City-Info Lissabon

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Sehenswertes

Auf Schritt und Tritt eine schöne Aussicht

Eine Seilbahnfahrt oder ein Bummel durch enge Gassen - Kleinigkeiten lassen Lissabon zum großen Erlebnis werden

Die Tejo-City hat einiges an grandiosen Bauwerken zu bieten, doch es sind vor allem Kleinigkeiten, die Lissabon zu einem großen Erlebnis machen. Zu Fuß lässt sich die Metropole am besten erkunden und erleben.

Bummeln Sie über herrliche Plätze, verlieren Sie sich in den verwinkelten Gassen, und genießen Sie traumhafte Ausblicke von den vielen miradouros (Aussichtspunkten) der Sieben-Hügel-Stadt. Gehen Sie in einem der zahlreichen Lissabonner Cafés bei einer bica (Espresso) oder einem galão (Milchkaffee) auf Tuchfühlung mit den Lisboetas. Oder besteigen Sie eine der Uralt-Trams. Eine Fahrt mit der Eléctrico 28 ist die erschwinglichste Stadtrundfahrt durch Lissabon. Die 28 schaukelt Sie gemütlich durch die gesamte Innenstadt. Um einen Sitzplatz zu ergattern, sollten Sie an den Anfangshaltestellen zusteigen.

Im Abendrot zeigt Lissabon seine klassische Schönheit. Vom Fluss aus lässt sich diese Stimmung am besten einfangen. Nehmen Sie einfach eine der vielen Fähren, die auf dem Tejo hin und her schippern, und machen Sie einen kleinen Abstecher auf die andere Seite des Flusses, etwa vom Cais do Sodré nach Cacilhas.

Mit Hingabe widmen sich die Nationalmuseen in der Hauptstadt der ruhmreichen Vergangenheit Portugals. Immer wieder kreisen die Themen um die große Zeit der Entdeckungen, das portugiesische Weltreich, das goldene Zeitalter. Kunstwerke und Pretiosen aus diesen Zeiten lassen den Wohlstand von einst erahnen. Exotische Kostbarkeiten aus fernen Ländern erinnern an die frühere Größe des kleinen Landes. Viele Lissabonner Museen sind in alten Adelspalästen untergebracht, die für sich schon eine Sehenswürdigkeit sind. Für Museumsmuffel: Einige der schönsten Terrassencafés gehören zu Museen, z. B. das vom Museu Nacional de Arte Antiga. Infos zu Museen und anderen kulturellen Aktivitäten: www.ipmuseus.pt

Für Konditionsschwache gibt es in der Sieben-Hügel-Stadt die altertümlichen elevadores, mit denen man sich bequem in höher gelegene Stadtviertel hieven lassen kann. Drei dieser Vehikel sind Standseilbahnen, bei denen sich zwei Wagen mittels eines ausgeklügelten Kabelsystems gegenseitig hochziehen. Die kuriosen Transportmittel sind allesamt schon weit über 100 Jahre alt. Eine Karte kostet 1,30 Euro.

Sehenswertes

Stadtviertel

Casa do Fado e da Guitarra Portuguesa

Das Fadomuseum bietet eine gemütliche audiovisuelle Reise zu den Wurzeln des Fado. Auch die Geschichte der dazugehörenden 12-saitigen portugiesischen Gitarre wird hier erzählt. Virtuos: der Gitarrist Carlos Paredes! Außerdem sind Plakate, Kostüme, Fotos und Partituren rund um den Fado zu sehen. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Largo do Chafariz de Dentro 1 | Bus 28 bis Casa Conta

Casa dos Bicos

Das Haus der Spitzen verdankt seinen Namen der außergewöhnlichen Fassade aus spitzen Steinquadern. Der Sohn des Vizekönigs von Indien, Brás de Albuquerque, ließ den Stadtpalast 1522 im italienischen Stil errichten. Solche diamantförmigen Fassaden waren im Italien und Spanien der Frührenaissance groß in Mode. | Rua dos Bacalhoeiros | Eléctrico 18, 25 bis Rua Alfândega

Castelo de São Jorge

Die Festung des heiligen Georg ist die Wiege Lissabons. Unübersehbar thront sie hoch über den Dächern der Stadt. Wer den Burgberg erklimmt, wird durch ein einmaliges Rundumpanorama belohnt. Auf Steinbänken kann man sich unter Schatten spendenden Bäumen vom Aufstieg erholen. Die mittelalterliche Zitadelle war Stützpunkt vieler Herrscher des Landes, denn vom schwer einzunehmenden Burgberg hatte man das weite Tejo-Delta und die gesamte Stadt im Blick. Im 5. Jh. ließen sich Westgoten hier nieder, später nahmen Mauren (8.-12. Jh.) die Festung ein und bauten sie aus. Im Jahr 1147 gelang es König Dom Afonso Henriques und seinem Gefolge, die Burg zurückzuerobern. Das Kastell wurde königliche Residenz und im Verlauf der Jahrhunderte stetig um- und ausgebaut. Anfang des 16. Jhs. zogen die portugiesischen Royals (König Manuel I.) hier aus, die Burg wurde dem Verfall überlassen. Anlässlich der 800 Jahre zurückliegenden Reconquista (Rückeroberung) rekonstruierte man 1938 die Festungsanlage mit den Wehrtürmen. Trotz Abweichungen vom Original ist das Ergebnis sehenswert.

Igreja e Convento da Graça

Einst stand hier ein dreischiffiges Augustinerkloster aus dem 13. Jh. Durch das Erdbeben 1755 wurde es stark beschädigt und mit nur einem Kirchenschiff wieder aufgebaut. Seit 1834 waltet das Militär im ehemaligen Konvent und erlaubt keinen Zutritt. Die Kirche dagegen steht den Besuchern offen. Davor der gemütliche Miradouro da Graça mit Bewirtung. | Eléctrico 28 bis Graça

Igreja de Santa Engrácia/Panteão Nacional

Weithin sichtbar ist die hohe, weiße Kuppel dieser Kirche, die heute als nationaler Ruhmestempel für die großen Söhne Portugals dient. 2001 wurde mit dem Einzug des Sarkophages von Fadokönigin Amália Rodrigues erstmals einer Frau die Ehre zuteil. Die Geschichte des Gotteshauses rechtfertigt die im Volksmund übliche Bezeichnung Obras de Santa Engrácia für Unternehmungen, die kein Ende finden: 1570 begann man mit der ersten Konstruktion, von der heute nichts mehr übrig ist. Am 15. Januar 1630 wurden die Sakristei und die Bilder im Inneren der Kirche zerstört. Angeklagt wurde der junge Simão Pires Sólis, der auf dem Weg zum Schafott prophezeite, dass die Kirche niemals fertiggestellt werden würde. Und tatsächlich konnte der Kirchenbau erst 1966 in seiner jetzigen Form und Funktion eingeweiht werden.

Igreja e Mosteiro de São Vicente de Fora

Der helle Renaissancebau thront weithin sichtbar über dem Viertel Graça. 1582 ließ König Philipp II. von Spanien (Dom Filipe I. von Portugal) den Konvent errichten. Die Arbeiten zogen sich bis Anfang des 18. Jhs. hin. Innen Marmorpracht, Chorgestühl aus feinsten tropischen Hölzern und blau-weiße Azulejos, so weit das Auge reicht. Das Kloster ist heute Sitz des Kardinals (patriarca) von Lissabon, ebenso dient es als Pantheon für die Patriarchen und die portugiesischen Könige der Dynastie Bragança. Von der Terrasse herrlicher Blick über die Stadt. | Di-So 10-17.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | Largo de São Vicente | Eléctrico 28 bis Voz Operário

Kathedrale Sé

Die Kathedrale Sé (Abkürzung für sedes episcopalis, auf Deutsch Bischofssitz) ist die älteste Kirche Lissabons. Sie wurde nach der Vertreibung der Mauren im Jahr 1147 gebaut, vorher soll hier eine fünfschiffige Moschee gestanden haben. Die Kathedrale wurde mehrmals von Erdbeben stark beschädigt und bis zu Beginn des 20. Jhs. immer wieder restauriert. So vereint sie heute zwei Baustile, die im nüchternen, romanischen Innenraum und dem eleganten, gotischen Chorumgang mit neun Kapellen sichtbar werden. Im Garten des gotischen Kreuzgangs aus dem 14. Jh. werden seit Jahren archäologische Grabungen durchgeführt, römische Spuren, etwa Reste einer Straße und Kanalisationssysteme, gehen bis ins 1. Jh. zurück. Gleich rechts vom Eingang geht es hoch zur Schatzkammer. Hier werden Teile des wertvollen Kirchenschatzes ausgestellt: Reliquien, Roben und das Glanzstück, eine goldene Monstranz aus dem Jahr 1760. | Kirche: tgl. 9-19 Uhr, Kreuzgang und Kapellen: Mo-Sa 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr, Schatzkammer: Mo bis Sa 10-17 Uhr, Messen: So und feiertags 11.30 und 19 Uhr, Di-Sa 18.30 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Largo da Sé | Eléctrico 28, Bus 37 bis Sé

Miradouro da Graça

Einige Bäume, ein paar Tische und Stühle, ein kleiner Café-Kiosk und Musik aus dem Gettoblaster. Herrlicher Blick zur Burg und über die Baixa bis zur Brücke des 25. April. | Eléctrico 28 bis Largo da Graça

Miradouro de Santa Luzia/Portas do Sol

Von dieser Aussichtsterrasse hat man einen grandiosen Blick über das Dächermeer und Gassengewirr der Alfama und den Tejo. Die Azulejowand an der Kirche Santa Luzia zeigt eine Ansicht Lissabons vor dem Erdbeben 1755. Etwas weiter oben, am Largo das Portas do Sol, liegt ein kleiner Café-Kiosk. | Eléctrico 12 und 28 bis Miradouro de Santa Luzia

Miradouro Senhora do Monte

Am höchsten miradouro der Stadt liegt einem Lissabon mit dem Tejo malerisch zu Füßen. An diesem lauschigen Plätzchen vergisst man die Hektik der Großstadt. Hier stehen eine Marienstatue und eine kleine Wallfahrtskapelle. | Eléctrico 28 bis Rua da Graça

Museu Escola de Artes Decorativas

Die Familie Espírito Santo - eine der reichsten in Portugal - hat aus ihrem Privatbesitz Möbel und andere wertvolle Stücke gestiftet. Neben Möbeln werden im Museum für angewandte Kunst, das stilecht im Palácio Azurara aus dem 17. Jh. untergebracht ist, kunstvolle Tapisserien und Teppiche, Azulejos, Porzellan und Silber gezeigt. Schräg gegenüber liegt der kleine Miradouro Portas do Sol. | Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | Largo das Portas do Sol 2 | www.fress.pt | Eléctrico 28 bis Largo das Portas do Sol

Avenida da Liberdade

Die Prachtallee ist die Brücke zwischen dem alten und dem neuen Lisboa. Die etwa 1,5 km lange Avenida stammt aus den Jahr 1886, sie verbindet die Praça dos Restauradores mit der Praça Marquês de Pombal. Baumbestandene Grünstreifen mit Bänken und ein paar Cafés trennen die Straße von den mosaikgeschmückten Trottoirs. Entlang der Promenade liegen prächtige alte Bürgerhäuser, gute Hotels und elegante Boutiquen. | Metro (blau) Restauradores, Avenida, Marquês de Pombal

Elevador da Glória

Dank seiner günstigen Lage ist dies der meistgenutzte elevador. Seit 1885 verbindet er die Unterstadt Baixa mit dem Vergnügungsviertel Bairro Alto, deshalb ist er unter der Woche und sonntags bis Mitternacht und am Wochenende bis 0.30 Uhr geöffnet. Die „Talstation“ liegt am Praça dos Restauradores nahe der Touristeninfo, die „Bergstation“ neben dem schönen Aussichtspunkt Miradouro São Pedro de Alcântara. | Metro (blau) Restauradores

Elevador da Lavra

Dieses museumsreife Vehikel von 1884 ist der älteste elevador der Stadt. Oben angekommen, finden Sie gleich in der Nähe den Campo dos Mártires da Pátria, wo die Deutsche Botschaft und das Goethe-Institut liegen (hier gibts einen Lesesaal mit deutschen Medien und die Goetheke mit deutschem Essen und Biergarten). | Mo-Sa 7-21, So 9-21 Uhr | Metro (blau) Restauradores

Elevador de Santa Justa

Der Star unter Lissabons elevadores ist diese verspielte Gusseisenkonstruktion, ein richtiger Fahrstuhl, dessen geräumige Holzkabinen über 30 m senkrecht nach oben gezogen werden. Gebaut hat ihn, wie auch die anderen elevadores, Raul Mesnier de Ponsard, ein Schüler Gustav Eiffels. 1902 wurde der Aufzug eingeweiht. Oben befindet sich eine Aussichtsterrasse und der Übergang in die Oberstadt. | Tgl. 9-21 Uhr | Metro (blau oder grün) Baixa-Chiado

Jardím Botânico

Eine grüne Oase mitten in der City, wie geschaffen für gemütliche Spaziergänge oder Verschnaufpausen. Der tropische alte Baumbestand des 1873 angelegten Gartens stammt hauptsächlich aus den portugiesischen Exkolonien. Kleine Teiche, Treppchen und Statuen geben dem Park einen charmant-pittoresken Look. | Sommer tgl. 10-20, Winter tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Rua da Escola Politécnica 58 | Metro (gelb) Rato

Parque Eduardo VII

Mehr lang als breit zieht sich der Park hinter dem Marquês-de-Pombal-Platz den Hügel hinauf. Er ist an beiden Seiten von Bäumen gesäumt. Für Fotografen ist der „Schuss“ vom oberen Ende des Parks ein must. Bei schönem Wetter reicht die Sicht von hier bis weit hinüber zum anderen Tejoufer. Nur wenige Touristen verirren sich in die Estufas (Gewächshäuser) am oberen Ende des Parks, obwohl sie eine wahre Idylle sind. Die Estufas wurden Anfang des 20. Jhs. angelegt und beherbergen Gewächse aus der ganzen Welt. Das Dach der Estufa fria besteht aus einem hölzernen Lattensystem, das wie eine Jalousie die Sonne abhält (deshalb kaltes Gewächshaus). Angeschlossen ist die Estufa quente (warmes Gewächshaus), wo Kakteen und andere tropische Pflanzen gedeihen. | Nov.-April tgl. 9-17, Mai-Okt. tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 1,58 Euro | Metro (blau) Marquês de Pombal, Parque, S. Sebastião

Praça do Comércio/Terreiro do Paço

Der Handelsplatz ist der Stolz aller Lissabonner Plätze. Wie eine Veranda öffnet er sich zum Tejo, an den übrigen drei Seiten ist er von Gebäuden mit prächtigen Arkadengängen flankiert. Bis zum Erdbeben 1755 befand sich hier die königliche Residenz, woher sich die noch heute gebräuchliche Bezeichnung Terreiro do Paço (Palastplatz) ableitet. Mitten auf dem Platz steht das Reiterstandbild von König José I., unter dessen Regentschaft Marquês de Pombal den Wiederaufbau der Stadt verwirklichte. | Metro (grün, blau) Baixa-Chiado

Praça da Figueira

Nur durch eine Häuserreihe ist dieser Platz vom Rossio getrennt. Sein Markenzeichen sind die Tauben, die um das Reiterstandbild von König João I. herumflattern. | Metro (grün) Rossio

Praça Marquês de Pombal

Der kreisrunde Platz ist sozusagen der Grenzstein zwischen dem alten und dem neuen Lissabon. Mitten im Verkehrschaos steht das Denkmal mit dem Stadterneuerer Marquês de Pombal, der von hoch oben auf sein Lebenswerk herunterblickt. | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Praça do Municipio

Hier steht das neoklassizistische Rathaus (Câmara Municipal). In der Mitte des Platzes mit dem schönen Schwarzweißmosaik erhebt sich eine gewundene Doppelsäule, die einst als Pranger diente und zudem das Emblem für das Stadtrecht bildete. | Eléctrico 15, 18 bis Praça do Comércio

Praça dos Restauradores

In der Mitte des Platzes ragt ein 30 m hoher Obelisk in die Luft. Das Monument erinnert an die Befreiung Portugals von den damals so verhassten Spaniern im Jahr 1640. Der Tag des Sieges im Krieg der Restauration ist heute nationaler Feiertag (1. Dezember). Im Palácio Foz am Rande des Platzes war unter Diktator Salazar die Propagandazentrale des Landes untergebracht. Heute befindet sich hier die Touristeninfo. | Metro (blau) Restauradores

Rossio

Hier schlägt das Herz der Tejo-City. Auf dem großen Platz mit dem kunstvollen Wellenmosaik herrscht immer reger Betrieb. In der Mitte steht auf einer hohen Marmorsäule die Statue des Königs D. Pedro IV., des offiziellen Namensgebers des Platzes. Im Volksmund hat sich jedoch Rossio als Name durchgesetzt. An der Nordseite liegt das klassizistische Nationaltheater Dona Maria II. Der Platz wird von den zwei traditionsreichen Cafés Suiça und Nicola flankiert. Ein paar Schritte entfernt liegt der berühmte Bahnhof Rossio mit den sehenswerten hufeisenförmigen Eingängen. | Metro (grün) Rossio

Elevador da Bica

Der kleinste elevador führt von der Rua da Boavista hinauf zur Calçada do Combro ganz in der Nähe des Chiado. Der Oldie stammt aus dem Jahr 1892. Teilweise ist die kurze Schienentrasse so eng, dass Sie den Anwohnern fast in die Töpfe gucken können. | Mo-Sa 7-21, So 9-21 Uhr | Metro (grün) Cais do Sodré

Igreja do Carmo

Als steinernes Mahnmal erhebt sich die Ruine der Carmo-Kirche weithin sichtbar über der Altstadt. Der gotische Konvent aus dem 14. Jh. wurde beim großen Erdbeben 1755 fast vollständig zerstört. Stehen geblieben sind nur die eleganten Pfeiler des Portalbogens. Im Inneren des dachlosen Kirchenschiffes werden manchmal unter freiem Himmel klassische Konzerte gegeben. In den Seitenflügeln ist das archäologische Museum untergebracht. Die Kirche liegt am lauschigen Largo do Carmo mit einem kleinen, verspielten Brunnen. | Mai-Sep. Mo-Sa 10-18, Okt.-April Mo-Sa 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Largo do Carmo | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Igreja São Roque

Die schlichte Fassade der Kirche lässt kaum vermuten, welch prunkvoller Glanz sich im Inneren verbirgt. Die 1566 erbaute Jesuitenkirche überstand das große Erdbeben 1755 fast unbeschadet. Glanzstück der acht Seitenkapellen ist die Kapelle Johannes des Täufers (Capela de São João Baptista) vorne links vom Altar. König João V. gab sie 1742 in Rom in Auftrag. Geld spielte keine Rolle, und so wurden die besten Künstler beschäftigt und nur edelste Materialien verwendet: Carrara-Marmor, Elfenbein, Gold, Silber und Edelsteine. Nach der Segnung durch den Papst wurde die Kapelle in Einzelteilen nach Lissabon verschifft und dort erneut aufgebaut. Von der Kirche gelangen Sie in das angeschlossene Museu de Arte Sacra mit einem Modell der Täuferkapelle in Originalmaterialien. | Kirche tgl. 8.30 bis 17 Uhr, Museum Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Largo Trindade Coelho | Metro (blau) Baixa-Chiado oder Restauradores, dann Elevador da Glória

Miradouro de Santa Catarina

Ein Platz wie geschaffen für laue Sommernächte. Weiter Blick über den Hafen und den Tejo bis fast zum Atlantik. Hier treffen sich Lebenskünstler, Studenten und Szeneleute am kleinen Café-Kiosk, der im Sommer täglich von mittags bis spätnachts geöffnet ist. Im Winter wetterabhängige Öffnungszeiten. | Eléctrico 28 bis Calhariz-Bica

Miradouro São Pedro de Alcântara

Dieser miradouro ist fast ein kleiner Stadtpark. Unter Schatten spendenden Bäumen sprudelt ein Springbrunnen, Holzbänke laden zum Verweilen ein. Das Denkmal zeigt den Zeitungsgründer Eduardo Coelho, begleitet von einem bronzenen ardina, dem typischen Lissabonner Zeitungsjungen im 19. Jh. Phantastische Sicht auf die Silhouette des alten Lissabon mit den Vierteln Mouraria und Alfama, den Kirchtürmen, Kuppeln und dem Castelo de São Jorge. Hinter dem miradouro die Portweinprobierstube Solar do Vinho do Porto | Metro (blau) Restauradores, dann Elevador da Glória

Museu do Chiado

Das Museum für zeitgenössische Kunst ist im restaurierten Convento de S. Francisco untergebracht. In den alten Ziegelgewölben gibt es Skulpturen und Bilder portugiesischer und französischer Künstler zu sehen. Auch wechselnde Ausstellungen. Schönes Terrassencafé. | Di-So 10-18 Uhr, So bis 14 Uhr frei | Eintritt 3 Euro | Rua Serpa Pinto 4 | www.museudochiado-ipmuseus.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Assembleia da República/Palácio de São Bento

Hier tagt das portugiesische Parlament, der hintere Teil ist Sitz des Premierministers. Weite Treppen, beidseitig flankiert von marmornen Löwen, führen zum Palast. Besonders eindrucksvoll ist die neoklassizistische Säulenfront am Haupteingang. Das Gebäude wurde auf den Ruinen des Benediktinerkonvents São Bento de Saúde erbaut, dessen Ursprünge bis 1598 zurückgehen. | Avenida Dom Carlos | www.parlamento.pt | Eléctrico 28 bis Calçada Estrela

Basílica da Estrela

Die blendend weiße Kuppel der Sternenbasilika sticht aus der Skyline Lissabons heraus. Sie ist begehbar und bietet einen tollen Rundblick, derzeit allerdings wird restauriert. Die Basilika wurde 1777 von Königin Maria I. (1734-1816) aus Dankbarkeit für die Geburt eines Thronfolgers gestiftet. Besonders schön ist die neoklassizistische Hauptfassade mit zahlreichen Marmorstatuen. | Tgl. 7.30-13 und 15-19 Uhr. Gegenüber liegt der kleine Stadtpark Jardim da Estrela, hervorragend geeignet für eine Verschnaufpause. | Eléctrico 28 bis Estrela

Cemitério dos Prazeres

Der riesige Friedhof der Vergnügungen, angelegt 1833, ist eine kleine Stadt für sich. Prächtige Mausoleen und bescheidene Grabstellen liegen nah beieinander. Viele berühmte portugiesische Häupter fanden hier ihre letzte Ruhe, wie Alfredo Keil, Komponist der portugiesischen Nationalhymne. Auch Dichter Fernando Pessoa wurde hier zu Grabe getragen, bevor man ihn in das Hieronymuskloster verlegte. | Okt.-April tgl. 9-17, Mai-Sep. 9-18 Uhr | Parada dos Prazeres | Endhaltestelle Eléctrico 28

Jardim da Estrela/Jardim Guerra Junqueiro

Der kleine Stadtpark vor der Basílica da Estrela ist mit seinen vielen alten Bäumen, Holzbänken unter Platanen, einem kleinen Terrassencafé und ein paar Teichen mit Enten und Schwänen ein recht gemütliches Plätzchen. In der Mitte ein filigraner Jugendstil-Musikpavillon. | Largo da Estrela | Eléctrico 28 bis Estrela

Museu Nacional de Arte Antiga

Das Nationalmuseum für alte Kunst ist in Lissabon fast besser bekannt als Museu das Janelas Verdes (Museum der grünen Fenster) - so benannt nach dem Straßennamen. Der Kunsttempel zeigt die bedeutendste Kunstsammlung Portugals. Präsentiert werden Möbel, Keramik, Glas, sakrale Silber- und Goldarbeiten sowie orientalische Elfenbein- und Perlmuttobjekte. Herausragend ist die Sammlung europäischer Meister, darunter Werke von Dürer, Holbein, Cranach und Velasquez. Wichtigstes Werk im Museumsbesitz ist der sechsteilige Flügelaltar des portugiesischen Malers Nuno Gonçalves. Das Meisterwerk portugiesischer Porträtmalerei zeigt 60 wichtige Persönlichkeiten. Schöne Terrassenbar mit Blick über den Tejo und den alten Hafen. | Di 14-18, Mi-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Rua das Janelas Verdes | www.mnarteantiga-ipmuseus.pt | Eléctrico 15 bis Cais Rocha

Mosteiro dos Jerónimos

Es sollte stets das Erste sein, was vom Schiff aus bei der Ankunft in Lissabon zu sehen war: das Hieronymuskloster, Prunkstück des goldenen Zeitalters der portugiesischen Entdeckungen, Ruhestätte der großen Söhne des Landes, seit 1983 Welterbe der Unesco.

Museu de Marinha

Für Freunde des Modellbaus ist das Marinemuseum ein wahres Paradies. Es ist vollgestopft mit kunstvollen Schiffsmodellen von antik bis zeitgenössisch: einfache Fischerboote, Walfangschiffe, Rudergaleeren, Fregatten, Karavellen, Segeljachten, Kreuzer, Kriegsschiffe, Öltanker. Die Seefahrernation Portugal hat sich und dem Zeitalter der Entdeckungen mit diesem Museum ein Denkmal gesetzt. Davon zeugen auch Reminiszenzen aus dem Orient, Schiffsmodelle, Landkarten, nautische Instrumente und Bordgeräte, Logbücher sowie Gemälde. Nur ein paar Hundert Meter entfernt von hier stach vor über 500 Jahren die Armada von Kapitän Vasco da Gama in See. | Sommer Di-So 10-18, Winter Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Praça do Império | www.museu.marinha.pt | Eléctrico 15 bis CCB

Museu Nacional de Arqueologia

Besonders interessant ist der „Schatzraum“ im Archäologischen Museum. Schmuck und Münzen von 20-150 n. Chr. zeigen eindrucksvoll die reichen Gold-, Silber- und Kupfervorkommen, die es einmal in Portugal gegeben hat. Die Minen wurden unter den Römern regelrecht ausgebeutet. Außerdem: archäologische Funde aus der Frühzeit, Artefakte aus Ägypten, römische Mosaike und mittelalterliche Geräte. Das Museum ist im Westflügel des Hieronymusklosters untergebracht. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Praça do Império | www.mnarqueologia-ipmuseus.pt | Eléctrico 15 bis Mosteiro dos Jerónimos

Museu Nacional dos Coches

In der ehemaligen Reitschule des Palácio de Belém, heute Sitz des portugiesischen Präsidenten, wird die weltweit einmalige Sammlung von Kutschen aus dem 16. bis 19. Jh. präsentiert. Besonders prunkvoll sind die drei Triumphkutschen des portugiesischen Botschafters in Rom aus dem Jahr 1716. Das älteste Gefährt ist auch das bescheidenste: der Reisewagen von König Philipp III. (Filipe II. von Portugal), Ende des 16. Jhs. in Spanien gebaut. Von der Empore sind die reich verzierten Dächer mancher Prunkkarossen zu sehen, in der Galerie Gemälde und Zeichnungen, Uniformen und Reiterzubehör. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Praça Afonso de Albuquerque | www.museudoscoches-ipmuseus.pt | Eléctrico 15 bis Belém

Museu Nacional de Etnologia

Tauchen Sie ein in fremde Kulturen! Das ethnologische Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung von Artefakten aus der ganzen Welt, größtenteils stammen sie aus den ehemaligen Kolonien. Im halbjährlichen Wechsel gibt es spannende thematische Ausstellungen zu sehen. In der Galerie werden außerdem in einer ständigen Schau Objekte aus dem ländlichen Leben in Portugal präsentiert. Das Museum liegt oberhalb des Hieronymusklosters in Belém-Restelo. | Di 14-18, Mi-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Avenida Ilha da Madeira | www.mnetnologia-ipmuseus.pt | Bus 732 bis Avenida Ilha Madeira

Padrão dos Descobrimentos

Das weiße Denkmal in Belém versinnbildlicht den Aufbruch der portugiesischen Entdecker in neue Welten. Zu Ehren Prinz Heinrich des Seefahrers (Infante Dom Henrique, 1394-1460) wurde es 1960, anlässlich seines 500. Todestages, errichtet. Das wuchtige, 50 m hohe Denkmal schiebt sich wie der Bug einer Karavelle in den Tejo. Darauf steht an der Spitze Prinz Heinrich, dessen berühmte Seefahrerschule in Sagres (Algarve) die Keimzelle der Entdeckungsfahrten war. Hinter ihm reihen sich dicht gedrängt wichtige Persönlichkeiten jener Zeit: Kapitäne, Könige, Astronomen, Kartografen und Schriftsteller.

Palácio Nacional da Ajuda

König João VI. gab den Palastbau 1802 in Auftrag, doch erst 1862 bezog König Luís I. mit seiner Frau D. Maria Pia die königliche Residenz, die nie ganz fertiggestellt wurde. Die junge Königin war verantwortlich für die Gestaltung der Gemächer. Der Palast ist üppig ausgestattet mit Antiquitäten, Kunstwerken und Pretiosen. Im rosafarbenen Sachsensaal sind selbst die Stühle und Tische aus Meissner Porzellan gefertigt. Einige Räume werden heute noch für Staatsempfänge genutzt. | Do-Di 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | Eléctrico 18 bis Calçada Ajuda (Palácio)

Torre de Belém

Der kunstvoll im manuelinischen Stil gehaltene Wehrturm erinnert an die Zeit, als die portugiesischen Entdecker mit ihren Karavellen von hier aus in See stachen. Unter der Ägide von König Manuel I. zwischen 1515 und 1521 errichtet, diente der Turm eher zum Empfang der voll beladenen Schiffe aus aller Welt als zur Verteidigung der breiten Flussmündung. Einst stand das Schmuckstück auf einer kleinen Insel mitten im Tejo. Im Laufe der Jahrhunderte versandete der Fluss, und so ist der Torre heute vom Ufer aus zugänglich. Über einen kurzen Steg geht es ins Innere. Hier liegen einige Kanonen, auf der Terrasse steht die Statue der Schutzheiligen des Erfolges, Madona do Bom Sucesso, die bereits die Schiffe der Entdecker grüßte. Von der Terrasse im vierten Stock hat man aus 35 m Höhe eine gute Aussicht auf die umliegenden Stadtviertel und den Tejo. | Okt.-April Di-So 10-17, Mai-Sept. Di-So 10-18.30 Uhr | Eintritt 3 Euro, So bis 14 Uhr frei | Eléctrico 15 bis Largo da Princesa

Aqueduto das Águas Livres

Der Aquädukt der freien Wasser zählt zu den großen Ingenieursleistungen des 18. Jhs. Er ist eines der imposantesten Wahrzeichen der Metropole. Obwohl Lissabon vom riesigen Tejo-Delta fast eingeschlossen ist, war Wassermangel jahrhundertelang das Hauptproblem der Stadt und ihrer Bewohner. König D. João V. (1705 bis 1750) gab den Aquädukt in Auftrag, den Bau bezahlte das Volk mittels einer Wasserabgabe. Das Wasser wird 18,5 km unter- und oberirdisch bis zum Reservoir Mãe dÁgua (Mutter des Wassers) nahe dem Amoreiras-Shoppingcenter geführt. Das monumentale Bauwerk überstand selbst das Erdbeben von 1755 unbeschadet, erst 1967 wurde der Betrieb vollends eingestellt.

Centro de Arte Moderna

Im Museum für moderne Kunst, das zur Gulbenkian-Stiftung gehört, kann man sich einen guten Überblick über die zeitgenössische Kunstszene Portugals verschaffen. Es lohnt sich allemal, Paula Rego kennenzulernen, deren Bilder ganze Geschichten erzählen, oder den Maler Almada Negreiros, eine Schlüsselfigur der portugiesischen Moderne. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro, Kombiticket mit Museu Gulbenkian 5 Euro | Rua Dr. Nicolau de Bettencourt | www.camjap.gulbenkian.org | Metro (blau) São Sebastião

Cristo Rei

Den Blick auf Lissabon gerichtet, scheint die markante Christusstatue am südlichen Ufer des Tejo mit offenen Armen seine Besucher zu empfangen. Für manche ist der Christkönig ein Wallfahrtsort, für die meisten ist er schlicht ein Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über Lissabon und das Tejo-Delta. Ein Aufzug fährt über 80 m hinauf zur Aussichtsplattform, auf der sich die 28 m hohe Betonstatue erhebt. Die 1959 eingeweihte Christusfigur entstand als Dank der portugiesischen Nation dafür, dass man im Zweiten Weltkrieg „ausgespart“ wurde. | Tgl. 9.30-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.cristo-rei.com | Fähre ab Cais do Sodré bis Cacilhas, dann Bus 101 bis Cristo Rei

Museu de Calouste Gulbenkian

Das größte Museum der Stadt ist gleichzeitig das schönste. Im Gulbenkian-Museum werden Teile der einzigartigen Kunstsammlung gezeigt, die der armenische Ölmagnat Calouste Sarkis Gulbenkian Lissabon hinterlassen hat, das ihm im Zweiten Weltkrieg Asyl gewährte. Die Hälfte der Ausstellung zeigt orientalisches Kunsthandwerk - feinste Tapisserien, Azulejos, Teppiche, Bücher, Schriften, Porzellan- und Glaswaren aus der Türkei, Persien, Syrien oder China. Die Kunstfertigkeit dieser Pretiosen ist wirklich außerordentlich und zeigt den exquisiten Geschmack des Kunstenthusiasten Gulbenkian. In weiteren Räumen sind bei gedämpftem Licht, ab und zu von Ausblicken ins Grüne erhellt, Bilder und Skulpturen europäischer Meister zu sehen. Darunter Werke von Rubens, Rembrandt, Frans Hals, Turner, Gainsborough, Manet, Degas, Renoir und Rodin. Außerdem: Stilmöbel, Porzellane und silberne Tafeldekorationen, zumeist französische Glanzstücke aus dem 18. Jh. Freunde des Jugendstils kommen im René-Lalique-Raum auf ihre Kosten.

Museu da Cidade

Stadtgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. Interessant ist ein Modell, das Lissabon vor dem Erdbeben 1755 zeigt. Das Stadtmuseum ist im Palácio Pimenta untergebracht, den König João V. 1746 als Geschenk für seine Geliebte errichten ließ. Allein das Interieur des Palastes mit Möbeln und großartigen Azulejos lohnt den Besuch. Besonders schön ist die alte Palastküche. | Di-So 10-13 und 14-18 Uhr | Eintritt 2 Euro | Campo Grande, 245 | Metro (gelb, grün) Campo Grande

Museu Nacional do Azulejo

Das Kachelmuseum ist ein Muss für jeden Lissabon-Besucher. Es besitzt eine umfangreiche Sammlung von Azulejos aus Portugal, den Niederlanden und Spanien und bietet einen interessanten Querschnitt durch die historische Entwicklung der für Portugal so typischen Kunst der Kachelmalerei - von den maurischen Anfängen bis ins 21. Jh. Prunkstück der Sammlung ist das 35 m lange Azulejopanorama Lissabons vor dem Erdbeben. Untergebracht ist das Museum im Convento da Madre de Deus. Vom 1509 erbauten Konvent steht aber nur noch das manuelinische Portal. Im restaurierten Kirchenschiff und der Sakristei gibt es eine Fülle von barocken, vergoldeten Holzschnitzarbeiten zu sehen. Auch das schöne Café-Restaurant mit Innenhofterrasse lohnt einen Besuch. Besonders an heißen Tagen lässt es sich hier unter Palmen gut aushalten. | Di 14-18, Mi-So 10-12 und 14 bis 18 Uhr (Café mittags offen) | Eintritt 3 Euro | Rua Madre de Deus, 4 | www.mnazulejo-ipmuseus.pt | Bus 794 bis Igreja Madre Deus

Museu Nacional do Traje

Wer sich für Mode und Design interessiert, ist hier richtig. Zum Fundus des Trachtenmuseums gehören 30000 Objekte aus vielen Jahrhunderten. Sie stammen aus Portugal und den ehemaligen Kolonien. Alle zwei Jahre wechseln Ausstellungen mit thematischen Schwerpunkten, die stets mit viel Sinn für Atmosphäre präsentiert werden.

Palácio dos Marqueses de Fronteira

Besonders schön an dem herrschaftlichen Palast im Stadtteil Benfica ist die romantische Gartenanlage. Der erste Marquês de Fronteira ließ das Palais im 17. Jh. zunächst als Jagdpavillon errichten. Besonders beeindruckend sind die Azulejos, die den Palast innen und außen schmücken. Götter, Planeten, Sternzeichen, Vögel, Katzen und Affen verzieren Bänke und Fassaden auf der Veranda. Die prachtvoll geflieste Galerie der Könige dominiert den unteren Teil des Gartens. Tiefblau leuchten die Azulejos in der Sonne und spiegeln sich im Teich davor wider. Hier sind die Büsten aller portugiesischen Monarchen aufgestellt, mit Ausnahme der spanischen „Besatzer-Könige“. | Nur mit Führung, Mai-Sep. Mo-Sa 10.30, 11, 11.30, 12 Uhr, Okt.-April Mo-Sa 11 und 12 Uhr | Eintritt Palast und Garten 7,50 Euro, Garten 3 Euro | Largo São Domingos de Benfica, 1 | Metro (blau) Jardim Zoológico, dann Bus 70 bis Palácio Fronteira

Parque das Nações/Park der Nationen

Das ehemalige Expogelände ist zum Symbol für das neue Lissabon geworden. Die Weltausstellung 1998 war Bestandteil eines gigantischen Urbanisierungsprojekts. Fast aus dem Nichts entstand hier am Ufer des Tejo ein neuer Stadtteil, in dem heute rund 20000 Menschen leben und arbeiten. Hier liegen Portugals architektonische Perlen der Moderne wie an einer Kette aufgereiht. Die 17 km lange Ponte Vasco da Gama überbrückt das breite Tejo-Delta, das auch Strohmeer (Mar de Palha) genannt wird, weil die glitzernde Wasseroberfläche in der Sonne wie zum Trocknen ausgelegtes Stroh aussieht. Mekka aller Architekten ist der High-Tech-Bahnhof Oriente: ein filigraner Palmenhain aus Stahl und Glas, entworfen vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava.

Parque Florestal de Monsanto

Der riesige Park im Nordwesten von Lissabon ist die grüne Lunge der Stadt. Es gibt Fahrrad-, Wander- und Reitwege, Trimmpfade, Picknickparks, Spielplätze und einige Restaurants. Im Amphitheater Keil do Amaral finden im Sommer Konzerte (Pop, Rock, Fado, Ethno, Klassik) statt (ab 22 Uhr | Eintritt frei | www.cm-lisboa.pt/pmonsanto). Außerdem Fahrradverleih, Freeclimbing- und Skateanlagen. Im Park zirkuliert im Sommer von 9.30-17 Uhr ein Minibus gratis. | Bus 729 von Belém bis Montes Claros

Ponte 25 de Abril

Die elegante Ponte 25 (Vinte e cinco) de Abril erinnert stark an die Golden Gate Bridge in San Francisco. Diktator Salazar ließ sie bei der Einweihung 1966 auf seinen Namen taufen. Nach dem Sturz des Regimes erhielt die Brücke zum Andenken an die Nelkenrevolution am 25. April 1974 ihren heutigen Namen. Fünf Fahrspuren führen in 70 m Höhe über den Fluss. Für Fußgänger ist die 2,3 km lange Hängebrücke gesperrt. 1999 wurden für eine Bahnverbindung Schienentrassen unter die Fahrbahn gehängt. Der moderne zweistöckige Brückenzug (Comboio da Ponte) braucht von der Innenstadt ca. 20 Minuten bis auf die andere Seite und eignet sich auch als kleiner Sightseeingtrip. | Ponte: Pkw-Maut in Cityrichtung 1,25 Euro, August frei | Comboio da Ponte: Haltestellen bei den Metrostationen Roma/Areeiro, Entrecampos, Sete Rios | Ticket bis Pragal: 1,60 Euro

Essen und Trinken

Für jeden Geschmack etwas

Der Atlantik ist die Speisekammer Portugals. Frischen Fisch bekommt man in Hülle und Fülle

Die traditionelle portugiesische Küche ist einfach, rustikal und deftig. Die Portionen sind meistens reichlich. Auf den Teller kommt viel Fisch und Fleisch, Reis und Kartoffeln (oft gleichzeitig!), dazu einige Salatblätter als Standardgemüse.

Außergewöhnlicheres wird manchmal in den einfachsten Wirtshäusern (tascas) aufgetischt, wo die dona des Hauses noch selbst am Herd steht und liebevoll nach überlieferten Familienrezepten kocht.

Die Lisboetas lieben es, zum Essen auszugehen. Besonders mittags sind die Restaurants in der Hauptstadt meist gerammelt voll. Mittagessen (almoço) wird in der Regel zwischen 13 und 15 Uhr serviert. Abendessen (jantar) gibt es ab 20 Uhr, die meisten Gäste kommen allerdings ein, zwei Stunden später. Um acht Uhr bekommen Sie fast überall auch ohne Vorbestellung einen Tisch, ansonsten ist eine Reservierung in einem besseren Restaurant, besonders am Wochenende, ratsam. In vielen Restaurants können Sie mittags eine halbe Portion (meia dose) bestellen. Das Gedeck (couvert) aus verschiedenen Häppchen wie Oliven, Käse, Thunfischpastete, Brot und Butter müssen Sie bezahlen, wenn Sie etwas davon essen.

Nationalgericht Nummer eins ist der Stockfisch bacalhau, den die Portugiesen liebevoll ihren treuen Freund (o fiel amigo) nennen. Mindestens 365 verschiedene Zubereitungsarten soll es für ihn geben. Gut, günstig und allseits beliebt: gebratene Sardinen (sardinhas assadas), die nur mit grobem Meersalz eingerieben über Holzkohle (na brasa) gegrillt werden. Liebhaber von Schalentieren (mariscos) kommen in den marisqueiras (Meeresfrüchterestaurants) voll auf ihre Kosten. Die Vielfalt ist beeindruckend, achten Sie aber auf den (Kilo-)Preis. Hummer (lavagante) und Langusten (lagostas) sind auch in Lissabon nicht gerade billig.

Fleisch (carne) mögen die Portugiesen am liebsten voll durchgebraten. In einfachen Restaurants kann das Steak (bife) deshalb schon mal sehr zäh sein. Auch der Versuch, es kurz angebraten (mal passado) zu bestellen, führt da nicht immer zum gewünschten Erfolg. Lamm (borrego) wird viel und gerne gegessen. Eine Köstlichkeit ist das knusprig gebratene Spanferkel (leitão assado), das in vielen einfachen Kneipen (z.B. im A Merendinha, Rua Condes de Monsanto 4-A, an der Praça da Figueira) angeboten wird. Als Spezialität gilt porco preto aus dem Alentejo, ein schwarzes Schwein, das sich hauptsächlich von Korkeicheln ernährt. Wer gerne Geflügel isst, sollte unbedingt das gegrillte Hühnchen (frango assado) bestellen, wers scharf mag, ordert es piripiri. Die Nachspeisen (sobremesas) sind gut und oft sehr süß. Ausgezeichnet schmeckt der Milchreis (arroz doce), zum Standard gehören Karamelpudding (pudim flan) und Milchcreme (leite creme). Unbedingt sollte man in Lissabon die Spezialitäten der ehemaligen portugiesischen Kolonien probieren. Es gibt zahlreiche gute brasilianische, indische, afrikanische und chinesische Restaurants.

Voll auf ihre Kosten kommen Weinliebhaber. Ob Rotwein (vinho tinto) oder Weißwein (vinho branco), die Auswahl ist überall groß. Eine Flasche (garrafa) mittlerer Preislage kostet in einem ordentlichen Restaurant 8 bis 12 Euro. Hauswein (vinho da casa) ist noch günstiger und in der Regel auch gut. Der spritzige vinho verde sollte nur gut gekühlt (bem fresco) getrunken werden.

Essen und Trinken

Cafés

Café a Brasileira

Das berühmteste Café Lissabons. Ihre Bekanntheit verdankt die Brasilianerin vor allem dem Dichter Fernando Pessoa, der seinerzeit hier so gerne verkehrte. Vor dem Café sitzt er nun in Bronze gegossen am Tisch, so wie er zu Lebzeiten hier seinen „Saft“ trank, der in Wahrheit ein Glas voll Schnaps war. Drinnen viel Atmosphäre. Spätabends treffen sich Nachtschwärmer auf ein Tässchen Espresso. | Rua Garrett, 120 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Café Linha dÁgua

Oberhalb des Stadtparkes Eduardo VII liegt diese Cafeteria mit einer schönen Terrasse im Amália-Rodrigues-Garten, direkt an einem kleinen, künstlichen See. Studentisches Publikum und Self-Service. | Rua Marquês da Fronteira | Metro (blau) São Sebastião

Café Martinho da Arcada

Lissabons ältestes Café wurde 1782 von Marquês de Pombal eingeweiht. Fernando Pessoa war seinerzeit hier Stammgast und pflegte seinen „Saft“ oft mit Gedichten zu bezahlen. Heute wird außer Kaffee und Kuchen auch portugiesische Küche serviert. Viel Politprominenz aus den umliegenden Ministerien. | Praça do Comércio, 3 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Café Nicola

Das schöne alte Café im Art-déco-Outfit liegt direkt am Rossio. Es hat bei jeder Tages- und Jahreszeit seine Vorzüge: Vormittags scheint die Sonne auf die Terrasse, an heißen Tagen ist es drinnen angenehm kühl. | Rua 1º de Dezembro 20 | Metro (grün) Rossio

Café Versailles

Lüster, Stuckdecken, Holzvertäfelungen und Marmor erinnern an die lange Tradition des Hauses. In angenehmer Kaffeehausatmosphäre lassen sich ältere Herrschaften und Lissabonner Lokalgrößen hier den Espresso schmecken. | Av. da República, 15A | Metro (gelb) Saldanha

Confeitaria Nacional

Die älteste Konditorei der Stadt (1829) ist ein beliebter Treffpunkt zum nachmittäglichen Kaffeeklatsch. Alles, was süß ist, schmeckt hier besonders gut. | Praça da Figueira, 18 | Metro (grün) Rossio

Pão de Canela

Das gemütliche Café-Restaurant mit Terrasse, direkt an der netten Praça das Flores, hat eine treue Stammkundschaft. Künstler, Journalisten, junge Abgeordnete vom nahen Parlament und die ganze Nachbarschaft aus dem Bairro genießen unter schattigen Bäumen das lässig-freundliche Ambiente. Einfache Küche. Auch Frühstück. | Praça das Flores 25/27 | Bus 790 bis Praça das Flores

Pastéis de Belém

Seit 1837 wird hier die berühmteste Süßigkeit Lissabons hergestellt : pastéis de Belém, Sahnepasteten frisch aus dem Ofen. | Rua de Belém, 84 | nahe Hieronymuskloster | www.pasteisdebelem.pt | Eléctrico 15 bis Bélem

Pastelaria Suiça

Ein Logenplatz am belebten Rossio. Wer vorne keinen Platz bekommt, kann auf die hintere Terrasse am Praça da Figueira ausweichen. | Metro (grün) Rossio

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie gehoben

Bica do Sapato

Für dieses Projekt haben sich die Wirte vom PapAçorda mit Lissabons Avantgardeguru Manuel Reis und dem Hollywoodstar John Malkovich zusammengetan. In dem ehemaligen Hafenlager entstand ein trendy Restaurant im 1970er-Jahre-Retro-Schick. Durch die Glasfront hat man einen schönen Blick über den Tejo, im Sommer Terrassenbetrieb. In der Cafetaria kleinere Gerichte, im 1. Stock elegante Sushibar. Hier gilt: sehen und gesehen werden bei portugiesischer Designer-Cuisine. | So und Mo geschl., Di mittags geschl. | Tel. 218810320 | Av. Infante D. Henrique | Cais da Pedra gegenüber Bahnhof Santa Apolónia | Bus 9 bis Santa Apolónia

Estoril Mandarim

Das Restaurant des Glücksspiel-Tycoon Stanley Ho aus Macao bietet authentische chinesische Küche - ein wahrhaft delikater Genuss - in dezent-elegantem Ambiente. Vom Restaurant im Gebäude des Kasinos hat man einen schönen Blick über die Parkanlage. Im Kasino treten auch Fado-, Jazz- und Popmusikgrößen auf, außerdem laufen gefeierte Tanzrevuen. Im Sommer Do ab 23.30 Uhr Konzerte portugiesischer Künstler im Garten. | Di geschl. | Praça José Teodoro dos Santos | Casino Estoril | Tel. 214667270 | www.casino-estoril.pt | Zug ab Cais do Sodré bis Estoril

Faz Figura

Einer der Klassiker der Stadt mit herrlichem Blick über den Tejo. Bevorzugter Treffpunkt betuchter Lissabonner Familien. Wintergarten und Terrasse. Gute portugiesische und internationale Küche, auch vegetarische Gerichte. Ausgesprochen freundlicher Service. | Mo mittags geschl. | Alfama | Rua do Paraíso, 15B | Tel. 218868981 | www.fazfigura.com | Bus 12 bis Rua do Paraíso

PapAçorda

Die sympathischen Wirte Fernando Fernandes und Zé Miranda schaffen es seit über 20 Jahren, ihr Lokal voll im Trend zu halten und Topqualität zu bieten. In den elegant gestylten Räumen trifft sich alles, was Rang und Namen hat. Portugiesische Hausmannskost im Nouvelle-Cuisine-Gewand. Erstklassig! | So und Mo geschl. | Bairro Alto | Rua da Atalaia 57 | Tel. 213464811 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

A Travessa

Im restaurierten Bernardas-Konvent im Stadtteil Madragoa hat das belgisch-portugiesische Wirteduo Vivien und António mit seinem alteingesessenen Restaurant ein neues Zuhause gefunden. Die schmackhaften Hors-dœuvres, die ohne Bestellung auf den Tisch kommen, sind eine Visitenkarte des Hauses. Samstagabends gibt es ausschließlich Miesmuscheln (mexilhões). Im Sommer speist man unter freiem Himmel im alten Kreuzgang. Der Service ist aufmerksam und freundlich, die Gäste sind das Whos who Portugals. | Sa mittags und So geschl. | Travessa do Convento das Bernardas, 12 | Tel. 213902034, Tel. 213940800 | www.atravessa.com | Eléctrico 25 bis Santos-o-Velho

Vírgula

Direkt am Tejo in einem restaurierten Hafenlager liegt dieser neueste Treffpunkt der Lissabonner Upperclass. Das Styling ist modern, die Aussicht auf den Fluss einmalig. Die portugiesische Küche des jungen Chefs Bertílio Gomes kommt ohne die übliche Deftigkeit daher und ist ein Genuss. | So geschl. | Rua da Cintura do Porto de Lisboa | 16 Armazém B Cais de Santos | Tel. 213432002 | www.restaurantevirgula.com | Metro (grün) Cais do Sodré

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie standard

Atira-te ao Rio

Wenn die Sonne über Lissabon untergeht, dann ist es hier am schönsten. Das Restaurant heißt auf Deutsch Stürz Dich in den Fluss und liegt in Cacilhas, auf der anderen Seite des Tejo. Brasilianische Küche. Im Sommer unbedingt reservieren, die Plätze auf der Terrasse sind begrenzt. | Mo geschl. | Cais Gingal 69 | Tel. 212751380 | Fähre ab Cais do Sodré bis Cacilhas, dann ca. 10 Min. zu Fuß rechts am Kai entlang

Bota Alta

Rustikale Küche aus dem Alentejo, der Region südlich von Lissabon. Hier ist es meistens proppenvoll, deshalb sollten Sie frühzeitig kommen oder reservieren. | So geschl. | Bairro Alto | Travessa da Queimada, 35 | Tel. 213427959 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

O Cantinho da Paz

Gemütliches Familienrestaurant mit Gerichten aus Goa, der ehemaligen portugiesischen Kolonie in Indien. Wirt Sebastião kümmert sich stets mit Witz und Herz um seine Gäste - Künstler, Journalisten und Politiker vom nahen Parlament. Der schicke Ableger Casa da Goa (tgl. | Calçada do Livramento, 17 | Tel. 213930171) wurde gerade zum besten ethnischen Restaurant der Stadt gekürt. | So geschl. | Rua da Paz, 4 | Tel. 213901963 | Eléctrico 28 bis Rua Poiais de São Bento

Casa da Morna

Die kapverdische Antwort auf den Fado heißt Morna. Der Sänger Tito Paris ist ein Star auf dem afrikanischen Archipel. In seinem stilvollen Restaurant speist man bei gedämpften landestypischen Pianoklängen Spezialitäten aus der ehemaligen portugiesischen Kolonie. Einen Versuch wert ist das kapverdische Nationalgericht cachupa, ein Bohnen-Mais-Eintopf mit Fleisch. Küche bis 1.30 Uhr! | So geschl. | Rua Rodrigues Faria, 21 | Tel. 213646399 | www.casadamorna.net | Eléctrico 15, 18 bis Calvário

Casanostra

Der In-Italiener ist ein beliebter Treffpunkt der jungen Medienszene. | Mo geschl., Sa mittags geschl. | Trav. do Poço da Cidade, 60, Ecke Rua da Rosa | Tel. 213425931 | Metro (blau) Baixa-Chiado, Eléctrico 28 bis Praça Luis Camões

Cervejaria da Trindade

Das Bierlokal Lissabons. Die großen Gasträume liegen in einer ehemaligen Klosterkirche. Im Sommer ist der kleine, schattige Garten geöffnet. Ob Fleisch oder Fisch, eine vollständige Mahlzeit oder nur tapas (Vorspeisen), hier bekommen Sie zu jeder Tageszeit etwas. | Feiertags geschl. | Rua Nova da Trindade, 20c | Tel. 213423506 | www.cervejariatrindade.pt | Metro (blau) Baixa-Chiado

Mercado do Peixe

Fisch und Meeresfrüchte satt. Keine Zuchtware. Achten Sie auf den Kilopreis! Das Restaurant mit den riesigen Holzkohlengrills ist groß, laut und sehr beliebt. Flinker Service. | So abends geschl. | Caramão da Ajuda | Tel. 213616070 | www.mercadodopeixe.web.pt | Bus 60 ab Praça Comércio bis Estr. Pedro Teixeira

Restô do Chapitô

Trendiges Restaurant mit wunderschöner Aussicht. Im ersten Stock gibt es internationale Küche, im Erdgeschoss werden Tapas und Drinks serviert. Die Terrassenbar öffnet am Wochenende um 10 Uhr, sonst nur abends. | Rua Costa do Castelo, 7 | Tel. 218867334 | www.chapito.org | Eléctrico 28 bis Miradouro de Santa Luzia

Santo António

Das Restaurant neben der Kirche São Miguel hat eine treue Stammkundschaft: Filmleute, Journalisten und Künstler schätzen das Alfama-Ambiente. Im Sommer lockt eine romantische, mit Weinreben überdachte kleine Terrasse. Internationale Küche. | Di geschl. | Alfama | Beco de São Miguel, 7 | Tel. 218881328 | Taxi Largo Chafariz de Dentro, dann zu Fuß Beco do Mexias, dann links in die R. São Miguel | Bus 28 bis Casa Conta

Os Tibetanos

Das gute vegetarische Restaurant ist in einem tibetanisch-buddhistischen Meditationszentrum untergebracht. Mittags ist es zwischen 12 und 14 Uhr, abends von 19.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Freundliche, ruhige Atmosphäre, schöner Blick auf das Castelo de São Jorge. Mit lauschiger Terrasse. | Sa und So geschl. | Rua do Salitre 117 | Tel. 213142038 | www.tibetanos.com | Metro (blau) Avenida

XL

Internationale Küche und perfekter Service in elegant-gemütlichem Ambiente. Hier verkehren Geschäftsleute und Politiker aus dem nahen Parlament. Die Soufflés (auch ein paar vegetarische Varianten) und Steaks sind Wirt Vascos ganzer Stolz - und das zu Recht! | So und mittags geschl. | Calçada Estrela, 57A | Tel. 213956118 | Eléctrico 28 bis Calçada Estrela/Rua Borges Carneiro

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie günstig

Alfândega

Hier wurde ein altes Zolllager in ein angenehmes Restaurant mit modernem Ambiente umgewandelt. Portugiesisch-internationale Küche. Sehr günstiger Mittagstisch. | Sa mittags und So geschl. | Rua de Alfândega, 98 | Tel. 218861683 | Eléctrico 18, 25 bis Rua de Alfândega

Antigo 1º de Maio

Auch nachdem die sympathische Familie Santos nach 30 Jahren ihre kleine tasca an Senhor Manel weitergegeben hat, bleibt das Lokal ein Favorit aller Lisboetas. Denn hier schmeckts wie bei Muttern. | Sa abends und So geschl. | Rua da Atalaia, 8 | Tel. 213426840 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Basta Café

Früher Postmuseum, heute szeniges Gartenlokal. In holzvertäfeltem Jugenstilambiente tischt die Argentinierin Josefina kreative internationale Küche oder Kaffee und Kuchen auf. | Mo geschl. | Rua D. Estefânia, 175 | Metro (gelb) Saldanha

Cantinho das Gáveas

Im beliebten und viel besuchten Restaurant können Sie gute portugiesische Hausmannskost essen. | So geschl. | Rua das Gáveas 82/84 | Tel. 213426460 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Jardim dos Sentidos

Gutes vegetarisches Restaurant mit freundlicher Atmosphäre und lauschigem Garten. Günstiges Mittagsbuffet. Kleiner Bioladen. | Sa mittags und So geschl. | Rua Mãe dÁgua, 3 | Tel. 213423670 | www.jardimdosentidos.com | Metro (blau) Avenida

Lautasco

Ein lauschiger Patio, bunte Girlanden, karierte Tischdecken, freundliche Ober, einfache portugiesische Küche, gut und reichlich: Diese gelungene Mischung schätzen Einheimische und Touristen. | So geschl. | Beco do Azinhal, 7 | nahe Chafariz de Dentro/Fado-Museum | Tel. 218860173 | Bus 28 bis Casa Conto

O Miudinho

Das Miudinho liegt in Carnide, einem sehr charmanten alten Viertel im Norden Lissabons. Der Besuch lohnt schon deshalb. In dem einfachen Restaurant gibt es traditionelle portugiesische Küche. Spezialitäten sind Fleisch und Fisch vom Holzkohlengrill. Große Portionen, aber kleine Preise! In der Straße vom Miudinho reihen sich einige Lokale aneinander, die alle recht beliebt sind. | So geschl. | Rua Neves Costa, 21 | Tel. 217140120 | Metro (blau) Carnide

La Moneda

Was auch immer der Chilene Leo Guzman gastronomisch in Lisboa anpackt, ist in, trendy und gut. Hier setzt er auf food and movement: Zu internationaler Cross-over-Küche (auch vegetarische Gerichte) legen angesagte DJs auf. | So geschl. | Rua da Moeda, 1C | Tel. 213908012 | www.lamoneda.pt | Metro (grün) Cais do Sodré

Pateo 13

Hier herrscht echtes Alfama-Feeling. Das Barbecue wird unter freiem Himmel im Hof 13 aufgetischt. Fisch, Fleisch, dazu Salat - das ist einfach und gut. | Tgl. | Calçadinha de Santo Estêvão 13 | Tel. 218882325 | Taxi: Rua dos Remédios, 34, die Treppe gegenüber hoch, Bus 28 bis Casa Conta

Trivial

Freundliches Restaurant mit angenehmer Atmosphäre, beliebt als Sprungbrett für die Bars rund um den Principe Real. Serviert wird moderne, portugiesische Küche. | So geschl. | Rua da Palmeira 44A | Tel. 213473552 | Bus 790 bis Rua da Palmeira

Essen und Trinken

Gourmettempel

Eleven

Der deutsche Sternekoch Joachim Körper serviert im neuen Luxustempel mediterrane Küche in modernem Ambiente. Topblick über Stadt und Tejo. À la carte 65 Euro. | So geschl. | Rua Marquês de Fronteira, Jardim Amália Rodrigues | Tel. 213862211 | www.restauranteleven.com | Metro (blau) São Sebastião

Gambrinus

Eine Lissabonner Institution. Gediegener 60er-Jahre-Charme. Spezialitäten: Meeresfrüchte, Fisch und Wild. À la carte 50 Euro. | Tgl. | Rua das Portas de Santo Antão 23 | Tel. 213421466 | Metro (grün) Rossio

Tavares

Das bekannteste und älteste (1784!) Luxusrestaurant der Stadt. Vergoldete Stuckdecken, internationale Küche. Im Café Tavares im 1. Stock gibt es Gerichte für den kleineren Geldbeutel. À la carte 65 Euro. | Sa und Mo mittags und So geschl. | Rua da Misericórdia 37 | Tel. 213421112 | www.tavaresrico.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Valle Flôr

Das Restaurant im Hotel Pestana Palace ist Liebling der Lissabonner Prominenz. Der französische Küchenchef Aimé Barroyer peppt kreativ traditionelle portugiesische Gerichte auf. À la carte 50 Euro. | Tgl. | Rua Jau, 54 | Tel. 213615600 | Eléctrico 18 bis Alto Santo Amaro

Varanda do Ritz

Seit den 60er-Jahren Treffpunkt der Highsociety. Das Mittagsbuffet ist Kult. Im Sommer wird es auf der Terrasse serviert. Portugiesische und internationale Küche. À la carte 50 Euro. | Tgl. | Rua Rodrigo da Fonseca 88 | Tel. 213811400 | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Einkaufen

Mehr als Shopping

Ein echtes Erlebnis: Einkaufen in alten Gemäuern oder ultramodernen Shoppingcentern

Zauberhaft nostalgische Lädchen, an denen die moderne Zeit völlig spurlos vorüberzugehen scheint: In Lissabon gibt es sie noch.

Solche Traditionsgeschäfte erkennen Sie oft daran, dass Name und Adresse mit schwarzen Pflastersteinen im Gehsteig davor eingelassen sind. Fast immer sind diese Betriebe seit Generationen im Familienbesitz, und die Inhaber sind Meister ihres Metiers. Eile ist hier ein Fremdwort. Selbst wenn es nur um den Kauf eines Knopfes geht, kann das Beratungsgespräch dauern. Ist man sich dann endlich einig, wird die Ware liebevoll und mit Hingabe eingepackt, was auf Portugiesisch embrulhar heißt.

Wahre Fundgruben für Nichteilige sind z. B. die winzigen Kurzwarengeschäfte entlang der Rua da Conceição in der Baixa. Tempo, Tempo heißt es dagegen in den großen Shoppingcentern. Die modernen Konsumtempel an der Peripherie haben sich dem Zeitgeist angepasst: Fastfood und fast forward lautet hier das Motto. Die traditionellen Geschäfte haben in der Woche von 9 bis 19 Uhr geöffnet, zur Mittagszeit (13 bis 15 Uhr) wird häufig geschlossen. Die Shoppingcenter sind dagegen täglich bis mindestens 23 Uhr offen.

Die meisten Läden finden Sie in der Baixa, am Chiado und in den beiden Avenidas Liberdade und Roma. Im Bairro Alto gibt es viele witzige neue Läden mit flippiger Mode, Musik und schrägen Wohnaccessoires - oft erst ab 15 Uhr, aber meist bis spätnachts.

Landestypische Produkte sind azulejos (Kacheln) und Keramikwaren, Stickereien, Kupfer-, Kork- und Korbarbeiten. Gut als Mitbringsel eignen sich kulinarische Spezialitäten wie Schafskäse, Honig, Oliven und Wein. Erschwinglich sind auch hochwertige Olivenöle (azeite), die es praktisch an jeder Ecke gibt. Lederwaren sind preiswerter als in Deutschland, ebenso hochwertiger Gold- und Silberschmuck. Shopaholics können bei den Touristenbüros die sogenannte Shopping-Card erstehen, mit der Sie in rund 200 Läden in den Hauptgeschäftsmeilen Rabatte zwischen 5 und 20 Prozent bekommen. Die Karte kostet für 24 Stunden 3,70 Euro und für 72 Stunden 5,80 Euro. Info: www.askmelisboa.com

Einkaufen

Antiquitäten

Lissabons Antiquitätengeschäfte

Die meisten Antiquitätengeschäfte gibt es in der Rua Dom Pedro V. und in der Rua de S. Bento.

Andrade

Eine gute Adresse abseits der Antikmeilen: Gemälde, Möbel und europäische Kunstobjekte aus dem 17. und 18. Jh. | Rua do Alecrim 48/50 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Einkaufen

Schmuck und Uhren

Elói de Jesus

Silberschmuck: sehr schöne Filigranarbeiten. | Rua Garrett 45 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Ourivesaria Aliança

Nicht nur die Schmuckstücke, auch das Geschäft selbst ist überaus sehenswert. | Rua Garrett 50 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Einkaufen

Bücher und Antiquariate

Lissabons Buchhandlungen

Zwischen der Rua do Carmo und der Rua Nova do Almada sowie im Bairro Alto konzentrieren sich die internationalen Buchhandlungen.

Ler Devagar

Die beliebte Buchhandlung Langsam lesen hat mit dem Umzug in die Kunstaktionsgalerie ZDB junges Publikum dazugewonnen. Jetzt auch nicht weit von hier in der Rua da Rosa, 145. Ab und zu Debatten und Lesungen. | Mi-Sa 18-24 Uhr | Rua da Barroca 57 | Eléctrico 28 bis Praça Luís Camões

Livraria Barateira

Gutes Antiquariat. | Rua Nova da Trindade 26 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Livraria Bertrand

Seit mehr als 200 Jahren eine Institution. Auch internationale Bücher und Presse. | Rua Garrett 73-75 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Livraria Buchholz

Beratung in Deutsch, auch CDs. | Rua Duque de Palmela 4 | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Einkaufen

Kaufhäuser und Passagen

Amoreiras Shopping Center de Lisboa

Der Hochhauskomplex mit 275 Läden, 50 Restaurants, 10 Kinos ist ein Magnet für die Lissabonner. | Tgl. bis 24 Uhr geöffnet | Av. Eng. Duarte Pacheco | Metro (gelb) Marquês de Pombal, Rato

Centro Comercial Colombo

Eines der größten Einkaufszentren Europas! Geschäfte, Restaurants, Kinos, Bowlingbahnen - und alles hat seinen (hohen) Preis. | Tgl. 10-24 Uhr | Benfica | Metro (blau) Colégio Militar/Luz

Centro Comercial Vasco da Gama

Die moderne Shoppingmall in avantgardistischem Design liegt direkt am Parque das Nações, dem ehemaligen Expogelände. Gute Klamottenläden, Supermarkt, Terrassenbars und Kinos. | Metro (rot) Oriente

El Corte Inglés

Die große Kaufhauskette aus dem Nachbarland bringt spanischen Schick nach Portugal. | Avenida António Augusto Aguiar | Metro (blau) São Sebastião

Einkaufen

Kunst, Handwerk und Design

Albuquerque e Sousa

Große Auswahl antiker Kacheln aus dem 17. bis 20. Jh. | Rua Dom Pedro V 68-70 | Metro (gelb) Rato

Atlantis

Kristallwaren von Atlantis stehen für Topqualität und klassisches Design. Filialen in den Shoppingzentren Amoreiras , Colombo und Vasco da Gama .

Depósito da Marinha Grande

Hier gibt es alles, vom einfachen Schnapsglas bis zum kunstvollen Objekt. | Rua de São Bento 418-426 | Bus 6 bis P. São Bento

SantAnna

Eine der ältesten Keramik- und Azulejo-Manufakturen der Stadt. Es wird auch nach Maß gefertigt. Laden: Rua do Alecrim, 95 | Metro: Baixa-Chiado. In der Fabrik können Sie bei der Herstellung zuschauen. | Mo-Fr 9.30-12 und 14-17 Uhr | Calçada da Boa-Hora 96 | Tel. 213638292 | www.fabrica-santanna.com | Bus 732 bis Boa-Hora

Vista Alegre

Der Inbegriff für Porzellan: In keinem guten portugiesischen Haushalt fehlt ein Service der Traditionsmarke. Die Porzellanmanufaktur war früher Hoflieferant der portugiesischen Könige. Hier können Sie schöne Porzellanobjekte als Souvenirs erstehen. Die Kette ist auch am Flughafen und in fast allen Shoppingzentren vertreten. | Largo do Chiado 20-23 | www.vistaalegre.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Casa de Bordados Ilha Verde

Stickereien von den Azoren, den Kapverden und aus Peniche. | Rua Paiva de Andrade 4 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Madeira House

Hier gibt es die berühmten Handarbeiten aus Madeira. | Rua Augusta 131 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Santos Ofícios

Traditionelles portugiesisches Kunsthandwerk aus allen Landesteilen: Töpfer- und Wollwaren, Azulejos, Schmuck und Spielzeug. | Rua da Madalena 87 | Eléctrico 28 bis Sé

Trevo

Spezialisiert auf Arraiolos-Teppiche, auch Auftragsfertigung. Arraiolos bezeichnet eine Kreuzstichart mit einem längeren und einem kürzeren Stich; dadurch bekommt der Teppich mehr Gewicht. Die zumeist orientalischen Muster werden mit Wolle auf Leinen gestickt. | Av. Óscar Monteiro Torres 33A | www.arraiolostrevo.com | Metro (gelb) Campo Pequeno

Uma Casa Portuguesa

Für alle, die gerne stöbern: Hier finden Sie ein kunterbuntes Sortiment traditioneller Haushaltsprodukte sowie Schreibwaren, Kosmetik und Lebensmittel. Und alles ist made in Portugal. | Rua Anchieta 11 | www.umacasaportuguesa.com | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

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Märkte

Feira da Ladra

Dienstags und samstags von 9 bis 18 Uhr findet auf dem Campo de Santa Clara links hinter der Kirche São Vicente die Feira da Ladra statt, der „Markt der Diebin“. So genannt, weil hier einst Diebesbeute verhökert wurde. Heute ist es ein normaler Flohmarkt mit Dingen, die sonst auf dem Sperrmüll oder bei Antiquitätenhändlern gelandet wären. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Die Berufshändler kennen die Preise genau! | Eléctrico 28 bis Voz Operário

Mercado Campo de Ourique

Beliebt, belebt und bestens sortiert: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch. | Mo-Sa 7-14 Uhr | Rua Coelho da Rocha | Eléctrico 28 bis Rua Saraiva Carvalho

Mercado da Ribeira Nova

Die große Markthalle aus dem Jahr 1902 zeigt arabische Einflüsse. Hier verkaufen die Bauern der Umgebung ihre Erzeugnisse, am Wochenende findet nachmittags Schwof zu portugiesischen Schlagern statt. Im 1. Stock befindet sich ein großer Show- und Verkaufsraum für portugiesisches Kunsthandwerk (Di-Sa 12-2, So 10-19 Uhr). | Unten am Tejo gleich gegenüber dem Bahnhof Cais do Sodré | Mo-Sa 6-13 Uhr

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Mode

Lissaboner Modegeschäfte

Haupteinkaufsviertel ist die Baixa. Internationale Designer haben sich vor allem in der Avenida da Liberdade angesiedelt, Club- und Streetwear finden Sie rund um den Chiado. Alles über die portugiesischen Topdesigner: www.modalisboa.pt

Ana Salazar Moda

Die Grande Dame der portugiesischen Fashionszene. | www.anasalazar.pt | Av. de Roma, 16 | Metro (grün) Roma | und Rua do Carmo, 87 | Metro (grün) Rossio

Chapelaria Azevedo

Die alte Hutmacherei besteht seit 1886. Hüte und Mützen aller Art, auch Auftragsfertigungen. | Praça D. Pedro (Rossio) 69 | Metro (grün) Rossio

Fátima Lopes

Niemand zeigt mehr Haut als sie. Die angesagte Designerin aus Madeira entwirft sexy Haute Couture für Männer und Frauen. | www.fatimalopes.com | Rua da Atalaia 36 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado | Av. da Roma 44 D/E | Metro (grün) Roma

José António Tenente

Tenente ist sozusagen der Escada von Portugal. Der vielseitige Designer hat zwei Modelinien - klassisch und Jeans. Er entwirft Taschen, Schreibaccessoires, Brillen und sogar Skimode. | Travessa do Carmo 8 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Loja Das Meias

Traditionsreiches Mode- und Parfümhaus für sie und ihn. Beratung kompetent und sehr freundlich. Internationale Designermode (u. a. Hilfiger, Moschino, Burberry), Accessoires, Dessous und Parfümerie. | Rua Augusta, Ecke Rossio | Metro (grün) Rossio | Rua Castilho 39 | Metro (gelb) Marquês de Pombal, Rato

Luvaria Ulísses

In diesen Liliputladen müssen Sie einmal reinschauen. Hier können Sie Handschuhe nach Maß anfertigen lassen. | Rua do Carmo 87 | Metro (grün) Rossio

Mousse

Ricardo Vasconcelos gibt in seinem Laden den jungen portugiesischen Modedesignern eine Plattform, die man sonst nirgendwo findet. Außerdem Möbel und Objekte der 30er- bis 70er-Jahre und Ausstellungen. | Mo 14.30-20 Uhr, Di-Sa 11-20 Uhr | Rua das Flores 41-43 | www.mousse.com.pt | Metro (blau, grün): Baixa-Chiado

Rosa e Teixeira

Internationale Designer. Für Damen z.B. Prada, Jil Sander und Tods; für Herren z.B. Valentino und Ferragamo. | Av. Liberdade 204 | Metro (blau) Avenida

Sneakers Delight

Der Laden ist ein echter Eyecatcher. Bairro Alto | Rua do Norte, 30

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Musik und Videos

FNAC

Gute CD-Auswahl, dazu Bücher, Computer und Zubehör, Konzertkarten. Shopping Center Armazéns do Chiado | Metro (blau, grün): Baixa-Chiado | Shopping Center Colombo | Metro (blau): Colégio Militar/Luz

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Tabak, Wein und Spirituosen

Casa Macário

Gute, alte Ports, gepflegtes Ambiente. | Rua Augusta 272 | Metro (grün) Rossio

Solar do Vinho do Porto

Probierstube, in der es sämtliche Portweinmarken gibt. | Mo-Sa 11-24 Uhr | Rua de São Pedro de Alcântara 45 | www.ivp.pt | Metro (blau) Restauradores, dann Elevador da Glória | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Garrafeira Internacional

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, angenehme Atmosphäre und freundliche, kompetente Beratung sind die Pluspunkte dieser Weinhandlung. Großes Angebot an portugiesischen Weinen aus allen Regionen des Landes. Gelegentlich samstagnachmittags Weinproben. | Rua Escola Politécnica 15-17 | Metro (gelb) Rato

Unterhaltung

Nachtschwärmer kommen voll auf ihre Kosten

Der Abend beginnt spät am Tejo - und bietet weit mehr als Fado

Die portugiesische Hauptstadt hat für jeden Geschmack etwas: gemütliche Fadolokale, Livemusikbars mit afrikanischen oder brasilianischen Rhythmen, plüschige Pubs im Nostalgielook, schicke Nachtclubs und Diskotheken.

Frühestens gegen 23 Uhr fangen die Lokale an, sich zu füllen. Im traditionellen Ausgehviertel Bairro Alto, wo sich eine Bar an die nächste reiht, steigt allabendlich die große Straßenfete, nur am Wochenanfang geht es etwas ruhiger zu. Man zieht von Haus zu Haus, trinkt im Freien stehend ein Bierchen, trifft alte Freunde und lernt neue kennen.

Erst wenn hier die meisten Bars gegen 2 oder 3 Uhr schließen, zieht man weiter zur Avenida 24 Julho, zur Uferpromenade am Cais do Sodré, zu den Docas (Doca de Santo Amaro und Doca de Alcântara) oder zum Tejo-Ufer beim Bahnhof Santa Apolónia, wo der Szenetreffpunkt Lux liegt. Ebenfalls beliebt als Sprungbrett zu den großen Clubs am Flussufer sind die vielen Bars im Viertel Santos. Direkt an einem kleinen Yachthafen unter der Ponte 25 de Abril liegt die Doca de Santo Amaro. Die alte Hafenlagerzeile wurde komplett renoviert und ist jetzt eine Open-Air-Restaurant- und Barmeile. Mittags kann man hier gepflegt essen, spätabends wird bei lauter Musik gefeiert.

Hungrige Nachtschwärmer trifft man bei der Padaria (Bäckerei) im Bairro Alto, die gegen 1 Uhr mit der Arbeit beginnt. Einfach an die grüne Eisentür klopfen (Rua da Rosa, 86) und die ofenfrischen Brote und Croissants genießen. Große Rock- und Popkonzerte und Operngastspiele gibt es im Coliseu (Rua das Portas de Santo Antão, 96 | www.coliseulisboa.com) und im Pavilhão Atlântico im Parque das Nações (www.pavilhaoatlantico.pt). Einen Überblick über die meisten Veranstaltungen bietet das mehrsprachige Heftchen Follow me und die (portugiesische) Agenda LX, die in den Turismos und vielen Lokalen ausliegen. Karten für sämtliche Events sind am ABEP-Kiosk am Restauradores, bei Fnac im Chiado-Einkaufszentrum und online erhältlich: www.ticketline.pt und www.plateia.pt.

Unterhaltung

Bars und Kneipen

Bedroom

Neue Lieblingsbar der Szene, die sich hier in Betten lümmelt oder zu Hip-Hop und 80er- sowie 90er-Jahre-Sound abtanzt. | So-Di geschl. | Rua do Norte 86 | Eléctrico 28 bis Praça Luis Camões

Bicaense

Besonders Lissabons junge Kunstszene schätzt die kleine Bardisko, die direkt an den Schienen des Elevador da Bica liegt. Ab und zu Konzerte und Ausstellungen. Sehr beliebt sind die Jazzsessions am Mittwoch. | So und Mo geschl. | Rua Bica Duarte Belo | Eléctrico 28 bis Calhariz (Bica)

Blues

Schick und mit viel Atmosphäre. Jazz- und Bluesmusik - nicht zu laut. Alle Altersklassen. In der Galerieetage süßscharfe Cajunküche aus Louisiana. | So und Mo geschl. | Rua da Cintura do Porto 226 | www.bluescafe.pt | Eléctrico 15 bis Av. Infante Santo

Clube da Esquina

In der kleinen Eckbar kreuzt jeder mal auf, der nachts im Bairro Alto unterwegs ist. Viel Hip-Hop-Musik und relaxte Leute. | Rua da Barroca 30 | Eléctrico 28 bis Praça Luis Camões

Lounge

Lässige Bar und lässiges Publikum mit guter Elektronikmusik. | Mo geschl. | Rua da Moeda 1 | gegenüber vom unteren Ausgangspunkt des Elevador da Bica | Eléctrico 25 bis Rua S. Paulo (Bica)

MahJong

Bar im schrägen Orientlook mit Kultstatus. Hier trifft sich die Avantgarde der Theater- und Kunstszene und amüsiert sich auch mal am Kicker. | Bairro Alto | Rua da Atalaia 3 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Mexe Café

Die originelle Liliputbar liegt voll im Trend. Experimentelle DJs, familiär und sympathisch. | So geschl. | Rua do Trombeta 4 | Eléctrico 28 bis Calhariz (Bica)

Op Art

Ausgefallene Location: Der kleine Glaspavillon liegt am äußeren Kai des Santo-Amaro-Docks, abseits von der Barmeile. Tagsüber speist man hier bei toller Sicht über den Tejo, ab 23 Uhr tobt man zu Drum n Bass, HipHop und House. Erlesene Musik von internationalen DJs. Absolut angesagt! | Mo geschl. | Pontão das Docas de Santo Amaro | www.opartcafe.com | Eléctrico 15, 18 bis Av. Infante Santo

Pavilhão Chinês

Barmuseum und Billardsalon. Trödel und Kitsch reicht von der Decke bis zum Boden. Ein Muss für alle Nostalgiefans. Es gibt auch Tee, Kuchen und Snacks. | Di-Sa ab 18, So ab 21 Uhr | Rua Dom Pedro V 89 | Bus 58 bis Príncipe Real

Unterhaltung

Diskotheken, Clubs und Ballhäuser

Armazém F

Der Treffpunkt der Brasilianer in Lissabon. Heiße Rhythmen bis in die Morgenstunden, im 1. Stock brasilianisches Grillrestaurant, am Wochenende nachmittags Terrassenbetrieb. | Mo geschl. | Rua da Cintura do Porto de Lisboa, Armazém 65 | www.armazemf.com | Metro (grün) Cais do Sodré

Frágil

Trendy und schrill. Besonders am Wochenende ist die kleine Disko rappelvoll. Techno und Disko von internationalen DJs. | So und Mo geschl. | Rua da Atalaia 126 | www.fragil.com.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Incógnito

Seit Rui, in der Szene dArtagnan genannt, hier den Doorman gibt, eine angesagte Adresse. Kleine Disko, außer House auch Funk und Brit-Pop. | So-Di geschl. | Rua Poiais de São Bento 37 | www.incognitobar.com | Eléctrico 28 bis Calçada Combro

Kremlin

Angesagteste Late-Night-Disko. Underground und House im alten Klostergewölbe. | So-Di geschl. | Av. 24 de Julho-Escadinhas da Praia 5 | www.kremlin-k.com | Eléctrico 15, 18 bis Santos

Lux

Der coolste Club der Stadt behauptet seine Stellung als Szenetreffpunkt Nummer eins. Mitbesitzer des Tanztempels ist der Schauspieler John Malkovich. In der weitläufigen Lounge im 1. Stock ist Unterhalten möglich, in der Disko unten legen die Stars der nationalen und internationalen DJ-Szene auf. Unter 120 beats per minute geht hier selten was. Das Sahnehäubchen ist die riesige Dachterrasse mit Traumblick über Altstadt und Tejo. Gelegentliche Konzerte der neuesten Dancefloor-Bands. | So-Mo geschl. | Avenida Infante D. Henrique | Cais da Pedra gegenüber dem Bahnhof Santa Apolónia | www.luxfragil.com | Bus 9 bis Santa Apolónia

Unterhaltung

Landestypisches

Fadolokale

Viele Fadolokale sind inzwischen auf Touristen zugeschnitten und bieten professionellen Fado. Puren Fado zu erleben ist Glückssache. In der Regel zahlt man keinen Eintritt, dafür ist Essen und Trinken wesentlich teurer als in normalen Restaurants. Kein Verzehrzwang, wenn man spät (frühestens ab 23 Uhr) kommt. Eine Flasche Wein kostet mindestens 20 Euro. Achten Sie auf Schilder, die Fado vadio ankündigen. Bei diesem Amateurfado kann singen, wer will.

A Nini

Das kleine Familienrestaurant hat eigentlich nur mittags unter der Woche geöffnet. Donnerstagabend aber ist Fadostammtisch. Dann treffen Fadosänger auf Fadokenner. Authentisch, familiär. Portugiesische Küche, gut und günstig. | Do ab 21 Uhr, Fado ab ca. 23 Uhr (Reservierung ratsam) | Tel. 213870041 | Rua D. Francisco Manuel de Melo 36-A | Bus 2, 12 bis Rua Artilharia Um/Rua D. Francisco M. Melo

Clube de Fado

In den alten Gemäuern nahe der Kathedrale Sé treten gute Sänger auf. Traditionelle, portugiesische Küche, warme Atmosphäre. Tischbestellung ratsam. | Nov.-Feb. So geschl. | Rua de S. João da Praça 94 | Tel. 218852704 | www.clube-de-fado.com | Eléctrico 28 bis Sé

Parreirinha de Alfama

Populäres Fadolokal, in dem sich altbekannte Fadogrößen manchmal ein Stelldichein geben. Besitzerin Argentina Santos, eine Legende des Lissabonner Fado, lässt sich bisweilen zu einem Auftritt bewegen. | So geschl. | Beco do Espírito Santo 1 | am Largo Chafariz de Dentro | Tel. 218868209 | Bus 9 bis Casa Conto

Senhor Vinho

Renommiertes Fadohaus im Stadtteil Madragoa. Die Besitzerin Maria da Fé ist selbst eine Fadogröße und tritt hier fast täglich auf. Tischreservierung ist ratsam. | Tgl. | Rua do Meio à Lapa 18 | Tel. 213972681 | www.restsrvinho.com | Bus 713 bis Rua Buenos Aires

Tasca do Chico

In der urigen kleinen tasca, mitten im Bairro Alto, können Sie manchmal echtes Fadofeeling erleben. Montag und Mittwoch Fado vadio. | Tgl. | Rua Diário de Notícias 39 | Tel. 965059670 | Eléctrico 28 bis Praça Luis Camões

Unterhaltung

Kinos

Lissaboner Kinos

Ausländische Filme werden überall im Original mit Untertiteln gezeigt. Die Blockbuster laufen in den Kinos der Shoppingcenter. Die Eintrittspreise sind billiger als bei uns, montags sind sie zudem um 50 Prozent ermäßigt. In den Tageszeitungen Diário de Notícias und Público stehen die aktuellen Programme.

Cinemateca

Nicht nur für Filmfreaks. Auch Kinomuseum (freier Eintritt), Ausstellungen, Bibliothek und Fachbuchhandlung. In den zwei Sälen wird anspruchsvolles europäisches Kino gezeigt. Gutes Café-Restaurant mit schöner Terrasse. | So geschl. | Rua Barata Salgueiro 39 | www.cinemateca.pt | Metro (blau) Avenida

Unterhaltung

Theater und Kleinkunst

Lissaboner Bühnen

Die alten Theater, wie das São Luíz und das Trindade am Chiado und das Dona Maria II am Rossio, sind allesamt eine Augenweide, die Stücke werden jedoch in portugiesischer Sprache aufgeführt.

Teatro Politeama

In dem Theater, ganz im Stil der 20er-Jahre, kommen hauptsächlich die Erfolgsmusicals von Hausregisseur Filipe La Féria zur Aufführung - internationale Musicals auf portugiesische Art oder typisch portugiesische Musicals wie das über die Fadokönigin Amália Rodrigues. | Di-Sa 21.30 Uhr, Sa, So auch 17 Uhr | Rua Portas de Santo Antão 109 | Tel. 213245500 | www.teatropoliteama.net | Metro (blau) Restauradores

Unterhaltung

Opern, Konzerte und Musicals

Lissaboner Opernhäuser

Die Oper São Carlos spielt überwiegend italienische Werke. Die Gulbenkian-Stiftung verfügt über eigene Konzertsäle und ein Orchester: www.musica.gulbenkian.pt. Eintrittskarten kosten zwischen 10 und 60 Euro.

B. Leza

Im alten Stadtpalast mit romantischem Innenhof gibt es afrikanische Livemusik. Gute Stimmung. Angeschlossen ist eine kleine Kunstgalerie. | Mo geschl. | Largo Conde Barão 50 | www.blogdibleza.blogspot.com | Eléctrico 25 bis Conde Barão

Campo Pequeno

Die im neoarabischen Stil gebaute Lissabonner Stierkampfarena wurde 2006 komplett saniert und überdacht. Jetzt finden hier auch Konzerte und andere Kunstspektakel statt. Außerdem zogen Kinos, schicke Restaurants und Läden ein. Stierkampfsaison ist von Ostersonntag bis Ende September, jeden Donnerstag findet dann um 17.30 Uhr ein Kampf statt. | Tickets: 15-67,50 Euro | Praça de Touros | www.campopequeno.com | Metro Campo Pequeno

Centro Cultural de Belém

Opern, Klassik, Jazz, internationaler Pop-Rock und Ethnomusik, Ballett, Modern Dance und Ausstellungen. | Tel. 213612444 | www.ccb.pt | Zug ab Cais do Sodré, Eléctrico 15 bis Centro Cultural de Belèm

Speakeasy

Anspruchsvolle Konzerte von Jazz über Fado bis Pop. Mit Restaurant und Bar. | So und Mo geschl. | Cais das Oficinas | Armazém 115 | Rocha Conde dObidos | www.speakeasybar.com | Eléctrico 15, 18 bis Cais Rocha

Teatro Camões

Hier zog nach der Expo die nationale Balletttruppe Companhia Nacional de Bailado CNB ein. Auch Gastspiele anderer Ballettensembles. | Parque das Nações, Passeio do Neptuno | Tel. 218923477 | www.cnb.pt | Metro (gelb) Oriente

Teatro Nacional de São Carlos

Auch wer sich nicht für die Oper interessiert, sollte den Eingang und die Gemälde im Zuschauerraum anschauen. | Largo de São Carlos | Tel. 213253045 | www.saocarlos.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Unterhaltung

Livemusik

Café-Teatro Santiago Alquimista

Treffpunkt für Rockmusikfans in der Alfama. Sehr gemütlich, gute Konzerte. | So geschl. | Rua de Santiago 19 | www.santiagoalquimista.com | Eléctrico 28 bis Miradouro de Santa Luzia

Hot Clube

Der Treffpunkt für Jazzer - hier trat schon Louis Armstrong auf. Dienstags und Mittwochs Jam-Sessions. | So-Mo geschl. | Praça da Alegria 39 | www.hcp.pt | Metro (gelb) Avenida

Maxime

Die schräge Lissabonner Kultfigur Manuel João Vieira, Musiker und Künstler, bürgt als Programmchef für Außergewöhnliches: Rock von Glam bis Folk in 40er-Jahre-Ambiente. | So-Mi geschl. | Praça da Alegria 58 | www.cabaret-maxime.com | Metro (blau) Avenida

Uebernachten

Wohnen in der Sieben-Hügel-Stadt

Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei: von der Pension mit Altstadtflair bis zur Luxusherberge

An die 30000 Touristenbetten gibt es in Lissabon, und doch kommt es in der Hochsaison manchmal zu Engpässen. Besonders im Juni, dem Festmonat schlechthin in der Metropole, ist eine frühzeitige Reservierung unbedingt ratsam.

Die Hotels sind nach internationalem Standard in fünf Kategorien eingeteilt. Bessere Hotels finden Sie hauptsächlich in den Seitenstraßen und den Avenidas rund um den Praça Marquês de Pombal. Herbergen mit besonderem Flair sind die estalagens und albergarias, die preislich einem Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel entsprechen. Relativ günstig nächtigt man in Pensionen (pensão) und Residenzen (residencial). Wer eine preiswerte Pension sucht, kann sich in den Vierteln Bairro Alto, Alfama oder Baixa umschauen. Hier kostet ein einfaches Doppelzimmer um die 30 Euro. Die Gästehäuser casas de hóspedes sind die billigsten Unterkünfte: familiäre Stimmung, einfache Zimmer, Gemeinschaftsbad. Zweibettzimmer (twin) sind meist größer und etwas teurer als Doppelzimmer (duplo). Ein Einzelzimmer (quarto individual) kostet etwa zwei Drittel eines Doppelzimmers.

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Hotels Kategorie gehoben

Bairro Alto Hotel

Luxus mit Altstadtflair: In dem kleinen Boutiquehotel wohnt man wie ein waschechter Lisboeta, mittendrin, und das mit Topkomfort und Spitzenservice. Unschlagbar: der Blick von der Terrasse. 55 Zi. | Praça Luis de Camões 2 | Tel. 213408288 | Fax 213408299 | www.bairroaltohotel.com | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Hotel Britânia

Ein renoviertes Art-déco-Schmuckstück mit großzügigen Zimmern voller Atmosphäre. Marmorbäder. 32 Zi. | Rua Rodrigues Sampaio 17 | Tel. 213155016 | Fax 213155021 | www.heritage.pt | Metro (blau) Avenida

As Janelas Verdes

Das Familienhotel ist in einem Palast aus dem 18. Jh., nahe dem Museu de Arte Antiga, untergebracht. Die Zimmer sind komfortabel und sonnig; in dem kleinen, romantischen Garten kann man relaxen und den Service genießen. 29 Zi. | Rua das Janelas Verdes 47 | Tel. 213968143 | Fax 213968144 | www.heritage.pt | Bus 727 bis Rua das Janelas Verdes

Lisboa Plaza

Das zentral gelegene Haus gehört zu einem Familienbetrieb, der auf „Hotels mit Charme“ abonniert ist. Dementsprechend: bildhübsch, gemütlich und mit Atmosphäre. 94 Zi. und 12 Suiten | Travessa Salitre/Av. da Liberdade | Tel. 213218218 | Fax 213471630 | www.heritage.pt | Metro (blau) Avenida

Lisboa Regency

Wunderschön renoviertes Haus in einer Chiado-Hauszeile. Viele der Zimmer im modernen Kolonialstil haben eigene Terrassen - es gibt in der Stadt wohl kaum eine bessere Aussicht! Auch wenn Sie kein Hotelgast sind: Genießen Sie den wunderbaren Ausblick von der Terrasse im 7. Stock! Freundlicher Service. | Armazéns do Chiado | Rua Nova de Almada 114 | Tel. 213256100 | Fax 213256161 | www.regency-hotels-resorts.com | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Hotel Métropole

Das Hotel liegt direkt am Rossio. Schöner Blick auf die Alfama und das Castelo de São Jorge. 36 Zi. | Rossio 30 | Tel. 213219030 | Fax 213469166 | www.almeidahotels.com | Metro (grün) Rossio

Solar do Castelo

Das schnuckelige kleine Hotel liegt innerhalb der Burgmauern des Castelo de São Jorge. Der Palast aus dem 18. Jh. wurde geschmackvoll restauriert. Im gemütlichen Hof wird das Frühstück serviert. 14 Zi. | Rua das Cozinhas 2 | Tel. 218806050 | Fax 218870907 | www.heritage.pt | Bus 37 bis Castelo

Hotel Tivoli Jardim

Angenehmes Ambiente, guter Service. Schöner, beheizter Pool im Garten. 119 Zi. | Rua Júlio César Machado 7-9 | Tel. 213591000 | Fax 213591245 | www.tivolihotels.com | Metro (blau) Avenida

York House

Das charmante Boutiquehotel ist stilvoll in einem alten Konvent im Viertel Lapa untergebracht. Zimmer in klassisch-modernem Design mit Blick auf den romantischen Patio. 32 Zi. | Rua das Janelas Verdes 32 | Tel. 213962435 | Fax 213972793 | www.yorkhouselisboa.com | Bus 727 bis Rua das Janelas Verdes

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Hotels Kategorie standard

Hotel Botânico

Das Drei-Sterne-Haus liegt sehr zentral und ruhig. Die Zimmer sind einfach, aber behaglich, in den oberen Stockwerken schöne Aussicht über die Stadt. Freundlicher Service. 30 Zi. | Rua Mãe dÁgua 16-20 | Tel. 213420392 | Fax 213420125 | www.hotelbotanico.net | Metro (blau) Avenida

Hotel Diplomático

Traditionshaus mit gediegenem 70er-Jahre-Flair. 90 Zi. | Rua Castilho 74 | Tel. 213839020 | Fax 213862155 | www.viphotels.com | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Hotel Eduardo VII

Zentral gelegenes Traditionshotel. Gutes und sehr beliebtes Panoramarestaurant. 140 Zi. | Av. Fontes Pereira de Melo 5 | Tel. 213568822 | Fax 213568833 | www.hoteleduardovii.pt | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Hotel Jorge V

In einer Seitenstraße der Avenida da Liberdade gelegen. Die komfortablen Zimmer haben Satelliten-TV, Minibar und Safe. Gemütliche Lobbybar mit zuvorkommendem Service. 49 Zi. | Rua Mouzinho da Silveira 3 | Tel. 213562525 | Fax 213150319 | www.hoteljorgev.com | Metro Marquês de Pombal

Hotel Lisboa Tejo

Mitten in der Altstadt liegt dieses historische Gebäude, das im Inneren modernst aufgepeppt wurde. 58 Zi. | Rua dos Condes de Monsanto 2 | Tel. 218866182 | Fax 218865163 | www.evidenciahoteis.com | Metro (grün) Rossio

Marquês de Pombal

Zeitgemäßes Hotel mit Stil. Behagliche und ruhige Zimmer mit schöner Aussicht über die Prachtavenue. Sehr freundliches Personal. 123 Zi. | Av. da Liberdade 243 | Tel. 213197900 | Fax 213197990 | www.hotel-marquesdepombal.pt | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

NH Liberdade

Modernes Wohlfühlhotel mit Topservice in bester Lage. Stilvolles Design, kosmopolitisches Flair. Auf dem Dach Swimmingpool mit umwerfender Rundumaussicht. Manche Zimmer mit Terrasse. 83 Zi. | Av. da Liberdade 180 B | Tel. 213514060 | Fax 213143674 | www.nh-hoteles.es | Metro (blau) Avenida

Hotel Olissippo

Das Hotel liegt direkt unterhalb des Castelo São Jorge. Die behaglichen Zimmer sind mit Marmorbädern ausgestattet. Von fast allen Zimmern, manche mit Terrasse, haben Sie eine schöne Aussicht auf die Stadt. 24 Zi. | R. Costa do Castelo 126 | Tel. 218820190 | Fax 218820194 | www.olissippohotels.com | Eléctrico 12 bis S. Tomé

Sana Rex

Neben den Luxusherbergen hält dieses Hotel auf einem niedrigeren Niveau einen guten Standard. Die Zimmer sind klassisch-gediegen eingerichtet. Günstige Onlinebuchung. 68 Zi. | Rua Castilho 169 | Tel. 213882161 | Fax 213887581 | www.sanahotels.com | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Albergaria Senhora do Monte

Ruhiges Hotel nahe der Alfama. Von den meisten Zimmern haben Sie einen schönen Blick auf die Stadt. Achtung: Der Aufpreis für Zimmer mit Terrasse lohnt sich! 28 Zi. | Calçada do Monte 39 | Tel. 218866002 | Fax 218877783 | www.maisturismo.pt/sramonte | Eléctrico 28 bis Graça

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Hotels Kategorie günstig

Anjo Azul

Kleine, charmante Pension in einer ruhigen Ecke mitten im Bairro Alto. Sehr freundlicher Service. Alle Zimmer mit Bad, TV, DVD, Internetanschluss und Minibar. 20 Zi. | Rua Luz Soriano 75 | Tel. 213478069 | www.anjoazul.com | Eléctrico 28 bis Calhariz (Bica)

Hotel Borges

Sehr altes Hotel neben dem Café A Brasileira. Der nach hinten gelegene Teil ist komplett renoviert, im vorderen wurden bisher nur die Bäder erneuert; großzügig geschnittene Zimmer. 96 Zi. | Rua Garrett 108 | Tel. 213461951 | Fax 213426617 | www.hotelborges.com | Metro (blau, gelb) Baixa-Chiado

Pensão Casa de São Mamede

Die ruhige und saubere Pension ist zentral zwischen Rato und Principe Real gelegen. 28 Zi. | Rua da Escola Politécnica 159 | Tel. 213963166 | Fax 213951896 | www.saomamede.web.pt | Metro (gelb) Rato

Residencial Dom Sancho

Kleines Familienhotel in schönem Altbau. Gemütliche Zimmer, Aircondition, Minibar, Kabel-TV. Sehr persönlicher und freundlicher Service. 40 Zi. | Av. da Liberdade 202, 2. Stock | Tel. 213513160 | Fax 213548042 | www.domsancho.com | Metro (blau) Avenida

Residencial Florescente

Komfortable Zimmer, manche mit Balkon. Auch großzügige Mehrbettzimmer. 68 Zi. | R. Portas de Santo Antão 99 | Tel. 213426609 | Fax 213427733 | www.residencialflorescente.com | Metro (blau) Restauradores

Residencial Horizonte

Am Stadtpark Eduardo VII. Angenehme Zimmer mit TV und Aircondition. Familiäre Atmosphäre. Die Zimmer 801, 802 und 803 haben große Terrassen mit Parkblick (ohne Aufpreis). 52 Zi. | Av. António Augusto de Aguiar 42 | Tel. 213539526 | Fax 213538474 | www.hotelhorizonte.com | Metro (blau) Parque

Pensão Londres

Die Pension liegt am Rand des Amüsierviertels Bairro Alto. Renovierte Zimmer mit und ohne Bad. 40 Zi. | Rua D. Pedro V 53 | Tel. 213462203 | Fax 213465682 | www.pensaolondres.com.pt | Bus 58 und 790 bis S. Pedro Alcântara

Pensão Ninho das Águias

Wer hier bucht, will Alfama-Atmosphäre erleben und verzichtet dafür auf Komfort. Sehr preiswert. 16 Zi. | Costa do Castelo 74 | Tel. 218854070 | Eléctrico 12 bis S. Tomé

Pensão Residêncial Roma

Die Pension liegt sehr zentral in einer kleinen Seitenstraße von der Avenida Liberdade. Einfache und saubere Zimmer mit TV, Aircondition, Telefon. Die kleinen Apartments mit Kitchenette eignen sich gut für Familien. 25 Zi. und 12 Apartments | Travessa da Glória 22A | Tel. 213460557 | www.residenciroma.com | Metro (blau) Restauradores

Sana Executive Classic

Nettes Hotel mit Garten und hübschen Zimmern. Onlinerabatte. 72 Zi. | Av. Conde de Valbom 56 | Tel. 217951157 | Fax 217951166 | www.sanahotels.com | Metro (blau) São Sebastião

Hotel Zenit Lisboa

Vier-Sterne-Haus einer spanischen Kette. Stilvoll, modern und behaglich. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 86 Zi. | Av. 5 de Outubro 11 | Tel. 213102200 | Fax 213102209 | www.zenithoteles.com | Metro (gelb) Saldanha oder Picoas

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Appartements und Ferienwohnungen

Aparthotel Vip Eden

Funktionelle 2- und 4-Bett-Apartments mit Küche. Rooftop-Pool. Sehr günstig in der Nebensaison. 134 Apartments | Praça dos Restauradores 24 | Tel. 213216600 | Fax 213216666 | www.viphotels.com | Metro (blau) Restauradores

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Jugendherbergen

Lissaboner Jugendherbergen

Beide bieten 24-Stunden-Service, Aufenthaltsräume, Restaurant, Bar, Frühstück 1,50 Euro. Jugendherbergsausweis vor Ort erhältlich, Sie sollten aber rechtzeitig reservieren (z.B. unter www.pousadasjuventude.pt).

Pousada da Juventude

DZ 43 Euro, Mehrbettzimmer pro Person 16 Euro | Rua Andrade Corvo 46 | Tel. 213532696 | Fax 213537541 | Metro (gelb) Picoas

Pousada da Juventude Parque das Nações

DZ 32 Euro, Mehrbettzimmer pro Person 13 Euro | Rua de Moscavide 47 | Tel. 218920890 | Fax 218920891 | Metro (gelb) Oriente

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Luxushotels

Hotel Avenida Palace

Das Grandhotel liegt in einem Palast von 1892, unmittelbar am Rossio. Alle Zimmer sind schallgedämpft und im klassischen Stil eingerichtet. Internetrabatt. 82 Zi. | DZ ab 260 Euro | Rua 1º de Dezembro 123 | Tel. 213218100 | Fax 213422884 | www.hotel-avenida-palace.pt | Metro (blau) Restauradores

Lapa Palace

In einem Stadtpalast im Diplomatenviertel residiert eine der schönsten Luxusherbergen der Stadt. Topqualität und -service, Pool und Park. 89 Zi. | DZ ab 355 Euro | Rua do Pau da Bandeira 4 | Tel. 213949494 | Fax 213950665 | www.lapapalace.com | Bahnhof Santos

Pestana Palace Hotel

Der Palast aus dem 19. Jh. liegt citynah im noblen Wohnviertel Alto de Santo Amaro mit Blick über die Tejo-Mündung. Ein wahrer Traum mit Topqualität und bestem Service. Im modernen Anbau befinden sich die Zimmer, inmitten eines schönen Parks mit Teich und Pool. Gute Onlinediscounts. 173 Zi. | DZ ab 290 Euro | Rua Jau 54 | Tel. 213615600 | Fax 213615601 | www.pestana.com | Eléctrico 18 bis Alto de Santo Amaro

Hotel Ritz Four Seasons

Trotz vieler neuer Hotels immer noch die Nummer eins in Lissabon. Lage, Blick, Zimmer, Service - alles stimmt einfach. Dazu noch ein tolles Wellness-Spa. 284 Zi. und Suiten | DZ ab 355 Euro | Frühstück pro Person 16 Euro | Rua Rodrigo da Fonseca 88 | Tel. 213811400 | Fax 213831783 | www.fourseasons.com | Metro (blau, gelb) Marquês de Pombal

Mit Kindern unterwegs

Haie zum greifen nah

Tierfans haben die Qual der Wahl: ins Schmetterlingshaus, zur Delphinshow oder ins gigantische Aquarium?

Mit Kindern unterwegs

Mit Kindern unterwegs

Oceanário

Das riesige Seewasseraquarium beherbergt rund 15000 Meeresbewohner. Besonders imposant ist der Haupttank, ein gigantischer Glaszylinder. Zum Greifen nahe ziehen hier Haie, Rochen und Sardinenschwärme an einem vorbei. | Sommer 10-19, Winter 10-18 Uhr | Eintritt 10,50 Euro, Kinder 4-12 Jahre 5,25 Euro, Familie 25 Euro | www.oceanario.pt | Metro (rot) Oriente

Teatro Politeama

Immer am Wochenende gibt es Kindervorstellungen der schönen Musicals von Filipe La Féria. | Sa, So 17 Uhr | Eintritt 10-30 Euro | Rua Porta de Santo Antão 109 | www.teatropoliteama.net | Metro (blau) Restauradores

Cacilheiros

Auf einer Fahrt mit den alten Tejofähren, den Cacilheiros, gibt es viel zu entdecken. Nehmen Sie einfach die Fähre vom Cais do Sodré

Jardim Zoológico

Im mehr als 100 Jahre alten Zoo leben rund 2200 Tiere. Delphin- und andere Tiershows, außerdem Rummelplatz und Drahtseilbahn. | Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 14,50 Euro, Kinder 3-11 Jahre 11 Euro, mit Lisboa Card 15 Prozent Ermäßigung | Estrada de Benfica 158-160 | www.zoo.pt | Metro (blau) Jardim Zoológico

Planetário C. Gulbenkian

Die Kindersessions am Sonntag sind der Renner im Planetarium. Auch wenn nur in portugiesischer Sprache kommentiert wird: Die Sternenprojektion in der großen Kuppel ist wunderschön. | So 11 Uhr | kostenlos | Belém, Praça do Império | www.planetario.online.pt | Eléctrico 15 bis CCB

Funcenter

Überdachter Rummelplatz mit Achterbahn, Autoscooter und Karussell im Obergeschoss des Colombo-Einkaufszentrums. | Mo-Fr 12-24 Uhr, Sa, So 11 bis 24 Uhr | ab 1,75 Euro/Fahrt oder 1 Stunde 12,50 Euro | Av. Lusiada | www.funcenter.pt | Metro (blau) Colégio Militar/Luz

Parque Serafina

Beliebte Spiel- und Abenteuerplätze, Picknickzone und Restaurant am Rande des riesigen Monsanto-Parkes. | April bis Sep. tgl. 9-20 Uhr, Okt.-März 9-18 Uhr | Eintritt frei | Bus 70 von Sete Rios/Jardim Zoológico (Metro blau) bis Parque Recreativa Serafina

Museu da Marioneta

Das Marionettenmuseum im netten Altstadtviertel Madragoa ist in einem restaurierten Kloster untergebracht. Es präsentiert Marionetten, Puppen und Masken aus der ganzen Welt. | Di-So 10-12.30 und 14-17.30 Uhr | Eintritt 2,50 Euro, Kinder bis 5 Jahre 0,75 Euro, bis 14 Jahre 1,50 Euro | Rua da Esperança, 146 | Eléctrico 25 bis Santos-o-Velho

Lagartagis

Im neuen Schmetterlingshaus mitten im schönen Jardim Botânico gibt es alle Schmetterlingsarten Portugals zu entdecken. Die beste Zeit zur Beobachtung ist vormittags. | Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 1 Euro, Kinder 0,50 Euro | Rua da Escola Politécnica 58 | www.tagis.net | www.borboletasatravesdotempo.com | Metro (gelb) Rato

Museu do Carris

Im Straßenbahnmuseum gibt es historische Trambahnen und Busse zu sehen, außerdem Uniformen, Fahrpläne und Fotos. Auch eine kurze Fahrt in einer Uralt-Tram ist möglich. | Mo-Sa 10-12.30 und 14-16.30 Uhr | Eintritt 2,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre 1,25 Euro, Familie 4 Euro | Rua 1º de Maio 101 | www.carris.pt | Electrico 15 bis Santo Amaro

Insider-Tipp

Parque Eduardo VII

Dschungel in der City: Die Estufas beherbergen tropische Pflanzen, Seen und allerlei Getier

Miradouro de Santa Catarina

Chill-out mit der Szene: Am Miradouro de Santa Catarina nach durchtanzter Nacht zur Ruhe finden

Aqueduto das Águas Livres

Spaziergang in luftiger Höhe: Rundum ein toller Ausblick vom Aquädukt der freien Wasser

O Miudinho

Altes Viertel - neu im Rampenlicht: Mit der Metro rasch in das ländliche, charmante Viertel Carnide. Und dort ins Restaurant O Miudinho mit traditioneller Küche

Pateo 13

Echtes Alfama-Feeling: Barbecue unter freiem Himmel im Pateo 13 mitten in der Alfama

A Nini

Fadoliebhaber unter sich: Bei Nini am Donnerstagabend zum Fadostammtisch

Cinemateca

Vom Kinosaal auf die Terrasse: Erst Filme schauen, dann im Freien gut speisen: Die Cinemateca bietet beides

Teatro Politeama

Lusitanische Seele: Die Musicals im Teatro Politeama bezaubern durch portugiesisches Flair

B. Leza

Afrika in Lissabon: Funaná, Coladeira und Morna heißen die Rhythmen, zu denen im B. Leza getanzt wird

Maxime

Schräg und kultig: Im Maxime sind die Auftritte der Hausbands besonders abgefahren

Lisboa Regency

Belvedere Deluxe: Einfach in den 7. Stock vom Lisboa Regency fahren und auf der exklusiven Terrasse den Blick über die Altstadt genießen

Top Highlights

Castelo de São Jorge

Die Festung des heiligen Georg ist die Wiege Lissabons. Unübersehbar thront sie hoch über den Dächern der Stadt. Wer den Burgberg erklimmt, wird durch ein einmaliges Rundumpanorama belohnt. Auf Steinbänken kann man sich unter Schatten spendenden Bäumen vom Aufstieg erholen. Die mittelalterliche Zitadelle war Stützpunkt vieler Herrscher des Landes, denn vom schwer einzunehmenden Burgberg hatte man das weite Tejo-Delta und die gesamte Stadt im Blick. Im 5. Jh. ließen sich Westgoten hier nieder, später nahmen Mauren (8.-12. Jh.) die Festung ein und bauten sie aus. Im Jahr 1147 gelang es König Dom Afonso Henriques und seinem Gefolge, die Burg zurückzuerobern. Das Kastell wurde königliche Residenz und im Verlauf der Jahrhunderte stetig um- und ausgebaut. Anfang des 16. Jhs. zogen die portugiesischen Royals (König Manuel I.) hier aus, die Burg wurde dem Verfall überlassen. Anlässlich der 800 Jahre zurückliegenden Reconquista (Rückeroberung) rekonstruierte man 1938 die Festungsanlage mit den Wehrtürmen. Trotz Abweichungen vom Original ist das Ergebnis sehenswert.

Rossio

Hier schlägt das Herz der Tejo-City. Auf dem großen Platz mit dem kunstvollen Wellenmosaik herrscht immer reger Betrieb. In der Mitte steht auf einer hohen Marmorsäule die Statue des Königs D. Pedro IV., des offiziellen Namensgebers des Platzes. Im Volksmund hat sich jedoch Rossio als Name durchgesetzt. An der Nordseite liegt das klassizistische Nationaltheater Dona Maria II. Der Platz wird von den zwei traditionsreichen Cafés Suiça und Nicola flankiert. Ein paar Schritte entfernt liegt der berühmte Bahnhof Rossio mit den sehenswerten hufeisenförmigen Eingängen. | Metro (grün) Rossio

Igreja São Roque

Die schlichte Fassade der Kirche lässt kaum vermuten, welch prunkvoller Glanz sich im Inneren verbirgt. Die 1566 erbaute Jesuitenkirche überstand das große Erdbeben 1755 fast unbeschadet. Glanzstück der acht Seitenkapellen ist die Kapelle Johannes des Täufers (Capela de São João Baptista) vorne links vom Altar. König João V. gab sie 1742 in Rom in Auftrag. Geld spielte keine Rolle, und so wurden die besten Künstler beschäftigt und nur edelste Materialien verwendet: Carrara-Marmor, Elfenbein, Gold, Silber und Edelsteine. Nach der Segnung durch den Papst wurde die Kapelle in Einzelteilen nach Lissabon verschifft und dort erneut aufgebaut. Von der Kirche gelangen Sie in das angeschlossene Museu de Arte Sacra mit einem Modell der Täuferkapelle in Originalmaterialien. | Kirche tgl. 8.30 bis 17 Uhr, Museum Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Largo Trindade Coelho | Metro (blau) Baixa-Chiado oder Restauradores, dann Elevador da Glória

Mosteiro dos Jerónimos

Es sollte stets das Erste sein, was vom Schiff aus bei der Ankunft in Lissabon zu sehen war: das Hieronymuskloster, Prunkstück des goldenen Zeitalters der portugiesischen Entdeckungen, Ruhestätte der großen Söhne des Landes, seit 1983 Welterbe der Unesco.

Museu de Marinha

Für Freunde des Modellbaus ist das Marinemuseum ein wahres Paradies. Es ist vollgestopft mit kunstvollen Schiffsmodellen von antik bis zeitgenössisch: einfache Fischerboote, Walfangschiffe, Rudergaleeren, Fregatten, Karavellen, Segeljachten, Kreuzer, Kriegsschiffe, Öltanker. Die Seefahrernation Portugal hat sich und dem Zeitalter der Entdeckungen mit diesem Museum ein Denkmal gesetzt. Davon zeugen auch Reminiszenzen aus dem Orient, Schiffsmodelle, Landkarten, nautische Instrumente und Bordgeräte, Logbücher sowie Gemälde. Nur ein paar Hundert Meter entfernt von hier stach vor über 500 Jahren die Armada von Kapitän Vasco da Gama in See. | Sommer Di-So 10-18, Winter Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Praça do Império | www.museu.marinha.pt | Eléctrico 15 bis CCB

Torre de Belém

Der kunstvoll im manuelinischen Stil gehaltene Wehrturm erinnert an die Zeit, als die portugiesischen Entdecker mit ihren Karavellen von hier aus in See stachen. Unter der Ägide von König Manuel I. zwischen 1515 und 1521 errichtet, diente der Turm eher zum Empfang der voll beladenen Schiffe aus aller Welt als zur Verteidigung der breiten Flussmündung. Einst stand das Schmuckstück auf einer kleinen Insel mitten im Tejo. Im Laufe der Jahrhunderte versandete der Fluss, und so ist der Torre heute vom Ufer aus zugänglich. Über einen kurzen Steg geht es ins Innere. Hier liegen einige Kanonen, auf der Terrasse steht die Statue der Schutzheiligen des Erfolges, Madona do Bom Sucesso, die bereits die Schiffe der Entdecker grüßte. Von der Terrasse im vierten Stock hat man aus 35 m Höhe eine gute Aussicht auf die umliegenden Stadtviertel und den Tejo. | Okt.-April Di-So 10-17, Mai-Sept. Di-So 10-18.30 Uhr | Eintritt 3 Euro, So bis 14 Uhr frei | Eléctrico 15 bis Largo da Princesa

Museu de Calouste Gulbenkian

Das größte Museum der Stadt ist gleichzeitig das schönste. Im Gulbenkian-Museum werden Teile der einzigartigen Kunstsammlung gezeigt, die der armenische Ölmagnat Calouste Sarkis Gulbenkian Lissabon hinterlassen hat, das ihm im Zweiten Weltkrieg Asyl gewährte. Die Hälfte der Ausstellung zeigt orientalisches Kunsthandwerk - feinste Tapisserien, Azulejos, Teppiche, Bücher, Schriften, Porzellan- und Glaswaren aus der Türkei, Persien, Syrien oder China. Die Kunstfertigkeit dieser Pretiosen ist wirklich außerordentlich und zeigt den exquisiten Geschmack des Kunstenthusiasten Gulbenkian. In weiteren Räumen sind bei gedämpftem Licht, ab und zu von Ausblicken ins Grüne erhellt, Bilder und Skulpturen europäischer Meister zu sehen. Darunter Werke von Rubens, Rembrandt, Frans Hals, Turner, Gainsborough, Manet, Degas, Renoir und Rodin. Außerdem: Stilmöbel, Porzellane und silberne Tafeldekorationen, zumeist französische Glanzstücke aus dem 18. Jh. Freunde des Jugendstils kommen im René-Lalique-Raum auf ihre Kosten.

Museu Nacional do Azulejo

Das Kachelmuseum ist ein Muss für jeden Lissabon-Besucher. Es besitzt eine umfangreiche Sammlung von Azulejos aus Portugal, den Niederlanden und Spanien und bietet einen interessanten Querschnitt durch die historische Entwicklung der für Portugal so typischen Kunst der Kachelmalerei - von den maurischen Anfängen bis ins 21. Jh. Prunkstück der Sammlung ist das 35 m lange Azulejopanorama Lissabons vor dem Erdbeben. Untergebracht ist das Museum im Convento da Madre de Deus. Vom 1509 erbauten Konvent steht aber nur noch das manuelinische Portal. Im restaurierten Kirchenschiff und der Sakristei gibt es eine Fülle von barocken, vergoldeten Holzschnitzarbeiten zu sehen. Auch das schöne Café-Restaurant mit Innenhofterrasse lohnt einen Besuch. Besonders an heißen Tagen lässt es sich hier unter Palmen gut aushalten. | Di 14-18, Mi-So 10-12 und 14 bis 18 Uhr (Café mittags offen) | Eintritt 3 Euro | Rua Madre de Deus, 4 | www.mnazulejo-ipmuseus.pt | Bus 794 bis Igreja Madre Deus

Parque das Nações/Park der Nationen

Das ehemalige Expogelände ist zum Symbol für das neue Lissabon geworden. Die Weltausstellung 1998 war Bestandteil eines gigantischen Urbanisierungsprojekts. Fast aus dem Nichts entstand hier am Ufer des Tejo ein neuer Stadtteil, in dem heute rund 20000 Menschen leben und arbeiten. Hier liegen Portugals architektonische Perlen der Moderne wie an einer Kette aufgereiht. Die 17 km lange Ponte Vasco da Gama überbrückt das breite Tejo-Delta, das auch Strohmeer (Mar de Palha) genannt wird, weil die glitzernde Wasseroberfläche in der Sonne wie zum Trocknen ausgelegtes Stroh aussieht. Mekka aller Architekten ist der High-Tech-Bahnhof Oriente: ein filigraner Palmenhain aus Stahl und Glas, entworfen vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava.

Bica do Sapato

Für dieses Projekt haben sich die Wirte vom PapAçorda mit Lissabons Avantgardeguru Manuel Reis und dem Hollywoodstar John Malkovich zusammengetan. In dem ehemaligen Hafenlager entstand ein trendy Restaurant im 1970er-Jahre-Retro-Schick. Durch die Glasfront hat man einen schönen Blick über den Tejo, im Sommer Terrassenbetrieb. In der Cafetaria kleinere Gerichte, im 1. Stock elegante Sushibar. Hier gilt: sehen und gesehen werden bei portugiesischer Designer-Cuisine. | So und Mo geschl., Di mittags geschl. | Tel. 218810320 | Av. Infante D. Henrique | Cais da Pedra gegenüber Bahnhof Santa Apolónia | Bus 9 bis Santa Apolónia

A Travessa

Im restaurierten Bernardas-Konvent im Stadtteil Madragoa hat das belgisch-portugiesische Wirteduo Vivien und António mit seinem alteingesessenen Restaurant ein neues Zuhause gefunden. Die schmackhaften Hors-dœuvres, die ohne Bestellung auf den Tisch kommen, sind eine Visitenkarte des Hauses. Samstagabends gibt es ausschließlich Miesmuscheln (mexilhões). Im Sommer speist man unter freiem Himmel im alten Kreuzgang. Der Service ist aufmerksam und freundlich, die Gäste sind das Whos who Portugals. | Sa mittags und So geschl. | Travessa do Convento das Bernardas, 12 | Tel. 213902034, Tel. 213940800 | www.atravessa.com | Eléctrico 25 bis Santos-o-Velho

O Cantinho da Paz

Gemütliches Familienrestaurant mit Gerichten aus Goa, der ehemaligen portugiesischen Kolonie in Indien. Wirt Sebastião kümmert sich stets mit Witz und Herz um seine Gäste - Künstler, Journalisten und Politiker vom nahen Parlament. Der schicke Ableger Casa da Goa (tgl. | Calçada do Livramento, 17 | Tel. 213930171) wurde gerade zum besten ethnischen Restaurant der Stadt gekürt. | So geschl. | Rua da Paz, 4 | Tel. 213901963 | Eléctrico 28 bis Rua Poiais de São Bento

Cervejaria da Trindade

Das Bierlokal Lissabons. Die großen Gasträume liegen in einer ehemaligen Klosterkirche. Im Sommer ist der kleine, schattige Garten geöffnet. Ob Fleisch oder Fisch, eine vollständige Mahlzeit oder nur tapas (Vorspeisen), hier bekommen Sie zu jeder Tageszeit etwas. | Feiertags geschl. | Rua Nova da Trindade, 20c | Tel. 213423506 | www.cervejariatrindade.pt | Metro (blau) Baixa-Chiado

Santo António

Das Restaurant neben der Kirche São Miguel hat eine treue Stammkundschaft: Filmleute, Journalisten und Künstler schätzen das Alfama-Ambiente. Im Sommer lockt eine romantische, mit Weinreben überdachte kleine Terrasse. Internationale Küche. | Di geschl. | Alfama | Beco de São Miguel, 7 | Tel. 218881328 | Taxi Largo Chafariz de Dentro, dann zu Fuß Beco do Mexias, dann links in die R. São Miguel | Bus 28 bis Casa Conta

Antigo 1º de Maio

Auch nachdem die sympathische Familie Santos nach 30 Jahren ihre kleine tasca an Senhor Manel weitergegeben hat, bleibt das Lokal ein Favorit aller Lisboetas. Denn hier schmeckts wie bei Muttern. | Sa abends und So geschl. | Rua da Atalaia, 8 | Tel. 213426840 | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Tavares

Das bekannteste und älteste (1784!) Luxusrestaurant der Stadt. Vergoldete Stuckdecken, internationale Küche. Im Café Tavares im 1. Stock gibt es Gerichte für den kleineren Geldbeutel. À la carte 65 Euro. | Sa und Mo mittags und So geschl. | Rua da Misericórdia 37 | Tel. 213421112 | www.tavaresrico.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Centro Comercial Vasco da Gama

Die moderne Shoppingmall in avantgardistischem Design liegt direkt am Parque das Nações, dem ehemaligen Expogelände. Gute Klamottenläden, Supermarkt, Terrassenbars und Kinos. | Metro (rot) Oriente

SantAnna

Eine der ältesten Keramik- und Azulejo-Manufakturen der Stadt. Es wird auch nach Maß gefertigt. Laden: Rua do Alecrim, 95 | Metro: Baixa-Chiado. In der Fabrik können Sie bei der Herstellung zuschauen. | Mo-Fr 9.30-12 und 14-17 Uhr | Calçada da Boa-Hora 96 | Tel. 213638292 | www.fabrica-santanna.com | Bus 732 bis Boa-Hora

Vista Alegre

Der Inbegriff für Porzellan: In keinem guten portugiesischen Haushalt fehlt ein Service der Traditionsmarke. Die Porzellanmanufaktur war früher Hoflieferant der portugiesischen Könige. Hier können Sie schöne Porzellanobjekte als Souvenirs erstehen. Die Kette ist auch am Flughafen und in fast allen Shoppingzentren vertreten. | Largo do Chiado 20-23 | www.vistaalegre.pt | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Uma Casa Portuguesa

Für alle, die gerne stöbern: Hier finden Sie ein kunterbuntes Sortiment traditioneller Haushaltsprodukte sowie Schreibwaren, Kosmetik und Lebensmittel. Und alles ist made in Portugal. | Rua Anchieta 11 | www.umacasaportuguesa.com | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Feira da Ladra

Dienstags und samstags von 9 bis 18 Uhr findet auf dem Campo de Santa Clara links hinter der Kirche São Vicente die Feira da Ladra statt, der „Markt der Diebin“. So genannt, weil hier einst Diebesbeute verhökert wurde. Heute ist es ein normaler Flohmarkt mit Dingen, die sonst auf dem Sperrmüll oder bei Antiquitätenhändlern gelandet wären. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Die Berufshändler kennen die Preise genau! | Eléctrico 28 bis Voz Operário

Solar do Vinho do Porto

Probierstube, in der es sämtliche Portweinmarken gibt. | Mo-Sa 11-24 Uhr | Rua de São Pedro de Alcântara 45 | www.ivp.pt | Metro (blau) Restauradores, dann Elevador da Glória | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Bedroom

Neue Lieblingsbar der Szene, die sich hier in Betten lümmelt oder zu Hip-Hop und 80er- sowie 90er-Jahre-Sound abtanzt. | So-Di geschl. | Rua do Norte 86 | Eléctrico 28 bis Praça Luis Camões

Op Art

Ausgefallene Location: Der kleine Glaspavillon liegt am äußeren Kai des Santo-Amaro-Docks, abseits von der Barmeile. Tagsüber speist man hier bei toller Sicht über den Tejo, ab 23 Uhr tobt man zu Drum n Bass, HipHop und House. Erlesene Musik von internationalen DJs. Absolut angesagt! | Mo geschl. | Pontão das Docas de Santo Amaro | www.opartcafe.com | Eléctrico 15, 18 bis Av. Infante Santo

Pavilhão Chinês

Barmuseum und Billardsalon. Trödel und Kitsch reicht von der Decke bis zum Boden. Ein Muss für alle Nostalgiefans. Es gibt auch Tee, Kuchen und Snacks. | Di-Sa ab 18, So ab 21 Uhr | Rua Dom Pedro V 89 | Bus 58 bis Príncipe Real

Lux

Der coolste Club der Stadt behauptet seine Stellung als Szenetreffpunkt Nummer eins. Mitbesitzer des Tanztempels ist der Schauspieler John Malkovich. In der weitläufigen Lounge im 1. Stock ist Unterhalten möglich, in der Disko unten legen die Stars der nationalen und internationalen DJ-Szene auf. Unter 120 beats per minute geht hier selten was. Das Sahnehäubchen ist die riesige Dachterrasse mit Traumblick über Altstadt und Tejo. Gelegentliche Konzerte der neuesten Dancefloor-Bands. | So-Mo geschl. | Avenida Infante D. Henrique | Cais da Pedra gegenüber dem Bahnhof Santa Apolónia | www.luxfragil.com | Bus 9 bis Santa Apolónia

Clube de Fado

In den alten Gemäuern nahe der Kathedrale Sé treten gute Sänger auf. Traditionelle, portugiesische Küche, warme Atmosphäre. Tischbestellung ratsam. | Nov.-Feb. So geschl. | Rua de S. João da Praça 94 | Tel. 218852704 | www.clube-de-fado.com | Eléctrico 28 bis Sé

Lisboa Regency

Wunderschön renoviertes Haus in einer Chiado-Hauszeile. Viele der Zimmer im modernen Kolonialstil haben eigene Terrassen - es gibt in der Stadt wohl kaum eine bessere Aussicht! Auch wenn Sie kein Hotelgast sind: Genießen Sie den wunderbaren Ausblick von der Terrasse im 7. Stock! Freundlicher Service. | Armazéns do Chiado | Rua Nova de Almada 114 | Tel. 213256100 | Fax 213256161 | www.regency-hotels-resorts.com | Metro (blau, grün) Baixa-Chiado

Hotel Métropole

Das Hotel liegt direkt am Rossio. Schöner Blick auf die Alfama und das Castelo de São Jorge. 36 Zi. | Rossio 30 | Tel. 213219030 | Fax 213469166 | www.almeidahotels.com | Metro (grün) Rossio

Solar do Castelo

Das schnuckelige kleine Hotel liegt innerhalb der Burgmauern des Castelo de São Jorge. Der Palast aus dem 18. Jh. wurde geschmackvoll restauriert. Im gemütlichen Hof wird das Frühstück serviert. 14 Zi. | Rua das Cozinhas 2 | Tel. 218806050 | Fax 218870907 | www.heritage.pt | Bus 37 bis Castelo

York House

Das charmante Boutiquehotel ist stilvoll in einem alten Konvent im Viertel Lapa untergebracht. Zimmer in klassisch-modernem Design mit Blick auf den romantischen Patio. 32 Zi. | Rua das Janelas Verdes 32 | Tel. 213962435 | Fax 213972793 | www.yorkhouselisboa.com | Bus 727 bis Rua das Janelas Verdes

NH Liberdade

Modernes Wohlfühlhotel mit Topservice in bester Lage. Stilvolles Design, kosmopolitisches Flair. Auf dem Dach Swimmingpool mit umwerfender Rundumaussicht. Manche Zimmer mit Terrasse. 83 Zi. | Av. da Liberdade 180 B | Tel. 213514060 | Fax 213143674 | www.nh-hoteles.es | Metro (blau) Avenida

Hotel Borges

Sehr altes Hotel neben dem Café A Brasileira. Der nach hinten gelegene Teil ist komplett renoviert, im vorderen wurden bisher nur die Bäder erneuert; großzügig geschnittene Zimmer. 96 Zi. | Rua Garrett 108 | Tel. 213461951 | Fax 213426617 | www.hotelborges.com | Metro (blau, gelb) Baixa-Chiado


Auftakt

Was für eine Stadt!

Lissabon, die Schöne am Tejo, umgibt der unwiderstehliche Charme vergangener Zeiten. Prächtige Paläste und Klöster zeugen von kolonialem Glanz, pittoreske Gassen und Treppen, malerische Winkel und verträumte Plätze bezaubern den Besucher. Das ist aber nicht alles: Die melancholische Metropole am Südwestrand Europas ist dynamisch, modern und weltoffen. Die junge Szene feiert in schicken Clubs und Restaurants am Tejoufer oder holt sich den Kick beim Barhopping im Amüsierviertel Bairro Alto. Lissabon, einst Hauptstadt der halben Welt, ist heute ein Melting-Pot verschiedener Kulturen mit kosmopolitischem Flair.

Herzlich, offen und entspannt: So empfängt Lissabon seine Besucher. Majestätisch liegt die portugiesische Metropole an der breiten Mündung des Rio Tejo. Lissabon umgibt der unwiderstehliche Charme vergangener Zeiten; gleichzeitig pulsiert das Leben in der Hafenstadt am Südwestrand Europas. Lissabon - auf Portugiesisch Lisboa (sprich: Lischbóa) - ist provinziell, großstädtisch, multikulturell und weltoffen. „Leben und leben lassen“ ist das Motto. Ein gewisses Laisser-faire prägt die Stadt und ihre Bewohner fast mehr noch als die viel zitierte saudade, jene melancholische Wesensart, die als Schlüssel zur Volksseele der Portugiesen gilt und die kaum in deutsche Worte zu fassen ist.

Lissabons Herz schlägt am Rossio. Auf dieser breiten Esplanade mit dem kunstvollen Mosaikpflaster und den Terrassencafés herrscht kosmopolitisches Flair. Aktentaschen- und Krawattenträger, schicke Shopper im Designeroutfit, Teenager mit Handy am Ohr flanieren über den Boulevard, Gruppen von Afrikanern sind gestikulierend ins Gespräch vertieft, Losverkäufer, Straßenhändler und Schuhputzer kurbeln schnatternd ihr Geschäft an.

Über der Stadt thront wie eine steinerne Krone die mittelalterliche Burg Castelo de São Jorge. Das alte Alfama-Viertel darunter ist ein malerisches Labyrinth aus engen Gässchen und verwinkelten Treppchen, wo es nach vergangenen Zeiten (und gegrillten Sardinen) riecht. Windschiefe Gemäuer, an denen der Zahn der Zeit kräftig genagt hat, beherbergen kleine Bars (tascas), Gemüse- und Kramläden. Verblichene Kacheln (azulejos) zieren Wände und Bögen. Wie vor über 100 Jahren rumpeln die nostalgischen Straßenbahnen (eléctricos) ächzend die Hügel rauf und runter, in den Fenstern hängen kleine Vogelkäfige, darunter flattert die Wäsche im Wind. Eine Fahrt mit der berühmten Linie 28 der Uralt-Trams sollte sich niemand entgehen lassen.

Gegenüber dem Kastell liegt das Chiado-Viertel, Inbegriff der Lissabonner Eleganz. Hier haben sich die ersten Theater der Stadt, die Akademien der schönen Künste und der Architektur und die Hochschulen für Tanz und Musik angesiedelt. Vom Rossio geht es durch die Baixa (Unterstadt) in Richtung Tejo, vorbei an nostalgischen Lädchen und Shops internationaler Designer. Straßenmusikanten und fliegende Händler bevölkern die breite Fußgängerpromenade, die in den prachtvollen Praça do Comércio mündet. Davor glitzert das Wasser des Tejo in der Sonne. Bunte Fährschiffe schippern hin und her. Ab und an erinnert das monotone Horn eines Ozeanriesen daran, dass der Atlantik gleich vor der Haustür liegt. Vom Fluss aus gesehen wirkt Lissabon, vor allem im warmen Licht des Spätnachmittags, wie ein impressionistisches Gemälde - in Ocker und Pastelltönen gehalten, gesprenkelt mit Kirchturmspitzen und Kuppeln.

Die morbide Schönheit am Südwestrand Europas ist längst modern und trendy geworden. 1994 war Lissabon Kulturhauptstadt Europas, und 1998 präsentierte man die letzte Weltausstellung des ausgehenden Jahrhunderts, ein Erfolgsevent, von dem Lissabon heute noch zehrt. Die Expo und die Fußball-Europameisterschaft 2004 brachten Lissabon massive Stadterneuerungen. Bezirke wurden neu hochgezogen, alte Viertel aufgemöbelt. Lissabon ist heute mehr denn je eine Stadt der Gegensätze. Neben mittelalterlichen Wohnvierteln ragen avantgardistische Türme in den Himmel. Hinter blätternden Fassaden verbergen sich Designerstores und Edeldiskotheken. Hippe Clubs und schicke Restaurants sind in die alten Hafenlager am Tejoufer eingezogen, im traditionellen Amüsierviertel Bairro Alto haben sich szenige Bars und schrille Läden eingemietet.

Die üblichen Großstadtprobleme machen natürlich auch vor Lissabon nicht Halt. Die Arbeitslosigkeit ist hier höher als im landesweiten Durchschnitt, trotz vieler Bemühungen seitens der Stadtverwaltung gibt es an der Peripherie immer noch slumartige Barackenviertel, und durch den großen internationalen Hafen sickern Drogen wie von selbst in die Stadt. Die Wirtschaft kränkelt. Das Gesundheitswesen hängt am Tropf, das Ausbildungssystem ist seit langem reformbedürftig. Vor dem Parlament (Assembleia da República oder Palácio de São Bento) gehören Demonstrationen von Gewerkschaften, Studenten und anderen Interessengruppen heute zur Tagesordnung.

Lissabon hat knapp 600000 Einwohner, im Großraum (Grande Lisboa) leben fast zwei Millionen Menschen. Die Stadt ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Hunderttausende Zuwanderer (retornados) aus den ehemaligen Kolonien in Afrika strömten in den 60er- und 70er-Jahren ins Land. Sie haben sich in der portugiesischen Gesellschaft fast vollständig integriert. Zusammen mit den Einwanderern aus Brasilien, Indien (Goa) und dem chinesischen Macao gehören sie heute selbstverständlich zum Straßenbild der auf sieben Hügeln wuchernden Metropole.

Einer Legende nach wurde Lissabon von Odysseus gegründet. Die erste Blütezeit erlebte die Stadt unter den Römern, die sich 205 v. Chr. hier ansiedelten und aus ihr den bedeutendsten Handelsplatz Lusitaniens machten. Zeugen dieser Zeit sind die Ruinen des römischen Theaters (Teatro Romano) in der Alfama, das heute ein Museum ist. Einen noch dauerhafteren Eindruck haben die Mauren in der Stadt hinterlassen, die Lissabon im Jahr 714 eroberten. Unter ihrer 400 Jahre währenden Herrschaft wurde Lissabon ein Zentrum arabischer Kultur. Es entstanden als unbefestigte Vorstädte die heutigen Stadtviertel Alfama und Mouraria.

1147 gelang es König Dom Afonso Henriques, im Bunde mit den Kreuzfahrern die Stadt zurückzuerobern. Lissabon wurde Sitz der königlichen Familie und mit dem Ende der Wiedereroberung (Reconquista) im 13. Jh. Hauptstadt des jungen portugiesischen Königreiches. Ihre wahre Größe erreichte die Stadt im 15. und 16. Jh. mit den Entdeckungen und Eroberungen der portugiesischen Seefahrer. Bartolomeu Diaz umrundete 1488 das Kap der Guten Hoffnung. Zehn Jahre später entdeckte Vasco da Gama den Seeweg nach Indien, und kurz darauf landete Pedro Álvares Cabral in Brasilien. Bald besaß das kleine Portugal ein Weltreich, und Lissabon wird zur prächtigsten Metropole Europas. Schiffe, voll beladen mit Gold und Silber, Gewürzen und Edelhölzern, legten im Hafen an. Der florierende Handel brachte der Hauptstadt unermesslichen Wohlstand. Prachtbauten wie das Hieronymuskloster (Mosteiro dos Jerónimos) im Vorort Belém sollten Lissabons Rolle als blühendes Welthandelszentrum unterstreichen.

Die Goldene Epoche fand mit dem verheerenden Erdbeben im November 1755 ein abruptes Ende. Die Katastrophe legte binnen weniger Sekunden die Stadt in Schutt und Asche und kostete mehr als 40000 Menschen das Leben. Der damalige Außenminister Marquês de Pombal erwies sich als genialer Stadtplaner. Er ließ Lissabon auf dem Reißbrett wiederauferstehen. Gerade Straßen, klare Linien, rechte Winkel waren seine Vision - die Geburtsstunde der Unterstadt Baixa.

Es folgten Jahrzehnte wirtschaftlicher und politischer Turbulenzen. Das Königshaus versippte und brachte keine bedeutenden Persönlichkeiten mehr hervor. 1910 floh König Manuel II. nach Großbritannien ins Exil. Portugal wurde Republik und dann Diktatur. Der faschistische Diktator Oliveira Salazar leitete die Geschicke das Landes fast ein halbes Jahrhundert und machte es zum „Armenhaus Europas“ - so seine eigenen Worte.

Heute erinnert kaum noch etwas an den Polizeistaat, den ein fast friedlicher Volksaufstand 1974 wegfegte. Zur Erinnerung an die sogenannte Nelkenrevolution wird jedes Jahr am 25. April im ganzen Land der Tag der Freiheit (Dia da Liberdade) gefeiert. Danach ging es wieder bergauf mit Portugal. Mit dem Anschluss an Europa im Jahr 1986 gewann das Land neues Selbstbewusstsein.

Außer dem Expogelände, das jetzt Parque das Nações (Park der Nationen) heißt, und dem Vorort Belém mit seinen vielen Museen und grandiosen Monumenten liegen Lissabons Hauptsehenswürdigkeiten alle recht nah zusammen. Die Stadt hat genau die richtige Größe, um sie bequem zu Fuß zu erkunden. Selbst die schweißtreibenden Hügel sind durch eine Handvoll Lifte (elevadores) und die eléctricos einigermaßen gezähmt. Gutes Schuhwerk, ein offener Blick und ein wenig Geduld - mit diesem Rüstzeug können Sie Lissabon und seine Einwohner entspannt und mit Genuss kennenlernen.

Zwei Fußballvereine kämpfen um ihre Fans

Ein richtiger Lisboeta muss Farbe bekennen: entweder Rot für die Adler (Águias) von Benfica oder Grün für die Löwen (Leões) von Sporting. Benfica bekam gerade vom Guinnessbuch den Weltrekord als mitgliederstärkster Fußballverein bestätigt. Seit über 100 Jahren teilt der Kult um die beiden Traditionsclubs die Fußballfans der Hauptstadt. Keine drei Kilometer voneinander entfernt liegen die zur EM 2004 neu gebauten Stadien. Im neuen Estádio da Luz von Benfica finden rund 65000 Zuschauer Platz, das Estádio José Alvalade von Sporting fasst immerhin 52000 Fans. An Spieltagen treffen die Fans aus halb Portugal schon Stunden vor Anpfiff in Lissabon ein, und die mächtigen Fanclubs (Ultras) heizen mit viel Tamtam, Fahnen und Spruchbändern die Stimmung an. Tickets für Ligaspiele 25-75 Euro, Bestellung direkt an den Stadionkassen oder online (Mo-Fr 10-19 Uhr | Abholung spätestens zwei Stunden vor Spielanfang | www.slbenfica.pt und | www.sporting.pt). Beide Stadien kann man besichtigen, im Alvalade zusätzlich das Museum Mundo Sporting, mit dem sich der Verein ein Denkmal gesetzt hat. Estádio José Alvalade | tgl. außer am Nachspieltag | Eintritt 8 Euro | Kasse Hall VIP 9.30-17 Uhr | Metro (gelb): Campo Grande; Estádio da Luz | tgl. außer an Spieltagen | Eintritt 7,50 Euro | Kasse Tür/Porta 189.30-12.30 und 14-17.30 Uhr | Metro (blau): Colégio Militar/Luz

Die schönsten Strände rund um Lissabon

Manche Lisboetas bevorzugen die Strände im Westen von Lissabon, andere schwören auf die Costa da Caparica, südlich des Tejo. Nahe bei Sintra liegen der weitläufige Sandstrand Praia Grande und der Praia da Andraga, romantisch zwischen hohen Felsen gelegen. Der wilde Praia do Guincho westlich von Cascais ist Hotspot aller Windsurfer. Auf der Südseite des Tejo zieht sich, angefangen bei dem Badeort Caparica, kilometerweit der weite, dünengesäumte Strand Costa da Caparica in Richtung Süden. Vom Ort aus fährt im Sommer eine kleine Bimmelbahn den Strand entlang bis zum Fischerort Fonte da Telha. An jedem Halt gibt es eine Strandbar; das Waikiki (Halt Nr. 15) ist Treffpunkt von Wellenreitern und Surfern, das schicke Borda de Água (Nr. 14) ist beliebt beim Lissabonner Jetset, Nr. 16 ist eine Kitesurfschule mit Verleih (www.katavento.net). Alle Strände sind relativ einfach per Zug und Bus zu erreichen. www.beachcam.pt

Lissabonner Requiem

Der Italiener Antonio Tabucchi, ein kritischer Bewunderer Lissabons, schildert einen „Traumtag“ in der glühend heißen Stadt.

Lissabonner Logbuch

Witzig, charmant und mit Kennerblick beschreibt José Cardoso Pires in kurzen Essays die Stadt und ihre Bewohner.

Die Nacht von Lissabon

Erich Maria Remarques Klassiker handelt von Verfolgten der Nationalsozialisten, die hier auf eine Schiffspassage nach Amerika hoffen.

Lisbon Story

Der deutsche Filmemacher Wim Wenders, ein erklärter Lissabon-Fan, drehte 1994 diesen Film übers Filmedrehen in Lissabon. Traumhafte Kulissen und die Musik der portugiesischen Band Madredeus machen den Film sehenswert.

Nelken für die Freiheit

2000 drehte die portugiesische Schauspielerin Maria de Medeiros diesen Film über die Ereignisse der Nelkenrevolution am 25. April 1974 in Lissabon.

Taxi Lisboa

Dem deutschen Dokumentarfilmer Wolf Gaudlitz glückte 1996 ein gelungenes Porträt über den ältesten, inzwischen verstorbenen Taxifahrer Lissabons: Augusto Macedo tuckerte mit seinem Oldsmobile durch die portugiesische Hauptstadt.

Lissabon ist für Naschkatzen ein prima Revier

Die Vielfalt an Kuchen, Torten und süßen Teilchen ist enorm. Mandeln, Pinienkerne, Feigen und Marzipan gehören ebenso zur traditionellen portugiesischen Bäckerei wie exotische Gewürze, die die Seeleute damals von ihren Entdeckungsfahrten mitbrachten: Jahrhundertelang hatten die Klöster Privilegien bei der Zuteilung von Zucker und anderen Backzutaten, und so entstanden die süßen Teile mit ihren kuriosen Namen: Nonnenbäuche (barrigas-de-freira), Bischofsschnitten (fatias-de-bispo), Engelsbrüstchen (papos-de-anjo), Himmelsspeck (toucinho-do-céu). Jede Region rühmt sich ihrer eigenen Spezialität. Die Lissabonner haben ihre Sahnepasteten, die in der berühmten Pastelaria von Belém am besten schmecken.

www.urlaub-portugal-reise.de/blog

deutsche Portugal-Infos von A bis Z, informativ und aktuell.

www.lucypepper.com/blogzira/

Die englische Illustratorin Lucy Pepper macht sich Gedanken über ihr Leben in Portugal und die Portugiesen. Amüsant!

alexandermannsblog.blogspot.com und lissabonrockt.blogspot.com/

Deutsche in Lissabon

radioinforma.no.sapo.pt/

Hier finden Sie eine große Auswahl an Internetradios.

http://futebol.sapo.pt/

Fußballfans können sich die Schlüsselszenen der aktuellen Spiele anschauen.

www.travelblog.org/Europe/Portugal/Lisbon/

Traveller-Weblogs über Lissabon und Portugal in Englisch.

cotonete.clix.pt/

Sammlung portugiesischer Radiosender mit einer Reihe von Podcasts.

www.visitportugal.com

Einige schöne Videocasts über Portugal bietet das portugiesische Tourismusinstitut an.


Szene

Trend Guide Lissabon

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Rui Carvalheiro scoutet Sie durch den Szene-Dschungel

Rui Carvalheiro

ist ein kreativer Kopf und arbeitet als Drehbuchautor und Schriftsteller. Mit Lissabon hat er die richtige Stadt für sich gefunden. Das Zusammenspiel von Historie und rasanter Entwicklung zu einer modernen Metropole fasziniert ihn, daraus zieht er seine Ideen für neue Texte. Kultur gehört für ihn genauso zu Lissabon wie das pulsierende Nachtleben.

Santos Design District

Lissabon verpasst einem einstigen Industrieareal eine Erfrischungskur: Der Santos Design District entwickelt sich zum lebendigen Avantgardetreff. In-Bars, Galerien, Showrooms und Konzept-Stores wie Paris: Sete (Largo de Santos 14D | www.paris-sete.com) locken die Szene an. Tipp: Jeden letzten Donnerstag im Monat bleiben die Stores bis 22 Uhr geöffnet (Rua do Instituto Industrial No 7 G/H | www.santosdesigndistrict.com).

Film ab

Die Filmszene boomt! Beim größten Independent-Movie-Festival Portugals, IndieLisboa, werden neben 300 Filmen auch die neuen Stars des portugiesischen Independent-Kinos vorgestellt (R. Almirante Barroso No 11/1 | www.indielisboa.com). Die Vorreiter der Szene, Edgar Pêra und Gonçalo Tocha, die zum Teil im Super-8-Format experimentieren, sind auch die Stars des Filmfestivals Festa do cinema frances (Avenida Luís Bívar No 91 | www.festadocinemafrances.com).

Joy of Jazz

Improvisation in Reinform! Ein Dutzend Jazzmusiker auf einer handtuchgroßen Bühne spielen was, wie und wann sie wollen: Wenn das Motto Música de improviso total - totale Improvisationsmusik - lautet, geht es um das Erzeugen, Erkennen und Kombinieren schräger Sounds. Eingesetzt werden herkömmliche Instrumente wie Akkordeon, Saxophon, Percussion und Didgeridoo ebenso wie eher ungewöhnliche Tongeber, z.B. Sprungfedern und Plastikschüsseln. Das Granular-Kollektiv spielt damit ganze Songs (Rua Presidente Arriaga No 59/5 | www.granular.pt). Die unerwartet harmonischen Klänge verschiedenster angesagter Künstler lassen sich am besten im Trem Azul Jazzstore kaufen (Rua do Alecrim 21a | www.tremazul.com).

Modedesigner

Fashion-Designer aus dem ganzen Land gehen neue Wege. Allen voran Alexandra Moura: Mit extravaganten Schnitten und reduzierten Farben betont sie die feminine Silhouette (www.alexandramoura.com). Auf der Lisboa Fashion Week (www.modalisboa.pt) werden Newcomer wie Lidija Kolovrat und Dino Alves frenetisch gefeiert. Die beiden sind Shootingstars, weil sie aus der Norm ausbrechen und an der Grenze zum Chaos wandeln. Weitere Trendsetter: Ricardo Dourado mit seinen futuristischen Schnitten und das Label Storytailors von João Branco und Luis Sanchez, das mit knalligen Farben auf nackter Haut avantgardistische Akzente setzt (www.storytailors.pt). Der Fashion-Hype wird weitergehen: Anfang 2009 eröffnet das Design- und Fashion-Museum MuDe - zu deutsch: Wandel - in einem renovierten Palast beim Miradouro de Santa Catarina im Lissaboner In-Viertel Bairro Alto. Endlich werden dann die kreativen Schnittmuster der jungen Moda Portuguesa unter einem Dach zu finden sein!

SprayStyle

Sprayer an die Wand! Aus grau wird bunt und Lissabon dadurch veredelt - eine neue Graffiti-Szene belebt Hauserwände mit komplexen Bildern aus der Dose. Die urbanen Sprayer und etablierte Künstler wie Pedro Miguel Cabral Feijão (Av. Conselheiro Fernando de Sousa | www.pmcfeijao.com) verewigen sich dabei mit Genehmigung der städtischen Behörden. Wer sich von der modernen Kunst überzeugen will: Die Graffiti im historischen Stadtviertel Alfama und in Cascais sind nicht zu übersehen. Sehenswerte Graffiti-Ausstellungen finden außerdem regelmäßig in der Galeria Zé Dos Bois in Bairro Alto statt (Rua da Barroca No 59 | www.zedosbois.org).

Multifunktionale Shops

Shoppen, lunchen, clubben - all in one heißt der neue Trend in Lissabon! In der schrägen Nostalgie-Bar-Boutique A Outra Face da Lua in der Baixa finden sich Secondhand-Kleidung der 70er-Jahre, ein Schuh-Store sowie eine Bar mit frisch gebrühtem Tee und isotonischen Non-Alkoholika unter einem Dach. Eine Schneiderei und ein Shop mit ausgefallenen Tapeten sind ebenfalls integriert (Rua da Asunçao No 22 | www.aoutrafacedalua.com). Ein Hybrid-Geschäft par excellence und ebenfalls in der Baixa gelegen ist der Fátima Lopes Space: Atelier für ultra-stylishe Kreationen, Model-Agentur von Rang, szeniger Fashion-Store und schickster Club in einem! Nachts tanzen Mannequins und Fashion-Victims vor einer Hightech-Kulisse auf einer schmalen Catwalk-Piste (Rua da Atalaia No 36 | www.fatima-lopes.com).

Tow-Surfing

Tow-Surfing - der Name ist Programm und setzt neue Maßstäbe! Per Jetski lassen sich Mutige auf Wellen schleppen, die ohne motorisierte Verstärkung nicht erreichbar wären. Die Konzentration gilt der Welle, deren Speed wird aufgenommen und genau in diesem Moment lässt der Surfer die Leine, die ihn mit dem Jetski verbindet, los und reitet seine perfekte Welle. Ein Trend, der Extremsportler an ihre Grenzen bringt. Tow-Surfing-Kurse und normale Surfkurse für Anfänger und Fortgeschrittene bieten zum Beispiel die Surfschule Associaçao de Surf in Costa da Caparica (Avenida 1 de Maio No 42-H | www.ascc.pt) oder das Kitesurf-Center von David Cóia an (www.flykitesurf.com). Weitere Infos gibts beim Surfverband von Portugal (www.surfingportugal.com).

Videoinstallationen

In Sachen Kunst stehen alle Zeichen auf Multimedia. Die jungen Künstler des Swap-Projects kombinieren interaktive Software mit Bewegungs- und Tanzperformances. Mit Schattenspiel und Special Effects kreieren sie Bilder und Animationen, sogar Musik wird visualisiert! Das Faszinierende daran: Scheinbar Reales verändert sich, Effekte werden intensiviert mit Hilfe der Digitalisierungstechnik, die Grenzen zwischen Kunst und Technik verschwimmen (www.swap-project.com). Den Fokus auf Musik legen die Crossmedia-Produktionen der Lissabonner Video House Stars, die beim VJing, bei Videoinstallationen und Konzeptionen mit namhaften Musikern und DJs zusammenarbeiten. Die Crossmedia-Künstler werden für Art Shows und Events in ganz Portugal gebucht (www.videohousestars.com)


Stichworte

Wissenswertes über Lissabon und die Lisboetas

Von Salatköpfchen und Heiligen, von Kacheln und vom portugiesischen Blues

Alfacinha

Alfacinha bedeutet Salatköpfchen (von alface, Kopfsalat) und ist der Spitzname der Lissabonner (lisboetas). Der Schriftsteller Almeida Garrett prägte den Begriff. Eine mögliche Erklärung für diese Namensgebung liefert die angebliche Vorliebe der Lissabonner für Salat, im Gegensatz zu den tripeiros, den Kuttelessern, aus Porto.

Azulejos

Azulejos (sprich: Asuleischusch) sind in Lissabon allgegenwärtig. Die farbenfrohen Kacheln zieren Hauswände und Sitzbänke, Treppen und Bögen. Die Kachelkunst ist ein Erbe der Mauren. Der Name leitet sich vom arabischen al zulaique (kleiner, polierter Stein) ab. Gekachelte Landschaftsbilder und Alltagsszenen erzählen viel über Geschichte und Gegenwart Portugals. Das Museu Nacional do Azulejo gibt einen vortrefflichen Überlick über die Geschichte der Kachelbilder.

Eléctrico

Seit über 100 Jahren rumpeln und ächzen die herrlich altmodischen Trambahnen durch die Stadt. Viele der alten Linien gibt es nicht mehr. Sie wurden zum Teil durch hochmoderne Trams ersetzt. Für die Betreibergesellschaft lohnen sich die historischen Vehikel kaum, die traditionsbewussten Lisboetas aber kämpfen um ihren Erhalt.

Fado

Der Fado ist der Blues der Portugiesen. Entstanden ist er in den armen Vierteln Lissabons in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. Das Wort leitet sich vom lateinischen fatum (Schicksal) ab. Sowohl Männer wie Frauen (fadistas) können ihn singen. Zwei Zupfinstrumente begleiten den Gesang: eine Gitarre und eine Art Laute.

Heilige

Die Religion spielt eine große Rolle in Portugal. 95 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch getauft. Und ein Papst bescheinigte den Portugiesen, das „religiöseste Volk der Welt“ zu sein. Doch so ernst nehmen diese es mit der Kirche dann doch wieder nicht. Unter dem Mantel des Katholizismus haben sich alte Bräuche, Riten und Aberglauben zu einer eigensinnigen Mischung zusammengefunden. Mit Hingabe verehrt man „seinen“ Hausheiligen, und für jedes Problem gibt es den passenden Schutzpatron. Santa Lúcia hilft bei Augenleiden, São Braz bei Erkältung, São Pedro ist für die Fischer zuständig, São Roque für Warzen. Und wenn nichts mehr geht, kommt Santa Rita zum Zuge. Sie macht sogar das Unmögliche möglich.

Manuelinik

In der Manuelinik zeigt sich eine portugiesische Variante der Spätgotik. Der dekorativ-verspielte Stil, benannt nach König Manuel I. (1495 bis 1521), entstand Anfang des 16. Jhs. Inspiriert von den exotischen Abenteuern der Seefahrer und Entdecker, sparten die Bauherren nicht an steinernen Ornamenten: Taue und Knoten, exotische Pflanzen und Tiere, Muscheln und Fische schmücken Wände und Türme. Ein schönes Beispiel für diesen urportugiesischen Architekturstil ist das Hieronymuskloster in Belém.

Fernando Pessoa

Vor seinem Lieblingscafé A Brasileira setzten ihm die Lissabonner ein bronzenes Denkmal. Sein Name und sein Werk sind untrennbar mit der Stadt verbunden. Der wohl bedeutendste moderne Dichter Portugals (1888-1935) war ebenso geistreich wie verschroben. Er schrieb unter verschiedenen Namen, die er personalisierte und deren Identität er zeitweilig annahm.

Santo António

Obwohl São Vicente der offizielle Schutzheilige Lissabons ist, verehren die Alfacinhas aus ganzem Herzen „ihren“ Schutzpatron Santo António. Dieser wurde 1195 in Lissabon geboren, verbrachte die meiste Zeit seines Lebens als Prediger und Mönch des Franziskanerordens in Frankreich und Italien, wo er 1231 in einem Kloster bei Padua starb. Deshalb wird er in der ganzen Welt, nur nicht in Lissabon, als heiliger Antonius von Padua angebetet. Zahlreiche Wundertaten werden ihm nachgesagt, vor allem aber wird er als Patron der Armen und der Liebenden verehrt.

Saudade

„Wie ein Dolch rührt es im Herzen“, so erklären Portugiesen bisweilen dieses Gefühl geradezu hemmungsloser Melancholie, das saudade heißt. Ein Wort, das man weder mit Wehmut noch Fatalismus, noch Sentimentalität, noch Melancholie treffend übersetzen kann, weil es von allem ein wenig meint. Man vermutet die Wurzel dieses leidenschaftlichen Gefühls in der islamischen Zeit. In der Fadomusik findet sie ihren künstlerischen Ausdruck.


Feste und Events

Jazz- und Klassikfestivals

Vor allem aber wird im Namen der Volksheiligen gefeiert

Die Tejo-City liebt es zu feiern, und Anlässe gibt es für die Lisboetas immer. Der Festmonat schlechthin ist aber der Juni, wenn die Ehrentage der Volksheiligen anstehen. An Feiertagen sind die meisten Museen, Banken und Geschäfte geschlossen.

1. Januar

Ano Novo, Neujahr

Februar/März

Carnaval/Entrudo, Faschingsdienstag

März/April

Sexta-feira Santa, Karfreitag

März/April

Páscoa, Ostersonntag

25. April

Dia da Liberdade, Tag der Freiheit, Gedenktag an die Nelkenrevolution 1974

1. Mai

Dia do Trabalhador, Tag der Arbeit

Mai/Juni

Pentecostes, Pfingstsonntag

Juni

Corpo de Deus, Fronleichnam

10. Juni

Dia de Portugal/Dia de Camões, portugiesischer Nationalfeiertag

15. August

Assunção de Nossa Senhora, Mariä Himmelfahrt

5. Oktober

Dia da República, Tag der Republik

1. November

Todos-os-Santos, Allerheiligen

1. Dezember

Dia da Restauração, Unabhängigkeit Portugals von Spanien 1640

8. Dezember

Imaculada Conceição, Mariä Empfängnis

25. Dezember

Natal, Weihnachten.

März

21. März: Festa da Primavera, Geburtstagsfest des Centro Cultural de Belém mit Musik, Tanz, Zirkus | www.ccb.pt

April

25. April: Dia da Liberdade, Parade der kommunistischen Partei PCP auf der Avenida da Liberdade

Mai

1. Samstag, ab 14 Uhr: Lisboa Downtown, die weltbesten Mountainbiker rasen downhill durch die engen Gassen der Alfama

Juni/Juli

12. Juni: Casamentos de Santo António, Paaren aus ärmeren Verhältnissen wird von der Stadt die Hochzeit mit allem Drum und Dran gesponsert. In der Sé und der Câmara Municipal (Rathaus)

August

Anfang August: Jazz em Agosto, internationales Jazzfestival (10 Tage) | www.camjap.gulbenkian.org

November

Mitte November: Arte Lisboa, europäische Kunstmesse in den FIL-Messehallen im Parque das Nações | www.fil.pt


Sehenswertes

Auf Schritt und Tritt eine schöne Aussicht

Eine Seilbahnfahrt oder ein Bummel durch enge Gassen - Kleinigkeiten lassen Lissabon zum großen Erlebnis werden

Die Tejo-City hat einiges an grandiosen Bauwerken zu bieten, doch es sind vor allem Kleinigkeiten, die Lissabon zu einem großen Erlebnis machen. Zu Fuß lässt sich die Metropole am besten erkunden und erleben.

Bummeln Sie über herrliche Plätze, verlieren Sie sich in den verwinkelten Gassen, und genießen Sie traumhafte Ausblicke von den vielen miradouros (Aussichtspunkten) der Sieben-Hügel-Stadt. Gehen Sie in einem der zahlreichen Lissabonner Cafés bei einer bica (Espresso) oder einem galão (Milchkaffee) auf Tuchfühlung mit den Lisboetas. Oder besteigen Sie eine der Uralt-Trams. Eine Fahrt mit der Eléctrico 28 ist die erschwinglichste Stadtrundfahrt durch Lissabon. Die 28 schaukelt Sie gemütlich durch die gesamte Innenstadt. Um einen Sitzplatz zu ergattern, sollten Sie an den Anfangshaltestellen zusteigen.

Im Abendrot zeigt Lissabon seine klassische Schönheit. Vom Fluss aus lässt sich diese Stimmung am besten einfangen. Nehmen Sie einfach eine der vielen Fähren, die auf dem Tejo hin und her schippern, und machen Sie einen kleinen Abstecher auf die andere Seite des Flusses, etwa vom Cais do Sodré nach Cacilhas.

Mit Hingabe widmen sich die Nationalmuseen in der Hauptstadt der ruhmreichen Vergangenheit Portugals. Immer wieder kreisen die Themen um die große Zeit der Entdeckungen, das portugiesische Weltreich, das goldene Zeitalter. Kunstwerke und Pretiosen aus diesen Zeiten lassen den Wohlstand von einst erahnen. Exotische Kostbarkeiten aus fernen Ländern erinnern an die frühere Größe des kleinen Landes. Viele Lissabonner Museen sind in alten Adelspalästen untergebracht, die für sich schon eine Sehenswürdigkeit sind. Für Museumsmuffel: Einige der schönsten Terrassencafés gehören zu Museen, z. B. das vom Museu Nacional de Arte Antiga. Infos zu Museen und anderen kulturellen Aktivitäten: www.ipmuseus.pt

Für Konditionsschwache gibt es in der Sieben-Hügel-Stadt die altertümlichen elevadores, mit denen man sich bequem in höher gelegene Stadtviertel hieven lassen kann. Drei dieser Vehikel sind Standseilbahnen, bei denen sich zwei Wagen mittels eines ausgeklügelten Kabelsystems gegenseitig hochziehen. Die kuriosen Transportmittel sind allesamt schon weit über 100 Jahre alt. Eine Karte kostet 1,30 Euro.


Rund um die Burg liegt das alte Lissabon. Malerisch schmiegen sich die Viertel Alfama und Mouraria an das Castelo de São Jorge.


Die Baixa (Unterstadt) erstreckt sich von der prachtvollen Praça do Comércio am Tejoufer bis zum lebhaften Rossio.


Der Chiado ist eigentlich nur ein kurzer Straßenabschnitt, und doch liegt hier die Seele der Stadt.


Das beschauliche Viertel Campo de Ourique entstand Ende des 19. Jhs. Einige schöne Jugendstilfassaden, nette Cafés und hübsche Geschäfte machen den Charme des Wohnviertels aus.


Belém (Betlehem) liegt etwa 7 km westlich vom Stadtzentrum und ist das Mekka aller kulturhungrigen Lissabon-Besucher. Hier stehen die Topsehenswürdigkeiten der Hauptstadt, wie das Hieronymuskloster (Mosteiro dos Jerónimos) oder die Torre de Belém.



An Sonntagen ist in den meisten Museen und Sehenswürdigkeiten mindestens bis 13 Uhr, meist aber ganztägig, der Eintritt frei.


Essen und Trinken

Für jeden Geschmack etwas

Der Atlantik ist die Speisekammer Portugals. Frischen Fisch bekommt man in Hülle und Fülle

Die traditionelle portugiesische Küche ist einfach, rustikal und deftig. Die Portionen sind meistens reichlich. Auf den Teller kommt viel Fisch und Fleisch, Reis und Kartoffeln (oft gleichzeitig!), dazu einige Salatblätter als Standardgemüse.

Außergewöhnlicheres wird manchmal in den einfachsten Wirtshäusern (tascas) aufgetischt, wo die dona des Hauses noch selbst am Herd steht und liebevoll nach überlieferten Familienrezepten kocht.

Die Lisboetas lieben es, zum Essen auszugehen. Besonders mittags sind die Restaurants in der Hauptstadt meist gerammelt voll. Mittagessen (almoço) wird in der Regel zwischen 13 und 15 Uhr serviert. Abendessen (jantar) gibt es ab 20 Uhr, die meisten Gäste kommen allerdings ein, zwei Stunden später. Um acht Uhr bekommen Sie fast überall auch ohne Vorbestellung einen Tisch, ansonsten ist eine Reservierung in einem besseren Restaurant, besonders am Wochenende, ratsam. In vielen Restaurants können Sie mittags eine halbe Portion (meia dose) bestellen. Das Gedeck (couvert) aus verschiedenen Häppchen wie Oliven, Käse, Thunfischpastete, Brot und Butter müssen Sie bezahlen, wenn Sie etwas davon essen.

Nationalgericht Nummer eins ist der Stockfisch bacalhau, den die Portugiesen liebevoll ihren treuen Freund (o fiel amigo) nennen. Mindestens 365 verschiedene Zubereitungsarten soll es für ihn geben. Gut, günstig und allseits beliebt: gebratene Sardinen (sardinhas assadas), die nur mit grobem Meersalz eingerieben über Holzkohle (na brasa) gegrillt werden. Liebhaber von Schalentieren (mariscos) kommen in den marisqueiras (Meeresfrüchterestaurants) voll auf ihre Kosten. Die Vielfalt ist beeindruckend, achten Sie aber auf den (Kilo-)Preis. Hummer (lavagante) und Langusten (lagostas) sind auch in Lissabon nicht gerade billig.

Fleisch (carne) mögen die Portugiesen am liebsten voll durchgebraten. In einfachen Restaurants kann das Steak (bife) deshalb schon mal sehr zäh sein. Auch der Versuch, es kurz angebraten (mal passado) zu bestellen, führt da nicht immer zum gewünschten Erfolg. Lamm (borrego) wird viel und gerne gegessen. Eine Köstlichkeit ist das knusprig gebratene Spanferkel (leitão assado), das in vielen einfachen Kneipen (z.B. im A Merendinha, Rua Condes de Monsanto 4-A, an der Praça da Figueira) angeboten wird. Als Spezialität gilt porco preto aus dem Alentejo, ein schwarzes Schwein, das sich hauptsächlich von Korkeicheln ernährt. Wer gerne Geflügel isst, sollte unbedingt das gegrillte Hühnchen (frango assado) bestellen, wers scharf mag, ordert es piripiri. Die Nachspeisen (sobremesas) sind gut und oft sehr süß. Ausgezeichnet schmeckt der Milchreis (arroz doce), zum Standard gehören Karamelpudding (pudim flan) und Milchcreme (leite creme). Unbedingt sollte man in Lissabon die Spezialitäten der ehemaligen portugiesischen Kolonien probieren. Es gibt zahlreiche gute brasilianische, indische, afrikanische und chinesische Restaurants.

Voll auf ihre Kosten kommen Weinliebhaber. Ob Rotwein (vinho tinto) oder Weißwein (vinho branco), die Auswahl ist überall groß. Eine Flasche (garrafa) mittlerer Preislage kostet in einem ordentlichen Restaurant 8 bis 12 Euro. Hauswein (vinho da casa) ist noch günstiger und in der Regel auch gut. Der spritzige vinho verde sollte nur gut gekühlt (bem fresco) getrunken werden.

açorda de marisco

Brotbrei mit Meeresfrüchten

amêijoas à bulhão pato

Muscheln in Knoblauch-Zitronen-Soße

arroz de pato

Reis mit Ente

bacalhau à brás

Stockfisch-Kartoffelgratin

bife à Marrare

Rinderlende in Knoblauchsahnesoße

bolo-Rei

Königskuchen, Weihnachts- und Ostergebäck mit Trockenfrüchten

cabrito

Zicklein, mit frischen Kräutern zubereitet

caldeirada à fragateira

Fischeintopf mit Tomaten und Kartoffeln

caldo verde

sämige Suppe aus Grünkohl und Kartoffeln

chanfana

Ziege in Weinsoße

cozido à portuguesa

deftiger Eintopf mit Fleisch und Gemüse

favas à moda de Lisboa

Saubohnen mit Speck und Wurst

feijoada à portuguesa

Bohneneintopf mit Wurst

frango na púcara

Huhn, im Römertopf zubereitet

iscas com elas

Leber mit Milz

lulas recheadas

gefüllte Tintenfische

pão-de-ló

Biskuitkuchen

pastéis de bacalhau

frittierte Stockfischpasteten

pastéis de Belém

Blätterteigtortelettes mit Sahnecreme

peixinhos da horta

frittierte grüne Bohnen im Teigmantel

porco à alentejana

Schweinegulasch mit Muscheln

queijadas de Sintra

süße Quarkteilchen aus Sintra

rissóis de camarão

frittierte Garnelenfrikadellen

cerveja

Bier

ginjinha

Sauerkirschlikör


In der alten Tasca Casa Liége (Di abend und So geschl. | Rua da Bica de Duarte Belo, 72/74 | Eléctrico 28 bis Calhariz (Bica) treffen sich Alt und Jung. Einfache portugiesische Hausmannskost und, wie in alten Zeiten, Wein und Sangria aus dem Krug. Hauptgerichte ca. 5 Euro.


Einkaufen

Mehr als Shopping

Ein echtes Erlebnis: Einkaufen in alten Gemäuern oder ultramodernen Shoppingcentern

Zauberhaft nostalgische Lädchen, an denen die moderne Zeit völlig spurlos vorüberzugehen scheint: In Lissabon gibt es sie noch.

Solche Traditionsgeschäfte erkennen Sie oft daran, dass Name und Adresse mit schwarzen Pflastersteinen im Gehsteig davor eingelassen sind. Fast immer sind diese Betriebe seit Generationen im Familienbesitz, und die Inhaber sind Meister ihres Metiers. Eile ist hier ein Fremdwort. Selbst wenn es nur um den Kauf eines Knopfes geht, kann das Beratungsgespräch dauern. Ist man sich dann endlich einig, wird die Ware liebevoll und mit Hingabe eingepackt, was auf Portugiesisch embrulhar heißt.

Wahre Fundgruben für Nichteilige sind z. B. die winzigen Kurzwarengeschäfte entlang der Rua da Conceição in der Baixa. Tempo, Tempo heißt es dagegen in den großen Shoppingcentern. Die modernen Konsumtempel an der Peripherie haben sich dem Zeitgeist angepasst: Fastfood und fast forward lautet hier das Motto. Die traditionellen Geschäfte haben in der Woche von 9 bis 19 Uhr geöffnet, zur Mittagszeit (13 bis 15 Uhr) wird häufig geschlossen. Die Shoppingcenter sind dagegen täglich bis mindestens 23 Uhr offen.

Die meisten Läden finden Sie in der Baixa, am Chiado und in den beiden Avenidas Liberdade und Roma. Im Bairro Alto gibt es viele witzige neue Läden mit flippiger Mode, Musik und schrägen Wohnaccessoires - oft erst ab 15 Uhr, aber meist bis spätnachts.

Landestypische Produkte sind azulejos (Kacheln) und Keramikwaren, Stickereien, Kupfer-, Kork- und Korbarbeiten. Gut als Mitbringsel eignen sich kulinarische Spezialitäten wie Schafskäse, Honig, Oliven und Wein. Erschwinglich sind auch hochwertige Olivenöle (azeite), die es praktisch an jeder Ecke gibt. Lederwaren sind preiswerter als in Deutschland, ebenso hochwertiger Gold- und Silberschmuck. Shopaholics können bei den Touristenbüros die sogenannte Shopping-Card erstehen, mit der Sie in rund 200 Läden in den Hauptgeschäftsmeilen Rabatte zwischen 5 und 20 Prozent bekommen. Die Karte kostet für 24 Stunden 3,70 Euro und für 72 Stunden 5,80 Euro. Info: www.askmelisboa.com


Im Centro Comercial Mouraria (Mo bis Sa 9-20 Uhr | Praça Martim Moniz | Metro (grün): Martim Moniz) bieten auf mehreren Etagen chinesische, afrikanische und indische Händler Kleidung, Schmuck, Haushaltswaren, Lebensmittel etc. zum Großhandelspreis an. Auch in den kleinen Seitenstraßen rundherum gibt es Hunderte von winzigen Läden und günstigen Restaurants.


Unterhaltung

Nachtschwärmer kommen voll auf ihre Kosten

Der Abend beginnt spät am Tejo - und bietet weit mehr als Fado

Die portugiesische Hauptstadt hat für jeden Geschmack etwas: gemütliche Fadolokale, Livemusikbars mit afrikanischen oder brasilianischen Rhythmen, plüschige Pubs im Nostalgielook, schicke Nachtclubs und Diskotheken.

Frühestens gegen 23 Uhr fangen die Lokale an, sich zu füllen. Im traditionellen Ausgehviertel Bairro Alto, wo sich eine Bar an die nächste reiht, steigt allabendlich die große Straßenfete, nur am Wochenanfang geht es etwas ruhiger zu. Man zieht von Haus zu Haus, trinkt im Freien stehend ein Bierchen, trifft alte Freunde und lernt neue kennen.

Erst wenn hier die meisten Bars gegen 2 oder 3 Uhr schließen, zieht man weiter zur Avenida 24 Julho, zur Uferpromenade am Cais do Sodré, zu den Docas (Doca de Santo Amaro und Doca de Alcântara) oder zum Tejo-Ufer beim Bahnhof Santa Apolónia, wo der Szenetreffpunkt Lux liegt. Ebenfalls beliebt als Sprungbrett zu den großen Clubs am Flussufer sind die vielen Bars im Viertel Santos. Direkt an einem kleinen Yachthafen unter der Ponte 25 de Abril liegt die Doca de Santo Amaro. Die alte Hafenlagerzeile wurde komplett renoviert und ist jetzt eine Open-Air-Restaurant- und Barmeile. Mittags kann man hier gepflegt essen, spätabends wird bei lauter Musik gefeiert.

Hungrige Nachtschwärmer trifft man bei der Padaria (Bäckerei) im Bairro Alto, die gegen 1 Uhr mit der Arbeit beginnt. Einfach an die grüne Eisentür klopfen (Rua da Rosa, 86) und die ofenfrischen Brote und Croissants genießen. Große Rock- und Popkonzerte und Operngastspiele gibt es im Coliseu (Rua das Portas de Santo Antão, 96 | www.coliseulisboa.com) und im Pavilhão Atlântico im Parque das Nações (www.pavilhaoatlantico.pt). Einen Überblick über die meisten Veranstaltungen bietet das mehrsprachige Heftchen Follow me und die (portugiesische) Agenda LX, die in den Turismos und vielen Lokalen ausliegen. Karten für sämtliche Events sind am ABEP-Kiosk am Restauradores, bei Fnac im Chiado-Einkaufszentrum und online erhältlich: www.ticketline.pt und www.plateia.pt.


Lissabons Nightlife ist vergleichsweise günstig. Für ein kleines Bier auf der Straße im Bairro Alto müssen Sie oft nur 1 Euro hinlegen.


Übernachten

Wohnen in der Sieben-Hügel-Stadt

Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei: von der Pension mit Altstadtflair bis zur Luxusherberge

An die 30000 Touristenbetten gibt es in Lissabon, und doch kommt es in der Hochsaison manchmal zu Engpässen. Besonders im Juni, dem Festmonat schlechthin in der Metropole, ist eine frühzeitige Reservierung unbedingt ratsam.

Die Hotels sind nach internationalem Standard in fünf Kategorien eingeteilt. Bessere Hotels finden Sie hauptsächlich in den Seitenstraßen und den Avenidas rund um den Praça Marquês de Pombal. Herbergen mit besonderem Flair sind die estalagens und albergarias, die preislich einem Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel entsprechen. Relativ günstig nächtigt man in Pensionen (pensão) und Residenzen (residencial). Wer eine preiswerte Pension sucht, kann sich in den Vierteln Bairro Alto, Alfama oder Baixa umschauen. Hier kostet ein einfaches Doppelzimmer um die 30 Euro. Die Gästehäuser casas de hóspedes sind die billigsten Unterkünfte: familiäre Stimmung, einfache Zimmer, Gemeinschaftsbad. Zweibettzimmer (twin) sind meist größer und etwas teurer als Doppelzimmer (duplo). Ein Einzelzimmer (quarto individual) kostet etwa zwei Drittel eines Doppelzimmers.


Low-budget-Hotelbuchung: www.hostelbookers.com


Mit Kindern unterwegs

Haie zum greifen nah

Tierfans haben die Qual der Wahl: ins Schmetterlingshaus, zur Delphinshow oder ins gigantische Aquarium?


Stadtspaziergänge

Lauschige Plätze und Luftige Höhen

Lissabon im Gassengewirr und aus der Vogelperspektive

Ein Tag im Lissabon von Gestern

Belém ist ein freundlicher Stadtteil am Ufer des Tejo mit gepflegten Parks und Gärten. Hier liegen die architektonischen Meisterwerke und großen Museen des Landes eng beieinander. Früher war Belém ein verschlafenes Fischerdorf vor den Toren der Hauptstadt. Der Aufbruch und die erfolgreiche Heimkehr der portugiesischen Entdecker vor über 500 Jahren katapultierte den Ort plötzlich ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Nirgendwo sonst sind Sie den Traditionen Portugals so nah wie hier. Planen Sie mindestens einen Tag ein. Achtung: Montags sind fast alle Sehenswürdigkeiten geschlossen.

Bummel durch die Oberstadt

Die miradouros (goldenen Blicke) gehören mit zum Schönsten, was Lissabon zu bieten hat. Der Spaziergang streift wundervolle Aussichtspunkte, führt durch das noble Bairro Alto, abseits von Nightlife und Trubel, und zum Literatenviertel rund um den Chiado. Ein entspannter Halbtagesspaziergang.

Streifzug durch die Alfama

Die Alfama, das älteste Viertel Lissabons, ist ein Labyrinth aus steilen Treppchen und verwinkelten Gassen, mit lauschigen Plätzchen und morschen Gemäuern. Seit Jahrhunderten leben in dem alten arabischen Viertel Arbeiter, Handwerker und Familien aus ärmeren Verhältnissen. Jetzt wird überall saniert, und es siedeln sich Künstlerateliers, Boutiquen und schicke Restaurants an. Der Spaziergang dauert mindestens einen halben Tag.


24h

Ein Tag in Lissabon

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Start up

Augen auf und los, schließlich wartet Lissabon! Die Wellen rauschen, der Kaffee duftet und die sündhaft süßen Puddingtörtchen scheinen einen anzulächeln. Der Tag startet am Strand der Costa da Caparica im Café K-Bar und macht Lust auf mehr! Mehr Leckereien, mehr Lissabon... Wo? Café K-Bar | Rua Manuel de Agro Ferreira 2528-0 | Costa de Caparica

Kitesurfen

Die Welle ruft, und wer ihr nicht folgt, verpasst was! Gerade eine Viertelstunde mit dem Auto unterwegs und schon ist man am Hotspot für alle Surfer und Kiter: In Praia do Guincho! Der Drachen steigt in die Luft und keine Sekunde später schießt man auf seinem Board über die Wellen. Achtung! Da kommt eine Welle - Jump! Wow! Wo? Guincho Wind Factory | Vila Internacional, Aldeia de Juzo | 1 Trainingsstunde 50 Euro | Tel. 4851234 | www.guinchowindfactory.com

Spionagetour

Im grellen Sonnenlicht gehts vorbei an bunten Häuserfassaden - wer denkt denn da an Spione? Doch nicht täuschen lassen! Die Guides verraten die Tricks der Geheimdienst-Gerätschaften, mit denen sich Spione gegenseitig überwachten und führen einen vorbei am Hotel Victoria, dem Agententreffpunkt im 2. Weltkrieg. Gänsehaut trotz Sonnenschein garantiert! Wo? Spy Tour | Lisbon Walker | Start: Praça do Comercio | Preis: 15 Euro | www.lisbonwalker.com

Culture-Club

Man selbst will weiter, doch der Magen zickt! Gut, dass es im Centro Cultural de Belém - kurz CCB - außer Kunst und Kultur auch eine Sandwich-Bar gibt, in der man sich für die geballte Ladung zeitgenössischer Kunst rüsten kann! Nicht wundern, wenn man plötzlich Hip-Hop oder Klasssik hört. Im CCB gibts kostenlose Konzerte und mit ein wenig Glück kann man auch kurzfristig bei einem der Tanz- und Theaterworkshops reinschnuppern. Wo? Centro Cultural de Belém | Praça do Império | Tel. 3612400 | www.ccb.pt

Handmade

Ran an den Ton - jetzt wird für die Lieben zu Hause geknetet, geformt und gemalt! Das trendy Souvenir, das gleich unter Eigenregie entstehen wird, heißt azulejo und ist der typische Schmuck an Lissaboner Hauswänden. Im Keramik-Kurs werden die Basics gelernt, der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wo? Barracha | Rua General Silva Freire, Lote 148 | Tel. 7164670 | Preis: ca. 50 Euro

Style for the night

Die passende Frisur zum Abendoutfit? In Lissabon ist nichts unmöglich. Im Multifunktionsshop Agência 117 wird nichts dem Zufall überlassen: Ana de Almeida kreiert den perfekten Hairstyle zu den passenden Klamotten für die Nacht. Waschen und schneiden waren gestern - im Agência 117 wird gesteckt und verlängert. Wartende Begleiter können sich in die Comic-Ecke zurückziehen. Wo? Rua do Norte 117 | Tel. 3461270

Dinnermove

Bunte Wände, weiße Designstühle, Elektrosound - nein, das ist nicht einer der angesagtesten Clubs Lissabons - da gehts erst später hin -, sondern das La Moneda. Was Koch Leo Guzmán gastronomisch anpackt, wird zum Trend. In diesem Restaurant lautet sein Konzept „Food and Movement“. Ein paar Happen essen, ein wenig zum Sound wippen, wieder ein paar Häppchen, wippen und so weiter... das könnte die ganze Nacht so weiter gehen, wäre da nicht noch das Lux Fragil! Wo? Rua da Modeda 1-C | Tel. 213908012 | www.lamoneda.pt

Party on

Spot an und rauf auf die Tanzfläche. Der Club of the Moment heißt Lux Fragil. Unterkühltes Design und weitläufige Räume sorgen für Glamour pur! Das Partyvolk jedoch ist herrlich schräg. Übrigens: Nicht erschrecken, wenn John Malkovich neben einem tanzt. Dem Schauspieler gehört der stylishe Laden. Wo? Av. Infante Don Henrique | Tel. 8820890 | www.luxfragil.com


Ausflüge und Touren

Schöne Badeorte, einzigartige Baudenkmäler

Kurze Fahrten führen ins Umland - nach Sintra und an die Atlantikküste

Sintra

Das pittoreske Städtchen liegt 20 km westlich von Lissabon malerisch am Fuße des Sintra-Gebirges. In der Umgebung locken prächtige Königspaläste und Herrenhäuser, Parks und Gärten laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Die Zugfahrt vom Bahnhof Rossio dauert etwa 45 Minuten. In die Umgebung fahren Busse vom Bahnhof (Tagespass: 8,50 Euro).

Estoril und Cascais

25 km westlich von Lissabon an der Atlantikküste liegen die benachbarten Badeorte Estoril und Cascais, einst Seebäder der Könige und des Adels. Die Zugfahrt vom Bahnhof Cais do Sodré dauert etwa eine halbe Stunde. Planen Sie einen ganzen Tag für den gemütlichen Ausflug ein. Und vergessen Sie nicht, Badesachen einzupacken.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Lissabonreise

Auto

Die Anreise im Auto ist nur zu empfehlen, wenn Lissabon ein Zwischenstopp ist. Erholsamer, aber auch viel teurer sind Autoreisezüge. In der Stadt bringt Selbstfahren nur Stress. Es gibt so gut wie keine Parkplätze und häufig verstopfte Straßen. Die grüne Versicherungskarte ist Pflicht. Taxifahren ist günstig, es gibt ein gutes städtisches Verkehrsnetz.

Bahn

Rund 36 Stunden dauert die Fahrt Frankfurt - Paris (umsteigen) - Porto - Lissabon (2. Klasse ca. 340 Euro plus Schlaf-/Liegewagen).

Bus

Die Deutsche Touring fährt von vielen deutschen Städten aus nach Lissabon. Von Frankfurt/Main dauert die Fahrt rund 32 Stunden und kostet hin und zurück 230 Euro. Deutsche Touring | Am Römerhof 17 | 60486 Frankfurt | Tel. 069/790350 | www.deutsche-touring.com

Flugzeug

Zahlreiche Gesellschaften fliegen Lissabon direkt an. Mit etwas Glück bekommen Sie einen Flug ab 250 Euro. Die Flugzeit ab Frankfurt/Main beträgt ca. 2 ½ Stunden. Der Flughafen Portela liegt ca. 10 km nördlich vom Stadtzentrum. Shuttlebus in die City: 7.45-20.45 Uhr alle 20 Minuten | 3 Euro (vor der Ankunftshalle) | Prepaid-Bons fürs Taxi in die Innenstadt bei der Touristeninfo in der Ankunftshalle | je nach Fahrtziel 12-20 Euro

ICEP Portugal Handels- und Touristikamt

Kaiserhofstr. 10 | 60313 Frankfurt | frankfurt@icep.pt | Portugal: Fax 00351/218505789 | www.visitportugal.com

ICEP Portugal - Handelsdelegation Touristikzentrum

Opernring 1 | Stiege R/2. OG | 1010 Wien | Fax 00351/218505789 | www.visitportugal.com

ICEP Portugal - Handels- und Touristikbüro

Zeltweg 15 | 8032 Zürich | Fax 00351/218505789 | www.visitportugal.com

Turismo de Lisboa

Rua do Arsenal, 15 | Tel. 210312700 | Fax 210312899 | www.atl-turismolisboa.pt

Auskunft in Lissabon

Unter der Turismo-Servicenummer Tel. 808781212 bekommen Sie (auch in Deutsch, zum Ortstarif) alle Infos zu Hotels, öffentlichen Verkehrsmitteln etc. Mo-Fr 8-19 Uhr

Touristeninformationen (Turismos)

Palácio Foz | Praça dos Restauradores | Tel. 213643314 | tgl. 9-20 Uhr | Metro (blau): Restauradores

Banken & Kreditkarten

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-15 Uhr. Mit der EC-Karte können Sie an allen Bankautomaten (Multibanco) Bargeld abheben. Kreditkarten werden fast überall in Geschäften, Restaurants etc. akzeptiert.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Campo dos Mártires da Pátria, 38 | Tel. 218810210 | Fax 218853846 | Mo-Fr 9-12 Uhr | Notfalltelefon Tel. 965808092 | www.lissabon.diplo.de | Metro (blau): Restauradores, dann Elevador da Lavra

Österreichische Botschaft

Avenida Infante Santo, 43/4. Stock | Tel. 213943900 | Mo-Fr 9-13 Uhr | Eléctrico 28 bis Calçada de Estrela/Rua Borges Carneiro

Schweizerische Botschaft

Travessa do Jardim, 17 | Tel. 213944090 | Mo-Fr 9-12 Uhr | www.eda.admin.ch/lisbon | Eléctrico 28 bis Calçada de Estrela/Rua Borges Carneiro

Fotografieren

Foto-, Film- und Videomaterial ist teurer als bei uns, sorgen Sie vor!

Gesundheit

Die europäische Krankenversicherungskarte EHIC gilt auch in Portugal. Deutsch sprechende Ärzte bei Botschaften oder Fluglinien erfragen. Notfallstation: Hospital de São José | Rua José António Serrano | Tel. 218841000 | Metro: Martim Moniz

Internet

Offizielle Website der Touristeninfo Lissabon: www.visitlisboa.com; Infos, Stadtpläne, Webcams, Rundumpanoramen vom Lissabonner Fremdenverkehrsbüro: www.cmlisboa.pt/turismo; Ferienwohnungen und private Zimmer in Lissabon und Umgebung: www.lisbon-apartments.com; www.lissabon-altstadt.de; Hotelführer: www.maisturismo.pt; Treffpunkt deutscher Portugalfans: www.wirin-portugal.de; Rundumansichten: www.360portugal.com; Veranstaltungskalender des Lissabonner Kulturreferats: www.lisboacultural.pt; Kinoprogramm der Tageszeitung Publico: www.cinecartaz.publico.clix.pt; Tipps, Infos, Veranstaltungen vom europäischen Studentenaustauschprogramm Erasmus: www.erasmuslisboa.com; Internetzeitung mit den coolsten Events der Stadt (auf portugiesisch): www.lecool.com/lisboa; englische Zeitung aus Portugal: www.the-news.net; Wetter: www.wetteronline.de/Portugal.htm; alles rund um Portugal: www.portugalforum.de; interaktiver Stadtplan von Lissabon: www.hot-maps.de/europe/portugal/lisbon

Web Café

Tgl. 14-19 und 20-24 Uhr | Espaço Agora, R. da Cintura de Lisboa, Armazém 1 | Zug: Santos

www.cyberbica.com

Mo-Fr 11-24 Uhr | Rua Duques de Bragança, 7 | Metro (blau, grün): Baixa-Chiado

Mietwagen

Es genügt ein gültiger deutscher Führerschein. Achtung: Warnwesten- und Gurtpflicht! Hohe Strafen! Tempolimits: auf Landstraßen 90 km/h, auf Autobahnen 120 km/h, bei Führerscheinbesitz unter einem Jahr 90 km/h. Promillegrenze: 0,5. 24-Stunden-Pannenhilfe des ACP (Automóvel Clube de Portugal) | Tel. 219429103.

Notruf

Polizei und Unfallhilfe: Tel. 112 (landesweit)

Öffentliche Verkehrsmittel

Bei den Turismos und am Elevador Santa Justa gibt es Streckenpläne.

Polizei

Es gibt eine Polizeiwache mit 24-Stunden-Service speziell für Touristen (PSP-Esquadra de Turismo). Hier wird auch Deutsch gesprochen. | Tel. 213421634 | Palácio Foz | neben dem Turismo am Praça dos Restauradores | Metro (blau): Restauradores

Post

Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 9-18 Uhr. Hauptpostamt an der Praça dos Restauradores: 8-24 Uhr. Briefmarken (selos) gibt es auch in Tabakläden, an Automaten und in Hotels. Briefe heißen cartas, Postkarten postais. Das Porto für Briefe wie Karten in den EU-Raum beträgt 0,60 Euro. Briefkästen sind rot, Expresspost blau.

Sicherheit

Gemessen am europäischen Durchschnitt, ist die Kriminalitätsrate in Portugal nach wie vor gering, aber sie steigt. Taschendiebstähle sind die häufigsten Delikte.

Taxi

Die Lissabonner Taxis sind beige, die älteren schwarz mit grünem Dach. Taxiruf: Radio Taxis de Lisboa | Tel. 218119000

Telefon & Handy

Credifonkarten gibt es auf jedem Postamt und in Schreibwaren- und Tabakläden. Für Ihr Handy kaufen Sie am besten vor Ort eine Prepaid-Karte, um die Gebühren für eingehende Anrufe zu sparen. Eine günstige Alternative zum Telefonieren sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: Schalten Sie sie am besten gleich ab!

Trinkgeld

Eine gorjeta wird für alle persönlichen Dienstleistungen erwartet. Sie sollte im Restaurant 5 bis 10 % des Rechnungsbetrages ausmachen.

Vorverkauf

Karten für Kultur- und Sportveranstaltungen sind bei folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: ABEP-Kiosk, Praça dos Restauradores, Av. da Liberdade (nahe Hauptpost und Turismo), Metro (blau): Restauradores; Fnac, Armazéns do Chiado, tgl. 10 bis 22 Uhr | www.fnac.pt, Metro (blau, grün): Baixa-Chiado

WLAN

Die Portugal Telecom (PT) ist der größte Serviceanbieter für Public Wlan (WiFi). Diese Zugänge sind alle kostenpflichtig. Eine Karte (Voucher) bekommen Sie in den PT-Läden oder online bei www.ptwifi.pt. Oftmals sind die Hotspots an Postämter angebunden. In der Testphase sind die Jardins digitais, d. h. kostenlose Hotspots in Parks und an Miradouros.

Zeit

In Portugal gilt die Greenwich-Zeit. Es ist es also eine Stunde früher als in Mitteleuropa.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Touristen Waren für den persönlichen Verbrauch frei ein- und ausführen. Als Richtwerte gelten u.a. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen und 90 l Wein. Schweizer Touristen dürfen zollfrei einführen: 1 l Spirituosen, 2 l Wein und 200 Zigaretten.

Wein

7 Euro für eine Flasche Hauswein

Eléctrico

1,30 Euro für eine Fahrt

Espresso

0,60 Euro für eine Tasse

Kuchen

1 Euro für ein Cremetörtchen

Snack

2 Euro für ein Schinken-Käse-Toast

Fado

20 Euro Mindestverzehr in einem Fadolokal (Eintritt frei)


Unser Insider

Ein Interview mit MARCO POLO Autorin Annette Hüller

Annette Hüller lebt seit 1994 in Lissabon. Sie ist hier zum begeisterten Stadtläufer mutiert und entdeckt immer wieder neue Winkel.

Wieso leben Sie in Lissabon?

Mein Mann und ich wollten uns verändern. Auf der Suche nach einem neuen Wohnort, die uns per Auto zwei Monate im Winter durch Südeuropa führte, landeten wir in Lissabon - und verliebten uns beide sofort in die Stadt. Unser Entschluss stand fest (nach etwa einer Stunde in Lissabon): Das ist es!

Was gefällt Ihnen dort?

Mich reizt vor allem die Lässigkeit. Starre Regeln sind selten. Ein Ladenbesitzer öffnet auch mal außerhalb der Geschäftszeit, ein Busfahrer hält noch mal kurz an, ein Flug lässt sich doch umbuchen, wenn man nur ein bisschen höflich und nett insistiert. Hier kommt es auf Flexibilität an, und das liegt mir. Außerdem liebe ich die nahen Strände, das phantastische Licht in Lissabon und die traumhaften Ausblicke, die sich einem, manchmal völlig überraschend, zwischen zwei Häuserzeilen bieten.

Und was mögen Sie an Lissabon nicht so?

Den chaotischen Verkehr, die endlosen Staus und die vielen Baustellen. Außerdem stellt mich die Gemächlichkeit, in der manches hier abläuft, immer wieder mal auf eine harte Geduldsprobe.

Wie leben Sie genau?

Ich lebe in einem winzigen Häuschen mitten in der Altstadt, im kapverdischen Viertel São Bento. Im Sommer verlagert sich das Leben hauptsächlich in unseren kleinen Patio, in dem wunderschöne alte Bougainvilleas wuchern.

Was machen Sie beruflich?

Ich schreibe Reiseführer und arbeite als freie Journalistin für deutsche Medien (Print und TV). Außerdem arbeite ich zusammen mit meinem Mann, der Illustrator ist, für portugiesische Medienagenturen. Unser größtes Geschäft sind Story- und Shootingboards für Werbe- und PR-Spots.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Kino, Kunst und Bücher. Besonders in Lissabon gehe ich gerne ins Kino, weil alle Filme im Original (mit portugiesischen Untertiteln) laufen. Das Gulbenkian-Museum und das Museu Nacional de Arte Antiga sind für mich unerschöpfliche Fundgruben. Außerdem versacke ich ab und zu im Nachtleben.

Mögen Sie die portugiesische Küche?

Sie war gewöhnungsbedürftig für mich, besonders der Bacalhau. Die Süßigkeiten in den Pastelarias ziehen mich magisch an. An frischen Pasteis de Belém komme ich quasi nicht vorbei.


Bloß nicht

Was man in Lissabon besser nicht tun sollte

Drängeln

An den Bus- und Tramhaltestellen läuft es very British: Man steht brav in der Schlange. Wenn Sie nicht einen Tobsuchtsanfall des Fahrers riskieren wollen, steigen Sie auch nie hinten ein!

Zum Dank gracias sagen

Danke heißt auf Portugiesisch obrigada (für die Dame) und obrigado (für den Herren). Wenn Sie sich nicht als anmaßender Fremder outen wollen, dann verkneifen Sie sich das spanische gracias.

Nachts allein in dunklen Straßen

Besonders im Amüsierviertel Bairro Alto und in der Alfama sollten Sie nachts einsame Gassen meiden. Dort treiben Trickdiebe ihr Unwesen!

Sich auf eine einzige Auskunft verlassen

Die Portugiesen sind überaus höfliche Menschen. Eine Auskunft ist immer gut gemeint, doch die Angst, das Gesicht zu verlieren, verleitet sie häufig dazu, selbst auf Fragen, die sie nicht beantworten können, eine Antwort zu geben. Eine zweite Meinung einzuholen schadet sicher nicht.

Allzu pünktlich erscheinen

Das Zeitgefühl der Portugiesen könnte man als „elastisch“ bezeichnen. Bei einer Einladung zum Essen etwa würden Sie Ihre Gastgeber in Verlegenheit bringen, wenn Sie pünktlich erscheinen. Sie sollten zumindest das akademische Viertel von 15 Minuten Verspätung einhalten. Das gilt natürlich auch für die Gegenseite bei Verabredungen.

Bei Ärger laut werden

Bleiben Sie ruhig, wenn etwas nicht klappt. Es könnte passieren, dass Ihr portugiesischer Ansprechpartner Sie bei einem Zornesausbruch wie Luft behandelt oder Ihnen gar eine falsche Auskunft gibt. Schildern Sie Ihr Anliegen höflich, aber mit Nachdruck, dann wird alles versucht, um Ihnen zu helfen.

Gegenstände unbeaufsichtigt lassen

Lassen Sie Kamera, Handy oder Tasche niemals unbeaufsichtigt, etwa auf einem Caféhaustisch, herumliegen. Auch im Auto sollten Sie Sachen nicht offen liegen lassen. Das ist eine allzu große Versuchung für Diebe! Passen Sie auch im Gedränge auf, in Bussen, Trams und Bahnen. Nehmen Sie nicht unnötig viel Bargeld mit, und deponieren Sie es in verschiedenen Taschen.

Mitjammern

Viele Portugiesen tendieren dazu, über ihr Land, die Politik und alles, was ihnen sonst nicht passt, wortstark zu lamentieren. Wenn Sie es nicht mit lusitanischer Empfindlichkeit zu tun bekommen wollen, sollten Sie sich taktvoll zurückhalten.

Copyright: www.marcopolo.de
 

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