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Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Der Süden

Gran Spa Corralium

Das edle Wellnesszentrum im Hotel Costa Meloneras glänzt mit exklusiver Ausstattung und einer Vielfalt an Fitnessgeräten, Bädern, Saunen, Ruhezonen, Beauty- und medizinischen Anwendungen. Tgl. 9-22 Uhr, Tel. 928 12 81 00, Spa ab 40 Euro (2 Std.)

Playa de Maspalomas

Der Sandstrand ist die westliche Verlängerung der Playa del Inglés und liegt vor den sich auftürmenden Dünen. Erwähnenswert sind der nicht so überlaufene FKK-Strand (ca. 2 km östlich) mit Liegen und Sonnenschirmen und die goros genannten Steinburgen, die vor dem Wind schützen, der hier oft stark bläst (Signalflaggen beachten: Rot heißt Baden verboten, Gelb heißt Vorsicht, Grün heißt Baden ungefährlich). Gegen Ende der Playa unterhalb der Hotels wird es wieder belebter. Der Strand läuft in einer kleinen Felsformation aus. Dahinter liegen viele Lokale und auch gute sanitäre Anlagen der Stadt (balneario municipal), die man gegen geringe Gebühr nutzen kann.

Playa del Inglés

Der Strand ist der bekannteste Gran Canarias. Er ist das Herzstück von etwa 8 km Sandstrand, die sich in sanften Rundungen von San Agustín im Osten bis zum Leuchtturm von Maspalomas im äußersten Süden hinziehen. Zugang ist der Paseo Marítimo, eine kilometerlange Promenade, die in der Mitte der Playa beginnt. Dort gibt es auch Parkplätze. Am Paseo liegen Souvenirgeschäfte und Lokale. Am Strand gibt es keine öffentlichen sanitären Anlagen. Eine Rotkreuzstation hilft bei Badeunfällen. Unterhalb des Paseo Marítimo liegt auf der Playa ein Sportcenter. Man kann Windsurfen (20 Euro), Jetski (ab 30 Euro) und Tretboot fahren (17 Euro) und Katamaransegeln (30 Euro). Der Strand ist hier bei Ebbe etwa 100 m breit. Er ist sauber und hell und eignet sich auch zum Wandern hervorragend. Zum Beispiel geht es in 90 Min. zum Leuchtturm von Maspalomas. Die meisten Urlauber zieht es aber nur zu Sonne und Meer. Sonnenschirme und Liegestühle kosten 2,50 Euro. Planen schützen vor dem starken Passatwind. Alle 200 m gibt's Imbissstände mit Eis, Erfrischungen und Snacks. 2 km südlich liegt der FKK-Strand in den Dünen. Auch Leute mit Wunsch nach Ruhe ziehen sich dorthin zurück. An windigen Tagen ist die Playa del Inglés wegen heftiger Wellen und starker Strömungen für kleine Kinder ungeeignet. Auch hier gilt: Signalflaggen beachten!


Der Veranstalter Undersea geht mit dem gelben Unterseeboot »Yellow Submarine« von der Hafenmole aus auf Tauchfahrt. Auf der 40-minütigen Tour kann man durch große Bullaugen Gran Canarias Fischwelt beobachten (tgl. 10-17 Uhr, 27,50 Euro, Buchung Mo-Fr 9-13 und 16-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr, local 389, Tel. 928 56 51 08, Fax 928 56 50 48, eigener Zubringerbus).


In Puerto Rico gibt es nichts, was es nicht gibt. Tennis, Squash und das Ballspiel frontón (alle 7,50 Euro) werden in der Parkanlage vor dem Einkaufszentrum (tgl. 9-21 Uhr, Tel. 617 44 83 91) gespielt. Beim Busbahnhof liegen ein Kinderspielplatz, eine Trampolinanlage (tgl. 10.30-20 Uhr, 3 Euro für 10 Min.) und ein Kinderbungee. Zwei gute Minigolfplätze gibt's im Park (beide tgl. 9-24 Uhr, Eintritt ab 3,50 Euro), ein anderer befindet sich hinter dem Hotel Puerto Azul.

Talasoterapia Canarias

Das 7000 m² große Wellnesszentrum liegt beim Hotel Gloria Palace. Drei Pools, Dutzende Therapieeinrichtungen, Fachpersonal und Fitnesscenter machen es zum besten der Kanaren. Las Margeritas s/n, San Agustín, Tel. 928 76 56 89, www.hotelgloriapalace.com

Strände

Strände

Las Palmas

Strände bei Las Palmas

Schon vor 100 Jahren flanierten Badegäste an der Playa de las Canteras über den feinen, weißen Sand der weiten Bucht von Las Palmas. Hier herrscht das urbane Flair aller großen Stadtstrände dieser Welt. Exakt 3200 m pudriger Sand säumen unterhalb einer breiten Promenade mehrere kleine Buchten, die schließlich in einem breiten Bogen auslaufen. Ein Riff schützt die Bucht vor der starken Brandung. Nur am südlichen Ende sind die Wellen so hoch, dass sie zum Surfen reichen. Las Canteras wird oft mit Rio de Janeiros Stränden verglichen und hat auch deren Betriebsamkeit. Das garantieren schon die vielen Cafés, Restaurants, Shops und Imbissbuden, die sich eng aneinander reihen. Es gibt öffentliche Duschen und Toiletten.

Strände

Der Norden


Der 400 m lange dunkle Sandstrand Playa de Melenara liegt in einer kleinen Bucht und wird von Felsen gegen Strömungen geschützt. Am Wochenende füllt er sich mit einheimischen Familien. Es gibt eine breite Promenade, einen Kinderspielplatz und Grünflächen. Imbissbuden und Fischlokale wie das Playamar (Mo geschl., €) sorgen tagsüber für das leibliche Wohl. Autobahnausfahrt Melenara, danach geradeaus hinunter zum Strand

Strände

Der Süden


Die Playa de las Burras, der »Strand der Eselinnen«, besteht aus einer 400 m langen sichelförmigen Bucht, die auf beiden Seiten von Felsen begrenzt wird. Sie ist dadurch ziemlich wellengeschützt. Auf dem feinen, hellen Sand liegen Fischerboote. Es gibt Mietliegen und Sonnenschirme, aber keine sanitären Anlagen.

Unterhaltung

Unterhaltung

Las Palmas


Wer nicht in Las Palmas wohnt, sollte nur freitags oder samstags hierher kommen. Sonst ist für Pistengänger zu wenig los. Die Multicines Royal (León y Castillo 40) und El Muelle (Muelle Santa Catalina) sind Großkinos, in denen die neuesten Filme laufen. Zum Chillout trifft man sich zwischen Plaza de Cairasco und Triana im Boulevard Monopol, einem kleinen Einkaufszentrum mit Kneipen, Sandwichshops und Cocktailbars. Die beliebteste: La Finca (tgl. 18-24, Fr-Sa 18-2 Uhr) mit großer Terrasse und dezenter Popmusik.

Casino

In einem Seitentrakt des Hotels Santa Catalina wird Roulette, Black Jack und an Slotmachines gespielt. Es gibt eine Bar, ein kleines Restaurant und Sitzecken. So-Do 20-4 Uhr, Fr und Sa 20-5 Uhr, Eintritt 3 Euro, Ausweis muss vorgelegt werden, Calle León y Castillo 227

La Estación

Die verglaste »Station« mit Pepa, der Lokomotive, die vor 100 Jahren Las Palmas mit dem Hafen verband, ist die vielseitigste Location der Stadt: Café, Snackbar, Pub und Bühne für Livebands in einem. Hier ist immer was los. Tgl. 10-3 Uhr, Plaza Santa Catalina, beim Museo Elder

La Ola

Die »Welle« auf der Plaza Santa Catalina liegt in Sichtweite des Meeres. Durch die überdachte Open-Air-Disko mit maritimer Deko, vielen Tresen und Tanzflächen wehen die Brisen des Atlantik. Gespielt wird aktueller Pop. Fr-So 22-6 Uhr

Pequeña Habana

In der quirligen Salsadisko an der Plazoleta de Farray drehen sich junge Paare bis in den Morgen zu klassischen Latinorhythmen. Mi-So 22-4 Uhr, Calle de Fernando Guarnateme 45

Terraza Tropical

Im Hafengebiet liegt das EKZ El Muelle gegenüber der Plaza Santa Catalina. Von der offenen Cocktail- und Bierbar im 3. Stock hat man einen phantastischen Blick über die Stadt. Zu hartem Funk-Beat tanzen sexy Go-go-Girls auf den beiden Tresen. Mi-So 20-1 Uhr, Muelle Santa Catalina

Unterhaltung

Der Süden

Abends an der Playa del Inglés

Es ist kaum möglich, seriöse Empfehlungen für Abendvergnügungen zu geben. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten. Fast für jeden wird sich etwas finden, und bei speziellen Wünschen hilft das Touristenbüro oder die Hotelrezeption. Das Angebot ist in jedem Fall stark konsumorientiert. Hunderte Restaurants werben, auch mit Livemusik, um Kunden; Cafés und Bars sind oft bis nach Mitternacht geöffnet. Je später der Abend, desto mehr konzentriert sich das Nachtleben auf die Einkaufszentren (CCs). Das CC Yumbo mit seinen Cafés, Kneipen und Bars ist auch Treffpunkt der Schwulenszene, in Ricky's Cabaret gibt es Travestieshows. Im deutschlastigen CC Cita fühlen sich eher ältere Semester wohl. Beliebter Treff hier das Café Westfalia. Im CC Kasbah treffen sich die Teenies. Diskos und Pubs wirken hier besonders billig. Nostalgiker finden im H. Rock Musik aus den 1950er- und -60er-Jahren. Nervig ist die große Schar der Anreißer, die die Leute mit äußerster Aufdringlichkeit in die jeweiligen Läden zu lotsen versucht.


Ein Bummel im Sonnenuntergang ist schon fast das Aufregendste, was Puerto de Mogán abends zu bieten hat. Im Bistropub Casablanca reicht man bis Mitternacht Cocktails. Im El Castillete an der Hauptstraße, tagsüber ein Touristenlokal, versammeln sich nach 21 Uhr die Einheimischen zum fröhlichen Schwof und verputzen Tapas.


Livemusik und Flamencoshows gibt es mehrmals pro Woche im Restaurant El Pirata auf der Strandpromenade. Heimwehkranke Oldies treffen sich zu deutschem Bier vom Fass in Oscar's Pub gleich um die Ecke. Das Jungvolk vergnügt sich ab Mitternacht im Einkaufszentrum CC. Angesagt sind die Diskopubs Donald, Snoopy, Piccadilly, Harley's und Covent Garden (alle im 1. Stock).

Casino

Roulette, Black Jack und einarmige Banditen. Dezente Kleidung. Ausweis mitbringen! Tgl. 20-4 Uhr, Eintritt 3 Euro, Hotel Meliá Tamarindos, Calle Retama 3

Varieté

Anspruchsvolles Varieté-, Akrobatik- und Tanzprogramm (zwei Stunden). Im Casino Palace gegenüber dem Casino. Di-Sa ab 22 Uhr, Eintritt 49,50 Euro, mit Dinner ab 21 Uhr 65 Euro, Reservierung im Hotel Meliá Tamarindos, Tel. 928 77 40 90

Einkaufen

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Das Landesinnere

Dulcería Nublo Tejeda

Inselweit bekannt für ihre süße Fracht sind die Lieferwagen dieser angesehenen Zuckerbäckerei. Im winzigen Laden an der Hauptstraße warten mantecados, piñones und mazapán, Tejedas Marzipankuchen, auf Schleckermäuler. Tgl. 9-18 Uhr, Calle Hernández Guerra 15

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Las Palmas

El Corte Inglés

Las Palmas' Traditionskaufhaus mit zwei Gebäuden bietet auch eine beachtliche Auswahl an CDs und Büchern. Mo-Sa 10-20 Uhr, Avda. Mesa y López

Fedac

Beste kanarische Handwerkskunst in einer Seitenstraße der Triana. Großes Sortiment. Mo-Fr 9.30 bis 13.30 und 16.30-20 Uhr, Calle Domingo J. Navarro 7

La Librería

Die kleine Buchhandlung widmet sich ganz dem Thema Gran Canaria. Es gibt z. B. gute Wanderführer auf Deutsch, Karten und Hintergrundliteratur in mehreren Sprachen. Mo-Fr 10-13.30 und 16-19 Uhr, Sa 10-13.30 Uhr, Calle Cano/Ecke Matula

Mercado

Der Altstadtmarkt ist das Herz der Vegueta. Dicht an dicht stehen die Stände in der weitläufigen Halle. Besucher drängen und schieben. Es gibt Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wurst in großer Auswahl. Nirgendwo sind die Waren so frisch wie hier. Mo-Sa 6 bis 14 Uhr, Calle Mendizábal

Mercado del Puerto

In der alten Markthalle am Hafen geht es ruhiger zu. Hier können Sie auch Blumen und Trödel erstehen. Tgl. 8-14 Uhr, Ecke Calle Tenerife/Calle Albareda

Triana

Die Fußgängerzone im Herzen des gleichnamigen Stadtviertels lädt mit Dutzenden Geschäften zum abwechslungsreichen Shopping ein.

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Der Norden

Queso de flor

In mehreren Käsegeschäften entlang der Hauptstraße reihen sich die dicken Laibe dieser leckeren Spezialität aus Guía. Machen Sie sich hier auf zu einer Tour d'Horizon durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen und Reifegrade; am besten schmeckt's mit einem Gläschen Wein. Z. B. im Laden des Spezialisten Santiago Gil Romero (Mo-Sa 8-12 und 16-22 Uhr, So 11-14 Uhr, Calle Marqués del Muni 34).

Telar San Francisco

Neben der Kirche San Francisco im gleichnamigen Viertel hat Nilia Bañares Baudet ihre Weberei. Ausschließlich mit selbst hergestellten Pflanzenextrakten färbt sie Jacken und Decken aus eigener Produktion. Anmeldung ratsam, Tel. 928 69 12 28

Sonntagsmarkt

Sonntagvormittags findet rund um die Basilika ein Lebensmittel-, Kunsthandwerk- und Flohmarkt statt, der bei Touristen sehr beliebt ist. Dort werden auch zwei Spezialitäten aus Teror angeboten: Die Süßspeise turrón wird in verschiedenfarbigen Rollen verkauft und schmeckt ein bisschen wie Türkischer Honig. Sie besteht vor allem aus Eiern, Mandeln und Zucker. Chorizo de Teror ist eine paprikarote, feurig-süße Wurst. Sie wird auf Brötchen angeboten. Ein Tipp: Fahren Sie früh los, damit Sie nicht im Stau stecken bleiben! Denn die Anfahrtswege sind lang und eng.

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Der Süden


Großer Markt mit Obst und Gemüse, Fisch, Kunstgewerbe und Krimskrams vom Hafenviertel bis in die Außenbezirke (Di 8-14 Uhr). Er ist der bunteste im Inselsüden.

Fedac

Kanarisches Kunsthandwerk. Mo bis Fr 10-14 und 16-19 Uhr, Avda. de España, Einkaufszentrum Yumbo (Gebäude des Touristenbüros)

Mercado

Jeden Freitag von 9 bis 15 Uhr findet am Ortseingang ein sehr beliebter Wochenmarkt auch mit Kleidern, Kitsch und Nippes statt.

Naturalia

Neben Naturölen sind vor allem die in Spanien beliebten Strandlatschen in großer Farbauswahl erhältlich. Tgl. 10-13 und 16-20 Uhr, Rückfront Strandpromenade

Viveros Mogán

Baumschule und Gärtnerei mitten im Barranco von Puerto de Mogán. Liebhaber subtropischer Flora finden hier sicher ein originelles Mitbringsel. Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa 8-13 Uhr, von Puerto Rico kommend 200 m vor der Kreuzung rechts in die Asphaltstraße

Museen

Museen

Das Landesinnere

Museo Castillo de la Fortaleza

Geschichte und Brauchtum der Canarios sind die Themen dieses kleinen Privatmuseums. Neben Werkzeugen des bäuerlichen Lebens hat der Besitzer, ein passionierter Sammler, auch Pflanzen, Steine und sogar die sterblichen Überreste altkanarischer Vorfahren zusammengetragen. Sie werden nun in einer grauen, dem Mittelalter nachempfundenen Burg (spanisch: castillo) gezeigt, die reichlich kitschig ist. Mo-Fr 8.30-17.30 Uhr, Sa und So 11.30-17.30 Uhr, Eintritt 2 Euro, an der Durchgangsstraße

Museo Tres Cruces

Paco Suárez zeigt mit viel Mühe gesammeltes historisches Gebrauchsgut in seinem urigen Dorfhaus. Er ist ein begeisternder Führer. Di-So 11-17 Uhr, Eintritt 2 Euro, im unteren Ortsteil

Museen

Las Palmas

CAAM

Das Centro Atlántico de Arte Moderno stellt auf fünf Ebenen moderne Kunst (Skulpturen, Bilder, Objekte) in unerwartet sachlichem, ja kühlem Ambiente aus. Es verbirgt sich hinter der antiken Häuserfront in der am besten erhaltenen Straße der Vegueta, der Calle de los Balcones, hinter der Kathedrale Santa Ana. Außerdem wechselnde Ausstellungen und Vorträge. Di-Sa 10-21 Uhr, So 10-14 Uhr, Eintritt frei, Calle de los Balcones 9-11, www.caam.net

Casa de Colón

Das »Kolumbushaus« ist ein prächtiger Kolonialbau, dessen älteste Bauelemente aus dem 17. Jh. stammen. Hier residierten einst die spanischen Statthalter. Typisch kanarisch sind die herrlichen, überdachten Holzbalkone und Erker aus Kanarischer Kiefer. Besonders markant auch die celosía-Fensterläden, die Klimaanlagen des Mittelalters. Das komplizierte Gitterwerk aus feinen Holzstreben lässt Luft durch, aber weder Sonne noch Hitze. Das Museum zeigt Zeugnisse der spanischen conquista, Exponate aus präkolumbischer Zeit, von den Reisen des Kolumbus, Landkarten und vieles mehr. Zwei schöne Patios mit Arkadengängen sind ideal für eine kurze Rast. Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 9-15 Uhr, Eintritt frei, Calle Colón 1

Casa Museo Pérez Galdós

In einem der letzten noch erhaltenen Häuser aus dem 18. Jh. im Stadtviertel Triana werden Möbel und Schriften des kanarischen Schriftstellers Benito Pérez Galdós ausgestellt, der hier 1843 zur Welt kam und aufwuchs. Hübscher Patio. Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-17 Uhr, So 10-14 Uhr, Eintritt frei, Calle Cano 6

Museo Canario

Das Museum für kanarische Geschichte enthält die größte Sammlung altkanarischer Funde des Archipels. Darunter ist das Idol von Tara, eine weibliche bauchige Tonfigur, die wohl Fruchtbarkeit symbolisieren soll. Auch eine Nachbildung der Cueva pintada aus Gáldar wird gezeigt, dazu Szenen aus dem Alltagsleben. Außerdem zu sehen: Totenköpfe, Skelette und mehrere gut erhaltene Mumien. Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa und So 10-14 Uhr, Eintritt 3 Euro, Calle Doctor Verneau 2, www.elmuseocanario.com

Museo Diocesano de Arte Sacro

Das Kirchenmuseum mit sakralen Gegenständen sowie einer kleinen Gemäldegalerie ist der Kathedrale Santa Ana angegliedert. Es hat auch über den Innenhof einen direkten Zugang zu ihr. Mo-Fr 10-16.30 Uhr, Sa 10-13.30 Uhr, Eintritt 3 Euro, Calle Espíritu Santo 20

Museo Elder

Das Wissenschafts- und Technologiemuseum ist in der ehemaligen Halle für Schiffsgüter untergebracht. Auf drei Stockwerken geht es spannend und zum Teil auch interaktiv um Raumfahrt, Mathematik und Physik, die Entwicklung des Menschen, kanarische Vegetation sowie alte und alternative Technologien. Di-So 10-20 Uhr, Eintritt 3 Euro, Plaza Santa Catalina, www.museoelder.org

Museo Néstor

Das kleine Museum, 1956 eröffnet, ist eine Oase der Ruhe und Kunst innerhalb des viel besuchten Pueblo Canario. Präsentiert werden Arbeiten des kanarischen Malers Néstor Martín Fernando de la Torre (1887-1938) und Möbel aus seinem Besitz. Di-Sa 10-20 Uhr, So 10.30-14.30 Uhr, Eintritt 2 Euro, Pueblo Canario, Parque Doramas

Museen

Der Norden

Casa Museo León y Castillo

Das antike Stadtpalais ist das Geburtshaus der Brüder León y Castillo. Fernando war ab 1881 Außenminister Spaniens, sein Bruder Juan setzte als Architekt und Ingenieur die Pläne um. Sehenswert, neben Erinnerungsstücken aus jener Zeit, ist der Patio mit den schönen Arkaden. Mo-Fr 8-20, Sa, So 10-13 Uhr, Eintritt frei, Calle León y Castillo 45

Casa Museo de los Patronos

Das kleine Privatmuseum ist im ehemaligen Palais der Familie Manrique de Lara (um 1600) eingerichtet. Der Patio gehört zu den schönsten Gran Canarias. Zu besichtigen sind Gemälde, Waffen und Geschirr. Mo-Fr 11-18, So 10-14 Uhr, Eintritt 3 Euro, Plaza del Pino 3

Kirchenmuseum

Nur zur Wallfahrt wird die Figur der Virgen del Pino in die Basilika getragen. Wer die Madonna und ihr Kind auf einem mit Silberblech ausgeschlagenen Thron von nahem sehen möchte, muss ins Museum auf der Rückseite der Basilika gehen. Mo-Fr 13-15 Uhr, Eintritt 1,50 Euro

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Das Landesinnere

Caldera Pinos de Gáldar

Von Artenara führt die GC110 nach Valleseco. Auf halbem Weg (7 km) in die grüneren Regionen des Nordens taucht links der weite Krater (spanisch: caldera) des erloschenen Vulkans auf. Die mit picón, den kleinen Lavasteinchen, und Asche bedeckten Hänge fallen steil und ebenmäßig zum Boden des Kessels ab und sind nur zum Teil niedrig bewachsen. Daneben sind Abbrüche und Erosionen festen Magmagesteins zu sehen. Auf der weiteren Fahrt wird der Wald dichter. Moose und Farne besiedeln die Felsen; Laubwälder werfen im Winter ihre Blätter ab. Im Barranco de las Lagunetas, beim Anstieg nach Cruz de Tejeda, liegen an den Hängen die am besten kultivierten Terrassenfelder Gran Canarias. 12 km

Pinar de Tamadaba

Die größte bewaldete Fläche Gran Canarias besteht fast ausschließlich aus pino canariensis, der Kanarischen Pinie. Der hohe Baum hat sich im Laufe von Jahrmillionen perfekt an die vulkanaktive Umgebung angepasst. Die dicke Rinde schützte den Stamm wie ein feuerfester Mantel gegen die Hitze der Ascheregen und tut es noch heute gegen Waldbrände. Selbst von außen völlig verkohlte Bäume überleben so und schlagen neu aus. Die dünnen, hellgrünen und überaus langen Nadeln ziehen aus den vorüberziehenden Passatwolken Feuchtigkeit, die dann zu Boden tropft. Auffällig die langen Flechten, die am Nordhang des Pinienwaldes - dort, wo der Passat am stärksten ist - wie Bärte alter Männer von den Zweigen hängen. Sie ernähren sich ausschließlich aus den Wolken. Bei guter Sicht lohnt es sich, während der Rundfahrt auf der Westseite anzuhalten und bis zum Steilhang zu gehen. Man hat dann einen phantastischen Blick hinüber auf Teneriffa und den Teide. Natürlich lässt sich der Ausflug auch mit dem Rad oder zu Fuß machen. Es gibt mehrere Picknickplätze. 10 km

Pico de las Nieves

Mit 1949 m überm Meer ist die »Schneespitze« Gran Canarias höchster Berg. Tatsächlich schneit es hier alle paar Jahre im Winter. Einzigartig ist die Fernsicht von der Straße über weite Teile der Insel. An klaren Tagen scheint Teneriffas Teide zum Greifen nah; mit dem Fernglas erkennt man von einem anderen Punkt aus sogar Gomera. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bergkuppe, dem Pozo de las Nieves (bei den Antennen), erspähen Sie den Südzipfel Fuerteventuras. Die Canarios nennen den höchsten Punkt der Insel lässig Los Pechos - »die Brüste«. Wer die beiden weißen Kuppeln der militärischen Horchanlage von weitem leuchten sieht, weiß, warum. 8 km

Presa de Chira

Wunderschön unterhalb eines dichten Pinienwaldes liegt der Stausee in einer Senke.

Cactualdea

100 000 Kakteen und andere Pflanzen sind im »Kaktusdorf« zu besichtigen. In der noch relativ jungen Anlage südöstlich von San Nicolás Richtung Mogán mit eigener Kakteenzucht gibt es außerdem Cafeterias, einen Souvenirladen und ein großes Becken voll herrlich glänzender Steine und Halbedelsteine, die nach Gewicht verkauft werden. Auch eine große Auswahl junger Kakteen steht zum Kauf bereit (tgl. 10-18 Uhr, Eintritt 6 Euro, Tel. 928 89 12 28). 4 km

Fahrt nach Artenara

Wer einmal die Zivilisation hinter sich lassen will, macht sich auf den Weg von San Nicolás nach Artenara auf der GC 210, der wohl am wenigsten befahrenen Straße Gran Canarias. 30 km lang und oft so schmal, dass zwei Autos nicht ohne weiteres aneinander vorbeikommen, windet sie sich aus dem Ortszentrum (nach dirección Artenara fragen) bis in 1300 m Höhe.

Mirador de Balcón

Der Aussichtsplatz liegt an der Küstenstraße nach Norden. Von einer in den Fels gehauenen Plattform blickt man tief hinab in die tosende See und die schroffe Steilküste entlang. 3 km

Puerto de San Nicolás

Der Hafen von San Nicolás besteht aus einem langen steinigen Küstenstreifen, an dem viel geangelt wird, einer Promenade, einer großen Hafenmole und einem sehr dichten kleinen Wald aus pino marino, Küstenkiefer. In dessen Schatten stehen dutzende Picknicktische, die am Wochenende von Einheimischen überrannt werden. Die meisten der wenigen Häuser sind Restaurants, die während der Woche nicht viel zu tun haben und gute Fischgerichte bieten. Empfehlenswert sind Aguas Marinas und El Charco (tgl. geöffnet, €€). 5 km

Ayacata

Der Weiler auf der Südseite der Cumbre ist für seine Mandelbaumblüte im Februar berühmt. In der netten, viel von Ausflüglern besuchten Bar Casa Melo (tgl. geöffnet, €) gibt es einfache Hausmannskost. 12 km

Embalse Cueva de las Niñas

Der idyllische Stausee liegt südlich Ayacatas im Naturschutzpark Pajonales. Hier kann man auf dem Gelände eines verträumten Picknickplatzes auch zelten. Wanderungen in der bewaldeten Gegend bieten sich an. 17 km

Roque Bentaiga

1412 m hoch ist der gewaltige Basaltmonolith südwestlich Tejedas. Den Altkanariern war er heilig. Auf dem Kultplatz am Fuß des Berges, den man vom Parkplatz aus erreicht, fanden Opferzeremonien statt.

Roque Nublo

Wie der Faustkeil eines Riesen ragt das bekannteste Wahrzeichen Gran Canarias in den Himmel: der 1813 m hohe »Wolkenfels«, ebenfalls ein Basaltblock, der 80 m hoch auf einem Tafelberg steht. Auch er war den Urkanariern heilig. Vom Parkplatz (Anfahrt über Ayacata) aus erreichen Sie ihn auf einem gewundenen Pfad in etwa 20 Minuten.

Ziele in der Umgebung

Las Palmas

Jardín Canario

Unterhalb von Tafira Alta, am Hang und im Tal des Barranco de Guiniguada, liegt der »Kanarische Garten«. Offiziell heißt er Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo und trägt damit den Namen des großen kanarischen Historikers José de Viera y Clavijo aus dem 18. Jh. Der Park ist eine Oase der Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier werden vor allem endemische Pflanzen kultiviert wie Drago, Laurisilva, Palmera canaria, Tabaiba, Tajinaste oder Retama. Beeindruckend ist auch der Kakteengarten mit baumdicken Exemplaren. Viele Pflanzen sind mit ihren botanischen Namen ausgeschildert. Es gibt kleine Teiche mit verschiedenen Vögeln. Am Wochenende kommen Familien mit ihren Kindern hierher. Am oberen Eingang liegt das Restaurant Jardín Canario (tgl. 11-16 und 20-23 Uhr, Plan de Loreto, Tel. 928 43 09 39, €€) mit exzellenter kanarischer Küche und einmalig schönem Blick ins Tal. Tgl. 10-18 Uhr, Eintritt frei, Eingang GC 110, zwischen Las Palmas und Tafira Alta, bei km 7 rechts (Treppen steigen); zweiter, bequemerer Eingang an der GC 310 zwischen Tamaraceite und Tafira Alta. Beide sind beschildert. 7 km

Ziele in der Umgebung

Der Norden

Firgas

Bekannter als Arucas ist dieser kleine Ort (7000 Ew.). Wer eine Flasche Firgas bestellt, bekommt das hervorragende, nur leicht prickelnde Mineralwasser (con gas) oder Tafelwasser (sin gas). Auch im Dorf selbst ist das kostbare Nass allgegenwärtig. Brunnen plätschern, ein Wasserlauf wurde angelegt. Das Ortszentrum um die Plaza San Roque mit der hübschen Kirche ist einen Spaziergang wert. 7 km

Moya

Das hübsch im Vorgebirge der Cumbre gelegene Dorf (3000 Ew.) ist wegen des Dichters und Arztes Tomás Morales (1884-1921) bekannt, der hier geboren wurde. Sein zum Museum eingerichtetes Geburtshaus ist typisch für das 19. Jh. Im Casa Museo Tomás Morales sind Erinnerungsstücke aus Morales' Leben und Schaffen zu sehen (Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa und So 10-14 und 17-20 Uhr, Eintritt frei, an der Hauptstraße). Die Hauptstraße führt direkt zur Plaza Tomás Morales mit der Pfarrkirche Iglesia del Pilar. 6 km

Parque Natural Los Tilos

In einem verborgenen Winkel der gemäßigten Zone Monte Verde liegt Gran Canarias »Ökomuseum«. Los Tilos erlaubt einen Blick zurück auf Gran Canarias frühere Vegetation. Im feucht-dunklen Talgrund des Barranco del Laurel stehen die Reste des kanarischen Lorbeerwalds - tiefgrüne Bäume auf engem Raum, von Bergen geschützt vor Sonne und Hitze. Unglaublich dicht ist der Wildwuchs aus Brombeergestrüpp, Binsen und Schilf. Farne sind hier zu Hause, Moose wachsen auf Mauern aus Feldsteinen. Die Hänge sind mit Gebirgsblumen in vielen Farben bedeckt. Bis zu 1000 mm Niederschlag pro Jahr fallen hier. Eine einspurige Straße (GC 704) führt durch das Tal hinauf in die Berge. 8 km

Cueva de las Cruces

In der »Höhle der Kreuze« fand man in Stein gehauene Kreuze. Ob Missionare damit gegen heidnische Bräuche protestieren wollten, ist bis heute unsicher. Zu besichtigen ist eine Reihe unterschiedlich großer Kammern. GC 293, 2 km hinter Gáldar in einer Linkskurve

Agaete

Agaete ist ein hübscher Ort (6000 Ew.), der am Ausgang eines sonnendurchfluteten und dennoch fruchtbaren Tals liegt. Von der schattigen Plaza gegenüber der Kirche führen Gassen in ein Dickicht verwinkelt stehender Häuser. Das stille Städtchen ist wegen seiner etwas isolierten Lage noch sehr vom Landleben geprägt. Im alten Dorfhaus Casa Luna hat Mónica Herrera (sie spricht Deutsch) drei gemütliche Zimmer liebevoll eingerichtet. Mit Patio und Dachterrasse (Calle Guayarmina 42, Tel./Fax 928 55 44 81, www.ecoturismocanarias.com, €).1 km

Valle de Agaete

7 km weit ins Landesinnere führt das stille Tal. Es beginnt direkt hinter Agaete und wird nur noch teilweise landwirtschaftlich genutzt. Von hier aus können Sie auf schmalen Wegen in den Tamadaba-Wald hinaufklettern. Ganz am Ende des Valle mit Blick hinab bis zum Meer liegt idyllisch das Princesa Guayarmina (33 Zi., Los Berrazales, Tel. 928 89 80 09, Fax 928 89 85 25, www.princesaguayarmina.net, €€). Das einfache Kurhotel hat eine lange Tradition. Wer im Landhausstil wohnen will, mietet sich in der Finca Las Longueras (10 Zi., Tel. 928 89 81 45, Fax 928 31 84 00, www.laslongueras.com, €-€€) ein, einem großen Gut mitten im Tal.

Caldera de Bandama/ Pico de Bandama

Vom 574 m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man die schönste Rundumsicht auf Gran Canarias Nordosten und Las Palmas. Er grenzt direkt an die Caldera de Bandama, den gewaltigen Explosionskrater eines Vulkans. Mit 1000 m Durchmesser am Kraterrand ist er der größte der Insel. Auf dem 200 m tiefen Grund liegt ein kleines Gehöft. Ohne Genehmigung darf man nicht in die Caldera hinabsteigen. 7 km

El Monte

Hinter dicken Mauern liegen unterhalb des Ortsteils Monte Lentiscal die letzten Weinhänge Gran Canarias. Rund 500 ha Anbaufläche werden noch bewirtschaftet. Die Trauben werden per Hand geerntet und mit altertümlichen Maschinen verarbeitet. Ein Jahrgang Del Monte ist in null Komma nichts verkauft. Doch können auch Sie einen der erdigen Tropfen ergattern. Die Bodega San Juan füllt meist bis in den März des Folgejahres hinein Besuchern tinto (Rotwein), blanco (Weißwein) und moscatel (Dessertwein) zu Preisen zwischen 8 und 12 Euro in Flaschen ab (Mo-Sa 10-18 Uhr, Ctra. Monte Lentiscal-Bandama Nr. 68). 5 km

Tafira Alta

Mehrere Vororte entlang der Ausfallstraße von Las Palmas gehen inzwischen nahtlos ineinander über. Schönster ist Tafira Alta. Hier blüht es in den Gärten der Villen besonders üppig. Eine kurvenreiche Straße führt links hinab in den alten Siedlungskern. 7 km

Cenobio de Valerón

Der Cenobio de Valerón ist das eindrucksvollste Höhlenensemble der Ureinwohner Gran Canarias. 298 Nischen und Kammern haben sie hier in mühevoller Arbeit aus dem weichen Tuffstein unter einem Basaltboden gekratzt. Wie Schwalbennester kleben die Höhlen in einer Art Kuppel, die nach Norden hin offen ist. Bis heute rätselt man, ob es sich bei ihnen um Zellen eines Klosters (spanisch cenobio) für Mädchen handelte, die hier mit kultischen Exerzitien auf die Ehe vorbereitet wurden, oder um einfache Getreidespeicher. Am schönsten ist der Besuch am frühen Vormittag, wenn die Sonne hineinscheint. Mi-So 10-17 Uhr, Eintritt frei, GC 291, Abfahrt Guía/Moya, links durch den Tunnel, beim Kreisverkehr Richtung Cuesta de Silva. 5 km

Cuatro Puertas

Der unscheinbare und schlecht ausgeschilderte »Berg der vier Tore« südlich von Telde ist eine Begräbnisstätte altkanarischer Adliger mit vier massiven, rechteckigen Eingängen, einem Opferaltar und einem Versammlungsplatz. Auf seiner Rückseite befinden sich Wohnhöhlen und Felszeichnungen. An der GC 100 nach Ingenio, 5 km

Valsequillo

Valsequillo ist das Zentrum kanarischer Milchproduktion. Um den Ort herum liegen einige der schönsten Mandelbaumhaine, die das Tal im Februar in ein weißes Blütenmeer verwandeln. Ab Mai hängen die Zweige voll hellbrauner Mandeln, die aber nur selten geerntet werden. Auch Feigenbäume säumen die Landstraße. Im Herbst kann man, wenn die Bäume nicht auf Privatgrund stehen, anhalten und ein paar Früchte pflücken. 11 km

Ziele in der Umgebung

Der Süden

Arinaga

Neubausiedlungen haben aus dem einstigen Fischerdorf einen unansehnlichen Ort gemacht. Doch die lange Uferpromenade mit den witzigen Fischskulpturen ist einen Spaziergang wert. Auf Langusten spezialisiert ist La Farola (tgl. geöffnet, an der Hafenmole, Tel. 928 18 04 10, €€-€€€). 10 km

Guayadeque

Der Barranco de Guayadeque ist eine der engsten und steilsten Schluchten Gran Canarias. Weil die Sonne weniger Angriffsfläche hat, ist er auch besonders grün. Vielleicht war er deshalb schon zur Zeit der Altkanarier eng besiedelt. Hunderte Wohnhöhlen verstecken sich im Lavagestein, viele werden auch heute noch - vor allem am Wochenende - bewohnt. In Guayadeque entdeckte man eine Vielzahl von Begräbnisstätten voller Knochen und mumifizierter Leichen aus vorspanischer Zeit. Die Toten wurden zur letzten Ruhe in eine der Höhlen gebettet. Infos im Centro Interpretación. Hit ist eine ausgestellte Mumie (Di-So 10-17 Uhr, Eintritt 2,40 Euro).

Ingenio

Agüimes Schwesterstadt erlebte während des Zuckerrohrbooms ihre Blütezeit. Ingenios (Zuckermühlen) bestimmten den Ort. An der Straße nach Carrizal steht am Kreisverkehr eine gut erhaltene Presse. Bekannt ist Ingenio als Zentrum kanarischer Kunststickerei. Im Museo de Piedras y Artesanía Canaria kann man den Frauen bei der Arbeit zusehen, Handarbeiten und andere Souvenirs erwerben (Mo-Sa 10-18 Uhr, GC 100, am Ende des Ortsteils Las Mejias). 3 km

Barranco de Arguineguín

Hinter den weiten Bananenplantagen von Arguineguín beginnt dieses tiefe Tal. Eine gut ausgebaute Landstraße führt 20 km bis in die Bergwelt der Cumbre hinein. In fast 900 m Höhe erreicht man inmitten farbenprächtiger Gebirgsflora den größten Stausee der Insel, den Embalse de Soria.

Playa de la Verga

Der 300 m lange Strand ist der kurioseste Gran Canarias. Ein Immobilientycoon wollte den Bewohnern seines Apartmentkomplexes eine eigene Playa bieten. Ökologen lehnten es ab, den Sand dafür wie früher vor Gran Canaria vom Meeresgrund schaufeln zu lassen. Also schaffte der Mann für eine halbe Million Euro den Sand von den Bahamas per Schiff herbei. Nun gibt die helle Farbe des Sandes auch dem Meer die für Karibikwasser so typische türkisblaue Farbe.

Molino de Viento

Es lohnt sich, auf der Fahrt von der Küste nach Mogán in einem der kleinen Weiler entlang der Straße anzuhalten. Die Gärten gehören hier zu den schönsten der Insel. In Molino de Viento wurde das verfallene Wahrzeichen wiederhergestellt, das dem Ort seinen Namen gab: Die stattliche Windmühle ist eine der letzten Gran Canarias. 5 km

Pajonales

Oberhalb Mogáns schlägt die Landstraße einen Bogen nach Westen. Dort zweigt geradeaus eine schmale Straße zur Presa de las Niñas und nach Ayacata ab. Hier beginnt die wildromantische Landschaft des größten Naturschutzgebietes Gran Canarias, Pajonales: enge Schluchten, steile Höhenzüge, weite Pinienwälder und einige Stauseen. Nach Regenfällen stürzen oft reißende Bäche zu Tal. Die abenteuerliche, nur halb asphaltierte Piste verlangt fahrerisches Können. 3 km

Fataga

Schon die Fahrt dahin durch den abenteuerlich steilen Barranco nördlich von Playa del Inglés ist ein Ereignis. Der Ort selbst, tief im Tal gelegen, ist ein intaktes Ensemble aus schindelgedeckten weißen Häusern, einer kleinen, schattigen Plaza und verwinkelten Gässchen. 1 km nördlich wurde in einem 200 Jahre alten Gut ein gemütliches Landhotel eingerichtet. Die Finca Molino del Agua (Tel. 928 17 20 89, Fax 928 17 25 15, €€) hat 20 individuelle Zimmer in alten Gebäuden, Pool und weite Ländereien. Im Terrassenrestaurant (tgl. geöffnet, Tel. 928 17 23 03, €€) gibt's beste kanarische Kost. 15 km

Mundo Aborigen

Ebenfalls im Barranco de Fataga erwartet Sie die »Welt der Urbevölkerung«, ein Freiluftmuseum zu Leben und Traditionen der Altkanarier. Auf dem großen Areal wurden steinerne Rundhäuser, Höhlen, Grabstätten und Stallungen nachgebaut. Figuren illustrieren Tagwerk und Bräuche. Ein kleines Museum zeigt Exponate aus vorchristlicher Zeit (tgl. 9-18 Uhr, Eintritt 10 Euro. Anfahrt über San Fernando und GC 60, nach 7 km links). 7 km

Parque Arqueológico

Am Ende des winzigen Dorfes Arteara im Talgrund des Barranco de Fataga liegt in einer Felslawine ein Gräberfeld, durch das ein Rundweg führt. Sehr gut werden uralte Bestattungsriten erklärt. Schon entlang dem Fußweg dahin (Auto am Ortseingang parken) erfährt man auf Tafeln (auch deutsch) viel über Dorfleben, Flora und Fauna. GC 60, nach 11 km links

Güigüí

Das Juwel unter Gran Canarias' Stränden hat dem Boom des Fremdenverkehrs getrotzt. Güigüí Grande (»groß«) und Güigüí Chico (»klein«) - sie werden wie ein doppeltes französisches »ja«, also oui-oui, ausgesprochen - liegen beide am Grund der abweisenden Steilküste im Westen, deren herbe Wildheit jeden Bebauungsplan unmöglich machte. Nun schützt ein Naturpark die gesamte Zone vor einem Zugriff. Nach dreistündigem Fußmarsch in voller Sonne vom Weiler Tasartico aus über eine Bergkuppe (nur für gut trainierte Leute mit Wanderkarte zu empfehlen! Genaue Streckenbeschreibung im »Wanderführer Kanarische Inseln«) sind Sie da.

Playa de Veneguera

Entweder zu Fuß (hin und zurück etwa 5 Std., kein Schatten) auf einer gut ausgebauten Privatstraße vom Dorf Lomo Quiebre über die Berge oder mit dem Auto (schlechte Piste) von der Landstraße nach San Nicolás (Abfahrt zum Ort Las Casas de Veneguera) erreichen Sie den schönen, ca. 700 m langen, feinen, dunklen Sandstrand. In Playa de Veneguera sollte eines der größten Bauprojekte der Zukunft mit 20 000 Gästebetten realisiert werden. Ökologen haben das vorerst zu Fall gebracht. 24 km

Playa Amadores

Eine tolle Küstenpromenade mit herrlichem Blick aufs Meer verbindet Puerto Rico mit der Playa Amadores, die man nach 15-minütigem Spaziergang erreicht. Der 400 m lange Strand wurde mit Sand aus kieseligem Muschelkalk aus dem Meer aufgeschüttet. Molen schützen ihn, Kinder baden ungefährdet. Es gibt Parkplätze, Mietliegen, ausgezeichnete sanitäre Anlagen sowie viele Shops, Cafés, Eisdielen und Restaurants. 1 km

Playa del Cura

Schmaler, 300 m langer Sandstrand mit kleiner Promenade. Verschlafene Atmosphäre, großer Pool mit Restaurant und Bar Marina (tgl. geöffnet, €€). Das ruhige Riviera Marina Hotel liegt direkt am Strand (220 Zi., Tel. 928 56 15 17, Fax 928 56 13 05, www.hotel-riviera.de, €€). Hinter der Küstenstraße Einkaufszentrum mit Restaurants und Apartmentanlagen. 8 km

Schiffsexkursionen

Die Linienschiffe der Líneas Salmón und die Glasbodenboote der Líneas Blue Bird verbinden Puerto Rico regelmäßig mit Arguineguín (20 Min.) und Puerto de Mogán (30 Min.). Bei den Bootsfahrten haben Sie die seltene Gelegenheit, Gran Canaria vom Wasser aus kennen zu lernen (tgl. 10-16.30 Uhr, Hin- und Rückfahrt 9 Euro, Puerto Escala bzw. Puerto Base). Windjammerfahrten (40 Euro) und Katamaranexkursionen (43 Euro) dauern rund einen halben Tag.

Taurito

Unten am Meer erstreckt sich ein 250 m langer dunkler Sandstrand. Auf beiden Seiten des engen Tals ziehen sich große Hotel- und Apartmentkomplexe steil nach oben, z. B. das Hotel Taurito Princess, ein überdimensierter Komplex mit Panoramaaufzügen, Sonnenterrasse und Fitnessgeräten (400 Zi., Tel. 928 56 51 80, Fax 928 56 55 66, www.princess-hotels.com, €€). Das neue Apartsuite Mogán Princess, gegenüber und hoch über der Bucht gelegen, ist komfortabel und modern, mit tollem Blick auf den Atlantik (323 Zi., Tel. 928 56 60 40, Fax 928 56 60 64, www.princess-hotels.com, €€-€€€). 10 km

Tauro

Die Playa de Tauro war bis vor kurzem der letzte noch nicht touristisch durchgestylte Strand im Süden. Nachdem das letzte gute Fischlokal zugemacht hat und der Campingplatz ins Tal dahinter verlegt wurde, ist der 200 m lange dunkle Sandstrand nahezu verwaist. Nur die Bar Pío Pío (tgl. ge-öffnet, €) hält noch die Stellung und serviert kleine Gerichte und Getränke. Doch auch deren Ende ist schon besiegelt. In naher Zukunft wird alles einem Yachthafen mit Bungalowkomplex und Golfplatz weichen. 5 km

Vogelbäume

Ein Spaziergang ins Landesinnere führt ans Ende des Tals von Puerto Rico. Dort stehen bei einer kleinen Siedlung zwei riesige, uralte Lorbeerbäume. Bei Brunnengrabungen waren Arbeiter noch in 300 m Tiefe auf Wurzeln der Bäume gestoßen. Schon von weitem hört man das Zwitschern Hunderter Vögel, die sich im schattigen Blattwerk vergnügen, obwohl Bauarbeiten den Charme des Ortes empfindlich stören. 2 km

Bahía Feliz

Die am östlichsten gelegene Ferienkolonie fällt durch ihre maurischen Stilelemente auf. Runde Türmchen und Kuppeln schmücken viele der Bungalowanlagen. Es gibt nur ein Hotel, ein kleines Shoppingcenter und einige Restaurants. Die Verkehrsanbindung nach Playa del Inglés ist etwas umständlich. Auf dem Hotelgelände Bahía Feliz liegt die Windsurfschule Mistral. 3 km

Gran Karting Club

Bei Tarajalillo können Sie Michael Schumacher nacheifern. Dort liegt die größte Gokartrennstrecke der Kanaren: 1650 m Rundkurs mit Schleifen und Haarnadelkurven. Es gibt auch Kleinkarts für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren. Außerdem ist ein Rundkurs mit Elektrokarts für 3- bis 6-Jährige da und eine Cafeteria (tgl. 10-21 Uhr, Karts 15 Euro für 8 Min., Autobahnabfahrt Tarajalillo). 1 km

Pozo Izquierdo

Hinter dem Surferstrand liegt die größte Windkraftanlage der Insel. Dort versteckt sich auch eine der letzten Meerwassersalinen Gran Canarias, die Salina de Tenefé, mit 365 Salzbecken (von Pozo Izquierdo über die Asphaltstraße Richtung Windkraftanlage, am Instituto Tecnológico de Canarias vorbei, dahinter über die kurze Piste links Richtung Meer, dann nach dem Zaun links). 13 km

Sioux City

In der Westernstadt in einem der trockenen Barrancos bei San Agustín wird die Welt Karl Mays lebendig. Zwischen originalgetreu wirkenden Holzhäusern mit Bank, Saloon, Sheriff's Office und Geschäften spielen Darsteller u. a. Szenen aus dem Wilden Westen nach: vom Bankraub und der Gangsterjagd bis zum Indianerüberfall mit Schießerei und Pulverdampf. Freitagabends wird zudem ein Barbecue mit Livemusik bis Mitternacht veranstaltet, im Eintrittspreis sind dann auch die Getränke enthalten (Di-So 10-16 Uhr, Eintritt 16 Euro, Fr 20 Uhr mit Barbecue 43 Euro, Cañón del Aguila, Abfahrt Playa del Aguila, Tel. 928 76 25 73). 2 km

Auskunft

Auskunft

Das Landesinnere

Información Turística

Das Touristenbüro hält Informationen über den Ort, seine Geschichte und Sehenswürdigkeiten bereit. In der kleinen angeschlossenen Galerie werden wechselnde Ausstellungen von Künstlern aus der Region gezeigt. Mo-Sa 9-15.30 Uhr, Tel. 928 66 61 02

Auskunft

Las Palmas

Patronato de Turismo

Das Touristenbüro liegt in einer der Hauptverkehrsstraßen nahe dem Parque de San Telmo. Mo-Fr 8-15 Uhr, Calle León y Castillo 17, Tel. 928 21 96 00, www.grancanaria.com

Auskunft

Der Norden

Centro Municipal de Artesanía y Turismo

Kleines Informationsbüro mit Kunsthandwerksausstellung und Verkauf. Mo bis Fr 9-15 Uhr (unzuverlässig), Calle Juan Carlos 2 (bei Plaza San Juan)

Auskunft

Der Süden

Patronato de Turismo

Okt.-Juni Mo-Fr 9-21 Uhr, Sa 9-13 Uhr, Juli-Sept. Mo-Fr 9-14 und 15-20 Uhr, Sa 9-13 Uhr, Avda. de España, CC Yumbo, Tel. 928 77 15 50, Fax 928 76 78 48, cit@grancanaria.com

Oficina de Información Turística

Mo, Mi, Do, Fr 9.30-14.30 und 17 bis 19.30 Uhr, Sa 9.30-14.30 Uhr, Tel. 928 15 88 04, www.mogan.es, Avda. de Mogán (am Kreisverkehr)

Übernachten

Übernachten

Das Landesinnere


Artenara ist eines der Zentren des turismo rural, des ländlichen Tourismus abseits der Urlauberströme. Im oder nahe dem Ort liegen mehrere Ferienapartments in meist komplett ausgestatteten Häusern oder Fincas.

El Caidero

Helles, großes Höhlenhaus am Ortsrand. Eigene Hühner liefern täglich frische Eier. Reservierung Retur, €-€€

La Cuevita

Vollständig renovierte Höhlenwohnung am Südhang über dem Dorf. Von der Terrasse aus grandiose Fernsicht in die Cumbre. 2 Zi., Reservierung Retur, €-€€

El Refugio

Ein echtes Kleinod individuellen Wohnens ist der hübsche, im Alpenstil erbaute Berggasthof. Das »Refugium« besitzt neben 10 Zimmern, von denen jedes individuell eingerichtet ist, einen eigenen kleinen Garten und einen Minipool. In familiärer Atmosphäre bedient man sich tagsüber selbst mit Keksen, Tee oder Kaffee. Hier wird jeder Gast wie ein Freund angesehen. Zum Hotel gehört ein gutes Lokal mit deftiger Landkost (tgl. geöffnet, €€), das auch von Ausflüglern besucht wird. Tel. 928 66 65 13, Fax 928 66 65 20, www.hotelruralelrefugio.com, €-€€

Las Tirajanas

Das gemütliche Landhotel in rustikalem Stil liegt in herrlicher Berglage mit spektakulärer Rundumsicht. 60 Zi., Calle Oficial Mayor José Rubio, Tel. 928 12 30 00, Fax 928 12 30 23, www.hotel-lastirajanas.com, €€

Hotel Cascajo

Schmuckloser Neubau mit 20 guten Zimmern nahe der Kirche. Tel. 928 89 11 65 (oder direkt in der Bar Segundo fragen), €

El Ingenio

Das 100 Jahre alte Dorfhaus mit urigem Mobiliar liegt 4 km vom Ort entfernt mit tollem Blick auf die Bergwelt. 1 Zi., Reservierung Retur, €

Pensión Tejeda

An der Dorfstraße mit Blick ins Tal. 7 Zi., Calle Hernández Guerra 19, Tel. 928 65 80 55, €

Übernachten

Las Palmas

Brisamar Canteras

Das Apartmenthaus mit 40 sauberen Studios liegt direkt am Strand. Paseo de las Canteras 49, Tel. und Fax 928 26 94 00, www.brisamarcanteras.com, €€

Madrid

Die Lage an der palmenbeschatteten Plaza de Cairasco nahe der Vegueta wiegt den einfachen Standard dieses schon etwas verwohnten 25-Zimmer-Hotels auf. Plaza de Cairasco 4, Tel. 928 36 06 64, Fax 928 38 21 76, €

Reina Isabel

Las Palmas' bestes Strandhotel an der Playa de las Canteras. Terrassenbauweise. Komfortable, moderne Ausstattung. Auf der Dachterrasse großer Pool. 400 Zi., Calle Alfredo L. Jones 40, Tel. 928 26 01 00, Fax 928 27 45 58, www.bullhotels.com, €€€

Santa Catalina

Gran Canarias Spitzenhotel ist auch das älteste der Insel. Es wurde vor 110 Jahren im Kolonialstil mit antiken Holzbalkonen, edler Bar und einem herrlichen Terrassencafé erbaut. Hier logiert regelmäßig der spanische König. Nach der Renovierung sind die 222 Zimmer zeitgemäß ausgestattet, sie haben aber nichts von ihrem rustikalen Charme verloren. Das Hotel hat mittlerweile auch ein ausgezeichnetes Spa. Calle León y Castillo 227, Tel. 928 24 30 40, Fax 928 24 27 64, www.hotelsantacatalina.com, €€€

Übernachten

Der Norden

Hacienda del Buen Suceso

Die mit großem Aufwand für Gäste hergerichtete Finca steht inmitten einer Bananenplantage. Mehrere Terrassen, Garten, kleines Fitnesscenter und Pool. Exzellente Küche. 18 Zi., Anfahrt: GC 330 nach Bañaderos, 1,5 km, Tel. 928 62 29 45, Fax 928 62 29 42, www.haciendabuensuceso.com, €€€

Hacienda de Anzo

Renoviertes altes Landhaus in kanarisch-kolonialem Stil. Zwölf komfortable Zimmer. Großer Garten, Pool. Valle de Anzo, Tel. 928 55 16 55, Fax 928 55 12 44, www.notodohoteles.com, €€

Puerto de las Nieves

Das nette Familienhotel bietet Urlaub abseits der Massen, sehr gute Küche und einen Wellnessbereich. 30 Zi., Avda. Alcalde José de Armas, Tel. 928 88 62 56, Fax 928 88 62 67, www.hotelpuertodelasnieves.net, €€

Hotel Santa Brígida

Eines der letzten Traditionshotels der Insel liegt im Ortsteil Monte Lentiscal, wird aber seit seiner Eröffnung vor über 100 Jahren Santa Brígida zugerechnet. Das renovierte Haus mit modern eingerichteten Zimmern gehört einer Hotelfachschule. Entsprechend vorzüglich ist der Service. Großzügiger Garten mit alten Bäumen, Pool. 42 Zi., Calle Real de Coello 2, Tel. 828 01 04 00, Fax 828 01 04 01, www.hecansa.com, €€-€€€

Villa del Monte

Petra Wonisch vermietet in ihrem verwinkelten Landhaus mit Garten, Pool und Sauna sieben liebevoll gestaltete Zimmer. Gäste fühlen sich in der familiären Atmosphäre wie zu Hause. Toll die Suite mit eigener Sonnenterrasse. Calle Castaño bajo 9, Tel. 928 64 43 89, Fax 928 64 15 88, www.hotelvilladelmonte.com, €-€€

Albergue Juvenil San Fernando

Dies ist die einzige Jugendherberge auf Gran Canaria. Sie liegt im Sportzentrum der Gemeinde Guía und hat ein Schwimmbad. 2,50 Euro pro Person und Nacht in Mehrbettzimmern, Avda. de la Juventud, Tel. 928 88 36 81

Faro Sardina

Apartmentanlage in der Nähe des Leuchtturms. In dem Neubau mit Sandstrand vor der Tür wird Badeurlaub fern der Feriengebiete geboten. 80 Apt., Avda. Santiago Quevedo Megías, Tel. 626 29 71 01, Fax 928 17 11 12, €

Cortijo San Isidro III

Außerhalb des Ortes gelegenes Pfarrhaus aus dem 17. Jh. mit eigener Kapelle. Modern ausgestattete Wohnung im Erdgeschoss mit zwei Schlafzimmern, Küche, Wohnzimmer und Bad für max. vier Personen. Buchung über www.ecoturismocanarias.com, Tel. 902 15 72 81, Fax 928 39 01 70, €€

El Veor

Traditionelles Bauernhaus in idyllischer Landschaft mit drei Wohneinheiten für zwei bzw. drei Personen. Fünf Autominuten von Teror. Buchung über www.ecoturismocanarias.com, Tel. 902 15 72 81, Fax 928 39 01 70, €-€€

Las Calas

In dem Landsitz aus dem 17. Jh. mit hübschem Garten liegen neun gemütliche Zimmer und Suiten. Alle sind individuell und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Im Ortsteil Lechuza, Tel. 928 66 14 36, Fax 928 66 07 53, www.hotelrurallascalas.com, €€-€€€

El Vinco

Das 300 Jahre alte Landhaus hat Preise für seine erstklassige Restaurierung bekommen. Viel Holz bestimmt Arkaden und Balkone. Die drei Zimmer sind mit bäuerlichem Mobiliar ausgestattet. 5 km oberhalb von San Mateo, Reservierung Retur, €€

Übernachten

Der Süden

Casa de los Camellos

Aus dem gut 200 Jahre alten »Haus der Kamele« wurde ein schönes Landhotel mit Patios und Arkaden. 12 Zi., Calle Retama, Tel. 928 78 50 03, Fax 928 78 50 53, www.hecansa.com, €€

Villa de Agüimes

Hübsches Landhotel im ehemaligen, alten Rathaus. Mit kleinem Patio, rustikal möblierten Zimmern. 6 Zi., Calle Sol 3, Tel. 928 78 50 03, Fax 928 78 50 53, www.hecansa.com, €-€€

Cay Beach Meloneras

Modern-schnörkelloser Bungalowkomplex. Ruhig gelegen, mit mehreren Garten- und Poolzonen. Zehn Gehminuten zum Strand. 103 Apt., Calle Mar Báltico s/n, Tel. 928 14 35 97, Fax 928 14 38 06, www.caybeach.com, €€

Playa Meloneras Palace

Beiderseits der Kuppellobby des Tophotels liegen flache Anbauten mit viel Naturstein und üppig bunten Blumen. Großer Garten und Wellnesscenter. 374 Zi., Calle Mar Caspio 5, Tel. 928 12 82 82, Fax 928 14 60 32, www.h10.es, €€€

Aparthotel Maspalomas Dunas

Die 228 Apartments liegen in niedrigen, in Erdtönen gehaltenen Häusern, die sich unauffällig in die weite Gartenlandschaft einfügen. Sehr ruhig, Pool, aber keine Strandnähe. Tel. 928 14 09 12, Fax 928 14 07 90, www.hotelesdunas.com, €€

Grand Hotel Residencia

Die exklusive Bungalowanlage grenzt direkt an den alten Palmenpark in Maspalomas. Die 94 Zimmer und Suiten haben große Balkone oder Terrassen. Das Mobiliar ist aus edlem Holz gefertigt. Pool und Garten sind eher klein geraten. Ausgezeichnete Hotelküche. Tel. 928 72 31 00, Fax 928 72 31 08, www.seaside-hotels.de, €€€

Oasis Maspalomas

Direkt am Charco de Maspalomas und strandnah gelegene Budget-Apartmentanlage mit mehreren Häusern. 91 Apt., Tel. 928 14 19 52, Fax 928 14 15 56, www.oasismaspalomas.com, €€

Palm Beach

Architekt Alberto Pinto verwandelte den Bau zum ersten Designhotel der Insel. 328 Zimmer wurden mit grellen Farben, Chrom, Marmor und witzigen Accessoires im 70er-Jahre-Stil aufgepeppt. Lobby, Bar und Restaurants schwärmen im Retrolook. Toller Garten, Pools, Wellness. Strandnähe. Klasse! Tel. 928 72 10 32, Fax 928 14 18 08, www.hotel-palm-beach.com, €€€

Park- und Sporthotel Los Palmitos

Das Tennishotel liegt 10 km von Maspalamos entfernt im wildromantischen Barranco de Palmitos. Es bietet neben sechs Tennisplätzen, schönem Garten und Pool eine familiäre Atmosphäre und absolute Ruhe. 47 Zi., Tel. 928 14 21 00, Fax 928 14 11 14, www.lospalmitos.com, Barranco de Palmito 22, €€-€€€

Ríu Palace Meloneras

Ein mächtiges Tophotel in blendendem Weiß. Großzügige Gartenanlagen, mehrere Pools und 144 Bungalows, die sich unaufdringlich ins Gelände integrieren. 303 Zi., Tel. 928 14 31 82, Fax 928 14 25 44, www.riu.com, €€€


Fragen Sie in einem Lokal nach habitaciones (Privatzimmer).

Residencia San Fernando

Eine der wenigen Möglichkeiten, strandnah und doch billig zu wohnen, ist diese einfache Pension im jenseits der Durchgangsstraße gelegenen Ortsteil San Fernando. 66 Zi., Calle La Palma 13, Tel. und Fax 928 76 39 06, €

Ríu Palace

Die Architektur im Stil eines Amphitheaters und der Blick auf die Dünen von Maspalomas machen es zum attraktivsten Hotel in Playa del Inglés. Terrassencafé, Pool. 368 Zi., Avda. de Tirajana, Tel. 928 76 95 00, Fax 928 76 98 00, www.riu.com, €€€

Sun Club

Die ältere Anlage mit 108 geräumigen Bungalows liegt in einem weitem Garten. Familiäres Ambiente, ideal für Ruhe Suchende. Avda. de Francia 13, Tel. 928 76 28 70, Fax 928 76 28 78, sun-club@idecnet.com, €€

Casa Lila

Auf der dem Ort gegenüberliegenden Seite des Barrancos steht diese kleine Pension, in der auch Apartments vermietet werden. 10 Zi., Tel. und Fax 928 56 57 29, lila@apartmentscasalila.com €

Club de Mar

Angesichts der eng bebauten Umgebung großzügiges Hotel mit 56 hell eingerichteten Zimmern und eigenem kleinen Garten. Dazu gehören auch 30 hübsche Apartments in umliegenden Gebäuden. Als einziges Haus im Ort hat es einen Pool, der von Apartmentgästen mitbenutzt werden kann. Tel. 928 56 50 66, Fax 928 56 54 38, www.clubdemar.com, Apt. €€€, Hotel €€-€€€

Cordial Mogán Playa

Neue, weitläufige Anlage aus Hotel und Bungalows in südspanisch-maurischem Stil. Restaurants, Garten, Pools und Wellnesscenter. 487 Zi., Tel. 928 72 41 00, Fax 928 72 41 01, www.cordialcanarias.com, €€€

Pensionen

Im Dorf und in Lomo Quiebre an der Zufahrtsstraße liegen mehrere günstige Pensionen mit einfachen Zimmern für Selbstversorger: Salvador (Tel. 928 56 53 74), Pensión Eva (Tel. 928 56 52 35), Pensión Lumy (Tel. 928 56 53 18), Pensión Magali (Tel. 928 56 50 39), alle €.

Gloria Palace Amadores

Das 392-Zimmer-Hotel mit phantastischem Meerblick liegt hoch über der Steilküste. Sonnenterrassen, Pools, Wellness, Kinderbetreuung. Tipp: Zimmer im oberen Komplex sind ruhiger. Zugang zur Küstenpromenade. Strände fünf Gehminuten entfernt. Avda. La Cornisa, Tel. 928 12 85 10, Fax 928 12 85 17, www.hotelgloriapalace.com, €€-€€€

IFA Interclub Atlantic

Eine der älteren Apartmentanlagen, 1999 vollständig renoviert, erfreut mit weitläufiger Poollandschaft, Wasserfällen, Inseln, Brücken, Whirlpools und einer riesigen Garten- und Parkanlage. Umfangreiches Sport- und Spielangebot. Kinderfreundlich. 419 Apt., Calle Los Jazmines 2, Tel. 928 77 02 00, Fax 928 76 09 74, www.ifahotels.com, €€

Meliá Tamarindos

Eines der beiden Traditionshotels. Aus der weitläufigen Gartenanlage geht's direkt zum Strand. Das einzige Casino im Inselsüden liegt im Untergeschoss. 330 Zi., Calle Retama 3, Tel. 928 77 40 90, Fax 928 77 40 91, www.solmelia.com, €€-€€€

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Das Landesinnere

La Esquina

Sehr schöne Lage im Ortszentrum. Auf der Terrasse mit Fernsicht ins Tal wird solide kanarische Kost serviert. Gelegentlich ist das Lokal durch Touristengruppen überlaufen. So geschl., beim Mirador, Tel. 928 66 63 81, €€


San Bartolomé hat trotz seiner Bedeutung für den Fremdenverkehr kaum eine eigene touristische Infrastruktur. Einfache Cafeterias wie die Bar Guanche, die Bar Cuatro Esquinas und das Santana (alle €) bieten Hausmannskost an.


Eine Reihe kleiner Lokale, Cafeterias und Bars genügt einfachen Ansprüchen.

Segundo

Die Bar wird auch von Einheimischen gut besucht. Tapas und solide Hausmannskost. Dem Besitzer gehört auch das einzige Hotel in San Nicolás. Tgl. geöffnet, gegenüber der Kirche, €

Hao

Einen sehr guten Ruf genießt dieses auch von Ausflugsbussen angesteuerte Restaurant hinter dem Museum. Es gehört demselben Besitzer und ist für seine typisch kanarische Küche bekannt. Die Gäste sitzen in einem weiten, schattigen Patio. Tgl. geöffnet, Tel. 928 79 80 07, €€

Sombra del Nublo

In dem hell eingerichteten Lokal wird schmackhafte Hausmannskost serviert. Di geschl., Calle Hernández Guerra, Tel. 928 66 65 44, €€

Essen und Trinken

Las Palmas

Anthuriun

Das kleine, unscheinbare, in der Nähe des Corte Inglés gelegene Restaurant ist das von Gourmets mit Abstand höchstdekorierte der Insel. Die katalanische Küche ist leicht und kreativ, der Service liebenswürdig. So geschl., Calle Pi y Margall 10, Tel. 928 24 49 08, €€€

El Herreño

Das Veguetalokal beim Mercado ist wegen seiner großen Auswahl guter Tapas, der herzhaften, einfachen Gerichte und günstigen Preise bei Einheimischen sehr beliebt und rund um die Uhr gut besucht. Tgl. geöffnet, Calle Mendizábal 5, Tel. 928 31 05 13, €-€€

Hipócrates

Gegenüber der Casa de Colón serviert das einfache, winzige Lokal vegetarische Weltküche von Asien bis Afrika aus biologischem Anbau. So geschl., Calle Colón 4, Tel. 928 31 11 71, €€

Montesdeoca

Das Edelrestaurant mit herrlichem Patio für romantische Diners liegt in einem antiken Stadtpalais und ist wegen seines Ambientes und der exzellenten Küche wohl die Nummer eins in Las Palmas. So geschl., Calle Montesdeoca 10, Tel. 928 33 34 66, €€€

Pastelería La Granja II

Die beliebte Konditorei am südlichen Ende der Calle Mayor de Triana ist die Topadresse für Süßes. Große Auswahl. Merengue und milhojas probieren! Man sitzt gemütlich an kleinen Tischen oder kauft zum Mitnehmen am Tresen direkt an der Fußgängerzone. Tgl. geöffnet

Essen und Trinken

Der Norden

Mesón de la Montaña

Das große Restaurant mit Terrassen liegt auf der Montaña de Arucas und ist nur am Wochenende gut besucht. Reiche Auswahl, auch an kanarischen Gerichten. Tgl. geöffnet, Tel. 928 60 14 75, €€€

Dedo de Dios

Kanarische Spezialitäten gibt's auch im großem Wintergarten mit Meerblick. Tgl. geöffnet, direkt an der Hafenmole, Tel. 928 89 80 00, €€

Grutas de Artiles

Das Restaurant mit der besten traditionellen Küche Gran Canarias liegt fern aller touristischen Trampelpfade. Hier werden noch fast alle typisch kanarischen Gerichte nach seit Generationen überlieferten Rezepten zubereitet. Dazu reicht man Del-Monte-Wein. Das Restaurant hat einen großen Speisesaal und mehrere Räume in Vulkanhöhlen eines erkalteten Lavastroms, die zu festlichen Anlässen oft komplett reserviert werden. Weil hier fast nur Einheimische einkehren, ist es während der Woche meist sehr still. Dann können Sie auch die Grotten selbst erkunden. Tgl. geöffnet, Ctra. Las Meleguinas GC 320, Tel. 928 64 12 50, €€-€€€

Satantey

Im Hotelrestaurant präsentieren Spitzenköche aus ganz Spanien aktuelle Kreationen auf der Basis kanarischer Traditionsrezepte. Tgl. geöffnet, Calle Real de Coello 2, Tel. 928 35 53 00, €€€

El Ancla

Auf der Hafenpromenade isst man in dem einfachen Lokal mit Blick aufs Meer und die Steilküste. Mo geschl., Tel. 928 55 14 96, Avda. Antonio Rosas, €€

Cafetería La Plaza

Gegenüber der Basilika gibt es Kaffee und Kuchen in der netten Bar. Tgl. geöffnet, Plaza del Pino 1

El Rincón de Magüi

In dem einfachen Lokal in der Altstadt wird deftige Hausmannskost serviert. Mo geschl., Calle Diputación 6, Tel. 928 63 04 54, €-€€

1801

Im gediegen-ländlichen Ambiente des Traditionsrestaurants werden Speisen kanarischer und spanischer Küche gereicht. Besonders empfehlenswert sind die Fleischgerichte. Mo, Di geschl., Avenida de Tinamar 10, Tel. 928 66 11 26, €€€

Essen und Trinken

Der Süden

Oroval

Das Restaurant des Landhotels bietet Gästen kanarische und internationale Küche. Mo geschl., Tel. 928 78 50 03, €€

Cofradía de Pescadores

Im Hafen neben der großen Lagerhalle liegt das Lokal der »Fischerbruderschaft«. Der Fisch ist also garantiert frisch. Tgl. geöffnet, Tel. 928 15 09 63, €€-€€€

Los Pescaitos

Von der kleinen Terrasse mit den wenigen Tischen des versteckt gelegenen Lokals blickt man auf Arguineguíns Ministrand und den Atlantik. Große Karte mit spanischen Spezialitäten, gute Auswahl an Kindertellern. Tgl. geöffnet, La Lajilla s/n, Tel. 928 73 69 13, €€

Su Bar

Im Ortsteil El Pajar (neben der Zementfabrik) gelegenes Strandlokal mit Kultcharakter. Juan und seine Mannen servieren in rasendem Tempo Paella und fangfrische Meerestiere. Do geschl., €

Ciao-Ciao

Der Italiener am Ende der Promenade überzeugt mit großer Auswahl, solider Küche und schönem Blick aufs Meer. Tgl. geöffnet, Tel. 928 14 69 69, €€€

Sunset Café

Unter dem Sonnensegel hoch über dem CC Meloneras gibt es neben kühlen Drinks und Eis die spektakuläre Rundumsicht obendrauf. Tgl. 16-24 Uhr, €

Casa Antonio

Mitten auf der kleinen Shoppingpromenade versteckt sich die gemütliche Strandperle mit Meerblick, in der Chefkoch José Antonio neben Fisch z. B. pimientos de Padrón con dátiles (gefüllte Paprika mit Datteln) auftischt. Tgl. geöffnet, Tel. 928 14 11 53, €€

La Orangerie

Das Spitzenrestaurant im Hotel Palm Beach ist für seine französisch-mediterrane Küche und exzellente Weine bekannt. Mo-Mi und Fr-Sa 19.30-22.30 Uhr, Tel. 928 72 10 32, €€€

Acaymo

Traditionslokal am Ortseingang mit schön begrünter Terrasse. Gerichte vom Holzkohlengrill. Mo geschl., Tel. 928 56 92 63, €€

Casa Enrique

Eines von mehreren hübschen Lokalen an der Hauptstraße. Hier sind die Preise etwas niedriger, die Gerichte etwas typischer. Gehen Sie zum Essen ins Haupthaus rechts. Tgl. geöffnet, Calle San José 5, Tel. 928 56 95 42, €€

Los Jose's

Die breite Tapas-Auswahl und typisch kanarische Mittagsmenüs sind die Stärke des kleinen Lokals in San Fernando. So geschl., Calle Plácido Domingo s/n, Tel. 928 76 96 80, €€

Mallorca

Feine mallorquinische und spanische Küche wird in dem kleinen, freundlichen Restaurant in San Fernando gereicht. Gute, große Weinkarte. Tgl. geöffnet, Calle José Santos Glez 11, Tel. 928 77 05 16, €€€

Rías Bajas

Marisquería nennt sich das Restaurant. Meeresfrüchte und Fisch sind in dem unscheinbaren Lokal beim Einkaufszentrum Yumbo tatsächlich exquisit. Tgl. geöffnet, Avda. de Tirajana/Avda. EE.UU., Tel. 928 76 40 33, €€€

Viuda de Franco

In diesem Traditionslokal ist die Auswahl an guten Tapas an der Bar immer einen Besuch wert. Tgl. 6.30-24 Uhr, am Kreisverkehr der Durchgangsstraße GC 500, Tel. 928 76 98 28, €€

Cofradía de Pescadores

Das Lokal der »Fischerbruderschaft« liegt auf der Mole mit Blick auf den Yachthafen und den Ort. Natürlich empfiehlt sich hier Fangfrisches aus dem Meer. Gute Auswahl an Kindertellern. Tgl. geöffnet, Tel. 928 56 53 21, €€-€€€

Freiduría Al'pescao

Fischer Claudio Hernández verarbeitet in dem schlichten Restaurant seinen Fang gleich selbst. Fisch und Meeresfrüchte sind frisch und knackig, die Portionen üppig, die Preise günstig. So-Do 10-19, Fr-Sa 10-23 Uhr, am Strand, Tel. 928 56 59 44, €-€€

Tu Casa

Das älteste Lokal am Ort liegt am Strand und dem angrenzenden Kanal. Im Sommer isst man im hohen, überdachten Patio, im Winter auf der Terrasse unter gelben Markisen. Es gibt gute kanarische Suppen und typische Fischgerichte. Tgl. geöffnet, Tel. 928 56 50 78, €€


Fast alle Restaurants sind rein touristisch und werben abends aggressiv um Kunden. Ausnahmen:

Churrería

In diesem einfachen Lokal gibt es vormittags frische churros, das leckere Schmalzgebäck mit heißer Schokolade. Tgl. geöffnet, neben der Tankstelle, Tel. 928 56 20 21, €-€€

Los Danieles

Das schlichte Restaurant wird tagsüber gern von Arbeitern besucht. Sehr preisgünstige Mittagsmenüs (nach menú del día fragen). Hervorragende Fischgerichte, große Portionen. Tgl. geöffnet, am Ende des CC, Straßenseite, Tel. 928 56 04 15, €-€€

Don Quijote

Die freundliche, ruhige Atmosphäre und überdurchschnittliche Qualität heben den Spezialisten für Fisch- und Fleischgerichte aus der Masse heraus. Abends Reservierung empfehlenswert. So, Mo geschl., Puerto Base, Edificio Porto Novo, Tel. 928 56 09 01, €€€


Viele der guten Hotelrestaurants favorisieren französische Küche mit Schwerpunkt auf Meeresfrüchten. Die Preise sind entsprechend hoch.

El Puente

Der Traumblick die beleuchtete Küste entlang macht das Restaurant zur idealen Dinnerlocation. Di bis So 17.30-22.30 Uhr, Calle Las Dalias 3, Tel. 679 77 10 36, €€-€€€

Sehenswertes

Sehenswertes

Das Landesinnere

Iglesia San Matías

Die Kolonialkirche steht mitten in der neu eingerichteten Fußgängerzone. Ungewöhnlich für Gran Canaria ist das große Tonnengewölbe des Mittelschiffs mit seinen feinen Holzkassetten aus kanarischer Kiefer. Tgl. geöffnet

Virgen de la Cuevita

Die Höhlenkapelle - ein ca. 80 m² großer Raum, der in einen vertikalen Abbruch gemeißelt wurde - ist der Schutzpatronin der Volksmusikanten und Radfahrer gewidmet. Aus dem Fels wurden bankartige Nischen geschabt, ein erhöht liegender Erker war den Honoratioren des Dorfes vorbehalten. Auch der originelle Beichtstuhl, der Altar und die Kanzel wurden aus dem Tuffstein gearbeitet. Zu Fuß oder mit dem Auto von der Plaza über das steil bergauf führende Gässchen erreichbar. Die Kapelle ist stets offen. Nach dem Besuch bitte das Gitter schließen!

Sehenswertes

Las Palmas


Für 8 Euro kann man in allen Stadtbussen, vor allem aber im offenen Touristenbus guagua turística, einen Tag lang zwischen den Sehenswürdigkeiten hin und her fahren und ein- und aussteigen, wann man will. Erklärungen während der Fahrt auch auf Deutsch (Info im Touristenbüro und unter www.guaguas.com).

Castillo de la Luz

Die kleine Festung wurde 1493 zum Schutz der Isleta und deren Hafenanlagen von den Spaniern erbaut. Sie spielte 1595 eine wichtige Rolle in der Verteidigung von Las Palmas gegen den Angriff der englischen Flotte unter Sir Francis Drake. Besichtigung nur von außen

Catedral de Santa Ana

Der Bau der fünfschiffigen Hauptkirche von Las Palmas begann 1497 und wurde 1570 wegen Geldmangels unterbrochen. Erst Anfang des 19. Jhs. konnte der Bau vollendet werden. Dies spiegelt sich in der Architektur des Gotteshauses wider. Das Rippengewölbe ist gotisch, die Fassade dagegen neoklassizistisch. Innen stehen ein barocker Hochaltar und verschiedene Werke kanarischer Künstler. Besichtigung außerhalb der Gottesdienste nur über das Museo Diocesano de Arte Sacro. Turmbesichtigung: Mo-Fr 10-16.30, Sa 10-13.30 Uhr, Eintritt 1,50 Euro

Ermita de San Antonio Abad

Die Ermita, älteste Kirche in Las Palmas, ist der Nachfolgebau der Kapelle, in der Christoph Kolumbus 1492 betete, bevor er seine Reise in die Neue Welt antrat. Plaza de San Antonio Abad

Gabinete Literario

Als erstes Theater in Las Palmas eröffnete es 1844 seine Tore und glänzt seit Ende des 19. Jhs. in neoklassizistischem Gewand. Heute finden in den Prunksälen Lesungen und Ausstellungen statt. Im Seitenflügel liegt das Restaurant Galería; auf der Terrasse sitzt man mit Blick auf die Plaza. Di-So 13-16.30 und 20-23 Uhr, Plaza de Cairasco, €€-€€€

Parque Doramas

Eine Skulptur erinnert in dem mit viel Aufwand aufgefrischten kleinen Park an den altkanarischen König Doramas, der gegen die spanischen Eroberer kämpfte und unterlag. Auch der legendäre kollektive Selbstmord der letzten Überlebenden - der Felsensturz von der Fortaleza de Ansite bei Santa Lucía - wird angedeutet.

Parque Santa Catalina

Las Palmas' größter Platz ist ein weites, größtenteils gepflastertes Areal, auf dem Großveranstaltungen wie der Karneval ablaufen. Tagsüber spielt sich das Geschehen unter den Palmen vor der angrenzenden Häuserfassade ab. Von Straßencafés aus kann man das Treiben der Canarios beobachten. Typisch sind die Schuhputzer, die ihre Dienste anbieten, ein Traditionsgewerbe auf Gran Canaria. Am Südende des Platzes zeigt eine Bodenskulptur aus Kacheln die Fahnen aller Länder dieser Erde.

Parque San Telmo

Hier kommen (unterirdisch) alle Busse an bzw. fahren von hier aus ab. Am Ausgang befindet sich ein hilfreicher Schaukasten mit Stadtplan und Beschreibung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es gibt einen Kinderspielplatz und Ruhezonen. Attraktion ist der kleine gekachelte Jugendstilpavillon, der Quiosco (unregelmäßige Öffnungszeiten). Er ist ein zierliches Juwel. Im Inneren wurde ein Café mit Holztäfelung eingerichtet.

Plaza de Santa Ana

Sie ist der Hauptplatz der Vegueta, der Altstadt von Las Palmas. Kirche und Krone umbauten ihn zur Zeit der spanischen conquista mit ihren Verwaltungsgebäuden. Die Catedral de Santa Ana und die Casa Consistorial liegen sich gegenüber. Vor dem Rathaus aus dem 19. Jh. steht eine Skulptur, die Benito Pérez Galdós, den berühmtesten kanarischen Schriftsteller, zeigt. Die acht etwa hundert Jahre alten Bronzehunde gegenüber der Kathedrale scheinen sie zu bewachen. An Fronleichnam wird die Plaza wunderschön mit Blumen ausgelegt.

Pueblo Canario

In der Absicht, den Urlaubern in Las Palmas ein kanarisches Dorf vorzustellen, wurde allzu stark idealisiert. Der gedrängte Komplex aus Kapelle, Kunsthandwerkladen, Cafeteria und anderen Gebäuden - mit dem Bau begann man 1939 - besticht durch fein geschnitzte Erker und Fensterläden und dekorative Portale. So 11.30 Uhr Folklorevorführung, am Parque Doramas

Sehenswertes

Der Norden

Arehucas

Die Rumfabrik ist eine der wirtschaftlichen Stützen der Stadt. 1884 eingeweiht, erwarben sich die Spirituosen der Großdestille - es wird auch Bananenlikör hergestellt - bald landesweite Anerkennung. Während der kostenlosen Führung geht es auch in die Bodega, auf deren Rumfässern sich prominente Besucher mit Autogrammen bedankt haben. Mo-Fr 10-14 Uhr, Era de San Pedro 2

Iglesia de San Juan Bautista

Kathedralenformat hat die Kirche Johannes' des Täufers und ist damit viel zu groß für diese Stadt. Was von weitem wie ein gotisches Meisterwerk wirkt, entpuppt sich als ein Bau aus dem 20. Jh. Der Basaltstein, aus dem die Kirche erbaut wurde, verliert nur an sonnigen Tagen sein tristes Grau ein wenig. Bemerkenswert sind das große Rosettenfenster über dem Hauptportal und eine liegende Christusfigur des Bildhauers Manuel Ramos. Geöffnet meist nur zu den Messen

Jardín de la Marquesa

Der Gräfin von Arucas gehört dieser Park mit exotischen Pflanzen aus aller Welt. Er wird auch Jardín de las Hespérides genannt. Tgl. 9-18 Uhr, Eintritt 4 Euro, GC 330 nach Bañaderos, 1 km

Montaña de Arucas

Wie eine Spirale schraubt sich die Straße um den Hausberg der Stadt auf gut 400 m Höhe hinauf. Oben angekommen, hat man bei einem Rundgang freie Sicht in alle Himmelsrichtungen. Gut zu überblicken sind die dunkelgrünen, z. T. mit Plastikplanen überdachten Bananenplantagen. 1 km

Cueva Pintada

Die »bemalte Höhle« gehört zu den wichtigsten Zeugnissen, die die Altkanarier hinterlassen haben. Sie ist bis jetzt die einzige Stätte, in der man farbige Höhlenzeichnungen von ihnen gefunden hat. Leider können die geometrischen Muster nicht besichtigt werden. Das Museo Canario in Las Palmas zeigt allerdings eine Nachbildung der Cueva Pintada.

El Drago

Besonders stolz ist Gáldar auf seinen Drachenbaum, den ältesten Gran Canarias. Mit dem meterdicken Stamm sprengt er fast den Arkadenpatio der Casa Consistorial. 1718 wurde dieses Prachtexemplar gepflanzt. Besichtigung meist nur an Werktagen bis 13 Uhr, wenn das Rathaus geöffnet ist, Plaza de Santiago 1

Iglesia de Santiago de los Caballeros

Hinter der Plaza de Santiago erhebt sich die Hauptkirche Gáldars aus dem 18. Jh., ein Frühwerk des Klassizismus. Zum schlichten Innern kontrastieren wertvolle Kirchenschätze, die teils im Gotteshaus selbst, teils in der Krypta aufbewahrt werden. Unregelmäßige Öffnungszeiten

El Dedo de Dios

Während des Tornados Delta, der Ende 2005 die Insel heimsuchte, brach die Spitze des »Finger Gottes«, einer vom Wind geschliffenen Felsnadel, ab und stürzte ins Meer, nachdem sie Jahrmillionen überdauert hatte.

Virgen de las Nieves

Die Kapelle ist ein schlichter Bau mit Holzdecke im Mudéjarstil. Hohen künstlerischen Wert besitzt das Triptychon des Flamen Joos von Cleve, das hier seit dem 16. Jh. gehütet wird.

Iglesia de la Asunción

An der Plaza steht die Kirche aus dem 18. Jh. Sehenswert: der Christus im Hauptaltar und mehrere Madonnenfiguren, Werke des größten kanarischen Bildhauers, Luján Pérez (1756-1815). Meist nur zu den Gottesdiensten geöffnet

Iglesia San Juan Bautista

Die wichtigste Kirche Teldes an der Plaza hat noch ihre gotische Fassade von vor 1520. Die aus dunklen Basaltquadern errichteten Glockentürme aus dem 20. Jh. harmonieren jedoch nicht mit dem Bau. Massiv ist die breite, mit Beschlägen verzierte Kirchentür aus Holz. Der schlichte Innenraum steht in seltsamem Kontrast zum prunkvollen, um 1500 entstandenen vergoldeten Altaraufsatz aus Flandern. Kurios die Christusfigur, die im 16. Jh. aus Mexiko kam und aus Maismark gefertigt ist. Wegen des federleichten Materials wiegt die Statue nur etwa 7 kg. Meist nur während der Gottesdienste geöffnet

Plaza San Juan

Der asymmetrische Platz ist ein feines Beispiel kolonialer Architektur des 16. Jhs. Eingerahmt wird er von schlichten weißen, ein- bis zweistöckigen Bauten mit den typischen breiten, abgesetzten Portalen. Schmale Gassen gehen davon ab. Das Rathaus schmücken Holzbalkone, innen gibt es einen weiten Patio mit einer Bar.

San Francisco

Der Spaziergang durch das verträumte Viertel San Francisco ist wie eine Zeitreise. Gegenüber der Plaza San Juan verstecken sich an engen Kopfsteinpflastergassen flache, gekalkte Häuser und winzige Plätze. Um hinzukommen, gehen Sie von der Calle Juan Carlos rechts durch einen schmalen Torbogen. Zentrum ist die sonnige Plaza San Francisco mit der gleichnamigen Kirche. Von der Brüstung aus hat man einen tollen Blick in den fruchtbaren Barranco de San Miguel.

Basílica Nuestra Señora del Pino

Der barocke Bau wurde zwischen 1760 und 1767 an der Stelle errichtet, an der einst die Kiefer wuchs, in der die Hirten im 15. Jh. die Marienfigur fanden. Von dem alten Gotteshaus blieb nach einer Explosion nur der Turm übrig, der dann in den Neubau integriert wurde. Auffallend am Dachfirst sind einige dämonisch wirkende Wasserspeier, feine Steinmetzarbeiten aus jener Zeit. Im Inneren der Basilika dominieren die barocken, üppig vergoldeten Haupt- und Seitenaltäre. Eine wichtige Reliquie ist das unter Glas aufbewahrte Kreuz aus dem Holz der legendären Kiefer. Tagsüber meist geöffnet

Sehenswertes

Der Süden

Dunas de Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas sind eines der großartigsten Naturphänomene Gran Canarias. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor; 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, die seit 1987 unter Naturschutz steht. Die Dünen bestehen vor allem aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Und sie wandern. Im Schneckentempo von 2 bis 5 m pro Jahr kriechen sie nach Westen, angeschoben vom steten Nordostpassat. Erst mit größerer Distanz zum Meer stoppen stärkerer Pflanzenwuchs und abflauender Wind diese Bewegung. Im Westen werden die Dunas vom Charco de Maspalomas begrenzt, einem Brack- und Süßwassertümpel, in dem u. a. Reiher, Enten, Moorhühner und Regenpfeifer Station machen - ein auf den Kanaren einzigartiger Rastplatz für Zugvögel (gute Infotafel auf der Promenade). Seit auch er geschützt ist, sind viele der durch den Bauboom vertriebenen Tiere wieder zurückgekehrt und brüten im Schilf und in den Binsen am Ufer. Fische haben sich angesiedelt, Algen und Gräser zeigen an, dass das Wasser sauberer geworden ist.

Insider-Tipp

Gran Spa Corralium

Für Leib und Seele: Im Wellnesszentrum Gran Spa Corralium in Maspalomas ist Entspannung pur angesagt

Pequeña Habana

Wo die Post abgeht: eine der Top-Night-Locations in Las Palmas ist das Pequeña Habana

Terraza Tropical

Angesagte Cocktail- und Bierbar beim Hafen, Funk und Go-Go-Girls an beiden Tresen

Dulcería Nublo Tejeda

Lecker Zuckerbäcker: Im winzigen Laden Dulcería Nublo in Tejeda finden Sie die besten Backwaren der Insel

Fedac

Made in Canarias: Nur authentische kanarische Handwerkskunst führt das Fedac-Geschäft in Las Palmas

Queso de flor

Alles Käse: In Santiagos Käseladen in Guía bekommen Sie den berühmten queso de flor

Museo Tres Cruces

Wie vor hundert Jahren: Das Museo Tres Cruces in Tejeda zeigt hautnah, wie die Kanarier früher lebten

Fahrt nach Artenara

Zwischen Himmel und Erde: Eine abenteuerliche Autostrecke in die Bergwelt verbindet die Orte San Nicolás und Artenara

Parque Natural Los Tilos

Der Natur auf der Spur: Im Barranco del Laurel im Nordwesten ist die Flora noch so üppig wie vor 1000 Jahren

El Monte

Wein von der Quelle: In der Bodega San Juan können Sie die raren Inselweine direkt beim Produzenten kaufen

Palm Beach

Im Rausch der Farben: Das Hotel Palm Beach in Maspalomas ist in den knalligen Popfarben der 70er-Jahre gestylt

Freiduría Al'pescao

Vom Meer auf den Teller: In der Freiduría Al’pescao in Puerto de Mogán gibt’s klasse frittierten Fisch

El Puente

Dinner mit Aussicht: Das El Puente in San Agustín mit Superblick hinab auf die Küste garantiert romantische Dinner zu zweit

Top Highlights

Strände bei Las Palmas

Schon vor 100 Jahren flanierten Badegäste an der Playa de las Canteras über den feinen, weißen Sand der weiten Bucht von Las Palmas. Hier herrscht das urbane Flair aller großen Stadtstrände dieser Welt. Exakt 3200 m pudriger Sand säumen unterhalb einer breiten Promenade mehrere kleine Buchten, die schließlich in einem breiten Bogen auslaufen. Ein Riff schützt die Bucht vor der starken Brandung. Nur am südlichen Ende sind die Wellen so hoch, dass sie zum Surfen reichen. Las Canteras wird oft mit Rio de Janeiros Stränden verglichen und hat auch deren Betriebsamkeit. Das garantieren schon die vielen Cafés, Restaurants, Shops und Imbissbuden, die sich eng aneinander reihen. Es gibt öffentliche Duschen und Toiletten.

Abends an der Playa del Inglés

Es ist kaum möglich, seriöse Empfehlungen für Abendvergnügungen zu geben. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten. Fast für jeden wird sich etwas finden, und bei speziellen Wünschen hilft das Touristenbüro oder die Hotelrezeption. Das Angebot ist in jedem Fall stark konsumorientiert. Hunderte Restaurants werben, auch mit Livemusik, um Kunden; Cafés und Bars sind oft bis nach Mitternacht geöffnet. Je später der Abend, desto mehr konzentriert sich das Nachtleben auf die Einkaufszentren (CCs). Das CC Yumbo mit seinen Cafés, Kneipen und Bars ist auch Treffpunkt der Schwulenszene, in Ricky's Cabaret gibt es Travestieshows. Im deutschlastigen CC Cita fühlen sich eher ältere Semester wohl. Beliebter Treff hier das Café Westfalia. Im CC Kasbah treffen sich die Teenies. Diskos und Pubs wirken hier besonders billig. Nostalgiker finden im H. Rock Musik aus den 1950er- und -60er-Jahren. Nervig ist die große Schar der Anreißer, die die Leute mit äußerster Aufdringlichkeit in die jeweiligen Läden zu lotsen versucht.

Mercado

Der Altstadtmarkt ist das Herz der Vegueta. Dicht an dicht stehen die Stände in der weitläufigen Halle. Besucher drängen und schieben. Es gibt Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wurst in großer Auswahl. Nirgendwo sind die Waren so frisch wie hier. Mo-Sa 6 bis 14 Uhr, Calle Mendizábal

Sonntagsmarkt

Sonntagvormittags findet rund um die Basilika ein Lebensmittel-, Kunsthandwerk- und Flohmarkt statt, der bei Touristen sehr beliebt ist. Dort werden auch zwei Spezialitäten aus Teror angeboten: Die Süßspeise turrón wird in verschiedenfarbigen Rollen verkauft und schmeckt ein bisschen wie Türkischer Honig. Sie besteht vor allem aus Eiern, Mandeln und Zucker. Chorizo de Teror ist eine paprikarote, feurig-süße Wurst. Sie wird auf Brötchen angeboten. Ein Tipp: Fahren Sie früh los, damit Sie nicht im Stau stecken bleiben! Denn die Anfahrtswege sind lang und eng.

Casa de Colón

Das »Kolumbushaus« ist ein prächtiger Kolonialbau, dessen älteste Bauelemente aus dem 17. Jh. stammen. Hier residierten einst die spanischen Statthalter. Typisch kanarisch sind die herrlichen, überdachten Holzbalkone und Erker aus Kanarischer Kiefer. Besonders markant auch die celosía-Fensterläden, die Klimaanlagen des Mittelalters. Das komplizierte Gitterwerk aus feinen Holzstreben lässt Luft durch, aber weder Sonne noch Hitze. Das Museum zeigt Zeugnisse der spanischen conquista, Exponate aus präkolumbischer Zeit, von den Reisen des Kolumbus, Landkarten und vieles mehr. Zwei schöne Patios mit Arkadengängen sind ideal für eine kurze Rast. Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 9-15 Uhr, Eintritt frei, Calle Colón 1

Museo Canario

Das Museum für kanarische Geschichte enthält die größte Sammlung altkanarischer Funde des Archipels. Darunter ist das Idol von Tara, eine weibliche bauchige Tonfigur, die wohl Fruchtbarkeit symbolisieren soll. Auch eine Nachbildung der Cueva pintada aus Gáldar wird gezeigt, dazu Szenen aus dem Alltagsleben. Außerdem zu sehen: Totenköpfe, Skelette und mehrere gut erhaltene Mumien. Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa und So 10-14 Uhr, Eintritt 3 Euro, Calle Doctor Verneau 2, www.elmuseocanario.com

Pinar de Tamadaba

Die größte bewaldete Fläche Gran Canarias besteht fast ausschließlich aus pino canariensis, der Kanarischen Pinie. Der hohe Baum hat sich im Laufe von Jahrmillionen perfekt an die vulkanaktive Umgebung angepasst. Die dicke Rinde schützte den Stamm wie ein feuerfester Mantel gegen die Hitze der Ascheregen und tut es noch heute gegen Waldbrände. Selbst von außen völlig verkohlte Bäume überleben so und schlagen neu aus. Die dünnen, hellgrünen und überaus langen Nadeln ziehen aus den vorüberziehenden Passatwolken Feuchtigkeit, die dann zu Boden tropft. Auffällig die langen Flechten, die am Nordhang des Pinienwaldes - dort, wo der Passat am stärksten ist - wie Bärte alter Männer von den Zweigen hängen. Sie ernähren sich ausschließlich aus den Wolken. Bei guter Sicht lohnt es sich, während der Rundfahrt auf der Westseite anzuhalten und bis zum Steilhang zu gehen. Man hat dann einen phantastischen Blick hinüber auf Teneriffa und den Teide. Natürlich lässt sich der Ausflug auch mit dem Rad oder zu Fuß machen. Es gibt mehrere Picknickplätze. 10 km

Pico de las Nieves

Mit 1949 m überm Meer ist die »Schneespitze« Gran Canarias höchster Berg. Tatsächlich schneit es hier alle paar Jahre im Winter. Einzigartig ist die Fernsicht von der Straße über weite Teile der Insel. An klaren Tagen scheint Teneriffas Teide zum Greifen nah; mit dem Fernglas erkennt man von einem anderen Punkt aus sogar Gomera. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bergkuppe, dem Pozo de las Nieves (bei den Antennen), erspähen Sie den Südzipfel Fuerteventuras. Die Canarios nennen den höchsten Punkt der Insel lässig Los Pechos - »die Brüste«. Wer die beiden weißen Kuppeln der militärischen Horchanlage von weitem leuchten sieht, weiß, warum. 8 km

Roque Nublo

Wie der Faustkeil eines Riesen ragt das bekannteste Wahrzeichen Gran Canarias in den Himmel: der 1813 m hohe »Wolkenfels«, ebenfalls ein Basaltblock, der 80 m hoch auf einem Tafelberg steht. Auch er war den Urkanariern heilig. Vom Parkplatz (Anfahrt über Ayacata) aus erreichen Sie ihn auf einem gewundenen Pfad in etwa 20 Minuten.

Caldera de Bandama/ Pico de Bandama

Vom 574 m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man die schönste Rundumsicht auf Gran Canarias Nordosten und Las Palmas. Er grenzt direkt an die Caldera de Bandama, den gewaltigen Explosionskrater eines Vulkans. Mit 1000 m Durchmesser am Kraterrand ist er der größte der Insel. Auf dem 200 m tiefen Grund liegt ein kleines Gehöft. Ohne Genehmigung darf man nicht in die Caldera hinabsteigen. 7 km

Cenobio de Valerón

Der Cenobio de Valerón ist das eindrucksvollste Höhlenensemble der Ureinwohner Gran Canarias. 298 Nischen und Kammern haben sie hier in mühevoller Arbeit aus dem weichen Tuffstein unter einem Basaltboden gekratzt. Wie Schwalbennester kleben die Höhlen in einer Art Kuppel, die nach Norden hin offen ist. Bis heute rätselt man, ob es sich bei ihnen um Zellen eines Klosters (spanisch cenobio) für Mädchen handelte, die hier mit kultischen Exerzitien auf die Ehe vorbereitet wurden, oder um einfache Getreidespeicher. Am schönsten ist der Besuch am frühen Vormittag, wenn die Sonne hineinscheint. Mi-So 10-17 Uhr, Eintritt frei, GC 291, Abfahrt Guía/Moya, links durch den Tunnel, beim Kreisverkehr Richtung Cuesta de Silva. 5 km

Barranco de Arguineguín

Hinter den weiten Bananenplantagen von Arguineguín beginnt dieses tiefe Tal. Eine gut ausgebaute Landstraße führt 20 km bis in die Bergwelt der Cumbre hinein. In fast 900 m Höhe erreicht man inmitten farbenprächtiger Gebirgsflora den größten Stausee der Insel, den Embalse de Soria.

Playa Amadores

Eine tolle Küstenpromenade mit herrlichem Blick aufs Meer verbindet Puerto Rico mit der Playa Amadores, die man nach 15-minütigem Spaziergang erreicht. Der 400 m lange Strand wurde mit Sand aus kieseligem Muschelkalk aus dem Meer aufgeschüttet. Molen schützen ihn, Kinder baden ungefährdet. Es gibt Parkplätze, Mietliegen, ausgezeichnete sanitäre Anlagen sowie viele Shops, Cafés, Eisdielen und Restaurants. 1 km

Schiffsexkursionen

Die Linienschiffe der Líneas Salmón und die Glasbodenboote der Líneas Blue Bird verbinden Puerto Rico regelmäßig mit Arguineguín (20 Min.) und Puerto de Mogán (30 Min.). Bei den Bootsfahrten haben Sie die seltene Gelegenheit, Gran Canaria vom Wasser aus kennen zu lernen (tgl. 10-16.30 Uhr, Hin- und Rückfahrt 9 Euro, Puerto Escala bzw. Puerto Base). Windjammerfahrten (40 Euro) und Katamaranexkursionen (43 Euro) dauern rund einen halben Tag.

Santa Catalina

Gran Canarias Spitzenhotel ist auch das älteste der Insel. Es wurde vor 110 Jahren im Kolonialstil mit antiken Holzbalkonen, edler Bar und einem herrlichen Terrassencafé erbaut. Hier logiert regelmäßig der spanische König. Nach der Renovierung sind die 222 Zimmer zeitgemäß ausgestattet, sie haben aber nichts von ihrem rustikalen Charme verloren. Das Hotel hat mittlerweile auch ein ausgezeichnetes Spa. Calle León y Castillo 227, Tel. 928 24 30 40, Fax 928 24 27 64, www.hotelsantacatalina.com, €€€

Hacienda del Buen Suceso

Die mit großem Aufwand für Gäste hergerichtete Finca steht inmitten einer Bananenplantage. Mehrere Terrassen, Garten, kleines Fitnesscenter und Pool. Exzellente Küche. 18 Zi., Anfahrt: GC 330 nach Bañaderos, 1,5 km, Tel. 928 62 29 45, Fax 928 62 29 42, www.haciendabuensuceso.com, €€€

Montesdeoca

Das Edelrestaurant mit herrlichem Patio für romantische Diners liegt in einem antiken Stadtpalais und ist wegen seines Ambientes und der exzellenten Küche wohl die Nummer eins in Las Palmas. So geschl., Calle Montesdeoca 10, Tel. 928 33 34 66, €€€

La Orangerie

Das Spitzenrestaurant im Hotel Palm Beach ist für seine französisch-mediterrane Küche und exzellente Weine bekannt. Mo-Mi und Fr-Sa 19.30-22.30 Uhr, Tel. 928 72 10 32, €€€

Dunas de Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas sind eines der großartigsten Naturphänomene Gran Canarias. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor; 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, die seit 1987 unter Naturschutz steht. Die Dünen bestehen vor allem aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Und sie wandern. Im Schneckentempo von 2 bis 5 m pro Jahr kriechen sie nach Westen, angeschoben vom steten Nordostpassat. Erst mit größerer Distanz zum Meer stoppen stärkerer Pflanzenwuchs und abflauender Wind diese Bewegung. Im Westen werden die Dunas vom Charco de Maspalomas begrenzt, einem Brack- und Süßwassertümpel, in dem u. a. Reiher, Enten, Moorhühner und Regenpfeifer Station machen - ein auf den Kanaren einzigartiger Rastplatz für Zugvögel (gute Infotafel auf der Promenade). Seit auch er geschützt ist, sind viele der durch den Bauboom vertriebenen Tiere wieder zurückgekehrt und brüten im Schilf und in den Binsen am Ufer. Fische haben sich angesiedelt, Algen und Gräser zeigen an, dass das Wasser sauberer geworden ist.

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Entdecken Sie Gran Canaria!

Dünen, Strände, Fischerorte; Höhlendörfer, Berggrate, enge Täler - so abwechslungsreich ist diese Insel

Jeden Morgen das gleiche Bild: Männer machen sich mit Macheten zwischen Bananenstauden zu schaffen. Tomatenpflücker ernten duftende Früchte. Fischer tuckern in ihren Booten hinaus aufs Meer. Esel ziehen Pflüge durch Terrassenfelder in den Bergen. In den Straßen von Las Palmas staut sich der Verkehr - Gran Canaria beginnt den Tag.

Oft fällt es schwer, in der Sonneninsel, die nur 150 km von Afrikas Küste entfernt liegt und von der es schon zu Homers Zeiten hieß, dort herrsche der »ewige Frühling«, eines der größten Touristenziele Europas zu erkennen. Ungeachtet der gut 3 Mio. Urlauber, die hier Jahr für Jahr Wärme und Erholung suchen, hat Gran Canaria nämlich seinen ländlichen, mediterranen Charme bewahrt. Ob San Nicolás im Westen oder Agüimes im Osten - in den meisten Orten folgt der Alltag einem gemächlichen Rhythmus. Eng scharen sich im Ortskern die Häuser um die Dorfkirche, die wie ein Hirte aus der Menge der quadratischen Flachbauten herausragt. Davor die schattige Plaza als Spielplatz für Kinder und Treffpunkt der Alten, die, in traditionelles Schwarz gekleidet, über den Lauf der Dinge räsonieren.

Doch natürlich ist auch auf Gran Canaria die Zeit nicht stehen geblieben. Dörfer verwaisen. Neubausiedlungen locken mit mehr Platz und Abwechslung. Musste man sich früher in Stunden- oder Tagesmärschen nach Las Palmas aufmachen, führen heute gut ausgebaute Straßen dorthin. Selbst wer hoch in den Bergen wohnt, ist nun in weniger als einer Stunde in Gran Canarias Halbmillionenkapitale, in der es ebenso südländisch hektisch zugeht wie beispielsweise in Sevilla oder Málaga.

Kaum noch etwas erinnert in Las Palmas an den Ort, den der spanische conquistador Juan Rejón 1478 vorfand, als er am 24. Juni mit 600 Getreuen an Land ging, um die mit 1532 km² nach Teneriffa und Fuerteventura drittgrößte Kanareninsel für die kastilische Krone zu erobern. Weite Strände säumten den Nordosten der Insel. Ein munterer Fluss strömte der Küste entgegen. Fünf Jahre lang wehrten sich die Altkanarier gegen die Eroberung. Dann setzten sich die Europäer mit Hilfe ihrer modernen Waffen durch. Doch in den folgenden Jahrhunderten blieben die Veränderungen weit gehend auf Las Palmas und dessen Umgebung beschränkt. Man erlebte Boom und Niedergang des Zuckerrohranbaus. Der Schiffshandel zwischen Europa und Amerika bescherte der Stadt Wohlstand, aber auch Piratenüberfälle auf den prosperierenden Hafen. Gran Canaria war Las Palmas. Der Rest verharrte in bitterer Armut.

Erst der Tourismus half Gran Canaria endgültig auf die Beine. Seit Anfang der 1960er-Jahre im Süden eines der größten Ferienzentren Europas entstand, gab es eine rasante Entwicklung. Mehr als 100 000 Gästebetten entstanden zwischen San Agustín und Puerto de Mogán, ein Ende ist nicht in Sicht. Zu herrlich sind Strände und Dünenlandschaft, zu beständig das gute Wetter, zu ideal die Lage zwischen Meer und Bergen.

Wie mit einem Katapult ins 20. Jh. geschossen, taten sich viele canarios schwer, dies alles zu verdauen. Und die Probleme halten an. Vor allem junge Leute verführt der Alltag der Touristen - stets gut drauf und mit Geld in der Tasche - heute mehr denn je dazu, es ihnen so schnell wie möglich gleichtun zu wollen. So ziehen sie schnelle Jobs einer guten Ausbildung vor, landen aber auch ebenso rasch als Arbeitslose wieder auf der Straße.

Viele Besucher sind nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Gando geschockt von der Kargheit des Inselsüdens. Eintönige Siedlungen, verfallene Plantagen, staubige Luft über Geröllhalden - auf der Fahrt nach Playa del Inglés sieht man, was es bedeutet, 350 Tage im Jahr brennender Sonne ausgesetzt zu sein. Nur einheimische Flora trotzt dieser Dürre noch Leben ab: Cardón (Säuleneuphorbien), Retama, Tabaiba oder Tajinaste - dickblättrige, buschige Gewächse, die lange Zeit Wasser speichern können - haben sich an eine Existenz in diesen Trockenzonen angepasst. In den Ferienorten nimmt dann Blütenzauber, der nur dank aufwändiger Bewässerung existiert, die Ankömmlinge gefangen. Viele verlassen diesen lieblichen Teil der Insel während ihres Urlaubs nie.

Schade, denn Gran Canaria ist sehr vielfältig. Nahezu kreisförmig und vulkanischen Ursprungs, wird das Eiland genau in der Mitte vom 1949 m hohen Pico de las Nieves überragt, dem höchsten Punkt der cumbre, der zentralen Gebirgsregion. Von hier aus führen barrancos - Erosionstäler - sternförmig zu den Küsten. Calderas - kesselförmige Krater - erinnern an die vulkanaktive Zeit. Stauseen im Hochland sind für die Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung. Rasch wechselt mit zunehmender Höhe die Vegetation. Kakteen, Orangen- und Bananenplantagen weichen Maulbeer- und Feigenbäumen. Im Frühjahr taucht blühender Ginster die Berge in leuchtendes Gelb. Und schon ab Mitte Januar umgibt die Mandelblüte manche Dörfer mit einem weißen Blütenmeer.

Einst waren weite Teile der Insel mit Kanarischer Pinie bedeckt. Lorbeerwälder entzogen den Passatwolken Feuchtigkeit, die zu Boden tropfte und die Insel grün und fruchtbar machte. Es gab eine einzigartige Vegetation, die außerhalb der Makronesischen Inselwelt (Kanaren, Kapverden, Madeira, Azoren) schon vor 20 Mio. Jahren ausstarb. Erst der Kahlschlag der Spanier, die Holz für den Schiffbau brauchten, und später die Monokulturen der Pflanzer schädigten das fragile Ökosystem schwer. Inzwischen stehen gut 40 Prozent der Insel unter Naturschutz, Meerwasserentsalzungsanlagen und Recycling helfen, den enorm gestiegenen Wasserbedarf zu decken.

Wer sich auf sie einlässt, kann die Vielfalt der Insel in vollen Zügen genießen. Beispielsweise auf dem Dach Gran Canarias, dem Pico de las Nieves. Bei der militärischen Horchstation Los Pechos, deren weiße Radarkuppeln kilometerweit zu sehen sind, liegen die tollsten Aussichtspunkte. Weite Wälder überziehen die tiefer gelegenen Berghänge im Norden. Teneriffas Teide, Spaniens höchster Berg, scheint zum Greifen nah. Oft stauen sich Passatwolken an der Cumbre und liegen wie ein dicker Teppich zwischen den beiden Inseln. Da sie selten höher als 1700 m steigen, bleibt der Süden Gran Canarias ohne Regen, der Norden dagegen ist dank der Niederschläge grün.

Einheimische Tiere gibt es nicht viele. Eidechsen rascheln durchs Gestrüpp, Tauben und einige Raubvögel bevölkern die Lüfte. Der Kanarienvogel, bei uns ein farbenprächtiger Sänger, fliegt in seiner Urform als unscheinbarer gelbgrüner Girlitz durch die Wälder. Artenreicher ist das Meer. Beim Schnorcheln am Strand können Sie viele kleine Fische entdecken. Mantarochen sonnen sich im Flachwasser der Buchten; in den bis zu 3000 m tiefen Gräben zwischen den Inseln tummeln sich Haie, Delphine und Grindwale.

Die Canarios haben sich anfangs schwer mit Europa, ja sogar mit Spanien getan. Noch in den 70er-Jahren gab es separatistische Bewegungen. Inzwischen haben sich die Gemüter beruhigt. Gelder aus Brüssel haben in den Dörfern neue Jobs geschaffen und Höhlenwohnungen vor dem Verfall gerettet.

Las Palmas' Altstadt Vegueta, die älteste Kolonialstadt Spaniens, unterstreicht mit massiven Bauten auch optisch den Machtanspruch der Eroberer des 15. und 16. Jhs. Artenara ist ein erstklassig erhaltener Höhlenort. Größ-te Augenweide ist jedoch Teror. Das Ensemble aus antiker Basilika, natursteingepflasterten Straßen und Hausfassaden mit herrlichen Holzbalkonen ist vollständig erhalten und gilt als bestes Beispiel kanarischer Baukunst.

Auf einer kleinen Plaza unweit der Basilika steht ein Exemplar der geheimnisvollsten kanarischen Pflanze. Der Drachenbaum drago ist noch heute das Wahrzeichen der Insel. Den Altkanariern galt er als heilig. Sein »Drachenblut« - das Harz färbt sich an der Luft dunkelrot - wurde seit grauer Vorzeit bei der Zubereitung von Heiltränken und Salben verwendet.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Gran-Canaria-Reise

Flugzeug

Charterflüge sind am bequemsten und billigsten. Hapag Lloyd, Air Berlin und andere fliegen direkt von vielen deutschen Städten in rund vier bis fünf Stunden nach Gran Canaria. Flüge ohne Hotelbuchung kosten zwischen 200 und 600 Euro. Linienflüge sind teurer und umständlicher, da sie immer eine Zwischenlandung haben.

Schiff

Vom südspanischen Cádiz fährt jeden Samstag um 17 Uhr die Autofähre der Compañía Trasmediterránea in 39 Stunden nach Las Palmas (Rückfahrt immer dienstags). Die einfache Überfahrt kostet ab 222 Euro pro Person, der Transport eines PKW 182 Euro. Bei Reisen im Winter, d. h. in der Hochsaison, müssen Sie frühzeitig Plätze reservieren lassen. Buchung über Reisebüros.

Spanisches Fremdenverkehrsamt

-Internet: www.spain.info

Patronato de Turismo

Mo-Fr 8-15 Uhr, Calle León y Castillo 17, Las Palmas, Tel. 928 21 96 00, Fax 928 21 96 01, www.grancanaria.com

Flughafeninformation

Abflughalle Tel. 928 57 41 17 Flugauskünfte Tel. 928 57 91 38


Die Straßen sind im Allgemeinen gut ausgebaut und sicher. Nur in Las Palmas und Playa del Inglés ist der Verkehr hektisch. Allerdings wird überall dicht aufgefahren. Ärgern Sie sich nicht darüber, verhalten Sie sich lieber defensiv. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerorts liegt bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h und auf der Südautobahn bei 100 bzw. 120 km/h. Promillegrenze: 0,5. Achtung: In Spanien muss eine gelbe Warnweste mitgeführt werden!


Vom zentralen Busbahnhof Estación de Guaguas unter dem Parque San Telmo in Las Palmas fahren die grünen Linienbusse der Global häufig und zuverlässig in die Orte im Inselsüden. Die Ferienzentren werden untereinander zwischen 7 und 23 Uhr alle 15 bis 30 Min. angefahren. Die Linien 30, 50 und 91 sind Schnellbusse, die fast ohne Stopps aus dem Süden nach Las Palmas fahren. Mit Sondertickets (tarjeta insular) spart man 30 bis 70 Prozent des Fahrpreises (Fahrpläne bei den Touristenbüros und im Ticketbüro im Parque San Telmo/Las Palmas, Tel. 902 38 11 10, www.guaguas.com). Im Norden verkehren die Busse seltener. Die Verbindungen sind umständlicher, und Sie müssen Wartezeiten einkalkulieren.


Wildes Zelten ist grundsätzlich verboten. Die öffentlichen Zeltplätze in den Bergen können Sie nur benutzen, wenn Sie eine Genehmigung eingeholt haben durch das Centro Cultural y Medio Ambiente (Domingo J. Navarro 1-3°, Tel. 928 38 41 65, Fax 928 36 71 24).

Deutschland

Mo-Fr 9-12 Uhr, Calle Albareda 3, Las Palmas, Tel. 928 49 18 80, Fax 928 26 27 31

Österreich

Mo-Fr 10-13 Uhr, Hotel Eugenia Victoria, Avda. de Gran Canaria 26, Playa del Inglés, Tel. 928 76 25 00, Fax 928 76 22 60

Schweiz

Mo-Fr 9-13 Uhr, Calle Domingo Rivero 2, Las Palmas, Tel. 928 29 34 50, Fax 928 29 00 70


Reisepass bzw. Personalausweis reichen. Bei Einreise aus EU-Ländern gibt es keine Passkontrolle. Kinder ab 14 Jahren benötigen eigene Ausweise.


Oben ohne wird überall toleriert, FKK ist aber nur im mittleren Abschnitt der Playa de Maspalomas üblich.


Unübersehbar ist, dass die Euroumstellung auf den Kanarischen Inseln die Preise in den Touristikzentren auf deutsches Niveau und noch höher katapultiert hat. Selbst in einer Pizzeria wird eine Familie locker 50 Euro für eine gute Mahlzeit los.


Es gibt keine gefährlichen Tiere auf der Insel. Die Klimaumstellung kann belastend sein. Das größte Risiko birgt die starke Sonne (auch unter Wolken, auch im Winter). Zum Zähneputzen und Kaffeekochen nehmen Sie am besten Mineralwasser. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC), die Ihre Krankenkasse ausstellt, wird man von Ärzten in Ambulatorien und Kliniken, die der Seguridad Social angeschlossen sind, kostenfrei behandelt. Andernfalls sollten Sie eine detaillierte Rechnung verlangen, um sich zu Hause die Auslagen erstatten zu lassen.


Vor allem Hotels, Firmen und Veranstalter informieren ihre Kunden auch im Internet. Sie alle tummeln sich unstrukturiert im Web und sind jeweils nur einzeln über Suchmaschinen zu finden. Unter www.canary-island.com finden Sie umfangreiche Informationen von Hotels bis Sport, auch durch Webcams. www.canarias24.com gibt viele Informationen, u. a. über Unterkünfte. Im Stil einer Onlinezeitung bietet www.wochenspiegel-kanaren.com viele tagesaktuelle Inselinformationen. Auf der Website des Touristenbüros www.grancanaria.com finden Sie allgemeine Informationen zur Insel. www.kanaren-virtuell.de gibt Infos zu vielen Themen - von Flügen bis zu Ferienhäusern. Alle Websites werden auch auf Deutsch präsentiert.

Las Palmas

In Santa Catalina finden Sie viele Internetcafés in den dort verbreiteten Spielhallen, z. B. in der Calle Tomás Miller 65 und Calle Luis de Morote 39 (beide tgl. ca. 12-24 Uhr).

Playa del Inglés

Free Motion, Hotel Sandy Beach, local 9, tgl. 9-21 Uhr, Tel. 928 77 74 79, www.free-motion.net

Puerto Rico

Salón Recreativo New York, am Ende des Einkaufszentrums, tgl. 10.30-23.30 Uhr


Im regen- und wolkenarmen Süden fallen die Temperaturen auch im Winter selten unter 19 Grad und steigen kaum über 24 Grad. Im Sommer werden jedoch häufig wochenlang 30 und mehr Grad gemessen. Die Temperaturen in den Bergen sind niedriger. Oberhalb 500 m kann es nachts und im Winter bei schneidenden Winden oft empfindlich kalt werden. Da die Wassertemperaturen stets zwischen 18 und 23 Grad liegen, lädt das Meer 365 Tage im Jahr zum Baden ein. Beste Reisezeit sind die Monate November bis März.


Über Kabelnetze und Satellitenantennen können in vielen Hotel- und Apartmentanlagen deutsche Fernsehprogramme und eine Reihe internationaler Sender empfangen werden. Die Deutsche Welle sendet 24 Stunden täglich Radioprogramm auf mehreren Kurzwellenfrequenzen. Sun Radio sendet auf UKW 93,6 ein deutschsprachiges Programm, auch Nachrichten. Die deutsche Wochenzeitung Info Canarias bekommen Sie an allen Zeitungsständen.


Mietwagenfirmen sind im Flughafen, in allen Ferienzentren und vielen Hotels vertreten. Ein Kleinwagen kostet ab ca. 20 Euro pro Tag (inkl. Steuern und Vollkaskoversicherung). Geländewagen, Motorräder und Trikes sind erheblich teurer. Um ein Fahrzeug zu mieten, müssen Sie mindestens 21 Jahre alt sein und ein Pfand hinterlegen. Angebote für Mietwagen finden Sie unter www.marcopolo.de.


Sammelnummer: Tel. 112. Dort werden Notfälle (Polizei, Feuer, Ambulanz, Unfall) aufgenommen und weitergeleitet, auch auf Deutsch.


220 Volt Wechselstrom. Es passen die bei uns üblichen zweipoligen Flachstecker.


Taxis sind weiß und haben ein Dachschild mit grüner Leuchte. Alle sind lizenziert und mit Taxameter ausgestattet. Er muss vor jeder Fahrt eingeschaltet werden. Bei Rundfahrten sollten Sie den Preis unbedingt vorher vereinbaren.


Nach Hause telefonieren können Sie in jeder Telefonzelle, die den Vermerk internacional trägt. Ein Drei-Minuten-Gespräch ins Ausland kostet ab etwa 2 Euro. Am preiswertesten ist es aus Telefonzellen ab 20 Uhr.


Auf den Kanaren ist es ganzjährig eine Stunde früher als bei uns.


Die Kanarischen Inseln haben einen besonderen Steuerstatus. Deshalb gelten bei der Rückreise Höchstgrenzen: Sie dürfen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen, 2 l Wein, 50 g Parfum mitnehmen.


Sport und Aktivitäten

Wassersport ist der große Hit

Die besten Plätze für Ihren Lieblingssport und die wichtigsten Adressen und Websites zum Vorabinformieren

Alle Arten von Wassersport stehen auf der Insel an erster Stelle. Biken, vor allem auf den Landstraßen, ist auch bei den Canarios selbst sehr beliebt. Gleiches gilt fürs Wandern. Tennis-, Squash- und Minigolfplätze, die jedermann zugänglich sind, gibt es in allen Urlaubsorten, Fitnessstudios in Puerto Rico und Maspalomas. Frontón, eine Mischung aus Tennis und Squash und dem baskischen jaialai ähnlich, ist bei Einheimischen sehr beliebt. Es gibt Plätze in Puerto Rico und Playa del Inglés.

Wichtige Sportevents sind das international besetzte Fußballturnier in Maspalomas im Januar, bei dem auch Bundesligaclubs antreten, die Windsurfweltcuprennen in Pozo Izquierdo im Juni, das Radrennen Copa del Mundo Anfang Dezember und am letzten Sonntag im Jahr der beliebte Volkslauf Carrera San Silvestre in Maspalomas.

Biken

Gute Kondition ist wegen der Höhenunterschiede und des Klimawechsels Voraussetzung für sportliches Fahren. Auf den wenigen flachen Strecken in Küstennähe schränkt starker Verkehr das Vergnügen ein. Straßenbiker finden gute, flache Strecken nur im Barranco de Agaete im Nordwesten und im Barranco de Arguineguín im Süden. Achtung, Helmpflicht! Mountainbiker haben im Inselsüden einige Reviere, außerdem im Gebiet des Naturschutzparks Pajonales rund um den Embalse Cueva de las Niñas. Weitere Info geben Touristenbüros und örtliche Bikeverleiher, z. B. Happy Biking in Playa del Inglés und Playa Amadores. Dort kosten Fahrräder ab 7,50 Euro pro Tag (inkl. Helm, Karte, Reparaturkit). Tagestouren werden ab 42 Euro angeboten (Tel. 928 76 68 32, Hotel Ifa Continental, Avda. Italia 2, Tel. 928 76 68 32, Playa Amadores).

Golf

Mehrere 9- und 18-Loch-Golfanlagen laden das ganze Jahr hindurch zum Putten und Schlagen ein. Alle verfügen über Driving Range, Clubhaus, Golfschule und Shop. Der Real Club de Golf de Las Palmas von 1891 ist der älteste Club auf dem Archipel. Er liegt hoch in den Bergen bei Santa Brígida in traumhafter Umgebung. Zum Spielen ist keine Clubmitgliedschaft, aber Platzreservierung nötig (Greenfee 76 Euro, Tel. 928 35 01 04, www.realclubdegolfdelaspalmas.com). Der Campo de Golf Maspalomas ist flach. Auch hier muss man nicht Mitglied sein, aber im Winter ist eine Platzreservierung nötig (Greenfee 75 Euro, tgl. 8-19 Uhr, Avda T. O. Neckermann, Tel. 928 76 25 81, Fax 928 76 82 45, www.maspalomasgolf.net). Hügelig ist die an der GC 1 nach Arguineguín gelegene Anlage Salobre Golf (Greenfee 88 Euro, tgl. 10-18 Uhr, Ausfahrt Salobre Golf, Tel. 928 01 01 03, Fax 928 01 01 04, www.salobregolfresort.com). Die neue 9-Loch-Anlage Anfi Tauro Golf steigt leicht zur Talmitte an und überzeugt durch niedrige Preise und wenig Andrang. Handicap-Pflicht (Greenfee 18 Euro, tgl. 9-18 Uhr, Valle de Tauro, am Ende der GC 1, Tel. 928 12 88 40, www.anfitauro.es).

Segeln

Segeln hat Tradition auf den Kanarischen Inseln. Hobbysegler finden Charteryachten in Puerto de Mogán und Playa del Inglés. Renommierteste Segelschule ist Overschmidt in Puerto Rico. Es gibt Kurse (ab 202 Euro) zur Erlangung aller Scheine, Mietjollen kosten 19 Euro pro Std. (Puerto Escala, Tel. und Fax 928 56 52 92, www.segelschule-grancanaria.de).

Tauchen

Tauchschulen bieten Kurse und Exkursionen in die faszinierende Welt des Meeres an. Während Schnorchler selbst in Strandnähe kleine Fische zu sehen bekommen, können Taucher mit Sauerstoffflaschen (Scubataucher) in Begleitung auch Barrakudas und Thunfische erleben. Der Fischreichtum ist groß, die Unterwasserfauna abwechslungsreich. Die deutsche Tauchschule Náutico in San Agustín bietet Kurse für Anfänger bis zum Trainerschein (Grundkurs 225 Euro, IFA Interclub Atlantic, Calle Los Jazmines 2, Tel. 928 77 81 68, Fax 928 77 87 74, www.tauchschule-nautico.com). PADI-Kurse und Exkursionen zu Wracks, Riffen, Höhlen und Nightdives bietet Top-Diving (eigene Dekompressionskammer) in Puerto Rico an (Tauchkurse ab 115 Euro, Puerto Escala, Tel. 928 56 06 09, www.topdiving.net). Das Hotel Club de Mar ist Kontaktadresse für Tauchfreunde in Puerto de Mogán (Tel. 689 35 20 49), in Arguineguín wendet man sich ans Dive Center (Tel. 928 73 61 96).

Wandern

Jahrhundertelang verbanden nur die caminos reales (öffentliche Wege, die direkt der Krone unterstanden) die schwer zugänglichen Dörfer. Mit Einführung der Asphaltstraßen gerieten sie in Vergessenheit. Erst durch den Tourismus erinnerte man sich ihrer. Viele sind inzwischen freigelegt und befestigt worden, einige auch leidlich mit Wegzeichen versehen. Aber nur Inselkundige sollten sich allein aufmachen, man verläuft sich nämlich sehr leicht. Eine bequeme Straßenwanderung fast ohne Autoverkehr führt von Agaete aus ins Valle de Agaete und zurück. Wanderungen mit dem Grupo Montañero Mogán, einer nicht kommerziellen Gruppe wanderbegeisterter Leute aus ganz Europa, schaffen schnell Freundschaften mit unterschiedlichen Menschen. Die Gruppe unternimmt jeden Sonntagmorgen von Arguineguín aus eine Tagestour auf den schönsten Wanderstrecken der Insel (Info und Anmeldung, auch auf Deutsch, Tel. 928 73 53 26).

Wellenreiten

Wellenreiter finden nur wenige gute Spots. Der beste liegt am Südende des Las-Canteras-Strandes in Las Palmas. Dort tummeln sich auch gelegentlich die Bodysurfer.

Windsurfen

Da der Nordostpassat zuverlässig Gran Canarias Küsten bestreicht, ist Windsurfen traditionell der Wassersport Nummer eins an den Stränden. Leihboards kosten in den Shops zwischen San Agustín und Puerto Rico ab 40 Euro pro Std. Im Winter fährt man weiter im Süden (Stärke 3-6) besser. Anfänger haben es dann leichter, vor allem in geschützten Buchten wie der von Puerto Rico. Boards hat Overschmidt (am Hafen). Cracks finden im Sommer im Norden (Stärke 5-9) gute Bedingungen. Bester Surfspot ist Pozo Izquierdo (Wind stets 6+). Dort trainiert auch der zwölfmalige Weltmeister Björn Dunkerbeck, dessen Surfschule etwas weiter südwestlich in Playa del Águila liegt. In seinem Windsurfingcenter gibt's Leihbretter (50 Euro pro Tag) und Service (Anfängerkurse 175 Euro, rechts vom Parkplatz, Tel. 678 89 39 98, www.dunkerbeck-windsurfing.com). In der Siedlung Bahía Feliz hat die deutsche Windsurfschule Mistral ihren Stützpunkt (Einsteigerkurs 165 Euro, Leihbretter 120 Euro für 3 Tage, Playa de Tarajalillo, Tel. und Fax 928 15 71 58, www.club-mistral.com).


Stichworte

Dünen, Schnee und Carnaval

Manches aus Geschichte und Gegenwart Gran Canarias überrascht

Altkanarier

Viel weiß man nicht von den Ureinwohnern der Kanaren. Sie besiedelten den Archipel wohl erst im 3. Jh. v. Chr. und entstammten sehr wahrscheinlich hellhäutigen Berberstämmen aus Nordafrika. Rasch verloren die Inseln den Kontakt untereinander. Bootsbau war unbekannt, gefischt wurde nur von Land aus. Die Altkanarier waren vor allem Bauern, die Ziegen und Schafe hielten und Gerste anbauten, aus der sie Gofiomehl, ihr Grundnahrungsmittel, gewannen. Auf Gran Canaria etablierten sich zwei Königreiche, eines im Nordwesten mit Gáldar als Sitz, eines im Nordosten um die Siedlung Telde. Beherrscht wurden sie von guanartemen (Königen), die einer schmalen Adelsschicht entstammten und von den Priestern bestätigt werden mussten. Das Volk lebte vor allem in Höhlen, nur höher gestellte Familien bewohnten auch Steinhütten. In Felsenhöhlen und -nischen wurden auch die oft mit viel Geschick mumifizierten Toten bestattet. Als die Spanier 1478 an Land gingen, regierten auf Gran Canaria Tenesor Semidan in Gáldar und Doramas in Telde. Nach fünfjährigen Kämpfen wurden sie besiegt. Doramas fiel 1481 in der Schlacht. Seine Getreuen stürzten sich der Legende nach von der Fortaleza de Ansite, einem gewaltigen Felsblock bei Santa Lucía, in den Tod. Tenesor Semidan wurde gefangen genommen und ließ sich taufen. Die stark dezimierten Altkanarier gingen bald in der Bevölkerung der Eroberer auf.

Bananen

Gran Canaria bietet Bananenpflanzen ein ideales Klima. Deshalb gibt es auch schon seit gut 100 Jahren riesige Plantagen auf der Insel. Im Norden bei Arucas und im Süden bei Arguineguín bedecken Hunderttausende der dicht an dicht stehenden Stauden weite Landstriche. Schauen Sie sich mal eine von nahem an: Jede der großblättrigen Pflanzen entwickelt in ihrer fünf Monate dauernden Lebensspanne eine riesige lila Blüte, aus deren Fruchtstand sich die Bananenfrüchte entwickeln. Nach der Ernte schlagen Arbeiter die Stämme ab, während bereits junge Pflanzen aus dem Boden sprießen. Kanarische Bananen sind kleiner als ihre mittelamerikanischen Schwestern und wesentlich schmackhafter. Am besten kauft man sie auf dem Wochenmarkt in Las Palmas.

Carnaval

Brasilianische Rhythmen auf Gran Canaria, Rio in Las Palmas - das sind keine leeren Worte. El carnaval hat nur wenig mit unserem Karneval gemein. Er ist eine Fiesta der Phantasie und Sinne, in der die Canarios die engen Normen ihrer konservativ-traditionellen Gesellschaft einmal im Jahr über Bord werfen. Monatelang laufen die Vorbereitungen für die Festwochen, die stets im Februar und März liegen. Es werden carrozas (Festwagen) gebaut und dekoriert, Kostüme geschneidert, Masken und Verkleidungen gebastelt. Alles ist erlaubt, jeder kann seinen Wünschen freien Lauf lassen. Jeder Ort hat seine murgas, verkleidete Spaßmachergruppen, die während der desfiles, der Umzüge, tanzend und lärmend durch die Straßen ziehen und einander an Verrücktheit und Lautstärke zu überbieten suchen. Los geht's meist erst abends, und gefeiert wird die ganze Nacht - wochenlang. Kinder und Alte sind mit von der Partie, wenn sich die Dorfplaza in einen Hexenkessel verwandelt. Agüimes ist das Zentrum des ländlichen Karnevals. In Las Palmas sind die Umzüge aufwändiger. Die Wahl der reina del carnaval (Karnevalskönigin) wird live im Fernsehen gezeigt, die Kostüme der Aspirantinnen kosten oft so viel wie ein Mittelklassewagen. Jeder Karnevalstag endet mit dem mogollón, dem Abtanzen nach Latinorhythmen, das oft bis in den frühen Morgen dauert. Die Kinder haben ihren eigenen Umzug und ihre eigene Königin. Grandioser Abschluss des Carnaval ist der entierro de la sardina - das Begräbnis der Sardine. Warum ein Fisch zu Grabe getragen wird, weiß niemand. Noch einmal gibt es einen farbenprächtigen Umzug, bei dem eine gewaltige Pappsardine durch die Straßen gezogen wird. Zum Schluss explodiert sie in einem Feuerwerk aus Lichtbögen, Raketen und Knallkörpern. An allen Aktivitäten können Urlauber teilhaben; Informationen und Daten haben die Touristenbüros.

Dromedare

Es ist ein tolles Bild, wenn die Dromedare bei Maspalomas in einer langen Karawane durch die weite Dünenlandschaft ziehen. Die Tiere gehören zu den großen Touristenattraktionen. Wohl schon mit den ersten Europäern kamen die einhöckrigen Asketen nach Gran Canaria. Als ideale Arbeitstiere - sie kommen wochenlang ohne Wasser aus und schleppen klaglos schwere Lasten - wurden sie vielfältig eingesetzt. Obwohl ihre Karriere mit der Einführung von Maschinen beendet schien, erlebten die Dromedare durch den Tourismus eine Renaissance. Täglich setzen sich Hunderte Urlauber in die grünen Sättel rechts und links der Höcker, um sich von den urigen Viechern durch die Gegend schaukeln zu lassen. Es gibt drei Dromedarstationen auf der Insel. Unterhalb Fatagas werden Dromedare auch gezüchtet und können mit ihren Jungtieren aus der Nähe besichtigt werden.

Dünen

Die weißgolden flirrenden Dunas de Maspalomas bieten ein ganz besonderes Naturerlebnis. Bis zu 12 m hoch türmen sich die Sandwälle auf. 1,5 km weit stoßen sie an ihrer breitesten Stelle ins Landesinnere vor. Diese 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, sind seit 1987 als »Naturlandschaft von nationalem Interesse« unter Schutz gestellt. Sie bestehen nicht, wie viele vermuten, aus Flugsand der nur 200 km entfernt liegenden Sahara, sondern fast ausschließlich aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk. Und sie wandern. Im Schneckentempo kriechen die Dünen 2 bis 5 m pro Jahr in Richtung Westen, immer wieder neu geformt und gezeichnet vom steten Passat. Erst mit größerer Entfernung zum Meer stoppen stärkerer Pflanzenwuchs und abflauender Wind diese Bewegung.

Höhlen

Noch heute kann es passieren, dass ein Hausbesitzer in Artenara einfach zum Presslufthammer greift, wenn er den Wohnraum für seine Familie vergrößern will. Wie vor 1000 Jahren leben viele Bewohner des Ortes hoch in den Bergen nämlich immer noch in Höhlen. Und bei Bedarf meißeln sie sich ein neues Zimmer aus dem weichen Tuffstein. Nicht mehr wie zu Urgroßvaters Zeiten, als man mit Hacken und Messern dem Fels zu Leibe rückte. Doch im Prinzip hat sich wenig verändert. Strom und Wasser gibt's natürlich. Aber auch jetzt noch darf man nicht zu tief in den Fels graben, weil sonst Feuchtigkeit austritt. Den großen Vorteil einer Höhle, dass sie im Winter warm und im Sommer kühl ist, wissen ihre Bewohner immer noch zu schätzen. Schon die Altkanarier gruben sich mit Steinen Wohnhöhlen aus den Vulkanwänden, bestatteten ihre Toten in Höhlen, nutzten sie als Speicher oder Kultplätze, wie es der Cenobio de Valerón eindrucksvoll zeigt. Viele Grab- und Wohnhöhlen gibt's außerdem im Barranco de Guayadeque bei Agüimes.

Lucha Canaria

Die Lucha Canaria, den kanarischen Ringkampf, gab es schon zur Zeit der Altkanarier. Sie wird nur auf den sieben Inseln des Archipels betrieben. In einem Kreis von ungefähr 15 m Durchmesser, der mit Sägespänen oder Sand ausgelegt ist, treten zwölf Kämpfer zweier Teams paarweise gegeneinander an. In Ausgangsposition - vornübergebeugt einander zugewandt und das aufgekrempelte Hosenbein des Gegners mit der linken Hand umklammernd - beginnt der maximal drei Minuten dauernde Kampf. Mit verschiedenen Ringergriffen versuchen die luchadores, den Gegner auszuhebeln und zu Boden zu werfen. Gelingt dies, ist der Kampf vorbei. Es sind nicht nur Gewicht, sondern auch Technik und Schnelligkeit ausschlaggebend. Wer seinen Gegner in drei Kämpfen zweimal bezwingt, gewinnt. Die Mannschaft mit den meisten Siegen entscheidet den Wettbewerb für sich. Die Lucha Canaria hat zwar ihren Spitzenplatz im Sport an den Fußball verloren, dennoch ist das Interesse der Canarios noch immer groß. Wichtige Turniere werden ausführlich im Fernsehen übertragen. Große Kämpfer sind sehr angesehen und verdienen mit ihrem Können viel Geld. Kämpfe finden, übers Jahr verteilt, in vielen Orten statt. Tipps und Termine für den Besuch einer Lucha Canaria haben die Touristenbüros.

Schnee

Eigentlich ein absurdes Thema für eine Insel vor Afrikas Küste, sollte man meinen. Doch schneit es in Gran Canarias Cumbre, der schroffen Bergwelt rund um den 1949 m hohen Pico de las Nieves, im Schnitt alle zwei, drei Jahre. Das ist jedes Mal eine Sensation. Die Tageszeitungen schreiben darüber auf den Titelseiten, das Lokalfernsehen schickt Teams in die Berge, Fotografen schießen Bilder von verschneiten Hängen, havarierten Autos und wie mit Zuckerguss belegten Tannen. Am Wochenende machen sich die Canarios zu Tausenden auf den Weg, um die weiße Pracht live zu sehen. In der Cumbre stauen sich die Wagen, und oben sieht man dick vermummte Familien begeistert durchs Gelände stapfen. Man schlägt Schneeballschlachten, baut Schneemänner, an Ständen mit heißer Schokolade stehen die Leute Schlange. Ein fröhliches, übermütiges Treiben, an das alle noch lange zurückdenken.

Virgen del Pino

Anfang September findet in Teror an zwei Tagen die Romería Virgen del Pino statt, die »Wallfahrt der Jungfrau von der Pinie«, die größte der Kanaren. Hintergrund ist eine Legende, nach der altkanarische Hirten in der Nacht zum 8. September 1481 in der Gegend eine Marienerscheinung hatten und kurz darauf eine Figur der Muttergottes in besagter Pinie entdeckten. Eine Kapelle wurde errichtet, Pilger kamen, der Wallfahrtsort Teror entstand. Neben der feierlichen Prozession, in der die hochverehrte und reich geschmückte Marienstatue jedes Jahr aus der Kathedrale und durch die Straßen Terors getragen wird, ist vor allem die Fiesta am Tag davor ein tolles Ereignis. Aus allen Dörfern Gran Canarias, aber auch von anderen Inseln, kommen Abordnungen in typischen Trachten mit herrlich dekorierten Festwagen, um der Heiligen Jungfrau zu huldigen. Diese carrozas tragen schwer an den Opfergaben, die typisch für den jeweiligen Ort sind und später an Bedürftige verteilt werden. Danach klingt der Tag in einem bunten Volksfest aus, das die ganze Nacht dauert. Es gibt Karussells und Stände mit Leckereien.

Wasser

Eine Insel, über der ewig die Sonne scheint, hat auch eine Kehrseite: den Mangel an Wasser. Früher gab es Flüsse auf Gran Canaria, dichte Lorbeerwälder zogen Feuchtigkeit aus den Passatwolken, Brunnen versorgten die Bauern. Nun sind die Bäume abgeholzt, die Brunnen versiegt, nur ein Flüsschen fließt noch auf der Insel. In riesigen Stauseen, die meist bedrohlich leer sind, wird Regenwasser gesammelt. Meerwasserentsalzungsanlagen versorgen die Feriengebiete, Brauchwasser wird recycelt. All das kostet viel Geld und Energie. Daher hier eine Bitte, die nicht oft genug wiederholt werden kann: Vergeuden Sie kein Wasser!

Wein

Weinbau hat eine lange Tradition auf den Kanaren. Wohl bereits im 15. Jh. gelangten die ersten Rebstöcke von Kreta aus nach Gran Canaria. Und bald schon rissen sich die europäischen Königshäuser um die Tropfen aus der schweren Malvasíatraube, denen sogar Shakespeare Tribut zollte, als er seinen Falstaff jubeln ließ: »Welch wunderbarer Nektar, der das Blut durchdringt und parfümiert!« Viel ist von dieser Pracht nicht geblieben. 500 ha Weinberge gibt es noch an den Hängen des Monte Lentiscal. Doch es lohnt sich, in einer der kleinen Bodegas vorbeizuschauen und dabei eine der raren Flaschen Del Monte zu erstehen, erdigen, fruchtig-trockenen blanco (Weißwein), tinto (Rotwein) oder den bernsteinfarbenen moscatel. Traubenernte ist im September.


Angesagt

Angesagt!

Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten auf Gran Canaria

Ich bin drin

Videospiele sind auch hier der Hit. Da aber die wenigsten Jugendlichen einen PC haben, trifft man sich mit Freunden in Cybercafés, um im Internet mit- und gegeneinander zu spielen - am liebsten den ganzen Abend.

Kanarische Musik

Dauerbrenner in Sachen Folk sind die Los Sabandeños. Die CD Antologia versammelt ihre größten Hits. Latinofans begeistert die CD Corazón Mexicano der Folkloregruppe Parranda de Cantadores. Die Compilation-CD Latinas bringt einen aktuellen Querschnitt aus beliebten Musikrichtungen.

Sport

Fußball ist der Topsport für Jungen - auf dem Platz und vor dem Fernseher. Spielen Real Madrid oder Barcelona, sind die Straßen wie leer gefegt. Seit Miguel Induraín gilt ein gutes Rennrad und Profioutfit bei Jugendlichen als sexy. Die halbe Insel quält sich am Wochenende die Bergstraßen hoch.

Knatternde Kisten

Quads, eine Kreuzung aus Trecker und Strandbuggy, haben bei der Jugend das Moped als Statussymbol abgelöst. Selbst in entlegenen Dörfern röhren die flinken Kisten noch durch die engsten Gassen.

Kreativ

Wie wichtig auch den jungen Canarios ihre Identität ist, zeigt sich in Hunderten Figuren, die in den Dörfern, vor allem aber in fast jedem Kreisverkehr zu sehen sind. Ortsansässige Künstler haben sie nach Motiven aus dem traditionellen Leben geschaffen. Die oft sehr witzigen Skulpturen stellen zum Beispiel stilisierte Fische, Eidechsen oder Mobiles dar.

Party machen

Es gilt auf den Kanaren als cool, erst ab 2 Uhr morgens die Nacht zu beginnen. Da das Geld meist knapp ist, feiern viele junge Leute freitags und samstags, vor allem in Las Palmas, gern auf öffentlichen Plätzen und natürlich am Canteras-Strand. Hochprozentiges wird von zu Hause mitgebracht, Musik wummert aus den Autostereoanlagen.


Ausflüge und Touren

Zwischen Himmel und Meer

Einmal rund um Gran Canaria

Auf der Südautobahn geht es Richtung Las Palmas. Folgen Sie vor der Stadt der neuen Umgehung GC 3 und später GC 23 Richtung Gáldar bis zur GC 2. Von der nördlichen Küstenschnellstraße GC 2 haben Sie einen schönen Blick zurück auf die Hauptstadt und den Hügel der Isleta. Die Küste ist zerklüftet, der Ozean brandet mit Wucht an das strandlose Ufer. Da der Verkehr nach Guía und Gáldar stark und die Insel hier recht zersiedelt ist, sollten Sie gleich weiterfahren.

Durch die wilde Cumbre

Von Playa del Inglés geht es durch San Fernando auf der GC 60 hinauf in die Cumbre. Der Barranco de Fataga zeigt sich in dürrem Ocker. Nach dem Besuch des Mundo Aborigen und des Parque Arqueológico fahren Sie auf der gewundenen Straße über einen Pass (Aussichtsplattform) und wieder ins Tal hinab nach Fataga, dem malerischsten Dorf der südlichen Cumbre. Kurz davor liegt links ein Dromedargehege, das Ausritte anbietet.


Bloß nicht

Bloß nicht!

Auch auf Gran Canaria gibt es Touristenfallen und Dinge, die Sie vermeiden sollten

Ungeschützter Sex

Befragungen von Touristen unter 26 Jahren ergaben, dass 50 Prozent im Urlaub auf den Kanarischen Inseln Sex mit einem neuen Partner haben. Untersuchungen zeigen, dass dadurch das Risiko, sich mit HIV und anderen Krankheiten zu infizieren, stark steigt. Handeln Sie also verantwortlich, und schützen Sie sich und andere!

Auf Kaufangebote hereinfallen

Aggressive Werber versuchen, Touristen unseriöse Urlaubspakete zu verkaufen. Früher Timesharing genannt, kommen sie jetzt leicht verändert als »Holidaypacks«, »Urlaubsclubs« etc. daher. Die so angepriesenen angeblichen Luxusferien entpuppen sich dann als minderwertige Billigangebote. Oft werden schon als Einstieg Tausende Euro verlangt. Lassen Sie daher stets die Finger davon!

Gefälschte Markenware kaufen

Uhren, elektronische Artikel und Markenmode sollten Sie nur in Kaufhäusern und Geschäften erwerben. Bei Schnäppchen auf Basaren und Flohmärkten handelt es sich so gut wie immer um Fälschungen. Der deutsche Zoll kann diese bei Kontrollen einziehen und ein Bußgeld verhängen.

Kriminalität unterschätzen

In Las Palmas und Touristenzentren werden Mietwagen aufgebrochen und Wertsachen am Strand oder im Hotel geklaut. Lassen Sie deshalb nichts im Auto liegen und Wertsachen auch nicht unverschlossen im Hotelzimmer oder Apartment! Besser in den Safe damit oder bei der Rezeption abgeben. Das gilt auch für den Zimmerschlüssel.

An Werbefahrten teilnehmen

Arglose Touristen werden von Prospektverteilern geködert, an kostenlosen Inselrundfahrten mit Einladung zu Kaffee und Kuchen teilzunehmen. Dabei werden den Gutgläubigen überteuerte, oft minderwertige Waren wie Rheumadecken aufgedrängt. Machen Sie solche Ausflüge nicht mit!

Sich in Restaurants abzocken lassen

Brot gehört in Spanien zu jedem Essen. Früher war das umsonst. Heute wird es kommentarlos auch ohne Bestellung serviert… und kassiert. Generell gilt: Wenn Sie berechtigterweise unzufrieden sind, verlangen Sie die hojas de reclamación (Beschwerdeblätter), die jedes Restaurant haben muss und die vom Staat kontrolliert werden. Dort können Sie Ihre Kritik aufschreiben.


Einkaufen

Keramik, Käse und Calado

Hübsches, Leckeres, Ausgefallenes und Nützliches können Sie überall auf Gran Canaria entdecken

Wer Strohhüte, Anhänger, Tücher und T-Shirts mit »Gran Canaria«-Schriftzug sucht, wird in jedem Souvenirladen fündig. Diese Mitbringsel gehören zu den beliebtesten Andenken an die Sonneninsel. Auch die bunten Strelitzien, die hier gezogen werden, finden viel Interesse. Mit Pflanzensamen, z. B. denen des berühmten Drachenbaums, die es in Tüten zu kaufen gibt, wird zu Hause kanarische Flora zum Leben erweckt. Leder- und Textilwaren kommen meist aus Afrika oder Fernost und sind üblicherweise von minderer Qualität. Angebliche Markenmode auf Basaren und Märkten entpuppt sich oft als Fälschung. Die Ferienorte sind darüber hinaus voller Geschäfte, die Elektronikartikel führen. Grundsätzlich zu bedenken ist aber, dass Kameras, CD-Player oder Telefone bei Ihnen zu Hause fast immer billiger sind. Zusätzlich gibt es ein Problem bei Garantieleistungen, wenn diese nicht weltweit gelten. Billigmarken muss man beim ersten Defekt wegwerfen.

Vom Freihandelsstatus der Kanaren profitieren Käufer von Tabakwaren, Spirituosen und Parfüms. Besonders Zigaretten sind billiger.

Mit Gran Canaria hat das alles aber wenig zu tun. Kanarische artesanía (Handwerkskunst) ist vielfältig, aber nicht überall zu bekommen. Am einfachsten macht man es sich mit einem Besuch der mercados. In vielen Orten werden einmal in der Woche Marktstände aufgebaut. Dort bekommen Sie Lebensmittel, Obst und Gemüse, aber auch Keramik, Stickereien und Geflochtenes. Es ist nicht immer leicht, echte Handarbeit von Fabrikware zu unterscheiden; die wenigen Kunsthandwerker alter Tradition sind auf Wochenmärkten überdies nicht vertreten. Es sind oft schon betagte Herrschaften, die in abgelegenen Dörfern vor sich hin werkeln. Denn trotz aller Bemühungen der Inselregierung, kanarische artesanía zu fördern, finden sich nur wenige junge Leute bereit, die überlieferten Techniken zu erlernen. Diese werden in eigens von den Behörden eingerichteten Ausbildungsstätten von den Altmeistern selbst unterrichtet.

Das Töpferhandwerk hat eine lange Tradition. Cerámica ist auch heute noch in jedem Haushalt in Gebrauch. Sie wird auf den Kanaren ohne Töpferscheibe geformt. Aus braunem oder grauem Ton rollt der Künstler lange Würste. Diese werden Ring für Ring auf dem mit Vulkanasche bestreuten Arbeitsplatz übereinander gelegt. So kann der Töpfer den Ton drehen und baut Schalen und andere Gefäße auf, glättet Unebenheiten mit Flusskieseln, verstreicht die Fugen mit Wasser, setzt Verzierungen ab. In uralten Brennöfen trocknen die Produkte. Farben werden hinterher aufgetragen, dann aber uni, denn kanarische Keramik ist schlicht und ohne Dekors. Rustikale Gebrauchsgüter mit großem Charme entstehen so: Siebe, Krüge, Vasen, Knoblauch- und Zwiebeltöpfe, Karaffen, Schüsseln im Wagenradformat ebenso wie Puppengeschirr.

Nirgendwo können Sie die Vielfalt typischer cerámica besser kennen lernen als in den Geschäften der Fedac in Las Palmas und Playa del Inglés. Die staatliche Stiftung fördert Kunsthandwerker und verkauft deren Produkte - stets mit Gütesiegel und zu einem fairen Preis, denn die Fedac selbst verdient nichts am Verkauf. Besonders groß ist die Auswahl in der Hauptstadt. Dort demonstrieren auch artesanos ihr Geschick live, indem sie im Studio des Ladens töpfern, weben, schnitzen und sticheln.

Aber es gibt auch andere Traditionshandwerke. Kunstvolle Spitzendecken und -tücher (encaje) sowie Stickarbeiten (bordado) - vor allem als Hohlsaum (calado) - haben hohe Qualität. Die besten kommen aus Ingenio. Dort ist dem kleinen Museo de Piedras y Artesanía Canaria eine exzellente Stickereischule angeschlossen, in der Sie den Elevinnen bei der komplizierten Arbeit zusehen und Hemden, Blusen, Bettwäsche und vieles mehr erwerben können.

Einige Teppichweber arbeiten in abgelegenen Bergdörfern wie Acusa Seca, wo eine junge Frau in einer verlassenen Höhlensiedlung ihren Webstuhl aufgestellt hat. Oder in Teldes Altstadt, in der eine Weberin mit Naturfarben aus Pflanzenextrakten experimentiert, mit denen sie auch ihre Jacken und Decken einfärbt.

Einst trug ihn jeder echte Mann mit sich herum - den cuchillo canario, ein mit kunstvoll gedrechseltem Griff verziertes Messer. Seitdem ein BMW oder Geländewagen als Statussymbol dient, bekommt man die in Guía gefertigten Dolche jedoch kaum noch zu Gesicht. Doch für feine Holzarbeiten ist der Ort im Inselnorden immer noch bekannt. Da die früher verwendete harte kanarische Pinie nun unter Naturschutz steht, werden die Gegenstände heutzutage - vom Schmuckkästchen bis zum ausgewachsenen Wassertrog - aus den hellen Hölzern tea und riga hergestellt.

Nicht zu vergessen sind auch die überaus komplizierten Flechtarbeiten. Sie werden aus dem Blattwerk der Kanarischen Dattelpalme gemacht. Deren Wedel eignen sich für feinstes Flechtwerk, für das die grasgrünen Blätter getrocknet, gespleißt und zurechtgestutzt werden. Ein langwieriger Prozess, zumal auch die Nähte aus haardünnen Palmfäden bestehen und Verzierungen aus den weißen Fasern des Blattansatzes eingewebt werden. So entstehen, vor allem in Ingenio, Taschen, Hüte, Matten und Brotkörbe von liebenswerter Schlichtheit.

Besonders originell und von »geschmackvollem« Erinnerungswert sind Souvenirs, die Sie verzehren können. Turrón aus Teror, eine süße, dem Türkischen Honig ähnliche Köstlichkeit, wird dort in verschiedenfarbigen Rollen an kleinen Straßenständen verkauft. Ron con miel, Honigrum aus Arucas (beste Marke: Indias) ist ein hochprozentiges Mitbringsel für Sie selbst und andere. Bienmesabe, das feine kanarische Dessert, gibt es auch im Supermarkt in guter Qualität (Marke: Tejeda), und Feinschmecker sollten nicht versäumen, einen queso de flor aus Guía mitzunehmen, am besten direkt vor Ort gekauft.


Essen und Trinken

Tafeln wie die Canarios

Gofio, Fisch und scharfe Soßen bilden das Rückgrat der kanarischen Küche

Der Koch tischt auf: potaje canario, eine herzhafte Gemüsesuppe, und gofio escaldado, mit Maismehl angedickten Fischsud. Brot und eine Flasche Firgas-Mineralwasser werden gereicht - buen provecho! Am guten Appetit soll's nicht fehlen. Nur schade, dass es in Touristenrestaurants selten so typisch zugeht wie im Grutas de Artiles in Santa Brígida; sind doch die fein zubereiteten Traditionsgerichte der beste Einstieg ins kanarische Leben. Einfach, aber stets mit Pfiff, das war schon immer das Motto der Insulaner. Kein Wunder, galt es doch bereits für die Altkanarier, aus fast nichts mehr als nur etwas zu machen. Täglich ratterten die Wassermühlen in den Bergen, zermahlten dottergelbe, gebrannte Maiskörner, die in großen Säcken an der Wand lehnten. Ein unscheinbares, beigefarbenes Pulver rieselte heraus, Grundnahrungsmittel eines ganzen Volkes: gofio. Ob aus Gerste, Weizen oder Mais, Gofiomehl war stets verfügbar, lange lagerfähig, universell zu gebrauchen und proteinreich. Es wurde zu Brot und Tortillas verbacken, in Suppen und Soßen verrührt und zu Fisch und Fleisch verzehrt.

Noch heute sind Eintöpfe und Suppen, angereichert mit den Resten anderer Mahlzeiten, das Rückgrat der cocina casera, der kanarischen Hausmannskost, die in einfachen Lokalen gern bestellt wird.

Vor allem mittags, also zwischen 13 und 15 Uhr, treffen sich dort die Arbeiter, um preiswert zu essen. Optische Finessen und polierter Service sind dabei unwichtig. Schnell soll's gehen, das Weißbrot muss frisch, die Größe der Portionen anständig sein. Fisch wird meist a la plancha zubereitet, das heißt einfach auf beiden Seiten in Olivenöl gebraten. Dabei ist es egal, ob nun vieja (Papageifisch), caballa (Makrele), sama (Zahnbrasse) oder cherne (Wrack- oder Zackenbarsch) auf der Karte stehen - fangfrisch sind die kanarischen Meerestiere garantiert.

Die cocina casera ist auch ein Spiegel der Zeit, als die Kanaren Drehkreuz zwischen den Welten waren. Yams aus Afrika, Süßkartoffeln aus Südamerika, Safran aus der Mancha finden sich auch in aktuellen Gerichten. Der karibische arroz a la cubana - eine Kreation aus Reis, Tomatensoße, gebackenen Bananen und Spiegelei - ist ein beliebtes Essen in einheimischen Lokalen. Nur renommierte Restaurants wie Las Grutas de Artiles in Santa Brígida erlauben es sich dagegen noch, ihren Speiseplan um Traditionsgerichte wie Kresse- und Distelsuppe und carajacas zu bereichern, Gerichte, die oft an die Saison der Zutaten gebunden sind und aufwändig zubereitet werden müssen. Denn auch auf den Kanaren gilt inzwischen das Gebot des schnellen Umsatzes, weshalb in den Ferienzentren lieber mit schlechter paella Kasse gemacht wird.

So ausgiebig das Mittagessen, so spartanisch ist das Frühstück. Morgens gilt es, die Kühle des Vormittags zum Arbeiten zu nutzen. Da ist vielen schon ein café solo (Espresso) oder cortado (mit etwas Milch) genug, der oft nicht einmal zu Hause, sondern im Stehen in einer Cafeteria hinuntergekippt wird. Beim bocadillo, dem mit Schinken oder Käse belegten Brötchen, das jeder Barmann zubereitet, werden kurz die letzten Neuigkeiten ausgetauscht - ta luego, und raus geht's.

Verirren sich Touristen abends mal in ein einheimisches Restaurant, bleiben sie auch da meist unter sich. Wenn sich bei uns zwischen 18 und 20 Uhr die Bäuche füllen, nimmt man in Spanien die merienda zu sich, einen Snack aus Tapas beispielsweise, der Appetit auf mehr macht. Erst zwischen 21 und 22 Uhr, wenn die Temperaturen wieder angenehm sind, kommen die Canarios im Kreise der Familie zum Abendessen zusammen.

In guten Lokalen bekommen Sie kanarische Spezialitäten mit langer Tradition. Cherne al cilantro (Wrackbarsch mit Koriander) oder en escabeche (in scharfer Tunke), conejo en salmorejo (Kaninchen in Lorbeerbeize) und baifito en adobo (Zicklein in Knoblauchsoße) sind Spitzengerichte der kanarischen Küche.

Der Küchenchef des Las Grutas de Artiles macht sich noch in die schmale Weinregion der Insel auf, um sich rechtzeitig zu Erntebeginn einige Fässer Del Monte zu sichern. Gran Canarias Wein begeisterte einmal die Königshäuser Europas und treibt noch immer manchem Kenner Tränen in die Augen, auch wenn Spaniens Festlandsweine längst die Vorherrschaft übernommen haben. Zum Wein schmeckt der queso de flor, der herrliche Käse aus Guía, dessen Geheimnis, die Beigabe von Artischockensaft, ihn zum besten der Kanaren macht - buen provecho!


Feste und Events

Feste, Events und mehr

Kanarische Feste sind bestimmt von Religion, Folklore und Fiestataumel

Das ganze Jahr über findet irgendwo auf der Insel eine Prozession statt, wird eines Heiligen gedacht, werden Bauernfeste begangen. Hintergrund sind oft religiöse Ereignisse. Das hindert die Canarios nicht daran, ausgelassen zu feiern, sich bis in den frühen Morgen zu amüsieren.

1. Jan.

Año Nuevo (Neujahr)

6. Jan.

Los Reyes (Dreikönigstag)

19. März

San José (Josephstag)

März/April

Viernes Santo (Karfreitag) - während der Semana Santa (Karwoche) prächtige Prozessionen in vielen Orten

1. Mai

Día del Trabajo (Tag der Arbeit)

30. Mai

Día de las Islas Canarias (Tag der Kanaren)

Mai/Juni

Corpus Cristi (Fronleichnam) - feierliche Prozessionen in Arucas und Las Palmas

25. Juli

Santiago Apóstol (Jakobstag) - Feste in Gáldar und San Bartolomé de Tirajana

15. Aug.

Asunción (Mariä Himmelfahrt)

12. Okt.

Día de la Hispanidad (Tag der Entdeckung Amerikas)

1. Nov.

Todos los Santos (Allerheiligen)

6. Dez.

Día de la Constitución (Tag der Verfassung)

8. Dez.

Inmaculada Concepción (Mariä Empfängnis)

25. Dez.

Navidad (Weihnachten)

Februar/März

Almendros en Flor: Die Mandelblüte wird vor allem in Tejeda und Valsequillo gefeiert.

März

Rallye el Corte Inglés: beliebtes Straßenrennen von Las Palmas aus.

April

Albaricoques en Flor: Fest der Aprikosenblüte in Fataga.

24. Juni

Día de San Juan: Jahrestag der Stadtgründung von Las Palmas.

16. Juli

Nuestra Señora del Carmen: zu Ehren der Schutzheiligen der Fischer Veranstaltungen in Las Palmas, Gáldar, San Nicolás de Tolentino, Bootsprozessionen in Arguineguín und Puerto de Mogán.

4. August

Bajada de la Rama: Das »Hinabbringen des Zweiges« ist eines der buntesten Volksfeste und ein altkanarischer Brauch. Aus den Bergen hinter Agaete werden Pinienzweige zum Meer hinuntergetragen, wo man mit ihnen das Wasser peitscht, um Regen zu erbitten.

September

Romería Virgen del Pino: wichtigste religiöse Wallfahrt des kanarischen Archipels in Teror am 7. und 8. Sept.

Oktober

Nuestra Señora del Rosario: volkstümliches Fest in Agüimes am 5. Okt. zu Ehren der Schutzpatronin mit Wettkämpfen im Juego de Palo und Lucha Canaria.


Das Landesinnere

Wilde Schluchten, schroffe Höhen

In der zerklüfteten Bergwelt muss sich der Mensch der Natur unterordnen

Kühle Winde streichen sanft durch hellgrüne, luftige Pinienwälder; Feigen- und Mispelhaine spenden Schatten; Aprikosen und anderes Obst gedeiht auf kleinen Feldern; Schnee legt sich dünn über die Höhen - dass hier von Gran Canaria die Rede ist, man mag es kaum glauben. Oft wird vergessen, dass sich die Cumbre (Berggipfel), wie die Bergwelt der Insel schlicht heißt, fast 2000 m hoch in den Sonnenhimmel reckt. Auf dem Pico de las Nieves, dem mit 1949 m höchsten Gipfel Gran Canarias, herrschen im Schnitt 10 bis 20 Grad niedrigere Temperaturen als an der Küste. Auch wenn dies wegen der globalen Klimaveränderung kaum noch vorkommt - alte Leute erzählen noch von Wintern, in denen sie aus Einsiedelhöfen in großer Höhe morgens nicht aus der Tür kamen, weil nachts so viel Schnee gefallen war. Während sich in den Koffern der Urlauber T-Shirts und Shorts stapeln, legen Bergbewohner zwischen Dezember und Februar stets Wollmütze und dicke Jacke bereit. Es ist eine raue Welt, die sich hier auftut. Unwirtlich wirkt die Cumbre dort, wo sie kahl ist, zackig und drohend. Und wenn dunkle, schnell ziehende Wolken den Felsen und Graten ein wildes Gesicht geben, versteht man, dass all dies dem Dichter Miguel de Unamuno wie eine »Tempestad petrificada« vorkam, ein »versteinerter Sturm«.

Abseits der Touristenströme geht es im Landesinneren noch sehr traditionell zu. Der Anbau von Gemüse, Obst und etwas Getreide ernährt vor allem auf der Nordseite der Cumbre, wo es wegen des Passats mehr regnet als im Süden, noch viele Menschen. Kunstvoll haben sie seit Jahrhunderten Terrassenfelder in die Steilhänge gebaut, auf denen vor allem die leckeren kleinen Kartoffeln gut gedeihen.

Das Dorfleben spielt sich zwischen Acker, Bar und Familie ab, die Leute sind schweigsamer als an der Küste. Sicher prägt auch hier das Land den Menschen; und das Faszinierendste im Landesinnern ist die Stille.


Die Altkanarier wussten schon, was sie taten: »Alte, Edle und Könige wohnen in Höhlen, um im Winter die in den Poren der Erde zurückgezogene Wärme zu genießen und sich im Sommer an der Frische zu erquicken, die sich dorthin vor den heißen Strahlen der Sonne flüchtet«, stellte schon 1590 der italienische Architekt Leonardo Torriani fest, als er die Wohnungen der Insulaner besichtigte. In Artenara leben die etwa 1500 Einwohner noch heute größtenteils in dieser Weise. 30 Jahre alt sind die jüngsten, einige hundert Jahre alt die ältesten Höhlenwohnungen.


Eigentlich ist das »Kreuz von Tejeda« gar kein Ort, sondern nur die in 1490 m Höhe gelegene wichtigste Kreuzung in der Cumbre. Von hier aus laufen die Straßen sternförmig in alle Richtungen der Insel. Ein Ausflug hierher ist bei Urlaubern aber sehr beliebt. Deshalb gibt es für die abgelegene Gegend überraschend viele Restaurants, Andenkenläden, ein schnuckeliges Berghotel - und auf wenigen Hundert Metern viel Rummel.


Unter dem Namen Tunte gab es den unscheinbaren Ort schon zu Zeiten der Altkanarier. Das wenig einnehmende Ortsbild des von etwa 4000 Menschen bewohnten Dorfes wird von der hübschen Kirche dominiert. Sie ist aus dem 18. Jh. und Santiago, dem Nationalheiligen Spaniens, gewidmet. Auffällig sind die schön geschnitzten Holzdecken des dreischiffigen Gotteshauses im Mudéjarstil. Bemerkenswert auch die vielen alten intakten Haustüren aus dem Holz der Kanarischen Pinie.


Der Ort erstreckt sich über eine für Gran Canaria ungewöhnlich weite Ebene, die auf beiden Seiten von hohen Bergzügen eingerahmt wird. San Nicolás ist das isolierteste Städtchen und eigentlich keinem Teil der Insel so recht zugehörig. Die schwierige Lage hat bis heute eine moderne Küstenstraße dorthin verhindert. Nach Las Palmas - obwohl keine 40 km Luftlinie entfernt - dauert die Autofahrt zwei Stunden. Schon von weitem ist zu erkennen, wovon die 8000 Bewohner leben. Wie ein grafisches Muster zerteilen Plastikplanen in der Größe von Fußballfeldern das Land. Die Planen erzeugen ein Mikroklima, das mehrere Tomatenernten im Jahr erlaubt. San Nicolás selbst ist keine Schönheit. Nur die kleine Plaza bei der Kirche hat eine angenehme Atmosphäre.


Der Weiler mit 1500 Einwohnern ist das Zentrum einer Streusiedlung im oberen Abschnitt des Barranco de Tirajana. Die meisten Bewohner gehen in dem fruchtbaren Barranco der Landwirtschaft nach. Im weiten Halbrund der Hänge liegen die Häuser und Gehöfte inmitten lockerer Palmenhaine und Alleen aus hohen Eukalyptusbäumen.


Der 1050 m hoch gelegene Ort mit 2400 Einwohnern ist wohl der malerischste Gran Canarias und deshalb ein beliebtes Fotomotiv. Auf mehreren Hügeln und Plateaus liegt er am sonnendurchfluteten Südhang einer gewaltigen Schlucht. Hohe Berge rahmen Tejeda ein. Weiß getünchte Häuser mit grünen Fensterläden und hölzernen Balkonen betonen kanarische Traditionen. Gassen, Stiegen und Plätze umrahmen die aus dem Zentrum herausragende Kirche. Entlang der Hauptstraße spaziert man entspannt wie auf einer Promenade. Gegenüber liegt der Felsen Roque Bentaiga.


Las Palmas

Zwischen Kolonialzeit und neuem Jahrtausend

Gran Canarias Hauptstadt ist geprägt von Fehlern und Erfolgen seiner fünfhundertjährigen Geschichte

Als der spanische Eroberer Juan Rejón am 24. Juni 1478 mit 600 Soldaten vor der Isleta, einer kleinen Insel an Gran Canarias Nordküste, vor Anker ging, fand er dort nur Vulkangestein und gewaltige Dünen. Also zog das Heer nach Süden. Am Barranco de Guiniguada, durch den ein kräftiger Fluss zur Küste strömte, errichtete Rejón schließlich eine Siedlung unter hohen Palmen, die ihr später ihren Namen gaben - Ciudad Real de Las Palmas, die erste Kolonialstadt Spaniens. La Vegueta, die »kleine Aue«, nannte Rejón sie anfangs. Und auch nach über 500 Jahren spürt man in der Vegueta, die noch heute Las Palmas' Altstadt ist, den Charme der Gründerjahre, vor allem am Wochenende, wenn der Straßenverkehr versiegt. Dann hallt jeder Schritt auf dem Kopfsteinpflaster rund um die Kathedrale nach, auf der stillen Plaza del Pilar Nuevo und der großzügigen Calle de los Balcones, auf der schon die kastilischen Herren an gediegenen Kolonialbauten vorbeiritten. Der Puls der Vegueta schlägt langsam. Viele alte Leute bewohnen die grauen, schlichten Häuser. Alles ist eng, es gibt wenig Platz für Geschäfte oder für Kinder zum Spielen. Nur zur Messe in der Kathedrale füllt sich die weite Plaza de Santa Ana mit Menschen, die ansonsten den Tauben der Stadt zu gehören scheint.

Welch ein Unterschied, wenn man über die breite Schnellstraße - genau dort floss übrigens einmal der Fluss - nach Triana wechselt! Das Handelsviertel der Stadt wurde zwar auch schon von den Spaniern gegründet, verkörperte jedoch stets eine andere Welt. Hier ließen sich die Ausländer nieder - Holländer, Portugiesen, Engländer -, die während des Zuckerrohrbooms nach Gran Canaria gekommen waren. Es wurde Geld verdient und angelegt, Wandel und Wachstum waren rasant. Fast alle Kolonialbauten der Triana wichen Ende des 19. Jhs. mit dem Einzug der Engländer dem mondänen Flair des Jugendstils. Einiges davon ist noch zu sehen, beispielsweise die prächtigen Fassaden an der Calle Mayor de Triana. Auch das agile Treiben ist geblieben. Triana heißt für Canarios einkaufen gehen und bummeln in den sich ständig ausweitenden Fußgängerzonen, die mit kleinen Gassen und Plätzen am liebenswürdigsten das Leben in Las Palmas repräsentiert.

Der Puerto de la Luz, »Hafen des Lichts«, 6 km nördlich gelegen, gehörte früher nicht zu Las Palmas. Hier machten die Handelsschiffe Station auf ihren Fahrten zwischen Europa und Amerika. Der Hafen brachte der Stadt Wohlstand, wohnen aber wollte man dort nicht. Das Bürgertum schuf sich seine eigene grüne »Gartenstadt«: Ciudad Jardín. Sie ist noch immer Las Palmas' Nobelviertel, eine blühende Oase mit weißen Villen und dem schicken Santa-Catalina-Hotel.

Das ausgehende 20. Jh. brachte einen rücksichtslosen Bauboom. Schon von weitem zu erkennen sind die riesigen Hochhaussiedlungen. Trabantenstädte reichen bis in die Berge hinein, um den vielen Menschen, die hier ihr Glück suchen, Platz zu geben. 450 000 Einwohner hat Las Palmas - damit ist sie die mit Abstand größte Stadt der Kanaren. Dass es so nicht weitergehen kann, wurde aber mittlerweile erkannt. Deshalb wurde die Runderneuerung da begonnen, wo sie den schnellsten Erfolg versprach: am Strand Las Canteras, an dessen kilometerlanger Promenade sich Cafés und Kneipen aneinander reihen. Und beim Parque Santa Catalina mit seinen Fußgängerzonen. Ruhebereiche wurden geschaffen, der Verkehr verbannt. Ein Facelifting der kleinen Schritte, das Erfolge zeigt. Am besten lassen Sie Ihr Auto in einem der ausgeschilderten Parkhäuser. Die Stadt wimmelt nur so von Polizisten, die Knöllchen verteilen und abschleppen lassen.


Der Norden

Grüne Hügel, steinige Ufer

Zwischen Bergen und dem anbrandenden Ozean liegen Bananenplantagen und quirlige Orte

Man ist versucht, sich zu zwicken und zu fragen, ist das noch dieselbe Insel, auf der ich vor weniger als einer Stunde aufbrach? Keine blanken Felsen mehr, keine trockenen Böden, die Sonne kommt nur noch schwer durch Wolken und Dunst. Verschwunden ist die Wärme.

Wer Las Palmas hinter sich gelassen hat, lernt die Passatwinde meist umgehend kennen. Sie segeln auf die Cumbre zu, bleiben an ihr hängen und kommen nicht weiter. Die Folge: Die Erde dörrt nicht aus, die Vegetation sprießt. Das ewig milde Klima kommt der Landwirtschaft zugute. Felder überall: Avocados, Zitrusfrüchte, Mispeln, Guaven wachsen; aber vor allem Bananen, so weit das Auge reicht.

Außerdem fällt die Zersiedlung der Küste auf; wo Platz ist, dehnen sich die Orte aus. Strände fehlen fast völlig, dafür tost das Meer machtvoll gegen die steinigen Ufer, die weiße Gischt zieht mit feinem Strich die Küste nach. Die Barrancos sind weniger erhaben als im kahlen Süden. Auf kleinen Plateaus in den Vorbergen stehen Bienenkörbe, Tauben werden gezüchtet. Auf jedem Absatz ein Terrassenfeld, in dem die Menschen in Handarbeit ihrer Arbeit nachgehen: Setzlinge pflanzen, Kartoffeln ernten, hacken. Alles wirkt so, als wäre es schon immer so gewesen.

Städtisches Leben spürt man, außer in Telde, eigentlich nur in Gáldar und Guía, Orte, die schon fast zusammengewachsen sind und nur durch die Autostraße, die zwischen ihnen verläuft, auf Distanz gebracht werden. Und spätestens nach Agaete ist es mit der Urbanität schon wieder vorbei. Wer sich nach Süden auf die 40 km lange Serpentinenstrecke nach San Nicolás begibt, wird in der lebensfeindlichen Umgebung der Steilküste bald den Eindruck haben, schon wieder in eine zuvor unbekannte Welt einzutauchen.


Arucas ist die drittgrößte Stadt Gran Canarias (34 000 Ew.) und Heimat des kanarischen Rums. Arehucas heißt er, so wie die einst an gleicher Stelle liegende Siedlung der Altkanarier. An den wasserreichen Nordhängen der Cumbre wurden schon im 16. Jh. riesige Mengen Zuckerrohr angebaut und Destillen errichtet. Ein großer Teil der Lorbeerwälder musste damals daran glauben. Ende des 19. Jhs. erlebte dann der Bananenhandel einen Aufschwung, und Arucas wurde wohlhabend. Davon zeugt die gut erhaltene Altstadt mit zweistöckigen Häusern entlang steiler Gassen.


Am Fuß des ebenmäßigen Vulkankegels Pico de Gáldar breitet sich die Kleinstadt (23 000 Ew.) weitflächig aus. Hektisch geht es hier zu, auch wenn seit Fertigstellung der Umgehungsstraße der Verkehr etwas nachgelassen hat.


Der kleine Fischerort (1000 Ew.) ist sehr lebendig. Er hat eine breite Promenade und gute Fischrestaurants. Von der gewaltigen Hafenmole fahren Katamaranfähren der Lineas Fred. Olsen (www.fredolsen.es) viermal täglich nach Teneriffa (Fahrt 1 Std., ca. 87 Euro für 2 Personen und PKW).


Überaus großzügig hat sich Mutter Natur in und um den gut 500 m hoch gelegenen Ort ausgebreitet. Schattige Alleen, dicht bewachsene Gärten und Berghänge kennzeichnen das 10 000-Ew.-Städtchen. Ehrwürdige, rund hundert Jahre alte mehrstöckige Villen und Herrenhäuser erinnern daran, dass Santa Brígida schon Ende des 19. Jhs. ein beliebter Kurort für reiche Nordeuropäer war. Hier wurden die ersten Hotels eröffnet; man verbrachte den Winter im milden Klima der Cumbre oder floh vor der Sommerhitze in Las Palmas. Auch heute wohnt, wer das Geld dafür hat, in Santa Brígida und fährt morgens zur Arbeit in die Hauptstadt.


Guía - kein Canario nennt den Ort (15 000 Ew.) bei seinem vollen Namen - ist ein wichtiges Kunsthandwerkszentrum. Cuchillos canarios, die für ihre fein verzierten Griffe bekannten scharfen kanarischen Messer, und Holzschnitzereien aller Art, sind Spezialitäten aus Guía. Und natürlich der queso de flor, der beste Kanarenkäse.


Am äußersten Nordwestzipfel der schroffen, kahlen Küste liegt dieses Fischernest (1000 Ew.). An Gáldars Ortsende führt vom Kreisverkehr hinter der Brücke eine Straße hinab. Unterhalb der Neubausiedlung kleben die Häuser des Hafens in und an den Felsen. Der Ministrand wird bei Flut überspült. Sardina ist nur am Wochenende gut besucht. Dann kommen viele Canarios, um in einem der Fischlokale zu essen.


Augenfälliger als in der zweitgrößten Stadt Gran Canarias (94 000 Ew.) können die Gegensätze zwischen dörflicher Architektur und städtebaulichen Verschandelungen kaum sein. Die Neustadt besteht aus gesichtslosen Hochhäusern, Wohnblocks und lieblosen Geschäftsstraßen. Wer von der Autobahn kommt, sollte sich am ersten Kreisverkehr in Telde scharf rechts halten, um ins Viertel San Juan zu gelangen. Um die Basilika San Juan Bautista scharen sich die Überbleibsel einer einst schönen Altstadt. Telde war der Sitz des altkanarischen Königs Doramas, der den östlichen Teil Gran Canarias beherrschte. Bis zuletzt widerstand er den Konquistadoren hartnäckig und wurde schließlich im Kampf getötet. Auf der Plaza de San Gregorio wird jedes Jahr im Dezember eine herrliche Weihnachtskrippe mit mehr als tausend Figuren aufgebaut.


Gäbe es den Titel des »kanarischsten« aller Orte, das 540 m hoch in der Nordcumbre gelegene Städtchen (12 000 Ew.) hätte ihn verdient. Architektur, Religiosität, kulinarische Genüsse - alles hat hier eine besondere Qualität: eine massive Basilika im Zentrum, um die sich der Ort zu scharen scheint, die stille Plaza del Pino davor, beschattet von einem uralten Lorbeer und eingerahmt von strahlend weißen Bürgerhäusern mit gebleichten Holzbalkonen und fleckigen Dachschindeln, die gepflegten Fassaden entlang der pittoresken Calle Real de la Plaza. Die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz.


Der 850 m hoch gelegene Bergort (8000 Ew.) ist verschlafener, als die breite Hauptstraße und das große Busdepot vermuten lassen. Entlang verwinkelter Gassen scheinen alte Stadthäuser vor sich hin zu träumen. Rathaus und Kirche liegen einander an einem kleinen, sonnigen Platz gegenüber. Die Bewohner von Vega de San Mateo leben vorwiegend von der Landwirtschaft (Zitrusfrüchte, Gemüse, Feigen). Sonntags zieht ein bekannter Viehmarkt Besucher von der gesamten Insel an. In San Mateo, wie die Einheimischen kurz sagen, gibt es viele Läden, die traditionelles Kunstgewerbe aus Holz und Stickereien verkaufen.


Der Süden

Strände ohne Ende

Der trockene Süden lockt mit Sonne, Badefreuden und einem grandiosen Hinterland

Gierig saugt der Boden das Wasser auf, in den Barrancos schwellen Rinnsale zu Strömen, prasselnd prallen die Tropfen von Palmblättern ab - es regnet in Gran Canarias Süden. Nur ein paar Mal im Jahr erleben Urlauber dieses seltene Phänomen. Doch kurze Zeit später ist alles wieder trocken. Was Canarios ersehnen und Touristen fürchten, bleibt eine Ausnahme.

Wie gebannt verharren die Wolken des Nordostpassats in den Bergen, im Süden herrschen stets drei bis fünf Grad höhere Temperaturen. 350 Sonnentage im Jahr haben aus der Region eine steinige Einöde gemacht, in der künstlich bewässert werden muss. Dementsprechend trostlos sehen die Küstenorte aus, die man auf der Fahrt in die Feriengebiete passiert. Auch die meisten Tomatenplantagen, die noch in den 1970er-Jahren reiche Ernten brachten, sind nicht mehr rentabel und verfallen. Wasser ist heute zu teuer und wird anders viel lohnender eingesetzt - im Tourismus. Einst vergeudet, nun raffiniert recycelt, bringt es Pflanzen zwischen Bungalows und Hotels zum Blühen.

Phantastische Strände und die einzigartigen Dünen von Maspalomas tun ein Übriges, ein Oasengefühl aufkommen zu lassen, das für den Süden so typisch ist.

Weiter im Westen macht eine unnahbare Steilküste das Land nahezu unbewohnbar. Wer sich ins Binnenland aufmacht, um eines der zerklüfteten, tief eingeschnittenen Erosionstäler zu erkunden, entdeckt pittoreske Dörfer, in denen man Terrassenfelder bewirtschaftet. Es wird fruchtbarer, die alten Bewässerungssysteme, oft Hunderte Jahre alt, funktionieren noch immer. Oft sieht man nun Mandelbäume und kleine Haine der kurzstämmigen Kanarischen Palme, deren tiefgrüne, buschige Blattkronen und grell orangefarbene Früchte paradiesisch leuchten.


Agüimes (14 000 Ew.) in den Hügelketten der Ostküste ist der Ort der »halben Wege«. Das Meer, die Berge, die Strände des Südens, der Flughafen, Las Palmas - alles ist in weniger als 30 Minuten zu erreichen. Aber Agüimes liegt auch auf halbem Weg zwischen Tradition und Neuzeit. In den letzten Jahren schnell gewachsen, hat es inzwischen ein modernes Schwimmbad und einen eigenen Fernsehsender. Im alten Ortskern dagegen mit seinen engen Gassen und gekalkten Fassaden hallen die Schritte auf dem Kopfsteinpflaster wie vor hundert Jahren.


Was in der Guanchensprache »stilles Wasser« heißt, ist heute eine rummelige Siedlung von 12 000 Ew. und wohl ebenso vielen Touristen, die täglich aus den umliegenden Apartmentanlagen hierher strömen, um kanarisches Ambiente zu schnuppern. Einheimische und viele der in der Gegend schon lange ansässigen Ausländer kommen hier besonders gut miteinander aus. Man trifft sich, isst zusammen. Kanarischer Alltag spielt sich besonders im Hafenbereich ab. Dort liegen die Docks, sitzen alte Männer im Vereinssaal der Kulturclubs beim Kartenspiel, werden in der gewaltigen Lagerhalle die angelandeten Fänge verarbeitet und verkauft.


Auch wenn noch viel gebaut wird - hier ist ein neuer Ferienort entstanden mit Promenade, Shops, Hotels und Apartmentanlagen, der westlich an Maspalomas anschließt und einen 400 m langen, hellen Sandstrand hat.


Unterhalb von Playa del Inglés und begrenzt von Dünen, einem uralten Palmenhain und dem Leuchtturm Faro de Maspalomas liegt diese weitläufige Siedlung. Eine Wohn- und Schlafstadt, die weder Zentrum noch Eigenleben kennt. Maspalomas wird im Landesinnern von weiteren Feriensiedlungen eingerahmt. Im Auditorio de Congresos finden Konzerte und Messen statt. Veranstaltungsinformationen bei der Casa de la Cultura (Tel. 928 72 34 00). Die Strandpromenade mit Cafeterias, Eisdielen und Einkaufszentren zieht sich bis nach Las Meloneras hin.


Im Südwesten Gran Canarias hört die Küstenstraße auf und biegt unvermittelt nach Norden in die Berge ab. Ebenso plötzlich verändert sich die Landschaft. Auberginen, Kürbisse, Papayas und Avocados werden angebaut, Bananenplantagen sind ein Kontrast zu den schroffen Steilhängen. Im März betört der Duft weißer Orangenblüten im oberen Teil der 12 km langen Schlucht. Der Barranco de Mogán ist das fruchtbarste Tal des Inselsüdens. Der Ort selbst (6000 Ew.), Verwaltungssitz für den Südwesten, wirkt verschlafen.


Die Megasiedlung im äußersten Inselsüden ist der Inbegriff des Massentourismus. Mittlerweile fast vollständig mit seinen Nachbarorten San Agustín und Maspalomas verschmolzen, weiß niemand genau, ob in den endlosen Apartment- und Bungalowanlagen, guten Hotels und billigen Bettenburgen nun 100 000 oder schon 120 000 Gäste unterkommen. Die Baustruktur spiegelt 40 Jahre Tourismusarchitektur, ihre Zumutungen, aber gelegentlich auch gelungene Entwürfe. Ein Labyrinth aus Straßen macht den »Strand des Engländers«, wie Playa del Inglés übersetzt heißt, nur für Insider überschaubar. Schwer vorstellbar, dass hier 1960 noch Ödnis herrschte, die ersten Urlauber wegen des trockenen Klimas aus gesundheitlichen Gründen herkamen. Als nach den Goldgräberjahren Ende der Achtziger der Markt einbrach, startete man eine Qualitätsoffensive, begrünte Straßen und Gärten neu, beleuchtete Avenidas und Parks, renovierte Hunderte Gebäude. Mit Erfolg. Wenn aus Playa del Inglés auch kein Schmuckstück geworden ist, so ist es mit seiner perfekten Infrastruktur und den herrlichen Stränden doch etwas für Leute, die im Urlaub bis auf Sonne und Meer alles wie gewohnt vorfinden wollen. Bei Buchungen sollten Sie darauf achten, strandnah unterzukommen. Sonst sind leicht 30 Minuten Fußweg zur Playa drin.


Noch immer ist der gesamte Talgrund hinter Feriensiedlung und Fischerort eine gewaltige Baustelle. Hinter der neuen Promenade schießen Supermärkte und Apartmentkomplexe aus dem Boden - Ende offen.


Zugegeben, der erste Blick ist erschreckend: Zu beiden Seiten der Bucht türmen sich Bungalowanlagen die steilen Felshänge bis auf den Grat hinauf, das Tal ist völlig zugebaut. Puerto Rico (»Reicher Hafen«) ist eine der frühen Feriensiedlungen. Schon Anfang der 1970er-Jahre errichtete man hier Apartments buchstäblich auf dem Nichts, denn der Barranco bestand nur aus Geröll. Längst ist der Ort auch in die beiden Seitentäler hinübergewachsen. Etwa 30 000 Gästebetten gibt es inzwischen. Die rund 1000 Einheimischen wohnen in eigenen Häuserblocks. Wer Puerto Rico aber näher kennen lernt, weiß bald dessen gute Seiten zu schätzen: weniger Wolken als an der Südostküste, windstill wegen der geschützten Buchtlage, ein einmaliges Sportangebot und kurze Wege, wenn man nahe dem Zentrum logiert. Eine schöne Parkanlage mit altem Baumbestand und sehr gutem Kinderspielplatz im Talgrund verbindet den Strandbereich mit dem 1 km weit landeinwärts gelegenen Einkaufszentrum (CC). Wegen der hervorragenden Infrastruktur ist Puerto Rico besonders für Familien mit Kindern gut geeignet.


Hier ist alles etwas ruhiger und vornehmer als in Playa del Inglés. Die Hanglagen des zum Teil steil abfallenden Ufers bieten den terrassenartig angelegten Bungalowkomplexen herrliche Aussicht aufs Meer und Schutz vor dem Passatwind. Die relativ alten Hotels haben großzügige Gartenanlagen. Wer im neueren Siedlungsgebiet oberhalb der Schnellstraße wohnt, freut sich über schöne Fernsicht die Küste hinunter, muss aber weitere Wege zum Strand in Kauf nehmen.

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