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Unterhaltung

München leuchtet - besonders bei Nacht

In München gibt es Kultur und Nachtleben in allen Schattierungen

Millionendorf oder Weltstadt? Leicht ist die Frage nicht zu beantworten. Zwar bietet München eine verwirrende, bunte Palette an Bars, Kneipen, Musikschuppen, Diskos, Kinos und Nachtcafés. Und doch jammern die Einheimischen immer wieder, dass kurz nach Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt würden. Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Doch wer sich informiert und dazu Standvermögen (bei den Türstehern), Entdeckungslust (man weiß nie genau, was warum wann in ist) und viel Kleingeld mitbringt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Die beliebtesten Ausgehviertel: Schwabing (da gehen alle über 25 hin), Haidhausen (hat sich vom Studentenviertel zu einer Yuppiedependance gemausert), Neuhausen (intakte Welt mit kleinen Überraschungen), Schlachthofviertel (noch nicht saniert) und der Gärtnerplatz (für Szenegänger und Leute, die es gerne werden möchten). Achtung: Alle Tipps können von einem auf den anderen Tag total out sein!

Unterhaltung

Bars und Kneipen

Bar Centrale

Unweit vom Hofbräuhaus und doch sehr weit weg. Im besten Sinne italienische Bar mit dem Charme von abgewetzten Möbeln, Campari und Sehnsucht nach dem Meer. Mittags und abends kleine Gerichte, meist bis in die hinten gelegene Lounge proppenvoll von ansehenswertem Volk. Tgl., Ledererstr. 23, U-S-Bahnhof Marienplatz

Buena Vista

Latinobar in altem Backsteingemäuer. Hier treffen Südländer auf unter Fernweh Leidende, die Cocktails sind genauso lebhaft wie die Barkeeper, und der kostenlose Salsa-Schnupperkurs (jeden Sonntag) verwandelt jeden Tanzmuffel in einen Latin Lover. Mo geschl., Am Einlass 2a, Bus 152 Gärtnerplatz

Falk's Bar

Feine Cocktails unter Stuckwänden. Die Geschichte der Edelbar: Falk Volkhardt kommt nach dem Krieg zurück, sieht den zerstörten bayerischen Hof und sagt zum Papa: Den bauen wir wieder auf. Jetzt hat man ihm Falk's Bar gewidmet, im Spiegelsaal von 1839 - dem einzigen Raum des Hotels, der den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden hat. Tgl., Promenadeplatz 2, U-S-Bahnhof Stachus, Tram 19 Theatinerstraße

Hong Kong Bar

Gelassenes Ambiente, wunderbare Mai-Tais, eine extrem aufmerksame Bedienung und exquisite Fernostküche. Tgl., Kapuzinerstr. 39, Bus 58 Baldeplatz

Islay

Ein Muss für Liebhaber feinsten Whiskeys. Hier gibt es mehr als 150 Sorten, und man wird dazu auch noch fachkundig beraten. Tipp: lieber zwei kleine verschiedene als ein doppelter. Tgl., Thierschstr. 14, S-Bahnhof Isartor

Juleps

Den Hinterhofkneipen der amerikanischen Prohibitionszeit nachempfundener Trinkort in Haidhausen, hält auch dank der respektablen Ostküstenküche seit Jahren stand gegen die oft kurzlebige Trendkonkurrenz. Tgl., Breisacher Str. 18, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

Ksar

Die elitäre Vergangenheit und die überteuerte Champagnerkarte hat eine der (immer noch) besten Szenebars der Stadt hinter sich gelassen. Nach Besitzerwechsel und Renovierung gilt heute lässiger Cocktailgenuss, angelehnt an die lilafarbene Blumentapete und beschienen von stilvollen Steinchenlampen. Tgl., Müllerstr. 31, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Lizard Lounge

Schwer angesagt. Man kriegt kaum Luft, geschweige denn einen Platz. Mischung aus Kreativen, solchen, die es werden wollen, und solchen, die Kreativen gerne beim Kreativsein zuschauen. Tgl., Corneliusstr. 34, www.thelizardlounge.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Loggia

Die edle Clublounge bietet ein Allroundkonzept für den perfekten After-Work-Abend. Im Erdgeschoss stilvoll loungen, im Kellergewölbe zu Latinorhythmen tanzen (dienstags) oder zwei Häuser weiter im Restaurant dinieren. Mo geschl., Falkenturmstr. 6, www.loggia-lounge.de, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Nektar

Momentan der angesagteste Treff der Stadt. Vieles in einem - von der edlen Bar mit akzeptablen Preisen über Spezialräume mit Flatscreens bis zum »La Salle Blanche«, wo man liegend edel speist (nur mit Reservierung fixes Menü, Beginn 20 Uhr). Mo geschl., Tel. 45 91 13 11, Stubenvollstr. 1, S-Bahnhof Rosenheimer Straße

Padres Havanna Exit

Feste Größe im Münchner Barleben. Mit den vielleicht besten Margaritas der Stadt, dazu guter Groove zwischen schwarz und Salsa. Mo geschl., Blumenstr. 43, www.padres.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Schumann's

Als Charles Schumann 2004 von der Maximilianstraße an den Odeonsplatz zog, ging ein Aufschrei durch die Szene. Nun, die Gimlet-Freunde und Roastbeef-Freaks haben's überlebt und kommen nach wie vor zu Deutschlands berühmtestem Barkeeper. Tagsüber kann man im angeschlossenen Camparino Drinks genießen und bis 15 Uhr lunchen (Sa und So geschl.). Tgl., Odeonsplatz 6-7, Tel. 22 90 60, U 3/6 Odeonsplatz

Unterhaltung

Diskotheken, Clubs und Ballhäuser

Cord

Das Beste zuerst: Der Panoramablick auf die nächtlichen Lichter der Stadt ist einmalig. Die gemütliche Sitzlandschaft aber auch. Eigentlich ist hier alles sehr entspannt, auch die Musik à la Indie, Britpop und Swing zieht Leute an, die es lässig mögen. Regelmäßige Lesungen. So geschl., Sonnenstr. 18, www.cord.tv, U-S-Bahnhof Stachus

Crash

Letzte Bastion der Metal- und Hardrocker. Hier bleiben AC/DC und Led Zeppelin jung für immer. Vokuhila-Frisuren, harte Getränke, faire Preise. So-Mi geschl., Ainmillerstr. 10, U 3/6 Giselastraße

Crown's Club

Einst war Damir Fister Türsteher im P1, heute hat er selbst einen Tanzschuppen. Strenge Gästeauswahl soll Niveau garantieren, ein marokkanisches Wasserbett, diverse Bars und ein Hauch Barock fügen sich nicht unbedingt zum großen Ganzen, aber die Musik ist nicht schlecht. So, Mo, Mi geschl., Neuturmstr. 5, www.crowns-club.de, Tram 19 Kammerspiele

Kultfabrik

Auch wenn das Pacha aus der Ecke weggezogen ist, bleibt noch die Kultfabrik für vergnügungswütige Besucher vor allem aus dem Umland. Mehr als 20 Clubs und Diskos gibt es auf dem ehemaligen Kunstpark-Ost-Gelände - von der Tonhalle (Konzerte) über Octagon (Techno) bis zum Americanos (Anmach-Schuppen). Im Gegensatz zu alten Zeiten spürt man aber sehr die Lust der Macher am Geldverdienen. Tgl., Grafinger Str. 6, Tel. 49 94 91 70, www.kultfabrik.info, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

Mia

Ein weiterer schicker Tanztempel im Zentrum Münchens. Auf drei Stockwerken essen, trinken und tanzen schöne Menschen. Mit dem integrierten Restaurant (euroasiatische Küche und Sushi) folgt das Mia dem aktuellen Trend. Für einen ersten Überblick sollten Sie von der Galerie aus den himmelblauen und rosafarbenen Club auf sich wirken lassen. So-Di geschl., Herzogspitalstr. 6, www.mia-club.de, U-S-Bahnhof Stachus

Optimolwerke

Das Gelände liegt direkt südlich der Kultfabrik und ist der Rest des ehemaligen Kunstparks Ost. In den 14 Clubs unterschiedlichster Prägung (von der Riesendisko Babylon bis zu Münchens angesagtestem Electroclub Harry Klein) weht noch der Hauch des alten KPO. Was vielleicht daran liegt, dass die Wirte eher auf die Kundschaft schauen als aufs Geld. Tgl., Friedenstr. 10, www.optimolwerke.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

P 1

Münchens traditionsreichster Edelschuppen für Menschen, die schön genug sind, um den Türsteher von ihrer Wichtigkeit zu überzeugen. Hier ist ab Mitternacht der Gral der beautiful people. Tgl., Prinzregentenstr. 1, www.p1-club.de, U 3/6 Odeonsplatz

Registratur

Dieser Club und das direkt benachbarte Funky Kitchen gelten als die angesagtesten Innenstadtclubs. Sie sind im ehemaligen Gebäude der Stadtwerke untergebracht, strahlen in gnadenlosem 60er-Jahre-Stil und bieten Austob- und Anbandlmöglichkeit bis 5 Uhr. So-Mi geschl., Blumenstr. 28, www.dieregistratur.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

4004

Münchens größte Disko. Beim Szenevolk zwar als Tummelplatz pubertierender Landjugend verschrien, trotzdem immer brechend voll. So-Fr geschl., Landsberger Str. 169, www.viertausendvier.de, S-Bahnhof Donnersbergerbrücke, kostenloser Shuttlebus, Tram 18, 19 Barthstraße

Unterhaltung

Kabarett und Kleinkunst

Fast Food Theater

Improvisationstheater auf wechselnden Bühnen. Regelmäßige Formate wie Montagsshow, Musikshow oder Pöttgens Tote (Krimitheater) werden durch immer neue Vorgaben des Publikums belebt. Zentrale: Häberlstr. 20, Tel. 26 02 63 74, www.fastfoodtheater.de

Lach- & Schießgesellschaft

Nach wie vor Münchens renommiertestes Kabarett. Qualität garantiert! Man sitzt wie in einer Ölsardinenbüchse. Tipp: die jährliche Silvestergala. Haimhauser Str./Ursulastr., Tel. 39 19 97, www.lachundschiess.de, U 3/6 Münchner Freiheit

TamS

Das Theater am Sozialamt, kurz TamS genannt und von der Kritik mit dem Prädikat »Welthinterhoftheater« geadelt, liegt im Herzen Schwabings. Und dort liegt es gut. Höchst eigenwillig wird hier inszeniert, interpretiert und uraufgeführt. Valentinesk Münchnerisches mischt sich mit globaler Experimentierlust. Haimhauser Str. 13a, Tel. 34 58 90, www.tamstheater.de, U 3/6 Münchner Freiheit

Theater im Fraunhofer

Hinterhofkabarett mit erlesenem Programm. Premierenort der Kleinkunstelite, aber es ist schwer, Karten zu bekommen. Fraunhoferstr. 9, Tel. 26 78 50, www.fraunhofertheater.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Unterhaltung

Kinos


Die Kinos Theatiner Film (Tel. 23 31 83), Tivoli (Tel. 26 43 26), Museumslichtspiele (Tel. 48 24 03), Film-Casino (Tel. 22 08 18), Filmtheater Sendlinger Tor (Tel. 55 46 36) und Studio Isabella (Tel. 271 88 44) bringen sonntags Matineen, meist mit Theater- oder Opernfilmen.

Cinema

Bestes Programmkino mit Originalversionen, berühmt für Double- und Triple-Features. Nymphenburger Str. 31, Tel. 55 52 55, www.cinema-muenchen.com, U 1 Stiglmaierplatz

Münchner Filmpassage

Beste Videothek der Stadt, fast alle Filme sind auch in der Originalsprache erhältlich. Sehr fürsorgliche Beratung. Mo-Sa 9-24 Uhr, Tel. 29 62 17, Zweibrückenstr. 8, S-Bahnhof Isartor

Neues Rottmanns

Filmkunstkino mit anspruchsvollem Programm. Kämpft einsam und erfolgreich gegen die Verleihermafia und Großkinobesitzer. Von Cineasten sehr geschätzt. Rottmannstr. 15, Tel. 52 16 83, U 1 Stiglmaierplatz

Filmtheater Sendlinger Tor

Münchens ältestes Kino besticht durch seinen Omacharme. Das große Haus zeigt auf seiner großen Leinwand Durchschnittsrenner. Logenplätze! Sendlinger-Tor-Platz, Tel. 55 46 36, www.filmtheatersendlingertor.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Werkstattkino

Hard & Heavy, Undergroundkino mit viel diskutiertem Programmangebot, Tempel der B-Movies und zu Kultstreifen hochstilisierten Sexfilme. Fraunhoferstr. 9, Tel. 260 72 50, www.werkstattkino.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Unterhaltung

Bars und Kneipen

Atzinger

Ist und bleibt die Studentenkneipe schlechthin. Die Uninähe bedingt schon vormittags Frühschöppner mit hohem IQ. Unendlich leger. Tgl., Schellingstr. 9, www.atzinger-muenchen.de, U 3/6 Universität

Bergwolf

Der beste Currywursttempel der Stadt. Nachtschwärmer verabreden sich hier jedes Wochenende bis 3 Uhr morgens auf eine der unglaublich leckeren Variationen (unbedingt die Veggiewurst probieren!). Tgl., Fraunhofer Str. 9, U 1/2 Fraunhofer Straße

Forum

Eines jener typisch Münchner Lokale, die ihren Charakter von morgens bis nachts dreimal ändern. Super Frühstück, angenehmer Lunch und fast studentische Bistroatmosphäre am Abend. Im Sommer sitzt man im Freien. Etwas chaotisch, aber liebenswert. Tgl., Corneliusstr. 2, www.forumcafe.de, Bus 52 Gärtnerplatz

Fraunhofer Schoppenstube

Münchens urigste Absturzkneipe. Das Gemisch aus Neorustikalismus, Volkslied, Fleischpflanzerl und Alkohol ist legendär. Wirtin Gerti ist derb, aber reell, ein Juwel! Di geschl., Fraunhoferstr. 41, U 1/2 Fraunhoferstraße

Heppel & Ettlich

Wer unter einer 68er-Depression leidet (früher war alles besser), trinkt hier richtig. Die namensgebenden Berliner (!) Wirte haben seit eben diesen Zeiten hier eben diese Zeit angehalten. Im Hinterzimmer ab und zu Lesungen und Kabarett. Tgl., Kaiserstr. 67, www.heppel-ettlich.de, U 2/8 Hohenzollernplatz, Tram 12, 27 Kurfürstenplatz, Bus 53 Pündterplatz

Holy Home

Bar-Schmuckstückchen im an solchen nicht armen Gärtnerplatzviertel. Klein, fein, reell, gute Musik, gutes Publikum, meist kein Sitzplatz mehr. Und die Cocktails sind erlesen! Tgl., Reichenbachstr. 21, U 2/6 Fraunhoferstraße

Lux

Symbol für den Wandel des Gärtnerplatzviertels zur Heimstatt Lukulls. Abwechslungsreiche kleine Speisen, ein edles, aber bezahlbares Weinangebot und Cocktails von gefährlicher Güte. Seitdem es als Geheimtipp gehandelt wird, ist es keiner mehr. So geschl., Reichenbachstr. 37, U 1/2 Fraunhoferstraße

Murphy's

Münchens beste irische Kneipe. Das Guinness schmeckt original, die Gäste sprechen vorwiegend irisches Kauderwelsch, und bei Fußball-Live-Übertragungen ist die Hölle los. Leckere Burger, dienstags kosten alle Cocktails nur die Hälfte. Tgl., Nikolaistr. 9, www.gunter-murphys.com, U 3/6 Giselastraße

Südstadt

Wundersame Kneipenpflanze in schräger Umgebung (Schlachthof, Arbeitsamt, Stripschuppen). Beste Ökogastronomie, Kicker und DJs, die das spielen, was ihnen gefällt, also kein Szenesound. Probieren Sie eine Burning Südmilch - mit Vorsicht. Tgl., Thalkirchner Straße 29, www.suedstadt-muenchen.de, Bus 31, 58 Arbeitsamt

Valentinstüberl

Typisch München: Ein kleiner Stehausschank geht an junge Wirte, und binnen weniger Wochen ist aus dem Stüberl eine Lounge geworden. Hier gilt der Spruch »Leben und leben lassen«. Tgl., Dreimühlenstr. 28, www.valentinstueberl.com, Bus 38 Ehrengutstraße

Unterhaltung

Opern, Konzerte und Musicals

Gasteig

München hat drei so genannte A-Orchester, also Klangkörper erster Klasse. Dazu gehören die Münchner Philharmoniker, das Bayerische Staatsorchester (Oper) und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Die Philharmoniker sind im Gasteig zu Hause, jenem als Kulturbunker beschimpften Koloss oberhalb der Isar. Der große Saal ist hübsch anzuschauen, bietet aber akustische Probleme. Gleich nebenan: das Gastrowunder Gast. Rosenheimer Str. 5, Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Herkulessaal

Klassisches in klassizistischer Umgebung: Der Herkulessaal der Residenz ist der Wallfahrtsort des Münchner Konzertpublikums. Residenzstr. 1 (Eingang Hofgartenstr.), Tel. 29 06 71, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Musikhochschule

Ein Tipp für Liebhaber so genannter E-Musik. Im großen Saal gastieren oft junge Künstler aus den Meisterklassen der europäischen Musikhochschulen. Arcisstr. 12, Tel. 289 03, www.musikhochschule-muenchen.de, U 2 Königsplatz

Nationaltheater

Münchens Oper, das Haus Nummer eins, sowohl künstlerisch als auch was die Höhe der Subventionen betrifft. Max-Joseph-Platz 2, Tel. 21 85 01, www.bayerische.staatsoper.de, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Prinzregententheater

Grandioser Wiederaufbau des einstigen Opernhauses. Heute wird das Prinzregententheater vornehmlich als Konzertsaal genutzt und rühmt sich, die beste Akustik der Stadt zu haben - und ein wunderschönes Café. Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 02, www.prinzregententheater.de, U 4 Prinzregentenplatz

Staatstheater am Gärtnerplatz

Repräsentatives Haus, zu Unrecht als Ableger der Oper diffamiert. Gärtnerplatz 3, Tel. 20 24 11, www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Unterhaltung

Kulturzentren

Pasinger Fabrik

Um das Wunder »Pasinger Fabrik« zu verstehen, muss man wissen, dass der Ortsteil Pasing seine Eigenheiten hat. 1933 eingemeindet, versteht sich der Pasinger immer noch als ebensolcher und nicht als Münchner. Insofern ist es schon etwas Besonderes, dass eines der ehrgeizigsten Kulturprojekte der Stadt ausgerechnet in Pasing entstanden ist. In dem alten Fabrikgebäude gleich nördlich des Pasinger Bahnhofs werden heute Ausstellungen, Theater und Musik unterschiedlicher Art geboten, das Theater Rote Rüben und sogar Münchens kleinstes Opernhaus sind hier beheimatet. Zentrum ist das Café-Restaurant, betrieben von der Cantina GmbH, die auch fürs Ruffini zuständig ist. Die Weinkarte ist erlesen, Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Mo geschl., August-Exter-Str. 1, Tel. 82 92 90 79, www.pasinger-fabrik.com, S-Bahnhof Pasing

Unterhaltung

Livemusik

Atomic Café

Hier tobt der Sound der Jugend und trifft sich die Britpop-Szene der Stadt. Viel Glitzer, viel Retro, viel Party. Hier hört man Trends, bevor sie welche sind. So geschl., Neuturmstr. 5, Tel. 228 30 54, www.atomic.de, U-S-Bahnhof Marienplatz

Feierwerk

Mehrere Clubs und Livebühnen, darunter das legendäre Orange House. Städtisch geförderter Jugendtreff und trotzdem revolutionär und einzigartig. Fr geschl., Hansastr. 39-41, Tel. 72 48 80, www.feierwerk.de, Bus 131, 132 Hansapark

Jazzclub Unterfahrt

Zu fairen Eintrittspreisen können Jazzfreunde hier die immer noch hochkarätige Münchner Szene meist zusammen mit den Stars aus dem internationalen Bigbusiness des Jazz erleben. Jeden Sonntagabend Session. Tgl., Tel. 448 27 94, Einsteinstr. 42, www.unterfahrt.de, U 4/5 Max-Weber-Platz

Muffathalle

Konzerte, Tanz, Theater, Performance. Zwei grüne Politiker haben hier ein Schnäppchen gemacht. Subventionierte Subkultur, ein prima Café, der Szeneclub Ampere (Fr und Sa) und im Sommer ein romantischer Biergarten - ein Schmuckstück für die Stadt. Tgl., Zellstr. 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffathalle.de, S-Bahnhof Rosenheimer Platz oder Isartor

Münchner Lustspielhaus

Mal Liedermacherei, mal Kabarett, mal Konzertantes. Hochkarätige Kleinkunst in plüschigem Ambiente und mit vielen Kultfiguren aus dem bayerischen Raum: Isarindianer Willy Michl, Politkabarettist und Deutschtürke Django Asül oder auch die legendäre Spider Murphy Gang. Tgl., Occamstr. 8, Tel. 34 49 74, www.lustspielhaus.de, U 3/6 Münchner Freiheit

New Backstage

Hart und heavy. Die Crossoverkneipe der Stadt. Independentmusik, laut, jung, schräg. Ist an die Nordseite der Friedenheimer Brücke umgetopft worden. Im Sommer ein absoluter Geheimtipp: der lauschige Biergarten, der bei Konzerten zur Open-Air-Location mutiert. Tgl., Friedenheimer Brücke 7, Tel. 126 61 00, www.backstage089.de, S-Bahn Friedenheimer Brücke

Night Club im Bayerischen Hof

Münchens renommiertester Jazzladen. Hier gastieren von Klaus Doldinger bis Joe Zawinul die Großen der internationalen Szene. Während sonst in der Stadt die wenigen Jazzclubs dichtmachen, tobt hier das Musikerleben, weil der Ertrag des Hotels die Subventionierung des Clubs erlaubt. Die Getränke sind zwar teuer, aber musikalisch geht man kaum ein Risiko ein. Tgl., Promenadeplatz 2-6, Tel. 212 09 94, www.bayerischerhof.de, U-S-Bahnhof Stachus, Tram 19 Theatinerstraße

Podium

Einst war dieses versteckte Eckhaus rechts der Leopoldstraße ein reiner Dixieschuppen. Heute trifft sich hier vor allem die Creme der Münchner Rockmusiker, um der Lust an Coverversionen zu frönen. Tgl., Wagnerstr. 1, Tel. 39 94 82, www.schwabinger-podium.com, U 3/6 Münchner Freiheit

Unterhaltung

Theater und Kleinkunst

Altes Residenztheater (Cuvilliés-Theater)

Architektonisches Kleinod, eine Perle des höfischen Rokoko. Das Theater war Schauplatz zahlreicher prunkvoller Inszenierungen von Barockopern, etwa 1781 der Uraufführung von Mozarts »Idomeneo«. Später Bühne für etabliertes Erfolgstheater. Bis 2008 ist der Theaterbetrieb wegen Renovierung eingestellt, das Gebäude kann aber besichtigt werden (tgl. 10-16 Uhr). Residenzstr. 1, Tel. 29 06 71, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Deutsches Theater

So ziemlich alles wird hier geboten - vom Faschingsball über die Operette bis zum Liedermacherkonzert. Schwanthalerstr. 13, Tel. 55 23 44 44, www.deutsches-theater.de, U-S-Bahnhof Stachus

i-camp

Einst als »Neues Theater« seinem Namen mehr als gerecht geworden. Jetzt etwas flippiger und noch experimenteller. Entenbachstr. 37, Tel. 65 00 00, www.i-camp.de, U 1/2 Kolumbusplatz

Komödie im Bayerischen Hof

Boulevardtheater für Leute, die gerne ihre Garderobe zeigen. Promenadeplatz 6, Tel. 29 16 05 30, www.komoedie-muenchen.de, U-S-Bahnhöfe Stachus, Marienplatz

Marionettentheater

Traditionelles Haus. Für Kinder mit Sinn für Musik gibt es eine wunderbare Inszenierung der »Zauberflöte«. Blumenstr. 32, Tel. 26 57 12, www.muenchner-marionettentheater.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Metropol

Viel Elan und Mut, man spielte gar »Black Rider« von Wilson. Oder die Bibel - in zwei Stunden. Floriansmühlstr. 5, Tel. 32 19 55 33, www.metropoltheater.com, U 6 Freimann

Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus)

Der Intendant Frank Baumbauer kam zum Jahrtausendwechsel, das Haus selbst wurde von Grund auf saniert, das Prestigerennen mit der Konkurrenz, dem Residenztheater, läuft. Denn die Münchner Kammerspiele galten über Jahrzehnte als eine der besten Sprechbühnen der Nation, vor allem was die Aufbereitung der Klassiker in neuem Gewand betrifft. Baumbauer setzt die Tradition auf seine Weise fort, allerdings auch mit modernen Werken und meist recht jungen, abenteuerlustigen Regisseuren, weswegen einige der älteren Stars mit Dieter Dorn über die Straße gewandert sind. Trotzdem heißt es meistens an der Kasse: ausverkauft. Maximilianstr. 28, Tel. 23 39 66 00, www.muenchner-kammerspiele.de, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Residenztheater

Seit Dieter Dorn dort wirkt, geht es wieder aufwärts mit der berühmten Sprechbühne, die dem Freistaat gehört und die vom Steuerzahler hoch subventioniert wird. Der Spielplan ist gespickt mit den Highlights des großen Theaters, mit phantastischen Gastspielen aus Berlin und Wien, mit großen Namen und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Tradition und Moderne. Max-Joseph-Platz 1, Tel. 21 85 01, www.bayerischesstaatsschauspiel.de, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Schauburg

Städtisches Haus für junge Leute. Unter kundiger Intendanz eine viel versprechende Bühne. Franz-Joseph-Str. 47, Tel. 23 33 71 71, www.schauburg.net, U 2 Hohenzollernplatz

Volkstheater

Im Herbst 2002 übernahm Christian Stückl dieses finanzielle Sorgenkind der Stadt. Stückl hat nicht nur die Oberammergauer Passionsspiele inszeniert, sondern auch den »Jedermann« in Salzburg. In seinem neuen Haus aber scheint er eher ein begnadeter Partyveranstalter zu sein denn ein Intendant mit glücklicher Hand. Die Kritiker schwanken zwischen Jubel und gesenktem Daumen, doch unterhaltsam ist das Programm auf alle Fälle. Brienner Str. 50, Tel. 52 35 50, www.muenchner-volkstheater.de, U 1 Stiglmaierplatz

Übernachten

Traumhaft schlafen

Von der Nobelherberge bis zur gemütlichen und preisgünstigen Pension - München hat alles für eine gute Nacht

Wer sich noch an die TV-Serie »Kir Royal« erinnert, weiß, in welcher Pracht die noblen Gäste der Stadt residieren, in Königs- und Prinzensuiten, die pro Nacht gut und gerne 1500 Euro und mehr kosten.

Doch auch ganz normale Münchenbesucher werden, wenn sie nicht aufpassen, ganz schön zur Kasse gebeten, vor allem in den Hauptbesuchszeiten der Stadt, während des Oktoberfests oder der großen Messen. Doch neben den berühmten Hotelpalästen hat die Stadt eine ganze Reihe mittlerer und kleiner Hotels und Pensionen, die übers Jahr gesehen im Schnitt nur gut zur Hälfte belegt sind.

Erkundigen Sie sich, ob das Hotel eine günstige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hat. Denn Fahren und Parken in der Innenstadt stressen nicht nur Fremde. Sie können sich entweder über das Fremdenverkehrsamt den Zimmernachweis besorgen oder selbst telefonisch oder via Internet vorbestellen. Bei größeren Häusern ist es günstig, eine Kreditkartennummer anzugeben. Oft bieten die Hotels Sondertarife an, jedoch nur auf Nachfrage!

Viele Hotels haben einen Eintrag unter der Internetadresse www.deutschland-hotel.de oder unter der Website des Fremdenverkehrsamtes www.muenchen-tourist.de oder unter www.nethotels.com. Eine Reihe günstiger Hotels finden Sie in der Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.

Übernachten

Luxushotels

Bayerischer Hof

In dem hochklassizistischen Haus im Herzen der Stadt steigen Adel und Geldadel ab. Trotzdem Sonderangebote. Zum Reinschnuppern (und Entspannen): das luxuriöse Blue Spa (Tageskarte 24 Euro). DZ von 245-410 Euro, teuerste Suite 1550 Euro. 395 Zi., Promenadeplatz 2, Tel. 212 00, Fax 212 09 06, www.bayerischerhof.de, U-S-Bahnhof Stachus

Dorint Sofitel Bayerpost

Direkt am Südausgang des Hauptbahnhofs steht Münchens jüngstes Nobelhotel mit 180-m 2 -Präsidentensuite, edler Bar und exklusivem Service. Raffiniertes Licht taucht die Lobby in Alpenglühen. DZ 225-470 Euro. 396 Zi., Bayerstr. 12, Tel. 59 94 80, Fax 599 48 10 00, www.dorint.com, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten

Das geschichtsreichste Haus der Stadt. Hier kochte einst Meister Alfred Walterspiel. Heute steht Küchenchef Markus Winkelmann ganz in dessen Tradition: Klarheit statt Schnörkel. Die Bar ist Legende unter Atmosphäre-Schlürfern. DZ 370-515 Euro, teuerste Suite 4800 Euro. 318 Zi., Maximilianstr. 17, Tel. 212 50, Fax 21 25 20 00, www.kempinski-vierjahreszeiten.de, U-S-Bahnhof Marienplatz

Hotel Königshof

Sterngekrönte Küche, Marmorbäder, für Kenner und Genießer die absolute Nummer eins. Familie Geisel betreibt auch die Vinothek ums Eck. DZ 270-420 Euro, Suite bis 765 Euro. 87 Zi., Karlsplatz 25, Tel. 55 13 60, Fax 55 13 61 13, www.geisel-privathotels.de, U-S-Bahnhof Stachus

Mandarin Oriental

Das ehemalige Antikhaus wurde in ein Luxushotel umgebaut. Hier steigt ab, wer keine Geldsorgen hat. Feines Essen und ein Pool auf dem Dach. DZ 355-490 Euro, Suite bis zu 1800 Euro. 73 Zi., Tel. 29 09 80, Fax 22 25 39, Neuturmstr. 1, www.mandarinoriental.com, U-S-Bahnhof Marienplatz

Übernachten

Hotels Kategorie gehoben

Advokat

Hübsches Haus am Rande des Gärtnerplatzviertels. Ideal für Nachtschwärmer. 50 Zi., Baaderstr. 1, Tel. 21 63 10, Fax 216 31 90, www.hotel-advokat.de, S-Bahnhof Isartor

Cortiina

Natur pur genießen und dabei den Puls der Stadt fühlen. Das puristische Haus im Herzen der Stadt stattet seine Zimmer mit Jura-Naturstein, Naturkautschukmatratzen, Eichenparkettboden und Decken aus unbehandelter Baumwolle aus. Die Hotelbar ist ein Erlebnis für sich. 35 Zi., Ledererstr. 8, Tel. 242 24 90, Fax 242 24 91 00, www.cortiina.com, U-S-Bahnhof Marienplatz

Olympic

Hier können Sie angenehm wohnen in einer der schönsten Gegenden der Stadt. Die Mischung aus englischer Kolonialzeit und Glockenbachviertel lockt sogar verwöhnte Hamburger Kulturjournalisten dorthin. 38 Zi., Hans-Sachs-Str. 4, Tel. 23 18 90, Fax 23 18 91 99, www.hotel-olympic.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Opéra

Intimes und elegantes Haus im Lehel, mit unendlich viel Liebe zur vollkommensten Vollkommenheit restauriert. Eine wunderbare Mischung aus Eleganz und Privatatmosphäre. Das Bayerische Nationalmuseum und der Englische Garten sind nur wenige Gehminuten entfernt. 25 Zi., St.-Anna-Str. 10, Tel. 210 49 40, Fax 21 04 94 77, www.hotel-opera.de, U 4/5 Lehel

Ritzi

Ein bunter, aber nobler Paradiesvogel. Künstler, Musiker und Promis zieht es in die 25 Themenzimmer, wenn sie auf der Suche nach ihrer Kreativität sind. Maria-Theresia-Str. 2a, Tel. 419 50 30, Fax 41 95 03 50, www.hotel-ritzi.de, U 4 Max-Weber-Platz

Übernachten

Hotels Kategorie standard

Dachs

Kinderfreundlicher Familienbetrieb in Schwabing. 50 Zi., Amalienstr. 12, Tel. 286 94 80, Fax 28 08 29, www.hoteldachs.de, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Deutsches Theater

Im Komplex des gleichnamigen Amüsiertempels, also zentral gelegen und besonders Besuchern kultureller Veranstaltungen zu empfehlen. 28 Zi., Landwehrstr. 18, Tel. 59 99 39 03, Fax 59 99 39 95, www.hoteldeutschestheater.de, U-S-Bahnhof Stachus

Hotel Isartor

Zentraler geht es kaum. Von hier aus lässt sich die Münchner Innenstadt bequem zu Fuß erforschen, auch Deutsches Museum, Gasteig und Isar sind in fünf Minuten zu erreichen. Kinderfreundlich, auch Haustiere sind willkommen. 66 Zi., Baaderstr. 2-4, Tel. 216 33 40, Fax 21 63 34 20, www.hotel-isartor.de, S-Bahnhof Isartor

Hotel Kriemhild

Kleines, äußerst freundliches Garni-Haus in Spazierweite zum Hirschgarten. Im Sommer hübsche Terrasse. Spezialangebote, zum Beispiel Wochenendarrangements. 18 Zi., Guntherstr. 16, Tel. 171 11 70, Fax 17 11 17 55, www.kriemhild.de, Tram 16/17 Kriemhildenstraße

Leopold

Schönes Haus. Ein Tipp: Zimmer zum Innenhof nehmen. 75 Zi., Leopoldstr. 119, Tel. 36 70 61, Fax 36 04 31 50, www.hotel-leopold.de, U 3/6 Münchner Freiheit

Mariandl

Wie in einem Schloss schlafen und wie ein König kredenzen. Vor allem Prominente schätzen den ausgezeichneten Service (Check-in bis 1 Uhr nachts!) und die liebevoll mit Antiquitäten eingerichteten Zimmer. Im Haus: das älteste Konzertcafé der Stadt mit erstklassiger Livemusik (Klassik, Swing, Funk) und süßen Leckereien. 29 Zi., Goethestr. 51, Tel. 54 40 43 48, Fax 54 40 43 96, www.mariandl.com, U 3/6 Goetheplatz

Park Hilton

Wie alle Hilton-Hotels bietet auch dieses Haus jeden Komfort. Nahe am Englischen Garten gelegen. 479 Zi., Am Tucherpark 7, Tel. 384 50, Fax 38 45 25 88, www.hilton.de, Tram 17 Tivolistraße, Bus 54 Tucherpark

Wallis

Schweizer Gemütlichkeit, zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese. 22 Zimmer sind im Businessstil gestaltet, 32 Zimmer im alpenländischen Stil. Schwanthalerstr. 8, Tel. 549 02 90, Fax 54 90 29 28, www.hotel-wallis.de, U-S-Bahnhof Stachus

Übernachten

Hotels Kategorie günstig

Ambassador Parkhotel

Nahe beim Tierpark gelegen. Das Italorestaurant La Meridiana wird auch von Münchnern gerne besucht. 42 Zi., Plinganserstr. 102, Tel. 72 48 90, Fax 72 48 91 00, www.ambassador-parkhotel.de, U 6, S-Bahnhof Mittersendling

Blauer Bock

Sehr zentral gelegenes Haus am Viktualienmarkt. Geheimtipp unter Schwaben, denn hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis auf ganz unmünchnerische Weise. 75 Zi., Sebastiansplatz 9, Tel. 23 17 80, Fax 23 17 82 00, U-S-Bahnhof Marienplatz

Hotel Englischer Garten

Die denkmalgeschützte Villa liegt direkt am Englischen Garten, und deshalb ist es auch nur ein Katzensprung zum Kleinhesseloher See mit schickem Seehaus oder in den berühmten Biergarten am Chinesischen Turm. 26 Zi., Liebergesellstr. 8, Tel. 383 94 10, Fax 38 39 41 33, www.hotelenglischergarten.de, U 3/6 Münchner Freiheit

Jaeger's Hotel

Zentral gelegenes Garnihotel, in dem es komfortabler zugeht, als die Gegend vermuten lässt. 35 Zi., Senefelderstr. 3, Tel. 55 52 81, Fax 59 25 98, www.jaegershotel.de, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Landsberger Hof

Im Sommer lockt in der Nähe ein schöner großer Biergarten mit 900 Plätzen, im Winter ein gemütliches Restaurant mit offenem Kamin. 23 Zi., Bodenseestr. 32, Tel. 88 18 05, Fax 834 04 26, S-Bahnhof Pasing

Hotel Maria

Auf Grund seiner Lage die ideale Unterkunft während des Oktoberfestes. Allerdings sollten Sie sich unbedingt frühzeitig anmelden. 80 Zi., Schwanthalerstr. 112-114, Tel. 51 08 26, Fax 50 55 20, www.hotelmaria.de, U 4/5 Theresienwiese

Pension Gärtnerplatztheater

König Ludwig hätte das kleine Haus unweit des Gärtnerplatz-Rondells geliebt: Jedes Zimmer ist individuell mit Alpenkitsch und im Romantikstil eingerichtet. Aber: Es sind alles echte Antiquitäten, kein Plastik! Weitere Pluspunkte: Toplage und eines der schönsten Theater der Stadt gleich nebenan. 10 Zi., Klenzestr. 45, Tel. 202 51 70, Fax 20 25 17 22, www.pension-gaertnerplatztheater.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Pension am Kaiserplatz

Für Individualisten. Alle Zimmer in der Jugendstilvilla im Herzen Schwabings sind unterschiedlich gestaltet - vom prunkgeladenen Rokokostil bis zum klassizistischen Schlafgemach. 10 Zi., Kaiserplatz 12, Tel. 34 91 90, Fax 33 93 16, U 3/6 Münchner Freiheit

Wetterstein

Am Wettersteinplatz in Obergiesing, einem Arbeiterviertel, das gerade schick wird. Ideale Verkehrsanbindung. 69 Zi., Grünwalder Str. 16, Tel. 64 96 50, Fax 64 96 51 80, www.wetterstein.com, U 1 Wettersteinplatz

Übernachten

Jugendherbergen


Die dem DJH angeschlossenen Unterkünfte sind reserviert für Gäste bis 26 Jahre.

DJH Burg Schwaneck

Ein echtes Schloss, am Isarhochufer in Pullach gelegen und bekannt in aller Welt. 131 Betten verteilen sich auf Einzel- und Doppelzimmer sowie Vier- bis Zehn-Bett-Zimmer. Für Gruppen Vollpension ab 23 Euro, Pullach, Burgweg 10, Tel. 74 48 66 70, www.burgschwaneck.de, S 7 Pullach

DJH München

In Zentrumsnähe, nur mit Jugendherbergsausweis! 351 Betten, Übern. inkl. Frühstück und Bettwäsche 20,60 Euro, Wendl-Dietrich-Str. 20, Tel. 13 11 56, www.muenchen-neuhausen.jugendherberge.de, U 1 Rotkreuzplatz

Easy Palace City Hostel

Eine Jugendherberge ohne den Staub vergangener Jahrzehnte: Hier geht es modern und bunt zu, die Zimmer und Apartments sind im Stil eines großen schwedischen Möbelhauses eingerichtet. Eine der besten Holzofenpizzas der Stadt serviert das benachbarte italienische Restaurant Sinans (Sonderpreise für Hostelgäste), das übrigens auch für das Frühstücksbuffet zuständig ist. Ideale Unterkunft für das Oktoberfest. 62 Zi., Mozartstr. 4, Tel. 558 79 70, Fax 55 87 97 97, www.easypalace.de, U3/6 Goetheplatz

4 you

Nördlich des Hauptbahnhofs. 195 Schlafplätze, Vollwertkost und ruhige Lage. Mehrbettzimmer pro Person 17-37,50 Euro, Hirtenstr. 18, Tel. 552 16 60, www.the4you.de, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Wombat's City Hostel

Internationales Haus, modern und freundlich eingerichtet. 2004 mit dem Preis für die weltweit (!) sauberste Jugendherberge ausgezeichnet. Oktoberfest-Angebot: Frühstück bis 12 Uhr mittags und ein original Paulaner-Krug. 300 Betten, Mehrbettzimmer pro Person 16 bis 22 Euro, Senefelderstr. 1, Tel. 599 89 18, www.wombats-hostels.com, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Sehenswertes

Bäder und Boulevards, Parks und Paläste

München ist nicht nur eine Stadt für ein paar Stunden - ihre Schönheit und Vielfalt erschließt sich erst nach ausgiebigem Genuss und Erleben

Wer München nicht nur besichtigen, sondern anschauen will, möge sich ein Gebot auf den Stadtplan schreiben: Lass dir Zeit! Man sollte, um nicht nur einen oberflächlichen Eindruck zu bekommen, Münchens liebenswerte Details auf sich wirken lassen - und sie vor allem im Zusammenhang mit der Umgebung, der Geschichte, den Menschen betrachten.

Es ist gewiss sinnlos, sich die gesamte Residenz in zwei Tagen erobern zu wollen. Ein Abend im Brunnenhof, bei einem der feierlich-klassischen Sommerkonzerte, ein Nachmittag im Theatron des Olympiageländes bei den Rockmusikern, ein früher Morgen bei den Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, ein Besuch im Nymphenburger Park mit einer kundigen Biologin, eine Hochzeit in der Theatinerkirche am späten Samstag - das ist München.

Sehenswertes

Bauwerke

Allianz-Arena

Genau 2874 Luftkissen bilden die Außenhaut des neuen Fußballtempels, von den Einheimischen oft spöttisch als »Kloschüssel« bezeichnet. Dennoch ist er seit seiner Eröffnung im Mai 2005 eine der Top-Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben sich einen Spezialeffekt einfallen lassen: Wenn der FC Bayern spielt, leuchtet die Arena in heißem Rot, wenn der TSV 1860 zum Anpfiff erscheint, in kühlem Blau. Wer die versteckten Ecken der Arena erkunden will, kann bei einer Stadionführung sogar einen Blick in die Mannschaftsduschen werfen (außer an Spieltagen tgl. 11, 13, 15 und 17 Uhr, Eintritt 8 Euro, Tickets im Allianz-Arena-Shop, Tel. 01805/55 51 01). Werner-Heisenberg-Allee 25 (gut sichtbar von der Autobahn A 9 Richtung Nürnberg), www.allianz-arena.de, U 6 Fröttmaning

Altes Rathaus

Tipp für Verliebte: Die bronzene »Julia« an der Südseite des über 500 Jahre alten, oft zerstörten und zuletzt nach dem Krieg nicht mehr ganz originalgetreu wieder errichteten Alten Rathauses ist ihre Schutzpatronin. Sie waltet, so will's der Volksmund, besonders aufmerksam, wenn man ihr ein paar Blumen zusteckt. Der Ballsaal mit seinem hölzernen Tonnengewölbe dient noch heute repräsentativen Empfängen. Hier ist auch das Spielzeugmuseum zu Hause. Tgl. 10 bis 17.30 Uhr, Eintritt 3,50 Euro, U-S-Bahnhof Marienplatz

Bavaria

Wo könnte die weibliche Symbolfigur Bayerns besser stehen als auf einer Anhöhe über der Theresienwiese, dem Schauplatz des Oktoberfestes? Errichtet 1850 durch Ludwig I., wacht die gusseiserne Dame über die Ruhmeshalle im Hintergrund, einen Tempel nach antikem Vorbild zu Ehren bayerischer Persönlichkeiten. Der Bau der 18 m hohen Statue galt als technisches Meisterwerk; heute hat man von der Aussichtsplattform im Bavaria-Kopf einen einzigartigen Ausblick auf die schräg gegenüberliegende St.-Paul-Kirche. April bis 15. Okt. tgl. 9-18 Uhr, während des Oktoberfestes tgl. 9-20 Uhr, Eintritt 3 Euro, U 4/5 Theresienwiese

Bavaria-Filmgelände

Wer mit Kindern reist, darf das »Hollywood an der Isar« nicht versäumen. Auf dem 3,5 km² großen Gelände im Südosten Münchens findet seit 1919 deutsche Filmgeschichte statt. Hier haben die Großen der Zelluloidhistorie gedreht: Orson Welles, Alfred Hitchcock, Billy Wilder. Die Lollobrigida stand ebenso vor der Kamera wie Liz Taylor oder Romy Schneider. Auf den Führungen der Bavaria stehen der Besuch des U-Boot-Modells aus dem Petersen-Film »Das Boot« genauso auf dem Programm wie die Trickfiguren aus der »Unendlichen Geschichte« und Michael »Bully« Herbigs »(T)Raumschiff Surprise - Periode 1«. Es gibt mehrere Varianten, darunter eine mit Stuntshow und/oder 3D-Erlebniskino. März bis Okt. tgl. 9-16 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-15 Uhr, Eintritt ab 10 Euro (Führung), Bavariafilmplatz 7, www.bavaria-filmtour.de, Tram 25 Bavaria-Filmplatz

Maximilianeum

Im Überschwang des vergangenen Jahrhunderts wollte Maximilian II. eine richtige »Akropolis« ans Ende der Maximilianstraße setzen. Architekt Friedrich Bürklein sorgte für die Erfüllung des Wunsches. Ursprünglich gedacht als Wohn- und Unterrichtsstätte für besonders begabte bayerische Studenten (die Stiftung - freie Kost und Logis während des Studiums - gibt es für ausgewählte 1,0-Abiturienten immer noch), zogen 1949 hier der Bayerische Landtag und der Senat des Freistaates ein. Nach dem Gesetz ist es zwar jedem Bürger erlaubt, an öffentlichen Sitzungen teilzunehmen, es ist aber empfehlenswert, sich vorher telefonisch nach den Zeiten der Führungen zu erkundigen. Tel. 419 44 11, U 4/5 Max-Weber-Platz

Müllersches Volksbad

Auch wenn Ihnen der Sinn nicht nach einem erfrischenden Bad steht, sehenswert ist das schöne Jugendstilgebäude auf jeden Fall. Die beiden gewölbten Schwimmhallen sowie Dampfbad und gekachelte Saunaräume lohnen einen ausgiebigen Besuch. Tgl. 7.30-23 Uhr, Eintritt 3,30 Euro, Rosenheimer Str. 1, S-Bahnhof Rosenheimer Platz, Tram 18 Deutsches Museum

Nationaltheater

Bayerns erster König, Max I. Joseph, wünschte sich zu Anfang des 19. Jhs. ein Theater nach Vorbild des Pariser Odéon und gab einen entsprechenden Auftrag an den jungen Karl von Fischer. Schon fünf Jahre nach der Einweihung im Jahr 1818 vernichtete ein Großfeuer den stolzen, streng klassizistischen Bau, und Leo von Klenze machte sich an die Rekonstruktion des Kunsttempels. Auch der Zweite Weltkrieg forderte seinen Tribut: Kein Stein blieb auf dem anderen. Statt einer modernen Lösung zuzustimmen, entschlossen sich die Stadtväter zur abermaligen Rekonstruktion des klassizistischen Gebäudes. So wird der Max-Joseph-Platz heute dominiert durch das Denkmal des Königs und den griechischen Säulenportikus des Theaters mit seinem versetzten Doppelgiebel. Das prunkvolle Halbrund fasst nur 2100 Besucher, deshalb muss, um das (von Kritikern heftig umstrittene) Niveau der Inszenierungen zu halten, jeder Sitzplatz mit über 100 Euro pro Aufführung subventioniert werden. Doch hat das Haus auch eine durchaus ehrenwerte jüngere Geschichte: Richard Strauss dirigierte hier viele Uraufführungen, Dirigenten wie Clemens Krauss, Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Solti, Fricsay und Keilberth starteten von hier aus Weltkarrieren. Zurzeit ist Zubin Mehta Chef am Pult. 2006 kommt dann Kent Nagano. Höhepunkt der Saison sind die Festspiele im Juli. Besichtigung nach Anmeldung, Tel. 21 85 10 21, Max-Joseph-Platz 2, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Neues Rathaus

Mehr pompös denn kulturgeschichtlich wertvoll. Überbordende Lust zur Gotik trieb den Grazer Architekten Georg von Hauberrisser zu seltsamen Einfällen, als das Gebäude von 1867 bis 1908 errichtet wurde. Unterhalb des 80 m hohen Turms ist in einem Erker Europas viertgrößtes Glockenspiel installiert. Es erzählt täglich um 11 und 12 Uhr (von März bis Oktober auch um 17 Uhr) von zwei Großereignissen, die einst auf dem Marienplatz stattgefunden haben: das Turnier anlässlich der Hochzeit Herzog Wilhelms V. von Bayern mit Renata von Lothringen (1568) und der auch heute noch am Fasching in siebenjährigem Rhythmus - der nächste 2012 - zelebrierte Schäfflertanz anlässlich der Pest im Jahr 1517. Turmaufzug Mai-Okt. Mo bis Fr 9-19, Sa/So 10-19 Uhr, Nov.-April Mo-Do 9-16, Fr 9-13 Uhr, U-S-Bahnhof Marienplatz

Nymphenburg

Man schenkte vornehm zu Kurfürst Ferdinand Marias Zeiten. Mitte des 17. Jhs. bescherte ihm Henriette Adelaide den ersehnten künftigen Thronfolger Max Emanuel. Dafür beehrte der stolze Vater sie mit dem Schloss Nymphenburg. An die 700 m, also dreimal so lang wie das Olympiastadion, ist die Front dieser barocken Schlossanlage, deren Bau von 1664 bis 1757 gedauert hat. Sie diente den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz, und wer durch all die prächtigen Gemächer flaniert, kann erahnen, wie nobel es zur Glanzzeit des bayerischen Hofes zugegangen sein muss. Neben dem Mittelbau mit seinem prunkvollen steinernen Saal und der Schönheitengalerie locken das Marstallmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Wagen, Schlitten und Geschirren und das Porzellanmuseum mit Pretiosen der namensgleichen Manufaktur.

Residenz

Eine schier unfassbare Pracht bietet sich dem Besucher. Unsere Empfehlung: mindestens einen ganzen Tag hierfür einplanen. Denn nach der Zerstörung durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges hat der Freistaat Abermillionen in die Restaurierung der »Herzkammer Bayerns« gesteckt, die ein halbes Jahrtausend Sitz der Herrscher war. Alle architektonischen Spielarten, die die Kultur Bayerns geprägt haben, findet man hier: strenge Renaissance, überbordendes Barock, verspieltes Rokoko und geradlinigen Klassizismus. 1385 wurde der Grundstein für die Neuveste im Nordosten der alten Stadt gelegt. Über die Jahrhunderte entstand Schritt für Schritt die Residenz, bestehend aus drei Hauptkomplexen und sechs Innenhöfen. Wer nicht alle Kostbarkeiten zwischen Residenz-, Hofgarten- und Marstallstraße anschauen kann, sollte zumindest das Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung besuchen. Das Vestibül, die Ahnengalerien, Porzellankabinett, Antiquarium (in dem heute noch die großen Empfänge des Ministerpräsidenten stattfinden), die Porzellankammern, die Reichen Zimmer, das Spiegelkabinett und die Nibelungensäle bieten einen groben Überblick. März-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 10-16 Uhr, Eintritt 6 Euro, Max-Joseph-Platz 3, www.schloesser.bayern.de, U-S-Bahnhof Marienplatz, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Südfriedhof

Ein Dorado für Geschichtsfreunde und -freaks. Der Südfriedhof, entstanden im 16. Jh., war einst von Albrecht V. als Gottesacker für arme Leute geplant worden, diente im 17. Jh. als Pestfriedhof und ab Ende des 18. Jhs. als Zentralfriedhof. Nach der Erweiterung Mitte des 19. Jhs. wurde er letzte Ruhestätte für viele prominente und angesehene Münchner. Wer hier langsam von Grabstein zu Grabstein wandert, erlebt auf ganz eigene Art die Geschichte dieser Stadt. Hier liegen unter anderem begraben: der Bildhauer Roman Anton Boos (St. Peter), der Architekt Friedrich von Gärtner (Feldherrnhalle), der Historienmaler Wilhelm von Kaulbach, Architekt Leo von Klenze und auch der »Arme Poet«-Maler Carl Spitzweg. Thalkirchner Str. 17, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Universität

Die Ludwig-Maximilians-Universität (Ludwig I. holte sie 1826 von Landshut nach München) ist, nach der Freien Universität Berlin, mit mehr als 60 000 Studenten Deutschlands zweitgrößte Hochschule. Namen wie Fraunhofer, Röntgen, Pettenkofer, Ringseis, Sauerbruch, Schelling, Riehl, Max Weber, Guardini verbinden sich mit dieser Universität (und dienen als Namenspatrone für Münchens Straßen). Weltberühmt sind die beiden Schalenbrunnen links und rechts der Ludwigstraße. Die Adresse der Universität trägt in Ehrerbietung für und zum Gedenken an Sophie und Hans Scholl, die im Kreis der »Weißen Rose« Widerstand gegen das Hitler-Regime geleistet hatten und dafür 1943 hingerichtet wurden, deren Namen. Geschwister-Scholl-Platz, U 3/6 Universität

Sehenswertes

Kirchen und religiöse Stätten

Asamkirche

Der Märtyrer Johannes von Nepomuk ist der Schutzpatron der Brücken. Und doch steht die ihm geweihte Kirche etwa 1 km entfernt von der Isar. Trotzdem hat der heilige Nepomuk hier eine gewisse Aufgabe: Die Asamkirche in der Sendlinger Straße, eingerahmt von Boutiquen und schicken Geschäften, ist eine für München typische ideelle und architektonische Brücke zwischen zwei Welten: Lebenslust und Konsumrausch treffen hier auf Tradition und verwurzelten Katholizismus, moderne Funktionsbauten auf überbordende Barockarchitektur. Für Fotoamateure ist das malerische Dämmerlicht im Inneren der Kirche eine echte Herausforderung, für Freunde der Kunsthistorie bieten der von vier gewundenen Säulen umrahmte Hochaltar und die plastische Dreifaltigkeitsgruppe darüber tausend Möglichkeiten der Deutung. Zwischen 1975 und 1982 ist die Asamkirche mit so großem Aufwand restauriert worden, dass Lästermäuler behaupteten, mit diesem Geld hätte sich eine ganze Stadtratsriege ihre Plätze im Paradies erkauft. Sendlinger Str. 62, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Bürgersaalkirche

Sie ist nicht nur historisch interessant als ehemaliger Versammlungsraum der Marianischen Männerkongregation, einer jesuitisch geprägten Glaubensgemeinschaft von Priestern und Laien. Im Untergeschoss der im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Kirche liegt Pater Rupert Mayer begraben, eine der Identifikationsfiguren des Münchner Widerstandes gegen Hitler. Er wurde von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Neuhauser Str. 14, U-S-Bahnhof Stachus

Dreifaltigkeitskirche

Eine typisch bayerische Gründungsgeschichte hat diese erste spätbarocke Kirche Münchens: Die Grausamkeiten des Spanischen Erbfolgekrieges als Schreckensvision für Münchens Zukunft vor Augen, gelobte die Kammerdienerstochter Anna Maria Lindtmayr den Bau einer Kirche, auf dass das göttliche Strafgericht an ihrer Stadt vorübergehe. Bürger und Vertreter der Landstände waren so beeindruckt, dass sie an den italienischen Architekten und Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi einen entsprechenden Auftrag gaben. So vereinen sich in der eigenwilligen Architektur mit ihren über das Eck gestellten Säulen und dem prächtigen Deckengemälde von Cosmas Damian Asam italienische Dynamik und bayerische Ausdruckskraft. Pacellistr. 6, U-S-Bahnhof Stachus

Frauenkirche

Heißt eigentlich »Dom zu unserer lieben Frau« und ist Bischofskirche der Erzdiözese München-Freising. Sie ist länger als ein Fußballfeld (109 m), fasst 2000 Personen und ist mit ihren beiden welschen Hauben auf den Türmen (der südliche Turm ist mit 99 m um 1 m kürzer) das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist von der südlichen und westlichen Einfallstraße (Autobahn München-Garmisch und Nymphenburger Straße) nahezu vom Stadtrand aus sichtbar, dank eines alten Rechtes, demzufolge dieser Blick nicht verbaut werden darf. Der spätgotische Bau besticht durch die klare, fast strenge Gliederung.

Heiliggeistkirche

Mit der Frauenkirche und St. Peter eine der alten Kirchen Münchens, wahrscheinlich 1208 als romanische Kapelle entstanden. Nach dem Stadtbrand 1327 als Gotikbau wieder errichtet, wurde sie durch die Brüder Asam dann als barockes Schmuckstück ausgekleidet. Im Krieg fast ganz zerstört, restaurierte man sie jahrelang in unendlicher Geduldsarbeit. Tal 77, U-S-Bahnhof Marienplatz

Herz-Jesu-Kirche

Nach dem Brand der Herz-Jesu-Kirche 1994 in Neuhausen entwarf das Architekturbüro Allmann, Sattler und Wappner einen kühnen, blau schimmernden Glasbau. Zunächst von den in dieser Gegend etwas konservativen Bürgern heftig bekämpft, wurde die neue Kirche zum Wahrzeichen modernen katholischen Denkens. Hier finden auch hochkarätige Konzerte und Ausstellungen statt. Romanstr. 6, U 1 Rotkreuzplatz

Ludwigskirche

Obwohl schon auf den ersten Blick als romanisch-klassizistischer Nachbau (durch Gärtner) entlarvt, birgt diese Kirche einen besonders wertvollen Schatz: eine der großen Fresken der Welt (neben Michelangelos Ausmalung der Sixtinischen Kapelle), an der Altarwand im Chor, ebenfalls ein »Jüngstes Gericht« (von Peter Cornelius). Die beiden Türme stehen in direktem Kontrast zur imposanten, südlich gelegenen Theatinerkirche. Ludwigstr. 20, U 3/6 Universität

Michaelskirche

Der selbstdarstellerisch nicht unbegabte Herzog Wilhelm V. wollte mit diesem Gotteshaus der Gegenreformation ein imposantes Denkmal setzen und plünderte für den Bau die Staatskasse. Dafür konnte er sich rühmen, für »seine Jesuiten« das, nach dem Petersdom zu Rom, zweitgrößte Tonnengewölbe, ein für damalige Verhältnisse statisches Wunder, errichtet zu haben. In der Gruft liegt, neben anderen bayerischen Herrschern, auch Ludwig II. Sonntags singt hier Münchens wohl bester Kirchenchor (siehe Tagespresse). Neuhauser Str. 52, U-S-Bahnhof Stachus

Peterskirche

Eines der ältesten Bauwerke Münchens, genannt der Alte Peter, und berühmt-berüchtigt für seine 306 steilen Treppenstufen und den Schwindel erregenden Ausblick. Lange vor der Stadtgründung stand auf dem Petersbergl schon eine Kapelle. Daraus wuchs, im Verlauf der Jahrhunderte, eine architektonisch interessante Kombination aus Romanik, Gotik, Frühbarock und Rokoko. Dieses Ambiente lockt vor allem an Sonn- und Feiertagen nicht nur Katholiken zu prachtvollen Mozart- und Haydn-Messen. Doch auch an Werktagen bietet die Peterskirche erholsame Stille im Trubel der Innenstadt und eine Fülle wunderschöner Pretiosen aus den Werkstätten berühmter Künstler wie Erasmus Grasser (von ihm stammen die Marmor-Grabsteine), Nikolaus Gottfried Stuber (Hochaltar) und Ignaz Günther (Dreisitz rechts neben dem Altar sowie Mariahilf-Altar im Südschiff). Turmbesteigung Sommer Mo-Sa 9 bis 18.30, So 10-18.30, Winter bis 17.30 Uhr, 1,50 Euro, Rindermarkt 1, U-S-Bahnhof Marienplatz

St. Anna im Lehel

Nicht nur eine der bedeutenden, sondern auch Bayerns erste Rokokokirche. Das während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigte und im Nachhinein in mehreren Abschnitten wirklich schön restaurierte Gebäude wurde 1727 in fünfjähriger Bauzeit von Johann Michael Fischer errichtet. Dessen neue Architekturidee: ein ovaler Zentralraum. Die Gebrüder Asam besorgten die kunstvollen Gewölbefresken und Altarbilder, die in mühevoller Kleinarbeit wieder nachempfunden wurden. St.-Anna-Platz 5, U 4/5 Lehel

Theatinerkirche

Die Geburt Max Emanuels muss die Eltern Kurfürst Ferdinand Maria und Henriette Adelaide wirklich schwer beeindruckt haben: Nicht nur, dass Papa der Mama anlässlich der Geburt Schloss Nymphenburg schenkte, auch ließ das Paar aus Dankbarkeit eine der schönen Münchner Kirchen errichten und St. Cajetan (dem Gründer des Theatinerordens) weihen. Und wie der Namenspatron und sein Orden aus Italien stammen, so ist auch die Architektur dem eleganten italienischen Hochbarock nachempfunden. Erst François Cuvilliés sorgte, 100 Jahre nach Grundsteinlegung, für den Rokokoausbau. Die Theatinerkirche ist mit der Ludwigs- und der Frauenkirche eines der markanten Wahrzeichen der Münchner Skyline. Besonders imposant sind der Hochaltar mit einem Marien-Gemälde des Rubens-Schülers Caspar de Crayer, die wunderbar gearbeitete schwarze Kanzel und die Fürstengruft der Wittelsbacher unter dem Hochaltar. Theatinerstr. 22, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Sehenswertes

Parks und Gärten

Botanischer Garten

Die 200 000 m² große Anlage nördlich des Nymphenburger Parks gilt nicht nur bei Biologen und Botanikern als einer der schönsten Pflanzengärten Europas, und zwar das ganze Jahr über. Ästhetik und Wissenschaft sind hier eine ideale Verbindung eingegangen, ein Dorado für den Fotoamateur und ein unerschöpfliches Reservoir für den Floristen. Ob im Schmuckhof, in der genetischen Abteilung, im Alpinhaus, Rhododendronhain oder im Arboretum, überall herrscht hier die Pracht der Natur - und sie wird, von der Medizinpflanze bis zur insektenfressenden Blüte, wenig belehrend und doch informativ erklärt. Nov-Jan. tgl. 9-16.30, Feb., März und Okt. 9-17, April und Sept. 9-18, Mai-Aug. 9-19 Uhr, Eintritt 3 Euro, Menzinger Str. 65, Tram 17, Bus 143 Botanischer Garten

Englischer Garten

New York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde »seinen« Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine »Nackerten« berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.

Hofgarten

Münchens modernster »Kriegsschauplatz«. Der 1988 verstorbene Ministerpräsident Franz Josef Strauß wollte sich hier mit einem gigantischen Staatskanzlei-Bauwerk ein Denkmal setzen. Doch die Bevölkerung lief, unterstützt von Architekten, Umweltschützern und Stadtpolitikern, Sturm gegen das »Straußoleum«. Nachfolger Max Streibl reduzierte die Pläne auf ein erträgliches Maß. Doch wird trotz allem der nach den Prinzipien italienischer Gartenarchitektur entworfene Hofgarten durch den um die Kuppel des alten Armeemuseums hochgezogenen Bau empfindlich gestört. U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Luitpoldpark

Münchens Bürger wussten, wie sie sich einem Prinzregenten gegenüber zu benehmen hatten: Anlässlich seines 90. Geburtstages schenkten sie Luitpold anno 1911 neunzig Linden und pflanzten diese in einen nach ihm benannten Erholungspark im Westen Schwabings. Heute ist dieser Park ein beliebtes innerstädtisches Erholungsziel. Von hier aus lässt es sich bequem zum Olympiagelände wandern oder Rast machen im Bamberger Haus, das mit prachtvollem Barockrestaurant und urigem Bierstüberl Jung und Alt anzieht. Auch schön: die Freskomalereien im Festsaal im ersten Stock. U 2/3 Scheidplatz

Olympiagelände

Weltweit Beispiel für revolutionäre zeitgenössische Architektur ist der Münchner Olympiapark geworden. Nachdem die Stadt den Zuschlag für die Spiele 1972 bekommen hatte, beschloss die Kommune, das Motto »Fröhliche Spiele« bereits beim Bau der Sportstätten umzusetzen. Das Architektenbüro Behnisch und Partner setzte auf das archaische Prinzip der Zeltkonstruktion. Und so entstand auf dem 3 km² großen Gelände des einstigen königlich-bayerischen Exerzierfeldes am Oberwiesenfeld ein kühnes Nebeneinander von in sich geschlossenen Dachlinien, die überragt werden vom 291 m hohen Olympiaturm (Eintritt 4 Euro). Von 9 bis 24 Uhr laufen die Aufzüge, und dann ist auch das Drehrestaurant dort oben mit respektabler Küche in Betrieb. Zentrum des Olympiageländes ist das 80 000 Besucher fassende Stadion. Früher Heimat der Fußballvereine FC Bayern und TSV 1860, die jedoch seit 2005 in der Allianz-Arena in Fröttmaning ein neues, moderneres Zuhause gefunden haben. Seitdem sucht man nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Und fand sie etwa im Air & Style, einem internationalen Snowboardwettbewerb, der für die nächsten Jahre immer Anfang Dezember stattfindet, in der SoccaFive Arena, in der fünf gegen fünf auf Minispielfeldern gegeneinander antreten (Tel. 30 67 21 37, www.olympiapark-soccafive.de) oder in einer geführten, zweistündigen Bergtour über das Zeltdach (April-Okt., Tel. 30 67 24 14, 40 Euro). Im Theatron am Olympiasee finden im Sommer kostenlose Popkonzerte statt. Der aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschichtete Olympiaberg dient Trimmern zum Schwitzen und Besuchern zur Aussicht über die Stadt. www.olympiapark-muenchen.de, U 3, Bus 51, 173 Olympiazentrum, Bus 174, 178 Olympia-Eisstadion

Tierpark Hellabrunn

Wie ein riesiges Dreieck liegt der eindrucksvolle Zoo in den Isarauen zwischen Harlachinger Berg und der Floßlände des Isarkanals. Hier gibt es mehr als 4000 Tiere, größtenteils im Zoo geboren, die sich nicht nach Tiergruppen, sondern nach Erdteilen in den größtenteils sehr geräumigen Gehegen tummeln. Und im neuen Affenhaus mit Tropenregen und viel Grün streckt einem Schimpanse Franzl schon einmal die Zunge heraus. April bis Sept. 8-18 Uhr, Okt.-März 9-17 Uhr, Eintritt 9 Euro, Tierparkstr. 30, U 3 Thalkirchen, Bus 52 Tierpark

Westpark

Dieser über 7 km² große Erholungspark südlich des alten Messegeländes wurde 1983 fertig, als München Ausrichter der IV. Internationalen Gartenbauausstellung war. Der Park wird von der Garmischer Straße in zwei Hälften geteilt. Hier finden im Sommer rund um den See Freiluftveranstaltungen des Kulturreferats statt, westlich davon steht die berühmte Originalpagode, die anlässlich der IGA von 200 nepalesischen Kunsthandwerkern errichtet wurde. U 6 Westpark

Sehenswertes

Stadtviertel

Gärtnerplatzviertel

Münchens Schwulenszene hat sich hier etabliert, dank einiger Frontleute, die mit großem Engagement für ihre Rechte gekämpft haben. So ist das Gärtnerplatzviertel »offener« geworden. Es gibt hier nicht nur die größte Friseurdichte der Stadt, sondern auch eine bunte Palette von Cafés und Kneipen. Das Publikum trägt stets die neuesten Trends und ist megacool.

Glockenbachviertel

Benannt nach dem Bächlein, das am alten Südfriedhof vorbeifließt. Zwischen Schlachthof-, Gärtnerplatzviertel und Innenstadt hat sich eine kleine, feine, originelle Szene entwickelt. Künstler aus der Glockenbachwerkstatt, Schauspieler aus den Theatern rund um die Hans-Sachs-Straße, in der es auch Münchens einzigen Knopflochladen gibt, prägen das rege Kneipenleben. In letzter Zeit haben sich viele Jungdesigner in baufälligen Hinterhöfen niedergelassen. Ein Viertel zum Verweilen.

Haidhausen

Paris, Orléans, Metz, Gravelotte, Bazeilles - diese Straßennamen gaben der Gegend zwischen Isar und Ostbahnhof, Bogenhausen und Au den Spitznamen »Franzosenviertel«. So harmlos die Namen klingen, sie stammen aus der blutrünstigen Zeit des 1870/71er-Krieges. Und sie sollen an die damals siegreichen Bayernkorps erinnern. In der Zeit nach dem Wirtschaftswunder wurde Haidhausen aus gegebenem Anlass umbenannt in Klein-Neapel oder Istanbul an der Isar. Doch dann kam die wahre Heimsuchung: Die Schwabinger hatten Schwabing satt und zogen nach Haidhausen - und mit ihnen kamen die Diskotheken und Bistros, die Boutiquen und Beutelschneider. Heute glitzert Haidhausen - zumindest in seinen Hauptdurchgangsstraßen. Wer sich aber Zeit nimmt, um durch die kleinen Gässchen zu schlendern, um in Hinterhöfe zu gucken und in kleinen Läden nach allerlei Skurrilitäten zu forschen, der spürt noch den alten Zauber dieses Stadtviertels, das trotz Betonkultur (Gasteig) und Hotelgiganten (City-Hilton) seine Identität bewahrt hat.

Neuhausen/ Nymphenburg/Gern

Gleich westlich des Mittleren Rings beginnt Münchens gehobene Wohngegend. Die wunderschönen Häuser stammen meist aus der Zeit um die Wende zum 20. Jh. und sind zum Teil seit Generationen in Familienbesitz. Ein Spaziergang durch die schmalen Straßen, etwa durch die westliche Volkartstraße, durch die Orff- und Ruffinistraße, lohnt sich, nicht nur aus architektonischen Gründen. Hier ist Ruhe des Bürgers vornehmste Pflicht. Leider ist der Rotkreuzplatz ein Wechselbalg missratener Städteplanung. Und das hässliche Gebäude des Rotkreuz-Krankenhauses stört empfindlich das Gesamtbild der Gegend. Weiter westlich, zum Schloss Nymphenburg hin, werden die Häuser immer stattlicher und herrschaftlicher. Und in Richtung Dantebad liegt einer der besonders schönen Biergärten der Stadt: der Taxisgarten mit seinen legendären spareribs.

Schlachthofviertel

Bis jetzt hat sich der fast dörfliche Charakter erhalten, besonders um die Dreimühlenstraße. Und auch heute noch riecht es im Sommer ab und zu stark nach »Schlachthof«. Es finden sich hier, zwischen Kapuzinerstraße und Großmarkthalle, Goethestraße und Isar, eine ganze Menge originärer Wirtshäuser mit den angeblich besten Weißwürsten Münchens. Im Wirtshaus im Schlachthof in der Zenettistraße gibt es hochkarätige Musik, ein kleines Kabarett und genießbare Münchner Küche. Im Valentinstüberl in der Dreimühlenstraße 28 lässt es sich abends wunderbar chillen. Gut möglich, dass das Schlachthofviertel den Weg Schwabings und Haidhausens noch vor sich hat.

Schwabing rechts der Leopoldstraße

Es war einmal ein wunderschönes Künstlerviertel, in das nun die Glitzerwelt mit Sexshops, Billigpizzerias, Pilspubs und Billardsalons Einzug gehalten hat. Nur die Straßennamen zeugen noch vom Geist des alten Schwabing: Occam, Wedekind, Werneck. Vor allem rund um den Wedekindplatz hat sich die Gastronomie dem Durchlaufpublikum angepasst. Zwischendrin gibt es allerdings noch ein paar Kleinode, das Podium etwa, eine verräucherte Musikkneipe mit Dixieland und Oldie-Rock. Tagsüber ist ein Spaziergang noch recht beschaulich und gibt Zeugnis von der klassischen Architektur der Privatiers, die sich nach der Eingemeindung des alten Ortes »Schwapinga« 1890 hier niedergelassen haben.

Schwabing links der Leopoldstraße

Ein krasser Unterschied: Hier wohnen Ärzte, Journalisten und Künstler in alten (ab und zu recht teuer renovierten), großen Wohnungen mit Stuck und riesigen Jugendstilfenstern. Hier reiht sich Boutique an Boutique, Antiquariat an Antiquariat, Goldschmied an Juwelier. Stundenlang kann man hier bummeln, am Elisabethmarkt frisches Obst kaufen oder ein paar Austern schlürfen, in Second-Hand-Läden oder in einem der zahllosen Trödelläden rumkramen. Die Atmosphäre ist geprägt von den Studenten, die in den Cafés Schach spielen oder sich beim Atzinger (Schellingstraße) noch schnell ein Helles und Kants »Kritik der praktischen Vernunft« reinziehen.

Sendling

Ein gewachsenes Arbeiterviertel nördlich vom Schlachthof. Es zieht sich den Sendlinger Berg hinauf (teilt sich folglich in Unter- und Obersendling), hat seinen Liebreiz aber eher im unteren Bereich. Hier findet sich jede Menge unsanierte, wunderschöne Bausubstanz. Und hier ist Münchens »rote« Bastion: Sendling ist das SPD-Viertel schlechthin. Die Sendlinger Kulturschmiede war Geburtsstätte für ähnliche Projekte in der ganzen Stadt. Rund um die Großmarkthalle gibt es ein multikulturelles Schlemmerland mit besten Restaurants südländischen Flairs. Es lohnt sich ein Spaziergang vom Harras runter zum Brudermühltunnel und durch den Flaucher raus zum Tierpark. Sommers ist hier ein idealer Nacktbadeplatz.

Westend

Münchens buntestes und eigentlich liebenswertestes Viertel. Hier riecht es an allen Ecken nach Levante, hier verkauft der Händler aus Istanbul oder Antalya seine Teppiche, schmücken türkische Namen und arabische Schriftzeichen die Ladenfenster. Es gibt Gyros und Döner Kebab, schweren Wein aus Santorin, Ouzo aus Levkas und Raki aus Anatolien. Hier leben Studenten und Bohemiens, hier, hinter der Schwanthaler Höh bis über den Mittleren Ring hinaus, ist München eine wahrhaft multikulturelle Großstadt.

Sehenswertes

Straßen

Leopoldstraße

An dieser Straße scheiden sich die Geister. Kaum ein Tourist versäumt es, an lauen Abenden vom Siegestor rauf zur Münchner Freiheit zu spazieren, zunächst auf der Ostseite, wo eine ganze Heerschar von fliegenden Händlern Kunstprodukte oder das, was sie dafür halten, feilbietet. Zahllose kleine Cafés und Wirtschaften säumen den Boulevard, Eisdielen haben ihre Stühle auf dem Bürgersteig aufgestellt, auf dem Trottoir, wie man in Bayern sagt. Boutiquen, Bücherläden, Schallplattengeschäfte, Diskotheken, Fastfood- und Spezialitätenrestaurants gibt es en masse. Der riesige »Walking Man« der Münchner Rückversicherung im Süden ist nichts gegen das Politikum, das im Norden gen Himmel ragt: Die Highlight Towers, zwei 113 und 126 m hohe Bürotürme, gegen die die Münchner Sturm liefen - sie fürchteten eine Beeinträchtigung des historischen Stadtbildes durch die Glasriesen. Obwohl deren Bau nicht verhindert werden konnte, setzte ein anschließendes Bürgerbegehren durch, dass zukünftig kein Hochhaus die 99-m-Grenze (Höhe der Frauenkirche) überschreiten darf. U 3/6 Giselastraße oder Münchner Freiheit

Ludwigstraße

Wer diesen monumentalen Boulevard von der Feldherrnhalle im Süden der Ludwigstraße in Richtung Staatsbibliothek und Universität hinauf zum Siegestor flaniert, bekommt einen Eindruck von der Idee Klenzes, München mit einer opulenten, in sich geschlossenen Prachtstraße zu bestücken, die alle Welt von der Größe des bayerischen Königtums überzeugen sollte. U 3/6 Odeonsplatz oder Universität

Maximilianstraße

Sie ist Münchens Aushängeschild und verrät doch auch so viel über den zwiespältigen Charakter dieser Stadt. Sie misst lediglich 1,5 km und gilt dennoch als Prachtboulevard. Sie startet, stadtauswärts gesehen, symbolträchtig: Im rechten Winkel zu der kurzen (verkehrsberuhigten) Residenzstraße breitet sie sich nach Osten aus, der aufgehenden Sonne entgegen; links flankiert vom strengen Bau des Nationaltheaters, rechts am Hauptpostamt mit dem edlen Freiluftcafé »L'Opera« und dem Bayerischen Hauptmünzamt mit dem in großen Lettern verkündeten Motto »Moneta Regia«, was der Münchner recht frei übersetzt: »Hier regieren die Moneten«. Maximilian II. verwirklichte hier, angewidert von der Liebe seines Vaters Ludwig I. zum strengen Neoklassizismus, von 1853 an seinen Traum von liberaler Architektur. Tudorgotik, italienische Spätrenaissance, französische Arkaden, diese bunte Mischung wagte damals Hofarchitekt Friedrich Bürklein. Und nach dem Zweiten Weltkrieg rangen die Münchner dem Schutt die Wiedergeburt der königlichen Idee ab: Wer am Vormittag gegen die Sonne ans Ende der Straße schaut, sieht jenseits der Isar das klassizistische Landtagsgebäude Maximilianeum wie ein utopisches Ziel hingemalt. Dazwischen liegen Münchens teuerste Modegeschäfte. Hier residieren versteckt einige erlesene Edeljuweliere, Topcoiffeure, Edelbistros, das vornehme Kempinski-Hotel Vier Jahreszeiten und das hoch gelobte Sprechtheater Die Kammerspiele. Münchens bekanntester Insidertreff Schumann's ist leider an den Odeonsplatz umgezogen. Die Regierung von Oberbayern residiert gegenüber dem Max-II.-Denkmal, das trutzig und stolz die Ideologie der damaligen Zeit verkörpert: Gerechtigkeit, Wehrkraft, Friede, Wissenschaft. Tram 19, U-S-Bahnhof Marienplatz oder U 4/5 Lehel

Sehenswertes

Plätze

Isartorplatz

Jeden Tag zur Rushhour eine Katastrophe. Hier kreuzt sich der Altstadtring mit der Achse Haidhausen/Innenstadt. Beherrscht vom Isartor (1337 erbaut), dem einstigen Osttor der Stadt mit seinem kauzigen Valentin-Karlstadt-Musäum, ist hier das architektonische Hauptproblem von München genau zu studieren: mittelalterliche Befestigung, hässliche Nachkriegsbauten, mühsam Restauriertes und moderne Architektur als wirre Großstadtmixtur. S-Bahnhof Isartor

Karlsplatz (Stachus)

Noch immer können sich die Straßenbahnschaffner nicht einigen, ob es jetzt Karlsplatz oder Stachus heißt. Historisch dagegen ist die Sache klar: Dieser Platz im Herzen der Stadt, angelegt nach dem Schleifen der Stadtbefestigung 1791 und nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit als angeblich verkehrsreichster Stadtknotenpunkt ganz Europas gerühmt (aber weit weniger imposant als Londons Piccadilly Circus oder die Place de la Concorde in Paris), wurde benannt nach dem wenig beliebten Kurfürsten Karl Theodor. Der Name Stachus dagegen dürfte, für München nicht untypisch, von dem ehemaligen Wirtshaus Stachusgarten stammen, das dort stand, wo heute der Kaufhof klotzt. Im Osten, rechts neben den neubarocken Geschäftshäusern des Architekten Gabriel von Seidl, steht, als Eingang zur Neuhauser Straße und zur Fußgängerzone, das dreibogige Karlstor, ein kleiner Rest der alten Befestigung aus dem 14. Jh. Zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde das gegenüberliegende Pini-Haus, Münchens rundes Eckhaus. Im ersten Untergeschoss entwickelte sich ein reges Geschäftsleben. Am Übergang zum Lenbachplatz, im Norden des Stachus, steht der strahlend weiße Justizpalast aus dem vergangenen Jahrhundert, Reverenz des Architekten Friedrich von Thiersch (1852-1921) an die Gotik, die Renaissance- und Barockkultur. U-S-Bahnhof Stachus

Lenbachplatz

Um die Jahrhundertwende entstanden und somit typisch für die damalige muntere, von keinerlei Ideologie eingepferchte Stadtplanung. Das »Künstlerhaus« von Gabriel von Seidl hat längst seine Bedeutung als Vereinshaus für Kunstschaffende verloren. Schräg gegenüber steht das ehemalige Bernheimer-Palais, ein Opfer des größten Immobilienskandals der Republik, der »Schneider-Pleite«. Es wurde generös restauriert und mit einer hyper-edlen Gastronomie bestückt. U-S-Bahnhof Stachus

Marienplatz

Seit Münchens Gründung gesellschaftlicher, kaufmännischer und architektonischer Stadtmittelpunkt. Die Mariensäule wurde 1638 aufgestellt. Hiermit löste der strenggläubige Kurfürst Maximilian I. ein Gelöbnis für eine Stiftung ein, für den Fall, dass München und Landshut unbeschädigt den Schwedenkrieg überstehen sollten. Mit diesem Bronzebildwerk Hubert Gerhards förderte der Fürst den zu dieser Zeit in Bayern beginnenden Marienkult. Heute ist der Marienplatz nicht nur fester Programmpunkt für jeden Touristen, vor allem um 11 und 12 Uhr wegen des Glockenspiels am Neuen Rathaus, sondern Endpunkt fast aller politischer Demonstrationen und Veranstaltungsort für jedwede städtische Kultur. Eine eigene Szene bilden die Straßenmusikanten, Gaukler und Pantomimen, die hier (oder in der Neuhauser Straße) mit amtlicher Genehmigung ihre Kunststückchen zum Besten geben und dabei ganz gut verdienen. Architektonisch aber ist der Marienplatz eher eine Missgeburt: Das überbordende Neue Rathaus erscheint viel zu dominant, und der Kaufhof gilt als Markenzeichen schlechten Architekturgeschmacks. Einen schönen Ausblick auf das quirlige Treiben hat man vom Café Glockenspiel gegenüber dem Neuen Rathaus. U-S-Bahnhof Marienplatz

Münchner Freiheit

Zum Gedenken an die Mitglieder des Widerstandes gegen das Hitlerregime wurde der ehemalige Feilitzschplatz nach dem Krieg umbenannt. Die Münchner Freiheit ist nicht nur Verkehrsknotenpunkt, Drehscheibe Schwabings, Standort einiger Cafés und vor allem nachts ein lärmender Vergnügungspark. Dieser Platz ist symptomatisch für das Münchner Leben: wuselig, protzig, kaputt - aber auch liebenswert, originell, bunt und ab und zu sogar gemütlich, je nach Tageszeit und Lebensanschauung. U 3/6 Münchner Freiheit

Museen

Schauen, staunen, genießen

Münchens Museen bieten Kunst in ihrer ganzen Bandbreite

Wenn man Berlin außer Acht lässt, ist München mit seinen fast 50 staatlichen, städtischen und privaten Sammlungen unter den bundesdeutschen Städten Rekordhalter. Doch den Ruf als Museumsstadt verdankt München vor allem dem Glanz der Vergangenheit. Es war Bayerns kunstsinniger König Ludwig I., der mit seinen Museumsgründungen (Alte und Neue Pinakothek, Glyptothek und Antikensammlung) das kulturelle Erbe erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Ludwigs Museen sind bis heute die Publikumsrenner und bringen ständig neue Besucherrekorde.

Die aktuelle Kunst hingegen wurde in München lange Zeit stiefmütterlich behandelt. In der bayerischen Hauptstadt gab es bis zum Jahr 2000 kein Museum für zeitgenössische Kunst. Die Staatsgalerie Moderner Kunst, provisorisch in einem Seitenflügel im Haus der Kunst untergebracht, platzte aus allen Nähten und konnte nur knapp ein Drittel ihrer Bestände aus dem 20. Jh. ausstellen. Ansonsten wurde Gegenwartskunst privaten Sammlern und Mäzenen überlassen. Doch nun steht in unmittelbarer Nähe der beiden Pinakotheken ein neues Galeriegebäude für moderne Kunst. Nach amerikanischem Vorbild sind in der Pinakothek der Moderne nicht nur die Gemälde und Skulpturen der Staatsgalerie Moderner Kunst, sondern auch die reichen Bestände der Neuen Sammlung (Kunsthandwerk und Design), also angewandte Kunst, gleichrangig miteinbezogen.

Die wichtigsten Münchner Museen befinden sich rings um den Königsplatz (Glyptothek und Antikensammlung, Alte und Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Lenbachhaus) und im Bereich der Prinzregentenstraße. Dort liegen, besucherfreundlich aneinander gereiht, das Haus der Kunst, das Bayerische Nationalmuseum, die Neue Sammlung und die Schack-Galerie und in Fußnähe die Prähistorische Staatssammlung, das Völkerkundemuseum, die Residenz, das Ägyptische Museum sowie das Deutsche Museum.

Wer mit den ehrwürdigen Häusern nichts anfangen kann, dem sei das Valentin-Karlstadt-Musäum ans Herz gelegt oder eines der vielen kleinen, intimen Museen, die eher »exotische« Interessen befriedigen.

Museen

Museen

Alte Pinakothek

Nach mehrjähriger Totalrenovierung erstrahlen die Räume in neuem Glanz. In der Alten Pinakothek finden Sie unter den 1400 alten Meistern zwar nicht Leonardo da Vincis »Mona Lisa«, dafür aber seine »Maria mit dem Kinde« oder Lorenzo Lottos »Mystische Vermählung der heiligen Katharina«. Die Alte Pinakothek zählt zu den sechs wichtigsten Gemäldegalerien der Welt. Ihre Gemälde repräsentieren alle Schulen der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jh. Die Schwerpunkte aber sind deutsche und niederländische Malerei des 15. und 16. Jhs., holländische und flämische Malerei des 17. Jhs., italienische Malerei des 15. bis 18. Jhs., französische und spanische Malerei der Barockzeit.

Bayerisches Nationalmuseum

Wer sich für bayerische und süddeutsche Kunst- und Kulturgeschichte interessiert, darf das Nationalmuseum nicht verpassen. Es ist kunsthistorisches (abendländische Kunst, vor allem Skulpturen vom frühen Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jhs.), kunstgewerbliches (Fachsammlungen: Porzellan, Keramik, Steinschnitt, Gold- und Silberarbeiten, Glasmalerei, Uhren, Miniaturen etc.) und kulturhistorisches (Volkskunst, religiöse Volkskunde, Krippensammlung) Museum in einem. Besonders sehenswert sind die Skulpturen von Tilmann Leinberger, Bildwerke von Grasser und Polack, der Ignaz-Günther-Saal, das Landshuter und das Schwanthaler-Zimmer, das Tattenbach-Kabinett und die Augsburger Weberstube im Erdgeschoss. Daneben die umfangreiche Meißener und Nymphenburger Porzellansammlungen sowie die Bauernstuben, Masken und Hafnergeschirre. Die Krippensammlung mit ihren mehr als 6000 Figuren ist einzigartig auf der Welt. Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Eintritt 3 Euro, So frei, Prinzregentenstr. 3, www.bayerisches-nationalmuseum.de, U 4/5 Lehel, Tram 17 Nationalmuseum

BMW-Museum

Mobil und innovativ. Die Bayerischen Motorenwerke produzieren einige der beliebtesten Autos der Welt. Bis 2007 soll hier außerdem ein gigantisches Museum der automobilen Extraklasse entstehen. Bis zur Eröffnung steht übergangsweise ein Pavillon mit sehenswerter Fahrzeugsammlung (vom legendären Vorkriegswagen Dixi über die Isetta bis zu den extravaganten Sport- und Rennwagen der 50er- und 60er-Jahre) auf dem Parkdeck neben dem Olympiaturm und vermittelt in wechselnden Ausstellungen ein Stück deutsche (Automobil-) Geschichte. Tgl. 10-20 Uhr, Eintritt 2 Euro, Am Spiridon-Louis-Ring, www.bmwmobiletradition.de, U 3 Olympiazentrum

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

Ein Dorado für Waidmänner aller Herren Länder: etwa 500 präparierte Wildtiere in lebensgroßen, ihre natürliche Umgebung darstellenden Dioramen, reich geschmückte Prunkwaffen und kostbare Jagdutensilien aus mehreren Jahrhunderten. Falknereigegenstände, paläontologische Skelette (irischer Riesenhirsch!), Trophäen sowie Fische und Fischereigeräte (Angelhakensammlung von der Steinzeit bis heute). Für Kinder gibt es eine Streichelecke, und für blinde Museumsbesucher wurde eine Tastecke mit diversen präparierten Tieren eingerichtet. Der Museumsgag: eine Kollektion von Wolpertingern. Tgl. 9.30-17, Do 9.30-21 Uhr, Eintritt 3,50 Euro, Neuhauser Str. 2, U-S-Bahnhof Stachus

Deutsches Museum

Vermutlich würden nicht einmal drei Wochen genügen, um im Deutschen Museum alles zu sehen. Mit 55 000 m² Ausstellungsfläche und rund 17 000 Objekten zählt es zu den größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Die Bestände des 1903 von Oskar von Miller gegründeten Museums werden laufend ergänzt und mit Exponaten der neuesten technischen Entwicklungen versehen. So findet sich in der Mammutshow auf der Isarinsel alles, was den Menschen in Sachen Technik bislang eingefallen ist.

Glyptothek

Münchens ältestes Museum und gleichzeitig eines der ersten öffentlichen Museen Europas ist die Glyptothek am Königsplatz. König Ludwigs I. berühmte Antikensammlung öffnete ihre Pforten im Jahre 1830, also noch vor dem British Museum in London oder der Eremitage in St. Petersburg. Ein Gesamtkunstwerk der Superlative: eine besonders großartige Skulpturensammlung Europas in einem der bedeutenden klassizistischen Bauwerke Deutschlands. Die meisten der ausgestellten Werke sind freilich Kopien.

Haus der Kunst

Seit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne ist dieses Haus mit seiner eigenartigen Geschichte (Hitler gab seinem Lieblingsarchitekten den Auftrag für ein Haus der deutschen Kunst) in Gefahr, in die zweite Reihe abzurutschen. Dagegen stemmt sich Chris Dercon, seit 2002 Direktor. Er versucht erfolgreich, mit neuem Konzept und präziser Auswahl der Ausstellungen verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Die ersten Jahre zeigen Mut zu Außergewöhnlichem. Dass hier mit Florian Süßmayr gar ein neuer Star entdeckt wurde, ist dem Haus der Kunst schon seit langem nicht mehr passiert. Nun will Dercon das Haus gar in seinen ursprünglichen Nazistil zurückverwandeln - als kulturhistorisches Mahnmal. Tgl. 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, Eintritt je nach Ausstellung ab 6 Euro, Prinzregentenstr. 1, www.hausderkunst.de, Tram 17, Bus 100 Haus der Kunst

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung

Edler Ort mit edlen Exponaten im Wechsel. Hier wird Kunst von der Renaissance bis zu den Zeitgenossen gezeigt. Aufwändig renoviert und integriert in den Fünf Höfen. Tgl. 10-20 Uhr, Theatinerstr. 8, Eintritt je nach Ausstellung um die 8 Euro, www.hypo-kunsthalle.de, U 3/6 Marien- oder Odeonsplatz

Lenbachhaus

Nur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt liegt ein besonders schönes Museum Münchens: die ehemalige Villa des »Malerfürsten« Franz von Lenbach. Wer seinen Schritt durch das schmiedeeiserne Eingangsportal lenkt, findet nicht nur Kunst, sondern auch eine grüne Oase der Ruhe und Erholung. Seit 1929 sind in der ockergelben, im italienischen Landvillenstil der Renaissance erbauten Künstlerresidenz die Sammlungen der Städtischen Galerie untergebracht. Die umfangreichen Bestände dokumentieren die Geschichte der bildenden Kunst in München von der Gotik bis zur Gegenwart. Schwerpunkte der Sammlungen liegen jedoch im 19. Jh. (Lenbach-Nachlass) und im 20. Jh. (Jugendstil, Paul-Klee-Sammlung, Kubin-Archiv).

Münchner Stadtmuseum

Ein Heimatmuseum im eigentlichen Sinne ist das Münchner Stadtmuseum nicht. Der alte Sammlungskern umfasst historische Waffen, plastische Kleinkunst (Moriskentänzer!), Münzen und Medaillen sowie volkskundliche Objekte und Textilien (Brautschmuck, Trachten, Krippen). Zu den interessanten Fachmuseen, die alle im Stadtmuseum untergebracht sind, zählen eine große Puppentheaterabteilung (mehr als 50 000 Puppen) und eine große Musikinstrumentensammlung. Nicht zu vergessen: das Modemuseum (mit Kleidung, Accessoires, Grafiken und Fotografien vom 18. Jh. bis heute) und das Foto- und Filmmuseum (im Museumskino täglich zwei öffentliche Vorführungen). Neu ist die Dauerausstellung »Chiffren der Erinnerung« über München als Hauptstadt der Bewegung. Als Geheimtipp gelten die pfiffigen Wechselausstellungen im Stadtmuseum zu Themen wie »Tod«, »Oktoberfest« oder »Nightmares in Plastic«. Di-So 10-18 Uhr, Eintritt 4 Euro, So frei, St.-Jakobs-Platz 1, www.stadtmuseum-online.de, U-S-Bahnhof Marienplatz

Museum Mensch und Natur

Hier wird Naturkunde spielerisch aufbereitet: die bunte Welt der Minerale, die Geschichte des Leben. Beileibe nicht nur für Kinder. Di bis So 9-17 Uhr, Eintritt 2,50 Euro, So frei, Kinder bis 14 in Begleitung Erwachsener immer frei, Schloss Nymphenburg, www.musmn.de, Tram 17, Bus 51 Schloss Nymphenburg

Neue Pinakothek

Als Pendant zur Alten Pinakothek gründete Ludwig I. in der Mitte des vorigen Jhs. direkt gegenüber die Neue Pinakothek. In Europa das erste große Museum für zeitgenössische Kunst, das öffentlich zugänglich war. Doch Kriegszerstörungen zwangen zum Abbruch des alten Klenze-Gebäudes. Alexander von Brancas neues Galeriegebäude, das 1981 als der größte deutsche Museumsneubau nach dem Krieg eröffnet wurde, löste eine Welle von Begeisterung, aber auch kontroverse Diskussionen aus.

Pinakothek der Moderne

Sie ist der Star unter Münchens Kunsthäusern. Nach großen Querelen endlich 2002 eingeweiht, registrierte man schon nach wenigen Wochen den millionsten Besucher und übertraf sogar die Londoner Tate Gallery an Beliebtheit. Das von Stefan Braunfels entworfene Haus entstand mit der Idee, selbst ein architektonisches Kunstwerk zu sein und so der Kunst ein adäquates Zuhause zu geben (auch wenn manche Lästermäuler von einer »Schuhschachtel« sprechen). Vier große Sammlungen des Freistaates und eine Reihe privater Schenkungen sind hier untergebracht, so die Staatsgalerie Moderner Kunst mit Werken der Blauen Reiter bis Beuys. Auf mehr als 12 000 m² werden die wichtigsten künstlerischen Entwicklungen von Malerei, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jhs. gezeigt. Dazu kommen Video- und Fotokunst sowie große aktuelle Schauen. Di, Mi und Sa, So 10-17 Uhr, Do und Fr 10-20 Uhr, Eintritt 9 Euro, So 1 Euro, Barer Str. 40, www.pinakothek.de, U 2/8 Theresienstraße, Tram 27 Pinakothek

Rockmuseum

Mehr als 3000 Fanartikel und Kuriositäten aus Münchens Rockgeschichte sind ausgestellt, zum Beispiel die Anmeldung von Jimi Hendrix für ein Zimmer im Hotel Dachs. Tgl. 9-24 Uhr, Eintritt frei, Auffahrt Olympiaturm 4 Euro, www.rockmuseum.de, U 3 Olympiazentrum

Valentin-Karlstadt-Musäum

Im Isartorturm ist Münchens liebenswertestes und lustigstes Museum untergebracht. Neben dem Nagel, an den der Volksschauspieler Karl Valentin (sprich »Fallentin«) seinen bürgerlichen Beruf hängte, und dem Winterzahnstocher mit Pelzbesatz ist in dem Panoptikum so manche skurrile Kostbarkeit, aber auch eine phantasievolle Dokumentation damaliger Volksschauspielkunst zu sehen. 2001 wurde auch eine eigene Liesl-Karlstadt-Abteilung eingerichtet. Unterm Dach findet sich ein bewirtschaftetes Volkssängerlokal mit einer »Kaffeehauseinrichtung« aus der Zeit der Jahrhundertwende. Übrigens: Senioren über 99 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. Eintritt 1,99 Euro, Mo, Di, Sa 11.01-17.29 Uhr, Fr 11.01-21.59 Uhr, So 10.01-17.29 Uhr, www.valentin-musaeum.de, Tal 43, S-Bahnhof Isartor

Villa Stuck

Mitten in Münchens Nobelviertel Bogenhausen liegt das neoklassizistische Jugendstilpalais des Münchner »Malerfürsten« Franz von Stuck. Exterieur und Interieur dieses eigenwilligen Gesamtkunstwerks wurden von Stuck selbst konzipiert. Zu seinen Lebzeiten war die 1898 vollendete Künstlervilla glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Erdgeschoss können Sie die Repräsentationsräume mit den prächtigen Wanddekorationen sowie eine Sammlung von Stucks Bildern, Skulpturen und Möbeln bewundern. Oben befindet sich das Atelier mit einer prunkvollen Kassettendecke, schönen Gobelins und dem »Altar der Sünde«. Herausragende Wechselausstellungen zur Kunst um die vorletzte Jahrhundertwende und aus der Jugendstilepoche. Mi-So 11-18 Uhr, Eintritt 4-8 Euro, Prinzregentenstr. 60, www.villastuck.de, U 4 Prinzregentenplatz, Tram 18 Friedensengel

Essen und Trinken

Biergärten, Bistros und Gourmettempel

Nicht nur Bier und Weißwürste gibt es in München, auch der verwöhnte Gaumen kommt auf seine Kosten

Die bayerische Küche besteht nicht nur aus Leberkäs und Weißwurst, Schweinsbraten und Knödel. Nun sollte man zwar keinem dieser Gerichte seine Köstlichkeit absprechen. Doch ist die Küche Bayerns, also auch die seiner Hauptstadt, vielfältiger, anspruchsvoller und - zugegebenermaßen - auch eigenartiger, als man sich das gemeinhin vorstellt. Die Edelgastronomie erlebt zurzeit eine Baisse. Einige der besten Adressen der Stadt sind aus dem lukullischen Telefonbuch gestrichen - zum einen wegen Mangels an zahlungskräftigem Publikum, zum anderen aber auch, weil ein paar junge Wilde die Szene erobert haben.

Natürlich hat sich hier in den vergangenen Jahren, wie in allen deutschen Großstädten, französische, asiatische und italienische Kochkunst etabliert. Es gibt viele Bistros und Stehimbisse, in denen feine Leckereien aus den Ländern mit traditionell berühmter Küche angeboten werden. Dennoch werden wir hier die heimischen Spezialitäten vom Kalbsbries bis zum sauren Lüngerl nicht vergessen. Essen wie ein Münchner? Zum Beispiel Fleisch: In ganz Bayern beliebt sind - trotz der Gefahr von Schwermetallanreicherung, BSE und Gicht - Innereien. Das Kalbshirn (paniert und gebacken) kann köstlich zart sein, die Nieren von Schwein und Kalb werden entweder sauer (mit Essig) oder gebraten angeboten, das Kalbslüngerl nach stundenlangem Kochen mit Knödel gereicht.

Zum Beispiel Fisch: Dank der Sauberkeit der bayerischen Seen (mittlerweile hat auch der Chiemsee wieder Trinkwasserqualität) ist das Angebot, wenngleich nicht sehr variantenreich, reichlich. Berühmt sind die Renken vom Starnberger See, aber auch die Forelle aus der Zucht (seltener aus dem Gebirgsbach) steht auf fast jeder Karte.

Ein paar Tipps zum Lesen der oft außen neben der Eingangstür angebrachten Speisekarte: Steht dort »Schweinebraten« statt »Schweinsbraten«, ist das Restaurant zumindest kein sehr bayerisches. Wird das Bier in 0,33-l-Gläsern angeboten, ist der norddeutsche Einfluss bereits gefährlich dominant. Heißt es »Kalbsmedaillon und Pommes de terre«, zahlt man viel Geld für sehr unmünchnerisches Essen.

Die Münchner Kellner und Kellnerinnen sind, zumindest in den »echten« Wirtshäusern, oft ein wenig grantig. Einzelabrechnungen sind hier kein Problem. Der Gast erhöht die Rechnung für die Bedienung um bis zu zehn Prozent, erwartet wird mindestens eine Aufrundung. Es ist üblich, nach dem Zahlen den Tisch ziemlich flott zu verlassen.

Essen und Trinken

Gartenlokale


Fast alle Biergärten schließen um 23 Uhr; wenn nicht anders erwähnt, sind sie auch alle täglich geöffnet.

Augustinerkeller

Legendär für seinen Stammtisch, an dem Münchens berühmtester Spaziergänger Sigi Sommer seinen Platz hatte. Hier werden Biergartenkultur und das frisch gezapfte Bier (das aus einem kühlen Holzfass kommt) gepflegt. Arnulfstr. 52, Tel. 59 43 93, S-Bahnhof und Tram 16, 17 Hackerbrücke

Aumeister

Im Norden des Englischen Gartens. Angenehm bei Hitze, dank der schönen Bäume. Nur einen Katzensprung (oder zwei U-Bahn-Stationen) entfernt liegt die Allianz-Arena, Münchens neuer Fußballtempel. Mo geschl., im Sommer tgl., Sondermeierstr. 1, Tel. 32 52 24, U 6 Freimann

Chinesischer Turm

Hier treffen sich Punks und Promis auf ein Hofbräu-Bier. Englischer Garten 3, Tel. 383 87 30, U 3/6 Giselastraße, Bus 54, 154 Chinesischer Turm

Zum Flaucher

Gutbürgerlicher Freilufttreff in der Nähe der Sonnenanbeter vom Flaucherkies, ideal für einen Ausflug in den Tierpark. Biergarten tgl., Restaurant Mo geschl., Isarauen 8, Tel. 723 26 77, U 3 Thalkirchen

Hofbräukeller

Oase der Ruhe am Isarhochufer. Viel junges Publikum und dezente Preise. Kinderbetreuung. Innere Wiener Str. 19, Tel. 459 92 50, U 4/5 Max-Weber-Platz

Kaisergarten

Schwabings schickste Frischlufttränke nennt sich ganz unbescheiden Schank- und Speisemeisterei. Hier trifft sich, wer sich nicht scheut, im Designergewand Spanferkel zu ordern. Kaiserstr. 34, Tel. 34 02 02 03, U 3/6 Münchner Freiheit

Königlicher Hirschgarten

Größter, schönster, nettester, münchnerischster Biergarten. Und das soll so bleiben. Drum: Nicht weiterempfehlen …! Hirschgarten 1, Tel. 17 25 91, Tram 17 Romanplatz, Bus 51 Hirschgartenallee

Paulaner am Nockherberg

Bekannt durch das »Politiker-Derblecken« (-Verhöhnen) zum Starkbieranstich in der Fastenzeit. 1999 abgebrannt und in edlem Ocker neu erstanden. Klassischer Biergarten gehobener Preisklasse. Hochstr. 77, Tel. 459 91 30, Tram 27 Ostfriedhof

Seehaus

Hier gilt sehen und gesehen werden. Trotz Schaulaufen ist der Biergarten direkt am Kleinhesseloher See ganzjährig en vogue und wunderschön. Kleinhesselohe 3, Tel. 381 61 30, U 3/6 Münchner Freiheit

Waldwirtschaft

Weltberühmt geworden als Auslöser der Biergartenrevolution. Die Wawi erfreut das Publikum und ärgert die Nachbarn mit Dixie zum Bier. Die Preise sind der noblen Umgebung von Großhesselohe durchaus angepasst. Großhesselohe, Georg-Kalb-Str. 3, Tel. 74 99 40 30, S 7 Großhesselohe

Essen und Trinken

Cafés

Aroma Kaffeebar

Es gibt hier nur 20 Sitz- und 20 Stehplätze. Doch dieses enge Minicafé ist der Inbegriff des Glockenbach-Charmes, und die Kuchen hören auf so klangvolle Namen wie »Liza Minnellis Aprikosen-Showbühne mit herzerwärmendem Marillenlikör« (2,50 Euro). Tgl., Pestalozzistr. 24, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Café am Beethovenplatz

Hier gibt es Chopin zu Schokoladentorte und Mozart zu Mozzarella. Man speist gut, trinkt viel und wird angenehm studentisch umsorgt. Tgl., Goethestr. 51, U 3/6 Goetheplatz

Friesische Teestube

Klein, aber gemütlich und plüschig wie in Omas Wohnzimmer. Über 150 (!) Sorten Tee und ein wirklich gutes (und auch noch preiswertes) Frühstück. Des Autors Lieblingsplatz vor 12 Uhr. Tgl., Pündterplatz 2, Bus 53 Pündterplatz

Café Glockenspiel

Szenetreff mit bestem Blick auf den Marienplatz und das Rathaus, dazu abgefahrene Drinks. Tgl., Marienplatz 28, U-S-Bahnhof Marienplatz

Café Haidhausen

Das besondere Frühstück (bis 16 Uhr), zum Beispiel mit dem viel versprechenden Namen »Romeo und Julia«. Tgl., Franziskanerstr. 4, Tel. 688 60 43, S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Jasmin

Schon in den 50er-Jahren ein angesagter Treffpunkt. Das merkt man: Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Tgl., Steinheilstr. 20, U 2 Theresienstraße

News Bar

Tagsüber ein feines Studentencafé mit dem obligaten cafe latte im Angebot. Hier kann man, der Name verpflichtet, sogar internationale Zeitungen und Zeitschriften kaufen. Begehrt sind sommers die Open-Air-Plätze auf dem Trottoir. Abends wird daraus dann ein eher szeniger Laden mit modischem Jungvolk. Kleine Speisen im oberen Preisdrittel. Tgl., Amalienstr. 55, U 3/6 Universität

Opera

Jüngste Freiluft-Kaffee-Pflanze an der glamourösen Maximilianstraße in der Residenzpost. Wer ohne Ferrari kommt, kann zuschauen, wie man selbigen im Halteverbot parkt. Bester Blick auf den Platz vor der Oper. Der Kaffee ist mit 2,30 Euro vergleichsweise günstig. Tgl., Maximilianstr. 2, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Sarcletti

Münchens bestes Eis. Im Sommer Schlange stehen. Tgl., Nymphenburger Str. 155, U 1 Rotkreuzplatz

Stadtcafé

Trotz wartesaalähnlichen Interieurs das Szenelokal für Jungfilmer, Cineasten (Filmmuseum im Haus) und Journalisten, mit liebevoll ausgesuchten Spitzenweinen. Auch normale Stadtmuseumsbesucher kommen hier rein. Tgl., St.-Jakobs-Platz 1, U-S-Bahnhof Marienplatz

Zappeforster

Zusammengesetzt aus den Nachnamen der Besitzer und mittlerweile kultverdächtig - dank der leckeren Frühstückswaffeln mit Zwetschgen- oder Kirschkompott. Die Bergtapete passt so schön ins Ambiente dieses Cafés, dass man glaubt, frische Alpenluft einzuatmen. Einfallsreiche Tageskarte. Tgl., Corneliusstr. 16, U 1/2 Fraunhoferstraße

Essen und Trinken

Gourmettempel

Bistrorestaurant im Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten

Wird noch immer in der Tradition Walterspiels geführt. Hier gibt es großes Essvergnügen zu stolzen Preisen. Tipp: Kommen Sie zum Businesslunch für 29 Euro. Tgl., Maximilianstr. 17, Tel. 21 25 21 25, Tram 17 Kammerspiele

Käfer-Schänke

Als Tempel der Spesenritter, bei aller Achtung vor manchem Gericht, das wohl typischste Neu-Münchner Lokal überhaupt. À la carte Suppe ab 7 Euro, Hauptgericht ab 19 Euro. So geschl., Prinzregentenstr. 73, Tel. 416 82 47, U 4 Prinzregentenplatz

Königshof

Hier genießt man mit einem Stern geadelte Kochkunst, edel-angenehmes Ambiente, phantastischen Service und mit Fensterplatz auch noch den Blick auf den Stachus. 7-Gänge-Abendmenü 118 Euro. Mo geschl., Okt.-Dez. auch So geschl., Karlsplatz 25, Tel. 55 13 61 42, U-S-Bahnhof Stachus

Landersdorfer & Innerhofer

Mitten in der Stadt finden Sie hier einen Hort bayerisch-österreichischer Kochrevolution, die da heißt: gute alte Schule, neu interpretiert. Vor allem mittags zum Businesslunch ist dieses Lokal wärmstens zu empfehlen (15 Euro Suppe und Hauptgericht). Sa und So geschl., Hackenstr. 6-8, Tel. 26 01 86 37, U-S-Bahnhof Marienplatz

Schuhbecks in den Südtiroler Stuben

Schon im ersten Jahr nach dem Umzug von Waging nach München hat sich Alfons Schuhbeck wieder seinen Stern geholt. Auch hier kocht er mit Produkten aus der Region seine bundesweit bewunderten Schmankerl. 3-Gänge-Mittagsmenü 62 Euro, 7-Gänge-Abendmenü 106 Euro. So geschl., Am Platzl 6, 8, Tel. 216 69 00, U-S-Bahnhof Marienplatz

Schwarz & Weiz

Kulinarischer Mittelpunkt des Luxushotels Dorint Sofitel Bayerpost. Dank raffinierter Innenarchitektur speist man abends wie in einer Kathedrale. Ebenso göttlich: die klassisch-internationale sowie asiatisch-moderne Einflüsse perfekt verbindende Cuisine. Separater À-la-carte-Bereich. Hauptspeise ab 18 Euro. Tgl., Bayerstr. 12, Tel. 59 94 80, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Tantris

Münchens ältester Sternetempel. Souveräne Küche großen Stils, seit kurzem teuer renoviert und mit preislich entspannterer Seventies-Lounge auf der Galerie. Mittagsmenü ab 60 Euro, Abendmenü ab 115 Euro. So und Mo geschl., Johann-Fichte-Str. 7, Tel. 361 95 90, Bus 54, 144 Parsifalplatz

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie gehoben

Acetaia

Chefkoch Alessandro Miragoli bekam 2005 seinen ersten Michelinstern und überzeugt mit raffinierten Essigkreationen. Das Ambiente ist familiär, der Wein ausgezeichnet. Tgl., Nymphenburgerstr. 215, Tel. 13 92 90 77, U 1 Rotkreuzplatz

Acquarello

Berühmt für seine veredelte italienische Landküche und Trüffelgerichte. Einer der besten modernen Italiener der Stadt und zu Recht mit einem Stern geehrt. Bei den dolci wünscht man sich einen zweiten Magen. Tgl., Mühlbaurstr. 36, Tel. 470 48 48, U 4 Böhmerwaldplatz

Boettner

Eine Gourmetinstitution, die ans Platzl umgepflanzt wurde und nichts von ihrer Qualität verloren hat. Die Küche ist klassisch traditionell mitteleuropäisch (und berühmt für perfektes Meeresgetier), die Weinkarte erlesen und das Preisniveau absolut gerechtfertigt. Hier isst auch Kritikerpapst Joachim Kaiser oft und gerne. So geschl., Pfisterstr. 9, Tel. 22 12 10, U-S-Bahnhof Marienplatz

Cocoon

Kühne Küche, zum Beispiel Spargelsuppe mit Chili und Gambas. Das purpurne Licht lässt den schicken Gourmettempel strahlen. So und Mo geschl., Christophstr. 3, Tel. 25 54 19 66, U 5 Lehel

Ederer

Vom Restaurant Glockenbach hat sich Karl Ederer leider verabschiedet. Doch der Umzug in die Stadtmitte hat sich für ihn und Fans gelohnt. Wie im alten Haus wird auch hier gehobene regionale Küche mit französischem Touch geboten. So geschl., Kardinal-Faulhaber-Str. 10, Tel. 24 23 13 10, U-S-Bahnhof Marienplatz

Lenbach

Fresstempel der Schickis. Maik Haltenhof kocht wild, extravagant und ohne Scheu vor kühnen Improvisationen. Pompös, aber auch ein Abenteuer. So geschl., Ottostr. 6, Tel. 549 13 00, U-S-Bahnhof Stachus

Makassar

Mediterranes im Glockenbachviertel. Der Küchenchef war Schiffskoch bei Meeresforscher Jacques Cousteau. Er hat auch ein Händchen für scharf gewürzte kreolische Küche. So geschl., Dreimühlenstr. 25, Tel. 77 69 59, Bus 152 Ehrengutstraße, Bus 131 Röcklplatz

Terrine

Auch wenn der Stern weg ist: Hier liegt der Freund französischer Küche immer noch richtig, wenn er den Laden überhaupt findet (versteckt in der Amalienpassage) und dann auch noch einen Platz ergattert. Der junge Küchenchef Jakob Stüttgen gibt sich zusammen mit Sommelier Benjamin Karsunke (die Vinothek ist einen Blick wert!) alle Mühe, den Stern wiederzuholen. So und Mo geschl., Amalienstr. 89, Tel. 28 17 80, U 3/6 Universität

Vinaiolo

Chefkoch Marco Pizzolato bevorzugt regionale, geheimnisvolle Gerichte aus Venetien, dem Friaul und der Champagne. Und weil der Name des Lokals Weinhändler bedeutet, ist auch trinktechnisch alles vom Feinsten. Manchem ist es fast zu fein. Tgl., Steinstr. 42, Tel. 48 95 03 56, S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie standard

Barista

Mittlerweile einer der angenehmsten Orte in den Fünf Höfen. Hier trinkt man bestens, sitzt im Sommer an der ruhigen Straße und stellt fest, dass das Sprichwort »Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen« auch auf hohem Niveau Gültigkeit hat. Tgl., Kardinal-Faulhaber-Str. 10, Tel. 20 80 21 80, Tram 19 Theatinerstraße

Blauer Bock

Aus dem schlechtbürgerlichen Wirtshaus wurde dank Chef Jörg Bachmeier ein lukullischer Diamant. Der »Feinschmecker« lobte die regionale Küche in höchsten Tönen, und auch der Wein kann sich trinken lassen. Sa geschl., Tel. 45 22 23 33, Sebastiansplatz 9, U-S-Bahnhof Marienplatz

Brenner

Das dreigeteilte Restaurant (Bar, Pastaküche, Grill) in der denkmalgeschützen Säulenhalle heißt so, weil jenseits des Brenner Italien beginnt. Es ist sicher der gemütlichste Platz in den sonst eher kühlen Maximilianhöfen. Die Küche ist biologisch ausgerichtet, der Fisch ist phantastisch, aber am gemütlichsten sitzt man im Pastabereich. Tgl., Maximilianstr. 15, Tel. 452 28 80, Tram 19 Kammerspiele

Eisbach - Bar & Küche

Hier ist die ganze Küchenwelt in einem Topf. Asiatisches wird mit Amerikanischem und europäischen Würztechniken kombiniert. Ideal auch für einen Snack nach dem Theater. Tgl., Marstallplatz 3, Tel. 22 80 16 80, Tram 19 Kammerspiele

El Español

Ausgezeichnet mit dem Gastro Award für die beste spanische Küche der Stadt, überrascht das Restaurant mit dem rustikalen Ambiente immer wieder: montags mit würziger Paella, donnerstags mit rassigem Flamenco (nichts für romantische Stunden zu zweit) und sonntags mit über 50 Sorten Tapas. Tgl., Pariser Str. 46, Tel. 48 84 96, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

Geisel Vinothek

Hort des Genießens im Bahnhofsviertel. Hier zaubert man sich lukullisch nach Mediterranien. Und das auch noch zu durchaus annehmbaren Preisen. Tgl., Schützenstr. 11, Tel. 55 13 71 40, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Il Grappolo

In Vino est veritas, diese lateinische Weisheit kann man unweit der Uni direkt auf ihren Gehalt überprüfen, in einem der nettesten italienischen Restaurants, das eher ein Wohnzimmer für maximal 50 Leute ist. So geschl., Adalbertstr. 28, Tel. 39 62 41, U 3/6 Universität

Kostbar

In einem wenig beschaulichen Teil der Maxvorstadt hat sich dieses Lounge-Bar-Restaurant etabliert, das durch einfallsreiches Design und eine ebenso phantasiereiche Multikultiküche besticht. So geschl., Tel. 51 51 49 88, Augustenstr. 7, U 2 Königsplatz

Kytaro

Lag einst in Haidhausen und war Münchens populärster Multikultigrieche. Auch im schicken Schwabing ist es gelungen, sozusagen die altgriechische Küche mitzunehmen. Wer den Oktopus vom Lavastein oder die Lammhaxe mit Zitronensauce gekostet hat, möchte Teller werfen vor Glück. Tgl., Königinstr. 34, Tel. 38 88 76 60, U 3/6 Universität

Mangostin

Biergarten mit ziemlich originalen asiatischen Küchenvarianten. Draußen Wan-Tan-Suppe unter Kastanien, im Inneren ein japanisches und ein thailändisches Restaurant sowie Cocktailbar. Obwohl etwas abseits gelegen (ideal für ein Abendessen nach dem Tierparkbesuch), hat sich das Mangostin fest in Münchens Feinschmeckerszene etabliert. Tgl., Maria-Einsiedel-Str. 2, Tel. 723 20 31, U 3 Thalkirchen

Prinz Myshkin

Das wunderschöne hohe Gewölbe (ein altes Bierlager) und die riesigen Fassadenfenster geben Münchens wohl edelstem Vegetariertempel ein großzügig weltstädtisches Flair. Tgl., Hackenstr. 2, Tel 26 55 96, U-S-Bahnhof Marienplatz

Punto Di Vino

Italienische Küche auch aus dem Friaul. Man teste die strangolapreti (Priesterwürger) und denke an Don Giovanni bei einem Glas Marzemino. So geschl., Sendlinger Str. 62, Tel. 26 02 31 01, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Reitschule

Treffpunkt der nadelgestreiften Wirtschafts- (u. ä.) Studenten. Am besten genießt man die Atmosphäre an einem Nachmittag unter der Woche nach einem Spaziergang durch den Englischen Garten. Mittagsmenü für 7 Euro. Tgl., Königinstr. 34, Tel. 388 87 60, U 3/6 Giselastraße

Roma

Einer der ältesten Promitreffs Münchens. Dekor und Speisen sind gewöhnungsbedürftig, die Atmosphäre ist einmalig. Tgl., Maximilianstr. 31, Tel. 22 74 35, Tram 19 Kammerspiele

Rubico

Immer voll und voll angesagt. Das Rubico entzückt mit allerlei raffiniert dekorierten und zubereiteten Speisen - meist mediterran inspiriert und stets mit einem Schuss Originalität. Kommen Sie unbedingt abends! Erst dann entfalten die Lichtkompositionen ihre volle Wirkung und bescheinen das helle Holz und das Milchglas perfekt. So und Mo geschl., Klenzestr. 62, Tel. 20 20 78 28, U 1/2 Fraunhofer Straße

Ruffini

Qualität zu angemessenen Preisen. Hier frühstückt der arrivierte Künstler neben dem Rundfunk-DJ. Im Sommer genießen alle die Dachterrasse. Mo geschl., Orffstr. 22, Tel. 16 11 60, U 1 Rotkreuzplatz

Rusticana

Das etwas folkloristisch geratene Ambiente wird wettgemacht durch Münchens beste Spareribs. So geschl., Grillparzerstr. 5, Tel. 470 38 87, U 4 Prinzregentenplatz

Seven Fish

Der neue Szene-Wallfahrtsort für die Freunde von Thai-Tuna und Dorade. Der Grieche bietet Fische aus allen sieben Weltmeeren in perfektem Meerdesign, jenseits von Kitsch, sondern mit viel Stil. Tgl., Gärtnerplatz 6, Tel. 23 00 02 19, Bus 52 Gärtnerplatz

Spatenhaus an der Oper

Edle bayerische Kochtradition. Herrlicher Blick von den beiden Stuben im ersten Stock und von der Terrasse auf den Max-Joseph-Platz und die Oper. Tgl., Residenzstr. 12, Tel. 290 70 60, Tram 19 Nationaltheater, U-S-Bahnhof Marienplatz

Sushibar

Endlich ein Japaner ohne japanische Hektik. Die Sushibar sieht eher aus wie ein gepflegter Cocktailtreff (gibt es auch), und man wird kundig und geduldig in die Geheimnisse japanischer Küche auch jenseits von Temaki und Misosuppe eingewiesen. Tgl., Marschallstr. 2, Tel. 38 89 96 06, U 3/6 Münchner Freiheit

Tokami

Wer in München einen Japaner fragt, wo er gerne isst, sagt er entweder Hofbräuhaus oder Tokami. Bei Letzterem handelt es sich um einen einheimischen Japaner. Sushi, Sashimi, Tempura werden in höchster Qualität angeboten. Direkt neben dem Edeljapaner liegt eine günstigere Take-Away-Dependance. Tgl., Theresienstr. 54, Tel. 28 98 67 60,U 2 Theresienstraße

Vinorant Alter Hof

Das Gemäuer diente im 13. Jh. Ludwig dem Bayern als Kaiserburg. Nun haben der Gastronom Michael Schottenhamel und Ex-Sternekoch Peter Kinner darin eine fränkische Weinschänke mit Restauration installiert. Nach der Bar (mit Fingerfood) geht es in den Galgenkeller und dann in den Einsäulensaal, allesamt Orte für vorzügliche Köstlichkeiten, vor allem aus der Küche Nordbayerns. Tgl., Alter Hof 3, Tel. 24 24 37 33, U-S-Bahnhof Marienplatz

Essen und Trinken

Restaurants Kategorie günstig

Augustiner Restaurant

Trotz touristisch günstiger Lage ist dies eine immer noch recht ursprüngliche »Bierhalle« mit qualitätvollem Essen. Man reicht hier Bier der ältesten Brauerei Münchens und ist stolz auf die Münchner Gaststättentradition seit 1328. Tgl., Neuhauser Str. 25-27, Tel. 23 18 32 57, U-S-Bahnhof Marienplatz oder Stachus

Bernard & Bernard

Das ist vielleicht der französischste Franzose Münchens. Die kleine Crêperie (und mehr) hat die Modernisierung der Gegend ohne Schaden überlebt und ist für manche das Ebenbild jenes kleinen gallischen Dorfes, in dem … Man probiere nur mal den Salat Vendeenne! Tgl., Innere Wiener Str. 32, Tel. 480 11 73, Tram 18 Wiener Platz

Franziskaner Fuchsenstuben

Ehrwürdige Gaststätte mit Betonung auf »Gast«. Hier werden mit die besten Weißwürscht zum Frühstück serviert. Empfehlenswert: Spanferkel, in Malzbier gebraten. Tgl., Perusastr. 5, Tel. 231 81 18, Tram 19 Theatinerstraße

Fraunhofer

Immer noch Münchens bekannteste Studentenkneipe. Ein Hort der 68er-Gedanken und der bierschweren Nostalgie. Tgl., Fraunhoferstr. 9, Tel. 26 64 60, U 1/2 Fraunhoferstraße

Gast

Etwas ganz Neues für den sonst so verwöhnten Münchner: Er muss sich sein Essen selbst abholen. Im wunderschön farbenfrohen Restaurant im Kulturzentrum Gasteig werden die Gäste mit Speisekarte und Tablett ausgestattet und auf die Köche losgelassen. Die bereiten hinter großen Glasscheiben und vor aller Augen den Favoriten zu (Pasta, Asiatisches oder Pizza), bezahlt wird am Ende des Abends per Chipkarte. Zum Plaudern geht's in die gemütliche Lounge mit großen Lederkissen. Tgl., Rosenheimer Str. 5, Tel. 480 98 27 20, S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Gaststätte Großmarkthalle

Ein Fall für Kenner bayerischer Küche. Hier speisen normalerweise die Arbeiter des Namensgebers, weswegen das Lokal schon um 7 Uhr öffnet und um 17 Uhr dichtmacht. Hier gibt es bei Gott die besten Münchner Weißwürste. Und der Schweinsbraten steht ihnen in nichts nach. So geschl., Kochelseestr. 13, U 3/6 Implerstraße, Bus 131 Gotzinger Platz

Hofbräuhaus

»In München steht ein …« Na, das kennt ja jeder. Hier gibt es zu Weißwürsten hausgemachten süßen Senf, jede Menge Bier, Touristen und Münchner mit Besuch. Musikkapellen sorgen für echt bayerische Stimmung. Tgl., Am Platzl 9, Tel. 290 13 60, U-S-Bahnhof Marienplatz

Isarbräu

Neotraditionelles Wirtshaus im ehemaligen Isartalbahnhof. Attraktion ist die Brauerei im Gastbereich. Das Essen ist gehobener Durchschnitt. Tgl., Kreuzeckstr. 23, Tel. 79 89 61, S 7 Großhesselohe

No Mi Ya

Münchens witzigster Japaner, der eigentlich ein Bayer ist. »Des is koa Restaurant, sondern a Wirtshaus«, sagt Wirt Ferdinand Schuster, und Koch Toshi Kusaba pflichtet bei. Hier gibt es Sashimi zu Unertl-Weißbier und ab und zu bayerische Musik live. Tgl., Wörthstr. 7, Tel. 448 40 95, U-S-Bahnhof Ostbahnhof, Tram 15, 19, 25 Wörthstraße

Café Schmock

An sich bedeutet Schmock so viel wie Trottel oder Idiot auf Jiddisch. Doch die Betreiber haben eine Marktlücke entdeckt: In diesem wunderbaren Altbau bieten sie, neben klassischen Cocktails und einer erlesenen Zigarrenkiste im Raum hinter der Bar, israelisch-arabisch-internationale Küche. Zwar ist nicht alles koscher im reinsten Sinne, aber das Fleisch stammt von ordnungsgemäß geschächteten Tieren. Tgl., Augustenstr. 52, Tel. 52 35 05 35, U 2 Theresienstraße

La Tazza d'Oro

Auf die Italobar im Herzen des Schwabinger Shoppingwahns kann man getrost »die goldene Tasse« (so die deutsche Übersetzung) heben. Preislich aus einer anderen Zeit, verzaubert vor allem die Pasta, die äußerst frisch schmeckt. Am Abend wird es gesellig - hoch die Tassen! So geschl., Hohenzollernstr. 13, Tel. 33 38 37, U 3/6 Giselastraße

Weißes Brauhaus

Uriges bayerisches Wirtshaus mit derb-grantigen, aber fixen Kellnerinnen und den himmlischsten Semmelknödeln auf Erden. Tgl., Tal 7, Tel. 29 01 38, U-S-Bahnhof Marienplatz

Essen und Trinken

Weinstuben

Le Tire Bouchon

Der Laden zeigt, dass Haidhausen zu Recht Franzosenviertel genannt wird. Mittlerweile ist die Speisekarte gewachsen, sodass auch der Magen nicht zu kurz kommt. Der Gaumen wird dank herrlicher Weine nicht nur aus Frankreich ohnehin verwöhnt. Tgl., Rablstr. 37, Tel. 44 48 96 72, S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Walter & Benjamin

Erlesene Weine aus renommierten Anbaugebieten, dazu Dienstag bis Samstag eine kleine, feine Küche. So geschl., Rumfordstr. 1, Tel. 26 02 41 74, S-Bahnhof Isartor

Einkaufen

Shopping mit Stil

Die Modestadt München lädt zum Bummeln ein. Schönes und Ausgefallenes gibt es in reichhaltiger Auswahl

Die belebtesten Geschäftsmeilen in Münchens Fußgängerzone sind die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Marienplatz und Stachus mit der neuen Hypovereinsbank-Passage und der »Arcade«. Hier liegen dicht beieinander Kaufhäuser, Bekleidungsgeschäfte, Juweliere und Plattenläden. Straßenkünstler und Musikanten schaffen es noch immer, wenn auch nur für kurze Zeit, die Mitmenschen in ihrem Kaufrausch zu bremsen.

Die zweite Achse der Fußgängerzone, vom Marienplatz zum Odeonsplatz, gehört dann schon zum Kapitel »dicker Geldbeutel«. In der Theatinerstraße, in den auch architektonisch ansprechenden Fünf Höfen und in den anderen hübschen Passagen, die auf beiden Seiten von ihr abzweigen, findet man exquisite Modeboutiquen, Herrenausstatter, Hutsalons, italienische Schuhgeschäfte, Juweliere und Kunstgalerien. Dieses exklusive Einkaufsviertel umschließt den ganzen Bereich um die Perusa- und Residenzstraße, bis hinauf zur Briennerstraße und zum Salvatorplatz. Vom Schwulenviertel zum Einkaufsparadies für Freunde exotischer Mode hat sich das Gärtnerplatzviertel gemausert. Hier findet man Kleider aus Hanf genauso wie kreativ-kühne Schneiderkunst. Shopping-unlustige Begleiter können Sie in einem der zahllosen Cafés abstellen oder zum Friseur schicken, denn dieses Viertel hat die möglicherweise weltweit größte Coiffeurdichte. Doch der unumstrittene Münchner Einkaufs-Prachtboulevard ist die Maximilianstraße. Hier, zwischen Nationaltheater und Altstadtring, findet man nur das Teuerste vom Teuren - ob Jagdkleidung, Schmuck oder Kunst.

Zu einer attraktiven Einkaufsstraße mit vielen kleinen Boutiquen (erschwingliche Ware) hat sich in den letzten Jahren die Sendlinger Straße vom Marienplatz bis zum Sendlinger Tor entwickelt. Wen in der Fußgängerzone Platzangst und Panik befällt, der sollte hierher ausweichen. Kurz vor der Asamkirche verbindet eine Einkaufspassage die Sendlinger- mit der Kreuzstraße: die Asampassage, eine ruhige Insel inmitten der Stadt, mit Cafés, Kneipen und Geschäften. Tal heißt die Straße zwischen Marienplatz und Isartor, die Touristen eine interessante Mischung von Geschäften - vom Andenkenladen mit Bayernkitsch bis zum Computergeschäft - bietet.

Wer den Zeitgeist und flippigere Dinge sucht, muss nach Schwabing. Und zwar nicht nach Altschwabing ins Neppviertel, sondern ins Studentenviertel zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Amalien-, Schelling- und Türkenstraße. Hier wechseln die Moden und Geschäfte so schnell, dass man nur den Tipp geben kann: einfach herumschlendern, schauen, genießen und sich inspirieren lassen. Die Amalienpassage, unauffällig eingebettet zwischen den alten, ehrwürdigen Häusern hinter der Universität, verbindet die Türken- und die Amalienstraße: kleine, stimmungsvolle Cafés, schicke Modeboutiquen, asiatische und südamerikanische Läden.

Die Geschäfte und Kaufhäuser sind in der Innenstadt Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr geöffnet (außerhalb der Innenstadt meist nur bis 14 Uhr).

Einkaufen

Antiquitäten


Antiquitätengeschäfte konzentrieren sich in Schwabing in der Türken-, Barer- und Briennerstraße, um den Promenadeplatz und in den kleinen Straßen zwischen dem Viktualienmarkt und Isartor.

Antikpalast

Ob Jugendstil oder Biedermeier, ob Vase oder Bett, ob für 10 oder für 1000 Euro, hier findet jeder Antiquitätenfreak alles, was er vielleicht nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Auf gut 5000 m² mit mehr als 100 Händlern können Sie supergünstige Schnäppchen machen. Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18, So 11-17 Uhr, Rosenheimer Str. 143, www.antikpalast-muenchen.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

Wolff's Antikquarium

Thomas Wolff lässt die letzten 70 Jahre dank seiner Möbelkuriositäten und -klassiker Revue passieren. Eine wunderbare Schatztruhe. Di bis Fr 12-19, Sa 10-16 Uhr, Fraunhoferstr. 34, www.antikquarium.de, U 1/2 Fraunhoferstraße

Einkaufen

Elektronik und Kameras


Günstiges finden Sie in der Landwehrstraße nahe dem Stachus.

Conrad Electronic GmbH

Der beste Laden rund um Computer, Hi-Fi und alles, was Strom braucht, in der Innenstadt. Der Laie wird bestens beraten, der Profi hat kompetente Gesprächspartner. Service wird groß geschrieben. Ideal auch für Modellbau- und -bahnfreaks. Tal 29, www.conrad.de, S-Bahnhof Isartor

Einkaufen

Delikatessen

Dallmayr

Das Münchner Feinkostgeschäft mit Tradition und Stil. In den historischen Hallen mit den wuchtigen Marmorsäulen erwartet Feinschmecker ein wahres Paradies voller Köstlichkeiten: frische Salate, Pasteten, Hummer und Lachs, 120 ausgesuchte Wurstsorten, 250 verschiedene Sorten Käse, Wild, Geflügel und Fleisch. Daneben erlesene Tee- und Kaffeesorten, Weine, exklusive Tabake, eine wunderbare Confiserie, exotische Spezialitäten und eine exklusive Pastaabteilung. Im ersten Stock das hauseigene Schlemmerlokal. Dienerstr. 14/15, U-S-Bahnhof Marienplatz

Garibaldi

Kleines Feinkostgeschäft mit original italienischen Spezialitäten und persönlicher Atmosphäre. Bekannt für seine vorzüglichen Weine. Kleiner Stehimbiss. Mehrere Filialen. Ur-Garibaldi in der Schellingstr. 60, Tram 27, Bus 154 Schellingstraße

Käfer

Käfer ist weniger ehrwürdig, dafür in. Und: Zu Käfer geht man nicht nur, Käfer lässt man kommen. Schwerpunkte des umfangreichen Angebots sind Fisch, Wein und Käse (240 Sorten aus Frankreich; 150 Sorten aus Italien). Im Wechsel lockt Käfer mit italienischen oder französischen Wochen. Berühmt ist auch das Käfer-Zelt auf der Wiesn. Prinzregentenstr. 73, U 4 Prinzregentenplatz

Einkaufen

Kaufhäuser und Passagen

Basic

Das erste Münchner Ökokaufhaus ist ein echter Renner. Beste Lage, beste geprüfte Ware, ein Ambiente fern jeder Birkenstockigkeit und ein feiner Imbissstand machen aus Ökos echte Trendsetter. Westenriederstr. 35, U-S-Bahnhof Marienplatz, Schleißheimer Str. 156-162, U 2 Hohenzollernplatz, sowie Richard-Strauss-Str. 48 U 4 Böhmerwaldplatz

Beck am Rathauseck

Das etwas andere Kaufhaus, originell, witzig, charmant. Bei Beck gibts auf sechs Stockwerken neben populären Qualitätskollektionen und einer wirklich großen Strumpf- und Knopfabteilung auch Modellstücke aus Jungdesignerhand. Einzigartig sind Auswahl und Angebote in den CD-Abteilungen für Klassik, Jazz und Ethnomusik. Kundigere Verkäufer findet man nirgends in der Republik. Marienplatz 11, U-S-Bahnhof Marienplatz

Fünf Höfe

Hier hat auch das Architektenbüro Herzog und de Meuron aus Basel mitgezeichnet, Bauherren der neuen Allianz-Fußballarena. Mitten in München entstand so Anfang des neuen Jahrtausends eine Shopping-Mall und Baridylle, die es mit den großen Konkurrenten aus New York und Paris aufnehmen kann. Von Manufaktum bis zur Edelboutique, vom feinen Glasladen bis zur Hypokunsthalle, von Schumann's Tagesbar bis zum Restaurant Barista ist hier Münchner Lebensgefühl komprimiert. Zwischen Theatiner- und Kardinal-Faulhaber-Str., U 3/6 Odeonsplatz

Maximilianhöfe

Münchens jüngstes Shoppingareal will im internationalen Wettbewerb der Einkaufspaläste bestehen. Die Namen der Läden sprächen nicht dagegen: Etro, Versace, Armani, Dolce & Gabbana, dazu Juweliere und das exklusive Kindermodengeschäft Valentina & Me. Dass die Atmosphäre hinter der grandiosen Bürklein-Fassade aus dem 19. Jh. etwas kühl wirkt, liegt zum einen wohl an den Mietpreisen (200 Euro pro m²) und den daraus resultierenden Mietern, zum anderen an der bestenfalls kühnen Stahl-Glas-Konstruktion des entkernten Gebäudes. Maximilianstr. 11-15, Tram 19 Kammerspiele

Sport Scheck

Seit über einem halben Jahrhundert die erste Adresse für die sportbegeisterten Münchner und seit kurzem mit neuem Kinder- und Jugendhaus im Anglerblock gegenüber. Ob Expeditionszubehör für den Gipfelsturm, Skier, Golfausrüstung, Fußballequipment oder die neueste Sportmode (große Sneakersauswahl!) - die Verkäufer sind Spezialisten ihrer Abteilung und um keinen Rat verlegen. Sendlinger Str. 6, U-S-Bahnhof Marienplatz

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Kunst, Handwerk und Design


Obwohl sich junge, experimentell arbeitende Künstler in der konservativen Isarmetropole sehr schwer tun, wartet die Stadt mit rund 100 Galerien auf, die ein erstaunlich spannendes Programm bieten. Die meisten der bekannten Galerien haben sich rund um die Maximilianstraße niedergelassen. (Jeden ersten Donnerstag im Monat ist langer Galerienabend.) Schwabing jedenfalls hat als Künstlerviertel ausgedient. Die wichtigsten Münchner Galerien und Ausstellungsräume geben ein Monatsfaltblatt heraus. Es liegt in jeder Galerie aus.

Bayerischer Kunstgewerbe-Verein

300 Werkstätten aus Kunst und Handwerk stellen hier aus, beraten und verkaufen. Man findet Einfaches genauso wie Avantgardistisches. Mo-Sa 10-18 Uhr, Pacellistr. 6-8, U-S-Bahnhof Stachus

Dina4 Projekte

Junge Galerie voller Ideen. Statt im elitären Schauraum zeigen große Schaufenster Werke von Künstlern, die noch auf ihren großen Durchbruch in der Stadt warten. Mi-Fr 12-19, Sa 12-16 Uhr, Theresienstr. 51, U 2 Theresienstraße

Galerie am Haus der Kunst

Japanische Kunst jedweder Ausprägung: Antiquarin Monika Schmidt hat eine Fundgrube für Kenner fernöstlicher Kulturen geschaffen. Mi-Fr 10.30-18, Sa 10.30-13 Uhr, Franz-Josef-Strauß-Ring 4, Bus 100 Haus der Kunst

Künstlerwerkstatt Lothringer Straße

Hier sind die Kunstprojekte Lothringer 13, program angels und spiegel zu Hause. Etablierte Avantgarde auf 800 m² Fläche, Ausstellungen wechseln alle sechs Wochen. Schwerpunkt ist unter anderem Medienkunst. Di-So 13-19 Uhr, Lothringerstr. 13, S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Kunstnetzwerk

Wer München zeichnen oder malen möchte, ist hier in besten Händen. Das Kunstnetzwerk ist nicht nur ein Künstlerverbund mit eigener Galerie, sondern betreibt einen der besten Läden für alles rund um die Staffelei. Kundiges, geduldiges Personal, neben Farben Steckrahmen in allen Größen. Mo-Fr 10 bis 19, Sa 10-16 Uhr, Reichenbachstr. 14, U 1/2 Fraunhoferstraße

Wachszieher am Dom

Kerzenfachgeschäft, das auch Wachsbilder anbietet. Einer der letzten nichtindustriellen Hersteller von Kerzen. Mo-Fr 10-18.30, Sa 10-14 Uhr, Thiereckstr. 2, U-S-Bahnhof Marienplatz

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Märkte


Für Trödelfans hat München so gut wie nichts mehr zu bieten. Der Traum vom großen Flohmarkt wurde mit dem Abriss der Dachauer-Hallen - vormals das Trödelparadies an Wochenenden - 1989 staatlicherseits endgültig zerstört. Ein bisschen Trödel gibt es wochentags, während der Mittagszeit, rings um die große Unimensa in der Giselastraße. Beliebt ist auch Bayerns flächenmäßig größter Flohmarkt auf dem Messegelände in München Riem (A 94 Richtung Passau Ausfahrt Feldkirchen West oder U 2 Messestadt-Ost).

Elisabethmarkt

Klein, intim und überschaubar. Nur wenige Touristen verirren sich in diese Ecke von Schwabing. Der Markt am Elisabethplatz ist ein geschätztes Überbleibsel aus dem Alt-Schwabinger Familienleben. Verkauft werden Obst, Gemüse, Käse, Fisch und Geflügel sowie Blumen. Der Treffpunkt für Käsefreaks nicht nur aus der Stadt ist Le Chalet du Fromage (Stand 11). Hier hat man sich auf französische Spezialitäten konzentriert. Mo-Sa, Elisabethplatz, Tram 27 Elisabethplatz

Markt am Wiener Platz

Ein kleiner, noch uriger Markt in Haidhausen mit einer Hand voll Buden, die seit Jahrzehnten in festen Händen sind. Direkt am Hofbräukeller (schöner Biergarten) und nur 100 m vom Bayerischen Landtag entfernt, lohnt sich der Besuch auch wegen der Umgebung. Das Café Wiener Platz an der Ecke Steinstraße liegt voll im Trend. Empfehlenswert ist auch ein Bummel durch die Steinstraße zum Rosenheimer Platz mit einigen ausgefallenen Geschäften. Mo-Sa, U 4/5 Max-Weber-Platz

Viktualienmarkt

Größter und ältester Münchner Lebensmittelmarkt (seit 1807) in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Milchprodukte, Eier, Geflügel, Wein, Brot und Honig; in den Hallen Fisch, Fleisch und Wild. Der Markt hat noch etwas von der viel beschworenen Münchner Gemütlichkeit und Atmosphäre bewahrt, und unter den Marktfrauen findet sich noch so manches Münchner Original. Die Metzger haben eine eigene Ladenzeile in den Arkaden unter dem Petersberg. Der Viktualienmarkt steht für hohe Qualität und hohe Preise. Besonderheiten: der Maibaum des Vereins Münchner Brauereien, ein kleiner Biergarten und die sechs Gedenkbrunnen mit Standbildern bayerischer Volkssänger, Komiker und Humoristen. Fast täglich bekommen Karl Valentin und die anderen Münchner Ideale frische Blumen in die Arme gelegt. Mo-Sa 7.30-18 Uhr, U-S-Bahnhof Marienplatz

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Mode


München war lange Zeit nicht nur in Sachen Trachtenmode eine Stadt, auf die die Modewelt geschaut hat. Doch seit die Modewochen im Frühjahr und Herbst gestrichen wurden, gibt es nur noch im Bereich von Countrystyle und Sportmoden wichtige Schauen. Jenseits des Establishments aber drängt die Jugend auf den Markt. Beflügelt vom weltweiten Erfolg Münchner Designer wie Gabriele Blachnik, Lola Paltinger oder Talbot Runhof, machen junge Designer und Modeschöpferinnen von sich reden und auch gute Geschäfte. Ihre Läden findet man hauptsächlich im Gärtnerplatzviertel.

Armani

Emporio Armani hat in den Fünf Höfen ein so genanntes Multi-Brand-Store-Konzept verwirklicht. Auf zwei Etagen und 1800 m² kann man hier Mode, Möbel, Blumen und Bücher aussuchen und danach im Café im ersten Stock den Rest des Kleingeldes auf kulinarisch hohem Niveau loswerden. Theatinerstr. 10, U 3/6 Odeonsplatz, Tram 19 Theatinerstraße

Eisenblätter und Triska

Hut ab vor den beiden Designerinnen Katrin Eisenblätter und Astrid Triska, denn sie haben der Hutmode in München zu einer Renaissance verholfen. Hier findet jeder Kopf seinen Deckel, und zwar modisch elegant, extravagant und originell. Hans-Sachs-Str. 13, U 2 Fraunhoferstraße

Gabriele Blachnik Showroom

Mittlerweile kann es sich kein weiblicher Promi mehr leisten, in München ohne ein Blachnik-Gewand in die Öffentlichkeit zu treten. Die Modeschulenabsolventin hat den Sprung in die erste Liga der Klamottenkünstler geschafft und wurde so selbst zum Promi. Man muss ja nicht gleich einkaufen, schauen macht auch Spaß. Marstallstr. 8, www.gabriele-blachnik.de, Tram 19 Kammerspiele

Lollipop und Alpenrock

Ein weiteres Münchner Designwunder: Lola Paltinger schneidert die außergewöhnlichsten und schönsten Trachten, die sich die Schickeria nur vorstellen kann: Seidendirndl mit Stickereien und Strass, Jeanskniebundhosen und handbemalte Blumenschürzen. Ein erschwingliches Souvenir sind die T-Shirts mit röhrendem Hirsch und Puffärmeln. Tal 27, U-S-Bahnhof Marienplatz

Pool Boutique

Pool ist cool, sagt der Jungmünchner und kauft im gleichnamigen Trendshop die Garderobe für den Clubabend. Im Laden legen Münchner DJs auf, und an der Bar kann man sich vom Stress des Geldausgebens bestens erholen. Supercool. Maximilianstr. 11, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Quiksilver

Man möchte es nicht glauben, dass in München mit Surfmode Geschäft zu machen ist. Doch erstens haben Münchens Surfer den Eisbach, zweitens braucht der Surfer einen Laden zum Träumen. Und hier gibt es alles, vom styligen Hawaiihemd über Neoprenanzüge bis zum Profibrett für die big waves. Sendlinger Str. 20, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Servus Heimat

Dass Bayern der Nabel der Welt ist, davon ist dessen Bevölkerung überzeugt. Alle, die das noch nicht glauben, schauen in dem echt bajuwarischen Modeladen vorbei. Dank T-Shirts, Hemden und Taschen mit Heimatdrucken (das König-Ludwig-Motiv ist sehr beliebt!) werden sie ihre Meinung bald ändern. Ledererstr. 17, U-S-Bahnhof Marienplatz

Talbot Runhof

Die Designer Johnny Talbot und Adrian Runhof entstammen der Klamottenschneiderei »All About Eve«. Heute beliefern sie nicht nur die Creme der Münchner Schickeria mit Anzüglichem, sondern haben auch im Laden Extravaganzen pur, und das zu nahezu bezahlbaren Preisen. Einfach stöbern, schauen, staunen und bei Sonderangeboten zuschlagen. Klenzestr. 41, U 1/2 Fraunhoferstraße

Versace

Endlich hat die Stadt auch ihren Versace-Laden. Donatella Versace hat sich in den Maximilianhöfen eingemietet und bietet dort für gutes Geld Exklusives für sie und ihn. Und wem das nicht reicht, der kann sich auch noch seine Wohnung mit Versacemöbeln einrichten. Maximilianstr. 11, Tram 19 Kammerspiele

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Musik und Videos

Best Records

Der Inhaber heißt wie sein Angebot: Best (Christoph). Er hat hier in Uninähe eine der herrlichsten Fundgruben für Freunde klassischer Rockmusik eröffnet. Ob alte Jimi-Hendrix-Scheiben oder die Liveaufnahmen der Allman Brothers, hier können Sie das Geheimnis von Sex & Drugs & Rock 'n' Roll entdecken. Theresienstr. 46 (Ecke Türkenstr.), U 3/6 Universität, Tram 27 Schellingstraße

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Schuhe

Eduard Meier

Deutschlands ältestes Schuhhaus - Hoflieferant seit 1596. Auf der Visitenkarte heißt es: »Feine Schuhwaren, Jagdanzüge, Fliegenfische«. Residenzstr. 22, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Halfs

Fertigt die besten Haferlschuhe Münchens - früher Schuhwerk für Jäger- und Bergbauern, heute das absolute Muss für jeden ernsthaften Wiesn-Besucher. Wer's moderner mag: Achim Wünsch hat auch Ideen für sportliche wie elegante Varianten des Klassikers. Schellingstr. 42, U 3/6 Universität

Heels Angels

Frauen wissen: Den perfekten Schuh findet man nur einmal. Deshalb fertigen die »Absatzengel« exakte Kopien des wertvollen, aber abgetragenen Stücks. Auch handgefertigte und wunderschöne Einzelstücke: extravagante Clogs, liebevolle High Heels und schicke Ledertaschen. Klenzestr. 45, U 1/2 Fraunhoferstraße

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Sonstiges

Amber Lounge

Nicht nur eine der ersten Anlaufstellen vieler Schauspieler und Künstler für mädchenhafte Abendgarderobe, sondern auch eine zartrosafarbene Schatztruhe voller Düfte und Accessoires. Eine der Inhaberinnen ist die Schauspielerin Bettina Zimmermann, die so oft es geht selbst im Laden steht. Türkenstr. 51, Tram 27 Schellingstraße

Nymphenburger Porzellan

Es mag eigenartig anmuten, Bayerns berühmtestes Porzellan unter Vermischtes einzuordnen. Doch sind sowohl Qualität wie Preis jenseits dessen, was man einfach so beim Shopping mitnimmt. Der Laden atmet den Hauch des Exquisiten, der Tradition (seit 1747). Man muss ja nicht gleich ein zwölfteiliges Service erstehen, eine kleine feine Tasse tut es auch. Odeonsplatz 1, U 3/6 Odeonsplatz

Staubfänger

Unnütze Dinge versüßen das Leben: Geschenkpapier, das zu schade zum Verschenken ist. Aufblasbare Kissen, die man nicht benutzen möchte. Oder Keramikkannen, die besser in der Glasvitrine als beim Fünf-Uhr-Tee aufgehoben sind. Corneliusstr. 6, Bus 152 Gärtnerplatz

Insider-Tipp

Cord

Tanz mit Aussicht: Im Cord tanzt die Szene. Und zwar mit Panoramablick auf das nächtliche München

Pasinger Fabrik

Wilder Westen: Pasinger Fabrik – das ist ein multifunktioneller Kultursatellit am Pasinger S-Bahnhof

Münchner Lustspielhaus

Kleinkunst, groß geschrieben: Im Münchner Lustspielhaus trifft sich Europas Kabarett- und Kleinkunstszene, Gäste sitzen in gemütlichem Plüsch zum Plausch

Olympic

Schöner wohnen: Im Herzen des Glockenbachviertels ist das Hotel Olympic ein bezahlbarer Ort der Gastkultur

Bavaria

Eiserne Lady: Einmalig: abends das erleuchtete Oktoberfest von der Bavaria aus überblicken

Müllersches Volksbad

Baden in Kultur: Im Müllerschen Volksbad kann man in schönstem Ambiente Schmutz und Frust von Körper und Seele waschen

Frauenkirche

Auf Teufels Spuren: Der schwarze Fußabdruck im Eingangsbereich beweist es: Die Frauenkirche wäre beinahe vom Teufel persönlich zerstört worden

Olympiagelände

Bergtour: Architektur und Geschichte des weltberühmten Olympiastadions in 40 m Höhe erfahren – die Zeltdachtour macht’s möglich

Glyptothek

Antike und Apfelstrudel: Schöner als im Glyptothek-Café sitzt man nirgendwo in der Stadt

Aumeister

Prosit der Gemütlichkeit: Manche sagen, der Biergarten sei im Paradies erfunden worden. Im Aumeister können Sie diese These verifizieren

Friesische Teestube

Teezeremonie: Die Friesische Teestube ist ein Wohnzimmer mit Service. Lebenskünstler frühstücken hier den ganzen Tag

No Mi Ya

Misosuppe mit Weißbier: Bayerisch-japanisches Joint Venture in Sachen prima Essen und Trinken: das No Mi Ya

Beck am Rathauseck

Dorado für Klassik-, Jazz- und Ethnofreunde: Das Personal in der CD-Abteilung Beck glänzt durch exquisite Fachkenntnis

Dina4 Projekte

Junge Kunst fördern: Werke von Münchens Nachwuchskünstlern können Sie in der Galerie Dina4 Projekte erstehen – und sich später über deren Durchbruch freuen

Top Highlights

Ksar

Die elitäre Vergangenheit und die überteuerte Champagnerkarte hat eine der (immer noch) besten Szenebars der Stadt hinter sich gelassen. Nach Besitzerwechsel und Renovierung gilt heute lässiger Cocktailgenuss, angelehnt an die lilafarbene Blumentapete und beschienen von stilvollen Steinchenlampen. Tgl., Müllerstr. 31, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Nektar

Momentan der angesagteste Treff der Stadt. Vieles in einem - von der edlen Bar mit akzeptablen Preisen über Spezialräume mit Flatscreens bis zum »La Salle Blanche«, wo man liegend edel speist (nur mit Reservierung fixes Menü, Beginn 20 Uhr). Mo geschl., Tel. 45 91 13 11, Stubenvollstr. 1, S-Bahnhof Rosenheimer Straße

Optimolwerke

Das Gelände liegt direkt südlich der Kultfabrik und ist der Rest des ehemaligen Kunstparks Ost. In den 14 Clubs unterschiedlichster Prägung (von der Riesendisko Babylon bis zu Münchens angesagtestem Electroclub Harry Klein) weht noch der Hauch des alten KPO. Was vielleicht daran liegt, dass die Wirte eher auf die Kundschaft schauen als aufs Geld. Tgl., Friedenstr. 10, www.optimolwerke.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

Lach- & Schießgesellschaft

Nach wie vor Münchens renommiertestes Kabarett. Qualität garantiert! Man sitzt wie in einer Ölsardinenbüchse. Tipp: die jährliche Silvestergala. Haimhauser Str./Ursulastr., Tel. 39 19 97, www.lachundschiess.de, U 3/6 Münchner Freiheit

Filmtheater Sendlinger Tor

Münchens ältestes Kino besticht durch seinen Omacharme. Das große Haus zeigt auf seiner großen Leinwand Durchschnittsrenner. Logenplätze! Sendlinger-Tor-Platz, Tel. 55 46 36, www.filmtheatersendlingertor.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Herkulessaal

Klassisches in klassizistischer Umgebung: Der Herkulessaal der Residenz ist der Wallfahrtsort des Münchner Konzertpublikums. Residenzstr. 1 (Eingang Hofgartenstr.), Tel. 29 06 71, U 3/4/5/6 Odeonsplatz

Atomic Café

Hier tobt der Sound der Jugend und trifft sich die Britpop-Szene der Stadt. Viel Glitzer, viel Retro, viel Party. Hier hört man Trends, bevor sie welche sind. So geschl., Neuturmstr. 5, Tel. 228 30 54, www.atomic.de, U-S-Bahnhof Marienplatz

Bayerischer Hof

In dem hochklassizistischen Haus im Herzen der Stadt steigen Adel und Geldadel ab. Trotzdem Sonderangebote. Zum Reinschnuppern (und Entspannen): das luxuriöse Blue Spa (Tageskarte 24 Euro). DZ von 245-410 Euro, teuerste Suite 1550 Euro. 395 Zi., Promenadeplatz 2, Tel. 212 00, Fax 212 09 06, www.bayerischerhof.de, U-S-Bahnhof Stachus

Dorint Sofitel Bayerpost

Direkt am Südausgang des Hauptbahnhofs steht Münchens jüngstes Nobelhotel mit 180-m 2 -Präsidentensuite, edler Bar und exklusivem Service. Raffiniertes Licht taucht die Lobby in Alpenglühen. DZ 225-470 Euro. 396 Zi., Bayerstr. 12, Tel. 59 94 80, Fax 599 48 10 00, www.dorint.com, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Hotel Königshof

Sterngekrönte Küche, Marmorbäder, für Kenner und Genießer die absolute Nummer eins. Familie Geisel betreibt auch die Vinothek ums Eck. DZ 270-420 Euro, Suite bis 765 Euro. 87 Zi., Karlsplatz 25, Tel. 55 13 60, Fax 55 13 61 13, www.geisel-privathotels.de, U-S-Bahnhof Stachus

Cortiina

Natur pur genießen und dabei den Puls der Stadt fühlen. Das puristische Haus im Herzen der Stadt stattet seine Zimmer mit Jura-Naturstein, Naturkautschukmatratzen, Eichenparkettboden und Decken aus unbehandelter Baumwolle aus. Die Hotelbar ist ein Erlebnis für sich. 35 Zi., Ledererstr. 8, Tel. 242 24 90, Fax 242 24 91 00, www.cortiina.com, U-S-Bahnhof Marienplatz

Ritzi

Ein bunter, aber nobler Paradiesvogel. Künstler, Musiker und Promis zieht es in die 25 Themenzimmer, wenn sie auf der Suche nach ihrer Kreativität sind. Maria-Theresia-Str. 2a, Tel. 419 50 30, Fax 41 95 03 50, www.hotel-ritzi.de, U 4 Max-Weber-Platz

Mariandl

Wie in einem Schloss schlafen und wie ein König kredenzen. Vor allem Prominente schätzen den ausgezeichneten Service (Check-in bis 1 Uhr nachts!) und die liebevoll mit Antiquitäten eingerichteten Zimmer. Im Haus: das älteste Konzertcafé der Stadt mit erstklassiger Livemusik (Klassik, Swing, Funk) und süßen Leckereien. 29 Zi., Goethestr. 51, Tel. 54 40 43 48, Fax 54 40 43 96, www.mariandl.com, U 3/6 Goetheplatz

Allianz-Arena

Genau 2874 Luftkissen bilden die Außenhaut des neuen Fußballtempels, von den Einheimischen oft spöttisch als »Kloschüssel« bezeichnet. Dennoch ist er seit seiner Eröffnung im Mai 2005 eine der Top-Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben sich einen Spezialeffekt einfallen lassen: Wenn der FC Bayern spielt, leuchtet die Arena in heißem Rot, wenn der TSV 1860 zum Anpfiff erscheint, in kühlem Blau. Wer die versteckten Ecken der Arena erkunden will, kann bei einer Stadionführung sogar einen Blick in die Mannschaftsduschen werfen (außer an Spieltagen tgl. 11, 13, 15 und 17 Uhr, Eintritt 8 Euro, Tickets im Allianz-Arena-Shop, Tel. 01805/55 51 01). Werner-Heisenberg-Allee 25 (gut sichtbar von der Autobahn A 9 Richtung Nürnberg), www.allianz-arena.de, U 6 Fröttmaning

Bavaria-Filmgelände

Wer mit Kindern reist, darf das »Hollywood an der Isar« nicht versäumen. Auf dem 3,5 km² großen Gelände im Südosten Münchens findet seit 1919 deutsche Filmgeschichte statt. Hier haben die Großen der Zelluloidhistorie gedreht: Orson Welles, Alfred Hitchcock, Billy Wilder. Die Lollobrigida stand ebenso vor der Kamera wie Liz Taylor oder Romy Schneider. Auf den Führungen der Bavaria stehen der Besuch des U-Boot-Modells aus dem Petersen-Film »Das Boot« genauso auf dem Programm wie die Trickfiguren aus der »Unendlichen Geschichte« und Michael »Bully« Herbigs »(T)Raumschiff Surprise - Periode 1«. Es gibt mehrere Varianten, darunter eine mit Stuntshow und/oder 3D-Erlebniskino. März bis Okt. tgl. 9-16 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-15 Uhr, Eintritt ab 10 Euro (Führung), Bavariafilmplatz 7, www.bavaria-filmtour.de, Tram 25 Bavaria-Filmplatz

Nymphenburg

Man schenkte vornehm zu Kurfürst Ferdinand Marias Zeiten. Mitte des 17. Jhs. bescherte ihm Henriette Adelaide den ersehnten künftigen Thronfolger Max Emanuel. Dafür beehrte der stolze Vater sie mit dem Schloss Nymphenburg. An die 700 m, also dreimal so lang wie das Olympiastadion, ist die Front dieser barocken Schlossanlage, deren Bau von 1664 bis 1757 gedauert hat. Sie diente den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz, und wer durch all die prächtigen Gemächer flaniert, kann erahnen, wie nobel es zur Glanzzeit des bayerischen Hofes zugegangen sein muss. Neben dem Mittelbau mit seinem prunkvollen steinernen Saal und der Schönheitengalerie locken das Marstallmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Wagen, Schlitten und Geschirren und das Porzellanmuseum mit Pretiosen der namensgleichen Manufaktur.

Residenz

Eine schier unfassbare Pracht bietet sich dem Besucher. Unsere Empfehlung: mindestens einen ganzen Tag hierfür einplanen. Denn nach der Zerstörung durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges hat der Freistaat Abermillionen in die Restaurierung der »Herzkammer Bayerns« gesteckt, die ein halbes Jahrtausend Sitz der Herrscher war. Alle architektonischen Spielarten, die die Kultur Bayerns geprägt haben, findet man hier: strenge Renaissance, überbordendes Barock, verspieltes Rokoko und geradlinigen Klassizismus. 1385 wurde der Grundstein für die Neuveste im Nordosten der alten Stadt gelegt. Über die Jahrhunderte entstand Schritt für Schritt die Residenz, bestehend aus drei Hauptkomplexen und sechs Innenhöfen. Wer nicht alle Kostbarkeiten zwischen Residenz-, Hofgarten- und Marstallstraße anschauen kann, sollte zumindest das Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung besuchen. Das Vestibül, die Ahnengalerien, Porzellankabinett, Antiquarium (in dem heute noch die großen Empfänge des Ministerpräsidenten stattfinden), die Porzellankammern, die Reichen Zimmer, das Spiegelkabinett und die Nibelungensäle bieten einen groben Überblick. März-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 10-16 Uhr, Eintritt 6 Euro, Max-Joseph-Platz 3, www.schloesser.bayern.de, U-S-Bahnhof Marienplatz, Tram 19 Max-Joseph-Platz

Asamkirche

Der Märtyrer Johannes von Nepomuk ist der Schutzpatron der Brücken. Und doch steht die ihm geweihte Kirche etwa 1 km entfernt von der Isar. Trotzdem hat der heilige Nepomuk hier eine gewisse Aufgabe: Die Asamkirche in der Sendlinger Straße, eingerahmt von Boutiquen und schicken Geschäften, ist eine für München typische ideelle und architektonische Brücke zwischen zwei Welten: Lebenslust und Konsumrausch treffen hier auf Tradition und verwurzelten Katholizismus, moderne Funktionsbauten auf überbordende Barockarchitektur. Für Fotoamateure ist das malerische Dämmerlicht im Inneren der Kirche eine echte Herausforderung, für Freunde der Kunsthistorie bieten der von vier gewundenen Säulen umrahmte Hochaltar und die plastische Dreifaltigkeitsgruppe darüber tausend Möglichkeiten der Deutung. Zwischen 1975 und 1982 ist die Asamkirche mit so großem Aufwand restauriert worden, dass Lästermäuler behaupteten, mit diesem Geld hätte sich eine ganze Stadtratsriege ihre Plätze im Paradies erkauft. Sendlinger Str. 62, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Frauenkirche

Heißt eigentlich »Dom zu unserer lieben Frau« und ist Bischofskirche der Erzdiözese München-Freising. Sie ist länger als ein Fußballfeld (109 m), fasst 2000 Personen und ist mit ihren beiden welschen Hauben auf den Türmen (der südliche Turm ist mit 99 m um 1 m kürzer) das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist von der südlichen und westlichen Einfallstraße (Autobahn München-Garmisch und Nymphenburger Straße) nahezu vom Stadtrand aus sichtbar, dank eines alten Rechtes, demzufolge dieser Blick nicht verbaut werden darf. Der spätgotische Bau besticht durch die klare, fast strenge Gliederung.

Englischer Garten

New York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde »seinen« Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine »Nackerten« berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.

Olympiagelände

Weltweit Beispiel für revolutionäre zeitgenössische Architektur ist der Münchner Olympiapark geworden. Nachdem die Stadt den Zuschlag für die Spiele 1972 bekommen hatte, beschloss die Kommune, das Motto »Fröhliche Spiele« bereits beim Bau der Sportstätten umzusetzen. Das Architektenbüro Behnisch und Partner setzte auf das archaische Prinzip der Zeltkonstruktion. Und so entstand auf dem 3 km² großen Gelände des einstigen königlich-bayerischen Exerzierfeldes am Oberwiesenfeld ein kühnes Nebeneinander von in sich geschlossenen Dachlinien, die überragt werden vom 291 m hohen Olympiaturm (Eintritt 4 Euro). Von 9 bis 24 Uhr laufen die Aufzüge, und dann ist auch das Drehrestaurant dort oben mit respektabler Küche in Betrieb. Zentrum des Olympiageländes ist das 80 000 Besucher fassende Stadion. Früher Heimat der Fußballvereine FC Bayern und TSV 1860, die jedoch seit 2005 in der Allianz-Arena in Fröttmaning ein neues, moderneres Zuhause gefunden haben. Seitdem sucht man nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Und fand sie etwa im Air & Style, einem internationalen Snowboardwettbewerb, der für die nächsten Jahre immer Anfang Dezember stattfindet, in der SoccaFive Arena, in der fünf gegen fünf auf Minispielfeldern gegeneinander antreten (Tel. 30 67 21 37, www.olympiapark-soccafive.de) oder in einer geführten, zweistündigen Bergtour über das Zeltdach (April-Okt., Tel. 30 67 24 14, 40 Euro). Im Theatron am Olympiasee finden im Sommer kostenlose Popkonzerte statt. Der aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschichtete Olympiaberg dient Trimmern zum Schwitzen und Besuchern zur Aussicht über die Stadt. www.olympiapark-muenchen.de, U 3, Bus 51, 173 Olympiazentrum, Bus 174, 178 Olympia-Eisstadion

Glockenbachviertel

Benannt nach dem Bächlein, das am alten Südfriedhof vorbeifließt. Zwischen Schlachthof-, Gärtnerplatzviertel und Innenstadt hat sich eine kleine, feine, originelle Szene entwickelt. Künstler aus der Glockenbachwerkstatt, Schauspieler aus den Theatern rund um die Hans-Sachs-Straße, in der es auch Münchens einzigen Knopflochladen gibt, prägen das rege Kneipenleben. In letzter Zeit haben sich viele Jungdesigner in baufälligen Hinterhöfen niedergelassen. Ein Viertel zum Verweilen.

Alte Pinakothek

Nach mehrjähriger Totalrenovierung erstrahlen die Räume in neuem Glanz. In der Alten Pinakothek finden Sie unter den 1400 alten Meistern zwar nicht Leonardo da Vincis »Mona Lisa«, dafür aber seine »Maria mit dem Kinde« oder Lorenzo Lottos »Mystische Vermählung der heiligen Katharina«. Die Alte Pinakothek zählt zu den sechs wichtigsten Gemäldegalerien der Welt. Ihre Gemälde repräsentieren alle Schulen der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jh. Die Schwerpunkte aber sind deutsche und niederländische Malerei des 15. und 16. Jhs., holländische und flämische Malerei des 17. Jhs., italienische Malerei des 15. bis 18. Jhs., französische und spanische Malerei der Barockzeit.

Deutsches Museum

Vermutlich würden nicht einmal drei Wochen genügen, um im Deutschen Museum alles zu sehen. Mit 55 000 m² Ausstellungsfläche und rund 17 000 Objekten zählt es zu den größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Die Bestände des 1903 von Oskar von Miller gegründeten Museums werden laufend ergänzt und mit Exponaten der neuesten technischen Entwicklungen versehen. So findet sich in der Mammutshow auf der Isarinsel alles, was den Menschen in Sachen Technik bislang eingefallen ist.

Glyptothek

Münchens ältestes Museum und gleichzeitig eines der ersten öffentlichen Museen Europas ist die Glyptothek am Königsplatz. König Ludwigs I. berühmte Antikensammlung öffnete ihre Pforten im Jahre 1830, also noch vor dem British Museum in London oder der Eremitage in St. Petersburg. Ein Gesamtkunstwerk der Superlative: eine besonders großartige Skulpturensammlung Europas in einem der bedeutenden klassizistischen Bauwerke Deutschlands. Die meisten der ausgestellten Werke sind freilich Kopien.

Haus der Kunst

Seit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne ist dieses Haus mit seiner eigenartigen Geschichte (Hitler gab seinem Lieblingsarchitekten den Auftrag für ein Haus der deutschen Kunst) in Gefahr, in die zweite Reihe abzurutschen. Dagegen stemmt sich Chris Dercon, seit 2002 Direktor. Er versucht erfolgreich, mit neuem Konzept und präziser Auswahl der Ausstellungen verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Die ersten Jahre zeigen Mut zu Außergewöhnlichem. Dass hier mit Florian Süßmayr gar ein neuer Star entdeckt wurde, ist dem Haus der Kunst schon seit langem nicht mehr passiert. Nun will Dercon das Haus gar in seinen ursprünglichen Nazistil zurückverwandeln - als kulturhistorisches Mahnmal. Tgl. 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, Eintritt je nach Ausstellung ab 6 Euro, Prinzregentenstr. 1, www.hausderkunst.de, Tram 17, Bus 100 Haus der Kunst

Lenbachhaus

Nur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt liegt ein besonders schönes Museum Münchens: die ehemalige Villa des »Malerfürsten« Franz von Lenbach. Wer seinen Schritt durch das schmiedeeiserne Eingangsportal lenkt, findet nicht nur Kunst, sondern auch eine grüne Oase der Ruhe und Erholung. Seit 1929 sind in der ockergelben, im italienischen Landvillenstil der Renaissance erbauten Künstlerresidenz die Sammlungen der Städtischen Galerie untergebracht. Die umfangreichen Bestände dokumentieren die Geschichte der bildenden Kunst in München von der Gotik bis zur Gegenwart. Schwerpunkte der Sammlungen liegen jedoch im 19. Jh. (Lenbach-Nachlass) und im 20. Jh. (Jugendstil, Paul-Klee-Sammlung, Kubin-Archiv).

Münchner Stadtmuseum

Ein Heimatmuseum im eigentlichen Sinne ist das Münchner Stadtmuseum nicht. Der alte Sammlungskern umfasst historische Waffen, plastische Kleinkunst (Moriskentänzer!), Münzen und Medaillen sowie volkskundliche Objekte und Textilien (Brautschmuck, Trachten, Krippen). Zu den interessanten Fachmuseen, die alle im Stadtmuseum untergebracht sind, zählen eine große Puppentheaterabteilung (mehr als 50 000 Puppen) und eine große Musikinstrumentensammlung. Nicht zu vergessen: das Modemuseum (mit Kleidung, Accessoires, Grafiken und Fotografien vom 18. Jh. bis heute) und das Foto- und Filmmuseum (im Museumskino täglich zwei öffentliche Vorführungen). Neu ist die Dauerausstellung »Chiffren der Erinnerung« über München als Hauptstadt der Bewegung. Als Geheimtipp gelten die pfiffigen Wechselausstellungen im Stadtmuseum zu Themen wie »Tod«, »Oktoberfest« oder »Nightmares in Plastic«. Di-So 10-18 Uhr, Eintritt 4 Euro, So frei, St.-Jakobs-Platz 1, www.stadtmuseum-online.de, U-S-Bahnhof Marienplatz

Neue Pinakothek

Als Pendant zur Alten Pinakothek gründete Ludwig I. in der Mitte des vorigen Jhs. direkt gegenüber die Neue Pinakothek. In Europa das erste große Museum für zeitgenössische Kunst, das öffentlich zugänglich war. Doch Kriegszerstörungen zwangen zum Abbruch des alten Klenze-Gebäudes. Alexander von Brancas neues Galeriegebäude, das 1981 als der größte deutsche Museumsneubau nach dem Krieg eröffnet wurde, löste eine Welle von Begeisterung, aber auch kontroverse Diskussionen aus.

Pinakothek der Moderne

Sie ist der Star unter Münchens Kunsthäusern. Nach großen Querelen endlich 2002 eingeweiht, registrierte man schon nach wenigen Wochen den millionsten Besucher und übertraf sogar die Londoner Tate Gallery an Beliebtheit. Das von Stefan Braunfels entworfene Haus entstand mit der Idee, selbst ein architektonisches Kunstwerk zu sein und so der Kunst ein adäquates Zuhause zu geben (auch wenn manche Lästermäuler von einer »Schuhschachtel« sprechen). Vier große Sammlungen des Freistaates und eine Reihe privater Schenkungen sind hier untergebracht, so die Staatsgalerie Moderner Kunst mit Werken der Blauen Reiter bis Beuys. Auf mehr als 12 000 m² werden die wichtigsten künstlerischen Entwicklungen von Malerei, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jhs. gezeigt. Dazu kommen Video- und Fotokunst sowie große aktuelle Schauen. Di, Mi und Sa, So 10-17 Uhr, Do und Fr 10-20 Uhr, Eintritt 9 Euro, So 1 Euro, Barer Str. 40, www.pinakothek.de, U 2/8 Theresienstraße, Tram 27 Pinakothek

Valentin-Karlstadt-Musäum

Im Isartorturm ist Münchens liebenswertestes und lustigstes Museum untergebracht. Neben dem Nagel, an den der Volksschauspieler Karl Valentin (sprich »Fallentin«) seinen bürgerlichen Beruf hängte, und dem Winterzahnstocher mit Pelzbesatz ist in dem Panoptikum so manche skurrile Kostbarkeit, aber auch eine phantasievolle Dokumentation damaliger Volksschauspielkunst zu sehen. 2001 wurde auch eine eigene Liesl-Karlstadt-Abteilung eingerichtet. Unterm Dach findet sich ein bewirtschaftetes Volkssängerlokal mit einer »Kaffeehauseinrichtung« aus der Zeit der Jahrhundertwende. Übrigens: Senioren über 99 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. Eintritt 1,99 Euro, Mo, Di, Sa 11.01-17.29 Uhr, Fr 11.01-21.59 Uhr, So 10.01-17.29 Uhr, www.valentin-musaeum.de, Tal 43, S-Bahnhof Isartor

Villa Stuck

Mitten in Münchens Nobelviertel Bogenhausen liegt das neoklassizistische Jugendstilpalais des Münchner »Malerfürsten« Franz von Stuck. Exterieur und Interieur dieses eigenwilligen Gesamtkunstwerks wurden von Stuck selbst konzipiert. Zu seinen Lebzeiten war die 1898 vollendete Künstlervilla glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Erdgeschoss können Sie die Repräsentationsräume mit den prächtigen Wanddekorationen sowie eine Sammlung von Stucks Bildern, Skulpturen und Möbeln bewundern. Oben befindet sich das Atelier mit einer prunkvollen Kassettendecke, schönen Gobelins und dem »Altar der Sünde«. Herausragende Wechselausstellungen zur Kunst um die vorletzte Jahrhundertwende und aus der Jugendstilepoche. Mi-So 11-18 Uhr, Eintritt 4-8 Euro, Prinzregentenstr. 60, www.villastuck.de, U 4 Prinzregentenplatz, Tram 18 Friedensengel

Makassar

Mediterranes im Glockenbachviertel. Der Küchenchef war Schiffskoch bei Meeresforscher Jacques Cousteau. Er hat auch ein Händchen für scharf gewürzte kreolische Küche. So geschl., Dreimühlenstr. 25, Tel. 77 69 59, Bus 152 Ehrengutstraße, Bus 131 Röcklplatz

Geisel Vinothek

Hort des Genießens im Bahnhofsviertel. Hier zaubert man sich lukullisch nach Mediterranien. Und das auch noch zu durchaus annehmbaren Preisen. Tgl., Schützenstr. 11, Tel. 55 13 71 40, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof

Rubico

Immer voll und voll angesagt. Das Rubico entzückt mit allerlei raffiniert dekorierten und zubereiteten Speisen - meist mediterran inspiriert und stets mit einem Schuss Originalität. Kommen Sie unbedingt abends! Erst dann entfalten die Lichtkompositionen ihre volle Wirkung und bescheinen das helle Holz und das Milchglas perfekt. So und Mo geschl., Klenzestr. 62, Tel. 20 20 78 28, U 1/2 Fraunhofer Straße

Ruffini

Qualität zu angemessenen Preisen. Hier frühstückt der arrivierte Künstler neben dem Rundfunk-DJ. Im Sommer genießen alle die Dachterrasse. Mo geschl., Orffstr. 22, Tel. 16 11 60, U 1 Rotkreuzplatz

Franziskaner Fuchsenstuben

Ehrwürdige Gaststätte mit Betonung auf »Gast«. Hier werden mit die besten Weißwürscht zum Frühstück serviert. Empfehlenswert: Spanferkel, in Malzbier gebraten. Tgl., Perusastr. 5, Tel. 231 81 18, Tram 19 Theatinerstraße

Fraunhofer

Immer noch Münchens bekannteste Studentenkneipe. Ein Hort der 68er-Gedanken und der bierschweren Nostalgie. Tgl., Fraunhoferstr. 9, Tel. 26 64 60, U 1/2 Fraunhoferstraße

Weißes Brauhaus

Uriges bayerisches Wirtshaus mit derb-grantigen, aber fixen Kellnerinnen und den himmlischsten Semmelknödeln auf Erden. Tgl., Tal 7, Tel. 29 01 38, U-S-Bahnhof Marienplatz

Antikpalast

Ob Jugendstil oder Biedermeier, ob Vase oder Bett, ob für 10 oder für 1000 Euro, hier findet jeder Antiquitätenfreak alles, was er vielleicht nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Auf gut 5000 m² mit mehr als 100 Händlern können Sie supergünstige Schnäppchen machen. Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18, So 11-17 Uhr, Rosenheimer Str. 143, www.antikpalast-muenchen.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof

Dallmayr

Das Münchner Feinkostgeschäft mit Tradition und Stil. In den historischen Hallen mit den wuchtigen Marmorsäulen erwartet Feinschmecker ein wahres Paradies voller Köstlichkeiten: frische Salate, Pasteten, Hummer und Lachs, 120 ausgesuchte Wurstsorten, 250 verschiedene Sorten Käse, Wild, Geflügel und Fleisch. Daneben erlesene Tee- und Kaffeesorten, Weine, exklusive Tabake, eine wunderbare Confiserie, exotische Spezialitäten und eine exklusive Pastaabteilung. Im ersten Stock das hauseigene Schlemmerlokal. Dienerstr. 14/15, U-S-Bahnhof Marienplatz

Beck am Rathauseck

Das etwas andere Kaufhaus, originell, witzig, charmant. Bei Beck gibts auf sechs Stockwerken neben populären Qualitätskollektionen und einer wirklich großen Strumpf- und Knopfabteilung auch Modellstücke aus Jungdesignerhand. Einzigartig sind Auswahl und Angebote in den CD-Abteilungen für Klassik, Jazz und Ethnomusik. Kundigere Verkäufer findet man nirgends in der Republik. Marienplatz 11, U-S-Bahnhof Marienplatz

Fünf Höfe

Hier hat auch das Architektenbüro Herzog und de Meuron aus Basel mitgezeichnet, Bauherren der neuen Allianz-Fußballarena. Mitten in München entstand so Anfang des neuen Jahrtausends eine Shopping-Mall und Baridylle, die es mit den großen Konkurrenten aus New York und Paris aufnehmen kann. Von Manufaktum bis zur Edelboutique, vom feinen Glasladen bis zur Hypokunsthalle, von Schumann's Tagesbar bis zum Restaurant Barista ist hier Münchner Lebensgefühl komprimiert. Zwischen Theatiner- und Kardinal-Faulhaber-Str., U 3/6 Odeonsplatz

Maximilianhöfe

Münchens jüngstes Shoppingareal will im internationalen Wettbewerb der Einkaufspaläste bestehen. Die Namen der Läden sprächen nicht dagegen: Etro, Versace, Armani, Dolce & Gabbana, dazu Juweliere und das exklusive Kindermodengeschäft Valentina & Me. Dass die Atmosphäre hinter der grandiosen Bürklein-Fassade aus dem 19. Jh. etwas kühl wirkt, liegt zum einen wohl an den Mietpreisen (200 Euro pro m²) und den daraus resultierenden Mietern, zum anderen an der bestenfalls kühnen Stahl-Glas-Konstruktion des entkernten Gebäudes. Maximilianstr. 11-15, Tram 19 Kammerspiele

Viktualienmarkt

Größter und ältester Münchner Lebensmittelmarkt (seit 1807) in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Milchprodukte, Eier, Geflügel, Wein, Brot und Honig; in den Hallen Fisch, Fleisch und Wild. Der Markt hat noch etwas von der viel beschworenen Münchner Gemütlichkeit und Atmosphäre bewahrt, und unter den Marktfrauen findet sich noch so manches Münchner Original. Die Metzger haben eine eigene Ladenzeile in den Arkaden unter dem Petersberg. Der Viktualienmarkt steht für hohe Qualität und hohe Preise. Besonderheiten: der Maibaum des Vereins Münchner Brauereien, ein kleiner Biergarten und die sechs Gedenkbrunnen mit Standbildern bayerischer Volkssänger, Komiker und Humoristen. Fast täglich bekommen Karl Valentin und die anderen Münchner Ideale frische Blumen in die Arme gelegt. Mo-Sa 7.30-18 Uhr, U-S-Bahnhof Marienplatz

Lollipop und Alpenrock

Ein weiteres Münchner Designwunder: Lola Paltinger schneidert die außergewöhnlichsten und schönsten Trachten, die sich die Schickeria nur vorstellen kann: Seidendirndl mit Stickereien und Strass, Jeanskniebundhosen und handbemalte Blumenschürzen. Ein erschwingliches Souvenir sind die T-Shirts mit röhrendem Hirsch und Puffärmeln. Tal 27, U-S-Bahnhof Marienplatz


Auftakt

Entdecken Sie München!

Eine Weltstadt mit Herz, mit viel Sinn für Lebensfreude und Amüsement. München zelebriert bayerische Lebensart und gibt sich als Szenetreff

München ist immer beides: Großstadt und Provinz, Metropole und Millionendorf, High-Tech-Bastion und Trachtenwerkstatt, vielfacher deutscher Fußballmeister mit dem FC Bayern und einstiger Arbeiterverein mit dem Bundesligisten TSV 1860 München. München ist Universität und Analphabetismus, Villenvorort und Glasscherbenviertel, Jugendstilarchitektur und Vorstadtsünde, oder, um es kulinarisch auszudrücken: Es gibt Weißwurst und Nouvelle Cuisine, Schweinsbraten und Trüffeln, Bier und Bloody Mary. München ist eben ambivalent.

Wer München entdecken will, muss sich auf ein Wechselbad einlassen. Er muss mit dem Münchner Grant (das ist, wenn ein Münchner in Ruhe gelassen werden will, und das will er eigentlich immer) genauso rechnen wie mit der sprichwörtlichen Gemütlichkeit, die es, abseits vom touristischen Trampelpfad durch die Stadt, wirklich gibt. Und wer die wichtigste Regel beachtet, die heißt: »Nimm München so, wie es ist«, wird in dieser Stadt eine wunderschöne Zeit erleben, egal ob es regnet, ob die Sonne scheint oder ob Föhn ist.

Natürlich können Sie München auch auf eigene Faust entdecken. Doch ein paar Daten und Details möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. München ist die Hauptstadt des Freistaates Bayern, drittgrößte Stadt der Bundesrepublik, liegt 478 m über dem Meeresspiegel (am Hauptbahnhof), hat mehr als 1,2 Mio. Einwohner, eine weit unter dem Durchschnitt liegende Arbeitslosenquote und angeblich die meisten Multimillionäre. Es gibt immer noch zu wenig Livebühnen für die Musik junger Leute, dafür hoch subventionierte Edelkultur von Oper über Ballett bis Sprechbühne, ein teures U-Bahn-System, die gute alte Trambahn, 3500 zentral organisierte Taxis, fünf Tageszeitungen und mit dem Bayerischen Rundfunk einen der großen Sender der ARD. München ist, bis auf kurze Intervalle, traditionell von der SPD regiert, also eine rote Bastion im sonst so »schwarzen« Bayern. Die Stadt hat 25 Bezirke, 24 Polizeireviere und die größte Ärztedichte der Bundesrepublik. München ist mit seinen mehr als 100 000 Studenten eine der größten Akademikerschmieden Deutschlands. Viele Studiosi leiden unter den enorm hohen Mieten - auch hier ist München in Deutschland Spitze.

Historisch gesehen hat München gegenüber den anderen beiden bayerischen Großstädten Augsburg und Regensburg einen kleinen Makel: Es war kein Siedlungsort der Römer, die unter Cäsar in diese Gegend einmarschiert sind. Doch haben hier Menschen schon in der Jungsteinzeit gelebt und Spuren hinterlassen. Die Kelten trieben sich dann im 6. Jh. in der Gegend herum, und im 10. Jh. befanden Mönche vom Tegernsee, dass diese Gegend ideal zum Besiedeln sei. Also ließ man sich in »Munichen« nieder, und seither ziert das Stadtwappen ein Mönch, im schwarzen Habit mit Goldrand. (Dass das Münchener Kindl als Stadtmaskottchen ebenfalls im Mönchsgewand steckt, ist ein ganz und gar unklerikaler Scherz der Geschichte.)

Der Welfe Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, beschloss 1158, dem Bischof von Freising einen Streich zu spielen: Er ließ die dortige Zollbrücke über der Isar zerstören und errichtete eine neue isaraufwärts in Munichen. Markt und Münze kamen hinzu, München war gegründet. Schon gut 30 Jahre später wurde Heinrich geächtet und die Stadt zur Residenz der Wittelsbacher (1255), deren Einfluss bis heute spürbar ist. Noch ein paar Daten im Schnelldurchlauf: 1632 besetzt Gustav Adolf von Schweden die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Krieges. 1634 sterben über 7000 Menschen an der Pest, ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Die Österreicher sind hier kurzzeitig Herren während des Spanischen Erbfolgekrieges, und 100 Jahre später, im Jahr 1800, wird München von den Franzosen eingenommen. Doch sechs Jahre darauf wird Bayern Königreich und München Sitz der Verwaltung.

Im 20. Jh. spielt München keine sehr rühmliche Rolle. Zwar startet Kurt Eisner hier 1918 die Novemberrevolution, doch findet 1923 ebenfalls in München der erste nationalsozialistische Putschversuch statt, diesmal noch ohne Erfolg. Der kam dann später, und München wurde zur Hauptstadt der braunen Bewegung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde halb München zerbombt. Und noch einmal kommt München weltweit aus schrecklichem Anlass in die Schlagzeilen: 1972, während der Olympischen Sommerspiele, scheitert der Befreiungsversuch jener israelischen Sportler, die von arabischen Terroristen gekidnappt worden waren, durch Spezialeinheiten der Polizei. Die Bilanz: 17 Tote, darunter fünf Terroristen. Die »fröhlichen Spiele« waren vorbei, auch wenn es dann hieß: The games must go on.

München ist Gott sei Dank nicht nur Oktoberfest. München ist auch ein gewisses Lebensgefühl, und zwar ein sehr vielschichtiges. Dazu gehört eine Heerschar von Beautys beiderlei Geschlechts. Man sieht sie in der Diskothek P1, im Nektar oder früh am Morgen um 15 Uhr im Forum beim Frühstück. Konträr dazu ist der Münchner Edelbayer. Er trägt den Loden wie den Zobel, spricht den Dialekt mit vornehmer Distanz und schmückt ihn mit Fremdwörtern. Er verzehrt die Weißwurst mit gespreiztem Finger, gibt wenig Trinkgeld und hat ein Opernabonnement.

Fast hätten wir nun den Münchner schlechthin vergessen. Er ist, innerhalb der bayerischen Sippe, nicht unumstritten und ein wenig beneidet. Der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied, ein Meister des scharfen bayerischen Wortes, sagt über ihn: »Da Münchner is no so vui Bayer, dass er 's Maul halten möcht, und so viel Preiß, dass er sein Schmarrn dann doch nausredt.« Doch das ist nur die eine Seite, und die auch noch von außerhalb betrachtet. Der Münchner ist, wenn man das überhaupt verallgemeinern darf, ein eher geruhsamer Mensch. Er sitzt gerne vor seinem Weißbier und denkt nach: über Gott, die Welt, den FC Bayern und die Steuererklärung. Er ist nicht unbedingt kontaktfreudig, und es ist wohl eine der höchsten Auszeichnungen, wenn er es einem Fremden gestattet, an seinem Tisch Platz zu nehmen. Touristen finden Münchner natürlich auch im Hofbräuhaus. Die werden dort ausgestellt. Doch um echte Münchner zu treffen, ist es empfehlenswerter, sich eines der kleinen Wirtshäuser zu suchen, die in den Seitengassen angesiedelt sind. Oder man stelle sich neben eines der Open-Air-Schachbretter, im Park bei der Technischen Universität oder an der Münchner Freiheit. Dort wird jeder Zug intensiv diskutiert, und eine bessere Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen, findet sich kaum. Denn beim Kartenspielen am Stammtisch darf man nun wirklich nicht stören. Auch wenn man Skat kann, was dem bayerischen »Schafkopfen« - (kommt nicht von Schaf, sondern vom Holzschaff, auf dem früher gespielt wurde) - ähnlich ist.

Und wie sieht der Münchner seine Stadt? Gegenüber einem Fremden wird er sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. Es gibt ja das beliebte Medienspielchen, in dem in schöner Regelmäßigkeit irgendein Hamburger Magazin oder eine Berliner Zeitung wieder auf die Stadt an der Isar einprügelt. Dann werden in München die Federn gespitzt zum Gegenschlag. Bayerisch hat einen reichen Schatz an heimtückischen Worten. Und der Dialekt erlaubt rüdeste Scherzchen, weil er ja so gemütlich klingt.

Für Besucher empfiehlt es sich, das Auto am Stadtrand oder in der Hotelgarage zu lassen. Denn Parkplätze in der Innenstadt sind selten. Und wer falsch parkt, wird abgeschleppt oder bekommt zumindest ein schmerzhaft teures Knöllchen. Was aber ist nun Touristen zu empfehlen, damit sie einen ersten, möglichst typischen Eindruck von der Stadt bekommen? Wer mit dem Zug kommt, sollte vielleicht durch den Alten Botanischen Garten runter zum Promenadeplatz wandern, weiter über den Marienplatz, hinter dem Rathaus vorbei, zur Maximilianstraße, nach Norden in die Residenzstraße einbiegen und sich in den Pfälzer Weinprobierstuben vom ersten Eindruck erholen. Wer Münchner Luft atmen will, sollte in den Biergarten vom Augustiner gehen. Im Schatten der Kastanien bringt eine freundliche (!) Kellnerin ein kühles Weißbier, dazu irgendwas Feines, Bayerisches zum Essen. Von Ferne tost der Großstadtverkehr, doch hier ist eine Oase des Friedens. Und egal, woher man kommt, dann ist man froh, in München zu sein.


Angesagt

Angesagt!

Events, Meetings und Aktionen, die Sie kennen und nicht verpassen sollten

Blade Night - auf acht Rollen durch die Stadt

18-mal im Jahr trifft sich alles, was rollen kann, gegen Abend in der Wredestraße, um von dort etwa 15 km durch die Stadt zu bladen. Die Routen sind so konzipiert, dass möglichst wenig Steigungen, Gefälle und Straßenschäden drohen. Da die Sache recht wetterabhängig ist, sollten Sie sich vorher informieren, ob und wann es abgeht (www.muenchnerbladenight.de oder montags ab 17 Uhr Tel. 0180/552 75 00). Wredestraße, S-Bahnhof Hackerbrücke

Beachvolleyball

Sich zum Baggern auf den Bauch werfen: Das ist derzeit der Renner im Münchner Freizeitleben. Dazu Westcoastsound, hübsche Mädchen und eine Beachbar. Topadressen: Ungererbad (Traubestr. 3), Michaelibad (Heinrich-Wieland-Str. 24), Beacharena (Föhringer Ring 5, www.beacharena.com), Roberto Beach (Aschheimer See, www.robertobeach.de).

Boule

In München hat sich eine Fangemeinde der silbernen Kugeln etabliert. Sie ist froh um jeden Gast, den man schlagen kann. Die Mitglieder der 1. Münchner Kugelwurfunion treffen sich bei gutem Wetter täglich um 16 Uhr im Hofgarten. Infos unter www.mkwu.de, U 3/6 Odeonsplatz

Eisbach-Surfen

Mitten in München wird gesurft. Und zwar das ganze Jahr über und bei fast jedem Wetter. Deswegen stehen auch immer so viele Menschen an der Brücke, die neben dem Haus der Kunst die Prinzregentenstraße über den Eisbach führt. Die Welle in diesem Bach ist sogar im Stormriders Guide vermerkt, der Bibel der Surfer. Auf ihr reiten Münchens Bretterkönige und -königinnen, eingepackt in Neopren, so lange, bis der Gleichgewichtssinn schwindet. Achtung: Die Strömung ist tückisch, deshalb sollten Sie lieber zuschauen als mitmachen. Am spannendsten ist es nach der Schneeschmelze oder nach starkem Regen.


Ausflüge und Touren

Wie Gott in Bayern

Genussfreudige Mönche, weiße Flotten, barocke Orte und gemütliche Wirtshäuser warten auf die Tagesausflügler aus München

Mit dem Radl um den Starnberger See

Die fleißigeren Radler fahren mit der S 6 nur bis Gauting und strampeln die wenigen Kilometer bis zum Mühltal (Abzweigung rechts im Wald). Dort liegt einer der schönsten Biergärten des Münchner Südens, am Wochenende auch mit Dixieland (Wirtshaus Obermühltal, Mo geschl., Tel. 08151/85 85, €). Dann geht es rauf aufs Stahlross, runter ins Würmtal und rechts Richtung Starnberg. Starnberg selbst ist zwar keine architektonische Perle. Aber hier an der Uferpromenade zu sitzen und vor der Alpenkulisse den Segelbooten zuzuschauen, ist schon ein bisschen Paradies. Dann aber weiter Richtung Weilheim. An der Ampel am Berg rechts nach Söcking. Links von der Straße führt nun bald ein gepflegter Radweg hügelige 14 km in Richtung Andechs, ein Name, bei dem Bierkenner und Klosterspezialisten aufmerken: Andechs ist ein Benediktinerkloster, das sich, anders als die meisten dieses Ordens, nicht der Pädagogik widmet, sondern der Kunst des Bierbrauens. Weitere Spezialitäten: Andechser Käse und Obatzda (Klostergasthof tgl., Bergstr. 9, Tel. 08152/930 90, €).

Auf nach Niederbayern

Fahren Sie über die Autobahn Nürnberg bis zum Kreuz Neufahrn, und biegen Sie rechts Richtung Deggendorf und Flughafen München ab. Weiter auf der Autobahn bis zur Ausfahrt Moosburg-Nord, von dort auf die B 11 nach Landshut. Schon von weitem grüßt St. Martin, der mit 130,6 m höchste Backsteinturm der Welt und Gottesfinger einer wunderbaren gotischen Kathedrale. Landshut ist ein Idyll: reich, sehr bürgerlich, ein architektonisches Wunderland. Die Fürstenhochzeiten sind immer noch eine Weltattraktion. Darüber hinaus gilt Landshut mit der prächtigen Burg Trausnitz als eine der schönsten Städte Bayerns.

Eine Rundreise mit dem Schiff auf dem Chiemsee

Am Bahnhof Prien empfängt sie gleich ein Schmankerl. Deutschlands letzte Dampfstraßenbahn wartet darauf, Sie die 1,8 km zum Hafen zu schaukeln.


Bloß nicht

Bloß nicht!

Wie Sie sich Unbill und Ungemach ersparen

In München Auto fahren

Lassen Sie, auch wenn Sie Neapel- und Pariserfahrung haben, Ihr Auto in der Hotelgarage oder am Stadtrand stehen (Gepäck raus). Auto fahren in München, das ist - besonders während der Rush-hour - ein Kampf auf Biegen und Brechen. Nicht nur, dass die Stadt nicht einmal für ihre eigenen Bürger genug Parkplätze zur Verfügung hat, man also nahezu gezwungen ist, falsch zu parken. Es herrscht leider auch weit verbreitet die Meinung, dass auf der Straße das Gesetz der Härte und Unnachgiebigkeit zähle. Es wird prinzipiell bei Gelb gestartet und ebenso prinzipiell bei Gelb noch durchgefahren. Höflichkeit, Zuvorkommenheit, Freundlichkeit bremsen nur den Verkehrsfluss, so die Meinung einiger schwarzer Schafe, die aber das Geschehen auf den Straßen bestimmen. Wer falsch parkt, ist mit mindestens 15 Euro dabei, und im Zweifelsfall wird rigoros abgeschleppt (was inklusive Taxi zur Verwahrstelle, Bußgeld und Abschleppkosten dann gut und gerne 150 Euro kosten kann).

Dialekt reden

Lernen Sie nicht Bayerisch. Es klingt fürchterlich und ist kompliziert. Wenn ein Nichtbayer »pfiadi« sagt, was »behüte dich« heißt, klingt das wie »bfiathy«; statt »aufi« (hinauf) sagt er »naufi« und statt »eini« (hinein) »neini«, was eher wie »neine« klingt - und »neun« heißt.

Über München schimpfen

Sagen Sie dem Münchner nicht, dass es in Hamburg, Berlin, Paris, New York oder wo auch immer schöner, bequemer, lustiger sei als in München. Merke: Ein Münchner darf über München lästern, so viel er will, ein Tourist hat die Stadt gefälligst zu bewundern.

Mit der Polizei streiten

Streiten Sie nicht mit Polizisten. Münchens »Schandis« gelten allgemein als sehr verträglich und - auch bei Verdacht auf (nicht allzu viel) Alkohol am Steuer - als nachsichtig. Wer den richtigen Ton trifft, findet oft Gnade vor dem Auge des Gesetzes. Wer dem Wachtmeister aber klar zu machen versucht, dass die Ampel nie und nimmer rot gewesen sei, ist meist den Führerschein los, bevor er überhaupt zu Ende geredet hat.

»Echt« Volkstümliches suchen

Meiden Sie angeblich urige Plätze wie das Hofbräuhaus oder den Marienplatz um 12 Uhr - dann ist halb Japan anwesend, um dem berühmten Glockenspiel zu lauschen. Gehen Sie lieber zur »Abendvorstellung« um 17 Uhr.


Einkaufen

Shopping mit Stil

Die Modestadt München lädt zum Bummeln ein. Schönes und Ausgefallenes gibt es in reichhaltiger Auswahl

Die belebtesten Geschäftsmeilen in Münchens Fußgängerzone sind die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Marienplatz und Stachus mit der neuen Hypovereinsbank-Passage und der »Arcade«. Hier liegen dicht beieinander Kaufhäuser, Bekleidungsgeschäfte, Juweliere und Plattenläden. Straßenkünstler und Musikanten schaffen es noch immer, wenn auch nur für kurze Zeit, die Mitmenschen in ihrem Kaufrausch zu bremsen.

Die zweite Achse der Fußgängerzone, vom Marienplatz zum Odeonsplatz, gehört dann schon zum Kapitel »dicker Geldbeutel«. In der Theatinerstraße, in den auch architektonisch ansprechenden Fünf Höfen und in den anderen hübschen Passagen, die auf beiden Seiten von ihr abzweigen, findet man exquisite Modeboutiquen, Herrenausstatter, Hutsalons, italienische Schuhgeschäfte, Juweliere und Kunstgalerien. Dieses exklusive Einkaufsviertel umschließt den ganzen Bereich um die Perusa- und Residenzstraße, bis hinauf zur Briennerstraße und zum Salvatorplatz. Vom Schwulenviertel zum Einkaufsparadies für Freunde exotischer Mode hat sich das Gärtnerplatzviertel gemausert. Hier findet man Kleider aus Hanf genauso wie kreativ-kühne Schneiderkunst. Shopping-unlustige Begleiter können Sie in einem der zahllosen Cafés abstellen oder zum Friseur schicken, denn dieses Viertel hat die möglicherweise weltweit größte Coiffeurdichte. Doch der unumstrittene Münchner Einkaufs-Prachtboulevard ist die Maximilianstraße. Hier, zwischen Nationaltheater und Altstadtring, findet man nur das Teuerste vom Teuren - ob Jagdkleidung, Schmuck oder Kunst.

Zu einer attraktiven Einkaufsstraße mit vielen kleinen Boutiquen (erschwingliche Ware) hat sich in den letzten Jahren die Sendlinger Straße vom Marienplatz bis zum Sendlinger Tor entwickelt. Wen in der Fußgängerzone Platzangst und Panik befällt, der sollte hierher ausweichen. Kurz vor der Asamkirche verbindet eine Einkaufspassage die Sendlinger- mit der Kreuzstraße: die Asampassage, eine ruhige Insel inmitten der Stadt, mit Cafés, Kneipen und Geschäften. Tal heißt die Straße zwischen Marienplatz und Isartor, die Touristen eine interessante Mischung von Geschäften - vom Andenkenladen mit Bayernkitsch bis zum Computergeschäft - bietet.

Wer den Zeitgeist und flippigere Dinge sucht, muss nach Schwabing. Und zwar nicht nach Altschwabing ins Neppviertel, sondern ins Studentenviertel zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Amalien-, Schelling- und Türkenstraße. Hier wechseln die Moden und Geschäfte so schnell, dass man nur den Tipp geben kann: einfach herumschlendern, schauen, genießen und sich inspirieren lassen. Die Amalienpassage, unauffällig eingebettet zwischen den alten, ehrwürdigen Häusern hinter der Universität, verbindet die Türken- und die Amalienstraße: kleine, stimmungsvolle Cafés, schicke Modeboutiquen, asiatische und südamerikanische Läden.

Die Geschäfte und Kaufhäuser sind in der Innenstadt Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr geöffnet (außerhalb der Innenstadt meist nur bis 14 Uhr).


Essen und Trinken

Biergärten, Bistros und Gourmettempel

Nicht nur Bier und Weißwürste gibt es in München, auch der verwöhnte Gaumen kommt auf seine Kosten

Die bayerische Küche besteht nicht nur aus Leberkäs und Weißwurst, Schweinsbraten und Knödel. Nun sollte man zwar keinem dieser Gerichte seine Köstlichkeit absprechen. Doch ist die Küche Bayerns, also auch die seiner Hauptstadt, vielfältiger, anspruchsvoller und - zugegebenermaßen - auch eigenartiger, als man sich das gemeinhin vorstellt. Die Edelgastronomie erlebt zurzeit eine Baisse. Einige der besten Adressen der Stadt sind aus dem lukullischen Telefonbuch gestrichen - zum einen wegen Mangels an zahlungskräftigem Publikum, zum anderen aber auch, weil ein paar junge Wilde die Szene erobert haben.

Natürlich hat sich hier in den vergangenen Jahren, wie in allen deutschen Großstädten, französische, asiatische und italienische Kochkunst etabliert. Es gibt viele Bistros und Stehimbisse, in denen feine Leckereien aus den Ländern mit traditionell berühmter Küche angeboten werden. Dennoch werden wir hier die heimischen Spezialitäten vom Kalbsbries bis zum sauren Lüngerl nicht vergessen. Essen wie ein Münchner? Zum Beispiel Fleisch: In ganz Bayern beliebt sind - trotz der Gefahr von Schwermetallanreicherung, BSE und Gicht - Innereien. Das Kalbshirn (paniert und gebacken) kann köstlich zart sein, die Nieren von Schwein und Kalb werden entweder sauer (mit Essig) oder gebraten angeboten, das Kalbslüngerl nach stundenlangem Kochen mit Knödel gereicht.

Zum Beispiel Fisch: Dank der Sauberkeit der bayerischen Seen (mittlerweile hat auch der Chiemsee wieder Trinkwasserqualität) ist das Angebot, wenngleich nicht sehr variantenreich, reichlich. Berühmt sind die Renken vom Starnberger See, aber auch die Forelle aus der Zucht (seltener aus dem Gebirgsbach) steht auf fast jeder Karte.

Ein paar Tipps zum Lesen der oft außen neben der Eingangstür angebrachten Speisekarte: Steht dort »Schweinebraten« statt »Schweinsbraten«, ist das Restaurant zumindest kein sehr bayerisches. Wird das Bier in 0,33-l-Gläsern angeboten, ist der norddeutsche Einfluss bereits gefährlich dominant. Heißt es »Kalbsmedaillon und Pommes de terre«, zahlt man viel Geld für sehr unmünchnerisches Essen.

Die Münchner Kellner und Kellnerinnen sind, zumindest in den »echten« Wirtshäusern, oft ein wenig grantig. Einzelabrechnungen sind hier kein Problem. Der Gast erhöht die Rechnung für die Bedienung um bis zu zehn Prozent, erwartet wird mindestens eine Aufrundung. Es ist üblich, nach dem Zahlen den Tisch ziemlich flott zu verlassen.


Feste und Events

Feste, Events und mehr

Fünf Jahreszeiten, Festivals und der größte Rausch der Welt

Die Ganzjahres-Feierkurve ist stark traditionell geprägt und hat zwei Höhepunkte, die beide mit Bier zu tun haben: die so genannte fünfte Jahreszeit, in der das extra gebraute Starkbier ausgeschenkt wird, und natürlich das weltberühmte Oktoberfest. Die Starkbierzeit ist eine eher interne Münchner Angelegenheit, wogegen beim Oktoberfest die ganze Welt zu Gast ist.


Faschingsdonnerstag sind die Geschäfte teilweise geschlossen, Faschingsdienstag alle. Auch an Allerseelen (2. Nov.) bleiben viele Geschäfte zu. Am 24. und 31. Dez. ist ab Mittag praktisch alles dicht.

1. Januar

Neujahr

6. Januar

Heilige Drei Könige

März/April

Karfreitag; Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam

15. August

Mariä Himmelfahrt

3. Oktober

Nationalfeiertag;

1. November

Allerheiligen

25. und 26. Dezember

Weihnachten

Januar/Februar

Fasching. Der »unsinnige Donnerstag« macht seinem Namen Ehre, am Faschingsdienstag tanzen die Marktweiber auf dem Viktualienmarkt. Alle sieben Jahre traditioneller Tanz der Schäffler (nächster Termin: 2012).

März/April

Starkbierzeit. Zwei Wochen nach Aschermittwoch bis Ostern, weil anno 1651 die Paulaner Mönche beschlossen haben, dass Fasten mit Bier besser geht als ohne. Seitdem braut jede große bayerische Brauerei ihren eigenen Doppelbock - mit stolzen 6,5 % Alkoholgehalt.

April/Juli/Oktober

Auer Dult. Dreimal im Jahr jeweils neun Tage Münchens größter Trödelmarkt, am Samstag vor dem 1. Mai, am Samstag nach Jakobi im Juli, 3. Samstag im Oktober, Bus 52 Mariahilfplatz.

Mai

Dokumentarfilmfestival. Bundesweit wichtigster Termin in diesem Genre, eine Woche im Mai ist das Filmmuseum im Stadtmuseum zentraler Anlaufort (St.-Jakobs-Platz 1, Tel. 089/23 32 48 88).

Juni-August

Opernfestspiele im Juni und Juli. Vorverkauf schon ab Ende Januar (Bayerische Staatsoper, Tel. 089/ 21 85 19 20).

September/Oktober

Oktoberfest. Über drei Wochenenden, das letzte Wochenende ist das erste im Oktober. Bier- und Schaustellerfest mit über 6 Mio. Besuchern. Am ersten Wiesn-Samstag um 12 Uhr traditioneller Anstich im Schottenhamel-Zelt durch den Münchner OB. www.oktoberfest.de

November/Dezember

Tollwood-Winterfestival. Münchens schönster Weihnachtsmarkt, auf der Theresienwiese mit meist hervorragendem En-Suite-Kulturprogramm (bis 31. Dez.).


Museen

Schauen, staunen, genießen

Münchens Museen bieten Kunst in ihrer ganzen Bandbreite

Wenn man Berlin außer Acht lässt, ist München mit seinen fast 50 staatlichen, städtischen und privaten Sammlungen unter den bundesdeutschen Städten Rekordhalter. Doch den Ruf als Museumsstadt verdankt München vor allem dem Glanz der Vergangenheit. Es war Bayerns kunstsinniger König Ludwig I., der mit seinen Museumsgründungen (Alte und Neue Pinakothek, Glyptothek und Antikensammlung) das kulturelle Erbe erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Ludwigs Museen sind bis heute die Publikumsrenner und bringen ständig neue Besucherrekorde.

Die aktuelle Kunst hingegen wurde in München lange Zeit stiefmütterlich behandelt. In der bayerischen Hauptstadt gab es bis zum Jahr 2000 kein Museum für zeitgenössische Kunst. Die Staatsgalerie Moderner Kunst, provisorisch in einem Seitenflügel im Haus der Kunst untergebracht, platzte aus allen Nähten und konnte nur knapp ein Drittel ihrer Bestände aus dem 20. Jh. ausstellen. Ansonsten wurde Gegenwartskunst privaten Sammlern und Mäzenen überlassen. Doch nun steht in unmittelbarer Nähe der beiden Pinakotheken ein neues Galeriegebäude für moderne Kunst. Nach amerikanischem Vorbild sind in der Pinakothek der Moderne nicht nur die Gemälde und Skulpturen der Staatsgalerie Moderner Kunst, sondern auch die reichen Bestände der Neuen Sammlung (Kunsthandwerk und Design), also angewandte Kunst, gleichrangig miteinbezogen.

Die wichtigsten Münchner Museen befinden sich rings um den Königsplatz (Glyptothek und Antikensammlung, Alte und Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Lenbachhaus) und im Bereich der Prinzregentenstraße. Dort liegen, besucherfreundlich aneinander gereiht, das Haus der Kunst, das Bayerische Nationalmuseum, die Neue Sammlung und die Schack-Galerie und in Fußnähe die Prähistorische Staatssammlung, das Völkerkundemuseum, die Residenz, das Ägyptische Museum sowie das Deutsche Museum.

Wer mit den ehrwürdigen Häusern nichts anfangen kann, dem sei das Valentin-Karlstadt-Musäum ans Herz gelegt oder eines der vielen kleinen, intimen Museen, die eher »exotische« Interessen befriedigen.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Wetter

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Münchenreise

Auto

Die Autobahnen aus Nürnberg, Salzburg und Garmisch/Starnberg münden in den Mittleren Ring, die aus Stuttgart geht über in die Verdistraße, die über die Arnulfstraße ebenfalls zum Ring führt. Park-&-Ride-Plätze befinden sich an allen S- und U-Bahnhöfen am Stadtrand.

Bahn

München hat neben den beiden Durchgangs-Vorstadtbahnhöfen Pasing und Ostbahnhof den Hauptbahnhof als Sackbahnhof im Herzen der Stadt. Hier haben Sie Anschluss an fast alle S- und U-Bahnen. Auskunft: Tel. 118 61, www.bahn.de

Flugzeug

Im Zentralbereich des Flughafens findet sich die Zentralinformation (Tel. 975 00). Von hier aus starten auch die S-Bahnen S 1 (über Laim) und S 8 (über Ostbahnhof) im 20-Minuten-Takt, die schnellste und mit der 8,80 Euro teuren Einzelkarte billigste Methode, in die Stadtmitte zu kommen (Taxi kosten knapp 50 Euro, Tagesmietautos gibt es zum Sondertarif unter 25 Euro). Der Flughafenbus verkehrt vom Hauptbahnhof täglich von 5.10 bis 19.50 Uhr ungefähr im 20-Minuten-Takt, vom Flughafen von 6.20 bis 21.40 Uhr. Preis: 9,50 Euro.

Fremdenverkehrsamt München

Sendlinger Str. 180331 München, Infotelefon: 089/23 39 65 00, Mo bis Do 9.30-15, Fr 9.30-12.30 Uhr, Fax 23 33 02 33, www.muenchen-tourist.de

Tourist Information Hauptbahnhof

Mo-Sa 9.30-18.30 Uhr, So 10-18 Uhr, am Südausgang zur Bayerstraße

Tourist Information Marienplatz

Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa 10-16 Uhr, im Neuen Rathaus

Thalkirchen

Im Landschaftsschutzgebiet des Isartals. Zentralländstr. 49, Tel. 723 17 07, 15. März-31. Okt., U 3 Thalkirchen, dann Bus 135

Obermenzing

Lochhausener Str. 59, Tel. 811 22 35, 15. März-31. Okt., S-Bahnhof Pasing, Bus 160

Campingplatz Langwieder See

Eschenrieder Str. 119, Tel. 864 15 66, ganzjährig, S-Bahnhof Langwied

Radius Touristik

Im Hauptbahnhof gegenüber den Gleisen 30-36, Tel. 59 61 13, Mitte April-Okt. tgl. 10-18 Uhr, 3 Euro pro Std., 14 Euro pro Tag

Call a Bike

Call a Bike stellt 2000 Räder bereit, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Freigabe erfolgt mit elektronischem Code, abstellen können Sie das Rad überall, bezahlt wird über Kreditkarte oder per Abbuchung. Grundpreis 7 Cent pro Minute, maximal 15 Euro pro Tag. Tel. 07000/ 522 55 22, www.callabike.de


Das städtische Fundbüro: Oetztaler Str. 17, Tel. 23 39 60 45, Mo-Fr 8-12 Uhr, Di auch 14 bis 17.30 Uhr, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof. Für Verluste im Hauptbahnhof: Fundbüro gegenüber Gleis 26, Tel. 13 08 66 64, Mo bis Fr 7-23, Sa und So 7.30 bis 22.30 Uhr


www.muenchen.de, das offizielle Portal der Stadt, bietet gute Infos zu Verkehr, Kultur und Behörden. www.muenchen-tourist.de, die Website des Fremdenverkehrsamtes, bietet ausführliche Informationen rund um die Tourismusthemen. www.muenchen-online.de ist ein privates Netz mit vielen guten Links zum Shopping und für Web-cams. www.munichx.de ist die beste Webadresse für München und hat gute Infos über Nightlife und Restaurants. www.sueddeutsche.de, die Onlineausgabe der »Süddeutschen Zeitung«, bietet gute Links zum Nightlife und hat SZ-Extra im Angebot, die wöchentliche Kulturvorausschau der »Süddeutschen«.


Internetcafés gibt es Dutzende. Das älteste Internetcafé ist umgezogen und liegt nun noch zentraler (Tal 31). Kleine Snacks gibt es immer noch. Ein reines Internetcafé ohne Ambiente, dafür mit über 400 PCs bestückt, ist das Easy-Internetcafe am Bahnhofsplatz 1. Hier kann man täglich 24 Stunden surfen und mailen. Der Treff der Netzfreaks.


Polizei: 110, Polizeipräsidium: 291 00, Feuerwehr: 112, Notarzt: 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst: 01805/19 12 12, zahnärztlicher Notdienst: 723 30 93, Giftnotruf: 192 40.


Eine einfache Kurzstreckenfahrt (vier Bus-/Tramstationen, zwei U/S-Bahnstationen) kostet 1,10 Euro, eine einfache Fahrt für eine Zone 2,20 Euro, für zwei Zonen 4,40 Euro. Eine Zehnerstreifenkarte kostet 10 Euro, für eine Normalfahrt innerhalb des Stadtgebietes müssen zwei Streifen abgestempelt werden. Kein Kartenverkauf bei den Schaffnern, dafür gibt es Automaten.


München ist ein teures Pflaster. Das billigste Mietauto bekommen Sie für 20 Euro pro Tag. In den Kleinkunstbühnen kommen Sie selten unter 9 Euro rein, Festspielkarten kosten bis zu 240 Euro.


Die Münchner Stadtrundfahrten (Tel. 55 02 89 95) bietet klassische Stadtrundfahrten. Start ist am Bahnhofsvorplatz beim Hertie. Lustiger ist das Programm von Stattreisen München (Tel. 54 40 42 30, www.stattreisen-muenchen.de), die mehr als 60 verschiedene Touren zu Fuß, per Tram und Fahrrad anbieten und auch auf spezielle kulturelle Aspekte eingehen. Wer es bequem und dennoch alternativ will, kann sich mit dem Rikschamobil (Tel. 0700/80 90 10 20, www.rikschamobil.de) durch München kutschieren lassen. Verschiedene Stadtrundfahrten zu Fuß oder per Fahrrad bietet Spurwechsel an (Tel. 692 46 99, www.spurwechselmuenchen.de). Weitere Adressen im Gelben Heft der Stadtinformation.


Grundpreis 2,50 Euro, der Kilometer kostet zwischen 1,20 und 1,45 Euro je nach Länge, die Wartestunde 21 Euro, pro Gepäck und Tier je 50 Cent. Zentralruf: Tel. 216 10, www.taxi-muenchen.com


Vorwahl München: 089


Sehenswertes

Bäder und Boulevards, Parks und Paläste

München ist nicht nur eine Stadt für ein paar Stunden - ihre Schönheit und Vielfalt erschließt sich erst nach ausgiebigem Genuss und Erleben

Wer München nicht nur besichtigen, sondern anschauen will, möge sich ein Gebot auf den Stadtplan schreiben: Lass dir Zeit! Man sollte, um nicht nur einen oberflächlichen Eindruck zu bekommen, Münchens liebenswerte Details auf sich wirken lassen - und sie vor allem im Zusammenhang mit der Umgebung, der Geschichte, den Menschen betrachten.

Es ist gewiss sinnlos, sich die gesamte Residenz in zwei Tagen erobern zu wollen. Ein Abend im Brunnenhof, bei einem der feierlich-klassischen Sommerkonzerte, ein Nachmittag im Theatron des Olympiageländes bei den Rockmusikern, ein früher Morgen bei den Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, ein Besuch im Nymphenburger Park mit einer kundigen Biologin, eine Hochzeit in der Theatinerkirche am späten Samstag - das ist München.


Stadtspaziergänge

Querbeet durch München

München in einem Tag

Danach ist ein Zug durch das Gärtnerplatzviertel obligat. Schlendern Sie erst durch die Holz- und Hans-Sachs-Straße, biegen Sie dann rechts in die Fraunhofer Straße und links in die Klenzestraße zum Platz ab, der dem Viertel den Namen gab. Rundherum gibt es jede Menge ansprechender Kneipen.

Auf Rollen durch die moderne Architektur

München - Hauptstadt der modernen Architektur, so kann man diesen Spaziergang nennen. Und damit die einzelnen Objekte der Begierde auch in entsprechend zeitgemäßer Art erreicht werden, haben wir die Route so gelegt, dass Sie sie auch auf Inlineskates fahren können. Wer auf den Rollen nicht so fit ist, kann diese Tour auch mit dem Fahrrad absolvieren. Zu leihen gibt es die Drahtesel für etwa 15 Euro pro Tag, zum Beispiel bei Radius Touristik am Hauptbahnhof (zwischen Gleis 30 und 36).

München klassisch bayerisch

Natürlich muss das sein! München klassisch, wie es klingt und kracht mit Kirchenglocken und Lederhosen. Eine Wanderung, für die man sich zwar nicht unbedingt einen Gamsbarthut kaufen muss. Aber schaden kann es auch nicht. Sie sollten nur dran denken, ihn beim Start des Spaziergangs gleich abzunehmen, denn begonnen wird bei der Frauenkirche.


Stichworte

Von FC Bayern bis Weißwurstzuzeln

Das Motto der Münchner heißt »Leben und leben lassen«

Fußball

München hat zwei Bundesligavereine, die sich nicht mögen. Da ist der Protzclub FC Bayern, bei dem zurzeit bestenfalls 2,4 Prozent Einheimische im Kader stehen. Und da ist der (ehemalige) Arbeiterverein TSV 1860 aus dem Glasscherbenviertel Giesing. Obwohl die Sechziger derzeit in der 2. Bundesliga kicken, teilen sich die beiden Vereine die ca. 130 Mio. Euro teure Allianz-und WM-2006-Arena in Fröttmaning. Bayern kämpft meistens um den Meistertitel, die Sechziger schwanken zwischen Uefa-Cup-Platz und 2. Liga. Jeder Münchner hat das Recht, einen der Vereine zu lieben und den anderen zu verdammen. Gäste müssen beide Vereine in den höchsten Tönen loben, je nach Umgebung den einen noch ein bisschen mehr. Alles andere würde zu Straffälligkeiten seitens der Einheimischen führen.

Grant

Dank der Jahrzehnte dauernden Aufklärungssendung »Komödienstadel« weiß die Welt: Der Bayer ist stets lustig, ein bisschen hinterhältig, auch ein bisschen doof, aber gutherzig und trotz einer gewissen Bauernschläue am Ende der Komödie ein guter Mensch. Die Wahrheit ist nicht ganz so einfach. Der Bayer (und hier unterscheiden wir ausnahmsweise nicht zwischen Städter und Landmann/-frau) ist von Haus aus grantig, wortkarg, mürrisch, einzelgängerisch. Er liebt die Ruhe (das dazu unpassende Fremdwort heißt »Gemütlichkeit«), das ungestörte, langsame Schlürfen einer Maß Bier, er hat immer Recht, und wenn nicht, wird er noch grantiger. Nichtbayern versuchen gerne, ihm die Welt zu erklären, zum Beispiel, wie man mit einem Zahnstocher den Salzstreuer zum Streuen bringt. Das mag der Bayer nicht gerne, denn er schraubt den Deckel lieber ab, um ans Salz zu kommen.

Münchner Bier

Weltweit berühmt, und das eigentlich zu Unrecht, zumindest aus heutiger Sicht. Auch wenn hier nach wie vor gemäß dem bayerischen Reinheitsgebot (Hopfen, Malz, Wasser) gebraut wird, hat das Münchner Bier zumindest seine Vielfalt verloren. Weil sich die ohnehin ziemlich großen Brauereien der Stadt zusammengeschlossen haben und sich noch dazu immer mehr restdeutsche Bierkonzerne hier einkaufen, ist es um die Einmaligkeit des Münchner Biers schlecht bestellt. Wer wirklich Bier genießen will, schaue bei der Wahl des Gasthauses auf die dort ausgeschenkte Marke. Denn es gibt rund um München feine, kleine Brauereien, die köstliches Bier herstellen. Als Beispiel seien nur die drei besten Weißbiersorten erwähnt: Karg (süffig, wenig Kohlensäure), Unertl (fast ölig und sehr intensiv), Hopf (mit leichtem Anflug von Banane, sehr erfrischend). Das Münchner Bier ist prinzipiell etwas leichter als etwa das aus Nordrhein-Westfalen. Übrigens erkennt man dem Weltmarkt allzu angepasste Lokale daran, dass sie ihr Bier in der so genannten Preußenhalbe ausschenken, das sind Biergläser, die wie die einheimischen ausschauen, aber nur 0,4 Liter fassen (meist jedoch ebenso viel kosten wie sonst die normale Halbe). Trinken mehrere Menschen an einem Tisch, stößt man die Krüge mit normalem Hellen kräftig bäuchlings an und sagt »Prost«. Der Weißbierkenner stößt dagegen mit dem verstärkten Glasboden an. Es ist nicht verpönt, sich nach dem ersten Schluck den Schaum vom Mund zu wischen.

Oktoberfest

Größter Kollektivrausch der Welt. Es hat erstmals anno 1810 anlässlich der Hochzeit des späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen stattgefunden, damals mit einem Pferderennen. Heute werden die Verzehrrekorde von Bier, Hendl und Ochsen nur noch in Millionen notiert. Freitag und Samstag herrscht auf der »Wiesn« ein wahrer Massenansturm. Ab dem Nachmittag kann es schwierig werden, in einem Bierzelt noch einen Platz zu bekommen, abends werden sie wegen des Andrangs manchmal sogar geschlossen. Die Jugend der Welt, vor allem aus Australien und Neuseeland, trifft sich im Hofbräu-Zelt zum Kampftrinken, und es fliegen schon mal nicht mehr gebrauchte Büstenhalter durch die Gegend. Warum aber das Oktoberfest größtenteils im September stattfindet (nur das dritte und letzte Wochenende ist im Oktober), ist eines der großen Rätsel der Menschheit.

Trachten

Natürlich sind sie prächtig anzuschauen, die echten bayerischen Trachten: männlicherseits hirschlederne, kurze, doppelt geknöpfte Hosen mit bestickten Hosenträgern überm kragenlosen leinenen Hemd, Wadlstrümpfe, Haferlschuhe, dazu ein Filzhut mit Gamsbart. Oder weiblicherseits das Dirndl mit wohl formendem Mieder und einer Schürze, die viel aussagt über den Herkunftsort der Trägerin. München selbst hat keine Trachtentradition. Der Einheimische pflegt leicht bajuwarisiertes Gewand mit Walkjanker oder Lodenmantel.

Weißwurst

Des Münchners zweites Frühstück, dazu statt Kaffee Weißbier. Man bestellt sie stückweise und nicht als Paar. Die Weißwurst besteht größtenteils aus Kalbsbrät, Wasser und Geheimnissen, sie wird in Wasser sanft erhitzt (sonst platzt sie) und mit süßem Senf nebst Breze serviert. Über die korrekte Esstechnik gibt es wahre Religionskriege. Der Laie schneidet sie längs hälftig durch und portioniert so das Innere nach eigenem Gusto. Der eher kernige Bayer (meist ein Zuagroaster) übt sich im überkommenen Brauch, nimmt die Wurst in die Hand, taucht sie in den Senf und zuzelt sie aus. Der Kenner aber sticht an einem Ende ein, schneidet die Haut dreiviertel durch und pult elegant das Innere nach Außen (geht nur mit perfekt erhitzter Wurst). Früher hieß es übrigens, die Weißwurst dürfe »das Zwölfuhrläuten« nicht hören, weil sonst zu alt. Das hat sich, dank der Konservierungskunst, erledigt. Aus aktuellen Anlässen gibt es, zum Beispiel auf dem Viktualienmarkt, heute auch Pferdeweißwurst.


Übernachten

Traumhaft schlafen

Von der Nobelherberge bis zur gemütlichen und preisgünstigen Pension - München hat alles für eine gute Nacht

Wer sich noch an die TV-Serie »Kir Royal« erinnert, weiß, in welcher Pracht die noblen Gäste der Stadt residieren, in Königs- und Prinzensuiten, die pro Nacht gut und gerne 1500 Euro und mehr kosten.

Doch auch ganz normale Münchenbesucher werden, wenn sie nicht aufpassen, ganz schön zur Kasse gebeten, vor allem in den Hauptbesuchszeiten der Stadt, während des Oktoberfests oder der großen Messen. Doch neben den berühmten Hotelpalästen hat die Stadt eine ganze Reihe mittlerer und kleiner Hotels und Pensionen, die übers Jahr gesehen im Schnitt nur gut zur Hälfte belegt sind.

Erkundigen Sie sich, ob das Hotel eine günstige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hat. Denn Fahren und Parken in der Innenstadt stressen nicht nur Fremde. Sie können sich entweder über das Fremdenverkehrsamt den Zimmernachweis besorgen oder selbst telefonisch oder via Internet vorbestellen. Bei größeren Häusern ist es günstig, eine Kreditkartennummer anzugeben. Oft bieten die Hotels Sondertarife an, jedoch nur auf Nachfrage!

Viele Hotels haben einen Eintrag unter der Internetadresse www.deutschland-hotel.de oder unter der Website des Fremdenverkehrsamtes www.muenchen-tourist.de oder unter www.nethotels.com. Eine Reihe günstiger Hotels finden Sie in der Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.


Unterhaltung

München leuchtet - besonders bei Nacht

In München gibt es Kultur und Nachtleben in allen Schattierungen

Millionendorf oder Weltstadt? Leicht ist die Frage nicht zu beantworten. Zwar bietet München eine verwirrende, bunte Palette an Bars, Kneipen, Musikschuppen, Diskos, Kinos und Nachtcafés. Und doch jammern die Einheimischen immer wieder, dass kurz nach Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt würden. Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Doch wer sich informiert und dazu Standvermögen (bei den Türstehern), Entdeckungslust (man weiß nie genau, was warum wann in ist) und viel Kleingeld mitbringt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Die beliebtesten Ausgehviertel: Schwabing (da gehen alle über 25 hin), Haidhausen (hat sich vom Studentenviertel zu einer Yuppiedependance gemausert), Neuhausen (intakte Welt mit kleinen Überraschungen), Schlachthofviertel (noch nicht saniert) und der Gärtnerplatz (für Szenegänger und Leute, die es gerne werden möchten). Achtung: Alle Tipps können von einem auf den anderen Tag total out sein!

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