Flüge London - Reiseführer London
City-Info London


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
London by night
In seiner Vielfalt ist Londons Nachtleben einzigartig: traditionelle Pubs, mitreißende Musicals, hochkarätige Klassikkonzerte, trendige Clubs
London ist die Heimat weltberühmter Sinfonieorchester und Tanzensembles und hat als Theaterstadt New York den Rang abgelaufen - sogar US-Stars wie Kevin Spacey und Kim Cattrall spielen hier für wenig Geld. Londoner Clubs setzen Trends, während die Pubs mit ihren kuscheligen Sitzecken und Rauchschwaden noch immer die Wohnzimmer der Londoner sind, in denen sich Klassengegensätze verwischen. Im Pub bestellen Sie an der Bar und bezahlen sofort, ohne Trinkgeld zu geben. Ein pint entspricht etwa 0,5 Liter; Männer lassen sich nur ungern mit einem halben (half) in der Hand erwischen! Alkohol wird nur an Gäste über 18 abgegeben, und Kinder sind in nur wenigen Pubs gern gesehen. Traditionelle spit and sawdust, »Spucke und Sägespäne«-Pubs weichen immer mehr Bars und Gastropubs, Pubs mit interessanten Bieren und guter Küche. Standard-Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-23, So 12-22.30 Uhr; der Tag endet stets mit den gefürchteten Rufen »Last orders!« für die letzte Runde und »Time, please!« zum Austrinken. Im Zuge der licensing laws-Reform haben viele Pubs jetzt aber verlängerte Öffnungszeiten. Die Clubszene, von Superclubs bis zu winzigen Basement-DJ-Bars, folgt schnell wechselnden Trends. Die angesagtesten clubnights für House, Techno, Hip-Hop und Mischformen wie Electroclash finden an wechselnden Orten (venues) statt.
Die teuersten Premierenkinos mit dem besten Sound gruppieren sich um Leicester Square. Die Tickets kosten £ 7-12; nachmittags (matinees) und montags wird es billiger. Können Sie schnellem, umgangssprachlichem Englisch folgen, probieren Sie mal einen der 150 Londoner Comedyclubs oder einen Pubabend mit standup, Improvisations-Comedy. Pulsmesser der Stadt, mit Ausgehtipps inklusive Gratis-Events (freebies) und Money-Off-Gutscheinen ist das »Time Out«-Veranstaltungsmagazin (jeden Mi). Donnerstags erscheint der »Evening Standard« mit der nützlichen »Hot Tickets«-Beilage. Buchungen von Theater-, Kino-, Konzertkarten laufen über Kreditkarten.
Unterhaltung
Bars und Kneipen
Absolut Ice BarOriginell und cool im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich das ganze Jahr über minus 5 Grad, ist die fünfte Filiale der schwedischen Ice Bar. Alles ist aus Eis: Wände, Tische, Deko, die Gläser für die Wodkacocktails. So-Mi 12.30-23.45, Do-Sa bis 0.40 Uhr, £12 inkl. Cocktail (Do-Sa abends £15), 31-33 Heddon Street, Tel. 74 78 89 10, www.belowzero.com/icebar, U-Bahn: Piccadilly Circus (Baker, Piccadilly)
BarflyViele bekannte (Indie-)Bands hatten in diesem unprätentiösen Musikpub ihre ersten Gigs. Sa Don't Look Down-Rocknacht. Mo-Do 19.30-1, Fr/Sa bis 3, So bis 23 Uhr, £ 5-8, 49 Chalk Farm Rd., Tel. 76 91 42 44, www.barflyclub.com, U-Bahn: Chalk Farm (Northern)
The Big Chill BarDer Name dieser In-Bar ist Programm: relaxtes Ambiente, gute Musik. Bei den »iPod-Sessions« bringen die Gäste ihre eigenen Favoriten mit. Gefällt Ihnen der Barsound? Die Big-Chill-CD ist ein nettes Souvenir. So-Do 12-24, Fr/Sa bis 1 Uhr, Dray Walk, off Brick Lane, Tel. 76 80 28 50, www.bigchill.net, U-Bahn: Liverpool Street
Black FriarDer schönste Arts & Crafts-Jugendstil-Pub in London auf dem Gelände eines ehemaligen Dominikanerklosters ist jetzt Nichtraucherpub. Über den Eingang des keilförmigen Gebäudes wacht die lächelnde Galionsfigur eines korpulenten Dominikanermönchs, innen trinkt eine bunt gemischte Klientel an Holztischen. Tgl., 174 Queen Victoria Street, Tel. 72 36 54 74, U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Blue BarUltimative Style-Hotelbar in Blautönen mit schwarzem Krokolederboden, weißen Ledersesseln und Onyxtheke. Cocktails ab £ 10. Mo bis Sa 16-1, So 15-24 Uhr, Berkeley Hotel, Wilton Place, Tel. 72 35 60 00, www.the-berkeley.co.uk, U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly)
The Dove400 Jahre alter, wunderbar atmosphärischer Pub. Der Wintergarten über der Terrasse ist nicht nur für das Oxford-Cambridge-Bootsrennen im März ein idealer Aussichtspunkt. 19 Upper Mall, Tel. 87 48 54 05, U-Bahn: Hammersmith (Hammersmith & City) oder Ravenscourt Park (District)
Duke of CambridgeErster vollbiologischer Gastropub der Welt: gemütliche Holztische, entspannte Atmosphäre, täglich wechselnde Speisekarte. Auch Tische draußen. 30 St Peter's Street, Tel. 73 59 30 66, www.sloeberry.co.uk, U-Bahn: Angel (Northern)
KettnersBeliebte Champagnerbar mit Ölgemälden und Ledersesseln, Treffpunkt der Soho-Medienmacher. Ein Glas Champagner gibt's ab £ 7.75; Probiertipp: Black Velvet-Champagnercocktail mit Guinness. Tgl. 11 bis 1 Uhr, 29 Romilly Street, Tel. 77 34 61 12, www.kettners.com, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
LonsdaleVon der U-Bahn-Station Notting Hill Gate führt ein schöner Spaziergang durch die berühmte Portobello Road zu dieser preisgekrönten Bar mit spektakulärem Design und relaxter Atmosphäre. Probieren Sie einen alkoholfreien Apfel- Mojito! Mo-Do 18-24, Fr/Sa bis 1, So bis 23.30 Uhr, 48 Lonsdale Road, Tel. 77 27 40 80, www.thelonsdale.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
The PrincessNeuer, stilvoller Gastropub mit mediterraner Küche (oben) und herzhaften Snacks (unten) zwischen City und Shoreditch. 76 Pauls Street, Tel. 77 29 92 70, U-Bahn: Old Street (Northern)
The Rooftop BarNicht billig, aber von der schicken Cocktailbar-Dachterrasse des Trafalgar-Hotels haben Sie einen Superblick. Mo erst ab 17 Uhr, 2 Spring Gardens, Tel. 78 70 29 00, www.thetrafalgar.com, U-Bahn: Charing Cross
St Stephen's TavernDirekt im Windschatten von Big Ben. Viktorianisches Dekor, das nette Barpersonal serviert Thirsty Ferret Ale und mehr. 10 Bridge Street, Tel. 79 25 22 86, U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
The SalisburyEiner der schönsten viktorianischen Pubs der Stadt - überall Mahagoniholz und Glasgravuren. Zentral für die West-End-Theater. 90 St Martin's Lane, Tel. 78 36 58 63, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Trafalgar TavernIn diesem gemütlichen Pub mit offenem Kamin genoss schon Charles Dickens die Aussicht auf die Themse - und gebratenen Breitling: whitebait suppers. 6 Park Row, Tel. 88 58 29 09, U-Bahn: Cutty Sark (DLR)
Vibe BarBrick Lane-Bar mit wechselnden Musikevents, viele gratis. Kostenloser Internetzugang, solange Sie etwas trinken. Leckere Pies. Mo-Do, So 11-23.30, Fr/Sa 11-1 Uhr, 91-95 Brick Lane, Tel. 73 77 28 99, www.vibe-bar.co.uk, U-Bahn: Aldgate East (District, Hammersmith & City)
Unterhaltung
Diskotheken, Clubs und Ballhäuser
Aktuelle Clubnächte listet www.clubinlondon.co.uk auf. Immer beliebter werden Sommer-Bootpartys am Nachmittag mit anschließendem Weiterfeiern im Club.
EGGInnovativer Musikmix, Garten, lange Öffnungszeiten: So-Do wechselnde Öffnungszeiten, Fr 22-10 Uhr morgens, Sa auf So bis 13 Uhr, £ 8-15, 200 York Way, Tel. 76 09 83 64, www.egglondon.net, U-Bahn: King's Cross
The EndDas ist zurzeit einer der angesagtesten Clubs der Stadt, ohne Attitüde. Coole Clubnights, z. B. Layo & Bushwacka, Swerve. Minimalistische AKA-DJ-Bar. Mo/Mi bis 3, Do bis 4, Di, Fr bis 5, Sa bis 7 Uhr, 18 West Central Street, £4-16, Tel. 74 19 91 99, www.the-end.co.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road
FabricWeitläufiger, beliebter Megaclub in einer ehemaligen Fleischlagerhalle. Die coole, aber nicht zu gespreizte Klientel tanzt auf dem vibrierenden Bodysonic-Dancefloor. Fr/Sa bilden sich meist lange Schlangen. £ 12-15, 77A Charterhouse Street, Tel. 73 36 88 98, www.fabriclondon.com, U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
GhettoAlternative zur exklusiven Attitüde mancher Soho-Schwulenclubs; günstige Barpreise. Interessante Clubnights, z. B. Electroclash (Fr). So-Mi 22.30-3, Do/Fr bis 4, Sa bis 5 Uhr, £ 3-7, 5-6 Falconberg Court, Tel. 72 87 37 26, www.ghetto-london.co.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
HerbalFreundlicher In-Club in Shoreditch in einer alten Lagerhalle im Industrial Look. Auf den zwei Tanzflächen, die von einem mächtigen Soundsystem beschallt werden, gibt es die ein oder andere Celebrity zu sichten. Innovative Clubnights, z. B. »Herbalism«. So-Do 21-2, Fr/ Sa bis 3 Uhr, £2-12, 10-14 Kingsland Road, Tel. 76 13 44 62, www.herbaluk.com, U-Bahn: Old Street (Northern)
Notting Hill Arts ClubRelaxter Club, in dem Sie von Weltmusik, Bhangra und Flamenco bis Underground alles hören werden. Mo-Fr 18-2, Sa 16-2, So 16-1 Uhr, vor 20 Uhr (außer So) Eintritt frei, dann £5-8, 21 Notting Hill Gate, Tel. 74 60 44 59, www.nottinghillartsclub.com, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
Rhythm FactoryDieser Cafébar-Livemusikclub ist das Barometer für die aktuellsten Musiktrends der Stadt, z. B. Reggaeton (Dancehall-Reggae-R-'n'-B-Mix). Tgl. 11-3 Uhr, 16-18 Whitechapel Rd., Tel. 73 75 37 74, www.rhythmfactory.co.uk, U-Bahn: Whitechapel
Salsa!Etablierter Latinclub mit Salsakursen. Mo-Sa 17.30-2, So 18-0.30 Uhr, Eintritt je nach Tageszeit frei bis £4, Kurs £5, 96 Charing Cross Road, Tel. 73 79 32 77, www.barsalsa.info, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Stompin' at the 100 ClubHier tanzen jeden Montagabend Londoner den »Lindy Hop«, einen jazzigen Swing-Step der Dreißigerjahre (www.lindycircle.com). Lockere Atmosphäre, günstige Barpreise. 7.45-20.30 Uhr Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs (kein Partner nötig), dann DJs und Livebands. Mo, £10, 100 Oxford Street, Tel. 76 36 09 33, www.the100club.co.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Unterhaltung
Kabarett und Kleinkunst
Chuckle ClubComedy-Kabarett in der Three Tuns-Studentenbar der ehrwürdigen London School of Economics. Nette Atmospäre. Sa 20 Uhr, dann Disko bis 3 Uhr, £10, Houghton Street, Tel. 74 76 16 72, www.chuckleclub.com, U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
The Comedy StoreIn dem beliebtesten Club der Stadt formierte sich Anfang der Siebzigerjahre die alternative Comedyszene. Tgl. ab 18.30 Uhr, £12-15, 1A Oxendon Street, Tel. (0) 870/ 060 23 40, www.thecomedystore.biz, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Unterhaltung
Kinos
BFI London IMAX Cinema3-D-Movies auf dem größten Bildschirm des Landes (26 m). £ 8.50, 1 Charlie Chaplin Walk, South Bank, Tel. (0)870/787 25 25, www.bfi.org.uk/showing/imax, U-Bahn: Waterloo
National Film Theatre2006 rundüberholt; Retrospektiven, thematische und Regisseur-Specials: ein Paradies für film buffs. South Bank, Tel. 79 28 32 32, www.bfi.org.uk/nft, U-Bahn: Waterloo
Odeon Leicester SquareLondons größtes Premierenkino. Hier wird häufig der rote Teppich für Filmstars ausgerollt. Leicester Square, Tel. (0)871/224 40 07, www.odeon.co.uk, U-Bahn Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Prince CharlesChinatown: täglich wechselndes Programm mit neuen Filmen, Klassikern und Kultstreifen für £2-4. Jeden Freitag Feelgood Friday: Film, Eis, Popcorn für je £1. 7 Leicester Place, Tel. 74 94 36 54, www.princecharlescinema.com, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Unterhaltung
Livemusik
BarbicanIn diesem Labyrinthkomplex verirren sich selbst Einheimische. Das Kulturzentrum, Heimat des London Symphony Orchestra, bietet ein exzellentes Konzert- und Theaterprogramm. £5-65, Silk Street, Tel. 76 38 88 91, www.barbican.org.uk, U-Bahn: Barbican (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
Jazz CaféGute Acts aller möglichen Richtungen - Nu-Soul, Funk, Hip-Hop und Jazz - in relaxter Atmosphäre. Tgl. 19-2 Uhr, £8-25, 5 Parkway, Tel. 79 16 60 60, (0)870/150 00 44, www.jazzcafe.co.uk, U-Bahn: Camden Town (Northern)
Ronnie Scott'sDer Maestro starb 1996, doch Ronnie Scotts Jazzkeller mit Platz für 250 Gäste wird in seinem Sinn weitergeführt: Jazzkonzerte mit den besten Namen, informelle Atmosphäre. Nach der Renovierung 2006 ist eher gutes Essen als Tanzen angesagt. Ab £25, Mo-Sa 18-3 Uhr, 47 Frith Street, Tel. 74 39 07 47, www.ronniescotts.co.uk, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Royal Albert HallNach ihrer Rundum-Restaurierung 2004 erstrahlt die backsteinrote, kreisrunde Konzerthalle (1871) im alten Glanz. £4-50, Kensington Gore, Tel. 75 89 82 12, www.royalalberthall.com, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Wigmore HallWeltberühmte Konzerthalle, besonders für Kammermusik, mit hervorragender Akustik und Art-Nouveau-Dekor. Sympathisch: So 11.30 Uhr Coffee Concerts (£10) inklusive Programm, Kaffee/Sherry. Sommerpause: Juli/Aug. 36 Wigmore Street, Tel. 79 35 21 41, www.wigmore-hall.org.uk, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Unterhaltung
Opern, Konzerte und Musicals
Daddy Cool - The Boney M MusicalWer sich nicht an die Songs »Rasputin« und »Brown Girl in the Ring« von Frank Farians Boney M erinnert, hat die Achtziger verschlafen! Die moderne Romeo & Julia-Story spielt in London. £17.50-45, Shaftesbury Theatre, 210 Shaftesbury Avenue, Tel. (0)87 01 45 11 63, www.thisistheatre.com/londonshows/daddycool.html, U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
English National OperaDie ENO im Coliseum ist die Heimat des klassischen Opernrepertoires in englischer Sprache. Volksnah: Karten für die Abendvorstellung, day seats, £10-15 (maximal zwei Stück) ab 10 Uhr; Papp-Operngläser für £3! Nach großer Diskussion: Seit 2006 gibt's Übertitel. Tickets £5-78, St Martin's Lane, Tel. (0)870/145 02 00 www.eno.org, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Mamma Mia!Best Of Abba: die besten Hits, zusammengehalten von einem dünnen Plot, aber großer Feelgood-Faktor. £25-49, Prince of Wales Theatre, Coventry Street, Tel. (0)870/ 850 03 93, www.mamma-mia.com, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Royal Opera HouseWeltberühmtes Opernhaus und Ballett. Die schön restaurierte Floral Hall ist öffentlich zugänglich (10 bis 15.30 Uhr). Für jede Vorstellung gibt es 67 day seats für £10 ab 10 Uhr (ein Ticket pro Person). £4 bis 180, Bow Street, Tel. 73 04 40 00, www.royaloperahouse.org, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
SpamalotDas Monty-Python-Musical, frisch vom Broadway - ein Muss für die Liebhaber der skurrilen Comedytruppe um John Cleese. (spam ist übrigens auch eine Art britisches Formfleisch …) £17.50-60, Palace Theatre, Cambridge Circus, Tel. (0)870/890 01 42, www.montypythonsspamalot.com, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Unterhaltung
Sonstiges
Bar ItaliaItalienischer Kaffee, Snacks, Sportübertragungen. Um 3 Uhr morgens herrscht Hochbetrieb. Der Erfinder des Fernsehens, John L. Baird, sendete die ersten TV-Signale vom Obergeschoss. Nur So 4-7 Uhr geschl., 22 Frith St., Tel. 74 37 45 20, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Brick Lane Beigel BakeDiese Bäckerei ist eine Institution. Kein Gourmettreff, dafür spottbillige Bagels: mit Räucherlachs, Frischkäse, Salzbeef. Stehtheke. Tgl. rund um die Uhr geöffnet, 159 Brick Lane, U-Bahn: Liverpool Street
Polo Bar/Ponti'sWärmen Sie sich nach dem clubbing bei Sandwiches und Cappuccino. 176 Bishopsgate, U-Bahn: Liverpool Street
TinseltownWährend London schläft, checken Sie in diesem American Diner bei einem Milchshake Ihre Mails. 44 bis 46 St John St., Tel. 76 89 24 24, www.tinseltown.co.uk, U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
Unterhaltung
Theater und Kleinkunst
Infos zu allen Bühnen: www.officiallondontheatre.co.uk. Früh buchen. Bei der Tkts-Theaterkasse auf dem Leicester Square gibt's ermäßigte Karten für Vorstellungen am gleichen Abend (zzgl. £ 2.50-Gebühr). Mo-Sa 10-19, So 12-15 Uhr, www.tkts.co.uk, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
AlmeidaOff-West-End-Theater, bekannt für hervorragende Stücke mit berühmten Schauspielern und (Welt-)Premieren. £ 6-29.50, Almeida Street, Tel. 73 59 44 04, www.almeida.co.uk, U-Bahn: Angel (Northern)
National TheatreGroßbitanniens renommiertes Nationaltheater vereint drei Häuser (Cottesloe, Lyttleton, Olivier) für klassische und zeitgenössische Stücke in toller Besetzung. Tickets ab £10 sollen eine neue Generation zum Theater führen. South Bank, Tel. 74 52 30 00, www.nationaltheatre.org.uk, U-Bahn: Waterloo
Sadlers Wells TheatreIn Großbritanniens führendem Tanztheater sehen Sie die besten britischen und internationalen Compagnien. £ 10-40, Rosebery Avenue, Tel. (0)870/737 77 37, www.sadlers-wells.com, U-Bahn: Angel (Northern)
Soho TheatreErfolgsstory der Londoner Theaterszene, mit gutem Mix von neuen englischen Stücken, Importen und Comedy. £7.50-20, 21 Dean St., Tel. (0)870/429 68 83, www.sohotheatre.com, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Unterhaltung
Weinstuben
Gordon's Wine BarIn den schummrigen, von Kerzenschein erleuchteten Kelleralkoven ist es immer voll. Im Sommer sitzt man schön draußen. 47 Villiers St., Tel. 79 30 14 08, www.gordonswinebar.com, U-Bahn: Charing Cross: (Northern, Bakerloo), Embankment
Jamies at the PavilionIn dieser ungewöhnlichen Location auf dem gepflegten Rasen eines Bowlingclubs trinken Sie sich mit city workers durch eine interessante Weinkarte aus klassischen europäischen Weinländern und der New World, fast alle auch glasweise. Mo-Fr 11.30-23 Uhr, www.jamiesbars.co.uk, Finsbury Circus Gardens, U-Bahn: Moorgate
Übernachten
Zeit, ins Bett zu gehen?
Mit die wichtigste Entscheidung: wo übernachten? Hier eine kleine Auswahl an Hotels, B&Bs, Apartments und Hostels
In London haben nicht nur schicke Designerhotels und alteingesessene Luxusherbergen ihren Preis, Hotels aller Preisklassen sind unter den teuersten Europas. Allerdings gehen die Preise (room rates oder tariffs) am Wochenende häufig runter. Die Hotelbranche hat in den letzten Jahren unter niedrigen Belegungsquoten gelitten; fragen Sie also ruhig nach: »Is this your best rate?« Und gucken Sie nach Online-Sonderangeboten, special offers. Achtung: Hotelzimmerpreise der oberen Kategorien werden meist ohne Mehrwertsteuer (VAT, 17,5 Prozent) und ohne Frühstück angegeben! Ein single ist ein Einzelzimmer, ein double ein Doppelzimmer, ein twin ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten. Einzelbelegung, single occupancy, kostet etwa zwei Drittel des Doppelzimmerpreises. Für Kleingruppen oder Familien werden oft günstige Mehrbettzimmer angeboten. En suite bedeutet Privatbadezimmer. Bed & Breakfast, die Kombination von einem schlichten Bett und Frühstück, ist praktisch eine britische Erfindung. Meist müssen Sie bar zahlen, der Preis beinhaltet VAT und Frühstück. Im Mittelklassebereich ist die Grenze zwischen Hotels und B&B fließend, bei beiden bewegt sich das Einrichtungsdesign nur langsam weg von pastellfarbenen Steppdecken, Chintzgardinen und Blümchenbordüren. Statt des Full English Breakfast mit Eiern, Würstchen und Bacon wird zunehmend ein Continental Breakfast mit Müsli, Joghurt, Brot, Marmelade angeboten. Bei der Buchung muss meist eine Anzahlung per Kreditkarte (Visa, MasterCard) geleistet werden. Der kostenlose Visit London-Zimmervermittlungsservice gibt eine Preisgarantie für seine 250 Hotels (www.visitlondonoffers.com, Tel. 84 56 44 30 10). Eine unabhängige Website mit ausgewählten Hotels und B&Bs ist www.specialplacestostay.com. Die London-Bed & Breakfast-Agentur sucht Ihnen ein handverlesenes Zimmer (Vertretung in Deutschland: Tel. 06251/70 28 22, www.bed-breakfast.de). At Home in London (Tel. 87 48 19 43, Fax 87 48 27 01, www.athomeinlondon. co.uk) vermittelt Privatzimmer. Wie wär's z. B. mit einem Zimmer in Virginia Woolfs Haus in Kensington, wo die berühmte Autorin (1882 bis 1941) ihre Kindheit verbrachte (£79)?
Übernachten
Appartements und Ferienwohnungen
Astons ApartmentsZentrale, geräumige Maisonettewohnungen für zwei Personen mit Küche und Telefon (£110) sowie Luxusapartments (größtes Viererapartment: £205) in einer ruhigen Wohnstraße in South Kensington. 53 Apartments, 31 Rosary Gardens, Tel. 75 90 60 00, Fax 75 90 60 60, www.astons-apartments.com, U-Bahn: Gloucester Road (Circle, District, Piccadilly), €€
23 Greengarden HouseApartments (rustikaler Landhausstil oder modern) am autofreien St Christopher's Place, wenige Meter von Oxford Street. Eigene Telefonnummer, Broadband-Internet, DVD. 15 Einzimmer-Apartments: £245-295, 8 Zweizimmer-Apartments: £355-415. St Christopher's Place, Bond St., Tel. 79 35 91 91, Fax 79 35 88 58, www.greengardenhouse.com, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee), €€€
Palace Court Holiday Apartments37 günstige Apartments nahe Notting Hill, für eine Person (£66), zwei (£82) und drei Personen (£88). 1 Palace Court, Bayswater Road, Tel. 77 27 34 67, Fax 72 21 78 24, www.palacecourt.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District), €
Übernachten
Privatunterkünfte
Hampstead Village GuesthouseSympathisches B&B im grünen Hampstead, nur 20 Minuten vom Zentrum. Flexible Frühstücksarrangements (£7), von 8 Uhr (Sa/So 9 Uhr) bis spät vormittags, im Sommer im Garten. 9 Zi. (En suite-DZ £90), plus eine Gartenwohnung mit Küche (5-Pers.-Belegung: £170), 2 Kemplay Road, Tel. 74 35 86 79, Fax 77 94 02 54, www.hampsteadguesthouse.com, U-Bahn: Hampstead (Northern)
Wigmore CourtDieses zentrale Familien-B&B-Hotel mit Kochgelegenheit und Waschmaschine ist ideal, wenn Sie länger bleiben wollen. DZ £98, 23 Gloucester Place, Tel. 79 35 09 28, Fax 74 87 42 54, www.wigmore-court-hotel.co.uk, U-Bahn: Baker Street
113 Pepys RoadEast meets West in Süd-London. Bambusjalousien, Kimonos und chinesisches Porzellan der drei Zimmer spiegeln die weiten Reisen der englisch-chinesischen Besitzer. Versuchen Sie Annes orientalisches Frühstück oder Dinner (£26, auf Vorbestellung). Persönlicher Touch, hübscher Garten. DZ £90. New Cross Gate, Tel. 76 39 10 60, Fax 76 39 87 80, www.pepysroad.com, U-Bahn: New Cross Gate (East London)
Übernachten
Luxushotels
Courthouse KempinskiIn diesem ehemaligen Gerichtsgebäude war Charles Dickens Gerichtsreporter und mussten sich Oscar Wilde und Mick Jagger verantworten. Das Restaurantmenü inspiriert sich an der Seidenstraße. 116 Zi. (£340-2935), 19-21 Great Marlborough St., Tel. 72 97 55 55, Fax 72 97 55 66, www.courthouse-hotel.com, U-Bahn: Oxford Circus
The DorchesterDas Luxury Living in einem der berühmtesten Hotels der Welt beginnt schon unter der vergoldeten Decke der marmorgefliesten Eingangshalle. Elegant-modernes Design. Im Grill Room wird das perfekte Roastbeef serviert, in der Promenade ein gepflegter Afternoon Tea (£33.50). 250 Zi., £425-3525, 53 Park Lane, Tel. 76 29 88 88, Fax 74 09 01 14, www.dorchesterhotel.com, U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly)
The HempelMinimalistentempel auf der Nordseite des Hyde Park: das genaue Gegenteil von »bei Hempels unterm Sofa«! Die 46 Zimmer (£300 bis 820) sind eine einzige Designsinfonie in Weiß-auf-Weiß, mit japanischem Touch. 31-35 Craven Hill Gardens, Tel. 72 98 90 00, Fax 74 02 46 66, www.the-hempel.co.uk, U-Bahn: Lancaster Gate (Central)
One AldwychHier wird der Luxus trendy: großzügige Zimmer und Suiten mit schweren Rohseidengardinen und riesigen Badewannen. Der Clou: ein 18 m langer Swimmingpool (24 Std. geöffnet) mit Unterwassermusik. 105 Zi., £380-1580, 1 Aldwych, Tel. 73 00 10 00, Fax 73 00 10 01, www.onealdwych.com, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
The RitzPuttin on the Ritz! Inbegriff pompöser Londoner Hoteltradition, mit Blick auf Green Park. Mit antiken Louis XVI.-Möbeln opulent ausgestattetete Zimmer, in Kombinationen der klassischen Ritz-Farbtöne Blau, Pfirsich, Pink und Gelb. Persönlicher Service wird groß geschrieben; hier sind weibliche Gäste noch »Madam«, männliche noch »Sir«. 133 Zi., £385-2935, 150 Piccadilly, Tel. 74 93 81 81, Fax 74 93 26 87, www.theritzlondon.com, U-Bahn: Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
Übernachten
Hotels Kategorie gehoben
Charlotte Street HotelSchickes Modern English-Boutiquehotel. Ungewöhnlich: mit Granit ausgekleidete Badezimmer. Nicht nur für Hotelgäste: der »Sunday Film Club« (£35): Nach einem Dreigänge-Menü im Hotelrestaurant Oscar sehen Sie im hauseigenen Kinosaal den Film der Woche. 52 Zi., 15-17 Charlotte Street, Tel. 78 06 20 00, Fax 78 06 20 02, www.firmdale.com, U-Bahn: Goodge Street (Northern)
City Inn WestminsterZu Recht preisgekröntes Hotel, einen Steinwurf von der Tate Britain. Zeitgenössisches Design, superfreundlicher Service, Liebe zum Detail (Wettervorhersage und die »FAZ« zum Frühstück). Gutes Restaurant. 460 Zi., 30 John Islip Street, Tel. 76 30 10 00, Fax 72 33 75 75, www.cityinn.com/ london, U-Bahn: Pimlico (Victoria)
HazlittsWunderbar altmodisches Literatenhotel im Herzen von Soho. Der Essayist und Kritiker William Hazlitt (1778-1830) lebte und starb hier, der Legende nach an exorbitant hohem Teekonsum. 23 Zi., 6 Frith Street, Soho Square, Tel. 74 34 17 71, Fax 74 39 15 24, www.hazlittshotel.com, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Miller\'s ResidenceAntike Sessel, Tische, Gemälde, Kerzenleuchter... Hier wohnt der Autor der Antiquitätenbibel »Miller's Guide to Antiques«. Individuelle, literarisch gestylte Zimmer: »Byron« mit Himmelbett, »Coleridge« in dunklen Rosatönen. 6 Zi., 2 Suiten, kontinentales Frühstück und Cocktails abends inbegriffen, 111a Westbourne Grove, Tel. 72 43 10 24, Fax 72 43 10 64, www.millersuk.com, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
Übernachten
Hotels Kategorie standard
CityModernes, sauberes Hotel in einer Verlängerungsstraße der Brick Lane, der Hauptstraße von »Banglatown«. Großzügig bemessene Räume, viele davon mit Kochgelegenheit. Flexible Preisgestaltung, z. B. Familienzimmer für £90-110. 90 Zi., 12 Osborn Street, Tel. 72 47 33 13, Fax 73 75 29 49, www.cityhotellondon.co.uk, U-Bahn: Aldgate East (District, Hammersmith & City)
The Fielding HotelSuperzentral fürs West End, dennoch ruhige Location in einem Innenhof gegenüber dem Royal Opera House; beliebt bei Schauspielern. Nichtraucher. Kein Frühstück, aber es gibt viele Cafés gleich vor der Haustür. 24 Zi., 4 Broad Court, Bow Street, Tel. 78 36 83 05, Fax 74 97 00 64, www.the-fielding-hotel.co.uk, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
5 Sumner HotelNeues, angenehm eingerichtetes Hotel in Marble Arch, 10 Min. Fußweg zur Museumsoase der Wallace Collection, 5 Min. zum Hyde Park und 2 Min. zu den Shops der Oxford Street. 20 Zi., 54 Upper Berkeley Street, Tel. 77 23 40 89, Fax (0)870/705 87 67, www.sumnerplace.com, U-Bahn: Marble Arch (Central)
The Jenkins HotelTraditionelles B&B-Hotel in Bloomsbury mit 12 individuell gestalteten En suite-Zimmern. Garten, Tennisplätze. Szenen aus dem Agatha-Christie-Poirot-Krimi »Adventure of the Italian Nobleman« wurden hier gedreht. 45 Cartwright Gardens, Tel. 73 87 20 67, Fax 73 83 31 39, www.jenkinshotel.demon.co.uk, U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
The Main HouseGroße, schicke Zimmer, gute Location: einen Steinwurf von der Portobello Road entfernt. Tee oder Kaffee gibt's morgens aufs Zimmer, verbilligtes Frühstück bei Tom Conrans Notting-Hill-Delikatessencafé. Gästeräder. 4 Zi., 6 Colville Road, Tel. 72 21 96 91, www.themainhouse.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate
3 Briar WalkDie sympathischen Lord und Lady Rennell of Rodd bieten eine Unterkunft mit Charakter im ruhigen Südwesten Londons, nahe den Kew Gardens und dem wunderschönen Richmond Park. 2 Zi., 1 Apartment, 3 Briar Walk, Tel. 87 85 23 38, Fax 87 85 73 38, www.briarwalkbnb.com, U-Bahn: East Putney (District)
Übernachten
Hotels Kategorie günstig
Garden Court HotelSympathisches Hotel in schöner Lage, mit Garten. 2004 renoviert. 40 Zi. inkl. Frühstück, von £40 (Single mit Bad auf Gang) bis £130 (En suite-Familienzimmer), 30-31 Kensington Gardens Sq., Tel. 72 29 25 53, Fax 77 27 27 49, www.gardencourthotel.co.uk, U-Bahn: Bayswater (Circle, District)
Luna & Simone HotelSympathisch, sauber, beliebt. Achtung Langschläfer: Frühstück wird nur bis 8.30 Uhr serviert. 36 Zi., 47 Belgrave Road, Tel. 78 34 58 97, Fax 78 28 24 74, www.lunasimonehotel.com, U-Bahn: Victoria (Circle, District, Victoria)
Ridgemount HotelTraditioneller Familienbetrieb mit treuen Stammkunden. Kleine Zimmer, die Hälfte mit eigenem Bad (Sechserzimmer £96). Garten. 32 Zi., 65-67 Gower St., Tel. 76 36 11 41, Fax 76 36 25 58, www.ridgemounthotel.co.uk, U-Bahn: Goodge Street (Northern)
Rushmore Hotel22 traditionell, doch individuell eingerichtete Zimmer mit trompe l'oeil-Wandgemälden. Frühstücksbüfett im schicken Wintergarten. Rezeption rund um die Uhr geöffnet. 11 Trebovir Road, www.rushmore-hotel.co.uk, Tel. 73 70 38 39, Fax 73 70 02 74, U-Bahn: Earl's Court (District, Piccadilly)
26 Hillgate PlaceCool, indisch angehaucht, mit Garten. Gute Lage für Portobello Road und andere Notting-Hill-Attraktionen. 2 Zi., 26 Hillgate Place, Tel. 77 27 77 17, www.26hillgateplace.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
Übernachten
Sonstiges
Formule 1Unschlagbar günstig: einfache Zimmer mit Waschbecken und TV zum Einheitspreis von £31.95 (egal, ob eine, zwei oder drei Personen). Dusche im Gang. Frühstück £2.50. 15 Min. zur U-Bahn. 80 Zi., Highbridge Road, Barking, Essex, Tel. 85 07 07 89 (morgens/abends), Fax 85 94 07 50, www.hotelformule1.com, U-Bahn: Barking (District, Hammersmith & City)
The GeneratorDas größte Hostel der Stadt, in futuristisch-funktionalem Look, ist ideal für Alleinreisende; Bar lange geöffnet. Rezeption, Internetcafé, Games Room 24 Std. geöffnet; kontinentales Frühstück inbegriffen. 854 Betten ab £10, Compton Place, 37 Tavistock Place, Tel. 73 88 76 66, Fax 73 88 76 44, www.the-generator.co.uk, U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
Museum InnRuhigstes der Londoner Astor-Hostels (www.astorhostels.com), mit Küchenbenutzung, Internetzugang und 24-Std.-Rezeption. Gegenüber dem British Museum. 100 Betten in 2-12-Bett-Zimmern (£15-25); nur für Gäste bis 35 Jahre. 27 Montague Street, Tel. 75 80 53 60, Fax 76 36 79 48, U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
Premier Travel Inn London Tower BridgeZentraler Standort am Südufer der Themse. Fragen Sie nach einem ruhigen Zimmer nach hinten raus, »at the back«. 195 Zi., Mo-Do ab £85, Fr-So ab £75, 159 Tower Bridge Rd., Tel. (0)870/238 33 03, Fax 79 40 37 19, www.premiertravelinn.co.uk, U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
Wake Up! LondonNeu eröffnetes Gute-Laune-Hostel mit 24-Std.-Internetzugang. Angebote vom Bett im Schlafsaal (£11) bis zur Doppelzimmerhälfte (£30). 1 Queens Gardens, www.wakeuplondon.co.uk, Tel. 72 62 44 71, U-Bahn: Paddington
Sehenswertes
Best of London
Spannende Architektur, historische Gebäude, königliche Residenzen, charaktervolle Straßen und grüne Oasen
Es ist wahr: Die schiere Reizfülle Londons kann den Besucher erschlagen. Im Lauf der letzten Jahre sind Millionen Pfund in Restaurierungs- und Renovierungsprojekte geflossen, und die Auswahl an Sehenswürdigkeiten ist größer denn je. Unzählige Baudenkmäler der Stadt sind gratis zu sehen; wo Eintrittspreise verlangt werden, sind diese allerdings teilweise sehr hoch. Die beliebten alten Doppeldeckerbusse mit Schaffner, auf deren Trittbrett man während der Fahrt auf- und abspringen konnte (Routemaster), sind praktisch alle - trotz Protesten - abgeschafft. Auf den beiden Routemaster Heritage Routes 9 und 15 können Sie die alten Wahrzeichen noch erleben (www.routemaster.org.uk). Auch die Buslinien 8, 11 und 24, sowie RV1 klappern gute Sightseeing-Routen ab; mit Ihrer Travelcard fahren Sie, wie Sie Lust haben. Eine Fahrt durch das alte Hafengebiet mit der vollautomatisierten Docklands Light Railway (DLR) ist eine tolle Annäherung an das neue London, das im Osten heranwächst (www.dlr.co.uk), und Themseboote bieten schöne Panoramablicke und verbinden viele Attraktionen. Hervorragende Stadtführungen bietet Original London Walks (£5.50, Tel. 76 24 39 78, www.walks.com); bei der Jack the Ripper Tour zum Beispiel sind Sie mit einer Ripper-Koryphäe unterwegs. Deutschsprachige Stadtführungen dauern je zwei Stunden und kosten £10 (£9 online), inklusive Eintrittsgelder und Getränk im Pub; für Schlechtwetteralternativen ist gesorgt (März-Okt. Fr 13.15, 18.15, Sa 16, 19.15, So 10.30 Uhr, Tel. 74 87 47 36, www.londontoursaufdeutsch.com).
Sehenswertes
Bauwerke
Albert MemorialKönigin Victorias geliebter Mann Albert aus dem deutschen Adelshaus Sachsen-Coburg-Gotha starb 1861 mit 42 Jahren an Typhus. Das extravagant-neogotische Denkmal (1876), verziert mit Marmor, Mosaikglas und Halbedelsteinen, schuf George Gilbert Scott, der auch die berühmte rote Telefonzelle entwarf. Die überlebensgroße, vergoldete Statue zeigt Albert im Katalog zur Industrieausstellung Great Exhibition 1851 blätternd, zu seinen Füßen ein Fries mit 178 Figuren aus Wissenschaft und Kunst. Führungen (50 Min.) 1. So im Monat 14, 15 Uhr, £4.50, Kensington Gardens (gegenüber Royal Albert Hall), www.aptg.org.uk, U-Bahn: Lancaster Gate (Central)
City Hall/GLASitz der Londoner Stadtverwaltung. Norman Fosters gläsernes, eiförmiges Gebäude lehnt sich von der Themse weg und verbraucht dank eines neuen Wasserkühlsystems nur ein Viertel der Energie eines normalen Bürohauses dieser Größe. Öffentlich zugänglich. Mo-Fr 8-20 Uhr, The Queen's Walk, www.london.gov.uk, U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
Houses of Parliament & Big BenDie »Mutter aller Parlamente« kennt man von unzähligen Postkarten, Untersetzern und Kühlschrankmagneten. Doch wer Charles Barrys Glanzstück spätviktorianischer Neogotik mit seinen goldenen Türmchen, Fialen und Filigranwerk zum ersten Mal live sieht, wird nicht enttäuscht sein. Die imposante Westminster Hall von 1099 mit ihrem Eichen-Hammerbeam-Dach ist das Einzige, was von dem mittelalterlichen Palace of Westminster noch übrig ist. Der Glockenturm Big Ben ist ein Wahrzeichen Londons, und die berühmte, 13 t schwere Glocke schlägt jede Stunde und markiert die BBC-Radionachrichten. Hier debattieren das Unterhaus (House of Commons), die Legislative, und das Oberhaus (House of Lords), das Gesetze nur mehr verzögern kann. Nur noch 92 erbliche Lords sitzen hier, und die Reform des Oberhauses bleibt ein harter Knochen für die Politik. Die Debatten beider Häuser sind öffentlich zugänglich, im Unterhaus sind sie lebendiger: Mo/Di 14.30-22.30, Mi 11.30-19.30, Do 10.30-18.30, manchmal Fr 9-15 Uhr. In der Sommerpause öffnen Ober- und Unterhaus ihre Tore; Führungen (alle 15 Min., Dauer 75 Min., £7); Aug./ Sept. deutschsprachige Führungen tgl. 10, 11.45, 14, 15.45 Uhr (£10), Tickethäschen Abingdon Green, Tel. (0)87 09 06 37 73, www.parliament.uk U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Inns of CourtUm die vier Inns of Court entwickelte sich im Mittelalter das englische common law-Recht, und die spitzgiebeligen Halls, die engen Gässchen und gepflegten Rasenflächen zum Picknicken (z. B. Inner Temple) dieser Ausbildungsstätte der Eliteanwälte haben eine zeitlose Aura bewahrt. Alle spezialisierten Rechtsanwälte (barristers, im Gegensatz zu solicitors: Notare) gehören einem der Inns an und müssen mindestens zwölf Dinners dort eingenommen haben! Lincoln's Inns Old Hall (15. Jh.) hat die Bombardements des Zweiten Weltkriegs unbeschadet überstanden, Temple Church (1185) ist Londons einzige erhaltene Rundkirche. Kommen Sie wochentags - wegen der Atmosphäre. 208 High Holborn, U-Bahn: Holborn (Central)
Liverpool Street StationNach einfühlsamer Restaurierung Ende der Achtzigerjahre jetzt eine lichtdurchflutete Kathedrale der Zugfahrt mit viktorianischen gusseisernen Dachträgern und Palmensäulen. Pro Jahr durchlaufen 123 Mio. Fahrgäste den Bahnhof, der die Stadt mit den Grafschaften Ostenglands und dem Flughafen Stansted verbindet. U-Bahn: Liverpool Street
Lloyd's BuildingFür das Hauptquartier der traditionsreichen Versicherungsfirma wandte Architekt Richard Rogers 1986 die Stilprinzipien seines Centre Pompidou in Paris an und kehrte das Innenleben - Rohre, Abgassystem, Lüftungsschächte, Aufzüge - nach außen. Nachts, blau angestrahlt, wirkt das futuristische Gebäude wie vom »Blade-Runner«-Filmset. Ecke Lime/Leadenhall Street, U-Bahn: Aldgate (Circle, Metropolitan)
London EyeDie beste Attraktion Londons; es sei denn, man hat Höhenangst! Das größte Riesenrad der Welt (135 m) wurde 2000 am Themseufer aufgestellt. Der Blick aus den verglasten Kapseln, die je 25 Passagiere fassen, ist unschlagbar; an klaren Tagen können Sie kilometerweit sehen, abends romantisch über den Lichtern der Stadt schweben. In der Hochsaison und am Wochenende Tickets vorbuchen; sonst bei schönem Wetter spontan in die Schlange stellen. Okt.-Mai tgl. 10-20, Juni bis Sept bis 21 Uhr, 3.-8. Jan. geschl., £13 (£11.70 online), Tel. (0)870/500 06 00, U-Bahn: Waterloo, Westminster (Circle, District)
Lord's Cricket GroundEnglischer als Cricket geht's nicht. Die Regeln sind komplex; internationale Begegnungen (test matches) ziehen sich über fünf Tage hin. Hier erfahren Sie, was es mit batting, wickets und ashes auf sich hat. Architektonisches Highlight: das futuristische Oval des Nat West Media Centre. St John's Wood Rd., Tickets: Tel. 74 32 10 00, www.lords.org, Führungen (1 Std. 40 Min.): April bis Sept. tgl. 10, 12, 14, Okt.-März 12, 14 Uhr, £8, Tel. 76 16 85 95, U-Bahn: St John's Wood (Northern)
MI6 BuildingDas massive postmoderne Gebäude auf dem Themseufer gegenüber der Tate Britain, Spitzname »Legoland«, ist das erstaunlich auffällige Hauptquartier des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Im James-Bond-Film »Die Welt ist nicht genug« (1999) beginnt hier eine Bootsverfolgungsjagd. Millbank, U-Bahn: Vauxhall (Victoria)
MonumentEinen Superblick haben Sie von der größten frei stehenden Steinsäule der Welt, entworfen 1666 von Christopher Wren zum Gedenken an das Great Fire of London. Flachgelegt würde sie 62 m bis zu jener Bäckerei in Pudding Lane reichen, wo das Feuer begann. Am Ausgang bekommen Sie ein Zertifikat, dass Sie die 311 Stufen bewältigt haben. Tgl. 9.30-17.30 Uhr, £2, Fish Street, www.towerbridge.org.uk, U-Bahn: Monument (Central, Piccadilly)
Old BaileyGroßbritanniens höchster Strafgerichtshof (Central Criminal Court) verhandelt die spannendsten Fälle: von Oscar Wilde, Massenmörder Dr. Crippen, den Gangstergebrüdern Ronnie und Reggie Kray in den Sechzigern bis zu Bestsellerautor Jeffrey Archer. Das heutige Gebäude datiert von 1907; bis 1902 stand hier das berüchtigte Newgate-Gefängnis. Ungewöhnlich: Die Augen der weithin sichtbaren goldenen Justitia-Statue auf der grünen Kuppel sind nicht verbunden. Sehen Sie britische Strafjustiz in Aktion: Die Gerichtsverhandlungen sind öffentlich zugänglich. Informationen zu den Fällen hängen außen aus; die alten Gerichtssäle I bis III haben die meiste Atmosphäre. Handys und Kameras sind nicht zugelassen, und es gibt keine offiziellen Aufbewahrungsmöglichkeiten. Fragen Sie bei den Pubs und Cafés am Anfang der Straße nach, wer gegen eine kleine Gebühr auf Ihre Sachen aufpassen kann. Mo-Fr (außer Werktag nach Feiertagen) 10-13, 14-17 Uhr, Old Bailey, Tel. 72 48 32 77, U-Bahn: St Paul's (Central)
Royal Courts of JusticeHinter der breiten neogotischen Türmchenfassade verbirgt sich der höchste Zivilgerichtshof des Landes; bei Fällen wie Catherine Zeta Jones' Klage gegen »Hello!« drängen sich die Paparazzi. Auch hier können Sie Verhandlungen beiwohnen. Im 1. Stock eine Ausstellung der Uniformen und Zeremonialgewänder von Richtern und Justizpersonal von 1880 bis heute. Ihre Kamera hinterlegen Sie für 50 Pence im Souvenirladen. Mo-Fr 9.30-17 Uhr, Strand, Tel. 79 47 60 00, U-Bahn: Temple (Circle, District), So geschl., dann Chancery Lane (Central)
St PancrasEine atemberaubende Fassade besitzt George Gilbert Scotts grandioses neogotisches Midland Grand Hotel (schloss 1935), ein spätviktorianischer Backsteinbau mit Terrakottabänderung und Spitzbögen, Türmchen, Erkern und Schornsteinköpfen vor der St-Pancras-Bahnhofshalle. Ab 2007 kommt hier der Eurostar an, nur 30 Minuten nachdem der Zug bei Folkestone den Kanaltunnel verlässt. Direkt nebenan: der (etwas heruntergekommene) King's Cross-Bahnhof, vom Ruf her das Äquivalent zum Berliner Bahnhof Zoo. Hier entsteht bis 2010 ein ganz neues Viertel. Infos zur großen Vision im Visitor Centre gegenüber: Pancras Road, Mo-Fr 8.30-18.30, Sa 9-12 Uhr, www.lcrhq.co.uk, U-Bahn: King's Cross/St Pancras
Swiss Re BuildingNorman Fosters 180 m hohe gläserne »Salatgurke« für den Schweizer Rückversicherungskonzern ist ein neues Wahrzeichen Londons. 30 St Mary Axe, U-Bahn: Liverpool Street
Thames Flood BarrierBis zur Errichtung dieser Hightech-Flutschranke 1982 war London akut flutgefährdet. Die Reihe edelstahlgepanzerter Maschinenhäuser über dem Fluss erinnert an Haifischflossen. Im Notfall können die riesigen stählernen Sperrschranken - so hoch wie fünf Häuser - vom Flussboden hochfahren und London abriegeln. Infozentrum. 1 Unity Way, April-Sept. tgl. 10.30-16.30, Okt. bis März 11-15.30 Uhr, £1.50, Tel. 83 05 41 88, U-Bahn: North Greenwich, dann Bus 161 oder 472
Tower of LondonDie Keimzelle des alten London ist ein faszinierender Komplex mit einer 900 Jahre alten Geschichte u. a. als königliche Residenz, Gefängnis, Waffenlager, Münzprägestätte und Safe für die Kronjuwelen. Herzstück ist der White Tower, begonnen 1076, zur Zeit Williams des Eroberers; hier sehen Sie die Rüstung Heinrichs VIII. und die normannische Chapel of St John (1080), den ältesten erhaltenen Sakralbau der Stadt. Illustre Gefangene wie Walter Raleigh und Lady Jane Grey wurden auf der Themsenseite durchs Traitors' Gate, das »Verrätertor«, in den Tower gebracht. Im Bloody Tower ließ der berüchtigte Duke of Gloucester, der zukünftige Richard III., seine beiden Neffen, 10 und 12 Jahre alt, einsperren: »zu ihrer eigenen Sicherheit«. Ob er sie auch ermorden ließ, ist nur eines der Mysterien des Towers. Im Jewel Tower trägt Sie ein Förderband zügig an den Kronjuwelen vorbei: u. a. an der Krone der 2002 verstorbenen Queen Mother mit dem Koh-i-Noor-Diamanten (1937) und an der riesigen dekorativen Punch Bowl, einer Schale, die 235 kg wiegt. Kommen Sie früh, bevor zu viele Reisegruppen den historischen Zauber des Towers schmälern, und schließen Sie sich einer Beefeater-Führung an (alle 30 Min.). Die »Fleischesser« sind die - traditionell privilegierten - Tower-Wächter. Die Flügel der Raben sind gestutzt; denn wenn die Raben den Tower verlassen, so die Legende, fällt die Monarchie. Ab September 2006 erinnert ein neues Denkmal an die im Tower Hingerichteten - zuletzt ein deutscher Kriegsgefangener 1941. März-Okt. Di-Sa 9-18, So/Mo 10-18, Nov.-Feb. Di-Sa 9-17, So/ Mo 10-17 Uhr, £15 (Audioguide, auch deutsch, £3.50) Tel. (0)870/ 756 70 70, www.hrp.org.uk, U-Bahn: Tower Hill (Circle, District)
Twickenham StadiumWährend eines Fußballspiels 1823 nahm ein Schüler der Rugby School den Ball in die Hand und rannte mit ihm übers Spielfeld, verfolgt von den Gegnern: Rugby war erfunden. Gehen Sie durch den Tunnel auf den berühmten Pitch, besichtigen Sie die Umkleidekabinen und das Museum of Rugby. Di-Sa 10-17, So 11-17 Uhr, £9, Witton Rd., Twickenham, Tel. (0)870/405 20 01, www.rfu.com, Züge: Twickenham (ab Waterloo)
WhitehallAn diesem Straßenboulevard von Trafalgar Square nach Westminster verlaufen die Korridore der politischen Macht. Vor den Gattern der Horse Guards Parade bilden sich vor der traditionellen Wachablösung der zwölf Kavalleristen in roter Livree (Changing of the Guard) immer Trauben (Mo-Sa 11, So 10 Uhr). In einer (abgesperrten) Seitenstraße ein paar Meter weiter residieren hinter der bekanntesten Haustür der Welt, 10 Downing Street, seit 1735 die britischen Premierminister. Nebenan, in der Nummer 11, wohnt der Schatzkanzler. www.number-10.gov.uk, U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Sehenswertes
Brücken
Millennium BridgeDer erste Brückenneubau über die Themse seit über hundert Jahren verbindet zwei Wahrzeichen: St Paul's Cathedral und Tate Modern. Design-Vorbild für die 325 m lange filigrane Fußgängerbrücke aus Stahl, entworfen von Norman Foster und Bildhauer Anthony Caro, war ein Lichtstrahl. Kurz nach der Eröffnung im Juni 2000 stellte sich heraus, dass die Statik mit dem Besucheransturm nicht fertig wurde: Die Brücke geriet ins Schwanken. £5 Mio. kostete das Stoßdämpfersystem für die wobbly bridge, die 2002 wieder freigegeben wurde. U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Tower BridgeDie neogotischen Doppeltürme (1894) sind neben Big Ben das bekannteste Wahrzeichen Londons. Die Tower Bridge Exhibition (Zugang vom Nordturm) führt Sie in den viktorianischen Maschinenraum mit den originalen Dampfmotoren; von den verglasten Fußgänger-Walkways haben Sie eine ungewöhnliche Aussicht auf die Themse. 900-mal pro Jahr wird das Mittelteil für große Schiffe hochgeklappt. April-Sept. tgl. 10-18.30, Okt.-März 9.30-18 Uhr, £5.50, nur Walkways: £4, Tel. 74 03 37 61, www.towerbridge.org.uk, U-Bahn: Tower Hill (Circle, District)
Sehenswertes
Friedhöfe und Grüfte
Bunhill FieldsGrüne Oase im Finanzbezirk der City, beliebt für Sandwich-Mittagspausen. Geweiht wurde dieses ehemalige Massengrab für die Opfer der Londoner Pestepidemien (bone hill = Knochenhügel) allerdings nie. So fanden bis zur Schließung des Friedhofs Mitte des 19. Jhs. hauptsächlich religiöse Nonkonformisten, Quäker und Methodisten hier ihre letzte Ruhestätte: z. B. der visionäre Dichter und Maler William Blake (1757-1827) und der Autor des »Robinson Crusoe«, Daniel Defoe (1661-1731). April-Sept. Mo-Fr 7.30-19, Okt.-März bis 16 Uhr, Sa/So 9.30-16 Uhr, 38 City Road, U-Bahn: Old Street (Northern)
Highgate CemeteryLondons berühmtester Friedhof: Verschlungene Pfade führen vorbei an überwucherten Gräbern mit dramatischen Grabfiguren. Karl Marx (1818-83) verbrachte die Hälfte seines Lebens in London. Statt des simplen Grabes, das er sich gewünscht hätte, zeigt ihn die bärtige, sphinxähnliche Bronzebüste mit gerunzelter Stirn auf einem riesigen Granitblock mit der Inschrift »Workers of all Lands unite«. April-Okt. Mo-Fr 10-17, Sa/So 11-17, Nov.-März bis 16 Uhr, £2, Kamerapass £1
Sehenswertes
Kirchen und religiöse Stätten
In London sind neben der anglikanischen Staatskirche (Church of England) viele Glaubensrichtungen zu Hause. Wie kein anderer Architekt hat Christopher Wren (1632 bis 1723) der Stadt seinen Stempel aufgedrückt. Nach dem Großen Feuer 1666 entwarf er über 50 Citykirchen, neben der St Paul's Cathedral u. a. St Stephen Walbrook und St. Mary le Bow - der Wiederaufbau war die Geburtsstunde des modernen London. In vielen Citykirchen werden nicht nur beim City of London Festival Juni/Juli (Gratis-) Konzerte abgehalten (www.colf.org).
All SaintsSchräg gegenüber vom buddhistischen Fo Guang Shan Temple das Kontrastprogramm: die Kirche mit der extravagantesten Innenausstattung Londons. Die geometrischen Mosaiken, farbigen Fliesen, verspielten Säulen und Weihrauchwolken sind Ausdruck des anglo-katholischen High Church-Stilempfindens. Tgl. 7-19 Uhr, 7 Margaret Street, Tel. 76 36 17 88, www.allsaintsmargaretstreet.org.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Bevis MarksÄlteste Synagoge des Landes, erbaut 1701 von sephardischen Juden aus Spanien und Portugal, die vor der Inquisition flohen. Königin Viktorias Premierminister Benjamin Disraeli (1804-81) ging hier zur Synagoge, bis er mit 12 Jahren zum Anglikanismus konvertierte. Bei einer Führung erfahren Sie die Geschichte hinter den sieben bronzenen Kronleuchtern und den Holzbänken aus der Zeit Oliver Cromwells, und warum ein Sitz immer abgesperrt bleibt. Nebenan das koschere Restaurant Bevis Marks. Mo bis Mi, Fr 11-13, So 10.30-12.30 Uhr, £3, Führungen: Mo-Mi, Fr 12, So 11.15 Uhr, Bevis Marks, Tel. 76 26 12 74, www.bevismarks.org.uk, U-Bahn: Liverpool Street
East London Mosque2005 eröffnete in Whitechapel Londons erstes islamisches Kulturzentrum. Informelle Kurzführungen sind zwischen 10 und 12 Uhr möglich. 82-92 Whitechapel Road, Tel. 76 50 30 00, www.londonmuslimcentre.org, U-Bahn: Whitechapel
Fo Guang Shan TempleTaiwanesisch-buddhistischer Tempel - eine Oase der Ruhe, einen Steinwurf von Oxford Street entfernt. Tgl. außer Fr 9-17 Uhr, 84 Margaret Street, Tel. 76 36 83 94
Shri Swaminarayan Mandir (Neasden Temple)Eins der ungewöhnlichsten Gebäude Londons! Dieser prachtvolle, größte Mandir-Tempel außerhalb Indiens wurde Anfang der 1990er--Jahre von einer hinduistischen Sekte erbaut. 2000 t hell schimmernden Carrara-Marmors und 2800 t bulgarischen Kalksteins zwirbeln sich zu filigranen Kuppeln und Türmchen; innen zelebrieren blumengeschmückte Altäre hinduistische Gottheiten (Murtis). Hinduismusmuseum (£2), Andenkenladen, Cafeteria mit bunten indischen Süßigkeiten. Tgl. 9-18 Uhr, 105-119 Brentfield Road, Tel. 89 65 26 51, www.mandir.org, U-Bahn: Harlesden (Bakerloo), dann Bus 206
St Martin in the FieldsDie offizielle Gemeindekirche für Buckingham Palace ist auch ein Anlaufpunkt für die Obdachlosen der Stadt. James Gibbs' Stilmix (1726) von neoklassizistischem Säulenportikus und barockem Kirchturm ist oft kopiert worden. Besuchen Sie eins der kostenlosen Lunchtime-Konzert oder romantischen Candlelight-Abendkonzerte (ab £6, Tel. 78 39 83 62). Tgl. 8-18.30 Uhr, Trafalgar Square, Tel. 77 66 11 00, www.stmartin-in-the-fields.org, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
St Pauls CathedralEine dem heiligen Paulus gewidmete Kirche steht hier seit 604, und als der Vorgänger der aktuellen Kirche, die riesige gotische Old St Pauls, 1666 niederbrannte, war die Stunde für Christopher Wrens Meisterwerk gekommen. Der Schlussstein wurde 1711 gesetzt, in der Regierungszeit von Queen Anne, deren Statue vor der mächtigen, von barocken Doppeltürmen flankierten Westfront kurioserweise St Paul's den Rücken zudreht. Im Zweiten Weltkrieg wurde St Paul's enorme bleigedeckte Kuppel im Kreuzfeuer der Luftangriffe zum Symbol für Londoner Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit. In der Krypta liegen die britischen Helden General Wellington und Admiral Nelson begraben. Vom südlichen Seitenschiff aus geht es an trompel'Œil-Fresken vorbei - gegen Wrens Willen eingesetzt - nach oben. Flüstern Sie auf der Whispering Gallery in die Wand, und auf der gegenüberliegenden Seite, über 30 m entfernt, kann man Sie verstehen. Theoretisch - das Problem ist, dass Sie nicht die Einzigen sein werden, die das ausprobieren. Von der obersten Golden Gallery haben Sie einen phantastischen Blick auf die Stadt. Mo-Sa 8.30-16 Uhr, £9, So Gottesdienste, Führungen 11, 11.30, 13.30 und 14 Uhr (£3), Audioguide (auch deutsch) £3.50, Tel. 72 36 41 28, www.stpauls.co.uk, U-Bahn: St Paul's (Central)
Westminster AbbeyKrönungskirche der Royals und Grabkirche der High Society. Edward the Confessor ließ sich hier 1066 eine Kirche bauen - und starb eine Woche nach ihrer Weihung. Edwards Nachfolger William the Conqueror wurde am Weihnachtstag 1066 zum König gekrönt. Vom Originalbau ist zurzeit nur die normannische Krypta zu besichtigen. Das gotische Kirchenschiff des Neubaus (13. Jh.) ist gefüllt mit über 600 Denkmälern, Gedenktafeln und Grabplatten. Die Henry VII Chapel aus dem frühen 16. Jh. ziert ein spektakuläres Fächergewölbe im »Perpendicular Style«. 3300 berühmte Briten liegen hier begraben: Wissenschaftler wie Isaac Newton und Charles Darwin, Komponisten wie Henry Purcell und Georg Friedrich Händel und Politiker wie William Pitt der Jüngere und W. E. Gladstone. In Poets' Corner finden Sie die Gräber von Geoffrey Chaucer (»Canterbury Tales«, 1400) und Charles Dickens; an viele andere erinnern Gedenktafeln. Der Dramatiker Ben Jonson ließ sich 1637 aus Kostengründen stehend beerdigen! Achten Sie auf die Gedenkstatue des 1945 ermordeten deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer über dem Hauptportal. Die beiden Türme wurden 1745 von Christopher Wrens Schüler Nicholas Hawksmoor (1661-1736) hinzugefügt. Am 2. Juni 1953 verfolgten hier über 8000 Menschen die Krönung von Elizabeth II. live mit. Kommen Sie früh, oder nehmen Sie werktags an einem Abendgottesdienst (Evensong, 17 Uhr, Eintritt frei) teil. Mo, Di, Do, Fr, 9.30-15.45, Mi bis 19, Sa bis 13.45 Uhr, So nur Gottesdienste, £8, Führungen (90 Min.) £4, Audioguide £3, 20 Dean's Yard, www.westminster-abbey.org, U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Westminster CathedralSpektakulärer, backsteinrot und weiß gebänderter, neobyzantinischer Kirchenbau mit Campanile. Das Innere der Kathedrale der römisch-katholischen Minderheitsreligion, begonnen 1895, wird laufend vervollständigt: Marmor und dekorative Mosaikkacheln wachsen die Backsteinwände hinauf. Achten Sie auf die Holy Souls-Kapelle im nördlichen Seitenschiff, für die über 100 Marmorsorten verarbeitet wurden, den Baldachin auf gelben Marmorsäulen über dem Hochaltar und den Flachrelief-Kreuzweg von Eric Gill (1918). Ein Lift (März-Nov. tgl. 9.30 bis 12.30, 13-17, Dez.-Feb. Do-So 9.30-12.30, 13-17 Uhr, £3) bringt Sie zur Aussichtsplattform. Mo bis Fr, So 7-19, Sa 8-19 Uhr, Ashley Place, www.westminstercathedral.org.uk, U-Bahn: Victoria
Sehenswertes
Schlösser und Festungen
Banqueting HouseVor Inigo Jones' klassizistischem Bau, dem letzten Rest des riesigen Whitehall Palace, der 1698 abbrannte, wurde 1649 der letzte Stuart-König, Charles I., geköpft. Zuvor hatte Charles noch Peter Paul Rubens mit den prachtvollen Deckengemälden im 1. Stock beauftragt: Sie glorifizieren die Herrschaft seines Vaters, James I., in reicher Symbolik. Mo-Sa 10-17 Uhr, £4, Whitehall, Tel. (0)87 07 51 51 78, www.hrp.org.uk, U-Bahn: Westminster (Jubilee, Circle, District)
Buckingham PalaceSeit Königin Viktorias Thronbesteigung 1837 ständige Residenz des britischen Monarchen in London. Das gewaltige Victoria Memorial vor der Ostfassade gedenkt der Königin, die ein Zeitalter bestimmte. Wenn Elizabeth II. zu Hause ist, weht die königseigene rot-gold-blaue Royal Standard-Flagge vom Dach des klotzigen klassizistischen Gebäudes (1703), wenn nicht, der britische Union Jack. Im August und September, während der schottischen Sommerfrische der Queen, sind zwei Dutzend der über 600 Zimmer geöffnet (£14, Tel. 77 66 73 00, www.royal.gov.uk). Ständig zugänglich sind die neoklassizistische Queen's Gallery mit den Schätzen der riesigen königlichen Sammlung alter Meister (tgl. 10-17.30 Uhr, £7.50, Tel. 77 66 73 01) und der königliche Marstall, Royal Mews, mit Her Majesty's Pferden und der prachtvoll vergoldeten Staatskarrosse aus dem 18. Jh. (Ende März bis Okt. tgl. außer Fr 11-16 Uhr, Aug./ Sept. tgl. 10-17 Uhr, £6.50, Tel. 77 66 73 02, www.royalresidences.com), U-Bahn: Victoria
Hampton Court PalaceDieser spektakuläre Backstein-Tudorpalast mit seinen Türmchen und Zierschornsteinen wurde erbaut für Kardinal Wolsey (1474-1530), der rechten Hand Henry VIII. - bis zu seiner fehlgeschlagenen Mission, den Papst dazu zu bewegen, Heinrichs Ehe mit Katharina von Aragon zu annullieren. Seitdem war Hampton Court immer wieder Schauplatz der Geschichte - königliche Geburten, Todesfälle, Gefangennahmen. Der General der kurzlebigen englischen Republik, Oliver Cromwell, lebte hier bis zu seinem Tod 1658, Charles II. ließ die weitläufigen Gärten anlegen, und die in der Regierungszeit Williams und Marys Ende des 17. Jhs. vorgenommenen Änderungen sind ein Musterbeispiel des englischen Barock. Verschaffen Sie sich eine erste Orientierung in den drei Innenhöfen, Base Court, Clock Court und Fountain Court; sechs thematische Trails führen durch die Gemächer Henrys VIII. (State Apartments) mit Great Hall, die Renaissance-Bildergalerie mit Werken von Tintoretto, Cranach, Brueghel, in der es spuken soll, und das weitläufige Tudor-Küchenquartier. Der berühmte Irrgarten ist über 300 Jahre alt. April bis Okt. tgl. 10-18, Nov.-März bis 16.30 Uhr, £12.30, East Molesey, Surrey, Tel. (0)870/751 51 75, www.hrp.org.uk, Züge: Hampton Court (ab Waterloo)
Kensington PalacePrincess Dianas Residenz nach ihrer Trennung von Prince Charles im westlichen Teil der Kensington Gardens. Besichtigen Sie die Staatsgemächer und die Royal Ceremonial Dress Collection mit dem blauen Kleid, in dem die »Prinzessin der Herzen« mit John Travolta tanzte. Nov.-Feb. tgl. 10-17, März-Okt. 10-18 Uhr, £11.50, Tel. (0)870/ 751 51 70, www.hrp.org.uk, U-Bahn: High Street Kensington (Circle, District)
Sehenswertes
Parks und Gärten
Chelsea Physic GardenLondons verstecktester Garten, 1673 für Studenten der Medizin eingerichtet. Wandeln Sie zwischen den Beeten mit pharmazeutischen Pflanzen aus aller Welt, dem Steingarten und historischen Lehrgarten. Schilder liefern interessante Infos und Anekdoten. April-Okt. Mi 12 bis 1, So 12-18 Uhr, £6.50, Swan Walk, 66 Royal Hospital Road, Tel. 73 52 56 46, www.chelseaphysicgarden.co.uk, U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
Hyde ParkLondons größter und bekanntester Park. Auf der Rotten Row bewegt die High Society ihre Pferde. An Speakers' Corner darf seit 1872 jeder seine Meinung kundtun. Speakers' Corner ist auch der einzige Ort in Großbritannien, wo sich politische Demonstrationen ohne polizeiliche Erlaubnis formieren dürfen; von hier starten alle wichtigen Kundgebungen Richtung Trafalgar Square (U-Bahn: Marble Arch/Central). Neben der Serpentine Bridge steht die Diana, Princess of Wales Memorial Fountain, eine elegante Konstruktion aus einem ovalen Granitring mit Wasserspielen. U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly)
Kew GardensIn den königlichen botanischen Gärten (Unesco-Welterbe) haben die Gärtner auf über 120 ha klimatische Bedingungen geschaffen, in denen fast jede Pflanze der Welt wachsen kann. In den riesigen viktorianischen Gewächshäusern streben exotische Farne, Bambus und Bananenpalmen in die Höhe. Das Kew Explorer-Bähnchen (£3.50) fährt acht Haltestellen an. Tgl. Führungen (1 Std.) 11, 14 Uhr (15 Min. vorher anmelden). Nehmen Sie im Sommer das Boot zwischen Kew und Westminster (April-Okt., £10.50, 90 Min.). Kew Road, tgl. ab 9.30, variable Schließzeiten zwischen 16.15 und 19.30 Uhr, £11.75, Tel. 83 32 56 55, www.kew.org, U-Bahn: Kew Gardens (District)
London Wetland CentreHalten Sie in Europas größtem Binnen-Feuchtgebietsprojekt von einem Beobachtungshäuschen oder dem verglasten Bird Airport Ausschau nach einigen der 170 hier lebenden Vogelarten. Eine neue Attraktion ist das Explore-Abenteuerareal für Kids. Im Sommer tgl. 9.30-18, Do bis 21, im Winter 9.30-17 Uhr, £7.25 inkl. Führungen 11, 14 Uhr, Queen Elizabeth's Walk, Tel. 84 09 44 00, www.wwt.org.uk, U-Bahn: Hammersmith (District, Hammersmith & City, Piccadilly), dann »Duck Bus« 283
Regent's ParkJohn Nashs neoklassizistische Regency-Straßenzüge (1811) umgürten diesen beliebten Park, mit dem London Zoo an der Nordseite (tgl. 10-17.30, im Winter bis 16 Uhr, £14.50, www.londonzoo.co.uk, U-Bahn: Baker Street). Fahren Sie für 50 p mehr mit dem Boot von »Little Venice« über den Regent's Canal direkt in den Zoo ein (Kombiticket: einfache Fahrt inkl. Zooeintritt £15, www.londonwaterbus.com, U-Bahn: Warwick Avenue, Bakerloo). Im Westen sind das Minarett und die Kuppel der London Central Mosque weithin zu sehen (U-Bahn: Baker Street). Ideal im Sommer: das sympathisch-frische Park-Café im Inner Circle. Von Primrose Hill, nordwestlich von Regent's Park, haben Sie einen schönen Blick auf London. U-Bahn: Chalk Farm (Northern)
Sehenswertes
Plätze
Covent Garden PiazzaHier treffen sich am Wochenende mehr Touristen als Londoner, doch die Straßen um den von Inigo Jones (1573-1652) umgestalteten alten Obst- und Gemüsemarkt sind schön zum Shoppen, Bummeln und people watching. St Paul's ist die Kirche der Schauspieler, mit Gedenksteinen für Charlie Chaplin und Boris Karloff. U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Piccadilly CircusTraditioneller Treffpunkt unter riesigen Leuchtreklamen mit der schlanken Eros-Statue aus Aluminium im Zentrum, aufgestellt 1892 zum Gedenken an Lord Shaftesbury. Der Engel mit dem Pfeil symbolisiert den Engel christlicher Nächstenliebe. Das Mega-Unterhaltungszentrum Trocadero bietet Spielautomaten, Games, Filme und Fast Food (tgl. 10-1 Uhr, www.troc.co.uk). U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Trafalgar SquareMit der 50 m aufragenden Nelson's Column, Löwenspringbrunnen und Reiterstandbildern das eigentliche Herzstück Londons. Eine Bronzeplakette beim Reiterstandbild von Charles II. an der Südseite des Platzes markiert die geografische Mitte Londons. Trafalgar Square trägt den Namen jener gewonnenen Seeschlacht gegen eine französisch-spanische Flotte, die Admiral Nelson das Leben kostete. Die Zahl der Tauben, als »Ratten mit Flügeln« von Bürgermeister Ken Livingstone vehement bekämpft, hat sich seit dem umstrittenen Fütterungsverbot stark reduziert. Achten Sie auf den vierten Sockel, der 160 Jahre lang leer stand. Seit 2005 steht hier Marc Quinns Marmorskulptur einer Frau mit Contergan-Behinderung im achten Schwangerschaftsmonat. Im Sommer 2007 wird sie abgelöst durch die Arbeit »Hotel for the Birds« des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte. U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Sehenswertes
Stadtviertel
GreenwichIm alten Viertel der britischen Seefahrer im Südosten der Stadt wittert London Meeresluft. Nehmen Sie sich einen Tag Zeit, um das Unesco-Welterbe zu entdecken. Nahe dem letzten Teeklipper »Cutty Sark« (tgl. 10-17 Uhr, £5, www.cuttysark.org.uk) liegt der überkuppelte Eingang zum Fußgängertunnel unter der Themse. Bewundern Sie im Old Royal Naval College die barocke Symbolik der Deckengemälde in der Painted Hall und die reich verzierte Kapelle gegenüber (www.greenwichfoundation.org.uk), und spazieren Sie zwischen den uralten Bäumen des schönsten Londoner Parks ein wenig bergauf, vorbei am National Maritime Museum. Die Welt stellt ihre Uhren nach Greenwich Mean Time, und auf dem Null-Meridian vor dem Royal Observatory stehen Sie mit einem Bein in der britischen, mit dem anderen in der mitteleuropäischen Zeitzone, eine Stunde voraus (tgl. 10-17, im Sommer bis 18 Uhr). 2006 eröffneten vier spannende neue Galerien zum Thema »Zeit«. Vom Hügel haben Sie einen tollen Blick auf die Docklands mit Canary Wharf, Londons Antwort auf Manhattan. www.nmm.ac.uk, U-Bahn: Greenwich, DLR: »Cutty Sark«, Boot von Westminster Pier: £6.60
HampsteadDieses Überbleibsel des dörflichen London mit einer künstlerischen, exklusiven Atmosphäre bietet eine hübsche High Street und mit Hampstead Heath die grüne Lunge Nord-Londons, ein Revier für Spaziergänger, Hundebesitzer und Drachenflieger. Von Parliament Hill haben Sie einen weiten Blick über die Stadt. U-Bahn: Hampstead (Northern). Im Juli und August gibt es auf dem schönen Gelände vor dem eleganten Kenwood House populäre Sommerkonzerte mit Feuerwerk (£18-26, Tel. (0)870/890 01 46, www.picnicconcerts.com). U-Bahn: Golders Green (Northern)
SohoDer Name leitet sich von einem Jagdruf ab; aus den Jagdgründen der Royals wurde in jüngerer Vergangenheit das Viertel der Peepshows und Stundenhotels. Präsent ist die Sexindustrie noch immer, dennoch ist Soho heute in erster Linie Ausgehviertel und, vor allem um Old Compton Street, der Paradeplatz der Schwulenszene. Lassen Sie sich mit einer Rikscha durchs Gewühl fahren. Entlang Gerrard und Lisle Street liegen die Läden, Restaurants und Torbögen im Pagoden-Look von Chinatown. U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
SouthallIm lebendigen Viertel der Londoner Punjabi-Community lässt sich's in den Läden um Broadway und South Road wunderbar stöbern: nach indischen Stoffen, Schuhen, Schmuck, Kochgerätschaften und Süßigkeiten. Das Himalaya Palace-Kino zeigt Bollywoodfilme (14 South Road, www.himalayapalacecinema.co.uk). Und im Glassy Junction-Pub (97 South Rd.) können Sie Ihr indisches Kingfisher-Bier mit Rupien bezahlen! Züge: Southall (ab Paddington)
Sehenswertes
Straßen
Baker StreetEine der berühmtesten Adressen der Literatur, Sherlock Holmes' Haus in 221B Baker Street, existiert nicht; das Sherlock-Holmes-Museum ist in Nr. 239 untergebracht (www.sherlock-holmes.co.uk). Die Abbey National-Bausparkasse in 221 Baker Street bekommt aber immer noch Briefe, die den berühmten Detektiv um Hilfe bitten. U-Bahn: Baker Street
Brick LaneIm 18. Jh. lebten hier hugenottische Seidenweber, dann jüdische und später bengalische Textilarbeiter; heute drängen sich in Banglatown Curryrestaurants, trendige Bars und Läden. Cheshire Street ist eine neue, hippe Shoppingstraße mit vielen Designboutiquen. Um die Ecke (18 Folgate St.) sind die Wohnräume einer Seidenweberfamilie des 18. Jhs. lebensnah rekonstruiert. Erleben Sie (schweigend!) diese Zeitreise mit. 1. und 3. So des Monats 14-17 Uhr, £8, am folgenden Mo 12-2 Uhr, £5; jeden Mo »Silent Night« bei Kerzenschein, £12, Anmeldung: Tel. 72 47 40 13, www.dennissevershouse.co.uk, U-Bahn: Liverpool Street
Carnaby StreetIn den Sechzigerjahren Zentrum des Swinging London und der Modeszene, heute flankiert von kleinen Straßen mit witzigen kleinen Boutiquen. www.carnaby.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus
Museen
London - eine Stadt zeigt ihre Schätze
Geschichte und Ausdehnung des British Empire sowie die Sammelleidenschaft der Viktorianer haben der Stadt eine einzigartige Museumslandschaft beschert
Wohl niemand verlässt London, ohne eines der weltberühmten Museen zu besuchen; hier gibt es mit die wichtigsten ständigen Kunstsammlungen der Welt, neben Museen, die historische, naturwissenschaftliche, militär- und medizingeschichtliche und botanische Interessen bedienen. Die Briten selbst gehen gern ins Museum, vielleicht weil sich selbst die ehrwürdigsten Häuser nicht nur als seriöse Bildungseinrichtungen präsentieren, sondern auch viele interaktive Erlebnisse bieten. Noch besser: Der Großteil der Londoner Museen verlangt keinen Eintritt, freut sich aber über einen kleinen Beitrag: suggested donation. Was teuer werden kann, ist der Besuch von Sonderausstellungen, der Museumscafés und der verlockend präsentierten Souvenirläden (gift shops). Die meisten Museen sind 10-18 Uhr geöffnet. Die Tate Modern bietet am Wochenende verlängerte Öffnungszeiten, andere Museen an bestimmten Wochentagen. Das Internetportal www.24hourmuseum.co.uk liefert aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Ausstellungen. Während der Öffnungszeiten von Tate Britain und Tate Modern verkehrt die Tate-to-Tate-Fähre, ein Katamaran mit Damien Hirsts buntem Punktdesign, alle 40 Minuten zwischen beiden Museen (einfache Fahrt mit Travelcard £2.85, Tel. 78 87 88 88).
Museen
Museen
Bank of England MuseumDas elegante Museum erzählt die Geschichte der Nationalbank, zeigt alle britischen Geldscheine, die je im Umlauf waren, sowie geschickte Fälschungen. Spielen Sie Devisenhändler und heben Sie einen Goldbarren im Wert von £86 000. Mo-Fr 10-17 Uhr, Eintritt frei, Bartholomew Lane, www.bankofengland.co.uk/museum, U-Bahn: Bank
Bramah Museum of Tea and CoffeeFüttern Sie erst den Intellekt mit einer Sozialgeschichte des Tee- und Kaffeehandels (und lassen Sie sich vor einer riesigen Teekanne fotografieren), und holen Sie dann den Eintrittspreis (£4) mit dem günstigen Afternoon Tea (£9) wieder raus. Tgl. 10-18 Uhr, 40 Southwark Street, Tel. 74 03 56 50, www.bramahmuseum.co.uk, U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
British LibraryDer Umzug der Nationalbibliothek 1997 aus dem British Museum im Literatenviertel Bloomsbury in einen klotzigen und extrem teuren Backsteinbau nahe King's Cross Station markierte das Ende einer Ära. Die British Library erhält ein Exemplar von jedem in Großbritannien veröffentlichen Buchtitel; mit über 150 Mio. Büchern platzt das umstrittene Gebäude jetzt schon aus allen Nähten. Dem Publikum zugänglich ist u. a. die Sir John Ritblat Gallery (Eintritt frei) mit wertvollen Manuskripten wie z. B. den Lindisfarne Gospels (8. Jh.), der Magna Carta von 1215 und den Beatles-Songtexten. Mo, Mi-Fr 9.30-18, Di 9.30-20, Sa 9.30-17, So 11-17 Uhr, 96 Euston Road, www.bl.uk, U-Bahn: King's Cross/St Pancras
British MuseumDas weltberühmte Nationalmuseum, kulturelles Archiv der Welt und Londons populärste Attraktion. Der neoklassizistische Greek Revival-Stil des Gebäudes wird innen wunderbar durch Norman Fosters glasüberdachten Great Court komplementiert (So-Mi 9-18, Do-Sa 9 bis 23 Uhr). Dieser größte überdachte Innenraum in Europa umfasst das überkuppelte Rondell des berühmten Lesesaals, in dem Karl Marx »Das Kapital« schrieb. Am besten auf die Highlights beschränken: die Schätze der Sutton-Hoo-Schiffsbestattung des angelsächsischen Stammesfürsten Redwald (7. Jh.), die Lewis-Schachfiguren (12. Jh.), die Lindow Man-Torfmumie, die ägyptischen Rosetta Stone-Hieroglyphen. Ein heißes Eisen bleiben die Elgin Marbles, Marmorstatuen, Reiterskulpturen und Friese aus dem 5. Jh. v. Chr., von Lord Elgin Anfang des 19. Jhs. vom Athener Parthenon nach England verschifft, die Athen zurückverlangt. Mo-Mi, Sa/So 10-17.30, Do/Fr 10 bis 20.30 Uhr, Eintritt frei, Highlight-Führungen (90 Min., £8) tgl. 10.30, 13, 15 Uhr, kürzere »Eye Opener«-Führungen kostenfrei, Great Russell Street, www.thebritishmuseum.ac.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Cartoon MuseumDie Briten erfanden den Cartoon als Kunstform, doch erst 2006 eröffnete das erste Cartoonmuseum des Landes, einen Steinwurf vom British Museum entfernt. Lesen Sie im Obergeschoss ein paar Seiten von »Beano«, dem Comic-Helden, mit dem viele Londoner aufgewachsen sind. Wechselnde Ausstellungen, witzige Grußkarten. Di-Sa 10.30-17.30, £2.50, 35 Little Russell Street, www.cartoonmuseum.org, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern
Churchill Museum & Cabinet War RoomsKartenraum, Gasmasken, Mikrofon für die Ansprachen an die Nation: In Winston Churchills unterirdischer Befehlszentrale während des Zweiten Weltkriegs ist die Zeit am 16. 8. 1945 stehen geblieben. Seit 2005 dokumentiert das Museum auch die Lebensgeschichte des großen Staatsmannes (1874-1965), der 1940 bis 1945 Premier- und Verteidigungsminister zugleich war. Tgl. 9.30-18 Uhr, £11 inkl. 45-Min.-Audioguide, Clive Steps, King Charles Street, www.iwm.org.uk/cabinet, U-Bahn: St James's Park (Circle, District)
Design MuseumInternationale Designklassiker und Wechselausstellungen in Terence Conrans weißem Bau an der Themse. Tgl. 10-17.45 Uhr, £6, Shad Thames, www.designmuseum.org, U-Bahn: Tower Hill (Circle, District, DLR)
Freud MuseumHier lebte der Begründer der Psychoanalyse von seiner Flucht aus Wien 1938 bis zu seinem Tod 1939. Zu sehen sind Freuds Arbeitszimmer mit der berühmten Couch, mit Schreibtisch, Antiquitätensammlung und Bibliothek sowie das Arbeitszimmer von Freuds jüngster Tochter Anna, einer Pionierin der Kinderpsychologie, die bis zu ihrem Tod 1982 hier lebte. Mi-So 12-17 Uhr, £5, 20 Maresfield Gardens, www.freud.org.uk, U-Bahn: Finchley Road (Jubilee, Metropolitan)
Geffrye MuseumWohnräume und Mobiliar der englischen Mittelschicht von 1600 bis 2000, von Eichentäfelung bis Loft Living, liebevoll präsentiert in Stiftshäusern aus dem 18. Jh. Reizvoller Kräutergarten (April-Okt.). Di-Sa 10-17, So 12-5 Uhr, Eintritt frei, 136 Kingsland Road, www.geffrye-museum.org.uk, U-Bahn: Old Street (Northern), dann Bus 243
Handel House MuseumGeorg Friedrich Händel, Barockkomponist und Wahlengländer, lebte von 1723 bis zu seinem Tod 1759 in dem eleganten Haus in Mayfair und komponierte hier u. a. den »Messias« und die »Feuerwerksmusik«. Zu sehen sind Briefe, Noten, Gemälde. In Nr. 23 wohnte kurzzeitig Jimi Hendrix! Do 18.30 Uhr Konzerte (£8.50 inkl. Museumsbesuch, Kartentel. 73 99 19 53). Di/Mi, Fr/Sa 10-18, Do 10-20, So 12-18 Uhr, £5, 25 Brook St., www.handelhouse.org, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Imperial War MuseumIm ehemaligen Bethlam Royal Hospital, oder Bedlam, werden heute militärische Konflikte des 20. Jhs. präsentiert. In der Eingangshalle: Originale der legendären Spitfire-Kriegsflugzeuge, Panzer, Armeefahrzeuge und Raketen - 500 deutsche V2-Bomben fielen während des Zweiten Weltkriegs auf London. Die Trench/Blitz Experiences versetzen Besucher mit Special Effects zurück in die Schützengräben und den Bombenregen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Hervorragende Holocaust-Ausstellung. Es gibt auch ein hübsches Café. Tgl. 10-18 Uhr, Eintritt frei, Lambeth Road, www.iwm.org.uk, U-Bahn: Lambeth North (Bakerloo)
Jewish MuseumSozialgeschichte der jüdischen Gemeinde in London, die heute noch etwa 200 000 Mitglieder zählt, über sechs Jahrhunderte hinweg. Große Sammlung zeremonieller Objekte. Partnermuseum in Finchley. Mo-Do 10-16, So 10-17 Uhr, £3.50, 129-131 Albert Street, www.jewishmuseum.org.uk, U-Bahn: Camden Town (Northern)
Madame Tussaud'sTrotz gesalzener Preise zeugen lange Schlangen von der anhaltenden Beliebtheit des berühmtesten Wachsfigurenkabinetts der Welt, mit mehr oder weniger lebensechten Nachbildungen von David Beckham, Kylie Minogue oder Prince William. Neu 2006: Prince Harry. »Spirit of London« ist eine Zeitreise durch 400 Jahre Stadtgeschichte. Mo-Fr 9.30 bis 17.30, Sa/So 9-18, £21.99, ab 17 Uhr nur noch £13 Eintritt, Familienticket ab £71.20 (Sa/So ab 15 Uhr £58), Marylebone Road, www.madame-tussauds.co.uk, U-Bahn: Baker Street
Museum in DocklandsIn einer ehemaligen Lagerhalle für Zucker, Kaffee und Rum im Windschatten der Wolkenkratzer von Canary Wharf erzählt das Hafenmuseum die 2000-jährige Geschichte der Themseschifffahrt und der Londoner Docks. Tgl. 10-18 Uhr, £5 (Ticket 1 Jahr gültig), West India Quay, www.museumindocklands.org.uk, U-Bahn: Canary Wharf (Jubilee), West India Quay (DLR)
Museum of Garden HistoryDas kleine, 2004 renovierte Museum in der hübschen St. Mary at Lambeth Kirche ist der Tradescant-Familie königlicher Gärtner und Pflanzensammler des 16./17. Jhs. gewidmet. Hier finden Sie prähistorische Landbaugeräte, viktorianische Schubkarren und Gießkannen und können für £1 ein Päckchen mit Pflanzensamen mit nach Hause nehmen: Beim beliebten Gardener's Gamble (»Gärtners Glücksspiel«) bleibt es bis zur Blütezeit spannend - was wird in Ihrem Garten zu Hause erscheinen? Neben dem Familiengrab der Tradescants ist auch der Sarkophag mit den Überresten Captain Blighs zu sehen, den die Meuterer auf der »Bounty« 1789 seinem Schicksal überließen. Café. Jan.-Mitte Dez. tgl. 10.30-17 Uhr, £3 erbeten, Lambeth Palace Road, www.museumgardenhistory.org, U-Bahn: Lambeth North (Bakerloo)
Museum of LondonHervorragender Überblick über die Stadtgeschichte. Sehen Sie die Befestigungsruinen des römischen Londinium, das Hemd, das Charles I. 1649 bei seiner Hinrichtung trug, und die vergoldete Kutsche des Londoner Oberbürgermeisters. Interesssant: die Räume zum angelsächsischen, zum mittelalterlichen und zum Tudorzeit-London. Mo-Sa 10-17.50, So 12-17.50 Uhr, Eintritt frei, London Wall, www.museumoflondon.org.uk, U-Bahn: Barbican (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
National GalleryEine der bedeutendsten Sammlungen Alter Meister (1250-1900) Europas, deren Standort in den 1830ern bewusst gewählt wurde: Trafalgar Square als Mittelpunkt Londons sollte für alle gesellschaftlichen Schichten gleich gut erreichbar sein. Nicht verpassen: Jan Van Eycks »The Arnolfini Wedding«, John Constables »The Hay Wain« und Raffaels »Madonna of the Pinks« (1507/08). Beim langen Museumsabend am Mittwoch gibt es Livemusik (Extraführungen 18 und 18.30 Uhr). Tgl. 10-18, Mi 10-21 Uhr, tgl. Führungen 11.30 und 14.30, Sa auch 12.30 und 15.30 Uhr, Eintritt frei, Trafalgar Square, www.nationalgallery.org.uk, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
National Maritime MuseumDie britische Nation verdankt ihre welthistorische Position der Seefahrt. Dieses elegante, weitläufige Museum in Greenwich mit seinem spektakulär überkuppelten neuen Innenhof (Neptune-Court) dokumentiert britische Expeditionen und Seeschlachten sowie die Passagierschifffahrt und die nautische Geschichte Londons. Sehen Sie Captain Cooks Sextanten, »Titanic«-Memorabilia und die weltgrößte Sammlung maritimer Kunst. Am stilvollsten, wenn Sie mit einem Themseboot in Greenwich einlaufen (z. B. von Westminster, 1 Std., £ 4.65 einfache Fahrt mit Travelcard, Tel. 79 30 40 97, www.westminsterpier.co.uk). Tgl. 10-17 Uhr, Eintritt frei, www.nmm.ac.uk, Romney Road, U-Bahn: Cutty Sark (DLR)
National Portrait GalleryVielleicht die unterhaltsamste Art, sich britischer Geschichte und Kultur zu nähern: Porträts aus fünf Jahrhunderten, von Tudor-Königin Elizabeth I. und dem einzigen bekannten Bild William Shakespeares zu den aktuellen Porträts der Queen und anderer VIPs aus Wissenschaft, Literatur, Pop. Einen wunderbaren Blick über Trafalgar Square, Whitehall und Houses of Parliament bietet das Rooftop Restaurant. Mo bis Mi, Sa/So 10-18, Do/Fr 10-21 Uhr, Eintritt frei, guter MP3-Audioguide £2; 2 St Martin's Place, www.npg.org.uk, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Natural History MuseumMit seiner hellblauen und pinkfarbenen Terrakottabänderung und Tausenden von ornamentalen Tier- und Pflanzenskulpturen ist das monumentale neogotische Naturwissenschaftsmuseum das wohl schönste Museum der Stadt. Mittelpunkt: das 26 m lange Diplodocus-Saurierskelett in der kathedralenartigen Eingangshalle. Die Idee: Naturwissenschaft muss nicht langweilig sein. Und Publikumsliebling T. Rex ist auch wieder da! Dank Hightechsensoren verfolgt das lebensecht animierte Dinosauriermodell eines Tyrannosaurus Rex Ihre Bewegungen. In den Earth Galleries wird das Erdbeben von Kobe von 1995 in einem rekonstruierten Supermarkt simuliert. Das Darwin Centre zeigt zoologische Raritäten und Kuriositäten in Glasgefäßen. Neu 2006: Riesentintenfisch »Archie« (über 8,50 m lang) Eine Gratisführung in der Kleingruppe gibt einen tollen Blick hinter die Kulissen. Sehen Sie, was Darwin von seiner Forschungsreise auf der »Beagle« mitbrachte, und blicken Sie den Wissenschaftlern bei der Arbeit über die Schulter (11-16.30 Uhr alle 30 Min., unter Tel. 79 42 50 11 reservieren). Mo-Sa 10-17.50, So 11-17.50 Uhr, Eintritt frei, Cromwell Road, www.nhm.ac.uk, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Saatchi GalleryWerbemogul Charles Saatchi, einer der wichtigsten Förderer provokativer neuer britischer Künstler, zeigt heute eher internationale zeitgenössische Kunst und kehrt verstärkt zur Malerei zurück. Im Frühjahr 2007 Wiedereröffnung in Chelsea. Tgl. voraussichtlich 10-18 Uhr, ca. £9, Duke of York's Headquarters, Sloane Square, www.saatchigallery.com, U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
Science MuseumIm Wissenschaftsmuseum wird die technische Entwicklung anschaulich: von der ersten Dampflokomotive, »Puffing Billy« (1813), über die rote Burnley Mill Engine, deren riesiges Rad einmal 1700 Webstühle antrieb, bis zu einer Rekonstruktion der Mondlandekapsel Apollo. Flug- und Telefontechnik, Medizin, Materialkunde, moderne Raumfahrt. Der Wellcome-Flügel bietet ein interaktives Digitopolis und das Deep Blue Café. Tgl. 10-18 Uhr, Eintritt frei, Exhibition Road, www.sciencemuseum.org.uk, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Sir John Soane's MuseumEin Wohnhaus mit knarzenden Dielen, bis zur Decke voll gestellt und gehängt mit Skulpturen, Medaillen, Kuriositäten. Diese Schatzkammer ist das Resultat der Sammelleidenschaft von Sir John Soane (1753 bis 1837). Der Maurersohn und Architekt der Bank of England verfügte, dass nach seinem Tod nichts verändert werden durfte. So blieben ein 3000-jähriger ägyptischer Sarkophag, römische Urnen, William Hogarths berühmter Bilderzyklus »The Rake's Progress«, sowie das Marmorgrab von Soanes Lieblingshund. Di-Sa 10-17, jeden 1. Di im Monat 10-21 Uhr, Eintritt frei, Führungen Sa 14.30 Uhr (£ 3), 13 Lincoln's Inn Fields, www.soane.org, U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
Somerset HouseFaszinierender Museumskomplex am Themseufer mit schöner Caféterrasse und großem Angebot an (Gratis-)Events im Innenhof. Die Courtauld Gallery bietet eine hervorragende Kunstsammlung (Impressionisten, 20. Jh.), die Gilbert Collection Florentiner Intarsienmöbel, Silber und die Schnupftabakdosensammlung Friedrichs des Großen. Tgl. 10-18 Uhr, ab £5, Strand, www.somerset-house.org.uk, U-Bahn: Temple (Circle, District, So geschl., dann Embankment)
Tate BritainDas neoklassizistische Gebäude versammelt britische Kunst vom 16. Jh. bis heute. Die Sammlung geht auf den Zuckermagnaten Sir Henry Tate zurück und umfasst die moralisch-narrativen Gemälde William Hogarths, die poetisch-religiösen Visionen William Blakes, die pastoralen Landschaften Thomas Gainsboroughs und John Constables, die Natur- und Frauenmystik der Präraffaeliten, die verstörende Bildwelt eines Francis Bacon und die anthropomorphen Skulpturen Henry Moores. Lucian Freuds neorealistische Portraits haben Sigmund Freuds Enkel zum bekanntesten zeitgenössischen englischen Maler gemacht. Nicht versäumen: die »Turners« in der Clore Gallery. Joseph Mallard William Turner (1775-1851) ist der wichtigste Maler der englischen Kunstgeschichte, ein Meister des stimmungsvollen Spiels mit Licht und Schatten. Jedes Jahr ab Mitte Oktober zeigt Tate Britain das Werk jener vier Künstler, die für den wichtigen Turner Prize, der im Dezember verliehen wird, in die engere Wahl gekommen sind. Tgl. 10 bis 17.50 Uhr, kostenlose Führungen Mo-Fr 11, 12, 14, 15, Sa/So 12, 15 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 18-22 Uhr Entertainment, Bar, Ausstellungen zum halben Preis. Millbank, www.tate.org.uk, U-Bahn: Pimlico (Victoria)
Tate ModernSeit der Eröffnung im Jahr 2000, als die immense Sammlung der Tate Gallery auf zwei Museen aufgeteilt wurde, ist Tate Modern der Star am Londoner Museenhimmel. Internationale moderne Kunst, präsentiert auf einer Fläche von mehr als 12 000 m² in einem ehemaligen Kraftwerk. Der riesige Backsteinbau an der Themse wurde von dem Schweizer Architektenteam Herzog & de Meuron umgebaut (10-min. Architektur-Audiotour £1). Die Sammlung mit allen großen Namen des 20. Jhs. - Matisse, Picasso, Pollock, Rothko, Warhol - ist nicht chronologisch geordnet, sondern nach Themen: Sie waren schon mal da? 2006 wurden alle 48 Galerien umgehängt. In der Turbine Hall befindet sich auch die größte Kunstbuchhandlung Europas. Vom Café im 7. Stock haben Sie einen weiten Blick über London. Mo-So 10-18, Fr/Sa 10-22 Uhr, Eintritt frei, Bankside, www.tate.org.uk, U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Victoria & Albert MuseumDas kurz V&A genannte Museum ist das weltgrößte für angewandte Kunst und Kunstgewerbe: Skulpturen, Porzellan, Kleidung, Mobiliar, Glas, Silber, Sakralkunst aus Europa, Amerika, Asien. Sehen Sie in den British Galleries neben kompletten Interieurs das eichenholzgeschnitzte Great Bed of Ware (16. Jh.) und den Hochzeitsanzug von König James II. (17. Jh.). Weitere Highlights: die biblischen Raphael Cartoons aus der Renaissance und die mittelalterlichen Devonshire Hunts-Wandteppiche. Tgl. 10 bis 17.45 Uhr, Mi und am letzten Fr des Monats bis 22 Uhr, Eintritt frei, Exhibition Road/Cromwell Road, www.vam.ac.uk, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Wimbledon Lawn Tennis MuseumNeueröffnet: Das Super-Museum rund um das traditionsreichste Tennisturnier der Welt präsentiert die Geschichte des Tennissports, Original-Trophäen, den Dress der Williams-Sisters und viele andere Kuriositäten und Devotionalien. Tgl. 10.30-17 Uhr, £7.50 (inkl. deutschem Audioguide, speziell auf deutschsprachige Tennisgrößen abgestellt). Für weitere £7: »Behind the Scenes«-Führungen rund um den Centre Court. Church Road, Wimbledon, Anmeldung zu Führungen: Tel 89 46 61 31, www.wimbledon.org/museum, U-Bahn: Southfields (District)
Essen und Trinken
Von Greasy Spoons zu Gourmettempeln
Ein guter Platz für kulinarische Entdeckungsreisen: Essen Sie sich durch die Küchen der Welt!
Die Lachnummer der Gourmetwelt ist britisches Essen heute nicht mehr. London hat mittlerweile über dreißig Michelin ausgezeichnete Restaurants vorzuweisen und erfüllt alle kulinarischen Sonderwünsche: von äthiopisch bis zypriotisch, über koscher-chinesisch, Knoblauchküche und glutenfreie Kost bis zur Erlebnisgastronomie. Im Zeichen von Modern British, Modern European oder Asian Fusion kommen spannende, manchmal auch etwas überkandidelte Zusammenstellungen auf die Teller. Derweil sind die Briten selbst eine Nation von Hobbyköchen geworden, inspiriert von Fernsehköchen wie der soliden Delia Smith, dem lockeren Naked Chef Jamie Oliver oder der sinnenfrohen Nigella Lawson.
Londoner machen sich nur am Wochenende die Mühe, ein klassisch britisches Frühstück mit Eiern und Bacon zuzubereiten, und gönnen sich zunehmend einen herzhaften Restaurantbrunch. Wochentags gibt es in funktional eingerichteten caffs superbillig einen Becher Tee, baked beans (weiße Bohnen in Tomatensauce) auf Toast, Spiegeleier und sausages (Würstchen). Die caffs sind Teil britischer Arbeiterklassenkultur und werden wegen ihres hohen Anteils an Fettgebratenem auch greasy spoons (»fettige Löffel«) genannt. Außer Haus bekommt die Tasse Tee, oder cuppa, immer größere Konkurrenz von Cappuccino und Milchkaffee (latte). Einen Starbucks oder Costa Coffee finden Sie an jeder Ecke; Caffè Nero hat mit den besten Espresso.
An Arbeitstagen machen die Briten nur kurze Mittagspausen; oft muss ein schnelles Sandwich am Schreibtisch genügen. Das Abendessen hat in England viele Namen: vom tea zwischen halb sechs und sieben über supper für ein leichtes Abendessen bis zum formelleren dinner. In Restaurants heißen Vorspeisen starters, Hauptgerichte main courses und Nachspeisen desserts, im normalen Sprachgebrauch puddings. Beilagen sind side dishes. Auf den meisten Restaurant-Websites finden Sie einen Menüvorschlag. Praktisch überall werden auch veggie-Alternativen angeboten, denn etwa acht Prozent der Briten sind Vegetarier oder Veganer.
Das britische Äquivalent zum »Italiener« bei uns sind indische Restaurants. In Chinatown gibt es All you can eat-Büfetts zum Sattessen ab £ 5. Empfehlenswerte Restaurantketten sind Pizza Express (www.pizzaexpress.com) und Wagamama (japanisch, jung, www.wagamama.com). Tipp: In den Toprestaurants purzeln beim Mittagsmenü die Preise. Auf der Website der Abendzeitung »Evening Standard« (www.thisislondon.co.uk) finden sich lohnende Money-off-Angebote - Eat out at Conran's for £15 - mit einer Auswahl teilnehmender Restaurants. Tischreservierung ist bei vielen Restaurants vor allem am Wochenende nötig. Die Gourmettempel sind mitunter schon Wochen im Voraus ausgebucht. Über die Website www.toptable.co.uk sind Online-Tischreservierungen - häufig zu Spezialpreisen - möglich. Restaurants servieren meist 12-15 und 18-23 Uhr (sonntags früher), die Öffnungszeiten der Cafés variieren. Theater- oder Kinogängern bieten viele Restaurants von 17.30 bis 19 Uhr ein pre-theatre meal.
Essen und Trinken
Cafés
Carluccio'sItalienische Cafékultur in London, dank der Wärmesäulen auch bei kühlem Wetter draußen. Tgl., Filialen, u. a. 8 Market Place, www.carluccios.com, U-Bahn: Oxford Circus
Maison BertauxLegendäre Croissants und leckere Patisserien in dieser zeitlosen Soho-Institution. Tgl., 28 Greek Street, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly), Tottenham Court Road (Central, Northern)
MôGemütliche nordafrikanische Caféoase nahe Piccadilly. Probieren Sie Minztees mit Rosenblüten, Pinienkerne, maghrebinische Snacks, scharfe Sandwiches oder süße baklavas. Die orientalischen Lampen und Dekorationen sind verkäuflich. Tgl., 25 Heddon St., U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Verde'sDieses winzige, liebevoll eingerichtete italienische Delikatessencafé gehört der Kultautorin Jeanette Winterson. Schön für einen Kaffee oder ein Süppchen. Mo-Fr 8-20, Sa/So 11-17 Uhr, 40 Brushfield Street, U-Bahn: Liverpool Street
Afternoon TeaVery English! Einen traditionellen Afternoon Tea in einem schicken Hotel sollten Sie sich einmal gönnen: Mini-Sandwiches mit Gurkenscheiben, Lachs oder Ei und Kresse, scones mit Sahne und Erdbeermarmelade und Patisserien. Immer beliebter: das Glas Champagner dazu.
Cadogan HotelFür £ 19.50 gibt es im wunderbar altmodischen Drawing Room alles, was man braucht. In diesem Hotel wurde Oscar Wilde 1895 festgenommen. Tgl. 15-18 Uhr, 75 Sloane St., Tel. 72 35 71 41, www.cadogan.com, U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly)
Fortnum & MasonJede der über hundert Teesorten (auch Grüntee) der berühmten Food Hall können Sie für Ihren Afternoon Tea bestellen: £ 24 bzw. £ 27 mit einer seltenen Teesorte. Klavierbegleitung. Mo-Sa 15-17 Uhr, Reservierung unter Tel. 77 34 80 40, www.fortnumandmason.com, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
The RitzTea at the Ritz, zwischen Marmorsäulen und Kronleuchtern, ist ein High-Society-Ritual. Für £ 35 gibt es feinsten Tee, delikate Sandwiches, Scones, Frucht- und Madeira-Cake, Obst- und Schokoladenpatisserien. Für Herren sind Jackett und Krawatte Pflicht. Reservieren! Tgl. 11.30, 13.30, 15.30, 17.30, 19.30 Uhr (bei der letzten Sitzung gibt's ein Glas Champagner gratis). 150 Piccadilly, Tel. 74 93 81 81, www.theritzhotel.co.uk, U-Bahn: Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
Essen und Trinken
Gourmettempel
FifteenTV-Koch Jamie Oliver serviert in seinem Restaurant moderne britische Küche mit italienisch-mediterranem Einschlag - vom Frühstück in der lockeren Trattoria zum Sechs-Gänge-Tasting Menu (inkl. Wein £100). Der Gewinn geht an eine Organisation, die arbeitslose Jugendliche zu Köchen ausbildet. Checken Sie die Website für einen freien Tisch (availability). So geschl., 15 Westland Place, Tel. 72 51 15 15, www.fifteenrestaurant.com, U-Bahn: Old Street (Northern)
HakkasanDas erste chinesische Restaurant Großbritanniens mit einem Michelin-Stern versteckt sich in einer Seitenstraße. Probieren Sie gebratenen Silber-Kabeljau mit Champagner und Honig oder die tollen Dim Sums. Cocktails in der Ling Ling-Lounge. Servicequalität schwankt; Hakkasans Beliebtheit bei VIPs hat zu einem Fotoverbot geführt. Menü ab 55 Euro. Tgl., 8 Hanway Place, Tel. 79 07 18 88, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
The MazeDas neueste Restaurant unter der gastro-künstlerischen Leitung von Starkoch Gordon Ramsay ist der aktuelle Liebling der Gastrokritiker. Asiatisch inspirierte französische Küche mit vielen kleinen Gerichten zum Ausprobieren. Für gut betuchte Gruppen bis 6 Personen: Reservieren Sie einen Platz am Chef's Table - in der Küche! Posten auf dem À la carte Menü £5,50 bis 9,50. Tgl., 10-13 Grosvenor Square, Tel. 71 07 00 00, www.gordonramsay.com, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
The Lecture Room at SketchDie Preise sind runtergegangen im komplett durchgestylten Sketch, dem ehemals teuersten Restaurant der Stadt: Wenn's dennoch nicht zur Gallery reicht: im neuen Glade-Lunchrestaurant kosten die Hauptgerichte des Pariser Starkochs Pierre Gagnaire £10-15. Beliebter Patisseriesalon (parlour). So/Mo geschl., 9 Conduit Street, Tel. (0) 870/777 44 88, www.sketch.uk.com, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Essen und Trinken
Landestypisches
Inn the ParkWie sagen doch die Briten: location, location, location! Angesagtes, luftig gestyltes, holzgetäfeltes Restaurant direkt am See im St James Park. Originelles Menü, für den Preis allerdings etwas knappe Portionen. Setzen Sie sich zum gemütlichen Frühstück auf die Terrasse oder schnappen Sie sich ein Grab and go Lunchpaket für £10 im sommerlichen Grün-Weiß-Design. Tel. 74 51 99 99, www.innthepark.com, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern), €€
The IvyHinter Butzenscheiben genießen Promis klassische Bistroküche und Hausfavoriten wie Bang Bang Chicken oder The Ivy Hamburger. Schwer, einen Tisch zu bekommen. Tgl. bis 24 Uhr, Tel. 78 36 47 51, 1-5 West Street, www.caprice-holdings.co.uk, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly), €€
M ManzeEiner der schönsten alten pie & mash shops Londons. Seit über hundert Jahren werden hier hausgemachte Pies serviert, Kartoffelbrei mit liquor-Petersiliensauce, Erbspüree, gekochte oder eingelegte Aale. Nur mittags, So geschl., 87 Tower Bridge Road, www.manze.co.uk, U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern), €
E PellicciKlassisch-altmodisches familienbetriebenes East End caff. Wunderschönes Dekor: Gold und Chrom-Opalglas außen, warmes Holz und Art-déco-Einlegearbeiten innen. Mo-Sa 6.30-17 Uhr, 332 Bethnal Green Rd., U-Bahn: Bethnal Green (Central), €
Rock & Sole PlaiceProbieren Sie das britische Nationalgericht Fish & Chips in Londons ältestem Chippie (Frittenrestaurant). Gebraten wird hier schon seit 1871, die Fischdeko im Untergeschoss ist neueren Datums. Schön zentral. 47 Endell Street, www.rockandsoleplaice.com U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly), €
RulesDas älteste Restaurant Londons (seit 1798), berühmt für Steaks und Wildgerichte aus eigenen Jagdgründen, Austern und Pies; wirkt wie ein altes englisches Landhaus: Holztäfelungen, schwere Vorhänge, Samtbezüge, die Wände mit Gemälden, Drucken und Jagdtrophäen vollgehängt. Prachtvolles Oberlicht. Ganz untraditionell: Nichtraucher. Sie können auch in Euro zahlen! Tgl. bis 24 Uhr, 35 Maiden Lane, Tel. 78 36 53 14, www.rules.co.uk, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly), €€
St JohnMekka für Fleischfreunde und Teil der blühenden Gastroszene am Smithfield-Fleischmarkt im trendigen Clerkenwell. Spezialitäten sind Innereien: Entenherzen, Lammzungen, scharf gewürzte Nierchen. Sa mittag und So geschl., 26 St John Street, Tel. 72 51 08 48, www.stjohnrestaurant.com, U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan), €€
Essen und Trinken
Restaurants internationale Küche
Afghan KitchenMinimalistisch das Dekor und die Speisekarte: je drei Vor- und Hauptspeisen, z. B. Hühnchen oder Butternusskürbis in Joghurt, Lamm mit Spinat. Zum Nachtisch baklava-Honiggebäck. So/Mo geschl., 35 Islington Green, Tel. 73 59 80 19, U-Bahn: Angel (Northern), €
AmayaPreisgekrönte Neueröffnung im schicken Belgravia. Authentische indische Spezialitäten, serviert in hellem, zeitgenössischem Design. Amaya India Bar & Grill. Halkin Arcade, Motcomb Street, Tel. 78 23 11 66, www.realindianfood.com, U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly), €€€
Bevis MarksDas elegante, koschere Restaurant bietet jüdische Küche: gefilte fish, Gemüsetagine mit Couscous, Lokshen-Reispudding. Wer mittags isst, kann die Synagoge besuchen (tgl. außer Do und Sa 11-13 Uhr). Mo bis Fr 12-15, Mo-Do 17.30-21 Uhr, Bevis Marks, Tel. 72 83 22 20, www.bevismarkstherestaurant.com, U-Bahn: Aldgate (Circle, Metropolitan), Liverpool Street, €€€
The BelvedereBuchen Sie einen Tisch auf dem Terrassenbalkon und kombinieren Sie französische Küche mit dem Blick auf Holland Park. Unbedingt reservieren. Pre-/Post-Opera-Menu: drei Gänge für £22. So nur Lunch, Holland Park, Eingang Abbotsbury Road, Tel. 76 02 12 38, www.whitestarline.org.uk, U-Bahn: Holland Park (Central), €€
Busaba EathaiMan sitzt dicht gedrängt, der Geräuschpegel ist hoch, doch die Schlangen draußen sprechen für sich. Beim Warten schon mal die Speisekarte (menu) lesen; Tipp: der Früchte- und Kräutersalat! 106-110 Wardour Street, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly), €€
Gay HussarIn diesem Restaurant lassen sich Politiker, Künstler und Medienmacher zwischen altmodischen Holzpaneelen und Politkarikaturen ungarische Gerichte schmecken: Wildkirschsuppe, Kalbsgulasch-Pfannkuchen und Schweinefleischmedaillons mit Speck und Zwiebeln (Gypsy Quick Dish). Tgl., 2 Greek Street, Tel. 74 37 09 73, www.gayhussar.co.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern), €€
Lightship TenDurch die Bullaugen des ältesten Feuerschiffs der Welt haben Sie einen phantastischen Blick auf St Katherine's Dock. Skandinavisches Dekor gibt den Rahmen für eine innovative, dänisch-inspirierte Küche; auch Tische auf dem Oberdeck. So geschl., Mo/Sa nur abends geöffnet, 5 A St Katherine's Way, Tel. 74 81 31 23, www.lightshipx.com, U-Bahn: Tower Hill (DLR), €€
Masala ZoneIndische Küche zu günstigen Preisen; interessante Street-Food-Snacks. Probieren Sie ein indisches Sandwich oder eine Thali-Kombination: Hühnchen-, Lamm-, Krabben- oder vegetarisches Curry, Gemüse, Reis, poppadums, Linsenpüree. Tgl., 9 Marshall St., U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria), €
MoroDas moderne, informelle Restaurant mit spanisch-nordafrikanischer Küche im trendigen Clerkenwell ist das Ergebnis jahrelanger Rezeptesammelreisen: Kastanien-Chorizo-Suppe, im Holzofen geröstetes Lamm mit Kürbisreis und Pistaziensoße, Schokoladen-Aprikosenkuchen. Das Kochbuch dazu wird im Restaurant verkauft. Bei gutem Wetter Tische draußen. Preisgünstige Alternative: Tapas an der Bar. So geschl., 34-36 Exmouth Market, Tel. 78 33 83 36, www.moro.co.uk, U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan), €€
Noura CentralDas neueste Restaurant der angesagten libanesischen Brasseriekette mit heißen und kalten mezze, viel Vegetarischem und leckeren Eisspezialitäten. Weitere Filialen gibt's in Knightsbridge, Belgravia und Mayfair. Tgl., 122 Jermyn Street, Tel. 78 39 20 20, www.noura.co.uk, U-Bahn: Victoria, €€
SardoDieses wunderbare, einfach eingerichtete sardische Restaurant eignet sich für den romantischen Abend so gut wie für eine Gruppenbuchung. Versuchen Sie Malloreddus-Hartweizennudeln, Pane frattau (hauchdünnes Brot mit Tomatensoße, Pecorino, Parmesan und pochiertem Ei) oder Sebadas (mit Pecorino gefüllter Blätterteig mit Honig). Sa mittags und So geschl., 45 Grafton Way, Tel. 73 87 25 21, www.sardo-restaurant.com, U-Bahn: Warren Street (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan), €€
Tai 10Schnäppchen in Soho: frisches Thaibüfett mit großer Auswahl und freundlichem Service für £6. 10 Greek Street, Tel. 72 87 37 30, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
Ultimate BurgerGourmet-Burger sind zurzeit einer der kulinarische Trends. Die zwei vegetarischen Variationen sind auch lecker. 34 New Oxford Street, Tel. 74 36 66 41, www.ultimateburger.co.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern), €
The WolseleyGourmetküche in Caféhaustradition gegenüber dem Royal-Academy-Kunstmuseum. Besonders schön für ein stilvolles Frühstück. Oder bestellen Sie sich zu Ihren morning pastries (Croissants etc.) einen Einspänner oder »Mozart«-Kaffee! All-day-Speisekarte. Tgl., 160 Piccadilly, Tel. 74 99 69 96, www.thewolseley.com, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly), €€-€€€
World Food CaféDie weiten Reisen der Besitzer und Kochbuchautoren schlagen sich in leckeren Gerichten nieder: Falafel, Mezze, Salate, Suppen in sympatischem Ambiente direkt im alternativen Shoppingparadies von Covent Gardens Neal's Yard. Neal's Yard, Tel. 73 79 02 98, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly), €€
Essen und Trinken
Imbisse und Snackbars
Café in the CryptSnacks und Suppen in der gotischen Krypta von St. Martin in the Fields. Mo-Mi 8-20, Do-Sa bis 22.30, So 12-20 Uhr, St. Martin in the Fields, Trafalgar Square, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern), €
Festival RiversideNeu - und praktisch für die Pause beim Kulturspaziergang am Themseufer: gleich vier der besseren Caférestaurant-Ketten der Stadt: EAT, Strada, Giraffe und Wagamama. Tgl., Royal Festival Hall, South Bank, U-Bahn: Waterloo, €
La FromagerieDelikatessencafé mit täglich wechselnder Karte. Probieren Sie die Käseplatte mit fünf perfekt gereiften Sorten. Nichtraucher. Mo-Fr bis 19.30, Sa bis 19, So bis 18 Uhr, 2-4 Moxon Street, www.lafromagerie.co.uk, U-Bahn: Baker Street, €€
Mr JerkKaribisches Snack-Café. Probieren Sie ginger beer, ein alkoholfreies Ingwerbier. Mo-Sa 9-23, So 12-20 Uhr, 189 Wardour St, www.mrjerk.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus, €
Yauatcha Tea HouseDieses trendige Tee- und Dim-Sum-Haus in Soho serviert alle Variationen der kantonesischen Appetithäppchen. Fotoverbot! Tgl., 15 Broadwick St., U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern), €€
Einkaufen
Shop till you drop!
In London gibt's alles: britisches Understatement und altehrwürdige Tradition, die neuesten Modetrends, Delikatessen und witzige Mitbringsel
Shopping ist eins der großen Vergnügen jedes London-Besuchs, und es gibt nichts, das es hier nicht gibt. Zwar bleibt London ein teures Pflaster, dennoch lassen sich bei den Schlussverkäufen Anfang Januar und Juli sowie bei den midseason sales gute Schnäppchen machen. Ein Besuch der faszinierenden Märkte und der Designer-Outlets für preisreduzierte Ware lohnt immer. Modebewusste Londoner stöbern in Secondhandläden und charity shops wie Oxfam (www.charityshops.org.uk). Ladenschluss ist meist um 20, donnerstags oft erst um 21 Uhr. Die meisten Innenstadtgeschäfte haben sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Immer mehr Läden haben ein Café dabei - z. B. ganz neu: Nouveauté Habitat (121 Regent Street). Die schicksten Boutiquen für einen Schaufensterbummel finden sich in Bond Street und Sloane Street, viele witzige unabhängige Läden in Notting Hill. Die Kings Road ist seit den Sechzigerjahren eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Londoner, die bekannteste der Stadt aber ist Oxford Street. Hier stehen die meisten Kaufhäuser, mit Konzessionen der wichtigsten Designer unter einem Dach. Einen Steinwurf von den Menschenmassen und - Achtung, auch Taschendieben! - der Oxford Street entfernt bietet die Marylebone High Street ein weniger stressiges Einkaufserlebnis: trendige Interieurs, holistische Kosmetik, ausgefallene Küchenartikel und Möbel in einer Straße, die sich ihren dörflichen Charakter bewahrt hat. Ausgefallene Schuhläden gruppieren sich um Neal Street und South Molton Street. Die nobelsten Boutiquen finden sich in Bond und New Bond Street. Mode für Gentlemen gibt's in Savile Row, Buchhandlungen entlang der Charing Cross Road, Independent-Musikläden in Berwick Street. Souvenirläden mit mehr oder weniger kitschigem Krimskrams sind überall im Zentrum zu finden. Geschmackvolle Mitbringsel gibt's in Museumsshops: Kunstbücher und -drucke, Schreibwaren, Schirme etc. Das 2006 aktualisierte London Monopoly-Set gibt's u. a. in Hamleys-Spiele-Emporium (188- 196 Regent Street. www.hamleys.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus).
Einkaufen
Accessoires
PickettInbegriff britischer Eleganz und Tradition: Reisetaschen, Schirme, Handschuhe, Schmuck, in der elegantesten viktorianischen Einkaufspassage Londons, wo die uniformierten Burlington Berties heute noch darauf achten, dass keiner rennt oder Kaugummi kaut. 32-33 & 41 Burlington Arcade, www.pickett.co.uk, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Einkaufen
Antiquitäten
Camden Passage Antiques MarketMöbel, Schmuck, Kunstgegenstände, Glas, Porzellan, Lampen, Trödel in hübschen Gässchen und Regency-Passagen parallel zur Islington-Upper Street. Hier kaufen viele Profis. Mi 7-14, Sa 8-16 Uhr, Upper Street, www.camdenpassageantiques.com, U-Bahn: Angel (Northern)
Silver VaultsAntikes Silber in labyrinthartigem Gewölbe mit 50 Läden hinter Safetüren, randvoll mit Silberlöffeln, Uhren, Schmuck, Serviettenringen, Vasen, Kerzenständern. Ein Erlebnis! Sa nur bis 13 Uhr, So geschl., Chancery House, 53-64 Chancery Lane, www.thesilvervaults.com, U-Bahn: Chancery Lane (Central)
Einkaufen
Bücher und Antiquariate
Any Amount of BooksWeitläufiges, altmodisches Secondhand-Bücherparadies. Tgl. 10.30 bis 21.30 Uhr, 56 Charing Cross Road, www.anyamountofbooks.com, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Books for CooksKochbuch-Mekka mit Café, wo man Köstliches aus der Testküche probieren kann. Direkt gegenüber ein toller Gewürzladen. So/Mo geschl., 4 Blenheim Crescent, www.booksforcooks.com, U-Bahn: Ladbroke Grove (Hammersmith & City)
BordersBücher und Musik auf vier Stockwerken. Wo sonst kann man sich für den Preis eines Milchkaffees durch einen Stapel Bücher oder Zeitschriften blättern - ohne Kaufzwang? Mo-Sa 8-23, So 12-18 Uhr, 197-203 Oxford Street, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Travel BookshopDas Vorbild für Hugh Grants Buchladen im Film »Notting Hill« ist eine gemütliche, gut sortierte Buchhandlung mit Reiseführern, Karten und Klassiker-Literatur. Übernacht-Bestellservice (nicht die Norm in britischen Buchläden!). 13-15 Blenheim Crescent, www.thetravelbookshop.com, U-Bahn: Ladbroke Grove (Hammersmith & City)
Einkaufen
Geschenke, Souvenirs und Kurioses
@workEin-Zimmer-Laden mit dem besten neuen Designerschmuck und Accessoires aus dem angesagten East End zu günstigen Preisen. 156 Brick Lane, www.atworkgallery.co.uk, U-Bahn: Aldgate East (District, Hammersmith & City)
BootsBeliebte Drogeriekette mit vielen Filialen. In größeren Läden gute Auswahl an Miniatur-Kosmetik. Mo-Sa bis 24, So 12-18 Uhr, 44-46 Regent St., www.wellbeing.com, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Ceramica BlueSchöne Teller, Schalen, Kacheln aus Frankreich, Italien, England, Südafrika u. a., in vielen Farben und Designs; vernünftige Preise. 10 Blenheim Crescent, www.ceramicablue.co.uk, U-Bahn: Ladbroke Grove (Hammersmith & City)
Jo MaloneExklusiv-trendige Parfümerie mit individuell zusammengestellter Pflegekosmetik, Duftkerzen etc. 150 Sloane St., www.jomalone.co.uk, U-Bahn: Sloane Square (Circle, District)
MujiIdeal für witzige japanische Mitbringsel: schlichte Schreib- und Haushaltswaren, Kleidung und Kosmetik. 187 Oxford Street, www.muji.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Einkaufen
Kaufhäuser und Passagen
Fortnum & MasonWunderbar exzentrisch, sehr englisch. Haupt-Touristenmagnet ist die berühmte Feinkostabteilung mit Marmorsäulen und Kronleuchtern; Hoflieferant seit 1707. Außerdem Mode, Accessoires, Geschenke. 181 Piccadilly, www.fortnumandmason.co.uk, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
HarrodsHinter der ornamentalen Terrakottafassade und den grünen Markisen verbirgt sich eins der berühmtesten Kaufhäuser der Welt, das sich seit seiner Eröffnung 1849 rühmt, alles überallhin zu liefern, an jeden: »Omnia, Omnibus, Ubique«. Die Londoner Institution hat über 5000 Angestellte und 300 Abteilungen. Besonders beliebt: die opulent getäfelte Jugendstil-Food Hall. Seit 1985 gehört Harrods dem ägyptischen Geschäftsmann Mohammed Al Fayed, und der Springbrunnenschrein für seinen Sohn Dodi und Prinzessin Di in der Egyptian Hall ist zu einer Attraktion geworden. Achtung, es gilt eine Kleiderordnung: Sport-Shorts, Badeschlappen, abgeschnittene Jeans oder bauchfreie Tops sind tabu, Rucksäcke müssen abgenommen werden. 87-135 Brompton Road, www.harrods.com, U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly)
LibertyDas schicke Kaufhaus mit der auffälligen Fachwerkfassade im Tudor-Stil und seiner wunderschönen offenen Innenhalle ist spezialisiert auf ausgefallene Stoffe, Mode, Teppiche und Accessoires. Die Umlaufgalerien und knarrenden Treppenstufen wurden aus den Balken der letzten beiden hölzernen britischen Kriegsschiffe geschnitzt. Die berühmten Liberty-Drucke (kleine Blumen, Paisley, Pfingstrosen) gibt es als Notizbücher, Schals, Kosmetiktaschen oder am laufenden Meter zu kaufen. 210-220 Regent St., www.liberty.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Piccadilly)
SelfridgesNur zwei Stunden Zeit zum Einkaufen? Selfridges ist Londons bester One-Stop-Shop, mit Konzessionen der beliebtesten Londoner Designer, einer schicken Kosmetik- und Delikatessenabteilung - und leuchtend gelben Einkaufstüten. 400 Oxford Street, www.selfridges.com, U-Bahn: Bond Street (Jubilee, Central)
Einkaufen
Kunst, Handwerk und Design
Cath KidstonDiese von den Fifties inspirierten Blumen-, Pünktchen- und Streifendrucke sind der aktuelle Liebling britischer Magazine. Taschen, Schürzen, Handtücher, Stoffe, Geschirr etc. 28-32 Shelton Street (und weitere Filialen), www.cathkidston.co.uk, U-Bahn: Covent Garden
The Conran ShopKlassisch-klares sowie innovatives Einrichtungsdesign unter der Führung des Style-Gurus Jasper Conran. Auch Lebensmittel, Pflegeserien, Bildbände. 81 Fulham Road, www.conran.com, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Einkaufen
Märkte
Borough MarketSeit dem 13. Jh. wird hier Obst und Gemüse verkauft. Beliebte Adresse für biologische Lebensmittel, englischen Farmhauskäse, leckere Patisserien und Snacks, frischen Fisch. Fr 12-18, Sa 9-16 Uhr, Ecke Borough High St./Stoney St., U-Bahn: London Bridge (Jubilee, Northern)
Camden MarketDer alte Favorit ist wieder angesagt: Hier finden Sie Touri-Trödel neben jungen, witzigen Designtrends: Klamotten, Schmuck, Doc Martens. Mischen Sie sich unter die Londoner Punks und Goths - und erholen Sie sich von dem Wochenendtrubel bei Kaffee oder Gesundheits-Smoothie mit Blick auf den Kanal. Tgl., www.camdenlock.net, U-Bahn: Camden Town (Northern)
Portobello Road MarketLondons bester Straßenmarkt: Antiquitäten, Trödel, Obst und Gemüse, Kleidung, Haushaltswaren, CDs, Schmuck etc. Am besten vom Notting-Hill-Ende aus anfangen. Sa, Portobello/Golborne Rd., www.portobelloroad.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
Spitalfields MarketJunges Design: trendige Kleider, Schmuck, Handtaschen, Grußkarten u. a. in einer viktorianischen Markthalle; am besten sonntags. Tgl. außer Sa 10-17 Uhr, Commercial St./ Brushfield St., www.visitspitalfields.com, U-Bahn: Liverpool Street
Einkaufen
Mode
Agent ProvocateurSatin, Schleifchen, Stickereien: sexy Dessous für Glamour Girls. 6 Broadwick Street, www.agentprovocateur.com, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
BurberryDie klassischen Schottenkaros des Traditionslabels sind nach wie vor beliebt. Karoregenmäntel, -taschen und -schals in Hellbraun, aber auch in Zartrosa, -gelb oder -grün. 21-23 New Bond Street, www.burberry.com, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Dover Street MarketBeautiful chaos ist der Slogan dieses angesagten Shoppingkonzepts, entworfen von der japanischen Comme-des-Garçons-Chefin Rei Kawakubo: Designermode und -schmuck im eleganten Mayfair. 17-18 Dover Street, Tel. 75 18 06 80, www.doverstreetmarket.com, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Paul Smith Sale ShopGünstiges Outlet dieses sehr englischen Männermoden-Labels mit interessanten Stoffen und selbstbewusster Farbauswahl. 23 Avery Row, www.paulsmith.co.uk, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
ReissSchicke, aber bezahlbare Damen- und Herrenmode mit schmeichelnden Stoffen und ungewöhnlichen Retro-Look-Schnitten. 20 Filialen; sympathisch die trendige Zentrale: 14-17 Market Place, www.reiss.co.uk, U-Bahn Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
TemperleyNicht nur bei Celebrities beliebt: die wunderschönen, handgearbeiteten Chiffonkleider und Girlie-Style-Röcke der jungen In-Designerin Alice Temperley. Tief durchatmen: cocktail dresses ab £600. 6-10 Colville Mews, Lonsdale Road, www.temperleylondon.com, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
TopShopFunkiger, hektischer Teeniemode-Tempel mit schnell wechselndem Sortiment. Hier kaufen auch Supermodels Designerkopien zu günstigen Preisen. 36-38 Great Castle Street, www.topshop.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Vintage ModesAusgefallene vintage-Mode, »antike« Designermode, wie sie die Engländerinnen lieben. Favorit: Ossie Clark. Grays Antique Market, 1-7 Davies Mews, www.vintagemodes.co.uk, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Einkaufen
Musik und Videos
Sister RayInnovatives & Alternatives. Hier treffen sich Altrocker, Clubber und Independent-Fans an den listening posts zum Hören. 94 Berwick St., www.sisterray.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Virgin MegastoreDer größte Musikstore der Virgin-Kette bietet ab und zu Gratiskonzerte von Top-Acts, z. B. Placebo, The Rakes, Courtney Pine oder die australischen Heavyrocker Wolfmother. 14-19 Oxford Street, Tel. 76 31 12 34, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern); die Filiale 1 Piccadilly hat bis Mitternacht auf! U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Einkaufen
Schuhe
Emma Hope ShoesRegalia For Feet, »Krönungsornat für Füße«, ist der Slogan dieser angesagten Designerin handbestickter Damenschuhe. Die spitz zulaufenden Modelle mit marokkanischen Perlen, Kuhfellimitat etc. beginnen bei £ 240. 53 Sloane Square, U-Bahn: www.emmahope.co.uk, Sloane Square (Circle, District)
OfficeTragbar bis crazy und nicht zu teuer: Damen- und Herrenschuhe in witzigen Formen, Mustern und Materialien. 57 Neal Street, www.officelondon.co.uk, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
Insider-Tipp
Kettners
Na dann Cheers! In Kettners gemütlicher Champagnerbar trifft sich »tout Soho«.
The End
Underground Cool: International und unprätentiös - The End ist der aktuelle Lieblingsladen der Londoner Clubszene.
Stompin' at the 100 Club
Swinging London: Bei Livemusik im 100 Club den »Lindy Hop« lernen und neue Freunde gewinnen.
Bevis Marks
Älteste Synagoge: Entdecken Sie bei einer Führung durch die Bevis-Marks-Synagoge eine Facette des Londoner Kulturmix.
Buckingham Palace
Bewundern Sie in der Queen's Gallery an der Südseite ganzjährig die Michelangelos, Holbeins, Rembrandts und Canalettos von Elizabeth II.
Brick Lane
Pssst! Beeindruckend: »Silent Night« im Haus einer hugenottischen Seidenweberfamilie des 18. Jhs.
Sir John Soane's Museum
Sammelleidenschaft: Das altmodische Sir John Soane's Museum ist ein Sammelsurium von Kuriositäten.
Mô
Auf dem Diwan: Im arabischen Bazaar-Café Mô merkt man nichts vom Citygewühl draußen.
Masala Zone
Low-Budget-Indisch: Superbeliebt und günstig - das Restaurant Masala Zone in Soho.
Silver Vaults
Tauchen Sie ein in die unterirdische Welt der Londoner Silberwarenhändler
Spitalfields Market
Shopping für Trendjäger: Auf dem Spitalfields Market fühlen Sie den Puls der Stadt.
Dover Street Market
Designerklamotten auf sechs Stockwerken im coolen Dover Street Market
Top Highlights
Black Friar
Der schönste Arts & Crafts-Jugendstil-Pub in London auf dem Gelände eines ehemaligen Dominikanerklosters ist jetzt Nichtraucherpub. Über den Eingang des keilförmigen Gebäudes wacht die lächelnde Galionsfigur eines korpulenten Dominikanermönchs, innen trinkt eine bunt gemischte Klientel an Holztischen. Tgl., 174 Queen Victoria Street, Tel. 72 36 54 74, U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
The Dove
400 Jahre alter, wunderbar atmosphärischer Pub. Der Wintergarten über der Terrasse ist nicht nur für das Oxford-Cambridge-Bootsrennen im März ein idealer Aussichtspunkt. 19 Upper Mall, Tel. 87 48 54 05, U-Bahn: Hammersmith (Hammersmith & City) oder Ravenscourt Park (District)
Lonsdale
Von der U-Bahn-Station Notting Hill Gate führt ein schöner Spaziergang durch die berühmte Portobello Road zu dieser preisgekrönten Bar mit spektakulärem Design und relaxter Atmosphäre. Probieren Sie einen alkoholfreien Apfel- Mojito! Mo-Do 18-24, Fr/Sa bis 1, So bis 23.30 Uhr, 48 Lonsdale Road, Tel. 77 27 40 80, www.thelonsdale.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central)
The Rooftop Bar
Nicht billig, aber von der schicken Cocktailbar-Dachterrasse des Trafalgar-Hotels haben Sie einen Superblick. Mo erst ab 17 Uhr, 2 Spring Gardens, Tel. 78 70 29 00, www.thetrafalgar.com, U-Bahn: Charing Cross
Fabric
Weitläufiger, beliebter Megaclub in einer ehemaligen Fleischlagerhalle. Die coole, aber nicht zu gespreizte Klientel tanzt auf dem vibrierenden Bodysonic-Dancefloor. Fr/Sa bilden sich meist lange Schlangen. £ 12-15, 77A Charterhouse Street, Tel. 73 36 88 98, www.fabriclondon.com, U-Bahn: Farringdon (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan)
Wigmore Hall
Weltberühmte Konzerthalle, besonders für Kammermusik, mit hervorragender Akustik und Art-Nouveau-Dekor. Sympathisch: So 11.30 Uhr Coffee Concerts (£10) inklusive Programm, Kaffee/Sherry. Sommerpause: Juli/Aug. 36 Wigmore Street, Tel. 79 35 21 41, www.wigmore-hall.org.uk, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
English National Opera
Die ENO im Coliseum ist die Heimat des klassischen Opernrepertoires in englischer Sprache. Volksnah: Karten für die Abendvorstellung, day seats, £10-15 (maximal zwei Stück) ab 10 Uhr; Papp-Operngläser für £3! Nach großer Diskussion: Seit 2006 gibt's Übertitel. Tickets £5-78, St Martin's Lane, Tel. (0)870/145 02 00 www.eno.org, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Sadlers Wells Theatre
In Großbritanniens führendem Tanztheater sehen Sie die besten britischen und internationalen Compagnien. £ 10-40, Rosebery Avenue, Tel. (0)870/737 77 37, www.sadlers-wells.com, U-Bahn: Angel (Northern)
The Dorchester
Das Luxury Living in einem der berühmtesten Hotels der Welt beginnt schon unter der vergoldeten Decke der marmorgefliesten Eingangshalle. Elegant-modernes Design. Im Grill Room wird das perfekte Roastbeef serviert, in der Promenade ein gepflegter Afternoon Tea (£33.50). 250 Zi., £425-3525, 53 Park Lane, Tel. 76 29 88 88, Fax 74 09 01 14, www.dorchesterhotel.com, U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly)
The Ritz
Puttin on the Ritz! Inbegriff pompöser Londoner Hoteltradition, mit Blick auf Green Park. Mit antiken Louis XVI.-Möbeln opulent ausgestattetete Zimmer, in Kombinationen der klassischen Ritz-Farbtöne Blau, Pfirsich, Pink und Gelb. Persönlicher Service wird groß geschrieben; hier sind weibliche Gäste noch »Madam«, männliche noch »Sir«. 133 Zi., £385-2935, 150 Piccadilly, Tel. 74 93 81 81, Fax 74 93 26 87, www.theritzlondon.com, U-Bahn: Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
Hazlitts
Wunderbar altmodisches Literatenhotel im Herzen von Soho. Der Essayist und Kritiker William Hazlitt (1778-1830) lebte und starb hier, der Legende nach an exorbitant hohem Teekonsum. 23 Zi., 6 Frith Street, Soho Square, Tel. 74 34 17 71, Fax 74 39 15 24, www.hazlittshotel.com, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
The Fielding Hotel
Superzentral fürs West End, dennoch ruhige Location in einem Innenhof gegenüber dem Royal Opera House; beliebt bei Schauspielern. Nichtraucher. Kein Frühstück, aber es gibt viele Cafés gleich vor der Haustür. 24 Zi., 4 Broad Court, Bow Street, Tel. 78 36 83 05, Fax 74 97 00 64, www.the-fielding-hotel.co.uk, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly)
The Jenkins Hotel
Traditionelles B&B-Hotel in Bloomsbury mit 12 individuell gestalteten En suite-Zimmern. Garten, Tennisplätze. Szenen aus dem Agatha-Christie-Poirot-Krimi »Adventure of the Italian Nobleman« wurden hier gedreht. 45 Cartwright Gardens, Tel. 73 87 20 67, Fax 73 83 31 39, www.jenkinshotel.demon.co.uk, U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
The Generator
Das größte Hostel der Stadt, in futuristisch-funktionalem Look, ist ideal für Alleinreisende; Bar lange geöffnet. Rezeption, Internetcafé, Games Room 24 Std. geöffnet; kontinentales Frühstück inbegriffen. 854 Betten ab £10, Compton Place, 37 Tavistock Place, Tel. 73 88 76 66, Fax 73 88 76 44, www.the-generator.co.uk, U-Bahn: Russell Square (Piccadilly)
Houses of Parliament & Big Ben
Die »Mutter aller Parlamente« kennt man von unzähligen Postkarten, Untersetzern und Kühlschrankmagneten. Doch wer Charles Barrys Glanzstück spätviktorianischer Neogotik mit seinen goldenen Türmchen, Fialen und Filigranwerk zum ersten Mal live sieht, wird nicht enttäuscht sein. Die imposante Westminster Hall von 1099 mit ihrem Eichen-Hammerbeam-Dach ist das Einzige, was von dem mittelalterlichen Palace of Westminster noch übrig ist. Der Glockenturm Big Ben ist ein Wahrzeichen Londons, und die berühmte, 13 t schwere Glocke schlägt jede Stunde und markiert die BBC-Radionachrichten. Hier debattieren das Unterhaus (House of Commons), die Legislative, und das Oberhaus (House of Lords), das Gesetze nur mehr verzögern kann. Nur noch 92 erbliche Lords sitzen hier, und die Reform des Oberhauses bleibt ein harter Knochen für die Politik. Die Debatten beider Häuser sind öffentlich zugänglich, im Unterhaus sind sie lebendiger: Mo/Di 14.30-22.30, Mi 11.30-19.30, Do 10.30-18.30, manchmal Fr 9-15 Uhr. In der Sommerpause öffnen Ober- und Unterhaus ihre Tore; Führungen (alle 15 Min., Dauer 75 Min., £7); Aug./ Sept. deutschsprachige Führungen tgl. 10, 11.45, 14, 15.45 Uhr (£10), Tickethäschen Abingdon Green, Tel. (0)87 09 06 37 73, www.parliament.uk U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
London Eye
Die beste Attraktion Londons; es sei denn, man hat Höhenangst! Das größte Riesenrad der Welt (135 m) wurde 2000 am Themseufer aufgestellt. Der Blick aus den verglasten Kapseln, die je 25 Passagiere fassen, ist unschlagbar; an klaren Tagen können Sie kilometerweit sehen, abends romantisch über den Lichtern der Stadt schweben. In der Hochsaison und am Wochenende Tickets vorbuchen; sonst bei schönem Wetter spontan in die Schlange stellen. Okt.-Mai tgl. 10-20, Juni bis Sept bis 21 Uhr, 3.-8. Jan. geschl., £13 (£11.70 online), Tel. (0)870/500 06 00, U-Bahn: Waterloo, Westminster (Circle, District)
Tower of London
Die Keimzelle des alten London ist ein faszinierender Komplex mit einer 900 Jahre alten Geschichte u. a. als königliche Residenz, Gefängnis, Waffenlager, Münzprägestätte und Safe für die Kronjuwelen. Herzstück ist der White Tower, begonnen 1076, zur Zeit Williams des Eroberers; hier sehen Sie die Rüstung Heinrichs VIII. und die normannische Chapel of St John (1080), den ältesten erhaltenen Sakralbau der Stadt. Illustre Gefangene wie Walter Raleigh und Lady Jane Grey wurden auf der Themsenseite durchs Traitors' Gate, das »Verrätertor«, in den Tower gebracht. Im Bloody Tower ließ der berüchtigte Duke of Gloucester, der zukünftige Richard III., seine beiden Neffen, 10 und 12 Jahre alt, einsperren: »zu ihrer eigenen Sicherheit«. Ob er sie auch ermorden ließ, ist nur eines der Mysterien des Towers. Im Jewel Tower trägt Sie ein Förderband zügig an den Kronjuwelen vorbei: u. a. an der Krone der 2002 verstorbenen Queen Mother mit dem Koh-i-Noor-Diamanten (1937) und an der riesigen dekorativen Punch Bowl, einer Schale, die 235 kg wiegt. Kommen Sie früh, bevor zu viele Reisegruppen den historischen Zauber des Towers schmälern, und schließen Sie sich einer Beefeater-Führung an (alle 30 Min.). Die »Fleischesser« sind die - traditionell privilegierten - Tower-Wächter. Die Flügel der Raben sind gestutzt; denn wenn die Raben den Tower verlassen, so die Legende, fällt die Monarchie. Ab September 2006 erinnert ein neues Denkmal an die im Tower Hingerichteten - zuletzt ein deutscher Kriegsgefangener 1941. März-Okt. Di-Sa 9-18, So/Mo 10-18, Nov.-Feb. Di-Sa 9-17, So/ Mo 10-17 Uhr, £15 (Audioguide, auch deutsch, £3.50) Tel. (0)870/ 756 70 70, www.hrp.org.uk, U-Bahn: Tower Hill (Circle, District)
Tower Bridge
Die neogotischen Doppeltürme (1894) sind neben Big Ben das bekannteste Wahrzeichen Londons. Die Tower Bridge Exhibition (Zugang vom Nordturm) führt Sie in den viktorianischen Maschinenraum mit den originalen Dampfmotoren; von den verglasten Fußgänger-Walkways haben Sie eine ungewöhnliche Aussicht auf die Themse. 900-mal pro Jahr wird das Mittelteil für große Schiffe hochgeklappt. April-Sept. tgl. 10-18.30, Okt.-März 9.30-18 Uhr, £5.50, nur Walkways: £4, Tel. 74 03 37 61, www.towerbridge.org.uk, U-Bahn: Tower Hill (Circle, District)
St Pauls Cathedral
Eine dem heiligen Paulus gewidmete Kirche steht hier seit 604, und als der Vorgänger der aktuellen Kirche, die riesige gotische Old St Pauls, 1666 niederbrannte, war die Stunde für Christopher Wrens Meisterwerk gekommen. Der Schlussstein wurde 1711 gesetzt, in der Regierungszeit von Queen Anne, deren Statue vor der mächtigen, von barocken Doppeltürmen flankierten Westfront kurioserweise St Paul's den Rücken zudreht. Im Zweiten Weltkrieg wurde St Paul's enorme bleigedeckte Kuppel im Kreuzfeuer der Luftangriffe zum Symbol für Londoner Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit. In der Krypta liegen die britischen Helden General Wellington und Admiral Nelson begraben. Vom südlichen Seitenschiff aus geht es an trompel'Œil-Fresken vorbei - gegen Wrens Willen eingesetzt - nach oben. Flüstern Sie auf der Whispering Gallery in die Wand, und auf der gegenüberliegenden Seite, über 30 m entfernt, kann man Sie verstehen. Theoretisch - das Problem ist, dass Sie nicht die Einzigen sein werden, die das ausprobieren. Von der obersten Golden Gallery haben Sie einen phantastischen Blick auf die Stadt. Mo-Sa 8.30-16 Uhr, £9, So Gottesdienste, Führungen 11, 11.30, 13.30 und 14 Uhr (£3), Audioguide (auch deutsch) £3.50, Tel. 72 36 41 28, www.stpauls.co.uk, U-Bahn: St Paul's (Central)
Westminster Abbey
Krönungskirche der Royals und Grabkirche der High Society. Edward the Confessor ließ sich hier 1066 eine Kirche bauen - und starb eine Woche nach ihrer Weihung. Edwards Nachfolger William the Conqueror wurde am Weihnachtstag 1066 zum König gekrönt. Vom Originalbau ist zurzeit nur die normannische Krypta zu besichtigen. Das gotische Kirchenschiff des Neubaus (13. Jh.) ist gefüllt mit über 600 Denkmälern, Gedenktafeln und Grabplatten. Die Henry VII Chapel aus dem frühen 16. Jh. ziert ein spektakuläres Fächergewölbe im »Perpendicular Style«. 3300 berühmte Briten liegen hier begraben: Wissenschaftler wie Isaac Newton und Charles Darwin, Komponisten wie Henry Purcell und Georg Friedrich Händel und Politiker wie William Pitt der Jüngere und W. E. Gladstone. In Poets' Corner finden Sie die Gräber von Geoffrey Chaucer (»Canterbury Tales«, 1400) und Charles Dickens; an viele andere erinnern Gedenktafeln. Der Dramatiker Ben Jonson ließ sich 1637 aus Kostengründen stehend beerdigen! Achten Sie auf die Gedenkstatue des 1945 ermordeten deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer über dem Hauptportal. Die beiden Türme wurden 1745 von Christopher Wrens Schüler Nicholas Hawksmoor (1661-1736) hinzugefügt. Am 2. Juni 1953 verfolgten hier über 8000 Menschen die Krönung von Elizabeth II. live mit. Kommen Sie früh, oder nehmen Sie werktags an einem Abendgottesdienst (Evensong, 17 Uhr, Eintritt frei) teil. Mo, Di, Do, Fr, 9.30-15.45, Mi bis 19, Sa bis 13.45 Uhr, So nur Gottesdienste, £8, Führungen (90 Min.) £4, Audioguide £3, 20 Dean's Yard, www.westminster-abbey.org, U-Bahn: Westminster (Circle, District, Jubilee)
Buckingham Palace
Seit Königin Viktorias Thronbesteigung 1837 ständige Residenz des britischen Monarchen in London. Das gewaltige Victoria Memorial vor der Ostfassade gedenkt der Königin, die ein Zeitalter bestimmte. Wenn Elizabeth II. zu Hause ist, weht die königseigene rot-gold-blaue Royal Standard-Flagge vom Dach des klotzigen klassizistischen Gebäudes (1703), wenn nicht, der britische Union Jack. Im August und September, während der schottischen Sommerfrische der Queen, sind zwei Dutzend der über 600 Zimmer geöffnet (£14, Tel. 77 66 73 00, www.royal.gov.uk). Ständig zugänglich sind die neoklassizistische Queen's Gallery mit den Schätzen der riesigen königlichen Sammlung alter Meister (tgl. 10-17.30 Uhr, £7.50, Tel. 77 66 73 01) und der königliche Marstall, Royal Mews, mit Her Majesty's Pferden und der prachtvoll vergoldeten Staatskarrosse aus dem 18. Jh. (Ende März bis Okt. tgl. außer Fr 11-16 Uhr, Aug./ Sept. tgl. 10-17 Uhr, £6.50, Tel. 77 66 73 02, www.royalresidences.com), U-Bahn: Victoria
Kew Gardens
In den königlichen botanischen Gärten (Unesco-Welterbe) haben die Gärtner auf über 120 ha klimatische Bedingungen geschaffen, in denen fast jede Pflanze der Welt wachsen kann. In den riesigen viktorianischen Gewächshäusern streben exotische Farne, Bambus und Bananenpalmen in die Höhe. Das Kew Explorer-Bähnchen (£3.50) fährt acht Haltestellen an. Tgl. Führungen (1 Std.) 11, 14 Uhr (15 Min. vorher anmelden). Nehmen Sie im Sommer das Boot zwischen Kew und Westminster (April-Okt., £10.50, 90 Min.). Kew Road, tgl. ab 9.30, variable Schließzeiten zwischen 16.15 und 19.30 Uhr, £11.75, Tel. 83 32 56 55, www.kew.org, U-Bahn: Kew Gardens (District)
Greenwich
Im alten Viertel der britischen Seefahrer im Südosten der Stadt wittert London Meeresluft. Nehmen Sie sich einen Tag Zeit, um das Unesco-Welterbe zu entdecken. Nahe dem letzten Teeklipper »Cutty Sark« (tgl. 10-17 Uhr, £5, www.cuttysark.org.uk) liegt der überkuppelte Eingang zum Fußgängertunnel unter der Themse. Bewundern Sie im Old Royal Naval College die barocke Symbolik der Deckengemälde in der Painted Hall und die reich verzierte Kapelle gegenüber (www.greenwichfoundation.org.uk), und spazieren Sie zwischen den uralten Bäumen des schönsten Londoner Parks ein wenig bergauf, vorbei am National Maritime Museum. Die Welt stellt ihre Uhren nach Greenwich Mean Time, und auf dem Null-Meridian vor dem Royal Observatory stehen Sie mit einem Bein in der britischen, mit dem anderen in der mitteleuropäischen Zeitzone, eine Stunde voraus (tgl. 10-17, im Sommer bis 18 Uhr). 2006 eröffneten vier spannende neue Galerien zum Thema »Zeit«. Vom Hügel haben Sie einen tollen Blick auf die Docklands mit Canary Wharf, Londons Antwort auf Manhattan. www.nmm.ac.uk, U-Bahn: Greenwich, DLR: »Cutty Sark«, Boot von Westminster Pier: £6.60
British Museum
Das weltberühmte Nationalmuseum, kulturelles Archiv der Welt und Londons populärste Attraktion. Der neoklassizistische Greek Revival-Stil des Gebäudes wird innen wunderbar durch Norman Fosters glasüberdachten Great Court komplementiert (So-Mi 9-18, Do-Sa 9 bis 23 Uhr). Dieser größte überdachte Innenraum in Europa umfasst das überkuppelte Rondell des berühmten Lesesaals, in dem Karl Marx »Das Kapital« schrieb. Am besten auf die Highlights beschränken: die Schätze der Sutton-Hoo-Schiffsbestattung des angelsächsischen Stammesfürsten Redwald (7. Jh.), die Lewis-Schachfiguren (12. Jh.), die Lindow Man-Torfmumie, die ägyptischen Rosetta Stone-Hieroglyphen. Ein heißes Eisen bleiben die Elgin Marbles, Marmorstatuen, Reiterskulpturen und Friese aus dem 5. Jh. v. Chr., von Lord Elgin Anfang des 19. Jhs. vom Athener Parthenon nach England verschifft, die Athen zurückverlangt. Mo-Mi, Sa/So 10-17.30, Do/Fr 10 bis 20.30 Uhr, Eintritt frei, Highlight-Führungen (90 Min., £8) tgl. 10.30, 13, 15 Uhr, kürzere »Eye Opener«-Führungen kostenfrei, Great Russell Street, www.thebritishmuseum.ac.uk, U-Bahn: Tottenham Court Road (Central, Northern)
National Gallery
Eine der bedeutendsten Sammlungen Alter Meister (1250-1900) Europas, deren Standort in den 1830ern bewusst gewählt wurde: Trafalgar Square als Mittelpunkt Londons sollte für alle gesellschaftlichen Schichten gleich gut erreichbar sein. Nicht verpassen: Jan Van Eycks »The Arnolfini Wedding«, John Constables »The Hay Wain« und Raffaels »Madonna of the Pinks« (1507/08). Beim langen Museumsabend am Mittwoch gibt es Livemusik (Extraführungen 18 und 18.30 Uhr). Tgl. 10-18, Mi 10-21 Uhr, tgl. Führungen 11.30 und 14.30, Sa auch 12.30 und 15.30 Uhr, Eintritt frei, Trafalgar Square, www.nationalgallery.org.uk, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
National Maritime Museum
Die britische Nation verdankt ihre welthistorische Position der Seefahrt. Dieses elegante, weitläufige Museum in Greenwich mit seinem spektakulär überkuppelten neuen Innenhof (Neptune-Court) dokumentiert britische Expeditionen und Seeschlachten sowie die Passagierschifffahrt und die nautische Geschichte Londons. Sehen Sie Captain Cooks Sextanten, »Titanic«-Memorabilia und die weltgrößte Sammlung maritimer Kunst. Am stilvollsten, wenn Sie mit einem Themseboot in Greenwich einlaufen (z. B. von Westminster, 1 Std., £ 4.65 einfache Fahrt mit Travelcard, Tel. 79 30 40 97, www.westminsterpier.co.uk). Tgl. 10-17 Uhr, Eintritt frei, www.nmm.ac.uk, Romney Road, U-Bahn: Cutty Sark (DLR)
National Portrait Gallery
Vielleicht die unterhaltsamste Art, sich britischer Geschichte und Kultur zu nähern: Porträts aus fünf Jahrhunderten, von Tudor-Königin Elizabeth I. und dem einzigen bekannten Bild William Shakespeares zu den aktuellen Porträts der Queen und anderer VIPs aus Wissenschaft, Literatur, Pop. Einen wunderbaren Blick über Trafalgar Square, Whitehall und Houses of Parliament bietet das Rooftop Restaurant. Mo bis Mi, Sa/So 10-18, Do/Fr 10-21 Uhr, Eintritt frei, guter MP3-Audioguide £2; 2 St Martin's Place, www.npg.org.uk, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Natural History Museum
Mit seiner hellblauen und pinkfarbenen Terrakottabänderung und Tausenden von ornamentalen Tier- und Pflanzenskulpturen ist das monumentale neogotische Naturwissenschaftsmuseum das wohl schönste Museum der Stadt. Mittelpunkt: das 26 m lange Diplodocus-Saurierskelett in der kathedralenartigen Eingangshalle. Die Idee: Naturwissenschaft muss nicht langweilig sein. Und Publikumsliebling T. Rex ist auch wieder da! Dank Hightechsensoren verfolgt das lebensecht animierte Dinosauriermodell eines Tyrannosaurus Rex Ihre Bewegungen. In den Earth Galleries wird das Erdbeben von Kobe von 1995 in einem rekonstruierten Supermarkt simuliert. Das Darwin Centre zeigt zoologische Raritäten und Kuriositäten in Glasgefäßen. Neu 2006: Riesentintenfisch »Archie« (über 8,50 m lang) Eine Gratisführung in der Kleingruppe gibt einen tollen Blick hinter die Kulissen. Sehen Sie, was Darwin von seiner Forschungsreise auf der »Beagle« mitbrachte, und blicken Sie den Wissenschaftlern bei der Arbeit über die Schulter (11-16.30 Uhr alle 30 Min., unter Tel. 79 42 50 11 reservieren). Mo-Sa 10-17.50, So 11-17.50 Uhr, Eintritt frei, Cromwell Road, www.nhm.ac.uk, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
Tate Britain
Das neoklassizistische Gebäude versammelt britische Kunst vom 16. Jh. bis heute. Die Sammlung geht auf den Zuckermagnaten Sir Henry Tate zurück und umfasst die moralisch-narrativen Gemälde William Hogarths, die poetisch-religiösen Visionen William Blakes, die pastoralen Landschaften Thomas Gainsboroughs und John Constables, die Natur- und Frauenmystik der Präraffaeliten, die verstörende Bildwelt eines Francis Bacon und die anthropomorphen Skulpturen Henry Moores. Lucian Freuds neorealistische Portraits haben Sigmund Freuds Enkel zum bekanntesten zeitgenössischen englischen Maler gemacht. Nicht versäumen: die »Turners« in der Clore Gallery. Joseph Mallard William Turner (1775-1851) ist der wichtigste Maler der englischen Kunstgeschichte, ein Meister des stimmungsvollen Spiels mit Licht und Schatten. Jedes Jahr ab Mitte Oktober zeigt Tate Britain das Werk jener vier Künstler, die für den wichtigen Turner Prize, der im Dezember verliehen wird, in die engere Wahl gekommen sind. Tgl. 10 bis 17.50 Uhr, kostenlose Führungen Mo-Fr 11, 12, 14, 15, Sa/So 12, 15 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 18-22 Uhr Entertainment, Bar, Ausstellungen zum halben Preis. Millbank, www.tate.org.uk, U-Bahn: Pimlico (Victoria)
Tate Modern
Seit der Eröffnung im Jahr 2000, als die immense Sammlung der Tate Gallery auf zwei Museen aufgeteilt wurde, ist Tate Modern der Star am Londoner Museenhimmel. Internationale moderne Kunst, präsentiert auf einer Fläche von mehr als 12 000 m² in einem ehemaligen Kraftwerk. Der riesige Backsteinbau an der Themse wurde von dem Schweizer Architektenteam Herzog & de Meuron umgebaut (10-min. Architektur-Audiotour £1). Die Sammlung mit allen großen Namen des 20. Jhs. - Matisse, Picasso, Pollock, Rothko, Warhol - ist nicht chronologisch geordnet, sondern nach Themen: Sie waren schon mal da? 2006 wurden alle 48 Galerien umgehängt. In der Turbine Hall befindet sich auch die größte Kunstbuchhandlung Europas. Vom Café im 7. Stock haben Sie einen weiten Blick über London. Mo-So 10-18, Fr/Sa 10-22 Uhr, Eintritt frei, Bankside, www.tate.org.uk, U-Bahn: Blackfriars (Circle, District)
Victoria & Albert Museum
Das kurz V&A genannte Museum ist das weltgrößte für angewandte Kunst und Kunstgewerbe: Skulpturen, Porzellan, Kleidung, Mobiliar, Glas, Silber, Sakralkunst aus Europa, Amerika, Asien. Sehen Sie in den British Galleries neben kompletten Interieurs das eichenholzgeschnitzte Great Bed of Ware (16. Jh.) und den Hochzeitsanzug von König James II. (17. Jh.). Weitere Highlights: die biblischen Raphael Cartoons aus der Renaissance und die mittelalterlichen Devonshire Hunts-Wandteppiche. Tgl. 10 bis 17.45 Uhr, Mi und am letzten Fr des Monats bis 22 Uhr, Eintritt frei, Exhibition Road/Cromwell Road, www.vam.ac.uk, U-Bahn: South Kensington (Circle, District, Piccadilly)
The Ritz
Tea at the Ritz, zwischen Marmorsäulen und Kronleuchtern, ist ein High-Society-Ritual. Für £ 35 gibt es feinsten Tee, delikate Sandwiches, Scones, Frucht- und Madeira-Cake, Obst- und Schokoladenpatisserien. Für Herren sind Jackett und Krawatte Pflicht. Reservieren! Tgl. 11.30, 13.30, 15.30, 17.30, 19.30 Uhr (bei der letzten Sitzung gibt's ein Glas Champagner gratis). 150 Piccadilly, Tel. 74 93 81 81, www.theritzhotel.co.uk, U-Bahn: Green Park (Jubilee, Piccadilly, Victoria)
The Maze
Das neueste Restaurant unter der gastro-künstlerischen Leitung von Starkoch Gordon Ramsay ist der aktuelle Liebling der Gastrokritiker. Asiatisch inspirierte französische Küche mit vielen kleinen Gerichten zum Ausprobieren. Für gut betuchte Gruppen bis 6 Personen: Reservieren Sie einen Platz am Chef's Table - in der Küche! Posten auf dem À la carte Menü £5,50 bis 9,50. Tgl., 10-13 Grosvenor Square, Tel. 71 07 00 00, www.gordonramsay.com, U-Bahn: Bond Street (Central, Jubilee)
Inn the Park
Wie sagen doch die Briten: location, location, location! Angesagtes, luftig gestyltes, holzgetäfeltes Restaurant direkt am See im St James Park. Originelles Menü, für den Preis allerdings etwas knappe Portionen. Setzen Sie sich zum gemütlichen Frühstück auf die Terrasse oder schnappen Sie sich ein Grab and go Lunchpaket für £10 im sommerlichen Grün-Weiß-Design. Tel. 74 51 99 99, www.innthepark.com, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern), €€
Rules
Das älteste Restaurant Londons (seit 1798), berühmt für Steaks und Wildgerichte aus eigenen Jagdgründen, Austern und Pies; wirkt wie ein altes englisches Landhaus: Holztäfelungen, schwere Vorhänge, Samtbezüge, die Wände mit Gemälden, Drucken und Jagdtrophäen vollgehängt. Prachtvolles Oberlicht. Ganz untraditionell: Nichtraucher. Sie können auch in Euro zahlen! Tgl. bis 24 Uhr, 35 Maiden Lane, Tel. 78 36 53 14, www.rules.co.uk, U-Bahn: Covent Garden (Piccadilly), €€
Amaya
Preisgekrönte Neueröffnung im schicken Belgravia. Authentische indische Spezialitäten, serviert in hellem, zeitgenössischem Design. Amaya India Bar & Grill. Halkin Arcade, Motcomb Street, Tel. 78 23 11 66, www.realindianfood.com, U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly), €€€
Sardo
Dieses wunderbare, einfach eingerichtete sardische Restaurant eignet sich für den romantischen Abend so gut wie für eine Gruppenbuchung. Versuchen Sie Malloreddus-Hartweizennudeln, Pane frattau (hauchdünnes Brot mit Tomatensoße, Pecorino, Parmesan und pochiertem Ei) oder Sebadas (mit Pecorino gefüllter Blätterteig mit Honig). Sa mittags und So geschl., 45 Grafton Way, Tel. 73 87 25 21, www.sardo-restaurant.com, U-Bahn: Warren Street (Circle, Hammersmith & City, Metropolitan), €€
Fortnum & Mason
Wunderbar exzentrisch, sehr englisch. Haupt-Touristenmagnet ist die berühmte Feinkostabteilung mit Marmorsäulen und Kronleuchtern; Hoflieferant seit 1707. Außerdem Mode, Accessoires, Geschenke. 181 Piccadilly, www.fortnumandmason.co.uk, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
Harrods
Hinter der ornamentalen Terrakottafassade und den grünen Markisen verbirgt sich eins der berühmtesten Kaufhäuser der Welt, das sich seit seiner Eröffnung 1849 rühmt, alles überallhin zu liefern, an jeden: »Omnia, Omnibus, Ubique«. Die Londoner Institution hat über 5000 Angestellte und 300 Abteilungen. Besonders beliebt: die opulent getäfelte Jugendstil-Food Hall. Seit 1985 gehört Harrods dem ägyptischen Geschäftsmann Mohammed Al Fayed, und der Springbrunnenschrein für seinen Sohn Dodi und Prinzessin Di in der Egyptian Hall ist zu einer Attraktion geworden. Achtung, es gilt eine Kleiderordnung: Sport-Shorts, Badeschlappen, abgeschnittene Jeans oder bauchfreie Tops sind tabu, Rucksäcke müssen abgenommen werden. 87-135 Brompton Road, www.harrods.com, U-Bahn: Knightsbridge (Piccadilly)
Liberty
Das schicke Kaufhaus mit der auffälligen Fachwerkfassade im Tudor-Stil und seiner wunderschönen offenen Innenhalle ist spezialisiert auf ausgefallene Stoffe, Mode, Teppiche und Accessoires. Die Umlaufgalerien und knarrenden Treppenstufen wurden aus den Balken der letzten beiden hölzernen britischen Kriegsschiffe geschnitzt. Die berühmten Liberty-Drucke (kleine Blumen, Paisley, Pfingstrosen) gibt es als Notizbücher, Schals, Kosmetiktaschen oder am laufenden Meter zu kaufen. 210-220 Regent St., www.liberty.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Piccadilly)
Portobello Road Market
Londons bester Straßenmarkt: Antiquitäten, Trödel, Obst und Gemüse, Kleidung, Haushaltswaren, CDs, Schmuck etc. Am besten vom Notting-Hill-Ende aus anfangen. Sa, Portobello/Golborne Rd., www.portobelloroad.co.uk, U-Bahn: Notting Hill Gate (Central, Circle, District)
TopShop
Funkiger, hektischer Teeniemode-Tempel mit schnell wechselndem Sortiment. Hier kaufen auch Supermodels Designerkopien zu günstigen Preisen. 36-38 Great Castle Street, www.topshop.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus (Bakerloo, Central, Victoria)
Auftakt
Entdecken Sie London!
»London Calling«: Die sympathische Weltstadt zeigt sich dynamisch, multikulturell, selbstbewusst
Dreißig Millionen Besucher pro Jahr können nicht irren. Rote Doppeldeckerbusse, der goldene Turm von Big Ben, die mächtige Kuppel von St Paul's Cathedral, die Zuckerbäckergotik der Tower Bridge: London ist eine Stadt, die jeder einmal gesehen haben sollte - und an der man bei jedem Besuch neue Seiten entdeckt. London ist immer in Bewegung und hält zugleich seine 2000-jährige Geschichte liebevoll lebendig. Es ist dieser Kontrast zwischen Tradition und Moderne, zwischen den Bärenfellmützen der königlichen Wachablösung und den neuesten Modetrends auf der Straße, zwischen dem traditionellen Afternoon Tea im Ritz und den bengalischen Currys der Brick Lane, der den Reiz der englischen Hauptstadt ausmacht. In London leben 7 Mio. Menschen, hier ist ist das Zentrum der britischen Politik, der Finanz- und Medienwelt, der Kultur - mit Museen und Theatern von Weltrang und einer lebendigen Restaurantszene. Hier werden internationale Musik- und Modetrends gemacht. Seit dem Jahrtausendwechsel präsentiert sich London in frischem Gewand, mit einer neuen Skyline, neu gestylten Museen und der ambitioniertesten Architektur Europas. Einen ersten Eindruck vom Ausmaß der mit einer Fläche von rund 1600 km² größten Stadt Europas bekommen Sie von einer der Kapseln des London Eye, des größten Riesenrads der Welt, gegenüber von Big Ben.
Wo heute die Finanzbroker in der City zwischen den glänzenden Bürotürmen und den Turmspitzen der alten Citykirchen zur Arbeit eilen, begann vor gut 2000 Jahren die Stadtgeschichte Londons als römischer Handelsplatz Londinium. Die Römer zogen Anfang des 5. Jhs. ab, weil sie auf dem Kontinent alle Hände voll zu tun hatten. Im 7. und 8. Jh. kamen die Angelsachsen die Themse hochgesegelt, gefolgt im 9. und 11. Jh. von den Wikingern. Der Sieg der Normannen bei der Schlacht von Hastings 1066 um die Krönungsnachfolge des letzten angelsächsischen Königs Edward the Confessor, des Begründers von Westminster Abbey, sollte dann das letzte Mal sein, dass die Stadt eingenommen wurde. Im weiteren Verlauf des Mittelalters wuchs London zum Zentrum für Parlament, Königshaus und Handel aus den zwei Zentren City und Westminster am nördlichen Themseufer heran. Wirklich geplant wurde die Stadt nie. Nachdem die Flammen des Great Fire of London 1666 gut vier Fünftel der Holzhäuser verschlungen hatten, wurden immer wieder Gelegenheiten zu einer organisierten Stadtplanung verpasst, was der Metropole einen sympathisch-zusammengewürfelten Anstrich verleiht. London ist aus Teilen zusammengewachsen: dem exklusiven Mayfair mit seinen bürgerlichen Stadthäusern, St James, dem Viertel der gediegenen Clubs, wo auch heute noch eine betuchte Klientel in dicke Ledersessel sinkt, dem »Lasterviertel« Soho mit seinen Stripclubs, Bloomsbury, dem Intellektuellenviertel des 20. Jhs., Greenwich mit seinem maritimen Flair, dem grünen Hampstead - ein homogenes Ganzes ist nie entstanden. »London: a nation, not a city«, befand Benjamin Disraeli, Queen Victorias Premierminister, zu Anfang des 19. Jhs. Traditionell verstanden sich die Cockneys (der Ursprung des Wortes ist unklar), geboren in Hörweite der Kirchenglocken von St. Mary-le-Bow im East End, als die wahren Londoner. Doch den »typischen« Londoner gibt es schon lange nicht mehr. Spätestens mit dem 17. Jh., als sich hugenottische Seidenweber aus Frankreich im East End niederließen, wurde London eine kosmopolitische Stadt. Im 19. Jh. kamen die Iren auf der Suche nach Arbeit über die Irische See; in den 50er-Jahren des 20. Jhs. folgte ein Schwung Einwanderer aus den karibischen Commonwealth-Staaten. Sie alle bauten eigene soziale Netze auf und bewahrten Teile ihrer Traditionen. Andere wiederum kamen und gingen: der Philosoph der französischen Aufklärung Voltaire suchte 1726 das Exil im toleranten London, Mahatma Gandhi ließ sich während seines Jurastudiums Ende des 19. Jhs. von englischen Sozialisten und dem Dramatiker George Bernard Shaw inspirieren, und Hampstead sollte der letzte Wohnort des vor den Nazis fliehenden Sigmund Freud sein. Heute braucht man sich für einen repräsentativen Querschnitt durch die Londoner Bevölkerung nur im U-Bahn-Abteil umzusehen: ein Citymanager in Nadelstreifen neben einem afrokaribischen Teenager mit Dreadlocks, eine chinesische alte Dame, ein junger Skater, von Kopf bis Fuß in Sportdesigner-Labels, neben der Bengalin im Sari. Die Bombenanschläge vom Sommer 2005 haben die Weltoffenheit und multikulturelle Lebensart der Stadt nicht wirklich in Frage stellen können.
London ist nicht gleich England, aber bestimmte englische Charakterzüge - eine gewisse Reserviertheit, Höflichkeit, ein toleranter Individualismus, Traditionsbewusstsein, Understatement, gepaart mit einem ausgeprägten Sinn für Selbstironie - sind weitläufig anzutreffen. Sie bilden das Fundament der Koexistenz in der Großstadt. Denn dreißig Kulturen teilen sich diese wohl multikulturellste Stadt der Welt; über ein Drittel der Londoner gehören einer ethnischen Minderheit an. Nur 40 Minuten vom Trafalgar Square entfernt kann man sich im nordwestlichen Vorort Southall zwischen indischer Radiomusik, Geschäften für salwar kahmeez-Tunika-Hosenensembles und Curryaromen wie im Punjab fühlen, und das indische Curryhuhn-Gericht Chicken Tikka Masala ist offiziell das Lieblingsessen der Nation. 300 Sprachen werden heute in der Mutterstadt der englischsprachigen Welt gesprochen, Erbe des britischen Empire, das sich zur Regierungszeit Königin Viktorias (1837-1901) über ein Viertel des Globus erstreckte. Das heißt nicht, dass es nicht auch Misstöne gäbe: Auf den ersten Seiten der Boulevardblätter ist die Zuwanderung Thema Nummer eins.
Der alte Spitzname für London, »The Big Smoke«, etwa: die »Große Rauchglocke«, ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als Industriesmog noch Leben forderte. Tatsächlich hat London mehr Parks und Grünflächen als jede andere Stadt vergleichbarer Größe. Schöne Spaziergänge führen durch Hyde Park, Green Park, Regent's Park, wo in der kurzen Londoner Mittagspause die Büroangestellten ihre Sandwiches auspacken - und bei den ersten Sonnenstrahlen ihre Jacketts abwerfen. Die königlichen Parks sind nur ein Beispiel dafür, wie das Königshaus im Londoner Leben im Hintergrund mitläuft; die Royals mögen haufenweise Touristen in die Stadt bringen, doch für den Alltag der Londoner hat die Queen weit weniger Bedeutung als der Trainer des Fußballclubs Arsenal FC oder die neueste Entwicklung in der Seifenoper »Eastenders«. Für ihre direkten Belange zählen die Londoner auf Bürgermeister Ken Livingstone. Die Wiederbelebung der 1986 von Margaret Thatcher abgeschafften Stadtverwaltung im Jahr 2000 hat der Stadt ein neues Selbstbewusstsein gegeben, und Norman Fosters futuristischer Glasball des Rathauses grüßt das wohl älteste Wahrzeichen der Stadt, den Tower of London aus dem 12. Jh., vom anderen Ufer der Themse.
Ken Livingstones größte und schwierigste Aufgabe bleibt, die Londoner von A nach B zu bringen. Das Transportnetz der Stadt ächzt und stöhnt. Und bei allem britischen Stoizismus: Die Londoner ächzen und stöhnen auch. Das älteste und weitläufigste U-Bahnnetz der Welt transportiert pro Jahr eine Milliarde Passagiere und kämpft mit technischen Problemen. Die U-Bahnstationen der neuen Jubilee Line wie Norman Fosters Canary Wharf mögen silberstrahlenden Kathedralen ähneln, der Stadt mit dem teuersten öffentlichen Nahverkehr Europas droht der Verkehrsinfarkt. 2002 bewegten sich Autos so »schnell« wie viktorianische Pferdekutschen. Viele junge Londoner kauften sich kurzerhand einen Motorroller - Zweiräder sind von der 2003 erfolgreich eingeführten Citymaut nämlich ausgenommen. Das zweitliebste Thema bei Londoner Dinnerpartys nach dem Transportdilemma ist die Wohnsituation. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren förmlich explodiert. In einem Land, wo traditionell ungern gemietet wird, ist es den meisten jungen Londonern praktisch unmöglich, eine bezahlbare, halbwegs zentrale Unterkunft zu finden. Die Suche nach billigerem Wohnraum stand auch hinter dem Hoxton/Shoreditch-Phänomen der letzten Jahre, als Künstler und andere alternative Existenzen in diese abbröckelnden Viertel nahe der City auswichen und sie zu Trendvierteln mit Bars und Boutiquen machten.
Der vielleicht beste Ort, den Puls von London zu spüren, ist an der Themse. Die Londoner haben die einstige Hauptverkehrsader ihrer Stadt wiederentdeckt: als Flaniermeile. Das trübe Gewässer täuscht: »Father Thames« ist so sauber wie seit fünfzig Jahren nicht mehr, und komplett modernisierte (Hungerford Bridge) bzw. neue Brücken (Millennium Bridge) geben der Stadt einen neuen Zusammenhalt. An der Themse steht auch ein Symbol für das neue London: Tate Modern, in einem monumentalen, stillgelegten Kohlekraftwerk, ist seit der Eröffnung 2000 eine der Attraktionen der Stadt. Der Fluss markierte gleichzeitig immer schon die Trennlinie zwischen Nord- und Süd-London. South London, eher bekannt für anonyme Sozialbauten, jugendliche Handyräuber und mangelnde Infrastruktur, holt langsam auf und inspiriert neue Trends, wie den urbanen Garage-Sound. Vorzeigeviertel: Southwark. Und wenn Renzo Pianos London-Bridge-Turm (geplant für 2007) erstmal am Südufer steht, wird der so genannte »Glassplitter« mit ca. 360 m das höchste Gebäude Europas sein. Währenddessen dehnt sich die Stadt nach Osten aus: Themseabwärts, im ehemaligen Hafengebiet der Docklands, wachsen Wolkenkratzer in die Höhe. Im Osten sollen auch die neuen Sportanlagen für den Lea Valley Olympia Park 2012 entstehen. Das aktuelle architektonische Symbol für das ungebrochene Selbstvertrauen Londons ist Norman Fosters 2004 fertig gestellte »Salatgurke«, der Swiss-Re-Büroturm. Es ist diese Dynamik, die London zu einer der spannendsten Städte der Welt macht. Wie sagte einmal Samuel Johnson, das Universalgenie des 18. Jhs.: »Wer genug hat von London, hat genug vom Leben.«
Angesagt
Angesagt!
Events, Meetings und Aktionen, die Sie kennen und nicht verpassen sollten
Mitskaten: Friday Night SkateJeden Freitag kurz vor 20 Uhr treffen sich (außer bei Regen) Londons Inlineskater am Wellington Arch, Hyde Park Corner (U-Bahn: Hyde Park Corner/Piccadilly), zum zweistündigen Friday Night Skate, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie Buckingham Palace und Big Ben. Die erste Hälfte wird in mittlerem Tempo gefahren, nach einer Viertelstunde Pause geht's zügiger weiter. Die Teilnahme ist kostenlos, aber Sie müssen bremsen und manövrieren können. Slick Willie's verleiht Inliner, Ellbogen- und Kniepads (£10, 12 Gloucester Road, Tel. 72 25 00 04). www.thefns.com
Mitsingen: »Sing-a-long«-KultfilmnächteLet's do the Time Warp Again! Im Prince Charles-Kino in Soho treffen sich Filmfans zum Kultfilm »The Rocky Horror Picture Show« oder zum Musicalklassiker »A Sound-of-Music« und singen alle Songs lauthals mit - dank Untertiteln kein Problem. Viele kommen in der passenden Verkleidung zur Vorstellung. Fr/Sa wechselnde Termine, www.singalong.com, Tickets £13.50. Prince Charles Cinema, 7 Leicester Place, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Mitpunkten: BowlingBye, bye schwitziges Proll-Ambiente, jetzt ist »Boutique-Bowling« angesagt - in schicken Läden wie dem amerikanisch angehauchten All Star Lanes, gern bei Champagner und Mint-Juleps-Cocktails. Mo-Mi 17-23, Do bis 24, Fr/Sa 12-2, So bis 23 Uhr, Victoria House, Bloomsbury Place, Tel. 70 25 26 76, www.allstarlanes.co.uk, U-Bahn: Holborn (Central, Piccadilly)
Mitspielen: PokerDie Londoner sind im Pokerfieber - online wie offline. Im Gutshot Card Room pokern Sie locker mit. Einfach das Anmeldeformular downloaden (www.gutshot.com) und mit Pass oder Führerschein und Ihrem besten Pokerface auftauchen. Kein Dresscode! Mo-Fr ab 17, Sa/So ab 13 Uhr, 44-48 Clerkenwell Road, Tel. 72 53 99 80 U-Bahn: Old Street (Northern)
Ausflüge und Touren
Schlösser, Bäder, Colleges
Ob römische Bäder und beschauliche Universitätsstädte, mächtige Schlösser oder Vergnügungspiers am Strand - Londons Umgebung hat viel zu bieten
BathVom Bahnhof aus führt Manvers Street links über York Street zu Abbey Churchyard, mit der 1616 fertig gestellten Abteikirche. Sehen Sie sich die Fassade einmal genauer an: Engel klettern die Himmelsleiter hinauf, andere fallen sie herunter. Vom Abteivorplatz starten Gratis-Stadtführungen (So-Fr 10.30 und 14, Sa 10.30, Mai-Sept. Di, Fr/Sa auch 19 Uhr, Tel. 01225/47 74 11, www.thecityofbath.co.uk), und hier finden Sie auch die römischen Bäder (März-Juni, Sept./Okt. tgl. 9 bis 18, Juli/Aug. tgl. 9-22, Nov. bis Feb. tgl. 9.30-17.30 Uhr, www.romanbaths.co.uk, £10), mit dem Great Bath, aus dessen grünlichem Wasser Dampf aufsteigt. Ab Herbst 2006 kuren Sie im Bath Spa-Thermalbad (ab £19, www.thermaebathspa.com) in Wasser, das vor Tausenden von Jahren auf die umliegenden Hügel regnete. Der elegante Pump-Room-Teesalon erinnert an die Zeit, als unter gepuderten Perücken gekurt, getratscht und geflirtet wurde. Probieren Sie hier die Bath Buns (süße Korinthenbrötchen) und ein Glas des lauwarmen, leicht schweflig schmeckenden Heilwassers. Folgen Sie Westgate Street, Saw Close, Barton Street und Gay Street links des schmalen Queen's Parade Place und rechter Hand Gravel Walk zum spektakulären Royal Crescent, dem beeindruckendsten Straßenzug Großbritanniens. Der weit geschwungene, über 180 m lange Halbkreis mit 114 ionischen Säulen ist das Meisterwerk John Woods des Älteren (1704-54). Über Brock Street erreichen Sie Woods Circus, einen ebenmäßigen Kreis aus 33 georgianischen Wohnhäusern, vollendet von John Wood dem Jüngeren (1728 bis 82). Verlassen Sie den Circus über Gay Street; hier lebte Anfang des 19. Jhs. eine zentrale Figur der englischen Literaturgeschichte: Jane Austen. Austens berühmte Sittenromane spielen oft auf Bath an, was im Jane Austen Centre in 40 Gay Street (März-Okt. tgl. 10-17.30, Nov.-Feb. 11-16.30 Uhr, www.janeausten.co.uk, £5.95) dokumentiert ist. Biegen Sie links in Wood Street ein und decken Sie sich bei Paxton & Whitfield mit »Bath Oliver«-Käsecrackern ein. Über Quiet Street und New Bond Street (hier verlaufen gute Shoppingstraßen) stoßen Sie auf Northgate Street. Biegen Sie links in Bridge Street und dann rechts in Grand Parade ein; hier führt die beidseitig mit Läden bebaute Pulteney Bridge über den Avon, zum The Boater-Pub, von dem aus Sie schön das Wehr und die gepflegten Parade Gardens überblicken, während Sie Ihr verdientes pint genießen.
BrightonVom Bahnhof führt die Queen's Road bergab Richtung Zentrum, bis Sie links entlang North Street den Royal Pavilion (tgl. April-Sept. 9.30 bis 17.45, Okt.-März 10-17.15 Uhr, £7.50, www.royalpavilion.org. uk) erreichen; die orientalisch-gotische Fata Morgana aus cremefarbenen Zwiebeltürmen, schlanken Minaretten und Zierbalkonen ist nicht zu übersehen. Anfang des 19. Jhs. ließ sich der Prince of Wales, dem Genuss verschrieben - und hinter vorgehaltener Hand als King of Whales, »König der Wale«, verspottet - vom Regency-Architekten John Nash diesen Traumpalast hinzaubern. Und hier begründeten der zukünftige George IV. und seine Geliebte, Mrs. Fitzherbert, die Tradition der dirty weekends - heimlicher Seitensprung-Wochenenden. Das Innere des Pavillons ist genauso opulent, mit unzähligen fernöstlichen Objekten, Wandmalereien unter goldenen Kuppeln und einem riesigen Kronleuchter im Bankettsaal, der eine Tonne wiegt! Südlich des Pavillons beginnt das Straßengewirr der kopfsteingepflasterten Lanes, das Herz des ehemaligen Fischerdorfs. Shoppen Sie sich durch die Läden mit witzigen Klamotten und Schmuck, Antiquitäten, verrückten Schuhen oder Geschenkideen. In Prince Albert Street drängt man sich im beliebten alternativen Café Food for Friends. Von hier ist das Meer nur wenige Minuten entfernt. Auf dem verschnörkelten Palace Pier reihen sich Spielautomaten- und Games-Arkaden, Fahrgeschäfte, Bratwurst- und Zuckerwattestände aneinander. Schlendern Sie mit einer »Brighton Rock«-Zuckerstange in der Hand durch dieses abends hell erleuchtete Panorama altmodischer englischer Strandunterhaltung. Graham Greenes berühmter Roman »Brighton Rock« (1938) erzählt die Geschichte eines kleinen Gangsters mit meisterhaft nuancierter Bedrohung. Die Hauptattraktion des Sea-Life Centre gegenüber (tgl. 10-17, März-Sept. bis 18 Uhr, £10.50, www.sealifeeurope.com), ist der durchsichtige Tunnel durch ein Riesenaquarium; über Ihrem Kopf ziehen Haie und Rochen ihre Kreise. Spazieren Sie weiter am Strand entlang, vorbei an Liegestühlen und Sonnenschirmen, Getränkekiosks und Ständen mit Meeresfrüchten Richtung West Pier. Diese imposante Eisenkonstruktion von 1866, ehemals der schönste Pier der Insel, ist heute nur noch ein rostendes Skelett ohne Verbindung zur Strandpromenade. Nach Sturm- und Brandschäden gibt es heute ambitionierte Pläne für den West Pier, inklusive eines Observationsturms (www.westpier.co. uk).
CambridgeVom Bahnhof aus nehmen Sie den Bus Nummer 1 oder 3 zum belebten Busbahnhof. Über Emmanuel Street erreichen Sie St Andrew Street, in die Sie rechts einbiegen, entlang Christ College, mit seinen Fabeltieren überm Eingangstor. Biegen Sie links in die Fußgängergasse Petty Cury ein und wieder links in Guildhall Street, Richtung Tourist Information (Wheeler Street, Tel. 0/871/226 80 06), wo Sie sich einen Stadtplan (30p) mitnehmen und die aktuellen Öffnungszeiten der Colleges erfragen können. Über Bene't Street geht es ins Herz der Stadt. Im gemütlichen Eagle-Pub gegenüber dem angelsächsischen Kirchturm von St Bene't's (ca. 1025) besprachen die Biologen Francis Crick und James Watson in den Fünfzigerjahren ihre sensationelle Entdeckung: Desoxyribonukleinsäure, DNS, die Grundlage moderner Genetik. Auf der ausladenden King's Parade wenden Sie sich nach rechts zur soliden gotischen Universitätskirche Great St Mary's. Vom Kirchturm (tgl. 9.30-17, Mai-Okt. bis 17.30 Uhr) haben Sie einen Panoramablick auf den manikürten Rasen vor dem eleganten Senate House, wo die Abschlüsse verliehen werden, und die gotische Dramatik von King's College Chapel (Eingang Trinity Lane, durch Senate House Passage, wechselnde Öffnungszeiten, siehe www.kings.cam.ac.uk/visitors, £4.50). Das filigrane Fächergewölbe (1515) der Chapel ist das größte der Welt und ein unvergesslicher Anblick. Folgen Sie der King's Parade zurück in ihre Verlängerung Trumpington Street und rechts die Silver Street hinunter zum Fluss, wo die berühmten langen, flachen Stakkähne im Wasser liegen. Lassen Sie sich von einem Studenten die Cam hinunterstaken (Scudamore's, £12, £10 online, www.scudamores.com): unter der Mathematical Bridge durch, rechter Hand die ausgedehnte Rasenfläche der Backs mit der Rückenansicht der Colleges, wie dem 1511 gegründeten St John's mit seiner neogotischen »Seufzerbrücke«, und zurück. Probieren Sie mal, mit der langen Holzstange zu manövrieren - das ist selbst auf diesem ruhigen Gewässer nicht leicht. Wieder auf sicherem Boden, erholen Sie sich im Anchor-Pub mit schönem Ausblick.
Windsor Castle & Eton CollegeVom Bahnhof aus wenden Sie sich nach links Richtung Schloss. Bevor Sie die mächtigen hellgrauen Mauern erreichen, werden schon mehrere Flugzeuge über Ihren Kopf hinweggeflogen sein - Heathrow Airport ist nah. Sie betreten Windsor Castle (März-Okt. mit wenigen Ausnahmen tgl. 9.45-17.15, Nov. bis Feb. bis 16.15 Uhr, £13.50, www.royal.gov.uk) durch ein mächtiges Eingangstor aus der Regierungszeit Henry VIII. In der St George's Chapel rechter Hand aus der gleichen Ära (So geschl.), mit ihrem Fächergewölbe im spätgotischen Perpendicular-Stil liegen zehn Monarchen begraben. In den goldprunkenden Staatsgemächern sehen Sie Wandteppiche, erlesenes Mobiliar und Alte Meister aus der Königlichen Sammlung. Opulenter noch sind die Semi-State Apartments (Okt. bis März). In Queen Marys Puppenhaus, einer detailgetreuen Luxusversion im Maßstab 1:12, funktionieren sogar die Toilettenspülungen! Im Laufe seiner Geschichte wurde Windsor Castle nie eingenommen. 1992 beschädigte ein Brand 100 Räume; die Restaurierung kostete £37 Mio. Und 2003 gelang es einem Comedy-Kleinkünstler, sich aufs Schlossgelände zu schmuggeln und in einer absurden Verkleidung auf Prince Williams 21. Geburtstag aufzutauchen. »We are not amused!«, wie Queen Victoria zu sagen pflegte. Auch hier gibt's eine Wachablösung: z. B. Juni/Juli Mo-Sa 11 Uhr, www.royalcollection.org.uk. Schlagen Sie einen Bogen über den weitläufigen Windsor Great Park an der Südseite des Schlosses, am Long Walk entlang. Park Street führt in die belebte High Street, ein Gemisch von altmodischen und modernen Läden; stärken Sie sich im windschiefen Sandwich-Café Crooked House Tea Room, umrunden Sie die Schlossmauern und überqueren Sie die Themse auf der Fußgängerbrücke zur Linken. Das Dorf Eton hat sich von der Präsenz der Prinzen William und Harry an der wohl exklusivsten Schule der Welt inzwischen erholt: Eton College, 1440 von Heinrich VI. für arme, begabte Chorschüler gegründet, hat seitdem 18 Premierminister hervorgebracht (Ende März-Anfang Okt. wechselnde Öffnungszeiten, £4, www.etoncollege.com). Vielleicht sehen Sie einen der Eton boys in der traditionellen Schuluniform: schwarze Frackjacke, Weste mit Nadelstreifenhose. Eine Führung (14.15, 15.15 Uhr, £5) zeigt u. a. das erste Klassenzimmer aus dem 15. Jh., mit Graffitti respektloser Eliteschüler aus fünf Jahrhunderten.
Bloß nicht
Bloß nicht!
Auto fahrenDas Auto mit nach London zu bringen war noch nie eine gute Idee: Das Straßennetz ist verwirrend, die Parkhausgebühren sind horrend (bis zu 55 Euro pro Tag), die Stadt voller Radarfallen - und viele Londoner Autofahrer mit sehr kurzen Geduldsfäden ausgestattet. Hinzu kommt die 2003 eingeführte Straßenmaut.
Nur Jeans und Turnschuhe einpackenLondon ist locker, tolerant und individualistisch, aber nicht überall. Nicht nur im Ritz müssen Herren für den Afternoon Tea Jackett und Krawatte tragen. In manche Clubs kommt man mit Turnschuhen nicht hinein, in andere wiederum nicht im Anzug. Die hippsten Clubs und Bars haben oft eine ungeschriebene Kleiderordnung, dress to impress: schick und sexy. Daher die dünnen Kleidchen und hochhackigen Schuhe, die hartgesottene Britinnen beim Ausgehen selbst im Winter tragen.
Nur das Touristenprogramm absolvierenWer sich in London auf Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, den Tower of London, die überlaufenen Knotenpunkte Leicester Square und Piccadilly Circus und die bekannten Restaurantketten beschränkt, wird »unter sich«, d. h. unter anderen Touristen bleiben. Mehr vom echten London sieht, wer sich auch mal ein bisschen abseits bewegt, eine Seitenstraße einschlägt, einen exotischen Straßensnack ausprobiert oder in einen ausgefallenen Laden reinschnuppert.
In irgendein Minicab springenWenn abends nirgendwo ein Taxi zu sehen ist und es vielleicht auch noch regnet, ist die Versuchung groß, in irgendein Minicab zu steigen, das seine Dienste anbietet: Need a cab? Nicht ganz risikolos: Im Gegensatz zu den black cabs, deren Fahrer den legendären Knowledge-Test ablegen müssen, kann mehr oder weniger jeder ein Minicab anmelden. Die Fahrer sind manchmal kaum des Englischen mächtig und kennen sich nicht aus.
VordrängelnDas Klischee, dass zwei aufeinander treffende Briten sofort eine Schlange bilden, stimmt so nicht mehr. Doch generell wird in London schon genau auf eine faire Reihenfolge geachtet. Fragen Sie lieber nach, wo das Ende der Schlange ist: Is this the end of the queue? Auf der U-Bahn-Rolltreppe gilt: Links ist die Überholspur - diese zu blockieren ist tabu.
Einkaufen
Shop till you drop!
In London gibt's alles: britisches Understatement und altehrwürdige Tradition, die neuesten Modetrends, Delikatessen und witzige Mitbringsel
Shopping ist eins der großen Vergnügen jedes London-Besuchs, und es gibt nichts, das es hier nicht gibt. Zwar bleibt London ein teures Pflaster, dennoch lassen sich bei den Schlussverkäufen Anfang Januar und Juli sowie bei den midseason sales gute Schnäppchen machen. Ein Besuch der faszinierenden Märkte und der Designer-Outlets für preisreduzierte Ware lohnt immer. Modebewusste Londoner stöbern in Secondhandläden und charity shops wie Oxfam (www.charityshops.org.uk). Ladenschluss ist meist um 20, donnerstags oft erst um 21 Uhr. Die meisten Innenstadtgeschäfte haben sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Immer mehr Läden haben ein Café dabei - z. B. ganz neu: Nouveauté Habitat (121 Regent Street). Die schicksten Boutiquen für einen Schaufensterbummel finden sich in Bond Street und Sloane Street, viele witzige unabhängige Läden in Notting Hill. Die Kings Road ist seit den Sechzigerjahren eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Londoner, die bekannteste der Stadt aber ist Oxford Street. Hier stehen die meisten Kaufhäuser, mit Konzessionen der wichtigsten Designer unter einem Dach. Einen Steinwurf von den Menschenmassen und - Achtung, auch Taschendieben! - der Oxford Street entfernt bietet die Marylebone High Street ein weniger stressiges Einkaufserlebnis: trendige Interieurs, holistische Kosmetik, ausgefallene Küchenartikel und Möbel in einer Straße, die sich ihren dörflichen Charakter bewahrt hat. Ausgefallene Schuhläden gruppieren sich um Neal Street und South Molton Street. Die nobelsten Boutiquen finden sich in Bond und New Bond Street. Mode für Gentlemen gibt's in Savile Row, Buchhandlungen entlang der Charing Cross Road, Independent-Musikläden in Berwick Street. Souvenirläden mit mehr oder weniger kitschigem Krimskrams sind überall im Zentrum zu finden. Geschmackvolle Mitbringsel gibt's in Museumsshops: Kunstbücher und -drucke, Schreibwaren, Schirme etc. Das 2006 aktualisierte London Monopoly-Set gibt's u. a. in Hamleys-Spiele-Emporium (188- 196 Regent Street. www.hamleys.co.uk, U-Bahn: Oxford Circus).
Essen und Trinken
Von Greasy Spoons zu Gourmettempeln
Ein guter Platz für kulinarische Entdeckungsreisen: Essen Sie sich durch die Küchen der Welt!
Die Lachnummer der Gourmetwelt ist britisches Essen heute nicht mehr. London hat mittlerweile über dreißig Michelin ausgezeichnete Restaurants vorzuweisen und erfüllt alle kulinarischen Sonderwünsche: von äthiopisch bis zypriotisch, über koscher-chinesisch, Knoblauchküche und glutenfreie Kost bis zur Erlebnisgastronomie. Im Zeichen von Modern British, Modern European oder Asian Fusion kommen spannende, manchmal auch etwas überkandidelte Zusammenstellungen auf die Teller. Derweil sind die Briten selbst eine Nation von Hobbyköchen geworden, inspiriert von Fernsehköchen wie der soliden Delia Smith, dem lockeren Naked Chef Jamie Oliver oder der sinnenfrohen Nigella Lawson.
Londoner machen sich nur am Wochenende die Mühe, ein klassisch britisches Frühstück mit Eiern und Bacon zuzubereiten, und gönnen sich zunehmend einen herzhaften Restaurantbrunch. Wochentags gibt es in funktional eingerichteten caffs superbillig einen Becher Tee, baked beans (weiße Bohnen in Tomatensauce) auf Toast, Spiegeleier und sausages (Würstchen). Die caffs sind Teil britischer Arbeiterklassenkultur und werden wegen ihres hohen Anteils an Fettgebratenem auch greasy spoons (»fettige Löffel«) genannt. Außer Haus bekommt die Tasse Tee, oder cuppa, immer größere Konkurrenz von Cappuccino und Milchkaffee (latte). Einen Starbucks oder Costa Coffee finden Sie an jeder Ecke; Caffè Nero hat mit den besten Espresso.
An Arbeitstagen machen die Briten nur kurze Mittagspausen; oft muss ein schnelles Sandwich am Schreibtisch genügen. Das Abendessen hat in England viele Namen: vom tea zwischen halb sechs und sieben über supper für ein leichtes Abendessen bis zum formelleren dinner. In Restaurants heißen Vorspeisen starters, Hauptgerichte main courses und Nachspeisen desserts, im normalen Sprachgebrauch puddings. Beilagen sind side dishes. Auf den meisten Restaurant-Websites finden Sie einen Menüvorschlag. Praktisch überall werden auch veggie-Alternativen angeboten, denn etwa acht Prozent der Briten sind Vegetarier oder Veganer.
Das britische Äquivalent zum »Italiener« bei uns sind indische Restaurants. In Chinatown gibt es All you can eat-Büfetts zum Sattessen ab £ 5. Empfehlenswerte Restaurantketten sind Pizza Express (www.pizzaexpress.com) und Wagamama (japanisch, jung, www.wagamama.com). Tipp: In den Toprestaurants purzeln beim Mittagsmenü die Preise. Auf der Website der Abendzeitung »Evening Standard« (www.thisislondon.co.uk) finden sich lohnende Money-off-Angebote - Eat out at Conran's for £15 - mit einer Auswahl teilnehmender Restaurants. Tischreservierung ist bei vielen Restaurants vor allem am Wochenende nötig. Die Gourmettempel sind mitunter schon Wochen im Voraus ausgebucht. Über die Website www.toptable.co.uk sind Online-Tischreservierungen - häufig zu Spezialpreisen - möglich. Restaurants servieren meist 12-15 und 18-23 Uhr (sonntags früher), die Öffnungszeiten der Cafés variieren. Theater- oder Kinogängern bieten viele Restaurants von 17.30 bis 19 Uhr ein pre-theatre meal.
Feste und Events
Feste, Events und mehr
Prozessionen, multikulturelle Straßenfeste, Musik-, Tanz- und Theaterfestivals
Die Londoner haben Sinn für Traditionen, Rituale und prächtige Uniformen, und nicht nur das Königshaus weiß sich in Szene zu setzen. Londons diverse Kulturen öffnen ihre Feste immer mehr einem weiteren Publikum. Was wann wo los ist, erfährt man aus Stadtmagazinen wie »Time Out« (mittwochs).
Ist der 1. Jan. oder 25./26. Dez. ein Sa oder So, fällt der Feiertag auf den folgenden Wochentag.
1. Jan.Neujahr
März/AprilKarfreitag; Ostermontag
25./26. Dez.Weihnachten
Bank Holidayssind allgemeine Feiertage am ersten und letzten Mo im Mai und am letzten Mo im Aug.
Januar1. Jan., London Parade: Neujahrsumzug, 12 Uhr ab Parliament Square, www.londonparade.co.uk
Januar/FebruarChinese New Year: chinesisches Neujahrsfest mit Drachenpuppen-Umzug, Tanz und Spezialitäten; wechselndes Datum; www.chinatownchinese.co.uk
März17. März, St Patrick's Day: Im nördlichen Vorort Kilburn wird der irische Nationalheilige begossen; nächstgelegener So: Parade durchs Zentrum; www.londonstpatricksday.org.uk
AprilLondon Marathon: 40 000 Teilnehmer, manche in verrückten Kostümen für wohltätige Zwecke; www.london-marathon.co.uk
MaiEnde Mai, Chelsea Flower Show: wichtige Society-Blumen- und Gartenausstellung; www.rhs.org.uk
Juni2. Sa, Trooping the Colour: Geburtstagsparade für Elizabeth II. in Horse Guards Parade
JuliAnfang/Mitte Juli, Rise Festival: Antirassismus-Popfestival im Park mit großen Namen, Eintritt frei; www.risefestival.org
AugustAnfang Aug., Great British Beer Festival: mit 500 ales und ciders, Olympia-Halle; www.camra.org.uk
September2. So, Brick Lane Festival: Weltmusik, Akrobatik, bengalische Spezialitäten; www.visitbricklane.com
Oktober1. So, Pearly Queens: Erntedankfest der »Perlenkönige und -königinnen«, Cockney-Markthändler in prächtigen perlmuttknopfbesetzten Kostümen, St. Martin in the-Fields, Trafalgar Square, www.pearlysociety.co.uk
NovemberAb Ende Okt., London Film Festival; www.lff.org.uk
DezemberAb Anfang Dez.: allabendliches Weihnachtsliedersingen unterm Christbaum, Trafalgar Square
Museen
London - eine Stadt zeigt ihre Schätze
Geschichte und Ausdehnung des British Empire sowie die Sammelleidenschaft der Viktorianer haben der Stadt eine einzigartige Museumslandschaft beschert
Wohl niemand verlässt London, ohne eines der weltberühmten Museen zu besuchen; hier gibt es mit die wichtigsten ständigen Kunstsammlungen der Welt, neben Museen, die historische, naturwissenschaftliche, militär- und medizingeschichtliche und botanische Interessen bedienen. Die Briten selbst gehen gern ins Museum, vielleicht weil sich selbst die ehrwürdigsten Häuser nicht nur als seriöse Bildungseinrichtungen präsentieren, sondern auch viele interaktive Erlebnisse bieten. Noch besser: Der Großteil der Londoner Museen verlangt keinen Eintritt, freut sich aber über einen kleinen Beitrag: suggested donation. Was teuer werden kann, ist der Besuch von Sonderausstellungen, der Museumscafés und der verlockend präsentierten Souvenirläden (gift shops). Die meisten Museen sind 10-18 Uhr geöffnet. Die Tate Modern bietet am Wochenende verlängerte Öffnungszeiten, andere Museen an bestimmten Wochentagen. Das Internetportal www.24hourmuseum.co.uk liefert aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Ausstellungen. Während der Öffnungszeiten von Tate Britain und Tate Modern verkehrt die Tate-to-Tate-Fähre, ein Katamaran mit Damien Hirsts buntem Punktdesign, alle 40 Minuten zwischen beiden Museen (einfache Fahrt mit Travelcard £2.85, Tel. 78 87 88 88).
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre London-Reise
AutoVon Dover/Folkestone auf der M20 Richtung London, dann Schildern folgen nach West End/City. Die M25 ist die Londoner Ringautobahn, die North Circular (A406) bzw. South Circular (A205) die innere Ringstraße. Mit www.mitfahrzentrale.de nach London ca. 55 Euro.
BahnPer Eurostar: z. B. Köln/Düsseldorf -Brüssel-London/Waterloo (6 Std.), www.eurostar.com, www.bahn.de, Tel. 118 61. Autozug »Le Shuttle« (Calais-Folkestone) 35 Min. hin/ zurück ab 220 Euro, www.eurotunnel.com, Tel. 01805/00 02 48.
Bus6-Tage-Trip ab 189 Euro. www.rainbowtours.de, Tel. 040/32 09 33 09
FlugzeugLinienflüge (Lufthansa, British Airways, Austrian Airlines, Swiss) landen in Heathrow, 18 km vom Zentrum entfernt, Billigflieger 50 km außerhalb in Stansted (östl.), Luton (nördl.) oder Gatwick (südl.). Air Berlin/Niki (u. a. Berlin, Zürich, Wien), www.airberlin.com, Tel. 01805/73 78 00, Österreich: 0820/ 73 78 00, Schweiz: 0848/73 78 00. Easyjet (u. a. Berlin, Dortmund, Basel), www.easyjet.com, Deutschland: Tel. 0900/110 01 61, Schweiz: 0848/88 82 22. Germanwings (Köln/ Bonn, Stuttgart) www.germanwings.com, Tel. 0900/191 91 00, Schweiz: 0900/00 01 35, Österreich: 0820/ 24 05 54. Ryanair (u. a. Berlin, Frankfurt/Hahn, Klagenfurt, Salzburg), www.ryanair.com, Tel. 0900/ 116 05 00, Schweiz: 0900/80 80 08, Österreich: 0900/21 02 40.
Schiffwww.ocean24.de hat Infos zu Fährverbindungen ab Frankreich, z. B. Calais-Dover mit Seafrance (75 Min., ab 35 Euro, einfache Fahrt für PKW) und P&O Ferries (60 Min., ab 49 Euro, einf. Fahrt mit PKW) und Hoek van Holland-Harwich (z. B. Passagiere 44 Euro, einfache Fahrt).
London Visitor Information CentreInfos, Hotelrabatte und Gratisstadtplan. tkts-Theaterkartenkiosk, Leicester Square, Mo-Fr 8-23, Sa/So 9-18 Uhr, tel. Beratung Mo-Fr 8 bis 24, Sa/So 9-22 Uhr: 72 92 23 33 oder 0800/56 63 66, U-Bahn: Leicester Square (Northern, Piccadilly)
Britain & London Visitor Centre1 Regent Street, Mo 9.30-18.30, Di-Fr 9-18.30, Sa 10-16 (Juni-Sept. 9-17), So 10-16 Uhr, U-Bahn: Piccadilly Circus (Bakerloo, Piccadilly)
VisitBritain - Urlaubsservice GroßbritannienHackescher Markt 1, 10178 Berlin, Mo-Fr 11-18.30, Sa 10-15.30 Uhr, Tel. 01801/46 86 42 (zum Ortstarif, Mo-Do 10-17, Fr 10-13 Uhr), www.visitbritain.com/de
Britain Visitor Centre (c/o British Council)Siebensterngasse 21, 1070 Wien, Di 12-19, Mi-Fr 11-17 Uhr, Tel. 0800/15 01 70 (gebührenfrei), www.visitbritain.com/at
VisitBritain - Britisches VerkehrsbüroMo-Do 10-17, Fr 10-13 Uhr, Tel. 0844/00 70 07 (Ortstarif), visitbri tain.com/VB3-de-CH/index. aspx
In Großbritannien herrscht Linksverkehr, im Kreisverkehr (roundabout) gilt jedoch rechts vor links. Mobil telefonieren nur mit Freisprecheinrichtung. Radarkameras überwachen Innenstadt-Tempolimits: meist 30 mp/h (50 km/h). In der Innenstadt wird Mo-Fr 7-18.30 Uhr eine Maut erhoben, congestion charge (£8), am Vortag bzw. Reisetag bis 22 Uhr zu entrichten (www.cclondon.com, Tel. 0845/900 12 34, vom Ausland: 0044/76 49 91 22). Automobile Association (AA), Tel. (0)161/49 58 45. Günstige Mietwagen: z. B. www.easycar.com. Angebote für Mietwagen finden Sie auch unter www.marcopolo.de.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (German Embassy)23 Belgrave Square, www.london.diplo.de, Tel. 78 24 13 00, U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly), Sloane Square (District)
Botschaft der Republik Österreich (Austrian Embassy)18 Belgrave Mews West, www.bmaa.gv.at/london, Tel. 73 44 32 50, U-Bahn: Hyde Park Corner (Piccadilly), Sloane Square (District)
Schweizer Botschaft (Swiss Embassy)16-18 Montagu Place, www.swissembassy.org.uk, Tel. 76 16 60 00, U-Bahn: Baker Street
Aus versicherungstechnischen Gründen sollten Sie Verluste der nächstgelegenen Polizeiwache melden. U-Bahn/Bus/Blackcab-Taxis: Transport For London Lost Property Office, Mo-Fr 8.30-16 Uhr, Tel. (0)845/330 98 82, www.tfl.gov.uk/lpo, 200 Baker Street, U-Bahn: Baker Street. Züge: Tel. (0)8700/00 51 51
Bei Notfällen wählen Sie 999 und fragen nach einem Krankenwagen: ambulance. Bei Notfällen/akuten Krankheiten haben EU-Bürger und Schweizer Anrecht auf kostenlose medizinische Grundversorgung im Krankenhaus (Notaufnahme: Accident & Emergency, A&E - 24-Std. u. a. St Mary's, Praed St, Tel. 78 86 66 66, U-Bahn: Paddington) oder durch einen Allgemeinarzt (GP) des staatlichen Gesundheitswesens NHS. Rezeptgebühr, prescription charge: £6.65. 24-Std.-Telefonberatung: NHS Direct, Tel. (0)845/46 47. NHS-Walk-In-Clinics, z. B. 1 Frith Street, Mo-Fr 8-20, Sa/So 10-20 Uhr, Tel. 75 34 65 00. 24-Std.-Apotheke: Zafash, 231 B Old Brompton Road, www.zafash.com, Tel. 73 73 27 98, U-Bahn: Earls Court (District, Piccadilly), angeschlossen: 24-Std.-Arzt (kostenpflichtig), Tel. 73 73 22 19. Not-Zahnarzt (kostenpflichtig): Royal London Hospital, Whitechapel Road, Tel. 73 77 70 00, Mo-Fr 7-23 Sa/So 8-14, U-Bahn: Whitechapel (District, East London, Hammersmith & City).
www.visitlondon.com, www.londontown.com und www.londonfreelist.com sind nützliche Websites. Londoner Straßen online: www.streetmap.co.uk.
www.cafeindex.co.uk listet 80 Londoner Internetcafés. easyevery thing.com hat 15 Internetcafés (u. a. Camden, Trafalgar Square, Oxford Street), meist tgl. 8-23 Uhr, wechselnde Tarife, www.easyinternetcafe.com.
1 inch (in) = 2,54 cm
Der Notruf 999 gilt für Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei gleichermaßen und ist von jedem öffentlichen Telefon aus umsonst möglich.
Informationen unter www.tfl.gov.uk. Die U-Bahn, tube, fährt auf zwölf farblich gekennzeichneten Linien. Eine auch in Bussen gültige Travelcard lohnt sich praktisch immer, Zones 1-2 fürs Zentrum (ab 9.30 Uhr £4.90), Zones 1-6 (£6.30). Eine Dreitageskarte (Zonen 1-6) kostet £18.90. Nach der letzten U-Bahn (zwischen Mitternacht und 0.30 Uhr) fahren Nachtbusse (N) u. a. vom/zum Trafalgar Square. London Travel Information, Tel. 72 22 12 34. Travel Information Centres: Bahnhöfe Liverpool Street, Victoria und Heathrow Airport. Zugauskünfte: Tel. (0) 8457/ 48 49 50. Aus Sicherheitsgründen gibt es in Bahnhöfen keine Selbstbedienungsschließfächer.
Postkarten/Briefe bis 20g innerhalb Europas kosten 44 Pence. Zentrales Postamt: 24-8 William IV Street, Mo-Fr 8.30-18.30, Sa 9 bis 17.30 Uhr, U-Bahn: Charing Cross (Bakerloo, Northern)
Währung ist das Pfund Sterling (£), umgangssprachlich quid, unterteilt in 100 Pence (p). Der Euro-Umrechnungskurs bewegt sich um den Faktor 1,5 (£1=1,50 Euro); die effektive Kaufkraft ist allerdings geringer, aufgrund hoher Steuern vor allem bei Spirituosen und Zigaretten (Schachtelpreis £4.70!). Am Automaten, cash point, Geld abzuheben kostet ca. 3,50 Euro Gebühren. Umtausch ohne Gebühren, commission-free, auf größeren Postämtern. Visa und MasterCard sind weit verbreitet.
Offene rote Doppeldeckerbusse mit (deutschem) Kommentar vom Band fahren drei Routen mit vielen Haltestellen, Tickets (gültig 24 Std., inkl. Themse-Fahrt) beim Fahrer (£18) oder online (£16.50) unter www.theoriginaltour.com. Livekommentar oder Band: Big Bus Company, www.bigbus.co.uk, online £18, 48 Buckingham Palace Road, tgl. 8-18, Juli/Aug. bis 19 Uhr, Tel. 72 33 95 33. Ganz neu und die adrenalinhaltigste Art, die Themse zu entdecken: eine Sightseeingtour auf dem RIB-Schlauchboot. Die wendigen, aber stabilen Boote starten vom Pier unter dem London Eye (tgl., £25, Tel. 74 01 88 34, www.londonribvoyages.com). City Cruises fährt eine schöne Sightseeingroute auf der Themse (ca. £7.50), www.citycruises.com, Tel. 77 40 04 00. Günstiger: Pendlerboote von Westminster u. a. zum Tower of London, nach Greenwich, Kew Gardens (www.tfl.gov.uk) oder von Bankside und St Katherine's Dock (www.thamesclippers.com). Geführte Radtouren: London Bicycle Tour Company, www.londonbicycle.com, 1A Gabriel's Wharf, 56 Upper Ground, Tel. 79 28 68 38, U-Bahn: Southwark (Jubilee)
Netzspannung: 240 Volt/50 Hz. Steckdosen sind dreipolig (three-pin) und haben einen An/Aus-Schalter. Adapter nicht vergessen!
Bei den zuverlässigen Londoner Taxis, den black cabs (in der Regel schwarz, manchmal auch andersfarbig lackierte Fahrzeuge) werden Sie beim Fahrpreis (fare) nicht übers Ohr gehauen. Wenn das Schild FOR HIRE/TAXI beleuchtet ist, ist der Wagen frei. Der Vermittlungsdienst Zingo verbindet Sie über Ihr Handy mit einem freien Taxi in Ihrer Nähe: Tel. (0)8700/ 70 07 00.
Telefonzellen nehmen meist Karten, seltener Karten und Münzen. Phonecards zu £5, £10 und £20 bekommen Sie auf der Post und in Zeitungsläden. Vorwahl für Großbritannien: 0044; die Null der Ortsvorwahl (020 für London) wird weggelassen. Vorwahl für Deutschland: 0049, für Österreich: 0043, für die Schweiz: 0041. Operator: 100. Innerhalb Londons wählen Sie nur die letzten 8 Ziffern der Nummer (wie im Reiseführer angegeben), vom Handy aus mit 020 vorweg. Mobil telefonieren, roaming, ist teuer, schicken Sie lieber eine SMS. Inlandsauskunft: 118 118 (ca. 70p), Auslandsauskunft: 118 505 (mind. £1.50), beide von Telefonzelle 20p/ Min. www.bt.com sucht gratis zehn Inlandsnummern. Virgin bietet eine Prepaid-SIM-Karte (£10, inkl. £5 Guthaben), www.virginmobile.com. Fragen Sie Ihren Anbieter vor der Reise, ob Ihr Handy dafür geeignet ist.
10 bis 15 Prozent. In Pubs wird nie Trinkgeld (tip) gegeben. Hotelportiers: £1 pro Gepäckstück.
Greenwich Mean Time ist ganzjährig eine Stunde hinter der MEZ zurück.
Deutsche und Österreicher dürfen 3200 Zigaretten und 10 l Spirituosen zollfrei nach England einführen, bei der Rückkehr gelten die für EU-Staaten gültigen Mengen, für Schweizer geringere Mengen (Info unter www.visitbritain.com). Hunde und Katzen können nur nach einem langwierigen Procedere (Impfungen, Bluttest, 6 Monate Vorlauf) ins Land gebracht werden (www.defra.gov.uk/animalh/quarantine/index.htm).
Sehenswertes
Best of London
Spannende Architektur, historische Gebäude, königliche Residenzen, charaktervolle Straßen und grüne Oasen
Es ist wahr: Die schiere Reizfülle Londons kann den Besucher erschlagen. Im Lauf der letzten Jahre sind Millionen Pfund in Restaurierungs- und Renovierungsprojekte geflossen, und die Auswahl an Sehenswürdigkeiten ist größer denn je. Unzählige Baudenkmäler der Stadt sind gratis zu sehen; wo Eintrittspreise verlangt werden, sind diese allerdings teilweise sehr hoch. Die beliebten alten Doppeldeckerbusse mit Schaffner, auf deren Trittbrett man während der Fahrt auf- und abspringen konnte (Routemaster), sind praktisch alle - trotz Protesten - abgeschafft. Auf den beiden Routemaster Heritage Routes 9 und 15 können Sie die alten Wahrzeichen noch erleben (www.routemaster.org.uk). Auch die Buslinien 8, 11 und 24, sowie RV1 klappern gute Sightseeing-Routen ab; mit Ihrer Travelcard fahren Sie, wie Sie Lust haben. Eine Fahrt durch das alte Hafengebiet mit der vollautomatisierten Docklands Light Railway (DLR) ist eine tolle Annäherung an das neue London, das im Osten heranwächst (www.dlr.co.uk), und Themseboote bieten schöne Panoramablicke und verbinden viele Attraktionen. Hervorragende Stadtführungen bietet Original London Walks (£5.50, Tel. 76 24 39 78, www.walks.com); bei der Jack the Ripper Tour zum Beispiel sind Sie mit einer Ripper-Koryphäe unterwegs. Deutschsprachige Stadtführungen dauern je zwei Stunden und kosten £10 (£9 online), inklusive Eintrittsgelder und Getränk im Pub; für Schlechtwetteralternativen ist gesorgt (März-Okt. Fr 13.15, 18.15, Sa 16, 19.15, So 10.30 Uhr, Tel. 74 87 47 36, www.londontoursaufdeutsch.com).
Stadtspaziergänge
Erlaufen Sie sich London!
Finanz- und Börsenviertel und die alte MedienmeileVerschaffen Sie sich eine erste Orientierung von der Spitze des Monument (U-Bahn: Monument). Gehen Sie Fish Street bergauf, biegen Sie rechts in die vielbefahrene Eastcheap ein und links in die enge Philpot Lane. Wenn Sie zwischen City-Brokern, Versicherungsmanagern in Nadelstreifen und Sekretärinnen Fenchurch Street überqueren, in Lime Street einbiegen und dann links in Lime Street Passage, erreichen Sie die schönen viktorianischen Arkaden von Leadenhall Market, die so gar nicht zu den glasglänzenden Fassaden der Geld- und Versicherungshäuser drumherum passen. Am lebendigsten ist diese atmosphärische Shopping Mall am Vormittag.
Kultur, Kathedralen und Kulinarisches entlang der ThemseBeginnen Sie bei der modernen U-Bahn-Station Westminster. Das ungewöhnliche Gebäude mit der vertikalen schwarzen Bänderung zu Ihrer Linken neben Westminster Bridge steht in seltsamem Kontrast zum Ensemble der Houses of Parliament. In Portcullis House (1999) haben Parlamentsabgeordnete ihre Büros: ökologisch wertvoll wegen energiesparender Bauweise, ästhetisch eher fragwürdig. Am Ufer steht das bronzene Battle of Britain-Denkmal zum Gedenken an die fast 3000 Flieger, die 1940 an der Luftschlacht um Großbritannien teilnahmen. Von Westminster Bridge aus haben Sie einen weiten Blick auf die Themse. William Wordsworth verfasste Anafang des 19. Jhs. ein berühmtes Gedicht zum Thema. Das backsteinrot und weiß gebänderte Gebäude mit Türmchen und Erkern am Nordufer war bis 1967 das Hauptquartier von New Scotland Yard, der Polizeiabteilung für die härtesten Fälle. Am Ende der Brücke wenden Sie sich nach links hinunter zum Ufer. Die Löwenfigur ist aus Coade Stone; die komplizierte Rezeptur für diesen beliebten künstlichen Stein ging im 19. Jh. verloren. Der massive edwardianische Komplex am Ufer beherbergte früher die Londoner Stadtregierung, heute das London Aquarium und Dalí-Universe mit Exponaten des spanischen Surrealisten. Von hier, unter den riesigen Vertäuungen des London Eye, sieht man die Passagiere in den Kapseln des Riesenrads umherlaufen. Weiter am Ufer entlang kreuzen die Kulturtouristen auf der rundum erneuerten Hungerford Bridge die Themse für das Kulturzentrum South Bank Centre, eine Betonburg aus den 1950er-Jahren, mit Royal Festival Hall (Wiedereröffnung Juni 2007), Nationaltheater und Filmtheater und der Hayward Gallery. Im Sommer finden Sie draußen oft Unterhaltungskünstler und Gratisevents. Wenn Sie einen Blick hinüberwerfen zum Nordufer, sehen Sie Londons ältestes Baudenkmal, Cleopatra's Needle (ca. 1450 v. Chr.). 1878 wurde dieser Granitobelisk - der mit Kleopatra außer seiner ägyptischen Herkunft nichts zu tun hat - nach einem ereignisreichen Seetransport am Themseufer aufgestellt. Rechter Hand leuchtet der OXO-Schriftzug des OXO Tower abends neonrot. Mit dem Trick, ihr Logo in den Backsteinturm zu stanzen, umging die Suppenwürfelfirma ein Werbeverbot. Die Aussichtsplattform im 8. Stock ist frei zugänglich, und Oxo Tower Wharf hat viele interessante Läden. Am Ufer entlang bewegt sich ein stetiger Menschenstrom auf den mächtigen Backsteinturm der Tate Modern und die schlanke Millennium Bridge zu. Ein paar Schritte weiter wurde das Fachwerkachteck von Shakespeare's Globe Theatre nur 180 m von seinem ursprünglichen Standort detailgetreu wiederaufgebaut. Shakespeare kannte die Gegend gut; hier standen die Theater, die Bärenkampf-Ringe, die Bordelle. Heute ist das Viertel im Aufschwung. Folgen Sie Clink Street und Cathedral Street zur bezaubernden Southwark Cathedral. In dieser ältesten gotischen Kirche Londons trafen sich die Passagiere und die Besatzung der »Mayflower« vor ihrer historischen Überfahrt nach Amerika. Ein Alabaster-Monument (1912) gedenkt William Shakespeares, vor einem Buntglasfenster mit Figuren aus seinen Werken. Folgen Sie weiter Cathedral Street und probieren Sie sich auf dem Borough Market freitags und samstags durch die Gourmet-Food-Stände mit leckeren Snacks, Vitamincocktails, Bioprodukten - ein Symbol der neuen Esskultur in London. Vielleicht begegnen Sie ja hier Jamie Oliver höchstpersönlich! Bei schlechtem Wetter biegen Sie rechts in die Borough High Street ein und beenden Ihren Gang im historischen George Inn-Pub, einer ehemaligen Postkutschenstation des 17. Jhs.
Ein Spaziergang nicht nur für SonntagsWenden Sie sich von der U-Bahnstation Westminster nach rechts und folgen Sie Bridge Street von der Themse weg. Biegen Sie rechts in Whitehall ein und links in King Charles Street, flankiert von mächtigen Verwaltungsgebäuden. Wenn Sie die Horse Guards Road überqueren, betreten Sie St James's Park. Rechter Hand grüßt über die Baumwipfel die Bronzestatue von der imposanten Granitsäule der Duke of York Column. Ihre luftige Höhe führte zu Scherzen, der Herzog (1763-1827) versuche den Gläubigern zu entkommen - bei seinem Tod war er mit £2 Mio. verschuldet. Im Norden wird der Park begrenzt von St James's, dem Viertel der gentlemen's clubs. Im Teich leben viele Wasservögel - vielleicht sehen Sie die berühmten St James's-Pelikane (Fütterung tgl. 15 Uhr). Von der Brücke haben Sie einen wunderbaren Blick auf Buckingham Palace. Wenden Sie sich nach links und folgen Sie dem Teich, bis vor dem Victoria Memorial ein Fußweg rechts abgeht. Wenn Sie The Mall überqueren, sind Sie im weniger manikürten Green Park, einer weiten Rasenfläche mit weniger Baumbestand und einer wechselvollen Geschichte als Leprafriedhof, Rotwildjagdgrund und Gemüsegarten im Zweiten Weltkrieg.
Stichworte
Very British?
In London werden neue Trends gesetzt, aber alte Zöpfe deshalb noch lange nicht abgeschnitten
FußballLondon ist die Hauptstadt des populärsten Volks-, Zuschauer- und Sofasports der Insel: football. Der Londoner Traditionsverein Arsenal (»the Gunners«, www.arsenal.com) war die Inspiration für Nick Hornbys Roman »Fever Pitch«. Andere wichtige Clubs der 1. Liga, the Premiership, sind der aktuelle Meister Chelsea (»the Blues«, www.chelseafc.com) und Tottenham Hotspurs (»Spurs«, www.spurs.co.uk). Ganze Familien kommen zu den matches, auch wenn die Wettbüros eine Männerdomäne bleiben. Berühmt sind die einfallsreich-provozierenden Gesänge von den Rängen. Tickets für Premiership-Spiele sind nicht leicht zu bekommen. Nur dreimal pro Saison gehen z. B. bei Chelsea Tickets in den allgemeinen Verkauf (general sale). Sie können ersatzweise aber zumindest an einer Stadiontour teilnehmen.
HumorDer viel berufene englische Humor - schön schwarz und skurril - ist selbstironisch, aber oft grausam und alles andere als »politisch korrekt«. Sprachwitz spielt eine wichtige Rolle. Das Satiremagazin »Private Eye« nimmt Doppelzüngigkeit, Opportunismus und Bigotterie des Establishments aufs Korn, und der Polit-Cartoonist Steve Bell zeichnet herrlich gemeine Bilder. Sprüche aus TV-Comedyserien wie »Fawlty Towers« mit Monty Pythons John Cleese in den Siebzigerjahren bis heute (»Little Britain«, »The Office«) fließen oft in die Alltagssprache ein. Und in der Stadt schießen Comedyclubs, oft mit Improvisationskomik (stand up), wie Pilze aus dem Boden.
ModeLondon Fashion ist weniger der englische Landhausstil, sondern seit Zandra Rhodes' verrückten Kreationen der Siebzigerjahre immer ein bisschen ausgefallen, ein bisschen crazy: zottelige Fellmäntel und Plüschpelze über Miniröcken im Winter, hautenge clubwear mit klobigen Stiefel vom Camden Market. Londons kreatives Klima und das Erbe der Punkära, an deren Anfang die britische Modequeen Vivienne Westwood stand, lebt heute fort in einer Vorliebe für Stilmix und witzige Accessoires wie z. B. die mit Fotos bedruckten Taschen von Anya Hindmarch. Nach dem boho-Hippiestil jetzt angesagt: Zigaretten-Jeans und spitze Schuhe. Londoner Models wie Kate Moss und Naomi Campbell wurden internationale Superstars, und die besten Talente der Haute-Couture wie Stella McCartney, Alexander McQueen und John Galliano sind international gefragt.
MonarchieSchon vor 1066, als der Normannenkönig William der Eroberer hier seinen Regierungssitz einrichtete, war London der Sitz des englischen Königshauses. Der Monarch ist das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, segnet Gesetze ab und ist oberster Befehlshaber der Armee. Das Portrait von Elizabeth II., Königin seit 1952, ziert Münzen und Briefmarken. Die Monarchie bedient tiefliegende Bedürfnisse der englischen Psyche nach einer stabilen, hierarchischen Gesellschaftsordnung mit festen Ritualen und dem Glanz einer alten Tradition. Dabei ist die Macht der Queen symbolischer Art: Elizabeth II. mag alljährlich im Oberhaus die Regierungserklärung (Queen's Speech) verlesen, geschrieben wird sie vom Premierminister und dem Kabinett. Im Gegensatz zur kinderlosen Tudor-Virgin Queen Elizabeth I. (1558-1603), hält die Nachkommenschaft Elizabeth' II. den Tratsch am Laufen. 2005 hat Prince Charles seine langjährige Liebe Camilla Parker-Bowles geheiratet, und während der Kunsthistoriker Prince William den Charme seiner Mutter Diana geerbt hat, tritt Harry häufig ins Fettnäpfchen. »Wills« schwitzt jetzt auf der Militärakademie Sandhurst, Offizier Harry hat die schon hinter sich.
MusikLondon ist nicht nur das Zentrum der Musikindustrie, hier werden internationale Trends gemacht. Die Briten selbst kaufen pro Kopf mehr CDs (und Vinyl-Schallplatten) als jede andere Nation der Welt, und in jeder Schulklasse gibt's ein paar Typen, die zu Hause in der Garage eine Band aufziehen. Das populärste Popmusikgenre ist urban, Musik aus der Stadt: Garage, Hip-Hop, Drum & Bass, R 'n' B und Mischformen. Aktuell: die 19-jährige Londoner grime (»Schmutz«)-Sängerin Lady Sovereign. Britpop ist passé, hat aber dem aktuellen Rockgitarren-Revival Impulse gegeben; eine aktuelle Londoner Band ist »Bloc Party«. Junge asiatischstämmige Londoner tanzen zu bhangra, Bands wie »Dirty Pretty Things« und »Razorlight« zelebrieren (Post-)Punkrock, Lily Allen besingt auf ihrem Debütalbum von 2006 die Stadt (Single LDN), während englischer Folk gerade eine Renaissance erlebt.
PolitikTrotz des schottischen Parlaments in Edinburgh und der walisischen Nationalversammlung in Cardiff bleibt London das Zentrum der britischen Politik. Hinter der berühmten Tür von 10 Downing Street wohnt der Premierminister, und die Houses of Parliament gelten als Vorbild parlamentarischer Demokratien in aller Welt. Die (New) Labour Party wird von Modernisierer Tony Blair, die konservative Partei (die Tories) von dem dynamischen Erneuerer David Cameron geführt. Das Mehrheitswahlrecht bewirkt, dass die dritte politische Partei, die links von Labour angesiedelten europafreundlichen Liberal Democrats unter Charles Kennedy, bis auf weiteres wenig Chancen haben. London hat erst seit 2000 wieder eine eigene gewählte Vertretung.
TabloidsDas Wort tabloid bezieht sich auf das handliche, U-Bahn-freundliche Format, der große Vorteil gegenüber den broadsheets-Qualitätszeitungen. Heute bringen aber auch diese vor allem in London ein kleineres Format heraus. Das einzige Londoner Boulevardblatt, der »Evening Standard«, ist nicht zu vergleichen mit den berüchtigten Revolverblättern »The Sun« oder »News of the World«. Die Schreibe ist plakativ, das Weltbild simplistisch und immer dem Prinzip Britain first! verpflichtet, die Paparazzi schamlos. Täglich verkaufen die tabloids zusammen etwa 10 Mio. Exemplare, und die geschätzte Leserschaft ist etwa dreimal so hoch - also fast die Hälfte der britischen Bevölkerung.
TeatimeTrotz des Siegeszugs der Kaffeebars ist der schwarze Tee immer noch das Lebenselixier der Londoner. Mit 165 Mio. Tassen pro Tag sind die Briten (nach den Iren) die größten Teekonsumenten Europas. Eine cup of tea oder cuppa ist das erste, was einem bei Krisen jeglicher Art in die Hand gedrückt wird. Zum Erstaunen kontinentaler Besucher trinkt die ältere Generation Tee auch zum traditionellen Abendessen zu Hause (tea). Zu 98 Prozent wird der Tee white, mit Milch, getrunken. Die wenigsten Londoner machen sich noch die Mühe, losen Tee aufzubrühen, und ein Teebeutel verbringt heute im Schnitt nur noch 35 Sekunden im Becher (mug).
WimbledonDass das älteste und renommierteste Rasentennisturnier der Welt wieder ansteht, erkennt man daran, dass es Ende Juni/Anfang Juli auffallend viel regnet! Wimbledon möchte jeder Profi einmal gewinnen, auch der brave Brite Tim Henman, der schon so oft so knapp vor dem Finale stand. Der neue britische Hoffnungsträger ist der Schotte Andrew Murray. Der jüngste Wimbledon-Gewinner aller Zeiten, Boris Becker, kommentiert heute für die BBC. Der traditionelle Wimbledon-Snack: Erdbeeren mit Sahne.
Übernachten
Zeit, ins Bett zu gehen?
Mit die wichtigste Entscheidung: wo übernachten? Hier eine kleine Auswahl an Hotels, B&Bs, Apartments und Hostels
In London haben nicht nur schicke Designerhotels und alteingesessene Luxusherbergen ihren Preis, Hotels aller Preisklassen sind unter den teuersten Europas. Allerdings gehen die Preise (room rates oder tariffs) am Wochenende häufig runter. Die Hotelbranche hat in den letzten Jahren unter niedrigen Belegungsquoten gelitten; fragen Sie also ruhig nach: »Is this your best rate?« Und gucken Sie nach Online-Sonderangeboten, special offers. Achtung: Hotelzimmerpreise der oberen Kategorien werden meist ohne Mehrwertsteuer (VAT, 17,5 Prozent) und ohne Frühstück angegeben! Ein single ist ein Einzelzimmer, ein double ein Doppelzimmer, ein twin ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten. Einzelbelegung, single occupancy, kostet etwa zwei Drittel des Doppelzimmerpreises. Für Kleingruppen oder Familien werden oft günstige Mehrbettzimmer angeboten. En suite bedeutet Privatbadezimmer. Bed & Breakfast, die Kombination von einem schlichten Bett und Frühstück, ist praktisch eine britische Erfindung. Meist müssen Sie bar zahlen, der Preis beinhaltet VAT und Frühstück. Im Mittelklassebereich ist die Grenze zwischen Hotels und B&B fließend, bei beiden bewegt sich das Einrichtungsdesign nur langsam weg von pastellfarbenen Steppdecken, Chintzgardinen und Blümchenbordüren. Statt des Full English Breakfast mit Eiern, Würstchen und Bacon wird zunehmend ein Continental Breakfast mit Müsli, Joghurt, Brot, Marmelade angeboten. Bei der Buchung muss meist eine Anzahlung per Kreditkarte (Visa, MasterCard) geleistet werden. Der kostenlose Visit London-Zimmervermittlungsservice gibt eine Preisgarantie für seine 250 Hotels (www.visitlondonoffers.com, Tel. 84 56 44 30 10). Eine unabhängige Website mit ausgewählten Hotels und B&Bs ist www.specialplacestostay.com. Die London-Bed & Breakfast-Agentur sucht Ihnen ein handverlesenes Zimmer (Vertretung in Deutschland: Tel. 06251/70 28 22, www.bed-breakfast.de). At Home in London (Tel. 87 48 19 43, Fax 87 48 27 01, www.athomeinlondon. co.uk) vermittelt Privatzimmer. Wie wär's z. B. mit einem Zimmer in Virginia Woolfs Haus in Kensington, wo die berühmte Autorin (1882 bis 1941) ihre Kindheit verbrachte (£79)?
Unterhaltung
London by night
In seiner Vielfalt ist Londons Nachtleben einzigartig: traditionelle Pubs, mitreißende Musicals, hochkarätige Klassikkonzerte, trendige Clubs
London ist die Heimat weltberühmter Sinfonieorchester und Tanzensembles und hat als Theaterstadt New York den Rang abgelaufen - sogar US-Stars wie Kevin Spacey und Kim Cattrall spielen hier für wenig Geld. Londoner Clubs setzen Trends, während die Pubs mit ihren kuscheligen Sitzecken und Rauchschwaden noch immer die Wohnzimmer der Londoner sind, in denen sich Klassengegensätze verwischen. Im Pub bestellen Sie an der Bar und bezahlen sofort, ohne Trinkgeld zu geben. Ein pint entspricht etwa 0,5 Liter; Männer lassen sich nur ungern mit einem halben (half) in der Hand erwischen! Alkohol wird nur an Gäste über 18 abgegeben, und Kinder sind in nur wenigen Pubs gern gesehen. Traditionelle spit and sawdust, »Spucke und Sägespäne«-Pubs weichen immer mehr Bars und Gastropubs, Pubs mit interessanten Bieren und guter Küche. Standard-Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-23, So 12-22.30 Uhr; der Tag endet stets mit den gefürchteten Rufen »Last orders!« für die letzte Runde und »Time, please!« zum Austrinken. Im Zuge der licensing laws-Reform haben viele Pubs jetzt aber verlängerte Öffnungszeiten. Die Clubszene, von Superclubs bis zu winzigen Basement-DJ-Bars, folgt schnell wechselnden Trends. Die angesagtesten clubnights für House, Techno, Hip-Hop und Mischformen wie Electroclash finden an wechselnden Orten (venues) statt.
Die teuersten Premierenkinos mit dem besten Sound gruppieren sich um Leicester Square. Die Tickets kosten £ 7-12; nachmittags (matinees) und montags wird es billiger. Können Sie schnellem, umgangssprachlichem Englisch folgen, probieren Sie mal einen der 150 Londoner Comedyclubs oder einen Pubabend mit standup, Improvisations-Comedy. Pulsmesser der Stadt, mit Ausgehtipps inklusive Gratis-Events (freebies) und Money-Off-Gutscheinen ist das »Time Out«-Veranstaltungsmagazin (jeden Mi). Donnerstags erscheint der »Evening Standard« mit der nützlichen »Hot Tickets«-Beilage. Buchungen von Theater-, Kino-, Konzertkarten laufen über Kreditkarten.


ab 59 €



