Flug Kreta Reiseführer Kreta - Dortmund Airport

City-Info Kreta

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Unterhaltung

Unterhaltung

Chaniá

Nachtleben

Sowohl in der Altstadt hinter der Hafenpromenade als auch im östlich an den Hafen anschließenden Viertel hinter dem Hotel Porto Veneziano sind viele gute Abendlokale entstanden. Originell sind vor allem die Musiktavernen in historischen Hausruinen.

Éla

Adónis, der Wirt dieser romantischen Altstadttaverne arrangiert täglich Bouzoúkimusikabende. Tgl. 11-1 Uhr | Odós Kondiláki 45

Kríti

Urig-einfache Ouzerí hinter den Arsenalen, wo jeden Abend kretische Lyraspieler vor bunt gemischtem Publikum singen und musizieren. Tgl. ab ca. 20 Uhr | Odós Kallergón 22

The Famous

Von Mitte Juli bis Anfang September täglich, sonst an Wochenenden moderne griechische Livemusik zum Tanzen. Ab 22 Uhr | Pl. Santriváni

Unterhaltung

Réthimno

Astéria

Open-Air-Kino unterhalb der venezianischen Festungsmauern. Odós Melisínu/Ecke Odós Smírnis | Eintritt 7 Euro

O Gunás

Originelle Altstadt-Taverne, in der die Söhne der Wirtin ab 22 Uhr oft Lyra spielen. Es gibt einfaches Essen und authentische Musik. Odós P. Koronéu 4-6

Unterhaltung

Iráklio

Platía Koraí

Vom Autoverkehr abgeschirmter Platz mit Straßencafés, in denen sich abends junge Leute treffen.

Veneto

Die romantische Bar mit Hafenblick wurde in einem historischen Gebäude mit Terrasse eingerichtet. Odós Epimenídu 7-9

Unterhaltung

Ágios Nikólaos

Clubs und Diskos

Diskotheken und Nachtclubs gibt es reichlich. Sie konzentrieren sich um den Hafen und am östlichen Stadtrand. Letzter Treffpunkt der Nachtbummler ist das Café auf dem Fähranleger.

Aléxandros

Musikbar auf einem Dachgarten über dem See mit üppigem Blumenschmuck und Tanzmusik, bei der manch Älterer noch einmal seine Lebensgeschichte nachvollziehen kann. Der DJ legt nämlich auch Oldies und Evergreens nach Gästewünschen auf. Tgl. ab 20 Uhr | Odós Kondiláki 1

Armída

Der Nachbau eines alten Segelschiffs im inneren Hafen des Städtchens ist ein von sanften Meereswellen stets bewegter Treff vor allem zur Cocktailstunde. Im Hafen vor der Aktí J. Koundoúrou | tgl. ab 12 Uhr

Perípou

Das Kulturcafé hoch über dem See ist zugleich CD- und Buchhandlung sowie Internetcafé. Der Mix macht es; hier trifft sich die einheimische Szene mit Niveau ab 22 Uhr zu Wein, Frappé und Long Drinks. Tgl. ab 10 Uhr | Odós 28is Oktovríou 25

Unterhaltung

Ierápetra

Nachtleben

Musikbars und Diskotheken finden Sie vor allem in der Odós Kirvá hinter der Uferpromenade (z.B. Seven, Saxo, Insomnia). Stilvoll sitzt man bei gutem Wein und leckeren Kleinigkeiten im nur abends geöffneten Café Odeion in dem lauschigen Innenhof einer klassizistischen Villa (Odós Lasthénous 18 | ab 19 Uhr | €€). Im 5 km weiter landeinwärts gelegenen Dorf Vaínia genießt man in der Ouzeri Plátanos (Mo geschl.) am Dorfplatz Landwein und kretischen Mesédes inmitten von Einheimischen unter Maulbeerbäumen.

Unterhaltung

Sitía

Tavernen und mehr

An Bars und Musikclubs herrscht in Sitía kein Mangel. Die Einheimischen verbringen den Abend jedoch lieber in den Tavernen außerhalb der Stadt bei echt kretischer Livemusik.

Roússa Ekklisía

Mitten in dem nur 9 km oberhalb von Sitía gelegenen Bergdorf servieren Níkos und Nifikúla unter einer riesigen Platane gegenüber einem Brunnen und der Dorfkirche in ihrer einfachen Taverne kretische Gerichte und selbst hergestellten Wein vom Fass. Fährt man abends wieder Sitía entgegen, glitzern die Lichter der Stadt wie unzählige Diamanten im Meer.

Planatarion Club

Die Diskothek von Sitía. 700 m vom Stadtrand an der Umgehungsstraße vom Fähr- zum Flughafen

Auskunft

Auskunft

Chaniá

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Tel. 2821092624 | Fax 2821092943 | Odós Kriári 40

Auskunft

Réthimno

Tourist-Information

Prokiméa Elefthérios Venizélou | Tel. 2831029148 | Fax 2831055765 | www.rethymnon.gr

Auskunft

Iráklio

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Tel. 2810228203 | Odós Xanthulídu (gegenüber vom Archäologischen Museum)

Auskunft

Ágios Nikólaos

Municipal Tourist Information Office

Tel. 2841022357 | www.aghiosnikolaos.eu | an der Brücke zwischen See und Hafen

Auskunft

Sitía

Tourist Information

Leofóros Karamanlí/Ecke Odós Papandréou | Tel. 2841024200

Einkaufen

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Chaniá

Carmela

Geschmackvoller Laden mit künstlerischer Keramik, Schmuck und Malerei. Odós Angélu 7

Kunsthandwerk

Zentrum der Kunsthandwerksläden ist das Altstadtviertel Topanás zwischen den Gassen Angélu, Zambéliu und Theotokopúlu.

Markthalle

Im fast 100 Jahre alten Bau mischen sich immer mehr Souvenirhändler zwischen die Obst-, Gemüse und Fleischstände. Am urigsten sind noch die verbliebenen Markttavernen. Mo-Sa 8.30-13.30, Di, Do, Fr auch 18-21 Uhr | Platía Sof. Venizélos

Mat

Athanásios Diamantópoulos hortet in seinem kleinen Laden eine große Auswahl an Schach- und Tavlispielen. Odós Potié 51 | Mo-Sa 9-14, Mo-Fr auch 16.30-20.30 Uhr

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Réthimno

Einkaufsstraßen

Die schöne Gasse Odós Arkadíu in der Altstadt ist die Haupteinkaufsstraße der Einheimischen von Réthimno. Die meisten Souvenirgeschäfte finden Urlauber und Besucher in den Straßen Odós Ethnikis Antistásseos, Sulion, Paleológu und Armanpatsóglu.

Wochenmarkt

Donnerstags nahe der Marína, samstags nahe dem Busbahnhof. Feilgeboten werden vor allem Obst und Gemüse, Textilien und technische Kleingeräte made in Fernost. 7-13 Uhr

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Iráklio

Odós 1866 und Umgebung

Die interessanteste Einkaufsstraße ist die Odós 1866, eine von Sonnensegeln überspannte Marktgasse. Hier und in den Seitengassen gibt es Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch. Man kann Kräuter, Rakí und Schafskäse, als besondere Spezialität auch kretisches Hochzeitsbrot, reich verziertes Salzteiggebäck, kaufen. Die besten Modegeschäfte und kleine Antiquitätenhandlungen liegen in der Fußgängergasse Odós Dedálou und den Parallelgassen, Odós Koraí und Odós Milátou.

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Ágios Nikólaos

Chez Sonja

Gute und große Auswahl an traditionellen kretischen Webarbeiten, Schmuck und Keramik. Odós 28is Oktovríu 20

Kerá

Schöner Laden mit ausgesucht künstlerischen und geschmackvollen alten und neuen Webarbeiten, Schmuck, Marionetten und Puppen aus griechischen Werkstätten. Odós J. Kundurú 8 (am Hafen unter dem Restaurant Cretan Stars)

Wochenmarkt

Mittwochvormittags findet entlang der am See beginnenden Straße Odós Ethnikís Antistáseos ein großer Wochenmarkt statt.

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Ierápetra

Markthalle/Agorá

Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Odós Ethnikís Antistáseos/Odós Kostúla Adrianú

Wochenmarkt/Laikí Agorá

Jeden Samstagvormittag bunter Straßenmarkt im Osten der Stadt. Odós Psilináki

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Sitía

Sitiaká Glika

Inhaberin Anna Garefaláki hat sich auf Produkte der Region spezialisiert, darunter Kuchen, Wein, Oúzo und Rakí. Odós Em. Russelláki 17

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Chaniá

Kali Kardia - Good Heart

Gemütliche Taverne im ehemaligen Judenviertel mit Wein vom Fass und Gebäck zum Nachtisch. Tgl. 11-2 Uhr | Odós Kondiláki 31 | €

Monastiri

Direkt am Hafen gelegene Taverne, in der es auch saisonale und ausgefallenere kretische Spezialitäten wie das gepökelte Schweinefleisch sínglino und die Pflanzzwiebeln volvoús gibt. Tgl. ab 12 Uhr | Aktí Tombázi 12 | www.monastiri-taverna.gr | €€

Tamam

Taverne in einem ehemaligen türkischen Bad, Treff der einheimischen Intellektuellen und Künstler. Tgl. ab 13 Uhr | Odós Zambéliu 49 | €€

The Well of the Turk

Das stimmungsvolle Restaurant liegt versteckt an einem türkischen Brunnen. In den kleinen Innenräumen werden sonst seltene Spezialitäten serviert. Im Winter wird sonntags live Musik gemacht. Mi-So ab 19.30 Uhr | Odós Kalinikú Sarpáki 1-3 (Zugang von Odós Daskalojánnis aus) | €€€

Essen und Trinken

Réthimno

Knossós

Eine der ältesten Tavernen am venezianischen Hafen, seit über 50 Jahren in Familienbesitz. Hier ist die Mama die Küchenchefin, die auf die Qualität des Angebots achtet. Tochter María und Sohn Stávros sorgen für exzellenten und fröhlichen Service. Tgl. ab 12 Uhr | €€

La Renzo

Gepflegtes Restaurant in einem 500 Jahre alten Gewölbe. Griechische und internationale Küche. Spezialitäten des Hauses sind Suvláki vom Zicklein und kretisches Honiglamm; Wirtin Christina garantiert als echte Australierin erstklassige Steaks. Das Hobby ihres Mannes Manólis sind exzellente griechische Weine, über die er sich auch gern auf Englisch unterhält. Tgl. 18-1 Uhr | Odós Radamanthíu 9 | €€€

Lemon Tree Garden

Auf sympathische Art ganz auf Urlauber eingestellte Taverne in einem Zitronengarten. Große Auswahl, guter Service. Tgl. ab 12 Uhr | Odós Ethn. Antistáseos 100 | €€

Essen und Trinken

Iráklio

Kirkor und Fyllo...sophies

Zwei traditionsreiche Cafés, in denen als Spezialität bugátsa serviert wird, eine Art Grießpudding in Blätterteig (Portion 2,40, Kilo 15,50 Euro). Tgl. ab 8 Uhr | Morosini-Brunnen | €

Paraskevás

Moderne Fischtaverne auf einem kleinen Platz hinter dem Historischen Museum, abseits der Touristenmassen. Tgl. ab 18 Uhr | Pl. Kalokerinoú | €€-€€€

Tou Terzáki

Ouzerí, in der die Gäste auf einer Liste ankreuzen, welche der Spezialitäten sie wünschen. Mo-Sa ab 13 Uhr | Odós Marinélli 17 | €€

Essen und Trinken

Ágios Nikólaos

De Molen

Holländisches Restaurant über dem See. Bis 18 Uhr Pfannkuchengerichte. Mo-Sa ab 10 Uhr, So ab 12 Uhr | Odós D. Solomú | €€

Ítanos

Moderne Taverne mit großer Auswahl. Eher für mittags als für ein stimmungsvolles Abendessen zu empfehlen. Informativer als ein Blick in die Speisekarte ist der Gang zum Warmhaltetresen. Tgl. 10-23 Uhr | Odós Kípru 1 | €€

Pélagos

Diese Taverne ist in einem klassizistischen Haus untergebracht. Das Kaiki (Boot) davor signalisiert den Schwerpunkt der Speisekarte: Fisch und Meeresfrüchte. Blumenreicher, schattiger Garten. Viele gute Weine. Tgl. 12-24 Uhr | Odós Str. Koráka 10 | €€€

Essen und Trinken

Ierápetra

Cástro/O Callés

In dieser Ouzerí werden viele kleine Gerichte serviert. Tgl. 5-24 Uhr | gegenüber vom Fort an der Uferstraße | €

Levante

Das sehr gepflegte Restaurant liegt an der Uferpromenade und bietet außer exzellenter Küche auch ein gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wirt Níkos serviert unter anderem frischen Fisch und ein hervorragendes Moussaká. Tgl. ab 11 Uhr | Odós Stratigoú Samouíl 38 | www.ierapetra.net/levante | €

Pórtego

Bar, Café und Restaurant in etwa 100 Jahre alten Gebäuden und kleinen, stimmungsvollen Innenhöfen. Gute Auswahl an typischen Mesédes. Tgl. ab 19.30 Uhr | Odós N. Foniadáki 8 | €€€

Essen und Trinken

Sitía

Balkóni/Balcony

In der oberen Etage eines Hauses aus dem 19. Jh. gelegenes, verspielt möbliertes Restaurant mit kreativer griechischer und international angehauchter Küche. Nur Flaschenweine. Tgl. ab 18 Uhr | Odós Kazantzákis/Ecke Odós Funtalídu | www.balcony-restaurant.com | €€€

O Míchos

Taverne in der Haupteinkaufsstraße. Wirt Michális ist besonders stolz auf seine Hähnchen. Im Oktober bietet er gefüllten Tintenfisch an, allerdings ohne ihn auf die Speisekarte zu setzen. Tgl. 12-16 und ab 18 Uhr | Odós Kornáru | €

Spring of Paradise

Die beste Taverne Sitías liegt 15 km außerhalb der Stadt an der Straße nach Ierápetra. Hier sitzt man weltabgeschieden unter Weinranken, Obstbäumen und Platanen nahe einer Quelle, erfreut sich an den besten Kartoffeln Kretas und genießt echt kretische Küche. Das Quellwasser schmeckt so gut wie der Wein. Tgl. ab 11 Uhr | Drapaní Sykiás | Tel. 2843031405 | €€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Réthimno

Wassersport

Entlang des 16 km langen Strandes, der sich vom Hafen gen Osten Zieht, kann man überall baden. Vor vielen der Großhotels sind Wassersportstationen angesiedelt, die von Tretbootfahren bis Wasserski, von Windsurfen bis Paragliding vielfältige Aktivitäten bieten. Für Taucher sorgt das Atlantis Dive Centre im Aquila Rithímna Beach in Ádele und im Grecotel Club Marina Palace in Panórmo (Tel. 2831071640 | Fax 2831071668 | www.atlantis-creta.com).

Freizeit und Sport

Ágios Nikólaos

Strände und mehr

Tennis und Basketball können Sie im Stadion in der Aktí Atlantídos spielen. Die verschiedensten Wassersportmöglichkeiten bieten die großen Hotels am Wege nach Eloúnda. Wer reiten möchte, kann das vom nahen Dorf Exo Lakónia aus (Tel. 2841024246 | Tel. 2841026943).

Freizeit und Sport

Ierápetra

Wassersport

Eine Wassersportschule am Strand von Ierápetra bietet Windsurfen, Wasserski fahren und Segeln; Kanus und Tretboote können gemietet werden. Tauchkurse werden geboten

Freizeit und Sport

Sitía

Freizeitangebote

Das Städtchen Sitía selbst ist als Urlaubsort für Sportler nicht zu empfehlen. Das nächste Wassersportzentrum findet man im 25 km entfernten Váï. Baden kann man am schattenlosen Sandstrand, der am östlichen Stadtrand beginnt. Er liegt allerdings unmittelbar unterhalb der viel befahrenen Hauptstraße Richtung Váï.

Sehenswertes

Sehenswertes

Chaniá

Ágios-Nikólaos-Kirche

Das griechisch-orthodoxe Gotteshaus wurde in venezianischer Zeit als Dominikanerkirche erbaut und später in eine Moschee verwandelt. Aus jener Epoche stammt das restaurierte Minarett, das die Kirche zu einem Kuriosum macht. Innenbesichtigung nur vormittags | Platía 1821

Archäologisches Museum

Das Museum ist in einer Franziskanerkirche im gotischen Stil aus venezianischer Zeit untergebracht. Zu sehen sind Funde aus allen vorchristlichen Epochen aus dem Regierungsbezirk Chaniá. Besonders interessant sind die bemalten spätminoischen Sarkophage, schön die farbigen Salbölgefäße aus Glas aus einem Frauengrab (4. Jh. v. Chr.). Apr.-Okt. Mo 13-19.30, Di-So 8-19.30 Uhr, November-März Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro | Kombiticket mit Byzantischer Sammlung 3 Euro | Odós Chalidón 25

Arsenale

Am Hafen sind noch neun von einst 23 venezianischen Hallen aus dem 15. Jh. erhalten, in denen die Venezianer Schiffe bauen ließen. Frei zugänglich | Aktí Enosséos

Byzantinische Sammlung

Ausstellung u.a. von Ikonen, Mosaiken, Fresken in einer ehemaligen Franziskanerkirche. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro | am nördlichen Ende der Odós Theotokopúlu

Janitscharen-Moschee

Der 1645 errichtete Bau ist nach der Elitetruppe der osmanischen Sultane benannt. Keine Innenbesichtigung | Aktí Tombási

Nautisches Museum

Das Schifffahrtsmuseum in der Fírkas-Bastion zeigt Erinnerungsstücke an Seeschlachten, nautische Geräte, Schiffsmodelle, Porträts bedeutender Admirale und eine schöne Muschelsammlung. Tgl. 9-16, im Winter 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Aktí Kundurióti

Stadtpark

Im schönsten Stadtpark Kretas leben Wildziegen in Gehegen. Der Park lockt am frühen Abend viele Einheimische ins elegante Parkkafeníon und ins Freilichtkino. Odós Dimokratías/Odós Tzanakáki

Synagoge Etz Hayyim

1669 zur Synagoge umgewandelte katholische Kirche, die jetzt als Gedenkstätte, Museum und Andachtsraum genutzt wird. Mo, Di, Do, Fr 10-17, Mi 10-14 Uhr | www.etz-hayyim-hania.org | Paródos Kondiláki

Volkskundliches Museum

Im privaten „Folklore Museum“ sind mit vielen historischen Objekten und Gerätschaften sowie lebensgroßen Wachsfiguren zahlreiche Szenen aus dem Volksleben vergangener Jahrhunderte liebevoll gestaltet. Rakí-Destille und Weinpresse sind ebenso zu finden wie Webstuhl, Schneider- und Schusterwerkstatt.

Sehenswertes

Réthimno

Archäologisches Museum

Objekte von der Steinzeit bis zur venezianischen Epoche werden in einem ehemaligen türkischen Gefängnis gezeigt. Besonders interessant sind einige ägyptische Exponate wie z.B. die kleine Messingstatuette der stillenden Göttin Isis, die den minoischen Seehandel mit Ägypten bezeugen, sowie die Münzsammlung und die römische Bronzefigur eines Kriegers, die in einem Schiffswrack vor Agía Galíni gefunden wurde. Bemerkenswert ist auch ein spätminoischer Kriegerhelm mit auf Leder genähten Eberzähnen. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | gegenüber dem Eingang zur Fortézza

Arimóndi-Brunnen

Außer vielen alten türkischen Brunnen ist im Zentrum des Tavernenviertels der venezianische Brunnen (1623) mit drei Wasser speienden Löwenköpfen zwischen schlanken Säulen erhalten. Er war ursprünglich von einer Kuppel überdacht, die jedoch einer Straßenerweiterung zum Opfer fiel. Platía Títu Peticháki

Fortézza

Von der venezianischen Burg aus dem 16. Jh. stehen noch die Außenmauern. Dahinter sind auf einem wildromantischen Gelände lediglich die Ruinen verschiedener Gebäude sowie eine christliche Kapelle, eine Moschee und zahlreiche Zisternen erhalten geblieben. Im Sommer finden in der Fortézza kulturelle Veranstaltungen unterm Sternenhimmel statt. Mai-Okt. tgl. 9-19 Uhr, im Winter nach Bedarf | Eintritt 3 Euro | Eingang auf der Ostseite

Kanakákis Gallery

Hier werden griechische Maler des 20. Jhs. gezeigt. Außerdem wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Di-Fr 9-14, Mi auch 17-21, Sa/So 10-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Odós Chimáras/Odós Melissínu

Loggia

Im gut restaurierten ehemaligen Versammlungshaus des venezianischen Adels werden heute offizielle Kopien von Museumsstücken aus ganz Griechenland verkauft. Tgl. 8-16 Uhr | Odós Arkadíu 220

Moschee Kara Mussa Pascha

Kleine Moschee mit Resten früherer Bemalung in der Gebetsnische und alten türkischen Grabsteinen. Odós Arkadíu/Ecke Odós Viktóros Ugó

Moschee tis Nerandses

Die drei Kuppeln und das Minarett der Moschee aus dem 18. Jh. sieht man schon von weitem. Heute ist hier eine Musikschule untergebracht. Platía Títus Peticháki

Stadtpark

In der grünen Oase an der Grenze zwischen Alt- und Neustadt leben in kleinen Freigehegen neben einem Kinderspielplatz auch einige kretische Wildziegen. Von Sonnenauf- bis -untergang | Eintritt frei | Platía Tésseron Mártiron

Uferpromenade

Ein schöner, etwa 45-minütiger Abendspaziergang führt vom Busbahnhof immer am Ufer entlang zu Füßen der Fortézza bis zum Venezianischen Hafen. Unterwegs laden mehrere Cafés zur Rast ein.

Venezianischer Hafen

Einst ankerten hier die Schiffe der Serenissima, heute sind es Yachten und Fischerboote. Die Venezianer bauten die Mole und den Leuchtturm; aus dieser Zeit stammen auch die z.T. unter Denkmalschutz stehenden Häuser mit schönen Balkonen und Portalen; bei manchen lässt sich an der Fassade noch ein verwittertes Adelswappen erkennen. Heute sind hier Fischrestaurants, Tavernen und Cafés.

Volkskundliches Museum

Hier werden die Lebensweise und die Arbeitswelt der Kreter im 18. und 19. Jh. dokumentiert. Mo-Sa 9-14.30 Uhr | Eintritt 3 Euro | Odós Vernádu 28-30

Sehenswertes

Iráklio

Ágios-Márkos-Kirche

Die 1239 erbaute, älteste venezianische Kirche der Stadt direkt am Platz mit dem Morosini-Brunnen dient heute als Konzert- und Ausstellungsraum. Wechselnde Öffnungszeiten | Eintritt frei | Odós 25 Avgústu

Ágios-Minás-Kirche

Die Kathedrale von Iráklio, 1862 bis 1895 erbaut, fasst 8000 Menschen. Tagsüber meist geöffnet | Eintritt frei | Platía Agía Ekaterínis

Ágios-Títos-Kirche

Die Schädelreliquie des Ágios Títos in dem Gotteshaus, das im Jahr 1923 von einer Moschee in eine Kirche verwandelt wurde, genießt hohe Verehrung. Títos war ein Schüler des Apostels Paulus und der erste Bischof der Insel. Tgl. 7-12 und 17-20 Uhr | Eintritt frei | Odós 25 Avgústu

Archäologisches Museum

Kein anderes Museum der Welt besitzt mehr Funde aus minoischer Zeit. Deswegen ist es erweitert worden - und voraussichtlich bis Anfang 2010 wegen Umbaus geschlossen. In einer kleinen Sonderausstellung im Neubau werden jedoch stets einige der schönsten Objekte gezeigt. Viele erzählen aus dem täglichen Leben vor über 3500 Jahren. Man sieht Nachbildungen minoischer Hausfassaden aus Fayenceplättchen, ein Spielbrett für ein Würfelspiel, Tonmodelle von Schiffen, Schmuck und eine große Zahl von Siegeln. Zu den wertvollsten Stücken in der Ausstellung gehören ein Stierkopfrhyton aus Steatit (Speckstein) mit Augen aus Bergkristall und einem Maul aus Perlmutt sowie ein Rhyton (Trink- und Spendegefäß) aus schimmerndem Bergkristall. Eindrucksvoll sind die - allerdings nur bruchstückhaft erhaltenen und phantasievoll modern ergänzten - Wandmalereien aus dem Palast von Knossós und minoischen Villen. Öffnungszeiten und Eintritt vor Ort erfragen | Platía Eleftherías/Odós Xanthudínu

Arsenale

An der Uferstraße nahe dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe stehen noch einige der venezianischen, im 16. Jh. erbauten Schiffswerften, in denen die Schiffe während der Winterstürme sicher lagerten und repariert werden konnten. Ständig frei zugänglich | am Fischer- und Yachthafen

Bembo-Brunnen

Venezianischer Brunnen am Ende der Marktgasse, 1588 unter Verwendung eines römischen Sarkophags und einer römischen Statue erbaut. Odós 1866

Historisches Museum

Die Sammlung umfasst Exponate von der frühchristlichen Zeit bis heute. Man sieht Trachten und Landkarten, Fotos, Münzen, Keramik, Schmuck und Volkskunst; außerdem das Arbeitszimmer des Dichters Níkos Kazantzákis. Stolz ist man auf zwei kleinformatige Gemälde des berühmten Malers El Greco. Mo-Sa 9-17, Mi bis 21 Uhr | Eintritt 5 Euro | Odós Lis. Kalokerinú 7 | www.historical-museum.gr

Ikonenmuseum

Kretas bedeutendstes Museum für christliche Kunst hat in der Kirche Agía Ekateríni, im Jahr 1555 erbaut, ein Zuhause gefunden. Hier hängen vor allem Ikonen im kretischen Stil, der Einflüsse der italienischen Renaissance zeigt. Sechs der Ikonen stammen von dessen wichtigstem Vertreter, Michaíl Damaskínos. Mo-Sa 9.30-19.30, So 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Platía Agía Ekaterínis

Kazantzákis-Grab

Der berühmteste kretische Dichter ist auf einer Bastion der venezianischen Stadtmauer bestattet. Tagsüber frei zugänglich | Martinengo-Bastion (Zugang von der Odós Nikoláou Plastirá aus)

Kúles-Festung

Die Hafenfestung der Venezianer, 1523 bis 1540 erbaut, bietet eine schöne Aussicht über den lebhaften Hafen. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro | auf der Mole des Fischerhafens

Loggia

Der Treffpunkt des venezianischen Adels während der Herrschaft der Serenissima wurde restauriert und dient heute als Rathaus der Stadt. Innenbesichtigung nicht möglich | Odós 25 Avgústu

Morosini-Brunnen

Das Wahrzeichen Iráklios wurde 1628 vom venezianischen Statthalter Francesco Morosini gestiftet, um die Wasserversorgung der Stadt zu verbessern. Platía Venizélou

Stadtmauer

Die 3,5 km langen, mit insgesamt sieben Bastionen und vier Toren ausgerüsteten Stadtmauern wurden in der Mitte des 16. Jhs. nach Plänen des Veroneser Architekten Michaele Sanmicheli erbaut. Zu betreten sind sie heute nur auf der Martinengo-Bastion.

Sehenswertes

Ágios Nikólaos

Agía-Triáda-Kirche

Die moderne Hauptkirche, der Dreifaltigkeit geweiht, an der Platía El. Venizélos im Zentrum ist mit neuen Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil geschmückt. Meist 7-12 und 16-19.30 Uhr | Eintritt frei

Ágios-Nikólaos-Kirche

Die kleine Kirche muss uralt sein. In ihrem Innern sind noch spärliche Spuren von anikonischen Wandmalereien zu sehen, Fresken also, auf denen Symbole statt Christus und Heilige dargestellt sind. Sie sind dadurch sicher in die Zeit des Ikonoklasmus, also ins 8. oder 9. Jh. zu datieren. Nur für speziell Interessierte lohnend. Auf dem Gelände des Hotels Minos Palace am nördlichen Stadtrand, den Schlüssel bekommen Sie kostenlos gegen Hinterlegung eines Ausweises an der Hotelrezeption

Archäologisches Museum

Das sehenswerte Museum präsentiert Funde aus Ostkreta, darunter interessante Idole und schöne Vasen. Besondere Beachtung verdient die „Göttin von Mírtos“, ein frühminoisches Keramikgefäß, das deutlich Merkmale einer Frau trägt. Brüste und Schamdreieck sind angedeutet; der Kopf sitzt auf einem phallusförmigen Hals, in zwei dünnen Armen hält die Figur eine Art Kanne. Einzigartig ist auch ein Totenschädel aus dem 1. Jh., der mit einem Kranz aus goldenen Blättern geschmückt ist und im Mund eine Münze als Fährgeld für die Reise in die Unterwelt bewahrt. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Odós Paleológu 68

Folkloremuseum

Das kleine, gut eingerichtete Museum an der Kanalbrücke zeigt viele traditionelle Webarbeiten, Stickereien, Holzschnitzereien und Trachten. Interessant sind die Fotos aus den 1930er-Jahren, als Fremde in Ágios noch eine Seltenheit waren. So-Fr 10-16 Uhr | Eintritt 3 Euro | an der Brücke am See neben dem Taxistand

Iris Museum

Museum in einer Villa von 1899, das getrocknete kretische Pflanzen und Fotos ihrer Blüten zeigt. Gute englische Erklärungen. Odós 28is Oktovríou 21 | Fr-Mi 9-13 und 17.30-20.30 Uhr | Eintritt 2 Euro

Municipal Gallery

Wechselnde Ausstellungen: moderne Kunst, Fotografie und Design. Odós 28is Oktovríou 8 | Mitte Juni-Okt. tgl. 11-14, 18.30-21 Uhr | Eintritt frei

Sehenswertes

Ierápetra

Altstadt

Am westlichen Ende der Uferpromenade steht die erst 1626 von den Venezianern erbaute Festung (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei). Dahinter erstreckt sich die Altstadt mit kleinen Gassen aus der Türkenzeit. An der stillen Platía steht eine Moschee mit restauriertem Minarett und Brunnenhaus.

Archäologisches Museum

Das kleine Museum in einer ehemaligen türkischen Schule besitzt neben Keramik und Münzen einen besonders schönen minoischen Sarkophag mit Darstellungen aus dem täglichen Leben und eine hervorragende Statue der Göttin Persephone aus dem 2. Jh. n. Chr. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro | Odós Ethnikís Antistáseos (nahe der Platía in der Neustadt)

Sehenswertes

Sitía

Archäologisches Museum

Das Museum besteht nur aus einem Saal. Hier sind, meist ohne jede schriftliche Erläuterung, Funde von 22 Ausgrabungsstätten der Region ausgestellt. Besonders schön ist der 30 cm hohe männliche Elfenbeintorso aus der Neupalastzeit mit stilisierten Haaren aus Goldbronze, interessant auch die Reste der minoischen Traubenpresse. Di-Sa 8.30-15, So 9.30-14.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | am Ortsausgang an der Straße nach Ierápetra

Burg

Ehemaliges Fort der Venezianer, Kazárma genannt. Im Sommer Theater- und Konzertaufführungen. Unregelmäßig geöffnet | Eintritt frei

Folkloremuseum

Vielfältige Sammlung von kretischem Hausrat, Trachten und alten Stick- und Webarbeiten in original kretischen Räumen. Mo-Sa 10-13 Uhr | Eintritt 2 Euro | Odós Kapetán Sifí 26 (nahe der Platía am Hafen)

Strände

Strände

Chaniá

Baden und Surfen

Nahe der Stadt zu baden ist Besuchern wegen der Abwässerverhältnisse Chaniás nicht zu empfehlen.

Strände

Iráklio

Freizeitangebote

Städtische Linienbusse bringen die Badewilligen an die stadtnahen Strände. Dort können auch Surfbretter gemietet werden. Tennis kann man im Iraklion Tennis Club spielen (Odós Dúkos Beaufórt | Tel. 2810226152), Bowling im Candia Bowling (Odós Therissós | Tel. 2810256652).

Uebernachten

Uebernachten

Chaniá

Amphora

20 individuelle Zimmer (eins mit Himmelbett) zum Teil auch mit Küchenecke in einem Haus aus dem 14. Jh. Es ist mit Antiquitäten ausgestattet. Párodos Theotokopúlu 20 | Tel. 2821093224 | Fax 2821093226 | www.amphora.gr | €€

Belmondo

Stilvolles Altstadthotel am Hafen. 8 Zi. | Odós Zambéliu 10 | Tel./Fax 2821036216 | www.belmondohotel.com | €€-€€€

Casa Delfino

Die 20 geschmackvollen Studios mit Klimaanlage und Küchenecke sind in einem Herrenhaus aus dem 17. Jh. gelegen. Es gibt für die Gäste auch einen Innenhof sowie eine Dachterrasse. Odós Theofánus 9 | Tel. 2821093098 | Fax 2821096500 | www.casadelfino.com | €€€

Palázzo

Das Altstadthaus mit Holzfußböden ist kretisch möbliert und besitzt einen schönen Dachgarten. Die klimatisierten Zimmer verfügen über einen eigenen Kühlschrank. 11 Zi. | Odós Theotokópulu 54 | Tel. 2821093227 | Fax 2821093229 | www.palazzohotel.gr | €€

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Réthimno

Aquila Rithímna Beach

Bestens organisierte Hotel- und Bungalowanlage mit Restaurants, Meer- und Süßwasserpool, Sport- und Unterhaltungsangeboten. 7 km östlich von Réthimno am Strand. 520 Zi., Ádele | Tel. 2831071002 | Fax 2831071688 | www.aquilahotels.com | €€€

Fortézza

Harmonisch in die Altstadt eingepasstes Haus mit Pool unterhalb der Fortézza. 54 Zi. | Odós Melisínu 16 | Tel. 2831055551 | Fax 2831054073 | www.fortezza.gr | €€

Olga's Pension

Liebenswert altmodische Pension in der Altstadt, etwas chaotischer, gut englisch sprechender Wirt, schöner Dachgarten. Der urigste Treff für Traveller! 8 Zi. | Tel. 2831053206 | Fax 2831029851 | Odós Soulioú 57 | €

Palazzo Vecchio

Hotel in einem venezianischen Palast aus dem 15. Jh. Im Innenhof gibt es für die Gäste einen kleinen Pool, auf dem Dach eine Terrasse mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. 25 Apts. | Odós Melissínou/Ecke Platía Iróon Politechníu | Tel. 2831035351 | Fax 2831025479 | www.palazzovecchio.gr | €€€

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Iráklio

Irini

Zentrales Hotel. Zimmer nach hinten sind relativ ruhig. 59 Zi. | Odós Idomenéos 4 | Tel. 2810229703 | Fax 2810226407 | www.irini-hotel.com | €€

Lena

Preiswertes Altstadthotel, ruhig und zentral gelegen. 16 Zi. | Odós Lachaná 10 | Tel. 2810223280 | Fax 2810242826 | www.lena-hotel.gr | €-€€

Mégaron

2003 eröffnetes Luxushotel in einem repräsentativen Bau aus den 1930er-Jahren, Innen- und Außenpool. 58 Zi. | Odós Dúkos Beaufórt 9 | Tel. 2810305300 | Fax 2810305400 | www.gdmmegaron.gr | €€€

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Ágios Nikólaos

Ariádni Beach

Der Landschaft angepasste Bungalowanlage mit Pool und üppigem Garten. Das Hotel liegt 700 m vom Zentrum entfernt an einem kleinen Kieselstrand. 76 Zi. | Aktí Atlantídos | Tel. 2841022741-4 | Fax 2841022005 | €€

Coral

Das Hotel besteht aus zwei, terrassenförmig übereinander liegenden Gebäuden, dazwischen liegt die Poolterrasse. Auf der anderen Seite der Uferstraße fehlt zwar der Strand, aber zum Schwimmen kommt man ins Wasser. Gut für ein oder zwei Zwischenübernachtungen. 172 Zi. | Aktí Iosíf Koundoúrou | Tel. 2841028363 | Fax 2841028754 | www.mhotels.gr | €€-€€€

Du Lac

Einziges direkt am Seeufer gelegenes Hotel der Stadt. Ein Zimmer mit Seeblick macht den Nachteil wett, dass Autos nicht in Hotelnähe parken können. 24 Zi. | Odós 28is Oktovríou | Tel. 2841022711 | Fax 2841027211 | www.dulachotel.gr | €

Minos Palace

Großhotel mit 233 Betten. 800 m vom Ort entfernt auf einer Halbinsel. 325 m² großer Pool, Tauchschule, Taxiboote ins Ortszentrum. Aktí Ilía Sotirú | Tel. 2841023801 | Fax 2841023816 | www.mamidakishotels.gr | €€€

Pérgola

Von den Inhabern Jánnis und Stélla sehr familiär geführtes Hotel an der Spitze der Halbinsel nahe dem Fähranleger. Zimmer im obersten Geschoss mit Meerblick. 26 Zi. | Odós Sarolídi 20 | Tel. 2841028152 | €

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Ierápetra

Cretan Villa

Die stimmungsvolle Pension in einem alten Haus mit lauschigem Innenhof wurde von ihrem jungen Wirt liebevoll eingerichtet. 9 Zi. | Odós Oplárchu Lakérda 16A | Tel./Fax 2842028522 | www.cretan-villa.gr | €€

Erotokritos

Idyllisch gelegenes Haus in der Altstadt mit 5 Zimmern, die zum Teil eine kleine Küche haben. Die Wirtin Ewangélia ist ein Musterbeispiel kretischer Gastfreundschaft. Párodos Stratigú Samuíl | Tel. 2842028151 Tel. 2842025704 | €

Petra Mare

Weithin sichtbarer Hotelklotz, trotzdem für alle angenehm, die darin wohnen. Eine autofreie Uferpromenade führt von hier etwa 800 m weit ins Ortszentrum, östlich schließt sich ein Kieselsteinstrand an. Wenn irgend möglich, ein Zimmer mit Meerblick buchen! Uferstraße östlich des Zentrums | Tel. 2842023341 | Fax 2842023350 | www.petramare.com | €€

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Sitía

Hotels

Sitía besitzt nur ein wirkliches Großhotel, das Clubhotel Mármara Sitia Beach am Strand mit überwiegend französischen Gästen. Ansonsten gibt es moderne Stadthotels, Privatzimmer und kleine Pensionen; in der näheren Umgebung auch viele Ferienhäuser sowie eine einfache Jugendherberge am Ortsausgang Richtung Iráklio.

Archontikó

Von einer jungen Frankfurterin geführte Pension in einem über 100 Jahre alten Herrenhaus in der Altstadt. Mit schöner, kommunikationsfördernder Gemeinschaftsterrasse, auf der sich die Gäste selbst ihr Frühstück zubereiten können. 11 Zi. mit Etagenbädern | Odos I. Kondiláki 16 | Tel. 2843028172 | €

Elysee

Schlichtes, modernes Hotel an der Uferstraße, Parkplatz hinter dem Haus, Zimmer mit Fön und Kühlschrank. 26 Zi. | K. Karamanlí 14 | Tel. 2843022312 | Fax 2843023427 | www.elysee-hotel.gr | €

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Chaniá

Agía Rouméli

Das Südküstendorf am Ausgang der Samariá-Schlucht wird von einer türkischen Burgruine überragt. Im Ort gibt es Tavernen und Pensionen. Ein Bad vom Kiesstrand aus ist nach der Wanderung durch die Schlucht eine große Wohltat. Während der Saison ist Agía Rouméli täglich per Boot mit Chóra Sfakíon und Paleochóra verbunden. Keine Straße

Akrotíri-Halbinsel

Die Halbinsel, die sich östlich von Chaniá ins Meer schiebt, trägt den Flughafen der Stadt und eine Raketenabschussbasis der Nato. In den über 500 m hohen Bergen im Norden lohnen die noch bewohnten Klöster Agía Triáda aus dem 17. Jh., neu im traditionellen Stil ausgemalt (tgl. 7.30-14 und 17-19 Uhr), und Guvernétu aus dem 16. Jh. (So 5-11 und 17-20, Okt.-Ostern 16-19, Mo, Di, Do, Sa 10-13 und 17-20, Okt.-Ostern 16-18 Uhr, Mi und Fr geschl.) einen Besuch.

Almirída

Am westlichen Ortsrand dieses beschaulichen Badeortes mit Sandstrand liegen neben der Hauptstraße Grundmauern und Reste des Mosaikfußbodens einer frühchristlichen Basilika. 24 km

Áptera

Auf dem fast 200 m hohen Bergplateau mit prächtiger Sicht auf die Soúda-Bucht stehen die spärlichen Ruinen einer einst mächtigen griechisch-römischen Stadt. Zu erkennen sind Reste der Stadtmauer, mehrerer Tempel und Zisternen sowie eines Theaters, eines mittelalterlichen Klosters und einer türkischen Burg (antike Ruinen Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei | Burg jederzeit frei zugänglich). 16 km

Chóra Sfakíon

Der malerisch an einer Bucht gelegene Hauptort der Sfakiá mit weiß getünchten Häusern an engen Gassen ist nur am frühen Nachmittag für wenige Stunden von Urlaubern überlaufen, die nach der Durchwanderung der Samariá-Schlucht und der Bootsfahrt von Agía Rúmeli hier ihre Busse besteigen und über Dutzende von Haarnadelkurven in Richtung Nordküste fahren.

Chrisoskalítissa Kloster

Einsam auf einem niedrigen Fels überm Meer liegt das modern wirkende, kleine weiße Kloster. Es wurde in seiner wechselvollen Geschichte oft aufgegeben; 1944 zerstörten die Deutschen viele seiner Gebäude. Im Hinterland des Klosters sind im letzten Jahrzehnt mehrere neue Häuser entstanden, in denen Zimmer vermietet werden. Seitdem fährt im Sommer sogar ein Bus von Chaniá und Kisámos hierher. 73 km

Elafonísi

5 km südlich von Chrisoskalítissa liegt ein südseehafter Strand, dem das kleine Inselchen Elafonísi vorgelagert ist. Im Sommer ist es mit dem kretischen Festland durch einen Sandstreifen verbunden, sodass das Meer hier wie eine Lagune wirkt, die in vielen Blau- und Grüntönen schimmert. Das Ufer fällt kinderfreundlich sanft ab; Schatten spenden Sonnenschirme. Es gibt Imbissbuden und Tavernen. Im Sommer können Sie auch von Paleochóra aus einen Bootsausflug nach Elafonísi machen. 78 km

Frangokastéllo

Am Rand einer weiten Küstenebene vor der Kulisse der Weißen Berge erbauten die Venezianer ein kleines Kastell direkt am Meer, dessen Außenmauern sehr gut erhalten sind. Zu Füßen des Kastells liegt ein langer, breiter Sandstrand. Das Ufer fällt hier extrem flach ab und ist damit für Kleinkinder besonders geeignet. Besonders gut wohnt man in Maria's Apartments am Strand neben einer alten Windmühle (17 Zi. | Tel. 2825092159 | Fax 2821096116 | €). Der Linienbus verbindet Frangokastéllo einmal täglich mit Chóra Sfakíon und Plakiás. 80 km

Georgioúpoli

Der „Jorjúpoli“ gesprochene Ortsname erinnert an den Hochkommissar Prinz Georg, der Kreta nach dem Abzug der Türken verwaltete. Hohe Eukalyptusbäume säumen die schöne Platía, kilometerlang ist der Sandstrand und stimmungsvoll der kleine Flusshafen; im von hohem Schilf gesäumten Fluss leben Sumpfschildkröten. Alte kretische Gastfreundschaft wird in der Pension Stélios Kokolákis im Ortszentrum gepflegt, deren Inhaberehepaar Stélios und Perséfoni etwas Deutsch spricht (12 Zi. | Tel./Fax 2825061308 | €). 40 km

Ímbros-Schlucht

Eine der einfachsten Schluchtenwanderungen Kretas beginnt in Ímbros, einem Dorf am Südrand der Askífou-Hochebene. Sie führt in etwa drei Stunden zum Dorf Komitádes, von wo aus man am frühen Nachmittag mit dem Bus nach Chóra Sfakíon weiterfahren kann. Beste Taverne dort ist das Ostría, das auch Zimmer vermietet (Tel. 2825091309 | €). Die Schlucht iststellenweise fast so eng wie die Samariá-Schlucht, die sie begrenzenden Felswände sind 40 bis 50 m hoch (Eintritt 2 Euro). 57 km

Iríni-Schlucht

Sie ist so eindrucksvoll wie die Samariá-Schlucht, aber bisher nur sehr wenig besucht. Die Felswände steigen mehrere hundert Meter hoch an, weite Teile der Schlucht sind bewaldet, riesige Felsbrocken liegen im sommerlich-trockenen Bachbett.

Kissámos

Die westlichste Stadt der Insel (3000 Ew.) ist vom Tourismus noch weit gehend unberührt. Sie liegt an einer von zwei weit ausgreifenden Halbinseln eingerahmten Bucht vor grünen Hügeln und bietet Sand- und Kiesstrände. Gut wohnen kann man in den Apartments des Hotels Stavroúla Palace (etwa 50 m westlich der Uferpromenade | Tel. 2822022315 | Fax 2822022830 | €).

Kournás-See

Kretas größter Binnensee liegt von Bergen umrahmt unweit der Bucht von Georgioúpoli. Man kann baden und Tretboot fahren. Am Ufer stehen mehrere Tavernen. 37 km

Loutró

Der Weiler an der Südküste der Insel ist nur per Schiff von Paleochóra oder Chóra Sfakíon aus zu erreichen. Man badet von Felsen aus und in kleinen Buchten. Gut wohnen kann man im Hotel Pórto Lutró, in dem das britisch-griechische Gastgeberehepaar nicht nur für Ruhe (Handyverbot im Hotel!), sondern auch für einen britisch-freundlichen Umgangston und fast perfekte Sauberkeit sorgt (42 Zi./Studios | Tel. 2825091433 | Fax 2825091091 | www.hotelportoloutro.com | €€). 73 km

Máleme

Der britische Feldflughafen war 1941 eines der Hauptziele des deutschen Überfalls. Die 4465 deutschen Opfer der Kämpfe sind auf dem deutschen Soldatenfriedhof auf der hart umkämpften „Höhe 107“ begraben. 19 km

Omalós-Hochebene

Die 25 km² große, in 1050 m Höhe gelegene Ebene mit dem gleichnamigen Weiler dient überwiegend als Hochweide für Ziegen und Schafe. Am südlichen Rand beginnt bei Xylóskala der Abstieg in die Samariá-Schlucht. Gut essen und übernachten kann man hier ganzjährig im Weiler Omalós im Hotel Exári (24 Zi. | Tel. 2821067180 | Fax 2821067124 | www.exari.gr | €). 37 km

Paleochóra

„Die Braut des Libyschen Meeres“, wie die Einwohner ihren früher isoliert gelegenen Küstenort nannten, ist inzwischen ein gut besuchter Badeort mit Kies- und Sandstränden. Großhotels fehlen; man wohnt in kleinen Pensionen und Apartments. Fast das gesamte Dorfzentrum ist abends ein einziger großer Tavernenpark.

Polirrinía

Etwa 10 Gehminuten oberhalb des modernen Dorfes gleichen Namens liegen auf einem Hügel die Ruinen der antiken Stadt Polirrinía (15. April-31. Oktober Mo 12-19, Di-So 8-19 Uhr; 1. Nov.-14. April Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei). Von ihrer Existenz zeugen nur noch wenige Grundmauern; aus der byzantinischen Epoche blieb eine Kirche erhalten, bei deren Bau man sich vieler antiker Architekturelemente bediente; aus venezianischer Zeit stammen die wuchtigen Burgmauern. 53 km

Samariá-Schlucht

Die Schlucht in den Weißen Bergen soll mit 18 km die längste Europas sein. Die Wanderung vom Endpunkt der Straße auf der Omalós-Hochebene bis hinunter ans Libysche Meer bei Agía Rouméli ist 14 km lang und dauert etwa 4 bis 5 Stunden; feste Schuhe sind ratsam. Unterwegs kann man sich an mehreren Quellen erfrischen, am Ziel warten Tavernen und Bars auf die durstig eintreffende Kundschaft.

Sfakiá-Hochebene

Die Sfakiá ist zusammen mit der Lassíthi-Hochebene im Osten Kretas die am dichtesten besiedelte Hochebene der Insel. Das unzugängliche Gebiet mit seinen einst wild um ihre Freiheit kämpfenden Bewohnern konnte von den Türken nie wirklich unterworfen werden. Darauf sind auch die heutigen Sfakioten noch stolz. Sie züchten Vieh, bauen Kartoffeln, Wein, Obst und Walnüsse an. In den Tavernen der Sfakiá-Dörfer wird eine leckere Spezialität der Region serviert, mit Ziegenkäse gefüllte und mit Honig bestrichene Pfannkuchen, sfakianiés píttes. 50 km

Soúgia

Der Weiler an der Südküste hat lange Kieselsteinstrände, die an einigen Stellen von Höhlen gesäumt sind, die herrlich schattige Liegeplätze abgeben. In der Dorfkirche Ágios Pantelímonas ist ein früh-christliches Bodenmosaik erhalten, auf dem zwei Pfauen und ein Hirsch dargestellt sind. Gut wohnen können Sie in der Pension El Greco, 200 m vom Meer am nordwestlichen Ortsrand gelegen (15 Zi. | Tel. 2823051026 | www.sougia.info | €). 70 km

Soúda

Die Hafenstadt an der großen und windgeschützten Bucht ist Fähr- und Handelshafen für Chaniá und zugleich Kretas bedeutendster Marinestützpunkt. 6 km

Vámos

Das zwischen Weingärten gelegene Vámos (650 Ew.) ist der Hauptort der sehr ländlich gebliebenen und noch wenig besuchten Region Apokóronas. Die meisten Häuser stammen hier aus dem 19. Jh. Sehr gut kretisch essen kann man in der Taverne I Stérna tou Bloumósifis an der Hauptstraße (€€). Lohnend ist ein Besuch des modern gestalteten Volkskundlichen Museums im Nachbardorf Gavalochóri (Mo-Sa 9-19, So 10-13.30 und 17-19 Uhr | 2 Euro). Besonders idyllisch ist eine halbstündige Wanderung vom Nachbarort Doulianá durch ein urwaldhaftes Trockenbachbett zur einsam gelegenen Felskapelle Ágios Ioánnis. Geführte Wanderungen in der Region bietet Faragi Tours in Vámos (Tel. 2825022827 | Mobil Tel. 6942609679 | www.faragitours.com) an. 22 km

Ziele in der Umgebung

Réthimno

Agía Galíni

Der dicht bebaute Ortskern erstreckt sich vom Hafen aus etwa 300 m in einem engen Tal landeinwärts. Entlang seiner wenigen Gassen reiht sich Lokal an Lokal, gewohnt wird überwiegend in modernen Neubauten an den Hängen. Gebadet wird am ortseigenen Strand 200 m nördlich des Hafens; außerdem fahren täglich mehrere Boote zu den Stränden der Umgebung. Damit ist Agía Galíni ideal für Badeurlauber, die auch ein intensives Abendleben schätzen. 55 km

Argiroúpoli

Im alten Teil des großen Bergdorfs ist ein schönes Mosaik aus römischer Zeit erhalten, am Tor in diesen Dorfteil schräg gegenüber der Hauptkirche sind kostenlos Ortspläne in einem kleinen Laden erhältlich, der Kosmetika aus in dieser Region angebauten Avocados anbietet.

Asómatos

Dorfpriester Michális Georgioulákis, 1921 geboren, hat schon immer alles anders gemacht als andere. So ist auch sein Dorfmuseum (tgl. 10-15 Uhr | Eintritt 3 Euro) einzigartig. Da ist alles zu sehen, was er in den letzten 60 Jahren erbte, von Dorfbewohnern sammelte und auf griechischen Flohmärkten kaufte. 30 km

Axós

Die auf Kreta einzigartige Hotelanlage Enágron macht das sehr ursprünglich gebliebene Bergdorf für einen mehrtägigen Urlaub interessant: Hier wohnt man in einem kretischer Architektur nachempfundenen Dorf in traditionell eingerichteten Studios mit offenem Kamin mitten in der Natur. Es gibt einen kleinen Pool, ein exzellentes kretisches Restaurant und sogar einige Reitpferde (im Dorf ausgeschildert | 20 Apts. | Tel. 2834061611 | www.enagron.gr und www.guestinn.gr | €€). 43 km

Kloster Arkádi

Das wehrhafte Kloster auf dem 500 m hoch gelegenen Bergplateau ist Kretas Nationalheiligtum, einst schrecklicher Schauplatz der Rebellion gegen die osmanische Herrschaft. Im kleinen Museum kann man Porträts der Beteiligten und andere Erinnerungsstücke sehen. Die Gebeine der Opfer sind im Beinhaus gegenüber dem Klostereingang zu sehen. Das Pulvermagazin, in dem sich Frauen und Kinder 1866 in die Luft sprengen ließen, um den türkischen Belagerern zu entgehen, wurde nicht wieder aufgebaut. Restauriert wurde hingegen die Klosterkirche mit ihrer wohlproportionierten Fassade, in der sich spielerisch Renaissance- und Barockelemente mischen (tgl. tagsüber geöffnet | Eintritt 2 Euro). 23 km

Margarítes

Das bekannteste Töpferdorf Kretas liegt ganz im Grünen auf einem Hügel. Vor dem Krieg stellten hier etwa 50 Töpfer überwiegend große Vorratsgefäße her, die schon in minoischer Zeit verwendeten Píthoi. Mittlerweile haben sich in Margarítes überwiegend junge Kunsthandwerker und Keramikkünstler niedergelassen, die bestenfalls anspruchsvolle Souvenirs anbieten. Die großen Píthoi werden nur noch in der letzten Töpferwerkstatt am oberen Dorfrand an der Straße nach Eléftherna produziert. 27 km

Melidóni-Höhle

Die von der Küstenschnellstraße her gut ausgeschilderte Höhle erinnert wie das Kloster Arkádi an den griechischen Widerstand gegen die Türkenherrschaft. In der Tropfsteinhöhle hatten sich 1824 etwa 340 griechische Frauen und Kinder sowie 30 kretische Widerstandskämpfer vor den Türken versteckt. Sie starben an Rauchvergiftung durch ein von den Türken entfachtes Feuer. Ein Sarkophag in der effektvoll ausgeleuchteten Höhle birgt ihre Gebeine (tgl. 9-18 Uhr | 3 Euro). An der Straße nach Pérama liegt die Olivenölfabrik Paráskis. Dort werden jeden Winter etwa 400 t Olivenöl gepresst. Inhabersfrau Ioánna Paraskáki führt Besucher herum und erläutert auf Englisch den Prozess der Ölgewinnung (tagsüber geöffnet | Eintritt frei). 31 km

Plakiás

Plakiás und die dahinter an Hängen mit Olivenbäumen gelegenen Bergdörfer Mýrthios und Sellía bilden eine touristische Einheit. Am 800 m langen Sandstrand von Plakiás kann man gut baden (im Ostteil FKK), im Westen des Strandes in Tavernen schön am Wasser sitzen. Man wohnt in kleinen Pensionen und Apartmenthäusern, von denen viele ruhig im Olivenwald liegen. Ausgeschilderte Wanderwege führen zur über 100 Jahre alten Ruine einer großen Wassermühle sowie in die Dörfer Mýrthios und Sellía, in denen man ebenfalls wohnen kann. Reisebüros bieten täglich geführte Wanderungen durch verschiedene kretische Schluchten und diverse Jeeptouren an. Info: www.plakias.net. 40 km

Préveli

Der Name Préveli steht für drei Sehenswürdigkeiten: ein Kloster, eine romantische Klosterruine und eine mit Palmen bestandene Schlucht. Von der Hauptstraße kommend passiert man zunächst nach 2 km eine Brücke aus dem 19. Jh. 600 m weiter liegt unterhalb der Straße die Klosterruine Káto Préveli. 3,2 km weiter endet die Straße am Mönchskloster Píso Préveli (25. März-Mai tgl. 8-19, Juni-Okt. Mo-Sa 8-13.30 und 15.30-19.30, So 8-19.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). Seine Mönche versteckten 1941 Soldaten der britischen Armee, bis sie von U-Booten aufgenommen werden konnten. Das Klostermuseum birgt wertvolle Ikonen. Auf drei Weisen ist die Schlucht zu erreichen: Eine 7 km lange Jeeppiste führt von der türkischen Brücke in eine steinige Nachbarbucht, von der aus man mit dem Boottaxi oder in 10 Min. zu Fuß zum sehr fotogenen, aber leider völlig verschmutzten Strand von Préveli gelangt. Sie können ihn im Sommer auch per Boot von Agía Galíni und Plakiás aus erreichen.

Spíli

Das Bergdorf an der Hauptstraße von Réthimnon nach Agía Galíni und Festós ist Sitz eines orthodoxen Priesterseminars. Tagsüber halten in Spíli Ausflugsbusse und Mietwagen; abends lebt man hier fast nur unter Einheimischen. In der Taverne Yánnis im Zentrum isst man gut, Gyros, Joghurt mit Walnüssen oder Gemüse aus eigenem Garten (€). Es werden gute Privatzimmer (€) angeboten. Hauptsehenswürdigkeit ist ein venezianischer Brunnen an der Hauptstraße mit Löwenköpfen als Wasserspeiern. 30 km

Ziele in der Umgebung

Iráklio

Agía Triáda

Im Westen der Messará-Ebene wurde in der Nähe des minoischen Palastes von Festós um 1600 v. Chr. ein großer, dreiflügeliger Landsitz erbaut und mit prächtigen Wandgemälden geschmückt. Heute stehen dort nur noch die Grundmauern, die man besichtigen kann. Di-So 10-16.30, Juni-Okt. tgl. 8-19.30 Uhr | Eintritt 3 Euro, mit Festós 6 Euro. 66 km

Amnisós

Der Badeort war der Hafen des minoischen Knossós. Heute isst man in der Taverne Géfira-Parasiris am Acapulco-Beach hervorragend Fisch und Meeresfrüchte (tgl. 12-24 Uhr | Odós Amnissú 40 | €€€). 10 km

Anógia

Deutsche Truppen zerstörten das über 700 m hoch gelegene Großdorf 1944 als Rache für die blamable Entführung ihres Generals von Kreipe nach Ägypten und erschossen alle männlichen Bewohner. Daran erinnert eine Tafel am großen modernen Rathaus. Ein paar alte Häuser sind dennoch im untersten Ortsteil mit schöner Platía zu finden, wo ein Schild auch zum nahen Museum des Alkiwíades Skulás Grílios weist. Der Holzschnitzer und naive Maler stellte auf seinen Bildern hauptsächlich die kretischen Freiheitskämpfe dar. 43 km

Archánes

Das große Weinbauerndorf mit seinen 3500 Ew. im Hinterland von Iráklio zu Füßen des markanten Júchtas (811 m), auf den eine befahrbare Piste führt, war schon in minoischer Zeit besiedelt. Auf dem Hügel Fúrni am Ortseingang wurde eine minoische Nekropole (Di-So 8.30-14.30 Uhr | Eintritt frei) entdeckt. 5 km außerhalb am Nordhang des Júchtas der Überrest eines minoischen Tempels (nur von außen einsehbar), in dem offenbar im 17. Jh. v. Chr. Menschen geopfert wurden - vielleicht, um die Götter und damit die bebende Erde zu beruhigen, die ja auch die Paläste und den Tempel selbst zerstörte. Ein kleines Museum an der Hauptstraße erzählt die Geschichte des Menschenopfers (Mi-Mo 8.30-15 Uhr | Eintritt frei). 16 km

Chersónisos

Chersónisos ist eines der großen Fremdenverkehrszentren der Insel. Es besteht aus dem alten Dorf abseits der Küste mit schönem Dorfplatz und grüner Umgebung und dem Badeort Liménas Chersónisou mit Dutzenden von Hotels, Diskos und Tavernen. Die Sand-Kies-Strände sind für die Touristenmassen schon zu klein.

Festós

Das Zentrum der fruchtbaren Messará-Ebene war in minoischer Zeit der Palast von Festós, terrassenförmig auf einem niedrigen Höhenrücken angelegt. Von den ursprünglich wie in Knossós um einen Zentralhof erbauten Palasttrakten sind nur Reste des West- und Nordflügels erhalten, die beiden anderen wurden bei dem Erdbeben von 1450 v. Chr. zerstört. Markant ist die 13,75 m breite und 20 m lange Freitreppe aus der Altpalastzeit. Von ihren acht Stufen aus konnten Gäste den kultischen Zeremonien auf dem Westhof wie in einem Theater zusehen. Wie in Knossós sind Magazinräume, Lustrationsbecken für rituelle Waschungen und Raumfluchten zu erkennen, die als Wohnräume der Herrscherfamilie interpretiert werden (tgl. 8.30-19.30, Nov.-Mai bis 17 Uhr | Eintritt 4 Euro, mit Agía Triáda 6 Euro). 63 km

Fódele

In dem Dorf inmitten von Orangen- und Olivenhainen wurde 1541 der Maler Doménikos Theotokópulos geboren, der später als El Greco weltberühmt wurde. Sein Geburtshaus (Di-So 9-17 Uhr | Eintritt 2 Euro) wurde phantasievoll-schön rekonstruiert. Davor liegen ein stimmungsvolles Kafenío und ein meist verschlossenes Kirchlein aus dem 10. Jh. 29 km

Górtis

Zu beiden Seiten der Hauptstraße zwischen Iráklio und Festós liegen Reste der römischen Inselhauptstadt. Geführte Touren beschränken sich auf eine knappe Besichtigung der wichtigsten Ruinen nördlich der Straße; es lohnt aber, auch im Olivenhain südlich der Straße herumzustreifen und sich dort die Relikte der Stadt, die Hannibal Zuflucht gewährte, anzusehen.

Goúrnes

Oberhalb des Allerwelts-Badeortes stehen noch die beiden Lauschohren einer ehemaligen US-amerikanischen Radaranlage auf einem Berg, weite Teile des Ortes sind noch immer trostloses ehemaliges Kasernengelände der Amerikaner. Darauf steht seit 2005 mit dem CretAquarium eins der größten und modernsten Aquarien Südeuropas. Etwa 2500 Tiere 200 verschiedener Arten leben in seinen Becken; Webcams, Computerbildschirme und ein Kinosaal bieten Erklärungen mittels modernster Technik. Für Unterhaltung aus der Luft sorgt die Einflugschneise des nahen Flughafens von Iráklio. Gut ausgeschildert | 1. Mai-15. Oktober tgl. 9-21, 16. Okt.-30. April tgl. 10-17.30 Uhr | Eintritt 8, Kinder (5-17 J.) 6 Euro, nach 15 Uhr 1 Euro Ermäßigung | www.cretaquarium.gr. 16 km

Kerá

Kurz unterhalb des 560 m hoch gelegenen Bergdorfes am Weg von Chersónisos zur Lassíthi-Hochebene ragt aus üppigem Grün das Kloster der Panagía i Kerá (tgl. 8-13 und 16-19 Uhr | Eintritt 3 Euro) heraus. Seine Kirche aus dem 14. Jh. ist mit schönen Wandmalereien ausgestattet. 46 km

Knossós

Der minoische Palast von Knossós sollte am Anfang jeder Beschäftigung mit kretischer Archäologie stehen. In den phantasievollen Rekonstruktionen des Ausgräbers Sir Arthur Evans, der nach 1900 über 40 Jahre lang in Knossós gearbeitet hat, liegt der Schlüssel zum besseren Verstehen der anderen minoischen Paläste und Villen. Der Komplex des Herrschafts-, Verwaltungs- und Kultzentrums von Kreta zwischen 2000 und 1450 v. Chr. bestand aus ca. 1400 Räumen; einige Gebäude waren bis zu vier Etagen hoch. Zentrum des Palastes bildete der 53 m lange und 28 m breite Zentralhof, der wohl Schauplatz kultischer Spiele und Endpunkt prachtvoller Prozessionen war.

Mália

Der immer mehr ausufernde Badeort an der Nordküste besitzt hervorragende Sandstrände und Wassersportmöglichkeiten und im kleinen, historischen Ortskern südlich der Küstenstraße sogar noch etwas kretische Atmosphäre. Die beste Taverne im historischen Ortskern heißt Kalesma (tgl. ab 18 Uhr | Odós Omirú | Reservierung empfehlenswert Tel. 2897033125 | €€€). Hier werden drinnen und draußen allerlei kleine, typisch kretische Gerichte serviert.

Mátala

In den 1960er-Jahren als Paradies für Hippies bekannt, ist Mátala ein heute noch immer vor allem bei jungen Leuten beliebter Badeort. Tagsüber gesellen sich ihnen hunderte von Busausflüglern hinzu. Am Strand reiht sich eine Taverne an die andere, die so genannte Bazarstraße hat Jahrmarktcharakter. Der breite Sand-Kies-Strand reicht vom alten Ortskern mit seinen Bootshütten bis zum Kalkfelsen, in dessen Grotten von der Steinzeit bis zu den Hippies immer wieder Menschen wohnten (frei zugänglich). Von Mátala aus erreicht man zu Fuß in einer knappen Stunde den nördlich gelegenen Kómo-Strand, an dem auch nackt gebadet wird, und den südlich gelegenen Kókkino-Strand. 78 km

Mirtiá

In diesem Weinbauerndorf sind im Kazantzákis-Museum (Fr-Mi 9-13, Mo, Mi, Sa, So auch 16-20 Uhr | Eintritt 3 Euro) Erinnerungsstücke an Kretas größten Dichter ausgestellt, darunter Originalkostüme von Theateraufführungen. 25 km

Nída-Hochebene

Die Hochebene in fast 1400 m Höhe gehört zum Dorf Anógia. Sie ist über eine 21 km lange Straße von dort aus zu erreichen und dient vor allem als Schaf- und Ziegenweide. Der Wirt der staatseigenen Taverne mit einigen Fremdenbetten zeigt Wanderfreunden den Weg zur 1540 m hoch gelegenen, berühmten, für Besucher allerdings gesperrten Ída-Höhle, in der zahllose Opfergaben wie Gold- und Silberschmuck, Speerspitzen und Siegel aus minoischer bis römischer Zeit gefunden wurden. Die Höhle galt wie die von Psichró auf der Lassíthi-Hochebene als Geburtshöhle des Gottes Zeus und war ein altes Wallfahrtsheiligtum. Eine Psilorítis-Besteigung ist von hier aus möglich. 65 km

Pitsídia

Das reizvolle Dorf ist eine gute Alternative zu Mátala. Treffpunkt ist die Platía. In der Ouzerí Fábrika mit deutschsprachigem Wirt musizieren manchmal Einheimische und Gäste. Zum Baden fährt man an den 2,5 km entfernten Kómo-Strand, an dem auch über den Zaun einsehbare Ausgrabungen einer minoischen Hafensiedlung liegen. 65 km

Skaláni

Kretas modernste und besonders gut auf Besucher eingestellte Weinkellerei steht abseits des Dorfes umgeben von Weingärten. Sie gehört zum Boutári-Konzern. Zufahrt über Küstenschnellstraße ab Ausfahrt Industrial Area/Port | Tel. 2810731751 | tgl. 9-17 Uhr | einstündige Führungen halbstdl. mit Weinprobe 4,50 Euro, mit Buffet 11 Euro | www.boutari.gr. 11 km

Tílissos

Überreste dreier minoischer Landhäuser in idyllischer Lage sind am Ortsrand des Dorfes zu sehen. Sie waren zweigeschossig; unten lagen Vorratsräume, Werkstätten und Arbeiterwohnungen, im Obergeschoss bewohnten die Eigentümer 3- und 4-Zimmer-Wohnungen (Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 15 km

Vóri

Das stille Dorf am Rand der Messará-Ebene besitzt das schönste und interessanteste kretische Museum für Volkskunde (April-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro). Ansprechend präsentiert und auf Englisch erklärt, sieht man Exponate aus allen Lebensbereichen der letzten drei bis fünf Jahrhunderte. 62 km

Zarós

Das große Dorf in 340 m Höhe am Südhang des Ída-Gebirges ist für Forellenzucht und die vielen schönen Wandermöglichkeiten bekannt. Zwei gute Forellentavernen (€€) liegen an der Stichstraße zum kleinen Bergsee von Záros. 60 km

Zonianá

Am Rand des Bergdorfes liegt die schöne, 550 m lange Sventóni-Tropfsteinhöhle (tgl. 9-18, Nov.-März nur Fr-So 9.30-16 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.zoniana.gr). Im Wachsfigurenmuseum Potamiós sind wichtige Ereignisse der kretischen Geschichte nachgestellt (tgl. 10-14.30 und 17-21 Uhr | Eintritt 4 Euro). 43 km

Ziele in der Umgebung

Ágios Nikólaos

Eloúnda

Außer seinen Luxushotels hat der Ort selbst nichts zu bieten. Über einen Damm ist er mit der Insel Spinalónga verbunden. Hier lag die antike Stadt Olús, von der noch Spuren unter Wasser sowie ein frühchristliches Bodenmosaik nahe der Taverne am Damm erhalten sind.

Faneroménis-Kloster

Das im Sommer noch bewohnte, wehrhaft wirkende Männerkloster steht hoch über der Mirabéllo-Bucht und ist nur über eine serpentinenreiche Asphaltstraße zu erreichen. Sein Mittelpunkt ist eine zur Kirche umgestaltete Höhle, in der der Legende nach in byzantinischer Zeit ein Schäfer auf wundersame Weise eine Marienikone fand, die heute noch jährlich am 14. und 15. August Ziel vieler Wallfahrer ist (tgl. 7-12 und 17-19 Uhr). 23 km

Goúrnia

Unmittelbar an der Küstenstraße liegt auf einem niedrigen Hügel über der Bucht von Mirabéllo die Ausgrabung der minoischen Stadt Goúrnia. Die Grundmauern der 3500 Jahre alten Häuser sind gut erhalten, teilweise erkennt man, dass Treppen ins Obergeschoss führten. Man geht durch enge, gepflasterte Gassen hinauf zum ehemaligen Palast auf dem höchsten Punkt des Hügels. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro | 19 km

Kástelli

Mit seinen alten venezianischen Herrschaftshäusern und kunstvoll geschmiedeten Toren und Geländern eines der schönsten Dörfer dieser Region. In den engen Straßen wachsen die Geranien aus dem Asphalt. Ins Nachbardorf Fourní, in dem Ende März die Mandelbäume blühen, führt eine Eukalyptusallee. Über einen Feldweg kommt man zu den Ausgrabungen der dorischen Stadt Dríros, von der noch Reste eines Apollon-Tempels, einer Zisterne, eines Brandopferaltars und der Agorá zu sehen sind. Frei zugänglich | 20 km

Katharó-Hochebene

Man erreicht die einsame Hochebene in 1150 m Höhe über eine fast 17 km lange, fast vollständig asphaltierte Straße von Krítsa aus. Dieser Gemeinde gehört die Ebene, auf der Obst, Wein und Getreide angebaut werden. Menschen leben hier nur zwischen dem 20. Mai und dem 30. November; dann sind auch Kafenía und Tavernen geöffnet. Ein großes Marienfest wird am 6. August gefeiert. 28 km

Krítsa

Das schöne, aber schon viel besuchte Bergdorf mit etlichen Souvenirgeschäften, Cafés und Tavernen besitzt am unteren Ortsrand direkt an der Zufahrtsstraße von Ágios ein Juwel byzantinischer Kunst: die Kirche Panagía i Kerá mit fast vollständig erhaltenen Wandmalereien aus dem 15. bis 17. Jh. In der Kuppel des Mittelschiffs ist hier nicht Christus als Pantokrator, also als Weltenherrscher, dargestellt; vier Szenen aus dem Neuen Testament nehmen den Platz ein: die Darstellung Marias im Tempel, die Taufe Jesu im Jordan, die Auferweckung des Lazarus und der Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag. In der Mitte der Kuppel symbolisieren vier Engel den Himmel. Am unteren Rand sind Propheten des Alten Testaments dargestellt, die das Kommen Christi vorausgesagt hatten; in den zum Kirchenschiff überleitenden Zwickeln sind wie üblich Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zu sehen, durch deren Schriften die Menschen von Jesus erfahren. Auch für theologisch Uninteressierte dürfte die Darstellung der Höllenstrafen an der Westwand beeindruckend sein (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro). 9 km

Lassíthi Hochebene

Kretas fruchtbarste Hochebene liegt in 800 m Höhe im Díkti-Gebirge. Sie ist bis zu 10 km lang und 5 km breit. Das dicht unter der Oberfläche stehende Grundwasser wurde bis in die 1970er-Jahre durch Windräder, die mit Segeltuch bespannt waren, auf die Felder gepumpt. Ausflugsveranstalter werben noch immer mit diesem einstigen Anblick; zu sehen sind solche Windräder aber kaum noch: Motorpumpen haben sie ersetzt. Eine Tour auf eigene Faust legt man am besten als Rundfahrt an. Man fährt zunächst nach Stalída an der Nordküste, dann über Mochós und den 900 m hohen Pass Àmbelos Afín auf die Ebene, die man entgegen dem Uhrzeigersinn umrundet. Man verlässt sie bei Mésa Lasíthi und kehrt über Zénia und Neápoli auf die Küstenschnellstraße zurück.

Lató

Auf und an einem Berg nördlich von Krítsa mit Blick auf Ágios Nikólaos haben Archäologen die eindrucksvollen Reste einer dorischen Stadt aus dem 7. bis 4. Jh. v. Chr. freigelegt: ein kleines Theater, eine Zisterne, die Agorá, Grundmauern eines Tempels, einer Säulenhalle, vieler Wohnhäuser und Reste der Stadtmauer (April bis Oktober Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro). 13 km

Mílatos

Mílatos ist ein kleines, noch sehr ursprüngliches Dorf am Rande einer von Bergen umstandenen Küstenebene. Eine schmale Straße verbindet es mit der dazugehörigen Ufersiedlung Paralía Milátu, die touristisch zunehmend erschlossen wird. Lohnend ist ein Abstecher zur vom Binnendorf 4 km entfernten, gut ausgeschilderten Tropfsteinhöhle Milátu Cave (frei zugänglich, Taschenlampe empfehlenswert). Imposanter als die kleine Grotte mit Kapelle ist der Ausblick vom Höhleneingang. 22 km

Pláka

Das ehemalige Fischerdorf ist ein aufstrebender Badeort geworden mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen wie Bauruinen und Zersiedelung. Man kann hier aber ausgezeichnet surfen (deutsche Surfschule) und mit Booten zur Leprainsel Kalidón übersetzen, die landläufig wie die größere Nachbarinsel Spinalónga genannt wird. Ausgezeichnete Fischtavernen sind Maria's und Spinalonga an der Hauptstraße sowie George direkt am Meer (alle | €€). 18 km

Prína

Das kleine, unbekannte Bergdorf südlich von Ágios Nikólaos ist am späten Nachmittag einen Besuch wert. In der Taverne Pitópoulis (€) sitzt man romantisch unter Ölbäumen. Wirt Dímitris ist ein weithin bekannter Lyraspieler. Er spielt einmal wöchentlich abends für Einheimische und Gäste (meist mittwochs | Info Tel. 6973466021). Für MARCO POLO-Leser lässt er seine Lyra aber manchmal auch tagsüber erklingen, wenn es seine Zeit erlaubt. In der Küche verwenden Dímitris und seine Frau María nur Olivenöl von ihren eigenen Oliven, Fleisch und Gemüse stammen aus der Umgebung. 19 km

Sísi

Das ehemalige Fischerdorf ist zu einem angenehm kleinen Ferienort geworden. Er liegt an einer etwa 150 m langen, schmalen und fjordartigen Bucht - das macht seinen besonderen Reiz aus. Am Eingang zur Bucht liegt auf der einen Seite ein winziger Strand, auf der anderen stehen leicht erhöht auf der Uferpromenade Tische und Stühle von Tavernen und Cafés. Drei gute Sand-Kies-Strände liegen 1 bis 2 km östlich des Ortskerns. Zentrumsnah und direkt am Meer wohnt man in den 40 m² großen Apartments des Hotels Porto Sísi (15 Zi. | Tel. 2841071385 | Fax 2841071232 | www.portosisi.com | €€). Wer Hotels mit großem Sportangebot schätzt, wohnt gut im Hotelresort Kaliméra Kríti 1 km östlich (407 Zi. | Tel. 2841071603 | Fax 2841071598 | www.kalimerakriti.gr | €€€).

Spinalónga

Spinalónga ist eine Insel im Nordwesten der Bucht von Mirabéllo. Ihr nördlich vorgelagert ist die kleine Insel Kalidón, die von 1913 bis 1957 Verbannungsort für alle kretischen Leprakranken war. Innerhalb einer gut erhaltenen venezianischen Burg lebten sie in völliger Isolation in einem von ihnen selbst erbauten Dorf und wurden schließlich auch hier bestattet.

Ziele in der Umgebung

Ierápetra

Áno Viánnos

Das große, 1100 Einwohner zählende Bergdorf ist ein beliebter Zwischenstopp auf der langen Strecke von Ierápetra nach Iráklion. Direkt an der Hauptstraße unweit der Dorfkirche können Sie vormittags dem jungen Ikonenmaler und -restaurator Emmanuíl Psarákis bei der Arbeit zusehen. Schilder an der Hauptstraße zeigen den Weg durch das schöne Dorf zur byzantinischen Kirche Agía Pelagía mit Fresken aus der Zeit um 1360 (unregelmäßig geöffnet). 36 km

Insel Chrisí

Täglich fahren Ausflugsboote von Ierápetra zur „Goldenen Insel“, die aber auch unter dem weniger klangvollen Namen Gaiduronísi, Eselsinsel, bekannt ist (ca. 25 Euro). Im Sommer sind dort zwei Tavernen geöffnet, ansonsten ist das Eiland unbewohnt. An großartigen Sand- und Feinkiesstränden kann man im kristallklaren Wasser auch nackt baden.

Episkopí

Im kleinen Dorf an der Hauptstraße zur Nordküste steht eine der architektonisch interessantesten Kirchen Ostkretas, Ágios Geórgios kai Charálambos. Die Doppelkirche stammt aus dem 12./13. Jh. und beeindruckt insbesondere durch ihren Tambour mit schöner Arkadengliederung. Nur Außenbesichtigung möglich. 10 km

Kapsá-Kloster

Das im 15. Jh. gegründete, teilweise in den Fels gebaute Kloster ist wegen seiner schönen Lage einen Besuch wert. Verehrt werden vor allem Johannes der Täufer und Josíf Gerondojánnis, der hier im 19. Jh. als Wunderheiler Erfolge erzielte (Mittagsruhe 12.30-16 Uhr). Direkt unterhalb des Klosters kann man an einem kleinen, feinsandigen Strand mit schattigen alten Tamarisken eine Picknick- und Badepause einlegen. Im Dorf Kaló Neró 2 km westlich an der Straße nach Ierápetra lädt die freundliche, urige Taverne Oásis zu einem sehr preiswerten Snack oder einem Rakí mit Kleinigkeiten. Gelegentlich wird hier auch ein ländliches kounélli krassáto, Kaninchen in Rotweinsauce, serviert (€). In der Ferne sieht man im äußersten Osten der Südküste das kleine Dorf Goudourás. Es wirkt wie eine Stadt, besteht aber fast nur aus Gewächshäusern. Hinzufahren lohnt nicht. 46 km

Keratókambos

Der Küstenort ist vor allem bei Rucksackreisenden beliebt. Am Sandstrand östlich des Dorfes sonnt man sich auf dünenartigen Sandanwehungen. 48 km

Koufonísi

Im Sommer kann man fast täglich um 10 Uhr von Makrigialós aus einen Bootsausflug zur eine Stunde entfernten, heute unbewohnten Insel Koufonísi unternehmen. In der sandigen Bucht, in der das Boot anlegt, stehen das Theater und viele Häuserruinen einer römischen Siedlung aus der Zeit um Christi Geburt. Die Insel war einst für den hier aus Meeresschnecken gewonnenen purpurnen Farbstoff berühmt. In einer improvisierten Bar werden einfache Sandwiches und Getränke verkauft.

Léndas

Der bei jungen Individualurlaubern und Campern ganzjährig beliebte, bisher wenig erschlossene Küstenort besteht nur aus einigen wenigen Häusern und Tavernen. Die weiß gekalkten Häuser sind von hübschen kleinen Blumengärten umgeben, vor dem Ort selbst liegt ein kurzer Sand-Kies-Strand, 15 Gehminuten entfernt lockt ein langer, feinsandiger Strand, an dem FKK üblich ist.

Makrígialos

Makrígialos und das im Osten nahtlos anschließende Análipsis bilden zusammen einen recht beschaulichen Badeort, der wegen seines langen, flach abfallenden Sandstrandes und viel Tamariskenschatten für Familien mit kleinen Kindern bestens geeignet ist. Im Ortszentrum von Makrígialos liegen in der Nähe der Dorfkirche die frei zugänglichen Grundmauern einer antiken römischen Villa aus dem 1. Jh. Außerdem weist am Ortsende in Richtung Ierápetra ein brauner Wegweiser auf die nahen Überreste einer spätminoischen Villa hin.

Mírtos

Das einstige Hippiedorf am Rand ausgedehnter Orangen- und Zitronenhaine bietet einen langen Grobsand-Kies-Strand und in Richtung Tértsa einsame Badebuchten. In der Nähe des Ortes haben Archäologen auf den beiden Hügeln Foúrnu Kórfi und Pírgos die spärlichen Überreste einer frühminoischen Villa mit insgesamt 90 Räumen sowie eines ursprünglich zweistöckigen Baus aus der Neupalastzeit freigelegt. Die beiden jederzeit frei zugänglichen archäologischen Stätten sind an der Küstenstraße aus Richtung Ierápetra durch braune Wegweiser markiert. Der Aufstieg zu ihnen ist allerdings nur zu Fuß möglich. Er beginnt jeweils direkt am Wegweiser. 15 km

Stausee von Bramianá

Der im Jahr 1986 angelegte Stausee ist mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 16 Mio. l Wasser der größte Stausee Kretas. Er dient der Bewässerung der zahllosen Gewächshäuser der Region. Im Winterhalbjahr ist er ein Vogelparadies mit über 200 gezählten Arten. Zu ihnen gehören Schell- und Schlangenadler, Wanderfalken, Rohrdommeln, Rallenreiher, rosa Flamingos und Braunsichler. Für Hobbyornithologen gibt es am Seeufer Beobachtungsstände. 5 km

Ziele in der Umgebung

Sitía

Agía Fotiá

Unterhalb des Dorfes wurde in den Feldern ein frühminoischer Friedhof mit vielen Schacht- und Kammergräbern freigelegt. Ein brauner Wegweiser mit der Aufschrift Archaeological Site führt dorthin. Im Dorfzentrum liegt die schöne, nur abends geöffnete Taverne Nerómilos (€€) neben einer ehemaligen Wassermühle. 7 km

Chamési

Auf einer Hügelkuppe südöstlich des urwüchsigen Bergdorfs stehen die Grundmauern des einzigen ovalen Gutshofs aus minoischer Zeit (frei zugänglich). Zwischen meterhohen Riesenfenchelstängeln, duftendem Thymian, Salbei und Oregano genießt man einen grandiosen Blick über Land und Meer. Um hinzukommen, biegen Sie nach dem westlichen Ortsende auf der ersten Passhöhe unterhalb von zwei Windmühlenstümpfen nach links auf einen Feldweg ab, der nach 700 m vor der Ausgrabungsstätte endet. 10 km

Chandrás Hochebene

Von der Straße zwischen Sitía und Ierápetra führt in Epáno Episkopí eine mit „Zíros“ ausgeschilderte Asphaltstraße durch Néa Presós auf die Hochebene, ein Zentrum des kretischen Sultaninenanbaus. Die Dörfer sind noch ursprünglich, die Kafenía preiswert. Nördlich von Chandrás erkennt man am Hang die Ruinen des verlassenen Dorfes Woíla, einst Sitz einer venezianischen Adelsfamilie, die später zum Islam übertrat. In der Kapelle des Weilers zeigt eine Wandmalerei über einem mittelalterlichen Grab Maria mit dem Jesuskind, zu deren Füßen die Familie des Toten in der historischen Tracht des 16. Jhs. zu sehen ist. Die kleine Wandmalerei daneben stellt ein junges Mädchen auf ihrem Sterbebett dar. Beim Weiler Etiá ist ein venezianischer Palazzo aus dem späten 15. Jh. bestens erhalten. 30 km

Faneroménis-Kloster

Verlässt man Sitía auf der Straße nach Iráklio, zweigt nach etwa 2 km rechts eine schmale, mit „Agion Panton Gorge“ ausgeschilderte Straße ab. Sie führt 8 km weit durch Felder zum Meer und steigt dann parallel zu einer Schlucht 2 km bergan zu einem nur im Sommer zur Zeit der Weinlese und Olivenernte bewohnten Weiler mit einer einfachen, ganzjährig geöffneten, aber meist gästelosen Taverne (€). Auf einer Terrasse hoch über der Schlucht liegt das verlassene Kloster. Der kleine, wahrscheinlich im 15. Jh. gegründete Konvent liegt idyllisch über der Schlucht; im verrußten Gewölbe der Kirche sind spärliche Freskenreste aus dem 17. Jh. zu erkennen. 6 km

Ítanos

Von der antiken Stadt gleichen Namens zeugen nur noch Überreste zweier frühchristlicher Basiliken. Drei grobsandige Strände laden zum Baden ein. 25 km

Káto Zákros

Archäologen legen seit 1962 den vierten minoischen Palast der Insel frei, der etwa 300 Räume hatte. Er steht in einer kleinen, grünen Küstenebene und war als einziger der kretischen Paläste nie geplündert worden. Er ist weit gehend nach dem Schema der anderen Paläste gebaut; eine Besonderheit ist die Bronzegießerei links des Weges vom Eingang zum Zentralhof. Eindrucksvoll ist auch das innen verputzte Brunnenbassin in der Mitte eines Raumes, der vor 3500 Jahren ein Thronsaal gewesen sein könnte (Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro).

Móchlos

2 km außerhalb dieses Dorfes, das einsam in einer Ebene tief unterhalb der Nordküstenstraße liegt, vergnügen sich Urlauber in einer französischen Clubanlage. In den Ort kommen sie nur selten; so konnte das Fischerdorf seinen Charakter bewahren. Die Tavernen am Ufer, gegenüber der kleinen Insel Móchlos mit den Überresten einer frühminoischen Siedlung und Nekropole, laden zum Müßiggang ein; kleine Sand-Kies-Strände liegen 5 bis 15 Gehminuten westlich des Ortes. Gut essen können Sie in der Taverne Ta Kavoúria am Hafen. Fisch und Langusten sind hier noch relativ preiswert. Der Wirt Spíro Galanákis vermietet auch 11 preiswerte Zimmer im Ort (Tel./Fax 2843094204 | €) und vermittelt Überfahrten zur Insel. 30 km

Néa Presós

2 km außerhalb des ruhigen Dorfes an der Strecke von Sitía zur Chandrás-Hochebene liegen auf einem frei zugänglichen Hügel die spärlichen Überreste der antiken Stadt Presós, im 12. Jh. v. Chr. gegründet und bis in römische Zeit bewohnt. Hierher zogen sich anscheinend die schon in minoischer Zeit auf der Insel lebenden „Eteokreter“ vor den zu dieser Zeit einwandernden griechischen Dorern zurück. Was von der Stadt blieb, sind die Fundamente eines Tempels, Grundmauern eines hellenistischen Hauses und ein paar verstreute Steinblöcke. Eindrucksvoller als die wenigen Ruinen ist das Erlebnis von Stille und Einsamkeit inmitten schönster Natur. 16 km

Palékastro

Das erst 1850 gegründete Palékastro ist vor allem bei jüngeren Individualurlaubern wegen der Nähe vieler guter, wenig besuchter Sandstrände beliebt. Am 2,5 km entfernten Strand Chióna legen Archäologen die Überreste der zweitgrößten minoischen Stadt Kretas frei. Sie erlebte ihre Blütezeit 155 bis 1220 v. Chr., war 50000 m² groß und besaß eine ausgefeilte Kanalisation (von der Straße zum Strand dem Wegweiser nach Rousolako folgen | Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei). Am nördlichen Strandende Chiónas sitzt man idyllisch wie sonst kaum irgendwo auf Kreta in den Tavernen Chióna und Bátis auf Terrassen direkt am Meer und blickt in Richtung Vorderer Orient. Hier sollten Sie Fisch essen (beide tgl. ab 12 Uhr | €€€). In Palékastro isst man gut und sehr preiswert in der Taverne Elena an der Hauptstraße (tgl. ab 12 Uhr | €). Gegenüber liegt die Tourist-Information, die Zimmer und Ferienhäuser vermittelt (Mo-Sa 9-13 und 18-20.30, im Sommer tgl. 9-21.30 Uhr | Tel. 2843061225 | Fax 2843061230 | www.palaikastro.com). 24 km

Petrás

1,5 km westlich des Weilers Petrás liegen auf einer Landzunge die Überreste der hellenistischen Stadt Tripitós (frei zugänglich). Auf dem Felsrücken, auf dem Petrás steht, haben Archäologen zudem die Grundmauern eines minoischen Palastes freigelegt (frei einsehbar). 2 km

Thriptí

In einer Landschaft, die an die Teeanbaugebiete in den Hochländern Indiens und Sri Lankas erinnert, wird unterhalb des 1476 m hohen Afendís Kawússi Wein angebaut. Von Sommer bis Herbst leben hier Winzer; Kreta offenbart hier ein einzigartiges Gesicht. Man erreicht Thriptí über einen Waldweg von Káto Chorió aus und kann durch die Berge auf Pisten weiterfahren nach Orinó mit seinen vielen Dreschplätzen und Johannisbrotbäumen, durch unberührte Bergdörfer wie Skinokápsala und Ágios Jánnis, um bei Koutsounári an die Südküste zu gelangen. 50 km bis Thriptí, 70 km bis zur Küste

Tóplou-Kloster

Das festungsartige Kloster auf einer Hochebene birgt in Kirche und Museum wertvolle Ikonen, Fresken aus dem 14. Jh. und zahlreiche historische Kupferstiche und Holzschnitte. Das Kloster gehört zu den reichsten Griechenlands: 2008 hat es 2500 ha Land für 40 Jahre an Investoren verpachtet, die darauf das größte Tourismuszentrum der Insel errichten wollen. Von den Einnahmen der drei Golfplätze und 7000 Touristenbetten erhält das Kloster zehn Prozent. Die Landschaft im äußersten Nordosten der Insel dürfte dadurch aber ihr Gesicht völlig ändern (tgl. 9-13 und 14-18 Uhr | Eintritt 2,50 Euro). 21 km

Váï

Der Strand am Rand des ausgedehnten, für Besucher aber gesperrten Palmenhains ist im Sommer zwar völlig überlaufen, lohnt aber der faszinierenden Landschaft wegen einen Besuch. Wohnen oder zelten kann man hier nicht. Es gibt eine Taverne (€) und eine Wassersportstation. 25 km

Xerókambos

Die Streusiedlung ist erst seit 2000 über eine landschaftlich großartige Asphaltstraße problemlos per Auto zu erreichen (von Zíros aus). Noch gibt es sehr wenig Badende an den vielen kleinen, idyllischen Feinsandbuchten, herrscht Ruhe in den wenigen Tavernen und Pensionen. Hier ist Kreta noch ursprünglicher als an den meisten anderen Küstenabschnitten. 43 km

Zákros

Am Rand des Bergdorfes durchschneidet die Straße nach Káto Zákros eine Villa aus der späten Jungpalastzeit. Von Zákros aus kann man durch das „Tal der Toten“ in gut zwei Stunden hinunterwandern zum minoischen Palast von Káto Zákros. Das Tal ist üppig grün, die Felswände sind voller Grotten und Höhlen, in denen bis in die frühchristliche Zeit Menschen bestattet wurden. Der Einstieg ins Tal ist von der Platía von Zákros aus gut ausgeschildert. 37 km

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Chaniá

Im Fiaker durch die Stadt

Am Hafen von Chaniá warten immer einige Kutscher mit ihren Einspännern auf Kundschaft. Nachdem man den Preis ausgehandelt hat, geht es etwa eine halbe Stunde lang mit der Pferdekutsche am Hafen entlang und durch die Altstadt. Abfahrt an der Platía Syntriváni | angemessener Preis etwa 20 Euro/Kutsche für 30 Min.

Mittelalter im Modell

Kinder können mit Ruinen oft wenig anfangen, weil Geschichte ihnen noch nichts bedeutet. Wenn sie aber einmal das Modell der venezianischen Arsenale im Nautischen Museum von Chaniá gesehen haben, werden sie vielleicht auch deren Ruinen mit anderen Augen betrachten, sich Galeeren und Werftarbeiter in die leeren Gemäuer hineinträumen.

Auf Riesenrutschen ins kühle Nass

Das Spaßbad im Westen Kretas, Limnoúpolis, liegt zwischen grünen Hügeln bei Varípetro, etwa 7 km außerhalb Chaniás. Hier gibt es Riesenrutschen und mehrere unterschiedlich gestaltete Schwimmlandschaften für jede Körpergröße. Ende Mai-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt bis 15 Uhr 15 Euro, Kinder (6-12 Jahre) 10 Euro, ab 15 Uhr 10 bzw. 7 Euro | Busse ab Platía 1866 in Chaniá

Mit Kindern reisen

Réthimno

Einmal Pirat sein

Im idyllischen Hafen von Réthimno liegt morgens und abends die „Captain Hook“. Sie sieht aus wie ein richtiges Piratenschiff und startet fast täglich zu unterhaltsamen Tagestörns nach Maráthi oder Balí. Infos vor dem Schiff | Ticket ca. 30 Euro, Kinder (6-12) 15 Euro

Mit der Kret'schen Eisenbahn...

... fahren alle Kinder gern. Deswegen gibt es inzwischen in mehreren kretischen Urlaubsorten den trenáki, den kleinen Zug. Auf Gummireifen rollt er den ganzen Tag und Abend durch Réthimno oder von den Hotels bei Georgioúpoli zum Kournás-See und auf den Dorfplatz des Ortes. Sie können mit ihm Rundfahrten unternehmen, ihn aber auch einfach als Transportmittel nutzen. Von Plakiás an der Südküste startet der trenáki sogar zu Ganztagesausflügen und sorgt am Abend für einen Pendelverkehr zwischen Plakiás und dem Bergdorf Mýrthios. Ca. 7 Euro, Kinder (2-12 Jahre) ca. 3,50 Euro

Mit Kindern reisen

Iráklio

Pferdewagen, Picknick, Ponys

Grigórios ist ein ausgesprochener Pferdenarr. Von seinem Reitstall Finíkia südlich von Iráklio aus bietet er etwa dreieinhalbstündige Touren mit dem Pferdewagen durch Kretas grüne Landschaften an, mit anschließendem Picknick auf seinem eigenen Hof. Kinder können auch auf dem Freigelände seines zweiten Stalls gegenüber dem Star Water Park östlich von Liménas Chersónisou Runden auf seinen Ponys drehen - auf Wunsch auch noch abends unter Flutlicht. Finíkia Horse Riding Tours | Tel. 2897023555 | mobil Tel. 6945924112 | Ponyreiten ca. 5 Euro/5 Min., Pferdewagentour inkl. Picknick ca. 52 Euro, Kinder bis 14 J. 26 Euro

Eselsritte

Manólis und seine schwedische Frau Karin haben mit der Kríti Farm ein kleines Idyll mitten im Grünen geschaffen, wo Familien nicht nur etwa 45-minütige Ausritte mit dem Esel und halbstündige Pferdewagentouren unternehmen, sondern außerdem auch in rustikalem, kinderfreundlichem Ambiente essen können. Ein kleiner Zoo mit Streicheltieren gehört dazu. Unterhalb der Straße von Chersónisos auf die Lassíthi-Hochebene kurz hinter Potamiés | Tel. 2897051546 | Ritt 12 Euro, Pferdewagentour 7 Euro

Süßes Wasser

Da es in Liménas Chersónisou wenig Strand gibt, haben hier zwei Spaßbäder guten Zulauf. Der Star Beach Water Park östlich von Liménas ist mit seiner lautstarken Musik eher für Diskopublikum gedacht; für Familien mit Kindern besser geeignet ist der Acqua Plus mit Riesenrutschen und viel Platz für Spiele. Der Park betreibt Zubringerbusse von Iráklio und den Badeorten aus; Auskunft in allen Hotels. Acqua Plus | tgl. 10-18 Uhr | Eintritt bis 14 Uhr 16 Euro, Kinder (3-11 Jahre) 12 Euro, ab 14 Uhr 13 bzw. 8 Euro | 5 km landeinwärts an der Straße nach Kastélli | www.acquaplus.com; Star Beach Water Park | tgl. 9-19 Uhr | Eintritt frei | an der Küstenstraße am östlichen Ortsrand von Liménas Chersónisou

Mit Kindern reisen

Ierápetra

Robinson spielen

Von Ierápetra aus fahren täglich Ausflugsboote zu der unbewohnten Insel Chrisí. Nach Absprache mit dem Kapitän können große und kleine Abenteurer dort über Nacht bleiben und am Strand campieren - im Sommer ist das auch ohne Zelt kein Problem. Proviant kann man mitnehmen; es gibt aber auch zwei Tavernen auf der Insel. Nützlich ist eine gute Taschenlampe.

Mit Kindern reisen

Sitía

Durchs Tal der Toten wandern

Eine leichte, zweistündige Wanderung führt von Zákros hinunter an den Strand von Káto Zákros. Die Höhlen der Toten sind gruselig, der übermannshohe Oleander im Tal wird leicht zum Märchenwald.

Insider-Tipp

Kríti

Wo die Lyra klingt: In der Ouzerí Kríti in Chaniá ist jeden Abend echt kretische Volksmusik in Kneipenatmosphäre zu hören

Perípou

Kultur und Café: Im Perípou in Ágios Nikólaos gehen Kultur, Blick und guter Wein ein Bündnis ein

Cretan Villa

Traveller's Nest: Das Cretan Villa im ältesten Krankenhaus Ierápetras wurde zum beliebtesten Travellertreff im Südosten

Frangokastéllo

Aus den Federn direkt ins Wasser: Vor Marias Apartments in Frangokastéllo ist das Meer ein großes Planschbecken

Iríni-Schlucht

Familientaugliche Schlucht: Durch die Iríni-Schlucht kann man auch mit kleinen Kindern wandern

Loutró

Wo Ruhe über alles geht: Alison und ihr Mann Stávros sorgen dafür, dass rund um ihr Hotel Pórto Lutró kein Lärm die Gäste stört

Vámos

Wie im Urwald: Eine kurze Wanderung bei Vámos führt durch schönste, verwilderte Natur

Argiroúpoli

Schön durch Avocado: Im stillen Dorf Argiroúpoli werden kretische Avocados zu Kosmetika verarbeitet

Asómatos

Priester mit Sammelleidenschaft: Papa Michális in Asómatos hat einfach alles zusammen getragen - und zu jedem Museumsobjekt gibt es eine Geschichte zu erzählen

Axós

Idylle im Hochtal: Das Hotel Enágron ist eine komfortable Oase in den kretischen Bergen

Zarós

Gesunde Kost: Die frischesten Forellen kommen in Zarós‘ Fischtavernen auf den Tisch

Káto Zákros

Fata Morgana: In der Steinwüste von Káto Zákros wirken Stellas Apartments wie eine Sinnestäuschung: blau-weiße Häuser in einem üppigen Garten

Eselsritte

Eselsritt und Streichelzoo: Auf der Kríti Farm bei Chersó-nisos bleiben Kinder gern den ganzen Tag

Top Highlights

Éla

Adónis, der Wirt dieser romantischen Altstadttaverne arrangiert täglich Bouzoúkimusikabende. Tgl. 11-1 Uhr | Odós Kondiláki 45

Fortézza

Von der venezianischen Burg aus dem 16. Jh. stehen noch die Außenmauern. Dahinter sind auf einem wildromantischen Gelände lediglich die Ruinen verschiedener Gebäude sowie eine christliche Kapelle, eine Moschee und zahlreiche Zisternen erhalten geblieben. Im Sommer finden in der Fortézza kulturelle Veranstaltungen unterm Sternenhimmel statt. Mai-Okt. tgl. 9-19 Uhr, im Winter nach Bedarf | Eintritt 3 Euro | Eingang auf der Ostseite

Loggia

Im gut restaurierten ehemaligen Versammlungshaus des venezianischen Adels werden heute offizielle Kopien von Museumsstücken aus ganz Griechenland verkauft. Tgl. 8-16 Uhr | Odós Arkadíu 220

Venezianischer Hafen

Einst ankerten hier die Schiffe der Serenissima, heute sind es Yachten und Fischerboote. Die Venezianer bauten die Mole und den Leuchtturm; aus dieser Zeit stammen auch die z.T. unter Denkmalschutz stehenden Häuser mit schönen Balkonen und Portalen; bei manchen lässt sich an der Fassade noch ein verwittertes Adelswappen erkennen. Heute sind hier Fischrestaurants, Tavernen und Cafés.

Archäologisches Museum

Kein anderes Museum der Welt besitzt mehr Funde aus minoischer Zeit. Deswegen ist es erweitert worden - und voraussichtlich bis Anfang 2010 wegen Umbaus geschlossen. In einer kleinen Sonderausstellung im Neubau werden jedoch stets einige der schönsten Objekte gezeigt. Viele erzählen aus dem täglichen Leben vor über 3500 Jahren. Man sieht Nachbildungen minoischer Hausfassaden aus Fayenceplättchen, ein Spielbrett für ein Würfelspiel, Tonmodelle von Schiffen, Schmuck und eine große Zahl von Siegeln. Zu den wertvollsten Stücken in der Ausstellung gehören ein Stierkopfrhyton aus Steatit (Speckstein) mit Augen aus Bergkristall und einem Maul aus Perlmutt sowie ein Rhyton (Trink- und Spendegefäß) aus schimmerndem Bergkristall. Eindrucksvoll sind die - allerdings nur bruchstückhaft erhaltenen und phantasievoll modern ergänzten - Wandmalereien aus dem Palast von Knossós und minoischen Villen. Öffnungszeiten und Eintritt vor Ort erfragen | Platía Eleftherías/Odós Xanthudínu

Akrotíri-Halbinsel

Die Halbinsel, die sich östlich von Chaniá ins Meer schiebt, trägt den Flughafen der Stadt und eine Raketenabschussbasis der Nato. In den über 500 m hohen Bergen im Norden lohnen die noch bewohnten Klöster Agía Triáda aus dem 17. Jh., neu im traditionellen Stil ausgemalt (tgl. 7.30-14 und 17-19 Uhr), und Guvernétu aus dem 16. Jh. (So 5-11 und 17-20, Okt.-Ostern 16-19, Mo, Di, Do, Sa 10-13 und 17-20, Okt.-Ostern 16-18 Uhr, Mi und Fr geschl.) einen Besuch.

Chrisoskalítissa Kloster

Einsam auf einem niedrigen Fels überm Meer liegt das modern wirkende, kleine weiße Kloster. Es wurde in seiner wechselvollen Geschichte oft aufgegeben; 1944 zerstörten die Deutschen viele seiner Gebäude. Im Hinterland des Klosters sind im letzten Jahrzehnt mehrere neue Häuser entstanden, in denen Zimmer vermietet werden. Seitdem fährt im Sommer sogar ein Bus von Chaniá und Kisámos hierher. 73 km

Elafonísi

5 km südlich von Chrisoskalítissa liegt ein südseehafter Strand, dem das kleine Inselchen Elafonísi vorgelagert ist. Im Sommer ist es mit dem kretischen Festland durch einen Sandstreifen verbunden, sodass das Meer hier wie eine Lagune wirkt, die in vielen Blau- und Grüntönen schimmert. Das Ufer fällt kinderfreundlich sanft ab; Schatten spenden Sonnenschirme. Es gibt Imbissbuden und Tavernen. Im Sommer können Sie auch von Paleochóra aus einen Bootsausflug nach Elafonísi machen. 78 km

Loutró

Der Weiler an der Südküste der Insel ist nur per Schiff von Paleochóra oder Chóra Sfakíon aus zu erreichen. Man badet von Felsen aus und in kleinen Buchten. Gut wohnen kann man im Hotel Pórto Lutró, in dem das britisch-griechische Gastgeberehepaar nicht nur für Ruhe (Handyverbot im Hotel!), sondern auch für einen britisch-freundlichen Umgangston und fast perfekte Sauberkeit sorgt (42 Zi./Studios | Tel. 2825091433 | Fax 2825091091 | www.hotelportoloutro.com | €€). 73 km

Samariá-Schlucht

Die Schlucht in den Weißen Bergen soll mit 18 km die längste Europas sein. Die Wanderung vom Endpunkt der Straße auf der Omalós-Hochebene bis hinunter ans Libysche Meer bei Agía Rouméli ist 14 km lang und dauert etwa 4 bis 5 Stunden; feste Schuhe sind ratsam. Unterwegs kann man sich an mehreren Quellen erfrischen, am Ziel warten Tavernen und Bars auf die durstig eintreffende Kundschaft.

Vámos

Das zwischen Weingärten gelegene Vámos (650 Ew.) ist der Hauptort der sehr ländlich gebliebenen und noch wenig besuchten Region Apokóronas. Die meisten Häuser stammen hier aus dem 19. Jh. Sehr gut kretisch essen kann man in der Taverne I Stérna tou Bloumósifis an der Hauptstraße (€€). Lohnend ist ein Besuch des modern gestalteten Volkskundlichen Museums im Nachbardorf Gavalochóri (Mo-Sa 9-19, So 10-13.30 und 17-19 Uhr | 2 Euro). Besonders idyllisch ist eine halbstündige Wanderung vom Nachbarort Doulianá durch ein urwaldhaftes Trockenbachbett zur einsam gelegenen Felskapelle Ágios Ioánnis. Geführte Wanderungen in der Region bietet Faragi Tours in Vámos (Tel. 2825022827 | Mobil Tel. 6942609679 | www.faragitours.com) an. 22 km

Kloster Arkádi

Das wehrhafte Kloster auf dem 500 m hoch gelegenen Bergplateau ist Kretas Nationalheiligtum, einst schrecklicher Schauplatz der Rebellion gegen die osmanische Herrschaft. Im kleinen Museum kann man Porträts der Beteiligten und andere Erinnerungsstücke sehen. Die Gebeine der Opfer sind im Beinhaus gegenüber dem Klostereingang zu sehen. Das Pulvermagazin, in dem sich Frauen und Kinder 1866 in die Luft sprengen ließen, um den türkischen Belagerern zu entgehen, wurde nicht wieder aufgebaut. Restauriert wurde hingegen die Klosterkirche mit ihrer wohlproportionierten Fassade, in der sich spielerisch Renaissance- und Barockelemente mischen (tgl. tagsüber geöffnet | Eintritt 2 Euro). 23 km

Festós

Das Zentrum der fruchtbaren Messará-Ebene war in minoischer Zeit der Palast von Festós, terrassenförmig auf einem niedrigen Höhenrücken angelegt. Von den ursprünglich wie in Knossós um einen Zentralhof erbauten Palasttrakten sind nur Reste des West- und Nordflügels erhalten, die beiden anderen wurden bei dem Erdbeben von 1450 v. Chr. zerstört. Markant ist die 13,75 m breite und 20 m lange Freitreppe aus der Altpalastzeit. Von ihren acht Stufen aus konnten Gäste den kultischen Zeremonien auf dem Westhof wie in einem Theater zusehen. Wie in Knossós sind Magazinräume, Lustrationsbecken für rituelle Waschungen und Raumfluchten zu erkennen, die als Wohnräume der Herrscherfamilie interpretiert werden (tgl. 8.30-19.30, Nov.-Mai bis 17 Uhr | Eintritt 4 Euro, mit Agía Triáda 6 Euro). 63 km

Knossós

Der minoische Palast von Knossós sollte am Anfang jeder Beschäftigung mit kretischer Archäologie stehen. In den phantasievollen Rekonstruktionen des Ausgräbers Sir Arthur Evans, der nach 1900 über 40 Jahre lang in Knossós gearbeitet hat, liegt der Schlüssel zum besseren Verstehen der anderen minoischen Paläste und Villen. Der Komplex des Herrschafts-, Verwaltungs- und Kultzentrums von Kreta zwischen 2000 und 1450 v. Chr. bestand aus ca. 1400 Räumen; einige Gebäude waren bis zu vier Etagen hoch. Zentrum des Palastes bildete der 53 m lange und 28 m breite Zentralhof, der wohl Schauplatz kultischer Spiele und Endpunkt prachtvoller Prozessionen war.

Nída-Hochebene

Die Hochebene in fast 1400 m Höhe gehört zum Dorf Anógia. Sie ist über eine 21 km lange Straße von dort aus zu erreichen und dient vor allem als Schaf- und Ziegenweide. Der Wirt der staatseigenen Taverne mit einigen Fremdenbetten zeigt Wanderfreunden den Weg zur 1540 m hoch gelegenen, berühmten, für Besucher allerdings gesperrten Ída-Höhle, in der zahllose Opfergaben wie Gold- und Silberschmuck, Speerspitzen und Siegel aus minoischer bis römischer Zeit gefunden wurden. Die Höhle galt wie die von Psichró auf der Lassíthi-Hochebene als Geburtshöhle des Gottes Zeus und war ein altes Wallfahrtsheiligtum. Eine Psilorítis-Besteigung ist von hier aus möglich. 65 km

Vóri

Das stille Dorf am Rand der Messará-Ebene besitzt das schönste und interessanteste kretische Museum für Volkskunde (April-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro). Ansprechend präsentiert und auf Englisch erklärt, sieht man Exponate aus allen Lebensbereichen der letzten drei bis fünf Jahrhunderte. 62 km

Zarós

Das große Dorf in 340 m Höhe am Südhang des Ída-Gebirges ist für Forellenzucht und die vielen schönen Wandermöglichkeiten bekannt. Zwei gute Forellentavernen (€€) liegen an der Stichstraße zum kleinen Bergsee von Záros. 60 km

Goúrnia

Unmittelbar an der Küstenstraße liegt auf einem niedrigen Hügel über der Bucht von Mirabéllo die Ausgrabung der minoischen Stadt Goúrnia. Die Grundmauern der 3500 Jahre alten Häuser sind gut erhalten, teilweise erkennt man, dass Treppen ins Obergeschoss führten. Man geht durch enge, gepflasterte Gassen hinauf zum ehemaligen Palast auf dem höchsten Punkt des Hügels. Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt 2 Euro | 19 km

Krítsa

Das schöne, aber schon viel besuchte Bergdorf mit etlichen Souvenirgeschäften, Cafés und Tavernen besitzt am unteren Ortsrand direkt an der Zufahrtsstraße von Ágios ein Juwel byzantinischer Kunst: die Kirche Panagía i Kerá mit fast vollständig erhaltenen Wandmalereien aus dem 15. bis 17. Jh. In der Kuppel des Mittelschiffs ist hier nicht Christus als Pantokrator, also als Weltenherrscher, dargestellt; vier Szenen aus dem Neuen Testament nehmen den Platz ein: die Darstellung Marias im Tempel, die Taufe Jesu im Jordan, die Auferweckung des Lazarus und der Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag. In der Mitte der Kuppel symbolisieren vier Engel den Himmel. Am unteren Rand sind Propheten des Alten Testaments dargestellt, die das Kommen Christi vorausgesagt hatten; in den zum Kirchenschiff überleitenden Zwickeln sind wie üblich Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zu sehen, durch deren Schriften die Menschen von Jesus erfahren. Auch für theologisch Uninteressierte dürfte die Darstellung der Höllenstrafen an der Westwand beeindruckend sein (tgl. 8.30-15 Uhr | Eintritt 3 Euro). 9 km

Lassíthi Hochebene

Kretas fruchtbarste Hochebene liegt in 800 m Höhe im Díkti-Gebirge. Sie ist bis zu 10 km lang und 5 km breit. Das dicht unter der Oberfläche stehende Grundwasser wurde bis in die 1970er-Jahre durch Windräder, die mit Segeltuch bespannt waren, auf die Felder gepumpt. Ausflugsveranstalter werben noch immer mit diesem einstigen Anblick; zu sehen sind solche Windräder aber kaum noch: Motorpumpen haben sie ersetzt. Eine Tour auf eigene Faust legt man am besten als Rundfahrt an. Man fährt zunächst nach Stalída an der Nordküste, dann über Mochós und den 900 m hohen Pass Àmbelos Afín auf die Ebene, die man entgegen dem Uhrzeigersinn umrundet. Man verlässt sie bei Mésa Lasíthi und kehrt über Zénia und Neápoli auf die Küstenschnellstraße zurück.

Spinalónga

Spinalónga ist eine Insel im Nordwesten der Bucht von Mirabéllo. Ihr nördlich vorgelagert ist die kleine Insel Kalidón, die von 1913 bis 1957 Verbannungsort für alle kretischen Leprakranken war. Innerhalb einer gut erhaltenen venezianischen Burg lebten sie in völliger Isolation in einem von ihnen selbst erbauten Dorf und wurden schließlich auch hier bestattet.

Áno Viánnos

Das große, 1100 Einwohner zählende Bergdorf ist ein beliebter Zwischenstopp auf der langen Strecke von Ierápetra nach Iráklion. Direkt an der Hauptstraße unweit der Dorfkirche können Sie vormittags dem jungen Ikonenmaler und -restaurator Emmanuíl Psarákis bei der Arbeit zusehen. Schilder an der Hauptstraße zeigen den Weg durch das schöne Dorf zur byzantinischen Kirche Agía Pelagía mit Fresken aus der Zeit um 1360 (unregelmäßig geöffnet). 36 km

Insel Chrisí

Täglich fahren Ausflugsboote von Ierápetra zur „Goldenen Insel“, die aber auch unter dem weniger klangvollen Namen Gaiduronísi, Eselsinsel, bekannt ist (ca. 25 Euro). Im Sommer sind dort zwei Tavernen geöffnet, ansonsten ist das Eiland unbewohnt. An großartigen Sand- und Feinkiesstränden kann man im kristallklaren Wasser auch nackt baden.

Kapsá-Kloster

Das im 15. Jh. gegründete, teilweise in den Fels gebaute Kloster ist wegen seiner schönen Lage einen Besuch wert. Verehrt werden vor allem Johannes der Täufer und Josíf Gerondojánnis, der hier im 19. Jh. als Wunderheiler Erfolge erzielte (Mittagsruhe 12.30-16 Uhr). Direkt unterhalb des Klosters kann man an einem kleinen, feinsandigen Strand mit schattigen alten Tamarisken eine Picknick- und Badepause einlegen. Im Dorf Kaló Neró 2 km westlich an der Straße nach Ierápetra lädt die freundliche, urige Taverne Oásis zu einem sehr preiswerten Snack oder einem Rakí mit Kleinigkeiten. Gelegentlich wird hier auch ein ländliches kounélli krassáto, Kaninchen in Rotweinsauce, serviert (€). In der Ferne sieht man im äußersten Osten der Südküste das kleine Dorf Goudourás. Es wirkt wie eine Stadt, besteht aber fast nur aus Gewächshäusern. Hinzufahren lohnt nicht. 46 km

Chamési

Auf einer Hügelkuppe südöstlich des urwüchsigen Bergdorfs stehen die Grundmauern des einzigen ovalen Gutshofs aus minoischer Zeit (frei zugänglich). Zwischen meterhohen Riesenfenchelstängeln, duftendem Thymian, Salbei und Oregano genießt man einen grandiosen Blick über Land und Meer. Um hinzukommen, biegen Sie nach dem westlichen Ortsende auf der ersten Passhöhe unterhalb von zwei Windmühlenstümpfen nach links auf einen Feldweg ab, der nach 700 m vor der Ausgrabungsstätte endet. 10 km

Káto Zákros

Archäologen legen seit 1962 den vierten minoischen Palast der Insel frei, der etwa 300 Räume hatte. Er steht in einer kleinen, grünen Küstenebene und war als einziger der kretischen Paläste nie geplündert worden. Er ist weit gehend nach dem Schema der anderen Paläste gebaut; eine Besonderheit ist die Bronzegießerei links des Weges vom Eingang zum Zentralhof. Eindrucksvoll ist auch das innen verputzte Brunnenbassin in der Mitte eines Raumes, der vor 3500 Jahren ein Thronsaal gewesen sein könnte (Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro).

Váï

Der Strand am Rand des ausgedehnten, für Besucher aber gesperrten Palmenhains ist im Sommer zwar völlig überlaufen, lohnt aber der faszinierenden Landschaft wegen einen Besuch. Wohnen oder zelten kann man hier nicht. Es gibt eine Taverne (€) und eine Wassersportstation. 25 km

Xerókambos

Die Streusiedlung ist erst seit 2000 über eine landschaftlich großartige Asphaltstraße problemlos per Auto zu erreichen (von Zíros aus). Noch gibt es sehr wenig Badende an den vielen kleinen, idyllischen Feinsandbuchten, herrscht Ruhe in den wenigen Tavernen und Pensionen. Hier ist Kreta noch ursprünglicher als an den meisten anderen Küstenabschnitten. 43 km

Chaniá


Auftakt

Was für eine Insel!

Kreta ist eine Welt für sich. Griechenlands größte Insel ragt wie ein Hochgebirge mit fast 2500 m hohen Gipfeln aus dem Meer. Hier findet fast jeder, was er sucht: Lange Sandstrände und einsame Buchten, nächtliches Highlife und die Stille wilder Schluchten ebenso wie viele Möglichkeiten zum Biken, Golfen, Surfen oder Tauchen. Städte und Badeorte gehen mit der Zeit, in abgelegenen Bergdörfern läuft das Leben noch in traditionellen Bahnen. Kulturell hat die Insel als Heimat der ersten europäischen Hochkultur weit mehr zu bieten, als in einem einzigen Urlaub zu schaffen ist - ein guter Grund, immer wieder nach Kreta zu kommen.

Die Kreter legen zwar großen Wert auf ihre Zugehörigkeit zu Hellas, betrachten sich aber zugleich als ein ganz besonderes Völkchen. Die Insel ist so groß, dass man sie in einem Urlaub kaum völlig kennen lernen kann. Von West nach Ost misst Kreta 260 km, von Nord nach Süd bis zu 60 km.

Vier Gebirgsmassive prägen Kreta: im Westen die Weißen Berge mit dem 2453 m hohen Páchnes, östlich davon das Ída-Gebirge mit dem 2456 m hohen Timíos Stávros, im mittleren Osten dann das 2148 m hohe Díkti-Gebirge und im äußersten Osten schließlich das 1476 m hohe Sitía-Gebirge. In und zwischen diesen Bergmassiven liegt eine Reihe von Hochebenen versteckt, die völlig vom Meer abgeriegelt sind. In einigen wie der Lassíthi- und der Chandrás-Hochebene wird das ganze Jahr über intensiv Landwirtschaft betrieben; zu anderen wie der Nída- oder der Thriptí-Hochebene Ziehen die Bauern nur im Sommer hinauf.

Die Küsten der Insel sind so vielfältig wie das Binnenland. Man erlebt grandiose Steilküsten ebenso wie weite Küstenebenen, findet lange Kies- und Sandstrände, aber auch winzige Buchten. Zu Kreta gehören einige vorgelagerte Inselchen, von denen nur Gávdos ständig bewohnt ist. Andere stehen unter Naturschutz oder dienen im Sommer als Ausflugsziele mit oft einsamen Badestränden und höchstens einer improvisierten Taverne.

Auf Kreta leben etwa 600000 Menschen, über ein Zwanzigstel der Bevölkerung Griechenlands. Mehr als 150000 von ihnen wohnen im Großraum der Inselhauptstadt Iráklio, deren Infrastruktur für solche Menschenmengen kaum ausreicht. Iráklio leidet unter viel zu dichtem Verkehr und einer völlig planlosen Bebauung und wird damit zur hässlichsten, zugleich aber auch geschäftigsten und orientalischsten Stadt auf Kreta. Iráklio mit seinen Kirchen, Museen, Märkten und schönen Plätzen nicht gesehen zu haben wäre ein Versäumnis - dort zu wohnen aber kaum urlaubsgemäß. Auch die anderen Inselstädte liegen fast alle an der Nordküste. Chaniá und Réthimno sollten Sie unbedingt besuchen; beide Orte besitzen malerische Häfen, venezianische Adelspaläste und alte Gassen, Moscheen mit schlanken Minaretten und einladende Einkaufssträßchen. Hier wohnt man auch romantisch. Im äußersten Westen der Insel dämmert die Kleinstadt Kisámos vor sich hin, auf deren Besuch am ehesten verzichtet werden kann. Anders steht es um Ágios Nikólaos und Sitía im Osten. Ágios - wie die Stadt von den Einheimischen kurz genannt wird - ist wegen seiner herrlichen Lage an der Mirabéllo-Bucht und des kleinen Binnensees direkt am Hafen einen Ausflug wert. Sitía nimmt durch seine bauliche Geschlossenheit und die Gelassenheit, die Landschaft und Menschen ausstrahlen, für sich ein. An der Südküste ist nur Platz für eine einzige Stadt, Ierápetra. Der Ort am Libyschen Meer wirkt schon recht afrikanisch.

Leben und Landschaft an den Küsten sind im letzten Jahrzehnt stark vom Tourismus geprägt worden. Insbesondere zwischen Iráklio und Mália, wo einige der schönsten Strände der Insel liegen, musste die Natur oft einfallslosen Großhotels und kleinen Pensionen weichen. Diese Zersiedelung ist ein großer Umweltskandal, und bald schon werden die Küstenstriche zwischen Iráklio und Chaniá ein ähnliches Schicksal erleiden. Wo der Tourismus nicht zerstörend wirkt, sorgen die Bauern mit einer Unzahl von Gewächshäusern für eine Veränderung des Landschaftsbilds zum Negativen. Dennoch: Auch an der Nordküste zwischen Chaniá und Mália gibt es noch manch schöne Ecke. Und östlich von Mália sowie entlang der Südküste liegen eine Reihe von Orten und Buchten, die allenfalls im Hochsommer stärker vom Fremdenverkehr bestimmt werden.

Um das alte Kreta und die Tugend der Gastfreundschaft zu erleben, fährt man ohnehin am besten in die Berge. In den meisten Dörfern geht das Leben einen ähnlichen Gang wie vor 20 oder 30 Jahren. Die Bauern Ziehen mit Eseln und Maultieren aufs Feld, Hirten verbringen ihre Tage und Nächte mit Schaf- und Ziegenherden. In den Kaffeehäusern versucht man, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und lädt sie zu Rakí oder Kaffee ein.

Unübertroffen ist Kreta als Ziel für Studienreisende. Vor allem die Zeugnisse aus minoischer Zeit, 3500 bis 4000 Jahre alt, sind weltweit einzigartig. Knossós und Festós erzählen von der ersten Hochkultur auf europäischem Boden. Faszinierend ist die landschaftliche Lage vieler Ausgrabungsstätten auch aus späterer Zeit. Aus der byzantinischen Epoche stammen fast 1000 Kirchen und Kapellen, oft mit mittelalterlichem Freskenschmuck. Auch in modernen Kirchen findet man traditionelle Wandmalereien. Uralte Klöster sind noch immer von Mönchen oder Nonnen bewohnt, die Besucher mehr oder minder herzlich willkommen heißen.

Die Venezianer, die Kreta über 300 Jahre lang beherrschten, haben Städte und Landschaften wesentlich mitgeprägt. Venedig hat den Anbau von Ölbäumen gefördert, Burgen erbauen und die Städte mit mächtigen Mauern umgeben lassen. Nach dem Fall Konstantinopels wurde Kreta für 200 Jahre zum Exil griechischer Aristokraten und Künstler. Der rege Austausch mit Italien führte Elemente der Renaissance in die kretische Kunst ein. Viele Bauwerke der Türken, die die Venezianer als fremde Herren über die Insel ablösten, sind nach der Befreiung von 1898 von den Griechen zerstört oder arg vernachlässigt worden. Erst in den 1970er-Jahren hat man auch Moscheen und Minarette als Kulturdenkmäler zu akzeptieren gelernt und restauriert. Heute verleihen sie besonders Chaniá und Réthimno, aber auch Ierápetra einen sympathischen orientalischen Einschlag. Die Jahrhunderte der Fremdherrschaft wurden von den Kretern nie widerstandslos hingenommen. Immer wieder kam es zu Aufständen, die blutig niedergeschlagen wurden. Die Gebirge der Insel und die Unzugänglichkeit vieler Hochebenen und Küsten sorgten dafür, dass sich die fremden Herren nie sicher fühlen konnten. Dass sich die Kreter immer mutig gegen die Besatzer wehrten, erfüllt die Inselbewohner noch heute mit Stolz.

Will man die Insel kennen- und verstehen lernen, braucht man Zeit. Kreter arbeiten nicht um der Arbeit willen; sie können es nicht verstehen, dass manche Gäste sich sogar im Urlaub unter Zeitdruck setzen. Das kretische Leben erfasst man nicht bei organisierten Ausflügen. Sie sind wegen der oft sehr guten Führungen für den Besuch von Museen und archäologischen Stätten zu empfehlen, doch aufs Land fährt man besser mit dem Moped, dem Mietwagen oder - am allerbesten - mit dem Linienbus. Meist liegen ursprüngliche Bergdörfer nur wenige Kilometer von den touristischen Küsten entfernt im Hinterland. Fährt man mit dem Linienbus, erlebt man vielleicht Bauern, die vom Markt kommen, hört echte griechische Musik aus dem Radio und sieht Frauen, die sich vor jeder Kurve und jeder Kapelle bekreuzigen. Steigt man dann auf dem Dorfplatz aus, ist man mittendrin im kretischen Alltagsleben.

1900-1450 v. Chr.

Minoische Zeit. Ein unbekanntes Volk, heute Minoer genannt, baut Städte und riesige Palastzentren. Auf ganz Kreta entstehen Gutshöfe und Landsitze

1450-650 v. Chr.

Nach dem Untergang der minoischen Kultur besiedeln griechische Stämme die Insel. Etwa 100 unabhängige Stadtstaaten entstehen

650-332 v. Chr.

Archaische und klassische Zeit. Auf dem griechischen Festland bilden sich mächtige Zentren wie Athen und Korinth, während sich die befestigten Städte Kretas untereinander befehden

332-67 v. Chr.

Hellenistische Zeit. Die Stadtstaaten schließen sich unterschiedlichen hellenistischen Dynastien an

67 v. Chr.-395 n. Chr.

Römische Zeit

395-1204

Oströmisch-byzantinische Zeit. Konstantinopel regiert Kreta

1204-1669

Venezianische Zeit

1669-1898

Türkische Zeit. 1898 Autonomie: Prinz Georg, zweiter Sohn des griechischen Königs, regiert im Auftrag des Sultans

1913

Vereinigung mit dem freien Griechenland

1941-1944

Der deutschen Invasion folgt ein heftiger Partisanenkrieg, in dem die NS-Truppen viele Zivilisten ermorden

1967-1974

Militärdiktatur in Griechenland

1981

EU-Beitritt Griechenlands

2002

Der Euro ersetzt die Drachme als Landeswährung

2004

Olympische Spiele in Athen

Handeln statt reden

Reisen bereichert und verbindet Menschen und Kulturen. Jedoch: Wer reist, erzeugt auch CO2. Dabei trägt der Flugverkehr mit bis zu 10 % zur globalen Erwärmung bei. Wer das Klima schützen will, sollte sich somit nach Möglichkeit für die schonendere Reiseform (wie z.B. die Bahn) entscheiden. Wenn keine Alternative zum Fliegen besteht, so kann man mit atmosfair handeln und klimafördernde Projekte unterstützen.

Auf der Jagd nach dem Verkehrsschild

Das Gesetz der Blutrache gilt auch in der Sfakiá schon seit 30 Jahren nicht mehr. Ihre Waffen aber lassen sich die verwegenen Sfakioten ebenso ungern verbieten wie die meisten anderen Kreter. Wundern Sie sich daher nicht über die Löcher in vielen kretischen Verkehrsschildern: Sie stammen von Schießübungen her. Auch bei Hochzeiten werden ab und an Gewehrsalven abgefeuert. Was Blutrache noch 1972 in der Sfakiá bedeutete, schildert Ioanna Karystianis furioser Roman „Schattenhochzeit“, in dem ein junger Bräutigam den Mörder seines Bruders töten muss.

www.kreta-treff.de

Das Blog-ähnliche deutschsprachige Forum bietet mehrere hundert Beiträge zu kretischen Orten und Landschaften.

http://crete.wordpress.com

Blogartige englischsprachige Website mit guten, teilweise recht persönlich gefärbten Beiträgen

www.livingincrete.net

Englischsprachiges Forum rund um die Themen Leben, Arbeiten, Häusle bauen und Rente verprassen auf Kreta

www.kreta-impressionen.de

Das Forum zu Kreta besitzt schon fast Blog-Charakter.

http://members.explorecrete.com

Umfangreiches Forum und zahlreiche, überwiegend englischsprachige Blogs

www.youtube.com

Dieses Angebot an Kreta-Vlogs ist unschlagbar: Bei Redaktionsschluss waren es schon etwa 12000. Als Suchbegriff „Crete“ eingeben, bei „Kreta“ ist das Angebot sehr viel geringer.

www.ilios.ch

Schweizer Adresse mit Blogs und Videos zu Kreta

www.travelblog.org

Punktet mit sehr guten englischsprachigen Blogs von Bloggern aus aller Welt.


Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.

Alexis Sorbas

Der Kreta-Klassiker schlechthin - als Buch wie als Film. Níkos Kazantzákis‘ Roman wurde 1964 mit Anthony Quinn, Alan Bates und Irene Pappas in den Hauptrollen von Michael Cacoyannis verfilmt.

Freiheit oder Tod

Im Iráklio des 19. Jhs. spielt ein weiterer Roman Kazantzákis‘, der als deutsche Ausgabe nur auf Kreta erhältlich ist.

Chronik einer Stadt

Auch nur auf Kreta bekommt man dieses Buch von Pantélis Prevelákis. Er beschreibt darin, vermischt mit Kindheitserinnerungen, den langsamen Verfall seiner Heimatstadt Réthimno im ersten Drittel des 20. Jhs.

Tage auf Kreta

In diesem Buch gehen Aquarelle von Hans-Jürgen Gaudeck und einfühlsame Texte von Klaus Bötig eine harmonische Verbindung ein (hsb-Verlag 2007).

Der Mann, der sterben muss

1956 drehte Jules Dassin überwiegend in Krítsa diesen Film, in dem Melina Mercouri und Gert Fröbe mitspielten und dessen Grundlage der Roman „Die Griechische Passion“ war.

Die Griechische Passion

Níkos Kazantzákis erzählt die Geschichte eines Dorfes, das für ein Passionsspiel übt und plötzlich mit einer von den Türken aus der Heimat vertriebenen Flüchtlingsgruppe konfrontiert wird.

In Agía Galíni wartet der Tod

Etwas leichter liest sich z.B. der dritte Kreta-Krimi von Klaus Eckhardt um den Privatdetektiv Jak Anatolis, der die dunklen Seiten der Insel auslotet (www.kreta-klaus.de).

Die Kunst des Überlebens in Zeiten der Landflucht

Manólis Farsáris hat in seinem fast menschenleeren Heimatdorf Zénia an der Straße zwischen Ágios Nikólaos zur Lassíthi-Hochebene einen touristischen Supermarkt errichtet, den er Jahr für Jahr mit eigener Hände Arbeit um einen Raum erweitert. Auch eine Café-Bar gehört dazu, in der er den mit Honig versetzten Tresterschnaps rakómeli ausschenkt, Eis, Snacks und frisch gepresste Säfte serviert. In seinem Laden-Konglomerat bietet er alles feil von koreanischen Jeans über Billigikonen bis zu vom 100-jährigen Großvater selbst geschnitzten Löffeln und Göttern aus Gips. Aber er offeriert seinen Gästen auch Service: Am Straßenrand hat er auf einem ausgedienten Sonnenschirmständer ein Fernglas aufgebaut. Darunter erklärt er auf einer selbst gezeichneten Landschaftsskizze, was man durch den Feldstecher sieht. Direkt daneben hängen Zwillen an einem Ast, damit sich Kinder die Zeit vertreiben können. Ein paar Schritte entfernt verkündet ein mehrsprachiges, handgeschriebenes Schild, dass die Tische und Stühle auf der Terrasse von Gästen kostenlos für ein mitgebrachtes Picknick benutzt werden dürfen. Manólis muss seine Familie ernähren und versucht es auf seine ganz eigene, kretische Art.

Zum Zeitempfinden der Kreter

Busse, Schiffe und Flugzeuge halten sich zwar weitgehend an die offiziellen Fahrpläne; im täglichen Leben der Kreter aber wird Pünktlichkeit keineswegs als Zier angesehen. Man verabredet sich selten für eine genaue Uhrzeit, sondern bleibt ganz allgemein bei „áwrio = morgen", „to proí = morgens", „to apógewma = nachmittags" (ab etwa 16 Uhr) oder „to wrádi = abends" (ab etwa 20 Uhr). Stellt man sich als Gast auf diese Eigenheit ein und begegnet ihr flexibel, vermeidet man viele Enttäuschungen.

Kreter haben wenig Angst vor der Zukunft

Der Roman- und Filmheld Aléxis Sorbás ist wegen seines Tatendrangs und seiner Lebensfreude unvergesslich. Etwas von ihm steckt in vielen Kretern. Zum Beispiel in Len. Bis vor kurzem führte er ein gut laufendes Restaurant in Kretas Südosten. Es brannte komplett ab. Am nächsten Tag war der Wirt einer der fröhlichsten Menschen der Welt, obwohl der Mann nicht einmal versichert war: Endlich war er nicht mehr an sein Geschäft gebunden, sondern konnte etwas Neues, ganz Anderes beginnen...


Szene

Trend Guide Kreta

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots. Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Nicole Wagenstetter

ist Halbgriechin und besucht regelmäßig ihre Familie in Hellas. Nach Kreta kam sie anfangs nur zum Yoga-Retreat, wo sie die meditative Stille der abgelegenen Dörfer des Südostens entdeckte. Warum immer wieder Kreta? Wegen des wunderbaren Essens, des lustigen Akzents der Einheimischen und der atemberaubenden Kulturlandschaft. Unser Szene-Scout ist begeistert von der Vielfältigkeit der Insel.

On the Rocks

Schroffe Felswände, Überhänge und Schluchten sind der Spielplatz der Kletterprofis auf Kreta. Die Guides von Cretan Adventures kennen die anspruchvollsten Routen und bringen einen sicher ans Ziel (Odós Evans 10 | Iráklio | www.cretanadventures.gr). Der Kletterverband Kretas ist für Alpenfreunde eine gute Anlaufstelle mit jeder Menge Kontakten zu Guides und vielen Seminarangeboten (Dimokratías 12 | Réthimno | www.eos.rethymnon.com). Die Rundum-Kletterbetreuung gibt's in der Pension Kofinas im kleinen Bergbauerndorf Kapetaniana, das einem Adlerhorst gleicht. Vom Fuße des Kofinás im Asterússia-Gebirge genießen Kletterer die Aussicht auf das libysche Meer (Kapetaniana 28 | Asimi | www.korifi.de)

All night long

Die griechischen Nächte sind lang und Szenegänger Ziehen von Bar zu Bar, um dann in einem der angesagten Clubs zu stranden. In Chaniá lautet der erste Stopp Il Nostro (Aktí Miaouli 21), um dann im Mylos Club zu griechischer Popmusik und House abzutanzen (Plataniàs, 10 km vor Chaniá, www.mylos-chania.com). In Iráklio findet sich alles in einer Straße: In La Brasserie zu Snacks einkehren und sich von den Livegigs überraschen lassen. Hier spielen regelmäßig griechische Rockbands (Odós Korai 15). Der In-Treff in schicker Optik mit durchgestylten Möbeln ist das Korai Café. Nicht vom Namen verwirren lassen. Ab 23 Uhr verwandelt sich das Café in einen heißen Club, wo griechische Popsongs und Elektro die Stimmung zum Kochen bringen (Odós Korai 3, Iráklio).

Glamourville

Zwischen dem Golf von Mirabéllo und der Hochebene des Lassíthi Gebirge im Osten von Kreta liegt das idyllische Dorf Eloúnda - der Treffpunkt des Jetsets. Stars wie Mick Jagger entspannen sich hier in Designer-Cottages und genießen die Abgeschiedenheit der Privatstrände. Auf das anspruchsvolle Publikum sind die schicken Hotels wie das Elounda Mare bestens vorbereitet: Bungalows im griechischen Inselschick überzeugen mit Privatpool, Hotelrestaurant am Strand und Butlerservice (www.eloundamare.gr). Traumhaft: die Privatvillen des Pleiades Ressorts im Philippe Starck-Look (www.pleiadesvillas.gr) und die Bungalows des Elounda Peninsula - hier steht Gästen sogar eine eigene Yacht zur Verfügung (www.eloundapeninsula.com). Schlichte Eleganz, eine Wahnsinnslage und stilsicherer Geschmack beim Design der exklusiven Suiten sind das Aushängeschild des Blue Spa Palace (www.bluepalace.gr).

Vegetarisch

Gyros, Souvlaki und Bifteki bekommen fleischlose Konkurrenz. In den wenigen alternativen Restaurants der Insel wird vegetarisch gekocht. Heißbegehrt unter Yogis ist das Restaurant To Trito Mati. Das Lokal sieht zwar auf den ersten Blick unspektakulär aus, doch die Nähe zum Strand und frische vegetarische Gerichte wirken äußerst anziehend (Paleochóra-Chaniá). Das Om-Zeichen über dem Eingang verspricht einen alternativen Spirit bei der Zubereitung der Speisen. Die Vegerra Taverna hält den Vergleich mit jedem internationalen vegetarischen Restaurant stand. Die Bioprodukte für die Gerichte kommen aus der Region Zarós. Inhaberin Vivi Kalaïtsàki ist berühmt für ihre Süßspeisen. Tipp: In ihrem kleinen Ladenlokal gibt sie auch regelmäßig Kochkurse (Zarós, www.zaros.info).

Klingt gut!

Treibende Rhythmen, traditionelle Instrumente und griechische Texte sind Markenzeichen der griechischen Populärmusik. Wenn die Klänge von Bouzouki, Gitarre, Tambourin und Akkordeon verschmelzen, klingt das wie eine Melange aus Gypsy-Folk und Jazzmusik - der Erfolgsmix der Band Chanides (www.myspace.com/hainides). Singer-Songwriter Loudovíkos ton Anógion widmet sich den ruhigen Klängen mit byzantischem Einschlag (loudovikos.on.to). Wer in die Livemusik-Szene der Insel eintauchen möchte, geht ins Oinódeio (Odós Salaminos | Réthimno).

Made on Kreta

Organische Formen, mediterrane Muster und traditionelle Techniken - Keramikkünstler wie Manólis Patramánis zeigen ihre Vision von griechischer Moderne und Zeitgeist. Seine Arbeiten wie die schlichten Ton-Figurinen oder seine komplizierten Keramik-Mosaike wurden bereits in Frankfurt und London gezeigt. Auf Kreta stellt Karoupis Art seine Arbeiten aus sowie Schmuck und Skulpturen anderer Künstler (Alexi Minoti 7 | Koutouloúfari | Chersónisos | www.kouroupis.gr). Hinter der Glaskunst von Tarrha stecken Màrio Chalkiadàki und Natássa Papadogamvràki, die ihre Glasobjekte sogar in Museen ausstellen (Anogea, Réthimno | www.tarrhaglass.com).

Om Shanti

Die Insel ist wie geschaffen für Yoga und Meditation: Dünengleiche Landschaften im Kontrast zur schroffen Küste und dem libyschen Meer bilden eine mystische Atmosphäre. Dass das Chi auf Kreta ganz besonders gut fließt, entdecken immer mehr Yogis. Auf Wochendseminaren und Workshops üben sie ihre Asanas am Strand oder unter der schattigen Pergola im Olivenhain wie in der Kretashala in Triopetra (www.kretashala.de). Auf ganzheitliche Fitness mit Yoga, Meditation und Tai Chi in kleinen Gruppen setzt Inkretable Healing in Ligería (www.inkretablehealing.com). Weitere Seminare und Workshops auf Kreta gibt's unter www.yoga-kreta.de.

Landpartie

Raus aus dem Stadttrubel und rein in die Natur. Alternativer Tourismus findet vor allem bei Kretas junger Szene Anklang. In traditionellen Steinhäusern wohnen, bei der Olivenernte und Honiggewinnung zusehen oder im Dorfcafé auf eine Runde Távli einkehren - beim Aufenthalt im Dorf Vámos gehen die Gäste auf Zeitreise (www.vamossa.gr). Die Ökofarm Metohi Kindelis verbindet Landferien mit Lifestyle und Bioschick: Die Natursteinhäuser mit Toskana-Einschlag sind bis ins kleinste Detail durchgestylt (Chaniá | www.metohi-kindelis.gr). Rustikaler aber nicht weniger komfortabel: die Ferienhäuser von Ellotis-Villas (Vámos, Chaniá | www.ellotisvillas.com).


Stichworte

Der Große Grieche war ein Kreter

Römer und Venezianer, Türken, Touristen und Tomatenzüchter - trotz vieler Invasoren hat die Insel ihr eigenes Gepräge bewahrt

Byzanz

Byzantinischem begegnen Sie auf Kreta auf Schritt und Tritt. Man besichtigt byzantinische Kirchen und stößt auf byzantinische Burgruinen. In fast allen Gotteshäusern trifft man auf den byzantinischen Doppeladler, Symbol der weiter bestehenden Kirche und des untergegangenen Reichs.

Fauna

Das einzige wild lebende, größere Säugetier ist die kretische Wildziege, im Volksmund Kri-Kri, von der Wissenschaft Capra aegagrus cretica genannt. Sie kommt noch in schwer zugänglichen Teilen der Weißen Berge und auf den vorgelagerten Inselchen Día, Ágii Pántes und Ágii Theodóri vor. Am ehesten sieht man Kri-Kris in den Stadtparks von Chaniá und Réthimno. An den Sandstränden Kretas legt die Meeresschildkröte Caretta caretta im Hochsommer ihre Eier ab. Ihre Gelege sind vor allem durch den Tourismus stark gefährdet. Deutlich zu hören sind im Sommer die Zikaden, die in den Bäumen ohne Unterlass ihren Gesang veranstalten. Zu sehen bekommt man sie kaum.

Flora

Zwischen April und Juni zeigt Kretas Boden, was er alles hervorbringen kann, wenn es denn Wasser gibt. Da blühen Obst- und Mandelbäume, Granatapfel und Ginster, Oleander und Kastanien. Wiesen und Weiden sind mit Klatschmohn, Asphodelen, Anemonen, Narzissen, Zyklamen und wilden Tulpen bedeckt, die Berghänge überzogen von duftenden Kräutern wie Thymian und Oregano; dazwischen leuchten weiße, rosa und violette Zistrosen.

Gewächshäuser

Natürlich war es ein Holländer, der den Kretern Anfang der 1960er-Jahre beibrachte, Tomaten und Frühgemüse in Gewächshäusern anzubauen, die dank der kretischen Sonne nicht beheizt, sondern nur bewässert werden müssen. Sie sind nicht mit Glas, sondern mit Plastikplanen abgedeckt. Wenn sie nicht mehr brauchbar sind, lässt man den Wind die Plastikplanen zerreißen und verwehen: Müllbeseitigung auf griechische Art. Ganze Landstriche haben sich in eine Plastikwüste verwandelt, die im Sonnenschein wie ein großer See gleißt.

Ikonen

Darstellungen von Heiligen und biblischen Ereignissen auf Tafelbildern nennt man in der orthodoxen Kirche Ikonen. Man findet sie in allen Gotteshäusern, aber auch in vielen Privatwohnungen, am Armaturenbrett von Linienbussen, im Ruderhaus von Fischerbooten und auf der Brücke großer Fähren.

Minos

Wie die Kreter des zweiten vorchristlichen Jahrtausends ihren Herrscher nannten, wissen wir nicht. In der griechischen Mythologie des ersten Jahrtausends v. Chr. wird er jedenfalls Minos genannt. Minos ist danach auch der Name des Begründers des Minoischen Reiches. Die Griechen sahen in ihm einen Sohn ihres mächtigen Göttervaters Zeus und der phönizischen Königstochter Europa, die Zeus in Gestalt eines Stieres nach Kreta entführt hatte.

Minotauros

Im Palast des Minos in Knossós wurde in einem Labyrinth, das Dädalos, erster Flieger der Menschheit, für den Minos gebaut hatte, ein Ungeheuer mit Stierkopf und Menschenleib gehalten. Jedes Jahr mussten ihm sieben athenische Mädchen und Jünglinge geopfert werden. Das Ungeheuer war ein Kind der Gemahlin des Minos, Pasiphae, die es mit einem Stier gezeugt hatte, den ihr Gatte den Göttern zu opfern sich geweigert hatte. Getötet wurde das Ungeheuer schließlich vom athenischen Königssohn Theseus. Mit Hilfe des Ariadnefadens fand der Prinz nach seinem erfolgreichen Kampf gegen den Minotauros wieder aus dem Labyrinth heraus.

Musik und Tanz

Die typischen Instrumente der kretischen Folklore sind die Lyra und die Laouto; die Musik klingt für unsere Ohren schon sehr orientalisch. Die vielen verschiedenen, fast nur von Männern vollführten Tänze sind feurig und verlangen den Tänzern oft artistische Fähigkeiten ab.

Rakí

Rakí ist das Nationalgetränk der Kreter. Der klare Tresterschnaps, aus bereits ausgepressten Weintrauben gewonnen, ist in allen Kafenía und in manchen Hotels erhältlich; wer ihn kostet, versteht, warum die kretischen Männer ihm Kräfte und Kampfgeist stärkende Wirkung zusprechen.

Religion

Nahezu alle Kreter bekennen sich zum griechisch-orthodoxen Christentum. Überall auf der Insel begegnet man orthodoxen Priestern, die lange, dunkle Gewänder, einen üppigen Bart und eine Kopfbedeckung tragen, unter der nur ein mehr oder minder langer Zopf herausschaut. Die orthodoxen Geistlichen dürfen verheiratet sein und haben oft große Familien. Sie werden vom Staat bezahlt.

Umweltschutz

Dank finanzieller Hilfe der Europäischen Union und engagierter junger Menschen geht es auf Kreta mit dem Umweltschutz voran. Städte bauen biologische Kläranlagen; Hotelketten wie die besonders rührigen Grecotels haben erkannt, dass Umweltfreundlichkeit auch werbewirksam ist. Trotzdem ist das Umweltbewusstsein in der kretischen Bevölkerung noch gering, wie die vielen wilden Müllkippen und ein immer noch ungehemmter Plastikkonsum bezeugen.

Elefthérios Venizélos

Elefthérios Venizélos, 1864 in Chaniá geboren, war der bedeutendste Politiker Kretas. Er hatte maßgeblich Anteil am Abzug der Türken von der Insel 1898 und am Kampf für den Anschluss Kretas an das freie Griechenland. 1909 wurde er zum Premierminister gewählt und trug in diesem Amt wesentlich zum Aufbau eines modernen Griechenlands bei. Auf Kreta sind in fast allen Städten und Dörfern große Plätze und breite Straßen nach ihm benannt. Venizélos starb 1936, sein Grab in der Nähe von Chaniá ist eine nationale Gedenkstätte.


Feste und Events

Kirchweih und Prozessionen

Die christlichen Feiertage bestimmen Kretas Festekalender, Musik und Tanz am Vorabend gehören auch dazu

Auf Kreta wird viel und gern gefeiert. Meist ist der Patronatstag des Dorfheiligen der Anlass dafür. Solche Kirchweihfeste beginnen oft am Vorabend des eigentlichen Feiertags mit Musik und Tanz. Am Festtag selbst gibt es häufig nur noch einen Gottesdienst. Rosenmontag und Karfreitag, Ostern und Pfingsten richten sich nach dem Julianischen Kalender und fallen nur selten mit unseren Feiertagen zusammen.

In den Städten gibt es in den Sommermonaten Musik- und Kulturfestivals. Außer Folklore steht dabei zunehmend auch moderne griechische Rockmusik im Vordergrund. Diese Festivals werden nicht vorrangig für Touristen, sondern vor allem für die Kreter veranstaltet und meist nur auf Griechisch plakatiert. Die genauen Programme werden leider oft nur sehr kurzfristig publiziert. Im Internet sind sie manchmal ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn unter www.cultureguide.gr auf Englisch zu finden.

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

6. März 2011

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag

21. April 2011

Karfreitag

23./24. April 2011

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

11./12. Juni 2011

Pfingsten

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Faschingssonntag

Großer Karnevalsumzug mit traditionellen Tänzen in Réthimno, einen Tag später in Panórmos bei Réthimno.

25. März

Nationalfeiertag. Bei den Paraden tragen Schulkinder oft Trachten.

Karfreitag

Prozessionen in allen Städten und Dörfern (gegen 21 Uhr).

Ostersamstag

Ostermesse ab 23 Uhr, zu der fast alle Kreter gehen. Kurz nach Mitternacht Feuerwerk

Sonntag nach Ostern

Gottesdienst in der Höhle von Mílatos, anschließend kostenlose Bewirtung der Gäste und Folklore auf dem Dorfplatz am Meer

21. Mai

Kirchweihfest mit Musik und Tanz in Gra Ligiá bei Ierápetra

Juli-September

Renaissancefestival in Réthimno: Das programmatisch anspruchsvollste Festival Kretas bietet Vorträge, Theater und Konzerte, die fast ausschließlich einen Bezug zur Blütezeit der Stadt während der Renaissance ausweisen. Der bevorzugte Veranstaltungsort ist das moderne Amphitheater in der Fortézza von Réthimno (Anfang Juli-Mitte September). www.rethymnon.gr

August

Gemeindefestival in Anógia mit viel beachteten Wettbewerben für Lyra, traditionellen Gesang und kretischen Tanz (Anfang August).

Oktober

Kirchweihfest im Kloster Guvernétu auf der Akrotíri-Halbinsel bei Chaniá mit einer Prozession vom Kloster zur Höhle, in der dann ein Festgottesdienst stattfindet (7. Oktober).


Essen und Trinken

Speisen auf kretische Art

Ein gutes Essen bedeutet auf dieser Insel vor allem fröhliche Geselligkeit in großer Tafelrunde

Kreter gehen fast nie allein oder nur mit ihren Ehepartnern zum Essen aus. Das Essen ist eine soziale und gesellige Angelegenheit; es schmeckt am besten in einer großen Tischgemeinschaft. Dass auch die Kinder dazugehören, ist eine Selbstverständlichkeit.

In einer solchen Tischgemeinschaft, von den Kretern paréa genannt, bestellt keiner für sich allein. Man lässt zunächst eine Vielzahl verschiedener Salate und leckerer Vorspeisen auffahren, von denen jeder nimmt, was und wie viel er mag. Danach bestellt man Fisch oder gegrilltes Fleisch in großen Mengen und lässt es auf Platten servieren, die dann wiederum für alle gemeinsam auf den Tisch kommen. Auf einen Nachtisch verzichtet man meist, da ohnehin immer sehr viel übrig bleibt. Völlig leer gegessene Teller und Platten würden nämlich zeigen, dass man knausrig war.

Wer als Urlauber allein oder in trauter Zweisamkeit essen geht, kann natürlich auch auf gewohnte Art bestellen - mehr Spaß aber macht auf jeden Fall die kretische Art, möglichst viele verschiedene Gerichte zu ordern. Wenn der Kellner leer gegessene Teller zwischendurch nicht abräumt, ist das Höflichkeit: Die anderen Gäste sollen sehen, dass man sich ein üppiges Essen leisten konnte.

Vor allem in den Urlaubsorten hat man sich auf den Geschmack der Urlauber eingestellt, dekoriert seine Taverne folkloristisch und bringt das Essen heiß auf den Tisch. Darüber hinaus haben eine ganze Reihe von Restaurants gehobenen und höchsten Niveaus eröffnet, die ihre Klientel vor allem unter den Kretern selbst und anspruchsvollen griechischen Urlaubern suchen, die Wert auf gute regionale Küche legen. Manche von ihnen könnten selbst einen erfahrenen Gastrokritiker leicht überzeugen.

Jeder findet also, was er sucht: das einfache, billige Grillstübchen für Gyros und Suvláki ebenso wie den Italiener mit gehobener mediterraner Küche, die simple Familientaverne mit traditioneller Hausmannskost oder das kretische Feinschmeckerlokal mit entsprechend gepfefferten Preisen. Mit hohen Preisen müssen Sie auf jeden Fall rechnen, wenn Sie frischen Fisch bestellen: Unter 40 Euro ist das Kilo nirgends zu bekommen.

Zum Essen trinken die Kreter Wasser und Bier oder Wein. Die Auswahl an kretischen Weinen ist groß, die Qualität hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Neben offenen Weinen und preisgünstigem Rétsina - dem mit dem Harz der Aleppo-Kiefer versetzten griechischen Weißwein - gibt es auch eine Anzahl von Qualitätsweinen aus kleinen und großen Kellereien. Immer zu empfehlen sind die Weine aus den genossenschaftlichen Weinkellereien von Sitía und Péza bei Iráklio. Eine in ganz Hellas produzierende Großkellerei auf hohem Niveau ist Boutáris bei Iráklio. Edle Tropfen in kleineren Mengen kommen aus den Kellereien Lyrarákis, Económou, Manoussákis, Michalákis und Crétas Olympías.

Die meisten Tavernen und Restaurants sind den ganzen Tag über von etwa 9 Uhr morgens bis weit nach Mitternacht durchgehend geöffnet. Kreter nehmen das Mittagessen selten vor 13 Uhr ein, abends trifft man sich mit seiner paréa oft erst gegen 22 Uhr oder noch später. Will man sich kretischen Gewohnheiten anpassen, verlangt man vom Kellner auf keinen Fall getrennte Rechnungen: In kretischen Tischgemeinschaften zahlt immer einer für alle. Wer sich diesem Brauch nicht anschließen will, erklärt das dem Kellner besser schon bei der Bestellung.

Kretische Kaffeehäuser sind der Treffpunkt der Männerwelt. Jedes Dorf hat mindestens ein kafenío, meist gleich mehrere kafenía. Das ist notwendig, weil normalerweise jedes Kafenío einer der drei großen griechischen Parteien zuzuordnen ist: den Konservativen, den Sozialisten oder den Kommunisten. Obwohl von einem privaten Wirt betrieben, ist das Kaffeehaus so etwas wie eine öffentliche Einrichtung. Verzehrzwang gibt es meist nicht. Die Männer sitzen beieinander, um über Gott und die Welt, vor allem aber über griechische Politik zu reden, um Távli, Dame oder Karten zu spielen.

Wer Kaffee bestellt, muss immer sagen, wie er ihn wünscht. Die Kreter trinken griechischen Kaffee, einen Mokka, bei dem das Wasser zusammen mit Kaffee und Zucker aufgekocht wird. Kafé ellinikó gibt es in vielen Variationen: skétto, ohne Zucker; métrio, mit etwas Zucker; glikó, mit viel Zucker; dipló, als doppelte Portion. Auch löslichen Kaffee gibt es fast immer. Man bestellt ihn grundsätzlich als neskafé und sagt auch hier dazu den Süßegrad. Außerdem ist zu unterscheiden zwischen neskafé sestó, heißem, und frappé, kaltem, schaumig geschlagenem Nescafé.

briám

Ratatouille mit viel Auberginen und Olivenöl

choriátiki

Griechischer Bauernsalat mit Ziegenkäse und Oliven

chtapódi

Krake, gegrillt, geschmort oder kalt als Salat

dolmádes

mit Reis und Hackfleisch gefüllte Weinblätter, zumeist heiß in einer Ei-Zitronen-Soße serviert

fakí

Linsensuppe

fasoláda

Bohnensuppe

fáva

Püree aus gelben Erbsen, das der Gast selbst am Tisch mit Zwiebeln und Olivenöl anmacht

gópes

gebratene Sardinen

jemistés

mit Reis und Hack gefüllte Paprika und Tomaten

juvétsi

im Tontopf überbackene Nudeln mit Rind- oder Lammfleisch

kakaviá

Fischsuppe, für die sich der Gast den Fisch selbst aussucht

kalitsúnia

mit Spinat oder Mangold und Frischkäse gefüllte Teigtaschen

ksifía

gebratenes Schwertfischfilet

kúklus

gekochte Schnecken. Dazu trinkt man Rakí

marídes

knusprig ausgebackene Sardellen, die man mit Gräten, Kopf und Schwanz verzehrt

mussaká

Auflauf aus Hackfleisch, Auberginen, Kartoffeln und Béchamel-Sauce

paidákia

meist über Holzkohle gegrillte Lammkoteletts

pantsária

Rote Beete, entweder kalt als Salat oder warm mitsamt den Pflanzenblättern als Gemüse serviert

pastítsjo

Auflauf aus Makkaroni, Hackfleisch und Béchamel-Sauce

patsá

Kuttelsuppe

revithókeftédes

Art Reibekuchen oder Kroketten aus Kichererbsenmehl

sfakianiés píttes

eine Art Crêpe, gefüllt mit Honig und Frischkäse

stifádo

meist Rindfleisch-, manchmal Kaninchengulasch in Tomaten-Zimt-Soße mit Zwiebelgemüse

supjés

eine Tintenfischart


Einkaufen

Kunsthandwerk und Kulinaria

Die Auswahl an inselspezifischen Mitbringseln ist groß - man muss nur wissen, was wo zu finden ist

In den Souvenirgeschäften der kretischen Städte und Badeorte ist viel Massenware zu finden, die nur selten auf der Insel selbst hergestellt wird. Bessere Einkaufsquellen sind die Altstadtgassen von Chaniá und Réthimno, die Geschäfte in Ágios Nikólaos sowie die Ateliers und Werkstätten von Kunsthandwerkern am Straßenrand und in den Dörfern. Laden-öffnungszeiten: in den Urlaubszentren im Sommerhalbjahr meist täglich von etwa 10 bis 24 Uhr, in den Städten montags bis samstags mindestens von 10 bis 13.30, dienstags, donnerstags und freitags auch von 17.30 bis 20 Uhr.

Glas

Farbiges Glas ist für Griechen der Kunsthandwerksartikel im Aufwärtstrend. Glaskünstler gibt es in ganz Hellas. In Kretas Restaurants und Hotels schwärmt man vom farbigen Glas der großen Glasbläserei in Kókkino Chorió, 26 km östlich von Chaniá, die aus Altglas Praktisches, Schmückendes und beides in einem produziert.

Ikonen

Alte Ikonen dürfen nur mit Sondergenehmigung exportiert werden. Für neu gemalte Ikonen braucht man sie nicht. Am besten kauft man direkt bei Ikonenmalern ein, die insbesondere in der Altstadt von Iráklio arbeiten.

Kulinaria

Oliven, Olivenöl und Honig sind gesunde Mitbringsel, die man auch in den vielen trendigen Naturkostläden kaufen kann. Typisch sind auch in Sirup eingelegte Früchte aller Art, Trockenobst sowie die vielen Käsesorten der Insel.

Kunsthandwerk

Moderne und traditionelle Keramik werden in vielen Töpfereien der Insel produziert. Als Töpferdorf schlechthin gilt Margarítes, 27 km südöstlich von Réthimno. Schnitzereien aus Olivenholz sind besonders kostbar, weil das Holz lange gelagert werden muss und schwierig zu bearbeiten ist. Die größte Auswahl finden Sie in Mátala an der Südküste.

Museumskopien

Selten gibt es so viele Museumsobjekte wie auf Kreta - und so wenige autorisierte Museumskopien. Die größte Auswahl bietet der Museum Shop in der ehemaligen venezianischen Loggia in Réthimno, der größere Objekte auch an jeden Ort der Welt per Spedition liefert. Nicht autorisierte, aber dennoch gute Kopien minoischen Schmucks bieten geballt die Juweliere gegenüber dem Archäologischen Museum von Iráklio an.

Musik

Ob traditionelle kretische Lyraklänge oder die Rock- und Popklänge der griechischen Charts - in den Musikshops der Städte sind sie alle auf CD erhältlich. Ausländische CDs auf Kreta zu kaufen, lohnt angesichts gepfefferter Preise nicht.

Schmuck

Große Juweliergeschäfte, die ihre Ware weltweit auf Messen einkaufen, dominieren den Markt. Aber man findet auch noch kleine Gold- und Silberschmiede, die zumindest zum Teil ihr Angebot selbst fertigen, z.B. in Chaniás Altstadt und am Hafen von Ágios Nikólaos. Vor dem Kauf aber immer genau auf die Qualität achten - und auf das von manchen Juwelieren beim Verkaufsgespräch angebotene Glas Oúzo lieber verzichten. Auf nüchterne Stempelangaben kann man sich aber verlassen.

Textiles

Kostbare, traditionelle Stick- und Webarbeiten findet man fast nur noch in Museen. Die heute in Dörfern wie Fódele verkauften Artikel stammen meist aus halbindustrieller Massenproduktion.

Weine & Spirituosen

Eine gute Auswahl kretischer Weine bieten die meist „Cáva” genannten Spezialgeschäfte in den Städten. Zu Weinproben und Direkteinkauf laden insbesondere die Weinkellereien Péza und Boutáris bei Iráklio ein. Rakí kann man überall kaufen. Ein Probeschluck muss allerdings sein, zu unterschiedlich sind die Qualitäten.


Chaniá

Weiße Berge und steile Küsten

Wandern durch die Samariá-Schlucht oder per Schiff zu Inseln und Buchten - der Westen Kretas bietet viele Kontraste

Die Landschaft in Kretas Westen wird von den Weißen Bergen, den Lefká Óri, geprägt. Ihr höchster Gipfel, der Páchnes, ist mit 2453 m Höhe nur 3 m niedriger als der Timíos Stávros im Ída-Gebirge. Im äußersten Westen laufen die Weißen Berge in den Hügeln von Kisámos für kretische Verhältnisse sanft aus. Im Süden fallen die Berge fast überall direkt ins Meer ab.

Die Nordküste ist siedlungsfreundlicher gegliedert. Hier ermöglichten mehrere Küstenebenen die Entstehung von Dörfern und Städten. Das markanteste Merkmal dieser Küste sind die drei Halbinseln, die weit ins Meer hinausragen: Akrotíri bei Chaniá ist fruchtbar und bewohnt; die beiden westlichen, Rodopoú und Gramvoúsa, sind bergig und fast menschenleer. Die Weißen Berge werden von vielen Schluchten zergliedert, von denen der Nationalpark Samariá-Schlucht zur Touristenattraktion geworden ist.


Die zweitgrößte Stadt Kretas (53400 Ew.) ist von einer grünen, fruchtbaren Landschaft umgeben.


An der südseehaften Lagune von Bálos, die man von Kíssamos aus per Schiff oder per Jeep bzw. Enduro plus Wanderung erreicht, wird wildes Zelten geduldet. Eine Taverne ist im Sommer geöffnet, Wasser gibt es nur dort. Eindrucksvoller als hier kann man den Sternenhimmel auf Kreta kaum erleben!


Réthimno

Stadt mit viel historischem Flair

Hier können Sie sonniges Badeleben mit Entdeckungstouren auf verwunschenen Pfaden der Vergangenheit verbinden

Der Regierungsbezirk von Réthimno bildet in seiner westlichen Hälfte eine relativ schmale Landbrücke zwischen Zentral- und Westkreta. Die Insel ist hier weniger als 30 km breit. Zudem sind die Berge in dieser Region weniger hoch und zerklüftet, sodass sie Platz lassen für eine gute Passstraße zwischen Nord und Süd.

Dadurch kann man als Réthimno-Urlauber auch gut Ausflüge ans Libysche Meer unternehmen, wo an flacheren Küstenstreifen zwischen der Steilküste einige wenige Orte mit Stränden liegen.

In der Osthälfte des Bezirks von Réthimno steigt das Ída-Gebirge bis auf 2456 m Höhe an. An seinen Hängen liegen viele Dörfer inmitten fruchtbarer Obstgärten und Olivenhainen. Sie sind noch ganz ursprünglich. Die Region bietet also eine gute Mischung aus Bademöglichkeiten, städtischer Atmosphäre und Ländlichkeit. Auch an historischen Sehenswürdigkeiten, vor allem aus venezianischer Zeit, herrscht kein Mangel.

Abwechslung vom Strandlebenbieten auch Wanderungen durch das Gebirge (festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich); es gibt dort nur wenige markierte Wege. Die Weißen Berge und das Ída-Gebirge sind von Réthimno aus meistens gut sichtbar. Zwischen Dezember und Mai sind die über 2000 m hohen Gipfel schneebedeckt.

Westlich von Réthimno und im Gebiet der Weißen Berge sieht man noch Zypressen. Wie viele griechische Inseln ist Kreta stark verkarstet. Homer konnte die Insel als waldreich rühmen; doch später wurde jahrhundertelang Raubbau getrieben. Dass die Gefahren schon früh erkannt wurden, beweist der Umstand, dass der venezianische Senat Anfang des 15. Jhs. ein Gesetz erließ, das die Ausfuhr des begehrten Zypressenholzes untersagte.


Réthimno (28000 Ew.) ist eine stimmungsvolle, sympathische Kleinstadt, deren Altstadt mit ihren vielen Minaretten und Moscheen, engen Gassen und weiten Plätzen, Häusern mit typisch türkischem Holzerker und Teilen der Stadtmauer noch gut erhalten ist.


Auf Kreta stößt McDonald's auf heftige Konkurrenz durch die griechische Goody‘s-Kette. Sie serviert internationales Fast Food, nimmt aber auch auf griechische Vorlieben Rücksicht und bietet mit Pit-a-Pitta leckeres Gýros im Fladenbrot. In Réthimno findet man ein Goody‘s an der Uferpromenade vor dem Stadtstrand.


Iráklio

Wo das Herz der Insel schlägt

Das uralte Zentrum der minoischen Welt ist heute der Mittelpunkt mediterranen Ferienlebens

Der Regierungsbezirk von Iráklio ist Kretas am dichtesten besiedelte Region. Iráklio ist wegen seines guten Hafens und seiner zentralen Lage im 20. Jh. zum Wirtschaftszentrum der Insel geworden. In seiner Umgebung stehen Kretas wichtigste Industriebetriebe. Die Küste zwischen Agía Pelagía und Mália ist das größte Fremdenverkehrsgebiet. Das hügelige Hinterland eignet sich hervorragend zum Weinanbau und reicht bis an die Messará-Ebene heran, die Kornkammer Kretas.

Zentralkreta war schon in minoischer Zeit Kretas bedeutendstes Siedlungszentrum. Hier standen die Paläste von Knossós, Mália und Festós sowie zahlreiche Gutshöfe und Villen.


Die größte Stadt Kretas (131000 Ew.) ist zwar nicht schön, aber durchaus interessant und lohnt einen Besuch. Sie liegt am Meer am Rande einer Küstenebene, von der aus immer auch die hohen, wilden Berge des Ída zu sehen sind.


Für ein preiswertes Essen immer gut sind die rund um die Uhr geöffneten Grillstuben an der Platía Kallergón in Iráklio nahe dem Morosíni-Brunnen. Im Aleksáki kostet da z.B. eine Portion Gýros mit Salat und Bratkartoffeln nur 2,80 Euro, ein großes Bier vom Fass 2,50 Euro, die große Flasche Wasser 1 Euro.


Ágios Nikólaos

Dörfer im Dornröschenschlaf

Im Hinterland der beliebten und belebten Mirabéllo-Bucht hat sich kretisches Landleben seine Ursprünglichkeit bewahrt

Die Landschaft um Ágios Nikólaos, die Verwaltungshauptstadt Ostkretas, ist voller Schönheit. Die Mirabéllo-Bucht, an der die Stadt liegt, ist weit und von hohen Bergen gesäumt; an ihrem Westufer liegen zahlreiche Hotels, darunter einige der besten Kretas.

Während die Küste voll erschlossen und ein Zentrum des Pauschaltourismus ist, dämmern die Bergdörfer in der Region noch im Dornröschenschlaf dahin. Im 2148 m hohen Díkti-Gebirge ist die Lassíthi-Hochebene wegen der Geburtshöhle des Zeus und Tausender von Windrädern zwar schon lange ein beliebtes Ziel für Ausflugsbusse; morgens und abends sowie abseits der Busstrecke ist sie aber noch ebenso ruhig und ursprünglich wie die einsame Katharó-Hochebene westlich des Bergdorfes Kritsá.

Auf der Lassíthi-Hochebene in immerhin 800 m Höhe ermöglichen das Grundwasser und die Schneeschmelze der Berge in dem fruchtbaren Schwemmland den Anbau von Kartoffeln, Getreide, Gemüse und sehr viel Obst. Und damit auch ja nichts von dem intensiv genutzten Boden vergeudet wird, liegen die insgesamt 21 Dörfer dort oben wie im Kreis angeordnet am Rand der Hochebene. Hier kann man überall Spaziergänge zwischen Feldern und Gärten machen.


Der Kleinstadt (10000 Ew.), die im Sommer an die 20000 Gäste gleichzeitig beherbergen kann, ist schon auf den ersten Blick anzusehen, wie sehr sie vom Tourismus geprägt wurde.


Wem der Ausflug nach Spinalónga per Schiff von Ágios Nikólaos aus zu teuer ist, der unternimmt ihn preiswerter von Pláka aus. Vom Hafen fahren Boote fast stündlich für nur 7 Euro nach Spinalónga und zurück. Dazu kommen 2 Euro Eintrittsgeld.


Ierápetra

Ein Hauch von Afrika

Treibhäuser, Bergdörfer und einsame Strände - im heißen Süden Kretas lässt es sich gut überwintern

Die Südküste des östlichen Kretas ist eine dünn besiedelte Region, in der die Bevölkerung noch von der Landwirtschaft lebt. Den Nachteil, noch weniger Regen als die übrige Insel abzubekommen, dafür aber die heißen Wüstenwinde aus Afrika, gleicht man durch Gewächshäuser aus.

Man sieht sie überall, in der Küstenebene und in den Tälern des Díkti- und des Sitía-Gebirges. Für die Bewässerung sorgt der Stausee von Bramianá.

Während Ierápetra im Hochsommer sehr oft unter Hitze leidet, ist es im Winter der angenehmste Aufenthaltsort der ganzen Insel; reges Leben herrscht hier das ganze Jahr über. Selbst im Dezember und Januar kann man noch im Libyschen Meer baden.

Die Küstenregion von Ierápetra reicht bis an die Messará-Ebene heran, die gen Süden durch das 1231 m hohe Asterússia-Gebirge begrenzt ist. Touristisch gut erschlossen ist nur das Gebiet zwischen Mírtos und Makrigialós; die übrigen Küstenorte liegen weit unterhalb der Hauptstraßen und sind ausschließlich Ziele für Individualtouristen.

Die Region wurde Anfang des 16. Jhs. durch ein Erdbeben zerstört. Systematische Grabungen dürften interessante Funde zu Tage fördern. Und auch hier war Kreta Götterland: Die Schluchten von Árvi sollen durch den Donnerkeil von Göttervater Zeus persönlich entstanden sein.


Die schon etwas afrikanisch anmutende Kleinstadt (11700 Ew.) ist die südlichste Stadt Griechenlands.


An den Ausflugsschiffen zur Insel Chrisí will die halbe Uferpromenade von Ierápetra mitverdienen. Tickets werden direkt auf dem Schiff, in Reisebüros und Tavernen angeboten. Der Konkurrenzkampf ist heftig; insbesondere Familien und andere Kleingruppen können mit ein wenig Handeln günstige Preise unter 25 Euro erzielen.


Sitía

Palmen, Zitronen, Rosinen

Im Frühjahr duften die Kräuter, im Herbst ist Weinlese - Kretas Osten ist noch recht ursprünglich

Der Nordosten Kretas ist der lieblichste und sanfteste Teil der Insel. Obwohl der höchste Gipfel noch 1476 m misst, hat die Landschaft eher Mittelgebirgscharakter; im äußersten Osten wirkt sie wüstenhaft. An den Küsten gibt es nur wenige Orte; die meisten Menschen leben in kleinen Dörfern in den Hochtälern.

Der ganze Distrikt ist sehr ländlich geblieben und wenig für den Massentourismus erschlossen. Die Fahrt entlang der Nordküste von Pachiá Ámmos bis nach Káto Zakrós ist landschaftlich ein Erlebnis. Auf kurvenreicher Asphaltstraße geht es hoch über dem Meer bis nach Sitía. Später wirkt die Landschaft steppenhaft; im äußersten Osten durchquert man eine durch hohen Eisengehalt rot gefärbte Felswüste. Wer motorisiert und mutig ist, kann abenteuerliche Rundfahrten auf nur zum Teil asphaltierten Straßen unternehmen: Von Kavoússi aus führen kurvenreiche Feldwege hinauf ins Hochtal von Bémbonas und schließlich über stille Bergdörfer zurück nach Sitía; durch die Hochebene von Chandrás geht es dann über einsame Straßen in eine wüste Felslandschaft, nach Karídi und an die Ostküste bei Zakrós.


Die kleine, sympathische Landstadt (8200 Ew.) in der Südwestecke der gleichnamigen Bucht Zieht sich breit ausladend einen niedrigen Hang empor.


Sehr preiswert isst man in Sitías kleiner, familiärer Taverne Stéki, wo der halbe Liter Wein nur 2 Euro und die Spaghetti mit Hühnerschenkel vom Grill nur 4 Euro kosten. Ein Couvert wird hier nicht in Rechnung gestellt. Drinnen sitzt man gemütlich beim Fernseher, draußen urig-landestypisch auf dem Grünstreifen der vierspurigen Straße (Odós Papandréou 7 | tgl. ab 10 Uhr | €).


Ausflüge und Touren

Kretas schönste Seiten

Erleben Sie den wilden Westen, den stillen Osten und die einzigartige Natur in der Mitte

Hinterland von Réthimno: Natur und Geschichte

Diese Fahrt durch das Hinterland von Réthimno können Sie auch gut mit dem Moped oder Motorroller unternehmen. Das Landschaftserlebnis steht im Vordergrund. Zugleich lernen Sie aber auch bedeutende nationale Gedenkstätten, traditionelles Handwerk, urige Tavernen und eine antike Stadt kennen. Länge der Rundfahrt ab und bis Réthimno: ca. 100 km, Zeitbedarf mit dem Auto mindestens 7 Stunden.

Unterwegs im wilden Westen

Ein kurvenreicher Tag auf touristisch noch nahezu unberührten Pfaden im Westen und Südwesten der Insel, der auch Gelegenheit zum Wandern und Schwimmen gibt. Einige Wegstücke auf dieser Route sind noch nicht asphaltiert; trotzdem ist ein Jeep dafür nicht nötig. Länge der Rundfahrt ab und bis Chaniá: 230 km, Mindestzeitbedarf 12-14 Stunden.

Im Osten: stille Dörfer, kleine Städte

Die Urlaubsorte an der kretischen „Costa Turistica“ zwischen Iráklio und Ágios Nikólaos sind nur eine Facette der so vielseitigen Insel. Viele andere Bilder offenbaren sich bei dieser Rundfahrt durch den Inselosten, die auch ans Libysche Meer hinüber- und in Kretas Bergwelt hinaufführt. Länge der Rundfahrt ab und bis Ágios Nikólaos: 180 km. Mindestzeitbedarf 10-12 Stunden.


24h

Ein Tag auf Kreta

Action pur und einmalige Erlebnisse.

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Traditionelles Frühstück

Im urigen Gastraum mit Kamin einen der wenigen Plätze ergattern und mit einem kleinen Frühstück in den Tag starten. Das Angebot ist nicht sehr groß, aber dafür entschädigt das Ambiente: Die verwinkelten Steinhäuser mit kleinen Treppchen sind schön kühl. Tipp: unbedingt den hauseigenen Tee probieren. Wo? Ágios Kostanínos | Vilaéti | April-Oktober | Tel. 2844031983 | www.vilaeti.gr

Kerzenkunsthandwerk

In der Kunstwerkstatt des Ökoparks Lasinthos werden Interessierte in die Geheimnisse traditionellen Kunsthandwerks eingeweiht. Wer schon immer wissen wollte, wie Kerzen hergestellt werden, ist hier genau richtig und darf sogar selbst mit Hand anlegen. Nach dem Workshop im kleinen Ökoladen noch Brot, Käse und Wein für das Picknick später einkaufen. Wo? Ágios Geórgios | Tel. 28440891018 | www.lasinthos.gr

Adrenalin marsch!

Festhalten oder fliegen - das ist hier die Frage! Nur 45 Minuten entfernt wartet der neueste Funsport-Thrill: Der Flyfish wird von einem Speedboat so schnell übers Wasser gezogen, dass er fast abhebt. Bis zu sechs Mitflieger können sich gemeinsam an die Plastikhaut klammern, wenn es fast senkrecht über die Ägäis geht. Wo? Dolphin Water Sports | Hauptstrand von Mália | Tel. 2897032250 | www.water-sports.gr

Kurvenstar Kreta

Zuviel Adrenalin im Blut? Klösterliche Stille wird Wunder wirken. Am besten flitzt es sich im Cabrio mit Picknick an Bord Richtung Moni Aretiou. Viele Wege führen zu dem verlassenen Kloster - wer über Ágios Nikólaos fährt, nimmt den Golf von Mirabéllo mit, nach Eloúnda ist der Himmel das Ziel und ein kurviger Panorama-Race der Weg. Wo? Kloster Moni Aretiou | Zwischen Epano Pines und Valtos, ab Ágios Nikólaos etwa 45 Minuten, ab Eloúnda etwa 30 Minuten

Tandem-Bungee-Sprung

20 Minuten später steht die Welt Kopf. Am östlichen Ortsrand von Chersónisos wartet direkt am Meer ein Bungee-Kran. Allein und vor allem auch zu zweit geht's am Gummiseil fast 50 Meter in die Tiefe. Das Erinnerungsfoto ist schon fertig, wenn man sich vom Rausch des freien Falls erholt hat. Wo? Star Beach Water Park | www.starbeach.gr

Pool-Party

Gleich nebenan senden House-Sounds schon vor Sonnenuntergang unwiderstehliche Party-Signale. DJs aus aller Welt werfen im Star Beach Water Park die neuesten Vinyls auf die Plattenteller. In einen der Pools gefallen? Einfach wieder trocken rocken oder gleich drin bleiben und eine Runde Wasservolleyball spielen! Immer mittwochs lautet das Motto „Ganz in Weiß“. Wo? Star Beach Water Park | www.starbeach.gr

Dachterrassen-Dinner

Der Himmerl ist rot gefärbt und die Sonne wird gleich untergehen. Über dem Dorfplatz von Alt-Chersónisos lässt es sich auf der Dachterrasse der Taverne Konáki ultimativ romantisch dinieren: Den Sonnenuntergang über Chersónisos beobachten und die ausgezeichnete kretische Küche genießen. Wo? Taverne Konáki | Tel. 2897022982

Clubbing am Meer

Noch mal kurz die Ruhe vor dem Sturm genießen, denn die Clubs an der Uferpromenade von Chersónisos füllen sich langsam. Anstatt Wellenrauschen gibt's ab Mitternacht housige Sounds auf die Ohren. Party bis in den Sonnenaufgang ist angesagt! Wo? Z.B. im Status Club | www.status-club.gr


Sport und Aktivitäten

Von Bungee bis Windsurfen

Besonders reizvoll ist das Angebot für Wassersportler und für Leute, die gern wandern

Wie so viele Inseln ist auch Kreta ein Dorado für Wassersportler. Wie nur wenige andere aber stellt es dank seiner hohen Berge und tiefen Schluchten auch eine Herausforderung für Wanderer und Kraxler dar. Nicht immer ist alles perfekt organisiert: gekonnte Improvisation ist in vielen Fällen Trumpf.

Bungeesprünge

Außer bei Chersónisos kann man auch nahe der Südküste bei Arádena einen Bungeesprung wagen. Der erfordert viel Mut, geht es doch von einer alten Brücke 138 m in die Tiefen einer wilden Schlucht hinein. Liquidbungy | Tel. 6937615191 | www.bungy.gr | Juni-Aug. Fr-So ab 12 Uhr | 100 Euro | Mindestalter 18 Jahre

Golf

Kretas erster 18-Loch-Golfplatz, The Crete Golf Club, wurde 2003 7 km von Chersónisos entfernt eröffnet (an der Straße Chersónisos-Kastélli | Tel. 2897026000 | www.cretegolf.gr). Einen 9-Loch-Platz, dessen Tee-Designs zwei Spieloptionen bieten, finden Sie auf dem Gelände des Hotels Porto Eloúnda bei Eloúnda (Tel. 2841041903 | Fax 2841041889 | www.portoelounda.gr). Drei weitere Golfplätze sind im äußersten Nordosten der Insel beim Kloster Toploú geplant.

Mountainbiking

Kreta ist ein ideales Revier für Mountainbiker. Gute, fast immer mehrsprachige Stationen sind auf der Insel dicht gesät, das Tourenangebot umfasst alle Schwierigkeitsgrade. Wer es lieber gemächlich angeht, lässt sich vom Begleitbus bis zum Startpunkt in einiger Höhe bringen und radelt dann fast nur bergab; Anspruchsvolle biken zwischen den Gipfeln.

Reiten

Reitställe für erfahrene Reiter sind die Horsefarm Melanoúri in Pitsídia (Tel. 2892045040 | Fax 2892045640 | www.melanouri.com) und die Odysseia Stables in Avdoú auf dem Weg zur Lassíthi-Hochebene. (Tel. 2897051080 | mob. Tel. 6942836083 | www.horseriding.gr). Ein deutscher Veranstalter, der Reiterreisen nach Kreta anbietet, ist Pferd und Reiter (www.pferdreiter.de).

Tanzkurse

Wer lernen will, griechisch und insbesondere kretisch zu tanzen, hat dazu mehrmals jährlich bei 14-tägigen Tanzkursen Gelegenheit. Griechisches Zentrum für Tanz | Dímitris Barbaroússis c/o Doris Lück | Moltrechtweg 2a | 22297 Hamburg | Tel. 040/114449 | Fax 510841 | www.griechisches-zentrum.de

Tauchen

Die kretischen Tauchreviere sind vor allem für Anfänger gut geeignet. Das Wasser ist klar, die Stationen sind gut und Felsformationen unter Wasser interessant. Aber es gibt nur wenige Fische zu sehen. Auf Kreta haben die Archäologen ein wichtiges Wort mitzureden, wenn es um die Freigabe von Tauchgewässern geht. Groß ist die Angst, Taucher könnnten archäologische Schätze bergen und außer Landes schmuggeln.

Wandern

Der europäische Fernwanderweg E4 führt von der West- zur Ostküste Kretas. Vier Wochen sollte man für die komplette Strecke mindestens einplanen. Die Ausschilderung ist gut, aber nicht perfekt. Körperliche Fitness ist Grundvoraussetzung, da es immer wieder quer durchs Gebirge geht; ein Zelt leistet gute Dienste (www.oreivatein.com). Viele Wanderungen auf Kreta können Sie auf eigene Faust unternehmen. Man kann aber auch ein- und zweiwöchige Wanderreisen zu Hause buchen oder bei Spezialreisebüros auf Kreta. Wer mehrtägige Bergwanderungen plant, sollte sich mit den kretischen Bergsteigervereinen in Verbindung setzen, die auch Schutzhütten in den Weißen Bergen und im Ída-Gebirge betreiben. Außerdem veranstalten sie an vielen Wochenenden geführte Wanderungen. Der Bergsteigerverein von Iráklio veröffentlicht sein aktuelles Programm auf Englisch im Internet.

Wassersport

An nahezu allen belebteren Stränden bieten Wassersportstationen Fun Rides auf diversen Geräten, Wasserski- und Jetskifahren sowie Paragliding an. Tretboote und Seekanus werden vor allem vor den großen Hotels vermietet. Auch Surfboards bekommen Sie an zahlreichen Stränden. Guten Surfunterricht bieten größere Stationen wie die an den meisten Grecotels oder die Freak Station am Koureménos Beach bei Palékastro (Tel. 2843061116 | Tel. 6979253861 | im Winter Tel. 0043/6764220041 | www.freak-surf.com).


Mit Kindern reisen

Abenteuer für kleine und große Leute

Die besten Ideen für gemeinsame Aktivitäten mit der ganzen Familie, bei denen der Spaß der Kleinen ganz groß ist

Die meisten Kreter sind sehr kinderlieb. Nach kretischem Verständnis heißt das aber nicht, dass man viele Plätze speziell für Kinder schafft; Kinderspielplätze sind oft recht lieblos gestaltet und auch Kindermenüs gibt es nur in wenigen Restaurants. Dafür aber dürfen die Kleinen ganz unbeschwert am Leben der Erwachsenen bis weit nach Mitternacht teilhaben.

Doch es gibt auch Attraktionen, an denen Kinder besonders viel Spaß haben, und in manchen Museen auch Objekte, die Kinder fesseln können, wenn sie nur richtig darauf vorbereitet sind. Wenn die Eltern eine Hausruine zum Spielhaus erklären und den einzelnen Räumen Funktionen zuweisen, kann es passieren, dass die Kinder ein Stündchen konzentriert spielen und die Eltern erst wieder suchen, wenn das Essen in ihrer Phantasieküche fertig gekocht und der Tisch mit Phantasiegerichten aus Gras und Kräutern gedeckt ist.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Kretareise

Flugzeug

Per Linie ist Kreta ganzjährig täglich mit Olympic Airlines (www.olympicairlines.com) und Aegean Airlines (www.aegeanair.com) über Athen zu erreichen. Zwischen Ostern und Ende Oktober gibt es Charter- und „Billig”-Flüge von vielen Flughäfen in den deutschsprachigen Ländern nach Iráklio und Chaniá, die aber manchmal teurer sind als Linienflüge. Von Frankfurt fliegt man etwa 3 Std. nach Iráklio, von Athen etwa 1 Std.

Schiff

Direkte Fährverbindungen mit Italien gibt es nicht. Man muss zunächst nach Patras auf dem Peloponnes übersetzen und dann von Piräus aus nach Kreta. Täglich Fähren von Piräus nach Chaniá, Iráklio und Réthimno (6-12 Std.).

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Neue Mainzer Str. 22 | 60311 Frankfurt | Tel. 069/2578270 | Fax 25782729 | info@gzf-eot.de

Auto

Für die Einreise mit dem eigenen Wagen ist die grüne Versicherungskarte zwar nicht erforderlich, aber durchaus empfehlenswert. Der nationale Führerschein wird in Griechenland akzeptiert. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Banken

Banken sind montags bis donnerstags von 8 bis 14 Uhr und freitags von 8 bis 13.30 Uhr geöffnet. An zahlreichen Bargeldautomaten können Sie mit Kredit- oder EC-/Maestro-Karte Bargeld abheben.

Bus

Fast jedes Dorf auf Kreta ist per Linienbus zu erreichen. Da in den Zentren Parkplätze knapp sind, empfehlen sich als Alternative die preiswerten Busse. Die meisten (blau) fahren nur innerhalb des eigenen Regierungsbezirks; Fernbusse (meist grün) verkehren zwischen Iráklio und Ágios Nikólaos, Chaniá, Ierápetra, Sitía und Réthimno. In den Städten kauft man die Karten im Voraus am Busbahnhof; steigt man unterwegs zu, werden sie beim Fahrer im Bus gelöst. Karten für Stadtbusse müssen im Voraus an Kiosken, Hotelrezeptionen oder in Läden gekauft werden.

Camping

Wildes Zelten ist verboten, an einsamen Stränden aber üblich. Es gibt 16 Campingplätze, die zwischen April und Oktober geöffnet sind.

Deutsches Konsulat

Odós Dikeosínis 7 | Iráklio | Tel. 2810226288 | Fax 2810222141

Österreichisches Konsulat

Odós Mafsólou 201 | Iráklio | Tel. 2810331446 | Fax 2810221090

Schweizer Botschaft

Odós Iassíou 2 | Athen | Tel. 2107230364 | Fax 2107249209

Einreise

Es genügt ein gültiger Personalausweis. Kinder müssen im Pass der Eltern eingetragen sein oder einen Kinderausweis besitzen.

Eintritt

Freien Eintritt zu allen archäologischen Stätten und staatlichen Museen haben Kinder und Jugendliche, außerdem Studenten aus EU-Staaten mit entsprechendem Ausweis. Senioren ab 65 Jahren aus EU-Staaten erhalten eine Ermäßigung von etwa 30 Prozent. Von November bis März ist der Eintritt für alle sonntags frei.

FKK

Offiziell ist das Nacktbaden zwar verboten, an vielen abgelegenen Stränden wird es aber praktiziert. Oben ohne wird überall akzeptiert.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist überall auf Kreta gewährleistet, der technische Standard jedoch häufig niedrig. Bei ernsthaften Erkrankungen empfiehlt sich die Heimreise, deren Kosten eine Versicherung decken sollte. Zwischen Deutschland und Griechenland besteht ein Sozialversicherungsabkommen. So kann man sich unter Vorlage seiner Europäischen Versicherungskarte von Vertragsärzten der griechischen Krankenkasse IKA kostenlos behandeln lassen. Die Ärzte tun das aber nur widerwillig; man zahlt besser bar.

Internet

www.culture.gr: Website des griechischen Kultusministeriums mit Beschreibungen, Fotos und Angaben zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen aller Ausgrabungen und zahlreicher Museen.

Internetcafés

Internetcafés gibt es in allen Städten und vielen Urlaubsorten Kretas. Klein, aber atmosphärisch einzigartig ist das in Ágios Nikólaos (Internet Café | tgl. 9.30-24 Uhr | etwa 4 Euro/Std. | Odós 28is Oktovríou 25 | peripou@agn.forthnet.gr). Stimmungsvoll ist auch das Internetcafé im Obergeschoss der Bar Galero in der Altstadt von Réthimno unmittelbar neben dem Arimondi-Brunnen (tgl. ab 10 Uhr | ca. 4 Euro/Std.).

Jugendherbergen

Jugendherbergen gibt es in Ágios Nikólaos, Chaniá, Chersónisos, Iráklio, Plakiás, Réthimno und Sitía, für die ein internationaler Jugendherbergsausweis nötig ist. Sie sind jedoch kaum billiger und meist viel schlechter als Privatzimmer.

Klima & Reisezeit

Kreta ist kein ausgesprochenes Winterurlaubsziel. Zwischen November und März kann es regnen und kühl sein. Für Ferien sind vor allem die Monate von April bis Oktober geeignet. Im Meer baden kann man am besten zwischen Mai und November. Der Mai ist die schönste Reisezeit, da die Insel dann am grünsten ist und viele Blumen blühen. Von Juni bis September fällt so gut wie kein Regen, die Temperaturen können auf über 40 Grad steigen; die Durchschnittstemperaturen betragen im Juli und August tagsüber knapp 30 Grad, nachts gut 20 Grad. Mit starken Winden muss man auf Kreta immer rechnen; sie können selbst im Hochsommer die Schifffahrt für Stunden lahm legen.

Mietfahrzeuge

Autos vom Kleinwagen bis zum Jeep, Motorräder und Mopeds können Sie in allen, Fahrräder und Mountainbikes in vielen Urlaubsorten mieten. Sie müssen dafür seit einem Jahr im Besitz eines entsprechenden Führerscheins und mindestens 21 Jahre alt sein. Ein Kleinwagen kostet inklusive aller gefahrenen Kilometer, Vollkasko und Steuern ab ca. 28 Euro pro Tag.

Notruf

Tel. 112 - unter dieser Nummer ist alles zu erreichen: Polizei, Feuerwehr, Erste Hilfe, Krankenwagen. Sie ist landesweit gebührenfrei, hier wird zudem englisch gesprochen, oft auch deutsch.

Post

Postämter gibt es in allen Städten und größeren Dörfern; Öffnungszeiten: Mo-Fr 7-15 Uhr, in Touristikzentren manchmal auch nachmittags sowie am Samstagmorgen.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre Schrift, die von keinem anderen Volk der Welt geschrieben wird. Für Aufschriften wird inzwischen häufig zusätzlich lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Es gibt allerdings keine einheitliche Umschrift. So kann es durchaus vorkommen, dass derselbe Ortsname im Ort und seiner Umgebung in vier verschiedenen Versionen auftaucht. Die Akzente fehlen in diesem Reiseführer manchmal bei Adressen, Hotel- und Restaurantnamen. Die nämlich kennt ohnehin kaum ein Einheimischer. Kreter benennen Hotels und Tavernen nach dem Namen der Eigentümer und nennen bei Adressen eher markante Punkte als Straßennamen. Die Namen von Hotels und Tavernen sind nicht so umschrieben, wie man sie ausspricht, sondern so, wie man sie auch auf Hinweisschildern findet.

Strom

220 Volt Wechselstrom wie bei uns; meist passen die bei uns üblichen Stecker.

Taxi

Taxis sind überall reichlich vorhanden und nicht teuer. Auf dem Land heißen sie agoraion (sprich: agoréon) und besitzen kein Taxameter - der Fahrpreis wird hier nach den gefahrenen Kilometern berechnet.

Telefon & Handy

Alle Telefonnummern außer Notrufnummern sind zehnstellig. Ortsnetzkennzahlen gibt es nicht mehr. Handynummern erkennt man an der Sechs als erster Ziffer.

Trinkgeld

Trinkgelder werden nur in sehr touristischen Lokalen erwartet. Griechen geben lieber manchmal viel als immer wenig; Beträge unter 50 Cent werden als beleidigend empfunden. Man lässt das Trinkgeld grundsätzlich beim Aufstehen auf dem Tisch liegen, kündigt es also nicht schon im Voraus wie bei uns üblich an.

Trinkwasser

Das Wasser kann überall außerhalb Iráklios getrunken werden, ist aber gechlort.

Zeitungen

Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften bekommen Sie in allen Urlaubszentren und Städten am Erscheinungstag. Wöchentlich erscheinen die deutschsprachige „Griechenland-Zeitung“ und die englischsprachige „Athens News“.

Zoll

EU-Bürger dürfen Waren zum persönlichen Gebrauch nach Belieben ein- und ausführen, Zigaretten aber höchstens 800 Stück. Für Schweizer gelten weiterhin Obergrenzen: z.B. 2 l Wein und 1 l Spirituosen; 200 Zigaretten; 50 g Parfüm.

Bootstour

25 Euro ganztags, ohne Transfer

Kaffee

1 bis 2,50 Euro für einen Mokka

Gyros

2,50 Euro für Gyros in Fladenbrot

Wein

2 bis 4 Euro für ein Glas

Benzin

1,10 Euro für einen Liter Super

Liegestuhl

5 bis 8 Euro pro Tag für zwei samt Sonnenschirm


Unser Insider

MARCO POLO Insider Klaus Bötig im Interview

Klaus Bötig ist durch zahlreiche Veröffentlichungen als ein Kenner Griechenlands bekannt.

Seit wann kennen Sie Kreta?

Kreta und ich haben uns 1973 anlässlich einer Recherche für einen Reiseführer kennengelernt. Damals kam ich noch mit dem eigenen Auto - einem Renault 4 - über Jugoslawien und war mehrere Monate lang auf Kreta unterwegs. Seitdem komme ich mindestens zweimal jährlich wieder, bevorzugt im Frühjahr und Herbst.

Was reizt Sie an Kreta?

Ich liebe die Insel, weil sie einem Hochgebirge im Meer gleicht. Fast überall hat man die Ägäis und das Libysche Meer im Blick und zugleich die Zweitausender der Insel. Ich schätze den Abwechslungsreichtum, die unterschiedlichen Strände, die schönen historischen Städte, die wilden Schluchten und die stillen Hochebenen. Trotz Massentourismus ist Kreta sehr ursprünglich geblieben, gibt es Dörfer, in denen sich kaum einmal ein Tourist blicken lässt. Hier kann man noch viel selbst entdecken!

Und was mögen Sie an Kreta nicht so?

Es gibt einige wenige Küstenorte im Norden, die ich niemandem für einen Urlaub empfehlen würde. Aber Geschmäcker sind halt verschieden. Was mich wirklich stört, sind wilde Müllkippen und das mangelnde Umweltbewusstsein vieler Kreter - und das Kurvenschneiden der einheimischen Autofahrer.

Was machen Sie beruflich?

Ich lebe meist in, ziemlich für und überwiegend von Griechenland. Außer Reiseführern schreibe ich für Fachzeitschriften, Zeitungen, Bordjournale und liefere alle Texte für die im Januar erscheinende, offizielle Jahresbroschüre der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr. Alles als Freiberufler - mein Leben lang.

Und in Ihrer Freizeit?

Ich trenne nicht zwischen Arbeit und Freizeit. Mein Leben ist eine Einheit - und auch mein Hobby. Jeder Tag auf Kreta ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen ein Arbeitstag - anders würde mir das Leben keinen Spaß machen.

Sprechen Sie griechisch?

Nach 35 Jahren in Griechenland lernt selbst der Mußevollste die Landessprache. Gelernt habe ich sie wie ein Kind: durch Zuhören und Ausprobieren, Fehler machen und Praxis bekommen.

Mögen Sie die kretische Küche?

Die echte sehr: Besonders versessen bin ich auf gefüllte Zucchiniblüten, kretische Krautwickel, in Wein gekochten Oktopus und Sardinen in Weinblättern gebacken.


Bloß nicht

Auch auf Kreta gibt es Dinge, die man besser lassen sollte

Brände entfachen

Die Waldbrandgefahr ist groß. Raucher dürfen Kippen nicht achtlos fortwerfen.

Falsch parken

Parken im Parkverbot ist teuer: 80 Euro kostet der Spaß. Auch andere Verkehrssünden werden mit drastischen Bußgeldern geahndet.

Fisch blindlings bestellen

Frischer Fisch ist teuer und wird stets nach Gewicht verkauft. Sie sollten sich den Kilopreis nennen lassen. Und bleiben Sie beim Auswiegen dabei, um unangenehme Überraschungen auf der Rechnung zu vermeiden.

Geschmacklos angezogen sein

Am Strand und in den Badeorten haben sich die Kreter an viel nackte Haut gewöhnt. In den Bergdörfern aber macht man sich durch allzu knappe Bekleidung lächerlich. In Kirchen und Klöstern müssen auf jeden Fall Knie und Schultern immer bedeckt sein.

Steine sammeln

Am Strand und im Gebirge hat niemand etwas dagegen, wenn Sie Steine sammeln. Wer jedoch von Menschenhand bearbeitete Steine oder Keramikscherben aus archäologischen Stätten mitnimmt, macht sich strafbar.

Mittagsruhe stören

Zwischen 14 und 17 Uhr halten viele Kreter Mittagsruhe. In dieser Zeit sollten Sie sie auf keinen Fall privat anrufen. Auch Mönche und Nonnen ruhen mittags gern; die meisten Klöster haben in dieser Zeit geschlossen.

Drauflos fotografieren

Viele Kreter lassen sich gern fotografieren, hassen aber Urlauber, die sich wie Großwildjäger aufführen. Bevor Sie auf den Auslöser drücken, sollten Sie daher mit einem Lächeln das Einverständnis des oder der Auserkorenen einholen.

Frische Kalamares erwarten

Viele Urlauber essen gern Kalamares. Die können durchaus schmackhaft sein, stammen aber selten aus griechischen Gewässern. Meist sind sie aus Indien importiert. In ehrlichen Restaurants und Tavernen ist Tiefkühlware als solche ausgewiesen - zumindest im griechischen Teil der Speisekarte. Da stehen dann die Buchstaben „kat.“ hinter dem Gericht.

Den Asphalt verlassen

Wer mit dem Mietwagen den Asphalt verlässt, fährt ohne Versicherungsschutz und muss Schäden selbst bezahlen. Das gilt oft sogar für Jeeps! Reifenschäden sind meist ebenfalls unversichert, selbst wenn man auf dem Asphalt bleibt.

Copyright: www.marcopolo.de
 

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