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Team Europa: Das Reise-Tagebuch

In 10 Tagen 7 Europäische Metropolen als Kulturbotschafter der Ruhr.2010 entdecken, dieser Aufgabe stellen sich ab dem 26. April Stefan Kohlmann (25) aus Essen und Tobias Reisenberg (22) aus Duisburg. Hier können Sie nachverfolgen, was die beiden auf ihrem spannenden Trip erlebt haben und wie sie die Kulturhauptstadt 2010 in ganz Europa präsentierten.

Am 26. April 2010 ging es los ab Dortmund Airport über Kiew, München, Istanbul, London, Budapest, Barcelona und Palma. In jeder Stadt haben Sie vor einer berühmten Sehenswürdigkeit die Flagge der Ruhr.2010 gehisst und so den Gedanken der Kulturhauptstadt durch ganz Europa getragen.

Einen Zusammenschnitt der Team Europa-Tour finden Sie im Regiochannel von bild.de.

Online-Reisetagebuch des Team Europa

Donnerstag, 06.05.2010 (Ankunft Dortmund Airport)

[+] Das Team Europa bei der Ankunft am Dortmund Airport.

Nach zehn Tagen Abenteuertrip quer durch Europa ist unser Kulturbotschafterteam bestehend aus Stefan Kohlmann und Tobias Reisenberg wieder sicher am Dortmund Airport gelandet. Die Reise brachte sie von Dortmund nach Kiew, München, Istanbul, London, Budapest, Barcelona und schließlich über Palma de Mallorca wieder zurück ins Ruhrgebiet. „Es war super! Sehr anstrengend zwar, aber ein einmaliges Erlebnis, das wir sicher nie vergessen werden“, so das Fazit der Beiden. In jeder Stadt posierten sie vor einer berühmten Sehenswürdigkeit mit der Ruhr.2010-Flagge. Einen Zusammenschnitt der Reise können Sie im Regiochannel von Bild.de erleben.

Mittwoch, 05.05.2010 (Palma de Mallorca)

[+] Das Wahrzeichen Mallorcas: die Kathedrale La Seu in Palma.

Und es wird besser! Es ist heiter bis wolkig bei angenehmen 17 Grad. Ideales Wanderwetter auf Palma de Mallorca!

Am Vormittag sehen wir uns in Palmas Altstadt um, lassen uns die gotische Kathedrale und die königliche Residenz nicht entgehen. Doch nach neun Tagen in großen Metropolen zieht es uns hinaus in die Natur. Mit dem Zug geht es in Landesinnere zum Tafelberg von Alaro, auf dessen Spitze die Ruine eines mittelalterlichen Castellos ruht. Der Anstieg ist zwar anstrengend doch wir werden mit einer bombastischen Aussicht belohnt. Zu drei Seiten liegt uns das Meer zu Füssen und wir überblicken nahezu die ganze Insel, einfach atemberaubend!

[+] Der Europa-Tripp geht zu Ende - mit einem sensationellem Ausblick über Palma de Mallorca.

In Alaro lernen wir Johanna aus der Nähe von Würzburg kennen, die hier im Ort ihr Au-pair-Jahr verbringt. Im Gespräch mit ihr erfahren wir, was die Insel jenseits der Partymeile am Ballermann zu bieten hat: Wandern, Radfahren und Kultur Erleben sind beliebte Alternativen.

Mallorca scheint ein gutes Ziel für die unterschiedlichsten Interessen zu sein. Für uns jedenfalls ist es der glänzende Abschluß einer unvergeßlichen Reise.

Dienstag, 04.05.2010 (Barcelona)

[+] Die schönste Baustelle Europas: die Sagrada Família in Barcelona.

Noch während des Fluges nach Barcelona sind wir der festen Überzeugung, dass ab jetzt endlich Sonnencreme und kurze Hosen angesagt sind. Jedoch nein! Schon bei der Landung werden wir sprichwörtlich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es regnet in Strömen, die Straßen stehen regelrecht unter Wasser. Doch wir machen das Beste daraus. Leider hatte unser Schirm bereits in London seinen Geist aufgegeben, daher erkunden wir das gotische Viertel ohne Regenschutz.
Die engen und verschlungenen Gassen versetzen einen in vergangene Zeiten, doch bieten sie kaum Unterschlupfmöglichkeiten. Diese suchen wir im berühmten Boqueria-Markt, in dem es von Touristen nur so wimmelt. Völlig durchnäßt beschließen wir eine alternative Sightseeing-Tour per Linienbus. Wir lassen uns treiben und finden neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Hafen, den Ramblas und Gaudis Häusern auch schöne Ecken abseits der ausgetretenen Touristenpfade.

Kurz vor unserer Abreise zeigt sich das Wetter gnädig und gönnt uns ein paar trockene Minuten für unser Ruhr 2010 Bild vor der Sagrada Familia. Auf Mallorca kann es nur besser werden ...

Montag, 03.05.2010 (Budapest)

[+] Das Panorama beiderseits der Donau gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Weg vom Flughafen in die Stadt dauert mit der rumpligen U-Bahn aus kommunistischen Zeiten zum Glück nicht sehr lang. Unser Hotel liegt an der Vaci Utca, der zentralen Einkaufsmeile der Stadt. So sind wir nach der Ankunft direkt mitten im Geschehen. Die sommerliche Abendatmosphäre lädt zum Flanieren in der belebten Altstadt und am Lichtermeer der Donaupromenade ein. Das imposante Schloss thront hell erleuchtet über der Kettenbrücke. Nach dem eher bescheidenen englischen Essen freuen wir uns auf die deftige ungarische Küche.

Auf dem Rückweg zum Hotel stoßen wir auf ein Rockmusikfestival in einem kleinen Park und lassen uns von der ausgelassenen Stimmung anstecken. Am nächsten Tag brechen wir früh zum Parlament auf, dennoch sind schon alle Karten für eine Besichtigung ausverkauft. Schade! Macht aber nichts – die Stadt bietet noch genug andere sehenswerte Höhepunkte. Bei einem ausgiebigen Rundgang erkunden wir sowohl Buda als auch Pest, wobei wir nicht nur einmal die Donau überqueren.

Sehenswert ist die Budapester (Jugendstil) Altstadt, das Burgviertel und der Gellertberg. Für viele weitere Ziele, wie zum Beispiel die Budaer Berge, reicht die Zeit leider nicht. Wir werden wohl wiederkommen müssen …

Samstag, 01.05.2010 - Sonntag, 02.05.2010 (London)

[+] Die Tower Bridge - eines der vielen Sehenswürdigkeiten in London.

Endlich mal wieder im britischen Empire! In London dürfen wir zum Glück zweimal übernachten und gönnen uns eine kleine Auszeit vom Reisestress der letzten Tage.

Eine Auszeit? In London?

Ja, das geht und zwar am besten in den Kew Gardens, einer riesigen Gartenanlage im Südosten der Stadt mit vielen botanischen Exoten. Dort verbringen wir einen entspannten Vormittag und genießen die Natur.

Später stürzen wir uns ins Gedränge auf der Oxford Street und halten Ausschau nach guter Musik und modischen Highlights. Im Feierabendverkehr quetschen wir uns mit tausenden Londonern durch die engen Bahnhöfe der Underground.

Nach einem gemütlichen Abendessen heben wir noch ein paar Pints. So lässt es sich leben!

Donnerstag, 29.04.10 - Freitag, 30.04.2010 (Istanbul)

[+] Tobias und Stefan über den Dächern von Istanbul.

Schon vom Flugzeug aus erblicken wir eine riesige Stadt, die sich über das schmale Ende einer Landzunge erstreckt. Ein schier unendliches Häusermeer bedeckt Hügel und Täler und endet jäh an einer mächtigen Meerenge, nur um sich auf der gegenüberliegenden Seite weit ins Hinterland weiter auszudehnen.

Der Bosporus wird überspannt von zwei großen Brücken, auf welchen sich winzige Autos dahin schieben (unsere A40 ist nichts hiergegen!). Hier beginnt das erste Abenteuer in der Stadt, denn wir landen im asiatischen Teil und müssen mit dem Taxi hinüber in die europäische Altstadt.

Elendig langsam quält sich der Verkehr durch dieses Nadelöhr, welches der Bosporus für Millionen von Pendlern darstellt. Nach der mühsamen Fahrt durch diese endlos wirkende Stadt bleibt uns nur noch Zeit für eine kurze nächtliche Erkundung. An vielen Ecken bitten Kellner uns in ihre Lokale. Allerorts herrscht noch reges Treiben. Kurz darauf finden wir uns allerdings auch in verlassenen Gassen wieder und beenden den Tag in einem netten Lokal, in dem Einheimische Fußball schauen.

[+] Istanbul - ebenfalls Kulturhauptstadt in 2010.

Am nächsten Morgen beschließen wir wieder zu laufen. Unglaubliche Menschenmengen sind unterwegs. Bevor wir die Hagia Sophia erreichen, durchqueren wir eher zufällig den größten Basar des Landes. Wir besichtigen Blaue Moschee, Hagia Sophia und den ehemaligen Sultanpalast. Abgesehen von den orientalisch anmutenden Eindrücken, welche wir zuvor noch nirgends erlebt haben, überraschen uns die Unmengen von Schulklassen, die zu den großen Stätten der Osmanen pilgern. Mit einigen netten Schülern kommen wir ins Gespräch.

Schließlich eilen wir zurück zum Hotel, denn erneut müssen wir uns zum Flughafen durch den Verkehr quälen. Istanbul ist viel zu groß, um es an zwei halben Tagen zu erleben. Einen Eindruck konnten wir dennoch erhaschen. Zwischen Kopftuch und Minirock, zwischen alten Stätten und unendlichem Wachstum – Istanbul ist eine Stadt im Wandel.

Wir verlassen die Türkei and are heading to London!

Mittwoch, 28. April 2010 (München)

[+] Das Team Europa in München.

Die Zeit in München war knapp, entsprechend kurz fällt unser Bericht aus:

Bei unserer späten Ankunft in der bayerischen Landeshauptstadt waren noch einige euphorische Fußballfans unterwegs. Der 1. FC Bayern München hatte es gerade ins Champions-League-Finale geschafft. Am nächsten Morgen blieb uns nicht viel Zeit, um die Stadt bei traumhaftem Wetter zu genießen. Ein kurzer Rundgang führte uns vom Odeonsplatz mit seiner berühmten Theatinerkirche an der Residenz vorbei zum Rathaus, wo wir unser Foto schossen. Ein paar Minuten blieben noch zur Besichtigung der Frauenkirche, von deren Turm sich ein grandioser Blick über die Stadt bot. Und schon ging es weiter zum Flughafen.

Was uns am Bosporus erwartete, werdet ihr bald erfahren!

Dienstag, 27. April 2010 (Kiew)

[+] Die erste Station: Kiew.

Der Aufenthalt in Kiew war ein gelungener Auftakt unserer Reise. Im Hyatt Hotel blieben keine Wünsche offen - in diesem noblen Ambiente fühlten wir uns als solide Ruhrpottler sogar etwas underdressed ;-) Nach einem reichhaltigen Frühstück erkundeten wir Kiew zu Fuß. Bei wolkenlosem Himmel glänzten die zahlreichen goldenen Kuppeln der Stadt in der Sonne. Kiews Innenstadt beeindruckt durch ihre architektonische Vielfalt und zeichnet sich aus durch einen Mix aus metropolischer Geschäftigkeit und lässigem Großstadtflair. Tatsächlich waren die Straßen und Bürgersteige durchgehend voller Menschen. Vor dem Parlament fanden wir uns plötzlich in einer Demonstration wieder. Das erklärte auch die große Polizeipräsenz in der Stadt.

Besonders sehenswert war das Höhlenkloster, dessen düstere Katakomben wir natürlich auch besichtigten. Vor dem Kloster fanden wir die perfekte Kulisse für unser Flaggen-Foto; leider funkte uns die Polizei dazwischen. Aus welchen Grund wissen wir nicht, da die Polizei uns nicht verstand und wir sie entsprechend auch nicht. Wir mussten also auf eine andere Stelle zurückgreifen, an der uns bayerische Austauschschüler zu Hilfe kamen.
Die Verständigung war nicht nur mit der Polizei sondern auch mit den meisten Einheimischen schwierig, da selbst Englisch kaum weiterhalf. Auch die kyrillische Schrift machte es nicht leichter sich zurecht zu finden. Dennoch haben wir es geschafft, mit dem Bus (für umgerechnet nur 15(!) Cent pro Person) quer durch die Stadt zurück zum Hotel zu fahren. Nach einem abschließenden Essen in einem traditionellen Restaurant ging es schon weiter zum Flughafen.

Fazit: Kiew hat mehr zu bieten als man denkt und ist unbedingt eine Reise wert.

Montag, 26. April 2010 (Abflug Dortmund)

[+] Das Team Europa hebt ab.

Der Startschuss ist gefallen: Das Team Europa bestehend aus Tobias Reisenberg und Stefan Kohlmann geht auf die Reise. Heute steht das erste Ziel Kiew auf dem Programm, für beide Teilnehmer auf jeden Fall ein Highlight der Abenteuertour! Sicher ist, dass sie gut untergebracht sind im Fünf Sterne Hotel Hyatt Regency - mitten in der City. Von dort aus steht auf jeden Fall ein Besuch im Höhlenkloster "Kijewo-Petscherska Lawra", eines der fünf heiligsten Klöster der russisch-orthodoxen Kirche, auf dem Programm. Schon heute abend geht der Europa-Trip weiter nach München.

An dieser Stelle können Sie mitverfolgen, was die beiden auf Ihrer zehntägigen Europatour noch so erleben ...

Mit freundlicher Unterstützung