City-Info Istanbul

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Sehenswertes

Eine Entführung ins Serail

Byzanz und Osmanisches Reich: Beide Imperien haben in İstanbul unvergängliche Werke hinterlassen

Die Frage „Was schauen wir uns an?“ zu beantworten fällt in İstanbul deshalb so schwer, weil die Auswahl riesengroß ist.

In fast 3000 Jahren, in denen die Stadt als Byzanz, Konstantinopel und später als İstanbul Hauptstadt von Weltreichen war, sind kaum zählbare Bau- und Kulturdenkmäler entstanden. Angefangen bei byzantinischen Zeugnissen, von denen bis heute mehr als nur die weltberühmte Hagia Sophia vorhanden sind, über die 3000 Moscheen, Hunderte von Palästen, Sommerhäusern und Burgen der Osmanen bis zu armenischen, orthodoxen und selbst protestantischen Kirchen und Synagogen ist fast alles zu besichtigen, was die Fundamente abendländischer Kultur berührt.

Die Gotteshäuser, Paläste und andere Sehenswürdigkeiten sind über die ganze Stadt verteilt, häufen sich aber eher auf der europäischen Seite. Die İstanbuler „Museumsinsel“ ist Sultanahmet mit dem Topkapı-Palast, der Hagia Sophia und anderen herausragenden Objekten. Auch der Große Basar befindet sich in Gehentfernung - ein Erlebnis für alle Sinne, bei dem man starke Nerven behalten muss, denn die Anmache ist für die Touristen regelrecht eine Zumutung.

Große, alte Gemäldegalerien gibt es in İstanbul, der Stadt byzantinischer und islamischer Bilderverbote, nicht. Stattdessen floriert der private Museumsmarkt: Mit İstanbul Modern hat sich am Hafen ein großartiges Museum zeitgenössischer Kunst etabliert. Das Sabancı-Museum am Bosporus macht mit spektakulären Ausstellungen wie Picasso, Rodin oder Dschingis Khan von sich reden. Und das Pera-Museum ist ein museales Kleinod mit zeitgenössischer Kunst, aber auch archäologischen Exponaten.

Doch İstanbul ist kein Museum. Gerade das Miteinander unterschiedlichster Lebensformen macht den Reiz İstanbuls aus. Von der Altstadt, in deren heutigen Zentren Fatih (europäisch) und Üsküdar (asiatisch) sich hauptsächlich fromme Muslime niedergelassen haben, über die verarmten Minderheitenviertel am Goldenen Horn bis zu den modernen Wohnorten um den Taksim-Platz liegen Welten.

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor! Kulturdenkmäler wie der Topkapı-Palast oder die Hagia Sophia sind einen mehrstündigen Besuch wert. Bedenken Sie auch die Wege. Am besten, Sie entscheiden sich für einen Bezirk und verbringen den Tag dann zu Fuß dort. Die meisten Sehenswürdigkeiten wie Paläste oder Moscheen liegen auf der Achse Sultanahmet-Beşiktaş. Hier fährt eine Straßenbahn von Beyazit am Großen Basar über das Goldene Horn bis zum Dolmabahçe-Palast. Die İstanbuler Busse sind vor allem im Sommer nicht zu empfehlen. Das bequemste Verkehrsmittel sind Taxen.

Stadtrundfahrten bietet Plantours an (Cumhuriyet Caddesi, 131/1 | Elmadag | Tel. 0212/2347777 | www.plantours.com). Die Doppeldecker fahren gegenüber der Hagia Sophia ab (tgl. 11/14/17 Uhr | Dauer ca 2,5 Stunden | 20 Euro). Auch die städtische Busgesellschaft bietet touristische Ringfahrten im offenen Doppeldecker an. Die Tour beginnt am Sultanahmet-Platz und kostet 15 Euro (Sa, So und an Feiertagen 17 Euro). Man kann am selben Tag beliebig oft ein- und aussteigen.

Sehenswertes

Stadtviertel

Archäologisches Museum/Arkeoloji Müzesi

Das archäologische Museum unterhalb des Topkapı-Palastes wurde vor allem gebaut, um ein herausragendes Fundstück angemessen ausstellen zu können: den Alexandersarkophag, den türkische Archäologen in Sidon im heutigen Libanon fanden. In dem Sarkophag wurde zwar nicht Alexander der Große, sondern ein libanesischer König bestattet. Aber Alexander ist hier in einer sehr alten, einzigartig erhaltenen Form dargestellt. Der weltberühmte Sarkophag stammt aus dem Jahr 310 v. Chr., ist völlig unzerstört und zeigt in wunderbaren Marmorreliefs den Kaiser bei einer Löwen- und Pantherjagd.

Blaue Moschee/Sultanahmet Camii

Auf den ersten Blick ist sie die beeindruckendste Moschee der Stadt. Über drei Stufen steigen die Kuppeln gen Himmel, und kein anderes islamisches Gotteshaus außer der heiligen Moschee in Mekka hat sechs Minarette. Um diesen Frevel zu sühnen, musste in Mekka ein zusätzliches Minarett errichtet werden. Die so genannte Blaue Moschee wurde von Mehmet Ağa, einem Schüler des Meisters Sinan, zu Beginn des 17. Jhs. gebaut und riss ein tiefes Loch in die Staatskasse. Für die Nachwelt hat sich der Aufwand allerdings gelohnt. Bereits die Vorhöfe der Moschee, vis-à-vis der Hagia Sophia gebaut, beeindrucken durch ihre Größe. Im Innern dominieren die blauen Kacheln, der rote Teppich und die riesigen Leuchter, die aus der Kuppel herabhängen. Aus einigen der 260 Fenster - viele von ihnen sind bunt verglast - schaut man auf das Marmarameer oder in einen hübschen Moscheengarten.

Hagia Sophia/Ayasofya

Wie eine Kröte mit hoch gewölbtem Rücken und dicken Beinen hockt die Hagia Sophia, die „Kirche der Heiligen Weisheit“, über der Altstadt von İstanbul. Mit ihrem rötlich schimmernden Mauerwerk und den später in osmanischen Zeiten angebauten vier Minaretten gehört das gut 1400 Jahre alte Monument immer noch zu den prägenden Erscheinungen der İstanbuler Silhouette und ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt.

Hippodrom/At Meydani

Was das Kolosseum für Rom, war das Hippodrom für Byzanz - der Ort, an dem das Volk durch Spiele und Wagenrennen bei Laune gehalten und, wenn das misslang, auch mal niedergemetzelt wurde. Die Arena soll rund 100000 Menschen Platz geboten haben. Von den hoch aufragenden Rängen des Hippodroms ist heute fast nichts mehr übrig außer den Säulen, die Konstantin auf die so genannte spina, das lange Podest in der Mitte der Rennbahn, stellen ließ.

Mosaikmuseum/Mozaik Müzesi

Die restaurierten Mosaiken des byzantinischen Kaiserpalastes sind an Ort und Stelle zu einem Museum umgebaut worden. Die am besten erhaltenen Fußbodenmosaike zeigen Jagd- und Hirtenszenen. Das Museum wurde mit österreichischen und deutschen Sponsorengeldern neu aufgebaut. | Do-Di 9.30-17 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro | Kabasakal Caddesi, hinter dem Arasta-Markt (Sultanahmet)

Die Münze/Darphane-i Amire

Die alte Münze von 1727 liegt unterhalb des Topkapı-Palastes gegenüber dem Archäologischen Museum. Sie ist auch vom Gülhane-Park aus zugänglich. Das Areal wurde durch einen Geschichtsverein teils wiederhergestellt und ist nun gleichzeitig Technikmuseum sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsort, z.B. der Kunstbiennale. In mehreren Hallen wird die Herstellung von Münzen gezeigt. In anderen Hallen finden wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte oder aktuelle Veranstaltungen statt. Der gesamte Komplex, einschließlich eines schönen Cafés, ist eine der gelungensten Restaurierungen in der Stadt, weil exemplarisch gezeigt wird, wie behutsame Sanierung und neue Nutzung sich bestens ergänzen können. | Mi-So 10-19 Uhr | Zugang vom ersten Hof des Topkapı Sarayı oder vom Gülhane-Park (Straßenbahn von Eminönü Richtung Beyazıt | Sultanahmet) | www.istanbulmuzesi.org/darphane

Topkapi-Palast/Topkapi-Sarayi

Über vier Jahrhunderte war der Topkapı-Palast das Zentrum der osmanischen Weltmacht. Hier lebten der Sultan, politisches und geistliches Oberhaupt der Muslime, und seine Haremsfamilie, hier wurden die Reichsgeschäfte geführt, die Spitze der osmanischen Bürokratie ausgebildet und das Elitekorps des Sultans, die Janitscharen, untergebracht.

Yerebatan-Zisterne/Yerebatan sarayi

Das alte Byzanz hatte zahlreiche Zisternen zur Wasserversorgung der Stadt, da man auf der Halbinsel selbst kein Trinkwasser fand. Die größte dieser Zisternen, die die Türken „Versunkenes Schloss“ nannten, liegt direkt gegenüber der Hagia Sophia und steht Besuchern offen. Wenn man über eine kleine Treppe nach unten steigt, öffnet sich plötzlich ein gewaltiger unterirdischer Raum, der so groß ist, dass man ihn zunächst gar nicht überblicken kann. Noch immer steht Wasser in der Zisterne, aber über Stege kann man bei klassischer Musik einen Rundgang durch das versunkene Wasserreich machen. 336 Säulen verhindern seit 1400 Jahren, dass die Decke der Zisterne einbricht. Zwei Säulen stehen sogar auf antiken Medusenköpfen. Im Sommer finden auf einer Plattform Konzerte statt. Im Eingangsbereich befindet sich ein Café. | Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt ca. 4,50 Euro | Yerebatan Caddesi 7 (Sultanahmet) | www.yerebatan.com

Ägyptischer Basar/Misir Çarşisi

Der Ägyptische Basar ist auch unter dem Namen Gewürzbasar bekannt, weil das seit jeher die Spezialität dieses Marktes ist. Die Händler haben Safran, Paprika, Thymian oder andere exotische Abschmecker zu farbenfrohen Hügeln an ihren Verkaufsständen aufgebaut. Diese uralte Warenästhetik des Basars wirkt angesichts der heutigen Werbemethoden so rührend antiquiert, dass man schon deshalb etliche Tütchen der bunten Gewürze kaufen wird. Auch wer getrocknetes Obst, Nüsse in allen Varianten, Heilkräuter, iranischen Kaviar oder handgeflochtene Körbe sucht, ist hier richtig. | Mo-Sa 9-19 Uhr | Eminönü Meydanı

Chora-Kirche/Kariye Camii

Heute ist dieses Gebäude weder eine Kirche noch eine Moschee, sondern ein Museum. Es enthält die prächtigsten byzantinischen Kirchenmosaiken, die in İstanbul noch zu sehen sind. Die um 1320 erbaute Chora-Kirche war ursprünglich Teil eines bereits im 6. Jh. gegründeten Klosters. In ihrer heutigen Form ist sie eine Stiftung des byzantinischen Kanzlers Theodoros Metochtites, der hier nach einem bewegten Leben als Mönch starb. Eines der Mosaiken zeigt ihn als Kanzler, wie er Christus die Kirche darbietet.

Eyüp

Wer nicht bis Mekka kommt, besucht zumindest die Moschee von Eyüp. Eyüp ist das „heilige Viertel“ İstanbuls und mit dem Schrein von Eyüp Ensari, dem Fahnenträger Mohammeds, der bei der ersten arabischen Belagerung Konstantinopels im 7. Jh. hier sein Leben ließ, ein Wallfahrtsort für Gläubige aus der ganzen Türkei. Gleich nach der Eroberung der Stadt 1453 ließ Mehmed II. zu Ehren des Märtyrers hier eine große Moschee bauen und seine Gebeine feierlich zum zweiten Mal beisetzen. Damit begannen die Osmanen, ihrer Hauptstadt zielstrebig mehr Gewicht in der islamischen Welt zu verschaffen. Neben der sehenswerten Eyüp-Moschee liegt ein großer Friedhof. Hierdurch führen ein schöner Spazierweg und ein Lift den Hang hinauf zu dem bekannten, im osmanischen Stil eingerichteten Café Pierre Loti mit schönem Blick über das Goldene Horn. | Bus und Fähre von Eminönü.

Fatih-Moschee/Fatih Camii

Diese Moschee wäre die älteste İstanbuls, wäre sie nicht 1776 durch ein Erdbeben zerstört und im Anschluss neu aufgebaut worden. Der ursprüngliche Bau war 1463 von Mehmet II. nur zehn Jahre nach der Eroberung Konstantinopels in Auftrag gegeben worden und sollte die moslemische Antwort auf die christliche Hagia Sophia sein. Deshalb wurde auch der Platz bewusst gewählt. Die Fatih Camii wurde auf den Ruinen der Kirche der Heiligen Apostel erbaut, auf dem vierten Hügel der Stadt, der zu byzantinischen Zeiten die Nekropole der Kaiser war. Mit der Moschee setzte sich Sultan Mehmet II., der den Beinamen Fatih (der Eroberer) trug, ein Denkmal. Von der alten Moschee aus dem 15. Jh. haben nur die drei Portiken des Vorhofes, das Haupttor des Gebetssaals und dessen mihrab (Gebetsnische) das Erdbeben überstanden. Im Hof der Moschee steht das Mausoleum des Eroberers und seiner Frau Gülbahar. Die Moschee und der sie umgebende Komplex sind bis heute Mittelpunkt des gleichnamigen Stadtteils, der zu den frömmsten Bezirken İstanbuls zählt. | Mi-So 9.30-16.30 Uhr | İslambol Caddesi (Fatih)

Grosser Basar/Kapali Çarşi

Der Große Basar ist das Herz der Altstadt. Jeder Besucher, der ihn zum ersten Mal durch eines seiner 17 Tore betritt, wird sich im Gassengewirr unweigerlich verlaufen und froh sein, wenn er zufällig auf eines der Teehäuser trifft, wo er Luft schnappen und sich erholen kann. Die antike Shopping Mall erstreckt sich von der Nuruosmaniye- bis zur Beyazıt-Moschee über eine Fläche von rund 32000 m² und bietet von Teppichen bis zu Juwelen und Lederbekleidung fast alles, was das Touristenherz begehrt. Der Markt ist traditionell nach einzelnen Gewerben geordnet, jedes Handwerk hat sein eigenes „Viertel“. Heutzutage wird überwiegend verkauft und nicht mehr hergestellt, wenn es auch noch einzelne Kupferschmiede und Schneider gibt. Im Zentrum liegt das Alte Bedesten. Hier können Sie bei den Antiquitätenhändlern neben original russischen oder griechischen Ikonen auch alten Silberschmuck erwerben. Dieser älteste Teil des Basars wurde von Mehmet II. kurz nach der Eroberung Konstantinopels in Auftrag gegeben. In den folgenden hundert Jahren kamen die anderen Bereiche nach und nach dazu. Eine besonders interessante Ecke ist der so genannte Bücherbasar (Sahaflar) direkt neben der Beyazıt-Moschee. Verlassen Sie den Basar durch eines der Tore in Richtung Goldenes Horn, können Sie durch das Holzhandwerkerviertel Tahtakale bis zum Meer schlendern. | Mo-Sa 8.30-19 Uhr (Beyazıt)

Konstantinssäule/Çemberlitaş

Die Konstantinssäule ist das älteste erhaltene Monument der Stadt. Sie wurde anlässlich der Erhebung von Byzanz zur Hauptstadt des Römischen Reichs im Jahr 330 aufgestellt und war einmal die Attraktion des Konstantinischen Forums. Ursprünglich trug sie die Statue Kaiser Konstantins, die ihn als Sonnengott Helios zeigte. Die Säule, die im 12. Jh. zerstört wurde, ist heute von einem Gerüst umgeben und wird restauriert. | Cağaloğlu

Pantokrator-Kloster/Molla zeyrek camii

Das Kloster aus dem 12. Jh. wurde nach der Eroberung İstanbuls in einen Moscheenkomplex umgewandelt. 2006 wurde es restauriert. Die Wiederherstellung des Klosters ist den türkischen Architekten hervorragend gelungen: Das byzantinische Gebäude erstrahlt heute im neuen Glanz und bietet eine herrliche Sicht auf das Goldene Horn und die Süleymaniye-Moschee. Der Pantokrator besteht eigentlich aus drei Kirchen, die später zusammengefasst wurden. Somit ist das Kloster nach der Hagia Sophia der besterhaltene Bau der byzantinischen Ära. Rund um das Gebäude erscheint die Altstadt völlig unberührt. | Di-So 9-17 Uhr | 5 Euro | Sinanağa Mahallesi | Zeyrek, Fatih

Stadtmauern/Surlar

Die bereits im Jahr 412 unter Kaiser Theodosius II. errichtete Stadtmauer ist so massiv, dass sie nie durch eine Belagerung bezwungen werden konnte und bis heute in großen Teilen erhalten geblieben ist. Die 5 m breite und bis zu 11 m hohe Hauptmauer erstreckt sich vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn, sodass die Stadt vom Land her komplett geschützt war. Den besten Eindruck von dem imposanten Bauwerk gewinnen Sie bei einem Spaziergang vom Yedikule-Kastell bis zum Goldenen Horn. Vorsicht: Der Weg ist 6,5 km lang!

Süleymaniye-Moschee/Süleymaniye Camii

Die Süleymaniye konkurriert mit der Blauen Moschee um den Titel der größten und schönsten Moschee der Stadt. Zwar ist die „Blaue Moschee“größer und auch bekannter, doch unter Kennern gilt die Süleymaniye als der herausragende Sakralbau der Stadt. Sie thront, vom Topkapı aus gesehen, hinter dem Großen Basar über dem Goldenen Horn. Wenn man vom Galata-Turm aus auf die Altstadt schaut, ist sie nach wie vor die dominierende Figur in der Silhouette der Stadt. Sie wurde vom berühmtesten Architekten des Osmanischen Reichs, Koca Mimar Sinan, zu Ehren des berühmtesten Sultans, Süleyman des Prächtigen, zwischen 1550 bis 1557 erbaut.

Valens-Aquädukt/Bozdoğan Kemeri

Dieser rund 800 m lange Aquädukt ist eines der auffälligsten Denkmäler aus der frühen byzantinischen Zeit. Er wurde in der zweiten Hälfte des 4. Jhs. unter Kaiser Valens als Teil der Wasserzufuhr der Stadt erbaut. Der Valens-Aquädukt ist neben der Yerebatan-Zisterne die beeindruckendste Erinnerung an die Ingenieursleistungen der Byzantiner. | An der Atatürk Bulvarı (Aksaray)

Yedikule

Yedikule („Sieben Türme“) ist die Festung direkt im Schnittpunkt der Theodosianischen Landmauer mit der Seemauer am Marmarameer, eine Mischung aus byzantinischen und osmanischen Elementen. In die Festung eingemauert ist das Goldene Tor, durch das die byzantinischen Kaiser nach gewonnener Schlacht im Triumph wieder in die Stadt ritten. Zu osmanischer Zeit diente die Burg als Prominentenverlies. Heute finden hier im Sommer Konzerte statt. | Di-So 9-17 Uhr | Eintritt ca. 2,50 Euro | Yedikule Meydanı

Dolmabahçe-Palast/Dolmabahçe sarayi

1856 errichtet, wurde der 250000 m² große Palast am Bosporus bald zum neuen Sitz der Sultane. Im Zuge der Verwestlichung des Osmanischen Reiches verließ Sultan Abdülmecit den Topkapı-Palast und zog hierher. Gold, Marmor und Kristalle wurden beim Bau üppig eingesetzt, die Möbel in Paris und Prag bestellt. Der riesige Palast mit seiner 500 m langen Front am Wasser trägt die Handschrift der armenischen Architektenfamilie Balyan, die in vier Generationen İstanbul mit neoklassizistischen Prachtbauten schmückte.

Galata-Turm/Galata Kulesi

Der 1348 von der genuesischen Kolonie in Konstantinopel erbaute Galata-Turm liegt im Stadtviertel Karaköy und war seinerzeit das höchste Glied einer die Siedlung umrahmenden Befestigungsanlage. Er erhebt sich 62 m hoch über dem Goldenen Horn und besitzt unterhalb der Turmspitze eine offene Galerie, von der aus man einen wunderbaren Blick auf die ehemals europäische Altstadt und die berühmte Kulisse von Sultanahmet und Beyazıt hat - ein beliebter Platz für Filmproduktionen! Fahren Sie mit dem Aufzug hinauf, an einem Restaurant vorbei geht es dann noch eine Treppe zur Aussichtsgalerie hoch. | Tgl. 8.30-20 Uhr für Besucher | Eintritt ca. 4 Euro | Hendek Caddesi (Beyoğlu) | www.galatatower.net

İstanbul Modern/Modern Sanat Müzesi

Ausgefallen die Schale, attraktiv der Inhalt: Das erste private Museum für türkische Gegenwartskunst in İstanbul ist in der Lagerhalle Nr. 4 des alten Hafens untergebracht. Es beherbergt auf 8000 m² herausragende Beispiele zeitgenössischer türkischer Kunst, von Malerei und Fotografie über bildende Kunst und Videoinstallationen, vom 19. Jh. bis ins Heute. Eröffnet im Jahr 2004, sehen viele das İstanbul Modern in der Nachfolge des MoMAs und anderer großer Häuser - wozu auch die Wechselausstellungen von internationalem Rang betragen. Eine Bücherei und ein Café am Kai runden das Angebot ab. | Di-So 10-18, Do 10-20 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro (Do 10-14 Uhr Eintritt frei) | Meclis-i Mebusan Caddesi | Liman Sahasi, Antrepo Nr. 4 (Karaköy) | www.istanbulmodern.org

İstiklal-Strasse/İstiklal Caddesi

Die Fußgängerzone mit ihrer nostalgischen Straßenbahn ist das pulsierende europäische Herz İstanbuls. Vom oberen Ausgang der Zahnradbahn Tünel bis zum Taksim-Platz zieht sich die Straße mitten durch den Stadtteil Beyoğlu, der seit hundert Jahren zum Inbegriff der Verwestlichung geworden ist. Auch wer in İstanbul ins Kino oder in ein Musiklokal gehen will, landet unweigerlich hier. Aber sie ist nicht nur eine Vergnügungsmeile: Viele schöne Buchläden, Antiquariate und Galerien machen die Straße auch zur Kulturmeile. Kirchen laden nicht nur zu Weihnachten zum Besuch ein. Vor allem im unteren Drittel liegen hinter hohen Mauern ausländische Konsulate, oft prächtige Gebäude, die in osmanischen Zeiten Botschaften waren. Auch andere Häuser wie das Galatasaray-Gymnasium und große Passagen erinnern daran, dass sich gegen Ende des 19. Jhs. hier vor allem reiche Europäer niedergelassen hatten. Aber Achtung: Samstagabends und sonntags ist es hier rammelvoll! | Von Karaköy mit dem Tünel hochfahren oder vom Taksim-Platz aus betreten | Beyoğlu

Mevlevi-Kloster/Galata Mevlevihanesi

1491 als erstes Sufi-Kloster İstanbuls gegründet, gibt es im alten Derwischkloster von Galata heute noch regelmäßige Aufführungen der tanzenden Derwische (sema) in ihrem historischen Ambiente. Davon abgesehen, ist das Mevlevi-Kloster mittlerweile ein Sufi-Museum (und auch als Museum der Diwanliteratur bekannt). Hier sind kostbare Handschriften von osmanischen Dichtern ausgestellt. | Okt.-Apr. um 15 und 16.30 Uhr, Mai-Sept. um 17 und 18 Uhr, Am 17. Dez. findet zum Todestag des Sektengründers Rumi (türk. Mevlana) eine besondere Zeremonie statt | Eintritt ca. 3 Euro | Tel. 0535/2104565 | Galipdede Caddesi 15 (Tünel)

Nişantaşi

Vom Taksim-Platz geht es in den Norden zu den bürgerlichen Wohn- und Geschäftsvierteln İstanbuls. Nişantaşı hinter dem Macka-Park ist voller Boutiquen, Cafés und Kunstgalerien. Ein Hauch Pariser Flair weht über den Bürgersteig, die Damen sind en vogue gekleidet, man führt seinen Hund Gassi. In den vielen Sträßchen rund um die Kreuzung reiht sich ein Laden an den anderen. Wer sich von diesem urbanen Gefühl anstecken lässt, schließt seinen Einkaufsbummel im noblen Kanyon in Levent ab - einer mehrstöckigen Ladenpassage, die Marken wie Harvey Nichols oder Prada beherbergt. | Tgl. 10-22 Uhr | Büyükdere Caddesi 185 | mit der Metro von Taksim bis Levent | www.kanyon.com.tr

Pera-Museum

Ein Muss für jeden Kunstliebhaber ist der Besuch im 2005 eröffneten Pera-Museum. Die Kunstmäzene Suna und Inan Kirac kauften das 1893 erbaute Gründerzeithaus in Tepebaşı und verwandelten es in ein schickes Stadtmuseum. Dauerhafte Ausstellungen wie die Kalligrafiesammlung des Paares und glanzvolle Highlights wie Rembrandt schmücken die Räume. Im Eingangsbereich gibt es ein großes Café. | Di-Sa 10-19 Uhr, So 12-18 Uhr | Tepebaşı, Meşrutiyet Caddesi 141 | www.pm.org.tr

Schifffahrtmuseum/Deniz Müzesi

Das Marinemuseum ist kein reines Militärmuseum, sondern gibt einen guten Überblick über die osmanische Seefahrt insgesamt. Für nautisch Interessierte ist es eine kleine Fundgrube, weil es neben einer Vielzahl von Schiffsmodellen auch alte osmanische Seekarten und Navigationsinstrumente zeigt. Besonders eindrucksvoll ist die Sammlung alter Sultansbarken. | Fr-Di 9-17 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro | Barbaros Hayrettin Paşa İskelesi Sokak (Beşiktaş)

Taksim-Platz/Taksim Meydani

Rund um das Denkmal der Republik (Cumhuriyet Anıtı) erstreckt sich der größte Platz der Stadt und einer der am dichtesten befahrenen dazu. Taksim wurde in den 1930er-Jahren als neues Symbol der modernen Republik angelegt. In den 1970er-Jahren wurde er zum Hauptdemonstrationsplatz der Stadt: Unvergessen ist die Kundgebung zum 1. Mai 1977, die durch Provokationen von Seiten der extremen Rechten ein blutiges Ende nahm und zahlreiche Todesopfer forderte. Heute ist Taksim mit der Oper, seinen Hotels und Banken das friedliche Aushängeschild des geschäftigen, neuen İstanbul. Rund um den Taksim-Platz sind die Haltestellen für die dolmuş genannten Sammeltaxis, mit denen man am schnellsten und preiswertesten entferntere Stadtteile erreicht. (Taksim)

Tophane-Brunnen/Tophane Çeşmesi

Ein weiteres sehr schönes Exemplar osmanischer Brunnen liegt in Tophane, am Ende des Hafengebiets von Karaköy. 2001 restauriert, strahlen die Marmorreliefs des 1732 im europäischen Barockstil erbauten Brunnens wieder in makellosem Weiß. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht Tophane, die Kanonengießerei, die Mehmet II. 1453 kurz nach der Eroberung Konstantinopels erbauen ließ. Zwar werden heute keine Kanonen mehr gegossen, aber der massive Bau gehört noch immer dem Militär.

Yildiz-Anlage/Yildiz Sarayi/Yildiz Parki

Sultan Abdulhamid II (1876-1909) wohnte und arbeitete jahrzehntelang hinter den hohen Mauern des Yildiz-Palastes, den er sich auf den Hängen von Beşiktaş am Bosporus bauen ließ. Als eine Stadt in der Stadt beherbergte die riesige Anlage neben dem Sultanspalast auch den Harem, kleinere Chalets, Zierbecken, Treibhäuser und die Unterkünfte des Personals. Von einer Apotheke bis hin zu einem Zoo hatte der Sultan hier alles, was seine Familie brauchte. Heute ist der Park eine grüne Oase in der City.

Çamlica-Hügel

Dieser Hügel oberhalb von Üsküdar ist mit 262 m die höchste Erhebung İstanbuls. Trotz der Fernsehmasten, mit denen er vollgestellt wurde, lohnt es sich hinzufahren, denn bei klarem Wetter haben Sie von einem Café aus einen phantastischen Blick über den Bosporus und fast die ganze Stadt, nach Norden sogar bis zum Schwarzen Meer. | Anfahrt mit dem Taxi von der Schiffsanlegestelle in Üsküdar oder in Kadıköy | ca. 5 Euro

Fethi-Pascha-Park/Fethi Paşa Korusu

Von Üsküdar zu Fuß zu erreichen, beginnt der Park gegenüber dem Dolmabahçe-Palast und erstreckt sich über die Hügel fast bis zur ersten Bosporusbrücke. Das Wäldchen erhielt seinen Namen im 19. Jh. von dem Damat Fethi Ahmet Pascha, dem der Sultan das Grundstück schenkte. Heute ist es im Besitz der Erben, die es an die Stadtverwaltung verpachtet haben. In dem Café und Restaurant auf dem Hügel hat man einen Panoramablick auf İstanbul - aber keinen Alkoholausschank. Der Mischwald sieht im Herbst wunderschön aus, im Winter ist er oft verschneit. Im Frühjahr blühen hier die seltenen Judasbäume in den verschiedensten Tönen des Lila. | Fethi Paşa Korusu | Paşalimani (Üsküdar)

Haydarpascha-Bahnhof/Haydarpaşa Gari

Anfangspunkt des deutschen Orientprojektes, der Bagdad-Bahn, sollte er werden: der prächtige Bahnhof am asiatischen Ufer, direkt gegenüber dem Topkapı-Palast. 1873 fuhr hier die erste Dampflok ab. Der heutige Bau wurde 1908 von deutschen Architekten fertig gestellt, im Gegensatz zur Bagdad-Bahn, die nie ihr Ziel erreichte. Haydarpascha soll 2009 stillgelegt werden - der Bahnverkehr läuft dann über die neu gebauten Bahnhöfe des Bosporustunnels. Gegen Pläne der Stadtverwaltung, den Bahnhof in ein Luxushotel umzuwandeln, führen İstanbuler eine lautstarke Kampagne. Sie wollen aus dem Bau ein Stadtmuseum machen. | İstasyon Caddesi (Haydarpaşa)

Kuzguncuk

Der pittoreske Stadtteil, der heute der türkischen Filmindustrie gerne als Kulisse dient, gehört zu den wenigen Bosporusdörfern, die ihren Charakter nicht eingebüßt haben. Zwischen dem Zentrum Üsküdars und der ersten Bosporusbrücke gelegen, beherbergt Kuzguncuk viele alte Holzhäuser und Villen, die von neu zugezogenen Künstlern und Intellektuellen liebevoll restauriert wurden. Einst eine jüdische Siedlung, besitzt Kuzguncuk heute noch eine der meistbesuchten Synagogen der Stadt. Daneben reihen sich Kirche und Moschee ein - das multikulturelle Leben hat zwar durch den Exodus der Juden nach Israel und den Zuzug von Fischern aus dem Schwarzmeergebiet etwas gelitten, ist aber immer noch intakt. | Fähre von Beşiktaş oder Bus | Taxi/zu Fuß von Üsküdar

Leanderturm/Kiz Kulesi

Der so genannte „Mädchen“-Turm wurde im 18. Jh. auf einer winzigen Insel nahe der asiatischen Seite im Einfahrtsbereich des Bosporus gebaut. Tagsüber dient er als Café, abends als mondänes Restaurant mit Livemusik (Achtung: teuer!).

Mihrimah-Sultan-Moschee/Mihrimah Sultan Camii

Der Gebäudekomplex gegenüber den Fähranlegestellen von Üsküdar gehört zu den Meisterwerken des großen Palastarchitekten Sinan. Er wurde von Mihrimah Sultan, der Tochter Suleimans des Prächtigen, in Auftrag gegeben und 1548 fertiggestellt. Innerhalb des Komplexes befinden sich neben der großen Moschee eine theologische Hochschule, eine Armenküche und Gästezimmer. Sinan ahmte hier den Grundriss der Hagia Sophia nach. Es fehlt die Halbkuppel über dem Eingangsbereich, man tritt gleich unter die Hauptkuppel. Die Hochschule ist heute in eine Gesundheitsklinik umgewandelt. | Tgl. außerhalb der Gebetszeiten | Üsküdar Meydanı

Şemsi-Pascha-Moschee/Şemsi Paşa Camii

Direkt am Ufer von Üsküdar gegenüber dem Topkapı-Palast liegt eine der schönsten Moscheen İstanbuls. 1580 von dem Meisterarchitekten Sinan erbaut, liegt die kleine Moschee in der Nähe des Leanderturms, sodass sich ein Besuch beider Objekte gut verbinden lässt.

Arnavutköy

Arnavutköy bedeutet „Dorf der Albaner“ und verweist darauf, dass dieser Platz im 15. Jh. von albanischen Einwanderern erbaut worden ist. Später lebten viele İstanbuler Griechen hier. Wie viele andere Siedlungen am Bosporus, zieht sich auch Arnavutköy entlang eines ausgetrockneten Zuflusses der Meerenge. Die Bewohner haben in den vergangenen Jahren den Bau einer dritten Bosporusbrücke hier erfolgreich abgewehrt. Am Meer gibt es einige sehr gute Fischlokale, z.B. Adem Baba | (tgl. 12-23 Uhr | Satismeydanı Sok. 2 | www.adembaba.com). Auf dem Hügel hinter Arnavutköy liegt der Campus der renommierten Boğaziçi-Universität, und weiter nördlich geht es auf die Akıntı burnu zu: Hier, am „Kap der Strömung“, erreicht die Fließgeschwindigkeit des Schwarzen Meeres an der Oberfläche zwölf Meilen pro Stunde - kein Schwimmrevier! | Bus und Dolmuş von Beşiktaş

Beylerbeyi-Palast/Beylerbeyi Sarayi

Am Fuß der ersten Bosporusbrücke auf der asiatischen Seite gelegen, ist der Palast einer der bedeutendsten İstanbuls. Er wurde 1861-1865 im Auftrag Sultan Abdülaziz von dem armenischen Architekten Sarkis Balyan erbaut. Vor dem Bau gab es hier einen Holzpalast aus dem 16. Jh. Der Architekt ahmte das osmanische Haus nach und gruppierte die Zimmerfluchten jeweils um einen Mittelhof (sofa). Die Schlossanlage besteht aus drei Stockwerken. Erhalten ist vor allem das reiche Inventar des Männergemaches. Die Terrassengärten des Palastes wurden vor der osmanischen Ära Istavroz Bahceleri (Die Gärten des Heiligen Kreuzes) genannt, weil der byzantinische Kaiser Konstantin der Große hier seinen Übertritt zum Christentum verkündete. Die beiden Kioske im Garten (Gelber Kiosk und Marmorkiosk) sowie die Ställe sind unbedingt mitzubesichtigen.

Emirgan-Park/Emirgan Parki

Der wunderbare Park oberhalb des Bosporusdorfes Emirgan ist vor allem für seine Tulpen und seine drei kleinen Schlösschen berühmt. Wenn im April das Tulpenfest gefeiert wird, blüht der gesamte Park in unzähligen verschiedenen Farben. Übrigens: Die Tulpe kam von der Türkei nach Holland und nicht umgekehrt, wie viele heute glauben. Die drei Pavillons im Park sind nach ihren Farben Weißer, Gelber und Rosafarbener Pavillon benannt. Sie stammen aus dem 19. Jh. und sind als Cafés zugänglich. Vom rosafarbenen Pavillon aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Bosporus. Unten am Meer gibt es Tee aus dem Samowar. | Eingang Emirgan, im Winter geschl. | Bus oder Taxi von Beşiktaş

Ortaköy

Ortaköy ist von Taksim aus gesehen das erste ehemalige Fischerdorf am Bosporus. Es beginnt am Ufer und erstreckt sich auf die Hügel oberhalb der Meerenge. Ortaköy war stets ein multikultureller Ort. Zwei Kirchen, eine Synagoge und eine Moschee liegen im Uferbereich dicht beieinander. In den 1980ern entdeckten junge Künstler und Intellektuelle den Charme Ortaköys und eröffneten hier Ateliers und Buchläden. Die alten Häuser wurden restauriert und in Cafés und Restaurants umgewandelt. Am Wochenende gibt es im Viertel einen lebhaften und florierenden Kleinkunstmarkt.

Rumeli-Festung/Rumeli Hisari

Der osmanische Eroberer Konstantinopels, Sultan Mehmet II., soll den Plan der Burganlage eigenhändig gezeichnet haben, weshalb er von oben in arabischen Buchstaben das Wort Mehmet ergibt - besagt eine der vielen Stadtlegenden İstanbuls. Fest steht jedenfalls, dass die Festung nach ihrer Erbauung im Jahre 1452 wesentlich zu der Einnahme der Stadt durch die Türken beigetragen hat. An der engsten Stelle des Bosporus gelegen, stand sie genau gegenüber ihrem asiatischen Pendant Anadolu Hisari und sperrte die Meerenge. Insgesamt 300 Baumeister und 1000 Arbeiter waren an dem Bau beteiligt. Drei große und über ein Dutzend kleinere Türme kennzeichnen den großzügigen Plan. Die Burgmauern sind auf der Nord-Süd-Achse 250 m und auf der Ost-West-Achse 125 m lang.

Sabanci-Museum

Die Familie Sabancı ist eine der reichsten türkischen Industriellenfamilien - und nicht nur an Wirtschaftsthemen interessiert, wie dieses Haus zeigt. Die großartige Stadtvilla der Familiendynastie wurde 2002 in ein privates Museum umgewandelt. Auf 3500 m² Fläche gibt es neben Dauerausstellungen osmanisch-türkischer Maler jedes Jahr mehrmals spektakuläre Präsentationen - so etwa von Werken von Picasso und Rodin. | Di-So 10-18 Uhr | Erwachsene ab 14 Jahren zahlen ca. 2 Euro | Atlı Köşk (Emirgan) | muze.sabanciuniv.edu

Essen und Trinken

Palastküche mit viel Fisch

Auf ihre Münzen prägten die Byzantiner den Bosporusfisch, heute kommt er immer ganz frisch auf den Tisch

Den Hunger zu stillen ist in İstanbul bloß ein Nebeneffekt des Essens: Hier setzt man sich zu Hause an den Tisch, um mit der Familie zusammen zu sein, und auswärts im Restaurant, um mit Freunden ausgelassen zu plaudern und zu feiern.

Die İstanbuler Küche bietet dazu den besten Rahmen: Schon seit byzantinischer Zeit ist sie eine gelungene Synthese aus Butter und Olivenöl, Teigwaren, Fisch, Fleisch und Milchspeisen. Sushi und Pizza sind in İstanbul ebenfalls zu haben. Fisch steht natürlich auf Platz eins der Speisekarte. Er kommt entweder direkt aus dem Bosporus oder wird im Schwarzen Meer oder in der Ägäis gefangen. Manche Fische schmecken am besten gegrillt, z.B. lüfer (Blaubarsch), palamut (Bonito) und sardalya (Sardinen); andere werden lieber gebraten: kalkan (Steinbutt), barbunya (Meerbarbe) und hamsi (Sardinen aus dem Schwarzen Meer). Probieren Sie auch leckeren Seebarsch (levrek) im Sud oder den mit Käse überbackenen Krabbentopf mit Pilzen und Tomaten (karides güveç). Kılıç (Schwertfisch) ist am Spieß eine Delikatesse. Tintenfische (ahtapot) werden als Salat und Hummerkrabben (böcek) gegrillt serviert. Fragen Sie ruhig nach dem Preis - oft wird der Fisch abgewogen.

Die İstanbuler begnügen sich morgens mit ein paar Scheiben Weißbrot mit Oliven, Schafskäse und Honig zum Tee. Die meisten Hotels bieten mittlerweile reichhaltige Büfetts zum Frühstück. In den über die ganze Stadt verteilten Teegärten gibt es warme Toasts. Die Teegärten sind bis spät in den Abend geöffnet und ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.

Beim Mittagessen hält man sich in İstanbul eher zurück. Am besten gehen Sie in eines der kleinen Esslokale (lokanta), wo auch die Bewohner des Viertels ihre Mahlzeit einnehmen. Hier ist schmackhafte Hausmannskost angesagt: eine Tomaten- (domates) oder Linsensuppe (mercimek çorbası); Hackfleischbällchen mit Beilage (köfte), Huhn mit Reis (tavuklu pilav), das berühmte döner kebap vom Spieß oder ein Gemüsegericht der Saison (sebze).

İstanbuler gehen nicht vor 20 Uhr essen. Und das Essen hat seine Rituale: Zuerst werden die Getränke serviert - entweder Rakı, ein etwa 48-prozentiger Anisschnaps, Bier (bira) oder Wein (şarap). Unter den Bieren empfiehlt sich das Efes Pilsener, unter den Weinen z.B. die trockenen Weißweine der Marke Çankaya. Als Rotwein kann man einen Yakut oder einen Antik nehmen, und Villa Doluca ist als Rot- wie Weißwein gut.

Wählen Sie dann unter den fertigen kalten Vorspeisen (meze) einige aus und warten auf die warmen Zwischengerichte, die Sie bestellt haben. Nach einer Weile, das kann durchaus eine Stunde dauern, bestellen Sie Ihr Hauptgericht: entweder Fisch oder Fleisch.

Bei den Desserts macht sich der arabisch-persische Einfluss bemerkbar. Erwähnt seien hier nur baklava, hauchdünner, mit Pistazien oder Walnüssen gefüllter und in Zuckersirup getränkter Blätterteig, und die verschiedenen Puddingsorten (muhallebi). Türken essen aber auch gerne nur frisches Obst (meyve) als Dessert - es wird geschält und geschnitten serviert. Zum Schluss kommt Ihr Mokka: sade (ungezuckert), orta (mittelsüß) oder şekerli (süß).

Essen und Trinken

Cafés

Ahirkapi Börekcisi

Unter dem Dach des Armada-Hotels am Marmara-Meer, unterhalb von Topkapi gibt es köstliche Böreks und andere Teigwaren - gut zum Frühstück, aber auch mittags. Ohne Alkohol! | Tgl. 8-21 Uhr | Cankurtaran | Ahirkapi Sok. 64 (Sultanahmet)

Café Ara

Treff für alle Filmschaffenden vor und hinter der Kamera. Kurzfilmvorführungen, Foto- und Gemäldeausstellungen. | Mo-Fr 8-24, Sa-So 10.30-24 Uhr | İstiklal Caddesi | Tosbağ Sokak 8 (Galatasaray)

Café Wien

Nach dem Wiener Konzept eröffnet. Vor allem das gute Frühstück ist zu empfehlen. Tgl. 7.30-22.30 Uhr, drei Niederlassungen in Taksim-Nähe | Reasürans-Passage (Pasaji) 62 (Tesvikiye) | Einkaufszentrum Kanyon Nr. 148 (Levent) | Unter dem Namen Café Melange in der Prof. Orhan Ersek Sok. 58 (Nişantaşı) | www.cafewien.com

Cennet Muhallebicisi

Das Traditionslokal ist gut für einen Snack auf der klassischen Besichtigungsroute in Sultanahmet. Empfehlenswert: börek mit Schafskäse. Kein Alkohol. | Mo-Sa 9-19 Uhr | Divan Yolu 90 (Cağaloğlu)

Fransiz Sokaği/Französische Strasse

So heißt die frühere Cezayir Sokak (Algerienstraße) heute. Die mit Hilfe des Französischen Kulturinstituts renovierten Häuser unterhalb des Galatasaray-Lyzeums beherbergen unzählige Galerien, Cafés und Restaurants. Empfehlenswert sind Les Zazoues (tgl. 12-2 Uhr) und Desire (tgl. 9-2.30 Uhr) | Galatasaray, Fransız Sokağı (Beyoğlu)

İnci

Spezialität der Patisserie sind die Profiteroles - ein französisches Dessert mit Schokolade und Vanille, das Ihnen eine Sünde wert sein sollte. İnci ist seit 40 Jahren die beste Adresse dafür. Kein Alkohol. | Tgl. 9-20 Uhr | İstiklal Caddesi 124 (Beyoğlu)

Leman

Café im Verlagshaus des meistgelesenen Satiremagazins „Leman“. Karikaturisten, Künstler, Studenten. Viel Platz auf zwei Etagen. | So-Do 12-24, Fr und Sa bis 2 Uhr | İmam Adnan Sok. 20 (Beyoğlu)

Limonlu Bahçe

Der „Zitronengarten“ im Herzen der Pera, des alten europäischen Viertels, ist ideal für ein paar ruhige Stunden im Grünen. | Tgl. 10-24 Uhr | Yeniçarşı Caddesi 98 (Galatasaray)

Lucca

Postmodern anmutendes Café in Bebek, eine Adresse für jede Gelegenheit: ob Frühstück, Kaffee und Kuchen oder ein paar Stunden Ruhe bei einem guten Wein. | Tgl. 9-23 Uhr | Cevdetpaşa Caddesi 51 B (Bebek)

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie gehoben

360° İstanbul

Vom Topkapı-Palast über das Goldene Horn bis zur St.-Anton-Kirche nebenan: Hoch über den Dächern der Stadt wartet ein atemberaubender Blick um 360 Grad auf die Besucher! Die gläserne Location, angesiedelt in einem Jugendstilbau, wurde 2006 von den İstanbulern zum schönsten Restaurant ihrer Stadt gewählt. Nur mit Reservierung. | Tgl. 12-2 Uhr, Fr-Sa bis 4 Uhr | İstiklal Cad. 311 | Misir Apt. (Beyoglu) | Tel. 0212/2511042 | www.360istanbul.com

Changa

Sehr schickes Restaurant mit exzellenter Fusion-Küche. Durch einen Glasboden können Gäste dem Koch bei der Arbeit zuschauen. Mit Müzedechanga (Di-So 10.30-1 Uhr | Sakip Sabancı | Caddesi 22, Emirgan) haben die Inhaber mittlerweile eine zweite angesagte Location etabliert, diesmal auf dem Dach des Sabancı-Museums. | Mo-Sa 18-1 Uhr | Siraselviler Cad. 47 (Taksim) | Tel. 0212/2517064 | www.changa-istanbul.com

Façyo

Eines der ältesten und besten Fischrestaurants der Stadt. Liegt weit oben am Bosporus, in der Bucht von Tarabya. Legendär sind das Schokoladensoufflé und der gedünstete Seebarsch (levrek buğulama). | Tgl. 12-24 Uhr | Kireçburnu Caddesi 13 (Tarabya) | Tel. 0212/2620024

Lacivert

Stadtvilla am asiatischen Ufer mit sagenhaftem Blick. Es gibt ein Shuttleboot von Rumelihisarı. | Tgl. 12-24 Uhr | Körfez Caddesi 57 (Anadolu Hisarı) | Tel. 0216/4133753

Liman Lokantasi

Seit 1951 existiert das Restaurant direkt am İstanbuler Hafen. Herrlicher Bosporusblick, gute türkisch-osmanische Küche: Kebabs, Lamm im Ofen und zum Abschluss heiße Feigen mit Eis. | Mi-Mo 12-14.30 und 19.30-23 Uhr | Rıhtım Caddesi 52/3 (Karaköy) | Tel. 0212/2923993

Pandeli

Das links über dem Eingang des Gewürzbasars platzierte Lokal wurde 1956 von dem berühmten griechischen Koch Pandeli gegründet. Sein gegrillter Zander und das gefüllte Huhn wurden seitdem zur Legende. | Mo-Sa 11-17 Uhr | Mısır Çarşışı (Eminönü) | Tel. 0212/5273909

Papermoon

Das absolute In-Lokal der İstanbuler Schickeria hat für den Sommer einen schönen Garten. Das Menu ist italienisch und vom Feinsten. Sehr berühmt die Nudelkreationen. Ohne Reservierung keine Chance. | Tgl. 12-24 Uhr | Erdgeschoss der Akmerkez Residence | Nispetiye Caddesi (Etiler) | Tel. 0212/2821616

Pescatore

Etwas weiter oben am Bosporus gelegen. Hier gibt es nur frische Saisonfische und Schaltiere, die aus der Saros-Bucht hinter den Dardanellen gefangen werden. | Tgl. 12-24 Uhr | Kefeliköy Caddesi 29/1 (Kireçburnu/Sarıyer) | Tel. 0212/2231819

Reşat Paşa Konaği

Die bildschöne Holzvilla auf der asiatischen Seite ließ der ehemalige osmanische Finanzminister Reşat Paşa 1900 bauen. So lässt sich ein fürstliches Abendessen mit einer kleinen Zeitreise verbinden. | Di-So 19-24 Uhr | Sinan Ercan Caddesi 34/1 (Erenköy) | Tel. 0216/3613411

Sarniç Lokantasi

Zum Candlelight-Dinner in eine vom Türkischen Touring- und Automobilclub zum Nobelrestaurant umgebauten Zisterne neben den sanierten alten Holzhäusern. Reservieren! | Tgl. 19-24 Uhr | Soğukçeşme Sokak | hinter der Hagia Sophia | Tel. 0212/5124291

Sunset Grill & Bar

İstanbul by night mit Blick auf den Bosporus. Küche aus aller Welt: kalifornische Gerichte, Sushi, Osmanisches und viel Fisch. | Restaurant tgl. 12-15 und 19-1.30 Uhr, Bar 17.30-2 Uhr | Yol Sokak, Ulus Parkı | Tel. 0212/2870357

Zarifi

Eine alte Wäscherei wurde in ein Restaurant umgewandelt - und ist heute eine Gourmet-Oase in Beyoğlu mit typischen Gerichten wie gefüllten Calamares. Gut für alle, die anschließend noch ins Kino, Konzert oder in die Kneipe möchten. Laut! | Tgl. 19.30-4 Uhr, Weinbar 12-2 Uhr | Sıraselviler, Çukurçeşme Sokak 13 (Taksim) | Tel. 0212/2935480

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie standard

Alem

Schöne Rakıtaverne mit türkischer Livemusik ohne Lautsprecher! Menüs unter 20 Euro und gute Vorspeisen. | Tgl. 11-1 Uhr | Nevizade Sokak 8 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2496055

Asitane

Osmanische Palastküche nach den Rezepten des Topkapı-Archivs: z.B. Teigrollen mit Honig, Safranreis, Lamm aus dem Ofen. Sehr gut! | Tgl. 8.30-14 und 19.30-23.30 Uhr | Kariye Camii Sokak 18 | Im Kariye-Hotel (Edirnekapı) | Tel. 0212/5348414 | www.kariyeotel.com/asitane.htm

Ayaspaşa Rus Lokantasi

Ein Klassiker in der Nähe des deutschen Konsulats. Neben deutscher und österreichischer Küche auch viel Russisches. Klein, aber fein. | Tgl. 12-23 Uhr | Inönü Caddesi 77/A (Gümüşsuyu) | Tel. 0212/2434892

Balikçi Sabahattin

Der Beweis, dass Fisch nicht nur am Bosporus gegessen werden muss. „Fischer Sabahattin“ aus Kreta bietet seit 40 Jahren unweit der Blauen Moschee Spezialitäten an wie Reis mit Muscheln in Wein. | Tgl. 11-2 Uhr | Seyit Hasan Kuyu Sokak 1 (Cankurtaran) | Tel. 0212/4581824

Carne

Das einzige Restaurant der Stadt, das nach strengen jüdischen Regeln arbeitet. Kebab aus koscherem Fleisch, Teigrolle mit Gemüse. | Mo-Do 12-24, Fr 12-15, So 12-18 Uhr | Muallim Naci Caddesi 41 (Ortaköy) | Tel. 0212/2608425

Çiçek Pasaji

1876 als Einkaufspassage gebaut, beherbergt die „Blumenpassage“ seit Ende der 1950er-Jahre nur Kneipen und Gaststätten. In Tavernen wie Kimene wird vor allem am Wochenende zur Roma-Musik auf den Tischen getanzt. | Tgl. 11-24 Uhr | İstiklal Caddesi (Galatasaray)

Despina

Traditionsreiche Taverne im altgriechischen Tatavla-Viertel. | So-Do 12-24, Fr und Sa bis 1 Uhr | Açıkyol Sokak 9 (Kurtuluş) | Tel. 0212/2473357

Emmim

Großes ocakbaşı, d.h., Ihr Kebab wird vor Ihren Augen gegrillt. Beim Einkaufsbummel auf der asiatischen Seite empfehlenswert. | Tgl. 12-24 Uhr | Bağdat Caddesi 439 (Suadiye) | Tel. 0216/3552986

Haci Baba Restoran

Gute traditionelle Küche. Kundig zubereitete Vorspeisen und ein himmlisch zartes kebab. Große Weinkarte. Terrasse. | Tgl. 11-23 Uhr | İstiklal Caddesi 49 (Taksim) | Tel. 0212/2441886

Hamdi

Kebab vom Besten, mit einem schönen Blick auf die Neue Moschee in Eminönü. Im Sommer ist die Terrasse geöffnet. Spezialität des Hauses ist der Auberginenkebab vom Grill (patlıcanlı). | Tgl. 11-24 Uhr | Tahmis Caddesi, Kalçin Sokak 17 (Eminönü) | Tel. 0212/4280390

Kaburga Sofrasi

Die beste südostanatolische Küche der Stadt. Besonders gut sind die gefüllten Lammrippchen. Vorsicht: scharf! | Tgl. 12-23 Uhr | Guraba Hüseyinağa Mahallesi, Şekerci Sokak 8 (Aksaray) | Tel. 0212/5327373

Kandilli Balikçisi

Ein sehr gutes und ruhiges Lokal am asiatischen Bosporusufer. Fisch- und Fleischgerichte, relativ preiswert. | Tgl. 12-1 Uhr | Göksu Caddesi 19 (Kandilli) | Tel. 0216/3080260

Koço

Ein exzellentes Fischrestaurant auf der asiatischen Seite an der Spitze der Modahalbinsel. Schöner Blick von der Terrasse auf den Yachthafen von Fenerbahçe. | Tgl. 12-24 Uhr | Moda Caddesi 265 (Kadıköy) | Tel. 0216/3360795

Milto

Nach einem Tag auf der größten Prinzeninsel der ideale Platz, um auf die letzte Fähre zum Hotel zu warten. | Tgl. 12-1 Uhr | Gülistan Caddesi 16 (Büyükada) | Tel. 0216/3825312

Rejans

1931 von Exilrussen im Stil des Pariser Restaurants Regence gegründet. Das Rejans mit seiner Borschtschsuppe, dem Püree Piroschki und Kiewskihuhn zählte früher Atatürk und andere politische Persönlichkeiten zu seinen Stammgästen. Heute ist das Lokal bevorzugter Treff der Künstler und Intelligenz der Stadt. | Mo-Sa 12-15 und 19-24 Uhr | Galatasaray, Emir Nevruz Sokak 17 (Taksim) | Tel. 0212/2441610

Tike Levent

Das feinste Kebablokal İstanbuls unweit von der Metro und dem Einkaufsparadies Akmerkez. Die Wirte kommen aus Adana. Unbedingt probieren: Das Dessert cezerye - ein Konfekt aus Nüssen und Karotten. | Tgl. 12-24 Uhr | Haci Adil Caddesi 4, Aralik 1 (Levent) | Tel. 0212/2818871 | www.tike.com.tr

Viktor Levi

Uraltes, sehr gutes Weinlokal mit vorzüglichen Käseplatten. | Tgl. 12-2 Uhr | Galatasaray | Hamalbaşı Caddesi 12 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2496085

Yakup 2

Es gibt keinen Schriftsteller oder Journalisten in İstanbul, der nicht einmal hier gezecht hat - Wirt Yakup Arslan schickt seine Kundschaft lange nach Mitternacht mit Glockengeläut nach Hause. Feine İstanbuler Vorspeisen, gutes Grillfleisch. | Mo-Sa 10-1 Uhr | Tünel | Asmalı Mescit Sokak 35 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2492925

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie günstig

Buhara

In der touristischen Ecke der Altstadt, am Großen Basar, gelegen. Hier wird gute türkische Küche serviert. | Tgl. 11.30-22.30 Uhr | Nuruosmaniye Caddesi 27 (Cağaloğlu) | Tel. 0212/5275133

Cumhuriyet Meyhanesi

Die berühmteste türkische Taverne der Stadt, in der auch Republikgründer Kemal Atatürk gerne einen Rakı trank - so erzählt man es sich jedenfalls in İstanbul. Allerdings nichts für große, lärmende Gruppen. | Tgl. 9-22 Uhr | Balık Pazarı | Sahne Sokak 47 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2436406

Dubb Indian

Indisches an der Hagia Sophia: Von der Terrasse schaut man aufs Meer und genießt milden Chai-Tee mit duftenden Gewürzen. Die Küche schließt gegen 23.30 Uhr! | Tgl. 10.30-22.30 Uhr | Incili Çavuş Sokak 10 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5137308

Efuli

Vom Frühstück bis zum Abendessen, neben Grillplatten auch Wiener Brathendl. Sauber, bescheiden, gut. | Tgl. 6.30-21.30 Uhr | Elmadağ | Cumhuriyet Caddesi 12 (Taksim) | Tel. 0212/2256954

Kanaat Lokantasi

Nahe der Anlegestelle der Bosporus-Fähren befindet sich das vielleicht älteste Lokal İstanbuls. Hervorragende Küche. Im frommen Viertel Üsküdar wird kein Alkohol ausgeschenkt! | Tgl. 11-22 Uhr | Selmanipak Caddesi 25 (Üsküdar) | Tel. 0216/3333791

Kapaliçarşi Havuzlu Lokanta

In der Gaststätte am Großen Basar können sie gut zu Mittag essen. Traditionelle Küche, viele Auberginengerichte, ruhig. | Mo-Sa 12-17 Uhr | Gami Çelebi Sokak 3, neben der Post (Kapalıçarşı) | Tel. 0212/5273346

Karaköyüm Café-Restaurant

Gut für ein Mittagessen während Ihrer Sightseeingtour. Tipp: die Kohlroulade mit Esskastanien und der Käsekuchen. | Mo-So 9.30-24 Uhr | Kemeraltı Caddesi | Bankalar Han 2 (Karaköy) | Tel. 0212/2446808

Katibim

Eine der beliebtesten Adressen der İstanbuler für alle Sorten von Kebab. Spitzenblick von Asien auf die historische Halbinsel. | Tgl. 12-1 Uhr | Şemsipaşa Sahil Yolu 53 (Üsküdar) | Tel. 0216/3109080

Meşhur Bursa Kebapçisi

In Beyoğlu ist dies eines der guten, billigen und schnellen Kebablokale. Versuchen Sie den İskenderkebab mit Tomatensauce und Joghurt! | Tgl. 11.30-21.30 Uhr | İstiklal Caddesi 45 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2499372

Nature and Peace

Frische Gemüsegerichte. Vegetarische Menüs für nur 10 Euro. Klein und sauber. | Tgl. 11-23 Uhr | İstiklal Caddesi, Büyük Parmakkapı Sokak 21 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2528609

Pano

Das schönste Weinlokal İstanbuls. Ohne Reservierung haben Sie hier keine Chance! | Tgl. 11-2 Uhr | Kalyoncu Kulluğu Caddesi 4 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2926664

Pizza Kupa

Die Pizzeria mit dem besten Blick in İstanbul. Auch Spaghetti und Salate werden serviert. Direkt am Bosporus. | Tgl. 12-23 Uhr | Boyaci Caddesi 18 (Emirgan) | Tel. 0212/2775342

Tarihi Karaköy Balikçisi

Das einfache Fischlokal gibt es schon seit 80 Jahren am selben Platz. Sehr zentrales und zudem preiswertes Mittagsrestaurant. | Tgl. 11.30-2 Uhr | Tersane Caddesi, Kardeşim Sokak 30 (Karaköy) | Tel. 0212/2511371

Tarihi Sultanahmet Köftecisi

Menü und Qualität dieses köfte lokantası gegenüber der Blauen Moschee haben sich seit über 80 Jahren nicht mehr verändert. Hackfleischbällchen schmecken nirgends so gut wie hier. | Tgl. 11-23 Uhr | Divanyolu Caddesi 12/A (Sultanahmet) | Tel. 0212/5131438

Zencefil

Vegetarische Gaststätte mit originellen Gerichten wie Gemüselasagne oder Kartoffeln mit Pilzen. | Mo-Sa 11-24 Uhr | Kurabiye Sokak 8 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2438233

Essen und Trinken

Gartenlokale

Bebek Kahve

Wird vor allem von Studenten der nahen Bosporus-Universität besucht. Empfehlenswert auch das Starbucks-Café daneben mit schöner Holzterasse am Meer. | Tgl. 8-24 Uhr | Bebek Camii Yanı (Bebek)

Çinili Köşk

Eine Oase der Ruhe: Nach dem Besuch des Topkapı-Palasts oder des Archäologischen Museums können Sie in dem bezaubernden Garten eine Pause im Freien einlegen und sich entspannen. | Di-So 9-18 Uhr | beim Archäologischen Museum, nur vom Museum aus zugänglich (Sultanahmet)

Moda Çay Bahçesi

Auf der asiatischen Seite mit Blick von den Prinzeninseln bis Topkapı. Ideal für Familien mit kleinen Kindern, denn direkt daneben ist ein relativ großer, schöner Spielplatz | Tgl. 9-24 Uhr | Devriye Sokak 7 (Moda)

Essen und Trinken

Gourmettempel

Poseidon

Von dem Gourmet Wolfram Siebeck in der Wochenzeitung „Die Zeit“ empfohlenes Fischrestaurant am Bosporus. Hier gibt es frisches Meeresgetier, liebevoll zubereitet und auf der Terrasse direkt am Wasser serviert - definitiv einen Besuch wert. | Menü um 60 Euro | Tgl. 12-2 Uhr | Cevdetpasa Cad. 58 (Bebek) | Tel. 0212/2633823

Tuğra

Raffinierte osmanische Küche nach Originalrezepten aus den Kochbüchern alter Familien und der Hofküche der Sultane. Im restaurierten Palast des Çırağan Palace Hotel Kempinski mit schönem Blick auf den Bosporus. | Menü um 70 Euro | D-So 19-23 Uhr | Çırağan Caddesi 84 (Beşiktaş) | Tel. 0212/2583377

Einkaufen

Basare und Boutiquen

İstanbul bietet neben Teppichen und Goldschmuck, Kalligrafien und Antiquitäten auch moderne Leder- und Bekleidungsstücke

In İstanbul kommen beim Shoppen alle auf ihre Kosten: Neben jahrhundertealten Basaren gibt es moderne Einkaufsviertel und feine Shoppingmalls, die Hunderte von Geschäften beherbergen.

Die Wochenmärkte werden von Touristen selten aufgesucht, obwohl hier gute Textilien, vor allem Kinderkleidung, Unterwäsche und Strümpfe zu Dumpingpreisen angeboten werden - Exportüberschüsse, die bis zu einem Zehntel ihres Preises in EU-Ländern kosten. Wer sich für Teppiche, Schmuck und altes Handwerk interessiert, wird auf der historischen Halbinsel nördlich des Sultanahmet fündig.

Der Große Basar Kapalı Çarşı gehört zu jedem Besichtigungsprogramm, auch wenn man nichts einkaufen möchte. Im Gewürzbasar Mısır Çarşısı in Eminönü gibt es hunderte Gewürze und Heilkräuter.

Da Gold in der Türkei billiger ist als in EU-Staaten, gehört auch Schmuck zu beliebten Mitbringseln aus İstanbul. Gold wird in drei Sorten gehandelt: 22 Karat sind z. B. die Armreifen. Die gängigsten Stücke haben 18 bis 16 Karat. Weißgold, beyaz altın, ist nicht allzu verbreitet. Es gibt ein großes Angebot an Edelsteinen, allen voran Diamanten, elmas, und Brillanten, pırlanta, die Türkinnen besonders lieben.

Alte Kalligrafien, Stiche und Fotografien finden Sie im Bücherbasar oder in den zahlreichen Antiquitätengeschäften in Beyoğlu. Bei teuren Stücke können Sie ruhig handeln - vergleichen Sie die Preise, bevor Sie sich auf Ihr gutes Gefühl verlassen.

Moderne Shoppingmeilen mit Cafés und kleinen Restaurants gibt es auf der europäischen Seite in Teşvikiye, Nişantaşı, Şişli und Etiler und auf der asiatischen Seite in der Bağdat Caddesi. Alles unter einem Dach finden Sie in hochmodernen Einkaufszentren wie Akmerkez (Etiler) oder Kanyon (Levent).

Schließlich die Teppiche und Kelims: Die ersteren sind geknüpft, die zweiten gewebt, beide haben ihren eigenen Charme. Die besten Teppiche sind die mit der höchsten Knotenzahl pro Quadratzentimeter - Ihr Händler wird Sie darüber informieren. Am teuersten sind die Hereke aus purer Seide, während Bergama, Konya, Uşak und Kayseri zu den besten aus Baumwolle geknüpften und naturgefärbten Teppichen gehören. Bei Kelims mit grafischen Mustern spielen Größe und Färbung eine Rolle: Mit Anilin gefärbte Kelims dürfen nicht nass werden, da sonst die Farben verlaufen. Die meisten Händler schicken Ihren Teppich versandkostenfrei nach Hause. Wenn Sie ihn selbst mitnehmen wollen, müssen Sie am Zoll die Quittung vorlegen.

Einkaufen

Antiquitäten

Abdullah

Das Geschäft im Großen Basar gehört zu den ältesten Läden der Stadt. Seit Generationen werden hier Schätze von alten İstanbuler Familien, Juwelen, kostbares Silber, Möbelstücke und andere Fundstücke aus der Geschichte der Stadt angeboten. | Mo-Sa 8-19 Uhr | Sandal Bedesteni Sokak 6 (Kapalı Çarşı)

Trödler/Eskiciler

Antike Türen, Spiegel, Brunnen, Kapitelle u.a. | Mo-Sa 8-19 Uhr | Çukurcuma Caddesi (Beyoğlu) | Büyük Hamam Sokak 30/32 (Üsküdar)

Raffi Portakal

Von alten Gemälden, Kalligrafie und osmanischem Tafelsilber bis zu kostbaren Gläsern vom Tisch der Wesire: Das traditionsreiche Auktionshaus bietet nur das Feinste. | Mo-Sa 8-19 Uhr | Mim Kemal Öke Caddesi 12 und 19 (Nişantaşı) | www.rportakal.com

Einkaufen

Bücher und Antiquariate

Book Shop

Reiseführer über İstanbul und andere Ziele in der Türkei, Bildbände, Postkarten und CDs. | Tgl. 10-20 Uhr | Divan Yolu Caddesi 11 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5163366 | www.bookshopistanbul.com

Denizler Bookstore

Hier gibt es einfach alles zum Thema Meer: von Romanen über Tauch-Reiseführer bis zu Seekarten. Der Buchhändler ist ein leidenschaftlicher Sammler von Maritimem. Unbedingt reinschauen! | Mo-Sa 10-20 Uhr | İstiklal Caddesi 395 (Beyoğlu) | www.denizlerkitabevi.com

Deutscher Buchladen/Türk-Alman Kitabevi

Gute Adresse für Belletristik und Sachbücher in Deutsch. Türkische Literatur in deutscher Sprache, aber auch deutsche Reiseführer oder Stadtkarten. | Mo-Fr 9-18.30, Sa 9-17 Uhr | Tünel, Ístiklal Caddesi 481 (Beyoğlu) | www.tak.com.tr

Sahaflar

Direkt neben dem Großen Basar sind seit über einem Jahrhundert Antiquariate beheimatet. Alte Bücher, Manuskripte, Stiche und Miniaturen. | Tgl. 9-20 Uhr | Am Eingang des Großen Basars (Beyazıt)

Einkaufen

Delikatessen

Bebek Badem Ezmesi

Für die exzellenten türkischen Delikatessen wie Marzipanrollen oder Mandelbonbons lohnt es sich, den Bosporus hinaufzufahren. | Tgl. 9.30-20 Uhr | Cevdet Pasa Caddesi 238/1 (Bebek)

Bünsa

Ein Naturkostladen wie aus dem Bilderbuch: neben Gewürzen und luftgetrockneten Früchten auch Honig aus dem Schwarzmeergebiet. | Tgl. 10-19 Uhr | Balık Pazari 26 (Galatasaray)

Einkaufen

Kaufhäuser und Passagen

Akmerkez

Schick und teuer: Die 140 Designershops und Restaurants erhielten den „Best Shopping Center Europe Award“. | Tgl. 10-22 Uhr | Nispetiye Caddesi (Etiler) | mit der Metro von Taksim nach Levent und weiter mit dem Taxi

Capitol

Schickes Einkaufszentrum auf der asiatischen Seite, unweit der Zufahrtsstraße zur Ersten Bosporusbrücke. Cafés und ein modernes Kino mit acht Sälen. | Tgl. 9-22 Uhr | Capitol Alışveriş Merkezi (Altunizade)

Kanyon

Die Sensation des Jahres 2006 war die Eröffnung des hochexklusiven Einkaufszentrums in Levent (Metro-Station Dördüncü Levent von Taksim). Auf vier Etagen über 160 Läden, von Dior über Harvey Nichols zu Max Mara Dutzende von Modemarken. Ein schöner Buchladen (Remzi), Cafés und Restaurants (z.B. Wagamama) sowie ein Multiplex-Kino (Mars) runden das Angebot im Kanyon-Zentrum ab, das selbst ein Architekturwunder ist. | Tgl. 10-22 Uhr | Büyükdere Caddesi 185 (Levent) | Tel. 0212/3535300 | www.kanyon.com.tr

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Kunst, Handwerk und Design

Arasta Çarşisi

In derselben Reihe wie das Byzantinische Mosaikmuseum stehen viele kleine Läden, die osmanische Handwerkserzeugnisse und Teppiche anbieten. | Tgl. 9-20 Uhr (Sultanahmet)

Ebristan Ebru Evi

Der Künstler Hikmet Barutçugil ist spezialisiert auf die jahrhundertealte türkische Kunst des marmorierten Papiers: Ein Blatt wird in mehreren Arbeitsgängen in verschiedene Farbwasser eingetaucht, wobei feine, ausgefallene Muster entstehen. | Mo-Sa 13-17 Uhr | İhsaniye | Hafiz Mehmet Bey Sokak 8 (Üsküdar) | www.ebristan.com

İsmail Yiğit

Versteckt im vierten Stock eines Bürgerhauses vertreibt der Keramikkünstler Yiğit Repliken berühmter Fayencen und Kermakien aus İznik und Kütahya. Auch auf Bestellung. | Mo-Sa 10-19 Uhr | Valikonağı Caddesi Ekmek Fabrikası Sokak 2/16 (Nişantaşı) | www.ismailyigit.com.tr

İznik foundation

Die Stiftung belebt seit einigen Jahren in ihren Werkstätten südlich von İstanbul, am Geburtsort des Handwerks, die fein bemalten Fayencen wieder, die z.B. die Blaue Moschee schmücken. Vom Tafelservice bis zu Aschenbechern reicht das Angebot. | Mo-Fr 8.30-18, Sa 10-17 Uhr | Öksüz Çocuk Sokak 17 (Kuruçeşme) | www.iznik.com

Paşabahçe

Die staatlichen Glasfabriken verkaufen feine Produkte zu erstaunlich günstigen Preisen. Neben modernem Design gibt es altosmanische Stücke wie das blau-weiße çesmi bülbül. Verkaufsstellen in der ganzen Stadt, z.B. Tünel, İstiklal Caddesi 314 (Beyoğlu) | Outlet im Norden, tgl. 10-22 Uhr | Büyükdere Caddesi (Maslak) | www.sisecam.com

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Landestypisches

Ethnicon

Die Firma ist spezialisiert auf originelle Patchwork-Kelims, die aus alten Stücken neu zusammengenäht werden. Das Ergebnis sieht wunderschön aus. | Mo-Sa 8.30-19 Uhr | Takkeciler Sokak 58-60 (Kapalı Çarşı) | www.ethnicon.com

Hazal Kilim & Hali

Reichhaltiges Angebot an Kelims und Teppichen. | Mo-Sa 9.30-19, So 10-19 Uhr | Mecidiyeköy Köprüsü Sokak 27-29 (Ortaköy)

Şişko Osman

„Osman der Dicke“ ist eine der besten Adressen für wertvolle Teppiche im Großen Basar. Auf seiner Website erklärt er die Motive der Teppiche. | Mo-Sa 8.30-19 Uhr | Halıcılar Caddesi 49; Zincirli Han 15 (Kapalı Çarşı) | www.siskoosman.com

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Märkte

Galatasaray Balik Pazari

Einer der ältesten Fischmärkte der Stadt im Herzen der Pera, des alten Stadtteils von Konstantinopel, neben der Çiçek Pasajı. Auch ohne jede Kaufabsicht tut er den Sinnen gut. Das Angebot an getrocknetem und eingelegtem Fisch ist das größte von İstanbul. Auch Käse-, eingelegte, süße und viele andere Spezialitäten erhalten Sie in der Halle. | Tgl. bis spät in die Nacht | Galatasaray (Beyoğlu)

Sali Pazari

Der größte Markt der Stadt ist auf der asiatischen Seite. Man findet alles, was das Herz begehrt. Da sogar aus umliegenden Städten Menschen hierher strömen, herrscht in den Hauptadern großes Gedränge. Freitags findet auf demselben Platz ein kleinerer Markt statt. | Jeden Di außer an Feiertagen bis Sonnenuntergang | entlang der Mahmut Baba Sokak (Kadıköy)

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Mode

Derimod

Die führende Marke der türkischen Ledermode stellt auch Schuhe und Handtaschen her. | Tgl. 10-20 Uhr | Bağdat Caddesi 303 (Kadıköy) | Akmerkez, Nispetiye Caddesi (Etiler) | Outlet Büyükdere Caddesi 59 (Maslak) | www.derimod.com.tr

Derishow

Hersteller von feinen Lederjacken. Das Modehaus bietet auch Stoffkleidung von guter Qualität und originellem Design an. | Tgl. 9.30-19.30 Uhr | Fulya, Ihlamur Caddesi, Yesilcimen Sok. 17 (Beşiktaş) | www.derishow.com.tr

Seyman Dericilik

Eigene Herstellung von Damen- und Herrenjacken. | Tgl. 9-20 Uhr | Tatlıkuyu Hamamı Sokak 26 (Beyazıt)

Beymen

Die türkische Nobelmarke sticht mit feinen Stoffen und klassischem Design ins Auge. Auch Unterwäsche, Seidentücher, Schuhe, Porzellan und Haustextilien. Im Outlet zudem internationale Marken. | Tgl. 10-22 Uhr | Akmerkez, Nispetiye Caddesi (Etiler) | mit Café und dem Nobelfriseur Kiramer unter einem Dach | Abdi Ipekci Caddesi 23/1 (Nişantaşı) | Adnan Kahveci Caddesi 116 | Ferahevler (Tarabya) | www.beymen.com.tr

Gönül Paksoy

Die Haute-Couture-Designerin verarbeitet handgewebte Rohseide nach altosmanischem Design zu Einzelkreationen. | Mo 13-19, Di-So 10-19 Uhr | Atiye Sokak 6/A (Teşvikiye)

Mavi Jeans

Das Modehaus produziert in bewährter amerikanischer Qualität Jeans, T-Shirts, Pullis und Jacken. | Tgl. 9.30-21 Uhr | İstiklal Caddesi 117 (Beyoğlu) | www.mavi.com

Vakko

Traditionsreiches Haus des jüdisch-türkischen Modemachers Vitali Hakko. | Tgl. 10-20 Uhr | Abdi Ipekci Caddesi Nr. 31 (Herren), Nr. 37 (Hochzeitskleider), Nr. 38 (Damen) und Nr. 48 in Nisantasi (Schuhe und Handtaschen) | www.vakko.com.tr

Sivasli Yazmacisi

Bunt gemusterte und bedruckte Baumwollstoffe aus Ostanatolien verkauft das traditionsreiche Geschäft im Großen Basar. Auch Handgewebtes, Besticktes und Gehäkeltes. | Tgl. 8.30-19 Uhr | Yağlikçilar Sokak 57 (Kapalı Çarşı)

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Schuhe

Hotic

Kaufen Sie Schuhe in İstanbul, denn sie sind gut, schick und auf jeden Fall billiger als in Deutschland. Die Marke Hotic macht seit 70 Jahren Schuhmode. | Tgl. 9.30-21.30 | Ístiklal Caddesi 153 (Beyoğlu) | www.hotic.com.tr

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Schmuck und Uhren

Antikart

In der Juwelierpassage befinden sich mehrere Schmuckläden. Hier werden vor allem schöne Repliken trojanischen und hethitischen Schmucks angeboten. | Mo-Sa 10-21.30, So 12-21.30 Uhr | İstiklal Caddesi 207 | Atlas Kuyumcular Çarşısı 32 (Beyoğlu)

Efe Jewellery

Herausragender Schmuck aus Gold und Silber. Die Kollektionen tragen hübsche Namen wie Fibula, Lal oder Montur und werden auf der Website vorgeführt. | Tgl. 9-21 Uhr | Nuruosmaniye Caddesi 41 (Cağaloğlu) | www.efegold.com

Gilan

Nach alten anatolischen Mustern neu angefertigter, wertvoller Schmuck in Silber und Gold. | Tgl. 9-19 Uhr | Akmerkez 123 | Nispetiye Caddesi | Etiler | Nuruosmaniye Caddesi 58 (Cağaloğlu) | www.gilan.com.tr

Urart

Die Avantgarde junger türkischer Designer bietet hier ihre Kunstwerke aus Silber, Gold und anderen Materialien feil. Repliken altanatolischen und trojanischen Schmucks. | Mo-Sa 9-19 Uhr | Abdi İpekçi Caddesi 18 (Nişantaşı) | www.urart.com.tr

Unterhaltung

Tanz unter den Sternen

Es muss nicht immer Bauchtanz sein: İstanbul lädt auch in Open-Air-Diskotheken und verrauchte Jazzkeller ein

İstanbul schläft nicht - vom ausgedehnten Essen in einem der guten Restaurants am Bosporus bis zur obligatorischen Morgensuppe in einem der vierundzwanzig Stunden am Tag geöffneten Lokale gibt es tausendundeine Möglichkeit, einen unvergesslichen Abend zu verbringen.

Die İstiklal Caddesi mit ihren Seitenstraßen spricht ein avangardistisches Publikum an. Wers feiner mag, geht Richtung Levent oder runter zum Bosporus. Ortaköy und die Kadife Sokak in Kadıköy sind für jeden Geschmack gut und nicht allzu teuer. In den meisten Kneipen (hier heißen sie durchweg Bars) geht es laut zu, und es gibt oft Livemusik. In İstanbul gibt es aber auch sehr schöne, ruhige Bars am Bosporus. Die Roofbars der großen Hotels wie Conrad International, Ceylan Inter-Continental oder Etap Marmara sind nicht zu unterschätzen: Hier gibt es den schönsten Blick über das nächtliche İstanbul.

Die Bauchtanzshows der gazinos in der İstiklal Caddesi sind von mäßigem Niveau und überteuert. Ansprechend, aber auch teuer, ist die „Türkische Nacht“ im Galata-Turm. Die schönste Kulisse für eine Sommernacht bieten die Kneipen und Diskotheken in Kuruçeşme an der Ersten Bosporusbrücke.

Obwohl die meisten Lokale Kreditkarten akzeptieren: Nehmen Sie für alle Fälle Bargeld mit! In den Musikkneipen und Diskos zahlt man entweder Eintritt (ab 5 Euro mit einem Gratisdrink) oder einen festen Preis für das erste Getränk, egal ob Whiskey oder Mineralwasser. Vor allen Diskotheken und auch mancher guten Kneipe stehen Bodyguards, die eine Gesichtskontrolle vornehmen. In der Regel wird Damenbegleitung verlangt. Für den Weg nach Hause lassen Sie sich lieber vom Portier ein Taxi rufen, anstatt in ein vorbeifahrendes einzusteigen - das ist in jeder Hinsicht sicherer.

Unterhaltung

Bars und Kneipen

Andon

Das alte Stadthaus bietet auf fünf Etagen eine Disko, ein schönes Stadtcafé, eine gute Weinbar und ein türkisches Restaurant mit Livemusik. Ganz oben Terrasse mit Meeresblick. | Mo-Sa 17-4 Uhr | Sıraselviler Caddesi 89 (Beyoğlu) | www.andon.com.tr

Anjelique

Inkneipe am Bosporus. Liebhaber von Cocktails, schönen Menschen und gängigen Hits sind hier richtig. | Tgl. 18-4 Uhr | Muallim Naci Caddesi, Salhane Sokak 10/2 (Ortaköy)

Bebek Bar

In den 1980ern gehörte sie zu den besten Bars der Welt. Wunderschön ist es hier bis heute: Die gut besuchte Bar des traditionsreichen Hotels Bebek am Bosporus ist für einen Drink ideal. Tolle Terrasse mit Blick über das Meer. Teuer! | Tgl. 17-1 Uhr | Cevdet Paşa Caddesi 113-115 (Bebek) | www.bebekhotel.com.tr

Bilsak Beşinci Kat

Der „Fünfte Stock“ eines alternativen Kulturzentrums bietet einen tollen Blick über den Bosporus. | Tgl. 10-2 Uhr | Sıraselviler Caddesi Soğancı Sokak 7 (Cihangir) | www.5kat.com

Gramofon

Direkt am Tünel-Platz gelegen, eignet sich das Lokal sehr gut als Treffpunkt weitab vom Gewühl der İstikal Caddesi. | Mo-Sa 9-2, So bis 20 Uhr | Tünel Meydanı 3 (Tünel)

Dulcinea

Coole Kneipe mit warmer Küche und mit überwiegend jungem Stammpublikum. Im Keller häufig Liveperformances und sehenswertes Off-Theater. | Tgl. 12.30-2 Uhr | Meşelik Sokak 20 (Beyoğlu) | www.dulcinea.org

James Joyce Irish Pub/The Irish Centre

Im Hintergrund läuft stets irische Musik, am Wochenende auch live. Pubmenü. Beliebt nicht nur bei Iren. Tgl. 13-2 Uhr | İstiklal Caddesi Balo Sokak 26 (Beyoğlu) | www.theirishcenter.com

Line

Mit ihrer minimalistischen Einrichtung hebt sich die Kneipe von den verrauchten Bars in Beyoğlu ab. Am Wochenende Liveauftritte von Rockbands. | Tgl. 12-4 Uhr | Büyükparmakkapı Sokak 14 A/B (Beyoğlu) | www.linemusicclub.com

Masal Evi

Das „Märchenhaus“ ist nur eine der vielen urgemütlichen, im Winter mit offenem Kamin beheizten Lokale auf der asiatischen Seite. Empfehlenswert in der Kneipenmeile Kadife Sokak sind: Karga (Nr. 16), Lal (Nr. 19), Isis (Nr. 26) und Karin Pub (Nr. 35). | Tgl. 11-2 Uhr | Kadife Sokak 33 (Kadıköy)

The North Shield Pub

Kühles Bier zum Fußballspiel auf der Großbildleinwand, einen Aperitif am frühen Abend oder einen Cognac am Kamin: Das englische Pub gibt es gleich dreimal in İstanbul | Tgl. 16-1 Uhr | Ístiklal Caddesi 24-26 | in der Kinopassage, Beyoğlu | Abdi Ipekci Caddesi 40 | Nişantaşı | Ískele Caddesi 38 (Kalamis Marina) | www.thenorthshield.com

Nu Pera

Clubhaus in der 200 Jahre alten französischen Petit-Champs-Passage in der alten Pera. Restaurant (Keyfhan), Kneipe, Club und Café (Refika) unter einem Dach. Internationale Küche mit türkischer Note, Clubmusik, viel Style und eine sehr schöne Terrasse. | Tgl. 13-2, Club nur 23-4 Uhr | Meşrutiyet Caddesi 149 Tepebaşı (Beyoğlu) | www.istanbulyi.com

Sardunya

Am Bosporus im alten Hafen von Karaköy. Eine runde Bartheke im Freien lädt zu Drinks und Plausch ein. Ruhig, gemütlich. | Nur im Sommer, tgl. 19-1 Uhr | Meclis-i Mebusan Caddesi 22 | Salıpazarı (Karaköy) | www.sardunyafindikli.com

Touchdown

Gut besucht und bestens geeignet für einen Drink nach dem Shopping. | Tgl. 10-0.30 Uhr | Abdi Ipekçi Caddesi 61/11 | Reasürans Çarşısı (Teşvikiye) | www.touchdown.com.tr

Unterhaltung

Landestypisches

Lüfer Touren

Die größte Firma am Bosporus mit 15 Booten, vom romantischen Kahn bis zum gediegenen Ausflugsdampfer. Es gibt verschiedene Touren, von der geschlossenen Gruppenfahrt bis hin zu Einzeltrips. Eine Abendtour beginnt um 19.30 Uhr in Bebek und endet um Mitternacht. Auch in Beylerbeyi auf der asiatischen Seite kann zugestiegen werden. | Ab ca. 15 Euro | Tasocagi Mevkii Balabandere 5 (Istinye) | Tel. 0212/2296464 | www.lufer.com.tr

Semiramis 1

Eines der größten Boote am Bosporus. Mit Essen und Getränken 20 Euro, mit nur einem Drink 17 Euro. Auch halb- und ganztägige Bosporustouren. | Ab Kuruçeşme | Valikonağı Caddesi, Zafer Sokak 29/1 (Nişantaşı) | Tel. 0212/2485127 | www.semiramis1.com

Unterhaltung

Diskotheken, Clubs und Ballhäuser

Club 29

Die Schönen und die Reichen treffen sich hier in einer Art hadrianischer Villa mit Restaurant, Diskothek und Poolbar direkt am Bosporus. | Juni-Sept. tgl. 10-18 und 21-4 Uhr | Pasabahçe Yolu 24 (Çubuklu) | www.club29.com

Crystal

Trendige Disko mit House- und Technomusik. Mit İstanbuls bekanntesten DJs. Eintritt inkl. ein Drink 18 Euro. | Do 23-4 Uhr, Fr und Sa 23-5.30 Uhr | Muallim Naci Caddesi 109/1 (Ortaköy) | www.clubcrystal.org

Mojo

Rockkneipe, gelegentlich Livemusik. | Tgl. 19-4 Uhr | Büyükparmakkapı Sokak 26 (Beyoğlu) | www.mojomusic.org

Reina

Direkt am Bosporus gelegen, beherbergt der hippe Riesenclub zehn verschiedene Bars, Cafés und Restaurants. Ohne Resevierung kein Einlass! | Juni-Okt. tgl. 17-3 Uhr | Muallim Naci Caddesi 44 (Kuruçeşme) | www.reina.com.tr

Sortie

Angesagter Open-Air-Club: Für 20 Euro Eintritt gibt es einen Drink und eine unvergessliche Nacht unter den Sternen. Achtung: Am Wochenende extrem voll! | Juni-Okt. tgl. 19-4 Uhr | Muallim Naci Caddesi 141/142 (Kuruçeşme) | www.sortie.com.tr

Switch

Das Lokal liegt in Beyoğlu gegenüber dem Geschäftshaus Odakule. Von jungen Leuten bevorzugt, Avantgardemusik. | Fr und Sa 23-4 Uhr | İstiklal Caddesi Muammer Karaca Çıkmazı 3 (Beyoğlu)

Unterhaltung

Kinos

İstanbuler Kinos

Filme werden im Original mit Untertiteln gezeigt. Neben modernen Multiplexkinos gibt es noch alte Filmtheater, die ihren Charme bewahrt haben. Entlang der İstiklal Caddesi finden Sie ein Kino neben dem anderen. Anfangszeiten und Programm entnehmen Sie Programmheften oder den großen, leicht verständlichen Anzeigen in den Tageszeitungen oder dem Internet.

Movieplex

Großes, modernes Kino. Stets aktuelle Filme. | Nispetiye Caddesi Melodi Pasajı 14 (Etiler)

Unterhaltung

Livemusik

Babylon

Kneipe und Kulturzentrum zugleich: Das Babylon bietet Konzerte und Off-Theater auf hohem Niveau. Während des İstanbuler Jazzfestivals ist der Club feste Bühne für Konzerte. Von der Zeitschrift DownBeat unter die 100 besten Jazzlokale der Welt gewählt. | Di-Sa 21.30-4 Uhr | Asmalımescıt, Şehbender Sokak 3 (Tünel) | www.babylon-ist.com

Balans Music & Performance Hall

Livemusik und Konzerte, nicht nur türkischer Sänger und Gruppen. Sehr beliebt bei den İstanbulern. | Mi-Sa 21-4 Uhr | Galatasaray, Balo Sokak 22, Ecke Nevizade (Beyoğlu) | www.balansmusichall.com

Eylülist

Wer türkische Liedermacher kennen lernen will, ist hier richtig. Im Erdgeschoss ein Café mit Meeresblick, oben Kneipe. | Café tgl. 17-2, Programm 23.30-2.30 Uhr | 1 Caddesi 23 (Arnavutköy) | www.eylulist.com

Galata Kulesi Nightclub

Bauchtanz, Volkstänze und Sänger im Genueserturm. Dazu der schöne Blick auf die Altstadt. Touristisch und teuer. | Tgl. 20-2 Uhr | Hendek Caddesi (Beyoğlu) | www.galatatower.net

Ghetto

Eine Musiklounge, die 2007 von dem türkisch-amerikanischen Jazzsaxofonisten Ilhan Ersahin mitten in Beyoğlu eröffnet wurde. Musiker von Weltklasse - kein Konzertsaal, sondern Club nach New Yorker Konzept. | Di-So 18-3 Uhr | Kalyoncu Kulluk Caddesi 10 (Beyoğlu) | Programm und Tickets www.biletix.com

Hayal Kahvesi

Traditionelle Rock- und Blueskneipe in Beyoğlu mit wechselnden türkischen Gruppen. Gutes Bier, laute Musik. Im Sommer öffnet die Dependance Çubuklu auf der asiatischen Seite - Tanz im Freien am Bosporus. Von İstinye gibt es Shuttleboote dorthin. | Beyoğlu: tgl. 18-3 Uhr | Büyükparmakkapı Sokak 19 | Burunbahçe Mevkii (Çubuklu) | www.hayalkahvesi.com.tr

İstanbul Jazz Center

İstanbul vom Feinsten und einer der besten internationalen Jazzclubs unter dem Dach des Radisson Hotels. Neben regelmäßigen Konzerten gibt es ein feines Restaurant und einen schöne Garten für laue Jazzabende mit internationalen Musikern. Teuer! | Tgl. 18-3 Uhr, Mo ohne Live-Musik | Ciragan Caddesi 48 (Ortaköy) | www.istanbuljazz.com

Kemanci Rock Bar

Jeden Abend Liverock und Pop im „Geiger“. Auch Off-Theater und Performances. Die alternative Kneipe İstanbuls auf zwei Etagen mit Disko. | Kneipe tgl. 13-4, Disko tgl. 19.30-4 Uhr | Sıraselviler Caddesi 69/1 (Taksim) | www.kemanci.org

Keser Müzikhol

Wer einmal wie die Einheimischen feiern will, sollte dieses Lokal ausprobieren. Der populäre Sänger Mustafa Keser tritt hier auf. Es gibt feste Menüs und mittwochs von 13.30 bis 17.30 Uhr eine Frauenmatinee. | Tgl. 20.30-1.30 Uhr | Beylerbeyi İskelesi | Arabacılar Sokak 5 (Beylerbeyi)

Mimi Taverna

Eine Institution in İstanbul, die nicht nur unter den verbliebenen Griechen beliebt ist: Hier wird getanzt und gezecht, was das Zeug hält. Griechische Musik, oft live durch İstanbuler Griechen vorgetragen, und üppige Vorspeisenplatten begleiten das Vergnügen. | Di-So 19-3 Uhr | 1. Cadde 68 (Arnavutköy) | www.mimitaverna.com

Nardis

In dem 2003 am Galata-Turm eröffneten Club treten die türkischen Jazzgrößen sowie ausländische Künstler auf. Sehr empfehlenswert! | Livemusik So-Do 21.30-0.30 Uhr, Fr-Sa 23.30-1.30 Uhr | Kuledibi Sokak 14 (Galata) | www.naradisjazz.com

Roxy/Roxanne

Am Wochenende werden Partys gefeiert, sonst gibt es Latin, Blues und Jazz. Zu Festivalzeiten Bühne für hervorragende Musiker aus dem In- und Ausland. | Di-Sa 20.30-4 Uhr | Sıraselviler Caddesi Aslan Yatağı Sokak 13 (Taksim) | www.roxy.com

Olympia Wish Club

Baba Zula, Manga, Nev, Kurban heißen die berühmtesten Alternativbands İstanbuls, die in ihrer Musik eine Synthese aus Ost und West anstreben. Hier können Sie sie live erleben. | Mi-Sa 21-4 Uhr | İstiklal Caddesi Acar Sokak 2 (Beyoğlu)

Unterhaltung

Opern, Konzerte und Musicals

Staatsoper/Devlet operasi

Die Staatsoper mit ihrer bekannten Ballettcompagnie und das Staatliche Sinfonieorchester (İstanbul Devlet Senfoni Orkestrası) bespielen das Haus am Taksim-Platz. Dort ist auch der Kartenvorverkauf. | Atatürk Kültür Merkezi (Atatürk-Kulturzentrum) | Taksim Meydanı | Tel. 0212/2515600 | www.idobale.com mit Online-Ticketverkauf www.biletix.com

Yeni-Melek-Showtheater

Das traditionsreiche Kino Yeni Melek in Beyoğlu wurde in eine Showbühne gehobener Qualität umgewandelt. Oft Konzerte türkischer Stars wie Sezen Aksu. | Gazeteci Erol Dernek Sokak 13 (Beyoğlu) | www.yenimelek.com

Uebernachten

Zimmer mit Aussicht

Ob im Luxushotel am Bosporus oder in der alten osmanischen Holzvilla - Sie werden hier traumhaft schlafen

In İstanbul finden Sie von luxuriös bis bescheiden alle Hotelkategorien. Aufgrund des großen Angebots ist es einfach, auch kurzfristig ein Zimmer zu bekommen. Bei Buchungen übers Internet kann es bis zu 40 Prozent Rabatt geben. Eine gute Adresse ist www.istanbulhotels.com.

In Sultanahmet, mitten im historischen Zentrum, findet man viele kleine, schön restaurierte Häuser, die sehr zu empfehlen sind. Diese Hotels werden mit einer besonderen Erlaubnis des Tourismusministeriums betrieben, die strenge Kriterien anlegt. Zum Standard gehören Einrichtungen vom warmen Wasser bis zu Satelliten- oder Kabelfernsehen, mit dem Sie auch deutsche Sender empfangen können. Ausländische Gäste werden auf Wunsch und gegen Gebühr vom Flughafen abgeholt. Die Luxushotels machen Spezialangebote, bieten ermäßigte Wochenendtrips und Stadttouren an. Ruhe und Erholung erwarten Sie in den Hotels der Prinzeninseln - allerdings um den Preis, dass die Fährfahrt in die Innenstadt ca. 1,5 Stunden dauert.

Uebernachten

Hotels Kategorie gehoben

Ajia

Elegantes Boutiquehotel in der restaurierten Bosporusvilla des Ahmet Rasim Pascha aus dem 19. Jh. Am oberen Verlauf des Bosporus, auf der asiatischen Seite. Romantisch, schick, und direkt am Ufer gelegen. 16 Zi. | Ahmet Rasim Pasa Yalisi Cubuklu Caddesi 27 (Kanlica) | Tel. 0216/4139300 | Fax 4139355 | www.ajiahotel.com

Ansen 130 Suites

Eine komfortable Alternative zum Hotelzimmer sind die Studios mit WLAN-Anschluss, Sat-TV, Klima und einer Küchenzeile. 10 Suiten | Meşrutiyet Caddesi 130 | Tepebaşı (Beyoğlu) | Tel. 0212/2458808 | Fax 2457179 | www.ansensuites.com

Barceló Eresin Topkapi

Luxushotel in der Altstadt. Zentral, komfortabel. Schwimmbad mit Kinderbereich, Fitness, Hamam. 231 Zi., 18 Suiten | Millet Caddesi 186 (Topkapı) | Tel. 0212/6311212 | Fax 6313702 | www.barcelo.com

Bebek Hotel

2006 renoviertes, exklusives Hotel mit einer wunderschönen Bar und Terrasse in der Bebek-Bucht. 21 Zi. | Cevdetpaşa Caddesi 34 (Bebek) | Tel. 0212/3582000 | Fax 2632636 | www.bebekhotel.com.tr

The Marmara İstanbul

Wer mittendrin sein will, wohnt im Marmara. Ausgestattet mit großen Veranstaltungsräumen, gehört das Haus zu den Zentren des gesellschaftlichen Lebens. Die Roofbar bietet einen phantastischen Blick über die Stadt. 410 Zi. | Taksim Meydanı (Taksim) | Tel. 0212/2514696 | Fax 2440509 | www.themarmara.com

The President

Best-Western-Komfort in unmittelbarer Nähe des Großen Basars. Der Clou ist der Pool auf der Dachterrasse mit schönem Blick auf das historische Zentrum und das Marmarameer. 208 Zi., 8 Suiten | Tiyatro Caddesi 25 (Beyazıt) | Tel. 0212/5166980 | Fax 5166998 | www.thepresidenthotel.com.tr

Richmond

Direkt an der Flaniermeile in Beyoğlu gelegen, ist das Richmond ein fester Bestandteil der alten, europäischen Pera. Moderner Komfort hinter einer Fassade des 19. Jhs. 101 Zi., 8 Suiten | İstiklal Caddesi 445 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2525460 | Fax 2529707 | www.richmondhotels.com.tr

Yeşil Ev

Im Herzen der historischen Stadt zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee gelegen. Prachtstück der restaurierten Gebäude des Türkischen Automobilclubs. Die Zimmer sind im Stil des 19. Jhs. gehalten. 20 Zi., 1 Paschasuite | Kabasakal Caddesi 5 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5176785 | Fax 5176780 | www.istanbulyesilev.com

Uebernachten

Hotels Kategorie standard

Avicenna

Eine schicke, restaurierte Villa im Herzen der Altstadt. Terrasse mit Meeresblick. Komfortabel. 49 Zi. | Mimar Mehmet Ağa Caddesi Amiral Tafdil Sokak 31/33 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5170550 | Fax 5166555 | www.istanbulavicennahotel.com

Ayasofya Mansions

In einer für den Autoverkehr gesperrten kleinen Straße zwischen der Hagia Sophia und dem Topkapı-Palast sind mehrere alte Holzhäuser restauriert und in ein schmuckes Hotel verwandelt worden. 56 Zi., 7 Suiten | Soğukçeşme Sokak (Sultanahmet) | Tel. 0212/5133660 | Fax 5133669 | www.ayasofyapensions.com

Empress Zoe

Ein wunderbar restauriertes Eckhaus mit einem schönen kleinen Innenhof. 19 Zi. | Adliye Sokak 10 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5182504 | Fax 5184360 | www.emzoe.com

İbrahim Paşa

Ein etwas verspielt eingerichtetes, charmantes altes Haus im historischen Viertel, mit schönem Blick aufs Meer. 16 Zi. | Terzihane Sokak 5 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5180394 | Fax 5184457 | www.ibrahimpasha.com

Kariye

Etwas abseits des Zentrums und nahe bei der Chora-Kirche. 25 Zi., 2 Suiten | Kariye Camii Sokak 18 (Edirnekapı) | Tel. 5348414 | Fax 5216631 | www.kariyeotel.com

Kybele

Ein Haus voller osmanischer Accessoires in Sichtweite der Hagia Sophia. 16 Zi. | Yerebatan Caddesi 35 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5117766 | Fax 5134393 | www.kybelehotel.com

Merit Halki Palas

Das beste Hotel auf den Prinzeninseln ist eine restaurierte Holzvilla mit Meerblick und großem Pool. 45 Zi. | Refah Şehitleri Caddesi 88( Heybeliada) | Tel. 0216/3510025 | Fax 3510032 | www.halkipalacehotel.com

Sokullu Paşa

Einst als Wohndomizil des Großwesirs Sokullu (1512-60) gebaut. Gartenrestaurant, türkisches Bad. 37 Zi. | Küçük Ayasofya Mah. Şehit Mehmet Paşa Sokak 5-7 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5181790 | Fax 5181793 | www.sokullupasahotel.com

Sultanahmet palace

Boutiquehotel mit Garten gegenüber dem byzantinischen Mosaikmuseum. Die Bäder sind kleine türkische Hamams. „Deluxe“-Zimmer mit Blick auf die Blaue Moschee oder aufs Marmara-Meer, mit eigenem Balkon. 36 Zi. | Torun Sokak 19 (Sultanahmet) | Tel. 0212/4580460 | Fax 5186224 | www.sultanahmetpalace.com

Taxim Hill

Gutes, komfortables Cityhotel im Herzen der Pera. Fragen Sie nach den Zimmern mit Bosporusblick! 50 Zi. | Sıraselviler Caddesi 9 (Taksim) | Tel. 0212/3348500 | Fax 3348598 | www.taximhill.com

Vardar Palace

Schön restauriertes Haus mit gutem Service mitten im Vergnügungsviertel. 40 Zi. | Sıraselviler Caddesi 54-56 (Taksim) | Tel. 0212/2522888 | Fax 2521527 | www.vardarhotel.com

Yaşmak Sultan

Älteres Hotel, vor zehn Jahren renoviert. Sehr zentral unterhalb der historischen Halbinsel gelegen. Große Zimmer, Sauna und Hamam. 84 Zi. | Ebusuud Caddesi 18-20 (Sirkeci) | Tel. 0212/5281343 | Fax 5281348 | www.yasmak.com

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Hotels Kategorie günstig

And

In der Nähe der Yerebatan-Zisterne, in einem alten İstanbuler Stadthaus. Vom Restaurant auf dem Dach hat man einen schönen Blick über das Goldene Horn und den Bosporus. 45 Zi. | Yerebatan Caddesi Cami Çıkmazı Sokak 36-40 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5120207 | Fax 5123025 | www.andhotel.com

Bale

Verkehrsgünstig gelegenes, etwas lautes Haus. Modern eingerichtet, einige Zimmer mit Blick aufs Goldene Horn. 63 Zi. | Refik Saydam Caddesi 312 | Tepebaşı (Beyoğlu) | Tel. 0212/2530700 | Fax 2501692

Cordial House

Zwischen Blauer Moschee und dem Großen Basar gelegene, gute Herberge. Von Doppelzimmer mit Bad bis zu Acht-Bett-Räumen. Preiswert! 25 Zi. | Divanyolu Caddesi | Peykane Sokak 29 (Çemberlitaş) | Tel. 0212/5180576 | Fax 5164108 | www.cordialhouse.com

Hali

Modern und billig in der Altstadt. Dachterrasse mit Panoramablick: „Unsere Aussicht ist das achte Weltwunder“! 80 Zi. | Klodfarer Caddesi 20 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5162170 | Fax 5162172 | www.halihotel.com

Inter Hotel

In unmittelbarer Nähe des Großen Basars gelegenes einfaches, aber gut geführtes Haus. 35 Zi. | Midhatpaşa Caddesi | Büyük Haydar Efendi Sokak 29 (Beyazıt) | Tel. 0212/5183535 | Fax 5183538 | www.hotelinteristanbul.com

Mina Hotel

Stadthotel mit schöner, geschlossener Terrasse fürs Frühstück. Sehr zentral. 44 Zi. | Piyerloti Caddesi, Dostluk Yurdu Sokak 6 (Cağaloğlu) | Tel. 0212/4582800 | Fax 4582808 | www.minahotel.com.tr

Naz Wooden House Inn

Kleines, zentrales Hotel in renoviertem Altbau, das sich an die historischen Stadtmauern lehnt. Flughafen-Abholservice (20 €). 7 Zi. | Akbıyık Değirmeni Sokak 7 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5167130 | Fax 5185453 | www.nazwoodenhouseinn.com

Pamphylia

Komfortables Hotel in einem alten Eckhaus. Geräumige, bequeme Zimmer, moderne Bäder. Ab drei Übernachtungen kostenloser Abholservice vom Flughafen. 40 Zi. | Yerebatan Caddesi 47 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5120133 | Fax 5130133 | www.hotelpamphylia.com

Plaza

Einfaches Hotel in einer ruhigen Seitenstraße in der Nähe des Taksim-Platzes. Einige Zimmer mit Bosporusblick. 23 Zi. | Arslan Yatağı Sokak 19-21 (Cihangir) | Tel. 0212/2453273 | Fax 2937040

Santa Sophia

Neu renoviert und zentral gelegen. Alle Zimmer mit Bad, Klimaanlage und Satelliten-TV. 40 Zi. | Taşdirek Çeşme Sokak 20 (Çemberlitaş) | Tel. 0212/5174176 | Fax 6386523 | www.santasophia.com

Sed

Außen etwas zu grell angestrichen, innen einfach und komfortabel. Terrasse mit Superblick auf den Bosporus. Liegt hinter dem deutschen Konsulat bei Taksim. 50 Zi. | Ömer Avni Mah., Besaret Sokak 14 (Ayaspaşa) | Tel. 0212/2522710 | Fax 2524274 | www.sedhotel.com

Villa Zürich

Nur fünf Minuten vom Taksim-Platz entfernt, trotzdem ruhig gelegen. Cafés, Kneipen und Antiquitätengeschäfte in der Nähe. Panoramablick vom Frühstücksraum. 45 Zi., 2 Suiten | Akarsu Yokuşu Caddesi 44-46 (Cihangir) | Tel. 0212/2930604 | Fax 2490232 | www.hotelvillazurich.com

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Jugendherbergen

İstanbuler Jugendherbergen

Allgemein gilt: 8-20 Euro, Studenten- oder Jugendherbergsausweis ratsam.

Orient Hostel

Sauber, zentral, komfortabel. Auch „De-Luxe“-Zimmer mit Bad. Dachterrasse. 40 Zi., 92 Betten | Yeni Akbıyık Caddesi 13 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5180789 | Fax 5183894 | www.orienthostel.com

Sinbad Hostel

Schöne Dachterrasse, ruhig. Angebote vom Bett im 6er-Zimmer (8 Euro) bis zum DZ mit Bad (42 Euro). 22 Zi., 70 Betten | Küçük Ayasofya Demirci Reşit Sokak 3/5 (Sultanahmet) | Tel. 0212/6382721, 5182305 | Fax 0212/6382721, 5182305 | www.sinbadhostel.com

Stone Hotel

Ein 80 Jahre altes, schönes Stadthaus wurde in ein Hotel umgewandelt. Terrasse mit Meeresblick. 25 Zi., 67 Betten, Dreierzimmer mit Balkon | Binbirdirek Mah. Su Terazisi Sokak 8 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5176331 | Fax 5181837 | www.amphorahostel.com

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Luxushotels

Bosphorus Palace

Die alte Residenz des Damat Melek Mehmet Pascha, des Großwesirs von Selim III. (1789-1807), brannte 1983 aus und wurde als traumhaftes Hotel wiederaufgebaut. Nur 14 Zi. | ab 275 Euro | Yaliboyu Caddesi 64 (Beylerbeyi) | Tel. 0216/4220003 | Fax 4220012 | www.bosphoruspalace.com

Ceylan Inter-Continental

Eines der älteren Luxushotels. Roofbar und ausgedehnte Terrassen bieten ein Rundumpanorama. Fitnesscenter. 390 Zi., 55 Suiten | ab 275 Euro | Asker Ocağı Caddesi 1 (Taksim) | Tel. 0212/3684444 | Fax 3684499 | www.interconti.com.tr

Çirağan Palace Kempinski

Ein alter Sultanspalast, verbunden mit einem neuen Hotel in einer Anlage am Bosporus. Superluxus. 316 Zi., 16 Suiten | ab 300 Euro | Çırağan Caddesi 84 (Betşiktaş) | Tel. 0212/2583377 | Fax 2596687 | www.ciraganpalace.com

Four Seasons

Das unterhalb der Hagia Sophia gelegene ehemalige Gefängnis ist stilvoll restauriert und wurde für allerhöchste Ansprüche eingerichtet. 54 Zi., 11 Suiten | ab 320 Euro | Tevkifhane Sokak 1 (Sultanahmet) | Tel. 0212/6388200 | Fax 6388210 | www.fourseasons.com/istanbul

Hilton

Das älteste Luxushotel İstanbuls: mit grandiosem Bosporusblick, großem Garten, Tennisplätzen und Swimmingpool. 498 Zi. | 15 Suiten | ab 165 Euro | Cumhuriyet Caddesi (Harbiye) | Tel. 0212/3156000 | Fax 2404165 | www.hilton.com/hotels

Swissôtel The Bosporus

Moderne Luxusanlage oberhalb des letzten Sultanspalastes mit allem Komfort. Zahlreiche Sportanlagen, großes Fitnesscenter. 600 Zi. | ab 250 Euro | Bayıldım Caddesi 2 (Maçka) | Tel. 0212/3261100 | Fax 3261122 | www.swissotel.com

Mit Kindern unterwegs

Komm, wir gehen spielen

Egal ob ins Strandbad, zur Miniatureisenbahn oder auf Eselstour: Die İstanbuler sind äußerst kinderlieb. So macht Urlaub Spaß!

Mit Kindern unterwegs

Mit Kindern unterwegs

AğVA

Für gestresste Eltern und unzufriedene Kids ideal ist der Fluss Göksu und die wunderschönen Familienbungalows, die sich am Fluss aneinanderreihen. Hier kann man wunderbar angeln, spazieren gehen, essen, schwimmen und Paddelboot fahren. Mit einem Kanu geht es zur Mündung des Flusses, ans Schwarze Meer, wo sich großartiges Strandgut entdecken lässt, z.B. riesige Fischknochen. Sehr empfehlenswert ist der Riverside Club mit Pool. | Yakuplu Mahallesi Nr. 142 | Ağva | Tel. 0216/7217136 | www.riverside.com.tr | €€

Eseltour auf Büyükada

Die Prinzeninseln sind ein idealer Ausflugsort mit Kindern, man kann sogar seinen gesamten İstanbul-Urlaub dort verbringen. Aber auch eine Tagestour hat es in sich: Morgens mit der Fähre übersetzen, an der Anlegestelle Fahrräder mieten und den ganzen Tag auf der Insel herumfahren. Unter den großen Kiefern herumtollen oder im Lunapark eine Reittour auf dem Esel machen (ca 8 Euro). Nach Büyükada kommen Sie mit dem Seebus, der Fähre oder dem Motorboot von Kabatas, Kadıköy oder Bostanci. | Start: Insel-Anleger Adalar Iskelesi | Tickets 1-3,50 Euro | Aktueller Fahrplan: www.ido.com.tr

Strandbäder

Nach den Messungen der İstanbuler Wasserwerke kann man an 55 verschiedenen Stellen im Meer schwimmen gehen. Beliebt für einen Sprung ins Wasser sind die Prinzeninseln und das Schwarze Meer im Norden der Stadt. Hier badet man gerne an den Sandstränden von Kilyos. Besonders schön: der Solar Beach Club. | Anfahrt mit dem städtischen Bus Nr. 151 von Sariyer | | Turban Yolu Cad. 4 | Kilyos | Tel. 0212/2012139 | www.solarbeach.net.

Rahmi-KoçIndustriemuseum

Vom Großindustriellen Rahmi Koç gestiftet, beherbergt das großartige Museum Technik zum Anfassen. Versammelt sind hier neben Eisenbahn, Flugzeug und Schifffahrt auch Entwicklungen der Kommunikationstechnik und Astronomie. Begehbare Kapitänsbrücken, ein U-Boot am Steg und Miniatureisenbahnen gehören zur Schau. Immer sonntags 14 und 16 Uhr: szenische Darstellungen aus der Wissenschaftsgeschichte. Sa/So 14 und 16 Uhr: Probefahrten mit den Elektrorädern Ginger und Sinclair C5. | Di-So 10-17 Uhr | Eintritt ca. 5 Euro | Hasköy Caddesi 27 | Hasköy | www.rmk.museum.org.tr

Eiscreme

İstanbuler Eisdielen bieten köstliche Alternativen zu den gewohnten Marken aus dem Tiefkühlfach des Supermarktes. Nicht überall ist das Eis aber gut. In den Eisdielen der Mado-Kette können Sie nichts falsch machen. | Tgl. 9-22 Uhr | Istiklal Cad. 188 | Cumhuriyet Cad. 12 | Elmadag (Beyoğlu) | Selmanipak Cad. 1/A (Üsküdar) | www.mado.com.tr

Spielplätze

Die besten Spielplätze sind auf der asiatischen Seite, wo man die Kinder bei einem Tagesausflug im Freien toben lassen kann. Im großen „Freiheitspark“ gibt es neben Schaukeln, Rutschbahnen und Sandkasten im Sommer riesige aufgeblasene Spiellandschaften: Özgürlük Parki | Selamiçeşme | Taxi oder Bus vom Anleger Kadıköy. In Moda gibt es einen großen, schönen Spielplatz und eine Promenade am Meer: Moda Burnu | Taxi oder zu Fuß vom Anleger Kadıköy. Auf der europäischen Seite ist man im Park von Emirgan gut aufgehoben: Emirgan Korusu | Taxi oder Bus vom Anleger Beşiktaş

Insider-Tipp

Café Ara

Ausstellungen im Café: Die besten Fotoausstellungen über İstanbul sehen Sie im Café Ara

Kandilli Balikçisi

Der schönste Platz zum Fischessen: Bei Kanidilli Balikçıısı am asiatischen Bosporusufer sitzen Sie direkt am Wasser

Yakup 2

Geist der Stadt: Das Yakup 2 ist die heißgeliebte Stammkneipe der Intellektuellen von Beyoğlu

Cumhuriyet Meyhanesi

Klein, freundlich, billig: Hier trank schon Atatürk gern Rakı: Das Cumhuriyet Meyhanesi ist eine der ältesten Tavernen der Stadt

Bebek Kahve

Im Teegarten zur Ruhe kommen: Das kleine Café Bebek Kahve direkt am Hafen könnte der Endpunkt eines langen Spaziergangs am Bosporus sein

Denizler Bookstore

Die schönsten Seekarten …: … vom Bosporus und den türkischen Meeren gibt es im Buchladen Denizler

Bebek Badem Ezmesi

Süße Versuchung: Marzipanrollen mit Pistazien sollten Sie von Bebek Badem Ezmesi mitnehmen

Ethnicon

Patchwork-Kelims: Die zusammengenähten alten Kelims von Ethnicon sind ganz besondere Stücke

Andon

Sundowner über den Dächern: Die spektakulären Sonnenuntergänge erlebt man auf der Terrasse des Andon über den Dächern der Stadt

Babylon

Türkischer Pop und Rock: Das Babylon ist der Treffpunkt der alternative Musikszene İstanbuls

Empress Zoe

In Ruhe schlafen: Mitten in der historischen Halbinsel ist das Empress Zoe eine ruhige Oase

Rahmi-KoçIndustriemuseum

Technik zum Anfassen: Begehbare Kapitänsbrücken, ein echtes U-Boot und mehr im großartigen Rahmi-Koç-Industriemuseum

Top Highlights

Archäologisches Museum/Arkeoloji Müzesi

Das archäologische Museum unterhalb des Topkapı-Palastes wurde vor allem gebaut, um ein herausragendes Fundstück angemessen ausstellen zu können: den Alexandersarkophag, den türkische Archäologen in Sidon im heutigen Libanon fanden. In dem Sarkophag wurde zwar nicht Alexander der Große, sondern ein libanesischer König bestattet. Aber Alexander ist hier in einer sehr alten, einzigartig erhaltenen Form dargestellt. Der weltberühmte Sarkophag stammt aus dem Jahr 310 v. Chr., ist völlig unzerstört und zeigt in wunderbaren Marmorreliefs den Kaiser bei einer Löwen- und Pantherjagd.

Blaue Moschee/Sultanahmet Camii

Auf den ersten Blick ist sie die beeindruckendste Moschee der Stadt. Über drei Stufen steigen die Kuppeln gen Himmel, und kein anderes islamisches Gotteshaus außer der heiligen Moschee in Mekka hat sechs Minarette. Um diesen Frevel zu sühnen, musste in Mekka ein zusätzliches Minarett errichtet werden. Die so genannte Blaue Moschee wurde von Mehmet Ağa, einem Schüler des Meisters Sinan, zu Beginn des 17. Jhs. gebaut und riss ein tiefes Loch in die Staatskasse. Für die Nachwelt hat sich der Aufwand allerdings gelohnt. Bereits die Vorhöfe der Moschee, vis-à-vis der Hagia Sophia gebaut, beeindrucken durch ihre Größe. Im Innern dominieren die blauen Kacheln, der rote Teppich und die riesigen Leuchter, die aus der Kuppel herabhängen. Aus einigen der 260 Fenster - viele von ihnen sind bunt verglast - schaut man auf das Marmarameer oder in einen hübschen Moscheengarten.

Hagia Sophia/Ayasofya

Wie eine Kröte mit hoch gewölbtem Rücken und dicken Beinen hockt die Hagia Sophia, die „Kirche der Heiligen Weisheit“, über der Altstadt von İstanbul. Mit ihrem rötlich schimmernden Mauerwerk und den später in osmanischen Zeiten angebauten vier Minaretten gehört das gut 1400 Jahre alte Monument immer noch zu den prägenden Erscheinungen der İstanbuler Silhouette und ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt.

Topkapi-Palast/Topkapi-Sarayi

Über vier Jahrhunderte war der Topkapı-Palast das Zentrum der osmanischen Weltmacht. Hier lebten der Sultan, politisches und geistliches Oberhaupt der Muslime, und seine Haremsfamilie, hier wurden die Reichsgeschäfte geführt, die Spitze der osmanischen Bürokratie ausgebildet und das Elitekorps des Sultans, die Janitscharen, untergebracht.

Yerebatan-Zisterne/Yerebatan sarayi

Das alte Byzanz hatte zahlreiche Zisternen zur Wasserversorgung der Stadt, da man auf der Halbinsel selbst kein Trinkwasser fand. Die größte dieser Zisternen, die die Türken „Versunkenes Schloss“ nannten, liegt direkt gegenüber der Hagia Sophia und steht Besuchern offen. Wenn man über eine kleine Treppe nach unten steigt, öffnet sich plötzlich ein gewaltiger unterirdischer Raum, der so groß ist, dass man ihn zunächst gar nicht überblicken kann. Noch immer steht Wasser in der Zisterne, aber über Stege kann man bei klassischer Musik einen Rundgang durch das versunkene Wasserreich machen. 336 Säulen verhindern seit 1400 Jahren, dass die Decke der Zisterne einbricht. Zwei Säulen stehen sogar auf antiken Medusenköpfen. Im Sommer finden auf einer Plattform Konzerte statt. Im Eingangsbereich befindet sich ein Café. | Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt ca. 4,50 Euro | Yerebatan Caddesi 7 (Sultanahmet) | www.yerebatan.com

Chora-Kirche/Kariye Camii

Heute ist dieses Gebäude weder eine Kirche noch eine Moschee, sondern ein Museum. Es enthält die prächtigsten byzantinischen Kirchenmosaiken, die in İstanbul noch zu sehen sind. Die um 1320 erbaute Chora-Kirche war ursprünglich Teil eines bereits im 6. Jh. gegründeten Klosters. In ihrer heutigen Form ist sie eine Stiftung des byzantinischen Kanzlers Theodoros Metochtites, der hier nach einem bewegten Leben als Mönch starb. Eines der Mosaiken zeigt ihn als Kanzler, wie er Christus die Kirche darbietet.

Grosser Basar/Kapali Çarşi

Der Große Basar ist das Herz der Altstadt. Jeder Besucher, der ihn zum ersten Mal durch eines seiner 17 Tore betritt, wird sich im Gassengewirr unweigerlich verlaufen und froh sein, wenn er zufällig auf eines der Teehäuser trifft, wo er Luft schnappen und sich erholen kann. Die antike Shopping Mall erstreckt sich von der Nuruosmaniye- bis zur Beyazıt-Moschee über eine Fläche von rund 32000 m² und bietet von Teppichen bis zu Juwelen und Lederbekleidung fast alles, was das Touristenherz begehrt. Der Markt ist traditionell nach einzelnen Gewerben geordnet, jedes Handwerk hat sein eigenes „Viertel“. Heutzutage wird überwiegend verkauft und nicht mehr hergestellt, wenn es auch noch einzelne Kupferschmiede und Schneider gibt. Im Zentrum liegt das Alte Bedesten. Hier können Sie bei den Antiquitätenhändlern neben original russischen oder griechischen Ikonen auch alten Silberschmuck erwerben. Dieser älteste Teil des Basars wurde von Mehmet II. kurz nach der Eroberung Konstantinopels in Auftrag gegeben. In den folgenden hundert Jahren kamen die anderen Bereiche nach und nach dazu. Eine besonders interessante Ecke ist der so genannte Bücherbasar (Sahaflar) direkt neben der Beyazıt-Moschee. Verlassen Sie den Basar durch eines der Tore in Richtung Goldenes Horn, können Sie durch das Holzhandwerkerviertel Tahtakale bis zum Meer schlendern. | Mo-Sa 8.30-19 Uhr (Beyazıt)

Süleymaniye-Moschee/Süleymaniye Camii

Die Süleymaniye konkurriert mit der Blauen Moschee um den Titel der größten und schönsten Moschee der Stadt. Zwar ist die „Blaue Moschee“größer und auch bekannter, doch unter Kennern gilt die Süleymaniye als der herausragende Sakralbau der Stadt. Sie thront, vom Topkapı aus gesehen, hinter dem Großen Basar über dem Goldenen Horn. Wenn man vom Galata-Turm aus auf die Altstadt schaut, ist sie nach wie vor die dominierende Figur in der Silhouette der Stadt. Sie wurde vom berühmtesten Architekten des Osmanischen Reichs, Koca Mimar Sinan, zu Ehren des berühmtesten Sultans, Süleyman des Prächtigen, zwischen 1550 bis 1557 erbaut.

Dolmabahçe-Palast/Dolmabahçe sarayi

1856 errichtet, wurde der 250000 m² große Palast am Bosporus bald zum neuen Sitz der Sultane. Im Zuge der Verwestlichung des Osmanischen Reiches verließ Sultan Abdülmecit den Topkapı-Palast und zog hierher. Gold, Marmor und Kristalle wurden beim Bau üppig eingesetzt, die Möbel in Paris und Prag bestellt. Der riesige Palast mit seiner 500 m langen Front am Wasser trägt die Handschrift der armenischen Architektenfamilie Balyan, die in vier Generationen İstanbul mit neoklassizistischen Prachtbauten schmückte.

Galata-Turm/Galata Kulesi

Der 1348 von der genuesischen Kolonie in Konstantinopel erbaute Galata-Turm liegt im Stadtviertel Karaköy und war seinerzeit das höchste Glied einer die Siedlung umrahmenden Befestigungsanlage. Er erhebt sich 62 m hoch über dem Goldenen Horn und besitzt unterhalb der Turmspitze eine offene Galerie, von der aus man einen wunderbaren Blick auf die ehemals europäische Altstadt und die berühmte Kulisse von Sultanahmet und Beyazıt hat - ein beliebter Platz für Filmproduktionen! Fahren Sie mit dem Aufzug hinauf, an einem Restaurant vorbei geht es dann noch eine Treppe zur Aussichtsgalerie hoch. | Tgl. 8.30-20 Uhr für Besucher | Eintritt ca. 4 Euro | Hendek Caddesi (Beyoğlu) | www.galatatower.net

İstanbul Modern/Modern Sanat Müzesi

Ausgefallen die Schale, attraktiv der Inhalt: Das erste private Museum für türkische Gegenwartskunst in İstanbul ist in der Lagerhalle Nr. 4 des alten Hafens untergebracht. Es beherbergt auf 8000 m² herausragende Beispiele zeitgenössischer türkischer Kunst, von Malerei und Fotografie über bildende Kunst und Videoinstallationen, vom 19. Jh. bis ins Heute. Eröffnet im Jahr 2004, sehen viele das İstanbul Modern in der Nachfolge des MoMAs und anderer großer Häuser - wozu auch die Wechselausstellungen von internationalem Rang betragen. Eine Bücherei und ein Café am Kai runden das Angebot ab. | Di-So 10-18, Do 10-20 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro (Do 10-14 Uhr Eintritt frei) | Meclis-i Mebusan Caddesi | Liman Sahasi, Antrepo Nr. 4 (Karaköy) | www.istanbulmodern.org

İstiklal-Strasse/İstiklal Caddesi

Die Fußgängerzone mit ihrer nostalgischen Straßenbahn ist das pulsierende europäische Herz İstanbuls. Vom oberen Ausgang der Zahnradbahn Tünel bis zum Taksim-Platz zieht sich die Straße mitten durch den Stadtteil Beyoğlu, der seit hundert Jahren zum Inbegriff der Verwestlichung geworden ist. Auch wer in İstanbul ins Kino oder in ein Musiklokal gehen will, landet unweigerlich hier. Aber sie ist nicht nur eine Vergnügungsmeile: Viele schöne Buchläden, Antiquariate und Galerien machen die Straße auch zur Kulturmeile. Kirchen laden nicht nur zu Weihnachten zum Besuch ein. Vor allem im unteren Drittel liegen hinter hohen Mauern ausländische Konsulate, oft prächtige Gebäude, die in osmanischen Zeiten Botschaften waren. Auch andere Häuser wie das Galatasaray-Gymnasium und große Passagen erinnern daran, dass sich gegen Ende des 19. Jhs. hier vor allem reiche Europäer niedergelassen hatten. Aber Achtung: Samstagabends und sonntags ist es hier rammelvoll! | Von Karaköy mit dem Tünel hochfahren oder vom Taksim-Platz aus betreten | Beyoğlu

Rumeli-Festung/Rumeli Hisari

Der osmanische Eroberer Konstantinopels, Sultan Mehmet II., soll den Plan der Burganlage eigenhändig gezeichnet haben, weshalb er von oben in arabischen Buchstaben das Wort Mehmet ergibt - besagt eine der vielen Stadtlegenden İstanbuls. Fest steht jedenfalls, dass die Festung nach ihrer Erbauung im Jahre 1452 wesentlich zu der Einnahme der Stadt durch die Türken beigetragen hat. An der engsten Stelle des Bosporus gelegen, stand sie genau gegenüber ihrem asiatischen Pendant Anadolu Hisari und sperrte die Meerenge. Insgesamt 300 Baumeister und 1000 Arbeiter waren an dem Bau beteiligt. Drei große und über ein Dutzend kleinere Türme kennzeichnen den großzügigen Plan. Die Burgmauern sind auf der Nord-Süd-Achse 250 m und auf der Ost-West-Achse 125 m lang.

360° İstanbul

Vom Topkapı-Palast über das Goldene Horn bis zur St.-Anton-Kirche nebenan: Hoch über den Dächern der Stadt wartet ein atemberaubender Blick um 360 Grad auf die Besucher! Die gläserne Location, angesiedelt in einem Jugendstilbau, wurde 2006 von den İstanbulern zum schönsten Restaurant ihrer Stadt gewählt. Nur mit Reservierung. | Tgl. 12-2 Uhr, Fr-Sa bis 4 Uhr | İstiklal Cad. 311 | Misir Apt. (Beyoglu) | Tel. 0212/2511042 | www.360istanbul.com

Façyo

Eines der ältesten und besten Fischrestaurants der Stadt. Liegt weit oben am Bosporus, in der Bucht von Tarabya. Legendär sind das Schokoladensoufflé und der gedünstete Seebarsch (levrek buğulama). | Tgl. 12-24 Uhr | Kireçburnu Caddesi 13 (Tarabya) | Tel. 0212/2620024

Pandeli

Das links über dem Eingang des Gewürzbasars platzierte Lokal wurde 1956 von dem berühmten griechischen Koch Pandeli gegründet. Sein gegrillter Zander und das gefüllte Huhn wurden seitdem zur Legende. | Mo-Sa 11-17 Uhr | Mısır Çarşışı (Eminönü) | Tel. 0212/5273909

Pescatore

Etwas weiter oben am Bosporus gelegen. Hier gibt es nur frische Saisonfische und Schaltiere, die aus der Saros-Bucht hinter den Dardanellen gefangen werden. | Tgl. 12-24 Uhr | Kefeliköy Caddesi 29/1 (Kireçburnu/Sarıyer) | Tel. 0212/2231819

Sarniç Lokantasi

Zum Candlelight-Dinner in eine vom Türkischen Touring- und Automobilclub zum Nobelrestaurant umgebauten Zisterne neben den sanierten alten Holzhäusern. Reservieren! | Tgl. 19-24 Uhr | Soğukçeşme Sokak | hinter der Hagia Sophia | Tel. 0212/5124291

Haci Baba Restoran

Gute traditionelle Küche. Kundig zubereitete Vorspeisen und ein himmlisch zartes kebab. Große Weinkarte. Terrasse. | Tgl. 11-23 Uhr | İstiklal Caddesi 49 (Taksim) | Tel. 0212/2441886

Milto

Nach einem Tag auf der größten Prinzeninsel der ideale Platz, um auf die letzte Fähre zum Hotel zu warten. | Tgl. 12-1 Uhr | Gülistan Caddesi 16 (Büyükada) | Tel. 0216/3825312

Viktor Levi

Uraltes, sehr gutes Weinlokal mit vorzüglichen Käseplatten. | Tgl. 12-2 Uhr | Galatasaray | Hamalbaşı Caddesi 12 (Beyoğlu) | Tel. 0212/2496085

Kanyon

Die Sensation des Jahres 2006 war die Eröffnung des hochexklusiven Einkaufszentrums in Levent (Metro-Station Dördüncü Levent von Taksim). Auf vier Etagen über 160 Läden, von Dior über Harvey Nichols zu Max Mara Dutzende von Modemarken. Ein schöner Buchladen (Remzi), Cafés und Restaurants (z.B. Wagamama) sowie ein Multiplex-Kino (Mars) runden das Angebot im Kanyon-Zentrum ab, das selbst ein Architekturwunder ist. | Tgl. 10-22 Uhr | Büyükdere Caddesi 185 (Levent) | Tel. 0212/3535300 | www.kanyon.com.tr

İznik foundation

Die Stiftung belebt seit einigen Jahren in ihren Werkstätten südlich von İstanbul, am Geburtsort des Handwerks, die fein bemalten Fayencen wieder, die z.B. die Blaue Moschee schmücken. Vom Tafelservice bis zu Aschenbechern reicht das Angebot. | Mo-Fr 8.30-18, Sa 10-17 Uhr | Öksüz Çocuk Sokak 17 (Kuruçeşme) | www.iznik.com

Şişko Osman

„Osman der Dicke“ ist eine der besten Adressen für wertvolle Teppiche im Großen Basar. Auf seiner Website erklärt er die Motive der Teppiche. | Mo-Sa 8.30-19 Uhr | Halıcılar Caddesi 49; Zincirli Han 15 (Kapalı Çarşı) | www.siskoosman.com

Sali Pazari

Der größte Markt der Stadt ist auf der asiatischen Seite. Man findet alles, was das Herz begehrt. Da sogar aus umliegenden Städten Menschen hierher strömen, herrscht in den Hauptadern großes Gedränge. Freitags findet auf demselben Platz ein kleinerer Markt statt. | Jeden Di außer an Feiertagen bis Sonnenuntergang | entlang der Mahmut Baba Sokak (Kadıköy)

Bebek Bar

In den 1980ern gehörte sie zu den besten Bars der Welt. Wunderschön ist es hier bis heute: Die gut besuchte Bar des traditionsreichen Hotels Bebek am Bosporus ist für einen Drink ideal. Tolle Terrasse mit Blick über das Meer. Teuer! | Tgl. 17-1 Uhr | Cevdet Paşa Caddesi 113-115 (Bebek) | www.bebekhotel.com.tr

Reina

Direkt am Bosporus gelegen, beherbergt der hippe Riesenclub zehn verschiedene Bars, Cafés und Restaurants. Ohne Resevierung kein Einlass! | Juni-Okt. tgl. 17-3 Uhr | Muallim Naci Caddesi 44 (Kuruçeşme) | www.reina.com.tr

Hayal Kahvesi

Traditionelle Rock- und Blueskneipe in Beyoğlu mit wechselnden türkischen Gruppen. Gutes Bier, laute Musik. Im Sommer öffnet die Dependance Çubuklu auf der asiatischen Seite - Tanz im Freien am Bosporus. Von İstinye gibt es Shuttleboote dorthin. | Beyoğlu: tgl. 18-3 Uhr | Büyükparmakkapı Sokak 19 | Burunbahçe Mevkii (Çubuklu) | www.hayalkahvesi.com.tr

Nardis

In dem 2003 am Galata-Turm eröffneten Club treten die türkischen Jazzgrößen sowie ausländische Künstler auf. Sehr empfehlenswert! | Livemusik So-Do 21.30-0.30 Uhr, Fr-Sa 23.30-1.30 Uhr | Kuledibi Sokak 14 (Galata) | www.naradisjazz.com

Bebek Hotel

2006 renoviertes, exklusives Hotel mit einer wunderschönen Bar und Terrasse in der Bebek-Bucht. 21 Zi. | Cevdetpaşa Caddesi 34 (Bebek) | Tel. 0212/3582000 | Fax 2632636 | www.bebekhotel.com.tr

Yeşil Ev

Im Herzen der historischen Stadt zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee gelegen. Prachtstück der restaurierten Gebäude des Türkischen Automobilclubs. Die Zimmer sind im Stil des 19. Jhs. gehalten. 20 Zi., 1 Paschasuite | Kabasakal Caddesi 5 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5176785 | Fax 5176780 | www.istanbulyesilev.com

Ayasofya Mansions

In einer für den Autoverkehr gesperrten kleinen Straße zwischen der Hagia Sophia und dem Topkapı-Palast sind mehrere alte Holzhäuser restauriert und in ein schmuckes Hotel verwandelt worden. 56 Zi., 7 Suiten | Soğukçeşme Sokak (Sultanahmet) | Tel. 0212/5133660 | Fax 5133669 | www.ayasofyapensions.com

Kybele

Ein Haus voller osmanischer Accessoires in Sichtweite der Hagia Sophia. 16 Zi. | Yerebatan Caddesi 35 (Sultanahmet) | Tel. 0212/5117766 | Fax 5134393 | www.kybelehotel.com

Merit Halki Palas

Das beste Hotel auf den Prinzeninseln ist eine restaurierte Holzvilla mit Meerblick und großem Pool. 45 Zi. | Refah Şehitleri Caddesi 88( Heybeliada) | Tel. 0216/3510025 | Fax 3510032 | www.halkipalacehotel.com

Mina Hotel

Stadthotel mit schöner, geschlossener Terrasse fürs Frühstück. Sehr zentral. 44 Zi. | Piyerloti Caddesi, Dostluk Yurdu Sokak 6 (Cağaloğlu) | Tel. 0212/4582800 | Fax 4582808 | www.minahotel.com.tr


Auftakt

Was für eine Stadt!

Jahrhundertealte Paläste spiegeln sich in gläsernen Bürotürmen - das ist die Silhouette İstanbuls. Man sieht Minarette und Kirchentürme, traditionelle Folklore mischt sich mit den Klängen der Jazzgruppen, und am Ufer des Bosporus treffen sich Schleier und Minirock wie nirgendwo sonst. Die Stadt ist ein Kleinod für Kenner traditioneller Kunst und archäologischer Fundstücke, genauso zieht sie aber auch die Liebhaber der schrillen Szene in Freiluftdiskos und Hip-Hop-Kneipen an. İstanbul ist die östlichste Stadt Europas und die westlichste Metropole des Orients. Lassen Sie sich auf ihren Zauber ein!

Es ist ein einmaliges Schauspiel: am frühen Abend, auf einer Dachterrasse über dem Bosporus, langsam die Sonne im Goldenen Horn versinken zu sehen. Wenn das Wasser, wie der Name behauptet, einen goldenen Schimmer bekommt, die Silhouetten der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und des alten Sultanpalastes in der Dämmerung verschwimmen und sich aus dem Marmarameer ein Ozeandampfer in den Bosporus schiebt. Jede berühmte Stadt zeichnet sich durch eine unverwechselbare Erinnerung aus: In İstanbul ist es der Sonnenuntergang vor einer einmaligen geografischen und historischen Kulisse.

Die alte, zwar etwas heruntergekommene, aber immer noch wunderschöne Dame İstanbul müssen Sie mit einem liebenden Auge betrachten, um ihr Chaos ertragen zu können. Zugegeben, man verliert leicht den Überblick - zum einen wegen der schieren Größe, zum anderen, weil İstanbul planlos der Laune seiner inzwischen auf 12 Mio. angewachsenen Bewohner überlassen wurde. Die Verwirrung wird auf den ersten Blick durch die geografische Lage noch verstärkt. Wenn Sie auf einen der sieben Hügel, auf denen die Stadt erbaut wurde, hochgeklettert sind und zwischen den Häusern das Wasser aufblitzen sehen, fragen Sie sich zunächst ratlos: Schaue ich nun auf das Marmarameer, das Goldene Horn oder den Bosporus? Dabei wird İstanbul gerade durch das Meer geordnet. Es trennt die Stadt in einen europäischen und einen asiatischen Teil. Am Goldenen Horn auf der europäischen Seite haben rund 700 Jahre v. Chr. Späher der griechischen Seemacht Megara an diesem für die Kontrolle der Schifffahrt strategisch so günstigen Ort die Siedlung Byzanz gegründet, deren Nachfahrin sich heute entlang des Bosporus schlängelt und ihre Fühler bis an die Ufer des Schwarzen Meeres ausstreckt.

Deniz, das Meer, prägt İstanbul in jeder Hinsicht: Seine manchmal mehrmals täglich wechselnden Winde kennen am besten die Fischer. Mit den Strömungen ziehen abwechselnd die Seebarsch- oder die Sardinenschwärme durch die Meerenge. İstanbuler lieben den poyraz aus dem Nordosten und hassen den lodos aus dem Süden - bei poyraz wird es zwar etwas kühl, aber die Luft wird so rein, dass jedes Detail am gegenüberliegenden Ufer sichtbar wird. Bei lodos hingegen strömen schlagartig Wärme, Regen, Nebel und Smog herbei.

İstanbul ist eine Meisterin darin, nicht nur Physisches, sondern auch Geistiges immer wieder miteinander zu verbinden und zu versöhnen. Hier erleben Sie eine weltweit einmalige Synthese aus Orient und Okzident. Moderne Shopping Malls neben jahrhundertealten Basaren, Hochhäuser zwischen altosmanischen Holzhäusern, Minirock neben Schleier - nirgendwo wird der Westen im Osten so sichtbar wie hier. Bereits auf der halbstündigen Fahrt von Europa nach Asien bekommen Sie einen Eindruck von der Vielfalt und atemberaubenden Mischung, die İstanbul zu bieten hat. Es genügt, den Kopf ein wenig zu wenden, um vom jahrhundertealten Sultanssitz, dem Topkapı-Palast, mit der darüber thronenden Hagia Sophia und einem ganzen Wald von Minaretten als eindrucksvoller orientalischer Kulisse nur wenige Kilometer entfernt die Bürotürme von Levent in den Blick zu bekommen.

Die 1973 zum 50. Jahrestag der türkischen Republik gebaute erste Hängebrücke über den Bosporus ist ein weiteres Wahrzeichen der Moderne - wenige Kilometer entfernt der hübsche Leanderturm im Meer, der angeblich gebaut wurde, um die Lieblingstochter eines Sultans vor einer bösen Prophezeiung zu retten. Weit größer als İstanbuls architektonische Vielfalt ist jedoch der bunte Mix ihrer Bewohner. Über Jahrhunderte ist die Nase zwischen Bosporus und Marmarameer immer wieder von neuen Gruppen erobert und geprägt worden. Griechen und Römer, Perser und Kreuzritter, Tataren und Türken haben ihre Spuren hinterlassen. Aus allen Teilen des ehemaligen Osmanischen Reiches leben heute Nachkommen früherer Untertanen in İstanbul. Seit byzantinischen Zeiten gibt es Niederlassungen der Venezianer und Genuesen. Die Nachfahren der 1492 aus Spanien vertriebenen sephardischen Juden versuchen mit Mühe, ihre alte Kultur beizubehalten.

Vier von fünf Einwohner İstanbuls sind erst in den letzten 30 Jahren aus Anatolien in die Stadt gekommen. Noch Mitte der 1960er-Jahre lebten hier nur 2,5 Mio. Menschen, und der größte Teil des heute dicht bebauten asiatischen Ufers bestand aus Sommerhäusern im Grünen oder war Wald und Weideland. Auch auf der europäischen Seite wucherte die Stadt vom Meer weg nach Norden mit Stadtvierteln, die mehr an anatolische Dörfer erinnern als an eine moderne Stadt. Mittlerweile ist der Zuzug abgeflaut, die Infrastruktur dem Zustrom angepasst worden. Die Stadtregierung will durch ambitionierte Projekte das Verkehrschaos beenden: Ein Bahntunnel unter dem Bosporus ist im Bau und wird das asiatische Üsküdar mit Yenikapı unterhalb des Topkapi-Palastes verbinden. Eine Stadtbahn auf der asiatischen Seite bis nach Kartal, und verschiedene neue Zufahrtsstraßen runden das Projekt ab. Schon die Seilbahn (Finiculère) von Kabataş nach Taksim erleichtert seit 2006 den İstanbuler Verkehr.

Nichts hat İstanbul in seiner Geschichte so beängstigt wie große Brände und Erdbeben. Das Beben von 1999 ließ die Stadt buchstäblich erzittern und erinnerte sie daran, dass sie auch mit diesen Launen der Mutter Erde zurechtkommen muss. Seitdem laufen Projekte, um die Stadt auf ein neues Beben vorzubereiten. Aber die zum Teil sehr schlechte Bausubstanz lässt sich nicht ersetzen.

İstanbul besteht heute aus drei Zentren. Sultanahmet, wo die Hagia Sophia thront und die Blaue Moschee ihre sechs Minarette in den Himmel reckt, ist das historische Herzstück. Wie in jeder viel besuchten Weltstadt wird dieses Gebiet, einschließlich des Topkapı-Palastes und des Großen Basars, mehr und mehr zur touristischen Zone, aus der sich die Einheimischen zurückziehen. Dabei war die Gegend unterhalb von Sultanahmet bis in die 1990er-Jahre noch das Zeitungs- und Verlagszentrum İstanbuls und damit gleichzeitig die geistige Mitte der Türkei. Das geschäftliche und europäische Zentrum erstreckt sich heute zwischen Tünel-Platz und Levent, dem Teil der Stadt, der durch eine U-Bahn erschlossen ist. Die besten Wohngegenden sind schließlich die Bagdad-Allee auf der asiatischen Seite, die sich von Bostancı bis Kadıköy kilometerlang oberhalb des Marmarameeres hinzieht, und natürlich der Bosporus.

Obwohl fast 3000 Jahre alt, ist İstanbul eine erstaunlich junge Stadt: 60 Prozent der Einwohner sind unter 30. Deshalb gibt es zehn große Universitäten, die Straßen sind voller junger Leute, die alle ihr Glück machen und ihren Altersgenossen in New York, Berlin oder Paris nicht nachstehen wollen. Und İstanbul ist schnelllebig. Ständig werden neue Geschäfte oder Cafés eröffnet, um dann manchmal schon nach wenigen Monaten wieder zu schließen. Die Wirtschaftskrise von 2001 hat am schlimmsten hier gewütet. Den Boomjahren folgte eine beispiellose Pleitewelle. Wen wundert es da noch, dass die Straßen zu jeder Tageszeit mit Bummlern voll sind?

Doch auch das wird sicherlich nur eine Fußnote in der langen Geschichte der Metropole am Bosporus bleiben. Von Byzanz über Konstantinopel bis İstanbul hat diese Stadt mehr Auf und Ab erlebt als die meisten anderen. Und dass der Republikgründer Kemal Atatürk nicht sie, sondern Ankara zu seiner Auserwählten machte, hat die Grande Dame sehr souverän gemeistert. Nach der ersten Lähmung während der 1920er- und 1930er-Jahre, als die junge Republik all ihre Ressourcen in die neue Hauptstadt steckte und İstanbul langsam in einen geschichtlichen Dämmerschlaf zu versinken drohte, ist die Vitalität der natürlichen Metropole wieder erwacht. Heute besitzt Ankara zwar das Etikett, aber İstanbul die meisten Attribute einer Hauptstadt. Hier sitzen das Geld, die Intelligenz, die Kunst und die Medien - in Ankara nur das betuliche und langweilige Pärchen Bürokratie und Diplomatie. Längst gilt wieder der etwas hochmütige, aber doch von den meisten ehrlich gemeinte Spruch: Das Schönste an Ankara ist der abendliche Rückflug nach İstanbul.

Wo die Motoren dröhnen und die Bälle fliegen

Formel Eins: Vor ein paar Jahren hat die Stadt İstanbul mitten in ein Naherholungsgebiet auf der asiatischen Seite eine hochmoderne Rennstrecke für die Formel Eins bauen lassen. Seitdem ist einmal im Jahr, immer im August, der internationale Rennzirkus am Bosporus zu Gast. Für zwei bis drei Tage wird İstanbul zum Mekka der Ferraristas und anderer Fangruppen. 55 km von Taksim im Osten | Tuzla | Tel. 0216/6771010 | www.formula1-istanbul.com.

Er prägte Istanbuls Silhouette wie kein Zweiter

Wann immer man in İstanbul vor einer besonders schönen Moschee steht und nach dem Architekten fragt, kommt mit wenigen Ausnahmen dieselbe Antwort: Sinan. Koca Mimar Sinan (1491-1588) war ein begnadeter Künstler und Architekt. Er kam, wie viele andere, die später am Hof Karriere machten, durch die so genannte Knabenlese - die jährliche Auswahl nichtmuslimischer Kinder zur Erziehung für höhere Staatsaufgaben - nach İstanbul. In Sultan Süleyman dem Prächtigen fand er ab 1538 einen Gönner, der begeistert auch die kostspieligsten Projekte finanzierte. Die bekanntesten Moscheen Sinans sind die Süleymaniye in İstanbul und die Selimiye in Edirne. Sinan wurde 97 Jahre alt und baute insgesamt 131 Moscheen und über 200 andere Bauwerke.

İstanbul. Erinnerungen an eine Stadt

Die autobiografischen Essays des Literatur-Nobelpreisträgers Orhan Pamuk aus dem Jahr 2006 sind ein Schlüssel zum Verständnis der Stadt.

Schnee am Bosporus

Hier recherchiert der türkische Kommissar Remzi Ünal, eine Figur des preisgekrönten Autoren Celil Öker. Die Ünal-Krimis - mittlerweile sind drei erschienen - erzählen viel über den Charakter der Bosporus-Metropole.

Topkapi

Berühmter İstanbul-Film aus dem Jahr 1964, u.a. mit Sir Peter Ustinov und Maximilian Schell. Der smaragdbesetzte Dolch des Sultans ist das Objekt der Begierde!

James Bond

Zwei Filme um den Geheimagenten spielen in İstanbul. Neben „Liebesgrüße aus Moskau“ auch „Die Welt ist nicht genug“, mit dem rasanten Finale am Leanderturm mitten im Bosporus!

Gegen die Wand

Die größte filmische Liebeserklärung an die Stadt kommt von dem Deutschtürken Fatih Akin. Er lässt seinen u.a. mit dem Goldenen Bären gekrönten Film „Gegen die Wand“ (2004) in İstanbul enden. Ein Muss für Musikfreunde ist „Crossing the Bridge“ (2005): Hier dokumentiert Akin die lebendige und extrem viefältige Musikszene der Metropole.

www.taz.de/blogs/istanbulblog

Unsere Autorin Dilek Zaptcioglu schreibt aus ihrer Heimatstadt, mal persönlich, mal politisch.

http://kunst-blog.com/2005/09/tricky_istanbul.php

Der Kunst-Blog gibt Einblick in die Kulturszene İstanbuls

www.podlog.de/de/freizeit/reise/335924.html

Im Reiseblog Sundowner erzählen Urlauber

http://istanbul.metblogs.com

Das Metroblogging Netzwerk gedeiht prächtig. Auch İstanbul hat bereits seine eigene Site, betreut von vier jungen İstanbulern.

www.geo.de/GEOaudio/files/2006-1214/GEOaudio042_Extra_Istanbul.mp3

Ein hörenswerter Podcast ist die Reportage „Stadt zwischen den Welten“ von Karin Steinberger aus dem GEO-Heft Nr. 11/2006. Es liest Mathias Unger.

www.podistan.libsyn.com

Über die aktuelle Kunst- und Kulturszene der Stadt berichten Michelle Carlesi und Bülent Calli.

www.multikulti.de

Der Rundfunksender Berlin-Brandenburg (RBB) bietet auf seiner Webseite deutsche Podcasts über die Stadt am Bosporus und ihre Bewohner.


Szene

Trend Guide İstanbul

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Ayla Yildiz scoutet Sie durch den Szene-Dschungel

Unser Szene-Scout

Ayla Yildiz pendelt zwischen Iserlohn und İstanbul. Die Journalistin betreibt eine eigene Webseite, auf der sie die aktuellen Trends der sich ständig verändernden Metropole am Bosporus mitverfolgt. Mode, Design und Lifestyle interessieren sie dabei am meisten. | www.ay34.de

Interior Design

İstanbuls Designer setzen Akzente. Die Design-Studios Derin Design (www.derindesign.com) und autoban (Mesrutiyet Cad 64A | www.autoban212.com) wurden bereits mehrfach mit internationalen Design Awards ausgezeichnet. Futuristisch, aber schlicht sind die Möbel und Accessoires von Vater Aziz und Sohn Derin Sarıyer, die auch den Hotspot 360° eingerichtet haben (Istiklâl Cad 32/309). Das Designer-Duo von autoban hat z.B. das Müzedechanga gestylt (Istinye Cad 22) - so jung und lässig wie die Architektin Seyhan Özdemir und der Innenarchitekt Sefer Caglar sind auch ihre Restaurant-Konzepte!

Artsy Fartsy

Vor der Kulisse schicker Boutiquen und Cafés ist ein echter Kunstmarkt entstanden - | Teşvikiye Caddesi | Hüsrev Gerede Caddesi und Maçka Caddesi bilden ein kreatives Dreieck. Das Ambiente zieht nicht nur Künstler an, sondern auch immer mehr weibliche Galeristinnen. Einige der jungen und erfolgreichen Kunsthändlerinnen wie Ilayda Babacan (Ilayda Sanat Galerisi | Hüsrev Gerede Cad 29 | Teşvikiye) und Çağla Cabaoğlu (Art Gallery | Maçka Cad 59/4 | Teşvikiye) sind extra aus Ankara hierher gezogen.

Trendy Tünel

Musik, Cafés und Fashion sind aus dem Mikrokosmos des Stadtteils Beyoğlu kaum wegzudenken: Von Asmalımescit, einer Nebenstraße der Istiklâl Caddesi, bis zum Tünel-Platz erstreckt sich das hippe Viertel. Bevor der Trend ins Rollen kam, war hier die Underground-Szene unter sich. Heute säumen jede Menge Cafés, Ateliers, Antiquitäten-, Musik- und Bücherläden den Tünel. Angesagte Adressen sind The House Café, (www.thehousecafe.com.tr) und der Deli Bakkal (www.deli-bakkal.com).

Vintage

Trendbewusste Großstädter setzen auf exklusive Vintage- und Secondhand-Klamotten. Vorbilder sind Models, Schauspieler und Künstler, die viel reisen und sich von der Szene in New York, Los Angeles oder London inspirieren lassen. Ece Sükan, Model und Schauspielerin, hat im noblen Nışantaşı ihren eigenen Shop (Ece Sükan Vintage | Kalipçi Sok 152), die Boutique Avantgard East (Süriye-Passage | Istiklâl Cad.) genießt Kultstatus - hier finden sich ausgefallene Kleider und toller Schmuck. Vintage ist Trend - auch in den eigenen vier Wänden: Bei Dank! im Einkaufszentrum Mayadrom Uptown (Etiler | www.dankdesign.com) gibt es schicke Designmöbel aus zweiter Hand.

Kitchen-Clubs

Erstklassig dinieren und danach tanzen zu Musik vom DJ-Pult - das funktioniert auch ohne Location-Wechsel! Zum Beispiel im Angelique, im Reina (www.reina.com.tr) und im Sortie (beide: Muallim Naci Cad. | Ortaköy) in bester Bosporus-Lage, im Loft in Harbiye (im Lutfi Kirdar Convention Center | www.loftrestbar.com) und Wanna in Tepebaşı (Meşrutiyet Cad. No: 151 | www.istanbuldoors.com) An den Plattentellern stehen die DJs der Stadt wie Murat Uncuoglu und internationale Gast-Acts.

Fashionista

Designer, Labels und Verbände haben ein Ziel: İstanbul weltweit als Fashion-Metropole zu etablieren. Hakan Yıldırım (www.hakanyildirim.org), Bahar Korçan (www.baharkorcan.org), Ümit Ünal (www.umutunal.com) sind nur einige İstanbuler Designer, die international Aufmerksamkeit erregen. Für Nachwuchs ist auch gesorgt, denn junge Designer werden gezielt von Verbänden wie ITKIB (www.itkib.org.tr) gefördert. Das Luxus-Label Vakko (www.vakko.com.tr) beauftragte den New Yorker Top-Designer Zac Posen für eine Kollektion, und Tween, die junge Linie von Orka Group (www.damat.com.tr), engagierte David Bradshaw.

Doublemoon

World Music von İstanbuler Musikern: Mercan Dede alias DJ Arkin Allen, Orient Expressions, Baba Zula, Burhan Öçal und Hüsnü Senlendirici sind Künstler, die beim Indie-Label Doublemoon (www.doublemoon.com.tr) unter Vertrag stehen. Inspiriert vom Sound of İstanbul, gesegnet mit ihren Wurzeln und dem richtigen Gespür für coole, experimentierfreudige Sounds, mischen sie die World-Music-Charts auf. Und in der passenden Location, dem Babylon (Seyhbender Cad 3 | www.babylon.com.tr), finden sie ihr Publikum.

Sleep in Style

İstanbul ist bekannt für seine Luxus-Herbergen. Die neue Hotel-Generation setzt Akzente mit Design statt Opulenz. Auf der europäischen Seite bereichern das Lush Hip Hotel in Taksim (Sıraselviler Cad. 12 | www.lushhiphotel.com) mit individuell gestylten Zimmern - im mondänen Zimmer mit der Nummer 104 werden regelmäßig Theater-Abende gegeben - und das Bentley in Harbiye mit seinen reduzierten Formen und gedeckten Farben (Halaskargazi Cad 75 | www.bentley-hotel.com) die Hotellerie der Stadt. Neuzugang auf der asiatischen Seite ist das Sumahan On The Water in Cengelköy (Kuleli Cad 51 | www.sumahan.com). Das 20-Zimmer-Haus in direkter Bosporus-Lage ist die gelungene Selbstverwirklichungsstätte eines erfolgreichen türkischen Architekten-Ehepaars.


Stichworte

Junges, altes İstanbul

Ost und West, Jung und Alt: In İstanbul verschmelzen die Gegensätze zu einem lauten, aber freundlichen Miteinander

Bosporus

1680 machte der Italiener Ferdinando Marsigli eine wichtige Entdeckung, als er von einem Schiff eine mit weißen Korkstücken markierte Lotleine ins Wasser ließ: Die Strömung drückte die Leine zunächst westwärts. Am unteren Ende der Leine konnte er aber deutlich erkennen, dass die Korkstücke genau in die entgegengesetzte Richtung trieben. Damit war nachgewiesen, dass der Bosporus an der Oberfläche Wasser vom Schwarzen Meer Richtung Mittelmeer führt, in der Tiefe aber eine Strömung Wasser in die Gegenrichtung drückt.

Der Islam

Der Islam ist in der Türkei trotz der laizistischen Republik tief verwurzelt. Die große Mehrheit der İstanbuler sind sunnitische Muslime. Für sie gelten die fünf Pfeiler des Islam, darunter das fünfmalige Gebet am Tag, das Fasten im Ramadan und die Armenhilfe (zekat). Beim gemeinsamen Freitagsgebet (cuma) quellen die Gotteshäuser buchstäblich über, die Gläubigen beten auf den Bürgersteigen. Andere wichtige Eckdaten sind die Beschneidung der Jungen, (sünnet), die Hochzeit (dügün) und die als Kandil bezeichneten heiligen Tage in den drei Monaten vor dem Zuckerfest. Die alewitische Minderheit geht nicht in die Moschee, sondern in die eigenen Gemeindehäuser (cemevi) und hat andere Fastenregeln.

Konstantinopel

Konstantinopel wurde im Jahr 324 vom römischen Kaiser Konstantin zunächst als „Neues Rom“ auf dem Gebiet des bereits seit fast 1000 Jahren existierenden Byzanz gegründet. Kurz vor seinem Tod ließ sich der Kaiser taufen und machte das Christentum damit zur Staatsreligion. Neben Konstantin prägten vor allem Kaiser Justinian (527-65) und seine Frau Theodora das Gesicht Konstantinopels. Justinian ließ die Hagia Sophia als größte Kirche der Christenheit bauen, und während sich in Westeuropa das finstere Mittelalter ausbreitete, waren in Konstantinopel die berühmtesten Geister aus Kunst und Kultur versammelt.

Multikulti

Das multikulturelle Erbe İstanbuls wird zunehmend in Büchern, Filmen, und Ausstellungen gefeiert. Zu den prägenden Gruppen gehören die Nachfahren der 1492 aus Spanien vertriebenen Juden. Im Gegensatz zu anderen Minderheiten konnten sie sich stets ungestört entfalten. Heute kommen einige bekannte Industrielle aus der jüdischen Gemeinde, die in den türkisch-israelischen Beziehungen eine wichtige Rolle spielen.

Wirtschaft

İstanbul ist das Finanz- und Wirtschaftszentrum der Türkei mit den Zentralen fast aller großen türkischen und ausländischen Unternehmen. Durch Investitionsförderung und Handelserleichterungen soll die Türkei zu einem attraktiven Standort im Nahen Osten werden, wovon vor allem İstanbul profitieren wird. Vor den Beitrittsverhandlungen mit der EU 2005 hatte die Stadt noch eine Arbeitslosenquote von fast 20 Prozent: Jeder dritte Hochschulabsolvent ist bis heute arbeitslos. Am schwersten aber ist das Leben für die unteren Bevölkerungsschichten: Der Mindestlohn für einen einfachen Arbeiter betrug im Jahr 2007 rund 300 Euro - im Monat! Viele fliehen vor solcher Armut ins Wirtschaftszentrum İstanbul.


Feste und Events

Ost-West-Synthese pur

Von tanzenden Derwischen und internationalen Filmtagen

Von Klassikkonzerten in jahrhundertealten Kirchen bis hin zu Weltstars unter dem Sternenhimmel bietet İstanbul vor allem im Sommer eine Veranstaltung nach der anderen, die es sich anzusehen lohnt. Lassen Sie sich zwei Events auf keinen Fall entgehen: ein Konzert in der Aya Irini im Rahmen des Musikfestivals im Juni/Juli und den Tanz der Derwische in den Räumen des Mystikerordens. Informieren Sie sich vorab über die İstanbuler Festivals im Internet unter www.istfest.org, Karten gibt es bei www.biletix.com.

1. Januar

Yılbaşı/Neujahr

23. April

Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı/Fest der Nationalen Souveränität und der Kinder

19. Mai

Gençlik ve Spor Bayramı/Fest der Jugend und des Sports

30. August

Zafer Bayramı/Siegesfeiern zum Ende des Unabhängigkeitskrieges 1922

29. Oktober

Cumhuriyet Bayramı/Gründungstag der Türkischen Republik 1923

Religiöse Festtage:

Nach islamischem Mondkalender verschieben sich religiöse Feste jedes Jahr um 11 Tage nach vorn

8.-11. Dezember 2008

Kurban Bayramı/Opferfest: das höchste islamische Fest

1. September 2008

Der Ramadan (Fastenmonat) beginnt.

30. September-2. Oktober

2008: Şeker Bayramı/Zuckerfest: dreitägiger Abschluss des Ramadan

Veranstaltungen

Tanz der Derwische des Mevlana-Ordens: sonntags um 15 Uhr (im Sommer 17 Uhr) und jeden zweiten und letzten Samstag des Monats um 15 Uhr im alten Sektenhaus Galata Mevlevihanesi in Beyoğlu

März/April

Internationale Filmfesttage: In ausgewählten Kinos in der İstiklal Caddesi in den Vierteln Beyoğlu und Kadıköy werden jedes Jahr über 200 in- und ausländische Neuproduktionen sowie Klassiker der Filmgeschichte gezeigt - alles mit Untertiteln.

Mai

Theaterbiennale: Klassische Stücke, Tanz- und Straßentheater mit in- und ausländischen Künstlern, www.istfest.org/tiyatro

Juni/Juli

Internationales Musikfestival: Musik, Tanz und Oper - traditioneller Höhepunkt ist die Oper „Entführung aus dem Serail“. Open-Air-Bühnen und die byzantinische Aya-Irini-Kirche im Garten des Topkapı laden zum musikalischen Erlebnis ein.

August

Im Sommer findet die Yelken Yarışları-Segelregatta traditionell mit einer Kurzstrecke von İstanbul zur Insel Marmara im Süden der Stadt und einer längeren Etappentour bis Bodrum in der südlichen Ägäis statt. Im Spätsommer starten Offshore-Rennen in Bebek.

September

Künstler organisieren seit 2003 das Tünel-Festival mit Konzerten und Happenings, in dessen Mittelpunkt der Galata-Turm steht.

Oktober

Das Efes Pilsen Blues Festival lockt jährlich vor allem US-amerikanische Bluesgrößen an den Bosporus. Die Veranstaltungsorte wechseln.

November

Die İstanbuler Biennale zieht seit 1987 in allen ungeraden Jahren neben türkischen auch viele ausländische Künstler an. www.iksv.org

Dezember

Eine der schönsten Weihnachtsmessen der Stadt findet in der Sankt-Anton-Kirche an der İstiklal Caddesi in Beyoğlu statt.


Sehenswertes

Eine Entführung ins Serail

Byzanz und Osmanisches Reich: Beide Imperien haben in İstanbul unvergängliche Werke hinterlassen

Die Frage „Was schauen wir uns an?“ zu beantworten fällt in İstanbul deshalb so schwer, weil die Auswahl riesengroß ist.

In fast 3000 Jahren, in denen die Stadt als Byzanz, Konstantinopel und später als İstanbul Hauptstadt von Weltreichen war, sind kaum zählbare Bau- und Kulturdenkmäler entstanden. Angefangen bei byzantinischen Zeugnissen, von denen bis heute mehr als nur die weltberühmte Hagia Sophia vorhanden sind, über die 3000 Moscheen, Hunderte von Palästen, Sommerhäusern und Burgen der Osmanen bis zu armenischen, orthodoxen und selbst protestantischen Kirchen und Synagogen ist fast alles zu besichtigen, was die Fundamente abendländischer Kultur berührt.

Die Gotteshäuser, Paläste und andere Sehenswürdigkeiten sind über die ganze Stadt verteilt, häufen sich aber eher auf der europäischen Seite. Die İstanbuler „Museumsinsel“ ist Sultanahmet mit dem Topkapı-Palast, der Hagia Sophia und anderen herausragenden Objekten. Auch der Große Basar befindet sich in Gehentfernung - ein Erlebnis für alle Sinne, bei dem man starke Nerven behalten muss, denn die Anmache ist für die Touristen regelrecht eine Zumutung.

Große, alte Gemäldegalerien gibt es in İstanbul, der Stadt byzantinischer und islamischer Bilderverbote, nicht. Stattdessen floriert der private Museumsmarkt: Mit İstanbul Modern hat sich am Hafen ein großartiges Museum zeitgenössischer Kunst etabliert. Das Sabancı-Museum am Bosporus macht mit spektakulären Ausstellungen wie Picasso, Rodin oder Dschingis Khan von sich reden. Und das Pera-Museum ist ein museales Kleinod mit zeitgenössischer Kunst, aber auch archäologischen Exponaten.

Doch İstanbul ist kein Museum. Gerade das Miteinander unterschiedlichster Lebensformen macht den Reiz İstanbuls aus. Von der Altstadt, in deren heutigen Zentren Fatih (europäisch) und Üsküdar (asiatisch) sich hauptsächlich fromme Muslime niedergelassen haben, über die verarmten Minderheitenviertel am Goldenen Horn bis zu den modernen Wohnorten um den Taksim-Platz liegen Welten.

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor! Kulturdenkmäler wie der Topkapı-Palast oder die Hagia Sophia sind einen mehrstündigen Besuch wert. Bedenken Sie auch die Wege. Am besten, Sie entscheiden sich für einen Bezirk und verbringen den Tag dann zu Fuß dort. Die meisten Sehenswürdigkeiten wie Paläste oder Moscheen liegen auf der Achse Sultanahmet-Beşiktaş. Hier fährt eine Straßenbahn von Beyazit am Großen Basar über das Goldene Horn bis zum Dolmabahçe-Palast. Die İstanbuler Busse sind vor allem im Sommer nicht zu empfehlen. Das bequemste Verkehrsmittel sind Taxen.

Stadtrundfahrten bietet Plantours an (Cumhuriyet Caddesi, 131/1 | Elmadag | Tel. 0212/2347777 | www.plantours.com). Die Doppeldecker fahren gegenüber der Hagia Sophia ab (tgl. 11/14/17 Uhr | Dauer ca 2,5 Stunden | 20 Euro). Auch die städtische Busgesellschaft bietet touristische Ringfahrten im offenen Doppeldecker an. Die Tour beginnt am Sultanahmet-Platz und kostet 15 Euro (Sa, So und an Feiertagen 17 Euro). Man kann am selben Tag beliebig oft ein- und aussteigen.


Um den Sultanahmet-Platz herum gruppieren sich die drei berühmtesten Gebäude der Stadt: die Blaue Moschee, die Hagia Sophia und der Topkapi-Palast.


Die „historische Halbinsel“ hat zu byzantinischen Zeiten das Zentrum Konstantinopels beherbergt. Die Altstadt ist auf der einen Seite vom Marmarameer und auf der anderen Seite vom Goldenen Horn eingeschlossen.


Die alte Pera ist der europäische Teil İstanbuls. Zu byzantinischen Zeiten lebten hier die Genuesen, Venezianer, Franzosen und andere Europäer, die mit dem Orient Handel trieben.


Der Stadtteil auf der asiatischen Seite İstanbuls war bereits in der Antike der Brückenkopf zum Bosporus. Seit dem 8. Jh. schlugen Muslime und Kreuzfahrer bei Belagerungen İstanbuls hier ihre Lager auf.


Viele İstanbul-Besucher kommen nicht über das historische Zentrum und die İstiklal-Straße in Beyoğlu (Taksim) hinaus.


Die billigste Bosporustour ist eine Fahrt mit den regulären Fähren: ab Eminönü bis zum Schwarzen Meer und zurück. Tickets (3,50 Euro) am Schalter „Boğaz Hatti“ in Eminönü.


Essen und Trinken

Palastküche mit viel Fisch

Auf ihre Münzen prägten die Byzantiner den Bosporusfisch, heute kommt er immer ganz frisch auf den Tisch

Den Hunger zu stillen ist in İstanbul bloß ein Nebeneffekt des Essens: Hier setzt man sich zu Hause an den Tisch, um mit der Familie zusammen zu sein, und auswärts im Restaurant, um mit Freunden ausgelassen zu plaudern und zu feiern.

Die İstanbuler Küche bietet dazu den besten Rahmen: Schon seit byzantinischer Zeit ist sie eine gelungene Synthese aus Butter und Olivenöl, Teigwaren, Fisch, Fleisch und Milchspeisen. Sushi und Pizza sind in İstanbul ebenfalls zu haben. Fisch steht natürlich auf Platz eins der Speisekarte. Er kommt entweder direkt aus dem Bosporus oder wird im Schwarzen Meer oder in der Ägäis gefangen. Manche Fische schmecken am besten gegrillt, z.B. lüfer (Blaubarsch), palamut (Bonito) und sardalya (Sardinen); andere werden lieber gebraten: kalkan (Steinbutt), barbunya (Meerbarbe) und hamsi (Sardinen aus dem Schwarzen Meer). Probieren Sie auch leckeren Seebarsch (levrek) im Sud oder den mit Käse überbackenen Krabbentopf mit Pilzen und Tomaten (karides güveç). Kılıç (Schwertfisch) ist am Spieß eine Delikatesse. Tintenfische (ahtapot) werden als Salat und Hummerkrabben (böcek) gegrillt serviert. Fragen Sie ruhig nach dem Preis - oft wird der Fisch abgewogen.

Die İstanbuler begnügen sich morgens mit ein paar Scheiben Weißbrot mit Oliven, Schafskäse und Honig zum Tee. Die meisten Hotels bieten mittlerweile reichhaltige Büfetts zum Frühstück. In den über die ganze Stadt verteilten Teegärten gibt es warme Toasts. Die Teegärten sind bis spät in den Abend geöffnet und ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.

Beim Mittagessen hält man sich in İstanbul eher zurück. Am besten gehen Sie in eines der kleinen Esslokale (lokanta), wo auch die Bewohner des Viertels ihre Mahlzeit einnehmen. Hier ist schmackhafte Hausmannskost angesagt: eine Tomaten- (domates) oder Linsensuppe (mercimek çorbası); Hackfleischbällchen mit Beilage (köfte), Huhn mit Reis (tavuklu pilav), das berühmte döner kebap vom Spieß oder ein Gemüsegericht der Saison (sebze).

İstanbuler gehen nicht vor 20 Uhr essen. Und das Essen hat seine Rituale: Zuerst werden die Getränke serviert - entweder Rakı, ein etwa 48-prozentiger Anisschnaps, Bier (bira) oder Wein (şarap). Unter den Bieren empfiehlt sich das Efes Pilsener, unter den Weinen z.B. die trockenen Weißweine der Marke Çankaya. Als Rotwein kann man einen Yakut oder einen Antik nehmen, und Villa Doluca ist als Rot- wie Weißwein gut.

Wählen Sie dann unter den fertigen kalten Vorspeisen (meze) einige aus und warten auf die warmen Zwischengerichte, die Sie bestellt haben. Nach einer Weile, das kann durchaus eine Stunde dauern, bestellen Sie Ihr Hauptgericht: entweder Fisch oder Fleisch.

Bei den Desserts macht sich der arabisch-persische Einfluss bemerkbar. Erwähnt seien hier nur baklava, hauchdünner, mit Pistazien oder Walnüssen gefüllter und in Zuckersirup getränkter Blätterteig, und die verschiedenen Puddingsorten (muhallebi). Türken essen aber auch gerne nur frisches Obst (meyve) als Dessert - es wird geschält und geschnitten serviert. Zum Schluss kommt Ihr Mokka: sade (ungezuckert), orta (mittelsüß) oder şekerli (süß).


Im All Sports Café in Nişantaşı kauft man für 3,50 Euro einen dipsiz filtre, einen „Filterkaffee ohne Boden“, der so lange aufgefüllt wird, bis man im Magen ein Loch hat! Tgl. 9-23 Uhr | Valikonaği Caddesi | Şakayık Sokak 49/1 | Nişantaşı-Taksim | Tel. 0212/2474623

arjantin

Bier mit einem Schuss Wodka: billig und katergefährlich!

arnavut ciğeri

gebratene zarte Lammleberstücke mit Zwiebeln

baklava

feines Dessert aus vielen Lagen Blätterteig, gefüllt mit Walnüssen oder Pistazien. Sehr süß!

cacık

Joghurt mit Knoblauch und Gurkenstückchen

çerkeztavuğu

das „Huhn auf Tscherkessenart“ aus Hühnerbrust, Walnüssen, Milch und Mehl ist eine Delikatesse und wird meistens kalt serviert

çiroz salatası

Salat aus luftgetrockneten Sprotten oder sehr kleinen Makrelen

iç pilav

Reisgericht mit Rosinen, Nüssen und Leberstückchen

imambayıldı

„Der Imam ist in Ohnmacht gefallen“: Vorspeise aus Auberginen, mit Knoblauch

kadınbudu köfte

die „Frauenschenkel“ aus Hackfleisch, Reis und Eigelb werden in der Pfanne gebraten

karides güveç

Schrimps, Tomaten und Pilze mit Käse überbacken

kaymaklı kadayif

raffinierter Nachtisch aus Teig mit Sahne

kefal pilakisi

Meeräsche, im eigenen Sud im Ofen zubereitet, mit Beilagen und lauwarm serviert

külbastı

zarte Lammfiletscheiben, mit Thymian gewürzt, ohne Öl gegrillt

lakerda

eine echte İstanbuler Köstlichkeit: in Salz eingelegter Thunfisch, unbedingt probieren

midye dolması

mit Rosinenreis gefüllte Miesmuscheln

paçanga böreği

Blätterteigtaschen, gefüllt mit luftgetrocknetem Schinken

rakı

den hochprozentigen klaren Schnaps mit Anis trinkt man mit Wasser milchig und dünn oder pur

sarı votka

Wodka, mit Zitronen gewürzt und lange gelagert

sigara böreği

gerollter Blätterteig mit Schafskäse und Petersilie

topik

armenische Vorspeise aus pürierten Kichererbsen zubereitet

zeytinyağlı dolmalar

gefüllte Paprika oder Weinblätter in Öl, kalt serviert als Vorspeise


Einkaufen

Basare und Boutiquen

İstanbul bietet neben Teppichen und Goldschmuck, Kalligrafien und Antiquitäten auch moderne Leder- und Bekleidungsstücke

In İstanbul kommen beim Shoppen alle auf ihre Kosten: Neben jahrhundertealten Basaren gibt es moderne Einkaufsviertel und feine Shoppingmalls, die Hunderte von Geschäften beherbergen.

Die Wochenmärkte werden von Touristen selten aufgesucht, obwohl hier gute Textilien, vor allem Kinderkleidung, Unterwäsche und Strümpfe zu Dumpingpreisen angeboten werden - Exportüberschüsse, die bis zu einem Zehntel ihres Preises in EU-Ländern kosten. Wer sich für Teppiche, Schmuck und altes Handwerk interessiert, wird auf der historischen Halbinsel nördlich des Sultanahmet fündig.

Der Große Basar Kapalı Çarşı gehört zu jedem Besichtigungsprogramm, auch wenn man nichts einkaufen möchte. Im Gewürzbasar Mısır Çarşısı in Eminönü gibt es hunderte Gewürze und Heilkräuter.

Da Gold in der Türkei billiger ist als in EU-Staaten, gehört auch Schmuck zu beliebten Mitbringseln aus İstanbul. Gold wird in drei Sorten gehandelt: 22 Karat sind z. B. die Armreifen. Die gängigsten Stücke haben 18 bis 16 Karat. Weißgold, beyaz altın, ist nicht allzu verbreitet. Es gibt ein großes Angebot an Edelsteinen, allen voran Diamanten, elmas, und Brillanten, pırlanta, die Türkinnen besonders lieben.

Alte Kalligrafien, Stiche und Fotografien finden Sie im Bücherbasar oder in den zahlreichen Antiquitätengeschäften in Beyoğlu. Bei teuren Stücke können Sie ruhig handeln - vergleichen Sie die Preise, bevor Sie sich auf Ihr gutes Gefühl verlassen.

Moderne Shoppingmeilen mit Cafés und kleinen Restaurants gibt es auf der europäischen Seite in Teşvikiye, Nişantaşı, Şişli und Etiler und auf der asiatischen Seite in der Bağdat Caddesi. Alles unter einem Dach finden Sie in hochmodernen Einkaufszentren wie Akmerkez (Etiler) oder Kanyon (Levent).

Schließlich die Teppiche und Kelims: Die ersteren sind geknüpft, die zweiten gewebt, beide haben ihren eigenen Charme. Die besten Teppiche sind die mit der höchsten Knotenzahl pro Quadratzentimeter - Ihr Händler wird Sie darüber informieren. Am teuersten sind die Hereke aus purer Seide, während Bergama, Konya, Uşak und Kayseri zu den besten aus Baumwolle geknüpften und naturgefärbten Teppichen gehören. Bei Kelims mit grafischen Mustern spielen Größe und Färbung eine Rolle: Mit Anilin gefärbte Kelims dürfen nicht nass werden, da sonst die Farben verlaufen. Die meisten Händler schicken Ihren Teppich versandkostenfrei nach Hause. Wenn Sie ihn selbst mitnehmen wollen, müssen Sie am Zoll die Quittung vorlegen.


Im Laden Gerekli Şeyler (tgl. | Şakayik Sokak 38/2, Nişantaşı Plaza | Teşvikiye-Taksim | Tel. 2910691) gibt es DVDs ab 3,50 Euro mit einer Riesenauswahl an Spielfilmen.


Unterhaltung

Tanz unter den Sternen

Es muss nicht immer Bauchtanz sein: İstanbul lädt auch in Open-Air-Diskotheken und verrauchte Jazzkeller ein

İstanbul schläft nicht - vom ausgedehnten Essen in einem der guten Restaurants am Bosporus bis zur obligatorischen Morgensuppe in einem der vierundzwanzig Stunden am Tag geöffneten Lokale gibt es tausendundeine Möglichkeit, einen unvergesslichen Abend zu verbringen.

Die İstiklal Caddesi mit ihren Seitenstraßen spricht ein avangardistisches Publikum an. Wers feiner mag, geht Richtung Levent oder runter zum Bosporus. Ortaköy und die Kadife Sokak in Kadıköy sind für jeden Geschmack gut und nicht allzu teuer. In den meisten Kneipen (hier heißen sie durchweg Bars) geht es laut zu, und es gibt oft Livemusik. In İstanbul gibt es aber auch sehr schöne, ruhige Bars am Bosporus. Die Roofbars der großen Hotels wie Conrad International, Ceylan Inter-Continental oder Etap Marmara sind nicht zu unterschätzen: Hier gibt es den schönsten Blick über das nächtliche İstanbul.

Die Bauchtanzshows der gazinos in der İstiklal Caddesi sind von mäßigem Niveau und überteuert. Ansprechend, aber auch teuer, ist die „Türkische Nacht“ im Galata-Turm. Die schönste Kulisse für eine Sommernacht bieten die Kneipen und Diskotheken in Kuruçeşme an der Ersten Bosporusbrücke.

Obwohl die meisten Lokale Kreditkarten akzeptieren: Nehmen Sie für alle Fälle Bargeld mit! In den Musikkneipen und Diskos zahlt man entweder Eintritt (ab 5 Euro mit einem Gratisdrink) oder einen festen Preis für das erste Getränk, egal ob Whiskey oder Mineralwasser. Vor allen Diskotheken und auch mancher guten Kneipe stehen Bodyguards, die eine Gesichtskontrolle vornehmen. In der Regel wird Damenbegleitung verlangt. Für den Weg nach Hause lassen Sie sich lieber vom Portier ein Taxi rufen, anstatt in ein vorbeifahrendes einzusteigen - das ist in jeder Hinsicht sicherer.


Hotelbars mit Blick auf die Stadt müssen nicht unerschwinglich sein. An der langen Theke des Richmond Hotels (tgl. 17-2 Uhr | Bar Leb-i Derya, Istiklal Caddesi 445, 6. Etage | Beyoglu | Tel. 2434375) gibt es Grogs für 4,50 Euro.


Übernachten

Zimmer mit Aussicht

Ob im Luxushotel am Bosporus oder in der alten osmanischen Holzvilla - Sie werden hier traumhaft schlafen

In İstanbul finden Sie von luxuriös bis bescheiden alle Hotelkategorien. Aufgrund des großen Angebots ist es einfach, auch kurzfristig ein Zimmer zu bekommen. Bei Buchungen übers Internet kann es bis zu 40 Prozent Rabatt geben. Eine gute Adresse ist www.istanbulhotels.com.

In Sultanahmet, mitten im historischen Zentrum, findet man viele kleine, schön restaurierte Häuser, die sehr zu empfehlen sind. Diese Hotels werden mit einer besonderen Erlaubnis des Tourismusministeriums betrieben, die strenge Kriterien anlegt. Zum Standard gehören Einrichtungen vom warmen Wasser bis zu Satelliten- oder Kabelfernsehen, mit dem Sie auch deutsche Sender empfangen können. Ausländische Gäste werden auf Wunsch und gegen Gebühr vom Flughafen abgeholt. Die Luxushotels machen Spezialangebote, bieten ermäßigte Wochenendtrips und Stadttouren an. Ruhe und Erholung erwarten Sie in den Hotels der Prinzeninseln - allerdings um den Preis, dass die Fährfahrt in die Innenstadt ca. 1,5 Stunden dauert.


Zentral und billig ist das Angels Home: Ab 40 Euro kostet das DZ mit Frühstück - dazu eine Terasse, von der aus man aufs Marmarameer und die Moscheen und Kirchen der historischen Halbinsel schaut. | 12 Zimmer | Mimar Mehmet Aga Cad. Amiral Tafdil Sok. 22 (Sultanahmet) | Tel. 0212/6381996 | www.hotelangelshome.com


Mit Kindern unterwegs

Komm, wir gehen spielen

Egal ob ins Strandbad, zur Miniatureisenbahn oder auf Eselstour: Die İstanbuler sind äußerst kinderlieb. So macht Urlaub Spaß!


Stadtspaziergänge

Nur einen Fußmarsch von Ihrem Hotel entfernt

İstanbul ist ein fantastisches Pflaster für einen Spaziergang

Einblicke in das christlich-jüdische İstanbul

İstanbuls alte Stadtteile Fener und Balat am Goldenen Horn waren in osmanischer Zeit christliche und jüdische Viertel. Auf dieser Tour sind beeindruckende Zeugnisse der christlichen Kultur des ehemaligen Konstantinopels zu sehen. Der fünf- bis sechsstündige Spaziergang führt Sie durch eins der historisch interessantesten Gebiete İstanbuls.

Am Puls der Stadt

In Beyoğlu, entlang der İstiklal Caddesi, schlägt der Puls der Stadt. Einst von den Genuesen gegründet und zu Beginn des 20. Jhs. noch das europäische Viertel, trifft sich heute hier die Jugend der Stadt. Der drei- bis vierstündige Spaziergang beginnt am Galata-Turm.


24h

Ein Tag in İstanbul

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Tanker ahoi!

Frühstück on the run: simit (Sesamring) plus Drink, danach geht es aufs Wasser. Fischer und Kleinbootbesitzer lassen sich gerne zu einer Rundfahrt überreden. Feilschen, was das Zeug hält, und danach ab auf den Bosporus! Besonders beeindruckend sind die riesigen Tanker, die die Meerenge auf ihrem Weg ins Schwarze Meer passieren. Wo? Anlegestelle Kuruçeşme (zwischen Ortaköy und Arnavutköy)

Pooltime im Bosporus

Zur Abkühlung ein Sprung ins Wasser: am besten im Pool von SuAda, der künstlichen Plattform vor Kuruçeşme. Der Ausblick ist grandios und die mondäne Club-Anlage eignet sich hervorragend zum Relaxen. Ca. 16 Euro pro Person. Wo? SuAda vor Kuruçeşme | Tel. 0212/2637300 | www.su-ada.com

Sweet Taksim

Ab ins Taxi nach Taksim! Süß essen und dann süß reden - so lautet ein türkisches Sprichwort. Im Kochseminar bei Chefs unter der professionellen Anleitung der Chefköchin Gülhan werden leckere Schokoladen und Pralinen zubereitet. Gebühr ca. 30 Euro, die Schokolade ist zum Mitnehmen! Wo? Istiklâl Cad. Mim Han 55 | Tel. 02122447692 | www.chefsistanbul.com

Relaxzone Hamam

Auf die Plätze, los und schwitzen! Im legendären Hamam in Galatasaray, gleich hinter der Galatasaray Lisesi von Beyoglu, geht es in die geübten Hände eines Masseurs. Für 30 Euro gibt es das volle Programm: Dampfbad, Waschung, Massage und den Tee für danach. Wo? Tarihi Galatasaray Hamamı | Turnacıbaşı Sok. 24 | Galatasaray | Tel. 0212/2524242

Türkisches Karaoke

Vier Bühnen warten auf Sänger, das Spektrum reicht von Elvis bis hin zu Athena. Jeden Dienstag ist 100% Turkish Night im Klub Karaoke. Mitsingen oder einfach nur zuschauen - Mutige vor! Wo? Klub Karaoke | Zambak Sok. 15 | Beyoglu | Tel. 0212/2937639 | www.klub-karaoke.com

Big Three

Ein Match in den großen Fußballstadien zu erleben kommt einem Besuch in einem brodelnden Hexenkessel gleich! Vor allem, wenn eines der Traditionsteams spielt: Beşiktaş (www.bjk.com.tr), Fenerbahçe (www.fenerbahce.org) und Galatasaray (www.galatasaray.org). Unbedingt vorher die Vereinsfarben raussuchen und den passenden Style anlegen! Wo? Tickets und Termine gibt es bei: Biletix | www.biletix.com

Dinner mit Kaffeesatz

Zurück nach Beyoglu. Ein Dinner im Pen Café wartet, zum Dessert gibt es einen Blick in die Zukunft. Zwei charmante Damen lesen aus dem Kaffeesatz, für eine Übersetzung ins Englische ist gesorgt. Wo? Pen Café | Büyükparmakkapı Sokak | Afrika Han ½ | Tel. 02122444831

Schlaflos über İstanbul

Sie sind nicht zu toppen, die gläsernen Dachterrassen-Hotspots: Ela in Cihangir und das 360°. Je später es wird, desto clubbiger wird die Atmosphäre. Rund um den Taksim-Platz finden sich Dutzende Roof-Top-Clubs, die bis in die frühen Morgenstunden rocken. Wo? Ela im Hotel Zürich Villa | Akarsu Cad. | Tünel | Tel. 02122921609 | 360° | Istiklâl Cad. 32/309 | Tel. 02122511042


Ausflüge und Touren

Flucht aus der Metropole

Auf der Fähre über den Bosporus oder zu den Prinzeninseln - hier können Sie den Trubel hinter sich lassen

Boğaziçi/Bosporus

Egal wie wenig Zeit Sie für Ihren İstanbul-Besuch mitgebracht haben, eine kurzweilige Bootsfahrt über den Bosporus sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Der fünfstündige Ausflug beginnt in Eminönü und führt Sie fast bis ans Schwarze Meer nach Anadolu Kavağı und wieder zurück. Die Anlegestelle der städtischen Fähren ist die erste von der Galata-Brücke aus und heißt Boğaz Hattı. Abfahrtszeiten Dez.-März tgl. 10.30 Uhr, April-Mai und Okt. bis Nov. tgl. 10.30 und 13.30 Uhr, Juni bis Sept. 10.35, 11.35 und 13.35 Uhr (einfache Fahrt ca. 3,50 Euro).

Adalar (Prinzeninseln)

Die Prinzeninseln, im Türkischen schlicht Adalar (Inseln) genannt, sind der klassische Fluchtpunkt für stadtmüde İstanbuler und Touristen, die sich vom Lärm der Millionenstadt erholen wollen. In einer guten Stunde ist man auf einer der neun Inseln, von denen nur fünf bewohnt sind: Büyükada, Heybeliada, Kınalıada, Burgazada und Sedef Adası.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre İstanbulreise

Anreise

Linienmaschinen und auch fast alle Chartermaschinen landen in İstanbul auf dem Atatürk Hava Limanı in Yeşilköy. (www.dhmiata.gov.tr). Billiganbieter nutzen aber auch inzwischen den Sabiha-Gökçen-Airport auf der asiatischen Seite (sgairport.com). Von beiden Flughäfen gibt es Tag und Nacht Shuttleservices ins Zentrum. Zum Atatürk-Flughafen in Yesilköy gibt es auch eine Stadtbahn von Kabataş oder Eminönü/Sultanahmet (mit Umsteigen in Aksaray). Ein Taxi nach Sultanahmet kostet von Yeşilköy ca. 10 Euro, von Sabiha-Gökçen mindestens 25 Euro, nachts das Doppelte.

Türkische Fremdenverkehrs- und Informationsämter

Deutschland: Baseler Straße 37 | 60329 Frankfurt/Main | Tel. 069/233081, 233082 | Fax 232751 | www.reiseland-tuerkei.info

Atatürk Hava LimanI

Yeşilköy (im Flughafengebäude) | Tel. 0212/6630704 | 24h geöffnet

Karaköy

Karaköy Yolcu Salonu (im Passagierterminal) | Tel. 2495776 | tgl. 7-22 Uhr

Sultanahmet

Informationspavillon Sultanahmet Meydanı (Bushaltestelle) | Tel. 5181802 | tgl. 9-19 Uhr

Taksim

Hilton Oteli Girişi (am Eingang zum Hotel Hilton) | Tel. 2330592 | tgl. 8-19 Uhr

Banken & Geldwechsel

Die Banken sind in der Regel Mo-Fr 8.30-12 und 13.30-17 Uhr geöffnet. Manche haben auch mittags und am Sonnabend auf (öğlen açık). In allen Banken und Devisenbüros können Sie Geld wechseln. Am einfachsten und bequemsten ist es, mit der EC-Karte am Bankautomaten Geld zu ziehen. Euro bekommen Sie an Automaten der Disbank. Fast alle Adressen akzeptieren Kreditkarten.

Deutsches Generalkonsulat (Alman Başkonsolosluğu)

Inönü Caddesi 16-18 (Taksim) | Tel. 0212/3346100 | In Notfällen: Tel. 3346151 | www.istanbul.diplo.de.

Österreichisches Generalkonsulat (Avusturya Başkonsolosluğu)

Köybaşı Caddesi 46 (Yeniköy) | Tel. 0212/2629315

Schweizer Generalkonsulat (Isviçre Başkonsolosluğu)

Hüsrev Gerede Caddesi 75/3 (Teşvikiye) | Tel. 0212/2591115

Dolmuş

Das türkische Wort dolmuş („gefüllt“) bezeichnet das billige und beliebte Sammeltaxi, das erst abfährt, wenn es voll ist. Haltestellen an zentralen Plätzen wie Taksim.

Einreise

Deutsche und Schweizer benötigen bei der Einreise kein Visum; Personalausweis genügt. Max. Aufenthaltsdauer drei Monate (ohne Pass: abgestempelten Einreisezettel aufheben). Österreicher müssen bei der Einreise ein Visum kaufen. Es kostet 15 Euro und ist max. drei Monate gültig. Schüler und Studierende sollten einen internationalen Ausweis mitnehmen.

Elektrizität

220-Volt-Wechselstrom, Adapter sind nicht notwendig.

Gesundheit

Nach einem Arzt fragen Sie am besten im Hotel oder bei der Touristeninformation. Die Apotheken (eczane) sind allesamt gut sortiert. Impfungen vor der Reise sind nicht erforderlich. Für den Notruf wählen Sie 0212/4440911 oder 112. Rettungshelikopter (International Hospital): 0212/6633000

Deutsches Krankenhaus (Alman Hastanesi)

Sıraselviler Caddesi 119 (Taksim) | Tel. 0212/2932150

Österreichisches Krankenhaus (Avusturya Hastanesi)

Bereketzade Medresesi Sokak 7 (Karaköy) | Tel. 0212/2432590

Internet

Die offizielle Website der İstanbuler Stiftung für Kunst und Kultur www.istfest.org bietet ausführliche Informationen über die Film-, Musik-, Theater- und Jazzfestivals sowie die Biennale. Einen guten Überblick über İstanbul und die täglich wechselnden Veranstaltungen bieten die beiden Websites www.istanbul.com und www.istanbulcityguide.com. Für Hotels schauen Sie am besten unter www.istanbulhotel.com oder der Website http://istanbul.hotelguide.net nach.

Internetcafés

Internetcafés können sie mittlerweile überall in der Stadt finden. Sie haben meist von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Eine Stunde Surfen kostet ca. 2 Euro. Gute Cafés sind unter anderem das Adeks (tgl. 7-2 Uhr | Barbaros Bulvari 49A | Beşiktaş); das Taksim Internet Café (tgl. 24 Std. | Tarlabasi Cad. 20 | Taksim); das Gloria Jeans (tgl. 8-23 Uhr | Ístiklal Caddesi 280 (Taksim) oder das Orient Hostel (Mo-Sa 9-24, So 12-24 Uhr | Yeni Akbiyik Caddesi 13 | Sultanahmet)

Leitungswasser

Das Leitungswasser ist zwar gechlort, sollte aber besser nicht getrunken und nur zum Kochen benutzt werden.

Notruf

Touristenpolizei: 5274503

Öffentliche Verkehrsmittel

Zentrale Busstationen finden Sie am Taksim, Karaköy, in Eminönü und am Hürriyet Meydanı in Beyazıt. Auf der asiatischen Seite steigt man in Kadıköy und Üsküdar am Anleger ein. Tickets werden hier am Schalter verkauft (bilet). Meistens nimmt auch der Fahrer Geld entgegen. Bei längeren Aufenthalten lohnt es sich, ein akbil (elektronisch aufladbares Ticket) zu kaufen.

Post

Postämter erkennt man an dem gelben Schild mit der Aufschrift „PTT“. In der Regel braucht die Post in EU-Länder und die Schweiz bis zu einer Woche. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-12 und 13-17 Uhr.

Preise & Währung

Die türkische Währung heißt Yeni Türk Lirası (TRY). Es gibt sie in Scheinen zu 50, 20, 10, 5 und 1 TRY und Münzen als 1 TRY, 50 Kuruş (Kurusch), 25, 10, 5 und 1 Kuruş. Bei Redaktionsschluss betrug ein Euro 1,82 TRY, 10 Türkische Neue Lire (TRY) waren 5,48 Euro. Für einen Kurzaufenthalt brauchen Sie nicht viel Geld zu tauschen, da Sie oft Kreditkarte oder EC-Karte einsetzen können.

Sicherheit

Das Auswärtige Amt informiert Reisende ausführlich auf seiner Website www.auswaertiges-amt.de und durch das Infotelefon (030/50002000) über die Sicherheit im Zielland. Bitte beachten Sie vor Ihrer Abreise die offiziellen Hinweise für die Türkei.

Taxi

Vorsicht beim Taxifahren: Vergewissern Sie sich vor der Fahrt, ob der Fahrer das Ziel kennt, und achten Sie darauf, dass der Taxameter angeschaltet ist. Fürs Taxifahren zahlen Sie rund ein Drittel weniger als in Deutschland. Von Mitternacht bis 6 Uhr morgens gilt der Nachttarif (ca. 50 Prozent teurer).

Telefon & Handy

Es gibt nur noch Kartentelefone, von dort können Sie auch ins Ausland telefonieren. Telefonkarten (telefon kartı) kaufen Sie an Postämtern oder bei fliegenden Händlern an Zellen.

Zeitungen

In İstanbul sind die großen deutschen Magazine und Tageszeitungen zumeist schon am Erscheinungstag erhältlich. Verkaufsstände befinden sich u.a. in Tünel, am Taksim-Platz, an der Divan Yolu, in Kadıköy (Fähranlegestelle) und in den großen Hotels. In englischer Sprache erscheinen neben den Tageszeitungen „Turkish Daily News“ und „New Anatolian“ auch das monatliche Stadtmagazin „Time Out“ und vierteljährlich der „İstanbul Guide“.

Zoll

Ausländische wie türkische Währung darf jeder in unbegrenzter Höhe in die Türkei mitnehmen. Zollfrei eingeführt werden dürfen 200 Zigaretten oder 20 Zigarren sowie 5 l alkoholische Getränke. Kraftfahrzeuge werden bei der Einreise im Pass vermerkt. Die Ausfuhr antiker (mehr als 100 Jahre alter) Gegenstände ist verboten. Bei Mitnahme sonstiger alter Gegenstände ist die Genehmigung eines Museumsdirektors notwendig.

Taxi

60 Cent pro Kilometer

Kaffee

1,50 Euro für einen türkischen Kaffee

Fähre

2 Euro für eine Bosporusfahrt

Wein

3 Euro für ein Glas

Imbiss

1,50 Euro für einen Döner

Brot

25 Cent für einen Laib


Unser Insider

Ein Interview mit den MARCO POLO Autoren Dilek Zaptcioglu und Jürgen Gottschlich

Das Journalistenpaar Dilek Zaptcioglu und Jürgen Gottschlich lebt und arbeitet seit acht Jahren in İstanbul. Während die türkischstämmige Autorin keine Eingewöhnungsprobleme hat, übt Partner Gottschlich fleißig Türkisch: „Eine echte Herausforderung!“

Wieso leben Sie in İstanbul?

Wir sind ein deutsch-türkisches Paar, das nach langer Zeit in Deutschland vor acht Jahren nach İstanbul gewechselt ist. Dilek Zaptcioglu kennt diese Stadt als gebürtige İstanbulerin sehr gut, und Jürgen Gottschlich hat ein sehr gutes Auge für alles Neue.

Wie geht es Ihnen dort?

Als Heimatland für einen von uns war es für den anderen natürlich spannend, das Land kennenzulernen. Wir sind hier mittlerweile fest verankert, sowohl was die Arbeit betrifft, als auch die Schule für unser Kind. Es geht uns gut hier, journalistisch ist immer etwas zu tun und İstanbul ist eine ungemein interessante und zauberhafte Stadt!

Nie wieder Deutschland also?

Wir stellen uns vor, immer mal zwischen unseren beiden Heimatländern hin und her zu pendeln. Das machen wir jetzt schon so, und das entspricht auch unseren Biographien! Man vermisst immer den Ort, an dem man gerade nicht sein kann.

Kommen Sie viel in İstanbul herum?

Ja, schon von Berufs wegen - wir arbeiten als Journalisten für Rundfunkanstalten und Zeitungen, schreiben Bücher, sind also viel unterwegs. In İstanbul ist die Fähre unser bevorzugtes Fortbewegungsmittel - schnell, sauber und märchenhaft, wenn gerade die Sonne über dem Topkapi-Palast untergeht!

Und was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Bei uns lassen sich Arbeit und Freizeit schlecht trennen, die Lust am Reisen verbindet für uns beides. In İstanbul kann man aber auch gut Sport treiben, nicht nur in einem der zahlreichen Gyms, sondern auch im Umland: schwimmen, radeln, spazieren gehen. Dileks Hobbys sind Sterne gucken und Angeln. Jürgen radelt gerne.

Mögen Sie die türkische Küche?

Sehr, vor allem die Vorspeisenteller im Fischrestaurant. Und Dileks Küche, selbstverständlich! Dazu gehört viel Fisch, am liebsten auf der Terrasse gegrillt. In İstanbul sehen die Tomaten nicht nur gut aus, sie schmecken auch!


Bloß nicht

Wie alle Metropolen hat auch İstanbul seine Schattenseiten

Auf Schlepper, Nepper und Bauernfänger hereinfallen

Man braucht nur einmal in den Großen Basar zu gehen oder durch den Park vor der Blauen Moschee zu bummeln, schon macht man die Bekanntschaft der korsan (Piraten). In der Regel wird man vor einem Lokal oder Geschäft angesprochen und über die vermeintlichen Vorzüge des Etablissements aufgeklärt. Neben diesen offensichtlichen Marktschreiern gibt es auch Schlepper, die im Gewand der Hilfsbereitschaft daherkommen: Der eigene Bruder habe ein besonders günstiges Teppichgeschäft oder Hotel, und man solle doch einmal einen Blick reinwerfen. Am besten ist es, Sie ignorieren diese Leute.

Allzu leichtsinnig sein

Kleinkriminalität hat in İstanbul in den vergangenen Jahren zugenommen. Vor allem sollten Sie auf Taschendiebe achten, die besonders in Sultanahmet, im Basar und in Beyoğlu operieren und Touristen als Beute betrachten. Halten Sie Ihre Handtasche gut fest! Lassen Sie sich auch nicht zu Besuchen Ihnen unbekannter Kneipen oder Diskotheken überreden - Sie könnten am nächsten Morgen mit einem dicken Kopf und um Ihre Geldbörse erleichtert aufwachen.

Bei fliegenden Händlern essen

Fliegende Händler gehören zum Straßenbild der Stadt: Sie bieten von einem „kühlen Schluck Wasser“ über einen simit (Sesamkringel) bis zu gefüllten Miesmuscheln und Reis die verschiedensten Erfrischungen und Snacks an. Nicht alle sind unrein. Trotzdem: Trinken Sie kein offenes Wasser (auch in Cafés oder Restaurants nicht), und lassen Sie möglichst auch die Fleischspieße des fliegenden Händlers auf dem Grill liegen. Die Sesamkringel sind dagegen ein unbedenklicher Genuss.

Der Spur der Steine folgen

Der türkische Zoll achtet seit einigen Jahren peinlich genau auf die Ausfuhr eventueller Kunst- und Kulturgüter, nachdem das Land von Schmugglern jahrzehntelang hemmungslos ausgeplündert wurde. Dabei kann es vorkommen, dass völlig ahnungslos eingesteckte Steine oder Fossilien am Zoll beschlagnahmt und die Inhaber zu hohen Geldstrafen verurteilt werden. Also: Stecken Sie lieber keine alt aussehenden Steine ein, und nehmen Sie keine Fossilien mit nach Hause!

Zärtlich auf der Straße

Der Austausch von Zärtlichkeiten im öffentlichen Raum ist bei Türken nicht gern gesehen. Das gilt zumindest als „schlechtes Benehmen“, kann aber auch böse Blicke oder gar eine rüde Zurechtweisung zur Folge haben. Sex ist in der Türkei immer noch weitgehend Tabu. Also: Auch wenn die Romantik İstanbuls Sie dazu verführt - die Küsschen lieber im Hotelzimmer austauschen als auf der Straße.

Copyright: www.marcopolo.de
 

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