City-Infos
Sie ist Ideengeber für Schriftsteller wie Sir Walter Scott, Sir Arthur Canon Doyle oder Joanne K. Rowling und Philosophen, beherbergt Zauberer, Künstler und Aristokraten – Edinburgh, die geheimnisvolle Hauptstadt Schottlands. In jedem Winkel, jeder Gasse ruht noch etwas von der Magie der Vergangenheit. Auf mehreren vulkanischen Hügeln baute man einst die Felsburg – das Edinburgh Castle – und den mittelalterlichen Holyroodhouse Palast, zu denen sich ab 1780 die elegante New Town gesellte – eine klassizistische Stadtanlage mit wunderschönen Häusern aus hellem Sandstein und Gärten mit alten Bäumen. Im Stadtzentrum, das von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, konzentriert sich eine große Anzahl von Sehenswürdigkeiten, darunter großartige Kunstsammlungen und viele Museen. Lebendig wird die Stadt durch diverse Festivals. Und findet gerade keine Veranstaltung im Bereich der darstellenden Kunst, des Theaters, Kinos oder der Musik statt, unterhalten Straßenkünstler und Dudelsackspieler auf großen Plätzen und in den Gassen auf ganz eigene Art und Weise.
Fotos: VisitScotland/ScottishViewpoint: www.visitscotland.com
Die Stadt kennen lernen
Edinburghs Sehenswürdigkeiten lassen sich optimal zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Wer es lieber bequem mag, kann das dichte Stadtzentrum auch auf einer der organisierten Stadtrundfahrten entdecken, die von zahlreichen Veranstaltern angeboten werden. Achtung: Edinburghs Straßen folgen häufig keinem Muster, was Besuchern bei der Adresssuche Probleme bereitet. Die Stadt ist schachbrettartig angelegt mit Plätzen, Terrassen, Durchgängen und engen Gassen, die in die Straßen hineinragen, sie kreuzen oder überdecken. Die Hausnummern laufen in ungleichen Reihenfolgen, im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn. Viele Häuser und Einrichtungen haben sogar gar keine Hausnummern. Wer also plant, Edinburgh alleine zu erobern, sollte sich einen guten Stadtplan von Edinburgh besorgen sowie im Hotel oder bei Einheimischen genau nach dem Weg fragen.
Calton Hill
Der Calton Hill ist einer der erloschenen Vulkane Edinburghs am östlichen Ende des Stadtzentrums. Schon alleine wegen der fantastischen Aussicht auf die beiden Häfen Edingburghs lohnt sich der etwas beschwerliche Aufstieg. Aber auch die Besichtigung einiger klassizistischer Bauten, denen Schottlands Hauptstadt ihre verherrlichende Bezeichnung "Athen des Nordens" verdankt, belohnt die Mühe. Das aus Geldmangel nie vollendete National Monument ist ein Denkmal für die Gefallenen der Napoleonischen Kriege. Es wurde 1822 von William Playfair nach dem Vorbild des Parthenon in Athen gestaltet. Weiterhin findet sich auf dem Calton Hill das knapp über 30 Meter hohe Nelson Monument, welches bestiegen werden kann sowie einen kleinen griechischen Tempel, der an Dugald Stewart (1753-1828), einst Mathematiker und Professor für Moralphilosophie an der Edinburgher Universität, erinnert.
Regent Road, EH1 3BJ Edinburgh.
City Art Centre
Im Herzen der Stadt lädt das City Art Centre im Herzen der Stadt zu einem Besuch ein. Sechs Galerien präsentieren Ausstellungen zeitgenössische Kunst aus aller Welt. Der Umfang und die Auswahl der Programme machen die Galerie zu einem der meistbesuchten Ausstellungszentren Großbritanniens. Ein Shop und ein Café sind angeschlossen.
2 Market Street, EH1 1DE Edinburgh. Tel.: (0131) 529 39 93; E-Mail: cac.admin@edinburgh.gov.uk. Geöffnet: Mo bis Sa 10-17 Uhr, August auch So 12-17 Uhr. Eintritt frei. Internet: www.cac.org.uk.
Edinburgh Castle
Das berühmteste Wahrzeichen der Stadt ist ein Muss für jeden Besucher: Edinburgh Castle thront 115 Meter hoch auf einem Vulkanfelsen im Herzen der historischen Altstadt. Die Burg blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, denn bereits im 6. Jahrhundert war der Felsen Zankapfel keltischer Pikten und englischer Sachsen. Leider sind die damaligen Gebäude nicht mehr erhalten. Das älteste Gebäude ist Saint Margaret's Chaple, die vermutlich David I. im Jahre 1093 zu Ehren von Königin Margarete bauen ließ.
Die kostbarsten Ausstellungsstücke des Schlosses sind im Palastgebäude aufbewahrt. Im Crown Room sind zusammen mit dem früheren Krönungsstein der schottischen Könige, die "Honours of Scotland", die kostbaren Kronjuwelen von Schottland (die ältesten Krönungsinsignien Europas) zu bestaunen. In den Royal Apartments kann der Besucher den Raum besichtigen, in dem Maria Stuart am 19. Juni 1566 ihren Sohn, den späteren James VI., zur Welt brachte. Unter dem Schloss in den Gewölben steht die berühmte mittelalterliche Kanone "Mons Meg", die James II. zur Einnahme von Threave Castele gegen die Douglases verholfen hat und später explodierte. Auch heute noch ist die Festung mit einer Garnison belegt.Das Schloss gilt mit etwa 1,2 Millionen Besuchern jährlich als Hauptattraktion Schottlands.
Audioguides in sechs Sprachen können gemietet werden.
Castlehill, EH1 2NG Edinburgh. Tel.: (0131) 225 98 46. Geöffnet: April bis Oktober täglich 9.30-18 Uhr, November bis März täglich 9.30-17 Uhr (letzter Eintritt jeweils 45 Minuten vor Schließung). Internet: www.historic-scotland.gov.uk.
Princes Street Gardens
Das großzügige Areal der reizvollen Princes Street Gardens dehnt sich bis zum Fuße des Castle Rock, bis zum Westende der Stadt und ostwärts bis zum Bahnhof Waverley aus. Geteilt durch den Hügel, auf dem die Royal Scottisch Academy und die National Gallery of Scotland stehen, bilden die Parks einen wunderbaren grünen Flecken im Tal zwischen Alt- und Neustadt. Immer von der kommerziellen Nutzung durch ein Parlamentsgesetz von 1816 verschont, wurde der Park 1830 fertig gestellt, nachdem der ehemalige See "Nor' Loch" trockengelegt wurde. Heute sind die Gärten ein beliebter Ort für einen Bummel. Neben dem Scott Monument von 1846 ist die riesige Blumenuhr eine weitere Attraktion. Sie erhält jährlich ein neues Motiv aus bis zu 20.000 Pflanzen und geht richtig - sogar mit einem Kuckuck.
Princes Street, EH2 2EJ Edinburgh.
Shoppen nach Lust und Laune: Vom großen Einkaufszentrum bis zum freundlichen kleinen Laden gibt es alles in Edinburgh. Während die Princes Street, in der alle Läden strategisch günstig auf einer Straßenseite liegen, als Shopping-Meile mit Kaufhäusern und Boutiquen gilt, gibt es in der parallel zur Princes Street verlaufenden Fußgängerzone, der Rose Street, viele kleine Geschäfte. Exklusive Boutiquen wie Louis Vuitton und Emporio Armani sind am Multrees Walk, einer luxuriösen Shoppingzeile zwischen der neuen Busstation und dem Nobelkaufhaus Harvey Nichols, ansässig. In der Victoria Street und am Grassmarket in der Altstadt bieten Kunstgewerbe- und Antiquitätenläden ihre Waren an. Die Cockburn Street in der Nähe der Waverley Station ist ein flippiges Mix aus Streetstyle-Shops, Galerien, urigen Kunsthandlungen und vielen kleinen Cafés.
Beliebte Mitbringsel aus Edinburgh sind Whisky sowie Textilien, besonders Wollstoffe (Tartan und Tweed). Als typisch schottischer Markenartikel gelten der Kilt, der Schottenrock, der in über 650 Mustern angeboten wird und der Dudelsack. Zu den kulinarischen Souvenirs zählen Räucherlachs, Dundee Marmelade, Dundee Cake und Shortbread.
Geschäftsöffnungszeiten: Montag bis Samstag 9-17.30/18 Uhr, am Donnerstag bis 20 Uhr (late-night shopping). Einige Geschäfte bleiben in den Sommermonaten bis spät abends geöffnet, andere öffnen auch sonntags.
Allein durch sein Klima und seine Landschaft bietet Schottland eine große Vielfalt an qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln. Neben Rind-, Lamm- und Wildfleisch gibt es eine Fülle von Meeresfrüchten.
Der bekannteste Fisch aus schottischen Gewässern ist zweifelsohne der Lachs. Aber auch der Hering, dessen bekanntester Vertreter der "Kippers" (geräucherter Hering) ist, sowie "Haddock" (Schellfisch) sind Fischarten, die aus der schottischen Küche nicht wegzudenken sind. "Finnan haddock" ist eine Spezialität. Er wird geräuchert, bis er Strohfarben oder dunkler ist. "Finnan-haddies" ist geräucherter Schellfisch, der in Milch und Butter gekocht wird. Neben Fisch sind das saftige Fleisch der Aberdeen Angus-Rinder sowie Schottisches Schaffleisch, vor allem Lammfleisch, eine Delikatesse. Eine weitere schottische Spezialität ist Porridge (Hafer- oder Gerstebrei), das früher das Hauptgericht der armen Leute war – was aber nicht jedermanns Geschmack ist. Ganz besonders empfehlenswert sind die Käsesorten Cheddar und Dunlop, zwei Hartkäsesorten, Lamark Blue aus unpasteurisierter Schafsmilch sowie Caboc, ein in groben Hafermehl gerollter vollfetter Weichkäse.
Deep Sea World
Mit dem Zug (Fife Circle Line) ab Edinburgh (Waverley und Haymarket Station) bis North Queensferry fahren, dann folgt ein kurzer Fußweg. Das ausgezeichnete Aquarium zeigt Seelöwen, Haie, Piranhas und viele andere interessante Meerestiere. Eine Attraktion ist die "Unterwasser Safari", bei der der Besucher auf einem 112 Meter langen Rollband durch das riesige, in sechs Zonen aufgeteilte Safaribecken fährt. Hier werden 3.000 Fische aus über 100 Gattungen und acht Sandtigerhaie gepflegt. Ganz Mutige können mit den Haien tauchen.
Battery Quarry, North Queensferry, KY11 1JR Fife. Tel.: (01383) 41 18 80; E-Mail: info@deepseaworld.co.uk. Geöffnet: Mo bis Fr 10-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr (letzter Einlass jeweils eine Stunde früher). Internet: www.deepseaworld.com.
VisitScotland
Edinburgh & Scotland Information Centre
3 Princes Street
Edinburgh
EH2 2QP
Tel : 0131 473 3600
VisitScotland
Main Concourse
Edinburgh International Airport
Edinburgh
EH12 9DN
Tel: 0131 344 3120
Internet: www.visitscotland.com



