Einzigartige Industriedenkmäler, pulsierendes städtisches Leben, moderne Industrieareale, dichte Verkehrsnetze und ausgedehnte Naherholungsgebiete mit idyllischen Flußauen: Kaum eine Region ist auf kleinem Raum so vielfältig wie das Ruhrgebiet. Und Dortmund liegt „mittendrin“.
Die Region hat sich zu einem der Hauptzentren der Online-Welt und "digitalen" Wissensvermittlung entwickelt. Fünf Universitäten, mehrere Fachhochschulen, zahlreiche Museen, Archive und Bibliotheken sowie weitere Institutionen haben das Ruhrgebiet zu einer Drehscheibe für Bildung und Information gemacht. Aber nicht nur im Bereich Bildung und Information ist das Ruhrgebiet ganz weit vorne, sondern auch wenn es um Unterhaltungs-, Musical- und Shoppingangebote und Naherholung geht. Die Schlote sind längst erloschen, die Räder der Fördertürme stehen still. Und Stahlhämmer krachen nicht mehr auf das Eisen.
Auch historisch gesehen ist das Ruhrgebiet eine besonders interessante Region. Denn der so genannte „Ruhrpott" erlebte eine vielfältige Entwicklung. Die Spurensuche zwischen Ruhr, Emscher und Lippe führt nicht nur zu Neandertalern, römischen Legionären und „Industriebaronen“, sondern auch zum mittelalterlichen Hansebund, zu zerstörten Städten im Bombenkrieg, zu Stahlkrise und zum Strukturwandel. Wie die Vielfalt ist auch die Geschichte einmalig.
Fläche: Das Ruhrgebiet besteht aus vier Kreisen (Wesel, Unna, Recklinghausen und Ennepe-Ruhr) und elf kreisfreien Städten (Duisburg, Mühlheim, Oberhausen, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne, Bochum, Dortmund, Hagen und Hamm). Diese gliedern sich in 53 selbstständige Gemeinden auf einer Gesamtfläche von 443.493 ha (Stand 2002), 5.332.384 Einwohner (Stand 31.12.2002).
Gäste: rund 4 Millionen Übernachtungsgäste in 2003
Land: Bundesrepublik Deutschland
Zeitzone: UTC +2:00
Telefon Code: Landesvorwahl +49
Route der Industriekultur: Auf den Spuren von Kohle und Stahl
Wie wär’s mit einer Tour auf den Spuren von Kohle und Stahl? Die Route der Industriekultur bietet viele Gelegenheiten, hinter die Kulissen ehemaliger Industrieobjekte zu blicken. Hochöfen, Gasometer oder Fördertürme sind wichtige Zeugen der 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Reviers, aber auch des sich vollziehenden Strukturwandels. Denn die ehemaligen Produktionsstätten – einige stehen unter Denkmalschutz – sind keine Orte wehmütiger Erinnerung, sondern haben sich längst zu „lebendigen“ industriekulturellen Räumen mit attraktiven Veranstaltungsorten mit touristischer Anziehungskraft entwickelt.
Die Route der Industriekultur ist ein etwa 400 Kilometer langer Rundkurs durch das Ruhrgebiet. Zum Kernnetz der ausgeschilderten Straßenroute zählen 25 so genannte Ankerpunkte, darunter technik- und sozialgeschichtliche Museen sowie Panoramen der Industrielandschaft und bedeutende Siedlungen. Die Ankerpunkte sind mit einem gut sichtbaren gelben Signalobjket gekennzeichnet. Rund 1.500 Schilder an Autobahnen und innerörtlichen Straßen weisen Besuchern aus nah und fern den Weg zu den industriekulturellen Highlights. Wer will, kann das Ruhrgebiet auch per Fahrrad erkunden. Der ausgeschilderte Emscherpark-Radweg führt mitten durch das Revier und der Radrundkurs Ruhr einmal um das Ruhrgebiet herum.
Weitere Informationen unter www.route-industriekultur.de
Starlight Express in Bochum
Mitfiebern, Gänsehaut, Luft anhalten: Wer das erfolgreichste Musical der Welt in Bochum sieht, hat das Gefühl, selbst Akteur zu sein – atemberaubende Lichteffekte, mitreißende Songs, schrille Kostüme und Masken schaffen eine faszinierende Atmosphäre. Der einzigartige Bühnenaufbau sorgt überdies auch räumlich für Nähe: Die Zuschauerränge sind zugleich Bühne. Mehr als 10 Millionen Besucher haben bisher das Musical über Eisenbahnen, Liebe und knallharten Wettbewerb gesehen. Im Mittelpunkt steht der Traum eines kleinen Jungen, in dem verschiedene Lokomotiven um die Weltmeisterschaft kämpfen.
Adresse:
STARLIGHT EXPRESS GmbH
Stadionring 24
44791 Bochum
Tel.: +49 (0)234 506020
Fax: +49 (0)234 5060252
webmaster@starlight-express-musical.de
www.starlight-express.de
Tickethotline: +49 (0)234 9630244
Zeche Zollverein in Essen
Früher schürften hier Bergleute nach dem „Schwarzen Gold des Reviers“, jetzt wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe geadelt: die Zeche Zollverein in Essen. Die 1932 im Bauhausstil errichtete Anlage ist für viele im Ruhrgebiet das, was für Paris der Eiffelturm ist. An die einstige Kohleförderung erinnert eine Führung durch den Museumspfad, auf dem der Weg des schwarzen Goldes von der Förderung bis zur Kohlenwäsche und Verladung verfolgt werden kann.
Das Zechenareal ist heute Bühne für Konzerte renommierter Musiker, Atelier für verschiedenste Künstler und Kulisse des Casinos Zollverein, eines der spektakulärsten Restaurants des Ruhrgebiets. Untergebracht ist es in der zwölf Meter hohen Turbinenhalle. In dem ehemaligen Kesselhaus befindet sich der Sitz des von Sir Norman Foster gestalteten Design-Zentrums NRW mit der weltweit größten ständigen Ausstellung zeitgenössischer und international ausgezeichneter Designs.
Adresse:
Zollverein Schacht XII
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
Tel.: +49 (0)201 83036-36
info@zollverein.de
www.zollverein.de
Villa Hügel in Essen
Die Geschichte der Villa Hügel begann im Jahre 1864, als Alfred Krupp das Landgut Klosterbuschhof bei Bredeney mit den umliegenden Ländereien erwarb. Hoch über der Ruhr, im Süden der Stadt Essen gelegen, waren für Alfred Krupp nicht nur die wunderschöne Aussicht, sondern auch die gute Luft und die Ruhe ausschlaggebend, den Klosterbuschhof zu erwerben. 1873 fertiggestellt, wurde das 8.100 Quadratmeter große Gebäude mit seinen 269 Räumen gut sieben Jahrzehnte lang von drei Generationen gleichzeitig als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude genutzt. Die einzigartige Dachkonstruktion, das weithin sichtbare Belvedere, diente dazu, die fensterlose obere Halle mit Licht zu versorgen. Seit 1953 finden hier regelmäßig große Kunstausstellungen von internationalem Rang statt. Außerhalb der Ausstellungszeiten sind die ehemaligen Wohnräume, der weitläufige Park sowie die historische Ausstellung Krupp zu besichtigen.
Öffnungszeiten:
Die Historische Ausstellung Krupp im Kleinen Haus bleibt auf Grund von Umbauarbeiten bis auf weiteres geschlossen.
Das Große Haus sowie der Park sind jedoch weiterhin geöffnet. Der Hügel-Park ist täglich – auch an den Feiertagen – von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet, die Villa Hügel täglich (außer montags) von 10.00 bis 18.00 Uhr. Auswärtigen Besuchern wird empfohlen, sich vor Anreise telefonisch unter +49 (0)20161629-17 zu erkundigen.
Es besteht die Möglichkeit, Führungen durch das Haus unter folgender Telefonnummer zu buchen: +49 (0)201 61629-17 oder per E-Mail unter info@villahuegel.de
Anschrift:
Kulturstiftung Ruhr
Villa Hügel
45133 Essen
Tel.: +49 (0)20161629-0
Fax: +49 (0)20161629-11
office@villahuegel.de
www.villahuegel.de
Anfahrt: A 52, Abfahrt 27 "Essen-Haarzopf", oder Abfahrt 28 "Essen-Rüttenscheid", dann der Beschilderung "Villa Hügel" folgen.
Gasometer in Oberhausen
Aus luftiger Höhe von 117 Metern wird klar, warum der Gasometer Oberhausen als Industriedenkmal zu einem Sinnbild für den gelungenen Strukturwandel im Ruhrgebiet geworden ist: Büro-Neubauten sprießen rundum ebenso aus dem Boden wie Freizeiteinrichtungen. Wo einst Industrieanlagen dominierten, glänzt heute das „grüne Revier“. Doch der Gasometer ist nicht nur der imposanteste Aussichtspunkt im Revier, sondern beeindruckt auch von innen mit der ungewöhnlichsten Ausstellungshalle Europas. Der Gasometer entstand 1929 für die Speicherung des Hochofengases der Eisenhütte Oberhausens. Heute kann der Besucher darüber staunen, was man mit dem 350.000 Kubikmeter großen Raum alles machen kann und wie klein man sich darin fühlt. Die jährlich wechselnden, großen Ausstellungen sind seit 1994 erfolgreicher Bestandteil der Kulturlandschaft in NRW. Das außergewöhnliche Ambiente im Polygon dieses Industriegiganten ist zudem ein unvergesslicher Rahmen für Unternehmensveranstaltungen, Kongresse, Konzerte, Varieté- oder Artistikdarbietungen sowie für Lesungen, Rund-um-Kino oder Theateraufführungen.
Anschrift:
Gasometer Oberhausen im CentrO
Am Grafenbusch 90
46047 Oberhausen
Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna
Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Ende Mai 2001 in der ehemaligen Lindenbrauerei Unna eröffnet, findet die Lichtkunst hier eine Präsentationsfläche, wie sie faszinierender und wirkungsvoller nicht sein könnte: Weithin sichtbar durch seinen 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein, bietet sich dieser zeitgenössischen Kunstform tief unter der Erde eine Fläche von insgesamt 2.400 Quadratmetern. Die labyrinthischen Gänge, Kühlräume und Gärbecken dieser einstigen Braustätte, in der zwischen 1852 und 1979 das traditionsreiche Linden-Adler-Pils gebraut wurde und die heute zu den insgesamt 19 so genannten Ankerpunkten der "Route der Industriekultur" zählt, werden nun künstlerisch inszeniert und in neue Bedeutungshorizonte überführt.
Neben der Präsentation ambitionierter Dauer- und Wechselausstellungen versteht sich das neue Haus als Forum für Diskussionen, Symposien, Tagungen und Workshops zum Thema Licht.
Inzwischen haben zehn der international renommiertesten LichtkünstlerInnen eine eigens für den Gewölbekeller des Unnaer Industriedenkmals erarbeitete Installation dauerhaft eingerichtet: Mario Merz, Joseph Kosuth, James Turrell, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Johannes Dinnebier, Keith Sonnier, François Morellet, Christian Boltanski und Olafur Eliasson.
Anschrift:
Zentrum für Internationale Lichtkunst
Lindenplatz 1
59423 Unna
Tel.: +49 (0)2303 103770
Fax: +49 (0)2303 103788
m.sehlke@lichtkunst-unna.de
www.lichtkunst-unna.de
Öffnungszeiten: Do. - So.: 14 Uhr bis 18 Uhr, Führung alle 90 Minuten, Do. auch 19 Uhr
Maximilianpark in Hamm
Der größte Elefant der Welt lebt nicht in Afrika, sondern steht in Hamm. Der weithin sichtbare Glaselefant ist das Wahrzeichen der Stadt. Aus dem einstigen Zechengebäude ist durch Umbauten eine begehbare Plastik aus Stahl und Glas mit einem Aufzug im Elefantenrüssel entstanden, der die Besucher auf eine 29 Meter hohe Plattform bringt. Kunst, Gärten, Spielanlagen, geologische Lehrpfade, ein Eisenbahnmuseum und zahlreiche weitere Attraktionen für Kinder und Erwachsene machen den Park zu einem besonderen Erlebnis. 1984 wurde hier übrigens auch die erste Bundesgartenschau in Nordrhein-Westfalen gezeigt.
Anschrift:
Maximilianpark Hamm GmbH
Alter Grenzweg 2
59071 Hamm
Tel.: +49 (0)2381 98210-0
Fax: +49 (0)2381 98210-19
info@maximilianpark.de
www.maximilianpark.de
Freilichtmuseum Hagen
Das Freilichtmuseum in Hagen: Hier klingt der Hammer auf dem Amboss, und vom Hobel fallen noch Späne. Besucher gewinnen hier Einblicke in Handwerk und Technik des ausgehenden 18. und 19. Jahrhunderts. Auf dem 42 ha großen Areal lassen rund 60 historische Handwerksbetriebe im schönen Wiesental längst vergessene Industrie- und Handwerkstechniken weiterleben – wie das Schöpfen von Papier, das Schmieden mit der Hand an lodernder Esse, Gerben und vieles mehr. Während der Führungen stehen die Museumsmitarbeiter Rede und Antwort. Die Führungen dauern rund eine Stunde.
Das Museum ist vom 25. März 2005 bis 30. Oktober 2005 dienstag bis sonntags sowie an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Anschrift:
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.:+49 (0)2331 7807-0
Fax:+49 (0)2331 7807-120
www.freilichtmuseum-hagen.de
Fußball
Die Arena „Auf Schalke“ und das Westfalenstadion in Dortmund gehören zu den größten und modernsten Arenen Deutschlands. Nicht ohne Grund befinden sie sich im Ruhrgebiet: Allein in fünf Städten spielen Mannschaften in der ersten und zweiten Bundesliga, für viele hat der Sport die Religion längst abgelöst – etwa dann, wenn im Derby Dortmund gegen Schalke nicht nur die Spielerseelen, sondern auch die Emotionen der Fans kochen. Klarer Fall, dass 2006 auch in den Stadien in Dortmund und Gelsenkirchen um die Fußballweltmeisterschaft gespielt wird.
Das größte Einkaufs- und Freizeitzentrum Europas, das CentrO, lockt zu einer ausgiebigen Shoppingtour nach Oberhausen. Auf über 700.000 Quadratmeter bieten über 200 nationale und internationale Geschäfte Waren für jeden Geschmack und Geldbeutel. Neben der Mall locken noch ein riesiger Fast-Food-Bereich, ein Freizeitbereich sowie die Promenade mit über 20 verschiedenen Restaurants.
Auch die groß angelegten Fußgängerzonen und Einkaufspassagen in den Ruhrgebietsstädten laden zu einem ausgiebigen Einkaufsbummel ein.
Im Ruhrgebiet gibt es eine Vielfalt an Kneipen, Restaurants, Bars und Cafés, so dass für jeden Anlass und Geschmack das Richtige dabei ist: Von Eisbein mit Sauerkraut, typisch westfälischem Sauerbraten, spanischer Paella, köstlicher Pizza bis hin zu frischem Sushi ist auch die Küche im Ruhrgebiet sehr bunt.
Tipp: Wer in Bochum ist, sollte unbedingt eine Currywurst mit Pommes Frites essen, wie es auch schon Herbert Grönemeyer besungen hat – „Da hole ich mir erst mal eine Currywurst...“
Das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum
Wer noch nie unter Tage war – oder „vor Ort“, wie es in Bochum heißt – sollte unbedingt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) besuchen. Während einer Grubenfahrt in das Anschauungswerk des Museums fährt der Besucher in 20 Meter Tiefe. Auf 2,5 Kilometer Länge erhält er einen authentischen Eindruck von der Welt des Bergbaus. Von ganz unten geht es dann nach ganz oben auf den 68 Meter hohen Förderturm, der einen atemberaubenden Blick über Bochum und das gesamte Ruhrgebiet ermöglicht.
Jährlich besuchen rund 400.000 Gäste eines der meist besuchten Museen der Bundesrepublik. Es ist nicht nur das bedeutendste Bergbaumuseum der Welt, sondern zugleich ein renommiertes Forschungsinstitut für Montangeschichte.
Anschrift:
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel.: +49 (0)234 5877-0
Fax.: +49 (0)234 5877-111
Infoline: +49-180-5877-234
www.bergbaumuseum.de
Anmeldung und Führungen: info@bergbaumuseum.de
Ruhrgebiet Tourismus GmbH & Co. KG
Königswall 21
44137 Dortmund
Tel.: +49 (0)231 1816111
Fax: +49 (0)231 1816188
info@ruhrgebietstouristik.de
www.ruhrgebiettouristik.de
Umfangreiche Informationen über Freizeit, Kultur und Events
im Ruhrgebiet bietet auch das Online-Magazin www.ruhr-guide.de











