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City-Info

Kopenhagen, die Stadt mit Lebenslust, Charme und königlicher Tradition

[+] Klick auf Bild - Kopenhagen: für jeden Touristen ein Erlebnis. (Foto: Christian Alsing/Wonderful Copenhagen, Titelbild: Cees van Roeden)

Was den Franzosen das „Savoir vivre“, ist den Dänen ihre „Hygge“. Dieses eigentlich nicht übersetzbare „gemütlich-gute“ Gefühl ist selbst in den größten Städten zu spüren. Kopenhagen bewahrte sich trotz der zunehmenden Geschäftigkeit mit vielen Parks und großen, aber sehr gepflegten Fußgängerzonen einen entspannten Charme. Die Stimmung ist ausgesprochen friedlich und man kann nachts bedenkenlos durch die Parks der Stadt schlendern – Kopenhagen gehört wohl nicht nur zu den sichersten Hauptstädten der Welt, sondern auch zu den charmantesten. In und um die Stadt herum entstanden in den vergangenen Jahren eindrucksvolle Kulturbauten, die mit ihrer futuristischen Architektur spannende Akzente setzen. Die neue Oper auf der Militärinsel Holmen oder das Arken Museum, das Staatliche Kunstmuseum sowie das Dänische Design Zentrum genießen mit ihren Aufführungen und Sammlungen Weltruf. Mit Kunst, Kultur und Atmosphäre ist Kopenhagen also mehr als eine Stippvisite wert. Die Ahnen der sympathischen Königin Margarethe II. sorgten in den vergangenen 600 Jahren Monarchie dafür, dass es genug feudale Gärten, Schlösser und Museen gibt. Dänemarks größte Insel Seeland (Sjælland), auf der Kopenhagen liegt, ist zwar rundum vom Meer umgeben, in dem man baden, surfen oder fischen kann, das nächste Festland, Schweden oder Deutschland, ist jedoch nur einen Katzensprung entfernt. So gibt es ein Gefühl von insulanem Stolz, aber nicht von abgeschiedener Weltfremdheit.

Daten & Fakten

Fläche
Innenstadt: 88 qkm
gesamte Stadt: 455,61 qkm
Einwohnerzahl: 1.084.885 (2007)
Land: Dänemark
Zeitzone: UTC +1:00
Telefon Code: Landesvorwahl +45

SEHENSWERTES

[+] Klick auf Bild - Wer möchte, kann sich in Christianshavn ein Ruderboot mieten. (Foto: Christian Alsing/Wonderful Copenhagen)

Christianshavn
Die alte Hebebrücke, die Knippelsbro, verbindet die Schlossinsel Christiansborg mit dem südlichen Stadtteil. König Christian IV. ließ diese Stadt vor seinem Schloss und Kriegshafen aus strategischen Gründen bauen, um Kopenhagen vor Angriffen von der Seeseite besser schützen zu können. Heute ist Christianshavn ein äußerst spannender und abwechslungsreicher Stadtteil mit den höchsten Mietpreisen ganz Kopenhagens. Viele der alten Lagehäuser wurden restauriert, an den Kais liegen Hausboote, und wer möchte, kann sich für eine Rundfahrt ein Ruderboot mieten.

Die Altstadt
Die Altstadt ist bequem zu Fuß zu erkunden. Geschäfte, Museen und Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander. Wer keine Lust auf platte und schmerzende Füße hat, erkundet die Stadt ganz einfach auf dem Wasser. Einmalig sind die Fahrten mit den Kanalbooten durch die historische Altstadt, von der Schlossinsel zum Nyhavn, hinüber zur Meerjungfrau und zum Stadtteil Christianshavn. Zu- und Aussteigen ist an vielen Stellen möglich.
Ticketverkauf: Nyhavn 2 oder Gammle Strand 26

Die kleine Meerjungfrau
Wer einen Blick auf die berühmteste Skulptur Kopenhagens ergattert, kann sich glücklich schätzen: Die kleine Meerjungfrau von Edward Eriksen nach Hans Christian Andersens Märchenfigur ist die Touristenattraktion schlechthin. Die vom Brauer und Kunstmäzen Carl Jacobsen in Auftrag gegebene und am 23. August 1913 eingeweihte, nur 1,25 Meter große Kleine Meerjungfrau des Kopenhagener Bildhauers Edvard Eriksen ist das Wahrzeichen der Stadt. Eriksen hatte für die Titelfigur des Märchens von Hans Christian Andersen das Gesicht der damals in Kopenhagen berühmten Primaballerina Ellen Price und den Körper seiner Frau Eline als Vorlage benutzt.
Adresse: Uferpromenade der Langelinie

[+] Klick auf Bild - Herrschaftlich hebt sich das Schloss in der schönen Umgebung ab. (Foto: Cees van Roeden/Wonderful Copenhagen)

Christiansborg Slot
Zwischen den Fußgängerzonen und dem Inderhavn erstreckt sich einer der wichtigsten Touristenmagneten der Stadt, das Christiansborg Slot. Dieses Gebäude, das seit 1918 Sitz des Parlaments ist, befindet sich an der Stelle von Bischof Absalon im Jahre 1167 erbauten ersten Burg Kopenhagens und bildet den Grundstein für das heutige Kopenhagen. Der Ort wurde immer wieder zerstört oder wieder aufgebaut, erweitert, den jeweiligen architektonischen Moden angepasst und zur königlichen Residenz erkoren. Heute ist Christiansborg eine krude Mixtur aus diesen Zeiten, sowohl inhaltlich als auch architektonisch. Das dänische Parlament und der oberste Gerichtshof tagen hier genauso wie die königliche Familie Gäste in ihren Audienzräumen empfängt. Man kann die bischöflichen Ruinen ebenso wie die königlichen Stallungen mit alten Kutschen und Pferdegeschirr besichtigen, an der Reiterbahn liegt das 1922 eröffnete Theatermuseum.
Neben dem Schloss befindet sich die Königliche Bibliothek Dänemarks, die Nationalbibliothek.

Adresse: Christiansborg Slotsplads

Nyhavn
Eine herausragende Sehenswürdigkeit ist der neue Handelshafen Nyhavn – die Straße, auf beiden Seiten des gleichnamigen Hafenarms von schmucken Giebelhäusern gesäumt, bildet das gastronomische Zentrum in Kopenhagen. Einige der bunten Häuser haben bis heute ihr typisches Aussehen mit Lastenkran im Giebel bewahrt, zeigen markante Hausschilder über den Eingängen oder große Symbole von Handel und Seefahrt. Die bunten Oldtimer-Boote zieren sogar den ein oder anderen Reiseführer und Werbeprospekt. Am westlichen Ende der Straße befindet sich der Königliche Neue Markt (Kongens Nytorv). Von diesem größten und wichtigsten Platz der Stadt führen sternförmig ein gutes Dutzend Straßen in alle Richtungen.

Frederikskirken
Die Frederikskirche (Frederikskirken), auch Marmorkirche genannt, ist ein 1794 von Nicolai Eigtved entworfenes, Gotteshaus mit einer 45 Meter hohen, freskengeschmückten Kuppel – eine der größten Europas und ein Ebenbild des Petersdoms in Rom. Im Innern sind Denkmäler bedeutender kirchlicher Persönlichkeiten, wie Moses oder Martin Luther, ausgestellt. Unmittelbar neben der Kirche liegt das Schloss Amalienborg, in dem die Königin lebt. Es wurde von 1749 bis 1760 errichtet und besteht aus vier gegenüberliegenden Palästen. In der Mitte des großen, achteckigen Schlossplatzes, Amalienborg Plads, steht das Reiterstandbild Frederiks V. Jeden Mittag um Punkt 12 Uhr findet hier die Wachablösung der Garde statt.

[+] Klick auf Bild - Der schönste Ort in Frederiksberg: der Park. (Foto: Ireneusz Cyranek/Wonderful Copenhagen)

Frederiksberg
Frederiksberg ist eine von Kopenhagen umschlossene selbstständige Stadt mit 90.000 Einwohnern und eigenem Bürgermeister, die Anfang des 19. Jahrhunderts um die königliche Sommerresidenz Frederiksberg Slot entstand. Viele schnuckelige Geschäfte säumen die Straßen und Alleen, Herrenhäuser und gemütliche Restaurants prägen das gemütliche Viertel. Der schönste Ort ist der königliche, 1697 angelegte Park am Schloss, zu dem die Öffentlichkeit seit 1800 freien Zugang hat. Dort kann man Ruderboote ausleihen und unter Linden schlendern. Gut kombinieren lässt sich Frederiksberg mit dem Besuch in einem der größten Zoos Europas, der für die Tiere eine naturgerechte Umgebung erhält. 

Adresse: Roskildevej/Pile Allé/ Allégade

Freistadt Christiania
Die Freistadt Christiania entwickelte sich in den 1970er-Jahren zu einem Hippiezentrum und bietet auch heute noch ein vielfältiges kulturelles Angebot und reges Leben. Die individualistisch-pittoreske Architektur und die Stadtanlage sind Ausdruck der dort vertretenen alternativen Lebensform. Von ehemals einigen Tausend Hippies, Aussteigern, Anarchisten und sonstigen Lebenskünstlern blieben heute rund 800 Menschen, teils nunmehr in der zweiten und dritten Generation. Dennoch schotten sich die Bewohner nicht von der Gesellschaft ab, viele Christianitter arbeiten außerhalb der Siedlung, bezahlen ihre Steuern an den dänischen Staat – und zugleich einen Anteil an die eigene Verwaltung. Überhaupt ist das Leben in Christiania heute stärker konsumorientiert, als es den ursprünglichen Idealen der Hippie-Bewegung entsprach. Es gibt sogar eine eigene Währung, LØN (Lohn). Tagsüber kommen unzählige Tagesbesucher, um Cafés und andere Geschäfte zu nutzen, oder um in der Grünen Oase die Seele baumeln zu lassen.

Børsen
Auf Slotsholmen, direkt gegenüber von Christiansborg, liegt das wohl schönste Gebäude Kopenhagens, die Børsen. Die städtische Handelskammer ist heute in dem Renaissancebau untergebracht, der zwischen 1619 und 1640 entstand. Mit seinem 54 Meter hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschwänzen, einer mit Statuen und Sandstein-Verzierungen geschmückten Fassade, ist er ein Wahrzeichen der Stadt.

Adresse: Børsgade/Slotsholmen

[+] Klick auf Bild - Der älteste Freizeitpark der Welt: der Tivoli. (Foto: Wonderful Copenhagen)

Tivoli
Das Tivoli, der älteste Freizeitpark der Welt, ist zweifelsohne einer der größten und beliebtesten Attraktionen Kopenhagens. Vergnügen bietet der Rummelplatz ebenso für Verliebte wie für erlebnisfreudige Gruppen. Der Jahrmarkt ist mit uralten Karussellen, neuestem Hightech-Gerät für Todesmutige und unzähligen Buden ausgestattet. Über 30 Restaurants vom „Wikinger Grillmahl“ bis zur „Haute Cuisine“ sorgen für das leibliche Wohl. Abends bieten Ballett, Oper oder Theater, Klassik-, Jazz- und Rockkonzerte ein spannendes Unterhaltungsprogramm.

Adresse: Vesterbrogade 3

Botanisk Have – Botanischer Garten
Wer die Stadt erkundet, die Museen gesehen und im Meer gebadet hat und sich nach Ruhe sehnt, sollte den 130 Jahre alten Botanischen Garten besuchen. Zwischen den Sumpf-, Heide- oder Dünenbiotopen lädt er zum Flanieren ein. Naturliebhaber können im Alpengarten Gebirgsluft schnuppern oder bei Regen in einem der Treibhäuser die tropischen und subtropischen Pflanzen bestaunen.

Adresse: Gothersgade 128

EINKAUFEN

Shopping nach Lust und Laune in der Strøget, Europas größter Fußgängerzone, die gleich beim Rathaus beginnt und fast geradlinig bis zum Nyhavn führt. Vertreten ist hier alles, was Rang und Namen hat: königliches Porzellan, Schmuck aus Bernstein, Silberarbeiten, Einrichtungsgegenstände im dänischen Design oder erlesene Musikanlagen. Antiquitäten bieten die Kellerlokale in der parallel verlaufenden Lædererstræde und die großen Geschäfte in der Bredgade. Junge Läden im Multi-Kulti-Viertel Nørrebro geben dem Einkaufsvergnügen einen exklusiveren Touch. Neben einem indischen Hippiegeschäft und einem Punkplattenladen findet man hier Designerkleidung, die den Geldbeutel nicht allzu sehr schrumpfen lassen. Wer sich für Möbel, Leuchten oder Küchengerät interessiert, kommt an Illums Bolighus nicht vorbei. Hier stellen dänische Designgrößen wie Georg Jensen, Arne Jacobsen und Louis Poulsen neben internationalen Marken wie Vitra Design Museum und Alessi ihre geschmackvollen Waren aus.

ESSEN / TRINKEN

Smørrebrød, Hot Dog, Hering und Geräuchertes sind die kulinarischen Spezialitäten der dänischen Küche. Smørrebrød ist die berühmte Nationalspeise, die nach alten Rezepten zubereitet wird. Grobes Roggenbrot belegt mit rohem Lachs, Krabben, Seehasenrogen oder Frikadellen, veredelt mit Saucen und garniert mit Salat oder Limette ist ein Muss für jeden Gast. Ebenso typisch dänisch ist der Hot Dog – gegrillt oder gekocht werden die Würste kunstvoll zugedeckt mit einem Streifen Mayonnaise, Ketchup und Senf sowie gerösteten und rohen Zwiebeln und Gurkenscheiben. Auf jeden dänischen Mittagstisch gehört der Hering in verschiedenen Variationen – mariniert, mit Tomate, Curry, Sherry oder Kräutern.

Die Hauptmahlzeit in Dänemark ist das so genannte „middag“, das Abendessen, zu dem sich die ganze Familie trifft. Serviert wird, was Land und Meer hergeben: Fisch in allen Variationen, Kalb-, Schweine- und Rindfleisch, Brot, Käse und frisches Gemüse. Weil die dänische Küche kalorienreich und fett sein kann, ist es empfehlenswert, nach alter dänischer Sitte nach dem Essen einen Schnaps als Verdauungshilfe zu trinken.

Kopenhagen bietet kulinarisch alles vom Sternelokal mit internationalem Renommee über das angesagte Café bis hin zum urigen Brauhaus. Ein Hinweis: Viele Restaurants haben in Kopenhagen sonntags geschlossen.

DER BESONDERE TIPP

Kommunikation wird in Dänemark groß geschrieben: ansprechen, ansprechen und noch einmal ansprechen. Die Dänen sind so aufgeschlossen, dass es lohnenswert ist, wenn man seine (typisch deutsche) Scheu vor anderen Menschen vergisst. Sei es die Frage nach dem Weg zur kleinen Meerjungfrau oder nach einem Restaurant-Tipp – helfen ist hier eine Freude und wird gerne angeboten. Übrigens wird in Dänemark auch sehr gerne Deutsch gesprochen, weil Deutsch in der Schule schon früh ein Pflichtfach ist.

TOURISTEN-INFO

Touristeninformation

Bernstorffsgade 1
1577 København V

Tel. +45 33 111325
Fax +45 33 934969

www.visitcopenhagen.com

 
Empfehlenswert ist das Monatsheft „Copenhagen this week“, das auch in Cafés und Kneipen ausliegt.


Dänisches Fremdenverkehrsamt

Glockengießerwall 2,
D-20095 Hamburg

Tel. 040 320210,
Fax 040 32021111