Landes-Info Marokko

Landes-Info Marokko

 
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Unterhaltung

Unterhaltung

Der Norden

Boulevard Pasteur

Wenn der Tag zu Ende geht, flaniert man in Tanger. Ansonsten gibt es am Boulevard Pasteur und in dessen Seitenstraßen Nachtclubs und Hoteldiskotheken.

Unterhaltung

Zentralmarokko

Ain Diab

Das Strandviertel Ain Diab ist das Vergnügungsviertel der Stadt, mit In-Diskos, Bars, Eisdielen etc.

Livemusik

Jazzkonzerte finden häufiger im Café Taros an der Place Moulay Hassan statt, Gnaoua-Musik wird jeden Abend live im Restaurant La Perle d'Essaouira nahe dem Uhrturm gespielt.

Djemaa el Fna und Dar Belarj

Die schönste Abendbeschäftigung in Marrakech ist ein Besuch des Platzes Djemaa el Fna. Das Dar Belarj (Tel. 0524444555 | dar_berlarj@hotmail.com), eine private Stiftung neben der Madrasa Ben Youssef, bietet abends häufig ein kulturelles Programm mit Konzerten, Lesungen und anderen Veranstaltungen. Das stets wechselnde Programm hängt dort oder im Musée Privée de Marrakech aus.

Boulevard Mohammed V

Abends promenieren Sie am besten, zusammen mit Tausenden von marokkanischen Jugendlichen, auf dem Boulevard Mohammed V.

Unterhaltung

Der Südwesten

Diskos und Nachtclubs

Fast alle Hotels haben Diskos und Nachtclubs. Jede Saison ändert sich die In-Location, sodass Sie sich am besten vor Ort erkundigen, was gerade angesagt ist. Marokkanische Touristen ziehen der Disko in der Regel einen Spaziergang an der Corniche vor.

Unterhaltung

Der Große Süden

Dinner und mehr

In den Restaurants Fint und Le Ouarzazate finden abends regelmäßig Dinnerspektakel statt. Diese sind in der Regel allerdings eher schlapp und meist wenig sehenswert. Ansonsten flaniert man in Ouarzazate abends die Hauptstraße entlang oder geht in die Eisdiele an der Place 3 Mars

Auskunft

Auskunft

Der Norden

Tourist-Information

Rue Tariq ibn Ziyad | Tel. 0539982830

Tourist-Information

Boulevard Pasteur | Tel. 0539948661 | Fax 0539948050

Auskunft

Zentralmarokko

Tourist-Information

Rue Omar Slaoui | Tel. 0522271177

Tourist-Information

Zwischen Uhrturm und Stadttor | Tel. 0524783532

Tourist-Information

Boulevard Mohammed V | Tel. 0535623460

Tourist-Information

Boulevard Mohammed V | Tel. 0524432097

Tourist-Information

Place d'Administrative | Tel. 035524426

Tourist-Information

Avenue d'Alger | Rabat-Agdal | Tel. 0537730562

Auskunft

Der Südwesten

Tourist-Information

Place Prince Héritier Sidi Mohammed | Tel. 0528846379 | Fax 0528846378

Auskunft

Der Große Süden

Tourist-Information

An der Hauptstraße am Abzweig nach Zagora | Tel. 0524882485

Einkaufen

Einkaufen

Der Norden

Markt

Montags und donnerstags ist Markt auf dem Platz, der die Medina von der Neustadt trennt.

Souvenirs und mehr

Das Souvenirgeschäft im Hotel Continental bietet schöne Dinge zu fairen Festpreisen. Lebensmittel und Dinge des alltäglichen Bedarfs finden Sie auf dem Sonntagsmarkt beim Grand Socco.

Einkaufen

Zentralmarokko

Habbous

Im Stadtviertel Habbous finden Sie schöne Gemüse- und Kunsthandwerksmärkte sowie einige Antiquitätenläden mit interessanten Angeboten.

Kunst und Kunsthandwerk

Bekannt ist Essaouira vor allem für seine vielen Galerien, wo Sie Originale zu günstigen Preisen erhalten. Beliebt sind auch die Holzarbeiten aus Thuja. Schöne Werkstätten finden Sie entlang der Skala. Markt findet etwas außerhalb nördlich des Busbahnhofs jeden Sonntag statt.

Kunsthandwerk und mehr

Wunderschöne Teppichläden, wie z.B. das Palais de Fès oder das Palais Dar Ibn Khaldun, untergebracht in alten Palästen der Altstadt, sind die attraktivsten Geschäfte der Stadt. Gut gearbeitete Lederwaren finden Sie in den Läden in der Nähe der Gerbereien. Frisches Obst und Gemüse gibt es nahe dem Bab Boujeloud, Richtung Bab Chorfa.

M. Abdellatif

Stilvolle und schicke Kleidung finden Sie bei M. Abdellatif nahe beim Teppichsuq. Er spricht fabelhaft Deutsch und lässt Dinge auch auf Wunsch und nach Maß schneidern. Marché Milouda

Village Artisanal

Auf der gegenüberliegenden Seite des Bou Regreg, an der Straße zum Flughafen, befindet sich das große und sehr schöne Village Artisanal, ein riesiges Areal mit Werkstätten und Verkaufsläden.

Einkaufen

Der Südwesten

Märkte und mehr

Alkohol, Konserven und westliche Lebensmittel finden Sie vor allem im Kaufhaus Uniprix an der Avenue Hassan II. Gemüse, Obst und andere Lebensmittel kaufen Sie am besten in der Markthalle nördlich des Kaufhauses. Sonntags findet ein riesiger Markt etwa 3 km südöstlich des Stadtzentrums an der Rue Chaib Al Khamra Mohammed statt. Größer noch ist der Markt in Inezgane 12 km südöstlich, beim großen Busbahnhof, der dienstags und freitags stattfindet. Etwas außerhalb von Agadir liegt die Medina d'Agadir (www.medinapolizi.com), ein Werkstätten- und Einkaufskomplex im Stil einer arabischen Altstadt. Kostenlose Shuttlebusse fahren von und nach Agadir.

Markt

Der Markt befindet sich in der Avenue Hassan II, am Ende der Avenue El Hourria.

Markt

Mittwochs ist großer Markttag, zu dem Bauern und Händler aus der Umgebung nach Tafraoute kommen.

Einkaufen

Der Große Süden

Fossilien

Erfoud gilt als Zentrum für Fossilien, und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man an jeder Ecke welche kaufen kann. Vorsicht jedoch vor den vielen Fälschungen! Laien erkennen sie am zu niedrigen Preis und daran, dass das Motiv allzu häufig angeboten wird. Echte Fossilien sind teuer und sehen selten so glatt aus wie die Fälschungen. Der große Wochenmarkt findet samstags statt.

Supermärkte und mehr

Alkohol, Schinken, Konserven, Schokolade und andere europäische Lebensmittel sowie Hygieneartikel und Gaskartuschen, die man sonst in den kleinen Läden des Landes nicht bekommt, gibt es in den beiden Supermärkten Dimitri (an der Hauptstraße) und Dadès (Avenue de la Poste). Ein kleiner Suq befindet sich in der Parallelstraße zur Hauptstraße. Schön und ohne Touristenandrang ist der Wochenmarkt dienstags in Tabount, südlich des Oued Ouarzazate, etwa 3 km vom Zentrum entfernt.

Chez Michelle

Die Französin Michelle betreibt am Ortseingang (von Boumalne kommend) einen kleinen Supermarkt mit europäischem Käse, Alkohol und anderen, für Marokko eher unüblichen Lebensmitteln.

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Der Norden

Restaurants

Rund um die Place du Rif, den zentralen Platz im Ortskern, finden Sie kleine Restaurants. Direkt am Hafen gibt es eine Handvoll weiterer kleiner und meist auf Fisch spezialisierter Lokale.

Restaurants

Jede Menge kleiner Restaurants befinden sich rund um den Platz Outa el Hammam im Zentrum der Medina. Sehr gut speisen kann man außerdem im Hotel Casa Hassan (s. u.) sowie in dem kleinen und einfachen Café Tounssi direkt an den Wasserfällen.

Restaurants

Einfache Fischrestaurants mit leckeren Gerichten (€-€€) gibt es direkt am Strand an der Corniche. Einfache Restaurants liegen rund um den Grand Socco.

Café Colon

Das legendäre Filmcafé aus Bernardo Bertoluccis Film „Himmel über der Wüste“ wurde komplett renoviert. Dennoch: Wer einen Hauch des Films spüren möchte, kann dies hier. Rue de la Kasbah | €

Restaurant des Hotels Continental

Das Essen ist sicherlich keine Offenbarung, auch wenn es gut und schmackhaft ist. Das Besondere hier ist die authentische Atmosphäre aus dem frühen 20. Jh. Wunderschön! Tel. 0539931024 | €€

Restaurant des Riad Tanja

Der Insidertipp für Tanger schlechthin! Bestes marokkanisches Essen in einem herrlichen Ambiente zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Menü mit 5 kalten und 7 warmen Vorspeisen, mit einem Hauptgericht und Dessert kostet nicht mehr als 30 Euro und ist umwerfend! Tel. 0539333538 | €€

Le Saveur Mediterrané

Klein, fein, einfach, lecker! Escalier Waller | Tel. 0539336326 | €

Café Tingis

Dies ist eines der wenigen noch ursprünglichen Cafés von Tanger. Hübsch am Petit Socco gelegen, kann man hier seinen Café schlürfen.

Essen und Trinken

Zentralmarokko

Restaurants

Rund um die Place des Nations Unies gibt es kleine Restaurants, die gutes, frisches Essen zu geringen Preisen anbieten. Gute Fischrestaurants der mittleren bis oberen Preisklasse befinden sich entlang der Corniche in Ain Diab.

Al Mounia

Sehr hübsches, typisch marokkanisch eingerichtetes Restaurant mit ausgezeichneten Speisen. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Rue Prince My Abdellah | Tel. 0522222669 | €€€

La Scala

Ein weiteres gutes, vor allem von der Oberschicht Casablancas aufgesuchtes Restaurant mit marokkanischer Küche. Boulevard des Almohades | Tel. 0522260960 | €€-€€€

Rick's Café

Kathy Kriger, eine ehemalige Angestellte des amerikanischen Konsulats in Casablanca, hat das legendäre Filmcafé aus „Casablanca“ Wirklichkeit werden lassen. In einem alten Palais inmitten der Medina hat sie es im Stil der (marokkanisch-internationalen) 1940er-Jahre gebaut, hat Filmassecoirs aufgetrieben und so eine wunderbare Pianobar mit ausgezeichnetem Restaurant geschaffen. 248 Boulevard Sour Jedid | Place du Jardin Public | Tel. 0522274207 | www.rickscafe.ma | €€€

Fischgerichte

Den frischesten Fisch in Essaouira bekommen Sie zwischen der Place Moulay Hassan und dem Hafen in den kleinen Buden: Hier grillt man Fisch, Calamari und Shrimps direkt vor Ort. Vorsicht: Die Preise sollten Sie vorher absprechen! Nur mittags geöffnet

Beldy

Einfaches, aber sehr schön eingerichtetes Restaurant mit diversen frisch zubereiteten Tajines. 6 Rue Ibn Toumert | Tel. 0524476185 | €

Il Mare

Ein schickes italienisches Restaurant mit herrlicher Terrasse direkt an der Stadtmauer, dem eine Bar und Diskothek angeschlossen ist. 43 Rue Yamen | Skala | Tel. 024476417 | €€€

Villa Maroc

Auf Vorbestellung bekommen Sie in diesem Hotel ausgesprochen gutes Essen. Es gibt nur jeweils ein Menü, das aber täglich wechselt. 10 Rue Abdallah Yassine | Tel. 0524473147 | €€€

Teehäuser

Von ganz besonderem Reiz sind die Teehäuser am Eingang zur Medina, nahe dem Bab Boujeloud.

Dar Ziryab

Wahrscheinlich das beste marokkanische Essen des Landes finden Sie bei Madame el Hayar im Gästehaus Dar Ziryab. Echte Fassi-Küche, vor allem die Vorspeisen sind phantastisch! Rue Ibn Badis | Tel. 035621561 | €€

Fès et Gestes

Ein Salon de Thé der besonderen Art: In einem alten Kolonialhaus mit riesigem Garten, kann man hier in schönem und gediegenem Ambiente eine Teezeremonie genießen, ein kleines Mittagessen zu sich nehmen - oder einfach nur die angeschlossene Kunstgalerie besuchen. Arsat el Mamoumi | Tel. 0535638532 | www.fes-et-gestes.com | €€

Djemaa el Fna

Ab 17 Uhr werden auf dem Djemaa el Fna kleine Buden aufgebaut, wo man für sehr wenig Geld frisch zubereitetes Essen erhält. Nichts für überempfindliche Mägen, aber für Menschen mit ein wenig Abenteuerlust unbedingt empfehlenswert!

Nid Cigogne

Kleines, sehr idyllisches Restaurant mit dem üblichen marokkanischen Speisenangebot gegenüber den Saadier-Gräbern in der Kasbah. Tel. 0524382092 | €

Tatchibana

Ein Deutscher und ein Franzose besitzen in Marokko ein japanisches Restaurant, und was dabei rauskommt ist einfach nur phantastisch! Sehr gutes Essen, zubereitet von einem japanischen Spitzenkoch, in einem stilvollen japanisch-marokkanischen Ambiente, und das zu fairen Preisen! Wer dort nicht isst, ist selber schuld. 38 Derb Bab Ksiba | Kasbahviertel | Tel. 0524387171 | www.tatchibana.com | €€-€€€

Restaurants

Kleine Restaurants befinden sich nahe der Place el Hedim sowie in der Neustadt rund um die Avenue Hassan II. Sehr gut essen kann man im Ryad Bahia (s. u.) auf Voranmeldung!

Restaurants

Kleine Restaurants gibt es rund um das Hotel Balima schräg gegenüber vom Bahnhof.

Café des Maures

Nettes maurisches Café, nur mit Getränken und Gebäck, inmitten der Stadtmauer. Von hier haben Sie einen herrlichen Blick auf die Umgebung.

Dinarjat

Edles Restaurant in einem alten Stadtpalais in der Medina, häufig mit Livemusik. Nur mit Reservierung. 6 Rue Belgnaoui | Tel. 0537704239 | €€€

La Villa Mandarine

Hier kredenzt der deutsche Sternekoch Wolfgang Grobauer eine international-marokkanische Fusionküche vom Feinsten. Das Essen wird stilvoll im Garten unter riesigen Bäumen oder in der Villa serviert. Das Haus gehört zu den absoluten Topadressen der Stadt. Souissi | Tel. 0537752077 | www.lavillamandarine.com | €€€

Essen und Trinken

Der Südwesten

Restaurants

Es ist nicht ganz leicht, Restaurants zu empfehlen, denn in einer Stadt wie Agadir ist das Entwicklungstempo rasant. Restaurants stehen und fallen mit ihren Köchen - und diese wechseln häufig.

Chez Brahim

Sensationell ist nicht nur die Lage direkt am Strand (14 km nördlich von Agadir), sondern auch die Qualität und Frische der Speisen: Fisch, brochette, Salat. Nur bis 19 Uhr geöffnet, da es keinen Strom gibt! Am Wochenende ist eine Reservierung notwendig. Tamraght | Tel. 0662286738 | €-€€

Yacout

Kleines, günstiges Restaurant mit angeschlossener Patisserie, das feine Speisen und sehr gutes Gebäck anbietet. Mit Terrasse und angenehmem Innenraum. Avenue 29 Février, Talborj | Tel. 0528846588 | €

Étoile Agadir

Einfaches Restaurant im Ortszentrum. Tel. 0528800268 | €

Essen und Trinken

Der Große Süden

Restaurants

Unter den vielen kleinen Straßenlokalen ist vor allem das Restaurant des Dunes (Tel. 0535576793 | €) am Ortsausgang Richtung Er-Rachidia zu empfehlen.

Chez Dimitri

Stilvoll eingerichtetes Restaurant an der Hauptstraße, das nur abends geöffnet ist und internationale Speisen serviert. Tel. 0524887346 | €€

La Fibule

Kleines, einfaches Restaurant an der Hauptstraße mit gutem Essen. €

Les Jardins de Ouarzazate

Schön essen können Sie auch im Gartenrestaurant dieses Hotels. Neben einem guten Speiseangebot und Bierausschank ist es vor allem der zauberhafte Garten mit dem großen Pool, der den Aufenthalt hier so angenehm macht. €€

La Baraka

Das hübsche Restaurant liegt etwa 1 km außerhalb von Zagora, im Ksar Amezrou, an der Straße nach Süden; sehr gutes Essen mit Alkoholausschank. €€

La Rose des Sables

Einfaches Restaurant im Ortszentrum. Hier werden ausgezeichnete Tajines serviert. Avenue Allal Ben Abdallah | €

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Der Norden

Wassersport

Beim Mövenpickhotel am östlichen Ende der Bucht werden Surfbretter und Jetski verliehen (600 DH/Std.).

Freizeit und Sport

Zentralmarokko

Strände

Direkt vor den Toren der Stadt liegt ein kilometerlanger, sauberer Sandstrand, der im Süden jedoch intensiv bebaut wird. Hier soll schon 2009 eine komplett neue Ferienanlage stehen. Entlang des Strands von Essaouira gibt es Surfbrettverleiher, Kosten für ein Brett etwa 10 Euro/Std.

Hammam Lalla Mira

Essaouiras ältestes Dampfbad wurde liebevoll restauriert. Einst das wichtigste Gnaoua-Ritualbad, arbeitet es heute ausschließlich mit Solarenergie und ist für Frauen von 9.30 bis 19 Uhr, für Männer nur auf Reservierung ab 19 Uhr geöffnet. Beim Hotel Lalla Mira | Eintritt 10 DH

Golf

In der Nähe von Marrakech befindet sich ein Golfplatz, der zu den schönsten des Landes überhaupt zählt, außerdem gibt es spezielle Golfhotels in der Stadt. Golfreisen buchen Sie am besten von Deutschland aus bei spezialisierten Reiseveranstaltern.

Reiten

Der Reiterhof Club d'Equitation Farah bei Meknès gehört der Schweizerin Rena Erroudani. Es werden neben Reittouren im ganzen Land auch Reitkurse vor Ort sowie Tagesexkursionen in der Umgebung angeboten. Zimmer gibt es für Reitkursteilnehmer. Tel. 035548844 | www.clubfarah.com

Freizeit und Sport

Der Südwesten

Golf

Nahe Agadir befinden sich ein paar sehr schöne Golfplätze. Wer speziell zum Golfen nach Agadir kommen möchte, sollte schon in Deutschland bei einem Veranstalter buchen. Als schönster Platz gilt der des Golf Club Mediteranée les Dunes bei Inezgane.

Wassersport

Fast jedes große Hotel hat Wassersportangebote im Programm. Alternativ können Sie beim Strandclub Sport Nautique Wassersportgeräte ausleihen. Die Preise für Jetski, Gleitschirm, Katamaranausflüge u. a. sind moderat. Tgl. 9-18 Uhr | Avenue Tawada (Strandpromenade) | Tel. 0648216210

Klettern

Die Region rund um Tafraoute wird gerade als Klettergebiet entdeckt. Wer eine eigene Ausrüstung mitbringt, findet hier Möglichkeiten, diesem Hobby nachzugehen. Derzeit entsteht das Tafraoute-Ammelntal-Kletterprojekt, bei dem Klettergärten ausgebaut werden sollen.

Freizeit und Sport

Der Große Süden

Segeln, Surfen und Golf

Auf dem nahe gelegenen Stausee ad-Dahabi kann man mit eigener Ausrüstung segeln und surfen. Auch ein Golfplatz befindet sich hier.

Klettergarten

Ein Klettergarten in der Todhraschlucht bietet Kletterfreunden mit eigener Ausrüstung anspruchsvolle Wände.

Kameltouren

Zagora ist das Zentrum der Kameltourenanbieter, auch wenn viele Touren von M'hamid ausgehen, zum Beispiel die Agentur Sahara Services | Tel. 0661776766 | www.saharaservices.info.

Sehenswertes

Sehenswertes

Der Norden

Hafen

Schön ist der Hafen. In den frühen Morgenstunden kehren die Fischer zurück und bieten ihren Fang frisch zum Verkauf an.

Medina

Die einzigartige Architektur der Häuser sowie die hübschen Plätze machen die Medina zu einer der schönsten von Marokko. Es gibt eine Kasbah zu besichtigen, die aus einem Garten und dem Dar el Makhzan, dem ehemaligen Regierungspalast aus dem 17. Jh., besteht.

Musée Ethnographique

Kleines, aber feines Volkskundemuseum in der Medina, in dem u.a. Musikinstrumente und Hochzeitsausstattungen gezeigt werden. Außerdem ist hier das Archiv für Arabisch-Andalusische Geschichte untergebracht. Tgl. 9-13 und 15-17 Uhr | Eintritt 10 DH

Grand und Petit Socco

Der Große und der Kleine Markt sind Plätze, von Cafés umgeben und Schauplatz regen Handels.

Kasbah

Am höchsten Punkt der Medina liegt die Kasbah, in der sich auch die ehemalige Königsresidenz befindet. Sie wurde im 17. Jh. gegründet. Eine kleine Terrasse schließt sich an, von der man über die Bucht von Tanger bis zur Südspitze Europas blickt.

Musée de la Kasbah

Nicht nur das Gebäude an sich ist sehenswert, auch die ethnografische Ausstellung lohnt einen Besuch. Mi-Mo 9.30-12.30 und 15-17.30 Uhr | Eintritt 10 DH

Place Mohammed V

Rund um das Herz der Neustadt reihen sich Kaffeehäuser aneinander, darunter das Café de Paris, Tangers ältestes Café. Hier befindet sich auch die Terrasse des Paresseux mit Blick auf den Hafen.

Quartier Marshan

Westlich an die Altstadt schließt sich das schöne Viertel mit seinen alten Palästen und Villen an.

Sehenswertes

Zentralmarokko

Mosquée Hassan II

Die Moschee gilt seit ihrer Fertigstellung 1993 als Wahrzeichen der Stadt. Sie fasst 100000 Menschen und ist bis heute umstritten. Das liegt auch daran, dass die Marokkaner sich finanziell am Bau beteiligen mussten - nicht jede Familie konnte das.

Villa des Arts (Fondation ONA)

Moderne marokkanische Kunst, untergebracht in einem sehr schön renovierten Art-déco-Haus aus den 1930er-Jahren mit Café. Di-Sa 11-19 Uhr | Boulevard Brahim Roudani | Eintritt 10 DH

Fort des Portugaises

Die portugiesische Festung aus dem 18. Jh. ist von Türmen flankiert. Original erhalten sind neben den Mauern die Bronzekanonen, die in Spanien hergestellt wurden.

Medina

Die Medina zeichnet sich durch enge Gassen und kleine Plätze aus, die häufig von Gummibäumen umgeben sind. Es gibt einen sehr lebendigen Suq und viele Galerien, sodass sich Kunstinteressierte tagelang hier aufhalten können.

Place Moulay Hassan

Das Herz der Stadt ist umrandet von hübschen Cafés, alten Bäumen und einem Teil der Stadtmauer.

Port de Pêche

Hunderte Boote liegen dicht nebeneinander im Fischereihafen. Einfahrende Fischkutter, die vor allem in den Nachmittagsstunden vom Sardinenfang zurückkehren, verkaufen frischen Fisch direkt vom Boot aus.

Bab Boujeloud

Das Blaue Tor ist das prächtigste Eingangstor zur Altstadt. Außen mit blauen, innen mit grünen Mosaiken verziert, ist es eines der Wahrzeichen der Stadt. Fès el Bali

Borj Sud

Die Festung liegt etwas außerhalb der Stadtmauern. Sie soll angeblich von Sklaven im 16. Jh. errichtet worden sein. Besonders schön ist der Blick von hier auf Fès.

Dar Batha

In einem alten Wesirspalast ist das größte Museum marokkanischer Kunst untergebracht. Place Istiqlal | Fès el Djedid | Mi-Mo 8.30-12 und 14.30-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Madrasa Attarine

Die Koranschule wurde im 14. Jh. errichtet und zeigt die typischen Verzierungen und Mosaike ihrer Zeit. Fès el Bali | Eintritt 10 DH

Madrasa Bou Inania

Die schöne Koranschule aus dem 14. Jh. wurde jahrelang aufwändig renoviert. Die Böden sind mit Onyx und Marmor ausgelegt, die Stuckaturen an den Wänden aus Gips und Zedernholz. Gegenüber liegt das Haus des Glockenspiels von 1357, das mittels Bronzeklöppel und Bronzeschalen die Stunden schlägt. Das Innere ist nicht zugänglich, doch kann man die 13 Fenster, in denen die Bronzeschalen sind, auch von außen gut erkennen.

Mosquée Kairaouyine

Die Kairaouyine-Moschee gilt, zusammen mit der Azhar-Moschee in Kairo, als eine der wichtigsten islamischen Instanzen bei Glaubensfragen. Obschon nicht von innen zu besichtigen, ist die Kairaouyine die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie wurde im 9. Jh. gegründet, auch wenn der heute zu sehende Bau aus dem 12. Jh. stammt. Ihren Namen hat die Moschee von dem Viertel, in dem sie errichtet wurde, dem Kairaouyine-Viertel. Die Moschee fasst 20000 Menschen, das Dach wird von 270 Säulen getragen. Sie gilt als einer der schönsten Bauten Marokkos. Fès el Bali

Place & Musée Nejjarine

Der kleine Platz der Tischler beherbergt den wohl schönsten Brunnen der Stadt. Hier befindet sich auch eine alte Karawanserei (Funduq), die zu einer Sammlung für Holzkunst umgebaut wurde: Das hübsche Museum zeigt Holzarbeiten (Instrumente, Möbel, Türen etc.). Bereits das Gebäude ist sehenswert, und fast noch schöner ist das Café auf dem Dach des Museums, von dem aus man einen herrlichen Blick hat. Fès el Bali | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 20 DH

Place Seffarine

Hier, auf dem Platz der Kesselmacher, ist es vor allen Dingen eines: laut. Handwerker fertigen große Töpfe, Schalen und Kannen aus Kupfer, die auf Hochzeiten Verwendung finden. Fès el Bali

La Tannerie

Immer der Nase nach: So findet man am schnellsten das Gerberviertel (la Tannerie). Bis heute wird hier traditionell mit Vogelmist gegerbt. Die Gerbereien von Fès sind die bekanntesten im Land, wunderbar kann man sie von Terrassen aus betrachten. Die Gerber stehen in bunten Becken und bearbeiten das Leder. Gerben mit den aggressiven Gerbstoffen ist Knochenarbeit, und so ist die Lebenserwartung der Arbeitenden auch entsprechend niedrig. Fès el Bali

Zaouiya Moulay Idris

Das religiöse Zentrum ist das größte Heiligtum der Stadt, zu dem Jahr für Jahr Tausende von Marokkanern pilgern. Nichtmuslime dürfen nicht hinein. Hier liegt der Staatsgründer Moulay Idris II. begraben, der Vorbeilaufenden selbst durch die Wand seinen Segen geben kann. Das Gebäude entstand im 14. Jh. und wurde 400 Jahre später zum Grabkomplex umgebaut. Fès el Bali

Bab Agnaou

Das schönste Stadttor Marokkos aus dem 12. Jh. befindet sich nahe den Saadiergräbern. Die Verzierungen sind ganz zauberhaft und umrahmen die Einfahrt ins Kasbahviertel.

Dar Sidi Said

Sehr schönes Kunsthandwerksmuseum in einem alten Wesirspalast. Klein und fein, wurde er erst 2004 renoviert und erstrahlt nun in frischem Glanz. Mi-Mo 8-12 und 15-20 Uhr | Eintritt 10 DH

Dar Tiskiwin (Museum Bert Flint)

Privates Volkskunstmuseum des Holländers Bert Flint. Unregelmäßige Öffnungszeiten | Rue el Bahia | Tel. 0524443335 | Eintritt frei

Djemaa el Fna

Dieser Platz ist das Highlight Marokkos schlechthin! Der Djemaa el Fna (Platz der Geköpften) steht seit einigen Jahren als Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit unter dem Schutz der Unesco. Und tatsächlich: Noch immer zieht er Tag für Tag, Abend für Abend Tausende von Marokkanern von nah und fern an, die den Geschichtenerzählern lauschen, die die Feuerschlucker anfeuern und den Heilern alles glauben. Hier treten Akrobaten auf, Schlangenbeschwörer und mobile Zahnärzte. Wasserverkäufer lassen sich für viel Geld ablichten, Touristen irren umher; fremde Besucher trauen sich häufig nicht, stehen zu bleiben und betrachten das Spektakel lieber aus der Distanz. Doch wer eintauchen will ins wilde Marokko, kann das am besten hier, inmitten der Großstadt Marrakech. Es ist relativ ungefährlich, doch sind, wie überall, wo viele Touristen sind, auch Diebe und Betrüger unterwegs.

Jardin Majorelle

In diesem Garten in der Neustadt von Marrakech wachsen Pflanzen aus aller Welt. Ein leuchtend blauer Bau, errichtet vom Maler Jacques Majorelle (1883-1962), beherbergt ein kleines ethnografisches Museum. Tgl. 8-12 und 15-18 Uhr | Eintritt 30 DH plus Museum 30 DH

Madrasa Ben Youssef

Die schönste Koranschule des Landes wurde im 14. Jh. gegründet und zum letzten Mal 2001 renoviert. Hier gibt es, neben einem beeindruckenden Innenhof, dessen Bodenfliesen aus Carrara-Marmor bestehen, einen Gebetsraum und sehr gut erhaltene Studierzimmer im ersten Stock sowie das alte Hammam des Baus zu besichtigen. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 20 DH

Mosquée Koutoubiya

Ihren Namen erhielt die Moschee, die man nur von außen betrachten kann, vom Büchermarkt, Kutub, der sie einst umgab. Sie wurde 1997 aufwendig renoviert. Besonders schön ist die Gebetskanzel (Minbar), die im 13. Jh. in Cordoba gefertigt wurde. Sie ist heute im Palais el Badi (Place Ferblantiers) untergebracht.

Musée Privée de Marrakech

Schönes Museum in einem Wesirspalast. Hier finden häufig Ausstellungen moderner Künstler statt; mit Café im Innenhof. Tgl. 9-18 Uhr | neben der Madrasa Ben Youssef | Eintritt 30 DH

Palais Bahia

Der Wesirspalast wurde 1900 erbaut und gilt Staatsgästen bis heute als Unterkunft. Er ist ein Meisterwerk maurischer Baukunst. Eine Führung lohnt sich. Tgl. 9-12 und 15-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Palais el Badi

Dies war einst der größte Palast Marokkos - erbaut Ende des 16. Jhs. - unter einem der bedeutendsten Sultane der Geschichte Marokkos: Ahmed el Mansour. Heute lässt sich die einstige Pracht nur noch anhand der Grundmauern und der Größe rekonstruieren, denn im 17. Jh. ließ Moulay Isma'il den Palast vollkommen leeren und all die prächtigen Dinge nach Meknès bringen, wo er ein zweites Versailles errichten wollte. Zu besichtigen ist neben den Mauerruinen eine Gebetskanzel (Minbar), die im 13. Jh. in Cordoba gefertigt wurde und einst in der Koutoubiya-Moschee stand. Tgl. 9-12 Uhr und 15-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Place des Ferblantiers

Der Platz der Lampenmacher ist von kleinen Werkstätten umgeben, in denen - nomen est omen - Lampen hergestellt werden. Am Südrand wird der Platz von der alten Stadtmauer begrenzt.

Suqs

Die Basarstraßen von Marrakech haben sich inzwischen vor allem auf Touristen eingestellt. So gibt es hier all das zu kaufen, was das europäische Herz begehrt. Doch wer sich tiefer in die Gassen hineinwagt, findet Handwerker, die ihre Waren auf der Straße herstellen, Hunderte von traditionellen Schuhgeschäften, Kleidermärkte, den Färberbasar und vieles mehr.

Tombeaux des Saadiens

1917 entdeckte man die Saadiergräber, eine Nekropole inmitten des Kasbahviertels. Sie stammt aus dem 16. Jh. Prachtvolle Mausoleen liegen in einem herrlichen Garten und verschaffen Ihnen einen Eindruck mittelalterlicher Kunstfertigkeit. Da vor allem in den Morgenstunden viele Gruppen unterwegs sind, lohnt es sich, bis zum späten Nachmittag zu warten. Tgl. 9-12 Uhr und 15-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Bab Mansour

Das Tor, das bekannteste Bauwerk von Meknès, wurde im 17./18 Jh. errichtet. Es hat drei Bögen und ist mit herrlichen Keramiken verziert. Die Marmorsäulen stammen aus Volubilis. Leider setzen heutzutage Autoabgase dem Tor stark zu, sodass es immer mehr von seiner Farbenpracht verliert. Unterhalb des Tors stehen bisweilen penetrant auftretende Faux Guides, falsche Stadtführer, und bieten ihre Dienste an. Wer auf einen Stadtführer nicht verzichten möchte, sollte, um sicherzugehen, sich dessen Lizenz zeigen lassen. Place el Hedim

Dar Jamaii

Sehr schönes Museum in einem alten Wesirspalast. Ausgestellt werden neben Volkskunst vor allem islamische Kunst aus den letzten Jahrhunderten. Place el Hedim | Mi-Mo 9-12 und 15-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Mausolée Moulay Isma'il

Das sehr schöne Mausoleum ist in einem gelben, sehr stilvollen Bau untergebracht und darf auch von Nichtmuslimen besichtigt werden - vorausgesetzt, sie ziehen die Schuhe aus. Tgl. außer freitags 9-12 und 15-18 Uhr | Eintritt frei

Medina

Die Medina besteht aus der Place el Hedim, den daran anschließenden Basargassen und dem großen Lebensmittelmarkt. Am besten, Sie lassen sich einfach treiben, folgen den Gerüchen und dem Geschrei der Händler, bevor Sie am großen Platz einen frischen Tee zu sich nehmen.

Ville Impériale

Moulay Isma'il ließ diese riesige Stadt errichten: Sein Ziel war es, ein zweites Versailles zu erschaffen. Bis heute kann man die Stallungen, gebaut für 15000 Pferde, und die Getreidespeicher sehen, die vor allem durch ihre Größe beeindrucken. Tgl. 9-12 und 15-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Chellah

Die auf römischen Grundmauern errichtete Nekropole aus dem 14. Jh. ist eine der schönsten Stätten Marokkos. In einem Park befinden sich hier neben römischen Ruinenresten vor allem Marabouts merinidischer Herrscher, eine kleine Moschee sowie ein Teich voller heiliger Aale. Interessant ist auch das beeindruckende Eingangstor. Tgl. 8.30-18 Uhr | außerhalb der historischen Stadtmauern am Fluss | Eintritt 10 DH

Kasbah Oudaya

Hoch oben auf einem Felsen thront die schöne Kasbah mit ihrer herrlichen Aussicht. Es ist das Altstadtviertel Rabats, mit verwinkelten Gassen, ganz in Blau-Weiß gehalten, kleinen Galerien und hübschen Cafés. Die Kasbah wurde im 12. Jh. als Wehrburg errichtet und beherbergt in den Festungsanlagen neben dem schönen maurischen Café ein kleines Schmuckmuseum sowie einen kleinen Park.

Medina

Südlich der Kasbah schließt sich die ganz in Blau-Weiß gehaltene Medina mit ihrem schönen Basar an. Hier finden Sie neben ein paar Souvenirläden alles, was der marokkanische Haushalt so braucht: frisches Obst und Gemüse, Teekannen und jede Menge Kleidung. Im Gegensatz zu den Medinas von Fès und Marrakech ist es hier sehr untouristisch, und man kann vollkommen ungestört stöbern.

Musée Archéologique

Das kleine archäologische Museum ist mäßig ausgestattet, aber das einzige seiner Art in Marokko. Rue al Birhi | Mi-Mo 8-12 und 15-18 Uhr | Eintritt 10 DH

Musées des Oudaya

Schönes ethnografisches Museum, in dem in erster Linie Schmuck aus dem ganzen Land ausgestellt wird. Es ist in den Räumen der Kasbah Oudaya untergebracht, die an sich schon sehenswert sind. Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 10 DH

Stadtmauer

Die aus Lehm errichtete Mauer wurde bereits im Jahr 1197 vollendet. Sie umrahmt sowohl die Neustadt von Rabat als auch die Medina und weist ein eindrucksvolles Stadttor auf, das Bab el Rouah, das Tor der Winde.

Tour Hassan und Mausolée Mohammed V

Das Wahrzeichen Rabats, der monumentale Hassanturm aus dem 12. Jh., wurde nie vollendet: Bevor der Bau fertiggestellt werden konnte, war der Auftraggeber al-Mansur, ein Almohadenherrscher, gestorben, und sein Nachfolger hatte Marrakech als neue Hauptstadt auserkoren. Dies nimmt ihm aber nichts an Größe. Nach dem Vorbild der Giralda in Sevilla sollte dieses Minarett mit Pferden bereitbar sein. Nahe dem Turm befindet sich das Mausoleum von Mohammed V. und Hassan II., Großvater und Vater des heutigen Königs. Es wurde von einem japanischen Architekten errichtet.

Sehenswertes

Der Südwesten

Kasbah

Die halb verfallene Kasbah aus dem 16. Jh. auf Agadirs 236 m hohem Hausberg lohnt vor allem wegen des Blicks auf Agadir den etwa 3 km langen Aufstieg. Wie ein Halbmond schmiegt sich die 8 km lange Bucht ins Landesinnere, gesäumt von Hotelbauten und breiten Boulevards.

Musée du Patrimoine Amazigh

Dieses Museum hat die Kunst und Kultur der Berber zum Thema. Eine kleine, aber feine Sammlung in einem ansprechenden Bau nahe der Fußgängerzone Ait Souss. Mo-Sa 9.30-17.30 Uhr | Eintritt 20 DH

Adai und Afella Adai

Die beiden Orte liegen nur 2 km südwestlich von Tafraoute und können über bequeme Fußwege erreicht werden, die beim Hotel Les Amandiers beginnen. Bei Adai und Afella Adai handelt es sich um zwei kleine Dörfer, deren rote Häuser sich pittoresk an die Felsen schmiegen. Etwas südlich der beiden Dörfer befindet sich die Felsgravur einer Gazelle. Fragen Sie die Leute vor Ort, sie zeigen Ihnen gern den Weg.

Aguar Oudad

Das kleine Dorf liegt 2 km südlich von Tafraoute am Fuß des Chapeau Napoléon. Dieser Hut ist ein Felsen, der der Kopfbedeckung des französischen Feldherrn gleicht. Rund um das Dorf kann man herrlich wandern.

Sehenswertes

Der Große Süden

Basar

Hübsch ist der kleine Basar der Stadt. Alljährlich im Herbst findet in Erfoud das Dattelfest mit einem riesigen Markt und der Wahl zur Miss Dattel statt. Dann kommen Menschen aus ganz Südmarokko zusammen und feiern. In dieser Zeit kann es schwer sein, eine Unterkunft zu finden. Reservierungen sind angebracht.

Kasbah des Cigognes

Auf der Südseite des Flusses liegt der Ortsteil Tabount, in dem sich die prachtvolle Storchenkasbah, befindet. Es handelt sich hierbei um eine alte Festung, deren Mauern vielen Störchen eine Heimat bietet. Eintritt frei

Kasbah Taouirt

Dieser auffallend schöne Kasbahkomplex an der Straße nach Skoura war einst Herrschersitz des Berberfürsten El Glaoui. Er besteht aus einer Kasbah und einem großen Wehrdorf (Ksar), in dem einige Hundert Menschen leben. Die Kasbah kann man für 10 DH besichtigen. Einige der Zimmer sind mit herrlichen Wand- und Deckenmalereien versehen. Die Gänge und Zimmer innerhalb des Gebäudes sind verschachtelt und geben einen ausgezeichneten Überblick über die Architektur der einstigen Prestigebauten. Im sich daran anschließenden Dorf kann man sich frei bewegen. Wenn sich Führer anbieten: Sie sind weder für die Kasbah noch das Dorf von Nöten. Lassen Sie sich nicht von den aufdringlichen Teppichhändlern am Eingang schrecken: Im Dorf ist es ruhiger.

Gorges du Todhra

Die Schlucht beginnt am Ostausgang von Tinghir und zieht sich 15 km nach Norden. Rechts und links liegen Lehmdörfer, die aussehen, als hätte man sie an die Felsen geklebt. Nicht zu Unrecht behaupten die Menschen hier, die Todhra sei die schönste Oase des Landes. Je weiter man in der Schlucht nach oben gelangt, desto enger wird es, bis man am hinteren Ende das Gefühl hat, die Felsen zu durchbrechen. Hirten treiben ihre Ziegen durch die Felsen, und oben hängen Kletterer an den Wänden.

Oasengärten

Im Osten der Stadt beginnen die Oasengärten. Hier kann man - im Gegensatz zu den Oasengärten am Eingang zur Schlucht - in aller Ruhe spazierengehen. Kleine Wege führen an Bewässerungskanälchen entlang durch Palmenwälder und Felder, auf denen die Menschen zusammen mit Eseln und Maultieren arbeiten. Für Spaziergänge hier ist kein Führer notwendig, in den Oasengärten der Schlucht hingegen können Führer recht hilfreich gegen aufdringliche Kinder sein.

Jbel Zagora

Auf dem Hausberg (974 m) befindet sich eine Festung aus dem 11. Jh., deren Reste man besichtigen kann. Viel schöner als die Ruine ist jedoch der Blick von hier oben auf die Datteloasen. Der Aufstieg ist nur zu Fuß möglich.

Oasengärten bei Amezrou

Amezrou ist das Ksar, das sich direkt an Zagora anschließt. Es liegt inmitten von herrlichen Oasengärten, wo man gut der traditionellen Wirtschaft zusehen kann.

Strände

Strände

Der Norden

Strände der Umgebung

Hausstrand ist der Quemado-Strand. Im Hochsommer ist er überlaufen, ansonsten sauber und schön. Nahe der Stadt gibt es jede Menge Strände, wie z.B. den schönen Strand von Ajdir oder die Plage al Jamil am östlichen Ortseingang von Al-Hoceima.

Strände der Umgebung

Der Stadtstrand ist feinkörnig, sauber und strahlend weiß. Das Wasser ist klar, aber leider nicht allzu sauber. Schön sind die Strände von Cap Malabata, 14 km entfernt.

Strände

Zentralmarokko

Strände der Umgebung

In den Vierteln Ain Diab und Anfa befinden sich die bei den Beidawis, wie die Einwohner Casablancas genannt werden, beliebtesten Strände: laut, lebendig und nicht ganz sauber.

Strände der Umgebung

Unterhalb der Stadtmauer gibt es einen großen, aber dreckigen Strand, an dem vor allem Rabats Jugend badet. Schöner ist die Plage des Nations, 17 km nördlich an der Straße nach Kenitra. Etwas felsig, aber mit Ferienhäusern und Badeanlagen versehen sind die Strände südlich von Rabat in Harhoura und Temara.

Strände

Der Südwesten

Strände der Umgebung

Agadir selbst hat einen kilometerlangen, sauberen Strand, in dessen Süden manchmal noch Flamingos zu sehen sind. In näherer Umgebung befindet sich zudem der Dünenstrand von Taghazoute (20 km nördlich), wo die Surferszene die Küste beherrscht. Hierhin fahren Busse ab Place Salam, es gibt Privatunterkünfte und eine große Ferienanlage.

Plage Blanche und Bucht Legzira

Im Süden schließen sich kilometerlange Strände an die Stadt an. Am bekanntesten ist die Plage Blanche, die etwa 50 km südlich beginnt und sich über 150 km nach Süden zieht. 10 km nördlich von Sidi Ifni befindet sich ein wirkliches Naturwunder: die Bucht Legzira mit ihren vier vom Meer ausgespülten Felstoren. In zwei kleinen Pensionen wird fangfrischer Fisch zubereitet. Der Stadtstrand befindet sich direkt am Westrand der Stadt.

Uebernachten

Uebernachten

Der Norden

Hotels

Einige kleinere, einfache Hotels sind im Zentrum von Al-Hoceima angesiedelt. Etwa 6 km außerhalb des Städtchens befindet sich der ganzjährig geöffnete

Complexe Chafarina's Beach

Das in den Berg gebaute Hotel liegt oberhalb eines schönen Strands. 32 wunderbare Suiten mit Bar, ein Restaurant und ein Swimmingpool erfreuen die Gäste - und schonen den Geldbeutel. Plage Tala Youssef | Tel. 0539841601 | www.complexechafarinasbeach.com | €-€€

Pensionen

In der Altstadt finden Sie viele kleine, gemütliche Pensionen der Kategorie €.

Casa Hassan

Schönes Riad im Herzen der Stadt, liebevoll eingerichtet, ruhig und angenehm, für das Gebotene jedoch ein wenig überteuert. Sehr gut besucht, eine Reservierung ist angebracht. 22 Zi. | 22 Rue Targui | Tel. 0539986153 | Fax 0539988196 | www.casahassan.com | €€

Dar Baibou

Direkt neben dem Casa Hassan mit gleichem Besitzer. Das Dar Baibou ist neuer, hübscher und gemütlicher. Die Preise und Adressen sind gleich, das, was geboten wird, aber besser! 15 Zi. | €€

Hotels

Entlang der Corniche gibt es jede Menge Drei- und Viersternehotels, in der Altstadt sehr einfache Hotels ab 5 Euro/Zimmer.

Continental

Das älteste Hotel der Stadt (erbaut 1888) glänzt nicht nur mit viel Stil und Geschichte, sondern ist nach Abschluss der Renovierung 2007 auch wieder uneingeschränkt zu empfehlen. Zimmer mit Blick auf den Hafen unbedingt vorher reservieren. 52 Zi. | 36 Dar el Baroud | Tel. 0539931024 | Fax 0539931143 | hcontinental@iam.net.ma | €€

Riad Dar Sultan

Neu eröffneter, sehr schickes Riad in einem 300-jährigen Stadthaus inmitten der Kasbah, ganz nahe beim Museum. Nicht nur die Lage ist einmalig, auch die Einrichtung sowie der Blick von der Dachterrasse auf die Medina und die Bucht von Tanger ist wirklich grandios. 7 Suiten | Tel. 0539336061 | www.darsultan.com | €€€

Riad Tanja

Sehr schönes Riad im Herzen der Altstadt, das liebevoll und mit viel Bedacht geführt wird. Zimmer mit sehr schönem Blick nach draußen, wunderbar stilvoll eingerichtet mit vielen kleinen Details und hervorragendem Restaurant. 5 Zi. | Rue du Portugal | Tel. 0539333538 | www.riadtanja.com | €€

Uebernachten

Zentralmarokko

Ibis Casablanca Sidi Maarouf

Funkelnagelneues Ibis-Hotel ein wenig am Stadtrand, aber im Geschäftszentrum und vor allem nahe am Flughafen! 85 Zi. | La Coline | Sidi Maarouf | Tel. 0522582370 | www.ibishotels.com | €-€€

Le Royal Mansour Meridien

Traumhaftes Hotel wie aus Tausendundeiner Nacht. Prunkvolle Lobby, 182 herrschaftliche Zimmer und Suiten und aller Luxus, den man in dieser Preisklasse erwarten kann. 27 Avenue de l'Armée Royale (Stadtzentrum) | Tel. 0522313011 | www.lemeridien.com | €€€

Unterkünfte

In Essaouira kann man Zimmer und ganze, bisweilen stilvoll restaurierte Wohnungen inmitten der Altstadt oder moderne Wohnungen in der Neustadt und am Strand mieten. Unter deutscher Leitung steht die Appartementvermittlung Essaouira Net (Rue Tensift | Tel. 0524473461 | www.essaouiranet.com | €-€€€).

Dar Ness

Von allen Riads liegt dieses wohl am zentralsten. Direkt am Platz und dennoch herrlich ruhig. Schöne Terrasse mit Blick auf das Zentrum und das Meer - stilvoll eingerichtet und liebevoll geführt. 9 Zi. | 1 Rue Khalid ben Walid | Tel./Fax 0524476804 | www.darness-essaouira.com | €€-€€€

Lalla Mira

Das erste Biohotel Marokkos, untergebracht in einem alten Stadthaus, ist nicht nur schön, sondern besticht vor allem durch sein freundliches Personal. Für Hotelgäste ist die Benutzung des Hammams kostenlos. Es gibt sehr gutes Frühstück, ausgezeichnetes biologisches Essen und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das überzeugt. 13 Zi. | 14 Rue d'Algérie | nahe Bab Marrakech | Tel. 0524475046 | Fax 0524475850 | www.lallamira.ma | €€

Les Terrasses d'Essaouira

Im Herzen der Stadt liegt dieses schöne, schlicht-elegante Riad unter französischer Leitung. Gut geführt, freundliche Leute, Zimmer von unterschiedlicher Größe. 15 Suiten | 2 Rue Mohamed Diouri | Tel. 0524475114 | www.les-terrasses-essaouira.com | €€

Hotels

In der Neustadt gibt es Hotels ab 10 Euro/Zimmer.

Batha

Inmitten der Altstadt, untergebracht im ehemaligen französischen Konsulat. Saubere Zimmer, kleiner Pool, gemütlich. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis. 61 Zi. | Place Istiqlal | Tel. 055634860 | Fax 055741078 | hotelbatha@menara.ma | €€

Dar Ziryab

Außergewöhnlich schönes Gästehaus in der Neustadt. Der sehr gut Deutsch sprechende Besitzer Jalil el Hayar hat das Dar Ziryab mit zeitgenössischer Kunst, viel Geschmack und Liebe eingerichtet. 8 Zi. | Rue Ibn Badis | Tel. 035621561 | Fax 035623167 | www.darziryab.com | €€-€€€

Riad Attarine

Zauberhaftes altes Stadthaus in der unteren Medina. Die sechs Zimmer wurden alle individuell hergerichtet und das Besitzerehepaar kümmert sich liebevoll um die Gäste. Es gibt auf Vorbestellung abends gemeinsames Essen mit allen Gästen - was eine sehr familiäre Atmosphäre mit sich bringt. Bouajjara, Bab el Djedid | Tel./Fax 035635045 | www.riadattarine.com | €€-€€€

Riad Lune et Soleil

Kleines, feines Riad unter deutsch-französischer Leitung, sehr sympathisch. 4 Zi., 2 Suiten | Batha | Tel. 0535634523 | www.luneetsoleil.com | €€

Hotels

Kleine und günstige Hotels ab 7 Euro/Zimmer finden Sie rund um den Djemaa el Fna. Ab 12 Euro pro Zimmer darf man saubere Bettwäsche und eine Toilette im Zimmer erwarten.

Dar Jamila

Hübsches kleines Riad mit einem herrlichen Innenhof voller Pflanzen und Bäume. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist überzeugend, der unglaublich nette Chef auch. 4 Zi. | Derb Abid Allah | Tel. 0524384951 | www.dar-jamila.com | €€

L'Heure d'Été

Mehr ein kleines Hotel als ein Riad, aber ganz im Riadstil erbaut. Klassisch und stilvoll in der Einrichtung, klare Linien, fast direkt am Platz gelegen. 14 Zi. | Rue Sidi Bouloukat | Tel. 0524391727 | www.lheuredete.com | €-€€€

Riad Johenna und Riad Sabah

Kleine, eher schlichte, aber feine Riads (eines zentral nahe am Platz, das andere im ruhigen Kasbahviertel), die liebevoll von einem marokkanisch-deutschen Paar geführt werden. Man fühlt sich hier willkommen und fast schon ein wenig wie zu Hause. insgesamt 9 Zi. | Tel. 0671236324 | www.riad-johenna.com | www.riad-sabah.com | €€

Riad Noga

Außergewöhnlich schönes Riad ganz nahe am Djemaa el Fna mit herrlichem Pool, wunderbaren Zimmern und aufmerksamem Personal. Was will man mehr? 7 Zi. und ein kleines Extrariad (2 Zi. und Bad) | 72 Derb Jdid Douar | Tel. 0524377670 | Fax 0524389046 | www.riadnoga.com | €€€

Hotels

Einfache Hotels gibt es in der Neustadt an den großen Avenuen.

Riad d'Or

Zauberhaftes Riad im eleganten italienisch-marokkanischen Stil, für dessen Suiten man in Marrakech das Dreifache zahlen würde. 12 Zi./Suiten | Rue Ain al Anboub, Hammam Jdid | Tel. 0641078625 | www.riaddor.com | €-€€

Ryad Bahia

Auch sehr schönes, liebevoll geführtes Riad, die liebenswerten Besitzer bieten sehr gute Stadtführungen an. 11 Zi. | Tiberbarine | Tel. 0535554541 | Fax 0535554468 | www.ryad-bahia.com | €€

Hotels

Sehr einfache Hotels (ab 5 Euro pro Zimmer) gibt es am Eingang zur Medina. Günstige, etwas besser ausgestattete Unterkünfte (ab 15 Euro pro Zimmer) finden Sie rund um den Bahnhof.

La Villa Mandarine

Zum oben erwähnten Spitzenrestaurant gehören auch noch ein paar herrliche Zimmer in einer Villa, umgeben von einem paradiesischen Garten! Luxus pur, aber sehr dezentral. 36 Zi. | Souissi | Tel. 0537752077 | www.lavillamandarine.com | €€€

Tour Hassan

Wunderschönes Luxushotel direkt an der Mündung des Bou Regreg. 139 Zi. | 26 Rue Chellah | Tel. 0537239000 | www.latourhassan.com | €€€

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Der Südwesten

Hotels

Hotels der gehobenen Klasse sowie Touristenhotels und Ferienclubs befinden sich am Strand und auf dem Boulevard du 20 Août. In Talborj, etwa 1 km westlich des Strands, gibt es einfachere Hotels.

Kamal

Sehr zentral, nicht am Strand, aber klein, charmant, mit Pool und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. 6 Zi. | Avenue Hassan II. | Tel. 0528842817 | hotelkamal@menara.ma | €-€€

Ksar Massa

Direkt beim Nationalpark Oued Massa, etwa 40 km von Agadir entfernt. Das Hotel lockt mit edlem Ambiente, vor allem aber liegt es einsam und direkt am Strand! Jedes der zehn Zimmer ist individuell und liebevoll eingerichtet; sehr gutes Essen. BP 222 | Sidi R'bat | Tel. 0661280319 | www.ksarmassa.com | €€

Villa Solaria

Die Schweizerin Margrit Leibundgut hat sich 14 km nördlich von Agadir einen Traum erfüllt und fünf schöne Gästezimmer bzw. Appartements und eine Ferienwohnung am Hang gebaut. Hübscher Garten, nette Betreuung. Tamraght | Tel. 0528314768 | www.addimaroc.com | €

Ait Baamrane

Das einfache, ordentliche Hotel liegt direkt am Strand; mit Bar und Restaurant, alle Zimmer mit Bad. 12 Zi. | Rue Moulay Youssef | Tel. 0528780217 | €

Bellevue

Einfaches, aber nettes Hotel im Kolonialstil direkt am Meer. Die Zimmer, darunter einige mit Meerblick, sind sauber und angenehm. Im sehr guten Restaurant werden marokkanische und internationale Spezialitäten auf einer herrlichen Terrasse über dem Meer serviert; Alkohol wird ausgeschenkt. 25 Zi. | 9 Place Hassan II | Tel. 0548875072 | Fax 0548780499 | €€

Suerte Loca

Das einfache, aber nette Travellerhotel in schöner Lage befindet sich ganz nahe am Strand; Zimmer mit Meerblick. 16 Zi. | Avenue Moulay Youssef | Tel. 0528875350 | Fax 0528780003 | €

Hotels

Einfache, aber zum größten Teil saubere Hotels ab 7 Euro/Zimmer finden Sie am Ortseingang, von Ait Baha kommend.

Riad Tafraout

Kitschig-schräg, aber Marokko par excellence! Alle Farben und Formen, alle Stile und Muster, die Marokko zu bieten hat, sind hier vorzufinden. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet; kein Restaurant, aber Frühstück. 8 Zi. | Tel. 0528800031 | www.riad-tafraout.com | €-€€

Salama

Das schlichte Hotel am Marktplatz besticht mit freundlichem Personal und einer herrlichen Dachterrasse. 31 Zi. | Tel. 0528800026 | www.hotelsalama.com | €-€€

Uebernachten

Der Große Süden

Hotels

Kleinere und einfache Hotels finden Sie in der Avenue Mohammed V, mit ordentlichen Zimmern ab 10 Euro.

Ksar Jallal

Außergewöhnlich stilvolles Hotel mitten im Nichts. 25 km von Erfoud entfernt erlebt man hier einen herzlichen Empfang, herrlich eingerichtete Zimmer, teilweise mit Balkonen. 7 Suiten | Oasis de Fezna, Jorf | Tel. 0535789507 | www.ksarjallal.com | €€-€€€

Xaluca Maadid

Dies ist ein riesiger Kasbahkomplex, der fast schon an eine Attraktion von Disneyland erinnert: sehr schöne Zimmer, großer Swimmingpool, schöner Garten. 104 Zi. | an der Straße nach Er-Rachidia, etwa 5 km außerhalb | Tel. 0535578450 | www.xaluca.com | €€

Dar Daif

Das sehr hübsche kleine Gästehaus im Riadstil liegt etwa 5 km außerhalb des Zentrums von Ouarzazate bei der Storchenkasbah. Fünf geschmackvoll eingerichtete Zimmer, drei Suiten, ein kleiner Pool und eine wunderschöne Lage. Das Hotel bietet auch Trekkingtouren mit einer marokkanischen Bergführerin an. Tel. 0524854232 | Fax 0524854948 | www.dardaif.ma | €€

Dar Kamar

Inmitten des alten Ksar Taourit liegt dieses schöne Gästehaus. Noble Zimmer, ein hauseigenes Hammam und sehr stimmungsvoll. 11 Zi. | Taouirt | Tel. 024888733 | Fax 024888732 | www.darkamar.com | €€

Les Jardins de Ouarzazate

Schönes, sehr marokkanisches Hotel im Kasbahstil am Ortseingang von Tabount, mitten in der Palmeraie; herrlicher Garten, Swimmingpool von gigantischem Ausmaß! 27 Zi. | Tabount | Tel. 0524854200 | Fax 0524854323 | www.lesjardinsdeouarzazate.com | €€

Terrasse des Délices

Dieses wirklich einfache, aber stimmungsvolle Hotel liegt etwas außerhalb von Ouarzazate in der kleinen Oase Fint. Fünf nett, aber simpel eingerichtete Zimmer befinden sich um einen Innenhof mit aus Lehm inmitten herrlicher Landschaft. Tel. 0668515640 | www.terrassedesdeliceshotelouarzazate.com | €

Hotels und Restaurants

Unterkunft finden Sie auch in sehr einfachen Zimmern oder im Zelt auf den Campingplätzen in der Schlucht. Kleine Restaurants gibt es im Zentrum sowie am Eingang zur Schlucht.

Amazir

Das kleine, einfache, aber sehr sympathische und saubere Hotel liegt am oberen Ende der Schlucht inmitten von Oasengärten; mit Pool. 20 Zi. | Tel. 0524895109 | Fax 0524895050 | www.lamazir.com | €-€€

Kasbah Lamrani

Neues Hotel im Kasbahstil, ansprechend und sehr sauber, mit Pool und Garten. 22 Zi. | am Ortseingang (von Boumalne kommend) | Tel. 0524835017 | Fax 0524835027 | www.kasbahlamrani.com | €€

Tomboctou

Untergebracht in einer sehr schönen Kasbah aus den 1940er-Jahren, ist dieses Hotel mit Swimmingpool zwar hübsch, aber leider etwas ungepflegt. Im Restaurant bekommen Sie ein gutes Menü in angenehmer Atmosphäre; mit Alkoholausschank. 21 Zi. | Tel. 0524835191 | Fax 0524833505 | www.hoteltomboctou.com | €€

Hotels

Einfache Hotels ab etwa 7 Euro pro Nacht befinden sich nahe der Hauptstraße.

Dar Raha

Ein unglaublich schönes und geschmackvolles Gästehaus im Zagora angeschlossenen Lehmdorf Amezrou. Es ist einfach, in einem Komplex mehrerer Häuser untergebracht, je zwei Zimmer teilen sich ein Bad, liebevoll geführt von einem französischen Paar, das sich mit viel Engagement um die Gäste kümmert. 9 Zi. | Amezrou | Tel. 0524846993 | www.darraha.com | €

Riad Lamane

In einem fast paradiesisch anmutenden Garten gruppieren sich hübsche Bungalows, ganz aus Lehm gebaut und individuell eingerichtet. Die Anlage besitzt auch einen großen Swimmingpool und eine hübsche Bar. 14 Zi. | Amezrou | Tel. 0524848388 | Fax 0524848389 | www.riadlamane.com | €€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Der Norden

Gorges du Zegzel

220 km südöstlich von Al-Hoceima, 20 km südlich der Stadt Berkane, befinden sich die Berge der Beni Snassen, Ausläufer des Mittleren Atlas. Hier hindurch führt die malerische Zegzel-Schlucht. Eine kleine Teerstraße folgt dem Flusslauf und führt zur Kamel- und Taubengrotte. Leider kann man beide Höhlen nicht besichtigen. Übernachten können Sie am besten in der Provinzhauptstadt Oujda im bewährten Hotel Ibis Moussafir | 74 Zi. | Tel. 0536688202 | Fax 0536688208 | www.ibishotel.com | €€.

Nador

Diese aufstrebende Stadt 170 km östlich von Al-Hoceima ist vor allem wegen ihres Hafens und der Nähe zur spanischen Enklave Melilla von Bedeutung. Die Stadt (260000 Ew.) lebt vom Handel und vom Durchgangsverkehr. Übernachtung im im marokkanisch-stilvollen Hotel Babel | 41 Zi., 9 Suiten | Boulevard Sid Mohamed | Tel. 0536606707 | www.hotelbabel.com | €.

Asilah

Wer Lust auf erholsame Ferien am Atlantik hat, ist hier, ungefähr 46 km südwestlich von Tanger, goldrichtig: Die Menschen in Asilah (25000 Ew.) sind freundlich und zurückhaltend, der Sandstrand ist weiß und sauber. Die Altstadt von Asilah ist in den Farben Türkis, Blau und Weiß gehalten. Künstler haben die Hauswände bemalt, und überall gibt es gemütliche Cafés im Freien unter schattigen Bäumen. Lohnend ist neben dem Besuch der Altstadt, deren Umfassungsmauer aus dem 15. Jh. stammt, auch der Besuch des Internationalen Begegnungszentrums Hassan II. Hier finden regelmäßig interessante Ausstellungen statt. Im August, während des Kunstfestivals, sind die meisten Hotels jedoch ausgebucht. Früh reservieren! Übernachten können Sie im Hotel Quad el Makhazine (41 Zi. | Avenue Melilla | Tel. 0539417090 | €€). Essen können Sie sowohl dort als auch in den vielen kleinen Restaurants in der Stadt.

Cap Spartel und Grottes d'Hercule

Am Cap Spartel, 14 km westlich von Tanger, vermischen sich Mittelmeer und Atlantik. Leider ist das Gebiet militärisch abgeriegelt, sodass man den Zusammenfluss nur aus der Ferne sehen kann. 4 km vom Cap entfernt befinden sich die Grottes d'Hercule, die Herkulesgrotten, in denen der Held der griechischen Mythologie gelebt haben soll, nachdem er die Meerenge von Gibraltar (im Altertum Säulen des Herkules genannt) geschaffen hatte.

Lixus

Die frühesten Mauern der Ausgrabungsstätte 84 km südwestlich von Tanger gehen bis ins 11. Jh. v. Chr. zurück, als der Ort eine phönizische Siedlung war. Später wurde die Stadt ein karthagischer Stützpunkt, dann eine römische Kolonie. Lixus war bis ins 5. Jh. n. Chr. besiedelt. Die meisten Ruinenreste stammen aus dem 2./3. Jh. Neben Volubilis ist Lixus eher unbedeutend, doch lohnt der Besuch für Liebhaber römischer Ruinen, zumal sie mit einem Superlativ aufwarten können: Im Südteil der Unterstadt liegen Reste einer Fischverarbeitungsanlage, die man noch gut erkennen kann. Es sind die größten ihrer Art weltweit.

Tetouan

Tetouan (435000 Ew.) liegt am westlichen Ausläufer des Rif-Gebirges, 40 km südöstlich von Tanger, auf einem Hochplateau - und hat einen schlechten Ruf, gerade bei Marokkoneulingen. Kein Wunder, denn es gibt hier vergleichsweise viele Haschischdealer, Taschendiebe und Faux Guides. Dennoch sollten Sie sich - mit einem Führer an Ihrer Seite - auf keinen Fall die Medina von Tetouan entgehen lassen, die von der Unesco seit 1997 als Welterbe geschützt wird. Weiße Gassen werden von gemauerten Torbögen überspannt und winden sich in sanften Kurven durch die Stadt.

Ziele in der Umgebung

Zentralmarokko

Azemmour

Dass diese Stadt vom Tourismus nicht entdeckt worden ist, ist unverständlich, macht sie aber um so sympathischer. Sehenswert ist die portugiesische Festung sowie die ursprüngliche Medina, an die sich ein lebendiger, landestypischer Suq anschließt. Herrschaftlich und mit viel Atmospäre wohnen kann man im Riad Azama (6 Zi. | Impasse Ben Tahar 17 | Tel./Fax 0523347516 | www.riadazama.com | €-€€).

El-Jadida

Die einst schäbige Hafenstadt (400000 Einw.) hat sich mit Marmor und Glas mächtig herausgeputzt. Kein Wunder: Der Küstenstreifen soll Marokkos neue Feriendestination werden, mit El-Jadida als Zentrum. Ein Muss ist der Besuch der gut erhaltenen Festung Mazagan, der sogenannten Cité Portugaise aus dem 16. Jh., heute Weltkulturerbe. Imposant: die Zisterne mit dem gotischen Kreuzrippengewölbe. Immer im Juli und August finden Musik- und Theaterfestivals mit internationaler Beteiligung statt. Preiswert, sauber und zentral wohnen Sie im Hôtel de Provence (15 Zi. | Avenue Mohammed Rafii | Tel. 0523342347 | Fax 0523352115 | €).

Sidi Kaouki

20 km südlich von Essaouira befindet sich das Surferparadies Sidi Kaouki. Der Marabout, der dem Ort seinen Namen gab, liegt direkt am Meer und wird vor allem von Frauen besucht. Sidi Kaouki ist ein ruhiger, herrlicher Ort, fernab von aller Hektik. Dünen säumen kilometerlange Sandstrände. Mehrere kleine Pensionen bieten Unterkunft, zum Beispiel die sehr schöne, schlichte Residence Sidi Kaouki | 10 Zi. | Tel. 0524783206 | Fax 0524475447 | www.sidikaouki.com | €. Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Essaouira.

Azrou

1250 m über dem Meeresspiegel gelegen, ist Azrou mit seinen 40000 Einwohnern ein herrlicher Ort, um der Hektik der Stadt zu entfliehen. Von hier aus können Sie Wanderungen im Mittleren Atlas unternehmen. Kleine, hübsche Holzbauten und ein lebendiger Suq runden den marokkanischen Ferienort ab. Übernachtung und Abendessen im komfortablen Hotel Amros | 68 Zi. | Tel. 0535564918 | Fax 0535564924 | www.groupebermak.com | €. 78 km südwestlich

Ifrane

Die Schweiz Marokkos liegt auf knapp 1700 m Höhe und ist von Zedernwäldern umgeben, in denen kleine Berberaffen wohnen. Im Ort stehen spitzgiebelige Häuser, die Ifrane seinen Beinamen gegeben haben. Das Städtchen ist ein beliebtes Ausflugsziel gestresster Fassis, die gern einmal ausspannen möchten. Es gibt im Winter ein paar Skilifte - und stets herrlich frische Luft. Gutes Essen bekommen Sie z.B. im Restaurant Le Chamonix | Tel. 0535566028 | €€. 61 km südlich

Parc National Jbel Tazzeka

97 km östlich von Fès liegt die kleine Garnisonsstadt Taza. Sie bildet einen idealen Ausgangspunkt für die 110 km lange Rundfahrt durch das Jbel-Tazzeka-Gebiet. Der Nationalpark ist vor allem wegen seiner Tropfsteinhöhlen, unter anderem der beeindruckenden Gouffre de Friatou, bekannt und besticht durch seine landschaftliche Pracht. Hier gibt es Wasserfälle, Schluchten und herrliche Wälder. Die Tour ist nur mit eigenem Auto oder Taxi zu machen. Für die Besichtigung der Höhlen ist ein Führer notwendig. Man findet ihn direkt vor Ort. Übernachten und essen können Sie im schönen Hotel Friatou Salam (58 Zi. | Tel. 0535672593 | Fax 0535672294 | friatou@hotmail.com | €-€€).

Imlil

Das Bergsteigerzentrum am Jbel Toubkal ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird näher im Kapitel „Ausflüge & Touren“ beschrieben.

Oukaimeden

Marokkos Top-Skigebiet liegt etwa 70 km südlich von Marrakech auf 2650 m Höhe und erinnert mehr an die Alpen als an Marokko. Ein hochmoderner Sessellift bringt die Wanderer und Skifahrer auf den Jbel Oukaimeden (3265 m), Skiverleih wird im ganzen Ort angeboten; Unterkunft im hübschen, renovierten Hotel Chez Juju | 30 Zi. | Tel. 0524319005 | www.hotelchezjuju.com | €-€€.

Ouzoud

160 km östlich von Marrakech befinden sich die höchsten Wasserfälle des Landes. Sie fallen in mehreren Etagen über rote Felsen nach unten, bevor sie im Oued Abid aufgefangen werden. Die Ufer sind von Feigenbäumen gesäumt, auf denen sich kleine Affen tummeln. Übernachten und speisen können Sie im schönen Riad Cascades Ouzoud (6 Zi. | Tel. 0662143804 | www.ouzoud.com | €€).

Safi

Touristisch interessant ist Safi (450000 Ew.) vor allem aus einem Grund: Es ist das Töpferzentrum des Landes. Im Töpferviertel nahe dem Bab Chaaba können Sie bei der Herstellung zusehen und die Waren zu weit günstigeren Preisen kaufen als im Rest des Landes. Ein Ausflug lohnt vor allem montags, wenn in der Stadt 155 km nordwestlich von Marrakech der Wochenmarkt stattfindet. Übernachtung und Essen können Sie im Hotel Atlantique Panorama (32 Zi. | 50 Rue Chawki | Tel. 0524668490 | www.hotel-atlantique-panorama.com | €€).

Tin Mal

Die wunderschöne Moschee und Zaouiya stammt aus dem 12. Jh. Sie wurde 1993 aufwendig renoviert. Nicht nur die Moschee an sich lohnt den Besuch, auch die Fahrt dorthin. 100 km südwestlich von Marrakech

Moulay Idris

Die heilige Stadt des Gründervaters von Marokko war bis vor wenigen Jahren für Nichtmuslime tabu. Heute kann man in Moulay Idris, 25 km nördlich von Meknès, spazieren und einen Blick auf die grünen Dächer des Heiligtums werfen, in dem Moulay Idris I. ruht.

Volubilis

Der römische Ort Volubilis hat seinen Namen von den Winden, Walili, die hier wachsen. Eindrucksvoll liegt die häufig von Touristen unbeachtete Ausgrabungsstätte am Rand eines länglichen Plateaus am Fuß des Zerhoun-Gebirges, etwa 30 km nördlich von Meknès. Der Ort wurde um das Jahr 25 unter dem römisch-berberischen Kaiser Juba II. gegründet und erlebte seine Blütezeit im 3. Jh. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um das Areal mit seinen einzigartigen Mosaiken, dem Triumphbogen und der Via Maximus zu besichtigen. Eintritt 20 DH

Salé

Die Schwesterstadt (600000 Ew.) am anderen Ufer des Bou Regreg steht in ständiger Konkurrenz zu Rabat. Salé hat eine sehr schöne Medina mit Suq. Besonders interessant sind hier die Medina mit einer großen Moschee aus dem 12. Jh. und die Madrasa Abu al-Hassan aus dem 14. Jh. Sie ist für ihre außergewöhnlichen Zedernschnitzarbeiten bekannt. Mit kleinen Fischerbooten können Sie sich unterhalb der Kasbah Oudaya auf die andere Flussseite schippern lassen und die einstige Piratenstadt Salé zu Fuß erkunden. Es gibt einen kleinen Fischmarkt, wo man um die Mittagszeit frischen Fisch essen kann. Aber Achtung: vorher Preise absprechen! Wem Rabat zu hektisch ist, der kann auch hier übernachten, zum Beispiel im modernen, am Fluss gelegenen Hotel Dawliz (45 Zi. | Avenue Prince Héritier Sidi Muhammad | Tel. 0537883277 | Fax 0537883279 | www.ledawliz.com | €€).

Ziele in der Umgebung

Der Südwesten

Cap Rhir

Das Kap 60 km nördlich von Agadir ist ein ideales Revier für Windsurfer. Auf einer Breite von ungefähr 3 km erstreckt sich ein Thermik-Fallwindbereich, der sich perfekt zum Speedsurfen eignet. Für Schwimmer nicht geeignet!

Imouzzèr-des-Ida-Outanane

Die Wasserfälle von Imouzzèr liegen etwa 62 km nordöstlich von Agadir und sind ein beliebtes Ausflugsziel vor allem bei marokkanischen Urlaubern. Europäer empfinden die Fälle oft als eher klein, doch lohnt der Ausflug der herrlichen Anfahrt wegen. Es geht immer entlang des Oued Tamrakht durch das Paradise Valley ins Landesinnere - vorbei an vielen Ausflugslokalen und kleinen Oasen.

Parc National Oued Massa

An der Mündung des Oued Massa, 45 km südlich von Agadir, liegt Marokkos größtes Vogelschutzgebiet. Hier leben so seltene Vogelarten wie Sand- und Wüstenflughühner oder Zwergseeschwalben. Unter der Ägide der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) wurden hier ausgestorbene Tierarten wie zum Beispiel die Mendesantilope und die Mhorrgazelle aus dem Hannoveraner Zoo wieder angesiedelt. Neben einer herrlichen Flusslandschaft, die Sie auf Spaziergängen erkunden können, gibt es einige schöne Strände mit vielen Höhlen, wo die einheimischen Fischer ihren Fang frisch zubereiten.

Taliouine und Jbel Siroua

Taliouine, 210 km östlich von Agadir, ist vor allem aus zwei Gründen interessant: als Sitz der einzigen Safrankooperative des Landes sowie als Ausgangspunkt für Touren in den Jbel Siroua. Der Jbel Siroua ist ein Gebirgszug, der an den Hohen Atlas anschließt und sich über 3000 m erhebt. Die Kooperative befindet sich mitten im Ort und kann täglich besucht werden. Trekking im Jbel Siroua ist bislang kaum bekannt, umso schöner sind die Touren durch die gigantische Gebirgswelt, die von der Auberge Souktana (Tel. 0528534075 | Fax 0528534075 | http://membres.lycos.fr/souktana) organisiert werden.

Taroudannt

Taroudannt ist eine hübsche Stadt (57000 Ew.) inmitten der fruchtbaren Sous-Ebene, 80 km östlich von Agadir. Einst ein Haupthandelszentrum und während des 16. Jhs. kurzfristig Hauptstadt unter den Saadiern, ist Taroudannt bis heute sehr lebendig. Entsprechend bunt ist der Basar. Interessant ist außerdem die vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem 16. Jh. Ausgesprochen schöne und gute Hotels bieten Unterkunft, wie z.B. das Luxushotel La Gazelle d'Or (30 Zi. | Tel. 0528852048 | Fax 0528852737 | www.gazelledor.com | €€€), das im ehemaligen Palais eines französischen Barons untergebracht ist. Schön ist auch das Melia Palais Salam (142 Zi. | www.palaissalamtaroudant.com | €€-€€€) in der alten Kasbah inmitten der Stadtmauer mit einem paradiesischen Garten.

Mirleft

In den 1970er-Jahren war Mirleft, 30 km nördlich von Sidi Ifni, ein Aussteigerparadies. Heute erinnert in dem kleinen Fischerort nur noch wenig an diese Zeit. Das Städtchen zieht vor allem marokkanische Touristen an und hat eine sehr entspannte Atmosphäre zu bieten. Übernachten können Sie in dem sehr schönen und luxuriösen Hotel Trois Chameaux (22 Zi., 1 Haus für 6 Pers. Tel. 0528719187 | www.3chameaux.com | €-€€), das oberhalb des Orts liegt und mit Hammam, Pool und einem ausgezeichneten Restaurant allen Komfort bietet.

Tiznit

Die Stadt (35000 Ew.) ist das wichtigste Handelszentrum des südlichen Sous. 1882 gegründet, war sie zur Protektoratszeit vor allem ein Karawanenzentrum. Tiznit, 70 km nordöstlich von Sidi Ifni, ist vor allem für seine Silberarbeiten bekannt, die jedoch - wegen des Ansturms von Touristen aus Agadir - hier oftmals teurer sind als sonst im Land. Sehenswert sind der Suq, die große Moschee, die in ihrer Bauweise den Sahara-Bauten aus Mali und Niger ähnelt sowie die große Stadtmauer, die zur Gründerzeit rund um die Stadt gezogen wurde. Zu empfehlen ist auch der Besuch der Perle du Sud, eines ehemaligen Paschapalasts, der zu einem kleinen Kunsthandwerkszentrum umgebaut wurde. Übernachten und essen können Sie im hübschen, modernen Hotel Idou Tiznit | 94 Zi. | Avenue Hassan II | Tel. 0528600333 | Fax 0528600666 | www.idoutiznit.com | €-€€.

Les Peintures

4 km südlich von Aguar Oudad liegen die „Blauen Steine“, Kunstwerke, geschaffen aus Felsen und 20000 kg Farbe. Diese wurde nach altägyptischen Rezepten von dem belgischen Künstler Jean Vérame hergestellt, der die bis zu 30 m hohen Felsen auch bemalte. Das Gesamtkunstwerk in den Farben Blau, Rot, Violett und Schwarz fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, die von Granitfelsen umrahmt wird. Je nach Tageslicht verändern sich die Farben und geben ein phantastisches Schauspiel ab. Man kann in knapp eineinhalb Stunden von Tafraoute hierher wandern oder aber mit dem Auto den Hinweisschildern folgen.

Tasguent

Dieser Agadir (Speicherburg) ungefähr 10 km nordöstlich von Tafraoute ist ohne Beispiel: Sieben Stockwerke sind aus Schiefersteinen erbaut und mit Arganienholz gestützt. Kein Mörtel wurde für den Bau verwendet. Die Speicherburg wird bis heute gut bewacht, da sie eine heilige Holztafel beherbergt. Sie ist nach Angaben der Bewohner über 1000 Jahre alt und enthält eine Schrift über das Gewohnheitsrecht der Berber. Des Weiteren gibt es hier 200 Parzellen, in denen das Hab und Gut der Bevölkerung, die rund um die Speicherburg lebt, aufbewahrt wird.

Tizargane

Die Speicherburg aus dem 13. Jh. krönt einen Felsen 48 km nördlich von Tafraoute und ist beeindruckend. Drei Familien leben hier oben und bewachen etwa 300 Speicherparzellen, die jedoch nicht alle gefüllt sind. Jamal Moussali (Mobiltel. 061941350) ist der Schlüsselwächter und schließt bei Besichtigungen auch schon einmal die ein oder andere Parzelle auf.

Vallée des Ammeln

Das Tal, das seinen Namen von den Ammeln, einer hier lebenden Berbergruppe, hat, ist ein Muss für jeden Liebhaber von beeindruckenden Landschaften. Kleine Dörfer kleben wie Adlerhorste hoch an den Felsen. Hier wachsen Mandelbäume und Arganien. 16 km lang erstreckt sich dieses kleine Tal, 4 km nördlich von Tafraoute beginnend, in Ost-West-Richtung. Neben der beeindruckenden Landschaft sind es aber vor allem die traditionellen Häuser, die dem Tal seinen Reiz geben: Die Bauten sind mit Zinnen bewehrt und die Fronten mit Schieferplatten und weißen Bemalungen verziert. In Oumesnat befindet sich ein kleines ethnografisches Museum, die Maison Traditionelle. Ahmed und Moustapha, Vater und Sohn, führen durch ihr ehemaliges Wohnhaus, machen eine traditionelle Teezeremonie mit den Gästen, erzählen viel zur Geschichte der Ammeln und erklären die Gegenstände im Haus. Außerdem darf man Arganienöl kosten und das sogenannte Berbernutella, eine Paste aus Honig, Mandeln und Arganienöl. Eintritt 20 DH

Ziele in der Umgebung

Der Große Süden

Artesischer Brunnen

17 km nördlich von Erfoud liegt ein großes Brunnenareal, in dem Wasserfontänen gen Himmel stieben. Hier ist Wasser reichlich vorhanden, doch leider taugt es nicht für die Bewässerung, da es stark salzhaltig ist.

Erg Chebbi

200 m hohe Dünen, ein Meer aus Sand und feuerrote Sonnenaufgänge: Das ist der Erg Chebbi, das größte Sanddünengebiet Marokkos, 65 km südöstlich von Erfoud. Für viele Wüstenneulinge erfüllt der Erg, die Sandwüste, jedes Klischee, das man von einer Wüste haben kann, auch wenn leere Sardinendosen und Wasserflaschen in den Dünenmulden sichtbares Zeugnis von allzu viel Lagerfeuerromantik sind. Doch wer sich weiter in die Dünen hineinwagt und ein paar Tage hier verbringt, vielleicht sogar mit dem Kamel für ein paar Stunden in die Dünen reitet oder nachts, bei Vollmond, spazieren geht, kann hier die wahre Wüste erleben. Hauptort des Erg Chebbi ist Merzouga, das auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann und das neben ein paar kleinen Hotels auch über eine kleine Oase verfügt. Unterkunft bieten im Erg Chebbi auf etwa 15 km Länge kleine, meist einfache Herbergen und Hotels, die sich am Fuß des Dünenkamms befinden. Eine Ausnahme darunter ist das schicke Dar el Janoub, das „Haus des Südens“. Geschmackvoll eingerichtet, direkt an den Dünen und sogar mit kleinem Pool (21 Zi. Hassi-Lablied | Tel. 0535577852 | www.dareljanoub.com | €€). Direkt daneben - etwas größer, etwas weniger nobel, aber auch sehr schön und stilvoll - befindet sich das Hotel Kasbah Tombouctou (60 Zi. | Tel. 0535577091 | €-€€).

Erg Sneggi

Diese sehr viel kleinere Dünengebiet südlich von Taouz ist bislang noch kaum bekannt. Auch wenn die Dünen nicht so hoch sind wie die im Erg Chebbi, so ist diese Region doch insofern sehr interessant, als hier kaum Touristen zu finden sind und man so wirklich die Wüste allein erleben kann. 95 km südöstlich

Figuig

Direkt an der Grenze zu Algerien, 400 km östlich von Erfoud und fern jeder Busreiseroute, liegt Figuig. Die Anreise vom nächsten Hotel in Er-Rachidia bzw. Oujda im Norden dauert je nach Wetterverhältnissen fünf bis zehn Stunden. Doch der weite Weg lohnt sich für diejenigen, die unverfälschtes Oasenleben suchen. Figuig besteht aus sieben Lehmdörfern, etwa 150000 Dattelpalmen und wird bewohnt von knapp 50000 Menschen, die überwiegend vom Gemüse- und Obstanbau leben. Die Oase speist sich aus etwa 30 artesischen Quellen, deren Wasser durch Foggaras, unterirdische Kanäle und Schächte, zu den Feldern geleitet wird.

Himmelstreppe und Goldene Spirale

Zwei Kunstwerke inmitten der Wüste, 29 km nordwestlich von Erfoud. Der deutsche Künstler Hannsjörg Voth hat eine Lehmtreppe, die ins Leere des Himmels führt, sowie eine Spirale errichten lassen. Sie ist nur nach Voranmeldung und nur mit dem Künstler selbst oder dem einzigen autorisierten Führer, Ahmed Ben Saddik, zu besichtigen. Voranmeldung zwingend notwendig unter Mobiltel. 0668651828 | Besichtigung 200 DH pro Person

Maadid

3 km nördlich von Erfoud liegt dieses kleine Lehmdorf. Einzigartig ist das prächtige Eingangstor aus der Almohadenzeit, eines der wenigen Zeugnisse aus dem 12. Jh., die man in dieser Region noch finden kann. Auch ein kleiner Bummel durchs Dorf macht Spaß.

Rissani

Von der alten Hauptstadt Sijilmassa, der Vorgängerstadt von Rissani, ist heute nichts mehr erhalten - nicht einmal der kleinste Ruinenrest. Rissani (5000 Ew.) ist eine kleine Wüstenstadt 22 km südlich von Erfoud mit pittoresken Lehmdörfern in direkter Nachbarschaft, einem großen, sehr schönen und lebendigen Markt am Sonntag sowie einer kleinen touristischen Infrastruktur. Besonders interessant ist das Ksar Abouam mit der Kasbah Moulay Isma'il. Dieses gut erhaltene Lehmdorf ist von kleinen Gassen durchzogen und hat viele schöne Innenhöfe. Auffallend ist das Eingangstor zum Ksar, das von zwei Türmen flankiert wird. Da Rissani auf dem Programm vieler Reiseveranstalter steht, gibt es hier neben bettelnden Kindern und selbst ernannten Führern auch Souvenirshops. Unterkunft finden Sie in der herrlichen und stilvollen Kasbah En Nasra nahe Rissani. Hier wohnt man nicht nur sehr schön, hier erlebt man eine Oase inmitten der Wüste (15 Zi. | Ksar Labtami | Tel. 0535774403 | www.kasbahennasra.com | €€-€€€).

Source Bleue de Meski

Diese herrliche Quelle liegt inmitten eines großen Palmenhains. Das Wasser fließt durch mehrere Steinbecken und erneuert sich alle zwei Stunden von selbst. Während in den vorderen Becken heilige Fische schwimmen, die man nicht stören sollte, ist das hinterste Becken, das größte, ein öffentliches Schwimmbad. Ein kleines Café bietet frischen Tee. Da die Quelle direkt an einem Campingplatz liegt, gibt es gute sanitäre Anlagen, die man nutzen kann. 60 km nördlich von Erfoud

Versteinertes Korallenriff

15 km von Erfoud, an der alten Piste nach Merzouga, befindet sich ein versteinertes Korallenriff. Wer Geduld hat, kann hier selbst suchen, ansonsten bieten Händler (leider oftmals gefälschte) Fossilien an.

Ait Ben Haddou

Das faszinierende Lehmdorf 34 km nordwestlich von Ouarzazate ist kulturelles Welterbe und steht unter dem Schutz der Unesco. Malerisch am Fuß eines Hangs gelegen, diente es als Filmkulisse für verschiedene Filme, u.a. „Sodom und Gomorrha“, „Gladiator“, „Asterix und Cleopatra“ sowie zahlreiche Bibelfilme. In der einst sehr lebendigen Stadt leben heute noch 15 Familien in einem Labyrinth aus Gassen und Wegen. Unterkunft finden Sie in einer originalen und zauberhaften Kasbah nur wenige Kilometer von Ait Ben Haddou Richtung Telouet entfernt: Kasbah el Louze (9 Zi. | Tamraght | Tel. 0524890459 | www.kasbahellouze.com | €€).

Cascades Tizgui

Die Wasserfälle von Tizgui liegen malerisch in einer canyonartigen Landschaft im nördlichen Drâatal. Ist genügend Wasser da, kann man in einem kleinen, natürlichen Wasserbecken baden und sogar eine Wasserrinne als Rutsche benutzen. Omar, ein freundlicher Berber, betreibt hier ein sehr kleines, bescheidenes Freiluftcafé und bietet vorbeikommenden Touristen Tee an. 58 km südlich

EL-Kelaat M'Gouna und Vallée des Roses

Das kleine Städtchen liegt herrlich am Zusammenfluss von M'Goun und Dadès, 92 km nordöstlich von Ouarzazate. Im Hintergrund zeigt sich der zweithöchste Berg Marokkos, der Jbel M'Goun (4071 m), von dem sich das Rosental, Vallée des Roses, bis nach Kelaat zieht. Das Städtchen ist heute vor allem Marktort und Ausgangsort für Trekkingtouren in die Umgebung. Das Rosental hat seinen Namen von den vielen Rosengärten, die sich von Kelaat weit nach oben in die Berge ziehen, immer umgeben von schroffer Landschaft und vielen kleinen Lehmdörfern. Ein Besuch lohnt vor allem am Mittwoch, wenn der sehr ursprüngliche Markt stattfindet, oder während des Rosenfests im Mai. Übernachten können Sie in der einfachen, aber sehr romantischen Kasbah Itrane | 10 Zi. | an der Piste ins Rosental | Tel. 0524837103 | www.kasbahitran.com | €

Skoura

Dieser wunderschöne Oasenort 40 km nordöstlich von Ouarzazate ist vor allem wegen seiner vielen privaten Kasbahs interessant. Eine der größten zugänglichen ist die Kasbah Amerdhil im Ortszentrum. Sie gilt als eine der schönsten. Im Gebäude ist auch ein kleines Museum untergebracht, wo Tee serviert wird. Statt eines Eintritts erwartet man eine Spende (20-30 DH). Übernachten können Sie im herrlichen Hotel Les Jardins de Skoura (8 Zi. | Tel. 0524x852324 | www.lesjardinsdeskoura.com | €€) oder der angenehmen und netten, aber etwas einfacheren Auberge Chez Talout (9 Zi. | Tel. 0662498283 | www.talout.com | €-€€).

Tazenakht

Der Ort 90 km südwestlich von Ouarzazate ist vor allem für seine Glaoui- und Ouzgita-Teppiche bekannt, die nur hier hergestellt werden. Die originalen Teppiche werden mit Safran und anderen Naturmaterialien gefärbt und nach traditionellen Mustern gewebt, geknüpft und bestickt. Besonders interessant ist der Besuch donnerstags und freitags, wenn großer Markt ist und die Teppiche versteigert werden.

Aghbalou N'Kerdous

Dieser kleine, sympathische und auffallend gepflegte Ort inmitten des Hohen Atlas ist nur mit einem Geländewagen zu erreichen. Bereits die Fahrt dorthin ist atemberaubend. Sie führt durch enge Täler und Schluchten. Es gibt jedoch kein Café o.ä. unterwegs. 104 km nordöstlich

Gorges du Dadès

Boumalne ist ein lebendiges Marktzentrum 70 km westlich von Tinghir am Fuß der Gorges du Dadès, die sich etwa 45 km nach Norden winden. Die Dadès-Schlucht ist für ihre faszinierenden Felsformationen und die gigantischen Kasbahs bekannt, von denen die meisten jedoch nicht besichtigt werden können. Sie liegen rechts und links des Flüsschens Dadès. Ist ausreichend Wasser da, sieht man hin und wieder sogar Kanufahrer. Mit einem Geländewagen kann man von hier über Pisten in die Todhra-Schlucht fahren (nur mit Führer oder für erfahrene Fahrer zu empfehlen). Unterkunft und Essen in Boumalne im angenehmen Hotel Kasbah Tizzarouine mit 51 Zimmern | Tel. 024830690 | Fax 024830262 | www.kasbahtizzarouine.com | €€, oder in der Schlucht in dem einfachen, aber anheimelnden, hübschen Riad Les Vieilles Charrues (5 Zi. | Tel. 0524830652 | http://riadv.ifrance.com | €).

Goulmima

Der östlichste Ort an der Straße der Kasbahs, 95 km nordöstlich von Tinghir, ist zugleich Zentrum der schönen Oase Rheris, die aus über 20 Lehmdörfern und mehreren 100000 Dattelpalmen besteht. Goulmima ist eine moderne Kleinstadt (14000 Ew.), die meist von Touristen vernachlässigt wird - zu Unrecht, denn Goulmima selbst hat einen herrlichen alten Ksar, der vollständig erhalten ist. In kaum einem anderen Ort Südmarokkos kann man so gut die alten Wehrmauern und Torbögen sehen wie hier. Die Französin Madame Odile betreibt im alten Ksar ein privates Gästehaus mit Garten, (5 Zi. | Tel./Fax 0535784004 | www.palmiersgoulmima.com | €).

Imilchil

Der kleine Ort (7000 Ew.), der vor allem wegen seines Hochzeitsmarkts im August bekannt ist, liegt auf 2160 m Höhe. Er wird von einer riesigen Kasbah dominiert. Imilchil ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die eindrucksvolle Umgebung, zumal es hier mehrere kleine, einfache Hotels gibt. Samstags findet ein sehr ursprünglicher Markt statt. Unterkunft in einfachen Herbergen im Ort oder am 4 km außerhalb gelegenen Lac Tislit. 124 km nördlich | zurzeit nur mit Geländewagen zu erreichen, eine Straße ist in Bau

Jbel Saghro

Das Wüstengebirge ist durchschnittlich 2900 m hoch; südlich des Hohen Atlas, erstreckt es sich über 320 km von Ouarzazate in Richtung Er-Rachidia. Dies ist der trockenste und wärmste Gebirgszug Marokkos. Die Landschaft ist vielfach zerklüftet und bildete in Urzeiten zum Teil riesige Erhebungen, wie die beiden Türme des Bab 'n' Ali. Vor allem in den Monaten Oktober bis März kann man hier außergewöhnliche Trekkingtouren unternehmen oder die Gegend per Geländewagen erkunden. Entlang der wichtigsten Pisten stellen kleine Gîtes d'Étapes Zimmer zur Verfügung, die jedoch meist sehr einfach ausgestattet und ohne Strom sind.

Tinjedad

Das Straßendorf hat einen fast vollständig erhaltenen Ksar in der Oase, den man besichtigen kann. Hierin hat der Spanier Roger Mimo ein altes Haus originalgetreu wieder auf- und zu einem ethnografischen Museum umgebaut. Es gibt in ganz Marokko wohl keinen besseren Anschauungsunterricht zu Lehmbau und Berberwohnkultur als hier. Am besten vorher im Gästehaus anrufen, eine Besichtigung ist jedoch auch ohne Voranmeldung möglich. Unterkunft und Essen bekommen Sie im dazu gehörenden, wunderschönen Gästehaus El-Khorbat (Tel. 0535880355 | www.elkhorbat.com | €€), das elf kleine Suiten in den alten Gemäuern anbietet.

M'hamid

Bei M'hamid 91 km südlich von Zagora versandet der Drâa, und es beginnen die ersten Dünen. Hier starten die meisten Kameltouren, die zwischen einer Stunde und zehn Tagen dauern. M'hamid (9000 Ew.) ist ein richtiges Wüstenstädtchen: Lehmhäuser, Versandungen, traditionell ekleidete Menschen und wenig Infrastruktur, trotz des Kameltourismus. Wer einmal Wüste schnuppern oder auf dem Kamel sitzen möchte, ist hier richtig. Unterkunft und Essen im schönen Zelthotel Chez le Pacha | 17 Zi. | etwas außerhalb des Orts | Tel. 0524848696 | www.chezlepacha.com | €-€€.

N'kob und Tazzarine

Diese hübschen kleinen Oasenorte liegen abseits der Touristenstrecken und haben kurz ein wenig Bekanntheit durch den preisgekrönten Hollywood-Film „Babel“ erreicht, obschon das das Leben in den kleinen Städtchen nicht verändert zu haben scheint. Hier geht es nach wie vor eher ruhig zu, das Leben spielt sich in den Oasengärten und entlang der Hauptstraßen ab. Hier gibt es keine Attraktionen zu sehen - nur unverfälschtes, marokkanisches Kleinstadtleben. Die wunderschöne Kasbah Imdoukal bietet Unterkunft in N'kob an und zwar mit Pool und unvergleichlich großem Charme. 20 Zi. | Kasbah Imdoukal, N'kob | Tel. 024839798 | www.kasbahimdoukal.com | 80 bzw. 110 km nordöstlich von Zagora | €€

Tamegroute

In Tamegroute, etwa 20 km südöstlich von Zagora, befindet sich das bedeutendste Heiligtum des Drâatals: die Gräber von sieben heiligen Männern des mystischen Naciri-Ordens, der hier seinen Hauptsitz hat. Die Gräber, die in einer klosterähnlichen Anlage, einer sogennannten Zaouiya, untergebracht sind, werden Jahr für Jahr beim großen Moussem von Tamegroute aufgesucht. Für Touristen von größerer Bedeutung als die Gräber ist die Bibliothek der Zaouiya, die eine Sammlung von knapp 4200 Büchern enthält, darunter einige sehr schöne Kalligrafien und Koranexemplare. Die Bücher stammen aus dem 12.-16. Jh. und werden heute in modernen Räumen hinter Glas aufbewahrt. Besichtigung vormittags | Eintritt frei, aber eine Spende wird erwartet

Tamnougalte

Bekannt ist das Dorf Tamnougalte etwa 90 km nordwestlich von Zagora bei Filmliebhabern vor allem durch Bernardo Bertoluccis Drama „Himmel über der Wüste“. Wer den Film gesehen hat, wird das Hotel Transatlantique und das Fort Bounoura schnell wiedererkennen. Aber auch andere Filme wurden hier gedreht, und wer Tamnougalte sieht, wird auch schnell erkennen, weshalb: Bei Tamnougalte handelt es sich um das älteste Ksar (Lehmdorf) Südmarokkos mit drei wunderschönen alten Kasbahs im Dorfkern (die älteste davon ist 250 Jahre alt).

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Marokko

Atlas-Filmstudios

Marokkos Atlas-Filmstudios bei Ouarzazate mit ihren Kulissen und Werkstätten sind höchst spannend anzuschauen. Sie sind nicht nur für einheimische Filmemacher interessant, vor allem Produzenten aus Hollywood und Europa drehen hier. Zahlreiche Filme, darunter ganz bekannte wie „Asterix und Cleopatra“ mit Gerard Dépardieu oder „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ mit Michael Douglas wurden hier produziert, und viele Filmkulissen sind bis heute gut erhalten. Eine Besichtigung der Studios ist an drehfreien Tagen möglich. Eintritt 30 DH, Kinder bis 12 Jahre frei

Oasiria

Oasiria ist ein gigantischer Aquapark in der Nähe von Marrakech mit riesigen Wasserrutschen, Wellenbecken, Piratenschiff, Wasserwerfern und einer beeindruckenden Poollandschaft. Hier kann sich die ganze Familie erholen, denn neben all dem Wasserspaß gibt es hier große Liegewiesen, mehrere Restaurants, Beachvolleyballfelder und vieles mehr. Kostenlose Pendelbusse verkehren ab Marrakechs Neustadt. Kilometer 4 | Route du Barage | Tel. 0524380438 | www.oasiria.com | Eintritt nach Körpergröße: bis 80 cm frei, bis 150 cm 90 DH, ab 150 cm 180 DH für den ganzen Tag

Reiten

Bei Mirleft findet sich die Ranch Les Deux Gazelles (www.les2gazelles.com), die engagiert von zwei jungen Französinnen geführt wird. Bei Meknès bietet eine Schweizerin absolut zuverlässige und gute Reittouren an (www.clubfarah.com). Von beiden Ranchen lassen sich herrliche Touren in die Umgebung unternehmen. Die Kosten betragen etwa 150 DH pro Stunde, je länger man unterwegs ist, desto günstiger wird der Stundensatz.

La Medina d'Agadir

Freilichtmuseum auf einer Fläche von 40000 m²: Ausgestattet mit schönstem marokkanischem Dekor, wurden Lehmbauten mit viel Geschmack errichtet. Sie können durch die Gassen bummeln und den vielen Kunsthandwerkern zusehen, die hier arbeiten. Da die Medina ein wenig außerhalb liegt, transportiert ein Shuttlebus die Gäste von der Innenstadt (Abfahrt u. a. beim Club Méd) zum Gelände. Infos unter www.medinapolizzi.com

Kamel- und Maultiertrekking

Die Kleinen auf Kamelen reiten zu lassen, ist bereits ein Erlebnis für sich. Dann noch unter freiem Himmel zu übernachten, an Viehtränken zu duschen und in Oasen kleine Frösche zu beobachten, kommt einem Abenteuer gleich, den kein Freizeitpark bietet. Genauso wunderbar finden es Kinder im Regelfall, mit einem Maultier durch die Bergwelt des Atlas zu reiten und in Dörfern auf andere Kinder zu treffen. Einige der guten Marokkoveranstalter können für Familien individuelle Touren zusammenstellen. Auch Familienreiseveranstalter wie www.erlebe-familienreisen.de bieten Marokko-Bausteine an.

Chez les habitants

„Bei Einheimischen wohnen“ - das bedeutet chez les habitants. Und es ist ein einmaliges Erlebnis vor allem, wenn man mit der ganzen Familie anreist. Dann entstehen nämlich Kontakte auf jeder Ebene, und beide Seiten können voneinander profitieren und einander kennenlernen.

Sandkastenspiele

Der größte Sandkasten der Welt - so empfinden vor allem kleinere und größere Kinder den Erg Chebbi, Marokkos größtes Sanddünengebiet. Die riesigen, bis zu 200 m hohen Dünen hochkraxeln und sie dann auf dem Hosenboden - oder besser noch auf dem Bauch - wieder herunterzurutschen: Das ist ein Vergnügen, das man in Europa vergeblich sucht. Aber nicht nur das macht Spaß: Auch Dünenwanderungen (bitte nicht ohne Begleitung) und Burgen bauen (mit Quellwasser) sind hier möglich - sowie Kamelreiten und sogar Ski bzw. Snowboard fahren auf den Dünen! All dies kann man sich bei den kleinen Herbergen am Rand der Dünenlandschaft organisieren lassen, wo man am besten auch wohnt.

Insider-Tipp

Restaurant des Riad Tanja

Speisen vom Feinsten: Wunderbare Speisen, ein herrlicher Blick und schönes Ambiente: So genießen Sie Ihr Diner im Riad Tanja in Tanger

Rick's Café

You must remember this...: Im legendären Rick's Café in Casablanca spielt Sam noch einmal auf

Chez Brahim

Frisch, Frischer, chez Brahim: Fangfrischen Fisch in herausragenden Qualität können Sie im kleinen Restaurant Chez Brahim in Tamraght genießen

Hammam Lalla Mira

Mystik im Bad: Im ältesten Ritual-Dampfbad Essaouiras, Lalla Mira, können heute Gäste aus aller Welt schwitzen

Plage Blanche und Bucht Legzira

Gigantische Felskulisse: Am Felsenstrand von Legzira kann man bei Ebbe durch gigantische, beeindruckende Felstore wandern und den Fischern bei der Zubereitung des frische gefangenen Fischs zusehen

Dar Ziryab

Kultur im Gästehaus: Jalil el Hayar präsentiert im Dar Ziryab in Fès marokkanische Kunst

Riad d'Or

Schlafen im Palast: Im Riad d'Or in Meknès wohnen Sie in einem kleinen Palast

Sidi Kaouki

Wo Heilige über Surfer wachen: Nach Sidi Kaouki pilgern Gläubige zum Grab des Ortsheiligen - und Surfer kommen wegen der optimalen Winde

Vallée des Ammeln

Ein Berber erklärt das Leben: In der Maison Traditionelle in Oumesnat werden Sie vom Hausherrn persönlich herumgeführt

Figuig

Ein Palmenmeer in der Wüste: Fern aller Busrouten, an der algerischen Grenze, liegt die märchenhafte Oase Figuig

Ait Ben Haddou

Wohnen in der Burg: Die Kasbah el Louze bei Ait Ben Haddou ist eines der urigsten Hotels des Landes

Tinjedad

Authentizität garantiert: Das ethnografische Museum in Tinjedad katapultiert Sie ins Dorfleben eines Ksar

Top Highlights

Mosquée Hassan II

Die Moschee gilt seit ihrer Fertigstellung 1993 als Wahrzeichen der Stadt. Sie fasst 100000 Menschen und ist bis heute umstritten. Das liegt auch daran, dass die Marokkaner sich finanziell am Bau beteiligen mussten - nicht jede Familie konnte das.

Medina

Die Medina zeichnet sich durch enge Gassen und kleine Plätze aus, die häufig von Gummibäumen umgeben sind. Es gibt einen sehr lebendigen Suq und viele Galerien, sodass sich Kunstinteressierte tagelang hier aufhalten können.

Djemaa el Fna

Dieser Platz ist das Highlight Marokkos schlechthin! Der Djemaa el Fna (Platz der Geköpften) steht seit einigen Jahren als Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit unter dem Schutz der Unesco. Und tatsächlich: Noch immer zieht er Tag für Tag, Abend für Abend Tausende von Marokkanern von nah und fern an, die den Geschichtenerzählern lauschen, die die Feuerschlucker anfeuern und den Heilern alles glauben. Hier treten Akrobaten auf, Schlangenbeschwörer und mobile Zahnärzte. Wasserverkäufer lassen sich für viel Geld ablichten, Touristen irren umher; fremde Besucher trauen sich häufig nicht, stehen zu bleiben und betrachten das Spektakel lieber aus der Distanz. Doch wer eintauchen will ins wilde Marokko, kann das am besten hier, inmitten der Großstadt Marrakech. Es ist relativ ungefährlich, doch sind, wie überall, wo viele Touristen sind, auch Diebe und Betrüger unterwegs.

Madrasa Ben Youssef

Die schönste Koranschule des Landes wurde im 14. Jh. gegründet und zum letzten Mal 2001 renoviert. Hier gibt es, neben einem beeindruckenden Innenhof, dessen Bodenfliesen aus Carrara-Marmor bestehen, einen Gebetsraum und sehr gut erhaltene Studierzimmer im ersten Stock sowie das alte Hammam des Baus zu besichtigen. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 20 DH

Kasbah Oudaya

Hoch oben auf einem Felsen thront die schöne Kasbah mit ihrer herrlichen Aussicht. Es ist das Altstadtviertel Rabats, mit verwinkelten Gassen, ganz in Blau-Weiß gehalten, kleinen Galerien und hübschen Cafés. Die Kasbah wurde im 12. Jh. als Wehrburg errichtet und beherbergt in den Festungsanlagen neben dem schönen maurischen Café ein kleines Schmuckmuseum sowie einen kleinen Park.

Gorges du Todhra

Die Schlucht beginnt am Ostausgang von Tinghir und zieht sich 15 km nach Norden. Rechts und links liegen Lehmdörfer, die aussehen, als hätte man sie an die Felsen geklebt. Nicht zu Unrecht behaupten die Menschen hier, die Todhra sei die schönste Oase des Landes. Je weiter man in der Schlucht nach oben gelangt, desto enger wird es, bis man am hinteren Ende das Gefühl hat, die Felsen zu durchbrechen. Hirten treiben ihre Ziegen durch die Felsen, und oben hängen Kletterer an den Wänden.

Tetouan

Tetouan (435000 Ew.) liegt am westlichen Ausläufer des Rif-Gebirges, 40 km südöstlich von Tanger, auf einem Hochplateau - und hat einen schlechten Ruf, gerade bei Marokkoneulingen. Kein Wunder, denn es gibt hier vergleichsweise viele Haschischdealer, Taschendiebe und Faux Guides. Dennoch sollten Sie sich - mit einem Führer an Ihrer Seite - auf keinen Fall die Medina von Tetouan entgehen lassen, die von der Unesco seit 1997 als Welterbe geschützt wird. Weiße Gassen werden von gemauerten Torbögen überspannt und winden sich in sanften Kurven durch die Stadt.

El-Jadida

Die einst schäbige Hafenstadt (400000 Einw.) hat sich mit Marmor und Glas mächtig herausgeputzt. Kein Wunder: Der Küstenstreifen soll Marokkos neue Feriendestination werden, mit El-Jadida als Zentrum. Ein Muss ist der Besuch der gut erhaltenen Festung Mazagan, der sogenannten Cité Portugaise aus dem 16. Jh., heute Weltkulturerbe. Imposant: die Zisterne mit dem gotischen Kreuzrippengewölbe. Immer im Juli und August finden Musik- und Theaterfestivals mit internationaler Beteiligung statt. Preiswert, sauber und zentral wohnen Sie im Hôtel de Provence (15 Zi. | Avenue Mohammed Rafii | Tel. 0523342347 | Fax 0523352115 | €).

Volubilis

Der römische Ort Volubilis hat seinen Namen von den Winden, Walili, die hier wachsen. Eindrucksvoll liegt die häufig von Touristen unbeachtete Ausgrabungsstätte am Rand eines länglichen Plateaus am Fuß des Zerhoun-Gebirges, etwa 30 km nördlich von Meknès. Der Ort wurde um das Jahr 25 unter dem römisch-berberischen Kaiser Juba II. gegründet und erlebte seine Blütezeit im 3. Jh. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um das Areal mit seinen einzigartigen Mosaiken, dem Triumphbogen und der Via Maximus zu besichtigen. Eintritt 20 DH

Parc National Oued Massa

An der Mündung des Oued Massa, 45 km südlich von Agadir, liegt Marokkos größtes Vogelschutzgebiet. Hier leben so seltene Vogelarten wie Sand- und Wüstenflughühner oder Zwergseeschwalben. Unter der Ägide der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) wurden hier ausgestorbene Tierarten wie zum Beispiel die Mendesantilope und die Mhorrgazelle aus dem Hannoveraner Zoo wieder angesiedelt. Neben einer herrlichen Flusslandschaft, die Sie auf Spaziergängen erkunden können, gibt es einige schöne Strände mit vielen Höhlen, wo die einheimischen Fischer ihren Fang frisch zubereiten.

Les Peintures

4 km südlich von Aguar Oudad liegen die „Blauen Steine“, Kunstwerke, geschaffen aus Felsen und 20000 kg Farbe. Diese wurde nach altägyptischen Rezepten von dem belgischen Künstler Jean Vérame hergestellt, der die bis zu 30 m hohen Felsen auch bemalte. Das Gesamtkunstwerk in den Farben Blau, Rot, Violett und Schwarz fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, die von Granitfelsen umrahmt wird. Je nach Tageslicht verändern sich die Farben und geben ein phantastisches Schauspiel ab. Man kann in knapp eineinhalb Stunden von Tafraoute hierher wandern oder aber mit dem Auto den Hinweisschildern folgen.

Tasguent

Dieser Agadir (Speicherburg) ungefähr 10 km nordöstlich von Tafraoute ist ohne Beispiel: Sieben Stockwerke sind aus Schiefersteinen erbaut und mit Arganienholz gestützt. Kein Mörtel wurde für den Bau verwendet. Die Speicherburg wird bis heute gut bewacht, da sie eine heilige Holztafel beherbergt. Sie ist nach Angaben der Bewohner über 1000 Jahre alt und enthält eine Schrift über das Gewohnheitsrecht der Berber. Des Weiteren gibt es hier 200 Parzellen, in denen das Hab und Gut der Bevölkerung, die rund um die Speicherburg lebt, aufbewahrt wird.

Vallée des Ammeln

Das Tal, das seinen Namen von den Ammeln, einer hier lebenden Berbergruppe, hat, ist ein Muss für jeden Liebhaber von beeindruckenden Landschaften. Kleine Dörfer kleben wie Adlerhorste hoch an den Felsen. Hier wachsen Mandelbäume und Arganien. 16 km lang erstreckt sich dieses kleine Tal, 4 km nördlich von Tafraoute beginnend, in Ost-West-Richtung. Neben der beeindruckenden Landschaft sind es aber vor allem die traditionellen Häuser, die dem Tal seinen Reiz geben: Die Bauten sind mit Zinnen bewehrt und die Fronten mit Schieferplatten und weißen Bemalungen verziert. In Oumesnat befindet sich ein kleines ethnografisches Museum, die Maison Traditionelle. Ahmed und Moustapha, Vater und Sohn, führen durch ihr ehemaliges Wohnhaus, machen eine traditionelle Teezeremonie mit den Gästen, erzählen viel zur Geschichte der Ammeln und erklären die Gegenstände im Haus. Außerdem darf man Arganienöl kosten und das sogenannte Berbernutella, eine Paste aus Honig, Mandeln und Arganienöl. Eintritt 20 DH

Erg Chebbi

200 m hohe Dünen, ein Meer aus Sand und feuerrote Sonnenaufgänge: Das ist der Erg Chebbi, das größte Sanddünengebiet Marokkos, 65 km südöstlich von Erfoud. Für viele Wüstenneulinge erfüllt der Erg, die Sandwüste, jedes Klischee, das man von einer Wüste haben kann, auch wenn leere Sardinendosen und Wasserflaschen in den Dünenmulden sichtbares Zeugnis von allzu viel Lagerfeuerromantik sind. Doch wer sich weiter in die Dünen hineinwagt und ein paar Tage hier verbringt, vielleicht sogar mit dem Kamel für ein paar Stunden in die Dünen reitet oder nachts, bei Vollmond, spazieren geht, kann hier die wahre Wüste erleben. Hauptort des Erg Chebbi ist Merzouga, das auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann und das neben ein paar kleinen Hotels auch über eine kleine Oase verfügt. Unterkunft bieten im Erg Chebbi auf etwa 15 km Länge kleine, meist einfache Herbergen und Hotels, die sich am Fuß des Dünenkamms befinden. Eine Ausnahme darunter ist das schicke Dar el Janoub, das „Haus des Südens“. Geschmackvoll eingerichtet, direkt an den Dünen und sogar mit kleinem Pool (21 Zi. Hassi-Lablied | Tel. 0535577852 | www.dareljanoub.com | €€). Direkt daneben - etwas größer, etwas weniger nobel, aber auch sehr schön und stilvoll - befindet sich das Hotel Kasbah Tombouctou (60 Zi. | Tel. 0535577091 | €-€€).

Gorges du Dadès

Boumalne ist ein lebendiges Marktzentrum 70 km westlich von Tinghir am Fuß der Gorges du Dadès, die sich etwa 45 km nach Norden winden. Die Dadès-Schlucht ist für ihre faszinierenden Felsformationen und die gigantischen Kasbahs bekannt, von denen die meisten jedoch nicht besichtigt werden können. Sie liegen rechts und links des Flüsschens Dadès. Ist ausreichend Wasser da, sieht man hin und wieder sogar Kanufahrer. Mit einem Geländewagen kann man von hier über Pisten in die Todhra-Schlucht fahren (nur mit Führer oder für erfahrene Fahrer zu empfehlen). Unterkunft und Essen in Boumalne im angenehmen Hotel Kasbah Tizzarouine mit 51 Zimmern | Tel. 024830690 | Fax 024830262 | www.kasbahtizzarouine.com | €€, oder in der Schlucht in dem einfachen, aber anheimelnden, hübschen Riad Les Vieilles Charrues (5 Zi. | Tel. 0524830652 | http://riadv.ifrance.com | €).

Chefchaouen

Fès

Zagora


Auftakt

Was für ein Land!

Die Welt ist ein Pfau, und Marokko ist sein Schweif - so zumindest sagt es ein marokkanisches Sprichwort. Bescheidenheit ist nicht gerade eine Zier der Marokkaner, sie braucht es aber auch nicht zu sein. Denn ihre Heimat gehört zu den schönsten und vielfältigsten Ländern der Welt. Auf westliche Besucher übt Marokko eine Faszination aus, der man sich nicht entziehen kann. Nur einen Katzensprung von Europa entfernt finden Sie großartige Landschaften, eindrückliche Lehmbauten, arabische Altstädte, bunte Märkte und offene, liebenswerte Menschen, die Sie in eine Welt aus Tausendundeiner Nacht eintauchen lassen.

Wer mit dem Schiff von Spanien aus nach Marokko fährt, kann schon von Weitem die in der Sonne leuchtende Silhouette der Altstadt von Tanger sehen - ein Meer von weißen Häusern, malerisch dicht aneinander gebaut auf einem Felsenhügel, der schroff zum Meer abfällt.

„Wer die weiße Stadt einmal gesehen hat“, erzählen die Bewohner von Tanger gern, „wird um sie weinen, wenn er wieder in der Ferne ist.“ Was zuerst etwas pathetisch klingen mag, ist Teil des Mythos der Stadt Tanger, die vor der Unabhängigkeit Marokkos internationale Zone war: ein Treffpunkt der Schönen und Reichen, Schmuggler und Künstler, bekannt für kosmopolitischen Charme. Nur 14 km vom spanischen Festland entfernt, auf der anderen Seite der Meerenge von Gibraltar, ist es das „Tor zu Afrika“.

Unvergesslich werden Ihnen aber nicht nur die Stadt Tanger, sondern alle Eindrücke und Erlebnisse aus ganz Marokko bleiben. Dies ist ein Land, das sich durch seine geografische, historische und kulturelle Vielfalt von vielen anderen Regionen der Welt unterscheidet.

Etwa 446550 km² umfasst das Staatsgebiet Marokkos, das im Nordwesten des afrikanischen Kontinents liegt, eingebettet zwischen Atlantik und Mittelmeer, Algerien im Osten der marokkanischen Sahara im Süden. Zum Landschaftsbild gehören schneebedeckte Berge, einsame Wüstenlandschaften, weite, grüne Ebenen und kilometerlange Sandstrände. Im Winter kann man in Oukaimeden, einem idyllischen Wintersportort im Atlasgebirge, Ski fahren oder wandern. An den 1835 km langen Küsten laden menschenleere Strände zum Faulenzen in der Sonne ein. Wer mehr Aktivität möchte, kann südlich von Agadir kleine, verträumte Städte wie Sidi Ifni finden, wo man das ganze Jahr über surft. Erstklassige Golfplätze gibt es in fast allen größeren Städten, wobei die in Marrakech und in Rabat Dar Essalam zu den besten der Welt zählen. Besonders beeindruckend sind Expeditionen in die westliche Sahara, die rund ein Drittel der Gesamtfläche Marokkos ausmacht. Historisch Interessierte finden Spuren und Zeugnisse der frühen Eroberer Marokkos, der Phönizier und Römer. Der ehemalige römische Verwaltungssitz Volubilis bei Meknès ist eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten des Landes und zeugt, erstaunlich gut erhalten, von der einstigen Größe des römischen Imperiums.

Die frühe Geschichte der Küstenregionen Marokkos ist eine Geschichte ausländischer Eroberer, die die Kultur des Landes mannigfaltig prägten, während das Landesinnere, vor allem aber die Berg- und Wüstenregionen, weitestgehend unberührt blieben und es bis heute zum Teil noch sind. Nach den Römern dringen die Vandalen aus Südspanien nach Nordafrika vor. Im 8. Jh. besetzen muslimische Araber das heutige Marokko. Sie bringen nicht nur die verspielte orientalische Architektur, die für die Städten Fès und Marrakech so typisch ist, sondern verbreiten auch den Islam. Er ist noch heute offizielle Staatsreligion und bestimmt das Alltagsleben. Fünf Mal am Tag ruft der Muezzin zum Gebet, alle religiösen Feiertage werden strikt eingehalten. Wer es einrichten kann, sollte einige Tage des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht versäumen. Am Spätnachmittag gibt es Tag für Tag ein unvergleichliches Verkehrschaos, da jeder pünktlich zu Hause sein will. Bei Sonnenuntergang signalisieren Kanonenschüsse das Ende des Fastentags. Die Städte sind dann für ein, zwei Stunden völlig menschenleer. Aus den offenen Fenstern ist das Geklapper von Geschirr und Besteck zu hören.

Der Zusammenbruch des arabischen Großreichs um das Jahr 1400 führt dazu, dass Marokko ein Spielball europäischer Mächte wird. Nach den Portugiesen sind es vor allem Spanien und Frankreich, die die Politik des Maghreb bestimmen. Aufstände der einheimischen Bevölkerung werden brutal niedergeschlagen. Man teilt Marokko in ein spanisches und ein französisches Protektorat. Die Spanier bekommen den Norden und eine kleine Provinz im Süden, die Franzosen erhalten den großen Rest. Erst 1956, nach blutigen Unruhen gegen die Kolonialmächte, erhält das Könogreich Marokko seine Unabhängigkeit.

Die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes ist prekär, das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei nur 1800 Euro im Jahr. Die offizielle Analphabetenrate beträgt heute rund 40 Prozent, mit einer großen Dunkelziffer. Die offizielle Arbeitslosenzahl liegt bei 11,5 Prozent, in der Realität dürften es jedoch knapp 20 Prozent sein. Das klingt nach viel, ist im Vergleich zu den Vorjahren aber ein Fortschritt. Seit dem Amtsantritt König Mohammeds VI., der nach dem Tod seines Vaters Hassan II. 1999 den Thron bestieg, gab es einige Reformen zur Demokratisierung und Modernisierung des Landes. Der junge Monarch dezentralisierte die Verwaltung, förderte die Gründung von Unternehmen und erleichterte Investitionen.

Einen kurzzeitigen Rückschritt für die Liberalisierung bedeutete das Attentat islamischer Fanatiker im Mai 2003 in Casablanca. Aus Angst vor islamischen Ideologien werden Zeitungen und Magazine wieder auf ihren Inhalt geprüft. Die Presse- und Meinungsfreiheit, für die Mohammed VI. bei seinem Amtsantritt so vehement eintrat, ist heute zwar besser als 2004 - aber noch immer stark eingeschränkt. Der junge Monarch, der sich gern mit Sonnenbrille, Lederjacke und Zigarette fotografieren lässt, ist für die Mehrzahl der Marokkaner der neue Hoffnungsträger einer besseren Zukunft. Insbesondere für junge Menschen, die die Hälfte der Gesamtbevölkerung ausmachen und vielfach, trotz Universitätsabschluss, arbeitslos sind. Das Engagement Mohammeds VI., gerade für die sozial Benachteiligten des Landes, zeigt ihnen, dass es endlich einen König gibt, der tatsächlich an Fortschritt interessiert ist. Einem Fortschritt, der auch die Jugend mit einschließt.

Noch heute ist der Einfluss der ehemaligen Protektoratsmächte spürbar: Im nördlichen Marokko ist Spanisch, neben der offiziellen Amtssprache Arabisch, die erste Fremdsprache. Im Süden ist es dagegen Französisch. In den Bäckereien verkauft man französische Baguettes, in einigen Restaurants stehen Salade Niçoise, Escalope oder Paella auf der Speisekarte. Die meisten Geschäfte sind am Nachmittag geschlossen, die Siesta gehört nach einem späten Mittagessen zum festen Bestandteil des marokkanischen Tagesablaufs. Zusammen mit der arabischen Lebenseinstellung, die dem Augenblick mehr Gewicht verleiht als einer Zukunft, die nur in Gottes Hand liegt, ergibt sich eine sympathische Mischung aus mediterranem und orientalischem Lebensstil. Es ist diese Art von Laissez-faire, aber auch eine großzügige Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber Fremden, die Marokko für viele stressgeplagte Europäer so anziehend macht.

ab 2000 v. Chr.

Nordafrika wird von Berberstämmen besiedelt

146 v. Chr.

Nordafrika wird römische Provinz Africa

429

Die Vandalen erobern die römischen Provinzen

697

Muslimische Araber von der Arabischen Halbinsel besetzen die Region und verbreiten den Islam

710

Araber beginnen mit der Eroberung Spaniens

789

Mulay Idris gründet die Dynastie der Idrisen in Fès

1667

Beginn der Dynastie der Alawiten, die bis heute herrschen

1909/1912

Beginn des spanischen bzw. französischen Protektorats

1921

Beginn von Aufständen gegen die Kolonialmächte, die im Rif bis 1926, im Süden bis 1934 andauern

1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg erneute blutige Unruhen gegen die Besatzung

1956

Unabhängigkeitserklärung

1961

Hassan II. wird neuer König nach dem Tod von Mohammed V.

1975

Besetzung der Westsahara durch den von Hassan II. organisierten „Grünen Marsch“

1999

Tod von Hassan II., Inthronisation von Mohammed VI.

2004

Das neue Familienrecht tritt in Kraft und gibt den marokkanischen Frauen die Gleichberechtigung

2007

Marokko boomt und verzeichnet so hohe Touristenzahlen wie noch nie

http://moroccotraveldiaries.wordpress.com

sehr informativer Reiseblog

www.marocblog.de

eher ein Journal in Blogform mit vielen interessanten Beiträgen rund um Marokko

http://moroccankitchen.blogspot.com

der Untertitel verrät eigentlich alles: Teaching and sharing the wonderful food in Fes! Hier geht es ums Essen, noch mal ums Essen und noch mal ums Essen! Yammi!

http://presdupuitsinmorocco.blogspot.com

ein junges französisches Paar hat sich ein Haus in der Nähe von Fès gekauft. Man erlebt im Blog deren Freud und Leid mit diesem Haus auf sehr sympathische Weise.


Für den Inhalt der Blogs & Podcasts übernimmt die MARCO POLO Redaktion keine Verantwortung.

Geisterglaube und Musik

Essaouira ist das Zentrum der Gnaoua, eines mystischen Ordens aus dem 17. Jh. Sie kamen als Sklaven im 16. Jh. von Mali nach Marokko, und wie alle Sklaven brachten sie ihre Musik und ihre Religion mit. Zu ihrem Glauben gehört die Annahme, dass Geister die Erde beleben und meist negativen Einfluss auf die Menschen nehmen. Man kann sie jedoch durch Musik besänftigen. Gnaoua singen, wenn sie Geister vertreiben, 22 Lieder mit insgesamt 800 Strophen. Jedes Lied steht für eine Familie, die zur Musik szenisch dargestellt wird. Die Musik hat den Nerv unserer Zeit getroffen, und so findet jedes Jahr im Juni, gesponsert von internationalen Plattenfirmen, das große Gnaoua Festival in Essaouira statt.

Sohn ihres Vaters

sensibles Porträt einer marokkanischen Familie, die versucht, ihre Tochter als Jungen aufwachsen zu lassen, um das Erbrecht zu umgehen, von Tahar Ben Jelloun.

Ein Leben voller Fallgruben

Driss Charhadi beschreibt in seinem Roman die erschütternde Geschichte eines kleinen Jungen, der seinen Weg allein finden muss.

Das schlafende Kind/Die große Reise

Marokkanische Spielfilme findet man in Deutschland nur mit deutschen Untertiteln, diese sind zwei der besten. In den sehr sensibel erzählten Filmen, die mit gigantischen Bildern bestechen, geht es um Emigrantenschicksale. „Das schlafende Kind“ ist die Geschichte einer im Land gebliebenen Frau und ihrem Leben allein in Marokko. „Die große Reise“ erzählt von der Begegnung eines Vaters mit seinem Sohn und dem Graben, der durch ihre Emigrantensituation entstanden ist.

Himmel über der Wüste

Bowles und Bertoluccis Meisterwerk erzählt zwar von einem amerikanischen Beziehungsdrama und ist voller Klischees, aber wegen der atemberaubenden marokkanischen Kulisse dennoch sehenswert.

Einzigartige Bäume liefern einzigartiges Öl

Rund um Agadir wachsen Bäume, die einzigartig sind: Arganien. Man nennt sie auch Ziegenbäume, da Ziegen darauf herumklettern. Aus den Früchten stellt man ein wertvolles Öl her, das bei Haut- und Rheumaleiden hilft, Schmerzen lindert und sogar Herzleiden vermindern kann. Die endemische Pflanze drohte auszusterben. Inzwischen haben Hilfsorganisationen erfolgreiche Schutzprogramme gestartet, und so wird Arganienöl mittlerweile wieder hergestellt. Zu beziehen ist es in Marokko auf Märkten, über Kooperativen zwischen Agadir und Essaouira oder in Deutschland über die Firma Abgur (Tel. 0761/15633890 | www.abgur.de), die direkt importiert.

Von Wasserrecht und Eigentum

Oasenfeldbau in Marokko wird immer noch traditionell nach dem Khamasat-System betrieben. Das bedeutet Fünfteilung, in diesem Fall eine Fünfteilung der landwirtschaftlichen Produktionsfaktoren: Landbesitz, Saatgut, Wasser, Arbeitsgerät und Arbeitskraft. Sie werden entsprechend bei der Aufteilung der Ernte auch bewertet. Doch so einfach das klingen mag, das System ist kompliziert. Verwirrende Überlieferungen und komplizierte Erbgeschichten führen dazu, dass ein Bauer Wasserrechte auf ein Terrain hat, das er nicht besitzt, dafür Land, für das er kein Wasserrecht hat. So wird Wasser immer hin und her verkauft, und nur der Wasserwächter weiß, wem was gehört.

Pionierarbeit vom Feinsten

Fern jeder Stadt, irgendwo im Niemandsland zwischen Midelt und Figuig, in einem Landstrich ohne Strom und fließend Wasser, hat Thomas Friedrich aus Euskirchen ein außergewöhnliches Projekt verwirklicht: Er hat inmitten der Wüste eine Olivenplantage aufgebaut - und ist, entgegen allen Erwartungen und zum Erstaunen der meisten Marokkaner, erfolgreich damit. Wer möchte, kann Thomas Friedrich auf seiner Plantage besuchen, er hat Gästezimmer, die jedoch - wie nicht anders zu erwarten - auch ohne Strom und fließend Wasser sind (www.friedrichnaturediscovery.de).

Einige der wichtigsten arabischen Ausdrücke

Bab - (Stadt-)Tor


Szene

Trend Guide Marokko

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Rosalinde Thiemann

Jung, erfolgreich und trendy - drei Worte, die Roselinde Thiemann treffend beschreiben. Sie leitet die einzige Kakteenplantage Afrikas. Immer, wenn es ihre Zeit erlaubt, geht sie mit ihren Freunden auf Tour und durchtanzt die Nächte in den angesagtesten Clubs Marrakechs. Der perfekte Abend beginnt für sie mit einem exquisiten Dinner in einem Gourmettempel - am liebsten mit Liveband.

Eco-Life

Marokko holt zum Rundumschlag in Sachen ökologischen Lifestyles aus. Es entstehen Ökoparks und -hotels, die den Besuchern sowohl landestypische Traditionen vermitteln, als auch das Bewusstsein für die Natur stärken wollen. Im Eco-Adventure Park Terres d'Amar, 30 Minuten von Marrakech, stehen neben Workshops im Brotbacken oder Holzschnitzen auch Exkursionen in die Umgebung auf dem Programm (Road of Asni | Km 38, Douar Akli, Tahanaout | www.terresdamanar.com). Einen Einblick ins Leben der Berber bekommt man in der Eco-Lodge Atlas Kasbah. Guides erklären einem Fauna und Flora und in Kochkursen bereitet man traditionelle Gerichte zu (Tighanimine el Baz | Agadir | www.atlaskasbah.com). Das Restaurant Bio Plaza macht seinem Namen alle Ehre. Kräuter und Gemüse kommen direkt aus dem eigenen Garten (Hotel Imperial Plaza | Avenue Abdelkarim el Khattabi | Marrakech | www.imperialplaza.ma).

Relaxen mit Ausblick

Das Highlight des Hotels L'Heure Bleue ist die Wasserlandschaft auf der Dachterrasse. Hier genießen die Gäste nicht nur die letzten Sonnenstrahlen, sondern auch die Aussicht auf die Altstadt Essaouiras (2 Rue Ibn Batouta | www.heure-bleue.com). Im Wüstenpalast Riad el Fenn relaxt man auf bunten Kissen neben einem türkisfarbenen Pool mit Blick auf die Medina (Derb Moullay Abdullah Ben Hezzian, Bab el Ksour | Marrakech | www.riadelfenn.com). Wer im Hotel Riad 72 entspannen will, tut dies am besten auf den weißen Daybeds und lässt dabei den Blick über Palmen und Bananenpflanzen schweifen (72 Arset Awsel | Marrakech | www.riad72.com).

Pistengaudi in Afrika

Nichts ist unmöglich - auch nicht Skifahren in Marokko. Pulverschnee und ein herrliches Panorama erleben Skifahrer und Snowboarder auf den Gebirgszügen des Hohen Atlas oder der Oukaimeden. Das Team von Adrar Adventure kennt die besten Skitouren auf die höchsten Gipfel der Region. Tiefschneefans kommen hier voll auf ihre Kosten, oben angekommen wartet eine unberührte Schneedecke, auf der man ins Tal hinab wedelt (Marrakech | www.morocco-travel-adventure.com). Am Toubakal carvt man mit den Guides von Creative Tours über beeindruckende Pisten. Für den Einkehrschwung stehen Berghütten bereit (Marrakech | www.creativetours-morocco.com). Die Berber von Robbie Flow kennen das Atlas-Gebirge genau und sorgen dafür, dass auf der 7-tägigen Skitour niemand verloren geht (www.robbieflow.com).

Kaftan Couture

Eingehüllt in edle Seide schreiten die Models von Ryma Couture über den Catwalk. Den modernen Touch haucht Designerin Najia Abadi ihren traditionellen Kaftans mit großen Ornamenten und figurbetonten Schnitten ein (154 Boulevard Bir Anzarane | Résidence Les Jardins«A» | Casablanca | www.najia-abadi.com). Bei den Kreationen von Majida Khattari verschmelzen Mode und Kunst zu Farbinstallationen mit Interpretationsspielraum (www.majidakhattari.com). Noch mehr moderne Kaftans gibt's bei Meryem Boussikouk in Casablanca (26 Lotissement Marjana | Sidi Maarouf | www.meryemboussikouk.com).

Moderne Werke

Ein kreativer Mix aus farbenprächtigen Abbildungen marokkanischen Alltags, Kalligrafien und moderner Kunst definiert die aufstrebende Kunstszene des Landes. In der Espace Othello International Gallery bekommen junge, noch unbekannte Künstler die Chance ihre Werke zu präsentieren (9 Rue Mohammed Layachi | Essaouira). Die Gallerie d'Art Frederic van Damgaard stellt progressive Malerei und hölzerne Skulpturen regionaler Künstler aus (Rue Okba Ibn Nafia | Essaouira). Im Trendviertel Guéliz bietet die Galerie Bleue zeitgenössischen Malern Raum für Ausstellungen und spezialisiert sich dabei auf gegenständliche Kunst (119 Boulevard Mohammed V | Marrakech).

Film ab!

Häuser aus brüchigen Steinen, raue Einöde und dramatische Wolkentürme - Marokko ist immer öfters Schauplatz internationaler Filmproduktionen wie z.B. Babel mit Brad Pitt. So verwundert es auch nicht, dass sich hochkarätige Stars auf dem Festival International du Film de Marrakech die Ehre geben (www.festival-marrakech.com). Von den Werken unbekannter Regisseure überzeugt man sich beim Festival International du Cinéma Méditerranéenne (Tétouan | www.maghrebarts.ma). Die Cinématheque Tanger widmet sich Indie-Filmen (Cinéma Rif | Place du 9 Avril | Grand Socco | Tanger | www.cinemathequedetanger.com).

Rap feminine

Rapper aufgepasst! In Marokko mischen Musikerinnen wie die Girls von Tigresse Flow die Hip-Hop-Szene auf und sorgen mit frechen Texten und flotten Beats für neuen Schwung auf den von Männern dominierten Bühnen (www.myspace.com/tigresseflow00). Ihren Durchbruch hatten die fünf beim alljährlichen Bandwettbewerb Concour National de Rap et de Breakdance (Theatre Mohammed VI | Casablanca | www.oufdubled.com), konnten aber auch beim Mawazine Festival Rhythms of the World Erfolge feiern (Rabat | www.festivalmawazine.ma). Live-Rap und coole Beats gibt's im Pulp Club in Casablanca (3 Boulevard de la Corniche).

Raffinierte Kreationen

In nordafrikanischen Fusion-Restaurants trifft karamelisierter Honig auf Soja und Safran auf Ingwer. Zur Vorspeise empfiehlt die orientalisch-asiatische Küche des Le Bô & Zine Tartar aus frischem Ziegenkäse und gepresstem Krebsfleisch (Douar Lahna, Route de l'Ourika | Marrakech | www.bo-zin.com). Im Café Arabe genießen Gourmets marokkanische Küche mit mediterranem Touch (184 Rue Mouassine | Marrakech | www.cafearabe.com). Bei Seeteufeltajine an kandierten Zitronen im Foundouk läuft auch Kennern der französisch-marokkanischen Fusionküche das Wasser im Mund zusammen (55 Souk Hal Fassi | Marrakech | www.foundouk.com).


Stichworte

Modernes Marokko

Einblicke in ein Land, in dem viele Kulturen und Traditionen zu Hause sind

Alkohol

In Marokko werden zwar Wein und Bier produziert, aber alkoholische Getränke kann man nicht wie in Europa in jedem Supermarkt kaufen. Dafür gibt es speziell lizenzierte Läden, von denen in jeder größeren Stadt mindestens einer zu finden ist. Außer in den großen Hotels sowie in einigen Restaurants der gehobenen Klasse gibt es Alkohol auch in den meisten Diskotheken. Während des Fastenmonats Ramadan und an religiösen Feiertagen sind die Alkoholläden jedoch geschlossen, und der Alkoholausschank für nichtmuslimische Ausländer ist auf eine oder zwei Bars in jeder Stadt beschränkt.

Berber

Die Amazirin, wie sie sich selbst bezeichnen, stellen die autochthone Bevölkerung Marokkos dar. Sie sind kein einheitliches Volk, sondern bestehen aus vielen Stämmen und Gruppierungen, die man unter dem Namen „Berber“ zusammenfasst. Sie leben in allen Teilen des Landes - als Bauern, Nomaden oder Städter. Rein äußerlich sind sie von den Arabern nicht zu unterscheiden. Nach Schätzungen sprechen rund 40 Prozent der marokkanischen Bevölkerung eine der drei offiziellen Berbersprachen. Anders als in Algerien werden die Berber als eigene Volksgruppe anerkannt.

Familie

Die Großfamilie ist ein Grundpfeiler der marokkanischen Gesellschaft. Trotz wirtschaftlicher Veränderungen leben Kinder, Eltern und Großeltern noch unter einem Dach zusammen. Bei einem Mindesteinkommen von 180 Euro im Monat ist die Familie für viele Marokkaner die einzige Sicherheit. Hinzu kommt die Tradition, nach der es üblich ist, die Söhne und Töchter erst nach einer Heirat aus dem elterlichen Haus zu entlassen. Jugendliche, die an der Universität einer anderen Stadt studieren, fahren jedes Wochenende nach Hause, um die Familie zu besuchen.

Hammam

In jedem marokkanischen Dorf gibt es ein öffentliches Bad, das mit Holz beheizt wird. Als es noch kein fließendes Wasser gab, ging man einmal in der Woche zur Reinigung ins Badehaus. Noch heute wird dieser Ritus von vielen beibehalten, obwohl sie zu Hause eine Dusche haben. Hammams, die es seit dem 3. Jh. gibt, dienen heute weniger der Reinigung als vielmehr der Entspannung. Früher waren sie für die Frauen ein Ort, um außerhalb des Hauses zusammenzukommen.

Haschisch

In einem Bericht aus dem Jahr 2004 wurde zum ersten Mal offiziell eingeräumt, dass mehr als 800000 Marokkaner vom Hanfanbau leben. Zuvor hatte dies die Regierung immer geleugnet, obwohl es ein offenes Geheimnis war, dass Marokko der größte Haschischexporteur der Welt ist. Cannabis wird auf einer Fläche von 1340 km² besonders im Norden des Landes angebaut und ist eines der wichtigsten Erzeugnisse der Landwirtschaft. Konsum und Handel sind nach wie vor unter Strafe gestellt.

Islam

Nach den Terroranschlägen in Casablanca 2003 rückte Marokko als ein Land der radikalen Islamisten ins Rampenlicht. Tatsächlich wird aber, im Gegensatz etwa zu Saudi-Arabien, von der Mehrheit ein moderater Islam praktiziert. Die Religion bestimmt zwar das Alltagsleben, ist aber weit weniger ideologisch gefärbt. Im Maghreb sind bis heute noch viele Traditionen aus vorislamischer Zeit vorhanden, die anderswo als heidnisch bezeichnet würden und den Islam offener und leichter machen.

Landessprache

Hocharabisch ist in Marokko offizielle Amtssprache. Im täglichen Leben wird aber Darija, ein arabischer Dialekt, gesprochen, der sich sehr vom Hocharabischen unterscheidet und in den Ländern des Mittleren Ostens nur schwer verstanden wird. Daneben gibt es als weitere Landessprachen Tachelhit, Tamazight und Tarifit - die drei Berbersprachen. Französisch ist weit verbreitet und gilt als zweite Amtssprache.

Magie

Die Magie ist ein fester Bestandteil der marokkanischen Gesellschaft, auch wenn niemand gern darüber spricht. Überall gibt es in der Nachbarschaft eine Frau oder einen Mann, die sich auf magische Rituale verstehen. Vom Talisman mit Koranversen bis zu Zaubermitteln für die eifersüchtige Ehefrau oder den Ehemann mit Mätresse ist alles zu bekommen - nur gegen Barzahlung, versteht sich. In jeder Stadt finden Sie Läden, die eine große Palette von magischen Utensilien verkaufen: Schutz gegen den bösen Blick, Pulver gegen Migräne oder ein Aphrodisiakum. Ob Humbug oder nicht: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Medina

Medina bedeutet auf Arabisch Stadt, bezeichnet aber im heutigen Sprachgebrauch das Altstadtviertel. Hinter unscheinbaren Türen verbergen sich oft Paläste mit großen Gärten und mehreren Dachterrassen - früher vom Sultan, seinen Haremsdamen oder hohen Verwaltungsbeamten bewohnt. Bescheidenere Häuser haben einen kleinen Innenhof, der Aufenthaltsort und Lichtschacht zugleich ist. Diese sogenannten Riads sind besonders bei Europäern beliebt. In Marrakech wurde ein Großteil der Medina von Ausländern aufgekauft, die die Gebäude restauriert haben. Die Medina ist auch ein Geschäftszentrum, in dem den unterschiedlichen Handwerkszünften bestimmte Gassen vorbehalten sind. So gibt es etwa ein Viertel der Goldschmiede, ein anderes für die Textilbranche oder die Gewürzhändler.

Mellah

Nach der christlichen Verfolgung in Spanien im 14. Jh. fanden jüdische Flüchtlinge eine neue Heimat in Marokko. Sie standen unter dem besonderen Schutz des Sultans. Jahrhundertelang wohnten sie in der Mellah, einem ihnen speziell zugewiesenen Viertel in der Medina. Da den Muslimen Geldgeschäfte verboten sind, übernahmen hebräische Geschäftsleute den Geldverleih. In Fès, wo Synagoge und Friedhof noch heute zu besichtigen sind, lebte die größte jüdische Gemeinde. Von den einstmals rund 1 Mio. Juden sind heute noch etwa 8000 in Marokko ansässig.

Migration

Vom afrikanischen Kontinent reisen jährlich Tausende von Menschen nach Tanger, um auf einem Boot (patera) nach Spanien überzusetzen. Jedes Jahr sterben bei der Überquerung der Meerenge von Gibraltar rund 3000 Menschen, darunter auch Marokkaner, die sich in Europa ein besseres Leben versprechen. Vorbild sind die etwa 3 Mio. Auslandsmarokkaner, die vorwiegend in Frankreich, Spanien und Italien leben und im Sommer mit voll bepackten Autos auf Heimaturlaub kommen. Die Auslandsmarokkaner, die fast 10 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, sind ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft. Jährlich überweisen sie rund 3,4 Mia. Euro an ihre Familien.

Musik

Musik ist in Marokko allgegenwärtig. Ob im Bus oder Taxi, der Kassettenrecorder mit arabischer Musik läuft immer. Oft wird auch einfach gesungen und im Rhythmus dazu geklatscht, um sich die Zeit zu vertreiben. In allen Orten ziehen Musikanten von Haus zu Haus, spielen ein Ständchen und bekommen dafür einige Dirham oder etwas zu essen. Ob Hochzeit, Beschneidungszeremonie oder Beerdigung, traditionelle Musik gehört immer dazu. Beliebt sind die Stile Gnaoua und Jajouka, die manche Zuhörer in Trance verfallen lassen. Im Norden ist andalusische Musik populär, eine Mischung aus spanischen und arabischen Klängen.

Rolle der Frau

Die Rolle der Frau ist eine Mischung aus Tradition und Moderne. Im Straßenbild finden sich Kopftuch und Minirock gleichermaßen. Das neue Familiengesetz, das von Mohammed VI. initiiert wurde, bestärkt die Emanzipation der Frauen in einer Männerwelt. Ein neues Familiengesetzbuch garantiert den Frauen in der Ehe gleiche Rechte und gestattet amtliche Scheidungen. Beispielhaft für ein neues Frauenbild ist Salma Bennani, die als erste Königsbraut in der marokkanischen Geschichte ohne Schleier auftrat und ihren Mann bei offiziellen Anlässen begleitet.

Westsahara

Nach dem Abzug der spanischen Besatzungstruppen annektierte Hassan II. 1975 das Grenzland zwischen Algerien, Marokko und Mauretanien. In den folgenden Jahren kämpfte die Guerillaorganisation Polisario mit Unterstützung Algeriens für die Unabhängigkeit des Gebiets. Im Jahr 1991 kam es zu einem Waffenstillstand zwischen Marokko und der Polisario. Ein geplantes Selbstbestimmungsreferendum konnte bisher nicht durchgeführt werden. Es scheiterte nicht zuletzt am Veto Marokkos, das die phosphatreiche Westsahara als unverzichtbaren Teil seines Staatsgebiets betrachtet.


Feste und Events

Märkte, Tänze, Reiterspiele

Anlässe gibt es viele: Bunte Feste werden in Marokko zu jeder Jahreszeit gefeiert

Ein stark ausgeprägter Heiligenkult sorgt dafür, dass in Marokko ganzjährig große Folklorefeste stattfinden. Nicht ganz so bunt und eher in der Familie gefeiert werden die religiösen Feste, die sich nach dem islamischen Kalender richten und deshalb von Jahr zu Jahr im Datum variieren. An Nationalfeiertagen sind alle Ämter, Banken und Schulen geschlossen.

1. Januar

Neujahr

1. Mai

Aid asch-Schughl (Tag der Arbeit): In Rabat finden Demonstrationen statt

31. Juli

Aid al-Arasch (Thronfest): An diesem Tag werden der König und das Königshaus mit bunten Paraden, Folkloredarstellungen und zahlreichen Fantasias gefeiert.

21. August

Aid al-Schabab (Fest der Jugend)

6. November

Aid al-Masira (Tag des Grünen Marsches): Man feiert die Besetzung der Westsahara.

18. November

Aid al-Istiqlal (Tag der Unabhängigkeit)

Religiöse Feiertage

Die wichtigsten religiösen Feiertage sind das Aid al-Fitr (30. August 2011), das Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan sowie das Aid al-Adha (17. November 2010, 6. November 2011), das Opferfest. An diesem wird dem Opfer gedacht, das Ibrahim (Abraham) zu bringen bereit war, als er seinen Sohn für Gott opfern sollte. Die anderen islamischen Feiertage werden in Marokko so gut wie nicht gefeiert.

Moussems

Moussems sind bunte Wallfahrten zu Ehren von Heiligen. Die Feste dauern drei bis sieben Tage; sie sind mit rituellen Handlungen an den Marabouts verbunden und haben fast immer ein besonderes Thema.

Februar

Mandelblütenfest in Tafraoute: Unter rosafarbenen Blüten wird ein großes Fest gefeiert.

Mai

Rosenfest in El-Kelaat M'Gouna: Zur Rosenernte kommen Berber von überallher. Es gibt einen riesigen Markt, und eine Rosenkönigin wird gewählt.

September

Moussem des Moulay Idris in Fès: Moulay Idris gilt als Staatsgründer und ist der Heiligste des Landes. Man sagt, wer sieben Mal nach Moulay Idris gepilgert ist, braucht nicht mehr nach Mekka.

Oktober

Dattelfest in Erfoud: Es gibt Musik, einen großen Markt und die Wahl zur Miss Dattel.

Mai

Wüstenmusik-Festival, Er-Rachidia: Das Festival zieht Gruppen aus der ganzen arabischen Welt an (www.festivaldudesert.ma).

Juni

Festival de la Musique Sacré in Fès: Das internationale Musikfestival ist fest in den Händen europäischer Plattenfirmen (www.fesfestival.com).

Juli

Folklorefestival in Agadir: eher klein im Vergleich zu den beiden anderen Festivals, aber durchaus interessant; mit vielen Folkloregruppen vor allem aus Südmarokko

August

Kulturfestival in Asilah: Künstler aller Sparten kommen in der schönen Stadt am Atlantik zusammen.


Essen und Trinken

Marokkanische Cuisine

Couscous, Tajine, Cornes des Gazelles - Marokkos Küche ist vielfältig und reich

Die marokkanische Küche kann derb und feinsinnig, einfach und aufwendig sein. Die Palette der Gerichte reicht von gekochtem Ziegenkopf, den man mit Salz und Kreuzkümmel isst, über Fleischspieße bis zu gegrilltem Schwertfisch und mit Hackfleisch gefüllten Weißkrautbällchen.

Vorweg oder auch dazu gibt es Salat. Typisch marokkanisch werden Gurken und Tomaten, klein gehackt, zusammengemischt. Als Nachspeise kann es Milchreis mit Zimt und Zucker oder auch nur Obst geben. Nationalgerichte sind Tajine und Couscous. Von Tajine, einem Gericht, das in einem Tontopf ähnlich unserem Römertopf gegart wird, existieren unzählige Varianten. Mit Fisch, Schaf- und Rinderfleisch, vielleicht süß-sauer mit Backpflaumen oder ganz vegetarisch mit Gemüse. Am besten schmeckt die Tajine, wenn sie in traditionellem Tongeschirr auf Holzkohle zubereitet wird und eine gute Stunde im eigenen Saft vor sich hin brutzelt.

Couscous ist das typische Freitagsessen. Jede Woche, nach dem traditionellen Freitagsgebet in der Moschee, wartet zu Hause Couscous auf dem Tisch. Couscous wird, wie so oft in Marokko üblich, mit der Hand gegessen. Genauer gesagt mit den Fingern der rechten Hand. Bei diesen eher offiziellen Anlässen gilt die linke Hand als unrein. Im Alltagsleben werden aber ungezwungen beide mit einem Stück Brot zusammen benutzt. Sie können also unbesorgt, selbst im Restaurant, wo Gabel und Messer automatisch serviert werden, bei Problemen mit Fisch oder Hühnchen die Hände mit zur Hilfe nehmen.

Wie in der ganzen Welt üblich, ist das Essen im Privathaushalt am besten, und man bekommt viele Speisen vorgesetzt, die es im Restaurant nicht gibt. Lehnen Sie also die Einladung einer marokkanischen Familie unter keinen Umständen ab, und freuen Sie sich auf die liebevoll zubereiteten Gerichte.

In den Restaurants ähneln sich in der Regel die Speisekarten. Neben Couscous und Tajine gibt es Fleischspieße, Steaks, panierte Schnitzel oder Innereien wie Leber und Nieren. Entlang der Atlantik- und Mittelmeerküste bekommt man immer frischen Fisch, der sehr zu empfehlen ist: graue und rote Doraden, Tintenfisch, Schwertfisch oder auch Krabben. Im Sommer stehen mancherorts an Badestränden kleine Garküchen, die frisch gegrillte Sardinen anbieten - mit Zwiebeln und klein gehacktem Koriander ein unbedingtes Muss. Sie sind von mittags bis spätabends geöffnet und bereiten auf Wunsch auch verschiedene Salate zu. Überhaupt sollte sich niemand scheuen, in den kleinen Restaurants zu essen, von denen es in jedem Ort unzählige gibt. Sie sind sehr gut und billig.

Wer ein Unterhaltungsprogramm zum Essen wünscht, für den gibt es in Marrakech und Fès zahlreiche Gelegenheiten. Bei einem mondänen Dinner in den Restaurants der Medina, von denen manche fürstlichen Hallen im orientalischen Design gleichen, steht Bauchtanz als Dessert auf dem Programm. Marrakech gilt neben Casablanca als Gourmetzentrum, wo Sie sehr gute internationale Restaurants finden, vor allen Dingen gehobene französische Küche. Im Norden Marokkos bekommen Sie Paella oder auch eine Tortilla aus Kartoffeln. In den Bars in Tanger und Tetouan wird, selbst über 50 Jahre nach der Unabhängigkeit, die spanische Tradition der Tapas gepflegt. Zu jedem Bier serviert der Kellner kleine Tellerchen mit Fisch, Fleisch oder einem Salat. Auf der Straße wird Caliente (die Warme), eine Art Fladenpizza aus Maismehl, von mobilen Ständen aus verkauft.

Marokkanische Weine sind sehr gut und passen zu jeder Gelegenheit. Besonders empfehlenswert sind Cabernet President Rouge oder auch ein eiskalter Ksar Rosé in der Sommerhitze Marokkos. Die lokalen Biere Flag und Storck ähneln stark den deutschen Bieren und sind sehr süffig. Gläubige Marokkaner halten sich an das islamische Alkoholverbot und trinken Cola oder Limonade zum Essen. Als Mineralwasser gibt es Oulmes mit, Sidi Ali und Sidi Herazem ohne Kohlensäure. Wichtiges Getränk ist thé à la menthe, der zum Essen oder auch in den zahlreichen Cafés getrunken wird. In den Cafés treffen sich meist nur Männer, die nach der Arbeit oder am Sonntagvormittag über Politik oder die einfachen Dinge des Lebens diskutieren. Unverzichtbar dabei, neben dem Pfefferminztee, der café au lait (Milchkaffee) und der café noir (Espresso).

Beghrir

Pfannkuchenartige Fladen, bevorzugt zum Frühstück mit Honig, Butter oder Amlou (Mischung aus Honig, Mandeln und Argannüssen)

Briouats

Kleine, gefüllte und frittierte Teigtaschen mit Hackfleisch und/oder Käse und/oder Gemüse

Brochette

Fleischspießchen aus Lamm, Rind, Hähnchen oder Hackfleisch

Couscous

Hartweizengrieß mit sieben Gemüsen, wahlweise mit Rindfleisch, Lamm oder Huhn, seltener mit Fisch. Der süße Couscous wird mit Rosinen und gedünsteten Zwiebeln serviert, meist mit Hühnerfleisch

Harrira

Die Suppe, mit der man im Fastenmonat Ramadan nach Sonnenuntergang das Fasten bricht. Eine sehr reichhaltige Speise, basierend auf kleinen Linsen und Kichererbsen. Wahlweise mit Schaf- oder Rindfleisch, manchmal auch mit Reis und Tomatenmark zubereitet

Kefta

Hackfleisch gibt es als Spießchen, die über Holzkohle gegrillt, oder als Bällchen, die in Butter oder Öl gebraten werden

Mechoui

Das marokkanische Festtagsgericht. Ein gebratener Hammel (oder Lamm), für den ein spezieller Ofen aus Lehm erbaut wird. Der Ofen wird mit Holz gefüllt, das bis zur Glut herunterbrennt. Wenn der Ofen heiß genug ist, wird das Lamm im Ganzen eingehängt und je nach Größe drei bis fünf Stunden gegart. Köstlich!

Pastilla

In Blätterteig gefülltes Tauben-, Hühner- oder Hackfleisch, manchmal mit Mandelpaste, in jedem Fall aber mit Puderzucker und Zimt bestreut

Tajine

Schaffleisch, Fisch oder Rind mit Gemüse, Oliven oder Backpflaumen

Café au lait

Starker Espressokaffee, der nach Wunsch mit mehr oder weniger Milch aufgegossen

Thé à la menthe

Grüner Tee mit frischen Pfefferminzblättern


Einkaufen

Einkaufsparadies Marokko

Egal, ob Sie Arganienöl, Nomadenschmuck, Teppiche oder edles Porzellan kaufen wollen: Feilschen gehört zum guten Stil

Das Warenangebot in den Medinas ist wahrlich überwältigend. Ein Geschäft reiht sich an das andere, mit Lederwaren, Schmuck, Keramik, Kleidung, Lampen und Holzarbeiten. Beim Kauf von Souvenirs sollten Sie sich aber in jedem Fall Zeit lassen.

Auch wenn es selbst in den Suqs immer mehr Läden gibt, die Festpreise verlangen, so ist doch Handeln ein fester Bestandteil eines Kaufs und kann manchmal so nervenaufreibend wie amüsant sein. Hartnäckigkeit lohnt sich, vermeiden Sie so lange wie möglich, einen Preis zu nennen. Sind Sie eingestiegen, beginnt die Diskussion. Scheuen Sie sich nicht, nein zu sagen, auch wenn Sie vom Ladenbesitzer zum Tee eingeladen wurden. Gastfreundschaft ist hier Teil des Geschäfts. Je geduldiger und hartnäckiger Sie verhandeln, desto mehr wird man Sie als ernsthaften Geschäftspartner betrachten.

Wenn Ihnen diese Basargepflogenheiten missfallen, können Sie auch in staatlichen Geschäften einkaufen, in denen alles seinen Festpreis hat. Grundsätzlich sollte man in Geschäften, die auf Tourismus spezialisiert sind und von Keramik über Schmuck bis zu Schuhen alles anbieten, nicht einkaufen. Jede Handwerkerzunft hat in der Altstadt ihre eigene Gasse oder ihr kleines Viertel. Neben einer größeren Auswahl ist es auch ein besonderes Erlebnis, durch die verwinkelten Gassen zu schlendern. Wichtig ist, dass Sie Souvenirs in den entsprechenden Regionen kaufen, wo sie auch beheimatet sind.

Keramik

Bekannt ist Fès nicht nur für Kupferarbeiten, sondern auch für Keramiken mit ihrem typischen blau-weißen Muster. Wunderschön sind große Schalen, die man etwa für Obst benutzen kann. Besonders reizvoll ist das Fèser Essgeschirr, das gerade in Blau-Weiß sehr edel wirkt. Die Keramik aus Fès ist von der Qualität her hochwertiger als die Produktionen aus der Stadt Safi, dem zweiten Töpferzentrum des Landes. Hier wie auch in Marrakech finden Sie die einfachen Keramikarbeiten, wozu auch die originalen Tajinetöpfe gehören.

Kulinarisches

Sie können auch kulinarisch ein Stück Marokko mit nach Hause nehmen. Auf den imposanten Gewürzmärkten bekommen Sie frischen Pfeffer, Kreuzkümmel oder auch kalt gepresstes Olivenöl. Besonders empfehlenswert ist das Öl des Arganbaums, der nur in Marokko wächst und 200 bis 300 Jahre alt wird. Zum ersten Mal wird er 1219 vom arabischen Arzt Inb Al Baytar erwähnt. Das aus den Nüssen des Baums kalt gepresste Öl hat einen starken Nussgeschmack und dient der Veredelung von Speisen. In Marokko werden die Nüsse des Baums auch mit Mandeln und Honig vermischt (Amlou), und als Brotaufstrich verwendet. Arganienöl kann in Kosmetik verwendet werden. Es schützt und pflegt die Haut. In der Naturheilkunde setzt man es u.a. bei Akne und Rheuma ein. Mit kulinarischen Souvenirs aus Marokko kann man zu Hause nicht nur dem Essen eine exotische Note geben und seine Gäste beeindrucken. Das Hühnchen, im Original-Tajine-Geschirr zubereitet, mit Safranreis als Beilage, und der Salat mit einem Tropfen Arganöl bringen Reiseerlebnisse zurück und machen Lust, Marokko möglichst bald noch einmal zu entdecken.

Silber & Kupfer

Silberschmuck der Berber und der Tuareg kauft man in Südmarokko. Dort wird der Schmuck der Nomaden in großer Zahl und auch günstig angeboten. Häufig finden Sie dort auch Ketten und Ringe mit Halbedelsteinen. Ziselierte Kupfer- und Bronzearbeiten sucht man in Fès. In den Suqs der malerischen, antiken Medina findet man eine reiche Auswahl an Platten, Tellern oder Teekannen.


Der Norden

Mediterranes Marokko

Weite Strände am Atlantik, versteckte Buchten an der Mittelmeerküste und traditionelle Lebensweise im Rif-Gebirge

Marokkos grüner Norden ist eingerahmt von Atlantik und Mittelmeer. Am Cap Spartel vereinigen sie sich. Dominiert wird die Region vom landschaftlich sehr schönen Rif-Gebirge.

Die dem Rif vorgelagerte Küste zwischen Targa und Al-Hoceima wurde in der Vergangenheit vor allem zum Drogenschmuggel nach Spanien genutzt und war somit tabu für Urlauber. Doch durch das ehrgeizige Tourismusprojekt Marokko 2010 zur Entwicklung der Mittelmeerküste hat sich dies nun geändert. Endlich, denn hier gibt es paradiesische Landschaften, die bisher vom Tourismus nicht berührt wurden. Auch wenn sich die touristische Infrastruktur in Form von Hotels und Restaurants auf die Regionen nördlich von Targa, rund um Al-Hoceima und östlich von Nador beschränkt, so ist nun die Küstenstraße bis an die algerische Grenze durchgehend befahrbar. Sie bietet neben einer phantastischen Bergkulisse wunderschöne Badebuchten und einsame Dörfer. Gerade die Tatsache, dass weite Küstenabschnitte noch nahezu unberührt sind, macht die Nordküste so besonders zauberhaft. Doch nicht nur Badefreunde finden den Norden Marokkos ansprechend. Auch kulturell Interessierte kommen auf ihre Kosten: Tanger, Chefchaouen und Tetouan sind aufregende und wunderbare Orte. Saidia und die kleinen Ferienorte östlich von Nador entwickeln sich langsam zu netten Ferienzentren.

Die Menschen des Nordens sind zum größten Teil Bauern, die meist unter der Armutsgrenze leben. 2004 wurde die Region von einem Erdbeben heimgesucht, das viele Dörfer zerstörte. Doch langsam erholen sich die Nordmarokkaner wieder - und profitieren vom Entwicklungsplan.


Der beliebte Ferienort (60000 Ew.) am Mittelmeer lockt vor allem marokkanische, seltener europäische Touristen an.


Chefchaouen (48000 Ew.) gehört zu den malerischsten Zielen in Marokko: Pittoresk liegt der Ort zwischen den Gipfeln des Jbel Kalaa und des Jbel Meggou auf 600 m Höhe.


Dem „Tor zu Afrika“ haftet bis heute ein zweifelhafter Ruf an. Vor 100 Jahren, als Tanger eine internationale Freihandelszone war, galt es als Ziel von Agenten, Glücksspielern und Drogenbossen.


Die ganz alltäglichen Dinge, Lebensmittel, Hygieneartikel, aber auch Kleidung etc. bekommt man am günstigsten direkt auf dem Sonntagsmarkt am Grand Socco.


Zentralmarokko

Königsstädte, Hochgebirge und Atlantik

Strände im Westen, die früheren Hauptstädte islamischer Herrscher und abwechslungsreiche Natur

Zentralmarokko ist das grüne Herz des Landes. Es grenzt im Norden an das Rif-Gebirge und zieht sich im Süden bis zu den Gipfeln des Hohen Atlas. Der Mittlere Atlas bildet das Zentrum dieser Region. Sie wird von Hunderten von Kilometern Atlantikküste im Westen begrenzt, wo sich ein herrlicher Badestrand an den anderen reiht.

Hier gibt es größere und kleinere landwirtschaftliche Betriebe, die so ziemlich alles anbauen, was in diesem Land wächst: Obst, Gemüse und Getreide. Rund um die Stadt Meknès gibt es ein ausgedehntes Weinanbaugebiet, denn trotz des im Islam verankerten Alkoholverbots kann Marokko auf eine lange Geschichte des Weinanbaus zurückblicken - sie begann mit den Phöniziern und ist bis heute lebendig.

Der Mittlere Atlas war einst die Heimat von Dinosauriern, von denen es auch heute noch Spuren gibt. Man findet immer wieder versteinerte Tiere und Pflanzen - bei Wanderungen im Mittleren Atlas oder aber bei pfiffigen Händlern rechts und links der Straßen. Doch Vorsicht: Nicht alle hier angebotenen Versteinerungen sind echt.

Weit jüngeren Datums als die Fossilien des Mittleren und Hohen Atlas sind die sogenannten Königsstädte: Fès, Rabat, Marrakech und Meknès - alle vier sind in Zentralmarokko angesiedelt. Sie gehören ins klassische Rundreiseprogramm aller Veranstalter. Der Begriff Königsstädte ist insofern irreführend, als es in Marokko erst seit 1957 Könige gibt. Bis dahin herrschten Sultane.


„You must remember this, a kiss is just a kiss...“: Der Film mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart lässt jeden, der an Casablanca denkt, nostalgisch werden.


Windy City, Künstlermetropole, Mogador: Essaouira (80000 Ew.) hat viele Namen, je nachdem, von welchem Gesichtspunkt man es betrachtet.


Fès (1,1 Mio. Ew.), die arabischste aller marokkanischen Städte, wird auch gern die Perle des Orients genannt.


Von den vier Königsstädten ist Marrakech die aufregendste und liegt als neue Jetset-Metropole voll im Trend.


Die kleinste der vier Königsstädte (500000 Ew.) bleibt von Touristen häufig unbeachet.


Rabat (620000 Ew.), die Hauptstadt Marokkos, verbindet auf sehr gelungene Weise orientalisches Flair mit europäischem Ambiente.


Wer sich den Stadtführer in Fès sparen möchte, braucht ein wenig Orientierungssinn und wachsame Augen! Die Altstadt von Fès ist nämlich mit Wegweisern ausgestattet, die die individuell Reisenden wie ein Leitsystem durch das Labyrinth der Medina führen.


Der Südwesten

Hohe Berge, Blaues Meer

Sonne im Überfluss, spektakuläre Landschaften und herrliche Strände

Im Südwesten Marokkos befindet sich das größte Touristenzentrum des Landes: Agadir. Es zieht Jahr für Jahr Hunderttausende von Pauschalurlaubern an, was vor allem am einzigartigen Klima von Agadir liegt. Die Stadt schmiegt sich in eine weite Bucht und ist so vor Strömungen im Atlantik geschützt. Ganzjähriges Baden ist möglich.

An die Bucht von Agadir schließt sich im Osten die fruchtbare Sous-Ebene an - Marokkos Hauptanbaugebiet für Zitrusfrüchte. Hier liegt die alte Stadt Taroudannt, die sich zu einem Handelszentrum entwickelt hat. Nördlich von Agadir entstehen an der Küste jede Menge Neubauten. Beliebt ist das Gebiet bei Surfern, die hier optimale Bedingungen für ihren Sport finden. Nirgends sonst in Marokko gehen die Wellen so hoch und lassen Speedsurfen zu.

Die Region südlich von Agadir ist touristisch wenig erschlossen. Hier befinden sich die einstige spanische Enklave Sidi Ifni, umgeben von herrlichen Stränden, das Naturschutzgebiet des Oued Massa sowie der Anti-Atlas, der bis zu 3000 m ansteigt. Er gehört mit zu den spektakulärsten Landschaften Marokkos und lädt zu Ausflügen und Wanderungen ein. Hier ist die Heimat der Schlöh, einer Berbergruppe, die über Jahre abgeschieden gelebt hat. Zu hoch waren die Berge, die das Gebiet von der Sous-Ebene trennen. Die Menschen hier sind auffallend freundlich, und durch die jahrelange Zurückgezogenheit haben sie sich, neben einer ganz eigenen, immateriellen Kultur, auch eine einzigartige Architektur erhalten. Wie im gesamten Süden wird auch hier mit Lehm gebaut, doch statt Wehrburgen bestimmen schlichte Häuser das Bild, die besondere Dekorationen haben. Sie bestehen aus Schieferplatten, die man in Hausöffnungen in geometrischen Mustern verlegt hat und deren Hohlräume mit Pferdehaaren ausgestopft wurden.

Die Menschen im Südwesten Marokkos, mehrheitlich Berber, leben in erster Linie vom Tourismus und der Landwirtschaft. Das Department Souss-Massa-Drâa gehört zu den wohlhabendsten des Landes, da beide Wirtschaftsbranchen weit mehr als 50 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.


Agadir (225000 Ew.) ist das wichtigste marokkanische Ferienzentrum und Provinzhauptstadt des Bezirks Sous-Massa-Drâa.


Diese kleine Stadt (15000 Ew.) hat ihren Namen von dem Ortsheiligen Sidi Ali Ifni, dem man wundersame Kräfte nachsagt.


Der Hauptort des Anti-Atlas liegt auf etwa 1000 m Höhe und hat 8000 Einwohner. Er ist umgeben von einer grandiosen Berglandschaft.


Superschön, supergünstig, tolle Atmosphäre: In der Auberge Yamina im Ammelntal bei Tafraoute gibt es nur drei Zimmer, alle mit WC und Bad. Der Empfang ist liebevoll, die Herbergsleute kümmern sich um ihre Gäste, und das Essen schmeckt wunderbar. Tel. 0670523883 | www.yamina-tafraoute.com | €


Der Große Süden

Kasbahs, Wüste und Oasen

In Marokkos großem Süden treffen Sie auf herrliche Landschaften und eine einzigartige Baukultur

Le Grand Sud, der Große Süden, umfasst die Region südlich des Hohen Atlas. Er zieht sich vom Atlantik bis nach Algerien und grenzt im Süden an die Westsahara. Es ist das Land der Beduinen, der Hirten und Oasenbauern. Hier beginnt die Wüste, die bis in den Senegal hineinreicht.

„Vielleicht hat Gott die Wüste nur erschaffen, damit sich der Mensch an den Oasen erfreut“, so zumindest sagt es eine Weisheit der marokkanischen Wüstenbewohner. Und tatsächlich: Leuchtend grün heben sie sich von dem Braun und Ocker der Landschaften, die sie umgeben, ab. Daneben stehen herrschaftliche Lehmburgen, sogenannte Kasbahs, und Lehmdörfer, auf Arabisch Ksur.

Das Land ist geschichtsträchtig. Hier verliefen einst die großen Handelsrouten, hier waren riesige Warenumschlagsplätze, von denen heute kaum noch etwas zu sehen ist. Sijilmassa, die sagenumwobene Hauptstadt, zu ihrer Blütezeit im 10./11. Jh. so prächtig wie Fès oder Marrakech, ist untergegangen: Rissani, das auf dessen Ruinen erbaut wurde, ist ein verschlafener Ort, und der Geist der großen Zeit ist dahin. Und mit ihm die großen Kriege - um Wasser, Kontrolle der Karawanenwege und Gold. Heute ist das Land befriedet. Der einzige Kampf, der hier noch stattfindet, ist der gegen die Naturgewalten. Versandungen bedrohen die Oasen, die man durch Zäune zu schützen sucht, aber nicht immer mit Erfolg.

Für Touristen ist der Große Süden vor allem wegen der vielen Oasen, der sogenannten Straße der Kasbahs und der herrlichen Gebirgs- und Wüstenlandschaft von Interesse. Hier kann man ohne Probleme ganze Monate verbringen - und wird sich bei der heimischen, meist berberischen Bevölkerung immer wie zu Hause fühlen: Willkommen!


Erfoud ist der Hauptort des Tafilalt, der größten Oase Marokkos, und mit seinen etwa 25000 Einwohnern ein sympathisches kleines Städtchen.


Ouarzazate (46000 Ew.) ist ein modernes Städtchen, das sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Touristenzentrum gemausert und vor allem wegen der nahe gelegenen Atlas-Studios an Bedeutung gewonnen hat.


Tinghir (30000 Ew.) ist das Markt- und Verkehrszentrum für knapp 100 Dörfer in der Umgebung.


Zagora (40000 Ew.) ist das Zentrum des Vallée du Drâa, des Drâatals, einer Flussoase, die sich von Ouarzazate bis an den Atlantik zieht - theoretisch.


Einfach und günstig wohnen mit Familienanschluss: In der kleinen Auberge Ait Ali Oulhaj in El-Kelaat M'Gouna (Tel. 0668886131 | €) wird man herzlich aufgenommen und erlebt echtes marokkanisches Leben in Lehm! Die Auberge ist Mitglied in einem Verband für sogenannten Tourisme Solidaire (www.tourisme-atlas.com), der sich für einen fairen Tourismus einsetzt und dem weitere einfache, aber sehr schöne kleine Hotels angeschlossen sind.


Ausflüge und Touren

Berggipfel, Hochebenen und Schluchten

Ob zu Fuß, mit dem PKW oder im Geländewagen: Es gibt viel zu entdecken

Die Besteigung des Jbel Toubkal

Die Besteigung des höchsten Bergs Nordafrikas (4167 m) ist ohne Skiausrüstung nur zwischen Juni und September möglich. Sie ist auch für ungeübte Wanderer zu schaffen - Voraussetzung dafür ist ein sehr starker Wille. Auch sollten Sie unempfindlich gegenüber Höhenluft sein. Dennoch: Das Erklimmen dieses über 4000 m hohen Bergs gehört zu den Highlights für aktiv Reisende und ist - als einzige Wanderung im Hochgebirge Marokkos - auch ohne Bergführer möglich. Maultiertreiber und ihr Tier können Sie für etwa 10 Euro/Tag in Imlil anheuern. Da die Bergbesteigung an einem Tag nicht zu schaffen ist, müssen Sie unterwegs übernachten. Dafür bietet sich die Toubkal-Hütte (ehemals Neltner-Hütte) an. Die Übernachtung auf der Hütte kostet je nach Saison zwischen 6 und 10 Euro pro Person im Mehrbettzimmer. Da es hier weder etwas zu essen noch Bettwäsche gibt, ist es notwendig, beides mitzubringen. Gasherde und Wasser sind vorhanden.

Von Azilal ins Ait Bougmezz

Die Strecke von Azilal nach Tabannt im Ait Bougmezz (72 km) ist durchgehend asphaltiert und gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten in Marokko. Wer offene Trucks oder enge Mikrobusse nicht scheut, kann die Strecke auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Ansonsten empfiehlt sich ein Mietwagen für diese abgelegene Region. Die touristische Infrastruktur im Ait Bougmezz, das sich auf 1800 m Höhe befindet, ist ausreichend, auch wenn man hier keinen Luxus erwarten darf. Hauptort des Ait Bougmezz ist Tabannt. Hier gibt es mehrere Unterkünfte, kleine Läden, hübsche Cafés und einen kleinen Markt mit Eselsparkplatz am Sonntag. Lohnenswert ist ein Besuch der Dinosaurierspuren, die man nahe Tabannt sehen kann. Außerdem gibt es hier ein Büro zur Vermittlung von Bergführern, denn Tabannt ist der nördliche Ausgangspunkt zur Atlasüberquerung bzw. der Besteigung des M'Goun, des zweithöchsten Bergs Marokkos. Besonders schön ist der Aufenthalt im August, wenn das Moussem von Tabannt stattfindet. Dann kommen Folkloregruppen aus der Umgebung, und ein riesiger Markt lockt Bauern von nah und fern.

Von der Dadès- zur Todhra-Schlucht

Zwei gigantische Schluchten, die von der berühmten Straße der Kasbahs abgehen, können auf einer Tagesfahrt durch die phantastische Bergwelt des Hohen Atlas miteinander verbunden werden. Voraussetzung hierfür ist ein gutes Geländefahrzeug sowie Fahrsicherheit. Die Strecke ist etwa 140 km lang, die Fahrt dauert im Sommer einen ganzen Tag, im Winter wegen der verwaschenen Pisten doppelt so lange. Ausgangspunkt ist Boumalne du Dadès, Endziel ist Tinghir. Unterwegs bieten sowohl in der Dadès- als auch in der Todhra-Schlucht viele kleine Cafés und Restaurants angenehmes Ambiente für eine kleine Pause. Wenige Kilometer vor Pistenbeginn können Sie einen kurzen Abstecher zu einem kleinen, herrlich gelegenen Stausee machen. Besonders interessant ist die Tour an einem Samstag, wenn in Msemrir Markt ist und die Nomaden und Bergbauern aus der Umgebung auf ihren Eseln ins Städtchen traben.


24h

Ein Tag in Marrakech

Action pur und einmalige Erlebnisse.

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Szene-Frühstück

Der Tag beginnt very stylish, denn zum Aufwachen gehts in das angesagte Kech Mara. In dem Café mitten im Trendviertel Guéliz treffen sich die Szenegänger der Stadt zum Frühstücken. Besonders beliebt: die Sandwiches! Zurücklehnen und im weißen Retro-Ambiente und bei Loungemusik das bunte Treiben beobachten. Wo? 3 Rue de la Liberté | Tel. 0524422432 | www.kechmara.com

Shopping deluxe

Lust, die Läden der Stadt zu entdecken? Am besten geht das mit Kati Lawrence. Die Personal Shopperin kennt sich in den engen Gassen der Medina aus und geht schon seit Jahren mit ihren Kunden auf Einkaufstour. Sie weiß, wo es die schönsten Klamotten und die coolsten Accessoires gibt und hat auch schon Hollywoodstars durch die City geführt. Wo? Anmeldung und Treffpunkt unter Tel. 0667966969 oder katilawrence@gmail.com | Kosten: 120 Euro/Tag

Öko-Tour

Nach einer kurzen Einweisung heißt es, rauf auf den Segway und losdüsen. Mit einem erfahrenen Guide geht es auf Slalomtour durch Palmen und tropische Sträucher. Das Beste: Die Mini-Offroader werden vollkommen elektrisch angetrieben und sind total ökologisch! Wo? Segway Maroc | Anmeldung und Treffpunkt unter Tel. 0661566046 | Kosten: ca. 22 Euro/Std. | www.segwaymorocco.com/accueil.html

Gaumenfreuden

Nach soviel Aufregung braucht man Nervennahrung: Lunch ist angesagt. Es geht ins Dar Moha. Hier gibts traditionelle marokkanische Küche mit Pfiff, und das auch noch in exotischer Kulisse. Im schattigen Innenhof sitzt man am historischen Mosaikpool und genießt Hühnchen und Oliven in Zitronensaft oder Auberginencrêpes mit Mandelmus. Wo? 81 Rue Dar El Bacha | Tel. 0524386400

Querfeldein

Eine halbe Autostunde später wirds sportlich. Crossgolfen steht auf dem Programm. Schwung holen und den mitgebrachten Ball über Sträucher und Erdlöcher auf schnellstem Weg ins Ziel schlagen. Wo? La Pause, Douar Lmih Laroussiène, Commune Agafay | Anmeldung unter Tel. 0661306494 | Kosten: 25 Euro

Quick-Wellness

Entspannung gefällig? Dann ab ins Palais Rhoul & Spa. Das Hammam gilt als eines der stylishten der Stadt. Zuerst steht eine Tiefenreinigung mit marokkanischem Rhassoul (Tonerde) und einem Hauch Orangenblüten auf dem Programm. Nach einer abschließenden arabischen Tekssila-Massage entspannt man in traumhaften Gärten. Danach fühlt man sich wie neu geboren! Wo? Route de Fès | Kosten: ca. 50 Euro | Anmeldung unter Tel. 0524329494 | www.palais-rhoul.com

Dinner Italia

Lust auf Pizza und Pasta? Die Trattoria di Giancarlo ist eine kulinarische Institution. Im opulenten Interieur, das vom Meister des modernen Marrakchi-Designs, Bill Willis, entworfen wurde, schmecken die Penne mit Gambas besonders gut. Kein Wunder, dass es der Lieblingsladen der Locals ist. Wo? 179 Rue Mohamed El Beqal | Tel. 0524432641

Wild, wilder - Theatro

Feuertänzer, Glitzerregen und die heißesten Beats: Das Théâtro ist ein Trendschuppen. Hier wird nicht nur getanzt, sondern auch auf dem Balkon, unter weißen Baldachinen oder auf gemütlichen Couchs gechillt. Legendär: die Party Les Nuits Blanches, ein buntes Fest mit Phantasiekostümen. Wo? Avenue El Quadissia | Tel. 0524448811 | www.theatromarrakech.com


Sport und Aktivitäten

Von Drahteseln und Dromedaren

Marokkos Schönheit können Sie am besten fernab der großen Routen erkunden

Marokko sportlich zu erleben gibt Ihnen einen intensiven Einblick in das Land und das Leben vor Ort. Ob Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf dem Kamel oder hoch zu Ross unterwegs sind: Marokko langsam zu erschließen und dabei in Regionen vorzudringen, die weder per Bus noch mit dem Auto zu erreichen sind, ist ein Erlebnis der Superlative.

Marokko bietet viele Gelegenheiten für die aktive Urlaubsgestaltung. Hier sollen nur diejenigen Sportarten vorgestellt werden, für die das nordafrikanische Land besonders geeignet ist.

Baden

An Marokkos Küsten gibt es Tausende von Kilometern herrlicher Sandstrände. Dennoch entsprechen die wenigsten davon den Bedürfnissen europäischer Urlauber, denn sie sind größtenteils verschmutzt und haben keine Infrastruktur. Sehr schöne Strände liegen bei Agadir, Essaouira, Tanger, Rabat sowie im Küstenabschnitt zwischen Ceuta und Tetouan. Hier gibt es auch Hotels, Restaurants und Vermietungen von Wassersportgeräten.

Golf

Einige der schönsten Golfplätze weltweit befinden sich in Marokko. Besonders empfehlenswert sind die königlichen Golfplätze (Royal Golf du...) in Rabat und Marrakech. Zudem gibt es in Marokko mehrere Golfhotels, wie zum Beispiel das Luxushotel Palmeraie Golf Palace (www.pgpmarrakech.com) in Marrakech. Golfreisen buchen Sie am besten bereits von Europa aus.

Hochgebirgstouren, Maultiertrekking

Marokko mit seinen vielen Hoch- und Mittelgebirgen ist ein Eldorado für Bergsteiger und Trekker. In nur ganz wenigen Regionen können sich Reisende jedoch allein bewegen, denn die Bergregionen sind touristisch kaum erschlossen, und statt Wanderwegen gibt es nur Maultierpfade. Ein Bergführer (mit Maultier zum Tragen des Gepäcks) ist also auf jeden Fall zu empfehlen. Diplomierte Bergführer haben sich in Vereinigungen, sogenannten Associations des Guides des Montagnes, organisiert. Man findet sie in den wenigen Bergsteigerzentren des Landes, also in Imlil (Toubkal-Region; südöstlich von Marrakech), im Ait Bougmezz (M'Goun-Region; südöstlich von Marrakech), in Afourer (Mittlerer Atlas) sowie in der Region Kelaat M'Gouna (für Trekking im Saghro-Gebirge). Die Agentur Tour Serail in Freiburg (Tel. 0761/64107 | www.tourserail.com) ist auf Reisen in Marokko spezialisiert und bietet auch individuelle Trekkingtouren im Land an.

Kameltrekking

Es gibt keine schönere Art, die Wüste zu erleben, als auf dem Rücken eines Dromedars. Sanft schaukelt das Wüstenschiff, schreitet stolzen Schritts dahin, passiert Dünenfelder und Steinwüste. Kameltouren gehören zu den beliebtesten Wüstenabenteuern in Marokko. Meistens sind die Tage so gestaltet, dass morgens und nachmittags jeweils zwei bis drei Stunden geritten wird. Man schläft unter freiem Himmel oder im Zelt, und die Begleitmannschaft kocht für alle auf dem Feuer - oder, weniger romantisch, auf einer Gasflasche. Zwischen Zagora und M'hamid haben sich jede Menge Agenturen angesiedelt, die ein- bis zehntägige Touren zu ähnlichen Preisen, aber in sehr unterschiedlicher Qualität anbieten. Zuverlässig arbeitet das marokkanisch-schweizerische Unternehmen Tombouctour (www.tombouctour.ch).

Marathon du Sable

Der wohl härteste Marathon der Welt führt einmal im Jahr durch Südmarokko, mitten durch die Dünen bei M'hamid. Informationen unter www.darbaroud.com

Mountainbike

Marokko per Bike individuell oder in der geführten Gruppe zu erkunden hat seine eigenen Reize. Die Landschaften sind vielfältig, und die touristische Infrastruktur im Land ist ausreichend, um fast überall ein Plätzchen zum Übernachten zu finden. Die schönsten Fahrradrouten finden sich in den Gebirgen sowie entlang der Küsten.

Reiten

Der Pferdesport ist ein Sport mit langer und bis heute andauernder Tradition in Marokko. Hier werden die besten Araber und Berber gezüchtet, und ein weites Netz an Maultierpfaden, Wüstenstrecken und Bergpisten erlaubt auch europäischen Reitern wunderschöne Erlebnisse auf einem Pferderücken. Eine Handvoll spezialisierter Veranstalter und Gestüte bieten auch Touristen Ausritte von ein paar Stunden bis zu mehrwöchigen Touren durch den Anti-Atlas oder entlang der Atlantikküste an. Ausgezeichnete Reittouren und/oder Ferien auf dem Reiterhof veranstaltet der Club d'Équitation Farah bei Meknès, BP 597 | Tel. 0535548844 | www.clubfarah.com.

Surfen

Der Küstenabschnitt zwischen Agadir und Essaouira am Atlantik gehört zu den besten Surfrevieren der Welt - und ist somit nur etwas für Könner! Stets frischer Wind, selten zu kalte Temperaturen und Wellen zwischen 1 und 2,5 m Höhe sorgen für zuverlässigen Spaß. Die Orte Taghazoute, 20 km nördlich von Agadir, und Essaouira haben sich zu Surferhochburgen entwickelt, wo es nicht nur das entsprechende Equipment, sondern auch Surfschulen und Veranstalter gibt. Nähere Infos und Detailbeschreibungen erhalten Sie unter www.windsurfing-morocco.com.


Mit Kindern reisen

Jede Menge Spass für Gross und Klein

Die Liebe zu Kindern wird in Marokko großgeschrieben

Marokko ist, wie alle muslimischen Länder, sehr familienfreundlich. Kinder sind hoch willkommene Gäste, und jeder wird sich bemühen, es den Kleinen so angenehm wie möglich zu machen.

Dennoch ist Marokko kein Land, das mit den üblichen Kinderattraktionen, wie zum Beispiel Vergnügungsparks, besonderen Zoos oder Ähnlichem, aufwarten könnte. Vielmehr sind es Marokkos Tierwelt und Natur, die nicht nur Kinder begeistern. Auch sind Reisen mit Kindern in Städten - vor allem dann, wenn die Kleinen noch auf einen Kinderwagen angewiesen sind - eher anstrengend als interessant. Denn die Bürgersteige sind hoch, das Verkehrsaufkommen auch, und die kleinen Basargassen oftmals so voller Menschen, dass man leicht verloren gehen kann. Aus diesem Grund sollten Familien mit Kindern eher aufs Land ausweichen - oder natürlich ans Meer, obwohl auch der Atlantik eher für größere Kinder und nicht für die ganz kleinen zum Baden geeignet ist. Was Kinder - egal welchen Alters - in Marokko begeistert, sind Natur und Tierwelt, die man vor allem in den Bergen am intensivsten erleben kann.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Marokkoreise

Auto/Fähre

Man braucht etwa drei bis vier Tage und kann sowohl von Almería oder Algeciras als auch von Tarifa nach Marokko übersetzen. Teure, aber sehr angenehme Fährverbindungen gehen vom südfranzösischen Sète bzw. von Genua nach Tanger.

Bahn

Etwa 50 Stunden trennen Süddeutschland von Marokko per Bahn. Es geht wunderbar, kostet jedoch mehr als eine Anreise per Flugzeug. Buchen kann man die Strecke nur in ausgesprochen guten Bahnreisebüros.

Bus

Die marokkanische Buslinie Supratours (www.supratours.ma) fährt mehrmals wöchentlich zwischen Marokko und vielen Städten Frankreichs. Die Kosten liegen bei rund 150 Euro pro Fahrt.

Flugzeug

Royal Air Maroc (www.royalairmaroc.com) fliegt von Frankfurt/M., Düsseldorf, Zürich und Genf direkt nach Casablanca (350-500 Euro). Auch die Lufthansa (www.lufthansa.de) fliegt direkt und ist meist etwas günstiger. Daneben gibt es noch Billigfluglinien wie Ryan Air (www.ryanair.com), die dreimal wöchentlich ab Frankfurt Hahn und ab Düsseldorf nach Marrakech fliegt (ab 29 Euro pro Strecke) sowie Easy Jet (www.easyjet.com), die dreimal wöchentlich ab Basel fliegt (ab 39 Euro).

Staatliches Marokkanisches Fremdenverkehrsamt

Graf-Adolf-Straße 59 | 40210 Düsseldorf | Tel. 0211/370551 | Fax 374048 | www.tourismus-in-marokko.de

ONMT (Office National Marocain du Tourisme)

Schiffslände 5 | 8001 Zürich | Tel. 01/2527752 | Fax 2511044

Auto

Die Verkehrsregeln entsprechen im Großen und Ganzen denen in Deutschland. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Städten 40 km/h, in kleineren Orten 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h, auf Autobahnen 120 km/h; striktes Alkoholverbot. Verstöße gegen Tempolimits und andere Sicherheitsvorkehrungen werden streng geahndet. Wie in fast allen arabischen Städten ist der Verkehr in Marokko etwas chaotisch. Aber zumindest gibt es an Kreuzungen Polizisten, die den Verkehr regeln.

Banken & Geld

In den meisten Banken können Sie Euro bzw. Schweizer Franken in Dirham tauschen. Viele Geldinstitute haben zudem einen Geldautomaten. Doch Vorsicht: Bisweilen wird Geld abgebucht, das gar nicht ausgezahlt wurde. Also: Quittungen aufheben, daheim Kontoauszüge kontrollieren und ggf. bei der Bank Beschwerde einlegen. Das Geld wird dann zurücküberwiesen! Visa und Euro/Mastercard sind die gängigsten Kreditkarten. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-11.30 und 14.30-16.30 Uhr

Camping

Wildes Campen ist zumindest im Landesinnern erlaubt, und Campingplätze (von zweifelhaft bis luxuriös) gibt es im ganzen Land.

Deutsche Botschaft

7, Zankat Madnine | BP 235 | Rabat | Tel. 0537218600 | Fax 0537706851 | www.rabat.diplo.de

Österreichische Botschaft

2, Zankat Tiddas | BP 135 | Rabat | Tel. 0537764003 | Fax 0537764025 | rabat-ob@bmaa.gv.at

Schweizer Botschaft

Sahat Berkane | BP 169 | Rabat | Tel. 0537268030 | Fax 0537268040 | www.eda.admin.ch/rabat

Gesundheit

Es gibt für Marokko keine Pflichtimpfungen. Dennoch kann es für diejenigen, die längere Zeit in Marokko sind, sinnvoll sein, sich zumindest gegen Hepatitis A und B zu impfen. Polio-, Tetanus- und Diphtherie-Impfungen sind jedem zu empfehlen. Die HIV-Rate ist in Marokko vergleichsweise niedrig, was nicht gleichbedeutend mit einem Freifahrschein ist. Malaria ist in Marokko bis auf ganz wenige Gebiete nicht existent. Durchfälle und Infektionskrankheiten können durch sorgsamen Umgang mit Wasser vermieden werden. Das bedeutet: immer nur Mineralwasser aus Flaschen trinken. Salate, wenn sie frisch zubereitet sind, können in Ausnahmefällen gegessen werden, Obst sollte man schälen. Wegen Bilharziose-Gefahr sollten Sie keinesfalls in stehenden Gewässern baden. Mückenschutz ist in den Oasen und an Fluss- und Seeufern angebracht. Die medizinische Versorgung in Marokko ist zwar mit der europäischen nicht zu vergleichen, dennoch nicht allzu schlecht - vor allem in den Städten. Viele Ärzte haben in Europa studiert. Auf dem Land kann zumindest die apparative Versorgung problematisch werden.

Internet

Folgende Links sind informativ und hilfreich: www.marokko.com, das größte und beste deutschsprachige Internetforum zu Marokko; www.tourismus-in-marokko.de, die offizielle Seite des marokkanischen Fremdenverkehrsamts, gibt eine gute Übersicht über all das, was Marokko zu bieten hat; www.fesfestival.com sowie www.festival-gnaoua.net informieren über Termine und Hintergründe der beiden wichtigsten Festivals in Marokko. Maßgeschneiderte Reisen sowie Hintergrundwissen und Literaturtipps finden Sie bei Tour Serail unter www.tourserail.com.

Internetcafés & Wlan

Trotz der hohen Dichte an Internetanschlüssen gibt es eher wenige Orte in Marokko, die über WLAN verfügen. Ausnahmen sind alle Flughäfen sowie viele der gehobenen Riads. Eine stets aktualisierte Liste findet sich unter www.caryl.fr/hotspots (Marrakech) oder www.hotspot-locations.de. Internetcafés hingegen, sogenannte Cybercafés oder Espace Internet, findet man an jeder Ecke.

Klima & Reisezeit

Marokko kann das ganze Jahr bereist werden - jedoch nicht überall. In den Bergen muss man ab Oktober mit Schnee rechnen. Auch in den Städten kann es im Dezember kalt werden, und nicht alle Hotels haben eine Heizung. Die Sommermonate sind ungeeignet für Wüstentouren. Die ideale Reisezeit für Badeferien ist Mai bis September am Atlantik und April bis Oktober am Mittelmeer.

Mietwagen

Internationale Autoverleiher wie Hertz, Europcar und Avis haben Niederlassungen an den Flughäfen und in den großen Städten. Sie haben den Vorteil, dass man Autos bereits von Deutschland aus buchen kann, aber dies ist vergleichsweise teuer (ab 400 Euro/Woche). Marokkanische Firmen bieten die gleichen Autos oft zum halben Preis an. Achten Sie auf den Versicherungsschutz sowie eine Unfallklausel, die den Verleiher dazu verpflichtet, bei Schaden oder Unfall das Auto kostenfrei auszutauschen.

Notruf

Polizei | Tel. 19; Krankenwagen | Tel. 15

Bahnen

Die ONCF, die staatliche marokkanische Eisenbahngesellschaft, hat nördlich des Atlas ein ausgezeichnetes Schienennetz. So wird in der Nord-Süd-Achse Tanger mit Marrakech via Rabat und Casablanca verbunden und in der West-Ost-Achse Sidi Kacem mit Oujda via Meknès, Fès und Taza. Auskunft über Fahrplan und Preise: www.oncf.ma

Busse

Der Bus ist das gebräuchlichste Verkehrsmittel in Marokko. Das größte Busunternehmen ist die staatliche Linie CTM, die alle größeren Städte anfährt. Die Busse der CMT sind in aller Regel neu und gut. Zu empfehlen ist auch die Bahnbusgesellschaft Supratours, die ihre Linienbusse überall dort einsetzt, wo die Schienen aufhören. Supratours gilt als schnellste und sicherste Buslinie im Land, ist aber nur in den größeren Städten zu finden. Mit privaten Busgesellschaften der unterschiedlichsten Qualität kommt man auch in die hintersten Winkel des Landes.

Post

Postämter gibt es im ganzen Land. Sie sind zu unregelmäßigen Zeiten zwischen Montag und Freitag geöffnet. Ein Brief nach Europa kostet 6,50 Dirham und ist etwa zehn Tage unterwegs.

Preise & Währung

Die offizielle Währung in Marokko ist der Dirham (DH). Er ist in 100 Centimes unterteilt. Es gibt Scheine zu 10, 20, 50, 100 und 200 DH sowie Münzen zu 1, 2, 5 und 10 DH. Die Lebenshaltungskosten in Marokko liegen weit unter dem mitteleuropäischen Durchschnitt.

Sicherheit

Trotz immer häufigerer weltweiter Terrorwarnungen gilt Marokko nach wie vor als sicheres Reiseland. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und ähnliche Delikte gibt es zwar, sie ist aber in Marokko weitaus seltener anzutreffen als zum Beispiel in Südeuropa.

Strom

Üblich sind 220 Volt. Im Normalfall wird kein Adapter benötigt. Wer in sehr einsamen Regionen reist, sollte einen Steckeradapter für Südeuropa mitnehmen.

Taxi

Innerhalb der Städte fahren die Petit Taxis. Sie haben alle ein Taxameter (2 Dirham/km, Grundpreis: 1,40 Dirham). Kürzere Überlandstrecken fährt man mit Sammeltaxis. Diese sind unbequem, es sei denn, man kauft sich zwei Plätze. Dafür sind sie schnell und flexibel. Sammeltaxis haben eigene Bahnhöfe. Eine Strecke von 50 km kostet etwa 2,50 Euro.

Telefon & Handy

Sogenannte Téléboutiques ersetzen die öffentlichen Telefonzellen. Man kann mit 1-, 2- und 5-, manchmal auch mit 10-Dirham-Münzen telefonieren. Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Marokko 00212. Das Handynetz ist in Marokko sehr gut ausgebaut. Es kann aus den deutschen Netzen telefoniert werden. Wer längere Zeit in Marokko unterwegs ist, kann sich überlegen, eine marokkanische Prepaid-Karte (Carte Jawal) für das eigene Handy (le portable) zu kaufen, was fast überall möglich ist. Kosten: 30 DH plus Telefonguthaben.

Trinkgeld

Im Restaurant gibt man normalerweise 10 Prozent Trinkgeld, im Café 1 Dirham pro Getränk. Kofferträger erhalten je nach Hotel 5-15 Dirham pro Gepäckstück. Es ist üblich, auch Taxifahrern ein wenig mehr zu geben, als das Taxameter anzeigt; etwa 2-5 Dirham, je nach Fahrpreis.

Unterkunft

Sehr einfache Unterkünfte sind häufig ohne frische Bettwäsche, Bad, Handtuch, Seife etc. Ab zwei Sternen kann man ein eigenes Bad, Handtücher und Seife erwarten. Ab drei Sternen sind die Zimmer geräumiger, ab vier Sternen wird der Service international. Bei fünf Sternen kann man in Luxus schwelgen. Eine marokkanische Besonderheit sind die seit wenigen Jahren immer häufiger vorkommenden Riads, kleinere und größere Gästehäuser, die in Stadtpalais der Altstädte untergebracht sind.

Zeit

Marokko liegt gegenüber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MEZ) um eine Stunde zurück (12 Uhr MEZ entspricht 11 Uhr marokkanischer Zeit), während der europäischen Sommerzeit (MESZ) um zwei Stunden (12 Uhr MESZ entspricht 10 Uhr in Marokko).

Zoll

Elektronische Geräte, Autos und Motorräder müssen bei der Einfuhr deklariert und auch wieder ausgeführt werden. Verboten ist die Ein- und Ausfuhr von marokkanischem Geld, pornografischen Druckerzeugnissen und Filmen sowie Rauschgift. Zollfrei sind 200 Zigaretten, eine Flasche Spirituosen sowie Parfüm, Filme etc. für den privaten Gebrauch. Bei der Rückreise in die EU zollfrei einführen dürfen Sie u. a. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 50 g Parfüm und sonstige Waren im Wert von 430 Euro.

Essen

3-10 Euro für eine Tajine

Kaffee

0,50 Euro für ein Glas Kaffee

Mietwagen

Ab 200 Euro pro Woche für einen Kleinwagen

Wein

Ab 5 Euro für einen halben Liter Wein

Benzin

Ab 1 Euro für einen Liter Super

Brot

0,25 Euro für ein Fladenbrot


Unser Insider

MARCO POLO Insiderin Muriel Brunswig-Ibrahim im Interview

Die Marokkoexpertin Muriel Brunswig-Ibrahim (www.brunswig.info) arbeitet als Publizistin und veranstaltet Reisen.

Sie haben einige Jahre in Marokko gelebt. Wie ist es dazu gekommen?

Fremde Kulturen haben mich immer schon begeistert, und so habe ich Islamwissenschaft und Ethnologie studiert. Nach meinem Studium wollte ich eine Weile in einem islamischen Land verbringen. Da bekam ich ein Jobangebot in Marokko und bin einfach los.

Was reizt Sie an Marokko?

Marokko ist einfach immer für eine Überraschung gut! Da denkt man, man kennt es und entdeckt dann doch wieder etwas Neues. Das macht jede Reise spannend! Außerdem kenne ich kein Land, das so vielfältig ist wie Marokko.

Wo und wie lebten Sie genau?

Die ersten zwei Jahre habe ich in erster Linie in einem kleinen Dorf im Draatal verbracht. Ich habe dort ethnologische Studien betrieben und für einen Reiseführer recherchiert. Das war toll! Ich wohnte in einer traditionellen Kasbah und erlebte das echte Landleben mit Brotbacken, Kleider am Fluss waschen etc. Später hatte ich immer Zimmer bei Familien in verschiedenen Orten.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin selbstständig als Reiseveranstalterin für Marokkoreisen tätig (www.tourserail.com) - und natürlich weiterhin auch als Reisebuchautorin.

Kommen Sie viel in Marokko herum?

Ja, ständig. Ich muss sowohl für meine Bücher, aber auch für meine Firma immer auf dem neuesten Stand sein. Wo sind neue Hotels, welche Piste ist geteert worden...

Sprechen Sie Arabisch?

Ich habe es viele Jahre an der Uni gelernt und auch in Rabat einen Kurs besucht. Aber dennoch habe ich mich nie wirklich in den marokkanischen Dialekt einfinden können.

Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autorin?

Ich kenne das Land wirklich in- und auswendig. Ich habe dort gelebt, und seither verbringe ich jährlich viele Wochen bis Monate dort.

Mögen Sie die marokkanische Küche?

Es hat eine Weile gebraucht, bis ich sie wirklich lieben lernte. Inzwischen habe ich zusammen mit meinem Mann in Freiburg sogar ein arabisch-marokkanisches Restaurant aufgemacht (www.restaurant-scherazade.de) und genieße sie auch in Deutschland Tag für Tag...


Bloß nicht

Je mehr man weiß, desto weniger macht man falsch

Alles fotografieren

Die Menschen Marokkos sind - nicht selten zu ihrem Leidwesen - bei vielen Touristen beliebte Fotomotive. Grundsätzlich sollten Sie jeden vorher fragen, ob Sie ihn (oder sie) fotografieren dürfen. Die meisten Frauen lehnen dies ab, sehr viele Gläubige auch, denn im Islam herrscht ein Bilderverbot. Andere wiederum verlangen Geld dafür. Es ist verboten, militärische Anlagen zu fotografieren.

Auf falsche Führer hereinfallen

Die sogenannten Faux Guides, die falschen Führer, tummeln sich überall. Sie bieten - oft als Studenten der deutschen Sprache getarnt - ahnungslosen Touristen Geleitschutz und Erklärungen der Basare, Burgen und Altstädte an. Sie sagen, sie wollen kein Geld dafür, hoffen aber auf ein kleines Geschenk oder ein kleines Geschäft. Oftmals hängen sie wie Kletten an ihren Opfern und versuchen alles, die Reisenden in ein Geschäft zu lotsen, um dann, nach erfolgtem Kauf, eine ansehnliche Provision zu kassieren. Falls es dort jedoch nicht zum von ihnen gewünschten Ergebnis kommt, werden die Urlauber im schlimmsten Fall beschimpft.

Rauschgift annehmen

Marokko gehört zu den wichtigsten Haschischexporteuren der Welt. Das Rif-Gebirge ist voller Hanffelder. Die Droge wird in aller Öffentlichkeit geraucht, und so scheint es, als sei sie legal. Das ist sie nicht, auch wenn man den Stoff überall im Land offen angeboten bekommt. Die Polizei ahndet Rauschgiftdelikte (dazu gehört auch der Besitz von Haschisch) streng. Je nach politischer Stimmung kann dies mit einer Gefängnisstrafe enden - da kann auch die Deutsche Botschaft nicht mehr allzu viel machen.

Allzu luftig gekleidet sein

Trotz der zur Schau gestellten Moderne ist Marokko ein traditionelles Land mit konservativen Moralvorstellungen. Diesen zufolge gelten Frauen, die sehr freizügig gekleidet sind, als Prostituierte oder mannstoll. Entsprechend werden sie behandelt. Aber auch Männer sollten sich bei ihrer Kleiderwahl ein wenig nach den Landessitten richten, sonst lacht man sie (zumindest außerhalb von Agadir) aus: Träger-T-Shirts gelten als Unterhemden, Shorts als Unterhosen. Weite Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, ist angemessen - und für die Temperaturen geradezu ideal.

Hetzen

In Marokko herrschen andere Zeitvorstellungen als bei uns. Man sagt hier: Die Europäer haben die Uhren - wir haben die Zeit. Diese Philosophie müssen Sie sich zu Eigen machen, denn wer nach europäischem Usus hetzt, kann vieles nicht sehen und erleben.

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