City-Info Kos

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Unterhaltung

Unterhaltung

Kos-Stadt

Nachtleben

Auf keiner anderen griechischen Insel, Mykonos ausgenommen, ist das Nachtleben derart intensiv wie in der Stadt Kos. Diskotheken und Musikclubs füllen sich allerdings meist erst nach Mitternacht und leeren sich dann bei Sonnenaufgang. Besonders dicht liegen die Lokale im Altstadtviertel zwischen dem Mandráki-Hafen und der Agorá beieinander; hier sitzt und steht man auch draußen auf den Gassen bis zum frühen Morgen zusammen. Zweites Zentrum ist Lambí.

Fashion Club

Zentral, nahe dem Platz mit dem Delphinbrunnen gelegene Diskothek mit Plätzen drinnen und draußen. Die Musik übertönt den Straßenlärm. Tgl. ab 18.30, Happyhour 19.30-21.30 Uhr (zwei Getränke zum Preis von einem) | Odós Kanári 2

Goody's

Fastfoodrestaurant in der auch Bar Street genannten Odós Pléssa im Vergnügungsviertel zwischen Hafen und antiker Agorá, in dem man auch morgens um drei noch Hamburger und Chicken Nuggets verzehren kann. Odós Pléssa

Orféas

Das der Stadt Kos gehörende Freilichtkino liegt in einem Oleandergarten, mit einer Bar, an der es außer Getränken auch kleine Souvláki-Spieße gibt. Gezeigt werden überwiegend englischsprachige Filme in Originalfassung mit griechischen Untertiteln. Filmvorstellungen: Juni bis MitteSeptembertgl. 20.30 oder 21 und 22.30 oder 23 Uhr | am östlichen Stadtstrand zwischen Hafen und Marina, Odós Vas. Georgíou/Odós Fenarétis | Ticket 6 Euro

Unterhaltung

Die Inselmitte

Clubs und Diskos

Die meisten Diskotheken und Musikclubs liegen an der Parallelgasse zur Uferpromenade und sind vorwiegend auf junges britisches Publikum eingestellt. Jedes Lokal hat seinen eigenen Musikstil. Zu den bekanntesten Musikclubs gehören das Sugar, das Jolly Roger, das Harley's, das Music Pub Downtown by Tony, der Zoom Club und das Stardust. Die größte Diskothek ist der Status Disco Club am nördlichen Dorfrand von Kardámena.

Bars

Marmári ist nicht gerade der Disko-Hotspot der Insel. Man sitzt hier abends eher bei guter Musik in luftigen Gartenbars, in denen spät am Abend auch manchmal getanzt wird.

Images Club

Gartenbar, die bis 23 Uhr als Musikcafé läuft und danach als Diskothek mit internationaler Musik. An der Stichstraße, etwa 120 m vom Meer | tgl. ab 19 Uhr

Musikcafé Dancing Insel

Sehr kommunikationsfördernde Gartenbar mit langem Tresen, betrieben von einem deutschen Surflehrer und seinem Team. An der Stichstraße, etwa 500 m vom Meer | tgl. ab 18 Uhr

Number One Bar

Bar, in der häufig auch getanzt wird, mit einer Terrasse unter Weinranken. Tgl. ab 20 Uhr | zwischen der ortsauswärts führenden Einbahnstraße und dem Weststrand

Hamlet

Wirt Pávlos Zoís war lange als Barmanager auf Luxusdampfern der Royal Carribean Cruise Lines tätig und darf als einer der professionellsten Cocktailmixer der Insel gelten. Der Name seiner Cafébar leitet sich nicht von William Shakespeares dänischem Prinzen ab, sondern vom englischen Wort für Weiler. Östlich des Spaßbads an der Straße zum Strand

Fantasía

Während das Dorf sich nach dem Sonnenuntergang zur Ruhe begibt, sitzen etwas unterhalb, an der Hauptstraße nach Kos, Hunderte von Urlaubern in dieser großen Freilufttaverne, sehen griechische Volkstänze und tanzen später auch selbst ein wenig mit. Als Essen wird ein festes Menü serviert, Wein darf jeder trinken, so viel er mag und verträgt. In den Prospekten, die diesen „griechischen Abend“ anpreisen, wird das Lokal wegen seiner Lage am Berghang hoch oberhalb der Küste mit einem Amphitheater verglichen; Einheimische erinnert es eher an einen Schafspferch. Der Besuch ist Geschmackssache: Wer die Darbietungen als Show und nicht als authentisch versteht, wird Gefallen daran finden können - und immerhin ist Vasílis Trákas, der Besitzer der Taverne, zumindest ein Einheimischer - er stammt aus dem Weiler Lagoúdi - und kein Großunternehmer aus Athen. Tgl. 20-24 Uhr | Tel. 2242069515 | €€€

Unterhaltung

Der Inselwesten

B 52

Cocktailbar mit schöner Terrasse, in der nach Mitternacht bei dann geschlossenen Türen oft auch heftig getanzt wird. An der Uferstraße zwischen Skála und Kamári neben dem kleinen Hotel Sydney

Survivor

Disko, die ihrem Namen gerecht wird: Die Türen öffnen erst um Mitternacht. Kámbos | an der Hauptstraße zum Flughafen

Auskunft

Auskunft

Kos-Stadt

Städtische Touristeninformation

The Municipality of Kos Tourist Organization | Vassiléos Georgíou B' 1 | im italienischen Gebäude Albergo Gelsomino | Tel. 2242028724, Tel. 2242024460 | Fax 2242021111 | www.kos.gr

Auskunft

Asklípion und Platáni

Busse

Zum Asklípion fahren keine Linienbusse. Man fährt bis Platáni und läuft von dort - oder nimmt den trenáki genannten Minizug auf Gummirädern, der vom Mandráki-Hafen während der Öffnungszeiten des Asklípions nonstop dorthin fährt. Fahrpeis 5 Euro

Busse

Von Kos-Stadt fahren Stadtbusse nach Platáni etwa halbstündlich zwischen 7 und 23 Uhr.

Auskunft

Die Inselmitte

Busse

Busse ab Kos-Stadt Mo-Sa 9.10-21 Uhr 6-mal tgl., So 9.10-17 Uhr 3-mal täglich. Von Antimáchia nach Kos-Stadt Mo-Sa 7.45-17.15 Uhr 6-mal tgl., So um 8, 10 und 16.15 Uhr. Fahrzeit: 40 Minuten. Außerdem von der Haltestelle an der Umgehungsstraße aus (und manchmal auch ab Dorfzentrum) 3-4-mal tgl. Busverbindungen mit Kardámena und Kéfalos

Tourist-Information

In privaten Reisebüros, z.B. Kardámena Travel | Tel. 2242091371 | Fax 2242091735

Busse

Linienbusse von Kos-Stadt Mo-Sa 9.10-21 Uhr 6-mal tgl., So 9.10-17 Uhr 3-mal tgl. Von Kardámena nach Kos-Stadt Mo-Sa 7.50-17.10 Uhr 6-mal tgl., So 7.50-16 Uhr 4-mal tgl.; Fahrzeit: 45 Minuten. Busse zum Paradise Beach und nach Kéfalos 2-mal tgl.; Stadtbus vom Hauptplatz am Hafen ca. 9-1 Uhr 11-mal tgl. bis zum Hotel Norída Beach im Osten und zum Hotel Lágas Aegean Village im Westen. Ausflugsbusse zum Paradise Beach (hin und zurück 7 Euro) | Personenfähren zur Nachbarinsel Níssiros Mo-Sa etwa um 14 Uhr, Ausflugsboote tgl. ca. 9 Uhr. Angeboten werden auch 90-minütige sunset cruises (7 Euro).

Tourist-Information

Informationen gibt es nur in privaten Reisebüros vor Ort.

Busse

Von Kos-Stadt nach Marmári Mo-Sa 9-23 Uhr 12-mal tgl., So 9-18 Uhr 7-mal tgl. Von Marmári nach Kos-Stadt Mo-Sa 9.25-22.25 Uhr 11-mal tgl., So 9.25-18.25 Uhr 7-mal tgl. Fahrzeit: 35 Minuten

Busse und Fähren

Zwischen Mastichári und Kos verkehrt drei- bis fünfmal täglich ein Bus Der letzte Bus fährt sonntags schon um 17 Uhr nach Mastichári zurück, sonst erst um 21 Uhr. Fahrzeit: etwa 45 Minuten. Autofähren verbinden Mastichári mindestens dreimal täglich mit Póthia, der Hauptstadt der Nachbarinsel Kálimnos. Abfahrten ab Mastichári um 9, 17 und 22.45 Uhr, Abfahrten ab Póthia um 7, 15.30 und 18.30 Uhr. Außerdem fährt mehrmals täglich eine kleine, schnelle Passagierfähre, deren Fahrplan speziell auf Ankünfte und Abflüge der Linienmaschinen von und nach Athen abgestimmt ist.

Busse

Busse von Kos-Stadt nach Pýli Mo-Sa 7-19.30 Uhr 5-mal tgl., So 7-15 Uhr 3-mal tgl. Von Pýli nach Kos-Stadt Mo-Sa 7.40-15.20 Uhr 4-mal tgl., So 3-mal tgl. Fahrzeit: 30 Minuten

Tourist-Information

Nur in privaten Reisebüros, z.B. Tigáki Express | Tel. 2242069000 | Fax 2242069500

Busse

Linienbusse von Kos-Stadt nach Tigáki Mo-Sa 9-23 Uhr 12-mal tgl., So 9-18 Uhr 7-mal tgl. Von Tigáki nach Kos-Stadt Mo-Sa 9.20-22.25 Uhr 11-mal tgl., So 9.20-18.25 Uhr 7-mal tgl.

Busse

Von Kos-Stadt nach Zía Mo-Sa 3-mal tgl. Von Zía nach Kos-Stadt Mo-Sa 4-mal tgl.; So kein Busverkehr! Die Busse verlassen Zía allerdings schon lange vor Sonnenuntergang (um 16 Uhr). Taxis müssen in Kos-Stadt telefonisch bestellt werden. Fahrzeit: etwa 40 Minuten

Auskunft

Der Inselwesten

Tourist-Information

Allgemeine touristische Fragen bei privaten Reisebüros, zum Beispiel Kástri Holidays | Tel. 2242071755 | Fax 2242071455 | www.kefalos.com

Busse

Linienbusse von Kos-Stadt nach Kéfalos Mo-Sa 9.10-21 Uhr je nach Saison 4-6-mal tgl., So 9.10-17 Uhr 3-mal tgl. Von Kéfalos nach Kos-Stadt Mo-Sa 7.30-18 Uhr 4-6-mal tgl., So 7.30-16 Uhr 3-mal tgl. Fahrzeit: 60 Minuten

Fähren

Eine Bootsverbindung mit der Nachbarinsel Níssiros besteht in der Sommersaison bis zu fünfmal in der Woche

Einkaufen

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Kos-Stadt

Alfa Gold

Von einer deutschen Juwelierin und ihrem dänischen Mann fachkundig geführte Filiale eines Athener Unternehmens, das seine 30000 verschiedenen Schmuckstücke aus aller Welt bezieht. Hier finden Sie auch eine gute Auswahl an preiswertem Schmuck, darunter auch schwarze Diamanten, und sogar speziellen Schmuck für Kinder. Auch modische Uhren sind zu günstigen Preisen im Angebot. Odós Ríga Feréou 9

Foreign Press

Das Geschäft mit der größten Auswahl an ausländischen Tageszeitungen und Illustrierten und vielen Büchern zu Griechenland und Kos. Odós Vas. Pávlou 2/Platía Eleftherías

Gatzákis Gold

Theodóros Gatzákis, der gut Deutsch und Schwedisch spricht, und seine deutsche Frau Ulrike bieten hier modernen Goldschmuck an, der weniger überladen wirkt als es sonst in Griechenland häufig der Fall ist. Odós Ach. Pasanikoláki 1

Markthalle

Die kleine, von den Italienern 1934 erbaute und inzwischen voll klimatisierte Markthalle hat, was Sauberkeit und Ordnung betrifft, in ganz Griechenland nicht ihresgleichen. Das ursprüngliche Angebot an frischem Obst und Gemüse wird heute aber immer mehr von kulinarischen und anderen Souvenirs für die Urlauber verdrängt. So können Sie hier die von der Insel Rhodos stammende Mandelmilch Soumáda oder süß eingelegte Karotten aus der nordgriechischen Stadt Kaválla ebenso erstehen wie Kräuter, Schwämme und Muschelschalen. Typisch für Kos selbst sind die süß eingelegten Minitomaten, Wassermelonenstücke und Auberginenscheiben (Glikó Tomatáki, Glikó Melitzanáki, Glikó Karpoúzi). Ein Brunnen in der Markthalle erlaubt es, gekauftes Obst gleich zu waschen; bezahlt wird an zentralen Kassen an den Ausgängen der Halle. Mo-Sa 7-23, So 10-14 und 18.30-23 Uhr | Platía Eleftheriás/Platía Agías Paraskevís

Narkissus

Das kleine Geschäft liegt in der Souvenirgasse der Altstadt. Hier finden Sie eine besonders große Auswahl der beliebten Távli-Spielbretter. Odós Ifaístou 23

Tattoo Kos & Body Piercing

Wer sich phantasievoll tätowieren lassen möchte, kann das hier von Pete Hadley professionell machen lassen. Mo-Sa 12-22.30, So 17.30-22.30 Uhr | Odós Irodótou 8

Thalassinós

Die beste Buchhandlung der Insel. Odós Tsaldári/Odós 31is Martíou (am Alexander-Denkmal)

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Die Inselmitte

Pia & Ira

Die gut Deutsch sprechenden Inhaberinnen stellen zwar nichts selber her, beweisen aber einen guten Geschmack bei der Auswahl ihres Schmuck- und Souvenirangebots. Außerdem sind sie im Tierschutz aktiv, nehmen gern Futterspenden an und suchen immer ausländische Adoptiveltern für junge Hunde. An der Hauptfußgängergasse

Bus Stop Gallery

Der aus Österreich stammende Maler Kurt Hlavacek, mit Künstlernamen Sol, stellt hier seine Gemälde aus; seine niederländische Frau Nel Bezemer bietet Schmuck, Kunst und Kunsthandwerk von griechischen Freunden an. 80 m unterhalb der Platía an der Hauptstraße | tgl. 9-20 Uhr | www.busstop-gallery.kosweb.com

Remko und Ria

Das Künstlerpaar Remko de Gilde und Ria Hessels lebt bereits seit 1978 in Pýli. Remko fängt in Aquarellen und Radierungen vor allem den Zauber der koischen Landschaft ein, Ria fertigt originellen Silberschmuck, der zum Teil mit Halbedelsteinen besetzt ist. Am Dorfplatz | Mitte April-Okt. tgl. 9-19 Uhr

Dorfplatz

Auf dem Dorfplatz am unteren Ortseingang von Zía kommt man sich vor wie auf einem Ramschbasar - und manchmal zugleich auch wie auf einem Busparkplatz. Wenn Sie auf authentische Souvenirs oder Mitbringsel Wert legen, werden Sie hier nicht fündig werden: Produziert wird in Zía selbst nämlich überhaupt nichts mehr; alle in diesem Ort zum Verkauf stehenden Waren kommen bestenfalls aus dem übrigen Griechenland, wenn nicht von noch weiter her. Das scheint dem Umsatz nicht zu schaden; und dass Zimt und Safran am Mittelmeer gar nicht wachsen, scheinen die wenigsten Urlauber zu realisieren. Am besten nimmt man diese Souvenirs nur als Foto mit nach Hause!

Einkaufen

Der Inselwesten

Läden

Große Supermärkte und Souvenirgeschäfte sucht man in Kéfalos und Kámbos vergeblich, aber Lebensmittel und Verbrauchsartikel bekommen Sie in mehreren kleinen Läden in beiden Orten.

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Kos-Stadt

Aenáos

Von jungen Leuten betriebenes Kafeníon, das sich alten Traditionen verschrieben hat. Der griechische Kaffee wird hier noch in heißem Sand statt auf offener Flamme zum Aufkochen gebracht und dem Gast in dem typischen langstieligen Messingkännchen serviert. Alkoholische Getränke sind in diesem Café tabu, dafür gibt es jedoch eine große Auswahl an frisch gepressten Säften. Platía Eleftherías | in der Defterdar-Moschee gegenüber der Markthalle | kein Ruhetag | €

Ampávris

Freilufttaverne im Garten eines alten Landhauses. Hier gibt es keine Speisekarte; der Wirt zählt aber gern auf, was er frisch an ausgefallenen griechischen Spezialitäten zu bieten hat. An der Straße, die unmittelbar westlich der Casa Romana beginnt | nur abends, kein Ruhetag | €€

Hamám Oriental

Tagsüber ein stimmungsvolles Café, abends stilvolles Restaurant und Cocktailbar in einem ehemaligen türkischen Bad aus dem 16. Jh. und dem dazugehörigen Garten. Zu internationaler und orientalischer Musik können Sie orientalische und mediterrane Küche genießen, Weine von der Karte oder direkt aus dem Weinkeller wählen und zum Abschluss auch eine Wasserpfeife rauchen. Odós Níssirou/Platía Diágoras | kein Ruhetag | €€€

Ciao

Modernes Café in der Hauptgasse der Altstadt. Gute Auswahl an Kuchen, Eis und kleinen Gerichten. Einen besseren Platz für Lästermäuler gibt es angesichts der zahllosen vorbeibummelnden Urlauber in ihren manchmal eigenartigen Verkleidungen in der ganzen Stadt nicht. Odós Ifaistou 2 | kein Ruhetag | €€€

Eléa (Olive)

Moderne Taverne, die griechische Traditionen pflegt. Das moussaká wird hier nach alter Art auf Fettpapier serviert, auf der Karte steht viel Außergewöhnliches. Zu sehr günstigen Preisen kann man hier nach dem Essen auch seltene griechische Liköre genießen wie den kítro von der Insel Náxos oder den mastícha von der Insel Chíos. Odós Apéllou 27 | kein Ruhetag | €€

Kafeníon am Gerichtsgebäude

Auf der der Platane des Hippokrates zugewandten Rückseite des italienischen Regierungsgebäudes liegt der Sitzungssaal des koischen Amtsgerichts. Man betritt das Haus durch ein namenloses Kafeníon, dessen Plastikstühle auch draußen auf dem Platz der Platane stehen. Wenn das Gericht tagt, bleibt die Tür zwischen Kaffeehaus und Gerichtssaal immer weit geöffnet, sodass man, ohne aufdringlich zu sein, ein paar Minuten lang einer griechischen Gerichtsverhandlung beiwohnen kann. Platía Platanoú | So geschl. | €

Konáki

In der viel besuchten Grillstube bekommen Sie leckeres Hühnchen, Giros und andere griechische Grillspezialitäten. Das verwendete Fleisch stammt aus der eigenen Metzgerei. Hier wird außerdem Fasswein ausgeschenkt. Odós Kanári 1 | kein Ruhetag | €

Mary's House

Das sehr liebevoll eingerichtete kleine Restaurant bietet Spezialitäten wie sieben Stunden lang im Backofen gegarte Schweinekeule oder mit drei Käsesorten überbackene Aubergine, das dem Bruschetta ähnliche dákos und zum Nachtisch Mastícha-Eis mit dem einzigartigen Geschmack eines Baumharzes von der Insel Chíos. Odós Averóf 80 | kein Ruhetag | €€

Nick the Fisherman

Sehr gute Fischtaverne direkt an einer der meistbefahrenen Straßen der Stadt. Man kann auch drinnen sitzen, falls man sich an Lärm und Abgasen stört. Odós Averóf 21 | kein Ruhetag | €€€

Otto e Mezzo

Feines italienisches Restaurant in und hinter einem Haus aus dem Jahr 1879. Exzellente, frisch gemachte Pasta, ausgezeichnete Saucen, umfangreiche Weinkarte, guter Service. Odós Apelloú 21 | kein Ruhetag | €€€

Pétrino

Gepflegtes Restaurant in einem stimmungsvollen Steinhaus mit einer schönen Terrasse. Aus den Lautsprechern erklingt dezent internationale Musik, die Kellner tragen Krawatte. Hier bekommen Sie viele seltene griechische Spezialitäten wie mit Spinat und Käse gefüllte Blätterteigtaschen (spanakotirópitta) und Krakenkroketten (chtapodokeftédes). Ein ausgezeichneter, auf den Inseln nur selten servierter nordgriechischer Rotwein ist der Katógi Averóf aus dem 1000 m hoch gelegenen Bergstädtchen Métsovo. Platía Ioánnou Theológou | mittags geschl. | €€€

Pétrinos Mýlos

Café und Bar in einer alten Windmühle am Mýlos Beach im Ortsteil Lambí. Mit Holztischen und Regiestühlen möblierte Terrasse, besonders freundliche Bedienung. Abends wird die Terrasse mit Ölfackeln und einem Lagerfeuer beleuchtet, ein DJ legt dann griechische und internationale Musik auf. Viele kleine Snacks, besonders empfehlenswert das sogenannte Oúzo-Assortment. Kein Ruhetag | €€

Plátanos

Gepflegtes Restaurant direkt neben der Platane des Hippokrates. Man serviert hier griechische und internationale Spezialitäten wie Hummer in einer Wein-Knoblauch-Sauce oder souvláki mit verschiedenen Fleischsorten. Darüber hinaus gibt es eine gute Auswahl exzellenter griechischer Weine, zu denen die Weinkarte auch Informationen in englischer und griechischer Sprache liefert. Platía Platanoú | kein Ruhetag | €€€

Psaropoúla

Die einfache Taverne im Hotelviertel westlich des Hafens besticht durch ihre gute Auswahl an relativ preiswertem Fisch und sonst selten angebotenen traditionellen griechischen Gerichten. Zu den raren vegetarischen Genüssen zählt fáva, ein Püree aus gelben Erbsen, das mit Zwiebeln und Olivenöl vermischt wird. In einem Tonkrug im Backofen werden die revíthia stamnás gegart, das sind Kichererbsen in einer gut gewürzten Tomatensauce. Odós Averóf 17 | kein Ruhetag | €€

Spíros

Lauschige Taverne mit schönem Blätterdach über der Terrasse, einfach und urig. Samstagabends häufig griechische Livemusik. Im Ortsteil Psalídi direkt an der Uferstraße Georgíou Papandréou, unmittelbar westlich vom Großhotel Hippocrates Palace | kein Ruhetag | €

Essen und Trinken

Asklípion und Platáni

An der Platía

Die vier Tavernen am Dorfplatz - Arap Memis | Serif Karawesir | Gin's Place und Alis - sind alle gleich gut. Ein typisches Merkmal für die türkisch beeinflusste Küche ist die Zugabe von Joghurt zu vielen Gerichten. Als Spezialitäten zu empfehlen sind adana kebab, das man mit getrockneten Chilis nachwürzen kann, und anthi, das sind mit Reis und verschiedenen Kräutern gefüllte Zucchiniblüten. Ein in Griechenland sonst unübliches Getränk ist airan, ein mit Wasser verdünntes, leicht gesalzenes und äußerst erfrischendes Joghurtgetränk. Alle vier Restaurants ohne Ruhetag | €

Xenios Zeus

Dies ist ein kleines Kafeníon für hartgesottene Griechenlandfans, in dem man schon allein des Wirts wegen einmal auf ein Bier einkehren könnte: Er ist Hobbykünstler. Auf einem seiner Bilder, die an der Wand hängen, tanzt Christoph Kolumbus (der nach griechischer Überzeugung ein Landsmann von der Insel Chíos war) mit einer Frau in weißem Kleid an Bord seines Schiffs Sirtáki. Zwei Reliefs aus mit Gold bemaltem Gips künden außerdem von Herkunft und Ziel des Entdeckers: Der Wirt hat hier die Kontinente Europa und Amerika modelliert. An der Straße vom Dorfplatz zur Moschee gelegen | kein Ruhetag | €

Essen und Trinken

Die Inselmitte

Kaffeebars

Tavernen gibt es im Ort nicht, nur eine Konditorei an der Hauptstraße und mehrere Kaffeebars.

Restaurants

Die meisten Speiselokale liegen an der Uferpromenade und den von ihr abgehenden Querstraßen. Kulinarische Hochgenüsse darf man dort nicht erwarten.

Avlí

Von jüngeren Einheimischen mit viel Engagement betriebene Taverne in einem schon 1902 erbauten Haus direkt am Dorfplatz, aber abseits allen Trubels. Der blütenreiche Innenhof ist ein ägäisches Idyll, die Küche zeigt ihre Stärken in der Vielzahl von kleinen Gerichten und vegetarischen Leckereien, im Weinkeller lagern etwa 70 verschiedene Weine aus aller Welt. Platía | tgl. ab 17 Uhr | www.avlirestaurant.gr | €€€

Apostólis

Grilltaverne mit schattiger Terrasse unter Palmen; ländliche Atmosphäre, freundliche Bedienung. Die Wirtsfamilie betreibt noch etwas Gartenbau und bringt ihre Produkte frisch auf den Tisch. Hauptstraße | etwa 500 m vom Strand | kein Ruhetag | €

Zwillinge/Twins

Direkt an einer Kreuzung gelegene, sonst aber gute Taverne. Spezialität des Hauses ist Kaninchen-Stifádo, also Kaninchen mit Zwiebelgemüse in einer roten Sauce. An der Kreuzung der Stichstraße mit der Straße nach Tigáki | kein Ruhetag | €

Kalí Kardiá

Als dieses Restaurant 1955 eröffnet wurde, war es das einzige weit und breit. Noch heute ist Inhaber Geórgios Papamichális stolz auf seine gute griechische Durchschnittsküche, bei der im Gegensatz zu früher aber jetzt Pommes frites und Reis als Beilagen dominieren. Für Frühaufsteher ist das Lokal das einzige im Ort, in dem man schon morgens um 7 Uhr Kaffee trinken kann. Am Hafen schräg gegenüber der Bushaltestelle | kein Ruhetag | €

Kálymnos

Die sehr freundlichen Wirte Periklís und Michális machen die Globalisierung der Küche nicht mit. Wer Fisch bestellt, bekommt Fisch - und keine Pommes frites dazu. Beilagen werden gesondert ausgewählt. Kalamares gibt es preiswert aus der Tiefkühltruhe oder etwas teurer frisch aus der Ägäis. Zu den ausgesprochenen Spezialitäten gehören die besonders kleinen Krabben von der Insel Sêmi und das mirmizéli, eine Art Bruschetta mit Tomate, Oregano, geriebenem Käse, Olivenöl und gedörrter Makrele. Am Hafen | kein Ruhetag | €€€

Tam Tam

Von einem deutsch-griechischen Paar geführte Taverne in den Dünen unmittelbar oberhalb des Strands, in der man sich fast wie auf einer Nordseeinsel fühlt - zumal auf den Wiesen hinter den Dünen oft Kühe weiden. Kinder finden genug Platz zum Spielen, Kommunikationsfreudige einen angenehmen Bartresen, ewig Kauflustige einen an Hippiezeiten erinnernden Shop mit luftiger Strandkleidung.. Die Auswahl an Gerichten reicht von Pizza bis Frischfisch. 3 km östlich von Mastichári | kein Ruhetag | €€

Traditional Greek House

Terrassenmauern aus Naturstein, eine wie ein traditionelles Bauernzimmer eingerichtete Ecke im Lokal und ein Steinbackofen, in dem noch eigenes Brot gebacken wird, sind die Markenzeichen des Restaurants am Weststrand von Mastichári. Wirt Sávvas stammt aus Kéfalos, seine Frau Ioánna aus Antimáchia. Sie achten sorgfältig darauf, dass sie Hühnchen, Fleisch, Käse und viele andere Zutaten nur von ihren eigenen Verwandten beziehen und daher für Frische und Qualität bürgen können. Die Portionen sind groß, der Service eher ländlich-herzlich als perfekt, gutes Olivenöl wird sehr reichlich beim Kochen verwendet. Wer das nicht mag, sage „me polí lígo ládi, parakaló“, mit sehr wenig Öl! Zugang vom Strand westlich des Hafens aus oder von der ortsauswärts führenden Einbahnstraße (dort kleiner Wegweiser) | kein Ruhetag | €

Paliá Pigí (Old Waterspring)

In der kleinen Taverne am Dorfbrunnen verwöhnen Geórgios und Evangelía ihre Gäste unter einer schattigen Ficus benjamina mit köstlich gebratenen Auberginen- und Zucchinischeiben, kleinen soúvlaki-Spießen und den Hackfleischwürstchen sousoukákia vom Holzkohlengrill. Kein Ruhetag | €

Ambéli

Die Wände der idyllischen Gartentaverne sind mit griechischen Sinnsprüchen, Knoblauchzöpfen und Zierkürbissen dekoriert, der Blick der Gäste fällt auf Weinstöcke. Die Wirtsleute servieren viele vegetarische Gerichte aus frischem Gemüse, aber auch kernige Spezialitäten wie piktí, eine koische Variante der Schweinssülze. Abseits der Uferstraße, etwa 2,5 km östlich des Kreisverkehrs (dort auf Hinweisschild achten) | kein Ruhetag | €€

Plóri

Wirt Michális und sein Sohn Jánnis servieren am liebsten Fisch. Die preiswertere Variante aus Zuchtfarmen ist gesondert ausgewiesen, Beilagen und Salate werden gesondert bestellt. Ausgesprochen lecker: Fisch in Salzkruste und Seezunge in Knoblauchbutter. Täglich gibt es zudem mindestens ein hausgemachtes, relativ zuckerarmes Dessert. An der Uferstraße 80 m westlich des Kreisverkehrs | kein Ruhetag | €€€

Avlí

Klassische Taverne, die von griechischen Gästen wegen ihrer guten Fleischgerichte vom Grill geschätzt wird. Besonders beliebt ist hier pantsétta, über Holzkohle gegrillter Bauchspeck. An der Hauptstraße | kein Ruhetag | €€

Smaragd

Taverne mit exzellentem Panorama- und Sonnenuntergangsblick von der Dachterrasse; gutes Essen, sehr freundliche Wirtsleute. 20 m oberhalb der Dorfkirche | kein Ruhetag | €

Sunset Balcony

Die Taverne mit dem schönen Namen „Sonnenuntergangsbalkon“ ist der beste Platz im Dorf, um dieses Naturschauspiel mitzuerleben. Wirt Sérgos und seine Frau Chrissoúla servieren dazu köstliche souvláki, gebratene Zucchini- und Auberginenscheiben oder auch revithókeftédes, das ist eine Art Reibekuchen aus Kichererbsenmehl. An der kleinen Gasse, die vom Platz zur Kirche führt | kein Ruhetag | €

Essen und Trinken

Der Inselwesten

Katerina

Die einfache Taverne am östlichen Ende des Ágios-Stéfanos-Strands liegt ideal für eine Badepause mit anschließendem Essen. Die Wirtsfamilie backt ihr eigenes Brot und serviert Eier von eigenen Hühnern; den Fisch holt der Wirt täglich frisch vom Hafen. Kein Ruhetag | €

Megálo Mýlos

In und vor einer neu erbauten Windmühle ohne Flügel betreibt ein deutsches Paar ein gemütliches Café in herrlicher Panoramalage. Der Kaffee schmeckt ebenso gut wie der Kuchen. Außerhalb von Kéfalos an der Straße nach Limniónas | kein Ruhetag | €€

Stamatía

Eines der ältesten Restaurants am Strand des Kámbos. Früher kamen hier nur Fischgerichte und Soúvlaki-Spieße auf den Tisch, heute hat man sich den Touristenwünschen angepasst und bereitet auch Suppen und Gemüsegerichte zu. Den Urlaubern zuliebe wird der frische Fisch auch portionsweise zum Festpreis angeboten. Wirt Antónis kümmert sich im Winter vor allem um die Pflege seiner Olivenbäume; deshalb wird in der Küche nur Öl aus eigener Herstellung verwendet. Skála, unmittelbar östlich des Anlegers | kein Ruhetag | €€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Kos-Stadt

Strände

Schmale Sand-Kies-Strände beginnen gleich beiderseits des Hafenbeckens. Im unmittelbaren Stadtbereich sind sie stets gut besucht und in der Hauptsaison sogar überfüllt. In Richtung Psalídi lässt die Fülle nach; hier gibt es auch vereinzelt Stellen, wo man sich auf ufernahen Wiesen im Baumschatten ausstrecken kann. Auch gen Lambí wird der Strand immer leerer, je weiter man sich vom Hafen entfernt, und geht dann schließlich in das kilometerlange Band der Nordküstenstrände über.

Sehenswertes

Sehenswertes

Kos-Stadt

Agorá

Der antike Marktplatz der Stadt ist ein zwar sehr romantisches, aber auch sehr wenig aussagekräftiges Ruinenfeld. Mit dem Bau der Agorá wurde bereits im 4. Jh. v. Chr. begonnen. Im Mittelalter standen über ihrer etwa 180 mal 80 m großen Grundfläche die Häuser des Ritterviertels von Kos, das auch in der Zeit der türkischen Fremdherrschaft noch bewohnt war. Ein Erdbeben legte es am 23. April 1933 in Schutt und Asche. Es erreichte die gewaltige Stärke von 8,5 auf der Richterskala, dauerte nur 27 Sekunden und kostete 170 Menschen das Leben.

Alexander-Altar

Als Anfang der 1990er-Jahre die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien selbstständig wurde und einige Hitzköpfe dort plötzlich Ansprüche auf die griechische Metropole Thessaloniki erhoben, brach in Griechenland ein Sturm der Entrüstung los. Macedonia is Greek lautete die - ja durchaus richtige - Parole, die plötzlich überall in Griechenland zu lesen war. Zur Untermauerung dieser Aussage musste der makedonische König Alexander der Große herhalten, der im letzten Drittel des 4. Jhs. v. Chr. mit seinen Truppen große Teile der damals bekannten zivilisierten Welt erobert hatte und sogar bis nach Indien vorgedrungen war. Es galt zu zeigen, dass er kein Slawe, sondern ein Grieche gewesen war. Überall im Land entstanden darum neue Alexander-Denkmäler. Dieses sehr schlichte und bescheiden anmutende hier auf Kos gehört zu den besten: Es zeigt den Krieger und Menschenschlächter Alexander nicht als Helden, sondern gibt nur einen Auszug aus einer seiner Reden wieder, in der ausgerechnet er die Völker der Erde zu ewigem Frieden aufruft. Der griechische Text ist in drei Sprachen - Deutsch, Englisch und Französisch - übersetzt, sodass jeder sich sein eigenes Urteil über Alexanders Gedanken bilden kann. Frei zugänglich | Odós Tsaldári/Odós El. Venizélou

Archäologisches Museum

Der 1936 errichtete Bau aus der italienischen Besatzungszeit bietet seine Sammlungen in sechs Räumen dar. Für die Besichtigung sollte man etwa 20 bis 30 Minuten ansetzen. Im Kassenraum, dem Vestibül, stehen zwei Werke der Bildhauerkunst: ein monumentaler Kopf der Göttin Hera aus dem 2. Jh. v. Chr. und ein Grabstein mit einem reliefartig dargestellten Löwen.

Casa Romana

Italienische Archäologen legten 1933/34 eine einst prächtige römische Villa frei, deren Mauern größtenteils noch übermannshoch erhalten waren. 1940 wurde die Villa dann anschaulich rekonstruiert und erhielt wieder ein Dach. Dadurch bekommt man hier vom Wohngefühl der alten Römer einen wesentlich besseren Eindruck, als das in vielen anderen Ruinenstätten der Fall ist.

Defterdar-Moschee

Die Moschee am Hauptplatz der Stadt stammt aus dem Jahr 1725. Kein Muezzin steigt mehr auf ihr Minarett, niemand kommt mehr zum Freitagsgebet. Stattdessen sind in der Moschee jetzt einige kleine Läden und das sehr empfehlenswerte Café Aenáos untergebracht. Platía Eleftherías

Hadji-Hassan-Moschee

Die 1786 erbaute Moschee, die wegen ihrer offenen Bogenhalle auch als Loggien-Moschee bezeichnet wird, gleicht eher einem kleinen Palast als einem islamischen Gotteshaus. Nur das hohe Minarett und der Reinigungsbrunnen direkt neben der Platane des Hippokrates, dessen Kuppel von antiken korinthischen Säulen getragen wird, weisen von außen auf ihre religiöse Funktion hin. Ihr Innenraum wird heute nicht mehr genutzt; im Untergeschoss wurden einige Souvenirgeschäfte angesiedelt. Keine Innenbesichtigung oder Minarettbesteigung möglich | Platía Platanoú

Italienische Bauten

Auf den meisten Inseln des Dodekanes haben die Italiener deutliche Spuren hinterlassen. Besonders rege war ihre Bautätigkeit während der faschistischen Vorkriegsära zwischen 1928 und 1936. Erhalten blieb aus jenen Jahren neben der Markthalle und dem archäologischen Museum insbesondere auch das einem kleinen Palast gleichende Gerichtsgebäude zwischen der Uferstraße und der Platane des Hippokrates. Der 1928 eingeweihte Palazzo di Giustizia dient auch heute noch teilweise als Gericht; außerdem sind hier verschiedene Behörden und das koische Forstamt untergebracht.

Johanniterkastell

Wahrscheinlich stand schon in der Antike, mit Sicherheit aber schon in byzantinischer Zeit ein Kastell auf der kleinen Halbinsel, die den Mandráki-Hafen nach Osten hin begrenzt. Als die Johanniterritter im 14. Jh. nach Kos kamen, planten sie die Burg neu. Sie erbauten die klar erkennbare innere Festung. Als die Bedrohung durch das Osmanische Reich wuchs, beschlossen die Ritter gegen Ende des 15. Jhs., die Burg zusätzlich durch einen äußeren Mauerring zu schützen, der heute das Stadtbild am Hafen prägt. 1514 war er fertig, nutzte den Rittern aber nur wenig: 1523 gingen Burg und Insel in türkischen Besitz über.

Kirche Agía Paraskeví

Die 1932/33 erbaute Bischofskirche von Kos steht weithin sichtbar auf einer Terrasse über der Markthalle der Stadt. Innen ist sie vollständig mit Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil ausgeschmückt, die zumeist zwischen 1984 und 1989 entstanden. Jede einzelne Darstellung wurde von einer koischen Familie gestiftet, deren Namen im unteren Teil des Bildfeldes zu lesen sind. Im Tonnengewölbe erkennt man rechts zwischen Kuppel und Westportal die Geburt Jesu, die Darbringung Jesu im Tempel und Jesu Taufe. Links sieht man, von West nach Ost, Christus vor Pilatus, Jesu Kreuzigung und die Höllenfahrt Christi. Bei der Kreuzigungsszene beachte man, dass das Blut aus den Fußwunden Jesu auf einen Totenschädel unter dem Kreuz fällt. Es ist der Schädel Adams, des ersten Menschen. Dadurch wird symbolisiert, dass das Blutopfer Jesu dem Menschen das ewige Leben schenkt. Die Höllenfahrt Christi ist ein neutestamentarisches Ereignis, das in den westlichen Kirchen kaum noch Beachtung findet. Nach seinem Kreuzestod steigt Jesus in die Unterwelt hinab, besiegt deren Herrn Hades im gewaltsamen Kampf und zieht anschließend Adam und Eva stellvertretend für alle Menschen aus der Verdammnis. Tgl. ca. 7-12 und 17 bis 20 Uhr | Platía Agías Paraskevís

Odéon

Eine kurze Zypressenallee führt von der Hauptstraße auf das Odéon zu. In dem kleinen römischen Amphitheater aus dem 2. Jh. fanden in der Antike musikalische und pantomimische Aufführungen sowie Lyrikveranstaltungen statt. Ursprünglich war der gesamte Bau mit seinen 15 Sitzreihen überdacht. In Lagerräumen unterhalb der Ränge wurde die berühmte Statue des Hippokrates gefunden, die heute im Archäologischen Museum von Kos steht. Frei zugänglich | Odós Grigoríou E'

Platane des Hippokrates

Auf einem kleinen Platz zwischen dem Zugang zur Burg und der Hadji-Hassan-Moschee grünt noch immer eine Platane, der Biologen durchaus ein Alter von fast 2000 Jahren zubilligen. Die koische Legende macht sie noch älter: Hippokrates soll sie selbst gepflanzt, darunter geruht und seine Schüler unterrichtet haben. Eine andere Legende berichtet, der Apostel Paulus habe unter dieser Platane das Christentum gepredigt. Ihr genaues Alter lässt sich freilich nicht feststellen, da es keine Jahresringe gibt: Der Baum ist innen weitgehend hohl. Die schweren Äste werden durch Eisenrohre und sogar durch einen hellenistischen Altar abgestützt. Frei zugänglich | Platía Platanoú

Westliches Grabungsgebiet

Geht man die Haupteinkaufsstraße in der Altstadt, die zunächst Odós Ifaístou und dann Odós Apéllou heißt, immer geradeaus, kommt man über den von Restaurants gesäumten Diágoras-Platz und durch die kurze Gasse Odós Níssirou auf das größte zusammenhängende Ausgrabungsgelände der Stadt. Man betritt es an seinem besterhaltenen Bau, dem Nymphaion. Dabei handelt es sich um eine Brunnenanlage aus dem 3. Jh. v. Chr. Der Innenhof war auf drei Seiten von Säulen umgeben, auf der vierten Seite lief in drei Nischen Wasser aus der Wand in schöne Becken. Der Boden war mit Mosaiken geschmückt, von denen Reste erhalten geblieben sind.

Sehenswertes

Asklípion und Platáni

Asklípion

Das Heiligtum ist terrassenförmig angelegt. Die unterste Terrasse war im Wesentlichen dem Kurbetrieb vorbehalten. Auf der mittleren Terrasse standen einst mehrere Tempel, ein Opferaltar und offizielle Bauten für die Priester. Auf der obersten Terrasse erhob sich seit dem 2. Jh. v. Chr. der größte und prächtigste aller Tempel, ein dem Asklípios geweihter Bau.

Erste Terrasse

Vom heutigen Eingang führt eine rekonstruierte Marmortreppe mit 23 Stufen auf die erste, 93 mal 47 m große Terrasse hinauf. Man betritt sie durch einen in seinen Grundmauern erkennbaren Torbau aus dem 3. Jh. v. Chr., das einst mit vier Säulen ausgestattete Propylon.

Zweite Terrasse

30 breite Stufen führen hinauf auf die mittlere Terrasse mit mehreren wieder aufgerichteten, besonders sehenswerten Säulen. Die beiden ionischen Säulen rechts gehören zum Asklípios-Tempel aus dem frühen 3. Jh. v. Chr. Er war ein so genannter Anten-Tempel von 8,80 m Breite und 15 m Länge und bestand aus einer offenen, quadratischen Vorhalle (Pronaos) und einem geschlossenen, gleich großen Hauptraum (Cella), zu dem wahrscheinlich nur Priester Zutritt hatten. In der Cella findet sich eine in den Boden eingelassene Kammer, in der vermutlich der Tempelschatz verwahrt wurde. Viele Pilger schenkten dem Heiligtum ja beträchtliche Geldsummen, wenn sie geheilt worden waren. Zugleich dienten Tempel auch als Banken, in denen Privatpersonen und Gemeinden ihr Vermögen sicher verwahren lassen konnten.

Dritte Terrasse

Eine rekonstruierte Freitreppe mit 60 Stufen führt auf die oberste Terrasse hinauf, die 100 mal 80 m groß ist. In ihrer Mitte erhob sich seit dem 2. Jh. v. Chr. der prächtigste aller Tempel im Heiligtum, ein dem Asklípios geweihter dorischer Ringhallentempel. Ihn umgab ein Säulengang mit je sechs Säulen an den Schmal- und je elf Säulen an den Längsseiten (Ecksäulen doppelt gezählt), der den massiven Mauerkern der Pronaos und Cella umhüllte.

Gesamtanlage

Bevor man das Heiligtum nun wieder verlässt, sollte man noch einmal auf den Steinen des großen Asklípios-Tempels Platz nehmen. Aufmerksame Besucher werden feststellen, dass zu ihm kein Opferaltar gehört, wie er eigentlich für klassische griechische Tempel notwendig war. Dafür gibt es einen guten Grund. Dieser große Asklipios-Tempel war ja später als der kleinere auf der mittleren Terrasse erbaut worden. Der kleinere behielt weiterhin seine kultische Funktion, während der große nur als repräsentatives Bauwerk geplant worden war. Der Gott wohnte daher weiterhin im alten Bau. Ohnehin wurde das gesamte Asklípios-Heiligtum im 2. Jh. v. Chr. ja grundlegend erweitert und verändert. Aus einer einfachen Kultstätte, die vor allem religiöse Funktionen hatte, wurde eine architektonische Gesamtanlage, die im Wesentlichen repräsentative Zwecke verfolgte. Die beiden dreiseitigen Säulenhallen auf der untersten und der obersten Terrasse umschlossen den gesamten Bezirk wie eine Klammer. Die breiten Freitreppen geleiteten den Pilger himmelwärts, der neue, große Asklípios-Tempel diente so als Blickfang und krönender Abschluss fürs Auge.

Friedhöfe

Am südlichen Dorfrand von Platáni liegen unmittelbar links der Straße, die von der Stadt Kos aus heraufführt, hinter Steinmauern zwei sehenswerte Friedhöfe. Durch ein leider verschlossenes Gittertor, das mit zwei Davidsternen verziert ist, kann man einen Blick auf die Grabdenkmäler der jüdischen Gemeinde werfen, die 1922 noch 66 Mitglieder zählte, 1943 aber von den deutschen Besatzungstruppen in Konzentrationslager verschleppt und größtenteils ermordet wurde.

Sehenswertes

Die Inselmitte

Traditional House

Der Kulturverein von Antimáchia hat ein altes Bauernhaus schräg gegenüber der Windmühle in eine Art Folkloremuseum verwandelt. Hier sehen Sie, wie eine 14-köpfige Familie in Antimáchia noch bis in die 1950er-Jahre hinein lebte. Einer der drei Räume im Haupthaus war der Stall, in einem Anbau stehen Webstuhl und Backofen. In einem steinernen Becken auf dem Vorhof wurde das vom Dorfbrunnen geholte Wasser gespeichert. Tgl. etwa 8-17 Uhr, an Wochenenden und im Juli/Aug. auch länger | gegenüber der Windmühle | Eintritt 1 Euro

Windmühle

Die zwölf Flügel der restaurierten Mühle sind mit Segeltuch bespannt, das nach Bedarf mehr oder weniger groß ausgerollt werden kann. Innen können Sie die Mühlsteine sehenund über eine steile Leiter bis ins Mühlendach hinaufsteigen. An der Straße, die vom Dorfzentrum in Richtung Kéfalos führt | nur sporadisch geöffnet

Basilika Ágios Ioánnis

Die Überreste einer frühchristlichen Basilika aus der Zeit um 500 stehen auf einer kleinen Anhöhe am Strand. Der Grundriss der einst dreischiffigen Kirche ist noch deutlich zu erkennen. In der Nordostecke sieht man auf dem Boden der ehemaligen Taufkapelle noch das eingelassene Taufbecken. Wie heute noch in der orthodoxen Kirche üblich, wurden die frühen Christen durch vollständiges Untertauchen getauft. Die Basilika liegt jenseits des kleinen Trockenbachbetts unmittelbar östlich des großen Hotels Achilléas Beach. Man erreicht die umzäunte Basilika über ein Stück niedergerissenen Zauns direkt vom Strand aus - an der Stelle, wo die beleuchtete Promenade von Mastichári zum Hotel endet.

Kirche Ágios Geórgios Loízos

Die kleine, weiße Kapelle des heiligen Georg wurde im Mittelalter unter Verwendung von Steinblöcken und Säulenstümpfen antiker Bauten errichtet. Ständig frei zugänglich | kommen Sie von Kos-Stadt, steht die Kirche rechts der Straße, 1,9 km nach Verlassen der Hauptstraße in Richtung Mastichári.

Dorfbrunnen

Vom Wasserreichtum dieses Inselteils zeugt der schöne, aus Steinquadern errichtete Brunnen, der seine heutige Form 1592 erhielt. Tag und Nacht sprudelt hier das wertvolle Nass aus Wasserspeiern, von denen einige die Form von Löwenköpfen haben. Frei zugänglich | 150 m westlich des Dorfplatzes

Grab des Harmylos

Eine gewölbte Grabkammer mit je sechs Grabnischen an ihren beiden Längsseiten wird von der Legende dem antiken Helden Harmylos zugeschrieben, dem mythischen Stammvater des ersten koischen Herrschergeschlechts. Er wurde hier zusammen mit den zwölf olympischen Göttern verehrt. Über dem Grabbau stand eine kleine ionische Säulenhalle, von der aber nur noch wenige Bruchstücke verstreut am Boden liegen. Ihre Rückwand wurde später als Seitenwand der kleinen Christuskapelle wieder verwendet, in deren Mauerwerk auf der Westseite auch zwei schöne antike Quader mit Eierstabmuster, ein Inschriftenstein und ein frühchristliches Kreuzrelief eingefügt wurden.

Kirche Evangelismós

Mit der Ausmalung der kleinen Kapelle wurde 1987 begonnen. An der rechten Seitenwand entstand als erstes Fresko die Darstellung der Verkündigung, der die Kirche ja geweiht ist. Der Erzengel schreitet auf Maria zu, um ihr die frohe Botschaft zu überbringen. Am Dorfplatz | tagsüber geöffnet

Paradosiakó Pyliotikó Spíti

Das kleine Bauernhaus aus Vorkriegszeiten zeigt, wie die einfachen Menschen damals in Pýli lebten. Am Dorfplatz | tgl. 7.30-16 Uhr | Eintritt 0,70 Euro

Alte Saline/Alíki

Die ehemalige Saline, in der schon seit langem kein Salz mehr gewonnen wird, steht heute unter Naturschutz. Im Winterhalbjahr sind hier zahlreiche Wasservögel als Gäste anzutreffen, darunter auch Flamingos. Frei zugänglich | 800 m westlich des Kreisverkehrs

Kirche Kímissis tis Theotókou

Die in ihrer heutigen Form 1919 erbaute Kirche im oberen Ortsteil wurde 1992-95 innen vollständig mit Fresken im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalt; nur die Vorhalle (Narthex) harrt noch edler Stifter. Betrachtet man zunächst die linke nördliche Wand, erstaunt gleich im ersten Bildfeld die Unkompliziertheit der Griechen im Umgang mit ihren Heiligen: Auf der Brust des Erzengels Michael ist der Sicherungskasten für die Kirchenbeleuchtung installiert. Über der Nordtür ist eine Stiftungsinschrift angebracht, die Geórgios Katimetzóglou als Maler der Fresken nennt. Am eindrucksvollsten sind die Darstellungen verschiedener neutestamentarischer Ereignisse. An der linken nördlichen Wandfläche erkennt man unter anderem die Hadesfahrt Christi: Er hat die Tore zur Hölle gewaltsam aufgebrochen und befreit nun Adam und die hinter ihm stehende Eva sowie die beiden Könige David und Salomon als Erste aus der Unterwelt. An der rechten südlichen Wandfläche ist u. a. Mariä Entschlafung zu sehen: Jesus steht zusammen mit den Aposteln am Sterbebett Marias und hat deren Seele, dargestellt in Form eines in Binden gewickelten Kindes, bereits in seine Hände genommen, um sie gen Himmel zu tragen. Außerdem ist hier die Erweckung des Lazarus von den Toten und die Geburt Jesu zu sehen. Ganztags geöffnet

Sehenswertes

Der Inselwesten

Basilika Ágios Stéfanos

Von allen Ruinen frühchristlicher Basiliken auf Kos ist dies die am besten erhaltene und wohl auch die am schönsten gelegene. Sie steht nur leicht erhöht unmittelbar über dem Strand der Kámbos-Ebene schräg gegenüber dem Felseninselchen Kástri. Italienische Archäologen haben einige ihrer Säulen geflickt und wieder aufgerichtet; die meisten davon sind schon wieder umgefallen. Man erkennt noch den Grundriss des dreischiffigen Baus. An die Nordwand angelehnt stand eine zweite, kleinere Basilika mit einem noch sehr gut erhaltenen kreuzförmigen Taufbecken im Boden. Hier gefundene Bodenmosaiken wurden wieder mit Kies bedeckt. Ihren besonderen Reiz gewinnen die Überreste der um 500 erbauten Kirche dadurch, dass man sich in den Ruinen in Badehose oder Bikini sonnen und direkt von der Basilika aus ins Wasser gehen kann. Frei zugänglich | am Strand unmittelbar westlich vom Gelände des Club Méditerranée; Zufahrt von der Hauptstraße über die schmale Straße | die unmittelbar rechts der Schranke zum Club beginnt

Burgruine

Wie nicht anders zu erwarten, war auch das mittelalterliche Dorf Kéfalos einst durch eine Burg gesichert. Nur ein paar Mauerreste blieben von ihr übrig, und von dort blickt man jetzt vom Ortsrand aus auf die Küstenebene hinab. Frei zugänglich | bei Erreichen des Bergdorfs sogleich nach rechts auf den Parkplatz einbiegen und die über ihn führende Straße noch etwa 50 m weiterfahren

Insel Kástri

Die winzige, dem Strand der Kámbos-Ebene und der Basilika Ágios Stéfanos unmittelbar vorgelagerte Felseninsel ist unbewohnt; auf ihr steht nur ein kleines, meist verschlossenes, dem heiligen Antónios geweihtes Kirchlein. Zwischen Schwimmbojen hindurch, die Motorboote und Surfer an der Passage hindern, kann man zum Inselchen teils schwimmend, teils watend hinübergelangen.

Strände

Strände

Die Inselmitte

Sandstrand

Am kilometerlangen Sandstrand, der unmittelbar westlich und östlich des Hafens von Mastichári beginnt, gibt es einige Abschnitte mit Schatten spendenden Tamarisken und östlich, nahe dem Hafen, auch ein Stück Strand vor niedriger Steilküste. Zwischen Mastichári und Marmári säumen Dünen das breite Sandband; viele Bereiche hier sind noch nicht mit Sonnenschirmen und Liegestühlen bestückt.

Lido Water Park

Das große Spaßbad gegenüber der Landseite der Großhotels östlich von Mastichári bietet auf 80000 m² allerlei Wasserrutschen, ein Wellenbecken, Whirlpools, einen Lazy River und einen Pool speziell für Wasserballer. An der strandnahen Straße Richtung Marmári | tgl. 10-19 Uhr | www.lidowaterpark.com | Eintritt 17 Euro

Strände

Der Inselwesten

Strände der Umgebung

Im westlichen Ortsbereich des Kámbos ist der Strand nur wenige Meter breit und verläuft unmittelbar unterhalb der Straße. Vom Bootsanleger in Skála an wird er breiter und schöner; am schönsten ist der Sandstrand zwischen der Basilika Ágios Stéfanos und dem östlichen Ende der Bucht bei der Taverne Katerína. Von den nahen Stränden in der Umgebung ist der Paradise Beach direkt per Linienbus oder mit dem Badeboot ab Skála zu erreichen.

Uebernachten

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Kos-Stadt

Afendoúlis

Kleines, ruhig gelegenes Hotel mit schallisolierten Fenstern und auf Wunsch auch klimatisierten Zimmern östlich der Altstadt, nahe dem Strand. Das gut Englisch sprechende, sehr liebenswert um das Wohl der Gäste aus aller Welt bemühte Wirtsehepaar Aléxis und Denise fördert auf angenehme Art auch den Kontakt der Gäste untereinander. Auf Wunsch Abholung vom Hafen. 23 Zi. | Odós Evripídou 1 | Tel. 2242025321 | Fax 2242025797 | www.afendoulishotel.com | €

Ástron

Einfaches Mittelklassehotel am Hafen mit vielen ruhigen Zimmern nach hinten. Die Zimmer nach vorn haben Balkone mit Hafenblick. Hinterm Haus liegen ein kleiner Swimmingpool und ein Whirlpool. 75 Zi. | Aktí Kountourióti 31 | Tel. 2242023703 | Fax 2242023706 | www.astron-hotel-kos.gr | €€

Diamond Deluxe

2009 eröffnetes Designhotel 5 km westlich des Hafens am Strand von Lambí. Für die schnörkellose, Highlights akzentuierende Innenausstattung zeichnet der griechische Top-Designer Pános Petrídis verantwortlich. Viele der 110 Zimmer und Suiten haben direkten Zugang zur 2000 m² großen Poolanlage, sieben der bis zu 60 m² großen Suiten besitzen einen privaten Pool. Auch der Wellness-Bereich ist mit 1000 m² angenehm groß. Néa Alikarnássos | Tel. 2242048835 | www.diamondhotel.gr | €€€

Grecotel Kos Imperial

2001 eröffnete, im Stil eines griechischen Kleinstädtchens erbaute Anlage mit einem Hauptgebäude und mehreren Bungalowgebäuden, zwei Swimmingpools mit Lagunenlandschaft, Thalasso-Spa-Center, Tennisplätzen, einer Sauna, Dampfbad und hauseigenem Fahrradverleih. Reichhaltiges Animationsprogramm, Kinderclub mit Betreuung für Drei bis Zwölfjährige. Psalídi | 7 km östlich von Kos-Stadt | Tel. 2242025030 | Fax 2242025192 | www.grecotel.gr | €€€

Kos Aktís

Das erste Designhotel der Insel hat im Mai 2005 direkt am Stadtstrand von Kos in unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt eröffnet. Der Bau selbst wurde vor etwa 40 Jahren als erstes Badehotel auf Kos vom Staat zum Anschub der touristischen Entwicklung errichtet. Die kastenförmige Außenarchitektur lässt das Baujahr des Gebäudes noch erkennen, doch innen ist es hochmodern und perfekt durchgestylt. Glas ist ein wesentliches Gestaltungselement, selbst aus der Badewanne heraus genießt man den Blick aufs Meer. Alle Zimmer in diesem Haus sind der Ägäis zugewandt. Die Farben Blau und Weiß nehmen in ihnen das Thema von Meer und Himmel auf, auf der öffentlich zugänglichen Hotelterrasse sitzt man fast direkt an der Brandung. Das auch Nichtgästen offenstehende Hotelrestaurant (kein Ruhetag | €€€) trägt den bezeichnenden Namen H2O. 48 Zi. | Odós Vas. Georgíou B' 7 | Tel. 2242047200 | Fax 2242047210 | www.kosaktis.gr | €€€

Kypriótis Village

Weitläufige Ferienanlage, die aus einem zweigeschossigen Haupthaus und 35 Nebengebäuden besteht. Zur großzügigen Poollandschaft gehören zwei große Süßwasserpools, zwei Bars und ein Plantschbecken. Zahlreiche Sportmöglichkeiten werden geboten, darunter auch Bogenschießen und Tennis; eigene Fahrradvermietung. Man wohnt in Doppelzimmern oder 40 m² großen Apartments. Die Stadt Kos ist etwa 4 km entfernt; der Linienbus hält direkt vor dem Hotel. Empfehlenswert für einen sportlichen Badeurlaub in Stadtnähe, auf Wunsch auch all-inclusive buchbar. 502 Zi. und Apartments | Psalíd | an der Straße nach Ágios Fókas | Tel. 2242027640 | Fax 2242023590 | www.kipriotis.gr | €€€

Oceanis Beach Resort

Weitläufige Hotelanlage direkt am Strand, zwei Pools, Tennisplätze, Hausdiskothek, Wassersportzentrum, Fahrradverleih. 356 Zi. | Psalídi | östlich der Uferstraße nahe Ágios Fókas | Tel. 2242024641 | Fax 2242023728 | www.oceanis-hotel.gr | €€€

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Die Inselmitte

Lagas Aegean Village

Architektonisch ansprechende Hotelanlage im Stil eines griechischen Dorfs, 1,5 km westlich von Kardámena an einem niedrigen Hügel in Strandnähe. Großer Pool und ein von Oktober bis Mai geöffnetes, beheizbares Hallenbad. Eigene Disko, fünf Tennisplätze mit Flutlicht, Animation und Wassersportzentrum am Strand. 328 Zi. | Tel. 2242091401 | Fax 2242091635 | www.aegean-village.com | €€€

Olympia Mare

Eine koische Rarität: das zweigeschossige Haus mit 16 sehr geräumigen und qualitativ hochwertig eingerichteten Apartments steht ohne trennende Straße direkt am Strand. Hängematten sind zwischen Tamarisken gespannt, Sonnenliegen stehen im Baumschatten. Der junge Wirt Níkos ist intensiv um seine Gäste bemüht, seine Mutter serviert ihnen zum Mokka sogar Wasser mit einem Hauch Safran. 1,7 km westlich | Tel. 2242091711 | www.olympiamare.com | €€

Blue Jay Beach

Einfaches Mittelklassehotel mit einem kleinen Swimmingpool, unmittelbar dort, wo die Zufahrtsstraße nach Marmári den Strand erreicht. Wer handelt, bekommt ein Zimmer zu einem sehr günstigen Preis. 56 Zi. | Tel. 2242041533 | Fax 2242041637 | € (nach Verhandlung)

Caravia Beach

Das aus einem fünfgeschossigen Hauptbau und einer Reihe von Bungalows bestehende Großhotel direkt am Sandstrand eignet sich insbesondere für sportliche Urlauber. Neben vielen Arten von Wassersport kann man hier auch Tischtennis, Minigolf und Tennis spielen. Zum Hotel gehören ein Süßwasserpool und ein eigener Fahrradverleih. 298 Zi. | Etwa 1 km östlich von Marmári | Tel. 2242041291 | Fax 2242041215 | www.caraviabeach.com | €€€

Cavo d'Oro

Kleine, sehr ruhig direkt am Sandstrand gelegene Apartmentanlage mit Restaurant, Strandbar und schönem Garten etwa 400 m östlich vom Ortszentrum, für Familien besonders gut geeignet. 21 Apartments | Tel. 2242041800 | Fax 2242041047 | www.cavodorohotel.gr | €€

Marmári Beach

Großes, aber flach gehaltenes, architektonisch ansprechendes Hotel. Zahlreiche villenähnliche Einzelgebäude in einer sehr gepflegten, weitläufigen Gartenanlage inmitten ländlicher Umgebung. Der verlockende Sandstrand ist nur etwa 150 m entfernt; außerdem stehen den Gästen drei große Süßwasserpools zur Verfügung. Von Juli bis September können Kinder im Miniclub betreut werden. Das nur Hotelgästen zur Verfügung stehende Sportangebot ist vielfältig und gut organisiert: Jogging, Morgengymnastik, Volleyball, Wasserball, Minigolf und Schnupperlektionen in Tennis, Windsurfen und Katamaransegeln sind kostenlos. Gegen eine Gebühr werden Kurse in Tennis, Mountainbiking, Windsurfen, Katamaransegeln, Bogenschießen und Inlineskating angeboten. 320 Zi. für 2-4 Personen | Tel. 2242041219 | Fax 2242041056 (nur all-inclusive zu buchen) | €€€

Euro Village Achilléas

Weitläufige Hotelanlage mit ausschließlich zweistöckigen Gebäuden etwa 1 km westlich des Orts an einem langen Sand-Kies-Strand mit Dünen. Großer Süßwasserpool mit olympischen Maßen, zwei Tennis-Hartplätze. 108 Zi. für bis zu vier Personen | Tel. 2242059160 | Fax 2242059161 | €€

Philippos

Kleines Apartmenthaus mit einem überaus freundlichen Besitzer, am Ortseingang von Mastichári, etwa 600 m vom Strand entfernt. Acht Studios für bis zu drei Personen | Tel. 2242051455 | €

Sea Breeze

Kóstas und Eléni Diakanastássi, die gut Englisch sprechen, schaffen in ihrem kleinen Hotel am Hafen eine familiäre Atmosphäre. Einige Zimmer haben einen Balkon mit Blick aufs Meer. 20 Zi. | von der Einmündung der Zufahrtsstraße auf die Uferstraße 100 m nach rechts | Tel. 2242059171 Tel. 2242059173 | Fax 2242059172 | €€

Tigáki Beach

Architektonisch belangloses, aber komfortables Hotel für den Badeurlaub, nur etwa 100 m vom Strand und rund 300 m vom Kreisverkehr entfernt. Schöner, schon etwas älterer Garten mit Palmen, Araukarien und Bananenstauden sowie einem Süßwasserpool. 169 Zi. | östlich vom Kreisverkehr | Tel. 2242069446 | Fax 2242069309 | www.tigakibeach-kos.com | €€-€€€

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Der Inselwesten

Hermes

Hotel in Hanglage zwischen der Kámbos-Ebene und dem Bergdorf Kéfalos. Für Romantiker: die Poolterrasse mit Blick über die ganze Bucht und eine Musikbar, in der auch getanzt wird. 50 Zi. | an der Hauptstraße vom Kámbos nach Kéfalos | Tel. 2242071102 | Fax 2242071794 | www.kefalos.com/hermes | €€

Kamári Bay

Freundliches Hotel mit familiärer Atmosphäre, etwa 200 m vom Strand entfernt. Inhaber Jánnis Manolákis hat 35 Jahre lang in New York gelebt und spricht perfekt Englisch; die meisten seiner Gäste stammen aus Großbritannien. Pool mit Plantschbecken, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 40 Zi. | im Ortsteil Skála nahe der Inselhauptstraße | Tel. 2242071556 | Fax 2242071534 | €

Panorama

Das hoch über dem östlichen Ende der Ágios-Stéfanos-Bucht gelegene Haus mit 17 Apartments für zwei bis vier Personen bietet einen prächtigen Ausblick und ist doch nur zehn Gehminuten vom Strand entfernt. Die Wirtsfamilie Katerína und Diamándis Diamándis spricht gut Deutsch; die Gäste sind überwiegend Deutsche. Die nächste Bushaltestelle ist zwei Minuten entfernt. Tel. 2242071524 und Tel. 2242071640 | Fax 2242071524 | www.panorama-kefalos.com | €€

Pántheon

Einsam und hoch über der Ebene von Kámbos gelegenes Hotel mit einem traumhaften Ausblick, etwa 1 km vom Strand entfernt. Hotelchef Bábis fährt seine Gäste selbst mit einem Shuttlebus fünfmal täglich nach Skála hinunter (ab 10 Uhr) und wieder zurück (bis 23.30 Uhr). Alle 25 Studios haben einen Balkon mit Meeresblick; eine kleine Bar ist gemütlicher Treffpunkt für die bisher zumeist englischen Gäste. An der Straße, die auf der Höhe der Pension Panórama von der sich in den Kámbos absenkenden Hauptstraße rechts durchs Binnenland in Richtung Kéfalos abzweigt | Tel. 2242071900 im Winter Tel. 2242071237 | €

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Kos-Stadt

Ágios Fókas

Auf dem niedrigen Kap an der Südostspitze der Insel befindet sich, der Türkei direkt gegenüber, eine militärische Wachstation. Unterhalb des Kaps gibt es einen langen, grauen Sand-Kies-Strand, der noch nicht überlaufen ist. Als einziges größeres Hotel steht die Hotel- und Bungalowanlage Dímitra Beach (133 Zi. | Tel. 2242028581 | Fax 2242028495 | www.dimitrabeachhotel.com | €€€) mit einem besonders schönen Garten, Swimmingpool, Tennisplatz und hauseigenem Fahrradverleih zur Verfügung. Praktisch: Direkt vor dem Hotel liegt eine Haltestelle der Stadtbuslinie. 10 km von Kos-Stadt entfernt

Embrós Thérme

Mit Baden-Baden oder Norderney kann man das Thermalbad von Kos wahrhaftig nicht vergleichen. Es besteht nur aus einem schlichten Pumpenhäuschen und einem Steinkreis, der im Meer direkt am Strand ein Becken mit meist ungefähr 10 m Durchmesser bildet. Dort vermischt sich das aus einer Quelle im Fels entspringende, bis zu 40 Grad heiße Thermalwasser mit dem Meerwasser. Eine Analyse der Technischen Universität München hat dem Wasser bescheinigt, dass es Heilwirkungen bei Entwicklungsstörungen im Kindesalter sowie bei Erkrankungen der Haut, der Gefäße, der Augen und der Atemwege besitzt.

Psalídi

Das sich direkt östlich an die Stadt Kos anschließende Siedlungsgebiet besteht vor allem aus guten, großen Hotels und einer Reihe von Tavernen. Die Strände sind recht schmal und häufig kieselig. In Psalídi liegt an der Nordwestspitze der Insel ein Feuchtgebiet, das Psalídi Wetland. Vom Herbst bis zum Frühjahr ist es mit seinem Brackwassersee ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Vögel, darunter Flamingos und Reiher. Ein Visitor's Information Center informiert im Sommer sporadisch, im Winter an vielen Tagen über die Bedeutung des Biotops. Wechselnde Öffnungszeiten | Tel. 2242021340 | www.biotopos.gr

Ziele in der Umgebung

Die Inselmitte

Burg von Antimáchia

Der Burg von Antimáchia nähert man sich über eine 2008 asphaltierte Straße von Norden her und überquert dabei eine zerklüftete Hochebene. Schon von Weitem setzt sich die lange Zinnenreihe des mächtigsten Festungsbaus der Insel deutlich vom Himmel ab. Der Weg endet vor dem Nordtor des von den Venezianern im 13. Jh. begonnenen und von den Johanniterrittern im 14. Jh. vollendeten Festungsbaus, der für die ganze Umgebung zugleich als Fluchtburg diente.

Flughafen

Da der Wind in der Ägäis meist aus nördlichen Richtungen weht, schweben Flugzeuge von Süden her ein. Im Sinkflug passieren sie dabei die auf der rechten Seite liegende Vulkaninsel Níssiros. Der Inselflughafen von Kos am südwestlichen Ortsrand von Antimáchia hat den offiziellen Drei-Letter-Code KGS. Er liegt auf einer Höhe von 122 m. Die Landebahn verläuft von Südosten nach Nordwesten (für Fachleute: 15/33) und ist 2350 m lang. Es gibt auf Kos keinerlei Nachtlande- und -startbeschränkungen. Darunter haben manchmal besonders die Urlauber in Kardámena zu leiden. Wartezeiten vor und nach dem Einchecken können Sie in der dem Terminal gegenüber liegenden Taverne Airport (€) sehr viel preisgünstiger und angenehmer verbringen als im Flughafengebäude selbst. Sie sollten allerdings eventuelle Warteschlangen vor dem Terminaleingang im Auge behalten.

Alt-Pýli/Paléa Pýli

Die romantischsten Ruinen der Insel liegen einsam am Nordhang des Inselgebirges an und auf einem nach zwei Seiten hin steil abfallenden Felsen. Verstreut über eine weite Fläche stehen hier die Ruinen eines seit dem Mittelalter bewohnten und erst 1830 nach einer Choleraepidemie verlassenen großen Dorfs. Vom Meer her war es nicht zu sehen und dadurch vor Piratenüberfällen gut geschützt. Heute verfallen die Häuser, aber vier der mittelalterlichen Kirchen stehen noch. Zwei von ihnen sind besonders stimmungsvoll: am unteren Dorfrand die den körperlosen Erzengeln geweihte Kirche Asómati Taxiárches Gavriíl ke Michaíl mit spärlichen Freskenresten und auf einem kleinen Plateau unterhalb der Burg die große Marienkirche Panagía ton Kastrianón. Sie wurde bereits im 11. Jh. erbaut und birgt Freskenreste aus dem 14. Jh. Das ganze Jahr über sind in ihr Stühle aufgestapelt, die einmal jährlich beim großen Kirchweihfest am 1. und 2. Februar für die draußen vor der Kirche zum fröhlichen Festmahl versammelten Pilger benötigt werden. Auf dem Gipfel des Felsens steht die Ruine einer byzantinischen Burg aus dem 11. Jh., von der aus Sie einen prächtigen Rundblick über die Nordküste der Insel genießen können. Gipfelareal wegen Restaurierungsarbeiten bis auf weiteres nicht zugänglich; um nach Alt-Pýli zu gelangen, biegt man, vom Dorfplatz von Pýli kommend, im unteren Ortsteil an der großen Georgskirche nach rechts ab, durchquert den Ortsteil Amianoú und folgt der schmalen Straße immer weiter geradeaus, bis sie in einen unbefestigten Waldweg übergeht. Bis Alt-Pýli geht man von Pýli aus etwa 60-80 Minuten; für die Besichtigung benötigen Sie inklusive Burgbesteigung noch einmal etwa die gleiche Zeit.

Basilika Ágios Pávlos

Sonderlich aufregend sind die geringen Reste einer dem Apostel Paulus geweihten Basilika am Ortsrand von Tigáki sicherlich nicht - aber sie liegen sehr idyllisch inmitten einer grünen Landschaft. Erhalten blieben die hohen Mauern der Taufkapelle mit kreuzförmigem Taufbecken und einige Grundmauern. Die ebenfalls hier entdeckten Fußbodenmosaiken sind zu ihrem Schutz mit Kies bedeckt worden und dadurch leider nicht mehr zu sehen. Frei zugänglich | aus Kos-Stadt kommend 750 m nach dem Ortsanfangsschild von Zipári dem blauen Wegweiser Saint John folgen.

Kirche Ágios Ioánnis

Die kleine Kapelle wurde unmittelbar über einer winzigen Höhlenkirche erbaut, in der noch Reste des Altars und der Wandmalereien zu erkennen sind. In der modernen Kapelle darüber sind zahlreiche Ikonen zu sehen, die auf verschiedene Art Johannes den Täufer darstellen. Frei zugänglich | kommt man aus Richtung Kos-Stadt, liegt 600 m nach dem Ortsschild von Zipári links eine EKO-Tankstelle. 150 m weiter steht rechts an der Straße ein kleiner, hölzerner, griechisch beschrifteter Wegweiser zur Kapelle.

Díkeos-Berg

Zía ist Ausgangsort für eine Besteigung des 846 m hohen Díkeos, des höchsten Bergs der Insel. Je nach Kondition benötigt man dafür hin und zurück etwa drei bis fünf Stunden. Der Fußweg beginnt an dem kleinen, gepflasterten Platz im oberen Dorfteil, auf dem meist einige Autos geparkt sind. Von hier aus führen Stufen bergan, die auf einen Feldweg münden. Weitere Stufen führen dann auf eine unbefestigte Straße, der man nach rechts oben folgt. An der nächsten Weggabelung, an der eine Glocke im Baum hängt, die zur Kapelle Isódia tis Theotókou gehört, hält man sich rechts. Nach einigen Minuten zweigt ein Weg steil nach links oben ab; ein Wegweiser mit weißem Kreuz auf rotem Untergrund markiert ihn. Von nun an ist auch der weitere Weg bis zum Gipfel durch rote Punkte gekennzeichnet. Kurz bevor Sie den höchsten Punkt des Díkeos erreichen, kündet die Kapelle Metamórfosis tou Christoú davon, dass hier oben seit dem späten 11. Jh. ein Kloster stand.

Evangelístria

Der Hauptplatz dieses kleinen Weilers mit der weithin sichtbaren Kirche Evangelismós tis Theotókou aus dem Jahr 1910 liegt direkt an der Hauptstraße von Zía nach Zipári und Kos-Stadt (Bushaltestelle). Innen wird die Kirche seit 1987 langsam mit Fresken im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalt. Betritt man die Kirche, steht man zunächst unter der Frauenempore. Auf ihr hatten noch in der ersten Hälfte des 20. Jhs. die Mädchen Platz zu nehmen, die am Gottesdienst teilnehmen wollten.

Lagoúdi

Der kleine Weiler mit etwa 120 Einwohnern liegt nur 500 m abseits der Hauptstraße von Zía nach Kos-Stadt und ist dennoch von den Urlaubermassen weitgehend verschont geblieben. Auf der Dorfstraße können Hähne gefahrlos stolzieren, im Dorf-Kafeníon scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Zipári

In dem großen Straßendorf Zipári führt ein Wegweiser zu den Ruinen der aus frühchristlicher Zeit stammenden Basilika Capáma, die am oberen Ortsrand liegt. Zu sehen sind hier vor allem die gut erhaltene Apsis und das kreuzförmige Taufbecken.

Ziele in der Umgebung

Der Inselwesten

Ágios Ioánnis Theológos

Wenig besuchte, kleine und schmale Sandstrände säumen die mit Wacholder bestandenen, niedrigen Dünen. Hier stehen nur wenig Liegestühle, und die Natur überwiegt eindeutig. Häufig herrscht starke Brandung; dann finden sich viele Starkwindsurfer mit eigenem Board ein. Die einzige Strandtaverne bietet sehr gute griechische Küche. Die kleine Kapelle am Ende der Schotterpiste, die an den Strand führt, ist dem Evangelisten Johannes geweiht. Der Schlüssel hängt für jeden zugänglich über der Tür, der Innenraum ist nahezu schmucklos. Zufahrt über einen guten Feldweg von der 4 km entfernten Hauptstraße zum Kloster Ágios Ioánnis Pródromos aus beschildert. 7 km von Kéfalos entfernt

Antikes Theater/Archéo Théatro/Palátia

Die spärlichen Überreste des Theaters der antiken Stadt Astypalaia liegen inmitten eines duftenden Kiefernwalds am Abgrund einer tiefen Schlucht. Erhalten blieben nur Reste von zwei Sitzreihen und einige Fragmente vom Bühnengebäude. Sie stammen aus dem 2. Jh. v. Chr., also aus hellenistischer Zeit. 10 m links vom Ausgang erkennt man sehr spärliche Reste eines antiken Demeter-Heiligtums. 1,5 km hinter dem Ortsende des Bergdorfs Kéfalos links an der Asphaltstraße zum Kloster Ágios Ioánnis Pródromos. Hier gelangt man durch ein ständig offen stehendes Tor im Drahtzaun nach etwa 30 m zum Theater.

Camel Beach

Zur kleinen, abgeschiedenen Bucht zwischen den beiden kilometerlangen Stränden an der Bucht von Kéfalos führt eine steile, nichtasphaltierte Straße hinunter. Der Strand ist nur ca. 100 m lang; über Felsen kletternd erreicht man weitere winzige Sandflecken, an denen auch FKK möglich ist. Von allen Stränden um Kéfalos ist dieser für Schnorchler der attraktivste. Eine einfache Taverne sorgt für Speis und Trank. Die Zufahrt ist von der 600 m entfernten Hauptstraße aus beschildert.

Cavo Paradiso Beach

Das Ensemble dreier kleiner Sandbuchten in der Bucht Ormós Chilandríou unterhalb des 268 m hoch steil aus dem Meer aufragenden Kap Kriélos wird nur sehr selten von Urlaubern besucht. Sie erreichen Cavo Paradiso am besten über eine küstennahe, stellenweise sehr raue Piste vom Theológos Beach aus. 14 km von Kéfalos entfernt

Káti

Ein etwa 300 m langer, völlig schattenloser Sandstrand an der Westküste, sehr wenig besucht. Ein guter Feldweg führt hin. 7 km von Kéfalos entfernt

Kirche Panagía i Palatianí

Die kleine, erst 1988 erbaute Kapelle mit weiß gekalkten Wänden und blauem Tonnengewölbedach ist weithin sichtbar, aber leider belanglos. Nur 15 m von ihr entfernt jedoch steht die Ruine einer alten Marienkapelle, für deren Bau sorgfältig behauene Quader eines antiken Tempels verwendet wurden, der sich einst an dieser Stelle erhob. Moderne Kapelle ständig verschlossen, Ruine frei zugänglich | 1 km hinter dem Ortsende des Bergdorfs Kéfalos, 200 m abseits der Asphaltstraße zum Kloster Ágios Ioánnis Pródromos

Kloster Ágios Ioánnis Pródromos

Das auch Ágios Ioánnis Thymianós genannte, ehemalige kleine Kloster steht heute einsam und verlassen über der Westküste von Kos. Vom Ende des Zufahrtswegs aus führen 43 Stufen hinunter auf die Klosterterrasse, auf der eine uralte, stützungsbedürftige Platane die kleine Klosterkirche überschattet. Auf der Terrasse stehen Zementtische und -bänke, an denen sich während des großen Kirchweihfests am 28./29. August bis zu 400 Pilger zu gemeinsamem Essen, Trinken und auch Tanzen versammeln. Hier kann man jederzeit herrlich picknicken.

Langades Beach

Abschnitt des Oststrands von Kéfalos mit Getränkeverkaufsbude und Sonnenschirmverleih. Die Zufahrt ist von der ca. 500 m entfernten Hauptstraße aus beschildert.

Limniónas

Der kleine Schutzhafen an der Nordküste, manchmal auch einfach nur Limiónas genannt und geschrieben, wurde in den 1980er-Jahren angelegt. Direkt am Hafen gibt es einen etwa 100 m langen, wenig besuchten Sandstrand mit ein paar Liegestühlen und Sonnenschirmen; in der Nachbarbucht kann man sich an einem Kiesstrand sonnen. Eine Siedlung sucht man jedoch vergeblich. Einziges Gebäude am Hafen ist das Fischrestaurant Limniónas, das unter Einheimischen als Geheimtipp gehandelt wird. Der sehr gut Englisch und etwas Deutsch sprechende Wirt Jánnis Bézas hat drei Fischerboote unter Vertrag, die ausschließlich für ihn unterwegs sind. Diverse Vorspeisen aus dem Meer stehen hier zur Auswahl, der frische Fisch wird grundsätzlich auf Holzkohle gegrillt. Am Hafen | kein Ruhetag | €€€

Magic Beach

Teilstück des langen Oststrands, nur über eine schlechte Piste zu erreichen. Hier gibt es keine Taverne, aber eine Getränkebude und einen Sonnenschirmverleih. Gut für alle, die von hier zu Fuß den noch weiter östlich gelegenen, für FKK bestens geeigneten Strandteil ansteuern wollen. Zufahrt von der etwa 1,3 km entfernten Hauptstraße aus beschildert

Paradise Beach (Bubble Beach)

Zum westlichsten Teil des langen Oststrands von Kéfalos fahren auch Linienbusse. Die Straße ist asphaltiert, sodass entsprechend viel Betrieb herrscht. Die Liegestühle und Sonnenschirme stehen hier zum Teil in Viererreihen; jede Art von Wassersport ist möglich.

Sunny Beach

Eine bis zur Taverne asphaltierte Straße führt zu diesem Abschnitt des Oststrands von Kéfalos hinunter, an dem Liegestühle und Sonnenschirme vermietet werden. Etwas oberhalb des Strands finden Sie eine Taverne mit zwei schattigen, mit Bambus und Palmstroh überdeckten Terrassen. Die Zufahrt zum Strand ist von der 700 m entfernten Hauptstraße aus beschildert.

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Kos-Stadt

Fahrten mit der Bimmelbahn

Trenáki, kleiner Zug, werden die luftigen Elektrozüge auf Gummirädern von den Griechen genannt, die mit Lokomotive und zwei oder drei offenen Waggons über die Straßen vieler griechischer Ferienorte fahren. Auf Kos gibt es gleich drei davon. Der eine startet vom Mandráki-Hafen der Inselhauptstadt aus zu etwa 20-minütigen Stadtrundfahrten, der andere jede Stunde von der Touristinformation in der Stadt aus zur etwas längeren Fahrt zum Asklípion, leider ohne Halt in Platáni. Zwecks Unterhaltung erklingt dazu griechische Kinder- und internationale Stimmungsmusik aus Lautsprechern. Ein dritter trenáki ist in Kardámena an der Südküste der Insel im Einsatz. Stadtrundfahrt 5 Euro, Fahrt zum Asklípion und zurück 5 Euro, Abfahrten halbstündlich

Natur am Stadtrand

Agrokipos i Kyra tis Ko: Ein koischer Landsitz mit vielen Blüten, viel Grün, Wasser, Tieren und einem Reitpony für Kinder - nur leider sehr teuer. Odos Mitropolitou Nathanail 6 | Sa 18-21, So 11-14 und 18-21 Uhr | Eintritt inklusive Essen und Softdrinks 20 Euro, Kinder 15 Euro

Mit Kindern reisen

Die Inselmitte

Gokarts für jedes Alter

Gokartbahnen gibt es auf vielen Urlaubsinseln. Chrístos Go-Karts bei Marmári zeichnet sich dadurch aus, dass der Inhaber auch an die Kleinen denkt. Während die Großen mit viel PS durch die Kurven rasen, können hier die Drei- bis Achtjährigen mit Elektrokarts auf gesonderter Bahn ihre Runden ziehen. Chrístos Go-Karts Marmári | tgl. 9-23 Uhr | große Karts 16 Euro/20 Min., Elektrokarts 4 Euro/8 Min.

Spassbad mit Riesenrutschen

Mehrere Riesenrutschen, große Pools und ein Lazy River sind die Hauptattraktion im 80000 m² großen Lido Water Park zwischen Marmári und Mastichári. An der Küstenstraße zwischen beiden Orten | Mitte Mai-Anf. Okt, tgl. 10-19 Uhr | Erwachsene 18 Euro, Kinder (3-12 Jahre) 10 Euro | www.lidowaterpark.com

Tavernen mit Spielplatz

Wer kennt das Dilemma nicht: Die Eltern wollen gemütlich essen und klönen, die Kinder aber toben und spielen. Zwei Tavernen in und bei Mastichári helfen, das Problem zu lösen. Im Traditional Greek House am Ortsstrand von Mastichári können die Alten auf der Terrasse sitzen bleiben und ihre Kinder gut im Auge behalten, die auf dem Sandspielplatz der Gemeinde unmittelbar vor dem Lokal spielen. Und in der Taverne Tam Tam östlich von Mastichári ist die umfriedete Tavernenwiese so groß, dass die Kinder sogar Ball spielen können, während ihre Eltern in Ruhe die gute Küche des Hauses, die gedämpfte Musik und den Blick aufs Meer genießen.

Reitunterricht für Kinder

Die Ferien sind die beste Zeit, das Reiten zu erlernen. Deutschsprachigen Reitunterricht bietet der Reitstall Alfa-Horse beim Bergdorf Pýli, der einem deutschen Paar gehört, ebenso an wie Ausritte für Kinder, die schon etwas Erfahrung im Reiten haben. Reithelme stehen zur Verfügung, außerdem sind die Pferde über eine deutsche Pferdehaftpflichtversicherung versichert. Zurzeit stehen vier Pferde und acht Ponys (von Welsh bis Shettie) im Stall. Alfa-Horse, Amanioú/Pýli (abseits der Straße von Amanioú nach Zía; in Amanioú vor der Kirche aus Richtung Pýli links abbiegen, dann die erste Asphaltstraße wieder rechts) | Tel. 2242041908 | Fax 2242048609 | Ponyreiten ab 12 Euro, Reitausflüge ab 30 Euro | www.alfa-horse.de

Windsurfkurse für Junioren

Das deutschsprachige Wassersportzentrum Caravia Beach am Strand vor dem gleichnamigen Hotel nahe Marmári bietet spezielle Windsurfkurse für Kinder ab einem Alter von etwa 10 Jahren an. Die Schulung geschieht in kindgerechten Schritten und wird mit eigens an die Junioren angepasstem Material durchgeführt. Nach dem täglichen Unterricht (insgesamt dauert ein Kurs zehn bis zwölf Stunden) stehen den Schülern und Schülerinnen Surfboard und Rigg kostenlos für Übungsstunden zur Verfügung. Kursgebühr ca. 125 Euro, Prüfungsgebühr etwa 30 Euro. Wassersportzentrum Holger Bründel | Caravia Beach | Tel./Fax 2242041926, Mobiltel. 6944558405 | www.caravia-wassersport.de

Mit Kindern reisen

Der Inselwesten

Abenteuer für kleine Schwimmer

Das Inselchen Kastrí unmittelbar vor dem Strand von Ágios Stéfanos kann man abwechselnd schwimmend und watend vom Ufer aus gut erreichen. Selbst kleine Kinder, die nur ein paar Schwimmzüge schaffen, können die Passage in Begleitung von Erwachsenen gefahrlos bewältigen, denn zwei von Bojen gehaltenene Leinen, die Motorboote und Surfer fernhalten sollen, bieten Halt, wenn die Kleinen mal erschöpft sein sollten.

Insider-Tipp

Orféas

Zorbas unterm Sternenzelt: Im Freilichtkino Orféas in Kos-Stadt ist der Sternenhimmel die schönste Kulisse

Pia & Ira

Mehr als Souvenirs: Pia und Ira in Mastichári verkaufen nicht nur ansprechenden Schmuck und Reiseandenken, sondern sie kümmern sich auch um die Tiere der Insel

Ampávris

Wenn der Kellner erzählt: Im Landhausgarten der Taverne Ampávris in Kos-Stadt ersetzt der Kellner die Speisekarte

Eléa (Olive)

Auf Fettpapier: Im Restaurant Eléa in Kos-Stadt wird das Moussaká nicht auf Tellern serviert

Pétrinos Mýlos

Mühlenromantik: Ouzo bei Kerzenschein vor der schönen alten Mühle Pétrinos Mýlos in Kos-Stadt

Kálymnos

Kochkunst pur: Im Restaurant Kálymnos am Hafen von Mastichári erweisen sich die Köche als Fischpuristen - und servieren gern Spezialitäten aus dem Meer

Ambéli

Reben vor Augen: Genuss nicht nur für Vegetarier: In der Taverne Ambéli in Tigáki sitzen die Gäste in einem Weingarten

Westliches Grabungsgebiet

Europa sehen: Ein Mosaik im Westlichen Grabungsgelände der Stadt Kos zeigt, wie Europa zu seinem Namen kam

Afendoúlis

Quirliger Wirt: Im Hotel Afendoúlis in Kos-Stadt nimmt Wirt Aléxis seinen Gästen alle Sorgen ab

Kos Aktís

Design und Meer: Im Hotel Kos Aktís in Kos-Stadt ist die Ägäis das beherrschende Thema

Olympia Mare

Hängematten: Das Olympia Mare bei Kardámena bietet Apartments direkt am Strand und Hängematten zwischen Tamarisken an

Lagoúdi

Schön ausgemalt: Die moderne Marienkirche in Lagoúdi beeindruckt besonders mit ihren Wandmalereien

Top Highlights

Markthalle

Die kleine, von den Italienern 1934 erbaute und inzwischen voll klimatisierte Markthalle hat, was Sauberkeit und Ordnung betrifft, in ganz Griechenland nicht ihresgleichen. Das ursprüngliche Angebot an frischem Obst und Gemüse wird heute aber immer mehr von kulinarischen und anderen Souvenirs für die Urlauber verdrängt. So können Sie hier die von der Insel Rhodos stammende Mandelmilch Soumáda oder süß eingelegte Karotten aus der nordgriechischen Stadt Kaválla ebenso erstehen wie Kräuter, Schwämme und Muschelschalen. Typisch für Kos selbst sind die süß eingelegten Minitomaten, Wassermelonenstücke und Auberginenscheiben (Glikó Tomatáki, Glikó Melitzanáki, Glikó Karpoúzi). Ein Brunnen in der Markthalle erlaubt es, gekauftes Obst gleich zu waschen; bezahlt wird an zentralen Kassen an den Ausgängen der Halle. Mo-Sa 7-23, So 10-14 und 18.30-23 Uhr | Platía Eleftheriás/Platía Agías Paraskevís

Hamám Oriental

Tagsüber ein stimmungsvolles Café, abends stilvolles Restaurant und Cocktailbar in einem ehemaligen türkischen Bad aus dem 16. Jh. und dem dazugehörigen Garten. Zu internationaler und orientalischer Musik können Sie orientalische und mediterrane Küche genießen, Weine von der Karte oder direkt aus dem Weinkeller wählen und zum Abschluss auch eine Wasserpfeife rauchen. Odós Níssirou/Platía Diágoras | kein Ruhetag | €€€

An der Platía

Die vier Tavernen am Dorfplatz - Arap Memis | Serif Karawesir | Gin's Place und Alis - sind alle gleich gut. Ein typisches Merkmal für die türkisch beeinflusste Küche ist die Zugabe von Joghurt zu vielen Gerichten. Als Spezialitäten zu empfehlen sind adana kebab, das man mit getrockneten Chilis nachwürzen kann, und anthi, das sind mit Reis und verschiedenen Kräutern gefüllte Zucchiniblüten. Ein in Griechenland sonst unübliches Getränk ist airan, ein mit Wasser verdünntes, leicht gesalzenes und äußerst erfrischendes Joghurtgetränk. Alle vier Restaurants ohne Ruhetag | €

Avlí

Von jüngeren Einheimischen mit viel Engagement betriebene Taverne in einem schon 1902 erbauten Haus direkt am Dorfplatz, aber abseits allen Trubels. Der blütenreiche Innenhof ist ein ägäisches Idyll, die Küche zeigt ihre Stärken in der Vielzahl von kleinen Gerichten und vegetarischen Leckereien, im Weinkeller lagern etwa 70 verschiedene Weine aus aller Welt. Platía | tgl. ab 17 Uhr | www.avlirestaurant.gr | €€€

Tam Tam

Von einem deutsch-griechischen Paar geführte Taverne in den Dünen unmittelbar oberhalb des Strands, in der man sich fast wie auf einer Nordseeinsel fühlt - zumal auf den Wiesen hinter den Dünen oft Kühe weiden. Kinder finden genug Platz zum Spielen, Kommunikationsfreudige einen angenehmen Bartresen, ewig Kauflustige einen an Hippiezeiten erinnernden Shop mit luftiger Strandkleidung.. Die Auswahl an Gerichten reicht von Pizza bis Frischfisch. 3 km östlich von Mastichári | kein Ruhetag | €€

Paliá Pigí (Old Waterspring)

In der kleinen Taverne am Dorfbrunnen verwöhnen Geórgios und Evangelía ihre Gäste unter einer schattigen Ficus benjamina mit köstlich gebratenen Auberginen- und Zucchinischeiben, kleinen soúvlaki-Spießen und den Hackfleischwürstchen sousoukákia vom Holzkohlengrill. Kein Ruhetag | €

Casa Romana

Italienische Archäologen legten 1933/34 eine einst prächtige römische Villa frei, deren Mauern größtenteils noch übermannshoch erhalten waren. 1940 wurde die Villa dann anschaulich rekonstruiert und erhielt wieder ein Dach. Dadurch bekommt man hier vom Wohngefühl der alten Römer einen wesentlich besseren Eindruck, als das in vielen anderen Ruinenstätten der Fall ist.

Johanniterkastell

Wahrscheinlich stand schon in der Antike, mit Sicherheit aber schon in byzantinischer Zeit ein Kastell auf der kleinen Halbinsel, die den Mandráki-Hafen nach Osten hin begrenzt. Als die Johanniterritter im 14. Jh. nach Kos kamen, planten sie die Burg neu. Sie erbauten die klar erkennbare innere Festung. Als die Bedrohung durch das Osmanische Reich wuchs, beschlossen die Ritter gegen Ende des 15. Jhs., die Burg zusätzlich durch einen äußeren Mauerring zu schützen, der heute das Stadtbild am Hafen prägt. 1514 war er fertig, nutzte den Rittern aber nur wenig: 1523 gingen Burg und Insel in türkischen Besitz über.

Westliches Grabungsgebiet

Geht man die Haupteinkaufsstraße in der Altstadt, die zunächst Odós Ifaístou und dann Odós Apéllou heißt, immer geradeaus, kommt man über den von Restaurants gesäumten Diágoras-Platz und durch die kurze Gasse Odós Níssirou auf das größte zusammenhängende Ausgrabungsgelände der Stadt. Man betritt es an seinem besterhaltenen Bau, dem Nymphaion. Dabei handelt es sich um eine Brunnenanlage aus dem 3. Jh. v. Chr. Der Innenhof war auf drei Seiten von Säulen umgeben, auf der vierten Seite lief in drei Nischen Wasser aus der Wand in schöne Becken. Der Boden war mit Mosaiken geschmückt, von denen Reste erhalten geblieben sind.

Zweite Terrasse

30 breite Stufen führen hinauf auf die mittlere Terrasse mit mehreren wieder aufgerichteten, besonders sehenswerten Säulen. Die beiden ionischen Säulen rechts gehören zum Asklípios-Tempel aus dem frühen 3. Jh. v. Chr. Er war ein so genannter Anten-Tempel von 8,80 m Breite und 15 m Länge und bestand aus einer offenen, quadratischen Vorhalle (Pronaos) und einem geschlossenen, gleich großen Hauptraum (Cella), zu dem wahrscheinlich nur Priester Zutritt hatten. In der Cella findet sich eine in den Boden eingelassene Kammer, in der vermutlich der Tempelschatz verwahrt wurde. Viele Pilger schenkten dem Heiligtum ja beträchtliche Geldsummen, wenn sie geheilt worden waren. Zugleich dienten Tempel auch als Banken, in denen Privatpersonen und Gemeinden ihr Vermögen sicher verwahren lassen konnten.

Dritte Terrasse

Eine rekonstruierte Freitreppe mit 60 Stufen führt auf die oberste Terrasse hinauf, die 100 mal 80 m groß ist. In ihrer Mitte erhob sich seit dem 2. Jh. v. Chr. der prächtigste aller Tempel im Heiligtum, ein dem Asklípios geweihter dorischer Ringhallentempel. Ihn umgab ein Säulengang mit je sechs Säulen an den Schmal- und je elf Säulen an den Längsseiten (Ecksäulen doppelt gezählt), der den massiven Mauerkern der Pronaos und Cella umhüllte.

Traditional House

Der Kulturverein von Antimáchia hat ein altes Bauernhaus schräg gegenüber der Windmühle in eine Art Folkloremuseum verwandelt. Hier sehen Sie, wie eine 14-köpfige Familie in Antimáchia noch bis in die 1950er-Jahre hinein lebte. Einer der drei Räume im Haupthaus war der Stall, in einem Anbau stehen Webstuhl und Backofen. In einem steinernen Becken auf dem Vorhof wurde das vom Dorfbrunnen geholte Wasser gespeichert. Tgl. etwa 8-17 Uhr, an Wochenenden und im Juli/Aug. auch länger | gegenüber der Windmühle | Eintritt 1 Euro

Grab des Harmylos

Eine gewölbte Grabkammer mit je sechs Grabnischen an ihren beiden Längsseiten wird von der Legende dem antiken Helden Harmylos zugeschrieben, dem mythischen Stammvater des ersten koischen Herrschergeschlechts. Er wurde hier zusammen mit den zwölf olympischen Göttern verehrt. Über dem Grabbau stand eine kleine ionische Säulenhalle, von der aber nur noch wenige Bruchstücke verstreut am Boden liegen. Ihre Rückwand wurde später als Seitenwand der kleinen Christuskapelle wieder verwendet, in deren Mauerwerk auf der Westseite auch zwei schöne antike Quader mit Eierstabmuster, ein Inschriftenstein und ein frühchristliches Kreuzrelief eingefügt wurden.

Basilika Ágios Stéfanos

Von allen Ruinen frühchristlicher Basiliken auf Kos ist dies die am besten erhaltene und wohl auch die am schönsten gelegene. Sie steht nur leicht erhöht unmittelbar über dem Strand der Kámbos-Ebene schräg gegenüber dem Felseninselchen Kástri. Italienische Archäologen haben einige ihrer Säulen geflickt und wieder aufgerichtet; die meisten davon sind schon wieder umgefallen. Man erkennt noch den Grundriss des dreischiffigen Baus. An die Nordwand angelehnt stand eine zweite, kleinere Basilika mit einem noch sehr gut erhaltenen kreuzförmigen Taufbecken im Boden. Hier gefundene Bodenmosaiken wurden wieder mit Kies bedeckt. Ihren besonderen Reiz gewinnen die Überreste der um 500 erbauten Kirche dadurch, dass man sich in den Ruinen in Badehose oder Bikini sonnen und direkt von der Basilika aus ins Wasser gehen kann. Frei zugänglich | am Strand unmittelbar westlich vom Gelände des Club Méditerranée; Zufahrt von der Hauptstraße über die schmale Straße | die unmittelbar rechts der Schranke zum Club beginnt

Pántheon

Einsam und hoch über der Ebene von Kámbos gelegenes Hotel mit einem traumhaften Ausblick, etwa 1 km vom Strand entfernt. Hotelchef Bábis fährt seine Gäste selbst mit einem Shuttlebus fünfmal täglich nach Skála hinunter (ab 10 Uhr) und wieder zurück (bis 23.30 Uhr). Alle 25 Studios haben einen Balkon mit Meeresblick; eine kleine Bar ist gemütlicher Treffpunkt für die bisher zumeist englischen Gäste. An der Straße, die auf der Höhe der Pension Panórama von der sich in den Kámbos absenkenden Hauptstraße rechts durchs Binnenland in Richtung Kéfalos abzweigt | Tel. 2242071900 im Winter Tel. 2242071237 | €

Embrós Thérme

Mit Baden-Baden oder Norderney kann man das Thermalbad von Kos wahrhaftig nicht vergleichen. Es besteht nur aus einem schlichten Pumpenhäuschen und einem Steinkreis, der im Meer direkt am Strand ein Becken mit meist ungefähr 10 m Durchmesser bildet. Dort vermischt sich das aus einer Quelle im Fels entspringende, bis zu 40 Grad heiße Thermalwasser mit dem Meerwasser. Eine Analyse der Technischen Universität München hat dem Wasser bescheinigt, dass es Heilwirkungen bei Entwicklungsstörungen im Kindesalter sowie bei Erkrankungen der Haut, der Gefäße, der Augen und der Atemwege besitzt.

Alt-Pýli/Paléa Pýli

Die romantischsten Ruinen der Insel liegen einsam am Nordhang des Inselgebirges an und auf einem nach zwei Seiten hin steil abfallenden Felsen. Verstreut über eine weite Fläche stehen hier die Ruinen eines seit dem Mittelalter bewohnten und erst 1830 nach einer Choleraepidemie verlassenen großen Dorfs. Vom Meer her war es nicht zu sehen und dadurch vor Piratenüberfällen gut geschützt. Heute verfallen die Häuser, aber vier der mittelalterlichen Kirchen stehen noch. Zwei von ihnen sind besonders stimmungsvoll: am unteren Dorfrand die den körperlosen Erzengeln geweihte Kirche Asómati Taxiárches Gavriíl ke Michaíl mit spärlichen Freskenresten und auf einem kleinen Plateau unterhalb der Burg die große Marienkirche Panagía ton Kastrianón. Sie wurde bereits im 11. Jh. erbaut und birgt Freskenreste aus dem 14. Jh. Das ganze Jahr über sind in ihr Stühle aufgestapelt, die einmal jährlich beim großen Kirchweihfest am 1. und 2. Februar für die draußen vor der Kirche zum fröhlichen Festmahl versammelten Pilger benötigt werden. Auf dem Gipfel des Felsens steht die Ruine einer byzantinischen Burg aus dem 11. Jh., von der aus Sie einen prächtigen Rundblick über die Nordküste der Insel genießen können. Gipfelareal wegen Restaurierungsarbeiten bis auf weiteres nicht zugänglich; um nach Alt-Pýli zu gelangen, biegt man, vom Dorfplatz von Pýli kommend, im unteren Ortsteil an der großen Georgskirche nach rechts ab, durchquert den Ortsteil Amianoú und folgt der schmalen Straße immer weiter geradeaus, bis sie in einen unbefestigten Waldweg übergeht. Bis Alt-Pýli geht man von Pýli aus etwa 60-80 Minuten; für die Besichtigung benötigen Sie inklusive Burgbesteigung noch einmal etwa die gleiche Zeit.

Lagoúdi

Der kleine Weiler mit etwa 120 Einwohnern liegt nur 500 m abseits der Hauptstraße von Zía nach Kos-Stadt und ist dennoch von den Urlaubermassen weitgehend verschont geblieben. Auf der Dorfstraße können Hähne gefahrlos stolzieren, im Dorf-Kafeníon scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Ágios Ioánnis Theológos

Wenig besuchte, kleine und schmale Sandstrände säumen die mit Wacholder bestandenen, niedrigen Dünen. Hier stehen nur wenig Liegestühle, und die Natur überwiegt eindeutig. Häufig herrscht starke Brandung; dann finden sich viele Starkwindsurfer mit eigenem Board ein. Die einzige Strandtaverne bietet sehr gute griechische Küche. Die kleine Kapelle am Ende der Schotterpiste, die an den Strand führt, ist dem Evangelisten Johannes geweiht. Der Schlüssel hängt für jeden zugänglich über der Tür, der Innenraum ist nahezu schmucklos. Zufahrt über einen guten Feldweg von der 4 km entfernten Hauptstraße zum Kloster Ágios Ioánnis Pródromos aus beschildert. 7 km von Kéfalos entfernt

Kloster Ágios Ioánnis Pródromos

Das auch Ágios Ioánnis Thymianós genannte, ehemalige kleine Kloster steht heute einsam und verlassen über der Westküste von Kos. Vom Ende des Zufahrtswegs aus führen 43 Stufen hinunter auf die Klosterterrasse, auf der eine uralte, stützungsbedürftige Platane die kleine Klosterkirche überschattet. Auf der Terrasse stehen Zementtische und -bänke, an denen sich während des großen Kirchweihfests am 28./29. August bis zu 400 Pilger zu gemeinsamem Essen, Trinken und auch Tanzen versammeln. Hier kann man jederzeit herrlich picknicken.

Limniónas

Der kleine Schutzhafen an der Nordküste, manchmal auch einfach nur Limiónas genannt und geschrieben, wurde in den 1980er-Jahren angelegt. Direkt am Hafen gibt es einen etwa 100 m langen, wenig besuchten Sandstrand mit ein paar Liegestühlen und Sonnenschirmen; in der Nachbarbucht kann man sich an einem Kiesstrand sonnen. Eine Siedlung sucht man jedoch vergeblich. Einziges Gebäude am Hafen ist das Fischrestaurant Limniónas, das unter Einheimischen als Geheimtipp gehandelt wird. Der sehr gut Englisch und etwas Deutsch sprechende Wirt Jánnis Bézas hat drei Fischerboote unter Vertrag, die ausschließlich für ihn unterwegs sind. Diverse Vorspeisen aus dem Meer stehen hier zur Auswahl, der frische Fisch wird grundsätzlich auf Holzkohle gegrillt. Am Hafen | kein Ruhetag | €€€

Magic Beach

Teilstück des langen Oststrands, nur über eine schlechte Piste zu erreichen. Hier gibt es keine Taverne, aber eine Getränkebude und einen Sonnenschirmverleih. Gut für alle, die von hier zu Fuß den noch weiter östlich gelegenen, für FKK bestens geeigneten Strandteil ansteuern wollen. Zufahrt von der etwa 1,3 km entfernten Hauptstraße aus beschildert

Paradise Beach (Bubble Beach)

Zum westlichsten Teil des langen Oststrands von Kéfalos fahren auch Linienbusse. Die Straße ist asphaltiert, sodass entsprechend viel Betrieb herrscht. Die Liegestühle und Sonnenschirme stehen hier zum Teil in Viererreihen; jede Art von Wassersport ist möglich.


Auftakt

Was für eine Insel!

Die Küste von Kos ist 112 km lang. Etwa die Hälfte davon wird von feinen Sand- und guten Kiesstränden gesäumt: Platz genug für Partyleben, aber auch für einsame Stunden am Meer. Hotellerie und Gastronomie erfüllen alle Urlaubswünsche, das Wassersportangebot ist ebenso riesig wie das an Clubs und Diskotheken. Man kann mit dem Rad fahren, den Linienbus nehmen, und von Trike und Quad über Jeep und Cabrio sind Fahrzeuge aller Art zu mieten. Stille Binnendörfer laden zum Rasten ein, eine quirlige Altstadt zum Shoppen bis Mitternacht. Ausflüge führen in die Türkei und auf reizvolle Nachbarinseln.

Kos ist eine Urlaubsinsel. Sie zählt nur 31000 ständige Bewohner, aber über 65000 Gästebetten. Allein mit Charterflugzeugen kamen 2009 über 500000 Gäste. Deutschland und Großbritannien stellen mit je 30 Prozent die größten Urlauberkontingente.

Die meisten ausländischen Gäste beziehen ihr Urlaubsquartier in der Umgebung der Hauptstadt, die, wie so oft in der Ägäis, den gleichen Namen trägt wie die Insel. Bei den Urlaubern aus deutschsprachigen Ländern sind auch die drei erst im Zuge der touristischen Entwicklung neu entstandenen Siedlungen Tigáki, Marmári und Mastichári an der Nordküste beliebte Standorte, zumal die Strände dort sandiger, heller und breiter sind als im Bereich der Stadt Kos. Noch viel lauter und betriebsamer präsentiert sich Kardámena an der Südküste, wo bevorzugt Engländer Urlaub machen. Sehr viel beschaulicher als in all diesen Orten geht es auf der Kéfalos-Halbinsel zu, wo die Zahl der Einheimischen und der Fremden sich noch in etwa die Waage hält.

Mit einer Gesamtfläche von nur 290 km² zählt Kos nicht gerade zu den großen griechischen Inseln. Den ersten Platz in dieser Tabelle nimmt Kreta ein, das fast 28-mal größer als Kos ist. In Rhodos würde Kos noch über fünfmal hineinpassen. Da die Insel aber schmal und lang ist, fährt man vom Kap Fókas ganz im Nordosten bis nach Kéfalos im Inselwesten doch stolze 51 km.

Die geringe Breite von Kos sorgt für einen weiteren Unterschied zu vielen anderen griechischen Inseln. Fast das gesamte Leben spielt sich in Küstennähe ab und konzentriert sich im Sommer auf die Strände. Ursprünglich gebliebene, von der Landwirtschaft geprägte Dörfer gibt es auf Kos nicht; nur Kéfalos und Antimáchia vermitteln vielleicht noch einen Hauch vom alten, traditionellen Leben. Zudem ist die Insel überwiegend eben. Die Erhebungen auf der Kéfalos-Halbinsel, die mit dem Berg Látra bis auf 426 m Höhe ansteigen, werden von den Griechen als Hügel bezeichnet - und der 846 m hohe Díkeos im Norden ist bei weitem nicht so wild und unzugänglich wie viele andere ägäische Berge.

Kos lebt vor allem vom Tourismus. Die koische Küste ist 112 km lang, ungefähr ein Drittel davon säumen überwiegend sandige, manchmal auch Kiesstrände. Die Landwirtschaft hat sehr an Bedeutung verloren, nur die Viehzucht und der Anbau von Wein, Oliven, Wassermelonen, Gerste und Weizen sorgen für nennenswerte Erträge. Zitronen, Orangen und Mandarinen werden kaum noch angebaut.

Mit einer leichten Industrialisierung der Insel wurde unter italienischer Herrschaft begonnen. 1922 wurde das erste Elektrizitätswerk gebaut, vier Jahre später entstand eine Zigarettenfabrik. Andere Unternehmen kamen hinzu. Heute wird Kos jedoch wieder entindustrialisiert. Seit Mitte der 1990er-Jahre eine Tomatenmarkfabrik in der Stadt Kos geschlossen hat, gibt es auf der Insel nur noch zwei kleine Industriebetriebe: eine Weinkellerei und eine Limonadenfabrik. Da man also ganz auf den Tourismus angewiesen ist, unternimmt man einiges zum Wohl der Gäste: Kos ist eine der ersten Inseln in der Ägäis, deren Abwässer in einer biologischen Kläranlage gereinigt werden, sodass das Meer sauber bleibt.

Kos ist auch eine der wenigen griechischen Inseln mit Radwegen: Auf ausgewiesene 30 km kann man in der Umgebung der Inselhauptstadt stolz sein. Die meisten Strände werden regelmäßig gereinigt (wenn auch oft erst nach Beginn der Saison), und das Büro der Touristeninformation in Kos-Stadt gehört zu den kundenfreundlichsten in ganz Griechenland. Eine große Marina wurde im Jahr 2006 fertiggestellt. Das Linienbusnetz der Insel ist vor allem auf touristische Bedürfnisse abgestellt. Die Diskotheken und Clubs auf Kos haben hohes Niveau.

Besonders stolz sind die Koer darauf, als „Insel des Hippokrates “ zu gelten. Der berühmte Arzt der griechischen Antike soll 460 v. Chr. in der damaligen Stadt Astypalaia auf der Kéfalos-Halbinsel geboren worden sein. Zahlreich sind die Schriften, die Hippokrates hinterließ und die ihn als Stammvater einer für die damalige Zeit sehr modernen Medizin auszeichnen, deren Grundsätze, ebenso wie der Hippokrates zugeschriebene ärztliche Eid, noch heute gelten. Die größte historische Sehenswürdigkeit der Insel, das Asklípion, kannte Hippokrates in dieser Form noch nicht. Es entstand erst in den Jahrhunderten nach seinem Tod. Auch die übrigen antiken Stätten der Insel stammen zumeist erst aus hellenistischer und römischer Zeit.

Neben den Ausgrabungen antiker Bauten hat die Insel Kos dem historisch oder kunsthistorisch Interessierten nicht viel Außergewöhnliches zu bieten. Aus dem Mittelalter sind vor allem Burgen erhalten. Idyllisch am Hafen gelegen ist das mächtige Kastell der Inselhauptstadt; hoch über der Ebene von Kardámena thront am Rand einer zerklüfteten Hochfläche die Burg von Antimáchia. Die ehemalige Wohnstadt der Johanniter, die von 1310 bis 1523 über Kos herrschten, ist hier jedoch, anders als auf Rhodos, nicht erhalten geblieben: Ein schweres Erdbeben, das über 150 Todesopfer forderte, hat sie 1933 vernichtet. Die Ritter wurden 1523 durch die Türken von der Inselgruppe des Dodekanes, zu der Kos gehört, vertrieben. Die neuen Herren, die erst 1912 abzogen, errichteten auf der Insel türkische Bäder und mehrere Moscheen. Auch die Italiener, die Kos in den Jahren danach, von 1912 bis 1943, beherrschten, hinterließen auf Kos architektonische Spuren. Ihre Bauten in der Hauptstadt sind für viele die schönsten Gebäude der Inselmetropole überhaupt.

Der Mangel an bedeutenden Sehenswürdigkeiten wird durch die zentrale Lage der Insel mehr als ausgeglichen. Tagesausflüge mit kleinen Personenschiffen führen hinüber auf die Nachbarinsel Níssiros mit ihrem Vulkan und ihren schönen Dörfern - oder auf das kahle Eiland Kálimnos, die Insel der Schwammfischer. Mit Tragflügelbooten kann man auch Tagestouren zu weiter entfernten Punkten des Dodekanes unternehmen, etwa nach Pátmos mit dem über 900 Jahre alten Johanneskloster oder nach Rhodos mit einer der schönsten Altstädte Europas. Und auch Kleinasien ist ganz nah: Täglich fahren Autofähren und Ausflugsboote hinüber ins Hafenstädtchen Bodrum mit seinen bunten Basaren, einem Johanniterkastell und einem eindrucksvollen archäologischen Museum.

2000-1450 v. Chr.

Minoische Kultur auf Kreta

1600-1150 v. Chr.

Mykenische Kultur

1150-750 v. Chr.

Kos wird vom griechischen Stamm der Dorer besiedelt

750-490 v. Chr.

Archaische Zeit, Entwicklung der griechischen Stadtstaaten

490-336 v. Chr.

Klassische Zeit. 460 wird der Arzt Hippokrates auf Kos geboren, 366 wird eine neue Inselhauptstadt gegründet

336-82 v. Chr.

Hellenistische Zeit. Kos wird von den ägyptischen Ptolemäern regiert

82 v. Chr.-395 n. Chr.

Kos ist Teil des Römischen Reichs

395-1307

Kos gehört zum Oströmisch-byzantinischen Reich

1307-1523

Die Johanniter besetzen den Dodekanes

1523

Die Türken erobern den Dodekanes

1821-29

Griechischer Freiheitskampf, Gründung des neugriechischen Staats. Er umfasst aber zunächst nur das südgriechische Festland, die Kykladen und die Nördlichen Sporaden

1912

Italien erobert den Dodekanes

1947

Der Dodekanes wird griechisch

1981

Griechenland wird EU-Mitglied

2002

Der Euro ersetzt die Drachme als Landeswährung

2004

Die Olympischen Sommerspiele finden in Griechenland statt

Wie himmlische Miss-Wahlen zu einem Krieg führten

Der schöne trojanische Königssohn Páris sollte einst entscheiden, welche von drei griechischen Göttinnen die schönste sei. Sie versuchten, ihn in seinem Urteil zu bestechen. Göttermutter Hera versprach ihm große Machtfülle. Die weise Athene bot ihm militärischen Ruhm, die Liebesgöttin Aphrodite die schönste Frau auf Erden: eine gewisse Helena. Páris entschied sich für Helena und damit für Aphrodite. Die schönste Frau auf Erden aber musste er zunächst noch mit Beistand der Göttin entführen. Sie war nämlich schon mit dem griechischen König Menelaos vermählt. Páris verschleppte sie in seine Heimatstadt Troja. Menelaos sammelte alle Griechen um sich und zog mit einem gewaltigen Heer seiner entführten Gattin hinterher. Es kam zum zehn Jahre dauernden Trojanischen Krieg. An seinem Ende ist Troja zerstört. Menelaos führt die schöne Helena in sein Reich auf dem Peloponnes zurück.

Der Großaktionär

Der neueste Fall für Kommissar Kóstas Charítos: Wer spannende Lektüre sucht, die nebenbei unterhaltsame Einblicke in den griechischen Alltag und die griechische Mentalität vermittelt, ist mit den Kriminalromanen des Athener Autors Pétros Márkaris gut bedient.

Griechische Passion, Äolische Erde

zwei Romane, die im gegenüberliegenden Kleinasien spielen, zu einer Zeit, als dieses, vor etwa 90 Jahren, noch griechisch war. Wie es den Hellenen dort erging und wie sie von dort vertrieben wurden, erzählen die beiden auch ins Deutsche übersetzten Romane „Griechische Passion“ von Níkos Kazantzákis und „Äolische Erde“ von Ilías Venésis.

Der Mann, der sterben muss

Die „Griechische Passion“ wurde von Jules Dassin 1956 mit Melina Mercouri und u.a. Gert Fröbe verfilmt.

Eine Perlenkette ohne spezielle Bedeutung

Vor allem ältere griechische Männer tragen stets ein Kombolói bei sich und lassen es durch ihre Finge gleiten. Das einem Rosenkranz ähnliche Kettchen hat jedoch keinerlei religiöse Bedeutung, sondern dient nur dem Zeitvertreib. Wahrscheinlich haben es die Griechen in Abwandlung der islamischen Gebetskette übernommen. Man kann das Kombolói an fast jedem Kiosk kaufen, aber auch in edlen Ausführungen aus Silber oder Bernstein beim Juwelier erstehen.

Drei Buchstaben, die es in sich haben

Viele Ausländer fragen sich noch bis zum letzten Urlaubstag, wie der Name von Insel und Stadt ausgesprochen wird. Die Antwort ist eindeutig. Erstens gibt es im Neugriechischen keine geschlossenen langen Vokale. Zweitens wird der griechische Buchstabe Sigma - also s - immer scharf und stimmlos ausgesprochen. Kos heißt also Koss und nicht Kohs, oder anders gesagt: Man spricht den Inselnamen wie „kross“ aus, lässt nur das „r“ weg. Und nach dem eben Gesagten weiß man nun auch, wie der Ort Kéfalos im Westen richtig auszusprechen ist: wie Käffaloss und nicht wie Kehfahlos. Der Akzent auf dem Wörtchen Kéfalos zeigt, wie der Akzent bei allen mehrsilbigen griechischen Wörtern, die zu betonende Silbe an.

www.travelblog.org

Einer der größten Travelblogs der Welt, punktet mit sehr guten englischsprachigen Beiträgen zu Zielen rund um den Globus.

www.in-greece.de

Im Aufbau befindliches Griechenlandblog mit Entwicklungspotenzial, eingebettet in ein imformatives Magazin mit Kos-Beiträgen (zu finden unter Reiseziele/Dodekanes).

www.youtube.com

Großes Angebot an Kos-Vlogs unterschiedlicher Qualität, viele sind gut für einen ersten Eindruck von der Insel.

www.ert.gr

Website des griechischen Staatsfernsehens und -rundfunks, Livestream-TV und Empfang verschiedener Regionalprogramme; Für gute griechische Musik auf „déftero prógramma“ klicken.


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Szene

Trend Guide Kos

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Michael Jesse

wird von allen nur Jessy genannt und ist der bekannteste Sportler der Insel. Er betreibt ein Sail & Surf Center am Neptune Beach und fährt außerdem für Pro Sport (www.prosport.gr) auf dem Mountainbike die schönsten Spots der Insel an. Was er besonders mag an Kos? Die große Freundschaft unter den Surfern der Insel und den Gegensatz zwischen Partynächten und idyllischen Tagen an den einsamen Küsten.

Kites an Kos' Küsten

Seit einiger Zeit versetzt Kos Wassersportfans in Euphorie. Besonders an der etwas windigeren Nordküste sind die Bedingungen perfekt und locken Kiter an, die mit ihrer gewagten Kombi aus Drachen und Board den Surfern den Rang ablaufen. Kitehotspot ist das Fun 2 Fun Center am Ágios Geórgios Beach bei Marmári. Tipp: Jeden Montag um 13.30 Uhr dürfen Interessierte hier in den Trendsport hineinschnuppern (www.fun2fun-kos.de). Etwas weiter westlich bietet Horizon Surfing Kos eine riesige Auswahl an Kursen - da können sogar Cracks noch den einen oder andere Kniff dazulernen (Horizon Beach Resort | Mastichári | www.horizon-surfing.com). In der ruhigeren Bucht von Kéfalos kommen auch Wake- und Kneeboarder auf ihre Kosten (Baywatch Watersports | an der Küstenstraße zum Hafen | www.baywatchwatersports.com).

Tradition wird Kult

Ein Urlaubsmitbringsel ist das Zimtgetränk Kaneláda schon länger. Jetzt hält es, gemischt mit Wasser und Eis, auch als Partydrink Einzug in Bars und Kneipen. Ursprünglich stammt das Traditionsgetränk von der Nachbarinsel Níssiros, wo es Afrodite Bouchla auch heute noch produziert und in ihrem Shop Paradosiakó verkauft (Mandráki). Frisch zubereitet wird Kaneláda als Digestif auch im Restaurant Eiríni serviert (Platía Ilikiomenis | Mandráki | www.restaurantnet.gr/en/eirini_restaurant.html). Auf Kos finden Feinschmecker die zimtige Mischung in Flaschen abgefüllt an den Ständen am Hauptplatz von Zía und in Lagoúdi im Paradosiakó Kafeníon unterhalb der Kirche.

Partytown Kos-Stadt

Wenn die Sonne dem Westen der Insel gute Nacht sagt, gibt es im Osten schon lange kein Halten mehr. Allabendlich verwandelt sich Kos-Stadt in eine einzige Partymeile - angeblich mit der größten Diskodichte Griechenlands. Die perfekte Bar-Hopping-Nacht? Die letzten Sonnenstrahlen an der Jacksons Beachbar bei einem leckeren Cocktail genießen (Odós Averóf 36 | www.jacksons-kos.com), dann weiterziehen in die Camel Bar am Hafen. Techno und Hip-Hop von internationalen DJs sorgen hier bis in die frühen Morgenstunden für eine volle Tanzfläche (Aktí Kountourióti 15). Höhepunkt des Abends und Hotspot der Insel mit 15 sich aneinanderreihenden Bars ist die Bar Street, Odós Pléssa. Frische Luft und Partystimmung gönnt man sich in der West Bar, denn hier wird open air gefeiert (www.west.gr).

Psérimos

Wenn die Tagesausflügler mit der letzten Fähre wieder gen Zivilisation reisen, wird Psérimos zum Paradies für Individualisten. Am Strand reihen sich Tavernen und Bars aneinander. Ein echter Geheimtipp für Abende bei Ouzo und typischen Leckereien ist die Taverna Manólas. Im Obergeschoss eines zweistöckigen Häuschens nahe der südlichen Anlegestelle befindet sich das Hotel Tripolitis mit sieben Zimmern. Unbedingt reservieren (Tel. 2243023196)! Direkt darunter, im Café Anna, wird griechische Lässigkeit gelebt. Tipp: In der Taverne Themis unbedingt die gegrillten Lammkoteletts probieren - superzart (Tel. 2243029545).

Kletterdorado

Kos' Nachbarinsel Kálimnos wirkt wie ein Magnet für Trekking- und Kletterfans. Climb & Dive Tours (www.klettern-tauchen-kalymnos.de) und Kalymnos Climbing (www.kalymnosclimbing.eu) bieten mehrtägige Kurse für Anfänger und organisieren Touren für fortgeschrittene Kletterer. Eine Routenübersicht für alle, die auf eigene Faust losziehen, gibts unter www.climbkalymnos.com. Wer kurz vor Start noch Seile und Karabiner benötigt, schaut am besten im Climbers Nest, dem Klettershop, an dem die meisten Routen vorbeiführen, rein (am Sektor Poets, Armeos | www.climbers-nest.com). Jährliches Meet-and-greet ist das International Kalymnos Climbing Festival (www.kalymnos-isl.gr).

Wellness

Die internationale Konkurrenz ist groß, und so greifen die Wellnessexperten auf Kos tief in die Trickkiste, um ihre Kunden richtig zu verwöhnen. Open-Air-Massagen bei leichter Meeresbrise sorgen im Elixir Thalasso Spa für entspannte Muskeln (Kos Imperial Thalasso | Psalídi | www.grecotel.com). Würzig gehts bei den Treatments im Hotel Neptune zu: Massagerituale erhalten durch schwarze Seife aus Oliven einen griechischen Touch, und Gewürzpeelings sorgen für samtweiche Haut (Mastichári | www.neptune.gr).

Chillout am Strand

Die Nächte auf Kos sind lang, dafür wird tagsüber gechillt. Perfekt für den relaxten Rückzug sind die Beach Bars. Entspannter Sound schwebt über den Liegen, Palmendächer spenden Schatten, und ein kühler Drink sorgt für Abkühlung... in der Bravo Beach Bar (zwischen Marmári und Mastichári | www.bravobeach.gr) und am Ágios Fókas Beach (100 m vom Dímitra Beach | www.facebook.com/group.php?gid=115780091188) herrscht griechische Gemütlichkeit mit Karibik-Flair. Wer es etwas sportlicher mag, ist am Lambí Beach richtig. Hier organisiert die Mylos Beach Bar Soccer- und Tennisturniere, während es sich Sonnenanbeter im feinen Sand bequem machen (www.myloskos.gr).

Open Air Music Deluxe

Jedem Trend ein Gegentrend, und so wundert es kaum, dass frische Luft und antike Mauern den Bars und Diskos der Insel als Livelocations den Rang ablaufen. Die Konzerte in der Kreuzritterburg Nerátza sind nicht nur akustisch ein Genuss, in den alten Mauern erhält auch der Sound einen ehrwürdigen Anstrich (Leóforos Finikon | Kos-Stadt). Wie die alten Griechen fühlt man sich bei den Veranstaltungen im Odéon (Odós Grigóriou E' | Kos-Stadt). Dort gibt auch das Blasorchester Brass Band Iraklidon Konzerte, wenn es nicht gerade im Rahmen von Paraden oder dem ganz neuen Brass Band Festival durch die Straßen der Insel zieht. Wann und wo sich Musikliebhaber eine Auszeit von der Partybeschallung gönnen können, erfahren Sie unter www.kosinfo.gr/de/component/jcalpro.


Stichworte

Mehr Verstehen

Auf der kleinen Insel Kos ist vieles anders als im übrigen Europa

Agía, Ágii, Ágios

Diese drei Wörter begegnen einem auf den Inseln immer wieder. Sie sind Teil von Orts- und Kirchennamen, und sie kommen in den Namen von Fischerbooten und Autofähren vor. Agía heißt Heilige, Ágios Heiliger, Ágii ist die Mehrzahl von beiden. Der Gottesmutter Maria gebührt ein besonderer Ehrenname. Sie ist die Panagía, die Allheilige.

All-inclusive

Über 60 Prozent aller Hotelbetten auf Kos stehen mittlerweile in All-inclusive-Anlagen. Manche Urlauber mag das freuen, viele Griechen fordern das Verbot dieses von ihnen als clubs bezeichneten Systems. Etliche Cafés und Tavernen in den Badeorten mussten schon schließen, andere kümmern am Existenzminimum dahin, weil die Urlauber kein Geld mehr außerhalb ihrer Anlage lassen. Arbeitsplätze schafft All-inclusive nur auf niedrigem Niveau, raubt aber vielen Hellenen die Möglichkeit, als Selbstständige zu leben.

Antike Götter

Die Götter waren den alten Griechen allgegenwärtig. Sie mischten sich in Kriege und ins Alltagsleben ein, hatten Liebschaften mit Irdischen und legten großen Wert darauf, dass die Menschen sie gebührend ehrten. Wichtigste Kultstätten waren ihre Tempel. Die Römer übernahmen später weitgehend die Götter der Griechen und gaben ihnen lateinische Namen. Da diese bei uns oft bekannter sind als die griechischen, stehen in der folgenden Beschreibung die römischen Götternamen in Klammern. Göttervater Zeus (Jupiter) galt als mächtigster Gott. Seine Gemahlin war Hera (Juno), deren Hauptheiligtum auf der Insel Sámos lag. Sie beschützte die Ehe. Brüder des Zeus waren der Meeresgott Poseidon (Neptun) und Hades (Pluto), der Gott der Unterwelt. Ein Sohn des Zeus und der Hera war Hephaistos (Vulcanus), der Gott der Schmiedekunst und Juweliere. Seine Gemahlin Aphrodite (Venus) war die Göttin der Liebe; ihr Geliebter war der Kriegsgott Ares (Mars). Aus einem außerehelichen Verhältnis des Zeus ging Apoll hervor, der Gott der Schönheit, des Lichts und der Heilkunst. Seine Zwillingsschwester war Artemis (Diana), die Göttin der Jagd. Dionysos (Bacchus) schließlich war der Gott der Fruchtbarkeit, des Weins und des Theaters, dem man auch heute noch gern huldigt.

Bürgerkrieg

Griechenland hat im 20. Jh. stärker unter Kriegen gelitten als die meisten anderen europäischen Staaten: von 1904 bis 1908 (Krieg gegen Bulgarien), von 1912 bis 1922 (Erster und Zweiter Balkankrieg, Erster Weltkrieg und Feldzug in Kleinasien gegen die Türkei) und schließlich von 1940 bis 1949 (Zweiter Weltkrieg und Bürgerkrieg). Im Bürgerkrieg standen sich Kommunisten und von den Briten unterstützte Bürgerliche gegenüber, die zuvor im Zweiten Weltkrieg gemeinsam als Partisanen gegen die Deutschen gekämpft hatten. Dieser Konflikt kostete die Griechen mehr Menschenleben als der Zweite Weltkrieg: über 160000.

Byzanz

Statt vom Mittelalter spricht man in Bezug auf Griechenland meist von der byzantinischen Zeit. Sie fällt ziemlich genau mit unserem Mittelalter zusammen, beginnt mit Kaiser Justinian im 6. Jh. und endet mit der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahr 1453. Konstantinopel - das heutige Istanbul und antike Byzantion - war die Hauptstadt jenes Reichs, das in seinen besten Zeiten bis zur Straße von Gibraltar und weit nach Vorderasien und Nordafrika hineinreichte.

Dodekanes

Kos gehört zur Inselgruppe des Dodekanes, einem von über 50 griechischen Regierungsbezirken. Sein griechischer Name ist Dodekaníssia und bedeutet „Zwölf Inseln“. In Wahrheit aber gehören ihm 19 bewohnte Inseln an. Die meisten liegen in der Inselreihe entlang der türkischen Küste von Pátmos über Rhodos bis hin zum Inselzwerg Kastellórizo auf halbem Weg zwischen Rhodos und Zypern. Sitz der Bezirksregierung ist Rhodos.

Fauna & Flora

Größere frei lebende Säugetiere gibt es auf Kos nicht, auch Schlangen begegnet man nur äußerst selten. Zahlreich sind Eidechsen, die bis zu 20 cm lang werden. Sehr viel artenreicher ist die Pflanzenwelt. Einige Nadelwälder blieben am Nordhang des Díkeos-Bergs erhalten, Wacholder bedeckt viele Dünen. Als Alleebaum überwiegt der Eukalyptus, an Quellen, Brunnen und Bachbetten stehen Platanen. Der typische Baum für die sandigen Strände ist die zarte Tamariske, die wegen ihrer Salzverträglichkeit auch Salzbaum genannt wird. An den Straßen und auf Berghängen blüht im Frühjahr und Frühsommer der Ginster, an Straßen und Bächen wächst üppig der Oleander. Beliebte Zierpflanzen an Hauswänden und in Gärten sind Bougainvillea und Hibiskus. Fruchtbäume, die man bei uns nicht kennt, sind der zartrot blühende Granatapfelbaum und der Mispelbaum, der schon im Frühjahr gelbe Früchte trägt, die etwas säuerlich, aber sehr erfrischend schmecken. Besonders blütenreich zeigt sich Kos zwischen Februar und Mai, wenn auf Wiesen und Weiden zahllose Blumen sprießen, die anderswo schon längst durch Pflanzenschutzmittel nahezu ausgerottet wurden: Klatschmohn und Kalla, wilde Tulpen und Anemonen. Ein Merkmal der Phrygana, einer Art niedriger Macchia-Landschaft, sind die vielen duftenden Kräuter wie Thymian, Lavendel und Salbei.

Ikonen

Darstellungen von Heiligen und biblischen Ereignissen auf Tafelbildern nennt man in der orthodoxen Kirche Ikonen. Man findet sie in allen Gotteshäusern, aber auch in vielen Autos, Bussen, Geschäften, Restaurants und Privatwohnungen. Sie sind etwas ganz anderes als die frommen Bilder in unseren Kirchen. Ikonen sind „Tore zum Himmel“. Sie bringen den Heiligen ins Haus, machen ihn präsent. Seine dem Betrachter fast immer frontal zugewandten Augen schaffen den Zugangsweg, über den der Geist des Gläubigen mit dem des Dargestellten in Verbindung tritt. Deswegen genießen die Ikonen eine solch auffällig große Verehrung. Sie werden geküsst, mit Edelmetall, kostbaren Vorhängen und Uhren geschmückt und manchmal auch bei Prozessionen um die Kirche, durch den Ort oder durch die Felder und Olivenhaine getragen. Ikonen sind Konsulate des Himmels auf Erden. Sie werden behandelt, als wären sie der oder die Heilige selbst. Götzendienst ist das nicht. Die Verehrung gilt ja nicht dem gemalten Bild, sondern dem Dargestellten. Die Ikone wird nicht als Abbild des Heiligen, sondern als mit ihm wesenseins angesehen.

Kamáki

Allein reisende Damen müssen auf Kos nicht lange allein bleiben. Dafür sorgen die Kamákia (was wörtlich übersetzt so viel wie „Harpunen“ heißt). Stets schick gekleidet und mit einem Goldkettchen auf der halb entblößten Brust, vermögen sie in vielen Sprachen der Welt ein Gespräch zu beginnen. Viele von ihnen sind im Hauptberuf Kellner oder Souvenirhändler. Zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt, dass sie es nicht nur auf eine möglichst hohe „Trefferzahl“ abgesehen haben: Aus so manchem Kamáki ist der Ehemann einer ausländischen Frau geworden.

Kioske

Kioske, auf Griechisch in der Einzahl períptero genannt, stehen auf jedem Platz und in Städten und Dörfern an vielen größeren Kreuzungen. Meist sind sie jeden Tag der Woche von frühmorgens bis spät in die Nacht geöffnet und bieten alles feil, was der Mensch eventuell dringend brauchen könnte: Zeitungen und Illustrierte, Zigaretten und Rasierapparate, Zahnbürsten und Kämme, einzelne Aspirintabletten, Kondome und vieles mehr.

Militär

Wegen der Nähe zur Türkei sind auf Kos zahlreiche Soldaten stationiert, die jedoch die Urlaubsfreude nicht beeinträchtigen. In Griechenland gilt die allgemeine Wehrpflicht. Eine Wehrdienstverweigerung ist seit 1997 möglich; der Ersatzdienst dauert allerdings doppelt so lange wie der Wehrdienst und darf nicht in Großstädten abgeleistet werden.

Parteien

Zwei Parteien prägen die politische Landschaft Griechenlands. Von 2004 bis 2009 regierte die konservative Néa Dimokratía unter der Führung von Kóstas Karamanlís. Bei den Wahlen im Oktober 2009 gewann die sozialdemokratische PASOK unter Jórgos Papandréou. Sie stellte bereits von 1980 bis 1989 und von 1993 bis 2004 die Regierung.

Religion

Außer einer kleinen moslemischen Minderheit auf den Inseln Kos und Rhodos und im festländischen West-Thrakien sowie kleinen jüdischen Gemeinden in den Großstädten bekennen sich fast alle Griechen zum griechisch-orthodoxen Christentum.


Feste und Events

Traditionelle Musik und Tanz

Die meisten Feste, die auf der kleinen Insel gefeiert werden, sind religiösen Ursprungs

Auf Kos wird weniger gefeiert als auf den anderen touristisch bedeutsamen Inseln der Ägäis. Es gibt viel weniger Dörfer - und im Sommerhalbjahr kaum Zeit, sich vom Geldverdienen abzuwenden. Den Dorfheiligen ist man dennoch Ehrerbietung schuldig und pflegt darum die alte Tradition der Kirchweihfeste. Sie beginnen oft schon am Vorabend des eigentlichen Feiertags mit Musik und Tanz. Am Festtag selbst findet dann häufig nur noch ein Gottesdienst statt. Wichtigstes Fest im Jahresverlauf ist das Osterfest, dessen Termin sich wie der aller beweglichen Feiertage nach dem julianischen Kalender richtet. Darum fallen sie nur selten mit unseren gleichnamigen Feiertagen zusammen.

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

7. März 2011

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag

22. April 2011

Karfreitag

24./25. April 2011

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

12./13. Juni 2011

Pfingsten

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Februar

1./2. Februar: Traditionelles Kirchweihfest in und um die Marienkirche in der Ruinenstadt von Alt-Pýli

Februar/März

Rosenmontag: Man picknickt in der freien Natur und lässt Drachen steigen. Im Pláka-Wäldchen nahe dem Flughafen wird an diesem Tag eifrig gegrillt.

März

25. März: Nationalfeiertag zur Erinnerung an die griechische Erhebung gegen die türkische Fremdherrschaft 1821; Kranzniederlegungen und Paraden, bei denen Schulkinder oft Trachten tragen.

April

Kirchweihfest im unteren Ortsteil von Pýli. Auf der Hauptstraße finden nachmittags Pferderennen statt.

April/Mai

Karfreitag: Morgens wird in allen Kirchen das symbolische Grab Christi mit zahllosen Blumen geschmückt. Gegen 21 Uhr Prozession in allen Orten

Juli

26. Juli: Vormittags Festgottesdienst mit Prozession in der Kirche Agía Paraskeví in der Festung von Antimáchia.

August

Den ganzen Monat über veranstaltet die Stadtverwaltung von Kos gemeinsam mit vielen Kulturvereinen die Ippokratía, eine Serie von Konzerten, Theater- und Folkloreaufführungen. Veranstaltungsorte sind die Freiluftbühnen in der Johanniterburg am Hafen, das Odeon und das Stadion der Stadt. Die Veranstaltungen werden kurzfristig anberaumt; Auskunft gibt die Touristinformation.

September

14. September: vormittags Festgottesdienst in der winzigen Kapelle über dem Grab des Harmylos in Pýli


Essen und Trinken

Speisen wie ein Grieche

Entdecken Sie die unverfälschte griechische Küche jenseits von Moussaká, Souvláki und Bauernsalat

Die griechischen Essgewohnheiten unterscheiden sich stark von den unsrigen. Auf Kos gibt es zwar zahlreiche Restaurants, die sich auf den mitteleuropäischen Stil und Geschmack eingestellt haben - in vielen Tavernen aber pflegt man durchaus noch seine hellenischen Eigenarten.

Griechen lieben es, möglichst viele Teller mit verschiedenen Gerichten gleichzeitig auf dem Tisch zu haben. Sie gehen allerdings abends auch selten allein zum Essen aus. Für sie ist die fröhliche Tischgemeinschaft, paréa, ebenso wichtig wie der kulinarische Genuss. In einer paréa bestellt man immer viele verschiedene Speisen. Sie werden dann in die Mitte des Tisches gestellt. Jeder nimmt sich, was und wie viel er mag. Meist werden auch Fleisch und Fisch auf großen Platten serviert und von allen gemeinsam nach Lust und Laune verzehrt. Wegen dieser griechischen Gewohnheiten haben viele Kellner in Tavernen und Restaurants kein Verständnis dafür, was ein Menü ist, und bringen Vorspeisen und Hauptgerichte fast gleichzeitig. Üblicherweise bestellt eine paréa viel mehr, als sie essen kann: Alles restlos zu verputzen gilt als Blamage, zeigt es doch, dass man offenbar nicht genug geordert hat. Alle Teller, auch die leer gegessenen, bleiben normalerweise auf dem Tisch stehen. Der Kellner räumt sie nicht ab, damit die paréa jederzeit sehen kann, wie gut sie gespeist hat.

Griechen lassen sich am liebsten vom Kellner aufzählen, was die Küche zu bieten hat, und diskutieren mit ihm das Angebot. Speisekarten sind fast immer mehrsprachig - und in Touristenzentren oft mit Fotos illustriert. Meist sehen die Gerichte dann auf dem eigenen Teller aber ganz anders aus als auf dem Bild, denn das wurde in irgendeinem Studio geschossen und nicht in den Küchen der einzelnen Tavernen.

Keine griechische, sondern eine auch in Italien und Frankreich weit verbreitete Eigenart ist es, dass nahezu alle Restaurants und Tavernen einen Festbetrag pro Gast als couvert auf die Rechnung setzen. Der Betrag schwankt zwischen 0,20 und 4 Euro.

Bekannte griechische Spezialitäten wie moussaká und souvláki stehen auf den meisten Speisekarten auf Kos. Ausgefallenere griechische Gerichte lohnen aber ebenfalls einen Versuch. Es müssen ja nicht gleich die gegrillten Lammköpfe (kefalákia) oder die Kuttelsuppe patsá sein - auch das Gelberbsenpüree fáva oder das Fischrogenpüree taramá sind eine kulinarische Entdeckung.

Nahezu alle Restaurants und Tavernen sind den ganzen Tag über geöffnet. Häufig wird schon ab 10 Uhr morgens ein englisches Frühstück serviert; die Hauptmahlzeiten können jederzeit zwischen 11 und 24 Uhr genossen werden. Für den kleinen Hunger zwischendurch oder für Tage, an denen man sparsam bleiben will, bilden zudem die Psistaría genannten Imbissstuben eine gute Alternative zum Restaurant. Liebhaber süßer Leckereien sind im Zacharoplastío, der griechischen Konditorei, richtig. Neben Cremetörtchen und Sandkuchen gibt es hier überwiegend orientalische Spezialitäten.

Das griechische Nationalgetränk ist Wasser. In manchen Lokalen erhält man zum Kaffee oder zum Essen noch kostenlos eisgekühltes Leitungswasser. Wein vom Fass wird auf Kos relativ selten angeboten, dafür ist die Auswahl auch an sehr guten Weinen kleiner Kellereien groß. Rétsina, also geharzter Weißwein, wird auch auf Kos selbst produziert.

Das alkoholische Nationalgetränk der Griechen ist der oúzo, ein Anisschnaps, den man entweder pur, mit Eis oder mit Wasser vermischt trinkt. Nach dem Essen mundet auch der Weinbrand Metaxá, den es in mehreren Qualitätsstufen gibt.

Kaffee trinken die Griechen den ganzen Tag über bei jeder Gelegenheit. Die Kaffeebestellung ist in Griechenland allerdings eine Wissenschaft für sich. Zunächst einmal hat man die Wahl zwischen dem griechischen Mokka, kafé ellinikó, dem heißen Instantkaffee, generell ness sestó genannt, und dem kalten, schaumig geschlagenen und mit Eiswürfeln servierten Instantkaffee, frappé. Beim griechischen Kaffee muss man bei der Bestellung den gewünschten Süßigkeitsgrad mit angeben, da das Wasser zusammen mit dem Kaffeepulver und dem Zucker aufgekocht wird: skétto, ohne Zucker; métrio, mit etwas Zucker; glikó, mit viel Zucker. Griechischen Kaffee trinkt man grundsätzlich ohne Milch. Wünscht man seinen heißen oder kalten Nescafé mit Milch, fügt man mä gála an.

Ádana kebáb

gegrilltes Hackfleisch, gut gewürzt und auf Wunsch mit getrocknetem Chili serviert

bakaljáros me skordaljá

Stockfisch vom Seehecht (Merluza), serviert mit einem Kartoffel-Knoblauch-Püree

békri mezé

Schweinegulasch in einer Sauce mit klein geschnittenen Paprikaschoten

briám

eine Art Ratatouille aus verschiedenen Gemüsesorten, zu denen fast immer Zucchini und Auberginen gehören

fakí

Linsensuppe, am Karfreitag ein Nationalgericht

juvétsi

überbackene, dem Reis ähnlich sehende Nudeln mit Rindfleisch (manchmal auch mit Lammfleisch)

kokorétsi

in Naturdarm gewickelte und am Spieß gegrillte Innereien

kolokithósupa

Kürbissuppe

lukanikópitta

mit einem Wiener Würstchen gefüllte Blätterteigtasche

marídes

knusprig ausgebackene Sardellen, die mit Kopf und Schwanz verzehrt werden

patsá

Kuttelsuppe, wird gern am Ende einer durchzechten Nacht oder von Marktbesuchern am frühen Morgen gegessen

patsária

Rote Beete, entweder kalt als Salat oder lauwarm mitsamt den Pflanzenblättern als Gemüse serviert

spanakópitta

mit Spinat gefüllte Blätterteigtasche

soumáda

Erfrischungsgetränk aus Mandelmilch und Wasser

stifádo

Rinder- oder Kaninchengulasch mit Gemüsezwiebeln in einer Tomaten-Zimt-Sauce

taramosaláta

ein rötliches Püree aus Kartoffeln oder eingeweichtem Brot und Fischeiern, als Vorspeise beliebt

tirópitta

mit Käse gefüllte Blätterteigtasche


Einkaufen

Kunst & Kulinaria

Auf der kleinen Insel Kos ist es schwer, bodenständige Souvenirs zu finden

Billige T-Shirts mit aufgebügelten dummen Sprüchen (zumeist auf Englisch) und sexistischen Motiven begegnen Ihnen auf Schritt und Tritt. Anspruchsvollere Souvenirs sind selten, von Gold- und Silberschmuck, einigen wenigen handgemalten Ikonen, den Werken eines Malers, selbst vom Meeresgrund geschnittenen Schwämmen und in kleinen Betrieben hergestellten Kulinaria abgesehen. Die größte Auswahl haben Sie in Kos-Stadt und im kleinen „Künstlerdorf“ Pýli. Gerade in der Stadt gibt es viele Produkte, die zwar nicht von Kos, aber zumindest aus Griechenland stammen. Sehr viel größer als auf Kos ist das Souvenirangebot in Bodrum in der Türkei. Die Produkte dort stammen aus allen Teilen des Landes. Größere Einkäufe wie z.B. Teppiche lässt man sich am besten aus der Türkei direkt nach Hause schicken.

Ikonen

Der beste Ikonenmaler der Insel fertigt seit 1962 Ikonen für Kirchen, aber auch für Privatleute und Urlauber an. Von der Auswahl des Holzes über das Auftragen von feinem Blattgold bis hin zum feinen Pinselstrich macht er alles selbst. Panajótis Katapódis malte auch Inselkirchen aus. Daraus hat er die Idee abgeleitet, Freskenfragmente in tragbaren Rahmen als Wandschmuck für die Wohnung herzustellen. Sie können ihm bei der Arbeit zuschauen und unter fertigen Werken wählen, aber auch Ikonen nach eigenem Wunsch bei ihm bestellen. Seine schwedische Frau Kristína spricht gut Englisch. Atelier im Vorort Ágios Nektários nördlich der Stadt, Wegweiser mit der Aufschrift „Icon Painter“ am kleinen Parkplatz östlich der Casa Romana; unbedingt vorher anrufen | Tel. 2242024942

Kulinarisches

Der koische Wein ist ein sehr einfacher Tafelwein. Wer guten griechischen Wein mit nach Hause nehmen will, wird in der Markthalle der Stadt und in kleinen, meist Cáva genannten Getränkehandlungen in der Stadt fündig. Wirkliche koische Delikatessen sind die in Sirup eingelegten Früchte wie Tomaten, Mandarinen, Kirschen, Weintrauben, die man besonders gut in der Markthalle der Stadt kaufen kann. Dort finden Sie auch viele Spezialitäten aus anderen griechischen Regionen. Von Kos selbst können zudem Thymianhonig und getrocknete Kräuter stammen. Der angebotene Safran ist zumeist ein griechisches Produkt aus der nordgriechischen Stadt Kozáni.

Kunst

Für authentische Kunst ist das Dorf Pýli die einzige gute Adresse auf der Insel.

Musik

In Souvenirgeschäften werden zahlreiche CDs mit griechischer Musik à la Aléxis Sorbás relativ billig angeboten, die kein Grieche kaufen würde. Wer wirklich qualitativ gute Aufnahmen aktueller griechischer Musik gleich welcher Stilrichtung sucht, geht besser in eines der Spezialgeschäfte in der Inselhauptstadt, lässt sich beraten, wirft einen Blick in die Charts und hört in die Aufnahmen hinein. Griechen kaufen auch häufig schwarz gebrannte CDs von zumeist aus Schwarzafrika stammenden Straßenhändlern. Sie sind nicht nur illegal hergestellt, die Qualität der Aufnahmen lässt sich auch nicht überprüfen - also besser Hände weg davon!

Schwämme

Naturschwämme kauft man am besten von den ambulanten Händlern am Hafen von Kardámena.

Öffnungszeiten

Die Geschäfte für den Bedarf der Einheimischen sind normalerweise montags bis samstags von 8.30 bis 14 Uhr geöffnet und außerdem dienstags, donnerstags und freitags von 18 bis 21 Uhr. Supermärkte haben montags bis samstags von etwa 8 bis 21 Uhr geöffnet. In Souvenirgeschäften können Sie jeden Tag, meist von etwa 8.30 bis 23 Uhr, einkaufen.


Kos-Stadt

Sinfonie aus drei Jahrtausenden

In der Inselhauptstadt begegnet man auf Schritt und Tritt den Spuren verschiedener Epochen und Kulturen

Kos ist eine der am schönsten gelegenen Städte der Ägäis. Eingebettet in üppiges Grün, liegt sie direkt am Meer vor dem hinter sanft ansteigenden Hängen aufragenden Gebirgsmassiv des Díkeos.

Über das Wasser hinweg fällt der Blick auf die gegenüberliegende türkische Küste, die je nach Wetter manchmal zum Greifen nah erscheint, manchmal aber auch nur noch schemenhaft zu erkennen ist. Den Kern der Stadt (18000 Ew.) bildet der runde Mandráki-Hafen, in dem Yachten und Fischerboote, Ausflugsdampfer und Küstenwachboote der griechischen Marine festmachen. Unmittelbar hinter der Uferpromenade liegt das Stadtzentrum mit seinen Einkaufsstraßen und kleinen Plätzen, Moscheen und antiken Ruinen. Im Osten grenzt der Hafen an eine weitläufige mittelalterliche Burg, an deren Spitze die Flaggen Griechenlands und Europas wehen, als sollten sie den Türken auf der anderen Seite signalisieren, dass Europa auf Kos beginnt. An der Spitze der kleinen Halbinsel wiederum, auf der die Burg erbaut wurde, legen Autofähren, Katamarane und Tragflügelboote an; auf der anderen Hafenseite ist fast immer ein Frachter vertäut, der Zement und andere Baumaterialien anliefert.

Westlich schließt sich ans Hafenbecken das Hotel- und Touristenviertel Lambí mit seinen vielen Restaurants, Diskotheken und Fahrzeugverleihfirmen an. Es reicht bis zur Weinkellerei der Insel und noch ein wenig darüber hinaus. Gesäumt wird es von einem kilometerlangen Sandstrand.

Östlich der Burg beginnt ein weiteres von Strand gesäumtes Hotelviertel, das in den lockerer bebauten Vorort Psalídi mit seinen großen Hotelanlagen übergeht. Dort wohnt man sehr viel ruhiger als im Viertel Lambí.

Den besonderen Reiz der Innenstadt von Kos macht ihr Durchwobensein mit Bauten verschiedener Jahrhunderte und Jahrtausende aus, die hier nicht wie museale Gelände eingezäunt sind, sondern zu jeder Tages- und Nachtzeit betreten werden können. Jeder Spaziergang gerät zur Zeitreise zwischen Antike, Mittelalter und Neuzeit und deren unterschiedlichen Kulturen.


Die Taverne Aléxandros zwischen der Kirche Agía Paraskeví und der Iféstou-Straße bemüht sich stets, die preiswerteste in der Stadt zu sein. Fast alle Hauptgerichte kosten hier weniger als 6 Euro, ein Bauernsalat ist schon für 3,50 Euro zu haben. Odós Irakléous 6, tgl. ab 10 Uhr


Asklípion und Platáni

Tempel und antiker Kurort

Ein mitten im Grünen gelegenes Heiligtum - und ein Dorf für zwei Weltreligionen

Die berühmteste Sehenswürdigkeit auf Kos ist das Asklípion, auf Altgriechisch Asklipieion genannt. Das antike Heiligtum für den Gott der Heilkunst, den von den Römern später Äskulap genannten Asklípios, lohnt einen Halbtagesausflug.

Italienische Archäologen haben es teilweise rekonstruiert, sodass man mehr als nur ein paar Grundmauern zu sehen bekommt. Außerdem ist es in viel Grün eingebettet und bietet einen traumhaft schönen Blick auf die Küstenebene, das Meer und die kleinasiatische Küste, sodass man hier gern einige Zeit sitzend und träumend verbringt. Der Weg zur nur 5 km vom Hafen der Hauptstadt entfernten archäologischen Stätte führt durch eines der interessantesten Dörfer der Insel, Platáni. Dort leben noch viele der etwa 700-800 auf Kos beheimateten Moslems. Die Tavernen am Dorfplatz, die von ihnen betrieben werden, bieten sich für ein Mittag- oder Abendessen an, wobei hier die Einflüsse der türkischen Küche besonders deutlich werden.


Heiligtümer für Asklípios, den griechischen Gott der Heilkunst, gab es in der Antike überall in Groß-Griechenland.


Das nur 3 km vom Zentrum der Inselhauptstadt entfernte Dorf liegt am Weg zum Asklípion und wird von Christen und Moslems gemeinsam bewohnt.


Der Eintritt zum Asklípion ist an allen gesetzlichen Feiertagen sowie am 6. März und am letzten Septemberwochenende kostenlos. Freier Eintritt wird auch am Weltumwelttag, am Internationalen Museumstag und am Internationalen Weltdenkmalstag gewährt, deren Termine von Jahr zu Jahr wechseln.


Die Inselmitte

Lebendige Badeorte und ruhige Bergdörfer

Zwischen den schönsten Stränden der Nordküste und den Binnendörfern liegen nur wenige Kilometer

Noch vor vier Jahrzehnten lebten viele Koer in den Binnendörfern im Inselzentrum und betrieben dort Landwirtschaft. Heute haben die Binnenorte - zumindest im Sommer - stark an Bedeutung eingebüßt; die wirtschaftlichen Aktivitäten haben sich eindeutig in die Badeorte an der Küste verlagert.

Ursprünglich waren Tigáki, Marmári und Mastichári nur die Häfen der Bergdörfer; heute sind sie die Quelle ihres Wohlstands. Nur Kardámena an der Südküste war schon immer ein Dorf, in dem Fischer und Bauern lebten.


Antimáchia (2200 Ew.) ist das zweitgrößte Binnendorf auf Kos. Es liegt auf einer Hochebene im Zentrum der Insel, auf der sich noch in den 1920er-Jahren die mit Segeltuch bespannten Flügel von über 100 Windmühlen drehten.


Der einzige Ort an der koischen Südküste (1800 Ew.) hat keinerlei Sehenswürdigkeiten zu bieten; auch der Strand lohnt keinen längeren Ausflug.


Marmári (460 Ew.) war in vortouristischen Zeiten nur der Liegeplatz für die Fischer von Pýli.


Von den drei Urlaubsorten an der Nordküste kann man Mastichári (370 Ew.) noch am ehesten etwas Dorfcharakter zusprechen.


Pýli ist mit 2400 Einwohnern das größte Binnendorf im Inselzentrum.


Der Kos-Stadt am nächsten gelegene Badeort (230 Ew.) an der Nordküste der Insel besteht vor allem aus einem Kreisverkehr mit einigen Tavernen und Imbissstuben drum herum sowie einem kilometerlangen, schmalen Strand.


Zía ist früher das Bilderbuchbergdorf der Insel gewesen. Sein Wasserreichtum hat es einst wohlhabend gemacht.


Wer in den Badeorten an der Nordküste wohnt, kauft am günstigsten in den großen Supermärkten von Constantínos an den Zufahrtsstraßen nach Marmári und Tigáki ein. Von vielen Strandhotels aus sind sie auch gut zu Fuß zu erreichen.


Der Inselwesten

Die andere Seite von Kos

Kéfalos und der Inselwesten: Hier ist es stiller, ländlicher und meist auch preiswerter

Fährt man von Antimáchia aus weiter in Richtung Kéfalos, ändert sich die Landschaft bald grundlegend. Auf dem sandigen Boden südlich der Straße wächst überwiegend Wacholder, auf der anderen Straßenseite ist der Boden ebenfalls karg und unfruchtbar; hier blühen im Frühsommer viele Zistrosen.

Die recht sanft abfallende Küste im Norden und die steiler abfallende Küste im Süden werden hier von einem langen Sandband gesäumt. Zu den Stränden der Südküste führen meist nichtasphaltierte Stichstraßen in steilen Kurven hinunter. Der Großteil des Strands ist noch völlig naturbelassen und menschenleer. Hotels und Pensionen dürfen hier nicht gebaut werden. Der Strand an der Nordküste darf nicht einmal gereinigt werden, sodass hier viel angeschwemmtes Treibgut herumliegt. Damit erreicht man, dass er von Touristen gemieden wird und die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten von der Art Caretta caretta ungestört ihre Eier ablegen können.

Am äußersten westlichen Ende des Küstenstreifens liegt der kleine Hafen Kamári, und in der Mitte des Küstenstreifens legen Ausflugsschiffe am nur im Sommer aufgebauten Landungssteg von Skála an; noch weiter östlich davon ragen die Säulen der frühchristlichen Basilika Ágios Stéfanos gegenüber dem unbewohnten Felseninselchen Kástri aus dem Sand.


Das große Binnendorf hat von allen Ortschaften der Insel seinen traditionellen Charakter am besten bewahrt.


Traumhaft schöner Picknickplatz: So schön wie im tollsten Panoramarestaurant sitzen Sie am langen Tisch auf der Terrasse des verlassenen Klosters Ágios Ioánnis Pródromos auf der Kéfalos-Halbinsel. Service freilich gibt es hier keinen. Man bringt sein Picknick mit. Um kühle Getränke genießen zu können, kaufen Sie diese am besten in einem der Läden im Dorf Kéfalos ein.


Ausflüge und Touren

Mit Auto, Schiff und Segelboot

Auf abwechslungsreichen Ausflügen lernen Sie die Insel von all ihren Seiten kennen

Kos an einem Tag

Die Länge der Rundfahrt ab und bis Kos-Stadt beträgt etwa 110 km. Ein Jeep ist nicht erforderlich; man kann die Tour auch mit Moped oder Motorroller machen. Wenn Sie unterwegs baden möchten, vergessen Sie nicht, Handtuch und Badezeug mitzunehmen.

Bildschöne Dörfer und ein Vulkan

Dauer des Ausflugs: etwa von 9 bis 17 Uhr. Die Ausflüge werden ab Kos-Stadt (44 km von Mandráki entfernt), Kéfalos und Kardámena angeboten. Der Ausflug kann sehr viel preiswerter auch mit Linienschiffen unternommen werden; allerdings muss man dann meist eine Nacht auf Níssiros bleiben. Direkt am Hafen gibt es mehrere einfache Hotels - insgesamt zahlt man für die Fahrt mit dem Linienschiff und eine Übernachtung nicht mehr als für den organisierten Tagesausflug.

Drei-Insel-Tour mit dem Segelboot

Ein Tag zum Faulenzen, Schwimmen und Inseln entdecken. Dauer des Ausflugs: etwa 9.30 bis 17.30 Uhr, zahlreiche Anbieter. Wer nicht bei der Reiseleitung bucht, sondern direkt am Schiff, kann den Preis eventuell drücken, muss dann aber auf einen Transfer vom Hotel zum Hafen verzichten.


24h

Ein Tag auf Kos

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Sonnengruss

Der Wecker klingelt, und am liebsten würde man sich im Bett noch mal umdrehen. Sorry, aber raus aus den Federn und rein ins glasklare Meer unter orangefarbenem Himmel! Schwimmt man zu dieser Tageszeit der aufgehenden Sonne entgegen, ist ein Naturschauspiel der Extraklasse der Lohn. Unvergesslich! Wo? Am Strand zwischen Tropical Beachund Kap Fókas

Beach Riding

Natur erleben beim Ausritt am Meer! Die Zügel kann man ruhig etwas schleifen lassen und dafür die Aussicht genießen, denn die Pferde des Salt Lake Riding Centers von Gina und Jánnis Daoúlas sind superentspannt. Wo? An der Straße von Chrístos Go-Karts, zwischen Marmári und Tigáki zur Küste | Anmeldung unter Tel. 6944104446 | Kosten: ca. 30 Euro/Std.

Kos-Feeling

Muschelvorhänge, Skulpturen aus Ton, bunte Pareos. Das Herz des Travellers schlägt im Tam Tam mit Sicherheit höher, denn hier shoppt man Kos-Feeling pur. Also Taschen vollladen, anschließend im dazugehörigen Restaurant unter Palmendächern das Seafood genießen und danach in den typisch blauen Liegestühlen in den Dünen relaxen. Im Tam Tam ist alles möglich! Wo? 3 km östlich von Mastichári am Tam Tam Beach | www.tamtam.gr

Race to Race

Jetzt aber Tempo, das Kart wartet schon. Wenn der Fuß das Gaspedal bis zum Anschlag drückt und die Hände das Lenkrad umklammern, bilden sich kleine Schweißtropfen auf der Stirn. Die Kartbahn wird zum Verbündeten, die Kurven zur Herausforderung und die Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h jagt einem das Adrenalin durch die Adern. 10 Minuten bei voller Konzentration, das ist nichts für schwache Nerven. Wo? Chrístos Go-Karts | an der Straße von Marmárinach Tigáki | Tel. 2242068184 | www.christosgokarts.com

Artifaction

Entdecken und staunen: Kunst, soweit das Auge reicht. In der Bus Stop Gallery diskutiert man mit dem österreichischen Künstler und Inselpromi Sol bei einem Kaffee über Kunst und seine Vorliebe für Orange. Und wenn gerade Pinsel, Farbe und ein Stück Papier auf dem Tresen liegen, gibt Sol auch mal eine Übungsstunde. Wo? 80 m unterhalb der Platía an der Hauptstraße, Ágios Nikólaos, Pýli | Tel. 2242042104 | www.busstopgallery.kosweb.com

Gegen Wind und Wellen

Skier anschnallen und ab ins Wasser! Sobald das Motorboot Gas gibt, gehts rasant über die Wellen. Die Gischt spritzt, die Kraft des Meers ist zu spüren und dann, endlich: das Gefühl grenzenloser Freiheit. Wasserski-Anfängern gibt Holger Bründel vom Wassersport-Center Caravia Beach Hotel gern Starthilfe. Wo? Am Strand von Marmári | Tel. 6944558405 | www.caravia-wassersport.de

Dem Paradies so nah

Boxenstopp im Paradies, denn das hat in der Altstadt von Kos mit dem Hamám Oriental eine Filiale eröffnet. Mit einer Wasserpfeife chillt man unter Palmen, zieht sich in kühle Nischen zurück und saugt die Ruhe in sich auf, bevor es an kleinen Holztischchen eines der besten Dinners der Stadt gibt. Das Restaurant liegt übrigens im Garten eines alten türkischen Hamams. Wo? Odós Nissírou 3 | Platía Diágoras | Tel. 2242021444

Nightlife

Location-Hopping ist angesagt: Die Nacht geht weiter im Hamam Club. Hier wird in ehemaligen Badekammern getanzt und gefeiert! Die Beats vom DJ-Pult wiegen einen in Trance, Zeit wird zur Nebensache. Diese Party endet erst mit dem Sonnenaufgang. Wo? Aktí Koundouriótou 1 | Kos-Stadt


Sport und Aktivitäten

Von biking bis Yachtcharter

Die besten Plätze für Ihren Lieblingssport und die wichtigsten Adressen und Websites

Kos ist ein gutes Reiseziel für einen sportlichen Urlaub. Vor allem das Wassersportangebot auf der Insel ist groß. Weil die Entfernungen gering sind, kann man sich seine Startbasis je nach eigenem Können, Windrichtung und Windstärke aussuchen.

Wie überall in Griechenland sind die Angebote der Wassersportstationen saisonabhängig. Wer sichergehen will, dass er das Gewünschte auch an der angesteuerten Adresse vorfindet, ruft in der Vor- und Nachsaison besser vorher an oder kontaktiert die Station übers Internet, sofern das möglich ist.

Biking

Zum Rad fahren ist Kos ideal, da es für griechische Verhältnisse viele Radwege und nur geringe Steigungen gibt. Viele Strandhotels und freie Stationen vermieten Tourenräder und Mountainbikes.

Karting

Es gibt drei Gokartbahnen auf Kos. Sie bieten verschieden starke Karts an, die Spitzengeschwindigkeiten bis zu 100 km/h erzielen. Daneben gibt es aber auch schwächer motorisierte Karts für Kinder ab acht Jahren. Chrístos Go-Karts | an der Straße von Marmári nach Tigáki | Tel. 2242068184; Psalídi Go-Karts | in Psalídi an der Hauptstraße auf Höhe des Hotels Oceanis | Tel. 2242025897; Kardámena Go-Kart | an der Straße nach Pýli ausgeschildert | Tel. 2242092065. Tgl. ab etwa 10 Uhr | Zehn-Minuten-Runden kosten ungefähr 10 Euro.

Klettern

Kálimnos, die Nachbarinsel von Kos, hat sich unter Insidern einen Namen als hervorragendes Ziel für Kletterer gemacht. Als besondere Vorteile werden die Nähe zum Meer, die kurzen Anfahrtswege in die Klettergebiete und das stabile Klima gewertet. Wegweiser an den Straßenrändern machen auf die Kletterrouten aufmerksam. Die Gemeinde hat einen Routenführer erstellt, und viele Pensionen halten spezielle Informationen für Kletterer bereit. Klettersaison ist das ganze Jahr über. Allgemeine Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.kalymnosisl.gr/climb; spezielle Fragen beantwortet vor Ort der Official Climbing Info Desk an der Küstenstraße in Kastélli (Mo-Fr 8.30-13.30 Uhr).

Reiten

Es gibt zwei Reitställe auf Kos. Alfa Horse wendet sich auch an erfahrene Reiter, führt Touren in den Bergen durch und bietet z.B. Unterricht im Dressurreiten an; Salt Lake Riding offeriert vor allem leichte Touren und Strandausritte. Dreistündige Ausritte kosten etwa 70 Euro: Alfa-Horse | Amanioú/Pýli (abseits der Straße von Amanioú nach Zía; in Amanioú vor der Kirche aus Richtung Pýli links abbiegen, dann die erste Asphaltstraße wieder rechts) | Tel. 2242041908 | Fax 2242048609 | www.alfa-horse.de; Salt Lake Riding Center Gina Daoúlas | an der Straße von Chrístos Go-Karts zwischen Marmári und Tigáki zur Küste | Mobiltel. 6944104446

Tauchen

Das Gerätetauchen ist in den Gewässern um Kos nur an einigen wenigen Stellen und nur in Begleitung lizenzierter Tauchlehrer gestattet. Tauchgänge und -kurse werden von mehreren Booten im Hafen der Stadt Kos und im Hafen von Kardámena angeboten (Auskunft abends 18-22 Uhr an Bord).

Tennis

Öffentliche Tennisplätze gibt es auf der Insel nicht, aber viele große Strandhotels verfügen über Tennisanlagen. Sie stehen auch Nichthotelgästen offen.

Wandern

Für einen ausgesprochenen Wanderurlaub eignet sich Kos kaum. Für einzelne Tageswanderungen sind insbesondere die Kéfalos-Halbinsel und die Hänge des Dikéos zwischen dem Asklípion, Zía und Alt-Pýli empfehlenswert. Auch der Gipfel des Dikéos kann ohne bergsteigerische Fähigkeiten bestiegen werden.

Wassersport

Wassersportzentren mit großem Angebot findet man vor allen größeren Hotels an der Nordküste, in der Bucht von Kéfalos, an den Stränden von Kardámena und am Paradise Beach. Sie bieten Gelegenheit zum Wasserskifahren, Windsurfen, Fallschirmgleiten, Jetskifahren und für Fun Rides. Möglichkeiten zum Cat-Segeln bestehen am Strand vor dem Hotel Caravia Beach östlich von Marmári sowie an der Bucht von Kéfalos. Das beste Surfrevier an der Nordküste liegt zwischen Marmári und Tigáki. Hier bietet die Winddüse zwischen dem Sandstrand und der gegenüberliegenden Insel Psérimos ein ideales Revier für alle Könnerstufen. Anfänger surfen am besten vormittags bei 2-4 Beaufort. Bei meist auflandigem Wind werden nachmittags durch thermische Verstärkung durchschnittlich 5-6 Windstärken erreicht, die ideal für Brandungseinsteiger sind. Hier bietet das Wassersportzentrum Caravia Beach | Tel. 2242041926 | Mobiltel. 6944558405 | oder Tel. 2242041291 (Hotelrezeption) | Mitte April-Okt. | www.caravia-wassersport.de, des Deutschen Holger Bründel und seines internationalen Teams Kurse im Windsurfen, Jollen- und Katamaransegeln und Wasserski an; Surfbrettverleih 14 Euro/Stunde, 35 Euro/Tag oder 130 Euro/Woche.

Yachtcharter

Segelyachten werden tage- und wochenweise vermietet, ein entsprechender Segelschein ist Bedingung. Es gibt einen kleinen Anbieter auf Kos und einen größeren auf der Nachbarinsel Kálimnos: Istíon, Marina Kos | Tel. 2242022195 | www.istion.com; Kálymna Yachting | Póthia | Tel. 2243024083 | Fax 2243029125 | www.kalymna-yachting.gr.


Mit Kindern reisen

Attraktionen für kleine Abenteurer

Die besten Ideen für gemeinsame Aktivitäten, bei denen der Spaß der Kleinen ganz groß sein wird

Kos ist für Familien mit Kindern ein problemloses Reiseziel. Die Kleinen sind immer und überall willkommen. Man macht allerdings nicht viel Aufhebens um sie, sondern lässt sie einfach selbstverständlich an fast allem teilhaben, was die Erwachsenen tun - und das bis weit nach Mitternacht.

Dinge wie Babynahrung, Windeln und frische Milch sind in größeren Supermärkten in großer Auswahl erhältlich. Zum Plantschen und Baden sind für Kinder, die noch nicht gut schwimmen können, die flachen Strände an der Nordküste viel besser geeignet als die Strände im Süden, an denen das Wasser schneller tief wird und oft auch eine leichte Brandung anrollt. Plantschbecken besitzen die meisten größeren Hotels. Und wer in einem Hotel oder einem Apartment ohne Pool wohnt, darf mit seinen Kleinen fast überall die Hotelpools benutzen, wenn er nur Getränke und Snacks an der Poolbar kauft. Kinderermäßigungen werden in Linienbussen, auf Schiffen und Ausflugsbooten sowie bei vielen Veranstaltungen bis zum Alter von 12 Jahren gewährt.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Kosreise

Anreise

Direkte Charterflüge verbinden Kos zwischen Mai und Oktober mit zahlreichen Flughäfen in den deutschsprachigen Ländern. Wer mit Linie oder einem Billigflieger reisen will, muss in Athen umsteigen,, spart dabei aber oft gerade in Ferienzeiten, wenn die Charterflieger Höchstpreise verlangen, viel Geld. Von Athens hochmodernem und sehr angenehmen Flughafen starten mehrmals täglich Jets nach Kos. Die Strecke wird von Olympic Airlines (www.olympicairlines.com), Athens Airways (www.athensairways.com) und Aegean Airlines (www.aegeanair.com) bedient. Taxis stehen am Flughafen in großer Zahl bereit. Der Land-See-Weg führt immer über Piräus, von wo täglich mindestens eine Autofähre nach Kos ausläuft. Diese Fähren fahren meist nachts und benötigen für die 370 km lange Strecke etwa 8-11 Stunden.

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Neue Mainzer Str. 22 | 60311 Frankfurt/Main | Tel. 069/2578270 | Fax 25782729 | info@gzf-eot.de; Opernring 8 | 1015 Wien | Tel. 01/5125317 | Fax 5139189 | grect@vienna.at; Löwenstr. 25 | 8001 Zürich | Tel. 012210105 | Fax 012120516 | eot@bluewing.ch

Banken & Geld

Euro können mit Maestro- oder Kreditkarte aus allen Geldautomaten der Banken gezogen werden. Reiseschecks werden in Banken und Postämtern eingelöst; mit der Sparcard der Post kann an vielen Geldautomaten Geld abgehoben werden. Öffnungszeiten der Banken: Mo-Do 8-14, Fr 8-13.30 Uhr

Busse

Linienbusse sind die wichtigsten und preiswertesten öffentlichen Verkehrsmittel auf der Insel. Für die längste Fahrtstrecke (Kos-Stadt-Kéfalos) zahlt man etwa 3,20 Euro. Genauere Angaben über alle Linienbusverbindungen finden Sie bei den jeweiligen Ortsbeschreibungen.

Camping

Wildes Zelten ist verboten, einen Campingplatz gibt es nicht.

Diplomatische Vertretungen

Auf Kos unterhalten die deutschsprachigen Länder keine Konsulate. Daher sind die Ansprechpartner bei Verlust des Personalausweises oder bei Problemen mit Polizei und Justiz die Botschaften in Athen.

Deutsche Botschaft

Odós Karaóli & Dimitrioú 3 | Athen | Tel. 2107285111 | Fax 2107251205 | www.athen.diplo.de

Österreichische Botschaft

Leofóros Vas. Sofías 4 | Athen | Tel. 2107257270 | Fax 2107257292 | athen-ob@bmaa.gv.at

Schweizer Botschaft

Odós Iassiou 2 | Athen | Tel. 2107230364 | Fax 2107249209 | www.eda.admin.ch/athens

Diskotheken

Griechische Diskotheken öffnen meist erst gegen 23 oder 24 Uhr. Eintritt wird nur selten verlangt, dafür sind die Getränke teuer (zum Beispiel kostet ein Longdrink etwa 5-7 Euro, eine kleine Flasche Bier 3-5 Euro).

Einreise

Zur Einreise genügt ein gültiger Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren müssen im Pass eines mitreisenden Elternteils eingetragen sein oder ihren eigenen Kinderpass mitführen.

Eintrittspreise

Zu allen staatlichen Museen und archäologischen Stätten haben Kinder und Jugendliche aus EU-Ländern sowie Studenten mit internationalem Studentenausweis freien Eintritt; Senioren ab 65 Jahre erhalten eine Ermäßigung.

FKK

FKK ist in Griechenland offiziell verboten, wird jedoch an abgelegenen Stränden vielfach praktiziert.

Foto & Film

Filmvorräte und vor allem auch Ersatzbatterien sollten mitgebracht werden, da sie auf den Inseln teuer sind und die Auswahl nicht so groß ist. Es gibt viele Fotogeschäfte, die binnen einer Stunde Farbfilme entwickeln. Sie brennen ebenso wie Internetcafés auch Foto-CDs von vollen Speicherkarten.

Gesundheit

Apotheken gibt es in allen größeren Orten der Insel. Sie sind im Allgemeinen gut bestückt, führen aber nicht immer Medikamente deutscher Herkunft.

Internet

www.culture.gr: offizielle Website des griechischen Kultusministeriums. Viel Infos und Fotos sowie Angaben zu aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreisen der staatlichen Museen und aller archäologischen Stätten; www.gnto.gr: offizielle Website der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr; www.griechische-botschaft.de: Homepage der griechischen Botschaft in Berlin mit Infos über Land und Leute; www.robby.gr: gute griechische Suchmaschine; www.ktel.org/kos: aktuelle Fahrpläne der Busgesellschaft der Insel; www.gtp.gr: Fahrplanauskünfte für den innergriechischen Schiffsverkehr, auch hilfreich bei der Hotelsuche; www.ekathimerini.com: e-Ausgabe der großen griechischen Tageszeitung Kathimerini (englisch); www.griechenland-zeitung.de: Homepage der einzigen deutschsprachigenZeitung Griechenlands. www.atraveo.de: Internetplattform für Ferienhäuser und -wohnungen von Reiseveranstaltern und Privatavermietern.

Internetcafés & Wlan

Internetzugang gibt es in allen Urlaubsorten. Besonders preisgünstig ist das Internetcafé Megabyte gegenüber der Touristeninformation in der Stadt Kos. WLAN, also drahtlosen Zugang zum Internet - auf Englisch Wi-Fi genannt - bieten auf Kos erst wenige Hotels, Bars und Tavernen. Fast immer werden Gebühren (3-6 Euro/Std.) verlangt. Oft ist der WLAN-Zugang in Hotels nur in der Lobby möglich.

Klima & Reisezeit

Die Saison dauert auf Kos von Mai bis Oktober. In der übrigen Zeit sind viele Hotels und die meisten Restaurants außerhalb der Inselhauptstadt geschlossen. Im Mai kann das Wasser zum Baden noch zu kühl sein, dafür blüht die Natur in diesem Monat am schönsten. Im Juli und August steigt die Quecksilbersäule tagsüber oft auf weit über 30 Grad an und sinkt auch nachts selten unter 20 Grad. Der Herbst bietet den Vorteil angenehm warmer Badetemperaturen, aber den Nachteil einer weitgehend verblühten und verbrannten Vegetation. Regen fällt in den Monaten Juni bis September kaum; dennoch sollten Sie für eventuelle Gewitterschauer eine leichte Regenjacke im Gepäck haben. Im Hochsommer wehen oft kräftige, manchmal auch kühle Winde, sodass man immer eine leichte Jacke oder einen leichten Pullover mit sich führen sollte.

Mietfahrzeuge

Fahrräder, Mopeds, Motorroller, Motorräder und Autos kann man in allen Urlaubsorten in großer Auswahl mieten. Auch Jeeps und Cabrios stehen zur Verfügung.

Post

Postämter gibt es in allen Städten und größeren Dörfern. Sie sind montags bis freitags von 7.30-15 Uhr geöffnet. Die Postlaufzeit nach Mitteleuropa beträgt meist 2-3 Tage.

Preise

Das Preisniveau entspricht in etwa dem deutschen. Übernachtungen, öffentliche Verkehrsmittel und Benzin sind deutlich preiswerter, Lebensmittel deutlich teurer.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre Schrift, die weit über 2500 Jahre alt ist. Für Aufschriften und Ortsschilder wird häufig zusätzlich unsere lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es sehr hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Die richtige Betonung ist für das Verstandenwerden äußerst wichtig. Betont wird immer der Vokal, der den Akzent trägt. Schwierigkeiten macht die Transkription griechischer Buchstaben in lateinische. So kann es vorkommen, dass ein und derselbe Ortsname im Ort und in seiner Umgebung in drei oder vier verschiedenen Versionen auftaucht. Da ist dann beim Suchen und Lesen ein wenig Pfadfindergeist gefragt.

Strom

220 Volt Wechselstrom, die bei uns üblichen Stecker passen meistens.

Taxis

Auf der Insel Kos sind etwa 70 Taxis im Einsatz. Sie sind mit Taxametern ausgerüstet. Man kann sie auf offener Straße anhalten, an Halteplätzen besteigen oder gegen ein Aufgeld von ca. 3 Euro telefonisch rufen lassen. Die Preise sind staatlich festgesetzt und vergleichsweise niedrig. So zahlt man für die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum von Kos nur etwa 30 Euro.

Telefon & Handy

Die Telekommunikationsgesellschaft OTE unterhält in allen Städten und Inselhauptorten Büros, von denen aus man telefonieren kann. Telefonkarten für 100 Einheiten sind in den OTE-Büros und an vielen Kiosken erhältlich. Telefonate aus Hotels sind teuer. Mobiltelefone sind in Griechenland weit verbreitet, die Flächenabdeckung ist sehr gut.

Trinkgeld

Handhabung wie auch bei uns üblich; mindestens aber 50 Cent geben, wenn man nicht beleidigend sein möchte.

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns. Die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit erfolgt in allen EU-Staaten zum gleichen Termin.

Zeitungen

Ausländische Tageszeitungen sind meist noch am Erscheinungstag erhältlich. In Griechenland erscheint mittwochs die deutschsprachige Wochenzeitung Griechenland-Zeitung.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch können von Bürgern der Mitgliedsstaaten der EU zollfrei ein- und ausgeführt werden. Für Schweizer Staatsbürger gelten andere Obergrenzen, nämlich 200 Zigaretten und 1 l Spirituosen sowie 2 l Wein.

Kaffee

1,50 Euro für eine Tasse Mokka

Bier

3 Euro für einen halben Liter

Imbiss

2,10 Euro für einen Gýros

Strand

4-6 Euro für 2 Liegestühle

Benzin

1,10 Euro für einen Liter Super

Taxi

1,36 Euro pro Kilometer


Unser Insider

MARCO POLO Insider Klaus Bötig im Interview

Klaus Bötig lebt in Bremen und verbringt jährlich etwa sechs Monate auf Recherchereisen durch Griechenland, Zypern und Malta.

Was verbindet Sie mit Kos?

Auf Kos war ich 1974 zum ersten Mal. Damals gab es hier noch so gut wie keinen Tourismus. 1985 kehrte ich dann erstmals nach Kos zurück: die touristische Erschließung der Insel hatte begonnen. Zuerst mochte ich sie überhaupt nicht - heute bin ich Ehrenbürger der Insel. Seit 1985 besuche ich Kos jährlich mindestens einmal.

Was reizt Sie an dieser Insel?

Kos ist nach Kreta, Rhodos und Korfu Griechenlands bedeutendstes Touristenziel. Erstaunlicherweise gibt es noch immer viele fast menschenleere Sandstrände und einige wenige Dörfer abseits der Küsten, die nicht vom Fremdenverkehr geprägt sind. Hinter der geschäftigen Fassade zeigen die Koer viel Menschlichkeit, gute Freunde findet man hier leicht.

Wie kommen Sie an Ihre Infos?

In Griechenland verbringe ich alljährlich fünf bis sechs Monate, übers Jahr verteilt. Jeder Tag in Griechenland ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen ein Arbeitstag - anders würde mir das Leben gar keinen Spaß machen. Kos und seine Nachbarinseln kenne ich nicht nur als Momentaufnahme, sondern in seiner Entwicklung über die letzten Jahrzehnte hinweg. Ich kenne dort viele Menschen vom Bauern bis zum Politiker, da bekomme ich auch viele Insider-Informationen. Griechische Freunde rufen mich regelmäßig an und berichten mir vom Dorfklatsch, auch in Internet-Communities finde ich Infos aus erster Hand.

Wo und wie leben Sie genau?

Ich lebe meist in, ziemlich für und überwiegend von Griechenland. Außer Reiseführern schreibe ich auch für Fachzeitschriften und Magazine, Tageszeitungen und Bordjournale - und blogge bei www.germanblogs.de im Reiseblog sowie bei www.artestravel.de. Das alles als Freiberufler - mein Leben lang. Ich bin ein leidenschaftlicher Reisender und unendlich neugierig.

Mögen Sie die griechische Küche?

In Griechenland ja, in Deutschland nein. Auf Kos schätze ich vor allem die eher ländlichen Tavernen abseits der Küste. Besonders gern esse ich bei den koischen Moslems im Dorf Plataní: da sind zumindest manche Gerichte leicht scharf. Klasse finde ich - obwohl leidenschaftlicher Fleischesser - auch die vielen vegetarischen Angebote: zum Beispiel die gebratenen Zucchini- und Auberginenscheiben oder die kleinen Tomatenfrikadellen. Auch frischer Fisch ist lecker - nur leider recht teuer.


Bloß nicht

Einige Dinge, die Sie bei Ihrem Kosaufenthalt beachten sollten

Antiken rauben

Ihre Altertümer wollen die Griechen für sich behalten. So ist es sogar verboten, Tonscherben an antiken Stätten auch nur aufzuheben.

Bodrum billig buchen

Am Hafen werden Türkeiausflüge inklusive Stadtrundfahrt in Bodrum schon für 10 Euro angeboten. Der Haken: Die fast zweistündige Stadtrundfahrt führt fast nur zu Teppichhändlern und in Einkaufszentren, wo der Veranstalter hohe Provisionen kassiert.

Ungefragt fotografieren

Viele Griechen lassen sich gern fotografieren, hassen aber Urlauber, die sich wie Jäger aufführen. Bevor Sie auf den Auslöser drücken, sollten Sie daher mit einem Lächeln das Einverständnis des zum Motiv Auserkorenen einholen.

Feuer entfachen

Die Waldbrandgefahr auf Kos ist groß. Raucher werden daher um besondere Vorsicht gebeten. Eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe kann eine Katastrophe auslösen.

Schlechte Ikonen kaufen

Anstelle von „echten“ Ikonen, die auf alt getrimmt sind, kauft man besser neue in der Werkstatt eines heimischen Ikonenmalers.

Verkehrsregeln missachten

Der griechische Bußgeldkatalog für Verkehrssünder ist drastisch. Wer falsch parkt, zahlt ab 60 Euro, wer ein Rotlicht überfährt 700 Euro.

Ausrutschen

Auch auf kleinen Wanderungen sollten Sie keine Sandalen, sondern mindestens Turnschuhe tragen. Die Wege sind oft steinig und rutschig; außerdem gibt es Schlangen. Sie sind zwar selten und scheu, aber man weiß ja nie.

Mittags stören

Zwischen 14 und 18 Uhr halten viele Griechen Mittagsruhe. In dieser Zeit sollte man sie auf keinen Fall privat anrufen.

Fisch blindlings bestellen

Frischer Fisch ist in Griechenland unverschämt teuer. Er wird oft nach Gewicht verkauft. Man sollte sich den Kilopreis nennen lassen und beim Auswiegen möglichst dabei sein, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Autos ohne Preisvergleich mieten

Gerade bei Mietwagenangeboten lohnt es sich, die Preise zu vergleichen. Hotels und Reiseleiter kassieren oft Provisionen für die Vermittlung; Sie erkundigen sich daher besser bei den Vermietern direkt.

Copyright: www.marcopolo.de
 

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