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26.05.2010 Klares Votum für Airport-Entwicklung

Flughafen Dortmund stellt aktualisierte Gutachten vor

Eine 2.300 Meter lange Start- und Landebahn und die Anpassung der Betriebszeit auf 23 Uhr: Die Flughafen Dortmund GmbH hat die Gutachten zum Entwicklungsschritt 2010 in den vergangenen Monaten von unabhängigen Experten aktualisieren lassen.

Um am Luftverkehrsmarkt dauerhaft bestehen zu können, braucht der Airport schnell die Anpassung der Betriebszeit und den Start in die Verfahren um die Verlängerung der Start- und Landebahn, so die Experten. Gerade in punkto Wettbewerb hat der Dortmund Airport klare Nachteile gegenüber anderen Flughäfen. Ändert sich an der Situation nichts, drohen weitere Einbußen, wenn Fluggesellschaften Maschinen abziehen. Berechnungen zufolge würde die Anpassung der Betriebszeit mit rund sechs Millionen Euro vergleichsweise wenig kosten, aber viel bringen - bis zu 1,1 Millionen Fluggäste im Jahr 2025 mehr.

550 Millionen Euro Wertschöpfung
Zudem hätte ein Ausbau enorme volkswirtschaftliche Effekte für die Region: Die Experten kommen unter anderem zu dem Ergebnis, das im Planfall im Jahr 2025 rund 3,4 Millionen Passagiere die Kontrollen am Airport passieren würden – etwa 1,1 Millionen Reisende mehr als ohne Entwicklung zu erwarten sind. Das entspricht etwa 53.870 Flugbewegungen jährlich. Fehlt dem Dortmunder Airport die nötige eine Betriebsstunde am Abend weiterhin, fällt die vom Flughafen ausgehende Brutto-Wertschöpfung im Jahr 2025 pro Jahr um 145 Millionen Euro niedriger aus als im Ausbaufall. Allein die Region verliert in diesem Fall rund 100 Millionen Euro jährlich. Darüber hinaus erwarten die Wissenschaftler für das Jahr 2025 insgesamt 7.020 Arbeitsplätze (4.610 regional), davon 2.280 unmittelbar auf dem Airport-Gelände.

Markt fordert Verbesserung
Aus Marktsicht steht der Dortmund Airport bereits seit längerer Zeit vor einem doppelten Problem: Die Start- und Landebahn ist mit 2.000 Metern (davon dürfen nur 1.700 Meter für Landungen genutzt werden) zu kurz für den europäischen Mittelstreckenverkehr. Die A-320-Familie von Airbus sowie die B-737-Familie von Boeing  können bei widrigen Witterungsbedingungen nicht voll beladen starten und landen. Zum anderen drängen die Airlines auf eine Verlängerung des Tagbetriebs: Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wollen sie den Flughafen auch nach den bislang gültigen Öffnungszeiten (6 bis 22 Uhr) noch anfliegen können - regulär bis 23 Uhr und danach noch mit Verspätungsregelungen.

Insgesamt wurden die Gutachten zu vier Themenbereichen aktualisiert:

1.       Fluggast- und Flugbewegungsprognose
2.       Betriebszeitenerweiterung für Nachtflüge
3.       Fluglärm
4.       Regionalwirtschaftliche Effekte

Im Internet unter www.dialog-dortmund-airport.de sind ab sofort Kurzfassungen der Gutachten und die kompletten Versionen zu finden. Dort sind auch Interessierte eingeladen, sich an dem Meinungsforum zu beteiligen. 

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