City-Infos
Die „Perle der Ägäis“ liegt am Golf von Izmir. Das Klima ist mild, im Sommer schwächt eine erfrischende Meeresbrise die Hitze ab. Hinter der Uferpromenade, die von Palmen gesäumt ist, erstreckt sich hügeliges Land. Izmir ist die drittgrößte Stadt mit dem zweitgrößten Hafen der Türkei. Das Leben in dieser kosmopolitischen Stadt gewinnt während der internationalen Festspiele (Juni/Juli) und der internationalen Messe (August/September) an besonderer Intensität.
Doch auch die Umgebung ist mehr als sehenswert: Die Ägäisküste mit ihren von Nadelwäldern, Felsen und Olivenhainen gerahmten Buchten zählt zu den schönsten Landschaften der Türkei, mit ihren idyllischen Fischerhäfen, modernen Ferienorten und prachtvollen Hinterlassenschaften alter Zivilisationen aus über fünf Jahrtausenden bietet sie Naturliebhabern, Sonnenanbetern, Segel-, Sport- und Fotofreunden sowie Geschichtsbegeisterten ideale Urlaubsmöglichkeiten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.
Wer sich für Geschichte allgemein und speziell der Stadt und ihrer Region interessiert, findet in Izmir zahlreiche Anlaufpunkte. Einer davon ist das archäologische Museum in der Nähe des Konak-Platzes: Es beherbergt eine ausgezeichnete Sammlung von Werken aus der Antike, darunter die Statuen von Poseidon und Demeter, die ursprünglich auf der Agora gestanden haben. Gleich nebenan befindet sich das ethnologische Museum mit volkskundlichen Exponaten, Bergama- und Gördes-Teppichen, Trachten und Kamelzaumzeug. Auf der Atatürk Caddesi ist außerdem in einem alten Izmirer Haus, in dem einst Atatürk, der Gründer der türkischen Republik gewohnt hat, ein Atatürk-Museum mit Fotos und Besitztümern des Staatsmannes eingerichtet worden.
Izmir ist darüber hinaus von zahlreichen historischen Stätten und Denkmälern geprägt. Überaus bekannt ist St. Polycarp, eine der sieben Kirchen der Apokalypse und die älteste Kirche in Izmir. Das heute zu sehende Gebäude stammt aus dem Jahr 1620 und wurde über den Fundamenten der ersten Kirche errichtet. St. Polycarp war ein christlicher Märtyrer, der 155 n.d.Zw. im Alter von 86 Jahren von den Römern auf den Scheiterhaufen gestellt wurde, wo er jedoch nicht verbrannte, sondern zu Tode gefoltert wurde.
Das Wahrzeichen von Izmir, der „Saat Kulesi“ (Uhrturm), steht auf dem Konak-Platz im Zentrum der Stadt. Er wurde im Jahr 1901 im spätosmanischen Stil erbaut und ist ein Geschenk des Sultans Abdülhamid an die Stadt.
Seinem Namen alle Ehre macht das jüdische Stadtviertel Asansör (Ascenseur): Ein 51 Meter hoher, im 19. Jahrhundert errichteter Aufzug (Ascenseur), der dem Viertel seinen Namen gab und wieder in Betrieb gesetzt worden ist, verbindet eine tiefliegende Straße mit der darüberliegenden. Zum Eingang des Fahrstuhls führt die Dario-Moreno-Gasse, auf der Terrasse des Aufzuggebäudes befindet sich ein Restaurant, das dem Besucher eine herrliche Aussicht auf Izmir bietet. Darüber hinaus ist das Viertel von vielen liebevoll restaurierten Häusern geprägt.
Auf dem Cumhuriyet Meydani (Platz der Republik) steht das Atatürk-Denkmal, das Atatürk zu Pferd und auf das Meer zeigend darstellt. Das Monument wurde im Jahr 1933 errichtet und erinnert an die Befreiung der Stadt durch die türkische Armee.
Die größte und bedeutendste Moschee der Stadt ist die Hisar-Moschee im Stadtviertel Kemeralti, die im 16. Jahrhundert gebaut und im 19. Jahrhundert restauriert wurde. Insbesondere die Kanzel, die von hoher handwerklicher Kunst zeugt, ist sehenswert. Im selben Viertel stehen außerdem noch die Moscheen Salepçioglu (Anfang 20. Jahrhundert), Sardivan (17. Jahrhundert, restauriert im 19. Jahrhundert), Kemeralti (17. Jahrhundert) und Yali. Letztere wurde 1854 gebaut und ist eigentlich ein Mesdschit in klassischer osmanischer Bauweise. Tür- und Fensterrahmen sind mit türkisfarbenen Kacheln geschmückt. Wer sich in Izmir vom städtischen Trubel erholen möchte, braucht übrigens ebenfalls nicht lange zu suchen: Zahlreiche Parkanlagen bieten Entspannung.
In den verwinkelten Gassen des Kemeralti-Viertels kann man faszinierende Antiquitäten, Juwelen, ein reichhaltiges Sortiment Bekleidungsartikel sowie die weltberühmten Izmir-Spezialitäten – getrocknete Feigen und Sultaninen – erstehen. Interessante Einkaufsmöglichkeiten bieten sich auch in der Havra-Sokak, elegante Geschäfte liegen am „Kordon“ (Uferpromenade), in Karsiyaka und auf der Cumhuriyet Caddesi.
In den Fischrestaurants des Kemeralti-Viertels und in Alsancak werden lokale Fischspezialitäten wie „trança“ und „çipura“ serviert. Hervorragender regionaler Wein und exzellente Meeresfrüchte tragen zum Geschmackserlebnis bei.
Izmir ist seit vielen Jahren ein kulturelles Zentrum und verfügt über eine breite Palette kultureller Ereignisse, die im Städtischen Kulturzentrum und an den staatlichen und privaten Bühnen zur Aufführung kommen. So genießt die Izmirer Ägäische Philharmonie internationales Ansehen; das internationale Kultur- und Kunstfestival, in dessen Rahmen zahlreiche Vorstellungen türkischer und ausländischer Künstler sowohl in Izmir als auch in der Umgebung der Stadt – so zum Beispiel im antiken Theater in Ephesos – stattfinden, steigert die kulturelle Bedeutung der Stadt von Jahr zu Jahr.
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