City-Info Gran Canaria

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Unterhaltung

Unterhaltung

Las Palmas

Ausgehen in Las Palmas

Wer nicht in Las Palmas wohnt, sollte nur freitags oder samstags hierher kommen. Sonst ist für Pistengänger zu wenig los. Die Multicines Royal (León y Castillo 40) und El Muelle (Muelle Santa Catalina) sind Großkinos, in denen die neuesten Filme laufen. Zum Chillout trifft man sich zwischen Plaza de Cairasco und Triana im Boulevard Monopol, einem kleinen Einkaufszentrum mit Kneipen, Sandwichshops und Cocktailbars. Die beliebteste: La Taberna mit großer Terrasse und dezenter Popmusik. Gegenüber, in der Vegueta (Calle Mendizábal), hat sich in der neuen Fußgängerzone eine Kneipenszene etabliert mit Bars (z.B. das EC-Abiss), Tascas und Pubs, die bei Studenten beliebt sind. Nach Mitternacht verlagert sich das Leben nach Santa Catalina und in die Strandzone. Das Bermudadreieck mit Diskos, z.B. Palacio Latino, Pubs, Imbissläden und Spielhallen liegt zwischen dem Parque Santa Catalina, den Straßen Calle Luís Morote und Calle Nicolás Estévanez und Las Canteras. Die Playa de las Canteras ist im Sommer spätabends rappelvoll. Auch nachts haben noch Strandcafés geöffnet. Angesagt sind cervecerías, Pubs, in denen nicht nur Bier ausgeschenkt wird.

Casino

In einem Seitentrakt des Hotels Santa Catalina wird Roulette, Black Jack und an Slotmachines gespielt. Es gibt eine Bar, ein kleines Restaurant und Sitzecken. So-Do 20-4, Fr und Sa 20-5 Uhr | Eintritt 3 Euro (Ausweis muss vorgelegt werden) | Calle León y Castillo 227

CC El Muelle

Das EKZ gegenüber dem Santa Catalina Park blinkt abends wie ein Flipper-Automat. Hierher kommt die Jugend von Las Palmas, um die Nacht zum Tag zu machen. Auf mehreren offenen Ebenen mit Blick über Hafen und Stadt reihen sich Pubs wie Terraza Tropical und Limerick aneinander. Ganz oben unter dem Zeltdach füllen sich die Diskos Kalhua und Liquid Club erst nach Mitternacht.

La Estación

Die verglaste „Station“ mit Pepa, der Lokomotive, die vor 100 Jahren Las Palmas mit dem Hafen verband, ist die vielseitigste Location der Stadt: Café, Snackbar, Pub und Bühne für Livebands in einem. Hier ist immer was los. Tgl. 10-3 Uhr | Plaza Santa Catalina | beim Museo Elder

Pequeña Habana

In der quirligen Salsadisko an der Plazoleta de Farray drehen sich junge Paare zu klassischen Latinorhythmen. Mi-So 22-4 Uhr | Calle de Fernando Guarnateme 45

Unterhaltung

Der Süden

Casino

Nun drehen sich Roulette und Slotmachines auch in Meloneras. Tgl. 10-4, Spielsaal ab 20 Uhr | Calle Mar Mediterráneo s/n

Ausgehen in Playa del Inglés

Es ist kaum möglich, seriöse Empfehlungen für Abendvergnügungen zu geben. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten. Fast für jeden wird sich etwas finden, und bei speziellen Wünschen hilft das Touristenbüro oder die Hotelrezeption. Das Angebot ist in jedem Fall stark konsumorientiert. Hunderte Restaurants werben, auch mit Livemusik, um Kunden; Cafés und Bars sind oft bis nach Mitternacht geöffnet. Je später der Abend, desto mehr konzentriert sich das Nachtleben auf die Einkaufszentren (CCs). Das CC Yumbo mit seinen Cafés, Kneipen und Bars ist auch Treffpunkt der Schwulenszene, in Rickys Cabaret gibt es Travestieshows. Live-Entertainment wird nebenan im Café La Belle geboten.

Ausgehen in Puerto de Mogán

Ein Bummel im Sonnenuntergang ist schon fast das Aufregendste, was Puerto de Mogán abends zu bieten hat. Auf der Plaza treffen sich Einheimische und Touristen, um bei einem lauen Lüftchen entspannt den Tag ausklingen zu lassen. Im Bistropub Casablanca an der Hafenmole reicht man bis Mitternacht Cocktails. Die Bohemia Bar liegt in einem alten Dorfhaus im Paseo los Pescadores nahe dem Kanal.

Nachtleben in Puerto Rico

Livemusik und Flamencoshows gibt es mehrmals pro Woche im Restaurant El Pirata auf der Strandpromenade. Heimwehkranke Oldies treffen sich zu deutschem Bier vom Fass in Oscars Pub gleich um die Ecke. Das Jungvolk vergnügt sich unterdessen ab Mitternacht im Einkaufszentrum CC. Angesagt sind die Diskopubs Donald, Snoopy, Piccadilly, Harleys und Covent Garden (befinden sich alle im 1. Stock).

Casino

Roulette, Black Jack und einarmige Banditen warten auf Kundschaft. Dezente Kleidung erwünscht. Ausweis mitbringen! Tgl. 20-4 Uhr | Eintritt 3 Euro | Hotel Meliá Tamarindos | Calle Retama 3

Auskunft

Auskunft

Las Palmas

Patronato de Turismo

Das Touristenbüro liegt in einer der Hauptverkehrsstraßen nahe dem Parque de San Telmo. Calle León y Castillo 17 | Tel. 928219600 | www.grancanaria.com

Auskunft

Das Landesinnere

Información Turística

Das Touristenbüro hält Informationen über den Ort, seine Geschichte und die Sehenswürdigkeiten bereit. In der kleinen angeschlossenen Galerie werden wechselnde Ausstellungen von Künstlern aus der Region gezeigt. Mo-Sa 9-15.30 Uhr | Tel. 928666102

Auskunft

Der Norden

Centro Municipal de Artesanía y Turismo

Kleines Infobüro mit Kunsthandwerksausstellung und Verkauf. Calle Juan Carlos 2 | bei Plaza San Juan

Auskunft

Der Süden

Patronato de Turismo

Avda. de España | CC Yumbo | Tel. 928771550 | Fax 928767848 | cit@grancanaria.com

Oficina de Información Turística

Avda. de Mogán | am Kreisverkehr | Tel. 928158804 | www.mogan.es

Einkaufen

Einkaufen

Las Palmas

Triana und El Corte Inglés

Zum Bummeln und Shoppen sind besonders die Fußgängerzone Triana und die Geschäftsstraße Avenida Mesa y López mit dem Großkaufhaus El Corte Inglés geeignet.

Fedac

Beste kanarische Handwerkskunst in einer Seitenstraße der Triana. Großes Sortiment. Mo-Fr 9.30-13.30 und 16.30-20 Uhr | Calle Domingo J. Navarro 7

La Librería

Die kleine Buchhandlung widmet sich ganz dem Thema Gran Canaria. Es gibt z. B. gute Wanderführer auf Deutsch, Karten und Hintergrundliteratur in mehreren Sprachen. Mo-Fr 10-13.30 und 16-19, Sa 10-13.30 Uhr | Calle Cano/Ecke Matula

Mercado

Der Altstadtmarkt ist das Herz der Vegueta. Dicht an dicht stehen die Stände in der weitläufigen Halle, Besucher drängen und schieben an ihnen vorbei. Es gibt Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wurst in großer Auswahl. Nirgends ist die Ware frischer. Mo-Sa 6-14 Uhr | Calle Mendizábal

Mercado del Puerto

In der alten Markthalle am Hafen geht es ruhiger zu. Hier können Sie auch Blumen und Trödel erstehen. Tgl. 8-14 Uhr | Ecke Calle Tenerife/Calle Albareda

Einkaufen

Das Landesinnere

Dulcería Nublo Tejeda

Inselweit bekannt für ihre süße Fracht sind die Lieferwagen dieser angesehenen Zuckerbäckerei. Im winzigen Laden an der Hauptstraße warten mantecados, piñones und mazapán, Tejedas Marzipankuchen, auf Schleckermäuler. Auch als Mitbringsel für die Lieben zu Hause geeignet. Tgl. 9-18 Uhr | Calle Hernández Guerra 15

Einkaufen

Der Norden

Queso de flor

Das dürfen Sie nicht verpassen: In mehreren Käsegeschäften entlang der Hauptstraße reihen sich die dicken Laibe dieser leckeren Spezialität aus Guía. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie sich hier auf zu einer Tour dHorizon durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen und Reifegrade dieser köstlichen Erzeugnisse. Auch als Mitbringsel für die Lieben zu Hause sind die Käselaibe bestens geeignet. Sehr lecker schmeckt es vor Ort mit einem Gläschen Wein dazu. Z.B. im Laden des Spezialisten Eduardo Gil (Mo-Sa 8-12 und 16-22, So 11-14 Uhr | Calle Marqués del Muni 34).

Telar San Francisco

Neben der Kirche San Francisco im gleichnamigen Viertel betreibt Nilia Bañares Baudet ihre kleine Weberei. Ausschließlich mit selbst hergestellten Pflanzenextrakten färbt sie Jacken und Decken aus eigener Produktion. Anmeldung ratsam, Tel. 928691228

Sonntagsmarkt

Sonntagvormittags findet rund um die Basilika ein Lebensmittel-, Kunsthandwerk- und Flohmarkt statt, der bei Touristen sehr beliebt ist. Dort werden auch zwei Spezialitäten aus Teror angeboten: Die Süßspeise turrón wird in Rollen verkauft und schmeckt ein bisschen wie Türkischer Honig. Chorizo de Teror ist eine paprikarote, feurig-süße Wurst. Sie wird auf Brötchen angeboten. Ein Tipp: Fahren Sie früh los, Staugefahr!

Einkaufen

Der Süden

Markt

Großer Markt mit Obst und Gemüse, Fisch, Kunstgewerbe und Krimskrams vom Hafenviertel bis in die Außenbezirke (Di 8-14 Uhr).

Fedac

Kanarisches Kunsthandwerk. Mo bis Fr 10-14 und 16-19 Uhr | Avda. de España | Einkaufszentrum Yumbo (Touristenbüro) | www.fedac.org

Mercado Municipal

Der Wochenmarkt (Mo-Sa 8-14 Uhr) in San Fernando bietet neben Gemüse, Obst, Käse und Fisch auch kanarischen Alltag. Beliebt sind zudem die Flohmärkte (Mi und Sa).

Mercado

Jeden Freitag von 9 bis 15 Uhr findet am Ortseingang ein sehr beliebter Wochenmarkt auch mit Kleidern, Kitsch und Nippes statt.

Viveros Mogán

Baumschule und Gärtnerei mitten im Barranco von Puerto de Mogán. Liebhaber subtropischer Flora finden hier ein originelles Mitbringsel. Mo-Fr 8-18, Sa 8-13 Uhr | von Puerto Rico kommend 200 m vor der Kreuzung rechts in die Asphaltstraße

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Las Palmas

El Herreño

Das Veguetalokal beim Mercado ist wegen seiner reichhaltigen Auswahl guter Tapas, der herzhaften, einfachen Gerichte und günstigen Preise bei Einheimischen sehr beliebt und rund um die Uhr immer gut besucht. Tgl. geöffnet | Calle Mendizábal 5 | Tel. 928310513 | €-€€

El Padrino

Mal anders essen: Vor allem Canarios schätzen das Lokal auf der Isleta. Im dschungelgrünen Wintergarten geht es turbulent zu. Fisch ist Trumpf. Tgl. geöffnet | Las Coloradas | Tel. 928462094 | €€

La Marinera

Die bevorzugte Lage am Nordende des Canteras-Strandes zieht viele Gäste an. Die Küche ist exquisit. Man sitzt drinnen und draußen direkt am Meer. Tgl. geöffnet | La Puntilla | Tel. 928461515 | www.lamarineraycasacarmelo.com | €€€

Le Volant

Hoch über der Stadt speist es sich vorzüglich im schicken Ambiente des Hotels AC Gran Canaria. Mo-Fr mittags auch preiswertes Büfett. Tgl. geöffnet | Calle Eduardo Benot 3 | Tel. 928266100 | €€€

Montesdeoca

Das Edelrestaurant liegt in einem antiken Stadtpalais und ist wegen seiner Atmosphäre und der exzellenten Küche wohl die Nummer eins in Las Palmas. So geschl. | Calle Montesdeoca 10 | Tel. 928333466 | €€€

Essen und Trinken

Das Landesinnere

La Esquina

Sehr schöne Lage im Ortszentrum. Auf der Terrasse mit Fernsicht ins Tal wird solide kanarische Kost serviert. Gelegentlich ist das Lokal durch Touristengruppen überlaufen. So geschl. | beim Mirador | Tel. 928666381 | €€

Pancho Guerra

Im Restaurant und dem netten Patio nebenan, die zur Hacienda del Molino gehören, werden deftige kanarische Spezialitäten gereicht, die sonst auf der Insel kaum mehr zu bekommen sind. Auf dem Speisezettel stehen Zicklein, sancocho (in Salz eingelegter und gekochter Fisch) und Kaninchen. Tgl. geöffnet | €-€€

Segundo

Die Bar wird auch von Einheimischen gut besucht. Tapas und solide Hausmannskost. Dem Besitzer gehört auch das einzige Hotel in San Nicolás. Tgl. geöffnet | gegenüber der Kirche | €

Hao

Einen sehr guten Ruf genießt dieses auch von Ausflugsbussen angesteuerte Restaurant hinter dem Museum. Es gehört demselben Besitzer und ist für seine typisch kanarische Küche bekannt. Die Gäste sitzen in einem weiten, schattigen Patio. Tgl. geöffnet | Tel. 928798007 | €€

Cueva de la Tea

Das Lokal mit den Tischen auf der Straße wartet mit solider Küche auf. Mo geschl. | Calle Hernández Guerra 21 | Tel. 928666306 | €€

Essen und Trinken

Der Norden

Dedo de Dios

Kanarische Spezialitäten gibts auch im großem Wintergarten mit Meerblick. Di geschl. | direkt an der Hafenmole | Tel. 928898000 | €€

Grutas de Artiles

Das Restaurant mit der besten traditionellen Küche Gran Canarias liegt fern aller touristischen Trampelpfade. Hier werden noch fast alle typisch kanarischen Gerichte nach seit Generationen überlieferten Rezepten zubereitet. Dazu reicht man Del-Monte-Wein. Das Restaurant hat einen großen Speisesaal und mehrere Räume in Vulkanhöhlen eines erkalteten Lavastroms, die zu festlichen Anlässen oft komplett reserviert werden. Weil hier fast nur Einheimische einkehren, ist es während der Woche meist sehr still. Dann können Sie auch die Grotten selbst erkunden. Tgl. geöffnet | Ctra. Las Meleguinas | GC 320 | Tel. 928641250 | €€-€€€

Satautey

Im Hotelrestaurant präsentieren Spitzenköche aus ganz Spanien aktuelle Kreationen auf der Basis leckerer kanarischer Traditionsrezepte. Tgl. geöffnet | Calle Real de Coello 2 | Tel. 928355300 | €€€

Farallón

Direkt über den Klippen liegt das kühl-moderne Restaurant mit großer Vorspeisen-Auswahl. Mo geschl. | im Hafen | Tel. 928897220 | €€

Cafetería La Plaza

Gegenüber der Basilika gibt es Kaffee und Kuchen in der netten Bar. Tgl. geöffnet | Plaza del Pino 1 | €

Balcón de Zamora

Nur am Wochende ist das Ausflugslokal mit den Panoramascheiben hoch über Teror gut besucht. Leckere Fleischgerichte. Tgl. geöffnet | Lage: GC 21 nach Valleseco, 6 km | Tel. 928618042 | €€

1801

Im gediegen-ländlichen Ambiente des Traditionsrestaurants gibt es kanarische und spanische Küche. Mo und Di geschl. | Avenida de Tinamar 10 | Tel. 928661126 | €€€

Essen und Trinken

Der Süden

Oroval

Das Restaurant des Landhotels bietet seinen Gästen kanarische und internationale Küche. Mo geschl. | Tel. 928785003 | €€

Cofradía de Pescadores

Im Hafen neben der großen Lagerhalle liegt das Lokal der „Fischerbruderschaft“. Der Fisch ist also garantiert frisch. Mo geschl. | Tel. 928150963 | €€-€€€

Los Pescaitos

Von der kleinen Terrasse mit den wenigen Tischen des versteckt gelegenen Lokals blickt man auf Arguineguíns Ministrand und den Atlantik. Große Karte mit spanischen Spezialitäten, gute Auswahl an Kindertellern. Tgl. geöffnet | La Lajilla s/n | Tel. 928736913 | €€

Su Bar

Im Ortsteil El Pajar (neben der Zementfabrik) gelegenes Strandlokal mit Kultcharakter. Juan und seine Mannen servieren in rasendem Tempo Paella und fangfrische Meerestiere. Do geschl. | €

Las Rias

Ein Ableger des Toplokals Rias Bajas in Playa del Inglés. Daher sind Fisch und Meeresfrüchte auf der weiten Terrasse mit tollem Meerblick angesagt. Tgl. geöffnet | CC Varadero | Tel. 928140062 | €€

Sunset Café

Unter dem Sonnensegel hoch über dem CC Meloneras gibt es neben kühlen Drinks und Eis die spektakuläre Rundumsicht obendrauf. Tgl. 16-24 Uhr | €

Casa Antonio

Mitten auf der kleinen Shoppingpromenade versteckt sich die gemütliche Strandperle mit Meerblick. Tgl. geöffnet | Tel. 928141153 | €€

La Orangerie

Das Spitzenrestaurant im Hotel Palm Beach ist für seine französisch-mediterrane Küche und exzellente Weine bekannt. Mo-Mi und Fr-Sa 19.30-22.30 Uhr | Tel. 928721032 | €€€

Acaymo

Traditionslokal am Ortseingang mit schön begrünter Terrasse. Gerichte vom Holzkohlengrill. Mo geschl. | Tel. 928569263 | €€

Casa Enrique

Eines von mehreren hübschen Lokalen an der Hauptstraße. Gehen Sie zum Essen ins Haupthaus rechts hinein. Tgl. geöffnet | Calle San José 5 | Tel. 928569542 | €€

El Asador Criollo

Playas bestes Lokal für Freunde deftiger Fleischgerichte. Am offenen Grill werden vor allem südamerikanische Spezialitäten zubereitet. Tgl. geöffnet | Avda. de Italia | beim Mini Tren | Tel. 928778062 | €€€

Los Joses

Die breite Tapas-Auswahl und typisch kanarische Mittagsmenüs sind die Stärke des kleinen Lokals in San Fernando. So geschl. | Calle Plácido Domingo s/n | Tel. 928769680 | €€

Maximilians

Die angesagte Chill-out-Bar ist open air und zur Straße hin verglast - zum besseren Sehen und Gesehen werden. Auch Snacks werden gereicht. Tgl. 16-24 Uhr | Avda. de Tenerife 8 | €€

Rías Bajas

Als Marisquería bezeichnet sich das Restaurant. Meeresfrüchte und Fisch sind in dem unscheinbaren Lokal beim Einkaufszentrum Yumbo tatsächlich exquisit. Tgl. geöffnet | Avda. de Tirajana/Avda. EE.UU. | Tel. 928764033 | €€€

Freiduría Alpescao

Fischer Claudio Hernández verarbeitet in dem schlichten Restaurant seinen Fang selbst. Fisch und Meeresfrüchte sind frisch und knackig, die Portionen üppig, die Preise günstig - was will man mehr? Di-Do 10-19, Fr-So 10-22 Uhr | am Strand | Tel. 928565944 | €-€€

Qué Tal

In Norwegen kennt jeder den Fernsehkoch Stena Petterson. Sein kleiner Gourmettempel betört abends Kenner. So geschl. | El Paseo de mis Padres 34 | Tel. 928565534 | www.restaurante-quetal.com | €€€

Tu Casa

Das älteste Lokal am Ort liegt am Strand und dem angrenzenden Kanal. Im Sommer isst man im überdachten Patio, im Winter auf der Terrasse unter hübschen gelben Markisen. Gute kanarische Suppen und typischer Fisch stehen auf der Speisekarte. Tgl. geöffnet | Tel. 928565078 | €€

Churrería

In diesem einfachen Lokal gibt es vormittags frische churros, das leckere Schmalzgebäck mit heißer Schokolade. Tgl. geöffnet | neben der Tankstelle | Tel. 928562021 | €-€€

Los Danieles

Das schlichte Restaurant wird tags-über gern von Arbeitern besucht. Hervorragende Fischgerichte, große Portionen. Tgl. geöffnet | am Ende des CC | Tel. 928560415 | €-€€

Don Quijote

Die freundliche, ruhige Atmosphäre und überdurchschnittliche Qualität heben den Spezialisten für Fisch- und Fleischgerichte aus der Masse heraus. So und Mo geschl. | Puerto Base | Edificio Porto Novo | Tel. 928560901 | €€€

Hotelrestaurants

Viele der guten Hotelrestaurants favorisieren französische Küche mit Schwerpunkt auf Meeresfrüchten. Die Preise sind entsprechend hoch.

El Puente

Der Traumblick die beleuchtete Küste entlang macht das Restaurant zur idealen Dinnerlocation. Di-So 17.30-22.30 Uhr | Calle Las Dalias 3 | Tel. 679771036 | www.restauranteelpuente.com | €€-€€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Der Süden

Gran Spa Corallium

Das Wellnesszentrum im Hotel Costa Meloneras kreiert das Ambiente eines römischen Bades. Großzügiger Außenbereich. Tgl. 9-21 Uhr | Tel. 928128181 | 4 Std. ab 40 Euro

Thalasso Villa del Conde

Das luxuriöse Spa des Hotels ist für jedermann offen. Entführt wird der Gast in ein Zen-Ambiente absoluter Entspannung mit Relax-Zirkeln und Massagen vor dem Top-Panorama des Atlantik. Tgl. 10-20 Uhr | Tel. 928563232 | 2,5 Std. ab 35 Euro

Playa del Inglés

Der Strand ist der bekannteste Gran Canarias. Er ist das Herzstück von etwa 8 km Sandstrand, die sich in sanften Rundungen von San Agustín im Osten bis zum Leuchtturm von Maspalomas im äußersten Süden hinziehen. Zugang ist der Paseo Marítimo, eine kilometerlange Promenade, die in der Mitte der Playa beginnt. Dort gibt es auch Parkplätze. Am Paseo liegen Souvenirgeschäfte und Lokale. Am Strand gibt es keine öffentlichen sanitären Anlagen. Eine Rotkreuzstation hilft bei Badeunfällen. Unterhalb des Paseo Marítimo liegt auf der Playa ein Sportcenter. Man kann Windsurfen (20 Euro), Jetski (ab 30 Euro) und Tretboot fahren (17 Euro) und Katamaransegeln (30 Euro). Der Strand ist hier bei Ebbe etwa 100 m breit. Er ist sauber und hell und eignet sich auch zum Wandern hervorragend. Die meisten Urlauber zieht es aber nur zu Sonne und Meer. Planen schützen vor dem starken Passatwind. Alle 200 m gibts Imbissstände mit Eis, Erfrischungen und Snacks. Rund 2 km südlich liegt der FKK-Strand in den Dünen. Auch Leute mit dem Wunsch nach Ruhe ziehen sich dorthin zurück, um dem Trubel am Hauptstrand zu entgehen. An windigen Tagen ist die Playa del Inglés wegen heftiger Wellen und starker Strömungen für kleine Kinder ungeeignet. Signalflaggen beachten! Rot heißt Baden verboten, Gelb Vorsicht, Grün Baden ungefährlich.

Hafen

Der Veranstalter Undersea geht mit dem gelben Unterseeboot „Yellow Submarine“ von der Hafenmole aus auf Tauchfahrt. Auf der 40-minütigen Tour kann man durch große Bullaugen Gran Canarias abwechslungsreiche Fischwelt beobachten (tgl. 10-17 Uhr | 27 Euro | Buchung Mo-Fr 9-13 und 16-19, Sa 9-13 Uhr | local 389 | Tel. 928565108 | eigener Zubringerbus).

Freizeitangebote

Tennis, Squash und das Ballspiel frontón werden in der Parkanlage vor dem Einkaufszentrum gespielt. Beim Busbahnhof liegen ein Kinderspielplatz, eine Trampolinanlage und ein Kinderbungee. Zwei gute Minigolfplätze gibts im Park. Der helle, feine, gut 300 m lange Sandstrand Playa de Puerto Rico wird von Molen geschützt. Es gibt sanitäre Anlagen und Cafeterias. Sie können Hochsee fischen, Gleitschirm fliegen und Jetski fahren. Oder Sie mieten ein Tretboot (8 Euro) oder buchen einen Bananaboatride (8 Euro).

Talasoterapia Canarias

Das 10000 m² große Wellnesszentrum liegt beim Hotel Gloria Palace. Drei Pools, Dutzende Therapieeinrichtungen, Fachpersonal und Fitnesscenter machen es zum besten der Kanaren. Las Margeritas s/n | San Agustín | Tel. 928765689 | www.hotelgloriapalace.com

Sehenswertes

Sehenswertes

Las Palmas

Guagua Turística

Für 8,30 Euro können Sie in allen Stadtbussen, vor allem aber im offenen Touristenbus guagua turística, einen Tag lang zwischen den Sehenswürdigkeiten hin und her fahren und ein- und aussteigen, wann Sie wollen. Erklärungen während der Fahrt auch auf Deutsch (Info im Touristenbüro und unter www.guaguas.com).

Castillo de la Luz

Die kleine Festung wurde 1493 zum Schutz der Isleta von den Spaniern erbaut. Sie spielte 1595 eine wichtige Rolle in der Verteidigung von Las Palmas gegen den Angriff der englischen Flotte unter Sir Francis Drake. Besichtigung nur von außen

Caam

Das Centro Atlántico de Arte Moderno stellt auf fünf Ebenen moderne Kunst (Skulpturen, Bilder, Objekte) in sachlichem Ambiente aus. Es verbirgt sich hinter der antiken Häuserfront in der am besten erhaltenen Straße der Vegueta, der Calle de los Balcones, hinter der Kathedrale Santa Ana. Wechselnde Ausstellungen und Vorträge. Di-Sa 10-21, So 10-14 Uhr | Eintritt frei | Calle de los Balcones 9-11 | www.caam.net

Casa de Colón

Das „Kolumbushaus“ ist ein prächtiger Kolonialbau, dessen älteste Bauelemente aus dem 17. Jh. stammen. Hier residierten einst die spanischen Statthalter. Typisch kanarisch sind die überdachten Holzbalkone und Erker aus Kanarischer Kiefer. Besonders markant auch die celosía-Fensterläden, die Klimaanlagen des Mittelalters. Das Gitterwerk aus feinen Holzstreben lässt Luft durch, aber weder Sonne noch Hitze. Das Museum zeigt Zeugnisse der spanischen conquista, Exponate aus präkolumbischer Zeit und von den Reisen des Kolumbus. Mo-Fr 9-19, Sa-So 9-15 Uhr | Eintritt frei | Calle Colón 1

Casa Museo Pérez Galdós

In einem der letzten noch erhaltenen Häuser aus dem 18. Jh. im Stadtviertel Triana werden Möbel und Schriften des kanarischen Schriftstellers Benito Pérez Galdós ausgestellt, der hier 1843 zur Welt kam. Mo-Fr 9-19, Sa 10-17, So 10-14 Uhr | Eintritt frei | Calle Cano 6 | www.casamuseoperezgaldos.com

Catedral de Santa Ana

Der Bau der fünfschiffigen Hauptkirche von Las Palmas begann 1497 und wurde 1570 wegen Geldmangels unterbrochen. Erst Anfang des 19. Jhs. konnte der Bau vollendet werden. Dies spiegelt sich in der Architektur des Gotteshauses wider. Das Rippengewölbe ist gotisch, die Fassade neoklassizistisch. Innen stehen ein barocker Hochaltar und verschiedene Werke kanarischer Künstler. Besichtigung nur über das Museo Diocesano de Arte Sacro. Turmbesichtigung: Mo-Fr 10-16.30, Sa 10-13.30 Uhr | Eintritt 1,50 Euro

Ermita de San Antonio Abad

Die Ermita, älteste Kirche in Las Palmas, ist der Nachfolgebau der Kapelle, in der Christoph Kolumbus 1492 betete, bevor er seine Reise in die Neue Welt antrat. Plaza de San Antonio Abad

Gabinete Literario

Als erstes Theater in Las Palmas eröffnete es 1844 seine Tore und glänzt seit Ende des 19. Jhs. in neoklassizistischem Gewand. Heute finden in den Prunksälen Lesungen und Ausstellungen statt. Im Seitenflügel liegt das Restaurant Galería; auf der Terrasse sitzt man mit Blick auf die Plaza. Di-So 13-16.30 und 20-23 Uhr | Plaza de Cairasco | €€-€€€

Museo Canario

Das Museum für kanarische Geschichte enthält die größte Sammlung altkanarischer Funde des Archipels. Darunter ist das Idol von Tara, eine weibliche bauchige Tonfigur, die wohl Fruchtbarkeit symbolisieren soll. Auch eine Nachbildung der Cueva pintada aus Gáldar wird gezeigt, dazu Szenen aus dem Alltagsleben. Außerdem zu sehen: Totenköpfe, Skelette und mehrere gut erhaltene Mumien. Mo-Fr 10-20, Sa-So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle Doctor Verneau 2 | www.elmuseocanario.com

Museo Diocesano de Arte Sacro

Das Kirchenmuseum mit sakralen Gegenständen sowie einer kleinen Gemäldegalerie ist der Kathedrale Santa Ana angegliedert. Mo-Fr 10-16.30, Sa 10-13.30 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle Espíritu Santo 20

Museo Elder

Das Wissenschafts- und Technologiemuseum ist in der ehemaligen Halle für Schiffsgüter untergebracht. Auf drei Stockwerken geht es spannend und zum Teil auch interaktiv um Raumfahrt, Mathematik und Physik, die Entwicklung des Menschen, kanarische Vegetation sowie alte und alternative Technologien. Di-So 10-20 Uhr | Eintritt 3 Euro | Plaza Santa Catalina | www.museoelder.org

Museo Néstor

Das kleine Museum, 1956 eröffnet, ist eine Oase der Ruhe und Kunst innerhalb des viel besuchten Pueblo Canario. Präsentiert werden Arbeiten des kanarischen Malers Néstor Martín Fernando de la Torre (1887-1938) und Möbel aus seinem Besitz. Di-Sa 10-20, So 10.30-14.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | Pueblo Canario, Parque Doramas

Parque Doramas

Eine Skulptur erinnert in dem mit viel Aufwand aufgefrischten kleinen Park an den altkanarischen König Doramas, der gegen die spanischen Eroberer kämpfte und unterlag. Auch der legendäre kollektive Selbstmord der letzten Überlebenden - der Felsensturz von der Fortaleza de Ansite bei Santa Lucía - wird angedeutet.

Parque Santa Catalina

Las Palmas größter Platz ist ein weites, größtenteils gepflastertes Areal, auf dem Großveranstaltungen wie der Karneval ablaufen. Tagsüber spielt sich das Geschehen unter den Palmen vor der angrenzenden Häuserfassade ab. Von Straßencafés aus kann man das Treiben der Canarios beobachten. Typisch sind die Schuhputzer, die ihre Dienste anbieten, ein Traditionsgewerbe auf Gran Canaria. Am Südende des Platzes zeigt eine Bodenskulptur aus Kacheln die Fahnen aller Länder dieser Erde.

Parque San Telmo

Hier kommen (unterirdisch) alle Busse an bzw. fahren von hier aus ab. Am Ausgang befindet sich ein hilfreicher Schaukasten mit Stadtplan und Beschreibung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es gibt einen Kinderspielplatz und Ruhezonen. Attraktion ist der kleine gekachelte Jugendstilpavillon, der Quiosco (unregelmäßige Öffnungszeiten). Er ist ein zierliches Juwel. Im Inneren befindet sich ein Café mit Holztäfelung.

Plaza de Santa Ana

Sie ist der Hauptplatz der Vegueta, der Altstadt von Las Palmas. Kirche und Krone umrahmten den Platz zur Zeit der spanischen conquista mit ihren Verwaltungsgebäuden. Die Catedral de Santa Ana und die Casa Consistorial liegen sich gegenüber. Vor dem Rathaus aus dem 19. Jh. steht eine Skulptur, die Benito Pérez Galdós, den berühmtesten kanarischen Schriftsteller, zeigt. Die acht etwa hundert Jahre alten Bronzehunde gegenüber der Kathedrale scheinen sie zu bewachen.

Pueblo Canario

In der Absicht, den Urlaubern in Las Palmas ein kanarisches Dorf vorzustellen, wurde allzu stark idealisiert. Der gedrängte Komplex aus Kapelle, Kunsthandwerkladen, Cafeteria und anderen Gebäuden - mit dem Bau begann man 1939 - besticht durch fein geschnitzte Erker und Fensterläden und dekorative Portale. So 11.30 Uhr Folklorevorführung | am Parque Doramas

Sehenswertes

Das Landesinnere

Iglesia San Matías

Die Kolonialkirche steht mitten in der neu eingerichteten Fußgängerzone. Ungewöhnlich für Gran Canaria ist das große Tonnengewölbe des Mittelschiffs mit seinen feinen Holzkassetten aus kanarischer Kiefer. Tgl. geöffnet

Virgen de La Cuevita

Die Höhlenkapelle - ein ca. 80 m² großer Raum, der in einen vertikalen Abbruch gemeißelt wurde - ist der Schutzpatronin der Volksmusikanten und Radfahrer gewidmet. Aus dem Fels wurden bankartige Nischen geschabt, ein erhöht liegender Erker war den Honoratioren des Dorfes vorbehalten. Auch der originelle Beichtstuhl, der Altar und die Kanzel wurden aus dem Tuffstein gearbeitet. Zu Fuß oder mit dem Auto von der Plaza über das steil bergauf führende Gässchen erreichbar. Die Kapelle ist stets offen. Nach dem Besuch bitte das Gitter schließen!

Museo Castillo de la Fortaleza

Geschichte und Brauchtum der Canarios sind die Themen dieses kleinen Privatmuseums. Neben Werkzeugen des bäuerlichen Lebens hat der Besitzer, ein passionierter Sammler, auch Pflanzen, Steine und sogar die sterblichen Überreste altkanarischer Vorfahren zusammengetragen. Sie werden nun in einer grauen, dem Mittelalter nachempfundenen Burg (spanisch: castillo) gezeigt, die allerdings reichlich kitschig ist. Mo-Fr 8.30-17.30, Sa und So 11.30-17.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | an der Durchgangsstraße

Museo Tres Cruces

So lebten die Kanarier zu früheren Zeiten: Hausherr Paco Suárez zeigt mit viel Mühe gesammeltes historisches Gebrauchsgut in seinem urigen Dorfhaus. Er ist ein begeisternder Führer. Di-So 11-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | im unteren Ortsteil

Sehenswertes

Der Norden

Arehucas

Die Rumfabrik ist eine der wirtschaftlichen Stützen der Stadt. 1884 eingeweiht, erwarben sich die Spirituosen der Großdestille (es wird auch Bananenlikör hergestellt) bald landesweite Anerkennung. Während der kostenlosen Führung geht es auch in die Bodega, auf deren Rumfässern sich prominente Besucher mit Autogrammen bedankt haben. Mo-Fr 10-14 Uhr | Era de San Pedro 2

Iglesia de San Juan Bautista

Kathedralenformat hat die Kirche Johannes des Täufers und ist damit viel zu groß für diese Stadt. Was von weitem wie ein gotisches Meisterwerk wirkt, entpuppt sich als ein Bau aus dem 20. Jh. Bemerkenswert sind das große Rosettenfenster über dem Hauptportal und eine liegende Christusfigur des Bildhauers Manuel Ramos. Meist nur zu den Messen offen

Jardín de la Marquesa

Der Gräfin von Arucas gehört dieser Park mit exotischen Pflanzen aus aller Welt. Er wird auch Jardín de las Hespérides genannt. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | GC 330 nach Bañaderos, 1 km

Montaña de Arucas

Wie eine Spirale schraubt sich die Straße um den Hausberg der Stadt auf gut 400 m Höhe hinauf. Oben angekommen, hat man bei einem Rundgang freie Sicht in alle Himmelsrichtungen. Gut zu überblicken sind die dunkelgrünen, z.T. mit Plastikplanen überdachten Bananenplantagen. 1 km

El Drago

Gáldar hat den ältesten Drachenbaum Gran Canarias. Mit dem meterdicken Stamm sprengt er fast den Arkadenpatio der Casa Consistorial. 1718 wurde das Prachtexemplar gepflanzt. Besichtigung meist nur werktags bis 13 Uhr, wenn das Rathaus geöffnet ist | Plaza de Santiago 1

Iglesia de Santiago de los Caballeros

Hinter der Plaza de Santiago erhebt sich die Hauptkirche Gáldars aus dem 18. Jh., ein Frühwerk des Klassizismus. Das schlichte Innere kontrastiert mit wertvollen Kirchenschätze, die teils im Gotteshaus, teils in der Krypta aufbewahrt werden. Unregelmäßige Öffnungszeiten

Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada

Das neue Museum bietet erstmals Zugang zur berühmten „Bemalten Höhle“, deren farbige geometrische Wandmalereien das stärkste Zeugnis der Ureinwohner sind. Neben der Höhle gibt es ein Museum; zu sehen sind ein typisches Gehöft jener Zeit und Reste eines Dorfes. Di-Sa 9.30-18, So 11-18 Uhr, geführte Touren auf Deutsch: Di-So 15 Uhr | Eintritt 6 Euro | Calle Audiencia 2 | www.cuevapintada.org

El Dedo de Dios

Während des Tornados Delta 2005 brach die Spitze des „Finger Gottes“, einer vom Wind geschliffenen Felsnadel, ab und stürzte ins Meer, nachdem sie Jahrmillionen überdauert hatte.

Virgen de las Nieves

Die Kapelle ist ein schlichter Bau mit Holzdecke im Mudéjarstil. Hohen künstlerischen Wert hat das Triptychon des Flamen Joos von Cleve, das hier seit dem 16. Jh. gehütet wird.

Iglesia de la Asunción

An der Plaza steht die Kirche aus dem 18. Jh. Sehenswert im Inneren sind vor allem der Christus im Hauptaltar und mehrere Madonnenfiguren. Es handelt sich dabei um Werke des größten kanarischen Bildhauers, Luján Pérez (1756-1815). Die Kirche ist meist nur zu den Gottesdiensten geöffnet

Casa Museo León y Castillo

Das antike Stadtpalais ist das Geburtshaus der Brüder León y Castillo. Fernando war ab 1881 Außenminister Spaniens, sein Bruder Juan arbeitete als Architekt und Ingenieur. Mo-Fr 8-20, Sa 10-20, So 10-13 Uhr | Eintritt frei | Calle León y Castillo 45

Iglesia San Juan Bautista

Die wichtigste Kirche Teldes an der Plaza hat noch ihre gotische Fassade von vor 1520. Die aus dunklen Basaltquadern errichteten Glockentürme aus dem 20. Jh. harmonieren jedoch nicht mit dem Bau. Kurios die Christusfigur, die im 16. Jh. aus Mexiko kam und aus Maismark gefertigt ist. Meist nur während der Gottesdienste offen

Plaza San Juan

Der asymmetrische Platz ist ein feines Beispiel kolonialer Architektur des 16. Jhs. Eingerahmt wird er von weißen Bauten mit den typischen breiten, abgesetzten Portalen.

San Francisco

Der Spaziergang durch das verträumte Viertel San Francisco ist wie eine Zeitreise. Gegenüber der Plaza San Juan verstecken sich an engen Kopfsteinpflastergassen flache, gekalkte Häuser und winzige Plätze. Um hinzukommen, gehen Sie von der Calle Juan Carlos rechts durch einen schmalen Torbogen. Zentrum ist die sonnige Plaza San Francisco mit der gleichnamigen Kirche. Von der Brüstung aus hat man einen tollen Blick in den fruchtbaren Barranco de San Miguel.

Basílica Nuestra Señora del Pino

Der barocke Bau wurde zwischen 1760 und 1767 an der Stelle errichtet, an der einst die Kiefer wuchs, in der die Hirten im 15. Jh. die Marienfigur fanden. Von dem alten Gotteshaus blieb nach einer Explosion nur der Turm übrig, der dann in den Neubau integriert wurde. Im Inneren der Basilika dominieren die barocken, üppig vergoldeten Haupt- und Seitenaltäre. Eine wichtige Reliquie ist das unter Glas aufbewahrte Kreuz aus dem Holz der legendären Kiefer. Tagsüber meist geöffnet

Casa Museo de los Patronos

Das kleine Privatmuseum ist im ehemaligen Palais der Familie Manrique de Lara (um 1600) eingerichtet. Der Patio gehört zu den schönsten Gran Canarias. Zu besichtigen sind Gemälde, Waffen und Geschirr. Mo-Fr 11-18, So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Plaza del Pino 3

Kirchenmuseum

Nur zur Wallfahrt wird die Figur der Virgen del Pino in die Basilika getragen. Wer die Madonna und ihr Kind auf einem mit Silberblech ausgeschlagenen Thron von nahem sehen möchte, muss das Museum besuchen, das sich auf der Rückseite der Basilika befindet. Mo-Fr 13-15 Uhr | Eintritt 1,50 Euro

Sehenswertes

Der Süden

Dunas de Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas sind eines der großartigsten Naturphänomene Gran Canarias. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor; 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, die seit 1987 unter Naturschutz steht. Die Dünen bestehen vor allem aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Im Westen werden die Dunas vom Charco de Maspalomas begrenzt, einem Brack- und Süßwassertümpel, in dem u.a. Reiher, Enten, Moorhühner und Regenpfeifer Station machen (gute Infotafel auf der Promenade). Seit er geschützt ist, sind viele der durch den Bauboom vertriebenen Tiere zurückgekehrt und brüten im Schilf und in den Binsen am Ufer. Fische haben sich angesiedelt, Algen und Gräser zeigen an, dass das Wasser sauberer geworden ist.

Strände

Strände

Las Palmas

Playa de las Canteras

Schon vor 100 Jahren flanierten Badegäste an der Playa de las Canteras über den feinen, weißen Sand der weiten Bucht von Las Palmas. Hier herrscht das urbane Flair aller großen Stadtstrände dieser Welt. Exakt 3200 m pudriger Sand säumen unterhalb einer breiten Promenade mehrere kleine Buchten, die schließlich in einem breiten Bogen auslaufen. Ein Riff schützt die Bucht vor der starken Brandung. Nur am südlichen Ende sind die Wellen so hoch, dass sie auch zum Surfen reichen. Las Canteras wird oft mit Rio de Janeiros Stränden verglichen und hat tatsächlich auch deren Betriebsamkeit. Das garantieren schon die vielen Cafés, Restaurants, Shops und Imbissbuden, die sich eng aneinander reihen. Es gibt öffentliche Duschen und Toiletten.

Strände

Der Norden

Playa de Melenara

Der 400 m lange dunkle Sandstrand Playa de Melenara liegt in einer kleinen Bucht und wird von Felsen gegen Strömungen geschützt. Am Wochenende füllt er sich mit einheimischen Familien. Es gibt eine breite Promenade, einen Kinderspielplatz und Grünflächen. Imbissbuden und Fischlokale wie das Playamar (Mo geschl. | €) sorgen tagsüber für das leibliche Wohl. Autobahnausfahrt Melenara, danach geradeaus hinunter zum Strand

Strände

Der Süden

Playa de Maspalomas

Der Sandstrand ist die westliche Verlängerung der Playa del Inglés und liegt vor den Dünen. Erwähnenswert ist der FKK-Strand (ca. 2 km östlich) mit Liegen und Schirmen. Hinter der kleinen Felsformation am Ende der Playa liegen viele Lokale und gute sanitäre Anlagen (balneario municipal).

Playa de las Burras und Playa de San Agustín

Die Playa de las Burras, der „Strand der Eselinnen“, besteht aus einer 400 m langen sichelförmigen Bucht, die auf beiden Seiten von Felsen begrenzt wird. Sie ist dadurch ziemlich wellengeschützt. Auf dem feinen, hellen Sand liegen Fischerboote. Es gibt Mietliegen und Sonnenschirme, aber keine sanitären Anlagen.

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Las Palmas

Luz Playa

Das Apartmenthaus mit 34 modern-funktionellen, hellen Studios liegt direkt an der Strandpromenade. Calle Sagasta 66 | Tel. 928267550 | Fax 928267554 | www.luzplaya.com | €

Madrid

Die Lage an der palmenbeschatteten Plaza de Cairasco ist der Pluspunkt des etwas verwohnten 25-Zimmer-Hotels. Plaza de Cairasco 4 | Tel. 928360664 | Fax 928382176 | €

Reina Isabel

Las Palmas bestes Strandhotel an der Playa de las Canteras. Terrassenbauweise. Komfortable, moderne Ausstattung. Auf der Dachterrasse großer Pool. 400 Zi. | Calle Alfredo L. Jones 40 | Tel. 928260100 | Fax 928274558 | www.bullhotels.com | €€€

Santa Catalina

Gran Canarias Spitzenhotel ist auch das älteste der Insel. Es wurde vor 110 Jahren im Kolonialstil mit antiken Holzbalkonen, edler Bar und einem herrlichen Terrassencafé erbaut. Hier logiert regelmäßig der spanische König. Nach der Renovierung sind die 222 Zimmer zeitgemäß ausgestattet, sie haben aber nichts von ihrem rustikalen Charme verloren. Das Hotel hat mittlerweile auch ein ausgezeichnetes Spa. Calle León y Castillo 227 | Tel. 928243040 | Fax 928242764 | www.hotelsantacatalina.com | €€€

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Das Landesinnere

Ländlicher Tourismus

Artenara ist eines der Zentren des turismo rural, des ländlichen Tourismus abseits der Urlauberströme. Im oder nahe dem Ort liegen mehrere Ferienapartments in meist komplett ausgestatteten Häusern oder Fincas.

El Caidero

Helles, großes Höhlenhaus am Ortsrand. Eigene Hühner liefern frische Eier. Calle El Caidero 8 | Tel. 649992636 | www.artenatur.com | €€

Cueva Las Margeritas

Die vollständig renovierte Höhlenwohnung liegt in einem Steilhang, ganz in der Nähe von Feldern und Weinhängen. 2 Zi. | Calle Las Aruejas 38 | Tel. 649992636 | www.artenatur.com | €€

El Refugio

Ein echtes Kleinod individuellen Wohnens ist der hübsche, im Alpenstil erbaute Berggasthof. Das „Refugium“ besitzt neben 10 Zimmern, von denen jedes individuell eingerichtet ist, einen eigenen kleinen Garten und einen Minipool. In familiärer Atmosphäre bedient man sich tags-über selbst mit Keksen, Tee oder Kaffee. Hier wird jeder Gast wie ein Freund angesehen. Zum Hotel gehört ein gutes Lokal mit deftiger Landkost (tgl. geöffnet | €€), das auch von Ausflüglern gern besucht wird. Tel. 928666513 | Fax 928666520 | www.hotelruralelrefugio.com | €€

Aldiana Mirador

Das Berghotel der Clubkette im rustikalen Stil liegt herrlich über dem Fataga-Tal. Ideal für alle Aktivurlauber sind die Wander- und Biketouren. Zudem weitere Sportangebote, eigenes Spa. 60 Zi. | Calle Oficial Mayor José Rubio s/n | Tel. 928123000 | Fax 928123023 | www.aldiana.com | €€-€€€

La Hacienda del Molino

Das bodenständige Landhotel im Ort war früher eine Mühle. Alle 8 Zimmer sind verschieden, mal mit Balkon, mal mehrstöckig, alle liebevoll eingerichtet. Sehr gute Küche. Calle Los Naranjos 2 | Tel. 928127344 | Fax 928127328 | www.lahaciendadelmolino.com | €

Hotel Cascajo

Schmuckloser Neubau mit 20 guten Zimmern in der Nähe der Kirche. Tel. 928891165 (oder direkt in der Bar Segundo fragen) | €

El Olivar

Das Dorfhaus aus dem 16. Jh liegt mitten im Ort, hat drei Wohneinheiten und einen Garten mit Pool. Tel. 928330262 | Fax 928330262 | www.grancanaria.com/natural | €€

Apartamentos Gayfa

Die beiden großen Apartments sind mit Bad, Salon, Schlafzimmer und Küche ausgestattet. Vom Balkon schweift der Blick weit ins Tejeda-Tal. Calle Hernández Guerra 17 | Tel. 928666230 | €

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Der Norden

Hacienda del Buen Suceso

Die mit großem Aufwand hergerichtete Finca steht in einer Bananenplantage. Mehrere Terrassen, Garten, Fitnesscenter und Pool. Exzellente Küche. 18 Zi. | Anfahrt: GC 330 nach Bañaderos, 1,5 km | Tel. 928622945 | Fax 928622942 | www.haciendabuensuceso.com | €€€

Hacienda de Anzo

Renoviertes altes Landhaus in kanarisch-kolonialem Stil. Großer Garten, Pool. 12 Zi. | Valle de Anzo | Tel. 928551655 | Fax 928551244 | www.haciendadeanzo.com | €-€€

Puerto de las Nieves

Das nette Familienhotel bietet Urlaub abseits der Massen, sehr gute Küche und Wellness. 30 Zi. | Avda. Alcalde José de Armas | Tel. 928886256 | Fax 928886267 | www.hotelpuertodelasnieves.es | €€

Hotel Santa Brígida

Eines der letzten Traditionshotels der Insel liegt im Ortsteil Monte Lentiscal, wird aber seit seiner Eröffnung vor über 100 Jahren Santa Brígida zugerechnet. Das renovierte Haus mit modern eingerichteten Zimmern gehört einer Hotelfachschule. Entsprechend vorzüglich ist der Service. Großer Garten mit alten Bäumen, Pool. 42 Zi. | Calle Real de Coello 2 | Tel. 828010400 | Fax 828010401 | www.hecansa.com | €€

Villa del Monte

Petra Wonisch vermietet in ihrem verwinkelten Landhaus mit Garten, Pool und Sauna sieben liebevoll gestaltete Zimmer. Gäste fühlen sich in der familiären Atmosphäre wie zu Hause. Toll die Suite mit eigener Sonnenterrasse. Calle Castaño bajo 9 | Tel. 928644389 | www.canary-bike.com | €-€€

Albergue Juvenil San Fernando

Die einzige Jugendherberge auf Gran Canaria liegt im Sportzentrum der Gemeinde Guía und hat ein Schwimmbad. 2,50 Euro pro Person und Nacht in Mehrbettzimmern | Avda. de la Juventud | Tel. 928883681

Faro Sardina

Apartmentanlage in der Nähe des Leuchtturms. Neubau mit Sandstrand vor der Tür. 80 Apt. | Avda. Santiago Quevedo Megías | Tel. 626297101 | Fax 928171112 | €

Cortijo San Isidro III

Außerhalb des Ortes gelegenes Pfarrhaus aus dem 17. Jh. mit eigener Kapelle. Moderne Wohnung im Erdgeschoss mit zwei Schlafzimmern, Küche, Wohnzimmer und Bad für max. vier Personen. Fax 928390170 | Buchung über www.ecoturismocanarias.com | €-€€

El Veor

Traditionelles Bauernhaus in idyllischer Landschaft mit drei Wohneinheiten für zwei bzw. drei Personen. Fünf Autominuten von Teror. Fax 928390170 | Buchung über www.ecoturismocanarias.com | €€

Las Calas

Im Landsitz aus dem 17. Jh. mit hübschem Garten liegen neun gemütliche Zimmer und Suiten. Alle sind individuell und mit Liebe eingerichtet. Ortsteil Lechuza | Tel. 928661436 | Fax 928660753 | www.hotelrurallascalas.com | €€-€€€

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Der Süden

Casa de los Camellos

Aus dem gut 200 Jahre alten „Haus der Kamele“ ist ein schönes Landhotel mit lauschigen Patios und einladenden Arkaden geworden. 12 Zi. | Calle Retama | Tel. 928785003 | Fax 928785053 | www.hecansa.com | €-€€

Villa de Agüimes

Hübsches Landhotel im ehemaligen, alten Rathaus. Innenhof und rustikal möblierte Räume. 6 Zi. | Calle Sol 3 | Tel. 928785003 | Fax 928785053 | www.hecansa.com | €-€€

Cay Beach Meloneras

Modern-schnörkelloser Bungalowkomplex. Ruhig gelegen, mit mehreren Garten- und Poolzonen. Zehn Gehminuten zum Strand. 111 Apt. | Calle Mar Báltico s/n | Tel. 928143597 | Fax 928143806 | www.caybeach.com | €€

Villa del Conde

Die Lobby als Kirche, die Terrasse eine Plaza, die Anlage ein spanisches Dorf - mit viel Geld und Fantasie gelang eine abwechslungsreiche Urlaubsidylle mit Gärten und Pools direkt am Meer. 536 Zi. | Calle Mar Mediterráneo 7 | Tel. 928563232 | Fax 928563234 | www.lopesanhr.com | €€

Aparthotel Maspalomas Dunas

Die 228 Apartments liegen in niedrigen, in Erdtönen gehaltenen Häusern, die sich unauffällig in die weite Gartenlandschaft einfügen. Sehr ruhig, Pool, aber keine Strandnähe. Tel. 928140912 | Fax 928140790 | www.hotelesdunas.com | €€

Grand Hotel Residencia

Die exklusive Bungalowanlage grenzt an den alten Palmenpark in Maspalomas. Die 94 Zimmer und Suiten haben große Balkone oder Terrassen. Ausgezeichnete Hotelküche. Tel. 928723100 | Fax 928723108 | www.seaside-hotels.de | €€€

Oasis Maspalomas

Direkt am Charco de Maspalomas und strandnah gelegene Budget-Apartmentanlage mit mehreren Häusern. 91 Apt. | Tel. 928141952 | Fax 928141556 | www.oasismaspalomas.com | €€

Palm Beach

Architekt Alberto Pinto verwandelte den Bau zum ersten Designhotel der Insel. 328 Zimmer wurden mit grellen Farben, Chrom, Marmor und witzigen Accessoires im 70er-Jahre-Stil aufgepeppt. Lobby, Bar und Restaurants schwärmen im Retrolook. Toller Garten, Pools, Wellness. Strandnähe. Klasse! Tel. 928721032 | Fax 928141808 | www.hotel-palm-beach.com | €€€

Park- und Sporthotel Los Palmitos

Das Tennishotel liegt 10 km von Maspalamos entfernt im wildromantischen Barranco de Palmitos. Leider wurde die Anlage mit schönem Pool und familiärer Atmosphäre bei den Waldbränden 2007 beschädigt. Die Wiedereröffnung ist für 2008 geplant. 47 Zi. | Tel. 928142100 | Fax 928141114 | www.lospalmitos.com | Barranco de Palmito 22 | €€-€€€

Ríu Palace Meloneras

Ein mächtiges Tophotel in blendendem Weiß. Großzügige Gartenanlagen, mehrere Pools und 144 Bungalows, die perfekt ins Gelände passen. 303 Zi. | Tel. 928143182 | Fax 928142544 | www.riu.com | €€€

Parque Tropical

Am Ortsanfang im kanarischen Stil erbaut. Den Pool umgibt ein dichter Palmengarten mit Sportanlagen. 235 Zi. | Avda. de Italia 1 | Tel. 928774012 | Fax 928768137 | www.hotelparquetropical.com | €€

Ríu Palace

Die Architektur im Stil eines Amphitheaters und der Blick auf die Dünen von Maspalomas machen es zum attraktivsten Hotel in Playa del Inglés. Terrassencafé, Pool. 368 Zi. | Avda. de Tirajana | Tel. 928769500 | Fax 928769800 | www.riu.com | €€€

Santa Mónica

Die Lage direkt an den Dünen ist das große Plus des Komplexes. Die 180 Apartments - Tipp: ab 3. Stock buchen, dann haben Sie Meerblick! - sind einfach und zweckmäßig; kleiner Garten mit Pool. Paseo Costa Canaria 116 | Tel. 928774020 | Fax 928768753 | www.apartamentossantamonica.com | €

Casa Lila

Auf der dem Ort gegenüberliegenden Seite des Barrancos steht diese kleine Pension, in der 10 einfache Apartments vermietet werden. Tel. 928565729 | Fax 928565729 | lila@apartmentscasalila.com | €

Club de Mar

Ein kleines Hotel mit 56 hell eingerichteten Zimmern und einem kleinen Garten in der ersten Bauzone. Dazu gehören außerdem 30 hübsche Apartments, verteilt in den umliegenden Gebäuden. Tel. 928565066 | Fax 928565438 | www.clubdemar.com | Apt. €€€ | Hotel €€-€€€

Cordial Mogán Playa

Eine weitläufige Anlage inmitten üppiger Gärten, die durch ihre vielseitige Architektur besticht. Die dezentrale Lage der Pool- und Wohnzonen sorgt für ein angenehm familiäres Ambiente. 487 Zi. | Tel. 928724100 | Fax 928724101 | www.cordialcanarias.com | €€€

Pensionen

Im Dorf und in Lomo Quiebre an der Zufahrtsstraße liegen mehrere günstige Pensionen mit einfachen Zimmern, die ziemlich ideal für Selbstversorger sind. Dazu zählen: Salvador (Tel. 928565374), Pensión Eva (Tel. 928565235), Pensión Lumy (Tel. 928565318), Pensión Magali (Tel. 928565039) | alle €

Gloria Palace Amadores

Das 392-Zimmer-Hotel mit fantastischem Meerblick liegt hoch über der Steilküste. Sonnenterrassen, Pools, Wellness, Kinderbetreuung. Tipp: Zimmer im oberen Komplex sind ruhiger. Strände fünf Gehminuten entfernt. Avda. La Cornisa | Tel. 928128510 | Fax 928128517 | www.hotelgloriapalace.com | €€-€€€

Marina Suites

Schnörkellos designtes Aparthotel im Yachthafen mit Garten, Pool direkt über den Klippen. 216 Zi. | Puerto Base s/n | Tel. 928153015 | Fax 928153014 | www.marinasuitesgrancanaria.com | €€

IFA Interclub Atlantic

Die renovierte Apartmentanlage erfreut mit großer Poollandschaft, Wasserfällen, Inseln, Brücken, Whirlpools und einer riesigen Garten- und Parkanlage. Umfangreiches Sport- und Spielangebot. Kinderfreundlich. 419 Apt. | Calle Los Jazmines 2 | Tel. 928770200 | Fax 928760974 | www.ifahotels.com | €€

Meliá Tamarindos

Eines der beiden Traditionshotels. Aus der weitläufigen Gartenanlage gehts direkt zum Strand. Das einzige Casino im Inselsüden liegt im Untergeschoss. 330 Zi. | Calle Retama 3 | Tel. 928774090 | Fax 928774091 | www.solmelia.com | €€-€€€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Las Palmas

Jardín Canario

Unterhalb von Tafira Alta, am Hang und im Tal des Barranco de Guiniguada, liegt der „Kanarische Garten“. Offiziell heißt er Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo und trägt damit den Namen des großen kanarischen Historikers José de Viera y Clavijo. Der Park ist eine Oase der Ruhe. Hier werden vor allem endemische Pflanzen kultiviert wie Drago, Laurisilva, Palmera canaria, Tabaiba, Tajinaste oder Retama. Beeindruckend ist auch der Kakteengarten mit baumdicken Exemplaren. Es gibt kleine Teiche mit verschiedenen Vögeln. Am Wochenende kommen Familien mit ihren Kindern hierher. Am oberen Eingang liegt das Restaurant Jardín Canario (tgl. geöffnet | Plan de Loreto | Tel. 928430939 | €€) mit exzellenter kanarischer Küche und einmalig schönem Blick ins Tal. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt frei | Eingang GC 110, zwischen Las Palmas und Tafira Alta, bei km 7 rechts (Treppen steigen); zweiter, bequemerer Eingang an der GC 310 zwischen Tamaraceite und Tafira Alta. Beide sind beschildert. 7 km

Ziele in der Umgebung

Das Landesinnere

Caldera Pinos de Gáldar

Von Artenara aus führt die GC 110 nach Valleseco. Auf halbem Weg (7 km) in die grüneren Regionen des Nordens taucht links der weite Krater (spanisch: caldera) des erloschenen Vulkans auf. Die mit picón, den kleinen Lavasteinchen, und Asche bedeckten Hänge fallen steil und ebenmäßig zum Boden des Kessels ab und sind nur zum Teil niedrig bewachsen. Daneben sind Abbrüche und Erosionen festen Magmagesteins zu sehen. Auf der weiteren Fahrt wird der Wald immer dichter. Moose und Farne besiedeln die Felsen; Laubwälder werfen im Winter ihre Blätter ab. Im Barranco de las Lagunetas, beim Anstieg nach Cruz de Tejeda, liegen an den Hängen die am besten kultivierten Terrassenfelder Gran Canarias. 12 km

Pinar de Tamadaba

Die größte bewaldete Fläche Gran Canarias besteht fast ausschließlich aus pinus canariensis, der Kanarischen Pinie. Der hohe Baum hat sich im Laufe von Jahrmillionen perfekt an die vulkanaktive Umgebung angepasst. Die dicke Rinde schützte den Stamm wie ein feuerfester Mantel gegen die Hitze der Ascheregen und tut es noch heute gegen Waldbrände. Selbst von außen völlig verkohlte Bäume überleben so und schlagen nach einem Feuer neu aus. Die dünnen, hellgrünen und überaus langen Nadeln ziehen aus den vorüberziehenden Passatwolken Feuchtigkeit, die dann zu Boden tropft. Auffällig sind die langen Flechten, die am Nordhang des Pinienwaldes - dort, wo der Passat am stärksten ist - wie Bärte alter Männer von den Zweigen hängen. Sie ernähren sich ausschließlich aus den Wolken.

Pico de las Nieves

Mit 1949 m über dem Meeresspiegel ist die „Schneespitze“ Gran Canarias höchster Berg. Tatsächlich schneit es hier alle paar Jahre im Winter. Einzigartig ist die Fernsicht von der Straße über weite Teile der Insel. An klaren Tagen scheint Teneriffas Teide zum Greifen nah: Mit dem Fernglas erkennt man von einem anderen Punkt aus sogar die kleine Schwester Gomera. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bergkuppe, dem Pozo de las Nieves (bei den Antennen), erspähen Sie den Südzipfel Fuerteventuras. Auf den Berggipfel selbst kann man nicht steigen. Er ist Teil einer militärischen Horchanlage und gesichertes Sperrgebiet. 8 km

Presa de Chira

Wunderschön unterhalb eines dichten Pinienwaldes liegt der Stausee in einer Senke.

Cactualdea

100000 Kakteen und andere Pflanzen sind im „Kaktusdorf“ zu besichtigen. In der noch relativ jungen Anlage südöstlich von San Nicolás Richtung Mogán mit eigener Kakteenzucht gibt es außerdem Cafeterias, einen Souvenirladen und ein großes Becken voll herrlich glänzender Steine und Halbedelsteine, die nach Gewicht verkauft werden. Auch eine große Auswahl junger Kakteen steht hier für Besucher zum Kauf bereit (tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 6 Euro | Tel. 928891228). | 4 km

Fahrt Nach Artenara

Wer einmal die Zivilisation hinter sich lassen will, macht sich auf den Weg von San Nicolás nach Artenara auf der GC 210, der wohl am wenigsten befahrenen Straße Gran Canarias. 30 km lang und oft so schmal, dass zwei Autos nicht ohne weiteres aneinander vorbeikommen, windet sie sich aus dem Ortszentrum (nach dirección Artenara fragen) bis in 1300 m Höhe.

Mirador de Balcón

Der Aussichtsplatz liegt an der Küstenstraße auf dem Weg nach Norden. Von einer in den Fels gehauenen Plattform blickt man tief hinab in die tosende See und die schroffe Steilküste entlang. 3 km

Puerto de San Nicolás

Der Hafen von San Nicolás besteht aus einem langen steinigen Küstenstreifen, an dem viel geangelt wird, einer Promenade, einer großen Hafenmole und einem sehr dichten kleinen Wald aus pino marino, Küstenkiefer. In dessen Schatten stehen Dutzende Picknicktische, die am Wochenende von Einheimischen förmlich überrannt werden. Die meisten der wenigen Häuser sind Restaurants, die während der Woche nicht gerade viel zu tun haben, aber gute Fischgerichte bieten. Empfehlenswerte Häuser sind Aguas Marinas und El Charco (tgl. geöffnet | €€). 5 km

Ayacata

Der Weiler auf der Südseite der Cumbre ist für seine wundervolle Mandelbaumblüte im Januar/Februar berühmt. In dem netten, viel von Ausflüglern besuchten Gasthaus Casa Melo (tgl. geöffnet | Tel. 928172261 | €) gibt es solide Hausmannskost. 12 km

Embalse Cueva de las Niñas

Der idyllische Stausee liegt südlich von Ayacatas im Naturschutzpark Pajonales. Hier kann man auf dem Gelände eines verträumten Picknickplatzes auch zelten. Wanderungen in der bewaldeten Gegend bieten sich an. 17 km

Roque Bentaiga

1412 m hoch ist der gewaltige Basaltmonolith südwestlich Tejedas. Den Altkanariern war er heilig. Auf dem Kultplatz am Fuß des Berges, den man vom Parkplatz aus erreicht, fanden Opferzeremonien statt.

Roque Nublo

Wie der Faustkeil eines Riesen ragt das bekannteste Wahrzeichen Gran Canarias in den Himmel: der 1813 m hohe „Wolkenfels“, ebenfalls ein Basaltblock, der 80 m hoch auf einem Tafelberg steht. Auch er war den Urkanariern heilig. Vom Parkplatz aus (Anfahrt über Ayacata) erreichen Sie ihn auf einem gewundenen Pfad in etwa 30 Minuten.

Ziele in der Umgebung

Der Norden

Firgas

Bekannter als Arucas ist dieser kleine Ort (7000 Ew.). Wer eine Flasche Firgas bestellt, bekommt das hervorragende, nur leicht prickelnde Mineralwasser (con gas) oder Tafelwasser (sin gas). Im Dorf ist das kostbare Nass allgegenwärtig. Brunnen plätschern, ein Wasserlauf wurde angelegt. Das Ortszentrum um die Plaza San Roque mit der hübschen Kirche ist einen Spaziergang wert. 7 km

Moya

Das hübsch im Vorgebirge der Cumbre gelegene Dorf (3000 Ew.) ist wegen des Dichters und Arztes Tomás Morales (1884-1921) bekannt, der hier geboren wurde. Sein als Museum eingerichtetes Geburtshaus ist typisch für das 19. Jh. Im Casa Museo Tomás Morales sind Erinnerungsstücke aus Morales Leben und Schaffen zu sehen (Mo-Fr 9-20, Sa 10-20 und So 10-14 Uhr | Eintritt frei | an der Hauptstraße). Die Hauptstraße führt direkt zur Plaza Tomás Morales mit der Pfarrkirche Iglesia del Pilar. 6 km

Parque Natural Los Tilos

In einem verborgenen Winkel der gemäßigten Zone Monte Verde liegt Gran Canarias „Ökomuseum“. Los Tilos erlaubt einen Blick auf Gran Canarias frühere Vegetation. Im dunklen Talgrund des Barranco del Laurel stehen die Reste des kanarischen Lorbeerwalds - tiefgrüne Bäume auf engem Raum, von Bergen geschützt vor Sonne und Hitze. Unglaublich dicht ist der Wildwuchs aus Brombeergestrüpp, Binsen und Schilf. Farne sind hier zu Hause, Moose wachsen auf Mauern. Die Hänge sind mit bunten Gebirgsblumen bedeckt. Bis zu 1000 mm Niederschlag pro Jahr fallen hier. Eine einspurige Straße (GC 704) führt durch das Tal hinauf in die Berge. 8 km

Cueva de las Cruces

In der „Höhle der Kreuze“ fand man in Stein gehauene Kreuze. Ob Missionare damit gegen heidnische Bräuche protestieren wollten, ist bis heute unsicher. GC 293, 2 km hinter Gáldar in einer Linkskurve

Agaete

Agaete ist ein hübscher Ort (6000 Ew.), der am Ausgang eines sonnendurchfluteten, fruchtbaren Tals liegt. Von der schattigen Plaza gegenüber der Kirche führen Gassen in ein Dickicht verwinkelt stehender Häuser. Das stille Städtchen ist wegen seiner etwas isolierten Lage noch sehr vom Landleben geprägt. Im alten Dorfhaus Casa Luna hat Mónica Herrera (sie spricht Deutsch) drei gemütliche Zimmer liebevoll eingerichtet. Patio und Dachterrasse (Calle Guayarmina 42 | Tel. 928554481 | Fax 928554481 | www.ecoturismocanarias.com | €). 1 km

Valle de Agaete

7 km weit ins Landesinnere führt das stille Tal. Es beginnt direkt hinter Agaete und wird nur noch teilweise landwirtschaftlich genutzt. Von hier aus können Sie auf schmalen Wegen in den Tamadaba-Wald hinaufklettern. Wer im Landhausstil wohnen will, mietet sich in der Finca Las Longueras (10 Zi. | Tel. 928898145 | Fax 928898752 | www.laslongueras.com | €-€€) ein, einem großen Gut mitten im Tal.

Caldera de Bandama/Pico de Bandama

Vom 574 m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man die schönste Rundumsicht auf Gran Canarias Nordosten und Las Palmas. Er grenzt direkt an die Caldera de Bandama, den gewaltigen Explosionskrater eines Vulkans. Mit 1000 m Durchmesser am Kraterrand ist er der größte der Insel. Auf dem 200 m tiefen Grund liegt ein kleines Gehöft. Ohne Genehmigung darf man nicht in die Caldera hinabsteigen. 7 km

El Monte

Hinter dicken Mauern liegen unterhalb des Ortsteils Monte Lentiscal die letzten Weinhänge Gran Canarias. Rund 500 ha Anbaufläche werden noch bewirtschaftet. Die Trauben werden per Hand geerntet und mit altertümlichen Maschinen verarbeitet. Ein Jahrgang Del Monte ist in null Komma nichts verkauft. Doch können auch Sie einen der erdigen Tropfen ergattern. Die Bodega San Juan füllt meist bis in den März des Folgejahres hinein Besuchern tinto (Rotwein), blanco (Weißwein) und moscatel (Dessertwein) zu Preisen zwischen 8 und 12 Euro in Flaschen ab (Mo-Sa 10-18 Uhr | Ctra. Monte Lentiscal-Bandama Nr. 68). 5 km

Tafira Alta

Mehrere Vororte entlang der Ausfallstraße von Las Palmas gehen inzwischen nahtlos ineinander über. Schönster ist Tafira Alta. Hier blüht es in den Gärten der Villen besonders üppig. Eine kurvenreiche Straße führt links hinab in den alten Siedlungskern. 7 km

Cenobio de Valerón

Der Cenobio de Valerón ist das eindrucksvollste Höhlenensemble der Ureinwohner Gran Canarias. 298 Nischen und Kammern haben sie hier in mühevoller Arbeit aus dem weichen Tuffstein gekratzt. Wie Schwalbennester kleben die Höhlen in einer Art Kuppel, die nach Norden hin offen ist. Bis heute rätselt man, ob es sich bei ihnen um Zellen eines Klosters (spanisch cenobio) für Mädchen handelte, die hier mit kultischen Exerzitien auf die Ehe vorbereitet wurden, oder um einfache Getreidespeicher. Am schönsten ist der Besuch am frühen Vormittag. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | GC 291 | Abfahrt Guía/Moya, links durch den Tunnel, beim Kreisverkehr Richtung Cuesta de Silva, 5 km

Cuatro Puertas

Der unscheinbare und schlecht ausgeschilderte „Berg der vier Tore“ südlich von Telde ist eine Begräbnisstätte altkanarischer Adliger mit vier massiven, rechteckigen Eingängen, einem Opferaltar und einem Versammlungsplatz. Auf seiner Rückseite befinden sich Wohnhöhlen und Felszeichnungen. An der GC 100 nach Ingenio, 5 km

Valsequillo

Valsequillo ist das Zentrum kanarischer Milchproduktion. Um den Ort herum liegen einige der schönsten Mandelbaumhaine, die das Tal im Februar in ein weißes Blütenmeer verwandeln. Ab Mai hängen die Zweige voll hellbrauner Mandeln. Auch Feigenbäume säumen die Landstraße. Im Herbst kann man, wenn die Bäume nicht auf Privatgrund stehen, anhalten und ein paar Früchte pflücken. 11 km

Ziele in der Umgebung

Der Süden

Arinaga

Neubausiedlungen haben aus dem einstigen Fischerdorf einen unansehnlichen Ort gemacht. Doch die lange Uferpromenade mit den witzigen Fischskulpturen ist einen Spaziergang wert. Auf Langusten spezialisiert ist La Farola (tgl. geöffnet | an der Hafenmole | Tel. 928180410 | €€-€€€). 10 km

Guayadeque

Der Barranco de Guayadeque ist eine der engsten und steilsten Schluchten Gran Canarias. Weil die Sonne weniger Angriffsfläche hat, ist er auch besonders grün.

Ingenio

Agüimes Schwesterstadt erlebte während des Zuckerrohrbooms ihre Blütezeit. Ingenios (Zuckermühlen) bestimmten das Aussehen des Ortes. An der Straße nach Carrizal steht am Kreisverkehr eine gut erhaltene Presse. Bekannt ist Ingenio als Zentrum kanarischer Kunststickerei. Im Museo de Piedras y Artesanía Canaria kann man Handarbeiten und andere Souvenirs erwerben (Mo-Sa 10-18 Uhr | GC 100 | am Ende des Ortsteils Las Mejias). 3 km

Barranco de Arguineguín

Hinter den weiten Bananenplantagen von Arguineguín beginnt dieses tiefe Tal. Eine gut ausgebaute Landstraße führt 20 km bis in die Bergwelt der Cumbre hinein. In fast 900 m Höhe erreicht man inmitten farbenprächtiger Gebirgsflora den größten Stausee der Insel, den Embalse de Soria.

Playa de la Verga

Der 300 m lange Strand ist der kurioseste Gran Canarias. Ein Immobilientycoon wollte den Bewohnern seines Apartmentkomplexes eine eigene Playa bieten. Ökologen lehnten es ab, den Sand dafür wie früher vor Gran Canaria vom Meeresgrund schaufeln zu lassen. Also schaffte der Mann für eine halbe Million Euro den Sand von den Bahamas per Schiff herbei. Nun gibt die helle Farbe des Sandes auch dem Meer die für Karibikwasser so typische türkisblaue Farbe.

Molino de Viento

In Molino de Viento wurde das verfallene Wahrzeichen wiederhergestellt, das dem Ort seinen Namen gab: Die stattliche Windmühle ist eine der letzten Gran Canarias. 5 km

Pajonales

Oberhalb Mogáns schlägt die Land-straße einen Bogen nach Westen. Dort zweigt geradeaus eine schmale Straße zur Presa de las Niñas und nach Ayacata ab. Hier beginnt die wildromantische Landschaft des größten Naturschutzgebietes Gran Canarias, Pajonales: enge Schluchten, steile Höhenzüge, weite Pinienwälder und einige Stauseen. Pajonales wurde von den Waldbränden 2007 schwer heimgesucht. 3 km

Fataga

Schon die Fahrt dahin durch den abenteuerlich steilen Barranco nördlich von Playa del Inglés ist ein Ereignis. Der Ort selbst, tief im Tal gelegen, ist ein intaktes Ensemble aus schindelgedeckten weißen Häusern, einer kleinen, schattigen Plaza und verwinkelten Gässchen. 1 km nördlich wurde in einem 200 Jahre alten Gut ein gemütliches Landhotel eingerichtet. Die Finca Molino del Agua (Tel. 928172089 | Fax 928172515 | €) hat 20 individuelle Zimmer in alten Gebäuden, Pool und weite Ländereien. Im Terrassenrestaurant (tgl. geöffnet | Tel. 928172303 | €€) gibts beste kanarische Kost. 15 km

Mundo Aborigen

Ebenfalls im Barranco de Fataga erwartet Sie die „Welt der Urbevölkerung“, ein Freiluftmuseum zu Leben und Traditionen der Altkanarier. Auf dem großen Areal wurden steinerne Rundhäuser, Höhlen, Grabstätten und Stallungen nachgebaut. Figuren illustrieren Tagwerk und Bräuche. Ein kleines Museum zeigt Exponate aus vorchristlicher Zeit (tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 10 Euro | Anfahrt über San Fernando und GC 60 | nach 7 km links). 7 km

Parque Arqueológico

Am Ende des winzigen Dorfes Arteara im Talgrund des Barranco de Fataga liegt in einer Felslawine ein Gräberfeld, durch das ein Rundweg führt. Sehr gut werden uralte Bestattungsriten erklärt. Schon entlang des Fußwegs (Auto am Ortseingang parken) erfährt man auf Tafeln (auch deutsch) viel über Dorfleben, Flora und Fauna. GC 60, nach 11 km links

Güigüí

Das Juwel unter Gran Canarias Stränden hat dem Boom des Fremdenverkehrs getrotzt. Güigüí Grande („groß“) und Güigüí Chico („klein“) liegen beide am Grund der abweisenden Steilküste im Westen, deren herbe Wildheit jeden Bebauungsplan unmöglich machte. Nun schützt ein Naturpark die Zone vor einem Zugriff. Nach dreistündigem Fußmarsch in voller Sonne vom Weiler Tasartico aus über eine Bergkuppe (nur für gut trainierte Leute mit Wanderkarte zu empfehlen! Genaue Streckenbeschreibung im „Wanderführer Kanarische Inseln“) sind Sie da.

Playa de Veneguera

Entweder zu Fuß (hin und zurück ca. 5 Std., kein Schatten) auf einer gut ausgebauten Privatstraße vom Dorf Lomo Quiebre über die Berge oder mit dem Auto (schlechte Piste) von der Landstraße nach San Nicolás (Abfahrt zum Ort Las Casas de Veneguera) erreichen Sie den schönen, ca. 700 m langen Sandstrand. 24 km

Playa Amadores

Eine tolle Küstenpromenade mit herrlichem Blick aufs Meer verbindet Puerto Rico mit der Playa Amadores, die Sie nach 15-minütigem Spaziergang erreichen. Der 400 m lange Strand wurde mit Sand aus kieseligem Muschelkalk aus dem Meer aufgeschüttet. Molen schützen ihn vor zu hohen Wellen, Kinder baden deshalb hier ungefährdet. Es gibt Parkplätze, Mietliegen, ausgezeichnete sanitäre Anlagen sowie viele Shops, Cafés, Eisdielen und Restaurants. Am Nordende liegen eine sehr schöne Minigolfanlage, ein Kinderspielplatz und eine Cafeteria mit Meerblick. Das alles macht den Strand ideal für Familien. 1 km

Playa del Cura

Schmaler, 300 m langer Sandstrand mit kleiner Promenade. Verschlafene Atmosphäre, großer Pool mit Restaurant und Bar Marina (tgl. geöffnet | €€). Das ruhige Riviera Marina Hotel liegt direkt am Strand (220 Zi. | Tel. 928561265 | Fax 928561305 | €€). Hinter der Küstenstraße befindet sich das Einkaufszentrum mit diversen Restaurants und verschiedenen Apartmentanlagen. 8 km

Schiffsexkursionen

Die Linienschiffe der Líneas Salmón und die Glasbodenboote der Líneas Blue Bird verbinden Puerto Rico regelmäßig mit Arguineguín (20 Min.) und Puerto de Mogán (30 Min.). Bei den Bootsfahrten haben Sie die seltene Gelegenheit, Gran Canaria vom Wasser aus kennenzulernen (tgl. 10-16.30 Uhr | Hin- und Rückfahrt 10 Euro | Puerto Escala bzw. Puerto Base). Windjammerfahrten und Katamaranexkursionen dauern rund einen halben Tag.

Taurito

Unten am Meer erstreckt sich ein 250 m langer dunkler Sandstrand. Auf beiden Seiten des engen Tals ziehen sich große Hotel- und Apartmentkomplexe steil nach oben, z.B. das Hotel Taurito Princess mit Sonnenterrasse und Fitnessgeräten (400 Zi. | Tel. 928565180 | Fax 928565439 | www.princess-hotels.com | €€). Das Apartsuite Mogán Princess, hoch über der Bucht gegenüber gelegen, ist komfortabel und modern, mit tollem Blick auf den Atlantik (323 Zi. | Tel. 928566040 | Fax 928566064 | www.princess-hotels.com | €€). Im Talgrund liegen viele Tennisplätze, einer für Paddel, ein Minigolfplatz und ein kleiner Park. 10 km

Tauro

Die Playa de Tauro ist der letzte noch nicht komplett touristisch durchgestylte Strand im Süden. Am 200 m langen dunklen Sandstrand liegt das sympathisch-einfache Lokal Vista Mar (tgl. geöffnet | €) mit seiner offenen Terrasse und guten Fischgerichten. In naher Zukunft soll alles einem Yachthafen mit Bungalowkomplex weichen. 5 km

Vogelbäume

Ein Spaziergang ins Landesinnere führt ans Ende des Tals von Puerto Rico. Dort stehen bei einer kleinen Siedlung zwei riesige, uralte Lorbeerbäume. Bei Brunnengrabungen waren Arbeiter noch in 300 m Tiefe auf Wurzeln der Bäume gestoßen. Schon von weitem hört man das Zwitschern Hunderter Vögel, die sich im schattigen Blattwerk vergnügen, obwohl Bauarbeiten den Charme des Platzes empfindlich stören. 2 km

Bahía Feliz

Die am östlichsten gelegene Ferienkolonie fällt durch ihre maurischen Stilelemente auf. Runde Türmchen und Kuppeln schmücken viele der Bungalowanlagen. Es gibt nur ein Hotel, ein kleines Shoppingcenter und einige Restaurants. Die Verkehrsanbindung nach Playa del Inglés ist etwas umständlich. Auf dem Hotelgelände Bahía Feliz liegt die Windsurfschule Mistral. 3 km

Gran Karting Club

Bei Tarajalillo liegt die größte Gokartrennstrecke der Kanaren: 1650 m lang ist der Rundkurs mit diversen Schleifen und Haarnadelkurven. Es gibt auch Kleinkarts für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren. Außerdem ist ein Rundkurs mit Elektrokarts für 3- bis 6-Jährige vorhanden und eine Cafeteria (tgl. 10-21 Uhr | Karts 15 Euro für 8 Min. | Autobahnabfahrt Tarajalillo). 1 km

Pozo Izquierdo

Hinter dem Surferstrand liegt die größte Windkraftanlage der Insel. Dort versteckt sich auch eine der letzten Meerwassersalinen Gran Canarias, die Salina de Tenefé, mit insgesamt 365 Salzbecken (von Pozo Izquierdo über die Asphaltstraße Richtung Windkraftanlage | am Instituto Tecnológico de Canarias vorbei | dahinter über die kurze Piste links Richtung Meer | dann nach dem Zaun links). 13 km

Sioux City

In der Westernstadt in einem der trockenen Barrancos bei San Agustín wird die Welt Karl Mays wieder lebendig. Zwischen originalgetreu wirkenden Holzhäusern mit Bank, Saloon, Sheriffs Office und Geschäften spielen Darsteller u.a. Szenen aus dem Wilden Westen nach: vom Bankraub und der Gangsterjagd bis zum Indianerüberfall mit Schießerei und Pulverdampf darf nichts fehlen. Freitagabends wird zudem ein großes Barbecue mit Livemusik bis Mitternacht veranstaltet, im Eintrittspreis sind bei dieser Gelegenheit dann auch die Getränke enthalten (Di-So 10-16 Uhr | Eintritt 17 Euro | Fr 20 Uhr mit Barbecue 48 Euro | Cañón del Aguila | Abfahrt Playa del Aguila | Tel. 928762573). 2 km

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Las Palmas

Los Reyes Magos/Karneval

Spanische Kinder bekommen ihre Weihnachtsgeschenke am Dreikönigstag, spanisch: Reyes Magos. Am Tag davor, dem 5. Januar, gibt es in Las Palmas einen großen Umzug. Das ist ein besonderes Erlebnis. Weil die Canarios Kinder über alles lieben, gibt es auch im Karneval eigene Veranstaltungen für die Kleinen. Sie wählen ihre Karnevalskönigin, veranstalten Umzüge mit tollen Kostümen, feiern Feste. Diese finden in Las Palmas und Maspalomas im Februar statt. Genaue Infos zu den Veranstaltungen haben die Touristenbüros. www.grancanaria.com

Mit Kindern reisen

Der Süden

Aquapark Atlántida

Das Spaßbad liegt in Puerto Rico in schöner Hanglage und ist mit diversen Wasserrutschen, mehreren Pools, Wasserspielen für Kinder und einer Cafeteria ausgestattet. Leider stört oft Bautätigkeit den Spaß. Aufsicht an allen Rutschen. Gut für Kinder ab 4 Jahren. 400 m hinter dem Einkaufszentrum | tgl. 10-17.30 Uhr | Eintritt 21,50 Euro, Kinder 15,50 Euro

Aqualand

Das Freizeitbad Aqualand liegt im Barranco de Palmitos hinter Maspalomas und präsentiert auf 130000 m² Dutzende Wasserrutschen (alle beaufsichtigt), die bis zu 150 m lang sind und z.T. mit Rafts befahren werden können. Achtung: Bei einigen Rutschen müssen die Kinder mindestens 1 bis 1,20 m groß sein! Insgesamt gibt es 5300 m² Poolfläche, darunter auch ein Wellenbad. Auf einem künstlichen Fluss lässt man sich gemächlich durchs Gelände treiben. Sehr abwechslungsreich und ansprechend sind die Kinderpools mit allerlei Wasserspielen und bunten Märchenfiguren. Es gibt weite Rasenflächen, Kinder können schnell aus dem Blickfeld der Eltern verschwinden. Cafeterias und Bars sind selbstverständlich; Liegen, Schließfächer etc. kosten extra. Gut für Kinder ab 4 Jahren. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 23 Euro, Kinder 16,50 Euro | Anfahrt über GC 500 und GC 503, Wegweisung zu den Parques Temáticos folgen, bei km 3 rechts | www.aqualand.es/grancanaria

Banana Park

In der Bananenfinca lernen Besucher auch Avocado-, Mango-, Papaya- und andere tropische Pflanzen kennen. Esel, Kamele und Strauße gibts zu sehen in angenehm entspannter Atmosphäre. Guter Führer! Interessant für Kinder ab 10 Jahren. Tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt 9 Euro, Kinder 3 Euro | Barranco de Palmitos | GC 503, bei km 6 links

Dromedare

Oberhalb des Charco de Maspalomas liegt die Dromedarstation am Rand der Dünen. Ausritte in das Meer aus Sand kosten 10 Euro, für Kinder 6 Euro für 30 Min. (tgl. 9-16 Uhr). 2 km südlich von Fataga liegt der Camel Safari Park La Baranda mit etwa 100 Dromedaren, darunter auch Jungtiere (30-minütige Ausritte 20 Euro | mit Lunch 28 Euro | Kinder zahlen die Hälfte | tgl. 10-17 Uhr | Tel. 928798680).

Holiday World

Das Freizeitzentrum bei Maspalomas bietet neben Lokalen (lecker der Döner), Diskos und Wellnesszentrum Bowling (6 Euro), Billard und viele Attraktionen für Kids. Zentrum ist ein Jahrmarkt mit Riesenrad, Karussell, Achterbahn, Skooter etc. (Mo-Do und So 17-22, Fr-Sa bis 23 Uhr). Für Kinder ab 6 Jahren. Tgl. 9-24 Uhr | Campo Internacional | Avda Touroperador TUI s/n | www.holidayworld-maspalomas.com

Lago Taurito

Über 2000 m² misst die Wasserfläche der großen Poollandschaft, um die sich tropische Vegetation, Palmen, Nischen und freie Plätze gruppieren. Hinzugekommen sind Tennisplätze, ein Minigolfplatz und ein Spielplatz für kleine Kinder. Brücken überspannen die Seenlandschaft. Es gibt mehrere Rutschen, kleine Wasserfälle und Pools für die Kleinsten. Auf zwei großen Inseln liegen Bar und Restaurant. Sonnenschirme kosten extra. Gut für Kinder ab 8 Jahren. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 7 Euro, Kinder 3,50 Euro, mit Buffet 15 Euro | in der Ferienanlage von Taurito

Mini Tren

Die moderne Ferienstadt Playa del Inglés in dem kleinen Zug im Stil des 19. Jhs. zu entdecken, das ist schon ein unerwartetes Erlebnis. Die Lok zieht vier kleine Waggons hinter sich her und macht eine halbstündige Sightseeingtour. Auf dem Ausflug werden die Sehenswürdigkeiten von Playa del Inglés erklärt. Tgl. 10-12 und 13-19 Uhr alle 30 Min. | Fahrpreis 6 Euro, Kinder 3 Euro | Abfahrt Avda. de Italia

Palmitos Park

Von den Waldbränden 2007 heimgesucht, wird der Park erst Anfang 2008 wieder eröffnet. Hier können Sie mit Ihren Kindern nicht nur die vielfältige kanarische Flora bestaunen. Vielerlei exotische Vögel leben in Dutzenden Volieren, vor allem Papageien, aber auch Flamingos, Tukane, Eulen, Kolibris; toll ist die Greifvogel-Show. Auch Brillenkaimane sind zu sehen. Im Talgrund leben Weißhandgibbons auf einer Affeninsel. Es gibt ein Schmetterlings-, ein Orchideenhaus und ein großes Aquarium mit vielen tropischen Fischen. Tiershows sorgen für Unterhaltung, Cafeterias fürs leibliche Wohl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt | Barranco de Palmitos | 10 km nördlich von Maspalomas | Zubringerbus einfache Fahrt 1,60 Euro | Tel. 928140276 | www.palmitospark.es

Yumbo

Im CC Yumbo in Playa del Inglés gibt es einen großen Kinderspielplatz. Abends bieten sich Trampoline (5 Euro) zur sportlichen Betätigung an, ein Rocketbungee jagt Wagemutige in die Lüfte (20 Euro). Tgl. ca. 18 - ca. 23 Uhr

Yupi Park

Der Freizeitpark in San Agustín bietet für Kinder bis 6 Jahre einen geschlossenen Bereich mit Spielgeräten (3 Euro) und für Ältere Videogames, Trampolin und Billard (pro Spiel 0,50-1 Euro). Tgl. 16-24 Uhr | Einkaufszentrum San Agustín

Insider-Tipp

CC El Muelle

Dancing the Night away: Das CC El Muelle zieht nachts die Nightclubber von Las Palmas an wie das Licht die Motten

Fedac

Made in Canarias: Nur authentische kanarische Handwerkskunst führt das Fedac-Geschäft in Las Palmas

Dulcería Nublo Tejeda

Lecker Zuckerbäcker: Im winzigen Laden Dulcería Nublo in Tejeda finden Sie die besten Backwaren

Queso de flor

Alles Käse: In Eduardos Käseladen in Guía bekommen Sie den berühmten queso de flor

Qué Tal

Wie gehts?: fragt der norwegische Starkoch Stena Petterson in seinem Gourmetlokal Qué tal in Puerto de Mogán. Na, einfach prächtig - bei der Küche!

El Puente

Dinner mit Aussicht: Das El Puente in San Agustín mit Superblick hinab auf die Küste garantiert romantische Dinner zu zweit

Thalasso Villa del Conde

Für Leib und Seele: Das edle Spa des Hotels Villa del Conde in Las Meloneras bietet Entspannung auf höchstem Niveau

Museo Tres Cruces

Wie vor hundert Jahren: Das Museo Tres Cruces in Tejeda zeigt hautnah, wie die Kanarier früher lebten

Luz Playa

Günstig in der ersten Reihe: In den Apartments des Luz Playa in Las Palmas leben Sie direkt am Strand

La Hacienda del Molino

Von der Mühle zum Landhotel: Wie die Canarios wohnt man im urigen Gasthof Hacienda del Molino in San Bartolomé de Tirajana

Fahrt Nach Artenara

Zwischen Himmel und Erde: Eine abenteuerliche Autostrecke in die Bergwelt verbindet die Orte San Nicolás und Artenara

Parque Natural Los Tilos

Der Natur auf der Spur: Im Barranco del Laurel ist die Flora noch so üppig wie vor 1000 Jahren

El Monte

Wein von der Quelle: In der Bodega San Juan gibt es die raren Inselweine direkt beim Produzenten

Top Highlights

Ausgehen in Playa del Inglés

Es ist kaum möglich, seriöse Empfehlungen für Abendvergnügungen zu geben. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten. Fast für jeden wird sich etwas finden, und bei speziellen Wünschen hilft das Touristenbüro oder die Hotelrezeption. Das Angebot ist in jedem Fall stark konsumorientiert. Hunderte Restaurants werben, auch mit Livemusik, um Kunden; Cafés und Bars sind oft bis nach Mitternacht geöffnet. Je später der Abend, desto mehr konzentriert sich das Nachtleben auf die Einkaufszentren (CCs). Das CC Yumbo mit seinen Cafés, Kneipen und Bars ist auch Treffpunkt der Schwulenszene, in Rickys Cabaret gibt es Travestieshows. Live-Entertainment wird nebenan im Café La Belle geboten.

Mercado

Der Altstadtmarkt ist das Herz der Vegueta. Dicht an dicht stehen die Stände in der weitläufigen Halle, Besucher drängen und schieben an ihnen vorbei. Es gibt Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wurst in großer Auswahl. Nirgends ist die Ware frischer. Mo-Sa 6-14 Uhr | Calle Mendizábal

Sonntagsmarkt

Sonntagvormittags findet rund um die Basilika ein Lebensmittel-, Kunsthandwerk- und Flohmarkt statt, der bei Touristen sehr beliebt ist. Dort werden auch zwei Spezialitäten aus Teror angeboten: Die Süßspeise turrón wird in Rollen verkauft und schmeckt ein bisschen wie Türkischer Honig. Chorizo de Teror ist eine paprikarote, feurig-süße Wurst. Sie wird auf Brötchen angeboten. Ein Tipp: Fahren Sie früh los, Staugefahr!

Montesdeoca

Das Edelrestaurant liegt in einem antiken Stadtpalais und ist wegen seiner Atmosphäre und der exzellenten Küche wohl die Nummer eins in Las Palmas. So geschl. | Calle Montesdeoca 10 | Tel. 928333466 | €€€

Casa de Colón

Das „Kolumbushaus“ ist ein prächtiger Kolonialbau, dessen älteste Bauelemente aus dem 17. Jh. stammen. Hier residierten einst die spanischen Statthalter. Typisch kanarisch sind die überdachten Holzbalkone und Erker aus Kanarischer Kiefer. Besonders markant auch die celosía-Fensterläden, die Klimaanlagen des Mittelalters. Das Gitterwerk aus feinen Holzstreben lässt Luft durch, aber weder Sonne noch Hitze. Das Museum zeigt Zeugnisse der spanischen conquista, Exponate aus präkolumbischer Zeit und von den Reisen des Kolumbus. Mo-Fr 9-19, Sa-So 9-15 Uhr | Eintritt frei | Calle Colón 1

Museo Canario

Das Museum für kanarische Geschichte enthält die größte Sammlung altkanarischer Funde des Archipels. Darunter ist das Idol von Tara, eine weibliche bauchige Tonfigur, die wohl Fruchtbarkeit symbolisieren soll. Auch eine Nachbildung der Cueva pintada aus Gáldar wird gezeigt, dazu Szenen aus dem Alltagsleben. Außerdem zu sehen: Totenköpfe, Skelette und mehrere gut erhaltene Mumien. Mo-Fr 10-20, Sa-So 10-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Calle Doctor Verneau 2 | www.elmuseocanario.com

Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada

Das neue Museum bietet erstmals Zugang zur berühmten „Bemalten Höhle“, deren farbige geometrische Wandmalereien das stärkste Zeugnis der Ureinwohner sind. Neben der Höhle gibt es ein Museum; zu sehen sind ein typisches Gehöft jener Zeit und Reste eines Dorfes. Di-Sa 9.30-18, So 11-18 Uhr, geführte Touren auf Deutsch: Di-So 15 Uhr | Eintritt 6 Euro | Calle Audiencia 2 | www.cuevapintada.org

Dunas de Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas sind eines der großartigsten Naturphänomene Gran Canarias. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor; 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, die seit 1987 unter Naturschutz steht. Die Dünen bestehen vor allem aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Im Westen werden die Dunas vom Charco de Maspalomas begrenzt, einem Brack- und Süßwassertümpel, in dem u.a. Reiher, Enten, Moorhühner und Regenpfeifer Station machen (gute Infotafel auf der Promenade). Seit er geschützt ist, sind viele der durch den Bauboom vertriebenen Tiere zurückgekehrt und brüten im Schilf und in den Binsen am Ufer. Fische haben sich angesiedelt, Algen und Gräser zeigen an, dass das Wasser sauberer geworden ist.

Playa de las Canteras

Schon vor 100 Jahren flanierten Badegäste an der Playa de las Canteras über den feinen, weißen Sand der weiten Bucht von Las Palmas. Hier herrscht das urbane Flair aller großen Stadtstrände dieser Welt. Exakt 3200 m pudriger Sand säumen unterhalb einer breiten Promenade mehrere kleine Buchten, die schließlich in einem breiten Bogen auslaufen. Ein Riff schützt die Bucht vor der starken Brandung. Nur am südlichen Ende sind die Wellen so hoch, dass sie auch zum Surfen reichen. Las Canteras wird oft mit Rio de Janeiros Stränden verglichen und hat tatsächlich auch deren Betriebsamkeit. Das garantieren schon die vielen Cafés, Restaurants, Shops und Imbissbuden, die sich eng aneinander reihen. Es gibt öffentliche Duschen und Toiletten.

Santa Catalina

Gran Canarias Spitzenhotel ist auch das älteste der Insel. Es wurde vor 110 Jahren im Kolonialstil mit antiken Holzbalkonen, edler Bar und einem herrlichen Terrassencafé erbaut. Hier logiert regelmäßig der spanische König. Nach der Renovierung sind die 222 Zimmer zeitgemäß ausgestattet, sie haben aber nichts von ihrem rustikalen Charme verloren. Das Hotel hat mittlerweile auch ein ausgezeichnetes Spa. Calle León y Castillo 227 | Tel. 928243040 | Fax 928242764 | www.hotelsantacatalina.com | €€€

Palm Beach

Architekt Alberto Pinto verwandelte den Bau zum ersten Designhotel der Insel. 328 Zimmer wurden mit grellen Farben, Chrom, Marmor und witzigen Accessoires im 70er-Jahre-Stil aufgepeppt. Lobby, Bar und Restaurants schwärmen im Retrolook. Toller Garten, Pools, Wellness. Strandnähe. Klasse! Tel. 928721032 | Fax 928141808 | www.hotel-palm-beach.com | €€€

Pinar de Tamadaba

Die größte bewaldete Fläche Gran Canarias besteht fast ausschließlich aus pinus canariensis, der Kanarischen Pinie. Der hohe Baum hat sich im Laufe von Jahrmillionen perfekt an die vulkanaktive Umgebung angepasst. Die dicke Rinde schützte den Stamm wie ein feuerfester Mantel gegen die Hitze der Ascheregen und tut es noch heute gegen Waldbrände. Selbst von außen völlig verkohlte Bäume überleben so und schlagen nach einem Feuer neu aus. Die dünnen, hellgrünen und überaus langen Nadeln ziehen aus den vorüberziehenden Passatwolken Feuchtigkeit, die dann zu Boden tropft. Auffällig sind die langen Flechten, die am Nordhang des Pinienwaldes - dort, wo der Passat am stärksten ist - wie Bärte alter Männer von den Zweigen hängen. Sie ernähren sich ausschließlich aus den Wolken.

Pico de las Nieves

Mit 1949 m über dem Meeresspiegel ist die „Schneespitze“ Gran Canarias höchster Berg. Tatsächlich schneit es hier alle paar Jahre im Winter. Einzigartig ist die Fernsicht von der Straße über weite Teile der Insel. An klaren Tagen scheint Teneriffas Teide zum Greifen nah: Mit dem Fernglas erkennt man von einem anderen Punkt aus sogar die kleine Schwester Gomera. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bergkuppe, dem Pozo de las Nieves (bei den Antennen), erspähen Sie den Südzipfel Fuerteventuras. Auf den Berggipfel selbst kann man nicht steigen. Er ist Teil einer militärischen Horchanlage und gesichertes Sperrgebiet. 8 km

Roque Nublo

Wie der Faustkeil eines Riesen ragt das bekannteste Wahrzeichen Gran Canarias in den Himmel: der 1813 m hohe „Wolkenfels“, ebenfalls ein Basaltblock, der 80 m hoch auf einem Tafelberg steht. Auch er war den Urkanariern heilig. Vom Parkplatz aus (Anfahrt über Ayacata) erreichen Sie ihn auf einem gewundenen Pfad in etwa 30 Minuten.

Caldera de Bandama/Pico de Bandama

Vom 574 m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man die schönste Rundumsicht auf Gran Canarias Nordosten und Las Palmas. Er grenzt direkt an die Caldera de Bandama, den gewaltigen Explosionskrater eines Vulkans. Mit 1000 m Durchmesser am Kraterrand ist er der größte der Insel. Auf dem 200 m tiefen Grund liegt ein kleines Gehöft. Ohne Genehmigung darf man nicht in die Caldera hinabsteigen. 7 km

Cenobio de Valerón

Der Cenobio de Valerón ist das eindrucksvollste Höhlenensemble der Ureinwohner Gran Canarias. 298 Nischen und Kammern haben sie hier in mühevoller Arbeit aus dem weichen Tuffstein gekratzt. Wie Schwalbennester kleben die Höhlen in einer Art Kuppel, die nach Norden hin offen ist. Bis heute rätselt man, ob es sich bei ihnen um Zellen eines Klosters (spanisch cenobio) für Mädchen handelte, die hier mit kultischen Exerzitien auf die Ehe vorbereitet wurden, oder um einfache Getreidespeicher. Am schönsten ist der Besuch am frühen Vormittag. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | GC 291 | Abfahrt Guía/Moya, links durch den Tunnel, beim Kreisverkehr Richtung Cuesta de Silva, 5 km

Barranco de Arguineguín

Hinter den weiten Bananenplantagen von Arguineguín beginnt dieses tiefe Tal. Eine gut ausgebaute Landstraße führt 20 km bis in die Bergwelt der Cumbre hinein. In fast 900 m Höhe erreicht man inmitten farbenprächtiger Gebirgsflora den größten Stausee der Insel, den Embalse de Soria.

Playa Amadores

Eine tolle Küstenpromenade mit herrlichem Blick aufs Meer verbindet Puerto Rico mit der Playa Amadores, die Sie nach 15-minütigem Spaziergang erreichen. Der 400 m lange Strand wurde mit Sand aus kieseligem Muschelkalk aus dem Meer aufgeschüttet. Molen schützen ihn vor zu hohen Wellen, Kinder baden deshalb hier ungefährdet. Es gibt Parkplätze, Mietliegen, ausgezeichnete sanitäre Anlagen sowie viele Shops, Cafés, Eisdielen und Restaurants. Am Nordende liegen eine sehr schöne Minigolfanlage, ein Kinderspielplatz und eine Cafeteria mit Meerblick. Das alles macht den Strand ideal für Familien. 1 km

Schiffsexkursionen

Die Linienschiffe der Líneas Salmón und die Glasbodenboote der Líneas Blue Bird verbinden Puerto Rico regelmäßig mit Arguineguín (20 Min.) und Puerto de Mogán (30 Min.). Bei den Bootsfahrten haben Sie die seltene Gelegenheit, Gran Canaria vom Wasser aus kennenzulernen (tgl. 10-16.30 Uhr | Hin- und Rückfahrt 10 Euro | Puerto Escala bzw. Puerto Base). Windjammerfahrten und Katamaranexkursionen dauern rund einen halben Tag.

Palmitos Park

Von den Waldbränden 2007 heimgesucht, wird der Park erst Anfang 2008 wieder eröffnet. Hier können Sie mit Ihren Kindern nicht nur die vielfältige kanarische Flora bestaunen. Vielerlei exotische Vögel leben in Dutzenden Volieren, vor allem Papageien, aber auch Flamingos, Tukane, Eulen, Kolibris; toll ist die Greifvogel-Show. Auch Brillenkaimane sind zu sehen. Im Talgrund leben Weißhandgibbons auf einer Affeninsel. Es gibt ein Schmetterlings-, ein Orchideenhaus und ein großes Aquarium mit vielen tropischen Fischen. Tiershows sorgen für Unterhaltung, Cafeterias fürs leibliche Wohl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt | Barranco de Palmitos | 10 km nördlich von Maspalomas | Zubringerbus einfache Fahrt 1,60 Euro | Tel. 928140276 | www.palmitospark.es

Artenara

Tejeda

Teror


Auftakt

Was für eine Insel!

Gran Canaria ist vielfältig. Die Insel begeistert mit Traumstränden, einer wilden Bergwelt, atemberaubenden Dünen. Großstadtflair gibt es in Las Palmas ebenso wie verträumte Dorfidylle in abseits gelegenen Tälern. Sie können auf Kolumbus Spuren wandeln, Museen und Kirchen entdecken, eine Wallfahrt oder den prächtigen Karneval erleben - auch kulturell sind kaum Grenzen gesetzt. Genießen Sie die traditionelle Küche, den süffigen Wein der Insel. Tauchen, wandern, windsurfen, die Nacht zum Tage machen oder einfach nur entspannen: Auf Gran Canaria herrscht nie Langeweile. Und die Sonne scheint dazu, das ganze Jahr.

Jeden Morgen das gleiche Bild: Männer machen sich mit Macheten zwischen Bananenstauden zu schaffen. Tomatenpflücker ernten duftende Früchte. Fischer tuckern in ihren Booten hinaus aufs Meer. Esel ziehen Pflüge durch Terrassenfelder in den Bergen. In den Straßen von Las Palmas staut sich der Verkehr - Gran Canaria beginnt den Tag.

Oft fällt es schwer, in der Sonneninsel, die nur 150 km von Afrikas Küste entfernt liegt, eines der größten Touristenziele Europas zu erkennen. Ungeachtet der gut drei Mio. Urlauber, die hier jedes Jahr Wärme und Erholung suchen, hat Gran Canaria seinen ländlichen, mediterranen Charme bewahrt. Ob San Nicolás im Westen oder Agüimes im Osten - in den meisten Orten folgt der Alltag einem gemächlichen Rhythmus. Eng scharen sich im Ortskern die Häuser um die Dorfkirche, die wie ein Hirte aus der Menge der quadratischen Flachbauten herausragt. Davor die schattige Plaza als Spielplatz für Kinder und Treffpunkt der in traditionelles Schwarz gekleideten Alten.

Doch natürlich ist auch auf Gran Canaria die Zeit nicht stehen geblieben. Dörfer verwaisen. Neubausiedlungen locken mit mehr Platz und Abwechslung. Selbst wer hoch in den Bergen wohnt, ist heute in weniger als einer Stunde in Gran Canarias Kapitale, in der es südländisch hektisch zugeht.

Kaum noch etwas erinnert in Las Palmas an den Ort, den der spanische Konquistador Juan Rejón 1478 vorfand, als er am 24. Juni mit 600 Getreuen an Land ging, um die mit 1532 km² nach Teneriffa und Fuerteventura drittgrößte Kanareninsel für die kastilische Krone zu erobern. Weite Strände säumten den Nordosten der Insel. Ein munterer Fluss strömte der Küste entgegen. Fünf Jahre lang wehrten sich die Altkanarier gegen die Eroberung. Dann setzten sich die Europäer mit Hilfe ihrer modernen Waffen durch. Doch in den folgenden Jahrhunderten blieben die Veränderungen weitgehend auf Las Palmas und dessen Umgebung beschränkt. Man erlebte Boom und Niedergang des Zuckerrohranbaus. Der Schiffshandel zwischen Europa und Amerika bescherte der Stadt Wohlstand, aber auch Piratenüberfälle auf den prosperierenden Hafen. Gran Canaria war Las Palmas. Der Rest verharrte in bitterer Armut.

Erst der aufblühende Tourismus half der Insel endgültig auf die Beine. Seit Anfang der 1960er-Jahre im Süden eines der größten Ferienzentren Europas entstand, gab es eine rasante Entwicklung. Hotelanlagen und Resorts für mehr als 100000 Gäste entstanden zwischen San Agustín und Puerto de Mogán, ein Ende ist nicht in Sicht. Zu herrlich sind Strände und Dünenlandschaft, zu beständig das gute Wetter, zu ideal die Lage zwischen Meer und Bergen.

Wie mit einem Katapult ins 20. Jh. geschossen, taten sich viele Canarios schwer, dies alles zu verdauen. Vor allem junge Leute verführt der Alltag der Touristen - stets gut drauf und mit Geld in der Tasche - heute mehr denn je dazu, es ihnen gleichzutun. So ziehen sie schnelle Jobs einer guten Ausbildung vor, landen aber auch ebenso rasch als Arbeitslose wieder auf der Straße.

Viele Besucher sind nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Gando geschockt von der Kargheit des Inselsüdens. Nur einheimische Flora trotzt dieser Dürre: Cardón (Säuleneuphorbien), Retama, Tabaiba oder Tajinaste - dickblättrige, buschige Gewächse, die lange Zeit Wasser speichern können - haben sich an eine Existenz in diesen Trockenzonen angepasst. In den Ferienorten nimmt dann Blütenzauber, der nur dank aufwendiger Bewässerung existiert, die Ankömmlinge gefangen. Viele verlassen diesen lieblichen Teil der Insel während ihres Urlaubs nie.

Schade, denn Gran Canaria ist sehr vielfältig. Nahezu kreisförmig und vulkanischen Ursprungs, wird das Eiland genau in der Mitte vom 1949 m hohen Pico de las Nieves überragt, dem höchsten Punkt der cumbre, der zentralen Gebirgsregion. Von hier aus führen barrancos - Erosionstäler - sternförmig zu den Küsten. Calderas - kesselförmige Krater - erinnern an die vulkanaktive Zeit. Stauseen im Hochland sind für die Trinkwasserversorgung sehr wichtig. Rasch wechselt mit zunehmender Höhe die Vegetation. Kakteen, Orangen- und Bananenplantagen weichen Maulbeer- und Feigenbäumen. Im Frühjahr taucht blühender Ginster die Berge in leuchtendes Gelb.

Einst waren weite Teile der Insel mit Kanarischer Pinie bedeckt. Lorbeerwälder entzogen den Passatwolken Feuchtigkeit, die zu Boden tropfte und die Insel fruchtbar machte. Es gab eine einzigartige Vegetation. Erst der Kahlschlag der Spanier, die Holz für den Schiffbau brauchten, und später die Monokulturen der Pflanzer schädigten das fragile Ökosystem schwer. Inzwischen stehen gut 40 Prozent der Insel unter Naturschutz, Meerwasserentsalzungsanlagen und Recycling helfen, den enorm gestiegenen Wasserbedarf zu decken.

Wer sich auf sie einlässt, kann die Vielfalt der Insel in vollen Zügen genießen. Beispielsweise auf dem Dach Gran Canarias, dem Pico de las Nieves. Bei Los Pechos liegen die tollsten Aussichtspunkte. Weite Wälder überziehen die tiefer gelegenen Berghänge im Norden. Teneriffas Teide, Spaniens höchster Berg, scheint zum Greifen nah.

Einheimische Tiere gibt es nur wenige. Eidechsen rascheln durchs Gestrüpp, Tauben und einige Raubvögel bevölkern die Lüfte. Der Kanarienvogel fliegt in seiner Urform als unscheinbarer gelbgrüner Girlitz durch die Wälder. Artenreicher ist das Meer. Beim Schnorcheln können Sie viele Fische, z. B. Mantarochen, entdecken; in den bis zu 4000 m tiefen Gräben zwischen den Inseln tummeln sich Haie, Delphine und Grindwale.

Die Canarios haben sich anfangs schwer getan mit Europa, ja sogar mit Spanien. Noch in den 70er-Jahren gab es separatistische Bewegungen. Inzwischen haben sich die Gemüter beruhigt. Gelder aus Brüssel haben auch in den Dörfern neue Jobs geschaffen.

Las Palmas Altstadt Vegueta, älteste Kolonialstadt Spaniens, unterstreicht mit massiven Bauten die einstige Pracht. Artenara ist ein erstklassig erhaltener Höhlenort. Größte Augenweide ist jedoch Teror. Das Ensemble aus antiker Basilika, natursteingepflasterten Straßen und Hausfassaden mit herrlichen Holzbalkonen ist vollständig erhalten und gilt als bestes Beispiel kanarischer Baukunst. Auf einer kleinen Plaza unweit der Basilika steht ein Exemplar der geheimnisvollsten kanarischen Pflanze. Der Drachenbaum drago ist das Wahrzeichen der Insel. Den Altkanariern galt er als heilig. Sein „Drachenblut“ - das Harz färbt sich an der Luft dunkelrot - wurde bei der Zubereitung von Heiltränken verwendet.

1. Jh. n. Chr.

Plinius d.Ä. (23-79 n. Chr.) schildert in seiner „Historia Naturalis“ die Expedition zu einer Inselgruppe, die er „Canaria“ nennt

1478

Der spanische Eroberer Juan Rejón geht am 24. Juni 1478 an Land und gründet die Siedlung Las Palmas

1479

Im Vertrag von Alcáçovas zwischen Spanien und Portugal werden die Kanaren der kastilischen Krone zugesprochen

1483

Nach langen Kämpfen unterwirft Rejón die beiden Reiche der auf der Insel herrschenden Guanartemen (Könige)

1492

Während seiner ersten Entdeckungsfahrt nach Amerika macht Christoph Kolumbus auf Gran Canaria Station

1537

Der Sklavenhandel, der die Altkanarier seit der Eroberung dezimierte, wird endlich verboten

1820

Las Palmas wird offiziell Hauptstadt Gran Canarias

1884

Eröffnung des ersten Hotels in Las Palmas. Das Zeitalter des Schifffahrtstourismus beginnt

1927

Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura werden zur Provinz Las Palmas de Gran Canaria zusammengefasst

Seit 1950

Der Beginn des Flugtourismus bringt einen steilen Aufschwung

1982

Die Kanaren erhalten einen begrenzten Autonomiestatus und eine Regionalverfassung

1986

Spanien wird EU-Mitglied

2004

Maspalomas feiert sein 40-jähriges Bestehen. Die Autobahnumgehung von Las Palmas wird fertiggestellt

www.sonneninsel-gran-canaria.de/blog

Sonneninsel Gran Canaria - Gran Canaria-Kenner und Einwohner geben Tipps zu vielfältigen Themen - von Konzerten bis zu Sprachenschulen.

www.abcanarias.com/Gran_Canaria/al-index.html

Tops und Flops - In diesem Forum geben junge Blogger ihre besten und miesesten Erlebnisse preis.

www.holidaycheck.de

Unter der Lupe - Auf der Test-Website verschiedener Ferienregionen finden sich auch viele Urlauber-Blogs mit Erfahrungen zur Insel allgemein und Hotelbewertungen.

www.grancanaria.com

Inselspaziergänge - Runterladen auf den MP3-Player und schon kann es losgehen. Diese Website bietet verschiedene Audio-Podcasts mit Touren über die Insel an.

http://podcast.spanisch-live.de

Spanischkurs - Wer sich für die Sprache interessiert, findet bei diesem kostenlosen Online-Audiokurs praktische Beispiele mit Übungen aus dem Alltag.

Leben wie die Einheimischen

Turismo rural, ländlicher Tourismus, heißt ein alternatives Ferienangebot für Menschen, die das ursprüngliche Gran Canaria fern vom Massentourismus entdecken wollen. In Fincas, Herrenhäusern, Landhotels oder Höhlenwohnungen leben die Gäste ähnlich wie die Einheimischen. Diese Unterkünfte gibt es in vielen Orten. Sie sind für Selbstversorger vollständig eingerichtet, müssen allerdings für mindestens zwei Nächte gebucht werden. Eine gute Übersicht und weitere Informationen zum Turismo Rural finden Sie auf der sehr gut gemachten, mehrsprachigen Website www.grancanaria.com/natural des Patronato de Turismo (Calle León y Castillo 17 | Las Palmas | Tel. 928219600). Weitere Häuser im ländlichen Tourismus können Sie bei www.aecan.com und bei der Asociación Canaria de Turismo Rural (Tel. 922595019 | Fax 922595083 | www.ecoturismocanarias.com) entdecken.

Gran Canaria - all inclusive

Unterhaltsamer Frauenroman von Leonie Bach über die Suche nach der idealen Ferienliebe.

Tod im April

Der Autor José Luis Correa aus Las Palmas schickt seinen Detektiv auf Verbrecherjagd.

Drei Wochen im November

José Luis Correa lässt seinen Privatschnüffler in der bornierten Oberschicht ermitteln.

Phäakische Inseln

Gerhard Nebel liefert humorvolle Erlebnisse im Gran Canaria der 50er Jahre.

Spanische Fischküche

Kulinarisches Standardwerk von Johannes Schmidt für alle, die gerne Fisch essen.

Der Bestseller

Regisseur Celino Bleiweiss schickt Ur-Bayer Ottfried Fischer auf der Insel in die Fänge von Kriminellen und eines Callgirls.

Zärtliche Chaoten II

Thomas Gottschalk versucht in der ziemlich seichten Komödie, gemeinsam mit Helmut Fischer die Geburt seines fiesen Vorgesetzten auf Gran Canaria rückgängig zu machen. Holm Dressler traf damit 1988 den Zeitgeist.

Mord in bester Gesellschaft

Verwirrende Krimikomödie von Peter Sämann, durch die Fritz Wepper als Psychiater auf Verbrecherjagd stolpert. 2006 fürs Fernsehen gedreht.

Gran Canaria

Mit ZDF-Reiselust kann man die Schönheit der Insel erkunden: Las Palmas, eine Trekkingtour und der Besuch von Artenara sind die Highlights.

Artischockensaft im preisgekrönten Käse aus Guía

Eduardo Gil hat den legendären Laden seines Vaters Santiago mittlerweile übernommen. Der ist dekoriert mit vergilbten Fotos, Zeitungsausschnitten und Preisen, die der Papa in vielen Wettbewerben eroberte. Queso de flor („Blütenkäse“) war dessen Passion. Hinter der Theke reihen sich dicke Laibe aus Schafs- und Kuhmilch, deren Geheimnis ein Schuss Blütensaft der wilden Artischocke ist. Nach der Herstellung wird der Käse mit Olivenöl bestrichen. Frisch und weich hat er nach einem Monat seine ideale Konsistenz. Als semicurado (mittel) oder curado (hart, dann schmeckt er wie Parmesan) wird er mit Gofio bestäubt. Eduardo lädt Kunden gerne zum Probieren ein (Mo-Sa 8-12 und 16-22, So 11-14 Uhr | Marqués del Muni 34 | Guía).

Süßer Start ins Wochenende

Das daumendicke, längliche Schmalzgebäck churro ist bei spanischen Familien ein beliebter Wochenendsnack. Frisch aus der Fritteuse, wird es in dickflüssige Schokolade getunkt und vormittags in vielen Cafeterias verputzt. Achten Sie auf den Aushang vor der Tür, und probieren Sie einmal selbst das süße Gebäck. Sie finden churrerías in von Einheimischen bewohnten Orten, in Las Palmas, San Fernando/Playa del Inglés und Puerto Rico.


Szene

Trend Guide Gran Canaria

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Fernando Arias Texeira

ist ein echter Grancanario und vertritt seit fünf Jahren die Tourismuszentrale der Insel in Deutschland (www.grancanaria.com). Auf Gran Canaria verbringt er seine Zeit am liebsten in der Hauptstadt Las Palmas, doch ein Ausflug ins Inselinnere muss immer sein!

City-Surfing

Ob Windsurfen, Wellenreiten oder Bodyboarding - ohne Brett unter den Füßen geht hier gar nichts! Am Stadtstrand von Las Palmas ist einiges los: An der Playa de las Canteras bricht sich die sagenhafte Welle von Confital, rundherum ziehen Cafés, Restaurants und Shops die Szene an. Stylishe Surfermode gibt es im Agüita Surf Shop (C/Sagasta 92 | Tel. 928264519), Boards nach Maß im Confital Bay (C/Prudencio Morales 33 | Tel. 676399725). An der berühmten Welle steigen alljährlich im Oktober die Surfing-Weltmeisterschaften. Dem Passatwind ist es zu verdanken, dass sich die Sonneninsel auch bei den Windsurfern größter Beliebtheit erfreut. In den letzten Jahren hat sich Gran Canaria sogar als ein Hotspot der Weltelite etabliert: Jedes Jahr im Juli werden am Strand von Pozo Izquierdo die Windsurf-Weltmeisterschaften ausgetragen. Wave, Racing, Slalom und Freestyle stehen auf dem Programm, und auch die Nachwuchssurfer dürfen ihr Können unter Beweis stellen.

Las Palmas

Lange war Las Palmas eine Business- und Industriemetropole, heute entwickelt sie sich zu einer pulsierenden, kosmopolitischen Trendstadt, die vor allem nachts brodelt. In der sanierten Altstadt - liebevoll Vegueta genannt - schlägt das Herz der Stadt. Im angesagten Viertel Triana trifft sich abends die Szene (www.veguetatriana.com). Beliebte Szenetreffs sind die Restaurants Cava de Triana (C/Travieso 35) und La Butaca (C/Alameda de Colón 1). Nightlife-Hotspots für spätere Stunden sind die Bars Cliquot (Mesa de León 3) und Cuasquías (San Pedro 2) und die Clubs Jellyfish (C/La Pelota 16) und Le Club (C/Dr. Rafael González 2).

Filmfestival

Was für Hollywood der Oscar, ist für Gran Canaria die Lady Harimaguada. Drei der kanarischen Filmpreise werden jährlich auf dem Internationalen Filmfestival Las Palmas de Gran Canaria verliehen (www.festivalcinelaspalmas.com). Das Festival (jährlich im März) lockt neben Vertretern der spanischen Filmbranche auch Hollywood-Größen wie Susan Sarandon und Ed Harris auf die Insel. Tipp: Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist oft frei!

Adventure Cuisine

Starkoch Ferran Adrià Acosta hat in Spanien das Kreativkochen zum Trend gemacht. Auch auf Gran Canaria findet sich Abenteuerliches auf den Tellern: Mit Gerichten wie Tiroler Knödlgröstl mit Calamares oder Seehechtfilet auf Curry-Sauerkraut setzen Anna und Herbert Eder in ihrem Restaurant Bamira Standards in Sachen Abenteuerküche. Unbedingt reservieren! (C/Los Pinos 11 | Playa del Águila | Tel. 928767666 | www.bamira.com). Schwertfisch-Limetten-Kebab? Gerade verrückt genug für das stylishe El Mundo, das die Gastroszene am Playa del Inglés auffrischt (Avda. de Tirajana | Tel. 928776141 | www.mundorestaurante.com). In Las Palmas gibt es kreative Kochkunst im 24. Stock des Hotels AC (C/Eduardo Benot 3 | Tel. 928266100 | www.ac-hotels.com) - fantastischer Blick über die Stadt inklusive!

Orientierungslauf

GPS und Navi sind ja schön und gut, doch wo bleibt hier das Abenteuer? Orientierungslauf heißt der neue Trend auf der Sonneninsel. Nur mit Karte und Kompass bewaffnet finden die Läufer ihren Weg durchs Gelände und müssen dabei einzelne Kontrollposten passieren und dort stempeln. Der ungewöhnliche Sport ist auch für Einsteiger geeignet, Kondition und Orientierungssinn sollte man allerdings mitbringen. Veranstaltet werden die Laufevents beispielsweise von Limonium Canarias (Tel. 928436995 | www.limoniumcanarias.com).

Glam for Gran

Schillernde Dragqueens sind zu einem Markenzeichen der Insel geworden. Die Glitter-and-Gay-Szene blüht - davon profitiert auch das konventionelle Publikum, beispielsweise beim schillernden Karneval (www.laspalmascarnaval.com). Der genießt mittlerweile Kultstatus und mobilisiert alljährlich im Januar und Februar Menschenmassen. Die Drag Queen Gala in Las Palmas ist eine freche Show, die inzwischen weit über die Inselgrenzen hinaus bekannt ist! Überhaupt entwickelt sich Gran Canaria zu einem Lieblingsreiseziel für Gays. Gleich vier reine Gay-Lesbian-Resorts stehen in Playa del Inglés und Maspalomas zur Auswahl: Club Vista Bonita (www.clubvistabonita.com), Villas Blancas (www.villasblancas.com), Club Tucanes (www.clubtucanes.com) und Club Mancha (www.clubmancha.com). Gefeiert wird z.B. in der deutsch geführten Wunderbar (im Yumbo Centrum, Playa del Inglés, www.wunderbar-island.com).

Fashion Fusion

Nicht weniger als 21 Labels stecken hinter Moda Cálida. Der Zusammenschluss ermöglicht kanarischen Designern, ihre Ideen zu verwirklichen. Die jährliche Show an der Strandpromenade von Maspalomas ist das wichtigste Mode-Event der Kanaren und zieht jede Menge kanarische und spanische Prominenz an. Zu kaufen sind die Designermoden in den Boutiquen und Showrooms der Labels, die Adressen gibt der Verband bekannt (Tel. 928219450 | www.grancanariamodacalida.com). Tipp: Gonzales Underwear schneidert echte Haben-will-Teile für drunter (C/Pérez Galdós esquina C/Perdomo). Fans können sich freuen: Die Linie ist auch in London, Paris, Hamburg und Berlin zu haben (www.gonzales-underwear.de).


Stichworte

Dünen, Schnee und Carnaval

Manches aus Geschichte und Gegenwart Gran Canarias überrascht. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und erleben Sie die Vielfalt der Insel

Altkanarier

Viel weiß man nicht von den Ureinwohnern der Kanaren. Sie besiedelten den Archipel wohl erst im 3. Jh. v. Chr. und entstammten hellhäutigen Berberstämmen aus Nordafrika oder, wie neuere Genforschung auch für möglich hält, dem Mittelmeerraum um Sizilien. Rasch verloren die Inseln den Kontakt untereinander. Bootsbau war unbekannt, gefischt wurde nur von Land aus. Die Altkanarier waren vor allem Bauern, die Ziegen und Schafe hielten und Gerste anbauten, aus der sie Gofiomehl, ihr Grundnahrungsmittel, gewannen. Auf Gran Canaria etablierten sich zwei Königreiche, eines im Nordwesten mit Gáldar als Sitz, eines im Nordosten um die Siedlung Telde. Beherrscht wurden sie von guanartemen (Königen). Das Volk lebte vor allem in Höhlen. Dort bestatteten sie auch die oft mit viel Geschick mumifizierten Toten. Als die Spanier 1478 an Land gingen, regierten auf Gran Canaria Tenesor Semidan in Gáldar und Doramas in Telde. Nach fünfjährigen Kämpfen besiegten die Eroberer die Einheimischen. Doramas fiel 1481 in der Schlacht. Tenesor Semidan geriet in Gefangenschaft und ließ sich taufen. Die stark dezimierten Altkanarier gingen in der Bevölkerung der Spanier auf.

Bananen

Gran Canaria bietet Bananenpflanzen ein ideales Klima. Deshalb gibt es schon seit gut 100 Jahren riesige Plantagen auf der Insel. Im Norden bei Arucas und im Süden bei Arguineguín bedecken Hunderttausende der dicht an dicht stehenden Stauden weite Landstriche. Nach der Ernte schlagen Arbeiter die Stämme ab, während bereits junge Pflanzen aus dem Boden sprießen. Kanarische Bananen sind kleiner als ihre mittelamerikanischen Schwestern und wesentlich schmackhafter. Am besten kauft man sie auf dem Wochenmarkt in Las Palmas.

Carnaval

Brasilianische Rhythmen auf Gran Canaria, Rio in Las Palmas - das sind keine leeren Worte. El carnaval hat nur wenig mit unserem Karneval gemein. Er ist eine Fiesta der Fantasie und Sinne, in der die Canarios die engen Normen ihrer konservativ-traditionellen Gesellschaft einmal im Jahr über Bord werfen. Monatelang laufen die Vorbereitungen für die Festwochen, die stets im Februar und März liegen. Es werden carrozas (Festwagen) gebaut und dekoriert, Kostüme geschneidert, Masken und Verkleidungen gebastelt. Alles ist erlaubt, jeder kann seinen Wünschen freien Lauf lassen. Jeder Ort hat seine murgas, verkleidete Spaßmachergruppen, die während der desfiles, der Umzüge, tanzend und lärmend durch die Straßen ziehen und einander an Verrücktheit und Lautstärke zu überbieten suchen. Los gehts meist erst abends, und gefeiert wird die ganze Nacht - wochenlang. Kinder und Alte sind mit von der Partie, wenn sich die Dorfplaza in einen Hexenkessel verwandelt. Agüimes ist das Zentrum des ländlichen Karnevals. In Las Palmas sind die Umzüge aufwendiger. Die Wahl der reina del carnaval (Karnevalskönigin) wird live im Fernsehen gezeigt, die Kostüme der Aspirantinnen kosten oft so viel wie ein Mittelklassewagen. Jeder Karnevalstag endet mit dem mogollón, dem Abtanzen nach Latinorhythmen, das oft bis in den frühen Morgen dauert. Die Kinder haben ihren eigenen Umzug und ihre eigene Königin. Grandioser Abschluss des Carnaval ist der entierro de la sardina - das Begräbnis der Sardine. Warum ein Fisch zu Grabe getragen wird, weiß niemand. Noch einmal gibt es einen farbenprächtigen Umzug, bei dem eine gewaltige Pappsardine durch die Straßen gezogen wird. Zum Schluss explodiert sie in einem Feuerwerk aus Lichtbögen, Raketen und Knallkörpern. An allen Aktivitäten können auch Urlauber teilhaben; Informationen und Daten geben die Touristenbüros.

Dromedare

Es sieht märchenhaft aus, wenn die Dromedare bei Maspalomas in einer langen Karawane durch die weite Dünenlandschaft ziehen. Die Tiere gehören zu den großen Touristenattraktionen. Wohl schon mit den ersten Europäern kamen die einhöckrigen Asketen nach Gran Canaria. Als ideale Arbeitstiere - sie kommen wochenlang ohne Wasser aus und schleppen klaglos schwere Lasten - wurden sie vielfältig eingesetzt. Obwohl ihre Karriere mit der Einführung von Maschinen beendet schien, erlebten die Dromedare durch den Tourismus eine Renaissance. Täglich setzen sich Hunderte in die grünen Sättel. Es gibt drei Dromedarstationen auf der Insel. Unterhalb Fatagas werden Dromedare auch gezüchtet und können mit ihren Jungtieren aus der Nähe besichtigt werden.

Dünen

Die weißgolden flirrenden Dunas de Maspalomas bieten ein ganz besonderes Naturerlebnis. Bis zu 12 m hoch türmen sich die Sandwälle auf. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor. Diese 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, sind seit 1987 als „Naturlandschaft von nationalem Interesse“ unter Schutz gestellt. Sie bestehen nicht, wie viele vermuten, aus Flugsand der nur 200 km entfernt liegenden Sahara, sondern fast ausschließlich aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Und sie wandern. Im Schneckentempo kriechen die Dünen 2 bis 5 m pro Jahr in Richtung Westen, immer wieder neu geformt und gezeichnet vom steten Passat. Erst mit größerer Entfernung zum Meer stoppen stärkerer Pflanzenwuchs und abflauender Wind diese Bewegung.

Höhlen

Noch heute kann es passieren, dass ein Hausbesitzer in Artenara einfach zum Presslufthammer greift, wenn er den Wohnraum vergrößern will. Wie vor 1000 Jahren leben viele Bewohner des Ortes hoch in den Bergen immer noch in Höhlen. Und bei Bedarf meißeln sie sich ein neues Zimmer aus dem weichen Tuffstein. Nicht mehr wie zu Urgroßvaters Zeiten, als man mit Hacken und Messern dem Fels zu Leibe rückte. Doch im Prinzip hat sich wenig verändert. Strom und Wasser gibts natürlich. Aber auch jetzt noch darf man nicht zu tief in den Fels graben, weil sonst Feuchtigkeit austritt. Den großen Vorteil einer Höhle, dass sie im Winter warm und im Sommer kühl ist, wissen ihre Bewohner immer noch zu schätzen. Schon die Altkanarier gruben sich mit Steinen Wohnhöhlen, bestatteten ihre Toten darin, nutzten sie als Speicher oder Kultplätze, wie es der Cenobio de Valerón eindrucksvoll zeigt. Viele Grab- und Wohnhöhlen gibts außerdem im Barranco de Guayadeque bei Agüimes.

Lucha Canaria

Die Lucha Canaria, den kanarischen Ringkampf, gab es schon zur Zeit der Altkanarier. Sie wird nur auf den sieben Inseln des Archipels betrieben. In einem Kreis von ungefähr 15 m Durchmesser, der mit Sägespänen oder Sand ausgelegt ist, treten zwölf Kämpfer zweier Teams paarweise gegeneinander an. In Ausgangsposition - vornübergebeugt einander zugewandt und das aufgekrempelte Hosenbein des Gegners mit der linken Hand umklammernd - beginnt der maximal drei Minuten dauernde Kampf. Mit verschiedenen Ringergriffen versuchen die luchadores, den Gegner auszuhebeln und zu Boden zu werfen. Gelingt dies, ist der Kampf vorbei. Es sind nicht nur Gewicht, sondern auch Technik und Schnelligkeit ausschlaggebend. Die Lucha Canaria hat zwar ihren Spitzenplatz im Sport an den Fußball verloren, dennoch ist das Interesse der Canarios noch immer groß. Wichtige Turniere werden ausführlich im Fernsehen übertragen. Große Kämpfer sind sehr angesehen und verdienen mit ihrem Können viel Geld. Kämpfe finden, übers Jahr verteilt, in vielen Orten statt.

Schnee

Eigentlich ein absurdes Thema für eine Insel vor Afrikas Küste, sollte man meinen. Doch schneit es in Gran Canarias Cumbre, der schroffen Bergwelt rund um den 1949 m hohen Pico de las Nieves, im Schnitt alle zwei, drei Jahre. Das ist jedes Mal eine Sensation. Die Tageszeitungen schreiben darüber auf den Titelseiten, das Lokalfernsehen schickt Teams in die Berge, Fotografen schießen Bilder. Am Wochenende machen sich die Canarios zu Tausenden auf den Weg, um die weiße Pracht live zu sehen. In der Cumbre stauen sich die Wagen, und oben sieht man dick vermummte Familien begeistert durchs Gelände stapfen. Man schlägt Schneeballschlachten, baut Schneemänner, an Ständen mit heißer Schokolade stehen die Leute Schlange.

Virgen del Pino

Anfang September findet in Teror an zwei Tagen die Romería Virgen del Pino statt, die „Wallfahrt der Jungfrau von der Pinie“, die größte der Insel. Hintergrund ist eine Legende, nach der altkanarische Hirten in der Nacht zum 8. September 1481 in der Gegend eine Marienerscheinung hatten und kurz darauf eine Figur der Muttergottes in besagter Pinie entdeckten. Eine Kapelle wurde errichtet, Pilger kamen, der Wallfahrtsort Teror entstand. Neben der feierlichen Prozession, in der die hochverehrte und reich geschmückte Marienstatue jedes Jahr aus der Kathedrale und durch die Straßen Terors getragen wird, ist vor allem die Fiesta am Tag davor ein tolles Ereignis. Aus allen Dörfern Gran Canarias, aber auch von anderen Inseln, kommen Abordnungen in typischen Trachten mit herrlich dekorierten Festwagen, um der Heiligen Jungfrau zu huldigen. Diese carrozas tragen schwer an den Opfergaben, die typisch für den jeweiligen Ort sind und später an Bedürftige verteilt werden. Danach klingt der Tag in einem bunten Volksfest aus, das die ganze Nacht dauert. Es gibt Karussells und Stände mit Leckereien.

Wasser

Eine Insel, über der ewig die Sonne scheint, hat auch eine Kehrseite: den Mangel an Wasser. Früher gab es Flüsse auf Gran Canaria, dichte Lorbeerwälder zogen Feuchtigkeit aus den Passatwolken, Brunnen versorgten die Bauern. Nun sind die Bäume abgeholzt, die Brunnen versiegt, nur ein Flüsschen fließt noch auf der Insel. In riesigen Stauseen, die meist bedrohlich leer sind, wird Regenwasser gesammelt. Meerwasserentsalzungsanlagen versorgen die Feriengebiete, Brauchwasser wird recycelt. All das kostet viel Geld und Energie. Daher die Bitte: Vergeuden Sie kein Wasser!

Wein

Weinanbau hat eine lange Tradition auf den Kanaren. Wohl bereits im 15. Jh. gelangten die ersten Rebstöcke von Kreta aus nach Gran Canaria. Und bald schon rissen sich die europäischen Königshäuser um die Tropfen aus der schweren Malvasíatraube, denen sogar Shakespeare Tribut zollte, als er seinen Falstaff jubeln ließ: „Welch wunderbarer Nektar, der das Blut durchdringt und parfümiert!“ Viel ist von dieser Pracht nicht geblieben. 500 ha Weinberge gibt es noch an den Hängen des Monte Lentiscal. Doch es lohnt sich, in einer der kleinen Bodegas vorbeizuschauen und dabei eine der raren Flaschen Del Monte zu erstehen, erdigen, fruchtig-trockenen blanco (Weißwein), tinto (Rotwein) oder den bernsteinfarbenen moscatel. Traubenernte ist im September.


Feste und Events

Höhepunkt ist der Carnaval

Kanarische Feste sind bestimmt von Religion, Folklore und Fiestataumel

Das ganze Jahr über findet irgendwo auf der Insel eine Prozession statt, wird eines Heiligen gedacht, werden Bauernfeste begangen. Hintergrund der Feierlichkeiten sind oft religiöse Ereignisse. Das hindert die Canarios aber nicht daran, ausgelassen zu feiern und sich bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig zu amüsieren.

1. Januar

Año Nuevo (Neujahr)

6. Januar

Los Reyes (Dreikönigstag)

19. März

San José (Josephstag)

März/April

Viernes Santo (Karfreitag) - während der Semana Santa (Karwoche) prächtige Prozessionen in vielen Orten

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

30. Mai

Día de las Islas Canarias (Tag der Kanaren)

Mai/Juni

Corpus Cristi (Fronleichnam) - feierliche Prozessionen in Arucas und Las Palmas

25. Juli

Santiago Apóstol (Jakobstag) - Feste in Gáldar und San Bartolomé de Tirajana

15. August

Asunción (Mariä Himmelfahrt)

12. Oktober

Día de la Hispanidad (Tag der Entdeckung Amerikas)

1. November

Todos los Santos (Allerheiligen)

6. Dezember

Día de la Constitución (Tag der Verfassung)

8. Dezember

Inmaculada Concepción (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

Navidad (Weihnachten)

Februar/März

Almendros en Flor: Die Mandelblüte wird vor allem in Tejeda und Valsequillo gefeiert.

März

Rally de Canarias: die größte Autorallye der Insel beginnt und endet im Parque Santa Catalina in Las Palmas (www.rallydecanarias.com).

April

Albaricoques en Flor: Fest der Aprikosenblüte in Fataga.

24. Juni

Día de San Juan: Jahrestag der Stadtgründung von Las Palmas.

16. Juli

Nuestra Señora del Carmen: Tag der Schutzheiligen der Fischer in Las Palmas, Gáldar, San Nicolás de Tolentino, Bootsprozessionen in Arguineguín und Puerto de Mogán.

Juli/August

Festival de Teatro y Danza Las Palmas: Moderner Tanz und zeitgenössisches Theater in der Hauptstadt (www.teatroydanzalaspalmas.com).

4. August

Bajada de la Rama: Das „Hinabbringen des Zweiges“ ist eines der buntesten Volksfeste und altkanarischer Brauch. Aus den Bergen hinter Agaete werden Pinienzweige zum Meer gebracht, wo man mit ihnen das Wasser peitscht, um Regen zu erbitten.

September

Romería Virgen del Pino: wichtigste religiöse Wallfahrt des kanarischen Archipels in Teror am 7. und 8. Sept.

Oktober

Nuestra Señora del Rosario: volkstümliches Fest in Agüimes am 5. Okt. zu Ehren der Schutzpatronin mit Wettkämpfen und Lucha Canaria.


Essen und Trinken

Tafeln wie die Canarios

Gofio, Fisch und scharfe Soßen bilden das Rückgrat der kanarischen Küche

Der Koch tischt auf: potaje canario, eine herzhafte Gemüsesuppe, und gofio escaldado, mit Maismehl gebundener Fischsud.

Brot und eine Flasche Firgas-Mineralwasser werden gereicht - buen provecho! Am guten Appetit solls nicht fehlen. Nur schade, dass es in Touristenrestaurants selten so typisch zugeht wie im Grutas de Artiles in Santa Brígida; sind doch die fein zubereiteten Traditionsgerichte der beste Einstieg ins kanarische Leben. Einfach, aber stets mit Pfiff, das war schon immer das Motto der Insulaner. Kein Wunder, galt es doch bereits für die Altkanarier, aus fast nichts mehr als nur etwas zu machen. Täglich ratterten die Wassermühlen in den Bergen, zermahlten gebrannte Maiskörner, die in großen Säcken an der Wand lehnten. Ein unscheinbares, beigefarbenes Pulver rieselte heraus, Grundnahrungsmittel eines ganzen Volkes: gofio. Ob aus Gerste, Weizen oder Mais, Gofiomehl war stets verfügbar, lange lagerfähig, universell zu gebrauchen und proteinreich. Es wurde zu Brot und Tortillas verbacken, in Suppen und Soßen verrührt, zu Fisch und Fleisch verzehrt.

Noch heute sind Eintöpfe und Suppen, angereichert mit den Resten anderer Mahlzeiten, das Rückgrat der cocina casera, der kanarischen Hausmannskost, die in einfachen Lokalen gern bestellt wird.

Vor allem mittags, also zwischen 13 und 15 Uhr, treffen sich dort die Arbeiter, um preiswert zu essen. Optische Finessen und polierter Service sind dabei unwichtig. Schnell solls gehen, das Weißbrot muss frisch, die Größe der Portionen anständig sein. Fisch wird meist a la plancha zubereitet, das heißt einfach auf beiden Seiten in Olivenöl gebraten. Dabei ist es egal, ob nun vieja (Papageifisch), caballa (Makrele), sama (Zahnbrasse) oder cherne (Wrack- oder Zackenbarsch) auf der Karte stehen - fangfrisch sind die kanarischen Meerestiere garantiert.

Die cocina casera ist auch ein Spiegel der Zeit, als die Kanaren Drehkreuz zwischen den Welten waren. Yams aus Afrika, Süßkartoffeln aus Südamerika, Safran aus der Mancha finden sich auch in aktuellen Gerichten. Der karibische arroz a la cubana - eine Kreation aus Reis, Tomatensoße, gebackenen Bananen und Spiegelei - ist ein beliebtes Essen in einheimischen Lokalen. Nur renommierte Restaurants wie Las Grutas de Artiles in Santa Brígida erlauben es sich dagegen noch, ihren Speiseplan um Traditionsgerichte wie Kresse- und Distelsuppe und carajacas zu bereichern, Gerichte, die oft an die Saison der Zutaten gebunden sind und aufwendig zubereitet werden müssen. Denn auch auf den Kanaren gilt inzwischen das Gebot des schnellen Umsatzes, weshalb in den großen Ferienzentren lieber mit schlechter paella gute Kasse gemacht wird.

So ausgiebig das Mittagessen genossen wird, so spartanisch ist das Frühstück. Morgens gilt es, die Kühle des Vormittags zum Arbeiten zu nutzen. Da ist vielen schon ein café solo (Espresso) oder cortado (mit etwas Milch) genug, der oft nicht einmal zu Hause, sondern im Stehen in einer Cafeteria hinuntergekippt wird. Beim bocadillo, dem mit Schinken oder Käse belegten Brötchen, das jeder Barmann zubereitet, werden an der Theke kurz die letzten Neuigkeiten ausgetauscht - ta luego, und raus gehts.

Verirren sich Touristen abends mal in ein einheimisches Restaurant, bleiben sie auch da meist unter sich. Während sich bei uns üblicherweise zwischen 18 und 20 Uhr die Bäuche füllen, nimmt man in Spanien die merienda zu sich, einen Snack aus Tapas beispielsweise, der Appetit auf mehr zu späterer Stunde macht. Erst zwischen 21 und 22 Uhr, wenn die Temperaturen wieder angenehm sind, kommen die Canarios im Kreise der Familie zum gemeinsamen Abendessen zusammen.

In guten Lokalen bekommen Sie kanarische Spezialitäten mit langer Tradition. Cherne al cilantro (Wrackbarsch mit Koriander) oder en escabeche (in scharfer Tunke), conejo en salmorejo (Kaninchen in Lorbeerbeize) und baifito en adobo (Zicklein in Knoblauchsoße) sind Spitzengerichte der kanarischen Küche, die Sie versuchen sollten.

Der Küchenchef des Las Grutas de Artiles macht sich noch in die schmale Weinregion der Insel auf, um sich rechtzeitig zu Erntebeginn einige Fässer des ausgezeichneten Del Monte zu sichern. Gran Canarias Wein begeisterte einmal die Königshäuser Europas und treibt noch immer manchem Kenner Tränen in die Augen, auch wenn Spaniens Festlandsweine längst die Vorherrschaft übernommen haben. Zum Wein schmeckt der queso de flor, der herrliche Käse aus Guía, dessen Geheimnis, die Beigabe von Artischockensaft, ihn zum besten der Kanaren macht - buen provecho!

adobo

scharfe Beize aus Öl, Essig, Lorbeer, Kräutern, Weißwein, Paprika, Knoblauch, Pfeffer

baifito en adobo

in scharfe Beize eingelegtes, dann gebratenes Zicklein, wird mit papas und Salat gegessen, typisches Weihnachtsessen

bienmesabe

zäher, goldbrauner Nachtisch aus Honig, Mandelsplittern, Eigelb und Zitrone

caldo de pescado

dünne Fischsuppe mit Kartoffeln und Kräutern

carajacas

Leber vom Kalb, Schwein oder Huhn, gestückelt und meist eingelegt in adobo

gambas al ajillo

Garnelen in Öl mit Knoblauch, Peperoni, Petersilie

gofio escaldado

mit Maismehl angedickter Fischsud

leche asada

Nachtisch aus gekochter Milch mit Eiern, Limonenschale und Zimt. Puddingartige Konsistenz

mojo rojo

„Roter Mojo“, eine sämige bis flüssige scharfe Tunke aus roten Peperoni, Öl, Knoblauch, Essig und Salz

mojo verde

„Grüner Mojo“, wird hergestellt wie mojo rojo, aber mit grünen Peperoni und viel Petersilie

papas arrugadas

in Salzlake gekochte, sehr stärkehaltige kanarische Kartoffeln, die immer mit ihrer schrumpeligen Haut verzehrt werden

potaje de berros

milder Kresseeintopf mit Speck, Kartoffeln, Mais, Kürbis, Yams. Dazu gibts gofio, nach Geschmack eingerührt

potaje de cardos

Suppe aus Blättern der wilden Distel, die in den Bergen geerntet werden. Leicht bitter

rancho canario

deftiger Eintopf aus Kichererbsen, Kartoffeln, Schweinefleisch, Nudeln, Zwiebeln, Safran, Knoblauch, Paprikawurst

ropa vieja

dicker Resteeintopf aus Kichererbsen, Fleisch, Gemüse, Kartoffeln. Bauernessen

sancocho canario

in Salz eingelegter und gekochter Fisch


Einkaufen

Keramik, Käse und Calado

Hübsches, Leckeres, Ausgefallenes und Nützliches können Sie überall auf Gran Canaria entdecken

Wer Strohhüte, Anhänger, Tücher und T-Shirts mit „Gran Canaria“-Schriftzug sucht, wird in jedem Souvenirladen fündig. Auch die bunten Strelitzien (auch als Paradiesvogelblume bekannt), die hier wachsen, finden viel Interesse. Leder- und Textilwaren kommen meist aus Afrika oder Fernost und sind üblicherweise von minderer Qualität. Angebliche Markenmode auf Basaren und Märkten entpuppt sich oft als Fälschung. Grundsätzlich zu bedenken ist, dass Kameras, CD-Player oder Telefone bei Ihnen zu Hause fast immer billiger sind. Zusätzlich gibt es ein Problem bei Garantieleistungen, wenn diese nicht weltweit gelten.

Handarbeiten

Mit Gran Canaria hat das alles wenig zu tun. Aber es gibt auch andere Traditionshandwerke. Kunstvolle Spitzendecken und -tücher (encaje) sowie Stickarbeiten (bordado) - vor allem als Hohlsaum (calado) - haben hohe Qualität. Die besten kommen aus Ingenio. Dort ist dem kleinen Museo de Piedras y Artesanía Canaria eine exzellente Stickereischule angeschlossen, in der Sie den Elevinnen bei der komplizierten Arbeit zusehen und Hemden, Blusen, Bettwäsche und vieles mehr erwerben können.

Kunsthandwerk

Kanarische artesanía (Handwerkskunst) ist vielfältig, aber nicht überall zu bekommen. Am einfachsten macht man es sich mit einem Besuch der mercados. In vielen Orten werden einmal in der Woche Marktstände aufgebaut. Dort bekommen Sie Lebensmittel, Obst und Gemüse, aber auch Keramik, Stickereien und Geflochtenes. Das Töpferhandwerk hat eine lange Tradition. Cerámica ist auch heute noch in jedem Haushalt in Gebrauch. Sie wird auf den Kanaren ohne Töpferscheibe geformt. Rustikale Gebrauchsgüter mit großem Charme entstehen so: Siebe, Krüge, Vasen, Knoblauch- und Zwiebeltöpfe, Karaffen, Schüsseln im Wagenradformat ebenso wie Puppengeschirr. Nirgendwo können Sie die Vielfalt typischer cerámica besser kennen lernen als in den Geschäften der Fedac in Las Palmas und Playa del Inglés. Die staatliche Stiftung fördert Kunsthandwerker und verkauft deren Produkte. Besonders groß ist die Auswahl in der Hauptstadt. Dort demonstrieren auch artesanos ihr Geschick live, indem sie im Studio des Ladens töpfern, weben, schnitzen und sticheln.

Süssigkeiten

Besonders originell und von „geschmackvollem“ Erinnerungswert sind Souvenirs, die Sie verzehren können. Turrón aus Teror, eine süße, dem Türkischen Honig ähnliche Köstlichkeit, wird dort in verschiedenfarbigen Rollen an kleinen Straßenständen verkauft. Ron con miel, Honigrum aus Arucas (beste Marke: Indias) ist ein hochprozentiges Mitbringsel. Bienmesabe, das feine kanarische Dessert, gibt es auch im Supermarkt in guter Qualität (Marke: Tejeda).


Las Palmas

Zwischen Kolonialzeit und neuem Jahrtausend

Gran Canarias Hauptstadt ist geprägt von Fehlern und Erfolgen ihrer fünfhundertjährigen Geschichte

Als der spanische Eroberer Juan Rejón am 24. Juni 1478 mit 600 Soldaten vor der Isleta, einer kleinen Insel an Gran Canarias Nordküste, vor Anker ging, fand er dort nur Vulkangestein und gewaltige Dünen. Also zog das Heer nach Süden.

Am Barranco de Guiniguada, durch den ein kräftiger Fluss zur Küste strömte, errichtete Rejón schließlich eine Siedlung unter hohen Palmen, die ihr später ihren Namen gaben - Ciudad Real de Las Palmas, die erste Kolonialstadt Spaniens. La Vegueta, die „kleine Aue“, nannte Rejón sie anfangs. Und auch nach über 500 Jahren spürt man in der Vegueta, die noch heute Las Palmas Altstadt ist, den Charme der Gründerjahre, vor allem am Wochenende, wenn der Straßenverkehr versiegt. Dann hallt jeder Schritt auf dem Kopfsteinpflaster rund um die Kathedrale nach, auf der stillen Plaza del Pilar Nuevo und der großzügigen Calle de los Balcones, auf der schon die kastilischen Herren an gediegenen Kolonialbauten vorbeiritten. Der Puls der Vegueta schlägt langsam. Viele alte Leute bewohnen die grauen, schlichten Häuser. Alles ist eng, es gibt wenig Platz für Geschäfte oder für Kinder zum Spielen. Nur zur Messe in der Kathedrale füllt sich die weite Plaza de Santa Ana mit Menschen, die ansonsten den Tauben der Stadt zu gehören scheint.

Welch ein Unterschied, wenn man über die breite Schnellstraße - genau dort floss übrigens einmal der Fluss - nach Triana wechselt! Das Handelsviertel der Stadt wurde zwar auch schon von den Spaniern gegründet, verkörperte jedoch stets eine andere Welt. Hier ließen sich die Ausländer nieder - Holländer, Portugiesen, Engländer -, die während des Zuckerrohrbooms nach Gran Canaria gekommen waren. Es wurde Geld verdient und angelegt, Wandel und Wachstum waren rasant. Fast alle Kolonialbauten der Triana wichen Ende des 19. Jhs. mit dem Einzug der Engländer dem mondänen Flair des Jugendstils. Einiges davon ist noch zu sehen, z. B. die prächtigen Fassaden an der Calle Mayor de Triana. Auch das agile Treiben ist geblieben. Triana heißt für Canarios einkaufen gehen und bummeln in den sich ständig ausweitenden Fußgängerzonen, die mit kleinen Gassen und Plätzen am liebenswürdigsten das Leben in Las Palmas repräsentieren.

Der Puerto de la Luz, „Hafen des Lichts“, 6 km nördlich gelegen, gehörte früher nicht zu Las Palmas. Hier machten die Handelsschiffe Station auf ihren Fahrten zwischen Europa und Amerika. Der Hafen brachte der Stadt Wohlstand, wohnen aber wollte man dort nicht. Das Bürgertum schuf sich seine eigene grüne „Gartenstadt“: Ciudad Jardín. Sie ist noch immer Las Palmas Nobelviertel, eine blühende Oase mit weißen Villen.

Das ausgehende 20. Jh. brachte einen rücksichtslosen Bauboom. Schon von weitem zu erkennen sind die riesigen Hochhaussiedlungen. Trabantenstädte reichen bis in die Berge hinein, um den vielen Menschen, die hier ihr Glück suchen, Platz zu geben. 450000 Einwohner hat Las Palmas - damit ist sie die mit Abstand größte Stadt der Kanaren. Dass es so nicht weitergehen kann, wurde aber mittlerweile erkannt. Deshalb wurde die Runderneuerung da begonnen, wo sie den schnellsten Erfolg versprach: am Strand Las Canteras, an dessen kilometerlanger Promenade sich Cafés und Kneipen aneinander reihen. Und beim Parque Santa Catalina mit seinen Fußgängerzonen. Ruhebereiche wurden geschaffen, der Verkehr verbannt. Ein Facelifting der kleinen Schritte, das Erfolge zeigt. Am besten lassen Sie Ihr Auto in einem der ausgeschilderten Parkhäuser. Die Stadt wimmelt nur so von Polizisten, die Knöllchen verteilen und abschleppen lassen.


Ohne Eintritt zu bezahlen besucht man die Catedral de Santa Ana zur Messe morgens und abends. Dann ist das Erlebnis auch am schönsten.


Das Landesinnere

Wilde Schluchten, schroffe Höhen

In der zerklüfteten Bergwelt muss sich der Mensch der Natur unterordnen

Kühle Winde streichen sanft durch hellgrüne, luftige Pinienwälder; Feigen- und Mispelhaine spenden Schatten; Aprikosen und anderes Obst gedeihen auf kleinen Feldern; Schnee legt sich dünn über die Höhen - dass hier von Gran Canaria die Rede ist, mag man kaum glauben.

Oft wird vergessen, dass sich die Cumbre (Berggipfel), wie die Bergwelt der Insel schlicht heißt, fast 2000 m hoch in den Sonnenhimmel reckt. Auf dem Pico de las Nieves, dem mit 1949 m höchsten Gipfel Gran Canarias, herrschen im Schnitt 10 bis 20 Grad niedrigere Temperaturen als an der Küste. Auch wenn dies wegen der globalen Klimaveränderung kaum noch vorkommt - alte Leute erzählen noch von Wintern, in denen sie aus Einsiedelhöfen in großer Höhe morgens nicht aus der Tür kamen, weil nachts so viel Schnee gefallen war. Während sich in den Koffern der Urlauber T-Shirts und Shorts stapeln, legen die Bergbewohner unterdessen zwischen Dezember und Februar stets Wollmütze und dicke Jacke bereit. Es ist eine raue Welt, die sich hier auftut. Unwirtlich wirkt die Cumbre dort, wo sie kahl ist, zackig und drohend. Und wenn dunkle, schnell ziehende Wolken den Felsen und Graten ein wildes Gesicht geben, versteht man gut, dass all dies dem Dichter Miguel de Unamuno wie eine tempestad petrificada vorkam, wie ein „versteinerter Sturm“.

Abseits der Touristenströme, die das Leben im Süden der Insel prägen, geht es im Landesinneren noch sehr traditionell zu. Der Anbau von Gemüse, Obst und Getreide ernährt vor allem auf der Nordseite der Cumbre, wo es wegen des Passats mehr regnet als im Süden, noch viele Menschen. Kunstvoll haben Generationen von Bewohnern seit Jahrhunderten Terrassenfelder in die Steilhänge gebaut, auf denen vor allem die leckeren kleinen Kartoffeln gut gedeihen.

Das Dorfleben spielt sich zwischen Acker, Bar und Familie ab, die Leute sind schweigsamer als an der Küste. Sicher prägt auch hier das Land den Menschen; und das Faszinierendste im Landesinnern ist eben die Stille.


Die Altkanarier wussten schon, was sie taten: „Alte, Edle und Könige wohnen in Höhlen, um im Winter die in den Poren der Erde zurückgezogene Wärme zu genießen und sich im Sommer an der Frische zu erquicken, die sich dorthin vor den heißen Strahlen der Sonne flüchtet“, stellte 1590 der italienische Architekt Leonardo Torriani fest, als er die Wohnungen der Insulaner besichtigte.


Eigentlich ist das „Kreuz von Tejeda“ gar kein Ort, sondern nur die in 1490 m Höhe gelegene wichtigste Kreuzung in der Cumbre.


Unter dem Namen Tunte gab es den unscheinbaren Ort schon zu Zeiten der Altkanarier.


Der Ort erstreckt sich über eine für Gran Canaria ungewöhnlich weite Ebene, die auf beiden Seiten von hohen Bergzügen eingerahmt wird.


Der Weiler mit 1500 Einwohnern ist das Zentrum einer Streusiedlung im oberen Abschnitt des Barranco de Tirajana.


Der 1050 m hoch gelegene Ort mit 2400 Einwohnern ist wohl der malerischste Gran Canarias und deshalb bei Besuchern ein beliebtes Fotomotiv.


Alte Bauern am Cruz de Tejeda haben sich einen kleinen Nebenerwerb ausgedacht. Auf Eseln kann man eine Runde reiten, vor allem für Kinder ist das eine lustige Sache. Das kostet nichts, über ein Trinkgeld (propina) freut sich aber der Besitzer des Tieres.


Der Norden

Grüne Hügel, steinige Ufer

Zwischen Bergen und dem anbrandenden Ozean liegen Bananenplantagen und quirlige Orte

Man ist versucht, sich zu zwicken und zu fragen, ist das noch dieselbe Insel, auf der ich vor weniger als einer Stunde aufbrach? Keine blanken Felsen mehr, keine trockenen Böden, die Sonne kommt nur noch schwer durch Wolken und Dunst. Verschwunden ist die Wärme.

Wer Las Palmas hinter sich gelassen hat, lernt die Passatwinde meist umgehend kennen. Sie segeln auf die Cumbre zu, bleiben an ihr hängen und kommen nicht weiter. Die Folge: Die Erde dörrt nicht aus, die Vegetation sprießt. Das milde Klima kommt der Landwirtschaft zugute. Felder überall: Avocados, Zitrusfrüchte, Mispeln, Guaven; aber vor allem Bananen, so weit das Auge reicht.

Außerdem fällt die Zersiedlung der Küste auf; wo Platz ist, dehnen sich die Orte aus. Strände fehlen fast völlig, dafür tost das Meer machtvoll gegen die steinigen Ufer, die weiße Gischt zieht mit feinem Strich die Küste nach. Die Barrancos sind weniger erhaben als im kahlen Süden. Auf kleinen Plateaus in den Vorbergen stehen Bienenkörbe, Tauben werden gezüchtet. Auf jedem Absatz ein Terrassenfeld, in dem die Menschen in Handarbeit ihrer Arbeit nachgehen: Setzlinge pflanzen, Kartoffeln ernten, hacken. Alles wirkt so, als wäre es schon immer so gewesen.

Städtisches Leben spürt man, außer in Telde, eigentlich nur in Gáldar und Guía, Orte, die schon fast zusammengewachsen sind und nur durch die Autostraße zwischen ihnen auf Distanz gebracht werden. Und spätestens nach Agaete ist es mit der Urbanität schon wieder vorbei. Wer sich nach Süden auf die 40 km lange Serpentinenstrecke nach San Nicolás begibt, wird in der lebensfeindlichen Umgebung der Steilküste bald den Eindruck haben, wieder in eine zuvor unbekannte Welt einzutauchen.


Arucas ist die drittgrößte Stadt Gran Canarias (34000 Ew.) und Heimat des kanarischen Rums.


Am Fuß des ebenmäßigen Vulkankegels Pico de Gáldar breitet sich die Kleinstadt (23000 Ew.) weitflächig aus.


Der kleine Fischerort (1000 Ew.) ist sehr lebendig. Er hat eine breite Promenade und gute Fischrestaurants.


Überaus großzügig hat sich Mutter Natur in und um den gut 500 m hoch gelegenen Ort ausgebreitet.


Guía - kein Canario nennt den Ort (15000 Ew.) bei seinem vollen Namen - ist ein wichtiges Kunsthandwerkszentrum.


Am äußersten Nordwestzipfel der schroffen, kahlen Küste liegt dieses Fischernest (1000 Ew.).


Augenfälliger als in der zweitgrößten Stadt Gran Canarias (94000 Ew.) können die Gegensätze zwischen dörflicher Architektur und städtebaulichen Verschandelungen kaum sein.


Gäbe es den Titel des „kanarischsten“ aller Orte, das 540 m hoch in der Nordcumbre gelegene Städtchen (12000 Ew.) hätte ihn verdient.


Der 850 m hoch gelegene Bergort (8000 Ew.) ist verschlafener, als die breite Hauptstraße und das große Busdepot vermuten lassen.


Im Weingut Bodega San Juan am Monte Lentiscal können Sie nicht nur echten Inselwein kaufen, sondern auch kostenlos das kleine Weinmuseum besuchen und Dromedare, Strauße, Esel und andere Tiere in Gehegen erleben (El Monte).


Der Süden

Strände ohne Ende

Der trockene Süden lockt mit Sonne, Badefreuden und einem grandiosen Hinterland

Gierig saugt der Boden das Wasser auf, in den barrancos schwellen Rinnsale zu Strömen, prasselnd prallen die Tropfen von Palmblättern ab - es regnet in Gran Canarias Süden. Nur ein paar Mal im Jahr erleben Urlauber dieses seltene Phänomen. Doch kurze Zeit später ist alles wieder trocken.

Wie gebannt verharren die Wolken des Nordostpassats in den Bergen, im Süden herrschen stets drei bis fünf Grad höhere Temperaturen. 350 Sonnentage im Jahr haben aus der Region eine steinige Einöde gemacht, in der künstlich bewässert werden muss. Dementsprechend trostlos sehen die Küstenorte aus, die man auf der Fahrt in die Feriengebiete passiert. Auch die meisten Tomatenplantagen, die noch in den 1970er-Jahren reiche Ernten brachten, sind nicht mehr rentabel und verfallen. Wasser ist heute zu teuer und wird anders viel lohnender eingesetzt - im Tourismus. Einst vergeudet, nun raffiniert recycelt, bringt es Pflanzen zwischen Bungalows und Hotels zum Blühen.

Fantastische Strände und die einzigartigen Dünen von Maspalomas tun ein Übriges, ein Oasengefühl aufkommen zu lassen, das für den Süden so typisch ist.

Weiter im Westen macht eine unnahbare Steilküste das Land nahezu unbewohnbar. Wer sich ins Binnenland aufmacht, um eines der zerklüfteten, tief eingeschnittenen Erosionstäler zu erkunden, entdeckt pittoreske Dörfer, in denen man Terrassenfelder bewirtschaftet. Es wird fruchtbarer, die alten Bewässerungssysteme, oft Hunderte Jahre alt, funktionieren noch immer. Oft sieht man nun Mandelbäume und kleine Haine der kurzstämmigen Kanarischen Palme, deren tiefgrüne, buschige Blattkronen und grell orangefarbene Früchte paradiesisch leuchten.


Agüimes (14000 Ew.) befindet sich auf halbem Weg zwischen Tradition und Neuzeit.


Was in der Guanchensprache „stilles Wasser“ heißt, ist heute eine Siedlung von 12000 Ew. und wohl ebenso vielen Touristen.


Auch wenn noch viel gebaut wird - hier ist ein neuer Ferienort entstanden mit Promenade, Shops, Hotels und Apartmentanlagen.


Unterhalb von Playa del Inglés und begrenzt von Dünen, einem uralten Palmenhain und dem Leuchtturm Faro de Maspalomas liegt diese weitläufige Siedlung.


Im Südwesten Gran Canarias hört die Küstenstraße auf und biegt unvermittelt nach Norden in die Berge ab.


Die Megasiedlung im äußersten Inselsüden ist der Inbegriff des Massentourismus.


Der Ort (ca. 1000 Ew. und 3000 Gästebetten) besteht aus drei sehr unterschiedlichen Teilen.


Zu beiden Seiten der Bucht türmen sich Bungalowanlagen die steilen Felshänge bis auf den Grat hinauf.


Hier ist alles etwas ruhiger und vornehmer als in Playa del Inglés. Die Hanglagen des zum Teil steil abfallenden Ufers bieten den terrassenartig angelegten Bungalowkomplexen herrliche Aussicht aufs Meer und Schutz vor dem Passatwind.


Die billigste Unterkunft in Playa del Inglés ist Residencia San Fernando. Das DZ kostet nur ca. 20 Euro (im Ortsteil San Fernando | Calle La Palma 13 | Tel. 928763906).


Ausflüge und Touren

Zwischen Himmel und Meer

Einmal um die ganze Insel oder ein Abstecher in die wilde Bergwelt - Gran Canaria bietet mehr als nur Strand

Einmal Rund um Gran Canaria

Bei der Fahrt rund um die Insel zeigt sie sich in ihrer ganzen Vielfalt. Vor allem im Nordwesten hat Gran Canaria ein Gesicht, das Urlauber nur selten zu sehen bekommen. Es ist grün und traditionell. Die Bewohner fernab der Tourismuszentren leben von Landwirtschaft und Fischfang. Sie können geheimnisvolle Höhlen besichtigen, den besten Käse der Kanarischen Inseln probieren, ein stilles Tal besuchen und - vorausgesetzt, Sie sind schwindelfrei - Steilküsten erklimmen.

Durch die wilde Cumbre

In die Bergwelt Gran Canarias führt diese 140 km lange Tour, für die Sie einen Tag reservieren sollten. Denn die Straßen sind eng und kurvig, stundenlanges Fahren ist daher anstrengend. Aber es gibt viele Möglichkeiten, die herrliche Aussicht zu genießen, entspannt zu Mittag zu essen und die Insel einmal von ihrer stillen, urtümlichen Seite kennenzulernen. Denken Sie an Pullover und Kopfbedeckung! In den Bergen ist es oft kälter und nicht so sonnig wie an der Küste.


24h

Ein Tag auf Gran Canaria

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Per Buggy in die Berge

Ein Buggy ermöglicht luftig-rasante Fahrten und faszinierende Panoramablicke über die Insel. Nach einem kleinen Picknick am Ayagaures-Stausee wird die Rückfahrt durchs Schilftal angetreten. Preis pro Person: 58 Euro. Wo? Hotel IFA Continental | Avda. Italia 2 | Playa del Inglés | Tel. 928766832 | www.happy-biking.com

Helikopterflug gen Himmel

Gut, dass der Magen nicht zu voll ist, denn die Rotorblätter durchschneiden die Luft und der Helikopter steigt blitzschnell in die Höhe. Von San Agustín gehts über den Leuchtturm und die berühmten Dünen von Maspalomas und zurück. 10 Minuten kosten 55 Euro. Wo? San Agustín | Tel. 928157215 | www.bluecanarias.com

Im Freien Fall Richtung Strand

Wieder gelandet? Gleich gehts noch mal in die Luft, doch diesmal wird gesprungen. Praktischerweise erfolgt die Landung diesmal direkt in den Dünen der nächsten Location. Sky-Diving hat Suchtpotenzial, das erste Mal gehts immer als Tandem mit einem erfahrenen Lehrer auf dem Rücken gen Erde! Wo? Playa del Inglés | 225 Euro | Tel. 670808102 | www.skydivegrancanaria.es

Mini-Sahara

Da kommen Indiana-Jones-Gefühle auf: Bei der Mini-Wüstenexpedition gewinnt, wer die schönste Mulde findet, vorher gilt es meterhohe Dünen zu überwinden! Der Lohn für die Mühen? Picknick am Strand! Wo? Dünen von Maspalomas | Playa del Inglés

Yellow Submarine

Noch nie U-Boot gefahren? 25 Kilometer weiter startet das Yellow Submarine. Ein Platz am Bullauge kostet 27,50 Euro für 45 Minuten. Wo? Atlántida Submarine | Puerto de Mogán, Süd-Kai | Tel. 928565108 | www.atlantida-submarine.com

Nacht-Tauchgang

Zehn Autominuten weiter liegt die Puerto Base, wo es für erfahrene Taucher im Dunkeln in die Tiefe geht, um die nachtaktive Unterwasserwelt zu entdecken. Alle anderen buchen eine Schnupperstunde. Wo? Aquanauts Dive Centre | Local 5 | Puerto Rico | je 50 Euro | Tel. 928560655 | www.aquanauts-divecenter.com

Gran Canaria oder Uruguay?

Eine gute Autostunde dauert die Fahrt in die Insel-Hauptstadt. Im El Novillo Precoz gibt es uruguayanische Spezialitäten vom Holzkohlegrill, wahlweise in der Asche, der Glut oder den Flammen gegart. Nicht vergessen: Auf der Wand des urigen Lokals ein Bild oder die Unterschrift hinterlassen! Täglich außer Mittwoch, Reservierung empfohlen. Wo? C/Portugas 9 | Las Palmas | Tel. 928221659

Glück im Spiel

Schick gemacht und das nötige Kleingeld dabei? Jetzt wird gezockt! Eine Runde Roulette, Black Jack oder Poker im Casino sorgt für Bauchkribbeln! Schon Ava Gardner und Plácido Domingo haben in der Nobelherberge mit angeschlossenem Casino ihr Glück gesucht. Wo? Santa Catalina Hotel | C/León y Castillo 227 | Las Palmas | Tel. 928243040 | www.hotelsantacatalina.com

Chillout unter Sternen

Brieftasche aufgefüllt? Der nächste Stopp ist Kahlua, ein Open-Air-Club auf der Dachterrasse des Einkaufszentrums El Muelle. Auf loungigen Sofas klingt der Tag mit Blick über Hafen und Stadt stilvoll aus - bis 7 Uhr morgens! Wo? Muelle de Santa Catalina | Las Palmas | Tel. 928265382


Sport und Aktivitäten

Wassersport ist der grosse Hit

Segeln, Surfen und Tauchen werden großgeschrieben. Für Landratten ist Biken und Wandern angesagt

Alle Arten von Wassersport stehen auf der Insel naturgemäß an erster Stelle. Biken, vor allem auf den Landstraßen, ist auch bei den Canarios sehr beliebt. Gleiches gilt fürs Wandern. Tennis-, Squash- und Minigolfplätze für jedermann gibt es in allen Urlaubsorten, Fitnessstudios in Puerto Rico und Maspalomas.

Frontón, eine Mischung aus Tennis und Squash und dem baskischen jaialai ähnlich, findet bei den Einheimischen großen Zuspruch. Es gibt Plätze in Puerto Rico und Playa del Inglés. Wichtige Sportevents im Verlauf des Jahres sind das international besetzte Fußballturnier in Maspalomas im Januar, bei dem auch Bundesligaclubs antreten, die Windsurfweltcuprennen in Pozo Izquierdo im Juni, das Radrennen Copa del Mundo Anfang Dezember und am letzten Sonntag im Jahr der beliebte Volkslauf Carrera San Silvestre in Maspalomas.

Biken

Gute Kondition ist wegen der Höhenunterschiede und des Klimawechsels Voraussetzung für sportliches Fahren. Auf den wenigen flachen Strecken in Küstennähe schränkt starker Verkehr das Vergnügen ein. Straßenbiker finden gute, flache Strecken nur im Barranco de Agaete im Nordwesten und im Barranco de Arguineguín im Süden. Achtung, Helmpflicht! Mountainbiker haben im Inselsüden einige Reviere, außerdem im Naturschutzpark Pajonales rund um den Embalse Cueva de las Niñas. Weitere Infos bei Touristenbüros und örtlichen Bikeverleihern, z.B. Happy Biking in Playa del Inglés und Playa Amadores. Fahrräder ab 7,50 Euro pro Tag, Tagestouren werden ab 44 Euro angeboten (Tel. 928766832 | Hotel Ifa Continental | Avda. Italia 3 | www.happybiking.com).

Golf

Mehrere 9- und 18-Loch-Golfanlagen laden das ganze Jahr hindurch zum Putten und Schlagen ein. Alle verfügen über Driving Range, Clubhaus, Golfschule und Shop. Der Real Club de Golf de Las Palmas liegt hoch in den Bergen bei Santa Brígida in traumhafter Umgebung. Platzreservierung nötig (Greenfee 80 Euro | Tel. 928350104 | www.realclubdegolfdelaspalmas.com). Der Campo de Golf Maspalomas ist flach. Im Winter ist eine Platzreservierung nötig (Greenfee 80 Euro | tgl. 8-19 Uhr | Avda T. O. Neckermann | Tel. 928762581 | www.maspalomasgolf.net). Hügelig ist die an der GC 1 nach Arguineguín gelegene 18-Loch-Anlage Salobre Golf. Ein weiterer, sehr anspruchsvoller 9-Loch-Platz wurde gerade eröffnet (Greenfee 125 Euro | tgl. 10-18 Uhr | Ausfahrt Salobre Golf | Tel. 928010103 | www.salobregolfresort.com). Die 9-Loch-Anlage Anfi Tauro Golf steigt leicht zur Talmitte an. Handicap-Pflicht (Greenfee ab 29 Euro | tgl. 9-18 Uhr | Valle de Tauro, am Ende der GC 1 | Tel. 928128840 | www.anfitauro.es). Die beiden 9-Loch-Anlagen des Meloneras Golf liegen am Ortsrand von Las Meloneras mit Blick auf Berge und Meer (Greenfee 93 Euro | tgl. 8-19 Uhr | Calle Canigo 6 | Tel. 928145309 | www.lopesanhr.com).

Segeln

Segeln hat Tradition. Hobbysegler finden Charteryachten in Puerto de Mogán und Playa del Inglés. Renommierteste Segelschule ist Overschmidt in Puerto Rico. Es gibt Kurse (ab 202 Euro) für alle Scheine, Mietjollen für 19 Euro/Std. (Puerto Escala | Tel. 928565292 | Fax 928565292 | www.segelschule-grancanaria.de).

Tauchen

Tauchschulen bieten Kurse und Exkursionen in die faszinierende Welt des Meeres an. Taucher mit Sauerstoffflaschen können in Begleitung Barrakudas und Thunfische erleben. Die deutsche Tauchschule Náutico in San Agustín bietet Kurse für Anfänger bis zum Trainerschein (Grundkurs 225 Euro | IFA Interclub Atlantic | Calle Los Jazmines 2 | Tel. 928778168 | www.ifahotels.com). PADI-Kurse und Exkursionen zu Wracks, Riffen, Höhlen und Night-dives bietet Top-Diving (eigene Dekompressionskammer) in Puerto Rico an (Tauchkurse ab 115 Euro | Puerto Escala | Tel. 928560609 | www.topdiving.net). Das Hotel Club de Mar ist Kontakt für Tauchfreunde in Puerto de Mogán (Tel. 689352049), in Arguineguín wendet man sich ans Dive Center (Tel. 928736196).

Wandern

Jahrhundertelang verbanden nur die caminos reales (öffentliche Wege) die schwer zugänglichen Dörfer. Mit Einführung der Asphaltstraßen gerieten sie in Vergessenheit. Viele sind inzwischen freigelegt und befestigt worden. Aber nur Inselkundige sollten sich allein aufmachen, man verläuft sich sehr leicht. Eine bequeme Straßenwanderung fast ohne Autoverkehr führt von Agaete aus ins Valle de Agaete und zurück. Wanderungen mit dem Grupo Montañero Mogán, einer nicht kommerziellen Gruppe wanderbegeisterter Leute aus ganz Europa, schaffen schnell Freundschaften. Die Gruppe unternimmt jeden Sonntagmorgen von Arguineguín aus eine Tagestour (Info und Anmeldung, auch auf Deutsch Tel. 647580633 | www.trekkingmogan.com).

Wellenreiten

Wellenreiter finden nur wenige gute Spots. Der beste liegt am Südende des Las-Canteras-Strandes in Las Palmas. Gelegentlich Bodysurfer.

Windsurfen

Da der Nordostpassat zuverlässig die Küsten bestreicht, ist Windsurfen traditionell Wassersport Nummer eins. Leihboards kosten in den Shops zwischen San Agustín und Puerto Rico ab 40 Euro pro Std. Im Winter fährt man weiter im Süden (Stärke 3-6) besser. Anfänger haben es dann leichter, vor allem in geschützten Buchten wie der von Puerto Rico. Boards hat Overschmidt (am Hafen). Cracks finden im Sommer im Norden (Stärke 5-9) gute Bedingungen. Bester Surfspot ist Pozo Izquierdo (Wind stets 6+). Dort trainiert der 35-fache Weltmeister Björn Dunkerbeck, dessen Surfschule weiter südwestlich in Playa del Águila liegt. In seinem Windsurfingcenter gibts Leihbretter (ab 45 Euro pro Tag) und Service (Anfängerkurse 120 Euro | rechts vom Parkplatz | Tel. 678893998 | www.dunkerbeck-windsurfing.com). In der Siedlung Bahía Feliz hat die deutsche Windsurfschule Mistral ihren Stützpunkt (Einsteigerkurs 220 Euro | Leihbretter ab 32 Euro pro Tag | Playa de Tarajalillo | Tel. 928157158 | www.club-mistral.com).


Mit Kindern reisen

Spass für die ganze Familie

Sanfte Strände, tropische Poollandschaften, Dromedarreiten - für die Kleinen ist die Insel ein großer Erlebnispark

Für Kinder gibt es in den großen Ferienanlagen eigene Pools, Spielplätze, oft auch Aufsicht und Animation (bei Reisebuchung erfragen). Supermärkte führen von Babynahrung bis zu Windeln alles Nötige.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Gran Canaria Reise

Flugzeug

Charterflüge sind am bequemsten und billigsten. Hapag Lloyd, Air Berlin und andere fliegen direkt von vielen deutschen Städten in rund vier bis fünf Stunden nach Gran Canaria. Flüge ohne Hotelbuchung kosten zwischen 200 und 450 Euro. Linienflüge sind teurer und umständlicher, da sie immer eine Zwischenlandung haben.

Schiff

Vom südspanischen Cádiz aus fährt jeden Sonntag um 0.30 Uhr die Autofähre der Compañía Trasmediterránea in 32 Stunden nach Las Palmas (Rückfahrt ist immer montags). Die einfache Überfahrt kostet ab 252 Euro pro Person, der Transport eines Pkw 192 Euro. Bei Reisen im Winter, d.h. in der Hochsaison, müssen Sie frühzeitig Plätze reservieren lassen, wenn Sie nicht unfreiwillig zurückbleiben wollen. Die Buchung erfolgt über ein Reisebüro.

Spanisches Fremdenverkehrsamt

Internet: www.spain.info

Patronato de Turismo

Mo-Fr 8-15 Uhr | Calle León y Castillo 17 | Las Palmas | Tel. 928219600 | Fax 928219601 | www.grancanaria.com

Flughafeninformation

Abflughalle Tel. 928574117 | Flugauskünfte Tel. 928579094

Auto

Die Straßen auf der Insel sind im Allgemeinen gut ausgebaut und sicher. Nur in Las Palmas und Playa del Inglés ist der Verkehr recht hektisch. Allerdings wird überall dicht aufgefahren. Ärgern Sie sich am besten nicht darüber, verhalten Sie sich lieber defensiv. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerorts liegt bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h und auf der Südautobahn bei 100 bzw. 120 km/h. Promillegrenze: 0,5. Achtung: In Spanien muss im Auto immer eine gelbe Warnweste mitgeführt werden!

Busse

Vom zentralen Busbahnhof Estación de Guaguas unter dem Parque San Telmo in Las Palmas fahren die grünen Linienbusse der Global häufig und zuverlässig in die Orte im Inselsüden. Die Ferienzentren werden untereinander zwischen 7 und 23 Uhr alle 15 bis 30 Min. angefahren. Die Linien 30, 50 und 91 sind Schnellbusse, die fast ohne Stopps aus dem Süden nach Las Palmas fahren. Mit Sondertickets (tarjeta insular) spart man zwischen 30 und 70 Prozent des Fahrpreises (Fahrpläne bei den Touristenbüros und im Ticketbüro im Parque San Telmo/Las Palmas | www.guaguas.com). Im Norden verkehren die Busse seltener. Die Verbindungen sind umständlicher und Sie müssen Wartezeiten einkalkulieren.

Camping

Wildes Zelten ist auf der Insel grundsätzlich verboten. Die öffentlichen Zeltplätze in den Bergen können Sie nur benutzen, wenn Sie eine Genehmigung haben vom Centro Cultural y Medio Ambiente (Domingo J. Navarro 1-3° | Tel. 928384165 | Fax 928367124).

Deutschland

Mo-Fr 9-12 Uhr | Calle Albareda 3 | Las Palmas | Tel. 928491880 | Fax 928262731

Österreichisches Konsulat

Mo-Fr 10-13 Uhr | Calle Dr. Verneau 1 | Las Palmas | Tel. 928762500 | Fax 928762260

Einreise

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer reichen Reisepass bzw. Personalausweis. Bei Einreise aus EU-Ländern gibt es keine Passkontrolle. Kinder ab 14 Jahren benötigen eigene Ausweise.

FKK

FKK ist nur im mittleren Abschnitt der Playa de Maspalomas üblich. Der Veranstalter Oböna betreibt ein FKK-Hotel in Maspalomas (www.oboena.de).

Geld & Preise

Die Preise für Dienstleistungen sind immer noch deutlich niedriger als bei uns, ebenso die Preise in Lokalen mit nicht touristischem Charakter. Dort kostet ein Tagesgericht nur rund 5 Euro, halb so viel wie in den Ferienzentren. Dort haben die Preise längst deutsches oder sogar ein höheres Niveau erreicht. Besonders teuer sind die Freizeitparks, hier kostet der Eintritt für eine vierköpfige Familie oft gut 100 Euro. Spirituosen und Kosmetikartikel, besonders aber Tabakwaren sind billig. Gleiches gilt für rezeptfreie Medikamente. Lebensmittel, besonders importierte (und das sind die meisten), sind teilweise aber recht teuer. An Geldautomaten bekommen Sie mit Ihrer EC- oder Kreditkarte Bargeld. Tipp: Viele deutsche Banken haben eigene Filialen oder kooperieren mit lokalen Banken. Dort bezahlen Sie für Abhebungen keine Gebühren! Erkundigen Sie sich danach schon zu Hause. Die Banköffnungszeiten variieren, üblich sind Mo-Fr 8.30-14 Uhr, Sa 8.30-13 Uhr, gelegentlich zudem Do 17.30-19.30 Uhr. In fast allen Hotels, vielen Geschäften, Restaurants und Tankstellen werden Kreditkarten akzeptiert.

Gesundheit

Die Klimaumstellung kann belastend sein. Das größte Risiko birgt die starke Sonne (auch unter Wolken, auch im Winter). Zum Zähneputzen und Kaffeekochen nehmen Sie am besten Mineralwasser. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC), die Ihre Krankenkasse ausstellt, wird man von Ärzten in Ambulatorien und Kliniken, die der Seguridad Social angeschlossen sind, kostenfrei behandelt. Andernfalls sollten Sie eine detaillierte Rechnung verlangen, um sich zu Hause die Auslagen erstatten zu lassen.

Internet

Unter www.canary-island.com finden Sie umfangreiche Informationen von Hotels bis Sport, auch durch Webcams. www.canarias24.com gibt viele Informationen, u.a. über Unterkünfte. Im Stil einer Onlinezeitung bietet www.wochenblatt.es viele tagesaktuelle Inselinformationen. Auf der Website des Touristenbüros www.grancanaria.com finden Sie allgemeine Informationen zur Insel. www.kanaren-virtuell.de gibt Infos zu vielen Themen - von Flügen bis zu Ferienhäusern. www.holidaycheck.de ist ein interessantes Forum für Urlaubs- und Hotelbewertungen mit vielen Blogs. www.maspalomas-tonight.com hat aktuelle Infos zu Nightlife und Events in Playa del Inglés. Infos und praktische Hinweise zu vielen Orten gibt es auf www.sonneninsel-gran-canaria.de. Im Stil eines Online-Führers informiert www.abcanarias.com über die Insel. Alle genannten Websites werden auch auf Deutsch präsentiert.

Las Palmas

In Santa Catalina finden Sie viele Internetcafés in den dort verbreiteten Spielhallen, z. B. in der Calle Tomás Miller 65 und Calle Luis de Morote 39 (beide tgl. ca. 12-24 Uhr).

Playa del Inglés

Free Motion | Hotel Sandy Beach | local 9 | tgl. 9-21 Uhr | Tel. 928777479 | www.free-motion.net

Puerto Rico

Salón Recreativo New York | am Ende des Einkaufszentrums | tgl. 10.30-23.30 Uhr

Klima & Reisezeit

Im regen- und wolkenarmen Süden fallen die Temperaturen auch im Winter selten unter 19 Grad und steigen kaum über 24 Grad. Im Sommer werden häufig wochenlang 30 und mehr Grad gemessen. Die Temperaturen in den Bergen sind niedriger. Oberhalb 500 m kann es nachts und im Winter bei schneidenden Winden oft empfindlich kalt werden. Da die Wassertemperaturen stets zwischen 18 und 23 Grad liegen, lädt das Meer 365 Tage im Jahr zum Baden ein. Beste Reisezeit: November bis März.

Medien

Über Kabelnetze und Satellitenantennen können in vielen Hotel- und Apartmentanlagen deutsche Fernsehprogramme und eine Reihe internationaler Sender empfangen werden. Die Deutsche Welle sendet 24 Stunden täglich Radioprogramm auf mehreren Kurzwellenfrequenzen. Sun Radio sendet auf UKW 93,0 bzw. 93,5 ein deutschsprachiges Programm, auch Nachrichten. Das gleiche gilt für Radio Rondo, das auf UKW 98,2 sendet. Die deutsche Wochenzeitung Info Canarias bekommen Sie an allen Zeitungsständen.

Mietwagen

Mietwagenfirmen sind im Flughafen, den Ferienzentren und in vielen Hotels vertreten. Ein Kleinwagen kostet ab ca. 20 Euro pro Tag (inkl. Steuern und Vollkaskoversicherung). Geländewagen, Motorräder (z.B. bei Sunfun in Playa del Inglés | www.sunfun-motorrad.com) und Trikes sind viel teurer. Um ein Fahrzeug zu mieten, müssen Sie mindestens 21 Jahre alt sein und ein Pfand hinterlegen.

Notruf

Sammelnummer: Tel. 112. Dort werden Notfälle (Polizei, Feuer, Ambulanz, Unfall) aufgenommen und weitergeleitet, auch auf Deutsch.

Strom

220 Volt Wechselstrom. Es passen die bei uns üblichen zweipoligen Flachstecker.

Taxi

Taxis sind weiß und haben ein Dachschild mit grüner Leuchte. Alle sind lizenziert und mit Taxameter ausgestattet. Bei Rundfahrten sollten Sie den Preis vorher vereinbaren.

Telefon & Handy

Nach Hause telefonieren können Sie in jeder Telefonzelle, die den Vermerk internacional trägt. Ein Drei-Minuten-Gespräch ins Ausland kostet ab etwa 2 Euro. Am preiswertesten ist es ab 20 Uhr. Dann kann man schon für 60 Cent pro Minute anrufen. Die Kabinen akzeptieren auch die praktischen Telefonkarten (teletarjeta), die es in Zeitungskiosken für 6 bzw. 12 Euro gibt.

Zeit

Auf den Kanaren ist es ganzjährig eine Stunde früher als bei uns.

Zoll

Die Kanarischen Inseln haben einen besonderen Steuerstatus. Deshalb gelten bei der Rückreise Höchstgrenzen: Sie dürfen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen, 2 l Wein, 50 g Parfum mitnehmen.

Taxi

70 Cent pro gefahrenen km

Kaffee

Ab 90 Cent für eine Tasse Milchkaffee

Snack

Ab 2,50 Euro für eine Tapa

Wein

Ab 1,50 Euro für ein Glas Wein

Benzin

79 Cent für einen Liter Eurosuper

Ausritt

10 Euro für einen Dromedarritt in Maspalomas


Unser Insider

MARCO POLO Autor Sven Weniger im Interview

Sven Weniger hat seit 30 Jahren einen Wohnsitz auf den Kanaren und fühlt sich längst von „seinen“Inseln adoptiert.

30 Jahre Gran Canaria, wie kam das?

Als ich das erste Mal 1972 auf die Insel kam, rumpelten wir noch mit uralten Bussen übers Land, in denen die Bauern ihre Hühner transportierten. Mich faszinierte schon damals ihr einfaches Leben. Schließlich kam ich aus einer Großstadt, Hamburg. Und dann wollte ich einfach mehr wissen und bin geblieben.

Was reizt Sie an der Insel?

Ich fühle mich hier zu Hause. Ich mag die Menschen, ihre direkte, unprätentiöse Art. Manchmal sehe ich Freunde ein Jahr nicht. Ich komme zur Tür herein und werde begrüßt, als sei ich erst gestern dort gewesen. Das Klima ist einmalig auf der Welt. Es gibt auch viele Ecken, in denen sich kaum etwas verändert hat. Lebensqualität sind hier noch die kleinen Dinge des Tages. Der Kaffee in einer Bar, der Schnack auf der Straße, der Witz, den man sich im Vorbeigehen zuruft. Wir Deutsche können viel von den Canarios lernen.

Und was finden Sie nicht so gut?

Die Zerstörung der Küsten durch den Tourismus, die Bauwut, den Verkehr. Viele schielen nach dem schnellen Geld, der Insel bekommt das nicht.

Was machen Sie beruflich?

Ich arbeite als freier Autor, Journalist und Fotograf für deutsche Zeitungen, Magazine und Verlage; oft berichte ich über Spanien, das gibt mir die Möglichkeit, viel Zeit auf Gran Canaria zu verbringen.

Kommen sie auf der Insel viel herum?

Gran Canaria ist eine kleine Insel. Da kenne ich das meiste. Wir wandern manchmal, ich bin aber auch gern einfach zu Hause. Außerdem besuche ich die anderen Inseln regelmäßig.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich mache hier viele kleine Dinge: Lesen, laufen, in der Sonne Siesta halten. Außerdem finde ich die endemischen Pflanzen spannend. Das sind echte Überlebenskünstler.

Mögen sie die kanarische Küche?

Viele werden das vielleicht nicht verstehen - aber ich mag sie sehr. Und zwar, weil sie einfach, ehrlich und schnörkellos ist. Das Tagesmenü mittags in einer gewöhnlichen Arbeiterkneipe ist immer lecker, sonst könnte der Laden morgen zumachen. Meine Lieblingsgerichte sind frischer Fisch jeder Art, und zwar a la plancha, also einfach in Öl gebraten, Salate, Eintöpfe und als Nachtisch Bienmesabe.


Bloß nicht

Auch auf Gran Canaria gibt es Dinge, die Sie vermeiden sollten

Ungeschützten Sex haben

Befragungen von Touristen unter 26 Jahren ergaben, dass 50 Prozent im Urlaub auf den Kanarischen Inseln Sex mit einem neuen Partner haben. Untersuchungen zeigen, dass dadurch das Risiko, sich mit HIV und anderen Krankheiten zu infizieren, stark steigt. Handeln Sie also verantwortlich, und schützen Sie sich und andere!

Auf Kaufangebote hereinfallen

Aggressive Werber versuchen, Touristen unseriöse Urlaubspakete zu verkaufen. Früher Timesharing genannt, kommen sie jetzt leicht verändert als „Holidaypacks“, „Urlaubsclubs“ etc. daher. Die so angepriesenen angeblichen Luxusferien entpuppen sich dann als minderwertige Billigangebote. Oft werden schon als Einstieg Tausende Euro verlangt. Lassen Sie daher stets die Finger davon!

Gefälschte Markenware kaufen

Uhren, elektronische Artikel und Markenmode sollten Sie nur in Kaufhäusern und Geschäften erwerben. Bei Schnäppchen auf Basaren und Flohmärkten handelt es sich so gut wie immer um Fälschungen. Der deutsche Zoll kann diese bei Kontrollen einziehen und ein Bußgeld verhängen.

Kriminalität unterschätzen

In Las Palmas und Touristenzentren werden Mietwagen aufgebrochen und Wertsachen am Strand oder im Hotel gestohlen. Lassen Sie deshalb nichts im Auto liegen und Wertsachen auch nicht unverschlossen im Hotelzimmer oder Apartment! Besser in den Safe damit oder bei der Rezeption abgeben. Das gilt auch für den Zimmerschlüssel.

An Werbefahrten teilnehmen

Arglose Touristen werden von Prospektverteilern geködert, an kostenlosen Inselrundfahrten mit Einladung zu Kaffee und Kuchen teilzunehmen. Dabei werden den Gutgläubigen überteuerte, oft minderwertige Waren wie Rheumadecken aufgedrängt. Machen Sie solche Ausflüge nicht mit!

Sich in Restaurants abzocken lassen

Brot gehört in Spanien zu jedem Essen. Früher war das umsonst. Heute wird es kommentarlos auch ohne Bestellung serviert… und kassiert. Generell gilt: Wenn Sie berechtigterweise unzufrieden sind, verlangen Sie die hojas de reclamación (Beschwerdeblätter), die jedes Restaurant haben muss und die vom Staat kontrolliert werden. Dort können Sie Ihre Kritik aufschreiben.

Fürs Internet in Hotels bezahlen

Viele Hotels bieten Internetzugang für ihre Gäste. Fast immer wird dafür reichlich abkassiert. Beschweren Sie sich, der Service sollte heute kostenlos sein!

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Flüge nach Las Palmas/Gran Canaria