City-Info Djerba - Dortmund Airport

City-Info Djerba

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Unterhaltung

Unterhaltung

Djerba

Casino

Einer der beliebtesten Treffpunkte der Insel, die ansonsten mit Ausgehmöglichkeiten nicht sonderlich gesegnet ist. Außer dem Besuch des Spielkasinos können Sie sich hier von Shows unterhalten lassen, es gibt eine Bar, Geschäfte und ein Luxusrestaurant. | Route Touristique | 11 km hinter Houmt Souk | tgl. ab 16 Uhr

Le Pasha

Diese Diskothek ist nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Einheimischen beliebt. | Plage de Sidi Mahrès, im Luxushotel Royal Garden

Sun Disco

Auf der Route Touristique, ungefähr 10 km von Houmt Souk entfernt, öffnet täglich um 23 Uhr die angesagte Diskothek des Hotels Sun Club.

Auskunft

Auskunft

Djerba

Commissariat Général au Tourisme

Avenue de l'Environnement | rechts in Richtung touristische Zone | Tel. 75650544 | Fax 75650581

Syndicat d'Initiative

Place des Martyrs | neben der Post | Tel. 75650915

Syndicat d'Initiative

Im Zentrum von Midoun. Hier können Sie auch Plätze für das Fantasia-Spektakel vorbestellen. Das Syndicat d'Initiative erreichen Sie über die gegenüberliegende Reiseagentur Jerba Midoun Voyage | Tel. 75730075.

Office de Tourisme

Rue de l'Environnement | Tel. 75650544 | Fax 75650581

Auskunft

Südtunesien

Office National de Tourisme

Der freundliche und ungewöhnlich engagierte Bürochef Amor Boukris berät Sie gern. Er spricht auch Deutsch. | Place du Martyr | Tel. 75470351, Mobiltel. 98644597

Office de Tourisme

Kompetente, freundliche Bedienung und Plan für den Besuch der Oase. | An der Kreuzung der Avenue Habib Thameur und Hedi Chaker, auf der Straße zum Strand | Tel. 75272577 | Fax 75270254

Office de Tourisme

Place des Piscines Romaines | Tel. 76221664

Office de Tourisme

In Neu-Matmata, unter der tunesischen Flagge | Tel. 75240075

Office de Tourisme

Avenue Habib Bourguiba | Tel. 75850686

Office de Tourisme

Avenue Abou el-Kacem ech Chabbi | Tel. 76454088 | Fax 76452051

Syndicat d'Initiative

Avenue Habib Bourguiba | Tel. 76462034

Einkaufen

Einkaufen

Djerba

Ali Berbère

Auf Djerba wachsen etwa 500000 Olivenbäume, einige stammen angeblich noch aus römischer Zeit. Bei Ali Berbère bekommen Sie eines der Erzeugnisse daraus: gutes Olivenöl. | Gegenüber der Post an der Straße nach El Kantara

Fehti Ben Aissi

Der Töpfer gibt in seiner Werkstatt eine gute Einführung in das Handwerk. | An der Straße nach Ajim

Galfat Abdelgani

Dies ist ein Familienbetrieb, der sich auf klassische Formen und traditionelle Verarbeitung spezialisiert hat. In einer Seitenstraße gleich beim Zentrum von Guellala gelegen, ist die Kunstgalerie schon von weitem sichtbar.

La Perfection

Der Töpfer und Dorfschreiber von Guellala hat das magische Kamel erfunden und eine Bonbonniere für Kinder. Das magische Kamel ist hohl und lässt sich mit Wasser füllen, das aus dem Maul wieder herausläuft. Keramikartikel sowie Tassen, Teller und Schalen gibt es in reichlicher Auswahl. Der Sohn des einfallsreichen Dorfschreibers führt die Geschäfte fort. | Atelier de Younes El Ghoul, an der Straße nach El Kantara

Anan Turki

Der kleine Kiosk auf dem Gewürzmarkt fällt kaum auf. Hier steht Herr Anan Turki jeden Vormittag und hält die Familientradition aufrecht: Er ist wie sein Vater Destillateur von Blumendüften, die er zubereitet und verkauft. Rosenwasser verfeinert den Kaffee oder das Gebäck, Orangenblütenwasser ist gut für den Obstsalat oder zum Parfümieren der Hände. Jasmin empfiehlt Herr Turki nach dem Verlassen des Bades. Zermahlener Baroukstein, gemischt mit Rosenwasser, ist eine gute Gesichtsmaske, und Apfelessig war im Orient schon immer wegen seiner verschönernden Wirkung bekannt. Herr Turki füllt Ihnen die gewünschten Duftwässer gern ab. | Zentralmarkt

Aries

Handgestrickte Pullover, Seidenschals oder originelle Seidenkleider - die Italienerin Marie Aries arbeitet mit djerbischen Schneiderinnen zusammen und hat die traditionelle Handarbeit Djerbas für den europäischen Geschmack weiterentwickelt. Eine Fundgrube: Jedes Stück ist ein Einzelstück; feste Preise, entspannte Atmosphäre. | Rue 9 Avril

Artisanat Aroua

Der nette Herr Abdelaziz führt eine kleine Kunstgewerbeboutique mit vernünftigen Preisen. Er kennt die Unlust vieler Urlauber, sich aufs Feilschen einzulassen. | 99 Avenue Habib Bourguiba | gleich bei der Post

Fethi Melitti

Ein Besuch dieser kleinen Weberei lohnt sich. Hier können Sie wunderschöne traditionelle Stoffe in schillernden Farben bewundern und bekommen auch eine Einführung in das Handwerk. | 12 Place Aouled Hafoz

Fischmarkt

Jeden Morgen ist die Fischhalle von Houmt Souk voll. Dann findet die Fischversteigerung statt. Drei alte Männer auf hochgestellten Stühlen verkaufen Zackenbarsche, Seebarben und andere Fische zum gebotenen Höchstpreis - ein wortgewaltiges, buntes Spektakel, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Foundouk El Goulla de Poterie

Große Auswahl an Töpfereiartikeln aus heimischer Produktion. | Rue Habib Bougatfa | Parallelstraße zur Rue Bizerte

Libyermarkt

In der Nähe des Hafens finden jeweils am Montag- und Donnerstagvormittag der Gemüsemarkt und der bunte Libyermarkt statt. Man bekommt dort alle Arten von Waren, viele stammen, wie der Name vermuten lässt, aus Libyen.

Malerateliers

Bechir Kounali malt schöne Aquarelle mit lokalen Motiven (Place Farhat Hached | gegenüber dem Rathaus). Auch der sehr charmante Monsieur Kanoun verkauft farbenfrohe Malerei (gegenüber der Konditorei Mihirisi in der Rue Abdel Hamid-el-Kadhi).

Michèle - Art et Tradition

Ausgesuchte Antiquitäten aus der Umgebung, Kunsthandwerksartikel und typische Kleidung zu festen Preisen bietet die Französin Michèle ihren Kunden in der Rue des Antiquaires.

Socopa

Mit Preisen ausgezeichnet und geprüft sind die Waren im Office de l'Artisanat, Avenue Habib Bourguiba. Dort finden Sie einen Querschnitt tunesischer Handarbeiten mit Qualitäts- und Preisgarantie. Vorsicht: Der Laden Artisanat weiter vorn auf der Avenue Habib Bourguiba Richtung Zentrum gibt sich gern als staatliches Geschäft aus. Dies stimmt jedoch nicht. Die Verkäufer dort sind zudem sehr aufdringlich.

Souks

In Houmt Souk finden Sie typische Ledersachen (das Leder kommt aus der Türkei) wie Taschen, Gürtel, Jacken, aber auch Teppiche, Decken, Silberschmuck und Tonwaren. Gewürze, Henna und andere Schönheitsmittel gibt es auf dem Gewürzmarkt. Wenn Sie Silberschmuck im jüdischen Viertel kaufen, müssen Sie sich, wie überall in den Souks, aufs Feilschen einlassen.

Warlid

Das Geschäft hat eine große Auswahl schöner Wasserpfeifen zum Großhandelspreis. | Gegenüber dem Oratorium, einer Seitenstraße der Place d'Algérie

Les Délices de Djerba

Probieren Sie diese unnachahmlichen Süßigkeiten: Die gefüllten Datteln und Mandelmakronen sind auch ein schönes und originelles Mitbringsel. | Rue Ali Belhaouane

Libyscher Markt

Jeden Freitagmorgen findet ein sehr schöner bunter Markt in Midoun statt. Angeboten werden Kleidung, z.B. Kaftane, Decken, Gewürze und andere Dinge, die sich als exotische Andenken an Ihren Urlaub auf Djerba eignen.

Einkaufen

Südtunesien

Markt

Hier werden neben Gemüse auch sehr hübsche handgeknüpfte Berberteppiche (Magoum), Schuhe aus Kamelleder und bunt bestickte Pantoffeln aus Ziegen- oder Kamelleder angeboten. Ein sehr schöner und abwechslungsreicher Markt. | Jeden Donnerstagmorgen im Zentrum

Tiermarkt

In einem kleinen Palmenhain, nicht weit vom Markt entfernt, findet jeden Donnerstag der Tiermarkt statt. Hier werden Ziegen, Pferde, Dromedare, Hühner und Esel zum Verkauf angeboten. Ein sehr schöner Markt, wo Sie beobachten können, wie der Käufer sein Schaf auf den Motorroller hievt, zwischen die Beine klemmt und dann mit ihm davonbraust.

Artisanat

Staatlich kontrolliertes Kunsthandwerk wird in der Avenue Farhat Hached verkauft.

Souk de Jara

Der knallgrüne Lippenstift, der ein ganz individuelles Rot auf ihre Lippen zaubert, Kajal, Amber, Zazar, Musk, ein Döschen Cheb gegen das Schwitzen, das beste Henna, Weihrauch, Ingwer, Safran oder ein getrockneter schwarzer Skorpion aus der Wüste - im Souk de Jara gegenüber der Großen Moschee können Sie wie nirgendwo sonst exotische Schönheitsmittel entdecken. | Tgl. außer Mo

La Maison de l'Artisanat

Unter dem Dach der nationalen Organisation für Kunsthandwerk (ONAT) ist hier eine kleine Ausstellung mit Teppichen und Porzellan, traditionellem und modernem Kunsthandwerk zu sehen. | Bei den Römischen Bädern

Marché Artisanal

Hier wird Kunsthandwerk aus der Region verkauft. | Place Ali Belhouane

Moktar El-Megbli

Angeboten werden sehr schöne gewebte Teppiche, Hochzeitstücher und Schals. Außerdem finden Sie Antiquitäten und alten Berberschmuck. Hier können Sie ungestört und in angenehmer Atmosphäre stöbern. Die Adresse ist in ganz Tunesien bekannt. | 68 Avenue Habib Bourguiba

Kunsthandwerk

Überall auf der Avenue Habib Bourguiba gibt es Läden, in denen Ledersachen, Berberteppiche und Silberschmuck angeboten werden. Die Verkäufer dort fordern die Passanten unentwegt zum Eintreten auf. Das ist manchen Besuchern lästig. Wenn es Ihnen auch so geht: In der Maison de l'Artisanat finden Sie alle Dinge, die auch in den anderen Läden angeboten werden, und Sie können unbelästigt stöbern. | Avenue Abou el-Kacem ech Chabbi

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Djerba

Complexe de l'Oasis

Kleines Café, das mitten im Zentrum liegt. Von der schönen Terrasse können Sie die Haupt- und Geschäftsstraße gut überblicken. | Vom Hafen kommend rechts an der Hauptstraße

Salem

Das Restaurant sieht zunächst sehr unscheinbar aus, doch es lohnt sich. Das Fischgericht, meistens steht nur ein Menü zur Auswahl, ist ausgezeichnet. Das Salem ist bekannt und sehr beliebt bei Einheimischen. | Rue Jidaouni | vom Hafen kommend die Hauptstraße bis zur großen Uhr, dann rechts abbiegen | tgl. mittags geöffnet | Tel. 75660620 | €€

La Grande Jarre

Kleines, günstiges Restaurant an der Straße zum Museum. | €

Ben Dilane

Nettes Café mit gutem Cappuccino im Zentrum von Guellala.

Baccar

Eines der ältesten Restaurants von Houmt Souk; angenehme Inneneinrichtung. Es gibt auch Tische im Freien. ausgezeichneter Fisch serviert. | Place Hedi Chakar | Tel. 75650708 | kein Ruhetag | €€

Ben Yedder

Touristisches Café mit großer Terrasse. Die Ben Yedders sind die bekanntesten Süßigkeitenhersteller Tunesiens; guter Kaffee. | Place Farhat Hached

Le Carthage

Günstiges tunesisches Restaurant mit einem schmackhaften Angebot von Pizza bis Couscous. | 11 Avenue Badra | Tel. 75620350 | kein Ruhetag | €

Café de l'Environnement

Ein kleiner Rundbau, in einem Park Richtung Hafen gelegen. Die große Terrasse des hübschen Cafés unter schattigen Bäumen bietet einen angenehmen Aufenthalt. | Route de Lamarsa

La Fontaine

Das Haus offeriert eine große Auswahl an Eis und Fruchtsäften. Hier treffen sich Tunesier abends zum Ausgehen auf der Terrasse. Es gibt auch Pizza; kein Alkoholausschank. | Rue du 2-Mars-1934 | gegenüber der Türkenmoschee | kein Ruhetag | €

Haroun

Sehr schön am Hafen gelegenes Luxusrestaurant. Küche und Ambiente sind sehr gut, die Rechnung ist sehr hoch. | Am Hafen hinter dem Hotel Lotus | Tel. 75650488 | Mo geschl. | €€€

De l'Île

Lassen Sie sich nicht vom Erdgeschoss irritieren, das gute Restaurant ist in der ersten Etage. Hier bekommen Sie schmackhafte Fischgerichte in angenehmer Atmosphäre. | Place Hedi Chaker | Tel. 75650651 | kein Ruhetag | €€

Chez Monnir

Sie kaufen ihren Fisch bei der Fischversteigerung auf dem Markt und lassen ihn im Monnir zubereiten. Das kleine Restaurant liegt in einer Passage des Zentralmarkts gleich neben dem Fischmarkt und gegenüber dem Restaurant Tunisien. Hier wird Ihr Fisch gebraten und in einer Viertelstunde mit einem guten Salat serviert. Sie können ihn an kleinen Tischen vor dem Restaurant verzehren, denn der Bratengeruch drinnen ist heftig. Viele Tunesier essen hier. | So geschl. | €

Papagallo

Das Restaurant unterscheidet sich von anderen in seiner Auswahl an Meeresfrüchten, es gibt aber auch Pizza und Lasagne und Tiramisu. | Avenue Habib Bourguiba | Tel. 21416216 | kein Ruhetag | €€€

Tunisien

Restaurant auf dem Zentralmarkt, gegenüber dem Chez Monnir. Hier wird gute, klassische tunesische Küche serviert. | So geschl. | €

Bilel

Schlichtes, aber gutes Restaurant mit tunesischer Küche. Probieren Sie dort den Tintenfisch und das tunesische Gericht Melouchia. | Rue Salah Ben Youssef | kein Ruhetag | €

Café de la Jeunesse

Kleines Café unter schattigen Bäumen mit leckerem Orangensaft. | Im Zentrum | beim Syndicat d'Initiative

Le Gourmet

Leckeres, feines Gebäck, Torten, Kuchen und Cappuccino aus Arabica-Kaffee bekommen Sie im maurischen Café Le Gourmet mit einer Terrasse auf der gegenüberliegenden Straßenseite. | Avenue Habib Bourguiba

El Guestile

Kleiner Garten mit Steinbänken und Tischen, hier gibt es allerdings wenig Schatten. Vorspeise und Pfefferminztee sind im Preis enthalten. Korrekte Preise, sehr empfehlenswert. | 21 Rue Marsa Ettefa | neben dem Marktplatz | kein Ruhetag | €€

Whispering Palms

Das Restaurant Whispering Palms und das dazugehörige Café Arabe unter deutsch-tunesischer Leitung bieten hervorragende mediterrane Küche und leckere Kuchen in einem sehr schönen Garten. Alkohol wird ausgeschenkt. | 6 km vor Midoun zwischen Hotel Club Alice und Sofitel | Tel. 75757487 | Mo geschl. | €€€

Pizzeria Zitouna

Viele Einheimische besuchen dieses Lokal. Es gibt selbst gebackenes Brot, Couscous und Fischgerichte. | Rue Sidi Sherif | kein Ruhetag | €

Sidi-Bou Said

Restaurant mit kleiner, schattiger Terrasse; gutes Couscous und Fischgerichte. Kein Alkoholausschank. | Im Zentrum | kein Ruhetag | €

Restaurants

In fast allen Hotels der Touristikzone kann man auch à la carte essen. Hier seien nur einige spezielle Restaurants empfohlen.

Bierbrunnen

Zwei Sorten Bier werden hier ausgeschenkt: das tunesische Celtia und Löwenbräu. Die Bierbar mit Garten hat eine angenehme Atmosphäre. Tunesische Küche. | Plage de Sidi Mahrès, im Hotel Haroun | kein Ruhetag | €€

Le Capitaine

Einfache tunesische Küche im Zentrum von Aghir am Ende der Plage de la Séguia. Nette Abwechslung zu den überquellenden Büfetts der Ferienanlagen. | Tel. 75600894 | kein Ruhetag | €

Daly Mezray

Das Café und Restaurant mit guter tunesischer Küche bietet auch deutschen Filterkaffee und deutschen Kuchen. Der Kuchen wird von der sympathischen Besitzerin Rosi, die das Restaurant mit ihrem tunesischen Mann Anoir betreibt, selbst gebacken. Rosi ist beliebte Anlaufstelle und Gesprächspartnerin für deutsche Urlauber - ein Stück Heimat in der Fremde. Das Restaurant wurde für seine saubere Küche ausgezeichnet. | Plage de Sidi Mahrès, auf der Hauptstraße in Richtung Houmt Souk 1 km nach dem Casino auf der linken Seite, Schild: deutscher Filterkaffee | Tel. 96898325 | kein Ruhetag | €€

Diwan

Restaurant mit Bauchtanz, Livemusik und Animation. | Route Touristique | von Houmt Souk kommend links, kurz vor der Abzweigung nach Midoun | Tel. 75733614 | kein Ruhetag | €€-€€€

Rendez-Vous

Gutes Restaurant mit mediterraner Küche. | An der Abzweigung von der Route Touristique nach Midoun | Tel. 75659119 | kein Ruhetag | €€

Zagallo

Für den großen Hunger: Hier bekommen Sie zu einem sehr moderaten Preis tunesische Spezialitäten, es gibt aber auch Pizza. | Plage de Sidi Mahrès gegenüber Hotel Isis | kein Ruhetag | €€

Essen und Trinken

Südtunesien

Ali Baba

Gutes, sauberes, von jungen Leuten geführtes Restaurant. Im Garten kann auch im Berberzelt gegessen werden. | 5 Avenue Habib Bourguiba | Tel. 75472498 | kein Ruhetag | €€

Camping du Désert

Hier können Sie wählen zwischen italienischer, französischer und tunesischer Küche. Es wird auch Alkohol ausgeschenkt. Vor dem Marktplatz rechts bis zu einem Palmenhain. | Tel. 75470575 | kein Ruhetag | €€

La Rose

Gutes tunesisches Restaurant. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Café La Rose, das vom gleichen Besitzer betrieben wird. | Avenue du 7 Novembre | gleich neben dem Souk | Tel. 75471660 | kein Ruhetag | €€

Chez Amori

Von den Preisen her ist das Restaurant, in dem einfache tunesische Speisen serviert werden, unschlagbar, vor allem, da die Qualität der Küche gut ist. Während des Ramadan geöffnet. | 82 Avenue Habib Bourguiba | kein Ruhetag | €

Café La Chicha

Die Räumlichkeiten erstrecken sich über zwei Etagen. In die obere Etage gehen vor allem Paare. Auf der dazugehörenden Terrasse wird gespielt und Wasserpfeife geraucht. | Rue Ibn el-Jazzar | gegenüber der Place de la Liberté | tgl. bis 21 Uhr

L'Oasis

Alteingesessenes Restaurant mit gutem Ruf. Zwei schöne Räume und ausgezeichnetes Essen. Besonders empfehlenswert sind hier die Fischgerichte. Alkohol wird ebenfalls ausgeschenkt. | Avenue Farhat Hached | gegenüber von Sahara Tours | Tel. 75270387 | So geschl. | €€-€€€

Pizzeria Tony

Kleines Restaurant, in dem sich viele Jugendliche treffen. Einer der wenigen einladenden Orte in Gafsa. Es gibt auch eine Weinkarte. | Abou-el-Kacem-ech-Chabbi | kein Ruhetag | €-€€

Restaurant les Ambassadeurs

Eines der besten Restaurants der Stadt. | Rue Ahmed Snoussi | Tel. 76224000 | kein Ruhetag | €€

Chez Abdoul

Einmal eine Abwechslung zum Couscous in den Hotels. Der Wirt bietet verschiedene Gerichte an. | Im Zentrum bei der Abzweigung nach Tamezret, gegenüber dem Syndicat d'Initiative | Tel. 75240189 | kein Ruhetag | €-€€

Ben Khalifa

Links Café, rechts Restaurant: Hier bekommen Sie gutes Essen für wenig Geld. Die Bewirtung ist freundlich. | Place du 7 Novembre | gegenüber der Bushaltestelle | kein Ruhetag | €

Essendabad

Ein einfaches und günstiges Restaurant, aber mit ordentlichem Essen. | In einer Nebenstraße in der Nähe des Bahnhofs | Tel. 75852367 | So geschl. | €

Restaurant de la Gazelle

Ein Restaurant mit großer Auswahl und tunesischen Spezialitäten. Hier wird auch Alkohol serviert. | Anvenue Hedi Chaker | Tel. 75860009 | kein Ruhetag | €€

Café de la Rosa

Am Tag wie am Abend sitzen hier vor allem Jugendliche, trinken Kaffee und rauchen eine Wasserpfeife. | Avenue Abou el-Kacem ech Chabbi | kein Ruhetag

Le Petit Prince

Ein sehr schön eingerichtetes Restaurant mit Reverenz an den Autor des „Kleinen Prinzen“, Antoine de Saint-Exupéry. Französische und tunesische Küche, es wird Alkohol ausgeschenkt. | Auf der rechten Seite des Gouverneurspalasts beim Eingang zur Oase | Tel. 76452518 | kein Ruhetag | €€€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Djerba

Hammam

Besuchen Sie einen städtischen Hammam, und lassen Sie sich auf die Waschrituale der Einheimischen und die Behandlung mit dem rauen Handschuh ein, ein wohltuendes Ganzkörperpeeling - garantiert spannender als das Hammamangebot in der Ferienanlage. Der älteste und interessanteste Hammam ist Sidi Brahim (17 Rue de Bizerte | tgl. außer Mi Männer 6-12, Frauen 13-18 Uhr | 3,5 TND).

Radfahren

Sportangebote und Sportgeräte gibt es vor allem in den touristischen Zonen direkt im Hotel. Ein lokaler Vermieter von Fahrrädern für die Inseltour in Houmt Souk ist Rais | Avenue Abdelhamid El-Khadi | Tel. 75650303.

Freizeitangebote

An vielen Strandabschnitten kommen Aktivurlauber auf ihre Kosten. Vor allem die großen Hotels haben Angebote zur Freizeitgestaltung im Programm. Neben den gängigen Wassersportarten wie Segeln, Surfen, Wasserski, Schnorcheln oder Tauchen und Paragliding können auch Ausritte auf Pferden oder Dromedaren gebucht werden.

Golf

Golfkurse können Sie im Djerba Golf Club, 17 km von Houmt Souk entfernt, belegen. Der Club besitzt einen 18-Loch- und einen 9-Loch-Platz. | Tgl. 7-17 Uhr | 18-Loch-Parcours 84 TND, 9-Loch-Parcours 44 TND | Tel. 75745055 | djerba.golfclub@planet.tn

Thalassotherapie

Der letzte Schrei im Kurprogramm. Wellnessfans wissen es längst: Die Behandlung mit warmem Meerwasser soll nicht nur bei rheumatischen Erkrankungen lindernd sein. Thalassotherapie wirkt stressmindernd. Es werden auch spezielle Kuren angeboten, die helfen sollen, wenn man sich das Rauchen abgewöhnen will. Thalassotherapie können auch Nichtgäste buchen in den Hotels Radisson SAS Djerba oder Royal Garden

Thermal

Im Hôtel Les Sirènes können Sie auch, wenn Sie nicht dort zu Gast sind, für 15 TND im 26 Grad warmen, mit bräunlichem Wasser gefüllten Thermalpool baden. Im Hôtel des Thermes können Sie kostenlos in einem doppelt so großen Thermalbecken schwimmen. Im Winter gibt es ein Innenbecken. Fachgerechte Massagen und Physiotherapeuten sind buchbar.

Freizeit und Sport

Südtunesien

Méharée

Eine Méharée, eine Wüstentour, sei in Douz jedem Besucher empfohlen. Sie können eine Méharée für einen oder mehrere Tage bis hin zu zwei Wochen buchen, entweder mit Dromedaren oder mit allradangetriebenen Fahrzeugen. Wenn Sie den Touristenrummel hinter sich gelassen haben, ist vor allem eine Wüstenwanderung ein unvergessliches Erlebnis und Erholung und Entgiftung für Körper und Geist. Kosten inklusive Verpflegung etwa 35 Euro pro Tag. Eine Liste von Veranstaltern erhalten Sie im Office National de Tourisme, ein empfehlenswerter Anbieter ist Nefzaoua Voyage | Rue de 20 Mars | Tel. 75472920.

Sehenswertes

Sehenswertes

Djerba

Museum von Guellala

In diesem Museum, das durch Privatinitiative entstand, können Sie einen Blick in heimische Küchen, Schlafzimmer und Salons werfen und unter der Erde bei der Produktion von Olivenöl zuschauen. Café, Geschäfte und eine Terrasse mit wunderbarem Ausblick machen das Ausflugsziel sehr attraktiv. | Auf einem Hügel außerhalb des Orts | tgl. Winter 8-18, Sommer 8-22 Uhr | Eintritt 5 TND

Bordj el Kebir

In der Nähe des Hafens liegt die alte Verteidigungsanlage Bordj el Kebir. Sie wurde im 12. Jh. von Roger de Loria errichtet, der die Insel im Auftrag des Königs von Aragón eroberte. 1560 bezog der Korsar Dragout die Festung und ließ sie weiter ausbauen. Später war sie in den Händen der Beys von Tunis, dann in denen der Franzosen. Lange Zeit war die Anlage militärisch unbedeutend und zerfiel immer mehr. Erst mit dem aufkommenden Tourismus begannen die Renovierungsarbeiten. Im Innenhof des Militärbaus stößt man überraschend auf einen Marabout, das Grab des Heiligen Ghazi Mustapha. | Tgl. außer Fr Sommer 8-19, Winter 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 3 TND

Bordj el Ras

Einen kleinen Spaziergang vom Zentrum entfernt (1 km) liegt der Hafen. Etwa auf halber Höhe am Strand, zwischen dem Hafen und der Festung Bordj el Kebir, erinnert ein kleiner weißer Obelisk an das dramatische Ende des letzten Eroberungsversuchs der Spanier 1560. Dem Korsarenführer Dragout gelang es, die Schiffe der Spanier zu verbrennen, 5000 Mann mussten sich ergeben. Alle wurden geköpft, ihre Schädel zu einem Turm, dem Bordj el Ras, am Strand aufgestapelt. Die gebleichten Knochen des Schädelturms waren bis 1848 makabres Mahnmal für den gnadenlosen Umgang mit Feinden. Erst auf Druck der Franzosen, die mehr und mehr im Maghreb aktiv wurden, veranlasste der Bey von Tunis, dass die Überreste der Spanier begraben wurden. An den makabren Turm erinnert heute noch der unscheinbare Obelisk.

Moscheen

Im Norden werden die Souks von der Türkenmoschee begrenzt, im Osten von der Fremdenmoschee. Beides sind keine ibaditischen Moscheen. Sie wurden von den Türken erbaut, denn die Besiedlung des Marktfleckens Houmt Souk begann spät mit den Osmanen.

Musée de l'Art et des Traditions Populaires

Trachten, Schmuck und Küchengeräte, aber auch Hochzeitsriten. Das Museum gibt einen guten Einblick in Tradition und Lebensweise. | Avenue Abdelhamid el Kahdi | im Mausoleum Sidi Zitouni | tgl. außer Fr April-Mitte Sept. 9.30-16.30, Mitte Sept.-März 8-12 und 15-19 Uhr | Eintritt 3 TND

Fantasia

Jeden Dienstag um 15 Uhr organisiert das offizielle Touristenbüro ein Spektakel. Die Fantasia ist eine folkloristische, touristische Präsentation einer Berberhochzeit mit traditionellen Tänzen und Trommeln. | Im Zentrum | Eintritt 2 TND

Unterirdische Ölmühle

Unterhalb des Marktplatzes, 100 m vom Hospital entfernt, an der Straße nach Tourgueness gegenüber der neuen Moschee, liegt eine traditionelle unterirdische Ölmühle. Temperatur und Feuchtigkeit dieses Gebäudes zur Öllagerung und -gewinnung waren ideal. | Frei zugänglich

Krokodile im Freizeitzentrum

Hinter dem Leuchtturm in Richtung Aghir befindet sich ein Freizeitkomplex mit einem Museum zur Kunst des Maghreb (Eintritt 5 TND) und einer Austellung zur Alltagskultur der Insel (Eintritt 4 TND). Der Höhepunkt des Freizeitzentrums ist jedoch die Krokodilfarm Animalia: In großen Bassins tummeln sich 400 Nilkrokodile (Eintritt 6 TND). Ein Ticket für den ganzen Komplex kostet 13,5 TND.

Sebhka de Sidi Garous

Zwischen der Route Touristique und einer schmalen Landzunge, die sich vom Leuchtturm Ras Tourgueness in Richtung Süden erstreckt, liegt die Lagune, die bei Niedrigwasser größtenteils trockenfällt. Sie bietet vielen Wasservögeln Nahrung.

Sehenswertes

Südtunesien

El Hofra

An dieser großen Düne trifft sich die ganze touristische Welt vor allem am Spätnachmittag für Dromedarausflüge zum Sonnenuntergang in der Wüste. | Im Norden der Stadt, an der touristischen Zone

Musée du Sahara

Lebensweise, Tradition und Handwerk der Halbnomaden dieser Wüstenregion sind hier anschaulich dokumentiert. Das Museum ist eine Initiative von Belgacem Abdellativ, der als Dichter weit über Tunesien hinaus bekannt ist. Belgacem ist auch Heimatkundler und Spezialist für Heilkräuter der Wüste. Fragen Sie nach ihm im Museum. Er führt Sie gern. | Tgl. außer Mo Juni-Aug. 7-11 und 16-19, Sept.-Mai 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 1 TND

Saharafestival

Im Dezember findet in Douz das traditionelle Saharafestival statt. Ursprünglich ein Kamelwettrennen unter Nomaden, ist es heute ein buntes Spektakel mit Reiterspielen, Musik und Wettkämpfen (www.Festivaldouz.org.tn), das von Einheimischen aus ganaz Nordafrika besucht wird.

Oase

Die Küstenoase erstreckt sich 6 km am Meer entlang. Da sie ein sehr dichtes Wegenetz besitzt, kann man sie wunderbar bequem mit der Pferdekutsche befahren. Der Droschkenplatz befindet sich am östlichen Ende der Avenue Habib Bourguiba, wo die Oase beginnt. Sie können aber auch hervorragend unter den schattenspendenden Palmen spazierengehen oder mit dem Rad fahren. In der Oase liegen einige Dörfer und eine Reihe von Sommerhäusern. Das Dorf Chenini ist Endpunkt vieler Ausflüge. Läuft man von hier den Oued Gabès aufwärts, stößt man auf üppige Gärten und Wohnhöhlen. In der Oase gedeihen Henna, Gemüse, Tabak, Indigo, Pfeffer, Trauben, Kürbisse, Melonen und Bananen.

Volkskundemuseum

Gezeigt werden traditionelle Webarbeiten und Küchengeräte, Hochzeitskleidung und Mitgift. Interessant ist zum Beispiel der Hochzeitskorb mit den Geschenken des Bräutigams an seine zukünftige Frau: Parfüm, Seife und Kosmetik - alles natürliche Mittel aus der Region. Je reicher der Ehemann, umso üppiger der Geschenkkorb. | Tgl. außer Mo April-Mitte Sept. 8-12 und 16-19, Mitte Sept.-März 9.30-16.30 Uhr | Route de Matmata | Eintritt 2 TND

Kasbah

Die Festung wurde 1436 von den Hafisiden erbaut. Die Hafisiden beherrschten Tunesien von 1229 bis ins 15. Jh. Sie machten Tunis zur Hauptstadt. Das Land erlebte unter ihnen eine Phase der wirtschaftlichen Blüte.

Musée d'Histoire et d'Archéologie

Sehr schöne und moderne Präsentation historischer Funde und der Geschichte Gafsas. Die Gegend um Gafsa war schon 6000 v. Chr. bewohnt, wie Steinwerkzeuge und Siedlungsreste beweisen. In karthagischer Zeit lebten hier Numidier, 107 v. Chr. eroberten die Römer die Stadt und brannten sie nieder. Alle männlichen Bewohner wurden getötet. Die Römer bauten die Stadt wieder auf und nannten sie Capsa. Das Museum gibt einen guten Einblick in die wechselvolle Geschichte. | Gleich bei den Römischen Bädern | tgl. außer Mo Winter 9.30-16.30, Sommer 7-12 und 15.30-19 Uhr | Eintritt 2 TND

Oase

Die Stadt wird von einer ausgedehnten Oase umgeben. Hier wachsen Orangen, Feigen und Aprikosen. Die Qualität der Datteln ist nicht die beste, dafür ist Gafsa für seine Pistazien bekannt. Der schönste Teil der Oase liegt bei Lalla (6 km entfernt) mit Quellen und einer Art Café- und Imbissstube.

Piscines Romaines

Dieses einstige Zentrum der Altstadt, das auch Waschplatz war, ist sehr schön renoviert worden. Die „Römischen Bäder“ wurden nicht, wie man aus dem Namen schließen könnte, von den Römern, sondern von den Arabern erbaut, die allerdings römische Steine verwendeten. Das von großen Steinquadern eingefasste öffentliche Becken wird von einer Quelle mit 25 Grad warmem Wasser gespeist.

Zoo

Der Zoo zeigt Tiere der Region wie Gazellen und Strauße. | Auf der Straße Richtung Tunis | tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 1 TND

Höhlenwohnungen

Die Wohnanlage ist in einen Hügel eingesenkt, mit einem Schacht als Mittelpunkt. Von diesem Schacht gehen die einzelnen Räume, die teilweise sogar in zwei Stockwerken angelegt sind, ab. Der Schacht ist gleichzeitig der Wohnhof. Hier wurde gekocht, gelebt und gearbeitet. Die in den Lehmboden gegrabenen Wohnungen sind im Winter warm und im Sommer angenehm kühl. Heute haben die Wohnhöhlen weitgehend ihre Funktion verloren. In Matmata werden Sie schnell einen Führer finden, der Ihnen eine Wohnhöhle zeigt. Die berühmteste ist die Höhle der Fatima. Diese inzwischen alte Frau soll als Erste auf die Idee gekommen sein, ihre Wohnhöhle für Touristen zu vermarkten - mit Erfolg. Ihre geschäftstüchtige Familie setzt die Präsentation des Wohnens in einer Höhle fort. Zu sehen sind Wohnraum, Küche, Schlafhöhle, Webstuhl und Berberfrauen beim Mahlen des Couscous. Auch andere Familien versuchen, Touristen ihre Höhle zu zeigen. Der Besuch einer Höhle lohnt sich, auch wenn das Schielen auf den Geldbeutel der Touristen in Matmata besonders ausgeprägt ist. Mit der traditionellen Gastfreundschaft hat dies überhaupt nichts mehr zu tun. Also: Schauen Sie sich eine Höhle an, und zahlen Sie dafür. Die Vorzeigehöhle der Fatima liegt etwa 5 km außerhalb Alt-Matmatas in Richtung Neu-Matmata. Meistens stehen Touristenbusse davor. Viele Höhlen zur Besichtigung gibt es auf der Strecke Tamezret-Matmata.

Museum für Berberkultur

Ein Besuch dieser musealen Wohnhöhle erspart Ihnen die Pseudointimität, die beim Besuch einer touristisch aufbereiteten Familienwohnung zu spüren ist. | Unterhalb des Hotels Sidi Driss | unregelmäßig geöffnet | Eintritt 2 TND

Mémoire de la Terre

Das erdgeschichtliche Museum liegt an der Straße nach Chenini, gegenüber dem Hotel Mabrouk. Funde von Dinosauriern aus der Umgebung werden hier gezeigt. | Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 1,5 TND

Altstadtviertel Oueled Hadef

Die Straßen sind zum Teil überwölbt, sie münden in kleine Plätze. Überall an den renovierten Häusern gibt es die schönen Lehmziegelfassaden. Die Mauern der Häuser bestehen aus Stampferde und Backsteinen. Durch die versetzte Aufschichtung der Backsteine wurde den dicken Gemäuern eine höhere Stabilität gegeben. Gleichzeitig nutzte man die Backsteine für ornamentale Muster, die oft Koranverse zitieren. Fenster zur Straße hin gibt es kaum.

Dar Cherait

Im Museum des beeindruckenden Gebäudes neben dem Hotel Dar Cherait, Les Trésor de Tunisie, sind Kleider, Waffen, Schmuck und Szenen aus dem Leben der tunesischen Oberschicht im 18./19. Jh. zu sehen. Außerdem gibt es hier täglich eine moderne, für Kinder und Erwachsene interessante Multimediashow zur Geschichte Tunesiens. | Route Touristique | am Westrand der Stadt | www.darcherait.com.tn | tgl. 8-16 und 19-24 Uhr | Eintritt 6,5 TND

Musée des Arts et Traditions Populaires

Das kleine Museum war früher Moschee und Koranschule. Es befindet sich in der alten Medina, im Haus des Sidi Bou Aissa. Gezeigt werden historische Gegenstände aus dem alltäglichen, rituellen und familiären Leben. Im Hof sind zwei Türen mit jeweils drei Eisenringen aufgestellt: Der linke war zum Klopfen für Männer reserviert, der rechte für Frauen, der mittlere für Kinder. So wusste man immer ungefähr, wer kommt. Türen dieser Art findet man noch überall in Tozeur. | Rue de Kairouan | tgl. außer Mo 8-12 und 15-18 Uhr | Eintritt 1,5 TND

Oase

In der Oase von Tozeur wachsen etwa eine halbe Million Palmen. Sie bestimmen das Bild dieser Gartenlandschaft. Biegt man vor dem Hotel Continental von der Hauptstraße in die Oase ein, kommt man zunächst zur Siedlung Bled el Hader.

Ziegelbrennerei

Gleich hinter dem Belvédère befindet sich eine traditionelle Ziegelbrennerei, in der die Ziegelbausteine der Häuser von Tozeur wie eh und je gebrannt werden. Die etwa 20 Töpfer, die hier arbeiten, produzieren etwa 60000 Ziegel pro Tag. Der junge, sehr freundliche Antar, der diese Arbeit in Familientradition weiterführt, erklärt Ihnen gern, wie es gemacht wird: Der angefeuchtete Erdbrei wird durchgeknetet und mit einem Holzrahmen in die gewünschte Form gebracht. Die Steine trocknen dann einige Tage in der Sonne, um anschließend 24 bis 36 Stunden im Ofen gebrannt zu werden.

Zoo du Desert

Der kleine Zoo liegt neben dem Paradiesgarten, einem exemplarisch kultivierten, schönen Oasengarten mit Rosen, Aprikosen, Pfirsichen und Erdbeeren. Im Zoo gibt es Sandvipern, Warane, Gazellen, einen Löwen aus dem Atlasgebirge und ein Dromedar, das Coca Cola trinkt. | Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 2 TND

Strände

Strände

Djerba

Stadtstrand

Der erste Strand, der diesen Namen verdient, liegt etwa 10 km östlich, dort, wo die touristische Zone Djerbas beginnt. Es ist ein städtischer Strand mit Duschen und Sonnenschirmen, der regelmäßig gesäubert wird. Etwa 1 km weiter befindet sich der sogenannte Strand der 5000 Jahre. Man überquert Dünen, um dorthin zu kommen. Der Strand ist sehr einsam! Die Wasserqualität ist, wie überall, gut.

Uebernachten

Uebernachten

Djerba

El Arisha

Ein alter Foundouk mit Innenhof und Thermalbecken: Hier gibt es saubere Zimmer mit und ohne Dusche. Ein Restaurant und eine Bar sind ebenfalls vorhanden; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 22 Zi. | 36 Rue Ghazi Mustapha | Tel. 75650384 | Fax 75653945 | www.lotushotel.com | €

Dar-Faiza

Gegenüber der Festungsanlage Bordji el Kebir in einer ruhigen Straße liegt das Hotel Dar-Faiza. Früher war es die Villa eines französischen Grafen. Das Haus hat 25 einfache Zimmer mit Bad und Dusche, ein Restaurant, eine Terrasse, einen Swimmingpool und eine Bar im Garten. | 6 Rue de la République | Tel. 75650083 | Fax 75651763 | €€

El-Machrek

Einfach, modern, Innenhof mit Snackbar. Gleich neben dem Busbahnhof. 49 Zi. | Avenue Habib Bourguiba | Tel. 75653155 | Fax 75653157 | €€

Erriadh

Eine Herberge, ein alter Foundouk, mit besonderem Charme. Die 29 im lokalen Stil eingerichteten Zimmer liegen um einen Innenhof mit Jasminsträuchern und Blumen, in dem die Vögel morgens und abends ein lautes Konzert anstimmen. Schlichter Komfort: Badezimmer, Ventilator, Telefon, im Winter mit Zentralheizung. | 10 Rue Mohammed El-Ferjani | Tel. 75650756 | Fax 75650487 | €

Essalem

Zentral gelegen und sauber. Die zwölf Zimmer sind einfach und etwas veraltet. Fernseher im Salon, angenehme Atmosphäre. Hier steigen vor allem Tunesier ab. | Rue Remada | Tel./Fax 75651029 | €

Jugendherberge

Einfache Zweibettzimmer mit Dusche und Zimmer ohne Dusche, insgesamt 45. Die Jugendherberge ist eine alte, gepflegte Karawanserei und hat eine Cafeteria und eine Bibliothek. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. | 11 Rue Montsef Bey | Tel. 75650619 | €

Lotos

Familiäre Pension in einem Haus im Kolonialstil kurz vor dem Hafen. 14 Zimmer mit Ventilator und Bad. | 18 Rue de la République | Tel. 75650026 | Fax 75651127 | €€

Marhala du Touring Club

Alte Karawanserei; korrekt und günstig. Oft voll belegt, trotz 50 Zimmern, die alle auf den Innenhof gehen. Hier wird auch Alkohol ausgeschenkt. | Rue Montsef Bey | Tel. 75650146 | €

Sables d'Or

Ein schönes altes Haus, mit Geschmack eingerichtet. Die zwölf Zimmer sind mit Dusche ausgestattet und liegen in einem Innenhof. | 30 Rue Mohammed El-Ferjani | Tel. 75650423 | €€

Djerba Midoun

Modernes Hotel im djerbischen Stil mit allem Komfort, im gefliesten Innenhof gibt es einen Brunnen. 5 km bis zu einem schönen Sandstrand. Das Haus gehört einem djerbischen Mediziner, der auf Service und Stil Wert legt. 36 Zi. | Rue du 13 Août | Tel. 75730006 | Fax 75730093 | €€

Jawhara

Einfaches, aber sauberes Hotel. Dusche und Toilette im Zimmer. Eine Bar befindet sich im Erdgeschoss. 14 Zi. | Rue Echabi | Tel. 75730467 | €

Beau Rivage

Kleines, besonders günstiges Hotel, 23 geräumige Zimmer mit Bad, fünf Gehminuten von einem öffentlichen Strand entfernt, sauber und angenehm, mit einem kleinen Swimmingpool. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75757130 | Fax 75758123 | €

Caribbean World Djerba

Ein komfortables Viersternehaus mit 251 Zimmern und Suiten. Mit TV, Bar, Diskothek, Tennis, Swimmingpool, Sauna, Hammam, Transfer zum Golfplatz. | Plage de Sidi Mahrès nahe dem Kasino | Tel. 75757022 | Fax 75757700 | cwwdjerba@gnet.tn | €€€

Dar Ali

Das gemütliche, familiäre Hotel liegt 100 m von einem schönen Sandstrand entfernt. 15 Doppelzimmer mit Blick auf den Garten, Zentralheizung und Telefon. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75758671 | Fax 75758045 | dar_ali@hotmail.com | €€

Dar Salem

Kleines, familiäres Hotel mit gutem, modernem Standard. Entspannte Atmosphäre. Etwa fünf Gehminuten zum hoteleigenen Strand. 21 Zi. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75757668 | Fax 75757677 | hotel.darsalem@gnet.tn | €€

Haroun

22 Appartements und 64 Zimmer mit TV, Balkon, Bad, Telefon. Ein Hotel mit Spielplatz und Miniclub, ideal für den Familienurlaub. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75758561 | Fax 75758560 | hotel.haroun@gnet.tn | €€

Isis

Das Hotel liegt etwas zurückgesetzt vom Meer und bietet auch Algentherapie und Massagen an. 233 Zi. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75732800 | Fax 75732806 | www.hotel-isis.com | €€

Magic Life Club

Familienfreundliche Clubanlage mit 462 Zimmern und schönem Sandstrand an der Plage de la Seguia bei Aghir. Wegen eines vorgelagerten Riffs sollten Sie, wenn Sie ins Wasser gehen, Badeschuhe benutzen. | Tel. 75731717 | Fax 75731818 | www.magiclife.com | €€€

Melià Djerba Menzel

Die Anlage besteht aus einem Hauptgebäude und 20 inseltypischen Menzelhäusern. Die 630 Zimmer sind ausgestattet mit Sonnenterrasse, TV, Telefon. Ein reichhaltiges Sport- und Unterhaltungsprogramm wird geboten. | Plage de la Séguia | Tel. 75750300 | Fax 75657124 | jerba-menzel@planet.tn | €€€

Palm Azur

Neues Hotel der gehobenen Kategorie mit einem schönen Strand und umfangreichem Freizeitangebot. 326 Zi. | Plage de la Séguia | Tel. 75601300 | Fax 75601310 | €€€

Radisson SAS Djerba

Die Fünfsterneanlage gehört mittlerweile der Radisson-Hotelkette an. Auch hausfremde Gäste sind zur Thalassotheraphie willkommen. 292 Zi. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75757600 | Fax 75757601 | www.radissonsas.com | €€€

Royal Garden

Ein Fünfsternepalast mit 288 Zimmern, nobler Einrichtung und viel Komfort. Die eigenwillige Architektur, gepflegte Gartenlandschaften und ein riesiger Swimmingpool bestimmen das Bild. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75745777 | Fax 75745770 | rghoteldjerba@planet.tn | €€€

Les Sirènes

Dreisternehotel mit Süßwasser- und Thermalschwimmbad, Sauna und Massagen. 296 Zi. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75757403 | Fax 75757267 | hotel.sirenes@gnet.tn | €€

Sofitel Palm Beach Djerba

Wunderschönes, sehr stilvolles Luxushotel mit 254 Zimmern und sieben Suiten, die jeweils in einem eigenen Stil gehalten sind. Schöne Anlage, schöner Garten. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75757777 | Fax 75758888 | palm.commercial@gnet.tn | €€€

Ulysse Palace

Dreistöckiger Bau mit schönen Zimmern, gutem Service und bestem Komfort; auch Thalassotherapie wird hier angeboten. Das Hotel wird von dem Schweizer Konzern Mövenpick bewirtschaftet. 264 Zi. | Plage de Sidi Mahrès | Tel. 75758777 | Fax 75757850 | ulysse.palace@utic.com.tn | €€€

Uebernachten

Südtunesien

Hôtel du 20 Mars

Die 20 sauberen Zimmer, teils mit, teils ohne Dusche, umschließen einen Innenhof. Im Hotel herrscht eine sehr freundliche, aufmerksame und entspannte Atmosphäre. Abends gibt es oft spontan Livemusik von den engagierten jugendlichen Betreibern. Das günstige, einfache Hotel hat auch eine eigene Agentur für Wüstentouren (Nefzaoua Voyages). | Rue du 20 Mars | Tel. 75470269 | Fax 75472922 | hotel20mars@planet.tn | €

Oasis el Mouradi

Ein pompöses Luxushotel mit allem Komfort, Fitness und Freizeitangebot. 130 Zi. | Zone Touristique | Tel./Fax 75470303 | elmouradi.douz@planet.tn | €€€

Saharien

Mitten im Palmenhain gelegene Anlage mit 150 Bungalows, einem Schwimmbad und allem Komfort. Eine sehr empfehlenswerte und ruhige Adresse. | Im Palmenhain | Tel. 75471337 | Fax 75472920 | www.sdts.tourism.tn | €€€

Anis

Das moderne Hotel auf vier Etagen mit Aufzug hat 18 Zimmer und drei großzügige Suiten. Zimmer mit Bad, Satelliten-TV und Telefon. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. | Avenue Salah El-Ayoubi | Tel. 75296744 | Fax 75296014 | €€

Ben Nejima

Einfaches, sauberes Hotel. 15 Zimmer mit Waschbecken und warmem Wasser, Dusche auf dem Flur. Salon mit Fernseher. Kein Frühstück. | 66 Rue Ali Djemel | gegenüber dem Justizpalast | Tel. 75271591 | €

Chems

Das Hotel zur Sonne, so die arabische Bedeutung des Worts, liegt am Strand. Es ist ein großes Gebäude mit mehr als 200 Zimmern auf drei Etagen. Alles ist großzügig angelegt. Satelliten-TV, Balkon mit Blick aufs Meer, üppige Frühstücksbüfetts und Schwimmbad. | Am Strand | Tel. 75270547 | Fax 75274485 | www.hotelchems.com.tn | €€€

Jugendherberge

Die Jugendherberge liegt im Stadtviertel Jara gegenüber der Moschee Sidi Idriss. Ein neues, sehr angenehmes Gebäude, ausgestattet mit Drei- und Vierbettzimmern. Warme Duschen gibt es auch. Hier ist außerdem die Armenküche des Viertels untergebracht. Wer möchte, kann unter Palmen zelten. | Rue de l'Oasis | Tel. 75270271 | €

Maamoun

Ein schönes Hotel mit 67 Zimmern, Schwimmbad und Restaurant. Den Gästen werden verschiedene Animationen und Bauchtanz geboten. | Im Zentrum | Tel. 76220470 | Fax 76226440 | €€

Moussa

Kleines Hotel mit 15 Zimmern, einfach, sauber und günstig. | Von Tozeur kommend links | Tel. 76223333 | €

Les Berbères

Ein bisschen Abenteuer für Touristen: Höhlenhotel mit 120 Betten in elf Zimmern. Hier können Sie das Wohngefühl in den Höhlenwohnungen testen. Das Haus hat das Flair einer ungewöhnlichen Jugendherberge: nichts für Ruhesuchende. | Tel. 75240024 | Fax 75240097 | €

Diar el Barbar

Ein sehr schöner Bau im lokalen Stil: Das Diar el Barbar ist ein eher luxuriöses Höhlenhotel der Viersternekategorie mit allem erdenklichen Komfort. Der Erbauer Bahri Abouda hat damit seiner Region ein Denkmal gesetzt. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 120 Zi. | an der Straße nach Tamezret ungefähr 1 km hinter dem Ort | Tel. 75240074 | Fax 75240144 | €€

Ksar Amazigh

Ein schönes Hotel im lokalen Stil, sauber und komfortabel. Sehr empfehlenswert. 55 Zi. | Tel. 75240062 | Fax 75240173 | €€

Matmata

Preisgünstige, angenehme Unterkünfte mit klimatisierten Räumen und Bad in einer Bungalowanlage. 35 Zi. | Tel. 75240066 | Fax 75240177 | €

Dakyanus

Ein schickes Hotel mit allem Komfort (außer TV), Zentralheizung im Winter, Schwimmbad, Restaurant und Alkoholausschank. 80 Zi. | Route de Ghoumrassen | 7 km nach Tataouine | Tel. 75832199 | Fax 75832198 | €€

Hôtel de la Gazelle

Das Hotel mit 32 Zimmern und warmer Dusche sieht wie eine Kaserne aus, ist aber eine durchaus akzeptable Unterkunft. | 1 Avenue Hedi Chaker | Tel. 75860009 | Fax 75862860 | €

Sangho

Sehr schönes Luxushotel. 124 Zimmer und 62 Bungalows mit allem Komfort, TV, Zentralheizung, Frühstücksbüfett am Pool. | Auf der Straße nach Chenini, nach 2,5 km links ab | Tel. 75860124 | Fax 75862177 | €€€

Continental

Das große Hotel mit 140 Zimmern liegt im Palmenhain. Guter Komfort in den Zimmern und im Restaurationsbereich. | Avenue Abou el-Kacem ech Chabbi | Tel. 76461411 | €€

Dar Cherait

Eine Unterkunft, die Träume aus Tausendundeiner Nacht wahr werden lässt: Das Luxushotel mit 73 Zimmern und 12 Suiten ist als orientalischer Palast gebaut. Viel Sorgfalt wurde auf architektonische Details und die Ausstattung gelegt. Das Hotel hat einen sehr schönen Garten. | Zone Touristique | Tel. 76454888 | Fax 76454472 | darcherait@tryp.tourism.tn | €€€

Karim

Kleines Stadthotel mit gutem Mittelklassestandard. 15 Zi. | Avenue Abou el-Kacem ech Chabbi | nach dem Hotel Continental | Tel. 76454574 | €

Palmyre

Ein sehr schönes Luxushotel mit 105 Zimmern, im Stil eines lokalen Palasts gebaut. Bester Komfort, schöner Garten, großes Schwimmbecken. | In der Zone Touristique | Tel. 76453333 | hotel.palmyre@gnet.tn | €€€

Residence Warda

Empfehlenswertes Stadthotel mit schlichtem, aber sauberem und gutem Standard. 60 Zimmer, alle mit Bad. | Avenue Abou el-Kacem ech Chabbi | Tel. 76452597 | Fax 76452744 | €€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Djerba

Palmenhain

Gleich hinter Ajim liegt der dichteste Dattelpalmenhain der Insel. Von April bis Oktober können Sie hier Tonkrüge in manchen Palmen aufgehängt sehen, in denen der Saft aus dem Stamm der Dattelpalme aufgefangen wird.

Unterirdische Moschee

Wenn Sie von Ajim nach Houmt Souk fahren, sollten Sie am Meilenstein 8 km hinter Ajim auf eine kleine Gabelung links achten. Eine Schotterpiste führt dort zu einer unterirdischen Moschee. Sie diente den verfolgten Ibaditen als verborgene Gebetsstätte. Achtung: Die Zufahrt zur Moschee ist nicht ausgeschildert und schwer zu finden. Am besten fragen Sie einen Einheimischen.

Westküste

Eine Piste am Strand entlang führt von Ajim bis Bordj Djillidj. An diesem westlichen Küstenstreifen mit seiner Steinküste gibt es wenig Strände und daher kaum Menschen. Es ist das wilde, das poetische Djerba. Hier gibt es keinerlei Infrastruktur: Die Westküste ist touristisch noch nicht erschlossen. Nur einige vereinzelte, stilvolle Villen befinden sich in dieser einsamen Gegend. Die verlassene Moschee Sidi Jemour, am Meer gelegen, ist ein Haltepunkt an dieser Strecke. Die Pilgerstätte hat einen kleinen Fischerhafen mit Strand.

El Kantara

Ein eher unscheinbarer Ort mit einer Kaserne. Hier, 8 km südöstlich von Guellala, beginnt der zum Festland führende Römerdamm. Er wurde zur römischen Zeit gebaut und blieb bis 1550 weitgehend erhalten. Zumindest erfüllte er als Straße der Kamele, Trik el Djemel, weiterhin seine Funktion als Verbindung der Insel mit dem Festland. Dann zerstörte der osmanisch-türkische Admiral Dragout einen Teil des Damms, um der spanischen Flotte, die Dragouts Schiffe bei El Kantara eingeschlossen hatten, zu entkommen. Erst in den 1950er-Jahren wurde der mit der Zeit überall geborstene Damm wieder hergestellt. Parallel dazu läuft die Rohrleitung, die die Hotels in der touristischen Zone mit Wasser versorgt.

El May

Die hübsche Ortschaft (4000 Ew.) liegt 10 km von Guellala entfernt in Richtung Houmt Souk in der Mitte der Insel. Sehenswert ist die Moschee Umm et Turkia aus dem 16. Jh. Samstags ist beliebter Markt mit Produkten aus der Umgebung.

Menix

Nur ein paar Steine geben Zeugnis von der einst bedeutenden römischen Siedlung 5 km südöstlich von Guellala, die wahrscheinlich im 9. Jh. vor Chr. von Phöniziern gegründet wurde. Für Nichtarchäologen wenig lohnend.

Zarzis

Die Oasenstadt Zarzis (15000 Ew.), die etwa 35 km von Guellala entfernt auf dem Festland liegt, wird oft zu Djerba gezählt. Sie bietet den gleichen touristischen Standard: schöne Sandstrände vor den Luxushotels, Palmen, weiße Häuser. Wer den Ausflug hierher mit einem Marktbesuch verbinden möchte, sollte montags oder freitags kommen. Sie erreichen Zarzis über den Römerdamm. Nehmen Sie dann die links abbiegende Touristenstraße. Sie führt am Strand entlang. Überall im Zentrum von Zarzis gibt es Restaurants, Cafés und Imbissbuden. Die Stadt ist ruhig und beschaulich. Markttage sind Montag und Freitag (in Zarzis), Mittwoch (im Viertel El Mouensa) und Samstag (im Vorort Souihel).

Bordj Djillidj

Die osmanische Festung im Nordwesten der Insel, die Ali Pascha 1745 gründete, ist heute eine Militäranlage. Lohnenswert ist der kleine Fischereihafen unterhalb der Festung. In den felsigen Buchten sind Reihen von Palmzweigen im Meer aufgestellt. An diesem ruhigen, beschaulichen Ort 12 km westlich von Houmt Souk können Sie hervorragend das traditionelle Fischen mit Palmzweigen und Tonkrügen beobachten. Die Palmzweige dienen zur sogenannten Langleinenfischerei. Ein Spalier von Palmzweigen wird auf einer Sandbank im Meer angelegt. Diese Sperre hält die Fische zurück. Der Strom spült sie dann in eine Reuse, sodass die Fischer sie am Morgen bergen können.

Flamingoinsel/Ras R'mel

Ein Ausflug zur nördlichen Flamingoinsel Ras R'mel. Auf den Sandbänken vor der nördlichen Landspitze lassen sich von Dezember bis März die rosafarbenen Flamingos nieder. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von Houmt Souk auf die Île des Flamants zu gelangen: große Schiffe, kleine Schiffe, Glasboden- oder Piratenboote. Sie können aber auch einen Fischer im Hafen fragen, ob er Sie übersetzt. Man kann auf der Flamingoinsel gut fischen, baden oder einfach nur geruhsam den Tag verbringen. | Organisierte Tagestouren kosten 35 TND, drei Mahlzeiten und Folkloreprogramm inklusive | buchbar unter Tel. 7565569

La Ghriba

Fährt man von Houmt Souk Richtung El Kantara, stößt man an der Stadtgrenze auf Hara Kebira (Großes Ghetto). Der Ort war früher Zentrum der Juden. Etwa 6 km weiter liegt Erriadh, früher Hara Seghira (Kleines Ghetto), und etwas außerhalb die Synagoge La Ghriba, die interessanteste Sehenswürdigkeit auf Djerba. Das Fundament der von außen unscheinbar wirkenden Synagoge soll noch aus der Zeit der ersten jüdischen Zuwanderer stammen (527 v. Chr., nach der Eroberung Jerusalems durch den babylonischen König). Der heutige Bau wurde 1920 auf den alten Überresten errichtet. Einer der Gründungslegenden zufolge sollen die Flüchtlinge damals einen Stein aus dem zerstörten Jerusalemer Tempel nach Djerba gebracht haben. Eine andere Legende berichtet von einer Frau, die an diesem Ort lebte und Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite stand. Als ein Blitz in ihre Behausung einschlug, brannte alles nieder, aber ihr Leichnam blieb unversehrt. Auf dieses Wunder hin beschloss man, hier ein Gotteshaus zu errichten. Daher der Name La Ghriba - die Wundertätige. In der Synagoge wird eine alte Thorarolle in Holzschatullen aufbewahrt.

Ausflüge

Von Midoun lohnen sich besonders Ausflüge mit dem Fahrrad oder kleine Wanderungen. Es gibt in der näheren Umgebung der Stadt viel von dem zu entdecken, was Djerba einst ausmachte: alte Mühlen und Gehöfte, Brunnen und wunderschöne Olivenhaine.

Arkou

Etwa 6 km südlich von Midoun liegt das kleine Dorf Arkou. Hier durften die Sklaven früher einen eigenen Markt abhalten. Die eher dunkle Hautfarbe der Einwohner von Arkou zeugt noch heute davon, dass sie Nachfahren der Sklaven aus dem Sudan sind, die sich nach dem Verbot des Sklavenhandels 1946 auf Djerba niederließen. Sie arbeiten heute meistens als Gärtner, Maurer und Musikanten, die bei Festen und Hochzeiten aufspielen. Bestickte Decken, ferrachia und batania genannt, die man heute noch auf Djerba findet, wurden einst im Tausch gegen Sklaven bis nach Schwarzafrika ausgeführt.

Mahboubine

Vorbei an den typischen Gärten der Insel führt die Straße von Midoun 3 km in westlicher Richtung nach Mahboubine (4000 Ew.). Lohnenswert ist dort die Betrachtung der Moschee mit ihren weißen Mauern und vielen Kuppeln, die im Jahr 1903 fertiggestellt wurde. Sie ist eine Miniaturkopie der Hagia Sophia in Istanbul. Ali el-Kateb, ein reicher Kaufmann aus Mahboubine, der sich in Istanbul niedergelassen hatte, stiftete sie seinem Heimatdorf.

Aghir

Aghir ist ein kleiner Fischerort gleich hinter der Hotelzone von Séguia mit Jugendzentrum, Campingplatz und einem einfachen Jugendhotel, das für Inhaber eines internationalen Jugendherbergsausweises günstige Unterkunft für Selbstversorger bietet Centre de Jeunesse (Tel. 75750266 Voranmeldung empfehlenswert | 7 TND). Außer einem Laden, in dem man auch Kaffee trinken kann, gibt es im Ort nicht viel. 13 km weiter südlich erreichen Sie die Ruine der Festung Bordj Kastil. Sie wurde 1289 von dem spanischen Eroberer Roger de Loria erbaut. Die Piste dorthin ist allerdings nur mit einem Wagen mit Allradantrieb befahrbar! Die Festung wird jedoch auch vom Römerdamm bei El Kantara mit Booten angefahren (Abfahrtszeiten im Hotel erfragen). Der Damm wurde 100 n. Chr. von den Römern erbaut und ist bis heute die einzige feste Verbindung von Djerba zum tunesischen Festland. Auf einer Länge von 7 km windet sich die kurvenreiche Straße durch das Meer. Der Grund für seine Errichtung war sehr einfach: Erreichte eine Karawane aus Afrika nach Monaten die Küste, war es äußerst umständlich, alle Waren auf Schiffe zu verladen. Der Damm wurde während der kriegerischen Auseinandersetzungen Draguts mit den Spaniern gewaltsam durchbrochen und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder errichtet. Die Meerestiefe liegt zwischen 50 cm und 5 m. Die parallel laufenden dicken Rohre dienen dem enormen Bedarf der Hotelanlagen an Süßwasser, nur mit Zisternen und salzhaltigem Grundwasser wären die Pools der Hotels alle längst ausgetrocknet.

Ziele in der Umgebung

Südtunesien

El Faouar

Die Oase, von der Wüste bedroht, liegt am Rand des Grand Erg Oriental, 30 km südwestlich von Douz. Berühmt ist der Ort für die Hochzeitstänze junger Mädchen. Das Hotel Faouar (Tel. 75460887 | Fax 75460567 | €€) mit Schwimmbad und 140 großen, bequemen Zimmern bietet auch Wüstentouren an. Außerdem können Gäste des Hauses Skier ausleihen. Diese lehnen gleich an der Rezeption. Skifahren auf den Dünen! Das funktioniert am besten nach Regenfällen, wenn der Sand nass und klebrig ist. Doch regnen tut es hier selten.

Kebili

Kebili (40000 Ew.) ist eine alte Berberstadt. Die Provinzhauptstadt der Region Nefzaoua 27 km nördlich von Douz wirkt sehr ansprechend, ist jedoch mit ihren Kasernen touristisch wenig interessant. Ein großer Palmenhain mit ungefähr 100000 Bäumen wird von der Quelle des Rais-El-Ain im Norden der Stadt bewässert. Im Zentrum gibt es noch römische Bäder. Als angenehme Übernachtungsmöglichkeit mit Schwimmbad ist das renovierte Hotel Fort des Autriches in der Zone Touristique | 88 Zi. | Tel./Fax 75492104 | €€, zu empfehlen. Das ehemalige französische Fort, in dem Habib Bourguiba von den Franzosen gefangengehalten wurde, ist sehr gepflegt, angenehm und im Preis moderat. Teuer hingegen ist das Hotel L'Oasis | gleich unterhalb | 81 Zi. | Tel. 75491436 | Fax 75491295 | €€€.

Ksar Ghilane

Die Oase 70 km südöstlich von Douz ist das paradiesische Endziel vieler Wüstentouren oder auch Ausgangspunkt für Ausflüge in den Grand Erg Oriental. Sie bietet den Wüstenwanderern mit ihrer heißen Thermalquelle, dem Grün und der touristischen Infrastruktur in jeder Hinsicht Erfrischung. Die Oase wird eingerahmt von Bergen und der Wüste. Ungefähr 50 Nomadenfamilien leben hier seit den 1950er-Jahren von Dattelanbau, Landwirtschaft und Tourismus. Leider ist die Oase an bestimmten Tagen, besonders freitags und mittwochs, von Touristen so überfüllt, dass ihr Charme nicht wirkt.

El Hamma du Gabès

Der Ort (5000 Ew.) liegt etwa 34 km westlich von Gabès an der Straße nach Kebili. El Hamma (das Bad) ist die Hauptoase der Arad-Ebene. Sie verfügt über sechs Thermalquellen, die bis 47 Grad heiß und schwefelhaltig sind. Als Erste nutzten bereits die Römer die Quellen zum Baden. Römische Beckenumrandungen sind noch zu sehen. Auch heute können Frauen und Männer in verschiedenen Hammams baden oder gleich das große, neue Thermalbad benutzen (aus Gabès kommend hinter der großen Uhr rechts ab von der Avenue Habib Bourguiba | tgl. 8-23 Uhr | 1,5 TND). Nehmen Sie sich die Zeit! Der Ort hat außerdem ein gutes Restaurant: Tunisien (gegenüber der Uhr an der Avenue Habib Bourguiba | €).

Mareth

Der Ort (4000 Ew.) liegt 35 km südlich von Gabès Richtung Djerba. Bei Mareth verlief im Zweiten Weltkrieg die so genannte Mareth-Linie. Diese Verteidigungsstellung mit Bunkern, Gräben und Drahtverhauen wurde zunächst von den Franzosen zwischen 1936 und 1940 gegen mögliche Angriffe aus dem unter italienischem Protektorat stehenden Libyen errichtet. Die Deutschen, die Tunesien im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten, aktivierten 1943 diese Anlagen gegen die aus Libyen heranrückenden Engländer. Ein vom tunesischen Verteidigungsministerium errichtetes Museum (tgl. außer Mo 9-16 Uhr | Eintritt 1 TND) an der ehemaligen Frontlinie erinnert daran. Zu sehen sind Geschütze, der Frontverlauf, Bunker, Bilder aus der Kriegszeit. Ein Besuch ist auch für Pazifisten empfehlenswert. Das Museum liegt links, wenn Sie von Mareth Richtung Djerba fahren, kurz vor der Abzweigung nach Djorf. Ein Museumsangestellter begleitet Sie gern zum etwa 8 km entfernt liegenden ehemaligen Hauptquartier von Feldmarschall Rommel.

Oudref

Etwa 15 km nordwestlich von Gabès, Richtung Tozeur, befindet sich diese Oase, die für ihre bunten Kelims, Webteppiche, bekannt ist. In der Kooperative von Oudref (Mo-Fr 8-12.30 und 15-17.30, Sa 7.30-12 Uhr) sind sie um einiges billiger als in anderen Orten.

Chebika

Im Schatten hoher Berge, etwa 100 km westlich von Gafsa, liegt die Oase Chebika. Auch wenn es inzwischen sehr touristisch zugeht, lohnt sich die Fahrt dorthin. Die Straße ist gut mit einem normalen PKW befahrbar. Einst war Chebika eine Durchgangsstation auf dem Karawanenweg von Gabès ins algerische Tébessa. Am Ende der Ortsstraße im neuen Dorf befinden sich ein Parkplatz und ein Café. Von hier können Sie bequem die Stufen in das dichte Grün der Oase zu einem schönen Spaziergang durch die Schlucht mit einem kleinen Wasserfall und einer Quelle hinabsteigen. In einem Bogen geht es den Hang wieder hinauf und über den verlassenen alten Ortsteil zum Parkplatz zurück. Als Souvenir können Sie eine Sandrose oder andere Mineralienfunde aus der Sahara bei einem der vielen jugendlichen Händler kaufen. Ein findiger Franzose hat gleich neben dem Parkplatz einen Laden eröffnet: Bei Chebikatee finden Sie lustig bedruckte T-Shirts als Mitbringsel in guter Qualität.

Metlaoui

Der Ort (40000 Ew.) liegt wie Redeyef und Mounares im Phosphatabbaugebiet, 42 km westlich von Gafsa. Die bizarre Bergregion mit den kilometerlangen Förderbändern, die sich durch die Landschaft schlängeln, wirkt unwirklich und in den Orten etwas heruntergekommen. Anziehungspunkt für Touristen ist einzig die Nostalgiebahn Lézard Rouge, die von hier in die Seldja-Schlucht fährt. Eine alte Diesellok zieht sechs Luxuswaggons, mit denen einst der türkische Bey von Tunis durch die Lande fuhr, vom Bahnhof Metlaoui in die Seldja-Schlucht hinein. Gruppen, die den ganzen Zug chartern, können Angriffe à la Lawrence von Arabien gleich mitbuchen. Die Fahrt durch die Schlucht ist aber auch ohne diese Zutat atemberaubend! | In der Saison täglich ab Bahnhof Metlaoui | Preis für die eine Stunde und 45 Minuten dauernde Fahrt 20 TND | Informationen und Reservierungsmöglichkeit: Galilée Travel Tel. 76241469 | Fax 76241604

Midès

Hier, 100 km von Gafsa entfernt, verläuft die Grenze zu Algerien. Der alte, verlassene Ort mit Blick auf einen großen Canyon ist sehr eindrucksvoll. Der Abstieg in die Schlucht und ein Spaziergang in der Stille dieser imposanten Landschaft lohnen die Mühen des Wiederaufstiegs. Vorsicht: Bei Regen ist die Schlucht schnell überschwemmt.

Tamerza

Dies ist die größte der drei Bergoasen Midès, Tamerza und Chebika. Das alte, verlassene Dorf (1500 Ew.) liegt auf einem Berggrat. Unterhalb davon zieht sich ein ausgetrocknetes Flussbett (Oued) entlang, durch das man bis Midès wandern kann. Gegenüber dem alten Dorf liegt das Luxushotel Tamerza Palace | 65 Zi. | Tel. 76485344 | Fax 76453722 | www.tamerza-palace.com | €€€. Es ist der einheimischen Lehmbauweise nachempfunden und bietet mit seinen schönen Zimmern und seiner Terrasse mit Swimmingpool einen sehr komfortablen Aufenthalt vor einer eindrucksvollen Kulisse: schöner Blick auf Alt-Tamerza und die Berglandschaft. Vom Hôtel des Cascades | 60 Zi. | Tel. 76485332 | €, einer sehr einfachen Unterkunft unter Palmen im neuen Dorf, können Sie bis zum Wasserfall der Oase spazieren. In der Straße zum Hotel gibt es mehrere Restaurants mit guter tunesischer Küche. Die Stille und die Möglichkeiten, die Oase zu durchstreifen, sind beeindruckend. Schade nur, dass die Jugendlichen hier sehr aufdringlich sind.

Tamezret

Etwa 12 km hinter Matmata auf der Straße nach Douz liegt die Berberstadt Tamezret (800 Ew.) wie eine weiße Festung im Berg. Die engen Gassen sind nur zu Fuß zu begehen. Die Regierung versucht, diese Stadt am Leben zu erhalten. Die Migration vieler Männer in die Städte des Nordens hat Tamezret zu einer Stadt der Frauen und Kinder gemacht.

Toujane

Ein wunderschön in die Berge gehauenes Dorf auf der Route Neu-Matmata-Médenine, 28 km hinter Matmata. Die Straße von Neu-Matmata dorthin ist geteert, aber sehr schmal und kurvenreich, deshalb hat der Massentourismus in Bussen Toujane noch nicht erreicht. Eine breite Straße über die Berge von Matmata ist allerdings in Planung. Die Berberdörfer auf dieser landschaftlich sehr schönen Strecke wirken unnahbar.

Chenini

Eine der meistbesuchten Speicherburgen der Region, 18 km von Tataouine. Sie erreichen den idyllischen Ort auf einer asphaltierten Straße. Die Häuser sind in einen steilen Bergkamm gehauen. Während die Wohnhöhlen auf der einen Seite des Dorfs verlassen sind, sind sie auf dem gegenüberliegenden Berghang noch bewohnt. Gegen Bezahlung eines Führers kann eine Wohnhöhle besichtigt werden. Auch in Chenini gibt es, wie überall, den neuen Ortsteil. Die weiße Moschee von Alt-Chenini ist von weit her sichtbar. Ein Aufstieg zur Moschee (2 km vom Parkplatz unterhalb der Altstadt) lohnt sich. Von hier haben Sie einen weiten Blick in die Ebene des Dahar, auf Chenini und die Bergwelt. Eine Ölmühle, die immer noch von einem Dromedar betrieben wird, ist beim Aufstieg zu sehen. Zu den Attraktionen von Chenini gehören auch die „Sieben Gräber“. Man fährt in Richtung Neu-Chenini und biegt dann rechts ab zur 2 km entfernten Jemaa-Kedima-Moschee. Auf dem anschließenden Friedhof befinden sich die überdimensionalen Gräber der „Sieben Riesen“. Der Legende nach ist hier die letzte Ruhestätte verfolgter Christen, die die Gestalt von Riesen angenommen hatten. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es in der Station Mabrouk, unterhalb des Bergs, mit einer annehmbaren Küche trotz der vielen Touristen. Dort finden Sie auch einen Souvenirladen.

Douriet

Ungefähr 25 km westlich von Tataouine liegt dieser kleine Ort. Oberhalb der neuen Ortschaft befindet sich der mächtige Ksar. Douriet war früher Karawanenetappe auf der Strecke zwischen Gabès und Ghadames in Libyen. Im Gegensatz zu Chenini sind hier die alten Wohnhöhlen längst aufgegeben. Die Speicherburg ist stark verfallen. Einige Bauten wurden als Vorzeigespeicherburgen restauriert. Die etwa 1000 Einwohner leben unterhalb des Hügels.

Ghoumrassen

25 km von Tataouine, Richtung Norden, erreichen Sie diesen lebendigen Ort, der zahlreiche Höhlenwohnungen und Ghorfakomplexe hat. Hoch auf dem Felsen liegt das Grab (Marabout) des Sidi Arfa, der ein Verwandter des arabischen Gelehrten Ibn Kaldhoun (13. Jh.) gewesen sein soll.

El Hallouf

Etwa 60 km nördlich von Tataouine liegt die von Bergen umschlossene Oase El Hallouf. Die Fahrt dorthin führt hinter Ksar Haddad durch einen landschaftlich sehr schönen Canyon, der aber bei Regen schwer zu befahren ist. Auf einer Hügelgruppe erhebt sich die Speicherburg, von der ein kleiner Teil in ein einfaches, sehr romantisches Hotel, 15 Zi. | Tel. 75637148 | €, umgewandelt ist.

Ksar Ouled Soltane

Gilt als der schönste Ksar Tunesiens. Da der Komplex 13 km südlich von Tataouine in die Ortschaft integriert ist, werden zahlreiche Gewölbe noch als Vorratskammern benutzt und sind mit Palmholztüren verschlossen. Ein Wärter lässt Sie hinein und kann Ihnen die Geschichte des Ksar auf Französisch erzählen. Trinkgeld wird - wie bei jeder Führung - erwartet. Die Bewohner des Dorfs wehren sich gegen den Umbau in ein Hotel.

Médenine

Zwischen der Küste und dem Bergland von Dahar Richtung libysche Grenze erstreckt sich eine halbwüstenartige Steppenlandschaft, die Djeffara-Ebene. Provinzhauptstadt dieser Region ist Médenine (66000 Ew.), eine rege Kleinstadt knapp 50 km nördlich von Tataouine, die Touristen allerdings wenig zu bieten hat. Früher besaß Médenine den größten Ghorfa-Komplex Tunesiens. In den 1960er-Jahren wurde er von der Regierung abgerissen. Die einst 30 Ksour mit fast 600 Ghorfas sind nahezu vollständig verschwunden. Eine Reihe von Ghorfas liegen noch am Hang. Ein großer Ghorfa-Komplex wurde als Zentrum für Souvenirhändler restauriert. Die Stadt liegt zu beiden Seiten des Oued Smar. Um die Moschee im Zentrum erstrecken sich hübsche Gassen. Médenine ist Zwischenstation für Touren in den Süden. In Medenine gibt es das einfache Hotel El Hana in der Avenue Habib Bourguiba. Empfehlenswert sind das Hotel Le Sahara in der Avenue du 2-Mai, in der Nähe der Post (Tel. 75642007 | €) oder das Hotel Sangho (Place du 7 Novembre | Tel. 75643879 | €€).

Chott el Djerid

Über 300 km ziehen sich die Salzsenken Tunesiens vom Golf von Gabès bis zur algerischen Grenze hin: Chott el Djerid, Chott el Fejej, Chott el Gharsa. Der Chott el Djerid ist die größte unfruchtbare Salzsenke, die sich östlich von Tozeur und Nefta erstreckt. Zuflüsse aus den Bergen tragen Mineralien und Gestein in die Senke, die keinen Abfluss hat. Manchmal quillt Süßwasser aus Grundwasserstöcken an die Oberfläche. An diesen Stellen sammeln sich dann Kolonien von Flamingos. Im Frühjahr und Winter, wenn es regnet, sieht der Chott el Djerid wie ein richtiger See aus. Meistens ähnelt er jedoch einer riesigen, braunen Schlammfläche, in die man tief einbricht. Nicht nur bei Karl May, sondern auch in Wirklichkeit soll der Chott schon ganze Karawanen verschluckt haben.

Nefta

Nefta (15000 Ew.) ist ursprünglicher, geheimnisvoller und ruhiger als das 20 km entfernte Tozeur - auch wenn neu gepflanzte Palmen die beiden Oasen schon fast zusammenwachsen ließen. „Prinzessin der Sahara“ wurde Nefta genannt. Die Oase Corbeille trennt Alt- und Neustadt voneinander. Sie ist mit ihren Gärten und Bewässerungsanlagen sehr sehenswert. Doch Sie sollten sich dafür unbedingt im Syndicat d'Initiative (Avenue Habib Bourguiba | Tel. 76430236) einen Führer nehmen.

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Djerba

Djerba explore

Djerba Explore ist ein Freizeitpark, der die Geschichte und Kultur der Insel in einem Dorf und einem Museum aufbereitet. Vor allem für Kinder bietet dieser Park viel Abwechslung. Er beherbergt außerdem eine Krokodilfarm. Kinder haben hier die Möglichkeit, das Töpfern zu erlernen und zwar inmitten von Palmen, Bananenbäumen und Papyruspflanzen. | Midoun | Route Touristique | Sommer tgl. 9-20, Winter bis 17.30 Uhr | Kombiticket 12 TND, Kinder 6 TND, Familienpass 30 TND

Piratentour

Fragen Sie einen Fischer im Hafen von Houmt Souk, ob er Sie auf die Flamingoinsel bringt. Es ist nicht schwer, jemanden gegen Entlohnung zu finden. Und erzählen Sie ihren Kindern vom Piraten Dragout, der lange auf Djerba weilte und kämpfte. So können Sie die Piratengeschichte mit dem Abenteuer einer echten Seefahrt verbinden. Sie können natürlich auch mit den touristischen Schiffen übersetzen, das ist aber weniger spannend. | Organisierte Touren ab 25 TND pro Person

Einheimisches Kinderspiel

Als Anregung zum Nachmachen: Die kleinen Djerbi nutzen die Palme zu einem Spiel, das eventverwöhnten Kindern den Spaß der Schlichtheit zeigt. Im Schatten der Palme formen sie eine kleine Vertiefung im Sand, in die einige unreife Datteln gelegt werden. Mit Palmzweigen versuchen sie, die Datteln aufzuspießen. Gewonnen hat, wer die meisten Datteln fischt.

Reiten

An den langen Stränden können Kinder hervorragend Reiten lernen. Die Insel ermöglicht außerdem wunderschöne Ausritte. Stundenlang am Strand entlang, zum Beispiel zur Flamingo-Insel. Natürlich sind die Kinder mit einem Reitlehrer, der oft auch Deutsch spricht, unterwegs. So lernen Kinder auch das andere Djerba, das Djerba der ursprünglich hier lebenden Bauern und Viehhirten, der Fischer und Händler kennen. Reitkurse für Kinder werden überall in der Touristischen Zone der Insel angeboten.

Mit Kindern reisen

Südtunesien

Musée Mémoire de la Terre

Ein großer Dinosaurier überragt die Ebene von Tataouine, dort, wo sich das Museum befindet. Hier werden die Dinosaurierfunde der Region ausgestellt. | Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 1,5 TND

Musée Dar Cherait

Die Präsentation von Tausendundeiner Nacht in Tozeur mit der Grotte von Ali Baba, Sindbad dem Seefahrer und Basaren und der Rückblick auf 30000 Jahre Geschichte Tunesiens sind sehr kurzweilig und unterhaltsam inszeniert. In der nachgebauten mittelalterlichen Medina können Kinder beispielsweise die Grotte des Ali Baba besuchen. Die Licht und Musik Show, Dar Zemen, ist sehr eindrücklich. Sie führt zurück in die prähistorische Geschichte Tunesiens, zu den Kathagern und Ottamanen bis in die Moderne. | Tgl. 8-24 Uhr | Erwachsene 6,5 TND, Kinder 3 TND

Berberromantik

Jedes Jahr Ende Dezember treffen sich die Halbnomaden des Südens in der Oasenstadt Douz, um beim Saharafestival den Danse de Cheval zu tanzen. Das ist ein akrobatischer Pferdetanz. Hier wetteifern die Reiter der verschiedenen Berber- und Nomadenstämme aus Nordafrika um die Ehre ihrer Sippe. Vier Tage dauert das Festival, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1910 zurückreichen. Begonnen hatte es als Fest der Kamele der örtlichen Mherazig-Berberstämme. Seit 1967 entwickelte es sich über die Grenzen Tunesiens hinaus zum bedeutendsten Festival Nordafrikas. Heute soll das Wüstenfest vor allem dazu beitragen, die ursprünglichen Traditionen der Saharavölker lebendig zu halten. Deshalb finden nicht nur spektakuläre Reiterspiele, Dromedarkämpfe und Windhundrennen statt, sondern auch Vorführungen von Folkloregruppen mit Tänzen, Szenen und Zeremonien aus dem Nomadenleben. Bei der feierlichen Eröffnung reiten die Beduinen an der Tribüne vorbei. Der Marathon der Mehari, der edlen weißen Rennkamele, ist der Höhepunkt der Veranstaltung. Herrlich anzuschauen ist auch der Hochzeitszug mit den von Kamelen getragenen turmartigen Sänften. Nach altem tunesischen Brauch wird die Braut in einer solchen Sänfte, geschützt vor fremden Augen, zum Haus ihres Bräutigams geleitet, von einer Armada farbenprächtig gekleideter Musikanten begleitet. Eine prächtiges Spiel nicht nur für Kinder.

Wüstenspiele

Eigentlich ist der Rand der Wüste wie ein großer Sandkasten für Kinder. Ob in Douz oder Tozeur, Kinder haben beim Kamelritt, der überall angeboten wird, oder einfach beim Spiel oder bei dem Herunterrollen im feinen Sand der Dünen ihren Spaß. Ein Tagesausflug in die Wüste mit Führer und Kamel ist für jedes Kind eine bleibende Erinnerung. Begleitet Tagestouren werden in Südtunesien überall angeboten. Besonders Douz eignet sich als Ausgangspunkt.

Quad Fahren

Mit dem Quad, diesem Motrorrad auf vier Rädern durch die Wüste zu brausen macht sicher jedem Kind Spaß. Geführte Quad-Fahrten können einen Tag oder auch länger dauern. Die Fahrzeuge können auf Djerba, aber auch in Douz, Nefta oder Tozeur stundenweise gemietet werden. Kleinere Kinder werden mit Helm vom Vater oder der Mutter über die Dünen geschaukelt. Eine der spektakulärsten Routen führt etwa 150 km südwestlich von Djerba in den Grand Erg Oriental, das Sandmeer der Sahara, mit grandiosen Dünen aus feinstem, goldgelben Sand, aber auch mit überraschend grünen Oasen, mit Wäldern von mehreren Tausend Dattelpalmen und heißen Quellen. Diese Tour ist nur für große Kinder zu empfehlen.

Insider-Tipp

Anan Turki

Blumige Düfte: Besuchen Sie den Destillateur auf dem Markt von Houmt Souk

Aries

Aufgepeppte Tradition: In der Boutique Ariès in Houmt Souk gibt es flotte, selbst entworfene Kleider und Tücher aus traditionellen Stoffen

Tiermarkt

Biblische Gestalten: Auf dem Tiermarkt von Douz fühlen Sie sich in eine andere Zeit versetzt

Souk de Jara

Orientalischer Zauber: Im Souk de Jara in Gabès entdecken Sie wie nirgendwo sonst exotische Schönheitsmittel

Chez Monnir

Fischers frischer Fisch: Sie kaufen frischen Fisch bei der Versteigerung am Markt von Houmt Souk und lassen ihn nebenan im Restaurant Chez Monnir braten

Whispering Palms

Essen unter Palmen: Das Restaurant Whispering Palms nahe Midoun ist für sehr gute Küche bekannt

Méharée

Der Himmel über der Wüste: Eine mehrtägige Wanderung durch die Wüste mit Dromedaren ist die reinste Wellnesskur

Dar Cherait

Multimedial: Das Dar Cherait in Tozeur präsentiert tunesische Geschichte in einer spannenden Show

Erriadh

Karawanenträume: Beim Übernachten in der schönen alten Karawanserei Erriadh in Houmt Souk

Bordj Djillidj

Poesie der Landschaft: Das einsame, wilde Djerba und die althergebrachte Art des Fischfangs können Sie im Fischerhafen bei Bordj Djillidj erleben

El Hamma du Gabès

Baden gehen!: Im wohltuenden Thermalbad von El Hamma du Gabès

Mareth

Unter Beschuss: Wie Tunesien in den Zweiten Weltkrieg verwickelt wurde, zeigt das Militärmuseum von Mareth

Midès

Unerhörte Stille: Eine Wanderung in der Schlucht bei Midès ist sehr empfehlenswert

Toujane

Die Berber-Schöne: Hoch oben thront die alte Berberstadt Toujane über Ebene und Mittelmeer

Top Highlights

Flamingoinsel/Ras R'mel

Ein Ausflug zur nördlichen Flamingoinsel Ras R'mel. Auf den Sandbänken vor der nördlichen Landspitze lassen sich von Dezember bis März die rosafarbenen Flamingos nieder. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von Houmt Souk auf die Île des Flamants zu gelangen: große Schiffe, kleine Schiffe, Glasboden- oder Piratenboote. Sie können aber auch einen Fischer im Hafen fragen, ob er Sie übersetzt. Man kann auf der Flamingoinsel gut fischen, baden oder einfach nur geruhsam den Tag verbringen. | Organisierte Tagestouren kosten 35 TND, drei Mahlzeiten und Folkloreprogramm inklusive | buchbar unter Tel. 7565569

La Ghriba

Fährt man von Houmt Souk Richtung El Kantara, stößt man an der Stadtgrenze auf Hara Kebira (Großes Ghetto). Der Ort war früher Zentrum der Juden. Etwa 6 km weiter liegt Erriadh, früher Hara Seghira (Kleines Ghetto), und etwas außerhalb die Synagoge La Ghriba, die interessanteste Sehenswürdigkeit auf Djerba. Das Fundament der von außen unscheinbar wirkenden Synagoge soll noch aus der Zeit der ersten jüdischen Zuwanderer stammen (527 v. Chr., nach der Eroberung Jerusalems durch den babylonischen König). Der heutige Bau wurde 1920 auf den alten Überresten errichtet. Einer der Gründungslegenden zufolge sollen die Flüchtlinge damals einen Stein aus dem zerstörten Jerusalemer Tempel nach Djerba gebracht haben. Eine andere Legende berichtet von einer Frau, die an diesem Ort lebte und Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite stand. Als ein Blitz in ihre Behausung einschlug, brannte alles nieder, aber ihr Leichnam blieb unversehrt. Auf dieses Wunder hin beschloss man, hier ein Gotteshaus zu errichten. Daher der Name La Ghriba - die Wundertätige. In der Synagoge wird eine alte Thorarolle in Holzschatullen aufbewahrt.

Mahboubine

Vorbei an den typischen Gärten der Insel führt die Straße von Midoun 3 km in westlicher Richtung nach Mahboubine (4000 Ew.). Lohnenswert ist dort die Betrachtung der Moschee mit ihren weißen Mauern und vielen Kuppeln, die im Jahr 1903 fertiggestellt wurde. Sie ist eine Miniaturkopie der Hagia Sophia in Istanbul. Ali el-Kateb, ein reicher Kaufmann aus Mahboubine, der sich in Istanbul niedergelassen hatte, stiftete sie seinem Heimatdorf.

Ksar Ghilane

Die Oase 70 km südöstlich von Douz ist das paradiesische Endziel vieler Wüstentouren oder auch Ausgangspunkt für Ausflüge in den Grand Erg Oriental. Sie bietet den Wüstenwanderern mit ihrer heißen Thermalquelle, dem Grün und der touristischen Infrastruktur in jeder Hinsicht Erfrischung. Die Oase wird eingerahmt von Bergen und der Wüste. Ungefähr 50 Nomadenfamilien leben hier seit den 1950er-Jahren von Dattelanbau, Landwirtschaft und Tourismus. Leider ist die Oase an bestimmten Tagen, besonders freitags und mittwochs, von Touristen so überfüllt, dass ihr Charme nicht wirkt.

Metlaoui

Der Ort (40000 Ew.) liegt wie Redeyef und Mounares im Phosphatabbaugebiet, 42 km westlich von Gafsa. Die bizarre Bergregion mit den kilometerlangen Förderbändern, die sich durch die Landschaft schlängeln, wirkt unwirklich und in den Orten etwas heruntergekommen. Anziehungspunkt für Touristen ist einzig die Nostalgiebahn Lézard Rouge, die von hier in die Seldja-Schlucht fährt. Eine alte Diesellok zieht sechs Luxuswaggons, mit denen einst der türkische Bey von Tunis durch die Lande fuhr, vom Bahnhof Metlaoui in die Seldja-Schlucht hinein. Gruppen, die den ganzen Zug chartern, können Angriffe à la Lawrence von Arabien gleich mitbuchen. Die Fahrt durch die Schlucht ist aber auch ohne diese Zutat atemberaubend! | In der Saison täglich ab Bahnhof Metlaoui | Preis für die eine Stunde und 45 Minuten dauernde Fahrt 20 TND | Informationen und Reservierungsmöglichkeit: Galilée Travel Tel. 76241469 | Fax 76241604

Midès

Hier, 100 km von Gafsa entfernt, verläuft die Grenze zu Algerien. Der alte, verlassene Ort mit Blick auf einen großen Canyon ist sehr eindrucksvoll. Der Abstieg in die Schlucht und ein Spaziergang in der Stille dieser imposanten Landschaft lohnen die Mühen des Wiederaufstiegs. Vorsicht: Bei Regen ist die Schlucht schnell überschwemmt.

Tamezret

Etwa 12 km hinter Matmata auf der Straße nach Douz liegt die Berberstadt Tamezret (800 Ew.) wie eine weiße Festung im Berg. Die engen Gassen sind nur zu Fuß zu begehen. Die Regierung versucht, diese Stadt am Leben zu erhalten. Die Migration vieler Männer in die Städte des Nordens hat Tamezret zu einer Stadt der Frauen und Kinder gemacht.

Chenini

Eine der meistbesuchten Speicherburgen der Region, 18 km von Tataouine. Sie erreichen den idyllischen Ort auf einer asphaltierten Straße. Die Häuser sind in einen steilen Bergkamm gehauen. Während die Wohnhöhlen auf der einen Seite des Dorfs verlassen sind, sind sie auf dem gegenüberliegenden Berghang noch bewohnt. Gegen Bezahlung eines Führers kann eine Wohnhöhle besichtigt werden. Auch in Chenini gibt es, wie überall, den neuen Ortsteil. Die weiße Moschee von Alt-Chenini ist von weit her sichtbar. Ein Aufstieg zur Moschee (2 km vom Parkplatz unterhalb der Altstadt) lohnt sich. Von hier haben Sie einen weiten Blick in die Ebene des Dahar, auf Chenini und die Bergwelt. Eine Ölmühle, die immer noch von einem Dromedar betrieben wird, ist beim Aufstieg zu sehen. Zu den Attraktionen von Chenini gehören auch die „Sieben Gräber“. Man fährt in Richtung Neu-Chenini und biegt dann rechts ab zur 2 km entfernten Jemaa-Kedima-Moschee. Auf dem anschließenden Friedhof befinden sich die überdimensionalen Gräber der „Sieben Riesen“. Der Legende nach ist hier die letzte Ruhestätte verfolgter Christen, die die Gestalt von Riesen angenommen hatten. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es in der Station Mabrouk, unterhalb des Bergs, mit einer annehmbaren Küche trotz der vielen Touristen. Dort finden Sie auch einen Souvenirladen.

Ksar Ouled Soltane

Gilt als der schönste Ksar Tunesiens. Da der Komplex 13 km südlich von Tataouine in die Ortschaft integriert ist, werden zahlreiche Gewölbe noch als Vorratskammern benutzt und sind mit Palmholztüren verschlossen. Ein Wärter lässt Sie hinein und kann Ihnen die Geschichte des Ksar auf Französisch erzählen. Trinkgeld wird - wie bei jeder Führung - erwartet. Die Bewohner des Dorfs wehren sich gegen den Umbau in ein Hotel.

Chott el Djerid

Über 300 km ziehen sich die Salzsenken Tunesiens vom Golf von Gabès bis zur algerischen Grenze hin: Chott el Djerid, Chott el Fejej, Chott el Gharsa. Der Chott el Djerid ist die größte unfruchtbare Salzsenke, die sich östlich von Tozeur und Nefta erstreckt. Zuflüsse aus den Bergen tragen Mineralien und Gestein in die Senke, die keinen Abfluss hat. Manchmal quillt Süßwasser aus Grundwasserstöcken an die Oberfläche. An diesen Stellen sammeln sich dann Kolonien von Flamingos. Im Frühjahr und Winter, wenn es regnet, sieht der Chott el Djerid wie ein richtiger See aus. Meistens ähnelt er jedoch einer riesigen, braunen Schlammfläche, in die man tief einbricht. Nicht nur bei Karl May, sondern auch in Wirklichkeit soll der Chott schon ganze Karawanen verschluckt haben.

Nefta

Nefta (15000 Ew.) ist ursprünglicher, geheimnisvoller und ruhiger als das 20 km entfernte Tozeur - auch wenn neu gepflanzte Palmen die beiden Oasen schon fast zusammenwachsen ließen. „Prinzessin der Sahara“ wurde Nefta genannt. Die Oase Corbeille trennt Alt- und Neustadt voneinander. Sie ist mit ihren Gärten und Bewässerungsanlagen sehr sehenswert. Doch Sie sollten sich dafür unbedingt im Syndicat d'Initiative (Avenue Habib Bourguiba | Tel. 76430236) einen Führer nehmen.

Guellala

Houmt Souk

Midoun

Touristische Zone

Douz

Matmata


Auftakt

Was für eine Insel!

Viele Kulturen haben die Insel an der Grenze zwischen Orient und Okzident geprägt. Weite Sandstrände, gemäßigtes Klima und viel Sonnenschein machen Djerba zu einem idealen Urlaubsziel. Die Ruhe, die Freundlichkeit der Menschen, der gehobene Hotelstandard und die kilometerlangen, freien Sandstrände machen den Reiz der Insel aus. Das mediterrane Djerba ist traditionell weltoffen, freundlich und sanft wie sein Licht und seine Farben. Es ermöglicht Europäern einen leichten Einstieg in die arabische Welt. Mit seinen schicken Hotels ist Djerba auch das bequeme Tor zur Sahara.

Wie keine andere Region hat der Süden das Bild Tunesiens in unseren Köpfen geprägt. Dromedare und Wüstensöhne, Dattelpalmen und Oasen, Salz und Sand, Hochzeitsrituale und Nomadenleben - der Süden Tunesiens gilt als rückständig, aber auch als Hort der Tradition; er ist noch stark patriarchalisch geprägt. Während in den Küstenstädten Tunis, Sfax oder Sousse auch Frauen selbstbewusst ihren Platz in der Wirtschaft und dem Geschäftsleben des Landes suchen, hinkt der Süden etwas hinterher. Hier gilt der alte Ehrenkodex, hier kleidet man sich nach alten Mustern. Und hier trifft man auf engstem Raum auf eine ungewöhnliche landschaftliche Vielfalt.

Der südöstliche Ausläufer des Sahara-Atlas in Tunesien zieht sich von der Bergregion um Tamerza mit ihren verträumten Oasen über die bizarren Phosphatgebiete um Metlaoui bis nach Gafsa. Diese Bergregion trennt Nord- und Südtunesien. Die Djebel Orbata (1165 m) und Bou Rameli (1156 m) sind die höchsten Gipfel des Höhenzugs. Sie liegen östlich von Gafsa. Die wenigen nach Süden zum Chott el Djerid fließenden Flüsse suchen sich ihren Weg durch die Sedimentschichten. Sie haben dabei imposante Schluchten entstehen lassen. Bekannt sind vor allem die Seldja-Schlucht, der Canyon von Tamerza und der Canyon bei Gafsa. Südlich dieser Berge bestimmen Wüstensteppen und die abflusslosen Salztonsenken der Chotts das Landschaftsbild. Üppige Süßwasserquellen am Rand der Chotts, die aus fossilen Grundwasservorräten gespeist werden, haben die Dattelpalmenoasen des Landes entstehen lassen. An die Salzsenken schließt sich südlich die Sahara mit ihren Schotterebenen und Dünengürteln an. Sie ist Teil des Grand Erg Oriental, der Vollwüste, mit seinen Dünengürteln und seiner Einsamkeit.

Am Rand der Wüste gen Mittelmeer liegen die kahlen, sich etwa 200 km in Nord-Süd-Richtung ziehenden Schichten des Dahar-Gebirges. Die Höhlensiedlungen und Speicherburgen dort erzählen noch heute von der alten Berberkultur Tunesiens. Zwischen Gebirge und Meer erstreckt sich von der Industriestadt Gabès im Norden bis zur libyschen Grenze im Süden die steppenartige Djeffara-Ebene. Davor liegt die Insel Djerba. Das 514 km² große, flache Eiland ist umsäumt von weiten Stränden. Das gemäßigte Klima und 320 Sonnentage im Jahr machen Djerba zum idealen Urlaubsziel für lichtbedürftige Nord- und Mitteleuropäer. Die Ruhe, die Freundlichkeit der Menschen, der gehobene Hotelstandard und die kilometerlangen, freien Sandstrände machen den Reiz der Insel aus. Historische und klassische Denkmäler gibt es nicht viele; dafür ist Djerba aber reich an Geschichte: Punier und Römer, Berber und Vandalen, jüdische Händler und türkische Seeräuber haben die Insel an der Grenze zwischen Orient und Okzident geprägt. Berber und islamische Konvertiten flüchteten vor ihren Feinden vom Festland hierher. Begriffe wie Kreuzzug und Dschihad, die durch die Ereignisse des 11. September 2001 wieder verstärkt in der öffentlichen Diskussion aufkamen, sind auf der Insel Djerba jahrhundertealte Geschichte: Christentum und Islam stritten ab dem 11. Jh. um die Vorherrschaft im Mittelmeer. Djerba lag mittendrin.

Nachdem die Blütezeit des Islam mit der Vertreibung der Mauren aus Spanien im 15. Jh. zu Ende war, wurde der Kampf mit anderen Mitteln fortgesetzt. Djerba wurde zu einer Hochburg der Korsaren an der tunesischen Küste. Diese arbeiteten für die osmanischen Eroberer, die Djerba 1574 endgültig besetzten. Die Spanier versuchten mehrmals, das Piratennest auszuheben - mit herben Niederlagen. Im 15./16. Jh. kamen jüdische Einwanderer aus Andalusien auf die Insel und bildeten die größte jüdische Gemeinde Tunesiens. Die Juden auf Djerba waren Meister filigraner Silberschmiedekunst. Mit ihrer Abwanderung seit den 1960er-Jahren gibt es in diesem Kunsthandwerk nur noch wenig Entwicklung.

Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung war der Transsaharahandel. Djerba war Endpunkt der Sklavenkarawanen aus Westafrika. Gold, Elfenbein und die schwarzen Sklaven, deren Nachkommen immer noch hier leben, kamen so ans Mittelmeer.

Obwohl der Süden Tunesiens mit 80000 km² die Hälfte des Staatsgebiets ausmacht, leben hier nur 15 Prozent der Bevölkerung. Die trockene Sahara-Region lässt Landwirtschaft nur unter großen Anstrengungen und mit künstlicher Bewässerung zu. Und die Sahara frisst sich beharrlich vorwärts: Jedes Jahr verliert Tunesien rund 150 km² Land an die Wüste. Erst der Tourismus, der in den 1960er-Jahren begann, gab der Wirtschaft wesentliche Impulse, schuf vor allem in der Touristenhochburg Djerba Arbeitsplätze, die selbst für Zuwanderer aus den Orten des Südens attraktiv sind. Der Tourismus ist längst die wichtigste Einnahmequelle der 120000 Djerbi. Traditioneller Wirtschaftszweig ist, neben der Fischerei, das Handwerk. Dessen Hauptprodukte sind die Töpferartikel von Guellala. Außerdem wird Schmuck hergestellt, es werden Wolldecken gewebt - vor allem aber wird gehandelt. Schon im 4. Jh. v. Chr., unter dem Einfluss der Karthager, war Djerba ein überaus reges Handelszentrum. Das blieb es auch nach dem Sieg der Römer über die Karthager 146 v. Chr. Von den Römern hat Djerba seinen heutigen Namen: Sie nannten die Insel Girba.

Die Emigration der Inselbewohner in die größeren Städte Tunesiens oder nach Frankreich war schon immer hoch. Der Tourismus hat zwar neue Arbeitsplätze geschaffen, beschleunigte aber auch die gesellschaftlichen Veränderungen und die Werteverschiebung. Unter anderem ist die harte Arbeit in der Landwirtschaft, die den Charakter Djerbas über Jahrhunderte prägte, immer weniger attraktiv geworden. Jugendliche bevorzugen es allemal, in der Hotellerie zu arbeiten, statt auf dem nur wenig ertragreichen Boden zu schuften. Die Folge davon: Gärten, die brachliegen und veröden, Palmen- und Olivenhaine, die nicht mehr bewirtschaftet werden.

Über 200 Moscheen und Grabstätten von Marabouts, den traditionellen Heiligen, sind über die Insel verstreut. Es sind keine Prachtbauten. Sie sind klein und bescheiden. Eine Besonderheit der Moscheen sind die unter dem Hof liegenden Zisternen. Dort wird Regenwasser für die rituellen Waschungen und für Notzeiten gesammelt. Die Insel verfügt weder über Flüsse noch über Quellen. Zisternen und Brunnen waren daher immer eine existenzielle Notwendigkeit. Heute verschönern plätschernde Brunnen luxeriöse Hotelanlagen und spenden angenehme Kühle bei sommerlichen Hitzewellen.

Um 3000 v. Chr.

Besiedlung durch die Protolibyer, die Berber

814 v. Chr.

Gründung Karthagos

146 v. Chr.

Zerstörung Karthagos und Errichtung der römischen Provinz Africa

800

Die römische Provinz Africa wird zum arabo-islamischen Ifriqiya

1236-1547

Herrschaft der Dynastie der Hafisiden mit der Hauptstadt Tunis

1574

Tunesien wird von den Osmanen beherrscht. Sie regieren das Land bis zum 19. Jh.

1881

Beginn der Kolonialzeit: Die Franzosen erklären Tunesien zum Protektorat

1920

Die türkische Vorherrschaft wird offiziell beendet

1942

Deutsche und italienische Truppen besetzen Tunesien

1956

Frankreich erkennt die Unabhängigkeit Tunesiens an

1957

Habib Bourguiba wird erster Präsident der tunesischen Republik

7. November 1987

Zine el-Abedine Ben Ali setzt Habib Bourguiba ab und wird neuer Staatspräsident

11. April 2002

Anschlag auf die Synagoge La Ghriba

2004

Am 29. Oktober wird Ben Ali - nach Verfassungsänderung 2002 - mit 94,5 Prozent wiedergewählt

2008

Nach Schusswechsel zwischen tunesischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Mitgliedern einer bewaffneten Gruppierung werden zahlreiche Personen festgenommen. Oppositionelle fordern faire Gerichtsprozesse

Der Korsar im Dienst des Sultans

Der legendäre Pirat kaperte Schiffe, kämpfte gegen Spanier, Genuesen und Malteser. Er eroberte wichtige Stützpunkte im Kampf zwischen Spaniern und Türken um die Vorherrschaft am Mittelmeer und wurde schließlich von den Türken geadelt und zum Bey ernannt. Das Kapern von Schiffen, die Piraterie, war vom 14. bis zum 18. Jh. übliche Strategie.

Die Fremde

Der Roman des tunesischen Schriftstellers Albert Memi handelt von einer binationalen Ehe. Der Elsässerin Marie bleibt die tunesische Familie ihres Mannes ebenso fremd wie die archaischen Traditionen Tunesiens. Der Roman wurde in den 1950er-Jahren geschrieben, ist aber heute so aktuell wie damals.

Durch die Wüste

Das Buch von Karl May war eines der ersten, das Europäern die Gefahren der Salzwüste Tunesiens näher brachte.

Sandmeere

Die Autorin Isabelle Eberhardt (1877-1904) war begeistert von der Wüste. „Auf dem rauen, prächtigen Boden Afrikas ist die Schönheit dieses Landes einzigartig“, schrieb sie über den Süden Tunesiens.

Despoten vor Europas Haustür (2005)

Die tunesischen Autoren Sihem Bensendrine und Omar Mestiri schidern das problematische Verhältnis Europas zu den repressiven Machthabern im Maghreb.

Das Schweigen des Palastes (1993)

Der Film der tunesischen Regisseurin Moufida Tlatlis wurde mehrfach preisgekrönt. Es ist eine Reise in die dunkleren Tiefen der arabischen Gesellschaft, die hier als feudale gezeichnet ist.

Zeit der Männer, Zeit der Frauen (2001)

Dieser Film von Moufida Tlatlis thematisiert das Leben von drei Frauengenerationen auf Djerba.

Fatma (2001)

Um archaische Vorstellungen und modernes Frauenleben geht es in Khaled Gorbals Film.

Honig und Asche (2002)

Der Film von Nadia Anliker Fare beschreibt drei Frauenschicksale.

Satin Rouge (2002)

Raja Amari erzählt eine ungewöhnliche Mutter-Tochter-Beziehung in Tunesien.

Bezness (1988)

Ein tourismuskritscher Film des tunesischen Filmemachers Nouri Bouzid über den Ausverkauf der Küste.

Puppen aus Ton (2004)

In diesem Film beschreibt der Regisseur Nouri Bouzid das Schicksal junger Mädchen aus dem Süden Tunesiens, die als Hausmädchen nach Tunis geschickt werden.

Öl war immer ein Quell des Wohlstands auf Djerba

Auf Djerba gibt es viele unterirdische Ölmühlen, denn diese garantieren eine von den Jahreszeiten unabhängige, gleichmäßige Temperatur. Ölmühlen erkennt man von außen an der niedrigen, weiß gekalkten Kuppel. Man sieht sie überall. Durch einen Gang gelangt man zu den Mühlsteinen, die früher von einem Esel oder Dromedar gezogen wurden.

Typische Gehöfte auf Djerba

Die kleinste Einheit der Kulturlandschaft Djerbas ist der Menzel, der intensiv bewirtschaftete Hof, der einem Familienverband Unabhängigkeit sichert. Er beherbergt einen vielseitigen Garten, Ölbäume und eine Weberei. Diese überall verstreut liegenden Gehöfte waren stets so angelegt, dass sie auch zur Verteidigung ihrer Bewohner dienen konnten. Mauern und Hecken der Menzel, aber vor allem ihre undurchschaubare Anordnung machten das Landesinnere der Insel zu einem Labyrinth von Wegen, zu einem Irrgarten, in dem sich Eindringlinge nur schlecht zurechtfanden.

Verschiedene Glaubensrichtungen auf Djerba

Vorherrschende Glaubensrichtung ist der Ibadismus, der auf eine frühe Abspaltung von den Schiiten, die so genannten Kharidijten (die Ausziehenden), zurückgeht. Bis zum 9. Jh. umfasste der politische Einflussbereich dieser Lehre Westalgerien, Südtunesien und Djerba. Diese Islamauslegung betont die Gleichheit der Gläubigen und spricht den Nachfolgern Mohammeds das Recht auf Herrschaft über die Muslime ab. Die Berber widersetzten sich damit den arabischen Eroberern aus dem Nahen Osten. Deren Glaubensrichtung hatten die Almohaden, ein Berberstamm des Maghreb, übernommen. Nachdem sie von den orthodoxen Almohaden besiegt worden waren, zogen sich die Ibaditen nach Djerba zurück. Ihr Glaube, den es immer wieder gegen die sunnitische Mehrheit zu verteidigen galt, dürfte ein Grund für den Individualismus und die Eigenwilligkeit der Djerbi sein.

Straßennamen und Hausnummern unbekannt

Das Hotel? Sie finden es gegenüber der Moschee, gleich hinter dem Zentralmarkt. Das Café? Gleich hinter dem Hotel Miramar, rechts. Viele Ortsangaben, vor allem außerhalb der großen Städte, sind in Tunesien etwas vage und ungefähr. Aber keine Angst, Taxifahrer oder Passanten können Ihnen trotzdem den Weg zeigen, wenn Sie die ungefähre Richtung oder einen markanten Punkt angeben. Straßennamen, geschweige denn Hausnummern, gibt es vor allem in ländlichen Regionen häufig nicht.

www.tunesien.com

deutsches Diskussions- und Informationsforum. Eine umfassende Linksammlung zu Themen wie Land und Leute, Religion, Zeitungen, Botschaften. Mit Portalen und Foren wie „eine Liebe in Tunesien“ und vielen Tipps zu Heirat und Umsiedlung

www.tunesien.info

Präsentation von Sehenswürdigkeiten, Kultur und Urlaubsarten in Tunesien. Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen sowie das Wetter.

www.18oktober.com/deutsch

Ein Portal über die politische Situation in Tunesien

wwitv.com

hier können Sie tunesisches Fernsehen sehen

www.afrika-auf-einen-blick.de

alles über Tourismus, Orte und Städte

www2.amnesty.de

Jahresbericht von Amnesty International zu Tunesien

www.elqantara.org/de/

Qantara - Die Brücke e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat Völkerverständigung und internationale Zusammenarbeit zu fördern. Grundlage der Vereinsaktivitäten ist die Durchführung und Betreuung von freiwilligen sozialen Diensten im Ausland

Befestigte Speicherburgen sind typisch für Südtunesien

Speicherburgen, sogenannte Ksour, dienten zur Lagerung der Ernte, wenn die nomadisch oder halbnomadisch lebenden Familien unterwegs waren. Die Gemeinschaftsanlage besteht aus mehreren rundlichen Speichern, den Ghorfas. Jede Familie hatte einen Ghorfa, in dem Olivenöl, Getreide und Viehfutter untergebracht wurde. Diese rundlichen Speicher waren um einen Hof aneinander gebaut. Ihre Türen öffneten sich nach innen auf den Hof. Von außen war alles durch dicke, hohe Mauern abgeschottet und geschützt. Ein Wächter und seine Familie wohnten ständig in der Speicherburg. Der Ksar wurde zum Schutz meistens auf Bergkuppen gebaut, aber auch in unmittelbarer Umgebung der Wohnungen. In den 1960er-Jahren wurden viele Ksour abgerissen. Heute werden sie als touristisches Kapital gepflegt.


Szene

Trend Guide Djerba

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Katharina Sommer

Das Flair Südtunesiens mit seinen phantastisch ureigenen Landschaften, der Zauber orientalischer Architektur und nicht zuletzt der Charme seiner Menschen führt die Reisejournalistin immer wieder dorthin. Unsere Szene-Expertin ist fasziniert von dem Facettenreichtum der Region. Auf der Suche nach Trends reist sie durch das Land und erkundet dort die besten Szene-Highlights von Sport bis Nightlife.

Trendsport Speedsailing

Auch wenn Tempo nicht gerade das ist, was die Kultur des Orients mit seiner Aura von Beschaulichkeit und Langsamkeit prägt, so fasziniert das trendig moderne Wüstenschiff dann doch. Der neueste Schrei heißt Speedsailing, ein Adrenalinsport par excellence. Dabei rast der Pilot in einem dreirädrigen Fahrgestell mit Steuer, Sitz und großem Segel allein vom Wind getrieben mit gut und gerne 50 km/h über die Ebene des riesigen Salzsees Chott el Djerid (Anbieter: Aéroasis | Av. Aboul el-Kacem ech Chebbi | Tozeur | Tel. 76451500). Auch Desert Evasion hat Landsegeltouren im Programm (Zone Touristique | Tozeur | www.desertevasion.com). Auskunft über Speedsailer zur Miete einschließlich Transfer zur Piste erteilt das Tourismusbüro in Tozeur (Office National du Tourisme | Av. Aboul Kacem Chebbi).

Süße Verführung

Zuckersüß soll es sein, vor allem, wenn es um Drinks geht. Kein Wunder, dass der gute alte Sirup gegenwärtig ein Revial erfährt. Je nach Gusto mit Wasser gemixt, führen die Säfte aus Rosenessenz „Sirop de rose“, Zitrone „Sirop de citron“ oder aus Granatäpfeln „Grenadine“ die Hitliste an. Favorit unter den Heißgetränken ist neben dem typisch starken und sehr süßen Tee der „Capucin nouveau“. Dahinter verbirgt sich schlicht ein Glas Kaffee mit Kondensmilch und viel Zucker. Im Café Ben Daamach in Houmt Souk schmecken die süßen Drinks noch besser. Tipp: traditionell zubereiteter Tee mit Pinienkernen (Café Ben Daamach | Place Mokhtar Ben Attia). Im Café à l'Arbre in Midoun genießt man ihn auf der schattigen Terrasse (beim Place de la République).

Starke Frauenstimmen

Ein Stern am Himmel populärer Musik Tunesiens: Latifa. Ein Highlight ihrer steilen Karriere war die Verleihung des World Music Award von Las Vegas für „Ma Etrohsh Ba'er“ (www.latifaonline.net). Mit ihrem Debütalbum „Wild Harissa" schlug Newcomerin Ghalia Benali eine Brücke zwischen Orient und Okzident (http://www.youtube.com/watch?v=YY2tX_X8bAQ). Die in Nubat-Gesang ausgebildete Interpretin Chiha mischt arabisch-andalusische Tradition mit Drum'n'Bass- und House-Elementen (www.chiha.de). Ein viel versprechendes Nachwuchstalent des klassischen Maalouf ist Sonia M'Barek Takht, die am Musikkonservatorium in Tunis studierte (http://www.soniambarek.com). Große Livemusikevents finden im Freizeitareal Parc Djerba Explore statt (Route touristique de Midoun | www.djerbaexplore.com).

Geocaching

Der Geocaching-Boom schwappt nach Südtunesien und Djerba. So gibt es bereits Schätze am Kap Ras Terbella oder beim Bordj Kastil und bei Guermassa. Wer einen kleinen Schatz deponiert hat, veröffentlicht die geografischen Koordinaten im Internet, wo ihn jeder abrufen kann (www.geocaching.com). Ausgerüstet mit einem GPS-Empfänger geht es los. Manche Verstecke sind ihm Vorbeigehen zu finden, andere wiederum verlangen echten Einsatz. Bei Erfolg wird der Schatz nach dem Motto „get some stuff, leave some stuff“ ausgetauscht, der Besuch im Logbuch dokumentiert und an derselben Stelle wieder versteckt.

Bücher, die bewegen

Vom Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Orient und Okzident inspiriert zeigen sich die Werke der Autorengeneration Tunesiens facettenreich und innovativ. Jüngstes ins Deutsche übersetzte Werk Amor Ben Hamidas Mit arabischen Grüßen ist eine Themensammlung zu Geschichte, Kultur und der Lebenseinstellung Nordafrikaner (www.benhamida.ch). Hassouna Mosbahis wuchs als Sohn einer Beduinenfamilie in Südtunesien auf. Seine Erinnerungen daran reflektiert er in Ölbaum der Kamele. Habib Selmi greift in seinem Roman Bajas Liebhaber mit subtiler Ironie das Leben im ländlichen Tunesien auf.

Die Camper kommen

Bislang wenig als Camperland bekannt, klettert Südtunesien derzeit auf der Beliebtheitsskala für Caravaner weiter nach oben. Der Grund: Landesweit eröffnen immer mehr Campingplätze in großartiger Lage und mit tollen Extras. Die schönsten Plätze sind Sidi Ali (Midoun | Djerba | Tel. 75657021), Les Beaux Reves im idyllischen Palmenhain (Tozeur | http://beauxreves.koi29.com) und der Desert Club, wo man sogar im Beduinenzelt nächtigen kann (Douz | http://campingdouz.skyrock.com). Brandneu sind die Campingplätze bei Gafsa und Nefta. Ein Überblick über Campingmöglichkeiten und weitere Informationen für aktive Caravaner findet sich auch im Internet (www.offroad-reisen.com/REISEN/TUNESIEN/TUN-Camping/TUN-Camp.htm).

Cineasten

Bei den neuesten Movies tunesischer Produktionen stehen Cineasten vor den Kinos Schlange. Auch wenn populäre einheimische Drehbuchautoren und Regisseure wie Nouri Bouzid, Férid Boughedir oder Moufida Tlatli aus unterschiedlichen Teilen Tunesiens kommen, so erreichen ihre Filme selbstredend auch die Kinos im Süden. Top angesagt ist zurzeit z.B. Boughedirs Produktion Villa Jasmin. Jüngster Streifen von Nouri Bouzid ist Making of. Mittlerweile Kultcharakter hat Les silences du palais der Regisseurin Moufida Tlatli aus dem Jahr 1994. Er gilt als Highlight des autobiografischen Kinos. Gleichermaßen populär ist ihre in Tunesien und Frankreich abgedrehte Produktion Nadia et Sarra, die u.a. im Salle de Cinéma (Houmt Souk | Rue Mustapha Ghazi | Djerba) und Le Sahara (Rue Hédi Jaballah | Tozeur) zu sehen ist. Frischen Wind beim Filme ansehen gibt es im Open-Air-Kino des Clubs Magic Life (Magic Life Mare Imperial, Plage Sidi Mahrès, Djerba | www.magiclife.com).

Wellness orientalisch

Die Jahrhunderte alten Anwendungen der arabischen Bade- und Körperkultur zeigen sich in neuem, wunderschönem Gewand: Nicht umsonst gilt das Ambiente luxuriöser Spas als „Märchen aus Tausendundeiner Nacht“! Angesagt sind orientalische Massagen begleitet von Wohlgerüchen aus Lavendel, Rosmarin und Jasmin. Hitverdächtige Variante ist die Massage mit vier Händen im Odyssée Resort & Thalasso (Zarzis | www.odyssee-resort.com). Heimische Kräuter mit herb kräftigem Duft und Sesamsamen entfalten ihre Wirkung unter Hitzeeinwirkung bei der Herbarelaxmassage. Die Körper- und/oder Gesichtsmassage mit Kräuterkissen weckt die Lebensgeister z.B. im Hotel Mövenpick Ulysee Palace & Thalasso (Djerba | www.moevenpick-djerba.com) oder im Radisson SAS Resort & Thalasso (Djerba | www.djerba.radissonsas.com).


Stichworte

Von Aberglaube bis Wüstenschiff

Karawanenhandel und Seefahrt haben den Süden Tunesiens gleichermaßen beeinflusst

Aberglaube

Gerade in modernen Zeiten mit ihren vielen Brüchen braucht man etwas zum Festhalten. Wie eh und je tragen Jugendliche in Tunesien den Fisch oder die Hand der Fatima als Symbol zum Schutz gegen Unheil. Diese baumeln an silbernen Ketten oder Armbändern. Man findet diese Symbole auch häufig gemalt über Eingangstüren, als Schmuckmotiv oder eingeritzt in Babywiegen. Der Fisch ist phönizischen Ursprungs und schützt - wie die Hand der Fatima - gegen den bösen Blick.

Alkohol

Alkohol ist im islamischen Tunesien aus religiösen Gründen nicht erlaubt. Zwar wird dieses Verbot nicht sehr ernst genommen, aber beim öffentlichen Alkoholkonsum verhalten sich Tunesier in der Regel zurückhaltend. Ausgeschenkt werden darf Alkohol nur in Restaurants oder Cafés mit entsprechender Lizenz.

Berber

Sie sind die Urbevölkerung des Maghreb und lebten hier lange vor Phöniziern, Römern und Arabern. Die Berber des Maghreb sprechen unterschiedliche Dialekte und sind keine stammesübergreifende, identitätsbewusste Gruppe. Sie zeichnen sich vielmehr durch ihren Individualismus aus. Dieser machte es fremden Mächten leicht, sich im Maghreb zu etablieren.

Bezness

Tunesien hat ungefähr 9 Mio. Einwohner, 40 Prozent davon sind unter 20 Jahre. Hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit sind trotz wirtschaftlicher Anstrengungen und Liberalisierung ein Problem unter Jugendlichen. Vor allem im Süden Tunesiens setzen daher viele auf eine Arbeit im Tourismus, andere auf Migration und manche auf die Begegnung mit einer Touristin. Bezness, vom amerikanischen Business, wird diese Art des Flirts genannt.

Bourguiba, Habib

Er nannte sich „Oberster Kämpfer“ im Unabhängigkeitskampf gegen die Franzosen und gründete 1934 die Neo-Destour-Partei. Mehrfach wurde er verhaftet, bis er schließlich 1956 die Unabhängigkeit Tunesiens erreichte und 1957 die Republik ausrief. Er gründete einen modernen Staat mit weltlicher Rechtsprechung und einer neuen Zivilgesetzgebung. Der Koran gilt in Tunesien nicht mehr, wie in vielen arabischen Ländern, als Gesetzbuch. Bourguiba hat die Frauen gesetzlich gleichgestellt und ihnen das Wahlrecht zugesprochen. Die Polygamie wurde abgeschafft, Scheidung legalisiert. Ein weiterer Schwerpunkt Bourguibas war die Bildungspolitik. Die Einschulungsquote in Tunesien liegt bei über 90 Prozent. Bourguiba regierte als westlich orientierter Patriarch mit selbstherrlichen Attitüden bis zum 7. November 1987, dann wurde er von seinem Premierminister Zine el-Abedine Ben Ali in einem unblutigen Putsch abgesetzt. Habib Bourguiba, der 97 Jahre alt wurde, starb am 6. April 2000.

Chicha

Die Wasserpfeife, Chicha, ist eine aus Ägypten übernommene Mode. Inspiriert durch Seifenopern im tunesischen Fernsehen, hat sie sich vor ungefähr 20 Jahren auch in Tunesien ausgebreitet. In fast allen Cafés gibt es nun die Chicha. Sie wird in Tunesien auch Nargile genannt und mit Honigtabak geraucht.

Desertifikation

Wer Desertifikation hört, denkt an viel Sand und wenig Leben. Doch Wüstenbildung ist mehr: Es sind Flächen, die austrocknen und unfruchtbar werden; es ist die Zerstörung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Vegetation, und es ist zumeist ein von den Menschen verursachtes Problem. Die Desertifikation bedroht in Tunesien etwa die Hälfte aller Flächen, auf denen Ackerbau, Wald- und Weidewirtschaft möglich sind. Intensive Landnutzung führt dazu, dass die Böden an Fruchtbarkeit und Produktivität verlieren. Weitere Folgen sind Versalzung des Bodens sowie Erosion durch Wasser und Wind. Besonders dramatisch ist die Auswirkung der Wüstenbildung auf die Wasserressourcen, die in Tunesien bereits zu rund 90 Prozent genutzt werden. Desertifikation ist demnach in Tunesien ein gewichtiges Umweltproblem, das vor allem die Lebensbedingungen der armen ländlichen Bevölkerung massiv gefährdet. Nur mit langfristigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Strategien kann Tunesien den Kampf gegen die Verwüstung aufnehmen und für eine nachhaltige Entwicklung sorgen.

Hochzeit

Hochzeiten sind das gesellschaftliche Ereignis. Sie werden vor allem im Sommer gefeiert. Eine traditionelle Hochzeit dauert mindestens eine Woche. Während dieser Zeit gehen Braut und Bräutigam - natürlich getrennt - ins Hammam zur Reinigung. Bei der Braut darf auch die Enthaarung am ganzen Körper nicht fehlen. In der Familie stellt man sich aufs Feiern ein, angefeuert durch spitze Schreie der Frauen. Die weiblichen Mitglieder der Familie bereiten die Braut auf die Hochzeit vor. Dazu gehört auch die Bemalung von Händen und Füßen mit Henna. Im Süden Tunesiens wird die Braut traditionell auf ein Dromedar gehoben und unter einen Baldachin aus leichten Stoffen gesetzt. Ein zweites Dromedar trug die Aussteuer.

Juden auf Djerba

Auf Djerba lebt eine der ältesten jüdischen Gemeinden. Unklar ist, ob die ersten Juden nach der Eroberung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnezar (587 v. Chr.) oder unter dem späteren römischen Kaiser Titus (70 n. Chr.) hierher gelangten. Im 14. und 16. Jh. kamen noch einmal viele aus Spanien vertriebene Juden nach Djerba, mit ihnen begann ein Aufschwung des geistigen und kulturellen Lebens. Die Juden auf Djerba waren angesehene Bürger, Händler, Krämer und kompetente Silberschmiede, Spezialisten für filigrane Arbeiten. Sie führten ein abgeschiedenes Leben mit eigener Verwaltung und mischten sich kaum mit der islamischen Bevölkerung. Viele von ihnen emigrierten im 20. Jh. nach Frankreich, Israel oder nach Übersee. Die jüdische Gemeinde, die einst ein Zehntel der Bevölkerung ausmachte, ist heute auf etwa 1000 Personen geschrumpft. Wirtschaftliche Schwierigkeiten, aber auch die antijüdische Haltung der Bevölkerung mit Zuspitzung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern haben die einst tolerante Insel für die Juden unwirtlich werden lassen. Der Anschlag am 11. April 2002 auf die Synagoge La Ghriba war auch ein Anschlag auf das Jahrhunderte währende friedliche Nebeneinander von Muslimen und Juden.

Marabout

Das Wort bezeichnet sowohl das Grab eines heiligen Mannes als auch den Heiligen selbst. Ein Marabout war berühmt für seine Nächstenliebe, seine umfassenden religiösen Kenntnisse und seine Fähigkeit zu heilen. Wegen seiner übersinnlichen Kräfte wurde er um Rat und Hilfe gefragt. Auch heutzutage gibt es noch Gläubige, die sich für einen Marabout halten.

Moscheen

Die heilige Stätte des Islam ist die Moschee. Auf Djerba, mit seinem ländlichen Charakter, sind auch die Moscheen klein und bescheiden. Sie unterscheiden sich je nach dem Ritus, der von ihren Gläubigen praktiziert wird. Auf Djerba dominieren Anhänger zweier Glaubensströmungen: die Malekiten und die Wahabiten. Die Wahabiten sind eine puritanische Bewegung im Islam, die zurück zu einem Urislam wollen. Man findet viele strenggläubige Wahabiten noch heute in Saudi-Arabien. Die Malekiten hingegen sind Anhänger der in Tunesien vorherrschende Glaubensrichtung des sunnitischen Islam. Sie kam erst im 19. Jh. nach Djerba. Malekitische Moscheen werden gekrönt von einem hohen Minarett, wahabitische sind niedriger und haben ein Lämpchen auf dem Turm. Auf Djerba waren die Moscheen immer auch Wehrburgen. Vom Minarett aus konnte man die Annäherung von Feinden beobachten.

Politik

Wundern Sie sich über das Porträt des tunesischen Präsidenten Zine el-Abedine Ben Ali, das Ihnen von jeder Hotelbar, jedem Geschäft, jeder öffentlichen Anlage entgegenblickt? Tunesien hat eine laizistische, republikanische Verfassung und de facto ein Einparteiensystem: Die regierende Rassemblement Constitutionnel Démocratique (RCD) des Präsidenten Ben Ali ist seit der Ausrufung der Republik an der Macht. Das Land will eine moderne, westlich orientierte Demokratie sein und gilt als das aufgeschlossenste und befriedetste unter den Maghrebstaaten Algerien, Marokko, Mauretanien und Libyen. Doch immer wieder weisen Menschenrechtsorganisation wie Amnesty International auf Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Oppositionellen durch den Staat hin. Eine Opposition existiert so gut wie nicht. Auch die islamistische Partei Ennahdha (Wiedergeburt) ist in Tunesien verboten.

Sprache

Die Amtssprache in Tunesien ist Arabisch, aber die lange Kolonialherrschaft der Franzosen hat dazu geführt, dass fast jeder Tunesier auch Französisch spricht. In vielen größeren Hotels, besonders in den touristischen Zonen, sprechen einige der Angestellten auch Deutsch.

Wüstenschiff

„Nur das Kamel kennt Allahs hundertsten Namen, daher sein hochmütiger Blick“, lautet ein arabisches Sprichwort. Ohne die ausdauernden und zähen Kamele oder Dromedare wäre die Wüste vor der Erfindung der Allradfahrzeuge unpassierbar gewesen. Doch dank dieses Wüstenschiffs konnten Menschen die Wüste durchqueren. Das Kamel in Tunesien ist allerdings ein Dromedar und hat nur einen Höcker. In diesem Höcker wird nicht Wasser, sondern Fett gespeichert. Wenn ein Dromedar bei der Wüstendurchquerung nicht genug zu essen bekommt, verbrennt sein Körper dieses Fett, und der Höcker schrumpft. Wenn sich das Tier satt gefressen hat, füllt sich auch der Höcker wieder. Dromedare trinken 20 bis 50 l pro Tag, aber sie kommen auch zwei Wochen ohne Wasser aus. Nach so einer Durststrecke können sie bis zu 150 l in kurzer Zeit trinken. Dromedare sind sehr sparsam, was den Flüssigkeitsverbrauch anbelangt. Erst bei Temperaturen ab 42 Grad fangen sie an zu schwitzen.


Feste und Events

Tanz, Musik und Reiterspiele

Der Süden feiert traditionell und mit einem Hauch von Wüste

In islamischen Ländern ist der Freitag und nicht wie bei uns der Sonntag Ruhetag. In Tunesien jedoch ist dies nicht immer klar auszumachen, es wird unterschiedlich geregelt. An offiziellen und religiösen Feiertagen sind Geschäfte und oft auch Restaurants geschlossen, allerdings nie in den touristischen Zonen.

1. Januar

Neujahrstag

20. März

Nationaler Unabhängigkeitstag

9. April

Märtyrer-Gedenktag

1. Mai

Tag der Arbeit

25. Juli

Tag der Republik

13. August

Tag der Frau

7. November

Nationalfeiertag zur Machtübernahme von Präsident Zine el-Abedine Ben Ali

Religiöse Feiertage

Islamische Feste werden nach dem Mondkalender berechnet; ein Mondjahr ist kürzer als ein Sonnenjahr, deswegen finden sie jeweils etwa 11 Tage früher als im Vorjahr statt.

27. November 2009

Großes Opfer- oder Hammelfest (Aïd El Kebir)

18. Dezember 2009, 7. Dezember 2010

Beginn des islamischen Jahres (Ras El Aam Hejri)

9. März 2009, 27. Februar 2010

Geburtstag des Propheten Mohammed (Mouled)

22. September 2009

Zwei Tage im Anschluss an den Fastenmonat Ramadan (Aïd Es Seghir)

Festivals

Jede Region Tunesiens hat ihre speziellen Feste. Genaue Termine erfahren Sie bei den nationalen Fremdenverkehrsbüros.

März

Festival des Ksour in Tataouine, Ende März: Treffen südtunesischer Berberstämme mit Reiterspielen, Kamelrennen und Berberhochzeit

April/Mai

33 Tage nach dem Passahfest wird in der Synagoge La Ghriba das Laghma-Omer-Fest gefeiert. Aus aller Welt reisen dann die emigrierten Juden an. Die zweitägigen Feierlichkeiten wirken wie ein großes Familienfest. Höhepunkt ist die Versteigerung einfacher Tücher, Bilder oder Blumen. Diese Auktion, an der sich alle lautstark und rege beteiligen, dient dem Unterhalt der Synagoge.

Juli

Schwammfest in Zarzis: zwei Wochen Musik und Animation, Angebote rund um den aus den Tiefen des Meers geholten Schwamm

August

Odysseus-Fest in Houmt Souk: Odysseus soll einst auf Djerba gewesen sein. Mit Tanz, Musik und folkloristischen Darbietungen wird daran erinnert.

September

Surfbrettregatta auf Djerba: Wettbewerb von Ajim bis Houmt Souk mit Animation und Abendprogramm

November

Tag des Sahara-Tourismus in Tataouine: Reiterspiele und folkloristische Vorführungen der Region

Dezember

Olivenfestival in Bir Lahmar-Tataouine: Auf dem Programm stehen das Kosten von Oliven und Olivenöl, Musik und Animation.


Essen und Trinken

Rote Saucen und Harissa

Die tunesische Küche ist von mediterranen und orientalischen Einflüssen geprägt

Fast alle Kulturen, die ihren Fuß auf tunesischen Boden setzten, haben ihre kulinarischen Spuren hinterlassen. Wein und Oliven kamen mit den Griechen, die Franzosen haben die Weintradition in der Kolonialzeit wieder aktiviert und das Weißbrot mitgebracht.

Kaffee und Gewürze wie Kurkuma, Cumin, Ingwer und Safran brachten die Araber aus dem Orient. Vor allem aber wurde die tunesische Küche von den Osmanen beeinflusst: Auberginen, Pasteten, der feine Teig des brik und süßes Gebäck stehen in dieser Tradition. Auch die tunesischen Juden haben ihre eigenen Rezepte mitgebracht. Ihr tchoulend, ein Ragout aus Rinderinnereien, wird stundenlang gekocht. Berberischer Herkunft ist das Couscous, das Nationalgericht des Landes.

Hervorstechendes Merkmal der tunesischen Küche sind rote Saucen. Sie sind rot, weil sie meist aus Tomaten gemacht werden, aber auch durch das typisch tunesische Gewürz harissa, das oft hinzugegeben wird. Tunesien hat eine kräftige, gut gewürzte Küche, die schärfste im Maghreb. In den Familien kommen täglich Gerichte wie Couscous, Makkaroni, Eintöpfe und Salat auf den Tisch. Aufwendigere Speisen gibt es an Feiertagen. Morgens wird neben Milchkaffee mit Weißbrot auch noch die traditionelle Getreidegrütze gegessen, im Süden Datteln mit Milch. Käse gibt es in Tunesien, er ist aber auf dem täglichen Speiseplan unüblich. Eine gute Mahlzeit für zwischendurch ist das tunesische Sandwich, casse-croûte. Es ist mit Thunfisch, merguez oder Käse belegt, mit Tomaten und Gurken garniert und mit harissa bestrichen - etwas scharf, aber köstlich!

Fisch ist auch in Tunesien teuer und daher kein alltäglicher Genuss. In Restaurants wird Fisch häufig gegrillt serviert. Die besten Fische sind dorade (Goldbrassen), loup de mer (Seebarsch) und mérou (Zackenbarsch).

Das Fleisch (hauptsächlich Lamm bzw. Hammel, Huhn oder Rind) ist stets nach islamischem Ritus geschächtet, das heißt nach dem Schlachten vollständig ausgeblutet. Schweine gelten im Islam, ebenso wie im Judentum, als unreine Tiere. Schweinefleisch wird deshalb nur in kleinen Mengen für die ausländischen Gäste der Hotels nach Tunesien importiert.

Um in Ihrem Quartier gutes zu essen, sollten Sie schon ein Viersternehotel buchen. Die Hotelpreise in Tunesien werden von den Veranstaltern sehr stark gedrückt. Daher kann sich ein günstigeres Hotel beispielsweise den Standard europäischer Frühstücksgewohnheiten nicht leisten. Um bei den niedrigen Preisen noch zu verdienen, sparen die Hoteliers oft am Essen. Als Abwechslung zur Hotelküche können Sie auch die kleinen tunesischen Restaurants aufsuchen. Das Essen dort schmeckt meist gut, ist preiswert und gibt Ihnen darüber hinaus einen unverfälschten Geschmack der würzigen Landesküche. Alkohol wird dort allerdings meist nicht ausgeschenkt.

Es gibt eine große Auswahl an guten tunesischen Weinen (rot, weiß und rosé). Die Weingebiete liegen im Norden des Landes. Besonders die auch aus Frankreich bekannten Rebsorten Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot werden hier kultiviert und zu meist trockenen Weinen ausgebaut.

Zum Dessert finden Sie eine reiche Auswahl an Obst wie Mandarinen, Orangen, Pfirsiche, Feigen, Aprikosen, Granatäpfel, Weintrauben. Wer nicht auf Zucker und Linie achtet, der ist mit tunesischer Patisserie und Dessertkultur gut bedient. Angeboten werden mit Rosenwasser verfeinerte Cremepuddings, Cremeschnitten mit Schokolade oder die spezielle tunesische Patisserie, die aus viel Nüssen, Mandeln oder Dattelpaste hergestellt wird. Baklawa, makrout, bouza sind nur ein kleiner Teil des schmackhaften und sehr dekorativ aussehenden Kleingebäcks.

Zum allabendlichen Fastenbrechen im Ramadan wird geschlemmt. Ein typisches Ramadanmenü auf Djerba beginnt mit einem Glas kalter Milch mit Datteln. Danach gibt es die Suppe chorba, die Teigrolle brik, dann einen Salatteller mit gutem Brot, worauf die Menschen im Fastenmonat besonderen Wert legen. Nach einer Pause wird dann Gegrilltes oder Makkaroni oder dicke Eintöpfe aufgetragen. Als Nachspeise folgen in Fett ausgebackene Teigwaren. Ein Minztee, verfeinert mit Pinienkernen, bildet den krönenden Abschluss.

brik

Vorspeise aus einem hauchdünnen Teig (malsouka), ausgebacken in heißem Fett und gefüllt mit Ei und Thunfisch, Fleisch, Kartoffeln, Huhn oder Garnelen. Das Eigelb muss noch flüssig sein.

brochettes

gegrillte Fleischspieße, meist aus Lammfleisch

chakchouka

Gemüseeintopf, meistens mit Tomaten, Kartoffeln und Paprika

chorba

Suppe mit Fleisch und Fadennudeln oder Gersten- bzw. Weizenschrot (frik)

Couscous

das Nationalgericht aus Grieß mit einer Sauce aus Gemüse, mit Fisch, Geflügel oder Fleisch - zahlreiche Varianten

doigts de Fatma

Appetithäppchen aus hauchdünnem Teig, mit Fisch oder Fleisch gefüllt und ausgebacken

gnawiya

Lamm- oder Rindfleisch mit Okraschoten in Tomatensauce

harissa

scharfe Paste aus roten Peperoni, Koriander, Gartenkümmel und Knoblauch

mechoui

über dem Holzkohlenfeuer gegrilltes Lamm

melouchia

grüne Sauce aus den Blättern des Melouchiastrauchs mit Fleischstücken

merguez

scharfe Würstchen aus Rind- oder Lammfleisch

ojja

in Öl gebratenes Gemüse mit Eiern und Fleisch, merguez, Fisch oder Meeresfrüchten

salade tunisienne

Salat aus klein gewürfelten Tomaten, Paprika, Gurken und milden Zwiebeln

tajine

Auflauf mit Gemüse, Fleisch, Fisch oder Geflügel und viel Ei

boukha

klarer Feigenschnaps, der eiskalt getrunken wird

thé à la menthe

grüner Tee, mit Zucker und frischer Minze aufgekocht und mit Pistazien oder Mandeln verfeinert


Einkaufen

Weihrauch, Henna und Keramik

Auf den Märkten Südtunesiens finden Sie die alten Schönheitsmittel und Gewürze

Traditionelle Kunsthandwerksartikel wie Messing- und Töpferwaren werden heute zum großen Teil industriell produziert. Der hämmernde Kupferschmied im Souk ist meist nur pittoreske Kulisse. Doch etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade können Sie noch schöne, ausgewählte Stücke und Antiquitäten finden. Einen guten Überblick über Angebot und Preise geben immer die staatlichen Artisanats (ONAT und Socopa). Die Waren in diesen Läden sind geprüft und mit Preisen ausgezeichnet, und Sie können dort ungestört stöbern.

Gewürze

Auf allen Märkten Tunesiens findet man zu günstigen Preisen Gewürze wie Gelbwurz, Kreuzkümmel, scharfen Paprika, Anis, Koriander, Pfeffer oder Chili. Die Stände mit den riesigen, bunten Gewürzbottichen sind eine Augenweide. Empfehlenswert auch die hausgemachte Harissapaste. Die aus Tunesien stammende, scharfe Gewürzpaste ist in der gesamten nordafrikanischen Küche bekannt. Es gibt verschiedene Rezeptvarianten in den einzelnen Ländern, wobei die tunesische Version die schärfste ist, da sie den größten Chilianteil hat. Besonders für ein Couscous geeignet.

Keramik

Wunderschöne große Couscous-Schüsseln, die sich hervorragend als Obstschalen verwenden lassen, Fischplatten, Teller und Tassen - das Angebot an bunter Keramik ist überbordend. Glasierte Keramik kommt meistens aus Nabeul im Norden, unglasierte Töpferwaren gibt es vor allem in Guellala auf Djerba.

Leder

Taschen aus Kamelleder und Gürtel, aber auch Lederjacken werden überall auf den Märkten angeboten. Dabei ist die Quailität und die Verarbeitung des Leders nicht immer gut. Als Mitbringsel bieten sich Neukreationen von modernen Designern, kleine Rucksäcke oder auch die größeren Reisetaschen aus weichem Kamelleder an.

Olivenholz

Überall in den Souks oder auf den Wochenmärkten findet man schöne Schüsseln, Bretter, Stößel und Bestecke aus Olivenholz. Diese eigenen sich hervorragend als Mitbringsel.

Schönheitsmittel

In den Souks bekommen Sie viele ätherische Öle und Weihrauch. Interessant sind auch die alten Schönheitsmittel. Henna dient zum Färben der Haare oder zum Bemalen von Händen und Füßen. Khol, das schwarze Pulver, trägt man auf das Innenlid auf. Es verteilt sich mit der Augenflüssigkeit, ist gesund und macht den umflorten Blick der Orientalin. Ein effektives Deo ist cheb. Dazu wird pulverisierter Alaunstein mit dem Duftstein musk verkocht. Tfal, das Haarwaschmittel, besteht aus Schlammerde, die, mit Wasser vermischt, dem Haar einen kerngesunden Glanz verleiht.

Silberschmuck

Auch der traditionelle Silberschmuck der Berber, den Sie überall bekommen, ist schön. Leider fehlt es an modernen Kreationen und Neuentwicklungen. Die Schmuckstücke sind die immer wiederkehrende Imitation der alten Vorlagen und Muster. Vorsicht: Nicht alles was als alt verkauft wird ist es auch.

Teppiche

Die Teppichpreise sind nicht festgelegt. Damit Sie eine Preisvorstellung bekommen, vergleichen Sie die Preise immer mit denen der staatlichen Läden. Die wichtigsten Knüpfteppiche sind: Alloucha - ein hochfloriger Teppich aus Schafwolle mit cremefarbenem Grundton und dunklem Muster; Ktifa - ein langer, hochfloriger Teppich mit Berbermotiven; Zabiya - der bunte Klassiker aus Kairouan. Die bekanntesten Webteppiche sind der gestreifte Kelim aus Schafs- und Kamelwolle und der Mergoum mit ungewöhnlichen geometrischen Mustern.


Djerba

Djerba, eine Oase auf dem Meer

Die Insel, einst Warenumschlagplatz und Sklavenmarkt, eignet sich für Badeurlaube und Ausflüge auf das Festland

Djerba - das klingt nach Afrika und Orient, nach Sonne und Meer. Vor allem im Frühjahr, wenn man mit Rad, Mofa oder zu Fuß das Eiland erkunden kann, entfaltet die 514 km² große Insel ihren Charme.

Aber auch im Sommer, wenn die unerbittliche Sonne auf Palmen, Olivenhaine und Strände brennt, lockt Djerba viele Urlauber an. Odysseus soll hier einst gestrandet sein: In der Odyssee berichtet Homer von einer lieblichen Insel, ihren honigsüßen Früchten und den freundlichen Menschen. Odysseus konnte seine Männer von dort nur mit Gewalt zur Weiterfahrt bewegen. Das Getränk der Lotophagen, der Lotusesser - gemeint war wohl der beseelende, süße Wein der Dattelpalme, laghmi -, entzückte seine Mitfahrer und verleitete sie zum Bleiben. Auch heute verführt die Insel Urlauber massenhaft. Die meisten sind Pauschaltouristen, die sich in der touristischen Zone niederlassen. Und dennoch sind Djerbas Strände nie sonnenölgetränkt.

Djerba besticht vor allem durch Alltagspoesie: mit seinen kleinen Kramläden, wo die Ware kunstvoll gestapelt auf Käufer wartet, mit seinen Marktständen und bunten Gewürzen, durch seine Fischer, Friseure, Schneider, Kupferstecher und Schmuckhändler. In den Fischerhäfen Djerbas sieht man überall Tonkrüge, die aus den Töpfereien der Insel stammen. Die aufeinandergeschichteten Tontöpfe wirken wie moderne Kunstobjekte, pittoreske Alltagskunst. Sie werden für den Fang von Tintenfischen benutzt.

Die Djerbi, die im Gegensatz zu den Festlandtunesiern im Allgemeinen stämmiger und kleiner sind, gelten als individualistisch und selbstbewusst. Das mag an der stürmischen Geschichte der Insel liegen und daran, dass der Anteil der Inselbewohner, die berberischer Herkunft sind, sehr groß ist. Doch Touristen gegenüber zeigen sich die Djerbi freundlich, interessiert und - außer manchmal in den touristischen Zonen - zurückhaltend.

Die Verfügbarkeit und die Gewinnung von salzfreiem Grundwasser wird auf Djerba mehr und mehr zu einem Problem. Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch. Abgestorbene Palmenhaine sind das sichtbare Zeichen dafür. Möglich wurde die intensive touristische Nutzung ohnehin erst durch den Bau einer Wasserpipeline. Das Wasser wird aus 120 km Entfernung vom Festland über die Dammstraße bei El Kantara herangeführt. Außerdem wird Trinkwasser aus einer Meerwasserentsalzungsanlage gewonnen.


Kleine Barken dümpeln am Strand, während im Hafen die großen Frachter einlaufen. Der Ort im Südwesten Djerbas (2500 Ew.) ist inzwischen der Haupthafen der Insel.


Der Ort (8000 Ew.) mit seinem touristischen Töpfermarkt ist wie der Nachbarort Sedouikech umgeben von Talmulden, in denen die Töpfer ihren Ton abbauen.


Der quirlige Ort (63000 Ew.) ist Djerbas Hauptstadt. Houmt Souk heißt Marktflecken.


Mit 50000 Einwohnern ist Midoun nach der Hauptstadt Houmt Souk die zweitgrößte Stadt Djerbas.


Lange, saubere weiße Strände, schöne Hotels, umgeben von Palmengärten, bis zu 28 Grad warmes Wasser, keine Hektik - Djerba ist ein Ferienparadies.


Djerba ist eine typische Pauschaltourismus-Destination und manche Angebote dorthin von deutschen Veranstaltern sind kaum zu toppen. Aber auch jenseits der touristischen Infrastruktur gibt es Möglichkeiten, preisgünstig zu übernachten und zu essen. Vor allem in Houmt Souk und den anderen größeren Orten des Südens gibt es viele kleine, typische Hotels wie die alten Karawansereien. Diese Häuser mit schönem Innenhof sind sauber und einfach, vor allem aber unverfälscht tunesisch. Diese kleinen Hotels findet man überall in der Altstadt. Dort findet man auch die kleinen, einheimischen Restaurants mit tunesischer Hausmannskost. Schmackhaft, aber nicht immer auf europäische Mägen abgestimmt.


Südtunesien

Am Saum der Sahara

Der Süden ist das traditionelle Tunesien, auch wenn Berberkultur und Karawanen längst durch touristische Nomaden abgelöst wurden

Ein alter Mann im Burnus und mit Turban reitet auf seinem voll gepackten Esel über den Markt, dabei telefoniert er mit dem Handy. Ein Bild, das für Südtunesien steht. Denn besonders hier treffen die unterschiedlichsten Welten aufeinander: Biblisch anmutende Gestalten in traditionellen Gewändern flanieren neben Touristen in Shorts.

Der Gewürzstand im Souk hat eine E-Mail-Adresse, und an der repräsentativen Tür im modernen Luxushotel ist die Hand der Fatima eingeschnitzt, um Unheil fernzuhalten. Bei allem Sinn für Tradition und hergebrachte Lebensart, die Segnungen der Moderne scheut man nirgends in Tunesien. Der Süden war lange Zeit Hinterland. Weder in der französischen Kolonialzeit noch in der Republik Bourguibas war man an dieser Region sonderlich interessiert. Hatte sie doch wirtschaftlich, außer dem Phosphatabbau bei Metlaoui, wenig zu bieten. Der Tourismus forcierte die Modernisierung: Flughäfen wurden auf Djerba und in Tozeur gebaut, das Straßennetz entwickelt und der Süden mit modernen Kommunikationsmitteln vernetzt. In bequemen Pullmanbussen können die touristischen Highlights besucht werden. Was sich jenseits dieser touristischen Infrastruktur befindet, liegt noch im Dornröschenschlaf und muss erst wachgeküsst werden.

Im Süden Tunesiens lebt eine Mischbevölkerung aus Arabern, arabisierten Berbern und Haratin (Nachkommen schwarzer Sklaven). Hier ist die Analphabetenrate mit 30 Prozent bei den Männern und 60 Prozent bei den Frauen noch sehr hoch, auch wenn dies meist nur die Älteren betrifft. Die Jungen profitieren von Schulpflicht und staatlichen Bildungsoffensiven. Der Niedergang des Karawanenhandels und gezielte Ansiedlungsprogramme der Regierung haben die meisten Wüstenstämme sesshaft werden lassen. Nur noch ein ganz geringer Prozentsatz lebt halbnomadisch. Die modernen Nomaden Tunesiens sind ohnehin längst die Touristen. Bei ihrer Wanderung durch die malerischen Dünenketten des Grand Erg Oriental werden sie von professionellen Führern begleitet, die sie in die Geheimnisse der Wüste einführen.


Hier beginnt die Wüste. Die Straße zur Oase Douz (30000 Ew.) ist gesäumt von Dünen, die, mit Palmenzweigzäunen bestückt, den Sand zurückhalten sollen.


Im Golf von Gabès treffen sich die Sahara und das Mittelmeer. Der Golf ist ein Vogelparadies. Zugvögel von Nord und Süd überwintern hier.


Die gewagten Sprünge mutiger Jungen von zwei hohen Palmen in das Becken eines römischen Bads sind Erkennungszeichen der Stadt und Motiv vieler Postkarten.


Das obligatorische Ziel im Süden Tunesiens. Am leichtesten erreichen Sie Matmata auf der C 107 (43 km) von Gabès.


Tataouine (65000 Ew.) ist eine wichtige Handelsstadt im Süden, die allerdings nur an den Markttagen montags und donnerstags aus ihrer Lethargie erwacht.


Das Las Vegas der tunesischen Wüste mit überdimensionierten, schicken Hotels, die nachts den Sternenhimmel um ein Vielfaches überstrahlen: mit Präsentationen von Tausendundeiner Nacht, die Walt Disney nicht besser gelängen, mit Touristen, die auf Pferdewagen oder in Gruppen die Stadt durchstreifen.


Die Reise mit öffentlichen, unschlagbar günstigen Verkehrsmitteln ist zumindest von Stadt zu Stadt einfach: in bequemen Überlandbussen oder mit den rot-weißen louages, den Sammeltaxis. Der Überlandbus kombiniert mit Taxi und louages, ermöglicht eine gute und günstige Tour durch das ganze Land. Man findet den Busbahnhof, von wo meistens auch die Sammeltaxis abfahren, in jeder größeren Stadt. Mit den Fernzügen der SNCFT erreicht man täglich auch wichtige Zentren im Süden wie Sfax Gabès, Gafsa und Metlaoui. Fahrpläne der SNCF gibt es online unter www.fahrplancenter.com.


Ausflüge und Touren

Durch Gärten und Bergoasen

Erkundungen zu Fuß, mit Auto und Fahrrad

Die Menzel auf Djerba

Zu Fuß oder mit dem Rad lernt man eine Gegend am besten kennen. Diese etwa 10 km lange Strecke bringt Ihnen die charakteristische Bauweise auf Djerba, die Menzel (traditionelle Wohngebäude), näher.

Unter Berbern

Die Fahrt von Djerba in die Berberdörfer des nördlichen Dahar ist eine landschaftlich herausragende Tour. Sie führt zu der steil in den Berg gehauenen Berberstadt Toujane, die wegen ihrer Straßenverhältnisse noch nicht vom Massentourismus erobert wurde, zum touristischen Highlight Matmata mit seinen Wohnhöhlen und nach Tamezret, der alten Berberstadt mit ihrer Mondlandschaft. Als Zwischenstopp lohnt sich auf der Rückfahrt ein Besuch im Militärmuseum von Mareth. Für die rund 350 km lange Fahrt sollten Sie zwei Tage einplanen. Es reicht dafür ein normaler PKW.

Die Oasentour

Diese Tour führt zu der Küstenoase Gabès, den Wüstenoasen Tozeur, Nefta, Kebili, Douz und den wunderschönen Bergoasen Chebika, Tamerza und Midès an der algerischen Grenze. Auf der Fahrt überqueren Sie alle drei Salzsenken Tunesiens mit ihren Naturschauspielen: den Chott el Djerid, den Chott el Gharsa und den Chott el Fejej. Für diese landschaftlich außerordentlich schöne Tour mit einer Länge von ungefähr 1000 km sollten Sie mindestens vier Tage einrechnen. Als Fahrzeug genügt ein normaler PKW.


24h

Ein Tag auf Djerba

Action pur und einmalige Erlebnisse.

Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Good Morning

Super Auftakt mit einem leckeren Frühstück in Mhirsis Café Viennoise: Durch den raffinierten Mix aus französischen und tunesischen Spezialitäten gilt das Patisserie-Sortiment von duftenden Croissants und knackigen Baguettes bis hin zu süßen Baklavas aus Blätterteig, Nüssen und Pistazien als Insidertipp: genial mit Espresso oder landestypisch starkem Tee! Wo? Patisserie Mhirsi La Viennoise, Avenue Abdelhamid El-Kadhi/Place Mohamed Ali, Houmt Souk

Aufgesattelt

Auf dem Rücken von Araber- oder Berberpferden am Strand oder an maurischen Dörfern entlang galoppieren. Den tollen Ausblick genießen und mit Tier und Natur im Einklang sein. Wo? Mezraya Ranch | Mezraya | Kosten: 10 Euro/Std. | Anmeldung unter info@equitationadjerba.com | www.equitationadjerba.com

Essen wie Gott auf Djerba

Ob Couscous oder Chorba, ob Pizza oder Pasta, bei La Main de Fatma sind neben traditioneller tunesischer Küche auch italienische Gerichte zu bekommen. Spätestens beim Genuss von Harrissa, einem tunesischen Vorspeisen- oder Beilagen-Dip aus rotem Chili und Knoblauch, erhält das Wort „scharf“ eine neue Dimension. Von den Plätzen auf dem Balkon lässt sich an Markttagen das bunte Treiben der Händler wunderbar überschauen. Wo? La Main de Fatma | Avenue Ali Belhouane | Midoun

Wasserabenteuer

Mit Hochgeschwindigkeit gehts weiter. Das Speedboot wartet schon. In rasanter Fahrt düst man zur Blauen Lagune. Sobald der Fahrer das Tempo drosselt, ist das ein Zeichen, dass Delphine in der Nähe sind. Mit etwas Glück können die netten Meeresbewohner beobachtet werden. Spannend! Wo? Zu buchen zum Beispiel über das Hotel Calimera Yati Beach, Midoun | Tel. 75746650

Biketour unter Palmen

Locker in der Abendsonne in die Pedale treten heißt es auf dem 6,5 km langen Palmenweg bei Midoun. Sportiver wird es, wenn die Route in sandiges Gelände übergeht, gesäumt von Obstbäumen, Palmen und Agaven. Wo? Startpunkt: Place Meninx, Midoun, Radverleih über die Vermittlung des Syndicat d'Initiative Touristique, Rue 7 Novembre, Midoun | Kosten: ab 6 Euro/Tag

Hamam mit Meerblick

Wellbeing: Relaxen im edel designten Hamam des Hasdrubal Spas bringt Orientfeeling und super Energie. Spätestens nach der anschließenden Massage sind sämtliche Batterien wieder aufgeladen. Trumpf der raffinierten Architektur des Hamams ist der Blick auf das Meer. Wo? Touristenzone Plage de Sidi Mahrès | Kosten: Hamam inkl. Körpermassage ca. 30 Euro | www.hasdrubal-hotel.com

Dinner zwischen Fischernetzen

Der Chef de cuisine verwöhnt seine Gäste am liebsten mit Fisch und Meeresfrüchten! Schließlich ist das Haroun das älteste Hafenrestaurant und die Topadresse der Stadt. Alljährlich im Juli und August wird die Gastronomie auf zwei fest verankerte „Piratenschiffe“ verlegt. Wo? La Princesse de Haroun, Hafen, Houmt Souk.

Dance the night away

Mit coolen Drinks und heißen Rhythmen ist in dem stylishen Tanztempel Cleopatra Austoben angesagt - und das bis in die frühen Morgenstunden. Berühmt berüchtigt ist die Disko für ihre DJs, die zwischen den brandaktuellen Charts und feurigen Sambabeats gekonnt jonglieren. Wo? Discothek Cleopatra | gegenüber dem Magic Life Hotel in der Touristenzone Plage de Sidi Mahrès.


Sport und Aktivitäten

Zu Wasser, zu Lande und auf dem Wüstenmeer

Egal, ob Sie es geruhsam oder aufregend mögen - Sie finden bestimmt das richtige Angebot

Sport- und Freizeitangebote gibt es in Tunesien überall dort, wo Touristen sind. In der touristischen Zone von Djerba finden Sie sämtliche Angebote auf dem Wasser und zu Lande - ob Aerobic, Gymnastik, Tischtennis, Kegeln, Tennis, Segeln oder Surfen.

Fast alle Angebote können Sie über die großen Hotels buchen. Tauchen und alle sonstigen Wassersportarten werden ab Mitte Mai bis Mitte Oktober angeboten. Auch sämtliche Trendsportarten wie Walken oder Nordic Walking am Strand stehen in den Hotels auf dem Veranstaltungskalender. Aber auch das Fahrrad wird immer aktueller: Überall können Sie inzwischen gute Räder leihen. Selbst eine Wüstentour mit dem Rad kann gebucht werden. Besser geeignet dafür ist allerdings immer noch ein Dromedar. Überhaupt ist das Wüstenwandern auf dem Dromedar oder zu Fuß die reinste Wellnesskur für Körper und Seele und sei hier besonders empfohlen. Ansonsten ist Wandern, beispielsweise im schönen südtunesischen Dahar-Gebirge, sehr schwierig: Es gibt keinerlei markierte Wege und keinerlei Infrastruktur in der Gastronomie außerhalb der touristischen Punkte.

Fallschirmfliegen

Der kleine Adrenalinschub an langweiligen Strandtagen. Von einem Motorboot gezogen, schwebt man an einem Fallschirm über Strand und Wasser. Wird überall am Strand angeboten und kostet 20 TND

Golf

Ein riesiger 27-Loch-Platz mit Palmen, umgeben von Halfagras, liegt in der touristischen Zone Djerbas. Einige Hotels stellen einen kostenlosen Shuttleservice zur Verfügung und bieten Unterricht an. Greenfee (9 Loch) 25 TND, Ausrüstungsverleih. An einem Golfplatz in Tozeur wird noch gebaut. Die Benutzung des 9/18-Loch-Platzes auf Djerba kostet 88 bzw. 48 TND. | Tel. 75659055 | djerba.golfclub@planet.tn

Kitesurfen

Kitesurfer und Buggysurfer haben auf Djerba ganzjährig Saison. Die deutsch-tunesische Surfschule Les Dauphines bietet Surf- und Actionreisen an. Djerba ist ein Paradies für die über das Wasser gleitenden Drachenpiloten. Ein bisschen Wind gibt es immer. Lehrgänge für Fortgeschrittene und Anfänger: Globalkite | Route Touristique km 7 | Ghizen | Tel. 75655812 | Tel. 75654689

Overcraft

Es braucht acht Personen, um dieses Vehikel, das über den Sand gleitet, zu bedienen. Pégase | Douz | Route Touristique | in der Nähe des Café des Dunes | 35 TND für 15 Minuten

Quadfahren

Die laute, PS-starke, umweltunfreundliche Alternative zum Fahrrad für Ausflüge auf der Insel, aber auch für Fahrten über die Dünen der Wüste. Das vierrädrige Motorfahrzeug können Sie in den Hotels oder überall in der touristischen Zone buchen. Eine Tour (1,5 Std.) kostet 35 TND. Verleih von Motorrädern, Skootern und Quads überall entlang der Touristenzone. Quadtouren dürfen nur mit Führern auf vorgeschriebenen Wegstrecken durchgeführt werden. Einen Quadverleih gibt es auch kurz vor der Abzweigung nach Midoun | Tel. 75732063. In Tozeur: Quad Sahara (Tel. 76454800) und Dune Voyage (Tel. 76460101). In Nefta: Nefta Loisirs (Tel. 76431514).

Radfahren

Besonders im Frühjahr, wenn die Sonne noch nicht glutheiß brennt, ist das Radfahren eine sehr empfehlenswerte Art, die flache Insel Djerba zu erkunden. Fahrräder können Sie in fast allen Hotels ausleihen oder in Houmt Souk bei Location de vélo (Rais | Avenue Abdelhamid El-Khadi | Tel. 75650303). Zwei Anbieter auf dem Festland: Agence Ameur (Tozeur | 75 Avenue Chebbi), und Location Vélo (gegenüber dem Campingplatz | Avenue Chebbi); Grand Sud (Tahar Barka | Douz | Avenue Thaleb M'hiri | SaharaKing@Voila.fr) verleiht nicht nur Fahrräder, sondern bietet auch Fahrradtouren durch die Wüste an.

Reiten

Überall in der touristischen Zone auf der Insel Djerba und in den touristischen Zonen von Douz und Tozeur kann man Pferde oder Dromedare zum Ausritt buchen, am besten und am einfachsten direkt im Hotel. Preis: 10-15 TND pro Stunde.

Segeln

Auf Djerba gibt es viele sogenannte nautische Stationen direkt am Strand. Dort bieten Kleinstunternehmer die Fahrt auf dem Bananenboot, Jetski oder Wasserski an. Um ein Segelboot zu mieten, muss man sich an die großen Clubanlagen wenden. Dort gehören Segelboote zum Programm. Sie können zum Beispiel die Insel der Piraten auf einem Katamaran erkunden, Buchung im Hotel oder am Strand. Wer einen Segelschein vorweist, kann allein segeln. | Preis für eine Stunde 35 TND

Tauchen

Kraken, Schwämme und Delphine könen Sie in der reichen Unterwasserwelt von Djerba entdecken. Ausflüge für erfahrene Taucher und Anfängerkurse werden in vielen Hotels angeboten, beispielsweise im Golf Beach (Club Merry Land | Tel. 75600250), im Palais des Îles (Club Jerba Sub | Tel. 75602444) und im Hotel Djerba Menzel (Centre de Plongée Archimède | Tel. 75730310).

Wüstenwandern

Nichts, was den Blick fängt. Nur eine Farbe und die unterschiedlichen Reliefs der Dünen, Wüste und Himmel. Auf einer Wüstenwanderung mit Dromedaren können Sie die unerhörte Stille am besten genießen. Hervorragender Ausgangspunkt dafür ist Douz, das Tor zur Wüste. Dort finden Sie zahlreiche Agenturen, bei denen Sie Ihren betreuten und begleiteten Wüstentrip mit Dromedaren oder allradgetriebenen Fahrzeugen schon von Deutschland aus buchen können. Sie werden dann von ihrem jeweiligen Zielflughafen abgeholt. Bei den meisten Agenturen können Sie sich Länge, Art und Teilnehmerzahl der Wüstentour nach Ihren Wünschen selbst zusammenstellen.


Mit Kindern reisen

Phantasie an die Macht

Ein bisschen einfallsreich und unkonventionell muss man schon sein, um Piratenschiffe und Sandpisten kindgerecht genießen zu können

Überall in Tunesien werden Kinder freundlich empfangen, angenommen, angesprochen und bewundert. Sie sind bei den Aktivitäten der Erwachsenen ganz selbstverständlich mit dabei.

Außer der Kinderbetreuung und Animation in allen größeren Hotels oder auf unterschiedliche Altersstufen zugeschnittene Clubprogramme gibt es aber kaum Angebote, die sich speziell an Kinder richten. Hier ist Phantasie bei Eltern und Kindern gefragt.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Reise nach Djerba und Südtunesien

Anreise

Charterflüge nach Djerba gibt es von vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Flugdauer ca. drei Stunden. Jeden Dienstag gibt es einen Linienflug mit der Tunisair von Frankfurt nach Djerba. Im Winter fliegt Tunisair auch direkt von Frankfurt nach Tozeur.

Tunesische Fremdenverkehrsämter

Bockenheimer Anlage 2 | 60322 Frankfurt/Main | Tel. 069/1338350 | Fax 13383522; 1010 Wien | Opernring 1 | Tel. 01/5853480 | Fax 5853418; 8001 Zürich | Bahnhofstrasse 69 | Tel. 012114830 | Fax 012121353 | www.tourismtunisia.com

Auto

Südtunesien ist sehr angenehm zum Autofahren, da die Verkehrsdichte nicht sehr hoch ist. Unberechenbar ist hier allenfalls ein plötzlich einbiegender Eselwagen oder ein Mopedfahrer, der Ihnen auf Ihrer Seite entgegenkommt. Auf Djerba gilt ein Tempolimit von 60 km/h, auf den Landstraßen des Festlands darf höchstens mit 90 km/h gefahren werden, in Ortschaften 40 km/h, auf Autobahnen 110 km/h. Vorsicht: Es gibt zahlreiche Radarkontrollen. Außerhalb der Ortschaften herrscht Anschnallpflicht. Alkohol am Steuer ist verboten. Das Tankstellennetz ist nicht überall lückenlos, deshalb sollten Sie in größeren Orten immer volltanken. Autofahrer sollten eine begrenzte Vollkaskoversicherung abschließen, da in Tunesien nicht jeder Fahrer versichert ist. Bei der Einreise mit dem eigenen Wagen benötigen Sie neben dem nationalen Führerschein und der Zulassung die grüne Versicherungskarte.

Banken & Geldwechsel

In jeder Bank und in fast jedem größeren Hotel wird Geld getauscht. In größeren Städten befinden sich Bankautomaten, an denen man mit Visa- oder Mastercard Geld abheben kann. Zum Geldwechseln in Banken und Hotels brauchen Sie den Reisepass. Öffnungszeiten der Banken: Mo-Do 8-11.30 und 14-17, Fr 8-11 und 13.30-16, im Sommer und während des Ramadan Mo-Fr 8-11 und 13-14.30 Uhr

Camping

Ein offizieller Platz liegt beim Strand von Aghir, neben dem Hotel Sidi Slim. Freies Campen an einsamen Strandabschnitten ist erlaubt.

Deutsche Botschaft

1 Rue El-Hamra Mutuelleville | Tunis | Tel. 71786455 | Fax 71788242 | www.tunis.diplo.de

Österreichische Botschaft

16 Rue Ibn Hamdis | El Menzah | Tunis | Tel. 71751091 | Fax 71767824 | tunis.ob@bmaa.gv.at

Schweizer Botschaft

Immeuble Stramica | Les Berges du Lac | Tunis | Tel. 71962997 | Fax 71965796 | vertretung@tun.rep.admin.ch

Einreise

Vorgeschrieben ist ein gültiger Reisepass, bei Pauschaltouristen reicht der Personalausweis. Da beim Geldwechseln manchmal der Personalausweis nicht anerkannt wird, sollte man einen Pass dabeihaben.

Fähren

Die Autofähre von Ajim auf Djerba nach Djorf auf dem Festland verkehrt täglich von 5.30 Uhr bis 20.30 Uhr jede halbe Stunde, von 20.30 bis 23.30 Uhr jede Stunde, außerdem um 1, 3 und 4.30 Uhr. Preis: 0,800 TND für das Auto. Personen bezahlen nichts. Fahrtzeit: 15 Minuten

Fotografieren

Frauen, vor allem in abgelegenen Gegenden, lassen sich nicht gern fotografieren. Kasernen oder Militäranlagen dürfen nicht fotografiert werden. Filme kosten in Tunesien viel mehr als in Europa. Auch Speicherkarten für Digitalkameras sind teuer.

Gesundheit

Es gibt keine außergewöhnlichen gesundheitlichen Gefahren in Tunesien, außer einem in der Tat gefährlichen Skorpionbiss oder einer Darmverstimmung wegen des ungewohnt stark gewürzten Essens. Medizinische Einrichtungen findet man noch in den kleinsten Orten, Apotheken gibt es überall. Die Medikamente sind günstig und die Apotheker kompetent. Adressen von Ärzten können Sie in Apotheken erfragen. Zwar übernehmen die Krankenkassen im Krankheitsfall die entstehenden Kosten, aber zu den bei uns üblichen Preisen. Eine Auslandsversicherung empfiehlt sich allemal. Auf keinen Fall vergessen sollten Sie Mücken- und Sonnenschutz.

Internet

Der Zugang zum und der Umgang mit dem Internet ist in Tunesien noch nicht selbstverständlich. Diegroßen Hotelketten haben Homepages, kleinere Hotels sowie Museen und Restaurants haben nicht immer eine Internetadresse.

Internetcafés & Wlan

Die Internetcafés heißen in Tunesien Publinet. Man findet sie beispielsweise in Gabès in der Avenue Habib Bourguiba im Gabès Center oder in Douz in der Avenue 20 Mars, gegenüber dem Hôtel du 20 Mars, in Houmt Souk In der Avenue Habib Bourguiba, gegenüber dem technischen Gymnasium und in der Rue Sidi Abbès bei der Fremdenmoschee. WLAN-Hotspots sind noch nicht sehr verbreitet. Sie finden sie, außer an Flughäfen, in einigen Businesshotels, dort jedoch nur für Gäste.

Klima

Djerba hat überwiegend mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Allerdings kann es im April und Mai noch kühl sein. Das Wüstenklima im Süden bringt auch in den heißen Sommernächten Abkühlung. Die Monate November bis Januar sind für Kameltrekking und Wüstentouren besonders geeignet. Zwischen Februar und April ist das Wetter unberechenbar, es gibt oft unangenehme Sandstürme.

Medien

Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften sind in Buchläden und an Kiosken, vor allem in den Hotels und den touristischen Zonen, erhältlich. Eine deutschsprachige Sendung gibt es täglich auf Radio Tunis International von 10 bis 11 Uhr.

Mietwagen

Internationale Firmen sind überall vertreten. Sie können in ihrem Reisebüro, vor Ort oder über das Hotel mit Kreditkarte gebucht werden. Daneben gibt es kleine lokale Autovermieter. Sie sind manchmal günstiger. Ein Mietwagen kostet etwa 50 bis 55 Euro pro Tag. Der Tarif schließt die Versicherung bei einer Eigenbeteiligung von ca. 400 Euro ein. Weitere Angebote für Autovermietungen finden Sie unter www.marcopolo.de.

Notruf

Polizei Tel. 197 | Notdienst Tel. 198

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Gabès fahren Züge nach Sfax oder Tunis, in die Bergregion nach Metlaoui und bis Tozeur. Zugfahren ist in Tunesien sehr gemütlich. Fahren Sie 1. Klasse, die Wagen der 2. Klasse sind häufig sehr voll. Im Süden gibt es zahlreiche, manchmal unregelmäßige Busverbindungen zu anderen Städten. In großen Städten gibt es einen Busbahnhof, in kleineren Orten muss man die Haltestelle, die meist im Zentrum liegt, erfragen.

Post

Ein Brief oder eine Postkarte nach Europa kostet 0,6 TND. Briefmarken gibt es außer im Postamt auch in Tabakläden und an der Rezeption im Hotel zu kaufen. | Öffnungszeiten der Postämter: Winter Mo-Fr 8-12 und 15-18, Sa 8-13, Sommer/Ramadan Mo-Sa 8-13 Uhr

Preise & Währung

In den meisten Läden gibt es feste Preise. Nur in den Souks müssen Sie feilschen. Außer in den touristischen Zonen sind in Tunesien alle Formen der Dienstleistung, aber auch die Grundnahrungsmittel (Brot ist staatlich subventioniert) billiger als bei uns. Alkohol ist teuer und hat je nach Restaurant, Hotel oder Bar sehr unterschiedliche Preise. Währungseinheit ist der tunesische Dinar, geteilt in 1000 Millimes. Egal ob Bank, Hotel oder Flughafen - der Wechselkurs ist überall gleich. Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20 und 30 Dinar, Münzen zu 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Millimes, 1 und 5 Dinar.

Sicherheit

Tunesien ist ein sicheres Reiseland. Die Bestrafung von Delikten, vor allem auch solchen gegenüber Touristen, ist hart. Tunesien setzt neben vielen Polizisten auch eine große Anzahl von zivilen Sicherheitskräften ein. Kleinerer Kriminalität sollten Sie, wie überall sonst auch, selbst vorbeugen: Keine Wertsachen auf den Zimmern oder im Auto herumliegen lassen und im dichten Gedränge der Märkte auf die Taschen achten.

Sprachen

In den touristischen Zonen wirkt die Sprachgewandtheit der Tunesier babylonisch. Sie haben sich auf die ausländischen Besucher eingestellt, fast jeder spricht ein paar Brocken Englisch, Deutsch, Italienisch. Die Landessprache ist Arabisch. Die französische Sprache aus der Kolonialzeit ist beibehalten worden und wird schon in der ersten Grundschulklasse gelehrt. Die meisten Tunesier sprechen heute Französisch. Hocharabisch wird geschrieben und gelesen, Umgangssprache ist aber ein tunesischer Dialekt, der von Norden nach Süden variiert.

Strom

Im Allgemeinen findet man in den modernen Hotels 220 Volt Wechselstrom. Im Süden aber, außerhalb der touristischen Infrastruktur, kommen noch häufig 110 Volt vor, dann ist ein Adapter nötig.

Taxi

Die kleinen gelben Taxis sind mit einem Taxameter ausgestattet und fahren innerhalb der Orte. Die Grundgebühr beträgt 0,380 TND. Vier Personen können mitfahren. Eine dreistündige Inselrundfahrt kostet zwischen 45 und 50 TND und ist billiger als ein Mietwagen für einen Tag. Der Transport großer Gepäckstücke kostet extra.

Telefon & Handy

Telefonieren können sie in den zahlreichen Taxiphones, den Telefonbüros, mit Münzfernsprechern. Dort sitzt immer jemand, der Geld wechselt. Ein Ortsgespräch kostet höchstens 0,2 TND, ein Ferngespräch nach Europa ungefähr 1 TND pro Minute. Zwischen 20 und 8 Uhr gelten günstigere Tarife. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Tunesien 00216. Vorsicht: Telefongespräche aus dem Hotel sind sehr teuer. Wenn Sie Ihr international zugelassenes Handy benutzen, zahlen Sie für im Ausland empfangene Gespräche die Gebühren bis zur Landesgrenze. In Tunesien kostet dann die Minute ungefähr 50 Cent.

Trinkgeld

Ursprünglich war Bakschisch eine Gabe, um seine Dankbarkeit für erwiesene Gastfreundschaft zu zeigen. Heute ist das Trinkgeld für viele Beschäftigte im Tourismus wichtig, da die Gehälter niedrig sind. Der Gepäckträger erwartet Trinkgeld, aber auch der freundliche Kellner und der zuvorkommende Rezeptionist. Vergessen Sie nicht, dass Sie als Vertreter eines reichen Landes gesehen werden. Also: Halten Sie immer einige Münzen bereit - und seien Sie nicht kleinlich. Üblich sind 10 Prozent.

Trinkwasser

Das Wasser ist in den großen Städten trinkbar, aber es schmeckt gechlort. Für empfindliche Mägen empfiehlt sich Mineralwasser.

Zeit

In Tunesien gilt die MEZ, seit 2005 gibt es auch die Sommerzeit.

Zoll

Zollfrei einführen können Sie 400 Zigaretten, 100 Zigarren oder 500 g Tabak, 2 l Alkohol bis zu 25 Prozent, über 25 Prozent 1 l. Antiquitäten dürfen nicht ausgeführt werden. Ausführen darf man zollfrei Waren, bei denen von der Menge her nicht auf einen Wiederverkauf geschlossen werden kann.

Brot

20 Cent für eine Stange Baguette

Kaffee

60 Cent für eine Tasse Milchkaffee im Restaurant

Couscous

3 Euro für eine Portion im traditionellen Restaurant

Benzin

56 Cent für einen Liter Super

Bier

2-3 Euro für eine Flasche Celtia im Restaurant

Telefon

83 Cent/Minute für ein Ferngespräch im Taxiphone


Unser Insider

MARCO POLO Insiderin Edith Kresta im Interview

Edith Kresta ist Journalistin und Reiseredakteurin, lebt in Berlin und erholt sich auf Djerba.

Seit wann fahren Sie nach Djerba?

Seit ungefähr 20 Jahren. Ich war zum ersten Mal hier, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Ihr Vater stammt aus Beni-Khadeche, ein altes Dorf im Süden Tunesiens. Und da Djerba auch für Kinder der ideale Tummelplatz ist, sind wir immer wieder hierher gekommen.

Was gefällt Ihnen an Djerba?

Vor allem das Licht. Die Farben von Sand, Sonne, Palmen und Meer scheinen mir nirgends so intensiv und warm wie im Süden Tunesiens. Und zur Erholung ist Djerba viel ruhiger als die weiter nördlich gelegenen Urlaubszonen. Außerdem liebe ich die Wüste, und diese ist von Djerba aus schnell zu erreichen. Eine Wüstenwanderung ist für mich die reinste Wellnesskur.

Und was mögen Sie an Djerba nicht so?

Dass die touristische Zone und der Rest der Insel so stark voneinander getrennt sind. Da bleibt der Charme Djerbas manchmal auf der Strecke.

Wo leben Sie, wenn sie auf Djerba sind?

Manchmal bei tunesischen Verwandten, die hier ein Sommerhaus haben. Oft nehmen wir auch die supergünstigen Angebote deutscher Reiseveranstalter in Anspruch. Vor allem im Winter ist das sehr preisgünstig.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin Redakteurin für Reise und Interkulturelles bei der Berliner „tageszeitung“ (taz). Mein Länderschwerpunkt ist, auch aus persönlichen Gründen, der Maghreb und die arabische Welt.

Was tun Sie in ihrer Freizeit?

Am liebsten bin ich draußen in der freien Natur. Wandern, Radfahren und Rudern sind meine Lieblingsbeschäftigungen. Aber als Stadtmensch interessiere ich mich natürlich auch für Kino, Kunst und Literatur.

Mögen Sie die tunesische Küche?

Sehr. Ich finde sie schmackhaft und ausgewogen. Als ich mit meiner Tochter schwanger war, hatte ich immer Probleme mit den Eisenwerten im Blut. Nach sechs Wochen Tunesien bestätigte mir der Arzt hervorragende Werte. Vielleicht liegt es an den Datteln. Außerdem schmeckt mir etwas Schärfe am Essen sehr gut. Wenig gewürztes Essen finde ich fad.


Bloß nicht

Auch in Tunesien gibt es - wie in allen Ländern - Touristenfallen und Dinge, die man besser meidet

Aufreizende Kleidung

Laufen Sie nicht mit zu freizügiger Kleidung auf den Straßen herum. Das erregt Verärgerung über das unsensible Eindringen in eine andere Kultur mit strengeren Sitten. Vor allem aber macht es Frauen zum Freiwild. Eine zurückhaltende Frau hingegen wird geachtet und hat auch als Alleinreisende in Tunesien keine Probleme. Sollten Sie dennoch belästigt werden, so wehren Sie sich lautstark dagegen, oder suchen Sie Schutz bei älteren Menschen. Aufdringlichkeit, die leider häufig vorkommt, gilt als sehr schlechtes Verhalten in der tunesischen Gesellschaft.

Geizig sein

Tunesier sind großzügig und machen Geschenke. Sie sollten diese Großzügigkeit in angebrachter Form und niemals mit Geld erwidern.

Haare in den Achselhöhlen

Enthaarung gehört zum Schönheitsprogramm jeder tunesischen Frau. Auf Tunesier wirkt es sehr ungepflegt und unkultiviert, wenn Frauen Haare an Beinen und unter den Armen nicht entfernt haben.

Offenes Schuhwerk

Bei Ausflügen in die Natur sollten Sie keine Sandalen tragen, denn in Tunesien gibt es Schlangen und Skorpione. Also: festes Schuhwerk tragen und beim Zelten die Schuhe morgens ausschütteln.

Taxifahren ohne Taxameter

Alle tunesischen Taxis haben ein Taxameter. Achten Sie darauf, dass dieses immer eingeschaltet ist - und lassen Sie sich nicht unnötig auf Preisverhandlungen ein.

Unfreundlich sein

Bleiben Sie im Umgang mit Tunesiern immer höflich. Auch wenn Sie die Klebrigkeit und Distanzlosigkeit mancher Verkäufer und Händler in den touristischen Zonen abstößt, sollten Sie bestimmt, aber immer freundlich ablehnen. Auf Höflichkeit und gesellschaftliche Umgangsformen wird großer Wert gelegt. Grobe Abwehr oder Ablehnung schafft leicht Aggression.

Zu wörtlich nehmen

Sie sollten die Auskunft eines Tunesiers nicht immer allzu wörtlich nehmen. Tunesier sind höflich und gefällig und deshalb manchmal bemüht, Fragenden eine Antwort zu geben, die diese ihrer Meinung nach hören wollen. Es bleibt Ihrer Sensibilität überlassen, ob das Ja definitiv ein Ja oder eher ein Nein ist. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie noch einmal woanders nach.

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