City-Info Fuerteventura
City-Info Fuerteventura


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
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Der Norden
Ausgehen in CorralejoBeliebt ist die Plaza Felix Estévez González in der Fußgängerzone, wo abends Musiker aufspielen und man trinken und essen kann. Fest in britischer Hand sind die Bars im Centro Atlántico, wo in der Saison allabendlich der Bär tobt.
BougainvilleKleine, nicht teure Cocktailbar mit Freisitz in der Fußgängerzone. | C. La Iglesia | neben Tio Bernabé
Rock CaféTreffpunkt für passionierte Nachtschwärmer - nicht nur für die jungen; mit Terrasse. | Avda. Gen. Franco | gegenüber vom Hotel Duna Park
Die SchaukelDie letzte verbliebene deutsche Kneipe in der „Altstadt“; mit Freisitz. | Plaza Pública
WaikikiEin schöner Ort für einen ruhigen Cocktail an frischer Luft, Sa Disko. | C. Aristides H. Morán (am Strand)
Nachtleben in Puerto del RosarioWer unternehmungslustig ist und etwas Spanisch spricht, sollte sich für eine Samstagnacht mal vom Cluburlaub loseisen, denn so schöne Kneipen und solches Latino-Tanzvergnügen wie hier gibts sonst nirgends auf der Insel. Bars und Diskos öffnen allerdings häufig erst um 23 Uhr. Dabei ist lässig-elegante Kleidung angesagt, also keine Sandalen, Turnschuhe, Baseballkappen oder T-Shirts. Zudem bietet Puerto Rosario einiges an „gehobener“ Kultur, z.B. Aufführungen und Kunstausstellungen in der Casa de la Cultura (C. Ramiro de Maeztu 2). Entsprechende Veranstaltungen werden in der Stadt auf Spanisch plakatiert.
Calle 54Die schönste Kneipe der Stadt: groß, mit einem nicht so lauten Innenhof in kanarischem Ambiente, dazu moderne Kunst. Eine der führenden Adressen für Samstagnachts. | Nordende der C. Secundino Alonso | gegenüber der Sporthalle
Mama RumbaDieses schönste lateinamerikanische Tanzlokal der Insel glänzt mit einer wunderbaren, unkomplizierten Atmosphäre, in der sich Gäste jedes Alters und auch Nichttänzer wohlfühlen. Eine der führenden Adressen für Samstagnachts. | C. San Roque 17 (nahe Cabildo Insular)
TemploBeliebte Diskothek, in der die Jugend gern ihre samstagnächtliche Kneipentour beschließt. | C. Teniente Durán 16
Unterhaltung
Die Mitte
Nachtleben in Caleta de FustesDas Nachtleben, stark britisch geprägt, konzentriert sich auf die CC El Castillo und Castillo Centro. Am Spielplatz nördlich vom Castillo Centro liegt die beliebte Havana-Bar. In der Latinobar Macumba gibt es auch eine Tanzfläche (im Keller von Castillo Suites).
Hard Rock CaféFreitagabends ist Rockertreff, sonst herrscht normaler Kneipen- und Restaurantbetrieb. Die gute Küche (Mo-Fr mittags und abends, So nur abends) ist ein echter Grund, hier Station zu machen. | Sa geschl. | 3 km nördlich der Stadt an der FV 2
Vinoteca La MalvasíaDie einzige Weinstube der Insel bietet Verkostung kanarischer und spanischer Tropfen, fungiert aber auch als Tapasrestaurant. | An der Zufahrt zur Siedlung Puerto Azul (gleich hinterm „Burgtor“) nördlich der Landstraße | Tel. 677515629
Unterhaltung
Der Süden
Ausgehen an der Costa CalmaSehr viel ist zu später Stunde an der Costa Calma nicht los, aber immerhin: Ein paar gute Adressen gibt es außerhalb der Hotelanimation. Gleich drei finden sich im Keller des CC Costa Calma. In der Disko Käfer hängt ein halber VW an der Wand. Hier füllt sich der Raum erst nach Mitternacht. Bis dahin kann man sich die Wartezeit oben an der Straßenecke in der Cocktailbar Synergy verkürzen. Der bekannteste Treffpunkt an der Costa Calma ist Fuerte action, nicht nur für Surfer und nicht erst am Abend: Hierher kann man schon zum Frühstück kommen. Extraplus: Gratis-WLAN (im CC El Palmeral bei der Tankstelle).
Ausgehen in EsquinzoIm älteren Teil Esquinzos trifft man sich in der Safari Bar am Pool von Monte del Mar.
Nachtleben in Morro JableSeit vielen Jahren bei Nachtschwärmern beinahe aller Altersstufen beliebt ist die Disko Mafasca (ehemals Stella) am Stella Dunas Resort (neben dem Haupteingang links vorbei). Donnerstags bis samstags zu sehr später Stunde füllt Latinomusik die Tanzbar Noche tropical besonders mit Spaniern.
Auskunft
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Der Norden
Oficina de TurismoAn der kleinen Mole | Tel. 928866235 | Fax 928866186
Patronato de TurismoAvda. Marítima | gegenüber der Hafenzufahrt | Tel. 928530844 | Fax 928851695
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Die Mitte
Oficina de TurismoWestlich vom CC Centro Castillo | Tel. 928163286
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Der Süden
Oficina de TurismoIm Keller des CC Cosmo | Mo-Fr 9-15 Uhr | Tel. 928540776
Einkaufen
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Der Norden
Einkaufen in CorralejoAn der Hauptstraße gibt es beinahe alles, aber die Preise sind eher hoch. Bei Dany Sport, dem größten Sportgeschäft am Ort, finden Sie u.a. Wander- und Campingausrüstung, Golfzubehör, Sportkleidung und Rollschuhe (Avda. Nuestra Sra. del Carmen 42). Die Galería Canaria, nebenan im Keller, führt neben ein paar nützlichen Dingen eine derartige Fülle an kuriosem Schnickschnack, dass der Laden selbst schon fast als Sehenswürdigkeit gelten kann.
Las RotondasZwischen erstem und zweitem Kreisel Richtung Süden unübersehbar ist dieses riesige Einkaufszentrum - ein Reiseziel für sich. Rund 100 Läden verteilen sich auf vier Etagen, eine Tiefgarage schluckt die Kundenfahrzeuge. Statt Rolltreppen verbinden rollende Rampe die Etagen - bequem für Besucher mit Kinderwagen. Neben dem Üblichen (Kleidung, Sportartikel) finden sich Telefonläden, eine Buchhandlung und ein Padilla-Supermarkt.
Einkaufen
Die Mitte
Einkaufen in BetancuriaIn mehreren Läden nahe der Kirche, besonders an der Casa Santa María wird das beste und vielseitigste Kunsthandwerkssortiment der Insel geboten. Auch Kaktusmarmelade, Fertig-Mojo u.a. sind zu haben.
Einkaufen in Caleta de FustesGroßes, internationales Sortiment in den Einkaufszentren. Samstags ist Markttag: Schnitzereien, Kleidung, Schmuck und vieles mehr (9-14 Uhr | im Norden nahe der Landstraße). Der beliebteste Supermarkt ist der Padilla im CC Atlántico.
Quesería MaxorataBei Kilometer 39,7 an der Straße nach Tuineje - nördlich der großen Landstraßenkreuzung rechter Hand - kann man direkt von der Inselmolkerei Ziegenkäse in vier Reifestufen erstehen (nur ganze, doch kleine Laibe). | Mo-Sa 9-16 Uhr
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Der Süden
Einkaufen an der Costa CalmaÜber die Ferienzone verteilen sich neun meist kleine Einkaufszentren. Den größten Supermarkt finden Sie im neuen CC Bahía Calma. Das größte Sortiment an Armbanduhren, Schmuck, Kosmetik und Sonnenbrillen führen die Läden im CC Sotavento (gegenüber vom Hotel Taro Beach). Am interessantesten ist das CC El Palmeral nahe der Tankstelle. Dorthin locken u.a. Hodge Podge Fuerte mit Sportkleidung, der Surferladen Fuerte action und der tolle Schmuck- und Mineralienladen 1st one (sprich: first one), der auch als Sehenswürdigkeit durchgeht.
Einkaufen in Morro JableEntlang der Hauptstraße herrscht ein reiches Angebot an Läden. Preisgünstiger kaufen Sie jedoch in den rund 80 Läden unten in Morro Jable. Aus Jandía kommend, erreichen Sie in Morro rechts der talwärts führenden Straße (vor der Linkskurve) den großen Supermarkt Padilla. Nicht vergessen: Donnerstags ist Wochenmarkt an der Hauptstraße auf der Freifläche neben dem CC Cosmo.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Der Norden
Restaurants in CorralejoIm Bereich von Plaza, Fußgängerzone und Hauptstraße gibt es eine reiche Auswahl an internationaler Küche - bis hin zu indischen und chinesischen Restaurants. Tagsüber sitzt man am schönsten an der inoffiziellen Uferpromenade. Allerdings ist es dort sehr touristisch - die Preise liegen höher als im „Hinterland“, und die Qualität wie auch der Service sind meist schlechter. Das Marquesina an der kleinen Mole, jahrelang kulinarisch führend, leidet unter seiner Größe, obwohl die Küche noch recht anständig ist. Fleischliebhaber lockt El Sombrero am Nordende der Uferpromenade mit am Tisch zubereiteten Grillgerichten, schönem kanarischem Ambiente und netter Bedienung (nur abends | Mi geschl. | Tel. 928867531 | €€). Auf der Rückseite des Blocks bietet sich das Café Antiguo del Puerto als preisgünstiges Tapaslokal an. Den besten Kaffee bekommen Sie im Ambaradam (CC Cactus | am Anfang der Avda. de las Grandes Playas). Dort gibt es ab 8.30 Uhr Frühstück und den ganzen Tag über Crêpes, belegte Brote und allerlei Gebäck. Wegen seines Meerblicks und guter Imbisse beliebt ist das Café Latino an der Promenade (nahe El Sombrero).
El AndaluzManolo und seine österreichische Frau Birgit haben Corralejo das feinste Lokal für Genießer geschenkt. Achtung: Es gibt nur sieben Tische, das heißt: zeitig reservieren! Raucherlokal. | Nur abends, Mi geschl. | C. La Ballena 5 | Tel. 676705878 | €€
AvenidaHier gibt es in schlichtem Ambiente die größten Fischportionen. Laut ist es und eng, aber großartig. Wer nach 19 Uhr kommt, muss häufig anstehen. | Mo geschl. | C. Pizarro/Ecke General Prim (nahe Bristol Playa) | Tel. 928867145 | €-€€
Los PepesGegenüber vom El Andaluz: ebenso klein wie freundlich und (fast) ebenso gut. Restaurantsprache ist Englisch. Reservierung nötig. Raucherlokal. | Nur abends, Mo geschl. | C. La Ballena | Tel. 928867302 | €€
La ScarpettaDer beste Italiener am Ort. Wählen Sie aus den Tagesangeboten, und versäumen Sie keinesfalls den exzellenten Espresso! | So geschl. | CC La Menara (mit dem Glockenturm) | Tel. 928535887 | €€
Tio BernabéBeliebtes Lokal in der Fußgängerzone: kanarische Gerichte, darunter frischer Fisch, am Wochenende untermalt mit kanarischer Livemusik. Auch vegetarische Speisen. | C. La Iglesia 17 | Tel. 928535895 | €€
Restaurants in CotilloIn Cotillo kommen Meeresfrüchte- und Fischliebhaber voll auf ihre Kosten. Am Wochenende reisen die Leute sogar aus Puerto del Rosario an, um in einem der hiesigen Bar-Restaurantes zu speisen. Die meisten liegen nahe beim alten und beim neuen Hafen. Beliebt für Kaffee und Kuchen ist die Bäckerei El Goloso (C. León y Castillo | am nördlichen Ortsrand).
AzzurroItalienische Alternative, rechts der an den Badebuchten im Norden entlangführenden Straße unübersehbar. Terrasse mit Meerblick, vor allem beim Sonnenuntergang eine Wonne. Gute Pasta- und Fischgerichte, selbst gemachte Desserts. | Mo geschl. | Tel. 928175360 | €€
La Vaca Azul„Die blaue Kuh“ am alten Hafen ist ebenso beliebt wegen der Terrassen mit schönem Meerblick wie für den frischen Fisch, nach dem Sie fragen sollten. Ansonsten finden Sie auf der Karte neben dem Üblichen auch vier Pizzasorten. | Mo geschl. | Tel. 928538685 | €€
Restaurants in Puerto del RosarioFür alle Lokale in Puerto del Rosario gilt: die Verständigung mit dem Servicepersonal ist meist nur auf Spanisch möglich!
Cafeteria El Naufragio„Der Schiffbruch“: Ein Großteil des Interieurs dieses Bar-Restaurantes stammt aus dem an der Westküste gestrandeten Luxusliner „American Star“. | Mo geschl. | Avda. 1 de Mayo/Ecke Jesús y Maria | €
El Congrejo colorao„Der bunte Krebs“ ist etwas für Kenner - schon wegen seiner versteckten Lage. Man speist hier nicht nur preiswert und gut frischen Fisch und Meeresfrüchte, sondern genießt dabei auch Seeblick, am besten auf der überdachten Terrasse direkt am felsigen Meeresufer. Besonders zu empfehlen: das dreigängige Tagesmenü. | So abends geschl. | C. Juan Ramón Jiménez 2 (vom Hafen kommend nordwärts die Calle Almirante Lallemand entlang, jenseits der Tankstelle die nächste Straße rechts, Autofahrer biegen eine Straße weiter rechts ab, und fahren dann zurück) | Tel. 928854477 | €€
KissDie beste Eisdiele der Stadt und wohl auch der ganzen Insel ist erstes Ziel für Tagesbesucher. | Primero del Mayo/Ecke Maestro de Falla
La LasquitaDas beste Speiselokal der Stadt. Serviert werden in schönem kanarischem Ambiente mit moderner Kunst traditionelle Gerichte und guter Wein. | Mittags ab 13, abends ab 21 Uhr, So geschl. | C. Almirante Lallermand 66 | Tel. 928859126 | €€€
TinguaroDurch die Glaswände der Terrassenbar schweift der Blick über Hafen und Meer. Außer Getränken werden auch kleine Gerichte serviert. | Plaza de España
Essen und Trinken
Die Mitte
Restaurants in BetancuriaFür einen kräftigen Imbiss bieten sich Princess Arminda mit einem Patio (oberhalb des Kirchplatzes) sowie die Cafeteria der Casa Santa María an, die auf der Terrasse südlich unterhalb Getränke, Kuchen und Tapas serviert (beide €).
Casa Santa MaríaDie Casa Santa Maria, mehrfach preisgekrönt, ist das stilvollste Restaurant der Insel, ohne dabei übertrieben vornehm zu sein. Vor allem die zwei Innenhöfe sind eine wahre Wonne. Die Küche serviert gehobene kanarische Gerichte. | Di-So 11.30-18 Uhr, Abendessen ab 19 Uhr nur bei Reservierung | am Kirchplatz | Tel. 928878282 | €€€
Restaurants in Caleta de FustesIm strandnah gelegenen Einkaufszentrum El Castillo (beliebter Italiener La Bodeguita), ferner im Castillo Centro, im Happy Center und andernorts findet sich ein buntes, internationales Gaststättenangebot. Den schönsten Platz für einen Imbiss oder einen Kaffee an frischer Luft bieten El Camarote und das benachbarte Café Panycreps im Hafengebäude.
La Barca del PescadorDas beste Lokal am Ort: Hummer und Austern frisch aus dem Bassin, hausgemachte Desserts, gute Paella. | Im Keller des Hotels Castillo Suites (Zugang von außen seeseitig) | tgl. 13-23 Uhr | Tel. 928163500 | €€€
FrasquitaFischlokal mit Meerblick, in dem der Wirt das Angebot des Tages auf einer Platte in natura präsentiert. Dazu wird die beste mojo verde der Insel gereicht. | Mo geschl. | am Westende des Strandes | Tel. 928163657 | €€
TapasDas „spanischste“ Lokal am Ort, untouristisch und eben drum ein Ziel für die Kenner. Die Tapas sind nicht billig, aber man kann teilen. | C. Alcalde Francisco B. Jordan | nahe der Landstraße | Tel. 928163199 | €€
Casa IsaítasAus der Ruine eines 200 Jahre alten Herrenhauses wurde ein Schmuckstück: ein Vier-Zimmer-Gasthof (€€€) mit zwei Innenhöfen und einem stimmungsvollen Restaurant, das vor allem mit seiner Auswahl an Tapas glänzt. | Mo-Do abends geschl., im Aug. auch Do mittags geschl. | gegenüber vom Parkplatz unterhalb der Kirche | Tel. 928161402 | Fax 928161482 | www.casaisaitas.com | €€
La FondaDieses schöne und beliebte Lokal liegt der Kirche gleich gegenüber. Es zählt zu den wenigen, die Kaninchen servieren. Auch Zicklein steht auf der Karte. | Sa geschl. | €
La BaracaSpeisen auf einer Terrasse direkt am Strand, dazu billig, wenn auch schlicht. Guter Kaffee. | So geschl. | C. Isidro Díaz | Tel. 928161089 | €
Essen und Trinken
Der Süden
Restaurants an der Costa CalmaDa Costa Calma ein richtiges Zentrum fehlt, liegen auch die Speiselokale verstreut. Die größte Auswahl findet sich im Bereich der Tankstelle an der Landstraße (oberer Kreisel) und des nahe gelegenen Einkaufszentrums El Palmeral.
ArenaFreundlich und gut, kaum teurer, aber besser als das Mamma mia gegenüber. | Sa geschl. | CC Costa Calma | €-€€
CopaHierher führen die deutschen Residenten ihre Gäste aus. Angelika und Paul wahren in dem kleinen Lokal seit Jahren ein erfreuliches kulinarisches Niveau mit abwechslungsreicher Karte. Für den besonderen Anlass bieten sie ein Sechs-Gänge-Menü. Es lohnt sich! | Nur abends, Mo geschl. | am Parkplatz oberhalb des CC El Palmeral (nahe der Tankstelle) | Tel. 646755305 | €€
GaleriaFreundliches deutsches Lokal, das auch Tapas und selbst gebackenen Kuchen serviert. Die rückwärtige Terrasse mit etwas Meerblick kann bei Bedarf beheizt werden. | Di-So ab 16 Uhr | im alten CC Bahía Calma (3. Straße westlich vom neuen) | Tel. 928875416 | €€
El PatioSpeisen unter Palmen direkt am Strand auf windgeschützter Terrasse (an kühlen Abenden beheizt): Das gibts auf der ganzen Insel nirgends sonst. Die sehr persönliche deutsche Leitung sorgt für angenehme europäisch-kanarische Küche aus frischen Zutaten und für guten Wein. | Nur abends | im Bungalow-Hotel Solyventura, im Süden des Strandes bei den hohen Palmen | Tel. 928547165 | €€€
MarabúWer im Süden im Tourismus arbeitet, führt hierhin seine Gäste aus. Denn hier stimmt alles: die Atmosphäre, die Bedienung, das erfreuliche Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Auswahl und die Qualität der Speisen - kanarische und internationale Gerichte, frische Zutaten, gute Weine. Mit Terrasse. | So geschl. | Calle Bonn (ab Landstraße geradeaus abwärts) | Tel. 928544098 | €€
El MarineroFamilie Di Meglio serviert gute italienische und internationale Gerichte, auch auf einer windgeschützten Terrasse. | Tgl. 18-21 Uhr | eine Parallelstraße nördlich des Marabú | Tel. 928872164 | €€
Restaurants in Morro JableWenn Sie den Weg nicht scheuen, gehen Sie zu einem stimmungsvollen Mittag- oder Abendessen nach Morro Jable. An der dortigen Strandpromenade speist man viel schöner als an der Hauptstraße von Jandía Playa. Qualitativ, im Speiseangebot und preislich unterscheiden sich die Lokale nur wenig. Die Standardkombination von frischem Fisch, papas arrugadas und Meeresblick sorgt fast überall für zufriedene Gäste. Wer mehr Wert auf den Geschmack als auf die Aussicht legt, sollte die „zweite Reihe“ hinter der Promenade beachten, wo man teils besser, teils billiger speist.
CoronadoDas gehobene Restaurant führt eine kluge Auswahl an internationalen und kanarisch angehauchten Gerichten in guten Portionen. An der Bar trifft man oft den deutschen Seniorchef - ein Quell von Geschichten aus der Pionierzeit des hiesigen Fremdenverkehrs. | Küche Mi-Mo 19-23 Uhr | neben dem Riu Palace Jandía | Tel. 928541174 | €€-€€€
Farola del MarSven und Udo servieren hier den wohl besten Fisch am Ort - mit Meerblick von der Terrasse. | Mi geschl. | in Morro Jable an der Treppe zur neuen Kirche hinter dem Lokal Laja | Tel. 928540834 | €€
Piccola ItaliaAus dem zünftig mit Holz befeuerten Steinofen kommen die besten Pizzen am Ort. | Do geschl. | C. del Carmen 39 | Tel. 928541258 | €
La StradaEmpfiehlt sich mit freundlichem Ambiente und einer guten Karte. Tagesgerichte wechseln, es gibt auch Tapas. | Nur abends, Sa geschl. | am Barranco in Morro Jable, nahe der Promenade | Tel. 928540812 | €€
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Der Norden
Angeln und BootstourenHochseeangeltouren ab Hafen, z.B. mit dem Katamaran „Pez Velero“. 50 Euro (Zuschauer 45 Euro) inklusive Ausrüstung und Getränke. Anmeldung: Tel. 928866173. Ein Törn im Glasbodenboot „Celia Cruz“ lässt unten sehen, was andere oben angeln (stdl. 9.30-16.30 Uhr ab Hafen).
BakuDer große Freizeitpark umfasst den Water Park für kleine und große Wasserratten (10-18 Uhr, im Winter geschl. | Eintritt 18 Euro), eine Bowlingbahn (18-1 Uhr), eine Golfübungsanlage (15-22 Uhr), den Europapark (tgl. 19-24 Uhr) mit dem furchteinflößenden Hotel del Terror sowie andere Attraktionen. | Rechts der südlichen Ortseinfahrt | www.bakufuerteventura.com
Fahrrad/Motorrad fahrenIn der Innenstadt mietet man Räder bei Vulcano Biking (C. Acorazado España 12 | Tel. 928535706). Manche Verleiher bieten auch organisierte Radtouren an, so Ventura Biking am Lobos Bahía Club (an der Hauptstraße | Tel. 637408233) und das Bikecenter von Matchpoint Sports (C. Las Dunas | Tel. 928535362). Auch etliche Apartmentanlagen und Hotels halten für ihre Gäste Mieträder bereit.
JetskiFür die „Wassermotorräder“ gelten eingeschränkte Nutzungszeiten. | Ab Steg am Hafen
SegelnWechselnde Mitsegelangebote am Hafen. Fragen Sie speziell auch Fuertecharter (Tel. 928344734).
SträndeUnter Playa de Corralejo wird nicht der kleine Ortsstrand, sondern der 5 km weiter südöstlich bei den Hotels Tres Islas und Oliva Beach gelegene Dünenstrand verstanden. Ein Stück südlich der Hotels, wo die Straße noch nicht in Strandnähe verläuft, befindet sich ein beliebtes FKK-Revier. Beachten Sie die Signalfahnen: Bei Rot ist das Baden wegen zu starker Strömung verboten, bei Gelb sollten Sie in Ufernähe bleiben.
Tauchen, schnorcheln, schwimmenDie Besichtigung der Unterwasserwelt von Corralejo wird u.a. ermöglicht durch das Dive Center Corralejo (C. Nuestra Señora del Pino, nahe Dunas Club | Tel. 928535906), die Tauchschule Punta Amanay (C. El Pulpo 5 | am Dunas Club | Tel. 656447657) und das Atlantico Dive Center (Avda. de las Grandes Playas 72 | Tel. 928866539).
WindsurfenFür Anfänger ist die kleine Bucht des Ortsstrands am günstigsten; dort befindet sich auch die Surfschule Ventura Surf mit Brettverleih (Tel. 928866295 | www.ventura-surf.com). 200 m nördlich vom Hotel Tres Islas liegt das Flag Beach Windsurf Center, das auch Drachensurfen anbietet (Tel. 928866389 | www.flagbeach.com).
Strände in CotilloDer Strand südlich von Cotillo und die kräftige Brandung locken Badegäste an, denen ruhiges Wasser zu langweilig ist, vor allem Fun-Board-Spezialisten und Wellenreiter. Für weniger sichere Schwimmer und Surfer sind die Verhältnisse allerdings nicht geeignet, zumal an vielen Stellen flache Felsen im Wasser anstehen. In den von Riffen geschützten kleinen Buchten nördlich des Ortes, den Playas de los Lagos, ist das Wasser stets ruhig. Dort können auch Kinder gefahrlos baden.
Freizeit und Sport
Die Mitte
FreizeitangeboteDie Bucht ist ideal für Windsurf-Anfänger. Das Fanatic Fun Center bietet Kurse (am Westende des Strandes). Entdeckernaturen gehen zum Hafen: Wer dort einen Bootstörn bucht - mit einem Katamaran oder mit dem Halb-U-Boot - kann vorher oder nachher im Oceanarium die Meeresfauna nicht nur betrachten, sondern auch anfassen (ab 20 Euro). Zudem gibt es am Hafen eine Tauchschule und daneben eine Jetski-Station. Backtrax organisiert Quadtouren (im Keller des Hotels Castillo de Antigua). Der Knaller für Paare wird im Büro nebenan angeboten: Trikeausflüge mit Chauffeur (Cool Runnings | ab 40 Euro)!
Golf Club FuerteventuraDer erste 18-Loch-Platz der Insel, sogar mit echtem Rasen. Daneben eröffnete 2007 ein zweiter. | An der Landstraße südlich des Ortes, Zugang durch das Hotel Elba Palace Golf | Tel. 928160034
FreizeitangeboteAm Tofio Bahía Playa gibt es eine Tauch- und eine Segelstation; der Reitstall Brasero an der Landstraße gehört zum Hotel, kann aber auch von anderen genutzt werden. CRC Bikes vermietet Motorräder und vermittelt Quadtouren. C. La Marisma | Tel. 928161372
Freizeit und Sport
Der Süden
FreizeitangeboteOb Radtouren, Endurofahren oder Segeltörns: Vieles wird auf der ganzen Halbinsel angeboten - inklusive Abholen vom Hotel. Einzelheiten siehe unten unter La Pared und Morro Jable.
Jetski, WasserskiDeutsche betreiben eine Station am Ostende der Bucht, auch mit Bananenboot, Tretbooten und Wasserski-Anfängerschulung; sie ist nur zeitweise in Betrieb.
Rad fahrenVolcano Bike liefert das Geländerad bis vors Hotel und bietet auch geführte Touren (Tel. 639738743 Ralf).
TauchenAntje und Hakan betreiben das Tauchzentrum Proworld of Scuba im Hotel Playa Esmeralda (Zufahrt über Piste neben dem Hotel | www.proworld-of-scuba.de), Simona und Kay das Fuerte Divers im Hotel Costa Calma Beach (vorletztes Hotel vor dem Nordende des Strandes | Zugang durch den Hotelgarten). Die Schule verfügt über zwei kräftig motorisierte Schlauchboote, mit denen auch versunkene Wracks angesteuert werden (www.poseidonsdiveinn.com). Weitere Tauchschulen gibt es im Sotavento Beach Club, im Morasol und im Meliá Gorriones.
WindsurfenAnfänger und Gelegenheitssurfer ebenso wie Fortgeschrittene finden sich bei Unterricht oder Geräteverleih bestens betreut beim Fanatic Fun Center (am Strand vor dem Monica Beach Club | www.fanatic-surf.com). Am international bekannten Windsurfrevier der Playa Barca bietet das Pro Center René Egli außer Verleih und Kursen bis hinauf zum Funboard-Spezialisten auch Drachensurfen an - ein Mega-Erlebnis für fortgeschrittene Surfer! | Am Hotel Meliá Gorriones | www.rene-egli.com (mit Webcam)
FreizeitangeboteUnterhalb der Siedlungen zieht sich der lange Strand Playa de Esquinzo hin (viel FKK). Zum Robinson Club gehören eine Segelschule (mit Katamaranen), eine Windsurfschule und Tennisplätze (mit Schulung). In den beiden Princess Hotels bietet Matchpoint Sports Tennistraining auf Sandplätzen, Nordic Walking und Radeln (Tel. 609236257 | www.mp-sports.de). Zu weiteren Angeboten siehe Morro Jable.
BootsausflügeMitsegeln: Ab Morro-Hafen (westlich der Stadt) laufen mehrere Segelkatamarane zu Tagestouren aus, z.B. die große „Magic“ (buchbar über die Reiseleitung) oder die kleinere „Peace of Mind“ (Tel. 647548505). Nostalgischen Segelspaß bietet der 1940 erbaute Zweimaster „Pedra Sartaña“, buchbar über die Reiseleitung. Tauchfahrten bis 30 m Tiefe ermöglicht „Subcat“ (Tel. 928166392).
FahrräderFuertebike vermietet nicht nur Räder, sondern organisiert auch Touren (Tel. 629362795 Uli | www.fuertebike.com). Bei Jandía Patines kann man außer normalen Rädern auch vierrädrige Tretmobile erhalten, sogar stundenweise (Holzschuppen am Westende der Salzwiesenzone | Tel. 667301894).
HochseeangelnAb Morro Hafen läuft der Motorkatamaran „Albakora“ mit maximal fünf Gästen an Bord aus (Tel. 639955287). Auch Canary Sport Fishing (Tel. 928166322) und Blue Nose (Tel. 628021451) bieten Angeltörns an.
JetskiAb Hafen werden täglich vier heiße eineinhalb- bis zweistündige Ausflüge entlang der Südküste angeboten. Tel. 616437184, | Buchung auch über Sahara Sports | Tel. 606600090 (Frank) | oder über die Reiseleitung
Motorrad-, Trike- & QuadausflügeAusflüge auf Enduros oder Quads: Sahara Sports (Tel. 606600090 | www.sahara-sports.de). Triketouren gibts bei Fuerte-Trike (CC Cosmo | im Internetcafé im Keller | Tel. 928166301 | www.fuerte-trike.com).
Segeln & WindsurfenErster Anbieter am Ort ist die Surf- und Segelstation an der Strandseite des Robinson Club (Tel. 928169539). Katamaransegeln bietet auch das Nautic Center (unterhalb vom Club Aldiana | Tel. über Aldiana Tel. 928169870 | App. 119).
Strände & schwimmenAm bis zu 50 m breiten Strand von Jandía Playa (Playa de Matorral) mit seinem feinen, goldgelben Sand wird es trotz des Betriebs nicht eng. Zwei Liegen und ein Sonnenschirm kosten deftige 9 Euro Miete pro Tag. FKK ist in Stadtnähe unerwünscht. Für Schwimmunterricht wenden Sie sich an Matchpoint (Tel. 609236257 | www.mp-sports.de).
TauchenLangjährig etabliert ist die Tauchschule Felix (Jandía Playa | westlich neben CC Faro an der Hauptstraße | Tel. 928541418).
TennisDie besseren Hotels verfügen über Kunstrasen- oder Sandplätze. Unterricht erteilt Matchpoint (Tel. 609236257 | www.mp-sports.de).
Sehenswertes
Sehenswertes
Der Norden
Casa de la CillaDie ehemalige Zehntscheune der Gemeinde wurde als Getreide- und Ackergerätemuseum hergerichtet. Texte, die an der Rezeption auch auf Deutsch vorliegen, sowie Ackergerät und historische Fotos geben einen Einblick in die Insellandwirtschaft. | An der Straße Richtung Cotillo linker Hand | Di-Fr, So 9.30-14, 14.30 bis 17.30 Uhr (schließt oft vorzeitig!) | Eintritt 1,20 Euro
Casa de los CoronelesDie zweigeschossige Residenz mit zinnenbewehrten Ecktürmen und 40 Räumen ist der bedeutendste Profanbau der Inselgeschichte. Er entstand im 17. Jh. als Herrensitz. Anfang des 18. Jhs., nach dem Machtverfall der señores, zog die Militärverwaltung ein - daher der Name „Haus der Obristen“. Im November 2006 wurde der frisch renovierte Bau von König Juan Carlos wieder eröffnet. Eine Inneneinrichtung ist nicht erhalten. Ein Teil der Räume wird für Ausstellungen genutzt. | Di-So 10-14, 16.30 bis 19 Uhr | Eintritt frei | am südlichen Ortsrand
Centro de Arte CanarioDie Casa Mané und zwei unterirdische Ausstellungsgänge formen ein ungewöhnliches Forum anspruchsvoller kanarischer Gegenwartskunst. Den Hof dieses Kunstzentrums schmücken Skulpturen, von denen einige die alte Sage vom Riesen Mahón nachstellen. Zwei große Mobiles stellen den Riesen und sein abgetrenntes Glied dar. | Mo-Sa 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | gegenüber der Casa de Los Coroneles
KircheDer dreischiffige, weiße Bau der Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria mit einem Turm aus dunklem Naturstein wurde um 1711 errichtet. Er birgt einen barocken Marienaltar und eine Kanzel, die Bildnisse der vier Evangelisten zeigt. | Keine festen Öffnungszeiten | Ortsmitte
Casa Museo UnamunoIn den Räumen des ehemaligen Hotels Fuerteventura, in dem der spanische Schriftsteller und Philosoph Miguel de Unamuno während seiner Verbannung 1924 wohnte, können die Besucher eine Reise in die Vergangenheit unternehmen. Vom Schreibtisch des Dichters bis zum Nachttopf ist noch alles wie in alten Tagen. Selbst die Küche blieb original erhalten. | Mo-Fr 9-14 Uhr | Eintritt frei | neben der Kirche
Parque EscultóricoAuch anderenorts auf der Insel wurde öffentlicher Raum in den letzten Jahren mit Skulpturen und Plastiken verschönt, aber nirgends gibt es so viele (über 100 mittlerweile) und so interessante zu entdecken wie in der Inselhauptstadt. Es handelt sich größtenteils um die Ergebnisse eines internationalen Bildhauersymposions, das seit 2001 jedes Jahr stattfindet. Die Werke verteilen sich über die ganze Stadt, die als ganze als Skulpturenpark (Parque escultórico) gilt - die meisten Arbeiten stehen aber an der Hafenpromenade. Eine weitere Gruppe findet sich am Strand, 100 m nördlich des Restaurants El Cangrejo colorao. Einen Überblick über alle Skulpturen mit Ortsangaben gibt die Internetseite www.turismo-puertodelrosario.org/Default.aspx?Cultura=de-DE.
Sehenswertes
Die Mitte
KircheDie weiße Pfarrkirche, die der Jungfrau von Antigua geweiht ist, beherrscht das Zentrum des Gemeinwesens. Der einschiffige, große Bau mit Glockenturm wurde 1785 vollendet. Sehenswert sind die Mudéjar-Decke des Chors und der ockerfarbene klassizistische Altar. Auf dem Vorplatz blühen Pflanzen in fast subtropischer Üppigkeit. | Tagsüber meist geöffnet
Molino de AntiguaDie „Mühle von Antigua“ ist Blickfang und Namensgeber einer 1998 fertig gestellten Anlage, zu der Ausstellungsräume, ein gut sortierter Kunsthandwerksladen, ein Restaurant (€), eine Galerie, ein schöner Kaktusgarten, eine Cafeteria und eine archäologische Sammlung zur Lavahöhle von Villaverde gehören. Auch das Innenleben der Mühle ist zu besichtigen. | An der FV 20 nördlich der Stadt | Di-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 1,80 Euro (Laden und Werkstätten häufig geschl., Laden wird auf Wunsch geöffnet)
Casa Santa MaríaHinter dem gleichnamigen Restaurant werden die Künste des Stickens, Webens, Flechtens und Töpferns vorgeführt. Sehr schön sind auch der Garten und die Multivisionsschau. Im Vorraum ist bäuerliches Gerät ausgestellt. | Mo-Sa 11-16 Uhr | Eintritt 5 Euro
Convento de San BuenaventuraIm Tal vor dem nördlichen Ortseingang steht die imposante Ruine der Kirche eines im 17. Jh. errichteten Franziskanerklosters. Seit der 1836 angeordneten Säkularisierung der spanischen Klöster nutzten die Einwohner die Anlage als Steinbruch; daher fehlt z.B. der Kreuzgang. Gegenüber der Kirche steht eine Kapelle. Sie wurde vor eine Grotte im Hang gebaut, in der im 15. Jh. San Diego, ein wundertätiger Missionar, gelebt haben soll.
KircheDie heutige, über dem Talgrund aufragende Iglesia de Santa María entstand um 1620 als Ersatz für die erste Kathedrale, die gleich nach der Ortsgründung errichtet und 1593 von Piraten zerstört worden war. Der dreischiffige Hallenbau im inseltypischen Mudéjar-Stil (mit Holzdecke) birgt mehrere Altäre, darunter als schönsten den barocken Hauptaltar (1684). In der rechten Nische des linken Altars an der Nordwand (gegenüber vom Eingang) steht ein holzgeschnitztes Bildnis der Santa Catalina. Es gilt als eines der ältesten auf der Insel erhaltenen Kunstwerke. Sehenswert ist auch die Sakristei mit ihrer aufwendig geschnitzten und bemalten Holzdecke (Zugang links vom Altarraum). | Mo-Fr 11-16, Sa 11-15 Uhr jeweils zur vollen Stunde für ca. 25 Min. (im Wechsel mit dem Museo de Arte Sacro) | Eintritt 1,50 Euro (inkl. Museum)
Museo ArqueológicoDas an der Durchgangsstraße gelegene Haus wird von jenen zwei Kanonen bewacht, die 1740 bei der siegreichen „Schlacht von Tamacite“ gegen englische Piraten erbeutet wurden. Drinnen informiert eine neu gestaltete und erweiterte Sammlung archäologischer Funde über die Ureinwohner der Insel. | Mo-Sa 10-18 Uhr | an der Hauptstraße
Museo de Arte SacroNahe der Kirche befindet sich im alten Pfarrhaus eine kleine Sammlung religiöser Kunst- und Kultgegenstände. | Jeweils zur halben Stunde nach der Kirche | Eintritt 1,50 Euro (inkl. Kirche)
PfarrkircheDas Hauptschiff der Iglesia Nuestra Señora de Regla wurde vom 17. bis Anfang des 18. Jhs. errichtet. Bekannt geworden ist die Kirche durch das schöne Portal im Stil des mexikanischen Barock mit aztekischen Elementen. Neben geometrischen Sonnenmustern erkennt man darauf Schlangen, Panther, Vögel. Lange wurde gerätselt, ob und wie ein solches steinernes Tor aus dem fernen Mexiko in dieses zu jener Zeit weltabgeschiedene Dorf gelangt sein könnte. Heute weiß man, dass der unbekannte Steinmetz seine Motive aus einem italienischen Vorlagenbuch übernommen hat und weder die Steine noch gar das ganze Portal aus Mexiko stammen. Das dunkle Innere der zweischiffigen Hallenkirche ist mit einer schönen Holzdecke im Mudéjar-Stil versehen, der im Spanien des 14./15. Jhs. aus der Verschmelzung maurischer und gotischer Formen entstand und auf der Insel noch lange gepflegt wurde. Die schönen Barockaltäre wurden 1785 fertig gestellt. Scheint nachmittags die Sonne, wirken sie wie von Scheinwerfern angestrahlt - dank hoch oben eingebauter, vom Kirchenraum aus nicht sichtbarer kleiner Fenster. Ein Automat rechts hinterm Eingang lässt für 1 Euro auch echte Scheinwerfer leuchten. | Tgl. 10-14.30, So bis 16.30 Uhr
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Der Norden
Los BarquerosZweigeschossige Bauten mit 80 Apartments umschließen einen schattigen Garten mit großem Pool. Der Ortsstrand ist nur eine Minute entfernt, und ins Stadtzentrum ist es auch nicht viel weiter. Familienfreundlich. | Avda. Generalísimo Franco | Tel. 928535251 | Fax 928535491 | www.atlantishotels.com | €€
Blue bay PalaceVier-Sterne-Haus: zentral, strandnah und viel gelobt. 228 Zimmer, manche mit Meerblick. Tennisplätze, Pools im Winter beheizt. | Avda. de las Grandes Playas 12 | Tel. 928536050 | Fax 928535367 | €€€
La CabañaFünf Apartments zu Sozialpreisen. Morgens verwöhnt Wirtin Helga ihre Gäste mit frischen Brötchen. Nur direkt buchbar | C. Nuestra Señora del Pino 14 | Tel. 928535039 | Fax 928535039 | €
Gran Hotel Atlantis Bahia RealDas führende Luxushotel der Insel. Drei Merkmale heben es heraus: die 3000 m² große Wellnesslandschaft mit kosmetischen und physiotherapeutischen Anwendungen, die vier À-la-Carte-Restaurants (darunter das einzige japanische der Insel), in denen auf Gourmetniveau gekocht wird, sowie das hohe Serviceniveau. 72 der 250 Zimmer sind Suiten von bis zu 160 m² Größe. Man möchte gar nicht wieder ausziehen! | Ostende der Avda. de las Grandes Playas | Tel. 928536444 | Fax 928537575 | www.atlantisbahiareal.com | €€€
Las MarismasDie 2004 eröffnete Anlage mit 232 Zwei- und Dreizimmerapartments gewann rasch viele Freunde. Sie liegt ruhig (gleich östlich vom Baku), es gibt einen Süß- und einen Salzwasserpool, Tennis, Squash, Minigolf und gute Kinderbetreuung. | C. Huriamen | Tel. 928537228 | Fax 928537182 | www.lasmarismas.info | €€
Riu Oliva Beach/Riu Tres IslasMit Meerblick mittten in den Dünen wohnen - das hat was! Heute würde ein Neubau an dieser Stelle sicher nicht mehr genehmigt. Das Oliva Beach (401 Zi.) wird als reines Clubhotel geführt, das teurere Tres Islas (365 Zi.) hat den schöneren Garten. Beide sind frisch renoviert und bieten reichlich Animation und Sport. | Oliva Beach: Tel. 928535334 | Fax 928866154; Tres Islas: Tel. 928535700 | Fax 928535858 | beide www.riu.com | €€€
Cotillo LagosDer Name verrät, wo man wohnt: direkt an den Badebuchten, den Lagos de Cotillo nördlich des Ortes. 161 Studios und Apartments bieten sehr preisgünstige Erholung für Ruhebedürftige. | Tel. 928175388 | Fax 928175389 | €
Juan Benítez ApartamentosDie am südlichen Ortsrand abseits der Hauptstraße gelegene kleine Anlage enthält neun geräumige, Ferienwohnungen in moderner Ausstattung mit Balkon oder Terrasse. Schöner Meerblick, Pool. | Nur direkt buchbar | C. la Caleta 10 | Tel. 928538503 | Fax 928538503 | juanbenitez7@hotmail.com | €
Villa VolcanaAm Nordhang des Vulkans Monte Arena („Sandberg“), westlich des Vororts Villaverde steht ein kleines Haus mit großem Garten und bestem Fernblick. Die vier Apartments (mit Terrassen) sind ideal für Ruhe Suchende. Schönes Interieur, deutsche Wirtin. | Nur direkt zu buchen über Tel. 928868690, Tel. 608928380 | Fax 928868690 | € (ohne Verpflegung)
Übernachten in Puerto del RosarioIn der Stadt selbst gibt es keine Urlaubsunterkünfte mit Sonnenterrassen, Animation und ähnlichen Annehmlichkeiten.
Hotel Fuerteventura Playa BlancaDer einstige Parador Nacional wurde im Stil einer nordafrikanischen Karawanserei gestaltet - mit Pool und Strandzugang. Zu dem Drei-Sterne-Haus mit 50 Zimmern gehört ein feines Restaurant, das einen Abstecher lohnt. | Tel. 928851150 | Fax 928851158 | www.cabildofuer.es/parador | €€-€€€
Palacio Puerto RosarioEinziges Komforthotel in zentraler Lage, die meisten der 88 Zimmer mit Hafenblick. | Avda. Marítima 9 | Tel. 928859464 | Fax 928852260 | www.jmhoteles.com | €€
RoquemarAm großen Kreisel unterhalb der León y Castillo liegt dieses 16-Zimmer-Hotel - mit Hafenblick, allerdings nicht eben leise. Wer dem Insidertipp für Samstagnacht folgt, wird hier trotzdem gut nächtigen, denn am Sonntagmorgen schläft auch der Autoverkehr. | Avda. Marítima 1 | Tel. 928533646 | Fax 928533646 | hotelroquemar@hotmail.com | €
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Die Mitte
La Era del CorteDas Hotel mit seinem exquisiten kanarischen Ambiente war ein Pionier in Sachen ländlicher Tourismus. Es gibt nur elf Zimmer in einem umgebauten alten Herrenhaus, ideal für Gäste, die Ruhe suchen und Strandtrubel verabscheuen. Abseits gelegen, daher nur sinnvoll in Verbindung mit einem Leihwagen. Es gibt einen Tennisplatz, einen kleinen Pool und einen schönen Innenhof. | C. La Corte 1 (südl. der Stadt) | Tel. 928878705 | Fax 928878710 | €€
Barceló Club El CastilloDie weitläufige Anlage besteht aus 390 Apartments und Bungalows - alle mit Balkon oder Terrasse - und liegt unmittelbar am Strand, besitzt eine große Poollandschaft mit Meerwasser, die um den malerischen alten Festungsturm gruppiert ist, Süßwasserbecken (im Winter beheizt), eine Plaza mit Gaststätten, Geschäften, Bars, Cafés, einen Yachthafen, Tennisplätze und Animation. | Tel. 928163101 | Fax 928163042 | www.barcelo.com | €€
Barceló FuerteventuraKaribikflair und Meerblick aus 462 Zimmern, direkter Strandzugang, riesige Pools (einer beheizbar), Minigolf, Tennis, Sauna, Animation für Groß und Klein und allerlei Finessen mehr. | Tel. 928547517 | Fax 928547525 | www.barcelo.com | €€
Elba Palace GolfDie 61 teuersten Zimmer der Insel; edelstes kanarisches Ambiente. Im Hotel befindet sich der Zugang zum Golfplatz. | Am Westende des Golfplatzes südlich des Ortes | Tel. 928163922 | Fax 928163923 | www.hoteleselba.com | €€€
Tofio Bahía PlayaDas einzige große Ferienhotel des Ortes wurde 2007 fertig gestellt. Es liegt direkt am Strand. Von den 172 Zimmern sind 95 Juniorsuiten. Drei Pools, Animation. | Tel. 928161001 | Fax 928161028 | www.r2hotels.com | €€
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Der Süden
Bahía CalmaDie leuchtend weißen, klug gestalteten Bungalows (75 Wohneinheiten) dieser urbanización gruppieren sich um einen Pool; Strand, Supermarkt und ein Restaurant sind nah. Nachts wird man vom Rauschen der Palmen in den Schlaf gewiegt. | Tel. 928547158 | Fax 928547031 | €€
Bungalow-Hotel SolyventuraDie 18 Wohneinheiten dieser exklusiven Anlage unter deutscher Leitung verfügen über große, individuelle Terrassen, Seeblick sogar vom Bett aus und direkten Strandzugang. Wer nicht nach Trimmraum oder Disko fragt, vielmehr eine persönliche Atmosphäre sowie eine schöne, ruhige Lage mit freier Sicht bevorzugt, findet hier das Passende. | Tel. 928547165 nur über Sekretariat Solyventura in Solingen buchbar: Tel. 0212/6457711 | Fax 928547166, Fax 6457713 | www.solyventura.com | €€€
Costa Calma PalaceWahrlich ein Palast: Zu breit und hoch liegt er am Strand (direkter Zugang), doch die Gäste dieser Luxusherberge genießen die imposante, riesige Halle, die allerbeste Verpflegung, das reiche Wohlfühlangebot mit Meerwasserhallenbad und Thalassotherapie sowie den grandiosen Seeblick aus allen 417 Zimmern. Das Schönste: Man kann unter Palmen frühstücken. | Avda. Jahn Reisen | Tel. 928876010 | Fax 928876053 | www.sunrisebeachhotels.com | €€€
Maryvent54 Apartments direkt am Strand - mit Küche und meist auch mit Meerblick. | Unterhalb des Einkaufszentrums Bahía Calma II | Tel. 928547392 | Fax 928547092 | www.maryvent.de | €€
Playa EsmeraldaZu den Pluspunkten des komfortablen 333-Zimmer-Hauses zählen direkter Strandzugang, gute Küche, günstige Preise und ein Hallenbad für unfreundliche Tage. | Am Südende der Siedlung | Tel. 928875353 | Fax 928875350 | www.h10.es | €€
Risco del GatoDas kleine, aber feine Bungalowhotel (51 Wohneinheiten) galt bei der Eröffnung als architektonische Sensation. Hier wohnt man ausschließlich zu ebener Erde in Bungalows, deren schalenförmige Dächer die intimen Sonnenterrassen vor dem steten Nordostpassat und fremden Blicken schützen. Die Anlage verfügt über Schwimmbecken, Sauna, Tennisplatz, Caféteria und Restaurant. 36 neue Villen haben je einen Patio mit Pool. | Am Südrand des Ortes | Tel. 928547175 | Fax 928547030 | www.risco-del-gato.com | €€€
Meliá GorrionesDie Lage fern anderer Bauten oberhalb der Lagune der Playa Barca ist konkurrenzlos schön. Nach einem Totalumbau erglänzt das 418-Zimmer-Hotel zudem in neuer Pracht. Schon die Halle fasziniert durch ihre Ästhetik. Zum Haus gehören die Surfschule Egli und eine Tauchschule. Eine weitere Attraktion ist der große, schattige Garten mit drei Pools. Animation, Kinderbetreuung, ein Spa-Bereich und mehrere Bars runden das Angebot ab. | Tel. 928547025 | Fax 928547000 | www.solmelia.com | €€
Sotavento Beach ClubDie Anlage mit direktem Strandzugang zeichnet sich durch zurückhaltende Animation aus - bei großem Angebot. Nur manche der geräumigen 310 Apartments haben Meerblick, doch alle haben eigene Terrassen bzw. Balkone. Tauchschule. | Tel. 928547060 | Fax 928547009 | www.sotavento.de | €€€
Taro Beach Hotel/Monica Beach ClubHier ist richtig, wer Geselligkeit sucht. Die beiden terrassenförmigen Hotels liegen direkt am Strand, Zentrum ist jeweils ein großer Pool mit Bar. Fast alle Zimmer (Monica Beach 410, Taro Beach 293) haben Meerblick und eine eigene Sonnenterrasse. Ein von beiden Hotels gemeinsam betriebenes Sportcenter bietet Tennisunterricht und Minigolf. Die Animation (auch für Kinder) sorgt für Spaß und Unterhaltung. Die Gäste beider Häuser können die Einrichtungen des jeweils anderen mitbenutzen. | Monica Beach Tel. 928547075, Taro Beach Tel. 928547076 | Fax 928547318, Fax 928547098 | €€
Esquinzo/Monte del MarEinst Konkurrenten, sind die benachbarten Anlagen jetzt in einer Hand. Jede hat einen Pool. Hier wohnt man preisgünstig und strandnah. 150 Wohneinheiten | C. Escanfraga 2 | Tel. 928544085 | Fax 928544088 | esquinzo@montedelmar.e.telefonica.net | €€
Fuerteventura Princess/Club Jandía PrincessDie zwei clubähnlichen Vier-Sterne-Hotelanlagen bestehen jeweils aus einem großen Haupthaus, aus zweigeschossigen, locker im Garten verteilten Wohnbauten und einer Poollandschaft mit Restaurants und Barpavillons. Bei beiden besticht die kanarische Optik mit weißen Wänden und dunklem Holz. Besonders das Haupthaus des Fuerteventura Princess mit seiner riesigen Halle ist eine innenarchitektonische Offenbarung. Das Jandía Princess hat 528, das Fuerteventura Princess 715 klimatisierte Zimmer, jeweils mit Telefon und mit eigenem Balkon oder Terrasse, häufig mit Meerblick; dazu gibts Tennisplätze, eine Sauna, Animation und direkten Strandzugang. | Fuerteventura Princess: Tel. 928544136 | Fax 928544137, Jandía Princess: Tel. 928544089 | Fax 928544097 | www.princess-hotels.com | €€
Robinson Club Esquinzo PlayaDer neuere der zwei Robinson Clubs auf der Insel bietet Platz für 1000 Gäste und ist vor allem auf Familien zugeschnitten. Animation und Kinderbetreuung sind perfekt. Ein Teil der Anlage ist Ruhezone. Direkter Strandzugang. | Tel. 928168000 | Fax 928168400 | www.robinson.com | €€€ (Vollpension)
Übernachten in Morro JableIn Jandía Playa stehen vorwiegend große bis sehr große Herbergen. Wer überschaubare Unterkünfte mit persönlicher Atmosphäre vorzieht, sollte nach Morro Jable gehen.
Apartamentos Alberto20 Apartments mit Meerblick, einfache, aber ausreichende Ausstattung. | Avda. del Faro 4 | Morro Jable | Tel. 928545109 | Fax 928545127 | www.aptosalberto.com | € (ohne Verpflegung)
Aquamarin17 teils geräumige Zimmer mit Balkon oder Terrasse, Pool, ruhig gelegen. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. | Urbanización Stella Canaris 23-28 | neben Stella Dunas Resort, 2. Straße links | Tel. 928540324 | Fax 928540359 | www.aquamarin.com | €€
Atalaya de JandíaExquisit: Die Anlage schwebt gewissermaßen über dem Meer - ganz vorn auf dem Felsen im Westen von Morro Jable, oberhalb der Kirche. Die 20 geräumigen, gut ausgestatteten Apartments verfügen über einen Balkon, zur Anlage gehört ein kleiner Pool. | C. Altavista | Tel. 928540227 | Fax 928540238 | €€€
CasablancaKleine, deutsch geführte Anlage mit zwölf gut ausgestatteten Apartments bzw. Studios (mit Meerblick). Kleiner Swimming Pool. | Avda. del Faro 8 | am Hang oberhalb von Morro Jable | Tel. 928541744 | Fax 928540235 | €€
Club AldianaIn der großzügigen, parkähnlichen Anlage mit direktem Strandzugang wohnt man in einem Hoteltrakt oder in lose gruppierten Bungalows (361 Wohneinheiten, viele mit Meerblick), in denen auch ruhebedürftige Gäste Erholung finden. Kinder werden ebenfalls gut betreut. Außer dem üblichen Angebot an Gastronomie, Läden, Diskothek, Pool usw. gibt es eine Surf- und Segelschule, Tauchkurse, ein Fitnessstudio, Golftrainingsanlage, Fahrradverleih, Squash, Tennis und einiges mehr. Wohl keine Ferienanlage in Jandía bringt die Vorzüge der Insel so gut zur Geltung wie diese. Ruhe und sportliche Betätigung, Einsamkeit und Geselligkeit, Natur und Kultur stehen hier in optimalem Verhältnis. | Valle de Butihondo | am Ende der Autobahn | Tel. 928169870 | Fax 928541093 | www.aldiana.de | €€€ (Vollpension)
Faro JandiaEin Haus in beschwingten Formen und in zentraler Lage, daher eine gute Wahl für alle, die auch gern mal etwas außerhalb des Hotels unternehmen. Die 214 Zimmer (alle mit Loggia, viele mit Meerblick) sind klimatisiert. Zur Anlage gehören Pool, Sauna, Fitnessraum, Tennis, Minigolf. | Avda. del Saladar (Leuchtturmhöhe) | Tel. 928545035 | Fax 928545240 | www.farojandia.com | €€€
Riu CalypsoKomfortables Vier-Sterne-Hotel mit individuellen Terrassen (fast alle mit Meerblick) und direktem Strandzugang. Tennis, Pool, Fitness. 248 Zimmer (auch Nichtraucher). | Östlich von Morro Jable | Tel. 928540730 | Fax 928540370 | www.riu.com | €€€
Riu Palace JandíaVon der hohen Warte über dem Strand aus bieten die meisten der 209 geräumigen Zimmer beste Aussichten. Allerdings ist der Poolbereich etwas eng, und es gibt viele Stufen. Zum Strand schwebt man in einem Glaslift hinab. | Jandía Playa | Tel. 928540370 | Fax 928542352 | www.riu.com | €€€
Robinson Club Jandía PlayaDie palmenbestandene Anlage mit Pool und allem, was solch ein Club sonst noch bietet, liegt als einzige im flachen Vorland unmittelbar am Strand. Bei den Gästen überwiegen junge Paare und Singles - für Familien ist der Club in Esquinzo gedacht. Die meisten Gäste wohnen in einem (1998 renovierten) Sechzigerjahre-Hochhaus. Zum Sportangebot gehören Tennis, Tauchen und Windsurfen. | Jandía Playa | an der Hauptstraße | Tel. 928169100 | Fax 928169540 | www.robinson.com | €€€ (Vollpension)
Stella Dunas Jandía ResortSchon eine Stadt für sich ist diese größte Hotel-, Apartment- und Bungalowanlage der Insel (ex Stella Canaris), die sich von der Uferstraße fort in ein Seitental hinein und den Hang hinauf erstreckt. Die rund 1000 Wohneinheiten, alle mit Telefon, verteilen sich auf sehr verschiedene Gebäude. Der nahe Strand mit Zugang durch einen Tunnel unter der Hauptstraße, der riesige Palmengarten mit Zoo, mehrere Pools sowie spezielle Angebote für junge Gäste machen Stella Canaris zu einem Paradies für Familien mit Kindern. Entsprechend lebhaft geht es zu. Ferner gibt es Fußball, Tennis, Squash, eine Disko und vieles mehr. Auch wenn drei Aufzüge die größten Höhenunterschiede überwinden helfen, sollten alle, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, und Familien mit Kinderwagen die im Tal gelegenen Teile der Anlage vorziehen. | Jandía Playa | an der Hauptstraße | Tel. 928873399 | Fax 928873499 | www.hotelesdunas.com | €-€€
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Der Norden
Cueva del LlanoLange war sie nur Einheimischen bekannt, jetzt wurde sie begehbar gemacht: die 648 m lange, größte Lavahöhle der Insel. Sie entstand vor etwa einer Million Jahren, als ein Lavastrom außen erkaltete, sodass eine feste Hülle entstand, aus der das flüssige Innere herauslief. Man besichtigt sie mit Grubenlampen. Das 300 m weite Vordringen in völlige Finsternis (nur mit Führung) ist das Haupterlebnis, die Höhle bietet ansonsten wenig. Über die geologischen Details und eine blinde Spinnenart, die nur hier lebt, gibt eine kleine Ausstellung Auskunft. | Di-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | 11 km auf der FV 101 Richtung Villaverde, dann rechts (Schild)
LanzaroteDie wegen ihrer Naturwunder bekannte Insel kann man von Corralejo aus sehen. Mehrmals täglich verkehren von der großen Mole aus Fährschiffe. Die Überfahrt dauert mit der normalen Fähre 25, mit dem Großkatamaran 12 Minuten. Über die Reisebüros in der Hauptstraße können Sie auch geführte Ganztagsausflüge buchen. Ausführliche Hinweise finden Sie im Marco Polo Reiseführer „Lanzarote“.
LobosDas nur 6 km² große, autofreie Eiland nördlich der Stadt steht seit 1982 unter Naturschutz. Es ist ein schönes Ziel für einen (Halb-) Tagesausflug zum Wandern und Baden. Der volle Name „Isla de los Lobos“ bedeutet „Robbeninsel“, doch Robben gibt es hier schon lange nicht mehr.
La RositaEin privates Bauernmuseum mit lebendem Vieh und einem guten Laden, der u.a. Marmelade, Palmsirup und Literatur zu den Kanarischen Inseln führt. Interessant sind auch die historischen Fotos. | An der FV 1019,5 km nach Süden, auf der rechten Seite (Hinweisschild) | Mo-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 5,50 Euro
LajaresDen kleinen, 8 km vor El Cotillo gelegenen Weiler passiert jeder, der von Corralejo aus Richtung Cotillo über die Landstraße kommt. Bekannt ist der Ort durch die Stickereischule von Natividad Hernández López und das Kunsthandwerksgeschäft Artesanía Lajares (in Richtung Corralejo rechter Hand gelegen). Dort werden nicht nur die berühmten Stickereien, sondern auch traditionelle Töpferwaren und anderes Kunsthandwerk der Insel verkauft. Besucher können auch das Entstehen der Durchbruchstickereien verfolgen.
Punta de TostónVon Cotillo führt eine Stichstraße an den weißsandigen Badebuchten (und großen, aber stillgelegten Baustellen) der Playas de los Lagos vorbei zum 4 km entfernten Nordwestkap mit seinen Leuchttürmen aus drei Generationen. Über eine Piste kann man weiter nach Corralejo fahren. In den Sommermonaten breiten sich hier spanische Camper aus.
TindayaDie von La Oliva nach Südwesten führende Hauptstraße passiert nach etwa 5 km den rechter Hand liegenden Berg Tindaya. Der knapp 400 m hohe Vulkanrest, der aus dem marmorartigen Ergussgestein Trachyt besteht, ist durch Eisenoxide rot gefärbt. Die Altkanarier verehrten den Berg als heilig und hinterließen auf ihm über einhundert schematisierte Ritzzeichnungen von Füßen, die in Bezug stehen zur Position der Sonne zur Winter- und zur Sommersonnenwende sowie zu bestimmten Positionen von Mond und Venus. Der Berggipfel scheint mithin als Observatorium sowie als Zentrum eines Sonnenkultes gedient zu haben. Der Berg wurde daher 1994 zum Naturdenkmal erklärt. Obwohl seine historische Bedeutung schon vorher bekannt war, begann eine Firma 1991, ihn als Steinbruch zu nutzen. Die Arbeiten wurden später zwar eingestellt, die an der Flanke gerissene Wunde zeugt aber weiterhin vom hiesigen politischen Filz, dem der Schutz von Natur und Geschichte ziemlich gleichgültig ist, sobald sich aus einer Sache irgendwelche Einnahmen schlagen lassen.
Casillas del ÁngelDie weiße Kirche Santa Ana (spätes 18. Jh.), deren Eingangsfront aus schwarzem Lavagestein besteht, wird von einem durchbrochenen Giebel gekrönt, der als Glockenturm fungiert. Der ornamentbeladene Altar zählt zu den künstlerisch bedeutendsten der Insel. Ein Ölbild stellt das Jüngste Gericht dar. Schöne Kassettendecke im Mudéjarstil (Schlüssel zur Kirche im Haus Nr. 20 A gegenüber vom Portal).
TetirVon Puerto del Rosario aus kommt man auf der alten Hauptstraße Richtung Corralejo zunächst an dem alten Inselflughafen Los Estancos vorbei, dessen Rollfeld quer über die Straße führte und die deshalb bei jedem Start und jeder Landung gesperrt werden musste. Auf der linken Seite sind noch zwei Flughafengebäude erhalten. Das Kirchdorf Tetir, einst Muttergemeinde von Puerto del Rosario, ist Mittelpunkt eines fruchtbaren Tales. Auf dem Platz vor der Kirche erinnert ein Standbild an den Gründer der Banco de Canarias, einen Sohn des Ortes. Lohnend ist ein Abstecher auf den 511 m hohen Berg Temejereque nördlich von Tetir. Von der dortigen Sendestation genießt man bei klarer Sicht einen hervorragenden Blick über weite Teile der Insel. Die Zufahrtstraße zweigt ca. 1,5 km nordwestlich von Tetir ab (dem Schild „Tamariche“ folgen, dann geradeaus).
Ziele in der Umgebung
Die Mitte
Aloe-vera-Plantage „Savimax“Hier können Sie die seit alters beliebte Heilpflanze aus der Nähe sehen und die daraus gewonnenen Produkte ab Fabrik kaufen. | Westlich der FV 50 am Kreisverkehr bei km 5, Zufahrt zur Fabrik Richtung Valles de Ortega bis Abzweig links zurück
Pozo Negro und altkanarisches Ruinenfeld von AtalayitaWer von der FV 2 auf die Stichstraße nach Pozo Negro einbiegt, gelangt nach 3 km an eine rechts abzweigende, neue Piste. Sie führt quer durch den schwarzen Lavastrom, der die Straße bis zur Küste begleitet, zur bedeutendsten Ruinenstätte aus altkanarischer, also vorspanischer Zeit . Ausgrabungen haben links vom Ende der Piste eine große Zahl igluartiger, meist kleiner, unscheinbarer, aus Lavabrocken geschichteter Bauten zu Tage gefördert; manche wurden restauriert. Es handelt sich um eine Hirtensiedlung, wobei ein Teil der Lavaiglus wohl nicht als Wohn-, sondern als Vorratsraum und zum Trocknen von Fleisch gedient haben könnte. Vom 15. Jh. an kamen im Grundriss rechteckige, größere Bauten und Viehpferche hinzu. Ein kleiner Museumsbau gegenüber dem Eingang informiert über die Ausgrabungen (Prospekt auch auf Deutsch). Der Lavastrom, auf dem die Ziegen der Altkanarier ausreichend Futter fanden, entstand als Ausfluss des Lavafeldes Malpaís Grande bei einer der jüngsten Vulkanismusphasen vor etwa zehntausend Jahren. Vom Gipfel des östlich der Iglusiedlung aufragenden Hügels überblicken Sie das gesamte Terrain.
Tegú, Mirador Morro VelosaVon der Passhöhe nördlich der Stadt aus (Haltemöglichkeit) bietet sich ein schöner Blick auf die alte Hauptstadt, vor allem aber in die Weite des Inselnordens. Noch besser ist der Blick vom oberhalb gelegenen Mirador Morro Velosa (mit Tagungsstätte und Café | Di-Sa 10-18 Uhr).
Vega de Río de las Palmas, Stausee und Barranco de las PeñitasEtwa 6 km südlich von Betancuria gelangt man zu der wohl schönsten Palmenoase der Insel. Die bäuerliche Siedlung wird auch kurz Vega de Río Palma genannt. Heute werden auf den kleinen Äckern nur noch Kartoffeln und etwas Gemüse angebaut. Die Dorfkirche linker Hand (17. Jh. | Di-So 10.30-13, 16-18.30 Uhr) birgt das größte Heiligtum der Insel: eine 23 cm kleine Alabasterfigur der Maria mit dem Kinde, der „Virgen de la Peña“, die als älteste Marienfigur auf der Insel wahrscheinlich von dem Eroberer Béthencourt Anfang des 15. Jhs. aus Frankreich mitgebracht wurde. Als Schutzheilige der Insel ist die Jungfrau im September Ziel der größten Inselwallfahrt. Am Kirchplatz bietet das deutsch geführte Restaurant Don Antonio mit seinem schönen Innenhof Stärkung für Leib und Seele (So, Mi/Do 11-17, Fr/Sa 11-22 Uhr | Tel. 928878757 | €€€).
ZiegenfarmVom Parkplatz der „Finca de Pepe“ gehts durch den Stall zur Käserei (mit Vorführung und Verkauf). | Von der FV 30 gegenüber der Klosterruine 1,6 km bergauf
Salinas del Carmen und Puerto de la Torre3 km südlich von Caleta de Fustes gelangen Sie linksab zu den Salzgärten Salinas del Carmen. Sie sind das Kernstück des Salzmuseums; von der Landstraße fährt man gerade auf den Eingang mit dem Besucherzentrum zu. Blickfang am Wasser ist ein Walfischskelett (Di-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro). Unten im Dörfchen hat sich Los Caracolitos einen Namen als bestes Fischlokal der Gegend gemacht. (So geschl. | Tel. 928174242 | €). 1,5 km weiter südlich liegt das tief eingeschnittene, palmenbestandene Tal des Barranco de la Torre mit der Ruine einer alten Kalkbrennerei.
Las Playitas4 km östlich von Gran Tarajal liegt der kleine Fischerort Las Playitas in malerischer Lage an einem Hügel überm Meer. Schon der Name, „die Strändchen“, deutet darauf hin, dass alles hier etwas kleiner ausfällt. Besonders schön ist es nachmittags an der Mole, wenn die Fischer ihren Fang anlanden. Gespeist wird ebenda im La Rampa de Tío Enrique, das unter neuer Bewirtung wieder attraktive Gerichte und gute spanische Tropfen auf den Tisch bringt (Di geschl. | €€).
Punta de la EntalladaKurz vor Las Playitas zweigt nach Osten eine Asphaltstraße ab. Sie führt zum Südostkap von Fuerteventura, der Punta de la Entallada, auf deren höchstem Punkt ein fotogener Leuchtturm steht
Ajuy/Puerto de la PeñaDas Fischerdorf mit den zwei Namen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Erst seit 1986 gibt es hier Strom und Wasser. Wer leibliche Stärkung sucht, wird meist Jaula de Oro (€€), den „Goldkäfig“, ansteuern. Dessen erstklassige Lage direkt am Strand schlägt sich jedoch auch in den Preisen und im Service nieder. Als preisgünstige Alternative bietet die Casa Pepin (€) weiter oben am Hang ebenfalls Meerblick von der Terrasse aus.
Oasis ParkAnfang der Neunziger noch ein kümmerlicher Zoo, ist dies inzwischen nach den Stränden die wohl größte Attraktion der Insel. Hier kann man sich einen ganzen Tag vergnügen, und wer ein Jahr später wiederkommt, wird erneut staunen, was es alles gibt - zumal immer noch erweitert wird und Neues entsteht. Die Keimzelle, der Tiergarten, ist zugleich ein weitläufiger, schattiger Park mit hohen Bäumen und blühenden Sträuchern. Hauptziele sind die witzige Papageienshow und drei Freilufttheater, je eins für Reptilien, Greifvögel und genial dressierte Seelöwen. Innerhalb des Geländes verkehrt ein offener Bus zu dem 16 ha großen Kaktusgarten mit über 2000 Pflanzenarten und dem Greifvogeltheater. Mehrere Gartenlokale, eine Pflanzenhandlung sowie ein gut sortierter Laden für Heim- und Gartenbedarf runden das Angebot ab - nicht zu vergessen die beliebten Kamelsafaris! | Zeiten und Preise siehe „Mit Kindern reisen“ | an der FV 2 bei La Lajita
MühlenmuseumIn Tiscamanita, von Tuineje auf der FV204km nach Norden, können Sie sich das Mühlenmuseum (Centro de Interpretación de los Molinos) ansehen. In einer restaurierten Windmühle und den dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden gewährt eine schön präsentierte Sammlung Einblick in die auf Fuerteventura traditionsreiche Geschichte des Müllerhandwerks und des Mühlenbaus. Als Gratisgabe erhält jeder Besucher eine Probe Gofio. | Di-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 1,80 Euro | am nördlichen Ortsausgang links zurück
Ziele in der Umgebung
Der Süden
La ParedBei Costa Calma bildet der wüstenartige Istmo de la Pared („Landenge der Mauer“) die schmalste Stelle der Insel. Die besagte Mauer soll einer Theorie zufolge quer über den Isthmus hinweg zwei Königreiche der Altkanarier getrennt haben, doch hierfür gibt es keinen Beweis. Nur unscheinbare Reste sind von ihr erhalten. Nördlich von Costa Calma führt eine Straße hinüber an die Westküste zur Ortschaft La Pared. Diese noch etwas öde wirkende Streusiedlung mit einer drolligen Prachtstraße, an der kein einziges Haus steht, ist in den Anfängen der touristischen Entwicklung stecken geblieben. Gäste aus anderen Inselorten kommen aber zum Essen und Sporttreiben hierher. Das Restaurant El Camello gefällt mit einer paradiesisch schönen Seitenterrasse und einem Garten. Die interessante Karte vereint kanarische und internationale Gerichte. Oft speist man vorzüglich, aber zuweilen haben Küche und Bedienung schlechte Tage (Mo geschl. | am ersten Kreisel in La Pared rechts | Tel. 928549090 | €€).
Playa BarcaDieser mittlere Abschnitt der Sandstrände, an deren Nordende die Costa Calma liegt, ist der schönste Teil der Playas de Sotavento. Hier hat sich hinter einer kaum 20 m schmalen, doch 4 km langen Nehrung eine bis über 500 m breite Lagune ausgebildet. Sie ist leicht zu durchwaten und fällt bei Ebbe weitgehend trocken. (Die Nehrung wird manchmal überflutet; passen Sie auf, dass Ihre Sachen nicht wegschwimmen!) Einzige größere Baulichkeit ist das Hotel Meliá Gorriones. Die Playa Barca gilt als eines der besten Windsurfreviere der Welt. Jedes Jahr im Juli finden hier Weltmeisterschaften statt.
Dünen bei Risco del PasoBei Risco del Paso (Abzweigung von der Landstraße auf eine asphaltierte Piste bei km 71,8) endet die Lagune der Playa Barca. Die Attraktion dieses Strandabschnittes - des schönsten auf der ganzen Insel - sind zwei kleine Sanddünen, begrünte Sandhügelchen und lauschige Mulden (viel FKK). Das Meer vor Risco del Paso ist ein beliebtes Surfrevier. Ein paar kleine Anlagen ermöglichen es, in dieser optimalen Lage zu wohnen - ohne Telefon, z.B. in der unter deutscher Leitung stehenden Villa Christina (www.villa-christina.eu). Unterhalb davon unterhält René Egli eine Surfstation, zudem gibt es eine beliebte Strandbar.
Jeepfahrt zum Westkap und nach CofeteDer schönste Ausflug, den man im Südteil Fuerteventuras machen kann, führt zur Westspitze der Insel, der Punta de Jandía, und hinüber zur fast menschenleeren Nordwestküste von Jandía. Zwar genügt dafür eigentlich ein normaler Pkw, doch ein, zwei Abstecher erfordern einen Geländewagen, mit dem das Ganze auch mehr Spaß macht.
Mit Kindern reisen
Mit Kindern reisen
Der Norden
Bootsausflüge und OceanariumDie Unterwasserfenster des Motorkatamarans „Celia Cruz“ bieten auf Törns ab Corralejo Einblicke in die Unterwasserwelt. Während der Fahrt ist zwar nicht viel zu erkennen, wenn das Boot dann aber still liegt und die Fische gefüttert werden, wirds richtig schön (ab 16 Euro | Kinder 8 Euro).
Freilichtmuseum La AlcogidaDas „Ökomuseum“ in Tefía ist das größte Freilichtmuseum der Insel. Es besteht aus sieben restaurierten Bauernhöfen. Historisch eingerichtete Wohnräume zeigen, wie ein Haushalt vor etwa hundert Jahren aussah. In einem Kinosaal laufen Filme, die alte Bäuerinnen und Bauern u.a. beim Brotbacken und Färben zeigen. In einem anderen Hof wurden Werkstätten originalgetreu eingerichtet. Kindern macht die Casa Señor Teodosio am meisten Spaß, wo es eine Gofiomühle gibt, die von Zugtieren oder von menschlicher Muskelkraft betrieben wird. Versuchen Sie mal, den Göpel einen vollen Kreis herumzubewegen - danach können Sie ermessen, wie viel Arbeit das Erzeugen von Nahrungsmitteln machte. Sehr informativ ist die schöne Audioführung (audioguía | 3 Euro). Parkplatz und Kasse liegen westlich der Straße. | Di-Sa 10-18 Uhr | am südlichen Ortsende | Eintritt 4,20 Euro
Reptilarium GeckoNur eine kleine Schau ist es, und für kleine Kinder sind die Terrarien etwas zu hoch, aber die größeren können beim Suchspiel mitmachen: Wo sitzt die Echse? Viele sind nämlich gut getarnt. Zwei Dutzend Arten sind zu sehen, u.a. auch Schlangen, Spinnen und Schildkröten. | Tgl. 11-22 Uhr | Eintritt 5 Euro | Corralejo | CC Plaza | neben dem Rock Café an der Hauptstraße
Mit Kindern reisen
Die Mitte
Gokartbahn Ocios del SurEs gibt drei Rundkurse von 125, 500 und 1500 m Länge, dazu für die Erholungspause eine Cafeteria. | Tgl. 10 bis 19, im Sommer 10-20 Uhr | 10 Min. 15 Euro, Jugendliche 10 Euro, Kinder 7 Euro | Zufahrt über die von Süden nach Cardón führende FV 618 (Wegweiser „Karting“ nach links)
Oasis ParkSchimpansen, Otter, Kängurus, ein Nilpferd, Strauße, Marabus, Flamingos, Giraffen und andere Tiere mehr machen nur einen Teil der Attraktionen dieser großartigen Anlage aus. Keinesfalls darf man die zum Teil possenreich inszenierten Shows mit Reptilien, Papageien, Seelöwen und Greifvögeln versäumen. Kinderspielplatz und ein Kinderbauernhof. | Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 18 Euro, Kinder 9 Euro | an der FV 2 bei La Lajita
Wanderung von Ajuy zur Caleta NegraFür ältere Kinder (ab ca. 8 Jahre) eignet sich die kleine Wanderung zu den „Piratenhöhlen“ (siehe „Die Mitte“ unter Pájara).
Insider-Tipp
Mama Rumba
Samstagnacht im Latinofieber: Abtanzen bei Mama Rumba in der Inselhauptstadt Puerto del Rosario
Ausgehen an der Costa Calma
Der Göttliche: Das nämlich bedeutet der Name der Bar-Lounge Divino in Costa Calma - und ganz verkehrt ist er nicht
Casa Santa María
Kanarisch-kulinarisch: gehts zu in der Casa Santa María an geschichtsträchtigem Ort
Marabú
Schnabel vorn: Den hat das Marabú unter den guten Speiselokalen im Süden der Halbinsel Jandía
Freizeitangebote
Frischluftsofa mit 90 km/h: Und Sie drauf, vor Ihnen der Trike-Chauffeur. Das bietet Cool Runnings in Caleta de Fuste
Parque Escultórico
Freiluftkunst: Der Skulpturenpark von Puerto del Rosario erstreckt sich über die ganze Stadt
La Era del Corte
Herrenhaus für Genießer: Mit kanarischem Ambiente, viel Ruhe und Stil und lockt das Hotel La Era del Corte in Antigua
Lajares
Erst schlemmen, dann schlafen: Zu dieser Kombination verführt El Patio de Lajares mit edlem französischem Rotwein
La Pared
Wilder Westen: Und zwar zu Pferde: Die schönsten Westküstenerlebnisse bietet der Reitstall Rancho bei La Pared
Oasis Park
Durchs wilde Kurdistan: gehts beim Kamelritt zwar nicht, aber die Schaukelei auf den Rücken der Dromedare macht Laune
Gran Tarajal
Urlaub im Urlaub: Balsam für die Seele - Beschaulichkeit an der Strandpromenade von Gran Tarajal
Top Highlights
Centro de Arte Canario
Die Casa Mané und zwei unterirdische Ausstellungsgänge formen ein ungewöhnliches Forum anspruchsvoller kanarischer Gegenwartskunst. Den Hof dieses Kunstzentrums schmücken Skulpturen, von denen einige die alte Sage vom Riesen Mahón nachstellen. Zwei große Mobiles stellen den Riesen und sein abgetrenntes Glied dar. | Mo-Sa 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | gegenüber der Casa de Los Coroneles
Pfarrkirche
Das Hauptschiff der Iglesia Nuestra Señora de Regla wurde vom 17. bis Anfang des 18. Jhs. errichtet. Bekannt geworden ist die Kirche durch das schöne Portal im Stil des mexikanischen Barock mit aztekischen Elementen. Neben geometrischen Sonnenmustern erkennt man darauf Schlangen, Panther, Vögel. Lange wurde gerätselt, ob und wie ein solches steinernes Tor aus dem fernen Mexiko in dieses zu jener Zeit weltabgeschiedene Dorf gelangt sein könnte. Heute weiß man, dass der unbekannte Steinmetz seine Motive aus einem italienischen Vorlagenbuch übernommen hat und weder die Steine noch gar das ganze Portal aus Mexiko stammen. Das dunkle Innere der zweischiffigen Hallenkirche ist mit einer schönen Holzdecke im Mudéjar-Stil versehen, der im Spanien des 14./15. Jhs. aus der Verschmelzung maurischer und gotischer Formen entstand und auf der Insel noch lange gepflegt wurde. Die schönen Barockaltäre wurden 1785 fertig gestellt. Scheint nachmittags die Sonne, wirken sie wie von Scheinwerfern angestrahlt - dank hoch oben eingebauter, vom Kirchenraum aus nicht sichtbarer kleiner Fenster. Ein Automat rechts hinterm Eingang lässt für 1 Euro auch echte Scheinwerfer leuchten. | Tgl. 10-14.30, So bis 16.30 Uhr
Vega de Río de las Palmas, Stausee und Barranco de las Peñitas
Etwa 6 km südlich von Betancuria gelangt man zu der wohl schönsten Palmenoase der Insel. Die bäuerliche Siedlung wird auch kurz Vega de Río Palma genannt. Heute werden auf den kleinen Äckern nur noch Kartoffeln und etwas Gemüse angebaut. Die Dorfkirche linker Hand (17. Jh. | Di-So 10.30-13, 16-18.30 Uhr) birgt das größte Heiligtum der Insel: eine 23 cm kleine Alabasterfigur der Maria mit dem Kinde, der „Virgen de la Peña“, die als älteste Marienfigur auf der Insel wahrscheinlich von dem Eroberer Béthencourt Anfang des 15. Jhs. aus Frankreich mitgebracht wurde. Als Schutzheilige der Insel ist die Jungfrau im September Ziel der größten Inselwallfahrt. Am Kirchplatz bietet das deutsch geführte Restaurant Don Antonio mit seinem schönen Innenhof Stärkung für Leib und Seele (So, Mi/Do 11-17, Fr/Sa 11-22 Uhr | Tel. 928878757 | €€€).
Oasis Park
Anfang der Neunziger noch ein kümmerlicher Zoo, ist dies inzwischen nach den Stränden die wohl größte Attraktion der Insel. Hier kann man sich einen ganzen Tag vergnügen, und wer ein Jahr später wiederkommt, wird erneut staunen, was es alles gibt - zumal immer noch erweitert wird und Neues entsteht. Die Keimzelle, der Tiergarten, ist zugleich ein weitläufiger, schattiger Park mit hohen Bäumen und blühenden Sträuchern. Hauptziele sind die witzige Papageienshow und drei Freilufttheater, je eins für Reptilien, Greifvögel und genial dressierte Seelöwen. Innerhalb des Geländes verkehrt ein offener Bus zu dem 16 ha großen Kaktusgarten mit über 2000 Pflanzenarten und dem Greifvogeltheater. Mehrere Gartenlokale, eine Pflanzenhandlung sowie ein gut sortierter Laden für Heim- und Gartenbedarf runden das Angebot ab - nicht zu vergessen die beliebten Kamelsafaris! | Zeiten und Preise siehe „Mit Kindern reisen“ | an der FV 2 bei La Lajita
Playa Barca
Dieser mittlere Abschnitt der Sandstrände, an deren Nordende die Costa Calma liegt, ist der schönste Teil der Playas de Sotavento. Hier hat sich hinter einer kaum 20 m schmalen, doch 4 km langen Nehrung eine bis über 500 m breite Lagune ausgebildet. Sie ist leicht zu durchwaten und fällt bei Ebbe weitgehend trocken. (Die Nehrung wird manchmal überflutet; passen Sie auf, dass Ihre Sachen nicht wegschwimmen!) Einzige größere Baulichkeit ist das Hotel Meliá Gorriones. Die Playa Barca gilt als eines der besten Windsurfreviere der Welt. Jedes Jahr im Juli finden hier Weltmeisterschaften statt.
Dünen bei Risco del Paso
Bei Risco del Paso (Abzweigung von der Landstraße auf eine asphaltierte Piste bei km 71,8) endet die Lagune der Playa Barca. Die Attraktion dieses Strandabschnittes - des schönsten auf der ganzen Insel - sind zwei kleine Sanddünen, begrünte Sandhügelchen und lauschige Mulden (viel FKK). Das Meer vor Risco del Paso ist ein beliebtes Surfrevier. Ein paar kleine Anlagen ermöglichen es, in dieser optimalen Lage zu wohnen - ohne Telefon, z.B. in der unter deutscher Leitung stehenden Villa Christina (www.villa-christina.eu). Unterhalb davon unterhält René Egli eine Surfstation, zudem gibt es eine beliebte Strandbar.
Jeepfahrt zum Westkap und nach Cofete
Der schönste Ausflug, den man im Südteil Fuerteventuras machen kann, führt zur Westspitze der Insel, der Punta de Jandía, und hinüber zur fast menschenleeren Nordwestküste von Jandía. Zwar genügt dafür eigentlich ein normaler Pkw, doch ein, zwei Abstecher erfordern einen Geländewagen, mit dem das Ganze auch mehr Spaß macht.
Corralejo
Antigua
Betancuria
Auftakt
Was für eine Insel!
Sonne, Sand und Meer haben die zweitgrößte Insel der Kanaren berühmt gemacht. Die endlosen Strände des Südens und die weißen Dünen des Nordens, vom milden Passat geformt, bringen vor allem Sonnenanbeter und Wasserratten ins Schwärmen. Aber viele lieben auch die weithin menschenleere Landschaft, die gerade durch ihre Kargheit fasziniert - mit sanft gerundeten Kuppen, Vulkankegeln und schwarzen Lavafeldern. Die kleinen, alten Inselorte bieten geruhsame Ausflugsziele. Fuerteventura ist nichts für Stadtbummler und Kultururlauber. Umso mehr bietet es Gästen jedes Alters Ruhe und sportliche Erholung.
Eine Wüste ist dieser erhabene und geliebte, weltabgeschiedene Erdenfleck Fuerteventura - eine der Inseln, die man einst die Glückseligen nannte … ein nacktes, skeletthaftes, karges Land aus nichts als Knochen, ein Land, das eine ermüdete Seele zu stählen vermag." Der dies schrieb, der Dichter Miguel de Unamuno, rühmte Fuerteventura 1924 nicht als erholungsbedürftiger Urlauber, sondern als politisch Verfolgter, verbannt in die ärmste Wildnis, die es in Spanien gab. „Oase in der Wüste der Zivilisation“ nannte er sein Zwangsasyl an anderer Stelle trotzig, und all die Sonnenhungrigen und Surfbegeisterten, die heute freiwillig hergeflogen kommen, schätzen ebendies an Fuerteventura: die Urwüchsigkeit, die auf Sand, Stein und Strauchwerk reduzierte Landschaft inmitten des Ozeans, die herbe Symphonie aus fast weißem Strand, blauem Himmel, blaugrünem Meer, braungelber Steppe und grauschwarzem Geröll.
Nichts ist hier von der üppigen Vegetation La Palmas oder der landschaftlichen Vielfalt Teneriffas zu erahnen, nichts vom quirligen Stadtleben auf Gran Canaria. Bis heute ist Fuerteventura mit nur 50 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dünnsten besiedelte aller Kanarischen Inseln, und der Hauptort Puerto del Rosario eine Kleinstadt von gerade einmal 25000 Seelen.
Eines freilich ist anders geworden als zu Unamunos Zeiten: Die Zivilisation hat Einzug gehalten. Als künstliche Oasen liegen sie da, die Feriensiedlungen aus Bungalows oder die terrassenförmig an die Hänge geschmiegten Hotels, umgrünt mit üppigen Pflanzen, die ohne künstliche Bewässerung rasch verdorrt wären, ausgestattet mit Duschen und Diskotheken, Bars und Boutiquen. Nichts ist wie daheim, man braucht nur auf den Balkon zu treten. Nur Sand, Himmel und Meer sind zu sehen, und zu hören ist nichts als das Geräusch des ewigen Windes.
Gewiss sorgt die Hotelanimation heute für jede Menge Kurzweil, doch ist die Insel gerade auch deswegen beliebt, weil sie das ideale Kontrastprogramm gegen jede Reizüberflutung bietet. Hier gefährdet kein Besichtigungsstress die Erholung. Es gibt weder antike Gemäuer noch berühmte Museen. Dennoch sollten Sie auf einer Rundfahrt oder besser auf einer geführten Wanderung auch einmal die verborgenen Attraktionen der Insel aufspüren - ob Schluchten, Lavafelder oder Dorfkirchen -, die Ihnen den „Geist“ der Insel nahe bringen. Oder eine Siesta in einem kleinen Fischerort oder einem Bergdorf halten. Denn in den älteren Ortschaften herrscht vor allem eines: Ruhe. Da sitzt man auf einer Bank vor der Dorfkirche unter schattigem Blätterdach, sieht einem Hibiskus beim Blühen zu, die Sonne malt helle Flecken aufs Pflaster, und die Zeit steht still. Man mag sich in die herrlichen Wanderdünen von Corralejo legen und sehen, wie der Wind die Sandkörner vor sich her bläst, oder zuschauen, wenn bei sinkender Sonne die Landschaft ihre Farben aufleuchten lässt: rostrote Hänge mit blassgrünen Streifen, graugrüne Flechten auf schwarzen Lavabrocken. Die Schatten wandern; fast nichts geschieht, und doch hat man etwas Großartiges erlebt.
Die Glücklichsten sind wohl die Wassersportler. Mit stabiler Wetterlage und Spots für alle Schwierigkeitsgrade locken die Strände ein buntes Surferpublikum an; wenn Wettkämpfe angesagt sind, reisen sie aus aller Welt an. Da kaum einmal Regen, Sturm oder eine Flaute in die Quere kommen, lernen auch Anfänger schnell. Und sollte einer doch am Brett verzweifeln, kann er Katamaran segeln oder beim Hochseeangeln sein Glück versuchen.
Dass die Qualitäten Fuerteventuras eher im Verborgenen liegen, weiß niemand besser als die Fischer und die Taucher. Die Speisekarten in den alten Fischerorten geben einen Eindruck von der mannigfaltigen Tierwelt rund um die Insel. Dass für die Männer, die mit ihren kleinen Booten täglich hinausfahren, der Broterwerb auch ein Kampf mit der Kreatur sein kann, erlebt keiner so unmittelbar wie ein Hochseeangler, bei dem ein Blauhai oder gar ein blauer Marlin angebissen hat. Am meisten aber haben diejenigen zu bestaunen, die in einem der vielen Tauchreviere entlang den Küsten die phantastische Unterwasserwelt persönlich in Augenschein nehmen. Jede Tauchschule hat ihre speziellen Plätze. Mal sind es bizarre, im Meer erkaltete Lavaströme, mal weißer Sand, mal langsam zerfallende Schiffswracks, an denen sich alles an Fischen und anderem Seegetier tummelt, was in Küstennähe nur vorkommt.
Die Landschaft variiert nur wenige Themen: zu Kuppen geschliffene Vulkankegel, Kerbtäler, ein paar Palmenoasen, eine Handvoll kleiner Bergorte, kaum so viele Fischerdörfer, ab und zu Windräder oder eine Windmühle. Variantenreich und schön aber sind die Küsten. Da gibt es die kilometerlangen, hellen, feinsandigen Strände der Halbinsel Jandía, den fast weißen Dünenstrand bei Corralejo, die dunkelkiesigen, fast schwarzen kleinen Buchten vor den Fischerorten im Süden Maxoratas, des Inselhauptkörpers, und im Westen wild umtoste Klippen mit engen Einschnitten hier und da und Sand schwarz, gold und gelb. Auch die Brandung ist sehr unterschiedlich: An einem Strand können selbst kleine Kinder gefahrlos baden, am zweiten muss mit den Wogen gekämpft werden, am dritten reißt das Meer jeden fort, der sich hineinwagt.
Bildungsreisende werden mit Fuerteventura vermutlich nicht sehr glücklich werden. Von Interesse allerdings ist die ländlich-bäuerliche Lebensweise der früheren - und teils noch der heutigen - Insulaner. Wie erfindungsreich sie z.B. bei der Wassergewinnung, -bewirtschaftung und -aufbereitung sein mussten, ist eine faszinierende Geschichte. Auch sonst war es nicht leicht, sich auf dieser zwar fruchtbaren, doch eher lebensfeindlichen Insel zu behaupten. Seit auf der Insel auch der ländliche Tourismus gefördert wird, ist eine Reihe von gut gemachten Heimatmuseen entstanden. In der Kirche von Betancuria blieben sogar Zeugnisse aus dem frühen 15. Jh. erhalten, als die von den geheimnisvollen Altkanariern bewohnte Insel für die kastilische Krone erobert wurde.
Eine Geschichtsschreibung, die diesen Namen verdient, gibt es erst seit etwa 1600, als man begann, die regelmäßigen Sitzungen der Inselregierung zu protokollieren. Daraus lässt sich entnehmen, dass Einwanderer aus Südspanien und Frankreich neue Ackerbaumethoden und die Viehzucht nach Fuerteventura mitbrachten. Esel und Kamele wurden als Lasttiere und als „Antrieb“ für Brunnengöpel eingesetzt. Das Sagen hatten die señores; den einfachen Insulanern, den majoreros, erging es über Jahrhunderte mehr schlecht als recht. Nur 6000 bis 8000 Einwohner dürfte es damals gegeben haben. Blieb der Regen längere Zeit aus, oder fielen Heuschrecken aus der Sahara ein, waren Hungersnöte unvermeidlich. Hilfe von außen gab es nur für die señores und das Militär, dessen einstige Kommandozentrale, die Casa de los Coroneles in La Oliva, heute der bedeutendste historische Profanbau der Insel ist.
Wer alles gesehen und die Surf- und Tauchabenteuer überstanden hat, dem macht die Insel mit etwas Glück noch ein Überraschungsgeschenk: eine Fiesta. In dem Punkt ist die Insel echtes Spanien. Da spielen dann nachts die Bands auf dem Dorfplatz zum Tanz auf, an Buden werden Imbisse verkauft, Alt und Jung ist auf den Beinen, eine Prozession schreitet einher, geschmückte Fischerboote reihen sich zu einem farbenfrohen Umzug auf dem Wasser.
Der letzte Abend rückt heran. Wie Abschied nehmen? Noch einmal eine Beach-Party feiern? Eine Paella mit frischen Meeresfrüchten im Hotelrestaurant genießen? Ein Umtrunk mit Sangria an der Poolbar veranstalten? Vielleicht fahren Sie aber doch lieber noch einmal in ein verschlafenes Fischerdorf, wo Sie am Strand auf der Terrasse eines kleinen Bar-Restaurante einen herrlich frischen Fisch verspeisen und einen herben Landwein trinken, wo Sie noch einmal die Brandung rauschen hören und Ihnen der Passat die Haare zaust …
Ab 3. Jahrtausend v. Chr.Besiedelung der Kanaren in mindestens zwei Wellen
1./2. Jh. n. Chr.Erste schriftliche Erwähnung der Kanaren bei Plinius d.Ä.
1403-05Der Normanne Jean de Béthencourt erobert Fuerteventura für die spanische Krone und gründet Betancuria
Ab Ende 15. Jh.Die spanische Krone belehnt Adlige und Geistliche, die als señores über die Einheimischen herrschen; Einwanderung von normannischen und spanischen Siedlern; Assimilation der Ureinwohner (majoreros)
17./18. Jh.Wiederholt überfallen Freibeuter die Küstenorte
1730-36Viele Bewohner von Lanzarote fliehen vor Vulkanausbrüchen auf die Nachbarinsel Fuerteventura
1740Die Bürger von Tuineje schlagen englische Piraten in die Flucht (Schlacht von Tamacite)
1837Die Lehnsherrschaft, das Señorio-System, wird abgeschafft
1852Die Kanaren werden zur Freihandelszone erklärt; ökonomischer Aufschwung in Fuerteventura u.a. durch den Export von Farbstoff, Soda und Kalk
1912Den Inseln wird eine Selbstverwaltung zugestanden
1927Fuerteventura wird Teil der neuen Provinz Gran Canaria
1966/67Der Fremdenverkehr setzt ein
1986Spanien tritt der EG bei; die Kanarischen Inseln erhalten Sonderstatus
1993Volle Integration der Kanaren in die EU
2002Einführung des Euro
Vom Verbannungsort zum UrlaubsparadiesDie fernab gelegenen Kanarischen Inseln, besonders Hierro und Fuerteventura, waren für Spanien noch bis ins 20. Jh. hinein, was Australien einmal für die Engländer war: ein Abschiebeort für kriminelle und aufrührerische Gestalten. Aus dieser Entfernung konnten sie nicht mehr lästig werden.
Fuerteventura hat mehr als Sonne, Strand und Meer!Je trubeliger es an der Küste wird, desto mehr zieht es Ruhesuchende ins Insel-innere: zum Wandern oder Wohnen. Die Inselregierung fördert diesen Trend. Mittlerweile gibt es mehr als ein Dutzend stilvoller Landhotels, darunter La Era del Corte in Antigua und die Casa Isaítas in Pájara; eine spanische Liste finden Sie unter www.ecoturismocanarias.com/fuerteventura. Auch geführte Wanderungen gehören zum ländlichen Tourismus, desgleichen die ländlichen Museen und die Wiedererschließung der historischen Caminos reales, der „Königswege“, die die alten Orte miteinander verbanden. Mehr dazu erfahren Sie von Frau von der Twer, einer Pionierin des ländlichen Tourismus und Wirtin der Villa Volcana bei La Oliva.
www.fuerteventura-infos.de/fuerteventura-forum.htmdas reichhaltigste deutsche Fuerteventura-Forum.
www.isla-fuerteventura.de/fuerteventuraforumzahlreiche interessante Beiträge zu vielen Themen.
http://fuerte.blogmoderatoren.depersönliche Erinnerungen eines Fuerteventura-Reisenden.
www.bernds-welt.de/php/phpbb/index.phpReiseforum zu den Kanaren mit Einträgen zu Fuerteventura
www.atlantis-radio.comPodcasts des deutschen Radiosenders von Fuerteventura und Lanzarote
www.radiosintonia.com/radio-online.htmaktuelle Musik von der Insel, wechselndes Programm
Über den sorglosen Umgang mit öffentlichen GeldernDie enormen Tourismuseinnahmen mancher Inselgemeinden haben die Sitten verdorben. Während der Bürgermeister von La Oliva mit einem prachtvollen, doch kaum genutzten Freibad das Wahlvolk betörte und seine Wiederwahl sicherte, verfällt die Casa del Inglés, ein stattliches Herrenhaus an der Ortsausfahrt nach Corralejo, immer mehr zur Ruine. Auch Investitionen in den Tourismus waren nicht immer glücklich. So baute die Gemeinde La Antigua für die ins Niemandsland platzierte Siedlung Nuevo Horizonte ein aufwendiges Schwimmbad. Es ist seit Jahren außer Betrieb, da die Gäste lieber im Meer oder im Hotelpool baden.
Fuerteventura - Magie einer InselDen schönen Band mit Landschaftsfotos und - teils romanhaft ausgestalteten - Texten zur Inselgeschichte von Karin Meurer und Rainer Müller finden Sie vor Ort in vielen Läden.
Costa Calma NaturführerEine von Naturfreunden lange empfundene Lücke füllt dieses preisgünstige Büchlein von Martin Lechner. Es stellt Tiere und Pflanzen vor, die man an Stränden rings um die Insel finden kann.
ReisevideoBis auf die Leinwand internationaler Spielfilmkinos hat es Fuerteventura noch nicht geschafft. Private und kommerzielle Videos, z.B. von Surfschulen, finden sich reichlich im Internet. Ein schönes Fuerteventura-Reisevideo (als DVD) hat das Zweite Deutsche Fernsehen in der Reihe „Reiselust“ auf den Markt gebracht, zu bestellen beim Verlag Komplett-Media (Robert-Koch-Str. 38 | 82031 Grünwald) oder über www.videotravel.de.
Meist sind mehrere Schreibweisen möglichEtwas Offizielles wie ein Ortsname liegt fest, sollte man meinen. Nicht aber auf Fuerteventura. Statt Morro Jable sagt man auch Morro del Jable, statt Vega de Río de las Palmas auch Vega de Río Palma. Vollends unübersichtlich ist es mit der Feriensiedlung an der Bucht Caleta de Fustes, für die sechs verschiedene Namen gebräuchlich sind. Manche Orte tragen einen Artikel vornweg wie La Antigua, doch ebenso oft wird er fortgelassen. An Letzterem orientiert sich die alphabetische Einordnung in diesem Band.
Szene
Was ist angesagt?
Trends, Entdeckungen und Hotspots. Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was auf Fuerteventura los ist
Sonni HönscheidSonni Hönscheid ist sechsfache deutsche Meisterin im Wellenreiten. Sie wurde bereits früh geprägt: Ihr Vater Jürgen Hönscheid ist Ex-Surfweltmeister. Geboren wurde sie auf Sylt, ihre Kindheit verbrachte sie auf Hawaii, später zog die Familie nach Fuerteventura. Bis mittags arbeitet Sonni im familiengeführten Surf-Equipment-Shop, die Nachmittage verbringt sie am liebsten auf dem Brett! www.sonnihoenscheid.com
Hawaii EuropasWind, Wind, Wind - wegen der perfekten Bedingungen ist Fuerteventura bekannt als „Hawaii Europas“. Am Playa de Sotavento finden sich alljährlich im Juli und August die weltbesten Kiteboarder und Windsurfer ein, um in fünf Disziplinen - von Freestyle bis Slalom - den Weltmeistertitel zu erringen (www.fuerteventura-worldcup.org). Besonders spektakulär ist das Speedsurfing, denn die Profis jagen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h übers Wasser (www.speedsurfing.org). Die wohl besten Wavespots liegen im Westen und Norden der Insel, wo hundertprozentige Wellengarantie herrscht. Wer es den Cracks nachmachen und Kontakt zur Szene bekommen möchte, ist in den verschiedenen Schulen gut aufgehoben, z.B. bei Cowabunga (www.cowabunga.de) oder im Pro Center René Egli (Hotel Meliá Gorriones, Playa Barca | www.rene-egli.com).
InsiderwissenNicht nur die Boards, auch Nachtleben der Insel wird von den Surfern gelenkt. Alles konzentriert sich nach Sonnenuntergang auf Corralejo, wo zahlreiche Bars und Clubs auf feierlustige Gäste warten. Was nur Insider wissen: In den angesagten Nachtlocations verteilen sich die Szenegänger nach ihren Surfgewohnheiten. Wellenreiter-Treffpunkt ist das Kiss Kiss Bang Bang, Kitesurfer gehen zum Feiern in die Kiwi Bar, und Windsurfer treffen sich am liebsten in Corkys Bar. Kein Wunder: Betreiber Corky ist selber ein absoluter Surfprofi (alle im Centro Comercial Atlántico, Caleta de Fuste, km 11 | www.corkysbar.com).
Custom-made BoardsDie Szene trifft sich auf Fuerte nicht nur zu Wettkämpfen und Trainings, sondern auch, um sich mit dem nötigen Equipment einzudecken. Im coolsten Shop von Fuerte gibts Surf-, Kite- und Windsurfboards von der Stange und custom-made! Surf-Crack Jürgen Hönscheid fertigt nämlich nach Maß: Shaping nennt sich die Präzisionsarbeit, zu der auch ein Airbrush-Finish gehört. Schlagzeilen machte die Northshore-Werkstatt mit dem Bau des leichtesten Surfboards der Welt (Northshore Shop & Factory, Lajares | www.northshore-fuerte.com). Fuerteventura hat zudem eine exklusive Surfwear-Marke zu bieten: Bikinis, Shorts und Shirts von Fuerte Action sehen auch ohne Brett gut aus! Die lässige Sportswear ist nur auf der Insel zu bekommen (z.B. im Fuerte Action Shop, Shopping Center El Palmeral, Costa Calma | Tel. 928875996).
Hit the SkyIm November treffen sich Drachenliebhaber in den Dünen von Corralejo zum Internationalen Drachenfestival. Drachenlenker aus aller Welt finden sich jedes Jahr zusammen, um an dem außergewöhnlichen Spektakel teilzunehmen. Disziplinen wie Freestyle Knockout, Stunt Kites und Fighter Kites sind auch für Zuschauer faszinierend (Infos beim Tourismusbüro | Tel. 928866235 | www.corralejograndesplayas.com). Tipp: Selber einen Lenkdrachen mitbringen und an windigen Tagen in den Dünen steigen lassen.
Tierisch GesundIm Lajita Oasis Park leben 250 Kamele, deren Milch bald als Beauty- und Wellness-Drink ganz Europa erfreuen soll. Klingt ungewöhnlich, aber Kamelmilch ist erwiesenermaßen sehr gesund und wirksam durch hohe Anteile an Vitaminen und Eisen. Eine Milch- und Verpackungsstation soll den Schönheitstrunk für den Vertrieb in ganz Europa aufbereiten. Bis dahin gibt es das weiße Gold nur auf Fuerteventura (Ctra. General de Jandia | La Lajita | www.lajitaoasispark.com).
Neue FestivalsDen Canarios vergeht selten die Lust am Feiern! Besondere Anlässe werden ausgiebig zelebriert, und ganz oben auf der Hitliste stehen drei neue Festivals, die besonders von den Locals sehnsüchtig erwartet werden. Der Musikmarathon beginnt mit dem Festival Internacional de Blues Corralejo (www.vallebrown.com/blues), geht weiter mit spanischem Rock auf dem Lebrancho Rock (www.lebranchorock.com) und endet mit dem Festival Fuertemúsica in El Cotillo, auf dem internationale Bands aller Musikrichtungen gastieren.
Kuba oder Fuerte?Kuba oder Fuerte? Das weiß man vor allem nachts nicht mehr so genau, denn Salsa und der jüngere und verrücktere Tanzstil Reggaeton beherrschen die Nächte. Am besten vorher noch ein bisschen üben und dann in den Clubs der Insel tanzen bis zum Umfallen, zum Beispiel im Noche Tropical (im Cosmo Shopping Center | Jandia) oder im Mama Rumba (San Roque 17 | Puerto del Rosario). Anschließend gehts stilecht zum Chillout an den Strand.
Stichworte
Barrancos und Majoreros
Allerlei Wissenswertes über Land und Leute, Flora und Fauna
BarrancosWenn im Winter die wenigen Regengüsse auf die Insel niedergehen, gräbt sich die zu Tal rauschende Flut tiefe Rinnen in die Hänge: die Barrancos. Sie können sich zu Tälern ausweiten oder Schluchten bilden. Sehenswert sind die schluchtartigen Barrancos de Esquinzo, de los Molinos und de las Peñitas an der West- und der Barranco de la Torre an der Ostküste.
FaunaNur wenige Vierfüßer sind auf der Insel beheimatet oder werden als Nutzvieh gehalten. Am auffälligsten sind die streunenden Katzen und die kleinen Ziegenherden, die ungehütet übers Land ziehen. Dromedare, einst wichtig als Reit- und Zugtiere, fungieren heute nur noch als Touristenattraktion. Unter den Wildtieren sind besonders Eidechsen zu nennen, die mit ihren Haftzehen bei der Insektenjagd auch auf senkrechten Wänden herumhuschen. Auch Wildkaninchen und Igel sind häufig. Zutraulich zeigen sich zuweilen die Erdhörnchen. Es gibt sie auf der Insel erst seit 1972, als ein Minenarbeiter ein Pärchen aus der Sahara mitbrachte, das ihm entkam.
FloraTypisch für den Halbwüstencharakter der Insel ist die Kleinstrauchvegetation aus gelb blühendem Dornlattich und anderem Buschwerk. An die Trockenheit angepasst sind auch die rosettenartig wachsenden Fettpflanzen, die Euphorbiensträucher, die wie Kakteen aussehenden Säuleneuphorbien sowie die aus Mittelamerika stammenden Agaven, die zur Sisalgewinnung dienten. Aus Amerika eingeführt wurde auch der Feigenkaktus (Opuntie). Dieser ist Wirtspflanze der Cochenille-Schildlaus, aus der roter Farbstoff gewonnen wird. Seit der Entwicklung von Chemiefarben hat die Cochenillezucht jedoch fast aufgehört. In den Oasen wächst als einziger einheimischer Schattenspender die Kanarische Palme. Die in den Ferienanlagen gepflanzten Palmen kommen vom Festland. In ganzjährig Wasser führenden Barrancos wachsen Tamariskenhaine. Mimosensträucher verkünden mit ihren gelben Blüten im Februar das Nahen des Frühlings.
Geografie und GeologieMit einer Fläche von 1730 km² - etwa das Doppelte von Berlin - ist Fuerteventura die zweitgrößte der Kanarischen Inseln. Sie liegt Afrika näher als alle anderen Inseln des Archipels (kürzeste Entfernung rund 95 km). Auf der gleichen geografischen Breite befinden sich auch Delhi und Mittel-Florida. Fuerteventura ist gut 98 km lang (Luftlinie zwischen dem Nordkap Punta de la Tiñota und dem Südwestkap Punta de Jandía). Geografisch gliedert sie sich in den Inselkörper Maxorata (nach ihm nennt man die alteingesessenen Insulaner majoreros) sowie in die Halbinsel Jandía im Süden.
KlimaDass die Insel das ganze Jahr über ein nahezu gleichbleibend angenehmes Klima bietet, liegt am Meer und am Passat. Das Meer nivelliert die Temperaturunterschiede, das System der Passatwinde hält meist sowohl Regen bringende als auch trocken-heiße Luftmassen fern. So ist hier in der Regel ein ganz anderes Wetter als in der nahen Sahara. Nur die Trockenheit ist die Gleiche, im Unterschied zu den westlichen Schwesterinseln Gran Canaria oder Teneriffa, wo sich die Feuchtigkeit des Passats an hohen Bergen niederschlägt.
Mühlen und WasserräderAlle gemauerten Mühlen sind Getreidemühlen. Die Flügel, vier oder sechs, wurden mit Segeltuch bespannt. Obwohl der Wind meist aus nur einer Richtung weht, besitzen die Mühlen eine drehbare Kappe mit einem rückwärtig hervorstehenden Balken, mit dem die Flügel ausgerichtet werden können. Gemahlen wurde auch von Hand oder mit Göpeln, vor die Esel oder Dromedare gespannt wurden. Seit dem 19. Jh. dienen aus den USA importierte Windräder dazu, Brunnenwasser zu fördern.
Natur- und UmweltschutzDas Ökosystem einer so von Trockenheit geprägten Region reagiert auf menschliche Einflüsse überaus sensibel und nachhaltig. Zum einen wachsen die Pflanzen wegen der Dürre sehr langsam, zum zweiten macht es der harte Boden Pflanzen schwer, sich anzusiedeln.
Ringkampf „Lucha Canaria“Beim kanarischen Ringkampf, der schon zu vorspanischer Zeit gepflegt wurde, treten die Kontrahenten (luchadores) aus zwei zwölfköpfigen Mannschaften einzeln gegeneinander an. Gekämpft wird über maximal drei je dreiminütige Runden; Verlierer ist, wer zweimal mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt hat. Der runde Kampfplatz von rund 10 m Durchmesser ist mit Sand oder Sägemehl bedeckt. Viele Orte verfügen über eigene Ringkampfarenen. Turniere gehören zu allen festlichen Anlässen. Die wahren Meister, die alle 43 möglichen Griffe beherrschen, sind Berühmtheiten wie andernorts die Fußballstars.
WasserDer Wassermangel ist groß. Es regnet zu wenig, und von dem, was kommt, rauschen acht Zehntel ungenutzt ins Meer. Schon vor Einführung der Windräder, als der Grundwasserspiegel noch nicht so weit abgesunken war, nötigte der Mangel zu Klugheit im Umgang mit dem kostbaren Nass. Daher terrassierte man die Felder und legte Auffang- und Absetzbecken an den Hängen sowie häusliche Zisternen an. Für die Nutzung als Trinkwasser musste das Zisternenwasser aufbereitet werden; Sickerbecken aus Kalksandstein sind in einigen Museen zu sehen. Grundwasser förderte (und fördert) man aus gemauerten Brunnen (pozos), entweder mit Windkraft oder durch Tiere am Göpel. Auch dieses Wasser wird in gedeckten Bassins gespeichert. Es ist meist nur als Brauchwasser (zur Bewässerung von Feldern) oder für die Tiertränke verwendbar. Der heutige Wasserbedarf kann nur mit Meerwasserentsalzungsanlagen gedeckt werden. Nicht alle Häuser sind ans Leitungsnetz angeschlossen. Viele erhalten ihr Wasser noch von Tankwagen angeliefert.
WirtschaftEinst galt Fuerteventura als Kornkammer der Kanaren. Heute liegen die meisten Felder brach. Auch die Ziegenhaltung ist nur noch wenig rentabel. Gefischt wird nur mit kleinen Booten für den Konsum auf der Insel selbst. Einzig die Tomatenpflanzungen und der Aloe-vera-Anbau im Süden besitzen noch wirtschaftliche Bedeutung. Der Tourismus auf Fuerteventura entwickelte sich relativ spät. Noch 1968 waren nur 1400 ausländische Gäste gekommen, heute sind es über 1,7 Mio. im Jahr. Fast die gesamte Inselwirtschaft ist davon abhängig.
Feste und Events
Den Schutzheiligen zu Ehren
Auf den Fiestas gehts oft erst um Mitternacht richtig los
1. JanuarNeujahr
6. JanuarDreikönigstag (Familienfest, an dem man einander beschenkt)
März/AprilGründonnerstag, Karfreitag
1. MaiTag der Arbeit
30. MaiTag der Kanaren
JuniFronleichnam (Corpus Christi)
25. JuliSankt-Jakobs-Tag
15. AugustMariä Himmelfahrt
12. OktoberNationalfeiertag (Entdeckung Amerikas)
1. NovemberAllerheiligen
6. DezemberVerfassungstag
8. DezemberMariä Empfängnis
25. DezemberWeihnachten, um Mitternacht Christmette mit Krippenspielen. Adventssingen in der Kirche von La Antigua (Sa oder So des 4. Advent, ca. 17 Uhr).
FiestasJeder Ort gerät anlässlich des Festes zu Ehren des lokalen Schutzheiligen für eine Woche aus dem Häuschen. Gefeiert wird mit Umzügen, Kinderfesten, Sportveranstaltungen, Gottesdiensten, Musik und Tanz. Höhepunkte sind die nächtlichen Bälle (verbenas). Die angegebenen Daten sind die días principales, an denen auch die Geschäfte geschlossen sind. Die größten Bälle finden oft ein Wochenende vor- und nachher statt.
21. JanuarValle de Santa Inés
2. FebruarGran Tarajal
Februar/MärzKarneval: Am meisten ist in Puerto del Rosario los: Den Auftakt macht ein Maskenball. Weitere Bälle folgen, darunter die Verbena de la Sabana, bei der Perücken und Schaumgummi Männer zu weiblichen Schönheiten machen. Ein weiterer Höhepunkt ist der abendliche Umzug (Sa oder So).
März/AprilSemana Santa/Ostern: Vielerorts Prozessionen mit Marien- und Christusbildnissen.
MaiTefía (4.); Tarajalejo (8.); La Lajita (13.)
Mai/JuniFronleichnam. In Puerto del Rosario Prozession über kanarische „Blumenteppiche“ aus bunten Steinen und anderem Material.
JuniLajares (13.); Ajuy (24.); Vallebrón (24.); Las Playitas (29.)
JuliPájara (2.); Casillas del Angel (26.)
14. JuliBetancuria: Beim Día de San Buenaventura spielen Trommler und Pfeifer zum Jahrestag der Eroberung der Insel durch die kastilische Krone.
16. JuliCorralejo und Morro Jable: Fiesta Nuestra Señora del Carmen. Die hl. Carmen ist Schutzpatronin der Fischer und Seeleute. In Corralejo formiert sich nach dem Gottesdienst eine Prozession, es folgt eine Bootsprozession; ähnlicher Ablauf in Morro Jable.
AugustTetir (4.); Tiscamanita (3. So); Tindaya (15.); El Cotillo (ca. 22.); Tefía (28.)
SeptemberLa Antigua (8.); Vega de Río de las Palmas (3. Sa): Freitagnacht ziehen Pilgergruppen über die Berge nach Vega Río Palma, wo die Virgen de la Peña, die Schutzheilige der Insel, als Alabasterfigur steht.
7. OktoberLa Oliva; Puerto del Rosario: Die Fiesta Nuestra Señora del Rosario ist die größte der Insel; sehenswerte Prozession mit Trachten und Musik.
13. OktoberTuineje: Fest des hl. Michael, Historienschauspiel zur Schlacht von Tamacite gegen englische Piraten.
19. OktoberLa Ampuyenta
30. NovemberTetir
8. DezemberBetancuria
VeranstaltungenEnde April wird auf dem staatlichen Versuchsgut (Granja Experimental) eine Art „Grüne Woche“ (FEAGA) organisiert.
Essen und Trinken
Frischer Fisch und Papas arrugadas
Außer den Schätzen des Meeres hält die schlichte Inselküche noch ein paar Überraschungen bereit
Schon zu Zeiten, als die Insel noch als Kornkammer der Kanaren galt, lebten die Menschen hier nicht eben im Schlaraffenland. Heute, da das meiste Ackerland brachliegt, kommt von der Insel an Feldfrüchten nicht viel mehr als Kartoffeln und Tomaten in den Handel. Dank des EU-Agrarmarkts ist das Speisenangebot aber heute größer denn je - und ziemlich international. Wer Spanisches liebt, erhält Paella oder die beliebten Tapas, Appetit-happen wie Bohnensalat, Sardinen oder marinierte Muscheln, die an der Theke von Kneipenlokalen in Schalen bereitstehen. In allen Ferienzentren findet man ein Pizza- und Pastaangebot, auch Wiener Schnitzel, Bratwurst oder - für die Briten - fish and chips sind zu haben. Zudem gibt es in allen Touristenorten mittlerweile chinesische und vereinzelt griechische, mexikanische und indische Restaurants.
Das Beste aber, was Sie tun können, ist kanarisch zu speisen. Kartoffeln und Tomaten sind schließlich nicht das Einzige, was die Insel bietet. Vor allem wird der Speisezettel mit frisch gefangenem Fisch bereichert. Wer sich an die einheimische Küche hält, bekommt frische Zutaten, und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Die kanarische Küche, so schlicht sie ist, bietet doch einige herzhafte Gaumenfreuden, ohne dabei allzu fremdartig zu sein. Voraussetzung: Sie mögen Knoblauch. Der wird nämlich gern und reichlich verwendet.
Typisch und köstlich ist die Kombination aus frischem Fisch, Runzelkartoffeln und mojo-Soße; meist kommt noch ein kleiner Salat aus Tomaten und Zwiebeln dazu. Spitzenreiter im Frischfischangebot ist die vieja, die zur Spezies der Papageienfische gerechnet wird. Vieja ist jedoch oft nur in den besseren Fischlokalen der Hafenorte zu haben. Noch feiner (und seltener) ist frischer Zackenbarsch (mero). Viel häufiger kommt man an frischen Thunfisch (atún) oder Tintenfisch (calamares). Wer dagegen Seezunge (lenguado), Lachs (salmón) oder Langusten (langostas) ordert, muss mit importierter Kühlware rechnen. Zum Fisch werden meist die Runzelkartoffeln papas arrugadas gereicht, die mit mojo-Soße aber auch für sich allein herrlich schmecken. Apropos mojo-Soße: Zu deren Zutaten gehören Knoblauch, Paprika, Salz, Essig und Öl; abgeschmeckt mit diversen Kräutern, erhält man die rote Variante (mojo rojo). Scharfer roter Chili macht mojo picón daraus. Wird statt Paprika und Chili Petersilie und frischer Koriander verwendet, entsteht grüne mojo-Soße (mojo verde), die sehr gut zu den feineren Fischsorten passt.
Typisch kanarische Fischgerichte sind der sancocho und die sopa de pescado (Fischsuppe). Das Fleischangebot umfasst Zicklein (cabrito), Hammel (carnero) und Kaninchen (conejo), zur Jagdsaison auch Wildkaninchen (conejo salvaje).
Eine Delikatesse ist Ziegenkäse (queso de cabras), besonders als Vorspeise; mit Tomaten, Salami oder Schinken ergibt er ein leichtes Mittagessen. Leider ist das typischste aller Inselgerichte in Lokalen kaum mehr zu haben: gofio. Seit der Zeit der Ureinwohner war dies das Grundnahrungsmittel auf den Kanaren, ein Zeugnis für die Armut der Bauern, bildete doch dieser Brei, vielleicht mit etwas Gemüse oder Ziegenmilch, über Wochen und Monate das einzige Nahrungsmittel. Gofio entsteht, indem man Getreide (meist Gerste) röstet, dann mahlt und das Mehl zu einem Brei verarbeitet.
Wein kommt meist vom spanischen Festland und ist fast immer trocken. Auch bei Sekt (cava) und Kognak herrschen spanische Marken vor. Mineralwasser wird fast immer nur flaschenweise serviert, entweder con gas oder sin gas - mit oder ohne Kohlensäure. Zum Abschluss eines guten Essens gehört ein Espresso, ein café solo. Man kann aber auch einen café con leche (mit viel Milch) oder einen cortado (mit wenig Milch) ordern.
Die Unterschiede bei den Restaurants sind gering. Eine nicht ganz billige Mittelklasse beherrscht das Feld. Vegetarisches bieten nur die Italiener und ein paar Spitzenlokale. Alle Lokale, in denen auch nur gelegentlich Touristen verkehren, verfügen über deutsche Speisekarten, auch wenn die Kellner kein Deutsch sprechen. Im Preis ist Bedienung zwar eingeschlossen, doch sollte man aufmerksamen Service mit 5-10 Prozent des Rechnungsbetrags zusätzlich honorieren. Zahlen Sie als Gruppe nicht getrennt, sondern rechnen Sie die Beträge, falls nötig, selbst auseinander.
Gegessen wird auf den Kanaren, wie überall in Spanien, mittags und abends etwas später als in Deutschland. Das Mittagessen (almuerzo) wird 13-15, das Abendessen (cena) 20-22.30 Uhr eigenommen. In den großen Ferienzentren und Hotels und Klubanlagen gelten allerdings mitteleuropäische Essenszeiten.
cabra/cabritoZiegenfleisch bzw. Zicklein. Letzteres ist ein Saisongericht, Ziegenfleisch dagegen gibt es das ganze Jahr. Zicklein muss meist einen Tag vorher bestellt werden.
cervezaBier; empfehlenswert die auf den Kanaren gebrauten süffigen Sorten „Tropical“ und „Dorada“.
langostinosRiesengarnelen, die nur unter Zuhilfenahme der Finger zu bewältigen sind. Sie werden gegrillt serviert und zählen preislich zu den Spitzenreitern auf der Karte.
galloFisch, der nie auf der Karte steht - Sie müssen danach fragen. Gallo ist leicht zu filetieren und hat nur wenige, große Gräten. Das Besondere ist das feste Fleisch, das an Huhn erinnert.
papas arrugadasDie typisch kanarischen Runzelkartoffeln sind klein und werden mit Schale in Salzwasser gekocht, bis das Wasser verdunstet ist. Gewöhnlich werden sie zu Fischgerichten gereicht, oft stehen sie aber auch unter Vorspeisen gesondert auf der Karte. Stets kommt zu den Kartoffeln, die mit Schale verzehrt werden, eine Schale mit roter mojo auf den Tisch.
puchero canarioGemüseeintopf, in dem sich alles vereinen lässt, was Garten oder Supermarkt gerade hergeben; Kürbis sorgt für die Sämigkeit. Pucheros werden mit einem Stück Fleisch geschmurgelt; die besten bekommt man in Familiengaststätten auf dem Land.
ron miel„Honigrum“, eignet sich als Schmankerl nach einem guten Mahl: ein Schnapsglas Rum mit Honig, zuweilen mit Sahnehäubchen verziert.
sancochoFischgericht, das mit Kartoffeln, Süßkartoffeln, Zwiebeln und geräuchertem Ziegenkäse zubereitet wird.
sopa de pescadoFischsuppe, die möglichst viele verschiedene Fisch- und Meeresfrüchtesorten enthalten sollte - welche, hängt vom Tagesfang ab - und als Vorspeise serviert wird.
Einkaufen
Sticken und flechten
Durchbruchstickereien, Flechtwerk aus Palmblättern sowie Naturkosmetika aus Aloe Vera sind noch erschwinglich
Die Kanaren sind Freihandelszone, allerdings merkt man davon nur wenig, da die Waren keineswegs gänzlich zollfrei und die Transport- und Lagerkosten hoch sind. So zahlt man denn für manche Waren sogar mehr als in Mitteleuropa. Besonders billig sind immer noch Tabak und Alkohol. Bei allen teuren Produkten sind Preisvergleiche mit der Heimat unerlässlich!
AlkoholischesMarken vom spanischen Festland sind am stärksten vertreten. Gut und preisgünstig ist spanischer Kognak. Kunsthandwerksläden führen meist auch kanarischen Kaktuslikör und Rum mit Honig, ron miel.
Aloe Vera/KosmetikUm die altbekannte Heilpflanze ist auf der Insel eine Industrie mit großen Plantagen entstanden. Aloe-vera-Produkte gibt es als Wundsalbe, vor allem aber als Naturkosmetik. Erhältlich sind sie fast überall. Achtung: Die Ware ist verderblich - nicht auf Vorrat kaufen! Markenkosmetik ist auf der Insel meist günstiger zu haben als daheim.
Elektronik & KamerasWenn Sie hier Kameras, Zubehör oder sonstige eletronische Geräte kaufen wollen, ist Vorsicht geboten! In vielen Läden sind leider Betrüger am Werk, und das von einem wortgewandten Inder angepriesene Schnäppchen erweist sich schnell als Übervorteilung, weil z.B. Zubehör fehlt oder gar der ganze Artikel eine Fälschung ist. Falls Sie doch kaufen wollen, nehmen Sie mehrere Freunde als Zeugen mit. Versuchen Sie zuvor übers Internet herauszufinden, was das gleiche Gerät in der Heimat kostet!
KunsthandwerkObenan stehen Durchbruchstickereien, deren Entstehung Sie in der Stickereischule in Lajares oder in der Casa Santa María in Betancuria verfolgen können. Die Tischdecken oder Schürzen sind im Stil eigenständig, inseltypisch und erschwinglich. Sehr schlicht ist die mittel- bis dunkelbraune Keramik der Insel. Daneben finden Sie auch weiße oder bunte, vom Festland importierte Keramik. Ein dekoratives Zeugnis alter Handwerkskunst stellen Flechtarbeiten aus Palmblättern dar.
LebensmittelProdukte der Landwirtschaft können nach der Heimkehr den Speiseplan bereichern: Ziegenkäse z.B. und Kaktusmarmelade. Auch Fertig-Mojo ist in vielen Läden zu haben. Safran, der in der hiesigen Küche großzügig verwendet wird, lohnt vor allem wegen des Preisvorteils.
Leder & SchuheMittelpreisige Handtaschen, Gürtel, Reisetaschen, Geldbörsen, Rucksäcke aus Leder werden in der Regel aus Marokko importiert. Besonders interessant ist das reiche Angebot an spanischen Schuhen, die traditionell sehr schick und nicht sehr teuer sind.
TabakwarenBei Tabakwaren beschränkt sich das Sortiment meist auf Zigaretten der bekannten Marken sowie auf Palmeros, kleine Zigarren, die auf der Kanareninsel La Palma gedreht werden. In Corralejo und in Morro Jable finden Sie auch gute kubanische Ware.
WochenmärkteDie vorwiegend afrikanischen Märkte, die reihum in Morro Jable, Costa Calma, Caleta de Fuste und Corralejo an bestimmten Wochentagen Station machen, sind sehr beliebt für Sonnenbrillen, Taschen, Gürtel, T-Shirts, Latschen und ähnliche Billigware sowie für afrikanische Schnitzereien. Scheuen Sie sich nicht, kräftig zu feilschen! Und kaufen Sie keine Markenimitate - die bringen Sie zu Haus mit dem Gesetz in Konflikt! Als ganz besondere Urlaubserinnerung können sich die Damen der Schöpfung Rastafrisuren mit eingeflochtenen bunten Strähnchen und Perlen auf den Kopf zaubern lassen.
Der Norden
Weißer Sand und schwarze Lava
Die Dünenlandschaft an der Nordostküste ist die größte, doch nicht die einzige Attraktion des Nordens
Auch beim zehnten Besuch auf der Insel ist es noch ein Erlebnis: wenn man von Süden über die Landstraße FV 1 an der Montaña Roja die letzte Kuppe überquert und dann auf einmal das Dünengebiet von El Jable vor sich liegen sieht. Plötzlich fährt man durch eine weiße Traumwelt. Dies ist wohl der intensivste Landschaftseindruck auf der ganzen Insel.
Auch anderswo hält der Norden Ungewöhnliches bereit. Reihenweise ragen erloschene Vulkankegel auf, manche von schöner Symmetrie. Schwarze Lavabrocken bedecken große, menschenleere Areale. Weiter südlich dominiert Rostrot in der Landschaft; bei tief stehender Sonne leuchtet der Boden intensiv. Von den drei größten Orten ist nur Corralejo touristisch geprägt. La Oliva zählt zu den fünf historischen Hauptorten, von hier aus wird außer Corralejo auch das erst wenig vom Fremdenverkehr erfasste Cotillo verwaltet. Puerto del Rosario ist die untouristische (und als Besuchsziel unterschätzte) Inselhauptstadt.
Der Haupttouristenmagnet im Norden verdankt seine Attraktivität dem 20 km² großen Dünengebiet El Jable an seinem Südrand, das nahtlos in den Strand übergeht.
Dieses animationsfreie Fischerdorf im Nordwesten der Insel ist etwas für ruhebedürftige Individualisten. Der Ort sieht etwa so aus wie Corralejo vor zwanzig Jahren.
Die Kleinstadt mitten im Inselnorden ist das Zentrum einer traditionellen Ackerbauregion.
Wenn Sie schon auf Fuerteventura sind, machen Sie doch mal einen Ausflug nach Spanien! Vor allem aus der Perspektive der Ferienclubs ist die nahezu touristenfreie Inselhauptstadt nämlich eine andere Welt.
Das Flagbeach Windsurf Center führt das Sieben-Zimmer-Hostel Sol y Mar mitten in Corralejo: 15 Euro kostet hier die Nacht im Zweibettzimmer inklusive Frühstück und jeder Menge Surferinfos. C. General Linares 31 | Tel. 928866389 | Fax 928535539
Die Mitte
Fischerdörfer, Palmenoasen
Die historische Mitte der Insel mit ihren alten Landstädtchen liefert schöne Ausflugsziele
Hier begegnet man Fuerteventura zum ersten Mal, denn hier liegt der Flughafen. Der erste Eindruck ist ernüchternd: Zunächst sieht man wenig mehr als graugelbe Monotonie, in der streckenweise klobige Gewerbebauten herumstehen.
Die meisten Gäste entschwinden denn auch sogleich nach Norden oder Richtung Jandía nach Süden. Aber alle werden der Region später einen Besuch abstatten, denn hier liegen vier der fünf historisch bedeutsamen Hauptorte: Von Antigua, Betancuria, Pájara und Tuineje aus werden die gleichnamigen Gemeinden regiert. Zentrum des Fremdenverkehrs ist Caleta de Fuste nahe dem Flughafen. An den Buchten der Südküste reihen sich Fischerdörfer und das freundliche Gran Tarajal, die zweitgrößte Stadt der Insel.
Der Naturraum gliedert sich in ein weites, muldenförmiges Längstal und ein westlich davon bis 722 m aufragendes Bergland mit tief eingeschnittenen Tälern und schönen Palmenoasen. Hier wird noch etwas Landwirtschaft betrieben. Wichtigste Produkte sind Tomaten und Aloe vera.
La Antigua begrüßt von Norden Kommende noch vor dem Ort mit der Windmühle des Ausstellungszentrums Molino de Antigua.
Dies ist der geschichtsträchtigste Ort der Insel. Gegründet wurde er 1405 von dem Normannen Jean de Béthencourt, der die Insel für die kastilische Krone erobert hatte und der neuen Siedlung seinen Namen gab.
An einer sich nach Süden öffnenden Bucht an der Ostküste, nur rund 7 km südlich des Flughafens, ist seit 1980 ein Ferienzentrum entstanden.
Eigentlich zeichnet sich das kleine, verschlafene Hafenstädtchen (10000 Ew.), dessen Name „Große Tamariske“ bedeutet, durch nichts Besonderes aus.
Der recht gepflegt wirkende Weiler liegt in einem tiefen Tal. Die umgebenden, bis 600 m hoch aufragenden Berge halten die ausdörrenden Winde ab, und Schatten spendendes Grün erfreut das Auge.
An einem lang gestreckten, dunklen Kiesstrand an der Südküste ist neben einem kleinen, schmucklosen Fischerort eine einfache Feriensiedlung entstanden.
Der Ort ist das touristische Aschenbrödel unter den alten Inselgemeinden. Hier werden unter anderem die Tomaten sortiert und verpackt, die im fruchtbaren Umland unter Sonnenschutzsegeln - als Wind- und Sonnenschutz und damit zur Minderung des hohen Wasserbedarfs - angebaut werden.
Bei einer Inselrundfahrt bietet sich die in Ajuy am Hang gelegene Casa Pepín für ein preisgünstiges Mittagessen an. Das Tagesmenü sättigt hier für unter 9 Euro - samt Meerblick. Ajuy | an der Hauptstraße
Der Süden
Strände ohne Ende
Bungalows und Badespaß auf der einen, menschenleere Weite auf der anderen Seite der Halbinsel Jandía
Hier ist es: das Bilderbuch-Fuerteventura - nichts als Sonne, Sand und Meer. An den 20 km langen Stränden der Playas de Sotavento genießt man Meerblick aus (nahezu) allen Hotelzimmerfenstern. Draußen auf den Wogen setzen die bunten Segel der Windsurfer lustige Farbtupfer. Selbst bei den größten Feriensiedlungen, der Costa Calma im Nordosten und Morro Jable/Jandía Playa ganz im Süden, herrscht nie Gedränge am Strand, und dazwischen ist erst recht üppig Platz.
Überall ist die Brandung harmlos und der Wind beständig, aber selten unangenehm. An der Costa Calma und der Playa Barca bei den Lagunen weht es im Allgemeinen am stärksten. Weiter südlich dämpfen Berge die stete Brise ein wenig.
Für den Tourismus entdeckt wurde die Gegend ursprünglich von ein paar Deutschen, die in Morro Jable mit der noch bestehenden Casa Atlántica die erste Urlauberunterkunft schufen und zwei deutsche Reiseveranstalter erfolgreich auf die idealen Strände aufmerksam machten. Ein bald darauf auf ehemaligem Salinengelände erbautes Hotel wurde 1970 Domizil des allerersten Robinson Clubs. Dieser war treffend benannt, denn außer dem noch winzigen Morro Jable war die Halbinsel Jandía fast menschenleer. Schon die stundenlange Anfahrt von dem alten Flughafen Los Estancos westlich von Puerto del Rosario aus gestaltete sich regelmäßig zum Abenteuer. Die Schotterpiste schien den eingesetzten Bus - damals bereits ein echter Oldtimer - jedesmal in seine Einzelteile zerlegen zu wollen.
Die Playas de Sotavento sind freilich nur die eine - oder eigentlich sogar nur eine halbe - Seite der Medaille, denn zum einen reicht die Halbinsel Jandía jenseits des Südkaps bei Morro Jable noch gut siebzehn Kilometer weiter nach Westen, und zum anderen darf man die lang gestreckte, weltentrückte Nordwestküste nicht vergessen. Eine Jeepfahrt zu den dortigen weiten Sandstränden zählt zu den Höhepunkten eines Fuerteventura-Urlaubs. Zwischen den beiden Küsten liegt Bergland, das im wolkenverhangenen Pico de Jandía den höchsten Gipfel der ganzen Insel aufweist (807 m).
Noch heute ist der größte Teil Jandías menschenleer. Wegen ihrer ökologischen Bedeutung wurde die ganze Halbinsel zum Naturpark erklärt (mit Ausnahme der besiedelten Küstenstreifen). Besonders im Bereich des Istmo de la Pared mit seinem riesigen Windkraftpark wurden lange Zäune gezogen, um die gefräßigen Ziegen fernzuhalten und der Vegetation wieder eine Chance zu geben.
Costa Calma, „ruhige Küste“, nennt sich die breit hingestreckte Ferienzone auf dem Istmo de la Pared gleich am Anfang der Halbinsel Jandía.
Von der neuen Autobahn führt die Ausfahrt Butihondo zu zwei separaten Feriensiedlungen. In dem der Ausfahrt zunächst gelegenen Teil geht es links zum Robinson Club und rechts zu mehreren großen Hotelanlagen.
Dieser Doppelort am südlichsten Punkt von Fuerteventura ist das größte touristische Zentrum der Insel. Er besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen.
Alle Tauchschulen bieten gratis Schnupperkurse an. Zwar geht es nur auf den Grund des Hotelpools, doch hat man hinterher eine Ahnung davon, wie die Sache läuft.
Ausflüge und Touren
Durch das Land der Majoreros
Mit dem Leihwagen und zu Fuß die Insel erkunden
Höhepunkte des Nordens: Lava, Dörfer, DünenDie Rundfahrt führt durch Lavageröll und Dünen, zum heiligen Berg Tindaya an die schroffe Westküste und in die Inselhauptstadt. Ein Freilichtmuseum bietet Einblicke ins Leben der Majoreros, der alteingesessenen Insulaner. 135 km, 7 Std.
Nach Betancuria und durchs BerglandDurch das zentrale Bergland mit großartigen Aussichtspunkten führt diese Tour zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Orten der Kanareninsel. 140 km, ca. 7 Std.
24h
Ein Tag auf Fuerteventura
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Sun SalutationDer Tag beginnt mit einer Sonnenaufgangs-Meditation. Beim Hata-Yoga durchströmt belebende Energie die Muskeln, in der End-Relaxation entspannen sich Körper und Geist und vereinen sich mit dem Klang der Wellen. 25 Euro für 1,5 Stunden. Wo? Strand von El Cotillo | Tel. 617902536 | www.rootstylecamp.com
French BakeryZeit für ein feines Frühstück in der neuen französischen Bäckerei Goloso in El Cotillo. Fruchttörtchen, Croissants und Nussbrot sorgen für einen delikaten Start in den Tag. Wo? Tel. 928538668 | Calle León y Castillo | am nördlichen Ortsrand | tgl. 8-14 Uhr
Insel-HoppingVom Yachthafen Corralejo geht es in 20 Minuten per Fähre auf das Mini-Eiland Los Lobos (Abfahrtszeiten unter www.corralejograndesplayas.com). Robinson-Crusoe-Feeling ist garantiert: Die Insel ist unbewohnt und so klein, dass man sie zu Fuß entdecken kann. Ein Rundgang zum Leuchtturm macht Platz für den Lunch im Fischrestaurant Chiringuito in El Puertito. Zurück aufs Festland gehts um 13 Uhr. Wo? Chiringuito/Casa Antoñito | Tel. 928175357
KamelsafariNach der Robinsonade auf Lobos gehts mit dem Mietwagen in einer Stunde in den Süden nach La Lajita. Der Oasis Park kombiniert botanischen Garten und Zoo, eines der Highlights ist die Kamelsafari durch Palmenhaine auf den Berg von La Lajita, wo sich ein spektakulärer Blick auf die Küste mit ihren weißen Sandstränden eröffnet (8 Euro/Person). Wo? www.lajitaoasispark.com
Tauchgang im U-BootTausche Kamelrücken gegen U-Boot! Das Subcat Submarine in Morro Jable taucht bis zu 30 Meter in die fischreichen, klaren Gewässer und Riffs im Süden der Insel. Ein beliebtes Tauchgebiet, das man auch ganz ohne Luftanhalten erleben kann! (55 Euro/Person; Fahrtzeit: 20 Min.; Di-Sa) Wo? Tel. 928166392/93 | www.subcat-fuerteventura.com
Sundown-SurfenWieder aufgetaucht? Zeit für einen Spezial-Sonnenuntergang! Wenn die Sonne am Horizont versinkt, hat das Wellenreiten einen ganz besonderen Kick. Die Bretter für den Sundownsurf gibt es bei der Cowabunga Surfschool, Brettmiete ca. 10 Euro. Wo? Bucht von La Pared | Tel. 928549122 | www.cowabunga.de
Feuerschein an der WestküsteDer Magen knurrt, die Nacht ist angebrochen - ideale Bedingungen für ein Lagerfeuer an der wilden Westküste. Anda Caliman erzählt dazu Geschichten und Anekdoten. Der professionelle Fuerte-Guide kennt jeden Stein auf der Insel! Ca. 30 Euro pro Person inklusive Essen und Trinken. Wo? Tel. 686088493 | www.fuertescout.com
IN-Disco CamelotGenug gechillt, jetzt gehts zum Abtanzen in neo-rustikalem Ritterambiente! Das Camelot in der Hauptstadt Puerto del Rosario ist einer der angesagtesten Schuppen Fuerteventuras. Dancefloor und Soul zwischen Ritterrüstungen und Hellebarden bis 6 Uhr morgens. Wo? Tel. 928859345 | Calle León y Castillo 12 | Puerto del Rosario
Sport und Aktivitäten
In, unter, auf dem Wasser
Die Insel ist ein Ziel für Surfer, Taucher, Schwimmer - doch auch wer Fahrrad fahren, Tennis spielen, reiten oder wandern will, kommt auf seine Kosten
Zwei Wochen lang faul am Strand liegen und sich von der Sonne grillen lassen? Dafür ist Fuerteventura dank eines reichen Sportangebots eigentlich zu schade. Am beliebtesten sind natürlich alle Arten von Wassersport, wobei Windsurfen wegen der guten Voraussetzungen der Passatwindzone obenan steht. Aber auch weniger Sportliche finden passende Angebote.
Wo der folgende Überblick auf detaillierte Adressen verzichtet, finden Sie diese vorn im Band unter den einzelnen Orten. „In allen großen Ferienzentren“ bedeutet: in Corralejo, Caleta de Fuste, Costa Calma/La Pared und Jandía Playa/Morro Jable.
AngelnAngeln ist rings um die Insel ohne Angelschein gestattet, ob von der Mole oder von der Felsklippe aus. Das nötige Gerät kann man günstig in Puerto del Rosario oder Corralejo kaufen. Als Köder dienen Calamares, Gambas oder kleine Krebse, die auf den Felsen leben. Für die geangelten Fische sind Mindestgrößen vorgeschrieben. Aufregender ist Hochseeangeln. Von Corralejo oder von Morro Jable aus kann man dazu an organisierten Bootstouren teilnehmen. Die Ausrüstung wird gestellt.
Fahrrad & MotorradRadfahren hat sich zu einem Trendsport entwickelt. Verleiher gibts derzeit in Corralejo, Costa Calma und Jandía Playa. Von allen großen Ferienzentren aus lassen sich organisierte Mountainbiketouren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden buchen; die meisten sind nicht allzu anstrengend: Bergauf geht es Huckepack mit Motorkraft, dann auf zwei Rädern über Stock und Stein nur noch talwärts. Wenn Sie lieber auf eigene Faust über die Insel strampeln wollen, meiden Sie, so gut es geht, die Hauptstraßen; die sind oft schmal und haben keine Fahrradwege.
GolfDas Golfzeitalter auf der Insel begann 2002, als der 18-Loch-Platz bei Caleta de Fuste in Betrieb ging (Par 70, mit Abschlagplatz, Putting Green etc., Tel. 928160034). Inzwischen sind fünf weitere Plätze teils im Bau, teils schon fertig: einer in Caleta de Fuste (gleich neben dem ersten), zwei bei Corralejo, einer bei Las Playitas (zum Playitas Grand Resort gehörig) sowie ein sehr versteckt gelegener in Jandía Playa mit dem Hotel Jandia Golf. Die bestehende Golfakademie in La Pared ergänzt diese Angebote: Hier kann man Golf spielen lernen. Es gibt einen Sechs-Loch-Platz, eine Abschlag- und eine Zielgolfanlage (Tel. 928549103). Auch Ferienclubs und einige Hotels sowie das Baku in Corralejo bieten Abschlagplätze und Putting Greens an.
Jet-, Wasserski & BananenbootDie zweisitzigen Jetskier sind schwimmende Motorräder und machen auch den gleichen Lärm. Mit rund 40 Euro für 20 Min. ist der schnelle Ritt übers Wasser kein billiges Vergnügen. Am besten ist das Geld bei einem Jetski-Ausflug angelegt, wie er am Hafen von Morro Jable angeboten wird. Wer Jetskier verleiht, hat meist auch ein Bananenboot parat: ein gekrümmtes gelbes Gebilde, auf dem mehrere Personen rittlings Platz nehmen und das dann von einem Motorboot übers Wasser gezogen wird. Jetskistationen gibt es derzeit in Corralejo, Costa Calma, Caleta de Fuste und in Jandía Playa. Die meisten bieten auch Wasserski an.
ReitenDerzeit ist das Feld der Anbieter etwas geschrumpft. Die beste Wahl ist der deutsche Reitstall Rancho bei La Pared. Die von dort möglichen Ausritte über offenes Gelände an der wilden Westküste geben das rechte Gefühl von Fuerteventura-Freiheit (Tel. 619275389 und | Tel. 928174151).
SegelnSegeln lernen auf Katamaranen können Sie am Club Aldiana bei Jandía Playa, an den Robinson Clubs von Esquinzo und Jandía Playa und in Las Playitas. Wollen Sie auf Segeltörns nur ausspannen, finden Sie in Corralejo, Morro Jable/Jandía Playa und in Caleta de Fustes Angebote auf großen Katamaranen. Für Skipper: Yachthäfen existieren in Caleta de Fustes, Corralejo und Morro Jable.
TauchenDie Meerenge El Río bei Corralejo, das Muränenriff vor Jandía Playa und etliche andere Stellen rund um die Insel machen Fuerteventura mit ihren Lavaformationen und dem Fischreichtum zu einem der besten Tauchreviere der Kanaren. Tauchschulen finden Sie daher in allen großen Ferienzentren sowie in Las Playitas. Um Tauchen zu lernen, brauchen Sie ein ärztliches Gesundheitszeugnis; viele ortsansässige Ärzte sind aber darauf eingestellt.
TennisGute Hotels und Clubs verfügen über normgerechte, windgeschützte Kunstrasen- bzw. Sandplätze; zuweilen gibts aber nur Zementboden, oder der Windschutz ist nicht ausreichend. Unterricht in diversen Hotels inselweit bietet Matchpoint Sports (Tel. 639313664 | www.mp-sports.de).
WandernFür alle, die Interesse an der Natur und der traditionellen Lebensweise der Insulaner mitbringen, wartet das Binnenland mit einer Fülle von Überraschungen auf. Der Weg durch den Barranco de las Peñitas ist bei Vega de Río de las Palmas ausführlich beschrieben, sodass man ihn auf eigene Faust bewältigen kann. Richtig spannend wird es auf geführten Inselwanderungen, wie sie einige inselbegeisterte Deutsche anbieten. Buchung über die Reiseleitungen der Hotels | Auskunft und Buchung auch über Tel. 608928380
Windsurfen & surfenWindsurfen ist der führende Wassersport auf der Insel. Die Wind- und Wasserverhältnisse sind ideal, wobei der stärkste Wind im Sommer weht. Die geringsten Windgeschwindigkeiten - mit gelegentlichen Flauten - herrschen von November bis Januar. Ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Cracks: Auf Fuerteventura finden alle ihr passendes Plätzchen. Die wichtigsten Spots sind die Playas de Sotavento an der Halbinsel Jandía, die Gegend bei Corralejo und - nur für Könner - die Strände bei El Cotillo. Surfschulen und Ausrüstungsverleiher finden Sie in allen großen Ferienzentren.
Mit Kindern reisen
Sonne, Sand und mehr
Fuerteventura bietet nicht nur Strandvergnügen - auch beim Gokartfahren oder Kamelreiten, im Zoo oder im Aquarium haben Kinder ihren Spaß
Die Möglichkeiten, mit Kindern nahezu aller Altersstufen Schönes zu erleben und Spannendes zu unternehmen, sind auf Fuerteventura sehr zahlreich. Obendrein sind die meisten Hotels, Apartment- und Bungalowanlagen auf Familien mit Kindern eingestellt. Dabei reicht das Spektrum vom preisgünstigen Apartment für kostenbewusste Selbstversorger bis zum Cluburlaub, bei dem eine professionelle Kinderanimation den Eltern (fast) alle Programmsorgen abnimmt.
Für Kinder rangiert das Naturerlebnis auf der Insel meist ganz oben. An Orten wie Puertito de los Molinos, wo man gute Aussichtspunkte an der Felsküste findet, ist schon das Brodeln der Brandung und das Gischten der Wogen ein grandioses Schauspiel. Die tollen Strände und das Bad im Meer wissen ohnehin alle zu schätzen - ein Vergnügen, das obendrein kostenlos ist. Dazu aber eine Warnung: Fahren Sie mit Vorschulkindern besser nicht im Frühjahr oder im Sommer auf die Insel. Der dann oft stürmische Wind wirbelt so viel Sand auf, dass der Strandaufenthalt für Kleinkinder unerträglich werden kann. Auch die starke Sonneneinstrahlung um diese Jahreszeit ist für die ganz Kleinen nicht das Richtige.
Mit Kindern sollten Sie den Süden der Insel oder Caleta de Fuste vorziehen, wo das Baden ganzjährig ungefährlich ist. Unter dem Gesichtspunkt der Kinderfreundlichkeit überragt bei den Unterkünften das Stella Dunas Resort in Jandía Playa die gesamte Konkurrenz, da die große, schattige Anlage mitsamt Hotelzoo besonders viel bietet. In Caleta de Fuste ist der Barceló Club El Castillo erste Wahl, da man vorwiegend zu ebener Erde mit Terrasse wohnt und die Kinderbetreuung sehr gut ist. Aber natürlich kommen auch viele andere Herbergen auf der Insel in Frage.
Ein Angebot vieler Tauschulen ist Kindertauchen. Zuvor ist Schwimmunterricht fällig. Angebote dazu gibt es in Corralejo und in Morro Jable/Jandía Playa. Trampolinspringen kann man in Corralejo (neben der Cepsa-Tankstelle am oberen Teil der Hauptstraße) und in Caleta de Fustes (am Spielplatz). Minigolfanlagen bieten Corralejo (auf dem Dach des Einkaufszentrums Plaza an der Hauptstraße) sowie mehrere große Hotels wie das Stella Dunas Resort und das Faro Jandia in Jandía Playa (auch für Nichtgäste) oder das Barceló Fuerteventura in Caleta de Fustes.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Fuerteventura-Reise
FlugzeugImmer direkt und meistens nonstop fliegen Condor, TUIfly, LTU und andere Chartergesellschaften ab Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt/M., Friedrichshafen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Paderborn, Saarbrücken und Stuttgart, ferner ab Luxemburg, Basel, Zürich, Linz und Wien. Der Flug dauert vier bis fünf Stunden. Ein „Campingflug“ - also ohne Hotelbuchung - z.B. ab Düsseldorf kostet 200-500 Euro (hin und zurück) je nach Saison. Allerdings bekommt man eine Woche Inselurlaub im Pauschalarrangement inklusive Flug zum Teil schon für unter 400 Euro. Per Linie ist die Insel nur mit Umsteigen (meist über Gran Canaria) zu erreichen. Selbst vom spanischen Festland aus werden nur wenige Direktflüge angeboten.
SchiffFährpassagen gibt es einmal wöchentlich ab Cádiz in Südspanien. Die Überfahrt führt über Las Palmas (Gran Canaria) - dort muss man auf die Fähre nach Morro Jable umsteigen - und dauert bis Fuerteventura zwei Tage und zwei Nächte. Pro Strecke muss man für zwei Personen plus Pkw mit rund 900 Euro rechnen. Demgegenüber ist ein Charterflug plus Mietwagen deutlich günstiger und spart viel Zeit. Auskunft und Buchung der Schiffspassagen über Reisebüros oder direkt: trasmediterranea.es bzw. www.navieraarmas.com.
Spanische FremdenverkehrsämterKurfürstendamm 63 | 10707 Berlin | Tel. 030/8826543 | Fax 8826661 | berlin@tourspain.es
Auf Fuerteventura:Patronato de Turismo, Avda. Marítima (gegenüber der Mole) | Puerto del Rosario | Tel. 928530844 | Fax 928851695 | www.fuerteventuraturismo.com
Auto & MietwagenAnschnallpflicht, Promillegrenze 0,25, Tempolimit für Pkw innerorts 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h. Ein internationaler Führerschein ist nicht nötig. Bei Mietwagen gibt es ein großes Angebot in allen Ferienzentren und am Flughafen. Günstig sind Dreitages- und Wochentarife. Ein Kleinwagen ist etwa ab 160 Euro die Woche, ein Geländewagen für rund 60 Euro pro Tag zu haben. Vergewissern Sie sich, dass neben einer unbegrenzten Kilometerzahl auch Vollkasko- und Insassenversicherung im Preis inbegriffen sind. Das Mindestalter für Mietwagenfahrer beträgt 21 (bei manchen Firmen 23) Jahre. In der Hauptsaison ist die Vorausbuchung empfehlenswert. Für normale Inselrundfahrten ist kein Jeep notwendig, die Mietverträge für normale Pkws untersagen aber meist das Fahren abseits befestigter Straßen.
Banken & KreditkartenBanken sind werktags meist 8.30 bis 14 Uhr, samstags bis 12.30 oder 13 Uhr geöffnet. Per EC- oder Kreditkarte gibts Bargeld aus Geldautomaten (deutschsprachige Benutzerführung wählbar).
Busse17 Linien verbinden alle größeren Orte. Touristisch relevant sind die Linien 1 und 10 (Morro Jable/Costa Calma-Hauptstadt, meist stündlich), 3 (Caleta de Fuste-Hauptstadt, meist halbstündlich), 5 (Morro Jable-Costa Calma, meist stündlich), 6 (Corralejo -Hauptstadt, meist halbstündlich), 7 (Cotillo-Hauptstadt, dreimal täglich), 8 (Corralejo-Cotillo, meist zweistündlich) und 25 (Morro Jable/Costa Calma-Oasis Park, meist stündlich). 3 und 10 halten am Flughafen.
CampingDie offiziellen Zeltplätze verfügen über keine Installationen (Toiletten, Wasser). Ihre Benutzung erfordert eine Anmeldung im Rathaus der jeweiligen Gemeinde und das Hinterlegen einer Kaution. Zeltdauer in Naturschutzgebieten maximal 7 Tage.
Diplomatische VertretungenDie zuständigen Konsulate befinden sich auf Gran Canaria:
Konsulat der Bundesrepublik DeutschlandCalle Albareda 3-2° | Las Palmas | Tel. 928491880
Konsulat der Republik ÖsterreichHotel Eugenia Victoria | Avda. de Gran Canaria 26 | Playa del Inglés | Tel. 928762500
Botschaft der SchweizCalle de Núñez de Balboa 35 A, 7.° | Madrid | Tel. 914363960
EinreiseFür Deutsche, Österreicher und Schweizer genügt der Personalausweis. Keine Ausweiskontrolle bei Einreise aus Schengen-Staaten.
FährverbindungenZwei Reedereien bieten ab Corralejo nach Lanzarote/Playa Blanca tgl. bis zu 14 Überfahrten (Fahrzeit 25 Minuten, Preis pro Strecke ab 16 Euro, Autotransport ab 17,80 Euro). Auskunft und Reservierung: Líneas Fred Olsen | www.fredolsen.es; Naviera Armas | www.navieraarmas.com
FKKAn Ortsstränden und im Umfeld von Gebäuden tabu, an vielen anderen Stränden üblich und toleriert.
FlugverbindungenTäglich 14 Linienflüge nach Las Palmas auf Gran Canaria und sieben nach Teneriffa/Los Rodeos, mehrmals wöchentlich nach Madrid. Andere Kanarische Inseln werden nicht angeflogen. Buchung und Auskunft: Binter (www.binternet.com) bzw. Islas Airways (www.islasairways.com).
ÄrzteCaleta de Fuste: Praxis Dr. Mager (6 Ärzte) | Avda. Alcalde Fco. Berriel Jordán 10 | Tel. 928163731
ApothekenFarmacias gibt es u.a. in allen großen Ferienzentren, in Puerto del Rosario und in Gran Tarajal.
InternetDer ergiebigste deutsche Internetauftritt zu „Fuerte“ ist www.fuerteventura-infos.de - eine Fundgrube an Informationen aller Art, dazu übersichtlich gegliedert: eine Liste fast aller Herbergen, Luftaufnahmen der Orte und Anlagen, Ortspläne, aktuelle Inselnachrichten sowie etliche Leserforen und vieles mehr. Persönlicher gehalten sind die Seiten von www.fuerza.de. Unter www.isla-fuerteventura.de findet man ein ergiebiges Forum und direkten Zugang zu den Webcams der Insel.
InternetcafésInternetcafés gibt es in allen größeren Ferienzentren (eine Auswahl):
NotrufPolizei | Tel. 091 , Krankenwagen | Tel. 061. Unter Tel. 112 können Sie Polizei und Feuerwehr in Deutsch kontaktieren. Bitten Sie ansonsten im Hotel um Hilfe.
ÖffnungszeitenMeist 9-13 und 16-20 Uhr, in den Ferienzentren vielfach auch am Wochenende.
PostPostämter in Corralejo, Costa Calma, Gran Tarajal und Morro Jable (Mo bis Sa vormittags) sowie in Puerto del Rosario (Mo-Fr 8.30-20.30 | Sa 9.30-13 Uhr). Briefmarken erhalten Sie auch an der Rezeption. Oft handelt es sich um Marken privater Postfirmen. Stecken Sie damit frankierte Post nicht in öffentliche Briefkästen, sondern geben Sie sie dort ab, wo Sie die Marken gekauft haben. Postkarten und Standardbriefe ins EU-Ausland und in die Schweiz kosten 57 Cent.
PreiseDie Preise auf Fuerteventura sind generell mit denen in Deutschland vergleichbar. Ein einfaches Mittagessen im preisgünstigsten Lokal ist für 7 bis 8 Euro zu haben. Rechnen Sie aber für ein Abendessen im Restaurant eher mit 15 bis 25 Euro. Der Strandzugang ist überall gratis. Alkohol, Zigaretten und Benzin sind billiger als zu Hause.
Radio & FernsehenIn nahezu allen größeren Unterkünften werden deutsche Fernsehprogramme über das hauseigene Kabelnetz übertragen. Deutsche Hörfunknachrichten gibt es im Norden auf UKW 102,7 MHz, inselweit auf MW 747 KHz.
RauchenDer spanische Gesetzgeber hat das Rauchen in Gaststätten verboten, sofern ein separater Raucherraum fehlt. Viele Wirte nutzen aber eine Gesetzeslücke und erklären das ganze Lokal zum Raucherbereich. Achten Sie auf ein entsprechendes Schild am Eingang. „Prohibido fumar“ = Nichtraucher, „Permitido fumar“ oder „Fumadores“ = Raucherlokal.
Reisezeit & KleidungSaison ist das ganze Jahr. Die Luft- und Wassertemperaturen sind jedoch im Herbst am angenehmsten. Im Hochsommer kann die starke Sonnenstrahlung belasten. Von Januar bis April kann es kühl werden, auch die Wassertemperatur ist dann zum Baden nicht sehr angenehm. Hauptsaisonpreise gelten für Juli/August und um Weihnachten. Im August machen viele Restaurants Betriebsferien. Nehmen Sie immer lange Hose und Windjacke, im Winter und Frühjahr auch einen Pullover mit, denn die Abende sind meist frisch.
TaxiJedes Taxi führt eine offizielle Preisliste mit. Grundtarif: 2,21 Euro; über Land fallen etwa 40 Cent/km an.
Telefon & HandyMünzfernsprecher sind zahlreich. Ins Ausland telefoniert man billiger aus Fernsprechläden (locutorios) oder mit teletarjetas, Karten mit aufzurubbelnder Geheimzahl, erhältlich ab 6 Euro; man kann sie an jedem Apparat außer an den älteren öffentlichen Telefonen verwenden.
TrinkgeldBei Kellnern und Taxifahrern rundet man um 5-10 Prozent auf. Für Zimmermädchen werden 3 Euro zu Beginn empfohlen, dann alle vier, fünf Tage nach Leistung. Auch für andere Dienste ist Trinkgeld üblich.
WasserTrinkwasser wird in Plastikflaschen verkauft. Das Leitungswasser ist hygienisch zwar einwandfrei, sollte aber nicht getrunken werden.
ZeitGegenüber MEZ ganzjährig 1 Std. zurück (zeitgleiche Umstellung auf Winter- bzw. Sommerzeit).
ZollDie Kanaren sind Freihandelszone ohne Zollkontrolle. Bei der Einreise ins Heimatland gelten als Freimengen: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Alkohol mit mehr als 22 Vol.-% oder 2 l Wein, 50 g Parfum oder 0,25 l Eau de toilette.
Kamelritt8 Euro Kinder 4 Euro
Kaffee1,50 Euro für eine Tasse Milchkaffee
MietwagenAb 70 Euro für drei Tage
Windsurfen150 Euro für einen Grundkurs
Benzin0,70 Euro für einen Liter Super
Inselrundfahrt50 Euro mit Bus und Reiseleitung
Unser Insider
MARCO POLO Autor Hans-Wilm Schütte im Interview
Hans-Wilm Schütte bereist Fuerteventura seit 1990. Den bekannten Zielen widmet er sich ebenso gern, wie er Untouristisches aufspürt.
Wie war Ihre erste Begegnung mit Fuerteventura?Meine erste Reise war im Sommer 1990 und dauerte nur eine Woche. Damals war die Insel noch urtümlicher als heute. Vom Flughafen in den Süden kam man nur auf einem Umweg über die Hauptstadt und durch die Inselmitte. Schon beim ersten Strandspaziergang habe ich mir einen Sonnenbrand geholt.
Was hat Ihnen an der Insel gefallen?Sicher das Gleiche, was allen gefällt: die endlosen Strände im Süden, die milde Luft und besonders die Dünenlandschaft im Norden. Mich faszinieren aber auch die Vulkane und das wüstenhafte Bergland. Solch eine „nackte“ Erdoberfläche kennen wir aus Deutschland ja gar nicht.
Und was gefällt Ihnen weniger?Leider hat die Korruption unschöne Spuren hinterlassen. Bedauerlich ist vielerorts auch eine achtlose Zersiedelung. Aber wer in dieser Ödnis aufgewachsen ist, dem fällt es sicher schwer, sie als bewahrenswerten Schatz zu wahrzunehmen.
Hatten Sie nie Lust, sich auf der Insel niederzulassen?Ehrlich gesagt: nein. Ich bin wohl zu sehr Großstadtmensch. Aber gerade aus dieser Perspektive entfaltet Fuerteventura ja den größten Reiz. Außerdem bin ich am Meer aufgewachsen, an der Nordsee, und auch auf Fuerteventura bin ich dem Meer nah, nur dass es einen ganz anderen Charakter hat. Würde ich dort wohnen, müsste ich dort auch arbeiten und könnte die Insel nicht mehr mit Urlauberaugen sehen.
Was machen Sie beruflich?Ich bin freier Publizist, und da ich Chinesisch studiert habe, schreibe ich vor allem über China. Fuerteventura bietet auch vor diesem Hintergrund eine willkommene Abwechslung.
Sprechen Sie Spanisch?Ich habe eigens wegen Fuerteventura Spanisch gelernt, und zum Glück ist die Sprache ja nicht schwer. Im übrigen versorgen mich die vielen Freunde, die ich auf Fuerteventura habe, auch auf Deutsch oder Englisch mit aktuellen Informationen.
Mögen Sie die kanarische Küche?Die echte Majorero-Küche bekommt man ja kaum noch. Aber ein Teller mit frischem Fisch, Papas arrugadas und Salat mit Fuerteventura-Tomaten mundet bestens, wenn man, wie ich, Knoblauch mag.
Bloß nicht
Wie man sich leicht Ärger ersparen kann
An der Westküste badenAußer in einigen durch Riffe geschützten Buchten wird es an der Westküste wegen starker Strömungen lebensgefährlich, sobald Sie den Boden unter den Füßen verlieren. Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass es mal wieder einen Leichtsinnigen erwischt.
Einen Sonnenbrand riskierenOder gar einen Hitzschlag! Dies ist die ernsteste Warnung von allen. Schon ein längerer Spaziergang am ersten Urlaubstag kann selbst bei bedecktem Himmel trotz T-Shirt oder Bluse im Sommer zu einem üblen Sonnenbrand führen. Auch zu anderen Jahreszeiten lässt der tückisch kühle Wind die Stärke der Sonne vergessen. Tragen Sie stets Sonnenschutzcremes mit hohem Schutzfaktor auf - auch bei Wolken -, und gehen Sie um die Mittagszeit in den Schatten. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und sonnenempfindliche Hauttypen.
Leichtsinnig Rad fahrenProblematisch sind nicht die Pisten, wo es über Stock und Stein geht, sondern die Landstraßen. Es gibt keine Radwege, und häufig sind die Straßen ziemlich eng. Einheimische nehmen auf Radler wenig Rücksicht. Fuerteventura hat die höchsten Unfallziffern aller Kanarischen Inseln.
Querfeldein fahrenEs ist natürlich verlockend, den Jeep mal so richtig über Stock und Stein zu prügeln. Tun Sie es aber bloß nicht in den Naturparks, z.B. auf der Halbinsel Jandía oder in den Dünen von Corralejo. Auf diesen Frevel stehen mittlerweile empfindliche Geldstrafen.
Strandburgen reservierenAndere Feriengäste von Strandburgen per Schild („bis … reserviert für …“) auszusperren ist eine deutsche Unsitte - ein steter Quell von Streitereien und eine Unhöflichkeit gegenüber dem Gastland. Verständigen Sie sich lieber auf das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.
Windigen Autovermietern auf den Leim gehenWenn Sie sich einen Mietwagen gönnen, gilt: Vorsicht beim Kleingedruckten! Bestehen Sie auf einer deutschen oder englischen Übersetzung Ihres Mietvertrags. Und fahren Sie auf keinen Fall los, ohne im Beisein des Vermieters die wichtigsten Funktionen und den Gesamtzustand des Wagens überprüft zu haben. Windige Vermieter können Sie sonst für Reparaturen zur Kasse bitten, die Sie nicht verschuldet haben. Überhaupt sollte der Wagen, den man Ihnen anbietet, nicht zu alt und damit pannenanfällig sein.