City-Info

Mailand - Moderne Geschäftsmetropole mit reicher (Lebens-)Kultur

Wer an Mailand denkt, dem fällt sofort Mode, Design, Dom, Scala und Fußball ein. Die zweitgrößte Stadt Italiens gilt auch als „heimliche Hauptstadt“ des Landes. Die Metropole zwischen den Ausläufern der Alpen im Norden und der Nähe des Mittelmeeres im Süden ist eine durch und durch moderne Stadt – selbst im Kern der Altstadt mit ihren großzügigen und klar gegliederten Magistralen.

Die Hauptstadt der Lombardei ist der erste Bank- und Börsenplatz Italiens, sie beherbergt beachtliche Textilindustrien mit ihren alljährlichen Modenschauen sowie Betrieben des Automobil-, Maschinen- und Wagenbaus. Zwei Universitäten machen die Stadt zu einem hervorragenden Bildungs- und Wissenschaftsstandort. Vom Wohlstand zeugt die stolze, an vielen Stellen bedeutende Architektur, die bisweilen über 30 Stockwerke aufragt. Facettenreiche Warenangebote laden zum Shopping ein.

Mittelpunkt des städtischen Lebens ist der Domplatz, den nahezu ebenso viele Tauben wie Menschen bevölkern. Männer und Frauen treffen sich zu einem Plausch, schwärmen zu einem Bummel durch die umliegenden Geschäftsstraßen aus, treffen sich zu einem Essen oder kehren zur Besinnung in den Dom ein. Hier macht sich eine nahezu idyllische Stimmung breit, die die Geschäftigkeit dieser von Industrien und 1,5 Millionen Einwohnern geprägten Stadt für einen Moment vergessen lässt.

Headerbild - Piazza del Duomo,  Copyright: Fototeca ENIT, Photo by: Vito Arcomano

Fläche: 182 km2
Einwohnerzahl: ca. 1,5 Millionen
Land: Italien
Zeitzone: UTC + 2:00
Telefoncode: 0039-02

SEHENSWERTES

[+] Klick auf Bild - Castello Sforzesco, Copyright: Fototeca ENIT, Photo by: Vito Arcomano

Castello Sforzesco
Die beeindruckende Anlage beherbergt heute eine ganze Reihe von kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen – unter anderem Werke von Michelangelo und Leonardo da Vinci. Das aus der Renaissancezeit stammende und als Verteidigungsburg gebaute Schloss ist aber aufgrund seiner eindrucksvollen Größe und den dahinter liegenden überaus großzügigen Gärten eine durchaus sehenswerte Adresse.

Mailänder Dom
Das berühmteste Bauwerk Mailands ist der Mailänder Dom – nach dem Petersdom in Rom und der Kathedrale von Sevilla die drittgrößte Kirche der Welt. In Jahrhunderte langer Arbeit wurde die mit hellem Marmor verkleidete, kreuzförmige Basilika bebaut. Der 1836 im gotischen Stil begonnene Bau beeindruckt durch seine Architektur und reichhaltige Ausstattung ebenso wie durch seine Gold- und Elfenbein-Kunstschätze oder das dezente Lichtspiel durch die hoch aufgetragenen Fenster. Nach einer Besichtigung innen und außen lohnt sich ein Aufstieg auf das Dach. Von hier eröffnet sich ein herrlicher Blick über die ganze Metropole – bei guter Sicht bis zu den Alpen.

Achtung: Italien ist streng katholisch. Daher ist der Einlass in die heilige Stätte nur in angemessener Kleidung erlaubt. Personen in kurzen Hosen und Spaghettiträgern wird der Eintritt verwehrt.

Galerie Vittorio Emanuele II.
An der nördlichen Seite des Domplatzes öffnet sich der Eingang zur „Galleria Vittorio Emanuele“, eine überdachte und kreuzförmige Einkaufspassage. Sie gilt als der Salon Mailands mit Luxusgeschäften, Buchläden, Cafés und Restaurants. Zwischen 1865 und 1877 entstanden, galt sie schon damals als großartigste Einkaufspassage Europas. Wer während des Einkaufs relaxen möchte, kann in der Bar im achten Obergeschoss bei einem italienischen Café und einem kleinen Snack den Blick auf den Dom genießen.

Im Kreuz der Galleria sind in vier großen Fußbodenmosaiken Landwirtschaft, Kunst, Wissenschaft und Industrie dargestellt. Übrigens: Ein Aberglaube besagt, dass es Reichtum und Fruchtbarkeit bringt, wenn man sich auf den Hoden des Stiers stellt und sich auf dem Absatz einmal um seine eigene Achse dreht.

Die Mailänder Scala
Durch die Galerie Vittorio Emanuele II. erreicht der Besucher die Piazza della Scala mit dem Denkmal Leonardo da Vincis. Das Teatro alla Scala wurde nach einem Feuer im Jahr 1778 an der Stelle erbaut, wo einst die Kirche Santa Maria alla Scala stand, von der das berühmte Opernhaus seinen Namen erhielt. Die eher schlicht gehaltene Fassade und der durchaus prunkvolle Theaterraum sind im neoklassizistischen Stil gebaut. Die prächtig gestalteten Balkons waren Eigentum der bedeutenden Mailänder Familien. Hier traf man sich, um gesehen zu werden, die Theateraufführung war oftmals nur Kulisse. Der mittlere Balkon Palco Reale war Eigentum der Herrscherfamilie Mailands.

Von 2002 bis 2004 wurde das Theater komplett rekonstruiert. Die hinteren Gebäude für Bühnentechnik und Chor- und Orchestersäle wurden abgerissen und neu errichtet. Die Theaterräume selbst wurden aufwändig und originalgetreu von der Architektin restauriert, der Fußboden erhielt ein Spezialparkett, eine neue Bestuhlung in rotem Samt und die Logen in rotem Damast vervollständigen das klassische Bild der Scala.

Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci
Im Refektorium des Dominikanerklosters an der Kirche „Santa Maria delle Grazie“ ist das (welt-)berühmte Fresko „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci zu bewundern. In den Jahren 1494-1498 schuf Leonardo da Vinci sein berühmtes "Abendmahl", in dem Jesus verkündet, dass er von einem seiner Jünger verraten werden wird. Die Anordnung der dargestellten Heiligen in Gruppen zu jeweils drei Personen, Jesus selbst einzeln in der Mitte, die heftige Gestik und Mimik der empörten Jünger sowie die Haltung ihrer Hände verleiht dem Bild Dramatik und Realität. Durch die räumliche Darstellung der Tiefe des Raumes und durch die im Hintergrund gemalten Fenster verleiht Leonardo dem Kunstwerk Licht- und Schatteneffekte, die Jesus in der Bildmitte noch leuchtender erscheinen lassen. Leonardo (1452 - 1519), genialer Wissenschaftler und Künstler, hat der Menschheit – nicht erst nach den Romanen von Dan Brown – mit seinem Abendmahl ein rätselhaftes Werk hinterlassen, das Fragen unbeantwortet lässt und damit geheimnisvoll und wunderbar bleibt.

Achtung: Kein Einlass ohne Vorbestellung! Reservierungen unter Tel.: 02.89.42.11.46 oder  www.cenacolovinciano.org.

Einkaufen

[+] Klick auf Bild - Via della Spiga, Copyright: Fototeca ENIT, Photo by: Vito Arcomano

Im berühmten Mailänder Viertel quadrilatero della moda, mitten im Zentrum, reiht sich eine Designerboutique neben der anderen. Eine Konzentration von exklusiven Modeschöpfern, wie man sie nur in wenigen Weltstädten trifft. Mailand hat nicht ohne Grund sein Image als Welthauptstadt von Mode und Design. Zweimal jährlich trifft sich hier die Modewelt zur Messe „Milano Moda Donna“. Vor etwa 25 Jahren erlangten die großen Mailänder Modedesigner weltweit ihren Durchbruch. Armani, Gucci, Versace, Ferré oder Max Mara wurden zu großen Namen, die in allen Metropolen für italienischen Stil standen. Bis heute haben die Marken ihre Wirkung und Ausstrahlung und prägen Mailand und das Bild, welches die Welt mit der Metropole verbindet.

Essen / Trinken

[+] Klick auf Bild - Caffè Baratti & Milano, Copyright: TURISMO TORINO, Photo by: Giuseppe Bressi

Die italienische Küche und Esskultur sind in der ganzen Welt bekannt und geschätzt. Darauf sind die Italiener sehr stolz, man isst gut und gepflegt. Rund um den Mailänder Dom reihen sich zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants. Eines ist das Restaurant und Café Marino Alla Scala in der Piazza della Scala 5. Hier heißt es, sehen und gesehen werden. In einem großräumigem eleganten Ambiente nehmen Banker und gut gekleidete Damen ihren Aperitif. Das „Porta d’Oro“ in der Piazza Armando Diaz wandelt sich spätabends von einem Restaurant und Café in eine Nachtbar mit Live-Auftritten.

Das Gebiet um Corso Garibaldi und Corso Como ist die beste Adresse, wenn es um abendliches Vergnügen in Bars, Diskobars und Diskotheken geht. Auf relativ kleinem Gebiet befinden sich unzählige Locations – hier trifft man auch mal den ein oder anderen Spieler von Inter und Milan.

Der besondere Tipp

Wer die schönen Dinge des Alltags liebt, sollte auf jeden Fall die „10 Corso Como“ – ganz einfach nach der Postanschrift benannt – aufsuchen: Auf zwei Stockwerken lassen eine Kunstgalerie, Boutique für Design und Mode, Bar, ein Restaurant, Salon de Thé, Buchladen sowie Musikstore viele Besucher hier ganze Tage verbringen. Der Innenhof wirkt wie eine Oase der Ruhe im treibenden Mailand. Die gesamte Straße hat eine magnetische Wirkung auf Mailands Szenegänger und Gäste. Ab 21 Uhr bleibt der Verkehr ausgesperrt. Dann pulsiert hier das Leben in der Straße, ohne Motorengeräusche.

Touristen-Info

Azienda Promozione Turistica del Milanese (APT)

Via Marconi 1
Tel: (02) 72 52 43 00. Fax: (02) 72 52 43 50.
E-Mail: apt.info@libero.it oder apt.milano@trentino.it


Es befindet sich außerdem eine Touristen-Information im ersten Stockwerk des Hauptbahnhofs

Piazza Duca dAosta
Tel: (02) 72 52 43 60,
die Mo - Sa von 08.00-19.00 Uhr, So von 09.00-12.30 und 13.30-18.00 Uhr geöffnet ist.

Staatliches Italienisches Fremdenverkehrsamt (ENIT)
Kaiserstraße 65, D-60329 Frankfurt/M.

Tel: (+49) (069) 23 74 34 (Information), 25 91 26 (Presseabteilung),
(00800) 00 48 25 42 (gebührenfreie Nummer für den Prospektversand).
Fax: (069) 23 28 94.

E-Mail: enit.ffm@t-online.de
Internet: www.enit.it