City-Info Santa Cruz/La Palma

 
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Unterhaltung

Unterhaltung

Der Nordosten

Ausgehen in Santa Cruz

Im Winter gibt es hin und wieder Theater- und Musikaufführungen im Teatro Chico neben der Markthalle (Programme sind im Touristenbüro erhältlich). Die Abende in Santa Cruz sehen eher trostlos aus, es sei denn, man begnügt sich mit einem Spaziergang am Meer oder einem Restaurant- bzw. Barbesuch. Ein Kino befindet sich in der Calle El Puente. Im Sommer gibt es die sogenannten Sommerterrassen am Hafeneingang: Bars, Tanz, Musik ab 23 Uhr bis in den frühen Morgen.

La Movida

So nennt sich eine beliebte Partymeile in der Calle Álvarez de Abreu, mit den Bars La Esquina, La Bodeguita del Medio und La Tasca. Livemusik und Barbetrieb bis zum Morgen.

Unterhaltung

Der Südwesten

La Luna

Beliebtes Café, häufig mit musikalischem Abendprogramm. | Calle F. Taño 26

Millenium Plaza

Vergnügungszentrum mit Disko-Pub El Plata, Kino und Bierlokal, wo es ab 22 Uhr losgeht. | Calle Ramon Pol | hinter dem Busbahnhof

Tasca de Ron

59 Rumsorten werden in der kleinen venezolanischen Bar angeboten. | Calle Couvento/Benigno Carballo | So geschl.

Hotel Sol La Palma

Auch hier bietet das Hotel Sol La Palma ein breites Programm, mitunter auch Folklore. Informationen an der Rezeption.

Auskunft

Auskunft

Der Nordosten

Tourist-Information

Oficina Información Turística | Plaza de la Constitución | Tel. 922412106 | www.lapalmaturismo.com

Auskunft

Der Südwesten

Tourist-Information

Touristenbüro | Avenida Doctor Fleming | beim Uhrenturm, unterirdisch. | Tel. 922402583 | Fax 922464216 | www.aridane.org

Einkaufen

Einkaufen

Der Nordosten

Rumfabrik

Kurz vor dem Hafen von Espíndola, von San Andrés kommend an der scharfen Linkskurve, befindet sich eine kleine Rumfabrik. Hier können Sie den Abfüllvorgang verfolgen und die Anlage besichtigen - und natürlich Rum kaufen. Hauptproduktionszeit ist das Frühjahr.

Artesanía Sanlupe

Große Auswahl an palmerischem Kunsthandwerk, Spezialitäten, Zigarren, Wein und Rum. | Avenida Marítima, 14, Calle O'Daly, 50 und Calle Pérez Brito, 9

Libreria Trasera

Schöne kleine Buchhandlung mit einem breiten Angebot. | Calle Alvarez Abreu 27

Pescadería

Frischer Fisch für alle Selbstversorger. | Im Fischereihafen | Mo-Fr vormittags

Tabacos Vargas

Zigarren aus eigener Herstellung. | Avenida Marítima 54

Einkaufen

Der Südosten

Bar Parada

Die Bar Parada auf der rechten Seite der Hauptstraße bietet selbst gemachte Mandelkekse, rapaduras (eine Art Mandelkonfekt) und queso de almendras (harter Mandelkuchen) an, weiter Wein (auch Malvasía), Käse und Hausgemachtes.

La Destiladera

Zentrum zur Förderung Erwerbsunfähiger. Fertigung und Verkauf von Zigarren, Web- und Korbwaren, Lederartikeln etc. | San Pedro (Breña Alta) | Calle Benahoare 4

Mercadillo

Der „kleine Markt“ ist ein beliebter Treffpunkt vieler deutscher Residenten der Insel. Verkauft werden Produkte örtlicher Landwirte: frisches Gemüse und Obst, Weine, Liköre, Marmeladen, selbst gebackenes Brot und Kuchen, hausgemachte mojos, Käse und vieles mehr. Im ersten Stock des Markts stehen Kunsthandwerkserzeugnisse zum Verkauf. | Mazo | in der Markthalle | Sa 15-19, So 9-13 Uhr

El Molino

In dieser schön gelegenen Töpferei wird nach historischen Guanchenmustern schwarze Töpferware hergestellt. Bei Interesse können Sie den Töpfern bei der Arbeit zusehen. | Hoyo de Mazo

Zigarren

In Las Breñas haben sich einige Zigarrendreher angesiedelt. Einer von ihnen, dem man in seiner tabaquería bei der Arbeit zusehen kann, ist El Rubio (der Blonde) in San Pedro (Breña Alta). | Carretera General 10

Einkaufen

Der Südwesten

Calle Iglesia 5

Der kleine Laden ohne einen erkennbaren Namen hat ein breites Angebot an Strohhüten und anderen palmerischen Gebrauchsartikeln. | Calle Iglesia 5

Kunsthandwerk

Ein staatliches Ausstellungs- und Verkaufszentrum für Kunsthandwerk befindet sich in der Casona Massieu, 1 km außerhalb Richtung Tazacorte

Mercadillo

Auch Los Llanos hat seinen Bauernmarkt: Hier bieten Bauern Gemüse und Obst an. | Am Ortseingang von El Paso kommend | So vormittags

Mercado

In der Markthalle gibt es alle palmerischen Landerzeugnisse sechsmal die Woche frisch - und etwa 30 Prozent teurer als in der Markthalle der Hauptstadt. | Plaza Mercado | Mo-Sa 8-14 Uhr

Antiquariat

Nicht nur Urlaubsschmöker werden hier verkauft, auch Ausgefallenes können Sie entdecken. | Am Ortseingang rechts

Einkaufen

Der Nordwesten

Mercadillo

Bauernmarkt mit einheimischen Produkten. | Vor dem Picknickplatz El Fayal | Sa 15-19, So 11-16 Uhr

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Der Nordosten

Caribe

Ruhig gelegene Bar mit Restaurant, in dem heimische Küche geboten wird. | Los Sauces | oberhalb der Plaza | Tel. 922450202 | kein Ruhetag | €

San Andrés

Hier kann man draußen sitzen, nämlich auf dem Kirchplatz. Fischgerichte, aber auch anderes aus heimischer Küche, wie z.B. gofio. | San Andrés | bei der Kirche | Tel. 922451725 | Mi geschl. | €€

Bar Bahia

Immer frische und gut gemachte Tapas. Beliebte Frühstücksbar der Einheimischen. | Calle Lemus 1 | Mo-Sa 9-15 Uhr | €

La Bodeguita del Medio

Schinken, Käse und Wein werden hier bis morgens um 2 Uhr serviert. | Calle Alvarez de Abreu 58 | So geschl. | €

Donosti

Fischgerichte nach baskischer Art, z.B. Bacalao sowie Tapas. | Avenida Marítima 55 | Tel. 922413590 | kein Ruhetag | €€

Enriclai

Mit einem Profikoch als Chef. Frische Speisen, auch eine Auswahl vegetarischer Gerichte. | Calle Doctor Santos Abreu 2 | Tel. 922428517 | So/Mo geschl. | €€

Mambrino

Genießen Sie kanarische Küche in einem Haus aus dem 19. Jh. Besonders im 1. Stock schön gestaltete Räumlichkeiten. | Avenida Puente 19 | Tel. 922411873 | kein Ruhetag | €€

La Ola

Restaurant mit Meeresblick im Hotel Las Olas. Internationale Küche, besonders gut die nicht jeden Tag erhältliche Paella. | Playa de los Cancajos, s/n | Tel. 637411718 | Mo geschl. | €€

La Placeta

Café und Restaurant am Rand eines kleinen Platzes. Treffpunkt vieler Touristen. | Calle Pérez Brito | Tel. 922415273 | So geschl. | €€

El Pulpo

Bretterbude am Strand, kanarische Küche, camarones (Krabben) als Tapas. Gemischtes Publikum. | Playa de los Cancajos | Tel. 922434941 | Mi geschl. | €€

Sadi

Gekocht wird mit frischen Zutaten von der Insel. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. | Los Cancajos | Urbanización La Cascada | Tel. 922181463 | So geschl. | €€

Tajurgo

Hier ist es zu jeder Tageszeit lebendig. Tapas und andere kleine Gerichte. | Avenida El Puente 21 | Tel. 922415051 | kein Ruhetag | €

La Tasca

Hier gibt es gute Sandwiches und kleine Gerichte, man ist meist unter Einheimischen. | Calle Álvarez de Abreu 73 | Tel. 922410587 | So geschl. | €

Essen und Trinken

Der Südosten

Tasca La Era

Im La Era bekommen Sie Spezialitäten der kanarischen Küche und frische Fischgerichte in gemütlichem Ambiente abseits der Hauptstraße serviert. | Calle Antonio Paz y Paz 6 | Tel. 922444475 | kein Ruhetag | €

Casa Osmunda

Sehr geschmackvolle Ausstattung: Ein Teil des Restaurants ist im ehemaligen aljibe (Wassertank) untergebracht. Kreative Küche, z.B. gebratener pulpo in eigener Tinte. | Breña Alta, Subida La Concepción 2 | Tel. 922186123 | Fr geschl. | €€€

Las Costoneras

Restaurant mit offenem Grill. Fleisch- und Fischgerichte, auch Vegetarisches ist im Angebot. Urige Atmosphäre. | Mazo, San Simón | Tel. 922440583 | kein Ruhetag | €€

La Graja

Ausschließlich kanarische Speisen, zum Beispiel migas de bacalao con boniatos (Trockenfisch mit Süßkartoffeln) und Gofiogerichte. | Breña Alta | Carretera Las Nieves 32 | Tel. 922420218 | So/Mo geschl. | €€

Las Toscas

Kanarische Küche und hausgemachte Eintöpfe. | Mazo | Carretera General 42 | Tel. 922430020 | kein Ruhetag | €€

Las Tres Chimeneas

Im kanarischen Stil erbautes Restaurant mit gemütlichem Interieur. Hier bekommen Sie internationale Gerichte, auch für Vegetarier ist gut gesorgt. | Buenavista am alten Flugplatz an der Hauptstraße nach Los Llanos | Tel. 922429470 | Di nachmittags und Mo geschl. | €€€

Essen und Trinken

Der Südwesten

Adagio Pizzeria

Pizza vom Holzkohleofen und Pasta. Allerdings etwas laut. | An der Hauptstraße nach Los Llanos 38 | Tel. 922485231 | kein Ruhetag | €€

Bodegón Tamanca

Das Restaurant liegt im Berg, unter einem gemauerten Steingewölbe. Es gibt hier gute Tapas, wie z.B. jamón serrano (luftgetrockneter Schinken), queso blanco (Ziegenkäse) und morcilla, eine mit Rosinen und Mandeln gesüßte Blutwurst. Bodegón Tamanca ist eine gute Adresse auch für zarte Steaks und eigenen Wein, ist aber leider immer mehr zur Massenabfertigung geworden. | Las Manchas | von El Paso Richtung Fuencaliente 10 km | Tel. 922494155 | Mo geschl. | €€

La Cascada

Ein großes Einheimischenlokal mit eher deftigen Fleischgerichten vom Grill sowie dickem puchero (Eintopf) auf der Speisekarte. | Carretera General | etwa 2 km in Richtung Santa Cruz | Tel. 922485727 | Do geschl. | €€

Il Giardino

Hier bekommen Sie italienische Hausmannskost. Gute Nachspeisen, hausgemachter Kuchen. | Carretera Tajuya 2 | Tel. 922485506 | Di geschl. | €€

Tasca Kenya

Cocktailbar und Café, von jungen Leuten besucht. Afrikanische Anmutung in der Einrichtung. | Calle La Rosa 49 | kein Ruhetag

Calle Real 62

Italienische Antipasti und diverse Fischgerichte neben einer guten Weinauswahl. | Calle Real 62 | Tel. 922464273 | Do geschl. | €€

El Hidalgo

Restaurant mit schöner kanarischer Atmosphäre. | Calle La Salud 21 | Tel. 922463124 | www.lapalma-hidalgo.com | Mi geschl. | €€

Mar y Tierra

Wie der Name verspricht: Gerichte aus dem Meer und vom Land. Rustikales Grilllokal in einem einfachen Innenhof. | Calle Fernández Taño 29 | Tel. 922464314 | kein Ruhetag | €

San Petronio

Italienische Küche, hausgemachte Nudeln und Kuchen. | Calle Pino de Santiago 40 | Tel. 922462403 | So/Mo geschl. | €€€

La Nao

Tapas und internationale Gerichte. Sie können unter Sonnenschirmen auch auf der Promenade sitzen. | Avenida Marítima 33 | Tel. 922408072 | Mo geschl. | €€

La Roca

Kanarische Küche und Fischgerichte direkt an der Brandung. | Paseo Marítimo 4 | Tel. 922408214 | Fr geschl. | €€€

Sol La Palma

Das Restaurant im gleichnamigen Hotel bietet allabendlich internationale Küche, sonntags auch mittags. Es gibt ein großes Buffet. | Playa de Puerto Naos | €€€

Casa del Mar

Meeresfrüchte und Fischsuppen sind Trumpf. Einfache Ausstattung, dennoch angenehm zu speisen. | Puerto Tazacorte | Avenida del Emigrante 2 | Tel. 922480184 | Mi geschl. | €€

Playa Mont

Fischrestaurant, man kann auch draußen unter Kokospalmen sitzen. | El Puerto 16 | Tel. 922480443 | www.playamont.com | Mi abends und Do geschl. | €€€

Essen und Trinken

Der Nordwesten

Azul

Restaurant mit kreativer Küche; Gerichte aus palmerischen Rohstoffen, auch vegetarisch. | El Castillo | von der LP 114 | Reservierung erwünscht Tel. 922400660 | Mo-Do geschl. | €€€

El Bernegal

Restaurant einer einheimischen Kooperative. Ein Höhepunkt in der kulinarischen Ödnis des Nordens! | Calle Díaz y Suárez 5 | Tel. 922400485 | Mo/Di geschl. | €€€

Parrilla El Bailadero

Hier gibt es Gegrilltes und Wein aus der Gegend, auch vino de tea, der durch das Pinienholz der Fässer harzig schmeckt. | An der Abzweigung von der 832 zum Roque de los Muchachos | Tel. 922400257 | Mo geschl. | €€

Parrilla Terraza Pino de La Virgen

Dieses Restaurant mit dem langen Namen hat als Spezialitäten Kaninchen und Zicklein in Sauce, auch Wein der Gegend. Man kann draußen unter Bäumen sitzen. | Pino de la Virgen | Tel. 922493228 | kein Ruhetag | €-€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Der Nordosten

Charco Azul

Unterhalb von San Andrés, hinter der Bananenpackerei (ausgeschildert), liegt Charco Azul mit vom Meer abgetrennten Schwimmbecken. Besonders in der Woche herrscht wenig Betrieb. Es gibt Duschen, Umkleideräume, Planschbecken und eine kleine Bar. Das Baden im Meer selbst ist dort gefährlich. | Tagsüber geöffnet | Eintritt frei

Freizeit und Sport

Der Südosten

Fuencalientes Strände

Nördlich vom Leuchtturm befinden sich einige Strände, die gut mit dem Auto angefahren werden können. Allerdings gibt es dort weder Duschen noch Rettungsschwimmer, auch Toiletten und Kioske fehlen. Fahren Sie bis kurz vor den Leuchtturm, dann rechts die Piste entlang. Weiter durch die Bananenfelder gelangen Sie zum riesigen Ferienkomplex La Palma Princess. Auch wenn Sie dort nicht logieren, vom Rundweg um das Hotel haben Sie einen phantastischen Blick auf die wild zerklüftete Küste. Achtung: Auch an dieser Küste ist Vorsicht geboten. Bei stärkerem Wellengang sollten Sie auf keinen Fall baden!

Baltavida

Fitnesszentrum und Schwimmhalle in Breña Alta. | Calle Constitución 39 | Mo-Fr 7-23, Sa 8-20, So 9-13 Uhr | Eintritt ab 5 Euro je nach Nutzungsart und Dauer

Lucha Canaria

In der Mehrzweckhalle in Mazo finden häufig kanarische Ringkämpfe statt. Erkundigen Sie sich am besten im Touristenbüro in Santa Cruz nach den Terminen. Ein Besuch ist wegen der einmaligen Atmosphäre lohnenswert.

Freizeit und Sport

Der Südwesten

Freizeitangebote

Außer den Stränden, wie Charco Verde, Remo, Playa La Bombilla, Las Hoyas und Las Monjas mit FKK, die alle nahe dem „offiziellen“ Strand von Puerto Naos liegen, bietet das Hotel Sol La Palma auch Nichtgästen Fitness, Sauna, Pools, Tennis und ein Kinderprogramm. Infos an der Rezeption.

Freizeit und Sport

Der Nordwesten

Baden und Angeln

Unterhalb von Garafía, am Ende der Straße nach El Puerto (ausgeschildert), gibt es einen Parkplatz. Von dort führt ein schmaler Pfad hinunter zu einem alten Anleger und zu einigen Fischerhütten. Der Abstieg dauert 15 bis 20 Minuten. Bei Niedrigwasser können Sie dort in einem kleinen Naturbecken baden und von dort auch angeln.

Sehenswertes

Sehenswertes

Der Nordosten

Iglesia de Nuestra Señora de Montserrat

Große Kirche mit Kunstschätzen der flämischen Epoche und Skulpturen aus dem 16. Jh. Auf dem Vorplatz blühen im Juni blaue Jakarandabäume. | Los Sauces | Hauptstraße | unregelmäßig geöffnet

Iglesia de San Andrés

Die Kirche von San Andrés hat einige schöne barocke Gemälde aus dem 17. und 18. Jh. und Silberschmiedearbeiten. | San Andrés | Plaza | unregelmäßig geöffnet

Wassermühle El Regente

Die 1873 errichtete Kornmühle ist heute als Museum in Betrieb. | Los Sauces | Calle Los Molinos 33 | Mo-Fr 12-17 Uhr | Eintritt 2 Euro

Avenida Marítima

Sonne, im Wind rauschende Palmen, der Geruch des nahen Ozeans und die Straßencafés auf dem belebten Gehweg geben der Hauptdurchgangsstraße von Santa Cruz das Flair des Südens. Der Verkehrslärm ist ohrenbetäubend, aber für die Palmeros kein Anlass, sich hier nicht mit Freunden zu treffen, zu flanieren oder die morgendliche copa zu trinken. Weiter in Richtung Norden wird es etwas ruhiger. Eisenwarengeschäfte und Autozubehörläden lösen hier die Bars ab, und die unter Denkmalschutz stehenden Häuser mit ihren hölzernen Balkonen, die meistfotografierte Meile der Inselhauptstadt, säumen die Avenida Marítima.

Barco de la Virgen Santa María

Aus Zement erbaut, soll das „Schiff der Jungfrau“ mit dem Namen „Maria“ eine Nachbildung der Karavelle sein, die Christoph Kolumbus über den Ozean brachte. Das Museo Naval im Bauch der „Maria“, dem Nachbau des Kolumbusschiffs, zeigt Seekarten, Schiffspläne, Bilder und Geräte aus der Seefahrt. Für deutsche Besucher dürften besonders die wenigen erhaltenen Relikte der gesunkenen Viermastbark „Pamir“ interessant sein. Der legendäre P-Liner der Reederei Laeisz lag während des Ersten Weltkriegs auf La Palma fest. | Hinter der Plaza Alameda | Mo-Fr 9.30-14 und 16-19 Uhr | Eintritt 1,30 Euro

Calle O'Daly

Im Volksmund heißt diese Straße auch Calle Real. Noch 1981 war sie eine Hauptverkehrsstraße. Seitdem die ganze Straße für den Autoverkehr gesperrt wurde, ist sie ein Reich der Fußgänger geworden. Banken und Haushaltswarengeschäfte, Andenkenläden, Friseure, Bars und Boutiquen, kurz, alle, die auf Laufkundschaft aus sind, haben in dieser Straße ihre Geschäfte. Zudem stehen hier viele alte Stadthäuser mit manchem Durchblick in dicht bewachsene Hinterhöfe.

Casa Consistorial/Rathaus

Eines der herausragenden Gebäude der Stadt wurde 1560-63 gebaut. Für die Renaissancefassade mit schattigen Arkaden, dem Inselwappen und dem Wappen des österreichischen Hofs hat man Quader von La Gomera verwendet. Im Innern gibt es kunstvolle Holzvertäfelungen und am Treppenaufgang ein großes, von dem Maler Mariano de Cossío geschaffenes Wandgemälde mit Szenen aus dem palmerischen Landalltag. | Calle O'Daly in Richtung Norden, auf der rechten Seite der Plaza España | Mo-Sa 8-13 Uhr

Casa Salazar

Dieses Haus, eher ein kleiner Palast, ist eine der vielen baulichen Hinterlassenschaften der großen palmerischen Familien. Das Gebäude im Stil der Kolonialzeit mit seiner strengen Fassade aus Quadersteinen wurde zwischen 1631 und 1642 gebaut. Der stolze Palast war eine Mitgift zur Hochzeit von Don Ventura Salazar de Frias, einem der Granden La Palmas, und Doña Leonor de Sotomayor van Dale, einer Dame aus ebenso reichem Geschlecht. Inzwischen renoviert, kann man im Innern einen großzügigen Hof und mehrere Stockwerke mit kanarischen Holzdecken und -geländern bewundern. In diesem vornehmen Ambiente finden oft Ausstellungen statt. | Calle O'Daly 22 | Mo-Fr 10-13 und 17-19, Sa 10.30 bis 13 Uhr

Castillo de Santa Catalina

Nachdem der französische Pirat François Le Clerc die Stadt überfallen, geplündert und teilweise niedergebrannt hatte, machten sich die Einwohner daran, zum Schutz gegen die notorischen Piratenüberfälle eine Festung zu errichten. Der erste, der die Wirkung der Festungskanonen zu spüren bekam, war Francis Drake. Ihm wurde ein Schiff aus seiner Flottille herausgeschossen. | Avenida Marítima | zurzeit geschl.

Iglesia El Salvador/Erlöserkirche

Gegenüber dem Rathaus steht die im Renaissancestil erbaute Hauptkirche der Stadt (16. Jh.). Neben vielen äußeren Details - die steinernen Köpfe über dem Portal z.B. stellen die Häupter von Petrus und Paulus dar - hat die Kirche im Innern bedeutende Kunstschätze wie Gemälde und Skulpturen. Die Decke im schönsten Mudejarstil ist die prächtigste auf den Kanarischen Inseln. | Tagsüber geöffnet | Eintritt frei

Iglesia de San Francisco

Oberhalb der Plaza Alameda steht die Kirche des heiligen Franziskus. Sie wurde zusammen mit dem anliegenden Kloster 1508 auf Anordnung der spanischen Königin Juana errichtet. Viele flämische Gemälde und Skulpturen aus dem 16. und 17. Jh. sowie die traditionelle kanarische Innenarchitektur gehören zu den Schätzen dieser Kirche. Sehenswert ist der sich anschließende Klosterkonvent, wo das Inselmuseum untergebracht ist. | Unregelmäßig geöffnet

Iglesia de Santo Domingo

Einen Block oberhalb der Calle O'Daly steht eine weitere bedeutende Kirche, ebenfalls aus dem 16. Jh. Sie besitzt auf der Insel die größte Sammlung barocker Skulpturen und flämischer Gemälde, u.a. von Ambrosius Franken. Auf dem Vorplatz finden oft Konzerte von Folklore bis Rock statt. | Calle Apurón | unregelmäßig geöffnet

Mercado/Markthalle

Sie hat nicht die Farbenpracht anderer Märkte, aber man kann sich hier einen guten Überblick über das Angebot an Gemüse, Früchten, Käse, Fleisch und Fisch verschaffen. Die umliegenden kleinen Geschäfte mit ihrer Stammkundschaft und dem Palaver zwischen Verkäufer und Kunde sind ein letztes Stück Vor-Supermarkt-Zeit. Freitags und sonnabends kleiner Blumenmarkt vor der Halle. | Avenida del Puente | Mo-Sa 8-14 Uhr

Museo Insular

Das Inselmuseum zeigt einen Querschnitt der palmerischen Kultur. Am interessantesten ist die volkskundliche Abteilung mit den Arten palmerischen Kunsthandwerks im Modell: Seidenweben, Töpfern, Strohflechten, Zigarrendrehen usw. | Plaza San Francisco | Mo-Sa 10-20, So 10-14 Uhr | Eintritt 4 Euro

Oberstadt

Selten verirren sich Touristen in das Gebiet oberhalb der Calle O'Daly, die engen Gassen hinauf. Die Straßen San Telmo, la Luz oder Nogales und die vielen Verbindungsgässchen zwischen ihnen sind durchaus einen Besuch wert. Hier gibt es kleine Nachbarschaftsläden, stille Plätzchen, dicke Katzen und die Düfte der palmerischen Küche. Alles ist sehr anmutig. An einem Platz am Ende der Calle de la Luz liegt die 1550 erbaute Ermita San Telmo.

Plaza Alameda

Ein Platz zum Ausruhen, am Ende der Calle Pérez Brito. Ein kleiner Kiosk bietet Kaffee und anderes, hohe Bäume spenden Schatten. Der Platz liegt etwas erhöht, sodass man vom unmittelbaren Autoverkehr verschont ist. Er ist auch ein guter Ausguck für die Karnevalsumzüge, die hier beginnen bzw. enden. Auf der Südseite steht ein Gedenkstein zur Erinnerung an den Sieg über die Guanchen 1493.

Plaza España

Der Platz bekam 2001 einen neuen Boden aus italienischen Platten. Auf der Ostseite steht das Rathaus, gegenüber die Erlöserkirche. Der in der Mitte des Platzes in Stein erstarrte Herr, Manuel Días Hernández (1774-1863), war Priester der Erlöserkirche und hat mit seinem liberalen Gedankengut die palmerische Kultur bereichert. In der Nähe befindet sich der alte Stadtbrunnen, über dem das Wappen des heiligen Michael eingelassen ist.

Weihnachtssingerdenkmal

Es erinnert an den kanarischen Brauch des Weihnachtssingens und zeigt drei Protagonisten mit ihren Instrumenten. | Calle Diaz Pimiente/Anselmo Pérez de Brito

Sehenswertes

Der Südosten

Bodegas Teneguía

Diese Weinkellerei wurde 1945 als Kooperative gegründet und ist berühmt für die Erzeugung des teuren und schweren Likörweins aus der Malvasíatraube. Die Jahresproduktion der modernen Kellerei beträgt 250000 l Weißwein, 80000 l Rosé (rosado), 50000 l Rotwein und etwa 10000 l Malvasía. | Tgl. ab 9.30 Uhr, Anmeldung im Büro | Eintritt frei, die Zufahrt ist ausgeschildert | €€

Casa Roja

Das Haus beherbergt ein Stickereimuseum mit Arbeitsmustern und ein Fronleichnamsmuseum mit Fotos und Dokumenten. | Mazo | Calle Pérez Diaz | www.islabonita.es | Mo-Fr 10-14 und 15-18, Sa 11-18, So 10-14 Uhr | Eintritt 2 Euro

Iglesia San Blas

Die Kirche aus dem 16. Jh. mit einem kunstvoll geschnitzten Altar aus Caoba-Holz birgt mehrere Figuren im barocken bzw. flämischen Stil sowie einige flämische Gemälde, ebenfalls aus dem 16. Jh. | Mazo | unregelmäßig geöffnet

Sehenswertes

Der Südwesten

Iglesia de Nuestra Señora de Bonanza

Sehenswert ist die mehrfarbige Holzdecke der Kirche im Mudejarstil. | Calle General Franco | unregelmäßig geöffnet

Museo del Vino

Weinmuseum, in dem Sie auch Wein verkosten können. Die ganze Geschichte des palmerischen Weins. | 4 km südlich, Las Manchas de Abajo, unterhalb Bodegón Tamanca | Mo-Fr 9-13 und 16-18.30, Sa 9-14 Uhr | Eintritt 1,50 Euro

Taller de Seda Las Hilanderas/Seidenmuseum

Das Seidenmuseum mit angeschlossener Weberei informiert über die Geschichte der Seidenproduktion auf La Palma. In der Weberei können Sie den Frauen bei der Arbeit zuschauen. | Calle Manuel Taño 4 | Mo-Fr 10-13, Di-Do auch 17-19 Uhr | Eintritt 2,50 Euro

Avenida Tanausú

Kurze Straße von der Avenida Doctor Fleming hinunter zur Markthalle mit klassischen Stadtvillen, blühenden Vorgärten und gekachelten Eingängen. Die Avenida wird von Palmen, Jakaranda- und Tulpenbäumen gesäumt, die im Juni und Juli in voller Blüte stehen.

Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios

Diese große Kirche im Zentrum der Stadt wurde zu Anfang des 16. Jhs. erbaut. In ihr befinden sich zahlreiche Kunstschätze, darunter auch die Figur der Stadtpatronin Nuestra Señora de los Remedios, die Schnitzarbeit eines Brüsseler Meisters aus dem 16. Jh. Ferner ist eine schöne Marmorskulptur zu sehen. | Plaza de España | tgl. 9-14 und 17-19 Uhr | Eintritt frei

Museo Arqueológico Benahoarita

Hinter diesem Guanchennamen verbirgt sich das 2008 in einem monströsen Bau eingeweihte archäologische Museum. Hier wird die Geschichte der palmerischen Ureinwohner in zahlreichen Funden, Schautafeln und Videos dargestellt. | Calle de Las Adelfas 1 | Di-Sa 10-14 und 17-20 Uhr

Plaza de Elias Santos Abreu

Kleiner Platz mit Sitzbänken. | Calle Fernández Taño | hinter der Kirche

Plaza de España

Der Hauptplatz im Zentrum von Los Llanos de Aridane ist tagsüber sehr belebt.

Iglesia de San Miguel

Die kleine Kirche liegt am Ende der Hauptstraße, die Treppen hinauf. Dort gibt es auch eine kleine Plaza mit einer gekachelten Pergola, auf der schwer die roten Bougainvilleabüsche liegen.

Los Lavaderos

Einst wuschen die Frauen hier ihre Wäsche, mahlte eine Mühle gofio, zeigte ein Kino Filme und erhoben sich die prächtigen Häuser der Bananenbarone. Geblieben ist ein idyllischer Platz mit Brunnen und zwei kleinen Königspalmen am Rand der Bananenplantagen. | Calle Perez Galdoís

Museo del Plátano

Geschichte des Bananenanbaus, Arbeitsmethoden und Werkzeuge - hier dreht sich alles um die krumme Frucht. | Tazacorte | Camino San Antonio | hinter Los Lavaderos | Mo-Fr 10-13 und 16-19 Uhr | Eintritt frei

Puerto Tazacorte

Dieser Ortsteil mit dem Fischerei- und Frachthafen liegt etwa 3 km unterhalb von Tazacorte. Sie können das Einlaufen der Boote und das Entladen beobachten und von der Mole aus angeln.

Sehenswertes

Der Nordwesten

Templo de Nuestra Señora de la Luz

Eine der ältesten Kirchen der Insel, erbaut 1550. Besonders schön ist die hölzerne Kassettendecke im Mudejarstil. | Plaza de Baltazar Martín | tagsüber geöffnet

Uebernachten

Uebernachten

Der Nordosten

La Palma Romántica

Hotel oberhalb von Barlovento: Hier kann es schon relativ kühl sein. Deutschsprachige Leitung, Tennis und Whirlpool. 48 Zi., 3 Bungalows | Tel. 922186221 | Fax 922186400 | reservas@hotellapalmaromantica.com | €€€

Pensión Las Lonjas

Einfache Pension, etwas kleine Zimmer, Blick über die Dächer hinunter zum Meer. 4 Zi. | Calle San Sebastián, 16 | Tel. 922451621 | €

Apartamentos La Fuente

Deutsche Leitung, zentral und ruhig. Einige Apartments mit Meerblick, Dachterrasse. 9 Apartments sowie einige schön rustikale Landhäuser | Calle Pérez Brito | Tel. 922415636 | Fax 922412303 | www.la-fuente.com | €€

Hacienda San Jorge

Sehr gepflegte Apartmentanlage in Los Cancajos. Pool, Garten, Sauna, Restaurant. 155 Apartments | Tel. 922434075 | Fax 922434528 | hsjorge@intercom.es | €€€

Pensión La Cubana

Unterkunft in der Fußgängerzone in einem kanarischen Haus, dem ältesten dieser Art in Santa Cruz de la Palma. 7 Zi. | Calle O'Daly 24 | Tel. 922411354 | €

Uebernachten

Der Südosten

Hotel La Palma Princess

Purer Luxus, unterhalb des Ortsteils Las Indias direkt über dem Meer. Feinste Ausstattung und viele Sportmöglichkeiten, Restaurants und Abendprogramm. 247 Zi. | Carretera de la Costa | Tel. 922425500 | Fax 922425508/09 | www.princess-hotels.com | €€€

Pensión Los Volcanes

Ein neues Haus mit modernem Komfort. 3 Zi. | Carretera General 72 | Tel. 922444164 | €

Apartamentos Vista Bella

Wie der Name sagt: Der Blick ist schön. Große Gartenanlage mit Schwimmbecken und Tennisplatz. 9 Apartments | San José | Polvacera 312 | Tel./Fax 922434975 | www.la-palma.de/vistabella | €€

Parador de La Palma

Das Hotel in der bewährten Qualität spanischer Paradore befindet sich nur etwa 8 km vom Flughafen entfernt. 78 Zi. | Carretera Del Zumacal | Breña Baja | Tel. 922435828 | Fax 922435999 | www.parador.es | €€€

Uebernachten

Der Südwesten

La Tienda

Gemütliche Pension in einem alten kanarischen Haus. Pool, Sauna, Garten. 6 Zi. 4 Apartements | Cruz Grande 1 | Tel./Fax 922497342 | www.lapalma-pension.de | €€

Hostal Residencia Edén

Das Hotel ist zentral an der Plaza de España gelegen; das hat allerdings den Nachteil, dass es bei Fiestas ziemlich lange sehr laut zugehen kann. 18 Zi. | Tel. 922460104 | Fax 922460183 | www.hoteledenlapalma.com | €€

Palma Jardín

Die überaus schöne Anlage oberhalb von Los Llanos de Aridane besticht mit einem großen kanarischen Garten. Pool und Tennisplatz sind ebenfalls vorhanden. 24 Apartments | Urbanización Celta, Hauptstraße Richtung El Paso, etwa 600 m nach der Verkehrsinsel links abbiegen | Tel. 922463567 | Fax 922461316 | www.lapalmajardin.com | €€€

El Porvenir

Sehr schöne, individuell eingerichtete Pension in einem alten Anwesen. 7 Zi. | Calle F. Taño 33 | Tel. 922461649 | www.el-porvenir.info | €€

Trocadero Plaza

Das im Jahr 2007 eröffnete Hotel liegt in einer ruhigen Seitenstraße, gleich gegenüber vom Archäologischen Museum. 18 Zi. | Calle Adelfas 12 | Tel. 922403013 | Fax 922402903 | www.hoteltrocaderoplaza.com | €€

Apartamentos Playa Delphin

Zimmer überwiegend mit Meeresblick; die Apartments sind modern eingerichtet und geräumig. 13 Apartments | Calle Guzmán Pérez 1 | Tel. 922408174 | Fax 922461200 | www.playadelphin.com | €€

Sol La Palma

Das Hotel bietet alle gewohnten Serviceleistungen eines internationalen Hauses. Mit Tennisplatz, Sauna, Fitnessraum, Swimmingpool. 307 Zi., 185 Apartments | Playa de Puerto Naos | Tel. 922408000 | Fax 922408014 | www.solmelia.com | €€€

Apartamentos Luz y Mar

Einfache Einrichtung mit Dachterrasse zum Sonnen, unweit von Meer und Hafen gelegen. 10 Apartments | Puerto Tazacorte | Tel. 922428502 | Fax 922428522 | €€

Atlantis

Apartments im Ort mit Balkonen und Blick auf Meer und Berge. Salzwasserpool im Garten. 23 Apartments | Calle Mariano Benlliure 14 | Tel. 922480886 | Fax 922406146 | www.Atlantis-lapalma.com | €€

Uebernachten

Der Nordwesten

San Antonio del Monte

Seit 1995 laufen im Gebiet um Garafía einige touristische Projekte, die u.a. von europäischen Trägern initiiert wurden. Es geht vor allem um Volksmuseen, Fabriken für einheimische Erzeugnisse (Käse) und um Unterkünfte im Rahmen des ländlichen Tourismus (turismo rural). In diesem Zusammenhang ist auch die Herberge San Antonio del Monte entstanden: Hier wohnen Sie in kleinen Natursteinhäusern (nur Gruppen ab 10 Pers. | Anmeldung Tel. 922400444 | €

Unterkünfte in Puntagorda

Es sind einige Privatunterkünfte deutscher Residenten vorhanden, außerdem gibt es Unterkünfte im Rahmen des Projekts turismo rural. Auskunft erhalten Sie in der Parrilla Terraza Pino de la Virgen.

Pensión Mar y Monte

Die kleine, familiäre Pension ist in einem neuen Gebäude mit gemütlichem Gemeinschaftsbetrieb untergebracht. 4 Zi. | Calle Pino de la Virgen 7 | Tel./Fax 922493067 | www.la-palma-marymonte.com | €

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Der Nordosten

Barlovento

Der Ort 7 km nordwestlich von San Andrés (1750 Ew.) liegt schon 500 m hoch. Hier beginnt der Weg in den nördlichsten Teil der Insel. Barlovento hat eine schöne Kirche, den Templo de Rosario, mit einem aus Sevilla stammenden, 1679 errichteten Taufbecken.

Casas Roque Faro

Einige Häuser, eine Bar und eine Pension (Roque Faro | 7 Zi. | Tel. 922400046 | €) mitten im Wald etwa 20 km westlich von San Andrés Richtung Garafía, am besten zu erreichen über die obere, alte Piste. Ausgangspunkt für Wanderungen oder einfach für ein Verweilen unter Lorbeerbäumen und Pinien. Die urige Bar Los Reyes (Tel. 922400484 | Mo/Di geschl. | €) bietet als Spezialität oft Kaninchen und Ziegenbraten, dazu vino de tea, dem die Fässer aus dem Kernholz der Kiefer einen harzigen Geschmack verliehen haben.

La Fajana

Von Franceses 16 km westlich von San Andrés führt eine wildromantische, enge und steile Piste hinunter nach La Fajana auf Meereshöhe. Dort stehen nur eine Handvoll Häuser. Es gibt eine kleine Bananenpflanzung und einen von Bäumen beschatteten Strand unter der Steilküste, auf der die Bananenstauden wachsen. Die vielen in der Brandung liegenden Felsen lassen das Schwimmen hier jedoch nicht zu.

Franceses

Abgelegen und dem harten Nordwind ausgesetzt ist der Weiler Franceses. Hier wird auf kleinen Feldern Landwirtschaft betrieben, und im Schatten der Häuser sitzen die Männer und rauchen. In einer kleinen Bar gibt es Kaffee und Getränke - und einen Fernseher.

Laguna de Barlovento

Am Stausee hinter Barlovento, auf der alten Strecke Richtung Garafía gibt es ein Freizeitgebiet mit Campingmöglichkeit und kleinem Restaurant | €. | Mo-Fr 4,50 Euro/Zelt, Sa/So 9 Euro, 6-Bett-Bungalow 20 Euro | Tel./Fax 922186482

Piscina La Fajana

Der ungefähr 4 km lange Weg ist am nördlichen Ende von Los Sauces ausgeschildert. Einige Schwimmbecken liegen hinter der von Felsen abgeteilten Ozeandünung, es stehen Duschen zur Verfügung, es gibt ein Restaurant, La Gaviota (Tel. 922186099 | Do geschl. | €€) sowie Apartments: Apartamentos La Fajana (Tel. 922186162 | Fax 922186402 | €€).

Puerto Espíndola

Der kleine Hafen 1 km unterhalb von Los Sauces hat schon belebtere Jahre gesehen - als es nämlich die Landstraße nach Santa Cruz noch nicht gab und die landwirtschaftlichen Produkte der Region mit kleinen Transportschiffen auf dem Wasserweg nach Santa Cruz geschafft wurden. Heute liegen nur wenige kleine Fischerboote dort. Dicht am Hafen steht das renovierte Restaurant El Mesón del Mar | Tel. 922450305 | Di. geschl. | €€. Es gibt frischen, jedoch simpel zubereiteten Fisch und pulpo (Krake). Am Wochenende ist das Lokal ein beliebter Familientreff.

Los Tilos

Hier, etwa 4 km westlich von San Andrés, beginnen die Farn- und Lorbeerwälder, die seit 1985 von der Unesco als Biosphärenreservat ausgezeichnet sind. Ein einfaches Restaurant, die Casa Demetrio | Mi geschl. | €, und ein kleiner Picknickplatz mit Grillplätzen, Wasser und Feuerholz unter mächtigen Lorbeerbäumen sind für eine Rast ideal. Daneben gibt es auch ein interessantes Besucherzentrum | tgl. 9-14 und 14.30-17 Uhr

Los Cancajos

Um das Jahr 1985 herum begann die planvolle Erschließung der Insel, und Los Cancajos wurde von einigen Investoren und den Behörden als Standort ausgeguckt. Heute ist Los Cancajos eine reine Touristensiedlung mit einigen schönen und vielen langweiligen Apartmentanlagen, mit Supermärkten, in denen man deutsche Lebensmittel kaufen kann, mit Diskotheken und Restaurants, Schwimmbecken mit kleinen Badebuchten, über deren Wasserqualität schon häufiger geklagt wurde, mit darüber hinwegfliegenden Flugzeugen, mit Bars, die vorgeben, besonders spanisch zu sein (oder das gar nicht erst versuchen), mit den Büros der Reiseveranstalter - jedoch mit wenig Palmerischem. | Etwa 4 km südlich von Santa Cruz in Richtung Flughafen

Cubo de la Galga

Wanderung durch den Lorbeerwald zum Mirador La Somera Alta. Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten. | Hinter Casa Asterio links hoch, Parkplatz nach etwa 2,5 km (ausgeschildert)

La Galga

20 km nördlich von Santa Cruz, über tiefe Barrancos hinweg, an der Hauptstraße nach Los Sauces, liegt La Galga. Eine kleine Siedlung mit bellenden Hunden und alten Männern vor dem Kirchenportal. Am Ende des Orts erhebt sich ein Aussichtspunkt, der Mirador de San Bartolomé, mit Blick über das ganze Küstengebiet. Ganz in der Nähe, an der Hauptstraße rechts, empfiehlt sich ein Besuch in der Casa Asterio | €€, einem großen Restaurant mit Tapas, Wein und in der Saison mit Zickleinbraten.

Las Nieves

In der Kapelle von Las Nieves, mit einem schönen Kirchhof und alten Lorbeerbäumen, befindet sich das Heiligtum der Insel, die Patronin von La Palma und Retterin vieler in Seenot geratener Schiffe: die Jungfrau vom Schnee. Sie wird in vielen religiösen Festen verehrt, deren Höhepunkt die Bajada ist, bei der die Jungfrau mit großem Pomp hinunter in die Hauptstadt getragen wird. Die kleine, reich geschmückte Terrakottafigur aus dem 14. Jh. kam schon kurz nach der Conquista nach La Palma. Ihren Namen soll sie aus der Zeit des Vulkanausbruchs von 1646 haben, als auf Grund vieler Bittgebete die Berge der Insel sich mit Schnee bedeckten und so der glühenden Lava Einhalt geboten wurde. | Etwa 5 km oberhalb von Santa Cruz | tagsüber geöffnet | Eintritt frei

Puntallana

Bunte Felder, die Nähe der See, Barrancos mit zum Teil winzigen Bananenterrassen und traditionellen kanarischen Bauernhäusern, das ist Puntallana (2000 Ew.), ein dicht besiedeltes Verwaltungszentrum, in dem es auch ein volkskundliches Museum gibt: Casa Luján (Calle El Posito 3 | Mo-Sa 10-14 und 16-18 Uhr | Eintritt 2 Euro).

Ziele in der Umgebung

Der Südosten

El Faro

So wird kurz der Leuchtturm genannt, wobei der alte Leuchtturm gemeint ist, der schon lange außer Betrieb ist und mittlerweile eine Dauerausstellung zum Thema „Meer und Mensch in Harmonie“ beherbergt. Daneben gibt es den neuen Leuchtturm, eine funktionale Konstruktion. Von den Leuchttürmen, die über eine 8 km lange Teerstraße von Fuencaliente erreichbar sind, haben Sie einen schönen Blick auf die Salinen. Man kann sie besichtigen und Meersalz kaufen (www.salinasdefuencaliente.com).

Vulkane San Antonio und Teneguía

Unterhalb von Fuencaliente und vom Ort aus bereits zu sehen befinden sich die beiden „neueren“ Vulkane. Der südlichere ist der Teneguía. Vom Kraterrand des San Antonio haben Sie einen großartigen Blick über die Küste. Es kann sehr windig sein dort oben! Ein gebührenpflichtiger Parkplatz und ein Informationskiosk befinden sich unterhalb des Vulkans, der Weg ist ab Fuencaliente ausgeschildert.

Belmaco

Die Guanchenhöhle 4 km südlich von Mazo birgt einige prähistorische Felsbilder. Kleines Museum und Infohäuschen. | Bei Kilometer 7 Richtung Fuencaliente | www.islabonita.es | Mo-Fr 10-20, Sa 10-18, So 10-15 Uhr | Eintritt 2 Euro

Mirador de la Concepción

Weite Blicke über die Hänge von Las Breñas, zum Meer und zur Cumbre sowie hinunter nach Santa Cruz, besonders auf den Hafen (sehr schönes Nachtpanorama). | Buenavista, Richtung Los Llanos an der Kreuzung rechts

Montaña de Las Breñas

Seit der Conquista führte hier ein wichtiger Verbindungsweg von Velhoco nach Fuencaliente. Die Landschaft war so schön, dass ein Gesetz von 1611 „das Abschneiden von Baumzweigen mit 30 Tagen Gefängnis oder 6000 Maravedis“ ahndete. Geblieben ist ein weiter Blick über Las Breñas bis Santa Cruz und zur Cumbre. | Abzweigung hinter Mazo (La Rosa), den camino montaña nach Westen, etwa 2 km

Refugio El Pilar

Von Las Breñas führt eine kurvenreiche, jedoch gut ausgebaute Straße über San Isidro auf die Cumbre Nueva. Auf der Cumbre liegt das Refugio El Pilar mit einem großen Grillplatz. Hier beginnen zahlreiche Wanderwege in den Wald oder auf die Cumbre mit ihren Vulkanbergen. | Etwa 14 km von Breña Alta

Salineras

Es gibt vor Salineras einen Sandstrand, bei Salineras direkt einige kleinere Steinstrände und Buchten. Einige Fischerboote liegen dort. Ein friedliches Plätzchen am Meer. Fahren Sie von Mazo, auf der unteren Straße, hinter der Abzweigung nach Fuencaliente die erste Teerstraße links hinunter. Es geht einige Kilometer über nicht asphaltierte Piste. Auf Schildern heißt Salineras auch Salemeras.

Ziele in der Umgebung

Der Südwesten

La Cumbrecita

Auf einer etwa 8 km langen, asphaltierten Straße (von der Carretera General Richtung Santa Cruz) erreichen Sie den Aussichtspunkt La Cumbrecita. Aus einer Höhe von 1300 m ist der Blick in den Talkessel der Caldera de Taburiente phantastisch. Etwa 20 Min. Fußweg entfernt befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt, der Lomo de las Chozas, von dem der Blick ebenfalls über die Caldera und den Idafe reicht. Achtung: Der Parkplatz an der Cumbrecita ist ein notorischer Platz für Autoeinbrüche!

Ermita Virgen del Pino

Eine kleine Kapelle unter einer mächtigen Kiefer, die im Mittelpunkt des gleichnamigen Fests am 1. September steht. Den Schlüssel für die Kapelle bekommen Sie im Nachbarhaus. Oberhalb schlängelt sich ein Camino Real durch den Wald, immer die Anhöhe hinauf. Nach einer Wanderung von etwa einer Stunde kommen Sie oben auf der Cumbre heraus. | 3 km von El Paso, Carretera General Richtung Santa Cruz, dann links der Straße zur Cumbrecita folgen

Icona-Infozentrum

Wie abstoßend Sie diesen Bau auch immer finden mögen, lassen Sie sich nicht davon abhalten, hier Halt zu machen. Das Informationszentrum hat in seinem Innern nämlich jede Menge interessanter Informationen über La Palma versammelt. Empfehlenswert ist eine Besichtigung, bevor Sie zu einer Wanderung in die Berge aufbrechen. Hier erhalten Sie auch die Camperlaubnis für die Caldera. | Abzweig zur Cumbrecita, 3 km vom Zentrum | Tel. 922497277 | www.mma.es/parques | Mo-Sa 9-14 und 16-18.30 Uhr | Eintritt frei

Pico Bejenado

Eine Wanderung zu diesem unweit von El Paso liegenden Gipfel belohnt mit weiten Blicken in den Nationalpark Caldera. | Anfahrt über die Straße zur Cumbrecita, dann links nach Valencia. Der Teerstraße in die Höhe folgen, sie wird bald zur Piste. Von dort zu Fuß stetiger Aufstieg bis zum Gipfel, etwa 2 Std.

Plaza La Glorieta

Ein aus Mosaiken und Vulkansteinen gestalteter, wunderschöner und friedlicher Platz mitten in der Natur. Wurde von dem palmerischen Künstler Luis Morera konzipiert. | Las Manchas | 8 km südlich, neben dem Weinmuseum

Straße El Paso-Fuencaliente

Etwa 25 km auf der LP 1. Die Straße führt durch San Nicolás und Jedey, kleine Orte, in denen es nichts weiter gibt als über Mauern hängende Geranien, alte Männer, die auf Mäuerchen sitzen und Frauen, die die Tritte ihrer Häuser fegen. Die Landschaft hier ist jedoch sehr vielfältig: Wein, Lavafelder, Pinien, Eukalyptusbäume und malpaís. Es gibt Aussichtspunkte mit weitem Blick über Bananenplantagen, Küste und Meer, manchmal können Sie bis zur Insel El Hierro und zu den fernen Häusern von Puerto Naos sehen.

Argual

Knapp 2 km vom Zentrum Los Llanos' entfernt befindet sich einer der geschichtsreichsten Orte der Insel: Argual. Im Grunde besteht er nur aus einem großen, mit stattlichen Bäumen bestandenen Platz, um den einige Herrenhäuser stehen, einer kleinen Straße mit Wohnhäusern sowie einer Bananenabpackerei. Nach der endgültigen Eroberung der Kanarischen Inseln, die im Vertrag von Burgos 1496 schriftlich fixiert wurde, erhielt Alonso Fernández de Lugo weit reichende Rechte zur Ausbeutung des Bodens und des Wassers auf der Insel. Er wurde zum ersten Besitzer von Argual und machte sich sofort daran, das Wasser des Río Tazacorte zu kanalisieren und nach Argual zu führen. Er baute eine stattliche Hazienda, die im Lauf der Zeit durch viele Hände ging. Die Hazienda ist typisches Beispiel eines Großgrundbesitzes aus dem 16. und 17. Jh.

Mirador El Time

Von dem etwa 600 m hoch gelegenen Aussichtspunkt haben Sie einen schönen Blick über das gesamte Aridanetal bis hin zur Küste und zur Cumbre. Auch ein Restaurant | Tel. 922490350 | kein Ruhetag | €€, ist vorhanden. | Landstraße 832, 9 km Richtung Norden

Santuario de Nuestra Señora de Las Angustias

Auf dem Weg nach El Time liegt wenige Kilometer hinter Los Llanos de Aridane auf der linken Seite eine kleine renovierte Kirche mit einer herrlichen kanarischen Decke und der Figur der Señora de las Angustias, der Schutzheiligen des Tals, aus dem 16. Jh. - eine der herausragendsten Barockarbeiten auf der Insel. | Landstraße LP 1 | tagsüber geöffnet | Eintritt frei

Cueva Bonita, Seeausflüge, Hochseeangeln

Die Höhle ist nur mit dem Boot erreichbar. Zwei Unternehmen veranstalten mehrmals täglich Seeausflüge und Hochseeangeln: die „Agamenon“ (Tel. 650777748) und der Glasbodenkatamaran „Fancy II“ (Tel. 609531376 | Fax 922462532).

Ziele in der Umgebung

Der Nordwesten

Archäologischer Park La Zarza

Am Ende eines Barrancos liegt unweit von Garafía im Landesinnern die La-Zarza-Höhle (Fuente de la Zarza) mit einigen Felsbildern in ihrer unmittelbaren Nähe sowie einem Informationszentrum mit Videoshow. | Oberhalb von Garafía, 10 km auf der Landstraße nach Barlovento | tgl. 11-17 Uhr | Eintritt 1,80 Euro

Garafía-Las Tricias

Die Nebenstrecke in Richtung Süden, von Garafía nach Las Tricias, beginnt im Ort Garafía (ausgeschildert) und verläuft weit unterhalb der Landstraße LP 114. Es geht über tiefe Barrancos, die von zahlreichen Höhlen durchzogen sind, vorbei an alten kanarischen Häusern, und der Blick reicht über gelbbraune Hügel zum Meer.

Punta de Santo Domingo

3 km unterhalb von Garafía führt eine Straße (Hinweisschild „El Puerto“) zu einem Parkplatz mit Picknickgelegenheit. Dies ist ein Aussichtspunkt oberhalb der Punta de Santo Domingo. Beim Blick nach Norden sehen Sie riesige Felsen in der Brandung stehen. Die Aussicht reicht weit die Küste entlang.

Roque de los Muchachos

Auf der Strecke Garafía-Santa Cruz geht es in endlosen engen Kehren in die Höhe. Nach 12 km Fahrt durch einen Kiefernwald und durch im Mai und Juni gelb blühende Ginsterfelder erreichen Sie den höchsten Berg La Palmas. Folgen Sie den Hinweistafeln (rechts am Verwaltungsgebäude des Observatoriums vorbei), so kommen Sie zum mit 2426 m höchsten Aussichtspunkt der Insel (Informationskiosk). Bei gutem Wetter reicht der Blick über die ganze Insel bis zum Berg Teide auf Teneriffa.

San Antonio del Monte

Etwa 10 km vor Garafia, an der LP 1, liegt dieser kleine Weiler. Einmal im Jahr erwacht die Gegend um die kleine Ermita San Antonio zum Leben, wenn Mitte Juni hier die traditionelle Viehschau mit einem Volksfest abgehalten wird.

El Tablado

Malerisch gelegener Weiler an der Nordküste, wo auch einige imposante Drachenbäume stehen. Ein einfaches Restaurant ist das El Moral (Tel. 922695077 | Mo/Di geschl. | €). | Etwa 15 km östlich von Garafía

Barranco Izcagua

Zwischen El Fayal und Las Tricias liegt diese tiefe Schlucht mit endemischer Vegetation.

Picknickplatz El Fayal

Wenn Sie auf der nach Puntagorda hineinführenden Dorfstraße weiterfahren in Richtung Süden, liegt 1 km weiter linker Hand ein Picknickplatz mit Grillstellen, Holz, Wasser, Toiletten sowie Schaukeln für Kinder. Am Wochenende besuchen gern palmerische Familien diesen Platz - eine gute Möglichkeit, Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen. Kurz vor El Fayal gibt es einen mercadillo, in dem Sie fürs Picknick einkaufen können.

San-Mauro-Kirche

Unterhalb von Puntagorda, in Richtung Küste, gelangen Sie nach wenigen Kilometern zu der aus dem 16. Jh. stammenden Kirche des Schutzpatrons San Mauro Abad. Der Bau wurde 2001 renoviert, und der Platz dort, unter alten Eukalyptusbäumen in der Nähe einer ebenfalls verfallenen Finca, lädt zum Verweilen ein. Das Fest des San Mauro wird in der dritten Augustwoche mit einer Prozession zur alten Kirche gefeiert.

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Der Nordosten

Museo Insular

Das Museum in Santa Cruz bietet für Kinder besonders zwei Abteilungen, die den Besuch lohnenswert machen. In der Naturkundeabteilung sind viele ausgestopfte Tiere zu betrachten, auch besonders seltene, wie etwa der riesengroße Mondfisch, der irgendwann vor der Insel gefangen wurde. Sehenswert ist auch die Abteilung für Volks- und Heimatkunde, in der einzelne Modelle alte palmerische Handwerkskünste, wie zum Beispiel die Korbflechterei, veranschaulichen. | Santa Cruz | Plaza de San Francisco 3 | Mo-Sa 10-20, So 10-14 Uhr | Eintritt 1,80 Euro

Parque Infantil

Öffentlicher Kinderspielplatz, der auch für Kleinkinder geeignet ist. Schaukeln unter Palmen. | Santa Cruz | Calle San José Ecke Ramón Cajas | täglich bis zur Dunkelheit | Eintritt frei

Wassermühle El Regente

Die aus dem 19. Jh. stammende Wassermühle ist wegen ihrer Technik interessant. Noch heute arbeitet das altertümliche Mahlwerk, und man kann zuschauen, wie aus einem Sack Getreide feines Mehl wird. | Los Sauces | Calle Los Molinos 33 | Mo-Fr 12-17 Uhr | Eintritt 2 Euro

Mit Kindern reisen

Der Südosten

El Molino

In der Töpferei von El Molino können Sie nicht nur den Töpfern bei der Arbeit zuschauen, sondern mitunter auch das Räderwerk der renovierten Getreidemühle betrachten, die gelegentlich in Betrieb genommen wird. | Hoyo de Mazo | Hauptstraße (ausgeschildert) | Mo-Sa 9-13 und 15-19 Uhr | Eintritt frei

Refugio El Pilar

Hier können sich die Kleinen richtig austoben. Es gibt Schaukeln, sehr viel Wald zum Verstecken und vor allen Dingen Grillplätze mit Feuerholz. El Pilar hat auch einen Campingplatz, Toiletten und Wasser stehen zur Verfügung. Sonntags kann es voll werden, dann kommen viele Einheimische zu einem ausgedehnten Picknick hierher. | Von San Isidro Richtung Cumbre etwa 8 km | Immer geöffnet | Eintritt frei

Mit Kindern reisen

Der Südwesten

Artefuego

Dominic Kessler, ein junger, sympathischer Glasbläser, demonstriert hier, was er aus Feuer und Glas machen kann. Für Kinder eine aufregende Schau. | Argual | an der Plaza 29 | Vorführung So 10-14 Uhr | Eintritt frei

Flohmarkt in Argual

Hier gibt es interessante und überraschende Dinge zu sehen und einiges zu probieren, manchmal etwas Unbekanntes wie Zuckerrohrsaft, der frisch, grün und süß aus der Handpresse kommt. | Plaza von Argual | So 9-15 Uhr

Palmex Kakteengarten

Hier kann man seltene Pflanzen bewundern, Kakteen bis zu 16 m Höhe. Kauf von Kakteensamen möglich. | El Paso | Calle Santa Ana 8 | Di-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 3,50 Euro, Kinder frei

Parque Paraíso de Las Aves

Hinter dem hochtrabenden Namen „Vogelpark Paradies“ verbirgt sich eine Sammlung verschiedener, auch exotischer und vom Aussterben bedrohter Vogelarten. | El Paso | Calle Panadero 16 | Mo-Sa 10-17 Uhr | Eintritt 6 Euro, Kinder 2 Euro

Fische beobachten

Die „Fancy II“ ist ein Katamaran, von dem man durch Unterwasserfenster in die Tiefe schauen und das Leben unter Wasser beobachten kann. Tägliche Ausflüge führen vor die Südküste der Insel, und mitunter sind dabei auch Delphine zu beobachten. | Puerto Tazacorte | Tel./Fax 922462532 | Preis ab 20 Euro, Kinder ab 15 Euro

Mit Kindern reisen

Der Nordwesten

Blick ins Weltall

Auf dem Roque de los Muchachos am Rand des Nationalparks stehen die riesigen, pilzförmigen Anlagen des Observatoriums von La Palma. Wenige Male im Jahr kann man die Anlage besichtigen und den Sternguckern über die Schulter schauen. | Auskunft zum Tag der offenen Tür erteilt das Touristenbüro in Santa Cruz | Plaza de la Constitución | Tel. 922412106

Picknick im Wald

Nahe bei Puntagorda liegt an der Hauptstraße der Picknickplatz El Fayal mit Grillstellen und Brennholzvorräten. Kinder können auf dem weitläufigen Platz herumtoben und die Schaukeln benutzen - und Kontakte knüpfen: Für die Einheimischen ist dies ein beliebter Platz für einen Wochenendausflug. Besonders am Sonntag kann hier Hochbetrieb herrschen.

Insider-Tipp

Tasca de Ron

Für Leute mit Stehvermögen: 59 Sorten Rum können Sie in der Bar Tasca de Ron in Los Llanos probieren

Zigarren

Starker Tobak: In Rubios Zigarrenwerkstatt sehen Sie, wie aus Blättern Zigarren entstehen

Lucha Canaria

Beim Ringkampf kommt Stimmung auf: Bei der lucha canaria geht es hoch her. Zum Beispiel in Mazo

Iglesia El Salvador/Erlöserkirche

Palmerische Handwerkskunst: Die Kirche El Salvador in Santa Cruz hat eine der prächtigsten Decken im Mudejarstil auf den Kanarischen Inseln

Oberstadt

Wie Anno dazumal: In der Oberstadt von Santa Cruz lebt man unbeeindruckt vom Tourismus

Museo del Vino

Palmerische Weine zum Probieren: Im Weinmuseum von Las Manchas werden Geschichte und Herstellung des Inselweins lebendig und fachkundig dargestellt

Avenida Tanausú

Wie auf Kuba ...: ... bauten heimkehrende Emigranten ihre Stadtvillen in Los Llanos

Museo del Plátano

Warum ist die Banane krumm?: Wissenswertes über die Frucht erfahren Sie im Museo del Plátano

Hotel La Palma Princess

Königlicher Blick: Vom Hotel La Palma Princess in Fuencaliente sehen Sie, wie das Meer wild gegen die zerklüftete Küste schlägt

Plaza La Glorieta

Ein Platz mit Ausstrahlung: Der palmerische Künstler Luis Morera hat sich bei der Gestaltung der Plaza La Glorieta in Las Manchas etwas einfallen lassen

Argual

Schmuckstücke aus Glas: Einzelstücke fertigt Dominic Kessler

Archäologischer Park La Zarza

Wie die Guanchen lebten: Der archäologische Park von La Zarza gibt einen Überblick über die Lebensweise der Ureinwohner

Picknickplatz El Fayal

Kontakte knüpfen: Mit palmerischen Familien ins Gespräch kommen können Sie leicht beim sonntäglichen Picknick in El Fayal

Top Highlights

Charco Azul

Unterhalb von San Andrés, hinter der Bananenpackerei (ausgeschildert), liegt Charco Azul mit vom Meer abgetrennten Schwimmbecken. Besonders in der Woche herrscht wenig Betrieb. Es gibt Duschen, Umkleideräume, Planschbecken und eine kleine Bar. Das Baden im Meer selbst ist dort gefährlich. | Tagsüber geöffnet | Eintritt frei

Puerto Tazacorte

Dieser Ortsteil mit dem Fischerei- und Frachthafen liegt etwa 3 km unterhalb von Tazacorte. Sie können das Einlaufen der Boote und das Entladen beobachten und von der Mole aus angeln.

Casas Roque Faro

Einige Häuser, eine Bar und eine Pension (Roque Faro | 7 Zi. | Tel. 922400046 | €) mitten im Wald etwa 20 km westlich von San Andrés Richtung Garafía, am besten zu erreichen über die obere, alte Piste. Ausgangspunkt für Wanderungen oder einfach für ein Verweilen unter Lorbeerbäumen und Pinien. Die urige Bar Los Reyes (Tel. 922400484 | Mo/Di geschl. | €) bietet als Spezialität oft Kaninchen und Ziegenbraten, dazu vino de tea, dem die Fässer aus dem Kernholz der Kiefer einen harzigen Geschmack verliehen haben.

La Fajana

Von Franceses 16 km westlich von San Andrés führt eine wildromantische, enge und steile Piste hinunter nach La Fajana auf Meereshöhe. Dort stehen nur eine Handvoll Häuser. Es gibt eine kleine Bananenpflanzung und einen von Bäumen beschatteten Strand unter der Steilküste, auf der die Bananenstauden wachsen. Die vielen in der Brandung liegenden Felsen lassen das Schwimmen hier jedoch nicht zu.

Los Tilos

Hier, etwa 4 km westlich von San Andrés, beginnen die Farn- und Lorbeerwälder, die seit 1985 von der Unesco als Biosphärenreservat ausgezeichnet sind. Ein einfaches Restaurant, die Casa Demetrio | Mi geschl. | €, und ein kleiner Picknickplatz mit Grillplätzen, Wasser und Feuerholz unter mächtigen Lorbeerbäumen sind für eine Rast ideal. Daneben gibt es auch ein interessantes Besucherzentrum | tgl. 9-14 und 14.30-17 Uhr

La Galga

20 km nördlich von Santa Cruz, über tiefe Barrancos hinweg, an der Hauptstraße nach Los Sauces, liegt La Galga. Eine kleine Siedlung mit bellenden Hunden und alten Männern vor dem Kirchenportal. Am Ende des Orts erhebt sich ein Aussichtspunkt, der Mirador de San Bartolomé, mit Blick über das ganze Küstengebiet. Ganz in der Nähe, an der Hauptstraße rechts, empfiehlt sich ein Besuch in der Casa Asterio | €€, einem großen Restaurant mit Tapas, Wein und in der Saison mit Zickleinbraten.

Las Nieves

In der Kapelle von Las Nieves, mit einem schönen Kirchhof und alten Lorbeerbäumen, befindet sich das Heiligtum der Insel, die Patronin von La Palma und Retterin vieler in Seenot geratener Schiffe: die Jungfrau vom Schnee. Sie wird in vielen religiösen Festen verehrt, deren Höhepunkt die Bajada ist, bei der die Jungfrau mit großem Pomp hinunter in die Hauptstadt getragen wird. Die kleine, reich geschmückte Terrakottafigur aus dem 14. Jh. kam schon kurz nach der Conquista nach La Palma. Ihren Namen soll sie aus der Zeit des Vulkanausbruchs von 1646 haben, als auf Grund vieler Bittgebete die Berge der Insel sich mit Schnee bedeckten und so der glühenden Lava Einhalt geboten wurde. | Etwa 5 km oberhalb von Santa Cruz | tagsüber geöffnet | Eintritt frei

El Faro

So wird kurz der Leuchtturm genannt, wobei der alte Leuchtturm gemeint ist, der schon lange außer Betrieb ist und mittlerweile eine Dauerausstellung zum Thema „Meer und Mensch in Harmonie“ beherbergt. Daneben gibt es den neuen Leuchtturm, eine funktionale Konstruktion. Von den Leuchttürmen, die über eine 8 km lange Teerstraße von Fuencaliente erreichbar sind, haben Sie einen schönen Blick auf die Salinen. Man kann sie besichtigen und Meersalz kaufen (www.salinasdefuencaliente.com).

Vulkane San Antonio und Teneguía

Unterhalb von Fuencaliente und vom Ort aus bereits zu sehen befinden sich die beiden „neueren“ Vulkane. Der südlichere ist der Teneguía. Vom Kraterrand des San Antonio haben Sie einen großartigen Blick über die Küste. Es kann sehr windig sein dort oben! Ein gebührenpflichtiger Parkplatz und ein Informationskiosk befinden sich unterhalb des Vulkans, der Weg ist ab Fuencaliente ausgeschildert.

Refugio El Pilar

Von Las Breñas führt eine kurvenreiche, jedoch gut ausgebaute Straße über San Isidro auf die Cumbre Nueva. Auf der Cumbre liegt das Refugio El Pilar mit einem großen Grillplatz. Hier beginnen zahlreiche Wanderwege in den Wald oder auf die Cumbre mit ihren Vulkanbergen. | Etwa 14 km von Breña Alta

La Cumbrecita

Auf einer etwa 8 km langen, asphaltierten Straße (von der Carretera General Richtung Santa Cruz) erreichen Sie den Aussichtspunkt La Cumbrecita. Aus einer Höhe von 1300 m ist der Blick in den Talkessel der Caldera de Taburiente phantastisch. Etwa 20 Min. Fußweg entfernt befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt, der Lomo de las Chozas, von dem der Blick ebenfalls über die Caldera und den Idafe reicht. Achtung: Der Parkplatz an der Cumbrecita ist ein notorischer Platz für Autoeinbrüche!

Icona-Infozentrum

Wie abstoßend Sie diesen Bau auch immer finden mögen, lassen Sie sich nicht davon abhalten, hier Halt zu machen. Das Informationszentrum hat in seinem Innern nämlich jede Menge interessanter Informationen über La Palma versammelt. Empfehlenswert ist eine Besichtigung, bevor Sie zu einer Wanderung in die Berge aufbrechen. Hier erhalten Sie auch die Camperlaubnis für die Caldera. | Abzweig zur Cumbrecita, 3 km vom Zentrum | Tel. 922497277 | www.mma.es/parques | Mo-Sa 9-14 und 16-18.30 Uhr | Eintritt frei

Mirador El Time

Von dem etwa 600 m hoch gelegenen Aussichtspunkt haben Sie einen schönen Blick über das gesamte Aridanetal bis hin zur Küste und zur Cumbre. Auch ein Restaurant | Tel. 922490350 | kein Ruhetag | €€, ist vorhanden. | Landstraße 832, 9 km Richtung Norden

Garafía-Las Tricias

Die Nebenstrecke in Richtung Süden, von Garafía nach Las Tricias, beginnt im Ort Garafía (ausgeschildert) und verläuft weit unterhalb der Landstraße LP 114. Es geht über tiefe Barrancos, die von zahlreichen Höhlen durchzogen sind, vorbei an alten kanarischen Häusern, und der Blick reicht über gelbbraune Hügel zum Meer.

Punta de Santo Domingo

3 km unterhalb von Garafía führt eine Straße (Hinweisschild „El Puerto“) zu einem Parkplatz mit Picknickgelegenheit. Dies ist ein Aussichtspunkt oberhalb der Punta de Santo Domingo. Beim Blick nach Norden sehen Sie riesige Felsen in der Brandung stehen. Die Aussicht reicht weit die Küste entlang.

Roque de los Muchachos

Auf der Strecke Garafía-Santa Cruz geht es in endlosen engen Kehren in die Höhe. Nach 12 km Fahrt durch einen Kiefernwald und durch im Mai und Juni gelb blühende Ginsterfelder erreichen Sie den höchsten Berg La Palmas. Folgen Sie den Hinweistafeln (rechts am Verwaltungsgebäude des Observatoriums vorbei), so kommen Sie zum mit 2426 m höchsten Aussichtspunkt der Insel (Informationskiosk). Bei gutem Wetter reicht der Blick über die ganze Insel bis zum Berg Teide auf Teneriffa.

El Tablado

Malerisch gelegener Weiler an der Nordküste, wo auch einige imposante Drachenbäume stehen. Ein einfaches Restaurant ist das El Moral (Tel. 922695077 | Mo/Di geschl. | €). | Etwa 15 km östlich von Garafía

Santa Cruz


Auftakt

Was für eine Insel!

La Bonita und La Verde wird sie genannt, die Schöne, die Grüne. Letzteres ist objektiv erfahrbar: Keine Insel im Kanarischen Archipel ist so grün wie La Palma. Kiefernwälder und Bananenplantagen bilden die Grundfarben, schwarze Lava und blauer Ozean die Kontraste. Man kommt weniger zum Strandurlaub oder zu wilden Diskonächten, hier sind sportliche Aktivitäten wie Wandern und Mountainbiken, Tauchen und Paragliden gefragt. Für Feriengäste ist gesorgt: vom Ferienhaus bis zur Luxusherberge, von der Weinkneipe bis zur kreativen Küche. Alles vor dem Hintergrund einer immer noch intakten, eigenen Inselkultur.

Wie ein Herz liegt die rund 700 km² große Insel am westlichen Rand des Kanarischen Archipels. Die Spitze des Herzens zeigt nach Süden, und im Norden hat es mit 29 km seine breiteste Ausdehnung. So stellt sich der Blick aus der Höhe dar.

Nähert man sich mit dem Schiff, bietet sich ein anderer Anblick: Als mächtiger Scherenschnitt erhebt sich die Insel abrupt aus dem Atlantik, und vom Seeniveau aus wirken die Höhenzüge - bis zu 2500 m steigen sie auf - noch gewaltiger.

La Palma ist vulkanischen Ursprungs. Vor etwa 20 Mio. Jahren ist die Insel mit einer gewaltigen Eruption aus dem Ozean hervorgekommen. Der Vulkanismus hat Geografie, Flora und Fauna sowie das Leben der Menschen bestimmt. Heute schlummern die Vulkane; der letzte Ausbruch auf La Palma war 1971, als der Teneguía Feuer und Asche spie. Inselbesucher erwartet eine vulkanisch-gebirgige Landschaft, die überwiegend mit Kiefernwäldern und Kulturpflanzen bewachsen ist, jedoch auch einige nackte Vulkankegel mit zum Teil gewaltigen Lava- und Ascheausläufern aufweist. Auch einer der größten Erosionskrater der Erde ist zu bestaunen. Strände dagegen sind rar gesät.

La Palma ist eine grüne Insel. Sie wird im Herbst und Winter mitunter vom Regen verwöhnt, was bei den Feriengästen oft Enttäuschung hervorruft. Doch der Regen spendet das unentbehrliche Wasser für die Landwirtschaft, die immer noch größte Bedeutung für die Wirtschaft La Palmas hat. Die Insel mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 47 km wird durch einen Gebirgskamm, die Cumbre, in eine feuchtere Ost- und eine trockenere Westhälfte geteilt: Die Cumbre steht quer zu den einfallenden Passatwinden. Die von ihnen herangeführten Wolken regnen auf der Ostseite ab. Wie krass dieser Gegensatz sein kann, erfahren Sie, wenn Sie vom Osten über die Cumbre nach Westen fahren. Sowie Sie den Straßentunnel passiert haben, herrscht strahlender Sonnenschein, während im Ostteil der Himmel womöglich wolkenverhangen ist.

Die unterschiedlichen Klimazonen machen aus La Palma einen Minikontinent. In den niedrigen Küstenzonen herrscht subtropisches Klima. Bananen, Mangos, Ananas und Papayas gedeihen hier. Ab etwa 400 m Höhe wachsen Palmen, Wein, Aprikosen, Pfirsiche, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Getreidearten. Ab 1200 m schließlich folgen Lorbeer- und Maronenbäume sowie die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis), die nur auf dem Kanarischen Archipel wächst. Sie bedeckt fast ein Drittel der Inseloberfläche und ist relativ feuerresistent, sodass sie nach den im Sommer häufig vorkommenden Bränden meistens erneut ausschlägt. Über viele Jahrhunderte hatte sie einen hohen ökonomischen Wert, weil ihr eisenhartes Kernholz, tea genannt, als Bauholz genutzt wurde. In den alten Inselkirchen sieht man noch Teaholzdecken, die nach Hunderten von Jahren fast wie neu wirken.

Auf dieser Insel der Kontraste mit ihren hohen Bergen, schroffen Graten, Lavafeldern, Pinien- und Lorbeewäldern und Bananenplantagen, mit Temperaturen zum Schwitzen und solchen zum Frieren, leben rund 80000 Menschen, davon etwa 18000 in der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma. Die Hafenstadt war jahrhundertelang der letzte Zwischenstopp für die vielen kanarischen und spanischen Emigranten, die in mehreren Wellen nach Venezuela und Kuba auswanderten. Abgesehen von dieser Transitfunktion war La Palma relativ isoliert vom Rest der Welt. Mitunter störten Piraten die Ruhe der Insulaner. Einige kleinere Kastelle in der Hauptstadt erinnern an diese Zeit.

Der Handel mit Zucker, Wein, Kartoffeln und Zwiebeln brachte zunächst nicht den entscheidenden kulturellen Austausch mit anderen Ländern. Erst der Anbau der Banane, im 19. Jh. von Engländern begonnen, öffnete die Insel mehr und mehr für neue Ideen. Doch die Palmeros behielten lange ihre Identität, die mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten und dem Tourismus langsam aufgeweicht wird. Der frühe Tourismus begann etwa um 1960.

Die meisten Palmeros sind zurückhaltend, oft tímido, was schüchtern oder scheu bedeutet. Dies mag die Folge jahrhundertelanger Fremdbestimmung durch Großgrundbesitzer und Statthalter der fernen Regierung in Madrid sein (heute haben die Kanaren Autonomiestatus). Das zurückhaltende Wesen der Insulaner bedeutet jedoch nicht, dass sie unfreundlich im Umgang mit Touristen wären. Spricht man Einheimische, womöglich in ihrer eigenen Sprache, an, so erweisen sie sich meistens als freundlich und hilfsbereit, begierig, über ihre Heimat zu erzählen.

Auf La Palma werden Sie auf noch nicht vollends zerstörte Strukturen treffen. Dazu gehört auch die Ruhe, mit der Geschäfte abgewickelt und Auskünfte erteilt werden. Dank intensiver Förderung seitens der Behörden werden traditionelle Künste und Gebräuche gepflegt, die nicht zu bloßem Touristenspektakel verkommen sind. Die jahrhundertealten Traditionen der Seidenspinnerei, Weberei, Stickerei und Korbflechterei sind lebendig und werden hauptsächlich von Frauen betrieben. Die Männer drehen Zigarren, stampfen mit den Füßen den Most aus den Trauben, töpfern und bearbeiten das Land. Alle gemeinsam pflegen ihre Folkloremusik, feiern zahlreiche Feste, besuchen Viehmärkte, veranstalten ausgelassene sonntägliche Picknicks mit der Familie, nehmen an feierlichen Prozessionen teil und zeigen ihren Stolz auf die kanarische Heimat. Zur kulturellen Eigenständigkeit gehören auch die jahrhundertealten Kirchen, die Bürgerhäuser in den größeren Orten, die Kolonialbauten in der Hauptstadt, die Landsitze und Weinbodegas, die sich in den Feldern ducken. Doch aus Europa kommende Verordnungen könnten die insularen Eigenarten bald glätten. Es ist wohl eine Frage der Zeit, wann der Kaufmann an der Ecke den Wein nicht mehr vom Fass verkaufen darf, wann der vom Bauern noch per Hand gefertigte Ziegenkäse in Folie eingeschweißt werden muss. Auch die bemerkenswerten Bemühungen der örtlichen Behörden, die touristische Infrastruktur zu verbessern, gelingen manchmal allzu perfekt und am Geschmack von Naturpuristen vorbei. Eine ökologische Bewegung auf der Insel versucht gegenzusteuern, wo es angebracht erscheint. Ihr ist es zu verdanken, dass nicht jede Idylle in eine Touristenattraktion verwandelt wird und die auch auf den Kanarischen Inseln bestehenden Gesetze zum Naturschutz einigermaßen befolgt werden.

Um 250 v. Chr.

Erste Siedlungen auf La Palma

29.9.1492

Beginn der Eroberung La Palmas durch den Spanier Alonso Fernández de Lugo

Etwa 1500-50

Blüte des Zuckerrohranbaus

1553

Der französische Korsar François Le Clerc überfällt die Hauptstadt und brennt sie nieder

18. Jh.

Erste Emigrationen nach Amerika

1773

In Santa Cruz de la Palma konstituiert sich die erste demokratisch gewählte Bürgerschaft Spaniens

1863

Mit „El Time“ erscheint die erste Zeitung auf La Palma

1888

Niedergang der Cochenille-(Färberlaus-)Kultur mit anschließender Emigrationswelle nach Amerika

Ab 1894

Kultivierung der Banane in großem Stil

1927

Es entstehen zwei Provinzen auf den Kanaren, La Palma gehört fortan zur Provinz Teneriffa

1982

Autonomie der Kanarischen Inseln

1993

Mit Beginn des Jahres gilt für die Kanarischen Inseln ein eingeschränkter EU-Status

2001

Durchstich des zweiten Straßentunnels durch die Cumbre zwischen Santa Cruz und El Paso

2004

Fertigstellung der über 300 m langen Bogenbrücke über den Barranco bei Los Sauces

2008

Der Hafen von Santa Cruz wird zur Außengrenze der Europäischen Union deklariert

Die Bajada findet seit über 300 Jahren statt

Wenn der städtische Aufruf in der Zeitung erscheint, die Häuser nachzuweißen, wenn die Flüge von Venezuela nach La Palma über Monate ausgebucht sind und die kanarischen Musikgruppen besonders häufig üben, ist es wieder soweit. Die Bajada kommt, von Ende Juni bis Anfang August wird gefeiert. Die Hauptstadt Santa Cruz gleicht dann einem Bienenstock, die Besucher reisen sogar aus Südamerika und natürlich von den anderen Kanarischen Inseln an. Eine gute Gelegenheit, den berühmten Tanz der Zwerge, Volkstrachten und kanarische Musik live zu erleben.

Woher die Insel ihren Namen hat

In den Seekarten des 15. Jhs. wurde die mit Palmen bewaldete Insel mit dem katalanischen bzw. italienischen Plural benannt: insola de li palme, isla de palmes usw. Der Plural des italienischen, weiblichen Begriffs wurde von den katalanischen Kapitänen wahrscheinlich als Singular wahrgenommen, wobei es dann blieb. Ab 1447 wird die Insel La Palma genannt. Einen Zusatz erhielt sie mit einem königlichen Dokument vom 8. Juni 1492, dem Tag des San Miguel. Darin wird Fernández de Lugo die Insel San Miguel de La Palma nach deren Eroberung zugesprochen. Seitdem lautet der offizielle Name der Insel San Miguel de La Palma.

www.la-palma-bloggerin.de

Leben auf La Palma: persönliche Sicht einer Besucherin zum Thema Wetter, Flora & Fauna und was sonst noch so läuft auf der Insel

www.checkbox.twoday.net/20070302

Fotos, Routenvorschläge, Unterkunftshinweise und anderes über die „Insel der liebenswerten Durchgeknallten“

www.argonaut.de

Unterhaltungskanal mit Reisethemen aller Art, eher über die Kanarischen Inseln ganz allgemein

www.radioclm.com

Podcast aus La Gomera, hat aber auch interessante Themen zu La Palma anzubieten, zum Beispiel über das Observatorium auf dem Roque de los Muchachos

Beim Wettstreit der Gemeinden ist Mazo Favorit

Jedes Jahr am zweiten Donnerstag nach Pfingsten wird in den katholischen Gegenden das Fronleichnamsfest gefeiert, und das seit dem Jahr 1264. Nach Spanien gelangte der Festbrauch 1319, zunächst nach Barcelona. Nach La Palma kam er in der heutigen Art um 1870. Die Gemeinden der Insel wetteifern um die schönste Ausstattung ihres Orts mit Blumenteppichen und Bildern aus Blüten und bunten Samen. Schon Wochen vor Corpus Christi sitzen die Frauen in jedem der 14 barrios (Bezirke) von Mazo und kleben die zuvor gesammelten Samen, Blüten und bunten Pflanzenteile auf hölzerne Unterlagen zu meist verblüffend naturalistischen Bildern zusammen. Da entstehen Engels- und Jungfrauenporträts, Landschaften und Ornamente. Die Straßen werden mit Blütenmustern geradezu wie mit einem Teppich ausgelegt, und darüber erheben sich die Blütenbögen wie Monumente. Mazo ist zu dieser Zeit der farbenprächtigste Ort der Insel.

Der König von Taoro

Historienroman von Horst Uden über die Unterwerfung der kanarischen Ureinwohner, der Guanchen, im 15. Jh. auf den Kanarischen Inseln und auf La Palma

Die kanarischen Inseln. Natur und Kulturlandschaften

Joachim Hüppe, Richard Pott, Wolfredo Wildpret de la Torre schildern umfassend die Entstehung des Archipels, dessen Ökosysteme und Landschaften.

Tazacorte

Abenteuerroman von von Udo Rabsch, dessen Protagonist auf der Flucht vor einer Katastrophe nach Tazacorte geht und dort eine unerwartete Inselrealität kennenlernt.

Voyages, Voyages La Palma

Hier sprechen Inselbewohner! Breit angelegtes, gutes Inselporträt über Land und Leute mit fundiertem Hintergrund. ZDF, arte und TV Phoenix, September 2008

Das Observatorium auf dem Roque de los Muchachos

Am Rand des Nationalparks Caldera de Taburiente, in luftigen 2400 m über dem Meeresspiegel, steht Europas größtes Nachtteleskop, zusammen mit dem William-Herschel-Teleskop, dessen Spiegel einen Durchmesser von 4,20 m hat. 1985 wurde mit der Installation des Observatoriums begonnen. Heute arbeiten dort rund um die Uhr Wissenschaftler, Computerfachleute, Ingenieure, Mechaniker, Administratoren usw. aus den am Projekt beteiligten Nationen wie Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Holland, Schweden, Spanien u.a. Die Besichtigung des Observatoriums wird grundsätzlich nur Fachleuten ermöglicht, obgleich es mehrere Male im Jahr einen „Tag der offenen Tür“ gibt, allerdings ohne feste terminliche Planung. Auskunft erteilt das Touristenbüro in Santa Cruz | (Plaza de La Constitución | Tel. 922412106 | www.lapalmaturismo.com).


Szene

Was ist angesagt?

Trends, Entdeckungen und Hotspots. Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was auf La Palma los ist

Jens Grabowski

Unser Szene-Scout ist der Leiter der deutsch-spanischen Zeitung D'Ocasión und somit immer den neuesten Trends auf der Spur. Als begeisterter Motorradfahrer cruist er am liebsten die paradiesisch-kurvenreichen Straßen der Insel entlang oder erkundet die Natur beim Trekking in der Caldera de Taburiente. Danach chillt er am Strand oder in einem der Fisch- und Meeresfrüchterestaurants von El Remo.

Paddellust

Kanuwandern ist der Trend auf Insel. Naturfans paddeln sich durch Lavawelten mit Höhlen, Grotten und Torbögen - bei einer Küstenlänge von 155 km gibts viel zu sehen! Auf sportliche Erkundungsfahrt gehts mit Buceo Sub Aguatours. Ausgangspunkt der Ausflüge ist der Einstieg im Raum Brena Baja, dann schippert man entlang der zerklüfteten Steilküste an der Ostseite von La Palma in Richtung Süden und Norden oder zu kleinen Buchten (H10 Costa Salinas Lo 3 | Brena Baja/Los Cancajos | www.aguatours.info). Wer die beim Teneguia-Ausbruch neu entstandene Küste erkunden möchte, ist bei Ekalis an der richtigen Adresse (Carretera de Las Indias 51 | Fuencaliente | www.ekalis.com).

Gaumenkitzel

Die traditionelle palmerische Küche bekommt einen modernen Schliff. Kreative Gerichte werden im schicken Ambiente aufgetischt. Das Frauenteam im Franchipani in El Paso kreiert ständig neue Rezepte aus Bioprodukten. Oberste Devise: Frische! So passt sich auch die Tageskarte dem Angebot an. Das Team kredenzt Worldfusion-Küche und verfeinert traditionelle Rezepte mit asiatischen Elementen. Köstlich: das Lachsfilet an Zitronengrasschaum auf Spinatpesto, dazu Duftreis und Salat (Carretera Gral. Empalma Dos Pinos 57 | El Paso | www.restaurante-franchipani.com). Raffiniert-kreative Küche kommt im La Casona de Argual auf den Teller. Entweder speist man zwischen Antiquitäten im liebevoll renovierten Herrenhaus oder neben Hibiskus und Palmen im subtropischen Garten (Plaza de Sotomayor 6 | Argual). Ausgefallene Nouvelle Cuisine lässt man sich bei El Real zu leiser Jazzmusik schmecken (Avenida General Franco 62 | Los Llanos de Aridane).

Modeaufschwung

Spätestens seit Manolo Blahnik, der in der Inselhauptstadt geborene Schuhdesigner, mit seinen Entwürfen Sex and the City-Star Carrie Bradshaw verzaubert hat, entwickelt La Palma langsam aber sicher eine Modeszene. Bei Arbol de Vida shoppt man Outfits aus Naturmaterialien. Bei Mandelkaffee, Biosaft oder Quellwasser kann man ganz gemütlich aussuchen. Unsicher? Dann einfach die Farb-, Stil- oder Imageberatung buchen, die die Boutique anbietet (Calle Angel 4-6 | Los Llanos de Aridane). Die Topadresse für Sport- und Freizeitmode ist das Nebengeschäft von Arbol de Vida direkt am schattigen Hauptplatz (Calle Fernandez Tano 1B, beide | www.lapalma-mode.de).

Auf Achse

Warum die Insel mit dem Mietauto erkunden, wenn es auch zweirädrig und quasi Openair geht? Immer mehr Biker kommen auf den Geschmack und genießen das Gefühl von Freiheit in wilder Landschaft. Nicht nur die etwa 50 km lange Strecke auf den 2426 m hohen Roque de los Muchachos ist einen Road Trip auf der Insel wert, auch Offroad-Abenteuer stehen hoch im Kurs. Tipp: unbedingt die raue Piste in die Caldera, den gewaltigen Vulkankrater, unter die Stollen nehmen. Immer mehr Anbieter sorgen dafür, dass es den Motorradfahrern und ihren Maschinen an nichts fehlt. So zum Beispiel Moto Sol (www.moto-sol.de) mit Stützpunkt La Palma sowie Auto Soyka in Los Llanos de Aridane (Calle General Yagüe 13 | www.autosoyka.de). Geführte Touren veranstaltet Mototours (Camino Casa Blanca 1 B | Puntagorda | www.mototours.de).

Die neuen Weine

Der Trend geht weg vom klassischen Weinanbau und hin zu Biowein. Engagierte Winzer setzen auf Ökoanbau und rücken die Weine in ein neues, biologisch wertvolles Licht. Ein Geheimtipp auf der Insel ist der Brisas del Sur, der Bio-Wein der Bodega Carballo (Carretera de las Indias 74 | Fuencaliente de La Palma | www.bodegascarballo.com). Auch der Tendal der Bodega Castro Y Mogan wird auf der Liste der Ökowinzer geführt (La Punta 13 | Tijarafe). Wer sich lieber auf eigene Faust auf die Spuren der palmerischen Weine machen will: Auf verschiedenen Themenrouten kann man die Weinstraßen der Insel erkunden. Die Route Nature and Wine beispielsweise führt von Los Llanos bis nach Fuencaliente. Infos zu Bodegas und Sehenswertem auf dem Weg sind natürlich inklusive (www.infoisla.org/rutadelvino).

Wohlfühlfaktor

Spezielle Wellnesstreatments im Einklang mit der Natur unterstützen den Relaxeffekt auf La Palma. Rosy Martín ist eine Wellness- und Beautyoase in Los Llanos de Aridane. Nach Aromatherapie oder Maya Peel Butterfly fühlt man sich wie neu geboren (Calle La Salud 3 | www.rosymartin.com). Das Ayurveda-Paradies trumpft mit ganzheitlichen Behandlungen inmitten einer subtropischen Gartenanlage: Verwöhnt wird man z.B. mit einer Ganzkörper-Ölmassage mit anschließendem Dampfbad. Toll: Die verwendeten Naturprodukte sind ohne Chemie und Tierversuche hergestellt (zwischen El Paso und Los Llanos | www.ayurveda-paradies.com). Ebenfalls beliebt: die Bionome Schönheitspflege und Treatments der Beauty- und Wellnessoase Tara in El Paso. Sie sind garantiert tierversuchsfrei und umweltfreundlich (Urbanizacion Celta 2 | www.tara-bionome-spa.com).

Kunstvoll

In Sachen Kunst mischt La Isla Bonita ganz oben mit. Internationale Künstler lassen sich von Landschaft und Ruhe inspirieren und nutzen die Insel als Wirkungsstätte für neue kreative Werke. Die Schweizerin Annemarie Keller modelliert Eidechsen und entwirft Schmuckkollektionen, indem sie naturbelassene Lavasteine und Keramik feuervergoldet. In ihrem Atelier Tierra y Fuego kann man ihr nach telefonischer Anmeldung über die Schulter sehen (Camino Mal Pais 120 | Los Llanos de Aridane | Tel. 922460128). Mit Farbtransparenz, Strukturen und verschiedenen Techniken schafft Ruth Königsberger imaginäre Räume (Camino de Pinto 4 | El Pinar/Puntagorda | www.lapalma-galerie.de/ruth). Auch das Studio des Malers Alexej Dvorak kann man besuchen und an Malkursen teilnehmen (Carretera General Los Llanos a Fuencaliente 208 D | Anmeldung unter Tel. 922401880). Noch mehr Kunst und Ausstellungen gibts im Casa Massieu-Van Dale in Los Llanos/Argual (Haus Nr. 31 | Tel. 922406140).


Stichworte

Von Architektur bis Wein

La Palma ist ein grünes Paradies - und noch viel mehr: Wissenswertes über die Insel erfahren Sie hier

Architektur

Die kanarische Architektur hat auch La Palma ihren Stempel aufgedrückt. Macht man eine grobe Unterscheidung nach städtischer und ländlicher Bauweise, so ist erstere mehr vom iberischen Festland bestimmt, von Andalusien, Portugal und Galicien. Besonders in Santa Cruz sind wohlproportionierte, kühle Innenhöfe in diesem traditionellen Stil erbaut worden: mit Holzgalerien und typischerweise sehr hohen Fenstern mit metallenen Balkongittern.

Bananen

Zu Beginn des 19. Jhs., als eine Krise den Anbau von Zuckerrohr in den Hintergrund drängte, begann eine englische Gesellschaft mit dem Anbau der krummen Frucht. Weite Gebiete an den Küsten der Insel wurden terrassiert, über Rohre wurde Wasser herangeführt. Nach und nach entstand eine Monokultur, die für viele Jahrzehnte rentabel war. Bis heute werden auf etwa 30 km² rund 150000 t Bananen im Wert von fast 1 Mio. Euro produziert. Die Kosten sind allerdings hoch, weil auf den oft engen Terrassen keine Maschinen eingesetzt werden können. Aktuell befindet sich der Markt in einer Krise, und nur Subventionen verhindern das Schlimmste.

Fauna

La Palma hat keine großen Wirbeltiere - sieht man einmal von den für die Jagd eingeführten Mufflons und den Kaninchen ab. Über die Felsen huschen Reptilien wie verschiedene Eidechsen- und Salamanderarten. Schlangen gibt es nicht. Die araña mamona, eine versteckt lebende Spinnenart, ist das einzige giftige Tier auf der Insel. Ihr Biss ist schmerzhaft, jedoch für den Menschen harmlos. In den Bergen fliegen kleine Tauben umher, und es gibt die graja, einen dohlenähnlichen Vogel mit roten Füßen und gleichfalls rotem Schnabel, der nur auf La Palma vorkommt.

Flora

Auf La Palma wachsen in relativ enger Nachbarschaft subtropische und alpine Pflanzen. Etwa 1800 verschiedene Arten gibt es auf den Kanaren, seit der Conquista sind 600 aus allen Erdteilen eingeführt worden. La Palma allein hat 40 endemische Arten. Urig ist der Drachenbaum, ein Liliengewächs mit einer Höhe bis zu 20 m und einem Alter bis zu 3000 Jahren. Die Palmenarten sind Legion, und Laien fällt es schwer, einzelne zu unterscheiden. In den Trockenzonen und auf den Lavafeldern entwickelt sich im Frühjahr ein Blütenmeer, und zwischen den Kiefern der mittleren Zone wachsen Farne und Pilze. Es gibt zahlreiche Sukkulenten. Viele Kakteen tragen saftige Früchte, andere blühen still vor sich hin. Maulbeer- und Feigenbäume ächzen im Sommer unter der Last ihrer Früchte. Im November werden die Maronen geerntet. Hinzu kommen die verschiedenen Früchte wie Papayas, Zitrusfrüchte, Mangos, Aprikosen, Pfirsiche, Bananen, Avocados, Ananas, Guaven, peramelones, Passionsfrüchte, Kaffee ...

Folklore & Musik

Die Volksmusik ist stark vom spanischen Mutterland beeinflusst, vermischt mit Zugaben aus Kuba und Venezuela. Neben Gitarre, Trommel, Flöte und Akkordeon spielt auch ein rein kanarisches Instrument eine Rolle, das timple. Das ist eine kleine, vier- oder sechssaitige Gitarre mit bauchigem Klangkörper.

Guanchen

Ein Guanche war ursprünglich „ein Mensch von Teneriffa“; guan bedeutet abstammend, chinech bedeutet Teneriffa. Heute werden die Urbewohner aller Kanarischen Inseln Guanchen genannt. Man vermutet ihren Ursprung in Nordafrika. Die endgültigen Eroberung der Kanaren durch die Spanier im Jahr 1496 bedeutete das Ende ihrer Kultur. Die Conquistadoren gingen hier mit gleicher Grausamkeit vor wie in ihren amerikanischen Kolonien. Der letzte palmerische Guanchenkönig war Tanausú. Er trat in den tödlichen Hungerstreik, als man ihn nach Spanien bringen wollte.

Indianos

Bis in die Mitte des 20. Jhs. emigrierten zahlreiche Kanarios nach Amerika. Bevorzugte Länder waren Venezuela und Kuba. Über 3 Mio. Nachkommen kanarischer Einwanderer sollen heute in Amerika leben. Einige kamen zurück. Die es zu Geld gebracht hatten, kreuzten plötzlich mit amerikanischen Autos auf und imponierten ihren Landsleuten mit dem gemachten Vermögen. Man nannte sie Los Indianos. Sie prägten eine ganze Kultur, bauten sich großartige Häuser, die an die zeitweilige Heimat in der Karibik erinnerten, wie sie beispielsweise in Los Llanos noch zu sehen sind. Im palmerischen Karneval ist ihnen am Rosenmontag ein ganzer Tag und eine Nacht gewidmet: der Tag der Indianos. In dieser Nacht kleidet man sich komplett in Weiß, trägt Strohhüte und ausgestopfte Papageien auf der Schulter und raucht Zigarren, wie man es aus Kuba kennt.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft war immer und ist noch heute die Basis der palmerischen Wirtschaft. Steile Berge, schlechte Böden und starke Winde sind die naturbedingten Schwierigkeiten dieses Wirtschaftszweigs. Das Auf und Ab der Weltmärkte und politische Veränderungen beeinflussten in der Vergangenheit zusätzlich die palmerische Landwirtschaft. Ein Beispiel ist der Niedergang des Zuckerrohranbaus wegen einer rentableren Produktion in anderen Ländern.

Lucha Canaria

Wenn in den Bars die Männer einem sportlichen Ereignis auf dem Fernsehschirm folgen, dann kann es nur Fußball oder der heimische Ringkampf sein. Er wird auf allen Inseln gepflegt, und es gibt so etwas wie eine Oberliga. Es ist eine typisch kanarische Sportart, die in einer Mannschaftsstärke von zwölf Kämpfern ausgetragen wird. Es ringen immer zwei miteinander, und zwar in einem Kreis von 9-10 m Durchmesser. Verloren hat derjenige, dessen Oberkörper zuerst den Boden berührt.

Strände

Es gibt vier offizielle Strände, einen bei Los Cancajos - auch für Kleinkinder geeignet -, den Strand von Tazacorte, den Hafenstrand von Santa Cruz und den Strand von Puerto Naos. Südlich davon liegt Charco Verde, und wer unbedingt FKK braucht, kann das in Las Monjas haben. Ein sehr lebendiger, auch für Surfer geeigneter Strand ist Playa Nueva bei Puerto Naos. Ansonsten gibt es einige versteckt liegende Buchten, die oft schwer zugänglich sind. Bequem erreichbar sind die Badebuchten beim Leuchtturm von Fuencaliente südlich vom Flughafen und Playa Nogales nördlich der Hauptstadt bei Puntallana. Eine schöne, am Wochenende jedoch oft überfüllte Schwimmgelegenheit sind die Naturschwimmbecken Charco Azul bei San Andrés und weiter nördlich die Naturschwimmbecken La Fajana bei Barlovento. Vorsicht ist geboten, der Atlantik ist nicht die stille Ostsee und kann tückisch sein. Eine rote Flagge am Strand bedeutet: nicht baden; gelb heißt: bedenklich; grün signalisiert: unbedenklich.

Tourismus

Seit 1990 ist bei den palmerischen Behörden eine verstärkte Hinwendung zum Tourismus festzustellen. Man hat erkannt, dass er für die palmerische Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle spielt, auch angesichts der Probleme im landwirtschaftlichen Sektor (Bananenkrise). Die Antwort darauf schien einerseits in einer verbesserten Infrastruktur, andererseits in der Besinnung auf traditionelle Werte zu liegen. Ein reger Bauboom setzte ein, nicht immer zur Freude aller Einheimischen. Straßen wurden erweitert, Tunnel sollen sie verkehrssicherer machen, eine Umgehungsstraße führt den Verkehr oberhalb von Santa Cruz vorbei. In der Hauptstadt wurde die Calle O'Daly neu gepflastert, die Plaza España mit italienischen Platten belegt. In Tazacorte wurde der Hafen erweitert, der einen Teil des Verkehrs vom Hafen Santa Cruz abziehen wird. Eine zweite Tunnelröhre durch die Cumbre schafft eine raschere Verbindung zwischen Ost- und Westteil der Insel. Zudem erinnerte man sich palmerischer Traditionen, um den Tourismus attraktiver zu machen, zum Beispiel mit Museen wie dem Seidenmuseum in El Paso oder dem Weinmuseum in Las Manchas. Mühlen und Herrenhäuser werden renoviert, alte Kirchen strahlen in neuem Glanz. Jedes noch so geringe Andenken an alte Zeiten wird beschildert, den Touristen zuliebe dreisprachig. Wanderwege werden gepflegt und ausgewiesen, wie es die europäische Norm verlangt. Volksfeste werden organisiert, es wird mehr Geld für kulturelle Veranstaltungen ausgegeben. Wann der Flughafen vergrößert wird, ist da nur noch eine Frage der Zeit.

Wein

Schon im 16. Jh. wurde am englischen Hof Wein von den Kanaren, besonders der Malvasía von La Palma, getrunken. Er wurde vom Hafen im heutigen San Andrés verschifft. Politische Widrigkeiten jedoch verschlossen die Märkte für den kanarischen Wein, Krankheiten dezimierten die Rebfläche, und durch die Emigration nach Amerika lag das Land brach.


Feste und Events

Viele Feste rund ums Jahr

Auf La Palma werden Heilige gefeiert, Kühe prämiert und eine Sardine beklagt

Traut man dem Inselkalender, dann kommen die Bewohner aus dem Feiern gar nicht heraus. Mal ist es der Schutzheilige eines Dorfs, zu dessen Ehre eine Fiesta stattfindet. Dann ist es die Ernte von Mandeln oder Wein, die Anlass zum Feiern gibt. Die Termine sind variabel, oft wird das Fest auf den dem eigentlichen Tag nachfolgenden Sonnabend gelegt. Die exakten Termine erfahren Sie im Touristenbüro in Santa Cruz.

1. Januar

Año Nuevo (Neujahr)

6. Januar

Los Reyes (Heilige Drei Könige)

19. März

San José

März/April

Karfreitag

1. Mai

Día del trabajo (Tag der Arbeit)

30. Mai

Día de Canarias (Tag der Kanarischen Inseln)

25. Juli

Santiago (Schutzheiliger)

15. August

Asunción (Mariä Himmelfahrt)

12. Oktober

Día de la Hispanidad (Entdeckung Amerikas)

1. November

Todos los Santos (Allerheiligen)

6. Dezember

Día de la Constitucíon (Tag der Verfassung)

8. Dezember

Inmaculada Concepción (Mariä Empfängnis)

Februar

Mandelblütenfest in Puntagorda: Musik, Tanz und viel Wein. Prozession zu Ehren des Schutzheiligen Mauro Abad

Mai

Fest des Heiligen Kreuzes am 3. Mai in Las Breñas zur Erinnerung des christlichen Schutzes bei der

Juni

Viehmarkt in San Antonio del Monte bei Garafía, 12./13. Juni: Viehschau, Viehprämierung, Tanz

Juni bis August

Seit 1680 findet alle fünf Jahre das größte Inselspektakel statt, die Bajada de la Virgen zur Erinnerung an die Schutzheilige, die in einer Dürreperiode der Insel rechtzeitig Regen schickte und auch sonst allerlei Wunder tat. Umzüge, Tänze, Prozession, Zwergentanz, Singspiele, Konzerte, Volkstanz in Trachten und kulturelles sowie sportliches Beiprogramm. Der nächste Termin ist 2010.

Juli

Nuestra Señora del Carmen in Tazacorte, 16. Juli. Fest zu Ehren der Schutzpatronin der Fischer. Große Prozession geschmückter Boote, Tanz und Umzüge

August

Weinlesefest in Fuencaliente mit Tanz, viel Wein und Umzügen; Ende August

September

Anfang des Monats findet in Tijarafe das Teufelsfest statt. Erscheinung einer als Teufel verkleideten Person, die sich mit krachenden Feuerwerkskörpern in die Menge begibt. Tanz und Umzüge

November

Sankt-Martins-Fest: In vielen Bodegas wird am 11. November der neue Wein angestochen.


Essen und Trinken

Speisen wie ein Palmero

Die palmerische Küche ist einfach, doch sie wartet mit manchen Überraschungen auf

Sonntags ist der Tag der palmerischen Familie. Dann gehts hinaus in die Natur, ans Meer oder in die Berge; oder zu einer Fiesta, die irgendwo läuft. Unterwegs wird eingekehrt in einem Restaurant, einer Bar oder im kiosco, der offenen Bretterbude am Meer mit frischem Fisch, heißen Kartoffeln und kühlem Wein.

Während der Woche bleibt die Familie am heimischen Herd, und in den Bars und Restaurants sieht man allenfalls Jungverliebte, Freunde, Geschäftsleute oder Junggesellen essen. Man kann nicht sagen, dass die Palmeros verwöhnte Feinschmecker sind. Die palmerische Küche ist wenig variantenreich. Kartoffeln sind konstantes Element der Gerichte. Wichtig für die Insulaner ist ein gutes Stück Fleisch. Schwein ist typisch, aber auch Huhn, Kaninchen und Ziege sind beliebt. Sie werden gebraten oder gegrillt, Huhn auch im Tontopf gegart, zusammen mit einer pikanten Sauce. Fisch hat auf La Palma seinen Preis, und die Palmeros essen ihn allein schon deshalb weniger häufig, als man es von Insulanern vielleicht erwarten mag.

Am sehnlichsten erwarten die Palmeros bei nahezu jedem Essen das Dessert. Es scheint, als könne es nicht süß genug sein. An erster Stelle steht der flan, ein Pudding in Karamellsauce, der hausgemacht wirklich am besten schmeckt.

Neue palmerische Küche

Jeder kennt sie: das hart gefrorene Butterstückchen und das lasche Brötchen, unabdingbarer Auftakt für ein Menü auf La Palma, ein Affront für die einheimische Küche. Die, so scheint es, wird auf dem Altar des raschen Gewinns geopfert. Glaubt man, fremden Gästen so authentische Gerichte wie revoltillo, gofio, puchero, caldo de pescado, torta de calabaza nicht zumuten zu können? Mit dem Tourismusboom sind Restaurants wie Pilze aus dem Boden geschossen. Im Hoffen auf das schnelle Touristengeld hat manch neuer Wirt vergessen, kochen zu lernen. Das Resultat sind blasse Farmhühnchen, trockene Tiefkühlpizzas, schlecht geschnittene Allerwelts-Fleischgerichte, Friteusenfisch und Nachtisch aus der Dose. Es ist unser Bemühen, in diesem Band gerade auf solche Restaurants hinzuweisen, die, wenn sie schon keine palmerischen Gerichte auf der Karte haben, zumindest professionell arbeiten - Service inklusive.

Bars

Wenige Touristen kehren in Bars ein, sei es wegen des nicht immer zum Essen einladenden Ambientes aus nackten Tischen, laufendem Fernseher und klimpernden Spielautomaten, oder sei es, weil eine Küche dort nicht vermutet wird. Dabei sind die Bars durchweg preiswerter als Restaurants, und die wenigen angebotenen Gerichte sind hausgemacht. Tapas, die kleinen pikanten Happen, sind überall zu finden. Eine Spezialität sind chicharrones, in gofio gewälzte Speckgrieben, die warm am besten schmecken. Aber auch Ziegenkäse, Oliven, tortilla española (Kartoffelomelett), pulpo en vinagreta (sauer eingelegter Krake) oder jamón serrano (luftgetrockneter Schinken) werden als Tapas serviert.

Restaurants

Hier lassen sich zwei Arten unterscheiden: die nicht nur auf Tourismus eingestellten und die reinen Touristenrestaurants. Dort bekommen Sie etwa auch Schweinebraten mit Semmelknödeln und Sauerkraut. Bei den Restaurants, die eine überwiegend einheimische Klientel haben, gibt es ganz verschiedene Standards. Die einen haben dreisprachige Speisekarten, bei den anderen erscheint der Koch und sagt, was es gibt.

Parrilla

Wo dieses Schild auftaucht, gibt es Gegrilltes: Huhn (pollo), Kaninchen (conejo), Schwein (cochino) oder Ziege (cabrito) je nach Saison, auch Fisch - obwohl es für Letzteren spezielle Lokale gibt. Die Parrillas sind oft rustikal mit einfachen Bretterverschlägen um jeden Tisch.

Bodegón

Das ist ein Weinlokal mit verschiedenen, oft eigenen Weinen. Auch diverse Gerichte von Tapas bis zu Steaks werden angeboten.

Getrennt bezahlen

Wer mit Palmeros zum Essen ausgeht, wundert sich oft, dass die Rechnung bereits bezahlt ist, bevor man sie ordern kann. Für die Palmeros ist es eine Ehre, ihre Gäste auch einzuladen. Streit darüber ist zwecklos, und getrennt Bezahlenwollen ebenfalls, weil diese Sitte dem Kellner unbekannt ist.

almendrados

Mandelplätzchen mit sehr viel Zucker und Eiern

cabrito und conejo

Zickleinbraten bzw. Kaninchen; in der Pfanne gebraten und mit roter mojo und papas fritas, Pommes frites, serviert

escachón

ein Gericht aus gekochten Kartoffeln, die mit Schweineschmalz, Öl, mojo und geriebenem Käse vermischt werden. Wird kaum in Restaurants angeboten

gofio

das geröstete Mehl aus verschiedenen Getreidearten wird entweder zu den Speisen gereicht oder ist, in Verbindung mit Bananen, Honig, Milch oder Wasser, ein Gericht für sich. Bei den Einheimischen gehört es zur Küche, in Restaurants wird es kaum serviert

mojo

eine Sauce, die viele Gerichte begleitet. Es gibt sie in roter (rojo) und grüner (verde) Form, pikant oder mild. Basis ist rote Paprika, Knoblauch, Öl, Essig und, bei der grünen Variante, Koriander. Letztere wird meist zu Fisch gegessen

puchero

ein dicker Eintopf aus allem, was der Garten bietet: Kohl, boniato, Kartoffeln, Mais, Kürbis, Kichererbsen. Hinzu kommt eine Portion Fleisch oder harte Würste

revoltillo

in Schweinemagen gekochte Mischung aus Gemüse und Fleisch, oft mit Rosinen. In Restaurants kaum erhältlich

vieja a la plancha

eine Art Papageienfisch, der am besten auf einer heißen Platte (a la plancha) gegart wird. Dazu werden papas arrugadas mit grüner mojo gereicht

café con leche

Milchkaffee

café solo

Espresso

carajillo

Kaffee mit Cognacr

cortado

kleiner Kaffee mit Milch oder Kondensmilch (leche condensada) im Glas

zumo de naranja

frisch gepresster Orangensaft


Einkaufen

Stickereien und Zigarren

Auf La Palma begegnen Ihnen noch lebendiges Kunsthandwerk und authentische Haushaltswaren

La Palma - ein Garten Eden, aber kein Einkaufsparadies für die bekannt günstigen kanarischen Elektronikartikel, Juwelen und Kosmetika. Zwar gibt es das alles, in begrenzterer Auswahl als etwa auf Teneriffa oder Gran Canaria, doch ein Schnäppchen machen Sie hier nicht, und Ausgefallenes finden Sie eher daheim. Möchten Sie dennoch ein bisschen stöbern, finden Sie die Boutiquen, Schuhgeschäfte und Souvenirläden mit der größten Auswahl in Santa Cruz und Los Llanos. Die meisten Geschäfte schließen von 14 bis 17 Uhr und haben abends bis 19 Uhr geöffnet, samstags nur bis 13 Uhr.

Kunsthandwerk

Mit dem Tourismus haben auf La Palma viele Geschäfte mit Kunsthandwerk eröffnet. Es gibt Schmuck, Geschnitztes und Gewebtes, doch nicht alles ist authenitsch. Palmerisches Kunsthandwerk bekommen Sie meistens in den einheimischen Werkstätten, zum Beispiel Töpfereiartikel in Mazo (El Molino), Korb- und Lederwaren in Breña Alta (La Destiladera), auf der Insel gesponnene Seide in El Paso (Seidenmuseum), handgedrehte Zigarren in Las Breñas (El Rubio).

Kulinarisches

Kulinarische Genüsse sind auf La Palma eher bodenständiger Natur. Wer feine französische Käsespezialitäten, ausgefallene Gemüse oder europäische Molkereiprodukte genießen möchte, muss diese auf La Palma teuer bezahlen. Das Warenangebot liegt schwerpunktmäßig auf heimischen Erzeugnissen, selbst Produkte vom spanischen Festland sind nur begrenzt erhältlich.

Haushaltswaren

Wahre Fundgruben für Haushaltswaren sind die ferreterías, die palmerischen Eisenwarenhandlungen. Hier findet man immer noch in Handarbeit hergestellte Geräte, die zwar primitiv erscheinen mögen, häufig aber ihre Aufgabe bestens erfüllen. Das können Messbecher und Schöpfkrüge aus Blech sein, Einkaufkörbe aus Stroh, Messer mit Griffen und Trichter aus Maulbeerbaumholz, simple Mausefallen, aus Draht geflochtene Vogelkäfige, Küchenbretter und Kästchen aus Eukalyptusholz oder ameisensichere Käseglocken aus feinstem Maschendraht zum Aufhängen. Die Vielfalt ist enorm, und man sollte sich durch die ausgestellten Warenmuster der ferreterías inspirieren lassen. Zum Beispiel in Santa Cruz, gegenüber der Markthalle und im nördlichen Abschnitt der Avenida Marítima.


Der Nordosten

Tiefe Schluchten und fruchtbare Ebenen

Reich an Kontrasten und arm an Besuchern - der lang vergessene Nordosten

Der Nordosten war lange Zeit schwer zugänglich, die erste Asphaltstraße hat man erst in den 1950er-Jahren fertig gestellt. Tiefe Schluchten erschwerten bis dahin die Kommunikation der Menschen.

Erst 1992 wurden im äußersten Norden die letzten Straßenbauarbeiten in Angriff genommen, die 2005 mit zahlreichen Tunnel- und Brückenbauten beendet wurden.

Der Nordosten hat den höchsten Jahresniederschlag. Bis über 1000 mm Regen fallen dort (in Santa Cruz nur 600 mm). Dichte Lorbeer- und Kiefernwälder erinnern an nordische Länder. Die Menschen leben von Landwirtschaft und Ziegenhaltung. Viel reicher dagegen ist die Gegend um Los Sauces. Früher wurde hier Zuckerrohr angebaut, heute Bananen, ñames, Kartoffeln, Zwiebeln und boniato. Der Reiz des Nordostens liegt in seiner urwüchsigen Landschaft und im Kontrast, den sie zu den weiter südlich gelegenen Landwirtschaftszonen bietet.


Die Doppelgemeinde (5500 Ew.) ist der größte Ort im Nordosten der Insel.


Einen Gesamtblick auf die Inselhauptstadt (18000 Ew.) erhalten Sie, wenn Sie mit der Fähre aus Teneriffa kommen und langsam auf Santa Cruz zufahren.


Eine preiswerte Möglichkeit, satt zu werden bieten die kleinen Bars, in denen die einheimischen Angestellten ihr Mittagessen einnehmen. In Santa Cruz sind dies besonders die Bars Tajurgo und Tres Coronas (Calle Puente 27). Für weniger als 8 Euro bekommen Sie ein hausgekochtes Menü - und das Ambiente einer urigen Bar kostenlos dazu.


Der Südosten

Land der Vulkane

Im geologisch jüngsten Teil der Insel erleben Sie die schlafenden Feuerspeier hautnah

Je weiter man auf der Ostseite der Insel nach Süden fährt, desto jünger wird La Palma, geologisch gesehen. Am südlichsten Punkt schließlich hat gerade erst 1971 der Vulkan Teneguía mit seiner ausgeflossenen Lava die Insel erweitert.

Folgen Sie der Landstraße, die parallel zur Küste zwischen 500 und 800 m Höhe verläuft, so sehen Sie bis zum Ort Mazo auf der rechten und linken Seite noch viele bebaute Flächen, Felder in mittleren Höhenlagen, Bananen an der Küste. Südlich von Mazo fängt das Gebiet des malpaís (schlechtes Land) an. Viele überwucherte Terrassen in Richtung Küste zeigen, dass es hier ehemals Feldbau gab. Rechts tritt nun die Cumbre Vieja näher heran, mit alten Kiefern und nackten Gipfeln. Zwischen Montes de Luna (Mondberge) und Fuencaliente fährt man durch einen Kiefernwald, der mitunter von Nebelschwaden eingehüllt ist, während zur Linken die ersten großen Lavafelder zur Küste hin abfallen. Vor Fuencaliente, ausgeschildert als Los Canarios, beginnt der Weinbau aufs Neue, der ältere Vulkanboden mit seinen reichen Mineralien ist gut geeignet für die überwiegend weißen Sorten Listan und Malvasía. Mazo und Fuencaliente sind in dieser Region die beiden wichtigsten Orte, Zentren für die Landwirtschaft und für das Kleingewerbe. Es gibt wenige Strandzugänge an dieser Küste, das Gebiet ist mit seinen vielen Höhenwegen jedoch ein ideales Wanderrevier.


Der Ort, übersetzt „heiße Quelle“, wurde 1837 eigenständige Gemeinde und hat heute etwa 1700 Einwohner.


Die zwei Gemeinden Breña Alta und Breña Baja, kurz Las Breñas genannt, haben mit ihren Bezirken rund 10000 Einwohner und sind Wohnstatt für viele, die in Santa Cruz arbeiten.


Die Preise für Obst und Gemüse haben auch auf La Palma inzwischen angezogen und liegen auf europäischem Niveau. Da ist es entschieden günstiger, direkt beim Erzeuger einzukaufen, zum Beispiel auf dem Mercadillo von Mazo | (Sa 15-19, So 9-13 Uhr). Hier sind alle Waren garantiert frisch, besonders am Samstag.


Der Südwesten

Schönes Wetter zwischen Cumbre und Strand

Auf der Sonnenseite der Insel ist die Region touristisch erschlossen

Jenseits der Cumbre Vieja, im Dreieck La Cumbrecita, Fuencaliente und Tazacorte, breitet sich der Südwesten der Insel mit steilen Gipfeln, trockenen Hängen, erloschenen Vulkanen und urzeitlichen Lavafeldern aus.

In diesem Gebiet leben rund 30000 Menschen, allein in der seit 1998 größten und mit Santa Cruz rivalisierenden Stadt Los Llanos rund 19000. Die Region hat den einzigen Fischereihafen von Bedeutung und das größte zusammenhängende Bananenanbaugebiet der Insel. Kleingewerbebetriebe wie Werkstätten, eine Käsefabrik, der im Rahmen der europäischen Harmonisierung eingerichtete TÜV, Agrogeschäfte, die Maschinen und Pestizide verkaufen, und Bananenabpacker geben der Region einen gewissen Wohlstand. Hinzu kommt der Tourismus. Das besonders trockene Klima und der bedeutende Strandort Puerto Naos sowie das Vorhandensein vieler Unterkünfte und Geschäfte, die sich auf Tourismus eingestellt haben, ziehen Urlauber an. Wer von Strandleben und Sonnenbaden nichts wissen will, hat in Los Llanos den besten Zugang zum Nationalpark Caldera de Taburiente, sodass auch viele Wanderfreunde das Gebiet schätzen gelernt haben.

Schon die spanischen Eroberer unter Alonso Fernández de Lugo, die bei Tazacorte landeten, haben die Cumbre als Hindernis auf ihrem Eroberungszug empfunden. Später, als die Spanier Fuß gefasst hatten, entstanden die Königswege, die Caminos Reales, die mit groben Quadern gepflastert waren und West und Ost verbanden. Noch bis in die 1950er-Jahre wurden sie von Bauern benutzt, die ihre Waren mit Mulis zum Markt brachten. Heute sind diese Wege ideale und stille Möglichkeiten, die Gegend wandernd zu erkunden. Einer der Caminos Reales verläuft in diesem Gebiet von der Ermita Virgen del Pino hinauf auf die Cumbre, wo Sie die Möglichkeit haben, bis zum Refugio El Pilar zu gehen.


Rund 6000 Menschen leben in El Paso, dem größten Verwaltungsbezirk La Palmas.


Als Besucher werden Sie, wenn sie zuvor in Santa Cruz waren, von der geschäftigen Atmosphäre und den vielen Zweckbauten der 19000 Einwohner zählenden Stadt zunächst vielleicht befremdet sein.


Rund 10 km südlich von Los Llanos liegt La Palmas Versuch, mit Hilfe eines schwarzen Sandstrands doch noch etwas vom schnellen Touristengeld abzubekommen.


Fragt man einen älteren Palmero, was ihm zu Tazacorte (7000 Ew.) einfällt, so nennt er meistens zwei Dinge: „Die Kommunisten!“ und „Die Mädchen waren dort früher immer moderner gekleidet als anderswo!“


Wer satt werden möchte und Pizza und Pasta nicht verschmäht, speist preiswert bei Corinnas Gecko Pizza in Los Llanos (Calle Aridane, s.n. | ca. 200 m von der Plaza España). Ab 5 Euro gibt es die Pizza nach sizilianischer Art.


Der Nordwesten

Schön und Geruhsam

Im Nordwesten La Palmas finden Sie Stille, eine erholsame Landschaft und nur wenig Touristen

Diese Region ist, zusammen mit dem äußersten Norden, die am wenigsten für den Tourismus entwickelte. Die traditionelle Isolation vom Rest der Insel und der Welt war eine Ursache dafür, dass von hier besonders viele Menschen nach Venezuela emigrierten, legal und illegal.

Sie kehrten selten zurück in ihre Heimat, die ihnen weniger zu bieten hatte als das Leben jenseits des Ozeans. Viele canteros (Terrassenfelder) sind heute noch verlassen. Die rote Erde schimmert durch das von der Sommersonne gelb gedörrte Gras. Die Erde ist fruchtbar, und das Gebiet könnte satte Ernten einbringen. Doch bis die Produkte auf die fernen Märkte gelangen, wo sie dann mit Kartoffeln und Wein aus Spanien konkurrieren müssen, sind die Erlösmargen schon vom Transport aufgefressen. Und der Ziegenkäse, der im Nordwesten erzeugt wird, sowie die vielen Früchte wie Aprikosen, Pflaumen und Pfirsiche können die Bauern nur mühsam ernähren.

Auf der Fahrt von Los Llanos nach Norden findet man das Gebiet bis Tijarafe noch relativ dicht besiedelt. Allenthalben stehen Mandelbäume. Puntagorda ist das Zentrum des gewerblichen Mandelanbaus. Dort findet jährlich Anfang Februar, manchmal auch schon Ende Januar, das viel besuchte Mandelblütenfest statt.

Ab Puntagorda werden die Barrancos tiefer und unzugänglicher, die Bergwände mitunter senkrecht. Die Straße 832 windet sich in endlosen Kehren um kleine Weinfelder, Aprikosen- und Pflaumenhaine und unter mächtigen Kiefern entlang.

Die Sonne ist heiß hier im Sommer, und erst im hohen Norden weicht die verbrannte Erde einem frischen Grün. Im Winter fällt der Regen häufig und lang anhaltend, taucht das Land in neue Frische und bewirkt manchmal einen Erdrutsch. Für Touristen öffnet sich ein Land voller Stille, ja fast Verschlafenheit. Die Hauptorte Puntagorda und besonders Garafía sind ein Abbild aus Zeiten des alten La Palma, als der Tourismus noch unbekannt war. Es gibt wenig Unterkünfte, dafür einige rustikale Bars und kleine Läden für das Nötige, Wanderwege, eine wunderschöne Mittelgebirgslandschaft und Spuren der Guanchen in einigen Felshöhlen. In dieser Region liegt auch La Palmas höchster Gipfel, der Roque de los Muchachos, mit majestätischen 2426 m Höhe und einem Observatorium. Von dort haben Sie einen tollen Rundblick über die Insel.


Von aller Welt vergessen, so scheint es, ist Garafía, mit vollem Namen Santo Domingo de Garafía.


Der zweite größere Ort in dieser Region ist Puntagorda (1800 Ew.). Von Los Llanos liegt er etwa 26, von Garafía etwa 20 km entfernt an der breitesten Stelle der Insel.


Der palmerische Wein ist meist trocken und sollte jung getrunken werden. Landwein kann vor Ort beim Winzer preisgünstig probiert und für den Ferienkonsum gekauft werden. An den Landstraßen weisen die Schilder ruta del vino auf einen Winzer hin.


Nationalpark

Caldera de Taburiente

Ein Paradies für Wanderer in der Urlandschaft des größten Erosionskraters der Insel

Viele kommen einzig und allein ihretwegen: Geologen, Biologen, Ornithologen, Höhlenforscher, Alpinisten und Wanderer. Ihre Ausmaße sind nahezu gewaltig - mit rund 10 km im Durchmesser, mit Höhenunterschieden von bis zu 2000 m und mit Gipfeln, die 2400 m in den Himmel steigen und im Winter von Schnee bedeckt sein können.

Die Caldera de Taburiente, der „Kessel von Taburiente“, ist in vielerlei Hinsicht das Herz der Insel La Palma. Hier liegen nicht nur die reichsten unterirdischen Wasserreservoires der Insel. Hier leben auch alle wild vorkommenden Tierarten, gedeihen alle Arten der reichen palmerischen Flora.

Die Landschaft hat etwas Mystisches. Unter den steilen Wänden, in einer raumfüllenden Stille, die hin und wieder vom Rauschen des Wassers, dem Wind in den Kiefern und dem durchdringenden Ruf einer graja, der palmerischen Dohle, unterbrochen wird, kommt sich der Mensch klein und unbedeutend vor.

Die Urlandschaft, zum Teil durch Wanderpfade zugänglich, mit ihren steilen Wänden, ihren Monolithen, Wasserfällen und Bächen, mit alten Kiefern und verkrüppelten Zedern und mit Weitblicken über bizarre Felsen hinweg, ist heute und besonders seit der Einrichtung als Nationalpark zum Wanderparadies geworden.

Eine Wasserhöhlung

Die Caldera ist kein Krater, der durch einen Vulkanausbruch entstanden ist. Jahrelang waren die Wissenschaftler dieser nahe liegenden Ansicht, wofür auch der Name „Kessel“, die gängige wissenschaftliche Bezeichnung für einen Vulkankrater, steht. Langwierige Forschungen haben aber bewiesen, dass allein die Wasserkraft und Einstürze im Lauf der Zeit das Gebiet ausgehöhlt haben, mit zahlreichen stehen gebliebenen Felsen, die überwiegend aus Basaltgestein bestehen.

Die Flora in der Caldera

In der Caldera kommen, wegen des großen Höhenunterschieds und der damit verbundenen unterschiedlichen Klimazonen, fast alle der auf La Palma heimischen Pflanzenarten vor. Betritt man den Naturpark, ist die Pflanzenwelt noch auf die wärmeren Niederungen eingestellt. Hier wachsen mächtige Maulbeerbäume und verknorpelte Feigenbüsche. Auf den vom Menschen kultivierten Terrassen stehen Orangenbäume, gedeihen Getreide, Tabak und selbst Wein. Sobald Sie die Ebene hinter sich gelassen haben, treffen Sie auf die Kanarische Kiefer. Sie prägt hauptsächlich die Hänge der Caldera und klammert sich selbst noch an Steilwände. Zusammen mit den Kiefern findet man häufig die amagante (Zistrose), eine auffallend hellrosa blühende Pflanze, sowie faro (Genosperum), der leuchtend gelb blüht. Beides sind endemische Pflanzen der Kanaren. Am reichhaltigsten sind jedoch Felspflanzen, dickblättrige gelbgrüne, rötliche und sattgrüne Arten von Aeonium und taginaste (Elchium) mit ihren langen Blütenkerzen.

Die Fauna in der Caldera

Beim Wandern in der Caldera müssen Sie schon genau hinsehen, um überhaupt ein tierisches Lebewesen zu entdecken. Meist sind es Eidechsen und kleine Spinnen, die man erspäht, und in den Bachläufen und stehenden Pfützen auch eine kleine Froschart. Tausendfüßler und kleine schwarze Spinnen, die schmerzhaft beißen können, verbergen sich unter Steinen. Die Tausendfüßler haben mitunter eine Länge von bis zu 15 cm. Doch wirklich gefährliche Tiere gibt es in der Caldera nicht. Die größten Tiere sind Kaninchen. Es wurden zwar auch Mufflons ausgesetzt, aber sie werden kaum mehr gesehen, und es ist fraglich, ob es sie überhaupt noch gibt. Am häufigsten werden Sie in der Caldera Vögel beobachten können. Das Krächzen der Krähen hallt von den Felswänden wider, und die graja, die palmerisch-endemische Dohle mit ihren roten Füßen und dem roten Schnabel, ist ein ständiger Begleiter auf einer Calderawanderung.

Klimatische Verhältnisse

Die Caldera ist nach Norden hin, zur Haupteinfallsrichtung der Winde, abgeschirmt. Nur selten gelangt der Wind aus dieser Richtung bis hinunter auf die Kesselsohle. Dagegen gibt es Zeiten, in denen der von Afrika herüberkommende, heiße und trockene levante in die Caldera drückt. Nachts ziehen durch den Barranco de Angustias kalte - und feuchte - Luftströme, die vom Ozean heraufkommen. Für alle Fälle sollten Sie als Wanderer, der sich länger in der Caldera aufhalten will, wärmere Kleidung für die Nacht dabeihaben und für den Tag nicht ohne eine gegen die Sonne schützende Kopfbedeckung unterwegs sein.

Wasser im Park

Kein Naturpark auf den Kanarischen Inseln ist mit Wasser so reich gesegnet wie die Caldera de Taburiente. Mehrere Bachläufe entspringen am nördlichen Rand des Kessels. Aus zahlreichen Quellen sprudelt das kühle, klare Nass und fließt über kleine Wasserfälle und rund gewaschene Basaltfelsen abwärts. An manchen Stellen ist es rötlichbraun gefärbt, besonders im Barranco Almendro Armago, hervorgerufen durch gelöstes Eisenhydrat.

Der Aufenthalt im Park

Bevor Sie die Caldera de Taburiente und das Grenzgebiet des Nationalparks bewandern, sollten Sie sich im Icona-Besucherzentrum in El Paso eingehend über alle Gegebenheiten des Parks informieren. Dazu gehören besonders Auskünfte über die lokale Wettersituation, den Zustand der Routen und Wanderwege und gegebenenfalls das Einholen einer Camperlaubnis für den einzig dafür vorgesehenen Platz innerhalb der Caldera. Bei der Icona erhalten Sie auch Karten- oder Skizzenmaterial. Außerdem stellt die Icona Interessierten im Sommer kostenlos kundige Wanderführer (Juni-August). Das Icona-Besucherzentrum liegt an der Hauptstraße Santa Cruz-El Paso, am Abzweig zur Cumbrecita.

Wandern in der Caldera

Ein günstiger Ausgangspunkt für eine Wanderung in der Caldera ist Los Llanos. Sie fahren mit dem Auto am Busbahnhof vorbei Richtung Berge. Zunächst ist die Straße noch asphaltiert, sie führt durch Bananenhaine und an Vororthäusern vorbei. Bald geht es in die Höhe, unten links sehen Sie den Barranco de Angustias. Auf der gegenüberliegenden Seite kleben einige Fincas an einem Hang mit bewirtschafteten Terrassen.

Aussichtspunkte und Wanderungen

Die Caldera können Sie auf der Cumbre entlang vollständig umwandern. Zwischendurch gibt es Aussichtspunkte und Gipfel, die Ihnen einen phantastischen Blick über den großen Erosionskessel erlauben. Die Aussichtspunkte Roque de los Muchachos und Mirador de las Chozas sind in den entsprechenden Kapiteln und in den Routen beschrieben. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Gipfel, die zum Teil per Auto erreichbar sind.


Taxikosten nach Los Brecitos zum Eingang des Parks kann vermeiden, wer bereit, ist 8 km Piste dorthin zu wandern.


Ausflüge und Touren

Grüne Insel mit heißem Herzen

Zwei Autotouren lassen Sie die Vielfalt der Insel entdecken

Durch den Norden bis zum Dach der Insel

Auf dieser Tour erleben Sie La Palmas vielfältige Landschaft mit ihrer je nach Höhenlage unterschiedlichen Vegetation. Sie können eine erfrischende Badepause in einem der Naturmeeresschwimmbecken einlegen (Badesachen nicht vergessen!) und gelangen schließlich in die Nordwestecke der Insel mit ihren zum Teil schon längst nicht mehr bestellten Terrassenfeldern. Höhepunkt dieser Fahrt ist der Roque de los Muchachos (2426 m), der höchste Berg der Insel, mit einem unvergesslichen Fernblick. Etwa 120 km Gesamtlänge, für die Sie wegen der kurvenreichen Strecke allerdings einen ganzen Tag ansetzen sollten.

Über geflochtene Lava bis zum noch heissen Teneguía

Start der Tour ist in Los Llanos. Anfangs fahren Sie durch die Lavafelder des San Juan zum südlichsten Punkt der Insel, wo Sie gleich zwei Vulkane hautnah erleben können. Von dort gehts auf die Ostseite und weiter nach Norden zum Refugio El Pilar, einem idealen Picknickplatz - nehmen Sie sich etwas Verpflegung mit. Anschließend führt die Route durch ein Schlackegebiet der Cumbre Nueva nach El Paso. Die etwa 100 km sind an einem guten halben Tag zu bewältigen. Der Ausflug bietet einen Überblick über die vulkanische Seite der Insel ohne beschwerliche Wanderung.


24h

Ein Tag auf La Palma

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Frühstückspower

Der Tag startet im Slogan mit einem café cortado. Dazu unbedingt die pulpo gallegos - Meeresfrüchte-Tapas mit Weißbrot - probieren. Wer den Tag lieber süß beginnt, wählt aus den süßen Teilchen aus. Wo? Avenida Marítima | Santa Cruz de la Palma

Antikes Santa Cruz

Bei der Führung The Gateway of America erlebt man die Inselhauptstadt hautnah. Mit dem Guide gehts durch die Altstadt von Santa Cruz: Auf den Spuren der Vergangenheit vom Salazar-Palast bis zum Rathaus wandeln und die Geschichte wirken lassen. Wo? Nuevo Rumbo Historia | Calle Álvarez de Abreu 10-1° | Apartado de Correos 493 | Kosten: 60 Euro für 6 Personen | Tel. 922413889 | www.nr-historiaviva.com

La Palma von unten

Es wird nass! Eine Schnuppertauchstunde steht auf dem Programm! Kurze Einführung, dann geht es mit dem Team von Atlantic 28° hinunter in die Tiefe. La Palma von unten bietet Überraschungen - und ist ebenso bunt und vielfältig wie an der Oberfläche! Wo? Carretera General 106 | Fuencaliente | Kosten: 45 Euro | Reservierung Tel. 922444047 | www.atlantic28.de

Typical Lunch

Lust auf typisches Essen von der Insel? Kein Problem! Im Mesón Don Quijote ist der Tisch schon gedeckt. Das Ambiente ist palmerisch schlicht, das Essen unglaublich lecker, und am Nebentisch sitzen Einheimische. Platz nehmen und schmecken lassen! Wo? Mesón Don Quijote | Edificio La Palma Beach 3 | El Paso

Isla Bonita mit 1 PS

Aufsteigen bitte! Auf dem Rücken geschulter Pferde gehts raus in die Natur - toller Ausblick inklusive! Denn die Gegend um die Caldera de Taburiente, den größten Senkkrater der Welt, ist spektakulär! Wo? Hacienda Barrial | Barrial de Abajo 23 | El Paso | 2 Stunden 40 Euro | Tel. 649019708 | www.reitferien-lapalma.com

Time to Relax

Runter vom Pferd, rauf auf die Liege: Nach der klassischen Massage mit Elementen aus Shiatsu und Tiefengewebeanwendung fühlt man sich wie neu geboren. Masseurin Kathrin und ihr Team verstehen ihr Handwerk perfekt. Die wunderbar fließenden Bewegungen genießen und den Tag Revue passieren lassen. Himmlisch! Wo? Avenida Cruz Roja | Puerto Naos | Anmeldung unter Tel. 922408170 | Kosten: 16 Euro/30 Min.

Das Schmeckt garantiert

Hunger? Dann ab nach Tazacorte. In der Taberna del Puerto mit Blick auf den Hafen hat man die Qual der Wahl: Fischtopf Tazacorte oder Miesmuscheln in Tomatensauce? Aber unbedingt Platz für das Bienmesabe, ein kanarisches Mandeldessert, mit Vanilleeis lassen! Fazit: Der Name ist Programm. Übersetzt heißt Bienmesabe „Schmeckt mir gut“! Wo? Taberna del Puerto | Plaza Castilla | Tazacorte | Tel. 922406118 | www.lapalma-restaurant.info

Feierabend

La Palma bei Nacht kann man am besten in der Inselhauptstadt Santa Cruz erleben. Auf der Avenida Del Puente rund um die Markthalle treffen sich die Partygänger zu kühlen Cocktails und stoßen auf einen heißen Abend an. Wo? Avenida Del Puente | Santa Cruz


Sport und Aktivitäten

La Palma macht mobil

Der Tourismus hat dafür gesorgt, dass neben den überlieferten auch neue Sportarten und Aktivitäten angeboten werden

Bis zum Beginn des Tourismus beschränkten sich die sportlichen Aktivitäten der Insulaner auf den kanarischen Ringkampf, auf Fußball, Sportfischen und die üblichen Schulsportarten.

Es gab einige wenige, die sich einen Tennisplatz leisten oder sich ein Reitpferd halten konnten. Mit dem Tourismus hat sich viel geändert. Plötzlich tauchten Sportarten auf, die den Palmeros bestenfalls aus dem Fernsehen bekannt waren, wie etwa Paragliding oder Mountainbiking. Diese und andere Aktivitäten werden von entsprechenden Veranstaltern auf La Palma angeboten.

Angeln

Viel versprechende Angelplätze an der Küste sind oft schwer zugänglich und nur den Einheimischen bekannt, sodass man am bequemsten von der Hafenmole aus angeln kann. Man benötigt grundsätzlich eine Genehmigung von den Behörden, auch wenn die einheimischen Angler gern darüber hinwegsehen. Auskunft erteilt das Touristenbüro in Santa Cruz, Plaza de la Constitución.

Bogenschiessen

Bogenschießen praktizieren und lernen können Sie in El Paso bei Arqueros del Sol La Palma (Calle Las Piedras Blancas 3 | Tel. 660027536 | www.roving.it).

Kanusport

Auf La Palma gibt es ein Unternehmen, das Kanufahrten im küstennahen Bereich anbietet. Es gibt Fahrten unterhalb des Vulkans Teneguia, an der Küste von Los Cancajos entlang und von Puerto Naos nach Charco Verde. Länge der Touren zwischen 3 und 4 km, Dauer bis zu drei Stunden. Ekalis | Calle Las Indias 51 | Fuencaliente | Tel. 922444517 | www.ekalis.com

Mountainbiking

Die abgelegenen Bergpisten und rund 400 meist geteerte Straßenkilometer sind ein ideales Gelände für Mountainbiker. So z.B. die Strecke von Fuencaliente nach San Nicolás: Es geht überwiegend leicht bergab, und der Ausblick auf den Ozean ist phantastisch. Profis kurven in den Bergen die Hänge hinunter. Es werden geführte Touren und Radverleih von folgenden Veranstaltern angeboten: Bike Station La Palma | Avenida Cruz Roja 3 | Puerto Naos | Tel. 696357228 | www.bike-station.de; Bike ‘n' Fun La Palma | Los Llanos | Calle Calvo Sotelo 20 | Tel./Fax 922401927 | www.bikenfun.com; Fuencalientebike.com | Fuencaliente | Carretera de Las Indias 27 | Tel. 628513242 | www.fuencalientebike.com

Paragliding

Wenn Sie die Vulkane der Insel La Palma im lautlosen Flug aus der Vogelperspektive betrachten wollen, haben Sie, je nach Können, die Möglichkeit mit dem eigenen Schirm oder im Tandem-Mitflug abzuheben. Profis werden im Palmaclub eingehend über Windverhältnisse, Start- und Landeplätze und natürlich über mögliche Gefahren informiert. Anfänger können im Tandem mitfliegen. Palmaclub | Kiosk Playa Morena in Puerto Naos | Tel. 610695650 | www.palmaclub.com

Reiten

Reiten lernen und Ausritte unternehmen können Sie u.a. bei Club Hípico Manivasan Finca Corazón (Cuesta La Juliana 15 | Tacande | (bei El Paso) | Tel. 699629517 | www.la-palma-reiten.com).

Segeln & Windsurfen

Wegen des überwiegend aus Nordost wehenden Passatwinds sowie der felsigen Küsten ist das sportliche Segeln auf La Palma nicht entwickelt. Aus den gleichen Gründen ist auch das Windsurfen kaum möglich.

Tauchen

La Palma gilt nicht als Tauchrevier erster Kategorie. Vulkanausbrüche haben stellenweise den Meeresboden mit Lava überschwemmt. Muränen und Zackenbarsche kommen häufig vor, hin und wieder tauchen auch Rochen und Thunfische auf. Die Sichtweite beträgt bis zu 50 m, das Wasser ist selbst im Winter noch 20 Grad warm. Kurse und Tauchgänge werden angeboten von La Palma Diving Center (Centro Los Cancajos | Local 227 | Tel. 922181393 | www.la-palma-diving.com); Tauchpartner La Palma (Puerto Naos | am Ortseingang | Tel./Fax 922408139 | www.tauchpartner-lapalma.de); Atlantik 28º La Palma (Carretera General Fuencaliente | Tel. 922444047 | www.atlantic28.de); Buceos Sub La Palma (Hotel H 10 Costa Salina | Los Cancajos | Tel. 922181113 | www.buceos-sub.com).

Wandern

La Palma gilt als das Wanderparadies schlechthin. Sie können auf dem Rücken der Vulkane wandern, durch endlose Kiefernwälder streichen, abgelegene Schluchten mit Farnwäldern erkunden, kurze Spaziergänge zu Aussichtspunkten unternehmen oder sich auf eine Dreitageswanderung um die Caldera begeben. Unvergesslich wird eine Wanderung in der Caldera selbst sein: Die vielfältige Landschaft mit Bächen und Felsen, Auf- und Abstiegen macht dieses Gebiet einzigartig. Vor einer selbst organisierten Wanderung sollten Sie unbedingt das Besucherzentrum der Forstverwaltung Icona in El Paso, an der Hauptstraße vor dem Ort rechts, besuchen, um sich über die jeweiligen örtlichen Verhältnisse zu informieren und die Wettersituation zu erkundigen. Unterschiedliche Wandertouren mit professionellen Führern werden z.B. angeboten von Natour Trekking | Los Cancajos | Apartamentos Valentina 4 | Tel. 922433001 | Fax 922433011 | www.natour-trekking.com (auch Nordic Walking); La Palma Trekking | Aparthotel Las Olas, Local D 1 | Los Cancajos | Tel./Fax 922434531 | www.la-palma-aktiv.de.


Mit Kindern reisen

Wie aus Getreide Mehl wird

Die traditionellen Techniken auf La Palma können auch Kinder begeistern

Auf La Palma haben, wie in anderen südlichen Ländern auch, Kinder das Privileg von Zuneigung und Gewährenlassen. Touristen mit Kindern werden immer wieder die Ungezwungenheit bemerken, die die Einheimischen beim Umgang mit fremden Kindern an den Tag legen.

Gefahr besonders für kleinere Kinder geht vom Ozean und von den Bergen aus. Beim Baden darf kein Risiko eingegangen werden, man sollte die Kinder nur in den Meeresschwimmbecken oder an sicheren Stränden allein schwimmen lassen, so zum Beispiel im Charco Azul oder in Puerto Naos.

Auch die Berge sind nicht ohne Gefahren. Das Herumtoben auf Vulkanascheabhängen kann wegen möglichen Abrutschens sehr gefährlich sein, schmale Wanderpfade ebenso. Erhöhte Aufmerksamkeit ist auch angeraten beim Begehen der kurvigen und engen Straßen, die meistens keinen Bürgersteig haben. La Palma hat in den Bemühungen um eine verbesserte Infrastruktur dem Thema Kinder nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. So gibt es zum Beispiel nur wenig Spielplätze, und Attraktionen wie Freizeit- oder Themenparks und Spaßbäder gibt es erst recht nicht. Dafür bietet die insulare Kultur jede Menge interessanter Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche.


Neben den zum Baden besonders geeigneten Naturschwimmbädern in La Fajana und Charco Azul gibt es im Nordosten zusammen mit Santa Cruz einige interessante Museen, die Kinder begeistern könnten.





Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre La Palma-Reise

Flugzeug

La Palma wird von Deutschland und anderen europäischen Ländern in etwa fünf Stunden direkt angeflogen. Die großen Reiseveranstalter bieten Pauschalarrangements zwischen 500 und 1500 Euro pro Woche an. Der einfache Hin- und Rückflug (Charter) kostet je nach Saison zwischen 400 und 550 Euro für 14 Tage ohne Unterkunft. Last-Minute-Flüge gibt es für unter 300 Euro hin und zurück für zwei Wochen ohne Unterkunft.

Schiff/Auto

Vom spanischen Festland (Cádiz) fährt in der Regel einmal wöchentlich eine Fähre über Gran Canaria und Teneriffa nach La Palma, von Teneriffa einmal am Tag. Büro der Trasmediterránea in Cádiz: Estación Marítima | Muelle Alfonso XIII | Tel./Fax 956223038 | www.trasmediterranea.es

Spanische Fremdenverkehrsämter

10707 Berlin | Kurfürstendamm 63 | Tel. 030/8826096 | Fax 8826661; 1010 Wien | Walfischgasse 8 | Tel. 01/5129580 | Fax 5129581; 8008 Zürich | Seefeldstrasse 19 | Tel. 01/2527930 | Fax 2526204; Offizielle Website des spanischen Fremdenverkehrsamts: www.spain.info

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Orten 50 km/h, sonst 90 km/h. Neben einer Anschnallpflicht gilt eine Promillegrenze von 0,3 bei Führerscheinbesitz unter zwei Jahren, sonst 0,5. In allen größeren Orten gibt es Tankstellen. Keine Selbstbedienung! Volltanken heißt lleno. Wenn man mit dem Wagen liegen bleibt, darf man sich nur von Unternehmen abschleppen lassen, die dafür eine Lizenz haben. Sie heißen grua (Tel. 922463742). Im Auto müssen immer zwei Warndreiecke mitgeführt werden, damit liegen gebliebene Fahrzeuge an unübersichtlichen Stellen in beide Richtungen gesichert werden können, sowie eine Warnweste, die bei Pannen getragenwerden muss. Die Polizei ahndet Verkehrsübertretungen sehr streng und mit hohen Bußgeldern (bis zu 600 Euro bei Alkoholmissbrauch). Auf jeden Fall sollte man beim Parken daran denken. Wenn die Bordsteine gelb markiert sind, ist nur ein kurzer Halt zum Ein- und Aussteigen erlaubt, rote Bordsteine signalisieren absolutes Halteverbot.

Banken & Geld

In allen größeren Orten gibt es Banken, Postsparkassen nur in Santa Cruz und Los Llanos. Überall können Sie Fremdwährungen in Euro tauschen. Die gängigen Kreditkarten werden akzeptiert. Die Banken sind Mo-Fr von 8.30 bis 14 Uhr geöffnet, manche im Winter auch samstags bis 13 Uhr. Geldautomaten gibt es auch am Flughafen.

Busse

Ein Autobus heißt auf La Palma guagua. Alle größeren Orte sind mit ihm von der Hauptstadt bzw. von Los Llanos aus erreichbar, manchmal sogar im Stundentakt, während die entfernt im Norden liegenden Orte nur einmal täglich angefahren werden. In Santa Cruz fahren die Busse von der Plaza de la Constitución ab (bei der Post), in Los Llanos vom Busbahnhof. An diesen Stellen sind mit Landkarten versehene Schilder mit den Abfahrtszeiten aufgestellt. Mo-Fr fährt halbstündlich ein Bus aus Santa Cruz über Los Cancajos zum Flughafen und zurück, samstags stündlich.

Camping

Auf La Palma gibt es einige Campingmöglichkeiten. Zwei kostenlose Plätze werden von der Forstbehörde Icona verwaltet und sind sehr einfach ausgestattet: der Platz in der Caldera de Taburiente und der am Refugio El Pilar auf der Cumbre im Südosten der Insel. Der dritte, privat verwaltete Campingplatz liegt am Staubecken von Barlovento auf einem schönen Hochplateau. Er ist mit Kochstellen, Toiletten und schattigen Plätzen versehen, ein Restaurant und ein Kiosk bieten Getränke und Speisen. | Preis pro Zelt am Wochenende: etwa 9 Euro, sonst 4,50 Euro. | Reservierung unter Tel. 922186482. Für die von der Icona verwalteten Campingplätze muss eine kostenlose Genehmigung im Besucherzentrum der Icona bei El Paso gegen Vorlage des Personalausweises eingeholt werden.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat: Avenida Marítima 66 | Santa Cruz de la Palma | Tel. 922420689 | Fax 922413278 | consulado-aleman@palmasol.e.telefonica.net; Österreichisches Honorarkonsulat: Calle Castillo 9 | Las Palmas de Gran Canaria | Tel. 928337642 | Fax 928332002; Schweizer Konsulat: Calle Domingo Rivero, 2/Esquina Juan XXIII | Las Palmas de Gran Canaria | Tel. 928293450 | Fax 928290070 | vertretung@las.rep.admin.ch

Fotografieren

Alle gängigen Negativ- und Diapositivfilme sind auf La Palma erhältlich. Sie können auch Farbfilme entwickeln lassen, z.B. in Santa Cruz bei Foto Moreno | Avenida Marítima 11.

Gesundheit

Grundsätzlich genießen alle Bürger aus den Staaten der Europäischen Union Krankenversicherungsschutz in Spanien und somit auch auf den Kanarischen Inseln und La Palma. Sie müssen den Betrag für die Behandlung bar vorstrecken. Es ist ratsam, dass Sie sich bei der eigenen Krankenversicherung erkundigen. Eine ärztliche Konsultation kostet um die 50 Euro. Es gibt einige deutsche Ärzte auf der Insel. Ärztenotdienste sind in den Apotheken angeschlagen, wo es alle gängigen Arzneimittel nach europäischem Standard - meist preiswerter als zu Hause - gibt.

Interinsulare Verbindungen

Zwischen den Kanarischen Inseln verkehren Fährschiffe und Linienflugzeuge. Eine Fahrt mit der Schnellfähre nach Teneriffa dauert zwei Stunden. Mit dem Flugzeug dauert es etwa 30 Minuten. Direktverbindungen von La Palma gibt es nach Teneriffa (Schiff und Flug), nach La Gomera (Schiff), nach El Hierro und nach Gran Canaria (Flug). Auskünfte für den Fährverkehr erteilen Naviera Armas (fährt auch über Tazacorte nach Teneriffa); Trasmediterránea | Santa Cruz | Calle O'Daly 2 | Tel. 922418243. Auskünfte für den Flugverkehr: Iberia bzw. Binter, in Reisebüros oder am Flughafen

Internet

Auf La Palma hat sich das Internet rasend schnell verbreitet. Auch die mit dem Tourismus befassten Behörden haben eine Website. Allerdings sind sie nicht immer auf dem aktuellsten Stand. Hier folgt eine kleine Auswahl: www.canarias.org: Informationen zu den Kanarischen Inseln von der Provinzregierung mit Informationen zu jeder Insel in Spanisch und Englisch; www.lapalmaturismo.com: Website der palmerischen Tourismusbehörde, auch in deutscher Sprache, über Kultur, Geschichte, Kunsthandwerk und Gastronomie auf der Insel; www.eDreams.de/Flug: günstige Flüge zu den Kanaren; www.la-palma-holiday.de: Hier findet man Ferienhäuser und Flüge nach La Palma; www.la-palma-auto.de: Website für günstige Mietwagen auf La Palma; www.lapalmaenred.com: private Website, auch in deutscher Sprache, mit Informationen zu Institutionen und Firmen auf La Palma; www.islabonita.es: Website der Asociación Turismo Rural, der Vereinigung des Landtourismus. Hier finden Interessierte ein breites Angebot palmerischer Landhäuser, die an Touristen vermietet werden.

Internetcafés & Wlan

Santa Cruz und Umgebung: Planitel Internet | Centro Los Concajos | pro Std. 2 Euro | tgl. 10-14 und 16-21 Uhr; Copy.Com | Calle Cabrera Pinto 15 | (gegenüber der Markthalle) | pro Stunde 3 Euro | Mo-Fr 9-13.30 und 16-19.30, Sa 9-14 Uhr;

Klima & Reisezeit

Nichts ist wechselhafter auf La Palma als das Wetter. Innerhalb weniger Stunden kann sich der Himmel zuziehen oder aufreißen; auf den Bergen scheint die Sonne, und am Meer sieht man vor lauter Wolken kein Blau mehr - oder umgekehrt. Ab Oktober kann es anfangen zu regnen, beständig zunächst nur, wie aus Kübeln dann von November bis Januar. In diesen Monaten sinkt auch die Temperatur, zumindest örtlich. In der Höhenlage von Mazo können es dann durchaus nachts zehn Grad sein, während tagsüber in Santa Cruz das Thermometer auf 25 Grad ansteigt.

Mietwagen

Wer die Insel wirklich sehen will, braucht ein Auto, da der Busverkehr nicht immer dann läuft, wenn man es gerade will. Es gibt zahlreiche Autovermietungen, besonders in den beiden großen Städten Santa Cruz und Los Llanos. Auch auf dem Flughafen gibt es Büros von verschiedenen Autovermietern. Sie müssen mindestens 21 Jahre alt sein, brauchen einen gültigen Führerschein, Reisepass oder Personalausweis und oft eine Kreditkarte. Aus Versicherungsgründen empfiehlt es sich nicht, Autos von Privatpersonen zu mieten.

Polizei

Notruf Tel. 112. Wie im spanischen Mutterland gibt es auf La Palma verschiedene Polizeidienste. Für Touristen ist wegen einer eventuellen Diebstahlanzeige die Guardia Civil - kurz Guardia - wichtigste Anlaufstelle. Es gibt sie in jedem größeren Ort.

Post

Zwar hat jeder größere Ort eine Poststelle, doch Urlauber, die ihre Ansichtskarten nicht erst nach der Rückkehr beim Empfänger wissen wollen, gehen am besten zur Hauptpost der Insel nach Santa Cruz oder zum Postamt in Los Llanos. Briefmarken heißen sellos und kosten für einen Brief oder eine Postkarte in ein EU-Land 0,60 Euro, nach Übersee 0,78 Euro. Die Post schließt um 20.30, samstags um 13 Uhr. Post erhalten kann man unter der Anschrift des Postamts mit dem Vermerk lista de correos (postlagernd). Diese Sendungen werden drei Monate lang aufbewahrt.

Radio

Im Sommer schwappt manchmal eine englisch- bzw. deutschsprachige Touristensendung von Teneriffa herüber (UKW 102,7 MHz: Radio Europa). Die Deutsche Welle empfängt man am besten im 31- und 49-m-Band der Kurzwelle. Stündlich werden von der Deutschen Welle Nachrichten gesendet, die auf La Palma jedoch mit einem normalen Kurzwellenempfänger erst ab 17 Uhr zu empfangen sind.

Strom

220 Volt. Es empfiehlt sich, für Geräte mit Schukosteckern Adapter mitzunehmen, da es auf der Insel eine Vielzahl verschiedener Stecker- und Steckdosensysteme gibt.

Taxi

Es ist schwer, am Abend nach 20 Uhr ein Taxi auf der Straße herbeizuwinken. Bei der abendlichen Fährankunft stehen im Hafen Taxis zur Verfügung, Sie können aber auch im Voraus reservieren (Los Llanos | Tel. 922403540, Santa Cruz | Tel. 922416070).

Telefon & Handy

In Spanien nennt man ein Handy móvil. Wegen der bergigen Geografie gibt es Gegenden mit schlechtem Empfang. Beim Roaming spart, wer das günstigste Netz wählt. Mit einer spanischen Prepaidkarte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe. Prepaidkarten wie die von Global-Sim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) sind zwar teurer, ersparen aber ebenfalls alle Roaminggebühren. Und: Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch im Heimatland abschalten!

Trinkgeld

Es hängt von jedem selbst ab, ob er Trinkgeld gibt. Es ist jedoch üblich, an der Bar ein paar Münzen liegen zu lassen, sofern der Service in Ordnung war.

Zeitungen

Mit einem Tag Verspätung kann man auf La Palma internationale Presseerzeugnisse kaufen. Das größte Angebot gibt es auf dem Flughafen. Darüber hinaus wird auf den Kanarischen Inseln der „Wochenspiegel“, eine alle 14 Tage in deutscher Sprache erscheinende Zeitung, vertrieben. Er enthält viele Informationen über die Insel und dazu einen umfangreichen Anzeigenteil. Außerdem gibt es auf La Palma einige deutschsprachige Periodika, die kostenlos verteilt werden bzw. in vielen Hotels, manchen Läden und an anderen Stellen ausliegen, zum Beispiel das halbjährlich erscheinende „La Palma Info“.

Zoll

Die EU-internen Bestimmungen über die allgemeine Zollfreiheit beziehen sich nicht auf die Kanarischen Inseln, sie gelten weiterhin als Drittland. Zollfrei zurück ins Heimatland mitbringen dürfen Sie deshalb u.a. nur: 200 Zigaretten, 50 Zigarren oder 250 g Tabak; 1 l Spirituosen über 22 Prozent, 2 l mit weniger als 22 Prozent Alkohol; 50 g Parfüm; 500 g Kaffee oder 100 g Tee.

Kaffee

1 Euro für eine Tasse Espresso

Tapa

Ab etwa 3,50 Euro je nach Art

Wein

1 Euro für ein Glas

Essen

Ab 8 Euro für ein einfaches Menü

Benzin

90 Cent für 1 l Super

Mietwagen

Ab 25 Euro pro Tag für einen Kleinwagen


Unser Insider

MARCO POLO Insider Horst H. Schulz im Interview

Horst H. Schulz ist freier Reisejournalist und hat 20 Jahre lang auf La Palma gelebt.

Sie haben viele Jahre auf La Palma gelebt. Wie ist es dazu gekommen?

Inseln interessierten mich schon seit der Lektüre von James Cook. La Palma habe dann ich für mich entdeckt, und das immer wieder neu. Nach fast 20 Jahren habe ich die Insel verlassen, doch manchmal wird mir das nicht bewusst, weil ich immer wieder zurückkehre.

Was reizt Sie an La Palma?

Wenn man lange dort gelebt hat, nimmt man die Naturschönheiten schon als selbstverständlich wahr. Was immer neu ist, sind die Menschen dort, ein Hauptgrund für meine Reisen auf die Insel.

Und was mögen Sie dort nicht so?

Die scheinbare Unersättlichkeit derjenigen, die, wie es scheint, aus La Palma ein Disneyland machen wollen.

Wo lebten Sie dort?

Ich bin ein Freund des Sonnenaufgangs. Allein schon deshalb wohnte ich natürlich auf der Ostseite der Insel.

Sprechen Sie Spanisch?

Ich habe Spanisch vor meiner ersten Südamerikareise gelernt, das war 1980. Auf der Straße, in Begegnung mit den Menschen, habe ich meine Kenntnisse immer erweitert. Das war auch der Grund, warum ich die Sprache sprechen wollte, ich wollte mit den Menschen reden können.

Kommen Sie viel auf La Palma herum?

Eine Inselrundfahrt gehört immer zum Besuchsprogramm, um zu sehen, was es Neues gibt.

Was prädestiniert Sie als Marco Polo Autor?

Sicher spielt es eine Rolle, dass ich La Palma so gut kenne - und dass ich Reisejournalist bin ...

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich treibe Sport, schreibe, fotografiere, gehe auch mal in die Oper und höre Musik, vorwiegend Jazz.

Mögen Sie die palmerische Küche?

Die Küche, die in den meisten Restaurants als palmerische ausgegeben wird, ist nicht mein Hit. Ich liebe Fisch, in jeder Form. Mein Lieblingsfisch auf La Palma ist die vieja, eine Art Papageienfisch.


Bloß nicht

Rücksicht auf palmerische Sitten und Gebräuche ist geboten

Bestehlen lassen

Eigentlich sind die Touristen auf La Palma bisher von den typischen kleinen und großen Schummeleien, Betrügereien und Übervorteilungen, wie man sie aus vielen anderen Regionen kennt, verschont geblieben. Es gibt hier keine aufsässigen Straßenhändler, keine Nepptouren, keine so genannten Gratisveranstaltungen.

Im Restaurant rauchen

Seit dem Jahr 2005 gilt ein eingeschränktes Rauchverbot in Gaststätten. In größeren Lokalen mit mehr als 100 Sitzplätzen können seperate Raucherbereiche vorhanden sein. Ansonsten muss der Wirt, wenn das Rauchen gestattet ist, ausdrücklich darauf hinweisen: Achten Sie auf das Schild Aqui se puede fumar, hier darf man rauchen. In allen anderen Fällen gilt grundsätzlich Rauchverbot.

Steine mitnehmen

Grundsätzlich dürfen den Lavafeldern keine Steine entnommen werden. Besonders auf den Zopflavafeldern des San Juan ist für viele die Versuchung groß, ein Stück Zopf als Reiseandenken nach Hause mitzunehmen. Aber Vorsicht: Mitunter gibt es diesbezüglich Kontrollen bei der Ausreise.

Aus der Rolle fallen

Viele Palmeros sind entsetzt über das Erscheinungsbild mancher Touristen. Halb nackt ein Lokal betreten, nackt baden, womöglich inmitten der einheimischen Familien, oder ohne Hemd in den Ortschaften herumlaufen, all das sollten Sie mit Rücksicht auf die palmerische Lebensweise unterlassen.

Verkehrsregeln missachten

Im Tunnel ohne Licht fahren? Den Wagen im Parkverbot abstellen? Geschwindigkeit überschreiten? Gar unter Alkoholeinfluss fahren? Das kann auf La Palma teure Folgen haben. Bis zu 600 Euro kann ein Verkehrsvergehen kosten. Es wird scharf und häufig kontrolliert, auch nachts, wenn so manch einer aus der Bodega kommt. Nichtspanische Papiere oder die Tatsache dass Sie einen Mietwagen fahren, bieten keinesfalls Immunität.

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