City-Info London
City-Info London


- Insider-Tipp
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Sehenswertes
Best of London
Spannende Architektur, historische Gebäude, königliche Residenzen, grüne Oasen - und weltberühmte Museen
Es ist wahr: Die schiere Reizfülle Londons kann den Besucher erschlagen. Versuchen Sie nicht alles auf einmal zu sehen; Sie waren bestimmt nicht das letzte Mal hier!
Unzählige Baudenkmäler der Stadt sind gratis zu sehen; wo Eintrittspreise verlangt werden, sind sie allerdings oft sehr hoch. Die beliebten Doppeldeckerbusse kann man leider nur noch auf zwei Routemaster Heritage Routes 9 und 15 erleben (www.routemaster.org.uk), aber auch die Buslinien 8, 11 und 24 sowie RV1 klappern gute Sightseeing-Routen ab. Themseboote bieten schöne Panoramablicke und verbinden viele Attraktionen. Eine Fahrt mit der vollautomatischen Docklands Light Railway (DLR) ist eine tolle Annäherung an das neue London, das im Osten heranwächst (www.dlr.co.uk). Hervorragende Stadtführungen bietet u.a. Original London Walks (£6 | Tel. 76243978 | www.walks.com). Deutschsprachige Stadtführungen kosten £10 pro Person, inklusive Eintrittsgelder und Getränk im Pub; für Schlechtwetteralternativen ist gesorgt (März-Okt. Fr 13.15, 18.15, Sa 16, 19.15, So 10.30 Uhr | Tel. 74874736 | www.londontoursaufdeutsch.com).
In London gibt es mit die wichtigsten ständigen Kunstsammlungen der Welt zu sehen. Dazu haben Geschichte und Ausdehnung des British Empire sowie die Sammelleidenschaft der Viktorianer der Stadt eine einzigartige Museenlandschaft beschert. Die Briten gehen selbst gern ins Museum, vielleicht weil sich selbst die ehrwürdigsten Häuser nicht nur als seriöse Bildungseinrichtungen präsentieren, sondern auch viele interaktive Erlebnisse bieten. Der Großteil verlangt keinen Eintritt; was teuer werden kann, ist der Besuch von Sonderausstellungen, der Museumscafés und der verlockend präsentierten Souvenirläden (gift shops). Die Tate Modern bietet am Wochenende verlängerte Öffnungszeiten, andere Museen an bestimmten Wochentagen. Das Internetportal www.24hourmuseum.co.uk liefert aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und zu den laufenden Ausstellungen. Während der Öffnungszeiten von Tate Britain und Tate Modern verkehrt das Tate Boat, ein Katamaran mit Damien Hirsts buntem Punktdesign, alle 40 Minuten zwischen beiden Museen (einfache Fahrt mit Travelcard £2.60 | Tel. 78878888).
Sehenswertes
Stadtviertel
Albert MemorialKönigin Victorias geliebter Mann Albert aus dem deutschen Adelshaus Sachsen-Coburg-Gotha starb 1861 mit 42 Jahren an Typhus. Das extravagant-neogotische Denkmal (1876), verziert mit Marmor, Mosaikglas und Halbedelsteinen, schuf George Gilbert Scott, der auch die berühmte rote Telefonzelle entwarf. Die überlebensgroße, vergoldete Statue zeigt Albert im Katalog zur Industrieausstellung Great Exhibition 1851 blätternd, zu seinen Füßen ein Fries mit 178 Figuren aus Wissenschaft und Kunst. Führungen (50 Min.) 1. So im Monat 14, 15 Uhr | £ 4.50 | Kensington Gardens (gegenüber Royal Albert Hall) | www.aptg.org.uk | U-Bahn: Lancaster Gate (Central)
Chelsea Physic GardenLondons verstecktester Garten, 1673 für Studenten der Medizin eingerichtet. Wandeln Sie zwischen den Beeten mit pharmazeutischen Pflanzen aus aller Welt, dem Steingarten und historischen Lehrgarten. Schilder liefern interessante Infos und Anekdoten. April-Okt. Mi 12 Uhr bis zur Dämmerung, Do/Fr 12-17, So 12-18 Uhr | £7 | Swan Walk | Royal Hospital Road 66 | www.chelseaphysicgarden.co.uk | U-Bah: Sloane Square (Circle, District)
Cheyne WalkSpazieren Sie an den historischen Themseufer-Residenzen aus dem 17./18. Jh. entlang. Hier haben schon Sir Thomas More, tragischer Schatzkanzler Heinrichs VIII., Maler und Dichter Dante Gabriel Rossetti, Fußballer George Best und Sänger Mick Jagger gewohnt. U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
Hyde ParkLondons größter und bekanntester Park. Auf der Rotten Row bewegt die High Society ihre Pferde. An Speakers Corner darf seit 1872 jeder seine Meinung kundtun. Speakers Corner ist auch der einzige Ort in Großbritannien, wo sich politische Demonstrationen ohne polizeiliche Erlaubnis formieren dürfen; von hier starten alle wichtigen Kundgebungen Richtung Trafalgar Square (U-Bahn: Marble Arch/Central). Neben der Serpentine Bridge steht die Diana, Princess of Wales Memorial Fountain , eine elegante Konstruktion aus einem ovalen Granitring mit Wasserspielen. U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly)
Kensington PalacePrincess Dianas Residenz nach ihrer Trennung von Prince Charles im westlichen Teil der Kensington Gardens. Besichtigen Sie die Staatsgemächer und die Royal Ceremonial Dress Collection mit dem blauen Kleid, in dem die „Prinzessin der Herzen“ mit John Travolta tanzte. Nov.-Feb. tgl. 10-17, März-Okt. 10 bis 18 Uhr | £12 | www.hrp.org.uk | U-Bahn: High Street Kensington (Circle, District)
Natural History MuseumMit seiner hellblauen und pinkfarbenen Terrakottabänderung und Tausenden von ornamentalen Tier- und Pflanzenskulpturen ist das monumentale neogotische Naturwissenschaftsmuseum das wohl schönste Museum der Stadt. Mittelpunkt: das 26 m lange Diplodocus-Saurierskelett in der kathedralenartigen Eingangshalle. Die Idee: Naturwissenschaft muss nicht langweilig sein. Und Publikumsliebling T. Rex ist auch wieder da! Dank Hightechsensoren verfolgt das lebensecht animierte Dinosauriermodell eines Tyrannosaurus Rex Ihre Bewegungen. In den Earth Galleries wird das Erdbeben von Kobe von 1995 in einem rekonstruierten Supermarkt simuliert. Das Darwin Centre zeigt zoologische Raritäten und Kuriositäten in Glasgefäßen. Riesentintenfisch „Archie“ ist über 8,50 m lang! Eine Gratisführung in der Kleingruppe gibt einen tollen Blick hinter die Kulissen. Sehen Sie, was Darwin von seiner Forschungsreise auf der „Beagle“ mitbrachte, und blicken Sie den Wissenschaftlern bei der Arbeit über die Schulter (11-16.30 Uhr | Tel. 79425011 reservieren). | Mo-Sa 10 bis 17.50, So 11-17.50 Uhr | Eintritt frei | Cromwell Road | www.nhm.ac.uk | U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Royal Albert hallBerühmte, backsteinrote, kreisrunde Konzerthalle von 1871; besuchen Sie ein Sommer-Proms-Konzert (£4-50 | Tel. 75898212). | Führungen Fr-Di 6x tgl. | £7.50 | Tel. 78383105 | www.royalalberthall.com (monatlicher Podcast) | Kensington Gore | U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Picadilly)
Saatchi GalleryWerbemogul Charles Saatchi, einer der wichtigsten Förderer provokativer neuer britischer Künstler, zeigt heute eher internationale zeitgenössische Kunst und kehrt verstärkt zur Malerei zurück. Im Frühjahr 2008 Wiedereröffnung in Chelsea. Tgl. 10-18 Uhr | ca. £ 9 | Duke of York‘s Headquarters, Sloane Square | www.saatchi-gallery.co.uk | U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
Science MuseumIm Wissenschaftsmuseum wird die technische Entwicklung anschaulich: von der ersten Dampflokomotive, „Puffing Billy“ (1813), über die Burnley Mill Engine, deren riesiges Rad einmal 1700 Webstühle antrieb, bis zu einer Rekonstruktion der Mondlandekapsel Apollo. Flug- und Telefontechnik, Medizin, Raumfahrt. Der Wellcome-Flügel bietet ein interaktives Digitopolis und das Deep Blue Café. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt frei | Exhibition Road | www.sciencemuseum.org.uk | U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Victoria & Albert MuseumDas kurz V&A genannte Museum ist das weltgrößte für angewandte Kunst und Kunstgewerbe: Skulpturen, Porzellan, Kleidung, Mobiliar, Glas, Silber, Sakralkunst aus Europa, Amerika und Asien. Sehen Sie in den British Galleries neben kompletten Interieurs das eichenholzgeschnitzte Great Bed of Ware (16. Jh.), das 3,60 x3,60m misst und einst in einem Gasthof in Hertfordshire stand, und den Hochzeitsanzug von König James II. (17. Jh.). Tgl. Gratisführungen 10.30-15.30 Uhr stdl., Tgl. 10 bis 17.45 Uhr, Mi und am letzten Fr des Monats bis 22 Uhr | Eintritt frei | Exhibition Road/Cromwell Road | www.vam.ac.uk | U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Banqueting HouseVor Inigo Jones klassizistischem Bau, dem letzten Rest des riesigen Whitehall Palace, der 1698 abbrannte, wurde 1649 der letzte Stuart-König, Charles I., geköpft. Zuvor hatte Charles noch Peter Paul Rubens mit den prachtvollen Deckengemälden im 1. Stock beauftragt: Sie glorifizieren die Herrschaft seines Vaters, James I., in reicher Symbolik. Mo-Sa 10-17 Uhr | £4,50 | Whitehall | www.hrp.org.uk | U-Bahn: Westminster (Jubilee, Circle, District)
Buckingham PalaceSeit Königin Viktorias Thronbesteigung 1837 ständige Residenz des britischen Monarchen in London. Das gewaltige Victoria Memorial vor der Ostfassade gedenkt der Königin, die ein Zeitalter bestimmte. Wenn Elizabeth II. zu Hause ist, weht die königseigene rot-gold-blaue Royal Standardflagge vom Dach des klotzigen klassizistischen Gebäudes (1703), wenn nicht, der britische Union Jack. Im August und September, während der schottischen Sommerfrische der Queen, sind zwei Dutzend der über 600 Zimmer für das Publikum geöffnet (£15 | Tel. 77667300 | www.royal.gov.uk). Ständig zugänglich sind die neoklassizistische Queens Gallery mit den Schätzen der riesigen königlichen Sammlung alter Meister (tgl. 10 bis 17.30 Uhr | £8) und der königliche Marstall, Royal Mews, mit Her Majestys Pferden und der prachtvoll vergoldeten Staatskarosse aus dem 18. Jh. (Ende März-Okt. tgl. außer Fr 11-16 Uhr, Aug./Sept. tgl. 10-17 Uhr | £7 | www.royalresidences.com) | U-Bahn: Victoria
Churchill Museum & Cabinet War RoomsKartenraum, Gasmasken, Mikrofon für die Ansprachen an die Nation: In Winston Churchills unterirdischer Befehlszentrale während des Zweiten Weltkriegs ist die Zeit am 16. 8. 1945 stehen geblieben. Folgen Sie der Lebensgeschichte des großen Staatsmannes (1874-1965), der 1940-1945 Premier- und Verteidigungsminister zugleich war. Tgl. 9.30-18 Uhr | £11 inkl. 45-Min.-Audioguide | Clive Steps | King Charles Street | www.iwm.org.uk/cabinet | U-Bahn: St Jamess Park (Circle, District)
Downing StreetIn dieser (abgesperrten) Seitenstraße von Whitehall residieren hinter der bekanntesten Haustür der Welt seit 1735 die britischen Premierminister. Nebenan, in der Nummer 11, wohnt der Schatzkanzler. Mitte 2007 wechselte Gordon Brown von No. 11 in die No. 10 über. www.number-10.gov.uk | U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Handel House MuseumGeorg Friedrich Händel, Barockkomponist und Wahlengländer, lebte von 1723 bis zu seinem Tod 1759 in dem eleganten Haus in Mayfair und komponierte hier u.a. den „Messias“ und die „Feuerwerksmusik“. Zu sehen sind Briefe, Noten, Gemälde. | Do 18.30 Uhr Konzerte (£9 inkl. Museumsbesuch | Kartentel. 73991953). | Di/Mi, Fr/Sa 10-18, Do 10-20, So 12-18 Uhr | £5 | 25 Brook St. | www.handelhouse.org | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Horse Guards BuildingZur traditionellen Wachablösung der zwölf königlichen Kavalleristen der Queens Life Guard (Mo-Sa 11, So 10 Uhr), die mit unbeweglicher Miene und Bärenfellmütze das Leben der Queen schützen, bilden sich immer Trauben. Das Gebäude wurde im 18. Jh. im palladianischen Stil zwischen der Ministerienmeile Whitehall und der Horse Guards Parade erbaut. Nur Mitglieder der Royal Family dürfen durch den Torbogen fahren. White Hall | U-Bahn: Charing Cross
Houses of Parliament & Big BenDie „Mutter aller Parlamente“ kennt man von unzähligen Postkarten, Untersetzern und Kühlschrankmagneten. Doch wer Charles Barrys Glanzstück spätviktorianischer Neogotik mit seinen goldenen Türmchen, Fialen und Filigranwerk zum ersten Mal live sieht, wird nicht enttäuscht sein. Die imposante Westminster Hall von 1099 mit ihrem Eichen-Hammerbeam-Dach ist das Einzige, was von dem mittelalterlichen Palace of Westminster noch übrig ist. Der Glockenturm Big Ben ist ein Wahrzeichen Londons, und die berühmte, 13 t schwere Glocke schlägt jede Stunde und markiert die BBC-Radionachrichten. Hier debattieren das Unterhaus (House of Commons), die Legislative, und das Oberhaus (House of Lords), das Gesetze nur mehr verzögern kann. Nur noch 92 erbliche Lords sitzen hier, und die Reform des Oberhauses bleibt ein harter Knochen für die Politik. Die Debatten beider Häuser sind öffentlich zugänglich, im Unterhaus sind sie lebendiger: Mo/Di 14.30-22.30, Mi 11.30-19.30, Do 10.30-18.30, manchmal Fr 9.30-15 Uhr. In der Sommerpause öffnen Ober- und Unterhaus ihre Tore; Führungen (alle 15 Min., Dauer 75 Min. £12); deutschsprachige Führungen tgl. 10, 11.45, 14, 15.45 Uhr | www.parliament.uk | U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Savile RowDiese ruhige Seitenstraße gilt seit Mitte des 19. Jhs. als die feinste Herrenschneider-Straße Londons. In den späten 1960er-Jahren legte sich Savile Row ein neues Image zu und kleidete nun auch Mick Jagger und die Beatles ein, die hier im Apple-Records-Studio (Hausnr. 3) ihre Aufnahmen machten. Eine der bekanntesten Adressen für einen sharp suite ist heute der unkonventionelle Ozwald Boateng am südlichen Ende (Vigo Street). Wie wärs mit einem Maßhemd als Souvenir? www.savilerowbespoke.com | U-Bahn: Oxford Circus
Tate BritainDas neoklassizistische Gebäude versammelt britische Kunst vom 16. Jh. bis heute. Die Sammlung geht auf den Zuckermagnaten Sir Henry Tate zurück und umfasst die moralisch-narrativen Gemälde William Hogarths, die poetisch-religiösen Visionen William Blakes, die pastoralen Landschaften Thomas Gainsboroughs und John Constables, die Natur- und Frauenmystik der Präraffaeliten, die verstörende Bildwelt eines Francis Bacon und die anthropomorphen Skulpturen Henry Moores. Lucian Freuds neorealistische Portraits haben Sigmund Freuds Enkel zum bekanntesten zeitgenössischen englischen Maler gemacht. Nicht versäumen: die „Turners“ in der Clore Gallery. Joseph Mallard William Turner (1775-1851) ist der wichtigste Maler der englischen Kunstgeschichte, ein Meister des stimmungsvollen Spiels mit Licht und Schatten. Jedes Jahr ab Mitte Oktober zeigt Tate Britain das Werk jener vier Künstler, die für den wichtigen Turner Prize, der im Dezember verliehen wird, in die engere Wahl gekommen sind. Tgl. 10-17.50 Uhr, kostenlose Führungen Mo-Fr 11, 12, 15, Sa/So 12, 15 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 18-22 Uhr Entertainment | Bar | Ausstellungen zum halben Preis | Millbank | www.tate.org.uk | U-Bahn: Pimlico (Victoria)
Westminster AbbeyKrönungskirche der Royals und Grabkirche der High Society. Edward the Confessor ließ sich hier 1066 eine Kirche bauen - und starb eine Woche nach ihrer Weihung. Edwards Nachfolger William the Conqueror wurde am Weihnachtstag 1066 zum König gekrönt. Vom Originalbau ist zurzeit nur die normannische Krypta zu besichtigen. Das gotische Kirchenschiff des Neubaus (13. Jh.) ist gefüllt mit über 600 Denkmälern, Gedenktafeln und Grabplatten. Die Henry VII Chapel aus dem frühen 16. Jh. ziert ein spektakuläres Fächergewölbe im „Perpendicular Style“. 3300 berühmte Briten liegen hier begraben: Wissenschaftler wie Isaac Newton und Charles Darwin, Komponisten wie Henry Purcell und Georg Friedrich Händel und Politiker wie William Pitt der Jüngere und W. E. Gladstone. In Poets Corner finden Sie die Gräber von Geoffrey Chaucer („Canterbury Tales“, 1400) und Charles Dickens; an viele andere erinnern Gedenktafeln. Der Dramatiker Ben Jonson ließ sich 1637 aus Kostengründen stehend beerdigen! Achten Sie auf die Gedenkstatue des 1945 ermordeten deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer über dem Hauptportal. Die beiden Türme wurden 1745 von Christopher Wrens Schüler Nicholas Hawksmoor (1661-1736) hinzugefügt. Am 2. Juni 1953 verfolgten hier über 8000 Menschen die Krönung von Elizabeth II. live mit. Kommen Sie früh, oder nehmen Sie werktags an einem Abendgottesdienst (Evensong | 17 Uhr | Eintritt frei) teil. | Mo, Di, Do, Fr, 9.30-15.45, Mi bis 19, Sa bis 13.45 Uhr, So nur Gottesdienste | £10 | Führungen (90 Min.) £5 | Audioguide £4 | 20 Deans Yard | www.westminster-abbey.org | U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Westminster CathedralSpektakulärer, backsteinrot und weiß gebänderter, neobyzantinischer Kirchenbau mit Campanile. Das Innere der 1895 begonnenen Kathedrale der römisch-katholischen Minderheitsreligion - hoffnungsvoller Konvertit 2007: Tony Blair! - wird laufend vervollständigt: Marmor und dekorative Mosaikkacheln wachsen die Backsteinwände hinauf. Achten Sie auf die Holy Souls-Kapelle im nördlichen Seitenschiff, für die über 100 Marmorsorten verarbeitet wurden, den Baldachin auf gelben Marmorsäulen über dem Hochaltar und den Flachrelief-Kreuzweg von Eric Gill (1918). Ein Lift (tgl. 9.30-12.30, 13 bis 17 Uhr | £3) bringt Sie zur Aussichtsplattform. | Mo-Fr, So 7 bis 19, Sa 8-19 Uhr | Ashley Place | www.westminstercathedral.org.uk | U-Bahn: Victoria
All SaintsSchräg gegenüber vom buddhistischen Fo Guang Shan Temple das Kontrastprogramm: die Kirche mit der extravagantesten Innenausstattung Londons. Die geometrischen Mosaiken, farbigen Fliesen, verspielten Säulen und Weihrauchwolken sind Ausdruck des anglo-katholischen High-Church-Stilempfindens. Tgl. 7-19 Uhr | 7 Margaret Street | www.allsaintsmargaretstreet.org.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
British LibraryDie Nationalbibliothek erhält ein Exemplar von jedem in Großbritannien veröffentlichen Buchtitel; mit über 150 Mio. Werken platzt das umstrittene Gebäude von 1997 jetzt schon aus allen Nähten. Dem Publikum zugänglich ist u.a. die Sir John Ritblat Gallery (Eintritt frei) mit wertvollen Manuskripten wie z.B. den Lindisfarne Gospels (8. Jh.), der Magna Carta von 1215 und den Beatles-Songtexten. Mo, Mi-Fr 9.30-18, Di 9.30-20, Sa 9.30-17, So 11-17 Uhr | 96 Euston Road | www.bl.uk | U-Bahn: Kings Cross/St Pancras
British MuseumWeltberühmtes Nationalmuseum, kulturelles Archiv der Welt und Londons populärste Attraktion. Der neoklassizistische Greek Revival-Stil des Gebäudes wird innen wunderbar durch Norman Fosters glasüberdachten Great Court komplementiert (So-Mi 9-18, Do-Sa 9-23 Uhr). Dieser größte überdachte Innenraum in Europa umfasst das überkuppelte Rondell des berühmten Lesesaals, in dem Karl Marx „Das Kapital“ schrieb. Am besten auf die Highlights beschränken: die Schätze der Sutton-Hoo-Schiffsbestattung des angelsächsischen Stammesfürsten Redwald (7. Jh.), die Lewis-Schachfiguren (12. Jh.), die Lindow Man-Torfmumie, die ägyptischen Rosetta Stone-Hieroglyphen. Ein heißes Eisen bleiben die Elgin Marbles, Marmorstatuen, Reiterskulpturen und Friese aus dem 5. Jh. v. Chr., von Lord Elgin Anfang des 19. Jhs. vom Athener Parthenon nach England verschifft, die Athen zurückverlangt. | Mo-Mi, Sa/So 10-17.30, Do/Fr 10 bis 20.30 Uhr, Highlight-Führungen (90 Min. £ 8) tgl. 10.30, 13, 15 Uhr | Eintritt frei | kürzere „Eye Opener“-Führungen kostenfrei | Great Russell Street | www.thebritishmuseum.ac.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Cartoon MuseumDie Briten erfanden den Cartoon als Kunstform, 2006 eröffnete das erste Cartoonmuseum des Landes, einen Steinwurf vom British Museum entfernt. Lesen Sie im Obergeschoss ein paar Seiten von „Beano“, dem Comic-Helden, mit dem viele Londoner aufgewachsen sind. Wechselnde Ausstellungen, witzige Grußkarten. Di-Sa 10.30-17.30, So 12-17.30 Uhr | £3 | 35 Little Russell Street | www.cartoonmuseum.org | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Covent Garden PiazzaHier treffen sich am Wochenende mehr Touristen als Londoner, doch die Straßen um den von Inigo Jones (1573-1652) umgestalteten alten Obst- und Gemüsemarkt sind schön zum Shoppen, Bummeln und people watching. St Pauls ist die Kirche der Schauspieler, mit Gedenksteinen für Charlie Chaplin und Boris Karloff. | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Dickens HouseCharles Dickens (1812-70) viktorianische Bestseller haben das London-Bild auch außerhalb Englands geprägt. In diesem Haus schrieb der Romancier „Oliver Twist“ und „Nicholas Nickleby“. Zu sehen sind u.a. Dickens-Briefe, Manuskripte, sein Schreibtisch. Mo-Sa 10-17, So 11 bis 17 Uhr | £5 | 48 Doughty Street | www.dickensmuseum.com | U-Bahn:| Chancery Lane (Central), Russell Square (Piccadilly)
Kings Cross StationDieser etwas gammelige zentrale Bahnhof genießt einen ähnlichen Ruf wie der Bahnhof Zoo in Berlin und stand immer im Schatten seines märchenhaften Nachbarn St Pancras. Heute siedeln sich um ihn herum trendige Clubs an, und Sie können in den nächsten Jahren Sanierung und „Gentrifizierung“ beobachten. Eine blaue Plakette markiert Gleis 9, das berühmte Gleis 9 ¾, wo Harry Potter und seine Freunde in den „Hogwarts Express“ steigen - gefilmt wurde allerdings auf den Gleisen 4 und 5. U-Bahn: Kings Cross/St Pancras
Londons transport museumWiedereröffnet im November 2007, geht dieses spannende Museum der Frage nach: Wie haben sich die Londoner im Laufe der Jahrhunderte fortbewegt? Witzige Souvenirs im Shop. Sa-Do 10-18, Fr 11-21 Uhr | £8 | 39 Wellington Street | www.ltmuseum.co.uk | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
National GalleryEine der bedeutendsten Sammlungen Alter Meister (1250-1900) Europas. Nicht verpassen: Jan Van Eycks „The Arnolfini Wedding“, John Constables „The Hay Wain“ und Raffaels „Madonna of the Pinks“ (1507/08). Beim langen Museumsabend am Mittwoch gibt es Livemusik (Extraführungen 18 und 18.30 Uhr). Tgl. 10-18, Mi 10-21 Uhr, tgl. Führungen 11.30 und 14.30 Uhr | Eintritt frei | Trafalgar Square | www.nationalgallery.org.uk | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
National Portrait GalleryVielleicht die unterhaltsamste Art, sich britischer Geschichte und Kultur zu nähern: Porträts aus fünf Jahrhunderten, von Tudor-Königin Elizabeth I. und dem einzigen bekannten Bild William Shakespeares zu den aktuellen Porträts der Queen und anderer VIPs aus Wissenschaft, Literatur, Pop. Einen wunderbaren Blick über Trafalgar Square, Whitehall und Houses of Parliament bietet das Rooftop Restaurant. MP3-Audioguide £2 | Mo-Mi, Sa/So 10-18, Do/Fr 10-21 Uhr | Eintritt frei | 2 St Martins Place | www.npg.org.uk | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Piccadilly CircusTraditioneller Treffpunkt unter riesigen Leuchtreklamen mit der schlanken Eros-Statue aus Aluminium im Zentrum, aufgestellt 1892 zum Gedenken an Lord Shaftesbury. Der Engel mit dem Pfeil symbolisiert christliche Nächstenliebe. Das Mega-Unterhaltungszentrum Trocadero bietet Spielautomaten, Games, Filme und Fast Food (tgl. 10-1 Uhr | www.troc.co.uk). | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Somerset HouseFaszinierender Museumskomplex am Themseufer mit schöner Caféterrasse und großem Angebot an (Gratis-)Events im Innenhof. Die Courtauld Gallery bietet eine hervorragende Kunstsammlung (Impressionisten, 20. Jh.), die Gilbert Collection Florentiner Intarsienmöbel, Silber und die Schnupftabakdosensammlung Friedrichs des Großen. Tgl. 10-18 Uhr | ab £ 5 | Strand | www.somerset-house.org.uk | U-Bahn: Temple (Circle, District, So geschl., dann Embankment)
St PancrasEine atemberaubende Fassade besitzt George Gilbert Scotts grandioses neogotisches Midland Grand Hotel (schloss 1935), ein spätviktorianischer Backsteinbau mit Terrakottabänderung und Spitzbögen, Türmchen, Erkern und Schornsteinköpfen vor der St-Pancras-Bahnhofshalle. Seit November 2007 kommt hier der Eurostar an, nur 30 Minuten nachdem der Zug bei Folkestone den Kanaltunnel verlässt. Seit 2007 steht unter der berühmten Bahnhofsuhr die 9 m hohe Bronzestatue eines küssenden Pärchens. Drumherum bald: Boutiquen, ein täglicher Farmer-Markt, Europas längste Champagnerbar (www.stpancras.com) und ab 2008 eine Fünfsterne-Hotel (www.stpancraschambers.co.uk). | U-Bahn: Kings Cross/St Pancras
Trafalgar SquareMit der 50 m aufragenden Nelsons Column, Löwenspringbrunnen und Reiterstandbildern das eigentliche Herzstück Londons. Eine Bronzeplakette beim Reiterstandbild von Charles II. an der Südseite des Platzes markiert die geografische Mitte Londons. Trafalgar Square trägt den Namen jener gewonnenen Seeschlacht gegen eine französisch-spanische Flotte, die Admiral Nelson das Leben kostete. Die Zahl der Tauben, als „Ratten mit Flügeln“ von Bürgermeister Ken Livingstone vehement bekämpft, hat sich seit dem umstrittenen Fütterungsverbot stark reduziert. Achten Sie auf den vierten Sockel, der 160 Jahre lang leer stand, jetzt besetzt durch die Acryl-Installation „Hotel for the Birds“ des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte. Die St-Martin-in-the-Fields-Kirche, James Gibbs oft kopierter Stilmix (1726), bietet kostenlose Lunchtime-Konzerte. U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Bank of England MuseumDas elegante Museum erzählt die Geschichte der Nationalbank, zeigt alle britischen Geldscheine, die je im Umlauf waren, sowie geschickte Fälschungen. Spielen Sie Devisenhändler und heben Sie einen Goldbarren im Wert von £86000. Mo-Fr 10-17 Uhr | Eintritt frei | Bartholomew Lane | www.bankofengland.co.uk/museum | U-Bahn: Bank
Bevis MarksÄlteste Synagoge des Landes, erbaut 1701 von sephardischen Juden aus Spanien und Portugal, die vor der Inquisition flohen. Königin Viktorias Premierminister Benjamin Disraeli (1804-81) ging hier zur Synagoge, bis er mit 12 Jahren zum Anglikanismus konvertierte. Bei einer Führung erfahren Sie die Geschichte hinter den sieben Kronleuchtern und den Holzbänken aus der Zeit Oliver Cromwells, und warum ein Sitz immer abgesperrt bleibt. Nebenan das koschere Restaurant Bevis Marks. Mo-Fr 11-13, So 10.30-12.30 Uhr, Führungen: Mo-Mi, Fr 12, So 11.15 Uhr | £3 | Bevis Marks | www.bevismarks.org.uk | U-Bahn: Liverpool St.
Bunhill FieldsGrüne Oase, beliebt für Sandwich-Mittagspausen. Geweiht wurde dieses ehemalige Massengrab für die Opfer der Londoner Pestepidemien (bone hill = Knochenhügel) allerdings nie. So fanden bis zur Schließung des Friedhofs Mitte des 19. Jhs. hauptsächlich religiöse Nonkonformisten, Quäker und Methodisten hier ihre letzte Ruhestätte: z.B. der visionäre Dichter und Maler William Blake (1757-1827) und der Autor des „Robinson Crusoe“, Daniel Defoe (1661-1731). April-Sept. Mo-Fr 7.30-19, Okt.-März bis 16, Sa/So 9.30-16, im Sommer bis 19 Uhr, Führungen Juni/Juli Mi 12.30 Uhr | £5 | Info: Tel. 73744127 | citygardenswalks@hotmail.co.uk | 38 City Road | U-Bahn: Old Street (Northern)
Dr Johnsons HouseSamuel Johnson (1709-84), der Universalgelehrte des 18. Jhs., verfasste hier das erste systematische Wörterbuch der englischen Sprache. Richtung Fleet Street lockt Dr Johnsons Stammpub, Ye Olde Cheshire Cheese, eine atmosphärisch schöne Touristenfalle (Pub So nur 12-14.30 Uhr). Mo-Sa 11-17.30, Okt.-April nur bis 17 Uhr | 17 Gough Square | £ 4.50 | www.drjohnsonshouse.org | U-Bahn: Chancery Lane (Central)
Inns of CourtUm die vier Inns of Court entwickelte sich im Mittelalter das englische common law-Recht, und die spitzgiebeligen Halls, die engen Gässchen und gepflegten Rasenflächen zum Picknicken (z. B. Inner Temple) dieser Ausbildungsstätte der Eliteanwälte haben eine zeitlose Aura bewahrt. Alle spezialisierten Rechtsanwälte (barristers, im Gegensatz zu solicitors: Notare) gehören einem der Inns an und müssen mindestens zwölf Dinners dort eingenommen haben! Lincolns Inns Old Hall (15. Jh.) hat die Bombardements des Zweiten Weltkriegs unbeschadet überstanden, Temple Church (1185) ist Londons einzige erhaltene Rundkirche. Kommen Sie wochentags: wegen der Atmosphäre. | 208 High Holborn | U-Bahn: Holborn (Central)
Lloyds BuildingFür das Hauptquartier der traditionsreichen Versicherungsfirma wandte Architekt Richard Rogers 1986 die Stilprinzipien seines Centre Pompidou in Paris an und kehrte das Innenleben - Rohre, Abgassystem, Lüftungsschächte, Aufzüge - nach außen. Nachts, blau angestrahlt, wirkt das futuristische Gebäude wie vom „Blade-Runner“-Filmset. Ecke Lime/Leadenhall Street | U-Bahn: Aldgate (Circle, Metropolitan)
MonumentEinen Superblick haben Sie von der größten frei stehenden Steinsäule der Welt, entworfen 1666 von Christopher Wren zum Gedenken an das Great Fire of London. Flachgelegt würde sie 62 m bis zu jener Bäckerei in Pudding Lane reichen, wo das Feuer begann. Am Ausgang bekommen Sie ein Zertifikat, dass Sie die 311 Stufen bewältigt haben. Tgl. 9.30-17.30 Uhr | £ 2 | Fish Street | www.towerbridge.org.uk | U-Bahn: Monument (Central, Piccadilly)
Museum of LondonHervorragender Überblick über die Stadtgeschichte. Sehen Sie die Befestigungsruinen des römischen Londinium, das Hemd, das Charles I. 1649 bei seiner Hinrichtung trug, und die vergoldete Kutsche des Londoner Oberbürgermeisters. Achtung: bis 2009 sind nur die Räume zur prähistorischen, römischen, mittelalterlichen und frühen Stuart-Zeit geöffnet! Mo-Sa 10-17.50, So 12-17.50 Uhr | Eintritt frei | London Wall | www.museumoflondon.org.uk | U-Bahn: Barbican (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan
Old BaileyGroßbritanniens höchster Strafgerichtshof (Central Criminal Court) verhandelt die spannendsten Fälle: von Oscar Wilde, Massenmörder Dr. Crippen, den Gangstergebrüdern Ronnie und Reggie Kray in den Sechzigern bis zu Bestsellerautor Jeffrey Archer. Das heutige Gebäude datiert von 1907; bis 1902 stand hier das berüchtigte Newgate-Gefängnis. Ungewöhnlich: Die Augen der weithin sichtbaren goldenen Justitia-Statue auf der grünen Kuppel sind nicht verbunden. Sehen Sie britische Strafjustiz in Aktion: Die Gerichtsverhandlungen sind öffentlich zugänglich. Informationen zu den Fällen hängen außen aus; die alten Gerichtssäle I-III haben die meiste Atmosphäre. Handys und Kameras sind nicht zugelassen, und es gibt keine Aufbewahrungsmöglichkeiten. Fragen Sie bei den Pubs und Cafés am Anfang der Straße nach, wer gegen eine kleine Gebühr auf Ihre Sachen aufpassen kann. Mo-Fr (außer Werktag nach Feiertagen, Oster- und Weihnachtsferien) 10-13, 14-17 Uhr | Old Bailey | www.old-bailey.com | U-Bahn: St Pauls (Central)
Royal Courts of JusticeHinter der breiten neogotischen Türmchenfassade verbirgt sich der höchste Zivilgerichtshof des Landes. Auch hier können Sie Verhandlungen beiwohnen. Im 1. Stock eine Ausstellung der Uniformen und Zeremonialgewänder von Richtern und Justizpersonal von 1880 bis heute. Ihre Kamera hinterlegen Sie für 50 Pence im Souvenirladen. Mo-Fr 9.30-17 Uhr | Strand | U-Bahn: Temple (Circle, District) | So geschl. | dann Chancery Lane (Central)
Sir John Soanes MuseumEin Wohnhaus mit knarzenden Dielen, bis zur Decke voll gestellt und gehängt mit Skulpturen, Medaillen, Kuriositäten. Diese Schatzkammer ist das Resultat der Sammelleidenschaft von Sir John Soane (1753 bis 1837). Der Maurersohn und Architekt der Bank of England verfügte, dass nach seinem Tod nichts verändert werden durfte. So blieben ein 3000-jähriger ägyptischer Sarkophag, römische Urnen, William Hogarths berühmter Bilderzyklus „The Rakes Progress“, sowie das Marmorgrab von Soanes Lieblingshund. Di-Sa 10-17, jeden 1. Di im Monat 10-21 Uhr | Eintritt frei | Führungen Sa 11 Uhr (£5) | 13 Lincolns Inn Fields | www.soane.org | U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
St Pauls CathedralEine dem heiligen Paulus gewidmete Kirche steht hier seit 604, und als der Vorgänger der aktuellen Kirche, die riesige gotische Old St Pauls, 1666 niederbrannte, war die Stunde für Christopher Wrens Meisterwerk gekommen. Der Schlussstein wurde 1711 gesetzt, in der Regierungszeit von Queen Anne, deren Statue vor der mächtigen, von barocken Doppeltürmen flankierten Westfront kurioserweise St Pauls den Rücken zudreht. Im Zweiten Weltkrieg wurde St Pauls enorme bleigedeckte Kuppel im Kreuzfeuer der Luftangriffe zum Symbol für Londoner Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit. In der Krypta liegen die britischen Helden General Wellington und Admiral Nelson begraben. Vom südlichen Seitenschiff aus geht es an trompe-lœil-Fresken vorbei - gegen Wrens Willen eingesetzt - nach oben. Flüstern Sie auf der Whispering Gallery in die Wand, und auf der gegenüberliegenden Seite, über 30 m entfernt, kann man Sie verstehen. Theoretisch - das Problem ist, dass Sie nicht die Einzigen sein werden, die das ausprobieren. Von der obersten Golden Gallery haben Sie einen phantastischen Blick auf die Stadt. Mo-Sa 8.30-16 Uhr | £9,50 | So Gottesdienste | Führungen 11, 11.30, 13.30 und 14 Uhr (£3) | Audioguide (auch deutsch) £ 3.50 | www.stpauls.co.uk | U-Bahn: St Pauls (Central)
Swiss Re BuildingNorman Fosters 180 m hohe gläserne „Salatgurke“ (The Gherkin) für den Schweizer Rückversicherungskonzern ist ein neues Wahrzeichen Londons. 30 St Mary Axe | U-Bahn: Liverpool Street
Tower of LondonDie Keimzelle des alten London ist ein faszinierender Komplex mit einer 900 Jahre alten Geschichte u.a. als königliche Residenz, Gefängnis, Waffenlager, Münzprägestätte und Safe für die Kronjuwelen. Herzstück der Unesco-Welterbestätte ist der White Tower, begonnen 1076, zur Zeit Williams des Eroberers; hier sehen Sie die Rüstung Heinrichs VIII. und die normannische Chapel of St John (1080), den ältesten erhaltenen Sakralbau der Stadt. Illustre Gefangene wie Walter Raleigh und Lady Jane Grey wurden auf der Themsenseite durchs Traitors Gate, das „Verrätertor“, in den Tower gebracht. Im Bloody Tower ließ der berüchtigte Duke of Gloucester, der zukünftige Richard III., seine beiden Neffen, 10 und 12 Jahre alt, einsperren: „zu ihrer eigenen Sicherheit“. Ob er sie auch ermorden ließ, ist nur eines der Mysterien des Towers. Im Jewel Tower trägt Sie ein Förderband zügig an den Kronjuwelen vorbei: u.a. an der Krone der 2002 verstorbenen Queen Mother mit dem Koh-i-Noor-Diamanten (1937) und an der riesigen dekorativen Punch Bowl-Schale (235 kg). Kommen Sie früh, bevor zu viele Reisegruppen den historischen Zauber des Towers schmälern, und schließen Sie sich einer Beefeater-Führung an (alle 30 Min.). Die „Fleischesser“ sind die - traditionell privilegierten - Tower-Wächter. Die Flügel der Raben sind gestutzt; denn wenn die Raben den Tower verlassen, so die Legende, fällt die Monarchie. Ein Denkmal erinnert an die im Tower Hingerichteten - zuletzt ein deutscher Kriegsgefangener 1941. März-Okt. Di-Sa 9-18, So/Mo 10 bis 18, Nov.-Feb. Di-Sa 9-17, So/ Mo 10-17 Uhr | £16 (Audioguide, auch deutsch £3.50) | www.hrp.org.uk | U-Bahn: Tower Hill (Circle, District)
Bramah Museum of Tea and CoffeeFüttern Sie erst den Intellekt mit einer Sozialgeschichte des Tee- und Kaffeehandels (und lassen Sie sich vor einer riesigen Teekanne fotografieren), und holen Sie dann den Eintrittspreis (£4) mit dem günstigen Afternoon Tea (£9) wieder raus. Tgl. 10-18 Uhr | 40 Southwark Street | www.bramahmuseum.co.uk | U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
City Hall/GlaSitz der Londoner Stadtverwaltung. Norman Fosters gläsernes, eiförmiges Gebäude lehnt sich von der Themse weg und verbraucht dank eines neuen Wasserkühlsystems nur ein Viertel der Energie eines normalen Bürohauses dieser Größe. Öffentlich zugänglich. Mo-Fr 8-20 Uhr | The Queens Walk | www.london.gov.uk | U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
Imperial War MuseumIm ehemaligen Bethlam Royal Hospital, oder Bedlam, werden heute militärische Konflikte des 20. Jhs. präsentiert. In der Eingangshalle: Originale der legendären Spitfire-Kriegsflugzeuge, Panzer, Armeefahrzeuge und Raketen - 500 deutsche V2-Bomben fielen während des Zweiten Weltkriegs auf London. Die Trench/Blitz Experiences versetzen Besucher mit Special Effects zurück in die Schützengräben und den Bombenregen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Hervorragende Holocaust-Ausstellung. Hübsches Café. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt frei | Lambeth Road | www.iwm.org.uk | U-Bahn: Lambeth North (Bakerloo)
London EyeDie beste Attraktion Londons; es sei denn, man hat Höhenangst! Das größte Riesenrad der Welt (135 m) wurde 2000 am Themseufer aufgestellt. Der Blick aus den verglasten Kapseln, die je 25 Passagiere fassen, ist unschlagbar; an klaren Tagen können Sie kilometerweit sehen, abends romantisch über den Lichtern der Stadt schweben. In der Hochsaison und am Wochenende Tickets vorbuchen; sonst bei schönem Wetter spontan in die Schlange stellen. Noch stilvoller: Champagner-Flug (£29.50): Stoßen Sie mit einem Glas über den Dächern von London an. Okt.-Mai tgl. 10-20, Juni-Sept 10-21 Uhr, eine Woche im Jan. geschl. | £15 (£ 13.50 online) | Tel. (0)870/5000600 | www.londoneye.com | U-Bahn: Waterloo, Westminster (Circle, District)
MI6 BuildingDas massive postmoderne Gebäude auf dem Themseufer gegenüber der Tate Britain, Spitzname „Legoland“, ist das erstaunlich auffällige Hauptquartier des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Im James-Bond-Film „Die Welt ist nicht genug“ (1999) beginnt hier eine Bootsverfolgungsjagd. Millbank | U-Bahn: Vauxhall (Victoria)
Millennium BridgeDer erste Brückenneubau über die Themse seit über hundert Jahren verbindet zwei Wahrzeichen: St Pauls Cathedral und Tate Modern. Design-Vorbild für die 325 m lange filigrane Fußgängerbrücke aus Stahl, entworfen von Norman Foster und Bildhauer Anthony Caro, war ein Lichtstrahl. Kurz nach der Eröffnung 2000 stellte sich heraus, dass die Statik mit dem Besucheransturm nicht fertig wurde: Die Brücke geriet ins Schwanken. £5 Mio. kostete das neue Stoßdämpfersystem für die wobbly bridge. U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Museum of Garden HistoryDas kleine Museum in der hübschen St-Mary-at-Lambeth-Kirche ist der Tradescant-Familie königlicher Gärtner und Pflanzensammler des 16./17. Jhs. gewidmet. Hier finden Sie prähistorische Landbaugeräte, viktorianische Schubkarren, Gießkannen - und einen schönen Gift Shop mit originellen Pflanzensamen-Päckchen u.v.m. Neben dem Familiengrab der Tradescants ist auch der Sarkophag mit den Überresten Captain Blighs zu sehen, den die Meuterer auf der „Bounty“ 1789 seinem Schicksal überließen. Café. Jan.-Mitte Dez. Di bis So 10.30-17 Uhr | £3 erbeten | Lambeth Palace Road | www.museumgardenhistory.org | U-Bahn: Lambeth North (Bakerloo)
Shakespeares Globe theatreFür das originale achteckige Openairtheater (erbaut 1599) schrieb Nationaldichter William Shakespeare (1564-1616) viele seiner späteren Stücke. 1613, bei der Aufführung seines letzten Stücks, „Henry VIII“, fing das Strohdach Feuer; 1644 wurde das Gebäude im Zuge der puritanischen Antitheaterpolitik abgerissen - und in den 1990er-Jahren nach Originalplänen wiederaufgebaut. Ausstellung (Okt.-April tgl. 10-17, Mai-Sept. 9-17 Uhr | £ 9), mit Führung (alle 15-30 Min.); bei Nachmittagsvorstellungen kein Zutritt zum Theater, stattdessen wird man zum Ausgrabungsort des Rose Theatre geführt - auch spannend. Erleben Sie Stücke von Shakespeare und Zeitgenossen auf der kreisrunden Bühne als authentisch informelles Theatererlebnis: Sie können anziehen, was Sie wollen, umherlaufen, essen und trinken (Plastikbecher) und Kinder mit rein nehmen. Nicht gestattet sind Schirme und das Fotografieren. Bringen Sie sich eine Regenjacke mit. Mai-Sept. Mo-Sa. 14, 19.30, So 13, 18.30 | £5 (Stehkarten) bis £32 | 21 New Globe Walk | Tel. 74019919 | www.shakespeares-globe.org | U-Bahn: Mansion House (Circle, District)
Tate ModernSeit der Eröffnung im Jahr 2000, als die immense Sammlung der Tate Gallery auf zwei Museen aufgeteilt wurde, ist Tate Modern der Star am Londoner Museenhimmel. Internationale moderne Kunst, präsentiert auf einer Fläche von mehr als 12000 m² in einem ehemaligen Kraftwerk. Der riesige Backsteinbau an der Themse wurde von dem Schweizer Architektenteam Herzog & de Meuron umgebaut (10-min. Architektur-Audiotour £ 1). Die Sammlung mit allen großen Namen des 20. Jhs. - Matisse, Picasso, Pollock, Rothko, Warhol - ist nicht chronologisch geordnet, sondern nach Themen. In der Turbine Hall befindet sich die größte Kunstbuchhandlung Europas. Vom Café im 7. Stock haben Sie einen weiten Blick über London. Mo-So 10-18, Fr/Sa 10-22 Uhr | Eintritt frei | Bankside | www.tate.org.uk | U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Tower BridgeDie neogotischen Doppeltürme (1894) sind neben Big Ben das bekannteste Wahrzeichen Londons. Die Tower Bridge Exhibition (Zugang vom Nordturm) führt Sie in den viktorianischen Maschinenraum mit den originalen Dampfmotoren; von den verglasten Fußgänger-Walkways haben Sie eine ungewöhnliche Aussicht auf die Themse. April-Sept. tgl. 10 bis 18.30, Okt.-März 9.30-18 Uhr | £5.50 | nur Walkways: £4 | www.towerbridge.org.uk | U-Bahn. Tower Hill (Circle, District)
Baker StreetEine der berühmtesten Adressen der Literatur, Sherlock Holmes Haus in 221B Baker Street, existiert nicht; das Sherlock-Holmes-Museum ist in Nr. 239 untergebracht (www.sherlock-holmes.co.uk). Die Abbey National-Bausparkasse in 221 Baker Street bekommt aber immer noch Briefe, die den berühmten Detektiv und Pfeifenraucher um Hilfe bitten. In Nummer 108 hat ein Boutiquehotel mit Detektivmemorabilia eröffnet: Sherlock Holmes Hotel (Tel. 74866161 | www.sherlockholmeshotel.com | €€). | U-Bahn: Baker Street
CamdenIn diesem Viertel im Norden Londons schlägt das musikalische Herz der Stadt im Takt von Rock, Psychadelic, Punk, Electro, u.v.m. Entdecken Sie neben Markt, Clubs und Bars aktuelles Theater, Tanz und Performance im Roundhouse (www.roundhouse.org.uk) und zeitgenössische Kunst im Camden Arts Centre (www.camdenartscentre.org). | www.mycamden.co.uk | U-Bahn: Camden (Northern)
GreenwichIm alten Viertel der britischen Seefahrer im Südosten der Stadt wittert London Meeresluft. Nehmen Sie sich einen Tag Zeit, um das Unesco-Welterbe zu entdecken. Nahe dem letzten Teeklipper „Cutty Sark“, nach einem Feuer erst Ende 2008 wieder zugänglich (www.cuttysark.org.uk) liegt der überkuppelte Eingang zum Fußgängertunnel unter der Themse. Bewundern Sie im Old Royal Naval College die barocke Symbolik der Deckengemälde in der Painted Hall und die reich verzierte Kapelle gegenüber (www.oldroyalnavalcollege.org), und spazieren Sie zwischen den uralten Bäumen des schönsten Londoner Parks bergauf, vorbei am National Maritime Museum mit Captain Cooks Sextanten, „Titanic„-Memorabilia und die weltgrößte Sammlung maritimer Kunst. Die Welt stellt ihre Uhren nach Greenwich Mean Time, und auf dem Nullmeridian vor dem Royal Observatory stehen Sie mit einem Bein in der britischen, mit dem anderen in der mitteleuropäischen Zeitzone, eine Stunde voraus (tgl. 10-17, im Sommer bis 18 Uhr). Neu ist das Planetarium: Die bronzene Kegel lehnt sich im Winkel in Richtung Polarstern (Himmelsshow: tgl. 13, 14, 15, 16, Sa/So auch 11 und 12 Uhr | £6). Vom Hügel haben Sie einen tollen Blick auf die Docklands mit Canary Wharf, Londons Antwort auf Manhattan. | www.nmm.ac.uk | U-Bahn: Greenwich | DLR: Cutty Sark | Boot von Westminster Pier: £7.20
HampsteadDieses Überbleibsel des dörflichen London mit einer künstlerischen, exklusiven Atmosphäre bietet eine hübsche High Street und mit Hampstead Heath die grüne Lunge Nord-Londons, ein Revier für Spaziergänger, Hundebesitzer und Drachenflieger. Von Parliament Hill haben Sie einen weiten Blick über die Stadt. | U-Bahn: Hampstead (Northern).
Hampton Court PalaceDieser spektakuläre Backstein-Tudorpalast mit seinen Türmchen und Zierschornsteinen wurde erbaut für Kardinal Wolsey (1474-1530), der rechten Hand Henry VIII. bis zu seiner fehlgeschlagenen Mission, den Papst dazu zu bewegen, Heinrichs Ehe mit Katharina von Aragon zu annullieren. Seitdem war Hampton Court immer wieder Schauplatz der Geschichte: königliche Geburten, Todesfälle, Gefangennahmen. Der General der kurzlebigen englischen Republik, Oliver Cromwell, lebte hier bis zu seinem Tod 1658, Charles II. ließ die weitläufigen Gärten anlegen, und die in der Regierungszeit Williams und Marys Ende des 17. Jhs. vorgenommenen Änderungen sind ein Musterbeispiel des englischen Barock. Verschaffen Sie sich eine erste Orientierung in den drei Innenhöfen, Base, Clock und Fountain Court; sechs thematische Trails führen durch die Gemächer Henrys VIII. (State Apartments) mit Great Hall, die Renaissance-Bildergalerie mit Werken von Tintoretto, Cranach, Brueghel, in der es spuken soll, und das weitläufige Tudor-Küchenquartier. Der berühmte Irrgarten ist über 300 Jahre alt. Neu 2007: ständige Ausstellung zur Jugend Heinrichs VIII. April-Okt. tgl. 10-18, Nov. bis März bis 16.30 Uhr | £ 12.30 | East Molesey, Surrey | www.hrp.org.uk | Züge: Hampton Court (ab Waterloo)
Highgate CemeteryLondons berühmtester Friedhof: Verschlungene Pfade führen vorbei an überwucherten Gräbern mit dramatischen Grabfiguren. Karl Marx (1818 bis 83) verbrachte die Hälfte seines Lebens in London. Statt des simplen Grabes, das er sich gewünscht hätte, zeigt ihn die bärtige, sphinxähnliche Bronzebüste mit gerunzelter Stirn auf einem riesigen Granitblock mit der Inschrift „Workers of all Lands unite“. April-Okt. Mo-Fr 10-17, Sa/So 11-17, Nov.-März bis 16 Uhr | £2 | Kamerapass £1
Kew GardensIn den königlichen botanischen Gärten (Unesco-Welterbe) haben die Gärtner auf über 120 ha klimatische Bedingungen geschaffen, in denen fast jede Pflanze der Welt wachsen kann. In den riesigen viktorianischen Gewächshäusern streben exotische Farne, Bambus und Bananenpalmen in die Höhe. Das Kew Explorer-Bähnchen (£ 3.50) fährt acht Haltestellen an. Tgl. Führungen (1 Std.) 11, 14 Uhr (15 Min. vorher anmelden). Jetzt auch zu besichtigen: Kew Palace (1631), wo der „verrückte“ George III. wohnte und die Queen ihren 80. feierte (März-Okt. | £5). Nehmen Sie im Sommer das Boot zwischen Kew und Westminster (April-Okt. | £10.50 | 90 Min.). | tgl. ab 9.30, variable Schließzeiten zwischen 16.15 und 19.30 Uhr | Kew Road | £12.25 | Tel. 83325655 | www.kew.org | U-Bahn: Kew Gardens (District)
Madame TussaudsTrotz gesalzener Preise zeugen lange Schlangen von der anhaltenden Beliebtheit des berühmtesten Wachsfigurenkabinetts der Welt, mit mehr oder weniger lebensechten Nachbildungen von David Beckham, Kylie Minogue oder Prince William. „Spirit of London“ ist eine Zeitreise durch 400 Jahre Stadtgeschichte. Mo-Fr 9.30-18, Sa/So 9-18 | £25 | ab 17 Uhr nur noch £16 Eintritt | Familienticket ab £78 | Marylebone Road | www.madame-tussauds.co.uk | U-Bahn: Baker Street
Museum in DocklandsIn einer ehemaligen Lagerhalle für Zucker, Kaffee und Rum im Schatten der Wolkenkratzer von Canary Wharf erzählt das Hafenmuseum die 2000-jährige Geschichte der Themseschifffahrt. 2007 wurde anlässlich der Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien vor 200 Jahren eine neue Galerie eingeweiht. Tgl. 10-18 Uhr | £5 (Ticket 1 Jahr gültig) | West India Quay | www.museumindocklands.org.uk | U-Bahn: Canary Wharf (Jubilee), West India Quay (DLR)
Notting HillUrsprünglich ein Viertel mit vielen karibischen Einwanderern, sind die hübschen bunten Häuser - kleine Läden, Cafés und Gastro-Pubs - heute Millionen wert. Die Gegend droht schon fast wieder Opfer des eigenen, trendigen Images zu werden. | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
Shri Swaminarayan Mandir/Neasden TempleDieser prachtvolle, größte Mandir-Tempel außerhalb Indiens wurde Anfang der 1990er-Jahre von einer hinduistischen Sekte erbaut. 2000 t hell schimmernden Carrara-Marmors und 2800 t bulgarischen Kalksteins zwirbeln sich zu filigranen Kuppeln und Türmchen; innen zelebrieren blumengeschmückte Altäre hinduistische Gottheiten (Murtis). Hinduismusmuseum (£ 2), Andenkenladen, Cafeteria. Tgl. 9-18 Uhr | 105-119 Brentfield Road | www.mandir.org | U-Bahn: Harlesden (Bakerloo)
SouthallIm lebendigen Viertel der Londoner Punjabi-Community lässt sichs in den Läden rund um Broadway und South Road wunderbar stöbern: nach indischen Stoffen, Schuhen, schönem Schmuck, Kochgerätschaften und Süßigkeiten. Das Himalaya Palace-Kino zeigt Bollywoodfilme (South Road 14 | www.himalayapalacecinema.co.uk). | Züge: Southall (ab Paddington)
Thames Flood BarrierDie riesigen edelstahlgepanzerten Maschinenhäuser der Hightech-Flutschranke (1982) im Haifisch-Look können im Notfall vom Flussboden hochfahren und London abriegeln. Infozentrum. 1 Unity Way | April bis Sept. tgl. 10-30-16.30, Okt.-März 11 bis 15.30 Uhr | £1,50 | U-Bahn: North Greenwich
Wimbledon Lawn Tennis MuseumDas Supermuseum rund um das traditionsreichste Tennisturnier der Welt präsentiert die Geschichte des Tennissports, Originaltrophäen, den Dress der Williams-Sisters u.v.m. | Tgl. außer zur Turnierzeit 10.30-17 Uhr | £8.50 (inkl. deutschem Audioguide, speziell auf deutschsprachige Tennisgrößen abgestellt). Für weitere £6: Führungen rund um den Centre Court. | Church Road | Wimbledon | Anmeldung zu Führungen: Tel. 89466131 | www.wimbledon.org/museum | U-Bahn: Southfields (District)
Essen und Trinken
Von Greasy Spoons zu Gourmettempeln
Ein guter Platz für kulinarische Entdeckungsreisen: Essen Sie sich durch die Küchen der Welt!
Die Lachnummer der Gourmetwelt ist britisches Essen heute nicht mehr. London hat mittlerweile über vierzig Michelin-ausgezeichnete Restaurants und erfüllt alle kulinarischen Sonderwünsche: von äthiopisch bis zypriotisch, über koscher-chinesisch, Knoblauchküche und glutenfreie Kost bis zur Erlebnisgastronomie.
Im Zeichen von Modern British, Modern European oder Asian Fusion kommen spannende, manchmal auch etwas überkandidelte Zusammenstellungen auf die Teller. Derweil sind die Briten selbst eine Nation von Hobbyköchen geworden, inspiriert von Fernsehköchen wie der soliden Delia Smith, dem lockeren Naked Chef Jamie Oliver oder der sinnenfrohen Nigella Lawson.
Londoner machen sich nur am Wochenende die Mühe, ein klassisch britisches Frühstück mit Eiern und Bacon zuzubereiten, und gönnen sich zunehmend einen herzhaften Restaurantbrunch. Wochentags gibt es in funktional eingerichteten caffs superbillig einen Becher Tee, baked beans (weiße Bohnen in Tomatensauce) auf Toast, Spiegeleier und sausages (Würstchen). Die caffs sind Teil britischer Arbeiterklassenkultur und werden wegen ihres hohen Anteils an Fettgebratenem auch greasy spoons („fettige Löffel“) genannt. Immer mehr im Trend: biologische (organic) und fair gehandelte (fair trade) Produkte. Außer Haus bekommt die Tasse Tee, oder cuppa, immer größere Konkurrenz von Cappuccino und Milchkaffee (latte). Einen Starbucks oder Costa Coffee finden Sie an jeder Ecke.
An Arbeitstagen machen die Briten nur kurze Mittagspausen; oft muss ein schnelles Sandwich am Schreibtisch genügen (lecker sind die von Prêt-à-Manger). Das Abendessen hat in England viele Namen: vom tea zwischen halb sechs und sieben über supper für ein leichtes Abendessen bis zum formelleren dinner. In Restaurants heißen Vorspeisen starters, Hauptgerichte main courses und Nachspeisen desserts, im normalen Sprachgebrauch puddings. Beilagen sind side dishes. Auf den meisten Restaurant-Websites finden Sie die Speisekarte. Praktisch überall werden auch veggie-Alternativen angeboten, denn etwa neun Prozent der Londoner sind Vegetarier oder Veganer.
Das britische Äquivalent zum „Italiener“ bei uns sind indische Restaurants. In Chinatown gibt es All-you-can-eat-Büfetts zum Sattessen ab £ 5. Empfehlenswerte Restaurantketten sind Pizza Express (www.pizzaexpress.com) und Wagamama (japanisch, jung | www.wagamama.com). Tischreservierung ist bei vielen Restaurants vor allem am Wochenende nötig. Die Gourmettempel sind mitunter schon Wochen im Voraus ausgebucht. Über die Website www.toptable.co.uk sind Online-Tischreservierungen - häufig zu Spezialpreisen - möglich. Restaurants servieren meist 12-15 und 18-23 Uhr (sonntags früher), die Öffnungszeiten der Cafés variieren. Theater- oder Kinogängern bieten viele Restaurants von 17.30-19 Uhr ein pre-theatre meal.
Essen und Trinken
Cafés
Afternoon TeaVery English! Einen traditionellen Afternoon Tea in einem schicken Hotel sollten Sie sich unbedingt einmal gönnen: Mini-Sandwiches mit Gurkenscheiben, Lachs oder Ei und Kresse, scones mit Sahne und Erdbeermarmelade und Patisserien. Immer beliebter: das Glas Champagner dazu.
Cadogan HotelFür £19.50 gibt es im wunderbar altmodischen Drawing Room alles, was man braucht. In diesem Hotel wurde Oscar Wilde 1895 festgenommen. Tgl. 15-18 Uhr | 75 Sloane St. | Tel. 72357141 | www.cadogan.com | U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly
The RitzTea at the Ritz, zwischen Marmorsäulen und Kronleuchtern, ist ein High-Society-Ritual. Für £ 35 gibts feinsten Tee, delikate Sandwiches, Scones, Cake, Patisserien. Für Herren sind Jackett und Krawatte Pflicht. Reservieren! Tgl. 11.30, 13.30, 15.30, 17.30, 19.30 Uhr (bei der letzten Sitzung gibts ein Glas Champagner gratis). | 150 Piccadilly | Tel. 74938181 | www.theritzhotel.co.uk | U-Bahn. Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
TeasmithHuldigen Sie in diesem neuen Teehaus dem englischen Nationalgetränk: ob grün, weiß, rot, schwarz oder der spektakuläre Distelblüten-Tee, alle werden stilgerecht zubereitet. Samstagnachmittags am ruhigsten, sonntags am vollsten. 6 Lamb St. | Tel. 72471333 | www.teasmith.co.uk | U-Bahn: Liverpool Street
CarlucciosItalienische Cafékultur in London, dank der Wärmesäulen auch bei kühlem Wetter draußen. Tgl. | 8 Market Place | www.carluccios.com | U-Bahn: Oxford Circus
Maison BertauxLegendäre Croissants und leckere Patisserien in dieser zeitlosen Soho-Institution. Tgl. | 28 Greek St. | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly), Tottenham Court Road (Central, Northern)
MôGemütliche nordafrikanische Caféoase nahe Piccadilly. Probieren Sie Minztee mit Rosenblüten, Pinienkerne, maghrebinische Snacks, scharfe Sandwiches oder süße baklavas. Tgl. | 25 Heddon St. | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
VerdesDieses winzige, liebevoll eingerichtete italienische Delikatessencafé gehört der Kultautorin Jeanette Winterson. Schön für einen Kaffee oder ein Sandwich. Mo-Fr 9-18, Sa/So 10-17 Uhr | 40 Brushfield St. | U-Bahn: Liverpool Street
Essen und Trinken
Landestypisches
Bar BrunoAngesagtes All-Day-Breakfast-Café (Würstchen, baked beans, Spiegelei, Tee) in Soho. Tgl. 6-22 Uhr | 101 Wardour St. | Tel. 77343750 | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly) | €
Inn the ParkWie sagen doch die Briten: location, location! Sehr angesagtes, luftig gestyltes und holzgetäfeltes Restaurant am Teich im St Jamess Park. Es gibt originelle Menüs, auch wenn die Portionen für diese Preise etwas knapp bemessen sind. Setzen Sie sich zum gemütlichen Frühstück auf die Terrasse oder schnappen Sie sich einen Picknickkorb (£7,50-45) und lassen Sie sich damit auf einer Wiese im Park nieder. Tel. 74519999 | www.innthepark.com | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern) | €€
E PellicciKlassisch-altmodisches familienbetriebenes East-End-caff. Wunderschönes Dekor: Gold und Chrom-Opalglas außen, Holz und Art-déco-Einlegearbeiten innen. Mo-Sa 6.30 bis 17 Uhr | 332 Bethnal Green Rd. | U-Bahn: Bethnal Green (Central) | €
RoastNeu: Best of British in der Floral Hall, mit Blick auf St Paul und den Borough Market. Ein bisschen überteuert, aber wo kriegt man schon einen englischen Pinot Noir (£7.50)? Stoney Street | Tel. 79401300 | www.roast-restaurant.com| U-Bahn: London Bridge | €€-€€€
Rock & Sole PlaiceProbieren Sie das britische Nationalgericht Fish & Chips in Londons ältestem Chippie (Frittenrestaurant). Gebraten wird hier schon seit 1871, die Fischdeko im Untergeschoss ist neueren Datums. Schön zentral. 47 Endell Street | www.rockandsoleplaice.com | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly) | €
RulesDas älteste Restaurant Londons (seit 1798), berühmt für Steaks und Wildgerichte aus eigenen Jagdgründen, Austern und Pies; wirkt wie ein altes englisches Landhaus: Holztäfelungen, schwere Vorhänge, Samtbezüge, die Wände mit Gemälden, Drucken und Jagdtrophäen vollgehängt. Prachtvolles Oberlicht. Sie können auch in Euro zahlen! Tgl. bis 24 Uhr | 35 Maiden Lane | Tel. 78365314 | www.rules.co.uk |U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly) | €€
St JohnMekka für Fleischfreunde und Teil der blühenden Gastroszene am Smithfield-Fleischmarkt im trendigen Clerkenwell. Spezialitäten sind Innereien: Entenherzen, Lammzunge, scharfe Nierchen. Sa mittag und So geschl. | 26 St John St. | Tel. 72510848 | www.stjohnrestaurant.com | U-Bahn. Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan) | €€
Essen und Trinken
Restaurants internationale Küche
Afghan KitchenMinimalistisch das Dekor und die Speisekarte: je drei Vor- und Hauptspeisen, z.B. Hühnchen oder Butternusskürbis in Joghurt, Lamm mit Spinat. Zum Nachtisch baklava-Honiggebäck. So/Mo geschl. | 35 Islington Green | Tel. 73598019 | U-Bahn: Angel (Northern) | €
AmayaAuthentische indische Spezialitäten im schicken Belgravia, serviert in hellem, zeitgenössischem Design. Amaya India Bar & Grill. Halkin Arcade | Motcomb Street | Tel. 78231166 | www.realindianfood.com | U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly) | €€€
Bevis MarksDas elegante, koschere Restaurant bietet jüdische Küche: Hühnersüppchen mit Matzo-Bällchen, Salzbeef, Latkes-Kartoffelpuffer. Auch Take-away-Menü! Wer mittags isst, kann die Synagoge besuchen (tgl. außer Do und Sa 11-13 Uhr). Mo-Fr 12 bis 15, Mo-Do 17.30-21 Uhr | Bevis Marks | Tel. 72832220 | www.bevismarkstherestaurant.com | U-Bahn: Aldgate (Circle, Metropolitan), Liverpool Street | €€€
Busaba EathaiMan sitzt dicht gedrängt, der Geräuschpegel ist hoch, doch die Schlangen draußen sprechen für sich. Beim Warten schon mal die Speisekarte lesen; Tipp: der Frucht-Kräutersalat! | 106-110 Wardour St. | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly) | €€
Hummus BrosFrisch und günstig in Soho: Die leckere Sesampaste bildet die Basis für heiße und kalte Toppings, mit fluffig-warmem Pitta-Brot. | 88 Wardour St. | Tel. 77341311 | www.hbros.co.uk | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly) | €
La FromagerieDelikatessencafé mit täglich wechselnder Karte. Probieren Sie die Käseplatte mit fünf perfekt gereiften Sorten. Tgl. | abends geschl. | 2-4 Moxon St. | www.lafromagerie.co.uk | U-Bahn: Baker Street | €€
Masala ZoneIndische Küche zu günstigen Preisen; interessante Street-Food-Snacks. Probieren Sie ein indisches Sandwich oder eine Thali-Kombination: Hühnchen-, Lamm-, Krabben- oder vegetarisches Curry, Gemüse, Reis, poppadums, Linsenpüree. Tgl. | 9 Marshall St. | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria) | €
Mr JerkKaribisches Snack-Café. Probieren Sie ginger beer, ein alkoholfreies Ingwerbier. Mo-Sa 9-23, So 12-20 Uhr | 187 Wardour St | www.mrjerk.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus | €
Ultimate BurgerGourmet-Burger sind zurzeit einer der kulinarische Trends. Die zwei vegetarischen Variationen sind auch lecker. 34 New Oxford Street | Tel. 74366641 | www.ultimateburger.co.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern) | €
Yauatcha Tea HouseDieses trendige Tee- und Dim-Sum-Haus in Soho serviert alle Variationen der kantonesischen Appetithäppchen. Fotoverbot! Tgl. | 15 Broadwick St. | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern) | €€
ArbutusDas neue Restaurant in Soho hat für seine modernen Interpretationen französischer und britischer Klassiker (Hasenschulter, Biolachs, Bouillabaisse) gleich einen Michelin-Stern bekommen. Freundliche, informelle Atmosphäre; auf der Weinkarte laden 250-ml-Karaffen zum Durchprobieren ein. 63-64 Frith St. | Tel. 77344545 | www.arbutusrestaurant.co.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern) | €€
The BelvedereBuchen Sie einen Tisch auf dem Terrassenbalkon und genießen Sie zu französischer Küche den Blick auf Holland Park. Unbedingt reservieren. Pre-/Post-Opera-Menu: drei Gänge für £22. | So nur Lunch | Holland Park | Eingang Abbotsbury Rd. | Tel. 76021238 | www.whitestarline.org.uk | U-Bahn: Holland Park (Central) | €€
Gay HussarIn diesem Restaurant lassen sich bevorzugt Politiker, Künstler und Medienmacher zwischen altmodischen Holzpaneelen und Politkarikaturen ungarische Gerichte schmecken. Neu: das „Hungarian Taster Menu“ (mittags/abends £45). Reservieren! Tgl. | 2 Greek St. | Tel. 74370973 | www.gayhussar.co.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern) | €€
MoroDas moderne, informelle Restaurant mit spanisch-nordafrikanischer Küche im trendigen Clerkenwell ist das Ergebnis jahrelanger Rezeptesammelreisen: Kastanien-Chorizo-Suppe, im Holzofen geröstetes Lamm mit Kürbisreis und Pistaziensoße, Schokoladen-Aprikosenkuchen. Das Kochbuch dazu wird im Restaurant verkauft. Bei gutem Wetter Tische draußen. Preisgünstige Alternative: Tapas an der Bar. So geschl. | 34-36 Exmouth Market | Tel. 78338336 | www.moro.co.uk | U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan) | €€
SardoDieses wunderbare, einfach eingerichtete sardische Restaurant eignet sich für den romantischen Abend so gut wie für eine Gruppenbuchung. Versuchen Sie Malloreddus-Hartweizennudeln, Pane frattau (hauchdünnes Brot mit Tomatensoße, Pecorino, Parmesan und pochiertem Ei) oder Sebadas (mit Pecorino gefüllter Blätterteig mit Honig). Sa mittags und So geschl. | 45 Grafton Way | Tel. 73872521 | www.sardo-restaurant.com | U-Bahn: Warren Street (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan) | €€
The WolseleyGegenüber dem Royal-Academy-Kunstmuseum wird Gourmetküche mit Wiener Kaffeehaustradition verbunden. Besonders schön für ein stilvolles Frühstück. Bestellen Sie sich zu Ihren morning pastries (Croissants etc.) einen „Einspänner“ oder „Mozart“-Kaffee! All-day-Speisekarte. Tgl. | 160 Piccadilly | Tel. 74996996 | www.thewolseley.com | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly) | €€-€€€
World Food CaféDie weiten Reisen der Besitzer und Kochbuchautoren schlagen sich in leckeren Gerichten nieder: Falafel, Mezze, Salate, Suppen. | Neals Yard | Tel. 73790298 | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly) | €€
Essen und Trinken
Gourmettempel
FifteenTV-Koch Jamie Oliver serviert in seinem Restaurant moderne britische Küche mit italienisch-mediterranem Einschlag - vom Frühstück in der lockeren Trattoria zum Sechs-Gänge-Tasting Menu (inkl. Wein £100). Der Gewinn geht an eine Organisation, die arbeitslose Jugendliche zu Köchen ausbildet. Checken Sie die Website für einen freien Tisch (availability). So geschl. | 15 Westland Place | www.fifteenrestaurant.com | U-Bahn: Old Street (Northern)
HakkasanDas erste chinesische Restaurant Großbritanniens mit einem Michelin-Stern versteckt sich in einer Seitenstraße. Probieren Sie gebratenen Silber-Kabeljau mit Champagner und Honig oder die tollen Dim Sums. Cocktails in der Ling Ling-Lounge. Hakkasans Beliebtheit bei VIPs hat zu einem Fotoverbot geführt. Menü ab 55 Euro. Tgl. | 8 Hanway Place | Tel. 79071888 | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
The MazeDas neueste Restaurant unter der gastro-künstlerischen Leitung von Starkoch Gordon Ramsay ist der aktuelle Liebling der Gastrokritiker. Asiatisch inspirierte französische Küche mit vielen kleinen Gerichten zum Ausprobieren. Für gut betuchte Gruppen bis 6 Personen: Reservieren Sie einen Platz am Chefs Table - in der Küche! Posten auf dem À-la-carte-Menü £8-29,50. Tgl. | 10-13 Grosvenor Square | Tel. 71070000 | www.gordonramsay.com | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
The Lecture Room at SketchDie Preise sind runtergegangen im komplett durchgestylten Sketch, dem ehemals teuersten Restaurant der Stadt: „Gourmet Rapide Lunch“ Di-Fr 2 bzw. 3 Gänge £30/35, Reservieren! Im Glade-Lunchrestaurant kosten 2 Gänge £19, 3 Gänge £24. Beliebter Patisseriesalon (parlour). So/Mo geschl. | 9 Conduit St. | Tel. (0)870/7774488 | www.sketch.uk.com| U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Einkaufen
Shop till you drop!
In London gibts alles: britisches Understatement und altehrwürdige Tradition, die neuesten Modetrends, Delikatessen und witzige Mitbringsel
Shopping ist eins der großen Vergnügen jedes London-Besuchs, und es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Zwar bleibt London ein teures Pflaster, dennoch lassen sich bei den Schlussverkäufen Anfang Januar und Juli sowie bei den mid-season sales gute Schnäppchen machen. Ein Besuch der Märkte und der Designer-Outlets für preisreduzierte Ware lohnt immer.
Ladenschluss ist meist um 20, donnerstags häufig erst um 21 Uhr. Die meisten Innenstadtgeschäfte haben sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Immer mehr Läden haben ein Café dabei - neu z.B.: Nouveauté @Habitat (121 Regent Street). Die schicksten Boutiquen für einen Schaufensterbummel finden sich in Bond Street und Sloane Street, viele witzige unabhängige Läden in Notting Hill. Die Kings Road ist seit den 1960er-Jahren eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Londoner, die bekannteste der Stadt aber ist Oxford Street. Hier stehen die meisten Kaufhäuser, mit Konzessionen der wichtigsten Designer unter einem Dach.
Einen Steinwurf von den Menschenmassen - und Taschendieben! - der Oxford Street entfernt bietet die Marylebone High Street ein weniger stressiges Einkaufserlebnis: trendige Interieurs, holistische Kosmetik, ausgefallene Küchenartikel und Möbel in einer Straße, die sich ihren dörflichen Charakter bis heute bewahrt hat. Ausgefallene Schuhläden gruppieren sich um Neal Street und South Molton Street. Die nobelsten Boutiquen finden sich in Bond und New Bond Street, Buchhandlungen entlang der Charing Cross Road, Independent-Musikläden in Berwick Street. Souvenirläden mit mehr oder weniger kitschigem Krimskrams sind überall im Zentrum zu finden. Geschmackvolle Mitbringsel gibt es in den Museumsshops: Kunstbücher und -drucke, Schreibwaren, Schirme etc. Das originelle London Monopoly-Set bekommen Sie u.a. bei Hamleys.
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Antiquitäten
Camden Passage Antiques MarketMöbel, Schmuck, Kunstgegenstände, Glas, Porzellan, Lampen, Trödel in hübschen Gässchen und Regency-Passagen parallel zur Islington-Upper Street. Hier kaufen viele Profis. Mi 7-14, Sa 8-16 Uhr | Upper Street | www.camdenpassageantiques.com | U-Bahn: Angel (Northern)
Silver VaultsAntikes Silber in labyrinthartigem Gewölbe mit 50 Läden hinter Safetüren, randvoll mit Silberlöffeln, Uhren, Schmuck, Serviettenringen, Vasen, Kerzenständern. Ein Erlebnis! Sa nur bis 13 Uhr, So geschl. | Chancery House | 53-64 Chancery Lane | www.thesilvervaults.com | U-Bahn: Chancery Lane (Central)
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Bücher und Antiquariate
Any Amount of BooksWeitläufiges, altmodisches Secondhand-Bücherparadies. Tgl. 10.30-21.30 Uhr | 56 Charing Cross Road | www.anyamountofbooks.com | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Books for CooksKochbuch-Mekka mit Café, wo man Köstliches aus der Testküche probieren kann. Direkt gegenüber ein toller Gewürzladen. So/Mo geschl. | 4 Blenheim Crescent | www.booksforcooks.com | U-Bahn: Ladbroke Grove (Hammersmith & City)
BordersBücher und Musik auf vier Stockwerken. Wo sonst kann man sich für den Preis eines Milchkaffees durch einen Stapel Bücher oder Zeitschriften blättern - ohne Kaufzwang? Mo bis Sa 8-23, So 12-18 Uhr | 197-203 Oxford St. | www.bordersstores.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Travel BookshopDas Vorbild für Hugh Grants Buchladen im Film „Notting Hill“ ist eine gemütliche, gut sortierte Buchhandlung mit Reiseführern, Karten und Klassiker-Literatur. Übernacht-Bestellservice. 13-15 Blenheim Crescent | www.thetravelbookshop.com | U-Bahn: Ladbroke Grove (Hammersmith & City)
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Geschenke, Souvenirs und Kurioses
@workEin-Zimmer-Laden mit dem besten neuen Designerschmuck und Accessoires aus dem angesagten East End zu günstigen Preisen. In einem Workshop können Sie unter Anleitung Ihre Eheringe selbst anfertigen. 156 Brick Lane | www.atworkgallery.co.uk | U-Bahn: Aldgate East (District, Hammersmith & City)
BootsBeliebte Drogeriekette mit vielen Filialen. In größeren Läden gute Auswahl an Miniatur-Kosmetik. Mo-Sa bis 24, So 12-18 Uhr | 44-46 Regent St. | www.wellbeing.com | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Ceramica BlueHier gibt es schöne Teller, Schalen, Kacheln u.a. aus Frankreich, Italien, England oder Südafrika - in vielen Farben und Designs, und das zu vernünftigen Preisen. 10 Blenheim Crescent | www.ceramicablue.co.uk | U-Bahn: Ladbroke Grove (Hammersmith & City)
Jo MaloneExklusiv-trendige Parfümerie mit individuell zusammengestellter Pflegekosmetik, Duftkerzen etc. 150 Sloane St. | www.jomalone.co.uk | U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
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Kunst, Handwerk und Design
Cath KidstonDie von den Fifties inspirierten Blumen-, Pünktchen- und Streifendrucke sind der Liebling britischer Magazine. Taschen, Schürzen, Handtücher, Stoffe, Geschirr etc. 28-32 Shelton St. (weitere Filialen) | www.cathkidston.co.uk | U-Bahn: Covent Garden
The Conran ShopKlassisch-klares sowie innovatives Einrichtungsdesign unter der Führung des Style-Gurus Jasper Conran. Auch Lebensmittel, Pflegeserien, Bildbände. 81 Fulham Road | www.conran.com | U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
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Kaufhäuser und Passagen
HarrodsHinter der ornamentalen Terrakottafassade und den grünen Markisen verbirgt sich eins der berühmtesten Kaufhäuser der Welt, das sich seit seiner Eröffnung 1849 rühmt, alles überallhin zu liefern, an jeden: „Omnia, Omnibus, Ubique“. Die Londoner Institution hat über 5000 Angestellte und 300 Abteilungen. Besonders beliebt: die opulent getäfelte Jugendstil-Food Hall. Seit 1985 gehört Harrods dem ägyptischen Geschäftsmann Mohammed Al Fayed, und der Springbrunnenschrein für seinen Sohn Dodi und Prinzessin Di in der Egyptian Hall ist zu einer Attraktion geworden. Achtung, es gilt eine Kleiderordnung: Sport-Shorts, Badeschlappen, abgeschnittene Jeans oder bauchfreie Tops sind tabu, Rucksäcke müssen abgenommen werden. 87-135 Brompton Road | www.harrods.com | U-Bahn: Knights-bridge (Piccadilly)
LibertyDas schicke Kaufhaus mit der auffälligen Fachwerkfassade im Tudor-Stil und seiner wunderschönen offenen Innenhalle ist spezialisiert auf ausgefallene Stoffe, Mode, Teppiche und Accessoires. Die Umlaufgalerien und knarrenden Treppenstufen wurden aus den Balken der letzten beiden hölzernen britischen Kriegsschiffe geschnitzt. Die berühmten Liberty-Drucke (Blümchen, Paisley, Pfingstrosen) gibt es als Notizbücher, Schals, Kosmetiktaschen oder am laufenden Meter zu kaufen. 210-220 Regent St. | www.liberty.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Piccadilly)
SelfridgesNur zwei Stunden Zeit zum Einkaufen? Selfridges ist Londons bester One-Stop-Shop, mit Konzessionen der beliebtesten Londoner Designer, einer schicken Kosmetik- und Delikatessenabteilung - und leuchtend gelben Einkaufstüten. | 400 Oxford Street | www.selfridges.com | U-Bahn: Bond Street (Jubilee, Central)
Einkaufen
Landestypisches
Fortnum & MasonWunderbar exzentrisch, sehr englisch. Haupt-Touristenmagnet ist die berühmte Feinkostabteilung mit Marmorsäulen und Kronleuchtern; Hoflieferant seit 1707. Auch Mode, Accessoires, Geschenke, Afternoon Tea. 181 Piccadilly | www.fortnumandmason.co.uk | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
James Smith & SonsSo ein Schirm kann in London manchmal ganz nützlich sein... Dieser 1830 gegründete Familienbetrieb verkauft umbrellas vom Knirps bis zum Sonnenschirm, plus Wanderstöcke & Co. 53 New Oxford St. | www.james-smith.co.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Paul Smith Sale ShopGünstiges Outlet dieses sehr englischen Männermoden-Labels mit interessanten Stoffen und selbstbewusster Farbauswahl. 23 Avery Row | www.paulsmith.co.uk | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
PickettInbegriff britischer Eleganz und Tradition: Reisetaschen, Schirme, Handschuhe, Schmuck, in der elegantesten viktorianischen Einkaufspassage Londons, wo die uniformierten Burlington Berties heute noch darauf achten, dass keiner rennt oder Kaugummi kaut. 32-33 & 41 Burlington Arcade | www.pickett.co.uk | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
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Märkte
Borough MarketSeit dem 13. Jh. wird hier Obst und Gemüse verkauft. Beliebte Adresse für biologische Lebensmittel, englischen Farmhauskäse, leckere Patisserien und Snacks, frischen Fisch. Do 11-17, Fr 12-18, Sa 9-16 Uhr | Ecke Borough High St./Stoney St. | www.boroughmarket.org.uk | U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
Camden MarketDer alte Favorit ist wieder angesagt: Hier finden Sie Touri-Trödel neben jungen, witzigen Designtrends: Klamotten, Schmuck, Doc Martens. Mischen Sie sich unter die Londoner Punks und Goths - und erholen Sie sich von dem Wochenendtrubel bei Kaffee oder Gesundheits-Smoothie mit Blick auf den Kanal. Tgl. | www.camdenmarkets.org | U-Bahn: Camden Town (Northern)
Portobello Road MarketLondons bester Straßenmarkt: Antiquitäten, Trödel, Obst und Gemüse, Kleidung, Haushaltswaren, CDs, Schmuck etc. Am besten vom Notting-Hill-Ende aus anfangen. Sa | Portobello/Golborne Rd. | www.portobelloroad.co.uk | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
Spitalfields MarketJunges Design: trendige Kleider, Schmuck, Handtaschen, Grußkarten u.a. in einer viktorianischen Markthalle; am besten sonntags. Tgl. außer Sa 10-17 Uhr | Commercial St./Brushfield St. | www.visitspitalfields.com | U-Bahn: Liverpool Street
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Mode
Agent ProvocateurSatin, Schleifchen, Stickereien: sexy Dessous für Glamour Girls. 6 Broadwick Street | www.agentprovocateur.com | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Dover Street MarketBeautiful chaos ist der Slogan dieses angesagten Shoppingkonzepts, entworfen von der japanischen Comme-des-Garçons-Chefin Rei Kawakubo: Designermode und -schmuck im eleganten Mayfair. 17-18 Dover St. | www.doverstreetmarket.com | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
ReissSchicke Damen- und Herrenmode mit schmeichelnden Stoffen und ungewöhnlichen Retro-Look-Schnitten. 24 Filialen; sympathisch die trendige Zentrale: 14-17 Market Place | www.reiss.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
TemperleyNicht nur bei Celebrities beliebt: die schönen, handgearbeiteten Chiffonkleider und Girlie-Style-Röcke der In-Designerin Alice Temperley. Tief durchatmen: cocktail dresses ab £600. 6-10 Colville Mews | Lonsdale Road | www.temperleylondon.com | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
TopShopFunkiger, hektischer Teeniemode-tempel mit schnell wechselndem Sortiment. Hier kaufen auch Supermodels Designerkopien zu günstigen Preisen. Großer Run auf die Kate-Moss-Kollektion (katemosstopshop.com), vom Topmodel entworfen. 36 bis 38 Great Castle Street | www.topshop.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Vintage ModesAusgefallene vintage-Mode, „antike“ Designermode, wie sie die Engländerinnen lieben. Favorit: Ossie Clark. Grays Antique Market | 1-7 Davies Mews | www.vintagemodes.co.uk | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
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Musik und Videos
Virgin MegastoreDer größte Musikstore der Virgin-Kette bietet ab und zu Gratiskonzerte von Top-Acts. 14-19 Oxford St. | Tel. 76311234 | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern); die Filiale 1 Piccadilly hat bis Mitternacht auf! | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
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Schuhe
Emma Hope ShoesRegalia For Feet, „Krönungsornat für Füße“, ist der Slogan dieser angesagten Designerin handbestickter Damenschuhe. Ab £170. 53 Sloane Sq. | www.emmahope.co.uk | U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
OfficeTragbar bis crazy und nicht zu teuer: Damen- und Herrenschuhe in witzigen Formen, Mustern, Materialien. | 57 Neal St. | www.officelondon.co.uk | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Unterhaltung
London by night
In seiner Vielfalt ist Londons Nachtleben einzigartig: traditionelle Pubs, mitreißende Musicals, hochkarätige Klassikkonzerte, trendige Clubs
London ist die Heimat weltberühmter Sinfonieorchester und Tanzensembles und hat als Theaterstadt New York den Rang abgelaufen; sogar US-Stars wie Kevin Spacey und Kim Cattrall spielen hier für wenig Geld. Londoner Clubs setzen Trends, während die Pubs mit ihren Kuschelecken und Rauchschwaden noch immer die Wohnzimmer der Londoner sind, in denen Klassengegensätze verwischen.
Im Pub bestellen Sie an der Bar und bezahlen sofort, ohne Trinkgeld zu geben. Ein pint entspricht etwa 0,5 Liter; Männer lassen sich nur ungern mit einem halben (half) in der Hand erwischen! Alkohol wird nur an Gäste über 18 abgegeben, und Kinder sind nur in wenigen Pubs gern gesehen. Traditionelle spit-and-sawdust, „Spucke-und-Sägespäne“-Pubs weichen immer mehr Bars und Gastropubs, Pubs mit interessanten Bieren und guter Küche. Standard-Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-23, So 12-22.30 Uhr; der Tag endet stets mit den gefürchteten Rufen „Last orders!“ für die letzte Runde und „Time, please!“ zum Austrinken. Im Zuge der licensing laws-Reform haben viele Pubs jetzt aber verlängerte Öffnungszeiten.
Die Clubszene, von Superclubs bis zu winzigen Basement-DJ-Bars, folgt schnell wechselnden Trends. Die angesagtesten clubnights für House, Techno, Hip-Hop und Mischformen wie Electroclash finden an wechselnden Orten (venues) statt.
Die teuersten Premierenkinos mit dem besten Sound gruppieren sich um Leicester Square. Die Tickets kosten £ 7-12; nachmittags (matinees) und montags wird es billiger. Wenn Sie schnellem, umgangssprachlichem Englisch folgen können, probieren Sie mal einen der 150 Londoner Comedyclubs oder einen Pubabend mit stand-up, Improvisations-Comedy. Der Pulsmesser der Stadt, mit Ausgehtipps inklusive Gratis-Events (freebies) und Money-Off-Gutscheinen ist das „Time Out“-Veranstaltungsmagazin (jeden Mittwoch). Donnerstags erscheint der „Evening Standard“ mit der nützlichen „Hot Tickets“-Beilage. Buchungen von Theater-, Kino-, Konzertkarten laufen über Kreditkarten. Wenn Sie einene längeren Aufenthalt in London planen, registrieren Sie sich gratis bei http://london.citysocialising.com, und finden Sie neue Freunde für Pubbing und Clubbing. Und auf www.coventgardenlife.com finden Sie einen Happy-Hour-Planer für dieses zentrale Ausgeh- und Theaterviertel.
Unterhaltung
Bars und Kneipen
Absolut Ice BarOriginell und cool im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich das ganze Jahr über minus 5 Grad, ist die fünfte Filiale der schwedischen Ice Bar. Alles ist aus Eis: Wände, Tische, Deko, die Gläser für die Wodkacocktails. Tgl. ab 15 bzw. 15.30, Sa ab 12.30 Uhr | £12 inkl. Cocktail (Do-Sa abends £15) | 31-33 Heddon Street | Tel. 74788910 | www.belowzerolondon.com | U-Bahn: Piccadilly Circus (Baker, Piccadilly)
All Star LanesSports-Bar: Beim „Boutique-Bowling“in diesem amerikanisch angehauchten Laden wird auf die strikes (alle Zehne) gern mit Champagner oder Mint-Juleps-Cocktails angestoßen. Mo-Mi 17-23.30, Do bis 24, Fr/Sa 12-2, So bis 23 Uhr | Victoria House/Bloomsbury Place | Tel. 70252676 | www.allstarlanes.co.uk | U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
Blue BarUltimative Style-Hotelbar in Blautönen mit schwarzem Krokolederboden, weißen Ledersesseln und Onyxtheke. Cocktails ab £ 10. Mo-Sa 16 bis 1, So 15-24 Uhr | Berkeley Hotel/Wilton Place | Tel. 72356000 | www.the-berkeley.co.uk | U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly)
KettnersBeliebte Champagnerbar mit Ölgemälden und Ledersesseln, Treffpunkt der Soho-Medienmacher. Ein Glas Champagner gibts ab £ 8.25; Probiertipp: Black Velvet-Champagnercocktail mit Guinness. Live-Jazz. Tgl. 11-1 Uhr | 29 Romilly St. | Tel. 77346112 | www.kettners.com | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
LonsdaleVon der U-Bahn-Station Notting Hill Gate führt ein schöner Spaziergang durch die berühmte Portobello Road zu dieser preisgekrönten Bar mit spektakulärem Design und relaxter Atmosphäre. Probieren Sie einen alkoholfreien Apfel-Mojito! Mo-Do 18-24, Fr/Sa bis 1, So bis 23.30 Uhr | 48 Lonsdale Road | Tel. 77274080 | www.thelonsdale.co.uk | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
The Rooftop BarNicht billig, aber von der schicken Cocktailbar-Dachterrasse des Trafalgar-Hotels haben Sie einen Superblick. Mo-Fr 17-23, Sa 2.30-23 Uhr | 2 Spring Gardens | Tel. 78702900 | www.thetrafalgar.com | U-Bahn: Charing Cross
Roxy Bar & ScreenLondons erste VJ (Videojockey)-Bar Audiovisuelle Events, plus Klassiker, Dokus, neue Filme bei Drinks im Kerzenschein. Früh kommen für die roten Ledersessel. Eintritt umsonst außer Sa für die „Audiovisual Nights“-Spielwiese für internationale Digitaleffekt-Mischer (£4). Tgl. 12-23, So bis 22.30 Uhr (längere Öffnungszeiten geplant) | 128-132 Borough High Street | Tel. 74074057 | www.roxybarandscreen.com | U-Bahn: Borough (Northern)
Duke of CambridgeErster vollbiologischer Gastropub der Welt: gemütliche Holztische, entspannte Atmosphäre, täglich wechselnde Speisekarte. Auch Tische draußen. 30 St Peters Street | Tel. 73593066 | www.sloeberry.co.uk | U-Bahn: Angel (Northern)
The PrincessNeuer, stilvoller Gastropub mit mediterraner Küche (oben) und herzhaften Snacks (unten) zwischen City und Shoreditch. 76 Pauls Street | Tel. 77299270| U-Bahn: Old Street (Northern)
Black FriarDer schönste Arts & Crafts-Jugendstil-Pub in London auf dem Gelände eines ehemaligen Dominikanerklosters. Über den Eingang des keilförmigen Gebäudes wacht die lächelnde Galionsfigur eines korpulenten Dominikanermönchs, innen trinkt eine bunt gemischte Klientel an Holztischen. Sie sind sich bei den Ales nicht sicher? „Sip before you sup“: ein kostenloser Probeschluck. Tgl. | 174 Queen Victoria St. | Tel. 72365474 | U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
The Dove400 Jahre alter, wunderbar atmosphärischer Pub. Der Wintergarten über der Terrasse ist nicht nur für das Oxford-Cambridge-Bootsrennen im März ein idealer Aussichtspunkt. | 19 Upper Mall | Tel. 87489474 | U-Bahn: Hammersmith (Hammersmith & City) oder Ravenscourt Park (District)
St Stephens TavernDirekt im Windschatten von Big Ben. Viktorianisches Dekor, das nette Barpersonal serviert Thirsty Ferret Ale und mehr. 10 Bridge Street | Tel. 79252286 | U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
The SalisburyEiner der schönsten viktorianischen Pubs der Stadt - überall Mahagoniholz und Glasgravuren. Zentral für die West-End-Theater. 90 St Martins Lane | Tel. 78365863 | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Trafalgar TavernIn diesem gemütlichen Pub mit offenem Kamin genoss schon Charles Dickens die Aussicht auf die Themse - und gebratenen Breitling: whitebait suppers. 6 Park Row | Tel. 88582909 | www.trafalgartavern.co.uk | U-Bahn: Cutty Sark (DLR)
BarflyViele bekannte (Indie-)Bands hatten in diesem unprätentiösen Musikpub ihre ersten Gigs. Mo-Do 19.30-1, Fr/Sa bis 3, So bis 23 Uhr | £ 5-8 | 49 Chalk Farm Rd. | Tel. 76914244 | www.barflyclub.com | U-Bahn: Chalk Farm (Northern)
The Big Chill BarDer Name dieser In-Bar ist Programm: relaxtes Ambiente, gute Musik. So-Do 12-24, Fr/Sa bis 1 Uhr | Dray Walk | Off Brick Lane | Tel. 73929180 | www.bigchill.net | U-Bahn: Liverpool Street
Vibe BarBrick Lane-Bar mit wechselnden Musikevents, viele gratis. Kostenloser Internetzugang, solange Sie etwas trinken. Leckere Pies. Mo-Do, So 11-23.30, Fr/Sa 11-1 Uhr | 91-95 Brick Lane | Tel. 73772899 | www.vibe-bar.co.uk | U-Bahn: Aldgate East (District, Hammersmith & City)
Gordons Wine BarIn den schummrigen, von Kerzenschein erleuchteten Kelleralkoven ist es immer voll. Im Sommer sitzt man schön draußen. 47 Villiers St. | Tel. 79301408 | www.gordonswinebar.com | U-Bahn: Charing Cross (Northern, Bakerloo), Embankment
Jamies at the PavilionIn dieser ungewöhnlichen Location auf dem gepflegten Rasen eines Bowlingclubs trinken Sie sich mit city workers durch eine interessante Weinkarte aus klassischen europäischen Weinländern und der New World, fast alle auch glasweise. Mo bis Fr 11.30-23 Uhr | www.jamiesbars.co.uk | Finsbury Circus Gardens | U-Bahn: Moorgate
Unterhaltung
Diskotheken, Clubs und Ballhäuser
Londoner ClubsAktuelle Clubnächte listet www.londonnet.co.uk auf. Immer beliebter werden Sommer-Bootspartys am Nachmittag mit anschließendem Weiterfeiern im Club.
CanvasAngesagt: die Rollerdisko jeden Fr, zu Funk/Disco/R&B (£12.50). Kings Cross Freight Depot | York Way | Tel. 78338301 | www.canvaslondon.net | U-Bahn: Kings Cross
EggInnovativer Musikmix, Garten, lange Öffnungszeiten: So-Do wechselnd, Fr 22-10 Uhr morgens, Sa auf So bis 13 Uhr | £ 8-15 | 200 York Way | Tel. 76098364 | www.egglondon.net | U-Bahn: Kings Cross
The EndDas ist zurzeit einer der angesagtesten Clubs der Stadt, ohne Attitüde. Coole Clubnights, z.B. Layo & Bushwacka, Swerve. Minimalistische AKA-DJ-Bar. Mo/Mi bis 3, Do bis 4, Fr bis 5, Sa bis 7 Uhr | 18 West Central Street | £ 4-16 | Tel. 74199199 | www.endclub.com | U-Bahn: Tottenham Court Road
FabricWeitläufiger, beliebter Megaclub in einer ehemaligen Fleischlagerhalle. Die coole, aber nicht zu gespreizte Klientel tanzt auf dem vibrierenden Bodysonic-Dancefloor. Fr/Sa bilden sich meist lange Schlangen. £ 12-15 | 77A Charterhouse Street | Tel. 73368898 | www.fabriclondon.com | U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
GhettoAlternative zur exklusiven Attitüde mancher Soho-Schwulenclubs; günstige Barpreise. Interessante Clubnights, z.B. Electro (Fr). | So-Mi 22.30-3, Do/Fr bis 4, Sa bis 5 Uhr | £ 3-7 | 5-6 Falconberg Court | Tel. 72873726 | www.ghetto-london.co.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
K-BoxKaraoke auf vier Stockwerken mit neuester Technik und 5000 Titeln. Snacks und asiatische Biere und Cocktails ruft man sich per Telefon in die Kabine. So-Mi 18-24, Do-Sa 18-3 Uhr | Cranbourn Mansions | 7 bis 9 Cranbourn Street/Leicester Square | Tel. 72878868, Tel. 72871811 | www.k-box.co.uk | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Notting Hill Arts ClubRelaxter Club, in dem Sie von Weltmusik, Bhangra und Flamenco bis Underground alles hören werden. Mo-Fr 18-2, Sa 16-2, So 16-1 Uhr, vor 20 Uhr (außer So) Eintritt frei, dann £ 5-8 | dann £ 5-8 | 21 Notting Hill Gate | Tel. 74604459 | www.nottinghillartsclub.com | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
Plastic PeopleClub mit ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Fr Dubstep-Clubnacht (angesagter bass-getragener Elektro aus Südlondon) „FWD“ (£7). | 147-149 Curtain Road | Tel. 7396471 | www.plasticpeople.co.uk | U-Bahn: Liverpool Street
Rhythm FactoryDer Cafébar-Livemusikclub ist das Barometer für die aktuellsten Musiktrends der Stadt, z.B. Reggaeton (Dancehall-Reggae-R-‘n-B-Mix). Tgl. 11-3 Uhr | 16-18 Whitechapel Rd. | Tel. 73753774 | www.rhythmfactory.co.uk | U-Bahn: Whitechapel
Salsa!Etablierter Latinclub mit Salsakursen. Mo-Sa 17.30-2, So 18-0.30 Uhr | Eintritt je nach Tageszeit frei bis £ 4 | Kurs £5 (gratis, wenn ein Getränk gekauft wird!) | 96 Charing Cross Road | Tel. 73793277 | www.barsalsa.info | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
School discoAll-English Clubnacht: Jeden Samstag lassen 1500 Londoner von 18 bis Mitte 30 in Camden zu Popmusik der 1980er- und 90er-Jahre ihre Schultage wieder aufleben. Die Kleiderordnung ist strikt: weißes, blaues oder graues Hemd, dazu dunkler Rock bzw. Hose und eine gestreifte Krawatte (Outfit auch dort zu kaufen). Wer jung aussieht, Perso mitbringen! | Sa ab 21 Uhr | £15 | 9-17 Highgate Road | Kentish Town | Tel. (0)871/8721234 | www.schooldisco.com | U-Bahn: Kentish Town (Northern)
Stompin at the 100 ClubHier tanzen jeden Montag Londoner den „Lindy Hop“, einen jazzigen Swing-Step der 30er-Jahre (www.lindycircle.com). Lockere Atmosphäre, günstige Barpreise. 7.45-20.30 Uhr Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs (kein Partner nötig), dann DJs und Livebands. Mo | £10 | 100 Oxford Street | Tel. 76360933 | www.the100club.co.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Unterhaltung
Kabarett und Kleinkunst
Chuckle ClubComedy-Kabarett in der Three Tuns-Studentenbar der ehrwürdigen London School of Economics. Nette Atmospäre. Sa 20 Uhr, dann Disko bis 3 Uhr | £10 | Houghton Street | Tel. 74761672 | www.chuckleclub.com | U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
The Comedy StoreIn dem beliebtesten Club der Stadt formierte sich Anfang der Siebzigerjahre die alternative Comedyszene. Tgl. ab 18.30 Uhr | £ 13-16 | 1A Oxendon St. | Tel. (0)870/0602340 | www.thecomedystore.biz | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Unterhaltung
Kinos
BFI London Imax Cinema3-D-Movies auf dem größten Bildschirm des Landes (26 m). £ 8.50 | 1 Charlie Chaplin Walk | South Bank | Tel. (0)870/7872525 | www.bfi.org.uk/showing/imax | U-Bahn: Waterloo
National Film TheatreRetrospektiven, thematische und Regisseur-Specials: ein Paradies für film buffs. Di alle Filme £5! South Bank | Tel. 79283232 | www.bfi.org.uk/nft | U-Bahn: Waterloo
Odeon Leicester SquareLondons größtes Premierenkino. Hohe Stardichte im Publikum. Leicester Square | Tel. (0)871/2244007 | www.odeon.co.uk | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Unterhaltung
Livemusik
BarbicanIn diesem Labyrinthkomplex verirren sich selbst Einheimische. Das Kulturzentrum, Heimat des London Symphony Orchestra, bietet ein exzellentes Konzert- und Theaterprogramm. £ 5-65 | Silk Street | Tel. 76388891 | www.barbican.org.uk | U-Bahn: Barbican (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
Jazz CaféGute Acts aller möglichen Richtungen - Nu-Soul, Funk, Hip-Hop und Jazz - in relaxter Atmosphäre. Tgl. 19-2 Uhr | £ 8-25 | 5 Parkway | Tel. 79166060, Tel. (0)870/1500044 | www.jazzcafe.co.uk | U-Bahn: Camden Town (Northern)
Ronnie ScottsDer Maestro starb 1996, doch Ronnie Scotts Jazzkeller wird in seinem Sinn weitergeführt: Jazzkonzerte mit den besten Namen, informelle Atmosphäre. Nach der Renovierung 2006 ist eher gutes Essen als Tanzen angesagt. Ab £ 26 | Mo-Sa 18-3, So 18 bis 24 Uhr | 47 Frith Street | Tel. 74390747 | www.ronniescotts.co.uk | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Royal Albert HallDie als Konzertsaal gebaute Rundhalle bietet 8000 Plätze und wird nicht nur für klassische, sondern auch für Popkonzerte und Sportveranstaltungen genutzt. Kensington Gore | Tel. 75898212 | www.royalalberthall.com | U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Wigmore HallWeltberühmte Konzerthalle, besonders für Kammermusik, mit hervorragender Akustik und Art-Nouveau-Dekor. Sympathisch: So 11.30 Uhr Coffee Concerts (£ 10) inklusive Programm, Kaffee/Sherry. Sommerpause: Juli/Aug. | 36 Wigmore Street | Tel. 79352141 | www.wigmore-hall.org.uk | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Unterhaltung
Opern, Konzerte und Musicals
Lord of the RingsNeu 2007: Der Herr der Ringe ist die teuerste Musicalproduktion der Stadt. Gemischte Kritiken, fulminant auf jeden Fall. £15-60 | Theatre Royal | Drury Lane | Tel. (0)870/8906002 | www.lotr.com | U-Bahn/ Züge: Charing Cross
Mamma Mia!Best Of Abba: die besten Hits, zusammengehalten von einem dünnen Plot, aber großer Feelgood-Faktor. £ 27.50-55 | Prince of Wales Theatre | Coventry St. | Tel. (0)870/8500393 | www.mamma-mia.com | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
SpamalotDas Monty-Python-Musical, frisch vom Broadway - ein Muss für die Liebhaber der skurrilen Comedytruppe um John Cleese. Spam ist übrigens auch eine Art britisches Formfleisch … £17.50-63 | Palace Theatre | Cambridge Circus | Tel. (0)870/8900142 | www.montypythonsspamalot.com | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
English National OperaDie ENO im Coliseum ist die Heimat des klassischen Opernrepertoires in englischer Sprache. Volksnah: Karten für die Abendvorstellung, day seats, £10-15 (maximal zwei Stück) ab 10 Uhr; Papp-Operngläser für £3! Nach großer Diskussion: Seit 2006 gibts Übertitel. Tickets £10-85 | St Martins Lane | Tel. (0)870/1450200 | www.eno.org | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Royal Opera HouseWeltberühmtes Opernhaus und Ballett. Die schön restaurierte Floral Hall ist öffentlich zugänglich (10-15.30 Uhr). Für jede Vorstellung gibt es 67 day seats für £10 ab 10 Uhr (ein Ticket pro Person) und an manchen Montagen kostenlose Lunchtime-Recital-Tickets. | £ 4-180 | Bow Street | Tel. 73044000 | www.royaloperahouse.org | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Unterhaltung
Theater und Kleinkunst
AlmeidaOff-West-End-Theater, bekannt für hervorragende Stücke mit berühmten Schauspielern und (Welt-)Premieren. £ 6-29.50 | Almeida Street | Tel. 73594404 | www.almeida.co.uk | U-Bahn: Angel (Northern)
National TheatreGroßbitanniens renommiertes Nationaltheater vereint drei Häuser (Cottesloe, Lyttleton, Olivier) für klassische und zeitgenössische Stücke in toller Besetzung. Günstige Tickets ab £10. | South Bank | Tel. 74523000 | www.nationaltheatre.org.uk | U-Bahn: Waterloo
Sadlers Wells TheatreIm führenden Tanztheater des Landes sehen Sie die besten britischen und internationalen Compagnien. | £ 10 bis 40 | Rosebery Avenue | Tel. (0)870/7377737 | www.sadlers-wells.com | U-Bahn: Angel (Northern)
Soho TheatreErfolgsstory der Londoner Theaterszene, mit gutem Mix von neuen englischen Stücken, Importen und Comedy. £ 7.50-20 | 21 Dean St. | Tel. (0)870/4296883 | www.sohotheatre.com | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Unterhaltung
Sonstiges
Brick Lane Beigel BakeDiese Bäckerei ist eine Institution. Kein Gourmettreff, dafür spottbillige Bagels: mit Räucherlachs, Frischkäse, Salzbeef. Stehtheke. Tgl. rund um die Uhr geöffnet | 159 Brick Lane | U-Bahn: Liverpool Street
Polo Bar/PontisWärmen Sie sich nach dem clubbing mit Sandwich und Cappuccino. 176 Bishopsgate | U-Bahn: Liverpool Street
TinseltownWährend London schläft, checken Sie in dem American Diner bei einem Milchshake Ihre Mails. 44-46 St John St. | Tel. 76892424 | www.tinseltown.co.uk | U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
Uebernachten
Zeit, ins Bett zu gehen?
Mit die wichtigste Entscheidung: wo übernachten? Hier eine kleine Auswahl an Hotels, B&Bs, Apartments und Hostels
In London haben nicht nur schicke Designerhotels und alteingesessene Luxusherbergen ihren Preis, Hotels aller Preisklassen sind unter den teuersten Europas. Allerdings gehen die Preise (room rates oder tariffs) am Wochenende häufig runter.
Die Hotelbranche hat in den letzten Jahren unter niedrigen Belegungsquoten gelitten; fragen Sie also ruhig nach: „Is this your best rate?“ Und gucken Sie nach Online-Sonderangeboten, special offers. Achtung: Hotelzimmerpreise der oberen Kategorien werden meist ohne Mehrwertsteuer (VAT, 17,5 Prozent) und ohne Frühstück angegeben! Ein single ist ein Einzelzimmer, ein double ein Doppelzimmer, ein twin ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten. Einzelbelegung, single occupancy, kostet etwa zwei Drittel des Doppelzimmerpreises. Für Kleingruppen oder Familien werden oft günstige Mehrbettzimmer angeboten. En-suite bedeutet Privatbadezimmer. Bed & Breakfast, die Kombination von einem schlichten Bett und Frühstück, ist praktisch eine britische Erfindung. Meist müssen Sie bar zahlen, der Preis beinhaltet VAT und Frühstück. Im Mittelklassebereich ist die Grenze zwischen Hotels und B&B fließend, bei beiden bewegt sich das Einrichtungsdesign nur langsam weg von pastellfarbenen Steppdecken, Chintzgardinen und Blümchenbordüren. Statt des Full English Breakfast mit Eiern, Würstchen und Bacon wird zunehmend ein Continental Breakfast mit Müsli, Joghurt, Brot, Marmelade angeboten.
Bei der Buchung eines Hotelzimmers muss meist eine Anzahlung per Kreditkarte geleistet werden. Der kostenlose Visit London-Zimmervermittlungsservice gibt eine Preisgarantie für seine über 250 Hotels (www.visitlondonoffers.com). Eine unabhängige Website mit ausgewählten Hotels und B&Bs ist www.specialplacestostay.com. Die London-Bed&Breakfast-Agentur sucht Ihnen ein handverlesenes Zimmer, wie z.B. ein schönes ruhiges Familienhaus nahe Park und Shops in Tooting Bec, Südlondon, wo die nette Kunstfreundin Sally jeden Morgen frisch Brot und Kuchen backt (Vertretung in Deutschland: Tel. 06251/702822 | www.bed-breakfast.de). At Home in London (Tel. 87481943 | Fax 87482701 | www.athomeinlondon.co.uk) vermittelt Privatzimmer. Wie wärs z.B. mit einem Zimmer in Virginia Woolfs Haus in Kensington, wo die berühmte Autorin (1882-1941) ihre Kindheit verbrachte (£84)?
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Appartements und Ferienwohnungen
Astons ApartmentsZentrale, geräumige Maisonettewohnungen für zwei Personen mit Küche und Telefon (£ 110) sowie Luxusapartments (größtes Viererapartment: £ 205) in einer ruhigen Wohnstraße in South Kensington. 53 Apartments | 31 Rosary Gardens | Tel. 75906000 | Fax 75906060 | www.astons-apartments.com | U-Bahn: Gloucester Road (Circle, District, Piccadilly) | €€
23 Greengarden HouseApartments (rustikaler Landhausstil oder modern) am autofreien St Christophers Place, wenige Meter von Oxford Street. Broadband-Internet, DVD. 151-Zi.-Ap.: £ 245-295 | 82-Zi.-Ap.: £ 355-415 | St Christophers Place | Bond St. | Tel. 79359191 | Fax 79358858 | www.greengardenhouse.com | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee) | €€€
Palace Court Holiday Apartments37 günstige Apartments nahe Notting Hill, für eine Person (£ 66), zwei (£ 82) und drei Personen (£ 88). | 1 Palace Court | Bayswater Road | Tel. 77273467 | Fax 72217824 | www.palacecourt.co.uk | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District) | €
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Privatunterkünfte
B&B BelgraviaPreisgekröntes B&B, mit frischem Design und Bio-Breakfast, einen Steinwurf von Westminster und den Parks. | 64-66 Ebury St. | Tel. 72598570 | Fax 72598591 | www.bb-belgravia.com | U-Bahn: Victoria
Hampstead Village GuesthouseSympathisches B&B im grünen Hampstead, nur 20 Minuten vom Zentrum. Flexible Frühstücksarrangements (£ 7), von 8 Uhr (Sa/So 9 Uhr) bis spät vormittags, im Sommer im Garten. 9 Zi. (En-suite-DZ £ 90) | plus eine Gartenwohnung mit Küche (5-Pers.-Belegung: £ 170) | 2 Kemplay Road | Tel. 74358679 | Fax 77940254 | www.hampsteadguesthouse.com | U-Bahn: Hampstead (Northern)
Wigmore CourtDieses zentrale Familien-B&B-Hotel mit Kochgelegenheit und Waschmaschine ist ideal, wenn Sie länger bleiben wollen. | DZ £89 | 23 Gloucester Place | Tel. 79350928 | Fax 74874254 | www.wigmore-court-hotel.co.uk | U-Bahn: Baker Street
113 Pepys RoadEast meets West in Süd-London. Bambusjalousien, Kimonos und chinesisches Porzellan der drei Zimmer spiegeln die weiten Reisen der englisch-chinesischen Besitzer. Probieren Sie unbedingt Annes orientalisches Frühstück oder Dinner (£30, auf Vorbestellung). Persönlicher Touch, hübscher Garten. DZ £90. | New Cross Gate | Tel. 76391060 | Fax 76398780 | www.pepysroad.com | U-Bahn: New Cross Gate (East London)
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Hotels Kategorie gehoben
Charlotte Street HotelSchickes Modern English-Boutiquehotel. Nicht nur für Hotelgäste: der „Sunday Film Club“ (£35): Nach einem Dreigänge-Menü im Hotelrestaurant Oscar sehen Sie im hauseigenen Kinosaal den Film der Woche. 52 Zi. | 15-17 Charlotte St. | Tel. 78062000 | Fax 78062002 | www.firmdale.com | U-Bahn: Goodge Street (Northern)
City Inn WestminsterZu Recht preisgekröntes Hotel, einen Steinwurf von der Tate Britain. Zeitgenössisches Design, superfreundlicher Service, Liebe zum Detail. Gutes Restaurant. 460 Zi. | 30 John Islip Street | Tel. 76301000 | Fax 72337575 | www.cityinn.com/london | U-Bahn: Pimlico (Victoria)
HazlittsWunderbar altmodisches Literatenhotel im Herzen von Soho. Der Essayist und Kritiker William Hazlitt (1778-1830) lebte und starb hier, der Legende nach an exorbitant hohem Teekonsum. 23 Zi. | 6 Frith Street | Soho Square | Tel. 74341771 | Fax 74391524 | www.hazlittshotel.com | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Millers ResidenceAntike Sessel, Tische, Gemälde, Kerzenleuchter... Individuelle, literarisch gestylte Zimmer: „Byron“ mit Himmelbett, „Coleridge“ in dunklen Rosatönen. 6 Zi. | 2 Suiten | kontinentales Frühstück und Cocktails abends inbegriffen | 111a | Westbourne Grove | Tel. 72431024 | Fax 72431064 | www.millersuk.com | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
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Hotels Kategorie standard
CityModernes und sauberes Hotel in einer Verlängerungsstraße der Brick Lane. Großzügig bemessene Räume, viele davon mit eigener Kochgelegenheit. Flexible Preisgestaltung, z.B. Familienzimmer für £ 90-110. 112 Zi. | 12 Osborn Street | Tel. 72473313 | Fax 73752949 | www.cityhotellondon.co.uk | U-Bahn: Aldgate East (District, Hammersmith & City)
The Fielding HotelSuperzentral gelegen fürs West End, dennoch eine ruhige Location in einem Innenhof gegenüber dem Royal Opera House; sehr beliebt bei Schauspielern. Kein Frühstück, aber dafür gibt es viele nette Cafés gleich vor der Haustür. 24 Zi. | 4 Broad Court | Bow Street | Tel. 78368305 | Fax 74970064 | www.the-fielding-hotel.co.uk | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Hoxton HotelSolche Hotels braucht die Stadt: günstig, zeitgenössisches Design, leichtes Frühstück, Bar. Extras (Kaffee, Fitnessstudio-Benutzung) können dazugekauft werden. Clubber habens nicht weit ins Bett, und Fr-So wirds billiger. 81 Great Eastern Street | Tel. 75501000 | www.hoxtonhotels.com | U-Bahn: Old Street (Northern)
The Jenkins Hotel2007 renoviertes B&B-Hotel in Bloomsbury mit 12 individuell gestalteten En-suite-Zimmern. Garten, Tennisplätze. Szenen aus dem Agatha-Christie-Poirot-Krimi „Adventure of the Italian Nobleman“ wurden hier gedreht. 45 Cartwright Gardens | Tel. 73872067 | Fax 73833139 | www.jenkinshotel.demon.co.uk | U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
The Main HouseGroße, schicke Zimmer, gute Location: einen Steinwurf von der Portobello Road entfernt. Tee oder Kaffee gibts morgens aufs Zimmer, verbilligtes Frühstück bei Tom Conrans Notting-Hill-Delikatessencafé. Gästeräder. 4 Zi. | 6 Colville Road | Tel. 72219691 | www.themainhouse.co.uk | U-Bahn: Notting Hill Gate
3 Briar WalkDie sympathischen Lord und Lady Rennell of Rodd bieten eine Unterkunft mit Charakter im ruhigen Südwesten Londons, nahe Kew Gardens und dem wunderschönen Richmond Park. 2 Zi., 1 Ap. | 3 Briar Walk | Tel. 87852338 | Fax 87857338 | www.briarwalkbnb.com | U-Bahn: East Putney (District)
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Hotels Kategorie günstig
Garden Court HotelSympathisches Hotel in schöner Lage, mit Garten. 40 Zi. inkl. Frühstück | von £ 40 (Single mit Bad auf Gang) bis £ 130 (En-suite-Familienzi.) | 30-31 Kensington Gardens Sq. | Tel. 72292553 | Fax 77272749 | www.gardencourthotel.co.uk | U-Bahn: Bayswater (Circle, District)
Luna & Simone HotelSympathisch, sauber, beliebt. Achtung Langschläfer: Frühstück wird nur bis 8.30 Uhr serviert. 36 Zi. | 47 Belgrave Road | Tel. 78345897 | Fax 78282474 | www.lunasimonehotel.com | U-Bahn: Victoria (Circle, District, Victoria)
Ridgemount HotelTraditioneller Familienbetrieb mit treuen Stammkunden. Kleine Zimmer, die Hälfte mit eigenem Bad (Sechserzimmer £96). Garten. 32 Zi. | 65-67 Gower St. | Tel. 76361141 | Fax 76362558 | www.ridgemounthotel.co.uk | U-Bahn: Goodge Street (Northern)
Rushmore Hotel22 traditionell, doch individuell eingerichtete Zimmer mit trompe loeil-Wandgemälden. Frühstücksbüfett im schicken Wintergarten. Rezeption rund um die Uhr geöffnet. 11 Trebovir Road | Tel. 73703839 | Fax 73700274 | www.rushmore-hotel.co.uk | U-Bahn: Earls Court (District, Piccadilly)
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Jugendherbergen
The GeneratorDas größte Hostel der Stadt, in futuristisch-funktionalem Look, ist ideal für allein Reisende; Bar lange geöffnet. Rezeption, Internetcafé, Games Room 24 Std. geöffnet; kontinentales Frühstück inbegriffen. 854 Betten | ab £ 10 | Compton Place | 37 Tavistock Place | Tel. 73887666 | Fax 73887644 | www.the-generator.co.uk | U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
Museum InnRuhigstes der Londoner Astor-Hostels (www.astorhostels.com), mit Küchenbenutzung, Internetzugang und 24-Std.-Rezeption. Gegenüber dem British Museum. 100 Betten in 2-12-Bett-Zi. | (£ 15-25); nur bis 35 Jahre | 27 Montague St. | Tel. 75805360 | Fax 76367948 | U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
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Luxushotels
Courthouse KempinskiIn diesem ehemaligen Gerichtsgebäude war Charles Dickens Gerichtsreporter und mussten sich Oscar Wilde und Mick Jagger verantworten. Das Restaurantmenü inspiriert sich an der Seidenstraße. 116 Zi. | £340-2935 | 19-21 Great Marlborough St. | Tel. 72975555 | Fax 72975566 | www.courthousehotel.com | U-Bahn: Oxford Circus
The DorchesterDas Luxury Living in einem der berühmtesten Hotels der Welt beginnt schon unter der vergoldeten Decke der marmorgefliesten Eingangshalle. Elegant-modernes Design. Im Grill Room wird das perfekte Roastbeef serviert, in der Promenade ein gepflegter Afternoon Tea (£29.50). 250 Zi. | £425-3525 | 53 Park Lane | Tel. 76298888 | Fax 74090114 | www.dorchesterhotel.com | U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly)
The HempelMinimalistentempel auf der Nordseite des Hyde Park: das genaue Gegenteil von „bei Hempels unterm Sofa“! Die 46 Zimmer (£300-820) sind eine einzige Designsinfonie in Weiß-auf-Weiß, mit japanischem Touch. 31-35 Craven Hill Gardens | Tel. 72989000 | Fax 74024666 | www.the-hempel.co.uk | U-Bahn: Lancaster Gate (Central)
One AldwychHier wird der Luxus trendy: großzügige Zimmer und Suiten mit schweren Rohseidengardinen und riesigen Badewannen. Der Clou: ein 18 m langer Swimmingpool (24 Std. geöffnet) mit Unterwassermusik. 105 Zi. | £380-1580 | 1 Aldwych | Tel. 73001000 | Fax 73001001 | www.onealdwych.com | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
The RitzPuttin on the Ritz! Inbegriff pompöser Londoner Hoteltradition, mit Blick auf Green Park. Mit antiken Louis XVI.-Möbeln opulent ausgestattetete Zimmer, in Kombinationen der klassischen Ritz-Farbtöne Blau, Pfirsich, Pink und Gelb. Persönlicher Service wird groß geschrieben; hier sind weibliche Gäste noch „Madam“, männliche noch „Sir“. 133 Zi. | £385-2935 | 150 Piccadilly | Tel. 74938181 | Fax 74932687 | www.theritzlondon.com | U-Bahn: Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
Mit Kindern unterwegs
Shoppen, staunen, essen...
London hat auch für Kinder viel zu bieten
OK, eine ausgesprochen kinderfreundliche Stadt ist London nicht, trotzdem lässt sich hier mit den Kids viel erleben: im Science Museum oder im Natural History Museum, beim Shoppen, beim Durchstöbern der Parks oder einfach nur beim Fish&Chips-Essen. In den Kunstmuseen werden älteren Kindern viele Aktivitäten geboten. Im Restaurant werden Sie abends kaum ein Kind sehen. Tagsüber gibt es meist ein nettes childrens menu, allerdings oft nach dem Motto: Fischstäbchen in Dinosaurierform. Fragen Sie nach einem Kinderstuhl, high chair - an der Reaktion können Sie dann schon ablesen, wie child-friendly das Etablissement ist. Eine Alternative sind family restaurants, mit viel Plastik und abwischbaren Flächen. In Pubs sind Kinder nicht gern gesehen; im Barbereich und abends ist ihre Anwesenheit sogar gesetzlich verboten. Lesetipps: Jindra Capeks „Komm mit! London für Kinder“bringt kleineren Kindern acht Sehenswürdigkeiten nah, „Kommissar Kugelblitz in London“ist ein Ratekrimi mit Geheimfolie und Englischvokabeln für ältere Kinder. www.visitlondon.com/kids
Mit Kindern unterwegs
Mit Kindern unterwegs
Daisy & TomNett präsentiertes Kinderkaufhaus, mit allem, was man braucht: Kleidung, Bücher und - der Clou: Karussell und Puppentheater. 181-183 Kings Road | Tel. 73525000 | www.daisyandtom.com | U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
HamleysIm größten Spielzeugparadies des Landes können sich auch Erwachsene stundenlang beschäftigen und die verführerischen toys ausprobieren; oft führen Animateure die neuesten Gimmicks vor. Zur Vorweihnachtszeit verwandelt sich der siebenstöckige Traditionsladen je nach Stimmung ins Paradies oder die Vorhölle. 188-196 Regent Street | Tel. (0)870/3332455 | www.hamleys.com | U-Bahn: Oxford Circus
London Wetland CentreIn diesem Feuchtgebietsprojekt kann die ganze Familie von einem Beobachtungshäuschen oder dem verglasten Bird Airport Ausschau halten nach den 170 hier lebenden Vogelarten. Plus: Explore-Abenteuerareal. Im Sommer tgl. 9.30-18, Do bis 21, im Winter 9.30-17 Uhr | £7.25 inkl. Führungen 11, 14 Uhr | Queen Elizabeths Walk | Tel. 84094400 | www.wwt.org.uk | U-Bahn: Hammersmith (District, Hammersmith & City, Piccadilly)
London ZooBerühmter Zoo an der Nordseite von Regents Park. Neu: Rainforest Lookout, die Family läuft durch einen tropischen Regenwald (tgl. 10-17.30, im Winter bis 16 Uhr | £14.50 | www.londonzoo.co.uk | U-Bahn: Baker Street). Fahren Sie für 50p mehr mit dem Boot von „Little Venice“ über den Regents Canal in den Zoo ein (einfache Fahrt inkl. Zooeintritt £15) U-Bahn: Warwick Avenue, Bakerloo
Puppet Theatre BargePuppenspiel auf dem Schiff. Sa/So 15 Uhr, in den Schulferien tgl. | Little Venice (gegenüber 35 Blomfield Road) | Tel. 72496876 (Winter) Tel. (0)7836/202745 (Sommer) | www.puppetbarge.com | U-Bahn: Warwick Avenue (Bakerloo)
Rainforest CaféErlebnis-Essen im Dschungel: „Rainforest Enchiladas„, „Congo Pasta„, etc. Vielleicht laden die Barhocker der „Mushroom Bar“ in Tierform Ihre Kinder sogar zum Sitzenbleiben ein. 20 Shaftesbury Ave. | Tel. 74343111 | www.therainforestcafe.co.uk | U-Bahn: Piccadilly Circus
T.G.I. FridaysPizza, Chickenstäbchen, Burger, Smoothies - und zum Abschluss eine „Tasse Dreck„: Schokopudding, Matschkekse und Fruchtgummi-Würmer. Gut: Activity Packs und nettes Personal. 6 Bedford St. | Tel. 73790585 | www.tgifridays.com | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Insider-Tipp
Buckingham Palace
Wenn Buckingham Palace geschlossen ist ...: Bewundern Sie in der Queens Gallery ganzjährig die Michelangelos, Holbeins, Rembrandts und Canalettos von Elizabeth II.
Bevis Marks
Älteste Synagoge: Eine Führung durch die Bevis-Marks-Synagoge zeigt eine besondere Facette des Londoner Kulturmix
London Eye
Na denn Cheers!: Beim Champagner-Flug im London Eye mit einem leckeren Fläschchen über London schweben
Teasmith
Teatime: Lassen Sie sich vom „Teeschmied“ ein Tässchen aufbrühen
Bar Bruno
All-Day-Breakfast: Stärken Sie sich bei traditionellen Würstchen, Baked Beans, Spiegelei und Tee im Bar Bruno-Frühstückscafé
Hummus Bros
Hummus Bros: Günstige Nahost-Snacks in Soho in der ersten Hummus-Bar Großbritanniens
Masala Zone
Low-Budget-Indisch: Superbeliebt und günstig: das Restaurant Masala Zone in Soho
Silver Vaults
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Top Highlights
Buckingham Palace
Seit Königin Viktorias Thronbesteigung 1837 ständige Residenz des britischen Monarchen in London. Das gewaltige Victoria Memorial vor der Ostfassade gedenkt der Königin, die ein Zeitalter bestimmte. Wenn Elizabeth II. zu Hause ist, weht die königseigene rot-gold-blaue Royal Standardflagge vom Dach des klotzigen klassizistischen Gebäudes (1703), wenn nicht, der britische Union Jack. Im August und September, während der schottischen Sommerfrische der Queen, sind zwei Dutzend der über 600 Zimmer für das Publikum geöffnet (£15 | Tel. 77667300 | www.royal.gov.uk). Ständig zugänglich sind die neoklassizistische Queens Gallery mit den Schätzen der riesigen königlichen Sammlung alter Meister (tgl. 10 bis 17.30 Uhr | £8) und der königliche Marstall, Royal Mews, mit Her Majestys Pferden und der prachtvoll vergoldeten Staatskarosse aus dem 18. Jh. (Ende März-Okt. tgl. außer Fr 11-16 Uhr, Aug./Sept. tgl. 10-17 Uhr | £7 | www.royalresidences.com) | U-Bahn: Victoria
Houses of Parliament & Big Ben
Die „Mutter aller Parlamente“ kennt man von unzähligen Postkarten, Untersetzern und Kühlschrankmagneten. Doch wer Charles Barrys Glanzstück spätviktorianischer Neogotik mit seinen goldenen Türmchen, Fialen und Filigranwerk zum ersten Mal live sieht, wird nicht enttäuscht sein. Die imposante Westminster Hall von 1099 mit ihrem Eichen-Hammerbeam-Dach ist das Einzige, was von dem mittelalterlichen Palace of Westminster noch übrig ist. Der Glockenturm Big Ben ist ein Wahrzeichen Londons, und die berühmte, 13 t schwere Glocke schlägt jede Stunde und markiert die BBC-Radionachrichten. Hier debattieren das Unterhaus (House of Commons), die Legislative, und das Oberhaus (House of Lords), das Gesetze nur mehr verzögern kann. Nur noch 92 erbliche Lords sitzen hier, und die Reform des Oberhauses bleibt ein harter Knochen für die Politik. Die Debatten beider Häuser sind öffentlich zugänglich, im Unterhaus sind sie lebendiger: Mo/Di 14.30-22.30, Mi 11.30-19.30, Do 10.30-18.30, manchmal Fr 9.30-15 Uhr. In der Sommerpause öffnen Ober- und Unterhaus ihre Tore; Führungen (alle 15 Min., Dauer 75 Min. £12); deutschsprachige Führungen tgl. 10, 11.45, 14, 15.45 Uhr | www.parliament.uk | U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Tate Britain
Das neoklassizistische Gebäude versammelt britische Kunst vom 16. Jh. bis heute. Die Sammlung geht auf den Zuckermagnaten Sir Henry Tate zurück und umfasst die moralisch-narrativen Gemälde William Hogarths, die poetisch-religiösen Visionen William Blakes, die pastoralen Landschaften Thomas Gainsboroughs und John Constables, die Natur- und Frauenmystik der Präraffaeliten, die verstörende Bildwelt eines Francis Bacon und die anthropomorphen Skulpturen Henry Moores. Lucian Freuds neorealistische Portraits haben Sigmund Freuds Enkel zum bekanntesten zeitgenössischen englischen Maler gemacht. Nicht versäumen: die „Turners“ in der Clore Gallery. Joseph Mallard William Turner (1775-1851) ist der wichtigste Maler der englischen Kunstgeschichte, ein Meister des stimmungsvollen Spiels mit Licht und Schatten. Jedes Jahr ab Mitte Oktober zeigt Tate Britain das Werk jener vier Künstler, die für den wichtigen Turner Prize, der im Dezember verliehen wird, in die engere Wahl gekommen sind. Tgl. 10-17.50 Uhr, kostenlose Führungen Mo-Fr 11, 12, 15, Sa/So 12, 15 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 18-22 Uhr Entertainment | Bar | Ausstellungen zum halben Preis | Millbank | www.tate.org.uk | U-Bahn: Pimlico (Victoria)
Westminster Abbey
Krönungskirche der Royals und Grabkirche der High Society. Edward the Confessor ließ sich hier 1066 eine Kirche bauen - und starb eine Woche nach ihrer Weihung. Edwards Nachfolger William the Conqueror wurde am Weihnachtstag 1066 zum König gekrönt. Vom Originalbau ist zurzeit nur die normannische Krypta zu besichtigen. Das gotische Kirchenschiff des Neubaus (13. Jh.) ist gefüllt mit über 600 Denkmälern, Gedenktafeln und Grabplatten. Die Henry VII Chapel aus dem frühen 16. Jh. ziert ein spektakuläres Fächergewölbe im „Perpendicular Style“. 3300 berühmte Briten liegen hier begraben: Wissenschaftler wie Isaac Newton und Charles Darwin, Komponisten wie Henry Purcell und Georg Friedrich Händel und Politiker wie William Pitt der Jüngere und W. E. Gladstone. In Poets Corner finden Sie die Gräber von Geoffrey Chaucer („Canterbury Tales“, 1400) und Charles Dickens; an viele andere erinnern Gedenktafeln. Der Dramatiker Ben Jonson ließ sich 1637 aus Kostengründen stehend beerdigen! Achten Sie auf die Gedenkstatue des 1945 ermordeten deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer über dem Hauptportal. Die beiden Türme wurden 1745 von Christopher Wrens Schüler Nicholas Hawksmoor (1661-1736) hinzugefügt. Am 2. Juni 1953 verfolgten hier über 8000 Menschen die Krönung von Elizabeth II. live mit. Kommen Sie früh, oder nehmen Sie werktags an einem Abendgottesdienst (Evensong | 17 Uhr | Eintritt frei) teil. | Mo, Di, Do, Fr, 9.30-15.45, Mi bis 19, Sa bis 13.45 Uhr, So nur Gottesdienste | £10 | Führungen (90 Min.) £5 | Audioguide £4 | 20 Deans Yard | www.westminster-abbey.org | U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
British Museum
Weltberühmtes Nationalmuseum, kulturelles Archiv der Welt und Londons populärste Attraktion. Der neoklassizistische Greek Revival-Stil des Gebäudes wird innen wunderbar durch Norman Fosters glasüberdachten Great Court komplementiert (So-Mi 9-18, Do-Sa 9-23 Uhr). Dieser größte überdachte Innenraum in Europa umfasst das überkuppelte Rondell des berühmten Lesesaals, in dem Karl Marx „Das Kapital“ schrieb. Am besten auf die Highlights beschränken: die Schätze der Sutton-Hoo-Schiffsbestattung des angelsächsischen Stammesfürsten Redwald (7. Jh.), die Lewis-Schachfiguren (12. Jh.), die Lindow Man-Torfmumie, die ägyptischen Rosetta Stone-Hieroglyphen. Ein heißes Eisen bleiben die Elgin Marbles, Marmorstatuen, Reiterskulpturen und Friese aus dem 5. Jh. v. Chr., von Lord Elgin Anfang des 19. Jhs. vom Athener Parthenon nach England verschifft, die Athen zurückverlangt. | Mo-Mi, Sa/So 10-17.30, Do/Fr 10 bis 20.30 Uhr, Highlight-Führungen (90 Min. £ 8) tgl. 10.30, 13, 15 Uhr | Eintritt frei | kürzere „Eye Opener“-Führungen kostenfrei | Great Russell Street | www.thebritishmuseum.ac.uk | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
National Gallery
Eine der bedeutendsten Sammlungen Alter Meister (1250-1900) Europas. Nicht verpassen: Jan Van Eycks „The Arnolfini Wedding“, John Constables „The Hay Wain“ und Raffaels „Madonna of the Pinks“ (1507/08). Beim langen Museumsabend am Mittwoch gibt es Livemusik (Extraführungen 18 und 18.30 Uhr). Tgl. 10-18, Mi 10-21 Uhr, tgl. Führungen 11.30 und 14.30 Uhr | Eintritt frei | Trafalgar Square | www.nationalgallery.org.uk | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
National Portrait Gallery
Vielleicht die unterhaltsamste Art, sich britischer Geschichte und Kultur zu nähern: Porträts aus fünf Jahrhunderten, von Tudor-Königin Elizabeth I. und dem einzigen bekannten Bild William Shakespeares zu den aktuellen Porträts der Queen und anderer VIPs aus Wissenschaft, Literatur, Pop. Einen wunderbaren Blick über Trafalgar Square, Whitehall und Houses of Parliament bietet das Rooftop Restaurant. MP3-Audioguide £2 | Mo-Mi, Sa/So 10-18, Do/Fr 10-21 Uhr | Eintritt frei | 2 St Martins Place | www.npg.org.uk | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
St Pauls Cathedral
Eine dem heiligen Paulus gewidmete Kirche steht hier seit 604, und als der Vorgänger der aktuellen Kirche, die riesige gotische Old St Pauls, 1666 niederbrannte, war die Stunde für Christopher Wrens Meisterwerk gekommen. Der Schlussstein wurde 1711 gesetzt, in der Regierungszeit von Queen Anne, deren Statue vor der mächtigen, von barocken Doppeltürmen flankierten Westfront kurioserweise St Pauls den Rücken zudreht. Im Zweiten Weltkrieg wurde St Pauls enorme bleigedeckte Kuppel im Kreuzfeuer der Luftangriffe zum Symbol für Londoner Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit. In der Krypta liegen die britischen Helden General Wellington und Admiral Nelson begraben. Vom südlichen Seitenschiff aus geht es an trompe-lœil-Fresken vorbei - gegen Wrens Willen eingesetzt - nach oben. Flüstern Sie auf der Whispering Gallery in die Wand, und auf der gegenüberliegenden Seite, über 30 m entfernt, kann man Sie verstehen. Theoretisch - das Problem ist, dass Sie nicht die Einzigen sein werden, die das ausprobieren. Von der obersten Golden Gallery haben Sie einen phantastischen Blick auf die Stadt. Mo-Sa 8.30-16 Uhr | £9,50 | So Gottesdienste | Führungen 11, 11.30, 13.30 und 14 Uhr (£3) | Audioguide (auch deutsch) £ 3.50 | www.stpauls.co.uk | U-Bahn: St Pauls (Central)
Tower of London
Die Keimzelle des alten London ist ein faszinierender Komplex mit einer 900 Jahre alten Geschichte u.a. als königliche Residenz, Gefängnis, Waffenlager, Münzprägestätte und Safe für die Kronjuwelen. Herzstück der Unesco-Welterbestätte ist der White Tower, begonnen 1076, zur Zeit Williams des Eroberers; hier sehen Sie die Rüstung Heinrichs VIII. und die normannische Chapel of St John (1080), den ältesten erhaltenen Sakralbau der Stadt. Illustre Gefangene wie Walter Raleigh und Lady Jane Grey wurden auf der Themsenseite durchs Traitors Gate, das „Verrätertor“, in den Tower gebracht. Im Bloody Tower ließ der berüchtigte Duke of Gloucester, der zukünftige Richard III., seine beiden Neffen, 10 und 12 Jahre alt, einsperren: „zu ihrer eigenen Sicherheit“. Ob er sie auch ermorden ließ, ist nur eines der Mysterien des Towers. Im Jewel Tower trägt Sie ein Förderband zügig an den Kronjuwelen vorbei: u.a. an der Krone der 2002 verstorbenen Queen Mother mit dem Koh-i-Noor-Diamanten (1937) und an der riesigen dekorativen Punch Bowl-Schale (235 kg). Kommen Sie früh, bevor zu viele Reisegruppen den historischen Zauber des Towers schmälern, und schließen Sie sich einer Beefeater-Führung an (alle 30 Min.). Die „Fleischesser“ sind die - traditionell privilegierten - Tower-Wächter. Die Flügel der Raben sind gestutzt; denn wenn die Raben den Tower verlassen, so die Legende, fällt die Monarchie. Ein Denkmal erinnert an die im Tower Hingerichteten - zuletzt ein deutscher Kriegsgefangener 1941. März-Okt. Di-Sa 9-18, So/Mo 10 bis 18, Nov.-Feb. Di-Sa 9-17, So/ Mo 10-17 Uhr | £16 (Audioguide, auch deutsch £3.50) | www.hrp.org.uk | U-Bahn: Tower Hill (Circle, District)
London Eye
Die beste Attraktion Londons; es sei denn, man hat Höhenangst! Das größte Riesenrad der Welt (135 m) wurde 2000 am Themseufer aufgestellt. Der Blick aus den verglasten Kapseln, die je 25 Passagiere fassen, ist unschlagbar; an klaren Tagen können Sie kilometerweit sehen, abends romantisch über den Lichtern der Stadt schweben. In der Hochsaison und am Wochenende Tickets vorbuchen; sonst bei schönem Wetter spontan in die Schlange stellen. Noch stilvoller: Champagner-Flug (£29.50): Stoßen Sie mit einem Glas über den Dächern von London an. Okt.-Mai tgl. 10-20, Juni-Sept 10-21 Uhr, eine Woche im Jan. geschl. | £15 (£ 13.50 online) | Tel. (0)870/5000600 | www.londoneye.com | U-Bahn: Waterloo, Westminster (Circle, District)
Tate Modern
Seit der Eröffnung im Jahr 2000, als die immense Sammlung der Tate Gallery auf zwei Museen aufgeteilt wurde, ist Tate Modern der Star am Londoner Museenhimmel. Internationale moderne Kunst, präsentiert auf einer Fläche von mehr als 12000 m² in einem ehemaligen Kraftwerk. Der riesige Backsteinbau an der Themse wurde von dem Schweizer Architektenteam Herzog & de Meuron umgebaut (10-min. Architektur-Audiotour £ 1). Die Sammlung mit allen großen Namen des 20. Jhs. - Matisse, Picasso, Pollock, Rothko, Warhol - ist nicht chronologisch geordnet, sondern nach Themen. In der Turbine Hall befindet sich die größte Kunstbuchhandlung Europas. Vom Café im 7. Stock haben Sie einen weiten Blick über London. Mo-So 10-18, Fr/Sa 10-22 Uhr | Eintritt frei | Bankside | www.tate.org.uk | U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Tower Bridge
Die neogotischen Doppeltürme (1894) sind neben Big Ben das bekannteste Wahrzeichen Londons. Die Tower Bridge Exhibition (Zugang vom Nordturm) führt Sie in den viktorianischen Maschinenraum mit den originalen Dampfmotoren; von den verglasten Fußgänger-Walkways haben Sie eine ungewöhnliche Aussicht auf die Themse. April-Sept. tgl. 10 bis 18.30, Okt.-März 9.30-18 Uhr | £5.50 | nur Walkways: £4 | www.towerbridge.org.uk | U-Bahn. Tower Hill (Circle, District)
Greenwich
Im alten Viertel der britischen Seefahrer im Südosten der Stadt wittert London Meeresluft. Nehmen Sie sich einen Tag Zeit, um das Unesco-Welterbe zu entdecken. Nahe dem letzten Teeklipper „Cutty Sark“, nach einem Feuer erst Ende 2008 wieder zugänglich (www.cuttysark.org.uk) liegt der überkuppelte Eingang zum Fußgängertunnel unter der Themse. Bewundern Sie im Old Royal Naval College die barocke Symbolik der Deckengemälde in der Painted Hall und die reich verzierte Kapelle gegenüber (www.oldroyalnavalcollege.org), und spazieren Sie zwischen den uralten Bäumen des schönsten Londoner Parks bergauf, vorbei am National Maritime Museum mit Captain Cooks Sextanten, „Titanic„-Memorabilia und die weltgrößte Sammlung maritimer Kunst. Die Welt stellt ihre Uhren nach Greenwich Mean Time, und auf dem Nullmeridian vor dem Royal Observatory stehen Sie mit einem Bein in der britischen, mit dem anderen in der mitteleuropäischen Zeitzone, eine Stunde voraus (tgl. 10-17, im Sommer bis 18 Uhr). Neu ist das Planetarium: Die bronzene Kegel lehnt sich im Winkel in Richtung Polarstern (Himmelsshow: tgl. 13, 14, 15, 16, Sa/So auch 11 und 12 Uhr | £6). Vom Hügel haben Sie einen tollen Blick auf die Docklands mit Canary Wharf, Londons Antwort auf Manhattan. | www.nmm.ac.uk | U-Bahn: Greenwich | DLR: Cutty Sark | Boot von Westminster Pier: £7.20
Kew Gardens
In den königlichen botanischen Gärten (Unesco-Welterbe) haben die Gärtner auf über 120 ha klimatische Bedingungen geschaffen, in denen fast jede Pflanze der Welt wachsen kann. In den riesigen viktorianischen Gewächshäusern streben exotische Farne, Bambus und Bananenpalmen in die Höhe. Das Kew Explorer-Bähnchen (£ 3.50) fährt acht Haltestellen an. Tgl. Führungen (1 Std.) 11, 14 Uhr (15 Min. vorher anmelden). Jetzt auch zu besichtigen: Kew Palace (1631), wo der „verrückte“ George III. wohnte und die Queen ihren 80. feierte (März-Okt. | £5). Nehmen Sie im Sommer das Boot zwischen Kew und Westminster (April-Okt. | £10.50 | 90 Min.). | tgl. ab 9.30, variable Schließzeiten zwischen 16.15 und 19.30 Uhr | Kew Road | £12.25 | Tel. 83325655 | www.kew.org | U-Bahn: Kew Gardens (District)
The Ritz
Tea at the Ritz, zwischen Marmorsäulen und Kronleuchtern, ist ein High-Society-Ritual. Für £ 35 gibts feinsten Tee, delikate Sandwiches, Scones, Cake, Patisserien. Für Herren sind Jackett und Krawatte Pflicht. Reservieren! Tgl. 11.30, 13.30, 15.30, 17.30, 19.30 Uhr (bei der letzten Sitzung gibts ein Glas Champagner gratis). | 150 Piccadilly | Tel. 74938181 | www.theritzhotel.co.uk | U-Bahn. Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
Inn the Park
Wie sagen doch die Briten: location, location! Sehr angesagtes, luftig gestyltes und holzgetäfeltes Restaurant am Teich im St Jamess Park. Es gibt originelle Menüs, auch wenn die Portionen für diese Preise etwas knapp bemessen sind. Setzen Sie sich zum gemütlichen Frühstück auf die Terrasse oder schnappen Sie sich einen Picknickkorb (£7,50-45) und lassen Sie sich damit auf einer Wiese im Park nieder. Tel. 74519999 | www.innthepark.com | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern) | €€
Rules
Das älteste Restaurant Londons (seit 1798), berühmt für Steaks und Wildgerichte aus eigenen Jagdgründen, Austern und Pies; wirkt wie ein altes englisches Landhaus: Holztäfelungen, schwere Vorhänge, Samtbezüge, die Wände mit Gemälden, Drucken und Jagdtrophäen vollgehängt. Prachtvolles Oberlicht. Sie können auch in Euro zahlen! Tgl. bis 24 Uhr | 35 Maiden Lane | Tel. 78365314 | www.rules.co.uk |U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly) | €€
Amaya
Authentische indische Spezialitäten im schicken Belgravia, serviert in hellem, zeitgenössischem Design. Amaya India Bar & Grill. Halkin Arcade | Motcomb Street | Tel. 78231166 | www.realindianfood.com | U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly) | €€€
Sardo
Dieses wunderbare, einfach eingerichtete sardische Restaurant eignet sich für den romantischen Abend so gut wie für eine Gruppenbuchung. Versuchen Sie Malloreddus-Hartweizennudeln, Pane frattau (hauchdünnes Brot mit Tomatensoße, Pecorino, Parmesan und pochiertem Ei) oder Sebadas (mit Pecorino gefüllter Blätterteig mit Honig). Sa mittags und So geschl. | 45 Grafton Way | Tel. 73872521 | www.sardo-restaurant.com | U-Bahn: Warren Street (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan) | €€
The Maze
Das neueste Restaurant unter der gastro-künstlerischen Leitung von Starkoch Gordon Ramsay ist der aktuelle Liebling der Gastrokritiker. Asiatisch inspirierte französische Küche mit vielen kleinen Gerichten zum Ausprobieren. Für gut betuchte Gruppen bis 6 Personen: Reservieren Sie einen Platz am Chefs Table - in der Küche! Posten auf dem À-la-carte-Menü £8-29,50. Tgl. | 10-13 Grosvenor Square | Tel. 71070000 | www.gordonramsay.com | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Harrods
Hinter der ornamentalen Terrakottafassade und den grünen Markisen verbirgt sich eins der berühmtesten Kaufhäuser der Welt, das sich seit seiner Eröffnung 1849 rühmt, alles überallhin zu liefern, an jeden: „Omnia, Omnibus, Ubique“. Die Londoner Institution hat über 5000 Angestellte und 300 Abteilungen. Besonders beliebt: die opulent getäfelte Jugendstil-Food Hall. Seit 1985 gehört Harrods dem ägyptischen Geschäftsmann Mohammed Al Fayed, und der Springbrunnenschrein für seinen Sohn Dodi und Prinzessin Di in der Egyptian Hall ist zu einer Attraktion geworden. Achtung, es gilt eine Kleiderordnung: Sport-Shorts, Badeschlappen, abgeschnittene Jeans oder bauchfreie Tops sind tabu, Rucksäcke müssen abgenommen werden. 87-135 Brompton Road | www.harrods.com | U-Bahn: Knights-bridge (Piccadilly)
Liberty
Das schicke Kaufhaus mit der auffälligen Fachwerkfassade im Tudor-Stil und seiner wunderschönen offenen Innenhalle ist spezialisiert auf ausgefallene Stoffe, Mode, Teppiche und Accessoires. Die Umlaufgalerien und knarrenden Treppenstufen wurden aus den Balken der letzten beiden hölzernen britischen Kriegsschiffe geschnitzt. Die berühmten Liberty-Drucke (Blümchen, Paisley, Pfingstrosen) gibt es als Notizbücher, Schals, Kosmetiktaschen oder am laufenden Meter zu kaufen. 210-220 Regent St. | www.liberty.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Piccadilly)
Fortnum & Mason
Wunderbar exzentrisch, sehr englisch. Haupt-Touristenmagnet ist die berühmte Feinkostabteilung mit Marmorsäulen und Kronleuchtern; Hoflieferant seit 1707. Auch Mode, Accessoires, Geschenke, Afternoon Tea. 181 Piccadilly | www.fortnumandmason.co.uk | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Portobello Road Market
Londons bester Straßenmarkt: Antiquitäten, Trödel, Obst und Gemüse, Kleidung, Haushaltswaren, CDs, Schmuck etc. Am besten vom Notting-Hill-Ende aus anfangen. Sa | Portobello/Golborne Rd. | www.portobelloroad.co.uk | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
TopShop
Funkiger, hektischer Teeniemode-tempel mit schnell wechselndem Sortiment. Hier kaufen auch Supermodels Designerkopien zu günstigen Preisen. Großer Run auf die Kate-Moss-Kollektion (katemosstopshop.com), vom Topmodel entworfen. 36 bis 38 Great Castle Street | www.topshop.co.uk | U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Lonsdale
Von der U-Bahn-Station Notting Hill Gate führt ein schöner Spaziergang durch die berühmte Portobello Road zu dieser preisgekrönten Bar mit spektakulärem Design und relaxter Atmosphäre. Probieren Sie einen alkoholfreien Apfel-Mojito! Mo-Do 18-24, Fr/Sa bis 1, So bis 23.30 Uhr | 48 Lonsdale Road | Tel. 77274080 | www.thelonsdale.co.uk | U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
The Rooftop Bar
Nicht billig, aber von der schicken Cocktailbar-Dachterrasse des Trafalgar-Hotels haben Sie einen Superblick. Mo-Fr 17-23, Sa 2.30-23 Uhr | 2 Spring Gardens | Tel. 78702900 | www.thetrafalgar.com | U-Bahn: Charing Cross
Black Friar
Der schönste Arts & Crafts-Jugendstil-Pub in London auf dem Gelände eines ehemaligen Dominikanerklosters. Über den Eingang des keilförmigen Gebäudes wacht die lächelnde Galionsfigur eines korpulenten Dominikanermönchs, innen trinkt eine bunt gemischte Klientel an Holztischen. Sie sind sich bei den Ales nicht sicher? „Sip before you sup“: ein kostenloser Probeschluck. Tgl. | 174 Queen Victoria St. | Tel. 72365474 | U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
The Dove
400 Jahre alter, wunderbar atmosphärischer Pub. Der Wintergarten über der Terrasse ist nicht nur für das Oxford-Cambridge-Bootsrennen im März ein idealer Aussichtspunkt. | 19 Upper Mall | Tel. 87489474 | U-Bahn: Hammersmith (Hammersmith & City) oder Ravenscourt Park (District)
Fabric
Weitläufiger, beliebter Megaclub in einer ehemaligen Fleischlagerhalle. Die coole, aber nicht zu gespreizte Klientel tanzt auf dem vibrierenden Bodysonic-Dancefloor. Fr/Sa bilden sich meist lange Schlangen. £ 12-15 | 77A Charterhouse Street | Tel. 73368898 | www.fabriclondon.com | U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
Wigmore Hall
Weltberühmte Konzerthalle, besonders für Kammermusik, mit hervorragender Akustik und Art-Nouveau-Dekor. Sympathisch: So 11.30 Uhr Coffee Concerts (£ 10) inklusive Programm, Kaffee/Sherry. Sommerpause: Juli/Aug. | 36 Wigmore Street | Tel. 79352141 | www.wigmore-hall.org.uk | U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
English National Opera
Die ENO im Coliseum ist die Heimat des klassischen Opernrepertoires in englischer Sprache. Volksnah: Karten für die Abendvorstellung, day seats, £10-15 (maximal zwei Stück) ab 10 Uhr; Papp-Operngläser für £3! Nach großer Diskussion: Seit 2006 gibts Übertitel. Tickets £10-85 | St Martins Lane | Tel. (0)870/1450200 | www.eno.org | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Sadlers Wells Theatre
Im führenden Tanztheater des Landes sehen Sie die besten britischen und internationalen Compagnien. | £ 10 bis 40 | Rosebery Avenue | Tel. (0)870/7377737 | www.sadlers-wells.com | U-Bahn: Angel (Northern)
Hazlitts
Wunderbar altmodisches Literatenhotel im Herzen von Soho. Der Essayist und Kritiker William Hazlitt (1778-1830) lebte und starb hier, der Legende nach an exorbitant hohem Teekonsum. 23 Zi. | 6 Frith Street | Soho Square | Tel. 74341771 | Fax 74391524 | www.hazlittshotel.com | U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
The Fielding Hotel
Superzentral gelegen fürs West End, dennoch eine ruhige Location in einem Innenhof gegenüber dem Royal Opera House; sehr beliebt bei Schauspielern. Kein Frühstück, aber dafür gibt es viele nette Cafés gleich vor der Haustür. 24 Zi. | 4 Broad Court | Bow Street | Tel. 78368305 | Fax 74970064 | www.the-fielding-hotel.co.uk | U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
The Jenkins Hotel
2007 renoviertes B&B-Hotel in Bloomsbury mit 12 individuell gestalteten En-suite-Zimmern. Garten, Tennisplätze. Szenen aus dem Agatha-Christie-Poirot-Krimi „Adventure of the Italian Nobleman“ wurden hier gedreht. 45 Cartwright Gardens | Tel. 73872067 | Fax 73833139 | www.jenkinshotel.demon.co.uk | U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
The Generator
Das größte Hostel der Stadt, in futuristisch-funktionalem Look, ist ideal für allein Reisende; Bar lange geöffnet. Rezeption, Internetcafé, Games Room 24 Std. geöffnet; kontinentales Frühstück inbegriffen. 854 Betten | ab £ 10 | Compton Place | 37 Tavistock Place | Tel. 73887666 | Fax 73887644 | www.the-generator.co.uk | U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
The Dorchester
Das Luxury Living in einem der berühmtesten Hotels der Welt beginnt schon unter der vergoldeten Decke der marmorgefliesten Eingangshalle. Elegant-modernes Design. Im Grill Room wird das perfekte Roastbeef serviert, in der Promenade ein gepflegter Afternoon Tea (£29.50). 250 Zi. | £425-3525 | 53 Park Lane | Tel. 76298888 | Fax 74090114 | www.dorchesterhotel.com | U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly)
The Ritz
Puttin on the Ritz! Inbegriff pompöser Londoner Hoteltradition, mit Blick auf Green Park. Mit antiken Louis XVI.-Möbeln opulent ausgestattetete Zimmer, in Kombinationen der klassischen Ritz-Farbtöne Blau, Pfirsich, Pink und Gelb. Persönlicher Service wird groß geschrieben; hier sind weibliche Gäste noch „Madam“, männliche noch „Sir“. 133 Zi. | £385-2935 | 150 Piccadilly | Tel. 74938181 | Fax 74932687 | www.theritzlondon.com | U-Bahn: Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
Auftakt
Was für eine Stadt!
Die Essenz von London … well, der Kontrast! Top-Museen neben trendigen Shops, royale Repräsentations-Architektur aus fünf Jahrhunderten neben Graffiti und Installationen, hohe Kochkunst (ja doch!) neben Hot Curry. Entdecken Sie die Parks der grünsten Großstadt Europas, genehmigen Sie sich ein pint im gemütlich-schummrigen Pub oder versinken Sie mit Tee und scones im Polstersessel, shoppen Sie auf schrägen Märkten und in Brit-Chic-Designerläden - und probieren Sie sich jeden Abend durch eine andere Gastrowelt. London trägt 2000 Jahre Stadtgeschichte locker - heute Bärenfellmütze, morgen Baseballkappe -und macht die Trends, die wir morgen bei uns sehen, ohne dabei je die Bodenhaftung zu verlieren.
Dreißig Millionen Besucher pro Jahr können nicht irren. Rote Doppeldeckerbusse, der goldene Turm von Big Ben, die mächtige Kuppel von St Pauls Cathedral, die Zuckerbäckergotik der Tower Bridge: London ist eine Stadt, die jeder einmal gesehen haben sollte - und an der man bei jedem Besuch neue Seiten entdeckt.
London ist immer in Bewegung und hält zugleich seine 2000-jährige Geschichte lebendig. Es ist dieser Kontrast zwischen Tradition und Moderne, zwischen den Bärenfellmützen der königlichen Wachablösung und den neuesten Modetrends auf der Straße, zwischen dem traditionellen Afternoon Tea im Ritz und den bengalischen Currys der Brick Lane, der den Reiz der englischen Hauptstadt ausmacht. In London leben 7 Mio. Menschen, hier ist das Zentrum der britischen Politik, der Finanz- und Medienwelt, der Kultur - mit Museen und Theatern von Weltrang und einer lebendigen Restaurantszene. Hier werden internationale Musik- und Modetrends gemacht. Seit dem Jahrtausendwechsel präsentiert sich London in frischem Gewand, mit einer neuen Skyline, neu gestylten Museen und der ambitioniertesten Architektur Europas.
Wo heute die Finanzbroker in der City zur Arbeit eilen, begann vor gut 2000 Jahren die Stadtgeschichte Londons als römischer Handelsplatz Londinium. Es folgten als Besatzer Angelsachsen und Wikinger. Der Sieg der Normannen bei der Schlacht von Hastings 1066 um die Krönungsnachfolge des letzten angelsächsischen Königs Edward the Confessor, des Begründers von Westminster Abbey, sollte dann das letzte Mal sein, dass die Stadt eingenommen wurde. Im weiteren Verlauf des Mittelalters wuchs London zum Zentrum für Parlament, Königshaus und Handel aus den zwei Zentren City und Westminster am nördlichen Themseufer heran. Wirklich geplant wurde die Stadt nie. Nachdem die Flammen des Great Fire of London 1666 gut vier Fünftel der Holzhäuser verschlungen hatten, wurden immer wieder Gelegenheiten zu einer organisierten Stadtplanung verpasst, was der Metropole einen sympathisch zusammengewürfelten Anstrich verleiht. London ist aus Teilen zusammengewachsen: dem exklusiven Mayfair mit bürgerlichen Stadthäusern, St James, dem Viertel der gediegenen Clubs, dem „Lasterviertel“ Soho mit seinen Stripclubs, Bloomsbury, dem Intellektuellenviertel des 20. Jhs., Greenwich mit seinem maritimen Flair, dem grünen Hampstead - ein homogenes Ganzes ist nie entstanden. Traditionell verstanden sich die Cockneys (der Ursprung des Wortes ist unklar), geboren in Hörweite der Kirchenglocken von St-Mary-le-Bow im East End, als die wahren Londoner. Doch den „typischen“ Londoner gibt es schon lange nicht mehr. Spätestens mit dem 17. Jh., als sich hugenottische Seidenweber aus Frankreich im East End niederließen, wurde London eine kosmopolitische Stadt. Im 19. Jh. kamen die Iren auf der Suche nach Arbeit; in den 1950er-Jahren folgte ein Schwung Einwanderer aus den karibischen Commonwealth-Staaten. Sie alle bauten eigene soziale Netze auf und bewahrten Teile ihrer Traditionen. Andere wiederum kamen und gingen: der Philosoph der französischen Aufklärung Voltaire suchte 1726 das Exil im toleranten London, Mahatma Gandhi ließ sich während seines Jurastudiums Ende des 19. Jhs. von englischen Sozialisten und dem Dramatiker George Bernard Shaw inspirieren, und Hampstead sollte der letzte Wohnort des vor den Nazis fliehenden Sigmund Freud sein. Heute braucht man sich für einen Querschnitt durch die Londoner Bevölkerung nur in der U-Bahn umzusehen: ein Citymanager in Nadelstreifen neben einem afrokaribischen Teenager mit Dreadlocks, eine chinesische alte Dame, ein junger Skater in Sportdesigner-Labels neben der Bengalin im Sari. Die Bombenanschläge von 2005 haben die Weltoffenheit und multikulturelle Lebensart der Stadt nicht wirklich in Frage stellen können.
London ist nicht gleich England, aber bestimmte englische Charakterzüge - eine gewisse Reserviertheit, Höflichkeit, ein toleranter Individualismus, Traditionsbewusstsein, Understatement, gepaart mit einem ausgeprägten Sinn für Selbstironie - bildet das Fundament der Koexistenz in der Großstadt. Denn dreißig Kulturen teilen sich diese multikulturelle Stadt; über ein Drittel der Londoner gehören einer ethnischen Minderheit an. Nur 40 Minuten vom Trafalgar Square entfernt kann man sich im nordwestlichen Vorort Southall zwischen indischer Radiomusik, Geschäften für Tunika-Hosenensembles und Curryaromen wie im Punjab fühlen. 300 Sprachen werden heute in der Mutterstadt der englischsprachigen Welt gesprochen, Erbe des britischen Empire, das sich zur Regierungszeit Königin Viktorias (1837 bis 1901) über ein Viertel des Globus erstreckte. Das heißt nicht, dass es nicht auch Misstöne gäbe: Auf den ersten Seiten der Boulevardblätter ist die Zuwanderung Thema Nummer 1.
Der alte Spitzname für London, „The Big Smoke“ (die „Große Rauchglocke“), ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als Industriesmog noch Leben forderte. Tatsächlich hat London mehr Grünflächen als jede andere Stadt vergleichbarer Größe. Schöne Spaziergänge führen durch Hyde Park, Green Park, Regents Park, wo in der kurzen Mittagspause die Büroangestellten ihre Sandwiches auspacken. Die königlichen Parks sind nur ein Beispiel dafür, wie das Königshaus im Londoner Leben im Hintergrund mitläuft; die Royals mögen viele Touristen in die Stadt bringen, doch für den Alltag der Londoner hat die Queen weit weniger Bedeutung als der Trainer des Fußballclubs Arsenal oder die neueste Entwicklung in der Seifenoper „Eastenders“. Für ihre direkten Belange zählen die Londoner auf Bürgermeister Ken Livingstone. Dessen größte und schwierigste Aufgabe bleibt, die Londoner von A nach B zu bringen. Das älteste und weitläufigste U-Bahnnetz der Welt transportiert pro Jahr eine Milliarde Passagiere und kämpft mit technischen Problemen. Die U-Bahnstationen der neuen Jubilee Line wie Norman Fosters Canary Wharf mögen strahlenden Kathedralen ähneln, der Stadt mit dem teuersten öffentlichen Nahverkehr Europas droht der Verkehrsinfarkt - trotz der 2003 eingeführten Citymaut. Das zweitliebste Thema bei Londoner Dinnerpartys nach dem Transportdilemma ist die Wohnsituation. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren explodiert. Den meisten jungen Londonern ist es praktisch unmöglich, eine bezahlbare, halbwegs zentrale Unterkunft zu finden. Die Suche nach billigerem Wohnraum stand auch hinter dem Hoxton/Shoreditch-Phänomen der letzten Jahre, als Künstler und andere alternative Existenzen in diese abbröckelnden Viertel nahe der City auswichen und sie zu Trendvierteln machten.
Der vielleicht beste Ort, den Puls von London zu spüren, ist an der Themse. Die Londoner haben die einstige Hauptverkehrsader wiederentdeckt: als Flaniermeile. Das trübe Gewässer täuscht: „Father Thames“ ist so sauber wie seit 50 Jahren nicht mehr, und komplett modernisierte (Hungerford Bridge) bzw. neue Brücken (Millennium Bridge) geben der Stadt einen neuen Zusammenhalt. Der Fluss markierte gleichzeitig immer schon die Trennlinie zwischen Nord- und Süd-London. South London, eher bekannt für anonyme Sozialbauten, jugendliche Handyräuber und mangelnde Infrastruktur, holt langsam auf und inspiriert neue Trends und urbane Sounds. Vorzeigeviertel: Southwark. Währenddessen dehnt sich die Stadt nach Osten aus: Themseabwärts, im ehemaligen Hafengebiet der Docklands, wachsen Wolkenkratzer in die Höhe. Im Osten entstehen auch die neuen Sportanlagen für den Lea Valley Olympia Park 2012. Es ist diese Dynamik, die London zu einer der spannendsten Städte der Welt macht.
Brick LaneWer in die Realität des heutigen London eintauchen will, ist mit Monica Alis Roman (2003, auch auf Deutsch) gut beraten: Die Geschichte einer jungen bengalischen Einwanderin wird mit einer Mischung von Tragik und Humor erzählt.
SaturdayDer Roman (2005, auch auf Deutsch) des Erfolgsautors Ian McEwan beschreibt einen denkwürdigen Tag im Leben eines 48-jährigen Londoner Neurochirurgen.
Match PointIn Woody Allens erstem in England gedrehten Film (2005) dient London als Kulisse für die Geschichte eines sozialen Aufsteigers (Jonathan Rhys-Myers), der an eine Femme fatale (Scarlett Johansson) gerät.
HautnahIn Mike Nichols Film (2004) verheddert sich Jude Law im Geflecht der Liebe und Lügen zwischen einer mysteriösen Stripperin (Natalie Portman) und einer Fotografin (Julia Roberts).
28 Days LaterDanny Boyles düstere Vision (2002) zeigt ein spukhaft verlassenes London, nachdem ein tödlicher Virus das ganze Land befallen hat. Die Fortsetzung, 28 Weeks Later (2007) mit Robert Carlyle, ist noch bedrohlicher geraten...
www.londonbloggers.iamcal.comAuf dieser Seite tummeln sich 3500 London-Blogs - oft gefüllt mit Flüchen über den Londoner ÖPNV.
www.londonist.comDie Seite bietet Veranstaltungshinweise, witzige Fotos, eine WLAN-Karte der Stadt und vieles mehr.
www.londonleben.co.ukBringt seit 2004 diverse deutschsprachige „Notizen aus der großartigsten Stadt der Welt„.
www.belledejour-uk.blogspot.comEine Frage beschäftigt die Stadt: ist die elegante „Belle de Jour“wirklich eine Halbtags-Prostituierte? Demnächst auch in Buchform.
http://blog.myspace.com/themanwhofellasleep„Der Mann, der einschlief“ist das Onlineforum eines wunderbar selbstironischen London Exzentrikers.
http://www.podcastingnews.com/details/thomed.audioblog.comHier können Sie sich aus einer großen Auswahl den London-Podcast heraussuchen, der Ihren Interessen am meisten entspricht.
www.bbc.co.uk/londonDiesen täglichen News-Podcast bietet die BBC.
www.run-riot.comBringt einen wöchentlichen Podcast zur Untergrundkultur der Stadt.
Agatha Christies Dauerbrenner im St Martins TheatreEin Bed & Breakfast auf dem Land, gerade eröffnet, wird eingeschneit. Ein Mord geschieht - der Mörder kann nur einer der Anwesenden sein. Doch wer? Agatha Christies Krimiklassiker fürs Theater, „The Mousetrap“ im St Martins Theatre , läuft und läuft und läuft, nun schon seit über 50 Jahren - Weltrekord für die langlebigste Show der Welt. Hunderttausende haben die Show schon gesehen; sie alle wurden am Ende zu Stillschweigen verpflichtet, sodass die Identität des Mörders bis jetzt ein gut gehütetes Geheimnis geblieben ist. Ein wenig altmodisch, aber liebenswert, und Altmeisterin Agatha Christie verstand ihr Handwerk. Mo-Sa 20 Uhr | Matinees Di 14.45, Sa 17 Uhr | £13.50-35 | West Street | Tel. 78361443 | Tel. (0)870/1628787 | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Very British: Fußball, Cricket und RugbyWollen Sie mit den Londonern dem Nationalgott Fußball huldigen? Tickets für Premiership-Spiele der Londoner Clubs Arsenal (www.arsenal.com), Chelsea (www.chelseafc.com) und Tottenham Hotspurs (www.spurs.co.uk) sind nicht leicht zu bekommen - probieren Sie es über die Ticketmaster-Agentur (Tel. 73444444 | www.ticketmaster.co.uk) oder kontaktieren Sie die kleineren Vereine wie Charlton (www.cafc.co.uk), Crystal Palace (www.cpfc.premiumtv.co.uk) oder Fulham (www.fulhamfc.com); da ist die Stimmung auch super. Oder nehmen Sie an einer Stadiontour teil. Der spektakuläre Bogen des legendären Wembley-Stadions (Norman Fosters 2007 wieder eröffnete Neuauflage) ist weithin sichtbar: www.wembleystadium.com | U-Bahn: Wembley Park (Metropolitan).
Szene
Trend Guide London
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots: Julia Grosse scoutet Sie durch den Szene-Dschungel
Unser Szene-ScoutDie Journalistin, die unter anderem für Vanity Fair, Stern und FTD Weekend schreibt, lebt und arbeitet seit zweieinhalb Jahren in London. Sie geht gern im Osten aus, doch als wahre Südlondonerin hält Julia Grosse ihrem Stadtteil Brixton die Treue. London ist für sie wie eine große, übervolle Kiste, aus der man jeden Tag wieder etwas Neues und Spannendes herausziehen kann. www.weltreporter.net/grosse
Cutting EdgeLondon feiert seine Jungdesigner, die mit exzentrischen Entwürfen die Laufstege aufmischen. Enfant Terrible Nr.1 ist Gareth Pugh (www.garethpugh.net), dessen Kleider, Anzüge und Mäntel aussehen wie ein Mix-Up aus Science-Fiction, Kubismus und Wrestling. Very sophisticated sind die hautengen Roben von Christopher Kane, die auch Fashionista Victoria Beckham mit Vorliebe trägt. Auch Marios Schwab schneidert seine Mikro-Mini-Kleider und dekolletierten Abendoutfits perfekt auf den Körper der Frau (www.mariosschwab.com). Von Bayern in die Luxusläden der Metropole hat es Nelli Turner geschafft (www.bilali.com). Die Designerin lebt in London und betreibt dort das erfolgreiche Label bi la li. Eine der stilistischen Anführerinnen des Nu Rave ist Carrie Mundane mit Cassette Playa. Ihre neonfarbenen und hysterisch gemusterten Teile gibt es nur für Männer (www.cassetteplaya.com). Stylemutige Herren, die es etwas klassischer lieben, schauen bei Ozwald Boateng vorbei und lassen sich einen Maßanzug schneidern (www.ozwaldboateng.co.uk).
Oh, that scent!London duftet! Der Miller Harris Store (21 Bruton St, www.millerharris.com) ist die angesagteste Adresse für Parfum-Fans. Der kreative Kopf des kleinen und sehr feinen Parfumherstellers ist Lyn Harris. Ihr Erfolgskonzept: Nur die besten und edelsten Zutaten aus der ganzen Welt werden verarbeitet. Jasmin aus Ägypten, Orangenblüten aus Tunesien oder Iris aus Florenz - so lässt die Meisterin der Wohlgerüche unverwechselbare Düfte entstehen, die die Persönlichkeit des Trägers individuell unterstreichen. Einer der beliebtesten Düfte ist die holzig-rauchige Essenz Feuilles de Tabac!, die der Trägerin eine Aura von Unabhängigkeit und Mystik verleiht. Beauty-Victims, die ausgiebig bei Miller Harris geschnuppert haben und sich anschließend eine Extraportion duftenden Luxus gönnen wollen, checken für ein paar Stunden im Spa The Santuary in Covent Garden ein. Unbedingt ausprobieren: die wohlig-warme Kräuterkompresse (12 Floral Street, www.thesanctuary.co.uk).
ComebackEin Revival der Supperclubs im Stil der 40er-Jahre steht an. Szenehungrige Großstädter entdecken die Kombination aus exquisiter Küche und Event für sich. Im schicken Volupté (9 Norwich Street, www.volupte-lounge.com) gibts bestes Kabarett zum Dinner, der Pigalle Club (215 Piccadilly, www.thepigalleclub.com) lässt Feuerspucker zum Essen kommen, und im plüschigen Play Room swingt es sich zu Songs von Frank Sinatra durch das Drei-Gänge-Menü (10 Airstreet, www.theplay-room.com).
Still & StylishInterior Designer toben sich neuerdings an stillen Orten aus: den Toiletten der In-Locations. Im Restaurant des Designhotels Crazy Bear leuchten die Waschbecken violett (26/28 Whitfield St, www.crazybeargroup.co.uk). Die City-Toilette WC1 ist in kleines Spa mit Couches, Ankleidezimmern, Shop und Lounge-Musik - auf Wunsch gibt es auch Relax-Packages für gestresste Shopper (439-441 Oxford St, Eintritt: ab 1£, www.wc1.co.uk). Sprachlos machen auch die Lavatories im ultra-schicken Restaurant Sketch. In eiförmigen Gebilden verbergen sich die WCs, davor stehen weiße Louis-XIV-Armsessel (9 Conduit St, www.sketch.uk.com).
London goes organicPrinz Charles ist ein echter Trendsetter - er bringt Bioprodukte unters Volk: Seine Duchy Originals (www.duchyoriginals.com) haben einen festen Platz im Kühlschrank der Öko-Junkies. Das Wörtchen organic gehört mittlerweile ebenso zum Wortschatz jedes trendbewussten Londoners, wie die angesagte Jutetasche ans Handgelenk! Die hübschesten gibt es bei der Öko-Bäckerei Gails. Die Beutel haben sogar ein eigenes Brotfach (138 Portobello Rd 64, Hampstead High St, www.gailsbread.co.uk)! Und seit im schicken Viertel Pimlico Daylesford (44B, Pimlico Road, www.daylesfordorganic.com) seine Pforten geöffnet hat, können die Londoner auf 4500 m² Bio pur shoppen. Eco-Fashion? Auch das: Viele Labels produzieren inzwischen organisch, From somewhere ist dabei eines der konsequentesten: Die Modemacher schneidern ihre Kleider aus den Stoffresten anderer Designer (83 Westbourne Park Rd 43, Rylett Crescent, www.fromsomewhere.co.uk).
ArtNewsDas Herz der aufstrebenden Kunstszene schlägt derzeit im kreativen Osten. In Bethnal Green reiht sich eine Galerie an die nächste, z.B. Vilma Gold (6 Minerva St, www.vilmagold.com) und Between Bridges von Wolfgang Tillmans (223 Cambridge Heath Road, www.betweenbridges.net). So viel Kreativität macht Lust auf mehr: Wer unter die Sammler gehen will, hat auf der Kunstmesse Zoo Art Fair (www.zooartfair.com) die besten Chancen dazu. Die Messe gründete sich als Gegenveranstaltung zur mächtigen Frieze Art Fair, die zeitgleich im Oktober unzählige reiche Sammler an die Themse lockt (www.friezeartfair.com).
Party on the moveDie Szene ist in Bewegung! Jede Freitagnacht flitzen Hunderte Inlineskater begleitet von House Sounds beim Friday Night Skate über den Asphalt (Ort und Termine unter: www.thefns.com). Ein weiterer Nightlifetrend schleicht sich um einiges leiser heran: Bei iPod-Dancefestivals gibt es keine Beats - jedenfalls keine lauten. Die i-Pod-Flash-Mobber hören ihre Lieblingssongs per MP3-Player und Kopfhörer, jeder tanzt zu seinem eigenen Rhythmus (Infos: http://cultofmac.com/?p=426).
Everything is possibleOb üppige Burlesque-Abende, exzentrische Travestie-Shows oder hedonistische Maskeraden in Houseclubs: Das Partyvolk genießt es, sich zu verkleiden und viel Haut und schräge Outfits auf exklusiven Partys zu präsentieren. Die Hotspots: Bistrotheque (23-27 Wadeson Street, www.bistrotheque.com) in Ostlondon ist bekannt für seine wunderbaren Drag-Queen-Abende und Hoxton Bar & Grill (2 Hoxton Square, www.plummusic.com) für seine ausgefallenen Mottopartys.
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Very British?
In London werden neue Trends gesetzt, aber alte Zöpfe deshalb noch lange nicht abgeschnitten
FussballLondon ist die Hauptstadt des populärsten Volks-, Zuschauer- und Sofasports der Insel: football. Der Londoner Traditionsverein Arsenal („the Gunners“ war die Inspiration für Nick Hornbys Roman „Fever Pitch“. Andere wichtige Clubs der 1. Liga, the Premiership, sind Chelsea („the Blues“) und Tottenham Hotspurs („Spurs“). Ganze Familien kommen zu den matches, auch wenn die Wettbüros eine Männerdomäne bleiben. Berühmt sind die einfallsreich-provozierenden Gesänge von den Rängen.
ModeLondon Fashion ist weniger der englische Landhausstil, sondern seit Zandra Rhodes verrückten Kreationen der 1970er-Jahre immer ein bisschen ausgefallen, ein bisschen crazy: zottelige Fellmäntel und Plüschpelze über Miniröcken im Winter, hautenge clubwear mit klobigen Stiefel vom Camden Market. Londons kreatives Klima und das Erbe der Punkära, an deren Anfang die britische Modequeen Vivienne Westwood stand, lebt heute fort in einer Vorliebe für Stilmix und witzige Accessoires wie z.B. die mit Fotos bedruckten Taschen von Anya Hindmarch. Londoner Models wie Kate Moss und Naomi Campbell wurden Superstars, und die besten Talente der Haute-Couture wie Stella McCartney, Alexander McQueen und John Galliano sind international gefragt.
MonarchieSchon vor 1066, als der Normannenkönig William der Eroberer hier seinen Regierungssitz einrichtete, war London der Sitz des englischen Königshauses. Der Monarch ist das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, segnet Gesetze ab und ist oberster Befehlshaber der Armee. Das Portrait von Elizabeth II., Königin seit 1952, ziert Münzen und Briefmarken. Die Monarchie bedient tief liegende Bedürfnisse der englischen Psyche nach einer stabilen, hierarchischen Gesellschaftsordnung mit festen Ritualen und dem Glanz einer alten Tradition. Dabei ist die Macht der Queen symbolischer Art: Elizabeth II. mag alljährlich im Oberhaus die Regierungserklärung (Queens Speech) verlesen, geschrieben wird sie vom Premierminister und dem Kabinett. Im Gegensatz zur kinderlosen Tudor-Virgin Queen Elizabeth I. (1558-1603), hält die Nachkommenschaft Elizabeth‘ II. den Tratsch am Laufen. 2005 hat Prince Charles seine langjährige Liebe Camilla Parker-Bowles geheiratet, und während Prince William den Charme seiner Mutter Diana geerbt hat, tritt Harry häufig ins Fettnäpfchen. Beide haben auf der Militärakademie Sandhurst geschwitzt. Um einen Einsatz im Irak ist Harry noch einmal herumgekommen - das war den Verantwortlichen dann doch zu gefährlich für die Nummer Drei in der Thronfolge.
MusikLondon ist nicht nur das Zentrum der Musikindustrie, hier werden internationale Trends gemacht. Die Briten selbst kaufen pro Kopf mehr CDs (und Vinylschallplatten) als jede andere Nation der Welt, und in jeder Schulklasse gibts ein paar Typen, die zu Hause in der Garage eine Band aufziehen. Das populärste Popmusikgenre ist urban, Musik aus der Stadt: Garage, Hip-Hop, Drum & Bass, R‘nB und Mischformen. Aktuell: Jazzsängerin Amy Winehouse und die 21-jährige Londoner grime („Schmutz“)-Sängerin Lady Sovereign. Britpop ist passé, hat aber dem aktuellen Rockgitarren-Revival Impulse gegeben („Bloc Party“). Junge asiatischstämmige Londoner tanzen zu bhangra, Bands wie „Dirty Pretty Things“ und „Razorlight“ zelebrieren (Post-)Punkrock, das Indie-Electro-Quintett „New Young Pony Club“spielt New Rave, und die aktuelle Style-Ikone Lily Allen besang auf ihrem Debütalbum von 2006 die Stadt (Single LDN), während englischer Folk gerade eine Renaissance erlebt.
PolitikTrotz des schottischen Parlaments in Edinburgh und der walisischen Nationalversammlung in Cardiff bleibt London das Zentrum der britischen Politik. Die Houses of Parliament gelten als Vorbild parlamentarischer Demokratien in aller Welt. Die (New) Labour Party wird von dem Schotten Gordon Brown geführt, der Tony Blair im Sommer 2007 als Premierminister ablöste, die konservative Partei (die Tories) von dem dynamischen Erneuerer David Cameron geführt. Das Mehrheitswahlrecht bewirkt, dass die dritte politische Partei, die links von Labour angesiedelten europafreundlichen Liberal Democrats unter Menzies Campbell bis auf weiteres wenig Chancen haben. London hat erst seit 2000 wieder eine eigene gewählte Vertretung.
TabloidsDas Wort tabloid bezieht sich auf das handliche, U-Bahn-freundliche Format, der große Vorteil gegenüber den broadsheets-Qualitätszeitungen. Heute bringen aber auch diese vor allem in London ein kleineres Format heraus. Das einzige Londoner Boulevardblatt, der „Evening Standard“, ist nicht zu vergleichen mit den berüchtigten Revolverblättern „The Sun“ oder „News of the World“. Die Schreibe ist plakativ, das Weltbild simplistisch und immer dem Prinzip Britain first! verpflichtet, die Paparazzi schamlos. Täglich verkaufen die tabloids zusammen etwa 10 Mio. Exemplare, die geschätzte Leserschaft ist dreimal so hoch.
TeatimeTrotz des Siegeszugs der Kaffeebars ist der schwarze Tee immer noch das Lebenselixier der Londoner. Mit 165 Mio. Tassen pro Tag sind die Briten (nach den Iren) die größten Teekonsumenten Europas. Eine cup of tea oder cuppa ist das erste, was einem bei Krisen jeglicher Art in die Hand gedrückt wird. Zum Erstaunen kontinentaler Besucher trinkt die ältere Generation Tee auch zum Abendessen zu Hause (tea). Zu 98 Prozent wird der Tee white, mit Milch, getrunken. Die wenigsten Londoner machen sich noch die Mühe, losen Tee aufzubrühen, und ein Teebeutel verbringt heute im Schnitt nur noch 35 Sekunden im Becher (mug).
WimbledonDass das älteste und renommierteste Rasentennisturnier der Welt wieder ansteht, erkennt man daran, dass es Ende Juni/Anfang Juli auffallend viel regnet! Wimbledon möchte jeder Profi einmal gewinnen. Der neue britische Hoffnungsträger ist der Schotte Andrew Murray. Der jüngste Wimbledon-Gewinner aller Zeiten, Boris Becker, kommentiert heute für die BBC. Der traditionelle Wimbledon-Snack: Erdbeeren mit Sahne.
Feste und Events
Pomp & Circumstances
Prozessionen, multikulturelle Straßenfeste, Musik-, Tanz- und Theaterfestivals
Die Londoner haben Sinn für Traditionen, Rituale und prächtige Uniformen, und nicht nur das Königshaus weiß sich in Szene zu setzen. Londons diverse Kulturen öffnen ihre Feste einem weiten Publikum. Was wann wo los ist, erfährt man aus Stadtmagazinen wie „Time Out“ (Mi).
1. JanuarNeujahr
März/AprilKarfreitag
März/AprilOstermontag
Bank Holidayssind allgemeine Feiertage am 1. und letzten Montag im Mai und am letzten Montag im August
25./26. DezemberWeihnachten. Ist der 1. Januar oder 25./26. Dezember ein Samstag oder Sonntag, fällt der Feiertag auf den folgenden Wochentag.
Januar1. Januar, London Parade: Neujahrsumzug, 12 Uhr ab Parliament Square, www.londonparade.co.uk
Januar/FebruarChinese New Year: chinesisches Neujahrsfest mit Drachenpuppen-Umzug, Tanz und Spezialitäten; wechselndes Datum, 2008: 7. Februar; 2009: 26. Januar; www.chinatownchinese.co.uk
März17. März, St Patricks Day: Im nördlichen Vorort Kilburn wird der irische Nationalheilige begossen; nächstgelegener Sonntag: Parade durchs Zentrum; www.london.gov.uk/stpatricksday
AprilLondon Marathon: 40000 Teilnehmer, manche in verrückten Kostümen für wohltätige Zwecke; www.london-marathon.co.uk
MaiEnde Mai, Chelsea Flower Show: wichtige Society-Blumen- und Gartenausstellung; www.rhs.org.uk
Juni2. Samstag, Trooping the Colour: Geburtstagsparade für Elizabeth II. in Horse Guards Parade
JuliRise Festival: Antirassismus-Popfestival im Park mit großen Namen, Eintritt frei; www.risefestival.org
AugustAnfang August, Great British Beer Festival: mit 500 ales und ciders, Olympia-Halle; www.camra.org.uk
September2. Sonntag, Brick Lane Festival: Weltmusik, Akrobatik, bengalische Spezialitäten; www.visitbricklane.com
Oktober1. Sonntag, Pearly Queens: Erntedankfest der Markthändler in perlmuttknopfbesetzten Kostümen, St-Martin-in-the-Fields, Trafalgar Square, www.pearlysociety.co.uk
NovemberAb Ende Oktober, London Film Festival; www.lff.org.uk
DezemberAllabendliches Weihnachtsliedersingen unterm Christbaum, Trafalgar Square
Sehenswertes
Best of London
Spannende Architektur, historische Gebäude, königliche Residenzen, grüne Oasen - und weltberühmte Museen
Es ist wahr: Die schiere Reizfülle Londons kann den Besucher erschlagen. Versuchen Sie nicht alles auf einmal zu sehen; Sie waren bestimmt nicht das letzte Mal hier!
Unzählige Baudenkmäler der Stadt sind gratis zu sehen; wo Eintrittspreise verlangt werden, sind sie allerdings oft sehr hoch. Die beliebten Doppeldeckerbusse kann man leider nur noch auf zwei Routemaster Heritage Routes 9 und 15 erleben (www.routemaster.org.uk), aber auch die Buslinien 8, 11 und 24 sowie RV1 klappern gute Sightseeing-Routen ab. Themseboote bieten schöne Panoramablicke und verbinden viele Attraktionen. Eine Fahrt mit der vollautomatischen Docklands Light Railway (DLR) ist eine tolle Annäherung an das neue London, das im Osten heranwächst (www.dlr.co.uk). Hervorragende Stadtführungen bietet u.a. Original London Walks (£6 | Tel. 76243978 | www.walks.com). Deutschsprachige Stadtführungen kosten £10 pro Person, inklusive Eintrittsgelder und Getränk im Pub; für Schlechtwetteralternativen ist gesorgt (März-Okt. Fr 13.15, 18.15, Sa 16, 19.15, So 10.30 Uhr | Tel. 74874736 | www.londontoursaufdeutsch.com).
In London gibt es mit die wichtigsten ständigen Kunstsammlungen der Welt zu sehen. Dazu haben Geschichte und Ausdehnung des British Empire sowie die Sammelleidenschaft der Viktorianer der Stadt eine einzigartige Museenlandschaft beschert. Die Briten gehen selbst gern ins Museum, vielleicht weil sich selbst die ehrwürdigsten Häuser nicht nur als seriöse Bildungseinrichtungen präsentieren, sondern auch viele interaktive Erlebnisse bieten. Der Großteil verlangt keinen Eintritt; was teuer werden kann, ist der Besuch von Sonderausstellungen, der Museumscafés und der verlockend präsentierten Souvenirläden (gift shops). Die Tate Modern bietet am Wochenende verlängerte Öffnungszeiten, andere Museen an bestimmten Wochentagen. Das Internetportal www.24hourmuseum.co.uk liefert aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und zu den laufenden Ausstellungen. Während der Öffnungszeiten von Tate Britain und Tate Modern verkehrt das Tate Boat, ein Katamaran mit Damien Hirsts buntem Punktdesign, alle 40 Minuten zwischen beiden Museen (einfache Fahrt mit Travelcard £2.60 | Tel. 78878888).
Viel Grün, edle Geschäfte und Kulturtempel prägen dieses Viertel. Chelsea, am westlichen Themseufer, hat nur vereinzelte Touristenattraktionen, doch hier war das Zentrum von „Swinging London“, Rolling Stones und Minirock in den 60er-Jahren und der Punk-Bewegung der 70er.
In diesem Viertel begegnen Sie dem London der Postkartenmotive, des konservativ geprägten Establishments, und, ja, der Stereotypen.
Als Puffer zwischen dem Machtzentrum Westminster und der Geldmaschine der City sind Covent Garden und Soho für Spaß und Shopping zuständig. Hier im international geprägten West End stehen die Theater, Musicals und größten Kinos und viele alternative Läden neben den großen Labels.
In der City of London, der „Square Mile“, begann vor 2000 Jahren die Geschichte der Stadt als römischer Außenposten Londinium.
Ein Viertel der Kontraste, südlich der Themse, die immer mehr als nur ein Fluss war, nämlich auch ein Grenze: zwischen dem Norden, um den herum London heranwuchs, und dem Süden.
So viel in London ist free. www.londonfreelist.com listet täglich Führungen, Festivals, Ausstellungen, Tage der Offenen Tür (Open Days), kulturelle Veranstaltungen für nix oder höchstens £3 auf.
Essen und Trinken
Von Greasy Spoons zu Gourmettempeln
Ein guter Platz für kulinarische Entdeckungsreisen: Essen Sie sich durch die Küchen der Welt!
Die Lachnummer der Gourmetwelt ist britisches Essen heute nicht mehr. London hat mittlerweile über vierzig Michelin-ausgezeichnete Restaurants und erfüllt alle kulinarischen Sonderwünsche: von äthiopisch bis zypriotisch, über koscher-chinesisch, Knoblauchküche und glutenfreie Kost bis zur Erlebnisgastronomie.
Im Zeichen von Modern British, Modern European oder Asian Fusion kommen spannende, manchmal auch etwas überkandidelte Zusammenstellungen auf die Teller. Derweil sind die Briten selbst eine Nation von Hobbyköchen geworden, inspiriert von Fernsehköchen wie der soliden Delia Smith, dem lockeren Naked Chef Jamie Oliver oder der sinnenfrohen Nigella Lawson.
Londoner machen sich nur am Wochenende die Mühe, ein klassisch britisches Frühstück mit Eiern und Bacon zuzubereiten, und gönnen sich zunehmend einen herzhaften Restaurantbrunch. Wochentags gibt es in funktional eingerichteten caffs superbillig einen Becher Tee, baked beans (weiße Bohnen in Tomatensauce) auf Toast, Spiegeleier und sausages (Würstchen). Die caffs sind Teil britischer Arbeiterklassenkultur und werden wegen ihres hohen Anteils an Fettgebratenem auch greasy spoons („fettige Löffel“) genannt. Immer mehr im Trend: biologische (organic) und fair gehandelte (fair trade) Produkte. Außer Haus bekommt die Tasse Tee, oder cuppa, immer größere Konkurrenz von Cappuccino und Milchkaffee (latte). Einen Starbucks oder Costa Coffee finden Sie an jeder Ecke.
An Arbeitstagen machen die Briten nur kurze Mittagspausen; oft muss ein schnelles Sandwich am Schreibtisch genügen (lecker sind die von Prêt-à-Manger). Das Abendessen hat in England viele Namen: vom tea zwischen halb sechs und sieben über supper für ein leichtes Abendessen bis zum formelleren dinner. In Restaurants heißen Vorspeisen starters, Hauptgerichte main courses und Nachspeisen desserts, im normalen Sprachgebrauch puddings. Beilagen sind side dishes. Auf den meisten Restaurant-Websites finden Sie die Speisekarte. Praktisch überall werden auch veggie-Alternativen angeboten, denn etwa neun Prozent der Londoner sind Vegetarier oder Veganer.
Das britische Äquivalent zum „Italiener“ bei uns sind indische Restaurants. In Chinatown gibt es All-you-can-eat-Büfetts zum Sattessen ab £ 5. Empfehlenswerte Restaurantketten sind Pizza Express (www.pizzaexpress.com) und Wagamama (japanisch, jung, www.wagamama.com). Tischreservierung ist bei vielen Restaurants vor allem am Wochenende nötig. Die Gourmettempel sind mitunter schon Wochen im Voraus ausgebucht. Über die Website www.toptable.co.uk sind Online-Tischreservierungen - häufig zu Spezialpreisen - möglich. Restaurants servieren meist 12-15 und 18-23 Uhr (sonntags früher), die Öffnungszeiten der Cafés variieren. Theater- oder Kinogängern bieten viele Restaurants von 17.30-19 Uhr ein pre-theatre meal.
Schlagen Sie den teuren Museums-cafés ein Schnippchen und stärken Sie sich mit günstigen Snacks und leckeren Suppen im Café in the Crypt unter St-Martin-in-the-Fields am Trafalgar Square. Tgl. | U-Bahn/ Züge: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
AleObergäriges britisches Bier; Londoner Favorit: London Pride
Bangers & MashWürstchen und Kartoffelbrei. Häufig in Pubs zu finden, wie die ursprünglichen Resteessen Bubble & Squeak (Kartoffelbrei mit gehobeltem Grünkohl) und Shepherds Pie, ein Auflauf aus Hammel- oder Rindfleischhack, überzogen mit gestampften Kartoffeln
CiderNaturtrüber Apfelwein; stärker als französischer Cidre
CrispsBritischer Nationalsnack: Kartoffelchips, nicht zu verwechseln mit chips (Fritten)!
CrumpetsRundes, weiches Hefegebäck mit Löchern; wunderbar mit Butter und dem braunen Marmite-Hefeextrakt
CurryKorma- und Masala-Curries sind mild, Madras-Curries scharf (hot bezieht sich auf die Würzschärfe, nicht auf die Temperatur), Vindaloos extrascharf. Vorher gibt es hauchdünne poppadums (Fladen aus Linsenmehl) mit pickles (Zwiebeln, Chutney), dazu naan-Brot oder chipati-Flachbrot
CustardVanillesoße, oft als Alternative zu flüssiger süßer Sahne (cream) serviert, z.B. mit Apfelkuchen, Eis oder crumble-Fruchtstreuselkuchen
Fish & ChipsBerühmter Snack: panierter Bratfisch & Pommes frites mit Salz und Malzessig
PieRinderhack-Teigpastete, viktorianisches Fast Food, ursprünglich mit Aal-Füllung. Eels, Aale, eine Cockney-Spezialität, sind eingelegt (jellied) oder gekocht (stewed) zu bekommen in Eel, Pie & Mash Shops, hauptsächlich im East End
RoastEin Sunday Roast-Sonntagsbraten - Roastbeef oder Brathähnchen mit Bratkartoffeln und Bratensoße - wird in Hotel-carveries und vielen Pubs serviert
SandwichesAuch sarnies genannt; typische Füllungen: egg & cress (Ei & Kresse), cheese & tomato (Käse & Tomate), prawns (Krabben)
SconesSüße Milchbrötchen, meist mit Rosinen, bestrichen mit Butter, Marmelade und Sahne (oder clotted cream, abgeschöpftem Rahm) sind sie fester Bestandteil des traditionellen Afternoon Teas
Einkaufen
Shop till you drop!
In London gibts alles: britisches Understatement und altehrwürdige Tradition, die neuesten Modetrends, Delikatessen und witzige Mitbringsel
Shopping ist eins der großen Vergnügen jedes London-Besuchs, und es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Zwar bleibt London ein teures Pflaster, dennoch lassen sich bei den Schlussverkäufen Anfang Januar und Juli sowie bei den mid-season sales gute Schnäppchen machen. Ein Besuch der Märkte und der Designer-Outlets für preisreduzierte Ware lohnt immer.
Ladenschluss ist meist um 20, donnerstags häufig erst um 21 Uhr. Die meisten Innenstadtgeschäfte haben sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Immer mehr Läden haben ein Café dabei - neu z.B.: Nouveauté @Habitat (121 Regent Street). Die schicksten Boutiquen für einen Schaufensterbummel finden sich in Bond Street und Sloane Street, viele witzige unabhängige Läden in Notting Hill. Die Kings Road ist seit den 1960er-Jahren eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Londoner, die bekannteste der Stadt aber ist Oxford Street. Hier stehen die meisten Kaufhäuser, mit Konzessionen der wichtigsten Designer unter einem Dach.
Einen Steinwurf von den Menschenmassen - und Taschendieben! - der Oxford Street entfernt bietet die Marylebone High Street ein weniger stressiges Einkaufserlebnis: trendige Interieurs, holistische Kosmetik, ausgefallene Küchenartikel und Möbel in einer Straße, die sich ihren dörflichen Charakter bis heute bewahrt hat. Ausgefallene Schuhläden gruppieren sich um Neal Street und South Molton Street. Die nobelsten Boutiquen finden sich in Bond und New Bond Street, Buchhandlungen entlang der Charing Cross Road, Independent-Musikläden in Berwick Street. Souvenirläden mit mehr oder weniger kitschigem Krimskrams sind überall im Zentrum zu finden. Geschmackvolle Mitbringsel gibt es in den Museumsshops: Kunstbücher und -drucke, Schreibwaren, Schirme etc. Das originelle London Monopoly-Set bekommen Sie u.a. bei Hamleys.
Modebewusste Londoner stöbern in charity shops - Secondhandläden (www.charityshops.org.uk) - in schicken Gegenden wie Chelsea, z.B. bei British Red Cross 67 Old Church St. | U-Bahn: Sloane Square (Circle, District). Spottbillige Variationen der neuesten Modetrends gibts bei Primark: 499-517 Oxford St. | www.primark.co.uk | U-Bahn: Marble Arch (Central) und bei Peacocks, z.B. 201-203 Old St. | www.peacocks.co.uk | U-Bahn: Old Street (Northern).
Unterhaltung
London by night
In seiner Vielfalt ist Londons Nachtleben einzigartig: traditionelle Pubs, mitreißende Musicals, hochkarätige Klassikkonzerte, trendige Clubs
London ist die Heimat weltberühmter Sinfonieorchester und Tanzensembles und hat als Theaterstadt New York den Rang abgelaufen; sogar US-Stars wie Kevin Spacey und Kim Cattrall spielen hier für wenig Geld. Londoner Clubs setzen Trends, während die Pubs mit ihren Kuschelecken und Rauchschwaden noch immer die Wohnzimmer der Londoner sind, in denen Klassengegensätze verwischen.
Im Pub bestellen Sie an der Bar und bezahlen sofort, ohne Trinkgeld zu geben. Ein pint entspricht etwa 0,5 Liter; Männer lassen sich nur ungern mit einem halben (half) in der Hand erwischen! Alkohol wird nur an Gäste über 18 abgegeben, und Kinder sind nur in wenigen Pubs gern gesehen. Traditionelle spit-and-sawdust, „Spucke-und-Sägespäne“-Pubs weichen immer mehr Bars und Gastropubs, Pubs mit interessanten Bieren und guter Küche. Standard-Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-23, So 12-22.30 Uhr; der Tag endet stets mit den gefürchteten Rufen „Last orders!“ für die letzte Runde und „Time, please!“ zum Austrinken. Im Zuge der licensing laws-Reform haben viele Pubs jetzt aber verlängerte Öffnungszeiten.
Die Clubszene, von Superclubs bis zu winzigen Basement-DJ-Bars, folgt schnell wechselnden Trends. Die angesagtesten clubnights für House, Techno, Hip-Hop und Mischformen wie Electroclash finden an wechselnden Orten (venues) statt.
Die teuersten Premierenkinos mit dem besten Sound gruppieren sich um Leicester Square. Die Tickets kosten £ 7-12; nachmittags (matinees) und montags wird es billiger. Wenn Sie schnellem, umgangssprachlichem Englisch folgen können, probieren Sie mal einen der 150 Londoner Comedyclubs oder einen Pubabend mit stand-up, Improvisations-Comedy. Der Pulsmesser der Stadt, mit Ausgehtipps inklusive Gratis-Events (freebies) und Money-Off-Gutscheinen ist das „Time Out“-Veranstaltungsmagazin (jeden Mittwoch). Donnerstags erscheint der „Evening Standard“ mit der nützlichen „Hot Tickets“-Beilage. Buchungen von Theater-, Kino-, Konzertkarten laufen über Kreditkarten. Wenn Sie einene längeren Aufenthalt in London planen, registrieren Sie sich gratis bei http://london.citysocialising.com, und finden Sie neue Freunde für Pubbing und Clubbing. Und auf www.coventgardenlife.com finden Sie einen Happy-Hour-Planer für dieses zentrale Ausgeh- und Theaterviertel.
Neue Filme, Klassiker und Kultstreifen für £3.50-4.50 gibts im Prince-Charles-Programmkino in Chinatown. 7 Leicester Place | Tel. (0)870/8112559 | www.princecharlescinema.com | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Übernachten
Zeit, ins Bett zu gehen?
Mit die wichtigste Entscheidung: wo übernachten? Hier eine kleine Auswahl an Hotels, B&Bs, Apartments und Hostels
In London haben nicht nur schicke Designerhotels und alteingesessene Luxusherbergen ihren Preis, Hotels aller Preisklassen sind unter den teuersten Europas. Allerdings gehen die Preise (room rates oder tariffs) am Wochenende häufig runter.
Die Hotelbranche hat in den letzten Jahren unter niedrigen Belegungsquoten gelitten; fragen Sie also ruhig nach: „Is this your best rate?“ Und gucken Sie nach Online-Sonderangeboten, special offers. Achtung: Hotelzimmerpreise der oberen Kategorien werden meist ohne Mehrwertsteuer (VAT, 17,5 Prozent) und ohne Frühstück angegeben! Ein single ist ein Einzelzimmer, ein double ein Doppelzimmer, ein twin ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten. Einzelbelegung, single occupancy, kostet etwa zwei Drittel des Doppelzimmerpreises. Für Kleingruppen oder Familien werden oft günstige Mehrbettzimmer angeboten. En-suite bedeutet Privatbadezimmer. Bed & Breakfast, die Kombination von einem schlichten Bett und Frühstück, ist praktisch eine britische Erfindung. Meist müssen Sie bar zahlen, der Preis beinhaltet VAT und Frühstück. Im Mittelklassebereich ist die Grenze zwischen Hotels und B&B fließend, bei beiden bewegt sich das Einrichtungsdesign nur langsam weg von pastellfarbenen Steppdecken, Chintzgardinen und Blümchenbordüren. Statt des Full English Breakfast mit Eiern, Würstchen und Bacon wird zunehmend ein Continental Breakfast mit Müsli, Joghurt, Brot, Marmelade angeboten.
Bei der Buchung eines Hotelzimmers muss meist eine Anzahlung per Kreditkarte geleistet werden. Der kostenlose Visit London-Zimmervermittlungsservice gibt eine Preisgarantie für seine über 250 Hotels (www.visitlondonoffers.com). Eine unabhängige Website mit ausgewählten Hotels und B&Bs ist www.specialplacestostay.com. Die London-Bed&Breakfast-Agentur sucht Ihnen ein handverlesenes Zimmer, wie z.B. ein schönes ruhiges Familienhaus nahe Park und Shops in Tooting Bec, Südlondon, wo die nette Kunstfreundin Sally jeden Morgen frisch Brot und Kuchen backt (Vertretung in Deutschland: Tel. 06251/702822 | www.bed-breakfast.de). At Home in London (Tel. 87481943 | Fax 87482701 | www.athomeinlondon.co.uk) vermittelt Privatzimmer. Wie wärs z.B. mit einem Zimmer in Virginia Woolfs Haus in Kensington, wo die berühmte Autorin (1882-1941) ihre Kindheit verbrachte (£84)?
Das Imperial College London bietet in den Sommer-Semesterferien 500 große, zentrale Zimmer, inklusive Frühstück für £49-86. Watts Way | Princes Gardens | Tel. 75949507 | www.imperial-accommodationlink.com | U-Bahn: South Kensington (Circle, Distict, Piccadilly)
Mit Kindern unterwegs
Shoppen, staunen, essen...
London hat auch für Kinder viel zu bieten
OK, eine ausgesprochen kinderfreundliche Stadt ist London nicht, trotzdem lässt sich hier mit den Kids viel erleben: im Science Museum oder im Natural History Museum, beim Shoppen, beim Durchstöbern der Parks oder einfach nur beim Fish&Chips-Essen. In den Kunstmuseen werden älteren Kindern viele Aktivitäten geboten. Im Restaurant werden Sie abends kaum ein Kind sehen. Tagsüber gibt es meist ein nettes childrens menu, allerdings oft nach dem Motto: Fischstäbchen in Dinosaurierform. Fragen Sie nach einem Kinderstuhl, high chair - an der Reaktion können Sie dann schon ablesen, wie child-friendly das Etablissement ist. Eine Alternative sind family restaurants, mit viel Plastik und abwischbaren Flächen. In Pubs sind Kinder nicht gern gesehen; im Barbereich und abends ist ihre Anwesenheit sogar gesetzlich verboten. Lesetipps: Jindra Capeks „Komm mit! London für Kinder“bringt kleineren Kindern acht Sehenswürdigkeiten nah, „Kommissar Kugelblitz in London“ist ein Ratekrimi mit Geheimfolie und Englischvokabeln für ältere Kinder. www.visitlondon.com/kids
Stadtspaziergänge
Erlaufen Sie sich London!
An der Themse entlang und durch die Parks
Das East EndDie Ausläufer der City of London mit ihren glitzernden Bürotürmen gehen über ins alte East End: Spitalfields, Hoxton, Shoreditch, Whitechapel, wo zu viktorianischen Zeiten der Prostituiertenmörder Jack the Ripper sein Unwesen trieb; in den letzten Jahren haben sich hippe Bars und Clubs zwischen gammeligen Fassaden eingenistet. Heute sehen Sie eher ein neues Spray-Kunstwerk des ironischen Graffiti-Künstlers Banksy (oder einen Beauftragten der Stadtwerke, der es wieder übermalt) oder Brit-Art-Künstler wie Tracy Emin oder den Wahl-Londoner Fotografen und Turner-Preisträger Wolfgang Tillmans auf dem Weg zum Pub.
Kultur, Kathedralen und Kulinarisches entlang der ThemseEiner der schönsten Spaziergänge Londons führt von West nach Ost die Themse entlang und erschließt Ihnen in 2-2½ Stunden das Uferpanorama - tagsüber so schön wie abends. London nahm seinen Anfang am Nordufer der Themse; das Südufer blieb über Jahrhunderte der schäbigere Verwandte. Dann gab der Umbau eines ehemaligen Kraftwerks in den Tate-Modern-Kunsttempel der Regenerierung Süd-Londons neue Impulse.
Ein Spaziergang nicht nur für SonntagsLondons Parks sind beliebt für Picknicks, Inlineskating, Jogging und Sonnenbaden. Vier davon durchmisst dieser ca. dreistündige Spaziergang.
24h
Ein Tag in London
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
BreakfastRan an den Speck! Der Tag startet deftig mit einem Frühstück, wie es die Briten lieben: Krosser Bacon und starker Kaffee warten im Smiths of Smithfield. In modernem Warehouse-Chic aus Holz, Beton und nacktem Backstein wird hier gemütlich gebruncht. Zeit lassen und genießen. Wo? 67-77 Charterhouse Street | www.smithsofsmithfield.co.uk
Auf Rollen durch den ParkInliner ausleihen und losrollen! Der 1,4 km² große Hyde Park will erkundet werden. Auf den perfekt geteerten Gehwegen nimmt man am besten gleich Kurs auf die Serpentine Gallery. Modern Art für Schnelle: Einmal durchrauschen und wieder raus! Wo? Inlineskate-Verleih Slick Willies | 12 Gloucester Road | Serpentine Gallery, Kensington Gardens | £10 pro Tag | www.slickwillies.co.uk | www.serpentinegallery.org
MarkttreibenFrische Erdbeeren neben Vintage-Pettycoats, skurrile Antiquitäten neben afrikanischen Holzmasken: Auf den Camden Markets wird einfach alles angeboten, was man sich vorstellen kann. Ins Getümmel stürzen, Atmosphäre aufsaugen und bei einer indischen Kopfmassage entspannen. Wo? Camden Town | Märkte tgl. geöffnet | www.camdenlock.net
Sightseeing mit SpeedJetzt wirds rasant! Im Speedboot gehts auf rasante Sightseeing-Tour entlang der Themse. Wenn sich der Bug aus dem Wasser hebt und die Motoren auf Vollgas laufen, spritzt einem Gischt ins Gesicht, und für einen Augenblick vergisst man fast, dass ja eigentlich altehrwürdige Gebäude wie die Houses of Parliament oder die Westminster Bridge angeguckt werden sollten! Wo? Westminster Bridge Road, am British Airways London Eye | Tickets ab £26 | www.londonribvoyages.com
Whats brewing?Es ist Nachmittag, 17 Uhr und was machen echte Briten um diese Zeit? Genau: Sie trinken ihren Five o Clock Tea! Das Gleiche sollte man nun auch tun. Im Tea steht die Qual der Wahl an, denn das Tee-Sortiment ist riesig. Wer noch kein Mitbringsel für die Lieben zu Hause hat: In der trendy Location gibt es Tee in hübschen Design-Verpackungen. Wo? 1 Paternoster Square/St Pauls Churchyard | www.wearetea.com
Ran an die Stange!Anlauf, Sprung, im Flug nach der Stange greifen, ein Bein darum wickeln und nicht vergessen zu lächeln! Was sich anhört wie ein Zauberkunststück, ist die hohe Kunst des Poledancing - auch bekannt als Tanz an der Stange. Die Londoner haben es zu ihrem neuen Trendsport erkoren. Beim Dance-Workshop wird schnell klar, dass das Ganze nicht nur an Hochleistungssport grenzt, sondern echten Fun bringt. Wo? Infos zu den möglichen Locations unter Tel. 77370831 | www.polepeople.co.uk | ab £20
FeierfieberWarm getanzt? Dann ab ins Nachtleben! Auf dem Programm steht The Working Mens Club. Die ehemalige Feierabendkneipe der Arbeiterschicht ist einer der abgefahrensten und angesagtesten Läden der Stadt. Vor der Originalkulisse aus den 70er-Jahren feiert man bei Ska-Konzerten, gewinnt bei Bingoabenden und staunt über die legendären Burlesque-Shows, zu denen sich Gäste und Gastgeber aufwendigst in Schale werfen. So: Dress up! Wo? 44-46 Pollard Row | www.workersplaytime.net
After midnightFeiern macht hungrig, und leckeren Pies mit phantasievollen Füllungen kann niemand widerstehen. Bei Manze trifft sich die Szene zu später Stunde und lässt die Nacht snackend ausklingen. Wo? 87 Tower Bridge Rd. | www.manze.co.uk
Ausflüge und Touren
Schlösser, Bäder, Colleges
Ob beschauliche Universitätsstädte, mächtige Schlösser oder Vergnügungspiers am Strand - Londons Umgebung hat viel zu bieten
BrightonDas Seebad Brighton bietet nicht nur einen kilometerlangen Kieselstrand, sondern auch eine junge alternative Szene, schöne Regency-Architektur, ein trendiges Shopping- und Kulturangebot und ein lebendiges Nachtleben. Mit einem Schnellzug ab Victoria (Tel. (0)8457/484950 | www.nationalrail.co.uk) sind Sie in einer Stunde da, und die halbtägige Tour von 5 km lässt Ihnen genug Zeit zum Schlendern. Info: www.visitbrighton.com
CambridgeEnglischer Rasen, Studenten auf Fahrrädern, Professoren in schwarzen Roben: In der beschaulichen Universitätsstadt (1 Std. ab Kings Cross) studiert Großbritanniens hochbegabte Jugend an über 30 Colleges - das älteste von 1284, das jüngste von 1977. Die Tour zu Fuß und auf dem Wasser (3 km, 3,5 Std.) lässt sich mit dem Besuch von einem College ergänzen. www.visitcambridge.org
Windsor Castle & Eton CollegeWindsor Castle, auf einem Kalkfesten westlich von London, ist seit 900 Jahren königlicher Wohnsitz und eine offizielle Residenz Queen Elizabeths II. Ein Direktzug ab Waterloo bringt Sie in einer Stunde zum Bahnhof Windsor&Eton Riverside (alle 30, So alle 60 Min.), von dem aus diese ca. 3 km lange Tour einen halben Tag in Anspruch nimmt. www.windsor.gov.uk
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Londonreise
AutoVon Dover/Folkestone auf der M20 Richtung London, dann Schildern folgen nach West End/City. Die M25 ist die Londoner Ringautobahn, die North Circular (A406) bzw. South Circular (A205) die innere Ringstraße. Mit www.mitfahrzentrale.de nach London ca. 55 Euro.
BahnPer Eurostar: z.B. Köln-Brüssel-London/Waterloo bzw. St Pancras (5 Std.), www.eurostar.com | www.bahn.de | Tel. 11861. Autozug (Calais-Folkestone) 35 Min., ab 110 Euro. | www.eurotunnel.com
Bus6-Tage-Trip ab 189 Euro. | www.rainbowtours.de | Tel. 040/32093309
FlugzeugLinienflüge (Lufthansa, British Airways, Austrian Airlines, Swiss) landen in Heathrow, 18 km vom Zentrum entfernt, Billigflieger in Stansted (östl.), Luton (nördl.) oder Gatwick (südl.). Air Berlin/Niki (u.a. Berlin, Zürich, Wien) | www.airberlin.com. Easyjet (u.a. Berlin, Dortmund, Basel) | www.easyjet.com | Germanwings (Köln/Bonn, Hamburg, Stuttgart) | www.germanwings.com | Ryanair (Berlin, Frankfurt/Hahn, Klagenfurt, Salzburg u.a.) | www.ryanair.com | Neu: ab Zürich/Genf nach London (www.airfrance.com).
Schiffwww.ocean24.de hat Infos zu Fährverbindungen ab Frankreich, z.B. Calais-Dover mit Seafrance (75 Min., ab 55 Euro, einfache Fahrt für PKW) und P&O Ferries (75 Min., ab 55 Euro, einf. Fahrt mit PKW) und Hoek van Holland-Harwich (Fußpassagier 30 Euro, einfache Fahrt).
VisitBritain - Urlaubsservice GroßbritannienDorotheenstr. 54 | 10117 Berlin | Mo bis Fr 11-18.30, Sa 10-15.30 Uhr | www.visitbritain.com/de
London Visitor Information Centretkts-Theaterkartenkiosk | Leicester Sq. | Mo-Fr 8-23, Sa/So 9-18, Tel. Mo-Fr 8-24, Sa/So 9-22 Uhr: Tel. 72922333 | Tel. 0800/566366 | U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Britain & London Visitor Centre1 Regent Street | Mo 9.30-18.30, Di bis Fr 9-18.30, Sa 10-16 (Juni-Sept. 9-17), So 10-16 Uhr | U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
AutoIn Großbritannien herrscht Linksverkehr, im Kreisverkehr (roundabout) gilt jedoch rechts vor links. Radarkameras überwachen Innenstadt-Tempolimits: meist 30 mp/h (50 km/h). In der Innenstadt wird Mo-Fr 7-18 Uhr eine Maut erhoben, congestion charge (£8 | www.cclondon.com | vom Ausland: Tel. 0044/76499122). Automobile Association (AA) | Tel. (0)161/495845 | www.theaa.com. Günstige Mietwagen: z.B. | www.easycar.com.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (German Embassy)23 Belgrave Sq. | www.london.diplo.de | Tel. 78241300 | U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly), Sloane Square (District)
Botschaft der Republik Österreich (Austrian Embassy)18 Belgrave Mews West | www.bmeia.gv.at/london | Tel. 73443250 | U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly), Sloane Square (District)
Schweizer Botschaft (Swiss Embassy)16-18 Montagu Place | www.swissembassy.org.uk | Tel. 76166000 | U-Bahn: Baker Street
FundbüroAus versicherungstechnischen Gründen sollten Sie Verluste der nächstgelegenen Polizeiwache melden. U-Bahn/Bus/Blackcab-Taxis: Transport For London Lost Property Office , Mo-Fr 8.30-16 Uhr | Tel. (0)845/3309882 | www.tfl.gov.uk/lpo | 200 Baker St. | U-Bahn: Baker Street | Züge: Tel. (0)8700/005151
GesundheitBei Notfällen wählen Sie 999 und fragen nach einem Krankenwagen: ambulance. Bei Notfällen/akuten Krankheiten haben EU-Bürger und Schweizer Anrecht auf kostenlose medizinische Grundversorgung im Krankenhaus (Notaufnahme: Accident & Emergency, A&E - 24-Std. u.a. St Marys | Praed St | Tel. 78866666 | U-Bahn: Paddington) oder durch einen Allgemeinarzt (GP) des staatlichen Gesundheitswesens NHS. Rezeptgebühr, prescription charge: £6.65. 24-Std.-Telefonberatung: NHS Direct | Tel. (0)845/4647 | www.nhsdirect.nhs.uk. NHS-Walk-In-Clinics, z.B. 1 Frith St | Mo-Fr 8-20, Sa/So 10-20 Uhr | Tel. 75346500. 24-Std.-Apotheke: Zafash | 231 B Old Brompton Road | www.zafash.com | Tel. 73732798 | U-Bahn: Earls Court (District, Piccadilly), angeschlossen: 24-Std.-Arzt (kostenpflichtig) | Tel. 73732219. Not-Zahnarzt (kostenpflichtig): Royal London Hospital | Whitechapel Road | Tel. 73777000 | Mo-Fr 7-23 Sa/So 8-14 | U-Bahn: Whitechapel (District, East London, Hammersmith & City).
Internetwww.visitlondon.com | www.londontown.com | www.timeout.com | www.londononline.co.uk | www.londontourist.org | www.fancyapint.com (Pubs) | www.latenightlondon.co.uk (Nachtleben) | www.newexhibitions.com (Ausstellungen) | www.cactuslanguage.com (Sprachkurse etc.) und | www.londonfreelist.com sind nützliche Websites. Londoner Straßen online: www.streetmap.co.uk.
Internet Caféswww.cafeindex.co.uk listet 75 Londoner Internetcafés. easyeverything.com hat 7 Internetcafés (u.a. Camden, Trafalgar Square, Oxford Street), meist tgl. 8-23 Uhr, wechselnde Tarife, www.easyinternetcafe.com.
Masse & Gewichte1 inch (in) = 2,54 cm
NotrufDer zentrale Notruf 999 gilt für Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei gleichermaßen und ist von jedem öffentlichen Telefon aus umsonst möglich.
Öffentliche VerkehrsmittelInformationen finden Sie unter www.tfl.gov.uk. Die U-Bahn, tube, fährt auf zwölf farblich gekennzeichneten Linien. Eine auch in Bussen gültige Travelcard lohnt sich praktisch immer, Zones 1-2 fürs Zentrum (ab 9.30 Uhr £5.10), Zones 1-6 (£6.70). Eine Dreitageskarte (Zonen 1-6) kostet £20.10. Sparen Sie mit der Oyster card (www.tfl.gov.uk/oyster), z.B. Wochen-Travelcard Zones 1-4 für £33.20. Overseas Oyster cards schon vorher kaufen: (www.tfl.gov.uk/tickets/faresandtickets/visitortickets/5192.aspx#germany, Österreich und Schweiz: www.groundline.com)!
PostPostkarten/Briefe bis 20g innerhalb Europas kosten 48 Pence. Zentrales Postamt: 24-8 William IV Street | Mo-Fr 8.30-18.30, Sa 9 bis 17.30 Uhr | U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Preise & WährungWährung ist das Pfund Sterling (£), umgangssprachlich quid, unterteilt in 100 Pence (p). Der Euro-Umrechnungskurs bewegt sich um den Faktor 1,5 (£1=1,50 Euro); die effektive Kaufkraft ist allerdings geringer, aufgrund hoher Steuern vor allem bei Spirituosen und Zigaretten (Schachtelpreis £4.70!). Am Automaten, cash point, Geld abzuheben kostet ca. 3,50 Euro Gebühren. Umtausch ohne Gebühren, commission-free, auf größeren Postämtern. Visa und Mastercard sind weit verbreitet.
Stadtrundfahrten & BootstourenOffene rote Doppeldeckerbusse mit (deutschem) Kommentar vom Band fahren drei Routen mit vielen Haltestellen, Tickets (gültig 24 Std., inkl. Themse-Fahrt) beim Fahrer (£19) oder online (£17.50) unter www.theoriginaltour.com. Livekommentar oder Band: Big Bus Company | www.bigbus.co.uk | online £ 18 | 48 Buckingham Palace Road | tgl. 8-18, Juli/Aug. bis 19 Uhr | Tel. 72339533. City Cruises fährt eine sehr schöne Sightseeingroute auf der Themse (ca. £5); www.citycruises.com | Tel. 77400400. Oder: Pendlerboote von Westminster u.a. zum Tower of London, nach Greenwich, Kew Gardens (www.tfl.gov.uk) oder von Bankside und St Katherines Dock (www.thamesclippers.com).
StromNetzspannung: 240 Volt/50 Hz. Steckdosen sind dreipolig (three-pin) und haben einen An/Aus-Schalter. Adapter nicht vergessen!
TaxiBei den zuverlässigen Londoner Taxis, den black cabs (in der Regel schwarz, manchmal auch andersfarbig lackierte Fahrzeuge) werden Sie beim Fahrpreis (fare) nicht übers Ohr gehauen. Wenn das Schild FOR HIRE/TAXI beleuchtet ist, ist der Wagen frei. Der Vermittlungsdienst Zingo verbindet Sie über Ihr Handy mit einem freien Taxi in Ihrer Nähe: Tel. (0)8700/700700.
Telefon & HandyTelefonzellen nehmen Kreditkarten und/oder Münzen. Vorwahl für Großbritannien: 0044; die Null der Ortsvorwahl (020 für London) wird weggelassen. Vorwahl für Deutschland: 0049, Österreich: 0043, Schweiz: 0041. Operator: 100. Innerhalb Londons wählen Sie nur die letzten 8 Ziffern der Nummer (wie im Reiseführer angegeben), vom Handy aus mit 020 vorweg. Mobil telefonieren, roaming, ist teuer, schicken Sie lieber eine SMS. Inlandsauskunft: Tel. 118118 (ca. 85p), Auslandsauskunft: Tel. 118505 (mind. £1.50), beide von Telefonzelle 40p/Min. www.118500.com sucht gratis Inlandsnummern. Für £10 gibts eine SIM-Card inkl. £5 Guthaben, z.B. am Stansted-Zubringerbahnhof Liverpool Street: Fone Kiosk | Booking Hall | Tel. 795051 (auch Not-Aufladegerät)
Trinkgeld10-15 Prozent. In Pubs wird nie Trinkgeld (tip) gegeben. Hotelportiers: £1 pro Gepäckstück.
ZeitGreenwich Mean Time ist ganzjährig eine Stunde hinter der MEZ zurück.
ZollDeutsche und Österreicher dürfen 3200 Zigaretten und 10 l Spirituosen zollfrei nach England einführen, bei der Rückkehr gelten die Mengen für EU-Staaten, für Schweizer weniger (Info unter www.visitbritain.com).
Kaffee2,85 Euro für einen Milchkaffee in der Kaffeebar
Bier4 Euro für 0,5 l im Pub
Fish & Chips5,75 Euro am Imbiss-Stehtisch
Sandwich3,75 euro auf die Hand
Musik-CD9 Euro für eine Neuerscheinung
Busfahrt4,50 euro einfache Fahrt Innenstadt
Unser Insider
MARCO POLO Autorin Kathleen Becker im Interview
Kathleen Becker lebt seit 1994 in London und erkundet die Sights am liebsten per Fahrrad. Ohne einen Becher Tee morgens geht nichts!
Wieso leben Sie in London?Ich bin damals als Sprachassistentin für Deutsch nach Nord-London gegangen. Ich erinnere mich noch an meine Ankunft: Es nieselte, an der Bahnstation hing ein Fahndungsplakat „Wegen Mordes gesucht“, doch der Schalterbeamte gratulierte mir so nett zu meiner interessanten Brille, und der Campus dann war voller Rosensträucher - so richtig englisch, dachte ich.
Was reizt Sie an London?Die unglaubliche Vielfalt des Lebens, der Menschen, des kulturellen und gastronomischen Angebots. Dass ich immer lebendige Geschichte um mich herum habe und gleichzeitig am Puls der neuesten Musik- und Modetrends sein kann - ohne sie mitmachen zu müssen. London hat Platz für alle Szenen und auch für die, die keiner angehören wollen. Auch das fiel mir gleich auf damals: Es ist nicht so wahnsinnig wichtig, wie man gekleidet ist. London wird immer cool sein, selbst wenn einige Londoner gerade nach Berlin und Paris umziehen. Trotz seiner Millionen Einwohner hat sich London Menschlichkeit, Gelassenheit und Toleranz bewahrt.
Und was mögen Sie an London nicht so?Die Preise! Die ständigen U-Bahn-Probleme. Die Stadt ist so international, da ist es gar nicht so leicht, „richtige“ Londoner kennen zu lernen. Und als jemand, der gern quasselt - meine Lieblingsstadt in Deutschland ist Köln - ist es mir immer unverständlich, dass in den Bahnen jeder in sein Buch vertieft ist oder geradeaus starrt und Blickkontakt mit dem Nachbarn vermeidet.
Sprechen Sie Englisch?Ich habe Anglistik studiert, bin aber als Halb-Irin schon mit viel Englisch im Hintergrund aufgewachsen. Im Englischunterricht habe ich dann sicher die Lehrer mit meiner Besserwisserei genervt. Zur Strafe wäre ich dann bei meinem ersten London-Besuch als Teenager fast überfahren worden, weil ich nicht nach rechts geschaut habe …
Mögen Sie die englische Küche?Als Vegetarierin habe ich es in London super getroffen, gerade mit der asiatischen Küche. Es ist nicht so wie in Deutschland, wo einem in einer Gemüsesuppe plötzlich Speckwürfel entgegenschwimmen. Gute Italiener - meine Lieblingsküche - sind allerdings teuer in London. Biertrinken musste ich erst hier lernen. Ich hatte eine lange Scones-Phase, jetzt kochen meine Mitbewohner tolle vegetarische Shepherds Pies und Roasts-Braten; ich selbst brauche für alles außer Risotto ein Rezept.
Bloß nicht
Tipps für das richtige Verhalten
Auto fahrenDas Auto mit nach London zu bringen war noch nie eine gute Idee: Das Straßennetz ist verwirrend, die Parkhausgebühren sind horrend (bis zu 55 Euro pro Tag), die Stadt voller Radarfallen - und viele Londoner Autofahrer mit sehr kurzen Geduldsfäden ausgestattet. Hinzu kommt die 2003 eingeführte Innenstadt-Straßenmaut.
Nur Jeans und Turnschuhe einpackenLondon ist locker, tolerant und individualistisch, aber nicht überall. Nicht nur im Ritz müssen Herren für den Afternoon Tea Jackett und Krawatte tragen. In manche Clubs kommt man mit Turnschuhen nicht hinein, in andere wiederum nicht im Anzug. Die hippsten Clubs und Bars haben oft eine ungeschriebene Kleiderordnung, dress to impress: schick und sexy. Daher die dünnen Kleidchen und hochhackigen Schuhe, die hartgesottene Britinnen beim Ausgehen selbst im Winter tragen.
Nur das Touristenprogramm absolvierenWer sich in London auf Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, den Tower of London, die überlaufenen Knotenpunkte Leicester Square und Piccadilly Circus und die bekannten Restaurantketten beschränkt, wird „unter sich“, d.h. unter anderen Touristen bleiben. Mehr vom echten London sieht, wer sich auch mal ein bisschen abseits bewegt, eine Seitenstraße einschlägt, einen exotischen Straßensnack ausprobiert oder in einen ausgefallenen Laden reinschnuppert.
In irgendein Minicab springenWenn abends nirgendwo ein Taxi zu sehen ist und es vielleicht auch noch regnet, ist die Versuchung groß, in irgendein Minicab zu steigen, das seine Dienste anbietet: Need a cab? Nicht ganz risikolos: Im Gegensatz zu den black cabs, deren Fahrer den legendären Knowledge-Test ablegen müssen, kann mehr oder weniger jeder ein Minicab anmelden. Die Fahrer sind manchmal kaum des Englischen mächtig und kennen sich nicht aus.
VordrängelnDas Klischee, dass zwei aufeinander treffende Briten sofort eine Schlange bilden, stimmt so nicht mehr. Doch generell wird in London schon genau auf eine faire Reihenfolge geachtet. Fragen Sie lieber nach, wo das Ende der Schlange ist: Is this the end of the queue? Auf der U-Bahn-Rolltreppe gilt: Links ist die Überholspur - diese zu blockieren ist tabu.
In der Öffentlichkeit rauchenAchtung: Seit dem 1. Juli 2007 herrscht in allen geschlossenen Räumen auf der Insel Rauchverbot: Restaurants, Pubs, Bars, Clubs, Büros, Busse, Bahnen, Taxis... Noch nicht mal Privatclubs sind ausgenommen!


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