City-Info Lanzarote

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Unterhaltung

Unterhaltung

Arrecife

Diskos und Cervecerías

Die Diskos an der Calle José Antonio füllen sich erst nach Mitternacht und nur am Wochenende, an der Hafenpromenade und der Playa del Reducto sind cervecerías (Bierstuben) mit offenen Terrassen sehr beliebt.

Biosfera

Die Großdisko, die südlich der Playa del Reducto beim Gebäude der Inselregierung liegt, wird von einem domartigen Zeltdach überspannt, zum Meer hin ist sie offen und luftig. Neben der zentralen Bar wird zu aktueller Popmusik getanzt. Es gibt Billard, Dart und andere Abwechslungen. Erst ab 2 Uhr morgens gut besucht. Fr-So ab 22 Uhr | Avda Fred Olsen s/n | www.labiosfera.com

Bodegón los Conejeros

Durch einen engen Gang gelangen Sie in die lebendige Wein- und Bierbar, die vor allem Studenten anzieht. Tgl. 20-2 Uhr | Avda Dr. Rafael González 9

Cine Buñuel

Dem Kulturzentrum El Almacén ist dieses Programmkino angeschlossen. Meist mittwochs und donnerstags thematische Filmabende. Calle José Betancort 33 | Eintritt 3 Euro | www.cabildodelanzarote.com

Multicines Atlántida

Vier moderne Kinosäle, in denen internationale Filme, teils spanisch synchronisiert, teils im Original mit spanischen Untertiteln laufen. Informationen unter Tel. 928802050

Unterhaltung

Costa Teguise und der Norden

Szene

Die Lokale sind nur am Wochenende gut gefüllt. Die Szene orientiert sich vor allem am Geschmack englischer Touristen. Im Pueblo Marinero gibt's im The Snug oft Livemusik. Im Orient Express geht es etwas ruhiger zu, während das Hook im Piratenlook härtere Rockmusik bevorzugt.

Jazz mi Madre!

Der neue Laden zieht Jazzfans und andere wie Motten an. Besonders, wenn dreimal pro Woche Liveacts auf der kleinen Bühne für Stimmung sorgen. Mo-Sa ab 22 Uhr | Avda Islas Canaris, gegenüber Pueblo Marinero

Unterhaltung

Puerto del Carmen und die Mitte

Szene

Die Avenida de las Playas ist Lanzarotes Drehscheibe für alle Partypeople, die die Nacht zum Tage machen wollen.

American Indian Café

Diskobar für 30- bis 50-Jährige mit Live-Shows und Videoclips auf Bildschirmen. Tgl. ab 22 Uhr | Avda. de la Playas s/n

Casino

Auch Puerto del Carmen hat ein Kasino. Der reguläre Eintritt ohne Rabatt liegt bei 3 Euro. Tgl. 16-4 Uhr, Kasinorestaurant tgl. 20-4 Uhr | Avda de las Playas 12

Golden Corner

Neben dem Casino gelegen, ist dieser abendliche Treffpunkt angenehm ruhig - und bei Leuten ab 30 sehr beliebt für seine große Cocktail-Auswahl. Tgl. ab 22 Uhr | Avenida de las Playas s/n

El Mirador

Unter Palmen, hoch über dem Strand und mit einem schönen Blick aufs Meer schlürfen sich die Drinks doppelt gut. Tgl. ab 20 Uhr | Avda de las Playas s/n

Ruta 66

Das große Diskopub ist der angesagteste Spot in Puerto del Carmen. Er ist zur Strandpromenade offen - wer will, besieht sich beim Drink die Flaneure. Es gibt mehrere Bars, auf Breitwandbildschirmen läuft Fußball, zu amerikanischer Rockmusik kann getanzt werden. Ab 22 Uhr | Avda de las Playas | CC Arena Dorada

Tropical

Gleich daneben und ähnlich aufgemacht, orientiert sich die Musik hier mehr am aktuellen Teeniepop. Auf Leinwänden laufen Clips. Ab 22 Uhr | Avda de las Playas | CC Arena Dorada

Unterhaltung

Playa Blanca und der Süden

Bars

Abends kehrt schon sehr bald Ruhe ein in Playa Blanca. Nur The Old Mill im Ortskern und The King's Head gleich daneben unterhalten täglich auf der offenen Terrasse mit englischer Livemusik. Die kleine Bar Galería weiter südlich im Stil einer Kajüte lockt mit guten Cocktails. Im Einkaufszentrum Pueblo Marinero sorgt die Swing Bar bei Freunden des Latinopop für Schwung.

Auskunft

Auskunft

Arrecife

Tourist-Information

Touristenbüro im Parque Municipal | Calle Blas Cabrera Felipe | Tel. 928811762 | Fax 928800080

Auskunft

Costa Teguise und der Norden

Touristenbüro

Avda Islas Canarias/Pueblo Marinero | Tel. 928592542

Touristenbüro

Mit Audioguides. Plaza de la Constitución | Tel. 928845398

Auskunft

Puerto del Carmen und die Mitte

Oficina Municipal de Turismo

Avda de las Playas, gegenüber der Deutsch-Britischen Klinik | Tel. 928513351

Auskunft

Nationalpark Timanfaya

Centro de Visitantes

Das Besucherzentrum des Nationalparks bietet mit interaktiven Schautafeln, Ausstellungen, Fotos, einem Film und Lava zum Anfassen gute Informationen über die Feuerberge, Kultur und Alltagsleben der Einheimischen. Tgl. 9-17 Uhr | an der LZ 67, 2 km vom Eingang des Nationalparks Richtung Mancha Blanca | Tel. 928840839

Auskunft

Playa Blanca und der Süden

Oficina de Turismo

El Varadero 2 | Tel. 928518150 | www.turismolanzarote.com

Einkaufen

Einkaufen

Arrecife

Freitagsmarkt

Der neue Straßenmarkt bietet Kunsthandwerk und vieles mehr aus Inselproduktion. Fr 9-12 Uhr | Calle León y Castillo

El Mercadillo

Im kleinen Einkaufszentrum liegen die Geschäfte um einen überdachten Patio. Freundliche Cafeteria, frisches Gebäck. Calle León y Castillo 16

Perfumería Dalia

Das große, moderne Geschäft überzeugt mit seiner großen Auswahl an internationalen Düften und Kosmetik. Calle León y Castillo 24

Saphir Joyeros

Der beste Juwelier der Insel führt neben Schmuck auch Uhren von Cartier und Rolex. Im Arrecife Gran Hotel

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Costa Teguise und der Norden

La Tierra

Hübsche, bunte Keramikartikel in ordentlicher Qualität. Auch der Timanfaya-Teufel von Manrique ist zu haben - in fünf verschiedenen Größen. Plaza del Pueblo Marinero

Windsurfing Club

Erstklassige Markenausrüstung für Windsurfer zum Kaufen oder auch zum Leihen hat der Shop am Südende der Playa de las Cucharas. Calle Las Olas 18

Kunsthandwerk

Teguise war schon immer ein Zentrum kanarischer Kultur. In den letzten Jahren sind außerdem immer mehr Künstler und Kunsthandwerker aus Mitteleuropa zugezogen. Der Ort bietet in seinen Läden eine große Auswahl an Handwerk, Schmuck und Gemälden.

La Lonja Exclusiva

Der kleine Laden verkauft autorisierte Kopien von Werken César Manriques. Plaza de 18 de Julio

Mercadillo

Der große Sonntagsmarkt ist perfekt zum Stöbern. Hier finden Sie neben Kunst und Kitsch auch Alltagsartikel wie Secondhandkleidung, Schuhe oder frisches Obst. Und Leckeres aus bäuerlicher Produktion lässt sich ebenfalls in den Auslagen der Stände entdecken: die pikante Paprikawurst chorizo etwa oder turrón, eine Süßspeise in vielen Variationen. So 9-14 Uhr | von den Ferienzentren und Arrecife aus verkehren Busse, die Parkplätze für PKW vor der Stadt sind kostenpflichtig

Timples

Antonio Lemes Hernández ist einer der letzten Handwerker, der die berühmten kanarischen Gitarren baut. Etwa 15 Instrumente verschiedener Größen, von der Minitimple bis zur Kontratimple, setzt er schon sein Leben lang Monat für Monat in seiner Werkstatt zusammen. Ein schönes, aber nicht billiges Souvenir: Ein Standardinstrument kostet rund 200 Euro, aufwendigere Modelle mit Perlmutteinlagen und Intarsien 400-500 Euro. Calle Flores 8

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Puerto del Carmen und die Mitte

Souvenirs

Außer Kosmetik, Kitsch und Camcordern finden Sie in manchen Läden auch ein interessanteres Sortiment an Souvenirs von den Kanaren. Vorsicht vor Billigimitaten teurer Marken!

CC Biosfera

In dem Einkaufszentrum am Westende des Ortes wurde viel Glas und Chrom verplant und verbaut. Eine ganze Reihe von Modegeschäften wirbt um Kunden. Calle los Hervideros s/n

Mystic

Zubehör für Ökobewegte und Esoteriker: Naturschwämme, Batiktücher, Düfte. Avda de las Playas 7

El Niño

Surfshop für eine breite Palette an Wassersportausrüstung der Markenhersteller. Avda de las Playas (schräg gegenüber der Oficina Municipal de Turismo)

Veneno

Für Rockveteranen und Hard-Rock-Fans bietet der Laden Buttons, Memorabilia und eine breite Auswahl an Band-T-Shirts. Avda de las Playas 30

Einkaufen

Playa Blanca und der Süden

Fotoläden

Die Fotoläden im Zentrum sind berüchtigt für ihre Abzocke mit minderwertigen Geräten!

Butterfly

Bunte Glaskunst gibt's in dem Laden an der Marina Rubicón.

Fundación César Manrique

Alles vom großen Meister auch hier in Playa Blanca. Avda Papagayo 8

Mercadillo

Stände und Angebot sind vergleichbar mit dem Sonntagsmarkt in Teguise, der hiesige ist jedoch etwas kleiner. Mi und Sa 9-14 Uhr | Costa Papagayo und Marina Rubicón

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Arrecife

Altamar

Esszimmer mit Aussicht: Atemraubend ist der Blick auf Küste und Meer aus dem 17. Stock des Arrecife Gran Hotel. Die Küche ist fein-international, die Preise auch. Tgl. | Parque Islas Canarias s/n | Tel. 928800000 | www.arrecifehoteles.com | €€€

Bar San Francisco

Für jeden Lanzaroteño ein Muss, wenn er seine Geschäfte oder Einkäufe in der Innenstadt erledigt hat. Die Restaurantbar im Souterrain ist immer gut besetzt, vom ersten café cortado am Morgen bis zum letzten Glas Wein am Abend. Bekannt ist die bunt gekachelte Bar vor allem wegen ihrer reichen Auswahl an Tapas. So geschl. | Calle León y Castillo 10-12 | Tel. 928813383 | €

Café La Unión

Nettes Café mit legerer Atmosphäre. So geschl. | Plaza de la Constitución 16 | €

Castillo de San José

Speisen im Kastell: Verheißungsvoll ist bereits der Eingang mit schwarzen Lavastufen und indirekt beleuchteten Wänden. Das Restaurant dient nicht nur als Gourmettempel, sondern auch als Ausstellungsraum des Museums für moderne Kunst. Panoramafenster eröffnen einen tollen Blick auf das Hafenareal, livrierte Kellner verbreiten einen Hauch von Luxus. Falls Sie nicht essen wollen, ist der Genuss im Ambiente an der Bar bei einem café con leche ebenfalls garantiert. Tgl. | Tel. 928812321 | €€€

Cofradía de Pescadores San Ginés

Restaurant und Bar der Fischereigenossenschaft. Frisch zubereiteter Fisch, temperamentvolle Atmosphäre. Tgl. | Avda Naos 20 | Tel. 608223334 | €€

Leito de Proa

Die ruhige Cafeteria unter Palmen hat den besten Blick auf den Charco de San Ginés. Tgl. | Avda César Manrique 1 | €

Pastelería Lolita

Das Feinste an Kuchen und Gebäck, das Arrecifes Konditorhandwerk bietet, von der süßen gofio-Variante mit Honig und Erdnüssen bis zu edlen Torten. Sa-Abend und So geschl. | Avda Dr. Rafael González 5 | €

Star's City

Das Pub im 17. Stock des Arrecife Gran Hotel bietet neben seiner Getränkeauswahl einen Traumblick über die Hauptstadt. Tgl. | Parque Islas Canarias s/n | www.arrecifehoteles.com | €

Essen und Trinken

Costa Teguise und der Norden

Restaurants

Der starke Passatwind entlang der Costa Teguise war stets ein Ärgernis für die Kellner der Restaurants: Immer wieder musste das Servicepersonal den fliegenden Tischtüchern hinterherrennen. Heute sind aus diesem Grund viele Restaurantterrassen windgeschützt oder mit großen Panoramascheiben verglast, sodass die Kellner Ruhe haben - und Sie das Essen ohne Sand zwischen den Zähnen genießen können.

Casa Blanca

Hier ist das Essen lecker, und auch das Ambiente stimmt: Am offenen Grill, vom Gastraum aus einzusehen, werden frische Fische und saftige südamerikanische Steaks gebrutzelt. Mittags geschl. | Calle Las Olas 4 | Tel. 928590155 | €€

El Pescador

Solide kanarische und internationale Küche im lauschigen Ambiente von Manriques Seemannsdorf. So und mittags geschl. | Plaza del Pueblo Marinero | Tel. 928590874 | €€

Repikada

Hier gibt's die besten Tapas Lanzarotes - und sonst nichts. Keine Karte, man vertraut den Augen, sucht sie am Tresen aus und genießt. Di geschl. | Avda Islas Canarias | Tel. 928346867 | €-€€

Villa Toledo

Das Restaurant mit großer Fisch- und Fleischkarte liegt einsam über Felsen direkt am Meer. Tgl. | Avda Los Cocederos s/n | Tel. 928590626 | €€-€€€

Restaurants

Die beiden weiter unten genannten Pensionen führen in ihrem Erdgeschoss auch einfache, gute Restaurants (€). Ebenfalls gut ist das El Marinero (Calle García Escamez 11) nahe der Kirche. Etwas moderner und teurer ist das El Varadero (€€) gleich am Fähranleger. Ein Stück weiter ortseinwärts am Hafenbecken liegt die Bar El Chiringuito. Dort treffen sich Einheimische, Fischer und alle, die sich zurücklehnen wollen.

Acatife

Einer der Klassiker unter Lanzarotes Restaurants, untergebracht in altehrwürdigem Gemäuer. Eine ausgezeichnete, traditionelle Kost wird serviert - zu entsprechenden Preisen. Mo geschl. | Calle San Miguel 4 | Tel. 928845037 | €€-€€€

Bodega Santa Bárbara

In der kleinen Bodega gibt's Weine und Snacks im Minipatio, drinnen weitere Gerichte. Sa geschl. | Calle La Cruz s/n | Tel. 928594841 | €€

Casa León

In einem alten Stadthaus mit esoterisch gefärbten Läden liegt das kleine Restaurant, in dem schmackhafte, hausgemachte Kuchen und vegetarische Gerichte serviert werden. Tgl. | Calle León y Castillo s/n | Tel. 928845931 | €€

Patio del Vino

Der alte Palacio del Marqués ist schon länger in deutschem Besitz. Der Eigentümer restaurierte ihn aufwendig und eröffnete 1998 ein beachtliches Patiorestaurant. Auf Anfrage werden dort auch exklusive Diners im kleinen Kreis ausgerichtet. Der Wirt ist stolz auf seinen wertvollen Weinkeller. Abends und Sa geschl. | Calle Herrera y Rojas 9 | Tel. 928845773 | €€€

La Tahona

Das neben dem Convento de Santo Domingo gelegene Lokal führt noch so urtypische kanarische Gerichte wie sancocho (Fisch) und ropa vieja (Eintopf) auf seiner Speisekarte. Tgl. | Calle Santo Domingo 3 | Tel. 928845892 | €€

Essen und Trinken

Puerto del Carmen und die Mitte

Restaurants

Über 200 Restaurants zählt das quirlige Puerto del Carmen. Nicht alles, was da glänzt, ist allerdings auch gut; vor allem an der Avenida de las Playas, wo die Gäste mit Blick aufs Meer sitzen, sind die Gaststätten auf schnellen Umsatz aus. Gute Qualität versprechen dort vor allem die ausländischen Wirte - Inder, Chinesen und auch mancher Deutsche. Original kanarische Küche mit fangfrischem Fisch direkt vom Boot bieten dagegen viele einheimische Lokale direkt am Fischerhafen.

El Ancla

Der Neubau aus roten und grauen Vulkanquadern geriet hier, im alten Fischerhafen, zwar deutlich zu protzig. Sehr edel und appetitlich präsentiert sind jedoch die erstklassigen Tapas, die feinen spanischen Imbisshappen. Große Sonnenschirme beschatten die Terrasse gegenüber der Petanquebahn, wo die Männer ihren Lieblingssport betreiben. Tgl. | Tel. 928513639 | direkt am Hafen | €€

Antica Trattoria di Verona

Der beliebteste Pizzabäcker am Ort. Auch die anderen Gerichte sind sehr lecker; freundlicher Service. Tgl. | Avda de las Playas 58 | Tel. 928511953 | €€

El Bodegón

Erste Adresse in Puerto del Carmen, wenn Sie ein Freund von Tapas sind. Tgl. | Calle Nuestra Señora del Carmen 6 | Tel. 928515265 | €€

Casa Roja

Auf einer langgezogenen Terrasse sitzen Sie einige Meter oberhalb des alten Hafenbeckens. Schöner können Sie den Sonnenuntergang kaum genießen - der ideale Platz für ein romantisches Dinner zu zweit. Tgl. | Plaza Varadero | Tel. 928515866 | €€

Fortuna

Nomen est Omen - im neuen Restaurant im Casino setzt Chef José Juncal auf seine prämierte Kochkunst. So stellt sich das Glück bei dieser kreativen Küche von alleine ein, und auch der Service ist exzellent. Beim Dinner kann man den Petanquespielern zusehen oder den Traumblick aufs Meer von der Dachterrasse genießen. Tgl. abends | Avda de las Playas 12 | Tel. 928515000 | €€-€€€

Lani's Grill

Unter dem Namen Lani's firmieren gleich mehrere Restaurants im Ort. Das mit Abstand beste liegt in der Avenida de las Playas 41 gegenüber den Apartamentos las Rocas. Die Auslage präsentiert appetitlich frischen Fisch und Fleisch. Gegrillt wird auf offener Holzkohle, zum Dessert gibt es selbst gemachte kanarische Leckereien. Tgl. | Tel. 928510020 | €€-€€€

La Lonja

La Lonja, die Börse, ist ein uriger Treffpunkt der Fischer und Arbeiter des Hafens mit angeschlossenem, kleinem Fischgeschäft. An der lauten Bar im Erdgeschoss gibt es Tapas, ein großer Lichthof erhellt den Speisesaal im Obergeschoss. Die Gerichte sind superfrisch zubereitet. Sie sollten auf jeden Fall mero a la plancha (Zackenbarsch) bestellen und zum Abschluss des Essens den hausgemachten bienmesabe mit Vanilleeis probieren - spitze! Tgl. | Calle Varadero | Tel. 928511377 | €€€

Terraza Playa

Vor allem die kleine im Mosaik gepflasterte Terrasse mit nur einer Handvoll Tischen direkt an den vom Meer überspülten Felsen macht den Charme des Lokals aus. Auf der großen Karte finden Sie jede Menge Fisch- und Fleischgerichte. Tgl. | Avda de las Playas 28 | Tel. 928515417 | €€

Essen und Trinken

Playa Blanca und der Süden

El Almacén de la Sal

Hier, in einem der ältesten Gebäude der Stadt, wurde einst Salz aus den Salinen von Janubio gelagert. 1994 wurde das Haus aufwendig restauriert und zu einem Nobelrestaurant umgebaut. Im Vergleich zum stilvollen Ambiente mit Originaldekoration und Steinwänden bleiben die Leistungen der Küche leider zurück. Dennoch ist immer viel los und eine Reservierung durchaus empfehlenswert. Di geschl. | an der Strandpromenade beim zentralen Kreisverkehr | Tel. 928517885 | www.almacendelasal.com | €€€

Bar One

In der Chillout-Snackbar in der schicken Marina Rubicón direkt beim Leuchtturm kann man zu jeder Tageszeit herrlich abhängen, während die Yachten ein- und auslaufen. Tgl. | Tel. 928349930 | Marina Rubicón | €-€€

Bodegón Las Tapas

In rustikalem Ambiente inmitten von Weinfässern werden - mit Blick auf die Promenade und das Meer - hundert verschiedene Tapas serviert. So geschl. | Paseo Marítimo 5 | Tel. 928518310 | €€

Casa José

Kanarische Küche und ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen. Tgl. | direkt neben der Kirche Nuestra Señora del Carmen | Tel. 928517322 | €€

La Cofradía

Frischer Fisch im Hafen. Tgl. | gegenüber dem Fähranleger | Tel. 928349066 | €€

Grill Restaurante Romántica

Solide Qualität: Das Restaurant ist spezialisiert auf Fisch und Fleisch vom Holzkohlengrill. Freundlicher Service. Tgl. | Tel. 928517166 | Avda Papagayo 10 | €€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Puerto del Carmen und die Mitte

Bootstouren

Schiffsexkursionen unterschiedlicher Dauer werden im Hafen von Puerto del Carmen in einem Containerbüro angeboten. Bei einer Fahrt mit dem Glasbodenkatamaran Princesa Icó lässt sich die Fischwelt der Gewässer beobachten. Die Hin- und Rückfahrt nach Fuerteventura kostet 25 Euro, eine Tagestour vor der Küste inklusive Lunch 35 Euro. Die Inselkreuzfahrt, bei der außer Fuerteventura auch die unter Naturschutz stehende Insel Lobos besucht wird, gibt es für 44 Euro. Die Welt der Fische betrachtet man im Aquascope, einem futuristischen Boot, dessen Unterwassergondel für nur 20 Euro 45 Minuten durchs Meer pflügt.

Freizeit und Sport

Playa Blanca und der Süden

Wassersport und mehr

Außer baden und tauchen können Sie Tretboot fahren (an der Playa Dorada, 6 Euro/Person) und sich mit Speedboats oder beim Bananenritt amüsieren (im Hafen von Playa Blanca). Dort liegen auch Ausflugsschiffe, mit denen Sie Trips zur Isla de Lobos unternehmen können.

Sehenswertes

Sehenswertes

Arrecife

Castillo de San Gabriel

Dem wuchtigen, kleinen Kastell sieht man sein Alter schon deutlich an. Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. wurde von dem Adligen Don Agustín de Herrera y Rojas mit dem Festungsbau begonnen, nachdem der berüchtigte algerische Seeräuber Dogali Arrecife mehrfach brandschatzend und mordend heimgesucht hatte. Der jetzige Bau mit Glockentürmchen und Wachhäuschen stammt von 1590. Über zwei lange Dämme, den alten und einen modernen, erreichen Sie zu Fuß das Bauwerk. Di-Sa 9-14 Uhr | Eintritt frei

Castillo de San José

Oberhalb des Fischereihafens steht ein weiteres Kastell. Als es in den Jahren 1774 bis 1779 erbaut wurde, war die Seeräuberzeit in dieser Gegend schon fast vorbei. Allerdings herrschte damals eine große Dürre, sodass das Projekt als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beim Überleben half. Heute ist in den restaurierten Gewölben, hinter beeindruckenden meterdicken Mauern das Museo Internacional de Arte Contemporáneo, das Museum für zeitgenössische Kunst, untergebracht. Die Hallen sahen schon Ausstellungen berühmter Künstler wie Joan Miró und Antoni Tàpies. Im unteren Stockwerk liegt das nach dem Kastell benannte feine Panoramarestaurant. Besuchen Sie auf jeden Fall auch die Aussichtsplattform. Zu erreichen über die Küstenstraße Richtung Costa Teguise | Museum tgl. 11-21 Uhr | Eintritt frei

El Charco de San Ginés

Der Hafen im Zentrum Arrecifes ist ein gutes Beispiel für gelungene Sanierung. Auf dem seichten Wasser dümpeln bunte Fischerboote, die zusammen mit dem auffallenden Blauweiß der Häuser an der Promenade einen hübschen Gesamteindruck ergeben. Vor Jahren entsprach der Charco noch genau seiner spanischen Bedeutung: Die Pfütze (charco) war ein ziemlich heruntergekommener, schmutziger Brackwasserteich, in dem Unrat, rostige Boote und Gerätschaften der Fischer vergammelten. Die Stadtverwaltung schaffte es, den kleinen Naturhafen zu säubern und herzurichten. Die Promenade um das flache Hafenbecken wurde ausgebaut, die sie umgebenden Häuser umfassend saniert. Heute ist der Charco tagsüber ein beschaulicher Boulevard, wo Kinder auf den Hafenmauern balancieren und ältere Semester sich zum Schwätzchen auf einer der vielen Bänke treffen. Abends öffnen Bars ihre Tore und stellen bei warmem Wetter Tische und Stühle hinaus.

Iglesia de San Ginés

Die Hauptkirche der Stadt erhebt sich in dem ruhigen, verwinkelten Viertel zwischen El Charco de San Ginés und der Calle León y Castillo. Die dreischiffige, weiße Basilika macht sich gut an der kleinen, baumbestandenen Plaza de las Palmas. Im kühlen Innern schaffen die schöne Holzdecke im Mudéjarstil, die schwarzen Säulen aus Lavastein und die steinernen Rundbögen, die den Dachstuhl tragen, ein warmes Ambiente. Keine festen Öffnungszeiten

Parque Municipal

Die lang gestreckte Promenade ist eine Oase der Ruhe. Umgeben von Palmen und exotischen Pflanzen geht der Blick aufs Meer. Es gibt einen schönen Spielplatz und eine Skatinganlage. An der nördlichen Seite des Parque Municipal halten die Busse aus Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise. Diese Bushaltestelle empfiehlt sich, weil von hier der Fußweg ins Stadtzentrum viel kürzer ist als vom zentralen Busbahnhof aus.

Pescadería Municipal

Auf dem kleinen städtischen Fischmarkt wird fangfrischer Fisch zum Kauf angeboten. Mo-Sa 8-13 Uhr | Ecke Calle Liebre/Avda Vargas

Sehenswertes

Costa Teguise und der Norden

Wanderungen

Auf La Graciosa ist eine ganze Reihe Wanderungen möglich. Wer es sich zutraut, kann einen der Vulkankegel über eine flachere Seite ersteigen, so etwa die Montaña del Mojón in der Inselmitte und die Montaña Bermeja im Norden. Die Insel ist indes zu groß, um sie an einem Tag vollständig kennenzulernen. Als nicht allzu anstrengende Wanderungen bieten sich zwei abwechslungsreiche Rundtouren an:

Nordroute

Durch die Mitte der Insel führt von Caleta del Sebo aus ein Fahrweg zwischen den Vulkankegeln der Montaña Mojón und den Agujas Grandes hindurch direkt bis zur Playa de las Conchas. Der Strand gilt als einer der schönsten der Kanaren. Baden ist allerdings auch für geübte Schwimmer wegen starker Wellen und Strömungen gefährlich. Unterhalb der Montaña Bermeja wenden Sie sich zur Nordküste und erreichern die spektakuläre Dünenlandschaft bei der Playa Lambra. Erstaunlich sind die Abermillionen Schneckenhäuser, die stellenweise den Sandboden fast völlig bedecken. Zurück geht es über den nicht ständig bewohnten Ort Pedro Barba und dann zum Hafen von Caleta. Ca. 16 km bzw. 4 Std.

Südroute

Auf der Südroute verlassen Sie Caleta entlang dem Hafenbecken und erkennen gleich bei der hübschen Playa del Salado eine Piste, der Sie folgen. Weiter südlich belohnen zwei noch schönere Strände, die Playa Francesa und die Playa de la Cocina, für die Wanderung in der heißen Sonne. Weiter geht es etwas zurück und landseitig unterhalb der Montaña Amarilla, des Gelben Berges, vorbei zur Westküste. Dort treffen Sie wieder auf einen Fahrweg, der zuerst an Gemüsefeldern vorbei und dann, mit der Montaña del Mojón immer rechter Hand, nach Caleta zurückführt. Ca. 10 km bzw. 2,5 Std.

Castillo Santa Bárbara

Schon aus der Ferne ist die kleine, aber wuchtige Festungsanlage auf dem Vulkan Guanapay außerhalb von Teguise zu erkennen. Man erreicht sie über eine Teerstraße, die von der Landstraße Richtung Haría am Ortsende nach rechts abzweigt. Die Festung wurde im 16. Jh. zum Schutz vor Piratenüberfällen erbaut, bis zu tausend Menschen fanden in ihren Mauern Zuflucht.

La Cilla

Diese einstige Zehntscheune, erbaut im 17. Jh., nahm früher das Steuergetreide auf, das Lanzarote dem Bischof auf Gran Canaria abzuliefern hatte. Mo-Fr 8-14, Do auch 17.30 bis 19.30 Uhr

Convento de San Francisco

Die ehemalige Klosterkirche, die - typisch für die Gotteshäuser auf den Kanaren - unterschiedlich lange Kirchenschiffe aufweist, birgt eine interessante Ausstellung mit sakraler Holzschnitzerei. Ebenfalls sehenswert: die kunstvoll geschnitzte Holzdecke im Mudéjarstil. Sporadisch geöffnet, am ehesten So | Eintritt 2 Euro

Convento de Santo Domingo

In der Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters (gegründet 1726) finden heute wechselnde Ausstellungen moderner kanarischer Kunst statt - ein interessanter Kontrast zu dem alten Kirchenschiff. So-Fr 10-14 Uhr | Eintritt 1,50 Euro

Gran Mareta

Diese einst größte Zisterne Lanzarotes speicherte in früheren Zeiten das Regenwasser, das den Guanapay herabströmte. Später versandete sie, wurde mit Inbetriebnahme der Meerwasserentsalzungsanlagen überflüssig und schließlich zubetoniert. Heute dient der weite Platz hinter der Pfarrkirche für Veranstaltungen und bietet den Ständen des großen Sonntagsmarkts Raum.

Iglesia de Nuestra Señora de Guadalupe

Die ursprünglich im 15. Jh. erbaute und 1680 nach der Zerstörung durch Piraten neu errichtete Pfarrkirche an der Plaza de la Constitución ist der sowohl in Spanien als auch in Südamerika verehrten Jungfrau von Guadalupe geweiht. Die imposante Fassade mit dem mächtigen Turm aus Naturstein trägt wesentlich zur schönen Stimmung auf der Plaza bei. Nach einem Brand im Jahr 1909 erfolgte eine Restaurierung, deren neugotischer Stil nach heutiger Auffassung das Kircheninnere nicht gerade verschönerte.

Palacio Marqués de Herrera y Rojas

Der äußerlich unscheinbare Palast (1455) hat einen schönen, überdachten Innenhof und im Vorraum eine Ausstellung der örtlichen Handwerksschule. Der Eintritt ist kostenlos, es können nicht alle Räume besichtigt werden. Mo-Fr 8-15 Uhr | Calle José Betancort

Palacio de Spínola

Das wertvollste Schmuckstück des alten Teguise ist der Palast der Spínolas an der Plaza, erbaut zwischen 1730 und 1780 von dem Adligen und Politker José Feo Peraza. Die gesamte Einrichtung blieb hervorragend erhalten. Beeindruckend ist vor allem der verschwenderische Einsatz edler Hölzer an den wuchtigen Portalen und den massiven, versiegelten Holzböden. Hübsch sind auch der Patio mit dem Brunnen und der überhängenden Bougainvillea sowie das Esszimmer, das stets so gastlich eingedeckt ist, als erwarte man hier wichtigen Besuch. Im hinteren Teil des Palacio befindet sich die Küche mit einem offenen Kamin und der gut 2 m breiten Esse, daran angrenzend gibt es einen weiteren Innenhof, den Palmen und ein alter Feigenbaum beschatten. Mo-Fr 9-15, So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro

Plaza de la Constitución

Der zentrale Platz Teguises mit Palmen und Lorbeerbäumen - zwischen dem ehemaligen Kornspeicher La Cilla und der Kirche, von deren Vorplatz aus zwei steinerne Löwen zum Palacio de Spínola (18. Jh.) hinüberstarren - versammelt die schönsten Beispiele kolonialer Architektur.

Sehenswertes

Nationalpark Timanfaya

Ruta de los Volcanes

Höhepunkt im Nationalpark ist die 45 Minuten dauernde Fahrt auf der 14 km langen Vulkanroute, die nur in den vom Islote de Hilario aus verkehrenden Bussen möglich ist. Tief hinein geht es in die surreale Welt dutzender, wie Meteoriteneinschläge wirkender Krater in allen Größen: von spitzen hornitos (Öfchen) bis zu calderas (Kesseln) von mehreren 100 m Durchmesser. Es folgen eingestürzte Lavatunnel und gewaltige Aschehänge. Abfahrt alle 30 Minuten, letzter Bus um 17 Uhr | Die Tour ist im Eintrittspreis zum Nationalpark inbegriffen.

Caldera Blanca

Eine tolle, durch großartige Aussicht gekrönte Wanderung ist die Route zur Caldera Blanca, die Sie auf eigene Faust unternehmen können. Der Weg ist gut erkennbar, der Aufstieg zum Teil steil und anstrengend. Seien Sie sich bewusst: Sie sind auf der vierstündigen Wanderung auf sich allein gestellt, nehmen Sie viel zum Trinken mit.

Ruta de Tremesana

Die kürzere, etwa zweistündige Wanderung an der südlichen Grenze des Parks ist ein Lehrstück in Vulkangeologie. Der Weg führt durch verschiedene Landschaftsformen: Krater, Lavatunnel und ein beinahe ebener Lavasee. Spannend und anschaulich wird erklärt, wie mühsam aber erfolgreich die belebte Natur die lebensfeindliche Ödnis zurückerobert. Wandertage: Mo, Mi und Fr, zwei Gruppen, je acht Teilnehmer, Treffpunkt 10 Uhr | Centro de Visitantes

Ruta del Litoral

Für die etwa fünfstündige Wanderung entlang der vulkanischen Küste empfiehlt die Parkbehörde, ausreichend Wasser und Proviant mitzunehmen. Der Ausgangspunkt liegt in der Nähe des Ortes El Golfo und führt durch wildes und unwegsames Gelände bis an die Küste bei der Playa del Paso und der Playa del Cochino. Durch den plötzlichen Kontakt mit dem kühlen Meerwasser ist die schwarze Lava dort zu besonders abenteuerlichen Formen aufgetürmt. Wandertag: einmal monatlich mittwochs

Sehenswertes

Playa Blanca und der Süden

Castillo de las Coloradas

Auch an der Südküste wurden die Fischerdörfer immer wieder von Piraten überfallen. Schon der Inselheld Béthencourt soll hier einst ein Fort errichtet haben. Das jetzige Kastell wurde 1769 erbaut. Es hat seinen Namen nach den bunten (coloradas) Felsen dieses Küstenabschnitts. Leider ist der wuchtige Rundturm nicht zu besichtigen. Die Aussicht von der Punta del Águila auf die farbige Steilküste bis zu den nahen Papagayo-Stränden, über den Yachthafen Marina Rubicón und bei klarem Wetter bis Fuerteventura ist den Ausflug aber allemal wert.

Strände

Strände

Puerto del Carmen und die Mitte

Strände der Umgebung

An den Stränden von Puerto del Carmen sind die Strömungen meist gering, Wind und Wellen sind bei normaler Passatlage nicht sehr kräftig, sodass man die meiste Zeit gefahrlos baden kann und hier auch mit Kindern gut aufgehoben ist. Aber es gibt doch Zeiten mit ungünstiger Wetterlage. Beachten Sie daher auf jeden Fall die Warntafeln oder -flaggen!

Strände

Playa Blanca und der Süden

Strände der Umgebung

Der Ort selbst hat drei attraktive Badeplätze: den besonders feinsandigen eigentlichen Ortsstrand unterhalb der Promenade, nach dem Playa Blanca benannt ist; westlich davon, unterhalb des Hotels Lanzarote Park, die Playa Flamingo und schließlich östlich vom Ortsstrand die Playa Dorada. Die zwei letztgenannten wurden mit feinem, hellem Sand aufgeschüttet und haben Liegen- und Sonnenschirmverleih. Wellenbrecher garantieren ungefährdetes Schwimmen im klaren Wasser.

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Arrecife

Arrecife Gran Hotel

160 moderne DZ und Suiten im Tophotel im Zentrum. Die großartige Aussicht aus den Zimmern der höheren Etagen, eigener Pool und Spa machen das Wohnen in der Hauptstadt zu einer echten Urlaubsalternative. Parque Islas Canarias s/n | Tel. 928800000 | Fax 928805906 | www.arrecifehoteles.com | €€-€€€

Lancelot

Die 110 Zimmer des Hauses sind modern, funktional und alle mit Telefon, Safe und Fernseher ausgestattet. Einige haben Meerblick. Der Swimmingpool auf dem Dach des Hotels bietet Atlantikpanorama. Avda Mancomunidad 9 | Tel. 928805099 | Fax 928805039 | www.hotellancelot.com | €€

Residencia Cardona

Einfacheres, akzeptabel ausgestattetes Stadthotel zu fairen Preisen in zentraler Lage. Die 60 Zimmer sind sauber, die Sanitäranlagen funktional. Im Erdgeschoss gibt es ein Frühstückscafé. Calle 18 de Julio 11 | Tel. 928811008 | Fax 928811012 | www.hrcardona.com | €

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Costa Teguise und der Norden

Barceló La Galea

Kleines geschlossen angelegtes Aparthotel nahe der Playa de las Cucharas mit Pool und Animation. In deren Nähe sind die Zimmer recht laut. 156 Zi. | Plaza Montaña Clara | Tel. 928590551 | Fax 928590530 | www.barcelolagalea.com | €€

Gran Meliá Salinas

Die phantastische Poollandschaft des bekanntesten Hotels der Kanaren wurde von César Manrique geschaffen, und auch die Idee, den Innenbereich mit üppigen Gärten auszustatten, war richtungweisend für eine ganze Generation von Urlaubshotels in aller Welt. Das Haus wurde nach seiner Eröffnung 1977 zu einem der zehn schönsten Hotels der Welt gewählt. Zwei Jahrzehnte später schien es jedoch reif für eine Renovierung: Zwei Restaurants und ein Bodycenter wurden neu geschaffen, außerdem wurden der Anlage neun exklusive Gartenvillen hinzugefügt, die größte verfügt sogar über einen eigenen Swimmingpool. 310 Zi. | Avda Islas Canarias | Tel. 928590040 | Fax 928590390 | www.solmelia.com | €€€

Lanzarote Gardens

Die ruhige, familienfreundliche Aparthotelanlage liegt fünf Gehminuten vom Strand entfernt und ist schon etwas in die Jahre gekommen. 242 Apartments gruppieren sich um den schön begrünten Garten, Pool mit Kinderbecken, gut ausgestatteter Spielplatz. Avda Islas Canarias 13 | Tel. 928590100 | Fax 928591784 | www.h10.es | €€

Occidental Grand Teguise Playa

Auch hier beeindruckt eine üppig begrünte, mehrstöckige, offene Halle. Sie ist von Galerien umgeben, die zu den 314 Zimmern führen; eine kreisrunde Bar liegt in der Mitte. Das Großhotel internationalen Zuschnitts verfügt über mehrere Pools und direkten Zugang zur Playa del Jablillo. Avda del Jablillo | Tel. 928590654 | Fax 928590979 | www.occidental-hoteles.com | €€€

Pension Enriqueta

Die Pension in Ortsmitte, 2008 renoviert, hat 8 Zimmer mit Bad. Calle Barlovento 6 | Tel. 928842051 | Fax 928842129 | €

Pension Girasol Playa

Die „Sonnenblume“ bietet gleichfalls acht einfache Zimmer ohne jeden Luxus. Nach einem Umbau wurde Anfang 2010 wieder eröffnet. Schöner Hafenblick. Calle García Escamez 1 | Tel. 928842118 | www.graciosaonline.com | €

Finca Malvarrosa

Wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt liegt der ruhige ehemalige Bauernhof mit zwei Apartments. Beide sind sehr schön in rustikalem Stil eingerichtet und verfügen über Küche, Bad, Terrasse und Pool. Calle Malvarrosa 41 | Tel./Fax 928593017 | www.fincamalvarrosa.com | €€

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Puerto del Carmen und die Mitte

Las Costas

Nach dem Totalumbau des früheren Baus ist aus der Anlage direkt an der Playa de los Pocillos ein üppig verglastes, kühl-modernes Hotel geworden. 187 Zi. | Avda de las Playas 88 | Tel. 928514346 | Fax 928510112 | www.hibiscus-hotels.com | €€

Los Fariones

Anziehend und attraktiv an dem älteren Komplex sind die äußerst ruhige und doch zentrale Lage, ein schattiger Garten und der grandiose Blick auf den Atlantik. 248 Zi. | Calle Acatife | Tel. 928510175 | Fax 928510202 | www.farioneshotels.com | €€-€€€

Fariones Playa

Die mächtige Fassade aus dunklem Lavastein ist zwar nicht jedermanns Geschmack. Doch drinnen beeindruckt die zum Meer offene, prächtig gestaltete Gartenanlage. 231 Zi. | Calle Acatife | Tel. 928513400 | Fax 928510202 | www.farioneshotels.com | €€

Floresta

Die großzügige Anlage im südspanischen Stil besteht aus 242 Apartments und ist bei Familien sehr beliebt. Sehr schön ist auch die strandnahe Lage. Playa de los Pocillos | Tel. 928514345 | Fax 928510225 | www.hotel-floresta.de | €-€€

Jameos Playa

Das große, gemütliche Hotel gibt sich sehr familienfreundlich. Diese Atmosphäre verbreitet schon die Eingangshalle mit ihren Holzbalkonen im traditionellen kanarischen Baustil. Die hellen Zimmer sind mit Holzmöbeln ausgestattet, und der Strand liegt direkt vor der Tür. 530 Zi. | Playa de los Pocillos | Tel. 928511717 | Fax 928514219 | www.seaside-hotels.de | €€-€€€

Nautilus

Ruhige Apartmentanlage ca. 15 Gehminuten vom Strand entfernt, gelegentlicher Fluglärm. 70 Zi. | Calle Gramillo 5 | Urbanización Matagorda | Tel. 928514400 | Fax 928512390 | www.nautilus-lanzarote.com | €

Sol Lanzarote

Solides Hotel mit direktem Zugang zum Strand. 348 Zi. | Calle Grama 2 | Tel. 928514888 | Fax 928512803 | www.solmelia.com | €€

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Playa Blanca und der Süden

Gran Castillo

Der Komplex im andalusischen Baustil um ein spanisches Fantasy-Kastell liegt am Meer und nahe der Papagayo-Strände. Geräumige, freundliche Zimmer, weite Poolanlage, Blick auf Fuerteventura. 279 Zi. | Urbanización Las Coloradas | Tel. 928595999 | Fax 928518804 | www.dreamplacehotels.com | €€€

Gran Meliá Volcán

Das Fünf-Sterne-Hotel liegt direkt neben dem neu erbauten Yachthafen östlich von Playa Blanca. Die Zimmer verteilen sich auf kleine zwei- und dreistöckige Häuser, die im Stil eines kanarischen Dorfes zusammenstehen. 217 Zi. | Urbanización Castillo del Aquila | Tel. 928519185 | Fax 928519132 | www.solmelia.com | €€

Iberostar Lanzarote Park

Das Haus ist eines der älteren Hotels in Playa Blanca, aber renoviert und daher immer noch empfehlenswert. Aus jedem der 332 Studios und Apartments können die Gäste den Blick auf das Meer genießen. Urbanización Montaña Roja | Tel. 928517048 | Fax 928517348 | www.iberostar.com | €€

Paradise Island

Abwechslungsreich auf unterschiedlichen Ebenen angelegt, punktet das Aparthotel mit Garten samt Pools, Brücken und Wasserfällen. Der Komplex liegt knapp 2 km vom Strand entfernt. 278 Zi. | Urbanización Montaña Roja | Tel. 928517880 | Fax 928517881 | www.hotel-paradiseisland.com | €€

Princesa Yaiza

Nur durch die Uferpromenade wird das Fünf-Sterne-Hotel von der Playa Dorada getrennt. Sehr komfortabel eingerichtete Zimmer, Garten mit Süß- und Meerwasserpool, Squashcourts und Tennisplätzen. 385 Zi. | Avda Papagayo | Tel. 928519222 | Fax 928519179 | www.princesayaiza.com | €€€

Puerto Chico

Diese ältere Apartmentanlage mit 30 Bungalows ist vor allem wegen eines Pluspunkts zu empfehlen: ihrer ruhigen, aber trotzdem verkehrsgünstigen Lage am Centro Punta Limones nahe dem Hafen. Tel. 928518279 | Fax 928518984 | www.clubpuertochico.com | €

Timanfaya Palace

Wegen der Architektur, des großzügigen Gartens und der beiden schönen Pools immer noch eines der attraktivsten Hotels in Playa Blanca. Die Playa Flamingo als nächster Badestrand liegt zu Fuß gerade mal zehn Minuten entfernt. 305 Zi. | Urbanización Montaña Roja | Tel. 928517676 | Fax 928517035 | www.h10hotels.com | €€€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Arrecife

Playa Honda

2 km lang erstreckt sich westlich des Zentrums Arrecifes Stadtstrand, dahinter liegt die gleichnamige Vorstadt. Im Centro Comercial Deiland finden sich gute Geschäfte mit Mode, Schuhen, Sport- und Fotobedarf. Der Supermarkt Hiper Dino verkauft frische Küchenkräuter wie Lorbeerblätter, Lindenblüten und Kamille. Bolera Brunswick hat fünf Bowlingbahnen (tgl. 10-22 Uhr | Partie ab 4 Euro).

Ziele in der Umgebung

Costa Teguise und der Norden

Arrieta

Das ehemalige Fischernest ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Angenehm geschützt liegt der hübsche kleine Stadtstrand La Garita. Die einzige richtige Sehenswürdigkeit des Ortes ist jedoch die Casa Juanita, die von allen nur Blaues Haus genannt wird. Es wurde von einem Lanzaroteño, der in Venezuela zu Reichtum gekommen war, auf einer Klippe erbaut. Schon von weitem leuchten die tiefblauen Kassetten der Fassade.

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist Teil eines 7,5 km langen Lavatunnels, des Túnel de la Atlántida. Die Höhle entstand beim Ausbruch des Monte Corona vor 5000 Jahren. Die Lavaströme, die damals ins Meer flossen, erkalteten an der Oberfläche schnell, während das Magma darunter weiterströmte. Als die Eruptionen aufhörten, flossen die Reste hinaus und hinterließen so auf verschiedenen Ebenen Gänge und Hohlräume, die zusammen 40 m Höhe erreichen und weit ins Meer hinausgehen.

Guatiza

Kakteenfelder, so weit das Auge reicht. In und um Guatiza ist jedes freie Fleckchen mit den fleischigen Opuntien bepflanzt. Bauern mit tief sitzenden Basthüten gehen die langen Reihen ab. Eine alte Eukalyptusallee führt durch den Ort, der einst mit Läusen zu Wohlstand kam. Obwohl das große Geschäft mit der Naturfarbe vorbei ist, wird zwischen Guatiza und Mala immer noch fleißig geerntet.

Jameos del Agua

Wie die Cueva de los Verdes gehören die Jameos del Agua zum Tunnelsystem Atlántida. Durch zwei große Einbrüche (jameos) der Lavadecke warfen bis Ende der 1960er-Jahre die Bauern ihren Müll. Es ist César Manrique zu verdanken, dass die jameos gereinigt und gerettet wurden. Er formte aus dem Naturdenkmal ein bezauberndes Kunstwerk.

Orzola

Der kleine Fischerhafen im äußersten Inselnorden ist schon deshalb einen Besuch wert, weil dort die Atlantikbrandung oft mit ungeheurer Kraft gegen die Felsen donnert. Im Ort finden sich einige rustikale Fischrestaurants. Fangfrisch ist die Meeresbrut im Restaurant Charco Viejo (Mo geschl. | Calle La Quemadita 8 | Tel. 928842591 | €€) und in der Perla del Atlántico (Mo geschl. | Calle Peña San Dionisio 1 | Tel. 928842589 | €€). Am Wochenende genießen hier viele Einheimische die typische Küche.

Tabayesco

In der Mündung des fruchtbaren Valle de Temisa liegt der Ort inmitten steil ansteigender Terrassenfelder mit Gemüseanbau. Die Dörfler pflanzen in ihren Gärten Avocados und Mandelbäume, ernten Orangen und die auf Lanzarote sehr seltenen Bananen. Eine abenteuerliche Straße führt hinauf ins Famara-Gebirge.

Fundación César Manrique

Wer mehr über Visionen und Schaffen von Lanzarotes größtem Künstler erfahren möchte, kommt an Tahiche nicht vorbei. Gleich neben dem Kreisverkehr, den ein großes Manriquemobile aus Edelstahl ziert, befindet sich seine Stiftung im ehemaligem Wohnhaus. Ein großer Teil der Kunstwerke Manriques ist hier ausgestellt, doch schon das ungewöhnliche Haus ist sehenswert: Ein Teil der unterirdischen Salons wurde in futuristisch wirkende Lavablasen hineingebaut. Winter Mo-Sa 10-18, So 10 bis 15, Sommer tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 8 Euro | www.fcmanrique.org


Unter dem monumentalen Panorama des erodierten Monte Corona, dessen zerfetzter Kraterrand in seiner Gestalt tatsächlich an eine Krone (corona) erinnert, klebt das Dörfchen Yé gut 400 m hoch am Berghang. Bei der Anfahrt von Arrieta passieren Sie vor dem Ort das ehemalige Weingut La Torrecilla del Domingo. Sie können es erwerben: Es gehört einem Deutschen und steht bereits seit langem zum Verkauf. Das Restaurant Volcán de la Corona (Mo geschl. | Tel. 928526516 | €€) nahe der Kreuzung bietet frische Gerichte vom Holzkohlengrill..

Alegranza

Das unwirtliche, 12 km² große Inselchen ist heute nicht mehr bewohnt. Wie der gesamte Archipel steht es unter Naturschutz. Das Meeresleben ist unberührt und vielfältig. Auch nisten auf der Insel viele seltene Vogelarten. Die kleinere Nachbarinsel La Graciosas zu besuchen ist aufwendig. Man muss in Caleta del Sebo einen Fischer dafür gewinnen hinüberzufahren.

Ermita de las Nieves

Schneeweiß thront die Wallfahrtskapelle „des Schnees“ hoch oben auf dem Risco de Famara. Die Kapelle (meist geschlossen) ist der Virgen de las Nieves gewidmet; die Jungfrau wird seit alters um den auf Lanzarote so seltenen Regen angefleht. Nur wenige Meter entfernt hat man einen der herrlichsten Panoramablicke der Insel. Fast senkrecht fallen die Klippen 600 m ins Meer. Gut zu sehen sind die Inseln La Graciosa und Montaña Clara, die Playa de Famara, Teguise und die Timanfaya-Vulkane. Anfahrt oberhalb des Windkraftparks links

Haría

Afrikanisch mutet es an, wenn plötzlich vor Ihnen das Tal der tausend Palmen am Fuße der Famara-Berge auftaucht: Unzählige breitkronige Kanarische Palmen stehen zwischen weißen, flachen Häusern. Haría (5000 Ew.) ist der freundlichste Ort Lanzarotes, hier leben die Menschen wie einst. Kein Wunder, dass sich César Manrique im Alter nach Haría zurückzog und hier begraben liegt.

Mirador de Guinate

Kaum weniger spektakulär als am Mirador del Río - aber dafür gratis - ist der Blick vom Mirador de Guinate in der Nähe des gleichnamigen Dorfes.

Mirador del Río

Sagenhaft ist der Blick von der ehemaligen Festungsanlage Batería del Río im äußersten Norden Lanzarotes. In 479 m Höhe balanciert der Bau auf der Steilküste, der Blick geht zu den Inseln La Graciosa und Alegranza. Die Anlage von 1974 war eines der ersten Werke Manriques. Sie passt sich perfekt in die Umgebung ein. Tgl. 10-17.45 Uhr | Eintritt 4,50 Euro

Nazaret

In einer Villa im ehemaligen Steinbruch in Nazaret lebt der Architekt Dominik von Böttinger. Er erwarb das Haus, das ursprünglich für den Schauspieler Omar Sharif geplant war, bis dieser es beim Bridge verlor. Das Restaurant LagOmar (Mo geschl. | Calle Los Loros 6, dem Wegweiser „Museo“ folgen | Tel. 928845665 | www.lag-o-mar.com | €€€) im Zentrum ist preisgekrönt für seine mediterrane Küche. Ideal zum gehobenen Chillen ist die Bar im Lounge-Stil, die abends mit raffiniertem Sound und Licht begeistert. Toll die Anlage mit Höhlen, Tunneln und unterschiedlichen Ebenen, die um einen künstlichen See liegen. Es gibt zwei im Fels angelegte, modern möblierte Gästehäuser mit Terrasse, Pool und Traumblick ins Land (Info: info@lag-o-mar.com | €€).

Playa de Famara

Der Famara-Strand ist der längste auf Lanzarote und auch landschaftlich am schönsten eingebettet: unterhalb des schroffen Famara-Massivs, umgeben von Dünen und dem anbrandenden Atlantik. Es weht oft starker Wind, beachten Sie unbedingt die Strandbeflaggung: Rot bedeutet „Baden verboten“! Gefährliche Strömungen fordern jedes Jahr Menschenleben.

Ziele in der Umgebung

Puerto del Carmen und die Mitte

La Geria

Wie ein Geniestreich von Landschaftsarchitekten wirkt die berühmte Landschaft La Geria. Die Hauptroute durch die Region führt von Mozaga in der Inselmitte über Masdache bis Uga im Süden. Das großartige Weinanbaugebiet in unmittelbarer Nähe der Vulkanberge erschließt sich einem indessen noch intensiver auf den Nebenrouten - etwa auf der nach La Vegueta. Vor allem dort zeigt sich eindrucksvoll, dass es die Natur selbst ist, die zunächst einmal mit feinen, graugrünen Flechten neues Leben in das tote Land bringt. Erst viel später können dann Bauern mit Gemüse und Obstpflanzen nachrücken, um ein neues Stück Land urbar zu machen.

Mancha Blanca

Im Jahre 1735 wälzte sich die Lava aus den Timanfaya-Vulkanen unerbittlich auf die kleine Ortschaft zu. Letzte Chance, die drohende Katastrophe abzuwenden, schien den Einwohnern, ihre Dorfheilige - Nuestra Señora de los Dolores - den glühenden Massen entgegenzustellen. Und wirklich: Die Lava kam unmittelbar vor der Figur zum Stillstand. Zum Dank erbauten die Einwohner die Kirche Iglesia de los Dolores am Ortsrand und erkoren die Madonna zur Nuestra Señora de los Volcanes. Sie wurde außerdem Schutzpatronin der Insel.

Mozaga

Am Kreisverkehr vor der kleinen Ortschaft steht eines der großen Werke César Manriques, das Monumento al Campesino, das Bauerndenkmal. Errichtet wurde es Ende der 1960er-Jahre, um auf die wachsenden Probleme der Bauern hinzuweisen. Sinnreicherweise besteht es aus den Wassertanks alter Fischerboote - eine mehr als deutliche Mahnung, die knappen natürlichen Ressourcen der Insel zu schonen.

Playa Quemada

„Verbrannter Strand“ bedeutet der Name des kleinen Ortes, und viel mehr als einen dunklen, steinigen Strand, einige Häuser (teils zur Vermietung) und zwei kanarische Restaurants hat er auch nicht zu bieten. Eben deswegen aber fühlen sich Urlauber, die Stille suchen, hier gut aufgehoben. Jenseits des Felsrückens, der bei Flut überschwemmt wird, liegt ein weiterer, kaum besuchter Strand.

Puerto Calero

Der von Luís Ibáñez Margalef, dem Stararchitekten Lanzarotes, entworfene Yachthafen musste bereits erweitert werden. Viele Segler machen hier auf ihrer Reise von Europa nach Amerika Station.

San Bartolomé

In dem verschlafenen Ort liegt das Museo Etnográfico Tanit. In der schön renovierten Bodega eines Herrenhauses aus dem 18. Jh. sind Gegenstände des bäuerlichen Lebens (Werkzeug, Kleider, Möbel etc.) zu sehen. Im Weinkeller stapeln sich die Fässer. Eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen findet sich ebenfalls. Mo-Sa 10-14 Uhr | Calle Constitución 1 | Eintritt 6 Euro | www.museotanit.com

Tiagua

Tiagua für sich genommen ist schon ein sehenswertes, gepflegtes Dorf, das traditionell von der Landwirtschaft geprägt wird. Den Besuch lohnt aber vor allem ein Museum: das in einem alten, gut erhaltenen Landgut untergebrachte Museo Agrícola El Patio. Der Komplex, der schon kurz nach seiner Eröffnung 1994 den Kanarischen Kulturpreis erhielt, ist ein liebevoll gepflegter Bauernhof. Alle Einrichtungen, von der Bodega bis zur Gofiomühle, befinden sich in funktionsfähigem Zustand.

Tinajo, Playa de Teneza, Playa de la Madera

Nicht gerade spektakulär, aber doch ganz hübsch ist das lang gestreckte Dorf Tinajo. Etwa von der Ortsmitte aus führt eine unbeschilderte Straße an die Westküste zur Playa de Teneza und auf Schotterpisten weiter zur Playa de la Madera an der Grenze zum Nationalpark Timanfaya. An beiden Stränden bricht sich der Atlantik oft besonders heftig; die kochende See ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Falls Sie hier baden wollen, bleiben Sie aber unbedingt im Flachwasser! Immer wieder ertrinken an der Westküste Fremde, die die immense Sogkraft der rücklaufenden See unterschätzen und unter Wasser gezogen werden.

Ziele in der Umgebung

Playa Blanca und der Süden

Faro de Pechiguera

Zwar führt eine ausgebaute Straße zum weithin sichtbaren Leuchtturm 3 km westlich der Stadt, doch schöner ist es, sich dem Ziel auf einem etwa einstündigen Spaziergang zu nähern. Dabei folgt der Weg immer der Küste, und Sie kommen an nur wenig besuchten Badebuchten vorbei. Dahinter wird jedoch eifrig gebaut. Etliche Hotelkomplexe sind bereits fertiggestellt. Der 1986 errichtete Leuchtturm ist selbst nicht gerade der beeindruckendste, doch dieses Manko macht die gute Sicht nach Fuerteventura wett.

Femés

Der Balcón de Femés trägt seinen Namen völlig zu Recht. Bei gutem Wetter haben Sie von dem 450 m hohen Pass eine grandiose Aussicht über die Rubicón-Ebene bis weit über Playa Blanca hinaus auf die kleine Isla de Lobos und das große, direkt im Süden liegende Fuerteventura. Der Ort hat zwar nur wenige Häuser, kann aber mit drei ansehnlichen Restaurants aufwarten. Im Balcón de Femés (tgl. | Tel. 928836351 | €€) sitzen Sie direkt am Aussichtsplatz. Dagegen ist die Casa Emiliano (Mo geschl. | Tel. 928830223 | €€) etwas zurückversetzt und hat neben einer hervorragenden Küche eine hübsche Terrasse zu bieten. An der Plaza liegt das Restaurante Femés (tgl. | €).

Fuerteventura

Die große Nachbarinsel Fuerteventura scheint von Playa Blanca aus zum Greifen nahe. Tatsächlich benötigt die Fähre zum Hafen Corralejo gerade mal 35 Minuten für die Überfahrt und fährt im Stundentakt ab 7 Uhr, die letzte Rückfahrt ist für 20 Uhr angesetzt (2 Pers./Kfz hin- und zurück ab 90 Euro).

El Golfo

Wie die Feuerberge hat auch die tiefgrüne Lagune El Golfo schon in einem Sciencefictionfilm mitgespielt. Sichelförmig liegt sie im Bogen eines zur Hälfte im Meer versunkenen Kraterkessels, dessen Wände durch Winderosion zernagt sind. Die Färbung des Wassers, das durch Verdunstung des einsickernden Meerwassers einen höheren Salzgehalt als das Meer hat, wird durch eine besondere Algenart bewirkt. Der Kontrast zum pechschwarzen Lavasand und dem dunkelblauen Atlantik mit der weißen Gischt brennt geradezu in den Augen. Zugang: vom Parkplatz an der Landstraße südlich der Lagune und vom Parkplatz am Ortseingang des Dorfes El Golfo links

Los Hervideros

Es brodelt und zischt in den Hervideros (wörtlich Siedende), die zwischen den Salinas de Janubio und El Golfo liegen. Mit Hitze allerdings hat das Spektakel nichts zu tun: Es handelt sich um vom Meer ausgewaschene Löcher und Kanäle im spitzen, porösen Lavagestein, durch die bei hohem Wellengang das Wasser mit großem Druck nach oben ins Freie schießt. Das wilde Naturschauspiel lässt sich sehr gut verfolgen, da verwinkelte Pfade und Treppen auf eine Plattform mitten hinein ins Geschehen führen. Seitlich liegt ein ausgebauter Parkplatz.

Montaña Roja

Eine Möglichkeit zum Kurzausflug für bewegungshungrige Playa-Blanca-Gäste ist der schnelle Aufstieg zur nahe gelegenen Montaña Roja. Der Rote Berg ist mit 194 m Höhe der Hausvulkan des Ortes und die einzige echte Erhebung auf der südlichen Inselebene El Rubicón. Der Aufstieg beginnt oberhalb der Feriensiedlung Montaña Baja auf einem ausgetretenen, gut sichtbaren Pfad und dauert nicht viel länger als eine halbe Stunde. Oben führt ein gleichfalls gut zu begehender Weg um den gesamten Kraterrand. Von einigen Aussichtspunkten überblicken Sie ganz Playa Blanca bis zu den Papagayo-Stränden. Nach Süden reicht der Blick hinüber bis zur Nachbarinsel Fuerteventura. Weiter westlich erblickte man früher nur die einsame, wilde Küste vom Leuchtturm von Pechiguera bis zur Janubio-Saline. Heute verschandeln endlose Apartmentanlagen, z.T. erst halb fertig gebaut, das Panorama.

Playas de Papagayo

Die Strände 3 bis 5 km östlich von Playa Blanca sind zu Recht wegen ihrer Schönheit berühmt: Sie sind von Felsen eingerahmt, der Sand, ohne Teer und Müll, ist fein und das türkisfarbene Wasser blitzsauber. Zudem herrscht meist nur eine geringe Strömung, und die Wellen sind niedrig, sodass hier auch Kinder gefahrlos baden und plantschen können.

Salinas de Janubio

Lange Reihen kleiner und großer rechteckiger Felder in schillerndem Braun, Rot, Grau und Schwarz - wie ein riesiger Setzkasten liegt die Saline von Janubio unterhalb der Straße nach Playa Blanca. In der Vergangenheit war die Meersalzgewinnung lebenswichtig für die Fischer, um ihren wertvollen Fang und den Proviant zu konservieren. Windräder, die im Lauf der Zeit verfallen sind, pumpten das Meerwasser in die größten, 40 m hoch gelegenen Becken. Von denen wurde es dann in mehreren ausgeklügelten Verdunstungsstufen in die kleinsten Becken abgelassen. Dort harkten Arbeiter schließlich das herauskristallisierte Salz mit Holzrechen zusammen.

Uga

In dem kleinen, oasenhaft anmutenden Ort mit den blendend weißen Würfelhäusern, den Palmen und dem ausgesprochen afrikanisch klingenden Namen sind auch die Dromedare zu Hause, die tagsüber die Ausflügler zu den Feuerbergen schaukeln. Nach getaner Arbeit trotten sie des Abends in langen Karawanen zurück in ihre Ställe am Ortsrand. Außerdem ist Uga für seine Lachsräucherei bekannt. Sie liegt an der Durchgangsstraße nach Arrecife. Die Casa Gregorio im Ort (Di geschl. | Tel. 928830108 | €-€€) überzeugt mit sehr günstiger, leckerer Inselkost.

Yaiza

Hier ist es genau so, wie César Manrique es sein Leben lang immer für die ganze Insel gewollt hat: strahlend weiße Häuser, knallgrüne Fensterläden, blühende Geranien. Yaiza ist das Musterdorf Lanzarotes und hat in seiner Geschichte schon etliche Schönheitswettbewerbe gewonnen. Besonders harmonisch und ansprechend wirkt das Ensemble um die Kirche Nuestra Señora de los Remedios (keine festen Öffnungszeiten) aus dem 17. Jh. mit den beiden angrenzenden Plätzen. Nicht nur die Umgebung, auch das Innere des Gotteshauses mit seinem offenen Glockenstuhl lohnt einen Besuch: Die Madonnenstatue des Hochaltars badet dort im geheimnisvollen blauen Licht der Kirchenfenster. Jedes Jahr am 8. September wird die Figur zur Prozession durch den Ort getragen.

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Arrecife

Spielplätze und Süsses

Viele öffentliche Anlagen und Parks bieten große Sandkisten und gute Spielgeräte wie Klettergerüste, Schaukeln und Rutschen.

Mit Kindern reisen

Costa Teguise und der Norden

Aquapark

Das Süßwasserfreibad unterhalb der Golfanlage in Costa Teguise ist neben den Hotelpools die einzige Alternative zum Meer. Es gibt ein Dutzend Wasserrutschen, mehrere Pools, Kleinkinderbecken, Trampolin, Miniskooter, Spielplatz, Sonnenliegen und eine Snackbar. Die Eintrittspreise sind allerdings eindeutig überhöht. An dem Wasserpark werden vor allem Kinder ab 6 Jahren ihren Spaß haben. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt Erwachsene 22,50 Euro, Kinder 16 Euro, Liegen 2,50 Euro

Lanzarote Aquarium

Wer Lanzarotes Unterwasserwelt kennenlernen will, ist hier richtig. In etwa zwanzig gut beleuchteten Becken wurden die Lebensräume der Meeresbewohner nachgebaut. Der große Fischreichtum aller Größen und Farben schließt exotische Seegurken, Seespinnen, Clownfische, Muränen und Rochen ein. In Lavabecken leben Muscheln. Die Attraktion sind die Haie. In einem Glastunnel schwimmen sie direkt über die Besucher hinweg. Man kann sogar Jungtiere bei der Entwicklung im Ei beobachten. Tgl. 10-18 Uhr | Avda Las Acacias | Erwachsene 12 Euro, Kinder 8 Euro | www.aquariumlanzarote.com

Tropical Park

Bei Guinate im Norden liegt der Freizeitpark, ein 45000 m² großer Vogelpark mit Tukanen, Pfauen, Flamingos und anderen Vogelarten aus aller Welt, aber auch Affen, Nasenbären und Japanische Riesenkarpfen gibt es zu bewundern. Ein Erlebnis ist die begehbare Voliere, in der die Vögel frei herumfliegen. In der Brutstation kann man die Jungvögel bei der Aufzucht und mit etwas Glück auch beim Schlüpfen aus dem Ei beobachten.

Mit Kindern reisen

Puerto del Carmenund die Mitte

Rancho Texas Park

Der frühere Pferdehof ist um einen Abenteuer- und Tierpark erweitert worden. Es gibt Schildkröten, Echsen, Bisons, Hirsche, Pumas, Gürteltiere und Waschbären zu sehen. Attraktion sind der weiße Tiger und die beiden Jungen. Ein Siouxdorf lädt zum Indianerspielen ein, außerdem gibt es Vorführungen mit Papageien, Raubvögeln und Seelöwen. Kinder können auf Goldsuche gehen und Kanu fahren. Mehrmals pro Woche wird eine Westernnacht (Di, Fr, Sa 19-23 Uhr | Erwachsene 43 Euro, Kinder 25 Euro | Tel. 928841286) veranstaltet mit Shows, Musik und Barbecue. Den Park erreichen Sie mit Buszubringern aus den Ferienorten. Tgl. 9.30-17.30 Uhr | Puerto del Carmen auf der Calle Noruega verlassen und die Umgehungsstraße unterqueren | Erwachsene 15 Euro, Kinder (3-12 Jahre) 10 Euro | www.ranchotexaslanzarote.com

Mit Kindern reisen

Nationalpark Timafaya

Dromedare

Außer Sonne, Sand und Meer hat Lanzarote vergleichsweise wenige für den Nachwuchs vorgesehene Attraktionen zu bieten. Das exotischste Erlebnis ist sicher ein Ritt durch das schwarze Lavameer des Timanfaya-Nationalparks auf einem Dromedar. Kinder bekommen dabei, wenn sie zusammen mit einem Erwachsenen reiten, an ihren Tragesitz einen Sandsack angehängt. So wird der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Reitern ausgeglichen, damit das Dromedar nicht einseitig belastet wird. Wenn Sie darum bitten, dürfen Ihre kleineren Kinder in der Regel auch auf dem Rücken des Tieres selbst reiten, mit den Eltern rechts und links davon in den Sitzen. In der Dromedarstation an der Grenze zum Nationalpark können sich die Sprösslinge mit den Tieren bekannt machen. Geeignet für Kinder ab 3 Jahren. Tgl. 9-16 Uhr (Dauer ca. 20 Minuten) | 10 Euro pro Dromedar

Mit Kindern reisen

Playa Blanca

Kikoland

Der Sport- und Kinderpark bietet Kids ab 3 Jahren unter Aufsicht der Eltern mehrere Pools, aufblasbare Gummiburg, Ruhebetten und vieles mehr. Auch Kindergeburtstage werden organisiert. Tgl. 10-18 Uhr | neben Hotel Princesa Yaiza | Familieneintritt 24 Euro

Insider-Tipp

Biosfera

Gas geben: Im Biosfera, der angesagten Disko in Arrecife, wird die Nacht zum Tag

Jazz mi Madre!

Gib mir Jazz!: Die Live-Acts auf der Minibühne des Jazz mi Madre! in Costa Teguise reißen mit

Freitagsmarkt

Markt-Gestöber: Auf dem neuen Freitagsmarkt in Arrecife gibt es viel Kurioses zu entdecken

Star's City

Hoch hinaus: Beim Blick aus Star's City, dem höchstgelegenen Pub Lanzarotes, liegt Ihnen Arrecife zu Füßen

Nordroute

Einsam mit Wind und Meer: Die Inselwanderung durch den Norden La Graciosas ist ein besonderes Erlebnis

Finca Malvarrosa

Entspannen auf dem Land: Die Finca Malvarrosa in Teguise bietet die perfekte Idylle für Ruhesuchende im schönsten Ort der Insel

Orzola

Vamos a la playa: Am idyllischen Strand Caletón Blanco bei Orzola wartet wohltuende Einsamkeit

Nazaret

Bei Omar Sharif speisen: Exquisites Ambiente inmitten von Höhlen und Tunneln und Topküche vereinen sich im Restaurant LagOmar in Nazaret

La Geria

Wein-Futuristen: Die Bodega Stratvs in La Geria läutet mit nüchtern edler Präsentation ein neues Zeitalter des Weinbaus ein

Mozaga

Beim Grafen schlafen: Wie zu Hause fühlen Sie sich im Caserío de Mozaga, dem schönen Hotel der Adelsfamilie Béthencourt

Lanzarote Aquarium

Unterwasserwelt: Im Lanzarote Aquarium in Costa Teguise tummeln sich Haie und andere Fische - und Sie mittendrin

Kikoland

Spaß für Kinder: Das Kikoland in Playa Blanca mit seinen Spielplätzen und Pools bietet Familien mit ☺kleinen Kindern jede Menge Abwechslung

Isla Graciosa

Ein Strandjuwel: Die schöne Playa de las Conchas auf La Graciosa ist für Ruhesuchende genau richtig

Top Highlights

Altamar

Esszimmer mit Aussicht: Atemraubend ist der Blick auf Küste und Meer aus dem 17. Stock des Arrecife Gran Hotel. Die Küche ist fein-international, die Preise auch. Tgl. | Parque Islas Canarias s/n | Tel. 928800000 | www.arrecifehoteles.com | €€€

Castillo de San José

Oberhalb des Fischereihafens steht ein weiteres Kastell. Als es in den Jahren 1774 bis 1779 erbaut wurde, war die Seeräuberzeit in dieser Gegend schon fast vorbei. Allerdings herrschte damals eine große Dürre, sodass das Projekt als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beim Überleben half. Heute ist in den restaurierten Gewölben, hinter beeindruckenden meterdicken Mauern das Museo Internacional de Arte Contemporáneo, das Museum für zeitgenössische Kunst, untergebracht. Die Hallen sahen schon Ausstellungen berühmter Künstler wie Joan Miró und Antoni Tàpies. Im unteren Stockwerk liegt das nach dem Kastell benannte feine Panoramarestaurant. Besuchen Sie auf jeden Fall auch die Aussichtsplattform. Zu erreichen über die Küstenstraße Richtung Costa Teguise | Museum tgl. 11-21 Uhr | Eintritt frei

El Charco de San Ginés

Der Hafen im Zentrum Arrecifes ist ein gutes Beispiel für gelungene Sanierung. Auf dem seichten Wasser dümpeln bunte Fischerboote, die zusammen mit dem auffallenden Blauweiß der Häuser an der Promenade einen hübschen Gesamteindruck ergeben. Vor Jahren entsprach der Charco noch genau seiner spanischen Bedeutung: Die Pfütze (charco) war ein ziemlich heruntergekommener, schmutziger Brackwasserteich, in dem Unrat, rostige Boote und Gerätschaften der Fischer vergammelten. Die Stadtverwaltung schaffte es, den kleinen Naturhafen zu säubern und herzurichten. Die Promenade um das flache Hafenbecken wurde ausgebaut, die sie umgebenden Häuser umfassend saniert. Heute ist der Charco tagsüber ein beschaulicher Boulevard, wo Kinder auf den Hafenmauern balancieren und ältere Semester sich zum Schwätzchen auf einer der vielen Bänke treffen. Abends öffnen Bars ihre Tore und stellen bei warmem Wetter Tische und Stühle hinaus.

Iglesia de San Ginés

Die Hauptkirche der Stadt erhebt sich in dem ruhigen, verwinkelten Viertel zwischen El Charco de San Ginés und der Calle León y Castillo. Die dreischiffige, weiße Basilika macht sich gut an der kleinen, baumbestandenen Plaza de las Palmas. Im kühlen Innern schaffen die schöne Holzdecke im Mudéjarstil, die schwarzen Säulen aus Lavastein und die steinernen Rundbögen, die den Dachstuhl tragen, ein warmes Ambiente. Keine festen Öffnungszeiten

Plaza de la Constitución

Der zentrale Platz Teguises mit Palmen und Lorbeerbäumen - zwischen dem ehemaligen Kornspeicher La Cilla und der Kirche, von deren Vorplatz aus zwei steinerne Löwen zum Palacio de Spínola (18. Jh.) hinüberstarren - versammelt die schönsten Beispiele kolonialer Architektur.

Ruta de los Volcanes

Höhepunkt im Nationalpark ist die 45 Minuten dauernde Fahrt auf der 14 km langen Vulkanroute, die nur in den vom Islote de Hilario aus verkehrenden Bussen möglich ist. Tief hinein geht es in die surreale Welt dutzender, wie Meteoriteneinschläge wirkender Krater in allen Größen: von spitzen hornitos (Öfchen) bis zu calderas (Kesseln) von mehreren 100 m Durchmesser. Es folgen eingestürzte Lavatunnel und gewaltige Aschehänge. Abfahrt alle 30 Minuten, letzter Bus um 17 Uhr | Die Tour ist im Eintrittspreis zum Nationalpark inbegriffen.

Jameos Playa

Das große, gemütliche Hotel gibt sich sehr familienfreundlich. Diese Atmosphäre verbreitet schon die Eingangshalle mit ihren Holzbalkonen im traditionellen kanarischen Baustil. Die hellen Zimmer sind mit Holzmöbeln ausgestattet, und der Strand liegt direkt vor der Tür. 530 Zi. | Playa de los Pocillos | Tel. 928511717 | Fax 928514219 | www.seaside-hotels.de | €€-€€€

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist Teil eines 7,5 km langen Lavatunnels, des Túnel de la Atlántida. Die Höhle entstand beim Ausbruch des Monte Corona vor 5000 Jahren. Die Lavaströme, die damals ins Meer flossen, erkalteten an der Oberfläche schnell, während das Magma darunter weiterströmte. Als die Eruptionen aufhörten, flossen die Reste hinaus und hinterließen so auf verschiedenen Ebenen Gänge und Hohlräume, die zusammen 40 m Höhe erreichen und weit ins Meer hinausgehen.

Guatiza

Kakteenfelder, so weit das Auge reicht. In und um Guatiza ist jedes freie Fleckchen mit den fleischigen Opuntien bepflanzt. Bauern mit tief sitzenden Basthüten gehen die langen Reihen ab. Eine alte Eukalyptusallee führt durch den Ort, der einst mit Läusen zu Wohlstand kam. Obwohl das große Geschäft mit der Naturfarbe vorbei ist, wird zwischen Guatiza und Mala immer noch fleißig geerntet.

Jameos del Agua

Wie die Cueva de los Verdes gehören die Jameos del Agua zum Tunnelsystem Atlántida. Durch zwei große Einbrüche (jameos) der Lavadecke warfen bis Ende der 1960er-Jahre die Bauern ihren Müll. Es ist César Manrique zu verdanken, dass die jameos gereinigt und gerettet wurden. Er formte aus dem Naturdenkmal ein bezauberndes Kunstwerk.

Fundación César Manrique

Wer mehr über Visionen und Schaffen von Lanzarotes größtem Künstler erfahren möchte, kommt an Tahiche nicht vorbei. Gleich neben dem Kreisverkehr, den ein großes Manriquemobile aus Edelstahl ziert, befindet sich seine Stiftung im ehemaligem Wohnhaus. Ein großer Teil der Kunstwerke Manriques ist hier ausgestellt, doch schon das ungewöhnliche Haus ist sehenswert: Ein Teil der unterirdischen Salons wurde in futuristisch wirkende Lavablasen hineingebaut. Winter Mo-Sa 10-18, So 10 bis 15, Sommer tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 8 Euro | www.fcmanrique.org

Haría

Afrikanisch mutet es an, wenn plötzlich vor Ihnen das Tal der tausend Palmen am Fuße der Famara-Berge auftaucht: Unzählige breitkronige Kanarische Palmen stehen zwischen weißen, flachen Häusern. Haría (5000 Ew.) ist der freundlichste Ort Lanzarotes, hier leben die Menschen wie einst. Kein Wunder, dass sich César Manrique im Alter nach Haría zurückzog und hier begraben liegt.

Mirador del Río

Sagenhaft ist der Blick von der ehemaligen Festungsanlage Batería del Río im äußersten Norden Lanzarotes. In 479 m Höhe balanciert der Bau auf der Steilküste, der Blick geht zu den Inseln La Graciosa und Alegranza. Die Anlage von 1974 war eines der ersten Werke Manriques. Sie passt sich perfekt in die Umgebung ein. Tgl. 10-17.45 Uhr | Eintritt 4,50 Euro

La Geria

Wie ein Geniestreich von Landschaftsarchitekten wirkt die berühmte Landschaft La Geria. Die Hauptroute durch die Region führt von Mozaga in der Inselmitte über Masdache bis Uga im Süden. Das großartige Weinanbaugebiet in unmittelbarer Nähe der Vulkanberge erschließt sich einem indessen noch intensiver auf den Nebenrouten - etwa auf der nach La Vegueta. Vor allem dort zeigt sich eindrucksvoll, dass es die Natur selbst ist, die zunächst einmal mit feinen, graugrünen Flechten neues Leben in das tote Land bringt. Erst viel später können dann Bauern mit Gemüse und Obstpflanzen nachrücken, um ein neues Stück Land urbar zu machen.

Mozaga

Am Kreisverkehr vor der kleinen Ortschaft steht eines der großen Werke César Manriques, das Monumento al Campesino, das Bauerndenkmal. Errichtet wurde es Ende der 1960er-Jahre, um auf die wachsenden Probleme der Bauern hinzuweisen. Sinnreicherweise besteht es aus den Wassertanks alter Fischerboote - eine mehr als deutliche Mahnung, die knappen natürlichen Ressourcen der Insel zu schonen.

Puerto Calero

Der von Luís Ibáñez Margalef, dem Stararchitekten Lanzarotes, entworfene Yachthafen musste bereits erweitert werden. Viele Segler machen hier auf ihrer Reise von Europa nach Amerika Station.

Tiagua

Tiagua für sich genommen ist schon ein sehenswertes, gepflegtes Dorf, das traditionell von der Landwirtschaft geprägt wird. Den Besuch lohnt aber vor allem ein Museum: das in einem alten, gut erhaltenen Landgut untergebrachte Museo Agrícola El Patio. Der Komplex, der schon kurz nach seiner Eröffnung 1994 den Kanarischen Kulturpreis erhielt, ist ein liebevoll gepflegter Bauernhof. Alle Einrichtungen, von der Bodega bis zur Gofiomühle, befinden sich in funktionsfähigem Zustand.

Femés

Der Balcón de Femés trägt seinen Namen völlig zu Recht. Bei gutem Wetter haben Sie von dem 450 m hohen Pass eine grandiose Aussicht über die Rubicón-Ebene bis weit über Playa Blanca hinaus auf die kleine Isla de Lobos und das große, direkt im Süden liegende Fuerteventura. Der Ort hat zwar nur wenige Häuser, kann aber mit drei ansehnlichen Restaurants aufwarten. Im Balcón de Femés (tgl. | Tel. 928836351 | €€) sitzen Sie direkt am Aussichtsplatz. Dagegen ist die Casa Emiliano (Mo geschl. | Tel. 928830223 | €€) etwas zurückversetzt und hat neben einer hervorragenden Küche eine hübsche Terrasse zu bieten. An der Plaza liegt das Restaurante Femés (tgl. | €).

El Golfo

Wie die Feuerberge hat auch die tiefgrüne Lagune El Golfo schon in einem Sciencefictionfilm mitgespielt. Sichelförmig liegt sie im Bogen eines zur Hälfte im Meer versunkenen Kraterkessels, dessen Wände durch Winderosion zernagt sind. Die Färbung des Wassers, das durch Verdunstung des einsickernden Meerwassers einen höheren Salzgehalt als das Meer hat, wird durch eine besondere Algenart bewirkt. Der Kontrast zum pechschwarzen Lavasand und dem dunkelblauen Atlantik mit der weißen Gischt brennt geradezu in den Augen. Zugang: vom Parkplatz an der Landstraße südlich der Lagune und vom Parkplatz am Ortseingang des Dorfes El Golfo links

Los Hervideros

Es brodelt und zischt in den Hervideros (wörtlich Siedende), die zwischen den Salinas de Janubio und El Golfo liegen. Mit Hitze allerdings hat das Spektakel nichts zu tun: Es handelt sich um vom Meer ausgewaschene Löcher und Kanäle im spitzen, porösen Lavagestein, durch die bei hohem Wellengang das Wasser mit großem Druck nach oben ins Freie schießt. Das wilde Naturschauspiel lässt sich sehr gut verfolgen, da verwinkelte Pfade und Treppen auf eine Plattform mitten hinein ins Geschehen führen. Seitlich liegt ein ausgebauter Parkplatz.

Playas de Papagayo

Die Strände 3 bis 5 km östlich von Playa Blanca sind zu Recht wegen ihrer Schönheit berühmt: Sie sind von Felsen eingerahmt, der Sand, ohne Teer und Müll, ist fein und das türkisfarbene Wasser blitzsauber. Zudem herrscht meist nur eine geringe Strömung, und die Wellen sind niedrig, sodass hier auch Kinder gefahrlos baden und plantschen können.

Salinas de Janubio

Lange Reihen kleiner und großer rechteckiger Felder in schillerndem Braun, Rot, Grau und Schwarz - wie ein riesiger Setzkasten liegt die Saline von Janubio unterhalb der Straße nach Playa Blanca. In der Vergangenheit war die Meersalzgewinnung lebenswichtig für die Fischer, um ihren wertvollen Fang und den Proviant zu konservieren. Windräder, die im Lauf der Zeit verfallen sind, pumpten das Meerwasser in die größten, 40 m hoch gelegenen Becken. Von denen wurde es dann in mehreren ausgeklügelten Verdunstungsstufen in die kleinsten Becken abgelassen. Dort harkten Arbeiter schließlich das herauskristallisierte Salz mit Holzrechen zusammen.

Yaiza

Hier ist es genau so, wie César Manrique es sein Leben lang immer für die ganze Insel gewollt hat: strahlend weiße Häuser, knallgrüne Fensterläden, blühende Geranien. Yaiza ist das Musterdorf Lanzarotes und hat in seiner Geschichte schon etliche Schönheitswettbewerbe gewonnen. Besonders harmonisch und ansprechend wirkt das Ensemble um die Kirche Nuestra Señora de los Remedios (keine festen Öffnungszeiten) aus dem 17. Jh. mit den beiden angrenzenden Plätzen. Nicht nur die Umgebung, auch das Innere des Gotteshauses mit seinem offenen Glockenstuhl lohnt einen Besuch: Die Madonnenstatue des Hochaltars badet dort im geheimnisvollen blauen Licht der Kirchenfenster. Jedes Jahr am 8. September wird die Figur zur Prozession durch den Ort getragen.

Isla Graciosa


Auftakt

Was für eine Insel!

Lanzarote zu erleben ist einzigartig. Nicht nur, dass Meer und Strand einen perfekten Urlaub versprechen. Vor allem die Landschaften sind unvergleichlich. Die Insel besteht zu einem Drittel aus Lava, Aschebergen und Eruptionskratern, die pechschwarz bis rostrot in der Sonne schimmern. In scharfem Kontrast dazu stehen schneeweiße Häuser und die spärliche, grellgrüne Vegetation. Diese atemberaubenden Naturwunder verzaubern ebenso wie die koloniale Architektur der Spanier. Genießen Sie traditionelle Inselküche und aromatische Weine, treiben Sie Sport oder entspannen Sie einfach - für all das ist Lanzarote ideal.

Schon beim Anflug stellt sich ein wenig Sciencefictionstimmung ein: Da taucht aus dem stahlblauen Meer plötzlich dieses Gebilde aus kahlen, beigegrauen Hügelketten auf, aus schwarzen Lavafeldern und Kratern, eine Mondlandschaft voll unwirklicher Farben und Formen, auf die schnell ziehende Wolken ihre Schatten werfen, gesäumt von der Gischt des anbrandenden Ozeans.

Lanzarote ist auf den ersten Blick anders als die anderen Kanaren, die bereits in der Antike wegen ihres Klimas als „glückliche Inseln“ galten. Doch welche Kräfte einst am Werk waren, die die viertgrößte der sieben Islas Canarias in eine unwirtliche Einöde verwandelten, erschließt sich Besuchern erst vom Boden aus.

Schon im Tertiär, vor gut zwanzig Millionen Jahren, drängten beim Auseinanderdriften der Kontinentalplatten Afrikas und Amerikas riesige Mengen Basaltmagma durch die Bruchlinien der Erdkruste nach oben und ließen die beiden ältesten Inseln des Archipels, Fuerteventura und Lanzarote, entstehen. Seitdem sind die Kanaren nie völlig zur Ruhe gekommen. Doch keine andere Insel wurde zu historischer Zeit so heftig heimgesucht wie Lanzarote. Über 20 Prozent des 795 km² großen Eilands wurden bis 1736 verschüttet, Lava und Asche gaben diesem Teil eine neue Gestalt.

Obwohl sich die Insel von Nordost nach Südwest nur etwa 60 km und von West nach Ost gerade mal 20 km weit ausdehnt, gibt es viele Landschaften, die sich deutlich voneinander unterscheiden: Endlose Schlacke- und Aschefelder bedecken vor allem den Westen. Der Süden ist trocken, nur sehr dünn besiedelt und wegen seiner goldenen Traumstrände um El Papagayo bei Urlaubern überaus beliebt. Die Inselmitte wird für ihre kuriosen Weinanbaugebiete um La Geria gerühmt und läuft an der Ostküste in die kalkweißen Touristenhochburgen Puerto del Carmen und Costa Teguise aus, die ihrerseits die Hauptstadt Lanzarotes, Arrecife, einrahmen. Überraschend bunt und üppig breitet sich schließlich der Norden um die Kleinstadt Haría aus, die das Zentrum der Agrarregion bildet. Nicht zu vergessen sind die drei Inseln La Graciosa, Montaña Clara und Alegranza, die sich nach Norden hin wie Farbkleckse aus Lanzarotes Palette gelöst zu haben scheinen.

Fast die Hälfte der Landschaft steht mittlerweile unter Naturschutz, und 1993 wurde Lanzarote gar als erste Insel der Erde vollständig von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt. Das milde Klima ist dem Nordostpassat zu verdanken. Die warmen Winde tragen Wolken in 600 bis 1700 m Höhe, die sich an den Hängen der hohen kanarischen Berge stauen und abregnen können. Pech für Lanzarote: Gerade mal 671 m misst der höchste Berg, der Peñas del Chache im nördlichen Gebirge Risco de Famara. Wolken und Wind mildern aber immerhin die Hitze. Der Kanarenstrom, ein kühlerer Rückstrom des Golfstromsystems, wirkt zudem ausgleichend auf die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. So bewegt sich denn auch der Durchschnitt der Tageshöchsttemperaturen zwischen milden 20 Grad im Dezember und warmen 29 Grad im August. Das Meer verspricht mit 17 bis 22 Grad ganzjährigen Badespaß.

Über die Urbevölkerung der Insel weiß man nicht viel. Die hier Majos genannten Altkanarier kamen nach bisheriger Forschung etwa ab dem 3. Jh. v. Chr. aus Nordafrika und entstammten den dort noch immer ansässigen, hellhäutigen Berbervölkern. Neuere Quellen halten aber auch für möglich, dass die Urkanarier aus dem Mittelmeerraum um Sizilien einwanderten.

Schon als der Genueser Seefahrer Lancelotto Malocello 1312 seinen Fuß auf die Insel setzte, lebten die knapp tausend Majos vom Fischfang, den sie vom Ufer aus betrieben. Sie bauten zudem Getreide an, das in primitiven Mühlen zu gofio verarbeitet wurde, dem Grundnahrungsmittel der Altkanarier. 1402 begann der für Spanien segelnde Normanne Jean de Béthencourt auf Lanzarote die Eroberung des Kanarischen Archipels. In kurzer Zeit wurden die Majos unterworfen, getötet oder versklavt.

Auch wenn die Landwirtschaft mit ihrer lanzarotischen Erfindung des Trockenbaus - die Technik des en-arenado nutzt die Wasserspeicherfähigkeit von Vulkangestein - noch heute eine wichtige Rolle spielt, gibt es doch keinen Zeifel, dass sich die mittlerweile 140000 Lanzaroteños von den Erträgen der heimischen Scholle und vom Fischfang allein nicht mehr ernähren können. Anfang der 1960er-Jahre eröffnete sich mit dem allmählich einsetzenden Tourismus eine neue Perspektive, die Lanzarote den einzigen Weg in eine gesicherte Zukunft wies. Gut drei Viertel der Menschen leben heute von den jährlich 1,5 Mio. Gästen, die auf Lanzarote ihren Urlaub verbringen.

An der Südostküste wuchsen Ferienzentren, Meerwasserentsalzungsanlagen haben die leer geschöpften Brunnen ersetzt und sorgen für Trinkwasser, das mit hohem Energieaufwand gewonnen und weitertransportiert wird. Windkraftanlagen recken sich in den Himmel, Asphaltbänder schneiden durch die Lavafelder.

Dennoch gelang es den Lanzaroteños, ähnliche Bausünden wie die Touristenghettos auf Gran Canaria und Teneriffa weitgehend zu vermeiden. Zu verdanken ist dies besonders einem Mann: César Manrique. Der große Maler, Bildhauer und Architekt sorgte auch dafür, dass die meisten Dörfer heute wieder in klassischen Farben strahlen: weiß die Fassaden, grün die Fenster und Türen.

365 Tage im Jahr Strand, Spaß und Rummel können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Lanzarote mehr als alle anderen Kanaren eigentlich ein Ort der Enthaltsamkeit, Muße und Stille ist. Dies drückt sich auch in den Gesichtern der Landbevölkerung aus: dem Bauern, der mit dem Eselspflug stoisch den Staub umgräbt; der Bäuerin, die endlose Feigenkaktusreihen aberntet; den alten Männern, die auf der Dorfplaza sitzen und den Tag vorüberziehen lassen. Das Lanzarote von einst lebt in Nischen fort, und nur dem, der es mit offenen Augen und Ohren sucht und dabei auch einmal innehält, offenbart die Insel ihren ganzen Zauber.

Vor 800 v. Chr.

Homer und andere Dichter der Antike schreiben von den Inseln der Glückseligen

1312

Der Genueser Lancelotto Malocello errichtet die erste Festung bei Teguise. Nach ihm wird Lanzarote benannt

Ab 1402

Der Normanne Jean de Béthencourt erobert Lanzarote für die kastilische Krone

1433-1479

Portugiesen und Spanier machen sich die Kanaren wechselseitig streitig. Im Vertrag von Alcáçovas wird der Archipel Spanien zugesprochen

1730-1736

Unzählige Vulkanausbrüche verwüsten den Süden Lanzarotes. Viele Bewohner wandern nach Lateinamerika aus

1852

Arrecife wird Hauptstadt

1936

Francisco Franco, Militärbefehlshaber der Kanaren, putscht gegen die Regierung in Madrid. Der Spanische Bürgerkrieg beginnt

Ab 1960

Der Tourismus entdeckt die Insel und ersetzt die Landwirtschaft als wichtigstes Gewerbe

1975

Nach dem Tod Francos setzt die politische Öffnung ein. Der Tourismus erlebt einen Boom

1986

Spanien wird EG-Mitglied, die Kanaren zur Freihandelszone

1993

Mit der Ernennung Lanzarotes zum Biosphärenreservat durch die Unesco wird César Manriques Lebenswerk gewürdigt

2000

Auf Lanzarote werden 1,5 Mio. Urlaubsgäste gezählt

2004

Generalrenovierung des Castillo de San Gabriel in Arrecife

Stilvoll: ländlicher Tourismus für Genießer

Wie die Insulaner auf dem Land zu wohnen, ist eine besondere Urlaubserfahrung. Fincas und Dorfhäuser bieten gemütliche, voll und modern ausgestattete Apartments für Selbstversorger und komplette Landhäuser an. Sie liegen abseits der Touristenzentren und sind besonders für Familien gut geeignet. Die Kosten liegen oft deutlich unter denen eines Hotels. Vermietet wird oft wochen-, aber auch tageweise. Für die Mobilität ist ein Mietwagen unerlässlich. Infos und Buchung unter: www.lanzarote-finca.com, www.ecoturismocanarias.com, www.lanzarote-lanzarote.com, www.aecan.com.

www.sonneninsel-lanzarote.de

Blogger geben hier Tipps zu vielfältigen Themen wie Karneval, Wandern oder Billigfliegerangeboten.

www.enjoylanzarote.tv

Videoclips vermitteln vielfältige Eindrücke von der Insel.

www.ABCanarias.com

Teils sehr informatives Touristen-Blog zu Freud und Leid im Urlaub. Mit Tipps zur Vermeidung von Abzocke und Betrug.

www.kanaren-virtuell.de/blog und www.islacanaria.net/newsblog/news

Jede Menge Nachrichten - von interessant bis nützlich - über Lanzarote und die Kanaren.

www.lanzarote.com/de/blog

Allgemeine Infos und tagesaktuelle News.

http://podcast.spanisch-live.de

Wer sich für Spanisch interessiert, findet in dem Online-Audiokurs praktische Beispiele für den Alltag.


Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.

Olivin: Schätze aus dem Erdinneren - zum Greifen nah

Spaziergänger werden sie auf den schwarzen Lavastränden der Westküste oft finden - kleine, grün schimmernde Steinchen aus Olivin. Das Mineral wurde bei den Vulkanausbrüchen mit dem Magma aus dem Erdinneren emporgeschleudert und später vom Meer aus der Schlacke gewaschen. Olivinbesetzte Lavastücke werden z.B. bei Los Hervideros und El Golfo für ein bis drei Euro als Souvenir verkauft. Schmuck aus dem hübschen Halbedelstein gibt es in vielen Geschäften. Dafür wird jedoch fast immer Olivin aus Südamerika oder Asien verarbeitet, denn die Fundstücke auf Lanzarote sind zu klein.

Hier trainieren Urlauber - und ganze Nationalteams

Sport und Fitness sind angesagt in der Trainingsoase an der Nordküste. Dutzende Sportarten können die Gäste - und nur sie - im bekanntesten Sportclub der Kanaren kostenlos ausüben. Es gibt ein clubeigenes Leichtathletikstadion, eine Windsurflagune, Rennräder und und und. Dazu Themenwochen zu Kampfkunst oder Tanzen und Veranstaltungen wie Tennisturniere oder Kurse mit dem Thema „Wie wechsle ich einen Fahrradreifen“. Dutzende Trainer kümmern sich um jeden Wunsch. Nur Golf und Tauchen kosten extra. Einzig die Tauchschule kann übrigens auch außerhalb des Clubs gebucht werden. Information und Buchung: Club La Santa | Sperberhorst 11 | 22459 Hamburg | Tel. 040/5553370 | Fax 5519592 | www.clublasanta.de | Tauchschule La Santa Diving | Tel. 928599995 | Fax 928599990 | www.lasantadiving.com | Grundkurs 75 Euro | Open Water Diver 475 Euro

Lanzarote

Fotoband und Erzählung, in der Frankreichs Edelmiesepeter Michel Houellebecq bei einem ungeliebten Lanzaroteurlaub doch noch eine Menge Spaß hat.

Die Klippe. Drei Winterreisen

Eine junge Frau fliegt nach Lanzarote, um sich dort ihrer Krankheit zu stellen. Bei der dritten Reise kommt es zur schweren Krise - und zu ihrer Bewältigung in der grandiosen Landschaft der Insel. Poetische Erzählung von Katrine von Hutten.

Mararía

Der Kanaren-Roman: Rafael Arozarena erzählt die mysteriöse Geschichte einer Frau aus Femés, die das verführerischste Mädchen Lanzarotes war - bis sie einer verhängnisvollen Liebe zum Opfer fiel. Als Jahrzehnte später ein Fremder ins Dorf kommt, erfährt er die tragische Geschichte.

Tauchparadies Lanzarote

Video über die Unterwasserwelt der Insel, die Sie bei Tauchveranstaltern vor Ort beziehen können.

Lanzarote - ZDF Reiselust

Dokumentation der Insel aus der bekannten ZDF-Reihe (DVD).

Geliebter Feind

Subtiler Sciencefictionfilm von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1985, gedreht in der bizarren Mondlandschaft Lanzarotes.

Timm Thaler

Teile der ZDF-Serie von 1979, die mittlerweile Kultstatus hat, wurden auf Lanzarote gedreht.

Lanzarote: Die Feuerberge

DVD von 2002, tolle Naturaufnahmen.

Obra Espacial/Arte y Naturaleza

Die Fundación César Manrique verkauft die zwei jeweils 30 Min. langen DVDs über Architektur und Malerei für je 9 Euro.


Szene

Trend Guide Lanzarote

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Susanne Baltensperger

Seit mehr als 15 Jahren lebt die Künstlerin und Designerin, die sich Romy B. nennt, schon auf Lanzarote. Das einzigartige Licht und die karge Landschaft haben die Kreativität in ihr geweckt. Wenn sie nicht gerade malt oder an ihrer Modekollektion arbeitet, entspannt unser Szene-Scout bei einem Spaziergang mit ihrem Hund Toby am Strand oder genießt den ausgelassenen Insel-Lifestyle bei Kunstevents.

Unterwasseransichten

Naturschönheiten finden sich auf Lanzarote nicht nur über dem Meeresspiegel. Trotzdem müssen sich Neugierige nicht die Füße nass machen, um die Artenvielfalt unter Wasser zu entdecken. In der Galerie La Ermita im Yachthafen werden regelmäßig Unterwasserfotos von den Riffen rund um Lanzarote ausgestellt. Unter anderem auch von dem preisgekrönten Fotografen und Wahl-Lanzaroteño Arturo Telle (Marina Rubicón, Playa Blanca). Im großen Becken des Aquariums ziehen der 2 m lange Ammenhai Conan und ein 1,50 m großer Stechrochen ihre Runden - und Mutige schwimmen mittendrin. Gemeinsam mit einem Tauchlehrer und einem Meeresbiologen können Taucher - und Schnuppertaucher - die Tiere hautnah in ihrem Lebensraum erleben (Avda las Acacias | Costa Teguise | www.aquariumlanzarote.com). Noch mehr Vielfalt bietet der Unterwasserpark Los Erizos. Tauch- und Schnorchelausrüstung sowie Kurse gibt es in Puerto del Carmen im Manta Dive Center (Juan Carlos 1 | www.manta-diving-lanzarote.com).

Bola

In Frankreich heißt es Boule, in Italien Boccia, auf Lanzarote nennt man den Sport schlicht Bola. Und keine Sportart erfreut sich auf der Insel so großer Beliebtheit wie das Spiel mit den Kugeln. Kein Wunder, schließlich kommen dabei Jung und Alt zu Klatsch und Tratsch zusammen. Auch deshalb liegen die Bolabahnen meist direkt neben einer Bar. Eine der populärsten gehört zu der Bar Cueva und liegt gegenüber der sehenswerten Kirche von Guatiza. Sie ist sonntags immer gut besucht, sodass sie sich eher zum Zusehen als zum Mitspielen eignet. Selbst aktiv werden kann man auf der Bahn der Bar Moreno (Camino El Quintero 24, San Bartolomé) oder aber auf der Fiesta de San Roque in Tinajo. Denn keine Feier auf der Insel wäre ohne eine Partie Bola komplett. Jeden August fliegen im Rahmen des Dorffests die Kugeln - außerdem gibt es dort auch Theateraufführungen, einen Tanzmarathon und kulinarische Genüsse (www.tinajo.org).

Live & laut

Mit Konserven können die Lanzaroteños nichts anfangen. Zumindest nicht mit Musik aus der Dose. Bei den Insulanern stehen Livekonzerte hoch im Kurs. Entsprechend viele Musikveranstaltungen und Bars mit Livemusik gibt es auf der Insel. Im September heizen die angesagten Bands aus der Region den Insulanern beim Festival Costa de Música am Playa Bastian ein. Zwischen April bis Juli regiert der Samba auf der Insel. Dann ist das legendäre brasilianische Festival Tensemba (www.tensamba.com) dort zu Gast. Im La Bartola gibt es das ganze Jahr über Livemusik. Von Freitag bis Sonntag treten lokale Bands auf und zeigen was sie können - von Rock über Swing bis Jazz (Calle Brisa 6 | Caleta de Famara).

Über Stock und Stein

Halsbrecherische Akrobatik und coole Styles: Im Skate Park von Arrecife geht es abends zur Sache. Dann treffen sich Boarder und BMX-Biker an den Rampen und präsentieren dem ausgelassenen Publikum ihr Können. Regelmäßig finden lokale Meisterschaften statt und einmal im Jahr wird der beste Jump direkt ins Meer prämiert. Der Park liegt am Ortseingang von Arrecife direkt am Strand (Avda Fred Olsens). Wer nicht glatten Asphalt und Betonrampen will, sondern Sandhügel, Windverwehungen und Geröll ist in der Region westlich von Caleta de Famara richtig. Dort warten die Zutaten, die Offroadboarder für ihren Sport brauchen.

Insel-Crowd

Die Insulaner sind echte Experten darin, die Nacht zum Tag zu machen. Und am liebsten tun sie das in ihrer Inselhauptstadt Arrecife. Kein Wunder, dass sich in der Calle José Antonio eine Disko an die nächste reiht. In-Treff ist das Divino Doblón (Nr. 57) sowie der Rockladen Tsunami (Nr. 61). Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt das Ococo, wo die Insel-DJs progressiven House auflegen und damit die Partypeolpe mächtig in Stimmung bringen (Nr. 62 | www.ococo.es).

Traumhaft

Leichte Stoffe sind das Material aus dem Modeträume auf Lanzarote sind. Ortsansässige Designer wie Romy B entwerfen lässige Kollektionen und Accessoires aus hochwertigem Leinen (Calle Limones 67 | Playa Blanca | www.romyb.info). Bei Marga Mod werden zart flatternde Entwürfe für sie und ihn - und für das trendbewusste Eigenheim - entworfen. Designerin Margarita Pérez empfängt Besucher jedoch nur nach Voranmeldung (unter | www.margamod.com | oder Tel. 629522240). Ein modisches Schnäppchen kann man auf der Plaza Pueblo Marinero in Costa Teguise machen. Dort findet jeden Freitagnachmittag ein Markt statt, auf dem Modeschmuck angeboten wird.

Erde, Wasser, Algen

Von ferne wirkt die Insel karg, dabei ist eher das Gegenteil der Fall. Lanzarotes schwarze Erde spendet Leben - und Schönheit. Die Vulkanerde wird für Beautyanwendungen benutzt, die darauf wachsende Aloe Vera und der Wein machen die Haut geschmeidig und das Meersalz von Lanzarotes Küste reinigt den Körper. Die Kraft von Algen, Meerwasser und Salz macht man sich im Princesa Yaiza bei der Thalassotherapie zunutze (Avda Papagayo 22 | Playa Blanca | www.princesayaiza.com). Den Weg zur Bikinifigur ebnet ein Algenwickel im Palace Spa (Avda Lanzarote | Playa Blanca | www.thepalacespalanzarote.com). Die Vinotherapie im Spa des Hesperia Hotel Puerto Calero hilft gegen schwere Beine, das Vulkanerdepeeling sorgt für zarte Haut, die Aloe-Massage besänftigt sonnengestresste Haut (Urbanización Cortijo Viejo, Puerto Calero | www.hesperia.com).

Lanzarote historisch

In manchen Gegenden Lanzarotes scheint die Zeit still zu stehen. Da wäre der Pilgerzug Romería de Mancha Blanca, der alljährlich am 15. September zu Ehren der Jungfrau der Schmerzen stattfindet. Mehr als 50000 Menschen nehmen an dem Spektakel teil - und tragen dabei historische Gewänder und musizieren auf traditionellen Instrumenten. Der Zug startet gegen 16 Uhr in Tinajo und endet - mit einer feuchtfröhlichen Fiesta - in Mancha Blanca. Nur wenige Kilometer entfernt liegt das Bauerndorf Tiagua. Rund 300 Einwohner leben und bebauen ihre Felder dort noch immer ganz traditionell. Es lohnt der Aufstieg auf die alte Mühle (an der Straße nach Caleta de Famara). Von ihr bietet sich ein eindrucksvoller Ausblick auf das malerische Dorf und die Bergkette Risco de Famara. Noch älter sind die Queseras. Diese alten Steinartefakte zeugen von der Zeit der Majos. Rituale sollen die Altkanaren auf den auf der Insel verstreuten Steinblöcken gefeiert haben. Einer der Queseras befindet sich an der Straße zwischen Tahiche und San Bartolomé, nahe der Ausgrabungsstätte Palacio del Zonzamas.


Stichworte

Wasser, Wein und Dromedare

Wissenswertes zu Höhlenwohnungen und roten Läusen, kanarischem Ringkampf und Inselkunst

Architektur

Von der Höhle zum Hotel - 1000 Jahre Wohnen auf Lanzarote: Die Altkanarier lebten entweder in Felsgrotten im Lavagestein oder sie gruben mit simplen Steinwerkzeugen in den Boden und errichteten über der Versenkung igluartige Gewölbe aus Lavabrocken; mehrere dieser Unterkünfte bildeten dann ein Dorf. Größere Tunnelsysteme unter erkaltetem Magma, etwa die Cueva de los Verdes, nutzten sie vermutlich als Zufluchtsstätten bei Angriffen und Naturkatastrophen. Auch die Residenzen ihrer Könige lagen teils unter der Erde. In der Nähe von Tahiche wird eine solche Anlage erforscht.

Cochenille

Fast jeder hält es zuerst für einen schlechten Scherz: Das knallige Rot des leckeren Campari sei schlicht Läuseblut. Doch so ist es, und auf Lanzarote kann man sich davon überzeugen. Auf Dutzenden von Hektar Ödland gedeiht zwischen Guatiza und Mala der Feigenkaktus. Diese Opuntie ist die Lieblingsnahrung der Cochenillelaus. Und die wenige Millimeter große, weißgraue Schildlaus liefert ein tiefes Karminrot. Mitte des 19. Jhs. wurde der Feigenkaktus aus Mexiko eingeführt, weil die europäische Textilindustrie damals dringend Farbstoffe brauchte.

Dromedare

Es ist schon ein faszinierendes Bild, wenn man die lange Karawane die Ascheberge Timanfayas entlangziehen sieht. Die Dromedare Lanzarotes gehören zu den großen Touristenattraktionen. Wohl schon mit den ersten Europäern kamen die einhöckrigen Asketen auf die Insel. Als ideale Arbeitstiere - sie kommen, wenn nötig, wochenlang ohne Wasser aus und schleppen klaglos schwerste Lasten - wurden sie auf dem Feld, zum Warentransport, zum Betrieb der Gofiomühlen und als Reittiere eingesetzt.

Flora und Fauna

Nur auf den ersten Blick wirkt Lanzarote leblos. Doch Tausende Wildpflanzen, von denen viele nur auf den Kanaren vorkommen, sind auf der Insel heimisch. Dazu gehören der im Frühjahr weiß blühende tajinaste (Natternkopf), die lavendelähnlich duftende retama, süße und bittere tabaiba, gedrungene Büsche, die mit wurstigen Zweigen zwischen den Felsen hervorlugen. Hunderte Flechtenarten überwuchern die Lava und zersetzen sie in Jahrtausende dauernden Prozessen. Der cardón ist die bekannteste vieler Euphorbien. Wie Kandelaber ragen seine dornenstarrenden Säulen in den Himmel. Die Kanarische Dattelpalme, deren weit ausladendes Blattwerk und orangefarbenen Früchte dem Tal um Haría sein afrikanisches Ambiente verleihen, gedeiht ebenfalls nur auf den Kanaren. Am fremdartigsten ist aber der drago, der Drachenbaum, von dem auf Lanzarote leider nur wenige Exemplare überlebt haben. Er gehört zu den Liliengewächsen und starb jenseits Makronesiens, zu dem die Kanaren, Madeira, die Azoren und Kapverden gehören, schon vor 20 Mio. Jahren aus. Den Altkanariern war der Drachenbaum mit seiner schuppigen Rinde, den bizarren, dicken Ästen mit Büscheln säbelartiger Blätter und einem Schweif kirschgroßer Früchte wegen seines Harzes heilig. Das sogenannte Drachenblut, das sich an der Luft dunkelrot färbt, verwendeten sie schon in grauer Vorzeit bei der Zubereitung von Heiltränken und Salben. Die leuchtende Blütenpracht der Bougainvilleen und Hibiskussträucher, üppiger Geranien und großer Weihnachtssterne auf Strandpromenaden und Avenidas verdankt ihr Überleben auf der kargen Insel übrigens nur intensiver künstlicher Bewässerung.

Lucha Canaria

Die lucha canaria, den kanarischen Ringkampf, gab es schon zur Zeit der Altkanarier und wird nur auf den Inseln des Archipels betrieben. In einem Kreis mit 12 m Durchmesser, der mit Sägespänen oder Sand bedeckt ist, treten je zwölf Kämpfer zweier Teams paarweise gegeneinander an.

Malvasía

Möglicherweise schon im 15. Jh. gelangten die ersten Rebstöcke von Kreta aus auf die Kanaren, ab 1600 sind sie auf Lanzarote dokumentiert. Wie im Flug eroberte der erdige, vollfruchtige Geschmack der hellen, sonnenverwöhnten Kanarentraube die Gaumen der Europäer. Besonders in England war man ganz verrückt nach ihr - bis dort die ersten Fässer Portwein und Sherry eintrafen. Erst nach den Vulkanausbrüchen des 18. Jhs. sorgte die Einführung des enarenado für einen neuen Aufschwung. Heute stammen etwa 40 Prozent des Lanzaroteweins aus Malvasíatrauben. Die gängigen Sorten sind ein weißer, herbfruchtiger Tafelwein und der süße, schwere moscatel. Beide sollten nur mit denominación de origen gekauft werden, also mit Herkunftsgarantie.

César Manrique

Was konnte er eigentlich nicht, der 1919 in Arrecife geborene Tausendsassa? Maler, Bildhauer, Architekt, Designer, Autor, Umweltschützer - César Manrique hatte in vielem Erfolg und wurde so der berühmteste Sohn Lanzarotes. Nach ersten Ausstellungen gegenständlicher Bilder zieht es ihn 1945 nach Madrid, wo er die abstrakte Malerei für sich entdeckt und rasch bekannt wird. Ab 1965 folgen drei Jahre USA-Aufenthalt. Als sich 1968 der Tourismus auf Lanzarote ankündigt, kehrt er zurück, um sich künstlerisch am Aufbruch seiner Heimat in die Moderne zu beteiligen. Manrique verwandelt Lavatunnel und Grotten in atemraubend schöne Traumgebilde, errichtet Monumente und Windspiele. Betonexzesse auf anderen Kanareninseln lassen ihn immer heftiger gegen die Bauwut zu Felde ziehen. Vehement kämpft er dafür, durch Förderung der traditionellen Architektur das Bild seiner Heimat zu erhalten. Gegen alle Widerstände setzt er strikte Auflagen durch, entwirft aber auch selbst Bungalowanlagen und baut Hotels um. Am 25. September 1992 stirbt Manrique in der Nähe seines Wohnhauses bei Tahiche bei einem Autounfall.

Wasser

Wasser ist das kostbarste und knappste Gut Lanzarotes. In der Vergangenheit schöpften die Menschen ihr Trinkwasser aus Brunnen, leiteten es aus den Famara-Bergen in langen Stollensystemen (galerías) zu ihren Siedlungen oder sammelten das Regenwasser in Zisternen, den aljibes. Das größte dieser unterirdischen Auffangbecken, die gran mareta, befand sich in Teguise.

Ziegen

Schon die Altkanarier hielten sie als wichtigste Nutztiere. Die Ziegen lieferten Milch, Käse, Fleisch, Knochen und Häute. Außerdem sind die Allesfresser sehr genügsam, eine wichtige Voraussetzung für das Überleben auf Lanzarote. Mittlerweile stellen sie aber auch ein Problem dar. Denn zu Tausenden streifen Ziegen mehr oder weniger unkontrolliert über die Insel und vertilgen alles, was sie an Essbarem finden - ein Kahlschlag, der der ohnehin kargen Vegetation arg zusetzt. Dennoch beleben die quirligen, mit ihren Glöckchen bimmelnden Herden auch das Landschaftsbild. Und queso de cabra (Ziegenkäse) ist eine Spezialität der Insel, die Sie unbedingt probieren sollten.


Feste und Events

Beim Carnaval machen alle mit

Religion und Folklore mischen sich bei ausgelassenen Festen

Die Feste auf Lanzarote sind fast alle religiösen Ursprungs, sei es der Marienkult, die Ehrung des Schutzheiligen eines Ortes oder das Gedenken an ein Wunder. Höhepunkt ist meist eine Prozession, bei der ein Heiligenbild durch den Ort getragen wird. Immer gibt es auch Musik und Tanz. Eher schwermütige Weisen und Gesänge wie die folías spiegeln die Kargheit der Insel wider. Höhepunkt eines jeden Festes ist die Sause danach. Salsa und Rockmusik tönen durch die Gassen mit ihren Straßenstände. Alle machen mit - von acht bis achtzig.

Das ganze Jahr finden Festivals, Konzerte und Theaterveranstaltungen in den Jameos del Agua statt. Stimmungsvoller sind die seltenen Konzerte im Auditorium der Cueva de los Verdes. Infos und Tickets in den Touristenbüros, Infos auch unter www.cabildodelanzarote.com

1. Januar

Año Nuevo, Neujahr

6. Januar

Los Reyes, Dreikönigstag

19. März

San José, Josephstag

März/April

Viernes Santo, Karfreitag

1. Mai

Día del Trabajo, Tag der Arbeit

30. Mai

Día de las Islas Canarias, Tag der Kanaren

Mai/Juni

Corpus Christi, Fronleichnam

25. Juli

Santiago Apóstol, Jakobstag

15. August

Asunción, Mariä Himmelfahrt

12. Oktober

Día de la Hispanidad, Tag der Entdeckung Amerikas

1. November

Todos los Santos, Allerheiligen

6. Dezember

Día de la Constitución, Tag der Verfassung

8. Dezember

Inmaculada Concepción, Mariä Empfängnis

25. Dezember

Navidad, Weihnachten

Februar/März

Carnaval: Die ausgelassenste Fiesta von allen zieht sich von Ende Januar bis Anfang März hin. Fast jeder Ort hat dabei seine eigenen Termine für Karnevalsfeste und -umzüge. Höhepunkt sind die Veranstaltungen in Puerto del Carmen, Haría und Arrecife. Das ausgelassene Fest endet mit der entierro de la sardina, der „Beerdigung der Sardine“.

März/April

In Arrecife sind die Prozessionen während der Semana Santa, der Karwoche, besonders prächtig ausgestaltet.

24. Juni

Fiesta de San Juan: urkanarisches Ernte- und Sonnenwendfest. Nachts zuvor werden in Haría Lagerfeuer entzündet und Strohpuppen verbrannt.

Juli

Weinfeste in Masdache und anderen Orten des Weinbaugebiets La Geria mit Musik und Tanz.

7. Juli

In Femés wird eine Woche lang während der Fiesta de San Marcial del Rubicón der Schutzpatron Lanzarotes mit Prozessionen geehrt.

16. Juli

Fiesta de Nuestra Señora del Carmen: In Playa Blanca, Puerto del Carmen und La Graciosa wird die Schutzheilige der Fischer mit großen Prozessionen geehrt.

Mitte August

Zur Feria de Artesanía, der Kunsthandwerksmesse in Puerto del Carmen, kommen die Handwerker.

8. September

Yaiza gedenkt während der Fiesta de la Virgen de los Remedios mit Prozessionen und Folklore der Schutzheiligen.

15. September

Romería de Mancha Blanca: Fest zu Ehren der Jungfrau der Schmerzen, die Mancha Blanca vor der Lava rettete.

24. Dezember

Fiesta de los Ranchos de Pascua: Das Weihnachtsfest in Teguise ist eines der fröhlichsten der Insel. Nach Prozessionen und Andacht geht man ab Mitternacht zu Folklore und Musik über. In Yaiza wird eine Weihnachtslandschaft aufgebaut.


Essen und Trinken

Tafeln wie die Lanzaroteños

Zu Fisch, gofio oder papas con mojo schmeckt ganz besonders ein Glas des leckeren Inselweins

Oft hört man den Vorwurf, der kanarischen Küche fehle die Finesse. Dabei sind es gerade Erfindungsreichtum und die Fähigkeit, aus fast nichts mehr als nur etwas zu machen, die den Speisezettel der Insulaner seit jeher geprägt haben.

Denn wer wollte Lanzarotes traditionelles Handicap schon leugnen? Trockene Böden, sengende Sonne - stets ging es darum, der Erde Nahrung abzutrotzen. Die kanarische Küche wurde aus Armut geboren.

Lanzarotes Ureinwohner ernährten sich hauptsächlich von gofio, dem Mehl aus gerösteter Gerste oder Mais. Die Körner wurden zerstampft und später in Windmühlen gemahlen. Unbegrenzt lagerfähig und universell verwendbar war das beigefarbene oder hellbraune Pulver, proteinreich und sättigend. Keine Küchenecke, in der nicht ein Sack gofio lehnte, aus dem die Majos eine breite Palette an Speisen zauberten: gebacken als Brot, verrührt in Suppen und Getränken, zu Fisch, Fleisch, Kartoffeln, mit Honig und Mandeln als Nachtisch - das tägliche Leben ohne gofio war undenkbar. Zwar wird er noch immer hergestellt, wenn auch heute nur noch aus Weizen oder Mais, doch hat gofio mit Einzug der Moderne seinen Stellenwert an Pasta und Hamburger verloren.

Als Alltagsgerichte haben sich dagegen Suppen und Eintöpfe behauptet. Ein potaje, jene famose Gemüsesuppe, in der alles essbare Grünzeug der Saison verrührt wird, findet sich in jedem Lokal, das cocina casera, Hausmannskost, reicht.

Deftiger geht es bei puchero und rancho canario zu. In die dicken Eintöpfe kommen Fleisch von Huhn, Rind und Schwein. Nicht zu vergessen auch die ropa vieja, wörtlich alte Wäsche. Die Bezeichnung weist liebenswürdig, aber deutlich auf den Ursprung dieser rustikalen Leckerei hin: die Essensreste der Woche. Es wurde eben nichts verschwendet.

Auch die Einflüsse der Welten, deren Drehkreuz der kanarische Archipel einst war, sind noch in der cocina canaria spürbar: Yams aus Afrika, Süßkartoffeln aus Südamerika und Safran aus der Mancha finden sich in den Gerichten wieder.

Fleisch und Fisch gab es früher nur zu besonderen Anlässen. Jede Ziege war wertvoll, und gute Fischer waren schon die Majos nicht. Auch die spanischen Siedler hatten unter der kanarischen Sonne Probleme mit der Haltbarkeit. Also legte man seine Beute in Meersalz ein und dachte sich scharfe adobos aus, Beizen, in denen Fisch und Fleisch nicht verdarben. Diese typisch kanarischen Saucen aus Öl, Essig, Lorbeer, Kräutern und Knoblauch sind noch heute das Tüpfelchen auf dem i der Inselküche.

Vor den Küsten wirft die kleine, aber agile Fischereiflotte Lanzarotes ihre Netze aus, um cherne, bocinegro und vieja aus dem Meer zu holen, allesamt kanarische Spezies, die täglich tropffrisch in den Küchen landen. Auch Thunfisch und Sardinen sind immer zu empfehlen. Meist gibt es sie schlicht a la plancha, mit heißem Öl auf einer Metallplatte gebrutzelt. Gleiches gilt für die Meeresfrüchte. Choco (Tintenfisch) und pulpo (Krake) sind kleine Gerichte, die man, nur mit frischem Weißbrot, gern mal zwischendurch isst. Dazu werden papas arrugadas und mojo, die bei Touristen bekannteste Kanarenspezialität, gereicht.

Die beliebten tapas entstammen der Küche des spanischen Festlands. Diese Imbisshappen haben sich vor allem in einfachen Bars und Cafeterias durchgesetzt, wo die Lanzaroteños frühstücken und zu Mittag essen. Morgens reicht ein café solo oder cortado, ein aromatischer kleiner schwarzer Kaffee ohne oder mit Milch, dazu ein bocadillo (belegtes großes Brötchen). Mittags ab 13 Uhr sitzen sie dann an der Theke bei der Tapasvitrine und verputzen ein Schälchen albóndigas (Frikadellen in Sauce), boquerones (Sardellen), die frittiert oder en vinagre (in Essig) gegessen werden, und was der Leckereien mehr sind.

Abends widmen sich die Lanzaroteños ihrer Familie. Das Abendessen im Kreise der Lieben beginnt erst gegen 22 Uhr. Auch am Abend speist man vorwiegend leicht: Tapas gibt es, Salat und Weißbrot, gelegentlich auch Fisch oder potaje.

Am Wochenende gibt man sich spendabel, geht nach einem Strandtag ins Restaurant, leistet sich einen Nachtisch oder gar eine Flasche Wein. Auch die Lanzaroteños stehen normalerweise eher auf Bier, wobei die kanarischen Sorten Dorada und Tropical ohne weiteres internationalen Ansprüchen genügen. Zu keinem Essen darf eine große Flasche Mineralwasser fehlen.

Stoffservietten, Butter zum Brot und folkloristische Weisen gehören bei Einheimischen nicht zum Essen. Doch diese Dreingaben gibt es für die Touristen. Die sollten den Abend dann auch kulinarisch abrunden - mit einem erdigen Inselwein aus La Geria und einem carajillo, dem leckeren starken Espresso mit einem Schuss Brandy.

arroz a la cubana

weißer Kochreis mit gebratener Banane, Spiegelei und Tomatensauce; einfaches Essen karibischen Ursprungs

bienmesabe

zäher, goldbrauner Nachtisch aus Honig, Mandelsplittern, Eigelb und Zitrone, der so mundet, wie er übersetzt heißt: schmeckt mir gut

caldo de pescado

dünne Fischsuppe mit Kartoffeln und Kräutern

carajacas

Leber vom Kalb, Schwein oder Huhn, in scharfem adobo

cherne al cilantro

gebratene kanarische Goldbrasse in Koriandersauce

gambas al ajillo

Garnelen in kochendem Olivenöl mit Knoblauch, Peperoni, Petersilie

gofio escaldado

gofio mit der Brühe des caldo de pescado zu sämigem, maisgelbem Brei angedickt, wird mit Kräutern und Paprika serviert

leche asada

puddingartige gebratene Milch, vermischt mit Eiern, Limonenschale, Zimt und Zucker

mojo rojo

roter mojo: sämige bis flüssige, scharfe Tunke aus roten Peperoni, Öl, Knoblauch, Essig und Salz zu Fleischgerichten und papas arrugadas

mojo verde

grüner mojo: gleiche Herstellung wie mojo rojo, aber grüne Peperoni mit viel Korianderkraut; begleitet Fischgerichte und papas arrugadas

papas arrugadas

in Salzlake gekochte, kleine kanarische Kartoffeln, die immer mit ihrer schrumpeligen (arrugado) Haut verzehrt werden

pella

brotartige Masse aus gofio, Wasser und Salz. Sie wird, in Scheiben geschnitten, zum sancocho canario gegessen

rancho canario

deftiger Eintopf aus Kichererbsen, Kartoffeln, Schweinefleisch, Nudeln, Zwiebeln, Safran, Knoblauch, Paprikawurst

sancocho canario

in Salz eingelegter, gekochter Fisch, der mit Gemüse und mojo gegessen wird


Einkaufen

Keramik, Wein und Timples

Zwischen billigen Massenprodukten finden sich Perlen lanzarotischer Handwerkskunst

Nicht alle Souvenirs auf Lanzarote sind auch dort hergestellt. Als billige Mitbringsel beliebt sind Strohhüte, T-Shirts mit Lanzaroteschriftzug und die auffälligen Strelitzien (Paradiesvogelblumen). Optisches und elektronisches Gerät jeder Art ist reichlich zu haben, jedoch meist teurer als in Mitteleuropa und oft nicht mit weltweiter Garantie. Aus Afrika oder Fernost kommen Leder- und Textilwaren; sie sind von eher minderer Qualität. Scheinbare Schnäppchen auf Basaren und Märkten entpuppen sich oft als Fälschungen. Dies gilt auch bei angeblicher Markenmode. Genaues Hinschauen vor dem Kauf ist also Pflicht. Vom Status der Kanaren als Freihandelszone profitieren Sie vor allem bei Tabakwaren, Spirituosen und Parfüms.

Authentisch kanarische artesanía, Kunsthandwerk, hat eine lange Tradition, überlebt aber nur noch wegen der Nachfrage durch den Tourismus. Sie findet man nur an wenigen Orten direkt beim Hersteller, in autorisierten Geschäften oder auf kleinen Märkten.

Andererseits hatte Lanzarote mit César Manrique den berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten der Kanarischen Inseln, einen Mastermind, der auch fünfzehn Jahre nach seinem Tod die Kunstszene inspiriert und prägt. Inzwischen hat sich auf der Ferieninsel eine internationale Kunstgemeinde etabliert. Ihre Ateliers finden Sie unter anderem in Teguise, Arrecife und Yaiza.

Delikatessen

Da ist zunächst der berühmte Wein, dessen fruchtig-kräftiger Geschmack so typisch für die Insel ist. Ihn bekommen Sie in allen Supermärkten, am besten jedoch direkt in der Bodega, wo er auch in Geschenkkartons verkauft wird. Er ist allerdings nicht lange lagerfähig. Originell ist auch Meersalz aus der Saline von Janubio, das in kleinen Tüten dekorativ verpackt wird.

Keramik

Keramikgefäße werden auf traditionelle Weise ohne Töpferscheibe aus zu Würsten geknetetem Ton gefertigt. Diese schichtet der Künstler übereinander, verstreicht sie und glättet die Unebenheiten mit einem scharfen Stein. Das natürliche Umbra oder Rostrot der Schalen und Krüge wird eigentlich nicht bemalt. Der Wunsch nach bunten Andenken hat aber dazu geführt, dass viele Teller und Schüsseln heute in frischen Farben angeboten werden. Ein lustiges Souvenir sind tönerne Fruchtbarkeitsfiguren altkanarischen Stils, deren erotische Details bei Urlaubern gut ankommen.

Stickereien

Obenan stehen Durchbruch- und Hohlsaumstickereien, so genannte calados. Im Taller Municipal de Artesanía (Sa 10 bis 14.30 Uhr) in Haría können Sie zusehen, wie die zarten Decken und Tücher entstehen. Dort arbeitet auch einer der letzten Korbflechter Lanzarotes. Die Palmen der Umgebung liefern das Rohmaterial für Körbe, Taschen und Strohhüte.

Timples

Teguise ist das Zentrum der Timplefertigung. Diese fünfsaitigen, kleinen gitarrenähnlichen Instrumente sind auch optisch echte Meisterstücke. Sie werden komplett von Hand gefertigt und oft mit aufwendigen Einlegearbeiten verziert. Timples spielen noch heute eine wichtige Rolle bei der Traditionspflege Lanzarotes. Kein Fest, keine folkloristische Darbietung, kein Gesang und Tanz, in denen nicht eines oder mehrere der Ukulele-artigen Instrumente für den guten Ton sorgen. Timples auf Märkten und Basaren kommen dagegen aus industrieller Massenproduktion. Denn: Lanzarotische artesanía ist keine Billigware und hat stets ihren gerechtfertigten Preis.


Arrecife

Castillos, Gässchen, Einkaufstrubel

Die Inselhauptstadt ist zwar keine Schönheit, gefällt aber mit authentischem kanarischem Leben

In der Calle León y Castillo pulsiert spät vormittags der lanzarotische Alltag: Geschäftsleute, Mütter mit Kindern an der Rechten und der Einkaufstasche in der Linken, Señoritas im legeren Outfit, kanarische Señores mit ihren typischen breitkrempigen Hüten.

Das 57000 Einwohner zählende Arrecife ist keine Stadt für Liebhaber klassischer Kolonialarchitektur. Wer aber neugierig ist zu erfahren, wie das Leben in einer kanarischen Inselhauptstadt aussieht, der ist hier am rechten Platz.

Schon die Anfahrt über die Südautobahn offenbart den unsteten Charakter der Stadt: Großzügigkeit auf der einen, klein-klein auf der anderen Seite - ein Widerspruch, wie er für kanarische Stadtplanung typisch ist. Zuerst noch sausen Sie auf der breiten Fahrbahn bis fast ins Zentrum. Nach rechts abgebogen, geht es plötzlich in eine Gasse, und noch ein Stückchen nach links stehen Sie unversehens im Verkehrsgewühl der Strandpromenade. Sie liegt an der Playa del Reducto, an deren Südende ein Stadtpark angelegt wurde.

Gleich an der Avenida Mancomunidad erhebt sich das Fünf-Sterne-Grandhotel, ein Hochhaus, das nach einem Brand zwanzig Jahre lang eine Ruine war. Es wurde nach aufwendiger Renovierung fertiggestellt und sorgt für frischen Glanz.

Gemächlich fahren Sie nun die Strandpromenade am Club Náutico und dem Parque Municipal vorbei, bis rechts das Castillo San Gabriel auftaucht. Etwa 800 m weiter können Sie am Hafen den Wagen abstellen, denn die weitere Stadtbesichtigung sollte zu Fuß erfolgen. Der Parque Municipal neben der Calle Blas Cabrera Felipe wurde 1999 mit Pflanzen und Steinen zur schönen Promenade hergerichtet. Jenseits der Straße beginnt die Calle León y Castillo. In der Fußgängerzone mit ihren Seitengässchen reißt Sie dann das muntere Alltagsleben der Arrecifer unaufhaltsam mit.

Der alte Festungswall des Kastells wird durch den Puente de Bolas, die Kugelbrücke, geschlossen. Die Zugbrücke ist eines der Wahrzeichen von Arrecife. Von dort geht der Spaziergang an der Avenida Coll an einem hübsch restaurierten Adelshaus mit typisch kanarischen Kassettenfenstern vorbei, der Casa de los Arroyo. Dahinter taucht zwischen den Häusern auch schon der Turm der Kirche San Ginés auf. So einfach der Weg dahin aber auch scheint - ist man erst einmal in dem Gassenlabyrinth zwischen den weißen Fassaden verschwunden, ist ein guter Orientierungssinn gefragt, und man landet schnell in einem Hinterhof oder in einer der kleinen Werkstätten. Doch keine Sorge: Hier liegt alles nur einige wenige Schritte auseinander. Die kleine Plaza vor der Kirche ist mit ihren Bänken und den schattigen Lorbeerbäumen der ideale Platz für eine Rast.

Das Schmuckkästchen der Stadt indessen liegt in dem Viertel hinter Kirche und Markt, vom Turm des Castillo mehr zu erahnen als tatsächlich zu erkennen: der Charco de San Ginés, der kleine Naturhafen. Gleich hinter seinem östlichen Ende befindet sich der Fischerhafen, wo kurz nach Sonnenaufgang die großen, bunten Fischkutter mit ihrer frischen Fracht einlaufen. Später am Tag flicken die Fischer ihre Netze, verpassen ihren bunten Schiffchen einen neuen Anstrich und bereiten die Köder für die nächste Ausfahrt vor.

Einige Hundert Meter weiter stadtauswärts liegt auf einer Felsklippe das kleine Castillo de San José, es markiert heute wie damals Arrecifes Stadtgrenze.


In der Pensión España (15 Zi. | Calle Gran Canaria 4 | Tel. 928811190) kostet das einfache Doppelzimmer gerade einmal 19 Euro.


Costa Teguise und der Norden

Von Bergen, Höhlen und Palmen

Nirgendwo ist die Insel so abwechslungsreich wie im Norden

Wer von der Ferienstadt Costa Teguise aus den Norden entdeckt, erlebt Lanzarotes ganze Vielfalt. Schon während der Fahrt zur alten Hauptstadt Teguise wird das Terrain vom Braunbeige der Aschefelder und scharfkantigen Lavafelsen geprägt.

Die vielen Kammern und Höhlen im Gestein waren einst von Menschen bewohnt; sie dienen heute oft noch als Stallungen. Inmitten der staubigen Hügel behaupten sich Dörfer mit weiß getünchten Häusern.

Hinter Teguise wird es farbiger. Dort beginnt die Ackerbauregion um Los Valles mit pittoresken Terrassenfeldern. Sie profitiert von ihrer Lage am Fuß des Famara-Gebirges, das bis zur Nordspitze Lanzarotes reicht und den Passatwolken den wichtigen Regen abluchst. Bis auf 671 m windet sich die Panoramastraße durch grüne Gemüsefelder hinauf, vorbei am Parque Eólico de Lanzarote. Dutzende von Windkraftanlagen produzieren hier ein Drittel des Stroms, der für die Meerwasserentsalzungsanlagen in Arrecife benötigt wird. Nach Westen hin stürzen Klippen 600 m tief dem Meer entgegen, nach Osten läuft das 12 Mio. Jahre alte Gebirge gemächlich zur Küste aus.

Über den windgepeitschten Risco de Famara flüchteten während der Vulkanausbrüche im 18. Jh. die Bewohner der Timanfaya-Region nach Haría. Noch heute ist das Becken mit den weit gestreuten, breitkronigen Kanarenpalmen und den Terrassenfeldern das grüne Herz der Insel. Aber auch die Höhen Famaras sind vulkanischen Ursprungs und haben mit dem 609 m hohen, kreisrunden Monte Corona den schönsten Krater der Insel. Bei einem Ausbruch um 3000 v. Chr. - also lange vor der Besiedlung der Inseln - entstanden mit den Jameos del Agua und der Cueva de los Verdes zwei faszinierende Höhlensysteme. Entlang der Küstenstraße nach Orzola erstreckt sich das Malpaís de la Corona, das schlechte Land des Corona-Vulkans. Die dunkle Mondlandschaft aus scharfkantigen Magmaschollen ist heute, 5000 Jahre nach ihrer Entstehung, noch immer nicht nutzbar. Nur hellgrüne Flechten überziehen die Halden, und zähe Tabaibabüsche mit daumendicken Ästen haben sich in Ritzen und Spalten festgekrallt. Um so überraschender sind die feinen, hellen Sandstrände, die an manchen Stellen die Küste säumen und zum Baden einladen.

Der Fischerort Orzola schließlich ist nicht nur für seine guten Lokale bekannt. Von dort legen auch die Fähren zur Insel La Graciosa ab.


Vor zwanzig Jahren noch wären Inselkenner jede Wette eingegangen, dass Costa Teguise der Ort auf Lanzarote sei, der die rasanteste Entwicklung nehmen würde.


Wer von Orzola zur kleinen Insel La Graciosa übersetzt, sollte nicht leicht seekrank werden: Während der ersten 10 Minuten geht es in den hohen Wellen des offenen Atlantiks meist recht wild zu.


Es ist wie eine Zeitreise, wenn Sie nach Teguise (17000 Ew.) kommen: Adelshäuser mit hohen Holzportalen grüßen, durch enge Gassen gelangen Sie zu ehrwürdigen Kirchen und weiten Plätzen.


Das Aparthotel Lanzarote Bay, 2008 komplett renoviert, ist der Preisbrecher in Costa Teguise. In den um eine Poollandschaft liegenden 200 Bungalows kostet das DZ ab 54 Euro pro Tag. Avda Las Palmeras 30 | Tel. 928590246 | Fax 928591366


Puerto del Carmen und die Mitte

Grüner Wein und schwarze Lava

Im Zentrum Lanzarotes erstreckt sich eine einzigartige Kulturlandschaft

Der hellgrüne Weinstock liegt in einem Trichter, etwa 2 m tief, umgrenzt von einer aus grauen Steinen fein geschichteten, halbrunden Mauer. Der Boden ist schwarz, und das Grün der Pflanze leuchtet so stark vor dem dunklen Hintergrund, dass sie auch eine billige Plastikimitation sein könnte.

Doch das hier ist kein Spleen eines Kleingärtners, sondern geschickt gewonnenes Kulturland auf großer Fläche. Tausende von Weinstöcken ducken sich so in ihre kleinen Krater, jeder durch eine eigene Trockenmauer geschützt. Wie das Werk eines Grafikdesigners zieht sich das Weinbaugebiet durch die Senke und wirkt dabei so surreal, dass das New Yorker Museum of Modern Art der ganzen Landschaft bereits eine eigene Ausstellung widmete. Aber kann Landwirtschaft auf so eigenartige Weise funktionieren?

Tatsächlich kann sie es, und zwar sehr erfolgreich. Um die Trauben in dem staubtrockenen Inselklima mit seinen starken Passatwinden überhaupt zur Reife zu bringen, sind die Myriaden kleiner Lavakörner, aus denen der Boden besteht, unentbehrlich. Durch und durch porös, saugen die Lapilli genannten Steinchen die Feuchtigkeit aus dem Seewind, der nachts über La Geria - der Begriff bedeutet Windschutz - streicht, und geben das Wasser tagsüber nach und nach an den Untergrund und an die Wurzeln der Weinstöcke ab. Nur mit dieser einmaligen Anbaumethode ist hier die Kultivierung von Früchten überhaupt möglich.

Das Ergebnis dieses enarenado-Anbaus zwischen Uga und Masdache kann sich sehen - und verkosten - lassen. Entlang der schmalen Landstraße stehen viele Bodegas, in denen es nach dem erdigen Wein duftet. Die traditionelle Malvasíatraube wird mehr und mehr durch andere Rebsorten ersetzt, die trockenere, leichtere Tropfen ergeben. Verleugnen kann Lanzarotes Wein seine Herkunft aber nie. Während die Rotweine mit denen Festlandspaniens nur schwer mithalten können, entlocken die Lanzaroteños den weißen Trauben einen herrlich frischen Weißwein, der besonders die vielen Fischgerichte und die kräftig schmeckenden kanarischen Saucen hervorragend abrundet.

Die südliche Küstenzone in Lanzarotes Mitte ist deutlich vom Tourismus um Puerto del Carmen geprägt. Die stark gewachsenen Bauerndörfer Machér, Tias und San Bartolomé sind freundliche, aber wenig spektakuläre Orte. Nördlich von La Geria dagegen, bis zur Küste zwischen La Santa und Sóo, gilt für Land und Leute noch der Rhythmus alter Traditionen. Von dort kommen die herrlich fruchtigen Tomaten und die schneidend scharfen Zwiebeln, die jede ensalada mixta zu einem Ereignis machen. Auch die kleinen, fest kochenden Kartoffeln, die die Inselköche für ihre runzligen papas arrugadas brauchen, werden hier angebaut. Die Region um Mancha Blanca und Tinajo ist eindeutig noch in Bauernhand. Die Felder sind exakt parzelliert, die grünweißen Dörfer gut in Schuss: In ihren gepflegten Gärten wachsen meterhohe Wolfsmilchkandelaber und Weihnachtssterne. Unübersehbar ist, dass der Toursimus Geld auf die Insel brachte. Noch in den 1970er-Jahren war die Region von Armut gekennzeichnet.

Erfreulicherweise haben die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr dazu beigetragen, das kulturelle Erbe zu pflegen. So erstrahlt die Kirche der Inselpatronin Nuestra Señora de los Volcanes hübsch restauriert und in blendendem Weiß am Ortsausgang von Mancha Blanca, und das einstige bäuerliche Anwesen, das eines der besten Museen der Kanarischen Inseln, das Museo Agrícola El Patio, birgt, wäre andernfalls heute vielleicht nur eine heruntergekommene Ruine.


Das einstige Fischerdorf hat sich zu einem Tourismuszentrum ersten Ranges gemausert. Der Ort teilt sich in ein älteres Viertel um den Fischerhafen und ausufernde Feriensiedlungen im Norden.


In Puerto del Carmen werden in den Hotels oft Werbezettel verteilt, die kostenlosen Eintritt bzw. Rabatte für Themenparks oder das Kasino versprechen. Halten Sie also die Augen offen!


Nationalpark Timanfaya

Berge aus dem Feuer der Erde

Unter den Montañas del Fuego herrscht noch immer höllische Hitze

Was für ein Anblick! Kilometerweit breiten sich schwarze Lavameere aus. Dahinter türmen sich Berge auf, manche abrupt mit abgebrochenen Spitzen, andere sanft und weich ansteigend, mit kleinen Lavasteinchen bedeckt, die in Farben zwischen beige, grau und rostrot schimmern.

Wolken werfen bizarre Schatten, Wind streicht über die Ebene, flüstert zwischen zackigen Magmabrocken, spielt mit Lapillisteinchen, Lavakieseln, die meterdick den Boden bedecken und auf den Kanaren picón genannt werden. Kein Strauch und kein Baum unterbricht die Eintönigkeit - eine Mondlandschaft.

Die Montañas del Fuego, die Feuerberge, lösen wohl bei jedem eine gewisse Beklemmung aus, umso mehr, als sich hier tatsächlich eine der größten Katastrophen der jüngeren Erdgeschichte ereignete. Sechs Jahre lang, von 1730 bis 1736, dauerten die Vulkanausbrüche auf Lanzarote, begruben fast ein Viertel der Insel unter sich und hinterließen das größte Lavafeld der Welt. Dem Pfarrer Andrés Lorenzo Curbelo aus dem Ort Yaiza verdanken wir genaue Aufzeichnungen über den Hergang. Als in der Nacht des 1. September 1730 die Erde aufbrach und anfing, Feuer zu speien, begann er sein Tagebuch zu schreiben, in das er gut ein Jahr lang fast täglich neue Hiobsbotschaften eintragen musste, bis er, wie viele Lanzaroteños, nach Gran Canaria flüchtete. Viele Orte wurden von Ascheregen verschüttet, von Lavaströmen überrollt, die sich danach ins Meer wälzten, das Millionen toter Fische an die Küste spülte. Immer neue Berge türmten sich hoch, Krater entstanden und explodierten noch am selben Tag, Schlünde taten sich auf und verschlangen den Boden. Die Hitze verbrannte die Felder, das Vieh verendete in giftigen Dämpfen. Noch einmal, 1824, revoltierte die Erde. Drei weitere Vulkane entstanden. Die Verwüstungen waren jedoch mit denen des 18. Jhs. nicht vergleichbar.

Heute ist alles erstarrt. Das Werk der vulkanischen Gewalten kann gefahrlos besichtigt und bestaunt werden. Die Landstraße LZ 67 von Yaiza Richtung Mancha Blanca durchquert ein lebensfeindliches malpaís, „schlechtes Land“ aus erstarrter Magma. Links voraus erheben sich die rund dreißig Kegel der Montañas del Fuego, unter ihnen der 510 m hohe Vulkan Timanfaya, umgeben von seinen ähnlich imposanten Kumpanen. Beeindruckend schillern die Farben. Sie rühren von verschiedenen Mineralien her, die die Erde mit ausspie. Dieses Ensemble konischer Hügel gehört bereits zum Nationalpark, den die Straße nun ein Stück weit durchquert.

In der Dromedarstation, die Sie an der Grenze zum Nationalpark erreichen, warten über hundert der exotischen Tiere auf Kunden. Hier sollten Sie zu einer kurzen Rast anhalten. Denn der Dromedarritt in die Stille der Vulkanberge ist eines der tollsten Erlebnisse in Timanfaya (tgl. 9-16 Uhr | Dauer ca. 20 Minuten | 10 Euro pro Dromedar). Nebenan liegen eine Bar mit Andenkenladen und ein kleines Museum (Mo-Fr 8-15 Uhr).

Weiter geht die Fahrt. Die folgende Passhöhe gewährt einen herrlichen Blick hinunter auf das gewaltige Lavameer. Dort zweigt auch die Zufahrtstraße zum Zentrum des Nationalparks ab. Dessen Symbol, ein frecher Holzteufel, der Sie hier in seinem Reich begrüßt, war übrigens auch eine Idee César Manriques.


Der Nationalpark wurde 1974 eingerichtet. Er ist 51 km² groß. Sein Name leitet sich von dem Namen eines der verschütteten Dörfer ab.


Auf eigene Faust im Nationalpark zu wandern ist weitgehend untersagt. Das Besucherzentrum bei Mancha Blanca organisiert sehr lohnende geführte Wanderungen.


Die geführten Wanderungen des Besucherzentrums bei Mancha Blanca sind kostenlos. Die Erklärungen zu Geologie und Biologie erfolgen auf Spanisch oder Englisch; geführt wird in kleinen Gruppen. Festes und geschlossenes Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichende Kondition sind Voraussetzung für die Wanderungen durch die schroffe Lava. Anmeldung mindestens 14 Tage im Voraus Mo-Fr 9-15 Uhr | Alter: ab 16 Jahre | Tel. 928840839 | manchablanca@oapn.mma.es


Playa Blanca und der Süden

Sonne, Strand und blitzendes Meer

Lanzarotes heißer Süden garantiert Sonnenschein und Urlaubsfreuden

So mag es am Rand der Sahara aussehen: karges, von der Sonne ausgedörrtes Land, ein paar armselige Flechten und vertrocknete Gräser.

Kleine, dornige Büsche krallen sich im Boden fest oder tollen als stachelige Kugeln wie im Wildwestfilm über die Ebene. Schemenhaft taucht am Horizont in der Hitze flirrend eine Siedlung weißer, flacher Bauten auf. Erst wenn man näher kommt, schwillt sie zu einem ganzen Meer von Bungalows und Hotels an: Playa Blanca.

Das Südende der Insel ist die weitaus trockenste Region Lanzarotes. Die Kargheit des verbrannten Landes, in dem es nur wenige Bocksdorngewächse und Wolfsmilchpflanzen gibt, erschreckt zunächst und muss doch den Urlauber eigentlich entzücken. Denn hier liegt jene Gegend der Insel, in der fast immer die Sonne scheint. Dies ist auch der Grund, weshalb sich das eigentlich eher unscheinbare Fischerdorf Playa Blanca seit Beginn der 1980er-Jahre rasant zu einer der drei großen Ferienzonen Lanzarotes entwickeln konnte. Außerhalb des Ortes erstrecken sich die schönsten Strände, auch das beliebteste FKK-Revier der Insel ist hier zu finden.

Die gesamte Region steht im Prinzip unter Naturschutz; die Sünden früherer Jahre, in denen zum Beispiel das Querfeldeinbrausen mit Geländewagen erlaubt war, sind aber nicht zu übersehen.


Wo einst ein Fischerdörfchen im Ödland lag, blenden heute weiß getünchte Feriensiedlungen das Auge.


Das Familienlokal Los Hervideros ist das preiswerteste in Playa Blanca; Low-Budget-Mittagsmenüs. Di geschl. | Calle El Marisco 9 | Tel. 928517707


Ausflüge und Touren

Lavafelder, Palmen, weisse Dörfer

In den grünen Norden und den vulkanischen Süden: Lanzarote in seiner ganzen Bandbreite und Vielfalt erfahren

Der Norden: Vielfältig, bergig und grün

Die Tagestour beginnt in Arrecife und führt an Manriques Villa in Tahiche vorbei zur alten Hauptstadt Teguise. Nach einem Abstecher an die Westküste geht die Fahrt über spektakuläre Aussichtspunkte, das Tal der tausend Palmen und die Ortschaft Haría zur Nordspitze der Insel. Zurück folgt man der Ostküste, gelangt zu den Lavahöhlen Jameos del Agua und Cueva de los Verdes. Bei Guatiza setzt der Jardín de Cactus ein letztes Glanzlicht. Die Tour ist rund 100 km lang.

Der Süden: Unterwegs im Reich der Vulkane

Von Arrecife aus besuchen Sie zunächst das Monumento al Campesino und fahren weiter nach Tiagua, wo mit dem Museo Agrícola El Patio eines der interessantesten Museen der Kanaren liegt. Weiter geht die Fahrt in die Vulkanwelt des Nationalparks Timanfaya. Die Route führt dann über das Musterdorf Yaiza zur Lagune von El Golfo und an der schwarzen Lavaküste entlang zu den Salinen von Janubio. Die Rückfahrt erfolgt über den Aussichtspunkt in Femés und erreicht La Geria. Über Mozaga führt die Tour zurück nach Arrecife. Die Fahrtstrecke beträgt 85 km.


24h

Ein Tag auf Lanzarote

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Lecker Frühstück

Das Frühstück fällt bei den Lanzaroteños eher klein aus: ein süßes Teilchen und ein starker café con leche im Stehen sind für sie der ideale Start in den Tag. Um es ihnen gleich zu tun, lohnt ein Besuch des Café Recova. Wo? Plaza de Las Palmas | nahe der Kirche San Gines | Arrecife | Mo-Sa 9-15 Uhr

Ready, steady, go!

Formel-1-Talent? Auf der Go-Kart-Bahn steht demjenigen das Siegertreppchen zu, der die Kunst aus Ausbremsen, Beschleunigen und Überholen beherrscht. Perfekte Übungsmöglichkeiten bietet Go-Karting im Einsteigerkart, Fortgeschrittene besteigen flottere Rennkisten. Wo? Go-Karting | Ctra. Arrecife nach San Bartolomé | bei Kilometer 5 | Kosten und Reservierung unter Tel. 928520022

Höhenflug

Nur eine halbe Autostunde entfernt gehen Adrenalin-Abhängige in die Luft - beim Parasailing über Lanzarote in bis zu 100 m Höhe. Mit einem Fallschirm segelt man an einer langen Leine hinter einem Speedboot her. Der Herzschlag beruhigt sich bei Snack und Sonnenbad am Beach. Wo? Paracraft Lanzarote | Playa Chica | Puerto del Carmen | Kosten: ca. 40 Euro/10 Min. | Tel. 928512661

Yellow Submarine

Luftanhalten nicht nötig! Das quietschgelbe U-Boot taucht ab in unentdeckte Regionen. Während der Unterwassersafari in 30 mTiefe kann man so manch seltsamer Kreatur Hallo sagen. Wo? Submarine Safaris | Módulo C., Puerto Calero | Anmeldung 48 Stunden vorab nötig: Tel. 928512898 | Kosten: 52 Euro | www.submarinesafaris.com

Kamelführerschein

Endlich wieder festen Boden unter den Hufen! Nur rund 15 Autominuten weiter steht ein Ausritt auf dem Programm. Eigentlich handelt es sich bei den Ein-Höcker-Tieren um Dromedare, nur auf den Kanaren nennt sie jeder los camellos. Sicher im Sattel? Kamelführerschein bestanden! Wo? Lanzarote a Caballo, Ctra. Arrecife nach Yaiza; Kilometer 17 (nach dem Kreisverkehr zwischen Puerto Calero und Playa Quemada) | Kosten: 45 Euro/Std. | Tel. 928830038 | www.lanzaroteacaballo.com

Slow down mit Sundowner

Einmal Nichtstun gefällig? Dann ab ins nahe La Geria. Mitten im Weinanbaugebiet liegt El Chupadero, eine Bodega, die selbst abgefüllten Wein serviert, und in der die Sonne mit Blick auf die Feuerberge untergeht. Danach übernimmt der Sternenhimmel das visuelle Regiment über der unwirklich-schönen Weinregion. Wo? Finca & Bodega el Chupadero | La Geria 3 | Yaiza | Tel. 928173115 | www.el-chupadero.com

Frisches Fisch-Dinner

Frisch und lecker zergeht er förmlich auf der Zunge: der Fisch im Casa Pedro. Wer schon vorher weiß, dass er nicht genug kriegen kann, nimmt als Vorspeise noch die Spezialität des Hauses, die selbstgemachte Fischsuppe. Das Lokal ist ein Geheimtipp und gilt auch unter Einheimischen als eines der besten Fischrestaurants der Insel. Wo? Casa Pedro | Avda Marítima 17 | Playa Blanca | Tel. 928517965

Party!

Ins Nachtleben starten die Lanzaroteños erst spät. Deshalb öffnet der bekannteste Livemusikclub der Stadt erst um halb zehn Uhr abends. Sieben Tage in der Woche spielen jeweils zwei Bands Rock, Country, Reggae oder Irish Rock in Charlies Bar. Wo? Avda de las Playas | im Centro Comercial Atlántico | Puerto del Carmen | www.charlieslanzarote.com


Sport und Aktivitäten

Wind, Wasser, Wandern

Am, auf oder im Atlantik locken zahlreiche Wassersportarten - doch auch an Land gibt es viel Gelegenheit für Action

Windsurfen ist dank der stetigen Winde Sport Nummer eins auf Lanzarote. Gleitschirm- und Drachenfliegen hat der guten Thermik wegen an Popularität gewonnen.

Auch zum Radfahren und Wandern ist die Insel ideal, geführte Wanderungen im Nationalpark Timanfaya sind ein besonderes Erlebnis. Tauchschulen offerieren Kurse und Exkursionen, auch Golf, Reiten, Angeln und Hochseefischen sind im Angebot. Die Ferienzentren haben Tennis- und Squashplätze. Außerdem gibt es (zumeist von Mai bis Dezember) Events wie Beachvolleyball, Ironman, Fahrradrennen und Marathonläufe.

Biken

Der hügelige Norden der Costa Teguise ist ideal fürs Mountainbiking in herrlicher Vulkanlandschaft. Biker sollten aber auf keinen Fall die (sehr guten) Pisten verlassen: Das ist strikt verboten.

Drachenfliegen

Ein bevorzugter und beliebter Startplatz für Drachenflieger ist die 502 m hohe Montaña Tinasoria bei Puerto del Carmen. Infos beim Ala Delta Club Zonzamas (Arrecife | Tel. 928815203 | www.zonzamas.com).

Golf

Die hügelige 18-Loch-Anlage Lanzarote Golf liegt oberhalb Puerto del Carmen. Tgl. 8-20 Uhr | Anfahrt über LZ 505 | Greenfee 68 Euro | Tel. 928945090 | www.lanzarotegolfresort.com.

Klettern

Klettern an bis zu 200 m hohen Steilwänden, Erkunden von Höhlen, Abseilen und jede Menge andere Abenteuer bietet Adventure Lanzarote. Tel. 616813431 | www.adventurelanzarote.com

Reiten

Etwas außerhalb befindet sich Lanzarote a Caballo. Bei den Ausritten (1-2 Std., 40-60 Euro) sind Sie in Gruppen zu maximal 20 Personen unterwegs. Für Kinder bis acht Jahren gibt es sechs Ponys, auf denen sie ihre ersten Reitversuche machen können. Kamelreiten kostet 40 Euro/Stunde. Carretera Arrecife-Yaiza km 17 | Tel. 928830038 | www.lanzaroteacaballo.com

Tauchen

Die Unterwasserfauna der Kanaren ist abwechslungsreich und interessant. Auch Schiffswracks werden betaucht. Ein eindrucksvolles Erlebnis ist der Dive an der Küste bei La Mala. In dem klaren Wasser leben auf dem Grund besonders viele Stachelrochen und Adlerrochen. Alle Tauchschulen verlangen einmalig einen Beitrag von 12 Euro für die Dekompressionskammer in Arrecife.

Wandern

Vor allem in der Gegend des Parque Nacional de Timanfaya gibt es viel zu entdecken. Kostenlose Exkursionen im Nationalpark übernehmen Mitarbeiter des Centro de Visitantes. Anmeldung: Mo-Fr 9-15 Uhr | Tel. 928840839 Geführte Wanderungen veranstaltet auch Adventure Lanzarote (s. Klettern).

Wellenreiten

Vor dem Famara-Strand mit seinen hohen, lang brechenden Wellen finden Surfer mit kurzen Brettern optimale Bedingungen. Aber: Vorsicht vor gefährlichen Strömungen! Famara Surf School | El Marinero 39 | Caleta de Famara | Kurs ab 39 Euro/Tag | Tel. 928528676 | www.famarasurf.com

Windsurfen

Die wichtigsten Spots liegen in Costa Teguise und Puerto del Carmen. Es gibt zwei Surfzentren, den Club La Santa und die Playa de las Cucharas in Costa Teguise. Vor den Famara-Stränden im stürmischen Meer mit unberechenbaren Strömungen finden, ebenso wie in Costa Teguise, internationale Rennen statt.


Mit Kindern reisen

Kinder sind hier stets willkommen!

Auf Lanzarote freut man sich überall auf kleine Gäste: Die Einheimischen sind sehr familienfreundlich

Kleine Gäste sind wichtige Gäste. In fast allen Ferienanlagen gibt es für Kinder Pools und Spielecken.

Familienhotels bieten auch Aufsicht und Animation mit Sport, Spiel, Shows und Kinderdiskos (bei Buchung erfragen). Außerdem haben diese auch Kinderstühle in ihren Restaurants und kostenlose Babybetten in den Zimmern. Supermärkte führen alles Notwendige von Babynahrung über Spielzeug bis Windeln.

Die geschützten Hausstrände von Puerto del Carmen und Playa Blanca sind für den Nachwuchs zum Baden besonders gut geeignet, weil es dort weder hohe Wellen noch Strömungen gibt. Costa Teguise ist wegen stärkerer Winde und Wellen für kleinere Kinder nur an der Playa del Jablillo zu empfehlen. Die Playa de Famara sollten Eltern wegen des stürmischen Meeres und unberechenbarer Strömungen unbedingt meiden.

Für die Kinder Lanzarotes ist der Dreikönigstag, der 6. Januar, der wichtigste Tag des Jahres, und nicht der Heiligabend. Sie bekommen ihre Weihnachtsgeschenke nämlich, wie überall in Spanien, am Morgen von Reyes Magos. In einigen Orten wie Arrecife gibt es an diesem Tag Kinderumzüge. Auch beim Karneval haben Kinder eigene Feste und krönen außerdem eine reina de carnaval - die Karnevalskönigin.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Lanzarotereise

Anreise

Charterflüge mit Hapag Lloyd, LTU und Air Berlin sind am bequemsten und billigsten (4-4,5 Std.) für die Anreise nach Lanzarote. Flüge ohne eingeschlossene Hotelbuchung kosten 300-500 Euro. Linienflüge sind teurer und umständlicher, da stets mit Zwischenlandung.

Spanische Fremdenverkehrsämter

www.spain.info

Patronato de Turismo

Broschüren, Infos. Mo-Fr 9-15 Uhr | Blas Cabrera Felipe | Arrecife | Tel. 928811762 | Fax 928800080 | www.turismolanzarote.com; Flughafeninfoschalter tgl. geöffnet | Auskünfte Tel. 928820704

Baden

Achten Sie an den Badestränden immer auf die Warnflaggen- oder tafeln und befolgen Sie unbedingt deren Angaben, sonst besteht Lebensgefahr: Grün bedeutet unbedenklich, orange steht für Gefahr, rot bedeutet absolutes Badeverbot!

Banken & Kreditkarten

An Geldautomaten können Sie Bargeld mit EC- und Kreditkarte (mit Geheimzahl) ziehen. In fast allen Hotels, vielen Geschäften, Restaurants und Tankstellen werden Kreditkarten akzeptiert. Banköffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-14, Sa 8.30-13 Uhr, einige Banken haben einmal pro Woche nachmittags geöffnet.

Busse

Vom zentralen Busbahnhof in Arrecife, der Estación de Guaguas (Vía Medular | beim Stadion | Auskunft tgl. 8-20 Uhr | Tel. 928811522), fahren Linienbusse - die so genannten guaguas - zu allen größeren Dörfern, oft aber nur ein- bis zweimal täglich. Als wichtigste Ferienzentren werden Puerto del Carmen (Linie 2) und Costa Teguise (Linie 1) Mo-Fr alle 20 Minuten, Sa-So alle 30 Minuten angesteuert, Playa Blanca (Linie 6) Mo-Fr etwa jede Stunde, Sa und So sechs- bis achtmal pro Tag. Abo-Karten (bonobus) gibt es für 12 und 22 Euro. www.arrecifebus.com

Camping

Es gibt keine offiziellen Zeltplätze auf der Insel. Wildes Campen wird aber an vielen Stränden geduldet.

Diplomatische Vertretungen

Zuständig für alle diplomatischen Fragen sind die Konsulate auf Gran Canaria:

Deutsches Konsulat

Mo-Fr 9-12 Uhr | Calle Albareda 3 | Las Palmas de Gran Canaria | Tel. 928491880 (bis 16 Uhr)

Österreichisches Konsulat

Mo-Fr 10-13 Uhr | Hotel Eugenia Victoria | Avda de Gran Canaria 26 | Playa del Inglés | Tel. 928762500

Konsulat der Schweiz

Mo-Fr 8-16 Uhr | Urbanización Bahía Feliz | Gran Canaria | Tel. 928157979

Gesundheit

Oft wird die körperliche Belastung durch die plötzliche Klimaumstellung unterschätzt, besonders im Sommer: Bei labilem Kreislauf ist ein Besuch im Winter besser. Das Leitungswasser ist trinkbar, aber nicht in größeren Mengen. Mineralwasser in Plastikflaschen ist in allen Supermärkten erhältlich. Restaurants über 100 m² Fläche müssen abgetrennte Nichtraucherzonen ausweisen.

Ärzte

Wer die Europäische Versicherungskarte dabei hat, wird von Ärzten, die der Seguridad Social angeschlossen sind, gratis behandelt. Andernfalls sollten Sie eine detaillierte Rechnung (factura) verlangen, um sich zu Hause die Auslagen mindestens teilweise erstatten zu lassen. Ärzte auf Lanzarote: www.arzt-lanzarote.de

Apotheken

Die Apotheken (farmacias) sind am grünen Malteserkreuz erkennbar. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-13.30 und 16-20.30, Sa 9-13 Uhr. Das Schild „Farmacia de Guardia“ weist auf die nächste Notdienstapotheke hin.

Internet

Touristische Belange (Hotels, Mietwagen) deckt www.abcanarias.com ab. „Megawelle“ sendet ein Online-Radioprogramm mit Unterhaltung und Nachrichten unter www.megawelle.com. Sehr gute Detailinfos mit Bildern zu Sehenswürdigkeiten, Orten und Stränden findet man auf www.lanzarotelive.de. Die Website des Touristikamtes www.turismolanzarote.com informiert über Kultur, Strände und Meer, Sport und lokale Feste. unter www.webdelanzarote.com gibt's Infos zu Sehenswürdigkeiten, Rezepten, Kultur (teils auf Deutsch). www.lanzarote.com ist eine Plattform der Tourismusbranche. www.lanzarote-web.de hat Angebote zu Unterkünften; Hotelbewertungen unter www.holidaycheck.de.

Internetcafés

Cyberia | Mo-Sa 10-24, So 17-24 Uhr | Playa Honda | Deiland

Klima & Reisezeit

Das Klima Lanzarotes ist eher mild. In den Sommermonaten kann es jedoch zeitweise drückend heiß werden, im Winter wird es bei stetem Passatwind abends recht kühl. Beste Reisezeit sind die mäßig warmen Monate November bis März. Während der Ferienmonate August und September und rund um Ostern machen viele Festlandspanier Urlaub auf der Insel.

Medien

Deutsche Lokalsender wie etwa „Radio Rondo“ (98,2) oder „Radio Atlantis“ (101,7) strahlen Musik und Infos aus. In den Ferienzentren finden Sie deutsche Zeitungen und Zeitschriften.

Mietwagen

Mietwagenfirmen sind im Flughafen in Arrecife, allen Ferienzentren und vielen Hotels vertreten. Ein Kleinwagen kostet ab ca. 22 Euro pro Tag, für zwei Wochen muss man mit 260 Euro rechnen (inklusive Steuern und Vollkaskoversicherung). Geländewagen, Motorräder (z.B. bei www.felycar.es) und Trikes sind erheblich teurer. Einige Anbieter haben auch Kombis. Wer den Mietwagen auf die Fähre nach Fuerteventura nehmen möchte, muss das beim Vermieter vorher anmelden.

Notruf

Die Telefonnummer 112 gilt für Notfälle aller Art (Polizei, Feuer, Krankenwagen, Unfall).

Post

Ein Brief (carta) oder eine Postkarte (postal) ins EU-Ausland und die Schweiz ist mit Briefmarken (sellos) zu 60 Cent zu frankieren.

Preise

In nichttouristischen Lokalen kostet ein Bier rund 1,50 Euro, eine Tapa 2,50 Euro und ein Tagesgericht 5 Euro. In den Ferienzentren bezahlt man allerdings oft das Doppelte.

Taxis

Taxis tragen ein Dachschild mit grüner Leuchte und Nummer sowie ein „SP“ am Nummernschild. Alle sind lizenziert und mit Taxameter ausgestattet. Er sollte vor jeder Fahrt eingeschaltet werden. Die Grundgebühr beträgt rund 2,20 Euro, 1 km kostet 65 Cent. Bei Inselrundfahrten sollten Sie den Preis vorher vereinbaren.

Telefon & Handy

Die meisten Telefonzellen funktionieren mit Münzen und mit Telefonkarten (tarjeta telefónica), die es in Läden und an Zeitungskiosken zu kaufen gibt. Ein Dreiminutengespräch kostet Sie ab 2 Euro, nach 22 Uhr ca. 60 Cent.

Zeit

Die Kanaren sind gegenüber Mitteleuropa eine Stunde zurück.

Zoll

Bei der Einreise auf die Kanaren gibt es keine Zollkontrolle, bei der Einreise nach Deutschland und Österreich wegen der EU-Zugehörigkeit oft auch nicht. Wegen des besonderen Steuerstatus der Inseln gelten aber dennoch Höchstmengen (auch für die Schweiz). Jede Person über 17 Jahre darf zollfrei ausführen: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 g Parfum oder 250 cl Eau de Cologne, 1 l Spirituosen, 2 l Wein.

Mahlzeit

Ab 7 Euro für Tagesgericht und Getränk in einem einfachen Lokal

Kaffee

Ab 1 Euro für einen cortado

Strandliege

5 Euro pro Tag

Wein

Ab 6 Euro für eine Karaffe Wein (1/2 l)

Benzin

77 Cent für einen Liter Eurosuper

Souvenir

1,50 Euro für eine Strelitzie


Unser Insider

MARCO POLO Insider Sven Weniger im Interview

Sven Weniger liebt an Lanzarote die bizarre Landschaft, die Sonne und die ehrliche, einfache Küche der Insel.

Was reizt Sie an Lanzarote?

Ich kam schon als Teenager Anfang der 1970er-Jahre das erste Mal auf die Kanarischen Inseln. Damals fand ich nur Sonne und Meer toll. Doch bald wollte ich auch die Leute, deren Leben und Sprache kennenlernen. Lanzarote ist einmalig auf der Welt: die bizarre Natur, die unglaublichen farblichen Kontraste. Mir gefallen auch die kleinen, weißen Dörfer und das einfache Leben der Leute, die sich mit den Bedingungen arrangiert haben. Sie wirken oft zufriedener als bei uns. Ich fühle mich bei ihnen wohl.

Und was mögen Sie nicht so?

Mich stört der wieder aufgeflammte Bauboom, den César Manrique immer bekämpfte. Besonders Playa Blanca leidet darunter.

Wo und wie leben Sie genau?

Ich lebe meist auf Gran Canaria, auf Lanzarote bei Freunden.

Was genau machen Sie beruflich?

Ich bin Journalist, Fotograf und Autor, natürlich vor allem für Reisethemen über Spanien, aber auch andere Regionen in der Welt. Ich arbeite freiberuflich für Zeitungen, Magazine und Verlage in Deutschland. Das gibt mir die Unabhängigkeit, so oft es geht Zeit auf meinen Inseln zu verbringen.

Kommen Sie oft nach Lanzarote?

Ja, ich besuche mehrere Inseln pro Jahr, in den meisten Fällen natürlich zum Arbeiten. Aber manchmal auch nur, um ein bestimmtes Ereignis, z.B. ein Volksfest, zu erleben.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich lese viel, esse gerne mit kanarischen Freunden, wandere mit Vorliebe in den Montañas del Fuego und auf La Graciosa.

Mögen Sie die Küche auf der Insel?

Viele halten die kanarische Küche für zu simpel. Ich finde sie gerade wegen ihrer Einfachheit toll. Es sind kräftige, ehrliche Gerichte, wie man sie von Zuhause kennt und nie vergisst. Am liebsten esse ich Fisch, und zwar a la plancha, also einfach in Öl gebraten; und das am liebsten in El Golfo.

Könnten Sie wieder in Ihrer Heimat leben?

Ich bin gerne und regelmäßig immer mal wieder in Deutschland, könnte aber dort nicht mehr ausschließlich leben. Dazu sind mir Wärme, Sonne und die Menschen auf den Kanaren zu sehr ans Herz gewachsen.


Bloß nicht

Von Nepp bis Nippes - nützliche Tipps, um sich Ärger zu ersparen

Auf Fälschungen hereinfallen

Kaufen Sie Uhren und Markenkleidung ausschließlich in Kaufhäusern. Schnäppchen auf Basaren und Flohmärkten sind immer Fälschungen. Das gilt dort meist auch für „echt kanarische“ Produkte. „Ebenholzelefanten“ und andere afrikanische Schnitzereien sind nur gepinseltes Hartholz.

In der Wintersonne braten

Das größte Gesundheitsrisiko ist die hohe Sonneneinstrahlung - auch im Winter. Doch die hellhäutigen, entwöhnten Gäste aus dem Norden unterschätzen gerade die Wintersonne oft. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist unabdingbar. Kinder sollten besser bekleidet sein. Wichtig ist auch eine gute Kopfbedeckung, die den Nacken beschattet.

Getrennt zahlen

Wer nach gemeinsamem Restaurant- oder Kneipenbesuch „bitte getrennt zahlen!“ möchte, erntet auf den Kanaren Unverständnis. Machen Sie es wie die Insulaner: Heute zahlen Sie, morgen Ihre Freunde.

Bei Werbefahrten draufzahlen

Kostenlose Inselrundfahrten mit Einladung zu Kaffee und Kuchen werden genutzt, um überteuerte, minderwertige Waren zu verhökern. Reguläre Bustouren sind letztendlich billiger.

Zu viel nackte Haut zeigen

Ohne Hemd im Café zu sitzen oder halbnackt durch Geschäfte zu schlendern wäre nicht nur kein erbaulicher Anblick, sondern auch Missachtung kanarischer Sitten.

Den Time-Sharing-Haien glauben

Der Traum: ein zweites Zuhause auf Lanzarote. Die Idee: wohnen auf Zeit. Sie erwerben einen Eigentumsanteil und Nutzungsrecht für eine bestimmte Zeit im Jahr. Doch Vorsicht: Das Modell vom unbeschwerten Urlaub rechnet sich nur für den Verkäufer. Ihnen wird das überteuerte Apartment schnell zum Klotz am Bein.

In Hotels zuviel fürs Internet bezahlen

Viele Hotels haben mittlerweile Internetzugänge für ihre Gäste eingerichtet. Fast immer wird für den Zugang ins weltweite Netz reichlich abkassiert. Beschweren Sie sich, dieser Service sollte heutzutage kostenlos sein!

Elektronikschnäppchen kaufen

Schwarze Schafe im Handel mit Camcordern, Digitalkameras etc. (Playa Blanca ist berüchtigt) verhökern überteuerte Schrottware als Schnäppchen und betrügen überdies bei der Kreditkartenbelastung. Generell gilt: Bezahlen/unterschreiben Sie erst nach Erhalt der Ware!

Copyright: www.marcopolo.de
 

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