Landes-Info Bulgarien

Landes-Info Bulgarien

 
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Unterhaltung

Unterhaltung

Westbulgarien

Konzerte und mehr

Einen Überblick über die wichtigsten Adressen und kulturelle Veranstaltungen gibt der wöchentlich erscheinende Guide Programata (auch auf Englisch | www.programata.bg). Er liegt in Restaurants, Kneipen und Kinos aus. Karten für die größeren Veranstaltungen gibt es an der Vorverkaufskasse im Kulturpalast NDK, dem größten Kultur- und Kongresszentrum in Südosteuropa. Tel. 02/9166369 | 9-19 Uhr | www.ndk.bg

Unterhaltung

Zentralbulgarien

Kultur und Szene

An klassischer Musik und Theater hat Plovdiv einiges zu bieten. Die Konzerthalle, das Stammhaus des städtischen Philharmonischen Orchesters, befindet sich auf dem Centralen Ploštad, die Oper auf dem Bulevard Sašo Dimitrov 23. Ein renommiertes Festival der Kammermusik findet alle zwei Jahre (immer in ungeraden Jahren) im Juni statt. Die Konzerte werden im Hof des Ethnografischen Museums gegeben, wo einheimische Künstler den ganzen Sommer hinweg gastieren (Karten für Musikveranstaltungen auf der Ulica Knjaz Aleksandâr 35). Klassisches Theater bieten das Haupthaus in der Ulica Knjaz Aleksandâr 36 und in besonders eindrucksvoller Umgebung das Amphitheater.

Unterhaltung

Nordostbulgarien

Kultur

Die städtische Philharmonie und die Oper haben einen guten Ruf. Im März findet das Klassikfestival Martenski musikalni dni (www.roussefestival.mlnk.net) statt. Neben dem Dramatischen Theater Sava Ognjanov (Ploštad na Svobodata), in dem häufig Canetti gespielt wird, besitzt Ruse auch ein Marionettentheater.

Unterhaltung

Schwarzmeerküste

Kultur und Szene

Burgas besitzt ein eigenes Philharmonisches Orchester, Theater und Oper. Sommervorstellungen im Meerespark. Ende August ist das Folklorefestival ein besonderes Highlight. Beliebter Szenetreff ist der Club Addict (Ulica Văzraždane 6)

Kultur und Szene

Im Varnaer Sommer von Mitte Juni bis Mitte August gibt es fast täglich schöne Konzerte, Opern- oder Ballettaufführungen von Ensembles aus aller Welt. Eine angesagte Diskothek ist X-travaganca am Strand Ribarskija Plaž (Ulica Krajbrežna Aleja).

Diskos

Am Abend locken neben vielen anderen die beliebten Diskos Papaya und Astera.

Auskunft

Auskunft

Westbulgarien

Tourist-Information

Ploštad Nikola Văpcarov 1 | Tel. 0749/88580 | infocenter@bansko.bg

Miluševa Kâšta

Erteilt auch Hinweise auf Privatquartiere in der Stadt. Nahe der Post | Tel. 07437/326

Balkantourist

Bulevard Zar Osvoboditel 4 | Tel. 02/9875192 | Fax 9884177 | www.balkantourist.bg

Reisebüro Lufthansa City Center

Bulevard Gen. Mihail D. Skobelev 59 | Tel. 02/9515262 | Fax 9515907 | office@lufthansacitycenter.bg | www.lufthansacitycenter.bg

Tourist-Informationszentrum

Ulica Hristo Botev 77 | Tel. 094/600017 | www.tourism.bcvidin.org | www.vidin.government.bg

Auskunft

Zentralbulgarien

Tourist-Informationszentrum

Ploštad Zentralen 1 | Tel. 032/6567931 | www.plovdiv.bg

Plovdiv Guide

Ulica Ravništa 6 | Tel. 032/640750 | info@plovdivguide.com | www.plovdivguide.com

Tourist-Informationszentrum

Ulica Hristo Botev 5 | Tel. 062/622148 | www.velikoturnovo.info

Auskunft

Nordostbulgarien

Touristik-Informationszentrum

Ulica Aleksandrovska 61 | Tel. 082/824704 | www.tic.rousse.bg

Touristik-Informationszentrum

Bulevard Slavjanska 17 | Tel. 054/857752 | www.shumen.bg

Auskunft

Schwarzmeerküste

Tourist-informationszentrum

Ulica Hristo Botev | neben dem Theater | Tel. 056/825772 | tic_bourgas@abv.bg.

Tourist-Informationszentrum

Ploštad Musala | Tel. 052/602907 | Fax 052654519 | office@vct-bg.org

Tourist-Information

Informationen für Touristen gibt es in den einzelnen Hotels, auch in den Reisebüros in Varna. www.goldensands.bg

Einkaufen

Einkaufen

Westbulgarien

Shopping in Sofia

Nach wie vor besitzt Sofia für bulgarische Verhältnisse besonders gute Einkaufsmöglichkeiten. Auf den Straßenzügen Bulevard Vitoša, Ulica Pirotska, Ulica Rakovski und Ulica Graf Ignatiev (hier vor allem um den Ploštad Slavejkov) und in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden sich die wichtigsten Geschäfte und kompaktesten Einkaufszonen. Das größte Warenhaus ist das CUM (Bulevard Knjaginja Marija Luiza 2 | www.tzum.bg). In zahlreichen Boutiquen wird anspruchsvolle Mode angeboten. Antiquitäten und Trödelkram gibt es auf dem großen Flohmarkt vor der Alexandăr-Nevski-Kathedrale. Ganz in der Nähe, in der Ulica Pariž, werden Ikonenimitationen und Gemälde verkauft.

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Zentralbulgarien

Kunsthandwerk

In der Strâmna-Gasse sind das alte Handwerk und - vor allem - das Kunsthandwerk zu Hause. In kleinen Werkstätten gehen hier Kupferschmiede, Kürschner oder Pantoffelmacher ihrer Arbeit nach, und ihre Produkte - die die Passanten natürlich zum Kauf anregen sollen - zieren wie Museumsstücke Vitrinen und Wände der zuweilen winzigen Lädchen.

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Schwarzmeerküste

Shopping in Varna

Die Fußgängerzone bietet so ziemlich alles, was das Herz begehrt. In der Ulica Knjaz Boris I finden Sie neben allerlei Nippes und Souvenirs hin und wieder ein gutes Paar Schuhe oder ein schönes Kleidungsstück.

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Westbulgarien

Molerova kâšta

Die Gaststätte im einstigen Haus der Ikonenmaler bietet einheimische Küche in urigem Ambiente. Ulica Glazne 41 | www.molerite.com | €€-€€€

Weinkeller

Verschiedene Weinkeller (Vinarna) im Ort kredenzen Durstigen das wichtigste Produkt von Melnik.

Menčeva kâšta

Eine typisch bulgarische Mehana mit vorzüglicher Landesküche. Nahe dem Kordopulov-Haus | Tel. 07437/339 | www.melnik-mehana.com | €-€€

Bălgari

Traditionelle bulgarische Küche in der Atmosphäre eines bürgerlichen Haus aus dem Anfang des 20. Jh. Über 100 Weinsorten im Angebot. Bulevard Knjaz Dondukov 71 | www.restaurant-bulgary.com | €€

Čevermeto

Ein Lamm wird jeden Abend vor den Augen der Gäste über offenem Feuer gegrillt. Staatsoberhäupter und königliche Hoheiten haben hier gespeist. Große Auswahl an Weinen und Schnäpsen, bulgarische Livemusik und Tanz. Bulevard Černi vrâh 31 | www.chevermeto-bg.com | €€-€€€

Hadžidraganovite kăšti

Traditionelle Küche, Grillspezialitäten, bulgarische Volksmusik. Der Restaurantkomplex besteht aus vier restaurierten Häusern aus der Zeit der Wiedergeburt. Ulica Kozloduj 75 | www.kashtite.com | €€

Magnito

Neues modernes Restaurant mit mediterraner Küche und Sushi. In der Unterführung am NDK. Bulevard Vitoša 162 | €-€€

Manastirska magerniza

In der „Klosterküche“ gibt es Speisen nach Klosterrezepten aus ganz Bulgarien. Der Gast wird traditionell mit Brot und Salz begrüßt. Ulica Han Asparuh 67 | www.magernitsa.com | €€€

Restaurant Loreta

Das erste Privatrestaurant in Vidin. In diesem Haus befindet sich auch ein Internetcafé. Ulica Lajoš Košut 2 | €€-€€€

Essen und Trinken

Zentralbulgarien

Alafrangite

Hier essen Sie in einem wunderschönen Gebäude aus dem 19. Jh. mit einem einladenden Garten. Bulgarische und europäische Küche, Klaviermusik. Ulica Kiril Nektariev 17 | €€

Antik

Türkische Küche, mit großer Auswahl an Spezialitäten. Bulevard 6. Septemvri 216 | €€

Erewan

Pikante bulgarische und armenische Küche, einfache Ausstattung. Ulica Otec Paisij 29 | €

Gladiatori

Bulgarische und internationale Küche, großer Garten. Ulica Dimităr Talev 87 | www.gladiatori.info | €€

Odeon

Restaurant am Rimski Forum, kunstvoll eingerichtet. Bulgarische und mitteleuropäische Küche, Sommerterrasse. Ulica Otec Paisij 40 | €€-€€€

Pâldin

Das vornehmste Haus in der Altstadt mit einer breiten Palette bulgarischer Gerichte. Ulica Knjaz Ceretelev 3 | €€-€€€

Štastliveca

Bulgarische und internationale Küche. Ulica Stefan Stambolov 79 | €

Essen und Trinken

Nordostbulgarien

Balkanska Prinzesa

Die „Balkanprinzessin“ ist ein Schiff mit Restaurant und Cocktailbar an Bord, das im Sommer sogar auf der Donau schippert. Traditionelle bulgarische Küche mit viel Fisch. Stadthafen | Ulica Ponton 7 | €-€€

Mehana Čiflika

Traditionelle bulgarische Küche mit einigen sonst selten angebotenen Topfgerichten in volkstümlichem Ambiente. Ulica Otec Paisij 2 | €€

Mehana Starija Šumen

Traditionelle bulgarische Küche in ebensolchem Ambiente. Im Hotel Šumen | Ploštad Oborište 1 | €€

Popšejtanova kâšta

Das volkstümlich eingerichtete Lokal in einem schönen Haus aus dem 18./19. Jh. serviert einheimische Spezialitäten. Bei schönem Wetter ist der Sommergarten geöffnet. Ulica Car Osvoboditel 158 | €-€€

Essen und Trinken

Schwarzmeerküste

Restaurant Pod Lipite/Unter den Linden

Alter Treffpunkt bulgarischer Kaufleute. Traditionelle Küche, Garten. Ulica Al. Batenberg 14 | €€-€€€

Čučurite

Bulgarische Küche mit Livemusik, Weinstube. Klein, aber fein. Ulica Panagjurište 15 | €€

La Familia

Italienische Küche, große Auswahl, alle Zutaten werden hier hergestellt. Ulica Bregalnica 1 | €

Morska sirena

Das neue Restaurant bietet internationale Gourmetküche und wurde dafür 2008 vom Bulgarischen Hotel- und Restaurantverband ausgezeichnet. Ploštad Saltanad 12 | €€€

Restaurants und mehr

Mit Restaurants, Cafés und Bars ist der Goldstrand hervorragend ausgestattet. Im Košarata und Ciganski tabor (beide | €-€€) werden zu guten Gerichten vom Grill Zigeunermusik und Volkstänze geboten.

Riviera

Das Fischrestaurant wird auch Ribkata (das Fischlein) genannt. Es liegt unmittelbar am Strand, bietet fangfrischen Fisch und eine hervorragende Fischsuppe. Auf dem Holiday-Club-Gelände Riviera | €€-€€€

Čanovete

Gegrilltes Lammfleisch ist eine Spezialität des Restaurants an der Strandpromenade im südlichen Teil des Komplexes. €€-€€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Schwarzmeerküste

Freizeitangebote

Ausrüstungen fürs Segeln, Surfen, Wasserskifahren und Parasailing können z.B. am zentralen Strand beim Yachtclub gemietet werden. Viele Hotels haben Hallen- und/oder Freibäder und Tennisplätze wie das Prima Sol Sunlight und Berlin Green Park. Fahrräder und Velorikschas werden an zahlreichen Stellen verliehen.

Sehenswertes

Sehenswertes

Westbulgarien

Alte Hausarchitektur

Die alten Häuser in Bansko haben zwei Gesichter und erinnern an die Klosterarchitektur. Zur Straße erhebt sich eine strenge, fast abweisende Steinfassade. Umso freundlicher wirkt der Innenhof mit Balkonen, geschnitzten Holzgeländern und schlanken Säulen.

Sveta Troica/Dreifaltigkeitskirche

Gebaut 1835 von einheimischen Handwerkern, auf dem Hof befindet sich ein 30 m hoher Uhrturm. Die Kirche hat einen eigenen Kirchenchor, zweimal täglich gibt es Gottesdienste. Ploštad Vâsrašdane | Tel. 0749/88344

Wiedergeburtsarchitektur

Die Hofansicht, die Holzschnitzereien und die Wandmalereien sind bei diesen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jh. besonders bemerkenswert. Das Sirleštov-Haus, Ulica Jane Sandanski 12, ist das älteste erhaltene Haus in Bansko, mit einem Versteck im Keller. Das Veljanov-Haus, Ulica Veljan Ognev 5, hat eine gut erhaltene Inneneinrichtung und Wandmalereien. Im Neofit-Rilski-Haus, Ulica Pirin 17, gibt es einen noch funktionierenden Brotofen und ein historisches Klassenzimmer.

Boljarskata kâšta/Bojaren-Haus

Das älteste Haus der Stadt aus dem 10. oder 11. Jh. ist leider nicht mehr gut erhalten. Es gehörte einst dem Despoten Slav.

Gradski muzej/Städtisches Museum

Das Museum im Pašov-Haus (Pašovata Kăšta) von 1815 hat wunderschöne holzgeschnitzte Zimmerdecken und Marmorkamine. Tgl. 9-12 und 13-17 Uhr

Kordopulovata kâšta/Kordopulov-Haus

Das vierstöckige Haus stammt aus dem Jahr 1754 und gehörte einem Weinhändler. Besonders schön sind die 24 zweireihigen Fenster im Salon, die obere Reihe ist aus venezianischem Farbglas. Der Rundgang endet mit einer Weinverkostung im direkt in den Felsen gehauenen Keller. Hier reift der Rotwein in riesigen Fässern, manche von ihnen haben ein Volumen von 10000 l! | Tgl. 9-20 Uhr

Stadtrundgang

Der geeignetste Ausgangspunkt für die Erschließung des Stadtkerns ist der gleichnamige Platz an der Kirche Sveta Nedelja schräg gegenüber vom Hotel Sheraton. In dem Bereich östlich davon, den die Universität und die direkt daneben befindliche Nationalbibliothek Kiril und Metodij mit den imposanten Denkmälern der beiden abschließen, befinden sich die meisten wichtigen öffentlichen Bauten. Zwischen Sheraton und dem Kaufhaus CUM führt der Weg über den Bulevard Car Osvoboditel mitten in diesen Abschnitt hinein. Südlich der Sveta Nedelja erstreckt sich die Haupteinkaufsstraße Bulevard Vitoša. Der belebteste Teil davon endet am Kulturpalast (abgekürzt NDK). Unbedingt zu empfehlen ist ein Bummel in dem Gebiet zwischen den Bulevard Vitoša und Car Osvoboditel. Biegen Sie einfach in östlicher Richtung in eine der Seitenstraßen des Bulevard Vitoša ein, und schlängeln Sie sich bis etwa zum Platz der Nationalversammlung (Ploštad Narodno Sâbranie) durch. Hier begegnen Ihnen Architektur und Atmosphäre der Wohnviertel in der Stadtmitte in authentischer Form.

Borisova gradina/Borisgarten

Der größte Park in Sofia. Sonntags ist er Hauptanziehungspunkt für Spaziergänger. Hier geben Künstler aller Art ihre Vorstellungen. Vom Bulevard Car Osvoboditel abgehend

Centralna evrejska sinagoga/Synagoge

Die größte Synagoge auf der Balkanhalbinsel wurde 1910 vollendet. Vor einigen Jahren wurde sie restauriert. Anwesende Gemeindemitglieder führen Besucher gern durch das Gebäude. Ulica Ekzarh Josif 16. Im Gemeindehaus (Bulevard Aleksandâr Stambolijski 50 | 5. Stock | Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr) ist die ständige Ausstellung „Die Rettung der bulgarischen Juden 1941-1944“ zu sehen.

Džamija Banja baši/Bädermoschee

Diese Moschee ist die einzige, die den gläubigen Muslimen in der Hauptstadt geblieben ist. Während der antitürkischen Kampagnen in der sozialistischen Ära lag sie still. Seit Anfang der 1990er-Jahre wird die Bädermoschee wieder benutzt. Der Bau des namhaften türkischen Architekten Hadži Mimar Sinan wurde 1576 vollendet. Unmittelbar in der Nachbarschaft befindet sich das Mineralbad, das nicht mehr benutzt wird. Man kann sich dort aber mit Wasser aus Heilquellen versorgen. Unbedingt sehenswert ist auch die restaurierte Markthalle (Centralni Hali bzw. Halite) auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Bulevard Knjaginja Marija Luiza

Gradska gradina/Stadtgarten

Eine grüne Oase, die zu jeder Zeit für eine Atempause bestens geeignet ist. Ein beliebter Treffpunkt für Schachspieler. Mitten im Zentrum Sofias, an der Ulica Vasil Levski

Nacionalen arheologičeski muzej/Nationales Archäologisches Museum

Gegenüber dem Amtssitz des Präsidenten, bei dem jede Stunde eine Art „Change of the Guards“ zu beobachten ist, wurde in der Großen Moschee das Archäologische Museum untergebracht. Auch wenn es einige seiner bedeutendsten Schätze an andere Museen abgeben musste, ein Blick auf die ausgestellten Gebrauchsgegenstände, Waffen und Schmuck von Thrakern, Römern und Griechen lohnt auf jeden Fall. Ulica Sâborna 2 (beim Ploštad Aleksandâr Batenberg) | Di-So 10-12 und 14-17 Uhr

Nacionalen istoričeski muzej/Nationales Historisches Museum

Nicht leicht zu erreichen ist das größte und bedeutendste historische Museum des Landes, das in der stattlichen Residenz Bojana in direkter Nachbarschaft zum Präsidentensitz untergebracht ist. Auf drei Etagen wird hier die Geschichte des heutigem bulgarischem Territoriums dargestellt, wie sie sich in den vergangenen 2000 Jahre ereignet hat. Dazu gibt es in den beeindruckenden Räumlichkeiten der ehemaligen Schivkov-Residenz rund 22000 Ausstellungsstücke zu besichtigen. Weltweite Bedeutung erhielt das Museum durch die Ausstellung „Gold der Thraker“. Das Meisterwerk thrakischer Goldschmiedekunst (vermutlich um die Wende vom 13. zum 12. Jh. v. Chr. entstanden) befindet sich allerdings häufig auf Wanderausstellungen. Die Website des Museums ist empfehlenswert. Ulica Vitoško Lale 16 | tgl. 9.30-17 Uhr | Tel. 02/9554280 (Exkursionen/Gruppenführungen) | www.historymuseum.org | Bus Nr. 63 und 111

Nacionalna hudožestvena galerija/Nationale Kunstgalerie

Das wunderschöne, im 16. Jh. errichtete Gebäude diente zunächst als konak, also als Amtssitz der osmanischen Verwaltung. Hier wurde der Prozess gegen den bulgarischen Nationalhelden Vasil Levski geführt. Nach der Befreiung aus der osmanischen Herrschaft wurde es zweimal um- und ausgebaut und fungierte während der Monarchie als Zarenschloss. Seit 1954 ist hier die Nationalgalerie beheimatet. Die Sammlung bulgarischer Kunst von der Mitte des 19. Jhs. bis zur Gegenwart ist aber nicht so attraktiv wie das Gebäude selbst. Ploštad Aleksandâr Battenberg | Di-So 10.30-18 Uhr

Rotonda Sveti Georgi/Rotunde des heiligen Georg

Das besterhaltene Denkmal aus der römischen Zeit im Hof des Hotels Sheraton steht an einer Stelle, an der zunächst (wahrscheinlich im 1. Jh. v. Chr.) ein Bad errichtet wurde. Die Rotunde aus dem 4. oder 5. Jh. diente ursprünglich den Römern als Kultstätte, dann den Slawen als christliche Kirche, später den Türken als Moschee, schließlich seit Bulgariens Eigenstaatlichkeit wieder als christliche Kirche. Die Fresken aus dem 14. Jh. gehören zu den bedeutendsten Malereien mit barocken Elementen in Bulgarien. Eingang auf dem Bulevard Aleksandâr Stambolijski

Sveta Nedelja/Kirche der heiligen Nedelja

Die 1856-1863 erbaute Kirche hat weniger durch Kulturschätze als durch ihre weltlichen Einrichtungen und politischen Ereignisse auf sich aufmerksam gemacht. Ein Besuch lohnt sich allein wegen des hellen, ganz und gar nicht pompösen Glanzes, den sie ausstrahlt.

Sveta Sofija/Sophienkirche

Der Namensgeberin der Stadt ist der zweitälteste der erhaltenen Kirchenbauten geweiht. Er wurde an der höchsten Stelle des Siedlungszentrums im 6. Jh. errichtet. Auch in der osmanischen Zeit, als die Kirche als Moschee diente, wurde ihr Äußeres nicht angetastet. Die dreischiffige Kreuzkuppelbasilika mit den drei Altären ist ein für Bulgarien einzigartiges Exempel für die strenge Monumentalität der klassischen byzantinischen Architektur. An der Ostseite befindet sich das Grab des bulgarischen Nationaldichters Ivan Vazov, dessen Statue im nahen Park - er hält ein Buch in der Hand - nicht zu übersehen ist. Ploštad Aleksandâr Nevski

Sveti Aleksandâr Nevski/Aleksandâr-Nevski-Kathedrale

Auch viele Nichtbulgaren, die den Balkan bereist haben, halten die Kathedrale für den prächtigsten Bau des 20. Jhs. auf der Balkanhalbinsel. Sie wurde zu Ehren der im Russisch-Türkischen Krieg von 1877/1878 gefallenen Soldaten und zum Zeichen des Dankes für die dem Krieg folgende Ausgliederung Bulgariens aus dem Osmanischen Reich errichtet. Der russische Zar jener Zeit, Alexander II., wurde seitdem in Bulgarien als „Car Osvoboditel“ (Befreierkönig) verehrt, wovon auch das unweit von der Kathedrale, unmittelbar gegenüber dem Gebäude der Nationalversammlung (Narodno Sâbranie) aufgestellte, 14 m hohe Reiterbild zeugt, das der italienische Bildhauer Arnoldo Zocchi schuf. Die Kirche wurde nach dem Schutzheiligen des Zaren, Alexander Nevski, einem Moskauer Großfürsten aus dem 13. Jh., benannt. Nach den Entwürfen des Petersburger Architekten A. N. Pomerancev wurde 1904 mit dem Bau begonnen, der mit kleineren Unterbrechungen bis 1913 währte. Erst elf Jahre danach, 1924, wurde die Kirche geweiht.

Sveti Nikolaj Čudotvorec/Kirche des heiligen Nikolaj

Unübersehbar demonstriert der 1914 vollendete Bau, warum er „die russische Kirche“ genannt wird: Er präsentiert sich als ein lichtes, farbenfrohes, von Gold und fünf Zwiebeltürmen geprägtes Abbild der Moskauer Architektur des 17. Jhs., mit Wandmalereien im Stil der Novgoroder Malschule. Ihre Existenz hat die Kirche der Sorge eines russischen Diplomaten um sein Seelenheil zu verdanken. Der von 1908-1911 als Botschafter Petersburgs fungierende Semontovski-Kurilo hielt die bulgarische Kirche für nicht rechtgläubig genug, um in ihren Bauten den Gottesdienst zu feiern. Bulevard Car Osvoboditel 3

Baba Vida

Die Festung am Donauufer ist die besterhaltene mittelalterliche Anlage in Bulgarien. Auf den Fundamenten eines römischen Verteidigungsturms wurde die Burg im 10.-14. Jh errichtet. Sie diente zur Verteidigung der Stadt, war aber auch Wohnsitz des letzten bulgarischen Zaren Ivan Srazimir (1356-1396) in der Zeit vor der osmanischen Eroberung. Die Wallanlagen, die Verteidigungstürme und Teile des zweistöckigen Hauptgebäudes sind erhalten geblieben. In den letzten Jahrzehnten wurden in der Festung mehrfach bulgarische und ausländische Filme gedreht. Zum Komplex gehören auch ein Museum und eine Theaterbühne. Nachts wird die ganze Anlage eindrucksvoll beleuchtet. Tgl. 9-18 Uhr | 4 Euro

Sehenswertes

Zentralbulgarien

Stadtrundgang

Es ist nicht ganz einfach, Plovdiv systematisch zu ergründen, denn die schöne Stadt ist sehr verwinkelt. Am besten ist es, man verschafft sich bummelnd eine erste Orientierung, um sich dann in der Altstadt und in der Neustadt die einzelnen Sehenswürdigkeiten gezielt anzusehen. In der Neustadt befinden sich Ruinen aus der römischen und der osmanischen Zeit. Am Ploštad Stambolijski haben sich viele hübsche Cafés angesiedelt.

Amphitheater

Das prächtigste Zeugnis der Antike ist das Theater aus dem 2. Jh., das von Kaiser Marc Aurel angelegt wurde und heute gut 3000 Zuschauern Platz bietet, wenn in den Monaten Mai, Juni und September klassisches Theater gespielt wird und Konzerte stattfinden. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die Rhodopen. Am Südhang des Džambas Tepe, oberhalb des Tunnels und der Ulica Ivajlo

Arheologičeski muzej/Archäologisches Museum

Der bedeutendste Schatz des Museums ist der Goldfund aus Panagjurište, der aus neun Gefäßen besteht und 6 kg wiegt. Andere wertvolle Exponate stammen aus der Antike, aus der thrakischen und der römischen Zeit. Sehenswert sind vor allem die Grabstätten aus der Bronzezeit aus der Region um Plovdiv, der Bronzehelm aus Brestovica aus der thrakischen Zeit sowie die byzantinischen Goldmünzen aus dem 12. Jh. | Ploštad Sâedinenie 1 | Di-So 10-17.30 Uhr | www.archaeologicalmuseumplovdiv.org

Džumaja džamija/Džumaja-Moschee

Moschee aus dem frühen 15. Jh. Im Inneren sind kunstvolle Schmuckfriese mit Koransuren zu sehen, die Fassade schmückt eine Sonnenuhr. Ploštad Stambolijski

Etnografski muzej/Ethnografisches Museum

Im unteren Teil des wunderschönen Agir-Kujumdžioglu-Hauses ist Handwerk der Wiedergeburtszeit ausgestellt. Interessanter als die Werkzeugsammlung sind die oberen Räume mit Mobiliar (viel mittel- und westeuropäischer Barock) und Trachten aus den Rhodopen. Im Juni und im September gibt es im Museumshof Kammermusikkonzerte. Ulica Čomakov 2 | Di-So 9-12 und 13.30-17.30 Uhr

Hisar Kapija

Das Osttor stammt aus der spätantiken Zeit, als das heutige Plovdiv Stadt wurde (4.-1. Jh. v. Chr.). Ulica Canko Lavrenov

Rimski forum/Römisches Forum

Vom Römischen Forum sind steinplattenbelegte Straßen und Fundamente von einzelnen Gebäuden freigelegt. Am Centralen Ploštad, zwischen dem Hotel Trimontium Princess und der Hauptpost | 3 Euro

Rimski stadion/Römisches Stadion

Vom Stadion aus dem 2. Jh. sieht man den Ausgang und den Westteil sowie Überreste von Räumen und einer Wasserleitung. 30000 Menschen fanden hier einst Platz. Ploštad Stambolijski | 3 Euro

Stadtmauer

Überreste der inneren Stadtmauer vom damaligen Philippopolis (4. bis 1. Jh. v. Chr.) befinden sich am Hügel Nebet Tepe im gleichnamigen Parkgelände.

Sveti Sveti Konstantin i Elena

Die Kirche wurde 1830-32 errichtet. Die vergoldete Außenwand schuf der bekannte Holzschnitzer Joan Paškula, zahlreiche Ikonen stammen vom bedeutenden Maler Zaharij Zograf. Ecke Ulica Gorki/Starinna

Wiedergeburtsarchitektur

Die Seele der musealen Atmosphäre der Altstadt bilden die Häuser aus dem 19. Jh. Das Agir-Kujumdžioglu-Haus aus dem Jahr 1847 gehört dank seiner reich dekorierten Fassade zu den meistfotografierten Objekten der Stadt. Heute beherbergt es das Ethnografische Museum.

Stadtrundgang

Vom Denkmal der 1876 an dieser Stelle gehenkten Revolutionäre am Ende der Ulica Dimitâr Blagoev lässt sich ein Rundgang sehr gut beginnen.

Arheologičeski muzej/Archäologisches Museum

Der Schwerpunkt dieser musealen Sammlung liegt auf der Zeit von 1200 bis 1400, als Veliko Târnovo neben Pliska, Preslaw und Ohrid die vierte Hauptstadt des Bulgarenreichs war. Ulica Ivanka Boteva | Di-So 8-12 und 13-18.30 Uhr

Asenovata mahala/Asen-Viertel

Vom mittelalterlichen Viertel, in dem einst Handwerker, Händler und niedere Geistliche lebten, sind nur drei Kirchen erhalten geblieben. Die älteste ist Sveti Dimităr Solunski von 1185 am nordöstlichen Hang des Trapezica. Hier riefen 1185 die Brüder Asen und Petâr den Aufstand gegen Byzanz aus. Direkt gegenüber, am anderen Ufer des Jantra, erhebt sich Sveti Sveti Petâr i Pavel. Die künstlerisch bedeutendste ist Sveti 40 măčenici aus der ersten Hälfte des 13. Jhs. Besonders sehenswert sind im Inneren die Säulen des Khan Omurtag und des Ivan Asen II. Die Inschriften auf diesen Säulen zählen zu den ältesten schriftlichen Überlieferungen über das mittelalterliche Bulgarien.

Carevec-Hügel

Die natürliche Felsenfestung auf dem Carevec-Hügel bildete das politische und geistliche Zentrum des Zweiten Bulgarischen Reiches. Von dem einstigen Zarenpalast sind die Fundamente freigelegt, ein Teil der Festungsmauern, darunter der Balduin-Turm, wurde restauriert. Bei den Ausgrabungen stieß man auch auf die Fundamente von Wohn- und Wirtschaftsbauten, Kirchen und Klöstern.

Muzej Văzraždane i Učreditelno săbranie

Die Exponate des „Museums der nationalen Befreiung und der Konstituierenden Versammlung“ bezeugen den patriotischen Kampf der Bulgaren gegen die Türken. Unverändert geblieben ist der Raum, in dem das erste bulgarische Parlament tagte und im Jahr 1879 die Verfassung annahm. Ploštad Sâedinenie | tgl. 10-17 Uhr

Starija grad/Altstadt

Die bekanntesten Bauten in der Altstadt sind mit dem Namen Kolju Fičeto verbunden. So wurde der Autodidakt Nikola Fičev genannt, der als Begründer des neuzeitlichen Bauwesens und des nationalen Stils gilt. Nach seinen Entwürfen wurde das Wirtshaus des Hadži Nikoli (Ulica Rakovski 17 | tgl. 10-17 Uhr) gebaut, das heute das Ethnografische Museum beherbergt, sowie das Haus mit dem Äffchen (Ulica Vâstaničeska 14), ein allseits beliebtes Fotomotiv. Auch das Amtsgebäude der türkischen Behörden, der Konak (Ploštad Sâedinenie), in dem die erste Nationalversammlung Bulgariens 1879 die Verfassung des neuen Staates annahm, wurde von Fičev entworfen.

Trapezica-Hügel

Auf diesem schwer zugänglichen Hügel hatten Adelige und hochrangige Vertreter des Klerus ihre Wohnsitze. Freigelegt wurden Grundmauern von 17 mittelalterlichen Kirchen sowie Teile der Dekorationen und Wandmalereien und einige weltliche Gebäude.

Sehenswertes

Nordostbulgarien

Istoričeski muzej/Historisches Museum

Der Silberschatz aus dem Dorf Borovo, thrakisches Kunsthandwerk und Werkzeuge aus der Bronze- und der Steinzeit sind im ehemaligen Schloss Dvorec Batenberg ausgestellt; interessante ethnografische Abteilung. Ploštad Aleksandâr Batenberg 3 | Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr

Muzej na transporta i sâobštenijata/Transport- und Kommunikationsmuseum

Vom hiesigen Bahnhof startete einst die erste Eisenbahn Bulgariens. Einige der Waggons sind auf dem Areal zu sehen. Ulica Bratja Obretenovi 13 | tgl. 8-12 und 14-17.30 Uhr

Sveta Troica/Dreifaltigkeitskirche

Die einzige christliche Kirche (1632) von größerer Bedeutung. Wie viele andere bulgarische Kirchen auch, wurde sie halb in den Boden hineingebaut, damit sie nicht auffiel. Sammlung alter Ikonen. Ulica Goražd 1

Ausflugsschiffe

Das Ausflugsschiff Rožen kann für Tagestouren nach Svištov oder Tutrakan gebucht werden. Der Ausflug nach Silistra und zurück dauert zwei Tage. Landschaftlich sehr reizvoll. Bălgarsko rečno plavane | Ulica Otec Paisij 2 | Tel. 082/825098 | www.brp.bg oder Dunav Tours | Ulica Olimpi Panov 5 | Tel. 082/833777 | www.dunavtours.bg

Denkmal „1300 Jahre Bulgarien“

Das Denkmal ist in Stein gemeißelte Landesgeschichte: Bulgariens Vergangenheit als Mosaik und mit schöner Aussicht auf Šumen. Treppe vom Bulevard Slavjanski, den Schildern südwärts durch den Park folgen

Tombul džamija/Tombul-Moschee

Die größte erhaltene Moschee aus der osmanischen Zeit wurde 1744 von Sherif Halil Pascha errichtet. Der Hof der Koranschule wird von einem Brunnenhaus dominiert. Die Moschee - Zeuge der wechselhaften Geschichte des Landes - war während der sozialistischen Ära ein Museum, heute wird sie von den Muslimen wieder als Gebetshaus genutzt.

Wiedergeburtsarchitektur

Die größte Konzentration von Häusern aus dem 19. Jh. ist um die Ulica Car Osvoboditel herum zu besichtigen, die auch den Kern der Überbleibsel von der Altstadt bildet. Ganz nah bei der Tombul-Moschee steht das vielleicht prachtvollste Haus - das Djukmedžjan-Haus (Ulica Stara planina 14), das Mitte des 19. Jhs. von einer armenischen Kaufmannsfamilie gebaut wurde. Das Kossuth-Haus (Ulica Car Osvoboditel 35 | Mo-Fr 9-17 Uhr) beherbergte den Führer der ungarischen Revolution von 1848 für einige Monate.

Sehenswertes

Schwarzmeerküste

Stadtzentrum

In der Stadtmitte konzentrieren sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten um die Straßenzüge Aleksandrovska und Aleko Bogoridi. Zu erwähnen sind das Archäologische Museum (Bogoridi 21) und die Kathedrale Sveti Sveti Kiril i Metodij sowie die kleine armenische Kirche in der Ulica General Major Lermontov.

Arheologičeski muzej/Archäologisches Museum

Die Prunkstücke der reichhaltigen Kollektion (50000 Exponate aus der vorgeschichtlichen Zeit bis zum Mittelalter) sind die Funde aus einer Grabstätte der Kupferzeit (5000-4000 v. Chr.). Mehr als ein Drittel der freigelegten Grabstätten aus jener Zeit enthielten kein Skelett, sondern ausschließlich symbolische Grabbeigaben: viel Schmuck, Gegenstände aus purem Gold, zylinderförmige Perlen, aber auch Werkzeuge und Gefäße. Der Schmuck gehört zu den ältesten Goldschmiedefunden überhaupt. Im Museum ist auch eine Ausstellung bulgarischer Ikonen aus dem 16.-19. Jh. zu besichtigen. Bulevard Marija Luiza 41 | Di-So (im Winter Di-Sa) 10-17 Uhr | www.amvarna.com

Etnografski muzej/Ethnografisches Museum

In einem der wenigen restaurierten Häuser der Wiedergeburtszeit wird der Alltag in der Region um die Wende zum 20. Jh. gezeigt - Trachten, Handwerk und Schmuck, Szenen volkstümlicher Feste und Rituale und die Originaleinrichtung einiger Räume aus dieser Zeit. Ulica Panagjurište 22 | Di-So (im Winter Mo-Fr) 10-17 Uhr

Morska gradina/Meerespark

Das Riesenareal bei der Altstadt lädt zum Spazieren und Ausruhen ein.

Rimski termi/Römische Thermen

Varna gehörte im 2. und 3. Jh. zum Römischen Reich. Mit seinem milden Klima und heilenden Mineralquellen zog der Ort wohlhabende Römer zum Relaxen an die bulgarische Küste. Die Überreste der 10000 m² großen Badeanstalt im Südosten der Stadt gewähren einen lebendigen Einblick in die römische Badekultur. Etwa drei Viertel des Areals nehmen Thermalbäder ein. Freigelegt wurden Reste vom Kanalsystem, von Wasserbecken sowie von zahlreichen Räumen und Hallen, von denen einige imposante Höhen erreichen. Ulica San Stefano/Ecke Han Krum | Di-So (im Winter Di-Sa) 10-17 Uhr | 4 Euro

Sveto Uspenie Bogorodično/Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale

Die Kathedrale von Varna wurde 1884-86 errichtet. Sehenswert ist vor allem der Ikonostas, die dreitürige Bilderwand, die von makedonischen Meistern aus Debâr geschaffen und 1912 hier angebracht wurde; die reiche Wandbemalung dagegen stammt aus den Jahren 1949/50. Ploštad Mitropolit Simeon 8 | tgl. 7-18 Uhr

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Westbulgarien

Hotel rodina

Zentral gelegen, nach Renovierung wieder eröffnet. Einrichtung im typisch bulgarischen Stil, mit Mehana und Sauna. 41 Zi. | I Ulica Pirin 7 I | Tel. 0749/88106 | Fax 88472 | http://hoteli.bansko.net | €€

Litova kâšta

Gemütlich eingerichtet, organisiert auch Ausflüge. 10 Zi. 2 Apartments | Tel. 07437/313 | litovakushta.com | €

Grand Hotel Sofia

Das neueste Luxushotel im Zentrum - mit Gourmetrestaurant, Fitnesszentrum und Pianobar. 109 Zi. 13 Suiten | Ulica Gurko 1 | Tel. 02/8110800 | Fax 8110801 | www.grandhotelsofia.bg | €€€

Hotel Diter

Ruhig und sehr zentral gelegen, in einem denkmalgeschützten Haus, Restaurant mit Garten, 31 Zi. | Ulica Han Asparuh 65 | Fax 02/9898998 | www.diterhotel.com | €€€

Hotel Lozenetz

Neues, elegantes Haus in guter Lage. 31 Zi. Restaurant mit Garten | Apartments | Ulica Sveti Naum | Tel. 02/9654444 | Fax 02/9654445 | www.lozenetzhotel.com | €€-€€€

Hotel Zar Asen

Günstiges Bed & Breakfast, zentral gelegen, organisiert Ausflüge. 7 Zi. (auch Mehrbettzimmer) | Ulica Zar Asen 68 | Tel. 02/9547801 | http://hotel-tzar-asen.hit.bg | €

Kervan Hostel

Ruhig und zentral gelegen, 3 Min. Fußweg bis zur Alexandăr-Nevski-Kathedrale. Individuell eingerichtet, in der kleinen Küche kann man sein Essen selbst zubereiten oder andere Gäste treffen. Sommergarten | Internetanschluss | Ulica Rosica 3 | Tel. 02/9839428 | www.kervanhostel.com | €

Maxi Park Hotel & Spa

Am Fuße des Vitoša-Gebirges und außerhalb des Stadtzentrums. Swimmingpools, Fitness, Tennis, Restaurants. Günstigere Preise von Fr-So. 96 Zi. | Ulica Simeonovsko Šose 111 | Tel. 02/8920000 | Fax 8920050 | www.maxisofia.com | €€-€€€

Moriah Hotel Flats

Die zentral gelegenen Apartments können zwei bis sechs Personen zu moderaten Preisen mieten. Buchungen telefonisch oder online. Tel. 02/9861246 Tel. 088948001 | www.moriahflats.com | €

Sheraton Sofija Hotel Balkan

Eine Luxusinsel mitten im Stadtkern der Hauptstadt. Der Sitz des bulgarischen Staatspräsidenten ist gleich nebenan. 173 Zi., 15 Ap. | Ploštad Sveta Nedelja 5 | Tel. 02/9816541 | Fax 9806464 | sofia.reservations@luxurycollection.com | www.luxurycollection.com/sofia | €€€

Hotel Angelov Han

Neues Familienhotel in zentraler Lage im Park Vladikina Bahča, Restaurant. 14 Zi., 2 Apartments | Ulica Drava 10 | Tel. 094/604500 | angelovhan.vidin.net | €

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Zentralbulgarien

Bâlgarija

Schlafkomfort im Stadtzentrum. 60 Zi. | Ulica Patriarch Evtimij 13 | Tel./Fax 032/633403, Tel./Fax 032/633599 | www.hotelbulgaria.net | €€€

Hebros

Süßes kleines Haus in der Altstadt mit sehr schöner Ausstattung. Auch das Restaurant mit Slow-food-Club ist empfehlenswert. 6 Zi., 4 Apartments | Ulica Konstantin Stoilov 51a | Tel. 032/260180, Tel. 032/625929 | Fax 260252 | www.hebros-hotel.com | €€€

Parkhotel Imperial

Zentral und ruhig gelegen, zur Altstadt und zum Messegelände je zehn Minuten Fußweg. Hauseigener Garten. 120 Zi. | Ulica Arhitect Kamen Petkov 1 a | Tel. 032/600730 | Fax 600735 | www.hotelimperialbg.com | €-€€

Renaissance

Haus im Stadtzentrum mit individuell ausgestatteten Zimmern, Parkplatz, Restaurant und Kaffeehaus. 5 Zi. | Ploštad Văzraždane 1 II | Tel./Fax 032266966 | www.renaissance-bg.com | €-€€

Hotel Central

Neues Hotel in der Altstadt nahe dem Fluss Jantra. Sehr zentral gelegen, hauseigener Parkplatz. 15 Zi. | Ulica Hadži Dimitâr 17 | Tel. 062/606096 | Fax 606596 | www.hotelcentral-bg.com | €-€€

Hotel Gurko

Kleine, feine Adresse in der Altstadt in einem restaurierten Wiedergeburtshaus. Das Hotelrestaurant bietet traditionelle Speisen an. 21 Zi. | Ulica Gurko 33 | Tel./Fax 062/627838 | www.hotel-gurko.com | €€

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Nordostbulgarien

Bistra i Galina

Komfortables Haus, einfallsreiche Architektur. 27 Zi., 2 Apart. | Ulica Han Asparuch 8 | Tel. 082/823344, Tel. 082/234371 | www.bghotel.bg | €€

Hotel Riga

16-geschossiger Bau, vor allem auf Funktionalität bedacht. Es gibt drei Restaurants im Haus, das Panorama bietet eine vorzügliche Küche. 160 Zi., 9 Apartments | Pridunavski Bulevard 22 | Tel. 082/822042 | Fax 824870 | www.hotel-riga.com | €€

Hotel Madara

Direkt im Zentrum, mit Restaurant, das die üblichen Grillgerichte in ansprechender Qualität bietet. 78 Zi. | Ploštad Osvoboždenie 1 | Tel. 054/57598 | Fax 52591 | €€

Hotel Minalijat Vek/Das vergangene Jahrhundert

Das denkmalgeschütztes Haus wurde originalgetreu und aufwendig restauriert. Der Gast erlebt die Atmosphäre eines Bürgerhauses vom Anfang des 20 Jh. 7 Zi., 2 Apartments | Bul. Simeon Veliki 81 | Tel. 054/801615 | www.minaliatvek.com | €

Hotel Zamâka

Neues, ruhiges Familienhotel. Wie der Name Zamâka nahelegt, sieht es wie ein Schloss aus. Die Inneneinrichtung ist komfortabel, ein Restaurant und ein Parkhaus ergänzen das Angebot. 9 Zi., 3 Apartments | Ulica Vasil Levski 17 | Tel./Fax 054/800409 | www.zamakbg.com | €-€€

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Schwarzmeerküste

Hotel Bâlgarija

Das Hotel ist ein zentral gelegener, funktionaler Großbau. 163 Zi., 8 Apartments | Ulica Aleksandrovska 21 | Tel. 056/842610, Tel. 056/842820 | Fax 841501 | www.bulgaria-hotel.com | €€€

Burgas Plaza

Bestens eingerichtetes, neues kleines Haus mit großem Komfort. 11 Zi., 5 Apartments | Bulevard Bogoridi 42 | Tel. 056/846294 | Fax 846296 | www.plazahotel-bg.com | €€€

Zimmervermittlung

Die zahlreichen Reisebüros in der Stadt vermitteln Hotels und Privatquartiere.

Černo more Black Sea Casino Hotel

Mitten im Zentrum und nahe am Meerespark Morska gradina gelegen, ist dies das größte und auch komfortabelste Hotel Varnas. Vom Panoramarestaurant aus haben Sie einen wunderschönen Blick über die Stadt. 200 Zi. | Bulevard Slivnica 33 | Tel. 052/612243 | Fax 612220 | www.chernomorebg.com | €€-€€€

Villa Duchess

Modernes Hotel in einer alten Villa im Meerespark. Das Haus gehört dem bulgarisch-niederländischen Kulturzentrum. 8 Zi. | Ulica Saltanat 64 | Tel. 052/716644 | Fax 716655 | www.duchess.nl | €€

Hotels

Für Individualreisende wird es in den Sommermonaten schwer sein, ein Zimmer zu ergattern.

Hotel Imperial

Ein etwas sperriges Bauwerk, aber mit allem ausgestattet. Hier nächtigten in der Präsidentensuite unter anderem François Mitterrand und Erich Honecker. Zum Schönsten an diesem Haus gehört das Café mit Meeresblick. 46 Zi., 28 Apartments | Tel. 052/386706 | Fax 386709 | www.rivierabulgaria.com | €€€

Hotel Perunika

Etwas einfacher und günstiger, aber mit eigenem Pool. 163 Zi. | Tel. 052/355310 | Fax 356273 | www.perunika.com | €€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Westbulgarien

Mineralbäder

Heilbäder und Klimatherapien gibt es in vielen Orten im Südwesten, das größte ist Sandanski, das Zentrum für Kuren in der Region. Als „größter Heilpark des Bronchialasthmas“ gilt das Interhotel Sandanski (östlich der Stadt | 296 Zi. | Tel. 0746/31165 | Fax 31271 | www.ihsand.com | €€-€€€). In Velingrad ist man auf Phytotherapie (Behandlung auf pflanzlicher Basis) spezialisiert und in Kjustendil auf Moorbäder.

Park za tanzuvašti mečki/Tanzbärenpark Belica

Auf dem 12 Hektar großen Gelände haben 24 ehemalige Tanzbären eine neue, artgerechte Heimat gefunden. Das größte Bärenschutzzentrum Europas befindet sich rund 30 km nördlich von Bansko und 12 km nördlich der Stadt Belica im Rila-Gebirge. www.vier-pfoten.bg | tgl. ab 10 Uhr, Ende je nach Jahreszeit, geführte Touren jede Stunde April-Nov.

Pirin-Wanderungen

Ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark (Naroden park) Pirin-Gebirge ist Bansko. Touren werden auch von den Hotels organisiert. Zur Demjanica-Hütte (sechs Stunden) startet man mit dem Bus zur Siligarnika-Gegend, dann gehts mit dem Lift zum Todorka-Gipfel (2746 m).

Ribarnika/Fischsee

Der beste Fisch vom Grill gibt es im Komplex Ribarnika, 4 km vom Dorf Dobrinište entfernt (Richtung Goce Delčev Hütte). Gäste können ihre Forellen selbst aus dem See angeln.

Rila-Wanderungen

Die schönsten und beliebtesten Wanderziele im Rila-Gebirge:

Rilski manastir/Rila-Kloster

Auf 1147 m Höhe, mitten im Wald, stößt man unvermutet auf eine bis zu 24 m hohe Festungsmauer. Außen weist nichts darauf hin, dass man hier etwas anderes finden wird als die Überreste einer Burg. Fast scheint es, als wolle das mächtige Gemäuer den Zutritt verwehren. Am Ende des einzigen Zugangs im Süden steht man dann gebannt vor der faszinierenden Schönheit der Anlage, die Ruhe und Harmonie verbreitet.

Roženski manastir/Rožen-Kloster

Das Rožen-Kloster ist eines der ältesten Kloster Bulgariens. Die Anlage liegt inmitten bizarrer Gesteinsformationen, die Besucher passieren, wenn sie sich dem 6 km nordöstlich gelegenen Kloster von Melnik aus nähern. Gegründet wurde das Kloster vom Despoten Slav, dem Verwalter des Gebiets um Melnik, im 12. oder 13. Jh. Der kleinere Ikonostas ist ein wahres Meisterwerk der Holzschnitzerei. Wertvolle Wandmalereien aus dem beginnenden 17. Jh. finden sich an der südlichen Außenwand der Hauptkirche Sveta Bogorodica.

Bojana

8 km südlich des Stadtzentrums ließen zahlreiche Spitzenfunktionäre der Kommunistischen Partei ihre Villen und Todor Schivkov die Residenz bauen, die nach wie vor als Sitz des Staatspräsidenten genutzt wird. Größere historische Bedeutung erlangte der Ort durch die Bojanskata Cărkva, eine Kirche aus dem 11. Jh., die den Namen des Ortes trägt und zu den Unesco-Kulturdenkmälern gehört. 1259 erhielt die Kirche einen Anbau mit wundervollen Wandmalereien, die ihren Ruhm begründeten. Biblische Szenen, Bilder von geistlichen und weltlichen Führern, aber auch realistische Spiegelungen des Alltags finden sich unter den Fresken, die als die Krone der mittelalterlichen bulgarischen Malerei und als Vorboten der europäischen Renaissance gelten. Ihr Schöpfer ist unbekannt, weswegen er stets als „Meister von Bojana“ apostrophiert wird. Ulica Bojansko ezero 1-3 | 9-17 Uhr | Bus 64, 107 | www.boyanachurch.org

Dragalevci

Vom Dragalevci-Kloster aus dem 14. Jh. ist die Kirche erhalten geblieben. Die alte Wassermühle im Ort ist renoviert worden und dient nun als Restaurant (Vodenicata | Reservierung erforderlich Tel. 02/9671058 | €€), in dem traditionelle bulgarische Gerichte bei tollem Blick auf die Hauptstadt serviert werden. Dragalevci ist vom Stadtzentrum 10 km entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: mit der Straßenbahn Linie 9 oder 14 bis zur Haltestelle Hladilnika, dann weiter mit dem Bus Nr. 66.

Vitoša-Gebirge

Nur 10 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich das Naherholungsgebiet der Sofioter mit schönen Ausflugszielen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den höchsten Gipfel, den Černi vrâh („Schwarzer Gipfel“, 2280 m), zu erreichen. Der direkte Aufstieg von Dragalevci dauert mehrere Stunden und setzt eine gute Wanderkondition voraus. Man kann auch mit dem Bus Nr. 66 bis zum Wintersportgebiet Aleko fahren und von dort in zwei Stunden den Gipfel besteigen. Angenehmer als mit dem Bus geht es mit dem Gondellift vom Ortsteil Simeonovo zum Hotel Prostor etwas unterhalb von Aleko. Von dort geht es weiter mit dem Sessellift, danach kann man entweder hoch zum Gipfel oder über das Plateau (Plato) zu den Zlatni mostove („Goldene Brücken“) wandern. Hier befindet sich der sogenannte Steinerne Fluss, riesige Geröllbrocken, die sich das Gebirge hinunterzustürzen scheinen. Ein Abstecher zum Komplex Kopitoto mit Café, Restaurant und Panoramablick auf Sofia dauert eineinhalb Stunden. Von Zlatni mostove fährt man mit dem Sammeltaxi zum Ortsteil Ovča Kupel und von dort mit der Straßenbahn Nr. 5 zurück ins Zentrum.

Belogradčiški skali/Felsen von Belogradčik

Die Felsen von Belogradčik befinden sich 50 km südlich von Vidin. Die riesigen Gestalten, die Menschen, Tieren und Schlössern ähneln, haben ihre eigenen Namen und Geschichten, welche die Reiseführer vor Ort den Besuchern erzählen. Zwischen den Felsen befinden sich die Reste einer alten Festung, die bis 1885 Verteidigungszwecken diente.

Peštera magura/Magura-Höhle

Mit ihren 2500 m langen unterirdischen Labyrinthen 45 km südwestlich von Vidin ist Magura eine der größten Höhlen Bulgariens. Ihre einzelnen Hallen haben kolossale Maße: Längen von über 200 m, Breiten von mehr als 50 und Höhen von mehr als 20 m. Wie archäologische Ausgrabungen zeigen, war die Höhle bereits vor 7000 Jahren bewohnt. In der sogenannten Gemäldegalerie haben prähistorische Künstler über 700 Kult- und Jagdszenen gezeichnet. Da die Luft in diesem Raum ein Grad wärmer ist als im Rest der Höhle (ca. 13 Grad), war er immer ein bevorzugter Aufenthaltsort der Fledermauskolonien. Der Kot der Tiere wurde damals bei der Herstellung der Wandmalereien verwendet. Nicht weit entfernt im Sonnensaal ziert ein Jahreskalender aus der Bronzezeit die Wände.

Ziele in der Umgebung

Zentralbulgarien

Asenovgrad

Eine der schönsten Strecken in den Rhodopen ist die Straße 86 von Plovdiv über Asenovgrad nach Smoljan. Das 20 km südlich gelegene Asenovgrad (50000 Ew.) besitzt mit der Festung Asenova Krepost eine der ältesten Burgen Bulgariens. Die Festungsanlage am Ende eines malerischen Tals in den Ausläufern der Rhodopen begeistert vor allem durch die exponierte Lage der zweigeschossigen Kirche Sveta Bogoridza Petritschka. Wegen seiner Lage am Gebirge hat die Stadt ein sehr angenehmes Klima - ideal für den Weinanbau, der hier betrieben wird.

Bačkovski manastir/Bačkovo-Kloster

Die gut 20 km südlich in der Nähe von Asenovgrad gelegene Anlage ist nach dem Rila-Kloster die zweitgrößte und steht auch wegen ihrer Bedeutung für die Architektur, die Kunst und das geistige Leben des Landes auf Platz zwei. Gegründet wurde das Kloster 1083 von den georgischen Brüdern Grigori und Abasi Bakuriani, die für die Gemeinschaft vom byzantinischen Kaiser einen autonomen Status erwirkten. Vom 12.-14. Jh. wechselten bulgarische und byzantinische Besitzverhältnisse einander ab, bevor Mitte des 14. Jhs. der bulgarische Zar Ivan Aleksandâr seine Macht über die Rhodopen festigte. Das älteste Gebäude der Anlage ist das Beinhaus, eine Kirchengruft, die bereits zu Gründungszeiten des Klosters angelegt wurde. Der Rest geht im Wesentlichen auf den Wiederaufbau im 17. Jh. zurück. 1604 wurde die Hauptkirche Sveta Bogorodica errichtet. Diese Kirche ist als der einzige monumentale Kultbau der Bulgaren aus der Zeit vor der Nationalen Wiedergeburt erhalten geblieben. Die bedeutendsten Wandmalereien befinden sich indes in der Nikolaikirche im Südhof. Die 1840 fertig gestellten Schöpfungen sind in die Geschichte der bulgarischen Kunst eingegangen - das erste bezeugte Werk des Meisters Zaharij Zograf. Hier finden sich das erste Selbstbildnis eines bulgarischen Malers, die ersten echten Genrebilder und realistischen Landschaften sowie erstmals auch eine Kritik an der Obrigkeit: Die Plovdiver Honoratioren sind beim Jüngsten Gericht unter den Sündern der Stadt.

Koprivštica

Ein liebliches Tal im Mittelgebirge Sredna Gora, umgeben von bewaldeten Hängen, durchzogen von zwei Flüssen, und darin eine schier unendliche Ansammlung von Bilderbuchhäuschen aus dem 18. und 19. Jh.: Koprivštica ist eine sanfte Sinfonie aus Natur, Farbe und Baukunst.

Kovačevica und Lešten

Im westlichsten Teil des Rhodopen-Gebirges, 15 bzw. 20 km nördlich der Stadt Goce Delčev, liegen die Postkartendörfer Kovačevica und Lešten. Hier scheint die Zeit seit Jahrhunderten stehen geblieben zu sein. Häuser aus Holz und Stein, enge Gassen mit Kopfsteinpflaster: Die Dörfer stehen komplett unter Denkmalschutz. Wegen der idyllischen Kulisse wurden hier auch zahlreiche bulgarische Filme gedreht. In der Umgebung kann man reiten, wandern und angeln. In Kovačevica: Familienhotel The White House | 9 Zi. | Tel. 0889/8886342 | http://ecotourbg.com | €. Übernachtungen in Lešten: Tel. 0889/6645584 | http://leshten.hit.bg | €€

Pamporovo

Knapp 90 km südlich von Plovdiv auf einer Höhe von 1620 m befindet sich tief im Innern der Rhodopen am Fuße des Gipfels Snežanka die Tourismusanlage Pamporovo, ein beliebtes Wintersportzentrum. Von Mitte Dezember bis Mitte April herrschen vorzügliche Schneebedingungen sowohl für Abfahrer als auch für Langläufer.

Rozova dolina/Tal der Rosen

Das Rosenöl gehört zu den weltberühmten Produkten Bulgariens - aber das Tal der Blüten, in dem es gewonnen wird, gehört auch zu den am meisten überschätzten Regionen des Landes. Die einzig empfehlenswerte Zeit für eine Fahrt ins Tal ist die Zeit der Rosenblüte (Ende Mai/Anfang Juni), sowohl der Farben und des Duftes sowie des Rosenfestes wegen, das hier zum Beginn der Rosenernte stattfindet. Dabei zeigen die Bulgaren Ernterituale, begleitet von Musik und Tanz. Das Fest wird in Kazanlâk und in Karlovo begangen, aber auch in kleineren Orten wird gefeiert.

Arbanasi

Das 4 km nordöstlich von Veliko Târnovo gelegene Dorf gehört noch zu den Baudenkmälern von Veliko Târnovo und steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Von massiven Steinmauern umgebene Häuser mit eisenbeschlagenen Toren und vergitterten Fenstern lassen sie von außen wie Festungen erscheinen. Ganz anders die Inneneinrichtung mit zierlichen Holzschnitzereien, schönen Fliesen und reicher Wandbemalung. Zehn Häuser sind restauriert worden, zwei von ihnen wurden in Museen verwandelt, darunter das Dragostinov-Haus.

Boženci

In idyllischer Stille gut 15 km südöstlich von Gabrovo liegt das Museumsdorf Boženci. In den Gassen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Um die weiß getünchten, mit Steinplatten bedeckten Häuser wuchert Efeu, im Dorfzentrum stehen Brunnen und Weinstube da wie vor 150 Jahren. Mehr als 100 Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Etâra

Gut 50 km südlich von Veliko Târnovo hinter Gabrovo öffnet sich in einem Waldstück das originellste und malerischste Freilichtmuseum Bulgariens. In originalgetreuen Kopien von alten Werkstätten werden 26 traditionelle Handwerke demonstriert.

Šipka

Über Gabrovo erreicht man den für die Bulgaren unter historischen Aspekten bedeutendsten Bergpass, den Šipčenski prohod. Hier hielten im August 18776000 Russen und Bulgaren drei Tage lang einer gewaltigen türkischen Übermacht stand. Wer heute die fast 900 Stufen zur Plattform auf dem Mahnmal für die gefallenen Bulgaren und Russen ersteigt, hat einen wunderschönen Ausblick auf das Tal der Rosen und auf Sredna Gora.

Trjavna

Einen Abstecher wert ist der 40 km südwestlich von Veliko Târnovo gelegene Ort (12000 Ew.), den der „Medicus“ im gleichnamigen Roman als lebhaften Handelsplatz kennen lernt. Im alten Teil finden sich sehenswerte Architektur des 19. Jhs. und vor allem Zeugnisse der bekannten Mal- und Holzschnitzereischule von Trjavna. Im Daskalov-Haus wetteten einst zwei Meister, wer die schönere Zimmerdecke schnitzen kann. Ein halbes Jahr später waren zwei wunderschöne Exempel, beide mit der Sonne in der Mitte, fertig gestellt.

Ziele in der Umgebung

Nordostbulgarien

Naturpark Rusenski Lom

20 km südwestlich von Ruse liegt der Naturpark, der Heimat für 174 Vogelarten und viele andere Tiere und Pflanzen ist. Die Parkdirektion ist in Ruse | Bulevard Skobelev 7 | Tel./Fax 082/872397.

Skalni čerkvi pri Ivanovo/Höhlenkloster bei Ivanovo

Die rund 18 km südlich gelegenen Felsen in 32 m Höhe über dem Rusenski Lom beherbergen einige der wenigen erhaltenen Denkmäler der mittelalterlichen bulgarischen Kunst: unter Unesco-Schutz stehende Wandmalereien im Höhlenkloster aus der Târnovo-Schule. Einsiedler ließen sich im 12. Jh. hier nieder und begannen mit dem Aufbau eines Klosterkomplexes in den Felsenschluchten, dessen bekanntester Teil, eine „Die Kirche“ genannte Höhle, vermutlich 1331-71 entstand.

Thrakisches Grabmal

Gut 80 km östlich von Ruse bei Sveštari (in der Nähe der Stadt Isperih) befindet sich dieses unter Unesco-Schutz stehende Kulturdenkmal, das in der ersten Hälfte des 3. Jhs. v. Chr. für einen thrakischen Herrscher errichtet wurde. Die Architektur, die Wandmalereien und die gesamte künstlerische Gestaltung sind einmalig in Bulgarien.

Madara

Das berühmte Monumentalrelief aus dem 8. Jh. zählt zu den bedeutendsten Dokumenten bulgarischer Kulturgeschichte. Es befindet sich an einer rund 100 m hohen Klippe unterhalb der alten Festung Madara, rund 15 km östlich von Šumen. In der Felswand ist auf einer Höhe von 23 m ein herausgemeißelter Reiter zu sehen, der seine Lanze in einen vor ihm auf dem Boden liegenden Löwen gestoßen hat. Als dritte Figur ist ein Hund dargestellt. Die Inschriften in griechischer Sprache um das Relief herum sind die ältesten bekannten Quellen, die das Wort „Bulgarien“ enthalten. Tgl. 9-17 Uhr

Pliska

Heute sieht man von Pliska (25 km nordöstlich), bis 893 Hauptstadt des Ersten Bulgarischen Reiches, nur noch wenige Ruinen. Hilfestellung bei der Rekonstruktion bietet das Museum. Anlage und Museum tgl. 9-17 Uhr | Tel. 05323/2012, Tel. 054/875487

Veliki Preslav

20 km südwestlich des Städtchens Preslav (10000 Ew.) befindet sich der Ausgrabungskomplex der einstigen Hauptstadt des Ersten Bulgarischen Reichs (10. Jh.). Hier ist erheblich mehr zu sehen als in Pliska: Früher war die Stadt, die auf eine slawische Besiedlung zurückgeht, von zwei Festungsmauern umgeben. Es gab die innere Mauer, die Zitadelle, und die äußere, die das gesamte Stadtgebiet schützen sollte. Ein Teil der Mauer ist erhalten, ebenso Reste des Nord- und des Südtors, des Palasts, der Klöster und einiger Werkstätten. Jenseits des Südtors steht die sehenswerte Goldene Kirche. Ihr Innenraum ist durch ein Mosaik verziert. Im Museum des archäologischen Parks ist unter anderem schöne Keramik ausgestellt. Anlage und Museum tgl. 8-17 Uhr | Tel. 0538/42630 | www.museum-preslav.com

Ziele in der Umgebung

Schwarzmeerküste

Kiten, Lozenec, Ahtopol und Sinemorec

Je weiter man nach Süden fährt, desto höher die Temperaturen, desto heißer der Sand und desto ursprünglicher die Umgebung. Deshalb lohnt sich die Weiterfahrt nach Kiten, Lozenec, Ahtopol und Sinemorec. Der Süden bietet vor allem für Zeltbegeisterte hervorragende Möglichkeiten, abseits der frequentierten Orte ein ruhiges Plätzchen zu finden. Die Busanbindung an die nächstgrößeren Orte ist gut.

Naturreservat Ropotamo

Ungefähr 10 km südlich von Sozopol, in einem sumpfigen Waldgebiet, sollten Sie unbedingt einen Zwischenstopp für eine kleine Schiffsrundfahrt einlegen. Das Naturreservat (Naroden Park) Ropotamo, einst das exklusive Jagdgebiet von KP-Führer Schivkov, ist heute zumindest im Hochsommer ein fast tropisch anmutendes Pflanzen- und Tierparadies. Sobald zehn Interessenten zusammen sind, legen die Ausflugsschiffe ab. Von der Straße aus ausgeschildert.

Nesebâr

Eine Bilderbuchschönheit 35 km nordöstlich auf einer Felsenhalbinsel, die auf engem Raum ihre antike Herkunft sichtbar werden lässt, zahlreiche prächtige Zeugnisse der mittelalterlichen Baukunst präsentiert und im ganzen Kern von malerischen Häusern der Wiedergeburtsarchitektur in verwinkelten Gassen übersät ist. Der Ort (9000 Ew.) ist eine einzige Augenweide. Man sieht bereits während der Anfahrt links die Windmühle, dahinter Reste der antiken Stadtmauer am Hafen. Es erwartet Sie eine einzigartige Ansammlung von teilweise noch erhaltenen mittelalterlichen Kirchenbauten. Die romantische Atmosphäre macht aber die Architektur des 19. Jhs. aus: Sowohl der Fassade wie des Interieurs wegen sind das Lambrinov-Haus und mehr noch das Muskojani-Haus besonders sehenswert. Insgesamt sind 60 Häuser aus der sogenannten Wiedergeburtszeit erhalten.

Slânčev brjag/Sonnenstrand

Sonnenstrand 35 km nördlich ist der größte Ferienkomplex des Landes. Am 8 km langen, halbkreisförmigen Strand befinden sich über 100 Hotels, mehr als 130 Lokale, medizinische Zentren, Freilichttheater, Sportstätten und zahlreiche Geschäfte. Der Ferienkomplex war schon immer darauf bedacht, sich als kinder- und familienfreundlich zu präsentieren, doch leidet er an den üblichen Schwächen eines Touristengettos.

Sozopol

Die Altstadt von Sozopol (5000 Ew.) ist 30 km südöstlich von Burgas wie Nesebâr auf einer Felsenhalbinsel gelegen, und wie Nesebâr beherbergt sie eine Fülle von attraktiven Häusern aus dem 19. Jh. Aber hier säumen Zypressen die mit Kopfsteinpflaster bedeckten Gassen, in der Sonne trocknen Fischernetze und unter den Dachgesimsen die Fische. Die Nase registriert den Geruch von Feigen und Trockenfisch, man hat das Rauschen der Brandung und den Flügelschlag der Möwen im Ohr.

Evksinograd

Am östlichen Ortsrand von Varna, eine Abfahrt vor Sveti Sveti Konstantin i Elena, liegt Schloss Evksinograd, die Sommerresidenz der Zaren. Fürst Alexander von Battenberg erholte sich hier, und Zar Boris III. nutzte das Anwesen als Sommerresidenz. Todor Schivkov, Chef der Kommunistischen Partei, nächtigte allerdings nur im sogenannten Sommerbungalow. Auch heute ist die Anlage noch „Regierungshotel“, daher der Öffentlichkeit nur selten zugänglich. Aber der schöne Park lohnt einen Ausflug.

Pobiti Kamâni/Steinerner Wald

Die Entstehung dieser eigentümlichen Formation von Steinsäulen rund 20 km westlich ist nicht genau bekannt. Sie ragen bis zu 6 m in die Höhe, ihre Fundamente weisen beträchtliche Größenunterschiede auf. Sie sehen aus wie Tropfsteingebilde, nur dass sie an der Oberfläche stehen. Experten schätzen ihr Alter auf 50 Mio. Jahre. Auf der Straße nach Sofia, Richtung Devnja

Sveti Sveti Konstantin i Elena

Eigentlich der älteste Kurort Bulgariens, dennoch etwas weniger bekannt und schön versteckt zwischen Varna und Goldstrand gelegen. Den Strand zeichnen vor allem mehrere kleine windgeschützte Buchten aus. Das Leben geht hier noch etwas ruhiger vonstatten, dennoch muss auf abendliche Unterhaltung in den zahlreichen Restaurants und Cafés der zentralen Einkaufsmeile nicht verzichtet werden. Ein großer, bewaldeter Kurpark lädt zum Flanieren ein. Das Kloster Sveti Konstantin datiert aus dem 15. Jh. und gab dem Ort seinen Namen.

Aladža manastir/Höhlenkloster Aladža

Das Höhlenkloster gleich im Rücken von Goldstrand stammt aus dem 13. oder 14. Jh. In den Kalksteinfelsen sind zwei Stockwerke ausgehöhlt, die durch eine Treppe verbunden waren. Einen schönen Anblick bieten die sonnenbestrahlten Kalksteinfelsen, von denen man auch einen reizvollen Ausblick auf das Schwarze Meer hat. Mit dem Besuch können Sie einen schönen Spaziergang durch die schattigen Wälder oberhalb des Goldstrandes verbinden. An einigen Punkten laden Holzbänke und kleine Wasserquellen zu einem Picknick ein.

Albena

10 km nördlich mit mehr als 50 Hotels, drei Campingplätzen und einem 7 km langen, bis 100 m breiten Strand. Viele Sportstätten, Geschäfte, zahlreiche Angebote für Kinder und ein dichtes Netz von Lokalen machen Albena zu einer autonomen Urlaubsinsel, der es allerdings an Atmosphäre fehlt. Umso mehr lohnt sich ein Ausflug aufs Land. 20 km westlich von Albena im kleinen Dorf Prilep befindet sich die Anlage Čiflika Čukurovo. Man genießt die unverwechselbare Atmosphäre eines alten bulgarischen Landgutshauses. Die Küche des traditionellen Restaurants ist ausgezeichnet, die Speisenauswahl riesig. Sogar Prinz Charles war hier zu Gast. Zum Komplex gehören auch Hotelzimmer mit Swimmingpool, Weinkeller, Museum und Pferdestall. www.bulgarianecotravel.net

Balčik

Zumindest einen Tagesausflug wert ist die sogenannte „weiße Stadt“ Balčik ca. 20 km nördlich von Goldstrand. Weiß deshalb, weil sich durch die Stadt und vor allem an der Küste wunderschön anzusehende Kalksteinfelsen ziehen. Sehenswert ist die Anlage Dvoreza (tgl. 9-20 Uhr) mit dem Schloss der rumänischen Königin Marija und dem Park, der einen botanischen Garten mit rund 3000 Pflanzenarten und einer großen Sammlung von Kakteen beherbergt. Eine einfache, aber sehr beschauliche Sommerfrische. www.balchik.de

Kamen brjag

Nördlich des rund 10 km nördlich von Kap Kaliakra gelegenen Dörfchens Kamen brjag lassen sich im Sommer in den Höhlen der zerklüfteten Felsenlandschaft junge Leute und Künstler nieder. Wie in einer kleinen Stadt aus Höhlen verbringen einige hier ihren Urlaub.

Kap Kaliakra

Die felsige „Nase“ der nördlichen Küste, wenn man die bulgarische Bezeichnung wörtlich übersetzt. Die rötlichen Felsen ragen bis zu 70 m hoch aus dem Meer und bieten einen wunderschönen Ausblick. Früher diente das Kap rund 50 km nordöstlich der Verteidigung, schon die Thraker hatten hier eine Festung errichtet. Überreste der Festungsmauern sind freigelegt und teilweise etwas unbeholfen wieder errichtet worden. Das Denkmal der toten Mädchen symbolisiert in einer sehr eigenwilligen Ästhetik den Freitod der Jungfrauen, die den Osmanen als Gegenleistung für die Verschonung der Festung ausgeliefert werden sollten.

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Bulgarien

Delphinarium Varna

Das Delphinarium im Meerespark in Varna bietet sich für einen Familienausflug geradezu an. Man kann verschiedene Shows besuchen oder den Tieren einfach beim Schwimmen und bei der Fütterung zusehen. Di-So 11, 14 und 15.30 Uhr | Eintritt 8, Kinder 5 Euro

Essen gehen mit Kindern

Viele bulgarische Gaststätten haben ihre eigenen Spielplätze. Eltern können sich beim Essen Zeit lassen, die Kinder spielen in Sichtweite. Restaurant Evergreen | Ulica Vasil Levski und Bulevar Bălgaria (alle in Plovdiv) | Restaurant Mocarela-Bar | Bulevard Graf Ignatiev 11a | Sofia | Café 1001 Märchen | Ulica Struga, Varna (neben dem Kinderkaufhaus Vega).

Kamčija-Flusssafari

Was der Ropotamo südlich von Burgas, das ist der Kamčija südlich von Varna: ein wildes Naturschutzgebiet mit ausgedehnter, nahezu unzugänglicher Sumpflandschaft. Eine organisierte Tagestour von Varna aus mit Paddelbooten und anschließendem Grillen am Lagerfeuer ist deshalb nicht nur für Kinder ein spannender Ausflug. Columbus Tours | Ulica Bregalnitza 16 | Varna | Tel. 052/635980 | www.columbus-tour.com | Teilnahme etwa 30 Euro, es gibt Ermäßigung für Kinder unter 12 Jahren und Rabatte für Gruppen

Kinderanimation

Kinderdiskothek oder Puppentheatervorstellung, Ponyreiten, ein Sprung am Bungeeseil oder Tennis, Minigolf und Computerspiele, Modelleisenbahn und Spielplätze: In den Touristenkomplexen an der Schwarzmeerküste gibt es viele Angebote für die Kleinen. Sie werden von den zahlreichen Kinderanimateuren in Slănčev brjag, Zlatni pjasăci oder Albena unterhalten. Fast alle Hotels haben spezielle Programme für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren sowie für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren im Angebot.

Kindervergnügungskomplex Patilanci in Sofia

Abenteuerspielplätze, Karussells, Kindereisenbahn, Puppentheater, ein Café mit Kindermenüs: Der Vergnügungspark Patilanci bietet eine Menge Spaß für die ganze Familie, im Sommer und im Winter. Mi-So | Sofia | Mladost 3 | Bulevard Filip Avramov | Eintritt 6 Euro | Tel. 02/9744839 | www.patilanci-bg.com

Piratenschiff Leonardo

Einmal Pirat sein, die Meere durchkreuzen, geheimnisvolle Schätze suchen und Meuterer bekämpfen: Der Goldstrand wird zum Piratenstrand auf der Leonardo. Mit Verkleiden und Tätowierung. Travelpartner | Hotel Magnolia am Goldstrand | Tel. 052/382550 | 25 Euro

Puppentheater

In vielen bulgarischen Städten gibt es exzellente professionelle Puppen- und Marionettentheater. An den meisten Vorführungen haben nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene Spaß. Sofia: Ulica Gen. Josif V. Gurko 14 und Bulevard Janko Sakăsov 19 | Tel. 02/9885416 | www.sofiapuppet.com Varna: Ulica Dragoman 4 | Tel. 052/607844 | www.vnpuppet.com Plovdiv: Ulica Hristo G. Danov 14 | Tel. 032/631147 | www.pptheatre.com Ruse: Ulica Knjažeska 9 | Tel. 082/225273. Die Vorstellungen finden meist am Wochenende und oft auch unter der Woche statt. 2-4 Euro

Insider-Tipp

Kordopulovata kâšta/Kordopulov-Haus

Fässer, die es in sich haben: Der Weinkeller des Kordopulov-Hauses in Melnik

Carevec-Hügel

Buntes Blitzlichtgewitter: In einem Licht-und-Ton-Spektakel wird in Veliko Târnovo die Geschichte Bulgariens symbolisch dargestellt

Dragalevci

Traditionelles Speisen: Im Restaurant Vodenicata in Dragalevci gibt es ein Folkloreprogramm zur ausgezeichneten bulgarischen Küche und einen wunderbaren Blick auf Sofia

Peštera magura/Magura-Höhle

Kunstschätze im Labyrinth: In der Tropfsteinhöhle Magura malten Künstler der Bronzezeit wilde Tiere und Symbole der Fruchtbarkeit

Asenovgrad

Bewehrter Überblick: Einzigartig in Lage und Ausblick: die Burg Asenova Krepost

Kovačevica und Lešten

Geschichte aus Stein und Holz: In den Museumsdörfern Kovačeviza und Lešten in den westlichen Rhodopen wurden viele Spielfilme gedreht

Pamporovo

Orpheus und Eurydike: Der Legende nach ging Orpheus, berühmtester Sänger der Antike, von der Schlucht Trigradsko ždrelo in die Unterwelt, um seine Geliebte Eurydike zu suchen

Arbanasi

Ikonenkunst: Die Christi-Geburt-Kirche in Arbanasi zeigt meisterhafte Kirchenmalerei

Boženci

Malerisches Museumsstädtchen: In Boženci ist die Zeit stehen geblieben. Brunnen und Häuser wie vor 150 Jahren

Albena

Schlemmen im Landgutshaus: In der weitläufigen Anlage Čiflika Čukurovo treffen sich bei feiner bulgarischer Küche Tradition und Zukunft

Kap Kaliakra

Aus dem Meer direkt in den Kochtopf: Muscheln in allen Variationen serviert das Restaurant Dâlboka beim Kap Kaliakra

Top Highlights

Sveti Aleksandâr Nevski/Aleksandâr-Nevski-Kathedrale

Auch viele Nichtbulgaren, die den Balkan bereist haben, halten die Kathedrale für den prächtigsten Bau des 20. Jhs. auf der Balkanhalbinsel. Sie wurde zu Ehren der im Russisch-Türkischen Krieg von 1877/1878 gefallenen Soldaten und zum Zeichen des Dankes für die dem Krieg folgende Ausgliederung Bulgariens aus dem Osmanischen Reich errichtet. Der russische Zar jener Zeit, Alexander II., wurde seitdem in Bulgarien als „Car Osvoboditel“ (Befreierkönig) verehrt, wovon auch das unweit von der Kathedrale, unmittelbar gegenüber dem Gebäude der Nationalversammlung (Narodno Sâbranie) aufgestellte, 14 m hohe Reiterbild zeugt, das der italienische Bildhauer Arnoldo Zocchi schuf. Die Kirche wurde nach dem Schutzheiligen des Zaren, Alexander Nevski, einem Moskauer Großfürsten aus dem 13. Jh., benannt. Nach den Entwürfen des Petersburger Architekten A. N. Pomerancev wurde 1904 mit dem Bau begonnen, der mit kleineren Unterbrechungen bis 1913 währte. Erst elf Jahre danach, 1924, wurde die Kirche geweiht.

Sveti Nikolaj Čudotvorec/Kirche des heiligen Nikolaj

Unübersehbar demonstriert der 1914 vollendete Bau, warum er „die russische Kirche“ genannt wird: Er präsentiert sich als ein lichtes, farbenfrohes, von Gold und fünf Zwiebeltürmen geprägtes Abbild der Moskauer Architektur des 17. Jhs., mit Wandmalereien im Stil der Novgoroder Malschule. Ihre Existenz hat die Kirche der Sorge eines russischen Diplomaten um sein Seelenheil zu verdanken. Der von 1908-1911 als Botschafter Petersburgs fungierende Semontovski-Kurilo hielt die bulgarische Kirche für nicht rechtgläubig genug, um in ihren Bauten den Gottesdienst zu feiern. Bulevard Car Osvoboditel 3

Tombul džamija/Tombul-Moschee

Die größte erhaltene Moschee aus der osmanischen Zeit wurde 1744 von Sherif Halil Pascha errichtet. Der Hof der Koranschule wird von einem Brunnenhaus dominiert. Die Moschee - Zeuge der wechselhaften Geschichte des Landes - war während der sozialistischen Ära ein Museum, heute wird sie von den Muslimen wieder als Gebetshaus genutzt.

Arheologičeski muzej/Archäologisches Museum

Die Prunkstücke der reichhaltigen Kollektion (50000 Exponate aus der vorgeschichtlichen Zeit bis zum Mittelalter) sind die Funde aus einer Grabstätte der Kupferzeit (5000-4000 v. Chr.). Mehr als ein Drittel der freigelegten Grabstätten aus jener Zeit enthielten kein Skelett, sondern ausschließlich symbolische Grabbeigaben: viel Schmuck, Gegenstände aus purem Gold, zylinderförmige Perlen, aber auch Werkzeuge und Gefäße. Der Schmuck gehört zu den ältesten Goldschmiedefunden überhaupt. Im Museum ist auch eine Ausstellung bulgarischer Ikonen aus dem 16.-19. Jh. zu besichtigen. Bulevard Marija Luiza 41 | Di-So (im Winter Di-Sa) 10-17 Uhr | www.amvarna.com

Rimski termi/Römische Thermen

Varna gehörte im 2. und 3. Jh. zum Römischen Reich. Mit seinem milden Klima und heilenden Mineralquellen zog der Ort wohlhabende Römer zum Relaxen an die bulgarische Küste. Die Überreste der 10000 m² großen Badeanstalt im Südosten der Stadt gewähren einen lebendigen Einblick in die römische Badekultur. Etwa drei Viertel des Areals nehmen Thermalbäder ein. Freigelegt wurden Reste vom Kanalsystem, von Wasserbecken sowie von zahlreichen Räumen und Hallen, von denen einige imposante Höhen erreichen. Ulica San Stefano/Ecke Han Krum | Di-So (im Winter Di-Sa) 10-17 Uhr | 4 Euro

Rilski manastir/Rila-Kloster

Auf 1147 m Höhe, mitten im Wald, stößt man unvermutet auf eine bis zu 24 m hohe Festungsmauer. Außen weist nichts darauf hin, dass man hier etwas anderes finden wird als die Überreste einer Burg. Fast scheint es, als wolle das mächtige Gemäuer den Zutritt verwehren. Am Ende des einzigen Zugangs im Süden steht man dann gebannt vor der faszinierenden Schönheit der Anlage, die Ruhe und Harmonie verbreitet.

Bojana

8 km südlich des Stadtzentrums ließen zahlreiche Spitzenfunktionäre der Kommunistischen Partei ihre Villen und Todor Schivkov die Residenz bauen, die nach wie vor als Sitz des Staatspräsidenten genutzt wird. Größere historische Bedeutung erlangte der Ort durch die Bojanskata Cărkva, eine Kirche aus dem 11. Jh., die den Namen des Ortes trägt und zu den Unesco-Kulturdenkmälern gehört. 1259 erhielt die Kirche einen Anbau mit wundervollen Wandmalereien, die ihren Ruhm begründeten. Biblische Szenen, Bilder von geistlichen und weltlichen Führern, aber auch realistische Spiegelungen des Alltags finden sich unter den Fresken, die als die Krone der mittelalterlichen bulgarischen Malerei und als Vorboten der europäischen Renaissance gelten. Ihr Schöpfer ist unbekannt, weswegen er stets als „Meister von Bojana“ apostrophiert wird. Ulica Bojansko ezero 1-3 | 9-17 Uhr | Bus 64, 107 | www.boyanachurch.org

Vitoša-Gebirge

Nur 10 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich das Naherholungsgebiet der Sofioter mit schönen Ausflugszielen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den höchsten Gipfel, den Černi vrâh („Schwarzer Gipfel“, 2280 m), zu erreichen. Der direkte Aufstieg von Dragalevci dauert mehrere Stunden und setzt eine gute Wanderkondition voraus. Man kann auch mit dem Bus Nr. 66 bis zum Wintersportgebiet Aleko fahren und von dort in zwei Stunden den Gipfel besteigen. Angenehmer als mit dem Bus geht es mit dem Gondellift vom Ortsteil Simeonovo zum Hotel Prostor etwas unterhalb von Aleko. Von dort geht es weiter mit dem Sessellift, danach kann man entweder hoch zum Gipfel oder über das Plateau (Plato) zu den Zlatni mostove („Goldene Brücken“) wandern. Hier befindet sich der sogenannte Steinerne Fluss, riesige Geröllbrocken, die sich das Gebirge hinunterzustürzen scheinen. Ein Abstecher zum Komplex Kopitoto mit Café, Restaurant und Panoramablick auf Sofia dauert eineinhalb Stunden. Von Zlatni mostove fährt man mit dem Sammeltaxi zum Ortsteil Ovča Kupel und von dort mit der Straßenbahn Nr. 5 zurück ins Zentrum.

Bačkovski manastir/Bačkovo-Kloster

Die gut 20 km südlich in der Nähe von Asenovgrad gelegene Anlage ist nach dem Rila-Kloster die zweitgrößte und steht auch wegen ihrer Bedeutung für die Architektur, die Kunst und das geistige Leben des Landes auf Platz zwei. Gegründet wurde das Kloster 1083 von den georgischen Brüdern Grigori und Abasi Bakuriani, die für die Gemeinschaft vom byzantinischen Kaiser einen autonomen Status erwirkten. Vom 12.-14. Jh. wechselten bulgarische und byzantinische Besitzverhältnisse einander ab, bevor Mitte des 14. Jhs. der bulgarische Zar Ivan Aleksandâr seine Macht über die Rhodopen festigte. Das älteste Gebäude der Anlage ist das Beinhaus, eine Kirchengruft, die bereits zu Gründungszeiten des Klosters angelegt wurde. Der Rest geht im Wesentlichen auf den Wiederaufbau im 17. Jh. zurück. 1604 wurde die Hauptkirche Sveta Bogorodica errichtet. Diese Kirche ist als der einzige monumentale Kultbau der Bulgaren aus der Zeit vor der Nationalen Wiedergeburt erhalten geblieben. Die bedeutendsten Wandmalereien befinden sich indes in der Nikolaikirche im Südhof. Die 1840 fertig gestellten Schöpfungen sind in die Geschichte der bulgarischen Kunst eingegangen - das erste bezeugte Werk des Meisters Zaharij Zograf. Hier finden sich das erste Selbstbildnis eines bulgarischen Malers, die ersten echten Genrebilder und realistischen Landschaften sowie erstmals auch eine Kritik an der Obrigkeit: Die Plovdiver Honoratioren sind beim Jüngsten Gericht unter den Sündern der Stadt.

Koprivštica

Ein liebliches Tal im Mittelgebirge Sredna Gora, umgeben von bewaldeten Hängen, durchzogen von zwei Flüssen, und darin eine schier unendliche Ansammlung von Bilderbuchhäuschen aus dem 18. und 19. Jh.: Koprivštica ist eine sanfte Sinfonie aus Natur, Farbe und Baukunst.

Arbanasi

Das 4 km nordöstlich von Veliko Târnovo gelegene Dorf gehört noch zu den Baudenkmälern von Veliko Târnovo und steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Von massiven Steinmauern umgebene Häuser mit eisenbeschlagenen Toren und vergitterten Fenstern lassen sie von außen wie Festungen erscheinen. Ganz anders die Inneneinrichtung mit zierlichen Holzschnitzereien, schönen Fliesen und reicher Wandbemalung. Zehn Häuser sind restauriert worden, zwei von ihnen wurden in Museen verwandelt, darunter das Dragostinov-Haus.

Etâra

Gut 50 km südlich von Veliko Târnovo hinter Gabrovo öffnet sich in einem Waldstück das originellste und malerischste Freilichtmuseum Bulgariens. In originalgetreuen Kopien von alten Werkstätten werden 26 traditionelle Handwerke demonstriert.

Skalni čerkvi pri Ivanovo/Höhlenkloster bei Ivanovo

Die rund 18 km südlich gelegenen Felsen in 32 m Höhe über dem Rusenski Lom beherbergen einige der wenigen erhaltenen Denkmäler der mittelalterlichen bulgarischen Kunst: unter Unesco-Schutz stehende Wandmalereien im Höhlenkloster aus der Târnovo-Schule. Einsiedler ließen sich im 12. Jh. hier nieder und begannen mit dem Aufbau eines Klosterkomplexes in den Felsenschluchten, dessen bekanntester Teil, eine „Die Kirche“ genannte Höhle, vermutlich 1331-71 entstand.

Madara

Das berühmte Monumentalrelief aus dem 8. Jh. zählt zu den bedeutendsten Dokumenten bulgarischer Kulturgeschichte. Es befindet sich an einer rund 100 m hohen Klippe unterhalb der alten Festung Madara, rund 15 km östlich von Šumen. In der Felswand ist auf einer Höhe von 23 m ein herausgemeißelter Reiter zu sehen, der seine Lanze in einen vor ihm auf dem Boden liegenden Löwen gestoßen hat. Als dritte Figur ist ein Hund dargestellt. Die Inschriften in griechischer Sprache um das Relief herum sind die ältesten bekannten Quellen, die das Wort „Bulgarien“ enthalten. Tgl. 9-17 Uhr

Nesebâr

Eine Bilderbuchschönheit 35 km nordöstlich auf einer Felsenhalbinsel, die auf engem Raum ihre antike Herkunft sichtbar werden lässt, zahlreiche prächtige Zeugnisse der mittelalterlichen Baukunst präsentiert und im ganzen Kern von malerischen Häusern der Wiedergeburtsarchitektur in verwinkelten Gassen übersät ist. Der Ort (9000 Ew.) ist eine einzige Augenweide. Man sieht bereits während der Anfahrt links die Windmühle, dahinter Reste der antiken Stadtmauer am Hafen. Es erwartet Sie eine einzigartige Ansammlung von teilweise noch erhaltenen mittelalterlichen Kirchenbauten. Die romantische Atmosphäre macht aber die Architektur des 19. Jhs. aus: Sowohl der Fassade wie des Interieurs wegen sind das Lambrinov-Haus und mehr noch das Muskojani-Haus besonders sehenswert. Insgesamt sind 60 Häuser aus der sogenannten Wiedergeburtszeit erhalten.

Sozopol

Die Altstadt von Sozopol (5000 Ew.) ist 30 km südöstlich von Burgas wie Nesebâr auf einer Felsenhalbinsel gelegen, und wie Nesebâr beherbergt sie eine Fülle von attraktiven Häusern aus dem 19. Jh. Aber hier säumen Zypressen die mit Kopfsteinpflaster bedeckten Gassen, in der Sonne trocknen Fischernetze und unter den Dachgesimsen die Fische. Die Nase registriert den Geruch von Feigen und Trockenfisch, man hat das Rauschen der Brandung und den Flügelschlag der Möwen im Ohr.

Kap Kaliakra

Die felsige „Nase“ der nördlichen Küste, wenn man die bulgarische Bezeichnung wörtlich übersetzt. Die rötlichen Felsen ragen bis zu 70 m hoch aus dem Meer und bieten einen wunderschönen Ausblick. Früher diente das Kap rund 50 km nordöstlich der Verteidigung, schon die Thraker hatten hier eine Festung errichtet. Überreste der Festungsmauern sind freigelegt und teilweise etwas unbeholfen wieder errichtet worden. Das Denkmal der toten Mädchen symbolisiert in einer sehr eigenwilligen Ästhetik den Freitod der Jungfrauen, die den Osmanen als Gegenleistung für die Verschonung der Festung ausgeliefert werden sollten.

Melnik

Plovdiv

Veliko Târnovo

Ruse

Varna


Auftakt

Was für ein Land!

Ursprüngliche Bergdörfer und quirlige Großstädte, feine Strände und karge Berge, überschäumendes Temperament und mediterrane Gelassenheit: Bulgarien ist ein Land der Kontraste, eine reizvolle Mischung aus Orient und Okzident. Und weil die Bulgaren gern und ausgiebig rauschende Feste feiern, werden Sie ein äußerst gastfreundliches Land erleben. Ein Land, das für jeden Geschmack etwas bietet: Badeurlaub an den endlosen Sandstränden am Schwarzen Meer, Wandern in den grünen Berge von Rila und Pirin und jede Menge Kultur in den weltberühmten Klöstern und malerisch restaurierten Dörfern. Lassen Sie es nicht warten!

Strand und Meer - das ist das Bild Bulgariens in den Reisekatalogen, namentlich das Bild der Schwarzmeerküste. Wer diese erlebt hat, kennt tatsächlich einen schönen und wichtigen Teil des Landes. Wer aber nur auf den touristischen Pfaden verharrt, dem wird Sehenswertes entgehen.

Die Natur hat es offensichtlich gut gemeint mit Bulgarien. Eine 378 km lange Meeresküste, dazu noch von Gebirgen durchzogen, dicht bewaldet und seenreich - ein nicht eben übermäßig großes Territorium von etwas mehr als 110000 km², also weniger als ein Drittel Deutschlands, ist in reichem Maß mit landschaftlicher Schönheit und Vielfalt beschenkt worden. So hat es für ganz unterschiedliche Vorlieben etwas anzubieten, für Wasserratten oder Skifahrer ebenso wie für diejenigen, die einsam gelegene Gebirgsseen suchen, über dicht bewaldete Hänge von Dorf zu Dorf wandern oder sich einfach die Täler erradeln wollen.

Bulgarien ist natur- und kulturgeografisch ein Übergangsland zwischen Orient und Europa, was auch seine Geschichte und seine Gesellschaft mit geprägt hat. In dieser Übergangslage, die das Land in guten Zeiten zum Bindeglied machte, wurde Bulgarien zu einem bunten Sammelbecken unterschiedlicher kultureller und gesellschaftlicher Erscheinungen.

Touristisch bekannt wurde das Land vor allem durch die Schwarzmeerküste mit ihrem kargen und felsigen Norden, den großen Seebädern in und um Varna und mit dem feinkörnigen Sand des Goldstrands. In einigen Küstenregionen reichen die Ausläufer des Balkans mit ihren üppigen Weinbergen fast bis ans Meer. Im Landesinneren gibt es viele Nationalparks (z.B. Rila, Pirin), in denen Naturschutz und nachhaltiger Tourismus kombiniert werden sollen.

Bunt ist das Leben an der Küste, vor allem im Sommer. Ausgiebig feiern Einheimische und Touristen in Kneipen und Bars. Doch trotz aller „Ballermann“-Ähnlichkeiten, die man in den großen Hotelburgen durchaus finden kann, legen die Bulgaren immer und überall Wert auf ihre Geschichte und Kultur. Besucher erleben wahrscheinlich kaum ein Gespräch mit einem Einheimischen, in dem sie nicht auf das „Joch“, die fast 500-jährige osmanische Fremdherrschaft, hingewiesen werden. Umso größer ist der Stolz auf die bulgarische Kultur, die nicht durch Fremdeinflüsse geprägt wurde. Deren Wurzeln liegen in der Zeit vor dem 15. und ab Mitte des 19. Jhs. In einer eigenwilligen historischen Interpretation beruft man sich auf die großen Zarenreiche und die Bewegung der Nationalen Wiedergeburt, wobei vor allem Letztere eindrucksvolle kulturelle Denkmäler im Land hinterlassen hat.

Allein eine Reise wert sind die weltberühmten Klöster und der Kreis der Museumsstädte, eine Reihe von Ortschaften, die unter Denkmalschutz stehen. Die bulgarischen Klöster sind Ausdruck einer einzigartigen Verbindung von Natur, Kultur, Religion und Geschichte. Ihre Funktion ging schon immer über das Kirchlich-Religiöse hinaus. Nicht nur das slawische Alphabet - Grundlage der kyrillischen Schrift -, auch bedeutende Schulen der Literatur, Architektur und der bildenden Künste haben ihren Ursprung in den Klöstern. So wandern Besucher beim Rundgang durch die klerikalen Anlagen en passant durch neun Jahrhunderte geistiger, politischer und kultureller Geschichte Bulgariens. Mehrere Klöster bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten, die Sie unbedingt einmal nutzen sollten.

Das zweite Prunkstück im Kulturangebot des Landes führt in die Zeit der Nationalen Wiedergeburt. Man stößt fast überall im Land auf restaurierte Häuser des 19. Jhs. In einigen Regionen finden sich ganze Ortschaften unter Denkmalschutz, vor allem in Zentralbulgarien. In der Gegend um Veliko Târnovo beispielsweise, wo vor allem das Händlerdorf Arbanasi (17. Jh.) hervorzuheben ist, oder Koprivštica, ein malerisches Dorf zwischen Sofia und Plovdiv, bis hin zu wahren Perlen der Holzbaukunst der Wiedergeburtsarchitektur in Nesebâr und Sozopol am Schwarzen Meer.

Das dritte Highlight ist die Landschaft. Schließlich gibt der Balkan - das Wort stammt aus dem Türkischen und bedeutet „bewaldeter Berg“ - einer ganzen Region seinen Namen. Neben dessen Höhenzügen, die das Land von West nach Ost durchziehen, bieten sich vor allem die hohen Gipfel des Rila-Gebirges im Südwesten sowie die Rhodopen im Süden zu ausgedehnten Wanderungen, aber auch Klettertouren an. So ist es kein Wunder, dass das relativ kleine Bulgarien immerhin neun Stätten beherbergt, die von der Unesco in die Liste des Welterbes aufgenommen wurden: das Rila-Kloster, Nesebâr, das Grabmal von Kazanlâk, das thrakische Grabmal von Sveštari, der Reiter von Madara, die Kirche von Bojana, das Höhlenkloster bei Ivanovo, der Pirin-Nationalpark und das Naturreservat Srebârna.

Neben all diesen Schätzen lassen sich jedoch die Probleme des Landes nicht verbergen. Wie viele osteuropäische Länder hat auch Bulgarien mit hohen Arbeitslosenzahlen, fehlenden Absatzmärkten, erheblichen Umweltbelastungen und einer riesigen Schattenwirtschaft zu kämpfen. Ein gravierendes Problem ist die wachsende Korruption im Land. Die Menschen behelfen sich, indem sie noch stärker die Familienbande festigen, um so die finanziellen Nöte Einzelner zu lindern, und mit phantasievoller Improvisation, dem Zauberwort auf dem Balkan: Da wird dann die Garage zur Champignonzucht oder zum Hühnerstall umfunktioniert, ganze Wohnblöcke vermieten ihre Garagen an fliegende Händler; manch einer setzt sich zum Wahrsagen an den Straßenrand oder bietet die Dienste einer alten Waage zur Gewichtskontrolle an.

Allerdings kann dies die ökonomische Lage vieler Menschen weder nachhaltig noch dauerhaft verbessern. Viele Jüngere der rund 7,5 Mio. Bürger wollen deshalb Bulgarien verlassen, um sich irgendwo im Westen Europas oder in Übersee niederzulassen.

Von den Politikern aller Richtungen sind die meisten Bulgaren früher oder später enttäuscht, was die regelmäßigen Regierungswechsel bezeugen. Kein Wunder, wenn die Nöte der meisten nicht geringer werden, während die Korruption blüht - egal, welche Regierung gerade an der Macht ist.

Doch allen widrigen Umständen zum Trotz - sobald der Winter dem Land den Rücken kehrt, was institutionalisiert zumeist am 1. März gefeiert wird, blühen das Land und seine Menschen regelrecht auf. Die Sonne verbreitet spürbaren Optimismus. Die hochgerühmte bulgarische Geselligkeit kriecht aus den Wohnzimmern auf die Straßen und in die zahlreichen Lokale. Und die Gastfreundschaft scheint in diesem schönen Land sowieso schier unerschöpflich zu sein. Entdecken auch Sie sie!

681-1018

Erstes Zarenreich; größte Ausdehnung unter Simeon I.

863

Erstes slawisches Alphabet, Begründung der slawischen Schriftsprache durch die Mönche Kiril (Kyrill) und Metodij (Method)

865

Christianisierung durch Boris I.

1018-1185

Byzantinische Herrschaft

1396-1878

Osmanische Herrschaft, Christen unterstehen dem Patriarchen von Konstantinopel

Ab 1762

„Nationale Wiedergeburt“: Bestrebungen nach kultureller und kirchlicher Selbstständigkeit; ab Mitte des 19. Jhs. formiert sich eine nationalrevolutionäre Bewegung

1876-1878

Aprilaufstand der nationalen Bewegung wird niedergeschlagen (1876); Russisch-Türkischer Krieg (1877-1878); 1878 wird Bulgarien aus dem Osmanischen Reich ausgegliedert

1879

Fürstentum Bulgarien

1887

Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha wird Fürst von Bulgarien

1908

Bulgarien wird wieder Zarenreich

1912-1913

Balkankriege

1918

Zar Boris III. (bis 1943)

1941

Eintritt in den Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite

1944

Sowjetische Truppen besetzen das Land; Bulgarien wird Volksrepublik

1989

Ende der Einparteiherrschaft

1990

Erste freie Wahlen seit mehr als 50 Jahren

2004

Bulgarien wird Mitglied der Nato

2007

Bulgarien wird EU-Mitglied

Handeln statt reden

Reisen bereichert und verbindet Menschen und Kulturen. Jedoch: Wer reist, erzeugt auch CO2. Dabei trägt der Flugverkehr mit bis zu 10 % zur globalen Erwärmung bei. Wer das Klima schützen will, sollte sich somit nach Möglichkeit für die schonendere Reiseform (wie z.B. die Bahn) entscheiden. Wenn keine Alternative zum Fliegen besteht, so kann man mit atmosfair handeln und klimafördernde Projekte unterstützen.

www.sonnenstrand.de

Deutsche Urlauber tauschen sich über das Seebad Goldstrand aus. Auch allgemeine Beiträge über die Schwarzmeerküste

www.image.bg/show.php?id=22

Für Fans des schwarzen Humors: „Bulgarien - Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist ein absurd-komischer Videocast über das Land und seine Bewohner. Zum Beispiel darüber, wie man stark befahrene Straßen am besten überquert

www.podcast.de/suche/nach/Bulgarien/in/ShowSearch

Viele Beiträge zu Politik, Zeitgeschichte, Medien und Wirtschaft

Vom Nationaldichter bis zum Comedian Harmonist

Der Schriftsteller Ivan Vazov (1850-1921) gilt als Nationaldichter, ist jedoch eher unbekannt außerhalb des Landes. Gleiches gilt für Pejo Javorov (1878-1914). Der wohl bedeutendste bulgarische Lyriker gehörte zu den Mitbegründern des Symbolismus in der bulgarischen Literatur. Dem europäischen Leser eher bekannt ist der Name Ilija Trojanov. Geboren 1965 in Sofia, verfasste der Schriftsteller mehrere Romane und Sachbücher und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für Literatur. Weltberühmt wurde ein Bulgare unter seinem Vornamen Christo. Der Aktionskünstler (geb. 1935) studierte an der Kunstakademie in Sofia. Seine Großprojekte, z.B. der verhüllte Reichstag in Berlin 1995 oder „The Gates“ im New Yorker Central Park 2005, sorgten immer für ebenso spektakuläre wie überraschende Perspektiven. Der populärste bulgarische Sänger war Asparuh „Ari“ Leschnikow. Er war mit seiner Tenorstimme ein Mitglied des Berliner Ensembles Comedian Harmonists.

Baj Ganju

Die satirischen Erzählungen sind über 100 Jahre alt, dennoch ist der Klassiker von Aleko Konstantinov heute immer noch der Spiegel der bulgarischen Seele. Das Buch ist im Antiquariat zu finden.

Verfall

Kritiker halten den Roman von Vladimir Zarev für das erfolgreichste literarische Werk Bulgariens seit der Wende. Ein Untergangsepos mit Sex, Crime und Gossensprache.

Zeit des Abschieds

Der historische Roman von Anton Donchev erzählt eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert, als Bulgarien ein Teil des Osmanischen Reiches war. Das Buch wurde in 30 Sprachen übersetzt und 1988 unter dem Titel Vreme na nasilie verfilmt. Das monumentale Werk des Regisseurs Ljudmil Staikov gilt als der beste bulgarische Film aller Zeiten, gedreht wurde im Dorf Kovačeviza in den Rhodopen. In Bulgarien auf DVD mit deutschen Untertiteln erhältlich.

Vorwärts und nie vergessen

Die „Ballade über bulgarische Helden“ richtet den Blick auf die Verbrechen des kommunistischen Regimes in Bulgarien. Der Schriftsteller Ilija Trojanow ist Autor der Dokumentation von 2007 (ZDF). Er begleitet ehemalige politische Häftlinge an die Orte des Schreckens. Für sein Buch Die fingierte Revolution hat Trojanow intensiv die jüngste postsozialistische Geschichte Bulgariens recherchiert.

Affen im Winter

Der bulgarisch-deutsche Spielfilm (2006) erzählt die Geschichten von drei bulgarischen Frauen, die auf ungewöhnliche Art ihren Weg zum Glück suchen.


Szene

Was ist angesagt?

Trends, Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was in Bulgarien los ist

Christo Angelov

Seine Liebe gehört der Musik und seiner Heimat Bulgarien. Mit seiner Band Dead Poets zieht er durch die Sofioter Clubs und mischt das Nachtleben auf. Er kennt sich in der Szene aus und ist immer auf der Suche nach den neuesten Trends, nicht nur in Sachen Musik. Christo Angelov hat Germanistik studiert und organisiert Individualtouren durch Bulgarien.

Freier Fall und co.

Extremsport boomt. Immer mehr Bulgaren holen sich beim Eistauchen, Base-Jumping oder Freeclimbing ihren Adrenalinkick. Wasserratten wenden sich an das Team von River Adventure, das mit Rafting- oder Kayaktouren für Action sorgt (www.river-adventure.com). Extremus organisiert Extremsportfestivals. Actionfans können ihren Mut z.B. beim Free Running unter Beweis stellen (www.extremus.info). Zip-Lining, Drachenfliegen, Bungee-Jumping aus einem Heißluftballon oder ein Tandemsprung aus einem Flugzeug - bei Bgrentals kriegen sogar die Mutigsten weiche Knie (www.bgrentals.com).

Schick schlafen

Bulgarische Hotels setzen auf Persönlichkeit, Style und Luxus. In einem runden Turm mitten in Varna zeichnet sich das Interieur des Modus Hotel durch klare Linien, reduziertes Design und Badewannen mit Aussicht aus (Ulica Stefan Stambolov 46 | www.modushotel.com). Exklusiv geht es im Hotel Studio in Veliko Târnovo zu. Das Schmuckstück hat gerade Mal 13 Zimmer und bietet seinen wenigen Gästen eine luxuriöse Dachterrasse (Ulica Todor Lefterov 4). Im Les Fleurs Boutique Hotel sorgen viel Aluminium und Glas für moderne Atmosphäre. Wandtattoos im Flowerstyle und verspielte Details im Bad lockern das puristische Design in den Suiten auf (Bulevar Vitoša 21 | Sofia | www.lesfleurshotel.com).

Veggie goes Sofia

Vegetarische Kost war bis vor Kurzem für die fleischliebenden Bulgaren ein Fremdwort. Doch nun ist die fleischlose Küche mit originellen Menüs und Variationen traditioneller Gerichte auf dem Vormarsch. Dazu tragen kleine Restaurants wie das Dream House in Sofia bei, das seinen Gästen ein umfangreiches vegetarisches Angebot bietet (Ulica Alabin 50 | 1. Stock | www.dreamhouse-bg.com). Das Restaurant Back Home serviert von gefüllten Weinblätter bis zur Zwiebelsuppe alles, was das bulgarische Herz begehrt - natürlich vegetarisch (Ulica Vrabča 24 | www.backhomebg.com). Eine große Auswahl an rein vegetarischen Lebensmitteln gibt's im Sun Moon Shop. Tipp: Für den Hunger zwischendurch bietet eine kleine Snackecke belegte Sandwiches und frische Säfte (Ulica Parchevich 48).

Edle Tropfen

Riechen, schwenken, kosten... Wein ist das Getränk der Stunde. Und je edler der Tropfen, desto besser. Immer mehr Weinbars wie das Salt & Pepper in Sofia eröffnen (Bulevar Patriarch Evtimij 1). Garant für einen wirklich guten Schluck ist auch die Enotek Uno, die mit mediterranem Interieur und einer tollen Auswahl an internationalen und regionalen Weinen auftrumpft (Bulevar Vassil Levski 45, www.uno-sofia.com). Der Chardonnay de Monde der Weinkellerei Targovishte ist so gelungen, dass er bereits internationale Preise gewonnen hat (www.bulgarianwines.org).

Punkwelle

Seit dem Siegeszug der Balkan Band Gogol Bordello rollt die Welle des Gypsy-Punks unaufhaltsam weiter. Die vier Jungs von Catalyst (www.catalystpunkrock.com) und Rise Above aus Sofia sorgen mit schnellen Beats und punkigen Gitarrenriffs für Stimmung (www.myspace.com/riseabovesurfpunk). Live rocken sie am liebsten im 8th Ball Underground Club (Ulica George Washington 12 | Sofia | www.myspace.com/8thballclub). Regionale Bands holt auch der Club Area 51 regelmäßig auf die Bühne (Ulica Ruse 33 | Varna | www.area51club.org).

Die neue Eleganz

Die Kreationen bulgarischer Modedesigner sind elegant und zeitlos. Unifarben, ganz in Weiß oder Oliv, stolzieren die Models des Labels Markram über die Catwalks. Die neueste Kollektion shoppen Modefans in der Boutique der Mall Varna (Bulevar Vladislav Varnenčik 136 | Varna | www.markam.com). Klassische Looks, aufgelockert durch freche Applikationen und Muster, sind das Markenzeichen von Caspasca (Bulevar Vitoša 60 | Sofia | www.capasca.com). Weiblich und sophisticated präsentieren sich die Entwürfe von Evgenia Zhivkov (Bulevar Patriarch Evtimij 12 | Sofia | www.jenistyle.com). Die passenden Schuhe und Taschen gibt's bei Dizi in Plovdiv (Ulica Zhelezarksa 22 | www.dizi.bg).

Modern Art

Die Künstler des Landes befreien sich von ihren traditionellen Fesseln und trauen sich immer mehr. Die Lessedra Art Gallery organisiert Projekte rund um die zeitgenössische Kunst und bietet Künstlern Raum für Ausstellungen und internationalen Austausch (Ulica Milin Kamak 25, Sofia, www.lessedra.com). Mit bunter Popart und außergewöhnlichen Motiven trifft Dimitri Vojnov auch in der internationalen Kunstszene voll ins Schwarze (www.dimitrivojnov.com). Vor Onnik Karanfilians Werken verweilt der Betrachter minutenlang. Die Arbeiten wirken stark symbolisch und laden zum Nachdenken ein. Zu sehen sind seine Bilder u.a. in der Rakursi Galerie in Sofia (Ulica Han Krum 4a, www.rakursi.com).

Hotspots der Clubszene

Bulgarien hat in puncto Nightlife jede Menge zu bieten. Die Lieblingslocations der Clubszene zeichnen sich durch Individualität aus und grenzen sich durch ihren eigenen Stil vom Mainstream ab. Fans von Livemusik und landestypischen Open-air-Partys zieht es in den Club Folk Bulgari in Varna (am Strand von Varna). Im El Gordo Club punktet der Farbmix. Tische und Theke erstrahlen in grünem Licht. In Kombination mit dunklem Holz sorgt das Design für coole Lounge-Atmosphäre (Ulica Bdin 21a | Varna | www.elgordoclub.com). Umgeben von römischen Ruinen und von Efeu überwuchert, ist das Letni Stseni Konyushnite na Tsara ein Ort purer Romantik. Über eine schmale Treppe geht's zur Cocktailbar und zum angeblich besten Mojito der Stadt (Park zwischen Ulica Saborna und Ulica Kiril Nektariev | Plovdiv).


Stichworte

Martenica, Musik und Rakija

Die Bulgaren lieben Musik und Tanz, ihren Schnaps und traditionelle Feste

Fauna und Flora

Bulgarien hat zwei Gesichter: das satte Grün und die volle Blüte der zahlreichen Felder und Plantagen des fruchtbaren Bodens und das karge, verbrannte Braun des Spätsommers, wenn das Land der Sonne seinen Tribut zollt. Die Pflanzen- und Tierwelt weisen ebenfalls auf den Grenz- und Übergangscharakter Bulgariens hin. Nördlich des Balkans und in den Gebirgsregionen herrscht eine mitteleuropäische Vegetation vor. Der Süden ist eher mediterran mit Ölbaumen, Myrten, Zypressen und immergrünem Eichenbuschwerk. Etwa ein Drittel des Landes ist bewaldet, davon sind 25 Prozent Nadelwälder, vor allem im Pirin- und im Rila-Gebirge. Den größeren Teil nehmen die Laubwälder ein. Wildtiere gibt es nur noch vereinzelt, doch in den Waldgebirgsregionen kommen Braunbären, Wölfe, Luchse, Füchse, Wildschweine, Hirsche, Rehe und Gämsen vor; als Haustiere werden auch Büffel, Esel und Maultiere gehalten. Wasserverschmutzung und Fischfang haben den Fischbestand des Schwarzen Meeres arg strapaziert. Robben und Delphine sind fast ausgestorben, selbst der Steinbutt ist in Gefahr. In den Süßgewässern tummeln sich vor allem Forellen und Karpfen.

Horo

Auf dem Dorf wird dieser Reigentanz bei keinem Fest fehlen, in den touristischen Zentren in keinem Lokal mit folkloristischem Programm. Lassen Sie sich nicht von den meist komplizierten Taktarten abschrecken. Die Vortänzer sind höchst flexibel und improvisieren häufig die Schrittformen. Wenn Sie sich einreihen, werden Sie anfangs vielleicht ab und zu aus dem Takt, niemals aber aus dem Reigen geraten. Ihre Nachbarn halten Sie fest und führen Sie gern und geduldig in den Rhythmus zurück.

Kiril und Metodij

Die Brüder Kyril (ursprünglich Konstantin, geboren 826 oder 827, gestorben 869) und Metodij (geboren um 815, gestorben 885), im Westen allgemein unter der Bezeichnung „Slawenapostel“ bekannt, sind die Begründer des slawischen Alphabets („glagolitische Schrift“), der slawischen Schriftsprache und Literatur. Sie wurden in Saloniki (dem heutigen Thessaloniki) geboren und erhielten ihre Ausbildung in Byzanz. Auf Bitten des mährischen Fürsten Rostislaw wurden sie vom byzantinischen Kaiser Michael III. nach Mähren entsandt, um dort die Slawen in ihrer Muttersprache in der christlichen Lehre zu unterweisen und damit dem deutschfränkischen Einfluss zu begegnen. Kurze Zeit nach der glagolitischen Schrift wurde ein weiteres Schriftsystem begründet, das zur Niederschrift altslawischer Texte diente. Es erhielt, wiewohl es nicht von Kyrill stammte, den Namen „Kirilica“. Die Verehrung für die beiden Slawenapostel ist bei den Bulgaren über alle politischen Systeme hinweg lebendig geblieben. Am 24. Mai, früher der Tag der beiden Heiligen, der heute nach dem Kirchenkalender wieder auf den 11. Mai fällt, wird der „Tag der bulgarischen Bildung und Kultur“ begangen.

Martenica

Am 1. März überreichen sich im ganzen Land die Menschen gegenseitig die Martenica - rot-weiße Troddeln aus Wolle, meist zwei, die jeweils an einem roten oder weißen Wollfaden baumeln und oben miteinander verknotet sind. Die Martenica ist ein Symbol, mit dem man dem oder der Beschenkten Gesundheit wünscht und gleichzeitig den beginnenden Frühling feiert. Traditionell gilt die Martenica auch als Symbol für Fruchtbarkeit, weswegen sie zuweilen auch jungen Tieren oder Obstbäumen angehängt wird.

Minderheiten

Mehr als ein Sechstel der insgesamt ca. 7,5 Mio. Einwohner Bulgariens gehört nicht dem Staatsvolk der südslawischen Bulgaren, sondern einer der nationalen bzw. ethnisch-religiösen Minoritäten an: 800000 Türken, 250000-300000 Bulgarisch sprechende Muslime (die den für sie verwendeten Ausdruck „Pomaken“ nicht gerne hören) und mindestens 400000 Roma.

Musik

Die Bulgaren sind ein musikbegeistertes, musizierendes und seine Musiker tief verehrendes Volk. Die traditionell wichtigsten Anlässe, fast schon rituelle Feierlichkeiten - die Hochzeit und der Aufbruch zum Militärdienst -, sind in ihrem Ablauf durch die Musik gekennzeichnet.

Nationale Wiedergeburt

Die Periode zwischen 1762 und 1878 ist als Zeit der Nationalen Wiedergeburt in die Geschichtsbücher des Landes eingegangen. Sie lieferte den kulturellen, geistlichen und politischen Nährboden für das neuzeitliche Bulgarien. Den Anstoß zur kulturellen Erweckung, der ersten Phase der Wiedergeburt, gab der Mönch Paisij, der 1762 das erste Werk über die slawisch-bulgarische Geschichte vollendete. Hauptziel des Werkes war die Weckung eines nationalen Bewusstseins des Volkes für seine Vergangenheit, seine Sprache und sein Brauchtum. Im 19. Jh. führte die von Paisij verursachte Bewegung zum Kampf um eigene Schulen und eine eigenständige Kirche, die Loslösung vom griechischen Patriarchat in Konstantinopel, was 1870 erreicht wurde. Zu dieser Zeit hatte sich bereits eine teils national, teils demokratisch geprägte Bewegung formiert, die den Kampf für die politische und staatliche Befreiung vom Osmanischen Reich aufnahm. Höhepunkt dieser Bewegung war der Aprilaufstand 1876, der aber blutig niedergeschlagen wurde. Einer der Toten dieses Aufstands war der bulgarische Nationaldichter und Freiheitskämpfer Christo Botev. Zwei Jahre nach seinem Tod erlangte Bulgarien als Folge des Russisch-Türkischen Krieges die staatliche Selbstständigkeit. Der Aprilaufstand, bei dem viele Revolutionäre ihr Leben ließen, ging als heroische Legende ins historische Gedächtnis des Volkes ein. Am Todestag von Christo Botev, dem 2. Juni, beginnen um Punkt 12 Uhr die Sirenen im Land zu heulen, die Menschen halten in ihrer Arbeit inne, an den Kreuzungen stoppt der Verkehr, im Gedenken an den Dichter und die Ziele seiner Generation.

Politik

Das Ende der kommunistischen Ära wurde 1990 durch freie Wahlen eingeleitet. Seit 1991 ist Bulgarien eine Republik, deren politisches System die parlamentarische Demokratie ist. 2004 wurde trat das Land der NATO bei und wurde 2007 EU-Mitglied. Doch der Rechtstaat steht bislang auf wackligen Füßen. Bulgarien kämpft mit Korruption und organisierter Kriminalität. Die Veruntreuung von EU-Geldern hat 2008 sogar dazu geführt, dass Brüssel die Finanzhilfen für das Land kappte. Sollte Bulgarien seine Probleme nicht in den Griff bekommen, stehen auch die Beitritte zur Euro- und Schengenzone auf dem Spiel, die ab 2010 geplant sind.

Rakija

Schnaps, das ist in Bulgarien oft nicht das letzte, sondern vor allem beim Essen das erste Wort. Denn ein echtes bulgarisches Mahl beginnt üblicherweise mit einem kleinen Salat und einem Rakija: Das bulgarische Nationalgetränk ist ein hochprozentiger Obstschnaps, meist aus Pflaumen oder Trauben gebrannt. Die besten dieser Schnäpse gibt es - natürlich - bei den Einheimischen zu Hause. Schnapsbrennen ist in Bulgarien nicht nur legal, es ist geradezu ein Volkssport. Und selbstverständlich wetteifern viele Bulgaren darum, wer den besten Selbstgebrannten zu Stande bringt. Die meisten Eigenproduktionen sind schmackhaft, rein und bekömmlich - wenn man die gewohnte und nicht unbedingt die von einigen Einheimischen bevorzugte Dosis einhält.


Feste und Events

Feuertänze und Strassenfeste

Nicht nur Klassik, Jazz und Oper - die Bulgaren feiern auch ihre Rosen und ihren berühmten Joghurt

Böse Zungen behaupten, dass die Bulgaren am liebsten das ganze Jahr durchfeiern, auch wenn ihnen oft gar nicht danach zumute ist. Die höchsten Feiertage im Kalenderreigen sind die Osterfeiertage und Weihnachten. Außerdem werden der Nationalfeiertag am 3. März und der nationale Kulturfeiertag (24. Mai) hoch angesehen. Sehr ausgiebig feiern die Bulgaren ihre Namenstage. Dazu wird nach Landesbrauch nicht eingeladen, sondern jeder ist ein gern gesehener Gast. Die überwältigende Mehrheit der Muslime begeht zudem die religiösen Feiertage des Islam.

1. Januar

Neujahr

3. März

Nationalfeiertag

März/April

Ostermontag (Termin richtet sich nach dem orthodoxen Kalender)

1. Mai

Tag der Arbeit

6. Mai

Tag der bulgarischen Armee

24. Mai

Tag der bulgarischen Bildung und Kultur, im Volksmund Kiril und Metodij

6. September

Tag der Vereinigung

22. September

Tag der Unabhängigkeit

1. November

Tag der Volksaufklärer

24., 25. und 26. Dezember

Weihnachten

Feste & Festivals

Es gibt zahlreiche Festivals der klassischen Musik, des Jazz und der Folklore. Besonders beliebt bei den Bulgaren sind die sogenannten Săbori. Bei diesen volkstümlichen Festen auf dem Lande wird leidenschaftlich musiziert und getanzt, aber auch ausgiebig gegessen und getrunken.

März/April

1. März: Frühlingsanfang. Zur Verabschiedung des Winters überreicht man sich gegenseitig die Martenica, zwei kleine, rot-weiße Troddeln an den Enden eines rot-weißen Fadens. Sie dürfen erst wieder abgenommen werden, wenn ein Storch gesichtet wurde.

Mai

6. Mai: Georgievden: Tag des Schutzheiligen der Armee - im ganzen Land finden Militärparaden und Feierlichkeiten statt.

Mai-Juli

Sofiiski musikalni Sedmizi: Festival für klassische und moderne Orchestermusik in Sofia.

Juni

Anfang des Monats: Festival der Rosen in Karlovo und Kazanlâk. Rituale der Rosenernte in folkloristischer Darbietung.

Juli

Joghurt-Festival in Razgrad. „Lactobazillus bulgaricus“ sei Dank ist der bulgarische Naturjoghurt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Das Sauermilchprodukt wird auch in Gaststätten angeboten.

August

Folklorefestival in Koprivštica, eine Mischung aus Popfestival und mittelalterlichem Jahrmarkt.

September

Apolonia-Festival der Künste in Sozopol.


Essen und Trinken

Ohne Schnickschnack

Einfach, aromatisch und gesund: Entdecken Sie die Vielfalt der bulgarischen Küche!

Die Bulgaren messen dem Essen eine große Bedeutung bei. Ihre Küche ist schmackhaft und abwechslungsreich, russische und türkische Einflüsse sind unverkennbar.

Die Qualität der Küche hat sich in letzter Zeit enorm verbessert. Auch die Auswahl an Restaurants ist heute größer denn je. Neben klassischen Restaurants gibt es volkstümlich eingerichtete, kleine Wirtshäuser (Han, Hanče). Mehana nannte man früher die einfache Kneipe; heute werden in diesen typisch bulgarischen Lokalen neben Bier, Schnaps und Wein auch frische Salate, Gegrilltes und Regionalgerichte serviert. Für Qualität bürgt nach wie vor das traditionelle Restaurant (Restorant).

Obwohl sich mittlerweile ein reiches Angebot an sogenannten Kaffeehäusern entwickelt hat, ist die traditionelle Sladkarnica nach wie vor beliebt. Der „Ort fürs Süße“ (so die Übersetzung ins Deutsche) ist eine Art Konditorei und volkstümliches Gemeingut. Bei der Bestellung des Kaffees sollten Sie die gewünschte Art spezifizieren (Espresso, Cappuccino, Nescafé oder türkischen Kaffee), sicherheitshalber auch den Grad der Süße, da etwa beim türkischen Kaffee der Zucker mitgekocht wird.

Daneben gibt es noch eine Fülle von Buden und Ständen: Da die Bulgaren gern knabbern, stehen überall Stände mit Erdnüssen, Sonnenblumen- und Kürbiskernen.

In den großen Hotels der touristischen Zentren können Sie meistens mit einem guten Essen rechnen; die Preise erreichen hier allerdings westeuropäisches Niveau. In den anderen Restaurants sind die Preise durchweg erschwinglich: Zwei Personen werden für ein Menü und eine Flasche bulgarischen Wein selten mehr als 30 Euro ausgeben.

Die bulgarische Küche ist durch die reiche Verwendung von Gemüse und Früchten in einer Vielzahl von Gerichten bekannt. Berge von Wassermelonen türmen sich ab dem Frühsommer an Straßenrändern oder in Stadtparks. Im Herbst werden die Melonenberge von Kürbissen, später dann von Kohlköpfen abgelöst. Man ist hier stolz auf die im Land angebauten Früchte. Spätestens wenn Sie einmal bulgarische Tomaten gekostet haben, werden Sie verstehen, warum.

Das Frühstück hat in Bulgarien - wie in allen südeuropäischen Ländern - keine besonders große Bedeutung. In den Hotels hat man sich natürlich mit einem entsprechenden Angebot an die mitteleuropäischen Gewohnheiten angepasst. Wenn Sie sich aber allein auf die Suche nach einem Frühstück irgendwo in einer Stadt aufmachen, werden Sie vermutlich zu den beliebten Backwaren greifen müssen. Hierzu zählt die Banica, oft auch unter ihrem türkischen Namen Bjurek geläufig, meist mit Schafskäse, zuweilen auch mit Hackfleisch gefüllter Blätterteig. Man bekommt sie in Lokalen, die eine Mischung aus Bäckerei und Snackbar darstellen. Die pfannkuchenartige, mit Puderzucker bestreute Mekiza ist vor allem bei Kindern ein Renner.

Die bulgarische Hauptmahlzeit beginnt meist mit einem Salat, der vor allem die Funktion hat, den Schnaps zu begleiten, den man als Aperitif zu sich nimmt. Von den zahlreichen ihrer starken und angenehmen Obstschnäpse rühmen die Bulgaren am meisten den Pflaumenschnaps Trojanska Slivova. Außerdem zu empfehlen sind die etwas milderen Muskatova-Sorten, vor allem der Burgaska Muskatova oder Slivenska Perla. Zu den Hauptgerichten wird oft keine Beilage, sondern nur Brot gereicht. Als „Garnitur“, wie es im Bulgarischen heißt, sind bevorzugt Beilagen aus Kartoffeln zu empfehlen.

Der bulgarische Wein kann auf eine fast 5000-jährige Tradition zurückblicken. Schon Homer erwähnt in seiner Ilias die regelmäßigen Lieferungen von thrakischem Wein, die die Tore Trojas erreichten, und auch in der Odyssee findet der „wie Honig süße Wein“ Erwähnung. Zwar ist das Land für Liebhaber ausschließlich trockener Weine immer noch kein Traumziel, doch das Angebot ist inzwischen viel größer geworden.

Die besten Rotweine sind vollmundig und robust, viele der guten Weißweine zeichnet ein angenehmes Bukett aus. Unter den einheimischen Rebsorten gehören sowohl ihrer Qualität wie auch ihrer mengenmäßigen Bedeutung nach Gâmza, Mavrud, Pamid, Dimjat und Misket zu den Spitzenreitern. Reine Dessertweine sind der Mavrud aus Asenovgrad und der Misket Slavjanska.

Baklava

sehr süße siruphaltige Blätterteigtaschen, meist mit Nüssen gefüllt

Banica

Blätterteigtaschen, mit Schafskäse gefüllt

Gjuveč

im Topf gebackene Mischung aus Gemüse mit Fleisch und Kartoffeln

Kačamak

eine Art Maisbrei, mit Ei und Käse überbacken, im Tontopf serviert

Kavârma

Gulasch vom Hammel oder Schwein mit Gemüse und Tomatenmark im Tontopf serviert

Kebapče

Hackfleischröllchen vom Grill

Kjopoolu

Auberginensalat. Es gibt ihn nicht überall, aber wenn, sollte man ihn probieren!

Kjufte

Hackfleischklößchen vom Grill

Lukanka

salamiartige Wurst, die auf Platten in Scheiben geschnitten serviert wird

Mešana Skara

gemischtes Fleisch vom Grill

Musaka

Auflauf mit Auberginen, Tomaten und gehacktem Fleisch

Ovčarska

Hirtensalat: gemischter Salat mit Schinken, Oliven und geriebenem Schafskäse

Palačinka

gefüllter Pfannkuchen (mit Schokolade, Marmelade etc.)

Sirene po šopski

im Tontopf gebackener Schafskäse mit Tomaten und Ei

Skumrija

gegrillte Makrele, ein Klassiker der bulgarischen Küche

Snežanka

Gurkensalat in eingedicktem Joghurt, mit Walnussstückchen garniert

Šopska-Salat

der bulgarische Klassiker: Tomaten-Gurken-Salat mit Paprika und geriebenem Schafskäse darauf

Tarator

kalte Gurkensuppe, angemacht mit Dill, Walnüssen und viel Knoblauch. Sehr erfrischend, vor allem in den Sommermonaten


Einkaufen

Das Abenteuer der Entdeckung

Geben Sie sich dem bizarren Charme der exotischen Ramschmärkte hin

Shopping kann zu einem faszinierenden Erlebnis eines Bulgarienaufenthaltes werden - wenn man für Überraschungen offen ist, die Geduld nicht zu rasch verliert und den Einkaufsbummel als ausgedehnten Spaziergang begreift. Grundsätzlich gilt, dass viele Händler alles verkaufen, was ihnen unter die Finger kommt. Egal ob Lebensmittel, Kleidung oder Souvenirs: Außerhalb der Touristenzentren sind die Preise wesentlich niedriger.

Basare

Auf keinen Fall sollten Sie Bulgarien verlassen, ohne die unterschiedlichen Arten von Märkten genossen zu haben. Besondere Einblicke in den bulgarischen Alltag gewinnen Sie auf den Basaren: Außerhalb der Stadtzentren haben sich welche etabliert, für die Flohmarkt eine verniedlichende Bezeichnung wäre. Ramsch jeglicher Art wird hier feilgeboten, von der verrosteten Mistgabel bis zum krächzenden Grammofon. Viele Anbieter kommen aus Russland, der Türkei, dem früheren Jugoslawien. Grundregel auf diesen Märkten: Handeln Sie, was das Zeug hält! Meistens wird zuerst einmal ein völlig utopischer Preis angesetzt. Das Feilschen ist primär unter sportlichem Aspekt zu sehen und macht auch Spaß.

Kleidung und Schuhe

Die Zahl der kleinen Boutiquen in den Städten ist riesig, die Preise: von richtig teuer bis Schnäppchen. Vorsicht ist bei Markenwaren geboten. Oft handelt es sich um ein billiges Imitat. Pelzkleidung und Luxusartikel guter Qualität gibt es hauptsächlich in Sofia und in den größeren Städten.

Kunst und Antiquitäten

In den letzten Jahren ist die Zahl der Kunstgalerien in den Städten und in den Tourismuszentren enorm angestiegen. Sie bieten Kunstwerke verschiedener Art - von Gemälden, Plastiken und Ikonen bis Schmuck, Handwerk und Trachtenmode. In den Antiquitätenläden findet man Möbel, Uhren, Geschirr, Kleinkram. Solche Läden gibt es vor allem in den großen Städten, sie sind oft sehr klein und vollgestopft. Hier zu stöbern lohnt sich und der Preis ist fast immer verhandelbar.

Märkte

Im Vorübergehen können Sie sich auf den Lebensmittelmärkten mit Obst oder Gemüse versorgen. Jede größere Stadt hat zumindest einen solchen offenen Markt, auf dem Sie sich einen Überblick über das lokale und regionale Angebot verschaffen können. Vor allem aber sind diese Plätze bunte Tupfer des Alltags.

Mitbringsel

Lohnend sind Töpferwaren, Porzellanservice, Lederwaren und Besticktes (Blusen, Tischdecken); Kupfer- und Zinngefäße nur dann, wenn Sie das seltene Glück haben, auf ältere Stücke zu stoßen. Zu den typischen Souvenirs gehören Rosenöl (in einem hübschen, kleinen Holzgefäß), Puppen in ländlicher Tracht und Holzschnitzereien aller Art. Anspruchsvolle Produkte nicht nur dieser Art bieten die Geschäfte des Verbandes der bulgarischen Künstler an.

Shopping-Malls

Wenn die Bulgaren von Einkaufen sprechen, benutzen sie immer öfter das englische Wort „Mall“. Die Rieseneinkaufszentren sind auch in Bulgarien angekommen - und boomen. In den Malls kann man nicht nur einkaufen, sondern seine neuen Klamotten vorführen, Freunde treffen, etwas essen, ins Kino gehen und entspannen. Malls mit WLAN gibt es vor allem in Sofia.

Spirituosen

Es lohnt sich, den Pflaumenschnaps Trojanska Slivova mitzunehmen, ebenfalls den Weinbrand Pliska, den Anisschnaps Mastika oder die besten Rotweine. Vorsicht ist am Platz, wenn Ihnen an Straßenständen importierte Getränke zu unglaublich niedrigen Preisen angeboten werden: Nicht immer ist das drin, was draufsteht.


Westbulgarien

Hohe Berge und der Trubel der Großstadt

Die Wildnis wartet in den Gebirgszügen von Pirin und Rila - Sofia, die Kulturmetropole, ist dazu das Kontrastprogramm

Der Westen Bulgariens besteht im Grunde aus drei Teilen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Der Nordwesten des Landes - vom Tourismus noch weitgehend unberührt - ist dünn besiedelt, wirtschaftlich schwach, und der Zustand mancher Straßen lässt noch sehr zu wünschen übrig. Der von ursprünglicher Natur geprägte Südwesten dagegen ist für Urlauber leichter zu bereisen. Dominiert wird die Region aber von der bulgarischen Hauptstadt.

Südlich vom Balkangebirge breitet sich die Metropole Sofia aus, umringt von Bergen. In der mit Abstand größten Stadt des Landes lebt jeder fünfte Bulgare. Die Bedeutung des Ortes rührt von seiner Lage als Schnittpunkt der wichtigsten Verbindungslinien auf dem Balkan: Durch ihn führen die Wege von Wien nach Istanbul, vom Schwarzen Meer zur Adria und von der Donau zur Ägäis. Diese Lage zog schon früh erste Siedler an und später dann Feldherren und Eroberer. Nach der Ausgliederung aus dem Osmanischen Reich 1878 wurde der Ort erstmals die Hauptstadt eines bulgarischen Staates, und damit begann seine rasante Expansion, die ihn binnen weniger als einem Jahrhundert von rund 20000 Ew. zur Millionenstadt machte. In dieser Zeit entstand das Wort, das Sofia gerne als sein Motto ausgibt: „Stets wachsend, niemals alternd“.

Die landschaftliche Lage ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Im Norden grenzt sie an den Balkan, im Osten an das Mittelgebirge Sredna Gora, und im Süden liegt das Rila-Gebirge, das man innerhalb einer Stunde mit dem Auto erreichen kann. Das Sahnehäubchen ist aber das praktisch unmittelbar zur Stadt gehörende Vitoša-Gebirge im Südwesten. Weniger als 10 km vom Zentrum Sofias entfernt erheben sich dessen erste Gipfel über der Stadt, ihr allgegenwärtiger, überall sichtbarer Begleiter. Natürlich war das Vitoša-Gebirge seit alters das beliebteste Ausflugsziel der Sofioter und ist dies bis heute auch geblieben.

Wer einen Teil seines Urlaubs abseits vom touristischen Rummel verbringen und das „eigentliche“ Bulgarien aufspüren will, wird im Südwesten des Landes reichlich belohnt. Mit seinen beiden Bergmassiven, seiner Fülle an Gebirgsseen, Flüssen und Mineralquellen, seinen malerischen Ortschaften und alten Klöstern präsentiert das Gebiet landschaftliche Vielfalt in selten bewahrter Ursprünglichkeit. Beherrschend sind die Gebirgszüge Pirin und Rila, von denen der Pirin etwas wilder ausfällt, doch ist auch er leicht zugänglich. Wegen des seltenen Reichtums und der Vielfalt der Pflanzen und Tiere wurde ein Areal von 274 km² im Pirin-Gebirge zum Nationalpark erklärt, der unter Unesco-Schutz steht. Gebirgswanderrouten führen zu den Gipfeln Vichren (2914 m), Kutelo (2908 m) und Todorka (2746 m), vorbei an vielen der fast 180 Gletscherseen.

Ebenso eindrucksvolle Bilder bietet das Rila-Gebirge mit seinen 132 Zweitausendern, von denen 78 über 2500 m erreichen, darunter der Musala, mit 2925 m die höchste Bergspitze Südosteuropas. Zwischen den spitzen Bergzacken liegen in deutlich umrissenen Gletschertälern die „Augen“ des Gebirges: 140 Seen aus der Eiszeit. Eine Augenweide ist vor allem der Anblick der sieben Rila-Seen auf 2200-2500 m Höhe. Im Rila-Gebirge entspringen auch die von der Donau abgesehen größten Flüsse des Landes, Iskâr, Marica und Mesta sowie zahlreiche Mineralquellen, weswegen sich im Südwesten viele Heilbäder und Kurzentren konzentrieren (Sandanski, Velingrad, Devin, Kjustendil).

Mit der bulgarischen Geschichte wird man vor allem durch die Klöster in Berührung kommen, in erster Linie natürlich durch das Nationalheiligtum in Rila, dann durch die Anlage von Rožen, die in der Nähe von Melnik liegt. Aber auch die bewegte Vergangenheit und vielleicht zuweilen die Gegenwart Makedoniens wird beim Bummeln durch die Ortschaften lebendig. Denn der Südwesten beherbergt mit dem Pirin-Gebiet jenen Teil von Makedonien, der bei der Dreiteilung 1913 an Bulgarien fiel. Zahlreiche Denkmäler, Museen und Städtenamen sind berühmten Vertretern der makedonischen Bewegung wie etwa Goce Delčev oder Jane Sandanski gewidmet.


Am Fuß des Pirin-Gebirges, im Tal von Razlog, liegt der Eingang zum Nationalpark Pirin - die 12000 Menschen zählende Gemeinde Bansko.


Die kleinste Stadt Bulgariens hatte 1880 noch 20000 Ew., nur 1000 weniger, als Sofia damals zählte. Der zweite Balkankrieg im Jahr 1913 zerstörte sie fast vollständig und mit ihr ihre Handelswege.


„Serdica, das ist mein Rom!“, soll Konstantin der Große einmal voller Entzücken ausgerufen haben. Das war im 4. Jh. und galt der Siedlung, die damals das Zentrum der römischen Provinz Thrakien bildete.


Die größte Stadt (67000 Ew.) im noch wenig entwickelten, vom Tourismus kaum berührten nordwestlichen Zipfel Bulgariens ist 220 km von Sofia entfernt.


Exzellente Kultur zum Schnäppchenpreis: Klassik, Oper und Theater in Sofia für ca. 5-15 Euro. Konzerte finden im Bulgariensaal statt (Zala Bâlgarija | Ulica Aksakov 1 | Tel. 02/9877656). Die Nationaloper (Ulica Vrabča 1 | Tel. 02/9871366 | www.operasofia.bg) hat sogar einige Weltstars hervorgebracht. Im Nationaltheater Ivan Vazov (Ulica Djakon Ignatij 5 | Tel. 02/8119227 | www.nationaltheatre.bg) werden die Klassiker der Literatur gespielt.


Zentralbulgarien

Bulgarische Geschichte sehen und erleben

Von den Thrakern in Plovdiv bis zur Wiege der Nationalen Wiedergeburt nach Veliko Târnovo

Die Ortschaften hier sind geprägt von unterschiedlichen Epochen und Kulturen. Veliko Târnovo und Umgebung war die Wiege des neuzeitlichen bulgarischen Staates, und überall im mittleren Teil des Balkans begegnet man Reminiszenzen an die Nationale Wiedergeburt im 18. und 19. Jh.

In Plovdiv weisen viele Spuren auf die thrakische Zeit und vor allem darauf hin, dass hier während des Osmanischen Reichs eines der Zentren der europäischen Türkei lag.

Der mittlere Teil des Balkans und das Mittelgebirge sind lieblich, leicht zugänglich und passierbar. Am besten erschließt man sie sich von Veliko Târnovo oder von Gabrovo aus, wobei man dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: Im Umfeld von Gabrovo befindet sich die kompakteste Ansammlung von Orten unter Denkmalschutz und Museumsstädten - wie Boženci, Trjavna oder Etâra - und nicht weit südlich davon das Tal der Rosen. Allein Koprivštica, auf halbem Weg zwischen Sofia und Plovdiv bzw. Sofia und Gabrovo, macht eine längere Fahrt erforderlich, wofür Sie aber das märchenhafte Städtchen reichlich entschädigen wird.


Plovdiv besteht heute aus zwei Städten, der Neu- und der Altstadt. Das alte Juwel ist von weitem sichtbar: Auf den drei Hügeln Nebet Tepe (Wächterhügel), Džambas Tepe (Seiltänzerhügel) und Taksim Tepe (Wasserscheidenhügel) erhebt sich die Altstadt.


Zum Süden hin der Balkan, zum Norden das Donautiefland, unten im Tal die Windungen des Flusses Jantra und mittendrin die Stadt Veliko Târnovo.


Dorftourismus (Selski Turiszăm): Der Urlaub auf dem Bauernhof liegt im Trend - eine preiswerte Alternative, um Land und Leute kennen zu lernen. Meist bieten die Gastgeber auch Verpflegung an. www.ruralbulgaria.com | selskiturizam.start.bg


Nordostbulgarien

Das Zentrum des alten Bulgarien

Wo Schafe und Ziegen im Gras weiden: An der Donau liegt Bulgariens einstiges „Tor zur Welt“

Der Nordosten des Landes liegt etwas abseits der Hauptreiseströme. Dabei hat er seine eigenen landschaftlichen Reize.

Die Täler der Jantra und des Beli Lom zerstückeln die Donautafel zwischen Veliko Târnovo und Ruse in kleinere Einheiten, weiter östlich gibt es weite Flächen von Gras- und Buschland, auf denen nur Schaf- oder Ziegenherden zu finden sind. Hier liegen auch die beiden Zentren des ersten Bulgarischen Reiches im Mittelalter: die erste Hauptstadt Pliska, die zerstört wurde, und die Nachfolgehauptstadt Preslav. Im Nordosten ist vor allem auch die türkische Minderheit mit den Zentren Razgrad und Šumen vertreten. Die Bulgaren haben jedoch nach 1878 von der türkischen Architektur wenig übrig gelassen. Beherrschend sind die Donau und das Zentrum des Nordostens, Ruse. Die Lage der Stadt an der Donau, die tief in den östlichen und weit in den mittleren Teil Europas hineinreicht, eröffnet gute Aussichten für eine neue Blüte.


Der Atmosphäre und Tradition nach ist die 170000-Ew.-Stadt Ruse (gesprochen mit stimmlosem, scharfem s) unter den bulgarischen Großstädten die offenste.


Das ca. 100000 Ew. zählende Šumen ist in zweifacher Hinsicht ein sichtbarer Ausdruck dessen, was nicht „die Geschichte“, sondern die „Geschichtemacher“ einem Stadtbild antun können.


Szeniges Publikum, trotzdem nicht teuer: Das Restaurant Happy Bar & Grill steht für eine preiswerte, aber schmackhafte Küche. Sehr zentral gelegen mitten in der Fußgängerzone von Ruse. Pl. Svoboda


Schwarzmeerküste

Rote Felsen, grüne Wälder, weißer Sand

Die rauen Felslandschaften im Norden und die malerischen Städtchen im Süden sind ein reizvoller Kontrast

Die Schwarzmeerküste ist der bekannteste und beliebteste Landstrich Bulgariens. Auf 378 km Küstenlänge erstreckt sich eine vielfältige Pracht, mit der die Natur dieses Land ausgestattet hat.

Die Bulgaren teilen die Schwarzmeerküste in zwei Abschnitte ein: einen nördlichen mit Varna als Zentrum und einen südlichen mit dem Zentrum Burgas. Die Aufteilung hat auch etwas mit einer Spaltung in zwei fast schon ideologische Lager zu tun. Nicht wenige Sofioter schwören Stein und Bein, dass die Strände im Süden viel schöner seien, was manche Varnenser wiederum für eine der typischen Boshaftigkeiten der Hauptstädter ihnen gegenüber halten.

Beide Teile haben ihren Reiz. Der Norden hat wunderschöne Felslandschaften um Balčik herum und namentlich bei Kaliakra zu bieten, wo rötliche Steine bis zu einer Höhe von 60-70 m aus dem Meer herausragen; außerdem kann der Norden mit dem Goldstrand punkten und hat mit Varna ganz gewiss auch die interessantere Großstadt. Im Süden wird der Sand zusehends heller und feinkörniger. Um Primorsko wecken die üppige Vegetation und der mit Schlingpflanzen durchsetzte Wald im Mündungsgebiet des Ropotamo subtropische Gefühle. Diesen Teil schmücken mit Nesebâr und Sozopol die malerischsten Städtchen.

Ausführliche Informationen finden Sie im Marco Polo Band „Bulgarische Schwarzmeerküste“.


Burgas (230000 Ew.) ist ökonomisches, administratives und kulturelles Zentrum der südlichen Schwarzmeerküste Bulgariens. Geprägt wird die Stadt durch ihren Hafen und die Industrie.


Natürlich ist die zauberhafte Lage das Kapital der Stadt (350000 Ew.), aber die Varnenser haben auch etwas daraus gemacht.


Die reine Feriensiedlung nördlich von Varna ist die am besten gelungene Großanlage am Schwarzen Meer.


Nicht so flexibel wie mit dem Mietauto, aber dafür billiger unterwegs: Mit dem Minibus erreichen Touristen und Einheimische fast jeden noch so kleinen Ort an der Schwarzmeerküste und in der Umgebung. Mehrere Fahrten täglich. Tickets direkt im Bus oder im Busbahnhof: Avtogara Varna | Bulevard Vladislav Varnenčik 158 | Tel. 052/448349 | www.minibus-varna.com oder bei Avtogara Burgas | neben dem Bahnhof | Tel. 056/844966 | mbusexpres.hit.bg


Ausflüge und Touren

Balkan, Berge, Badestrände

Reisen Sie in die Vergangenheit oder genießen Sie das mediterrane Flair am Meer

Zentralbulgarien: Balkan, Rosen und Geschichte

Diese Route vereinigt drei landschaftliche Schönheiten: den Balkan, das Tal der Rosen und den Ausblick aufs Mittelgebirge Sredna Gora. Sie führt zu wichtigen Schauplätzen der bulgarischen Geschichte, die vor allem mit der Periode der Nationalen Wiedergeburt und mit dem Befreiungskampf gegen das Osmanische Reich zu tun haben.

Rila und Pirin: Gebirge, Bergseen und Klöster

Der Südwesten beherbergt die beiden höchsten Gebirgszüge des Landes - Rila und Pirin. Beide sind leicht zugänglich und gehören wegen ihres satten Grüns und der zahlreichen Gebirgsseen zu den beliebtesten Ausflugszielen Bulgariens.

Mediterranes Flair an der südlichen Schwarzmeerküste

Der südliche Teil der Schwarzmeerküste hat die schönsten Strände, die malerischsten Städtchen und eine mediterrane Atmosphäre zu bieten. Die Route führt von Nesebâr über Burgas und Sozopol nach Ahtopol. Die Länge der Strecke beträgt insgesamt rund 130 km. Sie lässt sich zwar in etwas mehr als zwei Stunden bewältigen, doch sollten Sie angesichts der schönen Orte am Wegesrand mindestens eine zweitägige Tour daraus machen.


24h

Ein Tag in Sofia

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Breakfast de luxe

Der tiefschwarze Kaffee verströmt seinen Duft, das frisch gebackene Croissant knackt beim Reinbeißen und die Citronade ist so spritzig, dass man garantiert wach wird - das ist Luxus auf Bulgarisch! Im legendären Café des Grand Hotel Bulgaria starteten früher die Reichen und Schönen in den Tag. Heute ist die historische Location der In-Treff von High Society und Kunstszene. So lecker lebt der Jetset! Wo? Bulevar Car Osvoboditel 4 | Tel. 02/9871977 | www.bt-ds.com

Rauf aufs Pferd

Im Galopp durch die Landschaft preschen, sich den Wind um die Nase streichen lassen und sich einfach frei fühlen: In Bulgarien fängt die Wildnis an! Im Naturpark Vitoša wollen dichte Wälder, steinerne Flüsse und tiefe Täler in Winnetou-Manier erobert werden. Die bulgarische Prärie wartet! Wo? Konna Baza Nova Zvezda | Kniajevo | ca. 8 Euro pro Stunde | Anmeldung unter Tel. 02/9447652 | www.ezdabg.com

Lunchzeit

Auf zum Lunch! Die Weg dorthin führt durch den Vitoša-Park und ist leicht zu finden: einfach die Nase in den Wind halten und schnuppern. Der verführerische Duft von gebackenen Auberginen, Maismehlpüree und kross gebratenem Schaschlik liegt schon in der Luft und die historische Vodenitzata ist nicht mehr weit. Schlemmen und genießen! Wo? Park Vitoša | Tel. 02/9671058 | www.vodenitzata.com

Klettermaxe

Mitten in der Stadt lockt der Abenteuerpark Kokolandia. Auf Hängebrücken, im Hochseilgarten oder an der Kletterwand beweisen Schwindelfreie ihren Mut. Wer es lieber ruhiger mag, hat seinen Spaß beim Minigolf Wo? Ulica Nezabravka | Borisova Gradina | Sofia | Kosten: ab 2 Euro | Tel. 02/4912412 | www.kokolandia.com

Gaumenfreuden

Hungrige freuen sich nun auf das Dinner im Embassy Ethnic Restaurant. Die Küche ist international. Wie wäre es z.B. mit mediterranem Seewolf oder einem libanesischen Grillteller? Wo? Sofia Center | Ulica Dr. Petar Beron 9 | Tel. 02/9631409 | www.embassyethnic.com

Taste it

Im Keller des Rathauses wird nun ein Geheimnis gelüftet. Wer schon immer wissen wollte, wie das berühmte Stadtbier gebraut wird, erfährt es jetzt. Der Braumeister höchstpersönlich verrät das Rezept und jeden letzten Montag im Monat darf man den Hopfentrunk selbst mit herstellen. In jedem Fall wird am Ende der Führung probiert. Wo? Birarira Pri Kmeta | Ulica Paris 3 | Kosten: ca. 5 Euro | Anmeldung unter Tel. 02/9813399

Dancing in the night

Ready for Take-off? Jetzt ist Clubbing angesagt. Der angesagte Tanzpalast im ehemaligen Kulturhaus der kommunistischen Gewerkschaften heißt Sin City - und hier ist der Name Programm. Auf den drei Dancefloors gibt es nur eines: tanzen, tanzen, tanzen! Wo? Bulevar Hristo Botev 61 | Tel. 088/8005566 | www.sincity-bg.com

Dem Morgen entgegen

Die Nacht ist noch nicht zu Ende. Zum Chill-out geht es ins Chervilo. Der ehemalige Armeeclub ist seit der Wende die In-Location für Nachtschwärmer. In den Sofas versinken, den Sounds lauschen und die Nacht ausklingen lassen. Wo? Bulevar Car Osvoboditel 9 | Tel. 02/9816633 | www.chervilo.com


Sport und Aktivitäten

Von Allem ein Bisschen

Ob zu Wasser, zu Land oder in der Luft - in Bulgarien lässt sich überall Sport treiben

Bulgarien hat eigentlich alles, oder besser: von allem ein bisschen, vom Hochgebirge bis zum Meeresstrand, Flüsse, Seen, Mittelgebirge und kulturelle Kostbarkeiten. Und inzwischen weiß man diese Schätze auch touristisch zu nutzen.

Für Touren im Land begibt man sich am besten in die Obhut geschulter Führer, an der Küste sind die Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung durch die touristisch ausgebaute Infrastruktur sehr gut. Empfehlenswerte Veranstalter für Aktivurlaub und Extremsport sind Odysseia-In | Sofia | Bul. A. Stambolijski 20V | Tel. 02/9890538 | Fax 9803200 | www.odysseia-in.com und Bungyspringen Varna | Ulica Pariška komuna 18 | Tel. 052/606615 oder Tel. 02/9444402 | www.bungy.bg

Angeln

Angeln ist bei vielen Bulgaren sehr beliebt - schon wegen der landschaftlichen Reize. Von Sofia aus geht es meistens zum Stausee Iskâr und an die Flussläufe der Struma, von Burgas aus an die Ufer der Kamčija, der Tudža, des Ropotamo oder der Veleka. Auch an der Schwarzmeerküste sitzen viele Angler. Am Goldstrand (Hafen direkt neben dem Amphitheater) bietet sich die Möglichkeit, auf Ausflugsbooten sein Glück zu versuchen und den Haken direkt ins Meer zu werfen.

Jeepsafaris

In original russischen Militärjeeps durch das bulgarische Hinterland. Mittagessen am Lagerfeuer runden das Programm ab. Zu buchen z.B. in Albena bei Albena Tours | Tel. 0579/62848 | Tel. 0579/62849 | Fax 62319 | www.albenatour.com

Kajak

Das oftmals so still und beschaulich anmutende Land hat auch wilde Wasser zu bieten. Ob auf der Donau, der Arda, der Struma oder durch die Iskâr-Schlucht - die Touren werden nach dem Können der Teilnehmer organisiert. www.kajak.dir.bg oder Kanu-Kajak-Klub Arzus | Stara Zagora | Bulevard Car Simeon Veliki 62 | Tel. 0886317251 | www.arzus.dir.bg

Radfahren

Vor allem das Mountainbiking hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen, es gibt ein gutes Angebot an organisierten Touren. Landschaftlich am reizvollsten sind die Rhodopen, weil sie nicht so stark bewaldet sind und daher bessere Ausblicke über Wälder und Berge erlauben. Eine schöne Tour für Individualreisende ist z.B. die von Avramovo nach Velingrad (Fahrzeit ca. viereinhalb Stunden). Es werden auch mehrtägige, ein- oder zweiwöchige organisierte Touren angeboten, die u.a. von den Rhodopen ins Rila- und Pirin-Gebirge führen (z.B. Odysseia-In).

Reiten

In Teilen des Balkans, vor allem um Trojan herum, im Donautal und im Tal der Rosen gibt es zahlreiche reizvolle Wege für Reiter. Eine besonders empfehlenswerte Gelegenheit zum Reiten finden Sie im größten Reiterhof Bulgariens, dem Gestüt Kabijuk, ca. 12 km von Šumen entfernt im Dorf Konjovec. Ob Sie eine geführte Tour unternehmen oder nur einen kurzen Ritt an der Longe, zusammen mit einem Besuch des angeschlossenen Gestütsmuseums (tgl. 8-17 Uhr) ist Kabijuk auf jeden Fall ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug (Tel. 054/57057 | Tel. 0888202888 | www.kabiuk.com).

Wandern

Gemütlich bis anspruchsvoll: Bulgarien bietet Touren für jeden Geschmack. Wer es sportlich mag, erwandert die Pirin- und Rila-Gebirge (s. Kapitel Westbulgarien). Die Wege im Rila sind weich und grün, im Pirin dagegen felsig und oft sehr steil. Beste Jahreszeit für eine Tour ist von Juli bis Mitte September. Bergerfahrung und Trittsicherheit sind Voraussetzung. Berghütten bieten Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten.

Wassersport

An der Schwarzmeerküste gibt es zahlreiche Angebote: Tret- und Ruderboote, Wasserski und Windsurfen. Die besten Möglichkeiten für Segler bietet Marina Dinevi in Sveti Vlas | Ulica Edelvais 39 | Nessebar | Tel. 0554/45506 | Fax 45526 | www.dinevimarina.com

Wellness und Balneologie

In Bulgarien es gibt es über 600 natürliche Mineralwasserquellen, deren Heilkräfte bereits die Römer zu schätzen wussten. Heute wird die therapeutische Anwendung dieser Heilquellen in so genannten Balneologiezentren angeboten, so in Velingrad, Stara Zagora und Sandanski.


Mit Kindern reisen

Natürlich überall dabei

Es gibt kaum etwas in Bulgarien, was Sie nicht auch mit Kindern unternehmen könnten

Bulgaren sind ausgesprochen kinderlieb. Weil die Kleinen selbstverständlich dazugehören, nehmen Eltern ihre Kinder fast immer überallhin mit.

Dennoch sind Angebote für die kleinen Gäste in Bulgarien nicht gerade umwerfend und spezielle Einrichtungen für Kinder sind rar. Zwar gibt es überall Spielplätze mit Sandkästen und Rutschen, damit erschöpft sich das Angebot allerdings auch schon. In den großen Ferienhotels am Schwarzen Meer sieht die Lage deutlich besser aus: Hier ähnelt das Unterhaltungsprogramm für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen dem in Westeuropa. www.zadecata.com, deca.start.bg


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Bulgarienreise

Auto

Die kürzeste Autoroute führt über Wien, Budapest, Belgrad und Niš bzw. über Graz, Maribor, Zagreb, Belgrad und Niš nach Sofia. Bequem, aber zeitaufwändig ist die Anreise über Italien (Triest, Venedig, Ancona), von dort mit der Fähre nach Griechenland und über Thessaloniki nach Sofia.

Bahn

Die kürzesten Verbindungen nach Sofia führen über Wien und Belgrad (zweimaliges Umsteigen) oder über Budapest (einmaliges Umsteigen). Von Köln aus dauert die Fahrt nach Sofia über Wien/Belgrad ca. 34 Stunden, über Budapest ca. 38, von Berlin aus über Budapest nach Sofia ca. 30 Stunden.

Bus

Einige Busunternehmen bieten Linienfahrten nach Sofia an.

Flugzeug

Direkte Linienflüge nach Sofia gibt es derzeit von Berlin, Frankfurt, Köln, München, Hamburg, Wien und Zürich. Bei Charterflugreisen im Sommer werden die Flughäfen am Schwarzen Meer in Varna und in Burgas angeflogen, im Winter die näher zu den Bergen gelegenen Flughäfen im Landesinneren in Sofia und in Plovdiv.

Botschaft der Republik Bulgarien in Deutschland

Mauerstr. 11 | 10117 Berlin | Tel. 030/2010922 | www.botschaft-bulgarien.de

Bulgarisches Fremdenverkehrsamt

Eckenheimer Landstr. 101 | 60318 Frankfurt | Tel. 069/295284 | Fax 295286 | www.bulgariatravel.org

Botschaft der Republik Bulgarien in Österreich

Schwindgasse 8 | 1040 Wien | Tel. 01/5056444 | Fax 5051423 | amboffice@aon.in

Botschaft der Republik Bulgarien in der Schweiz

Bernastr. 2 | 3005 Bern | Tel. 031/3511455 | Fax 3510064 | www.bulembassy.ch

Auto

Der nationale Führerschein genügt, die internationale grüne Versicherungskarte ist aber obligatorisch, sonst muss an der Grenze eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Für Schadensregulierung ist ein Polizeiprotokoll erforderlich. Höchstgeschwindigkeiten: Pkw auf Autobahnen 130 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, in Ortschaften 50 km/h; Pkw mit Wohnwagen und Motorräder 100/70/50 km/h. Telefonieren im Auto ist nur mit einer Freisprechanlage erlaubt. Vom 1. November bis 1. März ist tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Promillegrenze: 0,5. Pkw, Motorräder und Wohnmobile benötigen eine Vignette. Sie wird an allen Grenzübergängen in drei Varianten verkauft: Sieben Tage kosten 5 Euro, ein Monat 13 und ein Jahr 34 Euro.

Banken & Geld

Inländische wie ausländische Währungen darf unbegrenzt eingeführt werden. Wer sein Geld wechseln will, sollte das in Banken tun, nicht in Wechselstuben oder auf dem Schwarzmarkt. Geldautomaten sind inzwischen weit verbreitet - den besten Wechselkurs bekommen Sie, wenn Sie mit der EC-Karte am Automaten abheben. Kreditkarten werden in größeren Hotels, Mietwagenbüros, in einigen Restaurants und Geschäften akzeptiert.

Camping

Das Land hat ein ausgedehntes Netz an Campingplätzen, von denen sich an den touristisch interessanten Orten mindestens einer und am Schwarzen Meer die gesamte Küste entlang sehr viele finden.

Deutsche Botschaft in Sofia

Ulica Frederic Jolio-Curie 25 | Tel. 02/918380 | www.sofia.diplo.de

Österreichische Botschaft in Sofia

Ulica Šipka 4 | Tel. 02/9329032 | sofia-ob@bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft in Sofia

Ulica Šipka 33 | Tel. 02/9420100 | www.eda.admin.ch/sofia

Einreise

EU-Bürger und Schweizer können mit einem gültigen Personalausweis oder mit einem gültigen Reisepass einreisen, eine Visumpflicht besteht nicht. Kinder unter 16 Jahren müssen einen Kinderausweis mit Lichtbild oder einen Kinderreisepass mit sich führen. Bei Aufenthalten von mehr als 90 Tagen müssen sich Reisende bei der bulgarischen Polizei anmelden und die Ausstellung einer Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht beantragen.

Fotografieren

Das Fotografieren militärischer Anlagen ist untersagt. In Kirchen sollten Sie fragen, es wird unterschiedlich gehandhabt.

Gesundheit

Die medizinische Versorgung in den großen Krankenhäusern ist gut, es fehlt jedoch an moderner medizinischer Ausstattung. Notfallbehandlungen können direkt über die Versicherung abgerechnet werden. Dazu muss die Europäische Versicherungskarte (erhältlich bei der Krankenkasse) vorgelegt werden.

Internet

Die informativsten Internetportale für alle möglichen Themen rund um Bulgarien sind www.dir.bg, www.online.bg und www.search.bg, jeweils auf Bulgarisch und Englisch. Neuigkeiten auf Deutsch gibt es unter www.bulgaria.de. Zahlreiche Informationen über verschiedene Tourismusbereiche finden Sie beispielsweise bei www.discoverbulgaria.com, www.bulgariatravel.org und www.bulgarien-reise.de. Onlinebuchungen sind teilweise möglich, eine Auswahl von Hotels finden Sie auch auf den Seiten www.hotelbg.com und www.hotelite.net. Restaurants und Bars gibt es unter www.restaurant.bg und shaker.dir.bg, Diskotheken und Nachtclubs unter www.disco.bg. Eine relativ gute Übersicht über den Tourismus an der Schwarzmeerküste bietet www.beachbulgaria.com. Nachrichten über aktuelle Politik, aber auch allgemeine Informationen erhält man über die Nachrichtenwebsites, www.novinite.com und www.sofiaecho.com. Einzelne Städte sind bereits mit eigenen Websites im Internet vertreten. Veranstaltungen und Kulturtipps - z.B. Kinofilme mit englischen Untertiteln - gibt es auf den Seiten www.programata.bg und www.cult.bg. Fast alle großen Hotels bieten Internetanschlüsse an.

Internetcafés

Die Infrastruktur ist gut. Man findet in jeder größeren Stadt zumindest ein kleines Internetcafé. Die Ausstattung der Computer ist allerdings oft rudimentär. In den Hochburgen am Gold- und Sonnenstrand führen viele Hotels eigene Internetcafés. Eine kleine Auswahl an Adressen:

Mietwagen

Das Angebot ist vor allem in den Zentren groß. Die Tagesmiete für Klein- bis Mittelklassewagen beträgt ab ca. 30 Euro plus Kilometergeld. Gezahlt wird mit Devisen, auch Kreditkarten werden oft angenommen. Angebote für Autovermietungen finden Sie z.B. unter www.rentacarbulgaria.com.

Notruf

Notruf Tel. 112, Feuerwehr Tel. 160, Notarzt Tel. 150, Polizei Tel. 166

Öffentliche Verkehrsmittel

Sowohl der innerstädtische wie auch der Überlandverkehr verfügen über ausgedehnte Netze und sind ausgesprochen billig. Im Fernverkehr ist meistens der Bus der Eisenbahn vorzuziehen, über die Busunternehmen kann man sich bei den großen Hotels erkundigen. Man kommt um einiges schneller und komfortabler ans Ziel als mit der Bahn. Zu empfehlen sind die großen Gesellschaften Etap Adress/Grup plus, etapgroup.com und Biomet, www.biomet-bg.com. Abfahrtszeiten an den zentralen Busbahnhöfen. Inlandsflüge sind ebenfalls relativ preiswert.

Öffnungszeiten

In der Regel sind Lebensmittelgeschäfte montags bis freitags von 8-20 Uhr, Bekleidungsgeschäfte von 10-19 Uhr und Banken von 9-16 Uhr geöffnet. Auch am Samstag sind Supermärkte, Einkaufszentren und kleine Läden geöffnet. In fast allen größeren Städten gibt es Lebensmittelgeschäfte, die von Montag bis Sonntag rund um die Uhr geöffnet haben.

Post

Die bulgarischen Postämter sind meist Mo-Sa von 8-18 Uhr geöffnet. Briefmarken sind hier und an einigen Kiosken - zusammen mit Postkarten - erhältlich.

Preise & Währung

Währungseinheit ist der Lev (Mehrzahl Leva, 1 Lev = 100 Stotinki). Der Lev ist fest an den Euro gebunden. Nach wie vor sind die Preise für Touristen niedrig, sieht man einmal von den Hotels in den Großstädten und touristischen Zentren und den ausländischen Leihwagen ab. Privatquartiere bekommt man schon für 10 Euro die Nacht. Allerdings sind die Übernachtungspreise, besonders an der Schwarzmeerküste, saison- und nachfrageabhängig.

Strom

Netzspannung 220 Volt Wechselstrom, die Mitnahme eines Adapters ist empfehlenswert.

Taxi

Ein Taxameter ist Pflicht, Quittung ebenso. Ein Schild mit dem Kilometerpreis muss sichtbar an der Frontscheibe oder am Fenster des Wagens stehen. Fragen Sie den Taxifahrer nach dem Gesamtpreis, bevor Sie einsteigen.

Telefon & Handy

Hotels bieten Stadtgespräche häufig sehr günstig, in Sofia größtenteils sogar kostenfrei an. Auslandsgespräche dagegen sind sehr teuer. Zehn Minuten nach Deutschland kosten ca. 5 Euro. Vorwahlen: 0049 nach Deutschland, 0043 nach Österreich, 0041 in die Schweiz. 00359 von Europa nach Bulgarien, dann jeweils die Stadtvorwahl ohne die Null.

WLAN

Über einen WLAN-Internetzugang verfügen Einrichtungen, die sich hauptsächlich in den Großstädten und an der Schwarzmeerküste befinden. Große Hotels haben WLAN, auch einige Restaurants, Cafés, Verkaufsmärkte und die OMV-Tankstellen rund um Sofia.

Zeit

In Bulgarien gilt die osteuropäische Zeit, das Land ist der mitteleuropäischen Zeit damit um eine Stunde voraus. Die Umstellung auf die Sommerzeit im März und die Rückstellung im Oktober erfolgt parallel zu der in Mitteleuropa.

Zoll

Die Ein- und Ausfuhr von Geldsummen ab 20000 Leva (gut 10000 Euro) sowie von wertvollen Gegenständen (z.B. Schmuck oder Videokameras) ist gegenüber dem bulgarischen Zoll schriftlich zu deklarieren. Entsprechende Formulare hält der Zoll bereit. Der Durchschlag der Erklärung muss bestätigt und bis zur Ausreise aufbewahrt werden.

Kaffee

0,30-1,50 Euro für eine Tasse Espresso

Imbiss

40-60 Cent für eine Banica

Wein

0,50-1,50 Euro für ein Glas Wein

Sonnenschirm

2-8 Euro für die Miete pro Tag

Benzin

0,80-1,20 Euro für 1 l Super bleifrei

Taxi

0,30-2 Euro pro Kilometer


Unser Insider

MARCO POLO Korrespondentin Galina Diran im Interview

Galina Diran erlebte ihre Kindheit in Bulgarien. Die TV-Journalistin arbeitet hauptsächlich in den Bereichen Kultur und Tourismus.

Sie leben als gebürige Bulgarin heute in Deutschland. Wie kam es dazu?

Ich bin in Sofia geboren und aufgewachsen. Bulgarien verlassen habe ich, weil meinem Mann ein Engagement am Volkstheater Rostock angeboten wurde. Wir wollten damals sehen, wie man in einem anderen Land lebt. Und da wir nicht in den Westen einreisen durften, blieben nicht viele Möglichkeiten, also sind wir in die DDR gegangen. Nun lebe ich seit 25 Jahren in Rostock.

Wie erleben Sie Bulgarien heute?

Das Land ist moderner und offener geworden. Leider hat sich die Schere zwischen Arm und Reich weit geöffnet. Viele junge Bulgaren haben deshalb in den letzten Jahren das Land verlassen. Und in manchen Gegenden, etwa am Rand von Sofia, in Bansko oder an der Schwarzmeerküste, wird zu viel gebaut, ohne Rücksicht auf die Umwelt.

Was lieben Sie an Bulgarien?

Mich reizt die Vielfalt der Natur. Die lauen Sommerabende Bulgariens sind wunderschön, und die bulgarische Volksmusik mag ich sehr.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsgericht?

Das sind Musaka mit Auberginen, Šopska-Salat mit Schafskäse, Kjopoolu und Tarator. Und ich mag das selbst gemachte Sauerkraut, das gibt es bei uns zu Hause immer zu Weihnachten.

Sind Sie oft in Ihrer Heimat?

Ja, weil meine Mutter und Verwandte da leben. Wenn ich dort bin, gehe ich gern wandern. Ich finde die Berge großartig, die frische Luft, die kristallklaren Seen, die netten und bescheidenen Menschen, die dort wohnen. Natürlich besuche ich auch die Hauptstadt Sofia und schnuppere dort Großstadtluft. An der Schwarzmeerküste gefällt mir die Stadt Varna. Und die Küste nördlich von Balchik bis zur rumänischen Grenze und der Abschnitt südlich von Sozopol bis zur türkischen Grenze haben einen ganz besonderen Reiz.

Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autorin?

Als gebürtige Bulgarin habe ich den Draht zu den Menschen und kenne die Innenperspektive. Und mein Leben in Deutschland ermöglicht es mir, mit der nötigen Distanz aufs Land zu blicken.

Zurück nach Bulgarien - eine Option?

Ich kann mir vorstellen, in Bulgarien und in Deutschland zu leben. Letztlich sind die Unterschiede nicht so groß. Nicht ohne Grund werden die Bulgaren auch die Preußen des Balkans genannt.


Bloß nicht

Auch in Bulgarien gibt es Dinge, die man besser lässt

In der Stadt Auto fahren

Der Straßenverkehr in den Großstädten ist chaotisch, vor allem in Sofia und Varna. Am besten, Sie lassen dort das Auto stehen und steigen auf die öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi um. Wenn Sie doch selber fahren, sollten Sie am besten auf einem bewachten Parkplatz parken - und auf keinen Fall im Parkverbot. Im Abschleppen sind die Bulgaren sehr schnell.

Zustimmend nicken

Es werden kaum Situationen zu vermeiden sein, in denen man sich nonverbal verständigen muss. Damit keine Missverständnisse entstehen: Wenn die Bulgaren nicken, das heißt den Kopf einmal von unten nach oben und dann langsam zurückziehen, dann heißt das „Nein!“. Wenn sie den Kopf schütteln, das heißt, ihn nach links und dann nach rechts ziehen und das Ganze bei heftiger Zustimmung wiederholen, dann heißt das „Ja!“. Wenn Sie also jemandem nonverbale Zustimmung signalisieren wollen - hüten Sie sich vor dem Nicken!

Leichtsinnig sein

Die Kriminalitätsrate in Bulgarien steigt. Es besteht zwar kein Anlass zur Panik, aber Sie sollten auf jeden Fall vorsichtig sein: wertvolles mit sich tragen und festhalten, das Auto unbedingt - auch tagsüber - bewacht parken und nicht zum Ausstellungsgelände für Kameras, Handtaschen und anderes umfunktionieren. Und bitte nicht mit einem dicken Geldbündel wedeln. Handys sind ein bevorzugtes Diebesgut! Vorsicht beim Fahren in überfüllten Straßenbahnen und Bussen, besonders in Sofia: Dort sind oft Taschendiebe unterwegs.

Nachts spazierengehen

Vorsicht im Dunkeln! Nicht die Diebe, sondern die Schlaglöcher in den Straßen sind eine Gefahr für die Fußgänger, der Sie mit einer Taschenlampe aus dem Weg gehen können.

Sich von Schwarzmarkthändlern ansprechen lassen

Auf der Straße zu tauschen lohnt sich nicht und ist zudem noch illegal. Wenn auch seltener als früher, gibt es immer noch einige Passanten, die Touristen auf Geldumtausch ansprechen. Zumeist wird das Angebot etwas günstiger sein als der übliche Durchschnittskurs. Gehen Sie in keinem Fall auf das noch so verlockende Angebot ein, denn in Bulgarien gibt es geschickte Geldfälscher. Vorsicht ist auch angesagt, wenn Sie gebeten werden, größere Scheine in kleinere zu wechseln. Achtung auch in Wechselstuben: In einigen ist die Provisionsgebühr sehr hoch. Behalten Sie Ihr Geld stets im Auge, und verlangen Sie eine Quittung! Lassen Sie sich kleine Scheine geben, um Wechselprobleme zu vermeiden. Wesentlich sicherer wechseln Sie in einer Bank. Am einfachsten ist es, Sie heben Geld am Geldautomaten ab.

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