Zu den Perlen Polens zählt Krakau, von 1038 bis 1596 Königsstadt und für viele Polen noch heute geistiges Zentrum des Landes und von besonderer Bedeutung für die nationale Identität: Die Altstadt steht seit 1978 als einzigartiges Archtitekturensemble auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, im Jahr 2000 wurde Krakau zur „Kulturstadt Europas“ ernannt. Hier leben etwa der Filmemacher Andrzej Wajda, der Komponist Krzystof Penderecki oder der Schriftsteller Stanislaw Lem. Dabei handelt es sich nur um die herausragenden Persönlichkeiten der 750.000-Einwohner-Stadt, die ganz von der Kunst geprägt ist.
Zentrum der früheren Königsstadt ist der 200 mal 200 Meter große Rynek Glówny, der größte Marktplatz des mittelalterlichen Europas. Er wurde bei Gründung der Stadt im Jahre 1257 abgesteckt. Hier trafen sich die Krakauer Bürger sowie Kaufleute aus ganz Europa. Den Platz teilen die mächtigen Tuchhallen, im 13. Jahrhundert errichtet und später im Stil der Renaissance umgebaut. Hier gibt es Kramläden und Cafés, im Obergeschoss der Tuchhallen befindet sich eine Abteilung des Nationalmuseums – die Galerie der Polnischen Malerei und Skulptur des 18. und 19. Jahrhunderts.
Rund um den belebten Marktplatz reihen sich mehr als 40 mittelalterliche Bürgerhäuser und Adelspaläste aneinander. In der gotischen Marienkirche an der Ostseite lohnt der meisterhafte Altar des Nürnberger Bildhauers Veit Stoss einen Besuch: Mit den Ausmaßen 11x13 Meter ist er einer der größten gotischen Altäre Europas.
Im östlichen Teil des Ryneks befindet sich die kleine Adalbertkirche, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück reicht. Die ovale Kuppel wurde im 17. Jahrhundert ergänzt. Ein Denkmal in der direkten Nähe erinnert an den berühmten polnischen Schriftsteller Adam Mickiewicz. Vom stolzen mittelalterlichen Rathaus auf dem Platz blieb allerdings nur noch der Turm erhalten.
Ringsum laden enge Gässchen mit prachtvollen Kirchen und Bürgerhäusern zum Bummeln ein. Das Nachtleben findet zum großen Teil unter dem historischen Pflaster statt: In viele alte Backsteingewölbe zogen Cafés und Restaurants, Jazzclubs und Diskotheken ein. Hier pulsiert abends das Leben.
Am südlichen Rande der Altstadt erhebt sich der Wawelberg mit dem berühmten Königsschloss. Nach einem Brand erhielt die Anlage Anfang des 16. Jahrhunderts nach italienischem Vorbild einen dreistöckigen Arkadenhof. In der Krypta der Kathedrale haben zahlreiche Könige und andere berühmte polnische Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Im Museum der Kathedrale wird zudem an Karol Wojtyla erinnert, der vor seiner Ernennung zum Papst hier als Bischof und Kardinal wirkte.
In Krakau entstand übrigens 1364 eine der größten europäischen Universitäten. Das gotische Collegium Maius mit seinem sehenswerten Arkadenhof ist der älteste erhaltene Teil und beherbergt neben der prachtvollen Aula auch ein eigenes sehenswertes Universitätsmuseum.
Mein Tipp für Krakau
In der Atmosphäre dieses Stadtteils findet man viele gemütliche Gartencafés, Galerien mit Ausstellungen, Kneipen und Restaurants, die den Aufenthalt in Krakau bereichern. Die schmalen, gepflasterten Gassen mit vornehmen Hotels, zahlreichen Synagogen und jüdischen Friedhöfen laden zum Spaziergang ein, und die vielen bezaubernden und geheimnisvollen Orte lassen für eine Weile den Alltag vergessen.
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Die persönlichen Reisetipps
der Flughafen-Mitarbeiter u.
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Dieser Tipp wurde erstellt von: Lisa Krause
(Auszubildende zur Servicekauffrau im Luftverkehr)
Die malerischen Bürgerhäuser rings um den Marktplatz ziehen immer wieder Scharen von Touristen an. Hier wird die Shoppingtour zum Erlebnis – die zahlreichen Läden und Boutiquen machen die Wahl nicht einfach.
Die Stadt rühmt sich unter anderem ihrer ureigenen Spezialitäten wie maczanka nach Krakauer Art. Das sind Schweinsrückenscheiben gedünstet mit Zwiebel und Kümmel, die in ein aufgeschnittenes Brötchen gelegt und dann leicht in warmer Soße eingeweicht werden. Vorzüglich schmeckt ebenfalls gebratene Ente mit Pilzen und Buchweizengrütze. Etwas für Kenner sind die ausgezeichneten Schafskäse oscypek und bundz, die in Podhale unweit von Krakau hergestellt werden. Am bekanntesten indes sind die überall in der Stadt verkauften Krakauer Kringel (obwarzanki).
Die Krakeuer Touristenkarte bedeutet eine beträchtliche Ersparnis von Zeit und Geld. Die zwei oder drei Tage gültige Karte berechtigt ihre Inhaber zu kostenlosen Fahrten mit den städtischen Bussen und Straßenbahnen und zu kostenlosem Eintritt in über 30 Krakauer Museen. Sie ist unter anderem in den Touristenbüros erhältlich.
Touristeninformation
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