City-Info Barcelona

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Sehenswertes

Mittelalterlich, modernistisch und visionär

Nehmen Sie sich Zeit, um die viel gepriesene Schönheit der Mittelmeermetropole zu entdecken

Die Erkenntnis, dass Barcelona „ganz einzig durch seine Schönheit“ sei, legte schon Miguel de Cervantes seinem Don Quijote in den Mund. Dem Lob des rastlosen Ritters können sich zeitgenössische Reisende nur anschließen.

Wo sonst finden Sie z.B. so viele und verschiedene Sehenswürdigkeiten auf einmal? Das nach Prag größte gotische Viertel, die prachtvollen Monumente des modernisme, die ultramodernen Entwürfe internationaler Stararchitekten und Designer, von Jean Nouvel bis Norman Foster: Barcelonas Bild war und ist bestimmt durch Kunst und Kultur. Dabei sind es nicht nur die bedeutenden Baudenkmäler, die die Besucher bezaubern: Die Kunst gehört wie selbstverständlich zum Leben der Stadt - ob auf Straßen und Plätzen, in Häusern, Höfen, Parks oder Patios. Ein amerikanischer Kunstkritiker ernannte Barcelona gar voller Begeisterung zum „größten Freilichtmuseum Europas“.

Wenn Sie also der viel gepriesenen Schönheit Barcelonas auf die Spur kommen wollen, sollten Sie sich Zeit nehmen, um die unzähligen dekorativen Details der Stadt zu entdecken. Nicht zu vergessen Barcelonas mehr als 50 Museen und Sammlungen: von weltberühmten romanischen Fresken bis zu den Fußballtrophäen des F. C. Barcelona reicht das Angebot. Achtung: Montags und sonntagnachmittags sind viele Museen geschlossen! Im Juli und August öffnen etliche auch in den weniger heißen Abendstunden und bieten mitunter nicht nur besondere Führungen an, sondern auch einen erfrischenden Drink. Infos im Palau de la Virreina (Rambla, 99 | Tel. 933017775 | www.bcn.es/icub) und an den Auskunftsstellen des Fremdenverkehrsamts (www.barcelonaturisme.com).

Sehenswertes

Stadtviertel

Casa de lArdiaca

Auf der Südseite der Plaça de la Seu, des Vorplatzes der Kathedrale, liegt die Casa de lArdiaca, das Haus des Erzdiakons: ein Bau aus dem 12. Jh., renoviert im 15. Jh., heute Sitz des Stadtarchivs. Schauen Sie sich den idyllischen Innenhof an samt gotischem Brunnen. Der schöne Marmorbriefkasten am Eingang (Carrer del Bisbe) stammt vom Jugendstilarchitekten Lluís Domènech i Montaner.

Catedral/Kathedrale

Der Bau des gewaltigen Gotteshauses wurde im 11. Jh. begonnen: auf den Fundamenten einer frühchristlichen, von den Mauren zerstörten Basilika. Aber erst zwischen 1298 und 1448 bekam das großartige Kirchenschiff seine heutige Form, während die neugotische Hauptfassade sogar erst 1890 fertig wurde. Wunderschön ist das Chorgestühl im Zentrum des Kirchenraums - eine Besonderheit spanischer Kirchen, die nicht ausschließlich für liturgische Zwecke konzipiert waren. In einer der 29 vorwiegend aus dem 16. und 17. Jh. stammenden Seitenkapellen wird ein angeblich wundertätiges Kruzifix aufbewahrt. Es soll geholfen haben, die Türken in der großen Seeschlacht von Lepanto zu besiegen. Die Kathedrale diente eben nicht nur zur Verbreitung des göttlichen, sondern auch des irdischen Ruhms. Geweiht ist die Kathedrale der Märtyrerin Santa Eulàlia, der Schutzpatronin der Stadt, die in spätrömischer Zeit zu Tode gefoltert wurde. Die Heilige liegt in einem Alabastersarkophag in der Krypta unter dem Hochaltar begraben.

Museu dHistòria de la Ciutat/Stadtgeschichtliches Museum

Untergebracht in einem gotischen Palast, der 1931 von seinem ursprünglichen Platz abgetragen und an der Plaça del Rei wieder aufgebaut wurde. Bei den Ausschachtungsarbeiten stieß man auf Reste der römischen Vergangenheit Barcelonas, damals noch Barcino genannt: Kanalisation, Straße, Bäder, Mosaikböden sind in den Kellergewölben des Museums zu besichtigen. In den oberen Stockwerken finden Sie Reste der römischen Stadtmauer, Exponate aus Mittelalter und Neuzeit. | April-Sept. Di-Sa 10-20 Uhr, So 10-15 Uhr, Okt.-März Di-Sa 10-14 und 16-19 Uhr, So 10-15 Uhr | Eintritt 5 Euro | Plaça del Rei | www.museuhistoria.bcn.es | Metro Jaume I (L4)

Museu Frederic Marès

Der Bildhauer Frederic Marès (1893-1991) war ein leidenschaftlicher Reisender und Kunstsammler. Was er zusammengetragen hat, lässt sich in diesem mittelalterlichen Gebäude an der Plaça del Rei bewundern. Die Skulpturenabteilung mit Werken aus Römerzeit, Romantik, Gotik, Renaissance und Barock bietet eine der umfassendsten Sammlungen Spaniens. In den oberen Etagen befindet sich das Sentimentale Museum, ein Sammelsurium von Alltagsgegenständen vom 15. Jh. bis in die Gegenwart. | Di-Sa 10-19 Uhr, So 10-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Plaça Sant Iu 5 | www.museumares.bcn.es | Metro Jaume I (L4)

Palau de la Música Catalana

Von Lluís Domènech i Montaner zwischen 1905 und 1908 errichteter Musikpalast in üppigstem Jugendstil: ein einzigartiges Juwel des modernisme, als „Ode an Katalonien“ konzipiert. Opulent geschmückte Straßenfassaden, zur Carrer Sant Pere més alt mit mosaikbedeckten Säulen, gekrönt von den Büsten Bachs, Beethovens, Wagners und Palestrinas. Von einzigartiger Schönheit ist die nach innen gewölbte Kuppel aus buntem Glas in der Mitte des Auditoriums. Decken, Wände und Säulen des Saales sind überzogen mit Ornamenten aus Blüten und Ranken in scheinbar unendlichen Variationen, dazu Drachenköpfe und andere symbolträchtige Skulpturen. | Führungen tgl. 10-15.30 Uhr alle 30 Min., im Juli an vielen Tagen bis 19 Uhr | Eintritt 9 Euro | Sant Francesc de Paula 2 | Tel. 932957200 | www.palaumusica.org | Metro Urquinaona (L1, L4)

Palau Güell

Ein Frühwerk Antoni Gaudís, das seinen Ruf als einer der größten Architekten und Kunsthandwerker seiner Zeit begründete. 1889 wurde es für den Gönner und Industriellen Eusebi Güell erbaut. Die asymmetrische Fassade und die bizarren Schornsteine der Dachlandschaft deuten bereits Gaudís Bruch mit der noch dominierenden geometrischen Form an. Achtung: Das Gebäude ist wegen Renovierung geschlossen und voraussichtlich erst Anfang 2009 wieder zugänglich! | Nou de la Rambla 3 | Metro Liceu

Plaça de Sant Felip Neri

Der malerische kleine Platz im Gotischen Viertel ist ein idyllischer Ruhepunkt mitten im Labyrinth der Altstadtgassen. Antoni Gaudí kam auf seinen allabendlichen Spaziergängen hierher, während er an der Sagrada Família baute. Auf dem romantischen Platz sind die Barockkirche Sant Felip Neri und die Renaissancefassade des Schuhmuseums Museu del Calçat (Di-So 11-14 Uhr | Eintritt 2,50 Euro) sehenswert. | Metro: Catalunya (L1, L3)

Plaça de Sant Jaume

An diesem Platz des Gotischen Viertels wurde und wird katalanische Geschichte geschrieben. Schon vor 2000 Jahren, als Barcelona noch die von den Römern gegründete Siedlung Barcino war, liefen hier alle Fäden zusammen. Auf dem Platz wurde 1931 die katalanische Republik ausgerufen, von hier schmetterte der aus dem Exil heimkehrende Landespräsident Josep Tarradellas 1977 der begeisterten Menge seinen legendären Satz entgegen: „Ja sóc aquí“, „Ich bin wieder da“. Zur Plaça de Sant Jaume kommen die Katalanen bis heute, um zu demonstrieren, ihre Feste zu feiern oder einen Sieg des F. C. Barcelona zu bejubeln. Auch architektonisch ist er bemerkenswert. Auf einer Seite steht der Palau de la Generalitat (Führungen jeden 2. und 4. So im Monat 10.30-13.30 Uhr gratis), Sitz der autonomen katalanischen Landesregierung. Der Palast wurde zwischen 1403 und 1630 um ein gotisches Kerngebäude errichtet. Schön die Sant-Jordi-Kapelle, der Kuppelsaal Sant Jordi mit Deckenmalereien, der prunkvolle Goldene Sitzungssaal, den man über den bezaubernden Orangenhof erreicht. Gegenüber liegt das Rathaus (Führungen So 10-13.30 Uhr gratis). Sehenswert ist der gut erhaltene gotische Teil des Ajuntament (14. Jh.) mit dem prächtigen Ratszimmer des Consell de Cent (Rat der Hundert) und seinem herrlichen Innenhof. Die neoklassizistische Fassade stammt aus dem 19. Jh. | Metro: Jaume I (L4)

Plaça de Sant Josep Oriol/Plaça del Pi

Die beiden Plätze um die Kirche Santa María del Pi gehören zu den stimmungsvollsten der Innenstadt. In den kleinen Terrassenbars und Cafés können Sie schön sitzen und schauen, in alten Läden gemütlich stöbern. Sonntagvormittags Bildermarkt. | MetroLiceu (L3)

Plaça Reial

Eines der schönsten Platzensembles der Stadt, entstanden zwischen 1848 und 1859 nach französischen Vorbildern aus der Ära Napoleons. Der arkadengeschmückte Komplex klassizistischer Bauten wurde anstelle eines ehemaligen Kapuzinerklosters errichtet. In seinem Zentrum steht der Drei-Grazien-Brunnen; später kamen die von Antoni Gaudí entworfenen modernistischen Laternen dazu. Nachdem der Platz verfallen und zum Milieu für Drogenhandel und Prostitution heruntergekommen war, wurde er Anfang der 80er-Jahre vollständig saniert und bietet heute Terrassencafés, Lokale, Jazzclub, Diskos. Vorsicht, Taschendiebe! | Metro Liceu (L3)

Plaça del Rei

Ein einzigartiges bauliches Ensemble! Der Palau Reial Mayor, der Königspalast mit seinem großen gotischen Festsaal Saló del Tinell und dem imposanten Wachturm, dem Mirador del Rei Martí (eine Art mittelalterliches Hochhaus), dazu der benachbarte Palau del Lloctinent (Palast des Stellvertreters, gotische Fassade, Innenhof aus der Renaissance) und die kleine gotische Kapelle Santa Agata (14. Jh.) bilden eine großartige Kulisse, vor allem in der Abendsonne. Ganz besonders ist auch die Akustik - im Sommer finden hier interessante Konzerte statt.

Carrer de Montcada

Die gut erhaltene Gasse im Ribera-Viertel ist ein wahres Juwel spätmittelalterlicher Baukunst. Auf nur wenigen Metern finden Sie hier ein einmaliges Ensemble aus Stadtpalästen des 14. Jhs., der Blütezeit Kataloniens. Wunderschöne Holztore und Innenhöfe verweisen auf Reichtum und Geschmack der aristokratischen Handelsleute, die die Herrschaftshäuser erbauen ließen. Als die Paläste in den 50er-Jahren zu verfallen drohten, wurden sie von der Stadt aufgekauft und nach und nach vorbildlich restauriert. Heute sind in den meisten Gebäuden Museen, Galerien oder Ausstellungszentren untergebracht. | Metro Jaume I (L4)

Museu Picasso/Picasso-Museum

Das meistbesuchte Museum der Stadt zeigt vor allem - aber keineswegs nur - die Werke aus der frühen Schaffensphase Pablo Picassos, der „Blauen Periode“, die mit seinen Jahren in Barcelona zusammenfällt. Von 1895-1904 lebte der Maler in der katalanischen Metropole, war Teil der künstlerischen Avantgarde und Boheme und fand erste Anerkennung. Sein Leben lang fühlte er sich Barcelona verbunden, selbst im französischen Exil während der Franco-Diktatur. Seit den 30er-Jahren vermachte Picasso der Stadt Bilder, darunter seinen berühmten „Harlekin“. Aber erst 1963 kamen die verstreuten Werke unter ein Museumsdach: auf Initiative des Picasso-Freundes und -Sekretärs Jaume Sabartés, der außerdem seine umfassende Privatsammlung stiftete. Zunächst untergebracht in einem gotischen Palais der Carrer Montcada, erstreckt sich das Museum heute über fünf prachtvolle Paläste. Die Sammlung wurde nach und nach komplettiert: Picasso schenkte dem Museum seine berühmte „Menina“-Serie und sämtliche Frühwerke aus dem Wohnhaus der Familie in Barcelona; seine Witwe Jacqueline gab 1981 wertvolle Keramiken dazu. Inzwischen ist das Museum neben dem in Paris die bedeutendste öffentliche Picasso-Sammlung. | Di-So 10-20 Uhr | Eintritt 6 Euro | Montcada 15 | www.museupicasso.bcn.es | Metro Jaume I (L4)

Parc de la Ciutadella

Wo heute der beschauliche Park zum Besuch einlädt, stand einst die den Katalanen verhasste Zitadelle. Errichtet 1715 von Philipp V. nach seinem Belagerungssieg über Barcelona, diente die Festung als gefürchtetes Gefängnis zur Unterwerfung der aufmüpfigen Katalanen. Die ruhten nicht, bis die Zitadelle 1878 fiel und auf dem Gelände ein Park entstand. 1888 wurde die Anlage dann zum Schauplatz der Weltausstellung, die Barcelonas Aufbruch in die Moderne einläutete. Am Haupteingang des Parks steht ein märchenhaft-burgartiger Bau mit glänzenden Goldzinnen: das ehemalige Ausstellungsrestaurant Castells dels Tres Dragons, ein Entwurf des Architekten Lluís Domènech i Montaner (heute Museum für Zoologie).

Santa María del Mar

Für viele ist sie die schönste Kirche Barcelonas. Das Gotteshaus in reiner katalanischer Gotik fasziniert durch seine kunstvolle Schlichtheit: Keinerlei Pomp oder Prunk stört den Eindruck von Weite, Offenheit und meditativer Stille. Kunstvoll gestaltete, polychrome Glasfenster, teilweise aus dem 15. Jh., tauchen das fast leere Kirchenschiff (Chorgestühl und Einrichtung verbrannten im Bürgerkrieg) in beinahe mystisches Licht und verstärken den Eindruck tiefer innerer Ruhe.

Casa Amatller

Das von Josep Puig i Cadafalch gestaltete Gebäude (1898-1900) gehört zu dem berühmten Häuserblock am Passeig de Gràcia (zwischen den Straßen Consell de Cent und Aragó), der im Volksmund Mançana de la Discòrdia heißt: Zankapfel. Der Name bezieht sich auf den Streit darüber, welches dieser architektonischen Kunstwerke das schönste sei (dazu gehören Gaudís Casa Batlló und die Casa Lleó Morera von Lluís Domènech i Montaner). Die Casa Amatller zeugt von der Inspiration des modernisme durch die Neugotik, das „goldene Zeitalter“ Kataloniens. | Vorhalle tagsüber frei zugänglich, Mo-Sa 10-20, So 10-15 Uhr | Passeig de Gràcia 41 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Casa Batlló

Das von Antoni Gaudí zwischen 1904 und 1906 umgestaltete Gebäude ist Teil der Mançana de la Discòrdia. Auch für dieses phantastische Baukunstwerk hat sich Gaudí von der Natur inspirieren lassen: Die sanft gewellte Fassade ist überzogen mit glitzernden Mosaiksteinchen; bizarre Balkons und Erker wirken wie Knochen oder Masken; skurrile Steinsäulen sehen wie Elefantenfüße aus. Die Dachkonstruktion erinnert an ein schuppiges Riesenreptil - eine Anspielung auf die Allegorie vom Drachentöter Sant Jordi, dem Schutzpatron der Stadt. | Tgl. 9-20 Uhr, falls Veranstaltungen stattfinden, nur bis 14 Uhr | Eintritt 16,50 Euro (inkl. Audioguide) | Passeig de Gràcia 43 | www.casabatllo.es | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Casa Lleó Morera

Das dritte Gebäude der phantastischen Mançana de la Discòrdia, von Lluís Domènech i Montaner gestaltet (1902 bis 1906). Kunstvoll gearbeitetes Dekor in reinstem Jugendstil mit einer schier unerschöpflichen Vielfalt von Blumenelementen, ob gemalt, in Stein, Stuck, Glas, Holz oder Keramik. | Nicht öffentlich zugänglich | Passeig de Gràcia 35 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Casa Milà/La Pedrera

Antoni Gaudís berühmtestes Haus nennt der Volksmund bezeichnend La Pedrera, der Steinbruch: ein aus Naturstein gehauener Bau ohne tragende Wände, mit wuchtigen, gewellten Fassadenformen, baumstammartigen Säulen und pflanzenhaft geschwungenen Balkons. Bei diesem gewagten Gebäude, das eher aussieht wie eine gigantische, aus Ton oder Wachs geknetete Skulptur, ließ der Architekt seiner überbordenden Phantasie freien Lauf.

Casa Terrades/Casa de les Punxes

Der 1905 errichtete rote Backsteinbau von Josep Puig i Cadafalch verbindet Elemente der nordeuropäischen Gotik mit Motiven der katalanischen Tradition. Mit seinen sechs Spitztürmen, die aussehen wie Hexenhüte (daher der Spitzname Casa de les Punxes, Haus der Spitzen), wirkt der exzentrische Bau ein wenig wie aus der Märchenwelt der Brüder Grimm. | Innenräume nicht öffentlich zugänglich | Av. Diagonal 416 | Metro Diagonal (L3, L5)

Fundació Tàpies/Stiftung Tàpies

Antoni Tàpies, bedeutendster zeitgenössischer Künstler Kataloniens, eröffnete 1990 sein eigenes Museum. Das von Jugendstilarchitekt Lluís Domènech i Montaner errichtete Gebäude beherbergt eine der weltweit umfassendsten Sammlungen von Tàpies-Werken. Auch wechselnde Ausstellungen mit internationalen, oft hochaktuellen Künstlern. | Di-So 10-20 Uhr | Eintritt 6 Euro | Aragó 255 | www.fundaciotapies.org | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Hospital de Sant Pau

1902 entwarf Lluís Domènech i Montaner ein neues, für damalige Verhältnisse revolutionäres Stadtkrankenhaus. Damit die Patienten an frischer Luft und im Grünen besser genesen, baute er 26 einzelne Pavillons in einen Park; Verbindungsgänge und Diensträume wurden unterirdisch versteckt. Die Pavillons stattete Domènech i Montaner mit reichlich Kunst und Farben aus, an deren heilende Wirkung er glaubte. Schön sind die keramikgefliesten Dächer mit ihren Türmchen und die reich mit Mosaiken gestaltete Eingangshalle. | Tagsüber teils frei zugänglich, tgl. Führungen, 10.15 und 12.15 Uhr in engl., 11.15 Uhr in katalanischer, 13.15 Uhr in spanischer Sprache | Eintritt 5 Euro | Sant Maria Claret 167-171 | www.santpau.es | Metro Hospital de Sant Pau (L5)

Passeig de Gràcia

Mondäner Flanierboulevard mit prächtigen Jugendstilbauten und Palais, darunter bedeutende Monumente des modernisme, wie Gaudís „Pedrera“. Gleichzeitig ein Panoptikum großbürgerlicher Prunk- und Prestigesucht. Wer im 19. Jh. in Barcelona auf sich hielt, baute auf dem Passeig de Gràcia ein Wohn- oder Geschäftshaus. Bis heute konzentrieren sich hier exklusive Modegeschäfte, Juwelierläden, Luxushotels und noble Restaurants - aber auch zunehmend Fastfood-Tapas-Bars.

Sagrada Família

Der Sühnetempel, der Heiligen Familie gewidmet, mit seinen sich parabolförmig in den Himmel schraubenden Riesentürmen Symbol des modernisme, wurde zum weltbekannten Wahrzeichen Barcelonas. An seinem unvollendeten Hauptwerk und Vermächtnis baute Antoni Gaudí vier Jahrzehnte lang, in seinen letzten zwölf Lebensjahren widmete er sich ihm ausschließlich. Als er 1926 starb, hatte er nur Apsis, einen der Türme, die neogotische Krypta und die der Geburt Christi gewidmete Ostfassade (Weihnachtsfassade) beendet. Seither wird an der Büßerkirche weitergebaut, finanziert ausschließlich aus Spenden und Eintrittsgeldern.

Antic Hospital de la Santa Creu

Die einzigartige gotische Krankenhausanlage, eine der ältesten überhaupt, wurde ab 1401 gebaut. Bis 1926 diente sie als Zentralkrankenhaus; in einem der Säle starb Barcelonas berühmter Baumeister Antoni Gaudí. Heute ist hier die Biblioteca de Catalunya (nicht öffentlich) untergebracht. Versäumen Sie auf keinen Fall, sich die romantische Innenhofanlage anzusehen - besonders lohnt sich der Besuch während der Konzerte im Sommer. | Carrer del Carme 47 | Metro Liceu (L3)

Centre de Cultura Contemporània (Zentrum für Zeitgenössische Kultur)

Thematische Achse, um die Ausstellungen, Konzerte, Tanz, Performances, Foto, Videoart kreisen, ist die Stadt. Faszinierend ist das Zusammenspiel alter und neuer Architektur: Fassade und Innenhof sind Reste eines Waisenhauses (1802), die durch eine großflächige Glaskonstruktion zu einem einzigartigen Ensemble ergänzt wurden. | Di und Mi 11-20 Uhr, Fr-So 11-20 Uhr, Do 11-22 Uhr | Eintritt 4,40 Euro | Montalegre 5 | www.cccb.org | Metro Universitat (L1, L2)

Museu dArt Contemporani/Museum für zeitgenössische Kunst

Das avantgardistische Gebäude (1995) stammt von Amerikas Stararchitekt Richard Meier. Strahlend weiß, lichtdurchflutet, elegant, mediterran: Der Kontrast zu den teilweise immer noch düsteren Altstadtgassen des Raval ist kühne Absicht. Im Museum werden interessante Wechselausstellungen gezeigt. | 25. Juni-Sept. Mo, Mi-Fr 11-20 Uhr, Okt.-24. Juni Mo, Mi-Fr 11-19.30 Uhr, Sa ganzjährig 10-20 Uhr, 24. Mai-20. September Do bis Mitternacht, So ganzjährig 10-15 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Plaça dels Àngels 1 | www.macba.es | Metro Universitat (L1, L2)

Rambla

Auch wenn die Flaniermeile nur etwas mehr als einen Kilometer lang ist: Auf diesem kurzen Weg zwischen der Plaça de Catalunya und dem Hafen zeigen sich die verschiedenen Gesichter der Stadt, hier können Sie Atmosphäre und Lebensrhythmus, Geschichte und Zukunft Barcelonas spüren. Unablässig bevölkert ein bunter Menschenstrom die Rambla. Hausfrauen und hastende Angestellte, Straßenmusiker und Kulturinteressierte, Opernbesucher und Obdachlose, Prostituierte, Kartenleger und Taschendiebe (geben Sie besonders acht im Gedränge!) - die Rambla ist Bühne und Zuschauerraum zugleich. Zu beiden Seiten des baumbestandenen Flanierstreifens mit seinen Porträtmalern, Zeitungs-, Blumen- und Vogelverkäufern herrscht Verkehrschaos, durch das Ober mit akrobatischer Geschicklichkeit Tabletts balancieren. Auf der Rambla werden Kunstausstellungen organisiert, Touristen geneppt und die Siege des F.C. Barcelona bejubelt. Historische Gebäude stehen neben heruntergekommenen Hotels und luxuriösen Herbergen, modernistische Palais und Jugendstilläden neben geschmacklosen Fastfoodlokalen und kitschigen Souvenirshops.

Sant Pau del Camp

Die schöne kleine Klosteranlage am Rande des Barri Xino wurde im 10. Jh. auf freiem Feld errichtet. Sie gehört zu den wenigen erhaltenen romanischen Bauwerken Barcelonas. Der einschiffige Kirchenraum ist einfach, durch schlichte Schönheit bezaubert der Kreuzgang mit Garten - eine Oase der Ruhe inmitten der lauten und hektischen Großstadt. | Di-Fr 10-13 und 17-20 Uhr, Sa 10-13.30 Uhr, Mo 17-20 Uhr | Eintritt 2 Euro | Carrer de Sant Pau 101 | Metro Parallel (L3)

Aquàrium

Grandiose Schau von über 8000 Tieren und Pflanzen aus allen Meeren der Welt, mit nachgebauten Korallenriffen, Biotopen und Tiefseeszenarien. Die Attraktion des größten europäischen Aquariums ist ein mehr als 80m langer Acryltunnel, durch den die Besucher ein gigantisches Ozeanarium unterqueren, während Haifische und andere skurrile Meeresbewohner über sie hinwegschwimmen. | Juli und Aug. tgl. 9.30 bis 23 Uhr, Sept.-Juni Mo-Fr 9.30 bis 21, Sa und So 9.30-21.30 Uhr | Eintritt 15 Euro | Moll dEspanya del Port Vell | www.aquariumbcn.com | Metro Barceloneta (L4)

Monument a Cristóbal Colom/Kolumbus-Denkmal

Als Kolumbus 1493 von Amerika zurückkehrte, wurde er im Hafen von Barcelona von den spanischen Königen feierlich empfangen. Die fast 60m hohe Gedenksäule im korinthischen Stil wurde 1888 anlässlich der Weltausstellung errichtet. Von der Aussichtsplattform haben Sie einen herrlichen Blick über Hafen und Altstadt. | Okt.-Mai tgl. 10-18.30 Uhr, Juni-Sept. tgl. 9-20.30 Uhr | Eintritt 2,30 Euro | Plaça del Portal de la Pau | Metro Drassanes (L3)

Museu Marítim/Schifffahrtsmuseum

Das Museum ist untergebracht in den Drassanes, einer der größten und schönsten mittelalterlichen Schiffswerften weltweit. In der im 13. und 14. Jh. errichteten Anlage konnten bis zu 30 Schiffe gleichzeitig gezimmert werden. Imposante Nachbauten bedeutender Schiffe, z. T. in Originalgröße. | Tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 6 Euro | Av. Drassanes 1 | www.diba.es/mmaritim | Metro Drassanes (L3)

Strand, Olympiahafen & Forum

Die Erneuerung anlässlich der Olympischen Spiele von 1992 bescherte der Stadt auch attraktive Badestrände. Sie ziehen sich von der Barceloneta aus kilometerweit nach Norden hin - bis zum Olympiadorf (Vila Olímpica) mit seinem modernen Yachthafen. Die gesamte Strecke lässt sich auch auf einer palmenbestandenen Promenade ablaufen.

Gràcia

Dieses gemütliche Stadtviertel bietet viel Nachbarschaftsleben jenseits von Diagonal und Passeig de Gràcia. Hier spüren Sie noch etwas von der Beschaulichkeit des Dorfes, das Gràcia vor seiner Eingemeindung war. Kleine Häuser und Handwerksbetriebe, Eckkneipen und Lokale, Tante-Emma-Läden und Straßencafés, Plätze, Patios und Terrassen finden Sie auf Schritt und Tritt. Schönster Platz des Viertels ist die Plaça del Sol.

Caixa Forum

Die Stiftung La Caixa besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst Europas. Über 800 Werke der Gegenwartskunst (von Joseph Beuys über Julian Schnabel bis Sue Williams) haben einen angemessenen Ausstellungsort gefunden in der spektakulär restaurierten Textilfabrik Casaramona, einem imposanten Bau des Jugendstilarchitekten Josep Puig i Cadafalch. Interessante Wechselausstellungen und Kulturveranstaltungen. | Di-So 10-20 Uhr | Eintritt frei | Av. Marquès de Comillas 6-8 | www.fundacio.lacaixa.es | Metro Espanya (L1, L3)

CosmoCaixa/Wissenschaftsmuseum

Nach mehrjährigen Erweiterungsarbeiten ist das interaktive Wissenschaftsmuseum eines der größten, modernsten und innovativsten seiner Art in Europa. Wissenschaft soll hier experimentell erfahren und erfühlt werden, von der Entstehung der Materie und des Lebens bis hin zum Verständnis aktueller Ökosysteme. Im nachgebauten Amazonasdschungel etwa prasseln tropische Regenfälle auf Krokodile. Für Kinder besonders geeignet. | Di-So 10-20 Uhr | Eintritt 3 Euro | Teodor Roviralta 55 | www.fundacio.lacaixa.es | mit der Vorortbahn FGC bis Avinguda Tibidabo, dann mit Tramvía Blau oder zu Fuß

Fundació Joan Miró/Stiftung Joan Miró

Der Künstler selbst rief die Stiftung 1975 ins Leben. Sein Freund Josep Lluís Sert, einer der bedeutenden spanischen Architekten der Moderne, entwarf das einmalig schöne Museum auf dem Montjuïc. Eine offene, lichtdurchflutete, sehr mediterrane Konstruktion mit Patios und Terrassen in harmonischer Beziehung zur Landschaft stellt den idealen Rahmen dar, um die Werke Joan Mirós (1893-1983) zur Geltung zu bringen. Hier bekommen Sie einen Überblick über das Schaffen des großen katalanischen Avantgardisten: von seinen ersten Zeichnungen aus dem Jahr 1901 bis zu den letzten Monumentalgemälden. In der ständigen Sammlung sind auch Grafiken, Wandteppiche, Keramiken und Skulpturen zu sehen, hinzu kommen wechselnde Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Auch Büchershop und Cafeteria sind absolut empfehlenswert! | Juli-Sept. Di-Sa 10-20 Uhr, Okt.-Juni Di-Sa 10-19 Uhr, Do ganzjährig bis 21.30 Uhr, So ganzjährig 10-14.30 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Parc de Montjuïc | www.bcn.fjmiro.es | Metro Parallel (L2, L3), dann in die Drahtseilbahn zum Montjuïc, oder Espanya (L1, L3), weiter zu Fuß oder per Bus Linien 50 und 55

Krypta de la Colonia Güell

Auch wenn vom geplanten Kirchenbau nur die Krypta zu sehen ist, zählt das Fragment zu den Meisterwerken Antoni Gaudís. Für viele ist die Krypta, ein phantastisch-kompliziertes Geflecht, das nahezu ohne rechte Winkel auskommt, sogar sein kühnstes und modernstes Projekt. Ursprünglich sollten Krypta und Kirche im Zentrum einer futuristischen Arbeitersiedlung stehen, die jedoch nie verwirklicht wurde. | Mai-Okt. Mo bis Fr 10-14 und 15-19 Uhr, Sa und So 10-15 Uhr, Nov.-April tgl. 10-15 Uhr | Eintritt 4 Euro | Santa Coloma de Cervelló | FGC-Linien S3, S4, S7 ab Plaça Espanya bis Colonia Güell

Montjuïc

Der 173 m hohe Hausberg Barcelonas ist nicht wegzudenken aus Geschichte, Kultur und Freizeit der Stadt. Die kastilischen Belagerer nutzten die im 17. Jh. errichtete Festungsanlage auf dem Gipfel (heute Militärmuseum), um die Stadt in Schach zu halten. Noch während der Franco-Diktatur war die Festung ein gefürchtetes Gefängnis. Heute gehört der Berg zu den attraktivsten Naherholungsgebieten Barcelonas. Die Umgestaltung begann mit der Weltausstellung von 1929, dann brachten die Olympischen Spiele 1992 die völlige Erschließung. Inzwischen ist das Gelände so groß und reich an Attraktionen, dass Sie sich entweder Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang nehmen oder konkrete Ziele ansteuern sollten.

Museu Nacional dArt de Catalunya/Museum katalanischer Kunst

Kataloniens Kunst finden Sie seit Dezember 2004 komplett unter einem Dach. Die Sammlung romanischer Kunst gilt als einmalig in der Welt. Glanzpunkte sind die farbenprächtigen romanischen Fresken. Sie stammen aus den vom Verfall bedrohten Kirchen und Kapellen der katalanischen Pyrenäen und werden in originalgetreu nachgebauten Apsiden und Altarnischen präsentiert - was diese Meisterwerke der Schlichtheit noch eindringlicher zur Wirkung bringt. Beeindruckend ist auch die Sammlung gotischer Kunst. Dazu kommen die Bestände aus Renaissance und Barock, die katalanischen Modernisten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhs., die moderne und die zeitgenössische Kunst. Zu sehen ist auch ein Teil der Privatsammlung Thyssen-Bornemisza: Sie gibt einen einzigartigen Überblick über die europäische Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zum venezianischen Spätbarock.

Museu-Monestir Pedralbes

Der Klosterkomplex ist ein Juwel gotischer Baukunst. Im Inneren finden Sie mittelalterliches Mobiliar, Gemälde und Skulpturen. Der bezaubernde zweistöckige Kreuzgang ist mit Wandmalereien aus dem 14. Jh. ausgeschmückt. | Okt.-März Di-Sa 10 bis 14, So 10-15 Uhr, April-Sept. Di-Sa 10-17, So 10-15 Uhr | Eintritt 5 Euro | Baixada Monestir 9 | www.museohistoria.bcn.es | FGC Reina Elisenda

Parc del Laberint

Die klassizistische Gartenanlage ist ein Meisterwerk des ausgehenden 18. Jhs. Sie wurde von ihrem Besitzer gestaltet, dem Marquis von Alfarràs. Der Besucher wird immer wieder überrascht von verspielten Amorstatuen, Wasserkaskaden, Brücken, Brunnen und kleinen Teichen sowie Marmortempeln - einem neoklassizistischen Ensemble nach italienischem Vorbild. Obwohl der Park inzwischen etwas mehr Pflege vertragen könnte, bezaubert er durch seinen dekadenten Charme. Im Zentrum steht das hübsche, naiv-arabeske Palais des Marquis mit modernistischen Elementen. Im verzwickten Labyrinth aus beschnittenen Zypressenhecken können Sie sich getrost verlieren. | März, Okt. tgl. 10-19 Uhr, April, Sept. tgl. 10-20 Uhr, Mai-Aug. tgl. 10-21 Uhr, Nov.-Febr. tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 2 Euro, So und Mi gratis | Metro Mundet (L3)

Parc Güell

Märchenhäuser, Drachenfiguren, gigantische Grotten, schräg gegen den Berg gestemmte Arkaden: Der von Antoni Gaudí über der Stadt angelegte malerische Park, der schon Salvador Dalí begeisterte, wurde von der Unesco 1984 als Welterbe unter Schutz gestellt.

Poble Espanyol/Spanisches Dorf

Spaniens volkstümliche Architektur im Überblick: In dem 1929 zur Weltausstellung erbauten Poble Espanyol am Montjuïc finden Sie die charakteristischen Bauformen der einzelnen spanischen Regionen detailgetreu nachgebildet. Wenn Sie durch die Gässchen des Spanischen Dorfes schlendern, können Sie auf der andalusischen Plaça einen Aperitif nehmen oder in einer baskischen Schänke einkehren. Restaurants, Cafés, Bars, Clubs, Musiklokale - darunter einige recht gute, sogar ein empfehlenswertes Flamencolokal. Neben Ramschgeschäften gibt es auch eine Reihe hübscher Kunsthandwerksbetriebe. Auf dem Dorfplatz finden im Sommer attraktive Rock-, Pop- und Weltmusikkonzerte statt. Auch nach umfassender Modernisierung ist das Museumsdorf geblieben, was es war: Attraktion und Ausflugsziel für Touristen. | Mo 9-20 Uhr, Di-Do 9-2 Uhr, Fr und Sa 9-4 Uhr, So 9-24 Uhr | Eintritt 7,50 Euro, Familienticket 15 Euro | www.poble-espanyol.com | Metro Espanya (L1, L3) | Bus Poble Espanyol (61, 13)

Tibidabo

Mit 500 m die höchste Erhebung der Stadt. Allein die Fahrt mit den offenen Trambahnwaggons der Tramvía Blau (ab Av. del Tibidabo | 24. Juni bis 11. Nov. tgl. 10-20 Uhr, sonst Sa und So 10-18 Uhr) durch Barcelonas Nobelviertel ist ein Erlebnis. An der Endstation erwarten Sie Panoramabars und ein Gartenrestaurant. Eine Kabinenbahn befördert Sie weiter auf den Gipfel. | März-Dez., Öffnungszeiten variieren | Eintritt Vergnügungspark 11-22 Euro | Tel. 932117942 | www.tibidabo.es | FGC Tibidabo, dann Tramvía Blau und Drahtseilbahn

Torre de Collserola/Fernsehturm

Der zur Olympiade von 1992 errichtete Fernsehturm ist ein Werk des bekannten Architekten Norman Foster. Von oben haben Sie einen fabelhaften Rundblick (bei guter Sicht 70 km weit) über die Stadt hinaus. Ein Glaslift befördert Sie in atemberaubender Geschwindigkeit auf die 115 m hohe Aussichtsplattform. | Sept.-Juni Mi bis Fr 11-14 und 15.30-17 Uhr, Sa, So 11-14 und 15.30-19 Uhr, Juli/Aug. Mi-Fr 11-14 und 15.30-20 Uhr, Sa, So 11-14 und 15.30-20 Uhr | Eintritt 5 Euro | www.torredecollserola.com | Nahverkehrszug FGC S1, S2 bis Peu de Funicular, dann umsteigen in die Kabinenbahn Funicular Vallvidrera

Essen und Trinken

Gaumenfreuden und Geselligkeit

Die Katalanen sind groß im Genießen und im kulinarischen Kombinieren

Wer sich die kulinarischen Genüsse Kataloniens auf der Zunge zergehen lässt, kommt nicht nur auf den Geschmack, sondern auch Land und Leuten auf die Spur.

Im Essen spiegelt sich der widersprüchliche Charakter der Katalanen, stets schwankend zwischen seny und rauxa, zwischen ausgleichender Vernunft und eruptiver Phantasie. „Erschmecken“ Sie also das Land in seltsam-köstlichen Kombinationen von süß und pikant, von Fisch und Fleisch, die auf Katalanisch mar i muntanya heißen, Meer und Berg. Da bilden nicht nur Kontraste ein harmonisches Ganzes, da spiegelt sich auch die reizvolle Vielfalt der katalanischen Landschaft: raue Bergwelt, saftige Täler, die bald felsig-schroffe, bald sanfte Mittelmeerküste. Deftige Eintöpfe und Spezialitäten aus Wurst, Wild, Waldpilzen, Lamm oder Hülsenfrüchten stammen eher aus dem Hinterland. Die Speisen der Küstenregion sind leichter, vor allem durch das Angebot an frischem Fisch und Meeresfrüchten.

Das Talent, aus einfachen Zutaten phantasievolle Gerichte zu zaubern, ist ein Merkmal der katalanischen Küche - neben der baskischen gilt sie als beste Spaniens. Und ein Katalane wird als bester Koch der Welt gefeiert: Ferran Adrià machte das Restaurant El Bulli bei Figueres zum internationalen Mekka der kulinarischen Avantgarde. Vergeuden Sie Ihre Zeit also nicht in einem der vielen Fastfoodlokale. Preisgünstig essen können Sie besser anderswo. In unzähligen Lokalen und Bars der Stadt gibt es täglich ein billiges Mittagsmenü, das menú del día: Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch bekommen Sie schon ab 8 Euro, oft einschließlich eines Getränks. Auch Cafés bieten mitunter einen günstigen Mittagstisch.

Katalonien ist ein Weinland. Das bedeutendste Anbaugebiet liegt südlich von Barcelona im Penedès, mit Sant Sadurní dAnoia als Sekthochburg (ein Ausflug lohnt sich!). Vor allem die leichten, fruchtigen Weißweine des Penedès sind zu empfehlen. Die besten katalanischen Rotweine kommen aus dem Priorat; dunkel, dicht und aromatisch sind sie; einige gehören zur Weltspitze.

Nach dem Essen bestellt man cafè i copes, Kaffee und ein Gläschen Kognak, Schnaps oder Likör. Die Katalanen sitzen gern nach Tisch weiter zusammen: sobretaula heißt dieser Brauch. Das Essen dient nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch Begegnung, Kommunikation, gemeinsames Genießen.

Die Katalanen essen spät: abends ab etwa 21 Uhr, mittags nicht vor 14 Uhr - jeweils warm, mit zwei Gängen und Dessert. Dafür fällt das Frühstück bescheiden aus: meist Milchkaffee und croissant, Hörnchen, hastig eingenommen in einer der bars, die es in Barcelona an jeder Ecke gibt.

Diese bars dienen je nach Tageszeit als Café, Imbiss, Restaurant oder Kneipe. Hier verabredet man sich mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn auf einen Kaffee oder ein Bier - kurzum: Die bars sind so etwas wie große Wohnzimmer, in denen sich ein Teil des Alltagslebens abspielt. Hier bekommen Sie meist auch ein paar Tapas, die kleinen Appetithappen, falls Ihnen die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit zu lang wird.

Denken Sie daran, dass es in Spanien nicht üblich ist, sich zu anderen an den Tisch zu setzen - selbst wenn dort noch Plätze frei sind. Auch getrennte Rechnungen sind unüblich. In vielen Restaurants ist Reservierung zu empfehlen, insbesondere freitags und samstags! An Sonn- und Feiertagen schließen viele Lokale, vor allem aber im Juli und August (für ein bis drei Wochen). In dieser Zeit sollten Sie in jedem Fall vorher anrufen! Die meisten Restaurants haben mittags von ca. 13-16 Uhr und abends von ca. 21-24 Uhr geöffnet. Viele populäre Lokale liegen in der Altstadt: Nehmen Sie vor allem abends lieber ein Taxi!

Essen und Trinken

Cafés

Granges

Granges heißen die traditionellen Milchbars, in denen Sie heiße Schokolade, Kaffee und frisches Gebäck bekommen. Cafés sind oft von morgens bis spätabends geöffnet und bieten auch herzhafte Kleinigkeiten an.

Bar del Pi

Mischung aus klassischem Kaffeehaus und Bohemebar mit und Terrasse an einem bezaubernden Altstadtplatz. | Di geschl. | Plaça de Sant Josep Oriol 1 | Metro Liceu (L3)

Café de lÓpera

Barcelonas historisches Operncafé ist ein Treffpunkt für Einheimische, Opernfreunde und Touristen. Eingerichtet im Jugendstil mit Originalspiegeln, liegt es gegenüber dem Liceu und mit einer Terrasse zur Rambla. Vorsicht vor Taschendieben! | Tgl. | Rambla 74 | Metro Liceu (L3)

Cafè dEstiu

Stimmungsvolle Stärkung im Garten des gotischen Königspalastes. | April bis Sept. tgl. | Plaça Sant Iu 5 | im Museum Frederic Marès | Metro Jaume I (L4)

Granja Viader

In Barcelonas ältester Milchbar gibts köstlichen Käsekuchen und orxata (Zimtmilch). | Mo 17-20.30, Di-Sa 9.45-13 und 17-20.30 Uhr | Xuclà 4 | Metro Liceu (L3)

Mauri

Leckerer Kuchen, exklusive Canapés, Rokokodekoration: Das Mauri ist seit 1870 eine Institution. | So 15 bis 17 Uhr geschl. | Rambla de Catalunya 102 | Metro Diagonal (L3, L5)

Mesón del Café

Das Café mit der ältesten Kaffeemaschine der Stadt ist winzig klein, urig und meistens rappelvoll. | So geschl. | Llibreteria 16 | Metro Jaume I (L4)

Schilling

Modernes Kaffeehaus mit künstlerischem Ambiente. Gemütliche Atmosphäre, mitunter etwas laut. | So vormittags und Aug. tgl. bis 17 Uhr geschl. | Ferrán 23 | Metro Liceu (L3)

Textil-Café

Zauberhaftes Café im mittelalterlichen Patio des Textilmuseums. Serviert werden Kuchen und kleine Gerichte. Auch Mittagsmenü. | Mo geschl. | Montcada 12-14 | Metro Jaume I (L4)

Xocoa

Süße Versuchung: Gebäck, Torten und Pralinen dieser exquisiten xocolatería überzeugen seit über 100 Jahren. | Tgl. | Petrixol 11 | Metro Liceu (L3)

Essen und Trinken

Landestypisches

Tavernen & Bodegas

In dieser Mischung aus Kneipe und Weinkeller gibt es auch etwas zu essen. Sie sind meist von mittags bis spätabends geöffnet.

Can Margarit

Urige Taverne in einem ehemaligen Pferdestall. Einfache Gerichte, tolle Stimmung, meist sehr voll. | Mo-Sa 21-23.30 Uhr | Concòrdia 21 | Tel. 934416723 | Metro Poble Sec (L3)

Orígens 99.9%

Kleine Preise und Portionen: Probieren Sie sich durch die liebevoll zusammengestellte Karte katalanischer Spezialitäten. Typische Produkte können Sie im zugehörigen Laden kaufen. Alternatives Ambiente, rustikal-modern in mittelalterlichen Mauern. | Tgl. | Vidriera 6-8 | Tel. 933107531 | Metro Jaume I (L4)

El Portaló

Volkstümliche Taverne im Gotischen Viertel, seit 1860 populär. Authentisches Ambiente. | So geschl. | Banys Nous 20 | Metro Liceu (L3)

Els Quatre Gats

Legendäres Künstlerlokal, in dem Picasso und die katalanische Boheme verkehrten. Bar und Restaurant für den kleinen Hunger. | Aug. geschl. | Montsió 5 | Tel. 933024140 | Metro Catalunya (L1, L3)

Sagardi-Euskal Taberna

Am meterlangen Tresen werden appetitliche baskische Tapas präsentiert. Auch der Wein ist einfach, aber gut. | Tgl. | Argenteria 62 | Metro Jaume I (L4)

La Vinya del Senyor

Weinstube an einem besonders schönen mittelalterlichen Platz. Riesenauswahl an erstklassigen, sachkundig servierten Weinen und katalanischem Sekt (cavas). | Mo geschl. | Plaça Santa María 5 | Metro Jaume I (L4)

El Xampanyet

In der rustikalen Champagnerbar bekommen Sie cavas, Weine und leckere Tapas. Eine Institution, aber oft rappelvoll. | So und Mo sowie Aug. geschl. | Montcada 22 | Tel. 933197003 | Metro Jaume I (L4)

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie gehoben

Abac

Mit Michelinstern ausgezeichnete mediterrane Küche von Starkoch Xavier Pellicer: gewagte Kontraste, kreative Kombinationen, die bei allem Raffinement nicht den vertrauten Geschmack der Produkte verdecken. Für neugierige Feinschmecker! | Mo mittags und So geschl. | Rec 79-89 | Tel. 933196600 | Metro Jaume I (L4)

Alkimia

Schon ein Jahr nach der Eröffnung 2003 bekam Chefkoch Jordi Vilà seinen Michelinstern. Kreative Versionen katalanischer Küche in elegant gestylter Atmosphäre. | Sa mittags und So geschl. | Industria 79 | Tel. 932076115 | Metro Verdaguer (L4, L5)

Botafumeiro

Traditionsreiche galicische Küche: ein Mekka für Liebhaber von Fisch- und Schaltierspezialitäten. Weniger beeindruckend sind Präsentation und Service. Die Probierrationen an der Theke sind aber sehr empfehlenswert! | Tgl. | Gran de Gràcia 81 | Tel. 932184230 | Metro Fontana (L3)

Ca LIsidre

Marktfrische katalanische Küche auf höchstem Niveau. Klassische Gerichte werden phantasievoll verfeinert, dazu ein exquisiter Weinkeller. Von prominenten Feinschmeckern aus Kultur und Politik geschätzt. | So geschl. | Les Flors 12 | Tel. 934411139 | Metro Parallel (L3)

Can Majó

Am Strand der Barceloneta mit schöner Terrasse. Bekannt für seine Fisch-, Reis- und Schaltiergerichte. | So abends und Mo geschl. | Admirall Aixada 23 | Tel. 932215455 | Metro Barceloneta (L4)

Can Solé

Das Traditionsrestaurant in der Barceloneta ist stadtbekannt für seine Fischgerichte und Paellas. Hier essen Künstler und Politiker ebenso gern wie Familien aus der Nachbarschaft. | So abends und Mo geschl. | Sant Carles 4 | Tel. 932215012 | Metro Barceloneta (L4)

Casa Leopoldo

Seit der Weltausstellung 1929 ist dieses Restaurant eine Institution. Das Ambiente ist gemütlich-rustikal, die Küche traditionell katalanisch, marktfrisch und zuverlässig gut. Achtung: Liegt in einer düsteren Gasse des Barri Xino, nehmen Sie lieber ein Taxi! | So abends und Mo geschl. | Sant Rafael 24 | Tel. 934413014 | Metro Parallel (L3)

Comerç 24

Für Liebhaber avantgardistischer Delikatessen: Chefkoch Carles Abellán arbeitete viele Jahre mit dem legendären Ferran Adrià zusammen. Das merkt man seinen raffinierten Tapas-Kreationen auch an! | So geschl. | Comerç 24 | Tel. 933192102 | Metro Jaume I (L4)

Hofmann

Aus May Hofmanns Schule der hohen Kochkunst gingen schon viele berühmte Chefs de Cuisine hervor. Erlesene Speisekarte mit Gerichten, die durch Phantasie, Raffinement und Präsentation überzeugen. | Sa, So und Feiertage geschl. | Argenteria 74 | Tel. 933195889 | Metro Jaume I (L4)

Moo

Jüngste Errungenschaft der mit zwei Michelinsternen gekrönten Brüder Roca, die eines der besten spanischen Restaurants in Girona führen. Phantasievolle Küche, auch in halben Portionen serviert. Ultraschickes Design mit einem Hauch von Zen. | So geschl. | Rosseló 265 | in der Lobby des Hotels Omm | Tel. 934454000 | Metro Diagonal (L3, L5)

Roig Robí

Schlichte Eleganz, erlesene katalanische Küche - Haute Cuisine zum Wohlfühlen! Besonders zu empfehlen sind die Fisch- und Reisgerichte. Exzellente Weine; Terrasse und Wintergarten. | Sa mittags und So geschl. | Séneca 20 | Tel. 932189222 | Metro Diagonal (L3, L5)

Saüc

Der junge, bereits mehrfach preisgekrönte Chef Xavier Franco macht zurzeit Furore mit seinen zeitgenössischen Versionen katalanischer Rezepte - kreative Küche, die die Tradition nicht verleugnet. Freundliches Ambiente. | So und Mo geschl. | Ptge Lluis Pellicer 12 | Tel. 933210189 | Metro Diagonal (L3, L5)

Tragaluz

Moderne mediterrane Küche. Sehenswertes, preisgekröntes Interieur, an dem Stardesigner Mariscal beteiligt war. | Tgl. | Passatge de la Concepció 5 | Tel. 934870196 | Metro Diagonal (L3, L5)

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie standard

Agut

Altstadtlokal aus den 20er-Jahren, mit Bohemeflair und familiärem Ambiente. | So abends und Mo geschl. | Carrer den Gignàs 16 | Tel. 933151709 | Metro Jaume I (L4)

Bestial

Vor allem seine große und schöne Terrasse mit Meeresblick macht dieses Strandbistro zum heißen Tipp für Sommernächte. Italienische Küche. | Tgl. | Ramón Trias Fargas 2-4 | Tel. 932240407 | Metro Ciutadella (L4)

Brasserie Flo

Das modernistisch dekorierte, sehr große Lokal erinnert tatsächlich an eine Pariser Brasserie. Katalanische Küche mit französischem Einschlag, z. B. Austern aus Galizien und Frankreich. | Tgl. | Jonqueres 10 | Tel. 933193102 | Metro Urquinaona (L1, L4)

Café de lAcadèmia

Kleines Caférestaurant in historischen Mauern, liebevoll restauriert. Im Sommer können Sie mittags im Schatten, abends mit Kerzenlicht auf dem mittelalterlichen Platz Sant Just sitzen. Katalanisch-mediterrane Küche. | Sa und So geschl. | Lledó 1 | Tel. 933198253 | Metro Jaume I (L4)

Cal Pep

Fisch und Meeresfrüchte gibt es am Tresen dieses meist sehr vollen Lokals. Alles wird frisch vor Ihren Augen zubereitet. Für das urgemütliche Restaurant im hinteren Raum sollten Sie unbedingt vorbestellen! | Mo mittags und So geschl. | Plaça de les Olles 49 | Tel. 933107961 | Metro Barceloneta (L4)

Cuines Santa Caterina

An den Ständen der originell renovierten Markthalle können Sie frühstücken, Tapas schlemmen, Säfte schlürfen, traditionelle oder kreative Tellergerichte bestellen, mediterran, asiatisch oder vegetarisch essen. Alles frisch vom Markt, vor Ihren Augen zubereitet. Lockeres Ambiente. | Tgl. | Mercat de Santa Caterina | Av. Francesc Cambó 16 | Tel. 932689918 | Metro Jaume I (L4)

Espai Sucre

In diesem ungewöhnlichen Restaurant bekommen Sie die schönsten Desserts. Sogar Menüs und Salate sind aus süßen Zutaten. Unbedingt eine Woche vorher reservieren! | Mittags, So und Mo geschl. | Princesa 53 | Tel. 932681630 | www.espaisucre.com | Metro Jaume I (L4)

Limbo

Die junge mediterrane Küche wird mit Talent, Phantasie und marktfrischen Zutaten zubereitet. Kleine, aber sehr feine wechselnde Speisekarte, sympathischer Service. Das Limbo bietet modernes Design hinter historischen Mauern. | Sa und So mittags geschl. | Mercé 13 | Tel. 933107699 | Metro Drassanes (L3)

Pitarra

Freundliches Altstadtlokal mit langer Familientradition. Deftige katalanische Gerichte in behaglicher Umgebung. | So geschl. | Avinyó 56 | Tel. 933011647 | Metro Drassanes (L3)

Salero

In dem weiß gestylten In-Lokal wird eine gelungene Mischung aus mediterraner, arabischer und asiatischer Küche kreiert. Mittagsmenü. | Sa und So mittags geschl. | Rec 60 | Tel. 933198022 | Metro Jaume I (L4)

Santa Maria

Ein vielversprechendes Tapas-Restaurant in Barcelonas Ribera: Der junge Chef kann bereits beachtliche gastronomische Erfolge aufweisen und bietet Haute Cuisine ohne Luxusaufmachung zu angemessenen Preisen. Die kosmopolitische Küche ist kreativ und frisch. | So und Mo geschl. | Commerç 17 | Tel. 933151227 | Metro Jaume I (L4)

Semproniana

Kein hübscher Trödelladen, wie man zunächst glauben mag, sondern ein originell gestaltetes Restaurant mit phantasievoller katalanischer Küche. | So geschl. | Rosselló 148 | Tel. 934531820 | Metro Diagonal (L3, L5)

Set Portes

Eine gastronomische Institution. Gutbürgerliche katalanische Küche in behaglicher Altstadtatmosphäre, nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt. Leider haben Qualität und Service unter dem Touristenstrom gelitten. | Tgl. | Passeig Isabel II 14 | Tel. 933193033 | Metro Barceloneta (L4)

La Venta

Auf den im Winter beheizten Terrassen dieses hübschen Gartenrestaurants genießen Sie nicht nur die mediterranen Gerichte, sondern auch das Panorama und die frische Luft des Tibidabo. Reservieren! | So geschl. | Plaça Doctor Andreu | Tel. 932126455 | Metro Tibidabo, Endstation Tramvía Blau

Shoko

Mischung aus mediterraner und asiatischer Küche, aus Restaurant und Loungeclub mit Meeresblick. Eine der gefragten Strandterrassen der Stadt. | Tgl. | Passeig Marítim de la Barceloneta 36 | Tel. 932259200 | Metro Ciutadella (L4)

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie günstig

Agua

Designrestaurant mit Blick aufs Meer. Auch die Gerichte sind mediterran und frisch. Schöne Strandterrasse. Unbedingt rechtzeitig reservieren! | Tgl. | Passeig Marítim de la Barceloneta 30 | Tel. 932251272 | Metro Ciutadella (L4)

Ánima

Modern und originell eingerichtet. Kreative, kosmopolitische Küche, frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Mittagsmenü. | So geschl. | Àngels 6 | Tel. 933424912 | Metro Catalunya (L1, L3)

LAntic Forn

Das familiäre Lokal liegt nur ein paar Schritte von der Rambla entfernt. Günstiges Mittagsmenü, einfache, frische Küche. | So geschl. | Pintor Fortuny 28 | Tel. 934120286 | Metro Catalunya (L1, L3)

La Bella Napoli

Exzellente Pizzas, vor den Augen der Gäste zubereitet und in den Steinofen geschoben. Auch Ambiente, Bedienung und Stimmung sind authentisch italienisch. Bei Einheimischen sehr beliebt, daher lieber reservieren oder früh hingehen. | Mo geschl. | Maragarit 14 | Tel. 934425056 | Metro Poble Sec (L3)

Ca LEstevet

Rustikales, familiäres Lokal mit Künstlerambiente. Unkomplizierte katalanische Küche. | So geschl. | Valldoncella 46 | Tel. 933024186 | Metro Universitat (L1, L2)

Can Culleretes

Das älteste Restaurant der Stadt wurde 1786 eröffnet und war früher Stammlokal von Literaten und Künstlern, von denen Fotos und Gemälde in den Speisesälen hängen. Traditionelle katalanische Gerichte. | So abends geschl. | Quintana 5 | Tel. 933176485 | Metro Liceu (L3)

El Convent

Altstadtlokal in einem Gebäude von 1713, gleich hinter dem Boqueria-Markt. Ein Besuch lohnt vor allem wegen der urig-antiken Einrichtung. Die traditionelle katalanische Küche ist mitunter schwer verdaulich, aber mittags sehr preisgünstig! | So geschl. | Jerusalem 3 | Tel. 933171052 | Metro Liceu (L3)

Egipte

Alteingesessenes Speiselokal an der Rambla. Die katalanischen Spezialitäten und das Mittagsmenü mit einer Riesenauswahl an Gängen kommen alle frisch vom Boqueria-Markt gleich nebenan. | Tgl. | Rambla 79 | Tel. 933179545 | Metro Liceu (L3)

Laie Cafè

Literaturcafé mit hübschem Wintergarten. Empfehlenswertes Mittagsmenü. Büfett mit Salaten, Vorspeisen und Desserts. | So geschl. | Pau Claris 85 | Tel. 933027310 | Metro Catalunya (L1, L3)

Mamacafé

Im modernen mediterranen Caférestaurant werden in einer ehemaligen Lagerhalle des Raval auch vegetarische Gerichte serviert. | So geschl., Aug. nur abends | Doctor Dou 10 | Tel. 933012940 | Metro Catalunya (L1, L3)

Pinotxo

An dieser schlichten Theke in der Boqueria erwarten Sie ab 6 Uhr morgens marktfrische kulinarische Köstlichkeiten, die Sie sonst nur in den besseren Lokalen der Stadt bekommen. Deshalb speisen hier auch gern die Köche renommierter Restaurants, wenn sie morgens auf dem Markt einkaufen waren. Eine Institution! | So geschl. | Mercat de la Boqueria | Metro Liceu (L3)

Pla dels Àngels

Modernes, originell gestaltetes Lokal gegenüber dem Museum für Zeitgenössische Kunst. Frische mediterrane Gerichte, Mittagsmenüs. | Tgl. | Ferlandina 23 | Tel. 933294047 | Metro Universitat (L1, L2)

Senyor Parellada

Das beliebte Restaurant in einem mittelalterlichen Bürgerpalais ist eine moderne Version des traditionellen katalanischen Gasthauses. In originell-entspanntem Ambiente gibt es marktfrische Küche zu günstigen Preisen. | Tgl. | Argentaria 37 | Tel. 933105094 | Metro Jaume I (L4)

Sésamo

Gemütliches vegetarisches Lokal mit Frühstückskarte, Mittagsmenü und phantasievollen kulinarischen Kreationen am Abend. | Mo abends und Di geschl. | Sant Antoni Abat 52 | Tel. 934416411 | Metro Sant Antoni (L2)

Silenus

Im modernen Lokal mit kreativer Dekoration finden Sie Kochkultur rund ums Mittelmeer. | So geschl. | Carrer dels Àngels 8 | Tel. 933022680 | Metro Catalunya (L1, L3)

Sureny

Die hohe Kunst der modernen Tapasküche, serviert in rustikal-gemütlichem Ambiente. Hier gibt es überraschende kulinarische Kombinationen zu vernünftigen Preisen. Freitag und Samstag unbedingt reservieren! | Nur abends! Mo geschl. | Plaça Revolución 17 | Tel. 932137556 | Metro Fontana (L3) oder Joanic (L4)

Le Tre Venezie

Originell ausgestattete Trattoria mit blauen Decken und mythologisch inspirierten Wandmalereien. Pizza und Pasta sind ausgezeichnet. Im Sommer wird auf der Terrasse am typischen Altstadtplatz serviert. | Sa mittags und Di geschl. | Plaça Duc de Medinaceli 4 | Tel. 933424252 | Metro Drassanes (L3)

La Verónica

Die (post-)moderne Pizzeria hat ihren Teil zur Aufwertung des Viertels beigetragen. Mit Szeneflair. | Nur mittags! Mo geschl. | Rambla del Raval 2 | Tel. 933293303 | Metro Drassanes (L3)

Essen und Trinken

Gourmettempel

Gaig

Das Gaig ist eine der besten Adressen für Feinschmecker! Der mit Michelinstern gekrönte Spitzenkoch Carles Gaig verbindet die über hundertjährige Familientradition seines Hauses mit aktueller Haute Cuisine. Seine brillanten und innovativen Variationen katalanischer Küche machen ein Essen zum kulinarischen Erlebnis. Exzellente Weinkarte und Zigarrenauswahl. | Menü ab 80 Euro | Mo mittags und So geschl. | Aragó 214 | im Hotel Cram | Tel. 934291017 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Neichel

Mekka für ambitionierte Feinschmecker. Unabhängig von gastronomischen Moden, bietet der aus dem Elsass stammende Meisterkoch Jean Louis Neichel seine mit Michelinsternen gekrönte kreative Küche. Eine glückliche Verbindung von mediterraner Kochkunst, kulinarischer Phantasie und höchstem Raffinement. Exzellente Weinkarte und Käseauswahl. | Menü ab 70 Euro | So und Mo geschl. | Beltrán i Rózpide 16 | Tel. 932038408 | Metro María Cristina (L3)

El Racó dEn Freixa

Mit einem Michelinstern gekrönte Schule mediterraner Kochkunst, exquisit und innovativ. Hervorragende Auswahl an spanischen Käsesorten und Weinen, Kreative Dessertkarte. | Menü ab 60 Euro | So und Mo geschl. | Sant Elíes 22 | Tel. 932097559 | FGC Plaça Molina

Via Veneto

Luxuriöses Restaurant mit klassischem Dekor. Seit mehr als 30 Jahren ist es preisgekröntes Pilgerziel eingeschworener Gourmets. Die in der katalanischen Tradition verankerte Haute Cuisine wurde hier stets weiterentwickelt und perfektioniert. | Menü ab 85 Euro | Sa mittags und So geschl. | Ganduxer 10 | Tel. 932007244 | Bus Av. Diagonal - Av. Sarrià (6, 7, 33, 34, 67, 68)

Einkaufen

Vom Ladenhüter bis zum letzten Schrei

Zwischen Modetempeln, mediterranen Märkten und Antiquariaten

„Ich kaufe, also bin ich“: Dass ein berühmtes Barceloner Designkaufhaus die ironisch abgewandelte Weisheit als Werbeslogan wählte, ist kein Zufall.

Den Katalanen war stets daran gelegen, ihr Wesen möglichst eindrucksvoll zur Geltung zu bringen. Dafür sprechen die vielen exklusiven Geschäfte vor allem im oberen Teil der Stadt, ob in prächtigem Jugendstil oder edel-postmodernem Understatement: vor allem an der Rambla de Catalunya (oberhalb der Plaça de Catalunya!), am Passeig de Gràcia und der Avinguda Diagonal samt Seitenstraßen. In der Altstadt finden Sie eher kleine Läden, alteingesessene Kolonialwarenhändler, Kurioses, Kitsch, Kunsthandwerk oder Trödel - oft in winzigen Räumen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Neben den traditionsreichen Läden eröffnen in jüngster Zeit zunehmend Trendshops und hippe Modeboutiquen, besonders in der Carrer Avinyó. Im Ribera-Viertel haben sich bezaubernde Läden für Kunsthandwerk, Designerklamotten oder Delikatessen angesiedelt, vor allem um den Passeig del Born und die Gasse Flassaders herum.

Einkaufen in Barcelona macht Spaß, ist allerdings nicht gerade billig. Will man den Statistiken glauben, liegen die Preise hier über denen in München oder Düsseldorf. Vergessen Sie Fächer und Flamencotänzerinnen - Sie befinden sich in einer europäischen Hochburg in Sachen Design, Mode und Kunsthandwerk. Letzteres sollten Sie sorgfältig aussuchen, damit Sie nicht „typisch katalanische“ Keramik in Wirklichkeit aus Hongkong erwerben. An den Infostellen des Fremdenverkehrsamts bekommen Sie eine Liste empfohlener Läden. Eine gute Adresse für Geschenkideen sind außerdem Barcelonas Museumsshops. Die Geschäfte öffnen im Allgemeinen montags bis freitags von 10-14.30 Uhr und von 16.30-20 Uhr. Die großen Einkaufszentren und Kaufhäuser sind meist bis 21 Uhr geöffnet, viele durchgehend, oft auch samstags.

Einkaufen

Antiquitäten

Antiquitätenläden in Barcelona

Barcelona ist ein Mekka für (zahlungskräftige) Liebhaber des katalanischen Jugendstils. Tipp für weniger Betuchte: Schauen Sie mal in die mitunter etwas schäbig wirkenden Läden rund um den Flohmarkt der Encants Nous.

Altstadt

Die stimmungsvollsten Antiquitätenläden zum Schauen und Stöbern liegen in den mittelalterlichen Gassen des ehemaligen Jüdischen Viertels: in der Carrer de la Palla und in der Gasse Banys Nous.

Einkaufen

Bücher und Antiquariate

Büchershops der Museen

Wenn Sie Kunstbücher, Bildbände oder Ausstellungskataloge suchen: In den Büchershops der Museen finden Sie oft eine ausgezeichnete Auswahl, besonders in der Miró-Stiftung, im Picasso-Museum oder im Zentrum für Zeitgenössische Kultur.

La Central del Raval

In der barocken Kapelle befindet sich eine der größten und bestsortierten Buchhandlungen Europas. | Elisabets 6 | www.lacentral.com | Metro Catalunya (L1, L3)

Laie

Anspruchsvolles Angebot aus Literatur, Kunst, Design, Film und Fotografie. Literaturcafé mit internationaler Presse. | Pau Claris 85 | www.laie.es | Metro Catalunya (L1, L3)

Einkaufen

Delikatessen

Cacao Sampaka

Reinste Kakaokultur, ohne Zusatzstoffe. Überraschende Schokoladenkreationen und Geschmacksrichtungen. | Cafébetrieb Mo-Sa 9-21 Uhr | Consell de Cent 292 | www.cacaosampaka.com | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Caelum

Himmlische Köstlichkeiten, in spanischen Klöstern hergestellt: Gebäck, Marzipan, Honig, Weine, Liköre. Im restaurierten Keller aus dem 14. Jh. können Sie bei Kerzenschein und alter Musik Tees und Messweine probieren. | Mo 17-20.30 Uhr, Di-Do 10.30-20.30 Uhr, Fr und Sa 10.30 bis 23.30, So 11.30-14.30 Uhr | Carrer de la Palla 8 | Metro Liceu (L3)

Casa Gisbert

Bezaubernder, über 150 Jahre alter Kolonialwarenladen im Ribera-Viertel. Der Ofen, in dem Pflaumen oder Aprikosen gedörrt werden, ist seit 1851 in Betrieb und einzigartig in ganz Spanien. | Di geschl. | Sombrerers 23 | www.cangisbert.com | Metro Jaume I (L4)

Fargas

Anblick und Aroma der frisch zubereiteten Schokolade sind so verführerisch, dass selbst beste Diätvorsätze nichts nützen. Schöner Jugendstilladen, seit 1827 die erste xocolateria am Platz. | Carrer del Pi 16 | Metro Catalunya (L1, L3)

Herbolari del Rei

1818 eröffneter, sehenswerter Laden mit Spezereien, Gewürzen und Mittelmeerkräutern. | Vidre 1 | Metro Liceu (L3)

Mercat de Sant Josep/La Boqueria

La Boqueria, der „Bauch Barcelonas“, wird die berühmte Markthalle an der Rambla genannt. Hier kaufen nicht nur katalanische Hausfrauen, sondern auch die Spitzenköche der Stadt. Bestaunen Sie die aufgetürmten Berge fangfrischer Fische und Meeresfrüchte, die appetitlich angehäuften Pilze, Peperoni, Nüsse oder Trüffeln. Meiden Sie die überteuerten Stände am Eingang. Und probieren Sie die zu Delikatessen verarbeiteten frischen Produkte an den Ständen am Rand der Halle, am besten an der Theke von Pinotxo. | Rambla 85 | Metro Liceu (L3)

Pastelería Escribà

Historische Jugendstilkonditorei, dazu eine der besten Barcelonas. | Rambla 83 | Metro Liceu (L3)

La Pineda

Tapas, Wurst, Wein. Bezaubernder alter Kolonialwarenladen mit Probiertischen. | Mo-Sa 9-15 und 18-21.30 Uhr, So 11-15 und 18-21.30 Uhr | Pi 16 | Metro Liceu (L3)

Queviures Murria

Wunderschöner Kolonialwaren-Jugendstilladen. Hauseigener cava. | Roger de Llùria 85 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Vila Viniteca

Neben Spitzenweinen aus dem Priorat oder Kultweinen wie „Vega Sicilia“ gibt es weitere 3000 Abfüllungen. Daneben finden Sie eine reiche Auswahl an Sherrys, Wermutsorten und Raritäten. | Agullers 7 | Metro Jaume I (L4)

Einkaufen

Kunst, Handwerk und Design

B.D. Ediciones de Diseño

Möbel, Objekte und Accessoires zeitgenössischer Gestalter, von Designern wie Oscar Tusquets oder Javier Mariscal bis zu aktuellsten Tendenzen. In einem imposanten Gebäude des Jugendstilarchitekten Lluís Domènech i Montaner. | Mallorca 291 | www.bdbarcelona.com | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

D Barcelona

Accessoires und Dekoratives: witzige Geschenke, schrille Objekte. | Rec 61 | Metro Jaume I (L4)

Dom

Avantgardistische Möbel und ausgefallene Mitbringsel. | Avinyó 7 | Metro Liceu (L3) | und | Provença 249 | www.id-dom.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Recdi8

Hier gibt es Objekte direkt vom Designer - kurios, originell, exklusiv. | Espasería 20 | www.recdi8.com | Metro Jaume I (L4)

Vinçon

Gehörte zu den ersten, bahnbrechenden Designshops der Stadt und ist immer noch eine gute Adresse. Sehenswert ist auch die Möbelabteilung: In diesen Räumen wohnte einst der Jugendstilmaler Santiago Rusiñol. | Passeig de Gràcia 96 | www.vincon.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Centre Permanent dArtesania

In dem Ausstellungszentrum für einheimisches Kunsthandwerk können Sie viele der Exponate zu angemessenen Preisen erwerben. Das Spektrum reicht von Keramik, Glas- oder Eisenarbeiten in traditioneller Machart bis zu hochaktuellem, modischem Design. | Passeig de Gràcia 55 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Cerería Subirá

Bezaubernder Kerzenladen, in dem die Zeit seit 1761 stillzustehen scheint. | Llibreteria 7 | Metro Jaume I (L4)

La Manual Alpargatera

Die beliebten espardenyes, Leinenschuhe auf Bastsohlen, werden in dem volkstümlichen Betrieb bereits seit Generationen maßgefertigt: ob für Laufkundschaft oder so prominente Füße wie die von Michael Douglas. | Avinyó 7 | Metro Liceu (L3)

Textil-Route

Lange Zeit standen die historischen Handwerkerhäuser und Webereien des Ribera-Viertels leer. Seit einigen Jahren werden die Gebäude von jungen Gestaltern bezogen und wieder belebt. Vor allem um die Straßen Banys Vells, Esquirol Flassaders und Barra de Ferro herum finden Sie sehr interessante Läden, Textilwerkstätten und trendige Modeateliers. Zur Stärkung können Sie unterwegs immer wieder in stimmungsvollen Cafés und Bars einkehren. Achtung: Montags sind viele Läden geschlossen. | Metro Jaume I (L4)

Barcelonas Galerien

Etablierte Galerien finden Sie gehäuft in den Straßen Consell de Cent/Rambla de Catalunya : z. B. Carles Taché (Consell de Cent | 290) oder Prats (Rambla de Catalunya, 54), die bedeutende spanische und katalanische Künstler vertreten. Neue Galerien sind im Raval entstanden, um das Museum für Zeitgenössische Kunst und im Ribera-Viertel um den Mercat del Born.

Einkaufen

Mode

Camper

Die tragbaren trendy Treter aus Mallorca sind zwar inzwischen weltweit berühmt, aber in Spanien immer noch erheblich günstiger als anderswo. El Triangle | Plaça Catalunya | Metro: Catalunya (L1, L3) | València 249 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

La Cubana

Ein altmodisches Geschäft im besten Sinn: Hier bekommen Sie Spitzen, Handschuhe, Seidenschals und handgemalte Fächer (mantillas) - seit 1824 eine Institution. | Boqueria 26 | Metro Liceu (L3)

Custo

Schrille Prints und Materialmix: Die innovativen Tops und T-Shirts von Custo gibt es inzwischen weltweit in mehr als 50 Ländern. In diesem Altstadtladen fing Ende der 90er-Jahre alles an. | Plaça de les Olles 7 | www.custo-barcelona.com | Metro Jaume I (L4)

Lydia Delgado

Die erfolgreiche katalanische Modeschöpferin entwirft weiblich-romantische Modelle, grazil, verspielt und verträumt - ein bisschen wie aus einer anderen Welt. | Minerva 21 | www.lydiadelgado.es | Metro Diagonal (L3, L5)

Guantería Pedro Alonso

In dem Jugendstilladen finden Sie Handschuhe für fast jede Gelegenheit und Fächer. | Santa Anna 27 | Metro Catalunya (L1, L3)

El Mercadillo

Der mehrstöckige Modebasar für junge Leute ist total trendy. Verrückter Friseurladen, Café mit zauberhaftem Patio. | Portaferrissa 1 | Metro Liceu (L3)

Antoni Miró

Kataloniens Topmodeschöpfer kombiniert schlichte Eleganz und klassischen Schick zu einer unverwechselbaren Linie für zeitgeistbewusste und zahlungskräftige Individualisten. | Consell de Cent 349 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4) | Rambla de Catalunya 100 | www.antonimiro.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Riera Baixa

Diese kleine, auf den ersten Blick eher schäbig wirkende Straße ist höchst hip: Hier gibt es viele Secondhandläden, Tattoo- und Piercingshops sowie Geschäfte für Vintagekleidung. | Riera Baixa | Metro Liceu (L3)

Sombrerería Obach

Traditionsreiches Hutgeschäft in einem malerischen Eckladen. Seit Generationen weiß man hier, welche Bedeckung auf welchen Kopf passt. | Call 2 | Metro Liceu (L3)

Unterhaltung

Sternstunden für Nachtschwärmer

Zwischen uriger Taverne und Schwof im Tanzpalast, zwischen Technoclub und Konzertsaal

Ob Sie es elegant mögen oder rustikal, exzentrisch oder gemütlich, plüschig oder postmodern: Barcelonas Nachtleben bietet etwas für jeden Geschmack. Ein ausgesprochenes Ausgehviertel gibt es nicht - die Nachtschwärmer verteilen sich.

In der Altstadt treffen Sie eher die flippige Stadtboheme und junge Leute, Letztere vor allem um die Plaça Reial und die Straße Escudellers herum. Im Raval ist um das Museum für Zeitgenössische Kunst eine neue Café- und Kneipenszene entstanden: schrille Avantgarde Tür an Tür mit urigen Tavernen. Zurzeit enorm in ist auch das Ribera-Viertel, mit gemütlichen Kneipen, Cocktailbars, Restaurants, beliebten Szenelokalen und zu (post-)modernen Bars umgestalteten Industrielofts, vor allem um den Passeig del Born und den Mercat del Born herum. Der Stadtteil Gràcia ist alternativ geprägt: mit ungezählten kleinen Kneipen, Tapasbars und zum Teil sehr preiswerten Restaurants.

Im Sommer verwandeln sich viele Plätze in belebte Terrassen und Freilichtbühnen für Musiker, Gaukler oder Jongleure. Die Zona Alta (Oberstadt) um Diagonal, Mariano Cubí und Tibidabo ist Revier der mode- und karrierebewussten Bevölkerung. Manche Designbars des Eixample sind indes inzwischen ein wenig passé. Im Maremàgnum, dem Freizeitkomplex am alten Hafen, finden Sie jede Menge (besonders bei jungen Leuten) beliebte Bars und Diskotheken.

Für Unermüdliche bietet die Stadt eine Reihe von After-hour-Bars. Das Angebot wechselt ständig, sodass Sie sich am besten im Veranstaltungsprogramm des „Guía del Ocio“ oder des „b-guided“ informieren. Stürzen Sie sich also in Barcelonas Nachtleben! Und genießen Sie das Gefühl, zwar zu wissen, wann die Nacht für Sie anfängt - niemals aber, wann sie aufhört. Allerdings sollten Sie bei allem Vergnügen stets Vorsicht walten lassen: In die Altstadt nehmen Sie besser keine Wertsachen mit und abends lieber ein Taxi!

Unterhaltung

Bars und Kneipen

Bar Ra

Eine der beliebtesten Szenekneipen und -terrassen der Altstadt. Aktuelle Musik, kosmopolitisches Ambiente. | Tgl. 10-1 Uhr, ab 13.30 Mittagsmenü, Mai-Okt. Abendessen auf der Terrasse | Plaça Gardunya | Tel. 933014163 | Metro Liceu (L3)

Boadas

Die legendäre Cocktailbar ist nicht nur die älteste Barcelonas, sondern immer noch eine Institution. Hier hat schon Ernest Hemingway seinen Mojito getrunken. | Mo-Sa 12-2 Uhr | Tallers 1 | Metro Catalunya (L1, L3)

El Café que pone Muebles Navarro

Barloft mit New Yorker Flair in ehemaligem Möbellager des Raval. Sammlung von skurrilen Möbeln. | Di-So ab 18 Uhr | Riera Alta 4-6 | Metro Liceu (L3)

Café Royale

Die angesagte Bar im Retrolook ist exzentrisch, edel und eigenwillig. Spaniens Regiestar Pedro Almodóvar hat hier seine Oscars gefeiert. | So-Do 19-2.30, Fr und Sa 19-3 Uhr | Nou de Zambrano 3 | Metro Drassanes (L3)

CDLC/Carpe Diem Lounge Club

Coole Strandterrasse zum Entspannen auf balinesischen Liegen. Drinnen riesiger Club mit VIP-Lounges, Tanzflächen und DJ-Sessions. | Tgl. 12-2 Uhr | Passeig Marítim 32 | Tel. 932240470 | Metro Ciutadella (L4)

Dry Martini

Benannt nach dem Lieblingsgetränk des spanischen Regisseurs Luis Buñuel: ein Muss für Freunde gepflegter Cocktails. Dazu werden feinste Häppchen serviert. | Tgl. Ab 18.30 Uhr | Aribau 162 | Metro Hospital Clínic (L5)

Gimlet

Ein Klassiker: Das Gimlet ist genau das Richtige für besser gestellte Bohemiens und nonkonformistische Nachtschwärmer mit Vorliebe für gepflegte Drinks. | Mo-Sa ab 20 Uhr | Rec 24 | Metro Jaume I (L4)

London Bar

Wenn der dichte Zigarettendunst aufreißen sollte, können Sie den heruntergekommenen Charme der seit 1910 beliebten Bohemebar erkennen. | Di-So ab 19 Uhr | Nou de la Rambla 34 | Metro Liceu (L3)

Margarita Blue

Kuriose Kneipe und Tex-Mex-Restaurant, oft rappelvoll. DJs, Drinks und Cocktails. | Tgl. ab 19 Uhr | Josep Anselm Clavé 6 | Metro Drassanes (L3)

Mirabé

Hier können Sie Aperitifs und Longdrinks genießen - und einen atemberaubenden Blick über ganz Barcelona. Im Sommer mit Gartenterrasse. | Tgl. 19-2 Uhr | Manuel Arnús 2 | FGC Tibidabo, umsteigen in Tramvía Blau

Mond Bar

Szenetreffpunkt für meist jüngere Mode- und Musikbegeisterte am schönsten Platz des Gràcia-Viertels. | Tgl. ab 21 Uhr | Plaça del Sol 21 | Metro Fontana (L3)

Pipa Club

Originelle, gemütliche Szenebar mit Blick auf die Plaça Reial im Privatclub der Pfeifenraucher. Achtung: Sie müssen an der Haustür klingeln! | Tgl. 23-1.30 Uhr | Plaça Reial 3, pral. | Metro Liceu (L3)

Pitín Bar

Die kleine, intime und originell ausstaffierte Bar liegt im Herzen des Ribera-Viertels. Beliebte Terrasse. | Mo-Fr ab 18 Uhr, Sa bis So ab 11 Uhr | Pg. Del Born 34 | Metro Jaume I (L4)

Suborn

Entspannter Szenetreff in modernem Loft im In-Viertel Born: Das Restaurant serviert frische mediterrane Gerichte. Mit Club und Dancefloor. | Do-Sa 20.30-3 Uhr | Ribera 18 | Tel. 933101110 | Metro Barceloneta (L4)

Unterhaltung

Diskotheken, Clubs und Ballhäuser

Barcelonas Nachtleben

Hier geht es üblicherweise erst nach Mitternacht richtig los. Viele Diskos bieten, meist am Wochenende, auch Livemusik, bzw. Liveclubs sind außerhalb der Vorstellungen Diskos. Achtung: Liveauftritte beginnen schon früher, meist ab 21 oder 22 Uhr.

Antilla Barcelona

Einer der führenden Salsaclubs, in denen sich die Einwanderer aus der Karibik ihr Heimweh von der Seele tanzen. | Tgl. ab 23 Uhr | Aragó 141 | www.antillasalsa.com | Metro Hospital Clínic (L5)

Bikini

Von Pop bis Electronic Dance wird hier alles gespielt. Salsatanzsaal, Cocktailbar, Konzerte. Einer der gefragten Clubs der Stadt. | Mi-Sa ab 24 Uhr | Déu i Mata 105 | www.bikinibcn.com | Metro Les Corts (L3)

Club Fellini

Für Hardliner: elektronische Musik, Punk-Rock und Experimentelles auf drei Etagen. | Mi-Sa ab Mitternacht | La Rambla 27 | www.clubfellini.com | Metro Drassanes (L3)

Dot

Eine der besten Adressen für aktuelle Musik und DJ-Sessions. Ein Lichtvorhang trennt die rot illuminierte Bar vom blau angestrahlten Dancefloor. | Mo-Sa ab 23 Uhr | Nou de San Francesc 7 | Metro Drassanes (L3)

Fonfone

Hippe Neonlichtbar mit Videoinstallationen, Retrokitsch und guter elektronischer Tanzmusik. | Mo-Sa ab 22 Uhr | Escudellers 24 | www.fonfone.com | Metro Drassanes (L3)

Jamboree

Der historische Jazzkeller ist seit 1959 Anlaufpunkt für anspruchsvolle Fans. Internationale Gastspiele, Dancefloor. | Tgl. ab 22.30 Uhr | Plaça Reial 17 | www.masimas.com | Metro Liceu (L3)

Luz de Gas

Beliebte Disko und Music-Hall mit herrlich dekadentem Belle-Époque-Kitsch. Interessante Liveprogramme, vor allem während des Jazzfestivals (Okt.-Dez). | Tgl. 23-4.30 Uhr, Juli und Aug. So geschl. | Muntaner 246 | Tel. 932097385 | www.luzdegas.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Moog

Ausgezeichnetes Musikprogramm mit namhaften DJs. Für Liebhaber von Techno und Electronic Dance. | Tgl. ab 24 Uhr | Arc del Teatre 3 | www.masimas.com | Metro Liceu (L3)

New York

Soul, Reggae, Hip Hop, Funk, auch live, im Rotlicht eines ehemaligen Sexshowlokals. | Club, Do-Sa ab 24 Uhr, Pub So-Mi ab 23 Uhr | Escudellers 5 | Metro Drassanes (L3)

Nick Havanna

Durchgestylter Dauerbrenner: Barcelonas berühmter Designtempel wird zurzeit vom jüngeren Publikum frequentiert. | Do-Sa ab Mitternacht | Rosselló 208 | www.nickhavanna.net | Metro Diagonal (L3, L5)

Otto Zutz Club

Die Drei-Etagen-Disko im Industrielook ist seit 20 Jahren ein Renner. DJ-Sessions, Electronic und Black Music. Richtig Stimmung kommt erst ab 2 Uhr auf. | Mi-Sa ab 24 Uhr | Lincoln 15 | www.ottozutz.com | FGC Gràcia | Metro Fontana (L3)

La Paloma/Bongo Lounge

Spiegel, Stuck, Samt und Plüsch: Dieser Tanzpalast verströmt den Charme der vorletzten Jahrhundertwende! Am frühen Abend spielen Tanzorchester für das reifere Publikum. Ab Mitternacht gibt es dann aktuelle Musik und hippe DJ-Sessions für jüngere Zeitgenossen. Eine Institution! Achtung: Der Club soll nach seiner Renovierung Anfang 2008 wieder öffnen. Bitte vorher checken! | Tigre 27 | Tel. 933177994 | www.lapaloma-bcn.com | Metro Universitat (L1, L2)

Sala Apolo/Nitsa Club

Das elegante alte Ballhaus ist heute einer der hippsten Adressen der Stadt - mit Livemusik, Disko, DJs, Dancepartys und Undergroundfilmen. Am Wochenende wird aus Sala Apolo der Nitsa Club mit aktuellen Musiktrends in verschiedenen Clubsälen. | Fr und Sa ab 0.30 Uhr | Nou de la Rambla 113 | www.sala-apolo.com | Metro Parallel (L3)

Unterhaltung

Landestypisches

Tablao de Carmen

Wo heute das Tablao de Carmen steht, debütierte 1929 die legendäre Flamencotänzerin Carmen Amaya zur Eröffnung der Weltausstellung. Authentischer Flamenco und anspruchsvolles Programm. Im Museumsdorf Poble Espanyol. | Di-So ca. 20-2 Uhr, Flamencoshows Di-So 19.45 und 22 Uhr | Eintritt 34 Euro inkl. Drink und Eintritt Poble Espanyol | www.tablaodecarmen.com | Metro Espanya (L1, L3) weiter zu Fuß oder mit dem Bus Poble Espanyol (61, 13)

Tarantos

Hier sind schon viele Größen des Flamenco aufgetreten, von Antonio Gades bis Duquende. | Mo-Sa ab 21.30 Uhr, Live-Flamenco um 21.30, 22.30 Uhr, später Disko und Musica Latina | Eintritt Flamencolokal 5 Euro | Plaça Reial 17 | Metro Liceu (L3)

Unterhaltung

Opern, Konzerte und Musicals

Auditori de Barcelona (Auditorium)

Das von Rafael Moneo entworfene, 1999 eingeweihte Gebäude neben dem Nationaltheater ist der moderne Mittelpunkt des Konzertlebens. Hier treten internationale Spitzenstars auf, das Sinfonieorchester hat hier außerdem seinen Sitz. | Lepant 150 | Tel. 932479300 | www.auditori.com | Metro Monumental (L2), Glòries (L1)

Gran Teatre del Liceu

Als das geschichtsträchtige Gebäude an der Rambla 1994 abbrannte, zerstörten die Flammen nicht nur eines der schönsten Opernhäuser Europas: Das Liceu symbolisierte auch Selbstbewusstsein und Kultur der Katalanen, vor allem gegenüber Madrid. So erklärt sich der zügige Wiederaufbau: 1999 wurde die neue Oper eingeweiht. Während der Zuschauerraum in alter Pracht und Herrlichkeit wiedererstanden ist, gehört die Bühne nun zu den modernsten der Welt. Auch künstlerisch wurde der Musentempel entstaubt: Neben dem traditionellen Repertoire stehen nun auch zeitgenössische Werke und modernes Regietheater auf dem Spielplan. | Rambla 51-59 | Tel. 934859913 | www.liceubarcelona.com | Metro Liceu (L3)

Palau de la Música Catalana

Auch wenn es schwerfällt, sich bei all der Jugendstilpracht in diesem unvergleichlichen Konzertsaal auf die Musik zu konzentrieren: Das Programm verdient uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Über 200 Konzerte finden hier pro Jahr statt, einschließlich internationaler Stargastspiele - von Klassik über Jazz bis hin zu Chanson oder Weltmusik. Ein zweiter, neuer Konzertsaal, entworfen vom Stararchitekten Oscar Tusquets, wurde 2004 eingeweiht. | San Francesc de Paula 2 | Tel. 932957200 | www.palaumusica.org | Metro Urquinaona (L1, L4)

Unterhaltung

Theater und Kleinkunst

Barcelonas Bühnen

Barcelona hat sich als Forum neuer und anspruchsvoller Theaterformen längst international profiliert. Die bedeutendsten freien Ensembles Spaniens sind hier zu Hause: das Theater Lliure, Gruppen wie Els Joglars oder La Fura dels Baus. Aber es gibt auch Unterhaltungstheater. Viele Bühnen sind katalanischsprachig. Internationale Gastspiele gibt es vor allem im Mercat de les Flors und im Rahmen des Kulturfestivals Grec.

Mercat de les flors

Zeitgenössisches (Tanz-)Theater auf internationalem Niveau. Im ehemaligen Blumenmarkt wechseln Gastspiele aus aller Welt mit Auftritten einheimischer Künstler. Sehenswert ist auch die Kuppel über der Eingangshalle. Hier hinterließ Miquel Barceló eine seiner schönsten Malereien. Um den Mercat ist ein riesiger Theaterkomplex entstanden, zu dem auch das renommierte Teatre Lliure (Teatre Fabià Puigserver) im imposanten Palau de la Agricultura gehören und das Theaterinstitut. | Lleida 59 | Tel. 934261875 | Metro Plaça Espanya (L1, L3)

Uebernachten

Schön und erholsam schlafen

Nur wer rechtzeitig sein Hotelzimmer bucht, ist in Barcelona gut gebettet

Zwar werden unablässig neue Hotels gebaut - aber die Übernachtungskapazitäten reichen längst nicht aus. Die Touristenströme wachsen stetig weiter an.

Zudem zählt Barcelona zu den begehrtesten internationalen Kongress- und Messestädten. Fast jeden Monat findet irgendeine größere Veranstaltung statt. Dann sind die Hotels mitunter Monate im Voraus ausgebucht, und die Zimmerpreise steigen erheblich. Rechtzeitige Reservierung ist also dringend zu empfehlen. Fragen Sie außerdem auf jeden Fall nach einem Außenzimmer (habitación exterior) - ein Innenzimmer (habitación interior) mit Fenster zum Lichtschacht ist in Barcelona nichts Ungewöhnliches, wirkt aber doch mitunter recht deprimierend (und ist dazu fast immer erheblich kleiner). Falls Sie im Sommer anreisen, sollten Sie ein Zimmer mit Klimaanlage buchen. Erkundigen Sie sich unbedingt, ob im Preis Frühstück und Mehrwertsteuer (IVA) enthalten sind! Die folgenden Angaben beziehen sich auf die offiziellen Preiskategorien der Hotels. Aber oft gibt es sehr viel günstigere Angebote auf den hoteleigenen Websites.

Uebernachten

Hotels Kategorie gehoben

Barcelona Center

Dieses Hotel bietet moderne Eleganz in einem stilvoll renovierten Jugendstilgebäude. Die Zimmer sind groß, komfortabel und gut lärmisoliert. Dachterrasse, Fitnessraum. 135 Zi. | Balmes 103 | Tel. 932730000 | Fax 932730002 | www.hotelescenter.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Colón

Klassisches Altstadthotel mit Tradition und Charme, vis-a-vis von Kathedrale und römischen Stadtmauern. Verlangen Sie ein Zimmer mit Aussicht. 147 Zi. | Av. Catedral 7 | Tel. 933011404 | Fax 933172915 | www.hotelcolon.es | Metro Urquinaona (L1, L4)

Comtes de Barcelona

Prächtiger Bürgerpalast aus der Zeit des modernisme. Sonnenterrasse, Pool. Gehobener Komfort und gediegene Eleganz an Barcelonas Nobelboulevard. 187 Zi. | Passeig de Gràcia 73-75 | Tel. 934450000 | Fax 934453232 | www.condesdebarcelona.com | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Duquesa De Cardona

Kleines Altstadthotel mit diskretem Charme in stilvoll renoviertem Adelspalast aus dem 19. Jh. Die 44 Zimmer haben sehr unterschiedliche Größen, zum Teil mit Blick über den alten Hafen. Dachterrasse. Ein paar Schritte von der Rambla. | Passeig Colom 12 | Tel. 932689090 | Fax 932682931 | www.hduquesadecardona.com | Metro Drassanes (L3)

Gallery Hotel

Komfortables, modernes Hotel im Herzen des Jugendstilviertels. Die Zimmer sind elegant eingerichtet und großzügig. Sauna, Gartenterrasse. 115 Zi. | Roselló 249 | Tel. 934159911 | Fax 934159184 | www.galleryhotel.com | Metro Diagonal (L3, L5)

H 1898

Ein Hauch von Kolonialstil und tropischer Nostalgie im Palais der ehemaligen philippinischen Tabakgesellschaft. Das neue Komforthotel liegt an der Rambla, mit Pool auf der Dachterrasse und Spa. 169 Zi. | La Rambla 109 | Eingang Pintor Fortuny | Tel. 935529552 | Fax 935529550 | www.nnhotels.es | Metro Catalunya (L1, L3)

Majestic

Der Klassiker unter Barcelonas Nobelherbergen verbindet modernen Komfort mit dem Flair des 19. Jhs. am Boulevard Passeig de Gràcia. Pool auf der Dachterrasse, Gourmetrestaurant Drolma mit Michelinstern. 303 Zi. | Passeig de Gràcia 70 | Tel. 934881717 | Fax 934881880 | www.hotelmajestic.es | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Neri

Designhotel mitten im Gotischen Viertel, in einem renovierten Palais des 18. Jhs. Die komfortable Einrichtung kombiniert hypermodernes Design und Hightech mit Samtvorhängen und Satin. Nur die Lärmisolierung lässt zu wünschen übrig. Dachterrasse zum Relaxen. 22 Zi. | San Sever 5 | Tel. 933040655 | Fax 933040656 | www.hotelneri.com | Metro Jaume I (L4)

OMM

Hinter der avantgardistisch gewellten Fassade des neuen Hotels eröffnet sich eine Oase aus minimalistischem Design, Edelhölzern, Hightech und Fengshui. Weite Räume, klare Linien, naturbelassene Materialien: Die Zimmer sind durchgestylt bis ins letzte Detail und haben Aussicht auf Gaudís Prachtbau La Pedrera. Die loftartige Lobby ist eine der gefragtesten In-Bars Barcelonas, das Gourmetrestaurant Moo ein auch ästhetisches Erlebnis. Dachterrasse mit Pool, Spa-Bereich. 58 Zi. | Rosseló 265 | Tel. 934454000 | Fax 934454004 | www.hotelomm.es | Metro Diagonal (L3, L5)

Prestige Paseo de Gracia

Avantgardistisches Design mit orientalischem Touch sowie hochwertiges Hightech zeichnen dieses Hotel aus. Der Service ist exzellent. 45 Zi. | Passeig de Gràcia 62 | Tel. 932724180 | Fax 932724181 | www.prestigepaseodegracia.com | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Uebernachten

Hotels Kategorie standard

Hotel Actual

Angenehmes, modernes Hotel, ein paar Schritte vom Nobelboulevard Passeig de Gràcia. Verlangen Sie ein Zimmer mit Blick auf Antoni Gaudís berühmtestes und verrücktestes Haus, La Pedrera. 29 Zi. | Rosseló 238 | Tel. 935520550 | Fax 935520555 | www.hotelactual.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Adagio

Das beliebte, total renovierte Altstadthotel ist schlicht, sauber, sachlich und liegt nur ein paar Schritte von der Rambla entfernt. Für die Lage günstig. 38 Zi. | Ferrán 21 | Tel. 933189061 | Fax 933183724 | www.adagiohotel.com | Metro Liceu (L3)

Banys Orientals

Architektur- und Designmagazine preisen dieses bezaubernde Hotel in stilvoll restaurierten historischen Mauern, zentral gelegen zwischen Gotischem Viertel und La Ribera. Die kleinen Zimmer mit besonders großen Betten sind minimalistisch möbliert. Für Lage und Komfort sehr günstig. 43 Zi. | Argenteria 32 | Tel. 932688460 | Fax 932688461 | www.hotelbanysorientals.com | Metro Jaume I (L4)

Catalonia Princesa

Mittelklassehotel in historischem Gebäude, zentral am Parc de la Ciutadella gelegen. Moderne, komfortable Zimmer. 90 Zi. | Rec Comtal 16 bis 18 | Tel. 932688600 | Fax 932688491 | www.hoteles-catalonia.es | Metro Arc de Triomf (L1)

Chic & Basic

Schlicht zum Wohlfühlen! Intelligent, kreativ, komfortabel und cool: Das lichtdurchflutete Designhotel ist in einem mittelalterlichen Palais untergebracht, mitten im hippen Ribera-Viertel. Innovative Einrichtungsideen und überraschende Details. Für unkonventionelle Zeitgenossen. 31 Zi. (XXL, XL, L, M) | Princesa 50 | Tel. 932954652 | Fax 932954653 | www.chicandbasic.com | Metro Jaume I (L4)

Continental Barcelona

Direkt an der Rambla. Die Zimmer sind klassisch, komfortabel und lärmisoliert. Im Preis enthalten ist ein Büfett rund um die Uhr mit Snacks und Getränken. 35 Zi. | La Rambla 138 | Tel. 933012570 | Fax 933027360 | www.hotelcontinental.com | Metro Catalunya (L1, L3)

Gaudí

Gegenüber Gaudís grandiosem Palau Güell liegt dieses saubere, zweckmäßig eingerichtete Hotel. Die Zimmer mit Terrasse und Traumblick über die skurrile Dachlandschaft gegenüber sind nicht teurer als kleinere Zimmer ohne Aussicht! 73 Zi. | Nou de la Rambla 12 | Tel. 933179032 | Fax 934122636 | www.hotelgaudi.es | Metro Liceu (L3)

Granvía

Die Zimmer des Jugendstilpalais sind schlicht und könnten eine Renovierung vertragen, aber die Aufenthalts- und Frühstücksräume lassen das Herz jedes Fin-de-Siècle-Nostalgikers höher schlagen. Zentrale Lage. 54 Zi. | Gran Vía de les Corts Catalanes 642 | Tel. 933181900 | Fax 933189997 | www.nnhotels.es | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Hostal Palacios

Stilvolles Mittelklassehotel in einem historischen Jugendstilgebäude. Die Einrichtung stammt auch fast vollständig aus der goldenen Zeit des Modernismus. 11 Zi. | Rambla de Catalunya 27 | Tel. 933013079 | Fax 933013792 | www.hostalpalacios.com | Metro Catalunya (L1, L3)

Oriente

Zu den Gästen des historischen Hotels gehörten Arturo Toscanini, Maria Callas und George Orwell. Heute ist der Belle-Époque-Charme des einstigen Grandhotels nur noch in Speise- und Festsaal erhalten. Die Zimmer wurden gerade renoviert. 131 Zi. | Rambla 45-47 | Tel. 933022558 | Fax 934123819 | www.husa.es | Metro Liceu (L3)

Park Hotel

Juwel der 50er-Jahre-Architektur: Der einst radikal moderne Entwurf von Antonio Moragas wurde 1990 renoviert und aktualisiert von seinem Sohn. Jetzt können Sie hier geschmackvoll, gemütlich und komfortabel wohnen - in den oberen Stockwerken mit traumhaftem Blick über Stadt und Hafen. 91 Zi. | Av. Marqués de lArgentera 11 | Tel. 933196000 | Fax 933194519 | www.parkhotelbarcelona.com | Metro Barceloneta (L4)

Sant Agustí

Das hübsche Hotel in einem renovierten Klostergebäude aus dem 17. Jh. liegt an einem typischen Platz des Raval. Rustikal-romantisches Altstadtflair. Verlangen Sie unbedingt ein Zimmer unter dem Dach! 75 Zi. | Plaça Sant Agustí 3 | Tel. 933181658 | Fax 933172928 | www.hotelsa.com | Metro Liceu (L3)

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Hotels Kategorie günstig

Hostal Gat Raval

Smart und funky: helle Räume, dekoriert in Weiß, Apfelgrün und Schwarz. In jedem Zimmer finden Sie das Werk eines lokalen (jungen) Künstlers. Hippe Adressen und Kulturtipps gibts in der Lobby. Leider haben nur wenige Zimmer ein Bad, aber die Etagenbäder sind sehr sauber. Ein paar Schritte von der Rambla entfernt. WLAN kostet 6,50 Euro pro Stunde. 24 Zi. | Joaquim Costa 44 | Tel. 934816670 | Fax 933426697 | www.gataccommodation.com | Metro Universitat (L1)

Hostal Gat Xino

Ausstattung und Ambiente sind wie im Gat Raval. Frühstück wird im Patio serviert. 35 Zi. | Hospital 149-155 | Tel. 933248833 | Fax 933248834 | www.gataccommodation.com | Metro Sant Antoni (L1)

Hostal Grau

Sehr einfaches, aber freundliches Hotel mit familiärem Ambiente, in der Nähe des Museums für Zeitgenössische Kunst. Verlangen Sie eines der größeren Zimmer. 20 Zi. | Ramelleres 27 | Tel. 933018135 | Fax 933176825 | www.hostalgrau.com | Metro Catalunya (L1, L3)

El Jardí

Populäres, komplett renoviertes Altstadthotel an einem bezaubernden Platz im Gotischen Viertel. Die Zimmer sind zwar einfach, aber alle mit neuen Bädern ausgestattet - wobei die Außenzimmer mit Aussicht schöner, allerdings auch lauter sind. 40 Zi. | Plaça Sant Josep Oriol 1 | Tel. 933015900 | Fax 933425733 | www.hoteljardi-barcelona.com | Metro Liceu (L3)

Oasis

Zentral gelegenes Hotel zwischen Hafen und Ribera-Viertel. Die kleinen Zimmer sind günstiger, die komfortableren etwas teurer. Alle Zimmer mit Bad, Klimaanlage, TV, Telefon. Achtung: Die Außenzimmer mit Balkon sind laut. 101 Zi. | Pla del Palau 17 | Tel. 933194396 | Fax 933104874 | www.hoteloasisbarcelona.com | Metro Barceloneta (L4)

Oliva

Freundliche Familienpension im vierten Stock eines Jugendstilgebäudes. Absolut günstig für die Lage an Barcelonas teurem Nobelboulevard. 16 Zi. | Passeig de Gràcia 32 | Tel. 934880162 | Fax 934870497 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Ópera

Gepflegtes, einfaches Hotel gleich hinter dem Liceu. Die Zimmer sind mit neuen Bädern und Klimaanlage ausgestattet. Für den Preis komfortabel. 70 Zi. | Sant Pau 20 | Tel. 933188201 | www.hostalopera.com | Metro Liceu (L3)

Paseo de Gràcia

Die schlicht eingerichteten Zimmer, teilweise mit Balkon oder Terrasse, liegen hoch über dem Nobelboulevard Passeig de Gràcia (kaum Lärm), gleich neben Gaudís berühmter Casa Milà. Fragen Sie nach einem Zimmer im obersten Stock. 33 Zi. | Passeig de Gràcia 102 | Tel. 932155824 | Fax 932153724 | www.hotelpaseodegracia.es | Metro Diagonal (L3, L5)

Rembrandt

Angenehme und saubere Pension im Gotischen Viertel mit überwiegend jungen Gästen. Es gibt Zimmer für bis zu fünf Personen zu günstigen Preisen. 24 Zi. | Portaferissa 23 | Tel. 933181011 | www.hostalrembrandt.com | Metro Liceu (L3)

San Remo

Gepflegte Familienpension in einem hübschen Jugendstilhaus des Eixample, ein paar Schritte vom Zentrum. Sehr ruhig, nicht nur wegen der lärmisolierten Fenster: Die Besitzerin passt persönlich auf, dass kein Gast gestört wird. 7 Zi. | Ausiàs Marc 19/Bruc 20, 1. Stock | Tel. 933021989 | Fax 933010774 | www.hostalsanremo.com | Metro Urquinaona (L1, L4)

La Terrassa

Low-Budget-Haus, mitten im Raval gelegen, unweit der Rambla. Die Hälfte der Zimmer hat ein Bad, einige sind mit Balkon. Hübscher Innenhof. 42 Zi. | Junta del Commerç 11 | Tel. 933025174 | Fax 933012188 | Metro Liceu (L3)

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Sonstiges

Apartments Ramblas

Über 120 Apartments werden in zentraler Lage für jeden Geldbeutel angeboten. Die Vermittlungsgebühr ist im Preis inbegriffen. | Tel. 933017678 (auch in Deutsch) | www.apartmentsramblas.com

Barcelona Bed & Breakfast

Zum Entspannen und Wohlfühlen: Die ruhig gelegene Wohnung im oberen Teil der Stadt, in einem von Josep Puig i Cadafalch gestalteten Jugendstilhaus, ist geschmackvoll eingerichtet. Opulentes Frühstück. Ein Doppelzimmer kostet 72 Euro. 7 Zi. | Gomis 49, 1. Stock | Tel. 636832584 | www.barcelona-bb.com | Metro Vallcarca (L3)

Barcelona On Line

Die Agentur reserviert Pensionen, Hotels und Apartments, von Luxusklasse bis Low Budget. Auch Last-Minute-Angebote. | www.barcelona-on-line.es

Barcelona Room

Die Internetagentur ist spezialisiert auf die Vermittlung von Hotel- und Privatzimmern, Bed & Breakfast und Apartments in zentraler Lage. Keine Vermittlungsgebühr. | www.barcelonaroom.com

Hostels.com

Absolute Low-Budget-Unterkünfte. Die Häuser werden ausführlich beschrieben. | www.hostels.com

Open House Spain

Größte Agentur, vermittelt mehr als 800 Hotelzimmer und Apartments. Die Vermittlungsgebühr ist im Preis enthalten. | Tel. 933040567(inDeutsch) | www.oh-barcelona.com

Städtisches Fremdenverkehrsamt

Auf dieser Website werden gratis Hotelzimmer vermittelt, oft gibt es auch attraktive Sonderangebote! | www.hotelsbcn.com

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Jugendherbergen

Youth Hostel Barcelona Sea Point

Die Jugendherberge liegt am Strand der Barceloneta, ca. zehn Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt. Die Zimmer haben vier bis acht Betten und moderne Bäder. Mit Fahrradverleih. Übernachtung inkl. Frühstück und Internetzugang pro Person ab 16,50 Euro. 105 Betten | Plaça del Mar 4 | Tel. 932312045 | Fax 932461552 | www.seapointhostel.com | Metro Barceloneta (L4)

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Luxushotels

Arts Barcelona

Ein Traum aus Eleganz, Hightech, Design, Sonne und Mittelmeer. In dem avantgardistischen Hotelturm (45 Stockwerke) am Strand des Olympischen Dorfs erwarten Sie großzügige Zimmer oder Suiten mit Panoramablick und mondänen Marmorbädern. Dazu Terrassen, Gärten, Bars, Cafés, Spa, ein Swimmingpool mit Meerblick und das Tapas-Restaurant Arola des mit zwei Michelinsternen gekrönten Chefs Sergi Arola. 482 Zi. | Ab 370 Euro | Marina 19-21 | Tel. 932211000 | Fax 932211070 | www.hotelartsbarcelona.com | Metro Ciutadella - Vila Olímpica (L4)

Casa Fuster

Denkmalgeschützter Luxus in einem der schönsten Gebäude des Jugendstilarchitekten Lluís Domènech i Montaner. Die opulente modernisme-Dekoration wird hier mit hochmodernem Komfort kombiniert. Dazu Panoramaterrasse, Pool, Sauna und das Gourmetrestaurant Galaxó. Bezaubernd ist das Café Vienés mit seinen riesigen Samtsofas. 96 Zi. | Ab 310 Euro | Passeig de Gràcia 132 | Tel. 932553000 | Fax 932553002 | www.hotelcasafuster.com | Metro Diagonal (L3, L5)

La Florida

Luxus pur, hoch über der Stadt gelegen: Zu den Stammgästen des wiedereröffneten Nobelhotels der Belle Époque zählten u. a. Ernest Hemingway und Zsa Zsa Gabor. Mit atemberaubendem Panoramablick, spektakulären Designersuiten, Garten, Spa, Wellness, Hallenbad, extravagantem Pool mit Wasserkaskaden und Gourmetrestaurant LOrangerie. Kostenloser Hotel-Shuttle ins Zentrum bis 19 Uhr. 74 Zi. | Ab 400 Euro | Crta. Vallvidrera 83-93 | Tel. 932593000 | Fax 932593001 | www.hotellaflorida.com

Palace

Das ehemalige Hotel Ritz zog seit seiner Gründung 1919 stets Adel, Künstler und berühmte Exzentriker an, unter ihnen Salvador Dalí. Die Belle-Époque-Pracht und Eleganz des Hauses fasziniert noch immer illustre Individualisten, die Nostalgie und Luxus lieben - wie Woody Allen. Die Zimmer werden zurzeit generalüberholt. Gourmetrestaurant Caelis mit Michelinstern. 120 Zi. | Ab 390 Euro | Gran Via de les Corts Catalanes 668 | Tel. 935101130 | Fax 933184837 | www.hotelpalacebarcelona.com | Metro Urquinaona (L1, L4)

Mit Kindern unterwegs

Von Aquarium bis Zauberwald

Kinder lieben Tiere - aber auch Achterbahnfahren, Zaubertricks und Schokolade. Barcelona bietet das und viel mehr

Mit Kindern unterwegs

Mit Kindern unterwegs

Aquàrium

Hauptattraktion ist der große Unterwassertunnel, der hautnah Blicke auf Haie, Kraken oder Mondfische erlaubt. Im interaktiven Bereich des Aquariums können Kinder die mediterrane Unterwasserwelt anfassen, hören und entdecken. | Juli und Aug. tgl. 9.30-23 Uhr, Sept.-Juni Mo-Fr 9.30-21, Sa und So 9.30-21.30 Uhr | Eintritt 15,50 Euro, Kinder 10,50 Euro | Moll dEspanya del Port Vell | www.aquariumbcn.com | Metro Barceloneta (L4)

Parc Zoológic

Der Zoo mit großen Freigehegen, Delfinshows und Ponyreiten liegt im Parc de la Ciutadella. Im Park können Sie auch Fahrradrikschas mieten oder mit Booten auf dem See herumpaddeln. | Nov.-Feb. tgl. 10-17 Uhr, März-Mai und Okt. tgl. 10-18 Uhr, Juni-Sept. tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 14,95 Euro, Kinder (3-12 Jahre) 9 Euro | Parc de la Ciutadella | www.zoobarcelona.com | Metro Marina oder Arc de Triomf (L1)

Vergnügungspark und Spielautomatenmuseum Tibidabo

Ob Kinderkarussells, Riesenrad, Achterbahn oder Hightech-Attraktionen: Der Vergnügungspark mit Panoramablick über Barcelona bietet etwas für jeden Geschmack. Im Puppen- und Spielautomatenmuseen Museu dels Autòmates, einem der schönsten der Welt, können große und kleine Kinder das wunderbar erhaltene mechanische Spielzeug durch Knopfdruck zu neuem Leben erwecken. | Öffnungszeiten variieren | Kombinierter Eintritt 7-22 Euro | Tel. 932117942 | www.tibidabo.es | FGC Tibdabo, dann Tramvía Blau und Drahtseilbahn

El Rei de la Màgia

Von Hexerei bis Harry Potter: Seit mehr als hundert Jahren gibt es in diesem Geschäft alles, was das Magierherz begehrt. Zum Laden gehört nebenan ein kleines Museum rund um die Zauberkunst. Führung einschließlich Vorstellung mit Magie und Zaubertricks. | Laden: Mo-Fr 11-14 und 17-20, Sa 11-14 Uhr, Museum: Sa 18-20, So 12-14 Uhr | Carrer Princesa 11 | Carrer de lOli 6 | Eintritt 7 Euro | www.elreydelamagia.com | Metro Jaume I (L4)

Bosc de les Fades

Ein Zauberwald, bevölkert von Gnomen, Feen und anderen Fabelwesen, in einem verwunschenen Café. Tür an Tür mit Barcelonas Wachsfigurenmuseum. | Mo-Fr 10-13, Sa und So 10-14 Uhr | Passatge de la Banca 5 | www.museocerabcn.com | Metro Drassanes (L3)

CosmoCaixa

Die Jüngsten (3-9 Jahre) entdecken im Wissenschaftsmuseum in einer interaktiven Spezialabteilung spielerisch Phänomene wie Wetter, Licht und Laser. Im Bereich Toca Toca! können Kinder Pflanzen und Tiere samt ihrer Lebensumgebung ertasten. | Di-So 10-20 Uhr | Eintritt 3 Euro, Kinder unter 16 frei | Teodor Roviralte 55 | www.fundacio.lacaixa.es | FGC bis Avinguda Tibidabo, dann Tramvía Blau oder zu Fuß

Museu de la Xocolata

Die Besucher können nicht nur an Schokoladenproben teilnehmen, sondern sich auch über Geschichte und Mythen rund um den Kakao sowie über seine Verarbeitung informieren. | Mi-Sa 10-19, So 10-15 Uhr, Mo 10-19 Uhr | Eintritt 3,90 Euro | Comerç 36 | www.museuxocolate.cat | Metro Jaume I (L4)

Themen- und Vergnügungspark Port Aventura

Größtes spanisches Freizeitresort bei Tarragona: mit atemberaubenden Achterbahnen, spektakulären Hightech Attraktionen, vielen Shows, Wasser- und Themenpark sowie Spielcentern (inkl. Babysitting). Außerdem Restaurants, Shops und Hotels. Direkter Zugang zu einem der schönsten Strände der Region. | Öffnungszeiten variieren je nach Saison | Eintritt ab 35 Euro, Kinder 4-10 Jahre ab 28 Euro | Av. Alcalde Pere Molas, km 2 | Salou | www.portaventura.es | mit dem Zug (Renfe) ca. anderthalb Stunden von Barcelona Sants

Insider-Tipp

Plaça del Rei

Mittelalterliche Wolkenkratzer: Die Plaça del Rei und ihre faszinierende Silhouette in der Abendsonne

Krypta de la Colonia Güell

Unter schrägen Säulen: Gaudís unvollendetes Meisterwerk der Statik: die Krypta de la Colonia Güell

Museu-Monestir Pedralbes

Sprung aus der Zeit: Gotische Baukunst und göttliche Erbauung im Kloster Museu-Monestir Pedralbes

Granja Viader

Zimtmilch wie zu Großmutters Zeiten ...: ... und köstlichen Käsekuchen bekommen Sie in der traditionsreichen Milchbar Granja Viader

Espai Sucre

Süße Versuchung: Das coole Nachspeisenrestaurant Espai Sucre ist in

Santa Maria

Leckerbissen im Loft: Santa María, das etwas andere Tapas-Restaurant, verwöhnt mit kreativer Spitzenküche

Caelum

Schlemmen wie die Mönche: Im Caelum bekommen Sie himmlische Köstlichkeiten aus spanischen Klöstern

La Pineda

Katalanische Brotzeit: Appetitliche Rast im Kolonialwarenladen La Pineda

Cerería Subirá

Lassen Sie sich ein Licht aufgehen: Cerería Subirá: Kerzenladen wie aus einem Roman von Charles Dickens

Mirabé

Drink mit Aussicht: In den Gärten der Bar Mirabé liegt Ihnen die Stadt zu Füßen

Pipa Club

Wohnzimmer mit Tresen: Pipa Club - der In-Treff im Rauchersalon

El Rei de la Màgia

Museu dels Autòmates - Wo die Puppen tanzen: Im Puppen- und Spielautomatenmuseum auf dem Tibidabo

Top Highlights

Catedral/Kathedrale

Der Bau des gewaltigen Gotteshauses wurde im 11. Jh. begonnen: auf den Fundamenten einer frühchristlichen, von den Mauren zerstörten Basilika. Aber erst zwischen 1298 und 1448 bekam das großartige Kirchenschiff seine heutige Form, während die neugotische Hauptfassade sogar erst 1890 fertig wurde. Wunderschön ist das Chorgestühl im Zentrum des Kirchenraums - eine Besonderheit spanischer Kirchen, die nicht ausschließlich für liturgische Zwecke konzipiert waren. In einer der 29 vorwiegend aus dem 16. und 17. Jh. stammenden Seitenkapellen wird ein angeblich wundertätiges Kruzifix aufbewahrt. Es soll geholfen haben, die Türken in der großen Seeschlacht von Lepanto zu besiegen. Die Kathedrale diente eben nicht nur zur Verbreitung des göttlichen, sondern auch des irdischen Ruhms. Geweiht ist die Kathedrale der Märtyrerin Santa Eulàlia, der Schutzpatronin der Stadt, die in spätrömischer Zeit zu Tode gefoltert wurde. Die Heilige liegt in einem Alabastersarkophag in der Krypta unter dem Hochaltar begraben.

Palau de la Música Catalana

Von Lluís Domènech i Montaner zwischen 1905 und 1908 errichteter Musikpalast in üppigstem Jugendstil: ein einzigartiges Juwel des modernisme, als „Ode an Katalonien“ konzipiert. Opulent geschmückte Straßenfassaden, zur Carrer Sant Pere més alt mit mosaikbedeckten Säulen, gekrönt von den Büsten Bachs, Beethovens, Wagners und Palestrinas. Von einzigartiger Schönheit ist die nach innen gewölbte Kuppel aus buntem Glas in der Mitte des Auditoriums. Decken, Wände und Säulen des Saales sind überzogen mit Ornamenten aus Blüten und Ranken in scheinbar unendlichen Variationen, dazu Drachenköpfe und andere symbolträchtige Skulpturen. | Führungen tgl. 10-15.30 Uhr alle 30 Min., im Juli an vielen Tagen bis 19 Uhr | Eintritt 9 Euro | Sant Francesc de Paula 2 | Tel. 932957200 | www.palaumusica.org | Metro Urquinaona (L1, L4)

Museu Picasso/Picasso-Museum

Das meistbesuchte Museum der Stadt zeigt vor allem - aber keineswegs nur - die Werke aus der frühen Schaffensphase Pablo Picassos, der „Blauen Periode“, die mit seinen Jahren in Barcelona zusammenfällt. Von 1895-1904 lebte der Maler in der katalanischen Metropole, war Teil der künstlerischen Avantgarde und Boheme und fand erste Anerkennung. Sein Leben lang fühlte er sich Barcelona verbunden, selbst im französischen Exil während der Franco-Diktatur. Seit den 30er-Jahren vermachte Picasso der Stadt Bilder, darunter seinen berühmten „Harlekin“. Aber erst 1963 kamen die verstreuten Werke unter ein Museumsdach: auf Initiative des Picasso-Freundes und -Sekretärs Jaume Sabartés, der außerdem seine umfassende Privatsammlung stiftete. Zunächst untergebracht in einem gotischen Palais der Carrer Montcada, erstreckt sich das Museum heute über fünf prachtvolle Paläste. Die Sammlung wurde nach und nach komplettiert: Picasso schenkte dem Museum seine berühmte „Menina“-Serie und sämtliche Frühwerke aus dem Wohnhaus der Familie in Barcelona; seine Witwe Jacqueline gab 1981 wertvolle Keramiken dazu. Inzwischen ist das Museum neben dem in Paris die bedeutendste öffentliche Picasso-Sammlung. | Di-So 10-20 Uhr | Eintritt 6 Euro | Montcada 15 | www.museupicasso.bcn.es | Metro Jaume I (L4)

Santa María del Mar

Für viele ist sie die schönste Kirche Barcelonas. Das Gotteshaus in reiner katalanischer Gotik fasziniert durch seine kunstvolle Schlichtheit: Keinerlei Pomp oder Prunk stört den Eindruck von Weite, Offenheit und meditativer Stille. Kunstvoll gestaltete, polychrome Glasfenster, teilweise aus dem 15. Jh., tauchen das fast leere Kirchenschiff (Chorgestühl und Einrichtung verbrannten im Bürgerkrieg) in beinahe mystisches Licht und verstärken den Eindruck tiefer innerer Ruhe.

Casa Batlló

Das von Antoni Gaudí zwischen 1904 und 1906 umgestaltete Gebäude ist Teil der Mançana de la Discòrdia. Auch für dieses phantastische Baukunstwerk hat sich Gaudí von der Natur inspirieren lassen: Die sanft gewellte Fassade ist überzogen mit glitzernden Mosaiksteinchen; bizarre Balkons und Erker wirken wie Knochen oder Masken; skurrile Steinsäulen sehen wie Elefantenfüße aus. Die Dachkonstruktion erinnert an ein schuppiges Riesenreptil - eine Anspielung auf die Allegorie vom Drachentöter Sant Jordi, dem Schutzpatron der Stadt. | Tgl. 9-20 Uhr, falls Veranstaltungen stattfinden, nur bis 14 Uhr | Eintritt 16,50 Euro (inkl. Audioguide) | Passeig de Gràcia 43 | www.casabatllo.es | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Casa Milà/La Pedrera

Antoni Gaudís berühmtestes Haus nennt der Volksmund bezeichnend La Pedrera, der Steinbruch: ein aus Naturstein gehauener Bau ohne tragende Wände, mit wuchtigen, gewellten Fassadenformen, baumstammartigen Säulen und pflanzenhaft geschwungenen Balkons. Bei diesem gewagten Gebäude, das eher aussieht wie eine gigantische, aus Ton oder Wachs geknetete Skulptur, ließ der Architekt seiner überbordenden Phantasie freien Lauf.

Sagrada Família

Der Sühnetempel, der Heiligen Familie gewidmet, mit seinen sich parabolförmig in den Himmel schraubenden Riesentürmen Symbol des modernisme, wurde zum weltbekannten Wahrzeichen Barcelonas. An seinem unvollendeten Hauptwerk und Vermächtnis baute Antoni Gaudí vier Jahrzehnte lang, in seinen letzten zwölf Lebensjahren widmete er sich ihm ausschließlich. Als er 1926 starb, hatte er nur Apsis, einen der Türme, die neogotische Krypta und die der Geburt Christi gewidmete Ostfassade (Weihnachtsfassade) beendet. Seither wird an der Büßerkirche weitergebaut, finanziert ausschließlich aus Spenden und Eintrittsgeldern.

Rambla

Auch wenn die Flaniermeile nur etwas mehr als einen Kilometer lang ist: Auf diesem kurzen Weg zwischen der Plaça de Catalunya und dem Hafen zeigen sich die verschiedenen Gesichter der Stadt, hier können Sie Atmosphäre und Lebensrhythmus, Geschichte und Zukunft Barcelonas spüren. Unablässig bevölkert ein bunter Menschenstrom die Rambla. Hausfrauen und hastende Angestellte, Straßenmusiker und Kulturinteressierte, Opernbesucher und Obdachlose, Prostituierte, Kartenleger und Taschendiebe (geben Sie besonders acht im Gedränge!) - die Rambla ist Bühne und Zuschauerraum zugleich. Zu beiden Seiten des baumbestandenen Flanierstreifens mit seinen Porträtmalern, Zeitungs-, Blumen- und Vogelverkäufern herrscht Verkehrschaos, durch das Ober mit akrobatischer Geschicklichkeit Tabletts balancieren. Auf der Rambla werden Kunstausstellungen organisiert, Touristen geneppt und die Siege des F.C. Barcelona bejubelt. Historische Gebäude stehen neben heruntergekommenen Hotels und luxuriösen Herbergen, modernistische Palais und Jugendstilläden neben geschmacklosen Fastfoodlokalen und kitschigen Souvenirshops.

Fundació Joan Miró/Stiftung Joan Miró

Der Künstler selbst rief die Stiftung 1975 ins Leben. Sein Freund Josep Lluís Sert, einer der bedeutenden spanischen Architekten der Moderne, entwarf das einmalig schöne Museum auf dem Montjuïc. Eine offene, lichtdurchflutete, sehr mediterrane Konstruktion mit Patios und Terrassen in harmonischer Beziehung zur Landschaft stellt den idealen Rahmen dar, um die Werke Joan Mirós (1893-1983) zur Geltung zu bringen. Hier bekommen Sie einen Überblick über das Schaffen des großen katalanischen Avantgardisten: von seinen ersten Zeichnungen aus dem Jahr 1901 bis zu den letzten Monumentalgemälden. In der ständigen Sammlung sind auch Grafiken, Wandteppiche, Keramiken und Skulpturen zu sehen, hinzu kommen wechselnde Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Auch Büchershop und Cafeteria sind absolut empfehlenswert! | Juli-Sept. Di-Sa 10-20 Uhr, Okt.-Juni Di-Sa 10-19 Uhr, Do ganzjährig bis 21.30 Uhr, So ganzjährig 10-14.30 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Parc de Montjuïc | www.bcn.fjmiro.es | Metro Parallel (L2, L3), dann in die Drahtseilbahn zum Montjuïc, oder Espanya (L1, L3), weiter zu Fuß oder per Bus Linien 50 und 55

Museu Nacional dArt de Catalunya/Museum katalanischer Kunst

Kataloniens Kunst finden Sie seit Dezember 2004 komplett unter einem Dach. Die Sammlung romanischer Kunst gilt als einmalig in der Welt. Glanzpunkte sind die farbenprächtigen romanischen Fresken. Sie stammen aus den vom Verfall bedrohten Kirchen und Kapellen der katalanischen Pyrenäen und werden in originalgetreu nachgebauten Apsiden und Altarnischen präsentiert - was diese Meisterwerke der Schlichtheit noch eindringlicher zur Wirkung bringt. Beeindruckend ist auch die Sammlung gotischer Kunst. Dazu kommen die Bestände aus Renaissance und Barock, die katalanischen Modernisten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhs., die moderne und die zeitgenössische Kunst. Zu sehen ist auch ein Teil der Privatsammlung Thyssen-Bornemisza: Sie gibt einen einzigartigen Überblick über die europäische Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zum venezianischen Spätbarock.

Parc Güell

Märchenhäuser, Drachenfiguren, gigantische Grotten, schräg gegen den Berg gestemmte Arkaden: Der von Antoni Gaudí über der Stadt angelegte malerische Park, der schon Salvador Dalí begeisterte, wurde von der Unesco 1984 als Welterbe unter Schutz gestellt.

Casa Leopoldo

Seit der Weltausstellung 1929 ist dieses Restaurant eine Institution. Das Ambiente ist gemütlich-rustikal, die Küche traditionell katalanisch, marktfrisch und zuverlässig gut. Achtung: Liegt in einer düsteren Gasse des Barri Xino, nehmen Sie lieber ein Taxi! | So abends und Mo geschl. | Sant Rafael 24 | Tel. 934413014 | Metro Parallel (L3)

Hofmann

Aus May Hofmanns Schule der hohen Kochkunst gingen schon viele berühmte Chefs de Cuisine hervor. Erlesene Speisekarte mit Gerichten, die durch Phantasie, Raffinement und Präsentation überzeugen. | Sa, So und Feiertage geschl. | Argenteria 74 | Tel. 933195889 | Metro Jaume I (L4)

Cal Pep

Fisch und Meeresfrüchte gibt es am Tresen dieses meist sehr vollen Lokals. Alles wird frisch vor Ihren Augen zubereitet. Für das urgemütliche Restaurant im hinteren Raum sollten Sie unbedingt vorbestellen! | Mo mittags und So geschl. | Plaça de les Olles 49 | Tel. 933107961 | Metro Barceloneta (L4)

Pinotxo

An dieser schlichten Theke in der Boqueria erwarten Sie ab 6 Uhr morgens marktfrische kulinarische Köstlichkeiten, die Sie sonst nur in den besseren Lokalen der Stadt bekommen. Deshalb speisen hier auch gern die Köche renommierter Restaurants, wenn sie morgens auf dem Markt einkaufen waren. Eine Institution! | So geschl. | Mercat de la Boqueria | Metro Liceu (L3)

Gaig

Das Gaig ist eine der besten Adressen für Feinschmecker! Der mit Michelinstern gekrönte Spitzenkoch Carles Gaig verbindet die über hundertjährige Familientradition seines Hauses mit aktueller Haute Cuisine. Seine brillanten und innovativen Variationen katalanischer Küche machen ein Essen zum kulinarischen Erlebnis. Exzellente Weinkarte und Zigarrenauswahl. | Menü ab 80 Euro | Mo mittags und So geschl. | Aragó 214 | im Hotel Cram | Tel. 934291017 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Neichel

Mekka für ambitionierte Feinschmecker. Unabhängig von gastronomischen Moden, bietet der aus dem Elsass stammende Meisterkoch Jean Louis Neichel seine mit Michelinsternen gekrönte kreative Küche. Eine glückliche Verbindung von mediterraner Kochkunst, kulinarischer Phantasie und höchstem Raffinement. Exzellente Weinkarte und Käseauswahl. | Menü ab 70 Euro | So und Mo geschl. | Beltrán i Rózpide 16 | Tel. 932038408 | Metro María Cristina (L3)

Altstadt

Die stimmungsvollsten Antiquitätenläden zum Schauen und Stöbern liegen in den mittelalterlichen Gassen des ehemaligen Jüdischen Viertels: in der Carrer de la Palla und in der Gasse Banys Nous.

Casa Gisbert

Bezaubernder, über 150 Jahre alter Kolonialwarenladen im Ribera-Viertel. Der Ofen, in dem Pflaumen oder Aprikosen gedörrt werden, ist seit 1851 in Betrieb und einzigartig in ganz Spanien. | Di geschl. | Sombrerers 23 | www.cangisbert.com | Metro Jaume I (L4)

Fargas

Anblick und Aroma der frisch zubereiteten Schokolade sind so verführerisch, dass selbst beste Diätvorsätze nichts nützen. Schöner Jugendstilladen, seit 1827 die erste xocolateria am Platz. | Carrer del Pi 16 | Metro Catalunya (L1, L3)

Mercat de Sant Josep/La Boqueria

La Boqueria, der „Bauch Barcelonas“, wird die berühmte Markthalle an der Rambla genannt. Hier kaufen nicht nur katalanische Hausfrauen, sondern auch die Spitzenköche der Stadt. Bestaunen Sie die aufgetürmten Berge fangfrischer Fische und Meeresfrüchte, die appetitlich angehäuften Pilze, Peperoni, Nüsse oder Trüffeln. Meiden Sie die überteuerten Stände am Eingang. Und probieren Sie die zu Delikatessen verarbeiteten frischen Produkte an den Ständen am Rand der Halle, am besten an der Theke von Pinotxo. | Rambla 85 | Metro Liceu (L3)

Vinçon

Gehörte zu den ersten, bahnbrechenden Designshops der Stadt und ist immer noch eine gute Adresse. Sehenswert ist auch die Möbelabteilung: In diesen Räumen wohnte einst der Jugendstilmaler Santiago Rusiñol. | Passeig de Gràcia 96 | www.vincon.com | Metro Diagonal (L3, L5)

Centre Permanent dArtesania

In dem Ausstellungszentrum für einheimisches Kunsthandwerk können Sie viele der Exponate zu angemessenen Preisen erwerben. Das Spektrum reicht von Keramik, Glas- oder Eisenarbeiten in traditioneller Machart bis zu hochaktuellem, modischem Design. | Passeig de Gràcia 55 | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

La Manual Alpargatera

Die beliebten espardenyes, Leinenschuhe auf Bastsohlen, werden in dem volkstümlichen Betrieb bereits seit Generationen maßgefertigt: ob für Laufkundschaft oder so prominente Füße wie die von Michael Douglas. | Avinyó 7 | Metro Liceu (L3)

Textil-Route

Lange Zeit standen die historischen Handwerkerhäuser und Webereien des Ribera-Viertels leer. Seit einigen Jahren werden die Gebäude von jungen Gestaltern bezogen und wieder belebt. Vor allem um die Straßen Banys Vells, Esquirol Flassaders und Barra de Ferro herum finden Sie sehr interessante Läden, Textilwerkstätten und trendige Modeateliers. Zur Stärkung können Sie unterwegs immer wieder in stimmungsvollen Cafés und Bars einkehren. Achtung: Montags sind viele Läden geschlossen. | Metro Jaume I (L4)

Boadas

Die legendäre Cocktailbar ist nicht nur die älteste Barcelonas, sondern immer noch eine Institution. Hier hat schon Ernest Hemingway seinen Mojito getrunken. | Mo-Sa 12-2 Uhr | Tallers 1 | Metro Catalunya (L1, L3)

Jamboree

Der historische Jazzkeller ist seit 1959 Anlaufpunkt für anspruchsvolle Fans. Internationale Gastspiele, Dancefloor. | Tgl. ab 22.30 Uhr | Plaça Reial 17 | www.masimas.com | Metro Liceu (L3)

La Paloma/Bongo Lounge

Spiegel, Stuck, Samt und Plüsch: Dieser Tanzpalast verströmt den Charme der vorletzten Jahrhundertwende! Am frühen Abend spielen Tanzorchester für das reifere Publikum. Ab Mitternacht gibt es dann aktuelle Musik und hippe DJ-Sessions für jüngere Zeitgenossen. Eine Institution! Achtung: Der Club soll nach seiner Renovierung Anfang 2008 wieder öffnen. Bitte vorher checken! | Tigre 27 | Tel. 933177994 | www.lapaloma-bcn.com | Metro Universitat (L1, L2)

Sala Apolo/Nitsa Club

Das elegante alte Ballhaus ist heute einer der hippsten Adressen der Stadt - mit Livemusik, Disko, DJs, Dancepartys und Undergroundfilmen. Am Wochenende wird aus Sala Apolo der Nitsa Club mit aktuellen Musiktrends in verschiedenen Clubsälen. | Fr und Sa ab 0.30 Uhr | Nou de la Rambla 113 | www.sala-apolo.com | Metro Parallel (L3)

Gran Teatre del Liceu

Als das geschichtsträchtige Gebäude an der Rambla 1994 abbrannte, zerstörten die Flammen nicht nur eines der schönsten Opernhäuser Europas: Das Liceu symbolisierte auch Selbstbewusstsein und Kultur der Katalanen, vor allem gegenüber Madrid. So erklärt sich der zügige Wiederaufbau: 1999 wurde die neue Oper eingeweiht. Während der Zuschauerraum in alter Pracht und Herrlichkeit wiedererstanden ist, gehört die Bühne nun zu den modernsten der Welt. Auch künstlerisch wurde der Musentempel entstaubt: Neben dem traditionellen Repertoire stehen nun auch zeitgenössische Werke und modernes Regietheater auf dem Spielplan. | Rambla 51-59 | Tel. 934859913 | www.liceubarcelona.com | Metro Liceu (L3)

Palau de la Música Catalana

Auch wenn es schwerfällt, sich bei all der Jugendstilpracht in diesem unvergleichlichen Konzertsaal auf die Musik zu konzentrieren: Das Programm verdient uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Über 200 Konzerte finden hier pro Jahr statt, einschließlich internationaler Stargastspiele - von Klassik über Jazz bis hin zu Chanson oder Weltmusik. Ein zweiter, neuer Konzertsaal, entworfen vom Stararchitekten Oscar Tusquets, wurde 2004 eingeweiht. | San Francesc de Paula 2 | Tel. 932957200 | www.palaumusica.org | Metro Urquinaona (L1, L4)

Comtes de Barcelona

Prächtiger Bürgerpalast aus der Zeit des modernisme. Sonnenterrasse, Pool. Gehobener Komfort und gediegene Eleganz an Barcelonas Nobelboulevard. 187 Zi. | Passeig de Gràcia 73-75 | Tel. 934450000 | Fax 934453232 | www.condesdebarcelona.com | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

Majestic

Der Klassiker unter Barcelonas Nobelherbergen verbindet modernen Komfort mit dem Flair des 19. Jhs. am Boulevard Passeig de Gràcia. Pool auf der Dachterrasse, Gourmetrestaurant Drolma mit Michelinstern. 303 Zi. | Passeig de Gràcia 70 | Tel. 934881717 | Fax 934881880 | www.hotelmajestic.es | Metro Passeig de Gràcia (L2, L3, L4)

OMM

Hinter der avantgardistisch gewellten Fassade des neuen Hotels eröffnet sich eine Oase aus minimalistischem Design, Edelhölzern, Hightech und Fengshui. Weite Räume, klare Linien, naturbelassene Materialien: Die Zimmer sind durchgestylt bis ins letzte Detail und haben Aussicht auf Gaudís Prachtbau La Pedrera. Die loftartige Lobby ist eine der gefragtesten In-Bars Barcelonas, das Gourmetrestaurant Moo ein auch ästhetisches Erlebnis. Dachterrasse mit Pool, Spa-Bereich. 58 Zi. | Rosseló 265 | Tel. 934454000 | Fax 934454004 | www.hotelomm.es | Metro Diagonal (L3, L5)

Banys Orientals

Architektur- und Designmagazine preisen dieses bezaubernde Hotel in stilvoll restaurierten historischen Mauern, zentral gelegen zwischen Gotischem Viertel und La Ribera. Die kleinen Zimmer mit besonders großen Betten sind minimalistisch möbliert. Für Lage und Komfort sehr günstig. 43 Zi. | Argenteria 32 | Tel. 932688460 | Fax 932688461 | www.hotelbanysorientals.com | Metro Jaume I (L4)

Park Hotel

Juwel der 50er-Jahre-Architektur: Der einst radikal moderne Entwurf von Antonio Moragas wurde 1990 renoviert und aktualisiert von seinem Sohn. Jetzt können Sie hier geschmackvoll, gemütlich und komfortabel wohnen - in den oberen Stockwerken mit traumhaftem Blick über Stadt und Hafen. 91 Zi. | Av. Marqués de lArgentera 11 | Tel. 933196000 | Fax 933194519 | www.parkhotelbarcelona.com | Metro Barceloneta (L4)

Sant Agustí

Das hübsche Hotel in einem renovierten Klostergebäude aus dem 17. Jh. liegt an einem typischen Platz des Raval. Rustikal-romantisches Altstadtflair. Verlangen Sie unbedingt ein Zimmer unter dem Dach! 75 Zi. | Plaça Sant Agustí 3 | Tel. 933181658 | Fax 933172928 | www.hotelsa.com | Metro Liceu (L3)

Barri Gòtic


Auftakt

Was für eine Stadt!

Barcelona fasziniert durch seine mediterrane Lebensart, die in unzähligen Bars, Cafés und Lokalen lebendig ist. Die Stadt am Meer, umgeben von Bergen, strahlt südländisches Flair aus, ist zugleich hypermodern und tief verwurzelt in Tradition und Geschichte. Barcelona zieht Kunst- und Kulturinteressierte an: mit einem außergewöhnlich gut erhaltenen gotischen Viertel, der einzigartigen Pracht des katalanischen Jugendstils und preisgekrönten postmodernen Bauten. Dazu das milde Mittelmeerklima - und die exquisite katalanische Küche, die längst als eine der besten und innovativsten Europas gilt.

Wer mit dem Flugzeug anreist, kann Barcelona bereits im Landeanflug kennenlernen. Vorne liegt das Mittelmeer, an den Seiten begrenzen sanfte Bergketten die Metropole. Markante Hochhäuser und ultramoderne Turmbauten heben sich ab aus dem Gassengewirr des gotischen Stadtkerns. Gleich daneben liegt das schachbrettartige Straßenraster des Jugendstilviertels.

Unverkennbar: Barcelona (1,5 Mio. Einwohner) ist ein Ort höchst reizvoller Kontraste. Die bedeutende Designmetropole hat die nach Neapel größte Altstadt Europas, in der Sie sich stundenlang verlieren können. Die meisten Wohnungen sind indes eher übersichtlich bis winzig – und wahnwitzig teuer: Der Boden zwischen Bergen und Meer wird immer knapper, während sich die Stadt zur mediterranen Trendmetropole mausert – nach dem Motto „immer neuer, immer größer, immer schöner“. Gleichzeitig fühlen sich selbst zeitgeistbewusste Trendsetter der katalanischen Tradition und Geschichte tief verbunden. Überhaupt verstehen es die Katalanen wie kaum ein anderes Volk, Widersprüche zu integrieren. Nehmen Sie die katalanische Bourgeoisie, die in Barcelona eines der prächtigsten Jugendstilviertel der Welt erbaut hat. Verschwenderisch verzierte Gebäude, sinnliche Gesamtkunstwerke – aber hinter den Fassaden herrschte stets ein eher nüchterner Kaufmannsgeist. Das soll nicht heißen, dass die Katalanen nicht kreativ sind. Ganz im Gegenteil, an innovativer Energie hat es der Mittelmeermetropole nie gefehlt. Die Stadt ist ständig in Bewegung, erfindet sich unablässig neu. Dabei braucht man immer irgendein Großereignis, um Wegweisendes oder längst Fälliges zu vollbringen. Das war schon so mit der Weltausstellung von 1888, die die Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf rüttelte und den Aufbruch einläutete in eine neue Zeit im Zeichen des aufblühenden Jugendstils. Für die Show richtete man das Terrain um den Ciutadella-Park her. 1929 wurde die Stadt im Zuge der zweiten Weltausstellung wieder total umgekrempelt – diesmal wurde der Montjuïc erschlossen.

Die Rundumerneuerung anlässlich der Olympischen Spiele von 1992 machte Barcelona schließlich nicht nur zum Mekka für Touristen aus aller Welt, sondern auch zum Eldorado für Architekten und Stadtplaner, die Barcelona als gelungenes Beispiel urbaner Erneuerung feierten. Die Olympiade entfachte die Euphorie, die in der katalanischen Hauptstadt nötig ist, um die Ärmel hochzukrempeln. In diesem Fall: um die deprimierenden Hinterlassenschaften von 40 Jahren Diktatur zu beseitigen.

Barcelona setzte an zum Sprung in die (Post-)Moderne und machte sich schön. Vor allem öffnete sich die Stadt zum Meer. Wo bis dahin abgewrackte Industrieschuppen die Sicht versperrten, erwartet Sie heute ein kilometerlanger Sandstrand. Auch die vielen kleinen Parks und Plätze, Bänke oder Skulpturen sind ein Erbe des olympischen Erneuerungsrausches.

Um in Form zu bleiben, erfand man bald das nächste Mega-Event: das Forum der Weltkulturen 2004, ein mehrmonatiges Kulturfestival an der Flussmündung des Besós, in einem bis dato vernachlässigten, sozial konfliktreichen Außenbezirk im Norden direkt am Mittelmeerstrand. Seine urbane Erschließung stand sowieso an: das Glied, das in der Sanierungskette fehlte. Nach dem Olympischen Dorf und dem nördlich gelegenen Viertel Poble Nou, einer gigantischen Industrieruine, die gerade zum Bezirk 22@ umgemodelt wird, zum exklusiven Hightechviertel Barcelonas, baute man um die Mündung des Besós und die verlängerte Hauptverkehrsader Diagonal herum eines der teuersten Quartiere der Stadt, die Diagonal Mar. Zwar hat das Megafestival im Ausland niemand so recht wahrgenommen, und die Zuschauer strömten auch nicht wie erwartet. Aber am Mittelmeerstrand prangt seither ein mit diversen Architekturpreisen ausgezeichnetes, knallblaues Riesendreieck, entworfen von den Schweizer Stargestaltern Herzog & de Meuron: das Forumsgebäude, eines der größten Kongress- und Ausstellungszentren Europas.

Wenn es um das Image Barcelonas geht, lässt man sich eben nicht lumpen. Der in allen Farbtönen changierende Riesenphallus etwa, der Wolkenkratzer Torre Agbar, der schon beim Anflug auf die Stadt ins Auge fällt, ist ein Entwurf des Kultarchitekten Jean Nouvel für die Wasserwerke Barcelonas – als jüngstes Wahrzeichen des unbeirrbaren Repräsentationswillens der Metropole.

Klagen kommen indes von Umweltexperten: Sie kritisieren, dass die Stadterneuerer sich oft stärker an Ästhetik orientieren als an bioklimatischen Kriterien – trotz gegenteiliger Behauptungen der Politiker. Apropos klagen: Das gehört gewissermaßen zur Lebensart der Katalanen. Besonders gern beschweren sie sich über die Zentralmacht in Madrid. Aus gutem Grund. Katalonien, einst eine mittelalterliche Weltmacht, musste sich seit dem 16. Jh. immer wieder gängeln lassen von der zentralspanischen Vormacht. Der Niedergang begann, als sich die Kronen Kastiliens und Aragons vereinigten durch die Heirat der „katholischen Könige“ Ferdinand und Isabella. Damit war die katalanisch-aragonesische Allianz jäh beendet, Katalonien musste sich der zentralen Macht beugen. Zuletzt unter der Diktatur General Francos: Der generalísimo wollte mit der rebellischen Bastion im Norden aufräumen – und jedes nur erdenkliche Zeichen ihrer Identität zunichtemachen, angefangen mit der Sprache, die verboten wurde.

Zwar endete die Franco-Diktatur 1975, ihre Folgen beschäftigen die Katalanen indes noch immer. Protektion und Förderung sollen die katalanische Sprache in der Comunidad Autónoma Katalonien (etwa vergleichbar einem Bundesland) wieder auf Platz eins bringen. Zwar können inzwischen rund 75 Prozent der Bevölkerung Katalanisch, aber gut die Hälfte der Einheimischen zieht im Alltag die spanische Sprache vor. Dennoch wurde die perfekte Beherrschung von català zur wichtigsten Einstellungsvoraussetzung erhoben.

In Barcelona versteht man sich nach wie vor als Opfer zentralistischer Ungerechtigkeit. Dazu kommt, dass Kastilien zwar stets politisch mächtiger war, Katalonien dagegen wirtschaftlich potenter. Barcelonas Besitz- und Bildungsbürgertum setzte deshalb auf Kunst und Architektur. Das erklärt vielleicht auch die besonders verschwenderische Dekorlust des modernisme, des katalanischen Jugendstils: Alles sollte noch prächtiger sein, noch größer und schöner als im ungeliebten Madrid. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Nur gestaltet man statt modernistischen Drachenköpfen inzwischen hypermodernes Design.

Dabei prallen Alt und Neu oft krass aufeinander. Im totalsanierten Altstadtviertel Raval etwa: Im unteren Teil, dem legendären Barri Xino, dem Hafen- und Rotlichtviertel Barcelonas, findet man noch sichtbare Spuren jener halbseidenen Welt der Huren, Gauner und Ganoven, die Jean Genet zu seinem „Tagebuch eines Diebes“ inspirierte. Ein paar Schritte weiter haben die hippe Kultur- und Kneipenmeile rund um das Museum für Zeitgenössische Kunst und der neue Prachtboulevard Rambla del Raval das Bild völlig verändert. Nicht nur zum Guten: Mit der überfälligen Modernisierung hielten auch Immobilienhaie, Spekulanten und die Schickeria Einzug ins angestammte Wohnquartier. Der Abrissbirne seien nicht nur die alten, unhygienischen Verhältnisse zum Opfer gefallen, sondern auch ein bedeutendes Kapitel kollektiver Geschichte, meinte der im Barri Xino aufgewachsene und zu Weltruhm gelangte Schriftsteller Manuel Vázquez Montalbán (1939–2003). Die schöne neue Stadt wirke mitunter wie „desinfiziert und pasteurisiert“, lautete einer seiner Lieblingssätze.

Aber glücklicherweise stimmt das nur zum Teil. Denn die Mittelmeermetropole gibt sich zwar hochgradig gestylt, und ihre Bewohner sind besonders sensibilisiert in Sachen Design – zu einer gleichförmig modernen Hochglanzcity wird Barcelona deshalb aber noch lange nicht. An vielen Ecken gibt es noch Läden und Kneipen, die das Designfieber unbeschadet überstanden haben. Und es gibt immer noch junge Kreative mit genügend subversiver Phantasie, um dasMarkenzeichen disseny barceloní gegen den Strich zu bürsten.

Erleben Sie also einen Ort spannender Kontraste, immer in Bewegung – und immer gut für eine Überraschung. Und grämen Sie sich nicht, wenn Sie nicht alles gesehen haben. Sagen Sie einfach: „Beim nächsten Mal!“. Denn wer aus dieser Stadt abreist, tut das meistens mit dem festen Vorsatz wiederzukommen.

www.barcelonablog.hochparterre.ch

Begebenheiten, Trends, Stimmungen und Themen aus Architektur, Design, Kunst und Kultur. Mit tollen Fotos. In deutscher Sprache.

www.dopcast.de

Auf der deutschen Podcast-Site finden Sie unter dem Stichwort Barcelona einen City Audioguide in Englisch.

http://barcelonaphotoblog.blogspot.com

Stadterkundung mit vielen Fotos und Kommentaren. Interessante Links zu Barcelona Themen. In Englisch.

Stadt der Wunder

Eduardo Mendozas farbig fabulierter, herrlich satirischer Roman spielt zwischen 1888 und 1929. Er erzählt vom abenteuerlichen Aufstieg eines jungen Architekten zum mächtigsten Mann Barcelonas.

Krimis von Manuel Vázquez Montalbán

Der Privatdetektiv, Gourmet und Zyniker Pepe Carvalho bekämpft auf seine Weise Kriminalität und Korruption im schönen neuen Barcelona.

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón fängt in seinem vielschichtigen Roman den Zauber Barcelonas ein.

Alles über meine Mutter

Pedro Almodóvars oscargekröntes Melodrama (1999) über die Liebe und die scheinbar unbeugsame Kraft der Frauen ist einer der besten Filme des spanischen Starregisseurs.

Salvador

Daniel Brühl in der Rolle des jungen Francogegners und Anarchisten Salvador Puig Antich aus Barcelona, der 1974 durch die Würgeschraube hingerichtet wird. Biografischer Film von Manuel Huerga (2005) in authentischer Kulisse.

Das Parfüm

Opulentes Leinwandspektakel von Tom Tykwer nach dem Weltbestseller von Patrick Süskind, 2006 gedreht in Barcelona.

FC Barcelona Confidential

Mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneter Dokumentarfilm (2005) von Justin Webster und Daniel Hernández über den weltberühmten Club F. C. Barcelona. Ein kritischer Blick hinter die Kulissen des Sports – nicht nur für Fußballfans!

Mehr als ein Fußballverein

Wenn der F. C. Barcelona gegen seinen Erzrivalen Real Madrid antritt, steht der Gemütszustand der Katalanen auf dem Spiel: Nach einem Sieg fällt die ganze Stadt in orgiastischen Freudentaumel, nach einer Niederlage in kollektive Depression. Denn der Barça war immer mehr als ein Club: Er ist ein populäres Symbol katalanischen Selbstbewusstseins, vor allem gegenüber der ungeliebten Madrider Zentralmacht. 1890 gegründet, gehört der Barça zu den ältesten Fußballclubs der Welt, hat weltweit die meisten Mitglieder und das größte Fußballmuseum. Es ist im Camp Nou untergebracht, dem zweitgrößten Stadion der Welt. Wenn Barça gegen Real Madrid kickt, sind kaum Eintrittskarten zu bekommen, aber bei weniger spektakulären Spielen können Sie Glück haben. Der Vorverkauf beginnt einen Monat vor dem Spiel per Internet, 14 Tage vorher auch per Telefon. Nov.-März Mo-Sa 10-18.30, So 10 bis 14.30 Uhr, April-Okt. Mo-Sa 10-20, So 10-14.30 Uhr | Eintritt Museum 6,50 Euro, Museum und Stadion 11 Euro | Camp Nou, Eingang 9 | Aristides Maillol | Tel. 934963600 | www.fcbarcelona.com | Metro: Collblanc (L5)

Joggen mit Aussicht

Trimmen auf traumhaften Pfaden: durch den Naturpark der Collserola-Höhe , die Barcelona landeinwärts begrenzt. Sie joggen hoch über Barcelona, teilweise mit atemberaubendem Panoramablick, auf einer 9 km langen Waldstrecke. Und sollte plötzlich ein Wildschwein vor Ihnen stehen: Kein Grund zur Panik, die Tiere sind den Anblick schwitzender Zweibeiner gewöhnt! Carretera de les Aigües. Am Ende der Carretera Manuel Arnús Wagen abstellen, dann links auf den Waldweg C. de les Aigües. Oder mit der Vorortbahn FGC ab Plaça de Catalunya bis Peu del Funicular, dann mit der Drahtseilbahn Funicular de Vallvidrera bis zur Station Carretera de les Aigües.

Der lange Weg zur Zweisprachigkeit

In Katalonien herrscht offiziell Zweisprachigkeit: Alle Hinweise, Formulare, Schilder etc. sollen theoretisch in Spanisch und Katalanisch beschriftet sein. Praktisch geben die Katalanen aber der eigenen Sprache den Vorzug vor dem Spanischen, was zu einiger Verwirrung führen kann. Wenn Sie auf eine Frage oder einen Gruß auf Spanisch reagieren, wechseln Katalanisch Sprechende aber meist ins Spanische über. Katalanisch wird von ca. 6 Mio. Menschen gesprochen: entlang der Mittelmeerküste zwischen Perpignan und Alicante, auf den Balearen, in Andorra - und in der sardinischen Stadt Alghero.


Szene

Trend Guide Barcelona

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Felix Pleyl scoutet Sie durch den Szene-Dschungel

Unser Szene-Scout

ist Dolmetscher. Seit er sein Studium in München beendet hat, lebt er in Barcelona, wo er für den ADAC arbeitet. In seiner Freizeit skatet er oder rockt die Clubszene der Mittelmeermetropole. Was ihm am besten gefällt? Der Mix aus internationalen Bewohnern, mediterranem Flair und Großstadtfeeling. Sein Lieblingsstadtteil ist das alternative El Born mit seinen Bars und Restaurants.

Design aus Barcelona

Junge Designer aus Katalonien erobern Europa und die ganze Welt mit cooler Streetwear und extravaganten, tragbaren und bezahlbaren Styles. Der Name der Stunde lautet Desigual - das Label mit seinen gleichnamigen Läden kommt frech, bunt und selbstbewusst daher. Markenzeichen sind wilde Muster und quietschige Animalprints. Fashionistas sollten auf jeden Fall in einem Desigual-Store einen Stopp einlegen (z.B. Passeig de Gràcia 47, www.desigual.com). Ebenfalls schwer angesagt bei Streetwear-Fans ist skunkfunk (Banys Nous 6, www.skunkfunk.com). Nach dem Motto „Keep it real“ gibt es lässige und erschwingliche Mode, auf die auch Stars wie Madonna und Antonio Banderas stehen. Der Anlaufpunkt schlechthin ist die jährliche Modemesse Bread & Butter Barcelona im Winter, die erst kürzlich in die Modemetropole gezogen ist. Hier präsentieren sich nicht nur bekannte Designer, sondern die Messe ist vor allem eine Plattform für junge Talente (Avenida Reina Mª Cristina s/n, www.breadandbutter.com).

Kunstvolle Hotels

Die Verbindung aus Kunst und Unterkunft bringt neue Inspirationen für alte Schlafstätten. Der Trend geht eindeutig zu durchdachtem Design mit Eyecatcher-Faktor. Vorreiter der Bewegung ist das Claris (Pau Claris 150, www.derbyhotels.com) - die Lobby gleicht einer modernen Raum-Installation. Im Pulitzer setzt man auf die Wirkung von Licht. Interiordesigner Lazaro Rosa Violan hat dort mit coolen Effekten Hell-Dunkel-Kontraste ins Hotel gebracht (Carrer de Bergara 8, www.hotelpulitzer.es). Ein Hotspot für Minimalisten ist das Hotel Jazz, wo asiatische Kunst und eine klare Linienführung das Auge überzeugen (Pelai 3, www.barcelonahoteljazz.com).

Coole Concept-Stores

Ungewöhnliche Läden mit noch ungewöhnlicheren Artikeln sind im Kommen. Shopaholics gehen ins Duduá (Calle Rossic 6, http://duduadudua.blogspot.com). Wer zum Beispiel schon immer ein Buch über Freestyle-Häkeln gesucht hat, in dem Anleitungen zum Häkeln von Sushi oder Törtchen stehen, wird hier fündig. Kein Handarbeitsfan? Es gibt auch Vinyls und andere lifestylige Teile. Retrofreunde werden im Against Augen machen. Hier regiert die Vergangenheit mit Möbeln und Lampen aus den 50er- bis 80er-Jahren (Carrer Notariat 9, www.againstbcn.com). Ein Muss zum Abschluss jeder Shoppingtour: Der Concept-Store E-Tres (Via Laietana, 20). Die Mischung aus Galerie, Atelier und Boutique ist faszinierend. Hier sind Künstler vor Ort und lassen sich gerne bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Gayxample

Das trendige Wohn- und Geschäftsviertel Eixample avanciert zum Hotspot der Regenbogenszene. Europas erste Gay-Hochzeitsboutique eröffnete hier ihren Laden: Im By findet der heiratswillige Mann sein stylisches Outfit. Der Store ist clean, die Stoffe sind edel (Muntaner 22, www.bybcn.es). Weiterer Magnet für die Szene ist das Sweet Café. Live-DJ-Sessions sorgen für heiße Clubnächte (Casanova 75, http://sweetcafebcn.blogspot.com). Das Axel Hotel Barcelona lockt mit Skybar und einer pinken Lobby mit Kenzo-Stoffen (Aribau 33, www.axelhotels.com/de).

Chocolatiers

Schokofans aufgepasst, in Barcelona treten innovative Chocolatiers neuerdings miteinander in kreative Konkurrenz und treiben die Schokoladenkunst einem neuen Höhepunkt zu. Star der süßen Szene ist Oriol Balaguer; filigrane Skulpturen gehören ebenso zu seinem Repertoire wie opulente Torten (Pl. Sant Gregori Taumaturg, www.oriolbalaguer.com). Ramon Morato (www.ramonmorato.com) will ihm mit experimentellen Kreationen den Rang ablaufen. Enrico Vira arbeitet wie ein Architekt (www.enricrovira.com).

Dine and Dance

Die Clubs der Stadt warten mit einem neuen Konzept auf: erst Schlemmen, dann Feiern. Die Dine-and-Dance-Locations sind Allrounder in Sachen Entertainment. Im Club Catwalk (Ramon Trias Fargas 2-4, www.clubcatwalk.net) hat man schon während des Dinners freien Blick auf die Tanzfläche. Ein Gourmet-Highlight erwartet die Partypeople im Sugarclub. Sternekoch George Pierre verwöhnt seine Gäste mit Sardinen im Blätterteigmantel auf Tomatenspiegel. Nach dem Dinner steigt die Party im stylishen Club (Moll de Barcelona, World Trade Center, www.sugarclub-barcelona.com).

Surf this City!

Kiten - der neue Trend im Wasser macht auch vor der Stadt nicht halt. Der Homespot der Szene liegt etwa 20 km vor Barcelona in Castelldefels. Sportlicher Meetingpoint aller Kiter ist der Club Nautic Garbi (Passeig marìtim 271-275, www.escolagarbi.com). In der dazugehörigen Kiteschule lernen Anfänger Grundkenntnisse und Könner coole Jumps. Auch im trendy Club Maritimo (Passeig marítim 17, www.clubmaritimocastelldefels.com) surft man auf der richtigen Welle. Boards und Tipps bekommt man im lässigsten Surfstore der Stadt. Das Daffi (Carrer Paris 124, Barcelona, www.daffi.com) wird von Kiteprofis betrieben, die die angesagtesten Marken anbieten.

Kunstraum

Zeitgenössisches steht hoch im Kurs. Nicht zuletzt, weil junge Künstler von unabhängigen Organisationen wie ROJO® gefördert werden, einer Art-Community, die Collaborations und Events auf die Beine stellt. Zu sehen sind die Werke im ROJO®artspace (Girona, 61) oder dem Rojo-Magazin (www.rojo-magazine.com). Und auch die Iguapop Gallery bietet aufstrebenden Künstlern eine Plattform (C/Comerç 15, www.iguapop.net). Design im öffentlichen Raum gibts von Biosca & Botey. Die Lichtstars der Szene illuminieren Gebäude und Plätze und entwerfen funktionelle Lampen in puristischem Design (C. C. Lilla Diagonal 557, www.bioscabotey.com). Verrückte Kreationen wie ein quietschgrünes Plastik-Schaukelhuhn sind das Markenzeichen von Spaniens Designgenie Jaime Hayon und die plakativ-bunten Wohndekorationen der Renner in der Stadt (www.hayonstudio.com).


Stichworte

Kultur gestern und heute

Musikbegeistert und der Ästhetik verbunden - so zeigen sich die Barceloner

Design

Barcelonas Ruf als internationale Designmetropole (mit Stargestaltern wie Mariscal oder Oscar Tusquets) scheint gefestigt. Glücklich überstanden ist der Boom der 80er- und frühen 90er-Jahre, als es hieß: Design oder Nichtsein, ob in Kultur- oder Kleiderfragen, Restaurants oder Diskotheken. Design wurde schnell zum Symbol für Image und Identität der schönen neuen und endlich modernen Welt nach Franco. Inzwischen hat sich der ästhetische Erneuerungsrausch beruhigt. Die Folgen sind indes noch spürbar: etwa wenn es Sie auf einen der preisgekrönten, aber oft schrecklich unbequemen Barhocker verschlägt mit bezeichnenden Namen wie „Frenesí“ („Wahnsinn“). Das Schlimmste scheint nun jedoch vorüber. Es setzt sich allmählich die Einsicht durch, dass ein Gegenstand nicht nur schön sein sollte und möglichst ausgefallen, sondern auch brauchbar und bequem.

Antoni Gaudí

Entweder er sei ein Genie oder ein Verrückter, räsonierte einer seiner Lehrer über den jungen Architekturstudenten Gaudí. Wer die Bauten des 1852 in Reus bei Tarragona als Sohn eines Kupferschmiedes geborenen Baumeisters und Kunsthandwerkers besichtigt, kommt möglicherweise zu dem Schluss, dass beides zutrifft. Tatsächlich entfernte Gaudí sich schnell von den Pfaden der schulmäßigen Architektur seiner Zeit. Die organisch-wuchernden Formen seiner Gebäude, die phantastischen Farben, die plastische Kraft und die überbordende Phantasie seiner utopischen Entwürfe stießen viele Zeitgenossen vor den Kopf. Kaum verwunderlich, dass es ihm zeitlebens an offiziellen Aufträgen und Preisen mangelte. Dafür erkannten private Mäzene wie Eusebio Güell sein Genie und förderten Gaudís Werk - Parc Güell, Palau Güell und Casa Milà gehören heute zum Welterbe der Uneso.

Modernisme

Der modernisme, die Ende des 19. Jhs. einsetzende katalanische Variante des europäischen Jugendstils, war nicht nur Ausdruck einer Rebellion gegen Geometrie und Geradlinigkeit der Industriegesellschaft. Vor allem bot er dem Lebensgefühl des aufstrebenden Bürgertums einen passenden ästhetischen Rahmen. Die betuchte, aber von Madrid politisch gegängelte katalanische Bourgeoisie fand in den dekorativ-überbordenden Entwürfen ein wirksames Mittel zur öffentlichen Selbstinszenierung - und einen eigenen nationalen Stil, der das wiedererwachende Selbstbewusstsein der Katalanen spiegelte.

Rumba

Wenn Ihnen jemand von der rumba catalana vorschwärmt, will man Sie nicht etwa auf den Arm nehmen: Die Mittelmeermetropole ist tatsächlich eine Hochburg karibischer Rhythmen. Die katalanische Version der Rumba entstand in den 50er-Jahren. Damals traten die Großen der kubanischen Musik am „Broadway Barcelonas“ auf, der heute eher heruntergekommenen Avinguda del Parallel. Dabei trafen Kubas Künstler auf die katalanischen gitanos, und es begann eine wunderbare musikalische Fusion aus Flamenco und Rumba. Als die Kubaner nach und nach wieder verschwanden, gehörte die rumba catalana längst zur Musikkultur der hier lebenden gitanos. Einen „fröhlichen Gedanken, den man tanzen kann“, nannten sie die multikulturelle Errungenschaft, die bis heute das musikalische Lebensgefühl prägt.

Seny und Rauxa

Nicht nur die Stadt ist von reizvollen Kontrasten geprägt - auch Charakter und Lebensgefühl ihrer Bewohner werden durch zwei völlig gegensätzliche Eigenschaften bestimmt. Einerseits neigen die Katalanen zu gesundem Menschenverstand, Gemein- und Geschäftssinn, zu Strebsamkeit und Disziplin (was ihnen die nicht unbedingt freundlich gemeinte Bezeichnung als „Preußen Spaniens“ einbrachte). Andererseits kann all die Vernunft plötzlich umkippen in einen irrationalen Zustand rauschhafter Erregung: seny und rauxa (sprich: rauscha) heißen diese beiden Extreme. Sie brachten den wirtschaftlichen Wohlstand der Region hervor und Künstlergenies wie Salvador Dalí und Joan Miró, den politischen Pragmatismus ebenso wie große Anarchistenaufstände. So lebt in den Katalanen bis heute eine uralte Sehnsucht nach Europa, nach „dem Norden“ - und gleichzeitig eine zutiefst mediterrane Mentalität.

Siesta

Im schönen neuen Barcelona ist nicht mal der Mittagsschlaf mehr das, was er einst war. Moderne Katalanen haben für die berühmte Siesta kaum noch Zeit. Also hat man sich etwas einfallen lassen zur Rettung der Tradition: Erschöpfte Aktentaschen- und Anzugträger, die es mittags nicht bis zur heimischen Couch schaffen, können das gesundheitsfördernde Nickerchen nun auch - gegen Entgelt - in eigens dafür eingerichteten Siestasalons halten. Damit sie wieder fit sind für den globalen Wettbewerb.


Feste und Events

Neigung zum rauschhaften

Furiose Feuerwerke und gigantische Menschentürme

In Barcelona feiert man gern, reichlich und ausgiebig. Mögen auch fast alle Volksfeste religiösen Ursprung haben, was wirklich zählt ist das irdische Vergnügen. Krönung ist meist ein fabelhaftes Feuerwerk - die Katalanen sind wahre Meister auf diesem Gebiet. Nicht umsonst sagt man ihnen eine Neigung nach zum Exzessiven. Auch Festivals und spektakuläre Events kommen dem Wunsch nach Ausgelassenheit entgegen.

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Hl. Drei Könige

März/April

Karfreitag

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Pfingstmontag

24. Juni

Johannistag

15. August

Mariä Himmelfahrt

11. September

Katalanischer Nationalfeiertag

24. September

La Mercè, Schutzpatronin der Stadt

12. Oktober

Tag der Entdeckung Amerikas

1. November

Allerheiligen

6. Dezember

Tag der Verfassung

8. Dezember

Mariä Empfängnis

25. Dezember und 26. Dezember

Weihnachten

Januar

Cavalcada de Reis: prunkvoller Umzug der Heiligen Drei Könige durch die Innenstadt am 5. Januar

März

Internationale Oldtimerrallye: prächtige Autoparade zwischen Barcelona und Sitges am 1. Sonntag. Tel. 938949357 | www.rallyesitges.com

April

Sant Jordi (Tag des Buches): Zu Ehren des hl. Georg, Schutzpatron Kataloniens, schenkt man sich am 23. April eine rote Rose. Auf Straßen und Plätzen werden Bücher verkauft, zehn Prozent günstiger als sonst. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen, besonders im Zentrum und auf der Rambla.

April bis Juni

Primavera del Disseny/Primavera Fotográfica: abwechselnd stattfindende internationale Biennalen für Design und Fotografie. Tel. 933017775 | www.bcn.es/icub

Mai

Saló Internacional del Còmic: bedeutende internationale Comicmesse. Mitte Mai. Im Bahnhof Estació de França

Juni

Sonar: Das International Festival of Advanced Music and Multimedia Arts ist eines der wichtigsten Avantgardefestivals: mit zeitgenössischer Klangkunst, Technomusik, Net-Art und interaktiven Installationen. Mitte Juni. www.sonar.es

Juli/August

Grec: internationales Kulturfestival. Konzerte, Sprech- und Tanztheater aus aller Welt. Stargastspiele und Auftritte interessanter Newcomer. Tel. 933017775 | www.grec.bcn.es

September

Festa de la Mercè Volksfest zu Ehren der Schutzpatronin Barcelonas in den Tagen um den 24. Sept. Erleben Sie die castells, die Menschentürme, den Umzug der gegants, der Riesenfiguren, Feuer speiende Drachen, tanzende Teufel, Riesenfeuerwerk. www.bcn.es/merce

Oktober bis Dezember

Internationales Jazzfestival: Konzerte im Palau de la Música, Auditorium und Luz de Gas. www.the-project.net

Dezember

Fira de Santa Llùcia: Krippen- und Weihnachtsmarkt vor der gotischen Kathedrale Anfang Dezember - 23. Dezember


Sehenswertes

Mittelalterlich, modernistisch und visionär

Nehmen Sie sich Zeit, um die viel gepriesene Schönheit der Mittelmeermetropole zu entdecken

Die Erkenntnis, dass Barcelona „ganz einzig durch seine Schönheit“ sei, legte schon Miguel de Cervantes seinem Don Quijote in den Mund. Dem Lob des rastlosen Ritters können sich zeitgenössische Reisende nur anschließen.

Wo sonst finden Sie z.B. so viele und verschiedene Sehenswürdigkeiten auf einmal? Das nach Prag größte gotische Viertel, die prachtvollen Monumente des modernisme, die ultramodernen Entwürfe internationaler Stararchitekten und Designer, von Jean Nouvel bis Norman Foster: Barcelonas Bild war und ist bestimmt durch Kunst und Kultur. Dabei sind es nicht nur die bedeutenden Baudenkmäler, die die Besucher bezaubern: Die Kunst gehört wie selbstverständlich zum Leben der Stadt - ob auf Straßen und Plätzen, in Häusern, Höfen, Parks oder Patios. Ein amerikanischer Kunstkritiker ernannte Barcelona gar voller Begeisterung zum „größten Freilichtmuseum Europas“.

Wenn Sie also der viel gepriesenen Schönheit Barcelonas auf die Spur kommen wollen, sollten Sie sich Zeit nehmen, um die unzähligen dekorativen Details der Stadt zu entdecken. Nicht zu vergessen Barcelonas mehr als 50 Museen und Sammlungen: von weltberühmten romanischen Fresken bis zu den Fußballtrophäen des F. C. Barcelona reicht das Angebot. Achtung: Montags und sonntagnachmittags sind viele Museen geschlossen! Im Juli und August öffnen etliche auch in den weniger heißen Abendstunden und bieten mitunter nicht nur besondere Führungen an, sondern auch einen erfrischenden Drink. Infos im Palau de la Virreina (Rambla, 99 | Tel. 933017775 | www.bcn.es/icub) und an den Auskunftsstellen des Fremdenverkehrsamts (www.barcelonaturisme.com).


Das Barri Gòtic, das „Herz Barcelonas“, zeugt mit seiner architektonischen Pracht von der Blütezeit Kataloniens als Mittelmeermacht.


Dass das Ribera-Viertel im Mittelalter von Händlern und Handwerkern bewohnt war, prägt seinen Charakter bis heute: schmale Gassen, enge Torbögen, kleine, eher bescheidene Häuser, Werkstätten.


Das Eixample entstand im 19. Jh. als Neustadt des aufstrebenden katalanischen Bürgertums.


Im Raval konzentrierten sich bis Mitte des 18. Jhs. die Klöster, Gärten, Hospitäler und Handwerker außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern.


Als Barcelonas Fischerdorf ist dieses Viertel bekannt geworden. Mit seinen engen Gassen und zwischen den Häusern gespannten Wäscheleinen erinnert es an Neapels Altstadt.




Immer gratis ist der Eintritt ins Caixa Forum (Di-So 10-20 Uhr | Av. Marquès de Comillas, 6-8 | Metro: Espanya (L1, L3). Hier gibt es neben einer hochkarätigen Sammlung zeitgenössischer Kunst auch spannende Wechselausstellungen zu sehen.


Essen und Trinken

Gaumenfreuden und Geselligkeit

Die Katalanen sind groß im Genießen und im kulinarischen Kombinieren

Wer sich die kulinarischen Genüsse Kataloniens auf der Zunge zergehen lässt, kommt nicht nur auf den Geschmack, sondern auch Land und Leuten auf die Spur.

Im Essen spiegelt sich der widersprüchliche Charakter der Katalanen, stets schwankend zwischen seny und rauxa, zwischen ausgleichender Vernunft und eruptiver Phantasie. „Erschmecken“ Sie also das Land in seltsam-köstlichen Kombinationen von süß und pikant, von Fisch und Fleisch, die auf Katalanisch mar i muntanya heißen, Meer und Berg. Da bilden nicht nur Kontraste ein harmonisches Ganzes, da spiegelt sich auch die reizvolle Vielfalt der katalanischen Landschaft: raue Bergwelt, saftige Täler, die bald felsig-schroffe, bald sanfte Mittelmeerküste. Deftige Eintöpfe und Spezialitäten aus Wurst, Wild, Waldpilzen, Lamm oder Hülsenfrüchten stammen eher aus dem Hinterland. Die Speisen der Küstenregion sind leichter, vor allem durch das Angebot an frischem Fisch und Meeresfrüchten.

Das Talent, aus einfachen Zutaten phantasievolle Gerichte zu zaubern, ist ein Merkmal der katalanischen Küche - neben der baskischen gilt sie als beste Spaniens. Und ein Katalane wird als bester Koch der Welt gefeiert: Ferran Adrià machte das Restaurant El Bulli bei Figueres zum internationalen Mekka der kulinarischen Avantgarde. Vergeuden Sie Ihre Zeit also nicht in einem der vielen Fastfoodlokale. Preisgünstig essen können Sie besser anderswo. In unzähligen Lokalen und Bars der Stadt gibt es täglich ein billiges Mittagsmenü, das menú del día: Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch bekommen Sie schon ab 8 Euro, oft einschließlich eines Getränks. Auch Cafés bieten mitunter einen günstigen Mittagstisch.

Katalonien ist ein Weinland. Das bedeutendste Anbaugebiet liegt südlich von Barcelona im Penedès, mit Sant Sadurní dAnoia als Sekthochburg (ein Ausflug lohnt sich!). Vor allem die leichten, fruchtigen Weißweine des Penedès sind zu empfehlen. Die besten katalanischen Rotweine kommen aus dem Priorat; dunkel, dicht und aromatisch sind sie; einige gehören zur Weltspitze.

Nach dem Essen bestellt man cafè i copes, Kaffee und ein Gläschen Kognak, Schnaps oder Likör. Die Katalanen sitzen gern nach Tisch weiter zusammen: sobretaula heißt dieser Brauch. Das Essen dient nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch Begegnung, Kommunikation, gemeinsames Genießen.

Die Katalanen essen spät: abends ab etwa 21 Uhr, mittags nicht vor 14 Uhr - jeweils warm, mit zwei Gängen und Dessert. Dafür fällt das Frühstück bescheiden aus: meist Milchkaffee und croissant, Hörnchen, hastig eingenommen in einer der bars, die es in Barcelona an jeder Ecke gibt.

Diese bars dienen je nach Tageszeit als Café, Imbiss, Restaurant oder Kneipe. Hier verabredet man sich mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn auf einen Kaffee oder ein Bier - kurzum: Die bars sind so etwas wie große Wohnzimmer, in denen sich ein Teil des Alltagslebens abspielt. Hier bekommen Sie meist auch ein paar Tapas, die kleinen Appetithappen, falls Ihnen die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit zu lang wird.

Denken Sie daran, dass es in Spanien nicht üblich ist, sich zu anderen an den Tisch zu setzen - selbst wenn dort noch Plätze frei sind. Auch getrennte Rechnungen sind unüblich. In vielen Restaurants ist Reservierung zu empfehlen, insbesondere freitags und samstags! An Sonn- und Feiertagen schließen viele Lokale, vor allem aber im Juli und August (für ein bis drei Wochen). In dieser Zeit sollten Sie in jedem Fall vorher anrufen! Die meisten Restaurants haben mittags von ca. 13-16 Uhr und abends von ca. 21-24 Uhr geöffnet. Viele populäre Lokale liegen in der Altstadt: Nehmen Sie vor allem abends lieber ein Taxi!


In der Bar Bidasoa (Mo geschl.) | Carrer den Serra, 21 | Tel. 933181063 | Metro: Drassanes (L3) kommt auf den Tisch, was der nette Wirt Juanito selbst gern isst: marktfrische Hausmannskost, etwa zwei kleine Tellerportionen (Knoblauchhähnchen, frittierte Kartoffeln), dazu eine Karaffe Wein für ca. 10 Euro. Die Einrichtung ist sehr schlicht, die Atmosphäre familiär.

Allioli

feine Olivenölmayonnaise mit Knoblauch. Zu Fisch- und Reisgerichten oder gegrilltem Fleisch

Amanida catalana

Salat mit embotits, geräucherten Wurstwaren

Arròs negre

Reis mit Tintenfisch samt Tinte, die dem Gericht seine schwarze Farbe und das besondere Aroma gibt

Bacallà

der Stockfisch wird nach verschiedenen Rezepten zubereitet: a la samfaina etwa (mit Tomaten, Paprika, Auberginen), mit Chili und Knoblauch (al pil-pil) oder mit Honig

Canelones a la catalana

Cannelloni auf katalanische Art, gefüllt mit Hackfleisch, Hühnerbrust und -leber, überbacken mit Béchamelsoße

Cava

der katalanische Sekt, traditionell in Flaschen gegoren, braucht den Vergleich mit Champagner nicht zu scheuen

Crema catalana

Eiercremesüßspeise, überzogen mit einer Schicht aus karamellisiertem Zucker

Escalivada

kalte Vorspeise aus gegrillten Paprika und Auberginen in Olivenöl

Espinacs a la catalana

Vorspeise aus Spinat (oder Mangold) mit Rosinen und Pinienkernen

Esqueixada

beliebte Vorspeise aus rohem Stockfisch, frischen Tomaten, Zwiebeln, Paprika und schwarzen Oliven

Fideuà

Nudelpaella mit Seeteufel, Tintenfisch, Garnelen, Muscheln, im Ofen überbacken

Llagosta i pollastre

Huhn mit Languste, in Tomaten-Haselnuss-Soße oder mit Mandeln, Schokolade, Safran und Knoblauch

Pa amb tomàquet

Brot, mit Knoblauch und Tomate eingerieben und mit Olivenöl beträufelt. Diese Vorspeise ist für die Katalanen Nationalgericht, Philosophie und Passion

Suquet de peix

katalanischer Fischsuppentopf, meist aus Seeteufel, Goldbrasse, Tintenfisch und Meeresfrüchten


Einkaufen

Vom Ladenhüter bis zum letzten Schrei

Zwischen Modetempeln, mediterranen Märkten und Antiquariaten

„Ich kaufe, also bin ich“: Dass ein berühmtes Barceloner Designkaufhaus die ironisch abgewandelte Weisheit als Werbeslogan wählte, ist kein Zufall.

Den Katalanen war stets daran gelegen, ihr Wesen möglichst eindrucksvoll zur Geltung zu bringen. Dafür sprechen die vielen exklusiven Geschäfte vor allem im oberen Teil der Stadt, ob in prächtigem Jugendstil oder edel-postmodernem Understatement: vor allem an der Rambla de Catalunya (oberhalb der Plaça de Catalunya!), am Passeig de Gràcia und der Avinguda Diagonal samt Seitenstraßen. In der Altstadt finden Sie eher kleine Läden, alteingesessene Kolonialwarenhändler, Kurioses, Kitsch, Kunsthandwerk oder Trödel - oft in winzigen Räumen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Neben den traditionsreichen Läden eröffnen in jüngster Zeit zunehmend Trendshops und hippe Modeboutiquen, besonders in der Carrer Avinyó. Im Ribera-Viertel haben sich bezaubernde Läden für Kunsthandwerk, Designerklamotten oder Delikatessen angesiedelt, vor allem um den Passeig del Born und die Gasse Flassaders herum.

Einkaufen in Barcelona macht Spaß, ist allerdings nicht gerade billig. Will man den Statistiken glauben, liegen die Preise hier über denen in München oder Düsseldorf. Vergessen Sie Fächer und Flamencotänzerinnen - Sie befinden sich in einer europäischen Hochburg in Sachen Design, Mode und Kunsthandwerk. Letzteres sollten Sie sorgfältig aussuchen, damit Sie nicht „typisch katalanische“ Keramik in Wirklichkeit aus Hongkong erwerben. An den Infostellen des Fremdenverkehrsamts bekommen Sie eine Liste empfohlener Läden. Eine gute Adresse für Geschenkideen sind außerdem Barcelonas Museumsshops. Die Geschäfte öffnen im Allgemeinen montags bis freitags von 10-14.30 Uhr und von 16.30-20 Uhr. Die großen Einkaufszentren und Kaufhäuser sind meist bis 21 Uhr geöffnet, viele durchgehend, oft auch samstags.


Frische Lebensmittel sowie Textilien kaufen Sie günstig beim Mercat de Sant Antoni (Mo-Sa 8-14.30 und 17.30-20 Uhr | Ronda Sant Pau/Carrer Comte dUrgell | Metro: Sant Antoni (L2). Hier gehen vor allem Einheimische (außer im August!) shoppen. Tapasbar in der Mitte der Halle. Um den Markt herum gibt es viele billige Geschäfte.


Unterhaltung

Sternstunden für Nachtschwärmer

Zwischen uriger Taverne und Schwof im Tanzpalast, zwischen Technoclub und Konzertsaal

Ob Sie es elegant mögen oder rustikal, exzentrisch oder gemütlich, plüschig oder postmodern: Barcelonas Nachtleben bietet etwas für jeden Geschmack. Ein ausgesprochenes Ausgehviertel gibt es nicht - die Nachtschwärmer verteilen sich.

In der Altstadt treffen Sie eher die flippige Stadtboheme und junge Leute, Letztere vor allem um die Plaça Reial und die Straße Escudellers herum. Im Raval ist um das Museum für Zeitgenössische Kunst eine neue Café- und Kneipenszene entstanden: schrille Avantgarde Tür an Tür mit urigen Tavernen. Zurzeit enorm in ist auch das Ribera-Viertel, mit gemütlichen Kneipen, Cocktailbars, Restaurants, beliebten Szenelokalen und zu (post-)modernen Bars umgestalteten Industrielofts, vor allem um den Passeig del Born und den Mercat del Born herum. Der Stadtteil Gràcia ist alternativ geprägt: mit ungezählten kleinen Kneipen, Tapasbars und zum Teil sehr preiswerten Restaurants.

Im Sommer verwandeln sich viele Plätze in belebte Terrassen und Freilichtbühnen für Musiker, Gaukler oder Jongleure. Die Zona Alta (Oberstadt) um Diagonal, Mariano Cubí und Tibidabo ist Revier der mode- und karrierebewussten Bevölkerung. Manche Designbars des Eixample sind indes inzwischen ein wenig passé. Im Maremàgnum, dem Freizeitkomplex am alten Hafen, finden Sie jede Menge (besonders bei jungen Leuten) beliebte Bars und Diskotheken.

Für Unermüdliche bietet die Stadt eine Reihe von After-hour-Bars. Das Angebot wechselt ständig, sodass Sie sich am besten im Veranstaltungsprogramm des „Guía del Ocio“ oder des „b-guided“ informieren. Stürzen Sie sich also in Barcelonas Nachtleben! Und genießen Sie das Gefühl, zwar zu wissen, wann die Nacht für Sie anfängt - niemals aber, wann sie aufhört. Allerdings sollten Sie bei allem Vergnügen stets Vorsicht walten lassen: In die Altstadt nehmen Sie besser keine Wertsachen mit und abends lieber ein Taxi!


In der Carrer Merced und der Carrer Ample (Metro: Drassanes (L3) reiht sich eine Kneipe an die andere. In diesem Bezirk der Altstadt bekommen Sie in vielen der rustikalen Lokale Bier, Wein und Häppchen weitaus schlichter, aber auch günstiger als in den Szenebars ein paar Schritte weiter.


Übernachten

Schön und erholsam schlafen

Nur wer rechtzeitig sein Hotelzimmer bucht, ist in Barcelona gut gebettet

Zwar werden unablässig neue Hotels gebaut - aber die Übernachtungskapazitäten reichen längst nicht aus. Die Touristenströme wachsen stetig weiter an.

Zudem zählt Barcelona zu den begehrtesten internationalen Kongress- und Messestädten. Fast jeden Monat findet irgendeine größere Veranstaltung statt. Dann sind die Hotels mitunter Monate im Voraus ausgebucht, und die Zimmerpreise steigen erheblich. Rechtzeitige Reservierung ist also dringend zu empfehlen. Fragen Sie außerdem auf jeden Fall nach einem Außenzimmer (habitación exterior) - ein Innenzimmer (habitación interior) mit Fenster zum Lichtschacht ist in Barcelona nichts Ungewöhnliches, wirkt aber doch mitunter recht deprimierend (und ist dazu fast immer erheblich kleiner). Falls Sie im Sommer anreisen, sollten Sie ein Zimmer mit Klimaanlage buchen. Erkundigen Sie sich unbedingt, ob im Preis Frühstück und Mehrwertsteuer (IVA) enthalten sind! Die folgenden Angaben beziehen sich auf die offiziellen Preiskategorien der Hotels. Aber oft gibt es sehr viel günstigere Angebote auf den hoteleigenen Websites.


Schlafsäle mit Einzel- und Doppelmodulen, Klimaanlage, Sonnenterrasse, dazu hippe Aufenthaltsräume, Küche, Internet gratis sowie Cinesessions & Livemusik bietet das Youth Hostel Barcelona Gothic Point ab 20 Euro. 134 Betten | Vigatans, 5 | Tel. 932687808 | Fax 933107755 | www.gothicpoint.com | Metro: Jaume I (L4)


Mit Kindern unterwegs

Von Aquarium bis Zauberwald

Kinder lieben Tiere - aber auch Achterbahnfahren, Zaubertricks und Schokolade. Barcelona bietet das und viel mehr


Stadtspaziergänge

Zu Fuss durch Mittelalter und mediterrane Gärten

Bezaubernde Altstadtgassen, herrliche Panoramablicke

Bummel durch das Ribera-Viertel

Zwei Stunden zwischen Santa María del Mar, mittelalterlichen Gassen, moderner Kunst und authentischem Altstadtleben. Geben Sie in den Altstadtgassen Acht vor Taschendieben! Und machen Sie den Spaziergang lieber nicht an einem Montag, denn dann ist vieles geschlossen.

Auf Barcelonas Hausberg Montjuïc

Auf diesem mehrstündigen Ausflug auf Barcelonas Haushang kommen Sie an einigen der wichtigsten Museen Barcelonas vorbei, genießen den atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und spazieren durch märchenhafte mediterrane Gärten. Achtung: Sonntagnachmittag und montags sind die Museen geschlossen!


24h

Ein Tag in Barcelona

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Frühstück im Park

Auf zum Picknick-Breakfast im Diagonal Mar Park. Erste Station ist das mitten im Park gelegene Shoppingcenter. Mit frischen Brötchen, Marmelade und Coffee to go geht es dann zum Picknickplatz par excellence. Saftig grüne Wiesen laden ein, Platz zu nehmen und den Tag genussvoll zu beginnen. Wo? Avinguda Diagonal y Cinturón Ronda Litoral | www.diagonalmar.com

Designbekenntnis

Jetzt wirds kreativ. Im Selfmade-Laden Valldeparas braucht die Phantasie freien Lauf, denn hier kann man Handtaschen selbst designen. Aus umweltfreundlichen Materialien das Lieblingsmuster aussuchen und Entwurf abgeben. Schon eine Stunde später darf man seine Designertasche mit nach Hause nehmen. Wo? Les Planes 13 | www.valldeperas.es

Snackhour im In-Treff

Die Qual der Wahl hat man nun in der Flash Flash Tortilleria. Unglaubliche 70 verschiedene Omelettes stehen auf der Karte. Für alle, die hungrig sind, sich jedoch nicht entscheiden können: mit geschlossenen Augen auf ein Gericht tippen. Wo? Carrer Granada del Penedès 25 | www.flashflashtortilleria.com

Perspektivenwechsel

Am Strand wartet ein Jetski. Während man Gas gibt, einen Blick auf die Skyline Barcelonas werfen, denn die lässt sich vom Wasser aus super bestaunen. Wo? Escape Fun S.L. Porto Forum | Anmeldung nötig | 30 Minuten 40 Euro | Tel. 659935966 | www.barcelonajetski.com

Beach Action

Wenn man schon mal hier ist, dann kann man auch gleich noch eine Runde Beachvolleyball spielen. An den Stränden von Barcelona wird gebaggert, was das Zeug hält. Mitspielen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Wo? Platja de Barceloneta

Hoch hinaus

Raus aus Badehose und Bikini und warm anziehen, denn jetzt wirds luftig. Im Torre Agbar, dem neuesten Architekturhighlight, saust man im Lift 32 Stockwerke nach oben. Auf der 142 m hohen Plattform hat man einen Panoramablick über Stadt, Hafen und Meer. Wem solch schwindelerregende Höhen zu unsicher sind, kann übrigens auch im 15. Stock aussteigen. Wo? Plaça de Les Glòries | www.torreagbar.com

Barcelona Glide

Das neue City-Trend-Fortbewegungsmittel kommt zum Einsatz. Mit dem Segway gehts dorthin, wo kein Auto hinkommt - und zwar zu den schönsten Plätzen Barcelonas: Vorbei am Plaça de Sant Felip Neri, Plaça Reial und Santa Maria del Pi. Ein echtes Cruising-Erlebnis! Wo? Treffpunkt ist die Plaça Sant Jaume | Preis: 60 Euro pro Person | www.barcelonaglides.com

Indian Style

Dinnertime! Hip und stylish soll das Ambiente sein, vorzüglich die Küche? Dann ist die Kamabar die perfekte Location. Als Aperitif nimmt man einen Mojito de Frutas aus frischen Früchten. Danach genießt man das indisch inspirierte Essen. Von leicht scharf bis very hot - hier ist für jeden Geschmack was dabei, und in der gemütlichen Lounge-Atmosphäre schmeckt zum Nachtisch eine frische Mangomousse. Wo? Calle Rec 69 | www.kamabar.com

Open-Air-party

Party on ist das Motto der späten Stunde. Eine halbe Autostunde entfernt liegt der Beachclub LAtlantida. Die Fahrt lohnt sich, denn hier wird direkt am Strand unter freiem Himmel getanzt und gefeiert. Wem danach die Füße brennen, kühlt sie im Meer ab. Wo? Platja Les Coves | C-32 Sitges, A-7 Ausfahrt Vilanova i la Geltru | www.clubatlantida.com


Ausflüge und Touren

Auf Pilgerfahrt zu Klöstern und einem Künstler

Berühmte Kunst- und herrliche Bauwerke, verträumte Buchten, bizarre Gärten

Auf den Spuren Salvador Dalís

Dieser zweitägige Ausflug ins „Dalí-Dreieck“ zwischen Púbol , Figueres und Port Lligat ist eine unvergessliche Pilgerfahrt für alle Dalí-Fans. Figueres und Púbol sind auch als Tagestour möglich. Púbol erreichen Sie über die Autobahn A7. Nach ca. 100 km Richtung Norden Ausfahrt Girona Nord, dann die C-66 Richtung Palamós. Nach Figueres führt die A7 Richtung Norden (140 km ab Barcelona). Von Figueres nach Port Lligat über die C-260, kurz vor Roses die Bergstraße nach Cadaqués. Achtung: Die Strecke (ca. 40 km) ist extrem kurvenreich, rechnen Sie mit mindestens einer Stunde Fahrtzeit. Von Barcelona (Bahnhof Sants) verkehren Züge nach Figueres. Púbol liegt ca. 4 km von der Bahnstation Flaçà entfernt. Vergessen Sie nicht, Badesachen mitzunehmen. Infos: www.salvador-dali.org

Katalanische Klostertour

Dieser Ausflug führt Sie zu den schönsten und berühmtesten Klöstern in der Umgebung von Barcelona. Santes Creus und Poblet liegen nur ca. 30 km voneinander entfernt und sind mit dem Auto in einer guten Stunde von Barcelona aus zu erreichen: Santes Creus über die Autobahn A2, Abfahrt Nr. 11, Valls Vilarodona, Poblet über die A2, Abfahrt Montblanc. Ins ca. 100 km entfernte Poblet können Sie auch mit dem Zug fahren: vom Bahnhof Sants in Richtung Lleida, aussteigen in LEspluga de Francolí, 2 km vom Kloster entfernt. Nach Montserrat , ca. 60 km westlich von Barcelona, gelangen Sie über die Autobahn A2, Abfahrt Martorell, dann die Nationalstraße NII bis zur Abzweigung Montserrat. Oder mit der Bahn ab Plaça Espanya, Richtung Manresa. An der Station Aeri de Montserrat umsteigen in die Schwebebahn (ca. 11/2 Std.).


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Barcelonareise

Anreise

Die Flugpreise schwanken erheblich; mit Glück finden Sie Tickets ab 125 Euro. Die Flugdauer beträgt ab Frankfurt/Main ca. zwei Stunden.

Spanisches Fremdenverkehrsamt

Kurfürstendamm 63 | 10707 Berlin | Tel. 030/8826543 | Fax 8826661 | www.spain.info

Stadt Barcelona

Zu praktischen Fragen aller Art bekommen Sie kompetente Auskunft unter Tel. 010 (auch in Englisch).

Turisme de Barcelona/Städtisches Fremdenverkehrsamt

Allgemeine Auskunft, Hotelreservierung, Geldwechsel, Geschenkboutique. Tgl. April-Okt. 8-20, Nov. bis März 9-21 Uhr unter der Plaça de Catalunya, Eingang gegenüber Kaufhaus Corte Inglés | Tel. 932853834 | www.barcelonaturisme.com | Metro: Catalunya (L1, L3)

Fremdenverkehrsamt der katalanischen Regierung

Passeig de Gràcia, 107, Palau Robert | Tel. 932384000 | Fax 932384010 | www.gencat.net/probert | Mo-Sa 10-19 Uhr, So 10-14 Uhr (im Sommer bis 20.30 Uhr) | Metro: Diagonal (L3, L5)

Banken & Kreditkarten

Die meisten Banken und Sparkassen sind werktags von 8-14 Uhr geöffnet, einige auch samstags bis 13 Uhr (nicht Juli/August!). Die Sparkassen (caixas) öffnen zusätzlich donnerstags von 16.30-19.45 Uhr. Rund um die Uhr bekommen Sie mit EC-Karte und gängigen Kreditkarten Bargeld an den vielen Automaten. Bezahlen können Sie in nahezu allen Geschäften, Restaurants und Hotels mit gängigen Kreditkarten, nicht aber mit EC-Karte. Allgemeiner Sperrnotruf für Kreditkarten: Tel. 0049116116.

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

Passeig de Gràcia, 111 | Tel. 932921000 | Metro: Diagonal (L3, L5)

Österreichisches Konsulat

María Cubí, 7 | Tel. 933686003 | Metro: Gràcia (FGC)

Schweizerisches Konsulat

Gran Via de Carles III, 94 | Tel. 934090650 | Metro: Maria Cristina (L3)

Einreise

EU-Bürger benötigen lediglich einen Personalausweis, ebenso Schweizer, die nicht länger als drei Monate in Spanien bleiben.

Gesundheit

EU-Bürger haben durch das europäische Sozialversicherungsabkommen Krankenversicherungsschutz. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Europäische Krankenversichertenkarte EHIC. Allerdings sind Sie besser beraten mit einer Auslandskrankenversicherung. Als Privatpatient werden Sie schneller und umfassender behandelt und können sich die Rechnung später erstatten lassen.

Hafenrundfahrt

Durch Barcelonas alten Hafen oder zu den Anlagen des Forums der Weltkulturen kommen Sie an Bord der golondrinas, die hinter dem Kolumbus-Denkmal ablegen (Metro: Drassanes | L3). Informationen | Tel. 934423106 | www.lasgolondrinas.com

Internet

www.barcelonaturisme.com (Fremdenverkehrsamt) | www.bcn.es (Stadt Barcelona) | www.gencat.net/probert (Fremdenverkehrsamt der katalanischen Regierung) | www.barcelona-online.com (Touristeninformation, Unterkunft, Last-Minute-Angebote, Infos, umfassender Service)

EasyEverything

Internetversion des Multis Easy Jet: groß, ungemütlich, aber technisch hochgerüstet. Tgl. 8-2 Uhr | Ronda Universitat, 35 Metro: Universitat (L2) | Rambla, 31 Metro: Liceu (L3) | www.easyeverything.com

Travel Bar

Mehr als Internet: Café und Kulturtreff, der vor allem bei jüngeren Weltenbummlern beliebt ist. Infobörse für Trends, praktische Tipps, Kontakte, Kneipenzüge oder Events in Barcelona. 9-2 Uhr | Boquería, 27 | Tel. 933425252 | www.travelbar.com | Metro: Liceu (L3)

BCNET Internet Gallery Café

Hier finden Sie eine originelle Mischung aus Cyberspace, Kunstraum und Kneipe, untergebracht in einem Bürgerhaus. Surfen bei klassischer Musik oder Jazz. Mo-Fr 10-22 Uhr, Sa und So 13-22 Uhr | Barra de Ferro, 3 | Tel. 932681507 | Metro: Jaume I (L4)

Notruf

Nationaler Notruf: Tel. 112

Öffentliche Verkehrsmittel

Billig und schnell bewegen Sie sich mit der Metro fort: Mo-Do sowie So und an Feiertagen von 5-24 Uhr, Fr bis 2 Uhr, Sa rund um die Uhr. Eine Einzelfahrt kostet 1,25 Euro, eine Zehnerkarte (T10) 6,90 Euro, wobei Sie zwischen den verschiedenen Metrolinien, Bus, Nachtbus (Nit Bus) und der Vorortbahn FGC umsteigen können (Tageskarte 5,25 Euro, Zweitagekarte 9,25 Euro, Dreitagekarte 13,70 Euro). Inzwischen haben die Bushaltestellen übersichtliche Fahrpläne, sodass Sie auch gut per Autobus weiterkommen - zumindest außerhalb der Rushhour.

Polizei

Unter Tel. 112 und auf der Hauptwache der Policia Nacional gibt es rund um die Uhr einen Dolmetscherservice.

Hauptpost

Mo-Fr 8.30-21.30, Sa 8.30-14 Uhr | Plaça dAntoni López | Metro: Jaume I (L4), Barceloneta (L4)

Barcelona Card

Vergünstigungen: Metro und Bus gratis, Ermäßigungen bis zu 50 Prozent für Museen, Veranstaltungen, Besichtigungen. Zwei- und Dreitagekarte 24 bzw. 29 Euro, 4 Tage 32 Euro, 5 Tage 35 Euro. Erhältlich an den Flughafen-Terminals A und B und beim Fremdenverkehrsamt Plaça de Catalunya, am Hauptbahnhof und am Rathaus.

Bus Turístic

Bunte Doppeldeckerbusse fahren im 15- bis 30-Minuten-Takt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Sie können nach Belieben aus- und einsteigen. Hostessen informieren die Fahrgäste in mehreren Sprachen. Abfahrt beim Fremdenverkehrsbüro an der Plaça de Catalunya. Tagesticket 19 Euro, Zweitagekarte 23 Euro.

Fahrradtouren und -verleih

Fahrradtouren mit Stadtführung auf Englisch. Treffpunkt: Plaça Sant Jaume (tgl. 11 Uhr, April-Sept. auch Fr-Mo 16.30 Uhr | 22 Euro inkl. Fahrrad | Metro: Jaume I (L4).

Stadtrundfahrten

Julià Tours | Ronda Universitat, 5 | Tel. 933176454 | www.juliatours.es

Stadtspaziergänge

Das Fremdenverkehrsamt organisiert diverse Spaziergänge: durch das Gotische Viertel (tgl. 10 Uhr in englischer und Sa 12 Uhr in spanischer Sprache | 9,50 Euro), auf den Spuren Pablo Picassos (Di-So 10.30 in englischer und Sa 11.30 in spanischer Sprache | 12 Euro), Monumente des Modernismus (Fr, Sa 16 Uhr in englischer und Sa in spanischer Sprache | 10,50 Euro) und eine Gourmettour (Fr und Sa 11 Uhr in englischer und Sa in spanischer Sprache | 14 Euro). Treffpunkt: Fremdenverkehrsamt Plaça de Catalunya Metro: Catalunya (L1, L3)

Taxi

Die gelb-schwarzen Taxen werden per Handzeichen angehalten (grünes Licht: frei). Generell ist Taxifahren billiger als in Deutschland. Im Sommer können Sie sich auch umweltfreundlich per Fahrradtaxi chauffieren lassen (Trixi Rickshaw | Tel. 933101379 | www.trixi.com).

Telefon & Handy

Die meisten Telefonzellen funktionieren nur noch mit Telefonkarten, die Sie in Tabakläden (estancs) und auf Postämtern (correus) bekommen. Für Ihr Handy kaufen Sie am besten vor Ort eine Prepaid-Karte, um die Gebühren für eingehende Anrufe zu sparen. Eine günstige Alternative zum Telefonieren sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: besser abschalten!

Theater- & Konzertkarten

Reservierung und Kreditkartenbuchung der Tickets: Entrada Caixa Catalunya oder Servi Caixa | www.serviticket.com

Trinkgeld

Im Restaurant, Hotel, bei Taxifahrten etc. gibt man ungefähr fünf bis zehn Prozent Trinkgeld. In Bars und Restaurants ist es üblich, das Trinkgeld auf den Teller mit der Rechnung zu legen.

Veranstaltungskalender

Jeden Donnerstag erscheint Guía del Ocio, der spanischsprachige Veranstaltungsführer (auch online unter www.guiadelociobcn.es). Das englischsprachige Monatsmagazin Metropolitan liegt in vielen Kinos und Kneipen aus (www.barcelona-metropolitan.com). Und das spanisch-englische Lifestylemagazin b-guided zeigt den Weg zu hippen Adressen der Stadt, auch online unter www.b-guided.com.

Zoll

EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch (z. B. 800 Zigaretten, 90 l Wein, 10 l Spirituosen) innerhalb der EU zollfrei ein- und ausführen. Schweizer Bürger dürfen z. B. höchstens 200 Zigaretten, 2 l alkoholische Getränke unter 15 Prozent und 1 l alkoholische Getränke über 15 Prozent mitnehmen.

Kaffee

1,10 Euro für einen Espresso

Gebäck

75 Cent für ein Croissant

Wein

4 bis 8 Euro für eine Flasche Hauswein

Kino

Ab 6 Euro für ein Ticket

Snack

2,50 Euro für Patatas Bravas

Taxi

Ab 78 Cent für einen Kilometer


Unser Insider

MARCO POLO Autorin Dorothea Massmann im Interview

Dorothea Massmann berichtet seit Anfang der 90er-Jahre als Journalistin aus Barcelona und hält sich dort auch privat oft und gern auf.

Was reizt Sie an Barcelona?

Das mediterrane Klima fördert Stimmung, Gesundheit und eine gewisse Gelassenheit. Der lockerere Lebensrhythmus kommt mir entgegen. Außerdem findet alles etwas später statt als in Nordeuropa. Das „mediterrane Lebensgefühl“ ist mehr als nur ein Klischee. Die Alltagshektik wird immer noch gern unterbrochen durch einen Kaffee, einen Aperitif oder ein spontanes Gespräch.

Und was gefällt Ihnen dort nicht so?

Der ewige Lärm, das ständige Gehupe der Autos, das Palaver! Auch in den Restaurants oder Cafés ist es stets um einiges lauter als in Nordeuropa. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Einheimischen die Stille geradezu fürchten… Die schlechte Luft. Die ökologische Unbekümmertheit der Einheimischen. Eine gewisse Unverbindlichkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wie leben Sie genau?

Wenn ich in Barcelona bin, wohne ich im Eixample-Viertel. Allerdings in keinem der prächtigen Jugendstilgebäude, sondern in einem eher schmucklosen Gebäude aus den 70er-Jahren. Dafür ist die Wohnung sehr hell, vor unserem Haus liegt ein kleiner Park, und ich habe freien Blick bis hin zum Tibidabo.

Was machen Sie beruflich?

Ich arbeite als freie Journalistin für deutsche Medien, vor allem für verschiedene Rundfunkanstalten der ARD. Manchmal übernehme ich individuelle Führungen für Barcelonabesucher mit besonderen Interessen (Kultur, Architektur, Geschichte).

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Zurzeit bestimmt vor allem mein kleiner Sohn die Freizeitgestaltung. Aber eigentlich gehe ich gern ins Theater, Kino oder in Konzerte, hinterher auf einen Drink in eine der vielen schönen Kneipen der Stadt. Ich lese gern und höre Musik (Jazz, Klassik, Soul). Ab und zu macht es mir Spaß, für Freunde zu kochen. Dann kaufe ich möglichst in Barcelonas schönster Markthalle ein, der Boquería - die fangfrischen Fische und Meeresfrüchte haben es mir angetan, die appetitlich aufgetürmten Berge mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern.

Ihr Lieblingsessen?

Das sind Cigalas (Kronhummer) in allen Variationen: gegrillt, im eigenen Sud gegart oder kombiniert mit Huhn und Backpflaumen.


Bloß nicht

Wovon Sie in Barcelona lieber die Finger lassen sollten

Auto fahren in Barcelona

Lassen Sie das Auto am besten zu Hause (oder zumindest in der Garage). Zwar wurde das Straßensystem ausgebaut, aber zur Rushhour geht meist trotzdem nichts mehr. Die Parkplätze in der Innenstadt sind knapp, Parkhäuser teuer, falsch parken erst recht. Lassen Sie nie Wertsachen im Wagen! Und falls Ihnen jemand zu verstehen gibt, dass an Ihrem Wagen etwas nicht stimmt: auf keinen Fall anhalten! Achtung an roten Ampeln, vor allem im Zentrum! Einer lenkt Sie ab, während ein Zweiter blitzschnell den Rücksitz abräumt oder die Tasche vom Vordersitz greift. Nichts sichtbar deponieren! Rücksitzfenster schließen, Türen verriegeln. Auf keinen Fall aussteigen! Diese Art von Überfällen hat in jüngster Zeit alarmierend zugenommen. Sollte Ihnen Ihr Wagenschlüssel abhanden kommen, wechseln Sie besser das Türschloss aus - die Banden agieren international.

Rauchen

Das Rauchen in Büros, Banken, Einkaufszentren und öffentlichen Einrichtungen ist verboten. In Lokalen sind Raucherzonen gekennzeichnet.

Taschendieben oder Räubern Gelegenheit geben

Wegen der gravierenden Zunahme von Überfällen und Taschendiebstählen können Sie inzwischen leider nur noch mit höchster Vorsicht durch die Stadt gehen. Bewahren Sie Geld und Kreditkarten nicht in der Handtasche auf, sondern (unsichtbar) am Körper (Ausweispapiere am besten als Fotokopie!). Besonders in der Altstadt müssen Sie selbst am Tag ständig mit Kleinkriminellen rechnen. Meist arbeiten sie zu zweit: Einer lenkt Sie ab, der andere reißt Ihnen die Tasche von Schulter oder Hals. Gehen Sie nachts nie durch dunkle und enge Altstadtgassen! Meiden Sie nachts auch die Metro. Am Reiseführer erkennt man Sie sofort als Tourist: Lassen Sie das Buch am besten in der Tasche verschwinden. Nehmen Sie lieber eine spanische Tageszeitung in die Hand.

Sightseeing in Strandkleidung

Mit kurzen Hosen oder bauchfrei eine Kirche zu besichtigen gehört nicht zum guten Ton im katholisch geprägten Katalonien. Auch in Restaurants, Bars oder Hotel-Lounges werden Besucher in Strandlatschen, Shorts und Söckchen bestenfalls belächelt. Und Taschendiebe erkennen Sie sofort als Touristen.

Betrügern auf den Leim gehen

Wenn man Sie zu einem Glücksspiel einlädt: Finger weg, Sie können nur verlieren! Vor allem im Bereich der Rambla arbeiten organisierte Gangs. Lassen Sie sich nicht in „billige“ Läden lotsen - Qualität hat überall ihren Preis. Angeblich typische Mitbringsel entpuppen sich oft als „made in Taiwan“ und die authentische Flamencoshow als teure Touristenveranstaltung.

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