City-Info Ibiza
City-Info Ibiza


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
Unterhaltung
Eivissa Ibiza-Stadt
SzenetreffsIm Sommer glüht Eivissa nach Einbruch der Dunkelheit weiter. Mitternacht halten viele genau für die richtige Zeit, um sich ins Nachtleben zu stürzen - doch dann bleiben, im Vergleich zu früher, nur noch wenige Stunden. Potenziellen Durchmachern haben die Behörden mit ihren offiziell verhängten Schließzeiten (um 3 Uhr die Bars, um 6 Uhr die Diskos) einen Riegel vorgeschoben, was im deutschen Blätterwald schon für Schlagzeilen wie „Die Party ist aus“ gesorgt hat. Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Es ist noch genügend los!
Angelo'sSeit Jahrzehnten eine Institution; Cocktailbar am Hafen mit großer Terrasse, populärer Sommertreff mit viel Atmosphäre. C/. Garijo, 8 | www.angelosibiza.com
Café SidneyHier schwemmt der Yachthafen die Schickeria ans Ufer, doch auch Landratten zeigen gerne, was sie haben, und fahren in Nobelkarossen vor. Dazwischen mischen sich Normalsterbliche zum kühlen Drink. Marina Botafoc
Can PouBar in der Hafenzone, guter Spot, um das Treiben zu beobachten. C/. de Lluis Tur i Palau
El DivinoLuxusdisko in exklusiver Hafenlage, pflegt ihren Glamour und Stil und lockt häufig Promis an. House, DJs, fiestas especiales, High-Society-Feeling mit entsprechenden Preisen. Öffnet meist von Anfang Juni bis Ende Sept./Anfang Oktober | Sporthafen Eivissa Nova | www.eldivino-ibiza.com (mit Online-Kartenverkauf)
MadagascarLassen Sie auf der Barterrasse das Leben an sich vorbeiziehen, genießen Sie die Stimmung eines der schönsten Plätze der Insel. Pl. del Parc
PachaEin Klassiker unter den Diskotheken Ibizas, schon in den Siebziger- und Achtzigerjahren tummelten sich hier die Berühmten und Reichen. Faszinierende Licht- und Soundeffekte; bis zu 3000 Leute gehen rein. Internationale DJs, wilde Themenfiestas. Im Winter nur Fr/Sa geöffnet | Av. 8 d'Agost | www.pacha.com
Teatro PereyraIm alten Theater in zentraler Lage gehen die unterschiedlichsten Konzerte ab. Av. Bartomeu de Rosselló, 3
Unterhaltung
Der Südwesten
SzenetreffsNach den Sonnenuntergangspartys liegt das Epizentrum des Nachtlebens im überschaubaren Westend um den Carrer de Santa Agnès, Carrer de Cristòfol Colom, Carrer de Bartomeu Vicent Ramon und Carrer de la Mar. Überall strömen more or less trinkfeste Gäste von der britischen Insel zusammen, die im Sommer ihre Frühlingsgefühle ausleben. Auch die Jugend anderer Länder schwärmt aus - ohne die Megapreise in den Megadiskos rund um Eivissa bezahlen zu müssen. Das Westend Sant Antonis reklamiert gleich zwei Superlative für sich, halb Wahrheit, halb Legende: den höchsten Lärmpegel und Ibizas größte Kneipendichte pro Quadratkilometer. Die Dezibel ebben am Passeig de ses Fonts, am Passeig de la Mar und am Passeig Marítim etwas ab. Auch hier finden Sie gute Treffs. Bedenken Sie, dass die wichtigsten In-Adressen nur von etwa Mai bis Oktober geöffnet sind.
Café del MarTraditionsadresse zur Sonnenuntergangszeit, Party mit Blick auf die im Meer versinkende Kugel: für die eingeschworene Fan- und Fungemeinde ein Muss! DJs sorgen für Stimmung, eigene CDs. Hier wurde in den Achtzigerjahren ein eigenes Musikgenre geboren. Die Promenade zieht sich zwischen Haupttrakt und Terrassen hindurch; etwas dahinter versetzt gibt es den eigenen Großverkaufsshop. C/. de Lepant/nahe C/. de Vara de Rey | www.cafedelmarmusic.com
EdénDisko mit einem Riesenprogramm zwischen Ende Mai und Ende September, DJs, Fiestas. Av. Dr. Fleming | www.edenibiza.com
Es Paradis TerrenalDisko, bekannt wegen ihrer Wasserpartys. C/. Salvador Espriu, s/n | www.esparadis.com
The Island CaféGut für einen Drink, nah dran am Treiben beim Sporthafen. Passeig de la Mar
Villa MercedesVerschiedene Zonen, etwas erhöht nahe dem Sporthafen: Restaurant, Livemusik, Cocktailbar, Chill-out-Bereich. Passeig de la Mar | www.villamercedesibiza.com
AmnesiaSommerdisko mit berühmt-berüchtigten Schaumpartys, heißen Sound- und Lichteffekten. DJs und Publikum geben alles. Die Opening Party steigt meist Mitte Juni. Ctra. Eivissa-Sant Antoni | km 6 | www.amnesia.es
PrivilegeSpektakuläre Megadisko mit internationalem Ruf, bekannten DJs und Platz für über 10000 (!) Leute. Hier strömen die Partymassen auf verschiedenen Tanzflächen zusammen, treffen sich im Palmengarten oder im Pool. Supermodels, Musik- und Filmstars und -sternchen sind keine Seltenheit - hier haben sich schon Robert de Niro, Madonna und Gloria Gaynor vergnügt. Fun bis zum behördlich auferlegten Toresschluss; je nach Partytime ganz unterschiedliche Musikrichtungen. Ticketverkauf auch online unter www.privilegeibiza.com (die Preise starten in der Regel bei 25 Euro). Strenger Einlass erst ab 18 Jahren. Opening meist Ende Mai, Closing Anfang Oktober. Ctra. Eivissa-Sant Antoni | km 7
Unterhaltung
Der Nordosten
NachtlebenIn puncto Nightlife kann und will es Santa Eulària nicht mit Eivissa oder Sant Antoni aufnehmen; hier herrscht ein vergleichsweise gesetztes Ambiente. Heiß geht es hingegen am Hafen im Diskopub Guaraná zu (Livemusik, DJs); eine Alternative ist die Bar Mi Caribe.
Unterhaltung
Formentera
Carrer Roca PlanaIm Zentrum konzentriert sich die Vergnügungszone auf den Carrer Roca Plana, an dem man im Sommer kaum ein Durchkommen findet. Musik und kühle Drinks im Pachanka (nicht billig!), eine Alternative ist nebenan die Coyote Bar (www.coyoteformentera.com).
Art CaféEtwas abseits vom Hauptgeschehen gelegener Hafentreff, auch Mahlzeiten. Port de sa Savina | Tel. 971323266
Auskunft
Auskunft
Eivissa Ibiza-Stadt
Oficina d'Informació TurísticaC/. Antoni Riquer, 2 | Tel. 971301900 | Fax 971301562 | http://turisme.eivissa.es
Auskunft
Der Südwesten
Oficina d'Informació TurísticaPasseig de ses Fonts | Tel./Fax 971343363 | www.santantoni.net
Tourist-InformationIm Rathaus an der C/. Pere Escanellas kümmert man sich um touristische Belange und hält Infomaterial bereit (allerdings nicht besonders üppig). www.santjosep.biz
Auskunft
Der Nordosten
Oficina d'Informació TurísticaC/. de M. Riquer Wallis, 4 | Tel./Fax 971330728 | www.santaeulalia.net
Auskunft
Formentera
Oficina d'Informació TurísticaNahe dem Fähranleger im modernen Glasblock der Estación Marítima | Port de sa Savina | Tel. 971322057 | Fax 971322825 | www.turismoformentera.com | www.formentera.es
Einkaufen
Einkaufen
Eivissa Ibiza-Stadt
EinkaufsstraßenShoppingvictims sind in den frequentierten Zonen um den Passeig de Vara de Rey, die Plaça del Parc und die Plaça de la Constitució gut aufgehoben. Hier finden Sie insbesondere Mode und originelle Geschenkartikel. Ebenfalls geschäftig zeigt sich die Avinguda d'Isidor Macabich, die sich am Parc de la Pau vorbei durch die Neustadt zieht. Nahe der Hafenlinie geht es um die Kirche Sant Elm (auch: San Telmo), im Carrer Emili Pou und insbesondere in dem bis zur Plaça de sa Riba verlaufenden Carrer d'Enmig betriebsam zu.
AnisetaGute Likörauswahl zu vernünftigen Preisen, Hierbas ibicencas von der Kleinst- bis zur Großflasche. Nahe dem Fährableger nach Formentera. Av. de Santa Eulària d'Es Riu, 19
CantonadaEin echter Klassiker, wenn es um die neuesten Adlib-Modelle geht. Av. Comte de Rosselló, 10
Cerámicas Es FangReiche Auswahl an schöner Keramik, originelle Geschenkideen. C/. Emili Pou, 3
Convent de Sant CristòfolKlosterverkauf von süßen und salzigen Backwaren, hergestellt von den Augustinerinnen. Eine Treppe führt in den Verkaufsraum. tgl. 10-15 und 16.30-18.30 Uhr | C/. de Sant Ciriac
FrágilTragbare Damenmode: Es dominieren frische Farben und flotte Schnitte. Passeig de Vara de Rey, Ecke C/. Vicente Cuervo
Llibreria Vara del ReyGut sortierte Buchhandlung, auch mit leichter deutschsprachiger Urlaubskost sowie deutschen Zeitungen und Magazinen im Angebot. Passeig de Vara de Rey, 24
Luís FerrerEin Traum für Adlib-Fans beiderlei Geschlechts, auch Kindermodelle. Gute Auswahl, Leinen- und Baumwollmaterialien; alles wird auf Ibiza gefertigt. C/. San Telmo, s/n
Mercat VellDer alte Markt ist eine kleine und an den Seiten offene Säulenhalle mit vorwiegend Obst- und Gemüseständen. Pl. de la Constitució
S'EspardenyaHier gibt es spanische Sandalen und Sommerschuhe fernab der Massenproduktion. C/. Ignacio Riquer, 19
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Der Südwesten
MercadillosKunsthandwerkliche Arbeiten und ein buntes Allerlei werden immer wieder in bescheidenem Rahmen an der Hafenpromenade feilgeboten. Wechselnde Zeiten (Infos im Fremdenverkehrsbüro)
Mercat des Clot MarèsMarkthalle mit Angebot an Fisch und Fleisch, Obst, Käse, Gemüse. Die Cafeteria lädt zu einer Rast. An Werktagen vormittags | C/. del Progrés
Cerámicas IcardiCarlos Icardi ist einer der letzten seiner Zunft, ein Keramikmeister mit Leib und Seele. Gerne entwickelt er eigene Kreationen oder greift punische Vorbilder auf - ein Lieblingsmotiv ist Schutzgöttin Tanit als kleines Relief für die Wand. Ansonsten stehen Schalen, Vasen und Amulette zur Wahl. Atelier und Verkaufsshop liegen an der Ortsausfahrt Richtung Sant Antoni. Can Ferreret, 42 | Tel. 971198106
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Der Nordosten
HippiemarktGilt als Ibizas bekanntester und größter Hippiemarkt, wobei das ureigene Hippieflair dem Kommerz gewichen ist. Musik und Stände bieten von April/Mai bis Oktober jeden Mittwoch (10-19 Uhr) eine Immer-was-los-Garantie. Angebot von Kleidung bis Kunsthandwerk. Punta Arabí
EinkaufsstraßenMerken Sie sich für Ihren Bummel den lang gestreckten Carrer de Sant Jaume, den Passeig S'Alamera und den Carrer de Sant Vicent vor. Modeauswahl finden Sie im Centre Comercial Art, einem Geschäftszentrum am C/. de M. Riquer Wallis.
Las DaliasSüdlich gelegener Hippiemarkt, der das ganze Jahr über immer samstags im Garten des gleichnamigen Restaurants abgehalten wird.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Eivissa Ibiza-Stadt
Ca n'AlfredoTraditionsrestaurant im Herzen der Stadt, das auch von den Einheimischen heiß geliebt wird. Ibizenkische Küche, eine sehr gute Adresse für Paella und fangfrischen Fisch. So-Abend und Mo geschl. | Passeig de Vara de Rey, 16 | Tel. 971311274 | €€-€€€
JackpotTafelfreuden in Reinkultur, stilvolles Ambiente. Wolfsbarsch und Seeteufel lassen ebenso das Wasser im Mund zusammenlaufen wie Entrecôte und Chateaubriand. Das Restaurant ist entweder von der Promenade oder direkt vom Ibiza Gran Hotel her zugänglich. So geschl. | Passeig de Joan Carles I, 17 | Tel. 971806806 | €€-€€€
Mirador de Dalt VilaDie erstklassige Küche hält auch höchsten Ansprüchen stand. Zu den Spezialitäten zählen Wolfsbarsch, Lammkarree und Entenbrustfilet. Das Restaurant ist dem gleichnamigen Hotel angegliedert und verteilt sich über mehrere Sälchen. Aufmerksamer Service. April-Okt. tgl., November bis März geschl. | Plaça d'Espanya, 4 | Tel. 971303045 | www.hotelmiradoribiza.com | €€€
MontesolKombination aus Café und Restaurant mit überraschend großen Innenräumen. Einfache Mahlzeiten, diverse Tellergerichte (platos combinados) zur Auswahl. Ein separater Eingang führt ins Hotel (€€), das in den 1930er-Jahren eröffnet wurde. Tgl. | Passeig de Vara de Rey, 2 | Tel. 971310161 | www.hotelmontesol.com | €
Pizzeria da Franco e RomanoPizza und Pasta unter Holzbalken oder auf der Empore; hier wird, solide Kost zu soliden Preisen geboten. Zentrale Lage in einer ruhigen Straße. Auch in der Nebensaison meist gut besucht. Di geschl. | Av. Bartomeu Vicent Ramón, 15 | Tel. 971313253 | €
Porto SaléDas einfache Restaurant liegt in einer verkehrsbefreiten Seitengasse; große Auswahl an Tellergerichten, Tapas und Portionen. Im Sommer tgl., sonst So geschl. | C/. Castelar, 5 | Tel. 971311116 | €
San JuanGut und günstig. Dieses kleine Traditionsrestaurant überzeugt durch Geschmack und Preisniveau. Einfache Einrichtung. So geschl. | C/. Montgri, 8 | Tel. 971311603 | €
Vinoteca Sa MuradaDie rustikale kleine Vinothek nahe der unteren Stadtmauern ist eine verlässliche Anlaufstelle für guten Wein und leckere Tapas bzw. Portionen. Auch Salate und Käseplatten. So geschl. | C/. Gaietà Soler, 9 | Tel. 971303098 | €
Essen und Trinken
Der Südwesten
Club NáuticFleisch und Meeresgetier versieht der Küchenchef mit besonderen Geschmacksnoten. Durch die Fensterfronten schöne Hafenblicke. Juni bis September tgl., sonst Mo geschl. | Passeig de la Mar, s/n | Tel. 971345184 | €€
GermaEinheimischenrestaurant abseits vom Zentrum. Hier gibt's ein günstiges Mittagsmenü, Tischwein inklusive; beliebt ist die Paella am Sonntag. So abends geschl. | C/. Ramón y Cajal, 42 | Tel. 971340270 | €
Es Rebost de Can PratsRustikale Gemütlichkeit. Spezialitäten: Tintenfisch, Lammschulter aus dem Ofen und Kabeljau mit Allioli. Di geschl. | C/. de Cervantes/Ecke C/. Ample | Tel. 971346252 | €-€€
Rita's CantinaHier stärken Sie sich mit kleinen Mahlzeiten. Nahe dem Sporthafen. Tgl. | Passeig de la Mar, s/n | Tel. 971343387 | €
Sa capellaAnspruchsvollen Ibizenkern gilt es als schönstes Restaurant ihrer Insel. Den Rahmen bildet eine jahrhundertealte, renovierte Kapelle, die allerdings nie als solche geweiht wurde. Zwischen Natursteinwänden und unter dem hohen Tonnengewölbe werden Spitzengerichte wie gegrillter roter Thunfisch aufgetischt. Mitte April-Ende Oktober tgl., nur abends | bei der Cova de Santa Agnès, ca. 1,5 km nordöstlich von Sant Antoni de Portmany (ausgeschilderter Abzweig an der Straße nach Santa Agnès de Corona) | Tel. 971340057 | €€€
DestinoBeliebte Anlaufstelle für leckere Tapas. Freitags ist meist Couscous-Tag. Nov.-Ostern und So geschl. | C/. Sa Talaia 15 | Tel. 971800341 | €
El Sol de SienaVariantenreiche Speisen von Goldbrasse bis Entenleber. Im Sommer nur abends, So geschl., sonst wechselnde Ruhetage | C/. Pere Escanellas, 34 | Tel. 971800697 | www.el-sol-de-siena.com | €€
CentreMediterrane Küche bestimmt den Speiseplan in diesem zentral gelegenen Restaurant. Da darf weder die Paella noch der Fisch aus dem Ofen fehlen. Hausgemachte Nachtische. Di geschl. | Ctra. San Antonio/Cruce Sant Rafel | Tel. 971198411 | €€
Essen und Trinken
Der Nordosten
La PerlaLiegt etwas zurückgesetzt von den Strand- und Hafenbereichen, Speis und Trank am besten auf der kleinen Terrasse, recht günstiges Mittagsmenü. Im Winter So geschl. | Av. d'es Canar | Tel. 971331167 | €
Port BalanzatGroßes Restaurant in Strandnähe, dessen Beliebtheit häufig für vollbesetzte Tische sorgt. Gut: Fisch und anderes Meeresgetier. Auf der Terrasse isst das Auge dopppelt mit: Hier genießen Sie auch den Blick aufs Meer. Mitte Nov.-Mitte Februar geschl., sonst tgl. | Tel. 971334527 | €€
Es Puet BlancZu ausgesprochen günstigen Preisen gibt es hier Fisch-, Fleisch- und Nudelgerichte, außerdem Pizza, Salate, Paella. Nach dem Essen können Sie gleich an den Strand kugeln oder einen Verdauungsspaziergang über die vorliegende Promenade einschieben. Mai-Okt. tgl. | Tel. 971320606 | www.espuetblanc.com | €
AtzaróGenießern ist kein Weg zu weit, um in diesem Landhotel (ca. 5 km entfernt) zu tafeln. Kreative Küche mit internationalem und mediterranem Einschlag. Die Qualität hat allerdings ihren Preis. Auf jeden Fall reservieren! Nov.-März geschl. | Ctra. Sant Joan | km 15 (ausgeschilderter Abzweig) | Tel. 971338838 | www.atzaro.com | €€€
Ca na RibesDie Tradition reicht bis 1926 zurück. Gepflegte Küche, Spezialitäten: die Reisgerichte. Das Restaurant zeigt zu zwei Straßen hinaus. Nur Mai-Okt., Mi geschl. | C/. de Sant Jaume 67 | C/. de Sant Vicent 36 | Tel. 971331280 | €€
CentralSchmackhafte Küche, u.a. mit Filetspieß, Seehecht, Seeteufel in Cava-Safran-Sauce und Spaghetti mit Gambas. Nur abends | C/. de Sant Vicent, 24 | Tel. 971330043 | €-€€
AnitaLegendäre Bar, die noch heute als jene verehrt wird, in der zu Urhippiezeiten alles anfing. Hier trifft man sich zum Plausch, auf ein Omelett, auf einen Salat. Tgl. | An der Durchgangsstraße | Tel. 971335090 | €
Essen und Trinken
Formentera
LuziusDies ist das letzte Restaurant an der Meerespromenade, bevor der Plankensteg in Richtung der nördlichen Strände beginnt. Salate, Meeresfrüchte-Spaghetti, Lamm, diverse Fischgerichte mit kleinen Raffinessen. Mai bis Oktober tgl. | Passeig Marítim/C/. Fonnol Mari | Tel. 971328417 | €€
Pa i ViUnter Einheimischen beliebt, vor allem der Vorbereich der Bar. Recht preisgünstiges Mittagsmenü, à la carte Spießchen, Lamm. Im Winter Mo-Abend, im Sommer So-Abend geschl. | C/. Antoni Blanc | Tel. 971323323 | €
BellavistaAnständige Küche, Plätze auf der Terrasse oder drinnen hinter den großen Fensterfronten. Menü mittags und abends. Zu den Spezialitäten zählen diverse Reis- und Fischgerichte. Im angrenzenden Barbereich sieht man so manche Einheimische schon morgens um neun ihre Cognacs kippen. Tgl. | Port de sa Savina | Tel. 971322236 | €-€€
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Eivissa Ibiza-Stadt
BootsausflügeIm Hafen starten ganzjährig Linienboote nach Formentera; die häufigen Hin- und Rückfahrverbindungen (pro Strecke dauert die Überfahrt je nach Schiffstyp 25-35 Min.) erlauben problemlos einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel. An der Hafenausfahrt Eivissas bekommen Sie während der Fahrt einen vorzüglichen Ausblick auf das uneinnehmbar scheinende Mauergeflecht von Dalt Vila! Im Hafen legen während der Saison auch Zubringerboote zu den Stränden Platja de Talamanca und Platja d'en Bossa ab sowie hinüber zur Marina Botafoc sowie nach Santa Eulària d'es Riu.
Freizeit und Sport
Der Südwesten
AusflügeIm Hafen werden in der Sommersaison Touren in Glasbodenbooten angeboten, weitere Schiffstrips führen an der Küste entlang bis zur Cala Bassa und der Cala Tarida. Am Abend macht man sich auf zum Sunset Cruise. Eine weitere gute Ausflugsoption: Formentera, morgens hin, abends zurück.
Freizeit und Sport
Der Nordosten
Ausflüge und mehrDie große Marina von Santa Eulària ist Dreh- und Angelpunkt für alles, was mit Booten zu tun hat, z.B. für Ausfahrten im Glasbodenboot. Ein paar Kilometer nordöstlich liegt mit der Tauchschule Cala Pada ein deutschsprachiges Center für Unterwasserfreaks (Tel. 971330755 | www.diving-ibiza.com); für Cracks und Einsteiger führen Tauchgänge u.a. zu Höhlen, zum Wrack eines Segelschiffes in 24 m Tiefe und zum Riff von Santa Eulària. Südwestlich der Stadt, auf halbem Wege zwischen Santa Eulària und Jesús, liegt Ibizas einziger Golfclub (siehe Sport und Aktivitäten).
Freizeit und Sport
Formentera
WassersportWasseraktivitäten (Katamaran, Kanu, Windsurfen) während der Saison im Centro Wet Four Fun (Platja d'es Pujols | Tel./Fax 971321809, Handy 609766084 | www.wet4fun.com).
HafenDer Hafen von Sa Savina öffnet sich als Tor der 1001 Möglichkeiten. Nahe der Fähranlegestaion erwartet Sie eine kleine Armada an Fahrradverleihern - und der Drahtesel ist tatsächlich ein hervorragendes Verkehrsmittel zur Erkundung der Insel! Während der Saison starten Zubringerboote vom Hafen aus zur Insel S'Espalmador. Bootscharter mit Náutica Pins (Port de sa Savina | Tel. 971322651). Tauchsausflüge mit Vell Mari (Port de sa Savina | Tel. 971322105 | Fax 971323198 | www.vellmari.com).
Sehenswertes
Sehenswertes
Eivissa Ibiza-Stadt
AjuntamentSeit 1838 genießt die Beamtenschaft im Rathaus (Ajuntament) eine besondere Arbeitsidylle für den Büroschlaf: Eivissas Verwaltung ist in einem alten Dominikanerkloster untergebracht. Im doppelstöckigen Kreuzgang weisen Schilder zu diversen Ämtern, im Refektorium, dem einstigen Speisesaal, werden die regionalen Belange durchgekaut. Dort nämlich, unter den teilweise erhaltenen Gewölbemalereien und in plüschig rotem Sesselambiente, tagt das Plenum. Im Vorraum des Sitzungssaals streift man an einer Gemäldegalerie mit Köpfen illustrer Persönlichkeiten Eivissas vorbei. Im Sommer dient der malerische Kreuzgang immer wieder als Rahmen für Konzerte.
Capella de Sant CiriacWinzige Kapelle in Form eines vergitterten Miniraums in der Altstadt, der an die katalanische Einnahme der Stadt am Tag des hl. Cyriakus, dem 8. August 1235, erinnert. Damals stürmten die christlichen Truppen die maurisch besetzte Stadt - der Legende nach unter tatkräftiger Mithilfe des rachsüchtigen Herrscherbruders. Dem nämlich hatte der lokale Potentat zuvor seine Lieblingsfrau aus dem Harem ausgespannt. C/. de Sant Ciriac
Catedral Nostra Senyora de las NeusKathedrale mit wehrhaft wirkendem Glockenturm und einer bis ins Mittelalter zurückreichenden Geschichte. Historiker vermuten, dass im Laufe der Zeit an selber Stelle bereits eine phönizische Kultstätte, ein römischer Tempel und eine Moschee der Mauren gestanden haben könnten. Dieses erste religiöse Gebäude, das die Katalanen auf der Insel erbauten, wurde im 14. Jh. in gotischem Stil errichtet und 1715 bis 1727 mit Barockelementen durchsetzt. Im Altarraum verehren die Gläubigen ein Bildnis der „Weißen Jungfrau“ oder „Schneejungfrau“ (Nostra Senyora de las Neus). Warum der seltsame Name? Er gründet sich auf die Einnahme durch christlich-spanische Truppen im Jahre 1235 und auf den dem Eroberungstag (8. Aug.) am nächsten liegenden Mariengedenktag - das war der Tag der „Schneejungfrau“ (5. Aug.), der noch heute feierlich begangen wird. Das Gotteshaus darf nur in angemessener Kleidung betreten werden. Der Kathedrale ist das Diözesanmuseum (Museu Diocesà | Öffnungszeiten wie die Kathedrale, Zugang nur über deren Innenraum | Eintritt 1 Euro) angeschlossen, das Objekte sakraler Kunst präsentiert. Der Ausstellungsbereich erstreckt sich über mehrere kleine Räume. Hervorzuheben sind die Bildtafeln aus dem Retablo de las Almas (16. Jh., mit geflügelten Teufelsfiguren), diverse Heiligenbilder, eine von Francesc Martí gefertigte gotische Monstranz aus vergoldetem Silber sowie typischer ibizenkischer Schmuck aus dem 18./19. Jh.
Dalt VilaEivissas historische Altstadt Dalt Vila wirkt wie ein riesiges Freilichtmuseum und zählt zum Unesco-Welterbe. Hier stimmen die Zutaten über nette Restaurants und Bars hinaus: Kanonenplateaus und Plätze, begehbare Tunnel, Aussichtspromenaden und verschlungene Gassen, wuchtige Türme und Stadtmauern aus mehreren Epochen, holpriges Pflaster, kalkweiße Fassaden mit Blumengehängen und wehender Wäsche, wildes Kabelgewirr, Dachgärten, manch abgewrackter Bau - all das gehört zu Dalt Vila wie eine Vielzahl wichtiger Gebäude, darunter das Rathaus und die Kathedrale. Die ringförmig um den Hügel angelegten Mauerverbünde gehen im Wesentlichen auf die zweite Hälfte des 16. Jhs. zurück, begonnen vom Baumeister Giovanni Batista Calvi und fortgesetzt von Jacobo Paleazzo alias Fratín. Immer wieder stoßen Sie beim Rundgang auf hilfreiche Infotafeln.
Església de Sant DomènecUm 1580 gelangte der Dominikanerorden auf die Insel, bald darauf setzten die Arbeiten zum Bau des Klosters und der Kirche ein (bis ins 17. Jh.). Im Zuge der Enteignung klerikaler Eigentümer 1835 verließen die Mönche die Anlage in Dalt Vila. Das Kloster wurde zum Rathaus, die kreuzgekrönte Dominikanerkirche hat sich als Pfarrei San Pedro erhalten. Im Innern Reste von Deckenfresken, Hauptretabel (17. Jh.) mit Darstellungen des San Vicente Ferrer und des Apostels Jakobus. In einer Kapelle ein sehr schönes Bildnis des gekreuzigten Christus, der Santo Cristo del Cementerio. Meerwärts eröffnet ein schöner Mauerumgang eine tolle Aussicht. C/. General Balanzat
HafenLebensader, Existenzberechtigung, Auffangbecken für Gott und die Welt - in Evissas Hafen läuft die ganze Palette vom Stapel, herrscht ein ständiges Ein und Aus von Container- und Kreuzfahrtschiffen, Segel- und Fischerbooten, Fähren und flotten Motorflitzern. Im Süden legt der Port seine volle Breitseite an die historischen Fischer- und Seemannsviertel La Marina und Sa Penya, heute Tummelplätze der sommerlichen Fungemeinde. An der Hauptfährstation Estació Maritima laufen die dicken Pötte aus Barcelona und València ein, gleich dahinter erhebt sich das Monument a los Corsarios. Das 1906-15 errichtete Korsarenmonument in Form eines Obelisken ruft die „Ruhmestaten“ der einheimischen Seebären ins Gedächtnis, die es - wie der berüchtigte Kapitän Antoni Riquer zu Beginn des 19. Jhs. - mit weitaus größeren Schiffen aufnahmen. Ein weiteres Monument im Kreuzungsbereich der Avinguda de Santa Eulària d'es Riu erinnert an die friedlicheren Gent de la mar, die „Leute des Meeres“.
Madina Yabisah (Centre d'Interpretació)Dieses kleine Museum nahe der Kathedrale in Dalt Vila informiert über die Ausbreitung und die Errungenschaften der Mauren auf Ibiza. Ein Videofilm ist per Knopfdruck auch auf Deutsch wählbar. Im Sommer Di-Sa 10-14 und 17-20 sowie So 10-14, sonst Di-Sa 10-15 und So 10-13 Uhr | Eintritt 2 Euro | Carrer Major, 2
Museu ArqueològicPunische Amulette und Keramikfiguren, römische Statuen und Amphoren, maurische Münzen - die sorgsam zusammengetragenen Exponate machen mit der Geschichte der Pityusen vertraut. Das Archäologische Museum ist erstaunlich verwinkelt, samt Gangschlauch vorbei an Vitrinen und dem Aufgang zu einem Panoramaplateau im Schatten der Kathedrale. In den Komplex sind die Baustrukturen der Erlöserkapelle (14. Jh.) und der Universitat (bis 1838 Sitz des Rathauses) integriert. Im Sommer Di-Sa 10-14 und 18-20, So 10-14, sonst Di-Sa 9-15, So 10-14 Uhr | Eintritt 2,40 Euro | Plaça de la Catedral
Museu d'Art ContemporaniKeine ständige Sammlung, sondern interessante wechselnde Ausstellungen werden in diesem Museum für zeitgenössische Kunst gezeigt. Bei Redaktionsschluss wegen Renovierung vorübergehend geschl. | Ronda de Narcís Puget, s/n
Necròpolis Puig des MolinsUnterhalb des historischen Mühlenhügels Puig des Molins, auf dem zwischen dem 15. und dem 20. Jh. mehrere Windmühlen Getreide in Mehl verwandelten, liegen die Reste von Eivissas Nekropolis, jener Totenstadt, die im Altertum zunächst von den Phöniziern (ab 7. Jh. v. Chr.) und später später von den Puniern (ab 5. Jh. v. Chr.) genutzt wurde. Man bestattete die Verblichenen tief im Boden in Felsenschächten und -kammern. Historiker schätzen die gesamte Zahl der Gräber in diesem hangwärts aufsteigenden Areal auf mehrere Tausend. Das größte Teil des Geländes ist für Besucher neuerdings gesperrt. Der Zugang beschränkt sich lediglich auf die „Maultier-Hypogäen“, unterirdische Gewölbe, deren Wiederentdeckung auf ein in den Schacht eingebrochenes Maultier zurückgeht. Hier führen steile Stufen abwärts in die Tiefen der Gruft, die sich in mehrere kleine Höhlen verästelt; in einem Sarkophag hat man ein Skelett besonders anschaulich drapiert. Der Zugang zum historischen Friedhofsgelände führt durch das Museu Puig des Molins, dessen offizielle Wiedereröffnung seit vielen Jahren auf sich warten lässt. Die bereits zugänglichen Räumlichkeiten dienen als Rahmen für wechselnde Ausstellungen. Di bis Sa 10-14, 18-20, So 10-14, sonst Di-Sa 9-15, So 10-14 Uhr | Via Romana, s/n
Passeig de Vara de ReyEivissas innerstädtische Promenade ist nach einem der berühmtesten Insulaner benannt: nach General Joaquín Vara de Rey, der 1898 beim Unabhängigkeitskampf um die spanische Kolonie Kuba sein Leben ließ. Ihm ist das pompöse Monument in der Mitte gewidmet, Bäume spenden Schatten, viele Fassaden tragen nett aufgemachte Glasvorbauten. Beiderseits des Boulevards konzentriert sich eine beliebte Einkehr- und Einkaufszone mit vielen Cafés, Restaurants, Läden und Boutiquen. Oft geben Märkte und Konzerte mit ihren Bühnen- und Standaufbauten dem Passeig de Vara de Rey ein besonderes Flair. Störend ist allerdings der an den Seiten entlangfließende rege Verkehr.
Sehenswertes
Der Südwesten
Aquarium Cap BlancDie Meeresgrotte wird im Volksmund „Langustenhöhle“ genannt. Einst nutzte man den Höhlensee als Aufbewahrungsbassin für Meeresgetier, das zum Verzehr bestimmt war. Heute präsentiert das kleine, preislich leider überzogene Aquarium in den Becken einige Fischarten. Beim Betreten heißt es „Kopf einziehen!“. In der Terrassenbar können Sie sich erfrischen, der Ausblick auf den Buchteingang von Sant Antoni und die umliegende Felsenküste lohnt den Abstecher. Anfang Mai-Ende Oktober tgl. 10-20 (im Hochsommer mitunter bis 23) Uhr | Eintritt 4,50 Euro | Cala Gració | nordwestlich der Stadt
Capella subterrània/Cova de Santa AgnèsDie unterirdische Kapelle der Höhlenkirche wurde erst 1907 wiederentdeckt und nach der hl. Agnes benannt. Historiker glauben, dass sich in den Tiefen bereits in vorchristlichen Zeiten ein kultisches Zentrum befand. Exakt 31 Stufen führen vom Eingang aus hinab in das Steingewölbe vor den Altar; der Eintritt ist frei. Di-Sa 10-13.30 Uhr | 1,5 km nordöstlich von Sant Antoni, an der Straße nach Santa Agnès de Corona, Rechtsabzweig
Església de Sant AntoniBurgartiger Kirchbau mit weißer Fassade und historischen Wurzeln im 14. Jh.; ausgebessert wurde bis Ende des 18. Jhs. Am Kirchenvorplatz, nahe der Ecke Carrer Ample, geht es durch Bogenvorbauten ins weit aufgerissene Innere hinein.
Punta des MolíSüdostteil der Bucht von Sant Antoni, an den die ansprechend aufgemachte Küstenpromenade anschließt. Wahrzeichen ist die zu Beginn des 19. Jhs. errichtete Windmühle von Sa Punta. (Zugangszeiten abhängig von der jeweiligen Ausstellung | meist Di-Sa 17-20 Uhr). Auf der Freiluftbühne werden in der Saison Shows gezeigt.
Església de Sant JosepIm Ortskern gelegene Kirche (18. Jh.) mit Sonnenuhr, Glockenaufsatz und leuchtend weißem Arkadenvorbau. Im Innern fällt der Blick auf die hölzerne Kanzel und ein Bildnis des hl. Josef.
Sehenswertes
Der Nordosten
Museu D'EtnografiaAuf dem Puig de Missa, nicht weit von der Kirche entfernt, beherbergt das historische Landhaus Can Ros ein aufschlussreiches Volkskundemuseum. Anhand von sorgsam zusammengetragenen Exponaten (u.a. landwirtschaftliches Gerät, Trachten, Schmuck, eine Olivenpresse aus massivem Pinienholz, ein Stampfbottich im Weinkeller) macht man sich mit den ländlichen Bräuchen und Traditionen der alten Ibicencos vertraut. April-Sept. Mo-Sa 10-14, 17.30 bis 20, So 11-13.30, sonst Di-Sa 10 bis 14, So 11-13.30 Uhr | Eintritt 3 Euro
Passeig MarítimGeschmackvolle Küstenpromenade, flankiert von Stadtstränden und Apartmentblocks, Treffpunkt des Sommerlebens. Palmen und Olivenbäume werfen Schatten, Bänkchen und Bars laden zur Rast.
Passeig S'AlameraFlanierpromenade, auch Ramblas („Allee“) genannt, die sich vom Rathaus hinab ans Meer schiebt und mit Palmen und Bänken aufgemacht ist.
Puig de MissaAuf eine Höhe von 52 m steigt der Kirchhügel Puig de Missa an. Treppen führen an kalkweißen Häusern und Gartenparzellen mit Orangen- und Zitronenbäumchen vorbei, von oben schweift der Panoramablick über die Unterstadt bis zum Meer und rückwärtig ins hügelige Hinterland. Einst siedelten hier die Mauren und beteten zu Allah - bis zur Reconquista 1235, in deren Zuge die Moschee durch eine erste Kirche ersetzt wurde. Der jetzige Bau geht auf das 16.-18. Jh. zurück und trägt den Charakter einer Wehrkirche. Hinter den dicken Mauern fanden die Bewohner bei Piratenattacken Zuflucht, von Steinwällen aus nahm man die Feinde unter Beschuss. Der überdachte Vorhof mit seinen kalkweißen Arkaden zählt zu den schönsten der Insel, im ansonsten recht nüchternen Innern reicht das Barockretabel bis ans Gewölbe heran. Wer sich für spanischen Totenkult interessiert, sollte den Friedhof nicht auslassen. Man streift an den verglasten Fronten der mehrstöckigen Sargeinschubfächer vorbei, schaut auf Fotos der Verblichenen. Zur Zierde dienen Kunstblumen, Keramiktöpfe und kleine Christus- und Madonnenskulpturen.
SporthafenBesuchermagnet der Stadt ist die Meeresfront mit ihrem Sporthafen, in den Motor- und Segelboote jeder Größe einlaufen. Lassen Sie sich von Gerüchen und Geräuschen an den Becken entlangtreiben oder genießen Sie die Stimmung - Restaurants und Bars gibt's reichlich. Im Sommer Bootsverkehr mit Es Canar.
Església de Sant CarlesOrtskirche, deren Bau Ende des 18. Jhs. von Bischof Abad y Lasierra in Auftrag gegeben wurde. Am Eingang ein kleines Weihwasserbecken in Muschelform, im Altarbereich eine Skulptur des hl. Karl Borromäus, typisch dargestellt mit erhobenem Kreuz. Abends erstrahlt die Kirche in warmem, orangefarbenem Licht.
Sehenswertes
Formentera
Església de Sant Francesc XavierFestungsartiger Kirchenbau mit kleinem Glocken- und Kreuzaufsatz, 1726-38 erbaut. Das Gotteshaus ist dem hl. Franz Xaver geweiht, dem großen Jesuitenmissionar des Fernen Ostens. Abends wird die Kirche zumeist angestrahlt. Pl. de sa Constitució
Strände
Strände
Der Südwesten
Strände der UmgebungWestlich bzw. südwestlich von Sant Antoni schließt sich ein recht zugebauter Küstenstreifen mit vielen felsigen Abschnitten an; ganz passabel hingegen ist der etwa 150 m breite Sandstrand Port d'es Torrent an einer geschützten Bucht. Auf alle Fälle lohnenswerter ist die Fahrt zur Cala Bassa (siehe „Ziele in der Umgebung“). Im nordwestlichen Stadtgebiet Sant Antonis erreichen Sie den Strand Cala des Moró, ein winziges Sandstrandareal für Minimalisten. Etwas größer ist die Cala Gració mit einem akzeptablen Sandstrand, attraktiver die kleinere Cala Gracioneta; dort finden Sie eine geschützte kleine Bucht mit Sand und Felsen (schlechte Beschilderung). Zur Cala Salada führt ein beschilderter Abzweig an der Straße Richtung Santa Agnès. Dort erwartet Sie eine freundliche Bucht mit schmalem Sandstrandstreifen (teils kieselig, dafür gefahrloser Wassereinstieg). Während der Hochsaison dürfen Sie hier nicht auf Abgeschiedenheit hoffen.
Strände
Der Nordosten
Strände der UmgebungSüdwestlich von Portinatx führen Abstecher von der Hauptstraße an weitere Strände und Buchten: zur Cala des Xuclar (klein, kieselig), S'Illot des Renclí (winzig, kieselig, steile Zufahrt) und zur Cala Xarraca (sandig, felsig).
Strände der UmgebungDie Stadtstrandareale breiten sich zwischen dem Sporthafen und der einstigen Flussmündung aus, gesäumt von der Promenade mit Einkehrmöglichkeiten. Richtung Es Canar/Punta Arabí steuern junge Leute die Cala Pada und die Platja de S'Argamassa an.
Strände
Formentera
Strände der UmgebungBezieht man die Küstenabschnitte bis hinauf zur etwa 3 km entfernten Platja de Llevant mit ein, schöpft Es Pujols strandmäßig aus dem Vollen. Zunächst einmal dehnt sich der angenehme, sandige Hausstrand, die Platja d'es Pujols, nordwestwärts an die Felsenlandzunge mit dem Hotel Roca Bella heran. Wer schattenlose Märsche nicht scheut, sollte von dort aus den Küstenstreifen weiter zu Fuß erkunden - es lohnt sich! Nachdem Sie hinter dem Hotel eine kleine, felsenflankierte Bucht mit Fischerbootsschuppen rechts liegen gelassen haben, erreichen Sie weitere kleine Strandabschnitte. Mal führen Holzplankenstege an den Dünen vorbei, mal gehen Sie an der felsig zergliederten Küste ein Stück durch Sand. Der Weg, immer parallel zur Küste, ist nicht zu verfehlen. Suchen Sie sich ein romantisches Plätzchen zwischen den Felsen oder an einer der winzigen Buchten. Am Ende eröffnen sich die Sandweiten der Platja de Llevant, das Ziel der Strandfans und Sonnenanbeter, vor allem der Hüllenlosen - hier tummeln sich FKK-Anhänger. Landeinwärts verläuft ein breiter Dünengürtel in Richtung der Salinen, Treffpunkt vieler ist das große Strandrestaurant Tanga (Mai-Okt. | Tel. 971187905 | €€). Bis zum davor gelegenen Parkplatz ist eine Anfahrt an die Platja de Llevant möglich.
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Eivissa Ibiza-Stadt
El CorsarioAltstadthotel zwischen Rathaus und Kathedrale, vom angeschlossenen Restaurant Blicke über die Ziegeldächer der Altstadt hinweg auf den Hafen. 14 Zi. | C/. Ponent, 5 | Tel. 971301248 | Fax 971391953 | www.ibiza-hotels.com/corsario | €€
Ibiza Gran HotelDurchdesigntes Fünf-Sterne-Haus in strategisch günstiger Lage, konzipiert als regelrechte Insel zwischen Altstadt und Marina Botafoc. Überall öffnen sich überraschende Ecken: ob die Hängematten am Pool, überdachte Sofaecken oder die Badewannen inmitten der Zimmer. Über alle Ebenen verteilen sich Kunstwerke. Das Frühstücksbüfett ist exzellent, gut frühstücken kann man auf der Terrasse. Spa-Bereich gegen Gebühr, benutzbar auch für Nichtgäste. 157 Zi. | Passeig de Joan Carles I, 17 | Tel. 971806806 | Fax 971806800 | www.ibizagranhotel.com | €€€
La MarinaZentrales Hostal, zusammen mit anderen Pensionen wie Los Caracoles und La Ebusitana unter einer Leitung. Zimmer in unterschiedlichen Preisklassen unterteilt, abhängig von Ausstattung und Aussicht. Während der Hauptsaison Mindestaufenthalt von drei Tagen. 24 Zi. | C/. Barcelona, 7 | Tel. 971310172 | Fax 971314894 | www.hostal-lamarina.com | €-€€
Mirador de Dalt VilaDieses von April bis Oktober geöffnete Luxushotel liegt in der Altstadt gleich gegenüber dem Rathaus. Die unterschiedlich gestalteten Zimmer pflegen ihren Stil bis ins letzte Detail - ein Ambiente, das seinen Preis hat. 13 Zi. | Plaça d'Espanya, 4 | Tel. 971303045 | Fax 971301636 | www.hotelmiradoribiza.com | €€€
ParqueDer Hostalblock liegt mittendrin im Geschehen und hat die Altstadt und die Ausgehzonen direkt vor der Haustür. Die drei größeren und teureren Dachzimmer (áticos) verfügen jeweils über eine Terrasse. Im unteren Bereich beliebtes Terrassencafé. In der Nebensaison sinken die Zimmerpreise fast auf die Hälfte 34 Zi. | Pl. del Parc | Tel. 971301358 | Fax 971399095 | www.hostalparque.com | €€
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Der Südwesten
Apartamentos San FranciscoSolide ausgestattete Apartments mit Küche und Bad. Oftmals junges Publikum. Alle wichtigen Spots sind von hier aus gut zu Fuß erreichbar. Im Winter sensationell günstig. 18 Apart. | C/. Barcelona, s/n (mit Eingang in der C/. Sa Dragonera) | Tel. 971343687 | Fax 971346613 | www.apartamentos-sanfrancisco.com | €€
FlorencioZimmer mit Bad, auch Dreierzimmer. Pool, Solarium, Bar. Wegen der erschwinglichen Preise viel junges Publikum; günstige Tarife außerhalb Juli/Aug. 90 Zi. | Nov.-Ostern geschl. | C/. Soletat, 38 | Tel. 971340723 | Fax 971346613 | www.hostalflorencio.com | €€
Pike'sModerner Klassiker, der schon Julio Iglesias und Grace Jones beherbergte. George Michael nahm einst ein Musikvideo am Pool auf, Freddie Mercury mietete das Haus für ein Geburtstagsfest. Origineller Stil in einer abgelegenen Finca, jedes Zimmer ein Unikat. Anfang Mai-Ende Okt., im Sommer Hochpreisniveau | 20 Zi. | Camí de Sa Vorera | Tel. 971342222 | Fax 971342312 | www.pikeshotel.com | €€€
La TorreGenau das Richtige für alle, die ein etwas abseits gelegenes Quartier suchen. Saubere Zimmer mit Bad, freundliche Dekoration. Zimmerpreise inklusive Frühstück. März-Okt. | 18 Zi. | Urbanización Cap Negret 25 | Tel. 971342271 | Fax 971344705 | www.hostallatorre.com | €
Can Xu XuFranzösisch geführte Landhausunterkunft auf einer Finca aus dem 19. Jh. mit Pool und gepflegten Grünanlagen. Die Pistenzufahrt (beschildert) beginnt etwa 3,5 km von Sant Josep entfernt an der Straße zur Cala Tarida. 6 Zi. | Tel. 971801584 | Fax 971800805 | www.canxuxu.com | €€€
Jardins de PalermIdyllisches Luxushotel, eingerichtet in einer jahrhundertealten Finca. Zwei Pool und exotische Gartenanlagen. Für Individualreisende Ostern bis Mitte November geöffnet, für Gruppen ganzjährig. 9 Zi. | C/. Pujol d'en Cardona | Tel. 971800318 | Fax 971800453 | www.jardinsdepalerm.com | €€€
Can Jaume CurtRustikales Ferienhaus (für 5 Personen) bei Sant Rafel, ausgestattet mit drei Schlafzimmern, Kaminsalon, Pergola und Privatpool: ein exklusives Refugium aus dem Hochpreissektor. Buchungen über Can Lluc (siehe unten) | €€€
Can LlucTraumhaftes Landhotel, Baustruktur einer alten Finca. Das Naturgelände umfasst Oliven- und Johannisbrotbäume und einen Spazierweg. Jedes Zimmer ist individuell gestaltet, im Hauptbau Salon und Leseecke. Gartenanlage mit herrlichem Pool und Außen-Whirlpool, Frühstück im Preis inklusive. 12 Zi. | Anfahrt auf der Straße Sant Rafel-Santa Agnès, nach 2 km Rechtsabzweig, Erdweg bis zum Ende | Tel. 971198673 | Fax 971198547 | www.canlluc.com | €€€
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Der Nordosten
Camping La PlayaKleiner, recht einfach ausgestatteter Platz mit Kiefernbestand. Direkt dahinter liegt ein felsiges Küstenstück. Vermietet werden verschiedene Hüttenmodelle (bungalows, chalets de madera) für bis zu vier Personen. In der Regel geöffnet Anfang Mai bis Ende Oktober. Cala Martina | Tel. 971338525 | Fax 971338226 | www.camping-laplaya-ibiza.com | €
Punta ArabíGroßer Ferienclub im Bungalowstil, der mit seinen vielfältigen Sport-, Animations- und Showangeboten vor allem für ein jüngeres Publikum und für Singles als verlässliche Adresse für Urlaubs-Highlife bürgt. Mit Disko und neun Bars. Die Preise verstehen sich inklusive Halbpension. Wer sich hier einquartiert, bringt meist ein hohes Maß an Flirtbereitschaft mit. Mai-Okt. | 364 Zi. | Punta Arabí | Tel. 971330650 | Fax 971339167 | www.clubpuntaarabi.com | €€
Cas PlaStilvolles, rustikales Landhotel mit Pool und Gartenanlagen. Der ausgeschilderte Abzweig liegt an der Straße zwischen Sant Miquel de Balansat und Port de Sant Miquel. 16 Zi. | Tel. 971334587 | Fax 971334604 | www.caspla-ibiza.com | €€€
San Miguel Park - Esmeralda MarFerienanlage mit Studios und Apartments, vor allem bei Familien beliebt, nur wenige Hundert Meter vom Strand. 100 Einheiten | Nov.-April geschl. | Tel. 971334602 | Fax 971334615 | www.sanmiguelpark-ibiza.com | €-€€
Cas MallorquíJedes Zimmer mit Bad, Balkon und Meerblick. Preise in diesem Hostal inklusive Frühstück, sehr günstige Tarife außerhalb der Sommersaison. Dem Quartier ist ein populäres Restaurant mit Fischspezialitäten angeschlossen. 9 Zi. | Nov.-Ostern geschl. | Cala Portinatx | Tel. 971320505 | Fax 971320504 | www.casmallorqui.com | €€
La CiguenyaEin gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine günstige Lage zeichnen dieses Hostal aus; mit Pool und kleinem Fitnessraum. 30 Zi. | Nov. bis April geschl. | Cala Portinatx | S'Arenal Petit, 36 | Tel. 971320614 | Fax 9971320699 | www.laciguenya.com | €
Aguas de IbizaFünf-Sterne-Komfort am Stadtrand mit Durchgang zur Promenade, Poolbereich mit Wiese und Palmen. Schöne Dachterrasse mit der Sommerbar Air Ibiza und Blick auf den Yachthafen und den Puig de Missa; im Erdgeschoss hervorragendes Restaurant. Das Design ist recht kühl gehalten und doch harmonisch. 112 Zi. | ganzjährig | C/. Salvador Camacho, s/n | Urbanización La Siesta | Tel. 971319991 | Fax 971319860 | www.aguasdeibiza.com | €€€
AtzaróEin für Ibiza komplett atypisches Landhotel: Obgleich in Orangenhaine und exotische Gartenanlagen gefasst, herrscht hier oft Highlife statt beschaulicher Ruhe - die offene Music Art Lounge und das frequentierte Gourmetrestaurant machen es möglich. Exzellenter kleiner Wellnessbereich mit Dampfbad und Sauna, geschmackvolle Designerpools. 24 Zi. und Suiten | Nov.-März geschl. | Ctra. Sant Joan, km 15 (ausgeschilderter Abzweig) | Tel. 971338838 | Fax 971331650 | www.atzaro.com | €€€
Duquesa PlayaHier stehen mehrere Arten von Apartments zur Wahl, eine gute Option für Familien. Pool auf der Dachterrasse. Günstige Tarife in der Nebensaison. Strategisch gute Lage nahe Hafen und Strand. 32 Ap. | ganzjährig | C/. San Lorenzo, 16-18 | Tel. 971319337 | Fax 971319232 | www.duquesaplaya.com | €€
MediterraneoZwei-Sterne-Hotel, erschwinglich, schnörkellos, kleiner Pool, beliebt vor allem bei jüngerem Publikum. 60 Zi. | Mitte Okt.-Mitte Mai geschl. | C/. Pintor Vizcai, 1 | Tel. 971330015 | Fax 971331935 | www.hotelmediterraneoibiza.es | €-€€
Can CurreuDas nahe Landhotel bürgt für Komfort und Eleganz, das angeschlossene Restaurant (tgl.) für Genuss auf hohem Niveau. Ctra. Sant Carles, km 12 (ausgewiesener Abzweig bei Las Dalias) | Tel./Fax 971335280 | www.cancurreu.com | €€€
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Formentera
Roca BellaFlachbaukomplex auf einer felsigen Landzunge, ein paar Hundert Meter vom Ortsrand und nur zwei Gehminuten vom Strand entfernt. Mit kleinem Pool, nur Ende April/Anfang Mai bis Mitte/Ende Oktober geöffnet. 76 Zi. | Platja d'es Pujols | Tel. 971328019 | Fax 971328002 | www.roca-bella.com | €€-€€€
Sa VoltaDieses Hostal im Ortskern überrascht mit seinem kleinen Pool und den Liegeflächen auf der Dachterrasse. Einfache, saubere Zimmer mit Balkonen; buchen Sie wegen der vorbeiführenden Straße ein Zimmer am besten im dritten Stock! Im Unterbereich Restaurant/Cafeteria. Preise inklusive Frühstück. 25 Zi. | Jan./Feb. geschl. | C/. Miramar, 94 | Tel. 971328125 | Fax 971328228 | €€
Casa RafalEinfach und günstig: die Zimmer in diesem Gasthaus (Casa de Huéspedes) im Ortskern nahe der Kirche. Angeschlossen ist ein Restaurant mit ebenfalls gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Zimmer mit Bad, Frühstück inklusive. 16 Zi. | Weihnachten und Januar geschl. | C/. Isidoro Macabich, 12 | Tel./Fax 971322205 | €
BahíaHostal von solider Qualität im Hafenbereich - hier steckt man mittendrin im Geschehen! Alle Zimmer mit Bad. Sollte es hier zu voll sein, ist das benachbarte Hostal Bellavista eine gute Alternative. 33 Zi. | Mitte Dez.-Mitte Februar geschl. | Port de sa Savina | Tel. 971322142 | www.hbahia.com | €€
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Eivissa Ibiza-Stadt
FigueretesMit Eivissa verwachsener Vorort, der sich in mehrere kleine Strandabschnitte gliedert. Wasser- und Strandqualität fallen eher der B-Sortierung zu, sodass viele die nahe Platja d'en Bossa vorziehen. Nett aufgemacht ist jedoch die verkehrsfreie Promenade (Passeig de les Pitiüses), die beidseits der Plaça de Julià Verdera abläuft. Blickbegleiter bleiben Dalt Vila und die Rückansicht von Eivissas „Mühlenhügel“ Puig des Molins. 2 km südwestlich von Eivissa, zu Fuß über Av. d'Espanya und C/. País Basc
JesúsNeubaugebiete schnüren das alte Jesús wenige Kilometer nordöstlich von Eivissa ein. Die Kirche ist seit dem Spätmittelalter dokumentiert und somit eines der ältesten Gotteshäuser der Insel. Im Innern sticht der Altaraufsatz (15./16. Jh.) hervor, mutmaßlich ein Werk aus der valencianischen Schule des Rodrigo de Osuna. Meist Di-Sa 9.30-13 Uhr
Platja d'en BossaMusikbars oder Jetlärm vom nahen Flughafen - irgendwann bekommt man in Platja d'en Bossa sicher seine Dröhnung. Der weit auseinandergedriftete Ort wirft sich mancherorts mit unansehnlichen Hochhausblöcken auf und hält sich parallel zum längsten Strand der ganzen Insel. Die sandigen Weiten vereinen alle Altersstufen und Geschmäcker, mitunter in drangvoller sommerlicher Enge. Nahe dem südlichen Ende erhebt sich die Torre d'es Carregador, ein wulstiger Wachturm aus dem 16. Jh., der weithin einzige Kulturkontrapunkt zum alles dominierenden Beach- und Highlife.
Platja d'es CavalletFeinsandiges Aushängeschild des Südens, gut kombinierbar mit der Platja de ses Salines. Die Anfahrt führt durch das weitflächige Gebiet der Salinen und erlaubt den Blick zurück auf die Hügelkulisse des Inlands. Endpunkt ist ein großer Parkplatz, von dort geht's ran an die Dünen und ab an den Nacktbadestrand. Ein beliebter Restauranttreff heißt El Chiringuito (Tel. 971395485 | €€), als Zugabe gibt's den schönen Blick hinüber zur Dalt Vila. Südwärts zieht sich der Strand an Felsenplatten vorbei auf die Landspitze Punta de ses Portes zu - eine lohnende Wanderung an der Küste entlang. Weithin sichtbar thront dort die Torre de ses Portes, ein Wachturm des 16./17. Jhs. 10 km südwestlich von Eivissa
Platja d'es CodolarStaubig und rumpelig ist die Piste, die sich vom Zubringersträßchen Richtung Es Cavallet und Ses Salines rechter Hand löst und an den Salinen entlang bis zum Endpunkt, einem Parkplatz, führt. An den dicken Steinkloben mag sich mancher Badefreunde vielleicht stoßen, doch das Wasser an der Platja d'es Codolar ist glasklar und das Ganze zur Sonnenuntergangszeit ein absoluter Top-Spot: wenn die Sonne in der Ferne hinter den Zauberinseln Es Vedranell und Es Vedrà langsam versinkt und dem benachbarten Falkenkap (Cap d'es Falcó) den Anstrich eines glühend orange beleuchteten Schiffsbugs gibt. Wer sich den dazugehörigen Sundowner nicht selbst auf den Felsen mixen will und Hunger verspürt, findet im Restaurant Cap d'es Falcó (März bis Dezember tgl. | Tel. 971324082 | €€) eine gute, aber nicht gerade preiswerte Einkehrmöglichkeit mit italienisch-mediterraner Küche. 10 km südwestlich von Eivissa
Platja de ses SalinesDie nahen Salinen standen Namenspate bei Ibizas südlichstem Strand; an der Westseite der Bucht fällt der Blick auf die Salzverladeanlagen. Vom Großparkplatz aus führen Zugänge durch einen Kieferngürtel an den rund 1 km breiten Sandstrand heran - und der genießt einen hohen Beliebtheitsgrad! Hinter der Strandlinie reihen sich mehrere Restaurants auf. Wer lieber Kalorien verbrauchen statt zu sich nehmen will, wandert über Felsplatten und versteckte kleine Senken zur östlich angrenzenden Landspitze Ses Portes mit ihrem historischen Wachturm. Gut 10 km südwestlich von Eivissa
Platja de TalamancaÖstlicher Hausstrand Eivissas, rasch zu erreichen ab der Marina Botafoc. Der tiefe und geschützte Buchteinschnitt verspricht ruhiges Wasser und steht deshalb bei Familien mir Kindern hoch im Kurs. Ein beliebter Treffpunkt ist das Strandrestaurant Flotante (tgl. | C/. de Talamanca | Tel. 971190466 | €); die Plastikstühle drängen bis fast an die Meereslinie heran, zur Wahl stehen diverse Tellergerichte, darunter auch Paella. Daneben bietet das ganzjährig geöffnete Hostal Talamanca eine zumindest im Sommer leider recht teure Übernachtungsmöglichkeit (45 Zi. | C/. Talamanca, s/n | Tel. 971312463 | Fax 971315716 | www.hostaltalamanca.com | €€-€€€). Nahe dem Flotante erleichtern Holzstege den Streifzug am Sandband der Platja de Talamanca entlang. Später gehen die Planken in eine Promenade über. Hinter den Kiefernhainen, an den Steinplatten Richtung Cap Martinet, ist Ende Gelände.
Ziele in der Umgebung
Der Südwesten
Bodega Can RichDie Rebgärten geben einen Vorgeschmack auf das größte Weingut der Insel: die erst Ende der 1990er-Jahre ins Leben gerufene Bodega Can Rich. Die Bodega liegt wenige Kilometer östlich von Sant Antoni auf dem Weg nach Buscastell; Besuchs-, Einkaufs- und Verkostungszeit ist im Sommer Mo-Fr 10-14 Uhr, weitere Termine nach Absprache. Camí de sa Vorera | Tel. 971803377 | www.bodegascanrich.com
Cala d'AlbarcaLust auf spektakuläre Aussichten? Wer ein raues Küstenpanorama genießen will, fährt nach Sant Mateu d'Albarca und folgt im Ortskern den Schildern nach Cala d'Albarca. Hier geht es zunächst 1,8 km auf einem Landsträßchen nordwärts, dann Rechtsabzweig auf eine Piste und weitere 1,3 km bis zu einem winzigen Waldparkplatz. Der Weg bergab ist für Fahrzeuge nicht mehr passierbar und reizt zu einer schönen Wanderung, die Sie nach etwa 30 Minuten zwischen Kiefern hindurch an die Cala d'Albarca hinabführt. Immer wieder erhaschen Sie Blicke auf die Steilküste; die Bucht liegt wie ein riesiges Amphitheater da. Der Weg ist staubig und steinig, gegen Ende knickt er vor einem Zwischenplateau unscheinbar links ab und führt dann steil ans Felsenufer hinab. Bringen Sie einen Tagesrucksack mit Wasser und ein kleines Picknick mit. Die Panoramen und Kontraste mit dem Grün der Kiefern und dem Blau des Meeres lohnen aber die Mühen! 17 km nordöstlich von Sant Antoni
Cala BassaTopbucht mit einem entsprechend hohen Beliebtheitsgrad unter Familien und Jugendlichen, zumal sich in der Nähe der Campingplatz Cala Bassa befindet (Anfang April-Sept. | 400 Plätze | Tel. 971344599 | Fax 971347469 | www.campingcalabassa.com). Gut für Sparfüchse ohne eigenes Zelt: die fest installierten Mobil-Homes, Wohnwagen und Bengali-Zelte für mehrere Leute (€-€€). Das geschwungene Sandareal wird von Felsmassiven geschützt, der Blick schweift weit übers Meer. Ein wenig versetzt hinter dem Strand finden Sie unter Kiefern und Wacholdersogar Schatten - keine Selbstverständlichkeit an den Inselstränden! Drinks in den Strandbars. 8 km südwestlich von Sant Antoni
Platjes de ComteRau, aber herzlich zeigt sich die zerklüftete Küste zwischen den Landspitzen S'Embarcador und Sa Torre. Kleine, sandige Strandflächen laden zum Bad ein; an stürmischen Tagen beschränkt man sich aber besser auf die traumhafte Aussicht - die schroffen Inseln Es Bosc und Sa Conillera liegen zum Greifen nah. Auf dem Festland, an der Punta de sa Torre, ragt mit der Torre d'en Rovira (auch Torre de Comte) aus dem 18. Jh. ein historischer Wachturm auf. 14 km westlich von Sant Antoni
Santa Agnès de CoronaEingefasst von Mandelbaumweiten, treibt Santa Agnès de Corona (300 Ew.) auf seiner landwirtschaftlich bestimmten Scholle durch die Zeiten. Der Dorfkern erstreckt sich über einige wenige Straßen, Kirche und Bar liegen dicht an dicht. Ein nahezu himmlischer Frieden, der während der Hauptreisezeit mehrfach sowie jedes Jahr am 21. Januar zu Ehren der lokalen Schutzpatronin, der hl. Agnes, aufbricht. Auf Pferdekarren fährt dann die Tanzgruppe auf dem Kirchplatz vor, Musiker ziehen unter klappernden Kastagnetten ins Gotteshaus ein, der Prozessionszug trägt Standbilder durch den Ort.
Sant Mateu d'AlbarcaHier gedeihen Mandeln und Wein: ein fruchtbares Fleckchen Erde ist dieses Talbecken von Sant Mateu d'Albarca (300 Ew.), das geologischen Studien zufolge einst mit einem See gefüllt war. Heute ist der ausladende Kessel mit verstreuten Anwesen besprenkelt, das Hauptörtchen vereint alles Notwendige: den Sportplatz, den Friedhof und die weiße Kirche aus dem 18. Jh. Das freundlich geführte Restaurant Can Cires (Di geschl. | Tel. 971805551 | €-€€) liegt nur ein paar Gehminuten von der Kirche entfernt und tischt wochentags ein günstiges Mittagsmenü auf; auch sonst ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.
Cala d'HortEin kurzes, 15-prozentiges Gefälle lässt Sie auf dem letzten Stück der Straße regelrecht an die Cala d'Hort hinabstürzen. An Parkraum herrscht jedoch Mangel, auch die die Restaurantplätze sind heiß begehrt. Der steinige Strand selbst ist nicht ganz so reizvoll, der Ausblick, vor allem bei Sonnenuntergang, auf die legendären unbewohnten „Dracheninseln“ Es Vedranell und Es Vedrà allerdings kaum zu überbieten. Insbesondere von Es Vedrà soll eine magische Kraft ausgehen. Ab Sant Antoni nehmen gelegentlich Ausflugsboote Kurs auf das 382 m hohe Zaubereiland. Ein idealer Platz, um das Panorama mit festem Boden unter den Füßen zu genießen, ist das Restaurant El Carmen (März-Okt. tgl. durchgehende Küche | Tel. 971187449 | €€); die gute Paella genießt weithin einen guten Ruf.
Cala TaridaLassen Sie sich nicht von den zubetonierten Flanken abschrecken, die Cala Tarida lohnt einen Abstecher. Ins Bild gehören schöne Sandabschnitte und Felsplatten, im und am Wasser können Sie Kontakte knüpfen. Auch Familien mit Kindern suchen den Strand gerne auf. Schöne Blicke garantiert das Restaurante Posta de Sol (April-Okt. tgl., im Winter nur an den Wochenenden, Feb./März geschl. | Tel. 971806308 | €€), das auf einer Anhöhe liegt und über Treppen erreichbar ist; zu den Spezialitäten zählen Fisch und Reisgerichte. 9 km nordwestlich von Sant Josep de sa Talaia
Cala VedellaSchöner Buchteinschnitt, makelloser Sand, gute Infrastruktur - die Pluspunkte der Cala Vedella (auch: Vadella) liegen auf der Hand und zusammen mit dümpelnden Yachten und Fischerbooten vor Augen. Fischgerichte und Paellas bereitet das Restaurant María Luisa (Mo geschl. | Tel. 971808012 | €€). 9 km westlich von Sant Josep de sa Talaia
Sa CaletaMarkante Klippen in rotbraunen Tönen formen die Kulisse von Sa Caleta, einer kleinen Bucht mit Steinstrand. Vom meernahen Parkplatz ist es ein Katzensprung ins Restaurant Sa Caleta (tgl. | im Winter abends geschl. | Tel. 971187095 | €€-€€€), das sich auf Reis- und Fischgerichte spezialisiert hat. Am Restaurant vorbei folgen Sie dem Weg wenige Gehminuten weiter zum Poblat fenici, den Überresten einer phönizischen Siedlung aus dem 7. Jh. v. Chr. Das kleine Gelände ist umzäunt und wegen seiner spärlichen Fundamente eher enttäuschend. Beeindruckender nimmt sich das Miteinander von Kieferngrün und Meeresblau im Hintergrund aus; der ganze Küstenstreifen steckt voller Bootsschuppen der Fischer. Eine alternative Bucht öffnet sich weiter westlich mit der Cala Es Jondal. 10 km südöstlich von Sant Josep
Sant Agustí des VedràWird gern als eines der besterhaltenen Dörfer der Insel gerühmt, doch die Zugkraft hält sich in Grenzen. Im Mittelpunkt des Ortes (400 Ew.) ragt die weiße Kirche auf, ein Streifzug durch die Straßen macht mit beschaulichem Landleben vertraut. Gegenüber der Plaça Major liegt das Restaurant Ca'n Berri Vell (Ostern-Ende Okt., Juli-Sept. tgl., sonst So geschl. | Tel. 971344321 | €€). Im Innern warten rustikale Räume und eine gepflegte Küche. 4 km nördlich von Sant Josep de sa Talaia
Sa TalaiaHoch über Sant Josep de sa Talaia bäumt sich der 475-m-Riese Sa Talaia auf. Ibizas höchster Buckel trägt eine Haut aus Kiefern und wilden Kräutern und überdies mehrere Antennen. Entdeckernaturen starten in Sant Josep zu einer Bergwanderung (einfache Strecke ca. 2,5 km, leider schlechte Beschilderung). Orientierungen geben die Antennenmasten im Gipfelbereich. Der Berg ist mit Kiefernforst bedeckt, der Gipfel gibt phantastische Ausblicke auf die Ost- und Westküste frei. Alternative zum steilen Aufstieg: die Pistenauffahrt mit dem Mountainbike oder einem geeigneten Fahrzeug über den 5 km langen Camí de Sa Talaia.
Ziele in der Umgebung
Der Nordosten
Cala de BenirràsKieseliger Strand und glasklares Wasser an der kleinen Bucht bilden den Rahmen für Neuhippie-Traditionen, vor allem sonntags. Dann kommen Trommler zusammen, bis die Sonne versinkt und die Handflächen glühen. Schön ist die Anfahrt an die Cala Benirràs: eine kleine Gebirgsroute mit Kiefernwäldern und Küstenblicken. Ca. 4 km nordöstlich von Port de Sant Miquel
Cova de Can MarçàTropfsteinhöhle mit interessanten Galerien und einer geologischen Geschichte, die rund 100000 Jahre zurückreicht. Aus jüngerer Zeit, bis etwa 1970, sind Episoden von Schmugglern überliefert, die in der Grotte ihre Tabak- und Schnapslager unterhielten. Noch heute sieht man rätselhafte Zeichen an den Steinwänden, mit denen sie sich den Weg zum Notausgang markiert hatten. Ton- und Lichteffekte sorgen beim geführten Rundgang für kleine Showtime. Auf der Terrasse der Höhlenbar können Sie sich mit einem Drink erfrischen und die herrliche Aussicht auf die Felsenküste genießen. Eintritt nur mit Führung (etwa jede halbe Stunde, Dauer 40 Min.), im Sommer tgl. 10.30-20, sonst tgl. 11-17.30 Uhr | Eintritt 8 Euro | Tel. 971334776 | www.covadecanmarsa.com | ca. 1 km nordöstlich von Port de Sant Miquel (beschildert)
Santa Gertrudis de FruiteraZitronen-, Orangen- und Johannisbrotbäume legen sich weitläufig um das Örtchen (600 Ew.), das unter dem Schutz der hl. Gertrud steht und alljährlich Mitte November sein Patronatsfest begeht. Vor oder nach Besichtigung der Dorfkirche (18. Jh.) geht's ab in eine der vielen einladenden Kneipen des Ortes.
Sant Miquel de BalansatAllbeherrschend thront die wehrhafte Kirche (14.-16. Jh.) auf dem Ortshügel Puig de Missa und lockt Besucher durch zwei dreibögige Zugänge an. Im Innern wirkt das Gotteshaus fast grottenartig, Teile der Gewölbe sind mit Fresken bemalt. Nicht nur beim Patronatsfest Ende September geht es hoch her. Von etwa Anfang Mai bis Ende Oktober werden Volkstänze geboten: Immer donnerstags gegen 18 Uhr geben sich Folkloregruppen ein Stelldichein. In typische Trachten gekleidet, ziehen sie auf dem Kirchenvorplatz mit ibizenkischen Tänzen (dem so genannten ball pagès) und Musik zahlreiche Besucher an - eine ideale Gelegenheit, sich ein Bild von der lebendigen Traditionspflege zu machen. 4 km südlich von Port de Sant Miquel
Torre d‘es MolarAm Strand von Port de Sant Miquel beginnt ein ausgeschilderter Wanderpfad, auf dem Sie etwa 25-30 Minuten bis zur Torre d'es Molar brauchen. Manche Abschnitte sind steinig und steil und führen durch schattigen Kiefernforst, nicht überall ist der Weg deutlich mit Farbmarkierungen ausgewiesen. Das Panorama um den alten Molar-Wachturm entschädigt für alle Mühen. Hier zeigen sich die Abstürze der nördlichen Felsenküste von spektakulären Seiten, auch den Strand von Port de Sant Miquel haben Sie in der Ferne im Blick.
Far des MoscarterLeuchtturm mit schwarzweißer Farbringelung, 20-25 Gehminuten nordöstlich von Portinatx und von dort bereits zu sehen. Wanderfreunde aufgepasst: Der Weg lohnt wegen des herrlichen Küstenpanoramas und der mediterranen Vegetation, ist aber nicht richtig beschildert! Man schlägt einen Bogen durchs Inland, in dem sich ein Netz an Pfaden verästelt und Liebespärchen Schlupfwinkel finden.
Sant Joan de LabritjaJe nach Saison zeigt der Ort (500 Ew.) sein lebendiges oder sein verschlafenes Gesicht. In behördlichen Fällen suchen die Bewohner der Gegend das Rathaus auf, das vis-à-vis der markanten Kirche (18. Jh.) mit spitzem Turmaufsatz liegt. Die Durchgangsstraße zieht sich steil aufwärts, vor den Häusern stehen Töpfe mit blühenden Pflanzen, in den Gärten gedeihen Weihnachtssterne und Orangen. Für die Polizisten der Guardia-Civil-Station besteht kaum Herzinfarktgefahr. Legen Sie ebenfalls eine Pause ein, z.B. im Café Vista Alegre an der Plaça d'Espanya (im Sommer tgl., sonst So geschl. | Tel. 971333008 | €).
Sant Llorenç de BalàfiaUnscheinbares Örtchen, das sich um die Kirche legt und durch die nahe historische Siedlung Balàfia ergänzt wird. Diese trägt ihren wehrhaften Charakter seit maurischen Zeiten. 15 km südlich von Portinatx
Cala LlongaTiefe Bucht, guter Sandstrand, angenehmer Einstieg ins Meer, daher meist gut gefüllt. Hier fügen sich Hotel- und Apartmentblocks mehr schlecht als recht in die Landschaft, hier kommen Wasserratten auf ihre Kosten.
Buchten und SträndeVon Sant Carles geht es zur wenige Kilometer südöstlich gelegenen Cala Llenya, einem echten Strand-Höhepunkt. Hinter dem Kiefernforst breiten sich feinsandige Flächen mit reichlich Liegeplätzchen aus.
Cala de Sant VicentNordöstlichster Küstenort (300 Ew.), der sich durch seinen schönen, breiten Sandstrand auszeichnet. Zum Ortsbild gehören Bootsschuppen und Felsenflanken. Hier kommen Wassersportler auf ihre Kosten, hier können Sie Schnorchel und Maske austesten. Weniger reizvoll ist die Küstenbebauung u.a. mit dem klobigen Hotelkasten Cala de San Vicente (117 Zi. | Nov.-Anfang Mai geschl. | Tel. 971320121 | Fax 971320112 | www.grupotel.com | €€). Cala de Sant Vicent liegt 6 km nordöstlich von Sant Carles und lässt sich gut mit einem Schlenker nach Sant Vicent de sa Cala kombinieren. Das kleine Inlandsdorf (300 Ew.) liegt ein paar Kilometer westlich von Cala de Sant Vicent, den Ortsmittelpunkt bildet die Kirche aus dem 19. Jh.
Ziele in der Umgebung
Formentera
Camí de Sa PujadaTraumhaft, aber anstrengend - auf 1,5 km Länge überbrückt der „grüne Weg“ Camí de Sa Pujada die Höhendifferenz zwischen Formenteras Küsten- und Hochebene. Wählen Sie am besten das obere Ende als Einstieg, da Sie Ihr Gefährt auf dem steinig-staubigen Parkplatz an der Hauptstraße abstellen können. Folgen Sie dem ausgeschilderten Wanderweg abwärts durch Kiefernforst, steigern Sie Ihre Vorfreude mit jedem Schritt hinab - denn bald erwarten Sie Panoramatrassen, die bei klarer Sicht kaum etwas aussparen! Herrliche Blicke schweifen über die blau bis türkis schimmerden Wasserflächen und über weite Teile der Insel hinweg. Hier bekommen Sie eine kostenlose Lektion in Inselgeografie, sehen, wie sich Formentera in der Mitte zusammenzieht und zwischen Cap de Barbaria und Punta Prima verbreitert. Im fernen Hintergrund machen Sie deutlich die Silhouette Ibizas aus. Der spätere Aufstieg zurück zum Parkplatz wird Sie manche Schweißperle kosten. Den Parkplatz am oberen Einstieg des Camí de Sa Pujada finden Sie nahe Kilometerstein 15 zwischen Es Caló de Sant Agustí und El Pilar de la Mola, von der kurvigen Küstenauffahrt her auf der linken Seite.
Camí de s'EstanyDer Seerandweg an den Süd- und Westflanken des Estany Pudent ist für Radler, Wanderer und Jogger geeignet. Schatten werden Sie allerdings vergeblich suchen! Den ausgeschilderten Einstieg finden Sie am westlichen Ortsrand von Es Pujols, direkt an der Durchgangsstraße Richtung Sa Savina. Länge für die einfache Strecke bis zum Hafen von Sa Savina: ca. 5 km. Die Tour ist im übrigen Bestandteil einer im Kapitel „Ausflüge & Touren“ vorgestellten Wanderung.
Can na CostaMegalithische Grabstätte, etwa 1 km nordwestlich von Es Pujols und erst in den Siebzigerjahren freigelegt. Die hier gefundenen Knochenreste stammten von sechs Männern und zwei Frauen aus der Zeit zwischen ca. 1900 und 1600 v. Chr. | Besichtigung nur von außen möglich
El Pilar de la MolaHauptort (400 Ew.) der Hochebene La Mola, die seit ehedem in ständiger Rivalität zum Rest Formenteras steht. Für viele Insulaner markieren die knapp 200 Höhenmeter einen gewaltigen Schnitt zu „denen da oben“. An der Ortsdurchgangsstraße reiht sich alles Wichtige auf: ein paar Geschäfte und Cafés, die kalkweiße Kirche (18./19. Jh.) und das Gelände des von Mai bis Ende Sept./Anfang Oktober immer So und Mi stattfindenden Kunsthandwerkermarkts. An den Ständen bietet man Schmuck, Kleider und alle möglichen Kunsterzeugnisse feil, Rahmenprogramme bieten Musik und kleine Straßenshows. Ein weiterer guter Besuchsgrund ist das ebenfalls an der Hauptstraße gelegene Restaurante Pequeña Isla (Nov.-April geschl., Juli-Sept. tgl., sonst Mo geschl. | Tel. 971327068 | www.pequenaisla.com | €€-€€€). Hier tischt man Ihnen vorzügliche typische Inselgerichte auf, die sich auch viele Einheimische nicht entgehen lassen.
Es Caló de Sant AgustíEs Caló de Sant Agustí (200 Ew.) liegt an der Hauptstraße von Sant Francesc nach El Pilar und ist das letzte Örtchen in der Ebene, bevor die Straße kurvenreich zur Hochebene La Mola aufsteigt. Die gut ausgebaute Hauptstraße zieht sich lang gestreckt in die Weite, unterwegs führen Stichwege an die Platja de Mitjorn. Ein kurzer, ausgeschilderter Abzweig führt zum Castellum Romà, dem spärlichen Ruinenareal einer Verteidigungsanlage aus spätrömischer Epoche (3. Jh. n. Chr.); an den Seiten der umgitterten quadratischen Struktur (40 x 40 m) sind Turmfundamente zu sehen.
Platja de MitjornKilometerlanger Strand im Süden der Insel, unterbrochen von diversen Felsabschnitten und Buchten, im Rücken Dünen oder Kiefernwälder. Ab der Hauptstraße Sant Ferràn-El Pilar de la Mola führen immer wieder Abzweige (teils staubig, steinig und schlaglochdurchsetzt!) zu Restaurants, Bartreffs und Hotels an der Platja de Mitjorn, die mitunter auch Migjorn geschrieben wird. Gelegentlich müssen Sie mit angespültem Seegras rechnen, außerdem ist beim Baden wegen möglicher Strömungen Vorsicht angebracht. Hier können Sie sich im Adams- und Evaskostüm den Strandfreuden hingeben, sich ein Plätzchen zwischen Felsenzungen oder natürlich in einem legendären Beachtempel wie der Blue Bar suchen - am besten bei Sonnenuntergang und einem Cocktail! Am Abend geht die Partypost mit Musik und Tanz und Events jeder Art ab (www.bluebarformentera.com). Ebenfalls angesagt ist der Beachclub Gecko (Ca Marí | Tel. 971328024 | www.geckobeachclub.com).
Cala SaonaBeliebte und isoliert gelegene Badebucht im Inselwesten mit Sandstrand, Felsenflanken und Fischerbootsschuppen. Das Zubringersträßchen führt durch dünn besiedeltes Gebiet. Mit ins Bild gehören Kiefern und Steinmauern. Im Sommer zeigt sich das Meer in seinen verführerischsten Farben; während der kühleren Jahreszeit ist der Strand nicht selten von vertrocknetem Seegras übersät. Am Abgang zum Strand wirft sich das Hotel Cala Saona auf, ein breiter Drei-Sterne-Kasten mit Pool (Nov.-April geschl. | 116 Zi. | Tel. 971322030 | Fax 971322509 | www.hotelcalasaona.com | €€€). 6 km südwestlich von Sant Francesc (ausgeschilderter Rechtsabzweig an der Straße Richtung Cap de Barbaria)
Cap de BarbariaSüdlichster Zipfel Formenteras mit einer spektakulären Felsenküste und einem Leuchtturm, der sich aus einem weitläufigen kleinen Mauerverbund erhebt. Ein idealer Platz für die Sonnenuntergangsstimmung! Allein die Anfahrt zum schroffen Kap Barbaria lohnt den Weg. Südlich von Sant Francesc zieht sich die Straße an Feldern und Kiefernhainen vorbei, am Wege liegen - sorgsam umzäunt - dürftige Megalithreste aus dem 2. vorchristlichen Jahrtausend. Allmählich ebbt die Besiedlung ab, ehe sich die Asphaltader durch die steindurchsetzte Weite der Hochebene Pla del Rei zieht. Ganz am Ende ragt der Leuchtturm, der Far des Cap de Barbaria, wie ein einsamer Wächter aus der kargen Landschaft. Die Felsenküste ist als Habitat wie geschaffen für den Balearen-Sturmtaucher (puffinus mauretanicus), einen Seevogel, der sich einzig auf den Balearen fortpflanzt; im Sommer zieht er in kühlere Gebiete und kommt ab September auf die Inseln zurück. Ansonsten erheben über der Küste Falken, Korallen- und Weißkopfmöwen ihre Schwingen.
Sant Ferràn de ses RoquesOrt (600 Ew.) mit sagenumwobener Hippievergangenheit. Dazu gehörte die Gründung der Fonda Pepe, eines soziokulturellen Kneipentreffs, der im Ortskern die Zeiten bis heute überdauert hat. Ansonsten hält sich die Zugkraft Sant Ferràns in Grenzen, beschränkt sich auf den Carrer Major und den freundlichen Platz vor der schlichten Kirche (Ende 19. Jh.). An der Hauptstraße Sant Francesc-La Mola liegt das gut geführte Hostal Illes Pitiüses (24 Zi. | Tel. 971328189 | Fax 971328017 | www.illespitiuses.com | €€), wo Sie ein ruhigeres Zimmer nach hinten hinaus nehmen sollten; ganzjährig geöffnet, Preise inklusive Frühstück, mit Restaurant. 2,5 km östlich von Sant Francesc
Illa de S'EspalmadorFormenteras nördlichster Inselspitze vorgelagertes Felseneiland, vom Festland durch den Kanal Pas de S'Espalmador getrennt. Im Sommer ist das Gebiet ein beliebtes Seglerrevier. Auf der Insel erhebt sich die klobige Torre de S'Espalmador, ein Mitte des 18. Jhs. errichteter Wachturm. Espalmador ist während der Saison mit Zubringerbooten ab Port de sa Savina erreichbar.
Platja de ses IlletesTop-Strandareal im äußersten Norden, das wegen seines feinen Sandes und des klaren Wassers allseits gerühmt wird. Kein Wunder, dass im Sommer zahllose Yachten vor der Küste ankern. Die Strandgebiete schirmen nach Westen hin jenen flachen Landfortsatz ab, der wie eine Nadelspitze ins Meer sticht und in Richtung der Insel Espalmador enger und felsiger wird.
Torre Sa GavinaDie kleine Wandertour nimmt ihren Ausgangspunkt am Picknickplatz (Area recreativa) Can Marroig; ausgeschilderte Anfahrt ab Sa Savina um die Süd- und Westufer des Estany des Peix und dann noch ein Stück aufwärts in den Wald (Achtung: einzelne Pistenabschnitte bedeuten mit reichlich Staub und Schlaglöchern eine kleine Herausforderung!). Am Picknickgelände, das schön in Kiefern und Wacholder eingefasst ist, weist ein Schild zur knapp 2 km südwestlich gelegenen Torre Sa Gavina. Der wulstige Verteidigungsturm (18. Jh.) sitzt der gleichnamigen Landzunge auf, von der Sie schöne Blicke hinüber nach Ibiza haben. Pfosten mit Pfeilen weisen Ihnen den Weg durch Strauch- und Baumland, Lebensraum zahlreicher Eidechsen. Allerdings ist die Beschilderung nicht überall einwandfrei, was auch für das letzte Teilstück der Anfahrt zum Picknickareal selbst gilt; eine Tour für Entdecker eben!
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Eivissa
AguamarIn Ibizas größtem Wasserpark ist Spaß garantiert - ob auf der Gigantenrutsche oder in der Röhrenrutsche. Der strandnah gelegene Wassererlebnispark bringt eine erfrischende Abwechslung ins Beachlife, hat aber seinen Preis. Mai-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 18, Kinder 10 Euro | Platja d'en Bossa
Baluard de Sant JaumeDieses Bollwerk im Mauerverbund von Dalt Vila ist interaktiv hergerichtet worden. Da lässt sich eine Kanone verschieben, ein Rüstungsschutz samt Helm anlegen und das Gewicht von Kanonenkugeln austesten. Unter Aufsicht darf man auch Repliken von historischen Waffen - Lanzen, Schwerter oder Hellebarden - aus dem 16./17. Jh. in die Hand nehmen. Im Sommer Di-So 10-14 und 17-20, sonst Di-So 10-15 Uhr | Eintritt 2 Euro, Kinder bis 12 J. frei | Ronda Calvi
Spielplätze in EivissaIm Ostteil Eivissas haben sich die Stadtväter Investitionen von der Seele gerungen und ansehnliche Kinderspielplätze samt Klettergeräten und Rutschen anlegen lassen. Hier vergnügen sich die Kleinsten auf einem großen Spielareal am Passeig Joan Carles I; ein weiteres liegt zwischen der Marina Botafoc und dem Leuchtturm. In der Neustadt ist ein recht großer Kinderspielplatz in den Parc de la Pau eingefasst, nahe dem Neuen Markt zwischen Carrer de Canàries und Carrer de Balears.
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Der Südwesten
BootstourenAb dem Hafen von Sant Antoni de Portmany starten während der Sommersaison Glasbodenboote, die wunderbare Einblicke in die Unterwasserwelt beiten, und andere Ausflugsschiffe. An der Hafenlinie beim Passeig de ses Fonts reihen sich unübersehbar mehrere Ticketkioske auf, u.a. von Cruceros Portmany (Tel. 971343471 | www.crucerosportmany.com). Die Preise bei den Anbietern schwanken und liegen für einstündige Ausfahrten bei ca. 12 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder. Bei dreistündigen Trips muss man mit 20 Euro für Erwachsene und 10 Euro für Kinder rechnen. Tgl. verschiedene Abfahrtszeiten
Mini Tren TurísticoIn Sant Antoni de Portmany ist der „kleine Touristenzug“ bei Familien mit Kindern beliebt. Hier geht es auf eine knapp zweistündige Rundtour durch ländliches Gebiet, das von einer überraschend vielfältigen Vegetation durchsetzt ist. Zwischenziel ist Santa Agnès de Corona. Abfahrten ab dem Busbahnhof (C/. Londres). Mai-Okt. im Regelfall tgl. 11, 13 und 16 Uhr | Erwachsene 12, Kinder 6 Euro
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Der Nordosten
Cova de Can MarçàGeheimnisvolle Lichter weisen den Weg vorbei an Tropfsteinen und glucksenden Wasserläufen. Der Clou kommt auf Knopfdruck: Zwischen Felsen stürzt plötzlich ein Wasserfall hinab, das Rauschen wird mit dramatischer Musik und zuckenden Lichtern unterlegt. Die Cova de Can Marçà liegt bei Port de Sant Miquel, die Anfahrt zum Parkplatz ist beschildert. Nov.-April im Regelfall tgl. 11 bis 17.30, sonst tgl. 10.30-20 Uhr | nur mit Führung | Eintritt 8 Euro, Kinder (5-12 J.) 4,50 Euro | www.covadecanmarsa.com
Easy RiderKleiner Reiterhof am Ortsrand von Cala Llonga. Ausritte auch für Ungeübte in Minigruppen, wahlweise 50 Minuten (25 Euro) oder 1 Stunde und 40 Minuten (45 Euro). Stallmeister Juan Luis spricht auch Deutsch. Die Kleinsten können eine zehnminütige Ponyrunde auf dem Hof drehen (10 Euro). Ganzjährig geöffnet, außerhalb der Saison Termine am besten nach telefonischer Vereinbarung. Camí d'en Serra | Tel. 971196511 Handy Tel. 610443630
Escuela de Equitación Can MayansDie Reitschule auf dem 15000 m ² großen Fincagelände von Can Mayans ist ganzjährig geöffnet. Reitstunden werden für Kinder ab acht Jahren angeboten, individuell oder in der Gruppe. Ausritte für geübte Reiter. Ctra. Santa Gertrudis de Fruitera-Sant Llorenç de Balàfia (ausgeschilderter Abzweig) | Tel. 971187388 | Fax 971197181
Go-Karts Santa EulaliaWer dröhnende Motoren liebt, ist hier genau richtig aufgehoben. Allerdings ist das Vergnügen nicht ganz preiswert. Für eine Fahrt im Kart (7 Min.) müssen Sie mit folgenden Tarifen rechnen: Kinderkart 6, Zweisitzer 10, Erwachsenenkart 12, Zweisitzer „Speedy“ 20 Euro. Jeweils 5 Minuten ist man mit dem Babykart (3 Euro) und dem Miniquad (4 Euro) unterwegs. Ostern-Okt. tgl. 9.30-21.30 Uhr, sonst nur am Wochenende | Ctra. Eivissa-Santa Eulària | km 6 | Tel. 971317744 | www.gokartssantaeulalia.com
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Formentera
FormenteraDie Strände bieten nicht das einzige Potenzial für Kinder. Ab Port de sa Savina starten im Sommer Bootsausflüge. Außerdem bieten sich kleine Wandertouren an den Ufern des Estany Pudent und des Estany des Peix an. Hier kann die Familie nach Vögeln Ausschau halten. Spannend wird es am Cap de Barbaria mit dem Leuchtturm und dem steinigen Weg zum Wachturm Torre des Garroveret. Einen weiteren Wanderabstecher lohnt die einsame Torre Sa Gavina an der Westflanke der Insel; als Ausgangspunkt dient die Area Recreativa Can Marroig, ein Picknickareal, wo Sie den Nachwuchs nach Ihrer Rückkehr an Holztischen im schattigen Kiefernforst mit Broten und Limo belohnen können. Außerdem gibt's eine Grillstelle und Spielgerät.
Insider-Tipp
Convent de Sant Cristòfol
Nonnenkost: Backwaren direkt am Kloster Sant Cristòfol in Eivissas Dalt Vila
Cerámicas Icardi
Töpferstation: Keramikmeister Carlos Icardi gibt in seinem Werkstatt-Atelier in Sant Rafel der alten Schutzgöttin Tanit ein Gesicht
Mirador de Dalt Vila
Ente oder lieber Barsch?: Ein Tribut an die gehobenen Gaumenfreuden: Eivissas Altstadtrestaurant Mirador de Dalt Vila
Sa capella
Tafeln statt beten: Im Restaurant Sa Capella in Sant Antoni in einer umfunktionierten Kapelle die hohe Küche genießen
Ajuntament
Klingender Kreuzgang: Klosterleben war damals: stimmungsvolle Konzerte im Herzstück des Rathauses von Ibizas Hauptstadt
Catedral Nostra Senyora de las Neus
Teufelsfratzen und Heilige: Kulturschub in Eivissas Diözesanmuseum bei der Kathedral in Dalt Vila
Strände der Umgebung
Küstenwalk: Zu Fuß von Strand zu Strand - dazwischen drücken Dünen und Felsen Formenteras Küste bei Es Pujols Stempel auf
Ibiza Gran Hotel
Gut gestärkt in den Tag: Im Ibiza Gran Hotel das hervorragende Frühstücksbüfett genießen
Can Lluc
Ländlicher Luxus: Vormals eine Finca, nun eines der schönsten Landhotels auf Ibiza: Can Lluc, ein Traum aus Stein und Holz auf einem Naturgelände bei Sant Rafel
Atzaró
Schwitzkur: Lassen Sie im Dampfbad und in der Sauna des durchgestylten Landhotels Atzaró bei Santa Eulària den Schweiß so richtig fließen
Cala Bassa
Dach überm Kopf: Wer auf dem Campingplatz Cala Bassa kein Zelt aufstellen will, schläft im Mobile Home oder im Wohnwagen
Sant Mateu d'Albarca
Ob rot, ob weiß: Pause mit einem guten Tropfen: probieren und einkaufen auf dem Weingut Sa Cova
Platja de ses Illetes
See you later in the beachbar: Wenn die Sonnenkugel im Meer versinkt, trifft man sich auf Formentera im Big Sur an der Platja Es Cavall
Torre Sa Gavina
Unausgetretene Pfade: Auf Formentera an Lavendelsträuchern und Kiefern vorbei zur Torre Sa Gavina
Top Highlights
Pacha
Ein Klassiker unter den Diskotheken Ibizas, schon in den Siebziger- und Achtzigerjahren tummelten sich hier die Berühmten und Reichen. Faszinierende Licht- und Soundeffekte; bis zu 3000 Leute gehen rein. Internationale DJs, wilde Themenfiestas. Im Winter nur Fr/Sa geöffnet | Av. 8 d'Agost | www.pacha.com
Szenetreffs
Nach den Sonnenuntergangspartys liegt das Epizentrum des Nachtlebens im überschaubaren Westend um den Carrer de Santa Agnès, Carrer de Cristòfol Colom, Carrer de Bartomeu Vicent Ramon und Carrer de la Mar. Überall strömen more or less trinkfeste Gäste von der britischen Insel zusammen, die im Sommer ihre Frühlingsgefühle ausleben. Auch die Jugend anderer Länder schwärmt aus - ohne die Megapreise in den Megadiskos rund um Eivissa bezahlen zu müssen. Das Westend Sant Antonis reklamiert gleich zwei Superlative für sich, halb Wahrheit, halb Legende: den höchsten Lärmpegel und Ibizas größte Kneipendichte pro Quadratkilometer. Die Dezibel ebben am Passeig de ses Fonts, am Passeig de la Mar und am Passeig Marítim etwas ab. Auch hier finden Sie gute Treffs. Bedenken Sie, dass die wichtigsten In-Adressen nur von etwa Mai bis Oktober geöffnet sind.
Privilege
Spektakuläre Megadisko mit internationalem Ruf, bekannten DJs und Platz für über 10000 (!) Leute. Hier strömen die Partymassen auf verschiedenen Tanzflächen zusammen, treffen sich im Palmengarten oder im Pool. Supermodels, Musik- und Filmstars und -sternchen sind keine Seltenheit - hier haben sich schon Robert de Niro, Madonna und Gloria Gaynor vergnügt. Fun bis zum behördlich auferlegten Toresschluss; je nach Partytime ganz unterschiedliche Musikrichtungen. Ticketverkauf auch online unter www.privilegeibiza.com (die Preise starten in der Regel bei 25 Euro). Strenger Einlass erst ab 18 Jahren. Opening meist Ende Mai, Closing Anfang Oktober. Ctra. Eivissa-Sant Antoni | km 7
Hippiemarkt
Gilt als Ibizas bekanntester und größter Hippiemarkt, wobei das ureigene Hippieflair dem Kommerz gewichen ist. Musik und Stände bieten von April/Mai bis Oktober jeden Mittwoch (10-19 Uhr) eine Immer-was-los-Garantie. Angebot von Kleidung bis Kunsthandwerk. Punta Arabí
Atzaró
Genießern ist kein Weg zu weit, um in diesem Landhotel (ca. 5 km entfernt) zu tafeln. Kreative Küche mit internationalem und mediterranem Einschlag. Die Qualität hat allerdings ihren Preis. Auf jeden Fall reservieren! Nov.-März geschl. | Ctra. Sant Joan | km 15 (ausgeschilderter Abzweig) | Tel. 971338838 | www.atzaro.com | €€€
Catedral Nostra Senyora de las Neus
Kathedrale mit wehrhaft wirkendem Glockenturm und einer bis ins Mittelalter zurückreichenden Geschichte. Historiker vermuten, dass im Laufe der Zeit an selber Stelle bereits eine phönizische Kultstätte, ein römischer Tempel und eine Moschee der Mauren gestanden haben könnten. Dieses erste religiöse Gebäude, das die Katalanen auf der Insel erbauten, wurde im 14. Jh. in gotischem Stil errichtet und 1715 bis 1727 mit Barockelementen durchsetzt. Im Altarraum verehren die Gläubigen ein Bildnis der „Weißen Jungfrau“ oder „Schneejungfrau“ (Nostra Senyora de las Neus). Warum der seltsame Name? Er gründet sich auf die Einnahme durch christlich-spanische Truppen im Jahre 1235 und auf den dem Eroberungstag (8. Aug.) am nächsten liegenden Mariengedenktag - das war der Tag der „Schneejungfrau“ (5. Aug.), der noch heute feierlich begangen wird. Das Gotteshaus darf nur in angemessener Kleidung betreten werden. Der Kathedrale ist das Diözesanmuseum (Museu Diocesà | Öffnungszeiten wie die Kathedrale, Zugang nur über deren Innenraum | Eintritt 1 Euro) angeschlossen, das Objekte sakraler Kunst präsentiert. Der Ausstellungsbereich erstreckt sich über mehrere kleine Räume. Hervorzuheben sind die Bildtafeln aus dem Retablo de las Almas (16. Jh., mit geflügelten Teufelsfiguren), diverse Heiligenbilder, eine von Francesc Martí gefertigte gotische Monstranz aus vergoldetem Silber sowie typischer ibizenkischer Schmuck aus dem 18./19. Jh.
Dalt Vila
Eivissas historische Altstadt Dalt Vila wirkt wie ein riesiges Freilichtmuseum und zählt zum Unesco-Welterbe. Hier stimmen die Zutaten über nette Restaurants und Bars hinaus: Kanonenplateaus und Plätze, begehbare Tunnel, Aussichtspromenaden und verschlungene Gassen, wuchtige Türme und Stadtmauern aus mehreren Epochen, holpriges Pflaster, kalkweiße Fassaden mit Blumengehängen und wehender Wäsche, wildes Kabelgewirr, Dachgärten, manch abgewrackter Bau - all das gehört zu Dalt Vila wie eine Vielzahl wichtiger Gebäude, darunter das Rathaus und die Kathedrale. Die ringförmig um den Hügel angelegten Mauerverbünde gehen im Wesentlichen auf die zweite Hälfte des 16. Jhs. zurück, begonnen vom Baumeister Giovanni Batista Calvi und fortgesetzt von Jacobo Paleazzo alias Fratín. Immer wieder stoßen Sie beim Rundgang auf hilfreiche Infotafeln.
Hafen
Lebensader, Existenzberechtigung, Auffangbecken für Gott und die Welt - in Evissas Hafen läuft die ganze Palette vom Stapel, herrscht ein ständiges Ein und Aus von Container- und Kreuzfahrtschiffen, Segel- und Fischerbooten, Fähren und flotten Motorflitzern. Im Süden legt der Port seine volle Breitseite an die historischen Fischer- und Seemannsviertel La Marina und Sa Penya, heute Tummelplätze der sommerlichen Fungemeinde. An der Hauptfährstation Estació Maritima laufen die dicken Pötte aus Barcelona und València ein, gleich dahinter erhebt sich das Monument a los Corsarios. Das 1906-15 errichtete Korsarenmonument in Form eines Obelisken ruft die „Ruhmestaten“ der einheimischen Seebären ins Gedächtnis, die es - wie der berüchtigte Kapitän Antoni Riquer zu Beginn des 19. Jhs. - mit weitaus größeren Schiffen aufnahmen. Ein weiteres Monument im Kreuzungsbereich der Avinguda de Santa Eulària d'es Riu erinnert an die friedlicheren Gent de la mar, die „Leute des Meeres“.
Museu Arqueològic
Punische Amulette und Keramikfiguren, römische Statuen und Amphoren, maurische Münzen - die sorgsam zusammengetragenen Exponate machen mit der Geschichte der Pityusen vertraut. Das Archäologische Museum ist erstaunlich verwinkelt, samt Gangschlauch vorbei an Vitrinen und dem Aufgang zu einem Panoramaplateau im Schatten der Kathedrale. In den Komplex sind die Baustrukturen der Erlöserkapelle (14. Jh.) und der Universitat (bis 1838 Sitz des Rathauses) integriert. Im Sommer Di-Sa 10-14 und 18-20, So 10-14, sonst Di-Sa 9-15, So 10-14 Uhr | Eintritt 2,40 Euro | Plaça de la Catedral
Puig de Missa
Auf eine Höhe von 52 m steigt der Kirchhügel Puig de Missa an. Treppen führen an kalkweißen Häusern und Gartenparzellen mit Orangen- und Zitronenbäumchen vorbei, von oben schweift der Panoramablick über die Unterstadt bis zum Meer und rückwärtig ins hügelige Hinterland. Einst siedelten hier die Mauren und beteten zu Allah - bis zur Reconquista 1235, in deren Zuge die Moschee durch eine erste Kirche ersetzt wurde. Der jetzige Bau geht auf das 16.-18. Jh. zurück und trägt den Charakter einer Wehrkirche. Hinter den dicken Mauern fanden die Bewohner bei Piratenattacken Zuflucht, von Steinwällen aus nahm man die Feinde unter Beschuss. Der überdachte Vorhof mit seinen kalkweißen Arkaden zählt zu den schönsten der Insel, im ansonsten recht nüchternen Innern reicht das Barockretabel bis ans Gewölbe heran. Wer sich für spanischen Totenkult interessiert, sollte den Friedhof nicht auslassen. Man streift an den verglasten Fronten der mehrstöckigen Sargeinschubfächer vorbei, schaut auf Fotos der Verblichenen. Zur Zierde dienen Kunstblumen, Keramiktöpfe und kleine Christus- und Madonnenskulpturen.
Strände der Umgebung
Bezieht man die Küstenabschnitte bis hinauf zur etwa 3 km entfernten Platja de Llevant mit ein, schöpft Es Pujols strandmäßig aus dem Vollen. Zunächst einmal dehnt sich der angenehme, sandige Hausstrand, die Platja d'es Pujols, nordwestwärts an die Felsenlandzunge mit dem Hotel Roca Bella heran. Wer schattenlose Märsche nicht scheut, sollte von dort aus den Küstenstreifen weiter zu Fuß erkunden - es lohnt sich! Nachdem Sie hinter dem Hotel eine kleine, felsenflankierte Bucht mit Fischerbootsschuppen rechts liegen gelassen haben, erreichen Sie weitere kleine Strandabschnitte. Mal führen Holzplankenstege an den Dünen vorbei, mal gehen Sie an der felsig zergliederten Küste ein Stück durch Sand. Der Weg, immer parallel zur Küste, ist nicht zu verfehlen. Suchen Sie sich ein romantisches Plätzchen zwischen den Felsen oder an einer der winzigen Buchten. Am Ende eröffnen sich die Sandweiten der Platja de Llevant, das Ziel der Strandfans und Sonnenanbeter, vor allem der Hüllenlosen - hier tummeln sich FKK-Anhänger. Landeinwärts verläuft ein breiter Dünengürtel in Richtung der Salinen, Treffpunkt vieler ist das große Strandrestaurant Tanga (Mai-Okt. | Tel. 971187905 | €€). Bis zum davor gelegenen Parkplatz ist eine Anfahrt an die Platja de Llevant möglich.
Platja d'es Cavallet
Feinsandiges Aushängeschild des Südens, gut kombinierbar mit der Platja de ses Salines. Die Anfahrt führt durch das weitflächige Gebiet der Salinen und erlaubt den Blick zurück auf die Hügelkulisse des Inlands. Endpunkt ist ein großer Parkplatz, von dort geht's ran an die Dünen und ab an den Nacktbadestrand. Ein beliebter Restauranttreff heißt El Chiringuito (Tel. 971395485 | €€), als Zugabe gibt's den schönen Blick hinüber zur Dalt Vila. Südwärts zieht sich der Strand an Felsenplatten vorbei auf die Landspitze Punta de ses Portes zu - eine lohnende Wanderung an der Küste entlang. Weithin sichtbar thront dort die Torre de ses Portes, ein Wachturm des 16./17. Jhs. 10 km südwestlich von Eivissa
Platja d'es Codolar
Staubig und rumpelig ist die Piste, die sich vom Zubringersträßchen Richtung Es Cavallet und Ses Salines rechter Hand löst und an den Salinen entlang bis zum Endpunkt, einem Parkplatz, führt. An den dicken Steinkloben mag sich mancher Badefreunde vielleicht stoßen, doch das Wasser an der Platja d'es Codolar ist glasklar und das Ganze zur Sonnenuntergangszeit ein absoluter Top-Spot: wenn die Sonne in der Ferne hinter den Zauberinseln Es Vedranell und Es Vedrà langsam versinkt und dem benachbarten Falkenkap (Cap d'es Falcó) den Anstrich eines glühend orange beleuchteten Schiffsbugs gibt. Wer sich den dazugehörigen Sundowner nicht selbst auf den Felsen mixen will und Hunger verspürt, findet im Restaurant Cap d'es Falcó (März bis Dezember tgl. | Tel. 971324082 | €€) eine gute, aber nicht gerade preiswerte Einkehrmöglichkeit mit italienisch-mediterraner Küche. 10 km südwestlich von Eivissa
Platja de ses Salines
Die nahen Salinen standen Namenspate bei Ibizas südlichstem Strand; an der Westseite der Bucht fällt der Blick auf die Salzverladeanlagen. Vom Großparkplatz aus führen Zugänge durch einen Kieferngürtel an den rund 1 km breiten Sandstrand heran - und der genießt einen hohen Beliebtheitsgrad! Hinter der Strandlinie reihen sich mehrere Restaurants auf. Wer lieber Kalorien verbrauchen statt zu sich nehmen will, wandert über Felsplatten und versteckte kleine Senken zur östlich angrenzenden Landspitze Ses Portes mit ihrem historischen Wachturm. Gut 10 km südwestlich von Eivissa
Cala d'Albarca
Lust auf spektakuläre Aussichten? Wer ein raues Küstenpanorama genießen will, fährt nach Sant Mateu d'Albarca und folgt im Ortskern den Schildern nach Cala d'Albarca. Hier geht es zunächst 1,8 km auf einem Landsträßchen nordwärts, dann Rechtsabzweig auf eine Piste und weitere 1,3 km bis zu einem winzigen Waldparkplatz. Der Weg bergab ist für Fahrzeuge nicht mehr passierbar und reizt zu einer schönen Wanderung, die Sie nach etwa 30 Minuten zwischen Kiefern hindurch an die Cala d'Albarca hinabführt. Immer wieder erhaschen Sie Blicke auf die Steilküste; die Bucht liegt wie ein riesiges Amphitheater da. Der Weg ist staubig und steinig, gegen Ende knickt er vor einem Zwischenplateau unscheinbar links ab und führt dann steil ans Felsenufer hinab. Bringen Sie einen Tagesrucksack mit Wasser und ein kleines Picknick mit. Die Panoramen und Kontraste mit dem Grün der Kiefern und dem Blau des Meeres lohnen aber die Mühen! 17 km nordöstlich von Sant Antoni
Cala Bassa
Topbucht mit einem entsprechend hohen Beliebtheitsgrad unter Familien und Jugendlichen, zumal sich in der Nähe der Campingplatz Cala Bassa befindet (Anfang April-Sept. | 400 Plätze | Tel. 971344599 | Fax 971347469 | www.campingcalabassa.com). Gut für Sparfüchse ohne eigenes Zelt: die fest installierten Mobil-Homes, Wohnwagen und Bengali-Zelte für mehrere Leute (€-€€). Das geschwungene Sandareal wird von Felsmassiven geschützt, der Blick schweift weit übers Meer. Ein wenig versetzt hinter dem Strand finden Sie unter Kiefern und Wacholdersogar Schatten - keine Selbstverständlichkeit an den Inselstränden! Drinks in den Strandbars. 8 km südwestlich von Sant Antoni
Santa Agnès de Corona
Eingefasst von Mandelbaumweiten, treibt Santa Agnès de Corona (300 Ew.) auf seiner landwirtschaftlich bestimmten Scholle durch die Zeiten. Der Dorfkern erstreckt sich über einige wenige Straßen, Kirche und Bar liegen dicht an dicht. Ein nahezu himmlischer Frieden, der während der Hauptreisezeit mehrfach sowie jedes Jahr am 21. Januar zu Ehren der lokalen Schutzpatronin, der hl. Agnes, aufbricht. Auf Pferdekarren fährt dann die Tanzgruppe auf dem Kirchplatz vor, Musiker ziehen unter klappernden Kastagnetten ins Gotteshaus ein, der Prozessionszug trägt Standbilder durch den Ort.
Sant Mateu d'Albarca
Hier gedeihen Mandeln und Wein: ein fruchtbares Fleckchen Erde ist dieses Talbecken von Sant Mateu d'Albarca (300 Ew.), das geologischen Studien zufolge einst mit einem See gefüllt war. Heute ist der ausladende Kessel mit verstreuten Anwesen besprenkelt, das Hauptörtchen vereint alles Notwendige: den Sportplatz, den Friedhof und die weiße Kirche aus dem 18. Jh. Das freundlich geführte Restaurant Can Cires (Di geschl. | Tel. 971805551 | €-€€) liegt nur ein paar Gehminuten von der Kirche entfernt und tischt wochentags ein günstiges Mittagsmenü auf; auch sonst ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.
Cala d'Hort
Ein kurzes, 15-prozentiges Gefälle lässt Sie auf dem letzten Stück der Straße regelrecht an die Cala d'Hort hinabstürzen. An Parkraum herrscht jedoch Mangel, auch die die Restaurantplätze sind heiß begehrt. Der steinige Strand selbst ist nicht ganz so reizvoll, der Ausblick, vor allem bei Sonnenuntergang, auf die legendären unbewohnten „Dracheninseln“ Es Vedranell und Es Vedrà allerdings kaum zu überbieten. Insbesondere von Es Vedrà soll eine magische Kraft ausgehen. Ab Sant Antoni nehmen gelegentlich Ausflugsboote Kurs auf das 382 m hohe Zaubereiland. Ein idealer Platz, um das Panorama mit festem Boden unter den Füßen zu genießen, ist das Restaurant El Carmen (März-Okt. tgl. durchgehende Küche | Tel. 971187449 | €€); die gute Paella genießt weithin einen guten Ruf.
Cala Vedella
Schöner Buchteinschnitt, makelloser Sand, gute Infrastruktur - die Pluspunkte der Cala Vedella (auch: Vadella) liegen auf der Hand und zusammen mit dümpelnden Yachten und Fischerbooten vor Augen. Fischgerichte und Paellas bereitet das Restaurant María Luisa (Mo geschl. | Tel. 971808012 | €€). 9 km westlich von Sant Josep de sa Talaia
Sa Caleta
Markante Klippen in rotbraunen Tönen formen die Kulisse von Sa Caleta, einer kleinen Bucht mit Steinstrand. Vom meernahen Parkplatz ist es ein Katzensprung ins Restaurant Sa Caleta (tgl. | im Winter abends geschl. | Tel. 971187095 | €€-€€€), das sich auf Reis- und Fischgerichte spezialisiert hat. Am Restaurant vorbei folgen Sie dem Weg wenige Gehminuten weiter zum Poblat fenici, den Überresten einer phönizischen Siedlung aus dem 7. Jh. v. Chr. Das kleine Gelände ist umzäunt und wegen seiner spärlichen Fundamente eher enttäuschend. Beeindruckender nimmt sich das Miteinander von Kieferngrün und Meeresblau im Hintergrund aus; der ganze Küstenstreifen steckt voller Bootsschuppen der Fischer. Eine alternative Bucht öffnet sich weiter westlich mit der Cala Es Jondal. 10 km südöstlich von Sant Josep
Sa Talaia
Hoch über Sant Josep de sa Talaia bäumt sich der 475-m-Riese Sa Talaia auf. Ibizas höchster Buckel trägt eine Haut aus Kiefern und wilden Kräutern und überdies mehrere Antennen. Entdeckernaturen starten in Sant Josep zu einer Bergwanderung (einfache Strecke ca. 2,5 km, leider schlechte Beschilderung). Orientierungen geben die Antennenmasten im Gipfelbereich. Der Berg ist mit Kiefernforst bedeckt, der Gipfel gibt phantastische Ausblicke auf die Ost- und Westküste frei. Alternative zum steilen Aufstieg: die Pistenauffahrt mit dem Mountainbike oder einem geeigneten Fahrzeug über den 5 km langen Camí de Sa Talaia.
Cova de Can Marçà
Tropfsteinhöhle mit interessanten Galerien und einer geologischen Geschichte, die rund 100000 Jahre zurückreicht. Aus jüngerer Zeit, bis etwa 1970, sind Episoden von Schmugglern überliefert, die in der Grotte ihre Tabak- und Schnapslager unterhielten. Noch heute sieht man rätselhafte Zeichen an den Steinwänden, mit denen sie sich den Weg zum Notausgang markiert hatten. Ton- und Lichteffekte sorgen beim geführten Rundgang für kleine Showtime. Auf der Terrasse der Höhlenbar können Sie sich mit einem Drink erfrischen und die herrliche Aussicht auf die Felsenküste genießen. Eintritt nur mit Führung (etwa jede halbe Stunde, Dauer 40 Min.), im Sommer tgl. 10.30-20, sonst tgl. 11-17.30 Uhr | Eintritt 8 Euro | Tel. 971334776 | www.covadecanmarsa.com | ca. 1 km nordöstlich von Port de Sant Miquel (beschildert)
Sant Miquel de Balansat
Allbeherrschend thront die wehrhafte Kirche (14.-16. Jh.) auf dem Ortshügel Puig de Missa und lockt Besucher durch zwei dreibögige Zugänge an. Im Innern wirkt das Gotteshaus fast grottenartig, Teile der Gewölbe sind mit Fresken bemalt. Nicht nur beim Patronatsfest Ende September geht es hoch her. Von etwa Anfang Mai bis Ende Oktober werden Volkstänze geboten: Immer donnerstags gegen 18 Uhr geben sich Folkloregruppen ein Stelldichein. In typische Trachten gekleidet, ziehen sie auf dem Kirchenvorplatz mit ibizenkischen Tänzen (dem so genannten ball pagès) und Musik zahlreiche Besucher an - eine ideale Gelegenheit, sich ein Bild von der lebendigen Traditionspflege zu machen. 4 km südlich von Port de Sant Miquel
Torre d‘es Molar
Am Strand von Port de Sant Miquel beginnt ein ausgeschilderter Wanderpfad, auf dem Sie etwa 25-30 Minuten bis zur Torre d'es Molar brauchen. Manche Abschnitte sind steinig und steil und führen durch schattigen Kiefernforst, nicht überall ist der Weg deutlich mit Farbmarkierungen ausgewiesen. Das Panorama um den alten Molar-Wachturm entschädigt für alle Mühen. Hier zeigen sich die Abstürze der nördlichen Felsenküste von spektakulären Seiten, auch den Strand von Port de Sant Miquel haben Sie in der Ferne im Blick.
Buchten und Strände
Von Sant Carles geht es zur wenige Kilometer südöstlich gelegenen Cala Llenya, einem echten Strand-Höhepunkt. Hinter dem Kiefernforst breiten sich feinsandige Flächen mit reichlich Liegeplätzchen aus.
Cala de Sant Vicent
Nordöstlichster Küstenort (300 Ew.), der sich durch seinen schönen, breiten Sandstrand auszeichnet. Zum Ortsbild gehören Bootsschuppen und Felsenflanken. Hier kommen Wassersportler auf ihre Kosten, hier können Sie Schnorchel und Maske austesten. Weniger reizvoll ist die Küstenbebauung u.a. mit dem klobigen Hotelkasten Cala de San Vicente (117 Zi. | Nov.-Anfang Mai geschl. | Tel. 971320121 | Fax 971320112 | www.grupotel.com | €€). Cala de Sant Vicent liegt 6 km nordöstlich von Sant Carles und lässt sich gut mit einem Schlenker nach Sant Vicent de sa Cala kombinieren. Das kleine Inlandsdorf (300 Ew.) liegt ein paar Kilometer westlich von Cala de Sant Vicent, den Ortsmittelpunkt bildet die Kirche aus dem 19. Jh.
Camí de Sa Pujada
Traumhaft, aber anstrengend - auf 1,5 km Länge überbrückt der „grüne Weg“ Camí de Sa Pujada die Höhendifferenz zwischen Formenteras Küsten- und Hochebene. Wählen Sie am besten das obere Ende als Einstieg, da Sie Ihr Gefährt auf dem steinig-staubigen Parkplatz an der Hauptstraße abstellen können. Folgen Sie dem ausgeschilderten Wanderweg abwärts durch Kiefernforst, steigern Sie Ihre Vorfreude mit jedem Schritt hinab - denn bald erwarten Sie Panoramatrassen, die bei klarer Sicht kaum etwas aussparen! Herrliche Blicke schweifen über die blau bis türkis schimmerden Wasserflächen und über weite Teile der Insel hinweg. Hier bekommen Sie eine kostenlose Lektion in Inselgeografie, sehen, wie sich Formentera in der Mitte zusammenzieht und zwischen Cap de Barbaria und Punta Prima verbreitert. Im fernen Hintergrund machen Sie deutlich die Silhouette Ibizas aus. Der spätere Aufstieg zurück zum Parkplatz wird Sie manche Schweißperle kosten. Den Parkplatz am oberen Einstieg des Camí de Sa Pujada finden Sie nahe Kilometerstein 15 zwischen Es Caló de Sant Agustí und El Pilar de la Mola, von der kurvigen Küstenauffahrt her auf der linken Seite.
El Pilar de la Mola
Hauptort (400 Ew.) der Hochebene La Mola, die seit ehedem in ständiger Rivalität zum Rest Formenteras steht. Für viele Insulaner markieren die knapp 200 Höhenmeter einen gewaltigen Schnitt zu „denen da oben“. An der Ortsdurchgangsstraße reiht sich alles Wichtige auf: ein paar Geschäfte und Cafés, die kalkweiße Kirche (18./19. Jh.) und das Gelände des von Mai bis Ende Sept./Anfang Oktober immer So und Mi stattfindenden Kunsthandwerkermarkts. An den Ständen bietet man Schmuck, Kleider und alle möglichen Kunsterzeugnisse feil, Rahmenprogramme bieten Musik und kleine Straßenshows. Ein weiterer guter Besuchsgrund ist das ebenfalls an der Hauptstraße gelegene Restaurante Pequeña Isla (Nov.-April geschl., Juli-Sept. tgl., sonst Mo geschl. | Tel. 971327068 | www.pequenaisla.com | €€-€€€). Hier tischt man Ihnen vorzügliche typische Inselgerichte auf, die sich auch viele Einheimische nicht entgehen lassen.
Platja de Mitjorn
Kilometerlanger Strand im Süden der Insel, unterbrochen von diversen Felsabschnitten und Buchten, im Rücken Dünen oder Kiefernwälder. Ab der Hauptstraße Sant Ferràn-El Pilar de la Mola führen immer wieder Abzweige (teils staubig, steinig und schlaglochdurchsetzt!) zu Restaurants, Bartreffs und Hotels an der Platja de Mitjorn, die mitunter auch Migjorn geschrieben wird. Gelegentlich müssen Sie mit angespültem Seegras rechnen, außerdem ist beim Baden wegen möglicher Strömungen Vorsicht angebracht. Hier können Sie sich im Adams- und Evaskostüm den Strandfreuden hingeben, sich ein Plätzchen zwischen Felsenzungen oder natürlich in einem legendären Beachtempel wie der Blue Bar suchen - am besten bei Sonnenuntergang und einem Cocktail! Am Abend geht die Partypost mit Musik und Tanz und Events jeder Art ab (www.bluebarformentera.com). Ebenfalls angesagt ist der Beachclub Gecko (Ca Marí | Tel. 971328024 | www.geckobeachclub.com).
Cap de Barbaria
Südlichster Zipfel Formenteras mit einer spektakulären Felsenküste und einem Leuchtturm, der sich aus einem weitläufigen kleinen Mauerverbund erhebt. Ein idealer Platz für die Sonnenuntergangsstimmung! Allein die Anfahrt zum schroffen Kap Barbaria lohnt den Weg. Südlich von Sant Francesc zieht sich die Straße an Feldern und Kiefernhainen vorbei, am Wege liegen - sorgsam umzäunt - dürftige Megalithreste aus dem 2. vorchristlichen Jahrtausend. Allmählich ebbt die Besiedlung ab, ehe sich die Asphaltader durch die steindurchsetzte Weite der Hochebene Pla del Rei zieht. Ganz am Ende ragt der Leuchtturm, der Far des Cap de Barbaria, wie ein einsamer Wächter aus der kargen Landschaft. Die Felsenküste ist als Habitat wie geschaffen für den Balearen-Sturmtaucher (puffinus mauretanicus), einen Seevogel, der sich einzig auf den Balearen fortpflanzt; im Sommer zieht er in kühlere Gebiete und kommt ab September auf die Inseln zurück. Ansonsten erheben über der Küste Falken, Korallen- und Weißkopfmöwen ihre Schwingen.
Platja de ses Illetes
Top-Strandareal im äußersten Norden, das wegen seines feinen Sandes und des klaren Wassers allseits gerühmt wird. Kein Wunder, dass im Sommer zahllose Yachten vor der Küste ankern. Die Strandgebiete schirmen nach Westen hin jenen flachen Landfortsatz ab, der wie eine Nadelspitze ins Meer sticht und in Richtung der Insel Espalmador enger und felsiger wird.
Auftakt
Was für Inseln!
Sie bilden ein traumhaftes Inseldoppel vor der spanischen Mittelmeerküste - das quirlige Ibiza und die ruhigere Nachbarin Formentera. Die Natur ist äußerst facettenreich: Zahllose Strände locken die Sonnenanbeter, lauschige Buchten verstecken sich zwischen Felsen, im Hinterland werfen sich kiefernbesetzte Flanken auf. Im Sommer toben wilde Partys, Chillout-Zones sind Pflicht. Überall fallen Hüllen und Hemmungen, steigt das Diskofieber bis zum Delirium. Doch wer will, findet auch seine ländlich-beschaulichen Refugien. Außerhalb der Saison genießt man sowieso die Stille und die Natur, die kräuterwürzige Luft und das mediterrane Licht.
Räucherstäbchen, Schweiß, Leder, Seife: Ein kerniger Duftmix hängt in der Luft, während Ketten, Kleider und Tücher made in India unter Sonnensegeln den Besitzer wechseln. „Hippiemärkte“ wie der von Las Dalias bewahren die Aura des alten Ibiza, der Blumenkinder, die einst in den Sechziger- und Siebzigerjahren kamen. In ihrem Sog strömte die internationale Feriengemeinde nach und ließ die Mittelmeerinsel zum Inbegriff von Sun&Fun aufsteigen, von Drogen, Alkohol und unverbindlichen One-night-stands.
Die im Winter jungfräulich daliegenden Straßen und Plätze verwandeln sich zur wärmsten Jahreszeit noch heute in heiße Spots: Schaubühnen, Laufstege, Anmachmeilen, Tummelbecken von gelifteten Jetsetlern und längst ergrauten Althippies.
Hier geizt man weder mit Reizen, noch spart man an phantasievollen Outfits. Ibizas legendäre Sommernächte werden zum Tag, der Tag verschwimmt vor Augen. Unter solcherlei Vorzeichen schwebt Europas Jugend unverändert zum Dauer-Event ein. Man vergnügt sich in Gay- und Cocktailbars, tanzt in Szenetreffs und Megadiskos bis zum Umfallen, trifft sich nach den relaxenden Stunden am Strand zu Sundownern und Schaumpartys. Wer hierher kommt, weiß, was er will und sucht - besinnliche Ruhe ganz bestimmt nicht. Oder doch? Denn auch heute gibt es noch das „andere“, das beschauliche Ibiza, das einen Besuch zu jeder Jahreszeit lohnt und das mit seinem Zauber aus Farben, Licht und Gerüchen schon zu Beginn des 20. Jhs. Künstler und Intellektuelle aus ganz Europa in seinen Bann zog. Heimlich, still und leise hat sich nicht zuletzt in diesem Bereich die Infrastruktur verbessert. Fernab von wummernden Bässen führen Rad- und Wanderwege durch abgeschiedene Wacholderhaine und Pinienwälder, Berge und Buchten laden zu Entdeckungen ein, einsam gelegene Fincas bieten urige Unterkunft und erstklassigen Service. Ibiza und Formentera bilden ein faszinierendes Inseldoppel, das zu den Balearen gehört und unter dem Begriff Pityusen firmiert. Schon Karthager, Römer und Mauren fühlten sich hier wohl, während sich die wahre Weltgeschichte woanders abspielte. Ibiza und Formentera schwammen allenfalls am Rande mit, weshalb große Kulturschätze heute eher Mangelware sind. Aus frühzeitlichen Epochen haben sich mancherorts Hausfundamente und Gräber erhalten, die klobigen Wachtürme an den Küsten legen Zeugnis von den stets befürchteten Piratenattacken zwischen dem 16. und 18. Jh. ab. Auch viele Kirchen haben Wehrcharakter. Der steten Furcht vor Angriffen ist die eindrucksvolle Silhouette von Eivissa zu verdanken, der stark befestigten Hauptstadt Ibizas. Das historische Hügelviertel Dalt Vila schließt mit gewaltigen Mauerverbünden und Bollwerken ab und zählt zum Welterbe der Unesco - und das erfüllt alle Insulaner mit Stolz! Wie viele unter ihnen rein ibizenkisches Blut in den Adern haben, lässt sich kaum ermessen. Offiziell beziffert man die Einwohnerzahl der Inseln auf 130000, wovon 8000 auf Formentera entfallen. Längst haben viele Auswärtige auf den Inseln eine neue Heimat gefunden, darunter viele residentes, wie die Zugereisten hier genannt werden, aus unterkühlten mittel- und nordeuropäischen Sphären. Im Juli und August schwitzen alle um die Wette, zu Jahresbeginn weiden sie sich am Anblick der Mandelblüte und genießen an manchem Wintertag das Frühstück auf der Terrasse. Der Traum von ewiger Wärme wird allerdings nicht unbedingt wahr: Wohl dem, der im Winter eine Heizung im Haus hat!
Auf den Pityusen bleibt alles in überschaubarem Rahmen. Ibiza bringt es auf 572 km ², Formentera misst gerade einmal 82 km ². Ibiza und Formentera liegen in Sichtweite voneinander, zwischen den Inseln herrscht reger Fährverkehr. Strände gibt es wie Sand am Meer, allein auf Ibizas Karten sind über 50 verzeichnet. Allerdings reihen sich die Strandareale nicht nahtlos aneinander. Manche sind nur zu Fuß erreichbar, liegen in kleinen Buchten und sind von Klippen begrenzt. Das wohl temperierte Wasser glänzt hellblau bis türkis, draußen liegen Yachten auf Reede, aus den Strandbars strömen appetitanregende Düfte. Für Kontraste sorgen Täler im Inland und eine vielfältige mediterrane Pflanzenwelt mit Lavendel, Thymian, Wacholder, Kiefern, Wildkräutern, Kakteen und Agaven. Feigen- und Johannisbrotbäume, Mandelhaine und Weingärten fügen sich harmonisch ins Bild. Sieht man einmal von Eivissa, Sant Antoni und Santa Eulària ab, fällt die verstreute Besiedlung auf. Als stille Wahrzeichen sind die kalkweißen Häuser allgegenwärtig.
Der Natur kommt auf Ibiza und Formentera ein besonderer Stellenwert zu, weite Gebiete stehen unter Schutz. So wie die alten Salinen, die auf beiden Inseln heute als Vogelschutzzonen dienen. Am höchsten hinaus geht es auf Ibizas Berg Sa Talaia, einem bewaldeten Buckel von 475 m Höhe mit herrlichem Blick über Hügel und Meer. Formentera hingegen zeigt sich von flacherer Gestalt und ganz auf Natur geeicht. Im Norden züngeln sich die Strände bis an das vorgelagerte Eiland Espalmador heran, im Osten wirft sich das Hochplateau La Mola um den Berg Sa Talaiassa auf ganze 192 m auf.
Zum Glück steht nicht alles im Zeichen des Fremdenverkehrs, der den Inseln mit ca. 1,7 Mio. Besuchern (darunter ca. 300000 Deutsche) pro Jahr den Stempel aufdrückt und die wichtigste Einnahmequelle bildet. Abstoßende Bettenburgen sind die Ausnahme, und Unternehmungslustige entdecken erstaunlich unbeleckte Dörfer. Hier begegnet man noch Alten, die durch die Gassen schlurfen und Fremde freundlich grüßen. In ihrer Traditionspflege stehen die Einheimischen den übrigen Spaniern in nichts nach und feiern die Feste, wie sie fallen. Mit Hingabe pflegen sie ihre Bräuche, formieren sich bei Patronatsfeiern in bunten Trachten zu Tänzen und lauschen dem Gottesdienst des Inselbischofs in der überfüllten Dorfkirche. Auf català, versteht sich, der hier verbreiteten katalanischen Sprache. Ansonsten spricht jeder Spanisch, im Tourismusbusiness manch einer Deutsch. Auch auf kulinarischem Gebiet lauern keine Gefahren - der einheimischen Küche können Sie sich ruhig anvertrauen. Probieren Sie z.B. einen arròs amb peix, den typischen Fischreis. Dazu empfiehlt sich ein ibizenkischer Wein. Und dann mit frischen Kräften auf zu neuen Entdeckungen!
Um 1600 v. Chr.Für Ibiza ist eine Siedlung im Inselosten nachgewiesen, auf Formentera legt die megalithische Grabstätte Ca na Costa Zeugnis der Präsenz des Menschen ab
654 v. Chr.Über dem Hafenbecken des heutigen Eivissa gründen die Karthager ihre erste Siedlung
1. Jh. v. - 5. Jh. n. Chr.Römische Herrschaft auf den Inseln
Ab dem 8. Jh.Die Mauren breiten sich auf den Pityusen aus und führen ausgeklügelte Bewässerungstechniken in der Landwirtschaft ein
1235Eroberung der Inseln durch die Katalanen
1555-85Neue Anlage des Befestigungsrings von Evissa
17./18. Jh.Ständige Bedrohungen durch Piraterie, geringe Besiedlung
1936-39Spanischer Bürgerkrieg, gefolgt von der Franco-Diktatur (bis 1975)
1960er-JahreBeginn der Hippiekultur und des Massentourismus auf den Inseln
1999Die Unesco ernennt die befestigte Altstadt von Eivissa zum Weltkulturerbe
2000-04Spanien unter der Regierung der konservativen Volkspartei (Partido Popular)
2002Spanien wird Euro-Land
2004-08Regierung der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) unter José Luis Rodríguez Zapatero, der auch die Parlamentswahlen 2008 gewinnt
2008Ibiza führt die umstrittenen Sperrstunden für Bars und Diskos ein
Sommerliche Partytime zu stolzen PreisenFür die Diskofans gibt es nur die eine große Jahreszeit auf Ibiza: zwischen den Opening Partys (ab etwa Mitte Mai) und den Closing Partys (ab ca. Ende September). In dieser Zeit stehen die Disko-Events häufig unter einem besonderen Stern: von Erotik- und Überraschungsfiestas bis zu Schaum- und Wasserpartys für erhitzte Gemüter. Es kann vorkommen, dass die ganze Tanzfläche geflutet wird. Der Aufwand hat seinen Preis und verschlingt einen gewichtigen Teil des Urlaubsbudgets. Die sündhaft teuren Diskoeintritte rangieren je nach Location, Wochentag bzw. Event um die 50-Euro-Marke! Mitunter bekommt man mit einem auf den Straßen verteilten Flyer ein wenig Rabatt, aber achten Sie auf das Kleingedruckte! Was die Strategien munterer Abzocke betrifft, so kann ein Bier durchaus 10 Euro und ein Wodka mit Zitrone 12 Euro kosten.
Gigantische Bauprojekte für die HauptstadtIm obersten Altstadtbereich der Dalt Vila (Oberstadt) entsteht bis etwa 2012/2013 ein luxuriöses Parador-Hotel. Das Haus soll die historische Substanz und vorhandene bauliche Einheiten behutsam integrieren, darunter das Gouverneurspalais. Im Hafenbereich ist zwischen der Marina Botafoc und dem Leuchtturm der Bau von zwei Molen geplant, die etwa 200 m weit ins Hafenbecken hineinreichen sollen. Dort sollen dann auch größere Fähr- und Kreuzfahrtschiffe festmachen können. Da Ibizas Projektmühlen aber ebenso langsam mahlen wie andernorts in Spanien, sind weitere Terminverschiebungen für die Fertigstellung mehr als wahrscheinlich.
Agroturisme - Tourismus auf dem LandNeues Leben in alten Bauerngehöften - anstelle von Schafen oder Ziegen machen sich heute gut betuchte Zweibeiner breit, statt Landluft riecht es nach purem Luxus. Im Zuge des boomenden agroturisme mit heute insgesamt 20 Landhäusern auf Ibiza sind komplette Anwesen wie Can Lluc nahe Sant Rafel und Can Pujolet bei Santa Agnès mit viel Geschmack restauriert worden und genügen höchsten Ansprüchen. Umrahmt von Balken und Bruchsteinmauern, genießen die Gäste Charme und Komfort in der Natur. Da die Häuser oft versteckt liegen, sollte man sich bei der Buchung nach der genauen Anfahrt erkundigen oder auf der Website die Anfahrtsskizze prüfen.
www.e-ibiza.de/blogWo steigen die heißesten Opening Partys? Wo lässt sich gut chillen? Was ist in der Politlandschaft los, in welche Verschönerungen stecken die Gemeinden ihr Geld? Zu diesen und vielen anderen Themen bekommen Sie hier teils kritische Informationen.
www.ibizablog.co.ukAuch mit dieser englischsprachigen Seite bleibt man aktuell und gut informiert.
www.formenteraweb.com/blogKlicken Sie diese Seite an, um alles (oder zumindest vieles) Wissenswerte über Ibizas Nachbarin Formentera zu erfahren.
www.cafedelmarcommunity.comTreffpunkt der Community des kultigen Musikcafés in Sant Antoni.
www.ibiza-voice.comRegelmäßige Audiopodcasts mit der neuesten Musik; guter Überblick über die Tracklists.
www.minimalfreaks.com/tag/ibiza/Audiopodcasts u.a. mit House, Deep House, Funk, Techno.
Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.
Flughafen IbizaÜberfall auf einen Geldtransporter am Flughafen, einige Euromillionen verschwinden: Spannend geht es zu in dem Kriminalroman von Wolfhard Klein, der seine Leser an bekannte Schauplätze auf Ibiza führt. Mit Schwarzgeld Ibiza liegt ein weiterer Kleinkrimi vor.
SommernachtsmordRaubeiniger Schauspieler, Autor, Herzens- und Gesetzesbrecher, Ex-Knacki: Burkhard Driest, der seit einigen Jahren auf Ibiza lebt, hat viele Gesichter. In Sommernachtsmord ermittelt Kommissar Toni Costa auf Ibiza, es geht um ein verschwundenes Mädchen aus einer Talentshow. Die Reihenfigur Toni Costa tritt auch in Liebestod, Der rote Regen und Brennende Schuld auf Driests Wahlheimatsinsel in Aktion; die Krimis sind angefüttert mit viel Lokalkolorit.
Pura Vida Ibiza - Die Mutter aller PartiesDiesen Film (2003) von Gernot Roll, der auch bei „Ballermann 6“ Regie geführt hat, werden vor allem Fans deutscher Klamauk-Komödien lieben. Im Mittelpunkt stehen drei Freunde, die in einem Clubhotel auf Ibiza als Animateure anheuern.
Undercover IbizaIn dieser deutschen Low-Budget-Produktion (2007) spielt Regie-Guru Klaus Lemke gleich selbst die Hautrolle eines pensionierten Militärs, der auf Ibiza seinen Sohn sucht. In Wahrheit geht es dem Alten darum, die Freundinnen seines Sprösslings aufzureißen...
Lucia und der SexAnspruchsvoller und ziemlich freizügig kommt dieser spanische Streifen (2001) daher, bei dem eine junge Frau, gespielt von Paz Vega, nach einer Enttäuschung auf eine Mittelmeerinsel flüchtet. Gedreht wurde an Originalschauplätzen auf Formentera, darunter am Cap de Barbaria.
Posidonia oceanica, das NeptungrasEine untermeerische Besonderheit ist das Neptungras Posidonia oceanica, das häufig fälschlicherweise für Algen gehalten wird. Die küstennah wachsenden Seegräser bilden unter Wasser regelrechte Wälder und Wiesen, tragen lange Stängel und Blätter und erfüllen wichtige Funktionen im maritimen Ökosystem: Sie sorgen für Sauerstoffzufuhr, fördern die Selbstreinigung des Meeres und bieten Fischen willkommene Laichstätten. Mitunter werden die Pflanzen ans Ufer gespült und verbreiten dann herbe Gerüche. Das mag ein wenig abstoßend wirken, deutet im Grunde aber auf ein gesundes Gewässer hin.
Szene
Trend Guide Ibiza
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist
Friederike DiestelDie Journalistin und Fotografin lebt und arbeitet auf Ibiza. Dort veranstaltet sie Events und ist seit2008 Herausgeberin des Szenemagazins Partysan Ibiza (www.partysan.net). Das aktuellste Media-Projekt der Jungunternehmerin nennt sich My-Ibiza (www.my-ibiza.net) und ist ein Onlineangebot mit Schwerpunkt auf Insider-News von der Insel. Klar, dass sie so immer weiß, was gerade angesagt ist.
Ibiza FashionWer glaubt, dass die Ära der Hippies vorbei sei, der täuscht sich. Das modische Vermächtnis der Blumenkinder ist wieder voll im Trend: bodenlange Kleider und luftige Tuniken mit Blumenoptik, bunten Mustern oder Tierprints. So spiegelt die Ibiza Fashion genau den Spirit der Insel wider. Zu kaufen gibt es sie bei Sweet Dreams Ibiza (www.sweetdreamsibiza.com) oder Naomi Ibiza (C/. Montgrí 20, Eivissa, www.naomi-ibiza.com). Aurobelle Ibiza-India bezieht auch indische Einflüsse aus Goa mit ein (Cantunio POL, 29, Santa Gertrudis, www.aurobelle.de). Etwas exklusiver sind die Modelle von Reina Ibiza (Ctra. Santa Eulària, km 7, www.la-reina.com) und TomTomIbiza (C/. Josep Verdera, Eivissa, www.tomtom-ibiza.com).
AussergewöhnlichIn ist, was anders ist. Im Zeitalter von MP3 erscheint ein echter Plattenladen wie der Vinylclub wie ein Relikt aus vergangenen Tagen (Av. Ignasi Wallis 56 | Eivissa | www.myspace.com/vinylclubibiza). Ähnlich verhält es sich mit dem Laden Campos de Ibiza. Rosen-, Zedern- und Mandarinenduft liegt hier in der Luft, schließlich werden die Parfums, Seifen und Duftkerzen, die es hier zu kaufen gibt, noch von Hand hergestellt (Marina Botafoc | Eivissa | www.camposdeibiza.com). Bunte und ausgefallene Wohnaccessoires gibt's bei Sluiz (Ctra. Sant Josep, km 8 | www.sluiz-ibiza.com). Einen frechen Spruch bringt Marcos Torres auf seine T-Shirts, die er für Dpende kreiert hat (C/. Antonio Palau 9 | Eivissa | www.dpendeibiza.com). Die passenden Accessoires findet man bei Ibizafashion (C/. D'Enmig, 33, oder C/. Miquel Caietà Soler, 3 | Eivissa | www.ibizafashion.com).
Ooommm...Ibiza ist eine magische Insel. Die enge Verbindung zum Erdinneren verleiht ihr eine starke Energie und heilende Kräfte - sagen die Yogis. Mitten im Naturschutzgebiet Els-Amunts befindet sich Akoo Chillout, ein Ort für alle, die diese Energie spüren und die Natur Ibizas erleben möchten. Sonnenmeditation, Wellnesstage und die neu eröffnete Glücksschule sollen dabei helfen (Naturschutzgebiet Els-Amunts | www.akoo.de). Im Garten des Lichts haben das Wohlbefinden und die Gesundheit der Gäste ebenfalls Priorität. Meditation und Yoga stehen auf dem Programm (Sant Miquel | www.thegardenoflight.net). Auch Ibiza Treats setzt auf Ruhe und bietet mit Nia Yoga beispielsweise eine Kombination von Yoga und Tanz an (www.ibizaretreats.com). Aktuelle Infos gibt's auch auf www.ibiza.white.com/ibiza-yoga-calender.
Mix der KulturenIbizas In-Restaurants sind so abwechslungsreich wie die Insel selbst und locken mit lauschiger Atmosphäre und internationalen Köstlichkeiten. Das KM5 mischt arabisches Ambiente mit mediterraner Küche (Av. Sant Josep | km 5,6, Sant Jordi | www.km5-lounge.com). Ähnlich ist das Konzept des El Ayoun. Ein Hauch von Orient weht hier durch die Räumlichkeiten, gegessen wir u.a. Sushi (C/. Isidor Macabich 6 | Sant Rafel | www.elayoun.com). Im Foodism Café gibt's Specials, die von deutschen bis thailändischen Leckereien alles auf den Tisch zaubern (Av. de Fruitera 11 | Santa Gertrudis).
Maxi Vergnügen...Damit das Feiervolk gut versorgt ist, wechseln sich die großen Partyreihen auf der Insel ab. Donnerstags steigt die Monza-Party im Privilege (Ctra. Eivissa-Sant Antoni, km 7, Sant Rafel, www.monza-club-ibiza.com). Mittwochs und samstags hält The Zoo Project im ehemaligen Zoo von Sant Antoni dagegen. Alle nicht Seekranken bringen sich vorab schon mal auf Noah's Ark bei der offiziellen Preparty auf dem Club Boat in Stimmung (Treffpunkt 13 Uhr am Pussycat, Ses Païses, www.thezooproject.com). Die Partywoche beschließt der Judgement Sunday im Eden (C/. Salvador Espríu, Sant Antoni, www.judgementsundays.es).
Beach HotspotsStrand, Sommersonne, Liegestühle und entspannte Musik - so sehen die Tage auf Ibiza aus. Der Jockey Club bietet seinen Gästen an der Platja de ses Salines genau das und ist somit die ideale Umgebung zum Entspannen (Chiringuito, 3, Sant Jordi | www.jockeyclubibiza.com). Im benachbarten Sa Trinxa relaxt man auf weißen Liegen (Platja de ses Salines | www.satrinxa.com). Das Blue Marlin in der Cala Es Jondal lockt mit gutem Essen und chilliger Stimmung (www.bluemarlinibiza.com). Weiteres Highlight ist das Strandrestaurant PK2 in der Bucht S'Estanyol. Hier stehen schon mal Top-DJs wie Sven Väth oder David Moreno an den Turntables (Passeig Juan Carles I I | www.pk2ibiza.com).
Paddle SurfOffensichtlich hat sich der Erfinder von Paddle Surf oder Stand Up Puddle Surf nicht zwischen Surfen und Kanufahren entscheiden können, und so wird jetzt einfach beides gleichzeitig gemacht. Auf einem Surfbrett stehend, das etwas größer ist als ein normales, und mit einem Paddel bewaffnet, geht's raus aufs offene Meer. Die Bedingungen für diese neue Sportart sind auf Ibiza ideal. Kurse für Anfänger bieten Ibiza SUP Stand Up Paddle Camp (Ibiza Sunset Point Apartments | C/. Cantabria 48 | Sant Antoni | www.nomadsurfers.com) und Ibiza Multisport an (C/. València 7 | Sant Antoni | www.ibizamultisport.com). Die passende Ausrüstung gibt's beim Surf Shop Surf Corner (C/. Pais Valenciá | Eivissa).
Moderne KunstMalerische Buchten, steinige Klippen, üppig silbrig-grüne Olivenhaine und das türkisblaue Mittelmeer - Ibiza ist reich an Farben und Natur und bietet Raum für Kreativität. Den nutzt beispielsweise die Malerin Patrizia Pribeti für ihre vielseitigen, farbenfrohen Werke (www.pribetic.de). Und auch ihr Kollege Viktor R. schöpft aus vollen Farbtöpfen (www.viktor-r.de). Er malt Porträts, vor allem aber abstrakte und figurative Bilder in kräftigen Tönen. Zu sehen sind sie u.a. in der Galeria Can Daifa (Pl. de la Iglesia, Santa Gertrudis) oder in der Gallery Q (Ctra. Sant Miquel, km 0,5, www.galleryqibiza.com). Zum kreativen Austausch treffen sich die Künstler des Art Club Ibiza in den Sommermonaten in Bartolos Café (mittwochs ab 20 Uhr) am Strand von Cala Nova. Außerdem organisiert der Club alljährlich die Ruta del Arte, bei der mehr als 80 Künstler der Insel dazu einladen, ihre Ateliers zu besichtigen (www.art-club-ibiza.com).
Stichworte
Schneeweisse Häuser, Folklore und bunte Vogelwelt
Das Leben auf Ibiza und Formentera ist vielseitig; lassen Sie sich überraschen!
ArchitekturAus der Ferne wirken manche Dörfer wie Schachtelwerke aus weißen Kuben - die würfelförmigen Bauelemente scheinen wie miteinander verwachsen. Andernorts vermitteln einsame Bauernhäuser den Eindruck von kleinen Bastionen, stoßen Fremdlinge regelrecht ab. All das ist kein Zufall, sondern typisch für die ländliche Architektur, die sich an historische Einflüsse aus der maurischen Welt und des östlichen Mittelmeerraums anlehnt. Das über zahlreiche Menschenzeitalter gepflegte Konzept beim Hausbau basierte weniger auf ästhetischen Vorlieben denn auf nüchterner Zweckmäßigkeit. Stets hatte man die klimatischen Gegebenheiten vor Augen. Dicke Mauern und kleine Fenster halten Hitze und Kälte zurück, das Kalkweiß reflektiert die Sonnenstrahlen. Über das von innen mit wuchtigen Balken gestützte Dach kann das Regenwasser direkt in die Zisterne ablaufen. Und um den Eintritt kühlerer Nordwinde zu vermeiden, legte man die Haupteingangstür an die Südseite. Einblicke in traditionelle Baustrukturen erhalten Reisende von heute in restaurierten Landhäusern, die zu Hotels umfunktioniert wurden. Nicht ganz stilecht allerdings: Bad mit Dusche gab es in früheren Zeiten nicht!
FaunaWeit gefehlt, wer auf den Inseln einzig schräge Vögel vermutet. Inmitten einer reichen Vogelwelt halten Ornithologen Ausschau nach dem seltenen Fischadler und der zur Familie der Kormorane gehörenden Krähenscharbe, die es auf eine Größe von 75 cm bringt und an ihrem hakenförmigen Schnabel erkennbar ist. Die Krähenscharbe lebt ebenso an den Felsenküsten wie die Weißkopfmöwe, die Korallenmöwe und der Gelbschnabel-Sturmtaucher. Gelegentlich taucht der Eleonorenfalke auf, ein kleiner Raubvogel, der sich im Spätherbst in die afrikanischen Winterquartiere aufmacht und im Frühling zurückkehrt. Wer Glück hat, bekommt in den Salinen Flamingos vors Fernglas oder das Objektiv. Darüber hinaus findet man diverse Eulen- und Reiherarten, während sich die restliche Tierwelt nicht so spektakulär ausnimmt. Allgegenwärtig sind Eidechsen, teils grün, teils bläulich schimmernd, ob an den Felsenküsten oder den Stadtmauern von Dalt Vila.
FloraKnorrige Oliven-, Orangen-, Zitronen-, Feigen-, Johannisbrot- und Mandelbäume versprühen mediterrane Exotik. Neuerdings sieht man sogar Avocadobäume. Charakteristisch ist die Aleppokiefer mit ihrer schirmartigen Krone sowie der oftmals verkrüppelt wirkende Phönizische Wacholder. Hinzu gesellen sich Zwergpalmen, Mastixsträucher, Bougainvilleen, Zistrosen, Oleander und ibizenkischer Ginster. Außerdem sind über 20 verschiedene Orchideengewächse dokumentiert, in den Salinen kommen Binsen vor. Wer durch die Natur streift, wird sich an der Vielfalt kaum sattsehen und -riechen können, denn Rosmarin, Thymian, Lavendel verbreiten überall würzigen Duft.
FolkloreOhne einen Gedanken an touristische Showeffekte zu verschwenden, pflegen die Insulaner ihre Folklore und haben sich mancherorts in Volkstanzgruppen (colles de ball pagès) zusammengeschlossen. Die vier wichtigen Tänze heißen La Llarga, La Curta, Les Nou Rodades und La Filera. Während sich die Frau mit sanften Bewegungen eher zurückhält, vollführt der Mann um sie herum regelrechte Sprünge. Für den musikalischen Rahmen sorgen Flöten, Trommeln und große Kastagnetten. Bei den Trachten sind orientalische Einflüsse unverkennbar, die Frau legt an hohen Festtagen traditionsgemäß ihre wertvolle Gold- und Korallenkette an, die emprendada. Die Männer kommen schlichter daher: Weiße Hosen, rote Schärpen, rote Mützen sowie einfaches Schuhwerk aus Hanf und Segeltuch (espardenya) zählen zu ihrer typischen Festtracht.
KatalanischDer 8. August des Jahres 1235 war von entscheidender Tragweite und markiert im Rückblick den wichtigsten Tag der Lokalgeschichte. Damals stürmten die Katalanen auf Geheiß ihres expansionsfreudigen Königs Jaume I. die Insel Ibiza und drückten den Pityusen fortan mit Kultur und Sprache ihren Stempel auf. Erhalten hat sich bis heute das Katalanische (català), das hier in einer für Außenstehende kaum wahrnehmbaren Dialektvariante gesprochen wird und nicht zuletzt als Ausdruck regionalen Selbstbewusstseins gilt. Katalonien steht den Bewohnern Ibizas und Formenteras halt näher als das stets mit Gedanken an Zentralgewalt verknüpfte spanische Kernland mit seinem behördlichen Wasserkopf Madrid. Die auf den Inseln verbreitete Zweisprachigkeit ist für Auswärtige mitunter schwer nachvollziehbar. Jeder Einheimische spricht im Regelfall Spanisch (castellano), aber nicht immer català. Manche Gemeinden bieten Katalanisch-Intensivkurse für Erwachsene an. Im Reisealltag sieht man Verkehrsschilder durchweg auf Katalanisch, während sich bei Adressenangaben teils katalanische, teils spanische Ausdrücke finden.
PromisVor allem im Sommer tummeln sich auf Ibiza Stars und Sternchen aus Film, TV, Showbiz und Mode. Spaniens Gazetten berichten vom bunten Treiben, ob in den Megadiskos oder an der Marina Botafoc in Eivissa. Die Liste bekannter Inselbesucher liest sich wie ein Who-is-who des Showgeschäfts. Was mit Roman Polanski, Ursula Andress und Nina Hagen begann, hat sich bis heute mit Madonna, Elle McPherson, Eros Ramazzotti und Kultregisseur Pedro Almodóvar fortgesetzt. Auch Fußballgötter und Spaniens Royals werden immer wieder gesichtet - Promialarm!
SalinenDie Tradition der Salzgewinnung reicht bis in phönizische Zeiten zurück. Heute gehört die ökologisch wertvolle Landschaft der alten Salinen zusammen mit einigen Dünen und Stränden wie Es Cavallet und Ses Salines zum Parque Natural de ses Salines d'Eivissa i Formentera, in dem über 200 Vogel- und rund 180 Pflanzenarten vorkommen. Die jährliche Salzgewinnung schreitet voran und liegt zurzeit bei etwa 35000 t. Exportiert wird das Salz u.a. auf die Faröer-Inseln, wo es für die Einsalzung von Fisch dient.
SportBei der Sportbegeisterung stehen die Insulaner den Festlandsspaniern in nichts nach. Surfen, tauchen, Rad fahren, wandern - alles ist möglich. Auch wenn es auf den Pityusen kein Erstligateam aus überbezahlten Balltretern gibt, bleibt König Fußball Spitzenreiter. Zumindest im Fernsehen. Wenn die Ligamatches samstags und sonntagabends live im TV übertragen werden, trifft man sich gerne in den Kneipen und lässt die Torschreie heraus - aber nicht für Real Madrid! Im katalanischen Sprachgebiet drücken die meisten dem FC Barcelona die Daumen.
UmweltschutzGroß haben sich die Pityusen das Thema Natur auf die Fahne geschrieben; allein auf Ibiza stehen mehr als 40 Prozent der Fläche unter Schutz. Zwischen dem Süden Ibizas und dem Norden Formenteras breitet sich der Parque Natural de Ses Salines aus, der auf seinen knapp 120 km ² Salinen, Strände, Dünen, Klippen und die Meereszonen samt kleineren Eilanden umfasst. Neid erweckend ist die Sauberkeit vieler Strände, von denen etliche mit der „Blauen Flagge“ geadelt wurden. Um die Dünen zu schützen, wurden eingezäunte Holzstege angelegt. Gleich daneben mahnen Schilder, die fragilen Ökosysteme nicht zu betreten. Auf den Inseln mangelt es an natürlichen Quellen, zum mediterranen Klima gehören lange Trockenperioden. Wasser ist knapp und kostbar, sodass die Behörden mit Appellen wie „Sparen Sie Wasser im Urlaub!“ Feriengäste zu sensibilisieren versuchen.
WachtürmeKlobig und erhaben stehen sie dort, trotzen seit Jahrhunderten Wind und Wetter: die Wachtürme auf den Pityusen, die von einst unruhigen Zeiten künden. Geriet ein Piratenschiff in Sicht, entzündeten die Wächter auf dem Dach ein Warnfeuer. Statt ebenerdiger Türen verfügten die Türme meist über einen Einstieg auf halber Höhe, zugänglich nur über Strickleitern. Heute haben die Rundbauten ihre Funktion eingebüßt, sind nur noch monumentale Zierde in herrlichen Lagen über der Küste. Manche erreicht man nur zu Fuß, betreten oder besteigen darf man sie nicht.
Weinbau„Es hatte mich immer gewundert“, sagt Juan Bonet Riera, „wie wir auf Ibiza aus so guten Trauben einen solch üblen Wein machen konnten.“ Anfang der 1990er-Jahre entschloss sich der eigentlich im Tourismus tätige Juan, aus seinem Hobby einen Beruf zu machen und den Weinbau auf eine professionelle Basis zu stellen. Damit leistete er Pionierarbeit. Bei Sant Mateu d'Albarca gründete er die Bodega Sa Cova. Im Landesvergleich ist Ibiza ein Zwerg unter den spanischen Weinproduzenten. Offiziell registriert sind fünf Bodegas, die gesamte Jahresproduktion beläuft sich auf ca. 130000 Liter. Zu den wichtigsten Rebsorten zählen Monastrell, Tempranillo und Merlot. Die Weine tragen die geografische Herkunftbezeichnung Vino de la tierra Ibiza.
Feste und Events
Tanz, Musik, Prozessionen
Patronatsfeiern bieten unverfälschte Bilder
Glaube und Aberglaube gehen Hand in Hand, viele Orte wähnen sich mit ihren Heiligennamen von Antonius (Sant Antoni) bis Franziskus (Sant Francesc) unter einem guten Stern. Klar, dass den Tagen der jeweiligen Schutzpatrone ein besonderer Stellenwert zukommt und die Brauchtumspflege dann auf ihrem Höhepunkt steht - das Volk wird gelegentlich gratis mit Wein und Fettgebäck versorgt. Vor und nach dem eigentlichen Festtag nimmt das bunte Programm oft reichlich Raum ein: mit Umzug (desfilada), Prozession (processó), Tanzball (ball), Sportwettkämpfen, Theater und musikalischen Auftritten.
1. JanuarNeujahr
6. JanuarHl. Drei Könige
März/AprilGründonnerstag (Jueves Santo), Karfreitag (Viernes Santo), Ostermontag (Lunes de Pascua)
1. MaiTag der Arbeit
15. AugustMariä Himmelfahrt
12. OktoberTag der Entdeckung Amerikas
1. NovemberAllerheiligen
6. DezemberTag der Verfassung
8. DezemberMariä Empfängnis
25. DezemberWeihnachten
26. DezemberTag des hl. Stephan (San Esteban)
Januar5. Januar: bunte Umzüge am Vorabend des Dreikönigstages u.a. in Eivissa, Sant Miquel, Sant Antoni und Santa Eulària
FebruarUm den 12. Februar: Patronatsfest in Santa Eulària d'es Riu, Tanz und Musik
MärzUm den 19. März: Fiesta des Schutzpatrons in Sant Josep de sa Talaia
März/AprilKarwoche (Semana Santa) mit Büßerumzügen der Bruderschaften; besonders lohnend in Eivissa (Karfreitag in Dalt Vila)
MaiMittelalterfest (Feria Medieval) in Dalt Vila im Gedenken an die Ernennung der Altstadt Eivissas zum Weltkulturerbe; mit Gauklern, Tänzen und Verkaufsständen (meist am 2. Mai-Wochenende)
JuniSemana de la Moda, Modewoche in Eivissa, Präsentation der neuesten Adlib-Kreationen (mitunter auch im Juli)
JuliUm den 8./9. Juli: Patronatsfest in Es Canar
AugustAm Monatsanfang: doppeltes Patronatsfest in Eivissa (Festes de la Terra) zu Ehren der Mare de Deu de la Neu (5. August) und des Sant Ciriac (8. Aug., Tag der katalanischen Conquista Ibizas)
SeptemberInternationales Jazzfestival in Eivissa
NovemberMitte des Monats: Patronatsfest in Santa Gertrudis de Fruitera
Essen und Trinken
Meeresgetier, Fleischeslust und Kräuterlikör
Auf den Inseln können Sie Fisch bis zum Abwinken kosten oder sich den Freuden einer deftigen Landküche hingeben
Das Meer macht Appetit, auf den Speisekarten der Restaurants schwimmt eine riesige Vielfalt an Seegetier obenauf. Wer sein kulinarisches Herz an Fisch verloren hat, sich aber nicht an einen Katzenhai mit Zwiebelgemüse (gató amb ceba) herantraut, ordert am besten eine gemischte Fisch- oder Meeresfrüchteplatte.
Feinschmecker rühmen den getrockneten Fisch, den man mitunter in dünne Streifen schneidet, um damit Salate anzureichern - was jedoch Geschmackssache ist. Gerne kombiniert man Fisch und Krustentiere mit Reis, einem wichtigen Bestandteil der Mittelmeerküche - ob bei der Paella oder dem Reis nach Fischerart (arròs de pescador). Gerne auch wird Reis mit Fleisch (arròs amb carn) oder mit Kürbis (amb carabassa) zu schmackhaften Gerichten zusammengestellt. Ein Nachtisch-Klassiker ist Milchreis (arròs amb llet). Wer Lust auf Fleisch verspürt, bekommt in erster Linie Schaf- bzw. Lammfleisch. Huhn, Lamm- und Schweinefleisch bilden die Grundlage für den deftigen Bauerneintopf sofrit pagès mit Kartoffeln, Blutwurst (butifarra) sowie Schweins- und Paprikawurst (sobrasada), die für einen länger anhaltenden Beigeschmack im Mund bürgt.
Zur Grundlage der gesunden und ausgewogenen Mittelmeerküche zählen Knoblauch und Olivenöl, die sich in der beliebten Soße allioli vereinen. Zu Fisch- und Fleischgerichten reicht man gerne eine Soße bzw. Paste (picada) auf Öl-, Knoblauch- und Kräuterbasis, je nach Hausrezept mit Mandeln, Wein oder Petersilie zubereitet. Bei den Speisezutaten schwören die Insulaner auf vielerlei Gewürze, Blüten, Blätter und Beeren: ob Lorbeer oder Paprika, Rosmarin oder Safran, Oregano oder Majoran.
Unter Spaniern spielt das Frühstück keine große Rolle und beschränkt sich auf Kaffee und Croissant. Ordentliche Hotels haben sich aber auf den Morgenappetit ihrer mitteleuropäischen Klientel eingestellt. Im Gegensatz zum klassischen Milchkaffee (café con leche), dem kleinen Kaffee mit einem Schuss Milch (cortado) und dem Espresso (café solo) führt der Tee (te) ein Schattendasein und wird meist als liebloser Beutelaufguss serviert.
Für Spanier schlagen mittags und abends die eigentlichen Speisestunden, bei denen man weder mit Geld geizt noch auf die Uhr schaut. Traditionell nehmen sich die Einheimischen ausgiebig Zeit zum Essen und begreifen dies nicht als bloße Nahrungsaufnahme. Unter Einfluss eines guten Tropfens wächst ein Gesprächsforum heran, das sich durchaus ein paar Stündchen hinziehen kann. Mittags beginnt man zwischen 13.30 und 14.30 Uhr mit dem Tafeln, abends selten vor 21 Uhr. In erstklassigen Restaurants empfiehlt sich vor allem während der sommerlichen Hochsaison eine frühzeitige Reservierung. Bei einem mehrgängigen Degustationsmenü (menú de degustación) zeigt der Küchenchef gerne, was in ihm steckt. In Restaurants gibt es einige stille Spielregeln. So gilt: Setzen Sie sich niemals unaufgefordert zu Spaniern an den Tisch; der Brauch ist unbekannt und würde Befremden auslösen. Auch wird nicht gerne gesehen, wenn jeder extra bezahlt. In spanischen Grüppchen wirft man zusammen und splittet die Kosten zu gleichen Teilen auf.
Unter Mittag- und Abendessen verstehen die Einheimischen im Regelfall ein dreigängiges Menü aus Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Hier wählt man aus einem vorgegebenen Menüangebot aus oder bestellt à la carte. Aber natürlich sind die drei Gänge kein Zwang! Für den kleinen Hunger zwischendurch eignen sich Appetithäppchen (tapas). Wochentags zur Mittagszeit ist man mit einem preisgünstigen Tagesmenü (menú del día) gut beraten, wobei sich Erlebnishungrige nicht vor authentischen Restaurants der locals scheuen sollten - diese liegen allerdings nicht an vorderster Hafenfront, sondern eher versteckt in Hintergassen. Hier ist das Menü des Tages draußen an der Kreidetafel notiert, hier bekommt man noch etwas fürs Geld. Der Preis liegt günstigstenfalls bei rund 8 Euro und beinhaltet Brot und Wein; ein Gedeck schlägt in diesem Fall nicht extra zu Buche, die Mehrwertsteuer (IVA) ist meist enthalten. Luxus dürfen Sie aber nicht erwarten: Die Sets sind aus Papier, im Hintergrund dröhnt der Fernseher. Auf den Tisch kommt meist eine Karaffe mit kühlem Leitungswasser, das durchaus trinkbar ist. Ansonsten bestellt man Mineralwasser (agua mineral), ob mit Kohlensäure (con gas) oder ohne (sin gas).
Auf alkoholischem Gebiet pendelt die Auswahl zwischen einem einfachen Hauswein, den Tropfen aus ibizenkischen Bodegas und importierten Spitzenprodukten aus Navarra oder La Rioja. In erster Linie sind Rotweine verbreitet, doch es gibt auch gute Rosés und Weiße. Nach dem Essen sollten Sie unbedingt den Kräuterlikör hierbas probieren. Äußerst magenfreundlich ist auch der Thymianlikör Frígola.
arròs secReisgericht, das der Paella entspricht und in das Fisch und Meeresfrüchte ebenso gehören wie Paprika, Kaninchen- und Hühnerfleisch
borrida de rajadaRagout aus gekochtem Rochen, dazu eine würzige Soße (picada)
bunyolsFettgebäck, wird gerne bei Volksfesten gegessen
calamars a la brutaTintenfische, gekocht in der eigenen Tinte
cocaeine Art salziger Kuchen mit Belag; beliebt sind die Varianten mit Paprikaschoten (coca amb pebreres) oder mit Zwiebeln und Tomaten (coca amb ceba i tomata)
empanadesTeigtaschen, wahlweise gefüllt mit Fisch (de peix), Fleisch (de carn) oder Gemüse (de verdura)
enciam amb peix secSalat mit getrocknetem Fisch, in den gekochte Kartoffeln und geröstete Paprikaschoten gehören; populär auf Formentera
ensaimadazum Frühstück beliebtes, trockenes Hefeteiggebäck in Schneckenform, mit Puderzucker bestreut
flaóeine Art Käsekuchen, verfeinert mit Minze und Anislikör
greixoneraDessert aus in Milch eingeweichten Ensaimada- oder Brotstücken, die in Eiermasse gebacken werden
guisat de peixFischtopf mit Kartoffeln und Paprika
hierbasder Name an sich bedeutet „Kräuter“ und steht hier für den typischen süßen Kräuterlikör der Inseln
macarrons de Sant JoanMakkaroni, in Milch mit Zucker und Zimt gekocht; Nachspeise
pebreres farcidesmit Fisch gefüllte Paprikaschoten
sofrit pagèsgut gewürzter Eintopf mit Wurst, Kartoffeln, Fleisch (Lamm, Schwein, Huhn)
Einkaufen
Mode, Märkte und Wein
Schicke Boutiquen, Hippiemärkte - zwischen Kunst und Kitsch finden Sie eine breite Auswahl für jeden Geschmack
Ibiza ist für die ausgefallenen Kreationen der Adlib-Mode bekannt, inselweit große Zugkraft genießen die Hippiemärkte. Die Geschäfte öffnen meist Mo bis Sa 9.30-13.30 und 16.30/17-20 Uhr. Da es kein Ladenschlussgesetz gibt, schließen die Shops in der Hochsaison mitunter später und haben in touristischen Zentren auch sonntags geöffnet.
HippiemärkteAls bunte Treffs mit Entertainment-Faktor sind die von Frühling bis Herbst regelmäßig abgehaltenen Hippiemärkte fast schon legendär, obwohl heute neben den letzten Althippies und ein paar schrägen Freaks auch ganz normale, professionelle Marktbeschicker mit Massenware vertreten sind. Einen besonderen Bekanntheitsgrad genießt der Mittwochsmarkt von Es Canar in Punta Arabí. Die Auswahl an den Ständen umfasst alles Lebensnötige und -unnötige wie Armbänder, Ohrringe, Buttons, Blusen, Kleider, Taschen, gebrauchte Bücher, Sandalen, T-Shirts, Skulpturen, Lederartikel, Seife, Kerzen, Aromen - Kitsch und Nippes inklusive. Das ganz Jahr über (samstags) findet der Hippiemarkt beim Restaurant Las Dalias am Ortseingang von Sant Carles statt. Am besten, Sie besorgen sich bei den Fremdenverkehrsämtern die aktuellen Termine und Standorte der Märkte. Internet: www.megustaibiza.com
KulinarischesAuf den Wochenmärkten können Sie sich gut mit typischen Produkten eindecken, ob für den Direktverzehr oder zum Mitnehmen: Oliven, Feigen, Orangen, Mandarinen, Schafskäse, luftgetrockneter Schinken (jamón serrano) oder Blutwurst (butifarra). Die rötliche Schweins- und Paprikawurst (sobrasada) ist je nach Produkt auch als Brotaufstrich geeignet.
KunsthandwerkAuthentisches Handwerk pflegen die letzten verbliebenen Keramikmeister von Sant Rafel, einem Örtchen auf halbem Weg zwischen Eivissa und Sant Antoni. Zur Auswahl stehen Henkelkrüge und Vasen, Schmuckteller, Amulette Kacheln und Schälchen. Mitunter haben Vorbilder aus punischen Zeiten Pate gestanden, doch ebenso häufig bricht die eigene Experimentierkunst in Form von blauer oder schwarzer oder glänzend reflektierender Keramik durch. Bedenken Sie beim Kauf stets, dass die Tonwaren den Transport nach Hause unbeschadet überstehen müssen!
Mode„Adlib“ heißt das Zauberwort, das die Modebranche seit Flower-Power-Zeiten bestimmt. Erwachsen aus der Hippiekultur, folgten lokale Designer dem Leitsatz „Kleidet euch, wie es euch gefällt“, aber mit Geschmack! Die unkonventionelle Kleidung der Hippies bot den Modeschöpfern eine Quelle der Inspiration, aus der sie mit viel Phantasie einen gesellschaftsfähigen Stil für die moderne Frau entwickelten: freizügig, extravagant, körperbetont, sinnlich. Traditionell gibt Weiß den Farbton an, doch es geht auch farbig frisch. Die Kleider, Blusen und Kostüme finden reißenden Absatz bei denen, die genug Kleingeld haben, denn die wahre Adlib-Mode ist keine Massenware, sondern kommt zu stolzen Preisen in Boutiquen daher. Eine breite Auswahl bietet die Hauptstadt Eivissa.
Spirituosen & WeinDer Kräuterlikör (hierbas) wird in diversen Flaschengrößen und mit dekorativen Kräuterzweigen in der gelblich-süßen Flüssigkeit verkauft. Einen guten Ruf genießen die Produkte der 1880 gegründeten Destillerie Marí Mayans (www.marimayans.com), die für ihren preisgekrönten Likör Hierbas Ibicencas nicht weniger als 18 verschiedene Pflanzenextrakte verwendet. Ob Rosmarin, Anis, Wacholder, Thymian oder Minze - die genaue Mixtur ist Betriebsgeheimnis! Auf jeden Fall fördert das Getränk die Verdauung, verfügt über universelle Heilkräfte und ist gut gegen Rheuma und Atemwegsleiden. Zu empfehlen sind auch die ibizenkischen Weine, die Sie in den Bodegas direkt beim Erzeuger kaufen.
Eivissa Ibiza-Stadt
Lebenslust vor wuchtigen Mauern
Jubel, Trubel, lange Nächte - im Sommer nähert sich Eivissas Betriebstemperatur dem Siedepunkt
Schrill, schriller, Eivissa. In der Hochsaison platzt Ibizas Hauptstadt aus allen Nähten, avanciert zur Inselmetropole des Dauerkarnevals. In der Sommerglut strömen hier die heißesten Ladies und die coolsten Typen zusammen.
Schön, dass der Rahmen dazu passt und sich alles andere als steril ausnimmt: Altstadtmauern, Promenaden und Meer drücken dem Ganzen gleich mehrere i-Tüpfelchen auf. Am Hafenbecken riecht es nach Öl und weiter Welt. Hier laufen Fähren und Containerschiffe ein, Motorboote und Segelyachten steuern ihre Liegeplätze an. In der historischen Oberstadt Dalt Vila geht es bis zur Kathedrale steil bergauf - ein atemschweres Opfer für alle Hügelbezwinger, die mit grandiosen Ausblicken belohnt werden. Nur eines bietet Eivissa nicht: Strände. Doch die Wege auf der Insel sind nicht weit, und die ersten sandigen Weiten beginnen gleich am Stadtrand. So wie die Platja de Talamanca, die Platja de ses Figueretes und vor allem die Platja d'en Bossa, wo sich die meisten Hotels konzentrieren.
Einst fürchtete sich Eivissa vor osmanischen Feinden und verschanzte sich hinter gigantischen Mauern, heute bläst die Fungemeinde zum Sturm auf die Stadt (50000 Ew.) - und wird mit offenen Armen empfangen.
Samstags von 9 bzw. 10 bis 14 bzw. 15 Uhr (je nach Jahreszeit) wird nahe dem Flughafen ein großer Flohmarkt abgehalten: der Rastro de Sant Jordi (Ctra. de l'Aeroport | Sant Jordi de ses Salines | Tel. 971396669). Das Angebot reicht von Kleidern und Schuhen bis zu Obst und Gemüse.
Der Südwesten
Traumhafte Buchten, idyllische Winkel
Kontraste über Kontraste: Sandstrände, Klippen, der Bergriese Sa Talaia und das lebhafte Sant Antoni de Portmany
Im weiten Westen und Südwesten wechselt die Insel gleich mehrfach ihr Gesicht. Abseits der quirligen Sommer-Fun-Hochburg und Hafenstadt Sant Antoni de Portmany hat die Gegend vorwiegend ländlichen Charakter: Oliven- und Mandelbaumhaine, Weinfelder, weidende Schafe, kalkweiße Dorfkirchen, Höfe, freundliche Provinzbewohner.
Ebenso unterschiedlich zeigen sich die Küstenstriche in diesem Teil der Insel: mal sandig, mal zergliedert und von Klippen durchsetzt. Im Inland kratzt Ibizas höchste Erhebung, der Sa Talaia, mit ihren stolzen 475 m an den nur selten aufziehenden Wolken - Bergbezwinger erwarten auf dem Gipfel ein prächtiges Panorama und ein merklicher Temperaturunterschied. Im Hinterland gibt es idyllische Landhotels in schön restaurierten Fincas zu entdecken, die rustikalen Charme und Ruhe mit Komfort verbinden.
Hafenstadt und saisonales Spaßzentrum des weiten Westens, geografischer Gegenpol und gesunde Konkurrenz zur Ausgehmetropole Eivissa: Dies und mehr ist Sant Antoni de Portmany (20000 Ew.), gelegen an einer weiten Bucht.
Eine Hauptstraße, einige Läden und Cafébars, eine Kirche, ein paar nette Winkel - auf diese spärliche Komposition reduziert sich das Ortsbild von Sant Josep de sa Talaia, Dreh- und Angelpunkt einer Großgemeinde von immerhin 19000 Menschen.
Klein und unscheinbar breitet sich Sant Rafel an der Schnellstraße C-731 von Eivissa nach Sant Antoni de Portmany aus.
Gut geeignet für eine Frühstückspause oder den günstigen Einkauf von Gebäck im Ortskern von Sant Josep de sa Talaia: Sa Talaia, eine Mischung aus Café und Bäckerei (C/. Sa Talaia). Für Kaffee, Tapas und einen Drink ebenfalls eine verlässliche Adresse in Sant Josep: die nahe der Kirche gelegene kleine Cafetería Can Llorenç (tgl. | C/. Can Pou, 2).
Der Nordosten
Zerklüftete Küsten und Hafentrubel
Strandfans erwartet eine reiche Auswahl, angeführt von der Ferienregion um Santa Eulària d'es Riu und Es Canar
Felsenfinger stechen aus dem Wasser, der Wind streicht durch Kiefern und Feigenbäume, über manchen Stränden hängt ein Hauch von Wildromantik - überall werden Urlaubsträume wahr.
Lebhaft geht es in der rasant gewachsenen Küsten- und Hafenstadt Santa Eulària d'es Riu zu, während im Inselnorden ein ganz anderer Wind weht. Die Besiedlung ist dünn, die Gegend um Sant Joan de Labritja wirkt regelrecht verschlafen, Ausblicke auf die Felsenküsten erkämpft man sich mancherorts nur zu Fuß. Von gänzlich unberührtem Terrain kann man allerdings auch hier nicht reden, wie im Sommer der Blick auf die frequentierten Strände von Portinatx und Port de Sant Miquel zeigt. Typisch für den Norden sind auch Landstriche mit Mandelbäumen und Orangen. Im Osten lebt Sant Carles noch heute von seinem Ruf als einstiger Hippie-Treff.
Der Ort (1000 Ew.) ist das Zentrum einer populären Urlaubsregion, die südwestwärts mit Santa Eulària d'es Riu verschmilzt. Für Zugkraft sorgt regelmäßig der Hippiemarkt auf dem Gelände des Clubs Punta Arabí.
Munterer Ferienort (500 Ew.), der Wasserfreaks an die Bucht und den ansehnlichen Sandstrand zieht.
Kleine Ferienhochburg des Nordens (800 Ew.), deren Namen man „Portinatsch“ ausspricht. Allsommerlich strömen Wasserratten und Sonnenanbeter heran und aalen sich an mehreren Strandbereichen.
Promenaden, Hafen- und Strandbereiche komponieren die Bilder im größten Ballungsgebiet der ibizenkischen Ostflanke; in der Kernstadt Santa Eulària d'es Riu leben ca. 10000, in der Großgemeinde etwa 30000 Menschen, darunter viele Deutsche.
Das freundliche Ortsbild legt sich rund um die Kirche; in Sant Carles (500 Ew.) liegt alles auf engstem Raum: Bars, Banken, Supermarkt, Apotheke.
Auf dem Puig de Missa über Santa Eulària geht es unterhalb der Kirche kostenlos in das kleine, aber feine Kunstmuseum Laureano Barrau (Di bis Sa 9.30-13.30 Uhr). Der aus Barcelona stammende Maler Barrau (1863-1957) verbrachte Jahrzehnte auf Ibiza, wo er ländliche Szenen und Landschaftsansichten festhielt.
Formentera
Friedensinsel im Mittelmeer
Kristallklares Wasser, Felsenbuchten, sandige Weiten - der Stoff, aus dem seit Hippiezeiten die Urlaubsträume sind
„Als Kinder“, erzählt Carmen, die auf Formentera aufgewachsen ist, „sind wir einfach mit den Hippies losgezogen. Meine Mutter hatte meist ein Picknick vorbereitet, dann ging's mit dem Esel und dem Karren los. Damals war selbst im Hochsommer am Illetes-Strand fast niemand zu sehen!“
Das ist heute unvorstellbar - und dabei ist es noch gar nicht so lange her, denn Carmen scheint noch nicht in dem Alter angelangt, in dem bereits die Rente winkt. Auf der Insel darf sie sich guten Gewissens als Besonderheit fühlen, denn unter den etwa 8000 ständigen Bewohnern gehört sie zu den waschechten Einheimischen - obwohl sie auf Ibiza geboren wurde. Warum Letzteres? „Ganz einfach“, sagt sie, „dort war die nächste Entbindungsstation.“ Heute verfügt Formentera längst über ein eigenes Krankenhaus, hat vermeintlich Versäumtes mit Siebenmeilenstiefeln aufgeholt - und ist in vielerlei Hinsicht doch die Alte geblieben. Auf 82 km ² bleibt weder Platz für einen Flughafen noch für große Städte - daher rührt das häufig benutzte Prädikat von der „Friedensinsel“. Der neueste touristische Slogan lautet: „Das letzte Paradies“.
Ob Blumenkinder von damals oder Besucher von heute, sie alle ließen und lassen sich in den Schoß dieser Mittelmeerinsel fallen. Überall genießt man die Reize einer abwechslungsreichen Landschaft: feinsandige Strände, schattige Kiefernhaine, raue Felsbuchten, von Höhlen durchlöcherte Klippen, die Binnenseen Estany Pudent und Estany des Peix, die Salinen, das kristallklare Meerwasser. Was nicht heißt, dass Formentera einzig ein Hort für Naturseelen oder Romantiker wäre! Im Sommer genießen Treffs wie die Blue Bar einen guten Ruf, und manche Strände mutieren zu improvisierten Tanzflächen. In der Hochsaison wird aus der Fahrrad- vielerorts eine Motorrollerinsel, die sehr viele italienische Gäste anlockt. Man muss sich darauf einstellen, dass die meisten Unterkünfte im Juli/August unverhältnismäßig teuer sind.
Überall auf Formentera sind die Entfernungen und die Höhen gering. Gerade 17 km trennen den Hafenort Sa Savina im Nordwesten von El Pilar de la Mola im Osten, auf der Hochebene La Mola markiert der 192 m hohe Sa Talaiassa das höchste aller Inselgefühle. Hauptstadt ist Sant Francesc, das größte Ausgeh- und Restaurantpotenzial bietet Es Pujols. Hotel- und Apartmentanlagen kommen moderat daher, die einzigen Megakästen liegen im Südosten. Sympathisch hinterwäldlerisch wird es streckenweise im Inland. Staubige Pisten streifen Bruchsteinmauern oder enden unverhofft vor einsamen Anwesen. Hier kommt Formentera-Feeling wie zu besten Blumenkinderzeiten auf - zumindest außerhalb der Hochsaison...
Formenteras Ferienzentrum (1000 Ew.) mit eigenem Strand und einer geschmackvoll aufbereiteten Meerespromenade, an der sich reichlich Einkehrtempel aufreihen und die immer wieder Schauplatz von Freiluftmärkten ist.
Passend zu Formentera zeigt sich die Hauptstadt Sant Francesc (auch: Sant Francesc Xavier oder Sant Francesc de Formentera; 2000 Ew.) in jederlei Hinsicht beschaulich. Wegen seiner Lage im Inland trägt das Städtchen nicht den Charakter eines Touristenzentrums.
Den Inseleinstieg für alle Besucher bildet Port de sa Savina mit regem Bootsverkehr hinüber nach Ibiza, dessen Hügelrücken in der Ferne im Blickfeld bleiben.
Fahrräder zu leihen ist recht günstig auf Formentera. Die preiswertesten Modelle (ohne Gangschaltung) beginnen bei 6 Euro/Tag (26 Euro/Woche), Räder mit Gangschaltung bei 8 bzw. 34 Euro und Mountainbikes bei 10 bzw. 40 Euro. Verleih u.a. bei Moto Rent Mitjorn am Hafen von Sa Savina (Tel. 971322306 | www.motorentmitjorn.com) und bei Moto Rent Pujols (Filialen u.a. in Es Pujols und am Hafen | Tel. 971322138 | www.motorentpujols.com). Am besten, Sie besorgen sich im Fremdenverkehrsbüro am Hafen von Sa Savina eine Übersichtskarte mit Radstrecken; der kostenlose „Führer der Radwandertouren auf Formentera“ ist leider nicht immer vorrätig.
Ausflüge und Touren
Einsame Dörfer, Strände und Salinen
Mit dem Auto durchs Hinterland, zu Fuß in die Natur
Traumhafte Strände und BuchtenAuf Küstentrip durch Ibizas Südwesten - Picknicktasche, Schwimmzeug, Sonnenschutz und Badeschuhe nicht vergessen! Planen Sie einen Tag ein, starten Sie in Eivissa. Dort nehmen Sie Kurs auf folgende Strände und Buchten: Platja d‘es Cavallet, Sa Caleta, Cala d'Hort, Cala Vadella. Rückfahrt nach Eivissa über Sant Josep de sa Talaia; Gesamtstrecke: 66 km.
Ibizas Ländliche IdylleDie Fun- und Partyinsel einmal ganz ohne Strände, die Touristenzentren in weiter Ferne? Nichts ist unmöglich auf Ibiza. Zumindest einen halben Tag sollten Sie für eine motorisierte Tour durch das dörfliche Abseits des Inlands einplanen - mehr noch, wenn Sie unterwegs einkehren wollen. Als Start- und Endpunkt dient Sant Antoni de Portmany, ab dort gehen Sie nordöstlich auf große Schleife. Stationen sind Santa Agnès de Corona, Sant Mateu d'Albarca, Sant Miquel de Balansat, Santa Gertrudis de Fruitera und Sant Rafel; Gesamtstrecke: 45 km.
Formentera: Seeluft und SalzbeckenPure Natur bietet eine Wanderung durch den Norden Formenteras. Ins Marschgepäck gehören Badezeug, Sonnenschutz und Wasser; Vogelfreunde bringen ein Fernglas mit. Samt Restaurant- oder Schwimmstopps können Sie durchaus einen ganzen Tag veranschlagen; wer durchmarschiert, ist nach ca. drei Stunden wieder am Ausgangspunkt. Wegverlauf ab/bis Sa Savina: Salinen, Platja de Llevant, Es Pujols, Süd- und Westufer des Estany Pudent; Gesamtstrecke: 11 km.
24h
Ein Tag auf Ibiza
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Croissant ShowDer Tag beginnt entspannt in Ibiza-Stadt: Nachtschwärmer und Frühaufsteher treffen sich in der Croissant Show zu Gossip und Gebäck. Ofenfrische Teilchen schlemmen und den Blick auf die Dalt Vila genießen. Noch nicht genug? Gleich nebenan ist der neue Takeaway Croissant Shop Wo? Portal de Ses Taules, Mercat Vell | Tel. 971317665
ParasailingVom Frühstück geht's weiter in den Himmel. Am Hafen von Sant Antoni wird man an einem Fallschirm befestigt und von einem Motorboot gezogen. Sagenhaft das Panorama! Wer nicht so hoch hinaus will, verlegt sich aufs Wasserskifahren. Wo? Jimmy's Parasailing | Anmeldung unter Tel. 628780850 | Kosten: 60 Euro | www.digitalibiza.com/parasailing | April-Okt.
LunchtimeSanta Gertrudis ist ein verschlafener Ort. Kaum zu glauben, dass sich hier ein Kleinod für Bioliebhaber befindet. Und nicht nur die frischen hausgemachten Menüs überzeugen im Parawdiso, auch das stylish in Weiß gehaltene Interieur kann sich sehen lassen. Wo? Venda de Fruitera 4 | Tel. 699623472 | www.parawdiso.org | So geschl.
Go EcoCasita Verde, das „grüne Häuschen“, ist eine Ökoanlage bei Sant Josep. Sonntags gibt's Führungen durch die Aloe-Vera-Pflanzungen. Charmant: Die liberale Hippieatmosphäre, so müssen die Gäste z.B. ihr Geschirr selbst abspülen. Wo? Ctra. Eivissa-Sant Antoni, Richtung Feuerwehrhaus und Restaurant Las Dos Lunas abbiegen und Schildern mit den grünen Herzen folgen | So 14-18 Uhr oder nach Anmeldung unter Tel. 971187353 | Kosten: 5 Euro | www.greenheart.info
TrommelpowerWer noch mehr Hippie-Ibiza erleben möchte, fährt nach Sant Miquel und nimmt im Ortskern die Abzweigung in Richtung Nordküste. Rhythmus total ertönt jeden Sonntag bis weit nach Sonnenuntergang am Strand von Cala de Benirràs. Trommler, Perfomer und ein buntes Publikum aus der ganzen Welt treffen sich, um der Sonne und der Natur zu huldigen. Wo? Cala de Benirràs
Dinner mit AusblickIm El Divino genießen Gourmets nicht nur den Ausblick auf die glitzernden Lichter rund um den Hafen von Ibiza-Stadt, sondern auch das Menü des Chefkochs lädt zum Träumen ein. Wie wär's z.B. mit frischem Oktopus mit gebratenem Gemüse und saftigen Pilzen? Wo? Sporthafen Eivissa Nova | Eivissa | Tel. 971318338 | www.eldivino-ibiza.com
Stilvoll in die NachtMehr Glamour geht nicht. Die Ibiza Lounge steht für VIPs, Stil und gute Drinks. In den roten Samtsesseln versinken, die außergewöhnlich guten Cocktails genießen und die High Society Ibizas beobachten. Wo? C/. Emili Pou 6 | Eivissa | www.ibzlounge.com
Open AirKeine Angst - die Nacht ist noch jung, und das Barhopping hat gerade erst begonnen. Nachtschwärmer zieht es nun in die Freiluftbar Dôme. Bei angesagter Housemusik neue Leute kennenlernen und Pläne für den nächsten Locationwechsel machen. Wo? C/. Alfonso XII | Eivissa | Tel. 971317456 | www.dome.es
Sport und Aktivitäten
Radeln, Tauchen und Windsurfen
Fit durch den Urlaub: Meer und Inland bieten eine riesige Auswahl an sportlichen Betätigungsfeldern
Ob zu Lande oder zu Wasser - für alle Freizeitaktiven haben die Inseln eine ganze Menge drauf. Viele Hotels halten ihre Gäste mit Beachvolleyball, Tennis und Bogenschießen auf Trab.
Im Mittelpunkt stehen die Wassersportarten wie Windsurfen, Segeln, Tauchen, aber auch Radler und Wanderer kommen auf ihre Kosten. Bedenken Sie, dass sich die Sportangebote von Veranstaltern oft nur auf die Saison (Frühling-Herbst) beziehen.
Fahrrad FahrenAuf Waldwegen durch Kiefernhaine radeln, an Salinen und Orangenplantagen vorbei, dann atemberaubende Abfahrten ans Meer - auf Ibiza gibt es vielerorts unausgefahrene Pfade zu entdecken. Auf der Insel sind über 20 Radwandertouren mit Farbtafeln beschildert, davon 13 für Mountainbiker; der Rest sind Straßenrouten. Besonders anspruchsvoll: die 38 km lange Mountainbiketour durch das Vall de Morna im Nordosten sowie der 58-km-Trip „Ibiza extrem“ im Südwesten, inklusive Auffahrt auf den Inselberg Sa Talaia. Der Inselrat hat auf Deutsch die erstklassig aufgemachte Broschüre „Führer der Radwanderrouten auf Ibiza“ erstellt (erhältlich bei den Fremdenverkehrsämtern). Ein guter Radverleiher ist Ibiza Sport (C/. Soledad, 32 | Sant Antoni | Tel. 971348949 | www.ibizasport.com). Der Tagestarif liegt im Sommer bei 20 (sonst 16) Euro; gegen Aufpreis werden die Räder an einen gewünschten Startpunkt transportiert. Allgemeine Internetinfos unter www.ibizacicloturismo.com (auch auf Dt.).
FitnessSpaß am Körperkult: Verschiedentlich finden Sie Fitnessstudios (gimnasios) mit Geräten, Laufbändern und Standfahrrädern. Eine bewährte Adresse in Eivissa ist California Gym (Mo-Fr 7-23, Sa/So 10-22 Uhr | Tageskarte für Nichtmitglieder 9 Euro | C/. Aragó, 102 | Tel. 971399355).
GolfDer Golfstrom ist an den Pityusen im Wesentlichen vorbeigelaufen; die für solche Zwecke nutzbare Fläche ist begrenzt. Die Ausnahme bildet die Anlage Golf Ibiza mit 18 und neun Löchern südwestlich von Santa Eulària. Obgleich es sich um einen privaten Club handelt, können auch Gäste hier gegen Tagesgebühr spielen. Green fee für die 18-Loch-Runde 90 Euro, eine Einzelstunde Training mit Lehrer 45 Euro. Club de Golf Ibiza | Ctra. Jesús-Cala Llonga | Tel. 971196052 | Fax 971196051 | www.golfibiza.com
JoggingStrände wie die Platja d'en Bossa sind zum Joggen verlockend, doch wegen ihres tiefen Sands beschwerlich für die Gelenke. Besser, man hält sich auf Pisten oder schlägt Feld- und Waldwege ein. Auf Formentera folgen geübte Läufer der bei „Ausflüge & Touren“ vorgeschlagenen Wanderstrecke (ab/bis Port de sa Savina ca. 11 km) oder joggen zwischen Es Pujols und Port de sa Savina an den Seeufern des Estany Pudent.
SegelnWer die Pityusen von der Seeseite her entdecken will, findet traumhafte Buchten und Ankerplätze. Siebentägige Segeltörns mit Skipper bietet im Sommer Antonio Doria an. Er unterhält kein festes Büro und hat deshalb günstige Preise. Eine Woche inkl. Verpflegung kostet je nach Monat 720-840 Euro/Person, an Bord seiner „Tam-Tam“ finden bis zu neun Gäste Platz. Infos: www.deltayachtcruisers.com | Handy Tel. 639881572 (Span. oder Engl.). Vermieter von Segelbooten finden Sie z.B. an der Marina Botafoc in Eivissa sowie im Sporthafen von Santa Eulària. Der Club Naútico Ibiza in Ibiza-Stadt (Av. de Santa Eulària d'es Riu, s/n | Tel. 971313363 | www.clubnauticoibiza.com) unterhält eine Segelschule.
TauchenMuränen, Tintenfische und Kraken, Höhlen und Wracks - die Unterwasserwelt der Pituysen ist faszinierend! Mit Tagestrips, Nachtausflügen, Tieftauchen und Padi-Kursen haben sich auf Ibiza einige Tauchschulen auf die Nachfrage eingestellt. Dazu zählen das in Portinatx stationierte Diving Centre Subfari (Tel. 971337558 Handy 677466040 | www.subfari.es) und Anfibios Diving in Platja d'en Bossa (Club Náutico Anfibios | Edificio Acapulco | Tel. 971303915 | www.anfibios.com). Auf Formentera ist der Port de sa Savina eine gute Anlaufstelle mit Vell Mari (Tel. 971322105 | www.vellmari.com). Vell Mari ist auch auf Ibiza an der Marina Botafoc vertreten (Tel. 971192884). Für einen Tauchgang sollten Sie inkl. Ausrüstung, Bootsfahrt und fachlicher Begleitung 45-60 Euro einkalkulieren. Ein Kurs Scuba Diver kostet ca. 260, ein Kurs Openwater Diver ab ca. 410 Euro.
WandernZu den überraschenden Seiten der Inseln zählen die vielen Wanderstrecken, die Sie an abgelegene Buchten, Strände und alte Wachtürme führen. Viele Routen sind offiziell ausgewiesen, aber mit einer guten Beschilderung dürfen Sie nicht immer rechnen. Auf Ibiza setzt die ab Sant Josep machbare Besteigung des Berges Sa Talaia (475 m) einen gewissen Orientierungssinn voraus, weil nicht überall eindeutig ausgewiesen. Auf Formentera reizt der Seeuferrandweg zwischen Port de sa Savina und Es Pujols. Manche Wege verlaufen über Stock und Stein und fordern selbst geübten Wanderern einiges ab. Es empfiehlt sich stets, Wasser mitzuführen. Tageswanderungen organisiert der deutschsprachige Führer Miguel Tur Witt (kleine Gruppen, inkl. Minibustransport | Tel. 629684246 mituwi@telefonica.net).
WassersportÜber Segeln und Tauchen hinaus werden Jetski, Parasailing, Seekajak, Banana-Rides, Kitesurfen und Wasserski angeboten. Als gute Anlaufstationen gelten auf Ibiza die Platja d'en Bossa, die Bucht von Sant Antoni und die Strände bei Santa Eulària. Auf Formentera steuern Wind- und Kitesurfer das Centro Wet four Fun (mehrere Stationen, u.a. an der Platja des Pujols | Tel./Fax 971321809 Handy 609766084 | www.wet4fun.com) an.
Mit Kindern reisen
Wasserparks, Karts Wandern, Höhlen
Spaß und Spannung versprechen nicht allein die Küsten, auch im Inland gibt es viel zu entdecken
Auf den ersten Blick ist Spanien ein kinderfreundliches Land, da machen die Pityusen keine Ausnahme. Schon im Mutterbrustalter gewöhnt man Babys an den lockeren Lebensstil, nimmt sie zu nächtlicher Stunde zu Konzerten mit und in verräucherte Bars.
Kinder dürfen fast alles, kaum jemand stört sich am Freudengeschrei. Allerdings geht die Geburtenzahl rapide zurück, denn Vater Staat mauert bei Familienbeihilfen. Für Familienspaß aber ist gesorgt, ob im Wasserpark oder auf der Kartingstrecke. Darüber hinaus überrascht eine Höhle wie Can Marçà mit special effects.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Reise nach Ibiza oder Formentera
AnreiseJe nach Saison steht Ibiza im deutschen Sprachraum auf den Flugplänen von Germanwings (www.germanwings.com), Lufthansa (www.lufthansa.com) Ryanair (www.ryanair.com) und Air Berlin (www.airberlin.com); Flüge mitunter via Palma de Mallorca). Steuern, Service Charge, Kreditkarten- und Gepäckgebühren machen die selbst propagierten Billigfluglinien allerdings längst nicht mehr so billig. Gutes Vergleichsportal für Preise und Verbindungen: www.opodo.de.
Spanisches FremdenverkehrsamtKurfürstendamm 63 | 10707 Berlin | Tel. 030/8826543 | Fax 8826661 | berlin@tourspain.es
AutoFahren Sie defensiv, stellen Sie sich auf kurvenreiche Strecken und - abseits der gut ausgebauten Hauptstraßen - auf staubige Rumpelpisten ein, die zum Strand, Beachtreff oder Landhotel führen. Zur Hochsaison kann Parken in den Städten zum Problem werden, achten Sie stets auf die blau markierten gebührenpflichtigen Zonen sowie auf gelbe Randmarkierungen (Parken verboten). Kleinere Orte wie z.B. Santa Agnès de Corona haben sich mit großen Parkflächen auf die sommerlichen Zuströme eingestellt, während es an den Stränden zu erheblichen Engpässen kommen kann.
Banken & KreditkartenÖffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 9-14 Uhr. Es gibt Geldautomaten für EC- oder Kreditkarten, gängige Kreditkarten sind weit verbreitet.
CampingCamping spielt eine absolut untergeordnete Rolle. Auf Ibiza gibt es nur einige wenige, auf Formentera keinen einzigen Campingplatz. Info im Net: www.infocamping.com.
Deutsches HonorarkonsulatC/. Antoni Jaume, 2 | Eivissa | Tel. 971315763 | honorarkonsulibiza1@yahoo.es | www.auswaertiges-amt.de
Österreichisches HonorarkonsulatAv. Alexandre Rosselló, 40, 5 | Palma de Mallorca | Tel. 971274711 | okpalma@fiolabogados.com | www.bmeia.gv.at
Schweizer KonsulatGran Vía Carles III, 94 | 7. Stock | Barcelona | Tel. 934090650 | bar.vertretung@eda.admin.ch | www.eda.admin.ch
FährenZwischen Eivissa und Formenteras Hafen Port de sa Savina pendeln täglich Schiffe, die 25 (Schnellboote) bzw. 35 Min. brauchen. Etwas Geld lässt sich sparen, wenn man direkt ein Hin- und Rückfahrticket kauft. Preise: 23 Euro pro Person und Strecke für die Schnellboote (Rückfahrticket: 42 Euro), 21 Euro für die etwas langsamere Verbindung (Rückfahrticket: 38 Euro). Fahrplaninformation unter www.medpitiusa.net. Dank der vielen Verbindungen können Sie nach Formentera zu einem Tagesausflug in See stechen.
FKKAuf Ibiza ist die nahe der Salinen im Inselsüden gelegene Platja d‘es Cavallet beliebt, auf Formentera suchen sich FKK-Anhänger an der Platja de Llevant ihr Plätzchen. Oben ohne ist sowieso verbreitet.
GesundheitMit der Europäischen Gesundheitskarte ist eine unentgeltliche medizinische Versorgung im Grundsatz gewährleistet. Allerdings ist das spanische Gesundheitssystem nicht das allerbeste, so gibt es z.B. keine freie Arztwahl. Angeraten sei deshalb eine private Auslandskrankenversicherung. Deutsche Sprachkenntnisse dürfen Sie von den Medizinern nicht erwarten.
Internetwww.ibiza.travel - offizielle Seite der Inselverwaltung, Infos zur Insel Ibiza (auch auf Deutsch)
InternetcafésIn den Internetcafés und -zentren ist das Preisgefüge ganz unterschiedlich. Mal kostet eine halbe Stunde 1 und eine volle Stunde 2 Euro, mal schlagen 10 Minuten mit 1 Euro zu Buche.
Chill Internet CaféEivissa | Via Punica 49 | Tel. 971399736
Internet-Locutorio PuertoEivissa | Av. Santa Eulària d'es Riu, 17 | Tel. 971316484
Internet-LocutorioFormentera | Sant Ferràn de ses Roques | C/. Mallorca, 13 | Tel. 971329189
Klima & ReisezeitUm die 300 Sonnentage pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache: Die Pituysen sind ein Reiseziel für jede Jahreszeit! Dank fehlender größerer Gebirgsmassen herrscht auf den Inseln ein durchweg ausgeglichenes Klima. Selbst im Winter können Sie durchschnittlich fünf bis sechs Sonnenstunden pro Tag genießen. Im Sommer übersteigt die Quecksilbersäule gelegentlich die 30-Grad-Marke, in den Hauptferienmonaten Juli und August geht es in jeglicher Hinsicht hitzig zu.
MietwagenWährend die Wochenmietpreise in der Nebensaison bei ca. 110-120 Euro beginnen (z.B. bei Centauro | www.centauro.net), schlagen sie im Sommer durchaus mit dem Doppelten zu Buche; auch Preise um die 300 Euro sind in der Haupturlaubszeit keine Seltenheit. Gute Preisvergleiche bieten Holiday Autos (http://holidayautos.de) und Auto Europe (www.autoeurope.de). Fallen Sie nicht auf den unseriösen Trick mancher Anbieter herein, bei dem es heißt, das Auto könne mit leerem Tank zurückgegeben werden. Im Gegenzug wird bei der Übernahme ein außergewöhnlich hoher Preis für den gefüllten Tank per Kreditkarte abkassiert!
NotrufAllgemeine Notfälle: Tel. 112
Öffentliche VerkehrsmittelDie Busnetze auf beiden Inseln sind gut ausgebaut. Infos über die Fremdenverkehrsbüros oder unter www.ibizabus.com.
PostBriefe bis 20 g und Postkarten in EU-Länder sowie in die Schweiz brauchen nur wenige Tage Laufzeit und kosten zzt. 62 Cent. Briefmarken sind nicht nur in den Postämtern, sondern auch in Tabakläden (tabacos) erhältlich. Die Höhe des Portos ändert sich im Regelfall zum Jahresbeginn.
PreiseDas Preisniveau auf den Inseln entspricht mitteleuropäischen Standards. Die Einfuhr der meisten Waren auf dem See- oder Luftweg verteuert das Ganze, wie sich beim Blick in die Regale von Supermärkten zeigt. Cocktails, Diskoeintritte, Automiete und abendliche Restaurantbesuche verschlingen bei manchen mehr vom Urlaubsbudget als geplant. Dagegen sind Benzin und Mittagsmenüs in einfachen Restaurants günstig. Die Hotelpreise fallen in der Nebensaison auf bis zu 50 Prozent der Juli/August-Tarife.
StromÜberall kommt der Strom mit 220 Volt aus der Dose, normale Stecker.
Telefon & HandyInternationale Gespräche mit der Vorwahl 00. Danach folgen die Landeskennzahl (49 für Deutschland, 43 für Österreich, 41 für die Schweiz), die Vorwahl der Stadt ohne 0 und die Teilnehmernummer. Vorwahl für Spanien: 0034. Alternative zu den oftmals schlecht gewarteten Telefonzellen der Gesellschaft Telefónica sind private Fernsprechzentren (locutorios), von wo Sie deutlich günstiger telefonieren können. Ihr eigenes Handy können Sie in Spanien problemlos benutzen. Vor Ort wählt es automatisch den frequenzstärksten Netzbetreiber aus, nimmt dabei auf den Preis allerdings keine Rücksicht. Preisübersichten z.B. bei www.teltarif.de
TrinkgeldIn Restaurants sind 5-10 Prozent der Gesamtsumme üblich, vorausgesetzt, Sie waren zufrieden. In Bars rundet man den Betrag allenfalls ein wenig auf. Die Spanier selbst zeigen sich gemeinhin nicht allzu großzügig. Kein Trinkgeld für Taxifahrer.
UnterkunftDie Palette der Unterkünfte reicht vom einfachen Gasthaus (hostal) über das Apartmenthotel (aparthotel) bis zum luxuriösen Hotel (hotel). Achten Sie darauf, ob der angegebene Preis das Frühstück und den verminderten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent (IVA) enthält. Dazu gibt es keine einheitliche Regelung. Auf dem Vormarsch befindet sich der „Tourismus auf dem Land“ mit schönen Landhotels, die meist zur Hochpreiskategorie zählen. Während auf Formentera (von Ausnahmen abgesehen) kleinere Beherbergungsbetriebe verbreitet sind, werden Sie auf Ibiza auch manch abstoßenden Hotelkasten sehen. Infos im Internet: www.ibiza-hotels.com oder www.ibizahotelsguide.com. Viele Hotels schließen in der Nebensaison komplett!
ZeitungenDeutschsprachige Zeitungen sind meist am Erscheinungstag erhältlich. Besucher mit Spanischkenntnissen werfen einen Blick in die Tageszeitung „Diario de Ibiza“. Infos, aktuelle Storys und wichtige Veranstaltungstermine im deutschsprachigen Monatsmagazin „Ibiza heute“ (www.ibiza-heute.de).
ZollInnerhalb der EU dürfen Waren für den persönlichen Gebrauch frei ein- und ausgeführt werden, u.a. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen, 90 l Wein.
Busfahrt3 Euro Flughafen-Eivissa
KaffeeAb 1,10 Euro kleiner Kaffee in der Bar
Softdrink1,50-2,50 Euro in der Bar
Museum2-3 Euro Eintritt für eine Person
Benzin0,95 Euro ein Liter Normal
TagesmenüAb 8 Euro mittags im einfachen Restaurant
Unser Insider
MARCO POLO Insider Andreas Drouve im Interview
Andreas Drouve lebt seit Mitte der Neunzigerjahre in Spanien und ist als freier Autor und Journalist ständig auf Achse.
Was reizt Sie an Ibiza und Formentera?Die Kontraste - in jederlei Hinsicht! Lange Strände und kleine Buchten, Klippen und grüne Höhenzüge, der große Dreh- und Angelpunkt Ibiza-Stadt und die ausgestreuten kleinen Dörfer im Hinterland. Außerdem: die Inseln im Sommer und im Winter, das sind Unterschiede wie Tag und Nacht. Klimatisch lebt man natürlich auf der Sonnenseite des Lebens.
Was ist mit der Landschaft, der Kultur?Das Meer und die herrlichen Strände sind eine Sache, die Berge und die Ausblicke eine andere - zumindest auf Ibiza. Wer einmal oben auf dem Sa Talaia steht, wird vom Naturpanorama und der Fülle an Grün angenehm überrascht sein. Auf Formentera spielt sich alles auf geringerer Höhe ab, da sorgen Dünen und Felsenküste für die landschaftlichen Kontraste zu den Stränden. Kulturell gibt es sicher spannendere Ziele als die Pityusen, doch immerhin werden immer mal wieder gute Konzerte veranstaltet. An die Kultur vergangener Zeiten erinnern Ibizas Altstadt und die wulstigen Wachtürme, die Talaiots.
Und was mögen Sie hier nicht so?Den starken Verkehr, keine Frage. Aber der lässt sich ebensowenig ändern wie die Anblicke von manch tristen Wohnblocks und Gewerbegebieten, die es ebenfalls gibt.
Sprechen Sie die Landessprache?Da müsste man besser sagen: die Sprachen. Spanisch und Katalanisch sind auf den Inseln ja parallel vertreten, wobei ich kein Freund der Katalanisierung bin. Spanisch hatte ich schon als Abiturfach und habe es, neben Germanistik und Völkerkunde, auch studiert. Katalanisch verstehe ich problemlos, bin aber kein aktiver Sprecher.
Was machen Sie beruflich?Mein Ziel war es schon immer, Bücher und Reportagen über Reisen und fremde Kulturen zu schreiben - und damit bin ich als freiberuflich tätiger Autor und Journalist auch vollends ausgelastet, zum Glück. Meine Bücher erscheinen in vielen bekannten deutschen Verlagen.
Mögen Sie die Küche der Inseln?Na klar, zuvorderst all das, was mit Fisch und Krustentieren zu tun hat. Als passionierter Amateurtrinker genehmige ich mir dazu mit Vorliebe einen echten ibizenkischen Wein.
Bloß nicht
Aspekte einheimischer Mentalität, an die es sich zu gewöhnen gilt
Falsch parkenPolizisten kennen bei Falschparkern keine Gnade, stellen saftige Strafzettel aus und ordern rasch den Abschleppwagen (grúa). Höllisch aufzupassen gilt es überdies bei gebührenpflichtigen Parkzonen, die Sie leicht an den blau markierten Randstreifen erkennen und die Parkscheine erfordern. An den Automaten sind die maßgeblichen Zeiten angeschlagen. Während der mittäglichen Siesta, samstagnachmittags und sonntags hat man meist Glück, dann ist Parken frei.
Allzu förmlich seinOft geht man von vornherein zum Du über, ohne Brüder- oder Schwesternschaft getrunken zu haben. Wer sich in Spanisch übt und sein gleichaltriges Gegenüber mit Usted (Sie) anspricht, wird befremdliche Blicke ernten. Das „Sie“ bleibt eher älteren Herrschaften vorbehalten oder ist bei formelleren Anlässen gebräuchlich. Ansonsten geht es durchweg locker zu, nicht nur während der Urlaubszeit.
Im Straßenverkehr unachtsam seinKlar, die Inselkulissen lenken Leihwagenfahrer leicht ab: Hügel, Kiefernhaine, Traumbuchten. Vermeiden Sie unter allen Umständen, den Blick auch nur kurz von Straßen und Pisten zu nehmen! Schlaglöcher lauern überall, abgeschiedene Strecken verfügen weder über Rand- noch Mittelstreifen und schlängeln sich schmal dahin. Bedenken Sie auch, dass sich viele spanische Fahrzeuglenker nicht gerade durch vorausschauende Fahrweise auszeichnen - als Kurvenschneider können sie unangenehm entgegenkommend sein. Ein Hinweis für Fußgänger: Spielen Sie auf Zebrastreifen nicht mit Ihrem Leben, und fordern Sie Ihr Recht nicht auf Gedeih und Verderben ein. Nicht jeder Fahrer stoppt an den Übergängen automatisch!
Dieben das Leben leicht machenWo viele Menschen zusammenströmen, sind dunkle Gesellen oftmals nicht weit. Lassen Sie niemals Wertsachen, Kleidung oder Taschen, die lukrativen Inhalt vermuten lassen, sichtbar im Innern Ihres Wagens zurück. Auch im Gedränge von Märkten oder bei jeglicher Art von Events sollten Sie vor Taschendieben auf der Hut sein. Nehmen Sie im Zweifelsfall nur das Nötigste mit, lassen Sie Handtaschen nicht unbedarft über den Rücken baumeln, geben Sie Dokumente und Geldreserven vorsichtshalber in den Safe Ihres Hotels.
Wettervorhersagen vertrauenSpaniens Wetterprognosen in TV und Print haben eine schwankende Trefferquote und sind in puncto Zuverlässigkeit nicht im Geringsten mit denen daheim vergleichbar. Wolkenlos prognostizierte Herbst- oder Wintertage können durchaus kühl sein, während sich an vermeintlich bedeckten Tagen kein Wölkchen am Himmel zeigt.