Landes-Info Rumänien
Landes-Info Rumänien


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
Unterhaltung
Banat, Apuseni & Maramureş
Club 30Im Lokal nahe der rumänisch-orthodoxen Kathedrale spielen Livebands vorwiegend Oldies aus den 1970er- und 1980er-Jahren. | Piaţa Victoriei 7
Lloyd-Zeile/Piaţa VictorieiAuf den Bierterrassen am Korso pulsiert das Leben der Stadt, vor allem in der warmen Jahreszeit.
Pod16Jazz und alternativen Rock live gibt es in dem originellen Club direkt am Ufer des Flusses Bega, an der Brücke nahe der orthodoxen Kathedrale.
Theater in deutscher SpracheIm Opernhaus spielt das seit 1953 existierende Temeswarer Deutsche Staatstheater regelmäßig klassische und moderne Stücke, neuerdings auch in frechen Inszenierungen. Spielplan unter www.infotim.ro/tgst/dstt.htm oder www.dstt.ro
Unterhaltung
Siebenbürgen
Club Medieval CodleaMittelalterlich dekorierte Kneipe. | Tgl. 18-6 Uhr | Str. Lungǎ 60
HaciendaGroße Disko in einer alten Fabrik am östlichen Rand der Altstadt. | Tgl. 21-5 Uhr | Str. Carpaţilor 17
InsomniaWie der Name schon sagt, ist dies ein Ort für Schlaflose. In der von jungen Designern gestalteten Kneipe direkt neben der Babeş-Bolyai-Universität gibt es fast jeden Abend Livemusik unterschiedlicher Stilrichtungen. | Str. Iuliu Maniu 4
Unterhaltung
Bukarest & Walachei
Athenäum/Ateneul RomânDas Konzerthaus im neoklassizistischen Rundbau gegenüber dem früheren Königspalast bietet klassische Konzerte der rumänischen Staatsphilharmonie aus dem gängigen Repertoire. Gelegentlich gastieren auch Orchester und Solisten aus dem Ausland. | Karten nur an der Kasse von 12-19 Uhr | Str. C. Exarhul 2
Green Hours 22In diesem Kleinkunstkeller gibt es fast jeden Abend Vorstellungen, meistens Jazzkonzerte. | Calea Victoriei 120 | Tel. 021/3145751
La Motoare/Lǎptǎria lui EnacheOrigineller Treffpunkt junger Leute im 4. Stock des Nationaltheaters. Die Terrasse La Motoare ist nur im Sommer geöffnet. Nach 22 Uhr gibt es Konzerte und Filmvorführungen. Im Herbst und Winter sitzt man in der angrenzenden Bar Lǎptǎria lui Enache („Enaches Molkerei“) und trinkt Milch, aber auch Hochprozentiges. Konzerte, darunter Jazz, gibt es vor allem am Wochenende. | Bd. Bǎlcescu 2
Lipscani-ViertelIn dem lebendigen, aber noch sehr sanierungsbedürftigen Altstadtviertel zwischen den Straßen Smârdan, Lipscani, Selari und Covaci haben junge Leute allerhand originelle Oasen in Gestalt von Cafés und Bars geschaffen. Hier würde sich eine Kneipentour anbieten, ausgehend z.B. vom Café Arcade, Str. Smârdan 30 | www.arcade-cafe.ro
Unterhaltung
Schwarzes Meer & Donaudelta
Café d'ArtDie gemütliche Bierterrasse liegt nahe der Ovid-Statue. | Bd. Tomis 97 | geöffnet bis zum letzten Gast
Auskunft
Auskunft
Banat, Apuseni & Maramureş
Tourismusagenturim Hotel Mara | Tel. 0262/226656 | Fax 0262/226656 | agentie@hotelmara.ro | www.maramures.de
TouristeninformationsbüroIn der Burg, geöffnet trotz laufender Sanierungsarbeiten | Piaţa Independenţei 39 | Tel. 0259/435140 | cetate@rdsor.ro
InfocentruIm Opernhaus, Eingang über Str. Alba Iulia 2 | geöffnet von April-Sept. | Tel. 0256/437973 | infocentru@primariatm.ro
Auskunft
Siebenbürgen
Tourismusagenturim Hotel Aro-Palace | Tel. 0268/478800 | www.brasov.ro, auch ausführliche Auskünfte zu Wandertouren in die Umgebung
Unita TourPiaţa Unirii 10 | Tel. 0264/591114
Touristen-InformationsbüroIm Parterre des Rathauses, Eingang über Str. Brukenthal 2 | Tel. 0269/208913
KultoursPrivate Auskunftsagentur, organisiert auch thematische Stadtführungen. | In der Pension Casa Luxemburg | Piaţa Mica 16 | Tel. 0269/216854
Auskunft
Bukarest & Walachei
Reisebüro ONT CarpaţiBd. Magheru 7 | Tel. 021/3145160 | www.ont.ro
Tourist-InformationBasisinformationen gibt es an allen Hotelrezeptionen.
Auskunft
Moldau & Bukowina
Touristen-InformationszentrumPiaţa Unirii 12 | Tel. 0232/261990 | www.turism-iasi.ro
Auskunft
Schwarzes Meer & Donaudelta
Autoritatea Rezervaţiei Biosferei Deltei Dunǎrii (arbdd)Die Verwaltung des Donaudelta-Biosphärenreservats betreibt am Hafen ein Touristeninformationsbüro. | Str. Portului 34 a | Tel. 0240/518924 | Fax 518975 | www.ddbra.ro
Einkaufen
Einkaufen
Bukarest & Walachei
Amzei-MarktDies ist die Adresse für betuchte Bukarester, denn der Markt liegt mitten in der Innenstadt, wo die Bauern mit zahlungskräftiger Kundschaft rechnen. Leider ist ein Teil der Fläche mit hässlichen Markthallen verbaut worden. Um die Gemüsestände herum und in den Nebengassen liegen lauter Feinkostmärkte. | Piaţa Amzei
Lipscani-ViertelDas älteste Händlerviertel der Stadt an der Biserica Curtea Veche. In den verwinkelten Straßen Lipscani („Leipziger“), Blanari („Kürschner“) und Kovaci („Schmiede“) reihen sich kleine Läden und Werkstätten aneinander. Man findet alles, was es auch in Kaufhäusern gibt, nur billiger: Kleidung und Stoffe, Lebensmittel, Schrauben und Kacheln fürs Bad.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Siebenbürgen
AltstadtIn diesem Lokal am Rathausplatz gibt es siebenbürgisch-sächsische Gerichte, deutsche Schlagermusik und Kellner in Volkstracht. | Piaţa Sfatului 1 | Tel. 0268/476945 | €€
Butoiul Sasului„Das Fass des Sachsen“ heißt die rustikale Stube in der Altstadt. Auf den Tisch kommt Deftig-Siebenbürgisches und ins Glas Wein aus eigener Kellerei. | Strada Republicii 53-55 | Tel. 0268/410499, Tel. 0368/101109 | www.butoiul-sasului.ro | €€
Cerbul CarpatinDas Restaurant im „Hirscherhaus“ ist Hort einer Legende. Die Witwe des Bürgermeisters Lukas Hirscher schenkte das Renaissancegebäude 1545 der Stadt aus Freude darüber, dass ihre totgeglaubte Tochter plötzlich wieder zum Leben erwachte. Rumänische Küche und Wein aus eigenem Keller, abends ab und zu Livevolksmusik. | Piaţa Sfatului 12 | Tel. 0268/476184 | €€
Casa PiratilorDeftige siebenbürgische Küche bietet dieses Lokal im verwegenen Piratendekor. | Str. Răvaşului 16 | Tel. 0264/466636 | www.casapiratilor.ro | €
ChiosPiekfein geht es zu in diesem Belle-Epoque-Bau am See im Stadtpark von Cluj. Man speist international, mit viel Lachs und Gorgonzola, nur bei den Desserts dominieren die traditionellen Pfannkuchen. | Parcul Principal | Tel. 0264/596395, Tel. 284615 | www.chios.ro | €€€
HubertusRumänische Küche wird hier in lustigen Arrangements in rustikalem Jägerdekor serviert. | Bd. 21. Decembrie 1989 22 | Tel. 0264/196743 | www.hubertus.ro | €
Alt Hermannstadt/Sibiul VechiIn diesem Lokal tragen die Kellner rumänische Bauerntracht, und auf den Teller kommt deftige Bauernküche, manchmal begleitet von Livemusik. | Str. Al. Papiu Ilarian 3 | Tel. 0269/210461 | www.sibiulvechi.ro | €€
Cîrciuma din batrâniUriges Gasthaus in einem alten Bauernhaus im Freilichtmuseum Astra. Man isst deftig Siebenbürgisches. | Tel. 0269/242267 | €
Crama IleanaIn diesem Weinkeller am Rand der Altstadt Sibius speisen Sie nach rumänischer Hirtentradition. Und hier wird der Maisbrei mǎmǎligǎ auch noch in saurer Sahne gekocht. Sie sitzen auf Wolldecken, umgeben von mächtigen Hirtenpelzen an den Wänden. | Piaţa Teatrului 2 | Tel. 0269/434343 | www.cramaileana.ro | €€
Weinkeller im BußwinkelDie Altstadtkneipe führt tatsächlich diesen Namen, denn der Manager ist ein Deutscher, der rumänische Weinkultur vermittelt. Es gibt wenige, aber ständig wechselnde deftige Gerichte, auch Vegetarisches. | Str. Turnului 2 | Tel. 0269/210319 | www.weinkeller.ro | €
Essen und Trinken
Bukarest & Walachei
Carul cu bereDas Bierlokal von 1875 wurde von einem polnisch-österreichischen Architekten entworfen. Das Innere prägt deutsch-englische Neugotik mit Holzbalken und bunten Glasscheiben. Das Essen ist nicht zu empfehlen, aber der Besuch lohnt sich wegen des Interieurs und wegen des Biers. | Str. Stavropoleos 3-5 | Tel. 021/3137560 | €€
Locanta JarişteaHierher kommt man nicht einfach nur zum Essen. Nein, hier verbringt man märchenhafte Abende in verträumtem, altrumänischem Interieur und lässt gern drei bis vier Gänge auffahren. Chefin Laura probiert immer wieder neue Gerichte nach alten, vergessenen Rezepten aus und belustigt die Gäste mit ihren Auftritten in wallenden Gewändern und verrückten Hüten. Für die Livemusik zum Tanzen stehen Klavier und Zymbalon bereit. Regisseur Francis Ford Coppola soll sich hier während seiner Dreharbeiten in Rumänien bestens unterhalten haben. | Str. George Georgescu 50-52 | Tel. 021/3353339 | www.jaristea.ro | €€€
La ŞoniDer Name dieses Lokals steht nicht draußen dran. Das ist auch gar nicht nötig, denn Şoni (sprich: Schonji) kennt jeder, weil er seinen Ruhm als Koch im Hippie-Schwarzmeerort Vama Veche erworben hat. Sein Bukarester Restaurant liegt in einem alten, ebenerdigen Haus mit Stuck an der Fassade. Es geht durch ein unscheinbares Hoftor hinein, die Gäste setzen sich drinnen an Biergartentische und essen z.B. feine Estragonsuppe mit Räucherfleisch oder Hammel mit Knoblauch. | Str. Sfinţii Voievozi 13 | €€
Don QuijoteNichts Spanisches, sondern echte rumänische Küche gibt es hier zu essen. Das gemütliche, rustikale Lokal mit dem steinernen Kamin ist das beliebteste am Ort und liegt fünf Gehminuten vom Alten Fürstenhof entfernt gegenüber der Hauptpost. | Str. Dr. Marinoiu 9 | €€
Essen und Trinken
Moldau & Bukowina
Bolta ReceDie Pflichtstation für jeden Fremden in Iaşi! Das rustikale Traditionshaus aus dem 18. Jh. hat einen 9 m tiefen Weinkeller mit köstlichen Tropfen. Dazu gibt es moldauische Speisen. | Str. Rece 10 | Tel. 0232/212255 | €€
Casa LavricIm nostalgischen Ambiente der 1950er-Jahre mit Fotos, Telefonen und Schreibmaschinen jener Zeit verbringen Sie genussvolle Abende bei deftigen moldauischen Gerichten, wie geräuchertem Schaffleisch mit burduf-Käse und mămăligă. Chefin ist die in Rumänien bekannte Volksmusiksängerin Laura Lavric. Auf entsprechende Unterhaltung aber dürfen Sie nicht hoffen: In ihrem Lokal singt Laura nicht. | Str. Sf. Anastasie 21 | Tel. 0232/229960 | €€
Essen und Trinken
Schwarzes Meer & Donaudelta
Casa TomisHier isst man anspruchslose rumänische Gerichte, freut sich aber am Blick auf den Yachthafen. | Str. Remus Opreanu 8 | Tel. 0241/619486 | €
CrazyBeliebtes Lokal in der Nähe des Strandes Plaja Modern. Wie in fast allen Restaurants in Constanţa gibt es hier Gerichte mit frischem Fisch. | Bd. Mircea cel Batrân 97 A | Tel. 0241/550400 | €€
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Schwarzes Meer & Donaudelta
StrandDie etwa 10 ha große Plaja Modern ist ein bisschen heruntergekommen. | Nördl. des Touristenhafens, parallel zum Boulevard Mihai Eminescu, Zugang am Ende der Str. Ştefan cel Mare
SchiffskreuzfahrtDas Delta lässt sich auch sehr komfortabel per Kreuzfahrt erkunden. Das Unternehmen Cronos bietet mehrtägige luxuriöse Touren auf kleinen Hotelschiffen (max. 8 Pers.) ab Tulcea (Tel. 0240/513518, 532960 | www.deltacronos.ro | €€€). Miragetour hat ein Hotelschiff mit 22 Plätzen und fährt ab einer Passagierzahl von acht (Tel. 0788/592143 | www.miragetour.ro | €€€)
Sehenswertes
Sehenswertes
Banat, Apuseni & Maramureş
BarockpalastDas Gebäude im Petöfi-Sándor-Park, früher Bischofspalast, beherbergt das Museum für Geschichte, Kunst und Folklore der Region (Muzeul Ţǎrii Crişurilor), ist aber vor allem wegen seiner 100 mit Fresken geschmückten Räume sehenswert. | Di-So 10-17 Uhr | Bd. Dacia 1-3
Burg/CetateDie sehr baufällige Burganlage aus dem 16. Jh. wird gerade renoviert. Nach Abschluss der Arbeiten werden die alten Mauern mit ihren Renaissance- und Barockelementen einen Blick wert sein. | Piaţa Independenţei
Kirche mit Mond/Biserica cu LunǎDas barocke orthodoxe Gotteshaus von 1790 trägt auf dem 55 m hohen Turm eine ungewöhnliche Uhr, die die Mondphasen anzeigt. Innen gibt es Fresken von 1816 bis 1836 zu bestaunen. | Piaţa Unirii
Schwarzer Adler/Vulturul NegruDie prächtige Einkaufspassage von 1908 ist ein typisches Beispiel für die Wiener Sezession mit verglastem Spitzbogendach und kunstvollen bunten Glasscheiben. In den lebhaften Straßen drum herum mit kleinen Geschäften und Lokalen steht ein Jugendstilhaus neben dem anderen. | Zugang über Piaţa Unirii, Str. Independenţei, Str. Alecsandri
Staatstheater/Teatrul de StatDas neoklassizistische Gebäude entwarfen 1899 die Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. | Piaţa Republicii
Altes Rathaus/Primǎria VecheDas barocke alte Rathaus wurde 1734 vom italienischen Architekten Pietro Bonzo entworfen und auf den Grundmauern eines im Türkenkrieg zerstörten türkischen Bades errichtet. Es ist das älteste Gebäude der Stadt. | Piaţa Libertǎţii
Domplatz/Piaţa UniriiÜber Kopfsteinpflaster schlendert man auf diesem quadratischen Platz voller Wiener Barock am besten zur Caféterrasse direkt gegenüber der Dreifaltigkeitssäule, die Ende des 18. Jhs. aus Dankbarkeit nach einer überstandenen Pestepidemie errichtet wurde. Von hier schweift der Blick zum alten Präfekturpalast, heute ein Kunstmuseum, auf die serbisch-orthodoxe Kathedrale und den römisch-katholischen Dom, ein Werk des berühmten Wiener Architekten Emanuel Fischer von Erlach. Innen stehen acht Altäre, reich verziert mit barocken Schnitzereien und Gemälden. Alle drei Gebäude wurden 1745 vollendet.
Geschichtsmuseum/Muzeul de IstorieDas Museum liegt in der alten Hunyadenfestung, die im 18. Jh. wiederaufgebaut wurde, nachdem das Original aus dem 14. Jh. zerstört worden war. Hier wird die Geschichte der Region präsentiert. Eine Straßenlaterne aus dem 19. Jh. vor dem Eingang zum Museum erinnert daran, dass Temeswar als erste europäische Stadt nachts elektrisch beleuchtet war. | Di-So 10-18 Uhr | Piaţa Ion Huniade 1
Kunstmuseum/Muzeul de ArtǎIn dem barocken Gebäude sind Werke rumänischer Künstler vor allem aus der Region zu sehen, aber auch Kunsthandwerk. | Di-So 10-16 Uhr | Piaţa Unirii 1 | Eingang Str. Florimund Mercy 1
Lloyd-Zeile/Piaţa VictorieiDie Fußgängerzone zwischen Oper und rumänisch-orthodoxer Kathedrale ist Temeswars Flaniermeile mit vielen Geschäften, gesäumt von abwechslungsreicher Architektur aus Wiener Sezession und dem rumänischen Neo-Brâncoveanu-Stil. Gegenüber der Oper lädt das traditionsreiche Restaurant Lloyd (€) mit seiner Außenterrasse zum Verweilen ein - allerdings bei nur durchschnittlicher internationaler Küche. Der Platz war Hauptkampfgebiet während der 1989er-Revolte. Auf den Stufen der Kathedrale, kam es zur grausamsten Gewalttat jener Tage: Die Armee erschoss gezielt eine Gruppe Kinder.
Prinz-Eugen-Haus/Casa Eugen de Savoya„Prinz Eugen, der edle Ritter“, wie es in einem Volkslied heißt, hat das Banat von den Türken befreit. In dem Barockhaus von 1717 hat der berühmte österreichische Feldherr gewohnt. Ein Gemälde über dem Eingangsportal zeigt die Türkenvertreibung. | Str. Ceahlǎu 24
Volkskundemuseum/Muzeul de EtnografieTrachten und Gebrauchsgegenstände der Banater Bauern aller vier Nationen sind in diesem Gebäude ausgestellt, das in einem Teil der alten Festung untergebracht ist. | Di-So 10-16.30 Uhr | Str. Popa Şapcǎ 1
Sehenswertes
Siebenbürgen
Altes Rathaus/PrimǎriaDas gedrungene Gebäude am Hauptplatz der Innenstadt sieht mit dem Uhrenturm auf den ersten Blick wie eine Kirche aus. Von 1420 an aber war es 500 Jahre lang Rathaus. Nach einem Brand wurde es 1770 barock restauriert und bekam den so genannten Trompeterturm hinzu. Es beherbergt heute ein Geschichtsmuseum mit Zeugnissen der sächsischen Zünfte. | Di-So 9-17 Uhr, im Sommer bis 16 Uhr | Piaţa Sfatului
Bartholomäuskirche/Biserica Sf. BartolomeuBraşovs ältestes Gebäude (1234) hat nur einen Turm, der etwas verloren rechts neben dem frühgotischen Hauptportal steht und dem romanischen Bauwerk ein bizarres Ungleichgewicht verleiht. Offensichtlich war ein zweiter Turm geplant, wurde aber nie gebaut. | Str. Lungǎ 251
Johannes-Honterus-GymnasiumEine der ältesten deutschen Schulen Siebenbürgens (1388), benannt nach dem Reformator Johannes Honterus. 1689 brannte die Schule ab. Ihre drei heutigen Gebäude wurden zwischen 1743 und 1834 errichtet. | Curtea Johannes Honterus 1-5 | gegenüber der Schwarzen Kirche
Sankt Nikolaus-Kirche/Biserica Sf. NicolaeDie rumänisch-orthodoxe Kirche (1512) beeindruckt mit einem sehr bizarren Stilmix: außen besitzt sie gotisierende Formen, innen ist byzantinisches Dekor mit Fresken aus dem 18. Jh. und Ikonen kombiniert.
Schwarze Kirche/Biserica NeagrǎDe größte gotische Kathedrale Südosteuropas lockt mit einer Kuriosität: An den Emporen hängen alte orientalische Gebetsteppiche. Es sind Geschenke reicher sächsischer Kaufleute mit guten Geschäftsbeziehungen in den Orient. In dem von 1385 bis 1477 erbauten Gotteshaus predigte der Humanist Johannes Honterus, der dort auch neben dem Bronzetaufbecken begraben liegt.
StadtbefestigungDie 2 m dicken und 12 m hohen Stadtmauern boten Einlass über imposante Öffnungen wie das Katharinentor (Poarta Ecaterinei) mit vier Ecktürmen. Von acht Pulvertürmen blieben drei erhalten: die Tuchmacherbastei im Norden, die Seilerbastei in der Mitte und im Süden die Leinweberbastei. Im Innenhof gibt es sommers Kulturveranstaltungen.
StadtmuseumIn der früheren Leinweberbastei wird die Geschichte von Stadt und Region an Modellen erklärt. | Di-So 10-16 Uhr | Str. Gheorghe Coşbuc 9
Die Zinne/TâmpaDer Gipfel des Hausbergs von Kronstadt ist ein schöner Aussichtspunkt in 955 m Höhe. Hinauf führt auch eine Kabinenseilbahn. | Ab Talstation Burgpromenade
Apothekenmuseum/Colecţia de Istorie a FarmacieiGerätschaften aus alten Zeiten der Heilkunst sind im Gebäude der ältesten Apotheke der Stadt (1573) zu sehen. | Di-So 10-16 Uhr | Str. Regele Ferdinand 1
Babeş-Bolyai-UniversitätDer Neorenaissancekomplex der Universität beherbergt acht Fakultäten mit rumänischer und ungarischer Unterrichtssprache. 1872 als Franz-Joseph Universität eröffnet. | Str. Kogǎlniceanu 1
Franziskanerkloster/Mânǎstirea FranciscanilorDas Gebäude aus dem 15. Jh. mit Elementen von Gotik und Renaissance ist heute eine Musikschule. Besonders sehenswert ist das gotische Refektorium. | Piaţa Muzeului
Kunstmuseum/Muzeul Naţional de ArtǎRumänische Malerei des 19. und des frühen 20. Jhs., aber auch italienische, niederländische und flämische Meister, Ikonen, Möbel und alte Waffen zeigt das Museum im barocken Palais. | Mi-So 9-17 Uhr | Piaţa Unirii 30
MichaelskircheIn der gotischen Hallenkirche wurden viele siebenbürgische Fürsten gekrönt. Sehr wertvoll sind die Schleynig-Kapelle mit Malereien des frühen 15. Jhs. und die barocke Kanzel. Der Turm der Michaelskirche ist das höchste Bauwerk der Stadt. | Piaţa Unirii
Reformierte KircheDie gotische Kathedrale aus dem 15. Jh. stiftete der ungarische König Matthias Corvinus. Sehenswert ist u.a. eine geschnitzte Kanzel aus dem Jahr 1646. Vor der Kirche steht eine Statue des hl. Georg von 1373. | Str. Gh. Doja 1
ReiterstandbildMächtig, umgeben von riesigen Kriegern, steht Ungarns König Matthias Corvinus am Südportal der Michaelskirche. 1902 errichtet, dokumentiert das Standbild den kulturellen Anspruch der Ungarn auf diesen Landstrich.
Altes Rathaus/Primǎria VecheWegen seines spitzen gotischen Turms wirkt das Gebäude wie eine Kirche, doch das täuscht. Fast 500 Jahre lang war es das Rathaus. In die Spätgotik mischen sich Elemente der italienischen Renaissance. Der Turm ist ein guter Aussichtspunkt. | Di-So 9-17 Uhr | Str. Al. Odobescu 2
Brukenthal-Museum/Muzeul BrukenthalDer barocke Palast des siebenbürgischen Gouverneurs und Kunstsammlers Baron Samuel von Brukenthal (1721-1803) ist das älteste Museum Rumäniens. Unter den insgesamt 900000 Exponaten sind Werke von so bekannten Künstlern wie Rubens, Breughel und van Dyck. Außerdem enthält die Sammlung Volkskunst, Drucke sowie die 200000 Bände umfassende Bibliothek des Barons mit wertvollen Exemplaren aus dem 15. und 16. Jh. | Di-So 10-17 Uhr | Piaţa Mare 4
Deutsches GymnasiumSehenswert ist die barocke Aula in diesem Gebäude aus dem 18. Jh., das den Namen des sächsischen Barons Samuel von Brukenthal trägt. An derselben Stelle stand schon 1380 eine deutsche Schule. | Piaţa Huet | gegenüber der evangelischen Stadtpfarrkirche
Evangelische StadtpfarrkircheAls wäre sie wie ein Baum mit dem Boden verwachsen steht die dreischiffige gotische Kirche da, etwas zu wuchtig für den engen Platz. Zwischen 1322 und 1520 wurde sie erbaut. Sehenswert sind das Kreuzigungsfresko und das bronzene Taufbecken aus dem 15. Jh. sowie die zwei Flügelaltäre (16. u. 17. Jh.). | Piaţa Huet
Haller-HausSein Namensgeber und zeitweiliger Besitzer, der Königsrichter und Bürgermeister Peter Haller, baute das ursprünglich gotische Gebäude mit Patrizierturm 1537 im Renaissancestil um, sichtbar am Portal und an den Fensterrahmen. Im Erdgeschoss gibt es ein nettes Café. | Piaţa Mare 10
LügenbrückeDie kleine gusseiserne Brücke an der Piaţa Mica aus dem Jahr 1859 soll einem Aberglauben zufolge einstürzen, falls ein Lügner sie betritt. Sie führt noch immer über einen alten Burggraben zur evangelischen Stadtpfarrkirche.
Schatzkästlein/Casa ArtelorIm 14. Jh. war das Gebäude mit dem Laubengang das Zunfthaus der Metzger. Heute gehört es dem Brukenthal-Museum. | Piaţa Mica 21
StadtbefestigungNur noch Teile der alten Stadtmauer und vier der 500 Jahre alten Türme sind vorhanden. Sie tragen die Namen der Zünfte, die sie gebaut haben: Armbruster-, Töpfer-, Zimmermannsturm und Hallerbastei.
Volkskunde-Freilichtmuseum/Muzeul AstraIn der zauberhaften Anlage im idyllischen Stadtwald Dumbrava werden insgesamt 340 alte Bauernhöfe und Mühlen gezeigt. Integriert ist auch eine zünftige Gaststätte. | 4 km außerhalb Richtung Südwesten
Sehenswertes
Bukarest & Walachei
Bellu-FriedhofEin Panoptikum des Pathos: Künstler, Politiker und reiche Familien haben hier ihre prunkvollen Grüfte mit klassizistischen Säulen und barocken Statuen. | Şoseaua Oltenitei
Ceauşescus GrabNahe dem Haupteingang des Ghencea-Friedhofs wurde das Ehepaar Nicolae und Elena Ceauşescu nach seiner Hinrichtung 1989 begraben. Auf zwei schlichten Gräbern stehen die Namen, die einst Rumänien in Angst und Schrecken versetzt haben. Das Grab des Diktators trägt sowohl Kreuz als auch den kommunistischen roten Stern. Elenas Grab liegt ein paar Meter entfernt - völlig unbeachtet, denn Ceauşescus Frau war beim Volk noch verhasster als der Diktator selbst. | Bd. Ghencea
CişmigiuIn der kunstvollen Parkanlage im Zentrum mit französischen Hecken, Weiher, Spielplatz, Café und sprudelnder Quelle erholen sich die Bukarester. Hier treffen sich auch Freiluftschachspieler. | Zugänge Bd. Mihail Kogǎlniceanu und Bd. Ştirbei Vodǎ
Dorfmuseum/Muzeul SatuluiDas beeindruckende Freilichtmuseum im Herǎstrǎu-Park zeigt rund 300 jahrhundertealte Bauernhäuser, Kirchen und Mühlen aus allen Teilen des Landes. | April-Sept. Mo 9-17, Di-So 9-20, Okt.-März tgl. 9-17 Uhr | Zugang Şoseaua Kisseleff
Geschichtsmuseum/Muzeul Naţional de IstorieHighlight ist die Schatzkammer mit der Krönungskrone der rumänischen Königinnen und Schmuckstücken aus vorrömischer Zeit. Besonders wertvoll ist eine Sammlung gotischer Objekte aus dem 5. Jh., so die „Henne mit Küken aus Gold“ (Closca cu puii de aur): Es sind mit Edelsteinen geschmückte Vasen, Fibeln, Ringe, Teller und Schalen aus Gold, die 1876 im Dorf Pietroasa im Karpatenknie gefunden wurden. Kuriosität in der Steinzeitabteilung ist der „Denker von Hamangia“ (Gânditorul de la Hamangia). Die Tonstatuette, die wie eine moderne Plastik wirkt, ist über 6000 Jahre alt und wurde bei Cernavoda am Schwarzen Meer gefunden. Kopien des „Denkers“ werden überall verkauft und machen sich gut als Briefbeschwerer. | Di-So 9-17 Uhr | Calea Victoriei 12
Herǎstrǎu-ParkMit frischem Grün auf 187 ha ist der Park am Nordrand die Lunge der Stadt. Spielplätze, zwei Seen, Ruder- und Tretbootverleih sowie Caféterrassen locken bei gutem Wetter viele Besucher an. | Şoseaua Kisseleff
Kirche am alten Fürstenhof/Biserica Curtea VecheDas Besondere an dem Bauwerk sind die rötlichen Streifenornamente und der reliefartige Kranz aus Wellenlinien am oberen Teil der Fassade. Innen sind die Wände größtenteils verrußt, doch nahe der Altarwand finden sich Fragmente von Fresken aus dem 16. Jh. Sie gilt als älteste Kirche in Bukarest, weil ihr Grundstein bereits im 14. Jh. gelegt wurde, und war ursprünglich Teil des alten Fürstenhofs, von dem nur noch Ruinen übrig sind. | Str. Iuliu Maniu 33
Königspalast/Palatul RegalRumäniens letzter Königspalast dominiert die Piaţa Revoluţiei in der Stadtmitte. Das neoklassizistische Bauwerk (1937) war ein Auftragswerk des lebenslustigen und despotischen Königs Carol II. Heute dient das Gebäude als Nationalgalerie.
Museum des Rumänischen Bauern/Muzeul Ţǎranului RomânDas preisgekrönte Museum präsentiert alte Trachten, Kunsthandwerk, Werkzeug und christliche Kultgegenstände. Prachtstücke sind zwei Holzkirchen aus dem 17. und dem 18. Jh. Unbedingt zu empfehlen ist der Museumsshop. Hier gibt es u.a. original alte Bauerntextilien, die Bäuerinnen aus dem ganzen Land immer noch aus ihren Truhen kramen und zum Museum bringen, außerdem Keramik und CDs mit unverfälschter Volksmusik. | Di-So 10-18 Uhr | Şoseaua Kisseleff
Museum für Zeitgenössische Kunst/Muzeul Naţional de Artǎ ContemporanǎDas Museum in Ceauşescus Riesenpalast ist für Werke zeitgenössischer rumänischer Künstler vorgesehen. Die Terrasse des Museumscafés im 4. Stock ist ein guter Aussichtspunkt. | Tgl. 10-18 Uhr | Palatul Parlamentului | Calea 13 Septembrie
Nationalgalerie/Muzeul Naţional de ArtǎDie Nationalgalerie im früheren Königspalast zeigt rumänische Malerei vom 10. Jh. bis zur Moderne - mehr als 70000 Exponate. Bedeutendste Namen sind die Maler Theodor Aman und Gheorghe Tǎttǎrascu, Gründer der rumänischen Kunstakademie Ende des 19. Jhs. Zu sehen gibt es auch Kunstwerke ab dem 15. Jh. von deutschen, niederländischen, italienischen und französischen Meistern. | Mi-So 11-19 (Mai-Sept.), 10-18 Uhr (Okt.-April) | Palatul Regal | Piaţa Revoluţiei | 1. Mi im Monat Eintritt frei | www.mnar.arts.ro
Palast und Kirche des Patriarchen/PatriarhiaDer auf einem Hügel gelegene Palast mit Kirche ist Sitz des Patriarchen, Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche. Der Komplex des 17. Jhs. war zunächst ein Kloster. Die Kirche beherbergt eine prächtige vergoldete Ikonostase und eine besonders wertvolle Ikone (1665), die die Schutzheiligen Constantin und Elena darstellt. Rechts daneben steht der Wohn- und Amtspalast des Patriarchen im Brâncoveanu-Stil, links ein klassizistischer Palast. | Dealul Patriarhiei
Parlamentspalast/Palatul ParlamentuluiDen monströsen Palast, mit insgesamt 450000 m² nach dem Pentagon in Washington das zweitgrößte Gebäude der Welt, ließ Diktator Ceauşescu bauen. Für viele Bukarester eine architektonische Wunde, ist er in jedem Fall wegen seiner Hässlichkeit und seiner Monumentalität sehenswert. 700 Architekten und 20000 Arbeiter haben fünf Jahre rund um die Uhr daran gearbeitet. Die mehr als 3000 Zimmer, 60 Korridore und 64 Empfangssäle sind reich mit kitschigen Marmorreliefs verziert. Die Riesenteppiche wiegen jeweils ein gutes Dutzend Tonnen. Von den Decken hängen tonnenschwere Kristalllüster. Die Baukosten von etwa 3,5 Mia. US-Dollar brachten dem Volk zusätzliches Elend. Auf einem künstlichen Hügel angelegt, dominiert der Palast eine Neubauallee im gleichen Stil. Heute sind hier Abgeordnetenhaus und zahlreiche staatliche Institutionen untergebracht. | Tgl. 10-16 Uhr | nur mit Führung | Bd. Unirii
Platz der Revolution/Piaţa RevoluţieiHier spielten sich 1989 die Höhepunkte der blutigen Wende ab. Vom Dach des früheren Gebäudes des Zentralkomitees der rumänischen KP aus den 1950er-Jahren gegenüber dem Königspalast floh das Diktatorenpaar drei Tage vor seiner Hinrichtung per Hubschrauber vor wütenden Demonstranten. Minuten zuvor hatte Ceauşescu vom Balkon seine letzte Rede gehalten.
Stavropoleos-KircheMit reichen Holzschnitzereien im Neo-Brâncoveanu-Stil ist sie die schönste Kirche Bukarests im alten Kaufleuteviertel. Ihre Geschichte begann profan mit einem han, den der griechische Mönch Ioannikios im 18. Jh. baute. | Str. Poştei 6
Triumphbogen/Arcul de TriumfDie Imitation des Pariser Arc de Triomphe wurde zum Ruhm der rumänischen Armee im Ersten Weltkrieg erbaut. | Şoseaua Kisseleff
Universitätsplatz/Piaţa UniversitǎţiiDer Platz vor dem klassizistischen Universitätsgebäude von 1875 ist geschichtsträchtig, weil hier im Mai 1990 Gegner der Wenderegierung wochenlang protestierten. Die Dauerdemo wurde brutal von Horden prügelnder Bergarbeiter aufgelöst, mit Billigung des Wendepräsidenten Ion Iliescu. | Kreuzung Bd. Bǎlcescu und Bd. Regina Elisabeta
Alter Fürstenpalast/Complexul Muzeistic Curtea DomneascǎZu diesem Museumskomplex gehören der Alte Fürstenpalast, die Fürstenkirche (Biserica Domneascǎ) und das Buchdruckmuseum. Dominant am Fürstenpalast ist der alte zylindrische Wachturm (Turnul Chindiei), von dem aus die Wächter bei Sonnenuntergang das Schließen der Stadttore verkündeten. Auf den Ruinen des Palastes kann man herumklettern und die verschiedenen Bauphasen vom 14. bis 18. Jh. studieren. Die aus roten Ziegeln gebaute Fürstenkirche (16. Jh.) ist ein Beispiel für die Architektur der Vor-Brâncoveanu-Zeit. Sie hat schlichte Rundbögen, aber noch fehlen die typischen reichen orientalischen Ornamente. | Di-So 9-17 Uhr | Str. Justiţiei 3-5
Kloster DealulDie idyllisch auf einem Hügel am nordöstlichen Stadtrand gelegene schlanke Klosterkirche (16. Jh.) mit zwei Türmen ist im byzantinischen Stil gehalten. Schlichte Blendarkaden in zwei Etagen schmücken die Außenfassade aus geschliffenem weißen Stein, dazu abstrakte Rosettenreliefs. Hier liegt unter einer Marmorplatte mit Bronzekrone der Kopf des Fürsten Michael der Tapfere begraben, der 1600 erstmals alle drei rumänischen Fürstentümer - Walachei, Moldau und Siebenbürgen - vereinigte. | 3 km außerhalb, Ausfahrt Str. Mihai Bravu
Kloster SteleaSehenswert ist an dieser Klosterkirche von 1645 in der Stadtmitte der Stilmix. Innen glänzt eine prächtige Ikonostase im Brâncoveanu-Stil. Doch die Grundstruktur und die weiße Außenfassade sind älter - Modell stand die Kirche der Drei Hierarchen in Iaşi. | Str. Stelea 4
Sehenswertes
Moldau & Bukowina
Copou-HügelEinmal sollten Sie diesen Hügel auf dem Copou-Boulevard hinaufspazieren, um das richtige Gefühl für die gediegene Atmosphäre der Stadt zu bekommen. Es geht vorbei an der neoklassizistischen Universität, benannt nach Fürst Alexandru Ioan Cuza, an Parks, Studentenclubs und Literaturmuseen.
Dosoftei-HausEindrucksvoll in seiner Schlichtheit ist der Profanbau des 17. Jhs. aus nackten Ziegeln mit Arkadengang. In dem Haus im Zentrum hatte Metropolit Dosoftei seine Druckerei, in der er die erste Kirchenliturgie in rumänischer Sprache drucken ließ. Heute ist das Haus ein Museum für alte moldauische Literatur. | Di-So 10-17 Uhr | Piaţa Unirii
Große Synagoge/Sinagoga MareDas Gebäude von 1671 gilt als eine der schönsten Synagogen ganz Rumäniens. Aber es verstört den Betrachter von außen durch seine merkwürdigen Proportionen. Auf relativ niedrigen Mauern liegt eine geradezu überdimensionale Dachkuppel. Der Innenraum der Großen Synagoge ist reich in leuchtendem Rot und Goldgelb sowie mit vergoldeten Holzschnitzereien dekoriert. | Str. Sinagogilor 7
Kirche der Drei Hierarchen/Biserica Trei IerarhiEinzigartig an der imposanten Kirche sind die mit steinernen Reliefs verzierten Außenmauern und die beeindruckenden Portale mit gotischen Türrahmen. Das Wahrzeichen der Stadt war früher außen ganz mit Gold verkleidet. Neben der Kirche steht der so genannte Gotische Saal. Früher ein Refektorium, beherbergt er heute als Museum wertvolle Kirchenschätze. | Di-So 9-17 Uhr | Bd. Ştefan cel Mare
Kloster CetǎţuiaDas Festungskloster (17. Jh.) wurde von Fürst Gheorghe Duca gestiftet. In der Kirche sind wertvolle Fresken zu sehen. Das Kloster liegt am südlichen Stadtrand auf dem Miroslava-Hügel.
Kloster GalataVom 1584 gebauten Kloster, das Fürst Petru Schiopul („der Hinkende“) gestiftet hat, sind nur noch Ruinen der Mönchszellen und ein türkisches Bad übrig. Die Klosterkirche wurde 1847 wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg diente das Kloster als Internierungslager für Kriegsgefangene beider Seiten. Die Rumänen nutzten es erst als Verbündete der Deutschen, ab 1944 als Alliierte der Sowjets. Die Gefangenen ritzten ihre Namen, heute noch sichtbar, in die Klostermauern.
Kulturpalast/Palatul CulturiiDer gigantische neugotische Palast von 1907 ist der ganze Stolz der Bewohner von Iaşi und beherbergt gleich vier Museen: je eines für Kunst, Geschichte, Technik und Volkskunde. | Di-So 10-17 Uhr | Piaţa Ştefan cel Mare şi Sfânt
Metropoliten-Kathedrale/Catedrala MitropolitanǎDas Bauwerk aus dem 19. Jh. ist untypisch groß und hell, anders als die sonst kleinen und intimen orthodoxen Kirchen. Die wertvollen Innenfresken malte der rumänische Meister Gheorghe Tǎtǎrascu. Mitte Oktober treffen sich hier Tausende Gläubige zur Feier der Heiligen Paraschiva. | Bd. Ştefan cel Mare
Fürstenburg/Cetatea de ScaunNur malerische Ruinen auf einem grünen Hügel sind geblieben von der Festung aus dem 14. Jh. Drei mannshohe Wehrmauern stehen feierlich und einsam in der Landschaft. Die moldauischen Fürsten ließen die Festung immer wieder erweitern und verstärken. Zum Stolz der Rumänen hielt sie 1476 den Truppen des türkischen Sultans Mehmed der Eroberer stand. | Tgl. 7-18 Uhr | Parcul Cetǎţii
Kloster Sfântul Ioan cel NouEin kostbarer Schrein mit den Reliquien des Johannes Novus, Schutzpatron der Bukowina, zieht die Blicke auf sich. Prachtstück ist der Verschluss aus vergoldetem Silber, auf dem das Martyrium des Heiligen dargestellt ist. Das Kloster aus dem 16. Jh. ist Sitz des Metropoliten und des Erzbischofs. Die Außenfresken der Kirche sind etwas verblasst. | Str. Ioan Vodǎ 2
Mirǎuţi-KircheBemerkenswert untypisch, eher wie ein Märchenschloss, wirkt diese Kirche von außen. Als habe ein Kind Bauklötze nebeneinander gestellt, verschachteln sich die Gebäudeteile, werden gekrönt von mehreren spitzen Dächern mit bunt emaillierten Ziegeln. Man tritt durch ein schweres Rundgewölbe ein und findet sich in einem prachtvollen Dekor mit einer farbenfrohen Ikonostase wieder. Mirǎuţi war die Krönungskirche aller moldauischen Fürsten. 1390 wurde sie von Fürst Petru Muşat gestiftet und im 17. Jh. nachgebaut. | Str. Mirǎuţi
Sehenswertes
Schwarzes Meer & Donaudelta
Genueser Leuchtturm/Farul GenovezDen 8 m hohen Turm errichteten Genueser Baumeister im 14. Jh. Während der Türkenkriege verfiel er, bis man ihn 1858 wieder aufbaute. Heute dient er als Leuchtturm. | Str. R. Opreanu
Griechisches RuinenfeldDirekt am Meer, ein paar Schritte westlich des Kasinos, liegen die Fundamentreste einer griechischen Siedlung aus dem 4. und 6. Jh. | Bd. Carpaţi
Kasino/CazinoDas Gründerzeitkasino an der Hafenpromenade ist das Wahrzeichen von Constanţa. Erbaut wurde es 1909 in französischem Neobarockstil vom rumänischen Architekten Daniel Renard. 1985 wurde es restauriert. Das Haus ist vorübergehend geschlossen.
Machmudija-MoscheeDas 50 m hohe Minarett bietet einen guten Blick auf die Stadt, hinauf führen allerdings 140 Stufen. Rumänische Architekten bauten die Moschee in ägyptisch-byzantinischem Stil. Das prächtige Tor ist aus schwarzem italienischem Marmor. | Str. Arhiepiscopiei | südl. der Piaţa Ovidiu
Museum für Geschichte und Archäologie/Muzeul Naţional de Istorie Şi ArheologieGlanzstück ist das Römische Mosaik aus dem 3. Jh., das hier 1959 entdeckt wurde. Mit 700 m² ist es das größte seiner Art. Darüber steht zum Schutz eine Glas-Stahl-Konstruktion, Besucher gehen auf Stegen um den wertvollen Belag herum. | Sommer tgl. 9-20, Winter Di-So 10-18 Uhr | Piaţa Ovidiu
Ovid-StatueDer römische Dichter Ovid lebte unfreiwillig und unglücklich in Constanţa, wohin ihn Kaiser Augustus aus politischen Gründen verbannt hatte. Hier schrieb er die Klagelieder „Tristia“ und die sehnsüchtigen „Briefe aus dem Pontus“. Seine Bronzestatue wirkt nicht minder traurig, blickt sie doch auf lauter hässliche Mietskasernen. | Piaţa Ovidiu
Römische StadtmauerRuinen einer Mauer aus dem 3. Jh. und eines Turms (6. Jh.) zeugen im Victoriapark nördlich der Altstadt von römischer Besiedlung. | Zugänge Bd. Ferdinand/Bd. Tomis
Seefahrtmuseum/Muzeul Marinei RomâneAlte Navigationsinstrumente, Uniformen, Schiffsmodelle, Gemälde, alte Anker und Hafengerätschaften illustrieren die Geschichte der rumänischen Seefahrt. | Tgl. 10-18 Uhr | Str. Traian 53
Volkskunstmuseum/Muzeul de Artǎ PopularǎInteressant ist das Gebäude: Maurischer Stil mischt sich mit altrumänischen Elementen. Ausgestellt ist Volkskunst: Trachten, Keramik, Teppiche. | Tgl. 9-12 Uhr | Bd. Tomis 32
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Banat, Apuseni & Maramureş
EurohotelIn diesem funkelnagelneuen Haus mit etwas zu viel glänzendem Marmor ist man gut aufgehoben. 64 Zi. | Bd. Bucureşti 23 | Tel. 0262/222405, Tel. 226173 | Fax 224561 | www.eurohotel-bm.ro | €€
Hotel MaraDas große Hotel aus den 1970er-Jahren bietet mittleren Komfort und vermietet Autos samt Fahrer. 124 Zi. | Bd. Unirii 11 | Tel. 0262/226660 | Fax 221008 | receptie@hotelmara.ro | €€
Dacia-ContinentalDer 9-stöckige, moderne Hotelkasten ist nicht schön, aber verspricht allen Komfort mit Restaurant, Nachtbar und Pool. 115 Zi. | Aleea Ştrandului 1 | Tel. 0259/418655 | Fax 471291 | oradea@continentalhotels.ro | €€€
GalaGemütlich und rustikal geht es in dieser Hotelpension am Rande Oradeas zu. Im Restaurant mit Terrasse kommen schwere siebenbürgische Gerichte auf den Tisch. Besonders stolz ist die Crew auf ihren Weinkeller. 20 Zi. | Str. Bogdan Petriceicu Haşdeu 20 | Tel. 0259/467176 | Fax 0259/467176 | www.hotelgala.ro | €€
Vulturul negruDas Art-déco-Hotel in der gleichnamigen Passage erstrahlt in neuem Glanz. Gemessen an der exquisiten Pracht und dem Komfort auf neuestem technischen Stand ist es recht preiswert. 47 Zi. | Str. Independenţei 1 | Tel. 0259/450000 | Fax 450045 | www.vulturulnegru.ro | €€€
Continental-HotelDas große Haus im Zentrum aus den 1970er-Jahren wurde modernisiert und verspricht nun allen Komfort mit Restaurant, Bar und Pool. 164 Zi. | Bd. Revoluţiei 1989 5 | Tel. 0256/494144 | Fax 498337 | rezervari@hotelcontinental.ro | €€
Hotel SavoyEdles Innenstadtdomizil am Ufer der Bega mit Blick auf die orthodoxe Kathedrale. Der Altbau ist innen völlig neu ausgebaut, mit interessanten Lichthöfen aus Glas. Das Haus bietet allen Komfort. 52 Zi. | Splaiul Tudor Vladimirescu 2 | Tel. 0256/249900 | Fax 275500 | www.hotelsavoy-tm.com | €€€
Perla-HotelsHier hat man seine Ruhe und allen Komfort nebst Flughafentransfer. Die kleinen Häuser Perla 1, 2 und 3 liegen in einer Wohngegend. 100 Zi. | Str. Râmneanţu 4 | Elvila Celebi 14 | Protopop George Dragomir 9 | Tel. 0256/203100 | Fax 495203 | www.hotelperla.ro | €€€
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Siebenbürgen
Aro-PalaceEin Nobelhotel aus der Nachkriegszeit mit Restaurant, Kegelbahn und Nachtclub. 307 Zi. | Bd. Eroilor 27 | Tel. 0268/478800 | Fax 478889 | €€€
Bella MuzicaEin gemütliches, aber hochmodernes Nest ist diese Herberge in einem Gründerzeitgebäude direkt am Rathausplatz. 22 Zi. | Piaţa Sfatului 19 | Tel. 0268/477956 | www.bellamuzica.ro | €€
Chambers'n CharmIn dieser Villa an der Ausfahrtstraße in das Skigebiet Poiana Braşov wird der Gast verwöhnt. Er darf sich in einem türkischen Bad räkeln und wird anschließend massiert. Der Clou des Hauses: Jedes der Zimmer ist komplett anders eingerichtet - kuschelig, streng-feierlich, orientalisch oder auch schrill. Der Luxus hat allerdings auch seinen Preis. 9 Zi. | Str. Stejerişului 27 | Tel. 0268/512992 | Fax 512991 | www.chambers-charm.ro | €€€
CoroanaDas neobarocke Haus in der Altstadt ist etwas überteuert und leicht heruntergekommen, blickt aber auf eine lange Tradition zurück. 76 Zi. | Str. Republicii 62 | Tel. 0268/477448 | Fax 418469 | €€
FulltonMan ist hier direkt im Geschehen in einer kleinen Altstadtseitengasse. Das zweistöckige Hotel hat komfortable Zimmer, manche mit Himmelbett. 19 Zi. | Str. Sextil Puşcariu | Tel. 0264/597766 | Fax 597989 | www.fullton.ro | €€
Melody CentralDer Altbau liegt direkt am zentralen Platz von Cluj. Die komfortablen Zimmer sind noch recht preiswert. | Piata Unirii 29 | Tel. 0264/597465 | Fax 597468 | www.hcm.ro | €€
Pension City CentralKlein, aber fein und bei allem Komfort relativ preiswert ist diese Pension. Sie wurde in einem Neubau eröffnet, liegt aber in der Altstadt, zehn Gehminuten vom Opernplatz entfernt. 34 Zi. | Str. Victor Babes 13 | Tel. 0264/439959 | €€€
Impǎratul RomanilorFrüher wurde das schon seit 1733 betriebene Hotel in der Altstadt „Römischer Kaiser“ genannt. Heute hat das Traditionshaus Patina und wirkt leicht überteuert. 93 Zi. | Str. Nicolae Bǎlcescu 4 | Tel. 0269/216500 | Fax 213278 | hir@rdslink.ro | €€€
Palace DumbravaHinter dem recht pompösen Namen verbirgt sich eine moderne Pension mit allem Komfort nahe dem Freilichtmuseum Astra. 34 Zi. | Str. Pǎdurea Dumbrava 1 | Tel. 0269/242222 | rezervari@palaceresort.ro | €€€
Pensiunea HermannstadtKlein, aber fein: Die neu hergerichtete Pension mit Restaurant liegt nahe dem Bahnhof. 10 Zi. | Str. Blǎnarilor 13 | Tel. 0269/212340 | www.pensiuneahermannstadt-sibiu.ro | €€
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Bukarest & Walachei
El GrecoKuscheliges, luxuriöses Altstadtdomizil in der Nähe des Universitätsplatzes. Bisweilen stört Straßenlärm die Ruhe, wie überall in Bukarest. 14 Zi. | Str. Jean-Luis Calderon 16 | Tel. 021/3158141 | Fax 3158898 | www.hotelelgreco.ro | €€€
OperaIn dem modernen kleinen Neubau nahe dem Altstadtviertels Lipscani hat man höchsten Komfort und ist mitten im Geschehen. 33 Zi. | Str. Brezoianu 37 | Tel. 021/3124855 | Fax 3124858 | www.hotelopera.ro | €€€
TriumfDas ruhige, komfortable Haus steht im grünen Diplomatenviertel unweit des Herǎstrǎu-Parks. 99 Zi. | Şoseaua Kiseleff 12 | Tel. 021/2223172 | Fax 2232411 | €€
DâmboviţaDas renovierte 6-stöckige Hotel aus den 1970er-Jahren liegt angenehm am zentralen Park, wo auch die Metropolitenkirche steht. Der Alte Fürstenhof ist zu Fuß in 10 Min. zu erreichen. 90 Zi. | Bd. Libertǎţii 1 | Tel. 213370 | Fax 0245/213374 | www.hoteldambovita.ro | €€
ValahiaHier wohnt man mit Blick auf die alte Stelea-Kirche, ganz in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Das 5-stöckige Gebäude aus den 1980er-Jahren bietet preiswerten Basiskomfort. 108 Zi. | Bd. Libertǎţii 7 | Tel. 0245/634491 | Fax 021/3125992 | €
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Moldau & Bukowina
MoldovaDer modernisierte Neubau bietet akzeptablen Komfort zu moderaten Preisen. 144 Zi. | Str. Anastasie Panu 31 | Tel. 0232/219621 | Fax 219621 | www.unita-turism.ro | €€
Hotel TraianDas schicke, gediegene Etablissement im Zentrum stammt aus der Gründerzeit. 68 Zi. | Piaţa Unirii 1 | Tel. 0232/266666 | Fax 212187 | www.grandhoteltraian.ro | €€€
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Schwarzes Meer & Donaudelta
Complex BulevardDas moderne, komfortable Hotel mit Restaurant, Bar und Fitnesseinrichtungen liegt nahe dem Delphinarium, an der Ausfahrt Richtung Mamaia, 55 Zi. | Boulevard Mamaia 294 | Tel. 0241/831533 | Fax 831606 | www.complexbulevard.ro | €€-€€€
DaliDie Pension an der Plaja Modern ist Stammquartier der Geschäftsleute. Es gibt Zimmer mit und ohne Meerblick. 15 Zi. | Str. Smârdan 6 A | Tel. 0241/619717 | Fax 616114 | www.hotel-dali.ro | €€-€€€
TineretuluiIn dem bescheidenen, sauberen Haus steigen v.a. junge Leute ab. Es liegt zentral gegenüber einer Moschee. 72 Zi. | Bd. Tomis 20-26 | Tel. 0241/613590 | Fax 611290 | €
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Banat, Apuseni & Maramureş
Ocna ŞugatagKleiner Kurort auf dem Gipfel eines Hügels an einem früheren Salzbergwerk. In der Umgebung liegen die Dörfer Hǎrniceşti, Deseşti, Sat Şugatag mit kunstvoll im Inneren bemalten Holzkirchen aus dem 17. und 18. Jh. sowie das Dorf Hoteni, in dem jährlich Anfang Mai das Pflügen mit Volksmusik (Festival Tânjaua de pe Mara) gefeiert wird. | 40 km nordöstl.
Poienile IzeiInteressant in diesem Dorf sind die schaurigen Motive der Wandmalereien in der Holzkirche der Heiligen Paraschiva aus dem 17. Jh. Sie zeigen Folterszenen aus der Hölle, nicht unbedingt etwas für sensible Seelen oder Kinder. Die Kirche gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Das Dorf liegt auf der Strecke zwischen Sighetu Marmatiei und Borsa, die über das Dorf Bârsana führt. | 100 km westl.
SǎpânţaDas witzigste Baudenkmal der Maramureş ist ausgerechnet ein Friedhof. Lustiger Friedhof (Cimitirul Vesel) wird er genannt. Die Grabmäler in dem Dorf direkt an der Grenze zur Ukraine sind aus leuchtend blau gestrichenem Holz gearbeitet. Die Texte darauf erzählen in heiteren Versen das Leben und die Todesumstände der Verstorbenen. All dies schuf Schreinermeister Ioan Stan Patras 1935. | 81 km nördl.
Sighetu MarmaţieiDie liebliche Kleinstadt (41000 Ew.) im hohen Norden an der Grenze zur Ukraine gilt als Sinnbild des Schreckens. Nicht nur die Barock- und Gründerzeitarchitektur der Altstadt zeugt von der k.u.k.-Vergangenheit, sondern vor allem das wuchtige Gefängnis. Hier brachten erst die Österreicher angebliche Gesetzesbrecher hinter Schloss und Riegel, später die Kommunisten ihre politischen Häftlinge.
SurdeştiHier steht das berühmteste Werk der Maramureş-Baukunst: eine prächtige Kirche aus Eichenholz, 1724 erbaut. Ihr 54 m hoher Glockenturm ist die höchste Holzkonstruktion Europas. Innen sind die Wände mit dichtem Stoff verkleidet, der mit Tempera bemalt wurde. | 17 km südöstl.
Bärenhöhle/Peştera UrsuluiBis zu 55000 Jahre alte Stalaktiten und Stalagmiten locken in der spektakulären Tropfsteinhöhle am Dorf Chişcǎu. Die Höhle heißt so, weil dort 1975 das Skelett eines prähistorischen Bären gefunden wurde. | Zugang nur mit Führung | Mai-Sept. tgl. 10-17 Uhr. 82 km südöstl.
Eishöhle ScǎrişoaraEine niemals schmelzende, 7500 m³ große, glitzernde Eislandschaft tut sich hier unter der Erde auf. Das Naturwunder stammt aus der Eiszeit, als das gesamte Apusenigebirge mit Gletschern bedeckt war. Zwar gibt es offizielle Öffnungszeiten, aber man kann immer hinein. Warme Kleidung ist oberstes Gebot, denn unten ist es auch im Sommer eiskalt. In die grün bewachsene Schlucht zur Höhle führt allerdings nur eine äußerst klapprige metallene Stiege, um deren Instandhaltung sich niemand kümmert. Aber wegen der herrlichen Hügellandschaft der Umgebung lohnt die unbequeme Anreise auf einer Schotterpiste. Bei nassem Wetter brauchen Sie ein Auto mit Allradantrieb.
Izvoru CrişuluiEine einzige Shoppingmeile für Folklorefans ist dieses Dorf an der Landstraße Oradea-Cluj. Direkt an der Ortsdurchfahrt bieten zig Läden authentische alte ungarische Bauerntrachten und bestickte Tischdecken an. | 70 km östl.
Stâna de ValeDer idyllische Klecks in der Hügellandschaft in 1102 m Höhe ist Kurort und traditioneller Treffpunkt der Wintersportler und Wanderer. Besondere Attraktion sind die Wasserfälle Iadolina, Moara Dracului („Teufelsmühle“) und Sǎritoarea Ieduţului, die man von Stâna de Vale aus im 42 km langen Valea Iadului („Höllental“) erwandern kann. Größtes Hotel mit Wellnessangeboten ist das Iadolina (56 Zi. | 7 Ferienhäuser | Tel. 0259/322583 | Tel. 0744/595334 | www.transilvaniatour.ro | €-€€). | 127 km südöstl.
LipovaIn dem Städtchen (11000 Ew.) liegt die imposante barocke, zweitürmige Wallfahrtskirche Maria Radna weithin sichtbar auf einem Hügel. Den ansteigenden Fußweg zum Eingang säumen überlebensgroße Heiligenfiguren, Furcht erregend und faszinierend zugleich. Ursprünglich war hier ein Dominikanerkloster angesiedelt. Jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt am 15. August herrscht rund um Kirche und Kloster großes Wallfahrtsgedränge und Jahrmarktstreiben. In der Riesenkirche, die 5000 Menschen Platz bietet, gibt es dann nicht einmal mehr Stehplätze. | 60 km nordöstl.
Naturpark RetezatIn die wildeste Berglandschaft Rumäniens verirren sich nur wenige Wanderer. Geübte Bergsteiger wagen sich auf den 2511 m hohen Gipfel Peleaga. Im 540 km² großen, unter Naturschutz stehenden Paradies gibt es richtige Urwälder. 80 Gletscherseen blitzen in den Schluchten auf. Braunbären spazieren umher. Übernachten kann man im Zelt, aber inzwischen auch in komfortablen Pensionen, die einsam in der Wildnis liegen, z.B. in der Hütte Codrin (20 Betten | Vollpension möglich | Tel. 0724/793620 | Tel. 021/411309 | www.codrin.ro | €). Die letzten 6 km der Zufahrt führen über einen ungepflasterten Forstweg. Hausherr Ciprian Traila vermittelt auch Quartiere in anderen Hütten und organisiert Gruppenbergtouren. Nächste Städte sind Haţeg im Norden, Caransebeş im Westen und Petroşani im Osten. | 100 km südöstl.
SarmizegetusaSein Name ist ein Zungenbrecher, und auch sonst hat es der Ort in sich: Ruinen aus der Römerzeit mit Überresten von Forum Romanum und Tempeln liegen verstreut und völlig vernachlässigt auf einem Feld direkt an der Landstraße. Es sollen Teile einer Römerfestung sein, die auf den Fundamenten einer mutmaßlichen Burg der Daker gebaut wurde. Deren König Decebal wird nachgesagt, von hier aus regiert zu haben, bis ihn der römische Kaiser Trajan 106 n. Chr. besiegte. Alles wirkt ausgesprochen kurios, inmitten von Wiesen, Bauernhöfen, Kühen und Federvieh. Die Mauern bestehen aus denselben Steinen, die die Bauern noch heute für ihre Zäune benutzen: dicke Kieselsteine aus dem nahen Bach. | 150 km südöstl.
Ziele in der Umgebung
Siebenbürgen
Bran/TörzburgHier soll Draculas Vorbild, Fürst Vlad Ţepeş, einst öfter genächtigt haben. Das wuchtige Gemäuer mit den vielen Erkern und Türmchen setzten deutsche Ritter 1377 auf einen Felsen - mit einer herrlichen, früher v.a. militärisch wichtigen Aussicht in das bewaldete Tal und auf die Bucegi-Berge. Im Schloss selbst ist Feudalkunst vom 16. bis 19. Jh. zu sehen, draußen alte Bauernhäuser (Di-So 9-16 Uhr). | 27 km südöstl. Richtung Câmpulung
Poiana BraşovDer traditionsreichste und überlaufenste Ski- und Wanderort in den Karpaten. Es gibt viele moderne Hotels, Pensionen, Restaurants und Kneipen. Wohlige Schauer verspricht das Hotel Acasă la Dracula (17 Zi. | Str. Poiana lui Techil 22 | Tel. 0268/262057 | www.house-of-dracula.com | €€€). Informationen zu Touren und sonstigen Unterkünften: www.poiana-brasov.com | http://poiana.8k.com. | 12 km südl.
PredealFür Ski- und Wandertouren im Bucegi-, Postǎvarul- und Piatra-Mare-Massiv ist dies der klassische Ausgangspunkt. Übernachten kann man in Dutzenden Hotels, Pensionen und Hütten. Auskunft gibt es neben dem Bahnhof im Centrul de Informare şi Promovare al Turismului | Str. Intrarea Gării 1 | Tel. 0268/455330 | contact@predeal.ro. | 20 km südl.
Prejmer/TartlauWuchtige, 3-4 m dicke Mauern umgeben die sächsische Wehrburg mit gotischer Kirche aus dem 15. Jh. Zu sehen gibt es eine ausgeklügelte Waffe: Mit der so genannten Todesorgel konnten mehrere Geschosse gleichzeitig abgefeuert und Belagerer in Angst und Schrecken versetzt werden. | 20 km nordöstl.
SinaiaIn dem Nobelkurort mit Kasino vergnügten sich Adel und Reiche schon vor hundert Jahren. Heute lockt Sinaia (14500 Ew.) auch ganz normale Skitouristen auf die bis zu 2000 m hoch gelegenen Hänge. Es gibt eine Bob- und Rodelbahn sowie eine Gondelbahn.
Bistriţa/BistritzIn der hübschen k.u.k.-Kleinstadt (87000 Ew.), früher ein Zentrum für Handel und Handwerk, locken der Rundbogen-Laubengang auf der winkligen Hauptstraße und die spätgotische Kirche aus dem 16. Jh., Werk eines italienischen Architekten. Die Orgel ist 500 Jahre alt. Die Kirche ist nicht ständig geöffnet. Pfarramtsmitarbeiter schließen gern auf, wenn Touristen darum bitten. | 100 km nordöstl.
SăvădislaIns Grüne gucken und dabei schlemmen - das kann man in Săvădisla, einem verträumten Dorf bei Cluj. Vorbei an saftigen grünen Feldern auf rotbrauner Erde denken Sie, ans Ende der Welt zu fahren und landen dann aber in Tamás‘ Bistro (Tel. 0264/374600 | Tel. 0744/396947 | www.tamasbistro.ro | €). Dort sitzen Sie in alten Kutschen und essen Ungarisch-Deftiges.
Avrig/FreckDen verblassten Glanz siebenbürgisch-sächsischer Kultur können Sie in der Orangerie aufspüren, die der einstige Gouverneur, Aufklärer und Gelehrte Baron Samuel von Brukenthal (www.brukenthal.org) zur Zucht exotischer Früchte in Freck erbauen ließ. Heute blättert der Putz vom Gebäude des 18. Jhs. und der prächtige Park ist etwas verwildert. Die Orangerie gehört heute der evangelischen Kirche, die hier ein paar Zimmer an Touristen vermietet (Buchung über das Stadtpfarramt in Sibiu | Tel. 0269/213141). | 20 km östl.
Biertan/BirthälmWie Küken um die Glucke scharen sich die Bauernhäuser von Birthälm um die mächtige Kirchenburg aus dem 15. Jh. Sie ist die wertvollste Siebenbürgens. Die Tür der Sakristei besitzt 22 Riegel, die alle zugleich mit einer einzigen Schlüsseldrehung bewegt werden - ein Technikkunstwerk des Mittelalters. | 80 km nordöstl.
Cisnadioara/MichelsbergDieses urige sächsische Dorf dicht bei Sibiu ist ideal zum Entspannen. Am Dorfende beginnt der Silberbach, der auf Kieselsteinen mitten durch einen Wald hüpft. An dem knöchelseichten, idyllischen Rinnsal haben Kinder ihre Freude. Wahrzeichen und beliebter Treffpunkt ist der „halbe Stein“, ein Kletterfelsen am Bachufer. Er heißt so, weil er wie abgeschnitten wirkt. Herumklettern können Sie auch auf der mittelalterlichen Michelsberger Burg. Zum Wohnen gibt es immer mehr Pensionen. | 5 km südwestl.
Mediaş/MediaschMitten in Weinhügeln versunken ist die poetische, verschlafene Kleinstadt (50000 Ew.), ein Sibiu in Kleinformat. Im Zentrum steht eine Wehrburg mit gotischer Kirche und prächtigem holzgeschnitztem Altar. Man schlendert durch Torbögen, Gassen und Winkel. | 55 km nordöstl.
Pǎltiniş/Hohe RinneAn dem Bergdorf ist die Landstraße zu Ende. Es ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen im Cibin-Gebirge und für Skisport. Die Pisten in 1200 m Höhe eignen sich für Könner. | 30 km südwestl.
SibielIn Sibiel lockt die größte Ikonensammlung des Landes. Die Kunstwerke sind in einem eigenen kleinen Museum (tgl. 9-17 Uhr) zu sehen, das auf dem Hof der orthodoxen Dorfkirche steht. Die Ikonen - naive Darstellungen von Bibelszenen, die anonyme Bauern hinter Glas gemalt haben - stammen v.a. aus dem 18. und 19. Jh. Besonders interessant sind jene, die aus der unmittelbaren Region kommen. Sie sind daran zu erkennen, dass auch ihr Holzrahmen bemalt ist. In Sibiel haben niemals Siebenbürger Sachsen gelebt, die Dorfkultur ist rein rumänisch. Der liebliche Ort ist auch ein idealer Ausgangspunkt für leichte Wanderungen. Am Kirchhoftor sind Schilder mit Adressen von Pensionen angebracht, Sie können aber auch unter www.sibiel.ro vorbestellen. | 20 km westl.
Sighişoara/SchässburgWer schon von Hermannstadt verzaubert war, erlebt hier eine Steigerung. Die mittelalterliche Puppenstube (32000 Ew.) fächert sich an einem Berg auf, umgeben von einer Wehranlage aus dem 12./13. Jh. Wahrzeichen ist der 64 m hohe, wuchtige Stundturm, der auch als Aussichtspunkt bestiegen werden kann. Figuren im Turmuhrwerk zeigen die Stunden und Wochentage an. Das Museum im Burginneren (tgl. 9-16 Uhr) beherbergt Exponate zur Stadtgeschichte und Teile der Apotheke des Meisters Andreas Bertram (1636). Die Bergkirche von 1345 mit dem verträumten Friedhof erreicht man über die 175 Stufen der Schülertreppe. Hier keuchen seit 1642 immer noch Schüler zur deutschsprachigen Bergschule hinauf. Jährlich im August gibt es ein Kulturfestival mit Gauklern, Hexen- und Vampirshows. Schässburg bekennt sich zum Draculamythos, denn das reale Vorbild des Blutsaugers, Fürst Vlad Ţepeş, wurde dort geboren. Ob sein Geburtshaus tatsächlich das Vlad-Dracul-Haus (heute ein Restaurant) war, ist aber nicht erwiesen. | 90 km nordöstl.
Ziele in der Umgebung
Bukarest & Walachei
GoleştiEines der ältesten Herrenhäuser Rumäniens, einst im Besitz der aufgeklärten, liberalen Adelsfamilie Golescu. Der bekannteste Spross war der Reiseschriftsteller Dinicu Golescu (1777-1830), der sich auch sozial engagierte. Er errichtete auf dem Anwesen die erste Dorfschule Rumäniens (1826), die man besichtigen kann. Im Haus sind die zwei Welten zu sehen, in denen Rumäniens Adel damals lebte: westeuropäisches Mobiliar und orientalische Divans. | Di-So 9-17 Uhr | 100 km nordwestl.
Mogoşoaia-PalastDas Schloss von 1702 gilt als reinstes Beispiel für den Brâncoveanu-Stil. Typisch ist der dreimal geschwungene Arkadenbogen an Aufgängen und Terrassen, ähnlich einem Kleeblatt. Fürst Constantin Brâncoveanu selbst ließ das Schloss am idyllischen Mogoşoaia-See bauen. Im Schlosspark liegen die bronzenen Statuen Lenins und des kommunistischen Regierungschefs Petru Groza. Sie wurden nach der Wende in Bukarest von ihren Sockeln geholt und in den Schlossgarten „entsorgt“. | 2 km nordwestl. Richtung Buftea
SnagovAuf der Klosterinsel im Snagov-See wurde angeblich Draculas Vorbild, der walachische Fürst Vlad Ţepeş, begraben. Fest steht, dass Ţepeş die Befestigungsanlage für das Kloster aus dem 15. Jh. errichten ließ. Hier gab es eine der ersten Druckereien Rumäniens. Lange diente das Kloster auch als Gefängnis für politische Häftlinge unterschiedlicher Regime. Sehenswert ist in der Kirche das größte zusammenhängende Bibelszenenfresko Rumäniens. | 15 km nördl.
Brâncuşi-ParkDer berühmte Bildhauer Constantin Brâncuşi wurde in der Bergbaustadt Târgu Jiu geboren, die mit ihren tristen Plattenbauten abschreckt. Eine Reise wert ist der Brâncuşi-Skulpturenpark (tgl. Mai-Dez. 6-22 Uhr, Jan.-April 7-20 Uhr | Calea Eroilor). Drei monumentale Objekte Brâncuşis von 1937 und 1938 stehen hier in einer Achse im Abstand von mehreren Hundert Metern: das „Tor des Kusses“, der „Tisch des Schweigens“ sowie die „Säule der Unendlichkeit“. Zwischen dem „Tor“ und dem „Tisch“ liegt die „Allee der Stühle“. Die fast 30 m hohe „Säule“ entwarf Brâncuşi im Auftrag der Regierung als Denkmal für die Helden des Ersten Weltkriegs. Die Bauern der Gegend sahen in ihr ein Phallussymbol, was dem Objekt entsprechende Spitznamen einbrachte. Die Kommunisten fanden die Säule westlich-dekadent, wollten sie umstürzen, schafften es aber nicht, sie ins Wanken zu bringen. Über Brâncuşi informiert eine Ausstellung im kleinen Museum (Di-So 9-17 Uhr) im Park. Gut übernachten kann man in der Nähe im Hotel Brâncuşi (42 Zi. | Bd. Constantin Brâncuşi 10 | Tel. 0253/215981 | Fax 211167 | www.hotelbrancusi.ro | €). | 200 km westl.
Curtea de ArgeşHier liegen fast alle rumänischen Könige begraben, darunter auch die Hohenzollernmonarchen. Der Ort war von 1369 bis 1418 die Hauptstadt der Walachei. Das 1521 gebaute Kloster in einem französisch gestutzten Park ist ein Paradebeispiel byzantinischer Baukunst aus der Vor-Brâncoveanu-Zeit. Kuriosität der Fürstenkirche sind zwei der vier Türme, deren Fenster nicht senkrecht stehen, sondern schräg. Der Manole-Brunnen von 1804 erinnert an den unglücklichen Baumeister des Klosters, der seine eigene Frau einmauern musste, um das Bauwerk zu vollenden.
HorezuDas Kloster aus dem 17. Jh. in einem Dorf am Fuß der Karpaten ist eines der schönsten Beispiele der Brâncoveanu-Baukunst und gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Umgeben von Festungsmauern mit einem großen Arkadeninnenhof, steht es in der welligen, grünen Landschaft. Der Ort ist zudem ein berühmtes Zentrum für handgefertigte Keramik mit ganz eigenen charakteristischen Elfenbeingrundtönen und filigranen Mustern in diskreten Erdtönen. Typisches Motiv ist der Hahn - er prangt mitten auf Tellern und Schüsseln. Die Ware ist an mehreren Verkaufsstellen zu haben. Jeden ersten Sonntag im Juni gibt es in Horezu auch einen Töpfermarkt mit Anbietern aus dem ganzen Land. | 180 km nordwestl.
Ziele in der Umgebung
Moldau & Bukowina
AgapiaDer blühende Nonnenklosterkomplex am Fluss Toplita besteht aus zwei Klöstern: Agapia din Deal („vom Berg“) aus dem 16. Jh. und Agapia din Vale („aus dem Tal“) aus dem 17. Jh. Das Talkloster besitzt eine wertvolle Ikonensammlung, die Innenfresken der Kirche schuf der rumänische Meister Nicolae Grigorescu. Die insgesamt 400 Nonnen treiben Landwirtschaft und weben bunte Teppiche für Touristen. | 96 km westl.
Bicaz-KlammEin atemberaubendes Spektakel bietet diese extrem enge Passstraße nahe dem gleichnamigen Städtchen. Die 10 km lange Klamm, im Volksmund auch „Höllenschlund“ genannt, ist umschlossen von mehr als 100 m hohen Felswänden, stellenweise nachtdunkel und gerade einmal 6 m breit. Sportkletterer haben diese Wände bereits entdeckt. Auf der Strecke bieten Verkäufer Kunsthandwerk an. In der Nähe liegt der 30 km lange Bicaz-Stausee. An seinem Westufer im Hafen Port Munteanu kann man Boote mieten. | 110 km südwestl.
Ceahlǎu-MassivHerrliche Möglichkeiten zum Wintersport und Wandern bietet der 1907 m hohe „Olymp der Moldau“ westlich des Bicaz-Stausees. Den zerklüfteten Felsen umkränzt Wald an seinem Fuß. | 105 km westl.
Lacul RoşuDer spektakuläre „Rote See“ verdankt seinen Namen einer Naturkatastrophe. 1838 stürzte durch einen Erdrutsch ein bewachsener Steilhang in den eher seichten See. Die Baumstümpfe, die aus dem Wasser ragen, verleihen dem Ganzen eine schauerliche Atmosphäre. Dazu passt das Gerücht, dass der Erdrutsch Wanderer mitgerissen haben soll, die den See mit ihrem Blut rot färbten. Das Gebiet zieht Wanderer und Wintersportler an. | 120 km südwestl.
NeamţDie Keramikverzierungen an der Außenfassade machen dieses Gotteshaus einzigartig. Es ist das älteste und größte Kloster der Moldau (14. Jh.). Umschlossen von Festungsmauern, war es auch als Zufluchtsort für die Bevölkerung gedacht. Früher war Neamţ ein blühendes Zentrum zur Anfertigung von Schriften, Miniaturen, Stickereien, Silberschmiedearbeiten und Ikonenmalerei. Zeugnisse davon birgt das Klostermuseum. Heute wohnen rund hundert Mönche im Kloster. Man wird jederzeit hereingelassen. | 100 km westl.
Piatra NeamţSehenswert ist die Kleinstadt (126000 Ew.) vor allem wegen ihrer Lage in einem tiefen Tal, von nackten Felswänden umgeben, wie hineingeworfen. Vom alten Fürstenhof sind nur noch Ruinen vorhanden. Die Kirche Sfântu Ioan stammt aus dem 15. Jh. Berühmt in Rumänien ist die Theatertruppe aus Piatra Neamţ. Jedes Jahr Ende Mai findet hier ein internationales Theaterfestival statt. | 100 km südwestl.
DragomirnaIdylle und Strenge vereint diese Klosteranlage von 1609 auf einer grünen Wiese. Die ganz untypisch schlanke und hohe Kirche ist umgeben von einem quadratisch angeordneten Trakt mit den Zellen der Nonnen und von außen durch hohe Mauern befestigt. In der Schatzkammer sind kostbare Handschriften, Ikonen und Miniaturen, zum Teil Werke des Klostergründers Anastasie Crimca zu betrachten. | 12 km nördl.
HumorAus der Ferne wirkt diese Klosterkirche aus dem Jahr 1530 eher unscheinbar, wie hingetupft in die Landschaft. Doch aus der Nähe leuchten plötzlich ihre Außenfresken mit ungewöhnlich dominierenden Rottönen auf. Die Innenfresken sind die ältesten und reichsten in der Region. | 40 km westl.
MoldoviţaCharakteristisch für das befestigte Kloster (1532) ist die dominante gelbe Farbe auf den Fresken. Die Motive entsprechen wie in Humor einem Kanon: Außen ist die Belagerung Konstantinopels, im Eingangsportal das Jüngste Gericht dargestellt. Im Altarraum ist das Bildnis des Stifters, Fürst Petru Rareş, zu sehen. Sein kunstvoll geschnitzter Thron steht im Klostermuseum (tgl. 10-18 Uhr), zusammen mit kostbaren alten Manuskripten, Stickereien und dekorativer Keramik. | 75 km westl.
PutnaDies ist das legendäre Kloster, das Fürst Stefan der Große 1466 nach seinem ersten Sieg über die Türken bauen ließ. Es wird erzählt, er habe sich nach der gewonnenen Schlacht auf einen Hügel gestellt und einen Pfeil abgeschossen. Dessen Landepunkt wurde der Baugrund für das Kloster Putna, das sich in eine kleine Senke kuschelt, umgeben von Tannenhainen. Hier wurde Stefan auch begraben.
SuceviţaKurios ist an dieser Klosterkirche, dass die westliche Außenfassade keine Fresken trägt. Der Sage nach soll der Maler während der Arbeit vom Gerüst hinab in den Tod gestürzt sein. Und keiner seiner Gesellen soll gewagt haben, des Meisters Werk zu vollenden.
VoroneţMit den prächtigsten Fresken der Bukowina hat dieses Kloster die Kunstgeschichte geprägt. Die blaue Farbe der Außenfresken ist als Voroneţblau ein Begriff in der internationalen Fachsprache geworden, ähnlich dem Tizianrot. Auch die anderen Farben sind hier am intensivsten. Daher gilt Voroneţ, ebenfalls eine Stiftung von Stefan dem Großen, als „Sixtinische Kapelle des Ostens“. Gebaut wurde die Kirche 1488, die Fresken stammen von 1547. Das Fresko an der Westseite, eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, war zur Zeit seiner Entstehung durchaus auch ein politisches Propagandawerk. Denn die Sünder in der Hölle sind als Türken dargestellt, darunter sogar Mohammed, der Prophet des Islam. Fürst Stefan und sein Sohn Petru Rareş verstanden sich als Verteidiger der Christenheit und zeigten dies, wo sie nur konnten. | 40 km südwestl.
Ziele in der Umgebung
Schwarzes Meer & Donaudelta
CostineştiDer traditionelle Studentenbadeort ist voller Leben. Im Juli und August werden Film-, Theater- und Jazzfestivals veranstaltet. | 30 km südl.
Eforie NordDer ruhige Kurort mit 4 km langem Strand hat zwar eintönige Plattenbauten, bietet aber eine Vielfalt von Kuranwendungen. Gut für die Gesundheit ist auch der nahe gelegene See Techirghiol, dessen Wasser um ein Vielfaches salziger ist als das Meer. | 15 km südl.
Eforie SudDer älteste Badeort an der rumänischen Schwarzmeerküste verbucht seit 1892 Gäste zur Sommerfrische. Früher trug der Ort den Namen Carmen Sylva, das Pseudonym, unter dem Königin Elisabeth, Frau von König Carol I., ihre Gedichte veröffentlichte. Der Strand ist 1,5 km lang. | 17 km südl.
IstriaIn dem Freilichtmuseum liegen die Ruinen der ältesten griechischen Siedlung an der rumänischen Schwarzmeerküste. Zu sehen sind Konturen der Befestigungsmauern der Burg Histria, Überreste von Handelsgebäuden und Tempeln, Thermen und Wohnhäusern. Bereits 675 v. Chr. siedelten griechische See- und Kaufleute in dieser Bucht am Istria-See, der dicht am Meer liegt. Ihr Hafen blühte 1000 Jahre lang, verlandete aber im 7. Jh. n. Chr. und wurde verlassen. Im Museum gleich neben den Ruinen sind antike Bauteile, Amphoren, Schmuck und Keramik zu sehen (Mai-Sept. tgl. 9-20, Okt.-April 9-17 Uhr). | 44 km nördl.
MamaiaDies ist der traditionelle Badeort für den Familienurlaub. Die vernachlässigten Hotels und der Strand lassen allerdings etwas zu wünschen übrig. Von Constanţa aus kommt man über eine neue Schwebebahn in den Ort und kann dabei das Meer von oben bewundern. Kinder kommen im Aqua Magic auf ihre Kosten, wo viele Rutschbahnen, Springbrunnen und mehrere Schwimmbecken locken. Das Paradies zum Planschen liegt direkt an der Ortseinfahrt von Constanţa aus. Eine Kuriosität ist das Luxushotel Iaki (100 Zi. | Tel. 0241/831025 | Fax 831169 | www.iaki.ro | €€-€€€). Besitzer ist Rumäniens Fußballlegende Gheorghe Hagi aus Constanţa. In der Videobar laufen Hagis beste Fußballeinsätze. Zum Fischessen lädt der Club Histria (Vergnügungspark am Binnensee | Tel. 0241/654069 | €€) ein. | 4 km nördl.
MangaliaIn Mangalia geben sich Kulturen und Religionen ein Stelldichein. Callatis nannten die Griechen im 6. Jh. v. Chr. diese Siedlung an der Küste. Die antiken Burgruinen sind heute durch eine Glasplatte am Boden im Foyer des Hotels President (65 Zi. | Str. Teilor 6 | Tel. 0241/755861 | Fax 0241/755861 | www.hpresident.com | €€) zu sehen. Die Luxusherberge wurde einfach auf die Ruinen gebaut.
MurfatlarDas berühmteste und größte Weingut des Landes liegt im Dorf Basarabi. Hier werden aromatische und liebliche Dessertweine der Sorten Riesling, Muscat-Ottonel, Chardonnay und Cabernet Sauvignon produziert. Der Chardonnay de Murfatlar wurde 1972 Weltmeister. Weinproben gibt es für Gruppen ab 20 Personen. | 18 km westl.
NeptunDies ist seit mehr als einem halben Jahrhundert das Seebad der Politprominenz. Ceauşescu hatte hier ebenso seine streng bewachte Villa nebst abgeschirmtem Strand wie seine Nachfolger. Mit den Satellitenorten Olimp, Venus, Jupiter und Saturn - allesamt künstliche Hotelsiedlungen der 1970er-Jahre - ist dieser Komplex fast gänzlich auf Pauschaltourismus ausgerichtet. Es gibt hier aber viele Sportmöglichkeiten: Wasserski, Tennis, Minigolf und Kegelbahnen.
Vama VecheHier machen viele junge Leute aus der Bukarester Künstler- und Literatenszene Urlaub. Auch Rucksacktouristen fühlen sich hier am wohlsten. In dem Dorf nahe der bulgarischen Grenze und im Nachbarort Doi Mai wird seit einem halben Jahrhundert am Strand gezeltet, und es gibt FKK-Abschnitte. Jedes Jahr findet dort das Rockfestival „Stufstock“ statt, meist Ende August, Anfang September (www.stufstock.com).
BabadagDas alte, türkisch besiedelte Dorf hat heute etwa 10000 Ew. Es liegt streng genommen nicht direkt im Delta, sondern am Fuß eines bewaldeten Bergrückens am Babadag-See, westlich des großen Razim-Sees. Sehenswert sind die große Moschee aus dem 14. Jh. (Str. Geamiei 1) und das Museum für Orientalische Kunst (Muzeul de Artǎ Orientalǎ | Di-So 9-16 Uhr | Casa Panaghia) in einer früheren Koranschule. Gezeigt werden Exponate zur Geschichte der Türken; Prachtstücke sind türkische Teppiche aus dem 17. bis 19. Jh. Zum Übernachten gibt es in 4 km Entfernung den Campingplatz Doi iepuraşi („Zwei Hasen“). | 36 km südl.
CaraormanDer Dschungel Caraorman liegt etwa in der Mitte zwischen den Donauarmen Sulina und Sfântu Gheorghe. Interessant ist der gleichnamige wilde Eichenwald auf wandernden Sanddünen. Vorsicht: Der Wald ist ein Labyrinth, man kann sich verirren. Das türkische karaorman bedeutet „Schwarzer Wald“. Schiffe hierher starten von Crişan aus. | 70 km östl.
Chilia VecheDer älteste Ort im Delta ist ein nur zu Wasser erreichbares Fischerdorf am Chilia-Arm. Daran grenzt nördlich das Naturschutzdreieck Roscoa-Buhaiova-Hrecisca mit drei großen Seen. Hier nisten Pelikane, Silberreiher und Kormorane. | 70 km nordöstl.
CrişanVon diesem Dorf am Sulina-Arm, nur per Schiff erreichbar, startet man zu den Dschungelwäldern Letea und Caraorman. Hier gibt es ein Büro der ARBDD (Di-Fr 10-16, Sa-So 10-14 Uhr | beim Hotel Lebǎda). Quartier und Ausflüge in der Pension Delia (60 Zi. | Restaurant | Crişan Nr. 50 | Tel. 0240/547018 | Fax 0240/547018 | www.deltadelia.ro | €). | 70 km östl.
Gura PortiţeiDer mit Abstand spektakulärste und ruhigste Badeort an der rumänischen Schwarzmeerküste; hier hören Sie nachts nur den Wellenschlag. Auf der extrem schmalen Landzunge, die nur über Sandbänke und schwimmende Inseln mit den Festland verbunden ist, gibt es ein Feriendorf. Man muss unbedingt vorab buchen, spontane Besuche sind nicht möglich.
JurilovcaIn dem Fischerdorf aus dem 18. Jh. leben die lipoveni in ihren pittoresken Häusern. Außen sind die Katen mit Holz vertäfelt, innen bunt bemalt. Hinter nahezu jedem Haus steht ein Dampfbad, das mit glühenden Steinen geheizt wird. Die altrussisch-orthodoxe Kirche in Jurilovka stammt aus dem Jahr 1871. Eines der Lipovener-Häuser ist als Museum eingerichtet (Di-So 10-16 Uhr). | 64 km südöstl.
Mila 23Interessant in diesem Fischerdorf mitten im Sumpf nördlich des Sulina-Arms, das seinen Namen nach der 23. Flussmeile erhielt, ist die so genannte cherhana, die Sammelstelle für frisch gefangenen Fisch. Hier geben die Fischer aus der Umgebung ihre Beute ab und trinken anschließend in der Bar nebenan ein Glas auf ihren Fang. Der Ort ist ein guter Startpunkt für Touren zu den Pelikankolonien an den Seen Matiţa, Leghianca Roşca und zu den schwimmenden Inseln Stipoc und Chilia. | 40 km östl. | nur per Schiff ab Tulcea
PeripravaAuch dieser Ort am Chilia-Arm ist ein malerisches lipoveni-Dorf. Früher gab es hier ein berüchtigtes Straflager für politische Gefangene. Es brauchte kaum Zäune und Mauern, denn das Wasser schnitt jede Fluchtmöglichkeit ab. | 100 km östl. | nur per Schiff ab Tulcea
UzlinaDieser Ort am Sfântu-Gheorghe-Arm ist gänzlich von Wasser umgeben und beherbergt die wohl größte Wellnessoase im Donaudelta. Besucher erreichen ihn von Murighiol aus (36 km südöstl. von Tulcea) per Boot. Die Mitarbeiter des Cormoran-Hotelkomplexes auf Uzlina holen die Gäste aus Murighiol ab.
Mit Kindern reisen
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Banat, Apuseni & Maramureş
Gletscherhöhle von ScǎrişoaraEin Rieseneisblock mitten im Berg - auch noch so abgebrühte Kids werden bei diesem Naturspektakel aus gefrorenem Wasser und sciencefictionartigen Lichteffekten begeistert sein. Außerdem ist es eine richtige Expedition, denn man muss sich wegen der Eiseskälte in der Grotte sogar im Sommer warm anziehen. Schon der Hinweg ist abenteuerlich: Man fährt von Oradea in südlicher Richtung über Beius und Stei nach Gârda de Sus. Von dort geht es auf einem unasphaltierten Weg 18 km weit zur Höhle. | Di-So 10-16 Uhr
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Siebenbürgen
Ferien auf dem BauernhofDer Verein Antrec vermittelt Zimmer bei rumänischen Bauern. Hier macht die ganze Familie Urlaub mit frisch gemolkener Milch, Eiern von glücklichen Hühnern, Natur pur und Einheimischenanschluss. | Antrec | Bd. Mă-răşti 59, C3 | Bukarest | Tel. 021/2228001 | Fax 021/2228001 | www.antrec.ro
Schlammvulkane von BercaFür Kinder ab sechs ist die spektakuläre Naturerscheinung ein Riesenspaß: Auf dem großen Areal nahe Berca gluckert es aus vielen Schlammpfützen, ab und zu spritzt ein ganzer Schwall hoch. Grund ist Erdgas, das aus der Tiefe an die Oberfläche dringt. Man muss sehr aufpassen, denn an scheinbar trockenen Stellen kann der Boden plötzlich nachgeben und man bleibt bis zur Hüfte im Schlammkrater stecken. Es gibt keine organisierten Führungen zu den Schlammvulkanen. Fragen Sie in Berca nach den Pâclele Mari (sprich: pücklele mar). | 20 km nördl. von Buzǎu, auf der Strecke nach Braşov
Draculaburg in SchässburgIn der zauberhaften mittelalterlichen Burg können sich Kinder und kindliche Gemüter in alle möglichen Märchen und Sagen hineindenken: Dornröschen könnte hier wach geküsst worden sein, vielleicht sogar vom Grafen Dracula. Ein Spaziergang vom Schässburger Stundturm zum Draculahotel ist ein Erlebnis auch für Kinder, die sonst für Baudenkmäler nichts übrig haben.
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Bukarest & Walachei
Antipa-Museum in BukarestDas Naturkundemuseum wirkt etwas angestaubt, aber Kinder werden an den ausgestopften Tieren ihren Spaß haben, vor allem am Dinosaurierskelett. | Piaţa Victoriei | Di-So 10-17 Uhr
Herǎstrǎu-ParkRumäniens Hauptstadt ist anstrengend - besonders für Kinder. Entspannung, Platz zum Toben und Spielplätze gibt es im Herǎstrǎu-Park im Norden der Stadt. Mit etwas Glück ist auch das Riesenrad gerade in Betrieb.
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Moldau & Bukowina
Salzbergwerk in CacicaEine kindgerechte Abwechslung zur Klöstertour in der Moldau ist das ehemalige Salzbergwerk in Cacica, 15 km nördlich von Gura Humorului, mit unterirdischem Salzwassersee, Tanzsaal und Salzskulpturen. Außerdem gibt es eine Kapelle zu Ehren der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, zu sehen. Gleich am Eingang hängt eine Marienikone, der Wunderkräfte zugeschrieben werden, weshalb immer wieder viele Pilger kommen. Richtig voll wird es an Mariä Himmelfahrt, am 15. August, dann finden unter Tage sogar Gottesdienste statt. | Tgl. 9-16 Uhr
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Schwarzes Meer & Donaudelta
Delphinarium/DelfinariuViel Spaß haben Kinder an den Delphinshows im modernisierten Delphinarium von Constanţa im Naturkundemuseum (Complex Muzeal de Stiinte ale Naturii). Der Komplex umfasst auch einen Aquariumsbereich, ein Gelände mit exotischen Vögeln sowie ein 4 ha großes Gehege für Tiere, die im Donaudelta heimisch sind: von Pelikanen und Wildgänsen bis zu Hirschen. | Tgl. 8-21 Uhr, Shows 10, 12, 14 Uhr | Bd. Mamaia 255
Naturreservat HagieniEine Oase in der sonst kahlen Landschaft: Zwischen 550 seltenen Steppenpflanzenarten kriechen Schildkröten, harmlose Schlangen und mehrere Eidechsenarten herum. Man fährt von Mangalia 13 km westlich Richtung Negru Vodǎ bis kurz vor das Dorf Albeşti. Interessant ist auch das 5 km südlich von Albeşti gelegene typische Tatarendorf Hagieni.
See Limanu mit GrotteDie 4 km lange, labyrinthartige Grotte am Süßwassersee Limanu, 2 km südlich von Mangalia, lädt zum Versteckspielen ein. So können die Kinder die verzweigte Höhle herrlich erkunden.
Insider-Tipp
Ceauşescus Grab
Ceauşescus Grab: Keine Wallfahrt, sondern eher eine Gelegenheit, über Politik, Gott und die Welt nachzudenken
Poienile Izei
Nichts für schwache Nerven: In Poienile Izei zeigen schaurig-schöne Fresken lauter drastische Folterszenen
Eishöhle Scǎrişoara
Wie vor hundert Jahren: Eine unberührte Bauernidylle rund um Gârda de Sus nahe der Eishöhle Scǎrişoara
Sarmizegetusa
Märchenhaft verwahrlost: In Sarmizegetusa können Sie auf einem riesigen römischen Ruinenfeld herumklettern
Săvădisla
Ungarisch schlemmen: Das Tamas Bistro im siebenbürgischen Dorf Sǎvǎdisla kennen nur Eingeweihte. Man isst ungarische Spezialitäten, sitzt dabei in alten Kutschen und genießt das Landleben
Cisnadioara/Michelsberg
Halbe Steine und Ruhe pur: In Michelsberg bei Hermannstadt wartet die reine Erholung auf Sie
Goleşti
Sich wie Adlige von anno dazumal fühlen: Im Herrenhaus der Familie Golescu in Goleşti die Welt des Adels entdecken
Mangalia
Hotel auf antikem Gemäuer: Im Hotel President in Mangalia träumen Sie auf den Ruinen der untergegangenen Griechenstadt Callatis von alten Zeiten
Gura Portiţei
Strandparadies: Schwarzes Meer und Donaudelta: am einsamen Strand von Gura Portiţei
Salzbergwerk in Cacica
Kirche im Berg: Das frühere Salzbergwerk Cacica in der Moldau hat sich in eine unterirdische Kirche verwandelt
Top Highlights
Kirche mit Mond/Biserica cu Lunǎ
Das barocke orthodoxe Gotteshaus von 1790 trägt auf dem 55 m hohen Turm eine ungewöhnliche Uhr, die die Mondphasen anzeigt. Innen gibt es Fresken von 1816 bis 1836 zu bestaunen. | Piaţa Unirii
Schwarzer Adler/Vulturul Negru
Die prächtige Einkaufspassage von 1908 ist ein typisches Beispiel für die Wiener Sezession mit verglastem Spitzbogendach und kunstvollen bunten Glasscheiben. In den lebhaften Straßen drum herum mit kleinen Geschäften und Lokalen steht ein Jugendstilhaus neben dem anderen. | Zugang über Piaţa Unirii, Str. Independenţei, Str. Alecsandri
Domplatz/Piaţa Unirii
Über Kopfsteinpflaster schlendert man auf diesem quadratischen Platz voller Wiener Barock am besten zur Caféterrasse direkt gegenüber der Dreifaltigkeitssäule, die Ende des 18. Jhs. aus Dankbarkeit nach einer überstandenen Pestepidemie errichtet wurde. Von hier schweift der Blick zum alten Präfekturpalast, heute ein Kunstmuseum, auf die serbisch-orthodoxe Kathedrale und den römisch-katholischen Dom, ein Werk des berühmten Wiener Architekten Emanuel Fischer von Erlach. Innen stehen acht Altäre, reich verziert mit barocken Schnitzereien und Gemälden. Alle drei Gebäude wurden 1745 vollendet.
Schwarze Kirche/Biserica Neagrǎ
De größte gotische Kathedrale Südosteuropas lockt mit einer Kuriosität: An den Emporen hängen alte orientalische Gebetsteppiche. Es sind Geschenke reicher sächsischer Kaufleute mit guten Geschäftsbeziehungen in den Orient. In dem von 1385 bis 1477 erbauten Gotteshaus predigte der Humanist Johannes Honterus, der dort auch neben dem Bronzetaufbecken begraben liegt.
Brukenthal-Museum/Muzeul Brukenthal
Der barocke Palast des siebenbürgischen Gouverneurs und Kunstsammlers Baron Samuel von Brukenthal (1721-1803) ist das älteste Museum Rumäniens. Unter den insgesamt 900000 Exponaten sind Werke von so bekannten Künstlern wie Rubens, Breughel und van Dyck. Außerdem enthält die Sammlung Volkskunst, Drucke sowie die 200000 Bände umfassende Bibliothek des Barons mit wertvollen Exemplaren aus dem 15. und 16. Jh. | Di-So 10-17 Uhr | Piaţa Mare 4
Lügenbrücke
Die kleine gusseiserne Brücke an der Piaţa Mica aus dem Jahr 1859 soll einem Aberglauben zufolge einstürzen, falls ein Lügner sie betritt. Sie führt noch immer über einen alten Burggraben zur evangelischen Stadtpfarrkirche.
Museum des Rumänischen Bauern/Muzeul Ţǎranului Român
Das preisgekrönte Museum präsentiert alte Trachten, Kunsthandwerk, Werkzeug und christliche Kultgegenstände. Prachtstücke sind zwei Holzkirchen aus dem 17. und dem 18. Jh. Unbedingt zu empfehlen ist der Museumsshop. Hier gibt es u.a. original alte Bauerntextilien, die Bäuerinnen aus dem ganzen Land immer noch aus ihren Truhen kramen und zum Museum bringen, außerdem Keramik und CDs mit unverfälschter Volksmusik. | Di-So 10-18 Uhr | Şoseaua Kisseleff
Parlamentspalast/Palatul Parlamentului
Den monströsen Palast, mit insgesamt 450000 m² nach dem Pentagon in Washington das zweitgrößte Gebäude der Welt, ließ Diktator Ceauşescu bauen. Für viele Bukarester eine architektonische Wunde, ist er in jedem Fall wegen seiner Hässlichkeit und seiner Monumentalität sehenswert. 700 Architekten und 20000 Arbeiter haben fünf Jahre rund um die Uhr daran gearbeitet. Die mehr als 3000 Zimmer, 60 Korridore und 64 Empfangssäle sind reich mit kitschigen Marmorreliefs verziert. Die Riesenteppiche wiegen jeweils ein gutes Dutzend Tonnen. Von den Decken hängen tonnenschwere Kristalllüster. Die Baukosten von etwa 3,5 Mia. US-Dollar brachten dem Volk zusätzliches Elend. Auf einem künstlichen Hügel angelegt, dominiert der Palast eine Neubauallee im gleichen Stil. Heute sind hier Abgeordnetenhaus und zahlreiche staatliche Institutionen untergebracht. | Tgl. 10-16 Uhr | nur mit Führung | Bd. Unirii
Stavropoleos-Kirche
Mit reichen Holzschnitzereien im Neo-Brâncoveanu-Stil ist sie die schönste Kirche Bukarests im alten Kaufleuteviertel. Ihre Geschichte begann profan mit einem han, den der griechische Mönch Ioannikios im 18. Jh. baute. | Str. Poştei 6
Kirche der Drei Hierarchen/Biserica Trei Ierarhi
Einzigartig an der imposanten Kirche sind die mit steinernen Reliefs verzierten Außenmauern und die beeindruckenden Portale mit gotischen Türrahmen. Das Wahrzeichen der Stadt war früher außen ganz mit Gold verkleidet. Neben der Kirche steht der so genannte Gotische Saal. Früher ein Refektorium, beherbergt er heute als Museum wertvolle Kirchenschätze. | Di-So 9-17 Uhr | Bd. Ştefan cel Mare
Kasino/Cazino
Das Gründerzeitkasino an der Hafenpromenade ist das Wahrzeichen von Constanţa. Erbaut wurde es 1909 in französischem Neobarockstil vom rumänischen Architekten Daniel Renard. 1985 wurde es restauriert. Das Haus ist vorübergehend geschlossen.
Museum für Geschichte und Archäologie/Muzeul Naţional de Istorie Şi Arheologie
Glanzstück ist das Römische Mosaik aus dem 3. Jh., das hier 1959 entdeckt wurde. Mit 700 m² ist es das größte seiner Art. Darüber steht zum Schutz eine Glas-Stahl-Konstruktion, Besucher gehen auf Stegen um den wertvollen Belag herum. | Sommer tgl. 9-20, Winter Di-So 10-18 Uhr | Piaţa Ovidiu
Sǎpânţa
Das witzigste Baudenkmal der Maramureş ist ausgerechnet ein Friedhof. Lustiger Friedhof (Cimitirul Vesel) wird er genannt. Die Grabmäler in dem Dorf direkt an der Grenze zur Ukraine sind aus leuchtend blau gestrichenem Holz gearbeitet. Die Texte darauf erzählen in heiteren Versen das Leben und die Todesumstände der Verstorbenen. All dies schuf Schreinermeister Ioan Stan Patras 1935. | 81 km nördl.
Surdeşti
Hier steht das berühmteste Werk der Maramureş-Baukunst: eine prächtige Kirche aus Eichenholz, 1724 erbaut. Ihr 54 m hoher Glockenturm ist die höchste Holzkonstruktion Europas. Innen sind die Wände mit dichtem Stoff verkleidet, der mit Tempera bemalt wurde. | 17 km südöstl.
Eishöhle Scǎrişoara
Eine niemals schmelzende, 7500 m³ große, glitzernde Eislandschaft tut sich hier unter der Erde auf. Das Naturwunder stammt aus der Eiszeit, als das gesamte Apusenigebirge mit Gletschern bedeckt war. Zwar gibt es offizielle Öffnungszeiten, aber man kann immer hinein. Warme Kleidung ist oberstes Gebot, denn unten ist es auch im Sommer eiskalt. In die grün bewachsene Schlucht zur Höhle führt allerdings nur eine äußerst klapprige metallene Stiege, um deren Instandhaltung sich niemand kümmert. Aber wegen der herrlichen Hügellandschaft der Umgebung lohnt die unbequeme Anreise auf einer Schotterpiste. Bei nassem Wetter brauchen Sie ein Auto mit Allradantrieb.
Naturpark Retezat
In die wildeste Berglandschaft Rumäniens verirren sich nur wenige Wanderer. Geübte Bergsteiger wagen sich auf den 2511 m hohen Gipfel Peleaga. Im 540 km² großen, unter Naturschutz stehenden Paradies gibt es richtige Urwälder. 80 Gletscherseen blitzen in den Schluchten auf. Braunbären spazieren umher. Übernachten kann man im Zelt, aber inzwischen auch in komfortablen Pensionen, die einsam in der Wildnis liegen, z.B. in der Hütte Codrin (20 Betten | Vollpension möglich | Tel. 0724/793620 | Tel. 021/411309 | www.codrin.ro | €). Die letzten 6 km der Zufahrt führen über einen ungepflasterten Forstweg. Hausherr Ciprian Traila vermittelt auch Quartiere in anderen Hütten und organisiert Gruppenbergtouren. Nächste Städte sind Haţeg im Norden, Caransebeş im Westen und Petroşani im Osten. | 100 km südöstl.
Bran/Törzburg
Hier soll Draculas Vorbild, Fürst Vlad Ţepeş, einst öfter genächtigt haben. Das wuchtige Gemäuer mit den vielen Erkern und Türmchen setzten deutsche Ritter 1377 auf einen Felsen - mit einer herrlichen, früher v.a. militärisch wichtigen Aussicht in das bewaldete Tal und auf die Bucegi-Berge. Im Schloss selbst ist Feudalkunst vom 16. bis 19. Jh. zu sehen, draußen alte Bauernhäuser (Di-So 9-16 Uhr). | 27 km südöstl. Richtung Câmpulung
Sinaia
In dem Nobelkurort mit Kasino vergnügten sich Adel und Reiche schon vor hundert Jahren. Heute lockt Sinaia (14500 Ew.) auch ganz normale Skitouristen auf die bis zu 2000 m hoch gelegenen Hänge. Es gibt eine Bob- und Rodelbahn sowie eine Gondelbahn.
Biertan/Birthälm
Wie Küken um die Glucke scharen sich die Bauernhäuser von Birthälm um die mächtige Kirchenburg aus dem 15. Jh. Sie ist die wertvollste Siebenbürgens. Die Tür der Sakristei besitzt 22 Riegel, die alle zugleich mit einer einzigen Schlüsseldrehung bewegt werden - ein Technikkunstwerk des Mittelalters. | 80 km nordöstl.
Sibiel
In Sibiel lockt die größte Ikonensammlung des Landes. Die Kunstwerke sind in einem eigenen kleinen Museum (tgl. 9-17 Uhr) zu sehen, das auf dem Hof der orthodoxen Dorfkirche steht. Die Ikonen - naive Darstellungen von Bibelszenen, die anonyme Bauern hinter Glas gemalt haben - stammen v.a. aus dem 18. und 19. Jh. Besonders interessant sind jene, die aus der unmittelbaren Region kommen. Sie sind daran zu erkennen, dass auch ihr Holzrahmen bemalt ist. In Sibiel haben niemals Siebenbürger Sachsen gelebt, die Dorfkultur ist rein rumänisch. Der liebliche Ort ist auch ein idealer Ausgangspunkt für leichte Wanderungen. Am Kirchhoftor sind Schilder mit Adressen von Pensionen angebracht, Sie können aber auch unter www.sibiel.ro vorbestellen. | 20 km westl.
Sighişoara/Schässburg
Wer schon von Hermannstadt verzaubert war, erlebt hier eine Steigerung. Die mittelalterliche Puppenstube (32000 Ew.) fächert sich an einem Berg auf, umgeben von einer Wehranlage aus dem 12./13. Jh. Wahrzeichen ist der 64 m hohe, wuchtige Stundturm, der auch als Aussichtspunkt bestiegen werden kann. Figuren im Turmuhrwerk zeigen die Stunden und Wochentage an. Das Museum im Burginneren (tgl. 9-16 Uhr) beherbergt Exponate zur Stadtgeschichte und Teile der Apotheke des Meisters Andreas Bertram (1636). Die Bergkirche von 1345 mit dem verträumten Friedhof erreicht man über die 175 Stufen der Schülertreppe. Hier keuchen seit 1642 immer noch Schüler zur deutschsprachigen Bergschule hinauf. Jährlich im August gibt es ein Kulturfestival mit Gauklern, Hexen- und Vampirshows. Schässburg bekennt sich zum Draculamythos, denn das reale Vorbild des Blutsaugers, Fürst Vlad Ţepeş, wurde dort geboren. Ob sein Geburtshaus tatsächlich das Vlad-Dracul-Haus (heute ein Restaurant) war, ist aber nicht erwiesen. | 90 km nordöstl.
Mogoşoaia-Palast
Das Schloss von 1702 gilt als reinstes Beispiel für den Brâncoveanu-Stil. Typisch ist der dreimal geschwungene Arkadenbogen an Aufgängen und Terrassen, ähnlich einem Kleeblatt. Fürst Constantin Brâncoveanu selbst ließ das Schloss am idyllischen Mogoşoaia-See bauen. Im Schlosspark liegen die bronzenen Statuen Lenins und des kommunistischen Regierungschefs Petru Groza. Sie wurden nach der Wende in Bukarest von ihren Sockeln geholt und in den Schlossgarten „entsorgt“. | 2 km nordwestl. Richtung Buftea
Brâncuşi-Park
Der berühmte Bildhauer Constantin Brâncuşi wurde in der Bergbaustadt Târgu Jiu geboren, die mit ihren tristen Plattenbauten abschreckt. Eine Reise wert ist der Brâncuşi-Skulpturenpark (tgl. Mai-Dez. 6-22 Uhr, Jan.-April 7-20 Uhr | Calea Eroilor). Drei monumentale Objekte Brâncuşis von 1937 und 1938 stehen hier in einer Achse im Abstand von mehreren Hundert Metern: das „Tor des Kusses“, der „Tisch des Schweigens“ sowie die „Säule der Unendlichkeit“. Zwischen dem „Tor“ und dem „Tisch“ liegt die „Allee der Stühle“. Die fast 30 m hohe „Säule“ entwarf Brâncuşi im Auftrag der Regierung als Denkmal für die Helden des Ersten Weltkriegs. Die Bauern der Gegend sahen in ihr ein Phallussymbol, was dem Objekt entsprechende Spitznamen einbrachte. Die Kommunisten fanden die Säule westlich-dekadent, wollten sie umstürzen, schafften es aber nicht, sie ins Wanken zu bringen. Über Brâncuşi informiert eine Ausstellung im kleinen Museum (Di-So 9-17 Uhr) im Park. Gut übernachten kann man in der Nähe im Hotel Brâncuşi (42 Zi. | Bd. Constantin Brâncuşi 10 | Tel. 0253/215981 | Fax 211167 | www.hotelbrancusi.ro | €). | 200 km westl.
Curtea de Argeş
Hier liegen fast alle rumänischen Könige begraben, darunter auch die Hohenzollernmonarchen. Der Ort war von 1369 bis 1418 die Hauptstadt der Walachei. Das 1521 gebaute Kloster in einem französisch gestutzten Park ist ein Paradebeispiel byzantinischer Baukunst aus der Vor-Brâncoveanu-Zeit. Kuriosität der Fürstenkirche sind zwei der vier Türme, deren Fenster nicht senkrecht stehen, sondern schräg. Der Manole-Brunnen von 1804 erinnert an den unglücklichen Baumeister des Klosters, der seine eigene Frau einmauern musste, um das Bauwerk zu vollenden.
Horezu
Das Kloster aus dem 17. Jh. in einem Dorf am Fuß der Karpaten ist eines der schönsten Beispiele der Brâncoveanu-Baukunst und gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Umgeben von Festungsmauern mit einem großen Arkadeninnenhof, steht es in der welligen, grünen Landschaft. Der Ort ist zudem ein berühmtes Zentrum für handgefertigte Keramik mit ganz eigenen charakteristischen Elfenbeingrundtönen und filigranen Mustern in diskreten Erdtönen. Typisches Motiv ist der Hahn - er prangt mitten auf Tellern und Schüsseln. Die Ware ist an mehreren Verkaufsstellen zu haben. Jeden ersten Sonntag im Juni gibt es in Horezu auch einen Töpfermarkt mit Anbietern aus dem ganzen Land. | 180 km nordwestl.
Agapia
Der blühende Nonnenklosterkomplex am Fluss Toplita besteht aus zwei Klöstern: Agapia din Deal („vom Berg“) aus dem 16. Jh. und Agapia din Vale („aus dem Tal“) aus dem 17. Jh. Das Talkloster besitzt eine wertvolle Ikonensammlung, die Innenfresken der Kirche schuf der rumänische Meister Nicolae Grigorescu. Die insgesamt 400 Nonnen treiben Landwirtschaft und weben bunte Teppiche für Touristen. | 96 km westl.
Bicaz-Klamm
Ein atemberaubendes Spektakel bietet diese extrem enge Passstraße nahe dem gleichnamigen Städtchen. Die 10 km lange Klamm, im Volksmund auch „Höllenschlund“ genannt, ist umschlossen von mehr als 100 m hohen Felswänden, stellenweise nachtdunkel und gerade einmal 6 m breit. Sportkletterer haben diese Wände bereits entdeckt. Auf der Strecke bieten Verkäufer Kunsthandwerk an. In der Nähe liegt der 30 km lange Bicaz-Stausee. An seinem Westufer im Hafen Port Munteanu kann man Boote mieten. | 110 km südwestl.
Humor
Aus der Ferne wirkt diese Klosterkirche aus dem Jahr 1530 eher unscheinbar, wie hingetupft in die Landschaft. Doch aus der Nähe leuchten plötzlich ihre Außenfresken mit ungewöhnlich dominierenden Rottönen auf. Die Innenfresken sind die ältesten und reichsten in der Region. | 40 km westl.
Putna
Dies ist das legendäre Kloster, das Fürst Stefan der Große 1466 nach seinem ersten Sieg über die Türken bauen ließ. Es wird erzählt, er habe sich nach der gewonnenen Schlacht auf einen Hügel gestellt und einen Pfeil abgeschossen. Dessen Landepunkt wurde der Baugrund für das Kloster Putna, das sich in eine kleine Senke kuschelt, umgeben von Tannenhainen. Hier wurde Stefan auch begraben.
Suceviţa
Kurios ist an dieser Klosterkirche, dass die westliche Außenfassade keine Fresken trägt. Der Sage nach soll der Maler während der Arbeit vom Gerüst hinab in den Tod gestürzt sein. Und keiner seiner Gesellen soll gewagt haben, des Meisters Werk zu vollenden.
Voroneţ
Mit den prächtigsten Fresken der Bukowina hat dieses Kloster die Kunstgeschichte geprägt. Die blaue Farbe der Außenfresken ist als Voroneţblau ein Begriff in der internationalen Fachsprache geworden, ähnlich dem Tizianrot. Auch die anderen Farben sind hier am intensivsten. Daher gilt Voroneţ, ebenfalls eine Stiftung von Stefan dem Großen, als „Sixtinische Kapelle des Ostens“. Gebaut wurde die Kirche 1488, die Fresken stammen von 1547. Das Fresko an der Westseite, eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, war zur Zeit seiner Entstehung durchaus auch ein politisches Propagandawerk. Denn die Sünder in der Hölle sind als Türken dargestellt, darunter sogar Mohammed, der Prophet des Islam. Fürst Stefan und sein Sohn Petru Rareş verstanden sich als Verteidiger der Christenheit und zeigten dies, wo sie nur konnten. | 40 km südwestl.
Istria
In dem Freilichtmuseum liegen die Ruinen der ältesten griechischen Siedlung an der rumänischen Schwarzmeerküste. Zu sehen sind Konturen der Befestigungsmauern der Burg Histria, Überreste von Handelsgebäuden und Tempeln, Thermen und Wohnhäusern. Bereits 675 v. Chr. siedelten griechische See- und Kaufleute in dieser Bucht am Istria-See, der dicht am Meer liegt. Ihr Hafen blühte 1000 Jahre lang, verlandete aber im 7. Jh. n. Chr. und wurde verlassen. Im Museum gleich neben den Ruinen sind antike Bauteile, Amphoren, Schmuck und Keramik zu sehen (Mai-Sept. tgl. 9-20, Okt.-April 9-17 Uhr). | 44 km nördl.
Caraorman
Der Dschungel Caraorman liegt etwa in der Mitte zwischen den Donauarmen Sulina und Sfântu Gheorghe. Interessant ist der gleichnamige wilde Eichenwald auf wandernden Sanddünen. Vorsicht: Der Wald ist ein Labyrinth, man kann sich verirren. Das türkische karaorman bedeutet „Schwarzer Wald“. Schiffe hierher starten von Crişan aus. | 70 km östl.
Jurilovca
In dem Fischerdorf aus dem 18. Jh. leben die lipoveni in ihren pittoresken Häusern. Außen sind die Katen mit Holz vertäfelt, innen bunt bemalt. Hinter nahezu jedem Haus steht ein Dampfbad, das mit glühenden Steinen geheizt wird. Die altrussisch-orthodoxe Kirche in Jurilovka stammt aus dem Jahr 1871. Eines der Lipovener-Häuser ist als Museum eingerichtet (Di-So 10-16 Uhr). | 64 km südöstl.
Auftakt
Was für ein Land!
Rumänien gilt als Land der Schauergeschichten, erfundener und wahrer. Doch Dracula und Ceauceşcu sind Vergangenheit. Das neue EU-Land darf endlich mit seinen Pfunden wuchern - mit dem lieblichen Siebenbürgen und seiner mittelalterlichen Kultur, mit den farbenprächtigen Klöstern der melancholischen Moldau und mit der grandiosen Natur der Karpaten und des Donaudeltas. Sicher, die touristische Infrastruktur ist noch lückenhaft, doch gerade die unverfälschte Ursprünglichkeit macht Rumäniens Reiz aus. Touristen werden hier kaum erwartet, Gäste hingegen immer.
Ein Telefonat mit der rumänischen Zugauskunft. Ich möchte wissen, wann Züge von Temeswar nach Arad fahren, zwei Städte im Westen Rumäniens, eine Strecke von 50 km. Die Dame am Telefon nennt drei Züge. Nun möchte ich aber auch die Abfahrtstermine für die Rückreise haben. „Warum wollen Sie das denn wissen?“ wundert sich die Frau. Da hilft nur eines: Ich erzähle der anonymen Angestellten der staatlichen rumänischen Eisenbahn schlicht und einfach, weshalb ich nach Arad fahren will. Nach diesem Outing öffnet auch die Beamtin ihre Seele und gibt mir die Abfahrtszeiten und weitere Tipps für den Aufenthalt mit auf den Weg.
So ist das Leben in Rumänien. Institutionen fangen jetzt erst an, sich als Gebilde im Dienst des Bürgers zu begreifen - doch der persönliche Kontakt rettet im Prinzip alles. „Ein trauriges Land voller Humor“: Der Satz eines rumänischen Schriftstellers wurde zum geflügelten Wort, das die mit Selbstironie gesegneten Rumänen immer wieder gern zitieren.
Das neue EU-Land Rumänien mit seinen rund 21,6 Mio. Einwohnern liegt dort, wo die Vorstellungswelt des Westbürgers über das, was zu Europa gehören könnte, aufhört. Eingekeilt zwischen Bulgarien und Serbien-Montenegro im Süden, der Ukraine im Norden und Ungarn im Westen, im Osten vom Schwarzen Meer umspült, kuschelt sich das Land um den Karpatenbogen herum und in sein Inneres hinein. Ein schönes Land, das sonst in der Welt v.a. durch Berichte über den Terror des 1989 gestürzten Diktators Nicolae Ceauşescu aufgefallen ist, über verhungernde Waisenkinder, Korruption und wirtschaftliche Misere. Dies ist die leider wahre eine Seite der Medaille, doch die andere gibt es auch: die herzlichen, offenen Menschen, die großteils unberührte Natur in der lieblichen Bergwelt - wenn auch mitunter durch Industriewracks und Plattenbauten verschandelt -, die geheimnisvollen Höhlen in den Karpaten, die mittelalterlichen Baudenkmäler in Siebenbürgen und in der Moldau, die fabelhafte, einzigartige Flora und Fauna des Donaudeltas, die authentische Folklore in den Dörfern und die Strände am Schwarzen Meer. Von den insgesamt 245 km Schwarzmeerküste werden v.a. die 40 km zwischen Constanţa und Vama Veche touristisch genutzt. Der Abschnitt wirkt wie eine einzige Freiluftparty: ein Hotelkasten neben dem anderen, eine Kneipe neben der anderen.
Für Rucksacktouristen ist Rumänien eine reizvolle Herausforderung. Sie kommen bei Touren durch die atemberaubende Landschaft in den Apuseni, der Maramureş, Siebenbürgens und der Bukowina auf ihre Kosten. Wer Neugier, etwas Abenteuerlust und Kommunikationsfreude mitbringt, vermag im Karpatenland eine Menge zu entdecken, wenn er es auf eigene Faust erkundet. Vor allem in den Dörfern und Tälern tut sich eine Vielfalt an Sitten und Bräuchen auf, beeinflusst von Orient, Okzident und der heidnischen Vorgeschichte.
Der Zustand der Landstraßen hat sich deutlich gebessert - was aber nicht heißt, dass nirgendwo mehr ein Schlagloch anzutreffen wäre. Nicht nur deshalb sollten sich Autofahrer auf den verführerisch ebenen Straßen nicht zum Rasen verleiten lassen. Die Gebirgsserpentinen und Fernstraßen werden auch von Fußgängern und unbeleuchteten Pferdewagen benutzt. Der Zugverkehr hat sich nicht entscheidend verbessert. Zuverlässige, relativ schnelle Verbindungen gibt es nur zwischen den größeren Städten. Der Nahverkehr ist eine Katastrophe. Kurze Wege dauern aus unerfindlichen Gründen Ewigkeiten, weshalb die meisten Pendler einfach per Anhalter fahren.
Langsam und leise sind vor allem in Siebenbürgen und in der Bukowina blitzsaubere private Pensionen entstanden, ein Netz von Privatquartieren bei Bauern hat sich entwickelt. Auf die Tristesse realsozialistischer Hotels ist keiner mehr angewiesen.
Was Fremde in Rumänien immer wieder verblüfft, ist das scheinbar unglaubliche Nebeneinander von Dingen und Zuständen, die nicht zusammenpassen. Auf dem Land stehen bittere Armut, Aberglaube und Analphabetismus neben dem Neureichtum der jüngeren Generation, die es dank Gastarbeit im Westen zu Einfamilienhaus und Auto gebracht hat. In Bukarest swingt die aufstrebende Jugend zwischen Handy und Internet, daneben stehen Horden von Bettlern. Kinder leben auf der Straße, kommunizieren aber per E-Mail. Es gibt Bewohner in Plattenbauvierteln, die auf offener Straße Hühner, Lämmer und Schweine schlachten.
Nach 1989 war Rumänien wirtschaftliches Schlusslicht in Europa. Doch seit 2000 hat ein kräftiger Aufschwung mit traumhaften Wirtschaftsdaten eingesetzt. Fast alle staatlichen Industrieungetüme wurden privatisiert, viele ausländische Investoren ließen sich nieder. Junge Leute streben v.a. in die Computerbranche. Rumänien gehört mittlerweile zu den sechs Ländern weltweit mit den meisten IT-Spezialisten pro Kopf. Doch bei weiten Teilen der Bevölkerung ist der Aufschwung noch nicht angekommen. Vor allem Alte leiden unter den hohen Strom- und Heizkosten, die im Winter ihre Rente oft übersteigen.
Der EU-Beitritt hat den historischen Traum eines Volkes erfüllt, das stets zwischen den Imperien und Machtblöcken in einer Grauzone lag und eine Ausnahmestellung hatte. Umgeben von slawischen Völkern, ist Rumänien eine romanische Sprachinsel, entstanden durch die Verschmelzung des Urvolks der Daker mit den Römern, die das Land unter Kaiser Trajan 106 n. Chr. besetzten. Jahrhundertelang waren die rumänischen Fürstentümer Spielball der wechselnden Kräfteverhältnisse zwischen Österreich-Ungarn, Russland und der Türkei. Unter Ceauşescu geriet Rumänien erneut in eine Sondersituation, weil der Diktator nach Unabhängigkeit von Moskau strebte und das Land in die außenpolitische Isolation trieb. Nach seinem Sturz im Zuge des blutigen Volksaufstands im Dezember 1989 kamen nur mäßig gewendete Kommunisten unter Präsident Ion Iliescu an die Macht. Seither gab es schon drei demokratische Machtwechsel.
Vielleicht ist es sogar ein Vorteil, dass Rumänien wegen der unzureichenden Infrastruktur noch nicht vom Massentourismus überrollt wurde. So können Reisende das normale Leben im Karpatenland in unverfälschter Form kennenlernen: beim Schlendern durch die verträumten mittelalterlichen Städte in Siebenbürgen, bei Touren zu den wunderschönen Moldauklöstern und im Naturparadies Donaudelta.
2000 v. Chr.-7. Jh. n. Chr.Daker und Geten; erste griechische Siedlungen; 106 römische Provinz; Goten, Hunnen, Slawen, Ungarn, Tataren durchziehen und unterwerfen teilweise das Land
7.-10. Jh.Erste Fürstentümer in der Moldau und der Walachei
1150Ungarns König Geza II. holt deutsche Siedler sowie den Deutschen Ritterorden ins Land
15.-16. Jh.Türkische Herrschaft über Moldau, Walachei und Transsilvanien
1593-1601Michael der Tapfere erobert Siebenbürgen und Moldau; er einigt die drei Fürstentümer für ein Jahr
1688Siebenbürgen kommt zu Ungarn
1859Fürst Alexandru Ioan Cuza vereinigt Moldau und Walachei
1877-1881Karl von Hohenzollern-Sigmaringen wird König Carol I.
1918Siebenbürgen kommt zu Rumänien
1940Militärdiktatur von Marschall Ion Antonescu; Pakt mit Hitler-Deutschland
1944Antonescu wird von König Mihai gestürzt; Rumänien tritt in den Krieg gegen Deutschland ein
1947Kommunisten übernehmen die Macht; der König geht ins Exil
1965Der spätere Diktator Nicolae Ceauşescu wird Generalsekretär und Staatschef
1989Dezemberrevolution. Ceauşescu und seine Frau Elena werden zum Tode verurteilt und sofort erschossen, die Macht ergreifen Reformkommunisten unter Ion Iliescu
2007Rumänien tritt der EU bei
Wo Venedig und Orient aufeinandertreffenDer vom kunstsinnigen Walachenfürsten Constantin Brâncoveanu geförderte Stil ist eine Synthese aus venezianischen und orientalischen Einflüssen, die Kirchen, Wohnhäuser und Paläste an der Wende zum 18. Jh. prägte und „rumänische Renaissance“ genannt wurde. Brâncoveanu unterhielt Geschäftsbeziehungen nach Venedig und Konstantinopel und brachte Baumeister aus beiden Städten mit. Von den Italienern lernten die Rumänen, größere, offenere Räume zu bauen und den Stein bildhauerisch zu bearbeiten. Charakteristisch sind die reichen feingliedrigen abstrakten oder floralen Ornamente an Fenster- und Türrahmen, die zwar von der Form her orientalisch sind, aber in westlicher Technik als Reliefs in Stein gehauen sind und nicht aufgemalt wurden. Markenzeichen ist der „Bogen mit Akkolade“ an den Säulenarkaden, der aus einem Spiel mit der gotischen Spitzbogenform entstanden ist.
www.karpatenwilli.deKein echter Blog, aber eine Website, auf der regelmäßig frische Reiseberichte aus dem Karpatenland erscheinen. Hier schreiben vorwiegend Rucksacktouristen über ihre Eindrücke und warten mit einer Fülle praktischer Tipps auf. Sie erwähnen dabei oft abgelegene, faszinierende Orte, die vermutlich nicht einmal Rumänen kennen. Administrator ist Wilhelm Scherz, der noch als DDR-Bürger begonnen hatte, Rumänien zu bereisen - größtenteils zu Fuß.
http://rennkuckuck.deRumänien-Portal, das außer einem Link zu diversen Erlebnisberichten aus Rumänien auch breit gefächerte, thematisch geordnete, regelmäßig aufgefrischte Informationen über Land und Leute bietet.
www.technorati.comWer ein bisschen Sucherei nicht scheut, wird hier unter dem Stichwort „Romania“ fündig, das Ganze allerdings auf rumänisch oder englisch.
www.youtube.comUnter dem Stichwort „Romania“ finden sich etliche Kurzvideos oder Foto-Slideshows von Rumänienurlaubern aus aller Welt. Zu den wichtigsten Attraktionen wie etwa Maramureş, Sibiu, Retezat oder Sighişoara kann man dort ebenfalls Material abrufen.
Mit etwas Glück Meister Petz begegnenIn Rumäniens Bergen leben etwa 5000 Braunbären und damit europaweit die meisten. Von Natur aus menschenscheu, sind sie im Normalfall nur mit viel Glück zu beobachten. Dennoch kam es in letzter Zeit immer wieder zu Bärenangriffen, auch mit tödlichem Ausgang für Menschen, hauptsächlich in der touristisch überlaufenen Region Bra-şov. Dort sind die Bären zwar an Menschen gewöhnt, aber keineswegs zahm. Deshalb ist unbedingt davon abzuraten, in dieser Region im Gebirge wild zu zelten. Anders verhalten sich die Bären in menschenleeren Regionen wie dem Retezat-Gebirge. Dort fliehen sie, wenn sie einen Menschen auch nur wittern. Die Chancen, dort Bären mit eigenen Augen zu sehen, sind im Frühling am größten, wenn sie die gut bestückten Futterstellen der Förster besuchen. Geführte Touren z.B. Green Mountain Holidays | Str. Principalǎ 305 | Izvorul Crişului an der Strecke Oradea-Cluj | Tel. 0264/418691 | Tel. 0744/637227 | www.greenmountainholidays.ro
Ein rumänischer Fürst als Vorbild für den VampirDie Vampirfigur Dracula wurde 1922 in Westeuropa populär, als Fritz Murnau ihre Geschichte in dem Stummfilm „Nosferatu“ auf die Leinwand brachte. Vorlage war der Schauerroman „Dracula“ des Briten Bram Stoker, der in Transsilvanien spielt. So kam die Vermutung auf, dass der rumänische Fürst Vlad Ţepeş (1431-1476) Stokers Vorbild für den Vampir gewesen sei. Vlad Ţepeş' Vater führte als Träger des mittelalterlichen Drachenordens den Beinamen „Dracul“. Sohn Vlad hieß „der Pfähler“ (Ţepeş), weil er Gefangene bei lebendigem Leib auf einen Pfahl spießen ließ. Auch wenn das Pfählen damals europaweit üblich war, sorgte Vlad Ţepeş‘ Grausamkeit außerhalb des Landes für Aufsehen. Gen Westen reisende siebenbürgische Kaufleute verbreiteten Schauergeschichten über ihn, wobei sie vermutlich übertrieben. Vielen Rumänen hingegen gilt Ţepeş eher als strenger, aber gerechter Herrscher, der ohne Gnade gegen Kriminelle vorging.
Nicht sieben, sondern über 200 waren es einstKirchenburgen sind das Markenzeichen und der Namensgeber Siebenbürgens. In nahezu jedem der insgesamt 241 Sachsendörfer gab es eine, an die 150 sind noch erhalten, wenn auch die meisten in baufälligem Zustand. Sie wurden zum Schutz gegen immer wieder angreifende Türken und Tataren gebaut. Um die Kirchen herum wurden Befestigungsanlagen mit zahlreichen Innenräumen errichtet. Die boten sämtlichen Dorfbewohnern Platz und waren mit allem ausgerüstet, was man während einer Belagerung brauchte: Schlafkammern, Korn- und Speckkammern, Wasserzufuhr, unterirdische Gänge, Schießscharten und Gefängniszellen.
RumänienDer Journalist Keno Verseck fasst in seinem kenntnisreichen und präzisen Überblick Geschichte, Kultur und Politik zusammen.
Geschichten aus MaghrebinienDer Klassiker Gregor von Rezzoris ist eine Sammlung witziger, satirischer Geschichten aus einem Phantasieland, in dem Rumänienkenner deutliche Parallelen zum Karpatenland sehen.
Der erste Hermannstädter war ein RäuberFeines, bibliophil gestaltetes Buch, das eine satirische Phantasieversion der Entstehungsgeschichte Hermannstadts erzählt. Die Autorin Johanna Letz stammt aus Sibiu.
4 Monate, 3 Wochen und 2 TageIm Zentrum des 2007 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Films von Cristian Mungiu steht eine illegale Abtreibung während des Kommunismus in Rumänien, als Schwangerschaftsabbrüche und Verhütungsmittel streng verboten waren. Der Film beeindruckt durch seinen Realismus, der nicht belehrt, sondern einfach nur unter die Haut geht, der die Eiseskälte und den Zynismus der Diktatur spüren lässt.
Tod des Herrn LazarescuDer international preisgekrönte Film von Cristi Puiu zeichnet das Sterben eines älteren Mannes nach, der dem desolaten rumänischen Gesundheitswesen zum Opfer fällt (2005).
GratianThomas Ciulei porträtiert in seiner Dokumentation einen alten Mann in einem Dorf der Apuseni, den die Bauern für einen Werwolf halten. Der Alte lebt davon, dass die Legende besagt, der Werwolf verschone die Schafe, wenn man ihn regelmäßig füttert. Er hat seine eigenen Ideen zu Gott und Kosmos.
Kleine Häuser für den lieben GottOrthodox bedeutet wörtlich „rechtgläubig“. Die orthodoxen Christen haben ein emotional-sinnliches Verhältnis zu ihrem Gott. Sie suchen körperlichen Kontakt zu allem, was heilig ist. Die Kirchen sind eher klein, sodass man die Heiligenbilder an den Wänden berühren kann. Orthodoxe Kirchen sind in vier Bereiche gegliedert. Unter der Veranda vor dem Eingangsportal oder abseits im Hof stehen offene Kerzenhäuschen - je eines für die Toten und für die Lebenden. Der erste Kirchenraum ist der Pronaos mit den Gräbern der Kirchenstifter, Fürsten und Geistlichen, außerdem sind dort Verkaufsstellen für Kerzen sowie Tische für Speisen, die gesegnet werden sollen. Im nächsten Raum, dem Naos, finden die geistlichen Handlungen statt. Hier stehen auch die wichtigsten Ikonen. Letzter Raum ist der Altar hinter der Ikonostase, den Frauen nicht betreten dürfen.
Vor 300 Jahren flohen Russen ins DeltaSie leben in Jurilovca, Sfântu Gheorghe oder Periprava, nennen sich lipoveni und sprechen russisch. Die Männer tragen sehr lange, sorgfältig gekämmte Bärte in der Tradition ihrer Vorfahren. Die flohen vor 300 Jahren vor dem russischen Zaren Peter dem Großen ins Donaudelta. Der Zar verfolgte sie, weil sie sich gegen seine prowestlichen, antikirchlichen Reformen stellten und an ihrem alt-orthodoxen Glauben festhalten wollten. Die etwa 30000 Nachfahren der Flüchtlinge im Delta tun das bis heute in ihren knallbunt bemalten Holzkirchen. Lipoveni leitet sich ab von dem russischen Wort für Wald lipa. Dort nämlich versteckten sich die Verfolgten vor dem Zaren Peter, bis sie schließlich ins Delta flohen. Die meisten von ihnen waren Fischer am Don und fühlten sich an der Schwarzmeerküste gleich heimisch.
Szene
Trend Guide Rumänien
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Christa Mantaist in Kronstadt, im Herzen der Karpaten, aufgewachsen. Die Journalistin, die unter anderem für die Deutsche Allgemeine Zeitung in Bukarest arbeitet, studierte in München und Paris. Doch ihr Herz hing immer an Rumänien. Vor allem die Hauptstadt hat es ihr angetan. Warum? Weil sich Bukarest täglich neu entdecken lässt, sich dort ständig neue Trends entwickeln und die junge Szene sehr aktiv ist.
Film ab!Aufbruchstimmung in der rumänischen Filmszene. Während junge Regisseure internationale Preise holen - zum Beispiel Cristian Mungiu die goldene Palme in Cannes - entdeckt Hollywood das Land als Drehort. Nicole Kidman reiste für Cold Mountain in die Karpaten, Borat in die Walachei, Francis Ford Coppola drehte Youth without Youth in Bukarest. Als Drehort besonders beliebt ist der Platz der Revolution. Noch unbekannte Regisseure und Movies promotet das Internationale Independent-Filmfestival Anonimul (www.festival-anonimul.ro) in unfassbar schönem Ambiente zwischen Donaudelta und Schwarzem Meer. Die Streifen laufen auf einer großen Open-Air-Leinwand. Freiluftfeeling auch in Bukarest - im Biergarten-Bar-Kino E-Uranus. Ein Liegestuhl, einen Drink in der Hand, ein guter Film unter freiem Himmel (Str. Uranus 144). Streifen im Original mit Untertiteln laufen in den alten sozialistischen Kinos mit monumentalem Interieur und Kuschelsesseln - zum Beispiel im Patria (Heimat) in Bukarest (Bld. Gheorghe Magheru 12).
Kunst und CaféDie Fusion von Kunst und Gastro ist hip! Die UNAgaleria bietet spannende Ausstellungen und einen tollen Biergarten mit Elektromusik, Salat und Kräuterbrot (G-ral Budişteanu 10 | Bukarest | http://unagaleria.blogspot.com). Das Bistro de l'Arte (Piaţa Enescu 11 | www.bistrodelarte.ro) in Kronstadt tischt Frühstück, Bistrofood und Kuchen auf. Dazu gibt es Vernissagen und Livemusik. Als moderner Glasbau klebt das MNAC - Museum für zeitgenössische Kunst - an Ceauşescus Palast in Bukarest. Im Inneren befindet sich ein cleanes Café mit Sitzwürfeln (Str. Izvor 2-4 | Eingang über 13 Septembrie | www.mnac.ro). Im Erasmus Büchercafé in Hermannstadt schmökert man in deutschen Büchern. Bei schönem Wetter finden im Innenhof Konzerte und Ausstellungen statt (im Friedrich-Teutsch-Haus | Str. Mitropoliei 30).
Biker's ParadiseSchlamm, Steine, Trampelpfade oder Bachbetten: Rumänien ist das Enduro-Paradies Europas. Biker begegnen höchstens mal einem mit Heu beladenen Pferdewagen. Spannende Touren lassen die Herzen von Abenteuerfreaks höher schlagen. Außerdem gibt es immer mehr Competitions (www.ktmadventuretours.com)! Je nach Können und Erfahrung wird man unterschiedlichen Gruppen zugeordnet, die Motorradtouren sind abwechslungsreich, die Guides erfahren. Zum Konzept der Rallye Enduromania (www.enduromania.ro) gehört neben dem Fahrspaß auch Land und Leute kennenzulernen. Vier Tage Adrenalin pur garantiert Red Bull Romaniacs (www.redbullromaniacs.com), ein Wettbewerb mitten in Transsilvanien. Antreten kann jeder, von der Touristen- bis zur Profiklasse.
Coole ClubsVorbei die Zeiten sozialistisch anmutender Großraumdiskos! Die neuen Clubs in Rumänien sind fancy und stylish und nicht selten von Architekten designt. So gewährt zum Beispiel das Up Town einen tollen Blick über die Dächer von Hermannstadt (Str. Semaforului Nr 44). Der Club Two in Constanţa an der Schwarzmeerküste (Str. Marc Aureliu 11 | www.clubtwo.ro) ist en vogue, das Publikum posh und das Design futuristisch. Die DJs gehören zu den besten in Rumänien. Und der Club Ultima Playa aus Mamaia verwandelt sich im Sommer in einen Beachclub (circa 250 m vom Hotel Lido in Richtung Năvodari).
Beauty-QuickiesEine Maniküre in der Mittagspause, abends schnell zur Massage oder eine Maske zwischen Sushi und Shopping: Beauty-Quickies sind in Bukarest superhip. Die Preise sind moderat, die Anwendungen ein Mix aus modern und altbewährt. Im Beauty-Salon 90-60-90 gibt's gängige Kosmetikbehandlungen und abgefahrene Bodypaintings (Str. Gabroveni 24 | www.beauty90-60-90.ro). Die Spezialität bei Api Estetic sind Behandlungen mit Bienenwachs und -honig. Very sophisticated (C.A. Rosetti 31 | www.apiestetic.ro)! Mit viel Chichi verwöhnt das Cella Centre seine Gäste, etwa bei der Massage mit vulkanischen Steinen oder im ionisierten Bad (Str. Elefterie 54).
Design 4 YouDie Designtalente sind auf dem Vormarsch und die witzigen und stylishen Entwürfe, wie z. B von Lili Art, sind derzeit der letzte Schrei. Die Individualistin verkauft bemalte Aschenbecher, Vasen und Spiegel übers Internet. Exzentrisch und garantiert einzigartig (http://liliart.blogspot.com). Sehr modern sind die Entwürfe des Schmuckdesigners David Sandu. Seine aktuelle Kollektion ist vor allem puristisch und technisch inspiriert, wie die quadratischen Ringe, bei denen drei Materialien übereinandergelegt und an den Ecken miteinander verschraubt sind (Calea Victoriei 136, Bukarest | www.davidsandu.ro).
ModeaufschwungRumänische Designer sind auf dem Vormarsch: funky Fashion, Einzelstücke, und erschwingliche Preise! Der prämierte Olah Gyarfas entwirft schräge Streetwear. Ein Besuch in seinem Laden im In-Viertel Lipscani lohnt und Designschnäppchen sind garantiert (Glasbläserhof | Str. Şelari 9-11 | 1. Stock | Bukarest | www.rozalbedmura.ro). Irina Schrotter (www.irinaschrotter.ro) hat sich in Rumänien schon einen Namen gemacht - mit verspielt-erotischen und gleichzeitig hippen Entwürfen vom Sommerkleid bis zur Abendrobe. Mit Dessous von Sarrieri klopft die Verführung an: Die Kreationen von sportlich bis very hot haben sich bis zu den Galéries Laffayette in Paris herumgesprochen (www.sarrieri.com). Die drei Designerinnen von DaDa kreieren Mode, Accessoires und Schuhe in besonderen Schnitten und Stoffen (Mario Plazza | Calea Dorobanţilor 172 | Bukarest).
JazzfieberDie rumänische Jazzszene hat sich frei gespielt. Die Künstler gelten als besonders kreativ und es swingt allerorten, nicht nur in den Städten. Zum Beispiel auch in einem kleinen, versteckten Bergdorf, das seit zehn Jahren ein großes Jazzhappening ausrichtet: das Garana Jazz Festival. Mit Decke und Picknickkorb kann man auf der Wiese weltberühmten Jazzmusikern lauschen, wie etwa dem Saxophonisten Jan Garbarek (www.garana-jazz.ro). Mitten in Bukarest liegt der Art Jazz Club. Eng und cosy, gute Kelleratmosphäre, super Acts, nettes Publikum - alles, was ein Jazzclub braucht (Bld. Nicolae Bălcescu 23a | www.artjazzclub.ro). Hervorragend italienisch speisen und dabei Livekonzerte hören kann man freitags im Lobb's, ebenfalls in Bukarest (Bld. Expoziţiei 2 | in World Trade Plaza | Tel. 021/2242713).
Stichworte
Von Brâncuşi bis Straßenkinder
Politik, Kultur, Gesellschaft - Wissenswertes über ein Land voller Gegensätze
Constantin BrâncuşiDer Bildhauer Constantin Brâncuşi (1876-1957) gilt als bedeutendster Künstler Rumäniens. Ab 1904 lebte er in Paris und beeinflusste mit seinen abstrakten Arbeiten die moderne Bildhauerei. Viele seiner Objekte stehen in den Museen von Paris und New York. In seiner Heimat ist u.a. die „Säule der Unendlichkeit“ im südrumänischen Târgu Jiu zu sehen.
Conducǎtor„Lenker“ war nur einer der Titel, mit denen sich der Diktator Nicolae Ceauşescu (1918-1989) schmückte. Die Hofpoeten nannten ihn auch „Titan der Titanen“ und „Genie der Karpaten“. Das Kind armer Bauern wurde in der Vorkriegszeit während seiner Schusterlehre Kommunist. 1965 kam er nach dem Tod des stalinistischen Führers Gheorghe Gheorgiu-Dej an die Macht, gefördert von einer gemäßigten Fraktion der rumänischen Kommunisten, die glaubte, den hilflos wirkenden Bauernsohn leicht gängeln zu können. Sie täuschten sich gewaltig, denn Ceauşescu entwickelte sich zum brutalsten Diktator, den das Land je gekannt hat. Zunächst gewann er die Sympathie des Westens und des Volkes, indem er einen Emanzipationskurs gegenüber Moskau einleitete. 1968 weigerte er sich, mit den Partnern des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei einzumarschieren. Und 1980 kritisierte er den Einmarsch der Sowjets in Afghanistan. Doch nach innen verstärkte er mit Hilfe seiner gefürchteten Geheimpolizei Securitate schrittweise den Terror. Die Wirtschaft brach zusammen, das Volk darbte. 1980 begannen die schlimmsten Hungerjahre, als Ceauşescu sich in den Kopf setzte, alle Auslandsschulden zu bezahlen. 1989 wurde er hingerichtet.
Mihai EminescuDer Lyriker gilt als Rumäniens Nationaldichter (1850-1889). In seinen Versen, die sich stark an der deutschen Romantik orientierten, griff er viele Motive der rumänischen Volksdichtung auf. Als politischer Essayist vertrat er aber auch nationalistische und antisemitische Positionen.
George EnescuRumäniens international renommiertester Komponist (1881-1955) ließ in seine Werke Elemente der Volksmusik einfließen. Enescu war Zeitgenosse und Geistesverwandter des ungarischen Komponisten Béla Bartók. Seine bekanntesten Kompositionen sind die zwei Rhapsodien.
Erdbeben und SchlammvulkaneRumänien ist erdbebengefährdet, v.a. die südliche Region um Bukarest. Beim bisher verheerendsten Beben 1977 kamen über 1500 Menschen ums Leben. Das Epizentrum liegt meist im Karpatenknie. Die blubbernden Schlammvulkane, Vulcanii Noroioşi, nordwestlich von Buzǎu am Fuß der Südkarpaten haben mit Vulkanismus eigentlich nichts zu tun, sondern sind ein Resultat des Gasgehalts im Erdinneren. Bei dem eigenartigen Spektakel ist Vorsicht geboten: Man kann im Schlamm versinken.
Fauna und FloraRumäniens Naturparadiese in den Bergen und im Donaudelta sind durch Umweltverschmutzung bedroht, bieten aber immer noch einzigartige Erlebnisse. In den Karpaten leben Wölfe, Luchse, Wildkatzen, Gämsen, Edelmarder, Wildschweine, Hirsche, Rehe und Mufflons. Mit rund 5000 Exemplaren ist die Bärenpopulation europaweit die größte. Diese Tatsache lockt zunehmend Jäger aus dem Ausland an. Das Donaudelta steht als Fisch- und Vogelparadies unter Naturschutz. Hier leben die einzigen Pelikane Europas. Das Schwarze Meer bevölkern kleine Delphine.
Eugène IonescoDer bekannteste rumänische Bühnenautor (1909-1994) gilt als einer der Hauptvertreter des absurden Theaters. Er lebte ab 1938 in Paris. Ionescos Stücke sind Persiflagen der kleinbürgerlichen Welt, wobei er die Banalität bis zum Äußersten ins Surreale und Groteske steigerte.
MinderheitenDie größten Minderheiten in Rumänien sind die Roma und die Ungarn. Zuverlässige Angaben über die Stärke dieser Gruppen gibt es nicht, denn die Statistiken sind politisch beeinflusst. Sie dürfte zwischen 1,5 und 2 Mio. Menschen liegen. Seit 15 Jahren verlassen v.a. die Ungarn massiv das Land. Noch vor der Wende war die einst starke deutsche Minderheit ausgewandert. 1930 gab es rd. 800000 Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in Rumänien, heute sind es unter 50000. Von der jüdischen Bevölkerung, die vor dem Krieg auch rund 800000 Menschen zählte, fiel etwa die Hälfte dem Holocaust zum Opfer. Die Überlebenden wanderten nahezu alle nach Israel aus, sodass nun weniger als 20000 Juden in Rumänien leben. Als winzige Minderheiten sind noch Serben, Kroaten, Tataren, Türken, Russen, Bulgaren, Griechen und Armenier vertreten.
RevolutionOb es tatsächlich eine Revolution war, die im Dezember 1989 zum Sturz des Diktators Ceauşescu führte, ist umstritten. Zwar gab es einen blutigen Volksaufstand mit Schießereien und Straßenkämpfen, die mehr als 1000 Menschen das Leben kosteten. Doch deutet vieles auf eine Palastrevolte der so genannten Wendekommunisten hin, die von Ceauşescu genug hatten. Die Gruppe um den ersten Nachwendepräsidenten Ion Iliescu übernahm damals sofort die Macht und ließ die Opponenten aus der Ceauşescu-Zeit gar nicht erst zum Zuge kommen. Dem Iliescu-Zirkel wird vorgeworfen, unnötige Schießereien provoziert zu haben, um sich selbst als Garant für Ruhe und Ordnung zu präsentieren und damit die Macht zu festigen. Doch ohne Zweifel gärte die Stimmung im Volk schon Monate vor Ceauşescus Sturz. Im übrigen Ostblock begannen Mauern und Stacheldrähte zu fallen. Startsignal für die Wende war am 17. Dezember 1989 eine Dauerprotestdemonstration im westrumänischen Timişoara (Temeswar). Dabei ging es zunächst nur um Solidarität mit dem dortigen ungarisch-protestantischen Pastor Laszló Tökes, der als Regimegegner verfolgt wurde. Doch bald riefen die Demonstranten „Nieder mit Ceauşescu“, und erste Schüsse fielen. Die revolutionäre Stimmung erfasste das ganze Land, v.a. die Hauptstadt Bukarest. Dort hielt der sichtlich verzweifelte Ceauşescu am 22. Dezember noch eine Rede an das Volk, in der er Lohnerhöhungen versprach. Doch er wurde ausgebuht und floh mit seiner Frau Elena in einem Hubschrauber. Der Pilot war schon mit den Revolutionären im Bunde. Das Ehepaar Ceauşescu wurde verhaftet und am 25. Dezember 1989 auf Geheiß der Iliescu-Gruppe nach einem geheimen, international kritisierten Schnellverfahren hingerichtet.
RomaMan sieht sie oft am Straßenrand, auf Pferdewagen. Auffällig sind bei den traditionell lebenden Roma die Frauen mit ihren leuchtend bunten, krausen Röcken und den langen geflochtenen Zöpfen. Der Begriff „Zigeuner“, den die westeuropäischen Sinti als diskriminierend empfinden, gilt auch in seiner rumänischen Form „ţigani“ als abwertend. Doch bezeichnen sich viele Roma selbst als „ţigani“, und das in zwiespältiger Weise: manche mit Stolz, andere mit Melancholie. Einst ein unterdrücktes Volk werden sie auch heute noch ausgegrenzt. Ihre lang trainierte Überlebensstrategie außerhalb von Konventionen macht sie immer noch zu Außenseitern. Und für viele Rumänen zu Sündenböcken für die eigene Frustration. Manche Roma leben traditionell und rückständig, andere versuchen die Integration. Einige haben es zu Wohlstand gebracht, der an ihren kuriosen Palästen an den Stadträndern sichtbar wird: pagodenartige Häuser aus Marmor mit Säulen, Türmchen und aufwärts geschwungenen Dächern.
StraßenkinderAn fast jeder Verkehrsampel stürzen die Straßenkinder auf die wartenden Autos zu und putzen die Scheiben in der Hoffnung auf ein bisschen Geld. Viele leben in der Kanalisation. Ihre Zahl soll sich in den letzten Jahren verringert haben. Schätzungen zufolge sind es heute landesweit 2000, davon die Hälfte in Bukarest. Die Straßenkinder sind sowohl Resultat der Armut als auch des kommunistischen Regimes. Ceauşescu hatte in den 1980er-Jahren Verhütungsmittel verboten, Abtreibungen wurden streng bestraft. So kamen v.a. in armen Familien viele ungewollte Kinder zur Welt, die von den Eltern verstoßen wurden. Das kommt weiterhin vor, weil es an Aufklärung über Verhütung mangelt. Immer wieder lassen Mütter ihre Babys nach der Geburt im Krankenhaus zurück. In manchen Kliniken werden Gebärende inzwischen fotografiert, um die Ermittlungen zu erleichtern, falls sie ohne ihr Baby klammheimlich das Weite suchen.
Feste und Events
Von Heiligen und Himmelfahrten
Rumänen feiern am liebsten und am intensivsten die religiösen Feste
Das rumänisch-orthodoxe Osterfest, meist eine Woche nach den katholisch-protestantischen Ostertagen, ist das wichtigste religiöse Fest und interessant für Reisende, die Folklore in voller Pracht erleben wollen.
Nach dem Fall des Kommunismus erinnern sich die Menschen fast jedes Jahr an einen weiteren, vergessenen Heiligen, der gefeiert werden muss, oder an einen alten Brauch aus der Vorkriegszeit, den es zu beleben gilt.
1. und 2. JanuarNeujahr
19. April 2009Ostern
1. MaiTag der Arbeit
15. AugustMariä Himmelfahrt
1. DezemberNationalfeiertag
25./26. DezemberWeihnachten
31. Dezember/1. JanuarGruppen von Kindern und Jugendlichen ziehen von Haus zu Haus, singen ein Weihnachtslied oder sagen Neujahrsverse auf und erwarten dafür eine kleine Geldspende.
März/AprilJazzfestival in Sibiu (Hermannstadt)
April3. Sonntag: Hirtenfest in Rǎşinari bei Sibiu
Mai/JuniJazzfestival Napocensis in Cluj-Napoca (Klausenburg)
JuliAlt-Bukarest-Festival: Straßenfest zur Erinnerung ans Hauptstadtleben im 19. Jh., mit Kostümumzügen, Kutschfahrten, Straßenmusik und Straßen-theater
AugustHora de la Prislop: Trachtengruppen aus allen Teilen Rumäniens treffen sich und tanzen die Hora (eine Art Reigen) auf dem Pass Prislop im östlichen Teil der Maramureş
August/SeptemberRockfestival Stufstock in Vama Veche am Schwarzen Meer
September1. Sonntag: Töpfermarkt in Sibiu (Hermannstadt)
OktoberEnescu-Festival in Bukarest, internationaler Wettbewerb für klassische Musik (alle zwei Jahre, das nächste Mal 2009)
Essen und Trinken
Schlemmen nach guter bäuerlicher Art
Essen ist in Rumänien eine herzhafte, kalorienreiche Angelegenheit. Gebratenes und Geräuchertes, aber auch pikante Gemüsegerichte kommen auf den Tisch
Er glänzt goldgelb, Fett trieft. Juliana Patca, Wirtin in einer Familienpension in den Apuseni, serviert die Spezialität des Abends: den balmoş (sprich: ballmosch). Es ist ein Maisbrei, wie die Bauern in Siebenbürgen ihn zubereiten: Ein Kilo Maismehl wird mit zwei Litern saurer Sahne unter stundenlangem Rühren gekocht.
Maisbrei ist das rumänische Nationalgericht, bekannt unter dem Sammelnamen mǎmǎligǎ (mömöligö). Meist bekommt man die banale Variante als Sättigungsbeilage vorgesetzt, bei der das Maismehl nur mit Wasser und Salz gekocht wird. Tatsächlich aber gibt es ein Dutzend Rezepte, je nachdem, ob mit süßer oder saurer Milch, mit Sahne oder Butter zubereitet wird. Krönung ist die Hirtenspeise bulz: Ein Stück herbwürziger burduf-Käse wird in eine Kugel aus Maisbrei gesteckt und im Ofen gebacken.
Juliana, die im Dorf Ghetar nahe der Eishöhle Scǎrişoara kocht, tischt herzhafte rumänische Bauernküche auf. Speck, Eier und scharfe Würste gibt es schon zum Frühstück, dazu sauer eingelegte Gurken und Paprika. Zu Mittag folgen deftige Fleischsuppen - mit Rind, Fleischklößen oder Kutteln. In Süd- und Nordostrumänien werden diese Suppen meist mit borş (borsch), gegorenem Weizenkleiesaft, gesäuert. Enthält eine Suppe borş, wird sie ciorbǎ (tschorbö) genannt, sonst heißt sie supǎ (supö).
Die rumänische Küche schmeckt nach den Mächten, die das Land dominierten: Byzanz, Österreich und Russland haben ihren Einfluss hinterlassen. Während des Kommunismus war die Gastronomie zu einem Minimalprogramm verkommen. Jetzt gibt es wieder Wirte, die sich auf die Küche ihrer Großmütter besonnen und dabei die Kräuter wieder entdeckt haben: Liebstöckel, Bohnenkraut, Kümmel, Lorbeer und Basilikum.
Beim Hauptgang dominieren die Braten. Ein Festmahl ohne Schwein ist kaum vorstellbar. „Er ist so traurig, als sei sein Schwein gestorben“, sagt man in Rumänien. Auf dem Land hält sich fast jeder zumindest ein Schwein, auch wenn er längst kein Bauer mehr ist, sondern zur Arbeit in die nächste Kleinstadt pendelt. Zwar steht in Rumänien auch Geflügel auf dem Speiseplan, doch nach Diät darf das Federvieh keinesfalls schmecken. So gibt es etwa das pui cu smântâna (puj ku smüntüna) - das Sahnehuhn. Dessen Bauch wird mit einem halben Pfund Butter und Kräutern gefüllt, während des Backens kommt immer wieder Sahne darüber. Die Ente auf Kraut wiederum, raţǎ pe varzǎ (ratzö pe varsö), wird mit einem Pfund Gänsefett begossen. Zu fast allen Fleischgerichten passt die traditionelle Knoblauchsauce mujdei de usturoi (muschdej de ußturoj).
An der Schwarzmeerküste und im Donaudelta gibt es natürlich Fisch, z.B. als leckere säuerliche Suppe borş pescǎresc. Spezialitäten sind auch scharfe Frikadellen aus Hecht und Karpfen mit gemahlenen Peperoni und Paprika oder das Fischgulasch storceag (stortschag) mit Karfoffelstücken, Sahne und viel Dill. Beim im Ofen gebackenen Karpfen kommen eine ganze Knolle Knoblauch sowie Tomaten, Paprika und Weißwein dazu.
Wer Galle und Leber schonen will, hat es schwer in Rumänien. Vegetarisches gibt es selten, schon weil sich kein Rumäne vorstellen kann, ohne Fleisch satt zu werden. Fleischlos isst man nur während der kirchlichen Fastenzeiten. Immerhin gibt es leckere Gemüsegerichte, so die pikanten Auberginencreme zacuscǎ (sakusskö) als Vorspeise oder den Gemüseeintopf ghiveci (djiwetsch).
Bei den Desserts dominieren türkischer und österreich-ungarischer Einfluss: baclava und sarailie sind Blätterteignusskuchen, aus denen Zuckersirup tropft. Auf siebenbürgischen Speisekarten taucht die k.u.k.-Süßigkeit Vogelmilch (lapte de pasǎre) auf: In einer Vanillesauce mit Nüssen schwimmen Eiweißbällchen.
Bei den Weinen ist Rumäniens Qualitätspotenzial noch nicht ausgeschöpft. In den Hügeln Siebenbürgens, der Moldau und der südlichen Vorkarpaten werden Cabernet Sauvignon, Merlot und Riesling angebaut. Bekannteste Anbaugebiete sind Cotnari (Moldau), wo die süße Feteasca (Mädchentraube) wächst, außerdem Târnave und Jidvei in Siebenbürgen. Typischer sind aber die doppelt bis dreifach gebrannten Schnäpse aus Pflaumen, Äpfeln oder Aprikosen, ţuica (Tzuika) genannt. Bier wird inzwischen fast nur noch von ausländischen Multis produziert und verkauft. Die bekannteste einheimische Marke ist Ursus.
Der gute alte schaumige türkische Kaffee cafea turceascǎ (kaffja turtschaskö) ist fast überall westlichem Espresso, Cappuccino, Filter- und Instantkaffee gewichen.
Ardei copţigebackene Paprikaschoten in Vinaigrette, Vorspeise
Caşcaval panépanierter Käse, in der Pfanne gebraten, Standardangebot in rumänischen Restaurants
Ciorbǎ de burtǎsäuerliche Kuttelsuppe, auch klassisch als Katerfrühstück
ClǎtitePfannkuchen oder Palatschinken nach österreichischer Art, mit Marmelade oder Schokoladensauce gefüllt
Cozonacleicht gesüßter weicher Hefekuchen mit Rosinen
Drob de mielPastete aus Lamminnereien, wird nur zu Ostern zubereitet
Fasole bǎtutǎpikante Paste aus weißen Bohnen, Vorspeise
GhiveciGemüseeintopf auf der Basis von Auberginen
IcreKarpfenkaviar, mit Öl und klein gehackten Zwiebeln angerührt
Mititei oder Miciknoblauchhaltige, scharf gewürzte Hackfleischröllchen, gegrillt
Musacaüberbackener Auberginenauflauf mit Hackfleisch
Papanaşiwarme Quark-Mehl Krapfen mit Sahne übergossen und mit Beerenmarmelade gekrönt
Pastramǎluftgetrockneter Schaf- und Rinderschinken
Salatǎ de vinetewürziger Brei aus im Ofen gebackenen Auberginen, Vorspeise
Sarailie und BaclavaBlätterteig-kuchen mit Nussfüllung, durchtränkt mit Honigsirup
SarmaleKrautwickel mit Reis-Hackfleisch-Füllung in Sauce, mit saurer Sahne übergossen
Tochiturǎ moldoveneascǎin der Pfanne gebratene Schweinefleischstücke in scharfer Pfeffersauce, dazu mǎmǎligǎ
Ţuicascharfer Obstschnaps, der wie ein Aperitif vor dem Essen getrunken wird; am besten ist der aus der Maramureş
Einkaufen
Wo Märkte und Basare locken
Trachtenblusen, Tischdecken, Keramik und würziger Käse sind originelle Mitbringsel
In den großen Städten Rumäniens bekommen Sie inzwischen etliche der Produkte, die auch zu Hause die Kaufhausregale füllen. Sind Sie jedoch an landestypischen Souvenirs interessiert, dann lohnt sich bisweilen die Fahrt aufs Land, gewissermaßen nach Motto: Schon der Weg kann das Ziel sein.
AntiquitätenIn den rumänischen Antiquitätenläden sollten nur wirkliche Kenner kaufen, denn die meisten Objekte sind überteuert und überdies häufig gefälscht. Wer dennoch etwa eine alte Ikone ersteht, braucht eine Ausfuhrgenehmigung vom Denkmalschutzamt (Oficiul de Patrimoniului).
BauernmärkteDas Reizvolle am Einkaufen in Rumänien ist weniger das tatsächliche Erstehen einer Ware, sondern vielmehr der Bummel über die Bauernmärkte, auf denen nicht nur Obst und Gemüse, sondern ein bisschen von allem angeboten wird: von T-Shirts und Unterwäsche bis hin zu Putzmitteln und Geschirr. Autoreisenden werden überall am Straßenrand Händler auffallen, die je nach Saison anbieten, was der Garten hergibt. Im Spätsommer türmen sich Berge süßer Wassermelonen und Tomaten am Fahrbahnrand, im Herbst bieten die Bauern Trauben und Äpfel an. Und man wird feststellen: Das Obst und Gemüse schmeckt intensiver als in Westeuropa, weil es noch mit natürlichen Methoden gezogen wird.
BücherWer sich intensiver mit Rumänien beschäftigen möchte, findet eine reiche Auswahl deutschsprachiger Bücher in der Schiller-Buchhandlung in Sibiu (Piaţa Mare gegenüber dem Rathaus). Dieses Geschäft führt nahezu ausschließlich Werke rund um Rumänien, ausführliche Reiseführer zu einzelnen Regionen, Historisches und Literatur. Viele der Bücher wurden vom Hermannstädter Verlag Hora herausgegeben, der sich auf Siebenbürgisches spezialisiert hat.
KunsthandwerkMitten in der Landschaft wachsen Verkaufsbuden mit Holzschnitzereien und Decken aus Schafwolle aus dem Boden. Von all den bäuerlichen Handarbeiten erfreuen sich schon seit langem die reich bestickten Trachtenblusen und -hemden großer Beliebtheit bei den ausländischen Gästen. Typisch rumänisch ist die ie (sprich: ije), ein Hemd aus hauchdünnem, durchsichtigem Leinen mit bauschigen Ärmeln, das in verschiedenen Farbkombinationen bestickt ist. Solche Blusen, die sich bei großer Hitze sehr angenehm tragen, bekommt man unter anderem auch in den Artizanat-Läden.
KäseZum Verschenken oder zum Selberessen daheim bietet sich der köstliche burduf-Käse an, ein original rumänisches Produkt aus Schafsmilch. Er wird in Darmhäuten angeboten oder in Rollen aus Tannenrinde und bleibt, außer bei hochsommerlichen Temperaturen, zwei Tage ohne Kühlung frisch.
Mode Made in RumänienAuch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussehen: Rumäniens Konfektionsläden und Schuhgeschäfte lohnen einen Blick, Sie finden dort bisweilen schöne Sachen aus rumänischer Produktion, die vom einheitlichen Massendesign westlicher Kaufhausware abweichen und deutlich billiger sind als vergleichbare Produkte zu Hause.
Banat, Apuseni & Maramureş
Der Duft von Freiheit und Abenteuer
Der wilde Westen Rumäniens lockt mit urwüchsigen Landschaften und authentischer Bauernkultur
Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht, Freiheit und Abenteuer locken auf unberührten Pfaden, in wilden Bergen, sanften grünen Hügeln und inmitten unverfälschter Bauernkultur. Nur wenige Städte stören dieses Idyll, touristische Infrastruktur ist kaum vorhanden. Zu den schönsten Ecken führen keine gepflasterten Wege. Am besten bewegt man sich zu Fuß, per Mountainbike oder zu Pferd fort. Wer es mit dem Auto wagen will, braucht Allradantrieb.
Das Banat beginnt gleich an der ungarischen Grenze bei Temeswar (Timişoara). Rings herum ducken sich verstaubte Heidedörfer in die flache Landschaft mit Mais- und Weizenfeldern. Es ist die Verlängerung der ungarischen Puszta, an die sich im Süden das sanfte Banater Bergland bis hinunter zur Donau schmiegt. An der Ostgrenze des Banats zur Walachei liegt das Retezat-Gebirge mit Urwäldern und Gletscherseen - eines der einsamsten und grandiosesten Wanderparadiese in Europa. Das liebliche Apuseni-Gebirge beginnt etwa 150 km nordöstlich von Temeswar, im Nordosten begrenzt vom siebenbürgischen Cluj, im Süden von der Stadt Deva und im Nordwesten von Oradea, Rumäniens schönster Jugendstilstadt. Nördlich der Apuseni, um Baia Mare herum, erstreckt sich die Maramureş mit alten Holzkirchen und prächtig geschnitzten Toren an den Bauernhöfen. Dort tragen Bauern die Trachten noch zum eigenen Vergnügen, nicht als Touristenattraktion.
Wie Siebenbürgen gehörten Banat, Maramureş und Apuseni bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zu Österreich-Ungarn. Die Österreicher hatten 1716 die Türken vertrieben. Sie siedelten dort Bauern aus Schwaben, dem Elsass und Lothringen an. Deren Nachkommen, die sich Banater Schwaben nannten, sind inzwischen nahezu komplett nach Deutschland ausgewandert. An Apuseni und Maramureş interessierten die Österreicher v.a. die reichen Bodenschätze, die heute noch gefördert werden.
Das Tor zu den idyllischen Dörfern der Maramureş ist die abschreckende Industriestadt Baia Mare (149000 Ew.) im Talkessel am Fuß des Bergmassivs Gutâi.
Die zauberhafte Stadt (224000 Ew.) am malerischen Fluss Crişul Repede im Nordwesten nahe Ungarn ist das westliche Tor zum Apusenigebirge.
Die Hauptstadt des Banats (332000 Ew.) im rumänischen Teil der ungarischen Puszta wirkt an vielen Stellen, als habe man aus der Metropole Budapest die Luft herausgelassen, sodass eine k.u.k.-Stadt im Kleinformat übrig blieb.
In der alten Industriestadt Resita im Banater Bergland auf dem Weg ins Retezat-Gebirge gibt es ein Freiluftmuseum für alte Dampflokomotiven, das Tag und Nacht kostenlos zugänglich ist. Der Lokomotivenpark, in dem das älteste Exemplar von 1872 stammt, liegt im Rangierbereich des Bahnhofs. Calea Timisoarei
Siebenbürgen
Eine Reise ins Mittelalter
Hier mystisch und geheimnisvoll, dort malerisch und lieblich: Siebenbürgen lässt die Phantasie reiche Blüten treiben
Siebenbürgen - das klingt wie „hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen“. Doch das Land gibt es wirklich. Der Name des Hochlands im Karpatenbogen leitet sich her von den vielen Burgen, die Ritter und Bauern von Rhein und Mosel vom 12. Jh. an hier bauten.
Die Nachfahren der Einwanderer, etwa 700000 Siebenbürger Sachsen, lebten dort bis zur Machtübernahme der Kommunisten 1947. Danach wanderten die meisten nach Deutschland aus - getrieben von Mangelwirtschaft und Diktatur.
Siebenbürgen, das Banat, die Maramureş und die Apuseni gehörten zum österreichisch-ungarischen Imperium, bis es 1918 nach dem Ersten Weltkrieg zerbrach. Im 9. Jh. eroberten die Ungarn die Region, die damals lateinisch Transsilvania („Land hinter den Wäldern“) genannt wurde. Auch der ungarische Name Erdély („Waldland“) erweist den Bäumen Reverenz.
Ungarnkönig Géza (1141-1162) ließ deutsche Ritter zum Schutz gegen die Türken einwandern. Ihre Burgen tauchen heute wie unwirkliche Filmkulissen in den Hügeln auf. Siebenbürgen war 1000 Jahre lang ein multinationaler Flickenteppich. Erst bildeten Ungarn und Deutsche die herrschende Schicht. Die Rumänen behaupteten sich vom 16. Jh. an. Jetzt leben dort noch etwa 1,5 Mio. Ungarn und einige Zehntausend Sachsen.
Phantasiebegabte Reisende finden in Siebenbürgen natürlich auch Spuren des Draculamythos. In jedem Fall ist ein Besuch der mittelalterlichen Dornröschenstädte und der Kirchenburgen eine faszinierende Reise in die Vergangenheit. Viele Architekturschätze sind allerdings vom Zerfall bedroht. Prominentester Förderer ist der britische Kronprinz Charles, der sich über eine Stiftung für die Sanierung einsetzt.
Braşov (300000 Ew.) liegt im südöstlichen Karpatenknie. Schmuckstück ist die Altstadt in einem Talkessel.
Die Stadt (330000 Ew.) im Norden Siebenbürgens streckt sich am Ufer des Flusses Somes entlang. Sie führt eigentlich drei Namen, denn die Ungarn, die sie zu einem Drittel bevölkern, nennen sie Kolozsvár.
Die uralten Torbogen und Gassen in Hermannstadt (170000 Ew.) sind derart verwinkelt und verschachtelt, dass sie wie ein kubistisches Gemälde wirken.
Sibius Fußgängerzone ist voller Gratis-Hotspots. Drahtlos ins Internet kommen Sie auf der Caféterrasse neben der Schiller-Buchhandlung am Großen Ring (Piaţa Mare), ebenso im Café Haller oder im Café BCR gegenüber dem Hotel Imparatul Romanilor (Str. Nicolae Balcescu).
Bukarest & Walachei
Savoir-vivre auf Balkanisch
Geliebt und gehasst: die quirlige, geschundene Hauptstadt und ihr Hinterland
Fremde durchqueren den staubdurchwehten Landstrich südlich der Karpaten meist ohne nach links oder nach rechts zu schauen. In der Bǎrǎgan-Steppe um Bukarest und östlich Richtung Schwarzes Meer reiht sich ein Getreidefeld an das andere.
Mit dem Ausdruck „in der tiefsten Walachei“ verbinden Deutsche ein ödes und unberechenbares Niemandsland, das man besser meidet. Das Wort leitet sich vermutlich vom Begriff „welsch“ her, mit dem im Deutschen früher alle romanischen Völker abwertend bezeichnet wurden. Die Rumänen selbst nennen die Gegend schlicht ţara româneascǎ - „Rumänisches Land“. Der Name stammt aus der Zeit vor 1859, als die Walachei ein eigenständiger Staat war, getrennt von Siebenbürgen und der Moldau.
In der Walachei gaben sich die Fremdherrscher die Klinke in die Hand. Kaum hatte sich das Land Mitte des 14. Jhs. unter Fürst Basarab I. von der ungarischen Hegemonie befreit, meldeten die Türken Hoheitsansprüche an. Sie ließen zwar rumänische Fürsten regieren, verlangten aber materiellen Tribut. 1856 wurde die Walachei unabhängiges Fürstentum, drei Jahre später mit der Moldau vereinigt.
Für Reisende mit Sinn für Kultur gibt es in der Region einiges zu entdecken: die altrumänische Architektur, die Fürst Constantin Brâncoveanu unter westlichem Einfluss prägte, die Fürstenschlösser in Târgovişte und Curtea de Argeş, Werke des Jahrhundertbildhauers Constantin Brâncuşi in Târgu Jiu und Rumäniens Hauptstadt Bukarest.
Die Steppen-Metropole (2,3 Mio. Ew.), rumänisch Bucureşti, scheidet die Geister. Viele Rumänen hassen sie, aber nicht wenige lieben auch das eher raue balkanische Flair der Stadt und ihr gewisses Savoir-vivre.
In der beschaulichen Kleinstadt (85000 Ew.) in den Hügeln am Fuß der Karpaten hielt Fürst Vlad Ţepeş („der Pfähler“) einst Hof.
Preiswerte Kunstwerke gibt es in einem Laden direkt neben der Bukarester Kunstakademie. Dort werden Werke verkauft, die Studenten als Übungen und Examensarbeiten anfertigen: Keramikgefäße, originell bedruckte oder gewebte Stoffe, Kleinplastiken und Gemälde angehender Künstler, die - wer weiß - vielleicht einmal berühmt werden (Mo-Fr 9-15.30 Uhr | Calea Grivitei 28).
Moldau & Bukowina
Für jede Schlacht ein Kloster
Die farbenprächtigen Anlagen in herrlicher Landschaft verdanken ihre Entstehung den vielen Kriegen gegen die Türken
Stefan der Große (1457-1504) war eher klein von Wuchs und jähzornig, sagen die Chroniken. Der moldauische Fürst hinterließ der Welt Kostbarkeiten, die eng mit seinem Kriegshandwerk verbunden waren: Nach jeder Schlacht gegen die Türken stiftete Stefan ein Kloster - 44 insgesamt.
Diese Wunderwerke der Farbenpracht stehen nun verstreut in den welligen, grünen Hügeln der Bukowina. Ihre leuchtenden Außenfresken stellen biblische Szenen dar, die einst dem leseunkundigen Volk als eine Art „Bibel der Armen“ dienten. Zum Gebet rufen Kirchenglocken, nicht selten aber auch das Stundenholz - eine meist frühabendliche Zeremonie, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Gegen 17, 18 Uhr wird in vielen Klöstern und kleinen Dorfkirchen Holz in so raffiniertem, ansteigendem Tempo auf Holz geschlagen, dass mancher Schlagzeuger einer Rockband neidisch werden könnte.
König Stefans Reich, die Moldau und die Bukowina, zog sich weit in die heutigen nördlichen Nachbarländer Rumäniens, die Ukraine und Moldawien, hinein. Die rumänische Region Moldau mit ihrer Hauptstadt Iaşi liegt nahe der östlichen Landesgrenze. Nördlich der Moldau liegt die Bukowina mit der Hauptstadt Suceava. Die Bukowina hat wiederum eine separate Geschichte, da sie von 1775-1918 zum Habsburgerreich gehörte.
Altertümlichen, patriarchalischen Charme und gediegenes Geistesleben atmet die Universitätsstadt (347000 Ew.) nahe der östlichen Landesgrenze.
Hier hatte der legendäre Fürst Stefan der Große seine Hauptresidenz. Ganze 40 Kirchen besaß Suceava damals.
In Iaşi kommt man gratis drahtlos ins Internet im Club RS | Str. Fatu 2a. Das Bistro liegt im Studentenviertel nahe der zentralen Bibliothek und lockt außerdem mit mexikanischer, griechischer und lokaler Küche zu akzeptablen Preisen.
Schwarzes Meer & Donaudelta
Im Reich des Pelikans
Wo die Donau in das Schwarze Meer mündet, bietet Rumänien seinen Besuchern viel: Sonne, Wasser, Tiere und grandiose Naturerlebnisse
Sonne, Wellen, Strand und eine atemberaubende Natur sind die Attraktionen der 245 km langen Schwarzmeerküste Rumäniens. Im Süden liegt das quirlige Badegebiet, im Norden das Naturparadies Donaudelta.
Die Rumänen haben die Küste jahrhundertelang eher gemieden. Denn das Meer bedeutete Gefahr. Von hier kamen die Feinde und Eroberer. Griechische und römische Kaufleute besiedelten die Küste vom 5. Jh. an. Ihre Spuren sind auf Ruinenfeldern zwischen Constanţa und der bulgarischen Grenze zu sehen. Später nahmen Byzantiner, Genueser, Slawen, Türken und Tataren die Küste in Besitz, während die Rumänen sich ins Landesinnere zurückzogen. Im 17. Jh. wanderten Russen ein. Sie nennen sich lipoveni und haben bis heute ihre eigene Kultur bewahrt.
An der Ferienküste, die sich von der Hafenstadt Constanţa rund 50 km nach Süden erstreckt, verbringen die meisten Rumänen ihren Badeurlaub in kleinen Kurorten - nicht jedermanns Sache, denn der Service lässt zu wünschen übrig. An den Stränden herrscht dauernde Musikbeschallung, die bis weit aufs Meer hinaus dringt. Junge Leute wissen die Dauerpartys am Meer allerdings zu schätzen. Ihre Hochburgen sind Costineşti sowie die Dörfer Vama Veche und Doi Mai an der bulgarischen Grenze.
Das Donaudelta hingegen ist Mekka der Naturfreunde und Abenteuerurlauber. Träge ergießt sich der große Fluss nach seinem 2840 km langen Lauf ins Schwarze Meer. Seit 2005 gibt es zwar immer wieder Fälle von Vogelgrippe, doch zur Panik besteht kein Grund, Sie sollten im Delta nur kein Geflügel essen.
Bei Tulcea teilt sich der Fluss in die drei Hauptarme: Chilia im Norden, Sulina in der Mitte und Sfântu Gheorghe im Süden. Dazwischen liegt ein Labyrinth aus Kanälen, Seen, Sümpfen, Schilfdickicht und Wäldern. 80 Prozent des gesamten Deltagebiets von 4500 km² bestehen aus Wasser. Auf ca. 100000 schwimmenden Schilfinseln hausen die europaweit einzigen Pelikane, außerdem Wildschweine, Füchse, Bisamratten, Reiher und Kormorane. Insgesamt sind es 1688 Pflanzen- und 3864 Tierarten, davon rund 300 Vogel- und 160 Fischsorten. Mit ihnen teilen sich gerade mal 14500 Menschen dieses Paradies. Sie leben vom Fischfang und von der Schilfernte und wohnen verstreut in Dörfern entlang der Kanäle oder auf Inseln mitten im Sumpf.
Der begradigte Donauarm Sulina ist die wichtigste Verkehrsader, Chilia und Sfântu Gheorghe haben für große Schiffe zu viele Windungen. Für Touren ins Delta reist man am besten zunächst nach Tulcea und wendet sich gleich an die Verwaltung des Biosphärenreservats (ARBDD) direkt am Hafen. Dort gibt es Angel-Genehmigungen und Informationen über die jahreszeitlich wechselnden Naturschutzzonen sowie die zulässigen Motor- oder Ruderboote. Wo seltene Vögel brüten, ist der Zugang ganz gesperrt. Am Hafen kann man Boote samt Fahrer wie Taxis mieten. Ab Tulcea fahren regelmäßig Linienschnellboote zu den wichtigsten Orten im Delta, bisweilen aber nur ein- oder zweimal pro Tag. Fast alle Hotels im Delta organisieren Touren. Ausflüge ohne ortskundige Begleitung können gefährlich werden, denn die Landschaft verändert sich wegen der schwimmenden Inseln ständig. Außerdem wissen die Begleiter, wo und wann man die Tiere beobachten kann. Unbedingt mitnehmen sollten Sie Insektenschutzmittel.
Die größte Hafenstadt des Landes (347000 Ew.), in der auch die meisten Strandurlauber mit dem Flugzeug landen, hat viele triste Mietskasernen der 1960er- und 1970er-Jahre.
Dies ist das Tor zum Naturparadies Donaudelta. Die an sich eher unattraktive Hafenstadt (97000 Ew.) blickt auf eine antike Vergangenheit zurück:
Kostenlose Unterhaltung bieten in Mamaia die Ballett- und Operettenvorstellungen unter freiem Himmel vor dem Kasino. Während der Urlaubssaison tritt dort ab 21 Uhr das Ensemble des Stadttheaters Constanţa auf (Termine unter Tel. 0241/480300 oder bei der Hotelrezeption).
Ausflüge und Touren
Auf Entdeckungsreise in einem Land der Vielfalt
Kulturelle Spurensuche zwischen Bergen und Tälern, Kirchenburgen und Holztürmen, stillen Dörfern und lieblichen Sachsenstädtchen
Kirchen und Folklore in den ApuseniDiese Route führt von Oradea bis Satu Mare und beträgt etwa 180 km. Sie umfahren das Gebirge durch Wälder, Täler und stille Dörfer. Für die Tour sollten Sie 2-3 Tage einplanen.
Trachten und Brauchtum in der MaramureşDiese Tour, die unmittelbar an die erste anschließt, bietet einige folkloristische Höhepunkte. Von Satu Mare bis Surdeşti geht es auf einer Strecke von 130 km gen Osten zwischen den Gebirgsmassiven Tibler und Gutii durch Dörfer, in denen die Bauern ihre traditionellen Trachten nicht nur auf Festen, sondern auch im Alltag tragen. Zeitbedarf: 1-2 Tage.
Kirchenburgen, Dracula und sieben-Bürger sachsenIn Siebenbürgen sollen die literarischen Vorbilder für Graf Dracula, Vlad Dracul und sein grausamer Sohn Vlad Ţepeş, im 15. Jh. gelebt haben. Realere Spuren aber haben die Siebenbürger Sachsen mit ihren jetzt vom Verfall bedrohten Kirchenburgen hinterlassen. Die Fahrt ab Braşov über Sibiu und Sighişoara ist rund 350 km lang, mit Abstechern etwa weitere 70 km, und dauert 3 Tage.
24h
Ein Tag in Bukarest
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Frühstück im ChocolatFrühstücken à la roumaine oder à la fran-çaise in einer der wenigen Locations, wo das möglich ist. Das Chocolat ist eine charmante Melange aus Café, Konditorei, Restaurant und Bistro mit feinster selbst gemachter Patisserie, 100% Bio. Wo? Im alten Leipzigerviertel | Calea Victoriei 12 a | Eingang über Str. Stavropoleos | Tel. 021/3149245 | www.chocolat.com.ro
Ritt durch den WaldDie Wälder von Băneasa rufen. Hoch zu Pferd werden sie erkundet. Wenn einem der Geruch des frischen Grases in die Nase steigt, ist die Welt einfach in Ordnung. Wo? Bucharest Riding Club | Str. Jandarmeriei 2 | Kosten: 10 Euro pro halbe Stunde | Anmeldung 2 Tage vorher unter Tel. 0740/152927
Planschen in Ceauşescus PoolNach dem wilden Ausritt wartet eine sanfte Massage. Eine Stunde wird nun der ganze Körper mit feinem Orangenöl verwöhnt. In spannendem, historischem Ambiente, nämlich dem ehemaligen Privatschwimmbad von Diktator Ceauşescu. Mit tollem Seeblick, Sauna, Fitnesscenter und Restaurant. Im Sommer kann man draußen auf der Wiese liegen und sich einen Cappuccino an den Liegestuhl servieren lassen. Wo? Bld. Mircea Eliade 1 | Kosten: 15 Euro | Anmeldung unter Tel. 021/3198177
Lunch à la roseIm Haus der Wissenschaftler, Casa Oamenilor de Stiinţă, erlebt man seinen Lunch mit allen Sinnen. Das Essen ist hervorragend, das Gebäude erinnert an den Luxus vergangener Tage und der Rosenduft aus dem Garten ist betörend. Wo? Piaţa Lahovari 9 | Tel. 021/2101284
FlowerpowerWer von den Rosen angetan war, wird nun begeistert sein. Auf geht's zum Blumenmarkt in den Hallen der ehemaligen Warenbörse. Das Gelände ist in ein wahres Farbenmeer getaucht und man bestaunt die außergewöhnlichsten und schönsten Blumen. Wer nicht nur staunen will, kann seiner Liebsten/seinem Liebsten natürlich auch einen Strauß zusammenstellen. Ideal für eine Liebeserklärung! Wo? Piaţa George Coşbuc
Mit dem Heli über die StadtAus der Vogelperspektive die architektonische Vielfalt der Stadt erfassen kann man nur, wenn man sich einen Heli mietet. Und das wird jetzt gemacht! Dieses Erlebnis wird man nie vergessen! Wo? Firma Dasson | Internationaler Flughafen Băneasa 1. Stock | Kosten: ab acht Personen 248 Euro | Anmeldung 10 Tage vorher unter Tel. 021/3254081 | www.dasson.ro
Mondän speisenWo schon Francis Ford Coppola nach dem Dreh speiste: Rumänische Heiterkeit trifft in diesem Szenelokal mit schickem Interieur und Garten auf asiatische Gelassenheit. Feine Küche mit französischen und asiatischen Einflüssen. Wo? Str. Dumbrava Roşie 2 | Tel. 021/2121460 | www.balthazar.ro
Bei den Schönen der NachtIm Embryo trifft sich alles, was hip, schön und stylish ist. Der Club besticht durch abgefahrenes Design und internationale DJs. An der langen Bar stehen nicht nur die hübschesten Barkeeper der Stadt, sie mixen auch die leckersten Cocktails für die lässigsten Frauen. Wo? Str. Ion Oteţeleşanu 3 | Tel. 0727/379023
Sport und Aktivitäten
Rauf und runter
In Rumänien locken die Karpaten und das Meer versierte Sportler, aber auch Anfänger
Von leichten Wanderungen durch sanfte Hügellandschaften bis hin zu anspruchsvollen Kletter- und Raftingtouren in den Karpaten, Mountainbiking, Tauchen, Floßfahrten, Expeditionen in die Höhlen und zu den Futterplätzen der Braunbären, Ski und Reiten - alles ist in Rumänien möglich.
HöhlenwanderungenEtwa 12000 Höhlen durchlöchern die rumänischen Karpaten wie einen Schweizer Käse. Noch sind längst nicht alle öffentlich zugänglich. Manche sollten nur sehr geübte Bergsteiger mit Spezialausrüstung erkunden. Andere sind Ausflugsziele für die ganze Familie. Zu den schönsten Höhlen gehören Comarnic im Banater Bergland bei Resita, die Peştera Muierii („Frauenhöhle“) nahe Târgu Jiu in der westlichen Walachei sowie die arg überfüllte Höhle Dâmbovicioara bei Bran in Siebenbürgen (alle tgl. 9-16 Uhr). Organisierte Touren bieten immer mehr Unternehmen an. Infos: www.karpatenwilli.com | www.apuseniexperience.ro | www.turismaventura.ro) Höhlenführungen finden z.T. nur von Mai bis Sept. statt.
MountainbikingIn der traumhaften Berg-und-Hügel-Landschaft erlebt Mountainbiking einen rasanten Aufschwung. Doch es gibt zurzeit noch zu wenige Unternehmen, die Räder vermieten und Touren organisieren wie z.B. die Agentur Kultours in Sibiu (tgl. 9-12 Uhr | Casa Luxemburg | Piaţa Mica 16 | Tel. 0269/216854). Dort gibt es auch Auskünfte zu Gruppenradtouren und entsprechende Landkarten.
ReitenZum Paradies entwickelt sich Rumänien für Fans des Reitsports. Herrliche Landschaften kann man in Poiana Braşov vom Pferderücken aus entdecken. Das Centrul de Echitaţie (Tel. 0268/262161) bietet stundenweise Reittouren. Ausflüge und Reitkurse organisiert auch das Hotel Dracula im Dorf Danes bei Schässburg. Wer große Expeditionen anstrebt, ist am nordöstlichen Rand Siebenbürgens bei Julian Ross gut aufgehoben. Der Brite betreibt in Lunca Ilvei das Gestüt Ştefan cel Mare (Tel. 0263/378470 | Tel. 0723/526039). Der Ort gehört zum Draculaland, liegt nahe dem wildromantischen Bârgau-Pass, der wohl Vorbild für den Borgo-Pass aus Bram Stokers Dracularoman war. Infos zu Unterkünften in Lunca Ilvei unter http://ruraltourism.ro
Tiere BeobachtenDie rumänischen Forstbehörden bieten für Touristen Ausflüge zu den Futterplätzen von Bären und Wölfen an (www.romaniatravelcentre.com). Auf eigene Faust sollten Sie besser keine wilden Tiere suchen, das kann gefährlich werden. Infos über organisierte Touren gibt es bei der Filiale des rumänischen Ökotourismusvereins Antrec in Bran bei Braşov (Str. Principala 509 | Tel. 0268/236355) oder direkt bei der örtlichen Nationalparkverwaltung, die die Touren durchführt: Parcul National Piatra Craiului | Str. Toplita 150 | Zărneşti | Tel. 0268/223165 | Tel. 0723/330474 | bcostescu@pcrai.ro. Das Tierbeobachtungsgebiet schlechthin ist das Donaudelta, vor allem für Störche, Pelikane und andere Wasservögel. Gezielte Ausflüge bieten fast alle Hotels im Delta an.
Wandern & BergsteigenWanderer finden im rumänischen Karpatenbogen eine geradezu atemberaubende Vielfalt an Möglichkeiten vor. Wer mehrere Tage mit dem Rucksack durch die Berge wandern möchte, kann viele Touren von einer Berghütte (cabana) zur anderen machen. Der Service in den cabanas ist allerdings sehr unterschiedlich. Machen Sie sich auf Gemeinschaftsräume gefasst. Wildes Zelten ist fast überall möglich. Wer kein Zelt, aber einen Schlafsack und Verpflegung dabeihat, findet außerdem gratis Unterkunft in einer der vielen Holzhütten ohne jede Ausstattung (adǎ-posturi). In den Wandergebieten hat sich ein Netz von Bergführern etabliert. Angebote für begleitete Wanderungen, abgestimmt auf die Kondition der Teilnehmer, finden sich z.B. unter www.mountainguide.ro. Ratschläge und Erfahrungsberichte gibt es bei www.karpatenwilli.com.
WassersportZum Surfen und Segeln ist das Schwarze Meer weniger geeignet, weil es dort v.a. im Sommer eher windstill ist. Auch Aktivitäten wie Wasserski sind vergleichsweise unterentwickelt. Derartiges bietet z.B. der Ferienkomplex La Scoica Land (Tel. 0728/726422 | www.lascoicaland.ro) in Mamaia am Süßwassersee. Wer tauchen lernen möchte, kann das bei Scuba Diver (Tel. 021/6104602 | www.scubadiver.ro). Unter Wasser lockt weniger exotische Meeresfauna, sondern alte Schiffswracks.
WintersportIn Rumänien herrschen von Dezember bis März in der Regel ausgezeichnete Wintersportverhältnisse. Am besten ausgestattet sind die traditionellen Urlaubsregionen der Südkarpaten: Poiana Braşov, Sinaia und Predeal (mit fremdsprachenkundigen Skilehrern). Skilangläufer sind gut in Fundata aufgehoben. Skikurse buchen Sie z.B. beim Hotelkomplex Ana (Tel. 0268/407330) in Poiana Braşov, weitere Infos unter www.poiana-brasov.ro.
Mit Kindern reisen
Austoben nach Herzenslust
Temperamentvolle Kinder haben in Rumänien freie Bahn. Es locken spannende Burgen, Höhlen und echte Naturerlebnisse
Zwar sind die Rumänen erklärtermaßen kinderfreundlich, doch schlägt sich dies noch recht ungenügend in der touristischen Infrastruktur nieder. An der Schwarzmeerküste haben die meisten Hotels Kinderpools, und in vielen Herbergen wird auch bereitwillig ein weiteres Bett ins Zimmer gestellt. Kinderspielplätze sind allerdings in der Regel lieblos ausgestattet und entsprechen nicht immer westeuropäischen Sicherheitsstandards.
Andererseits dürfen Kinder im Karpatenland nach Belieben lärmen und sich austoben und ernten dafür Sympathie und Anerkennung. Für den Urlaub mit Kleinkindern eignen sich am ehesten die Badeorte am Schwarzen Meer wegen der langen, seichten Ufer oder die Bauernhöfe in Siebenbürgen. Wer größere Kinder auf Besichtigungstouren mitnimmt, sollte am besten das Auto nehmen, denn die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unzuverlässig und anstrengend. Ins Reisegepäck gehören in jedem Fall Mittel gegen Durchfall, schon allein wegen der manchmal verdorbenen Eiscreme, die auf der Straße angeboten wird, außerdem Salben gegen Insektenstiche und eine starke Sonnencreme. Aus dem Westen importierte Babynahrung oder Windeln gibt es in nahezu jedem Supermarkt und fast jeder Apotheke, sodass Sie keine großen Vorräte mitzunehmen brauchen, es sei denn, Sie bevorzugen bestimmte Marken. Die Eintrittspreise sind durchweg gering. Sie betragen in der Regel 50 Cent für Erwachsene, Kinder zahlen die Hälfte.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Rumänienreise
AutoVon Wien führt die Autobahn über Budapest fast bis zur rumänischen Grenze bei Szeged. Von dort am besten weiter über Arad und Sibiu nach Bukarest. Weitgehend über Landstraßen führt der Weg von Budapest über Szolnok und Püspökladany nach Oradea und Cluj.
BahnNach Bukarest gelangen Sie mit dem Eurocity über Wien und Budapest. Morgens fahren Sie in München los, am späten Nachmittag steigen Sie in Budapest in den Nachtzug und erreichen Bukarest am nächsten Morgen (etwa 22 Std., Preis hin und zurück ca. 160 Euro).
FlugzeugLufthansa bietet täglich Direktflüge von Frankfurt und München nach Bukarest an, außerdem von München nach Sibiu und Temeswar. Die rumänische Hauptstadt wird auch von Wien und Zürich direkt angeflogen. Der Preis für einen Hin- und Rückflug Frankfurt-Bukarest für eine Person liegt bei mindestens 600 Euro. Mit der rumänischen Fluggesellschaft Tarom fliegt man von München aus für etwa 400 Euro direkt nach Bukarest. Die ungarische Fluglinie Malev bietet Flüge über Budapest schon ab 275 Euro an. Über Amsterdam erreicht man mit KLM Bukarest ebenfalls für ca. 285 Euro. In der Hauptsaison gibt es Charterflüge nach Siebenbürgen, in die Moldau und ans Schwarze Meer. Viele Verbindungen zwischen Deutschland und Rumänien bietet auch die Carpatair für 290 bis 330 Euro an. Auch die Billigfluggesellschaften WizzAir, Blue Air und EasyJet haben Rumänien im Programm.
SchiffEs gibt die Möglichkeit, auf der Donau eine Kreuzfahrt bis ans Schwarze Meer zu machen. Die Fahrt von Passau bis nach Sulina oder Izmail dauert etwa acht bis zehn Tage und kostet je nach Komfort ab ca. 1200 Euro aufwärts.
Rumänische TouristenbürosBudapester Str. 20 A | 10787 Berlin | Tel. 030/2419041 | Fax 24725020
AutoOhne Promille fahren! In Rumänien gilt absolutes Alkoholverbot. Und das wird auch kontrolliert. In jedem Fall vorsichtig fahren! Die Straßen sind zwar besser als ihr Ruf, doch innerhalb der Ortschaften können sich unerwartete Schlaglöcher auftun, die mitteleuropäische Fahrer einfach nicht gewohnt sind. Unbedingt an die Höchstgeschwindigkeit halten, auch wenn die Rumänen oft wesentlich schneller fahren. Die Straßen sind sehr belebt mit Fußgängern, Tieren (Hunde, Pferde, Kühe, Gänse) sowie Fuhrwerken.
BankenBanken sind werktags von 8-13 und 14-18 Uhr geöffnet. Dort können auch Reiseschecks eingelöst werden. Geldwechseln ist jedoch in größeren Hotels und privaten Geldstuben günstiger. Auf keinen Fall bei Privatleuten auf der Straße Geld tauschen, man wird betrogen! Inzwischen kann man sich mit seiner deutschen EC-Karte aus rumänischen Geldautomaten mit der Landeswährung Lei versorgen.
CampingIn Rumänien gibt es ungefähr 50 Campingplätze, die zumeist von Mai bis September geöffnet sind. Der Komfort auf den Plätzen ist allerdings nicht sehr groß. Folgen Sie den örtlichen Hinweisschildern.
Deutsche BotschaftStrada Cpt. Av. Gheorghe Demetriade 6-8 | Bukarest | Tel. 021/2029830 | www.bukarest.diplo.de
Deutsche KonsulateStrada Lucian Blaga 15-17 | Sibiu | Tel. 0269/206211 | www.hermannstadt.diplo.de
Österreichische BotschaftStrada Dumbrava roşie 7 | Bukarest | Tel. 021/2015612 | Fax 2100885 | bukarest-ob@bmeia.at
Botschaft der SchweizStrada Grigore Alexandrescu 16 bis 20 | Bukarest | Tel. 021/2061600 | buc.vertretung@eda.admin.ch
EinreiseZur Einreise nach Rumänien brauchen Bürger der EU und auch Schweizer nur einen gültigen Personalausweis.
FKKFKK wird an etlichen Schwarzmeerstränden praktiziert. Oben ohne ist dort auch kein Problem. Einige wenige Hotels an der Küste haben außerdem eigene FKK-Strandabschnitte.
FotografierenDas Fotografieren ist fast überall erlaubt, außer an Brücken, Flugplätzen und militärischen Einrichtungen. Ein Schild mit durchgestrichener Kamera macht auf das Verbot aufmerksam. Daran sollte man sich strikt halten. Filme und Speicherchips bringt man besser mit, sie sind in Rumänien teurer als zu Hause.
GeldDie Landeswährung Leu (Mehrzahl Lei) hat sich in den vergangenen Jahren bedeutend stabilisiert. Bei einer Währungsreform wurden zudem vier Nullen gestrichen. Bei Redaktionsschluss entsprach ein Euro 3,71 Lei. Untereinheit des neuen Leu ist der Ban (Mehrzahl Bani). Ein Leu entspricht 100 Bani. Es gibt Münzen zu 1, 5, 10 und 50 Bani sowie Scheine zu 1, 5, 10, 50, 100, 200 und 500 Lei. Die alten Münzen und Scheine wurden bis Ende 2006 vollständig eingezogen. Im Sprachgebrauch ist das alte Geld aber immer noch präsent. Die meisten Verkäufer sagen „eine Million“ und meinen „Hundert“.
GesundheitIn Rumänien haben EU-Bürger nach Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) theoretisch Anspruch auf ärztliche Behandlung in den Einrichtungen, die einen Vertrag mit der Nationalen Krankenversicherung (Casa Naţionala de Asigurări de Sănătate) haben. Dazu gehören fast alle rumänischen Arztpraxen, Polikliniken und Krankenhäuser. Die unterbezahlten Ärzte und Pfleger erwarten allerdings ein „Trinkgeld“, bei chirurgischen Eingriffen in Höhe von mehreren hundert Euro. Die Apotheken sind in der Regel mit den gängigen Medikamenten gegen Kopfschmerz, Grippe und Durchfall gut versorgt.
HotelsVor allem in den Städten sind neue Hotels mit westlichem Komfort entstanden oder alte entsprechend renoviert worden. Bisweilen mangelt es an empfehlenswerten günstigeren Quartieren. An vielen Straßen in den Karpaten werden Motels (hanul) gebaut, die im Durchschnitt einen guten Standard haben und auch preislich recht günstig sind.
InternetÜber Rumänien als Reiseziel gibt es Websites wie etwa www.romaniatravel.com, www.turism.ro, www.turistinfo.ro, www.hotelnet.ro, www.romania.hotels.ro, www.karpatenwilli.com mit lauter Tipps für Touristen und Unterkünften. Aktuelle Kulturveranstaltungskalender bieten die Portale www.sapteseri.ro/en/home-page/ für Bukarest und weitere größere rumänischen Städte sowie www.bucuresti.ro. Beide Sites haben englische Versionen. Wer sich vor der Reise intensiver informieren will, kann bei Radio Freies Europa unter newslinerequest@list.rferl.org tägliche Versorgung mit aktuellen Nachrichten per E-Mail bestellen.
InternetcafésDas Land ist mit Internetanschlüssen bestens versorgt. In fast jeder Kleinstadt gibt es mindestens ein Internetcafé, in der Hauptstadt Bukarest Dutzende. In Grandhotels ist WLAN selbstverständlich, zunehmend auch in Mittelklassehäusern und kleinen Pensionen. In den größeren Städten gibt es zahlreiche kostenlose Hotspots in Cafés. Surfen im Netz kostet dort 1,50 bis 2 Euro, in der Provinz 50 bis 75 Cent pro Stunde.
MietwagenIn den Städten können Autos nahezu aller Marken gemietet werden. Die Wagen müssen nicht bei der gleichen Agentur zurückgegeben werden, bei der sie angemietet wurden. Die Tagespauschale beträgt mindestens 20 Euro, pro km werden umgerechnet 25 Cent hinzuberechnet. Eine Kaution von ca. 100 Euro muss hinterlegt werden.
NotrufPolizei: Tel. 955, Unfallrettung: Tel. 961, dazu die jeweilige Vorwahl.
Öffentliche VerkehrsmittelDie Linienbusverbindungen sind dürftig. Oft verkehren die Busse zwischen den einzelnen Orten nur einmal am Tag. Die Abfahrtszeiten werden häufig nicht eingehalten. Von den größeren Städten aus gibt es Ausflüge per Bus. Informationen über Touren in das Umland erfragen Sie bitte bei den jeweiligen Touristenbüros. Die größeren Städte werden vom rumänischen Eisenbahnnetz bedient. Zugreisen sind relativ preiswert. Es empfiehlt sich, Karten für die 1. Klasse zu lösen.
ÖffnungszeitenViele Geschäfte haben auch sonntags und oft bis spät in die Nacht hinein geöffnet. Zudem gibt es etliche Non-Stop-Supermärkte. Restaurants sind in Bukarest, in größeren Städten und an gängigen Urlaubsorten in der Saison in der Regel ab Mittag bis weit nach Mitternacht geöffnet. In kleineren Orten, die nicht in bekannten Urlaubsgebieten liegen, schließen viele Küchen schon gegen 22 Uhr, und es gibt nur noch kalte Gerichte. Außerhalb der Saison reduzieren in vielen Urlaubsgebieten die Lokale ihre Öffnungszeiten oder bleiben geschlossen.
PostDie Postämter sind Mo-Fr von 7-20, Sa 9-12 Uhr geöffnet. Eine Briefmarke für einen normalen Brief nach Deutschland kostet 2,10 Lei. Briefkästen sind gelb oder rot und tragen die Aufschrift „Posta“.
Strom220 Volt Wechselstrom. Ein Adapter ist nicht nötig.
TaxiEin billiges Vergnügen, obwohl Ausländer wesentlich mehr zahlen als Einheimische.
Telefon & HandyDas rumänische Telefonnetz hat bis auf einige Ausnahmen in entlegenen Dörfern europäischen Standard. Es gibt Münz- und Kartentelefone, einige sind sogar für Auslandsgespräche geeignet. Achtung: Gespräche aus Rumänien ins Ausland sind im europäischen Vergleich die teuersten (5-minütiges Gespräch nach Deutschland: ca. 3,60 Euro). Die Vorwahl für Rumänien ist 0040. Deutschland erreichen Sie von Rumänien aus unter 0049, Österreich unter 0043 und die Schweiz unter 0041.
TrinkgeldIn Restaurants 10 bis 15 Prozent der Rechnung. Der Weinkellner erhält auch ein kleines Trinkgeld.
ZeitIn Rumänien gilt die Osteuropäische Zeit. Mitteleuropäer müssen ihre Uhren eine Stunde vorstellen.
ZeitungenEs gibt mehrere deutschsprachige Zeitungen. In Sibiu erscheint die „Hermannstädter Zeitung“ (www.hermannstaedter.ro), in Bukarest „Die Allgemeine Deutsche Zeitung“ (www.adz.ro).
ZollInnerhalb der EU dürfen Waren des persönlichen Gebrauchs frei ein- und ausgeführt werden dürfen, u. a. bis zu 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen und 90 l Wein. Einige EU-Staaten wie Deutschland haben eine Mengenbeschränkung in Höhe von 200 Zigaretten bei der Wiedereinreise aus Rumänien bis zum 31. Dezember 2009 eingeführt. Für Schweizer Bürger gelten grundsätzlich geringere Mengen. Für die Ausfuhr von Kunstwerken aus Rumänien braucht es eine Genehmigung vom Oficiul Patrimoniului.
Kaffee80 Cent für eine Tasse Kaffee
Bier0,75 bis 1 Euro für ein Bier
Essen7 Euro für ein Tagesgericht
Brezel1,50 Euro für eine Brezel
Benzin1 Euro für einen Liter bleifreies Benzin
SchnellzugCa. 12 Euro für 100 km in der 1. Klasse mit einem Intercity
Unser Insider
MARCO POLO Autorin Kathrin Lauer im Interview
Kathrin Lauer ist gebürtige Rumänin und arbeitet als freie Journalistin für deutsche Medien in Bukarest und Budapest.
Wieso leben Sie in Bukarest?Ich wurde in Bukarest geboren. Noch während des Kommunismus bin ich mit meiner Familie nach Deutschland ausgewandert. Nach der Wende hat es mich journalistisch interessiert, was aus diesem Land wird. Seit 1994 lebe ich wieder in Bukarest. Inzwischen teile ich mein Leben zwischen der rumänischen Hauptstadt und Budapest, weil ich auch über Ungarn schreibe.
Was reizt Sie besonders an Rumänien?Der Humor der Rumänen ist unvergleichlich. Fast nichts ist so grauenhaft oder so tragisch, dass es nicht auch von einer komischen Seite betrachtet werden könnte.
Sprechen Sie Rumänisch?Ich bin zweisprachig aufgewachsen, zu Hause wurde Deutsch gesprochen, draußen Rumänisch.
Wie leben Sie genau?Ich wohne in einem schönen Altbau im Zentrum von Bukarest ganz in der Nähe des Regierungssitzes, zum Glück in einer kleinen Nebenstraße. Das ist praktisch, weil man die wichtigsten Ziele zu Fuß erreichen kann.
Wer sind Ihre Arbeitgeber?Ich schreibe für verschiedene deutsche Publikationen über rumänische und ungarische Politik, Wirtschaft und Kultur, hauptsächlich für die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Kommen Sie viel in Rumänien herum?Auf Reportagereisen entdecke ich in diesem großen Land immer wieder etwas Neues, traumhafte Ecken, die noch nicht einmal alle Einheimischen kennen. Weil Rumänien inzwischen gut mit Internetanschlüssen versorgt ist, nutze ich oft die Möglichkeit, zu reisen und zugleich zu arbeiten.
Mögen Sie die rumänische Küche?Die rumänische Küche ist deftig, aber für meinen Geschmack zu schwer und zu fettreich, um sie wirklich täglich genießen zu können. Am liebsten mag ich die Ardei Copţi, die gebackenen Paprika in Vinaigrette.
Können Sie sich vorstellen, irgendwann wieder in Deutschland zu leben?Rumänien bleibt eine Herzensangelegenheit für mich, wo immer ich auch lebe. Selbst wenn ich mich irgendwann einmal wieder für Deutschland entscheiden sollte.
Bloß nicht
In Rumänien gibt es einiges, auf das Sie achten sollten
Bei Dunkelheit Auto fahrenAutofahren in Rumänien ist ein kleines Abenteuer, das sich fast nur auf Landstraßen abspielt. In der Dunkelheit ist es besonders gefährlich, weil viele Pferdefuhrwerke ohne Beleuchtung unterwegs sind und man die Schlaglöcher schlechter sieht.
Prost sagenMan soll sich in Rumänien beim Trinken zuprosten - das deutsche Wort aber dabei meiden. Denn „prost“ heißt im Rumänischen „dumm“. Für gute Stimmung sorgt der Trinkgruß „noroc“, was so viel wie „Glück“ bedeutet.
Mit leeren Händen einen Besuch machenWenn sich Rumänen besuchen, kommen sie nie mit leeren Händen. Man schenkt eine Kleinigkeit - einen Blumenstrauß, ein Getränk, ein Pfund Äpfel vom Markt oder auch ein paar Brezeln. Schenken Sie Blumen, dann achten Sie auf ungerade Zahlen. Gebinde mit einer geraden Anzahl Blumen sind nur für Tote bestimmt und bringen nach rumänischer Überzeugung dem lebenden Beschenkten Unglück.
Roma fotografierenEs sind schöne Motive, die bunt gekleideten Romafrauen, denen man unterwegs auf Pferdewagen begegnet. Doch wer sie fotografieren will, muss unbedingt vorher fragen. Denn manchen Romaclans gilt das Abbilden als Verlust der Seele. Es kann dem Fotografen aber auch passieren, dass die Roma für das Foto Geld verlangen. Also, lieber nicht.
Locker gekleidet eine Kirche besuchenIn Rumänen ist es geradezu in Mode, in der Kirche Sittenstrenge zu zeigen. Frauen in Hosen oder gar Shorts sind dort nicht gern gesehen. In manchen Dörfern betreten Frauen zudem nie ein Gotteshaus ohne Kopftuch. Für Besucherinnen ist zumindest ein Knie bedeckender Rock angebracht. Schulter- und Armfreies besser meiden.
Die sonntägliche Siesta störenDer Sonntagnachmittag ist den Rumänen heilig, dann wird geschlafen. Es gehört sich nicht, sonntags zwischen 14 und 18 Uhr jemanden anzurufen oder gar spontan zu besuchen.
Mit Verkehrspolizisten streitenAm häufigsten tappen Autofahrer auf der Durchfahrt durch Dörfer in Radarfallen oder sie überholen an verbotenen Stellen einen Traktor. Wird man erwischt, gibt man am besten alles mit einem Ausdruck des ehrlichen Bedauerns unumwunden zu. Der Verkehrspolizist hat einen Ermessensspielraum, ob er nur eine Geldstrafe verhängt oder den Führerschein einbehält. Ihn wiederzubekommen, dauert oft Monate.


