485 in Moskau von italienischen Künstlern errichtet wurde. Unter Spaniern und Österreichern diente das Castello weiterhin als Residenz und Zitadelle; von hier aus ließ General Radetzky während der Märzaufstände 1848 die Stadt beschießen. Eine Restaurierung des späten 19. Jhs. verfälscht durch die Betonung des höfischen Charakters die Geschichte. Der Turm über dem Eingangstor ist eine Nachbildung des 1521 zerstörten Turms, den der Renaissancebaumeister Filarete entworfen hatte. Im Inneren hinter dem Waffenhof liegen die Zugänge zu den Museumsanlagen (s. folgender Eintrag). Tgl. 7-18, im Sommer bis 19 Uhr | Eintritt frei (Museen 3 Euro) | www.milanocastello.it | Piazza del Castello | Metro: M 1 Cairoli, Cadorna, M 2 Cadorna, Lanza
Parco Sempione
Der Landschaftsarchitekt Emilio Alemagna hat um 1890 auf dem Gelände hinter dem Castello Sforzesco diesen herrlichen Park angelegt: mit Denkmälern (u.a. für Napoleon III.), einer Brunnenanlage von Giorgio De Chirico („Bagni Misteriosi“), Spielplätzen und einem kleinen See. Am Rand nahe dem Arco della Pace liegt die von Antonio Canova erbaute klassizistische Arena - ein Sportstadion, in dem früher Inter und Milan ihre Spiele austrugen. Zugänge zum Park: Piazza Castello, Viale Alemagna, Piazza Sempione. Tgl. 6.30-20, im Sommer bis 23 Uhr | Metro: M 1 Cairoli, M 2 Cadorna, Lanza
Pinacoteca di Brera
Der Palazzo di Brera, 1605 als Jesuitenkolleg begonnen, beherbergt heute eine Kunstakademie, eine Bibliothek und astronomische Einrichtungen. Außerdem erreicht man durch ihn einen kleinen botanischen Garten. Er ist aber vor allem wegen der berühmten staatlichen Pinakothek interessant. Sie wurde auf Anordnung der Kaiserin Maria Theresia Ende des 18. Jhs. gegründet. Inzwischen verfügt die Brera über rund 1300 Bilder (davon 460 in der Ausstellung) aller Kunstrichtungen vom Mittelalter bis zur Moderne. Nicht versäumen sollten Sie die „Pala Montefeltro“ von Piero della Francesca (1475), den „Cristo morto“, den Andrea Mantegna 1480 in extremer perspektivischer Sicht gemalt hat, und das „Marienverlöbnis“ (1504) von Raffael. Im Hof des Palazzos ist eine Bronzestatue (1809) von Antonio Canova aufgestellt, die Napoleon Bonaparte als siegreichen Apoll darstellt - nackt, wie Zeus ihn schuf. Di-So 8.30-18.30 Uhr | 5 Euro | Vorbestellungen unter Tel. 02722631 | www.brera.beniculturali.it | Via Brera 28 | Metro: M 2 Lanza, M 3 Monte Napoleone, Tram 4, 12, 14
Cenacolo Vinciano/„Abendmahl“
Um Leonardos weltberühmtes Wandgemälde „Abendmahl“ („Cenacolo“) in Augenschein zu nehmen, müssen Sie sich vorher anmelden (telefonisch oder via Internet). Dann dürfen Sie zusammen mit anderen rund 25 Personen für 15 Minuten das ehemalige Refektorium (Speisesaal) des Dominikanerklosters von Santa Maria delle Grazie betreten - nicht ohne zuvor mehrere Schleusen zu passieren, damit man möglichst wenig Verunreinigungen mit in den langen Saal bringt. Leonardo hat für das 1495-97 entstandende Bild genau den Augenblick des Abendmahls von Jesus mit seinen Jüngern gewählt, in dem Christus vorhersagt, dass ihn einer von den Jüngern verraten werde. Die Apostel, aufgelöst in Dreiergruppen, sind aufs Höchste bestürzt und erregt. Die großformatige, mit 4,2 m Höhe und 9,1 m Breite geradezu riesige Darstellung (bis dahin wurde das Thema eher auf kleineren Tafelbildern behandelt) schlug in die Kunstgeschichte ein wie die Breitwand in die Kinogeschichte. Das dramatische Spiel der Hände, die theatralische Anordnung wie auf einer Bühne und die (heute kaum noch nachzuvollziehende) Verschmelzung der Farben hatten das Bild sofort berühmt gemacht. Noch bevor Leonardo die Arbeiten abschließen konnte, zirkulierten bereits erste Stiche mit Kopien.
SantAmbrogio
Die dreischiffige Kirche des Stadtpatrons Ambrosius erhebt sich über seinem Grab. Sie ist das wichtigste mittelalterliche Baudenkmal der Stadt und eine Art Prototyp vieler Kirchenbauten der lombardischen Romanik. Eine erste Kapelle (San Vittorio in Ciel dOro | 2 Euro | Zugang rechts neben dem Altar) stammt aus dem Jahr 470, im Mosaikgewölbe sind Ambrosius und andere Heilige abgebildet. Die heutige Kirche geht weitgehend auf das 12./13. Jh. zurück. Ein langer Streit zwischen Mönchen und Domherren um Altarnutzung und Läuterecht führte dazu, dass jede Partei einen eigenen Glockenturm bekam: Jener der Domherren (Campanile dei Canonici) aus dem 12. Jh. steht links, jener der Mönche (Campanile dei Monaci) aus dem 9. Jh. rechts. Im eindrucksvollen romanischen Vorhof kann man Geschichte gleichsam atmen. Mo-Sa 7 bis 12 und 14.30-19, So 7-13 und 15 bis 19 Uhr | Piazza SantAmbrogio | Metro: M 2 SantAmbrogio, Bus 50, 58
Zucca
Im ersten Stock herrscht außer um die Mittagszeit die entspannte Atmosphäre eines Clubs. Die Gäste blättern in der Zeitung, man nippt am Campari oder wärmt sich mit Cappuccino. Durch große Fenster können Sie auf das Treiben in der Galleria hinunterblicken. Der Tresenraum im Erdgeschoss ist mit Jugendstilmosaiken geschmückt. Hier schenkte Davide Campari 1867 zum ersten Mal seinen Aperitif aus. Mo geschl. | Galleria Vittorio Emanuele II/Piazza Duomo | Metro: M 1, M 3 Duomo
LApe Piera
Hat einen sehr guten Ruf unter Gourmets, hier werden auch Kochkurse angeboten. Große Weinkarte. Sa-Mittag und So geschl. | Via Lodovico il Moro 11 | Tel. 0289126060 | www.ape-piera.com | Tram 2
Osteria Grand Hotel
Ein Wunder: Spitzenküche zu erträglichen Preisen in diesem Slow-Food-Tempel. Tolle Käse, große Weine. Mo und außer So mittags geschl. | Via Ascanio Sforza 75 | Tel. 0289511586 | Tram 3, Bus 90, 91
Osteria del Treno
Würste und Schinken aus ganz Italien, ein Feinschmeckerlokal der Slow-Food-Bewegung für (etwas) schmalere Brieftaschen. Mit Innenhof. Tgl. | Via San Gregorio 46 | Tel. 026700479 | Metro: M 3 Repubblica
Giardino di Giada
Weit über dem Niveau vieler anderer Chinesen. Mo geschl. | Via Palazzo Reale 5 | Tel. 028053891 | Metro: M 1, M 3 Duomo | €€
Il Luogo di Aimo e Nadia
Eines der besten Restaurants ganz Italiens, exzellente Auswahl aller Zutaten, ausgewogen von duftenden Vorspeisen wie der Paté aus Perlhuhnleber bis zum raffinierten dolce, einer Mousse mit Balsamessig. Sa-Mittag und So geschl. | Via Montecuccoli 6 | Tel. 02416886 | www.aimoenadia.com | Metro: M 1 Bande Nere | ab 40 Euro
Nobu
Japanische Küche auf höchstem Niveau und in Armani-Ambiente. Treffpunkt von Managern, Modestars und Intellektuellen, die es sich leisten wollen. Im Erdgeschoss eine Bar, wo man mit Sushi oder Austern beginnt, bevor man in den ersten Stock steigt: Lachstatar mit Kaviar, gegrillter und karamellisierter Kabeljau oder flambiertes Rindfleisch mit Sakesauce. Mo-Mittag und So geschl. | Via Pisoni 1 | Tel. 0262312645 | www.armani-viamanzoni31.it | Metro: M 3 Monte Napoleone | ab 35 Euro
Trussardi
Alles aus Leder wird hier mit absoluter Eleganz behandelt. Via SantAndrea 5 | Metro: M 1 San Babila
Feltrinelli
Die größte italienische Buchhandelskette ist mehrfach in Mailand vertreten, u.a. am Domplatz im Keller der Galleria Vittorio Emanuele II zusammen mit Ricordi CDs (auch Noten) auf insgesamt 4000 m² (Mo-Sa 9 bis 22, So 10-20 Uhr | Metro: M 1, M 2 Duomo). An der Piazza Cavour
Peck
Eine gastronomische Offenbarung auf mehreren Etagen: Pasta und Käse, Marmelade und Wein, Obst und Fleisch, Exotisches und Ausgefallenes. Wer Peck nicht gesehen hat, kennt Mailand nicht. Via Spadari 9 | www.peck.it | Metro: M 1, M 3 Duomo
Armani
Ein Kaufhaus der besonderen Art: Kleidung und Elektronik, Möbel und Bücher (Schwerpunkt Mode und Design), Design und CDs. Via Manzoni 31 | Metro: M 3 Monte Napoleone
La Rinascente
Edelkaufhaus auf sieben Etagen mit Brunchrestaurant (Terrasse zum Dom). Bekleidung, Parfümerie, Accessoires, Designhaushaltswaren. Piazza Duomo/Via Santa Radegonda 3 | Metro: M 1, M 3 Duomo
Artemide
Die Leuchten der großen Meister. Corso Monforte 19 | Metro: M 1 San Babila
Mercatone del Naviglio Grande
Beliebter Markt für Antiquitäten, aber auch Flohmarkt, stimmungsvoll an den Ufern des Naviglio Grande. Sept.-Juni jeden letzten So im Monat | Alzaia Naviglio Grande/Ripa di Porta Ticinese | Metro: M 2 Porta Genova
Bar Magenta
Eine der historischen Bars und doch von jeder Generation neu angenommen. Bis um 2, 3 Uhr ist hier immer was los. Mo geschl. | Via Carducci 13/Corso Magenta | M 1, M 2 Cadorna
Alcatraz
Der absolut angesagte Ort für Veranstaltungen aller Art von der Modenschau bis zum Kabarett, Disko jeden Fr und Sa. Via Valtellina 21 | Tram 3
Teatro alla Scala
Den neoklassizistischen Tempel der Opernmusik hat Mario Botta renoviert und umgebaut. Karten (je nach Veranstaltung zwischen 10 und 250 Euro) bestellt man über das Internet (www.teatroallascala.it) und bezahlt mit Kreditkarte. An der Vorverkaufskasse im ersten Tiefgeschoss der Metrostation Duomo (tgl. 12 - 18 Uhr | Galleria del Sagrato) gibt es Karten ab einen Monat vor der Aufführung. Die Abendkasse an der Scala selbst (Via Filodrammatici 2) öffnet zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Infos zu Preisen, freien Plätzen und Kaufmodalitäten: Tel. 0272003744
Scimmie
Seit Jahren der Inplatz für Rock und Jazz in einem umgebauten Lastkahn auf dem Naviglio Pavese. Di geschl. | Via Ascanio Sforza 49 | Tram 3, 15
Piccolo Teatro/Teatro dEuropa
Das führende Sprechtheater Italiens, von Paolo Grassi und Giorgio Strehler 1947 gegründet. Nach dem Tod Strehlers 1997 hat das Gespann Sergio Escobar/Luca Ronconi die Leitung übernommen und bietet ein teilweise aufregendes Programm. Gespielt wird an drei Stätten. Alle Tel. 0272333222 | www.piccoloteatro.org | Karten 10-25 Euro
Albert
In der Nähe des Bahnhofs an einer stark befahrenen Straße würde man solch ein angenehmes Haus kaum erwarten. Die freundliche Bedienung ist bestechend. 62 Zi. | Via Tonale/Via Sammartini | Tel. 0266985446 | Fax 0266985624 alberthotel@libero.it | Metro: M 2, M 3 Centrale
Antica Locanda Solferino
Ein kleines, sehr beliebtes Hotel voller Atmosphäre im ehemaligen Künstlerviertel Brera - oft lange im Voraus ausgebucht. Frühstück nur auf dem Zimmer. 11 Zi. | Via Castelfidardo 2 | Tel. 026570129 | Fax 026571361 | www.anticalocandasolferino.it | Metro: M 2 Moscova, M 3 Repubblica
Bed & Bread
Traumhaft: Eine Biologin öffnet Haus und Garten. Man vergisst, dass man in Mailand ist. Rechtzeitig buchen! 3 Zi. | Via Vetta dItalia 14 | Tel. 02468267 | Fax 02468267 | www.bedandbread.it | Bus 58, 61
Four Seasons
Hotel von Weltruf in ehemaligem Kloster mit Innenhof und großem Garten. Prächtige Zimmer, zwei ausgezeichnete Restaurants. Direkt im Modeviertel, eigene Garage. 102 Zi. | Via Gesù 8 | Tel. 0277088 | Fax 0277085000 | www.fourseasons.com | Metro: M 1 San Babila, M 3 Monte Napoleone | ab 627 Euro
Navigli
Auftakt
Was für eine Stadt!
Mailand hat Klasse: Die Stadt hat eines der besten Opernhäuser der Welt, einzigartige Museen, ein paar Straßenzüge mit der höchsten Dichte an Designerläden. In Mailand erleben Sie das „andere“ Italien, ein pulsierendes Italien des 21. Jhs. Milano ist die Stadt der Kreativen und der Banker. Und ob im Maßanzug oder in Turnschuhen - Stil hat die Stadt wie keine zweite. Man muss sich nur auf sie einlassen: Trinken Sie Ihren Aperitif in einer der schönen Bars, steigen Sie aufs Dach des Doms, streifen Sie zu Fuß durchs Zentrum - Sie werden angetan sein. Wenn nicht begeistert!
Es gibt Tage, die strahlen vor Vergnügen. Wenn sich dann der gläserne Fahrstuhl aus dem Grün des Parco Sempione erhebt, man einen ersten Blick von oben in das sonnenbeschienene Castello Sforzesco werfen kann, langsam dahinter marmorglänzend der Dom mit der goldenen Madonnina sichtbar wird, warme Luft in südlicher Ferne die Apenninhügel flirrend umspielt, während sich in der Gegenrichtung hinter dem Arco della Pace, im Norden, der majestätische Alpenkranz vom wolkenlos blauen Himmel absetzt, dann möchte man oben auf der Torre Branca diese Stadt umarmen.
Aber es kommt auch vor, dass ein bleigrauer Himmel über den Dächern lastet, sich Smogschlieren auf die Fenster legen, die Luft im Hals kratzt und die Menschen den Mantelkragen wie Scheuklappen aufgerichtet haben. Dann will man nur noch weg. Nach Genua ans Meer, eine gute Stunde mit dem Auto, oder in die Berge, auf den Monte Generoso gleich hinter der Schweizer Grenze, wo man den Kopf aus den giftigen Wolken stecken kann. Mailand, sagt der Schriftsteller Andrea De Carlo, ist eine ideale Stadt, weil man so schnell woanders sein kann: in Genf oder Zürich, in Nizza oder Venedig.
Es war wohl auch diese günstige Lage zwischen Bergen und Meer, die im 4. Jh. v. Chr. zur Gründung einer Stadt „met e leun“, inmitten der Ebene, durch die Kelten geführt hat. Inmitten der Ebene, am Kreuzpunkt von Wegen, auf denen Waren und Ideen transportiert wurden: Diese Lage hat oft genug auch Appetit bei fremden Mächten geweckt, die von allen Seiten kamen, um sich diesen reichen Stadtbrocken einzuverleiben. Heute ist Mailand mit rund 9 Mio. Gästen pro Jahr nach Rom die meistbesuchte Stadt Italiens. Fast zwei Drittel dieser Besucher geben geschäftliche Gründe für ihren Besuch an. Das hat leider Auswirkungen auf die Preise in Restaurants, Hotels und Geschäften.
Gegensätze prägen die Stadt, in der man großartige Zeugen romanischer Kirchenbauten besichtigen kann und die zugleich von der Zweckarchitektur einer Handelsmetropole bestimmt scheint, in der es alle Leute immer eilig haben und in der dennoch Kreativität Trumpf ist. Mit Paris und New York ist Mailand eine weltbestimmende Hauptstadt der Mode, was man etwa im Quadrilatero della Moda, im Modeviertel hinter dem Dom, erleben kann. Auch wer neueste Tendenzen im Design von Industrieformen bis zu Alltagsgegenständen sucht, wird sie hier, wo sie erdacht werden, finden. Die Scala, das Piccolo Teatro und die Pinakotheken Brera oder Ambrosiana sind Aushängeschilder für die führende Rolle der Stadt auf dem Sektor der schönen Künste - vor allem, weil in ihr Kultur auf großen und kleinen Bühnen, in Studios, bei Medienbetrieben und Verlagen entsteht und nicht nur museal verwaltet wird. Auch Phänomene der Massenkultur von der Werbung bis zum Fußball (Inter! Milan!) sind hier zu Hause. Technologie und Forschung haben sich Mailand mit seinen sieben Universitäten und unzähligen Fachinstituten längst zur Hauptstadt gewählt. In den Musikcafés und Clubs swingt, klingt und tanzt es das ganze Jahr über wie in den Diskos von Rimini zur Hochsaison. Nur etwas schicker, weniger provinziell - und viel teurer.
Sogar der politische Populismus eines Silvio Berlusconi und seiner Partei Forza Italia hat in dieser Metropole eine Hochburg (und bestimmt seit zwei Legislaturperioden die Stadtpolitik). Aber zugleich ist von hier aus Anfang der Neunzigerjahre unter dem Schlagwort „Mani pulite“ („saubere Hände“) die Justizkampagne gegen Korruption und illegale Parteienfinanzierung in Gang gekommen, in deren Tradition sich heute eine ganze Palette von Protestgruppen zu einer neuen Bürgerrechtsbewegung zusammengefunden hat.
Mailand ist keine einfache Stadt, und das nicht nur in klimatischer Hinsicht (schwüle Sommer, nasskalte Winter). Sie ist laut bis in die späte Nacht, und doch gibt es verträumte Winkel mitten im Zentrum wie den kleinen Park in der Via Giardini oder Bramantes Kreuzgang von Santa Maria delle Grazie. Sie ist schnell und geschäftstüchtig bis zur Schmerzgrenze, und doch sagt man ihr ein großes Herz nach, das zum Beispiel kranke ältere und schwache jüngere Menschen nicht ausschließt, wie die vielen Freiwilligenorganisationen zeigen. Sie ist anspruchsvoll bis zur Arroganz - und bietet zugleich Neuankömmlingen und Quereinsteigern Wege zum Erfolg. Sie hält mit ihrer Kirche SantAmbrogio auf lokale Traditionen und gibt sich zugleich als globaler Handelsplatz weltoffen. Der angestammte Dialekt ist hier ebenso zu Hause, wie es fremde Sprachen sind. Chinesen leben an der Via Paolo Sarpi, Afrikaner bei der Porta Venezia, Englisch ist längst die Lingua franca der Finanzmetropole, und auch rund 20000 Deutsch Sprechende wohnen und arbeiten in und um Mailand herum.
Noch immer gilt die Stadt als das Industriezentrum Italiens. Das ist jedoch lange her, wie die stillgelegten Fabriken bei der Via Procaccini zeigen, in die gerade Kulturinstitutionen und Kommunikationszentren wie die Fabbrica al Vapore einziehen. Eine neue Universität, mehrere Forschungseinrichtungen und sogar ein Musiktheater, das Teatro degli Arcimboldi, haben das ehemalige Werksgelände von Pirelli im Viertel Bicocca umgekrempelt. In der Innenstadt entstehen neue, vielgeschossige Verwaltungszentren, u. a. die Città della Moda beim Garibaldi-Bahnhof. Und auf dem früheren Messegelände der Fiera werden berühmte Architekten wie Daniel Libeskind und Zaha Hadid bis 2008 drei 240-m-Hochhäuser bauen, während die Fiera an den westlichen Stadtrand nach Rho zieht, wo im Frühjahr 2005 das größte Messegelände Europas nach Plänen von Massimiliano Fuksas eingeweiht wurde. Mailand ist dabei, seine Skyline radikal zu verändern. Dazu gehören auch die vielen Kulturbaustellen wie neue Museen oder die Europäische Bibliothek für Information und Kultur (BEIC) auf dem ehemaligen Gelände der Stazione Vittoria.
Die Stadt zeigt sich dynamisch wie lange nicht mehr und unterstreicht mit vielen Firmensitzen und Dienstleistungsbetrieben ihre führende Rolle als Wirtschafts- und Finanzzentrum Italiens. In der Stadt werden 25 Prozent des italienischen Steueraufkommens erwirtschaftet. Hier leben rund 1,3 Mio. Menschen, im Umland, das längst mit Mailand zu einer einzigen Metropole verschmolzen ist, wohnen fast 5 Mio. 800000 Menschen pendeln jeden Tag in die Stadt - da kann die Parkplatzsuche zum Abenteuer werden.
Genau hinschauen: Das ist die Grundformel für diese Stadt, die von Leonardo da Vinci ebenso geprägt wurde wie von Giuseppe Verdi. Der große Komponist war zudem eine Leitfigur für die italienische Einheitsbewegung Risorgimento. „Viva Verdi!“ riefen die Mailänder nach seinen Aufführungen in der Scala, bejubelten den Schöpfer des „Rigoletto“ oder der „Traviata“, aber meinten mit V.E.R.D.I. auch „Vittorio Emanuele Re dItalia“ - „Es lebe Viktor Emanuel, König von Italien!“ Und die bis 1859 herrschenden Österreicher zogen die Stirn kraus. Genauer hinschauen: Und plötzlich öffnen sich graue Fassaden zu bezaubernden Innenhöfen, tauchen hinter anonymen Ecken Kleinode der Architektur vergangener Jahrhunderte auf, prangen hinter schmutzigen Kirchenfassaden Meisterwerke der Kunst. Wer in Mailand genau hinschaut, der entdeckt Geschichte nicht museal isoliert, sondern als Teil der Gegenwart. Wenn etwas nicht fertig werden will, dann sagt man, das dauere ja „come la fabbrica del duomo“, so lange wie die Arbeit der Dombauhütte, die sechs Jahrhunderte für die Kathedrale benötigte - und gerade drei Jahre lang aufwendig die Fassade gereinigt hat, sodass sie wieder allem Smog zum Trotz erstrahlt.
Mailand leuchtet aber auch, wenn es dunkel wird. Es gab lange, erregte Diskussionen über eine bunte Lichterregie, die das Castello Sforzesco bonbonfarben aufleuchten ließ. Jetzt ist man zum traditionellen Weiß zurückgekehrt. Manchmal möchte man die Stadtväter umarmen.
Ein sportliches Highlight ist das Stadtderby in San SiroCalcio bedeutet Tritt oder Stoß. Wenn man ihn in den culo bekommt, ist es eine vulgäre Redensart, dann trifft es einen ins Hinterteil. Aber calcio bedeutet auch Fußball - und dabei ist Mailand streng zweigeteilt: in rot-schwarz gestreifte milanisti, das sind die Fans des AC Mailand, und blau-schwarz gestreifte interisti, die Anhänger von Inter. Fan ist man von Geburt an - und so müssen viele stramme Linke politische Überzeugungen zu Hause lassen, wenn es um den Fußball geht: Der AC Mailand gehört dem ehemaligen rechten Premierminister Silvio Berlusconi. Etwas zu feiern hatten zuletzt beide Lager: Inter gewann die Meisterschaft 2007, der Erzrivale Milan die Champions League. Ihre Heimspiele tragen beide Clubs im Stadio Giuseppe Meazza (Via Piccolomini 5 | Tram 16) mit 85000 überdachten Sitzplätzen aus. Karten gibt es über die Website der Vereine: www.inter.it/en/biglietti/acquista.html (Inter) und www.bestticket.it (Milan). Dort finden sich auch die offiziellen Vorverkaufsstellen wie etwa Feltrinelli Libri e Musica (Piazza Piemonte 2 | Tram 16). Das Stadion - die tifosi nennen es bei seinem traditionellen Namen San Siro, weil es im gleichnamigen Stadtteil liegt - können Sie auch besichtigen, wenn kein Spiel ansteht (tgl. 10-17 Uhr | Eingang bei Tor 21 | 12,50 Euro).
Die Wunder Italiens„Die Unlust sagte eines Tages zum schlechten Geschmack: Lass uns eine Stadt bauen, wo wir nach Belieben schalten und walten können. Dort wirst Du König sein und ich die Königin.“ So beginnt Carlo Emilio Gaddas Text „Der Plan von Mailand“, ein Lesegenuss wie alle seine Beiträge in diesem Band.
Im Namen von IsmaelSpannend geht es in diesem Krimi zu, den Giuseppe Genna sowohl im Mailand von heute als auch in dem der Sechzigerjahre angesiedelt hat.
Die ganz große NummerAndrea De Carlo, Schriftsteller, Rockmusiker und ehemaliger Assistent Federico Fellinis, erzählt von Alberto und Raimondo: Die charmanten Mailänder Jungs in seinem Roman flunkern der ganzen Welt etwas vor, vor allem aber sich selbst.
Der Teufel trägt PradaWer wissen will, wie die Mailänder Modeszene tickt, dem sei dieser Film mit einer grandiosen Meryl Streep empfohlen - auch wenn er in New York spielt.
Das Wunder von Mailand1951 drehte Vittorio de Sica in der Stadt diesen Klassiker. Italiens Nationalheld Totò in der Hauptrolle der Komödie kämpft mit Hilfe von Schutzengeln und einer magischen Taube gegen gierige Spekulanten. Weil der Film ein Märchen ist, war er sehr erfolgreich.
Rund 20000 Chinesen verbreiten fernöstliches FlairSie verkaufen Tücher und Spielsachen am Hauptbahnhof, in der Galleria oder auf dem Domplatz: Es sind vielleicht 20000 Chinesen, die Mailand auch kulinarisch manchmal ein fernöstliches Flair geben. Anfang der Zwanzigerjahre hatten sich in der weltoffenen Handelsstadt erste chinesische Händler angesiedelt. Ein Verwandter zog den anderen nach, eine Familie die nächste. Und es werden immer mehr. Die meisten leben in der Chinatown um die Via Paolo Sarpi am Nordrand der Innenstadt. „Canton Trading“ und „Shunda Trading“ bieten da Billigware vom Spielzeug bis zur Handtasche feil. Bei Ting Sin gibt es Lederwaren aller Art, bei Ju Fa kann man Orientreisen buchen. Inzwischen hat sich eine weitere kleine Chinatown beim Viale Monza gebildet.
www.beppegrillo.it/english.phpDer italienische Komiker Beppe Grillo hält Sie in seinem Blog über Lustiges, Ärgerliches und Absurdes aus Italien und Mailand auf dem Laufenden.
http://thesartorialist.blogspot.comzur Vorbereitung einer Einkaufstour: ein Fotoblog mit schicken Menschen, die der Autor auf der Straße getroffen und abgelichtet hat. Dazu sollen bald Einkaufstipps in den Modestädten dieser Welt kommen. Obenan natürlich: Mailand.
http://italienpolitik.blog.deVon Politik und Kultur handelt dieser deutsche Blog.
wwww.hotelsbycity.net/blog/eur_italy_milanEin Blog mit Tipps zu Sehenswertem, Hotels und Ausflugszielen und Erlebnissen von Ausländern in Mailand, verfasst auf Englisch von mehreren Autoren, die über Museumsbesuche ebenso erzählen wie über die Recherche nach einem Fahrradverleih in der Provinz.
http://blogfromitaly.wordpress.comHier erfahren Sie, wie seltsam Amerikanern das Leben in Italien gelegentlich erscheinen muss. Untertitel: Life in the living museum
http://themilandailyfashionblog.blogspot.comLektionen in Mailänder Stilempfinden bekommen Sie unter dieser URL.
www.wikio.com/podcast/fashionHier können Sie sich einen personalisierten Mode-Video-Podcast zusammenstellen; wählen Sie nach Designern, Kollektionen oder Schauen aus, die Sie interessieren.
Entlang der Linie 29 liegen viele SehenswürdigkeitenMit der Tramlinie 29 (oder 30 - dieselbe Strecke in die andere Richtung) können Sie ganz nach eigenem Fahrplan die Stadt umrunden. Die Tram 29 folgt von der Piazza della Repubblica aus dem alten spanischen Festungsgürtel, Bahnhof Garibaldi und Monumentalfriedhof, Corso Sempione und Arco della Pace sehen Sie durch die Fenster vorbeigleiten. An der Piazza Aquileia legt die Bahn eine kleine Verschnaufpause ein und rattert dann weiter an den Navigli und der Porta Romana vorbei im Bogen zurück zur Piazza della Repubblica. Viele Sehenswürdigkeiten und Shoppinggegenden liegen an oder in der Nähe ihrer gerade erneuerten Schienenstrecke. Eine Rundfahrt ohne Unterbrechungen dauert je nach Verkehr zwischen 75 und 120 Minuten und kostet nicht mehr als zwei Fahrscheine (2 Euro) - und einen etwas steifen Rücken.
Szene
Trend Guide Mailand
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist
Melanie Schönhuberpendelt zwischen Mailand und München. Die Immobilienmaklerin ist halb am Gardasee und halb in Bayern aufgewachsen. Drei Dinge sind es, die Mailand für sie so unwiderstehlich machen: shoppen, weil das italienische Design immer mit einem Schuss Extravaganz genau ihren Geschmack trifft; essen gehen, weil es nirgendwo bessere Pasta gibt; und Clubbing in den angesagten Clubs!
Süsse VersuchungenDie Schleckermäuler der Stadt setzen auf Innovation und Style. Schoko ist cool und die neuesten Kreationen und Läden sind bunt und ungewöhnlich. Im Chococult sind die Pralinen ein echt sinnlicher Genuss. In dem Laden mit Lounge-Atmosphäre erfreuen sich Naschkatzen an exotischen Kreationen wie z.B. salzigem Pistazieneis (Via Buonarroti 7 | www.chococult.it). Ein weiterer Hotspot für Fans des süßen Genusses ist das Chocolat Milano. Liebevoll verpackte Pralinen aus Haselnuss, Orange und weißer Schokolade sind die Specials des Cafés (Via Boccaccio 9 | www.chocolatmilano.it). Der Trend beschränkt sich nicht nur aufs Naschen. Im Habits Culti, einem Concept Store mit Spa, gibt es Pflegeprodukte aus Pistazie und Mandel. Und die sorgen nicht nur für gute Laune, sondern auch für pures Wohlbefinden (Via Angelo Mauri 5 | www.habitsculti.it).
Lazy SundayDie Milanesen haben eine neue Lieblingsbeschäftigung: Sonntags trifft man sich zum gemütlichen Brunch und flaniert anschließend durch die Straßen, ausgedehntes Windowshopping inklusive. Angesagte Location für das späte Frühstück - am liebsten American Style - ist das Louisiana (Via Fiori Chiari 17), das bekannt ist für seine Pancakes mit Maple Syrup. Extrabonus: Hier kann man mit den fußballverrückten Locals den AC Mailand im TV anfeuern. Danach gehts ins In-Viertel am Naviglio Grande, die Märkte durchforsten und in der Via Brera die Schaufenster der Galerien und Shops anschauen. Manche Geschäfte öffnen seit Neuestem sogar sonntags, wie High Tech (Piazza XXV Aprile 12 | www.high-techmilano.com) und Cargo (Via Meucci 39), beides Home-Accessoires-Läden: gemütlich stöbern und sich neue Ideen holen.
Contemporary ArtExperimentelle Kunst, Installationen und Happenings - die Kunstszene Mailands liebt das Extreme und fördert die jungen Wilden. Unkonventionelles von Jonathan Meese, Kevin Zucker und Dan Walsh steht in der Paolo Curti Galleria dArte (Via Pontaccio 19 | www.paolocurti.com) auf dem Programm. Die progressiven Ausstellungen sind total angesagt in der City und Treffpunkt für Szene und Society. Die Spirale Arte Contemporanea (Corso Venezia 29 | www.spiraleartecontemporanea.it) stellt nicht nur bekannte Künstler aus, sondern fördert auch Talente und deren innovative Ideen. Wer sich über das Whos Who der zeitgenössischen Künstler informieren will, sollte in der Galleria Cardi (Corso di Porta Nuova 38 | www.galleriacardi.com) vorbeischauen: Damien Hirst und Julian Schnabel sind nur zwei der gefeierten Kreativen, die hier ausgestellt werden.
Cooler LuxusDie ungewöhnlichen Raumkonzepte der neuen Hotels versetzen die Besucher in fremde Welten. Die Lobby des Una-Hotel Malpensa (Via Turati | Cerro Maggiore | www.unahotels.it) erinnert z. B. an ein Raumschiff, im The Gray (Via San Raffaele 6 | www.hotelthegray.com) beeindruckt das lila Plüsch-Hängebett in der Lounge, und an den irisierenden Fliesen des Enterprise Hotel (Corso Sempione 91 | www.enterprisehotel.com) bleiben die Blicke hängen. Edel: Im The Chedi (Via Villapizzone 24 | www.hotel-milano-the-chedi.com) trifft asiatisches Design auf westlichen Komfort.
Vintage-RevivalVintage ist der Trend der Stunde. Auf der Suche nach dem perfekten Nierentisch? Im Blitz (Via Enrico Cosenz 44/4 | www.blitzbovisa.com) gibts alte Poster, Designermöbel und begehrte Sammlerstücke. Beste Adresse für den Moviestar-Look aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren ist das Zap (Galleria Passerella) mit Klamotten des Labels Elizabeth the First: perfekt für den dramatischen Auftritt. Im Spazio 900 (Viale Campania 51 | www.spazio900.it) finden Fans der Fünfziger- bis Achtzigerjahre Möbel und Teppiche in knalligen Farben und Interior-Designer ihre Inspiration.
Personal ShopperMit dem persönlichen Stylisten durch Mailands hippe Läden bummeln garantiert nicht nur Promi-Feeling, sondern ist auch total angesagt. Shopping-Profis wie Francesca Legnani und Marina Spagni kennen die Läden der City wie ihre Westentasche. Die Guides führen durch versteckte Trendläden und exklusive Designerboutiquen, immer dem letzten Schrei auf der Spur - egal ob Möbel, Schmuck, Schuhe oder Klamotten. Infos und Buchung unter www.personalshopper.it. Typgerechte Stilberatung und Einkaufstüten-Tragehilfe für zwei Stunden gefällig? Für das individuelle Einkaufserlebnis kann man bei Travel Media Consulting (Tel. 0258312696) einen Assistenten buchen.
Food meets FashionDesigner entdecken die Dinnerkultur und setzen Laufsteg-Ideen in ungewöhnlichen Interiors um. Superstylish und luxuriös: Im Gold (Via Carlo Poerio 2 a | www.dolcegabbanagold.it) von Dolce & Gabbana funkelt es weiß, silber und golden. Das Just Cavalli Café (Viale Camoens c/o | Torre Branca Milano | www.justcavallicafe.com) präsentiert sich - wie die Entwürfe des Meisters Roberto Cavalli - exzentrisch. Wer es lieber klassisch mag, ist im Restaurant des Bulgari Hotels (Via Privata Fratelli Gabba 7 b | www.bulgarihotels.com) richtig. Die Einrichtung aus dunkelblauem Leder und Holz ist very sophisticated. Highlight: die riesige Glasfassade. Ebenfalls edel ausgestattet ist das Trussardis (Piazza della Scala 5 | www.trussardiallascala.it).
ExtremsportSkateboard und Co. waren gestern. Der neueste Trend in Sachen Outdoor-City-Sport heißt Parkour (www.parkour.it). Das ist die Sportart der Zukunft, die in Mailand jetzt schon angesagt ist. Vom Bauzaun aufs Autodach, dann aufs Brückengeländer, alles ohne den Boden zu berühren. Der Hindernislauf führt mitten durch die Stadt mit festgesetzten Routen und Regeln. Die Ausführung der Sprünge ist genau festgelegt und bei Landeflächen von teilweise weniger als zehn Zentimetern nichts für Anfänger. In der Rangliste der Extremsportarten rangiert Freestyle-Frisbee gleich hinter Parkour. Die Scheibe etwa im Einarmstand mit den Füßen aufzufangen, erfordert viel akrobatisches Geschick! Wer glaubt, so was wäre gar nicht möglich, überzeugt sich im Parco Teramo. Hier treffen sich sogar Freestyle-Frisbee-Weltmeister und zeigen ihr Können (www.aif-frisbee.it).
Stichworte
Mode und Musik, Inter und Design
Mailand ist ein Durchlauferhitzer für Stilfragen aller Art
AperitifAm frühen Abend ist es Zeit für die Happy Hour und einen Aperitif in der Bar. Mailand ist die Welthauptstadt für kleine alkoholische und nichtalkoholische Appetitanreger. Ganz klassisch mit Campari-Soda oder Ramazzotti, elegant mit Prosecco oder Spumantino, kräftig mit Negrotto oder Vodka Sour. Dazu stehen Snacks und Oliven, Gemüsehäppchen und Salzgebäck auf dem Tresen der Bar. Und manch einer bleibt den ganzen Abend hier hängen.
DesignSein oder Design, das ist hier keine Frage. Milano und die Lombardei bilden die Topregion für Design in Europa. Eine Zeitschrift wie „Domus“ konnte gar nicht anderswo entstehen. Die schöne Form von Alltagsgegenständen, Möbeln oder auch Industrieprodukten wird in Hunderten von Werkstätten, Studios und Agenturen immer wieder aufs Neue gesucht und ausprobiert. Altmeister wie Ettore Sottsass oder Enzo Mari arbeiten in ihnen ebenso wie zahllose unbekannte, aufstrebende Talente. Irgendwann werden sich Namen und Produkte im Designmuseum wiedertreffen, das gerade in der Triennale eingerichtet wird.
LeonardoDas Allroundgenie hat in Mailand nicht nur das Abendmahl hinterlassen. Leonardo da Vinci hat, als er 1482 nach Mailand kam und fast 20 Jahre blieb, Bewässerungsanlagen gebaut, Plätze entworfen, die Wehranlagen des Castello Sforzesco verbessert, einen Weinberg angelegt und technische und wissenschaftliche Studien aller Art getrieben. Für seinen Fürsten entwarf er auch ein riesiges Reiterstandbild aus Bronze. Es wurde nie gegossen, weil 1499 die Franzosen mit Waffengewalt in die Stadt eindrangen, Fürst Ludovico festsetzten und Leonardo deshalb lieber das Weite suchte. Rund 500 Jahre später finanzierte ein Amerikaner den Guss des Pferdes nach alten Plänen. Die Stadt stellte das Geschenk sinnigerweise vor die Trabrennbahn.
ModezarenArmani und Prada, Gucci und Dolce & Gabbana sind diejenigen, die den Ton angeben. Sie kümmern sich um Mode und Design, um Parfum und Kultur. Armani hat sich von Tadao Ando sogar ein eigenes Theater bauen lassen und sponsert einen Basketballclub der Spitzenklasse: Armani Milano. Die Boutiquen und Showräume der Modekönige sind die Fixpunkte einer Stadt wie früher die Palazzi der Patrizier und die literarischen Salons der Intellektuellen. Ende März und Ende September halten sie während der Modewochen Hof - dann gibt es praktisch kein Taxi mehr, und der Verkehrsstau wird zum Dauerzustand.
MusikScala und Auditorium, Villa Simonetta und Teatro Dal Verme - von Oktober bis Juni ist Musik in der Stadt, ganz klassisch mit großen Namen und bekannten Werken. Andere hören auf ein ganz anderes Mailand. Auf das, das aus den Lokalen swingt und in den Diskos rockt. Wenn in der Scala die Lichter ausgehen, gehen sie rund um die Navigli erst richtig an.
SantAmbrogioAmbrosius, um 340 n. Chr. in Trier geboren, war Statthalter des Kaisers in Mailand und ließ sich dann vom Volk zum Bischof wählen. Als Bischof lebte Ambrosius in dauernder Spannung zwischen kaiserlichen und kirchlichen Interessen, die er mit diplomatischem Geschick auch durchsetzen konnte. Seine Reform der Liturgie (ambrosianischer Ritus) hat heute noch Gültigkeit. Und jedes Jahr am 7. Dezember, seinem Geburtstag, wird in Mailand groß gefeiert: in der Scala zur Spielzeiteröffnung mit Premierengarderobe, auf der Piazza vor der Kirche mit Budenzauber.
SchlangentiereSchlangen gibt es in Mailand überall. Sie lauern auf Säulen in der Kirche SantAmbrogio. Sie schlängeln sich durchs Logo von Alfa Romeo wie durch das von Berlusconis Fernsehsender Canale Cinque. Sie tummeln sich auf der Brust von Inter-Kickern und prangen auf Wappen am Castello Sforzesco. Das Wappen der Visconti geht auf die Darstellung eines schlangenartigen Drachen zurück, der ein Kind verspeist. Angeblich hat einer der Stammväter, Ottone Visconti, während der Kreuzzüge einen Sarazenen besiegt, der jenes Wappen auf dem Schild führte. Seitdem schlängelt es sich durch die lombardische Grafik.
Feste und Events
Möbel, Messen, Marathon
Karneval und Frauenmode, Blumenfest und Formel 1 - Mailand und sein Umland feiern religiöse wie weltliche Anlässe
1. JanuarCapodanno
6. JanuarEpifania
März/AprilOstermontag (Pasquetta)
25. AprilLiberazione
1. MaiFesta del Lavoro
2. JuniGiorno della Repubblica
15. AugustFerragosto
1. NovemberOgnissanti
7. DezemberSantAmbrogio
8. DezemberImmacolata Concezione
25. DezemberNatale
26. DezemberSanto Stefano
6. JanuarUmzug vom Dom nach SantEustorgio, wo Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden.
FebruarIm Karneval, der nach ambrosianischem Ritus bis zum Samstag nach Fastnacht dauert, kostümieren sich besonders die Kinder. An diesem Samstag wird ein Umzug in historischen Gewändern rund um den Domplatz veranstaltet, unter ihnen die typisch Mailänder Masken des Meneghin und der Cecca.
MärzEin Sonntag Mitte des Monats: Blumenfest Tredezin de Marz, weil nach einem Sprichwort am 13. die Schwalben in ihr Nest zurückkehren.
OsternAm Ostermontag Blumenfest mit großem Markt auf der Piazza SantAngelo/Via Moscova.
AprilMitte April kommen Designer aus aller Welt zur Möbelmesse Salone del Mobile, auf der Möbel und Accessoires aller Art ausgestellt werden.
MaiMitte des Monats: Pittori sul Naviglio - Künstler stellen am Ufer des Naviglio Grande aus.
JuniErster Sonntag: Festa dei Navigli, buntes Fest mit Verkaufsständen aller Art längs des Naviglio Grande und Naviglio Pavese.
Juli/AugustWährend der Ferien organisiert die Stadt Freiluftveranstaltungen (Kino und Musik) in Innenhöfen und in den Parks.
SeptemberAnfang September zeigen einige Kinos in der Reihe Le Vie del Cinema alle Filme der Biennale von Venedig.
DezemberDer 7. Dezember ist Ambrosiustag: Die Scala eröffnet mit einer Galapremiere die Spielzeit, das Volk drängt sich um die Buden, die für das Fest Oh Bej oh Bej rund um SantAmbrogio aufgebaut sind.
Sehenswertes
Dem Dom aufs Dach steigen und bummeln an den Kanälen
Mailand ist keine Stadt, die sich auf den ersten Blick erschließt. Sie will entdeckt werden
Sie können spielend eine Woche mit Hochkultur füllen, sich stattdessen auf die Suche nach Mailands junger Designszene machen oder ganze Tage mit Schaufensterbummeln füllen - diese Stadt hat viele Gesichter, und jedes für sich ist schon eine Reise wert.
Aber Sie können auch von allem ein wenig mitnehmen, denn die Wege sind kurz in Mailand. Von der Scala, einem der besten Opernhäuser der Welt, sind es nur wenige Schritte zur Via Monte Napoleone, wo die Edellabels ihre Geschäfte haben, oder zur Galleria Vittorio Emanuele, dem schönsten Schaufenster der Stadt. Ihr anderer Ausgang führt Sie zum Domplatz, dem historischen und aktuellen Zentrum der Stadt. Mailand können Sie sich erlaufen: Die meisten Ziele sind vom Dom aus in weniger als einer halben Stunde zu Fuß zu erreichen, auch das Kreativenviertel um die Via Tortona im Südwesten oder der Corso Como nördlich, wo nachts das Leben tobt.
Die Wege führen Sie vorbei an alter Substanz und modernen Bauten, wo Zeit und Kriege Lücken geschlagen haben - und sicher auch an etlichen Baustellen. Mailand steht nicht still: Die Stadt entwickelt sich fort, so wie sie das seit zwei Jahrtausenden tut. Wie von einem Stein aus, der ins Wasser geworfen wurde: In konzentrischen Ringen breitete sich Mailand im Lauf der Stadtentwicklung aus, ausgehend vom heutigen Domplatz. Unter den Römern wuchs die Stadt, im 4. Jh. n. Chr. war sie mit 250000 Ew. eine der größten Städte Europas.
Mit krummen Gassen und verstreuten Bauten legte sich dann das Mittelalter über die römische Rechtwinkligkeit. Unter der Herrschaft der Visconti und der Sforza wuchs ein Mauerring, der noch heute gut auf dem Stadtplan nachzuvollziehen ist. Dieser so genannte cerchio dei navigli, der SantAmbrogio, San Lorenzo und die Ca Grande streift, war bis vor wenigen Jahrzehnten von navigli, Kanälen, umflossen. Heute fährt ihn der Bus 94 entlang.
Unter spanischer Herrschaft entstand später der nächste Kreis: die cinta dei bastioni spagnoli, der spanische Befestigungsgürtel, der an der Porta Romana im Südosten der Stadt noch teilweise sichtbar ist. Die Tramlinien 29/30 folgen ihm und führen an den meisten Toranlagen von der Porta Volta bis zur Porta Ticinese vorbei.
Innerhalb dieser Jahrhundertringe finden Sie eine Stadt, die durch Fremdherrschaft, Zerstörungen und Wiederaufbau ganz anders wirkt als andere italienische Städte. Man sieht ihr an, dass die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs fast die ganze Innenstadt in Schutt und Asche legten. Mailand ist keine Stadt, die sich auf den ersten Blick erschließt. Sie will entdeckt werden. Wer neugierige Blicke wagt, wird fast immer belohnt: Die Stadt hat ungezählte schöne Innenhöfe, die sich hinter - oft zufällig geöffneten - Portalen verbergen.
Ein wenig Vorbereitung erfordern hingegen Mailands Museen: An die 40 Stück sind es, und sie bieten Zugang zu Kunst, wissenschaftlichen Forschungen und zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Leonardo da Vincis „Abendmahl“, das im Sommer oft eine Anmeldung Wochen vor dem Besuch erfordert, die Museen im Castello Sforzesco mit Michelangelos Pietà Rondanini, die Gemäldesammlungen der Pinacoteca Ambrosiana und der Pinacoteca di Brera sind Höhepunkte nicht nur eines Mailand-, sondern eines ganzen Italienbesuchs. In einem Stadtbesuch ist das eigentlich gar nicht zu schaffen - nehmen Sie sich deshalb nicht zu viel vor!
Einige Museen haben montags und an Feiertagen geschlossen. Dafür gibt es im Sommer tageweise Öffnungszeiten bis spät in den Abend - es empfiehlt sich ein Blick in die Tagespresse oder ein Anruf bei der Touristeninformation. Die städtischen Museen haben einen gemeinsamen Internetauftritt: http://www.museidelcentro.mi.it. Die meisten Kirchen und Klöster sind täglich von 7 bis 12 und von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Hier, vom Dom aus nach Süden, nahm Mailand seinen Anfang, von hier aus erschließt sich die Stadt ihren Besuchern.
Mailand ist Italiens Konsumhauptstadt. Auf dichtem Raum drängen sich nördlich des Doms die edlen Läden, die dem Quadrilatero dOro, dem „Goldenen Viereck“, seinen Namen gaben und es so begehrenswert machen.
Mächtig bewacht das in der Renaissance errichtete Castello Sforzesco den Eingang zu Mailands grüner Oase, dem Parco Sempione.
Mailands schönste Wohngegend - sagen die, die dort wohnen - beginnt am Corso Magenta, der vom Zentrum westwärts führt.
Viel ist nicht mehr übrig vom Kanalsystem, das einst die Stadt umschloss. Zwei navigli aber gibt es noch, nach ihnen ist das Viertel im Süden der Stadt benannt.
Nicht alle Werke Leonardo da Vincis stehen in Museen: Eine kraftvolle Pferdeplastik zur Erinnerung an Ludovico Sforza präsentiert sich „umsonst & draußen“, nämlich unter freiem Himmel nah beim San-Siro-Stadion (Via Piccolomini | Tram 16). Es blieb zu Lebzeiten des Meisters unvollendet. Der japanisch-amerikanische Künstler Nina Akamu schenkte der Stadt seine Rekonstruktion der Bronzestatue nach einer Zeichnung da Vincis.
Essen und Trinken
Vom Risotto bis zur Ethnoküche
Lombardische Wintereintöpfe, chinesische Frühlingsrollen, japanisch-leichte Sommerküche - auch die kulinarischen Moden wechseln schnell in Mailand
Eine Stadt, die immer in Bewegung ist, kommt auch beim Essen nicht richtig zur Ruhe. Kaum ist ein Lokal angesagt, ist schon wieder ein anderes in Mode.
An Auswahl vom Gourmettempel bis zur Pizzeria ist kein Mangel, das Problem mit der Küche in Mailand sind - ähnlich wie beim Übernachten - die Preise. Es ist richtig teuer, traditionell essen zu gehen. Antipasto, primo (Pasta, Reis oder Suppe), secondo (Fleisch- oder Fischhauptgang) mit contorno (Beilage), dolce (Dessert) und/oder formaggio (Käse), eine gute Flasche Wein soll nicht fehlen, die mancia (Trinkgeld) kommt noch dazu und pane e coperto (Brot und Gedeck) sowieso - und schon ist man zu zweit leicht 80, 90 Euro los.
Wer aufs Geld und/oder die Linie achten muss, darf den einen oder anderen Gang überspringen, was heute kein Wirt mehr übel nimmt (ein primo oder ein secondo sollte aber schon dabei sein). Einige Restaurants bieten inzwischen mittags große Salate oder einen piatto unico an, ein Ein-Gang-Tagesmenü. Der offene, preiswertere Hauswein (vino della casa) schmeckt im Normalfall gut dazu. In vielen Bars gibt es zur Mittagszeit reichhaltige Angebote an belegten Brötchen (3-4 Euro), Salaten (4-5 Euro), schmackhaften primi (ab 5 Euro). Die Angestellten aus den Büros essen inzwischen fast alle so. Wer sparen will, setzt sich in eine Pizzeria (abends) oder geht in eine der traditionellen latterie (mittags), wo man sie noch findet. Dabei handelt es sich um Milchläden, die auch warme und kalte Speisen anbieten.
Die Qualität der Küche nimmt zu (und die Preise ab), wenn Sie sich etwas vom Zentrum entfernen. Interessante, lebhafte Viertel mit vielen Restaurants und Kneipen sind die Navigli (Piazza XXIV Maggio), um die Porta Ticinese (Piazza Vetra), Brera (Via Madonnina), Isola (Piazzale Archinto), außerdem die Gegend um den Corso Garibaldi/Corso Como (Infos über www.milanotonight.it). Im August machen viele Bars und Restaurants zwei bis drei Wochen Ferien.
Gegessen wird, wie in Italien üblich, mittags zwischen 12.30 und 14.30 Uhr und abends zwischen 19.30 und 22.30 Uhr. Wer später essen will, muss manchmal etwas länger suchen. In den gehobenen Klassen sollten Sie grundsätzlich reservieren, wer sichergehen will, tut dies auch bei einfacheren Lokalen.
Wenn Sie mittags essen gehen statt abends, bieten viele gute Restaurants günstige Menüs an. Zum Beispiel gibt es im Ristorante Il Verdi (Piazza Mirabello 5 | Metro: M 3 Turati) für 16 Euro zwei Gänge und ein Viertel Wein. Ein Mittagsmenü zum Festpreis von 13 Euro bietet auch die Bottiglieria da Pino (Via Cerva 14 | Metro: M 1 San Babila) an.
amarettikleine, runde Mandelkekse
bresaolamariniertes, getrocknetes Rindfleisch, hauchdünn aufgeschnitten als Antipasto
buseccadeftiger Kutteleintopf mit Bohnen
cassoeulaEintopf aus Schweinefleisch, fetten Würstchen und Wirsing, der zusammen mit Polenta (Maisgrießbrei) serviert wird
costoletta milanesepaniertes Kalbsschnitzel oder -kotelett
gnervitt (nervetti)Kalbsknorpel mit Öl, Essig und Zwiebeln, ein typisches Antipasto
granalombardische Variante des parmigiano-Käses
gremolatawürzige Sauce aus Kräutern, Knoblauch und Zitronenschale, beliebt zum ossobuco
luccio alla gardesanaHecht mit Gemüse, Kapern und Oliven, Spezialität am Gardasee
mascarponevollfetter, sehr sahniger Frischkäse, ideal für Desserts
minestrone alla milaneseGemüsesuppe mit Reis und gerösteten Brotwürfeln
ossobucogeschmorte Kalbshaxe in Scheiben
panettoneder weihnachtliche Hefekuchen mit Rosinen und Orangeat stammt ursprünglich aus Mailand
(pesce) persicoBarsch, zum Beispiel frittiert, Spezialität am Comer See
pizzoccherikurze, breite Bandnudeln aus Buchweizenmehl mit Wirsing und Kartoffeln, Spezialität aus der Valtellina
risotto milanesekörniger Reis aus dem Mailänder Umland (beste Sorten: Arborio, Vialone oder Carnaroli), mit Zwiebeln und Butter angedünstet und mit Safran und Fleischbrühe geköchelt, zum Schluss mit Parmesan bestreut - ein Hochgenuss
taleggioaromatischer Weichkäse aus den lombardischen Bergen
tortelli di zuccamit Kürbis gefüllte Teigtäschchen, Spezialität aus Mantua
zuppa paveseFleischbrühe mit gerösteten Brotscheiben und Ei
Einkaufen
Mode und Design
Wo man in die schönsten Kleider schlüpft - Einkaufen in Mailand macht einfach Spaß
In der Stadt der Mode und des Designs ist das Schaufensterbummeln, das Anprobieren, das Einkaufen ein reines Vergnügen.
Im Quadrilatero della Moda, im „Viereck der Mode“ oberhalb des Domplatzes, ist die Auswahl - und bisweilen auch das Preisgefüge - schier grenzenlos. Nicht einmal in New York findet man auf so kleinem Raum ein vergleichbares Angebot von Boutiquen, wo die besten Modeschöpfer der Welt ihre neuesten Kreationen offerieren. Die bekannteste Straße ist die Via Monte Napoleone. Armani und Ferragamo, Gucci und Prada, Valentino und Bottega Veneta stellen hier aus. Ihre Geschäfte und Boutiquen sind längst Erlebnisräume der höchsten Eleganz - wie auch die von Krizia oder Dolce & Gabbana in der Via della Spiga, Trussardi und Hermès in der Via SantAndrea, Jil Sander in der Via Verri - man kann unmöglich alle aufzählen.
Aber Mailand wäre nicht die bekannteste Einkaufsstadt Südeuropas, wenn es nicht noch mehr böte als das Luxusangebot dieses Viertels. Sie können Stunden, Tage, Wochen damit zubringen, Märkte zu erkunden, nach Designerware Ausschau zu halten, die besten Delikatessadressen abzulaufen. Und natürlich bei den stocchisti, also bei den meist kleinen, oft abgelegenen Läden, die stocks (Lagerware) bekannter und weniger bekannter Marken verkaufen, nach Restposten (vielleicht mit kleinen Fehlern) der Saison zu suchen.
Bekannte Einkaufsviertel finden Sie um den Corso Vittorio Emanuele II zwischen Dom und San Babila, um die Via Torino (besonders für jüngere Leute), beim Corso Buenos Aires zwischen Porta Venezia und Piazzale Loreto oder am Corso Vercelli. Kunst und Antiquitäten werden im Breraviertel angeboten.
Mailand ist eigentlich nur drei Mal im Jahr geschlossen: im August an den Tagen um Ferragosto (15. August) herum sowie am 7./8. Dezember und an Weihnachten. Shopping ist bis 19.30/20 Uhr möglich (manchmal sogar etwas länger), am Sonntag haben Läden nur im Zentrum geöffnet, und besonders am Montagvormittag bleiben viele Rollläden unten. Während Kaufhäuser und Supermärkte häufig durchgehend geöffnet haben (orario continuato), müssen Sie im Einzelhandel mit einer Mittagspause von 12.30 oder 13 bis 15.30 oder 16 Uhr rechnen.
Ein Anzug von Armani oder Schuhe von Prada bleiben oft ein Traum, sobald man aufs Preisschild schaut. Nicht ganz so schwer fällt die Entscheidung bei den zahlreichen Outletläden, wo es die teuren Stücke bis zu 50 Prozent günstiger gibt. Mitbringsel wie Krawatte, Schal oder Portemonnaie kosten dann nicht mehr als die Durchschnittsware im Kaufhaus. Etwa bei D Magazine (Via Monte Napoleone 26 | Metro: M 3 Monte Napoleone) oder Matias Outlet (Piazza Mirabello 4 | Metro: M 3 Turati).
Unterhaltung
Grosse Oper, Piccolo Teatro
Am Abend schaltet man nicht ab, sondern um: auf Vergnügen aller Art
Wer glaubt, dass diese Stadt irgendwann mal zur Ruhe kommt, der irrt. Tagsüber wird geackert und Geld verdient, und abends entspannt man sich in einer Bar, genießt Livemusik, geht ins Stadion oder tobt sich in einer Disko aus.
Mit der weltberühmten Scala und einem Konzertprogramm, das in Italien ohne Konkurrenz ist, festigt Mailand jeden Tag seinen Ruf als Kulturhauptstadt des Landes. Dazu kommen interessante Theater, allen voran das von Giorgio Strehler gegründete Piccolo Teatro mit seinen internationalen Gastspielen.
Wie eng Essens- und Vergnügungsszene zusammengehören, zeigt der Erfolg der Treffpunkte am Corso Como, im Viertel Porta Ticinese/San Lorenzo oder längs der Navigli. Während der Sommermonate werden zudem eine Reihe von Abendveranstaltungen in den Parks angeboten. Die Programme finden Sie u. a. in den Tageszeitungen oder in deren Wochenvorschauen wie „ViviMilano“ (mittwochs mit dem Corriere della Sera, im Internet unter www.vivimilano.corriere.it) oder „TuttoMilano“ (donnerstags mit La Repubblica).
Der aperitivo ist ein Mailänder Ritual, und er kann gut ein leichtes Abendessen ersetzen: Bier, Wein und Cocktails gibt es meist zum Einheitspreis zwischen 5 und 10 Euro, dazu ein gut gefülltes Buffet, an dem man sich nicht schämen muss, mehrmals zuzulangen. Opulente aperitivi gibt es z.B. bei El Beverin (Via Brera 29 | Metro: M 2 Lanza, M 3 Monte Napoleone) und ein paar Schritte weiter in der Bar Brera (Via Brera 23) oder edel mit Austern und Meeresfrüchten beim ganz neuen Mujio Café (Via Guido dArezzo 9 | Metro: M 1 Pagano).
Übernachten
Betten mit Internetanschluss
Die Mailänder Hoteliers richten sich nach den Bedürfnissen der Geschäftsreisenden
Eine Stadt, die so lebendig und immer auf der Suche nach dem Neuen ist, hat natürlich auch ihre Schattenseiten - und leider gehört dazu das Kapitel Übernachten.
Nicht, dass hier die Hotels schlechter wären als anderswo. Im Gegenteil: Von der Luxuskategorie bis zum einfachen Haus entsprechen die Hotels (meist) internationalen Standards - manche Betten haben quasi Internetanschluss. Aber vor allem im mittleren und unteren Segment stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr, die Mailänder Hotels sind einfach zu teuer. Zudem gilt: Wer nicht reserviert, riskiert - vor allem in den Messemonaten von September bis Mai -, vor geschlossenen Türen zu stehen.
Bed-&-Breakfast-Angebote sind immer noch rar, aber es lohnt sich, unter www.bbitalia.it die Angebote durchzusehen (Doppelzimmer um 70 Euro). Wer die Fahrt nicht scheut: In Bergamo nahe am Flughafen, den viele Billigfluglinien ansteuern, in Pavia, in Monza, sogar im noblen Como direkt am Seeufer muss man für denselben Standard meist um einiges weniger ausgeben. Von all diesen Städten aus erreichen Sie Mailand mit der Bahn in rund 45 Minuten.
38 Schlafplätze (ohne Frühstück, aber mit Kochmöglichkeit) im südlichen Zentrum bietet die Jugendherberge La Cordata (Via Burigozzo 11 | Tel. 0258314675 | Fax 0258303598 | www.lacordata.it/oste.htm | Metro: M 3 Missori) für 18 Euro an.
Mit Kindern unterwegs
Freizeitparks und Klein-Italien
Oder gehen Sie doch einmal in den Park, den Erwachsene nur in Begleitung von Kindern besuchen dürfen
Mailand ist keine überaus kinderfreundliche Stadt - und kaum eine Woche vergeht, ohne dass Politiker Versprechen abgeben, daran endlich etwas zu ändern. Mailänder Eltern verraten hinter vorgehaltener Hand, dass sie bei schlechtem Wetter gerne zu Ikea fahren, damit die Kleinen sich im Kugelbad austoben können. Aber immerhin eines gilt: Die Italiener sind kinderlieb, und mit einem Kinderwagen muss sich niemand alleine Stufen hinab- oder in die Trambahn hineinplagen.
Seit kurzem tut sich aber auch bei den Entscheidungsträgern etwas: Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenlos die städtischen Verkehrsmittel benutzen. Zusätzlich darf ein Erwachsener bis zu zwei Kinder im Alter sechs bis zehn Jahren mitnehmen. Voraussetzung jeweils: ein Dokument zum Altersnachweis.
Stadtspaziergänge
Spazierwege durch alle Zeiten
Von den Spuren der alten Römer und frühen Christen bis zu den Konsumwelten des dritten Jahrtausends
Blutspuren und WunderEin kleiner Gang durch das ehemalige Adelsviertel südwestlich von der Piazza Duomo, der auch einen Einblick in die Zeitgeschichte bietet. Dauer mit Besichtigungen ca. zwei Stunden.
Kultur in allen FacettenUm Kunst, Literatur und Musik dreht sich dieser Spaziergang durch elegante Straßen und Plätze nördlich des Doms. Dauer mit Besichtigungen ca. vier Stunden.
Römische Säulen und frühchristliche KirchenEin kleiner, einstündiger Gang von SantAmbrogio über SantEustorgio nach San Lorenzo durch frühchristliche Zeiten, die immer wieder ganz modern gebrochen werden.
24h
Ein Tag in Mailand
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Szene-SnackNachtschwärmer und Frühaufsteher treffen bei Princi, Mailands trendigster Bäckerei, aufeinander. Rund um die Uhr gibts frisch gebackene Kuchen, focacce, Pizzas und auch noch was zu sehen: Die Uniformen der Angestellten wurden von Giorgio Armani entworfen. Wo? Via Speronari 6 | www.princi.it
Aufsitzen!Gut gestärkt gehts jetzt ins Grüne. Auf dem Pferderücken kann man die Ruhe der Natur genießen. Wer mehr Lust auf Action hat, der prescht im wilden Galopp über die Wiesen und Feldwege am Stadtrand Milanos. Das Reitsportzentrum Centro Ippico gibt auch Anfängern Stunden. Wo? Via Macconago 20 | Tel. 025392013 | www.centroippicomilanese.it
Milano by BoatMit dem Auto zurück in die Stadt und rauf aufs Boot, das auf Wasserstraßen durch das trendige Navigli-Viertel cruist. Die Gegend mit ihren Kanälen, engen Straßen und Brücken ist zurzeit ein absoluter City-Hotspot. Augen auf: Wer sich jetzt die Lage der besten Imbiss- und Marktstände merkt, ist beim Lunch klar im Vorteil. Wo? Abfahrt: Alzaia Naviglio Grande 66 | April-Sept., Dez. und Jan. | Tel. 026679131 | www.naviglilombardi.it
Hinter den KulissenJetzt wirds spannend: In den Werkstätten der Scala kann man den Bühnenbildnern, Schreinern und Dekorateuren über die Schulter schauen. Hier werden die Bühnenbilder gezimmert und bis zu 1000 Kostüme pro Saison geschneidert. Wenn der Chor probt, gibts ein Gratiskonzert dazu. Wo? Via Bergognone 32 | Di und Do 15 Uhr | 5 Euro | Anmeldung über Civita Tel. 024335321 | www.teatroallascala.org
Just relax!Noch Platz für was Süßes? Das Verwöhnprogramm des Glamin Dayspa besteht aus Körperpeeling mit Vanillejoghurt und Rohrzucker, einer Maske aus Akazienhonig und einer Schokoladenmassage inklusive Kostprobe. Wo? Viale Regina Margherita 4 | Tel. 0254107921 | www.glamin.it
Aperitivo im Case Study HouseIn Mailand wird der Abend mit einem aperitivo eingeläutet. Beste Location dafür: die Connie Douglas Residence, ein Case Study House, in dem man neben Drinks und Fingerfood auch noch coole Ideen für das eigene Wohnzimmer bekommt. Erfrischender Eyecatcher: die geometrischen Pools mit farbiger Beleuchtung. Wo? Via Bordighera 15 | Tel. 0245485932 | www.conniedouglas.com
Cucina MilaneseLust auf original italienische Gnocchi? Dann Schürze umbinden und gut zuhören. Im Centro di Cultura Enogastronomica lernt man die traditionellen Rezepte der Region kennen. Egal ob gelati, tortelloni oder pasticceria: Die Geheimnisse der Zubereitung werden gelüftet. Aufpassen und später bei den Daheimgebliebenen richtig Eindruck machen. Hunger? Die eben zubereiteten Leckereien dürfen anschließend verspeist werden. Wo? Via Ausonio 13 | jeden Montag | Anmeldung nötig Tel. 0258111000 | www.altopalato.it
PlüschigDie Chandelier Bar setzt auf poppigen Kitsch und ist damit absoluter Szeneliebling. Auf Wunsch kann man sich nach dem Essen in der Stretchlimo mit Plüschsofa und Minibar zum nächsten Party-Event kutschieren lassen - zum Beispiel in den angesagten Club Tocqueville 13. Wo? Via Giuseppe Broggi 17 | www.chandelier.it | Via Alessio di Tocqueville 13 | www.tocqueville13.it
Ausflüge und Touren
Das Leben geniessen
Unterwegs in der grünen Lombardei auf den Spuren des guten Geschmacks
Wein und Historie: Durch die Franciacorta nach SolferinoDiese Tagestour von etwa 120 km führt zunächst durch die Franciacorta, das Weinbaugebiet westlich von Brescia, und dann durch die liebliche Endmoränenlandschaft südlich des Gardasees. Mit einer guten Karte kann man sich besonders in der Franciacorta mit ihren vielen kleinen Landstraßen noch besser orientieren.
Venezianische Grenzgänge: von Cremona über Crema nach LodiDer direkte Weg zwischen den beiden Städten in der Poebene beträgt knapp 40 km pro Strecke. Es ist aber viel spannender, auch die alten Befestigungsorte zu besuchen, die an der oft verwirrend verlaufenden ehemaligen Grenzlinie zwischen den Ländereien des Herzogtums Mailand und der Republik Venedig liegen. Mit diesen Schlenkern müssen Sie rund 170 km für die Tagestour rechnen.
Kunst und Käse: von Bergamo ins TaleggiotalDie Themen dieser gut 100 km langen Tagestour ins Voralpenland von San Pellegrino sind Kunst und Käse, beides gut dosiert und vor allem überraschend. Wem Kunst Käse ist, der darf hierbei auch erleben, dass Käse in der Val Taleggio eine Kunst ist. Infos auch über www.valbrembanaweb.com.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Mailandreise
AutoMailand ist bequem über die Autobahn zu erreichen: von Wien über Villach (Tauerntunnel), Tarvis, Padua, Verona (820 km); von München über die Brennerautobahn und Verona (585 km) oder (dann nicht durchgehend Autobahn) über Bregenz, Chur (Tunnel San Bernardino), Chiasso (490 km); von Basel über Luzern (Gotthardtunnel) und Chiasso (350 km). Um Mailand herum verlaufen mehrere stark befahrene Umgehungsautobahnen (tangenziali) mit rund zwei Dutzend Ausfahrten zu den einzelnen Stadtteilen oder ins Zentrum.
BahnDirektverbindungen mit Mailand bestehen von Wien über Tarvis, von München über den Brenner sowie von Basel über Chiasso und Como. Informationen u. a. über www.bahn.de, www.oebb.at, www.sbb.ch und www.trenitalia.it.
FlugzeugInternationale Flüge landen meist auf dem Großflughafen Milano-Malpensa, gelegentlich wird auch Milano-Linate (sonst vor allem für inneritalienische Flüge) angeflogen. Billiganbieter nutzen den kleinen Flughafen Orio al Serio bei Bergamo. Auskunft für Linate und Malpensa: Tel. 0274852200 | www.sea-aeroportimilano.it, für Orio al Serio: Tel. 035326323 | www.sacbo.it.
Staatliches Italienisches Fremdenverkehrsbüro EnitKaiserstr. 65 | 60329 Frankfurt | Tel. 069/259126 | Fax 232894
Auskunft in MailandVia Marconi 1/Piazza Duomo | Tel. 0277404343 | Fax 0272524350 | apt@netitalia.it; Stazione Centrale | Tel. 0272524360. Der Hauptsitz ist das Ufficio del Turismo IAT (Piazza Castello 1 | Tel. 0280580614 | Fax 0280580625 | Mo-Sa 9-18 Uhr), wo Sie auch Hotels buchen, Autos mieten und die Welcome Card (8 Euro inkl. Tageskarte für Metro, Bus und Tram) kaufen können, die Preisnachlässe in einigen Museen bzw. Konzerten bietet.
AutoAußerhalb geschlossener Ortschaften ist auch tagsüber Abblendlicht vorgeschrieben. Bei Pannen auf Autobahnen und Schnellstraßen ist beim Verlassen des Fahrzeuges das Tragen einer Warnweste Pflicht. Mautgebühren (pedaggio) können bar, mit Kreditkarte und mit einer „Viacard“ bezahlt werden. Höchstgeschwindigkeit: auf Autobahnen 130 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, im Ortsverkehr 50 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. In Mailand und anderen großen Städten sind Parkhäuser rar und die Abschleppdienste flink. Die blau gekennzeichneten Parkzonen sind gebührenpflichtig (3 Euro für maximal zwei Stunden), den Parkschein (gratta sosta) erhalten Sie beim Parkwächter oder einem Tabakladen. Gelbe Zonen sind für Anwohner mit Parkausweis reserviert. Tagesbesucher parken besser am Stadtrand auf einem der Parkplätze bei Metrostationen - u.a. Lampugnano, Cascina Gobba, Famagosta, San Donato, Rogoredo. Tankstellen haben Mo-Sa von 8 bis 19.30 Uhr (manchmal Mittagspause 13-14.30 Uhr) geöffnet, an Autobahnen tgl. 7-22 Uhr. Sonntags und außerhalb der Öffnungszeiten müssen Sie an größeren Tankstellen in der Regel einen Tankautomaten bedienen.
Deutsches GeneralkonsulatVia Solferino 40 | Tel. 026231101 | Metro: M 2 Moscova
Österreichisches GeneralkonsulatPiazza Liberty 8/4 | Tel. 02783743 | Metro: M 1, M 3 Duomo
Schweizer GeneralkonsulatVia Palestro 2 | Tel. 027779161 | Metro: M 3 Turati
FahrradverleihMiete 10-15 Euro pro Tag, 100 Euro Kaution
AcomoLargo Cairoli/Via Dante | Metro: M 1 Cairoli | April-Okt.
AWSVia Ponte Seveso 33 | Metro: M 2, M 3 Centrale | April-Okt.
Geld & KreditkartenBanken (meist 8.30-13.30 und 14.30 bis 16 Uhr) und Geldautomaten (bancomat) finden Sie überall. Die gängigen Kreditkarten werden von fast allen Hotels, Tankstellen und Kaufhäusern sowie von vielen Restaurants und Geschäften akzeptiert.
GesundheitIn Notfällen wendet man sich an die Ambulanzen (Pronto Soccorso) der Krankenhäuser, wo Sie unbürokratisch und kostenlos behandelt werden (z.B. im Zentrum: Ospedale Fatebenefratelli, Corso di Porta Nuova 23). Nachtapotheken: z.B. Piazza del Duomo 1 und Stazione Centrale (Galleria delle Partenze). Ärztlicher Notruf (Guardia Medica, kostenpflichtig, den Beleg bei der heimischen Versicherung einreichen): Tel. 0234567
InternetErste wichtige Infos (italienisch/englisch) findet man unter www.milanoinfotourist.com, www.turismo.comune.milano.it, www.hellomilano.it oder www.ciaomilano.it (für Mailand) bzw. www.cultura.regione.lombardia.it, www.provincia.milano.it und www.regione.lombardia.it (für die gesamte Lombardei). Einen guten Überblick über Veranstaltungen geben die Seiten www.corriere.it/vivimilano oder www.milano24ore.de/sehenswuerdigkeiten/veranstaltungskalender. Hotelinformation und -buchung z.B. über www.hrs.de, www.de.mbetravel.com/mailand-hotels.html oder www.hotelsinmilan.it/de (auch deutsch). Wetterbericht: www.tempoitalia.it, www.wetteronline.de. In einigen Cafés und Bars der Innenstadt können Sie sich mit Ihrem Laptop in ein WLAN-Netz einloggen - meist kostenpflichtig.
Internet Cafés & WLANItalien ist in Sachen Wi-Fi - wie WLAN hier heißt - hinterher: Selbst prominente Örtlichkeiten wie der Hauptbahnhof oder die Galleria Vittorio Emanuele bieten kein WLAN an.
Internet Café Gr@ziaPiazza Duca dAosta 14 | Metro: M 2, M 3 Centrale, und Corso Colombo 9 | Metro: M 2 Porta Genova
Mondadori MulticenterVia Berchet 2 | Metro: M 1, M 3 Duomo, und Via Marghera 28 | Metro: M 1 De Angeli
Web-Business CenterVia Valpetrosa 5 | Metro: M 1 Duomo, M 3 Missori
MedienIn Mailand, der größten Zeitungsstadt Italiens, erscheinen elf Tageszeitungen (davon eine Sport- und drei Wirtschaftszeitungen). Wichtig für Besucher wegen der täglichen Veranstaltungshinweise sind vor allem der „Corriere della Sera“ (Wochenübersicht und Tipps jeden Mi in „ViviMilano“) und „La Repubblica“ („TuttoMilano“ jeden Do). An den Metro- und Bahnstationen liegen die Gratiszeitungen „Metro“ und „City“ aus. Ein Stadtradio mit Infos ist Radio Popolare auf 107,5 FM. Das italienische Fernsehen ist durch die öffentlich-rechtlichen Sender der RAI, die private Fininvest (Berlusconi) und La 7 (ebenfalls privat) geprägt. Lokal und regional gibt es eine Vielzahl von kleineren Sendern, die bis auf Telelombardia ohne großen Informationsanspruch auftreten.
MietwagenAn den Flughäfen oder an der Stazione Centrale haben mehrere Verleiher Niederlassungen. Ein Kleinwagen für einen Tag kostet ab etwa 60 Euro, ein Auto der Kompaktklasse bekommen Sie ab 160 Euro für ein Wochenende.
NotrufTel. 112 gebührenfreier Notruf für Polizei und Rettungsdienst.
Öffentliche VerkehrsmittelDer Einzahlfahrschein (biglietto ordinario), erhältlich bei den meisten Kiosken, Tabakläden und in den Metrostationen, kostet im Stadtgebiet 1 Euro und ist 75 Minuten ab der Entwertung gültig, wobei Tram und Busse beliebig oft in alle Richtungen benutzt werden dürfen, die Metro allerdings nur für eine Fahrt (Umsteigen möglich). Wer also nach einer Bus- oder Tramfahrt die Metro benutzen möchte, muss seinen Fahrschein am Metroeingang erneut entwerten. Eine Tageskarte (biglietto giornaliero) für alle Verkehrsmittel kostet 3 Euro. Man entwertet die Karte und betritt die Metro dann durch den Zugang neben der Aufsichtskabine, wo man die Tageskarte vorzeigt. Eine Zweitageskarte (biglietto bigiornaliero) kostet 5,50 Euro, daneben gibt es Wochen- und Monatskarten. Informationen auch beim ATM-Point in der Station Duomo (Mo-Sa 7.45-20.15 Uhr), im Internet unter www.atm-mi.it.
PostBriefmarken (65 Cent für Standardbriefe und Ansichtskarten nach EU-Europa und in die Schweiz) erhält man auch in vielen Tabakläden.
City Sightseeing MilanoDie Busrundfahrten mit Kommentar auch auf Deutsch dauern 90 Minuten, können aber nach dem Hop-on-Hop-off-Prinzip auch unterbrochen werden, und kosten 20 Euro (Kinder 10 Euro). Sommer tgl. 9.30-17.45 Uhr ca. alle 30 Minuten von der Piazza Castello | www.milano.city-sightseeing.it
Tram TuristicoGute Idee, man sitzt allerdings etwas unbequem: Touristiklinie 20 ab/bis Piazza Castello tgl. 11 und 13 Uhr, im Sommer bei Bedarf öfter | 15,50 Euro
TaxiDie Mailänder Taxis sind weiß. Starttarif 3 Euro, Kilometerpreis 0,77 bis 1,16 Euro, Aufpreis bei Taxiruf, nach 22 Uhr, So und für Großgepäck. Taxiruf: Tel. 024040 oder Tel. 028585.
Telefon & HandyVorwahl Italien: 0039, dann die vollständige Telefonnummer (mit Null) im Festnetz bzw. die Handyvorwahl (immer ohne Null). Vorwahl von Italien nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Telefonzellen sind meist nur mit einer Telefonkarte (scheda telefonica, bei Kiosken und tabacchi-Läden) zu benutzen. Ein Ortsgespräch kostet tagsüber ab 10 Cent/Min. im Festnetz, zu Handynummern ab 20 Cent, ins Ausland ab 50 Cent. Eine italienische Prepaid-Simkarte für Ihr eigenes Handy senkt die Telefonkosten nach Hause. Es gibt sie ab 5 Euro Guthaben in Telefon- und vielen Tabakläden. Wer ein Handy mieten will: Pick-up a phone (Corso Garibaldi 71 | Metro: M 2 Moscova) tun.
TrinkgeldFaustregel: fünf bis zehn Prozent, wenn Sie zufrieden waren. Im Restaurant lässt man das Trinkgeld auf dem Tisch liegen, nachdem man das Wechselgeld erhalten hat.
ZollInnerhalb der EU dürfen Waren für den privaten Verbrauch frei ein- und ausgeführt werden, u.a. 90 l Wein, 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen.
Espresso0,80-1 Euro für eine Tasse am Tresen
WeinAb 2,50 Euro für 0,25 l offenen Wein
ImbissAb 3 Euro für ein belegtes panino
AusstellungAb 5 Euro für den Eintritt
Metro1 Euro für eine Fahrt
SchuheAb 100 Euro für ein Paar handgefertigte Herrenschuhe
Unser Insider
MARCO POLO Korrespondent Florian Eder im Interview
Florian Eder lebt seit 2005 in Mailand. Der Zeitungskorrespondent wollte eigentlich nach Rom. Und ist froh, dass es anders kam.
Wieso leben Sie in Mailand?Ich bin Italienkorrespondent für eine überregionale Wirtschaftstageszeitung und schreibe auch für andere deutsche Printmedien. Für diese Arbeit bin ich hergezogen. Damals dachte ich, Rom wäre noch besser - was nicht stimmt.
Nein?Rom ist wunderbar. Aber ich fühle mich immer wie im Museum. In Mailand lebt und arbeitet man: Das Tempo ist zügig, die Stadt ist jung und voller Zugezogener aus ganz Italien. Ich fühle mich sehr wohl hier.
Und was mögen Sie an Mailand nicht so?Die Concierge in unserem Haus hat mir neulich einen ganz schwarzen, eben noch frischen Lappen gezeigt. Sie hatte das Tor abgewischt, das sie vor zwei Tagen erst geputzt hatte. Mailand ist oft grau, die Luft schmutzig; für die Verkehrspolitik kommt zuerst das Auto.
Wo und wie leben Sie genau?Ich wohne am nördlichen Rand der Innenstadt in einem Bau aus den Dreißigerjahren, mit hohen Decken und einem Balkon zum grünen Innenhof. Zur Arbeit ins Zentrum laufe ich 20 Minuten. Mailand ist eine Stadt der kurzen Wege.
Sprechen Sie Italienisch?Ohne Italienisch dringt man hier nicht tief in das Land ein. Nicht, weil die Italiener kein Englisch könnten, aber weil Umgangsformen und Höflichkeit einen großen Stellenwert haben. Dazu gehört für mich, die Sprache ordentlich zu sprechen. Gelernt habe ich Italienisch am Gymnasium, an der Universität und nach meiner Ankunft hier in Privatstunden für den letzten Schliff.
Kommen Sie viel in Mailand herum?Das ist meine Stadt - beruflich wie privat. Am Wochenende fahre ich gern ans Meer oder an einen der schönen Seen.
Was tun Sie in Ihrer Freizeit?Ich reise viel, ich gehe gern in die Scala - wenn ich Karten bekomme, was nicht ganz einfach ist -, ins Kino, mit oder zu Freunden essen, oder ich koche für sie.
Mögen Sie die Mailänder Küche?Ich gehe gern auf den Wochenmarkt vor meiner Tür, weil Obst und Gemüse, aber auch Fisch hier frischer, günstiger und besser sind. Ein Lieblingsgericht ist der Risotto milanese, auch weil er aus so wenigen Zutaten besteht, dass man sie immer im Haus hat: Reis, Safran und Weißwein reichen im Grunde.
Bloß nicht
Tipps, um ein paar alltäglichen Fallen in Mailand zu entgehen
Im Bus sein Geld zählenMailand ist nicht unsicherer als Hamburg, Wien oder Amsterdam - aber auch nicht sicherer. Überall, wo es eng wird, auf Märkten oder im Bahnhofsgedrängel, muss man mit potenziellen Langfingern rechnen. Auch in vollen Straßenbahnen und besonders in der dafür berüchtigten Linie des Filobus 91/92. Also bitte nicht im Bus das Geld nachzählen und das Portemonnaie immer an einer sicher verschlossenen Stelle tragen.
HütchenspielerNicht mehr taufrisch, doch als Warnung nach wie vor aktuell. Es sieht so einfach aus: eine kleine Kugel, drei Nussschalen oder Hütchen. Geschickt lässt der Spieler die Kugel unter den Schalen hin und her wandern. Und wenn Sie erraten, unter welcher Schale sie am Ende liegt, bekommen Sie das Doppelte des Einsatzes (meist 50 Euro) zurück. Leicht verdientes Geld, wie es der Vormann bewiesen hat? Der steckt jedoch mit dem Spieler unter einer Decke, und es gibt genügend Tricks, um auch den Aufmerksamsten hereinzulegen. Lassen Sie also bloß die Finger von dem Spiel, das man am Bahnhof und in manchen Metrostationen mit Ahnungslosen treiben möchte!
Auf bagherini hereinfallenManchmal ist es leichter, Karten für die Scala zu bekommen als für ein Fußballspiel zwischen Milan und Inter. Doch hüten Sie sich, Karten von Schwarzmarkthändlern (bagherini) vor dem Stadion zu kaufen. Sie sind mindestens überteuert, wenn nicht sogar gefälscht.
Samstags in der Innenstadt einkaufenSamstagnachmittags scheint die ganze Lombardei nach Mailand zu strömen. Auf den Fußwegen schieben sich die Menschen, und der Flaneur wird zum Verkehrshindernis. Man kann sich keine Ware mehr in Ruhe angucken, und vor jeder Kasse bilden sich Schlangen wie in der Opernpause vor der Damentoilette. Und auch die Tram bleibt im Verkehr stecken.
Mit kurzen Hosen in die KircheKirchen und Klöster, die für die einen zum Besuchsprogramm gehören, sind für andere Orte der Stille und des Gebets. Für einen Kirchenbesuch sollte man sich den Umständen entsprechend bedeckt halten.
Wilde Taxis benutzenImmer, wenn die Schlange am Taxistand beim Bahnhof oder am Flughafen besonders lang ist, bietet jemand gerade Ihnen an, sie an den Wartenden vorbeizulotsen. Auch wenn die Herren Englisch sprechen und Namensschilder tragen: Steigen Sie bloß nicht ein! Der Preis wird mehr als doppelt so hoch wie der offizielle sein, und versichert sind die Taxiwilderer oft auch nicht.


ab 67 €


