Landes-Info Ukraine
Landes-Info Ukraine


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
Unterhaltung
Kiew und Umgebung
ClubbingSehen und gesehen werden lautet die oberste Maxime. High Heels sind Standard, Turnschuhe gehen gar nicht. Stilvolles Aufwärmen in der Buddha Bar (Kreschtschatyk 14 | www.buddhabar.com.ua) mit Asiaküche und Loungebar. Im luxuriösen Dekadence House (Shota Rustaveli 16) feiern die Schönen und Reichen sich selbst. Arena (wul. Basejna 2a | www.arena-kiev.com) ist der Gigant: Disko, Bierkneipe, Kasino und Sportbar unter einem Dach. Das Patipa (Musejny prow. 10 | www.patipa.com.ua) gefällt jungem Publikum mit Go-go-Tänzern, Diskokugeln und Glitterkonfetti. Im Sorry Babuschka (wul. Dmytriwska 18/24) lässt das erwachsene Partyvolk die 80er- und 90er-Jahre im Sowjetstyle wiederauferstehen. Eine bodenständige Disko befindet sich im Avalon (wul. Leontovycha 3 | www.avalon.ua), der alternativere Chlib Klub in der wul. Frunse 12 (). Livemusik und Tanz im Docker Pub (wul. Bogatyrska 25 | www.docker.com.ua).
OperKlassisches Repertoire, auch Ballett, mit üppigen Inszenierungen. Musikalisch meist lohnend. Tickets 15-200 UAH | Kasse tgl. 11-14, 15-19.30 Uhr | wul. Wolodymyrska 50 | Tel. 044/2472303 | www.opera.com.ua/index_en.html
Palatz UkrainaIn dem Betonklotz gastieren Pop- und Folkstars. Raffgardinen und prächtige Treppenhäuser schaffen Retroambiente. Wul. Welyka Wassylkiwska 103 | http://national-palace-ukraine.com.ua | Metro: Palatz Ukraina
PhilharmonieSolo- und Orchesterkonzerte, Kammermusik, auch Jazz und Folklore. Kasse tgl. 10-19 Uhr | Wolodymyrsky uswis 2 | www.filarmonia.com.ua
Unterhaltung
Lemberg und der Westen
KrijiwkaKlopfen Sie an der Holztür hinten im Durchgang. Parole? Slawa ukraini! (Ruhm der Ukraine) Die Kneipe ist eine Hommage an die umstrittene ukrainische Untergrundarmee UPA, die in den 40er-Jahren sowohl gegen die sowjetischen als auch gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Hier treffen Sie alle: vom Studenten bis zum Minister. Rund um die Uhr | pl. rynok 14 | www.kryjivka.com.ua
KultLwiws verlässlichste Clubadresse: Ob Folk, Pop, Rock, Jazz oder Latin - jeden Abend wird in dem Kellerclub zu Livemusik wild getanzt. Dazu Bier und kleine Speisen. Tgl. ab 21 Uhr | wul. Tschajkowskoho 7 | www.kult.lviv.ua
MasochDinner und Drinks in einem Ambiente von Fetisch und Dekadenz: Der geneigte Gast kann sich von der Bedienung in Ketten legen lassen. Die Rechnung kommt in Stöckelschuhen. Die Bar huldigt dem Lemberger Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch, dem „Erfinder“ des Masochismus. Tgl. 11-1 Uhr | wul. Serbska 7 | www.masoch-cafe.com.ua
Robert DomsIm Bierkeller auf dem Gelände der Lemberger Brauerei von 1715 spielen abends Jazzbands. Tgl. 12-24 Uhr | wul. Klepariwska 18
Unterhaltung
Odessa und auf der Krim
NachtlebenDas Nachtleben konzentriert sich an der Uferpromenade, zum Beispiel im hippen Cristall-Club mit gläserner Rotunde. Hervorragende armenische Restaurantterrasse (ul. Lenina 31b | €€). Den höchsten Glamourfaktor mit Stars und Sternchen bietet das Matrix im Hotel Oreanda.
ËDas „Jo“ ist eine Großdisko mit entspannter Atmosphäre. Auf zwei Tanzflächen wird zu Salsa und russischen Schlagern gefeiert. Fr u. Sa ab 21 Uhr | Polskij Spusk 15
PalladiumFeste Größe im Nachtleben: Bars, Disko, R-'n'-B-Club und Bühne für Livekonzerte von Popstars. Rund um die Uhr geöffnet | Italianskij bul. 4 | www.hotel-palladium.com.ua
PhilharmonieDie Fassade im Neorenaissancestil von 1898 erinnert an Florenz. Konzerte des Philharmonie-Orchesters, Kammermusik, Salsaclub Bernardazzi. Kasse tgl. 10-18 Uhr | ul. Bunina 15 | Tel. 048/7256903
SchkafIn der Bierkneipe „Schrank“ grüßen Lenin und Breshnew von der Wand. Bei mangelnden Russischkenntnissen hilft der deutsche Barmann Erik weiter. Ul. Deribasowskaja 14 | durch die Holztür in den Keller
Tchajnij DomikDie kleine, aber aktive Tangoszene trifft sich samstags ab 19 Uhr zur Milonga in der Teestube Tchajnij Domik. Im Sommer werden die Tangoabende spontan unter den Sternenhimmel verlegt. Ul. Pastera 52 | Tel. 0482/330360 | www.tocatango.od.ua
SzeneNachts lässt das Wummern der Diskos und Clubs die Mole der Artilleriebucht beben. An den Kais geben lokale Bands Freiluftkonzerte. Wer zu wild mitgetanzt hat, nimmt an der Adlersäule ein Bad im Mondschein. Reihen Sie sich ein in den Strom der jungen Flaneure.
Unterhaltung
Der Osten
AgathaAlternativer Kellerclub, in dem täglich Livekonzerte (Folk, Jazz) stattfinden. Ul. Rewoluziji 11 | www.agatha-kharkov.ua
FashionIn der schicken Loungebar startet das betuchte Partyvolk in die Nacht. Ul. Universitetskaja 16 | www.fashion.kh.ua
JazzterTäglich Livejazz und Blues in etwas unterkühltem Ambiente. Sonntags Salsaparty. Per. Teatralnij 11/13
Diskos und ClubsAm liebsten feiern die Einheimischen am großen Strom und auf der Klosterinsel. Im Labyrinth (tgl. 22-6 Uhr | ul. Kharkovskaja 3) bevölkern die 20- bis 45-Jährigen die Dancefloors. Nette Chillout-Zone mit Kuschelecken. Livekonzerte von Punk bis Elektro, Salsa- und Kinoabende im Master Schmidt (ul. Schmidta 14 | www.mastershmidt.com).
ChicagoDisko, Rockkneipe, Bowling und Hightech-Trinktempel in einem. Di-So 21-5 Uhr | ul. Artema 123
Opern- und BalletttheaterKlassiker und Gastspiele zu kleinen Preisen. Ul. Artema 82 | Tel. 062/3053801 | www.dopera.org/main-ru.htm
VirusPopulärer Dancefloor, 15 Min. vom Zentrum. Ul. Polozkaja 20
Auskunft
Auskunft
Lemberg und der Westen
Tourist-InformationCarpathian Tourist Board | wul. Hruschewskoho 21 | Tel. 0342/551856 | www.tourism-carpathian.com.ua
Tourist-InformationTouristeninformation | tgl. 9-18 Uhr | Polsky rynok
Tourist-InformationTouristeninformation | wul. Holowna 16 | Tel. 0372/553684 | www.city-tour.cv.ua/de/index_de.htm
Einkaufen
Einkaufen
Kiew und Umgebung
Ludmila BereznitskyDie Kunsthistorikerin mit zweiter Galerie in Berlin präsentiert ausschließlich ukrainische Künstler. Unter ihnen ist Ilya Chichkan, der mit seinen menschlichen Affen das Ende der großen Ideologien bebildert. Di-Sa 12-19 Uhr | Andrijjwskyj uswis 2b | www.bereznitsky-gallery.com
JaFrischer Wind aus Podil: junge, ukrainische Kunst, kuratiert von einem Team um den Musiker und Architekten Pawlo Gudimow. Tgl. 10-20 Uhr | wul. Woloska 55-57 | www.yagallery.com.ua | Metro: Tarasa Schewtschenka
Mode, Malls und MärkteShopping mit sowjetischem Touch im Zentralkaufhaus ZUM von 1936 (wul. B. Chmelnyzkoho 2 | Metro: Kreschtschatyk). An beiden Enden des Kreschtschatyk unterirdische Malls mit Boutiquen, Cafés und Fastfood. Das 2002 runderneuerte Sowjetkaufhaus Ukraina (tgl. 10-21 Uhr | pl. Peremohy 3 | Metro: Universitet) bietet Shopping und Entertainment auf fünf Etagen: Fastfood-Restaurants, Kino und Disko. Praktisch: der große Supermarkt im Untergeschoss, der Eingang liegt seitlich. Im Alta Center (Moskowsky pr. 11A | Metro: Petriwka) ukrainische Designer, u.a. Andre Tan, Alexander Gapchuk, Tatjana Doroshkina, Lilia Pustowit. Gleich gegenüber: Kiews größter Markt für CDs, DVDs, Bücher und Computerspiele. Preise verhandelbar. In der Bessarabski-Markthalle finden Sie kulinarische Mitbringsel wie geröstete Aprikosenkerne bei den usbekischen Gewürzhändlern. Unbedingt handeln! Im Fabrikladen der Firma Roschen im Außenring der Halle süße Spezialitäten wie Kiewer Torte, Bitterschokolade und Pralinen (Bessarabska pl. | Metro: Teatralna oder Kreschtschatyk). Volkstümlicher und preiswerter ist der Markt an der Metro Lukjaniwska (Di-So).
Einkaufen
Lemberg und der Westen
Galerie PrimusWechselnde Ausstellungen etablierter Künstler und junger Talente in einem fantastisch sanierten mittelalterlichen Stadthaus im armenischen Viertel. Di-So 11-18 Uhr | wul. Lessi Ukrainki 16/5 | www.primusart.com.ua
Krakauer Markt/Krakiwskij rynokLebensmittel, Haustiere, Badezimmerarmaturen - hier wird mit allem gehandelt, was sich zu Geld machen lässt. Auf dem Gelände von Lembergs quirligem Zentralmarkt befand sich früher ein jüdischer Friedhof. Mo-Sa | wul. Basarna
Swit KawyDuftendes Bohnenparadies: Im bestsortierten Kaffeegeschäft haben Sie die Wahl aus 17 Sorten Espresso (200 g ab 50 UAH). Im Café nebenan (Selbstbedienung) sollten Sie den frischen Blechkuchen versuchen. Schöne Terrasse! Mo-Fr 8-22, Sa/So 9-23 Uhr | pl. Katedralna 6
VernissageOb Holzarbeiten, Gürtel oder Geschmeide: die größte Auswahl an Souvenirs finden Sie auf dem Kunsthandwerksmarkt rechts neben der Oper. Tgl. 10-19 Uhr | wul. Lessi Ukrainki 1
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Odessa und auf der Krim
Krimtatarisches HandwerkFiligraner Silberschmuck, Keramik und Webteppiche nach originalen Mustern. Krimtatarische Juweliere und Töpfer vermarkten ihre Produkte gemeinsam und bilden junge Leute in den alten Techniken aus. Ul. Retschnaja 125 | Tel. 06554/47343 | www.usta.rcf.crimea.ua
Afina-CenterGlitzernde Shoppingmall auf sieben Etagen, Parfümerien und Boutiquen. Im UG Restaurantzone. Tgl. 10-21 Uhr | ul. Gretzka 3/4
BanderolIn der Miniboutique mit Cafékneipe verkaufen junge Designer selbst genähte Taschen und Accessoires. Tgl. 11-23 Uhr | per. Vize-Admirala Shukowa 4/1
PriwosVorsicht, fliegende Fische: Auf Odessas Lebensmittelmarkt werfen sich die streitenden Fischweiber nicht nur Schimpfworte an den Kopf. Echt odessitisches Lebensgefühl! Tgl. | ul. Prywosna 14 | Nähe Hauptbahnhof
SnobDie Designerin Oksana Karawanska arbeitet assoziativ mit östlichen Trends. Für ihre Kollektionen verwendet sie handgewebte und gestrickte Stoffe. Ul. Ekaterininskaja 34/36 | Tel. 048/7226557
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Der Osten
Barabaschowa-Markt/BarabaschkaEiner der größten Freiluftbasare Osteuropas. Montag und Donnerstag ab 16 Uhr Nachtmarkt: feilschen bis zum Morgengrauen. Metro: Akademika Barabaschowa
Mode und mehrFashion-Victims sind in Dnipropetrowsk in guter Gesellschaft. Ein Muss ist das Einkaufszentrum Most (ul. Glinki 2). Darin befindet sich auch ein riesiges Internetcafé, ausgestattet mit einer gläsernen Bar. Wlan in Teilen des Gebäudes.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Kiew und Umgebung
7 PjatnizHelles Souterrain-Restaurant. Ukrainische Klassiker modern interpretiert. Gute Salate, Lunchmenü, feine Teeauswahl. Wul. B. Chmelnyzkoho 29/2 | Tel. 044/2781187 | €€
AniÜber den Hinterhof, die Treppe hinauf und in den Fahrstuhl: Der verschlungene Weg zu den armenischen Spezialitäten lohnt sich. Aus der offenen Küche kommen hachapuri (Käsepizza) und khorovatz (Grillfleisch mit frischen Kräutern). Armenischer Cognac besänftigt den Magen. Oft Livemusik. Wul. Krasnoarmeijskaja 72 | Tel. 044/5902565 | €€€
AntresolAlternatives Literaturcafé. Kleine Speisekarte. Abends Livemusik oder DJs. Bul. T. Schewtschenka 2 | Tel. 044/2358347 | €
BarabanDie „Trommel“ liegt versteckt im Hinterhof (Gittertor): Links die Treppe hinab geht es in die gemütliche Kneipenbar, die bei Politikern, Journalisten und Studenten ankommt. Burger, Sandwiches und Ukrainisches. Wul. Prorisna 4a | Tel. 044/2792355 | €
ConcordAuf der Terrasse im 8. Stock eines Businesscenters genießen Sie französisch inspirierte Fusionküche und den Blick über die Dächer des Zentrums. Wul. Puschkinskaja 42/4 | Tel. 044/2347788 | €€€
Osteria PantagruelDer sizilianische Chef serviert hausgemachte Pasta. Daneben stehen saisonale Fisch- und Fleischgerichte auf der Karte. Terrasse am Goldenen Tor. Wul. Lysenko 1 | Tel. 044/2788142 | Metro: Soloti Worota | €€€
PervakLaut und lebendig, ausgestattet mit Retro-Interieur. Geboten werden ukrainische Spezialitäten, auch Frühstück. Wul. Rognedinska 2 | Tel. 044/2350952 | www.pervak.kiev.ua | €€-€€€
Essen und Trinken
Lemberg und der Westen
DessjatkaRustikaler Bierkeller mit kleiner Wirtshauskarte. Sehr belebt. Lokale und internationale Biere. Tgl. 12-22 Uhr | wul. Schaschkewitscha/Ecke wul. Hruschewskoho | Tel. 0342/712121 | €
GarmiderGestylte Cafébar im Erdgeschoss der größten Buchhandlung vor Ort. Auf den roten Ledersofas schlürfen junge Kreative Cocktails. Oft stehen Konzerte und Poetry-Slams mit einheimischen Literaten auf dem Programm. Tgl. 9-23 Uhr | wul. Nesaleshnosti 31 | €
SlovanAuf der Terrasse tafelt die upper class. Hausgemachte Pasta, Pizza, aber auch Fisch und Fleisch und Frühstücksvariationen. Wul. Schaschkewitscha 4 | Tel. 0342/712594 | €€
Pid BramojuDas rustikal gehaltene Restaurant mit Grillgerichten auf der Speisekarte ist im historischen Stadttor untergebracht. Von der Terrasse aus haben Sie einen schönen Auslick auf die Festung. Wul. Samkowa 1a | Tel. 03849/21588 | €
Taras BulbaUriger Bierkeller mit ukrainischer Küche. Schattiger Innenhof. Am Wochenende Livemusik. Im Hotel im gleichen Haus (18 Zi.) hängen Szenenfotos aus „Taras Bulba“, der 2007 nach dem Roman von Nikolai Gogol in der Festung gedreht wurde. Wul. Starobulwarna 6 | Tel. 03849/90633 | www.taras-bulba.com.ua | €
AmadeusSpiegel an den Wänden der beiden holzgetäfelten Säle schaffen Bistroambiente. Feine ukrainische und internationale Küche. Im Sommer tafeln Sie auf der Terrasse im Schatten der Kathedrale. Livemusik. Pl. Katedralna 7 | Tel. 032/2615022 | €€€
GarmataÜber Ihren Köpfen schweben Kanonenkugeln, überall stehen Geschütze. Kulinarisch geht es in der „Kanone“ gesittet zu: feine europäisch-ukrainische Crossover-Küche im 2009 eröffneten Hotel Citadel Inn in der historischen Lemberger Zitadelle (26 Zi. | €€€). Mittags Lunchangebot. wul. Grabowskoho 11 | Tel. 032/2957777 | www.citadel-inn.com.ua | €€€
Gasowa LampaVier Etagen hoch stapelt sich der populäre Altstadttreff in den Himmel. Das Lokal ist den beiden Erfindern der Gaslaterne gewidmet, die an der Hauswand verewigt sind. Die Plätze auf der Dachterrasse sind im Sommer heiß begehrt. Leckere Kleinigkeiten. Wul. Wirmenska 20 | Tel. 032/2367550 | €-€€
KlepsydraKneipenrestaurant des Kulturzentrums dzyga („Kreisel“) in einer Sackgasse im armenischen Viertel. Käufliche Kunst hängt an den Wänden. Auf dem Programm stehen Konzerte und Lesungen. Gute ukrainische Küche. Wul. Wirmenska 35 | Tel. 032/2975612 | www.dzyga.com.ua | €
KupolGemütliches Lokal mit vorzüglicher polnischer Küche. Antiquarisch-nostalgisches Interieur, malerisch auf einem kleinen Hügel gelegen. Im Sommer Livejazz auf der Terrasse. wul. Tschaikowskoho 37 | Tel. 032/2614454 | www.kupol.lviv.ua | €€
VeronikaKöstlicher Doppelstreich: die Wiener Konditorei verführt Schleckermäuler mit fantastischem Mohnstrudel, handgefertigten Pralinen und Torten. Im gemütlichen Kellerrestaurant wird gehobene galizische Küche aufgetischt. Pr. Schewtschenka 21 | Tel. 032/2986028 | www.veronica.ua | €€-€€€
KwintoIn dem Bierkeller trägt die Bedienung Tracht und spricht Englisch. Sie haben die Wahl unter acht Sorten Bier vom Fass. Entscheidungsschwachen hilft die bebilderte Speisekarte von Pasta bis Steaks und Sushi. Wul. O. Kobyljanskoji 3 | Tel. 0372/527356 | €
ReflectionWarmes Holz, rötliche Ziegel und Kerzenlicht sorgen für Romantik, Friséesalat mit Avocado, Huhn und Orangenfilets für Phantasie auf dem Teller. Wul. Holowna 66 | Tel. 0372/526682 | €
Widenska KawjarnijaIm Wiener Kaffeehaus scheint die Zeit stehengeblieben zu sein: Elegante Kellner servieren Apfelstrudel, Mohnkuchen und sündige Buttercremetorten. Auch kleine warme Gerichte. Wul. Kobyljanskoji 49 | Tel. 0372/522821 | €-€€
Essen und Trinken
Odessa und auf der Krim
RestaurantsRund um den Palast bekommen Sie tatarische Spezialitäten wie tschebureki (Teigtaschen) und lagman (Nudelsuppe). Stilvoller verschnaufen Sie in der Karawanserei Aschlama (ul. Basenko 1 | €€) am Parkplatz des Klosters. Pfauen stolzieren zwischen den hölzernen Pavillons umher, während Sie auf einem der Diwane Ihre Sinne mit Pfefferminztee beleben. Köstliche Lammkebabs, süßes Nussgebäck und türkischer Mokka in einem lauschigen Garten: Das Restaurant Markur finden Sie zwischen Lavendelfeldern an der Straße von Bachtschisaraj nach Simferopol. Tel. 06554/43504 | €-€€
ApelsinLichtdurchflutetes Promenadencafé. Nette Terrassenplätze vor Wasserspielen. Sushi, Suppen, Fleisch, Pasta und Salate. Ul. Lenina 35a | Tel. 0654/2273048 | €€-€€€
Hutorok La MerRussische und europäische Küche. Krimtatarische Spezialitäten. Mehrere Terrassen mit Meerblick. Abends Livejazz. Ul. Swerdlova 9 | Tel. 0654/271815 | €€€
Siam ParadiseThaifood und Cocktails am Massandra-Strand. Ul. Drashinskogo 31g | Tel. 0654/271883 | €€
DatschaDie Badewanne zwischen den Tischen und die Schaukel im Garten erinnern an den Sommer auf dem Land. Gegrillt wird auf offenem Feuer. Franzuskij bul. 85 (auf dem Gelände des Sanatoriums) | Gebäude 15 | Tel. 048/7143119 | €€
KolumbusAustern, Hummer, Sushi - im Sommer lässt sich ganz Odessa die edle Fischküche mit Blick aufs Meer munden. 9. Abschnitt von Bolschoj Fontan | Tel. 048/7005459 | www.columbus-odessa.com.ua | €€€
KompotWeiße Kacheln und alte Stuckdecken verbreiten Bistroatmosphäre. Moderne, leichte Gerichte. Der schönste Frühstücksplatz der Stadt. Ul. Deribasowskaja 20 | Tel. 048/7287775 | www.compot.ua | €€
Zara PizzaraPizzeria im Loftstil. Offene Küche mit Steinofen. Gute Antipasti und Seafood-Pasta. Blaubeerblinis und Caffè Latte schmecken mit Blick auf die Oper am besten. Ul. Richeljewskaja 5 | Tel. 048/7288888 | €€
RestaurantsIn der Artilleriebucht reiht sich eine Restaurantterrasse an die nächste. Sie haben die Wahl zwischen Fisch und Grillfleisch, im Pasta Rest (€€) zwischen Sushi und Italienischem.
Primorskij BulwarSewastopols feinste Dinneradresse zelebriert gehobene Kochkunst unter Kristalllüstern. Die Inhaberin stand für Julia Timoschenko am Herd, bevor sie ihr Restaurant mit traumhaftem Blick über die Bucht eröffnete. Auf der Barterrasse direkt am Kai geht es legerer zu. Pr. Nachimowa 2a | Tel. 0692/545760 | €€€
Rybazkij StanAm äußersten Ende der Artilleriebucht kommt fangfrischer Schwarzmeerfisch auf den Tisch. Große Auswahl an Meeresfrüchten. Auf dem hölzernen Terrassendeck weht eine angenehme Brise. Eine Etage höher ist eine hippe Lounge eingerichtet. Ul. Klokatschewa 15 | Tel. 0692/557278 | €€€
Traktir 1854Historische Stiche und Bootsmodelle erinnern an den Krimkrieg. An Holztischen servieren Kellnerinnen in Matrosenuniform russische Wirtshausküche. Guter Kwas. Sommerterrasse. Ul. Bolschaja Morskaja 8 | €
Essen und Trinken
Der Osten
BucharaEdel designter Usbeke. Hervorragendes Lamm. Terrasse. Ul. Puschkinskaja 32 | Tel. 057/7162045 | €€€
MafiaPizza und Pasta beim familiären Italiener. Fr, Sa 23-6 Uhr Disko. Ul. Kwitki Osnowjanenko 7 | Tel. 057/7520330 | Metro: Radianskaja | €-€€
StargorodUkrainisches zum selbst gebrauten Bier. Abends Livemusik oder Sportübertragungen. Ul. Lermontowskaja 7 | Tel. 057/7009030 | www.stargorod.net | Metro: Puschkinska | €€
Coffee RoomKaffeehaustischchen und gemütliche Sofas. Schöne Teeauswahl, kleine Gerichte. Mittwoch und Donnerstag Livejazz. Um die Ecke liegt die Synagoge „Goldene Rose“. Tgl. 10-23 Uhr | ul. Gopner 4a | Tel. 056/3711576 | €
DamodaraLassen Sie sich von den Krischna-Gesängen nicht abschrecken: Die indisch-vegetarische Küche schmeckt authentisch. Mo-Sa 10-22 Uhr | ul. Glinki 19 | Tel. 056/2341628 | €
PastoralIn-Bar mit kleiner Gourmetkarte, frischer Pasta und exzellenten Torten. Pr. Karla Marksa 46 | Tel. 056/362866 | www.stargorod.net | €€€
MarrakeschFranzösisch-nordafrikanische Gerichte. Gäste mit Glamourfaktor. Ul. Artema 127 | Tel. 062/3817474 | €€
MiminoKöstliche georgische Spezialitäten, oft Livemusik. Belebt. Pl. Konstituziji 5 | Tel. 062/3817373 | €€
SwinjaLeckere Salate, russische Küche. In der Kellerbar lebt ein Zwergschwein. Bul. Puschkina 13 | Tel. 062/3456989 | €€
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Lemberg und der Westen
Agentur ExtrimPodolien im Kanu, auf dem Pferd oder dem Mountainbike? Die Agentur Extrim organisiert Touren. Wul. Soborna 12 | Tel. 03849/38756 | extriminua@gmail.com
Sehenswertes
Sehenswertes
Kiew und Umgebung
Andreaskirche/Andrijiwska ZerkwaAm Wochenende drängen sich die Brautpaare in Kiews perfektestem Barockkirchlein. Der Italiener Bartolomeo Francesco Rastrelli schuf die elegante Silhouette mit den fünf türkisfarbenen Kuppeln 1754 für die Tochter des Zaren Peters des Großen. Den schönen Blick auf das Podil-Viertel und den Dnjepr mochte schon Dichter Nikolai Gogol. Andrijiwskyj uswis 1 | Metro: Soloti Worota
Andreassteig/Andrijiwskyj uswisSteil windet sich der Andrijiwskyj uswis hinab zum alten Handelsquartier Podil: buckliges Kopfsteinpflaster, windschiefe Häuser mit Galerien, Cafés und Antiquariaten. Kunstgewerbe, Kitsch und Krempel. Auf halber Höhe Bilderflohmarkt. Am Schloss Richard Löwenherz (Nr. 15) führt eine Treppe zu einem Aussichtspunkt. Das Bulgakow-Museum (Nr. 13) ist im Geburtshaus des Schriftstellers eingerichtet (Mo 12-18, Di u. Do-So 10-18 Uhr, Führungen). Neben dem Museum verkauft eine Frau lustige selbst genähte Stofftiere. Die Geschichte des Andreassteigs wird im Museum einer Straße (Nr. 2b) illustriert (Di-So 12-18 Uhr). Metro: Soloti Worota
Babyn JarAm 29. und 30. September 1941 trieben die deutschen Besatzer die Kiewer Juden am Rand der Weiberschlucht (Babyn Jar) zusammen und erschossen 33771 Männer, Frauen und Kinder. An die Opfer erinnert seit 1991 ein siebenarmiger Leuchter. Die Gedenkstätte liegt auf einer Anhöhe. Gehen Sie von der Metrostation Dorogoshytschi am Denkmal für die ermordeten Kinder vorbei bergan.
Bogen der Völkerfreundschaft/RadugaDen Europäischen Platz dominiert das tortenförmige frühere Leninmuseum Ukrainisches Haus. Neben der gelben Philharmonie führen Stufen zum Regenbogen aus Edelstahl. Die beiden monumentalen Arbeiter unter dem Halbrund stehen für die russisch-ukrainische Freundschaft. Die roten Steinfiguren daneben stellen Kosaken dar, die sich 1654 unter den Schutz Russlands begaben - Beginn der fast 350-jährigen Dominanz. Schöne Aussicht auf Podil, den Fluss und das Denkmal für den Fürsten Wolodymyr, der 988 das Christentum einführte. Jewropejska pl. | Metro: Majdan
Chimärenhaus/Dom ChimerAn der Fassade tummeln sich Fabelwesen und Monster, Elefanten trompeten neben Waldelfen. Eine Wette bescherte Kiew das ungewöhnliche Jugendstilhaus von 1903. Der Architekt wollte an dem steilen Abhang seine Fähigkeiten beweisen. Gegenüber hat der ukrainische Präsident seinen Amtssitz. Um die Ecke, in der wul. Luteranska 22, befindet sich die deutsche evangelisch-lutherische Kirche St. Katharina. Sie wurde der Gemeinde 1998 zurückgegeben. Wul. Bankowa 12 | Metro: Kreschtschatyk
Dnjepr-InselnZwei Inseln im Dnjepr, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Hidropark - ein endloser Spielplatz mit Bungeejumping, Kettenkarussells, Rentnertanz und öffentlichen Stränden. Kiews härteste Eisenmänner trainieren an selbst gebauten Fitnessgeräten. Vom Metroausgang gehen Sie nach rechts über die Brücke und folgen dem Kettenrasseln. Das beste Schaschlik auf der Insel serviert Jungle Cat (Otscherjadni Kit) | von der Metro nach links, am Strand gegenüber dem Glockenturm der Lawra | Metro: Hidropark | €-€€). Auf der stilleren Truchaniw-Insel wechseln sich Wälder, Seen und Wiesen ab mit Badestränden und improvisierten Cafés. Kiews beste Jogging- und Spazierstrecke! Eine Fußgängerbrücke führt hinüber. Metro: Poschtowa ploschtscha
Dnjepr-Rundfahrten/Kruis na dnjeprDie Boote starten beim Flusshafen und drehen eine große Runde unter den Brücken (60 Min. ca. 3 Euro). Erwarten Sie keine Erläuterungen, dafür wird schnell ausgelassen getanzt. Längere Touren (3,5 Std.) zum Stausee Kijewske more (Kiewer Meer). Mai-Sept. tgl. 10-23 Uhr | Poschtowa pl. 3 | Metro: Poschtowa ploschtscha
Freilichtmuseum PyrohowoDas ganze Land in einem Park: Holzkirchen und Bauernhäuser, Handwerk und Brauchtum, Schaschlikstände und Picknickplätze. Tgl. 10-18 Uhr, letzter Eintritt 17 Uhr | 10 UAH | Metro Lybidska, dann Bus 172 oder 156 bis zur Endstation
Goldenes Tor/Soloti WorotaAls Vorbild diente das goldene Tor von Konstantinopel. Im Innern sind Originalruinen der Stadtbefestigung aus dem 11. Jh. zu sehen. Rundherum nette Cafés und Restaurants. Solotoworitska 8 | Metro: Soloti Worota
Höhlenkloster/Petscherska LawraDie Mönche Antonius und Feodosij gründeten die Kiewer Petscherska Lawra 1051. Sie richteten Gebetszellen in Höhlen (petschery) am Dnjepr ein. 900 Jahre lang wurde die Anlage erweitert und umfasst inzwischen 28 ha. Das Kloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Den Titel Lawra tragen die sechs einflussreichsten Klöster der Orthodoxie. Der Haupteingang zur Oberen Lawra führt unter der barocken Dreifaltigkeits-Torkirche hindurch. Sie bezaubert mit anrührend-naiven Fresken (Aufgang hinter Torbogen links). Den Weg zur Hauptkathedrale flankieren die einstöckigen Wohnzellen der Mönche. Heute sind dort Museen für Ikonenmalerei und liturgische Gegenstände untergebracht. Auch eine Sammlung von seltenem Skythengold ist zu sehen (Mo geschl.). Der Hamburger Johann Gottfried Schädel baute den 96 m hohen Glockenturm 1731-44 im ukrainischen Barockstil (239 Stufen). Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale wurde 2000 wiedererrichtet. Sie war während der deutschen Besatzung 1941 gesprengt worden. In der früheren Residenz des Metropoliten zeigt ein Museum Volkskunst (Di geschl.). Daneben liegt das Refektorium mit herrlichen Jugendstilfresken und der pseudo-byzantinischen Kirche (1893-95). Über die abwärts führende Gasse verlässt man die Obere Lawra. Beim schwarzen Kreuz geht es hinab zur Unteren Lawra. In den zwei Grabhöhlenkomplexen, den Nahen und Fernen Höhlen, sind 122 orthodoxe Heilige bestattet. Ihre Leiber blieben auf wundersame Weise konserviert. Gläubige strömen in die engen, stickigen Gewölbe, beten und küssen die Reliquien, die in Glassärgen ruhen. Der Eintritt ist frei. Sie sollten eine Kerze kaufen und Frauen ein Kopftuch tragen. Eine hölzerne Galerie führt zu den Fernen Höhlen. Tgl. 9-18 Uhr, Zugang zu den Höhlen bis 15.30 Uhr | Obere Lawra 30 UAH, Eintritt Untere Lawra frei, Museen, Turmbesteigung und Fotoerlaubnis kosten extra | Führer vor dem Eingang oder Tel. 044/2903071 (2 Std. ca. 17,50 UAH) | wul. I. Masepy 21 | Metro: Arsenalna
Holodomor-Gedenkstätte/swetscha holodomoraDie riesige, von Kreuzen umstandene Kerze nahe dem Höhlenkloster erinnert an die Hungertoten, die die Ukraine 1932-33 zu beklagen hatte. Präsident Juschtschenko eröffnete das Mahnmal 2008. Etwas weiter stehen Obelisk und ewige Flamme für das Gedenken an die Helden des Zweiten Weltkriegs. Park Slavy | wul. I. Masepy | Metro: Arsenalna
Majdan und KreschtschatykDer Majdan Nesaleshnosti war Bühne für die Orangene Revolution. Auf dem Unabhängigkeitsplatz demonstrierten die Ukrainer 2004 freie Wahlen herbei. Heute kurven Skater übers Pflaster. An den Brunnenrändern sitzen Hauptstädter bei Bier und Trockenfisch aus der Tüte. Von einem Triumphbogen blickt Kiews Schutzpatron, der Erzengel Michael. Auf der 38 m hohen Marmorsäule, die als Monument der Unabhängigkeit errichtet wurde, präsentiert eine Ruhmesfigur einen goldenen Zweig. Die realsozialistische Prachtstraße Kreschtschatyk teilt den Platz in zwei Hälften. Abends verwandelt sich der Boulevard in den längsten Laufsteg für Kiews Schönheiten. Am Wochenende sperrt die Polizei die Straße. Dann erobern Breakdancer, Rockbands und Feuerspucker den Asphalt. Metro: Majdan
Michaelskloster/Michailiwskij MonastyrDas himmelblaue Kloster wurde 2001 wiedererrichtet. 1937 hatte Stalin es sprengen lassen. Er brauchte Platz für sozialistische Prachtbauten im Stil des benachbarten Außenministeriums mit dem Säulenportal. Der vergoldete Erzengel Michael über dem Eingang der Kathedrale ist eine Kopie. Das Original hängt im Museum (Di-So 10-18 Uhr), in dem viele Erklärungen englisch gehalten sind. Vor dem Kloster erinnert ein Steinkreuz mit der Silhouette eines Verhungernden an die Millionen Opfer der Hungersnot 1932-33. Metro: Soloti Worota o. Majdan. Hinter dem Kloster fährt die Standseilbahn Funikuljor hinunter zum Flusshafen in Podil.
Mutter Heimat/Rodina MatKinder klettern auf Raketenwerfern und Panzern herum. Junge Paare küssen sich zwischen den stählernen Reliefs der Kriegshelden. Über ihren Köpfen reckt eine eiserne Dame Schwert und Schild in den Himmel. Rodina Mat (68 m ohne Sockel) feiert den Sieg über die Faschisten. „Breshnews Tochter“, sagen die Kiewer, weil der Sowjetführer die Statue in Auftrag gab. Im Sockel erinnert ein Museum an den Zweiten Weltkrieg. Ein Lift fährt zur Aussichtsplattform zu Füßen der Figur. Di-So 10-16 Uhr | wul. I. Masepy 44 | Metro: Arsenalna
Nationalmuseum für ukrainische Kunst/Nazionalnij Musej ukrainskoho iskusstwaWogende Weizenfelder, Wälder und immer wieder der Dnjepr. In 21 Sälen bekommen Sie einen guten Überblick: von mittelalterlichen Ikonen bis zu Grafik aus Revolutionszeiten. Di-Do, Sa u. So 10-18, Mo u. Fr 11-19 Uhr | wul. Hrushewskoho 6 | Metro: Majdan
Pinchuk Art CentreFotografien von Andreas Gursky und Schockinstallationen von Damien Hirst. Milliardär und Kunstsammler Viktor Pintschuk zeigt auf 4000 m² Fläche Teile seiner hochkarätigen Kollektion. Häufig Sonderausstellungen. Die weiße Skybar unterm Dach ist der coolste Ort für einen Espresso oder Aperitif. Di-So 12-21 Uhr | Eintritt frei | Arena-Center | Bessarabska pl. 2 | http://pinchukartcentre.org | Metro: Lwa Tolstogo
PodilDas frühere Handelsquartier zieht Kreative und Alternative an. Bummeln Sie vom Poschtowa pl. durch die Hauptstraße wul. Sahajidatschnoho zum Kontraktowa pl. Im weißen Handelshof mit den Arkaden fanden Messen statt. Am Denkmal des Humanisten Hryhorij Skoworoda sitzen die Studenten der gegenüberliegenden Mohyla-Akademie (gegr. 1701). Bis zum Zweiten Weltkrieg lebten in Podil viele Juden. Werfen Sie einen Blick in die Synagoge im maurischen Stil von 1895 in der wul. Schtschekawytska 29. In der wul. Prytysko Mykilska 7 gründete 1728 ein Deutscher die erste private Apotheke Kiews. Das kleine Museum verkauft duftende Seifen (Mo-Sa 10-16 Uhr). Auch die Markthalle mit dem schiefen Dach (wul. Chorywa) lohnt einen Abstecher. Entspannen Sie bei 35 Sorten Kaffee im Kaffa (wul. Hryhorija Skoworody 5). Metro: Poschtowa ploschtscha
Sophienkathedrale/SofijskaGroßfürst Jaroslaw der Weise ließ die Kirche mit den 13 goldenen Kuppeln in der ersten Hälfte des 11. Jhs. nach dem Muster der Hagia Sofia in Konstantinopel erbauen. Er war ein Sohn Wolodymyrs, der die Kiewer Rus zum Christentum führte. In der Kathedrale mit den byzantinischen Mosaiken und Fresken wurden die altrussischen Fürsten gekrönt und Verträge besiegelt. Als geistiges Zentrum der Rus blieb sie von Stalins Zerstörungen verschont. Jaroslaw ruht in der nördlichen Kapelle. Verpassen Sie nicht die Aussicht vom Glockenturm (1752)! Mi 10-17, Fr-Di 10-18 Uhr | wul. Wolodymyrska 24 | www.nzsk.org.ua | Metro: Soloti Worota
StadtrundgängeStalins Tunnel unterm Dnjepr, versteckte Hinterhöfe oder jüdisches Leben - Interesniy Kyiv bietet auch Touren auf Deutsch. Tel. 044/4911176 | www.interesniy.kiev.ua
Taras-Schewtschenko-Universität und -ParkMit mehr als 20000 Studenten die wichtigste Universität (gegr. 1834). Im Park vor dem Hauptgebäude steht das Denkmal des Namensgebers. Das ukrainische Restaurant O'Panas (€€) und Spielplätze ziehen Familien an. In einer Parkecke treffen sich Rentner zu Schach und Domino. Am anderen Ende liegt das Schewtschenko-Museum mit Bildern und Schriften des Genies (Di-So 10-17 Uhr | bul. T. Schewtschenka 12). Ein paar Meter weiter zeigt das Museum für Russische Kunst in einem großbürgerlichen Stadtpalais Meisterwerke von Michail A. Wrubel und Boris K. Schischkin (Sa-Mo 10-17, Di 11-18, Fr 12-19 Uhr | wul. Tereschtchenkiwska 9 | www.museumru.kiev.ua | Metro: Lwa Tolstogo/Teatralna)
Tschernobyl-MuseumStraßenschilder verschwundener Orte führen in die Ausstellung, die das Schicksal der Aufräumhelfer und Umgesiedelten in den Mittelpunkt stellt. Schutzanzüge, Gruselpräparate und Tausende Fotos erzeugen eine düstere Atmosphäre. Führungen auf Deutsch nach Vorbestellung | Mo-Fr 10-18, Sa 10-17 Uhr | prow. Khorivoy 1 | Tel. 044/4175427 | Metro: Kontraktowa ploschtscha
Wolodymyr-Kathedrale/Wolodymyrskij SoborDie Lieblingskirche der Kiewer, erbaut 1862-82, ist Sitz des ukrainisch-orthodoxen Patriarchen. Die herrlichen Mosaiken und Wandmalereien stammen von Viktor M. Wasnetsow („Die Taufe der Rus“), Michail W. Nesterow und Wrubel. Gläubige beten am Sarkophag der heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute. Samstags um 17, sonntags um 10 Uhr wunderschöne Chorgesänge. Bul. T. Schewtschenka 20 | Metro: Universitet
Sehenswertes
Lemberg und der Westen
Armenische Kirche/Wirmenska ZerkwaDie Armenier kamen als Händler aus Moldawien und Siebenbürgen. Von 1742 bis 1762 bauten sie an der barocken Kirche mit den beiden Türmen. Seit 1990 wird sie von der ukrainisch-orthodoxen Kirche genutzt. Wul. Wirmenska 6
Auferstehungskathedrale/Katedralnij sobor Swiatoho WoskresinnjaDie barocke Kirche mit der graublauen Fassade (1753-63) und der original erhaltenen Ikonenwand gehörte zum benachbarten Jesuitenkolleg (wul. Halytska 2). Seit 1990 feiert hier die lebendige griechisch-katholische Gemeinde Gottesdienste. Scheptytskoho pl. 22
Rathaus/RatuschaEin echter Blickfang auf dem Marktplatz ist das konstruktivistische Rathaus (1927) mit dem kreuzförmigen Grundriss und dem stufigen Turm (darin: ein Museum für Landeskunde und die Touristeninformation).
Schewtschenko-ParkÜber die wul. Schewtschenko mit hübschen Gründerzeitvillen gelangen Sie in die grüne Lunge der Stadt. Am See können Sie Boote ausleihen.
Zöcklersche Anstalten/Zecklerskie UtschilischtschaDer evangelische Pfarrer Theodor Zöckler kam 1891 als Missionar aus Greifswald. Angerührt vom schwierigen Leben der Galiziendeutschen gründete er ein Waisenhaus mit Schule - das einstöckige Holzhaus in der wul. Nesaleshnosti 89. Im Hof des Nachbarhauses stand das Pfarrhaus. Bald kamen eine Landmaschinenfabrik, die Ruinen am Ende der wul. Rosumowskoho sowie ein Pflegeheim hinzu. Zöcklers Gedenktafel hängt in der wul. Iwana Franka an der früheren deutschen Volksschule.
Festung/SamokMit ihren sieben Türmen, mächtigen Mauern, Wehrgängen und Schießscharten wirkt die Burg wie aus dem Märchenbuch. Eine erste Festung entstand bereits im 12. Jh. zum Schutz vor den Mongolen. Später wurde die Anlage mehrmals erweitert. Nur zweimal wurde sie erobert: 1393 erstürmten die Litauer sie, 1672 überwältigten die Türken die Verteidiger. Die Russen sperrten in der Festung ukrainische Nationalisten ein, später diente das mächtige Bauwerk als Filmkulisse. Zwar sind die Räume leer, doch dürfen Sie dafür fast überall herumklettern und den Ausblick auf die weite Landschaft Podoliens genießen. Deutsche Führungen über Reisebüros am Ort. Tgl. 10-18 Uhr
Kreuzerhöhungskirche/Chrestowosdwyshenska ZerkwaAm Ufer des Smotrytchs duckt sich neben dem Wasserwerk die Kreuzerhöhungskirche von 1799. Der wuchtige Bau mit den drei Zellen ist eine der bedeutendsten Holzkirchen Podoliens.
Peter-und-Paul-Kathedrale/Katedralnij Petropawliwskij KostjolDurch das barocke Triumphtor (1781) gelangen Sie vom Markt in den Hof der Kathedrale. Die dreischiffige Basilika wurde 1502 fertiggestellt. 1672 stürmten die Türken das christliche Bollwerk, bis 1699 diente sie als Moschee. Das 36 m hohe Minarett (147 Stufen) blieb stehen, seit 1756 sitzt jedoch eine goldene Jungfrau Maria auf der Spitze. Im Garten grüßt Papst Johannes Paul II. aus Bronze. Wul. Tatarska 20
Apothekenmuseum/Museij AptekiIn den Hinterzimmern und Kellern dieser noch betriebenen Apotheke aus dem Jahr 1735 verbirgt sich ein Sammelsurium aus Laborgeräten und Vitrinen. Die geheimnisvollen Liköre und Wundermittel, z.B. blutbildender Eisenwein (salisne vino,) sind ein perfektes Mitbringsel. Mo-Fr 9-19, Sa, So 10-15 Uhr | wul. Drukarska 2
Armenische Kirche/Wirmenskij soborIm 14. Jh. zogen die ersten Armenier nach Lemberg. Sie trieben Handel und gründeten ihr eigenes Stadtviertel. Das Zentrum lag um die heutige wul. Wirmenska. Ihre Kirche weihten die Armenier bereits 1370. Eine kleine Gemeinde existiert noch immer: Seit 2000 erklingt im dämmrigen Kirchenschiff, das mit Jugendstilfresken ausgemalt ist, wieder die armenische Liturgie. Im kleinen Kirchhof liegen Grabsteine, von denen manche 600 Jahre alt sind. Wul. Wirmenska 7
Boim-Kapelle/Kaplitzja BoimaDie Grabkapelle des Lemberger Tuchhändlers Georg Boim ist der letzte Überrest des Friedhofs, der bis 1765 die spätbarocke katholische Stadtkirche (Lateinische Kathedrale) umgab. Der gebürtige Ungar Boim begann den Bau der Familiengruft 1609. Außen entzückt die manieristische Sandsteinfassade. Innen erzählen herrliche Steinbildnisse die Passionsgeschichte. Auf der Rückseite hängen die bereits stark verwitterten Porträts von Georg Boim und seiner Frau Jedwiga. Pl. Katedralna 1
Dominikanerkirche/Dominikanskij soborNach Plänen des Polen Jan de Witte entstand die grandioseste spätbarocke Kirche Lembergs (1749-64). Sie wird von einer mächtigen grünen Kuppel gekrönt. Im Innern fallen die hölzernen Heiligenfiguren auf, außerdem das gotische schwarze Kruzifix am Altar. Bei Hochzeitspaaren ist die Kirche wegen ihrer üppigen Ausstattung beliebt. Di-So 10-18 Uhr | pl. Musejna 1
Freiheitsplatz/Prospekt SwobodyZwischen dem Opernhaus und dem Schewtschenko-Denkmal liegt Lembergs Korso: Rund um den pr. Swobody strömt der Verkehr. Unter schattigen Bäumen in der Mitte des lang gezogenen Platzes flaniert die halbe Stadt. Rentner spielen Domino, Straßensänger und Blumenfrauen hoffen auf milde Gaben, Kinder kurven auf Elektroautos herum. Von den Caféterrassen ringsum können Sie dem Treiben entspannt zusehen.
GemäldegalerieGrandiose Kulisse für Goya und Co.: Im frisch restaurierten Palast des Grafen Pototski (Pototski Palatz) zeigt die Lemberger Kunstgalerie Meisterwerke der europäischen Kunst des 14. bis 18. Jhs. Schauen Sie sich auch die prachtvollen Säle im Erdgeschoss an. Di-Sa 11-17, So 12-16 Uhr | wul. Kopernika 15
Georgskirche/Sobor Swiatoho JuraCremefarbene Rokoko-Sahnetorte: Auf dem Swiatojurskij-Hügel (321 m) liegen Kirche und Amtssitz des griechisch-katholischen Metropoliten von Galizien, gebaut 1744-61. Im Glockenturm im Park hängt die älteste Kirchenglocke der Ukraine. Sie wurde 1314 gegossen. Pl. Jura 5
Jüdisches LembergVor dem Zweiten Weltkrieg besaß Lemberg die größte jüdische Gemeinde Galiziens. Die rund 120000 Juden der Stadt wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Begeben Sie sich auf Spurensuche: Mauerreste der mittelalterlichen Synagoge Goldene Rose finden Sie in der wul. Starojewrejska 37, das jüdische Krankenhaus mit der farbigen Ziegelfassade im maurischen Stil in der wul. Rappoporta 8. Im chassidischen Jakob-Glanzer-Bethaus in der wul. Ugolnoi 3 treffen sich heute jüdische Kulturvereine. Das Holocaust-Mahnmal steht seit 1992 am Eingang des früheren Ghettos in der wul. Samarstinowska, hinter der Eisenbahnbrücke. Etwas außerhalb der Stadt, an der wul. Winniza, lag das Konzentrationslager Janowskij, heute ein Gefängnis mit Stacheldrahtzaun und Wachtürmen. Ein Gedenkstein markiert den Ort.
Lytschakiwskij-Friedhof/Lytschakiwskij zwyntarHier liegen polnische und österreichische Aristokraten, armenische Bischöfe, napoleonische Generäle. Kürzlich renoviert: die Gedenkstätte der „kleinen Adler von Lemberg“. 2000 junge Polen starben, als sie die Stadt im November 1918 gegen die Ukrainer verteidigten. Sowjetische Panzer walzten in den 70er-Jahren das Gräberfeld platt. Erst in der Gorbatschow-Ära begann die Restaurierung. Gleich nebenan: das Ehrenmal für die ukrainischen Opfer. Di-So 9-17 Uhr | Eintritt 10 UAH, Führungen mögl. (engl.) | wul. Metschnikowa 33 | Tel. 032/2755415 | Tram 7, 8 (Lytschakiwskij zwyntar
Marktplatz/RynokDie Patrizierhäuser an den vier Seiten des rynok bilden ein perfektes Geviert. Im Bandinelli-Haus (Nr. 2) saß seit 1629 die Post. Am Schwarzen Haus (Nr. 4) fällt die eigenwillige Fassade aus Steinen in Form von Diamantquadern auf. Unter den italienischen Arkaden im Hof des Palasts des reichen Kaufmanns Korniakt (Nr. 6) können Sie herrlich romantisch Kaffee trinken (Do-Di 10-18 Uhr). Im Palast der Lubomirski (Nr. 10) residierte von 1772 bis 1821 der österreichische Gouverneur von Galizien. Vom 65 m hohen Rathausturm (408 Stufen) haben Sie den besten Blick auf die Innenstadt (Di bis So 10-17 Uhr | pl. rynok 1). Auch die Straßenbahn überquert den Marktplatz. Die Linien 1 und 9 ziehen Schleifen durch die Altstadt (Ringverkehr, Tickets 1 UAH).
Oper/Opernij TeatrFür den repräsentativen Bau im Stil der Wiener Neorenaissance (erbaut 1897-1900) wurde das Flüsschen Poltwa unter die Erde verlegt. Das schwülstige Innere rief bei der Einweihung so viel Kritik hervor, dass sich der Architekt im Foyer erschoss. Caruso gastierte hier ebenso wie Paganini, Liszt und Ravel. Hören Sie rund 40 Opern- und Ballettklassiker zu Discountpreisen (ca. 1000 Plätze). Den herrlichen Vorhang können Sie auf einer Führung bestaunen (wird an der Kasse vermittelt | 10 UAH pro Person). Pl. Swobody 28 | www.opera.lviv.ua
Schlossberg/Wysokij SamokVon der Spitze des Lemberger Hausbergs (413 m) schiebt sich Ihnen die Altstadt im Miniaturformat vor die Fotolinse. Vom „Hohen Schloss“, der Burg des Fürsten Danylo, sind zwar nur noch Mauerreste übrig, aber der Rundumblick entschädigt für den Aufstieg. Zugang/Zufahrt über wul. Ushgorodska oder wul. Krywonosa
Armenische Kirche/Wirmenska zerkwaDer Tscheche Josef Hlavko plante die Peter-und-Paul-Kirche in Form eines griechischen Kreuzes für Tschernowitz' armenische Gemeinde. In dem Backsteinbau im romanisch-gotischen Stil finden Orgelkonzerte statt. Wul. Ukrainska 30
Jüdischer Friedhof/Jewrejskij zwyntarDie Leichenhalle ist verfallen, die Kuppel einsturzgefährdet. Nur den Davidstern auf dem Dach hat man neu vergoldet. Wild wuchern Holunder, Weiden, Ahorn und Gestrüpp. Ein kleiner Teil der rund 50000 Gräber ist freigelegt: Hier ruhen die hohen Beamten und Richter, angesehene Tschernowitzer Industrielle und Kaufleute. Ein Mahnmal gedenkt 168 rumänischer Kinder, die von der SS ermordet wurden. Das Brüdergrab erinnert an die namenlosen Opfer der Shoah. Wul. Selena, gegenüber dem christlichen Friedhof
Kalyniwsky-MarktDie Ware kommt aus Polen, Rumänien, der Türkei, China und Vietnam. Angeblich drängen sich bis zu 150000 Kaufwillige täglich über den 33 ha großen Basar am Rand des Zentrums. Die Budenstadt ist nicht nur der größte Arbeitgeber, sondern auch ein wunderbarer Ort zum Leutegucken. Wul. Kalyniwska
Kunstmuseum/Museij MysteztwaDas prächtige Art-déco-Fliesenrelief am Dachsims und die Skulpturen, Wandmalereien und Buntglasfenster im Innern machen das Kunstmuseum zum Gesamtkunstwerk. In der Ausstellung Holzschnitzereien mit Szenen jüdischen Lebens in der Bukowina. Texte in Englisch. Tgl. 9-17 Uhr | pl. Zentralna 10
Nikolai-Kathedrale/Mykolajiwskij soborVier schneckenförmig verdrehte Türmchen für die vier Evangelisten: Die orthodoxe Nikolai-Kathedrale von 1939 imitiert einen der schönsten Sakralbauten Rumäniens, die Königskirche in Curtea de Arges. Wul. Ruska 35
Sad horaDas jüdische Leben blühte in der Vorstadt Sad hora am linken Ufer des Pruth: Hier wirkte der chassidische Wunderrabbi Israel Friedmann. Schon bald pilgerten Wallfahrer aus ganz Europa zu dem geistlichen Führer der Chassidim. Die Ruinen des Backsteinbaus mit maurisch verzierten Türmchen finden Sie auf einem verlassenen Fabrikgelände. Wul. Moris Torez
SynagogeFilm- statt Thorarollen: die ehemalige Hauptsynagoge, ein Tempel im maurischen Stil (1873-77), wurde 1954 in ein Kino umgewandelt, das leider nur Filme auf Ukrainisch und Russisch zeigt. Die schwarze Tafel im Foyer erinnert an den Tenor Joseph Schmidt, der hier Kantor war. Schmidt trat bis 1933 im Berliner Rundfunk auf. Ecke wul. Universytetska/Sankowetska
Theaterplatz/Ploschtscha TeatralnaDie Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer planten 1904 das Theater mit dem neobarocken Äußeren. Ein Jahr später hob sich in Tschernowitz' deutschem Stadttheater der Vorhang. Haus Nr. 5 beherbergt das prächtige Jüdische Volkshaus (1908). Am Treppengeländer sägten die Sowjets den Davidsternen zwei Zacken ab. Mitte der 90er-Jahre wurden sie wieder angeschweißt. Nebenan erhebt sich der rumänische Volkspalast von 1938. Pl. Teatralna
Universität/UniversitetDas Ensemble (1864-84) bezaubert mit verspielten Türmchen, geometrischen Backsteinornamenten und farbigen Dachziegeln. Errichtet wurde es als Residenz der orthodoxen Metropoliten der Bukowina, erst in sowjetischer Zeit bezog die Universität das Gebäude. An Wochenenden treten Brautpaare in der Seminarkirche im linken Flügel vor den Altar. Um die repräsentativen Treppenhäuser und den Marmorsaal im ersten Stock des Hauptgebäudes zu sehen, müssen Sie sich einer Führung anschließen. Tgl. 10-17 Uhr | ca. 20 UAH | wul. Universitetska | Tel. 0372/584821
Zentralplatz/Zentralna ploschtschaZur 600-Jahr-Feier 2008 wurde die gute Stube der Stadt zuletzt saniert. Stünde nicht Nationaldichter Taras Schewtschenko auf seinem Sockel, könnte man Tschernowitz tatsächlich für eine Miniaturausgabe von Wien halten. Fast alle zentralen Achsen schneiden den lang gestreckten Platz. Blickfang ist das Rathaus mit imposantem Turm.
Sehenswertes
Odessa und auf der Krim
Khanspalast/Chanskij DworezSchattige Gärten, Brunnen, orientalische Gemächer: Im frühen 16. Jh. ließ das Oberhaupt der Krimtataren, Khan Mengli Girej, den Palast errichten. Baumeister aus Russland, Italien, der Türkei und der Ukraine arbeiteten über 200 Jahre an dem Ensemble. Auf dem Gelände liegen auch der Harem, eine Moschee und der Friedhof der Khane. Am ältesten ist das filigrane Steinportal (1503). Öfter fotografiert wird nur der Tränenbrunnen. Aus Trauer um den Tod seiner Lieblingsfrau ließ der Khan die Fontäne errichten, aus der beständig Tränen quellen. Die tragische Liebe inspirierte Alexander Puschkin zu seinem Poem „An die Fontäne im Palast von Bachtschisaraj“. Mi-Mo 10-17 Uhr | ul. Retschnaja 133
Mariä-Himmelfahrt-Kloster/Uspenskij MonastyrDas Kloster krallt sich dramatisch an den mächtigen Felsen. Eine steile Treppe führt zur Hauptkirche, die byzantinische Mönche im 9. Jh. in den Berg schlugen. Im Innern der Höhlenbasilika mittelalterliche Fresken. Seit 1993 leben im Kloster wieder Mönche. Vom Khanspalast 30 Min. zu Fuß (5 Min. mit der Marschrutka) zum Parkplatz des Klosters, dann 10 Min. bergauf
Tschufut KaleEtwa 1 km hinter dem Kloster erstrecken sich die Überreste der Höhlenstadt Tschufut Kale („Jüdische Festung“) aus dem 6. Jh. Die ersten Bewohner lebten auf dem Felsplateau. Die Höhlen, die Sie am Eingang passieren, nutzten sie als Lagerräume, Kirchen oder Friedhöfe. Die Tataren nahmen die Siedlung im 13. Jh. ein und lebten dort, bis sie Bachtschisaraj gründeten. Reste eines Khanspalasts und einer Moschee zeugen davon. Ende des 14. Jhs. suchten jüdische Karaimer in den Höhlen Schutz. Die turkstämmigen Karaimer akzeptieren nur die Thora als Glaubensbasis, lehnen den Talmud jedoch ab. Schauen Sie sich die restaurierten Kenassen (Gebetshäuser) an.
Aj PetriDie Spitzen von Jaltas Hausberg (1234 m) bestehen aus Korallen. Die karge Hochebene rund um den Gipfel erinnert an eine Mondlandschaft. Wanderer brauchen etwa 2,5 Stunden. An der Bergstation wetteifern rund 30 krimtatarische Lokale um Gäste. Von der Talstation in Mischor bei Alupka (12 km von Jalta) 20 Min. mit der Seilbahn. Tgl. 9-19 Uhr | Erw. 40 UAH | Alupkinskoje Schosse 52
Botanischer Garten Nikita/Nikitskij Botanitscheskij SadIn dem prachtvollen alten Park von 1812 (6 km von Jalta) durchwandern Sie die Klimazonen von den Hängen des Krimgebirges bis ans Meer. Rosen, Oliven, Zypressen oder Mammutbäume - im subtropischen Klima gedeiht alles prächtig. Probieren Sie im Museumscafé exotische Früchte und Nüsse. Von Jalta per Taxi oder Marschrutka 34
LiwadijaLuftig-leicht und blendend weiß schwebt der Palast über dem Meer. Im Februar 1945 legten Franklin Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin auf der Jalta-Konferenz die Umrisse Nachkriegseuropas fest. Der Konferenztisch ist beim Rundgang zu sehen. 1911 im italienischen Stil errichtet, war Liwadija (5 km von Jalta) Sommersitz des letzten Zaren Nikolaus' II. Fotos und Möbel erinnern an das Leben der Romanows. Im Park beginnt der Zarenpfad, ein 6,7 km langer, leichter Wanderweg, der parallel zur Küste verläuft. Do-Di 10-17 Uhr | von Jalta per Taxi (10 Min.) oder Marschrutka 27, 32 Ri. Alupka | zu Fuß 1 Std.
Massandra/Winnij Sawod MassandryDer Durst des Zaren bescherte dem kleinen Ort (7000 Ew., 2 km von Jalta) das berühmteste Weingut der Krim. 1894 gründete Fürst Lew Golyzyn die Kellerei Massandra, um die Sommerresidenz in Liwadija zu versorgen. Der Wein wird auf neun Gütern entlang der Südküste produziert. Spezialität des Staatsweinguts sind schwere Portweine und süße Muskateller. Mutige probieren sich durch ein Tablett unsagbar süßer Tropfen (30 UAH für neun Sorten). Ausspucken ist dabei nicht vorgesehen. Tgl. 11-20 Uhr | ul. Winodela Egorowa 9
Schwalbennest/Lastotschkino GnesdoDas berühmteste Postkartenmotiv der Südküste: Der deutsche Baron von Stengel, in Aserbaidschan mit Öl reich geworden, baute sich die kleine Ritterburg 1912 auf dem äußersten Ende des Kap Aj-Todor bei Gaspra (8 km von Jalta). 1927 stürzten Teile nach einem Erdbeben ins Meer. Reservieren Sie einen Tisch mit Aussicht im italienischen Restaurant (Tel. 0654/237571 | www.lastochka.com.ua | Marschrutka 27, 32 Ri. Alupka | €€€)!
Tschechow-Museum/Belaja Datscha TschechowaDie letzten Jahre vor seinem Tod lebte der tuberkulosekranke Anton Tschechow in seiner „Weißen Datscha“. Hier entstanden „Der Kirschgarten“ und „Die drei Schwestern“ sowie die Erzählung „Die Dame mit dem Hündchen“. Der Schriftsteller empfing auch die Kollegen Maxim Gorkij und Leo Tolstoi in der Sommerfrische. Mi-So 10-17 Uhr | ul. Kirowa 112 | www.yalta.chekhov.com.ua | Trolleybus Nr. 1 oder Busse Nr. 8a, 17
Woronzow-Palast/Dworjez WoronzowaDas Schloss des Grafen Woronzow in Alupka (16 km von Jalta) hat zwei Gesichter: halb Tudor-Herrenhaus, halb maurischer Palast. Der Günstling von Zarin Katharina wuchs in England auf und schwärmte für das Inselreich. Schmuckstück des Anwesens (1828-48) ist der Speisesaal. Der britische Premier Winston Churchill wohnte während der Konferenz von Jalta hier. Finden Sie den Löwenkopf an der Treppe, der ihm ähnlich sieht? Am schönsten ist es im Park am Nachmittag, wenn die Touristenbusse wieder fort sind. Unterhalb des Teehauses liegt ein Strand. Museum tgl. 9-17 Uhr | per Taxi oder Marschrutka 32 oder 26
DeribasowskajaIm Stadtgarten stellen Künstler ihre Werke aus. Fotografen locken mit exotischen Tieren Kunden. Die Deribasowskaja ist Fußgängerzone, Caféterrasse und Spaziermeile. Ihren Namen hat die Straße von Admiral José De Ribas (1749-1800), der 1789 die türkische Festung eroberte, die sich an der Stelle des heutigen Odessa befand. Sein Denkmal steht am stilleren Ende der Straße.
Hafen/PortSeit 2005 betreibt ein Tochterunternehmen des Hamburger Hafens das Terminal. Jährlich werden rund 250000 Container abgefertigt. Am Passagierhafen legen Kreuzfahrtschiffe an. Hier starten im Sommer Boote zu den Stränden. Ausflugsboote folgen auf einer ca. einstündigen Tour einem Rundweg entlang der Küste (stdl. | 50 UAH). Ul. Primorskaja | www.port.odessa.ua
Katakomben/KatakombyÜber 1000 km Länge erstrecken sich die verzweigten Tunnel, aus denen man im 19. Jh. Sandstein gewann. Im Zweiten Weltkrieg versteckten sich Partisanen in den Höhlen und kämpften von hier aus gegen die Deutschen. Zweistündige Touren zum unterirdischen Partisanenmuseum Nerubajske (13 km nördl.) starten vom Bahnhof. Ca. 100 UAH inkl. Eintritt | Tel. 0482/387816
Katharinendenkmal/Pamjatnik JekaterineOdessas Stadtgründerin steht erst seit 2007 wieder auf ihrem Sockel. Katharina II. wurde als preußische Prinzessin Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst geboren. Von 1762 bis 1796 war sie russische Zarin. Ukrainischen Nationalisten ist die Statue ein Dorn im Auge. Ul. Jekaterinskaja
Kujalnik-Salzsee/Solanoje Osero KujalnikHeilsame Mondlandschaft an der Küste. Der Schlamm hilft gegen Entzündungen und stärkt das Immunsystem. Einige Strandabschnitte sind öffentlich zugänglich. Die Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen 28 und 30°C. In Kujalnik existieren noch einige Sanatorien z.B. das Pirogowa (http://odecca.ru/sanatorium_kuyalnik.shtm). Anreise: Mit Marschrutka oder Bus 110 vom Bahnhof (13 km nordwestlich).
MoldawankaNiedrige Häuser, verwunschene Hinterhöfe, verblichene Schönheit und Verfall: Wer das alte jüdische Odessa sucht, muss in die Moldawanka gehen. In dem Arme-Leute-Viertel lebten bis zum Zweiten Weltkrieg viele Juden. Spazieren Sie auf den Spuren von Isaak Babels Gangsterkönig Venja Krik vom Holocaust-Mahnmal am Prochorowskiy Skwer durch das Quartier nördlich der ul. Rasumowskaja. Rund um den Starokonnij-Markt (ul. Raskidajlowskaja) ist am Wochenende Flohmarkt.
Opernhaus/Opernij teatrSeit der Sanierung 2007 sichern 1800 Pfähle das Opernhaus vor dem Abrutschen. Den Entwurf lieferten die Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Bei der Eröffnung 1887 galt die elektrische Beleuchtung als besonders innovativ. Die barocke Pracht in den Foyers und dem Zuschauersaal können Sie während der preisgünstigen Aufführungen bewundern (1507 Plätze). Kasse Di-So 11-18 Uhr | Karten 25-100 UAH | per. Tschajkowskogo 1 | www.opera-ballet.tm.odessa.ua
PassageGläserne Oberlichter und die Mosaikdecken im Durchgang versprühen einen Hauch Mailand. Die Passage wurde 1898/99 von den Odessaer Opernarchitekten verschwenderisch mit Skulpturen geschmückt. Heute schlummert sie im Dornröschenschlaf. Ecke ul. Deribasowskaja/ul. Preobraschenskaja
Potjomkinsche Treppe/Potjomkinskie Stupeni192 Stufen bis zum Meer. Am Fuß ist die Treppe 21 m breit, oben nur rund 13 m. Von unten wirkt sie majestätischer. Leider schmälern die Straße, Werbetafeln und Hafenterminal den Gesamteindruck. 1955 wurde die Richelieu-Treppe (erb. 1837-41) umbenannt in Erinnerung an die Meuterei auf dem gleichnamigen Panzerkreuzer (1905). Bekannt machte sie eine Schlüsselszene in Sergej Eisensteins Film „Panzerkreuzer Potjomkin“ von 1925, in der ein Kinderwagen die Treppe hinunterrollt. Seit über 100 Jahren fährt parallel zu den Stufen eine Drahtseilbahn. Primorsky bul./ul. Jekatarininskaja
Primorsky BulwarOdessas eleganteste Promenade: Flanieren Sie vom Rathaus mit Puschkindenkmal vorbei an Empirefassaden und der Statue für den ersten Bürgermeister Richelieu zum Sommerpalast des Grafen Woronzow mit dem romantischen Säulengang.
Siebter Kilometer/Siedmoj KilometrExakt 7 km vor der Stadt liegt einer der größten Märkte Osteuropas. 150000 Käufer schieben sich täglich durch die 70 ha Freiluft-Ladenstraßen, auf der Jagd nach Schnäppchen: von der „Rolex“ made in China bis zum Brautkleid (Sa-Do). Nehmen Sie eine Marschrutka.
ChersonesEin faszinierender Ruinenspaziergang erwartet Sie in der antiken griechischen Siedlung Chersones am Kap von Sewastopol. Reste von Wohnhäusern aus dem 5. Jh. v. Chr., Tempel, der Münzhof, das Amphitheater und Teile der Befestigungsanlagen sind freigelegt. Viele Funde wurden im Archäologischen Museum auf dem Gelände dokumentiert. Die orthodoxe Kirche erinnert daran, dass der Kiewer Großfürst Wolodymir 988 hier getauft wurde, bevor er die Rus zum Christentum führte. Die Nebelglocke wurde aus türkischen Beutekanonen gegossen. Bringen Sie Schwimmzeug mit: Unterhalb der antiken Stätten liegt ein Strand. Tgl. 8-20 Uhr, Führungen | ul. Drewnjaja 1 | Tel. 0692/241301 | www.chersonesos.org | Taxi oder Trolleybus 6 und 10 (bis zur Haltestelle Dmitrija Uljanowa), dann 10 Min. Fußmarsch
HafenrundfahrtDen besten Blick auf die Fregatten und U-Boote erhaschen Sie bei einer Bootsrundfahrt. Die Ausflugsschiffe legen am Südufer der Artilleriebucht ab (ca. 2,50-5 Euro). Falls gerade keines fährt: Per Fähre kommen Sie günstig auf die Nordseite der Bucht (alle 30 Min., 0,10-0,20 Euro). Die Adlersäule, an der Sie vorbeischippern, erinnert an die 1854 im Krimkrieg absichtlich in der Bucht versenkten Schiffe. Sie sollten den Angreifern den Weg versperren.
Krimkriegs-Panorama/Panorama Krimskoj WojnyDas 115 m lange und 14 m hohe Rundgemälde zeigt anschaulich die Kämpfe zwischen den französischen und englischen Verbündeten und den russischen Verteidigern im Jahr 1854/55. Die Rotunde, die mit Heldenbüsten geschmückt ist, steht auf einer der Bastionen des Krimkriegs (1853-56). Di-So 9.30-17.30 Uhr | Istoritschnij bul.
Sehenswertes
Der Osten
Freiheitsplatz/Ploschtschad SwobodyWas für eine gewaltige Steinwüste! Blickfang am definitiv größten Platz Europas (12 ha) ist das imposante, dreiteilige Derschprom-Gebäude der staatlichen Industrie (1929), eine Ikone des Konstruktivismus. In den Nachbargebäuden sitzen die Universität und das Stadtparlament. Rundum tost der Verkehr in doppelter Autobahnbreite. In der Mitte des Platzes wacht Genosse Lenin. Folgen Sie seiner ausgestreckten Hand in den Schewtschenko-Park, Charkiws größtes Freiluftcafé mit Zoo. Am anderen Ende stößt die Grünanlage an die Einkaufsmeile ul. Sumskaja. Metro: Universitet/Derschprom
Verfassungsplatz/Ploschtschad KonstituzijiHinter dem roten Granitdenkmal für die Oktoberrevolution leuchten die barocken Kuppeln des Mariä-Schutz-Klosters. In der Kirche mit dem schlanken, hohen Glockenturm gegenüber finden Konzerte statt. www.filarmonia.kharkov.ua | Metro: Istoritschni Musej/Radianskaja
Karl-Marx-Prospekt/Prospekt Karla MarksaStalinpomp meets Klassizismus: Wie an einer Perlenschnur reihen sich Einkaufstempel und schicke Restaurants, Museen und Hotels aneinander. Mittendrin wirft sich Lenin in Pose. Dnjeprs Hauptstraße führt bergauf und bergab durchs Zentrum. Mit der Tram Nr. 1 legen Sie die steilsten Abschnitte bequem zurück (Tickets: 1 UAH).
Kathedrale der Verklärung Christi/Swjato-Preobrashenskij Kafedralnij SoborDie Christi-Verklärungs-Kathedrale sollte größer werden als der Petersdom im Rom. Zur Grundsteinlegung 1787 kamen Zarin Katharina und der deutsche Kaiser Joseph II. Doch die Pläne zerschlugen sich. Der Zaun beschreibt die Umrisse des Mammutprojekts. Pl. Oktjabrskaja 1
Monastirsky-Insel/Monastirskij OstrowMönche errichteten im 8. Jh. ein Kloster auf der Insel. Seit 1999 erinnert eine Kirche daran. Heute kommen alle zum Baden, Beachballspielen und Spazierengehen herüber. Im Terrassenrestaurant Маjak gleich hinter der Brücke links schmecken herzhafte Salate und Schaschliks bei Sonnenuntergang am besten (€).
Weltkriegsdiorama/Diarama WojniDer Zweite Weltkrieg in Öl: Im Betonklotz hinter dem Historischen Museum wird zu Geschützdonner vom Band die Schlacht um Dnipropetrowsk von 1943 inszeniert. Di-So 10-16 Uhr | pl. Oktjabrskaja 1
Donbass-ArenaDer Fußballclub FC Schachtjor Donezk, Traditionsverein von 1936, ist mächtig stolz auf seine nagelneue Arena aus Glas und Stahl mit Platz für 50000 Fans. Seit Schachtjor dem Multimilliardär Rinat Achmetow gehört, spielen die Orangenen auch international erfolgreich (Uefa-Cup 2009). Pr. Mira | www.shakhtar.com. Wimpel, Trikots und Tickets im Shop (bul. Puschkina 8).
Kathedrale der Verklärung Christi/Swjato-Preobrashenskij Katedralnij SoborIm Kirchenschiff werkeln noch die Vergolder und Ikonenmaler. Das Original war in den 30er-Jahren gesprengt worden. Inzwischen ist die 1992 erbaute Kathedrale fast ein Wahrzeichen. Ul. Artema 129
Schtscherbakow-Park/Park SchtscherbakowaFeiern, Tanzen und Flanieren: Durch den Tunnel unter der ul. Universitetskaja und über die Fußgängerbrücke gelangen Sie in das Naherholungsgebiet mit See, Biergärten und Rummel. Im Sommer oft Livekonzerte.
Strände
Strände
Odessa und auf der Krim
Strände der UmgebungDie beiden öffentlichen Kiesstrände Primorskij und Massandra sind in der Hochsaison überlaufen. Etwas Luft zum Nebenmann verschaffen Sie sich an einem der privaten Abschnitte, wo Sie Liegen, Sonnenschirm und Dusche mieten (50 UAH/Tag). Weitere Strände in Nikita und Gursuf, Liwadija, Mischor und Alupka. Linienboote starten vom Anleger am Hafen - eine bequeme und luftige Alternative zum Auto.
Strände der UmgebungLeider ist das Wasser nicht immer sauber, trotzdem wird überall gebadet. Der kürzeste Fußweg ans Meer führt durch den Schewtschenko-Park: der Strand von Lansheron ist betoniert. Spazieren Sie 15 Min. weiter nach Otrada und mieten Sie Sonnenschirm und Liege (ca. 4,50 Euro). Noch etwas weiter südlich folgen Delphin und Arkadia. In den Freiluftdiskos und Clubs von Arkadia feiert die Odessiter Jugend. Populär sind Ibiza und Itaka (Mai-Sept.). Vom Zentrum per Taxi in 15 Min. oder mit Tram Nr. 5 vom Bahnhof. Hinter Arkadia beginnen die Strandabschnitte Bolschoj Fontan (Großer Brunnen): Sie sind durchnummeriert (7-16) und heißen auf manchen Plänen auch Tschaika, Riviera, Atlanta, Kurortnij und Zolotoj Bereg. Tram Nr. 17, 18 oder 19
Utschkuewka-StrandIm Stadtzentrum liegen betonierte Strandabschnitte. Sauberer ist das Wasser am Utschkuewka-Strand im Norden Sewastopols. Ausflugsboote bringen Sie von der Artilleriebucht aus hin.
Uebernachten
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Kiew und Umgebung
ApartmentsRund 500 Wohnungsangebote unter www.kievrent.net. 800 Apartments vermietet Olga Apartment | Mychajliwskyj prow. 7, Büro 30 | Tel. 044/2048090 | http://apartment-kiev.com. Satelliten-TV und Klimaanlage sind Standard, manche Wohnungen mit Internet und Sauna. €-€€
ExpressZentral gelegener, teilweise renovierter Sowjetturm, sauber und zweckmäßig. 143 Zimmer, die einfachsten mit Dusche auf dem Gang. Restaurant im 16. Stock. Bul. T. Schewtschenka 38/40 | Tel. 044/342113 | www.expresskiev.com.ua | €
Hyatt RegencyLuxus, modern und stilvoll. 234 Zimmer und Suiten. Edles Spa; Steaks und Seafood im Asia Grill (€€€). Wul. A. Tarasowa 5 | Tel. 044/5811234 | http://kiev.regency.hyatt.com | €€€
OperaDas Luxus-Boutiquehotel mit 137 Zimmern gehört dem schwerreichen Ukrainer Rinat Achmetow. Im mediterranen Restaurant Teatro werktags günstiger Lunch. Wul. B. Chmelnyzkoho 53 | Tel. 044/5817070 | www.opera-hotel.com | €€€
President1990 errichteter Plattenbau mit 338 Zimmern. 15 Min. zum Kreschtschatyk. Restaurant, Bar, Wellness. Jaroslawiw Wal 22 | Tel. 044/4922200 | www.president-hotel.com.ua | €€
UkrainaDas frühere Hotel Moskau thront imposant oberhalb des Majdan. Die 370 Zimmer sind modernisiert. Wul. Institutska 4 | Tel. 044/2790347 | www.ukraine-hotel.kiev.ua | €-€€
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Lemberg und der Westen
NadjaDie 200 Zimmer bieten guten Komfort. Nettes Extra: der Teekocher. Wul. Nesaleshnosti 40 | Tel. 0342/727042 | www.nadia.if.ua | €-€€
7dneyGeschmackvoll modernisierter Hotelturm. 218 komfortable Zimmer mit Klimaanlage. Bewachter Parkplatz, schönes Schwimmbad, Sauna, Hamam, Fitnessstudio. 20 Min. zur Festung. Wul. Soborna 4 | Tel. 03849/69069 | www.7dney.com | €-€€
LeopolisDie Nummer eins in Lemberg: Boutiquehotel im Herzen der Stadt. 43 exklusive Zimmer und hervorragendes Frühstück. Wochenendtarife. Im Restaurant Löwenkeller kocht ein Österreicher. Wul. Teatralna 16 | Tel. 032/2959500 | www.leopolishotel.com | €€€
Natalia 18Für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen empfehlenswert: familiäres Haus mit 22 modernen Zimmern im Schatten der Oper. Pl. Knjasja Jaroslawa Osmomysla 7 | Tel. 032/2422068 | www.natalia18.lviv.ua | €€
OperaNomen est omen: Vom Panoramarestaurant auf der Dachterrasse können Sie das Lemberger Wahrzeichen fast mit Händen greifen. Klassizistische Fassade, modernes Interieur. 51 Zi. | pr. Swobody 45 | Tel. 032/2259000 | www.hotel-opera.lviv.ua | €€€
Swiss HotelNeudrucke floraler Tapetenmotive aus dem 19. Jh. schaffen viktorianisches Ambiente in den 25 Zimmern. Wul. Knjasja Romana 20 | Tel. 032/2403777 | www.swiss-hotel.lviv.ua | €€-€€€
Vintage Boutique HotelRuhig und zentral: 12 komfortable Zimmer im jüdischen Altstadtviertel. Historische Fotografien, stilvolle Massivholzmöbel, Ledersofas und Parkett sorgen für Atmosphäre. 2009 eröffnet. Wul. Starojewrejska 25/27 | Tel. 032/2746834 | www.vintagehotel.com.ua | €€-€€€
WienÜber dem populären Caférestaurant versteckt sich das Hotel mit 20 etwas kleinen, zweckmäßig eingerichteten Zimmern. Freundliches Personal, gutes Frühstück. Unschlagbar zentral. Pr. Swobody 12 | Tel. 032/2444314 | www.wienhotel.lviv.ua | €-€€
KaiserKaiser Franz Joseph grüßt vom Ölgemälde, doch das war's schon mit der k. u. k. Herrlichkeit: Die 15 Zimmer in Bahnhofsnähe sind modern eingerichtet. Bewachter Parkplatz, Restaurant (€€) mit Gartengrill. Wul. Gagarina 51 | Tel. 0372/585275 | www.kaiser-hotel.com.ua | €
Magnat LuxeFamiliär geführtes Haus mit 12 geräumigen Zimmern, die ruhigsten zum Hof. Einige Suiten mit Whirlpool. Wul. Scheptyzkoho 6 | Tel. 0372/583212 | €€. Acht einfachere Zimmer in der ruhig gelegenen Filiale | Wul. Tolstoho 16a | Tel. 0372/526420 | www.magnat.cv.ukrtel.net | €
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Odessa und auf der Krim
Bed & Breakfast bei KrimtatarenHerzliche Gastfreundschaft, orientalische Verpflegung und die schöne Umgebung entschädigen für die oft sehr einfachen Quartiere. Ihre Vermieter treffen Sie vor dem Palast.
MerabaDattelbäume vorm Fenster und Hahnengeschrei am Morgen. Einfache, saubere Pension mit Teeküche in einem Neubau. 5 Zimmer z. T. mit Balkon. Ul. Retschnaja 125b | Tel. 050/9304146 | www.meraba.crimea.ua | €
PriwalIn einem weitläufigen Garten verteilen sich einfache Ferienwohnungen und Hotelzimmer. Teilweise Gemeinschaftsduschen. 257 Betten | ul. Schmidta 43 | Tel. 06554/47846 | www.prival.crimea.com | €
JaltaDas Hotel (1140 Zi., 16 Etagen) versprüht noch Sowjetflair. Sieben Restaurants, Pool, Delphinarium und der Lift zum Privatstrand machen es zum Erlebnis. Kinderbetreuung. Ul. Drashinskogo 50 | Tel. 0654/270260 | www.hotel-yalta.com | €-€€
Palmira PalaceWellnesstempel am Meer mit Park und Privatstrand (8 km vom Zentrum). 170 großzügige Zimmer, riesiges Spa-Center mit Pool (20 m) und vier Saunen. Alupkinskoje Shosse 12a | Tel. 0654/275321 | www.palmira-palace.com | €€€
Villa ElenaIn dem Haus mit der großbürgerlichen Fassade fuhr 1912 Jaltas erster Fahrstuhl. 22 Edel-Apartments, exklusiver Spabereich. Im Restaurant Horatio mediterrane Küche. Ul. Krasnowa 2 | Tel. 0654/238383 | www.villa.elena.com.ua | €€€
Wremena GodaFamiliäres Haus in ruhiger Hanglage, wenige Minuten zum Strand. 56 einfache Zimmer, Wellness- und Beautyangebote, schönes Hallenbad (16 m), kostenloser Bus zum Privatstrand. Ul. Rudanskogo 23 | Tel. 0654/237935 | www.hotel-seasons.com.ua | €€
ApartmentsBüro im 7. Stock des Afina-Centers (ul. Gretzka 3/4). Ab 5 Nächten inkl. Transfer. Interaktiver Stadtplan auf www.odessaapts.com. €-€€€
LermontowskijNeubau in ruhiger Gegend am Rand des Zentrums. Die 33 Zimmer sind hell und modern. Zum Landscheron-Strand 10 Min. | Lermontowskij per. 2 | Tel. 048/7177877 | www.lermontovskiy.com.ua | €-€€
Odesskij DworikApartmenthotel im Hinterhof. Geräumige Zimmer und große Bäder. Freitags Livekonzerte im Jazzcafé. Ul. Uspenskaja 19 | Tel. 048/7777271 | www.od-dvorik.od.ua | €€
OktjabrskajaIn ruhiger Lage am Rand der Innenstadt. 57 teils renovierte Zimmer. Uninspirierte Einrichtung, aber schöne, hohe Stuckdecken. Ul. Kanatna 31 | Tel. 048/7288863 | www.oktyabrskaya.in.ua | €-€€
OtradaPurer Luxus 5 Min. vom Meer: Großbürgervilla mit 26 Zimmern. Im Deluxeapartment mit Piano und Jacuzzi hat auch Julia Timoschenko übernachtet. Pool, Hausstrand. Im Restaurant gehobene norditalienische Küche. Ul. Ujutnaja 11 | Tel. 0482/330698 | www.hotel-otrada.com | €€€
SewastopolRestaurierter Stalinbau mit neoklassizistischer Fassade. 106 Zimmer mit Klimaanlage, viele mit Terrasse. Auf der Veranda frühstücken Sie mit Blick auf die Bucht. Sehr zentral. Pr. Nachimowa 8 | Tel. 0692/539060 | www.sevastopol-hotel.com.ua | €€
UkrainaAm Südende der Innenstadt, erbaut 1963. Die 73 Zimmer sind zum größten Teil renoviert. Etwas dunkler Frühstücksraum. Ul. Gogolja 2 | Tel. 0692/540398 | office@ukraine-hotel.com.ua | €-€€
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Der Osten
AuroraBusinesshotel. 37 moderne Zimmer, Bar, Restaurant und Zigarrenlounge. Ul. Artema 10/12 | Tel. 057/7524040 | www.hotel-aurora.com.ua | €€-€€€
Chichikov57 komfortable Zimmer, ruhig und zentral gelegen, sehr gutes italienisch-französisches Restaurant (€€). Ul. Gogola 6/8 | Tel. 057/7522300 | www.chichikov-hotel.com.ua | €€
Academia19 komfortable, etwas dunkle Zimmer am Historischen Museum. Auf den Fluren hängen sozialistische Propagandaschinken. Wer nett fragt, darf sich die lachenden Kolchos-Bäuerinnen anschauen. Pr. Karla Marksa 20 | Tel. 056/3700505 | www.academia.dp.ua | €€
Bon HotelKleines, schickes Boutiquehotel. 8 Zi. | ul. Komsomolskaja 26 | Tel. 056/7265555 | www.bon-life.style.in.ua | €€-€€€
AtlasModernisiertes Inturist-Hotel, 20 Min. vom Zentrum. 165 einfache, saubere Zimmer, Bar-Restaurant. Bul. Schewtschenko 20 | Tel. 062/3817979 | www.atlashotel.com.ua | €€
Donbass PalaceDas Haus mit allem erdenklichen Luxus gehört dem reichsten Mann der Stadt: Rinat Achmetow. 129 Zimmer, Schwimmbad, Spa. Täglich ab 17 Uhr englische Teatime mit Scones und Piano in der Lobbybar. Ul. Artema 80 | Tel. 062/3434333 | www.donbasspalace.com | €€€
VictoriaRuhige Lage am Park Komsomola. 38 moderne, großzügige Zimmer. Französisches Restaurant, Bars, Billard und Bowling. Ul. Mira 14a | Tel. 062/3814700 | www.victoria.ua | €€-€€€
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Kiew und Umgebung
Bila ZerkwaIm Landschaftspark Alexandria in Bila Zerkwa („Weiße Kirche“), 80 km südlich von Kiew, wandeln Sie durch Kolonnadengänge, lauschen Springbrunnen und Wasserfällen. Graf Branicki ließ seiner Frau 1793 den Garten anlegen (an Winterwochenenden geschl.). Bilder aus Branickis Sammlung zeigt das Heimatmuseum (wul. Drushby). Kleine Speisen und Caffè Latte im Kawjarnja (am Kreisverkehr Soborna pl. | €) Bila Zerkwa (200000 Ew.) liegt eine Autostunde Richtung Odessa. Busse vom Moskowska ploschtscha
Perejaslaw-ChmelnyzkyDas geschichtsträchtige Provinznest (30000 Ew.) ist stolz auf seine zwei Dutzend Museen, von denen etwa die Hälfte im großen Freilichtpark am Stadtrand liegt (tgl. 10-17 Uhr | wul. Litopisna 2). Neben Bauernhäusern und Kirchen gibt es ein Kosakenfort und eine kleine Gedenkstätte für den jüdischen Schriftsteller Scholem Aleichem, der die Vorlage für den Musicalwelterfolg „Anatevka“ schrieb. Im Ortszentrum wurde besonders liebevoll das Wohnhaus des Architekten Sabolotnij erhalten, der u. a. das Parlament in Kiew entwarf (wul. Schewtschenka 7). In der Kirche des Himmelfahrtsklosters Diorama der Schlacht um den Bukriner Brückenkopf am Dnjepr, bei der die Rote Armee 1943 eine verheerende Niederlage erlitt (wul. Skoworody). Im benachbarten Kollegium unterrichtete im 18. Jh. der Universalgelehrte Hrihorij Skoworoda (wul. Skoworody 52). 1654 berief Feldherr Bohdan Chmelnyzky einen großen Rat der ukrainischen Kosaken ein, auf dem die Koalition mit Moskau besiegelt wurde. Ein Denkmal auf dem Zentralplatz erinnert daran. Ukrainische Küche im Dibrova (wul. Nabereshna/Ecke wul. Schkilna | €), mit Terrasse, oder in der lauschigen Smerekowa Chata am See (Straße nach Dnipropetrowsk | Tel. 04567/32631 | €). Falls Sie übernachten wollen, ist das Pektoral (12 Zi. | wul. Chmelnyzkoho 55 | Tel. 04567/55331 | www.pectoral-hotel.com.ua | €) eine gute Wahl. 90 Min. von Kiew per Bus oder Taxi
TschernihiwDas 130 km nördlich von Kiew gelegene Tschernihiw (300000 Ew.) ist eine der ältesten Städte des Landes. 907 erstmals erwähnt, liegt sie am hohen Ufer der Desna. Fast alle Highlights finden sich im weitläufigen Dytinets-Museumspark. Die Christi-Verklärungskirche (Spaso Preobrashenski) von 1030 stammt aus der Zeit, als Tschernihiw Hauptstadt eines mächtigen Fürstentums war. Vom frühen Reichtum zeugt die Boris-und-Gleb-Kathedrale aus dem 12. Jh. Gleich nebenan reckt sich der mächtige Turm des barocken Kollegiums (1701) in den Himmel, eine der ersten weltlichen Schulen des Landes (Ikonenmuseum; im Turm: Museum für Stadtgeschichte). Im Süden des Parks leuchten die goldenen Kuppeln der Katharinenkirche (Volkskunstmuseum). Vom Glockenturm des Dreieinigkeitsklosters (Troizki monastyr) genießen Sie den Ausblick in die Landschaft. Wer Glück hat, kann den Schülern der Kirchenmusikschule beim Spielen des Geläuts lauschen. Durch die Eliaskirche jenseits des Tals gelangt man in den ältesten Teil des Klosters: die Höhlen, die der Kiewer Mönch Antonius 1069 grub (tgl. 9-17 Uhr | wul. Uspenskoho 33). Ebenfalls sehenswert: das Jeletsky-Nonnenkloster aus dem 12. Jh. mit den grünen Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Übernachten z.B. im Hotel Pridesnyansky (61 Zi. | wul. Schewtschenka 99 | Tel. 0462/954802 | www.chernigivhotel.com.ua | €). Ukrainische Küche im Koliba (Tel. 0462/666219 | €) am Flüsschen Strischen, unter der Brücke Krasni Mist. Hausgemachte Torten im Café Abatschur am Stadtpark (wul. Preobrashenska 2). Von Kiew 2 Std. mit dem Schnellzug, mit Bussen 3 Std.
TschernobylVerlassene Bauernhöfe, Baggerfriedhöfe und freilaufende Wölfe. Tschernobyl, Schauplatz der Reaktorkatastrophe von 1986, liegt 140 km nördlich von Kiew. Tagesausflüge in die 30-km-Sperrzone mit Besuch des zerstörten Reaktors, der Geisterstadt Pripjat (http://pripyat.com) und Mittagessen in der Kraftwerkskantine organisieren Solo East Travel (Tel. 044/4063500 | www.tourchernobyl.com), Myster!ous Kiev (Tel. 044/4911176 | www.interesniy.kiev.ua), New Logic (Tel. 044/2063322 | www.newlogic.ua) oder der Jugendherbergsverband (www.hihostels.com.ua). Der Katastrophentourismus hat seinen Preis: in der Gruppe etwa 150 Dollar, alleine rund 500 Dollar.
UmanAusflug ins Gartenreich: Der polnische Fürst Stanislaus Potocki ließ 1796 für seine griechische Frau Sophia in Uman (90000 Ew.) den Landschaftspark Sofijiwka anlegen. Haine, Grotten und Wasserfälle, Seen und Fontänen, Orangerie, Obelisken und Skulpturen verteilen sich auf 150 ha. Im Sommer können Sie Boote ausleihen. Wul. Sadowa | Mai-Mitte November tgl. 9-18 Uhr | dt. Führung mit Anmeldung unter Tel. 04744/32210 | www.sofiyivka.org.ua. Übernachten im Park: Sofijiwka mit Restaurant (11 Zi. | wul. Sadowa 53 | Tel. 04744/33527 | €). Oder im Uman (119 Zi. | wul. Radjanska 7 | Tel. 04744/52632 | €). Essen im Zentrum: Kadubok Schynok (wul. Radjanska 7 | €€). 20 km südlich von Kiew
Ziele in der Umgebung
Lemberg und der Westen
Biosphärenreservat Karpaten/Biosferskij Sapowidnik KarpatÜber den Pass von Jablonitza (931 m) fahren Sie immer an der Theiss entlang nach Rachiw (16000 Ew.), in die höchstgelegene Stadt der Ukraine (820 m). Es geht vorbei an Felslandschaften mit dichten Wäldern, an Bergwiesen mit verstreuten Gehöften. Rachiw ist das Tor zum Biosphärenreservat: Auf einer Fläche von 58000 ha wachsen Rotbuchenurwälder. Seit 2007 gehören sie zum Unesco-Weltnaturerbe. Bei der Reservatverwaltung erhalten Sie Tipps für Wanderungen, auch auf Englisch. Besser schon vorher ausdrucken (wul. Krasne Plesno 77 | Tel. 03132/22193 | http://cbr.nature.org.ua).
BukowelSchneesicher bis Anfang März: Mit 50 km Pisten, einem Dutzend Liften, Skiverleih (ab 120 UAH/Tag) und Skischulen ist Bukowel (auf 920 bis 1370 m Höhe) das modernste Resort in den Karpaten (www.bukovel.com). Übernachten Sie im Shelter (22 Zi.) am Fuß dreier Pisten oder im Bukowel (21 Zi. | Tel. 0342/559546 | http://reserve.bukovel.info | €€). 2 Autostd. (110 km südl.) von Iwano-Frankiwsk
DiloweAls 1887 die Eisenbahn gebaut wurde, haben kaiserlich-österreichische Geografen genau gemessen: Bei Dilowe, 135 km südwestlich von Iwano-Frankiwsk, liegt der geografische Mittelpunkt Europas. Ein Gedenkstein und ein Edelstahlkreuz markieren die Stelle. Bei der Anreise sollten Sie Ihren Reisepass dabeihaben. Der Weg ins Zentrum Europas führt durch rumänisches Grenzgebiet. Das Blockhaus-Restaurant am Parkplatz ist vollgestopft mit hölzernen Butterfässchen und Keramik mit huzulischen Mustern. Serviert wird Herzhaftes aus der Bauernküche (€€).
JaremtscheDer Ort (23000 Ew., 65 km von Iwano-Frankiwsk) am tosenden Pruth versteht sich als heimliche Hauptstadt der Huzulen. Typisch: die steilen roten Ziegeldächer der Holzhäuser. Die bunte Folklore des Bergvolks dient hier hauptsächlich als Vorwand zum Geldverdienen. Wer Huzulen begegnen möchte, sollte aufs Fahrrad steigen: Ein Verein von Fahrradenthusiasten (www.bikeland.org.ua) hat bereits 18 Mountainbike-Routen ausgearbeitet, 50 sollen es werden. Die meisten starten an den Bahnhöfen in Jaremtsche oder Worochta. Velo-Tour in Jaremtsche verleiht 30 Mountainbikes mit Helmen (50-120 UAH/Tag), dazu Kindersitze, Schlafsäcke oder Zelte (wul. Swobody 278/1 | Tel. 067/3435703).
WorochtaWorochta (4000 Ew., 83 km von Iwano-Frankiwsk) ist die ideale Ausgangsbasis für Gipfelstürmer und Mountainbiker, denn die Gebirgskette Chornohora, die höchste im Gebiet der ukrainischen Karpaten, liegt zum Greifen nah. Steigen Sie auf den höchsten Gipfel der Ukraine, die Howerla (2061 m)! So geht's am schnellsten: Laufen oder fahren Sie Richtung Zarosliak. Folgen Sie der Straße am Fluss Pruth bergan. An der Schranke zum Nationalpark registrieren Sie sich. Von hier sind es etwa 6 km bis zum Parkplatz am Sportkomplex und dann noch ca. 2 Stunden zum Gipfel. Wenn Sie morgens starten, sind Sie am Abend zurück. Die Radfahrerpension Chalet Truten (8 Zi, 22 Schlafplätze) verleiht Mountainbikes (100 UAH/Tag | wul. Danyla Halytskoho 15a | www.skikarpaty.com | €). Tourenempfehlungen: www.velokarpaty.com. Übernachten können Sie auch im Bed & Breakfast Ruslana mit Pool (28 Plätze in 7 Blockhütten | wul. D. Halytskoho 1a | Tel. 03434/41542 | www.xatkyruslany.com.ua | €€) oder im Hotel Worochta (7 Zi. | wul. D. Halytskoho 155 | oleg103@mail.ru | €€).
ChotynKnapp 20 km südlich von Kamjanez-Podilskyj erhebt sich die gewaltige Festung: eine Renaissanceanlage aus dem 16. Jh. mit bis zu 60 m hohen Backsteinmauern, fünf Türmen und Erdwällen. Rundherum locken viel Grün und der mächtige Strom Dnister. Slawische Stämme bauten im 11. Jh. eine erste Befestigung des Flussübergangs. Die größte Bewährungsprobe bestand Chotyn 1621, als 57000 Polen gemeinsam mit 40000 ukrainischen Kosaken ein 400000 Mann starkes türkisches Heer besiegten (Diorama in der Burgkapelle). In der Sowjetunion wurde Chotyn zum Filmstar: Russische Regisseure nutzten die imposante Kulisse und drehten hier über 50 Kinofilme. Im Hof beeindruckt der 65 m tiefe Brunnen. Im Sommer können Sie den Wehrgang erklimmen. Restaurants und Cafés befinden sich auf dem Gelände. Tgl. 9-20 Uhr | Kasse an der Parkplatzschranke | Eintritt 4 UAH | wul. Pokrowska 40a
BrodyDie Geburtsstadt des Schriftstellers Joseph Roth (1894-1939) liegt 90 km östlich von Lemberg. Seine Romane, die den Geist der untergehenden Monarchie atmen, haben Brody (23000 Ew.) ein Denkmal gesetzt: In Roths altem Gymnasium wurde ein kleiner Gedenkraum eingerichtet (wul. Kozjubynskoho 2). Nur mit viel Phantasie spürt man noch, dass Brody zu k.u.k. Zeiten drittgrößte Stadt Galiziens war, nach Lwiw und Krakau. Vom jüdischen Schtetl ist nichts geblieben als die Ruine der Großen Synagoge von 1742 (wul. Hontscharska) und der verwilderte Friedhof mit über 20000 Gräbern (ca. 3 km außerhalb, an der Straße nach Berestetschko und Leschniw). Schlendern Sie über Brodys Goldene Gasse (wul. Solota) am Markt vorbei zu den Resten der fünfeckigen Zitadelle. Auf dem verwilderten Gelände finden Sie einen verwitterten Rokokopalast und die Kasematten mit Barockportal. Schauen Sie auch kurz in das Museum für Stadtgeschichte (Mo-Fr 9-18, So 10-16 Uhr | Majdan Swobody 5 | Tel. 03266/42113). Dort können Sie historische Ansichtskarten kaufen und mit etwas Glück englische Stadtführungen vorbestellen. Preiswert und komfortabel übernachten Sie im Hotel Europa (16 Zi. | wul. Juridika 8 | Tel. 03266/26035 | www.europahotel.com.ua | €). Auch das Hotelrestaurant ist gut und günstig.
DrohobytschTypische westukrainische Provinzstadt (79000 Ew., 95 km südl. von Lemberg) mit gut erhaltener Altstadt, quirligem Markt und zwei herrlichen Holzkirchen. Ende des 19. Jhs. fand man in der Nähe Öl, 1880 gab es bereits 36 Ölgesellschaften im „galizischen Pennsylvania“. In der wul. Mitskevytsch sind einige Villen aus dieser Zeit erhalten. Viele der Arbeiter in den Ölquellen waren Juden. 1941 marschierten die Deutschen ein und verschleppten die jüdische Bevölkerung in die Vernichtungslager. Als einziges Baudenkmal überstand die Große Synagoge von 1865 (wul. Petra Orlyka) die Nazizeit.
Kretschiw12 km vor Showkwa stoßen Sie auf das Dorf Kretschiw. Schauen Sie sich hier das frisch renovierte Basiliuskloster (Wasylijanskij monastyr) mit der St.-Nikolaus-Kirche im typisch galizischen Stil (1721-37) an. Es liegt malerisch zwischen Birken- und Kiefernwäldern. Die massiven Mauern, Schutztürme und das solide Eingangstor weisen es als Wehrkloster aus. Seit 1990 leben wieder Mönche hier. Einige Schüler des Priesterseminars sprechen Englisch und führen Sie gerne herum (Kontakt an der Pforte | Tel. 03252/61247). Eine schöne Wanderung führt ca. 1 Std. durch den Wald zu einer Felsenhöhle (pechery) aus dem 16. Jh., in der die späteren Klostergründer lebten.
ShowkwaDas mittelalterliche Renaissancestädtchen (13000 Ew.) liegt rund 30 km nördlich von Lemberg. Sein Erbauer, der reiche polnische Feldherr Stanislas Zolkiewski, träumte von der „idealen Stadt“. Schauen Sie sich an, was davon übrig blieb: Am ausgedehnten Marktplatz dominiert das Stadtschloss von 1594, im 18. Jh. Residenz des polnischen Königs Jan III. Sobieski. Der letzte Besitzer verkaufte Ende des 19. Jhs. Fassadenteile und Skulpturen als Baumaterial. Momentan wird die Ruine restauriert (pl. Witschewa 2). Gleich gegenüber erhebt sich die Laurentiuskirche (1604-09) mit schönen Renaissancegräbern der Königsfamilie Sobieski. Nur ein paar Schritte hinter dem Markt stoßen Sie auf die Ruine der Synagoge und das Dominikanerkloster mit Kirche (1655).
Truskawets„Naftusia“ - diese Quelle war in der ganzen Sowjetunion bekannt. Ihr sonderbarer Geschmack nach Erdöl auch! Die ebenso hässlichen wie gut gefüllten Sanatorien zeugen von der ungebrochenen Popularität Truskawets' (23000 Ew.). So beliebt der Kurort im Karpatenvorland ist, so wenig Attraktionen hat er zu bieten. Eine alte hölzerne Trinkhalle verwittert im Kurpark. Die wenigen erhaltenen hölzernen Villen und Pensionen aus dem 19. Jh. müssen Sie im Ort suchen. Gut erholen können Sie sich trotzdem. Seit einigen Jahren eröffnen immer mehr private Wellnesshotels mit mehr Komfort und Romantik und weniger Badearztimage. So z.B. das Wellnesshotel Geneva mit 200 Zimmern und riesigem Spa (6700 m²), dem größten des Landes (wul. Suchowolya 61-63 | Tel. 03247/71717 | www.sangeneva.com.ua | €€-€€€). Oder das Designhotel Villa Kristina (37 Zi. | wul. Bilasa 9 | Tel. 03247/64141 | www.truskavetskurort.ua | €€€). 100 km südlich von Lemberg; 1,5 Autostd., regelm. Busverbindung, Sanatorien können Transfers organisieren
KolomyjaKolomyjas ganzer Stolz ist sein eiförmiges, buntes Ostereimuseum in der verschlafenen Fußgängerzone. In dem 14 m hohen Betonoval können Sie Tausende kunstvoll verzierte pysanky aus allen Teilen der Westukraine bestaunen. Die Muster entstehen mit heißem Wachs und Nadel. Im Shop und vor dem Museum werden die Eier verkauft (Di-So 10-18 Uhr | wul. Tschornowola 27b). Nur ein paar Straßen weiter wartet das weit und breit schönste Museum zu Kunst und Kultur der Huzulen (Di-So 10-18 Uhr | wul. Teatralna 25) auf Sie. Freuen Sie sich an Schnitzereien, farbenfroher Keramik und einer original eingerichteten Bauernstube. Die Erklärungen sind auf Englisch. Hinter dem Museum liegt das nette Restaurant Elina mit Holzhütten im Grünen und Schaschlikgrill (€). Übernachten im Kolomiya (12 Zi. | wul. Tschornowola 26 | Tel. 03433/50343 | www.kolomiya.com.ua | €). 75 km nordwestl. von Tschernowitz
Ziele in der Umgebung
Odessa und auf der Krim
JewpatorijaTrockenes Steppenklima, Sandstrände und flaches Meer machen Jewpatorija (100000 Ew., 100 km von Bachtschisaraj) zum Familienziel. An der Strandpromenade bröckeln die Fassaden der klassizistischen Kurkliniken. Tatarisches Erbe: die Dschuma-Dschami-Moschee von 1552 (ul. Revolutsii). Jewpatorija gilt als Zentrum des karaimischen Judentums. In einem schattigen Garten in der Altstadt liegen ihre beiden reich verzierten Kenassen aus dem 19. Jh. (ul. Karaimskaja 68, Führungen). Heute leben auf der Krim nur noch wenige hundert Karaimer. Im Restaurant Karaman kommen tschebureki, plow und gefüllte Weinblätter auf den Tisch. Auch Terrassenplätze (tgl. 12-22 Uhr | Tel. 06569/33035 | €). Rings um die Stadt öffnet sich eine 50 km breite Bucht. Die öffentlichen Strände sind meist überlaufen. Ruhiger ist es in privaten Beachclubs. Beim Spaßbad Solnitschko in der Nähe von Saki schimmert das Meer grünlich. Breite Natursandstrände finden Sie in der Nachbarstadt Myrnij (ca. 40 Min.). Wenn Sie die Baustellen nicht stören, kommen Sie hier voll auf ihre Kosten. Bringen Sie Proviant mit.
SimferopolIn Simferopol (340000 Ew., 35 km entfernt) fangen die kostbarsten Wochen des Jahres an. Jeder will von hier so schnell wie möglich weiter ans Meer! Simferopol ist zwar die größte Stadt der Krim, aber meist nur staubige Durchgangsstation. Wer einen Blick ins Zentrum riskiert, entdeckt eine hübsche Fußgängerzone mit Straßencafés (ul. Puschkinska und ul. Karla Marksa) und als grüne Lunge den Gagarinpark in Bahnhofsnähe. Liebespaare halten Händchen am Ufer des Flüsschens Salgir. Das Kunstmuseum rückte 2008 ins Rampenlicht, als hier 78 seit dem Zweiten Weltkrieg verschollene Beutekunstbilder aus Aachen auftauchten (Di-So 10-17 Uhr | ul. Libknechta 35). Krimtatarische Spezialitäten serviert das Café Diwan (ul. Gorkoho 6 | €). Armenische Küche und gemütliche Terrassen-Pavillons im Chistye Prudy (am Eingang des Gagarinparks | €€). Konspirative Atmosphäre und günstige ukrainische Gerichte im Kneipencafé Nostalgyja in der Nähe der lokalen Geheimdienstzentrale (ul. Rosy Luksemburg 12 | Tel. 0652/275353 | €). Übernachten Sie im Hotel Ukraina (127 Zi. | ul. Rosy Luksemburg 7 | Tel. 0652/510165 | www.ukraina-hotel.biz | €€).
AluschtaDer zweitgrößte Badeort der Südküste (35000 Ew., 37 km von Jalta). Aktivurlauber starten von hier in das Demerdshi-Massiv. Entdecken Sie die geheimnisvollen Steinsäulen im Tal der Geister. Ein ca. 5 km langer gekennzeichneter Wanderweg zum Jekaterinengipfel (1200 m) beginnt im Dorf Lutschistoje (Bus oder Taxi von Aluschta). Übernachten Sie im Radisson SAS Resort, dem besten Hotel an der Südküste. Die weiße Villa von 1913 bietet 63 geschmackvolle Zimmer mit großzügigen Veranden zum Meer. Frühstück und Dinner auf der Terrasse. Großer Pool und Privatstrand am Haus (ul. Lenina 2 | Tel. 06560/26226 | www.radissonsas.com | €€€). Eine schöne Alternative ist die Villa Argo in Maloretschenskoje (30 Min. von Aluschta). 36 Zimmer mit Balkon, Wellnessbereich, Fitnessraum, Pool, 400 m entfernt vom Kiesstrand (ul. Winogradnaja 18 | Tel. 06560/23119 | www.hotel-argo.com | €€). In den Fischerorten Solnitschnogorskoje, Rybatchje oder Morskoje an der Straße nach Sudak können Sie baden, günstig privat übernachten oder zelten.
Grosser Krim-Canyon/Bolschoij Krimskij KanjonDer Einstieg in die Schlucht liegt 4 km südlich der Ortschaft Sokolinoje (30 km von Jalta). Der steinige Pfad führt vorbei an bewaldeten Felswänden zum „Bad der Jugend“. Im eiskalten See können Sie sich erfrischen. Planen Sie ca. 4 Stunden Gehzeit von Sokolinoje (400 Höhenmeter). Bis zum Ende des Canyons (Kletterabschnitte) sollten Sie nur in Begleitung eines Führers wandern (in der Saison trifft man Führer am Schluchteingang an).
GursufIm Jahr 1900 kaufte sich Anton Tschechow in Gursuf (9300 Ew., 16 km von Jalta) das kleine Sommerhaus am Meer (Mi-So | ul. Tschechowa 22). Genießen Sie den Blick auf den sagenumwobenen Bärenberg Ai-Dag (577 m) aus erstarrter Magma. Im Pionierlager Artjek traten Generationen sowjetischer Kinder zum organisierten Ferienspaß an. Es finden immer noch Sommerlager statt. Baden können Sie an Gursufs Stränden.
Marmorhöhle/Mramornije PeschtscheryIm Karstgestein der Krim sind fast 900 Höhlen bekannt. Die größte und schönste Tropfsteinhöhle wurde erst 1987 am nordwestlichen Hang des Chatyr-dag-Massivs entdeckt. Sie erreichen die Marmorhöhle mit dem Auto von Mramornoje (60 km von Jalta) oder nach einer 6 km langen Wanderung vom Nachbardorf Perewalnoje. Die effektvoll beleuchteten Säle mit bizarren Tropfsteinformationen erkunden Sie auf einer Führung. Nehmen Sie eine Jacke mit! Über Reisebüros in Jalta können Sie auch eine Expedition in schwerer zugängliche Abschnitte buchen (3,5 Std., ca. 13 Euro mit Ausrüstung).
SudakIn dem Badeort im Osten (36000 Ew., 77 km von Jalta) der Krim wachsen Wehrtürme in den Himmel: Genues Händler erbauten im 14. Jh. die Festung mit 14 wuchtigen Türmen und schier endlosen Mauerringen, um das Ende der Seidenstraße zu schützen. Die Anlage liegt unbezwingbar über dem Meer (tgl. 9-21 Uhr | 30 UAH | ul. Genueskaja). Auf dem Friedhof gegenüber dem Parkplatz finden sich Gräber deutscher Kolonisten aus dem 19. Jh. Falls Sie nicht an die Südküste nach Jalta zurückkehren: Übernachten können Sie im Hotel Forum. Die 52 Zimmer bieten ansprechenden Komfort. Der Service ist noch etwas sowjetisch. Restaurant, Internetplätze und Fitnessraum, 15 Min. bis zum Strand (ul. Lenina 88 | Tel. 06566/33876 | www.hotel-forum.crimea.com | €). Das elegante Alije Parusa (pr. Ajwasowskogo 47b | Tel. 06562/29529 | info@otdih.com.ua | €€-€€€) mit 53 komfortablen Zimmern lohnt die einstündige Weiterreise nach Feodossia.
WilkowoRiesige Schilfflächen, durchzogen von trägen Flussarmen, aus denen überwuchertes Schwemmland herausragt: Südwestlich von Odessa fließt die Donau ins Schwarze Meer. Die Inseln und Seen, Auwälder und Dünen im Delta sind ein einzigartiger Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Wegen seiner Artenvielfalt steht es auf der Weltnaturerbeliste der Unesco. Der größere Teil des Deltas liegt in Rumänien. Zentrum des ukrainischen Teils des Biosphärenreservats ist der Ort Wilkowo (10000 Ew., 180 km von Odessa), der von Kanälen und Bächen durchzogen ist. Stege und Brücken verbinden die Inselchen miteinander, Boote dienen als Hauptverkehrsmittel.
BalaklawaBalaklawa (9000 Ew., eine halbe Autostunde entfernt) liegt versteckt zwischen hohen Felsen am Ufer einer langen Bucht. An der Hafenpromenade haben kleine Restaurants und Bars eröffnet. Den besten Fisch serviert Rybnyji (pl. Perwogo Maja | Tel. 0692/535834 | €€). Vom Yachthafen bringen Sie Boote zum Baden aufs offene Meer (ca. 150 UAH/Std.). Tauchexkursionen vermittelt Aquamarin (ul. Nazukina 5 | Tel. 0692/637252 | http://voliga.ru/ENG).
ForosDer Ausblick lohnt den Stopp auf dem Weg nach Jalta: 400 m über dem Meer thront die Auferstehungskirche (Zerkow Woskresenija) auf dem Roten Felsen. Teehändler Kusnezow stiftete das Kirchlein 1892, weil Zar Alexander III. ein Zugunglück überlebt hatte. Tief unterhalb der Kirche wurde im August 1991 Weltgeschichte geschrieben: Dort liegt die Regierungsdatscha, in der Michail Gorbatschow während des Putsches in Moskau tagelang vom KGB festgehalten wurde. Der Komplex ist nicht zugänglich. Von der Straße aus sind nur die spitzen roten Dächer zwischen Bäumen zu erkennen. 46 km südl. von Sewastopol
InkermanAm Ende der Großen Bucht von Sewastopol sind die Kalksteinfelsen löchrig wie Schweizer Käse. Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchte man die Steine aus Inkerman (10000 Ew.) für den Wiederaufbau. In den Stollen legte man Weinkeller an. Seit 1961 produziert Inkerman hier 35 Weinsorten (Firmenladen: ul. Malinovski 20). Auf den Etiketten sind die Reste der Festung Kalamita aus dem 15. Jh. zu sehen, die heute über der Stadt aufragen. Unterhalb der Ruinen lugen zwei Erker aus dem Felsen. Unter den grünen Kuppeln hängen die Glocken des Clemens-Höhlenklosters (Petscherskij Monastyr Swjatogo Klemensa). Der Legende nach floh Bischof Clemens während der Christenverfolgung im 1. Jh. aus Rom hierher. Byzantinische Mönche schlugen im 8. Jh. Wohn- und Bethöhlen in den Felsen. Seit 1992 ist das Kloster wieder von Mönchen bewohnt. Tgl. 9-13 u. 14-17 Uhr | 15 Min. mit Bus oder Taxi von Sewastopol oder per Fähre
Ziele in der Umgebung
Der Osten
PoltawaNach dem Vorbild St. Petersburgs wurde Poltawa (320000 Ew, 125 km von Charkiw) Anfang des 19. Jhs. zur Garnisonsstadt ausgebaut. Etwas außerhalb der Stadt wurde 1709 blutig Geschichte geschrieben. Der russische Zar Peter der Große besiegte Schwedenkönig Karl XII. und dessen Verbündeten, den ukrainischen Kosakenführer Iwan Masepa. In der Folge stieg Russland zur Großmacht auf. Das Museum (Di-So 9-17 Uhr, dt. Führungen | wul. Schwedska Mohyla 32 | Tel. 0532/527427) zeigt den Frontverlauf, Porträts, Waffen und Rüstungen. Vor dem Museum blickt Peters Standbild auf den Ehrenhügel für die Gefallenen. Auf dem Schlachtfeld wurden Stellungen nachgebaut.
Mit Kindern reisen
Mit Kindern reisen
Ukraine
AquaparksDer Aquapark auf der Krim in Simeis (mit Meerwasser) hat Schwimmbecken, Springbrunnen, Hüpfburgen und Wasserrutschen. Zufahrt über Ponisowska | Erw. 150 UAH, Kinder 100 UAH | tgl. 10-18 Uhr | www.simeiz-aquapark.com. Auch in Aluschta, Jewpatorija, Sewastopol, Sudak und Koktebel.
DelphinarienDie erstaunlichen Tricks der Meeresartisten: Das Nemo-Center in Odessa ist gleichzeitig Delphin-Rettungsstelle und Stützpunkt für therapeutisches Kinderschwimmen. Mit Hotel und Meeresaquarium. Im Sommer drei Delphinshows. Di-So 9-18 Uhr | Plash Lansheron 25 | Tickets 70-80 UAH, Kinder unter 5 Jahren frei | www.nemo.od.ua. Weitere Delphinarien in Jewpatorija, Sewastopol und weiteren Orten der Südküste.
Kinder- und JugendpalästeDie ehemaligen Pionierpaläste (heute: Dworez molodjoshi) sind Relikte aus Sowjetzeiten, in denen oft phantasievoll inszenierte und mit schönen Kostümen ausgestattete Kinderrevuen, Musikshows, Theater- und Tanzvorführungen stattfinden. Meist treten Kinder auf, manchmal auch Erwachsenen-Ensembles.
ParkeisenbahnenEinsteigen, Türen schließen: Im Charkiwer Gorkij-Park (ul. Sumskaja) fährt in den Sommermonaten eine der ältesten Kindereisenbahnen des Landes (Bj. 1940). Auch in Jewpatorija auf der Krim, Lwiw, Kiew und Dnipropetrowsk kommen Nachwuchslokführer auf ihre Kosten.
PuppentheaterDie schöne Tradition der Puppenbühnen (kukolnyj teatr) wird in jeder größeren Stadt hochgehalten. Preisgekrönt sind das Charkiwer (300 Plätze, Puppenmuseum | pl. Konstituziji 24) und das Lemberg er Puppentheater (pl. Danyla Halyzkoho 1), das 1946 gegründet wurde und 200000 Besucher jährlich zählt. Die älteste Puppenbühne Kiews (seit 1927) residiert in einem pfirsichfarbenen Märchenschloss nahe dem Europaplatz. Stücke für Kinder ab 3 Jahren, Klassiker für Erwachsene. Vorführungen mehrmals täglich, danach Kuchenschlacht in der Pâtisserie Cipollino im gleichen Haus. Spielplatz. Tickets 15-20 UAH | wul. Hrushewskoho 1a
ZirkusAkrobatik, Clowns, Tierdressuren und ein echtes Orchester: Zirkus ist ein nostalgisches und preiswertes Vergnügen. In festen Zirkusbauten gastieren im Winterhalbjahr ukrainische und ausländische Ensembles. Das größte Zirkusgebäude (3000 Sitzplätze) steht in Kiew: pr. Peremohy 2. In Odessa: ul. Koblewskaja 25/1
ZoosDie renommiertesten Tierparks befinden sich in Odessa, Lemberg, Charkiw (Schewtschenko-Park) und Kiew (40 ha, Streichelzoo, Riesenrad | Di-So 9-18 Uhr | pr. Peremohy 32 | Metro: Politechnitschnyj Institut). Die Tierhaltung entspricht leider nicht immer westlichem Niveau.
Insider-Tipp
Clubbing
Wie angele ich mir einen Milliardär?: In Kiews Clubs wie dem Dekadence House feiern die Schönen und Superreichen
Krijiwka
Parole? Slawa Ukraini!: In Lwiws „Partisanenversteck“ Krijiwka wird viel getrunken und scharf geschossen
Tchajnij Domik
Milongas am Meer: Begegnen Sie in Odessa in der Teestube Tchajnij Domik einer kleinen, aber aktiven Tangoszene
Krimtatarisches Handwerk
Die Juweliere von Bachtschisaraj: Der krimtatarische Meister und seine Lehrlinge schmieden filigranen Silberschmuck
Barabaschowa-Markt/Barabaschka
Feilschen bis zum Morgengrauen: Auf dem Barabaschowa-Nachtmarkt in Charkiw stöbern Sie zweimal die Woche im Mondschein
Dnjepr-Inseln
Eiserne Muskelspiele: Im Freiluft-Fitnessstudio Hidropark bringen Kiews Männer mit Schrottteilen ihren Bizeps in Form
Michaelskloster/Michailiwskij Monastyr
Seilbahn zum Fluss: Nächster Halt: Dnjepr. Der Funikuljor verbindet seit 1905 die Kiewer Oberstadt mit dem Flussquartier Podil
Armenische Kirche/Wirmenskij sobor
Armenische Momente: Innige Gesänge und eine geheimnisvolle Liturgie in einer der ältesten Kirchen Lembergs
Donbass Palace
High Tea in Donezk: Scones und Pianoklänge: Das Donbass Palace Hotel zelebriert die feine englische Art, Tee zu trinken
Jaremtsche
Radtour zu den Huzulen: Per Fahrrad in die einsamsten Karpatendörfer
Truskawets
Entspannung pur: Relaxen Sie im größten Wellnessbad der Ukraine in Truskawets
Kolomyja
Betonoval mit zerbrechlichem Kern: Im Ostereimuseum in Kolomyja staunen Sie, wie viele unterschiedliche Muster auf die Schale passen
Simferopol
Konspirativ ausgelöffelt: Unter den Augen diskreter Tischnachbarn speisen Sie im Café Nostalgyja in Simferopol
Grosser Krim-Canyon/Bolschoij Krimskij Kanjon
Eiskalte Erfrischung: Nach einer Wanderung durch den Großen Krim-Canyon springen Mutige ins „Bad der Jugend“
Top Highlights
Andreassteig/Andrijiwskyj uswis
Steil windet sich der Andrijiwskyj uswis hinab zum alten Handelsquartier Podil: buckliges Kopfsteinpflaster, windschiefe Häuser mit Galerien, Cafés und Antiquariaten. Kunstgewerbe, Kitsch und Krempel. Auf halber Höhe Bilderflohmarkt. Am Schloss Richard Löwenherz (Nr. 15) führt eine Treppe zu einem Aussichtspunkt. Das Bulgakow-Museum (Nr. 13) ist im Geburtshaus des Schriftstellers eingerichtet (Mo 12-18, Di u. Do-So 10-18 Uhr, Führungen). Neben dem Museum verkauft eine Frau lustige selbst genähte Stofftiere. Die Geschichte des Andreassteigs wird im Museum einer Straße (Nr. 2b) illustriert (Di-So 12-18 Uhr). Metro: Soloti Worota
Dnjepr-Inseln
Zwei Inseln im Dnjepr, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Hidropark - ein endloser Spielplatz mit Bungeejumping, Kettenkarussells, Rentnertanz und öffentlichen Stränden. Kiews härteste Eisenmänner trainieren an selbst gebauten Fitnessgeräten. Vom Metroausgang gehen Sie nach rechts über die Brücke und folgen dem Kettenrasseln. Das beste Schaschlik auf der Insel serviert Jungle Cat (Otscherjadni Kit) | von der Metro nach links, am Strand gegenüber dem Glockenturm der Lawra | Metro: Hidropark | €-€€). Auf der stilleren Truchaniw-Insel wechseln sich Wälder, Seen und Wiesen ab mit Badestränden und improvisierten Cafés. Kiews beste Jogging- und Spazierstrecke! Eine Fußgängerbrücke führt hinüber. Metro: Poschtowa ploschtscha
Höhlenkloster/Petscherska Lawra
Die Mönche Antonius und Feodosij gründeten die Kiewer Petscherska Lawra 1051. Sie richteten Gebetszellen in Höhlen (petschery) am Dnjepr ein. 900 Jahre lang wurde die Anlage erweitert und umfasst inzwischen 28 ha. Das Kloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Den Titel Lawra tragen die sechs einflussreichsten Klöster der Orthodoxie. Der Haupteingang zur Oberen Lawra führt unter der barocken Dreifaltigkeits-Torkirche hindurch. Sie bezaubert mit anrührend-naiven Fresken (Aufgang hinter Torbogen links). Den Weg zur Hauptkathedrale flankieren die einstöckigen Wohnzellen der Mönche. Heute sind dort Museen für Ikonenmalerei und liturgische Gegenstände untergebracht. Auch eine Sammlung von seltenem Skythengold ist zu sehen (Mo geschl.). Der Hamburger Johann Gottfried Schädel baute den 96 m hohen Glockenturm 1731-44 im ukrainischen Barockstil (239 Stufen). Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale wurde 2000 wiedererrichtet. Sie war während der deutschen Besatzung 1941 gesprengt worden. In der früheren Residenz des Metropoliten zeigt ein Museum Volkskunst (Di geschl.). Daneben liegt das Refektorium mit herrlichen Jugendstilfresken und der pseudo-byzantinischen Kirche (1893-95). Über die abwärts führende Gasse verlässt man die Obere Lawra. Beim schwarzen Kreuz geht es hinab zur Unteren Lawra. In den zwei Grabhöhlenkomplexen, den Nahen und Fernen Höhlen, sind 122 orthodoxe Heilige bestattet. Ihre Leiber blieben auf wundersame Weise konserviert. Gläubige strömen in die engen, stickigen Gewölbe, beten und küssen die Reliquien, die in Glassärgen ruhen. Der Eintritt ist frei. Sie sollten eine Kerze kaufen und Frauen ein Kopftuch tragen. Eine hölzerne Galerie führt zu den Fernen Höhlen. Tgl. 9-18 Uhr, Zugang zu den Höhlen bis 15.30 Uhr | Obere Lawra 30 UAH, Eintritt Untere Lawra frei, Museen, Turmbesteigung und Fotoerlaubnis kosten extra | Führer vor dem Eingang oder Tel. 044/2903071 (2 Std. ca. 17,50 UAH) | wul. I. Masepy 21 | Metro: Arsenalna
Majdan und Kreschtschatyk
Der Majdan Nesaleshnosti war Bühne für die Orangene Revolution. Auf dem Unabhängigkeitsplatz demonstrierten die Ukrainer 2004 freie Wahlen herbei. Heute kurven Skater übers Pflaster. An den Brunnenrändern sitzen Hauptstädter bei Bier und Trockenfisch aus der Tüte. Von einem Triumphbogen blickt Kiews Schutzpatron, der Erzengel Michael. Auf der 38 m hohen Marmorsäule, die als Monument der Unabhängigkeit errichtet wurde, präsentiert eine Ruhmesfigur einen goldenen Zweig. Die realsozialistische Prachtstraße Kreschtschatyk teilt den Platz in zwei Hälften. Abends verwandelt sich der Boulevard in den längsten Laufsteg für Kiews Schönheiten. Am Wochenende sperrt die Polizei die Straße. Dann erobern Breakdancer, Rockbands und Feuerspucker den Asphalt. Metro: Majdan
Mutter Heimat/Rodina Mat
Kinder klettern auf Raketenwerfern und Panzern herum. Junge Paare küssen sich zwischen den stählernen Reliefs der Kriegshelden. Über ihren Köpfen reckt eine eiserne Dame Schwert und Schild in den Himmel. Rodina Mat (68 m ohne Sockel) feiert den Sieg über die Faschisten. „Breshnews Tochter“, sagen die Kiewer, weil der Sowjetführer die Statue in Auftrag gab. Im Sockel erinnert ein Museum an den Zweiten Weltkrieg. Ein Lift fährt zur Aussichtsplattform zu Füßen der Figur. Di-So 10-16 Uhr | wul. I. Masepy 44 | Metro: Arsenalna
Pinchuk Art Centre
Fotografien von Andreas Gursky und Schockinstallationen von Damien Hirst. Milliardär und Kunstsammler Viktor Pintschuk zeigt auf 4000 m² Fläche Teile seiner hochkarätigen Kollektion. Häufig Sonderausstellungen. Die weiße Skybar unterm Dach ist der coolste Ort für einen Espresso oder Aperitif. Di-So 12-21 Uhr | Eintritt frei | Arena-Center | Bessarabska pl. 2 | http://pinchukartcentre.org | Metro: Lwa Tolstogo
Sophienkathedrale/Sofijska
Großfürst Jaroslaw der Weise ließ die Kirche mit den 13 goldenen Kuppeln in der ersten Hälfte des 11. Jhs. nach dem Muster der Hagia Sofia in Konstantinopel erbauen. Er war ein Sohn Wolodymyrs, der die Kiewer Rus zum Christentum führte. In der Kathedrale mit den byzantinischen Mosaiken und Fresken wurden die altrussischen Fürsten gekrönt und Verträge besiegelt. Als geistiges Zentrum der Rus blieb sie von Stalins Zerstörungen verschont. Jaroslaw ruht in der nördlichen Kapelle. Verpassen Sie nicht die Aussicht vom Glockenturm (1752)! Mi 10-17, Fr-Di 10-18 Uhr | wul. Wolodymyrska 24 | www.nzsk.org.ua | Metro: Soloti Worota
Boim-Kapelle/Kaplitzja Boima
Die Grabkapelle des Lemberger Tuchhändlers Georg Boim ist der letzte Überrest des Friedhofs, der bis 1765 die spätbarocke katholische Stadtkirche (Lateinische Kathedrale) umgab. Der gebürtige Ungar Boim begann den Bau der Familiengruft 1609. Außen entzückt die manieristische Sandsteinfassade. Innen erzählen herrliche Steinbildnisse die Passionsgeschichte. Auf der Rückseite hängen die bereits stark verwitterten Porträts von Georg Boim und seiner Frau Jedwiga. Pl. Katedralna 1
Marktplatz/Rynok
Die Patrizierhäuser an den vier Seiten des rynok bilden ein perfektes Geviert. Im Bandinelli-Haus (Nr. 2) saß seit 1629 die Post. Am Schwarzen Haus (Nr. 4) fällt die eigenwillige Fassade aus Steinen in Form von Diamantquadern auf. Unter den italienischen Arkaden im Hof des Palasts des reichen Kaufmanns Korniakt (Nr. 6) können Sie herrlich romantisch Kaffee trinken (Do-Di 10-18 Uhr). Im Palast der Lubomirski (Nr. 10) residierte von 1772 bis 1821 der österreichische Gouverneur von Galizien. Vom 65 m hohen Rathausturm (408 Stufen) haben Sie den besten Blick auf die Innenstadt (Di bis So 10-17 Uhr | pl. rynok 1). Auch die Straßenbahn überquert den Marktplatz. Die Linien 1 und 9 ziehen Schleifen durch die Altstadt (Ringverkehr, Tickets 1 UAH).
Universität/Universitet
Das Ensemble (1864-84) bezaubert mit verspielten Türmchen, geometrischen Backsteinornamenten und farbigen Dachziegeln. Errichtet wurde es als Residenz der orthodoxen Metropoliten der Bukowina, erst in sowjetischer Zeit bezog die Universität das Gebäude. An Wochenenden treten Brautpaare in der Seminarkirche im linken Flügel vor den Altar. Um die repräsentativen Treppenhäuser und den Marmorsaal im ersten Stock des Hauptgebäudes zu sehen, müssen Sie sich einer Führung anschließen. Tgl. 10-17 Uhr | ca. 20 UAH | wul. Universitetska | Tel. 0372/584821
Liwadija
Luftig-leicht und blendend weiß schwebt der Palast über dem Meer. Im Februar 1945 legten Franklin Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin auf der Jalta-Konferenz die Umrisse Nachkriegseuropas fest. Der Konferenztisch ist beim Rundgang zu sehen. 1911 im italienischen Stil errichtet, war Liwadija (5 km von Jalta) Sommersitz des letzten Zaren Nikolaus' II. Fotos und Möbel erinnern an das Leben der Romanows. Im Park beginnt der Zarenpfad, ein 6,7 km langer, leichter Wanderweg, der parallel zur Küste verläuft. Do-Di 10-17 Uhr | von Jalta per Taxi (10 Min.) oder Marschrutka 27, 32 Ri. Alupka | zu Fuß 1 Std.
Woronzow-Palast/Dworjez Woronzowa
Das Schloss des Grafen Woronzow in Alupka (16 km von Jalta) hat zwei Gesichter: halb Tudor-Herrenhaus, halb maurischer Palast. Der Günstling von Zarin Katharina wuchs in England auf und schwärmte für das Inselreich. Schmuckstück des Anwesens (1828-48) ist der Speisesaal. Der britische Premier Winston Churchill wohnte während der Konferenz von Jalta hier. Finden Sie den Löwenkopf an der Treppe, der ihm ähnlich sieht? Am schönsten ist es im Park am Nachmittag, wenn die Touristenbusse wieder fort sind. Unterhalb des Teehauses liegt ein Strand. Museum tgl. 9-17 Uhr | per Taxi oder Marschrutka 32 oder 26
Opernhaus/Opernij teatr
Seit der Sanierung 2007 sichern 1800 Pfähle das Opernhaus vor dem Abrutschen. Den Entwurf lieferten die Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Bei der Eröffnung 1887 galt die elektrische Beleuchtung als besonders innovativ. Die barocke Pracht in den Foyers und dem Zuschauersaal können Sie während der preisgünstigen Aufführungen bewundern (1507 Plätze). Kasse Di-So 11-18 Uhr | Karten 25-100 UAH | per. Tschajkowskogo 1 | www.opera-ballet.tm.odessa.ua
Potjomkinsche Treppe/Potjomkinskie Stupeni
192 Stufen bis zum Meer. Am Fuß ist die Treppe 21 m breit, oben nur rund 13 m. Von unten wirkt sie majestätischer. Leider schmälern die Straße, Werbetafeln und Hafenterminal den Gesamteindruck. 1955 wurde die Richelieu-Treppe (erb. 1837-41) umbenannt in Erinnerung an die Meuterei auf dem gleichnamigen Panzerkreuzer (1905). Bekannt machte sie eine Schlüsselszene in Sergej Eisensteins Film „Panzerkreuzer Potjomkin“ von 1925, in der ein Kinderwagen die Treppe hinunterrollt. Seit über 100 Jahren fährt parallel zu den Stufen eine Drahtseilbahn. Primorsky bul./ul. Jekatarininskaja
Freiheitsplatz/Ploschtschad Swobody
Was für eine gewaltige Steinwüste! Blickfang am definitiv größten Platz Europas (12 ha) ist das imposante, dreiteilige Derschprom-Gebäude der staatlichen Industrie (1929), eine Ikone des Konstruktivismus. In den Nachbargebäuden sitzen die Universität und das Stadtparlament. Rundum tost der Verkehr in doppelter Autobahnbreite. In der Mitte des Platzes wacht Genosse Lenin. Folgen Sie seiner ausgestreckten Hand in den Schewtschenko-Park, Charkiws größtes Freiluftcafé mit Zoo. Am anderen Ende stößt die Grünanlage an die Einkaufsmeile ul. Sumskaja. Metro: Universitet/Derschprom
Monastirsky-Insel/Monastirskij Ostrow
Mönche errichteten im 8. Jh. ein Kloster auf der Insel. Seit 1999 erinnert eine Kirche daran. Heute kommen alle zum Baden, Beachballspielen und Spazierengehen herüber. Im Terrassenrestaurant Маjak gleich hinter der Brücke links schmecken herzhafte Salate und Schaschliks bei Sonnenuntergang am besten (€).
Donbass-Arena
Der Fußballclub FC Schachtjor Donezk, Traditionsverein von 1936, ist mächtig stolz auf seine nagelneue Arena aus Glas und Stahl mit Platz für 50000 Fans. Seit Schachtjor dem Multimilliardär Rinat Achmetow gehört, spielen die Orangenen auch international erfolgreich (Uefa-Cup 2009). Pr. Mira | www.shakhtar.com. Wimpel, Trikots und Tickets im Shop (bul. Puschkina 8).
Biosphärenreservat Karpaten/Biosferskij Sapowidnik Karpat
Über den Pass von Jablonitza (931 m) fahren Sie immer an der Theiss entlang nach Rachiw (16000 Ew.), in die höchstgelegene Stadt der Ukraine (820 m). Es geht vorbei an Felslandschaften mit dichten Wäldern, an Bergwiesen mit verstreuten Gehöften. Rachiw ist das Tor zum Biosphärenreservat: Auf einer Fläche von 58000 ha wachsen Rotbuchenurwälder. Seit 2007 gehören sie zum Unesco-Weltnaturerbe. Bei der Reservatverwaltung erhalten Sie Tipps für Wanderungen, auch auf Englisch. Besser schon vorher ausdrucken (wul. Krasne Plesno 77 | Tel. 03132/22193 | http://cbr.nature.org.ua).
Chotyn
Knapp 20 km südlich von Kamjanez-Podilskyj erhebt sich die gewaltige Festung: eine Renaissanceanlage aus dem 16. Jh. mit bis zu 60 m hohen Backsteinmauern, fünf Türmen und Erdwällen. Rundherum locken viel Grün und der mächtige Strom Dnister. Slawische Stämme bauten im 11. Jh. eine erste Befestigung des Flussübergangs. Die größte Bewährungsprobe bestand Chotyn 1621, als 57000 Polen gemeinsam mit 40000 ukrainischen Kosaken ein 400000 Mann starkes türkisches Heer besiegten (Diorama in der Burgkapelle). In der Sowjetunion wurde Chotyn zum Filmstar: Russische Regisseure nutzten die imposante Kulisse und drehten hier über 50 Kinofilme. Im Hof beeindruckt der 65 m tiefe Brunnen. Im Sommer können Sie den Wehrgang erklimmen. Restaurants und Cafés befinden sich auf dem Gelände. Tgl. 9-20 Uhr | Kasse an der Parkplatzschranke | Eintritt 4 UAH | wul. Pokrowska 40a
Drohobytsch
Typische westukrainische Provinzstadt (79000 Ew., 95 km südl. von Lemberg) mit gut erhaltener Altstadt, quirligem Markt und zwei herrlichen Holzkirchen. Ende des 19. Jhs. fand man in der Nähe Öl, 1880 gab es bereits 36 Ölgesellschaften im „galizischen Pennsylvania“. In der wul. Mitskevytsch sind einige Villen aus dieser Zeit erhalten. Viele der Arbeiter in den Ölquellen waren Juden. 1941 marschierten die Deutschen ein und verschleppten die jüdische Bevölkerung in die Vernichtungslager. Als einziges Baudenkmal überstand die Große Synagoge von 1865 (wul. Petra Orlyka) die Nazizeit.
Sudak
In dem Badeort im Osten (36000 Ew., 77 km von Jalta) der Krim wachsen Wehrtürme in den Himmel: Genues Händler erbauten im 14. Jh. die Festung mit 14 wuchtigen Türmen und schier endlosen Mauerringen, um das Ende der Seidenstraße zu schützen. Die Anlage liegt unbezwingbar über dem Meer (tgl. 9-21 Uhr | 30 UAH | ul. Genueskaja). Auf dem Friedhof gegenüber dem Parkplatz finden sich Gräber deutscher Kolonisten aus dem 19. Jh. Falls Sie nicht an die Südküste nach Jalta zurückkehren: Übernachten können Sie im Hotel Forum. Die 52 Zimmer bieten ansprechenden Komfort. Der Service ist noch etwas sowjetisch. Restaurant, Internetplätze und Fitnessraum, 15 Min. bis zum Strand (ul. Lenina 88 | Tel. 06566/33876 | www.hotel-forum.crimea.com | €). Das elegante Alije Parusa (pr. Ajwasowskogo 47b | Tel. 06562/29529 | info@otdih.com.ua | €€-€€€) mit 53 komfortablen Zimmern lohnt die einstündige Weiterreise nach Feodossia.
Wilkowo
Riesige Schilfflächen, durchzogen von trägen Flussarmen, aus denen überwuchertes Schwemmland herausragt: Südwestlich von Odessa fließt die Donau ins Schwarze Meer. Die Inseln und Seen, Auwälder und Dünen im Delta sind ein einzigartiger Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Wegen seiner Artenvielfalt steht es auf der Weltnaturerbeliste der Unesco. Der größere Teil des Deltas liegt in Rumänien. Zentrum des ukrainischen Teils des Biosphärenreservats ist der Ort Wilkowo (10000 Ew., 180 km von Odessa), der von Kanälen und Bächen durchzogen ist. Stege und Brücken verbinden die Inselchen miteinander, Boote dienen als Hauptverkehrsmittel.
Balaklawa
Balaklawa (9000 Ew., eine halbe Autostunde entfernt) liegt versteckt zwischen hohen Felsen am Ufer einer langen Bucht. An der Hafenpromenade haben kleine Restaurants und Bars eröffnet. Den besten Fisch serviert Rybnyji (pl. Perwogo Maja | Tel. 0692/535834 | €€). Vom Yachthafen bringen Sie Boote zum Baden aufs offene Meer (ca. 150 UAH/Std.). Tauchexkursionen vermittelt Aquamarin (ul. Nazukina 5 | Tel. 0692/637252 | http://voliga.ru/ENG).
Kamjanez-Podilskyj
Bachtschisaraj
Sewastopol
Auftakt
Was für ein Land!
Das zweitgrößte Land Europas bietet Ihnen weiten Raum für unvergessliche Ferien. Entdecken Sie verträumte Dörfer, das zauberhaft charmante Lemberg, die pulsierenden Millionenstädte Kiew, Odessa oder Charkiw. Mächtige Flüsse, orthodoxe Klöster und stolze Festungen warten auf Sie! Reizt Sie ein Tauchgang im Schwarzen Meer oder wandern Sie lieber in den Karpaten? Genießen Sie subtropische Nächte auf der Krim oder lieber knackige Winter mit Eis und Schnee? Wofür Sie sich auch entscheiden: Überall begegnen Sie herzlichen, gastfreundlichen Menschen. Beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen, intensiven Urlaub!
Ukraine - das klingt nach Babuschka und Borschtsch, nach heiratswilligen Schönheiten und Tschernobyl. Gefühlte Entfernung? Kurz vor Sibirien! Etwas Fremdes umgibt das Land, das sich beim Eurovision Song Contest bestens behauptet und die härtesten Boxer hervorbringt, auf der touristischen Weltkarte aber nicht einmal in Umrissen vorhanden ist.
Wo liegt die Ukraine (46 Mio. Ew.)? Die slawische Wurzel krai bedeutet sowohl „Gebiet, Land“ als auch „Rand, Grenze“. Mit der Vorsilbe u wird daraus ein Gebiet am Rand, ein Grenzland also. Jeder, der die westliche Staatsgrenze überquert, erfährt, dass hier immer noch eine Trennlinie verläuft, „zwischen Europa und etwas anderem“, meint der Schriftsteller Jurij Andruchowytsch. Zwischen Vertrautem und Fremdem wartet ein faszinierendes Reiseziel auf Sie.
Ukrainniki nannten die Russen jene merkwürdigen Gesellen, die freiwillig an der unsicheren Grenze zu den offenen Steppen im Süden siedelten. Zum Beispiel die Kosaken, die auf der Flucht vor Leibeigenschaft dorthin zogen, um frei zu leben.
Der Preis war hoch: ein ständiger Kleinkrieg gegen die tatarischen Horden, die damals den Schwarzmeerraum beherrschten. Zu deren Nachfahren zählen die Krimtataren, die seit einigen Jahren aus Zentralasien auf die Halbinsel zurückkehren. In den Orten, aus denen ihre Eltern und Großeltern 1944 von Stalin brutal vertrieben wurden, beginnen sie ein neues Leben. Überall auf der Krim sehen Sie halbfertige Siedlungen mit unverputzten Rohbauten, Moscheen und Obst- und Gemüsegärten. Aber nicht nur kriegerische Mongolen haben sich die Ukraine unterworfen. Immer wieder wurde das weite, flache Land zur leichten Beute fremder Mächte. Im Lauf der Jahrhunderte standen Teile der Ukraine unter litauischer, polnischer, türkischer, österreichisch-ungarischer, tschechoslowakischer, russischer und sowjetischer Herrschaft. Das Spannende daran: Alle haben Spuren hinterlassen. Griechische Siedlungen und genuesische Festungen auf der Krim, polnische Friedhöfe und litauische Festungen im Westen, sowjetische Kombinate und Kolchosen zeugen von bewegter Geschichte. Eine einzigartige, anregende Mischung. Zugegeben, das Land macht es Reisenden nicht immer einfach: Selbst die größten Schätze sind manchmal so schlecht ausgeschildert, dass Sie Ihren ganzen Spürsinn brauchen, um sie zu finden. An einem Tag ärgern Sie sich über die muffige Empfangsdame im Hotel, am nächsten Tag staunen Sie über den Portier, der Ihnen in bestem Deutsch einen schönen Tag wünscht. Doch diese Widersprüche machen es spannend, in der Ukraine unterwegs zu sein. Ausgetretene Touristenpfade - Fehlanzeige! Obwohl Englisch und Deutsch vor allem bei den Jüngeren auf dem Vormarsch sind, können Sie sich leider nicht darauf verlassen, dass man Sie überall versteht. Bereiten Sie sich etwas vor: Prägen Sie sich das kyrillische Alphabet ein, so finden Sie Restaurants und Sehenswürdigkeiten schneller.
Und kommen besser voran in einem Land der gewaltigen Dimensionen und großen Entfernungen: Über 600000 km² dehnt sich die Ukraine aus, zwischen den weißrussischen Sumpfgebieten im Norden und der gebirgigen Südküste der Krim. Eine Fläche doppelt so groß wie Polen. Zwischen den Karpaten im Westen und dem kohlereichen Donezbecken liegen wogende Getreidefelder und karge Steppen.
Wirtschaftlich haben die Ukrainer seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion viele Höhen und Tiefen erlebt. Nach einer längeren Phase des Wachstums seit 2000 wurde das Land 2008 von der Weltfinanzkrise besonders hart getroffen. Noch immer bilden Kohle und Stahl das Rückgrat. Doch die Schwerindustrie ist im Niedergang. Die meisten Betriebe sind sehr modernisierungsbedürftig. Trotzdem sind dort nicht nur trostlose Landschaften zu finden: Die großen Städte im Osten vibrieren und beeindrucken mit fast unveränderter Sowjetarchitektur. Im Süden locken rund 1000 km Schwarzmeerküste mit Strand und Dauerparty, einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt und der schillernden Perle Odessa. Nicht zu vergessen der mächtige Dnjepr, der das Land auf seinem Weg zum Schwarzen Meer in ein linkes und rechtes Ufer teilt und unvorstellbare Wassermassen transportiert: Allein der Stausee bei Krementschug ist fast viermal so groß wie der Bodensee. Güterverkehr gibt es so gut wie keinen, nur sechs Kreuzfahrtschiffe sind auf den 981 ukrainischen Flusskilometern unterwegs. An Bord sind Sie mit den Flusslandschaften wirklich allein! Und auch auf dem Land können Sie sich noch als Entdecker fühlen: Abseits der Großstädte scheint die Zeit stehen geblieben. Pferdegespanne rumpeln wie vor 100 Jahren über die Straßen, Kinder hüten Kühe und Gänse, Störche nisten auf den Dächern. Das Wasser kommt aus dem Brunnen, gekocht wird auf dem Holzfeuer. Die Moderne hält Einzug, aber gleichzeitig halten die Menschen an Traditionen fest: Falls Sie in einem entlegenen Dorf plötzlich im Stau stehen, können Sie fast sicher sein, dass in Ihrer Nähe ein Beerdigungszug unterwegs ist. Den zu überholen hieße, das Schicksal herausfordern.
Aber nicht alles ist ein Idyll: Manches Gewässer ist verschmutzt, die eine oder andere wilde Müllkippe verschandelt die Aussicht, und selbst an den schönsten Küsten der Krim rosten hässliche Bauruinen vor sich hin, weil das Geld für den Abriss fehlt. Das ist die unschöne Seite von Postsowjetismus und Turbokapitalismus. Doch in der Ukraine liegen die Extreme nun einmal oft dicht beieinander: In Kiew sucht eine alte Frau im Müll nach leeren Glasflaschen, um mit dem Verkauf ihre Rente aufzubessern.
Neben ihr springt ein junger Mann mit getönter Sonnenbrille aus einer Nobelkarosse, für die er einen sechsstelligen Dollarbetrag hingeblättert haben dürfte. Der penetrant zur Schau gestellte Reichtum, die restlose Überzeugtheit von den Weihen des Konsums dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Ukrainer in schwierigen materiellen Verhältnissen leben. Viele Menschen sind arbeitslos, andere haben zwei oder drei Jobs, um ihre Familie durchzubringen. Gleichzeitig herrscht große Solidarität. Gerade weil es kaum funktionierende Sozialsysteme gibt, springen Ukrainer ganz selbstverständlich füreinander ein. Wenn Sie das Land auf eigene Faust erkunden, bringen Sie Neugier mit - und ein wenig Lust an der Improvisation. Und scheuen Sie sich nicht, auf Menschen zuzugehen. So werden Sie den größten weißen Fleck auf der europäischen Landkarte für sich mit Farbe füllen. Freuen Sie sich auf die Ukraine!
9. Jh.Gründung der Kiewer Rus
988Fürst Wolodymyr bringt das Christentum nach Kiew
1237-40Mongolen greifen die Fürstentümer der Rus an
14.-18. Jh.Polnisch-litauische Herrschaft
1648Kosakenaufstand; vorübergehende staatliche Selbstständigkeit
1654Vertrag von Perejaslaw: Die Kosaken unterstellen sich dem Zaren im Kampf gegen Polen-Litauen
1667Teilung des Landes: Ukraine links des Dnjepr russisch, rechts polnisch
1772Galizien fällt an Österreich
1783Russland annektiert die Krim
1793Die rechtsufrige Ukraine wird russisch
19. Jh.Ukrainische Nationalbewegung
1918Unabhängige Republik
1919Eroberung durch Bolschewisten. Gründung der Sowjetukraine
1919/1920Bürgerkrieg und polnisch-sowjetischer Krieg, als Folge wird die Westukraine polnisch
1932-1933Hungersnot
1939Hitler-Stalin-Pakt, UdSSR annektiert die polnische Westukraine
1954Chruschtschow schenkt der Sowjetukraine die Krim
1986Tschernobyl-Katastrophe
1991Unabhängigkeit
1999Premier: Viktor Juschtschenko
2002Premier: Viktor Janukowitsch
2004Orangene Revolution
2005Juschtschenko Präsident, Julia Timoschenko Premierministerin
2006-10häufige Regierungswechsel
2012Das Land ist zusammen mit Polen Ausrichter der Fußball-EM
blog.kievukraine.infoaktuelle englischsprachige News aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
christoph-wesemann.deDer freie Journalist bloggt aus Odessa über seine Reisen durchs Land, Korruption und alltäglichen Wahnsinn.
community.livejournal.com/e40e95Die Ukraine als Roadmovie: Künstlerische Fotosammlung, die zum Weiterklicken animiert.
foxpod.wordpress.comKurioses und Alltägliches von Andreas Heller aus Kiew.
Krusenstern.chDas Internetmagazin aus der Schweiz berichtet seit 2006 über Medien, Politik, Wirtschaft und Kultur in der Ukraine, Russland, Weißrussland.
meinkiew.blogspot.comDer Schweizer Finanzanalyst Peter Keller, seit 1996 in Kiew, bloggt über Alltägliches. Auch nützliche Reiseberichte für Ausflüge in die nähere Umgebung.
openit.com.uaEnglischsprachiges Internetportal junger Leute aus Dnipropetrowsk.
Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.
Euro 2012 in der Ukraine und in PolenDer Countdown läuft: Vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 ist die Ukraine mit Polen Gastgeber der Endrunde der Fußballeuropameisterschaft. Erstmals vergab die Uefa das prestigeträchtige Turnier nach Osteuropa. Gastgeberstädte sind Lemberg, Kiew, Charkiw und Donezk. Noch werden Flughäfen und Straßen ausgebaut, Hotels und Stadien modernisiert - ein gewaltiger Schub für die marode Infrastruktur des Landes. Fast noch größer dürfte der Imagegewinn sein: Wenn am 1. Juli 2012 das Endspiel in Kiew angepfiffen wird, werden Fußballfans in aller Welt auf die ukrainische Hauptstadt blicken. www.uefa.com
Alles ist erleuchtetEin Amerikaner sucht in der Ukraine nach der Retterin seines Großvaters vor den Nazis. Debütroman von Jonathan Safran Foer, 2005 verfilmt.
Die weiße GardeWeltliteratur des in Kiew geborenen Michail Bulgakow. Sein autobiografischer Roman spielt in den Bürgerkriegswirren 1918 und bildete die Vorlage für das Drama „Die Tage der Turbins“.
Import Export (Österreich 2007)Die Ukrainerin Olga sucht ihr Glück im Westen, der Österreicher Paul in der Ukraine. Der Film von Regisseur Ulrich Seidl („Hundstage“) ist pessimistisch und humorvoll zugleich.
Tini sabutych predkiw (dt. „Feuerpferde“, 1964)Der Film des Armeniers Sergeij Paradschanow schildert eine tragische Liebe in den huzulischen Karpaten. Der Film erregte international Aufsehen. Der Regisseur saß dafür im Gefängnis.
Neunprozentiger Haushaltsessig (2009)Poetische Betrachtungen einer postsowjetischen Kindheit und ein genauer Blick auf die Gegenwart. Gelungener Erzählband von Tanja Maljartschuk (*1983).
Picknick auf dem EisVictor teilt die Wohnung mit einem Pinguin und macht Bekanntschaft mit der Kiewer Unterwelt. Mit schwarzem Humor erzählt von Andreij Kurkow, dem der Roman 1999 den Durchbruch brachte.
Zwölf Ringe (2005)Kafkaesker Roman von Juri Andruchowytsch, einem der produktivsten zeitgenössischen Dichter.
Julia Timoschenko (2006)Biografie der mächtigsten Frau in der ukrainischen Politik von Dimitri Popov und Ilia Milstein.
Die erfolgreichsten ukrainischen MusikerSeit Ruslana 2004 mit „Wild Dances“ den Eurovision Song Contest gewann, ist sie in ihrer Heimat ein Superstar. Verka Serduchka (www.serduchka.com) ist ihr dicht auf den Fersen. Die schrille Kunstfigur wird von Andreij Danilko verkörpert, dessen Auftritte mit einem Mix aus Russenpop und Elektropolka legendär sind. Zu den kommerziell erfolgreichsten Popsängern zählen Switlana Loboda, Ani Lorak (Song-Contest-Zweite 2008 mit „Shady Lady“) und Alexander Ponamarjow. Okean Elsy heißen die Titanen des Rock mit dem charismatischen Leadsänger Swjatoslaw Wakartschuk. Haydamaky kreuzen traditionellen ukrainischen Folk mit westlichen Klängen wie Punk, Reggae und Dub. Ihr temporeicher Karpaten-Ska geht direkt in die Beine. Moderne Ethnoklänge boomen: Jeden Sommer versammeln sich beim Festival „Land der Träume“ in Kiew (www.krainamriy.com) bekannte Gruppen sowie Newcomer aus dem Folkbereich: Besonders schrill und archaisch inszeniert sich dort die junge Kultband Dakha Brakha: in ukrainischer Tracht mit hoch aufgetürmten schwarzen Fellhüten und mächtigen Stimmen. Auch die Rap- und Hip-Hop-Szene boomt: Tartak und Bumboks gehören zu den Shootingstars.
Salo - glänzend weiß und butterzartAm liebsten vernaschen die Ukrainer salo in feinen Scheiben - pur oder mit dunklem Roggenbrot, Knoblauch, Gurken oder Pilzen. Auch ein Glas Wodka passt dazu. Der fette Schweinespeck ist eine traditionsreiche, dem italienischen lardo vergleichbare Delikatesse. In früheren Zeiten war salo ein günstiger und haltbarer Kalorienspender für die harte Feldarbeit. Heute genießt man ihn einfach so. Ausgebratene Grieben (schkwarky) begleiten Kartoffeln, warenyky oder Suppen. Ein Stück Schweinespeck gehört immer auch in den Reiseproviant - in der Fremde lindert er das Heimweh. In lange Streifen geschnitten, leicht gesalzen und aufgerollt reift salo einige Zeit in kühlen Kellern oder in Holzfässern, bevor er verkauft wird. Die beste Auswahl gibt es auf Märkten. Probieren Sie vor dem Kauf und achten Sie darauf: Das Messer muss wie von selbst hindurchgleiten, dann ist er am besten. Salo scheint mit allem kombinierbar: Hier und da wird der Speck sogar als Dessert mit heißer Schokolade übergossen - smachnoho! (Guten Appetit!)
Die Potemkinschen Dörfer lagen auf der KrimIm Frühjahr 1787 wollte Zarin Katharina die Große die annektierten Gebiete besuchen und die Arbeit ihres Liebhabers, des Generalgouverneurs der Krim, Fürst Grigori Potjomkin, begutachten. Der hatte die Reiseroute bestens präpariert: Entlang der Strecke nach Sewastopol ließ Potjomkin hölzerne Paläste errichten. Alle 10 km stand ein Obelisk zu Ehren der Kaiserin. Einer blieb vor dem Palast der Krim-Khane in Bachtschisaraj erhalten. Bald argwöhnten mitreisende Diplomaten, Potjomkin wolle die Kaiserin mit der perfekt inszenierten Reise wohl nur zu neuen Eroberungen anstacheln. Ein besonders missgünstiger sächsischer Gesandter verbreitete in St. Petersburg das Gerücht, Potjomkin habe Pappdörfer und Attrappen aufgebaut und die gleichen Bauern und Viehherden von einem Ort zum anderen gebracht. Bis heute spricht man von „Potemkinschen Dörfern“, wenn es um das Vorspiegeln falscher Tatsachen geht.
Szene
Trend Guide Ukraine
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist
Andreij Kiritchenkomischt als DJ die ukrainische Musikszene auf. Als Musiker ist er viel unterwegs und immer auf der Suche nach den neuesten Nightlife-Hotspots. Von den Partys erholt sich unser Trend-Scout am liebtsten bei Jazzkonzerten oder in den menschenleeren Gebieten der Ukraine. Genau diese Gegensätze liebt er an seiner Heimat, denn hier trifft Nostalgie auf Aufbruchstimmung.
SandimationSeit dem Sieg von Kseniya Simonova bei Ukraine's Got Talent, dem Pendant zum deutschen Supertalent, das sie mit ihrer Sandanimation gewann, erlebt die Kunst mit den feinen Sandkörnern einen Boom. Millionen von Klicks sammelt die junge Ukrainerin seither mit ihrer Performance, bei der sie, passend zur musikalischen Untermalung, Geschichten auf einer beleuchteten, mit Sand berieselten Platte inszeniert (z.B. www.youtube.com/watch?v=518XP8prwZo). Die besten Sandskulpturenkünstler treffen sich jedes Jahr im Sommer auf den Sandskulpturenfestivals in Kiew (www.sandfestival.org) und in Charkiw (pl. Swobody | www.kharkov.ua). Die Festivals stehen unter Mottos wie z.B. „Märchen“ oder bedeutende architektonische „Weltwunder“.
SchneeschuhwanderungAuf Safari in den Waldkarparten? Wer etwas Besonderes erleben will, zieht zusammen mit erfahrenen Guides durch eines der am geringsten besiedelten Gebiete Europas - und zwar im Winter. Bei Schneeschuhwanderungen durch die schneebeckte Landschaft wird den Sportlern nicht nur Kondition, sondern auch mentale Stärke abverlangt. Doch der Lohn für die Mühe ist gewiss: eine vollkommen unberührte Natur! Mit etwas Glück sieht man in der Ferne auch wilde Tiere. Die Touren werden z.B. von Albatros Outdoor (www.albatros-outdoor.de), Waschbär Reisen (www.waschbaer-reisen.de) oder Schulz Aktiv Reisen (www.schulz-aktiv-reisen.de) angeboten. Wer sich schon vorher ans Schneeschuhlaufen gewöhnen will, findet unter www.outdoorukraine.com Anleitungen zum Selberbasteln.
Ukrainisches Fast FoodDie Ukrainer lassen sich Fast Food schmecken. Doch Pommes, Burger und Co. kommen ihnen nicht in die Tüte. Schnellrestaurants bieten seit Neuestem traditionell ukrainische oder russische Gerichte zum Mitnehmen an. Der Hunger zwischendurch wird z.B. bei Dva Gusya gestillt. Hier bestellt man Snacks wie oseledets (Hering) oder ein Maxi-Menü aus verschiedenen Borschtscharten, einem Fleisch- oder Fischgericht wie smazhenyna (gebratenes Fleisch mit Gemüse in scharfer Sauce) und als Dessert süße warenyky (gefüllte Teigtaschen) (z. B. wul. Suchowolya 52a | Truskawets | www.dvagusya.ua). Perfekt als Take-away eignet sich auch die Chicken-Kiew-Kreation von Shvydko, bei der das Nationalgericht auf einem Spieß serviert wird (bul. Gnata Juri 20 | Kiew | www.shvydko.ua).
Metallic LookGlänzende Kleider, die zwischen einzelnen Stoffbahnen die Haut durchblitzen lassen, sind aufregend feminin und Kreationen der Designerin Ludmila Kislenko. In ihrer Boutique Lyckis sind die futuristischen Metallic-Outfits der Renner (pr. Mayakovskogo 15 | Kiew | www.lyckis.com.ua). Auch Andre Tan hüllt seine Models in glänzendes Satin mit Schlitzen und kombiniert den Look mit Plateaustiefeln (z. B. in der Boutique Imperial | wul. Mentschinskogo 6 | Lemberg | www.andretan.com.ua). Mit seinen innovativen Metallic-Kreationen ist Oleksiy Zalevskiy der Star auf den ukrainischen Catwalks (www.zalevskiy.com).
Open AirPartyhotspot Odessa: Unter freiem Himmel trifft sich das Feiervolk, um die Nacht zum Tag zu machen. Ab 20 Uhr verwandelt sich der Beach Club Tropicano in einen der heißesten Nightlife-Hotspots der Küstenregion (ul. Lanzheronowskaja 26). „Dress to impress“ ist das Motto im Riviera. An einem der angesagtesten Strände Odessas tanzt die High Society auf dem weichen Sand zwischen Palmen und Fackeln (13. Abschnitt des Bolschoj Fontan). Der Place-to-be ist das ganz in Weiß gehaltene Ibiza. Der Partytempel ist treppenförmig angelegt und in kleine Bereiche unterteilt (Arkadia Beach | www.youtube.com/watch?v=MfO2hGiTvh0).
Mix it, BabyDie neue Musikergeneration nennt sich Soundkünstler und liebt es experimentell. Zavoloka legt mit ihrem Mix aus elektronischer Musik und Aufnahmen alltäglicher Situationen, die sie auf der ganzen Welt sammelt, eine Blitzkarriere hin (www.zavoloka.com). Andreij Kiritchenko von Nexsound mischt die ursprünglichen Klänge traditioneller Instrumente wie Lyra oder Zimbel und kreiert zusammen mit bestehenden Aufnahmen elektronische Dialoge (www.nexsound.org). Mit Tracks zwischen Sound Art und Electronika sind die Musiker gern gesehene Gäste im Cinema (wul. Entuziastiw 1 | Kiew) oder Morcheeba Club (wul. Artema 37-41 | Kiew | www.morcheeba-club.kiev.ua).
Neues in Sachen KunstFarbenfrohe Kunstwerke mit düsterer Ausstrahlung - ein Widerspruch in sich? Nicht wenn die ukrainischen Künstler der New Wave Transavantgarde am Werk waren. Ein Vertreter der neuen Kunstrichtung ist Viktor Dmitrowitsch Sydorenko, der klassische Skulpturen durch blaues Licht unheimlich wirken und bunt bemalte Menschen zu Salzsäulen erstarren lässt (www.sydorenko.kiev.ua). Absurditäten und Provokationen haben es auch der Künstlergruppe R.E.P. (Revolutionary Experimental Space) aus Kiew angetan, die z.B. eine ukrainische Schmugglergruppe auf ihrem Weg nach Polen mit bunten Luftballons begleitete (www.rep.tinka.cc). Eines ihrer Projekte konnte man bereits in der Zeh Gallery, dem Hotspot für Newcomer, bewundern (wul. Frunse 69 | Kiew | www.zeh.com.ua). Das EIDOS Contemporary Art Centre in Kiew bietet eine Plattform für ukrainische Newcomer und eröffnet ihnen den Zugang zum internationalen Kunstgeschehen (www.eidosfund.org).
Extreme RennenIronman war gestern. In den ukrainischen Karpaten stellen sich Abenteurer einer neuen Herausforderung: neben dem sportlichen Strapazen, die längere Läufe mit sich bringen, müssen sie auch noch technische Aufgaben bewältigen. Beim Gorgany-Rennen stehen nicht nur die Disziplinen Orienteering, Klettern und Abseilen auf dem Programm. Die Special Tasks des 30-Stunden-Marathons verlangen schon mal den Bau eines Bootes, um eine Teilstrecke damit zurücklegen zu können (www.gorganyrace.com). Beim Ferrino Mountain Marathon, dem härtesten Abenteuerrace der Ukraine, bewältigt man in 100 Stunden 370 km und bezwingt dabei einige der höchsten Gipfel der Karpaten. Die Sportler müssen in den Disziplinen Bike, Trekking und Katamaran glänzen und zusätzlich die vor dem Start streng geheim gehaltenen Aufgaben lösen (www.adventurerace.in.ua). Die Adventure Tour von Adventure Carpathians nutzen die Sportler als Vorbereitung für die harte Saison (www.adventurecarpathians.com).
Stichworte
Schwarzerde, Kosaken und Milliardäre
Wissenswertes über eiserne Fäuste, märchenhaft Reiche und das große Wasser
DnjeprMit 2285 km, davon 981 km in der Ukraine, ist der Dnjepr (ukrainisch: Dnipro) der drittlängste Strom Europas - nach Wolga und Donau. Der Name stammt aus dem Skythischen und bedeutet „großes Wasser“. Der Dnjepr entspringt westlich von Moskau, fließt durch Weißrussland und die Ukraine nach Süden und mündet unterhalb von Cherson ins Schwarze Meer. Im Sommer baden die Menschen im Fluss, obwohl das Wasser durch Industrieeinleitungen verschmutzt sein kann.
Glaube und AberglaubeIn der Sowjetunion wurden Hunderte Kirchen und Klöster gesprengt oder als Schweineställe und Lagerräume genutzt. Doch inzwischen erweist sich die Kirche wieder als lebendig. Sowohl das mächtige Moskauer Patriarchat als auch das Kiew er Patriarchat und die ukrainisch-autokephalen (unabhängigen) Orthodoxen buhlen mit eigenen Kirchen um Anhänger. Dabei geraten sich die Konkurrenten regelmäßig in die Haare: Mal geht es um die wahre Lehre, mal schnöde um Immobilien. Neben Orthodoxen (51 % der religiösen Bevölkerung) gibt es Protestanten (28,4 %), Griechisch- (11,3 %) und Römisch-Katholische (2,7 %), Muslime (3,6 %) und Juden (0,8 %). So fromm viele Menschen sind, so sehr hängen sie an Volks- und Aberglauben, deren Regeln sie im Alltag penibel befolgen. Ukrainerinnen stellen niemals ihre Handtasche auf die Erde - das Geld könnte weglaufen. Im Restaurant stehen darum manchmal kleine Bänkchen neben den Tischen.
HolodomorDie Hungersnot der Jahre 1932/33 hatte keine klimatischen Ursachen: Um den Widerstand der Bauern gegen die Kollektivierung zu brechen, ließ ihnen Stalin Getreide und Saatgut wegnehmen. Die Dörfer wurden abgeriegelt. Mehrere Millionen Menschen verhungerten. Ukrainer sprechen von geplantem Völkermord. Russische Historiker streiten dies ab, weil auch in anderen Sowjetrepubliken Hunger geherrscht habe. Der Begriff Holodomor setzt sich aus holod (Hunger) und mor (Tod) zusammen.
Kiewer RusIm 9. Jh. entstand die Kiewer Rus als ostslawisches Reich, das sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer erstreckte. Krieger und Kaufleute aus Skandinavien, die Waräger, waren die treibende Kraft. Bei den Ostslawen hießen die Neuankömmlinge aus dem Norden rusi („Ruderer“). 988 führte Großfürst Wolodymyr die Rus zum orthodoxen Glauben. Kiew wurde Zentrum des neuen Reichs und gilt bis heute vielen Osteuropäern als Mutter aller russischen Städte.
Klitschko-BrüderVitali kam in Kirgisistan zur Welt, sein Bruder Wladimir in Kasachstan. 1985 zog die Familie nach Kiew. Die beiden Schwergewichtsweltmeister und promovierten Sportwissenschaftler sind die unbestritten größten Idole der Ukraine. Auch wegen ihres Engagements außerhalb des Boxrings: Beide unterstützten die Orangene Revolution. Zweimal trat Vitali „Doktor Eisenfaust“ Klitschko erfolglos bei den Bürgermeisterwahlen in Kiew an, wo er mit eigener Fraktion im Stadtrat sitzt. Seit vielen Jahren unterstützen die Boxer auch Wohltätigkeitsprojekte. Während Wladimir die meiste Zeit in Hamburg lebt, pendelt Vitali zwischen Kiew und der Hansestadt.
KorruptionWer den Führerschein macht, zahlt neben der offiziellen Gebühr noch ein saftiges „Extra“ an den Prüfer. Und wer in eine Polizeikontrolle gerät, gibt dem schlecht bezahlten Milizionär lieber ein paar Scheine, als stundenlang auf der Wache ein Protokoll zu schreiben. Im Gesundheitswesen sind Schmiergelder ebenso üblich wie an der Uni: Studienplätze, Prüfungen und Doktorarbeiten - alles käuflich. Behördenstempel sowieso. Und ohne Stempel geht fast nichts in diesem Land. Die Korruption zu überwinden bleibt eine der dringendsten Aufgaben auf dem Weg der Ukraine nach Westen.
KosakenDer Begriff „Kosaken“ kommt wahrscheinlich aus dem Türkischen und bezeichnet einen freien Mann. Als im 17. Jh. per Gesetz die Leibeigenschaft der Bauern eingeführt wurde, flohen Tausende Männer in die unbesiedelten Steppen am Don und am Dnjepr. Auf der Insel Chortyzja am Unterlauf des Dnjepr gründeten sie ein befestigtes Lager, die Sapoproshje r Sitsch. Die Kosaken jagten, fischten und lebten von Raubzügen. Ackerbau galt als verpönt, weil er an Knechtschaft erinnerte. Auf der Suche nach Verbündeten schlossen sie sich unter ihrem Anführer Bohdan Chmelnyzky 1654 mit Moskau zusammen. Ein fataler Schritt: Die Kosaken verloren ihre Autonomie, die Ukraine wurde unter Russland und Polen aufgeteilt.
OligarchenSie sind schwerreich, betreiben ihre Geschäfte diskret und verfügen über beste Verbindungen in die Politik: die Oligarchen. Rinat Achmetow heißt der reichste aller Neureichen. Der aus Donezk stammende Industrielle kam während der Privatisierungen in den 90er-Jahren zu märchenhaftem Reichtum. Heute leitet er ein weit verzweigtes Wirtschaftsimperium. Viel Geld steckt der Multimilliardär in seinen Fußballclub Schachtjor Donezk, dessen Präsident er ist. Ein weiterer bedeutender Oligarch ist Viktor Pintschuk. Der Schwiegersohn von Expräsident Leonid Kutschma gilt als einer der größten Kunstsammler Osteuropas. Zu Pintschuks jährlichen „European Strategy“-Treffen geben sich elder statesmen von Schröder bis Blair ein Stelldichein.
Orangene RevolutionFrierende, aber glückliche Menschen mit orangefarbenen Schals und Mützen - die Bilder vom Kiew er Unabhängigkeitsplatz, kurz: Majdan, gingen im Winter 2004 um die Welt. Hunderttausende Ukrainer protestierten gegen Wahlbetrug bei der Präsidentenwahl. Die Menschen bezweifelten den Sieg von Viktor Janukowitsch, dem Wunschkandidaten des scheidenden Präsidenten Leonid Kutschma. Nach wochenlangen Protesten erreichten die Demonstranten ihr Ziel: Neuwahlen, aus denen Oppositionsführer Viktor Juschtschenko am 26.12.2004 siegreich hervorging. So groß die Euphorie, so tief die Enttäuschung: Juschtschenko und seine frühere Verbündete Julia Timoschenko gaben sich seit der Revolution vor allem internen Machtspielen hin, die das Land von einer politischen Krise in die nächste trieben. Trotzdem herrscht ein gesellschaftliches Klima von Toleranz und politischer Freiheit. Ein wichtiges, hoffentlich bleibendes Erbe der Revolution.
Taras SchewtschenkoEin Denkmal des Mannes mit dem markanten Schnauzbart findet sich in jeder noch so kleinen Stadt der Ukraine. Häufig steht es dort, wo früher das Lenindenkmal stand. Unzählige Straßen, Plätze und die Kiewer Universität sind nach dem Dichter Schewtschenko (1814-61) benannt. Viele seiner Gedichte sind Allgemeingut, etliche Volkslieder stammen aus seiner Feder. Seine berühmteste Lyriksammlung „Kobzar“ ist dem wandernden Sänger und Musiker, dem Kobzaren, gewidmet. Weil sich Schewtschenko für eine freie Ukraine einsetzte, verbannte ihn der russische Zar nach Kasachstan. So wurde der Poet zum Symbol ukrainischen Nationalbewusstseins.
Schwarzerde„Kornkammer“ oder „Brotkorb“ Europas, diesen Ruf verdankt die Ukraine ihren fruchtbaren Schwarzerdeböden. Nicht nur Getreide und Zuckerrüben wachsen quasi wie von selbst. Auch Raps gedeiht in der humusreichen Erde prächtig. Einige Dutzend deutsche Landwirte haben das erkannt. Sie pachten Land von den ehemaligen Kolchosbauern und erzielen mit westlichem Know-how und moderner Technik gute Gewinne. Davon profitieren auch die Einheimischen.
TschernobylTechniker wollten ausprobieren, wie schnell man den Reaktor bei einem Stromausfall abschalten könnte. Bedienfehler und Konstruktionsmängel schaukelten sich hoch und endeten im Super-GAU: Am 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktorblock des Kernkraftwerks, etwa 140 km nördlich von Kiew. Große Mengen an radioaktivem Material wurden in die Luft geschleudert und verteilten sich über Europa. Hunderttausende leiden bis heute unter den gesundheitlichen Folgen. Seit 2008 wird für fast eine halbe Milliarde Euro eine neue Schutzhülle um die Reaktorruine gebaut, die 100 Jahre halten soll.
UkrainischAuch wenn es ähnlich wie Russisch klingt: Ukrainisch ist eine eigenständige ostslawische Sprache mit Ähnlichkeiten zum Polnischen. Schriftsprache und Literatur entstanden Ende des 18. Jhs., wurden aber von den russischen Zaren weitgehend verboten. Auch in der Sowjetunion war die Sprache unterdrückt. Das Ukrainische verwendet wie das Russische kyrillische Schriftzeichen, hat aber ein paar Buchstaben mehr. Seit 1991 ist Ukrainisch Amtssprache. Der Osten und der Süden sprechen traditionell eher Russisch, der Westen und das Zentrum eher Ukrainisch. Viele wechseln zwischen beidem hin und her. Manchmal kommt dabei sogar etwas Neues heraus: die Mischsprache surschyk.
Feste und Events
Magie der Osternacht
Religiöse Feste oder Sowjetfeiertage - Gründe zum Feiern müssen Ukrainer nicht lange suchen
Auch wenn das orthodoxe Weihnachtsfest erst am 7. Januar gefeiert wird, die Geschenke bringen „Väterchen Frost“ und „Schneeflöckchen“ schon ein paar Tage früher: am Neujahrstag.
Zum Jahreswechsel lassen viele Ukrainer die Korken doppelt knallen: An Silvester und zusätzlich in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar. Dann begrüßen Traditionsbewusste das „alte“ Neujahr - nach dem julianischen Kalender.
Die ganze Osternacht hindurch strömen die Menschen in die von Kerzen erleuchteten Kirchen. Jede Familie bringt ein Weidenkörbchen mit bemalten Eiern (pysanky) und dem Osterkuchen paska mit. Vor der Kirche segnen Priester die Körbe mit dem Gruß „Christus ist auferstanden“. „Wahrhaftig auferstanden“, antworten die Gläubigen.
In den Wochen nach Ostern (pominalnije dni oder prowody) pilgern Familien auf den Friedhof und veranstalten ein Picknick für die Verstorbenen. An den Gräbern sind dafür Tisch und Bänke angebracht. Auch Wodka wird zu Ehren des Toten gereicht. Anstoßen ist ausnahmsweise nicht erlaubt.
1. JanuarNeujahr
7. Januarorthodoxes Weihnachten
8. MärzInternationaler Frauentag
März/AprilOrthodoxes Ostern
1./2. MaiTage der Arbeit
9. MaiTag des Sieges
28. JuniTag der Verfassung
24. AugustUnabhängigkeitstag (Nationalfeiertag)
JanuarTaufe Christi (19. Januar): Überall werden kreuzförmige Löcher in die zugefrorenen Seen und Flüsse geschlagen. Ein Geistlicher segnet das Wasser, Gläubige füllen es in Gefäße und bewahren es das Jahr über auf. Ganz Mutige baden im Eisloch.
März und OktoberFashion Week Kiew er Prêt-à-porter-Schauen mit den berühmtesten ukrainischen Modedesignern. www.fashionweek.com.ua
AprilHumorfestival Odessa: Kein Scherz: Am 1. April ist die ganze Stadt auf den Beinen. Festumzug, kostümierte Odessiter, Gratiskonzerte - ein Hauch von Rosenmontag in der selbst ernannten Welthauptstadt des Humors.
JuniTschaika-Open-Air: zweitägiges Rockfestival auf einem alten Militärflugplatz am Stadtrand von Kiew. www.chaykafest.com
Juli/AugustIwana Kupala (6./7. Juli): In der kürzesten Nacht des Jahres lassen junge Frauen Blumenkränze in Flüssen schwimmen. Aus dem Abdriften lässt sich die Zukunft ablesen. Springen Sie übers Lagerfeuer und suchen Sie im Wald nach blühendem Farn - das verheißt Glück!
SeptemberLemberger Buchforum: Buchmesse mit über 700 Verlagen. Großer Kinderbuchschwerpunkt und Literaturfestival. www.bookforum.com.ua
OktoberMolodist-Filmfestival: Seit 1970 werden in Kiew jedes Jahr rund 300 Debütwerke junger Filmemacher vorgestellt (molodist = Jugend). Internationale Wettbewerbsbeiträge und Stars aus dem Westen sorgen für Glamour. www.molodist.com
Weitere Festivals mit Links: www.mfa.gov.ua/mfa/en/publication/content/23818.htm
Essen und Trinken
Borschtsch, Mlynzi, Warenyky
In der deftigen ukrainischen Küche darf ein Kleckssaure Sahne nicht fehlen
Nirgends verbringen die Ukrainer so viel gemeinsame Zeit wie beim Essen. Schon zum Frühstück kommt mit Vorliebe Deftiges auf den Tisch: Würstchen, kascha (warmer Buchweizenbrei) oder mlynzi, dünne Pfannkuchen mit Quarkfüllung. Und zwar in solch großen Portionen, als müssten sie danach einen Acker pflügen. Die ukrainische Küche ist eben eine bäuerliche Küche. Frisch verarbeitet und gegessen wird, was Felder und Viehhaltung hergeben.
Im Sommer quellen die Märkte von saftigem Obst und knackigem Gemüse über. Im Winter ist die Auswahl deutlich schmaler. Kohl, Rüben und Kartoffeln gibt es immer: 140 kg Erdäpfel verspeist jeder Ukrainer pro Jahr, nur die Russen schaffen noch ein paar Knollen mehr. Brot (chlib) zählt ebenso zu den Grundnahrungsmitteln. Ein paar Scheiben gehören zu jedem Essen. Ukrainisches Brot ist staatlich subventioniert und wird noch wie zu Sowjetzeiten in riesigen Kombinaten gebacken. Einfache, schmackhafte Roggenmischbrote sowie Weißbrot (baton) bestimmen das Angebot.
Gekocht wird in den meisten Familien noch selbst. Jede Hausfrau hütet ihr Borschtsch-Rezept. Die Ukrainer sind überzeugt, dass sie diese köstliche Suppe erfunden haben. Rote Beete gibt dem Gemüseeintopf seine Farbe, die kräftige Brühe liefern Rind, Huhn oder Schwein. Obligatorisch ist der Klecks smetana (Schmand), mit dem der Borschtsch, wie auch sonst fast alle Speisen, verfeinert wird.
Wie die Russen haben die Ukrainer ständig Appetit auf gefüllte Teigtaschen. Gebraten oder gebacken heißen sie pyrischky, gedämpft oder gekocht warenyky. Auch Pilze, frisch, eingemacht, oder getrocknet, stehen hoch im Kurs.
Eine Einladung nach Hause oder ein traditionelles Festmahl im Restaurant beginnt mit den sakuski (Vorspeisen): Der Tisch verschwindet unter einer unüberschaubaren Zahl von Schüsseln und Tellern mit appetitlichen kalten Happen: Räucherfisch, Rote-Beete- und Geflügelsalat, Schinken, Fleischbällchen, Würstchen, Käse, sauer eingelegtem und frischem Gemüse. Salo darf ebenfalls nicht fehlen: in Salz gereifter, fetter Schweinerückenspeck, hauchdünn auf einer Scheibe Schwarzbrot.
Zu den sakuski trinkt man übrigens, was man möchte. Entgegen anderslautenden Klischees wird niemand zum Wodka gezwungen. Meist stehen auch Wein und Bier, Saft und Wasser auf dem Tisch. Aber wenn Wodka getrunken wird, gilt die eiserne Regel, dass vor jedem Schluck ein Trinkspruch gesprochen werden muss.
Wer nicht aufpasst, wird schon von den sakuski satt und hat keinen Platz mehr für die folgenden Gänge. Und die Hauptgerichte, meist Fleisch oder Fisch mit Beilagen (garnir), die man separat bestellt, haben es in sich!
Zum Dessert werden gefüllte Pfannkuchen (mlynzi) mit Kirschen, fette Cremetorten, Eis oder Früchte aufgefahren. Tee oder Kaffee - nicht Wodka - bildet den Abschluss eines Essens. Die Ukraine ist ein Land der Teetrinker. Meist stehen mehrere Sorten Grün- und Schwarztee zur Auswahl, während einem selbst in besseren Hotels häufig noch Instantkaffee vorgesetzt wird. Kaffeepuristen gehen in eines der Coffeehouses, die überall aus dem Boden sprießen. Dort sind italienische Kaffeemaschinen im Einsatz und Espresso und Caffè Latte teurer, aber garantiert echt.
In der Ukraine können Sie sehr günstig und sehr teuer essen gehen. Einfachere Kneipen, die auch Essen servieren, heißen kafe. Gehobener speist man im restoran. Mittags wird oft ein preiswerter bisness lanch angeboten. Weit verbreitet ist die Unsitte, Flachbildschirme in den Gasträumen aufzuhängen, über die Fashion-TV oder Sportübertragungen flimmern. Generell gilt: je edler die Ausstattung, je vornehmer das Ambiente, desto höher die Rechnung. Zu allen Gerichten werden Mengenangaben gemacht (in Gramm). Wein ist oft das teuerste Getränk. Die einheimischen Biermarken, z.B. Tschernihiwskoe, Lwiwskoe oder Slawutych, gibt es vom Fass, Importbier aus der Flasche. Eine wachsende Mittelschicht geht auswärts essen. Für viele Ukrainer bleiben Restaurantbesuche teurer Luxus. Das mag erklären, warum in so vielen Lokalen Livemusik geboten wird. Wer nur ein oder zweimal im Jahr essen geht, will das auskosten. Sollte es dabei etwas lauter und wilder werden, feiern Sie einfach mit - Sie könnten einen unvergesslichen Abend verpassen!
borschtschEintopf hauptsächlich aus Roter Beete, Weißkraut, Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Tomaten, meist Rind-, aber auch Huhn- oder Schweinefleisch
bulotschkyleicht süße Hefebrötchen
derunyKartoffelpuffer
haluschkygnocchiartige Klößchen
holodecSülze
holubtsi(wörtl.: „kleine Täubchen“) Kohlrouladen mit Reis-Fleisch-Füllung
kotleti po kiewskimit Butter gefüllte Hühnerbrust („Chicken Kiew“)
kulischSuppe aus Hirse, Kartoffeln und Speck
kwaschenaja kapustaSauerkraut
mlynzigefüllte Weizenpfannkuchen, mal süß (mit Quark), mal salzig (mit Schinken), mal edel (mit Kaviar)
okroschkakalte Gemüsesuppe mit Buttermilch oder Kwas
pampuschkyWeizenbrioche mit Knoblauchöl als Beilage zu Borschtsch
schaschlykam Spieß über Holzfeuer gegrilltes Fleisch oder Fisch
selenyj borschtschgrüne Gemüsesuppe mit Sauerampfer
semikiSonnenblumenkerne zum Knabbern
soloni ogirkySalzgurken
taranjkagesalzener Trockenfisch, populärer Biersnack
watruschkysüße Quarkküchlein
zharkoyeFleischtopf mit Kartoffeln und Pilzen, mit Käse überbacken
horilka„der Brennende“ - ukrainischer Wodka, oft mit Chili oder Honig aromatisiert
kefirDickmilch
kompotTrinkkompott aus frischen Früchten und Beeren
kwasmalzbierähnlicher Brottrunk. Der Durstlöscher wird im Sommer aus kleinen Tankwagen verkauft
morssäuerlicher Moosbeerentrunk
rjazankageräucherter Kefir
samohonselbst gebrannter Wodka
uswarTrinkkompott aus Trockenfrüchten
Einkaufen
Krimsekt, Cognac und Konfety
Auf Märkten finden Sie die besten Souvenirs: Probieren ist erlaubt und Feilschen Pflicht
Haben Sie Lust auf eine Zeitreise? Dann treten Sie ein, wenn Sie das Schild gastronom sehen: In dieser aussterbenden Sorte Lebensmittelladen verschanzen sich wie zu Sowjetzeiten mürrische Verkäuferinnen hinter Theken und Vitrinen. Auch in den Zentralkaufhäusern (univermag) wird Selbstbedienung erst zaghaft ausprobiert. Verhängte Fenster, versteckte Eingänge: Selbst für erfahrene Shopper ist es manchmal gar nicht so leicht, Geschäfte zu erkennen. Und außerdem kaufen die Ukrainer gerne unter der Erde: Jeder Fußgängertunnel ist mit Kiosken und fliegenden Händlern vollgestopft, wo Sie von der Uhrenbatterie bis zum Blumenstrauß so ziemlich alles bekommen. Den höchsten Erlebnisfaktor aber bieten die Märkte: Autobatterien und Hundewelpen finden hier ebenso Käufer wie Brautkleider oder die neuesten Hollywoodstreifen. Da liegen Zöpfe aus roten Krimzwiebeln neben blutigen Schweinsköpfen, dicke Blöcke aus Quark und Butter neben zehn Sorten Weintrauben. Probieren ist erlaubt und Feilschen Pflicht, wo Preisschilder fehlen. Die Ukrainer lieben Schnäppchen - und fahren dafür notfalls stundenlang hin und her. Für Ihre Mitbringsel brauchen Sie das nicht zu tun.
GesticktesUkrainer lieben bestickte Leinenhemden und Blusen - nicht nur zur Hochzeit, bei der Taufe oder anderen Familienfeiern. Die Motive wie Schneeballblüten, Eiche, Trauben und Mohnblumen stammen aus vorchristlicher Zeit. Sehr dekorativ sind auch ruschnyky, bestickte Schals, mit denen die Ikonen geschmückt werden. Sie dürfen die Tücher daheim als Tischläufer zweckentfremden.
HochprozentigesBeim Wodka reicht das Angebot von protzig aufgemachten Edelmarken bis zum Selbstgebrannten. Die Marktführer heißen Hortiza, Medoff und Nemiroff. Neben reinem Wodka gibt es unzählige aromatisierte Varianten: mit Chili und Honig, Cranberry oder Birkensaft. Ordentlichen Cognac produzieren Koktebel und Schustow (Odessa).
KunstvollesDie schönsten Ostereier (pysanky) stammen aus der Westukraine. Filigrane Linien werden mit heißem Wachs vorgezeichnet und nach dem Färben abgekratzt. Fast überall zu finden sind Schnitzereien wie Löffel, Kämme, Pfeifen oder Schüsseln sowie petrikiwka - ukrainische Holzlackmalerei mit Feder-, Blätter- oder Blütenmustern. Die echten Stücke sind ihren hohen Preis wert. Die bulawa, die zeremonielle Kosakenkeule, ist wohl eher etwas für Karneval.
PrickelndesUkrainischen Wein können Sie links liegen lassen. Bis auf wenige Überraschungen schmecken die hier produzierten Tropfen verwöhnten westlichen Gaumen nicht. Lobenswerte Ausnahme: trockener Krimsekt. Empfehlenswert sind die „Brut“-Qualitäten von Solotaja Balka (schwarzes Etikett) und von Nowyj Swet (silbernes Etikett), sowie der trockene Rotsekt von Artjomskoje.
SüssesZwei Millionen Ukrainer züchten Bienen. Ob würziger Buchweizenhonig oder duftige Maitracht von Klee oder Akazien: Sie dürfen kosten. Lebkuchen werden das ganze Jahr hindurch gegessen. Mit Holzmodeln werden die prijaniki (prijanosti = Gewürze) in Herz- oder Heiligenform gebracht und mit Zuckerguss glasiert. Mischa der Bär, Gulliver oder Rotkäppchen schmücken die konfety, einzeln farbenfroh verpackte Schokowaffeln. Das hübsche Retro-Naschwerk wird lose nach Gewicht verkauft.
WärmendesIm Winter gibt's was auf die Ohren: eine echte Fellmütze (uschanka; uschy = Ohren) aus Hase, Fuchs oder Nerz. Auf Märkten wird Ihnen oft billiges China-Imitat angedreht, gehen Sie lieber in ein Kaufhaus oder ins Pelzfachgeschäft. Beachten Sie die Artenschutzbestimmungen!
Kiew und Umgebung
Kuppeln, Kastanien und Kapitalismus am Dnjepr
Die Hauptstadt der Ukraine ist eine atemberaubende Metropole in Gold und Grün
Kiew brodelt, aber schon kurz vor den Toren der Stadt folgt das Leben einem gemächlicheren Takt.
In der flachen Landschaft verteilen sich ausgedehnte, überraschend grüne Datscha-Gebiete mit versteckten Badeseen. Auf der Desna paddeln Freizeitkapitäne um die Wette. Nördlich von Kiew weitet sich der Dnjepr zu einem gewaltigen Stausee, dem Kiewer Meer. Die Landschaftsparks von Bila Zerkwa und Uman liegen einen Tagesausflug entfernt. Auch historisch Interessierte kommen rund um die Hauptstadt auf ihre Kosten: Tschernihiw in der nördlichen Zentralukraine punktet mit uralten Kirchen und Klöstern. Perejaslaw-Chmelnyzky war schon zu Zeiten der Kiewer Rus eine sehr vitale Stadt und hat viel sehenswerte Substanz bewahrt. Und auch die jüngste Geschichte ist präsent: In eineinhalb Stunden erreichen Sie die Tschernobyl-Sperrzone.
Von der Aussichtsplattform der Siegesstatue „Mutter Heimat“ liegt Kiew Ihnen zu Füßen: goldene Kuppeln, der glitzernde Dnjepr mit seinen Inseln und Stränden.
Domaschnia Kuchnia: Die Kantinenkette macht jeden günstig satt. z.B. wul. B. Chemelnyzkoho 16-22, wul. Kostjantinovska 2a, Pr. Peremohy 31. Konkurrent Pusata Chata ist genauso gut. Wul. Basejna 1 und wul. Sahajdatschnoho 24
Lemberg und der Westen
Hohe Gipfel, stolze Burgen und ein Hauch von Habsburg
Im Westen locken die Karpaten und reizvolle Städte mit verwehten Spuren großer Vergangenheit
Unberührte Natur und Einsamkeit in einem der letzten Buchenurwälder Europas. Schneebedeckte Zweitausender, wilde Bergbäche und Holzkirchen.
Fernab vom Massentourismus haben sich in den Karpaten reizvolle Dörfer und Kleinstädte erhalten. Wie vor 100 Jahren züchtet der Volksstamm der Huzulen Schafe und bewahrt sein farbenfrohes Kunsthandwerk. Gleichzeitig war der Westen immer Schmelztiegel der Kulturen. Über Jahrhunderte wurden die Grenzen verschoben. Alle vier Nachbarn, Polen, die Slowakei, Ungarn und Rumänien, gehören jetzt zur Europäischen Union. In Galizien sind die Menschen stolz auf ihre multikulturelle Vergangenheit: Das elegante Lemberg bezaubert mit k. u. k. Flair, polnischen und armenischen Kirchen. In Tschernowitz, der alten Hauptstadt der Bukowina, in Brody und Drohobytsch erschüttern die letzten Spuren der ausgelöschten jüdischen Kultur. Alte Kurbäder punkten mit funkelnden Wellnesstempeln. In Podolien östlich der Karpaten zeugen stolze Schlösser und Burgen von blutigen Kämpfen um dieses Stückchen Erde. Der Westen schüttelt das sowjetische Erbe schneller ab als andere Landesteile: Die Menschen sprechen selbstbewusst Ukrainisch - und sie blicken nach Westen. Nirgendwo ist die Ukraine europäischer und nirgendwo ukrainischer als an dieser Schnittstelle zwischen Ost und West.
Auf Ihrem Weg in die Karpaten kommen Sie an der ostgalizischen Kleinstadt kaum vorbei.
Rund um die Stadt (98000 Ew.) hat der Fluss Smotrytch vor 2 Mio. Jahren einen 40 m tiefen Canyon in den Kalkfelsen gefressen.
Lwiw (ukr.), Lwow (russ./poln.), Lemberg - gleich drei Namen haben die Ukrainer für die große, alte Schöne.
Die restaurierten Fassaden in der ehemaligen Herrengasse (wul. Kobyljanskoji) erstrahlen in Pastelltönen.
Eisbar Pinguin: Sowjeteisdiele neben der Lemberger Oper. Vanilleeis mit einem Klacks Marmelade für 3 UAH. An den Stehtischen schlürfen Rentner den billigsten Wodka der Westukraine. Tgl. 9-22 Uhr | pl. Swobody 43
Odessa und auf der Krim
Sommerfrische mit Zarenglanz
Mediterrane Momente in der abwechslungsreichen Landschaft am Schwarzen Meer
Am Schwarzen Meer und auf der Krim gibt sich die Ukraine mediterran: Odessa, Jalta oder Sewastopol bringen Ihre Phantasie in Schwung. Vielvölkergemisch und Zarenglanz, Weltpolitik und Orient, blutige Kriege und ruhmreiche Schwarzmeerflotte, würzige Seeluft und prickelnder Krimsekt. Ein äußerst belebender Mix.
Die Krim war Sommerfrische des Adels und Mallorca des Sozialismus. Und auch wenn heute die Türkei und Ägypten bei den Ukrainern höher im Kurs stehen, bleiben viele der Halbinsel treu. Auch wegen ihrer abwechslungsreichen Landschaft: weite Steppen im Norden, Sandstrände und Salzseen im Westen, Berge und Kiesstrände im Süden, raue Felsen im Osten, die jäh ins Meer abfallen, Tropfsteinhöhlen, Weingärten, Zypressen und Palmen. Tauchen Sie ein in das Völkergemisch Odessa oder schippern Sie im Holzkahn ins Donaudelta. Entdecken Sie auf der Krim griechische Ruinen, Sowjetsanatorien, tatarische Siedlungen und lärmige Partystrände. Wandern Sie durch stille Schluchten oder erkunden Sie die Insel mit dem Mountainbike.
Niedrige Häuser mit üppigen Obstgärten reihen sich vor den steilen Sandsteinformationen einer kilometerlangen Schlucht aneinander.
Handtuch an Handtuch grillen die Sonnenhungrigen an Jaltas (80000 Ew.) Hafenbecken, direkt an der Uferpromenade ul. Lenina.
Hoch über der Bucht flanieren die Odessiter auf dem Primorsky Bulwar unter schattigen Platanen. Von unten dringen die Geräusche des Hafens ans Ohr.
An vielen weißen Prachtbauten weht selbstbewusst die russische Fahne - nirgendwo fühlt sich die Krim russischer an als in Sewastopol (380000 Ew.).
Günstig schlafen: Elf einfache, saubere Zimmer ab 35 Euro vermietet die deutsche ev.-luth. Kirche St. Paul in Odessa. Auf Wunsch mit Frühstück. Ul. Nowoselskogo 68 | Tel. 0487/773261 | guests_lut@ukr.net
Der Osten
Herz aus Kohle und Stahl
Sowjetarchitektur und pulsierende Millionenmetropolen im Osten
Im Osten schlägt das industrielle Herz des Landes. Die Menschen schuften in den veralteten Kohlegruben und Eisenhütten des Donezbeckens. Umweltschutz und Sicherheit rücken nur langsam ins Bewusstsein. Einstweilen bilden die Kokereien und Stahlwerke das wirtschaftliche Rückgrat. Die Arbeiter wissen das - und sind stolz darauf.
Die Millionenstädte im Osten vibrieren. Fußball und Kohle bilden im Donbass eine Einheit. Im Finanzzentrum Dnipropetrowsk drehen sich die Baukräne. Und Charkiw s Sowjetpomp ist ein Muss für Architekturfans.
Stahlbeton und Jugendstil, Parks und Trabantenstädte, eine lebendige Clubszene - immer mehr junge Leute, Intellektuelle und Schriftsteller ziehen den quirligen Underdog der Hauptstadt Kiew vor.
Bevor Sie sich die Zunge brechen, sagen Sie wie die Einheimischen einfach „Dnjepr“.
Steinkohle und Chemie haben Donezk (1,1 Mio Ew.) reich gemacht. Und alle sollen es wissen: Am Anfang der ul. Artema, Donezks Lebensader, hält ein monumentaler Bronzebergmann einen riesigen Klumpen Kohle in der Hand.
Sattmacher: Die SB-Kantine Pusata Chata in Charkiw füttert die hungrigen Massen. Tgl. bis 23 Uhr | ul. Sumskaja 2 | €
Ausflüge und Touren
Sonnendeck, Burgentrio und Champagnerprickeln
Drei Schlösser rund um Lwiw besuchen, auf dem Flussschiff den Dnjepr hinabschippern und eine aktive Weintour im Osten der Krim
Das goldene Hufeisen: drei Schlösser bei LwiwDie Schlösser in Olesko, Pidhirzi und Solotschiw sind wie geschaffen für einen Tagesausflug mit dem Auto. Sie sollten allerdings zeitig aufbrechen.
Mit dem Flussschiff über den DnjeprMorgens leichte Qi-Gong-Übungen auf dem Sonnendeck. Nach dem Frühstück staunen über die Sattelfestigkeit der Reiterkosaken. Nachmittags ziehen unendliche Schilfgestade vorbei. Abends verwöhnt Sie der Chefkoch. Und nachts können Sie sich am Sternenhimmel sattsehen.
Ostkrim: Felsen, Cognac und ChampagnerProbieren Sie den Champagner der Zaren und erkunden Sie das Cognacland in Koktebel im Osten der Krim. Wanderungen und Schwimmen machen Sie nach Verkostungen wieder munter. Fahren Sie die Tour (zwei Tage) mit dem Mietwagen oder mit Taxis.
24h
Ein Tag in Odessa
Action pur und einmalige Erlebnisse.
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Frühstück im StadtparkDie ukrainischen Frühstücksvariationen reichen von süß bis deftig. Im Café Klara Bara, das mitten im Stadtpark liegt, haben Feinschmecker die Qual der Wahl: Hähnchenleberpastete mit Essiggurken auf Toast oder doch lieber Kirschstrudel? Eine Tasse kräftigen Tees sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Wo? Gorsad | Tel. 0482/7413331 | www.klarabara.od.ua
Schiff ahoi!Die Yacht wartet schon. Also nichts wie an Deck, Segel setzen und das Gesicht in den Wind halten. Der Luxus ist perfekt, denn die Crew des Odessa International Yacht Clubs übernimmt die Arbeit an Bord. Also entspannen und die Aussicht auf den Hafen und die Küste vor Odessa genießen. Wo? Ul. Dovzhenko 4 | Kosten: ca. 105 UAH/Std. | Tel. 0482/681220 | www.yachting.odessa.ua
Dolphin WatchingIm Delphinarium Nemo haben Tierliebhaber die Gelegenheit, Delphine live zu erleben. Nach einer der Shows steigt man zusammen mit einem erfahrenen Trainer ins kühle Nass. Dabei kommt man den neugierigen Tieren ganz nah! Wo? Plash Lansheron 25 | Anmeldung unter Tel. 048/7207070 | Kosten: ca. 80 Euro/10 Min. | www.delfinariy.od.ua
Traditioneller LunchDie Mauern des Restaurants Datscha haben nicht nur einiges an ukrainischer und russischer Geschichte gesehen, hier werden auch ganz traditionelle Gerichte wie Borschtsch aufgetischt. Der Stil des ehemaligen Landhauses der Zarenära wurde auch während der Zeit als sowjetisches Sanatorium erhalten. Unbedingt probieren: die leckere hausgemachte Limonade. Wo? Francuskij bul. 85/15 | Tel. 048/7143119 | www.dacha.com.ua
LabyrinthDer Sandstein, auf dem Odessa erbaut wurde, ist von Tunneln und Katakomben durchzogen. Während des Zweiten Weltkriegs waren sie ein perfektes Versteck für Schmuggler, Revolutionäre und Partisanen. Ein Guide von Ganezh führt durch die verwinkelten Schächte ukrainischer Geschichte. Wo? Ul. Novoselskogo 60 | Anmeldung unter Tel. 048/7288096 | Kosten: ca. 22 Euro/2 Std. | www.visit2odessa.com
Historische FahrtJetzt kommen Nostalgiker voll auf ihre Kosten: In den bunten Gondeln der urigen Drahtseilbahn geht es die Klippen zum Strand von Otrada hinab. Gerade rechtzeitig, um die letzten Sonnenstrahlen von der Bucht aus zu genießen. Hier kann man die Seele baumeln lassen und Kraft für die Nacht tanken. Wo?Otrada
Kreativer AbschlussScarlet Sails ist eines der ältesten Restaurants in Odessa. Umso kreativer sind die Gerichte des Hauses! Die Spezialität ist die Scarlet-Sails-Entenbrust mit Mango, Brandy, Rotwein und Orangenschale - ein willkommener Ausgleich zur traditionellen Küche! Wo? Ekaterininskaja 14 | Tel. 0482/250758 | http://alie-parusa.odessa.ua
Dancefloor deluxeSehen und gesehen werden ist das Motto im Stereo. Der Club lässt die Herzen der Partypeople höher schlagen. Lasershows, Tanzeinlagen und Co. heizen dem Publikum mächtig ein. Jetzt heißt es rauf auf die Tanzfläche und sich ganz den R-'n'-B-Sounds hingeben. Schließlich ist die Nacht noch jung. Wo? Am stylishen Arkadia Beach in Odessa | www.stereo.od.ua
Sport und Aktivitäten
Mit Spürsinn zum Ziel
Ob im Sattel ihres Mountainbikes oder auf dem Rücken eines Pferdes: Dieses Angebot stellt Aktivurlauber zufrieden
Raus an die frische Luft! Ob Rafting oder Reiten, Mountainbiking oder Wandern, Paragliding, Schwimmen, Surfen oder Tauchen: Aktivurlauber haben die Qual der Wahl.
Manchmal braucht es zwar etwas Spürsinn, um ans Ziel zu kommen, denn nicht überall kommen Sie mit Englisch weiter. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Fragen Sie in den Hotels und Ferienzentren nach. Viele Aktivangebote werden zum Paket geschnürt - ein Relikt aus Sowjetzeiten. Aber immer mehr Individualisten sind zwischen Karpaten und Krim unterwegs.
BanjaDas russische Schwitzbad ist auch in der Ukraine sehr beliebt. Leichte Schläge mit feuchten Birkenzweigen gehören genauso zum Ritual wie das kalte Bier danach. Eine Institution in Kiew seit 1895: Zentralnyje Torgowyje Bani (wul. Mala Schitomyrska 3a | Tel. 044/2780378).
RadfahrenTrotz Hitze und fehlender Radwege: Fahrradtouren auf der Krim werden immer öfter nachgefragt. Mountainbikeclubs und Radenthusiasten stellen Touren zusammen (www.mt.crimea.com | www.velosipeda.net | http://vt.crimea.ua). In den Karpaten schildert der Verein Bikeland Radwege aus. Eine 8-tägige, geführte Radtour durch Transkarpatien von Tschop nach Mukatschewo bietet Alissa Smyrna in Dubrynytschi (ass@waldkarpaten.org). Fahrradverleih in Kiew, den Karpaten und auf der Krim (Bachtschisaraj): www.veloprokat.kiev.ua.
RaftingPures Adrenalin: Wildwassertouren auf dem Tscheremosch in den Karpaten (nur im Mai) organisiert der Tourclub in Ternopil (2- bis 4-tägige Komplettpakete 100-140 Dollar | Tel. 096/2124071 (Englisch) | tourclub.ternopil@gmail.com). Der Verein bietet auch ganzjährig Kanutouren auf dem Dnister, vorbei an felsigen Ufern, Wasserfällen und Festungen. Buchbar auch über den deutschen Veranstalter | www.trembita.de.
ReitenDer Reitclub Solotaya Podkowka (ul. Sewernaja 1 | Tel. 06560/72121 | www.horse-club.crimea.ua) vermittelt mehrstündige bis mehrtägige Reitausflüge (mit Zeltlager) ins Demerdshi-Gebirge auf der Krim. Start in Lutschistoje bei Aluschta. Reiten in der Großstadt: In Kiew auf der Truchaniw-Insel bei KLL Argamak (nach der Fußgängerbrücke rechts | Tel. 044/4288638). Für Ausritte in der Umgebung bietet sich der Reitclub Butenko in Proziw (Nähe Kiew-Borispil) an. Erstklassige Reithalle. Tgl. 10-24 Uhr | wul. Komsomolska 12 | Tel. 044/5938033. In den Karpaten helfen Gastgeber von Privatquartieren und Hotels weiter.
SegelnYachtcharter in allen größeren Touristenorten auf der Krim. Falls Sie auf dem Dnjepr kreuzen wollen: Der Kyiv Cruising Yacht Club in Kiew vermietet zwei Yachten mit 18 und 25 Plätzen (Dniprowska Nabereschna 12 | www.kievsail.com | Metro: Osokorki). Eddie's Boats vermittelt zehn Boote (2-65 Personen) auf dem Dnjepr (Tel. 044/5318227).
SkifahrenBukowel ist das modernste und größte Skigebiet in den Karpaten. Dragobrat liegt auf 1350 m. Stabile Schneedecke von Ende November bis Mitte Mai. Vom Bahnhof im 18 km entfernten Jasinja aus fahren Jeeps bis zum Skizentrum. In Dragobrat finden Sie Herbergen, einfache Touristenbasen, private Gästezimmer und Skiverleih. Zurzeit vier Skilifte, das Angebot wird weiter ausgebaut. www.dragobrat.poltava.ua
SprachkurseUkrainisch- oder Russischschulen finden Sie in allen größeren Städten. Einzelunterricht ist immer möglich. Sprachferien mit Familienanschluss vermitteln in Odessa das Bayerische Haus (Tel. 0487/150120 | www.bayernhaus.com.ua) oder in Charkiw das Nürnberger Haus (Tel. 057/7063413 | info@nuernbergerhaus.kharkov.ua). In einer krimtatarischen Siedlung am Fuß des Aj Petri liegt die Feriensprachschule Muschinski mit Minihotel. Die Besitzerin versteht Deutsch und organisiert Wanderungen und Fahrradtouren. 8 Zi. | ul. 16-go Sentjabrja 17 | Korejs | Ortsteil Samota | Tel. 0654/244308 | www.muschinskaya.com
TauchenAn einigen Küstenteilen der Krim können Sie die faszinierende Unterwasserwelt des Schwarzen Meers erkunden. Professionelle Tauchbasen gibt es bislang nur in Balaklawa und in Sudak. Auch rund um das Kap Tarchankut im äußersten Westen treffen sich Taucher. Infos: www.tarhankut.crimea.ua/diving-club.html | http://baza.crimea.ua/diving.html | www.sebastopol.ru/5824479614
WandernDie Waldkarpaten bezaubern mit aussichtsreichen Höhenwegen. Verschiedene Organisationen fördern ökologischen Tourismus, z.B. die Darmstädter Ushtal-Stiftung (www.uzhtal.de). Eine Wandertour von Ushgorod über den Karpatenkamm nach Tschernowitz ist unter www.carpatroute.com beschrieben. Geführte Bergwanderungen auf der Krim, z.B. von Bachtschisaraj durch Canyons, Flüsse und Höhlen nach Jalta (6 Tage) oder in die Ostkrim (6 Tage), bietet www.outdoorukraine.com. Dort auch Wanderkarten. Individuelles Höhlentrekking, Wander- und Klettertouren mit deutschsprachigen Führern vermittelt auch das Crimean Tourism Development Centre in Jalta (ul. Moskowskaja 1/6 | Tel. 0654/324243 | resort@yalta.crimea.ua).
WellnessDie mineralienreichen Salzseen bei Odessa und im Westen der Krim liefern heilsamen Schlamm. Baden Sie am östlichen Ufer des Sasyk-Siwasch, des größten Krim-Salzsees bei Saki (75 km²). Viele Sanatorien auf der Krim bieten Massagen, Sauna und medizinische Anwendungen. Ohne Russischkenntnisse ist die Verständigung aber nicht immer leicht. Einfacher entspannen Körper und Seele in modernen Hotels mit Spabereich.
Wind- & KitesurfenKap Kasantip auf der Krim an der Küste des Asowschen Meers ist das Muss für Windsurfer. Kitesurfer treffen sich auf dem Salzsee in Myrnij bei Jewpatorija im Westen der Halbinsel. Auch für weniger Geübte ein sicheres Terrain. Die Gebiete sind touristisch kaum erschlossen. Bringen Sie eigene Ausrüstung und Verpflegung mit!
Mit Kindern reisen
Für kleine Entdecker
Zirkusakrobaten, Puppenbühnen und Planschparadiese: Kinder dürfen sich in der Ukraine wie kleine Könige fühlen
Ihre drei Monate Sommerferien verbringen ukrainische Kinder traditionell im Ferienlager und bei Oma und Opa auf der Datscha. Die Kleinen werden nach Strich und Faden verwöhnt. Probieren Sie es aus: Mit einem Kind werden Sie in Geschäften vorgelassen und Sie bekommen einen Sitzplatz im Bus. Aber holprige Bürgersteige und fehlende Aufzüge machen den Stadtbummel für kleine Füße nicht immer zum Vergnügen. Animation, Spielplätze oder Planschbecken entsprechen nicht immer westeuropäischen Vorstellungen. Aber Sie müssen Ihren Nachwuchs nicht zu Hause lassen. Vor allem die Krim eignet sich für einen kindgerechten Urlaub: Hier können Sie zusammen baden, wandern, Höhlen besichtigen, reiten oder mit dem Schiff fahren (www.biss-reisen.de). Familienfreundliche Hotels finden Sie am ehesten rund ums Schwarze Meer.
Praktische Hinweise
Von Adressangaben bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Reise in die Ukraine
AdressangabenDie Ukraine ist zweisprachig: Auf der Krim und im Osten des Landes finden Sie russische Bezeichnungen, im Westen und im Zentrum ukrainische. Die Adressen sind im Band je nach Landesteil in der aus dem Ukrainischen oder Russischen transkribierten Form angegeben. Straße: wulyzja/uliza (wul./ul.); Platz: ploschtscha/ploschtschad (pl./pl.); Prospekt: prospekt (pr.); Boulevard: bulwar (bul.); Gasse: prowulok/pereulok (prow./per.)
AutoDie Anreise kann ein Abenteuer sein, vor allem wegen der schlechten Straßen. An den Grenzen kommt es häufig zu Wartezeiten. Der Halter muss mit im Auto sitzen, sonst wird seine beglaubigte Vollmacht benötigt. Grüne Versicherungskarte und internationaler Führerschein sind Pflicht.
Bahn oder BusTäglich fährt ein Direktzug Berlin-Kiew über Polen (24 Std.). Auch nach Odessa gibt es eine durchgehenden Zug. Von Wien nach Kiew muss man in Krakau umsteigen (22 Std.). Täglich Abendzug Wien-Lemberg (26 Std.). Viele Fernbusverbindungen, auch von kleineren Städten (Dt. Touring | Tel. 069/790350 | www.touring.de | www.eurolines.at).
FlugzeugMit Lufthansa von Frankfurt und Düsseldorf nach Kiew, von München auch nach Donezk und Lwiw. Billigflüge von Köln und Dortmund nach Kiew und Lwiw mit Germanwings (www.germanwings.com) bzw. Wizz Air (www.wizzair.com). AUA (www.aua.com) fliegt von Wien nach Kiew, Lwiw, Charkiw, Dnipropetrowsk und Donezk. Ukraine International (www.flyuia.com) von Berlin, Frankfurt, Wien und Zürich nach Kiew, von Frankfurt auch nach Simferopol und Lemberg. Aerosvit (www.aerosvit.com.ua) bedient von Kiew Hamburg und Düsseldorf. Inlandsflüge mit Aerosvit, Ukraine International, DonbassAero, Dniproavia und Wizz Air.
AuskunftBislang unterhält die Ukraine keine offiziellen Tourismusbüros im westlichen Ausland und auch keinen Internetauftritt für internationale Gäste. Noch fehlen vielerorts städtische Tourismusbüros, die sprachlich und organisatorisch auch westeuropäischen Touristen weiterhelfen könnten. Mit der Fußball-EM 2012 wird sich dies höchstwahrscheinlich ändern. Zumindest in den Metropolen tut sich was: In Hotels oder Restaurants liegen kostenlose Stadtpläne (plan mista/goroda) aus, manchmal auch Broschüren in englischer Sprache. Seien Sie beruhigt: Die meisten Ukrainer sind äußerst hilfsbereit und werden Ihnen den Weg zur Not mit Händen und Füßen erklären. Oder fragen Sie in einem Reisebüro nach: Dort spricht bestimmt jemand ein paar Brocken Englisch.
AutoVermeiden Sie Nachtfahrten über Land. Schlechte Straßen, fehlende Markierungen und Hindernisse auf der Fahrbahn erhöhen das Unfallrisiko. Viele Verkehrsteilnehmer verhalten sich unberechenbar. Die Beschilderung (kyrillisch) kann lückenhaft sein. Im Straßenverkehr gilt striktes Alkoholverbot. Tempolimit auf mehrspurigen Landstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, innerorts 60 km/h. An Tankstellen sind Vorkasse und Bedienung üblich.
Deutsche BotschaftWul. B. Chmelnyzkoho 25 | 01901 | Kiew | Tel. 044/2476800 | www.kiew.diplo.de/Vertretung/kiew/de/Startseite.html
Österreichische BotschaftWul. I. Franka 33 | 01030 Kiew | Tel. 044/2772790 | www.bmeia.gv.at/botschaft/kiew.html
Botschaft der SchweizWul. Kozyatynska 12 | 01015 Kiew | Tel. 044/2816128 | www.eda.admin.ch/kiev
EinreiseSie benötigen einen Reisepass, der noch mindestens drei Monate über den Reisetermin hinaus gültig ist. EU-Ausländer und Bürger der Schweiz brauchen kein Visum, wenn der Aufenthalt 90 Tage pro Halbjahr nicht überschreitet. Im Flugzeug werden Einreisekarten ausgeteilt. Füllen Sie beide Abschnitte aus, einer bleibt bis zur Ausreise in Ihrem Pass. Kopieren Sie wichtige Dokumente.
EintrittspreiseIn staatlichen Museen zahlt man meist wenige Hrywnja, umgerechnet etwa 50 Cent bis ein Euro. Etwas teurer ist der Besuch der Adelspaläste auf der Krim und berühmter Klöster (ca. 3 Euro).
FährenWöchentliche Fähre von Odessa nach Istanbul (22-32 Std. | www.ukrferry.com), unregelmäßig auch von Jalta, Sewastopol, Cherson und Jewpatorija. Informationen an den Hafenterminals oder www.ferrylines.com.
FotografierenMilitäranlagen sollten Sie grundsätzlich nicht fotografieren. Bisweilen sind Kameras auch in Kirchen nicht erwünscht. Museen und Klöster verlangen meist eine kleine Gebühr fürs Fotografieren. Zahlen Sie nicht mehr als 10 UAH.
Geld & KreditkartenEine ukrainische Hrywnja (UAH) entspricht 100 Kopeken. Es sind alte und neue Banknoten im Umlauf (von 1 bis 500 UAH). Mit der Landeswährung können Sie überall bezahlen. Den günstigsten Kurs bekommen Sie in Wechselstuben. Vermeiden Sie, am Flughafen oder an sehr touristischen Orten Geld zu wechseln. Durch die hohe Inflation können sich die im Reiseführer genannten Preise ändern. Immer mehr Hotels, Restaurants und Geschäfte akzeptieren auch Kreditkarten. Bis zu 10000 Euro Bargeld dürfen Sie ohne Zollerklärung ein- bzw. ausführen. An Geldautomaten können Sie Bargeld per Kreditkarte abheben, manchmal auch mit EC-Maestro-Karten. Achten Sie an den Automaten auf Spuren von Manipulation und lassen Sie Ihre Karte bei Verdacht sofort sperren.
GesundheitDie medizinische Versorgung entspricht nicht westeuropäischem Standard. Die Ausstattung der Krankenhäuser ist oft mangelhaft. Nur in größeren Städten gibt es moderne Privatkliniken und Praxen. Ärzte müssen bar bezahlt werden. Behandlungskosten werden von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Schließen Sie eine Auslandskrankenversicherung ab. Es besteht ein dichtes Netz von Apotheken. Leitungswasser ist nicht überall genießbar. Weichen Sie auf Mineralwasser aus. Waldpilze, Beeren und Wild können noch radioaktiv belastet sein. Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich aber der Schutz gegen Tetanus und Kinderlähmung. In ländlichen Gebieten besteht das Risiko, sich mit Hepatitis A anzustecken. Tuberkulose und HIV/Aids haben in den letzten Jahren stark zugenommen.
InternetInformationen zu den wichtigsten touristischen Regionen: www.tourism-carpathian.com.ua | www.cultureandtourism.lviv.ua | www.ct.lviv.ua/map | www.tourism.crimea.ua/eng | http://odessatourism.in.ua | www.kharkov.ua | www.gorod.dp.ua/multilang/de. Die schönsten Burgen und Festungen mit Fotos und englischsprachigen Infos auf http://castles.com.ua. Fotos ukrainischer Holzkirchen, allerdings versehen mit ukrainischen Texten finden Sie hier: http://community.livejournal.com/derexkhramy.
Internetcafés & WlanSelbst in vielen kleineren Orten gibt es inzwischen Internetcafés. Wlan ist vor allem in Hotels, Cafés und Restaurants verfügbar. Achten Sie auf Wifi-Aufkleber an den Schaufenstern.
Klima & ReisezeitDas Klima ist gemäßigt kontinental. An der Südküste der Krim herrscht subtropisches Mittelmeerklima. Dort kann es bis in den Oktober hinein sehr mild sein. Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und September.
MedienLandesweit senden ein staatliches und mehrere private TV-Programme sowie unzählige Lokalsender. Die wichtigsten überregionalen Zeitungen heißen Fakty i Kommentarii, Serkalo Nedeli (engl. Webseite: www.mw.ua), Djen (www.day.kiev.ua/en), Kommersant und Segodnja. Die Nachrichtenagenturen Unian (http://unian.net/eng/) und Interfax (www.interfax.com.ua/eng) versorgen Sie mit aktuellen Informationen.
MietwagenInternationale Mietwagenfirmen unterhalten Niederlassungen in großen Städten, meist an Flughäfen. Daneben gibt es auch lokale Verleiher, z.B. http://rent-cars.com.ua | www.rentacar.com.ua | www.crimearent.org.ua
NotrufFeuerwehr: Tel. 101, Polizei: 102, Notarzt: 103. In kleineren Städten gilt die zentrale Notrufnummer 112.
Öffentliche VerkehrsmittelGroße Entfernungen überwinden Sie am schnellsten mit dem Flugzeug. Die Großstädte sind mit Nachtzügen verbunden. Im Liegewagen (plazkartny wagon) sind die Kojen zum Gang hin offen. Etwas komfortabler reisen Sie im Viererabteil (kupe). Bettwäsche vermietet der Schaffner. Fahrkarten (bilety) gibt es an Bahnhöfen. Beim Ticketkauf müssen Sie Ihren Reisepass vorzeigen. Verständigung auf Englisch ist leider noch nicht die Regel. In den Ferien und um Feiertage herum sind Züge oft ausgebucht. Fahrpläne und Preise unter www.uz.gov.ua. Fernbusse fahren meist von zentralen Omnibusbahnhöfen (awtowaksal), sind sehr günstig mit unterschiedlichem Komfort. www.autolux.ua | www.sherif.com.ua | www.gunsel.com.ua | www.ukrbus.com
ÖffnungszeitenGeschäfte und Kioske haben oft bis spät in die Nacht geöffnet, einige Supermärkte sogar rund um die Uhr. Auch am Wochenende und an Feiertagen können Sie einkaufen. Restaurants und Cafés kennen ebenfalls keine Ruhetage. Meistens kriegen Sie bis 23 Uhr etwas Warmes. Im Reiseführer sind davon abweichende Zeiten angegeben.
PostPostämter haben meist von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Hier können Sie telefonieren und oft auch ins Internet.
SicherheitAm Flughafen Kiew kommt es häufiger zu Diebstählen aus dem Gepäck. Schließen Sie Koffer ab und verstauen Sie Wertgegenstände im Handgepäck. In U-Bahnen und Bussen sind Taschendiebe unterwegs. In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu rassistisch motivierten Übergriffen auf Ausländer mit nichteuropäischem Aussehen.
StromDie Netzspannung beträgt 220 Volt. Adapter sind nicht notwendig.
TaxiDie meisten Taxis besitzen keinen Taxameter. Nennen Sie Ihr Ziel und den Preis, den Sie zahlen wollen. Eine Fahrt im Kiewer Zentrum sollte nicht mehr als 40 UAH kosten, die Strecke vom Flughafen Boryspil ins Zentrum etwa 150 UAH. Taxirufzentralen sagen den Preis an. Manchmal spricht man dort Englisch.
Telefon & HandyHandygespräche sind durch Roaming sehr kostspielig. Günstiger wird es mit einem Prepaid-Paket (ukr. SIM-Karte plus Guthaben), die von Straßenhändlern angeboten werden. Auch für Festnetzanrufe in die EU werden Prepaid-Karten verkauft. Nach Deutschland wählen Sie 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041, dann die Ortsvorwahl ohne Null und die Telefonnummer. Die Vorwahl der Ukraine lautet 0038.
TrinkgeldIn Restaurants und Cafés sind 5-8 Prozent üblich. Legen Sie das Trinkgeld in das Mäppchen, in dem Sie das Wechselgeld zurückbekommen. Bei Ausländern und größeren Gruppen schlagen manche Gastronomen automatisch eine Bedienpauschale auf. Prüfen Sie Ihre Rechnung: Bedienung heißt обслуживание (Obslushiwanije).
UnterkunftIn Touristenorten bieten Ukrainer an Bahnhöfen oder Bushaltestellen Privatquartiere an. Klären Sie möglichst viel vorab (Dusche, Frühstück, Erreichbarkeit), natürlich auch den Preis. Agenturen vermieten modern eingerichtete Apartments, auch online. Camping- und Zeltplätze haben oft sehr einfachen Standard. Viele Hausbesitzer erlauben das Zelten auf ihrem Grundstück.
ZeitBei der Einreise müssen Sie die Uhr um eine Stunde vorstellen. Die Sommerzeit gilt wie in Westeuropa.
ZollKunstgegenstände, die nach 1950 hergestellt wurden, dürfen ausgeführt werden. Für bestimmte Antiquitäten gelten Sondervorschriften (vgl. Reisehinweise: www.auswaertiges-amt.de). Zollfrei dürfen Sie mitnehmen: 1 l Spirituosen und 4 l Wein und 16 l Bier. 200 Zigaretten oder 250 g Tabak sowie andere Waren für bis zu 300 Euro (Flugreisende: 430 Euro).
KaffeeEtwa 1,50 Euro im Kaffeehaus
BierAb 50 Cent für eine Flasche (0,5 l)
U-Bahn17 Cent für eine Fahrt in Kiew
ImbissEtwa 80 Cent für eine Portion Mlynzi (Crêpes)
Benzin60 Cent pro Liter
SouvenirEtwa 20 Euro für ein besticktes Hemd
Unser Insider
MARCO POLO Insider Clemens Hoffmann im Interview
Clemens Hoffmann lebt in Kiew. Der Journalist liebt Schaschlik am Dnjepr und staunt, wie die Ukrainerin unfallfrei durchs Leben stöckelt.
Sie leben seit 2007 in Kiew. Wie ist es dazu gekommen?Ich bin mit meiner Frau, einer deutschen Diplomatin, hierher gezogen. Wir sind im Hochsommer angekommen und haben uns gleich in Kiew verliebt.
Was reizt Sie an der Stadt?Kiew ist wahnsinnig grün. Und immer überraschend: Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht etwas Unvermutetes entdecke: eine bröcklige Jugendstilfassade. Ein stilles Kirchlein. Einen neuen Ausblick auf den großen Fluss. Ich wundere mich immer noch, wie die jungen Frauen hier auf schwindelerregenden Absätzen unterwegs sind, ohne zu straucheln.
Und was mögen Sie an Kiew nicht so?Die täglichen Staus. Die rücksichtslos zugeparkten Bürgersteige. Und die gefräßigen Mückenschwärme an lauen Sommerabenden am Dnjepr.
Wo und wie leben Sie genau?Ganz zentral und trotzdem ruhig. Nicht weit vom Opernhaus, in einem schönen Altbau mit Blick ins Grüne.
Sprechen Sie Ukrainisch?Leider nur ein paar Brocken. Aber ich arbeite daran, immer besser Russisch zu lernen. Leider ist der Fortschritt oft eine Schnecke. Und manchmal möchte man aufgeben. Da hilft ein russisches Sprichwort: „Lernen hat eine bittere Wurzel, aber es trägt süße Früchte.“ Warten wir's ab.
Was machen Sie beruflich in der Ukraine?Ich arbeite als Journalist für den ARD-Hörfunk, für Zeitungen und Zeitschriften.
Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autor?Ich bin lange genug im Land, um mich gut auszukennen, aber kurz genug, um nicht vergessen zu haben, welche Informationen für den Anfang nützlich sind.
Mögen Sie die ukrainische Küche?Für ein zünftiges Schaschlik am Dnjepr bin ich immer zu haben. Schließlich will ich diese Fleischhappen eines Tages selbst so unwiderstehlich knusprig hinbekommen. Als Hobbykoch kommt mir entgegen, dass viel mit frischen Zutaten gekocht wird. Fertigprodukte sind zum Glück noch nicht sehr verbreitet.
Können Sie sich vorstellen, irgendwann wieder in Ihrem Heimatland zu leben?Wir führen ein nomadenhaftes Leben. Alle paar Jahre ziehen wir weiter. Trotzdem sind mir Land und Leute ans Herz gewachsen. Ich ahne schon: Die Ukraine wird mir fehlen.
Bloß nicht
Worauf Sie achten und was Sie meiden sollten
Frauen die Hand schüttelnEs sei denn, Sie wollen sich sofort als Ausländer outen. Händeschütteln ist nur unter Männern üblich. Frauen begrüßt man natürlich trotzdem genauso herzlich. Mit einem Nicken oder - wenn man sich schon besser kennt - mit einem Kuss auf die Wange. Apropos Händeschütteln: Niemals über der Türschwelle! Das soll Unglück bringen.
„Sonderzahlungen“ leistenAb und zu werden Reisende von der Verkehrspolizei oder an der Grenze zur Zahlung von Gebühren oder Bußgeldern aufgefordert. Bleiben Sie gelassen. Bestehen Sie im Notfall darauf, ein Protokoll aufzunehmen. Verlangen Sie eine Quittung und notieren Sie Namen und Dienstnummer des Beamten.
Sich mit Drogen erwischen lassenMehrjährige Gefängnisstrafen drohen bereits bei der Einfuhr, dem Besitz, dem Transport oder dem Konsum geringer Mengen weicher Drogen. Drogenschmuggel oder Handel innerhalb der Ukraine wird mit Freiheitsstrafen von bis zu zwölf Jahren geahndet.
Sich nach Geldbündeln bückenSollte Ihnen plötzlich ein Bündel Banknoten vor die Füße segeln, machen Sie einen Bogen darum! Geben Sie das verlorene Geld hilfsbereit zurück, werden die herbeigeeilten Betrüger behaupten, Sie hätten sich beim Aufheben etwas davon in die eigene Tasche gesteckt. Bei der Portemonnaiekontrolle stehlen Ihnen die Schlitzohren dann die Kreditkarte oder Bargeld. Also: Bei unerwartetem „Geldregen“ einfach lächelnd weitergehen.
Sex ohne KondomAids breitet sich in der Ukraine rasant aus. 1,4 % der ukrainischen Bevölkerung sind bereits mit HIV infiziert. In keinem anderen europäischen Land wächst die Zahl der Infizierten so schnell.
Überteuert Taxi fahrenAn allen ukrainischen Flughäfen dasselbe Spiel: In der Ankunftshalle werden Sie von Taxifahrern eingekreist, die nicht selten Wucherpreise verlangen. Lassen Sie sich nicht bedrängen, handeln Sie den Preis herunter oder benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Von allen Flughäfen und Bahnhöfen fahren Busse oder Marschrutkas für wenig Geld ins Zentrum. Ihr Hotel kann Ihnen einen Fahrer vermitteln, der Sie zum Festpreis abholt.
Zu aufreizend in die KircheAuch wenn die Sonne brennt: Achten Sie beim Besuch von Kirchen und Klöstern darauf, dass Schultern und Knie bedeckt sind. Frauen sollten ein Kopftuch anlegen. Obwohl dies nicht überall gleich streng gesehen wird, sind Sie damit auf der sicheren Seite.

