Es sind die vielfältigen kulturellen Einflüsse von Polen, Deutschen oder Kaschuben, die die an der Mottlau liegende Stadt Gdansk ausmachen. Es ist die abwechslungsreiche Historie, die das Stadtbild prägt, und es ist die Ostseeluft, die über allem steht oder weht – je nachdem. Die Nähe zum Meer machte Gdansk – vor allem in der Blüte zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert – zu einer vielbeschäftigten Hansestadt. Der gewonnene Reichtum spiegelte sich in den großzügig verzierten Bürgerhäusern und den prächtigen öffentlichen Bauwerken wider. Die Häuser gibt es heute noch, allerdings als Rekonstruktion. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt fast vollständig zerstört und ab 1951 wieder nach altem Muster aufgebaut.
Gdansk pflegt seine Traditionen und ist deshalb das ganze Jahr hindurch für Menschen aus dem Um- und Ausland ein attraktives und vielversprechendes Reiseziel. Von einer Seepilgerfahrt im Juni über die Danziger-Shakespeare-Tage bis zum Dominikanermarkt im August – Geschichte wird hier zur Gegenwart. Als Pendant dazu repräsentiert das Festival des modernen Tanzes den heutigen ästhetischen Zeitgeist.
Das Wechselspiel von Althergebrachtem und Innovation, von klassischer Architektur und kleinen Gassen sowie die Liebe im Detail bewirken diesen unwiederbringlichen Charme von Gdansk, dem sogar ein gebürtiger Danziger wie Günter Grass ein Leben lang erlegen ist.
Ihren Rundgang durch das historische Danzig beginnen Besucher zumeist am Königsweg, d.h. dem mehrere hundert Meter langen Straßenzug durch die Altstadt. Er beginnt am Hohen Tor (1586-1588) und führt bis zum Grünen Tor. Ersteres gehörte einst zur westlichen Stadtbefestigung. Gleich dahinter liegen Peinstube und Stockturm aus dem 14. Jahrhundert, die später umgebaut wurden. Links daneben erhebt sich mit dem Arsenal (1600-1609) das Waffenlager der Danziger Bürger, das als schönstes Beispiel für den niederländischen Manierismus in der Stadt gilt. Wiederum nur wenige Schritte sind es bis zum gleichfalls manieristischen Goldenen Tor (1612-1614). Es bildet den Auftakt zur Langgasse, wo die betuchtesten Patrizier wohnten. Wer ein reiches Handelsbürgerhaus hautnah erleben will, sollte das Uphagenhaus (Nr. 12) besuchen: Es übertrumpft die ohnehin schon üppige Fassadenpracht. Bereits seit 1909 beherbergt es ein Museum.
Weiter abwärts in der Langgasse befindet sich das Rechtstädtische Rathaus aus der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert. Allein schon die Ausmaße und der Baukörper zeugen vom einstigen Glanz Alt-Danzigs. Die Vielzahl von erhalten gebliebenen Elementen (Kachelöfen, bemalte Originaldecken, Wandverkleidungen und Möbel) lassen keinen Zweifel daran aufkommen, wie steinreich Danzig einmal war.
Am Langen Markt steht unter anderem der Artushof aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wo sich die betuchten Danziger Patrizier zusammenfanden. Hinter der betörenden spätgotischen Fassade verbirgt sich eine riesige Halle mit einem 10 Meter hohen Renaissancekachelofen, historischen Schiffsmodellen und anderen reizvollen Objekten. Die weitläufigen Kellergewölbe beherbergen eine Weinstube und ein Speiserestaurant. Der plätschernde Neptunbrunnen mit seinem Barockschmuck aus dem 17. Jahrhundert vor dem Artushof wurde zum Wahrzeichen der Stadt und einem gern besuchten Platz für Liebespärchen.
Im Sommer verwandeln sich Langgasse und Langer Markt in eine einzige Flaniermeile mit Biergärten. Den Abschluss des Straßenzuges bildet schließlich das Grüne Tor aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, das ursprünglich als königliche Residenz geplant war. Direkt dahinter am Kanal beginnt die Uferpromenade, die zum Alten Hafen führt. Wer in das zweite Tor (das Frauentor) einbiegt, landet in der Frauengasse, einem der reizvollsten Altstadtviertel. Die ortstypischen Beischläge führen in unzählige Schmuckläden, die natürlich vor allem den seit Jahrunderten beliebten Bernsteinschmuck anbieten. Von hier kann die gewaltige Marienkirche nicht mehr verfehlt werden. Diese riesige Hallenkirche kann bis zu 25.000 Menschen fassen. Keinesfalls ausgelassen werden sollte in all der Fülle Danziger Bauschätze das Altstädtische Rathaus aus dem 16.-17. Jahrhundert, das eine prächtige Innenausstattung, Lauben und ein schmuckes Bürgermeisterzimmer besitzt. Auch das zweite Wahrzeichen der Stadt, das mittelalterliche Krantor, sollte unbedingt gesehen werden.
Was erinnert wohl besser an einen Danzig-Besuch als eine Bernsteinkette aus vor Jahrtausenden versteinertem Nadelholzharz, das die Ostseewellen an den Strand gespült haben? Je nach Geschmack kann man sich für eine Kette aus angeblich heilkräftigem Rohbernstein oder den gediegenen, typisch polnischen Bernstein-Silberschmuck entscheiden. Auf dem Jahrmarkt in Wdzydze Kiszewski bietet sich die Gelegenheit, direkt bei Volkskünstlern kaschubische Spitzen vom Feinsten zu erstehen.
In Danzig gibt es eine Reihe von guten Lokalen. Probieren Sie den frischen Fisch – in Danzig gibt es hierzu viele hervorragende Adressen. Darüber hinaus gibt es in Danzig sehr gute internationale Restaurants.
Der St. Dominikus- oder Dominikanermarkt ist das älteste (seit 1260) und berühmteste Danziger Volksfest. Er zieht sich ab dem letzten Julisamstag über drei Wochen in den Altstadtgassen hin. Angeboten wird hier buchstäblich alles – vom Lutscher bis zu antiken Möbeln. Mit dem Markt finden zudem zahlreiche Kulturveranstaltungen statt.
Touristeninformation
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ÜBERNACHTEN
Holiday Inn Gdansk
Beschreibung
Hotel Holiday Inn Gdansk ist direkt im Stadtzentrum von Danzig, gegenüber dem Hauptbahnhof der Polnischen Staatsbahnen gelegen. Es ist ca. 20 Autominuten vom Flughafen entfernt und grenzt unmittelbar an die malerische Danziger Altstadt mit Bürgerhäusern aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, reizvollen Straßen entlang der Motlawa oder zahlreichen kleinen Restaurants.
Zimmer mit Internetzugang, Telefon, Kabel- und Satellitenfernsehen, Minibar und Safe.
Rekreationszentrum mit Kraftraum, Sauna, Solarium, Massage.
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ul. Podwale Grodzkie 9, Gdansk, 80-895
Tel. +48 58 300 6000
Fax. +48 58 300 6003
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