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Von 1926 bis heute ...
Wichtige Ereignisse am Flughafen Dortmund im Laufe der Jahre in chronologischer Reihenfolge.


Eine kleine Reise durch die Geschichte des Flughafens Dortmund
Wann die ersten Flugzeuge in Dortmund gestartet und gelandet sind, lässt sich heute kaum noch genau feststellen. Sicher ist, dass es bereits vor dem Ersten Weltkrieg war. Während des Krieges wird in Dortmund auf Anraten des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Eichhoff eine Fliegerstation "nördlich des Dorfes Brackel" eingerichtet. Nach dem Krieg wird Dortmund in das Netz der Postflüge der Deutschen Luftreederei einbezogen. Als die Franzosen im Herbst 1924 das Ruhrgebiet verlassen, beginnen Verhandlungen mit der Deutschen Aero Lloyd und der Junkers Luftverkehrs AG über einen Anschluss der Ruhrgebietsstädte an das internationale Streckennetz der Luftverkehrsgesellschaften. Im Frühjahr 1925 nimmt die Aero Lloyd den Flugverkehr nach Berlin auf. Am 25. Mai 1925 findet die Gründungsversammlung der "Luftverkehr Aktiengesellschaft Westfalen (Welu)" statt. Das Grundkapital beträgt eine Million Reichsmark. Der Zweck der Gesellschaft: Förderung des Flugwesens, insbesondere Förderung des Luftverkehrs. An der Gründung beteiligen sich diverse Ruhrgebietsstädte und eben auch die Stadt Dortmund. Im Herbst des Jahres ist zu erkennen, dass die Stadt die finanziellen Belastungen nicht weiter tragen kann. Man verhandelt über eine zu gründende Flughafen GmbH.

1926
Am 16. April 1926 erfolgt die Gründung der Flughafen Dortmund GmbH. Dieses Datum markiert den eigentlichen Beginn der Dortmunder Luftfahrtgeschichte. Als Grundkapital dienen 835.000 Reichsmark. Gesellschafter sind: Deutsches Reich, Preußischer Staat, Provinzialverband Westfalen, Stadt- und Landkreis Dortmund, Industrie- und Handelskammer sowie einige Firmen. Nach dem Zusammenschluss von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehrs AG im Januar 1926 zur Deutschen Lufthansa AG starten und landen täglich zwölf Maschinen der jungen, aufstrebenden Gesellschaft in der Westfalenmetropole. Dortmund etabliert sich im innerdeutschen Luftverkehr neben Köln. Es gehen mehr Linienflüge über Dortmund als über Düsseldorf und Essen. 

1928
Bereits im Geschäftsjahr 1927/1928 verzeichnet die Flughafen Dortmund GmbH 4.319 Starts und 4.321 Landungen, 2.589 davon im Linienverkehr.

1930
Am 10. August 1930 landet das Luftschiff "Graf Zeppelin" in Dortmund-Brackel. 120.000 Menschen sehen die Landung.

1937
Im Sommerflugplan sind von Dortmund aus innerdeutsche Ziele wie Berlin, Dresden, Erfurt und Nürnberg zu erreichen. In Europa werden u.a. folgende Ziele angeflogen: Basel, Kopenhagen, Paris, Rom und Stockholm.

1939
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wird der zivile Luftverkehr eingestellt. Das Militär übernimmt die Anlage. Der Flughafen verfügt über eine 1.100 Meter lange und 80 Meter breite Start- und Landebahn.

1945
Am 28. März 1945 verlassen die letzten Flieger den Platz in Dortmund-Brackel. Am 8. April stehen die Panzer der Alliierten auf dem zerbombten und zerstörten Flugplatz. Die Royal Air Force übernimmt den Flughafen. Verbot jeglichen deutschen Luftverkehrs durch die Alliierten.

1950
Gründung des Aero-Clubs e.V. als Nachfolger des Dortmunder Luftfahrtvereins. Zu den Gründern zählen die Gebrüder Theo und Hans Hengsbach und viele weitere Flugbegeisterte.

1953
Am 13. Juni 1953 startet das erste deutsche Segelflugzeug wieder in Dortmund-Brackel.

1955
Am 5. Mai 1955 erhält die Bundesrepublik die Lufthoheit zurück. Im Netz der Lufthansa ist der Flugplatz Dortmund nicht mehr vertreten, weil die zivilen Nachkriegsmaschinen bis zu 2.000 Meter lange Start- und Landebahnen benötigen. Das Brackeler Gelände hätte nach Osten hin erheblich ausgedehnt werden müssen. Dazu liegt aber eine Bahnlinie zu dicht am Platz.

1956
Die von den Gebrüdern Hengsbach gegründete Dortmunder Luftfahrtgesellschaft Hengsbach & Co. führt wieder Werbeflüge durch und bietet einen Seebäderdienst zu den Nordseeinseln an. Zugleich wird eine Flugschule eröffnet.

1960
Aufgrund der Stationierung britischer Raketeneinheiten in Dortmund-Brackel sucht man nach einem neuen Standort für die zivile Luftfahrt. Mit der Initiative des Aero Clubs und der Dortmunder Luftfahrtgesellschaft Hengsbach & Co. erfolgt die Eröffnung des neuen Luftsportgeländes an der Wickeder Chaussee, am heutigen Standort des Flughafens. Die Halterschaft übernimmt der Aero Club Dortmund. Am 1. Januar 1960 landet offiziell die erste Sportmaschine in Wickede.

1969
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt am 24. Februar 1969, den Generalausbauplan in Auftrag zu geben, eine Trägerschaft zu gründen und einen Bebauungsplan für den Flughafenbereich aufzulegen.

Am 13. August des Jahres beantragt die Stadt beim Regierungspräsidenten die Genehmigung zum Ausbau des Landeplatzes in Dortmund-Wickede mit einer 850 Meter langen Start- und Landebahn mitsamt allen notwendigen Nebeneinrichtungen.

1971
Am 1. April 1971 wird die Flughafen Dortmund GmbH, die nach der Schließung des alten Flugplatzes als reiner Vermögensverwalter eingesetzt war, wieder als Betreibergesellschaft tätig. Sie löst - 45 Jahre nach ihrer Gründung - als Halter und Betreiber den Aero Club Dortmund ab. Allmählich entwickelt sich der ehemalige Acker zum Verkehrslandeplatz.

1974
Im Juni 1974 löst aus Sicherheitsgründen eine 650 Meter lange und 20 Meter breite Asphaltbahn die bisherige Graspiste ab.

1975
Am 10. März 1975 erteilt der Regierungspräsident den Planfeststellungsbeschluss für die 1969 beantragte 850 Meter Bahn mit 10jähriger Befristung.

1976
Gründung der RFG - Reise- und Industrieflug GmbH in Dortmund.

1979
Erster regelmäßiger Liniendienst zwischen Dortmund und München durch die RFG. Es folgen weitere Linienverbindungen nach Nürnberg und Stuttgart.

1980
In diesem Jahr wurde die LGW-Luftfahrtgesellschaft Walter mbH vom Flugkapitän und Firmeninhaber Bernd Walter gegründet. Das Unternehmen hat seitdem seinen Sitz am Flughafen Dortmund.

Angefangen mit einer Flugschule und Fotoflügen sowie Rundflügen kamen später der Seebäderdienst zu den Ostfriesischen Nordseeinseln und Charterflüge mit ein- und zweimotorigen Cessna 208/404 und Britten Normen Islander hinzu.

1983
Am 28. Juni 1983 gibt der damalige Ministerpräsident Johannes Rau die neue 850 Meter lange "Startbahn Ruhrgebiet", die mit jeweils 100 Metern Startstrecke an den Enden ausgestattet ist, frei. Die bisher genutzte Bahn wird zur Rollbahn umfunktioniert.

1986
Die Flughafen Dortmund GmbH erhält die unbefristete Genehmigung zum weiteren Betrieb des Verkehrslandeplatzes mit weiteren Änderungen.

1987
Bis Ende des Jahres 1987 wird das Abfertigungsgebäude großzügig ausgebaut. Die Start- und Landebahn wird auf die Länge von 1.050 Metern (plus zweimal 200 Meter Stoppbahnen) erweitert.

1990
Nach der Vereinigung Deutschlands werden neue Linien nach Dresden und Leipzig eingerichtet. Weitere Ziele sind Berlin, London, München, Nürnberg und Stuttgart.

1993
Der Stadtrat und der Aufsichtsrat stellen die Weichen für die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.000 Meter und den Bau des neuen Terminals. Die Luftverkehrsgesellschaft Eurowings entsteht aus dem Zusammenschluss von RFG (Reise- und Industrieflug GmbH, ab 1985 Regionalflug GmbH) und NFD (Nürnberger Flugdienst).

1998
Grundsteinlegung für das neue Abfertigungsgebäude in Anwesenheit von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement. Realisierung des neuen Cargo-Centers.

2000
Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Terminals A am 29. Oktober 2000. Gleichzeitig wird die Start- und Landebahn nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses vom 24. Januar 2000 auf 2.000 Meter verlängert.

2001
Die Flughafen Dortmund GmbH wird am 16. April 2001 75 Jahre alt und gibt anlässlich ihres Geburtstages den Bildband „Horizonte – Zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte des westfälischen Luftverkehrs“ heraus. (Klartext-Verlag, ISBN: 3-89861-030-6)

Die Passagierzahlen überschreiten zum ersten Mal die Millionengrenze, wobei das neue Terminal sowie die 2.000 Meter lange Start- und Landebahn zum ersten Mal ein gesamtes Geschäftsjahr lang genutzt werden. Doch der Steigflug findet ein abruptes Ende: Auch der Flughafen Dortmund bekommt die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York zu spüren.

2002
Als Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 stagnieren am Flughafen Dortmund erstmals die Fluggastzahlen. Hoffnung gibt die weitere Entwicklung des Jahres: Die Fluggesellschaft Air Berlin nimmt im September/Oktober den City-Shuttle-Verkehr auf den Strecken nach London, Mailand und Wien auf. Auch baulich entwickelt sich der Flughafen weiter: Ein neues Verwaltungsgebäude löst das bestehende Provisorium ab.

2003
In einem Test der Zeitschrift „Reise und Preise“ unter 23 Airports schneidet der Flughafen Dortmund mit dem 1. Platz ab. Das Jahr der Konsolidierung stimmt auch in anderen Punkten froh: Bei der Zahl der Passagiere verbucht der Flughafen wieder einen Zuwachs – sie übersteigt die Eine-Million-Grenze.

2004
Die Startbahn Ruhrgebiet erreicht mit 1,18 Mio. Fluggästen einen neuen Passagierrekord. Gleichzeitig erfolgt der Startschuss für Low Cost ab Dortmund: im Juli nimmt der führende europäische Billig-Flieger easyJet seinen Flugbetrieb auf. Auf dem Flugplan stehen London, Paris, Alicante, Budapest, Palma de Mallorca, Nizza, Prag und Rom, später kommt noch Krakau hinzu. Die Fluggesellschaft wizz air steuert zudem ab Juli Kattowitz an. Der Flughafen wächst auch im Internet: Ab Dezember präsentiert sich der Airport mit einer neuen Homepage im Netz.

2005
Der Flughafen hebt ab: Im ersten Quartal haben sich die Fluggastzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Im gesamten Jahr zählt der Airport 1,7 Millionen Fluggäste, umsatzstärkster Monat ist der Oktober. Übrigens auch im Internet – 130.000 unterschiedliche Besucher zählt die Homepage. Neue Ziele erschließt ab Dortmund die Fluggesellschaft dauair: Sie nimmt Posen und Berlin in den Flugplan auf.

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2006
Zwei Ereignisse prägen das Jahr 2006 am Dortmund Airport: Die Fußball-Weltmeisterschaft sowie das 80-jährige Jubiläum. Auf das sportliche Ereignis ist der Flughafen bestens vorbereitet: Eigens zur WM stellt er eine Homepage ins Netz, die eine Fülle an Informationen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in der heimischen Region bietet.

[+] Germanwings-Crew und -Vorstand sowie der Flughafen-Geschäftsführer Manfred Kossack beim Pressetermin zum Erstflug von Germanwings.

2007
2007 war ein spannendes Jahr für den Dortmund Airport. Unter anderem konnte die Startbahn Ruhrgebiet gleich zwei neue Airlines am Platz begrüßen: die skandinavische Low-Cost-Airline Sterling und die deutsche Günstig-Fluggesellschaft Germanwings. Letztere eröffnete mit dem Standort in Dortmund seine fünfte Basis. Eine weitere Erfolgsmitteilung wurde im September von einer anderen Fluggesellschaft bekanntgegeben: easyJet begrüßte den 3-millionsten Passagier am Dortmunder Flughafen.

Etwas außergewöhnlicher waren die Filmaufnahmen für den hochkarätig besetzten RTL-Krimi  „Das Papstattentat“, der in 2008 ausgestrahlt wurde. Dreh- und Angelpunkt war die am Flughafen gedrehte Szene, bei der ein Killer (gespielt von Heiner Lauterbrach) ein Attentat auf den Papst verübt.
Entsprechend aufwändig wurden die Dreharbeiten durch den Nachbau einiger Kulissen auf dem Flughafengelände und dem Einsatz eines Hubschraubers.

Zum Winterflugplan wurde die neue Parkfläche P3 mit 800 Stellflächen eröffnet – Hintergrund war der überdurchschnittliche Passagierzuwachs und die daraus resultierenden Parkplatz-Engpässe in Ferienzeiten. Das Geschäftsjahr 2007 konnte die Flughafen Dortmund GmbH mit einem Rekord von 2.155.064 Passagieren abschließen.

Ehemaliger Geschäftsführer Markus Bunk.
Markus Bunk – Geschäftsführer von 2008 bis Mitte 2013.

2008
Modern, transparent und übersichtlich – seit April 2008 erscheint der Internetauftritt des Dortmund Airport im neuen Gewand. Der Clou: Flüge können erstmals direkt über die Webseite des Flughafens gebucht werden. Auf der Startseite steht die Destinationenkarte und damit auch das Angebot des Flughafens nun im Mittelpunkt. In Punkto Streckennetz kann die Startbahn Ruhrgebiet seine Vorreiterrolle gerade im Bereich Osteuropa weiter ausbauen: 14 osteuropäische Ziele werden mittlerweile von Dortmund aus angeflogen. Unter anderem ein Grund dafür, dass das Jahr 2008 ebenfalls zum Rekordjahr wird: Mit über 2,3 Millionen Passagieren starten von Januar bis Dezember 2008 so viele Passagiere wie nie zuvor.

Eine positive Entwicklung, die der scheidende Geschäftsführer Manfred Kossack seinem Nachfolger Markus Bunk sicherlich gerne hinterlassen hat. Im Juni 2008 wurde Markus Bunk vom Aufsichtsrat der DSW21-Tochtergesellschaft einstimmig zum neuen Geschäftsführer der Flughafen Dortmund GmbH gewählt – im Oktober trat Markus Bunk die Nachfolge offiziell an.

2010
Der Stadtrat hat im November 2010 mehrheitlich beschlossen, die Betriebszeit des Dortmund Airport um eine halbe, beziehungsweise eine ganze Stunde (für am Standort stationierte Flugzeuge), auf 23:00 Uhr plus einer Verspätungsregelung bis 23:30 Uhr zu verlängern.

Mit dieser Entscheidung konnte die Flughafen Dortmund GmbH bei der Bezirksregierung Münster die Genehmigung zur Betriebszeiten-Verlängerung beantragen.

2012
Im gesamten Jahr 2012 wurden an den deutschen Flughäfen über 200 Mio. Fluggäste gezählt – ein neuer Rekord. Diese positive Entwicklung wurde jedoch nur von wenigen Flughäfen in Deutschland getragen, unter anderem auch vom Dortmund Airport. Im gesamten Jahr 2012 konnte der Dortmunder Flughafen 1.902.137 Fluggäste auf 30.518 Flügen begrüßen. In 2011 lag die Zahl noch bei 1,8 Millionen – somit bedeutet dies ein Wachstum von +4,4%. Am häufigsten wurden die Ziele Palma de Mallorca, Kattowitz und München ab Dortmund nachgefragt.

Seit Juli 2013 ist Udo Mager Geschäftsführer des Dortmund Airport.
[+] Udo Mager - Geschäftsführer des Dortmund Airport seit Juli 2013.

2013
Der Dortmund Airport konnte im März 2013 gleich zwei neue Airlines am Flughafen begrüßen. Die irische Fluggesellschaft Ryanair sowie die spanische Airline Vueling nahmen ihren Flugbetrieb in Dortmund auf und ergänzten das Streckenangebot zur Sommersaison um insgesamt acht Direkt-Ziele.

Bereits im Februar kündigte sich ein Wechsel bei der Geschäftsführung des Dortmund Airport an. In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wurde Udo Mager zum Nachfolger des bisherigen Flughafen-Chefs Markus Bunk gewählt, der aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen ausschied.

Udo Mager führte seit 2005 die Geschäfte der Wirtschaftsförderung Dortmund und war bereits mehrere Jahre als Aufsichtsratsmitglied für den Dortmund Airport tätig – zum 1. Juli 2013 trat er sein neues Amt als Geschäftsführer des Flughafens an.

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