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City-Info München


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Unterhaltung
München leuchtet - besonders bei Nacht
In München gibt es Kultur und Nachtleben in allen Schattierungen
Millionendorf oder Weltstadt? Leicht ist die Frage nicht zu beantworten. Zwar bietet München eine verwirrende, bunte Palette an Bars, Kneipen, Musikschuppen, Diskos, Kinos und Nachtcafés. Und doch jammern die Einheimischen immer wieder, dass kurz nach Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt würden. Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Doch wer sich informiert und dazu Standvermögen (bei den Türstehern), Entdeckungslust (man weiß nie genau, was warum wann in ist) und viel Kleingeld mitbringt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Die beliebtesten Ausgehviertel: Schwabing (da gehen alle über 25 hin), Haidhausen (hat sich vom Studentenviertel zu einer Yuppiedependance gemausert), Neuhausen (intakte Welt mit kleinen Überraschungen), Schlachthofviertel (noch nicht saniert) und der Gärtnerplatz (für Szenegänger und Leute, die es gerne werden möchten). Achtung: Alle Tipps können von einem auf den anderen Tag total out sein!
Unterhaltung
Bars und Kneipen
Bar CentraleUnweit vom Hofbräuhaus und doch sehr weit weg. Im besten Sinne italienische Bar mit dem Charme von abgewetzten Möbeln, Campari und Sehnsucht nach dem Meer. Mittags und abends kleine Gerichte, meist bis in die hinten gelegene Lounge proppenvoll von ansehenswertem Volk. Tgl., Ledererstr. 23, U-S-Bahnhof Marienplatz
Buena VistaLatinobar in altem Backsteingemäuer. Hier treffen Südländer auf unter Fernweh Leidende, die Cocktails sind genauso lebhaft wie die Barkeeper, und der kostenlose Salsa-Schnupperkurs (jeden Sonntag) verwandelt jeden Tanzmuffel in einen Latin Lover. Mo geschl., Am Einlass 2a, Bus 152 Gärtnerplatz
Falk's BarFeine Cocktails unter Stuckwänden. Die Geschichte der Edelbar: Falk Volkhardt kommt nach dem Krieg zurück, sieht den zerstörten bayerischen Hof und sagt zum Papa: Den bauen wir wieder auf. Jetzt hat man ihm Falk's Bar gewidmet, im Spiegelsaal von 1839 - dem einzigen Raum des Hotels, der den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden hat. Tgl., Promenadeplatz 2, U-S-Bahnhof Stachus, Tram 19 Theatinerstraße
Hong Kong BarGelassenes Ambiente, wunderbare Mai-Tais, eine extrem aufmerksame Bedienung und exquisite Fernostküche. Tgl., Kapuzinerstr. 39, Bus 58 Baldeplatz
IslayEin Muss für Liebhaber feinsten Whiskeys. Hier gibt es mehr als 150 Sorten, und man wird dazu auch noch fachkundig beraten. Tipp: lieber zwei kleine verschiedene als ein doppelter. Tgl., Thierschstr. 14, S-Bahnhof Isartor
JulepsDen Hinterhofkneipen der amerikanischen Prohibitionszeit nachempfundener Trinkort in Haidhausen, hält auch dank der respektablen Ostküstenküche seit Jahren stand gegen die oft kurzlebige Trendkonkurrenz. Tgl., Breisacher Str. 18, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
KsarDie elitäre Vergangenheit und die überteuerte Champagnerkarte hat eine der (immer noch) besten Szenebars der Stadt hinter sich gelassen. Nach Besitzerwechsel und Renovierung gilt heute lässiger Cocktailgenuss, angelehnt an die lilafarbene Blumentapete und beschienen von stilvollen Steinchenlampen. Tgl., Müllerstr. 31, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Lizard LoungeSchwer angesagt. Man kriegt kaum Luft, geschweige denn einen Platz. Mischung aus Kreativen, solchen, die es werden wollen, und solchen, die Kreativen gerne beim Kreativsein zuschauen. Tgl., Corneliusstr. 34, www.thelizardlounge.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
LoggiaDie edle Clublounge bietet ein Allroundkonzept für den perfekten After-Work-Abend. Im Erdgeschoss stilvoll loungen, im Kellergewölbe zu Latinorhythmen tanzen (dienstags) oder zwei Häuser weiter im Restaurant dinieren. Mo geschl., Falkenturmstr. 6, www.loggia-lounge.de, Tram 19 Max-Joseph-Platz
NektarMomentan der angesagteste Treff der Stadt. Vieles in einem - von der edlen Bar mit akzeptablen Preisen über Spezialräume mit Flatscreens bis zum »La Salle Blanche«, wo man liegend edel speist (nur mit Reservierung fixes Menü, Beginn 20 Uhr). Mo geschl., Tel. 45 91 13 11, Stubenvollstr. 1, S-Bahnhof Rosenheimer Straße
Padres Havanna ExitFeste Größe im Münchner Barleben. Mit den vielleicht besten Margaritas der Stadt, dazu guter Groove zwischen schwarz und Salsa. Mo geschl., Blumenstr. 43, www.padres.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Schumann'sAls Charles Schumann 2004 von der Maximilianstraße an den Odeonsplatz zog, ging ein Aufschrei durch die Szene. Nun, die Gimlet-Freunde und Roastbeef-Freaks haben's überlebt und kommen nach wie vor zu Deutschlands berühmtestem Barkeeper. Tagsüber kann man im angeschlossenen Camparino Drinks genießen und bis 15 Uhr lunchen (Sa und So geschl.). Tgl., Odeonsplatz 6-7, Tel. 22 90 60, U 3/6 Odeonsplatz
Unterhaltung
Diskotheken, Clubs und Ballhäuser
CordDas Beste zuerst: Der Panoramablick auf die nächtlichen Lichter der Stadt ist einmalig. Die gemütliche Sitzlandschaft aber auch. Eigentlich ist hier alles sehr entspannt, auch die Musik à la Indie, Britpop und Swing zieht Leute an, die es lässig mögen. Regelmäßige Lesungen. So geschl., Sonnenstr. 18, www.cord.tv, U-S-Bahnhof Stachus
CrashLetzte Bastion der Metal- und Hardrocker. Hier bleiben AC/DC und Led Zeppelin jung für immer. Vokuhila-Frisuren, harte Getränke, faire Preise. So-Mi geschl., Ainmillerstr. 10, U 3/6 Giselastraße
Crown's ClubEinst war Damir Fister Türsteher im P1, heute hat er selbst einen Tanzschuppen. Strenge Gästeauswahl soll Niveau garantieren, ein marokkanisches Wasserbett, diverse Bars und ein Hauch Barock fügen sich nicht unbedingt zum großen Ganzen, aber die Musik ist nicht schlecht. So, Mo, Mi geschl., Neuturmstr. 5, www.crowns-club.de, Tram 19 Kammerspiele
KultfabrikAuch wenn das Pacha aus der Ecke weggezogen ist, bleibt noch die Kultfabrik für vergnügungswütige Besucher vor allem aus dem Umland. Mehr als 20 Clubs und Diskos gibt es auf dem ehemaligen Kunstpark-Ost-Gelände - von der Tonhalle (Konzerte) über Octagon (Techno) bis zum Americanos (Anmach-Schuppen). Im Gegensatz zu alten Zeiten spürt man aber sehr die Lust der Macher am Geldverdienen. Tgl., Grafinger Str. 6, Tel. 49 94 91 70, www.kultfabrik.info, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
MiaEin weiterer schicker Tanztempel im Zentrum Münchens. Auf drei Stockwerken essen, trinken und tanzen schöne Menschen. Mit dem integrierten Restaurant (euroasiatische Küche und Sushi) folgt das Mia dem aktuellen Trend. Für einen ersten Überblick sollten Sie von der Galerie aus den himmelblauen und rosafarbenen Club auf sich wirken lassen. So-Di geschl., Herzogspitalstr. 6, www.mia-club.de, U-S-Bahnhof Stachus
OptimolwerkeDas Gelände liegt direkt südlich der Kultfabrik und ist der Rest des ehemaligen Kunstparks Ost. In den 14 Clubs unterschiedlichster Prägung (von der Riesendisko Babylon bis zu Münchens angesagtestem Electroclub Harry Klein) weht noch der Hauch des alten KPO. Was vielleicht daran liegt, dass die Wirte eher auf die Kundschaft schauen als aufs Geld. Tgl., Friedenstr. 10, www.optimolwerke.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
P 1Münchens traditionsreichster Edelschuppen für Menschen, die schön genug sind, um den Türsteher von ihrer Wichtigkeit zu überzeugen. Hier ist ab Mitternacht der Gral der beautiful people. Tgl., Prinzregentenstr. 1, www.p1-club.de, U 3/6 Odeonsplatz
RegistraturDieser Club und das direkt benachbarte Funky Kitchen gelten als die angesagtesten Innenstadtclubs. Sie sind im ehemaligen Gebäude der Stadtwerke untergebracht, strahlen in gnadenlosem 60er-Jahre-Stil und bieten Austob- und Anbandlmöglichkeit bis 5 Uhr. So-Mi geschl., Blumenstr. 28, www.dieregistratur.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
4004Münchens größte Disko. Beim Szenevolk zwar als Tummelplatz pubertierender Landjugend verschrien, trotzdem immer brechend voll. So-Fr geschl., Landsberger Str. 169, www.viertausendvier.de, S-Bahnhof Donnersbergerbrücke, kostenloser Shuttlebus, Tram 18, 19 Barthstraße
Unterhaltung
Kabarett und Kleinkunst
Fast Food TheaterImprovisationstheater auf wechselnden Bühnen. Regelmäßige Formate wie Montagsshow, Musikshow oder Pöttgens Tote (Krimitheater) werden durch immer neue Vorgaben des Publikums belebt. Zentrale: Häberlstr. 20, Tel. 26 02 63 74, www.fastfoodtheater.de
Lach- & SchießgesellschaftNach wie vor Münchens renommiertestes Kabarett. Qualität garantiert! Man sitzt wie in einer Ölsardinenbüchse. Tipp: die jährliche Silvestergala. Haimhauser Str./Ursulastr., Tel. 39 19 97, www.lachundschiess.de, U 3/6 Münchner Freiheit
TamSDas Theater am Sozialamt, kurz TamS genannt und von der Kritik mit dem Prädikat »Welthinterhoftheater« geadelt, liegt im Herzen Schwabings. Und dort liegt es gut. Höchst eigenwillig wird hier inszeniert, interpretiert und uraufgeführt. Valentinesk Münchnerisches mischt sich mit globaler Experimentierlust. Haimhauser Str. 13a, Tel. 34 58 90, www.tamstheater.de, U 3/6 Münchner Freiheit
Theater im FraunhoferHinterhofkabarett mit erlesenem Programm. Premierenort der Kleinkunstelite, aber es ist schwer, Karten zu bekommen. Fraunhoferstr. 9, Tel. 26 78 50, www.fraunhofertheater.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
Unterhaltung
Kinos
Die Kinos Theatiner Film (Tel. 23 31 83), Tivoli (Tel. 26 43 26), Museumslichtspiele (Tel. 48 24 03), Film-Casino (Tel. 22 08 18), Filmtheater Sendlinger Tor (Tel. 55 46 36) und Studio Isabella (Tel. 271 88 44) bringen sonntags Matineen, meist mit Theater- oder Opernfilmen.
CinemaBestes Programmkino mit Originalversionen, berühmt für Double- und Triple-Features. Nymphenburger Str. 31, Tel. 55 52 55, www.cinema-muenchen.com, U 1 Stiglmaierplatz
Münchner FilmpassageBeste Videothek der Stadt, fast alle Filme sind auch in der Originalsprache erhältlich. Sehr fürsorgliche Beratung. Mo-Sa 9-24 Uhr, Tel. 29 62 17, Zweibrückenstr. 8, S-Bahnhof Isartor
Neues RottmannsFilmkunstkino mit anspruchsvollem Programm. Kämpft einsam und erfolgreich gegen die Verleihermafia und Großkinobesitzer. Von Cineasten sehr geschätzt. Rottmannstr. 15, Tel. 52 16 83, U 1 Stiglmaierplatz
Filmtheater Sendlinger TorMünchens ältestes Kino besticht durch seinen Omacharme. Das große Haus zeigt auf seiner großen Leinwand Durchschnittsrenner. Logenplätze! Sendlinger-Tor-Platz, Tel. 55 46 36, www.filmtheatersendlingertor.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
WerkstattkinoHard & Heavy, Undergroundkino mit viel diskutiertem Programmangebot, Tempel der B-Movies und zu Kultstreifen hochstilisierten Sexfilme. Fraunhoferstr. 9, Tel. 260 72 50, www.werkstattkino.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
Unterhaltung
Bars und Kneipen
AtzingerIst und bleibt die Studentenkneipe schlechthin. Die Uninähe bedingt schon vormittags Frühschöppner mit hohem IQ. Unendlich leger. Tgl., Schellingstr. 9, www.atzinger-muenchen.de, U 3/6 Universität
BergwolfDer beste Currywursttempel der Stadt. Nachtschwärmer verabreden sich hier jedes Wochenende bis 3 Uhr morgens auf eine der unglaublich leckeren Variationen (unbedingt die Veggiewurst probieren!). Tgl., Fraunhofer Str. 9, U 1/2 Fraunhofer Straße
ForumEines jener typisch Münchner Lokale, die ihren Charakter von morgens bis nachts dreimal ändern. Super Frühstück, angenehmer Lunch und fast studentische Bistroatmosphäre am Abend. Im Sommer sitzt man im Freien. Etwas chaotisch, aber liebenswert. Tgl., Corneliusstr. 2, www.forumcafe.de, Bus 52 Gärtnerplatz
Fraunhofer SchoppenstubeMünchens urigste Absturzkneipe. Das Gemisch aus Neorustikalismus, Volkslied, Fleischpflanzerl und Alkohol ist legendär. Wirtin Gerti ist derb, aber reell, ein Juwel! Di geschl., Fraunhoferstr. 41, U 1/2 Fraunhoferstraße
Heppel & EttlichWer unter einer 68er-Depression leidet (früher war alles besser), trinkt hier richtig. Die namensgebenden Berliner (!) Wirte haben seit eben diesen Zeiten hier eben diese Zeit angehalten. Im Hinterzimmer ab und zu Lesungen und Kabarett. Tgl., Kaiserstr. 67, www.heppel-ettlich.de, U 2/8 Hohenzollernplatz, Tram 12, 27 Kurfürstenplatz, Bus 53 Pündterplatz
Holy HomeBar-Schmuckstückchen im an solchen nicht armen Gärtnerplatzviertel. Klein, fein, reell, gute Musik, gutes Publikum, meist kein Sitzplatz mehr. Und die Cocktails sind erlesen! Tgl., Reichenbachstr. 21, U 2/6 Fraunhoferstraße
LuxSymbol für den Wandel des Gärtnerplatzviertels zur Heimstatt Lukulls. Abwechslungsreiche kleine Speisen, ein edles, aber bezahlbares Weinangebot und Cocktails von gefährlicher Güte. Seitdem es als Geheimtipp gehandelt wird, ist es keiner mehr. So geschl., Reichenbachstr. 37, U 1/2 Fraunhoferstraße
Murphy'sMünchens beste irische Kneipe. Das Guinness schmeckt original, die Gäste sprechen vorwiegend irisches Kauderwelsch, und bei Fußball-Live-Übertragungen ist die Hölle los. Leckere Burger, dienstags kosten alle Cocktails nur die Hälfte. Tgl., Nikolaistr. 9, www.gunter-murphys.com, U 3/6 Giselastraße
SüdstadtWundersame Kneipenpflanze in schräger Umgebung (Schlachthof, Arbeitsamt, Stripschuppen). Beste Ökogastronomie, Kicker und DJs, die das spielen, was ihnen gefällt, also kein Szenesound. Probieren Sie eine Burning Südmilch - mit Vorsicht. Tgl., Thalkirchner Straße 29, www.suedstadt-muenchen.de, Bus 31, 58 Arbeitsamt
ValentinstüberlTypisch München: Ein kleiner Stehausschank geht an junge Wirte, und binnen weniger Wochen ist aus dem Stüberl eine Lounge geworden. Hier gilt der Spruch »Leben und leben lassen«. Tgl., Dreimühlenstr. 28, www.valentinstueberl.com, Bus 38 Ehrengutstraße
Unterhaltung
Opern, Konzerte und Musicals
GasteigMünchen hat drei so genannte A-Orchester, also Klangkörper erster Klasse. Dazu gehören die Münchner Philharmoniker, das Bayerische Staatsorchester (Oper) und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Die Philharmoniker sind im Gasteig zu Hause, jenem als Kulturbunker beschimpften Koloss oberhalb der Isar. Der große Saal ist hübsch anzuschauen, bietet aber akustische Probleme. Gleich nebenan: das Gastrowunder Gast. Rosenheimer Str. 5, Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, S-Bahnhof Rosenheimer Platz
HerkulessaalKlassisches in klassizistischer Umgebung: Der Herkulessaal der Residenz ist der Wallfahrtsort des Münchner Konzertpublikums. Residenzstr. 1 (Eingang Hofgartenstr.), Tel. 29 06 71, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
MusikhochschuleEin Tipp für Liebhaber so genannter E-Musik. Im großen Saal gastieren oft junge Künstler aus den Meisterklassen der europäischen Musikhochschulen. Arcisstr. 12, Tel. 289 03, www.musikhochschule-muenchen.de, U 2 Königsplatz
NationaltheaterMünchens Oper, das Haus Nummer eins, sowohl künstlerisch als auch was die Höhe der Subventionen betrifft. Max-Joseph-Platz 2, Tel. 21 85 01, www.bayerische.staatsoper.de, Tram 19 Max-Joseph-Platz
PrinzregententheaterGrandioser Wiederaufbau des einstigen Opernhauses. Heute wird das Prinzregententheater vornehmlich als Konzertsaal genutzt und rühmt sich, die beste Akustik der Stadt zu haben - und ein wunderschönes Café. Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 02, www.prinzregententheater.de, U 4 Prinzregentenplatz
Staatstheater am GärtnerplatzRepräsentatives Haus, zu Unrecht als Ableger der Oper diffamiert. Gärtnerplatz 3, Tel. 20 24 11, www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
Unterhaltung
Kulturzentren
Pasinger FabrikUm das Wunder »Pasinger Fabrik« zu verstehen, muss man wissen, dass der Ortsteil Pasing seine Eigenheiten hat. 1933 eingemeindet, versteht sich der Pasinger immer noch als ebensolcher und nicht als Münchner. Insofern ist es schon etwas Besonderes, dass eines der ehrgeizigsten Kulturprojekte der Stadt ausgerechnet in Pasing entstanden ist. In dem alten Fabrikgebäude gleich nördlich des Pasinger Bahnhofs werden heute Ausstellungen, Theater und Musik unterschiedlicher Art geboten, das Theater Rote Rüben und sogar Münchens kleinstes Opernhaus sind hier beheimatet. Zentrum ist das Café-Restaurant, betrieben von der Cantina GmbH, die auch fürs Ruffini zuständig ist. Die Weinkarte ist erlesen, Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Mo geschl., August-Exter-Str. 1, Tel. 82 92 90 79, www.pasinger-fabrik.com, S-Bahnhof Pasing
Unterhaltung
Livemusik
Atomic CaféHier tobt der Sound der Jugend und trifft sich die Britpop-Szene der Stadt. Viel Glitzer, viel Retro, viel Party. Hier hört man Trends, bevor sie welche sind. So geschl., Neuturmstr. 5, Tel. 228 30 54, www.atomic.de, U-S-Bahnhof Marienplatz
FeierwerkMehrere Clubs und Livebühnen, darunter das legendäre Orange House. Städtisch geförderter Jugendtreff und trotzdem revolutionär und einzigartig. Fr geschl., Hansastr. 39-41, Tel. 72 48 80, www.feierwerk.de, Bus 131, 132 Hansapark
Jazzclub UnterfahrtZu fairen Eintrittspreisen können Jazzfreunde hier die immer noch hochkarätige Münchner Szene meist zusammen mit den Stars aus dem internationalen Bigbusiness des Jazz erleben. Jeden Sonntagabend Session. Tgl., Tel. 448 27 94, Einsteinstr. 42, www.unterfahrt.de, U 4/5 Max-Weber-Platz
MuffathalleKonzerte, Tanz, Theater, Performance. Zwei grüne Politiker haben hier ein Schnäppchen gemacht. Subventionierte Subkultur, ein prima Café, der Szeneclub Ampere (Fr und Sa) und im Sommer ein romantischer Biergarten - ein Schmuckstück für die Stadt. Tgl., Zellstr. 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffathalle.de, S-Bahnhof Rosenheimer Platz oder Isartor
Münchner LustspielhausMal Liedermacherei, mal Kabarett, mal Konzertantes. Hochkarätige Kleinkunst in plüschigem Ambiente und mit vielen Kultfiguren aus dem bayerischen Raum: Isarindianer Willy Michl, Politkabarettist und Deutschtürke Django Asül oder auch die legendäre Spider Murphy Gang. Tgl., Occamstr. 8, Tel. 34 49 74, www.lustspielhaus.de, U 3/6 Münchner Freiheit
New BackstageHart und heavy. Die Crossoverkneipe der Stadt. Independentmusik, laut, jung, schräg. Ist an die Nordseite der Friedenheimer Brücke umgetopft worden. Im Sommer ein absoluter Geheimtipp: der lauschige Biergarten, der bei Konzerten zur Open-Air-Location mutiert. Tgl., Friedenheimer Brücke 7, Tel. 126 61 00, www.backstage089.de, S-Bahn Friedenheimer Brücke
Night Club im Bayerischen HofMünchens renommiertester Jazzladen. Hier gastieren von Klaus Doldinger bis Joe Zawinul die Großen der internationalen Szene. Während sonst in der Stadt die wenigen Jazzclubs dichtmachen, tobt hier das Musikerleben, weil der Ertrag des Hotels die Subventionierung des Clubs erlaubt. Die Getränke sind zwar teuer, aber musikalisch geht man kaum ein Risiko ein. Tgl., Promenadeplatz 2-6, Tel. 212 09 94, www.bayerischerhof.de, U-S-Bahnhof Stachus, Tram 19 Theatinerstraße
PodiumEinst war dieses versteckte Eckhaus rechts der Leopoldstraße ein reiner Dixieschuppen. Heute trifft sich hier vor allem die Creme der Münchner Rockmusiker, um der Lust an Coverversionen zu frönen. Tgl., Wagnerstr. 1, Tel. 39 94 82, www.schwabinger-podium.com, U 3/6 Münchner Freiheit
Unterhaltung
Theater und Kleinkunst
Altes Residenztheater (Cuvilliés-Theater)Architektonisches Kleinod, eine Perle des höfischen Rokoko. Das Theater war Schauplatz zahlreicher prunkvoller Inszenierungen von Barockopern, etwa 1781 der Uraufführung von Mozarts »Idomeneo«. Später Bühne für etabliertes Erfolgstheater. Bis 2008 ist der Theaterbetrieb wegen Renovierung eingestellt, das Gebäude kann aber besichtigt werden (tgl. 10-16 Uhr). Residenzstr. 1, Tel. 29 06 71, Tram 19 Max-Joseph-Platz
Deutsches TheaterSo ziemlich alles wird hier geboten - vom Faschingsball über die Operette bis zum Liedermacherkonzert. Schwanthalerstr. 13, Tel. 55 23 44 44, www.deutsches-theater.de, U-S-Bahnhof Stachus
i-campEinst als »Neues Theater« seinem Namen mehr als gerecht geworden. Jetzt etwas flippiger und noch experimenteller. Entenbachstr. 37, Tel. 65 00 00, www.i-camp.de, U 1/2 Kolumbusplatz
Komödie im Bayerischen HofBoulevardtheater für Leute, die gerne ihre Garderobe zeigen. Promenadeplatz 6, Tel. 29 16 05 30, www.komoedie-muenchen.de, U-S-Bahnhöfe Stachus, Marienplatz
MarionettentheaterTraditionelles Haus. Für Kinder mit Sinn für Musik gibt es eine wunderbare Inszenierung der »Zauberflöte«. Blumenstr. 32, Tel. 26 57 12, www.muenchner-marionettentheater.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
MetropolViel Elan und Mut, man spielte gar »Black Rider« von Wilson. Oder die Bibel - in zwei Stunden. Floriansmühlstr. 5, Tel. 32 19 55 33, www.metropoltheater.com, U 6 Freimann
Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus)Der Intendant Frank Baumbauer kam zum Jahrtausendwechsel, das Haus selbst wurde von Grund auf saniert, das Prestigerennen mit der Konkurrenz, dem Residenztheater, läuft. Denn die Münchner Kammerspiele galten über Jahrzehnte als eine der besten Sprechbühnen der Nation, vor allem was die Aufbereitung der Klassiker in neuem Gewand betrifft. Baumbauer setzt die Tradition auf seine Weise fort, allerdings auch mit modernen Werken und meist recht jungen, abenteuerlustigen Regisseuren, weswegen einige der älteren Stars mit Dieter Dorn über die Straße gewandert sind. Trotzdem heißt es meistens an der Kasse: ausverkauft. Maximilianstr. 28, Tel. 23 39 66 00, www.muenchner-kammerspiele.de, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
ResidenztheaterSeit Dieter Dorn dort wirkt, geht es wieder aufwärts mit der berühmten Sprechbühne, die dem Freistaat gehört und die vom Steuerzahler hoch subventioniert wird. Der Spielplan ist gespickt mit den Highlights des großen Theaters, mit phantastischen Gastspielen aus Berlin und Wien, mit großen Namen und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Tradition und Moderne. Max-Joseph-Platz 1, Tel. 21 85 01, www.bayerischesstaatsschauspiel.de, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
SchauburgStädtisches Haus für junge Leute. Unter kundiger Intendanz eine viel versprechende Bühne. Franz-Joseph-Str. 47, Tel. 23 33 71 71, www.schauburg.net, U 2 Hohenzollernplatz
VolkstheaterIm Herbst 2002 übernahm Christian Stückl dieses finanzielle Sorgenkind der Stadt. Stückl hat nicht nur die Oberammergauer Passionsspiele inszeniert, sondern auch den »Jedermann« in Salzburg. In seinem neuen Haus aber scheint er eher ein begnadeter Partyveranstalter zu sein denn ein Intendant mit glücklicher Hand. Die Kritiker schwanken zwischen Jubel und gesenktem Daumen, doch unterhaltsam ist das Programm auf alle Fälle. Brienner Str. 50, Tel. 52 35 50, www.muenchner-volkstheater.de, U 1 Stiglmaierplatz
Übernachten
Traumhaft schlafen
Von der Nobelherberge bis zur gemütlichen und preisgünstigen Pension - München hat alles für eine gute Nacht
Wer sich noch an die TV-Serie »Kir Royal« erinnert, weiß, in welcher Pracht die noblen Gäste der Stadt residieren, in Königs- und Prinzensuiten, die pro Nacht gut und gerne 1500 Euro und mehr kosten.
Doch auch ganz normale Münchenbesucher werden, wenn sie nicht aufpassen, ganz schön zur Kasse gebeten, vor allem in den Hauptbesuchszeiten der Stadt, während des Oktoberfests oder der großen Messen. Doch neben den berühmten Hotelpalästen hat die Stadt eine ganze Reihe mittlerer und kleiner Hotels und Pensionen, die übers Jahr gesehen im Schnitt nur gut zur Hälfte belegt sind.
Erkundigen Sie sich, ob das Hotel eine günstige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hat. Denn Fahren und Parken in der Innenstadt stressen nicht nur Fremde. Sie können sich entweder über das Fremdenverkehrsamt den Zimmernachweis besorgen oder selbst telefonisch oder via Internet vorbestellen. Bei größeren Häusern ist es günstig, eine Kreditkartennummer anzugeben. Oft bieten die Hotels Sondertarife an, jedoch nur auf Nachfrage!
Viele Hotels haben einen Eintrag unter der Internetadresse www.deutschland-hotel.de oder unter der Website des Fremdenverkehrsamtes www.muenchen-tourist.de oder unter www.nethotels.com. Eine Reihe günstiger Hotels finden Sie in der Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.
Übernachten
Luxushotels
Bayerischer HofIn dem hochklassizistischen Haus im Herzen der Stadt steigen Adel und Geldadel ab. Trotzdem Sonderangebote. Zum Reinschnuppern (und Entspannen): das luxuriöse Blue Spa (Tageskarte 24 Euro). DZ von 245-410 Euro, teuerste Suite 1550 Euro. 395 Zi., Promenadeplatz 2, Tel. 212 00, Fax 212 09 06, www.bayerischerhof.de, U-S-Bahnhof Stachus
Dorint Sofitel BayerpostDirekt am Südausgang des Hauptbahnhofs steht Münchens jüngstes Nobelhotel mit 180-m 2 -Präsidentensuite, edler Bar und exklusivem Service. Raffiniertes Licht taucht die Lobby in Alpenglühen. DZ 225-470 Euro. 396 Zi., Bayerstr. 12, Tel. 59 94 80, Fax 599 48 10 00, www.dorint.com, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Kempinski Hotel Vier JahreszeitenDas geschichtsreichste Haus der Stadt. Hier kochte einst Meister Alfred Walterspiel. Heute steht Küchenchef Markus Winkelmann ganz in dessen Tradition: Klarheit statt Schnörkel. Die Bar ist Legende unter Atmosphäre-Schlürfern. DZ 370-515 Euro, teuerste Suite 4800 Euro. 318 Zi., Maximilianstr. 17, Tel. 212 50, Fax 21 25 20 00, www.kempinski-vierjahreszeiten.de, U-S-Bahnhof Marienplatz
Hotel KönigshofSterngekrönte Küche, Marmorbäder, für Kenner und Genießer die absolute Nummer eins. Familie Geisel betreibt auch die Vinothek ums Eck. DZ 270-420 Euro, Suite bis 765 Euro. 87 Zi., Karlsplatz 25, Tel. 55 13 60, Fax 55 13 61 13, www.geisel-privathotels.de, U-S-Bahnhof Stachus
Mandarin OrientalDas ehemalige Antikhaus wurde in ein Luxushotel umgebaut. Hier steigt ab, wer keine Geldsorgen hat. Feines Essen und ein Pool auf dem Dach. DZ 355-490 Euro, Suite bis zu 1800 Euro. 73 Zi., Tel. 29 09 80, Fax 22 25 39, Neuturmstr. 1, www.mandarinoriental.com, U-S-Bahnhof Marienplatz
Übernachten
Hotels Kategorie gehoben
AdvokatHübsches Haus am Rande des Gärtnerplatzviertels. Ideal für Nachtschwärmer. 50 Zi., Baaderstr. 1, Tel. 21 63 10, Fax 216 31 90, www.hotel-advokat.de, S-Bahnhof Isartor
CortiinaNatur pur genießen und dabei den Puls der Stadt fühlen. Das puristische Haus im Herzen der Stadt stattet seine Zimmer mit Jura-Naturstein, Naturkautschukmatratzen, Eichenparkettboden und Decken aus unbehandelter Baumwolle aus. Die Hotelbar ist ein Erlebnis für sich. 35 Zi., Ledererstr. 8, Tel. 242 24 90, Fax 242 24 91 00, www.cortiina.com, U-S-Bahnhof Marienplatz
OlympicHier können Sie angenehm wohnen in einer der schönsten Gegenden der Stadt. Die Mischung aus englischer Kolonialzeit und Glockenbachviertel lockt sogar verwöhnte Hamburger Kulturjournalisten dorthin. 38 Zi., Hans-Sachs-Str. 4, Tel. 23 18 90, Fax 23 18 91 99, www.hotel-olympic.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
OpéraIntimes und elegantes Haus im Lehel, mit unendlich viel Liebe zur vollkommensten Vollkommenheit restauriert. Eine wunderbare Mischung aus Eleganz und Privatatmosphäre. Das Bayerische Nationalmuseum und der Englische Garten sind nur wenige Gehminuten entfernt. 25 Zi., St.-Anna-Str. 10, Tel. 210 49 40, Fax 21 04 94 77, www.hotel-opera.de, U 4/5 Lehel
RitziEin bunter, aber nobler Paradiesvogel. Künstler, Musiker und Promis zieht es in die 25 Themenzimmer, wenn sie auf der Suche nach ihrer Kreativität sind. Maria-Theresia-Str. 2a, Tel. 419 50 30, Fax 41 95 03 50, www.hotel-ritzi.de, U 4 Max-Weber-Platz
Übernachten
Hotels Kategorie standard
DachsKinderfreundlicher Familienbetrieb in Schwabing. 50 Zi., Amalienstr. 12, Tel. 286 94 80, Fax 28 08 29, www.hoteldachs.de, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
Deutsches TheaterIm Komplex des gleichnamigen Amüsiertempels, also zentral gelegen und besonders Besuchern kultureller Veranstaltungen zu empfehlen. 28 Zi., Landwehrstr. 18, Tel. 59 99 39 03, Fax 59 99 39 95, www.hoteldeutschestheater.de, U-S-Bahnhof Stachus
Hotel IsartorZentraler geht es kaum. Von hier aus lässt sich die Münchner Innenstadt bequem zu Fuß erforschen, auch Deutsches Museum, Gasteig und Isar sind in fünf Minuten zu erreichen. Kinderfreundlich, auch Haustiere sind willkommen. 66 Zi., Baaderstr. 2-4, Tel. 216 33 40, Fax 21 63 34 20, www.hotel-isartor.de, S-Bahnhof Isartor
Hotel KriemhildKleines, äußerst freundliches Garni-Haus in Spazierweite zum Hirschgarten. Im Sommer hübsche Terrasse. Spezialangebote, zum Beispiel Wochenendarrangements. 18 Zi., Guntherstr. 16, Tel. 171 11 70, Fax 17 11 17 55, www.kriemhild.de, Tram 16/17 Kriemhildenstraße
LeopoldSchönes Haus. Ein Tipp: Zimmer zum Innenhof nehmen. 75 Zi., Leopoldstr. 119, Tel. 36 70 61, Fax 36 04 31 50, www.hotel-leopold.de, U 3/6 Münchner Freiheit
MariandlWie in einem Schloss schlafen und wie ein König kredenzen. Vor allem Prominente schätzen den ausgezeichneten Service (Check-in bis 1 Uhr nachts!) und die liebevoll mit Antiquitäten eingerichteten Zimmer. Im Haus: das älteste Konzertcafé der Stadt mit erstklassiger Livemusik (Klassik, Swing, Funk) und süßen Leckereien. 29 Zi., Goethestr. 51, Tel. 54 40 43 48, Fax 54 40 43 96, www.mariandl.com, U 3/6 Goetheplatz
Park HiltonWie alle Hilton-Hotels bietet auch dieses Haus jeden Komfort. Nahe am Englischen Garten gelegen. 479 Zi., Am Tucherpark 7, Tel. 384 50, Fax 38 45 25 88, www.hilton.de, Tram 17 Tivolistraße, Bus 54 Tucherpark
WallisSchweizer Gemütlichkeit, zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese. 22 Zimmer sind im Businessstil gestaltet, 32 Zimmer im alpenländischen Stil. Schwanthalerstr. 8, Tel. 549 02 90, Fax 54 90 29 28, www.hotel-wallis.de, U-S-Bahnhof Stachus
Übernachten
Hotels Kategorie günstig
Ambassador ParkhotelNahe beim Tierpark gelegen. Das Italorestaurant La Meridiana wird auch von Münchnern gerne besucht. 42 Zi., Plinganserstr. 102, Tel. 72 48 90, Fax 72 48 91 00, www.ambassador-parkhotel.de, U 6, S-Bahnhof Mittersendling
Blauer BockSehr zentral gelegenes Haus am Viktualienmarkt. Geheimtipp unter Schwaben, denn hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis auf ganz unmünchnerische Weise. 75 Zi., Sebastiansplatz 9, Tel. 23 17 80, Fax 23 17 82 00, U-S-Bahnhof Marienplatz
Hotel Englischer GartenDie denkmalgeschützte Villa liegt direkt am Englischen Garten, und deshalb ist es auch nur ein Katzensprung zum Kleinhesseloher See mit schickem Seehaus oder in den berühmten Biergarten am Chinesischen Turm. 26 Zi., Liebergesellstr. 8, Tel. 383 94 10, Fax 38 39 41 33, www.hotelenglischergarten.de, U 3/6 Münchner Freiheit
Jaeger's HotelZentral gelegenes Garnihotel, in dem es komfortabler zugeht, als die Gegend vermuten lässt. 35 Zi., Senefelderstr. 3, Tel. 55 52 81, Fax 59 25 98, www.jaegershotel.de, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Landsberger HofIm Sommer lockt in der Nähe ein schöner großer Biergarten mit 900 Plätzen, im Winter ein gemütliches Restaurant mit offenem Kamin. 23 Zi., Bodenseestr. 32, Tel. 88 18 05, Fax 834 04 26, S-Bahnhof Pasing
Hotel MariaAuf Grund seiner Lage die ideale Unterkunft während des Oktoberfestes. Allerdings sollten Sie sich unbedingt frühzeitig anmelden. 80 Zi., Schwanthalerstr. 112-114, Tel. 51 08 26, Fax 50 55 20, www.hotelmaria.de, U 4/5 Theresienwiese
Pension GärtnerplatztheaterKönig Ludwig hätte das kleine Haus unweit des Gärtnerplatz-Rondells geliebt: Jedes Zimmer ist individuell mit Alpenkitsch und im Romantikstil eingerichtet. Aber: Es sind alles echte Antiquitäten, kein Plastik! Weitere Pluspunkte: Toplage und eines der schönsten Theater der Stadt gleich nebenan. 10 Zi., Klenzestr. 45, Tel. 202 51 70, Fax 20 25 17 22, www.pension-gaertnerplatztheater.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
Pension am KaiserplatzFür Individualisten. Alle Zimmer in der Jugendstilvilla im Herzen Schwabings sind unterschiedlich gestaltet - vom prunkgeladenen Rokokostil bis zum klassizistischen Schlafgemach. 10 Zi., Kaiserplatz 12, Tel. 34 91 90, Fax 33 93 16, U 3/6 Münchner Freiheit
WettersteinAm Wettersteinplatz in Obergiesing, einem Arbeiterviertel, das gerade schick wird. Ideale Verkehrsanbindung. 69 Zi., Grünwalder Str. 16, Tel. 64 96 50, Fax 64 96 51 80, www.wetterstein.com, U 1 Wettersteinplatz
Übernachten
Jugendherbergen
Die dem DJH angeschlossenen Unterkünfte sind reserviert für Gäste bis 26 Jahre.
DJH Burg SchwaneckEin echtes Schloss, am Isarhochufer in Pullach gelegen und bekannt in aller Welt. 131 Betten verteilen sich auf Einzel- und Doppelzimmer sowie Vier- bis Zehn-Bett-Zimmer. Für Gruppen Vollpension ab 23 Euro, Pullach, Burgweg 10, Tel. 74 48 66 70, www.burgschwaneck.de, S 7 Pullach
DJH MünchenIn Zentrumsnähe, nur mit Jugendherbergsausweis! 351 Betten, Übern. inkl. Frühstück und Bettwäsche 20,60 Euro, Wendl-Dietrich-Str. 20, Tel. 13 11 56, www.muenchen-neuhausen.jugendherberge.de, U 1 Rotkreuzplatz
Easy Palace City HostelEine Jugendherberge ohne den Staub vergangener Jahrzehnte: Hier geht es modern und bunt zu, die Zimmer und Apartments sind im Stil eines großen schwedischen Möbelhauses eingerichtet. Eine der besten Holzofenpizzas der Stadt serviert das benachbarte italienische Restaurant Sinans (Sonderpreise für Hostelgäste), das übrigens auch für das Frühstücksbuffet zuständig ist. Ideale Unterkunft für das Oktoberfest. 62 Zi., Mozartstr. 4, Tel. 558 79 70, Fax 55 87 97 97, www.easypalace.de, U3/6 Goetheplatz
4 youNördlich des Hauptbahnhofs. 195 Schlafplätze, Vollwertkost und ruhige Lage. Mehrbettzimmer pro Person 17-37,50 Euro, Hirtenstr. 18, Tel. 552 16 60, www.the4you.de, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Wombat's City HostelInternationales Haus, modern und freundlich eingerichtet. 2004 mit dem Preis für die weltweit (!) sauberste Jugendherberge ausgezeichnet. Oktoberfest-Angebot: Frühstück bis 12 Uhr mittags und ein original Paulaner-Krug. 300 Betten, Mehrbettzimmer pro Person 16 bis 22 Euro, Senefelderstr. 1, Tel. 599 89 18, www.wombats-hostels.com, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Sehenswertes
Bäder und Boulevards, Parks und Paläste
München ist nicht nur eine Stadt für ein paar Stunden - ihre Schönheit und Vielfalt erschließt sich erst nach ausgiebigem Genuss und Erleben
Wer München nicht nur besichtigen, sondern anschauen will, möge sich ein Gebot auf den Stadtplan schreiben: Lass dir Zeit! Man sollte, um nicht nur einen oberflächlichen Eindruck zu bekommen, Münchens liebenswerte Details auf sich wirken lassen - und sie vor allem im Zusammenhang mit der Umgebung, der Geschichte, den Menschen betrachten.
Es ist gewiss sinnlos, sich die gesamte Residenz in zwei Tagen erobern zu wollen. Ein Abend im Brunnenhof, bei einem der feierlich-klassischen Sommerkonzerte, ein Nachmittag im Theatron des Olympiageländes bei den Rockmusikern, ein früher Morgen bei den Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, ein Besuch im Nymphenburger Park mit einer kundigen Biologin, eine Hochzeit in der Theatinerkirche am späten Samstag - das ist München.
Sehenswertes
Bauwerke
Allianz-ArenaGenau 2874 Luftkissen bilden die Außenhaut des neuen Fußballtempels, von den Einheimischen oft spöttisch als »Kloschüssel« bezeichnet. Dennoch ist er seit seiner Eröffnung im Mai 2005 eine der Top-Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben sich einen Spezialeffekt einfallen lassen: Wenn der FC Bayern spielt, leuchtet die Arena in heißem Rot, wenn der TSV 1860 zum Anpfiff erscheint, in kühlem Blau. Wer die versteckten Ecken der Arena erkunden will, kann bei einer Stadionführung sogar einen Blick in die Mannschaftsduschen werfen (außer an Spieltagen tgl. 11, 13, 15 und 17 Uhr, Eintritt 8 Euro, Tickets im Allianz-Arena-Shop, Tel. 01805/55 51 01). Werner-Heisenberg-Allee 25 (gut sichtbar von der Autobahn A 9 Richtung Nürnberg), www.allianz-arena.de, U 6 Fröttmaning
Altes RathausTipp für Verliebte: Die bronzene »Julia« an der Südseite des über 500 Jahre alten, oft zerstörten und zuletzt nach dem Krieg nicht mehr ganz originalgetreu wieder errichteten Alten Rathauses ist ihre Schutzpatronin. Sie waltet, so will's der Volksmund, besonders aufmerksam, wenn man ihr ein paar Blumen zusteckt. Der Ballsaal mit seinem hölzernen Tonnengewölbe dient noch heute repräsentativen Empfängen. Hier ist auch das Spielzeugmuseum zu Hause. Tgl. 10 bis 17.30 Uhr, Eintritt 3,50 Euro, U-S-Bahnhof Marienplatz
BavariaWo könnte die weibliche Symbolfigur Bayerns besser stehen als auf einer Anhöhe über der Theresienwiese, dem Schauplatz des Oktoberfestes? Errichtet 1850 durch Ludwig I., wacht die gusseiserne Dame über die Ruhmeshalle im Hintergrund, einen Tempel nach antikem Vorbild zu Ehren bayerischer Persönlichkeiten. Der Bau der 18 m hohen Statue galt als technisches Meisterwerk; heute hat man von der Aussichtsplattform im Bavaria-Kopf einen einzigartigen Ausblick auf die schräg gegenüberliegende St.-Paul-Kirche. April bis 15. Okt. tgl. 9-18 Uhr, während des Oktoberfestes tgl. 9-20 Uhr, Eintritt 3 Euro, U 4/5 Theresienwiese
Bavaria-FilmgeländeWer mit Kindern reist, darf das »Hollywood an der Isar« nicht versäumen. Auf dem 3,5 km² großen Gelände im Südosten Münchens findet seit 1919 deutsche Filmgeschichte statt. Hier haben die Großen der Zelluloidhistorie gedreht: Orson Welles, Alfred Hitchcock, Billy Wilder. Die Lollobrigida stand ebenso vor der Kamera wie Liz Taylor oder Romy Schneider. Auf den Führungen der Bavaria stehen der Besuch des U-Boot-Modells aus dem Petersen-Film »Das Boot« genauso auf dem Programm wie die Trickfiguren aus der »Unendlichen Geschichte« und Michael »Bully« Herbigs »(T)Raumschiff Surprise - Periode 1«. Es gibt mehrere Varianten, darunter eine mit Stuntshow und/oder 3D-Erlebniskino. März bis Okt. tgl. 9-16 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-15 Uhr, Eintritt ab 10 Euro (Führung), Bavariafilmplatz 7, www.bavaria-filmtour.de, Tram 25 Bavaria-Filmplatz
MaximilianeumIm Überschwang des vergangenen Jahrhunderts wollte Maximilian II. eine richtige »Akropolis« ans Ende der Maximilianstraße setzen. Architekt Friedrich Bürklein sorgte für die Erfüllung des Wunsches. Ursprünglich gedacht als Wohn- und Unterrichtsstätte für besonders begabte bayerische Studenten (die Stiftung - freie Kost und Logis während des Studiums - gibt es für ausgewählte 1,0-Abiturienten immer noch), zogen 1949 hier der Bayerische Landtag und der Senat des Freistaates ein. Nach dem Gesetz ist es zwar jedem Bürger erlaubt, an öffentlichen Sitzungen teilzunehmen, es ist aber empfehlenswert, sich vorher telefonisch nach den Zeiten der Führungen zu erkundigen. Tel. 419 44 11, U 4/5 Max-Weber-Platz
Müllersches VolksbadAuch wenn Ihnen der Sinn nicht nach einem erfrischenden Bad steht, sehenswert ist das schöne Jugendstilgebäude auf jeden Fall. Die beiden gewölbten Schwimmhallen sowie Dampfbad und gekachelte Saunaräume lohnen einen ausgiebigen Besuch. Tgl. 7.30-23 Uhr, Eintritt 3,30 Euro, Rosenheimer Str. 1, S-Bahnhof Rosenheimer Platz, Tram 18 Deutsches Museum
NationaltheaterBayerns erster König, Max I. Joseph, wünschte sich zu Anfang des 19. Jhs. ein Theater nach Vorbild des Pariser Odéon und gab einen entsprechenden Auftrag an den jungen Karl von Fischer. Schon fünf Jahre nach der Einweihung im Jahr 1818 vernichtete ein Großfeuer den stolzen, streng klassizistischen Bau, und Leo von Klenze machte sich an die Rekonstruktion des Kunsttempels. Auch der Zweite Weltkrieg forderte seinen Tribut: Kein Stein blieb auf dem anderen. Statt einer modernen Lösung zuzustimmen, entschlossen sich die Stadtväter zur abermaligen Rekonstruktion des klassizistischen Gebäudes. So wird der Max-Joseph-Platz heute dominiert durch das Denkmal des Königs und den griechischen Säulenportikus des Theaters mit seinem versetzten Doppelgiebel. Das prunkvolle Halbrund fasst nur 2100 Besucher, deshalb muss, um das (von Kritikern heftig umstrittene) Niveau der Inszenierungen zu halten, jeder Sitzplatz mit über 100 Euro pro Aufführung subventioniert werden. Doch hat das Haus auch eine durchaus ehrenwerte jüngere Geschichte: Richard Strauss dirigierte hier viele Uraufführungen, Dirigenten wie Clemens Krauss, Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Solti, Fricsay und Keilberth starteten von hier aus Weltkarrieren. Zurzeit ist Zubin Mehta Chef am Pult. 2006 kommt dann Kent Nagano. Höhepunkt der Saison sind die Festspiele im Juli. Besichtigung nach Anmeldung, Tel. 21 85 10 21, Max-Joseph-Platz 2, Tram 19 Max-Joseph-Platz
Neues RathausMehr pompös denn kulturgeschichtlich wertvoll. Überbordende Lust zur Gotik trieb den Grazer Architekten Georg von Hauberrisser zu seltsamen Einfällen, als das Gebäude von 1867 bis 1908 errichtet wurde. Unterhalb des 80 m hohen Turms ist in einem Erker Europas viertgrößtes Glockenspiel installiert. Es erzählt täglich um 11 und 12 Uhr (von März bis Oktober auch um 17 Uhr) von zwei Großereignissen, die einst auf dem Marienplatz stattgefunden haben: das Turnier anlässlich der Hochzeit Herzog Wilhelms V. von Bayern mit Renata von Lothringen (1568) und der auch heute noch am Fasching in siebenjährigem Rhythmus - der nächste 2012 - zelebrierte Schäfflertanz anlässlich der Pest im Jahr 1517. Turmaufzug Mai-Okt. Mo bis Fr 9-19, Sa/So 10-19 Uhr, Nov.-April Mo-Do 9-16, Fr 9-13 Uhr, U-S-Bahnhof Marienplatz
NymphenburgMan schenkte vornehm zu Kurfürst Ferdinand Marias Zeiten. Mitte des 17. Jhs. bescherte ihm Henriette Adelaide den ersehnten künftigen Thronfolger Max Emanuel. Dafür beehrte der stolze Vater sie mit dem Schloss Nymphenburg. An die 700 m, also dreimal so lang wie das Olympiastadion, ist die Front dieser barocken Schlossanlage, deren Bau von 1664 bis 1757 gedauert hat. Sie diente den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz, und wer durch all die prächtigen Gemächer flaniert, kann erahnen, wie nobel es zur Glanzzeit des bayerischen Hofes zugegangen sein muss. Neben dem Mittelbau mit seinem prunkvollen steinernen Saal und der Schönheitengalerie locken das Marstallmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Wagen, Schlitten und Geschirren und das Porzellanmuseum mit Pretiosen der namensgleichen Manufaktur.
ResidenzEine schier unfassbare Pracht bietet sich dem Besucher. Unsere Empfehlung: mindestens einen ganzen Tag hierfür einplanen. Denn nach der Zerstörung durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges hat der Freistaat Abermillionen in die Restaurierung der »Herzkammer Bayerns« gesteckt, die ein halbes Jahrtausend Sitz der Herrscher war. Alle architektonischen Spielarten, die die Kultur Bayerns geprägt haben, findet man hier: strenge Renaissance, überbordendes Barock, verspieltes Rokoko und geradlinigen Klassizismus. 1385 wurde der Grundstein für die Neuveste im Nordosten der alten Stadt gelegt. Über die Jahrhunderte entstand Schritt für Schritt die Residenz, bestehend aus drei Hauptkomplexen und sechs Innenhöfen. Wer nicht alle Kostbarkeiten zwischen Residenz-, Hofgarten- und Marstallstraße anschauen kann, sollte zumindest das Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung besuchen. Das Vestibül, die Ahnengalerien, Porzellankabinett, Antiquarium (in dem heute noch die großen Empfänge des Ministerpräsidenten stattfinden), die Porzellankammern, die Reichen Zimmer, das Spiegelkabinett und die Nibelungensäle bieten einen groben Überblick. März-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 10-16 Uhr, Eintritt 6 Euro, Max-Joseph-Platz 3, www.schloesser.bayern.de, U-S-Bahnhof Marienplatz, Tram 19 Max-Joseph-Platz
SüdfriedhofEin Dorado für Geschichtsfreunde und -freaks. Der Südfriedhof, entstanden im 16. Jh., war einst von Albrecht V. als Gottesacker für arme Leute geplant worden, diente im 17. Jh. als Pestfriedhof und ab Ende des 18. Jhs. als Zentralfriedhof. Nach der Erweiterung Mitte des 19. Jhs. wurde er letzte Ruhestätte für viele prominente und angesehene Münchner. Wer hier langsam von Grabstein zu Grabstein wandert, erlebt auf ganz eigene Art die Geschichte dieser Stadt. Hier liegen unter anderem begraben: der Bildhauer Roman Anton Boos (St. Peter), der Architekt Friedrich von Gärtner (Feldherrnhalle), der Historienmaler Wilhelm von Kaulbach, Architekt Leo von Klenze und auch der »Arme Poet«-Maler Carl Spitzweg. Thalkirchner Str. 17, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
UniversitätDie Ludwig-Maximilians-Universität (Ludwig I. holte sie 1826 von Landshut nach München) ist, nach der Freien Universität Berlin, mit mehr als 60 000 Studenten Deutschlands zweitgrößte Hochschule. Namen wie Fraunhofer, Röntgen, Pettenkofer, Ringseis, Sauerbruch, Schelling, Riehl, Max Weber, Guardini verbinden sich mit dieser Universität (und dienen als Namenspatrone für Münchens Straßen). Weltberühmt sind die beiden Schalenbrunnen links und rechts der Ludwigstraße. Die Adresse der Universität trägt in Ehrerbietung für und zum Gedenken an Sophie und Hans Scholl, die im Kreis der »Weißen Rose« Widerstand gegen das Hitler-Regime geleistet hatten und dafür 1943 hingerichtet wurden, deren Namen. Geschwister-Scholl-Platz, U 3/6 Universität
Sehenswertes
Kirchen und religiöse Stätten
AsamkircheDer Märtyrer Johannes von Nepomuk ist der Schutzpatron der Brücken. Und doch steht die ihm geweihte Kirche etwa 1 km entfernt von der Isar. Trotzdem hat der heilige Nepomuk hier eine gewisse Aufgabe: Die Asamkirche in der Sendlinger Straße, eingerahmt von Boutiquen und schicken Geschäften, ist eine für München typische ideelle und architektonische Brücke zwischen zwei Welten: Lebenslust und Konsumrausch treffen hier auf Tradition und verwurzelten Katholizismus, moderne Funktionsbauten auf überbordende Barockarchitektur. Für Fotoamateure ist das malerische Dämmerlicht im Inneren der Kirche eine echte Herausforderung, für Freunde der Kunsthistorie bieten der von vier gewundenen Säulen umrahmte Hochaltar und die plastische Dreifaltigkeitsgruppe darüber tausend Möglichkeiten der Deutung. Zwischen 1975 und 1982 ist die Asamkirche mit so großem Aufwand restauriert worden, dass Lästermäuler behaupteten, mit diesem Geld hätte sich eine ganze Stadtratsriege ihre Plätze im Paradies erkauft. Sendlinger Str. 62, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
BürgersaalkircheSie ist nicht nur historisch interessant als ehemaliger Versammlungsraum der Marianischen Männerkongregation, einer jesuitisch geprägten Glaubensgemeinschaft von Priestern und Laien. Im Untergeschoss der im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Kirche liegt Pater Rupert Mayer begraben, eine der Identifikationsfiguren des Münchner Widerstandes gegen Hitler. Er wurde von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Neuhauser Str. 14, U-S-Bahnhof Stachus
DreifaltigkeitskircheEine typisch bayerische Gründungsgeschichte hat diese erste spätbarocke Kirche Münchens: Die Grausamkeiten des Spanischen Erbfolgekrieges als Schreckensvision für Münchens Zukunft vor Augen, gelobte die Kammerdienerstochter Anna Maria Lindtmayr den Bau einer Kirche, auf dass das göttliche Strafgericht an ihrer Stadt vorübergehe. Bürger und Vertreter der Landstände waren so beeindruckt, dass sie an den italienischen Architekten und Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi einen entsprechenden Auftrag gaben. So vereinen sich in der eigenwilligen Architektur mit ihren über das Eck gestellten Säulen und dem prächtigen Deckengemälde von Cosmas Damian Asam italienische Dynamik und bayerische Ausdruckskraft. Pacellistr. 6, U-S-Bahnhof Stachus
FrauenkircheHeißt eigentlich »Dom zu unserer lieben Frau« und ist Bischofskirche der Erzdiözese München-Freising. Sie ist länger als ein Fußballfeld (109 m), fasst 2000 Personen und ist mit ihren beiden welschen Hauben auf den Türmen (der südliche Turm ist mit 99 m um 1 m kürzer) das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist von der südlichen und westlichen Einfallstraße (Autobahn München-Garmisch und Nymphenburger Straße) nahezu vom Stadtrand aus sichtbar, dank eines alten Rechtes, demzufolge dieser Blick nicht verbaut werden darf. Der spätgotische Bau besticht durch die klare, fast strenge Gliederung.
HeiliggeistkircheMit der Frauenkirche und St. Peter eine der alten Kirchen Münchens, wahrscheinlich 1208 als romanische Kapelle entstanden. Nach dem Stadtbrand 1327 als Gotikbau wieder errichtet, wurde sie durch die Brüder Asam dann als barockes Schmuckstück ausgekleidet. Im Krieg fast ganz zerstört, restaurierte man sie jahrelang in unendlicher Geduldsarbeit. Tal 77, U-S-Bahnhof Marienplatz
Herz-Jesu-KircheNach dem Brand der Herz-Jesu-Kirche 1994 in Neuhausen entwarf das Architekturbüro Allmann, Sattler und Wappner einen kühnen, blau schimmernden Glasbau. Zunächst von den in dieser Gegend etwas konservativen Bürgern heftig bekämpft, wurde die neue Kirche zum Wahrzeichen modernen katholischen Denkens. Hier finden auch hochkarätige Konzerte und Ausstellungen statt. Romanstr. 6, U 1 Rotkreuzplatz
LudwigskircheObwohl schon auf den ersten Blick als romanisch-klassizistischer Nachbau (durch Gärtner) entlarvt, birgt diese Kirche einen besonders wertvollen Schatz: eine der großen Fresken der Welt (neben Michelangelos Ausmalung der Sixtinischen Kapelle), an der Altarwand im Chor, ebenfalls ein »Jüngstes Gericht« (von Peter Cornelius). Die beiden Türme stehen in direktem Kontrast zur imposanten, südlich gelegenen Theatinerkirche. Ludwigstr. 20, U 3/6 Universität
MichaelskircheDer selbstdarstellerisch nicht unbegabte Herzog Wilhelm V. wollte mit diesem Gotteshaus der Gegenreformation ein imposantes Denkmal setzen und plünderte für den Bau die Staatskasse. Dafür konnte er sich rühmen, für »seine Jesuiten« das, nach dem Petersdom zu Rom, zweitgrößte Tonnengewölbe, ein für damalige Verhältnisse statisches Wunder, errichtet zu haben. In der Gruft liegt, neben anderen bayerischen Herrschern, auch Ludwig II. Sonntags singt hier Münchens wohl bester Kirchenchor (siehe Tagespresse). Neuhauser Str. 52, U-S-Bahnhof Stachus
PeterskircheEines der ältesten Bauwerke Münchens, genannt der Alte Peter, und berühmt-berüchtigt für seine 306 steilen Treppenstufen und den Schwindel erregenden Ausblick. Lange vor der Stadtgründung stand auf dem Petersbergl schon eine Kapelle. Daraus wuchs, im Verlauf der Jahrhunderte, eine architektonisch interessante Kombination aus Romanik, Gotik, Frühbarock und Rokoko. Dieses Ambiente lockt vor allem an Sonn- und Feiertagen nicht nur Katholiken zu prachtvollen Mozart- und Haydn-Messen. Doch auch an Werktagen bietet die Peterskirche erholsame Stille im Trubel der Innenstadt und eine Fülle wunderschöner Pretiosen aus den Werkstätten berühmter Künstler wie Erasmus Grasser (von ihm stammen die Marmor-Grabsteine), Nikolaus Gottfried Stuber (Hochaltar) und Ignaz Günther (Dreisitz rechts neben dem Altar sowie Mariahilf-Altar im Südschiff). Turmbesteigung Sommer Mo-Sa 9 bis 18.30, So 10-18.30, Winter bis 17.30 Uhr, 1,50 Euro, Rindermarkt 1, U-S-Bahnhof Marienplatz
St. Anna im LehelNicht nur eine der bedeutenden, sondern auch Bayerns erste Rokokokirche. Das während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigte und im Nachhinein in mehreren Abschnitten wirklich schön restaurierte Gebäude wurde 1727 in fünfjähriger Bauzeit von Johann Michael Fischer errichtet. Dessen neue Architekturidee: ein ovaler Zentralraum. Die Gebrüder Asam besorgten die kunstvollen Gewölbefresken und Altarbilder, die in mühevoller Kleinarbeit wieder nachempfunden wurden. St.-Anna-Platz 5, U 4/5 Lehel
TheatinerkircheDie Geburt Max Emanuels muss die Eltern Kurfürst Ferdinand Maria und Henriette Adelaide wirklich schwer beeindruckt haben: Nicht nur, dass Papa der Mama anlässlich der Geburt Schloss Nymphenburg schenkte, auch ließ das Paar aus Dankbarkeit eine der schönen Münchner Kirchen errichten und St. Cajetan (dem Gründer des Theatinerordens) weihen. Und wie der Namenspatron und sein Orden aus Italien stammen, so ist auch die Architektur dem eleganten italienischen Hochbarock nachempfunden. Erst François Cuvilliés sorgte, 100 Jahre nach Grundsteinlegung, für den Rokokoausbau. Die Theatinerkirche ist mit der Ludwigs- und der Frauenkirche eines der markanten Wahrzeichen der Münchner Skyline. Besonders imposant sind der Hochaltar mit einem Marien-Gemälde des Rubens-Schülers Caspar de Crayer, die wunderbar gearbeitete schwarze Kanzel und die Fürstengruft der Wittelsbacher unter dem Hochaltar. Theatinerstr. 22, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
Sehenswertes
Parks und Gärten
Botanischer GartenDie 200 000 m² große Anlage nördlich des Nymphenburger Parks gilt nicht nur bei Biologen und Botanikern als einer der schönsten Pflanzengärten Europas, und zwar das ganze Jahr über. Ästhetik und Wissenschaft sind hier eine ideale Verbindung eingegangen, ein Dorado für den Fotoamateur und ein unerschöpfliches Reservoir für den Floristen. Ob im Schmuckhof, in der genetischen Abteilung, im Alpinhaus, Rhododendronhain oder im Arboretum, überall herrscht hier die Pracht der Natur - und sie wird, von der Medizinpflanze bis zur insektenfressenden Blüte, wenig belehrend und doch informativ erklärt. Nov-Jan. tgl. 9-16.30, Feb., März und Okt. 9-17, April und Sept. 9-18, Mai-Aug. 9-19 Uhr, Eintritt 3 Euro, Menzinger Str. 65, Tram 17, Bus 143 Botanischer Garten
Englischer GartenNew York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde »seinen« Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine »Nackerten« berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.
HofgartenMünchens modernster »Kriegsschauplatz«. Der 1988 verstorbene Ministerpräsident Franz Josef Strauß wollte sich hier mit einem gigantischen Staatskanzlei-Bauwerk ein Denkmal setzen. Doch die Bevölkerung lief, unterstützt von Architekten, Umweltschützern und Stadtpolitikern, Sturm gegen das »Straußoleum«. Nachfolger Max Streibl reduzierte die Pläne auf ein erträgliches Maß. Doch wird trotz allem der nach den Prinzipien italienischer Gartenarchitektur entworfene Hofgarten durch den um die Kuppel des alten Armeemuseums hochgezogenen Bau empfindlich gestört. U 3/4/5/6 Odeonsplatz
LuitpoldparkMünchens Bürger wussten, wie sie sich einem Prinzregenten gegenüber zu benehmen hatten: Anlässlich seines 90. Geburtstages schenkten sie Luitpold anno 1911 neunzig Linden und pflanzten diese in einen nach ihm benannten Erholungspark im Westen Schwabings. Heute ist dieser Park ein beliebtes innerstädtisches Erholungsziel. Von hier aus lässt es sich bequem zum Olympiagelände wandern oder Rast machen im Bamberger Haus, das mit prachtvollem Barockrestaurant und urigem Bierstüberl Jung und Alt anzieht. Auch schön: die Freskomalereien im Festsaal im ersten Stock. U 2/3 Scheidplatz
OlympiageländeWeltweit Beispiel für revolutionäre zeitgenössische Architektur ist der Münchner Olympiapark geworden. Nachdem die Stadt den Zuschlag für die Spiele 1972 bekommen hatte, beschloss die Kommune, das Motto »Fröhliche Spiele« bereits beim Bau der Sportstätten umzusetzen. Das Architektenbüro Behnisch und Partner setzte auf das archaische Prinzip der Zeltkonstruktion. Und so entstand auf dem 3 km² großen Gelände des einstigen königlich-bayerischen Exerzierfeldes am Oberwiesenfeld ein kühnes Nebeneinander von in sich geschlossenen Dachlinien, die überragt werden vom 291 m hohen Olympiaturm (Eintritt 4 Euro). Von 9 bis 24 Uhr laufen die Aufzüge, und dann ist auch das Drehrestaurant dort oben mit respektabler Küche in Betrieb. Zentrum des Olympiageländes ist das 80 000 Besucher fassende Stadion. Früher Heimat der Fußballvereine FC Bayern und TSV 1860, die jedoch seit 2005 in der Allianz-Arena in Fröttmaning ein neues, moderneres Zuhause gefunden haben. Seitdem sucht man nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Und fand sie etwa im Air & Style, einem internationalen Snowboardwettbewerb, der für die nächsten Jahre immer Anfang Dezember stattfindet, in der SoccaFive Arena, in der fünf gegen fünf auf Minispielfeldern gegeneinander antreten (Tel. 30 67 21 37, www.olympiapark-soccafive.de) oder in einer geführten, zweistündigen Bergtour über das Zeltdach (April-Okt., Tel. 30 67 24 14, 40 Euro). Im Theatron am Olympiasee finden im Sommer kostenlose Popkonzerte statt. Der aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschichtete Olympiaberg dient Trimmern zum Schwitzen und Besuchern zur Aussicht über die Stadt. www.olympiapark-muenchen.de, U 3, Bus 51, 173 Olympiazentrum, Bus 174, 178 Olympia-Eisstadion
Tierpark HellabrunnWie ein riesiges Dreieck liegt der eindrucksvolle Zoo in den Isarauen zwischen Harlachinger Berg und der Floßlände des Isarkanals. Hier gibt es mehr als 4000 Tiere, größtenteils im Zoo geboren, die sich nicht nach Tiergruppen, sondern nach Erdteilen in den größtenteils sehr geräumigen Gehegen tummeln. Und im neuen Affenhaus mit Tropenregen und viel Grün streckt einem Schimpanse Franzl schon einmal die Zunge heraus. April bis Sept. 8-18 Uhr, Okt.-März 9-17 Uhr, Eintritt 9 Euro, Tierparkstr. 30, U 3 Thalkirchen, Bus 52 Tierpark
WestparkDieser über 7 km² große Erholungspark südlich des alten Messegeländes wurde 1983 fertig, als München Ausrichter der IV. Internationalen Gartenbauausstellung war. Der Park wird von der Garmischer Straße in zwei Hälften geteilt. Hier finden im Sommer rund um den See Freiluftveranstaltungen des Kulturreferats statt, westlich davon steht die berühmte Originalpagode, die anlässlich der IGA von 200 nepalesischen Kunsthandwerkern errichtet wurde. U 6 Westpark
Sehenswertes
Stadtviertel
GärtnerplatzviertelMünchens Schwulenszene hat sich hier etabliert, dank einiger Frontleute, die mit großem Engagement für ihre Rechte gekämpft haben. So ist das Gärtnerplatzviertel »offener« geworden. Es gibt hier nicht nur die größte Friseurdichte der Stadt, sondern auch eine bunte Palette von Cafés und Kneipen. Das Publikum trägt stets die neuesten Trends und ist megacool.
GlockenbachviertelBenannt nach dem Bächlein, das am alten Südfriedhof vorbeifließt. Zwischen Schlachthof-, Gärtnerplatzviertel und Innenstadt hat sich eine kleine, feine, originelle Szene entwickelt. Künstler aus der Glockenbachwerkstatt, Schauspieler aus den Theatern rund um die Hans-Sachs-Straße, in der es auch Münchens einzigen Knopflochladen gibt, prägen das rege Kneipenleben. In letzter Zeit haben sich viele Jungdesigner in baufälligen Hinterhöfen niedergelassen. Ein Viertel zum Verweilen.
HaidhausenParis, Orléans, Metz, Gravelotte, Bazeilles - diese Straßennamen gaben der Gegend zwischen Isar und Ostbahnhof, Bogenhausen und Au den Spitznamen »Franzosenviertel«. So harmlos die Namen klingen, sie stammen aus der blutrünstigen Zeit des 1870/71er-Krieges. Und sie sollen an die damals siegreichen Bayernkorps erinnern. In der Zeit nach dem Wirtschaftswunder wurde Haidhausen aus gegebenem Anlass umbenannt in Klein-Neapel oder Istanbul an der Isar. Doch dann kam die wahre Heimsuchung: Die Schwabinger hatten Schwabing satt und zogen nach Haidhausen - und mit ihnen kamen die Diskotheken und Bistros, die Boutiquen und Beutelschneider. Heute glitzert Haidhausen - zumindest in seinen Hauptdurchgangsstraßen. Wer sich aber Zeit nimmt, um durch die kleinen Gässchen zu schlendern, um in Hinterhöfe zu gucken und in kleinen Läden nach allerlei Skurrilitäten zu forschen, der spürt noch den alten Zauber dieses Stadtviertels, das trotz Betonkultur (Gasteig) und Hotelgiganten (City-Hilton) seine Identität bewahrt hat.
Neuhausen/ Nymphenburg/GernGleich westlich des Mittleren Rings beginnt Münchens gehobene Wohngegend. Die wunderschönen Häuser stammen meist aus der Zeit um die Wende zum 20. Jh. und sind zum Teil seit Generationen in Familienbesitz. Ein Spaziergang durch die schmalen Straßen, etwa durch die westliche Volkartstraße, durch die Orff- und Ruffinistraße, lohnt sich, nicht nur aus architektonischen Gründen. Hier ist Ruhe des Bürgers vornehmste Pflicht. Leider ist der Rotkreuzplatz ein Wechselbalg missratener Städteplanung. Und das hässliche Gebäude des Rotkreuz-Krankenhauses stört empfindlich das Gesamtbild der Gegend. Weiter westlich, zum Schloss Nymphenburg hin, werden die Häuser immer stattlicher und herrschaftlicher. Und in Richtung Dantebad liegt einer der besonders schönen Biergärten der Stadt: der Taxisgarten mit seinen legendären spareribs.
SchlachthofviertelBis jetzt hat sich der fast dörfliche Charakter erhalten, besonders um die Dreimühlenstraße. Und auch heute noch riecht es im Sommer ab und zu stark nach »Schlachthof«. Es finden sich hier, zwischen Kapuzinerstraße und Großmarkthalle, Goethestraße und Isar, eine ganze Menge originärer Wirtshäuser mit den angeblich besten Weißwürsten Münchens. Im Wirtshaus im Schlachthof in der Zenettistraße gibt es hochkarätige Musik, ein kleines Kabarett und genießbare Münchner Küche. Im Valentinstüberl in der Dreimühlenstraße 28 lässt es sich abends wunderbar chillen. Gut möglich, dass das Schlachthofviertel den Weg Schwabings und Haidhausens noch vor sich hat.
Schwabing rechts der LeopoldstraßeEs war einmal ein wunderschönes Künstlerviertel, in das nun die Glitzerwelt mit Sexshops, Billigpizzerias, Pilspubs und Billardsalons Einzug gehalten hat. Nur die Straßennamen zeugen noch vom Geist des alten Schwabing: Occam, Wedekind, Werneck. Vor allem rund um den Wedekindplatz hat sich die Gastronomie dem Durchlaufpublikum angepasst. Zwischendrin gibt es allerdings noch ein paar Kleinode, das Podium etwa, eine verräucherte Musikkneipe mit Dixieland und Oldie-Rock. Tagsüber ist ein Spaziergang noch recht beschaulich und gibt Zeugnis von der klassischen Architektur der Privatiers, die sich nach der Eingemeindung des alten Ortes »Schwapinga« 1890 hier niedergelassen haben.
Schwabing links der LeopoldstraßeEin krasser Unterschied: Hier wohnen Ärzte, Journalisten und Künstler in alten (ab und zu recht teuer renovierten), großen Wohnungen mit Stuck und riesigen Jugendstilfenstern. Hier reiht sich Boutique an Boutique, Antiquariat an Antiquariat, Goldschmied an Juwelier. Stundenlang kann man hier bummeln, am Elisabethmarkt frisches Obst kaufen oder ein paar Austern schlürfen, in Second-Hand-Läden oder in einem der zahllosen Trödelläden rumkramen. Die Atmosphäre ist geprägt von den Studenten, die in den Cafés Schach spielen oder sich beim Atzinger (Schellingstraße) noch schnell ein Helles und Kants »Kritik der praktischen Vernunft« reinziehen.
SendlingEin gewachsenes Arbeiterviertel nördlich vom Schlachthof. Es zieht sich den Sendlinger Berg hinauf (teilt sich folglich in Unter- und Obersendling), hat seinen Liebreiz aber eher im unteren Bereich. Hier findet sich jede Menge unsanierte, wunderschöne Bausubstanz. Und hier ist Münchens »rote« Bastion: Sendling ist das SPD-Viertel schlechthin. Die Sendlinger Kulturschmiede war Geburtsstätte für ähnliche Projekte in der ganzen Stadt. Rund um die Großmarkthalle gibt es ein multikulturelles Schlemmerland mit besten Restaurants südländischen Flairs. Es lohnt sich ein Spaziergang vom Harras runter zum Brudermühltunnel und durch den Flaucher raus zum Tierpark. Sommers ist hier ein idealer Nacktbadeplatz.
WestendMünchens buntestes und eigentlich liebenswertestes Viertel. Hier riecht es an allen Ecken nach Levante, hier verkauft der Händler aus Istanbul oder Antalya seine Teppiche, schmücken türkische Namen und arabische Schriftzeichen die Ladenfenster. Es gibt Gyros und Döner Kebab, schweren Wein aus Santorin, Ouzo aus Levkas und Raki aus Anatolien. Hier leben Studenten und Bohemiens, hier, hinter der Schwanthaler Höh bis über den Mittleren Ring hinaus, ist München eine wahrhaft multikulturelle Großstadt.
Sehenswertes
Straßen
LeopoldstraßeAn dieser Straße scheiden sich die Geister. Kaum ein Tourist versäumt es, an lauen Abenden vom Siegestor rauf zur Münchner Freiheit zu spazieren, zunächst auf der Ostseite, wo eine ganze Heerschar von fliegenden Händlern Kunstprodukte oder das, was sie dafür halten, feilbietet. Zahllose kleine Cafés und Wirtschaften säumen den Boulevard, Eisdielen haben ihre Stühle auf dem Bürgersteig aufgestellt, auf dem Trottoir, wie man in Bayern sagt. Boutiquen, Bücherläden, Schallplattengeschäfte, Diskotheken, Fastfood- und Spezialitätenrestaurants gibt es en masse. Der riesige »Walking Man« der Münchner Rückversicherung im Süden ist nichts gegen das Politikum, das im Norden gen Himmel ragt: Die Highlight Towers, zwei 113 und 126 m hohe Bürotürme, gegen die die Münchner Sturm liefen - sie fürchteten eine Beeinträchtigung des historischen Stadtbildes durch die Glasriesen. Obwohl deren Bau nicht verhindert werden konnte, setzte ein anschließendes Bürgerbegehren durch, dass zukünftig kein Hochhaus die 99-m-Grenze (Höhe der Frauenkirche) überschreiten darf. U 3/6 Giselastraße oder Münchner Freiheit
LudwigstraßeWer diesen monumentalen Boulevard von der Feldherrnhalle im Süden der Ludwigstraße in Richtung Staatsbibliothek und Universität hinauf zum Siegestor flaniert, bekommt einen Eindruck von der Idee Klenzes, München mit einer opulenten, in sich geschlossenen Prachtstraße zu bestücken, die alle Welt von der Größe des bayerischen Königtums überzeugen sollte. U 3/6 Odeonsplatz oder Universität
MaximilianstraßeSie ist Münchens Aushängeschild und verrät doch auch so viel über den zwiespältigen Charakter dieser Stadt. Sie misst lediglich 1,5 km und gilt dennoch als Prachtboulevard. Sie startet, stadtauswärts gesehen, symbolträchtig: Im rechten Winkel zu der kurzen (verkehrsberuhigten) Residenzstraße breitet sie sich nach Osten aus, der aufgehenden Sonne entgegen; links flankiert vom strengen Bau des Nationaltheaters, rechts am Hauptpostamt mit dem edlen Freiluftcafé »L'Opera« und dem Bayerischen Hauptmünzamt mit dem in großen Lettern verkündeten Motto »Moneta Regia«, was der Münchner recht frei übersetzt: »Hier regieren die Moneten«. Maximilian II. verwirklichte hier, angewidert von der Liebe seines Vaters Ludwig I. zum strengen Neoklassizismus, von 1853 an seinen Traum von liberaler Architektur. Tudorgotik, italienische Spätrenaissance, französische Arkaden, diese bunte Mischung wagte damals Hofarchitekt Friedrich Bürklein. Und nach dem Zweiten Weltkrieg rangen die Münchner dem Schutt die Wiedergeburt der königlichen Idee ab: Wer am Vormittag gegen die Sonne ans Ende der Straße schaut, sieht jenseits der Isar das klassizistische Landtagsgebäude Maximilianeum wie ein utopisches Ziel hingemalt. Dazwischen liegen Münchens teuerste Modegeschäfte. Hier residieren versteckt einige erlesene Edeljuweliere, Topcoiffeure, Edelbistros, das vornehme Kempinski-Hotel Vier Jahreszeiten und das hoch gelobte Sprechtheater Die Kammerspiele. Münchens bekanntester Insidertreff Schumann's ist leider an den Odeonsplatz umgezogen. Die Regierung von Oberbayern residiert gegenüber dem Max-II.-Denkmal, das trutzig und stolz die Ideologie der damaligen Zeit verkörpert: Gerechtigkeit, Wehrkraft, Friede, Wissenschaft. Tram 19, U-S-Bahnhof Marienplatz oder U 4/5 Lehel
Sehenswertes
Plätze
IsartorplatzJeden Tag zur Rushhour eine Katastrophe. Hier kreuzt sich der Altstadtring mit der Achse Haidhausen/Innenstadt. Beherrscht vom Isartor (1337 erbaut), dem einstigen Osttor der Stadt mit seinem kauzigen Valentin-Karlstadt-Musäum, ist hier das architektonische Hauptproblem von München genau zu studieren: mittelalterliche Befestigung, hässliche Nachkriegsbauten, mühsam Restauriertes und moderne Architektur als wirre Großstadtmixtur. S-Bahnhof Isartor
Karlsplatz (Stachus)Noch immer können sich die Straßenbahnschaffner nicht einigen, ob es jetzt Karlsplatz oder Stachus heißt. Historisch dagegen ist die Sache klar: Dieser Platz im Herzen der Stadt, angelegt nach dem Schleifen der Stadtbefestigung 1791 und nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit als angeblich verkehrsreichster Stadtknotenpunkt ganz Europas gerühmt (aber weit weniger imposant als Londons Piccadilly Circus oder die Place de la Concorde in Paris), wurde benannt nach dem wenig beliebten Kurfürsten Karl Theodor. Der Name Stachus dagegen dürfte, für München nicht untypisch, von dem ehemaligen Wirtshaus Stachusgarten stammen, das dort stand, wo heute der Kaufhof klotzt. Im Osten, rechts neben den neubarocken Geschäftshäusern des Architekten Gabriel von Seidl, steht, als Eingang zur Neuhauser Straße und zur Fußgängerzone, das dreibogige Karlstor, ein kleiner Rest der alten Befestigung aus dem 14. Jh. Zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde das gegenüberliegende Pini-Haus, Münchens rundes Eckhaus. Im ersten Untergeschoss entwickelte sich ein reges Geschäftsleben. Am Übergang zum Lenbachplatz, im Norden des Stachus, steht der strahlend weiße Justizpalast aus dem vergangenen Jahrhundert, Reverenz des Architekten Friedrich von Thiersch (1852-1921) an die Gotik, die Renaissance- und Barockkultur. U-S-Bahnhof Stachus
LenbachplatzUm die Jahrhundertwende entstanden und somit typisch für die damalige muntere, von keinerlei Ideologie eingepferchte Stadtplanung. Das »Künstlerhaus« von Gabriel von Seidl hat längst seine Bedeutung als Vereinshaus für Kunstschaffende verloren. Schräg gegenüber steht das ehemalige Bernheimer-Palais, ein Opfer des größten Immobilienskandals der Republik, der »Schneider-Pleite«. Es wurde generös restauriert und mit einer hyper-edlen Gastronomie bestückt. U-S-Bahnhof Stachus
MarienplatzSeit Münchens Gründung gesellschaftlicher, kaufmännischer und architektonischer Stadtmittelpunkt. Die Mariensäule wurde 1638 aufgestellt. Hiermit löste der strenggläubige Kurfürst Maximilian I. ein Gelöbnis für eine Stiftung ein, für den Fall, dass München und Landshut unbeschädigt den Schwedenkrieg überstehen sollten. Mit diesem Bronzebildwerk Hubert Gerhards förderte der Fürst den zu dieser Zeit in Bayern beginnenden Marienkult. Heute ist der Marienplatz nicht nur fester Programmpunkt für jeden Touristen, vor allem um 11 und 12 Uhr wegen des Glockenspiels am Neuen Rathaus, sondern Endpunkt fast aller politischer Demonstrationen und Veranstaltungsort für jedwede städtische Kultur. Eine eigene Szene bilden die Straßenmusikanten, Gaukler und Pantomimen, die hier (oder in der Neuhauser Straße) mit amtlicher Genehmigung ihre Kunststückchen zum Besten geben und dabei ganz gut verdienen. Architektonisch aber ist der Marienplatz eher eine Missgeburt: Das überbordende Neue Rathaus erscheint viel zu dominant, und der Kaufhof gilt als Markenzeichen schlechten Architekturgeschmacks. Einen schönen Ausblick auf das quirlige Treiben hat man vom Café Glockenspiel gegenüber dem Neuen Rathaus. U-S-Bahnhof Marienplatz
Münchner FreiheitZum Gedenken an die Mitglieder des Widerstandes gegen das Hitlerregime wurde der ehemalige Feilitzschplatz nach dem Krieg umbenannt. Die Münchner Freiheit ist nicht nur Verkehrsknotenpunkt, Drehscheibe Schwabings, Standort einiger Cafés und vor allem nachts ein lärmender Vergnügungspark. Dieser Platz ist symptomatisch für das Münchner Leben: wuselig, protzig, kaputt - aber auch liebenswert, originell, bunt und ab und zu sogar gemütlich, je nach Tageszeit und Lebensanschauung. U 3/6 Münchner Freiheit
Museen
Schauen, staunen, genießen
Münchens Museen bieten Kunst in ihrer ganzen Bandbreite
Wenn man Berlin außer Acht lässt, ist München mit seinen fast 50 staatlichen, städtischen und privaten Sammlungen unter den bundesdeutschen Städten Rekordhalter. Doch den Ruf als Museumsstadt verdankt München vor allem dem Glanz der Vergangenheit. Es war Bayerns kunstsinniger König Ludwig I., der mit seinen Museumsgründungen (Alte und Neue Pinakothek, Glyptothek und Antikensammlung) das kulturelle Erbe erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Ludwigs Museen sind bis heute die Publikumsrenner und bringen ständig neue Besucherrekorde.
Die aktuelle Kunst hingegen wurde in München lange Zeit stiefmütterlich behandelt. In der bayerischen Hauptstadt gab es bis zum Jahr 2000 kein Museum für zeitgenössische Kunst. Die Staatsgalerie Moderner Kunst, provisorisch in einem Seitenflügel im Haus der Kunst untergebracht, platzte aus allen Nähten und konnte nur knapp ein Drittel ihrer Bestände aus dem 20. Jh. ausstellen. Ansonsten wurde Gegenwartskunst privaten Sammlern und Mäzenen überlassen. Doch nun steht in unmittelbarer Nähe der beiden Pinakotheken ein neues Galeriegebäude für moderne Kunst. Nach amerikanischem Vorbild sind in der Pinakothek der Moderne nicht nur die Gemälde und Skulpturen der Staatsgalerie Moderner Kunst, sondern auch die reichen Bestände der Neuen Sammlung (Kunsthandwerk und Design), also angewandte Kunst, gleichrangig miteinbezogen.
Die wichtigsten Münchner Museen befinden sich rings um den Königsplatz (Glyptothek und Antikensammlung, Alte und Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Lenbachhaus) und im Bereich der Prinzregentenstraße. Dort liegen, besucherfreundlich aneinander gereiht, das Haus der Kunst, das Bayerische Nationalmuseum, die Neue Sammlung und die Schack-Galerie und in Fußnähe die Prähistorische Staatssammlung, das Völkerkundemuseum, die Residenz, das Ägyptische Museum sowie das Deutsche Museum.
Wer mit den ehrwürdigen Häusern nichts anfangen kann, dem sei das Valentin-Karlstadt-Musäum ans Herz gelegt oder eines der vielen kleinen, intimen Museen, die eher »exotische« Interessen befriedigen.
Museen
Museen
Alte PinakothekNach mehrjähriger Totalrenovierung erstrahlen die Räume in neuem Glanz. In der Alten Pinakothek finden Sie unter den 1400 alten Meistern zwar nicht Leonardo da Vincis »Mona Lisa«, dafür aber seine »Maria mit dem Kinde« oder Lorenzo Lottos »Mystische Vermählung der heiligen Katharina«. Die Alte Pinakothek zählt zu den sechs wichtigsten Gemäldegalerien der Welt. Ihre Gemälde repräsentieren alle Schulen der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jh. Die Schwerpunkte aber sind deutsche und niederländische Malerei des 15. und 16. Jhs., holländische und flämische Malerei des 17. Jhs., italienische Malerei des 15. bis 18. Jhs., französische und spanische Malerei der Barockzeit.
Bayerisches NationalmuseumWer sich für bayerische und süddeutsche Kunst- und Kulturgeschichte interessiert, darf das Nationalmuseum nicht verpassen. Es ist kunsthistorisches (abendländische Kunst, vor allem Skulpturen vom frühen Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jhs.), kunstgewerbliches (Fachsammlungen: Porzellan, Keramik, Steinschnitt, Gold- und Silberarbeiten, Glasmalerei, Uhren, Miniaturen etc.) und kulturhistorisches (Volkskunst, religiöse Volkskunde, Krippensammlung) Museum in einem. Besonders sehenswert sind die Skulpturen von Tilmann Leinberger, Bildwerke von Grasser und Polack, der Ignaz-Günther-Saal, das Landshuter und das Schwanthaler-Zimmer, das Tattenbach-Kabinett und die Augsburger Weberstube im Erdgeschoss. Daneben die umfangreiche Meißener und Nymphenburger Porzellansammlungen sowie die Bauernstuben, Masken und Hafnergeschirre. Die Krippensammlung mit ihren mehr als 6000 Figuren ist einzigartig auf der Welt. Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Eintritt 3 Euro, So frei, Prinzregentenstr. 3, www.bayerisches-nationalmuseum.de, U 4/5 Lehel, Tram 17 Nationalmuseum
BMW-MuseumMobil und innovativ. Die Bayerischen Motorenwerke produzieren einige der beliebtesten Autos der Welt. Bis 2007 soll hier außerdem ein gigantisches Museum der automobilen Extraklasse entstehen. Bis zur Eröffnung steht übergangsweise ein Pavillon mit sehenswerter Fahrzeugsammlung (vom legendären Vorkriegswagen Dixi über die Isetta bis zu den extravaganten Sport- und Rennwagen der 50er- und 60er-Jahre) auf dem Parkdeck neben dem Olympiaturm und vermittelt in wechselnden Ausstellungen ein Stück deutsche (Automobil-) Geschichte. Tgl. 10-20 Uhr, Eintritt 2 Euro, Am Spiridon-Louis-Ring, www.bmwmobiletradition.de, U 3 Olympiazentrum
Deutsches Jagd- und FischereimuseumEin Dorado für Waidmänner aller Herren Länder: etwa 500 präparierte Wildtiere in lebensgroßen, ihre natürliche Umgebung darstellenden Dioramen, reich geschmückte Prunkwaffen und kostbare Jagdutensilien aus mehreren Jahrhunderten. Falknereigegenstände, paläontologische Skelette (irischer Riesenhirsch!), Trophäen sowie Fische und Fischereigeräte (Angelhakensammlung von der Steinzeit bis heute). Für Kinder gibt es eine Streichelecke, und für blinde Museumsbesucher wurde eine Tastecke mit diversen präparierten Tieren eingerichtet. Der Museumsgag: eine Kollektion von Wolpertingern. Tgl. 9.30-17, Do 9.30-21 Uhr, Eintritt 3,50 Euro, Neuhauser Str. 2, U-S-Bahnhof Stachus
Deutsches MuseumVermutlich würden nicht einmal drei Wochen genügen, um im Deutschen Museum alles zu sehen. Mit 55 000 m² Ausstellungsfläche und rund 17 000 Objekten zählt es zu den größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Die Bestände des 1903 von Oskar von Miller gegründeten Museums werden laufend ergänzt und mit Exponaten der neuesten technischen Entwicklungen versehen. So findet sich in der Mammutshow auf der Isarinsel alles, was den Menschen in Sachen Technik bislang eingefallen ist.
GlyptothekMünchens ältestes Museum und gleichzeitig eines der ersten öffentlichen Museen Europas ist die Glyptothek am Königsplatz. König Ludwigs I. berühmte Antikensammlung öffnete ihre Pforten im Jahre 1830, also noch vor dem British Museum in London oder der Eremitage in St. Petersburg. Ein Gesamtkunstwerk der Superlative: eine besonders großartige Skulpturensammlung Europas in einem der bedeutenden klassizistischen Bauwerke Deutschlands. Die meisten der ausgestellten Werke sind freilich Kopien.
Haus der KunstSeit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne ist dieses Haus mit seiner eigenartigen Geschichte (Hitler gab seinem Lieblingsarchitekten den Auftrag für ein Haus der deutschen Kunst) in Gefahr, in die zweite Reihe abzurutschen. Dagegen stemmt sich Chris Dercon, seit 2002 Direktor. Er versucht erfolgreich, mit neuem Konzept und präziser Auswahl der Ausstellungen verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Die ersten Jahre zeigen Mut zu Außergewöhnlichem. Dass hier mit Florian Süßmayr gar ein neuer Star entdeckt wurde, ist dem Haus der Kunst schon seit langem nicht mehr passiert. Nun will Dercon das Haus gar in seinen ursprünglichen Nazistil zurückverwandeln - als kulturhistorisches Mahnmal. Tgl. 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, Eintritt je nach Ausstellung ab 6 Euro, Prinzregentenstr. 1, www.hausderkunst.de, Tram 17, Bus 100 Haus der Kunst
Kunsthalle der Hypo-KulturstiftungEdler Ort mit edlen Exponaten im Wechsel. Hier wird Kunst von der Renaissance bis zu den Zeitgenossen gezeigt. Aufwändig renoviert und integriert in den Fünf Höfen. Tgl. 10-20 Uhr, Theatinerstr. 8, Eintritt je nach Ausstellung um die 8 Euro, www.hypo-kunsthalle.de, U 3/6 Marien- oder Odeonsplatz
LenbachhausNur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt liegt ein besonders schönes Museum Münchens: die ehemalige Villa des »Malerfürsten« Franz von Lenbach. Wer seinen Schritt durch das schmiedeeiserne Eingangsportal lenkt, findet nicht nur Kunst, sondern auch eine grüne Oase der Ruhe und Erholung. Seit 1929 sind in der ockergelben, im italienischen Landvillenstil der Renaissance erbauten Künstlerresidenz die Sammlungen der Städtischen Galerie untergebracht. Die umfangreichen Bestände dokumentieren die Geschichte der bildenden Kunst in München von der Gotik bis zur Gegenwart. Schwerpunkte der Sammlungen liegen jedoch im 19. Jh. (Lenbach-Nachlass) und im 20. Jh. (Jugendstil, Paul-Klee-Sammlung, Kubin-Archiv).
Münchner StadtmuseumEin Heimatmuseum im eigentlichen Sinne ist das Münchner Stadtmuseum nicht. Der alte Sammlungskern umfasst historische Waffen, plastische Kleinkunst (Moriskentänzer!), Münzen und Medaillen sowie volkskundliche Objekte und Textilien (Brautschmuck, Trachten, Krippen). Zu den interessanten Fachmuseen, die alle im Stadtmuseum untergebracht sind, zählen eine große Puppentheaterabteilung (mehr als 50 000 Puppen) und eine große Musikinstrumentensammlung. Nicht zu vergessen: das Modemuseum (mit Kleidung, Accessoires, Grafiken und Fotografien vom 18. Jh. bis heute) und das Foto- und Filmmuseum (im Museumskino täglich zwei öffentliche Vorführungen). Neu ist die Dauerausstellung »Chiffren der Erinnerung« über München als Hauptstadt der Bewegung. Als Geheimtipp gelten die pfiffigen Wechselausstellungen im Stadtmuseum zu Themen wie »Tod«, »Oktoberfest« oder »Nightmares in Plastic«. Di-So 10-18 Uhr, Eintritt 4 Euro, So frei, St.-Jakobs-Platz 1, www.stadtmuseum-online.de, U-S-Bahnhof Marienplatz
Museum Mensch und NaturHier wird Naturkunde spielerisch aufbereitet: die bunte Welt der Minerale, die Geschichte des Leben. Beileibe nicht nur für Kinder. Di bis So 9-17 Uhr, Eintritt 2,50 Euro, So frei, Kinder bis 14 in Begleitung Erwachsener immer frei, Schloss Nymphenburg, www.musmn.de, Tram 17, Bus 51 Schloss Nymphenburg
Neue PinakothekAls Pendant zur Alten Pinakothek gründete Ludwig I. in der Mitte des vorigen Jhs. direkt gegenüber die Neue Pinakothek. In Europa das erste große Museum für zeitgenössische Kunst, das öffentlich zugänglich war. Doch Kriegszerstörungen zwangen zum Abbruch des alten Klenze-Gebäudes. Alexander von Brancas neues Galeriegebäude, das 1981 als der größte deutsche Museumsneubau nach dem Krieg eröffnet wurde, löste eine Welle von Begeisterung, aber auch kontroverse Diskussionen aus.
Pinakothek der ModerneSie ist der Star unter Münchens Kunsthäusern. Nach großen Querelen endlich 2002 eingeweiht, registrierte man schon nach wenigen Wochen den millionsten Besucher und übertraf sogar die Londoner Tate Gallery an Beliebtheit. Das von Stefan Braunfels entworfene Haus entstand mit der Idee, selbst ein architektonisches Kunstwerk zu sein und so der Kunst ein adäquates Zuhause zu geben (auch wenn manche Lästermäuler von einer »Schuhschachtel« sprechen). Vier große Sammlungen des Freistaates und eine Reihe privater Schenkungen sind hier untergebracht, so die Staatsgalerie Moderner Kunst mit Werken der Blauen Reiter bis Beuys. Auf mehr als 12 000 m² werden die wichtigsten künstlerischen Entwicklungen von Malerei, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jhs. gezeigt. Dazu kommen Video- und Fotokunst sowie große aktuelle Schauen. Di, Mi und Sa, So 10-17 Uhr, Do und Fr 10-20 Uhr, Eintritt 9 Euro, So 1 Euro, Barer Str. 40, www.pinakothek.de, U 2/8 Theresienstraße, Tram 27 Pinakothek
RockmuseumMehr als 3000 Fanartikel und Kuriositäten aus Münchens Rockgeschichte sind ausgestellt, zum Beispiel die Anmeldung von Jimi Hendrix für ein Zimmer im Hotel Dachs. Tgl. 9-24 Uhr, Eintritt frei, Auffahrt Olympiaturm 4 Euro, www.rockmuseum.de, U 3 Olympiazentrum
Valentin-Karlstadt-MusäumIm Isartorturm ist Münchens liebenswertestes und lustigstes Museum untergebracht. Neben dem Nagel, an den der Volksschauspieler Karl Valentin (sprich »Fallentin«) seinen bürgerlichen Beruf hängte, und dem Winterzahnstocher mit Pelzbesatz ist in dem Panoptikum so manche skurrile Kostbarkeit, aber auch eine phantasievolle Dokumentation damaliger Volksschauspielkunst zu sehen. 2001 wurde auch eine eigene Liesl-Karlstadt-Abteilung eingerichtet. Unterm Dach findet sich ein bewirtschaftetes Volkssängerlokal mit einer »Kaffeehauseinrichtung« aus der Zeit der Jahrhundertwende. Übrigens: Senioren über 99 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. Eintritt 1,99 Euro, Mo, Di, Sa 11.01-17.29 Uhr, Fr 11.01-21.59 Uhr, So 10.01-17.29 Uhr, www.valentin-musaeum.de, Tal 43, S-Bahnhof Isartor
Villa StuckMitten in Münchens Nobelviertel Bogenhausen liegt das neoklassizistische Jugendstilpalais des Münchner »Malerfürsten« Franz von Stuck. Exterieur und Interieur dieses eigenwilligen Gesamtkunstwerks wurden von Stuck selbst konzipiert. Zu seinen Lebzeiten war die 1898 vollendete Künstlervilla glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Erdgeschoss können Sie die Repräsentationsräume mit den prächtigen Wanddekorationen sowie eine Sammlung von Stucks Bildern, Skulpturen und Möbeln bewundern. Oben befindet sich das Atelier mit einer prunkvollen Kassettendecke, schönen Gobelins und dem »Altar der Sünde«. Herausragende Wechselausstellungen zur Kunst um die vorletzte Jahrhundertwende und aus der Jugendstilepoche. Mi-So 11-18 Uhr, Eintritt 4-8 Euro, Prinzregentenstr. 60, www.villastuck.de, U 4 Prinzregentenplatz, Tram 18 Friedensengel
Essen und Trinken
Biergärten, Bistros und Gourmettempel
Nicht nur Bier und Weißwürste gibt es in München, auch der verwöhnte Gaumen kommt auf seine Kosten
Die bayerische Küche besteht nicht nur aus Leberkäs und Weißwurst, Schweinsbraten und Knödel. Nun sollte man zwar keinem dieser Gerichte seine Köstlichkeit absprechen. Doch ist die Küche Bayerns, also auch die seiner Hauptstadt, vielfältiger, anspruchsvoller und - zugegebenermaßen - auch eigenartiger, als man sich das gemeinhin vorstellt. Die Edelgastronomie erlebt zurzeit eine Baisse. Einige der besten Adressen der Stadt sind aus dem lukullischen Telefonbuch gestrichen - zum einen wegen Mangels an zahlungskräftigem Publikum, zum anderen aber auch, weil ein paar junge Wilde die Szene erobert haben.
Natürlich hat sich hier in den vergangenen Jahren, wie in allen deutschen Großstädten, französische, asiatische und italienische Kochkunst etabliert. Es gibt viele Bistros und Stehimbisse, in denen feine Leckereien aus den Ländern mit traditionell berühmter Küche angeboten werden. Dennoch werden wir hier die heimischen Spezialitäten vom Kalbsbries bis zum sauren Lüngerl nicht vergessen. Essen wie ein Münchner? Zum Beispiel Fleisch: In ganz Bayern beliebt sind - trotz der Gefahr von Schwermetallanreicherung, BSE und Gicht - Innereien. Das Kalbshirn (paniert und gebacken) kann köstlich zart sein, die Nieren von Schwein und Kalb werden entweder sauer (mit Essig) oder gebraten angeboten, das Kalbslüngerl nach stundenlangem Kochen mit Knödel gereicht.
Zum Beispiel Fisch: Dank der Sauberkeit der bayerischen Seen (mittlerweile hat auch der Chiemsee wieder Trinkwasserqualität) ist das Angebot, wenngleich nicht sehr variantenreich, reichlich. Berühmt sind die Renken vom Starnberger See, aber auch die Forelle aus der Zucht (seltener aus dem Gebirgsbach) steht auf fast jeder Karte.
Ein paar Tipps zum Lesen der oft außen neben der Eingangstür angebrachten Speisekarte: Steht dort »Schweinebraten« statt »Schweinsbraten«, ist das Restaurant zumindest kein sehr bayerisches. Wird das Bier in 0,33-l-Gläsern angeboten, ist der norddeutsche Einfluss bereits gefährlich dominant. Heißt es »Kalbsmedaillon und Pommes de terre«, zahlt man viel Geld für sehr unmünchnerisches Essen.
Die Münchner Kellner und Kellnerinnen sind, zumindest in den »echten« Wirtshäusern, oft ein wenig grantig. Einzelabrechnungen sind hier kein Problem. Der Gast erhöht die Rechnung für die Bedienung um bis zu zehn Prozent, erwartet wird mindestens eine Aufrundung. Es ist üblich, nach dem Zahlen den Tisch ziemlich flott zu verlassen.
Essen und Trinken
Gartenlokale
Fast alle Biergärten schließen um 23 Uhr; wenn nicht anders erwähnt, sind sie auch alle täglich geöffnet.
AugustinerkellerLegendär für seinen Stammtisch, an dem Münchens berühmtester Spaziergänger Sigi Sommer seinen Platz hatte. Hier werden Biergartenkultur und das frisch gezapfte Bier (das aus einem kühlen Holzfass kommt) gepflegt. Arnulfstr. 52, Tel. 59 43 93, S-Bahnhof und Tram 16, 17 Hackerbrücke
AumeisterIm Norden des Englischen Gartens. Angenehm bei Hitze, dank der schönen Bäume. Nur einen Katzensprung (oder zwei U-Bahn-Stationen) entfernt liegt die Allianz-Arena, Münchens neuer Fußballtempel. Mo geschl., im Sommer tgl., Sondermeierstr. 1, Tel. 32 52 24, U 6 Freimann
Chinesischer TurmHier treffen sich Punks und Promis auf ein Hofbräu-Bier. Englischer Garten 3, Tel. 383 87 30, U 3/6 Giselastraße, Bus 54, 154 Chinesischer Turm
Zum FlaucherGutbürgerlicher Freilufttreff in der Nähe der Sonnenanbeter vom Flaucherkies, ideal für einen Ausflug in den Tierpark. Biergarten tgl., Restaurant Mo geschl., Isarauen 8, Tel. 723 26 77, U 3 Thalkirchen
HofbräukellerOase der Ruhe am Isarhochufer. Viel junges Publikum und dezente Preise. Kinderbetreuung. Innere Wiener Str. 19, Tel. 459 92 50, U 4/5 Max-Weber-Platz
KaisergartenSchwabings schickste Frischlufttränke nennt sich ganz unbescheiden Schank- und Speisemeisterei. Hier trifft sich, wer sich nicht scheut, im Designergewand Spanferkel zu ordern. Kaiserstr. 34, Tel. 34 02 02 03, U 3/6 Münchner Freiheit
Königlicher HirschgartenGrößter, schönster, nettester, münchnerischster Biergarten. Und das soll so bleiben. Drum: Nicht weiterempfehlen …! Hirschgarten 1, Tel. 17 25 91, Tram 17 Romanplatz, Bus 51 Hirschgartenallee
Paulaner am NockherbergBekannt durch das »Politiker-Derblecken« (-Verhöhnen) zum Starkbieranstich in der Fastenzeit. 1999 abgebrannt und in edlem Ocker neu erstanden. Klassischer Biergarten gehobener Preisklasse. Hochstr. 77, Tel. 459 91 30, Tram 27 Ostfriedhof
SeehausHier gilt sehen und gesehen werden. Trotz Schaulaufen ist der Biergarten direkt am Kleinhesseloher See ganzjährig en vogue und wunderschön. Kleinhesselohe 3, Tel. 381 61 30, U 3/6 Münchner Freiheit
WaldwirtschaftWeltberühmt geworden als Auslöser der Biergartenrevolution. Die Wawi erfreut das Publikum und ärgert die Nachbarn mit Dixie zum Bier. Die Preise sind der noblen Umgebung von Großhesselohe durchaus angepasst. Großhesselohe, Georg-Kalb-Str. 3, Tel. 74 99 40 30, S 7 Großhesselohe
Essen und Trinken
Cafés
Aroma KaffeebarEs gibt hier nur 20 Sitz- und 20 Stehplätze. Doch dieses enge Minicafé ist der Inbegriff des Glockenbach-Charmes, und die Kuchen hören auf so klangvolle Namen wie »Liza Minnellis Aprikosen-Showbühne mit herzerwärmendem Marillenlikör« (2,50 Euro). Tgl., Pestalozzistr. 24, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Café am BeethovenplatzHier gibt es Chopin zu Schokoladentorte und Mozart zu Mozzarella. Man speist gut, trinkt viel und wird angenehm studentisch umsorgt. Tgl., Goethestr. 51, U 3/6 Goetheplatz
Friesische TeestubeKlein, aber gemütlich und plüschig wie in Omas Wohnzimmer. Über 150 (!) Sorten Tee und ein wirklich gutes (und auch noch preiswertes) Frühstück. Des Autors Lieblingsplatz vor 12 Uhr. Tgl., Pündterplatz 2, Bus 53 Pündterplatz
Café GlockenspielSzenetreff mit bestem Blick auf den Marienplatz und das Rathaus, dazu abgefahrene Drinks. Tgl., Marienplatz 28, U-S-Bahnhof Marienplatz
Café HaidhausenDas besondere Frühstück (bis 16 Uhr), zum Beispiel mit dem viel versprechenden Namen »Romeo und Julia«. Tgl., Franziskanerstr. 4, Tel. 688 60 43, S-Bahnhof Rosenheimer Platz
JasminSchon in den 50er-Jahren ein angesagter Treffpunkt. Das merkt man: Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Tgl., Steinheilstr. 20, U 2 Theresienstraße
News BarTagsüber ein feines Studentencafé mit dem obligaten cafe latte im Angebot. Hier kann man, der Name verpflichtet, sogar internationale Zeitungen und Zeitschriften kaufen. Begehrt sind sommers die Open-Air-Plätze auf dem Trottoir. Abends wird daraus dann ein eher szeniger Laden mit modischem Jungvolk. Kleine Speisen im oberen Preisdrittel. Tgl., Amalienstr. 55, U 3/6 Universität
OperaJüngste Freiluft-Kaffee-Pflanze an der glamourösen Maximilianstraße in der Residenzpost. Wer ohne Ferrari kommt, kann zuschauen, wie man selbigen im Halteverbot parkt. Bester Blick auf den Platz vor der Oper. Der Kaffee ist mit 2,30 Euro vergleichsweise günstig. Tgl., Maximilianstr. 2, Tram 19 Max-Joseph-Platz
SarclettiMünchens bestes Eis. Im Sommer Schlange stehen. Tgl., Nymphenburger Str. 155, U 1 Rotkreuzplatz
StadtcaféTrotz wartesaalähnlichen Interieurs das Szenelokal für Jungfilmer, Cineasten (Filmmuseum im Haus) und Journalisten, mit liebevoll ausgesuchten Spitzenweinen. Auch normale Stadtmuseumsbesucher kommen hier rein. Tgl., St.-Jakobs-Platz 1, U-S-Bahnhof Marienplatz
ZappeforsterZusammengesetzt aus den Nachnamen der Besitzer und mittlerweile kultverdächtig - dank der leckeren Frühstückswaffeln mit Zwetschgen- oder Kirschkompott. Die Bergtapete passt so schön ins Ambiente dieses Cafés, dass man glaubt, frische Alpenluft einzuatmen. Einfallsreiche Tageskarte. Tgl., Corneliusstr. 16, U 1/2 Fraunhoferstraße
Essen und Trinken
Gourmettempel
Bistrorestaurant im Kempinski Hotel Vier JahreszeitenWird noch immer in der Tradition Walterspiels geführt. Hier gibt es großes Essvergnügen zu stolzen Preisen. Tipp: Kommen Sie zum Businesslunch für 29 Euro. Tgl., Maximilianstr. 17, Tel. 21 25 21 25, Tram 17 Kammerspiele
Käfer-SchänkeAls Tempel der Spesenritter, bei aller Achtung vor manchem Gericht, das wohl typischste Neu-Münchner Lokal überhaupt. À la carte Suppe ab 7 Euro, Hauptgericht ab 19 Euro. So geschl., Prinzregentenstr. 73, Tel. 416 82 47, U 4 Prinzregentenplatz
KönigshofHier genießt man mit einem Stern geadelte Kochkunst, edel-angenehmes Ambiente, phantastischen Service und mit Fensterplatz auch noch den Blick auf den Stachus. 7-Gänge-Abendmenü 118 Euro. Mo geschl., Okt.-Dez. auch So geschl., Karlsplatz 25, Tel. 55 13 61 42, U-S-Bahnhof Stachus
Landersdorfer & InnerhoferMitten in der Stadt finden Sie hier einen Hort bayerisch-österreichischer Kochrevolution, die da heißt: gute alte Schule, neu interpretiert. Vor allem mittags zum Businesslunch ist dieses Lokal wärmstens zu empfehlen (15 Euro Suppe und Hauptgericht). Sa und So geschl., Hackenstr. 6-8, Tel. 26 01 86 37, U-S-Bahnhof Marienplatz
Schuhbecks in den Südtiroler StubenSchon im ersten Jahr nach dem Umzug von Waging nach München hat sich Alfons Schuhbeck wieder seinen Stern geholt. Auch hier kocht er mit Produkten aus der Region seine bundesweit bewunderten Schmankerl. 3-Gänge-Mittagsmenü 62 Euro, 7-Gänge-Abendmenü 106 Euro. So geschl., Am Platzl 6, 8, Tel. 216 69 00, U-S-Bahnhof Marienplatz
Schwarz & WeizKulinarischer Mittelpunkt des Luxushotels Dorint Sofitel Bayerpost. Dank raffinierter Innenarchitektur speist man abends wie in einer Kathedrale. Ebenso göttlich: die klassisch-internationale sowie asiatisch-moderne Einflüsse perfekt verbindende Cuisine. Separater À-la-carte-Bereich. Hauptspeise ab 18 Euro. Tgl., Bayerstr. 12, Tel. 59 94 80, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
TantrisMünchens ältester Sternetempel. Souveräne Küche großen Stils, seit kurzem teuer renoviert und mit preislich entspannterer Seventies-Lounge auf der Galerie. Mittagsmenü ab 60 Euro, Abendmenü ab 115 Euro. So und Mo geschl., Johann-Fichte-Str. 7, Tel. 361 95 90, Bus 54, 144 Parsifalplatz
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie gehoben
AcetaiaChefkoch Alessandro Miragoli bekam 2005 seinen ersten Michelinstern und überzeugt mit raffinierten Essigkreationen. Das Ambiente ist familiär, der Wein ausgezeichnet. Tgl., Nymphenburgerstr. 215, Tel. 13 92 90 77, U 1 Rotkreuzplatz
AcquarelloBerühmt für seine veredelte italienische Landküche und Trüffelgerichte. Einer der besten modernen Italiener der Stadt und zu Recht mit einem Stern geehrt. Bei den dolci wünscht man sich einen zweiten Magen. Tgl., Mühlbaurstr. 36, Tel. 470 48 48, U 4 Böhmerwaldplatz
BoettnerEine Gourmetinstitution, die ans Platzl umgepflanzt wurde und nichts von ihrer Qualität verloren hat. Die Küche ist klassisch traditionell mitteleuropäisch (und berühmt für perfektes Meeresgetier), die Weinkarte erlesen und das Preisniveau absolut gerechtfertigt. Hier isst auch Kritikerpapst Joachim Kaiser oft und gerne. So geschl., Pfisterstr. 9, Tel. 22 12 10, U-S-Bahnhof Marienplatz
CocoonKühne Küche, zum Beispiel Spargelsuppe mit Chili und Gambas. Das purpurne Licht lässt den schicken Gourmettempel strahlen. So und Mo geschl., Christophstr. 3, Tel. 25 54 19 66, U 5 Lehel
EdererVom Restaurant Glockenbach hat sich Karl Ederer leider verabschiedet. Doch der Umzug in die Stadtmitte hat sich für ihn und Fans gelohnt. Wie im alten Haus wird auch hier gehobene regionale Küche mit französischem Touch geboten. So geschl., Kardinal-Faulhaber-Str. 10, Tel. 24 23 13 10, U-S-Bahnhof Marienplatz
LenbachFresstempel der Schickis. Maik Haltenhof kocht wild, extravagant und ohne Scheu vor kühnen Improvisationen. Pompös, aber auch ein Abenteuer. So geschl., Ottostr. 6, Tel. 549 13 00, U-S-Bahnhof Stachus
MakassarMediterranes im Glockenbachviertel. Der Küchenchef war Schiffskoch bei Meeresforscher Jacques Cousteau. Er hat auch ein Händchen für scharf gewürzte kreolische Küche. So geschl., Dreimühlenstr. 25, Tel. 77 69 59, Bus 152 Ehrengutstraße, Bus 131 Röcklplatz
TerrineAuch wenn der Stern weg ist: Hier liegt der Freund französischer Küche immer noch richtig, wenn er den Laden überhaupt findet (versteckt in der Amalienpassage) und dann auch noch einen Platz ergattert. Der junge Küchenchef Jakob Stüttgen gibt sich zusammen mit Sommelier Benjamin Karsunke (die Vinothek ist einen Blick wert!) alle Mühe, den Stern wiederzuholen. So und Mo geschl., Amalienstr. 89, Tel. 28 17 80, U 3/6 Universität
VinaioloChefkoch Marco Pizzolato bevorzugt regionale, geheimnisvolle Gerichte aus Venetien, dem Friaul und der Champagne. Und weil der Name des Lokals Weinhändler bedeutet, ist auch trinktechnisch alles vom Feinsten. Manchem ist es fast zu fein. Tgl., Steinstr. 42, Tel. 48 95 03 56, S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie standard
BaristaMittlerweile einer der angenehmsten Orte in den Fünf Höfen. Hier trinkt man bestens, sitzt im Sommer an der ruhigen Straße und stellt fest, dass das Sprichwort »Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen« auch auf hohem Niveau Gültigkeit hat. Tgl., Kardinal-Faulhaber-Str. 10, Tel. 20 80 21 80, Tram 19 Theatinerstraße
Blauer BockAus dem schlechtbürgerlichen Wirtshaus wurde dank Chef Jörg Bachmeier ein lukullischer Diamant. Der »Feinschmecker« lobte die regionale Küche in höchsten Tönen, und auch der Wein kann sich trinken lassen. Sa geschl., Tel. 45 22 23 33, Sebastiansplatz 9, U-S-Bahnhof Marienplatz
BrennerDas dreigeteilte Restaurant (Bar, Pastaküche, Grill) in der denkmalgeschützen Säulenhalle heißt so, weil jenseits des Brenner Italien beginnt. Es ist sicher der gemütlichste Platz in den sonst eher kühlen Maximilianhöfen. Die Küche ist biologisch ausgerichtet, der Fisch ist phantastisch, aber am gemütlichsten sitzt man im Pastabereich. Tgl., Maximilianstr. 15, Tel. 452 28 80, Tram 19 Kammerspiele
Eisbach - Bar & KücheHier ist die ganze Küchenwelt in einem Topf. Asiatisches wird mit Amerikanischem und europäischen Würztechniken kombiniert. Ideal auch für einen Snack nach dem Theater. Tgl., Marstallplatz 3, Tel. 22 80 16 80, Tram 19 Kammerspiele
El EspañolAusgezeichnet mit dem Gastro Award für die beste spanische Küche der Stadt, überrascht das Restaurant mit dem rustikalen Ambiente immer wieder: montags mit würziger Paella, donnerstags mit rassigem Flamenco (nichts für romantische Stunden zu zweit) und sonntags mit über 50 Sorten Tapas. Tgl., Pariser Str. 46, Tel. 48 84 96, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
Geisel VinothekHort des Genießens im Bahnhofsviertel. Hier zaubert man sich lukullisch nach Mediterranien. Und das auch noch zu durchaus annehmbaren Preisen. Tgl., Schützenstr. 11, Tel. 55 13 71 40, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Il GrappoloIn Vino est veritas, diese lateinische Weisheit kann man unweit der Uni direkt auf ihren Gehalt überprüfen, in einem der nettesten italienischen Restaurants, das eher ein Wohnzimmer für maximal 50 Leute ist. So geschl., Adalbertstr. 28, Tel. 39 62 41, U 3/6 Universität
KostbarIn einem wenig beschaulichen Teil der Maxvorstadt hat sich dieses Lounge-Bar-Restaurant etabliert, das durch einfallsreiches Design und eine ebenso phantasiereiche Multikultiküche besticht. So geschl., Tel. 51 51 49 88, Augustenstr. 7, U 2 Königsplatz
KytaroLag einst in Haidhausen und war Münchens populärster Multikultigrieche. Auch im schicken Schwabing ist es gelungen, sozusagen die altgriechische Küche mitzunehmen. Wer den Oktopus vom Lavastein oder die Lammhaxe mit Zitronensauce gekostet hat, möchte Teller werfen vor Glück. Tgl., Königinstr. 34, Tel. 38 88 76 60, U 3/6 Universität
MangostinBiergarten mit ziemlich originalen asiatischen Küchenvarianten. Draußen Wan-Tan-Suppe unter Kastanien, im Inneren ein japanisches und ein thailändisches Restaurant sowie Cocktailbar. Obwohl etwas abseits gelegen (ideal für ein Abendessen nach dem Tierparkbesuch), hat sich das Mangostin fest in Münchens Feinschmeckerszene etabliert. Tgl., Maria-Einsiedel-Str. 2, Tel. 723 20 31, U 3 Thalkirchen
Prinz MyshkinDas wunderschöne hohe Gewölbe (ein altes Bierlager) und die riesigen Fassadenfenster geben Münchens wohl edelstem Vegetariertempel ein großzügig weltstädtisches Flair. Tgl., Hackenstr. 2, Tel 26 55 96, U-S-Bahnhof Marienplatz
Punto Di VinoItalienische Küche auch aus dem Friaul. Man teste die strangolapreti (Priesterwürger) und denke an Don Giovanni bei einem Glas Marzemino. So geschl., Sendlinger Str. 62, Tel. 26 02 31 01, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
ReitschuleTreffpunkt der nadelgestreiften Wirtschafts- (u. ä.) Studenten. Am besten genießt man die Atmosphäre an einem Nachmittag unter der Woche nach einem Spaziergang durch den Englischen Garten. Mittagsmenü für 7 Euro. Tgl., Königinstr. 34, Tel. 388 87 60, U 3/6 Giselastraße
RomaEiner der ältesten Promitreffs Münchens. Dekor und Speisen sind gewöhnungsbedürftig, die Atmosphäre ist einmalig. Tgl., Maximilianstr. 31, Tel. 22 74 35, Tram 19 Kammerspiele
RubicoImmer voll und voll angesagt. Das Rubico entzückt mit allerlei raffiniert dekorierten und zubereiteten Speisen - meist mediterran inspiriert und stets mit einem Schuss Originalität. Kommen Sie unbedingt abends! Erst dann entfalten die Lichtkompositionen ihre volle Wirkung und bescheinen das helle Holz und das Milchglas perfekt. So und Mo geschl., Klenzestr. 62, Tel. 20 20 78 28, U 1/2 Fraunhofer Straße
RuffiniQualität zu angemessenen Preisen. Hier frühstückt der arrivierte Künstler neben dem Rundfunk-DJ. Im Sommer genießen alle die Dachterrasse. Mo geschl., Orffstr. 22, Tel. 16 11 60, U 1 Rotkreuzplatz
RusticanaDas etwas folkloristisch geratene Ambiente wird wettgemacht durch Münchens beste Spareribs. So geschl., Grillparzerstr. 5, Tel. 470 38 87, U 4 Prinzregentenplatz
Seven FishDer neue Szene-Wallfahrtsort für die Freunde von Thai-Tuna und Dorade. Der Grieche bietet Fische aus allen sieben Weltmeeren in perfektem Meerdesign, jenseits von Kitsch, sondern mit viel Stil. Tgl., Gärtnerplatz 6, Tel. 23 00 02 19, Bus 52 Gärtnerplatz
Spatenhaus an der OperEdle bayerische Kochtradition. Herrlicher Blick von den beiden Stuben im ersten Stock und von der Terrasse auf den Max-Joseph-Platz und die Oper. Tgl., Residenzstr. 12, Tel. 290 70 60, Tram 19 Nationaltheater, U-S-Bahnhof Marienplatz
SushibarEndlich ein Japaner ohne japanische Hektik. Die Sushibar sieht eher aus wie ein gepflegter Cocktailtreff (gibt es auch), und man wird kundig und geduldig in die Geheimnisse japanischer Küche auch jenseits von Temaki und Misosuppe eingewiesen. Tgl., Marschallstr. 2, Tel. 38 89 96 06, U 3/6 Münchner Freiheit
TokamiWer in München einen Japaner fragt, wo er gerne isst, sagt er entweder Hofbräuhaus oder Tokami. Bei Letzterem handelt es sich um einen einheimischen Japaner. Sushi, Sashimi, Tempura werden in höchster Qualität angeboten. Direkt neben dem Edeljapaner liegt eine günstigere Take-Away-Dependance. Tgl., Theresienstr. 54, Tel. 28 98 67 60,U 2 Theresienstraße
Vinorant Alter HofDas Gemäuer diente im 13. Jh. Ludwig dem Bayern als Kaiserburg. Nun haben der Gastronom Michael Schottenhamel und Ex-Sternekoch Peter Kinner darin eine fränkische Weinschänke mit Restauration installiert. Nach der Bar (mit Fingerfood) geht es in den Galgenkeller und dann in den Einsäulensaal, allesamt Orte für vorzügliche Köstlichkeiten, vor allem aus der Küche Nordbayerns. Tgl., Alter Hof 3, Tel. 24 24 37 33, U-S-Bahnhof Marienplatz
Essen und Trinken
Restaurants Kategorie günstig
Augustiner RestaurantTrotz touristisch günstiger Lage ist dies eine immer noch recht ursprüngliche »Bierhalle« mit qualitätvollem Essen. Man reicht hier Bier der ältesten Brauerei Münchens und ist stolz auf die Münchner Gaststättentradition seit 1328. Tgl., Neuhauser Str. 25-27, Tel. 23 18 32 57, U-S-Bahnhof Marienplatz oder Stachus
Bernard & BernardDas ist vielleicht der französischste Franzose Münchens. Die kleine Crêperie (und mehr) hat die Modernisierung der Gegend ohne Schaden überlebt und ist für manche das Ebenbild jenes kleinen gallischen Dorfes, in dem … Man probiere nur mal den Salat Vendeenne! Tgl., Innere Wiener Str. 32, Tel. 480 11 73, Tram 18 Wiener Platz
Franziskaner FuchsenstubenEhrwürdige Gaststätte mit Betonung auf »Gast«. Hier werden mit die besten Weißwürscht zum Frühstück serviert. Empfehlenswert: Spanferkel, in Malzbier gebraten. Tgl., Perusastr. 5, Tel. 231 81 18, Tram 19 Theatinerstraße
FraunhoferImmer noch Münchens bekannteste Studentenkneipe. Ein Hort der 68er-Gedanken und der bierschweren Nostalgie. Tgl., Fraunhoferstr. 9, Tel. 26 64 60, U 1/2 Fraunhoferstraße
GastEtwas ganz Neues für den sonst so verwöhnten Münchner: Er muss sich sein Essen selbst abholen. Im wunderschön farbenfrohen Restaurant im Kulturzentrum Gasteig werden die Gäste mit Speisekarte und Tablett ausgestattet und auf die Köche losgelassen. Die bereiten hinter großen Glasscheiben und vor aller Augen den Favoriten zu (Pasta, Asiatisches oder Pizza), bezahlt wird am Ende des Abends per Chipkarte. Zum Plaudern geht's in die gemütliche Lounge mit großen Lederkissen. Tgl., Rosenheimer Str. 5, Tel. 480 98 27 20, S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Gaststätte GroßmarkthalleEin Fall für Kenner bayerischer Küche. Hier speisen normalerweise die Arbeiter des Namensgebers, weswegen das Lokal schon um 7 Uhr öffnet und um 17 Uhr dichtmacht. Hier gibt es bei Gott die besten Münchner Weißwürste. Und der Schweinsbraten steht ihnen in nichts nach. So geschl., Kochelseestr. 13, U 3/6 Implerstraße, Bus 131 Gotzinger Platz
Hofbräuhaus»In München steht ein …« Na, das kennt ja jeder. Hier gibt es zu Weißwürsten hausgemachten süßen Senf, jede Menge Bier, Touristen und Münchner mit Besuch. Musikkapellen sorgen für echt bayerische Stimmung. Tgl., Am Platzl 9, Tel. 290 13 60, U-S-Bahnhof Marienplatz
IsarbräuNeotraditionelles Wirtshaus im ehemaligen Isartalbahnhof. Attraktion ist die Brauerei im Gastbereich. Das Essen ist gehobener Durchschnitt. Tgl., Kreuzeckstr. 23, Tel. 79 89 61, S 7 Großhesselohe
No Mi YaMünchens witzigster Japaner, der eigentlich ein Bayer ist. »Des is koa Restaurant, sondern a Wirtshaus«, sagt Wirt Ferdinand Schuster, und Koch Toshi Kusaba pflichtet bei. Hier gibt es Sashimi zu Unertl-Weißbier und ab und zu bayerische Musik live. Tgl., Wörthstr. 7, Tel. 448 40 95, U-S-Bahnhof Ostbahnhof, Tram 15, 19, 25 Wörthstraße
Café SchmockAn sich bedeutet Schmock so viel wie Trottel oder Idiot auf Jiddisch. Doch die Betreiber haben eine Marktlücke entdeckt: In diesem wunderbaren Altbau bieten sie, neben klassischen Cocktails und einer erlesenen Zigarrenkiste im Raum hinter der Bar, israelisch-arabisch-internationale Küche. Zwar ist nicht alles koscher im reinsten Sinne, aber das Fleisch stammt von ordnungsgemäß geschächteten Tieren. Tgl., Augustenstr. 52, Tel. 52 35 05 35, U 2 Theresienstraße
La Tazza d'OroAuf die Italobar im Herzen des Schwabinger Shoppingwahns kann man getrost »die goldene Tasse« (so die deutsche Übersetzung) heben. Preislich aus einer anderen Zeit, verzaubert vor allem die Pasta, die äußerst frisch schmeckt. Am Abend wird es gesellig - hoch die Tassen! So geschl., Hohenzollernstr. 13, Tel. 33 38 37, U 3/6 Giselastraße
Weißes BrauhausUriges bayerisches Wirtshaus mit derb-grantigen, aber fixen Kellnerinnen und den himmlischsten Semmelknödeln auf Erden. Tgl., Tal 7, Tel. 29 01 38, U-S-Bahnhof Marienplatz
Essen und Trinken
Weinstuben
Le Tire BouchonDer Laden zeigt, dass Haidhausen zu Recht Franzosenviertel genannt wird. Mittlerweile ist die Speisekarte gewachsen, sodass auch der Magen nicht zu kurz kommt. Der Gaumen wird dank herrlicher Weine nicht nur aus Frankreich ohnehin verwöhnt. Tgl., Rablstr. 37, Tel. 44 48 96 72, S-Bahnhof Rosenheimer Platz
Walter & BenjaminErlesene Weine aus renommierten Anbaugebieten, dazu Dienstag bis Samstag eine kleine, feine Küche. So geschl., Rumfordstr. 1, Tel. 26 02 41 74, S-Bahnhof Isartor
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Shopping mit Stil
Die Modestadt München lädt zum Bummeln ein. Schönes und Ausgefallenes gibt es in reichhaltiger Auswahl
Die belebtesten Geschäftsmeilen in Münchens Fußgängerzone sind die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Marienplatz und Stachus mit der neuen Hypovereinsbank-Passage und der »Arcade«. Hier liegen dicht beieinander Kaufhäuser, Bekleidungsgeschäfte, Juweliere und Plattenläden. Straßenkünstler und Musikanten schaffen es noch immer, wenn auch nur für kurze Zeit, die Mitmenschen in ihrem Kaufrausch zu bremsen.
Die zweite Achse der Fußgängerzone, vom Marienplatz zum Odeonsplatz, gehört dann schon zum Kapitel »dicker Geldbeutel«. In der Theatinerstraße, in den auch architektonisch ansprechenden Fünf Höfen und in den anderen hübschen Passagen, die auf beiden Seiten von ihr abzweigen, findet man exquisite Modeboutiquen, Herrenausstatter, Hutsalons, italienische Schuhgeschäfte, Juweliere und Kunstgalerien. Dieses exklusive Einkaufsviertel umschließt den ganzen Bereich um die Perusa- und Residenzstraße, bis hinauf zur Briennerstraße und zum Salvatorplatz. Vom Schwulenviertel zum Einkaufsparadies für Freunde exotischer Mode hat sich das Gärtnerplatzviertel gemausert. Hier findet man Kleider aus Hanf genauso wie kreativ-kühne Schneiderkunst. Shopping-unlustige Begleiter können Sie in einem der zahllosen Cafés abstellen oder zum Friseur schicken, denn dieses Viertel hat die möglicherweise weltweit größte Coiffeurdichte. Doch der unumstrittene Münchner Einkaufs-Prachtboulevard ist die Maximilianstraße. Hier, zwischen Nationaltheater und Altstadtring, findet man nur das Teuerste vom Teuren - ob Jagdkleidung, Schmuck oder Kunst.
Zu einer attraktiven Einkaufsstraße mit vielen kleinen Boutiquen (erschwingliche Ware) hat sich in den letzten Jahren die Sendlinger Straße vom Marienplatz bis zum Sendlinger Tor entwickelt. Wen in der Fußgängerzone Platzangst und Panik befällt, der sollte hierher ausweichen. Kurz vor der Asamkirche verbindet eine Einkaufspassage die Sendlinger- mit der Kreuzstraße: die Asampassage, eine ruhige Insel inmitten der Stadt, mit Cafés, Kneipen und Geschäften. Tal heißt die Straße zwischen Marienplatz und Isartor, die Touristen eine interessante Mischung von Geschäften - vom Andenkenladen mit Bayernkitsch bis zum Computergeschäft - bietet.
Wer den Zeitgeist und flippigere Dinge sucht, muss nach Schwabing. Und zwar nicht nach Altschwabing ins Neppviertel, sondern ins Studentenviertel zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Amalien-, Schelling- und Türkenstraße. Hier wechseln die Moden und Geschäfte so schnell, dass man nur den Tipp geben kann: einfach herumschlendern, schauen, genießen und sich inspirieren lassen. Die Amalienpassage, unauffällig eingebettet zwischen den alten, ehrwürdigen Häusern hinter der Universität, verbindet die Türken- und die Amalienstraße: kleine, stimmungsvolle Cafés, schicke Modeboutiquen, asiatische und südamerikanische Läden.
Die Geschäfte und Kaufhäuser sind in der Innenstadt Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr geöffnet (außerhalb der Innenstadt meist nur bis 14 Uhr).
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Antiquitäten
Antiquitätengeschäfte konzentrieren sich in Schwabing in der Türken-, Barer- und Briennerstraße, um den Promenadeplatz und in den kleinen Straßen zwischen dem Viktualienmarkt und Isartor.
AntikpalastOb Jugendstil oder Biedermeier, ob Vase oder Bett, ob für 10 oder für 1000 Euro, hier findet jeder Antiquitätenfreak alles, was er vielleicht nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Auf gut 5000 m² mit mehr als 100 Händlern können Sie supergünstige Schnäppchen machen. Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18, So 11-17 Uhr, Rosenheimer Str. 143, www.antikpalast-muenchen.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
Wolff's AntikquariumThomas Wolff lässt die letzten 70 Jahre dank seiner Möbelkuriositäten und -klassiker Revue passieren. Eine wunderbare Schatztruhe. Di bis Fr 12-19, Sa 10-16 Uhr, Fraunhoferstr. 34, www.antikquarium.de, U 1/2 Fraunhoferstraße
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Elektronik und Kameras
Günstiges finden Sie in der Landwehrstraße nahe dem Stachus.
Conrad Electronic GmbHDer beste Laden rund um Computer, Hi-Fi und alles, was Strom braucht, in der Innenstadt. Der Laie wird bestens beraten, der Profi hat kompetente Gesprächspartner. Service wird groß geschrieben. Ideal auch für Modellbau- und -bahnfreaks. Tal 29, www.conrad.de, S-Bahnhof Isartor
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Delikatessen
DallmayrDas Münchner Feinkostgeschäft mit Tradition und Stil. In den historischen Hallen mit den wuchtigen Marmorsäulen erwartet Feinschmecker ein wahres Paradies voller Köstlichkeiten: frische Salate, Pasteten, Hummer und Lachs, 120 ausgesuchte Wurstsorten, 250 verschiedene Sorten Käse, Wild, Geflügel und Fleisch. Daneben erlesene Tee- und Kaffeesorten, Weine, exklusive Tabake, eine wunderbare Confiserie, exotische Spezialitäten und eine exklusive Pastaabteilung. Im ersten Stock das hauseigene Schlemmerlokal. Dienerstr. 14/15, U-S-Bahnhof Marienplatz
GaribaldiKleines Feinkostgeschäft mit original italienischen Spezialitäten und persönlicher Atmosphäre. Bekannt für seine vorzüglichen Weine. Kleiner Stehimbiss. Mehrere Filialen. Ur-Garibaldi in der Schellingstr. 60, Tram 27, Bus 154 Schellingstraße
KäferKäfer ist weniger ehrwürdig, dafür in. Und: Zu Käfer geht man nicht nur, Käfer lässt man kommen. Schwerpunkte des umfangreichen Angebots sind Fisch, Wein und Käse (240 Sorten aus Frankreich; 150 Sorten aus Italien). Im Wechsel lockt Käfer mit italienischen oder französischen Wochen. Berühmt ist auch das Käfer-Zelt auf der Wiesn. Prinzregentenstr. 73, U 4 Prinzregentenplatz
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Kaufhäuser und Passagen
BasicDas erste Münchner Ökokaufhaus ist ein echter Renner. Beste Lage, beste geprüfte Ware, ein Ambiente fern jeder Birkenstockigkeit und ein feiner Imbissstand machen aus Ökos echte Trendsetter. Westenriederstr. 35, U-S-Bahnhof Marienplatz, Schleißheimer Str. 156-162, U 2 Hohenzollernplatz, sowie Richard-Strauss-Str. 48 U 4 Böhmerwaldplatz
Beck am RathauseckDas etwas andere Kaufhaus, originell, witzig, charmant. Bei Beck gibts auf sechs Stockwerken neben populären Qualitätskollektionen und einer wirklich großen Strumpf- und Knopfabteilung auch Modellstücke aus Jungdesignerhand. Einzigartig sind Auswahl und Angebote in den CD-Abteilungen für Klassik, Jazz und Ethnomusik. Kundigere Verkäufer findet man nirgends in der Republik. Marienplatz 11, U-S-Bahnhof Marienplatz
Fünf HöfeHier hat auch das Architektenbüro Herzog und de Meuron aus Basel mitgezeichnet, Bauherren der neuen Allianz-Fußballarena. Mitten in München entstand so Anfang des neuen Jahrtausends eine Shopping-Mall und Baridylle, die es mit den großen Konkurrenten aus New York und Paris aufnehmen kann. Von Manufaktum bis zur Edelboutique, vom feinen Glasladen bis zur Hypokunsthalle, von Schumann's Tagesbar bis zum Restaurant Barista ist hier Münchner Lebensgefühl komprimiert. Zwischen Theatiner- und Kardinal-Faulhaber-Str., U 3/6 Odeonsplatz
MaximilianhöfeMünchens jüngstes Shoppingareal will im internationalen Wettbewerb der Einkaufspaläste bestehen. Die Namen der Läden sprächen nicht dagegen: Etro, Versace, Armani, Dolce & Gabbana, dazu Juweliere und das exklusive Kindermodengeschäft Valentina & Me. Dass die Atmosphäre hinter der grandiosen Bürklein-Fassade aus dem 19. Jh. etwas kühl wirkt, liegt zum einen wohl an den Mietpreisen (200 Euro pro m²) und den daraus resultierenden Mietern, zum anderen an der bestenfalls kühnen Stahl-Glas-Konstruktion des entkernten Gebäudes. Maximilianstr. 11-15, Tram 19 Kammerspiele
Sport ScheckSeit über einem halben Jahrhundert die erste Adresse für die sportbegeisterten Münchner und seit kurzem mit neuem Kinder- und Jugendhaus im Anglerblock gegenüber. Ob Expeditionszubehör für den Gipfelsturm, Skier, Golfausrüstung, Fußballequipment oder die neueste Sportmode (große Sneakersauswahl!) - die Verkäufer sind Spezialisten ihrer Abteilung und um keinen Rat verlegen. Sendlinger Str. 6, U-S-Bahnhof Marienplatz
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Kunst, Handwerk und Design
Obwohl sich junge, experimentell arbeitende Künstler in der konservativen Isarmetropole sehr schwer tun, wartet die Stadt mit rund 100 Galerien auf, die ein erstaunlich spannendes Programm bieten. Die meisten der bekannten Galerien haben sich rund um die Maximilianstraße niedergelassen. (Jeden ersten Donnerstag im Monat ist langer Galerienabend.) Schwabing jedenfalls hat als Künstlerviertel ausgedient. Die wichtigsten Münchner Galerien und Ausstellungsräume geben ein Monatsfaltblatt heraus. Es liegt in jeder Galerie aus.
Bayerischer Kunstgewerbe-Verein300 Werkstätten aus Kunst und Handwerk stellen hier aus, beraten und verkaufen. Man findet Einfaches genauso wie Avantgardistisches. Mo-Sa 10-18 Uhr, Pacellistr. 6-8, U-S-Bahnhof Stachus
Dina4 ProjekteJunge Galerie voller Ideen. Statt im elitären Schauraum zeigen große Schaufenster Werke von Künstlern, die noch auf ihren großen Durchbruch in der Stadt warten. Mi-Fr 12-19, Sa 12-16 Uhr, Theresienstr. 51, U 2 Theresienstraße
Galerie am Haus der KunstJapanische Kunst jedweder Ausprägung: Antiquarin Monika Schmidt hat eine Fundgrube für Kenner fernöstlicher Kulturen geschaffen. Mi-Fr 10.30-18, Sa 10.30-13 Uhr, Franz-Josef-Strauß-Ring 4, Bus 100 Haus der Kunst
Künstlerwerkstatt Lothringer StraßeHier sind die Kunstprojekte Lothringer 13, program angels und spiegel zu Hause. Etablierte Avantgarde auf 800 m² Fläche, Ausstellungen wechseln alle sechs Wochen. Schwerpunkt ist unter anderem Medienkunst. Di-So 13-19 Uhr, Lothringerstr. 13, S-Bahnhof Rosenheimer Platz
KunstnetzwerkWer München zeichnen oder malen möchte, ist hier in besten Händen. Das Kunstnetzwerk ist nicht nur ein Künstlerverbund mit eigener Galerie, sondern betreibt einen der besten Läden für alles rund um die Staffelei. Kundiges, geduldiges Personal, neben Farben Steckrahmen in allen Größen. Mo-Fr 10 bis 19, Sa 10-16 Uhr, Reichenbachstr. 14, U 1/2 Fraunhoferstraße
Wachszieher am DomKerzenfachgeschäft, das auch Wachsbilder anbietet. Einer der letzten nichtindustriellen Hersteller von Kerzen. Mo-Fr 10-18.30, Sa 10-14 Uhr, Thiereckstr. 2, U-S-Bahnhof Marienplatz
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Märkte
Für Trödelfans hat München so gut wie nichts mehr zu bieten. Der Traum vom großen Flohmarkt wurde mit dem Abriss der Dachauer-Hallen - vormals das Trödelparadies an Wochenenden - 1989 staatlicherseits endgültig zerstört. Ein bisschen Trödel gibt es wochentags, während der Mittagszeit, rings um die große Unimensa in der Giselastraße. Beliebt ist auch Bayerns flächenmäßig größter Flohmarkt auf dem Messegelände in München Riem (A 94 Richtung Passau Ausfahrt Feldkirchen West oder U 2 Messestadt-Ost).
ElisabethmarktKlein, intim und überschaubar. Nur wenige Touristen verirren sich in diese Ecke von Schwabing. Der Markt am Elisabethplatz ist ein geschätztes Überbleibsel aus dem Alt-Schwabinger Familienleben. Verkauft werden Obst, Gemüse, Käse, Fisch und Geflügel sowie Blumen. Der Treffpunkt für Käsefreaks nicht nur aus der Stadt ist Le Chalet du Fromage (Stand 11). Hier hat man sich auf französische Spezialitäten konzentriert. Mo-Sa, Elisabethplatz, Tram 27 Elisabethplatz
Markt am Wiener PlatzEin kleiner, noch uriger Markt in Haidhausen mit einer Hand voll Buden, die seit Jahrzehnten in festen Händen sind. Direkt am Hofbräukeller (schöner Biergarten) und nur 100 m vom Bayerischen Landtag entfernt, lohnt sich der Besuch auch wegen der Umgebung. Das Café Wiener Platz an der Ecke Steinstraße liegt voll im Trend. Empfehlenswert ist auch ein Bummel durch die Steinstraße zum Rosenheimer Platz mit einigen ausgefallenen Geschäften. Mo-Sa, U 4/5 Max-Weber-Platz
ViktualienmarktGrößter und ältester Münchner Lebensmittelmarkt (seit 1807) in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Milchprodukte, Eier, Geflügel, Wein, Brot und Honig; in den Hallen Fisch, Fleisch und Wild. Der Markt hat noch etwas von der viel beschworenen Münchner Gemütlichkeit und Atmosphäre bewahrt, und unter den Marktfrauen findet sich noch so manches Münchner Original. Die Metzger haben eine eigene Ladenzeile in den Arkaden unter dem Petersberg. Der Viktualienmarkt steht für hohe Qualität und hohe Preise. Besonderheiten: der Maibaum des Vereins Münchner Brauereien, ein kleiner Biergarten und die sechs Gedenkbrunnen mit Standbildern bayerischer Volkssänger, Komiker und Humoristen. Fast täglich bekommen Karl Valentin und die anderen Münchner Ideale frische Blumen in die Arme gelegt. Mo-Sa 7.30-18 Uhr, U-S-Bahnhof Marienplatz
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Mode
München war lange Zeit nicht nur in Sachen Trachtenmode eine Stadt, auf die die Modewelt geschaut hat. Doch seit die Modewochen im Frühjahr und Herbst gestrichen wurden, gibt es nur noch im Bereich von Countrystyle und Sportmoden wichtige Schauen. Jenseits des Establishments aber drängt die Jugend auf den Markt. Beflügelt vom weltweiten Erfolg Münchner Designer wie Gabriele Blachnik, Lola Paltinger oder Talbot Runhof, machen junge Designer und Modeschöpferinnen von sich reden und auch gute Geschäfte. Ihre Läden findet man hauptsächlich im Gärtnerplatzviertel.
ArmaniEmporio Armani hat in den Fünf Höfen ein so genanntes Multi-Brand-Store-Konzept verwirklicht. Auf zwei Etagen und 1800 m² kann man hier Mode, Möbel, Blumen und Bücher aussuchen und danach im Café im ersten Stock den Rest des Kleingeldes auf kulinarisch hohem Niveau loswerden. Theatinerstr. 10, U 3/6 Odeonsplatz, Tram 19 Theatinerstraße
Eisenblätter und TriskaHut ab vor den beiden Designerinnen Katrin Eisenblätter und Astrid Triska, denn sie haben der Hutmode in München zu einer Renaissance verholfen. Hier findet jeder Kopf seinen Deckel, und zwar modisch elegant, extravagant und originell. Hans-Sachs-Str. 13, U 2 Fraunhoferstraße
Gabriele Blachnik ShowroomMittlerweile kann es sich kein weiblicher Promi mehr leisten, in München ohne ein Blachnik-Gewand in die Öffentlichkeit zu treten. Die Modeschulenabsolventin hat den Sprung in die erste Liga der Klamottenkünstler geschafft und wurde so selbst zum Promi. Man muss ja nicht gleich einkaufen, schauen macht auch Spaß. Marstallstr. 8, www.gabriele-blachnik.de, Tram 19 Kammerspiele
Lollipop und AlpenrockEin weiteres Münchner Designwunder: Lola Paltinger schneidert die außergewöhnlichsten und schönsten Trachten, die sich die Schickeria nur vorstellen kann: Seidendirndl mit Stickereien und Strass, Jeanskniebundhosen und handbemalte Blumenschürzen. Ein erschwingliches Souvenir sind die T-Shirts mit röhrendem Hirsch und Puffärmeln. Tal 27, U-S-Bahnhof Marienplatz
Pool BoutiquePool ist cool, sagt der Jungmünchner und kauft im gleichnamigen Trendshop die Garderobe für den Clubabend. Im Laden legen Münchner DJs auf, und an der Bar kann man sich vom Stress des Geldausgebens bestens erholen. Supercool. Maximilianstr. 11, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
QuiksilverMan möchte es nicht glauben, dass in München mit Surfmode Geschäft zu machen ist. Doch erstens haben Münchens Surfer den Eisbach, zweitens braucht der Surfer einen Laden zum Träumen. Und hier gibt es alles, vom styligen Hawaiihemd über Neoprenanzüge bis zum Profibrett für die big waves. Sendlinger Str. 20, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Servus HeimatDass Bayern der Nabel der Welt ist, davon ist dessen Bevölkerung überzeugt. Alle, die das noch nicht glauben, schauen in dem echt bajuwarischen Modeladen vorbei. Dank T-Shirts, Hemden und Taschen mit Heimatdrucken (das König-Ludwig-Motiv ist sehr beliebt!) werden sie ihre Meinung bald ändern. Ledererstr. 17, U-S-Bahnhof Marienplatz
Talbot RunhofDie Designer Johnny Talbot und Adrian Runhof entstammen der Klamottenschneiderei »All About Eve«. Heute beliefern sie nicht nur die Creme der Münchner Schickeria mit Anzüglichem, sondern haben auch im Laden Extravaganzen pur, und das zu nahezu bezahlbaren Preisen. Einfach stöbern, schauen, staunen und bei Sonderangeboten zuschlagen. Klenzestr. 41, U 1/2 Fraunhoferstraße
VersaceEndlich hat die Stadt auch ihren Versace-Laden. Donatella Versace hat sich in den Maximilianhöfen eingemietet und bietet dort für gutes Geld Exklusives für sie und ihn. Und wem das nicht reicht, der kann sich auch noch seine Wohnung mit Versacemöbeln einrichten. Maximilianstr. 11, Tram 19 Kammerspiele
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Musik und Videos
Best RecordsDer Inhaber heißt wie sein Angebot: Best (Christoph). Er hat hier in Uninähe eine der herrlichsten Fundgruben für Freunde klassischer Rockmusik eröffnet. Ob alte Jimi-Hendrix-Scheiben oder die Liveaufnahmen der Allman Brothers, hier können Sie das Geheimnis von Sex & Drugs & Rock 'n' Roll entdecken. Theresienstr. 46 (Ecke Türkenstr.), U 3/6 Universität, Tram 27 Schellingstraße
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Schuhe
Eduard MeierDeutschlands ältestes Schuhhaus - Hoflieferant seit 1596. Auf der Visitenkarte heißt es: »Feine Schuhwaren, Jagdanzüge, Fliegenfische«. Residenzstr. 22, Tram 19 Max-Joseph-Platz
HalfsFertigt die besten Haferlschuhe Münchens - früher Schuhwerk für Jäger- und Bergbauern, heute das absolute Muss für jeden ernsthaften Wiesn-Besucher. Wer's moderner mag: Achim Wünsch hat auch Ideen für sportliche wie elegante Varianten des Klassikers. Schellingstr. 42, U 3/6 Universität
Heels AngelsFrauen wissen: Den perfekten Schuh findet man nur einmal. Deshalb fertigen die »Absatzengel« exakte Kopien des wertvollen, aber abgetragenen Stücks. Auch handgefertigte und wunderschöne Einzelstücke: extravagante Clogs, liebevolle High Heels und schicke Ledertaschen. Klenzestr. 45, U 1/2 Fraunhoferstraße
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Sonstiges
Amber LoungeNicht nur eine der ersten Anlaufstellen vieler Schauspieler und Künstler für mädchenhafte Abendgarderobe, sondern auch eine zartrosafarbene Schatztruhe voller Düfte und Accessoires. Eine der Inhaberinnen ist die Schauspielerin Bettina Zimmermann, die so oft es geht selbst im Laden steht. Türkenstr. 51, Tram 27 Schellingstraße
Nymphenburger PorzellanEs mag eigenartig anmuten, Bayerns berühmtestes Porzellan unter Vermischtes einzuordnen. Doch sind sowohl Qualität wie Preis jenseits dessen, was man einfach so beim Shopping mitnimmt. Der Laden atmet den Hauch des Exquisiten, der Tradition (seit 1747). Man muss ja nicht gleich ein zwölfteiliges Service erstehen, eine kleine feine Tasse tut es auch. Odeonsplatz 1, U 3/6 Odeonsplatz
StaubfängerUnnütze Dinge versüßen das Leben: Geschenkpapier, das zu schade zum Verschenken ist. Aufblasbare Kissen, die man nicht benutzen möchte. Oder Keramikkannen, die besser in der Glasvitrine als beim Fünf-Uhr-Tee aufgehoben sind. Corneliusstr. 6, Bus 152 Gärtnerplatz
Insider-Tipp
Cord
Tanz mit Aussicht: Im Cord tanzt die Szene. Und zwar mit Panoramablick auf das nächtliche München
Pasinger Fabrik
Wilder Westen: Pasinger Fabrik – das ist ein multifunktioneller Kultursatellit am Pasinger S-Bahnhof
Münchner Lustspielhaus
Kleinkunst, groß geschrieben: Im Münchner Lustspielhaus trifft sich Europas Kabarett- und Kleinkunstszene, Gäste sitzen in gemütlichem Plüsch zum Plausch
Olympic
Schöner wohnen: Im Herzen des Glockenbachviertels ist das Hotel Olympic ein bezahlbarer Ort der Gastkultur
Bavaria
Eiserne Lady: Einmalig: abends das erleuchtete Oktoberfest von der Bavaria aus überblicken
Müllersches Volksbad
Baden in Kultur: Im Müllerschen Volksbad kann man in schönstem Ambiente Schmutz und Frust von Körper und Seele waschen
Frauenkirche
Auf Teufels Spuren: Der schwarze Fußabdruck im Eingangsbereich beweist es: Die Frauenkirche wäre beinahe vom Teufel persönlich zerstört worden
Olympiagelände
Bergtour: Architektur und Geschichte des weltberühmten Olympiastadions in 40 m Höhe erfahren – die Zeltdachtour macht’s möglich
Glyptothek
Antike und Apfelstrudel: Schöner als im Glyptothek-Café sitzt man nirgendwo in der Stadt
Aumeister
Prosit der Gemütlichkeit: Manche sagen, der Biergarten sei im Paradies erfunden worden. Im Aumeister können Sie diese These verifizieren
Friesische Teestube
Teezeremonie: Die Friesische Teestube ist ein Wohnzimmer mit Service. Lebenskünstler frühstücken hier den ganzen Tag
No Mi Ya
Misosuppe mit Weißbier: Bayerisch-japanisches Joint Venture in Sachen prima Essen und Trinken: das No Mi Ya
Beck am Rathauseck
Dorado für Klassik-, Jazz- und Ethnofreunde: Das Personal in der CD-Abteilung Beck glänzt durch exquisite Fachkenntnis
Dina4 Projekte
Junge Kunst fördern: Werke von Münchens Nachwuchskünstlern können Sie in der Galerie Dina4 Projekte erstehen – und sich später über deren Durchbruch freuen
Top Highlights
Ksar
Die elitäre Vergangenheit und die überteuerte Champagnerkarte hat eine der (immer noch) besten Szenebars der Stadt hinter sich gelassen. Nach Besitzerwechsel und Renovierung gilt heute lässiger Cocktailgenuss, angelehnt an die lilafarbene Blumentapete und beschienen von stilvollen Steinchenlampen. Tgl., Müllerstr. 31, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Nektar
Momentan der angesagteste Treff der Stadt. Vieles in einem - von der edlen Bar mit akzeptablen Preisen über Spezialräume mit Flatscreens bis zum »La Salle Blanche«, wo man liegend edel speist (nur mit Reservierung fixes Menü, Beginn 20 Uhr). Mo geschl., Tel. 45 91 13 11, Stubenvollstr. 1, S-Bahnhof Rosenheimer Straße
Optimolwerke
Das Gelände liegt direkt südlich der Kultfabrik und ist der Rest des ehemaligen Kunstparks Ost. In den 14 Clubs unterschiedlichster Prägung (von der Riesendisko Babylon bis zu Münchens angesagtestem Electroclub Harry Klein) weht noch der Hauch des alten KPO. Was vielleicht daran liegt, dass die Wirte eher auf die Kundschaft schauen als aufs Geld. Tgl., Friedenstr. 10, www.optimolwerke.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
Lach- & Schießgesellschaft
Nach wie vor Münchens renommiertestes Kabarett. Qualität garantiert! Man sitzt wie in einer Ölsardinenbüchse. Tipp: die jährliche Silvestergala. Haimhauser Str./Ursulastr., Tel. 39 19 97, www.lachundschiess.de, U 3/6 Münchner Freiheit
Filmtheater Sendlinger Tor
Münchens ältestes Kino besticht durch seinen Omacharme. Das große Haus zeigt auf seiner großen Leinwand Durchschnittsrenner. Logenplätze! Sendlinger-Tor-Platz, Tel. 55 46 36, www.filmtheatersendlingertor.de, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Herkulessaal
Klassisches in klassizistischer Umgebung: Der Herkulessaal der Residenz ist der Wallfahrtsort des Münchner Konzertpublikums. Residenzstr. 1 (Eingang Hofgartenstr.), Tel. 29 06 71, U 3/4/5/6 Odeonsplatz
Atomic Café
Hier tobt der Sound der Jugend und trifft sich die Britpop-Szene der Stadt. Viel Glitzer, viel Retro, viel Party. Hier hört man Trends, bevor sie welche sind. So geschl., Neuturmstr. 5, Tel. 228 30 54, www.atomic.de, U-S-Bahnhof Marienplatz
Bayerischer Hof
In dem hochklassizistischen Haus im Herzen der Stadt steigen Adel und Geldadel ab. Trotzdem Sonderangebote. Zum Reinschnuppern (und Entspannen): das luxuriöse Blue Spa (Tageskarte 24 Euro). DZ von 245-410 Euro, teuerste Suite 1550 Euro. 395 Zi., Promenadeplatz 2, Tel. 212 00, Fax 212 09 06, www.bayerischerhof.de, U-S-Bahnhof Stachus
Dorint Sofitel Bayerpost
Direkt am Südausgang des Hauptbahnhofs steht Münchens jüngstes Nobelhotel mit 180-m 2 -Präsidentensuite, edler Bar und exklusivem Service. Raffiniertes Licht taucht die Lobby in Alpenglühen. DZ 225-470 Euro. 396 Zi., Bayerstr. 12, Tel. 59 94 80, Fax 599 48 10 00, www.dorint.com, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Hotel Königshof
Sterngekrönte Küche, Marmorbäder, für Kenner und Genießer die absolute Nummer eins. Familie Geisel betreibt auch die Vinothek ums Eck. DZ 270-420 Euro, Suite bis 765 Euro. 87 Zi., Karlsplatz 25, Tel. 55 13 60, Fax 55 13 61 13, www.geisel-privathotels.de, U-S-Bahnhof Stachus
Cortiina
Natur pur genießen und dabei den Puls der Stadt fühlen. Das puristische Haus im Herzen der Stadt stattet seine Zimmer mit Jura-Naturstein, Naturkautschukmatratzen, Eichenparkettboden und Decken aus unbehandelter Baumwolle aus. Die Hotelbar ist ein Erlebnis für sich. 35 Zi., Ledererstr. 8, Tel. 242 24 90, Fax 242 24 91 00, www.cortiina.com, U-S-Bahnhof Marienplatz
Ritzi
Ein bunter, aber nobler Paradiesvogel. Künstler, Musiker und Promis zieht es in die 25 Themenzimmer, wenn sie auf der Suche nach ihrer Kreativität sind. Maria-Theresia-Str. 2a, Tel. 419 50 30, Fax 41 95 03 50, www.hotel-ritzi.de, U 4 Max-Weber-Platz
Mariandl
Wie in einem Schloss schlafen und wie ein König kredenzen. Vor allem Prominente schätzen den ausgezeichneten Service (Check-in bis 1 Uhr nachts!) und die liebevoll mit Antiquitäten eingerichteten Zimmer. Im Haus: das älteste Konzertcafé der Stadt mit erstklassiger Livemusik (Klassik, Swing, Funk) und süßen Leckereien. 29 Zi., Goethestr. 51, Tel. 54 40 43 48, Fax 54 40 43 96, www.mariandl.com, U 3/6 Goetheplatz
Allianz-Arena
Genau 2874 Luftkissen bilden die Außenhaut des neuen Fußballtempels, von den Einheimischen oft spöttisch als »Kloschüssel« bezeichnet. Dennoch ist er seit seiner Eröffnung im Mai 2005 eine der Top-Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben sich einen Spezialeffekt einfallen lassen: Wenn der FC Bayern spielt, leuchtet die Arena in heißem Rot, wenn der TSV 1860 zum Anpfiff erscheint, in kühlem Blau. Wer die versteckten Ecken der Arena erkunden will, kann bei einer Stadionführung sogar einen Blick in die Mannschaftsduschen werfen (außer an Spieltagen tgl. 11, 13, 15 und 17 Uhr, Eintritt 8 Euro, Tickets im Allianz-Arena-Shop, Tel. 01805/55 51 01). Werner-Heisenberg-Allee 25 (gut sichtbar von der Autobahn A 9 Richtung Nürnberg), www.allianz-arena.de, U 6 Fröttmaning
Bavaria-Filmgelände
Wer mit Kindern reist, darf das »Hollywood an der Isar« nicht versäumen. Auf dem 3,5 km² großen Gelände im Südosten Münchens findet seit 1919 deutsche Filmgeschichte statt. Hier haben die Großen der Zelluloidhistorie gedreht: Orson Welles, Alfred Hitchcock, Billy Wilder. Die Lollobrigida stand ebenso vor der Kamera wie Liz Taylor oder Romy Schneider. Auf den Führungen der Bavaria stehen der Besuch des U-Boot-Modells aus dem Petersen-Film »Das Boot« genauso auf dem Programm wie die Trickfiguren aus der »Unendlichen Geschichte« und Michael »Bully« Herbigs »(T)Raumschiff Surprise - Periode 1«. Es gibt mehrere Varianten, darunter eine mit Stuntshow und/oder 3D-Erlebniskino. März bis Okt. tgl. 9-16 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-15 Uhr, Eintritt ab 10 Euro (Führung), Bavariafilmplatz 7, www.bavaria-filmtour.de, Tram 25 Bavaria-Filmplatz
Nymphenburg
Man schenkte vornehm zu Kurfürst Ferdinand Marias Zeiten. Mitte des 17. Jhs. bescherte ihm Henriette Adelaide den ersehnten künftigen Thronfolger Max Emanuel. Dafür beehrte der stolze Vater sie mit dem Schloss Nymphenburg. An die 700 m, also dreimal so lang wie das Olympiastadion, ist die Front dieser barocken Schlossanlage, deren Bau von 1664 bis 1757 gedauert hat. Sie diente den bayerischen Herrschern als Sommerresidenz, und wer durch all die prächtigen Gemächer flaniert, kann erahnen, wie nobel es zur Glanzzeit des bayerischen Hofes zugegangen sein muss. Neben dem Mittelbau mit seinem prunkvollen steinernen Saal und der Schönheitengalerie locken das Marstallmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Wagen, Schlitten und Geschirren und das Porzellanmuseum mit Pretiosen der namensgleichen Manufaktur.
Residenz
Eine schier unfassbare Pracht bietet sich dem Besucher. Unsere Empfehlung: mindestens einen ganzen Tag hierfür einplanen. Denn nach der Zerstörung durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges hat der Freistaat Abermillionen in die Restaurierung der »Herzkammer Bayerns« gesteckt, die ein halbes Jahrtausend Sitz der Herrscher war. Alle architektonischen Spielarten, die die Kultur Bayerns geprägt haben, findet man hier: strenge Renaissance, überbordendes Barock, verspieltes Rokoko und geradlinigen Klassizismus. 1385 wurde der Grundstein für die Neuveste im Nordosten der alten Stadt gelegt. Über die Jahrhunderte entstand Schritt für Schritt die Residenz, bestehend aus drei Hauptkomplexen und sechs Innenhöfen. Wer nicht alle Kostbarkeiten zwischen Residenz-, Hofgarten- und Marstallstraße anschauen kann, sollte zumindest das Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung besuchen. Das Vestibül, die Ahnengalerien, Porzellankabinett, Antiquarium (in dem heute noch die großen Empfänge des Ministerpräsidenten stattfinden), die Porzellankammern, die Reichen Zimmer, das Spiegelkabinett und die Nibelungensäle bieten einen groben Überblick. März-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 10-16 Uhr, Eintritt 6 Euro, Max-Joseph-Platz 3, www.schloesser.bayern.de, U-S-Bahnhof Marienplatz, Tram 19 Max-Joseph-Platz
Asamkirche
Der Märtyrer Johannes von Nepomuk ist der Schutzpatron der Brücken. Und doch steht die ihm geweihte Kirche etwa 1 km entfernt von der Isar. Trotzdem hat der heilige Nepomuk hier eine gewisse Aufgabe: Die Asamkirche in der Sendlinger Straße, eingerahmt von Boutiquen und schicken Geschäften, ist eine für München typische ideelle und architektonische Brücke zwischen zwei Welten: Lebenslust und Konsumrausch treffen hier auf Tradition und verwurzelten Katholizismus, moderne Funktionsbauten auf überbordende Barockarchitektur. Für Fotoamateure ist das malerische Dämmerlicht im Inneren der Kirche eine echte Herausforderung, für Freunde der Kunsthistorie bieten der von vier gewundenen Säulen umrahmte Hochaltar und die plastische Dreifaltigkeitsgruppe darüber tausend Möglichkeiten der Deutung. Zwischen 1975 und 1982 ist die Asamkirche mit so großem Aufwand restauriert worden, dass Lästermäuler behaupteten, mit diesem Geld hätte sich eine ganze Stadtratsriege ihre Plätze im Paradies erkauft. Sendlinger Str. 62, U 1/2/3/6 Sendlinger Tor
Frauenkirche
Heißt eigentlich »Dom zu unserer lieben Frau« und ist Bischofskirche der Erzdiözese München-Freising. Sie ist länger als ein Fußballfeld (109 m), fasst 2000 Personen und ist mit ihren beiden welschen Hauben auf den Türmen (der südliche Turm ist mit 99 m um 1 m kürzer) das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist von der südlichen und westlichen Einfallstraße (Autobahn München-Garmisch und Nymphenburger Straße) nahezu vom Stadtrand aus sichtbar, dank eines alten Rechtes, demzufolge dieser Blick nicht verbaut werden darf. Der spätgotische Bau besticht durch die klare, fast strenge Gliederung.
Englischer Garten
New York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde »seinen« Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine »Nackerten« berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.
Olympiagelände
Weltweit Beispiel für revolutionäre zeitgenössische Architektur ist der Münchner Olympiapark geworden. Nachdem die Stadt den Zuschlag für die Spiele 1972 bekommen hatte, beschloss die Kommune, das Motto »Fröhliche Spiele« bereits beim Bau der Sportstätten umzusetzen. Das Architektenbüro Behnisch und Partner setzte auf das archaische Prinzip der Zeltkonstruktion. Und so entstand auf dem 3 km² großen Gelände des einstigen königlich-bayerischen Exerzierfeldes am Oberwiesenfeld ein kühnes Nebeneinander von in sich geschlossenen Dachlinien, die überragt werden vom 291 m hohen Olympiaturm (Eintritt 4 Euro). Von 9 bis 24 Uhr laufen die Aufzüge, und dann ist auch das Drehrestaurant dort oben mit respektabler Küche in Betrieb. Zentrum des Olympiageländes ist das 80 000 Besucher fassende Stadion. Früher Heimat der Fußballvereine FC Bayern und TSV 1860, die jedoch seit 2005 in der Allianz-Arena in Fröttmaning ein neues, moderneres Zuhause gefunden haben. Seitdem sucht man nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Und fand sie etwa im Air & Style, einem internationalen Snowboardwettbewerb, der für die nächsten Jahre immer Anfang Dezember stattfindet, in der SoccaFive Arena, in der fünf gegen fünf auf Minispielfeldern gegeneinander antreten (Tel. 30 67 21 37, www.olympiapark-soccafive.de) oder in einer geführten, zweistündigen Bergtour über das Zeltdach (April-Okt., Tel. 30 67 24 14, 40 Euro). Im Theatron am Olympiasee finden im Sommer kostenlose Popkonzerte statt. Der aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschichtete Olympiaberg dient Trimmern zum Schwitzen und Besuchern zur Aussicht über die Stadt. www.olympiapark-muenchen.de, U 3, Bus 51, 173 Olympiazentrum, Bus 174, 178 Olympia-Eisstadion
Glockenbachviertel
Benannt nach dem Bächlein, das am alten Südfriedhof vorbeifließt. Zwischen Schlachthof-, Gärtnerplatzviertel und Innenstadt hat sich eine kleine, feine, originelle Szene entwickelt. Künstler aus der Glockenbachwerkstatt, Schauspieler aus den Theatern rund um die Hans-Sachs-Straße, in der es auch Münchens einzigen Knopflochladen gibt, prägen das rege Kneipenleben. In letzter Zeit haben sich viele Jungdesigner in baufälligen Hinterhöfen niedergelassen. Ein Viertel zum Verweilen.
Alte Pinakothek
Nach mehrjähriger Totalrenovierung erstrahlen die Räume in neuem Glanz. In der Alten Pinakothek finden Sie unter den 1400 alten Meistern zwar nicht Leonardo da Vincis »Mona Lisa«, dafür aber seine »Maria mit dem Kinde« oder Lorenzo Lottos »Mystische Vermählung der heiligen Katharina«. Die Alte Pinakothek zählt zu den sechs wichtigsten Gemäldegalerien der Welt. Ihre Gemälde repräsentieren alle Schulen der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jh. Die Schwerpunkte aber sind deutsche und niederländische Malerei des 15. und 16. Jhs., holländische und flämische Malerei des 17. Jhs., italienische Malerei des 15. bis 18. Jhs., französische und spanische Malerei der Barockzeit.
Deutsches Museum
Vermutlich würden nicht einmal drei Wochen genügen, um im Deutschen Museum alles zu sehen. Mit 55 000 m² Ausstellungsfläche und rund 17 000 Objekten zählt es zu den größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Die Bestände des 1903 von Oskar von Miller gegründeten Museums werden laufend ergänzt und mit Exponaten der neuesten technischen Entwicklungen versehen. So findet sich in der Mammutshow auf der Isarinsel alles, was den Menschen in Sachen Technik bislang eingefallen ist.
Glyptothek
Münchens ältestes Museum und gleichzeitig eines der ersten öffentlichen Museen Europas ist die Glyptothek am Königsplatz. König Ludwigs I. berühmte Antikensammlung öffnete ihre Pforten im Jahre 1830, also noch vor dem British Museum in London oder der Eremitage in St. Petersburg. Ein Gesamtkunstwerk der Superlative: eine besonders großartige Skulpturensammlung Europas in einem der bedeutenden klassizistischen Bauwerke Deutschlands. Die meisten der ausgestellten Werke sind freilich Kopien.
Haus der Kunst
Seit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne ist dieses Haus mit seiner eigenartigen Geschichte (Hitler gab seinem Lieblingsarchitekten den Auftrag für ein Haus der deutschen Kunst) in Gefahr, in die zweite Reihe abzurutschen. Dagegen stemmt sich Chris Dercon, seit 2002 Direktor. Er versucht erfolgreich, mit neuem Konzept und präziser Auswahl der Ausstellungen verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Die ersten Jahre zeigen Mut zu Außergewöhnlichem. Dass hier mit Florian Süßmayr gar ein neuer Star entdeckt wurde, ist dem Haus der Kunst schon seit langem nicht mehr passiert. Nun will Dercon das Haus gar in seinen ursprünglichen Nazistil zurückverwandeln - als kulturhistorisches Mahnmal. Tgl. 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, Eintritt je nach Ausstellung ab 6 Euro, Prinzregentenstr. 1, www.hausderkunst.de, Tram 17, Bus 100 Haus der Kunst
Lenbachhaus
Nur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt liegt ein besonders schönes Museum Münchens: die ehemalige Villa des »Malerfürsten« Franz von Lenbach. Wer seinen Schritt durch das schmiedeeiserne Eingangsportal lenkt, findet nicht nur Kunst, sondern auch eine grüne Oase der Ruhe und Erholung. Seit 1929 sind in der ockergelben, im italienischen Landvillenstil der Renaissance erbauten Künstlerresidenz die Sammlungen der Städtischen Galerie untergebracht. Die umfangreichen Bestände dokumentieren die Geschichte der bildenden Kunst in München von der Gotik bis zur Gegenwart. Schwerpunkte der Sammlungen liegen jedoch im 19. Jh. (Lenbach-Nachlass) und im 20. Jh. (Jugendstil, Paul-Klee-Sammlung, Kubin-Archiv).
Münchner Stadtmuseum
Ein Heimatmuseum im eigentlichen Sinne ist das Münchner Stadtmuseum nicht. Der alte Sammlungskern umfasst historische Waffen, plastische Kleinkunst (Moriskentänzer!), Münzen und Medaillen sowie volkskundliche Objekte und Textilien (Brautschmuck, Trachten, Krippen). Zu den interessanten Fachmuseen, die alle im Stadtmuseum untergebracht sind, zählen eine große Puppentheaterabteilung (mehr als 50 000 Puppen) und eine große Musikinstrumentensammlung. Nicht zu vergessen: das Modemuseum (mit Kleidung, Accessoires, Grafiken und Fotografien vom 18. Jh. bis heute) und das Foto- und Filmmuseum (im Museumskino täglich zwei öffentliche Vorführungen). Neu ist die Dauerausstellung »Chiffren der Erinnerung« über München als Hauptstadt der Bewegung. Als Geheimtipp gelten die pfiffigen Wechselausstellungen im Stadtmuseum zu Themen wie »Tod«, »Oktoberfest« oder »Nightmares in Plastic«. Di-So 10-18 Uhr, Eintritt 4 Euro, So frei, St.-Jakobs-Platz 1, www.stadtmuseum-online.de, U-S-Bahnhof Marienplatz
Neue Pinakothek
Als Pendant zur Alten Pinakothek gründete Ludwig I. in der Mitte des vorigen Jhs. direkt gegenüber die Neue Pinakothek. In Europa das erste große Museum für zeitgenössische Kunst, das öffentlich zugänglich war. Doch Kriegszerstörungen zwangen zum Abbruch des alten Klenze-Gebäudes. Alexander von Brancas neues Galeriegebäude, das 1981 als der größte deutsche Museumsneubau nach dem Krieg eröffnet wurde, löste eine Welle von Begeisterung, aber auch kontroverse Diskussionen aus.
Pinakothek der Moderne
Sie ist der Star unter Münchens Kunsthäusern. Nach großen Querelen endlich 2002 eingeweiht, registrierte man schon nach wenigen Wochen den millionsten Besucher und übertraf sogar die Londoner Tate Gallery an Beliebtheit. Das von Stefan Braunfels entworfene Haus entstand mit der Idee, selbst ein architektonisches Kunstwerk zu sein und so der Kunst ein adäquates Zuhause zu geben (auch wenn manche Lästermäuler von einer »Schuhschachtel« sprechen). Vier große Sammlungen des Freistaates und eine Reihe privater Schenkungen sind hier untergebracht, so die Staatsgalerie Moderner Kunst mit Werken der Blauen Reiter bis Beuys. Auf mehr als 12 000 m² werden die wichtigsten künstlerischen Entwicklungen von Malerei, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jhs. gezeigt. Dazu kommen Video- und Fotokunst sowie große aktuelle Schauen. Di, Mi und Sa, So 10-17 Uhr, Do und Fr 10-20 Uhr, Eintritt 9 Euro, So 1 Euro, Barer Str. 40, www.pinakothek.de, U 2/8 Theresienstraße, Tram 27 Pinakothek
Valentin-Karlstadt-Musäum
Im Isartorturm ist Münchens liebenswertestes und lustigstes Museum untergebracht. Neben dem Nagel, an den der Volksschauspieler Karl Valentin (sprich »Fallentin«) seinen bürgerlichen Beruf hängte, und dem Winterzahnstocher mit Pelzbesatz ist in dem Panoptikum so manche skurrile Kostbarkeit, aber auch eine phantasievolle Dokumentation damaliger Volksschauspielkunst zu sehen. 2001 wurde auch eine eigene Liesl-Karlstadt-Abteilung eingerichtet. Unterm Dach findet sich ein bewirtschaftetes Volkssängerlokal mit einer »Kaffeehauseinrichtung« aus der Zeit der Jahrhundertwende. Übrigens: Senioren über 99 Jahre haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt. Eintritt 1,99 Euro, Mo, Di, Sa 11.01-17.29 Uhr, Fr 11.01-21.59 Uhr, So 10.01-17.29 Uhr, www.valentin-musaeum.de, Tal 43, S-Bahnhof Isartor
Villa Stuck
Mitten in Münchens Nobelviertel Bogenhausen liegt das neoklassizistische Jugendstilpalais des Münchner »Malerfürsten« Franz von Stuck. Exterieur und Interieur dieses eigenwilligen Gesamtkunstwerks wurden von Stuck selbst konzipiert. Zu seinen Lebzeiten war die 1898 vollendete Künstlervilla glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Erdgeschoss können Sie die Repräsentationsräume mit den prächtigen Wanddekorationen sowie eine Sammlung von Stucks Bildern, Skulpturen und Möbeln bewundern. Oben befindet sich das Atelier mit einer prunkvollen Kassettendecke, schönen Gobelins und dem »Altar der Sünde«. Herausragende Wechselausstellungen zur Kunst um die vorletzte Jahrhundertwende und aus der Jugendstilepoche. Mi-So 11-18 Uhr, Eintritt 4-8 Euro, Prinzregentenstr. 60, www.villastuck.de, U 4 Prinzregentenplatz, Tram 18 Friedensengel
Makassar
Mediterranes im Glockenbachviertel. Der Küchenchef war Schiffskoch bei Meeresforscher Jacques Cousteau. Er hat auch ein Händchen für scharf gewürzte kreolische Küche. So geschl., Dreimühlenstr. 25, Tel. 77 69 59, Bus 152 Ehrengutstraße, Bus 131 Röcklplatz
Geisel Vinothek
Hort des Genießens im Bahnhofsviertel. Hier zaubert man sich lukullisch nach Mediterranien. Und das auch noch zu durchaus annehmbaren Preisen. Tgl., Schützenstr. 11, Tel. 55 13 71 40, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof
Rubico
Immer voll und voll angesagt. Das Rubico entzückt mit allerlei raffiniert dekorierten und zubereiteten Speisen - meist mediterran inspiriert und stets mit einem Schuss Originalität. Kommen Sie unbedingt abends! Erst dann entfalten die Lichtkompositionen ihre volle Wirkung und bescheinen das helle Holz und das Milchglas perfekt. So und Mo geschl., Klenzestr. 62, Tel. 20 20 78 28, U 1/2 Fraunhofer Straße
Ruffini
Qualität zu angemessenen Preisen. Hier frühstückt der arrivierte Künstler neben dem Rundfunk-DJ. Im Sommer genießen alle die Dachterrasse. Mo geschl., Orffstr. 22, Tel. 16 11 60, U 1 Rotkreuzplatz
Franziskaner Fuchsenstuben
Ehrwürdige Gaststätte mit Betonung auf »Gast«. Hier werden mit die besten Weißwürscht zum Frühstück serviert. Empfehlenswert: Spanferkel, in Malzbier gebraten. Tgl., Perusastr. 5, Tel. 231 81 18, Tram 19 Theatinerstraße
Fraunhofer
Immer noch Münchens bekannteste Studentenkneipe. Ein Hort der 68er-Gedanken und der bierschweren Nostalgie. Tgl., Fraunhoferstr. 9, Tel. 26 64 60, U 1/2 Fraunhoferstraße
Weißes Brauhaus
Uriges bayerisches Wirtshaus mit derb-grantigen, aber fixen Kellnerinnen und den himmlischsten Semmelknödeln auf Erden. Tgl., Tal 7, Tel. 29 01 38, U-S-Bahnhof Marienplatz
Antikpalast
Ob Jugendstil oder Biedermeier, ob Vase oder Bett, ob für 10 oder für 1000 Euro, hier findet jeder Antiquitätenfreak alles, was er vielleicht nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Auf gut 5000 m² mit mehr als 100 Händlern können Sie supergünstige Schnäppchen machen. Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18, So 11-17 Uhr, Rosenheimer Str. 143, www.antikpalast-muenchen.de, U-S-Bahnhof Ostbahnhof
Dallmayr
Das Münchner Feinkostgeschäft mit Tradition und Stil. In den historischen Hallen mit den wuchtigen Marmorsäulen erwartet Feinschmecker ein wahres Paradies voller Köstlichkeiten: frische Salate, Pasteten, Hummer und Lachs, 120 ausgesuchte Wurstsorten, 250 verschiedene Sorten Käse, Wild, Geflügel und Fleisch. Daneben erlesene Tee- und Kaffeesorten, Weine, exklusive Tabake, eine wunderbare Confiserie, exotische Spezialitäten und eine exklusive Pastaabteilung. Im ersten Stock das hauseigene Schlemmerlokal. Dienerstr. 14/15, U-S-Bahnhof Marienplatz
Beck am Rathauseck
Das etwas andere Kaufhaus, originell, witzig, charmant. Bei Beck gibts auf sechs Stockwerken neben populären Qualitätskollektionen und einer wirklich großen Strumpf- und Knopfabteilung auch Modellstücke aus Jungdesignerhand. Einzigartig sind Auswahl und Angebote in den CD-Abteilungen für Klassik, Jazz und Ethnomusik. Kundigere Verkäufer findet man nirgends in der Republik. Marienplatz 11, U-S-Bahnhof Marienplatz
Fünf Höfe
Hier hat auch das Architektenbüro Herzog und de Meuron aus Basel mitgezeichnet, Bauherren der neuen Allianz-Fußballarena. Mitten in München entstand so Anfang des neuen Jahrtausends eine Shopping-Mall und Baridylle, die es mit den großen Konkurrenten aus New York und Paris aufnehmen kann. Von Manufaktum bis zur Edelboutique, vom feinen Glasladen bis zur Hypokunsthalle, von Schumann's Tagesbar bis zum Restaurant Barista ist hier Münchner Lebensgefühl komprimiert. Zwischen Theatiner- und Kardinal-Faulhaber-Str., U 3/6 Odeonsplatz
Maximilianhöfe
Münchens jüngstes Shoppingareal will im internationalen Wettbewerb der Einkaufspaläste bestehen. Die Namen der Läden sprächen nicht dagegen: Etro, Versace, Armani, Dolce & Gabbana, dazu Juweliere und das exklusive Kindermodengeschäft Valentina & Me. Dass die Atmosphäre hinter der grandiosen Bürklein-Fassade aus dem 19. Jh. etwas kühl wirkt, liegt zum einen wohl an den Mietpreisen (200 Euro pro m²) und den daraus resultierenden Mietern, zum anderen an der bestenfalls kühnen Stahl-Glas-Konstruktion des entkernten Gebäudes. Maximilianstr. 11-15, Tram 19 Kammerspiele
Viktualienmarkt
Größter und ältester Münchner Lebensmittelmarkt (seit 1807) in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Milchprodukte, Eier, Geflügel, Wein, Brot und Honig; in den Hallen Fisch, Fleisch und Wild. Der Markt hat noch etwas von der viel beschworenen Münchner Gemütlichkeit und Atmosphäre bewahrt, und unter den Marktfrauen findet sich noch so manches Münchner Original. Die Metzger haben eine eigene Ladenzeile in den Arkaden unter dem Petersberg. Der Viktualienmarkt steht für hohe Qualität und hohe Preise. Besonderheiten: der Maibaum des Vereins Münchner Brauereien, ein kleiner Biergarten und die sechs Gedenkbrunnen mit Standbildern bayerischer Volkssänger, Komiker und Humoristen. Fast täglich bekommen Karl Valentin und die anderen Münchner Ideale frische Blumen in die Arme gelegt. Mo-Sa 7.30-18 Uhr, U-S-Bahnhof Marienplatz
Lollipop und Alpenrock
Ein weiteres Münchner Designwunder: Lola Paltinger schneidert die außergewöhnlichsten und schönsten Trachten, die sich die Schickeria nur vorstellen kann: Seidendirndl mit Stickereien und Strass, Jeanskniebundhosen und handbemalte Blumenschürzen. Ein erschwingliches Souvenir sind die T-Shirts mit röhrendem Hirsch und Puffärmeln. Tal 27, U-S-Bahnhof Marienplatz
Auftakt
Entdecken Sie München!
Eine Weltstadt mit Herz, mit viel Sinn für Lebensfreude und Amüsement. München zelebriert bayerische Lebensart und gibt sich als Szenetreff
München ist immer beides: Großstadt und Provinz, Metropole und Millionendorf, High-Tech-Bastion und Trachtenwerkstatt, vielfacher deutscher Fußballmeister mit dem FC Bayern und einstiger Arbeiterverein mit dem Bundesligisten TSV 1860 München. München ist Universität und Analphabetismus, Villenvorort und Glasscherbenviertel, Jugendstilarchitektur und Vorstadtsünde, oder, um es kulinarisch auszudrücken: Es gibt Weißwurst und Nouvelle Cuisine, Schweinsbraten und Trüffeln, Bier und Bloody Mary. München ist eben ambivalent.
Wer München entdecken will, muss sich auf ein Wechselbad einlassen. Er muss mit dem Münchner Grant (das ist, wenn ein Münchner in Ruhe gelassen werden will, und das will er eigentlich immer) genauso rechnen wie mit der sprichwörtlichen Gemütlichkeit, die es, abseits vom touristischen Trampelpfad durch die Stadt, wirklich gibt. Und wer die wichtigste Regel beachtet, die heißt: »Nimm München so, wie es ist«, wird in dieser Stadt eine wunderschöne Zeit erleben, egal ob es regnet, ob die Sonne scheint oder ob Föhn ist.
Natürlich können Sie München auch auf eigene Faust entdecken. Doch ein paar Daten und Details möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. München ist die Hauptstadt des Freistaates Bayern, drittgrößte Stadt der Bundesrepublik, liegt 478 m über dem Meeresspiegel (am Hauptbahnhof), hat mehr als 1,2 Mio. Einwohner, eine weit unter dem Durchschnitt liegende Arbeitslosenquote und angeblich die meisten Multimillionäre. Es gibt immer noch zu wenig Livebühnen für die Musik junger Leute, dafür hoch subventionierte Edelkultur von Oper über Ballett bis Sprechbühne, ein teures U-Bahn-System, die gute alte Trambahn, 3500 zentral organisierte Taxis, fünf Tageszeitungen und mit dem Bayerischen Rundfunk einen der großen Sender der ARD. München ist, bis auf kurze Intervalle, traditionell von der SPD regiert, also eine rote Bastion im sonst so »schwarzen« Bayern. Die Stadt hat 25 Bezirke, 24 Polizeireviere und die größte Ärztedichte der Bundesrepublik. München ist mit seinen mehr als 100 000 Studenten eine der größten Akademikerschmieden Deutschlands. Viele Studiosi leiden unter den enorm hohen Mieten - auch hier ist München in Deutschland Spitze.
Historisch gesehen hat München gegenüber den anderen beiden bayerischen Großstädten Augsburg und Regensburg einen kleinen Makel: Es war kein Siedlungsort der Römer, die unter Cäsar in diese Gegend einmarschiert sind. Doch haben hier Menschen schon in der Jungsteinzeit gelebt und Spuren hinterlassen. Die Kelten trieben sich dann im 6. Jh. in der Gegend herum, und im 10. Jh. befanden Mönche vom Tegernsee, dass diese Gegend ideal zum Besiedeln sei. Also ließ man sich in »Munichen« nieder, und seither ziert das Stadtwappen ein Mönch, im schwarzen Habit mit Goldrand. (Dass das Münchener Kindl als Stadtmaskottchen ebenfalls im Mönchsgewand steckt, ist ein ganz und gar unklerikaler Scherz der Geschichte.)
Der Welfe Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, beschloss 1158, dem Bischof von Freising einen Streich zu spielen: Er ließ die dortige Zollbrücke über der Isar zerstören und errichtete eine neue isaraufwärts in Munichen. Markt und Münze kamen hinzu, München war gegründet. Schon gut 30 Jahre später wurde Heinrich geächtet und die Stadt zur Residenz der Wittelsbacher (1255), deren Einfluss bis heute spürbar ist. Noch ein paar Daten im Schnelldurchlauf: 1632 besetzt Gustav Adolf von Schweden die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Krieges. 1634 sterben über 7000 Menschen an der Pest, ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Die Österreicher sind hier kurzzeitig Herren während des Spanischen Erbfolgekrieges, und 100 Jahre später, im Jahr 1800, wird München von den Franzosen eingenommen. Doch sechs Jahre darauf wird Bayern Königreich und München Sitz der Verwaltung.
Im 20. Jh. spielt München keine sehr rühmliche Rolle. Zwar startet Kurt Eisner hier 1918 die Novemberrevolution, doch findet 1923 ebenfalls in München der erste nationalsozialistische Putschversuch statt, diesmal noch ohne Erfolg. Der kam dann später, und München wurde zur Hauptstadt der braunen Bewegung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde halb München zerbombt. Und noch einmal kommt München weltweit aus schrecklichem Anlass in die Schlagzeilen: 1972, während der Olympischen Sommerspiele, scheitert der Befreiungsversuch jener israelischen Sportler, die von arabischen Terroristen gekidnappt worden waren, durch Spezialeinheiten der Polizei. Die Bilanz: 17 Tote, darunter fünf Terroristen. Die »fröhlichen Spiele« waren vorbei, auch wenn es dann hieß: The games must go on.
München ist Gott sei Dank nicht nur Oktoberfest. München ist auch ein gewisses Lebensgefühl, und zwar ein sehr vielschichtiges. Dazu gehört eine Heerschar von Beautys beiderlei Geschlechts. Man sieht sie in der Diskothek P1, im Nektar oder früh am Morgen um 15 Uhr im Forum beim Frühstück. Konträr dazu ist der Münchner Edelbayer. Er trägt den Loden wie den Zobel, spricht den Dialekt mit vornehmer Distanz und schmückt ihn mit Fremdwörtern. Er verzehrt die Weißwurst mit gespreiztem Finger, gibt wenig Trinkgeld und hat ein Opernabonnement.
Fast hätten wir nun den Münchner schlechthin vergessen. Er ist, innerhalb der bayerischen Sippe, nicht unumstritten und ein wenig beneidet. Der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied, ein Meister des scharfen bayerischen Wortes, sagt über ihn: »Da Münchner is no so vui Bayer, dass er 's Maul halten möcht, und so viel Preiß, dass er sein Schmarrn dann doch nausredt.« Doch das ist nur die eine Seite, und die auch noch von außerhalb betrachtet. Der Münchner ist, wenn man das überhaupt verallgemeinern darf, ein eher geruhsamer Mensch. Er sitzt gerne vor seinem Weißbier und denkt nach: über Gott, die Welt, den FC Bayern und die Steuererklärung. Er ist nicht unbedingt kontaktfreudig, und es ist wohl eine der höchsten Auszeichnungen, wenn er es einem Fremden gestattet, an seinem Tisch Platz zu nehmen. Touristen finden Münchner natürlich auch im Hofbräuhaus. Die werden dort ausgestellt. Doch um echte Münchner zu treffen, ist es empfehlenswerter, sich eines der kleinen Wirtshäuser zu suchen, die in den Seitengassen angesiedelt sind. Oder man stelle sich neben eines der Open-Air-Schachbretter, im Park bei der Technischen Universität oder an der Münchner Freiheit. Dort wird jeder Zug intensiv diskutiert, und eine bessere Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen, findet sich kaum. Denn beim Kartenspielen am Stammtisch darf man nun wirklich nicht stören. Auch wenn man Skat kann, was dem bayerischen »Schafkopfen« - (kommt nicht von Schaf, sondern vom Holzschaff, auf dem früher gespielt wurde) - ähnlich ist.
Und wie sieht der Münchner seine Stadt? Gegenüber einem Fremden wird er sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. Es gibt ja das beliebte Medienspielchen, in dem in schöner Regelmäßigkeit irgendein Hamburger Magazin oder eine Berliner Zeitung wieder auf die Stadt an der Isar einprügelt. Dann werden in München die Federn gespitzt zum Gegenschlag. Bayerisch hat einen reichen Schatz an heimtückischen Worten. Und der Dialekt erlaubt rüdeste Scherzchen, weil er ja so gemütlich klingt.
Für Besucher empfiehlt es sich, das Auto am Stadtrand oder in der Hotelgarage zu lassen. Denn Parkplätze in der Innenstadt sind selten. Und wer falsch parkt, wird abgeschleppt oder bekommt zumindest ein schmerzhaft teures Knöllchen. Was aber ist nun Touristen zu empfehlen, damit sie einen ersten, möglichst typischen Eindruck von der Stadt bekommen? Wer mit dem Zug kommt, sollte vielleicht durch den Alten Botanischen Garten runter zum Promenadeplatz wandern, weiter über den Marienplatz, hinter dem Rathaus vorbei, zur Maximilianstraße, nach Norden in die Residenzstraße einbiegen und sich in den Pfälzer Weinprobierstuben vom ersten Eindruck erholen. Wer Münchner Luft atmen will, sollte in den Biergarten vom Augustiner gehen. Im Schatten der Kastanien bringt eine freundliche (!) Kellnerin ein kühles Weißbier, dazu irgendwas Feines, Bayerisches zum Essen. Von Ferne tost der Großstadtverkehr, doch hier ist eine Oase des Friedens. Und egal, woher man kommt, dann ist man froh, in München zu sein.
Angesagt
Angesagt!
Events, Meetings und Aktionen, die Sie kennen und nicht verpassen sollten
Blade Night - auf acht Rollen durch die Stadt18-mal im Jahr trifft sich alles, was rollen kann, gegen Abend in der Wredestraße, um von dort etwa 15 km durch die Stadt zu bladen. Die Routen sind so konzipiert, dass möglichst wenig Steigungen, Gefälle und Straßenschäden drohen. Da die Sache recht wetterabhängig ist, sollten Sie sich vorher informieren, ob und wann es abgeht (www.muenchnerbladenight.de oder montags ab 17 Uhr Tel. 0180/552 75 00). Wredestraße, S-Bahnhof Hackerbrücke
BeachvolleyballSich zum Baggern auf den Bauch werfen: Das ist derzeit der Renner im Münchner Freizeitleben. Dazu Westcoastsound, hübsche Mädchen und eine Beachbar. Topadressen: Ungererbad (Traubestr. 3), Michaelibad (Heinrich-Wieland-Str. 24), Beacharena (Föhringer Ring 5, www.beacharena.com), Roberto Beach (Aschheimer See, www.robertobeach.de).
BouleIn München hat sich eine Fangemeinde der silbernen Kugeln etabliert. Sie ist froh um jeden Gast, den man schlagen kann. Die Mitglieder der 1. Münchner Kugelwurfunion treffen sich bei gutem Wetter täglich um 16 Uhr im Hofgarten. Infos unter www.mkwu.de, U 3/6 Odeonsplatz
Eisbach-SurfenMitten in München wird gesurft. Und zwar das ganze Jahr über und bei fast jedem Wetter. Deswegen stehen auch immer so viele Menschen an der Brücke, die neben dem Haus der Kunst die Prinzregentenstraße über den Eisbach führt. Die Welle in diesem Bach ist sogar im Stormriders Guide vermerkt, der Bibel der Surfer. Auf ihr reiten Münchens Bretterkönige und -königinnen, eingepackt in Neopren, so lange, bis der Gleichgewichtssinn schwindet. Achtung: Die Strömung ist tückisch, deshalb sollten Sie lieber zuschauen als mitmachen. Am spannendsten ist es nach der Schneeschmelze oder nach starkem Regen.
Ausflüge und Touren
Wie Gott in Bayern
Genussfreudige Mönche, weiße Flotten, barocke Orte und gemütliche Wirtshäuser warten auf die Tagesausflügler aus München
Mit dem Radl um den Starnberger SeeDie fleißigeren Radler fahren mit der S 6 nur bis Gauting und strampeln die wenigen Kilometer bis zum Mühltal (Abzweigung rechts im Wald). Dort liegt einer der schönsten Biergärten des Münchner Südens, am Wochenende auch mit Dixieland (Wirtshaus Obermühltal, Mo geschl., Tel. 08151/85 85, €). Dann geht es rauf aufs Stahlross, runter ins Würmtal und rechts Richtung Starnberg. Starnberg selbst ist zwar keine architektonische Perle. Aber hier an der Uferpromenade zu sitzen und vor der Alpenkulisse den Segelbooten zuzuschauen, ist schon ein bisschen Paradies. Dann aber weiter Richtung Weilheim. An der Ampel am Berg rechts nach Söcking. Links von der Straße führt nun bald ein gepflegter Radweg hügelige 14 km in Richtung Andechs, ein Name, bei dem Bierkenner und Klosterspezialisten aufmerken: Andechs ist ein Benediktinerkloster, das sich, anders als die meisten dieses Ordens, nicht der Pädagogik widmet, sondern der Kunst des Bierbrauens. Weitere Spezialitäten: Andechser Käse und Obatzda (Klostergasthof tgl., Bergstr. 9, Tel. 08152/930 90, €).
Auf nach NiederbayernFahren Sie über die Autobahn Nürnberg bis zum Kreuz Neufahrn, und biegen Sie rechts Richtung Deggendorf und Flughafen München ab. Weiter auf der Autobahn bis zur Ausfahrt Moosburg-Nord, von dort auf die B 11 nach Landshut. Schon von weitem grüßt St. Martin, der mit 130,6 m höchste Backsteinturm der Welt und Gottesfinger einer wunderbaren gotischen Kathedrale. Landshut ist ein Idyll: reich, sehr bürgerlich, ein architektonisches Wunderland. Die Fürstenhochzeiten sind immer noch eine Weltattraktion. Darüber hinaus gilt Landshut mit der prächtigen Burg Trausnitz als eine der schönsten Städte Bayerns.
Eine Rundreise mit dem Schiff auf dem ChiemseeAm Bahnhof Prien empfängt sie gleich ein Schmankerl. Deutschlands letzte Dampfstraßenbahn wartet darauf, Sie die 1,8 km zum Hafen zu schaukeln.
Bloß nicht
Bloß nicht!
Wie Sie sich Unbill und Ungemach ersparen
In München Auto fahrenLassen Sie, auch wenn Sie Neapel- und Pariserfahrung haben, Ihr Auto in der Hotelgarage oder am Stadtrand stehen (Gepäck raus). Auto fahren in München, das ist - besonders während der Rush-hour - ein Kampf auf Biegen und Brechen. Nicht nur, dass die Stadt nicht einmal für ihre eigenen Bürger genug Parkplätze zur Verfügung hat, man also nahezu gezwungen ist, falsch zu parken. Es herrscht leider auch weit verbreitet die Meinung, dass auf der Straße das Gesetz der Härte und Unnachgiebigkeit zähle. Es wird prinzipiell bei Gelb gestartet und ebenso prinzipiell bei Gelb noch durchgefahren. Höflichkeit, Zuvorkommenheit, Freundlichkeit bremsen nur den Verkehrsfluss, so die Meinung einiger schwarzer Schafe, die aber das Geschehen auf den Straßen bestimmen. Wer falsch parkt, ist mit mindestens 15 Euro dabei, und im Zweifelsfall wird rigoros abgeschleppt (was inklusive Taxi zur Verwahrstelle, Bußgeld und Abschleppkosten dann gut und gerne 150 Euro kosten kann).
Dialekt redenLernen Sie nicht Bayerisch. Es klingt fürchterlich und ist kompliziert. Wenn ein Nichtbayer »pfiadi« sagt, was »behüte dich« heißt, klingt das wie »bfiathy«; statt »aufi« (hinauf) sagt er »naufi« und statt »eini« (hinein) »neini«, was eher wie »neine« klingt - und »neun« heißt.
Über München schimpfenSagen Sie dem Münchner nicht, dass es in Hamburg, Berlin, Paris, New York oder wo auch immer schöner, bequemer, lustiger sei als in München. Merke: Ein Münchner darf über München lästern, so viel er will, ein Tourist hat die Stadt gefälligst zu bewundern.
Mit der Polizei streitenStreiten Sie nicht mit Polizisten. Münchens »Schandis« gelten allgemein als sehr verträglich und - auch bei Verdacht auf (nicht allzu viel) Alkohol am Steuer - als nachsichtig. Wer den richtigen Ton trifft, findet oft Gnade vor dem Auge des Gesetzes. Wer dem Wachtmeister aber klar zu machen versucht, dass die Ampel nie und nimmer rot gewesen sei, ist meist den Führerschein los, bevor er überhaupt zu Ende geredet hat.
»Echt« Volkstümliches suchenMeiden Sie angeblich urige Plätze wie das Hofbräuhaus oder den Marienplatz um 12 Uhr - dann ist halb Japan anwesend, um dem berühmten Glockenspiel zu lauschen. Gehen Sie lieber zur »Abendvorstellung« um 17 Uhr.
Einkaufen
Shopping mit Stil
Die Modestadt München lädt zum Bummeln ein. Schönes und Ausgefallenes gibt es in reichhaltiger Auswahl
Die belebtesten Geschäftsmeilen in Münchens Fußgängerzone sind die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Marienplatz und Stachus mit der neuen Hypovereinsbank-Passage und der »Arcade«. Hier liegen dicht beieinander Kaufhäuser, Bekleidungsgeschäfte, Juweliere und Plattenläden. Straßenkünstler und Musikanten schaffen es noch immer, wenn auch nur für kurze Zeit, die Mitmenschen in ihrem Kaufrausch zu bremsen.
Die zweite Achse der Fußgängerzone, vom Marienplatz zum Odeonsplatz, gehört dann schon zum Kapitel »dicker Geldbeutel«. In der Theatinerstraße, in den auch architektonisch ansprechenden Fünf Höfen und in den anderen hübschen Passagen, die auf beiden Seiten von ihr abzweigen, findet man exquisite Modeboutiquen, Herrenausstatter, Hutsalons, italienische Schuhgeschäfte, Juweliere und Kunstgalerien. Dieses exklusive Einkaufsviertel umschließt den ganzen Bereich um die Perusa- und Residenzstraße, bis hinauf zur Briennerstraße und zum Salvatorplatz. Vom Schwulenviertel zum Einkaufsparadies für Freunde exotischer Mode hat sich das Gärtnerplatzviertel gemausert. Hier findet man Kleider aus Hanf genauso wie kreativ-kühne Schneiderkunst. Shopping-unlustige Begleiter können Sie in einem der zahllosen Cafés abstellen oder zum Friseur schicken, denn dieses Viertel hat die möglicherweise weltweit größte Coiffeurdichte. Doch der unumstrittene Münchner Einkaufs-Prachtboulevard ist die Maximilianstraße. Hier, zwischen Nationaltheater und Altstadtring, findet man nur das Teuerste vom Teuren - ob Jagdkleidung, Schmuck oder Kunst.
Zu einer attraktiven Einkaufsstraße mit vielen kleinen Boutiquen (erschwingliche Ware) hat sich in den letzten Jahren die Sendlinger Straße vom Marienplatz bis zum Sendlinger Tor entwickelt. Wen in der Fußgängerzone Platzangst und Panik befällt, der sollte hierher ausweichen. Kurz vor der Asamkirche verbindet eine Einkaufspassage die Sendlinger- mit der Kreuzstraße: die Asampassage, eine ruhige Insel inmitten der Stadt, mit Cafés, Kneipen und Geschäften. Tal heißt die Straße zwischen Marienplatz und Isartor, die Touristen eine interessante Mischung von Geschäften - vom Andenkenladen mit Bayernkitsch bis zum Computergeschäft - bietet.
Wer den Zeitgeist und flippigere Dinge sucht, muss nach Schwabing. Und zwar nicht nach Altschwabing ins Neppviertel, sondern ins Studentenviertel zwischen Leopold-, Hohenzollern-, Amalien-, Schelling- und Türkenstraße. Hier wechseln die Moden und Geschäfte so schnell, dass man nur den Tipp geben kann: einfach herumschlendern, schauen, genießen und sich inspirieren lassen. Die Amalienpassage, unauffällig eingebettet zwischen den alten, ehrwürdigen Häusern hinter der Universität, verbindet die Türken- und die Amalienstraße: kleine, stimmungsvolle Cafés, schicke Modeboutiquen, asiatische und südamerikanische Läden.
Die Geschäfte und Kaufhäuser sind in der Innenstadt Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr geöffnet (außerhalb der Innenstadt meist nur bis 14 Uhr).
Essen und Trinken
Biergärten, Bistros und Gourmettempel
Nicht nur Bier und Weißwürste gibt es in München, auch der verwöhnte Gaumen kommt auf seine Kosten
Die bayerische Küche besteht nicht nur aus Leberkäs und Weißwurst, Schweinsbraten und Knödel. Nun sollte man zwar keinem dieser Gerichte seine Köstlichkeit absprechen. Doch ist die Küche Bayerns, also auch die seiner Hauptstadt, vielfältiger, anspruchsvoller und - zugegebenermaßen - auch eigenartiger, als man sich das gemeinhin vorstellt. Die Edelgastronomie erlebt zurzeit eine Baisse. Einige der besten Adressen der Stadt sind aus dem lukullischen Telefonbuch gestrichen - zum einen wegen Mangels an zahlungskräftigem Publikum, zum anderen aber auch, weil ein paar junge Wilde die Szene erobert haben.
Natürlich hat sich hier in den vergangenen Jahren, wie in allen deutschen Großstädten, französische, asiatische und italienische Kochkunst etabliert. Es gibt viele Bistros und Stehimbisse, in denen feine Leckereien aus den Ländern mit traditionell berühmter Küche angeboten werden. Dennoch werden wir hier die heimischen Spezialitäten vom Kalbsbries bis zum sauren Lüngerl nicht vergessen. Essen wie ein Münchner? Zum Beispiel Fleisch: In ganz Bayern beliebt sind - trotz der Gefahr von Schwermetallanreicherung, BSE und Gicht - Innereien. Das Kalbshirn (paniert und gebacken) kann köstlich zart sein, die Nieren von Schwein und Kalb werden entweder sauer (mit Essig) oder gebraten angeboten, das Kalbslüngerl nach stundenlangem Kochen mit Knödel gereicht.
Zum Beispiel Fisch: Dank der Sauberkeit der bayerischen Seen (mittlerweile hat auch der Chiemsee wieder Trinkwasserqualität) ist das Angebot, wenngleich nicht sehr variantenreich, reichlich. Berühmt sind die Renken vom Starnberger See, aber auch die Forelle aus der Zucht (seltener aus dem Gebirgsbach) steht auf fast jeder Karte.
Ein paar Tipps zum Lesen der oft außen neben der Eingangstür angebrachten Speisekarte: Steht dort »Schweinebraten« statt »Schweinsbraten«, ist das Restaurant zumindest kein sehr bayerisches. Wird das Bier in 0,33-l-Gläsern angeboten, ist der norddeutsche Einfluss bereits gefährlich dominant. Heißt es »Kalbsmedaillon und Pommes de terre«, zahlt man viel Geld für sehr unmünchnerisches Essen.
Die Münchner Kellner und Kellnerinnen sind, zumindest in den »echten« Wirtshäusern, oft ein wenig grantig. Einzelabrechnungen sind hier kein Problem. Der Gast erhöht die Rechnung für die Bedienung um bis zu zehn Prozent, erwartet wird mindestens eine Aufrundung. Es ist üblich, nach dem Zahlen den Tisch ziemlich flott zu verlassen.
Feste und Events
Feste, Events und mehr
Fünf Jahreszeiten, Festivals und der größte Rausch der Welt
Die Ganzjahres-Feierkurve ist stark traditionell geprägt und hat zwei Höhepunkte, die beide mit Bier zu tun haben: die so genannte fünfte Jahreszeit, in der das extra gebraute Starkbier ausgeschenkt wird, und natürlich das weltberühmte Oktoberfest. Die Starkbierzeit ist eine eher interne Münchner Angelegenheit, wogegen beim Oktoberfest die ganze Welt zu Gast ist.
Faschingsdonnerstag sind die Geschäfte teilweise geschlossen, Faschingsdienstag alle. Auch an Allerseelen (2. Nov.) bleiben viele Geschäfte zu. Am 24. und 31. Dez. ist ab Mittag praktisch alles dicht.
1. JanuarNeujahr
6. JanuarHeilige Drei Könige
März/AprilKarfreitag; Ostermontag
1. MaiTag der Arbeit
Mai/JuniChristi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam
15. AugustMariä Himmelfahrt
3. OktoberNationalfeiertag;
1. NovemberAllerheiligen
25. und 26. DezemberWeihnachten
Januar/FebruarFasching. Der »unsinnige Donnerstag« macht seinem Namen Ehre, am Faschingsdienstag tanzen die Marktweiber auf dem Viktualienmarkt. Alle sieben Jahre traditioneller Tanz der Schäffler (nächster Termin: 2012).
März/AprilStarkbierzeit. Zwei Wochen nach Aschermittwoch bis Ostern, weil anno 1651 die Paulaner Mönche beschlossen haben, dass Fasten mit Bier besser geht als ohne. Seitdem braut jede große bayerische Brauerei ihren eigenen Doppelbock - mit stolzen 6,5 % Alkoholgehalt.
April/Juli/OktoberAuer Dult. Dreimal im Jahr jeweils neun Tage Münchens größter Trödelmarkt, am Samstag vor dem 1. Mai, am Samstag nach Jakobi im Juli, 3. Samstag im Oktober, Bus 52 Mariahilfplatz.
MaiDokumentarfilmfestival. Bundesweit wichtigster Termin in diesem Genre, eine Woche im Mai ist das Filmmuseum im Stadtmuseum zentraler Anlaufort (St.-Jakobs-Platz 1, Tel. 089/23 32 48 88).
Juni-AugustOpernfestspiele im Juni und Juli. Vorverkauf schon ab Ende Januar (Bayerische Staatsoper, Tel. 089/ 21 85 19 20).
September/OktoberOktoberfest. Über drei Wochenenden, das letzte Wochenende ist das erste im Oktober. Bier- und Schaustellerfest mit über 6 Mio. Besuchern. Am ersten Wiesn-Samstag um 12 Uhr traditioneller Anstich im Schottenhamel-Zelt durch den Münchner OB. www.oktoberfest.de
November/DezemberTollwood-Winterfestival. Münchens schönster Weihnachtsmarkt, auf der Theresienwiese mit meist hervorragendem En-Suite-Kulturprogramm (bis 31. Dez.).
Museen
Schauen, staunen, genießen
Münchens Museen bieten Kunst in ihrer ganzen Bandbreite
Wenn man Berlin außer Acht lässt, ist München mit seinen fast 50 staatlichen, städtischen und privaten Sammlungen unter den bundesdeutschen Städten Rekordhalter. Doch den Ruf als Museumsstadt verdankt München vor allem dem Glanz der Vergangenheit. Es war Bayerns kunstsinniger König Ludwig I., der mit seinen Museumsgründungen (Alte und Neue Pinakothek, Glyptothek und Antikensammlung) das kulturelle Erbe erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Ludwigs Museen sind bis heute die Publikumsrenner und bringen ständig neue Besucherrekorde.
Die aktuelle Kunst hingegen wurde in München lange Zeit stiefmütterlich behandelt. In der bayerischen Hauptstadt gab es bis zum Jahr 2000 kein Museum für zeitgenössische Kunst. Die Staatsgalerie Moderner Kunst, provisorisch in einem Seitenflügel im Haus der Kunst untergebracht, platzte aus allen Nähten und konnte nur knapp ein Drittel ihrer Bestände aus dem 20. Jh. ausstellen. Ansonsten wurde Gegenwartskunst privaten Sammlern und Mäzenen überlassen. Doch nun steht in unmittelbarer Nähe der beiden Pinakotheken ein neues Galeriegebäude für moderne Kunst. Nach amerikanischem Vorbild sind in der Pinakothek der Moderne nicht nur die Gemälde und Skulpturen der Staatsgalerie Moderner Kunst, sondern auch die reichen Bestände der Neuen Sammlung (Kunsthandwerk und Design), also angewandte Kunst, gleichrangig miteinbezogen.
Die wichtigsten Münchner Museen befinden sich rings um den Königsplatz (Glyptothek und Antikensammlung, Alte und Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Lenbachhaus) und im Bereich der Prinzregentenstraße. Dort liegen, besucherfreundlich aneinander gereiht, das Haus der Kunst, das Bayerische Nationalmuseum, die Neue Sammlung und die Schack-Galerie und in Fußnähe die Prähistorische Staatssammlung, das Völkerkundemuseum, die Residenz, das Ägyptische Museum sowie das Deutsche Museum.
Wer mit den ehrwürdigen Häusern nichts anfangen kann, dem sei das Valentin-Karlstadt-Musäum ans Herz gelegt oder eines der vielen kleinen, intimen Museen, die eher »exotische« Interessen befriedigen.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Wetter
Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Münchenreise
AutoDie Autobahnen aus Nürnberg, Salzburg und Garmisch/Starnberg münden in den Mittleren Ring, die aus Stuttgart geht über in die Verdistraße, die über die Arnulfstraße ebenfalls zum Ring führt. Park-&-Ride-Plätze befinden sich an allen S- und U-Bahnhöfen am Stadtrand.
BahnMünchen hat neben den beiden Durchgangs-Vorstadtbahnhöfen Pasing und Ostbahnhof den Hauptbahnhof als Sackbahnhof im Herzen der Stadt. Hier haben Sie Anschluss an fast alle S- und U-Bahnen. Auskunft: Tel. 118 61, www.bahn.de
FlugzeugIm Zentralbereich des Flughafens findet sich die Zentralinformation (Tel. 975 00). Von hier aus starten auch die S-Bahnen S 1 (über Laim) und S 8 (über Ostbahnhof) im 20-Minuten-Takt, die schnellste und mit der 8,80 Euro teuren Einzelkarte billigste Methode, in die Stadtmitte zu kommen (Taxi kosten knapp 50 Euro, Tagesmietautos gibt es zum Sondertarif unter 25 Euro). Der Flughafenbus verkehrt vom Hauptbahnhof täglich von 5.10 bis 19.50 Uhr ungefähr im 20-Minuten-Takt, vom Flughafen von 6.20 bis 21.40 Uhr. Preis: 9,50 Euro.
Fremdenverkehrsamt MünchenSendlinger Str. 180331 München, Infotelefon: 089/23 39 65 00, Mo bis Do 9.30-15, Fr 9.30-12.30 Uhr, Fax 23 33 02 33, www.muenchen-tourist.de
Tourist Information HauptbahnhofMo-Sa 9.30-18.30 Uhr, So 10-18 Uhr, am Südausgang zur Bayerstraße
Tourist Information MarienplatzMo-Fr 10-20 Uhr, Sa 10-16 Uhr, im Neuen Rathaus
ThalkirchenIm Landschaftsschutzgebiet des Isartals. Zentralländstr. 49, Tel. 723 17 07, 15. März-31. Okt., U 3 Thalkirchen, dann Bus 135
ObermenzingLochhausener Str. 59, Tel. 811 22 35, 15. März-31. Okt., S-Bahnhof Pasing, Bus 160
Campingplatz Langwieder SeeEschenrieder Str. 119, Tel. 864 15 66, ganzjährig, S-Bahnhof Langwied
Radius TouristikIm Hauptbahnhof gegenüber den Gleisen 30-36, Tel. 59 61 13, Mitte April-Okt. tgl. 10-18 Uhr, 3 Euro pro Std., 14 Euro pro Tag
Call a BikeCall a Bike stellt 2000 Räder bereit, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Freigabe erfolgt mit elektronischem Code, abstellen können Sie das Rad überall, bezahlt wird über Kreditkarte oder per Abbuchung. Grundpreis 7 Cent pro Minute, maximal 15 Euro pro Tag. Tel. 07000/ 522 55 22, www.callabike.de
Das städtische Fundbüro: Oetztaler Str. 17, Tel. 23 39 60 45, Mo-Fr 8-12 Uhr, Di auch 14 bis 17.30 Uhr, U-S-Bahnhof Hauptbahnhof. Für Verluste im Hauptbahnhof: Fundbüro gegenüber Gleis 26, Tel. 13 08 66 64, Mo bis Fr 7-23, Sa und So 7.30 bis 22.30 Uhr
www.muenchen.de, das offizielle Portal der Stadt, bietet gute Infos zu Verkehr, Kultur und Behörden. www.muenchen-tourist.de, die Website des Fremdenverkehrsamtes, bietet ausführliche Informationen rund um die Tourismusthemen. www.muenchen-online.de ist ein privates Netz mit vielen guten Links zum Shopping und für Web-cams. www.munichx.de ist die beste Webadresse für München und hat gute Infos über Nightlife und Restaurants. www.sueddeutsche.de, die Onlineausgabe der »Süddeutschen Zeitung«, bietet gute Links zum Nightlife und hat SZ-Extra im Angebot, die wöchentliche Kulturvorausschau der »Süddeutschen«.
Internetcafés gibt es Dutzende. Das älteste Internetcafé ist umgezogen und liegt nun noch zentraler (Tal 31). Kleine Snacks gibt es immer noch. Ein reines Internetcafé ohne Ambiente, dafür mit über 400 PCs bestückt, ist das Easy-Internetcafe am Bahnhofsplatz 1. Hier kann man täglich 24 Stunden surfen und mailen. Der Treff der Netzfreaks.
Polizei: 110, Polizeipräsidium: 291 00, Feuerwehr: 112, Notarzt: 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst: 01805/19 12 12, zahnärztlicher Notdienst: 723 30 93, Giftnotruf: 192 40.
Eine einfache Kurzstreckenfahrt (vier Bus-/Tramstationen, zwei U/S-Bahnstationen) kostet 1,10 Euro, eine einfache Fahrt für eine Zone 2,20 Euro, für zwei Zonen 4,40 Euro. Eine Zehnerstreifenkarte kostet 10 Euro, für eine Normalfahrt innerhalb des Stadtgebietes müssen zwei Streifen abgestempelt werden. Kein Kartenverkauf bei den Schaffnern, dafür gibt es Automaten.
München ist ein teures Pflaster. Das billigste Mietauto bekommen Sie für 20 Euro pro Tag. In den Kleinkunstbühnen kommen Sie selten unter 9 Euro rein, Festspielkarten kosten bis zu 240 Euro.
Die Münchner Stadtrundfahrten (Tel. 55 02 89 95) bietet klassische Stadtrundfahrten. Start ist am Bahnhofsvorplatz beim Hertie. Lustiger ist das Programm von Stattreisen München (Tel. 54 40 42 30, www.stattreisen-muenchen.de), die mehr als 60 verschiedene Touren zu Fuß, per Tram und Fahrrad anbieten und auch auf spezielle kulturelle Aspekte eingehen. Wer es bequem und dennoch alternativ will, kann sich mit dem Rikschamobil (Tel. 0700/80 90 10 20, www.rikschamobil.de) durch München kutschieren lassen. Verschiedene Stadtrundfahrten zu Fuß oder per Fahrrad bietet Spurwechsel an (Tel. 692 46 99, www.spurwechselmuenchen.de). Weitere Adressen im Gelben Heft der Stadtinformation.
Grundpreis 2,50 Euro, der Kilometer kostet zwischen 1,20 und 1,45 Euro je nach Länge, die Wartestunde 21 Euro, pro Gepäck und Tier je 50 Cent. Zentralruf: Tel. 216 10, www.taxi-muenchen.com
Vorwahl München: 089
Sehenswertes
Bäder und Boulevards, Parks und Paläste
München ist nicht nur eine Stadt für ein paar Stunden - ihre Schönheit und Vielfalt erschließt sich erst nach ausgiebigem Genuss und Erleben
Wer München nicht nur besichtigen, sondern anschauen will, möge sich ein Gebot auf den Stadtplan schreiben: Lass dir Zeit! Man sollte, um nicht nur einen oberflächlichen Eindruck zu bekommen, Münchens liebenswerte Details auf sich wirken lassen - und sie vor allem im Zusammenhang mit der Umgebung, der Geschichte, den Menschen betrachten.
Es ist gewiss sinnlos, sich die gesamte Residenz in zwei Tagen erobern zu wollen. Ein Abend im Brunnenhof, bei einem der feierlich-klassischen Sommerkonzerte, ein Nachmittag im Theatron des Olympiageländes bei den Rockmusikern, ein früher Morgen bei den Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, ein Besuch im Nymphenburger Park mit einer kundigen Biologin, eine Hochzeit in der Theatinerkirche am späten Samstag - das ist München.
Stadtspaziergänge
Querbeet durch München
München in einem TagDanach ist ein Zug durch das Gärtnerplatzviertel obligat. Schlendern Sie erst durch die Holz- und Hans-Sachs-Straße, biegen Sie dann rechts in die Fraunhofer Straße und links in die Klenzestraße zum Platz ab, der dem Viertel den Namen gab. Rundherum gibt es jede Menge ansprechender Kneipen.
Auf Rollen durch die moderne ArchitekturMünchen - Hauptstadt der modernen Architektur, so kann man diesen Spaziergang nennen. Und damit die einzelnen Objekte der Begierde auch in entsprechend zeitgemäßer Art erreicht werden, haben wir die Route so gelegt, dass Sie sie auch auf Inlineskates fahren können. Wer auf den Rollen nicht so fit ist, kann diese Tour auch mit dem Fahrrad absolvieren. Zu leihen gibt es die Drahtesel für etwa 15 Euro pro Tag, zum Beispiel bei Radius Touristik am Hauptbahnhof (zwischen Gleis 30 und 36).
München klassisch bayerischNatürlich muss das sein! München klassisch, wie es klingt und kracht mit Kirchenglocken und Lederhosen. Eine Wanderung, für die man sich zwar nicht unbedingt einen Gamsbarthut kaufen muss. Aber schaden kann es auch nicht. Sie sollten nur dran denken, ihn beim Start des Spaziergangs gleich abzunehmen, denn begonnen wird bei der Frauenkirche.
Stichworte
Von FC Bayern bis Weißwurstzuzeln
Das Motto der Münchner heißt »Leben und leben lassen«
FußballMünchen hat zwei Bundesligavereine, die sich nicht mögen. Da ist der Protzclub FC Bayern, bei dem zurzeit bestenfalls 2,4 Prozent Einheimische im Kader stehen. Und da ist der (ehemalige) Arbeiterverein TSV 1860 aus dem Glasscherbenviertel Giesing. Obwohl die Sechziger derzeit in der 2. Bundesliga kicken, teilen sich die beiden Vereine die ca. 130 Mio. Euro teure Allianz-und WM-2006-Arena in Fröttmaning. Bayern kämpft meistens um den Meistertitel, die Sechziger schwanken zwischen Uefa-Cup-Platz und 2. Liga. Jeder Münchner hat das Recht, einen der Vereine zu lieben und den anderen zu verdammen. Gäste müssen beide Vereine in den höchsten Tönen loben, je nach Umgebung den einen noch ein bisschen mehr. Alles andere würde zu Straffälligkeiten seitens der Einheimischen führen.
GrantDank der Jahrzehnte dauernden Aufklärungssendung »Komödienstadel« weiß die Welt: Der Bayer ist stets lustig, ein bisschen hinterhältig, auch ein bisschen doof, aber gutherzig und trotz einer gewissen Bauernschläue am Ende der Komödie ein guter Mensch. Die Wahrheit ist nicht ganz so einfach. Der Bayer (und hier unterscheiden wir ausnahmsweise nicht zwischen Städter und Landmann/-frau) ist von Haus aus grantig, wortkarg, mürrisch, einzelgängerisch. Er liebt die Ruhe (das dazu unpassende Fremdwort heißt »Gemütlichkeit«), das ungestörte, langsame Schlürfen einer Maß Bier, er hat immer Recht, und wenn nicht, wird er noch grantiger. Nichtbayern versuchen gerne, ihm die Welt zu erklären, zum Beispiel, wie man mit einem Zahnstocher den Salzstreuer zum Streuen bringt. Das mag der Bayer nicht gerne, denn er schraubt den Deckel lieber ab, um ans Salz zu kommen.
Münchner BierWeltweit berühmt, und das eigentlich zu Unrecht, zumindest aus heutiger Sicht. Auch wenn hier nach wie vor gemäß dem bayerischen Reinheitsgebot (Hopfen, Malz, Wasser) gebraut wird, hat das Münchner Bier zumindest seine Vielfalt verloren. Weil sich die ohnehin ziemlich großen Brauereien der Stadt zusammengeschlossen haben und sich noch dazu immer mehr restdeutsche Bierkonzerne hier einkaufen, ist es um die Einmaligkeit des Münchner Biers schlecht bestellt. Wer wirklich Bier genießen will, schaue bei der Wahl des Gasthauses auf die dort ausgeschenkte Marke. Denn es gibt rund um München feine, kleine Brauereien, die köstliches Bier herstellen. Als Beispiel seien nur die drei besten Weißbiersorten erwähnt: Karg (süffig, wenig Kohlensäure), Unertl (fast ölig und sehr intensiv), Hopf (mit leichtem Anflug von Banane, sehr erfrischend). Das Münchner Bier ist prinzipiell etwas leichter als etwa das aus Nordrhein-Westfalen. Übrigens erkennt man dem Weltmarkt allzu angepasste Lokale daran, dass sie ihr Bier in der so genannten Preußenhalbe ausschenken, das sind Biergläser, die wie die einheimischen ausschauen, aber nur 0,4 Liter fassen (meist jedoch ebenso viel kosten wie sonst die normale Halbe). Trinken mehrere Menschen an einem Tisch, stößt man die Krüge mit normalem Hellen kräftig bäuchlings an und sagt »Prost«. Der Weißbierkenner stößt dagegen mit dem verstärkten Glasboden an. Es ist nicht verpönt, sich nach dem ersten Schluck den Schaum vom Mund zu wischen.
OktoberfestGrößter Kollektivrausch der Welt. Es hat erstmals anno 1810 anlässlich der Hochzeit des späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen stattgefunden, damals mit einem Pferderennen. Heute werden die Verzehrrekorde von Bier, Hendl und Ochsen nur noch in Millionen notiert. Freitag und Samstag herrscht auf der »Wiesn« ein wahrer Massenansturm. Ab dem Nachmittag kann es schwierig werden, in einem Bierzelt noch einen Platz zu bekommen, abends werden sie wegen des Andrangs manchmal sogar geschlossen. Die Jugend der Welt, vor allem aus Australien und Neuseeland, trifft sich im Hofbräu-Zelt zum Kampftrinken, und es fliegen schon mal nicht mehr gebrauchte Büstenhalter durch die Gegend. Warum aber das Oktoberfest größtenteils im September stattfindet (nur das dritte und letzte Wochenende ist im Oktober), ist eines der großen Rätsel der Menschheit.
TrachtenNatürlich sind sie prächtig anzuschauen, die echten bayerischen Trachten: männlicherseits hirschlederne, kurze, doppelt geknöpfte Hosen mit bestickten Hosenträgern überm kragenlosen leinenen Hemd, Wadlstrümpfe, Haferlschuhe, dazu ein Filzhut mit Gamsbart. Oder weiblicherseits das Dirndl mit wohl formendem Mieder und einer Schürze, die viel aussagt über den Herkunftsort der Trägerin. München selbst hat keine Trachtentradition. Der Einheimische pflegt leicht bajuwarisiertes Gewand mit Walkjanker oder Lodenmantel.
WeißwurstDes Münchners zweites Frühstück, dazu statt Kaffee Weißbier. Man bestellt sie stückweise und nicht als Paar. Die Weißwurst besteht größtenteils aus Kalbsbrät, Wasser und Geheimnissen, sie wird in Wasser sanft erhitzt (sonst platzt sie) und mit süßem Senf nebst Breze serviert. Über die korrekte Esstechnik gibt es wahre Religionskriege. Der Laie schneidet sie längs hälftig durch und portioniert so das Innere nach eigenem Gusto. Der eher kernige Bayer (meist ein Zuagroaster) übt sich im überkommenen Brauch, nimmt die Wurst in die Hand, taucht sie in den Senf und zuzelt sie aus. Der Kenner aber sticht an einem Ende ein, schneidet die Haut dreiviertel durch und pult elegant das Innere nach Außen (geht nur mit perfekt erhitzter Wurst). Früher hieß es übrigens, die Weißwurst dürfe »das Zwölfuhrläuten« nicht hören, weil sonst zu alt. Das hat sich, dank der Konservierungskunst, erledigt. Aus aktuellen Anlässen gibt es, zum Beispiel auf dem Viktualienmarkt, heute auch Pferdeweißwurst.
Übernachten
Traumhaft schlafen
Von der Nobelherberge bis zur gemütlichen und preisgünstigen Pension - München hat alles für eine gute Nacht
Wer sich noch an die TV-Serie »Kir Royal« erinnert, weiß, in welcher Pracht die noblen Gäste der Stadt residieren, in Königs- und Prinzensuiten, die pro Nacht gut und gerne 1500 Euro und mehr kosten.
Doch auch ganz normale Münchenbesucher werden, wenn sie nicht aufpassen, ganz schön zur Kasse gebeten, vor allem in den Hauptbesuchszeiten der Stadt, während des Oktoberfests oder der großen Messen. Doch neben den berühmten Hotelpalästen hat die Stadt eine ganze Reihe mittlerer und kleiner Hotels und Pensionen, die übers Jahr gesehen im Schnitt nur gut zur Hälfte belegt sind.
Erkundigen Sie sich, ob das Hotel eine günstige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hat. Denn Fahren und Parken in der Innenstadt stressen nicht nur Fremde. Sie können sich entweder über das Fremdenverkehrsamt den Zimmernachweis besorgen oder selbst telefonisch oder via Internet vorbestellen. Bei größeren Häusern ist es günstig, eine Kreditkartennummer anzugeben. Oft bieten die Hotels Sondertarife an, jedoch nur auf Nachfrage!
Viele Hotels haben einen Eintrag unter der Internetadresse www.deutschland-hotel.de oder unter der Website des Fremdenverkehrsamtes www.muenchen-tourist.de oder unter www.nethotels.com. Eine Reihe günstiger Hotels finden Sie in der Schillerstraße südlich des Hauptbahnhofs.
Unterhaltung
München leuchtet - besonders bei Nacht
In München gibt es Kultur und Nachtleben in allen Schattierungen
Millionendorf oder Weltstadt? Leicht ist die Frage nicht zu beantworten. Zwar bietet München eine verwirrende, bunte Palette an Bars, Kneipen, Musikschuppen, Diskos, Kinos und Nachtcafés. Und doch jammern die Einheimischen immer wieder, dass kurz nach Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt würden. Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Doch wer sich informiert und dazu Standvermögen (bei den Türstehern), Entdeckungslust (man weiß nie genau, was warum wann in ist) und viel Kleingeld mitbringt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Die beliebtesten Ausgehviertel: Schwabing (da gehen alle über 25 hin), Haidhausen (hat sich vom Studentenviertel zu einer Yuppiedependance gemausert), Neuhausen (intakte Welt mit kleinen Überraschungen), Schlachthofviertel (noch nicht saniert) und der Gärtnerplatz (für Szenegänger und Leute, die es gerne werden möchten). Achtung: Alle Tipps können von einem auf den anderen Tag total out sein!


ab 71 €



