Berlin ist ohne Zweifel eine der spannendsten Städte der Welt – und neben London, Paris und Rom eine der meistbesuchten Metropolen Europas.

Mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 hat für Berlin eine neue Zeitrechnung begonnen und sich die Tür zur Zukunft geöffnet. Markanteste Daten sind die Wiedervereinigung Deutschlands 1990, die Hauptstadt-Entscheidung 1991 und der Umzug von Regierung und Parlament 1999 an die Spree. Aus allen Teilen der Welt kommen die Menschen nach Berlin, weil die Stadt den Reiz des Neuen versprüht, wie kaum eine andere.

Weltweite traurige Berühmtheit hat die Stadt fast 30 Jahre durch die Berliner Mauer erlangt. Einige Mauerreste können auch heute noch besichtigt werden, z.B. an der East Side Gallery, in der Bernauer Straße, am Preußischen Landtag und in Prenzlauer Berg. Doch Berlin ist schon lange nicht mehr die "Mauerstadt". Im sechszehnten Jahr nach dem Fall der Mauer hat die einstige "Werkstatt der Einheit" ihr Image neu definiert. Berlin steht heute für hochkarätige Architektur, Modernität und Tempo. Die deutsche Hauptstadt, die ihr Gesicht auch weiterhin verändern wird, ist für den Tourismus interessanter denn je.

Berlin war nicht von ungefähr 1988 offizielle Kulturstadt Europas – inoffiziell ist sie es eigentlich immer. Kulturelle Ereignisse von internationalem Rang sind fester Bestandteil des Berliner Alltags: die Internationalen Filmfestspiele, die über ein weltweites Renommee verfügen, 135 Theater und Bühnen, drei Opernhäuser, eine Vielzahl von Varietés und Musical-Häusern. Berlin verfügt darüber hinaus über eine einzigartige Museumslandschaft mit einer Vielzahl von archäologischen und kunsthistorischen Sammlungen, die 6000 Jahre kultur-geschichtliche Entwicklung von Europa bis zum fernen Osten dokumentieren. An der Spree gibt es übrigens mehr Museen als Regentage – nämlich insgesamt 175.

Daten & Fakten

Fläche: 892 qkm
Einwohnerzahl: 3,4 Millionen
Land: Bundesrepublik Deutschland
Zeitzone: UTC + 2:00
Telefon Code: Landesvorwahl +49

SEHENSWERTES

[+] Klick auf Bild - Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins. (Foto BTM: © www.berlin-tourist-information.de)

Das Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor, das einzige erhaltene Stadttor Berlins, ist das Wahrzeichen der Stadt. Lange Zeit stand es symbolisch für die Trennung der Stadt, da es sich im Niemandsland direkt an der Berliner Mauer befand. Nach dem Fall der Mauer wurde das Tor am 22. Dezember 1989 wiedereröffnet.

Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten erscheint das Brandenburger Tor in neuem Glanz: Am 3. Oktober 2002, dem Tag der Deutschen Einheit, wurde es in einer spektakulären Show enthüllt. Der nach Plänen von C.G. Langhans in den Jahren 1788 bis 1791 errichtete Sandsteinbau ist den Propyläen auf der Athener Akropolis nachempfunden. 1794 wurde das Gebäude mit der Quadriga und Siegesgöttin von Schadow gekrönt, die Richtung Stadtmitte nach Osten zeigt. Das Brandenburger Tor war von weiteren Gebäuden umrahmt, die jedoch im Krieg zerstört wurden.

Nach dem Entscheid des Berliner Senats vom 22. Oktober 2002 bleibt das Brandenburger Tor für den Autoverkehr wie auch für Busse und Taxen geschlossen. Der Pariser Platz kann so in seiner neu erstrahlenden Schönheit von den Berlinern und ihren Besuchern genossen werden.

[+] Klick auf Bild - Der Reichstag ist der Sitz der Deutschen Bundestages – und ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto BTM: © www.berlin-tourist-information.de)

Der Reichstag
Der Reichstag ist der Sitz des Deutschen Bundestages und mit seiner neuen Kuppel der beliebteste Publikumsmagnet Berlins. Seine bewegte Geschichte spiegelt die Turbulenzen der Deutschen Historie seit dem 19. Jahrhundert wider.

Der Reichstag wurde 1884–94 von Paul Wallot errichtet, nachdem mit der Gründung des Deutschen Reiches ein repräsentatives Gebäude für das Parlament erforderlich war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das zerstörte Gebäude nach Plänen von Paul Baumgarten von 1961 bis 1971 in vereinfachter Form ohne die 1945 gesprengte Kuppel wieder aufgebaut. Im Innern des an die Berliner Mauer grenzenden Hauses befand sich die Ausstellung "Fragen an die Deutsche Geschichte", die heute im Deutschen Dom präsentiert wird. Nach der Wiedervereinigung beschloss der Deutsche Bundestag, das Gebäude wieder als Parlament zu nutzen. Von 1994 bis 1999 wurde der Reichstag vom Architekten Sir Norman Forster in Anlehnung an die großzügigen historischen Dimensionen als modernes Arbeitsparlament mit begehbarer Kuppel um- und ausgebaut. Vor Beginn der Arbeiten 1994 war das Gebäude Schauplatz einer der spektakulärsten Kunstereignisse Europas: die Verhüllung durch Christo und Jeanne Claude. Die zunächst heftig umstrittene Glaskuppel ist mittlerweile zum neuen Wahrzeichen der Stadt geworden. Seit 1999 ist das Reichstagsgebäude wieder Sitz des Deutschen Bundestages.

[+] Klick auf Bild - Die Siegessäule ist eines der markantesten Wahrzeichen Berlins. (Foto BTM: © www.berlin-tourist-information.de)

Die Siegessäule
Ursprünglich stand die etwas zu kurz geratene Säule vor dem Reichstag.

In der Mitte des Großen Sterns kündet die Siegessäule von den preußischen Siegen über Österreich, Dänemark und Frankreich in den Einigungskriegen bis 1871. Die Siegessäule mit ihrer goldenen Viktoria ist eines der markantesten Wahrzeichen Berlins, das die Geschichte der Stadt auf eindrucksvolle Art widerspiegelt.

Als Nationaldenkmal der "Einigungskriege" wurde sie ursprünglich auf dem Königsplatz (dem heutigen Platz der Republik vor dem Reichstag) nach Plänen von Heinrich Strack 1864 bis 1873 errichtet, um des Sieges im preußisch-dänischen Krieg zu gedenken. Nach weiteren Siegen über Österreich und Frankreich wurde die Säule mit der 8,3 Meter hohen goldenen Viktoria – von den Berlinern bald "Goldelse" genannt – von Ferdinand Drake gekrönt. Während des Nationalsozialismus wurde die Siegessäule um eine vierte Trommel erhöht, so dass sie nun eine Gesamthöhe von 67 Metern besitzt. 1938/39 ließ man zudem für die Umgestaltung der "Reichshauptstadt Germania" das Denkmal auf den Großen Stern inmitten des Tiergartens versetzen.

Nachdem sie den Krieg weitgehend unbeschadet überstand, wurde die Siegessäule Mitte der 80er Jahre restauriert. Reliefs von Alexander Candrelli, Karl Keil, Moritz Schultz und Wolff in einer Säulenhalle stellen Porträts und Kriegsszenen dar. Nach dem Krieg auf Befehl der Alliierten entfernt, wurden diese Reliefs in den 80ern wieder installiert. Das an der Innenwand angebrachte Glasmosaik Anton von Werners stellt ebenfalls Kriegsszenen dar. Vergoldete Geschützrohre aus der Kriegsbeute verzieren den Säulenschaft. Die Aussichtsplattform auf der Säule bietet einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt.

Das Schloss Bellevue
Schloss Bellevue ist der erste klassizistische Schlossbau in Preußen. Die dreiflüglige Grundform enstammt zwar noch dem Barock entstammt, die strenge Fassade ist aber eindeutig klassizistisch ist. In nur einem Jahr, 1785, entstand das Schloss unter der Leitung von Philipp Daniel Boumann für den jüngsten Bruder des Königs, August Ferdinand. Bis 1918 wurde es von den Hohenzollern bewohnt, von 1935 bis 1938 diente es als Museum für Völkerkunde.

EINKAUFEN

[+] Klick auf Bild - Der Prachtboulevard Kurfüstendamm bietet für jeden Geschmack etwas. (Foto BTM: © www.berlin-tourist-information.de)

Berlin ist auch eine sich stark entwickelnde Einkaufsstadt. Mit dem Kurfürstendamm, der Friedrichstraße und dem Potsdamer Platz verfügt sie heute über drei Shopping-Zentren. Der Prachtboulevard Kurfürstendamm, der sich über eine Länge von 3,5 km von der Gedächtniskirche bis zum Halensee erstreckt, bietet für jeden etwas, vom berühmten Kaufhaus des Westens (KaDeWe) über das Europa-Center bis hin zu den vielen internationalen Modegeschäften, Restaurants und Cafés. In lauen Sommernächten ist Berlin hier wie auch an anderen Plätzen der Stadt 24 Stunden geöffnet. Die Stadt kennt so gut wie keine Sperrstunde und ihre Gäste können den Reiz dieser kosmopolitischen Mischung voll auskosten. Dafür stehen rund 6.000 gastronomische Betriebe aller Art zur Verfügung. Neben dem Ku'damm lädt die im ehemaligen Ostteil der Stadt gelegene Friedrichstraße zu einem Bummel ein. Am Potsdamer Platz hingegen sind allein auf dem DaimlerChrysler-Areal, das am 2. Oktober 1998 eingeweiht wurde, etwa 130 Läden entstanden. Alle drei Einkaufszentren sind durch die U-Bahnlinie 2 direkt miteinander verbunden.

ESSEN / TRINKEN

Die „Berliner Luft“ macht hungrig. Wer die Metropole besucht, sollte nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch die Gastronomie Berlins erkunden. Sie ist so bunt und so vielfältig wie die Stadt und ihre Bewohner. Von der einfachen Küche bis zum Gourmetrestaurant, von ungewöhnlichen Tafelrunden bis zum klassisch hergerichteten Mahl lässt sich hier eine große Auswahl an kulinarischen Schauplätzen finden. Die typische Berliner Küche ist rustikal und bodenständig – beeinflusst durch das Umland und die Zuwanderung aus aller Herren Länder entwickelte sie sich zu einer „deftigen Mischung“.

Mein Tipp für Berlin

Sobald wir die kleine Tapas Bar in der Nähe der S-Bahn Haltestelle Alexanderplatz betreten, schlägt uns spanisches Stimmengewirr entgegen, umhüllt uns der Duft frisch zubereiteter Tapas und unser Blick fällt auf unzählige, in Regalen gestapelte Weinflaschen. Die Atmosphäre ist trubelig, aber trotzdem gemütlich, so dass wir froh sind, den letzten freien Tisch zu ergattern. Besonders zu empfehlen ist die köstliche Fischsuppe, die uns in rustikalen Tontellern serviert wird. Wer Lust hat, ein Stück Spanien in Berlin zu erleben, sollte unbedingt einen Tisch reservieren!

Tapas Bar Atame
www.atame-tapasbar.de

Die persönlichen Reisetipps
der Flughafen-Mitarbeiter u.
-Partner

Dieser Tipp wurde erstellt von:
Simone Grytz
(stellvertretende Marketing-Leiterin)

DER BESONDERE TIPP

Die WelcomeCard bietet Beucherinnen und Besuchern 72 Stunden freie Fahrt für einen Erwachsenen und bis zu drei Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr mit den Bussen und Bahnen des Tafifbereiches ABC innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Für zahlreiche touristische und und kulturelle Angebote wie Stadtrundfahrten und -führungen sowie für Museen und Bühnen gibt es zudem bis zu 50 Prozent Ermäßigung. Erhältlich ist die WelcomeCard in den Tourist Info Centern, den Verkaufsstellen der S-Bahn, der BVG und in vielen Berliner Hotels.

TOURISTEN-INFO

Europa-Center
Eingang Budapester Straße
Montag bis Samstag 10-19 Uhr, sontags 10-18 Uhr (von April bis Oktober erweiterte Öffnungszeiten)

Brandenburger Tor
Seitenflügel
Täglich 10-18 Uhr (von April bis Oktober erweiterte Öffnungszeiten)

Tourist Info Café
Unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz
Täglich 10-18 Uhr (von April bis Oktober erweiterte Öffnungszeiten)

Hotels – Tickets – Berlin-Infos
Tel.: +49 (0)30 250025
www.berlin-tourist-information.de