Landes-Info Ägypten

Landes-Info Ägypten

 
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Unterhaltung

Unterhaltung

Kairo

After Eight

DJs oder Bands bis weit nach Mitternacht. Fast wöchentlich tritt hier Wist Al-Balad (Downtown) auf, Kairos beliebteste Liveband. | 6 Sharia Qasr Al-Nil | Downtown | www.after8egypt.com

Cairo Opera

Erstklassige Operndarbietungen, Ballett, Kammermusik- und Jazz, Gastspiele internationaler Ensembles. Das Haus mit der ausgezeichneten Akustik ist ein Geschenk der japanischen Regierung. Krawatte und Jackett sind für Männer Pflicht! | Sharia Al-Tahrir | Nilinsel Gezirah | unweit des Cairo Towers | Tickets ab 10 £E | Reservierung/Verkauf tgl. 10-15 und 16-21 Uhr | Tel. 02/27398114 | www.operahouse.gov.eg

Hard Rock Café Cairo

Wundervoller Blick auf den Nil und auf Präsident Nassers echten Cadillac von 1957, der von der Decke hängt. Oft Disko. | Im Hotel Grand Hyatt Cairo | tgl. 15-3 Uhr

Jazz Club Cairo

Der einzige wirkliche Livemusikclub in Kairo - inklusive Festivals und Partys; Programmvorschau unter www.cairojazzclub.com. | 197 Sharia 26th of July | Mohandessin | tgl. ab 20 Uhr | Tel. 02/33459939 | €€

Sakiyet Al Sawy

Rock, Pop, Jazz, Theater, Lesungen, arabische wie westliche Klassik - kein Club in Kairo ist vielseitiger. | Sharia 26th of July | Zamalek | unter der Hochstraße am Nilufer Richtung Mohandessin | Tel. 02/27366178 | Programm unter www.culturewheel.com

Whirling Dervishes

Seit Jahren begeistert die Show Kairobesucher. Nach erfolgter Renovierung der Spielstätte tanzen die Sufitänzer sich wieder in der Altstadt in Trance. | Wekalet Al-Ghouri | Sharia Sheikh Mohamed Abdou, unweit Sharia Al-Azhar/Ecke Al-Muzz Li-Din Allah | Mi und Sa 18.30 Uhr | Eintritt frei

Unterhaltung

Oberägypten

Nachtleben in Assuan

Die großen Hotels betreiben Nachtclubs, Bars und Diskos, die außerhalb der Hochreisezeit oft gähnend leer sind. Probieren Sie die Disko im Isis-Hotel an der Uferpromenade oder die vom New-Cataract Hotel.

The Kings Head Pub

Englischer Pub. Billard, Darts, mehrere Biersorten und über zwei Dutzend Cocktails. Der Inhaber spricht Deutsch. | 1 Sharia Khalid Ibn Al-Walid | tgl. 10-2 Uhr

Unterhaltung

Alexandria & Siwa

Nachtleben in Alexandria

Das Spitfire ist die schrulligste Bar in ganz Ägypten (7, Sharia Al-Boursa Al-Qadima). Der angesagteste Club heißt Fever, ein Shootingstar der Szene, den es erst seit Anfang 2007 gibt (40, Sharia Safia Zaghloul, Ramla). Im Cordon Rouge finden an Feiertagen häufig mehrtägige Partys statt (Green Plaza, 15th of May Bridge Road, Semouha).

Alexandria Opera House

Liebevoll renoviert: Alexandrias altes Opernhaus, in dem auch Konzerte stattfinden. | 46 Sharia Fouad | Tel. 03/4865106

Unterhaltung

Sinai

After Eight Sharm

Pub und Liveclub, täglich DJs. | Hadaba, am Amphoras Hotel | tgl. 12-3 Uhr | www.after8sharm.com

Little Buddha Sharm

Sushi, Trance-Musik, Weihrauch in spacigem Lounge-Ambiente. Idealer Start in die Partynacht. | Naama Bay, am Naama Bay Hotel | www.littlebuddha-sharm.com

Pacha

Was mit dem legendären Busstop hinter dem roten, in die Fassade eingelassenen Doppelstockbus begann, wurde im April 2004 zum Clubbing-Imperium Pacha: der Pacha Nightclub mit seinen legendären House Nation Partys, das Pacha Boat sowie der Echo Temple für regelmäßige Openair-Großevents vor einer grandiosen Felsenkulisse 7 km draußen in der Wüste. | Naama Bay, im Sanafir Hotel | www.sharmevents.com

Unterhaltung

Rotes Meer

Nachtleben in El-Gouna

Beliebt sind Bars wie das Studio 52 (einmal pro Woche Livemusik) und der kleine Smugglers Pub (beide Abu Tig Marina, unweit Captains Inn Hotel). Fast jeden Freitag um 20 Uhr startet ein Hafenfest in der Abu Tig Marina mit Livebands, Speisen und Getränken. Samstagabend oft Straßenfest in den Gassen von Kafr El-Gouna. Die Palladium Discotheque wird seit Ende 2004 vom Club Med betrieben, donnerstags Disko mit Showprogramm und Hightech-Lichtanlage. Gelegentlich Livekonzerte. Außerdem gibt es in El-Gouna ein Kino.

Nachtleben in Hurghada

Kein besseres Hotel ohne Bar und/oder Diskothek, oft inklusive Russian Show! Es werden meistens die aktuellen Charts gespielt. Derzeit populär sind The Dome im Hotel Intercontinental, die Jungle Disco im Grand Hotel sowie das Kalaboush im Arabella Hotel. Alles ist stark saisonabhängig. Aktuelle Veranstaltungstipps, meistens in Englisch, finden Sie in Broschüren, erhältlich zum Beispiel in den Pubs Papas One (gegenüber Aquasun) und Papas II (neben Shedwan Hotel | www.papasbar.com).

Ministry of Sound

Zwei Clubs betreibt das britische Clubbingimperium am Ort: The Beach (vormals Papas Beach Club, Nähe Little Mermaid Square) und The Bar (vormals Liquid Lounge, Sheraton Road, Siqala, unweit des Hotels Aqua Fun). Infos online unter www.ministryofsound.com/redsea inklusive Clubbing Guide für Ägypten, Locations unter http://mos.blueotwo.com/venues.cfm

Auskunft

Auskunft

Kairo

Tourist Information

5 Sharia Adly (Downtown), nahe Midan El-Opera

Auskunft

Oberägypten

Tourist Information

Am Bahnhof | Tel. 097/2312811

Tourism Office

El-Minya Governorate Building | Corniche | Tel. 086/2343500

Tourist Information

Corniche | Tel. 095/2372215

Auskunft

Alexandria & Siwa

Tourist Information

Midan Saad Zaghloul | Tel. 03/4851556

Tourist Office

Tel. 046/4601338

Auskunft

Westliche Oasen

Tourist Information

Im City Council, gegenüber der Polizeistation | Tel. 02/38473039

Tourist Office

Sharia Al-Thaura Al-Khadra (Mut) | Tel. 092/7820407 und 7820686

Tourist Office

Midan Al-Nasser (El-Kharga) | Tel. 092/7921206 | Fax 7921205

Auskunft

Rotes Meer

Infocenter

Downtown | Tel. 065/3549702 | www.elgouna.com

Tourist Information

Gegenüber dem Grand Hotel, neben dem Büro der Egypt Air | Tel. 065/3444420 und 3444421

Einkaufen

Einkaufen

Kairo

Al Khatoun

Junge Künstler verwandelten die Manufaktur in der Altstadt in eine romantische Galerie und verkaufen Einzelstücke, bei denen vor allem Originalität zählt. | 3 Sharia Mohammed Abdu | am Beit Harrawi hinter der Moschee Al-Azhar | tgl. 11-21 Uhr | www.alkhatoun.net

Bashayer

Hier gehen Einheimische hin, wenn sie erstklassiges ägyptisches Kunsthandwerk suchen. | 58 Sharia Musaddaq | Dokki | tgl. 10-22 Uhr

Diwan

In der schönsten Buchhandlung Kairos können Sie auch hervorragenden Kaffee trinken, Brownies essen und Zeitung lesen. | 159 Sharia 26th of July | Zamalek | tgl. 10-23 Uhr

Shopping Malls

Kairos moderne Einkaufscenter sind grelle, laute, klimatisierte Tempel des Konsums. Die Arkadia Mall ist mit 500 Läden, Food Court, Apotheke, Geldautomaten und einem Rummelplatz unter dem Dach eine der größten Malls (Corniche Al-Nil, hinter dem Hotel Conrad International). Die First Mall ist das exklusive Gegenstück: Designerläden auf drei Etagen sowie ein Gourmetcafé im Atrium. | 35 Sharia Al-Giza | am Zoo | www.firstplacecairo.com

Einkaufen

Oberägypten

Einkaufsbummel in Assuan

Genießen Sie den Bummel durch die romantischste Basargasse Ägyptens, besonders am Abend, wenn die Auslagen in den schönsten Farben leuchten: große Gewürzsäcke, Kunsthandwerkartikel, Schmuck und Textilien. Im Unterschied zu Luxor wird man hier eher selten angesprochen und kann sich fast unbehelligt umsehen. Sharia Al-Souq, parallel zur Uferstraße

Souqs in Luxor

Auf Luxors Souq gilt: Finger weg von Souvenirs aller Art. Sie sind fast immer überteuert. Die Händler versuchen seit einiger Zeit, weniger aufdringlich zu sein, es gelingt ihnen aber noch nicht.

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Alexandria & Siwa

Attarin-Viertel

In den großen und kleinen Läden des Attarin-Viertels finden Sie neben allen Arten von Trödel auch antiquarische Bücher. | Südlich der Sharia Al-Mitwalli

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Kairo

Abou El-Sid

Trendiger Orientexpress ins neue Kaffeehaus-Jahrtausend. Man sitzt auf güldenen Pseudobarockstühlen, isst ägyptische, tscherkessische und andere Speisen und hört Dancefloor. 20 Sorten Wasserpfeifentabak. | 157 Sharia 26th of July | Zamalek | Eingang links um die Ecke | Tel. 02/27359640 | tgl. 12-2 Uhr | €-€€

Abou Tarek

Kairoer aus allen Stadtteilen schwören besonders auf die Tomatensauce des definitiven Kusharikönigs der Stadt. Sauber und, von einigem Rummelplatzdekor einmal abgesehen, schlicht. Kein Alkoholausschank. | 16 Sharia Maarouf | Ecke Sharia Champollion (Downtown) | Tel. 02/25761911 | www.aboutarek.com | tgl. 7.30-22 Uhr | €

Al-Fishawy

Nirgendwo sonst zieht das Basartreiben des Khan El-Khalili beim Tee mit Pfefferminze oder beim türkischen Mokka so schön an einem vorbei wie hier. Das älteste ununterbrochen geöffnete Kaffeehaus der Stadt ist eine Legende. Kein Alkohol. | Midan Al-Hussein (Khan Al-Khalili), hinter dem Hotel El-Hussein

Andrea

Die Kairoer Grillrestaurantlegende in Pyramidennähe ist wegen des großen Gartens mit Kinderspielplatz ein beliebtes Ausflugslokal für Familien. | 59-60 Mariutiyya Canal (Giza) | Tel. 02/33831133 | tgl. 12-24 Uhr | €€

Café Riche

Schriftsteller und Künstler diskutieren hier bei Bier oder Kaffee. Die 90 Jahre alte Kairoer Institution wurde mit Liebe fürs historische Detail renoviert; mediterrane Küche. | 17 Sharia Talaat Harb (Downtown) | Tel. 02/23929793 | tgl. 10-24 Uhr | €€

Citadel View Studio misr

Ägyptische Nationalgerichte auf Kairos schönster Anhöhe im neuen Al-Azhar-Park. Der ausgedehnte Garten nördlich der Zitadelle ist ein Geschenk der Agha-Khan-Stiftung. | Haupteingang Sharia Salah Salem | Parkeintritt 10 £E | www.alazharpark.com | tgl. 10-24 Uhr | €€

Dinnerkreuzfahrten

Einige Schiffe laufen täglich zu Lunch- und Dinnerkreuzfahrten von zwei bis drei Stunden Dauer aus, man wählt zwischen verschiedenen festen Menüs. Termine telefonisch erfragen! Die beiden Schiffe von The Pharaos sind ein buntes, altägyptisches Disneyland mit reichem Büfett und Bauchtanz für alle. | Sharia Al-Nil, 138 (Giza), hinter dem Four Seasons Hotel | Tel. 02/25701000 | €€€

El-Tabei

Gehobene Volksküche für Dutzende Variationen von Fuul- und Taamiyya-Gerichten sowie leckere Omeletts mit Gemüse; sehr beliebt. Kein Alkohol. | 31 Sharia Ahmed Orabi (Taufiqiyya) | tgl. 6-1 Uhr | €

Khan El-Khalili Restaurant

Im Herzen des Basarviertels: gehobene orientalische Küche, abends oft Livemusik im Café; kein Alkohol. | 5 Sikket Al-Badistan (Khan Al-Khalili) | Tel. 02/25903788 | tgl. 10-2 Uhr | €€€

La Bodega

Expressionistische Gemälde, Art-déco-Möbel - das Restaurant (französische Küche) und die Bar sind eine Zeitreise in das Kairo der 1930er-Jahre. | 157 Sharia 26th of July (Zamalek) | im 1. Stock der Baehlers Mansion | Tel. 02/27350543 | tgl. 12-1 Uhr | €€€

Le Caire 1940

Das Ambiente soll die 1940er-Jahre wiederbeleben. Orientalische Spezialitäten, Wasserpfeife, kein Alkoholausschank. | 17 Sharia Hassan Sabri (Zamalek) | Tel. 02/27355226 | tgl. 11-24 Uhr | €€

Restaurantschiffe

Downtown am Nilufer reiht sich ein Restaurantschiff an das andere. Sie wirken wie kleine Paläste. Eine Institution ist das Le Pacha 1901 (Saray Al-Gezira, Zamalek | Tel. 02/27356730 | www.lepacha.com | €€€) vor allem wegen seines Steakrestaurants. Das Nile City Boat (Saray Al-Gezira, an der Brücke 6th of October | Tel. 02/27353084 | €€) bietet ägyptische Küche im Misr Cinema und sehr gute ländliche italienische Küche im Johnny Carinos, dem Kairoer Ableger der texanischen Kette.

Revolving Restaurant

Höher kann man in Kairo nicht dinieren. Das Restaurant im 41. Stock des Hotels Grand Hyatt Cairo dreht sich langsam um die eigene Achse. | Corniche Al-Nil (Garden City) | Tel. 02/23651234 | tgl. 19-1 Uhr | €€€

Zamakmak

Eines der besten Fischrestaurants mit lauschigem kleinen Garten. Kein Alkoholausschank. | 24 Sharia Ahmed Orabi (Mohandessin) | Tel. 02/33035270 | tgl. 12-2 Uhr | €€€

Essen und Trinken

Oberägypten

1902

Gönnen Sie sich ein Erlebnisdinner unter der Domkuppel eines der beeindruckendsten Restaurants des Landes. Französische Küche im maurisch inspirierten Saal. | Mindestverzehr, wenn Sie nicht im Hotel wohnen: 30 Euro ohne Getränke. | Old-Cataract Hotel | Sharia Abtal El-Tahrir | Tel. 097/2316000 | tgl. 19.30-23.30 Uhr | €€€

Aswan Moon

Nilrestaurant auf schwimmenden Pontons. Beliebt bei Touristen und Einheimischen, vor allem abends. Fisch, Pizza, Grill- sowie ägyptische Gerichte. Billiges Bier. | Uferpromenade | Tel. 097/2316108 | tgl. 8-1 Uhr | €€

Panorama

Preiswerte oberägyptische und nubische Spezialitäten auf grüner Nilterrasse. Probieren Sie Molokhiyya-Suppe! | Uferpromenade | Tel. 097/2316169 | tgl. 12-21 Uhr | €

Chez Omar

Günstiges Gartenrestaurant mitten auf einem belebten Platz, ideal zum Ausruhen nach dem Basarbummel. Ägyptische Küche sowie einige kontinentale Standards. | Midan Hassan Youssef | tgl. 11-24 Uhr | €

Sofra Restaurant & Café

Auf den Sofra, den Esstisch, kommen hier zahlreiche typische Landesgerichte. Nach der Mahlzeit wünscht man sich in Ägypten einen "Sofra daimen" - einen immer reich gedeckten Tisch. | 90 Sharia Mohammed Farid | Al-Manshiya | Tel. 095/2359752 | www.sofra.com.eg | tgl. 11-24 Uhr | €

Essen und Trinken

Alexandria & Siwa

Abou Ashraf

Ein Fischessen im legendären Abou Ashraf im volkstümlichen Viertel Al-Gomruk ist ein Vergnügen: buntes Treiben in der engen Gasse und auf den zweieinhalb Etagen des Restaurants sowie seefrischer Fisch, exzellent zubereitet. Kein Alkohol. | 28 Sharia Safar Pasha | Tel. 03/4816597 | tgl. 10-4 Uhr | €-€€

Abou Gharib

Ausgezeichnete ägyptische Fleisch- und Gemüsegerichte, billig, sehr sauber. Kein Alkohol. | 13 Al-Borsa Al-Qadima | Downtown | Tel. 03/4808668 | tgl. 0-24 Uhr | €

China House

Besonders schön an Sommerabenden: Auf der Dachterrasse des Hotels Cecil befindet sich Alexandrias bestes chinesisches Restaurant. | 16 Midan Zaghlul | Ramla | Tel. 03/4877173 | tgl. 12-23 Uhr | €€

Coffee Roastery

Ausgezeichnetes Frühstück sowie hervorragende Kaffeesorten, Espressos, Cappuccinos. Beliebt bei Studenten und Abiturienten. | 48 Sharia Al-Horriya | tgl. 10-24 Uhr

Mohammed Ahmed

Der absolute Fuul- und Taamiyya-Spezialist in der Stadt. | 17 Shakor Pasha | tgl. 6-2 Uhr | €

Santa Lucia

75 Jahre alte, elegante Adresse für feines Dinieren, jüngst renoviert. | 40 Sharia Safia Zaghloul | Ramla | Tel. 03/4860332 | tgl. 11-1 Uhr | €€

Restaurants in Siwa

Mehrere einfache, aber gute Restaurants, wie z.B. das Alexander the Great, finden Sie in Siwa Town.

Essen und Trinken

Westliche Oasen

Rashid Restaurant

Solide Auswahl an guten Fleisch-, Hähnchen- und Grillgerichten sowie süßem Gebäck und zum Tee danach eine Wasserpfeife. | Hauptstraße | am Ortseingang | €

Ahmed Hamdys Restaurant

Neben allerlei Fleisch- und Grillgerichten wird hier auch Bier serviert. | Neben dem Mebarez Hotel | tgl. 10-23 Uhr | €

Essen und Trinken

Sinai

Restaurants in Dahab

Nach Sonnenuntergang ist der Uferstreifen südlich des Leuchtturms komplett auf Abendessen eingestellt. Man bummelt endlos an Eisbetten voller Fisch vorbei (Gerichte ab 20 £E). Beliebt sind das Tota, ein Pub in einer Fregatte mit Dancefloor und Kino (€-€€ | tgl. 10-2 Uhr), das mystische Carm Inn mit sieben Küchen in einer, Fern-Nord bis Fern-Ost (€€), das Friends mit Haifischsteak und Gemüsegerichten (€-€€) sowie das Lakhbatita mit Fisch- und Pastagerichten inmitten eines Interieurs vom Flohmarkt. Frühstückstipp: Büfett für 40 £E auf der Terrasse des Nesima mit Meerblick und echtem Filterkaffee!

Restaurants in Nuweiba

In den Hotels essen Sie gut, billiger aber ist es im Ortskern von Nuweiba, nahe der Telefonzentrale, wo eine Reihe einfacher Grillrestaurants ägyptische Speisen serviert, u.a. Dr. Shishkebab (tgl. 9-24 Uhr | €), eine Institution im Ort. Unter den drei (!) chinesischen Restaurants gilt das Han Kang (unweit vom Helnan | tgl. 12-24 Uhr | €), als das beste.

Abou El-Sid

Arabische Küche und Terassenblick über die Naama Bay. | Über dem Hard Rock Café | Tel. 069/3603910 | tgl. 19-23.30 Uhr | €€

Il Frantoio

Angelo Zantetechi kocht im besten italienischen Restaurant des Landes. | Four Seasons Resort | Tel. 069/3600081 | tgl. 19-23.30 Uhr | €€€

Rangoli

Exzellentes indisches Restaurant mit schönem Ausblick von der Terrasse über die Naama Bay. Reservieren! | Sofitel Coralia Resort | Tel. 069/3600081 | tgl. 19-23.30 Uhr | €€€

Sinai Star

Gutes, günstiges Fischrestaurant. Frischer Seefisch, Hummer, hervorragend zubereitet. Kein Alkohol. | In Basarnähe | tgl. 12-22 Uhr | €

Essen und Trinken

Rotes Meer

Garos Snack Stop

Libanesische und armenische Küche im freundlichen, familiär geführten Bistro. | Downtown | unweit des Ebeid Supermarket | tgl. 12-22 Uhr | €-€€

La Scala

Sehr gutes italienisches Restaurant im Hafenareal der Marina. | Abu Tig Marina | tgl. 17-24 Uhr | €€-€€€

Sand Bar

Das In-Lokal schlechthin. Mexikanische und amerikanische Küche | Downtown | tgl. 12-24 Uhr | Tel. 065/542123 | €€-€€€

The Hut

Ausgezeichnete Fischgerichte direkt am Strand unter Palmendächern. | Abu Tig Marina | tgl. 12-24 Uhr | €-€€

Felfela

Ausflugslokal mit ägyptischer Küche, Hafenblick. | Zwischen Holiday Inn und Sheraton Hotel | Tel. 065/3442410 | tgl. 10-1 Uhr | €

Portofino

Italienische und ägyptische Küche mit sehr guten Nudel- und exzellenten Fischgerichten. | Sharia Mustashfa Al-Aam | Al-Dahar | Tel. 065/3546250 | tgl. 13-24 Uhr | €€

Red Sea Restaurant

Eines der besten Fischrestaurants im Ortskern von Hurghada, auch ägyptische Gerichte. Die romantische Dachterrasse ist abends oft voll. | Al-Dahar | neben Bank Al-Ahli | Tel. 065/3547704 | tgl. 10-24 Uhr | €€

Freizeit und Sport

Freizeit und Sport

Oberägypten

Sky Cruise

Nicht billig, aber ein unvergessliches Erlebnis: Schweben Sie in der Morgensonne im Heißluftballon hoch über Theben-West. | Tel. 095/2370638 | Fax 095/2370638 | 90 Euro pro Person | Buchung in den meisten Hotels in Luxor

Freizeit und Sport

Sinai

Dahab Turkish Bath

Das ägyptisch-jordanische Gemeinschaftsunternehmen bietet Sauna, Massage und Körperpeeling sowie Tee und Kaffee im stimmungsvollen Empfangssaal. | Mohamed Ali Camp | tgl. 11-23 Uhr

Ghibli Raceway International

Moderne Gokart-Rennbahn mit vier Pisten für alle Altersklassen, Helm- und Overall-Ausleih. | Airport Road, südlich der Einfahrt zum Hyatt Regency Hotel nach rechts | www.ghibliraceway.com | tgl. 12-1 Uhr

Ice Skating Center

Ganz neu: die erste Eislaufbahn des Orts. | Im Hotel Concorde El Salam | tgl. 10-22 Uhr | Eintritt 10 Euro inklusive Schlittschuhausleih

Sehenswertes

Sehenswertes

Kairo

Ägyptisches Nationalmuseum/Egyptian Museum

In Ägyptens berühmtestem Museum lagern 100000 Objekte pharaonischer Geschichte: Statuen, Särge, Mumien, Perücken, Schrifttafeln, Stoffe und vieles mehr, ein großer Teil davon in für die Öffentlichkeit unzugänglichen Magazinen. Enthusiasten verbringen mehrere Tage im Museum. Höhepunkte im Obergeschoss sind die beiden Mumiensäle, deren zweiter erst 2006 eröffnet wurde, sowie die Grabbeigaben Tut-ench-Amuns. Zusammen mit dem Innensarg - 225 kg massives Gold - und anderen Beigaben aus der Ruhestätte des jungen Pharaos ist seine Totenmaske der Publikumsrenner des Hauses. | Midan Al-Tahrir (Downtown, neben dem Hotel Nile Hilton) | www.egyptianmuseum.gov.eg | tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 50 £E, Mumienhalle 100 £E

Basar Khan El-Khalili

Das weltberühmte Viertel westlich des Midan El-Hussein ist gewissermaßen die Mutter aller Basare, ein unüberschaubares Gewirr an verwinkelten Straßen und Gassen, mit Hunderten von Läden, Werkstätten und Kaffeehäusern. Der Blick in die Seitengassen und Hinterhöfe abseits der Touristenpfade lohnt auf jeden Fall. Im Areal am Hussein-Hotel und in der Gasse | Sikket Al-Badestan haben sich die Händler auf orientalische Souvenirs spezialisiert. Um die Hussein-Moschee herum werden Gebetsteppiche und -ketten, islamischer Wandschmuck und Koranausgaben verkauft. Die Sharia Al-Muizz Li-Din Allah östlich der Sharia El-Muski gehört den Messing-, Kupfer-, Gold- und Silberschmieden.

Börsenviertel

Vor 60 bis 100 Jahren entwarfen italienische und französische Architekten jenes Kairo, das ihm den Beinamen Paris am Nil einbrachte. Viele Häuser verfielen, das Börsenviertel aber mit seinen eleganten, arabisch beeinflussten Art-déco-Gebäuden östlich des Midan Talaat Harb wurde jüngst saniert und zur sehenswerten Fußgängerzone erklärt. | Zwischen Sharia Qasr Al-Nil und Sharia Sabry Abu Alam (Downtown)

Cairo Tower

Wenn Kairos Dunstglocke aufreißt, was eher selten geschieht, können Sie von der Aussichtsplattform des 187 m hohen Bauwerks sogar die Pyramiden sehen. Café und Restaurant sind mittelmäßig. | Hadiqat Al-Zuhriyya | auf der Insel Al-Gezirah im Stadtzentrum | tgl. 9-23 Uhr | Eintritt 60 £E | Eintritt Café ab 80 £E

Islamische Altstadt

Zwischen den Stadttoren Bab Al-Futuh und Bab Zuweila erstreckt sich auf 1,5 km Länge die | Sharia Al-Muizz Li-Din Allah, die Hauptachse der Altstadt. Marktweiber, Mofas, Milchreishändler, Moscheen und Madrassen, an jeder Ecke ein Weltkulturerbe - all das existiert hier im Überfluss. Es ist ein quirliger Kosmos, den Literaturnobelpreisträger Nagib Machfus in seiner Kairoer Trilogie verewigte. Direkt am Bab Al-Futuh befindet sich die Moschee Al-Hakim, auch Al-Anuar genannt, die Moschee der Lichter. Sie wurde vom schiitischen Bohra-Orden saniert, inklusive 4000 m koranischer Kalligrafie. Dach und Minarette kann man besteigen und von der Stadtmauer hinunter den Blick auf die Altstadt genießen. 300 m weiter folgt links die Darb El-Asfar, die Gelbe Gasse, jüngst sorgfältig renoviert. Ihr Herzstück ist das ottomanische Herrenhaus Beit Al-Suheimi aus dem 17. Jh. mit romantischen Innenhöfen und über 200 opulent verzierten hölzernen Sichtblenden an den Fenstern, den Mashrabiyyas. Weiter südlich auf der Hauptstraße, vorbei an Wasserpfeifenhändlern, folgt ein dreiseitig frei stehender Minipalast, ein Sabil Kuttab von 1744, unten Brunnenhaus, oben Madrassa, Koranschule. Schräg gegenüber steht der gewaltige Qalaun-Komplex, 1284 erbaut, ihm folgt die Madrassa des Sultans Al-Nasr Mohammed, deren gotisches Portal von einer Kathedrale aus Akko in Palästina stammt. Seine Sanierung wurde von der Stadt Stuttgart gestiftet. Es schließt sich der Basar der Messing- und Goldschmiede an und, nach der Sharia Al-Muski, der Markt der Gewürzhändler. Auf der anderen Seite der Sharia Al-Azhar passieren Sie den Al-Ghuriyya-Komplex, laufen an den letzten beiden Tarbousch (Filzmützen)-Herstellern ganz Ägyptens vorbei und gelangen nach 300 m zum Bab Zuweila. Hinter dem Tor verbirgt sich die einzige überdachte Marktgasse Kairos, der Basar der Zeltmacher.

Koptisches Museum

Frühchristliche Kunst aus der Zeit zwischen dem 4. und 11. Jh. Hervorragende Ergänzung zum Nationalmuseum und zum Islamischen Museum. | Koptisches Viertel (Alt-Kairo) | www.copticmuseum.gov.eg | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 40 £E

Koptisches Viertel

Die Griechen nannten die Siedlung Babylon, die Römer errichteten dort eine Festung und behielten den Namen bei. Heute heißt das Viertel Alt-Kairo oder auf Arabisch Masr Al-Qadimah. Es ist älter als der islamische Stadtkern und wird von orthodoxen Christen, den Kopten, bewohnt. Einige der schönsten und ältesten Kirchen Ägyptens stehen hier, teilweise tief in den Boden eingesunken. Besonders sehenswert ist die Al-Muallaqah, die über 1000 Jahre alte Hängende Kirche mit ihren barock wirkenden Türmen. In der Krypta der frühchristlichen Basilika St. Sergius soll sich die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten versteckt haben, ebenso wie in der Synagoge Ben Ezra unweit davon. 400 m nördlich des Viertels lohnt die älteste Moschee Ägyptens einen Abstecher, die Amr Ibn Al-As. | Direkt an der Metrostation Mar Girgis

Mahmoud Khalil Museum

Mahmoud Khalil, ein Anwalt mit Monokel im düsteren Gesicht und Liebhaber französischer Kultur, legte diese bedeutende Sammlung von Werken impressionistischer Künstler wie Paul Gauguin, Auguste Renoir oder Vincent van Gogh in den 1930er-Jahren an. | Sharia Kafur (Giza, südlich des Hotels Cairo Sheraton) | www.mkhalilmuseum.gov.eg | Di-So 10-17.30 Uhr | Eintritt 25 £E

Mahmoud Mukhtar Museum

Seit November 2003 ist die schöne Sammlung mit Werken von Ägyptens berühmtestem Bildhauer (1891-1934) endlich wieder zugänglich. | Sharia Al-Tahrir | Gezirah, gegenüber dem Opernhaus | www.mmukhtarmuseum.gov.eg | Di-So 9-14 und 17-22 Uhr | Eintritt 5 £E

Moschee Al-Azhar

Weltweit eine Milliarde sunnitischer Muslime sehen in der Institution gleichen Namens, der "Die Blühende" bedeutet, die höchste Instanz in Glaubensfragen. Die Moschee wurde 971 erbaut und bald darauf zur Universität erklärt. Allein wegen ihres wunderschönen Innenhofs sollten Sie sie unbedingt besuchen! | Midan Al-Hussein | www.alazhar.org

Moschee Al-Ghuri

Diese Moschee ist ein wahres Schmuckstück mamlukischer Baukunst aus dem 16. Jh. Einen vergoldeten Wandfries, der ein Jahrhundert lang unter Holz verborgen war, entdeckten Bauarbeiter bei der letzten Sanierung. | Sharia Al-Muizz Li-Din Allah/Ecke Sharia Al-Azhar

Moschee Ibn Tulun

Fachleute halten sie für eine der schönsten Moscheen der Welt. Zwischen 876 und 879 errichtet, wurde ihre harmonische, klare Gestalt seitdem kaum verändert. Das Gayer-Anderson-Museum (tgl. 8-16.30 Uhr | Eintritt 30 £E) am Eingang zeigt historische Wohnkultur in zwei mamlukischen Adelshäusern. | Midan Ahmed Ibn Tulun (Sayyida Zeinab)

Moschee Sultan Hassan

Der festungsähnliche Bau, 1372 errichtet, besaß viele Jahrhunderte lang das höchste Minarett der Stadt. Innen beeindrucken die erhabene Stille, die durch die ausgewogene Anordnung der Säle noch unterstrichen wird, und die prächtigen Bronzeportale, hinter denen sich des Sultans Mausoleum befindet. | Midan Al-Qala

Museum of Islamic Art

Das 1887 erbaute Gebäude beherbergt die weltweit größte und wertvollste Sammlung islamischer Kunst und islamischen Kunsthandwerks. | Sharia Bur Said (Midan Bab Al-Khaliq) | Sa-Do 9-16, Fr 9-11 und 14-16 Uhr | Eintritt 30 £E

Museum of Islamic Ceramic

Glanzstücke orientalischen Keramikhandwerks aus 1200 Jahren. | 1 Sharia Al-Marsafi (Zamalek) | unweit des Marriott-Hotels | www.icm.gov.eg | tgl. 9.30-13.30 und 17.30-22 Uhr | Eintritt frei

National Museum of Modern Art

Ägyptische Kunst des 20. Jhs. auf drei großflächigen Etagen. | Sharia Al-Tahrir (Gezirah), an der Cairo Opera | www.modernartmuseum.gov.eg | Di-So 10-13 und 17-21, Fr bis 11.30 Uhr | Eintritt 10 £E

Umm Kulthum Museum

Das Haus, 2002 eröffnet, präsentiert Musik, Videos und Devotionalien aus dem Leben der 1974 gestorbenen Gesangsdiva Umm Kulthum. | Manesterly Palace (Insel Al-Roda) | tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 2 £E

Pyramiden von Giza

Das letzte noch erhaltene Weltwunder der Antike befindet sich entgegen der Erwartung vieler Besucher nicht einsam in der Wüste, sondern am Stadtrand des Großraums Kairo/Giza. "40 Jahrhunderte blicken auf euch herab", soll Napoleon hier angeblich seinen Soldaten ergriffen zugerufen haben, und auch heute noch üben die drei Monumente eine magische Wirkung auf Besucher aus aller Welt aus. Die größte ist die Pyramide von Khufu, besser bekannt unter dem Namen Cheops, mit ursprünglich 146,72 m, heute gut 137 m Höhe und einer Seitenlänge von 230 m. Wichen die Neigungswinkel der Kanten nur um zwei Grad voneinander ab, hätte das ein Auseinanderklaffen um 15 m an der Spitze bewirkt. 2,5 t wiegt ein Steinquader im Schnitt, etwa 2,3 Mio. Blöcke wurden verbaut. Schätzt man die Bauzeit großzügig auf 30 Jahre, hieße das, dass über den gesamten Zeitraum hinweg alle sieben Minuten ein Block herangeschafft, hochtransportiert und eingefügt werden musste - eine unglaubliche logistische Leistung.

Zitadelle

Salah Al-Din, auch bekannt als Saladin, der die Kreuzritter besiegte, errichtete die Festung vor über 800 Jahren. Ihre heutige Gestalt erhielt sie vor anderthalb Jahrhunderten. Weithin sichtbar thront die osmanische Mohammed-Ali-Moschee (auch Alabaster-Moschee) über der Stadt, neben ihr die kleinere An-Nasir-Moschee. | Zwischen Midan Al-Qala und Sharia Salah Salem | Tgl. 8-17, Winter bis 16 Uhr | Eintritt 40 £E

Sehenswertes

Oberägypten

Elephantine Island

Im Süden der Insel sind die Reste der 5000 Jahre alten Siedlung Yebu und antike Tempelruinen zu sehen. Die Villa von Sir William Willcocks, dem Planer des ersten Assuan-Staudamms, beherbergt das kleine Assuan Museum (tgl. 8.30-17 Uhr | Eintritt 20 £E) unweit des Nilometers. | Fähre (0,50 £E pro Person) ab Egypt-Air-Büro am Ostufer

Nubisches Museum

Das schönste Museum des Landes wurde unter anderem mit Unesco-Mitteln erbaut, 1998 eröffnet und widmet sich der Geschichte und der Kunst des im Nasser-Stausee versunkenen Nubien. | Sharia Abtal Al-Tahrir | oberhalb des Hotels Old-Cataract | tgl. 9-13 und 18-22, im Winter nachmittags 17-21 Uhr | Eintritt 40 £E

Philae

Die Insel wird vom Isis-Tempel beherrscht, der sich ursprünglich auf einer Insel befand, die in den Fluten eines Assuan-Staudamm-Zwischenbeckens unterging. 1979 wurde der Tempel zersägt und im Rahmen einer internationalen Rettungsaktion originalgetreu auf der Agilkia-Insel aufgebaut. Die ältesten erhaltenen Gebäude wurden vor über 2300 Jahren von Nektanebos angelegt, von dessen Pavillon ein Säulengang zum ptolemäischen Isis-Tempel führt. Die Römer bauten das Hadrianstor und den Trajanskiosk. Eine wirklich empfehlenswerte Sound-&-Light-Show findet abends statt, an bestimmten Tagen auch in Deutsch (Eintritt 40 £E). Zum Übersetzen auf die Insel müssen Sie eines der bereitliegenden Boote mieten (20 £E für 8 Personen). | Tgl. 7-18 Uhr | Eintritt 40 £E

Staudämme

Der erste Staudamm von Assuan war zur Zeit seiner Fertigstellung 1902 die größte Talsperre der Welt. Im Gegensatz zum Hochdamm, auf Arabisch Sadd Al-Ali, ließ er den fruchtbaren Schlamm passieren und staute nur die Flut des Weißen Nils. Der Hochdamm jedoch, 1971 eingeweiht, greift erheblich in das empfindliche Ökosystem des Niltals ein. Einerseits liefert er Strom und ermöglicht mehrere Ernten jährlich durch das Ausbleiben des Hochwassers. Andererseits werden die Ackerböden nicht mehr ausgewaschen, versalzen und müssen künstlich gedüngt werden, von den Klimaschwankungen und geotektonischen Veränderungen, die der riesige Stausee verursacht, ganz zu schweigen. Der Damm ist 111 m hoch, 3,6 km lang und am Fundament 1 km breit.

Beamten- oder Privatgräber

Gegenüber dem Ramesseum befindet sich ein Gräberfeld, das durch lebendige und farbintensive Alltagsdarstellungen beeindruckt, darunter Fest- und Ernteszenen, Opfer- und Begräbniszüge. Die Gräber gehören den Beamten, den Noblen des Reichs. Fragen Sie nach den "Tombs of the Nobles". Besonders sehenswert ist das Grab des Ramose, Großwesir unter Amenophis IV. (Nr. 55), sowie das Grab des Menna, eines Ackervorstehers aus der 18. Dynastie (Nr. 69). Die Handwerker, die diese Beamtengrabstellen wie auch die der Pharaonen schufen, verewigten sich mit eigenen Gräbern, 800 m westlich des Ramesseum. Drei von ihnen sind geöffnet.

Karnak-Tempel

3 km nördlich des Luxor-Tempels, ebenfalls in Nähe des Nilufers, erstreckt sich auf einem Gebiet von 250000 m2 eine ebenso eindrucksvolle wie unübersichtliche Tempelanlage. Dutzende von Herrschern bauten über 13 Jahrhunderte lang an ihr und veränderten sie ständig. Bis heute ist es den Archäologen nicht gelungen, alle ihre Rätsel komplett zu entschlüsseln. Hinter dem Eingang befindet sich der Amun-Tempel. Westlich davon steht das Heiligtum des Khonsu sowie als drittes Zentrum der Anlage der Festtempel Thutmosis III. Hinzu kommen weitere An- und Umbauten, Hallen und Höfe, Schreine und Alleen. Am Vormittag strömen Heerscharen von Touristen in die Anlage. Am besten ist es, Sie besuchen den Tempel in der Mittagshitze, wenn die Tourbusse wieder verschwunden sind, oder sogar am frühen Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit finden kitschige Multimediaspektakel in täglich wechselnden Sprachen statt, die sogenannten Sound-&-Light-Shows. Berühmt ist vor allem der riesige Säulenwald zu beiden Seiten des Mittelganges, erbaut von Ramses I. und seinem Sohn Sethos I., vollendet von Ramses II. Die 134 kolossalen Säulen haben einen Umfang von etwa 10 m und ragen zwischen 13 und 24 m auf.

Luxor Museum

Für ägyptische Verhältnisse ungewöhnlich übersichtlich und modern, werden auf zwei Etagen Fundstücke aus den Tempeln am Ostufer sowie Grabbeigaben aus Theben-West gezeigt. In einem Anbau wird eine Mumie ausgestellt, die 2003 aus einem amerikanischen Museum zurückkehrte - wahrscheinlich die Ramses I. | Tgl. 9-13 und 17-22, im Winter nachmittags 16-21 Uhr | Eintritt 40 £E

Luxor-Tempel

Die Tempelanlage dominiert das Stadtzentrum des heutigen Luxor. Von hier aus sind es bis zum Nil, zum Bahnhof, zum Souq oder zum nächsten McDonalds nur wenige Schritte. Der Bau des Tempels wurde um 1400 v. Chr. begonnen und ist den Gottheiten Amun und Mut sowie ihrem Sohn Khonsu geweiht. Den Eingang der Anlage, die im alten Ägypten auch Südlicher Harem des Amun hieß, säumen zwei große Sitzstatuen Ramses II. Der Obelisk vor der linken Statue wurde ursprünglich durch einen zweiten, kleineren vor der rechten ergänzt, doch Muhammed Ali verschenkte sie an Frankreich, wo sie seit 1836 die Place de la Concorde in Paris schmückt. Der Säulengang im Innern ist etwa 16 m hoch und hinterlässt einen gewaltigen Eindruck. Seine Wände sind mit Reliefs verziert, die das Opet-Fest darstellen, eine Tradition, die offensichtlich heute noch im Moulid des heiligen Abu Al-Haggag Al-Uqsuri fortlebt, wenn Luxors Christen und Muslime am 14. Shabaan (am 14. des islamischen Monats Shabaan) eine geschmückte Barke durch die Straßen tragen. Die Moschee des Sheikhs befindet sich auf dem Gelände des Tempels. An seinem Nordende sehen Sie den Anfang einer 3 km langen Sphingenallee, die einst bis zum Karnak-Tempel führte. Abends wird die gesamte Anlage angestrahlt. | Tgl. 6-22, im Winter bis 21 Uhr | Eintritt 40 £E

Memnonskolosse

Sie bewachten einst den Totentempel Amenophis III., an dessen Eingang sie stehen und von dem heute so gut wie nichts mehr zu sehen ist. Römer hielten die 19 m hohen Statuen für Abbilder des Memnon, der im Trojanischen Krieg von Achilles getötet wurde.

Mummification Museum

Eine menschliche und zahlreiche Tiermumien sowie Werkzeuge und Bildtafeln veranschaulichen den Ablauf der Mumifizierung und ihre Bedeutung als Reise ins Jenseits. | Direkt am Nilufer gegenüber dem Luxor-Tempel | Tgl. 9-13 und 17-22, im Winter nachmittags 16-21 Uhr | Eintritt 40 £E

Ramesseum

Die imposante Ruine 400 m nördlich der Kolosse von Memnon ist nur zur Hälfte erhalten. Im ersten Hof sind die Überreste einer riesigen Statue Ramses II. zu sehen, deren Höhe einst knapp 18 m betragen hat.

Tal der Könige

Das Gräberfeld hinter dem Bergmassiv, dessen Gänge sich symbolisch tief ins Reich der Toten winden, ist für viele der Höhepunkt ihres Ausfluges nach West-Theben, andere sind enttäuscht. Die wirkliche Würde des Orts, in seiner weltfernen Abgeschiedenheit, erschließt sich allerdings nur, wenn der vormittägliche Touristenrummel vorbei ist und die Reisebusse wieder abgefahren sind. Die Wandmalereien der Gräber leiden unter den Ausdünstungen der Besucher, fast alle Grabbeigaben wurden über die Jahrhunderte geraubt. Sehenswert sind das Grab Ramses IV. (Nr. 2), dessen hinterer Bereich mit Szenen aus dem Pfortenbuch geschmückt ist, das der Königin Tauseret und des Pharaos Sethnacht mit dem prunkvollen Granitsarkophag (Nr. 14) sowie das Grab Sethos I. (Nr. 17), für viele die schönste aller zugänglichen Grabstellen. Zu den insgesamt 64 Königs- und Prinzengräbern gehört auch das von Tut-ench-Amun, dessen prachtvolle Beigaben im Nationalmuseum am Midan Al-Tahrir in Kairo bewundert werden können. | Eintritt 3 Gräber 70 £E, Tut-ench-Amun-Grab 80 £E

Tal der Königinnen

1255 v. Chr. ließ Ramses II. hier seine Gemahlin Nefertari beisetzen. Das prächtige Grab ist Besuchern zugänglich - allerdings werden nur 150 pro Tag eingelassen. Neben diesem beherbergt das Tal etwa 80 weitere Gräber. Sehenswert ist auch das des Prinzen Amenherchopschef, eines Sohns Ramses III. | Eintritt 25 £E

Tempel der Hatschepsut

Elegant schmiegt sich die dreistöckige Terrassenanlage an den Berghang. Die Ebenen sind durch flache Rampen miteinander verbunden. Viele der farbigen Reliefs sind gut erhalten und zeigen Stationen aus dem Leben der Königin, u.a. ihre Geburt (mittlerer Hof rechts) und die Expedition, die sie 1470 v. Chr. nach Punt im Somaliland schickte (mittlerer Hof links). Vor dem Haupteingang zweigt rechts ein schmaler Weg ab, der über das Bergmassiv nach etwa 50 Minuten zum Tal der Könige führt. Grandiose Aussicht besonders zum Sonnenaufgang. | Eintritt 25 £E

Theben (West)

Weitläufige Nekropole am Westufer des Nils, in der fast alle Könige des Neuen Reichs, aber auch Beamte und Handwerker begraben sind. Hier glaubten die Pharaonen, nach dem Tod auf ihrer Reise in die Ewigkeit sicher zu sein vor Grabräubern und vor dem profanen Trubel des weltlichen Alltags - beides ein Trugschluss! Die Gräber waren bald schon ausgeraubt, und heute schieben sich jährlich Hunderttausende lärmender Touristen durch die Täler. 1922 geriet das Tal der Könige in die Schlagzeilen, als Howard Carter das prächtige, bis dahin unberührte Grab des Tut-ench-Amun entdeckte. | tgl. 6.30-18.30, im Winter bis 17.30 Uhr

Sehenswertes

Alexandria & Siwa

Alexandria National Museum

2003 wurde die Ausstellung, gestaltet vom Italiener Maurizio De Paulo, im ehemaligen Bassili Pasha Palace eröffnet. Griechisch-römische, koptische und islamische Exponate auf drei Etagen. Sehr sehenswert! | Sharia Fouad | www.alexmuseum.gov.eg | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 35 £E

Bibliotheca Alexandrina

Ihr Vorbild fiel 49 v. Chr. den Flammen zum Opfer. Die Architektur des Neubaus, eine angekippte Scheibe mit 160 m Durchmesser, ist sehenswert, ebenso die Sammlungen alter Manuskripte und historischer Alexandria-Fotos. | Al-Shatby | www.bibalex.org | Mi-Mo 11-19, Fr/Sa ab 15 Uhr | Eintritt 10 £E

Fort Qait Bey

Ursprünglich stand an der Stelle der berühmte Pharos-Leuchtturm, der im 14. Jh. infolge eines Erdbebens zusammenstürzte. Der Festungsbau aus dem 15. Jh. beherbergt heute ein Marinemuseum (Eintritt 10 £E). | Im Osthafen | Sa-Do 9-14, Fr 9-11.30 Uhr | Eintritt 20 £E

Griechisch-Römisches Museum

Ägyptens bedeutendste Sammlung griechisch-römischer Altertümer. | 5 Sharia Al-Mathaf Al-Romani | www.grm.gov.eg | tgl. 9-15 Uhr | Eintritt 35 £E

Moschee Abu Al-Abbas Al-Mursi

Der jetzige Bau ersetzte 1943 den vorhergehenden und ist Alexandrias schönste Moschee. | Südlich des Forts Qait Bey an der Corniche

Römisches Theater

1964 wurde das Amphitheater freigelegt, es bot 800 Zuschauern Platz. Sehenswert: Bodenmosaike mit Vogelmotiven in der Villa of the Birds. | Kom Al-Dikka | Sharia Yussif | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 15 £E, Villa of the Birds 10 £E zusätzlich

Aghurmi

Vor 2500 Jahren wurde die antike Hauptstadt der Oase erbaut. Inmitten ihrer Ruinen befindet sich das legendäre Amun-Heiligtum, berühmt wegen seines sagenumwobenen Orakels. Schöner Ausblick über die ganze Oase. | 3 km östlich von Siwa Town

Siwan House

Ausstellung in einem typischen Lehmziegelhaus der Oase, die Kunsthandwerk, Musikinstrumente, Hochzeitskostüme und Alltagsgegenstände zeigt. | Siwa Town | nördlich von Shali | Sa-Do 10 Uhr bis gegen Mittag | Eintritt 1,50 £E

Sonnenquelle

Auch Kleopatra-Bad genannt, weil hier angeblich schon die Königin gebadet haben soll. | 4 km südöstlich von Siwa Town

Sehenswertes

Westliche Oasen

Antiquities Museum

Hier sind einige Funde aus dem Valley of the Golden Mummies zu sehen, unter anderem fünf golden verhüllte Mumien, deren Alter auf etwa 2000 Jahre geschätzt wird. | Tgl. 8-16 Uhr | Eintritt 30 £E

Grab des Bannentiu

Auf dem kleinen Hügel Qasr Selim in Bawiti befinden sich die Gräber des Zed-Amun-Efankh sowie des Bannentiu, Vater und Sohn, die im 5. Jh. v. Chr. lebten und Kaufleute aus dem Gebiet des heutigen Libyens waren. Das Bannentiu-Grab ist schön verziert mit Darstellungen der Götter Anubis, Osiris und Toth.

Oasis Heritage Museum

Der Oasenkünstler Mahmoud Eid zeigt eigene Kunst und lokales Kunsthandwerk verschiedener Epochen. Plastiken stellen Oasentraditionen und -rituale nach. Das Museum hat keine festen Öffnungszeiten, aber wenn Mahmoud gerade keine Besucher empfängt, dann seine Mutter. | Am Ortsausgang Richtung Kairo | Eintritt frei

Schwarze Wüste

Gewissermaßen das Pendant zur weltberühmten Weißen Wüste nahe der Oase Farafra. Schwarzgraue Zeugenberge und Basaltgestein vulkanischen Ursprungs verwandeln die Landschaft in eine dunkle Geröllwüste, die von fast anthrazitfarbenem Sand überzogen ist. | 50 km südlich von Bawiti

Altstadt Al-Qasr

Im Gewirr der Gassen befinden sich Perlen wie das über 700 Jahre alte Minarett der Sheikh-Nasr-Ed-Din-Moschee, Türbalken mit arabischer Kalligrafie oder die Gerichtskate. (Inoffizielle Führer besitzen alle Schlüssel, geben Sie ihnen etwa 10 £E Trinkgeld.) Bitte unbedingt das 2002 eröffnete Ethnographic Museum ansehen, das historische Originalstücke aus dem Oasenalltag, Werkzeuge, Küchen- und Haushaltsgeräte, Trachten usw. in authentischem Ambiente zeigt. | Eintritt 2 £E | Anmeldung tags zuvor am Vormittag im Tourist Office bei Omar Ahmed empfohlen!

Baschandi

Der kleine, beschauliche Ort wurde zum größten Teil auf römischen Gräbern errichtet, von denen man einige besichtigen kann, zum Beispiel das Grab des Kitinos sowie das Grab des Pasha Hindi, auf dessen Namen die Ortsbezeichnung zurückführt (tgl. 8-17, Sa/So bis 18 Uhr | 16 £E). Sehenswert ist auch das mittelalterlich-islamische Gewirr überdachter Gassen im benachbarten Balat. | 35 km östlich von Mut

Deir Al-Haggar

Der restaurierte römische Sandsteintempel stammt aus dem 1. Jh. n. Chr.; er ist der thebanischen Götterdreifaltigkeit sowie Seth, dem Gott der Oase, gewidmet. | Tgl. 8-16 Uhr | Eintritt 20 £E

Farafra Art Museum

Die gesamte Galerie ist das Werk des Oasenkünstlers Badr - einschließlich des Hauses, das er aus Lehmziegeln selbst gebaut hat. | Unregelmäßig, aber fast tgl. geöffnet | Eintritt frei

Großes Sandmeer

Knapp 20 km außerhalb sieht die Libysche Wüste so aus, wie man sie aus Filmen kennt: Dünen bis zum Horizont, die faszinierende Muster in die Landschaft zeichnen. Von keinem Ort in Ägypten erreichen Sie das Große Sandmeer besser!

Weiße Wüste

Die Attraktion auf der Oasenrundreise ist eine Übernachtung in der Sahra Al-Beida, der Weißen Wüste, die 20 km nördlich von Farafra beginnt. Aus hellem Sandstein hat Winderosion magische Skulpturen geschaffen, die mal wie gigantische Pilze, mal wie Gnome aussehen. Bei Vollmond wirkt die dann fast weiße Landschaft wie elektrisiert. Unternehmen Sie Ausflüge nie ohne einen sachkundigen Begleiter! Preis pro Tour mit Übernachtung ab 250 £E pro Fahrzeug - Fahrer, Verpflegung und Decken inklusive.

Hibis-Tempel

Er war früher das Zentrum der alten Oasenhauptstadt Hibis. Die Perser stellten den Bau 522 v. Chr. fertig, die Römer vergrößerten ihn.

Kapellen

Die Kapellen stammen aus dem 4.-7. Jh. Ihre basilikaähnlichen Grundrisse, die zahlreichen Nischen und Kammern, Halbsäulen und Rundbögen geben einen guten Eindruck von der frühkoptischen Architektur.

Museum of Antiquities

Die hier auf zwei Etagen gezeigten archäologischen Einzelstücke stammen allesamt aus der Westlichen Wüste. Sie sind pharaonischer, griechischer, römischer und islamischer Herkunft. | El-Kharga | Sharia Gamal Abd Al-Nasser | tgl. 8-15 Uhr | Eintritt 20 £E

Nekropole El-Bagawat

Der Friedhof mit seinen Hunderten von Lehmziegelmausoleen gilt als eine der ältesten und besterhaltenen christlichen Begräbnisstätten weltweit. Die Kapellen stammen aus dem 4.-7. Jh. | Tgl. 8-16 Uhr | Eintritt 20 £E

Sehenswertes

Rotes Meer

Aquarium

Hier können sie an beschrifteten Glasbecken vorab Bekanntschaft mit jenen farbenprächtigen Fischen schließen, die Ihnen später unter Wasser begegnen. | 6 Sharia Corniche | nördlich des Three Corner Village | tgl. 9-22 Uhr | Eintritt 15 £E

Museum of Marine Biology

Einblick in Flora und Fauna des Roten Meers, einschließlich der Korallenlandschaft. | 5 km nördlich der Stadt | tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 5 £E

Red Sea Dolphin

Glasbodenboot, das täglich zweimal in See sticht und Panoramablicke in die Unterwasserwelt bietet. | Tel. 065/3444146 oder 3444591 | Preise ab 25 Euro

Sindbad U-Boot

Unterwassererlebnis, ebenfalls ohne nass zu werden. Das U-Boot bringt 44 Passagiere in 22 m Tiefe. | Tgl. Tauchgänge | Tickets über 065/3444688, 89, 90 oder an der Hotelrezeption (ab 50 Euro pro Person)

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Kairo

Cosmopolitan Hotel

Nostalgisches Haus im Börsenviertel, dessen renovierte Art-déco-Fassaden eine Augenweide sind. Gut ausgestattet. 70 Zi. | Sharia Ibn Taalab (Downtown) | Tel. 02/23923845 | Fax 23933531 | €€

Hussein Hotel

Hier herrscht Basaratmosphäre pur. Der Blick aus den schlichten Zimmern auf das fatimidische Kairo ist atemberaubend. 56 Zi. | Midan Al-Hussein (Khan Al-Khalili) | Tel. 02/25918479 | Fax 02/25918479 | €

Longchamps Hotel

Preiswertes Hotel auf der Nilinsel Zamalek: ausgezeichneter Service, gemütliche Zimmer, zwei idyllische Dachterrassen. 30 Zi. | 21 Sharia Ismail Mohammed | Tel. 02/27352311 | Fax 27359644 | www.hotellongchamps.com | €€

Marriott Hotel

Der prunkvolle Palast am Nil, 1869 vom ägyptischen Vizekönig Ismail für die französische Kaiserin Eugenie erbaut, wird von zwei Bettenhäusern umrahmt. Pool, erstklassige Restaurants und ein Gartencafé. 1358 Zi. | 16 Saray Al-Gezirah (Zamalek) | Tel. 02/27283000 | Fax 27283001 | www.marriott.com | €€€

Mena House Oberoi

Maurisch anmutender Hotelklassiker, in dem schon Winston Churchill und Franklin Delano Roosevelt wohnten. Pool mit Pyramidenblick sowie Golfanlage. 499 Zi. | Pyramids Road (Giza) | Tel. 02/33833222 | Fax 33837777 | €€€

Pension Roma

Das beste Backpackerhotel in Kairo, mitten in der City. Oft ausgebucht, vorher reservieren! 32 Zi. | 169 Sharia Mohammed Farid (Downtown) | Tel. 02/23911088 | Fax 25796243 | €

Talisman Hotel de Charme

Boutiquehotel im 5. Stock eines nostalgischen Innenstadthauses mit orientalischem Interieur. 24 Zi. | 39 Sharia Talaat Harb (Downtown) | Tel. 02/23939431 | €€

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Oberägypten

Hathor Hotel

Beliebt bei Rucksacktouristen, die sich abends zum Sonnenuntergang und danach auf dem Dach am Pool treffen. Teilweise klimatisiert. 100 Zi. | Corniche Al-Nil | Tel. 097/2314580 | €

Keylany Hotel

Das Haus besitzt einfache, saubere Zimmer, einige davon mit Klimaanlage, sowie ein Internetcafé. 29 Zi. | Sharia Keylany | Tel. 097/2317332 | Fax 097/2317332 | www.aswanet.com.eg | €

Old-Cataract Hotel

1899 gegründetes nostalgisches Hotel im viktorianischen Stil, in dem schon Agatha Christie und Prinzessin Diana wohnten. Die legendäre Terrasse wird zum Sonnenuntergang für Nicht-Hotelgäste geschlossen! 131 Zi. | Sharia Abtal Al-Tahrir | Tel. 097/2316000 | Fax 2316011 | €€€

Ibn Khassib Hotel

Pseudoviktorianisch möbliert, zentral gelegen, angenehme Atmosphäre. 20 Zi. | 5 Sharia Ragab | Tel. 086/2364535 | €€

Mercure Nefertiti

Komfortable, klimatisierte Zimmer und Bungalows mit TV und Bad. Swimmingpool. 55 Zi. | Corniche Al-Nil | 1 km nördl. | Tel. 086/2341515 | Fax 2366467 | €€€

Al Moudira

Das vielleicht schönste Hotel Ägyptens! 24 Villen im Landhausstil mit Themensuiten (pharaonisch, ottomanisch, islamisch) sowie Möbeln von Flohmärkten in Alexandria, Paris und Beirut. | West-Theben | Tel. 012/3928332 | Fax 012/3220528 | www.moudira.com | €€€

Nefertiti Hotel

Familiäres Backpackerhotel im Zentrum, einige Zimmer mit Klimaanlage und privatem Bad, sehr sauber. Internetzugang und Billard auf der Dachterrasse. 30 Zi. | Sharia Maabad Al-Luxor | Tel. 095/2372386 | Fax 095/2372386 | www.nefertitihotel.com | €

Old Winter Palace

1887 eröffnet und immer noch das prominenteste Hotel im Ort, britisch-vornehm bis nobel. Wenn Sie nicht hier wohnen, setzen Sie sich wenigstens in das Gartencafé! 238 Zi. | Corniche | Tel. 095/2380422 | Fax 2374087 | €€€

St. Joseph Hotel

Günstiges Dreisternehotel, nicht direkt am Nil, aber mit schönem Blick über ihn hinweg. Swimmingpool auf der Dachterrasse, klimatisierte, saubere Zimmer. 62 Zi. | Sharia Khaled Ibn Al-Walid | Tel. 095/2381707 | Fax 2381727 | €

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Alexandria & Siwa

Cecil Sofitel

Hotellegende aus der kosmopolitischen Ära der Stadt. 86 Zi. | 16 Midan Saad Zaghloul | Tel. 03/4877173 | Fax 4855655 | €€€

Metropole

Mit seinem alexandriatypischen Charme ist dieses schöne Hotel eine preisgünstigere Cecil-Variante. 66 Zi. | Midan Saad Zaghlul | Tel. 03/4861465 | Fax 4862040 | €€€

Union

Familiäre Pension mit Meerblick. Die Zimmer sind teilweise mit Bad ausgestattet. 40 Zi. | 24 Sharia Amin Fikhry | Tel. 03/4807312 | Fax 4807350 | €-€€

Shali Lodge

Einfaches, schönes Hotel in traditionellem Baustil im Zentrum des Hauptorts. | Siwa Town | Tel. 046/4601299 | Fax 4601799 | €€

White Mountain

Siwas einzige Ecolodge: strikt umweltfreundlich, aber teuer. Keine Elektrizität, dafür biodynamisches Frühstück, Pool und ein herrlicher Blick auf die Wüstenlandschaft. 34 Zi. | 15 km westlich von Siwa Town | Tel. 02/27367879 | €€€

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Westliche Oasen

International Hot Spring Hotel

Drei-Sterne-Hotel mit eigenem Thermalbad, dessen eisenhaltiges Wasser Rheuma- und Arthritisleiden lindert. Sauna, Fitnessraum. 36 Zi. | Bawiti | Tel. 02/38472322 | Fax 02/38472322 | www.whitedeserttours.com | €€

Minamar Hotel

Hübsche kleine Dreisternepension mit Blick über den Bahariyya-See. Große Zimmer, alle mit Bad ausgestattet, einige außerdem mit Satelliten-TV und Klimaanlage. Gutes Restaurant. 35 Zi. | Bawiti | Tel. 012/2553510 | Fax 02/27057586 | www.minamar.com | €

Qasr El Bawity

Das romantischste Hotel am Ort präsentiert sich in edlem Oasendesign; es bietet einen Swimmingpool mit heißem Quellwasser und ein Restaurant mit Ökokost. Alle Zimmer mit Bad. 28 Zi. | Bawiti | Tel. 02/38471880 | Fax 02/38471880 | www.qasrelbawity.com | €€

Desertlodge

Alles in diesem komfortablen Hotel an einem Felsen unweit der Altstadt Al-Qasr ist öko. Ortsansässige Bauleute verwendeten nur Naturmaterialien, Trinkwasser wird in Glasflaschen gereicht, um Plastikmüll zu vermeiden, im Garten wächst Gemüse biodynamisch. Internet, Fahrradverleih, heiße Badequelle und Alkohol. 32 Zi. | Tel. 02/26905240 | www.desertlodge.net | €€

Mut Talatta Resort

Die Zimmer sind mit Bad und Deckenventilator ausgestattet. Warmwasserpool, Restaurant. 11 Zi. | Tel. 092/7821530 | €€

Aquasun Hotel

Mineralhaltiges Heilwasser aus der nahe gelegenen Bir-Sitta-Quelle wird in den Swimmingpool des Hauses geleitet und kommt auch aus den Wasserhähnen auf den Zimmern. Die Küche kocht mit biodynamischen Zutaten. Der Besitzer des Hotels, Hesham Nessim, gehört zu den erfahrensten Veranstaltern von Touren in die Wüste. 21 Zi. | Bir Sitta | Tel. 012/2259660 und 010/1881368 | €€

El Badawiya Safari Hotel

Das beste Hotel der Oase; Restaurant. 22 Zi. | Tel. 092/7510060 | Fax 7510400 | www.badawiya.com | €

Awlad Mahmoud Badr Hotel

Das kleine Haus in Familienbesitz ist sauber und bei Gästen beliebt wegen der freundlichen Atmosphäre. Einige Zimmer mit eigenem Bad. 12 Zi. | Sharia Gamal Abd El-Nasser | Tel. 092/922689 | €

El-Dar El-Beda/White House

Es handelt sich um das beste Billighotel der Oase Kharga. Kleines Restaurant mit ägyptischer Volksküche. 60 Zi. | Midan El-Showla | Tel. 092/7921717 | €

Sol Y Mar Pioneers

Bestes Hotel im Ort. Wenig Charme, aber mit guten Restaurants und dem größten Swimmingpool aller Oasen. 102 Zi. | Sharia Gamal Abd El Nasser | Tel. 092/927982 | Fax 927983 | www.solymar.com | €€€

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Sinai

Alf Leila Bed & Breakfast

Die Zimmer und Studios in arabischem Design tragen Namen wie Saffron und Arabesque. Das originellste Hotel in Dahab, mit deutscher Bäckerei im Haus - inklusive Apfelstrudel. 16 Zi. | Main Road Ecke Sharia Al-Fanar | Tel. 010/6935669 und 069/3640595 | www.alfleila.com | €€

Nesima Resort

Schönstes Hotel im Herzen von Dahab. Pool am Meer, Tauchschule, Bar und Steakrestaurant. 51 Zi. | Tel. 069/3640320 | Fax 3640321 | www.nesima-resort.com | €€

Al Karm Ecolodge

Dieses Ökocamp ist etwas ganz Besonderes: völlige Einsamkeit in den Bergen, jahrhundertealte Häuschen aus Felsgestein und beduinische Gastgeber, wie sie herzlicher nicht sein könnten. 6 Zi. für mind. 20 Pers. | Wadi Gharba, Sheikh Awwad, nahe dem Dorf Tarfa zwischen Al-Migla und Wadi Feiran | Tel. 069/3470032 und 010/1324693 | http://ecolodges.saharasafaris.org/alkarm | €

Guesthouse St. Catherine

In der jüngst umgebauten Klosterherberge gibt es einfache Zimmer mit eigenem Bad. 52 Zi. | Am Kloster | Tel. 069/3470353 | €€

Basata Camp

16 einfache Hütten aus Naturmaterial. Es wird konsequent auf Umweltverträglichkeit geachtet. Familiäre Atmosphäre, kein Lärm, kein Alkohol; unbedingt reservieren! | Taba Road | 22 km nördlich am Strand | Tel. 069/3500481 | www.basata.com | €

Habiba Village

Einfache, romantische Bungalows in Strandnähe mit Bad und Warmwasser. Umfangreiches Tourenprogramm, unter Wasser wie in den Bergen, inklusive Kamelreitschule. | Nördlich des Hotels Nuweiba Village | Tel. 069/3500770 | Fax 069/3500770 | www.sinai4you.com/habiba/ | €-€€

Amar Sina

Geheimtipp, zwar nicht am Meer, aber Shuttle-Bus zum eigenen Strand. Besonders schönes, verspielt gestaltetes, familiäres Resort mit Pool und Kinderbauernhof. 101 Zi. | Hadaba, nahe Ras Umm Sid | Tel. 069/3662222 | Fax 3662233 | amarsina@sinainet.com.eg | €€

Sanafir Hotel

Der Klassiker unter den Hotels der Naama Bay befindet sich unweit vom Strand, aber direkt an der Flaniermeile. Lautes Nachtleben. | Naama Bay | Tel. 069/3600197 | Fax 3600196 | €€

Sharks Bay Bedouin Home

Das immer noch idyllische Camp war das erste an der Sharks Bay. Gut ausgestattete Hütten und Bungalows an einem Felshang mit Blick direkt aus den Betten über den Golf von Aqaba. Gemeinschaftsduschen. 76 Zi. | Sharks Bay | Tel. 069/3600943 | Fax 3600941 | www.sharksbay.de | €

Uebernachten

Rotes Meer

Ali Pasha

Romantische Pension mit orientalischer Anmutung, Pool und indischem Restaurant. 34 Zi. | Abu Tig Marina | Tel. 065/3580088 | Fax 065/3580088 | €€

Arena Inn

Preisgünstigstes Hotel am Ort, die komfortablen Zimmer sind mit Satelliten-TV ausgestattet. Swimmingpool. 141 Zi. | Downtown | Tel. 065/3580087 | Fax 3580079 | €€

Turtles Inn

Quietschbuntes kleines Boutiquehotel direkt am Hafen mit Dachterrassen-Kaffeehaus und Tauchschule. 29 Zi. | Abu Tig Marina | Tel. 065/3580171 | Fax 065/3580171 | www.turtles-inn.com | €€

El Arousa Hotel

Einfache, saubere Zimmer mit Balkon und Klimaanlage. Das Hotel bietet einen eigenen Swimmingpool und einen Strand, der zum Geisum Village gehört. 32 Zi. | Corniche Road | gegenüber Geisum Village | Tel. 065/3548434 | Fax 3549190 | €

Green Palace Hotel

In Strandnähe, gegenüber dem Hilton Plaza, können Sie hier billig, sauber und nah an Hurghadas Downtown Al-Dahar wohnen. Das Hotel wurde 2001 renoviert, der Service ist freundlich. 30 Zi. | Corniche Road | Dahar | Tel. 065/3548368 | Fax 3540453 | €-€€

Oberoi Sahl Hasheesh

Kleine Paläste in arabischer Architektur am Südende von Hurghada. Man wohnt ausschließlich in edlen Suiten. Schöner, langer Privatstrand. 104 Suiten | Tel. 065/3440777 | Fax 3440788 | www.oberoisahlhasheesh.com | €€€

Snafer Hotel

Günstig, in Strandnähe, saubere, klimatisierte Zimmer mit Balkon. 24 Zi. | Sharia Dr. Said Korayem | Al-Dahar | unweit des Hospitals | Tel. 065/3540260 | Fax 065/3540260 | €

Mövenpick Resort El Quseir

Ökologisch geführtes Strandresort mit Bungalows aus Naturstein und einer Tauchschule. 178 Zi. | 5 km nördlich der Stadt | Tel. 065/3332100 | Fax 3332128 | €€€

Ziele in der Umgebung

Ziele in der Umgebung

Kairo

Memphis und Saqqara

Unter dem Namen Mennefer-Pepi war Memphis, 15 km südlich der Pyramiden von Giza, jahrtausendelang die florierende Hauptstadt des vereinigten Ober- und Unterägyptens, eine der größten antiken Städte überhaupt. Wenig ist von ihr übrig, auf einem Teil des Geländes befindet sich heute das Dorf Mit Rahina mit seinen Feldern und Gärten. In einem Schutzbau (Eintritt 30 £E) wird der riesige Torso einer Statue Ramses II. aufgebahrt. 200 m westlich des Hauses steht der Alabastersphinx, der 1912 freigelegt wurde.

Oase Al-Fayoum

Wer vom Großstadtmoloch Kairo irgendwann genug hat, sollte einen Ausflug nach Fayoum in Erwägung ziehen. Die Oase rund 100 km südwestlich von Kairo, die über einen Kanal mit dem Nil verbunden ist, kann für 5 £E mit Bussen vom Midan Al-Giza bzw. vom Turgoman-Busbahnhof erreicht werden - oder mit Sammeltaxis, die am Midan Al-Giza abfahren. Für eine Gruppe von vier bis sieben Leuten lohnt es sich auch, in Kairo ein Peugeot-Siebensitzer-Taxi für die gesamte Tour zu mieten, zumal auf diese Weise der Transport innerhalb der ausgedehnten Oase gesichert ist. Der Weg zum Ortskern von Medinet Al-Fayoum führt vorbei an Plantagen und Bewässerungskanälen, die der Oase den Beinamen "Garten Kairos" einbrachten. Vier der für Fayoum typischen großen Wasserschöpfräder befinden sich unweit des Kaffeehauses Al Medina und des Touristenbüros. Sehenswert ist auch das Souq-Viertel südlich der über 500 Jahre alten Moschee Quait-Bey.

Ziele in der Umgebung

Oberägypten

Abu Simbel

Planen Sie unbedingt mindestens einen Tag für die Besichtigung dieses grandiosen Tempels ein. Die Reise dorthin dauert allein, je nach Verkehrsmittel, mehrere Stunden. Täglich morgens um vier verlässt ein Konvoi von Taxis, Reise- und Minibussen Assuan und trifft etwa vier Stunden später 290 km südlich in Abu Simbel ein. Für eine Tour im Minibus zahlen Sie ab 80 £E, sitzen dafür aber eng eingezwängt. Fahrten mit dem Taxi oder im Reisebus sind teurer, ab | 300 £E. Gebucht wird an der Hotelrezeption. Eine noch teurere Alternative ist das Flugzeug (Hin- und Rückflug etwa 120 Euro). Die Touristenströme beschlagnahmen gegen neun das Areal und sind zwei, drei Stunden später wieder weg. Seit kurzem findet abends eine Sound-&-Light-Show statt.

Beni Hassan

Die Felsengräber von Beni Hassan am Ostufer des Nils, 20 km südlich von El-Minya, erreichen Sie mit dem Taxi über die Landstraße am Westufer. Bei Abu Gurgas setzen Sie mit der Fähre über den Nil. Die 39 Fürstengräber stammen aus der Zeit des Mittleren Reichs und zeigen gut erhaltene Wandbilder mit Szenen aus dem Leben der Mittel- und Unterschicht. Der Blick auf das Niltal ist für viele Besucher der faszinierendste, den man in ganz Ägypten zu sehen bekommt.

Kuppelfriedhof Saujet Al-Mayyitin

Mieten Sie sich ein Fahrrad, und radeln Sie am Ostufer des Nils Richtung Süden! Die Landschaft allein lohnt den Ausflug, aber 7 km weiter erwartet Sie ein Anblick, der unvergesslich bleibt: Zehntausende hellbrauner oder weiß getünchter Kuppelgräber drängen sich an den Hang des Kom Al-Ahmar, des Roten Hügels, von dem Sie auch den besten Blick über den Friedhof haben.

Tell Al-Amarna

Echnaton gründete die Stadt 65 km südlich von El-Minya, in der eine neue Epoche beginnen sollte. Sie dauerte nur etwa 30 Jahre. Nach dem Tod des "Ketzerkönigs" verlegte sein Schwiegersohn Tut-ench-Amun die Reichshauptstadt wieder nach Luxor. Echnaton begründete mit dem alleinigen Glauben an den Sonnengott Aton den ersten Monotheismus der Geschichte, über 1300 Jahre vor der Geburt Christi. Manche Wissenschaftler halten ihn für genial, andere für zerstörerisch. Tatsache ist, dass der neue Glauben die Vorstellungswelt der Menschen radikal befreite und eine neue Ästhetik schuf, den Amarna-Stil, wirklichkeitsnah und lebendig. Prunkstück Amarnas war die Büste der Königin Nofretete. Vom einstigen Amarna ist bis auf Ruinenfelder und einige Reliefs und Wandmalereien in den Felsengräbern heute nur noch wenig zu sehen.

Abydos

160 km nordwestlich von Luxor soll, so berichtet der Mythos, der Kopf des Osiris, des Herrschers über das Jenseits, begraben sein. Thinis, die erste ägyptische Hauptstadt, befand sich ganz in der Nähe der Tempel von Abydos, man begrub ihre Könige hier bereits im Alten Reich. In der damit ältesten Nekropole des Landes entdeckten Archäologen immer neue Herrscher, weshalb der 1. Dynastie noch eine nullte vorangestellt werden musste. Interessantestes Bauwerk ist der Tempel Sethos I. aus der 19. Dynastie mit einem siebenschiffigen Säulensaal sowie einigen besonders wertvollen Reliefs aus derselben Zeit. In der Königsgalerie im südlichen Flügelbau befindet sich die Königsliste, auf der fast alle Herrscher von König Menes aus der 1. Dynastie bis Sethos in zwei langen Reihen verzeichnet sind. Abydos ist von Luxor aus mit dem Taxi erreichbar, Hin- und Rückfahrt für etwa 200 £E. | Tgl. 6-17 Uhr | Eintritt 25 £E

Dendera

Fast auf halbem Weg zwischen Abydos und Luxor lohnt der Hathor-Tempel von Dendera aus dem 1. Jh. v. Chr. einen Abstecher. Zusammen mit ihrem Sohn Ihi, dem Gott der Musik, wurde die Göttin Hathor seit dem Alten Reich hier verehrt. Am Eingang rechts, im Geburtshaus, verewigten sich Kaiser Augustus und nachfolgende römische Herrscher. An der Decke des mittleren Tempelraums sieht man eine Nachbildung des berühmten Tierkreises von Dendera. An der südlichen Außenwand des Tempels ist Kleopatra mit ihrem Sohn Caesarion abgebildet. Mehrere Hotels in Luxor bieten mehrstündige Lunch-Kreuzfahrten nach Dendera an. Fragen Sie im Mövenpick Jolie Ville oder im Luxor Sheraton! | Tgl. 6-17 Uhr | Eintritt 25 £E

Edfu

Der Horus-Tempel in Edfu, 105 km südlich von Luxor, gilt als der besterhaltene des Landes: Erst 1860 wurde er freigelegt. Horus, der Gott in Falkengestalt und Sohn des Osiris, bewacht als Granitskulptur den Tempel im Eingangsbereich. | Tgl. 6-17 Uhr | Eintritt 40 £E

Esna

Die Ruine des Chnum-Tempels in Esna, 60 km südlich von Luxor, stammt aus ptolemäischer Zeit und liegt mitten im Stadtzentrum, mehrere Meter unter dem heutigen Straßenniveau. Reliefs an den Wänden des Innenraums zeigen römische Kaiser in Pharaonentracht. | Tgl. 6-17 Uhr | Eintritt 15 £E

Kom Ombo

Die Tempelanlage 170 km südlich von Luxor ist zwei Gottheiten gewidmet: dem Krokodilgott Sobek (südlicher Teil) und dem falkenköpfigen Horus (nördlicher Teil). Kom Ombo gehört, wie Esna und Edfu, zum Standardprogramm aller Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan. | Tgl. 6-17 Uhr | Eintritt 25 £E

Ziele in der Umgebung

Alexandria & Siwa

Wadi Natrun

Über die Wüstenautobahn Richtung Kairo, 120 km südlich von Alexandria, erreichen Sie das 30 km lange Tal mit vier heute noch bewohnten Klöstern. Ab dem 4. Jh. entstanden hier mehrere Dutzend Klöster, von denen die meisten ab dem 9. Jh. auf Grund zunehmender Überfälle wieder aufgegeben wurden. | Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ziele in der Umgebung

Sinai

Castle Zaman

Designerburg aus Naturmaterialien hoch über dem Ufer mit Lounges, Pool, Drinks, Chilloutmusik und Privatstrand 35 km nördlich von Nuweiba. Unbedingt besuchen! | Tgl. 8-2 Uhr | Tel. 012/2140591 | www.castlezaman.com | Mindestverzehr 80 £E | €€-€€€

Coloured Canyon

Das schmale Tal trägt seinen Namen zu Recht: Die von Wasser, Wind und Sand geschliffenen Felsen mit den unterschiedlichsten Gelb-, Braun- und Rottönen und den geheimnisvollen Mustern sind ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Eine Tour kostet pro Tag inklusive Verpflegung, Transport und Führung ab etwa 50 £E - egal, ob mit dem Jeep oder dem Kamel. Besonders reizvoll ist es, den Ausflug mit einer Übernachtung in der Wüste zu verbinden. Sie brauchen dazu nur einen Schlafsack, festes Schuhwerk und warme Kleidung.

Eilat

Nach einer einstündigen Autofahrt gen Norden erreichen Sie Israel. Ein Tagesausflug ins israelische Eilat ist möglich, für die Rückkehr brauchen Sie ein Wiedereinreise- oder Mehrfachvisum. Im malerischen Küstenstreifen gibt es Strandcamps wie das von Deutschen betriebene idyllische Rocksea Camp (www.rocksea.net | €), aber auch Fünfsternehotels, zum Beispiel die exklusive Anlage Taba Heights in Taba (www.tabaheights.com | €€€).

Tarabin

Dahab-ähnliches Hippiedorf 2 km nördlich von Nuweiba in einer malerischen Bucht. Hier kann man billig wohnen, baden oder in einem der Strandrestaurants essen, z.B. im White Palace oder im Blue Bus.

Ras Mohammed

3 km weit ragt die schmale Halbinsel ins Rote Meer. Sie besteht aus fossilen Korallen, die an die Oberfläche gedrückt wurden. Am Sharks Observatory kann man aus 50 m Höhe auf die Riffe unter der Wasseroberfläche sehen und mit etwas Glück Haie beobachten. Das gesamte Areal gehört zu einem Nationalpark, an dessen südöstlicher Seite sich eine Mangroveninsel befindet. Reisepass mitnehmen | 20 km südlich von Sharm El-Sheikh | tgl. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang | Eintritt 10 Euro

Ziele in der Umgebung

Rotes Meer

Gobal Island/Tawila Island

Das deutsch-ägyptische Unternehmen CBS organisiert Tagestrips auf die beiden unbewohnten Inseln nördlich von El-Gouna. Schwimmen, Sonnenbaden und Schnorcheln an idyllischen Stränden. | Motorboot inklusive Skipper für 6-10 Passagiere pro Tag etwa 130 Euro | Tel. 012/3126831 | www.cbs-yachting.de

Antonius- und Pauluskloster

Drei Stunden mit dem Reisebus Richtung Norden dauert die Fahrt zum Deir Al-Qaddis Antwan, dem Kloster des Hl. Antonius, der hier in einer Höhle als Eremit lebte. Das älteste und größte koptische Kloster in Ägypten wurde Ende des 4. Jhs. gegründet und im 15. Jh. von Beduinen zerstört. Besonders sehenswert in der Anlage mit ihren Gassen, Kapellen, kleinen Häuschen und Gärten ist die dreischiffige St.-Antonius-Kirche aus dem 6. Jh. Das Kloster des Hl. Paulus, der zur selben Zeit wie Antonius in einer Berghöhle lebte, befindet sich nur 12 km Luftlinie - eine halbe Autostunde - entfernt. Zwischen den beiden Klöstern gibt es einen schönen mehrstündigen Bergpfad, den Sie aber nur in Begleitung eines der ortskundigen Mönche gehen sollten. | Tgl. 9-15 Uhr, außer an koptischen Feiertagen

Mit Kindern reisen

Mit Kindern reisen

Kairo und Umgebung

Dreampark

Großer Vergnügungspark mit 32 Fahrgeschäften und täglichen Veranstaltungen im Rosa Amphitheater. | 6th of October City | 26 km von Kairo | www.dreamparkegypt.com | Sa-Do 10-19, Fr 10-21 Uhr | Eintritt 39 £E

Landwirtschaftsmuseum

Im ältesten Landwirtschaftsmuseum der Welt auf dem westlichen Nilufer wird bäuerlicher Alltag von der Pharaonenzeit bis heute plastisch dargestellt. | Unweit des Endes der Hochbrücke 6th of October | Dokki | Di-So 9-13.30 Uhr | Eintritt 10 Piaster

Minarette

Besonders aufregend finden Kinder einen Aufstieg auf ein Minarett. In der islamischen Altstadt bieten sich dazu mehrere Gelegenheiten. Besonders schön ist der Turm der Moschee Al-Ghuri im Herzen der Altstadt. In der Moschee Al-Hakim führt man Sie gern auf die Stadttore und die Stadtmauer und auch hinunter durch mittelalterliche Gänge und in ehemalige Verliese. Vergessen Sie nicht, den Führern ein paar Pfund Bakschisch zu geben.

Nil-Bus

Schiffsfahrt ohne langweiliges Dinner und Bauchtanz. Der Nil-Bus verbindet als normales Nahverkehrsmittel das Stadtzentrum mit Alt-Kairo (5 km). | Endanlegestelle Nähe Hilton Ramses Hotel | tgl. von etwa 8 Uhr bis Sonnenuntergang in kurzen Abständen | Fahrt 1 £E

Pharaonic Village

Über 100 kostümierte Statisten stellen das Leben im alten Ägypten dar. Man fährt auf einem Boot durch den "mythologischen Kanal" zwischen Papyrusplantagen hindurch und lässt Pharaonen, Handwerker, Bauern an sich vorbeiziehen. Kinder sind begeistert von diesem lebenden Museum. Dazu gibt es Ausstellungen, Tempel- und Bauernhausnachbildungen und Cafés. | Auf einer Nilinsel in Giza | 3 Sharia Al-Bahr Al-Aazam | www.touregypt.net/village | tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 79 £E

Railway Museum

Historische ägyptische Eisenbahnen kann man im sehenswerten Railway Museum bestaunen. | Ramsis Station | Di-So 8.30-13.30 Uhr | Eintritt 1,50 £E

Splash Park

Delphinshow im Merryland-Vergnügungspark. Wer dressierte Delphine nur bemitleidenswert findet: Das Areal drumherum ist eine grüne Oase mit Kinderkarussells, Restaurants und über 100 Flamingos in einem Teich. Showtermine telefonisch erfragen | Sharia Al-Maahad Al-Ishtiraki (Midan Roxy, Heliopolis) | Tel. 02/24512313 und 24512314 | tgl. 12-1 Uhr

The Beach

Badeparadies am östlichen Stadtrand von Kairo mit Sandstrand, Wellenbad, Wasserrutschen, Animationsteam und Restaurants. | Marriott Hotel Mirage City | Ring Road | Tel. 02/24125200 und 24125300 | tgl. 9-19 Uhr | Eintritt 58 £E

Mit Kindern reisen

Oberägypten

Luxor-Tempel

Die Westseite des Nils bei Luxor mit der Gräberstadt von Theben ist erfahrungsgemäß eher unbeliebt bei Kindern. Gut kommt dafür ein Besuch des Luxor-Tempels nach Einbruch der Dunkelheit an. Die gigantischen Säulen, Mauern und Kolossalstatuen sind dann gespenstisch beleuchtet. Von Bustouren zwischen Assuan und Abu Simbel kann man nur abraten. Kinder finden die vierstündige Fahrt pro Strecke sterbenslangweilig.

Mit Kindern reisen

Sinai

Kamelritte und -touren

Am Strand des Golfs von Aqaba können Sie mit Ihren Kindern auf Kamelen reiten. Das Habiba Village in Nuweiba besitzt sogar eine Kamelreitschule. Hier hilft man Ihnen auch weiter, wenn Sie mit dem frei lebenden Delphin Olin im Meer schwimmen wollen. Ein besonderes Abenteuer ist der Ausflug mit den Beduinen in die Wüste, inklusive einer Übernachtung im Freien. Sie können diese Tour mit einem Abstecher zum Coloured Canyon verbinden. Die Landschaft ist jener in Arizona nicht unähnlich.

Insider-Tipp

Sakiyet Al Sawy

Jeden Abend Liveacts: Das Sakiyet Al Sawy ist Kairos lebendigster Klub, besonders wenn die Band Wist Al-Balad spielt

Whirling Dervishes

Im Rausch religiöser Verzückung: Auf der Kairoer Zitadelle tanzen sich die wirbelnden Derwische in Trance

Pacha

Clubbing in der Felsenschlucht: Der Openairclub Echo Temple in Sharm El-Sheikh

Abou El-Sid

Rauchzeichen im Szenesalon: Aus über 20 Sorten Wasserpfeifentabak wählt das trendbewusste Publikum in Kairos Abou El-Sid

El-Tabei

Volksküche vom Feinsten: Fuul, Falafel & Co. - ausgezeichnet vegetarisch frühstücken in El-Tabeis Garküchenkantine

La Bodega

Dekadente Tafelrunde: Art déco ist in: Die hauptstädtische Zeitgeistelite diniert im La Bodega

1902

Maurischer Gourmettempel: Majestätisch speisen unter der Kuppel des Restaurants 1902 in Assuan

Nubisches Museum

Versunkene Welt: Das Nubische Museum in Assuan zeigt die Schätze eines Volks, dessen Land im Nasser-Stausee unterging

Altstadt Al-Qasr

Geheimnisvolle Welt der Oasen: Das faszinierende Ethnographic Museum in Dakhla

Weiße Wüste

Bizarre Traumlandschaft: Eine Übernachtung in der Weißen Wüste verzaubert die Sinne

Al Moudira

Wenn Innerarchitekten Märchenerzähler wären: Die Themensuiten im Landhotel Al Moudira in Luxor sind ein pharaonisch-arabisch-ottomanische Paradieswelt

Nesima Resort

Perle am Golf Von Aqaba: Am Strand von Dahab: Urlaub im verträumten Nesima Resort

Oberoi Sahl Hasheesh

Wohnen Wie in Tausendundeiner Nacht: Nur aus Suiten besteht das Hotel Oberoi Sahl Hasheesh in Hurghada, jede von ihnen ein kleiner orientalischer Palast

Coloured Canyon

Minisafari im Heiligen Land: Unvergesslich: ein Trip mit den Beduinen in die Bergwüste des Sinai

Oase Siwa

Silberstreifen am Wüstenhorizont: Silberschmuck aus Siwa begeistert Sammler in aller Welt

Top Highlights

Ägyptisches Nationalmuseum/Egyptian Museum

In Ägyptens berühmtestem Museum lagern 100000 Objekte pharaonischer Geschichte: Statuen, Särge, Mumien, Perücken, Schrifttafeln, Stoffe und vieles mehr, ein großer Teil davon in für die Öffentlichkeit unzugänglichen Magazinen. Enthusiasten verbringen mehrere Tage im Museum. Höhepunkte im Obergeschoss sind die beiden Mumiensäle, deren zweiter erst 2006 eröffnet wurde, sowie die Grabbeigaben Tut-ench-Amuns. Zusammen mit dem Innensarg - 225 kg massives Gold - und anderen Beigaben aus der Ruhestätte des jungen Pharaos ist seine Totenmaske der Publikumsrenner des Hauses. | Midan Al-Tahrir (Downtown, neben dem Hotel Nile Hilton) | www.egyptianmuseum.gov.eg | tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 50 £E, Mumienhalle 100 £E

Islamische Altstadt

Zwischen den Stadttoren Bab Al-Futuh und Bab Zuweila erstreckt sich auf 1,5 km Länge die | Sharia Al-Muizz Li-Din Allah, die Hauptachse der Altstadt. Marktweiber, Mofas, Milchreishändler, Moscheen und Madrassen, an jeder Ecke ein Weltkulturerbe - all das existiert hier im Überfluss. Es ist ein quirliger Kosmos, den Literaturnobelpreisträger Nagib Machfus in seiner Kairoer Trilogie verewigte. Direkt am Bab Al-Futuh befindet sich die Moschee Al-Hakim, auch Al-Anuar genannt, die Moschee der Lichter. Sie wurde vom schiitischen Bohra-Orden saniert, inklusive 4000 m koranischer Kalligrafie. Dach und Minarette kann man besteigen und von der Stadtmauer hinunter den Blick auf die Altstadt genießen. 300 m weiter folgt links die Darb El-Asfar, die Gelbe Gasse, jüngst sorgfältig renoviert. Ihr Herzstück ist das ottomanische Herrenhaus Beit Al-Suheimi aus dem 17. Jh. mit romantischen Innenhöfen und über 200 opulent verzierten hölzernen Sichtblenden an den Fenstern, den Mashrabiyyas. Weiter südlich auf der Hauptstraße, vorbei an Wasserpfeifenhändlern, folgt ein dreiseitig frei stehender Minipalast, ein Sabil Kuttab von 1744, unten Brunnenhaus, oben Madrassa, Koranschule. Schräg gegenüber steht der gewaltige Qalaun-Komplex, 1284 erbaut, ihm folgt die Madrassa des Sultans Al-Nasr Mohammed, deren gotisches Portal von einer Kathedrale aus Akko in Palästina stammt. Seine Sanierung wurde von der Stadt Stuttgart gestiftet. Es schließt sich der Basar der Messing- und Goldschmiede an und, nach der Sharia Al-Muski, der Markt der Gewürzhändler. Auf der anderen Seite der Sharia Al-Azhar passieren Sie den Al-Ghuriyya-Komplex, laufen an den letzten beiden Tarbousch (Filzmützen)-Herstellern ganz Ägyptens vorbei und gelangen nach 300 m zum Bab Zuweila. Hinter dem Tor verbirgt sich die einzige überdachte Marktgasse Kairos, der Basar der Zeltmacher.

Koptisches Viertel

Die Griechen nannten die Siedlung Babylon, die Römer errichteten dort eine Festung und behielten den Namen bei. Heute heißt das Viertel Alt-Kairo oder auf Arabisch Masr Al-Qadimah. Es ist älter als der islamische Stadtkern und wird von orthodoxen Christen, den Kopten, bewohnt. Einige der schönsten und ältesten Kirchen Ägyptens stehen hier, teilweise tief in den Boden eingesunken. Besonders sehenswert ist die Al-Muallaqah, die über 1000 Jahre alte Hängende Kirche mit ihren barock wirkenden Türmen. In der Krypta der frühchristlichen Basilika St. Sergius soll sich die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten versteckt haben, ebenso wie in der Synagoge Ben Ezra unweit davon. 400 m nördlich des Viertels lohnt die älteste Moschee Ägyptens einen Abstecher, die Amr Ibn Al-As. | Direkt an der Metrostation Mar Girgis

Moschee Al-Azhar

Weltweit eine Milliarde sunnitischer Muslime sehen in der Institution gleichen Namens, der "Die Blühende" bedeutet, die höchste Instanz in Glaubensfragen. Die Moschee wurde 971 erbaut und bald darauf zur Universität erklärt. Allein wegen ihres wunderschönen Innenhofs sollten Sie sie unbedingt besuchen! | Midan Al-Hussein | www.alazhar.org

Moschee Ibn Tulun

Fachleute halten sie für eine der schönsten Moscheen der Welt. Zwischen 876 und 879 errichtet, wurde ihre harmonische, klare Gestalt seitdem kaum verändert. Das Gayer-Anderson-Museum (tgl. 8-16.30 Uhr | Eintritt 30 £E) am Eingang zeigt historische Wohnkultur in zwei mamlukischen Adelshäusern. | Midan Ahmed Ibn Tulun (Sayyida Zeinab)

Museum of Islamic Art

Das 1887 erbaute Gebäude beherbergt die weltweit größte und wertvollste Sammlung islamischer Kunst und islamischen Kunsthandwerks. | Sharia Bur Said (Midan Bab Al-Khaliq) | Sa-Do 9-16, Fr 9-11 und 14-16 Uhr | Eintritt 30 £E

Pyramiden von Giza

Das letzte noch erhaltene Weltwunder der Antike befindet sich entgegen der Erwartung vieler Besucher nicht einsam in der Wüste, sondern am Stadtrand des Großraums Kairo/Giza. "40 Jahrhunderte blicken auf euch herab", soll Napoleon hier angeblich seinen Soldaten ergriffen zugerufen haben, und auch heute noch üben die drei Monumente eine magische Wirkung auf Besucher aus aller Welt aus. Die größte ist die Pyramide von Khufu, besser bekannt unter dem Namen Cheops, mit ursprünglich 146,72 m, heute gut 137 m Höhe und einer Seitenlänge von 230 m. Wichen die Neigungswinkel der Kanten nur um zwei Grad voneinander ab, hätte das ein Auseinanderklaffen um 15 m an der Spitze bewirkt. 2,5 t wiegt ein Steinquader im Schnitt, etwa 2,3 Mio. Blöcke wurden verbaut. Schätzt man die Bauzeit großzügig auf 30 Jahre, hieße das, dass über den gesamten Zeitraum hinweg alle sieben Minuten ein Block herangeschafft, hochtransportiert und eingefügt werden musste - eine unglaubliche logistische Leistung.

Elephantine Island

Im Süden der Insel sind die Reste der 5000 Jahre alten Siedlung Yebu und antike Tempelruinen zu sehen. Die Villa von Sir William Willcocks, dem Planer des ersten Assuan-Staudamms, beherbergt das kleine Assuan Museum (tgl. 8.30-17 Uhr | Eintritt 20 £E) unweit des Nilometers. | Fähre (0,50 £E pro Person) ab Egypt-Air-Büro am Ostufer

Philae

Die Insel wird vom Isis-Tempel beherrscht, der sich ursprünglich auf einer Insel befand, die in den Fluten eines Assuan-Staudamm-Zwischenbeckens unterging. 1979 wurde der Tempel zersägt und im Rahmen einer internationalen Rettungsaktion originalgetreu auf der Agilkia-Insel aufgebaut. Die ältesten erhaltenen Gebäude wurden vor über 2300 Jahren von Nektanebos angelegt, von dessen Pavillon ein Säulengang zum ptolemäischen Isis-Tempel führt. Die Römer bauten das Hadrianstor und den Trajanskiosk. Eine wirklich empfehlenswerte Sound-&-Light-Show findet abends statt, an bestimmten Tagen auch in Deutsch (Eintritt 40 £E). Zum Übersetzen auf die Insel müssen Sie eines der bereitliegenden Boote mieten (20 £E für 8 Personen). | Tgl. 7-18 Uhr | Eintritt 40 £E

Karnak-Tempel

3 km nördlich des Luxor-Tempels, ebenfalls in Nähe des Nilufers, erstreckt sich auf einem Gebiet von 250000 m2 eine ebenso eindrucksvolle wie unübersichtliche Tempelanlage. Dutzende von Herrschern bauten über 13 Jahrhunderte lang an ihr und veränderten sie ständig. Bis heute ist es den Archäologen nicht gelungen, alle ihre Rätsel komplett zu entschlüsseln. Hinter dem Eingang befindet sich der Amun-Tempel. Westlich davon steht das Heiligtum des Khonsu sowie als drittes Zentrum der Anlage der Festtempel Thutmosis III. Hinzu kommen weitere An- und Umbauten, Hallen und Höfe, Schreine und Alleen. Am Vormittag strömen Heerscharen von Touristen in die Anlage. Am besten ist es, Sie besuchen den Tempel in der Mittagshitze, wenn die Tourbusse wieder verschwunden sind, oder sogar am frühen Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit finden kitschige Multimediaspektakel in täglich wechselnden Sprachen statt, die sogenannten Sound-&-Light-Shows. Berühmt ist vor allem der riesige Säulenwald zu beiden Seiten des Mittelganges, erbaut von Ramses I. und seinem Sohn Sethos I., vollendet von Ramses II. Die 134 kolossalen Säulen haben einen Umfang von etwa 10 m und ragen zwischen 13 und 24 m auf.

Luxor-Tempel

Die Tempelanlage dominiert das Stadtzentrum des heutigen Luxor. Von hier aus sind es bis zum Nil, zum Bahnhof, zum Souq oder zum nächsten McDonalds nur wenige Schritte. Der Bau des Tempels wurde um 1400 v. Chr. begonnen und ist den Gottheiten Amun und Mut sowie ihrem Sohn Khonsu geweiht. Den Eingang der Anlage, die im alten Ägypten auch Südlicher Harem des Amun hieß, säumen zwei große Sitzstatuen Ramses II. Der Obelisk vor der linken Statue wurde ursprünglich durch einen zweiten, kleineren vor der rechten ergänzt, doch Muhammed Ali verschenkte sie an Frankreich, wo sie seit 1836 die Place de la Concorde in Paris schmückt. Der Säulengang im Innern ist etwa 16 m hoch und hinterlässt einen gewaltigen Eindruck. Seine Wände sind mit Reliefs verziert, die das Opet-Fest darstellen, eine Tradition, die offensichtlich heute noch im Moulid des heiligen Abu Al-Haggag Al-Uqsuri fortlebt, wenn Luxors Christen und Muslime am 14. Shabaan (am 14. des islamischen Monats Shabaan) eine geschmückte Barke durch die Straßen tragen. Die Moschee des Sheikhs befindet sich auf dem Gelände des Tempels. An seinem Nordende sehen Sie den Anfang einer 3 km langen Sphingenallee, die einst bis zum Karnak-Tempel führte. Abends wird die gesamte Anlage angestrahlt. | Tgl. 6-22, im Winter bis 21 Uhr | Eintritt 40 £E

Tal der Könige

Das Gräberfeld hinter dem Bergmassiv, dessen Gänge sich symbolisch tief ins Reich der Toten winden, ist für viele der Höhepunkt ihres Ausfluges nach West-Theben, andere sind enttäuscht. Die wirkliche Würde des Orts, in seiner weltfernen Abgeschiedenheit, erschließt sich allerdings nur, wenn der vormittägliche Touristenrummel vorbei ist und die Reisebusse wieder abgefahren sind. Die Wandmalereien der Gräber leiden unter den Ausdünstungen der Besucher, fast alle Grabbeigaben wurden über die Jahrhunderte geraubt. Sehenswert sind das Grab Ramses IV. (Nr. 2), dessen hinterer Bereich mit Szenen aus dem Pfortenbuch geschmückt ist, das der Königin Tauseret und des Pharaos Sethnacht mit dem prunkvollen Granitsarkophag (Nr. 14) sowie das Grab Sethos I. (Nr. 17), für viele die schönste aller zugänglichen Grabstellen. Zu den insgesamt 64 Königs- und Prinzengräbern gehört auch das von Tut-ench-Amun, dessen prachtvolle Beigaben im Nationalmuseum am Midan Al-Tahrir in Kairo bewundert werden können. | Eintritt 3 Gräber 70 £E, Tut-ench-Amun-Grab 80 £E

Tempel der Hatschepsut

Elegant schmiegt sich die dreistöckige Terrassenanlage an den Berghang. Die Ebenen sind durch flache Rampen miteinander verbunden. Viele der farbigen Reliefs sind gut erhalten und zeigen Stationen aus dem Leben der Königin, u.a. ihre Geburt (mittlerer Hof rechts) und die Expedition, die sie 1470 v. Chr. nach Punt im Somaliland schickte (mittlerer Hof links). Vor dem Haupteingang zweigt rechts ein schmaler Weg ab, der über das Bergmassiv nach etwa 50 Minuten zum Tal der Könige führt. Grandiose Aussicht besonders zum Sonnenaufgang. | Eintritt 25 £E

Griechisch-Römisches Museum

Ägyptens bedeutendste Sammlung griechisch-römischer Altertümer. | 5 Sharia Al-Mathaf Al-Romani | www.grm.gov.eg | tgl. 9-15 Uhr | Eintritt 35 £E

Römisches Theater

1964 wurde das Amphitheater freigelegt, es bot 800 Zuschauern Platz. Sehenswert: Bodenmosaike mit Vogelmotiven in der Villa of the Birds. | Kom Al-Dikka | Sharia Yussif | tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 15 £E, Villa of the Birds 10 £E zusätzlich

Altstadt Al-Qasr

Im Gewirr der Gassen befinden sich Perlen wie das über 700 Jahre alte Minarett der Sheikh-Nasr-Ed-Din-Moschee, Türbalken mit arabischer Kalligrafie oder die Gerichtskate. (Inoffizielle Führer besitzen alle Schlüssel, geben Sie ihnen etwa 10 £E Trinkgeld.) Bitte unbedingt das 2002 eröffnete Ethnographic Museum ansehen, das historische Originalstücke aus dem Oasenalltag, Werkzeuge, Küchen- und Haushaltsgeräte, Trachten usw. in authentischem Ambiente zeigt. | Eintritt 2 £E | Anmeldung tags zuvor am Vormittag im Tourist Office bei Omar Ahmed empfohlen!

Memphis und Saqqara

Unter dem Namen Mennefer-Pepi war Memphis, 15 km südlich der Pyramiden von Giza, jahrtausendelang die florierende Hauptstadt des vereinigten Ober- und Unterägyptens, eine der größten antiken Städte überhaupt. Wenig ist von ihr übrig, auf einem Teil des Geländes befindet sich heute das Dorf Mit Rahina mit seinen Feldern und Gärten. In einem Schutzbau (Eintritt 30 £E) wird der riesige Torso einer Statue Ramses II. aufgebahrt. 200 m westlich des Hauses steht der Alabastersphinx, der 1912 freigelegt wurde.

Abu Simbel

Planen Sie unbedingt mindestens einen Tag für die Besichtigung dieses grandiosen Tempels ein. Die Reise dorthin dauert allein, je nach Verkehrsmittel, mehrere Stunden. Täglich morgens um vier verlässt ein Konvoi von Taxis, Reise- und Minibussen Assuan und trifft etwa vier Stunden später 290 km südlich in Abu Simbel ein. Für eine Tour im Minibus zahlen Sie ab 80 £E, sitzen dafür aber eng eingezwängt. Fahrten mit dem Taxi oder im Reisebus sind teurer, ab | 300 £E. Gebucht wird an der Hotelrezeption. Eine noch teurere Alternative ist das Flugzeug (Hin- und Rückflug etwa 120 Euro). Die Touristenströme beschlagnahmen gegen neun das Areal und sind zwei, drei Stunden später wieder weg. Seit kurzem findet abends eine Sound-&-Light-Show statt.

Edfu

Der Horus-Tempel in Edfu, 105 km südlich von Luxor, gilt als der besterhaltene des Landes: Erst 1860 wurde er freigelegt. Horus, der Gott in Falkengestalt und Sohn des Osiris, bewacht als Granitskulptur den Tempel im Eingangsbereich. | Tgl. 6-17 Uhr | Eintritt 40 £E

Wadi Natrun

Über die Wüstenautobahn Richtung Kairo, 120 km südlich von Alexandria, erreichen Sie das 30 km lange Tal mit vier heute noch bewohnten Klöstern. Ab dem 4. Jh. entstanden hier mehrere Dutzend Klöster, von denen die meisten ab dem 9. Jh. auf Grund zunehmender Überfälle wieder aufgegeben wurden. | Eintritt frei, Spenden erwünscht

Coloured Canyon

Das schmale Tal trägt seinen Namen zu Recht: Die von Wasser, Wind und Sand geschliffenen Felsen mit den unterschiedlichsten Gelb-, Braun- und Rottönen und den geheimnisvollen Mustern sind ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Eine Tour kostet pro Tag inklusive Verpflegung, Transport und Führung ab etwa 50 £E - egal, ob mit dem Jeep oder dem Kamel. Besonders reizvoll ist es, den Ausflug mit einer Übernachtung in der Wüste zu verbinden. Sie brauchen dazu nur einen Schlafsack, festes Schuhwerk und warme Kleidung.

Ras Mohammed

3 km weit ragt die schmale Halbinsel ins Rote Meer. Sie besteht aus fossilen Korallen, die an die Oberfläche gedrückt wurden. Am Sharks Observatory kann man aus 50 m Höhe auf die Riffe unter der Wasseroberfläche sehen und mit etwas Glück Haie beobachten. Das gesamte Areal gehört zu einem Nationalpark, an dessen südöstlicher Seite sich eine Mangroveninsel befindet. Reisepass mitnehmen | 20 km südlich von Sharm El-Sheikh | tgl. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang | Eintritt 10 Euro

Antonius- und Pauluskloster

Drei Stunden mit dem Reisebus Richtung Norden dauert die Fahrt zum Deir Al-Qaddis Antwan, dem Kloster des Hl. Antonius, der hier in einer Höhle als Eremit lebte. Das älteste und größte koptische Kloster in Ägypten wurde Ende des 4. Jhs. gegründet und im 15. Jh. von Beduinen zerstört. Besonders sehenswert in der Anlage mit ihren Gassen, Kapellen, kleinen Häuschen und Gärten ist die dreischiffige St.-Antonius-Kirche aus dem 6. Jh. Das Kloster des Hl. Paulus, der zur selben Zeit wie Antonius in einer Berghöhle lebte, befindet sich nur 12 km Luftlinie - eine halbe Autostunde - entfernt. Zwischen den beiden Klöstern gibt es einen schönen mehrstündigen Bergpfad, den Sie aber nur in Begleitung eines der ortskundigen Mönche gehen sollten. | Tgl. 9-15 Uhr, außer an koptischen Feiertagen

Oase Siwa

Oase Bahariyya

Dahab

Katharinenkloster

El-Gouna

Hurghada

Quseir


Auftakt

Was für ein Land!

Das Land der Pharaonen, der Taucher, der Sonnenhungrigen, der Wüstenabenteurer und der Bildungsreisenden: Als Urlaubsziel wartet Ägypten mit einer solchen Vielzahl an Facetten auf, dass eine Reise kaum ausreichen wird, all diese kennenzulernen. Reizt Sie ein Tauchgang im Roten Meer oder eine Nilkreuzfahrt zu Tempeln und Pharaonengräbern? Eine Shisha im Szenecafé in Alexandria, ein Sonnenuntergang in der Weite der Wüste oder das Weltwunder der Pyramiden? Das pulsierende Leben in Afrikas wohl aufregendster Metropole Kairo oder ein Bad im Mittelmeer, während zu Hause noch Schnee liegt? Bitte sehr: Ägypten wartet auf Sie!

Es sind nicht gerade wenige Superlative, mit denen das Land am Nil aufwarten kann. Es gilt als die Wiege der Zivilisation und als der älteste Verwaltungsapparat der Menschheit, hier wurde die Steinbauarchitektur erfunden, deren früheste Zeugin, die Stufenpyramide von Saqqara, man noch heute bewundern kann, hier entdeckten Archäologen die ältesten Schriftstücke der Menschheitsgeschichte, und hier kann man das letzte erhaltene Weltwunder der Antike sehen: die Pyramiden von Giza.

Ein Superlativ aber wird selten beachtet: Ägypten ist gleichzeitig das älteste Reiseziel der Welt. Tempel und Pharaonengräber, die mit klingenden Namen wie Ramses, Tut-ench-Amun, Nofretete oder Echnaton verbunden sind, dazu prächtige Moscheen und die Kirchen einer der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt, üppige Gärten am Nil und Wallfahrtsorte im ganzen Land locken seit Jahrtausenden Wissenschaftler und Pilger, Abenteurer oder einfach nur Neugierige hierher.

So ist es nur folgerichtig, dass Ägypten auch die Geburtsstätte des modernen Tourismus ist. Thomas Cook, ein praktisch veranlagter britischer Pedant, sah, dass alle wichtigen Sehenswürdigkeiten des Landes in Reichweite des Nilufers liegen, und erfand 1869 die Nilkreuzfahrt. Und damit seine Gäste in der exotischen Fremde immer wussten, woran sie sind, beglückte er sie mit der Pauschalreise. Unterkunft, Verpflegung, Tourguide - alles war im Reisepreis enthalten, außer alkoholischen Getränken.

Touristen von heute haben vor allem ein Problem: Wo sollen sie zuerst hinfahren? Im Süden locken die magische Kultur der Pharaonen und die idyllische Nillandschaft, im Osten bietet das Rote Meer Traumstrände, glasklares Wasser und eine artenreiche Unterwasserwelt, die zu den beeindruckendsten der Erde gehört. Für Kairo allein bräuchte man Wochen, um alle pharaonischen, römischen, koptischen, fatimidischen und mamlukischen Kunst- und Baudenkmäler zu erkunden, und mindestens Monate, um zu begreifen, wie dieser aberwitzige Schmelztiegel aus Tradition und Moderne wirklich funktioniert. Aber dann gibt es ja noch Alexandria, die alte Dame am Mittelmeer, in die Nostalgiker aus aller Welt hoffnungslos verliebt sind; außerdem die Oasen in der Westlichen Wüste, den biblischen Sinai, den Sinai der Beduinen, den Sinai der Beachurlauber aus Europa und den der Hippies und Aussteiger auf Zeit an den Stränden von Dahab und Tarabin.

Das gesamte Land wirkt, als hätten es die Planer in den großen Reisebüros auf der Suche nach perfekten Kombinationsmöglichkeiten erfunden: Sport und Bildung, Tauchen und Bergwanderungen, extreme Naturerlebnisse und das Großstadtabenteuer im Moloch Kairo. Ägypten reizt Hobbyarchäologen und Bibelkreise, Esoteriker, Völkerkundler und Teenager, die Jetski und Paragliding probieren wollen.

Der Nil ist die Lebensader des Landes. Seit Jahrtausenden beschert er den Ägyptern einen Lebensrhythmus, der ihre Mentalität geprägt hat. Einmal im Jahr überschwemmte die Nilflut das Ackerland und ließ fruchtbaren Schlamm zurück. Die Fellachen bestellten das Feld, brachten die Ernte ein, und mit der nächsten Flut ging der Kreislauf von neuem los - jahraus, jahrein. Kein Alltagsproblem konnte so bedeutend sein, kein Streit, keine Sorge, kein Unglück konnte es geben, das die Ägypter daran zweifeln ließ, dass die Vorsehung sie reich beschenkte.

Das erklärt teilweise Eigenschaften der Ägypter, über die Reisende immer wieder erstaunt sind: ihre unendliche Gelassenheit, ihren Humor und ihre ansteckende Freundlichkeit. Wenig kann sie aus der Ruhe bringen. Problemen und ihrem eigenen schlechten Gewissen begegnen sie mit einer Formel, die oft schon in Büchern beschrieben wurde. Sie lautet: IBM. Das I steht für "InshaAllah" und bedeutet "so Gott will". Es ist die übliche Antwort selbst auf die Frage, ob die U-Bahn, an der Helwan dransteht und die in Richtung Helwan vor Ihnen einfährt, auch wirklich nach Helwan geht. Das B steht für "bukra", was "morgen" heißt, aber meistens meint: Was ich heute kann besorgen, kann ich morgen immer noch verschieben, irgendwann wird es schon werden. Das M ist das Kürzel für "malesh" - "tut mir leid, macht doch nichts, ist nicht so schlimm".

Wer die Lebensbedingungen der Ägypter kennenlernt, begreift jedoch schnell, dass IBM das Gleitmittel im holprigen Alltag ist. Der an vielen Orten nahezu unverschämt zur Schau gestellte Reichtum darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Ägypter in Verhältnissen leben, die Mitteleuropäer längst in die Verzweiflung getrieben hätten. Mindestens ein Fünftel aller Erwachsenen ist ohne Arbeit. Die Analphabetenrate beträgt über 30 Prozent. Einer Statistik des Gouverneurs von Kairo zufolge leben 25 Prozent aller Hauptstädter in Armenvierteln an den Stadträndern oder auf Friedhöfen und ein Drittel der Familien unter dem Existenzminimum. In den vernachlässigten Provinzen Oberägyptens sieht es eher noch schlechter aus. Viele Ägypter haben zwei Jobs und arbeiten zwölf bis 15 Stunden am Tag. Von dem Geld ernähren sie nicht nur die eigene Familie, sondern auch noch die der arbeitslosen Brüder und Cousins, denn die Familie ist in Ägypten nicht nur Zuflucht, sondern gleichzeitig Verpflichtung. Und in ihr entlädt sich auch Frustration. Bei einer ägyptisch-amerikanischen Erhebung antworteten über 40 Prozent aller befragten Ägypter, dass sie in den letzten fünf Jahren mindestens einmal körperlicher Gewalt ausgesetzt waren, ausgeübt von Familienangehörigen. Das sind doppelt so viele wie in Mexiko oder Westeuropa. Angesichts dieses Drucks grenzt es an ein Wunder, dass die Gesellschaft so ausgeglichen ist. Ägypter sind temperamentvoll, aber nicht radikal. Sie neigen zu extremen Emotionen, Freude wie Trauer, aber sie sind alles andere als Extremisten. In den letzten Jahren hat die Religion bei Muslimen wie bei Christen an Bedeutung gewonnen, aber die überwiegende Mehrheit von ihnen verabscheut religiöse Fanatiker zutiefst.

Herzlichkeit ist für Ägypter so normal wie der Gebetsruf, der fünfmal täglich von der Moschee erschallt. Sollte eines von beiden plötzlich fehlen, dann wäre die Welt nicht mehr in Ordnung. Wenn Sie sich also Ihr Ägyptenprogramm zusammenstellen, darf eine Attraktion des Landes auf keinen Fall fehlen: die Menschen. Viele Ägypter sprechen Englisch, einige sogar Deutsch. Sie treffen sie in Kaffeehäusern, in den Basarvierteln, wenn Sie sich verlaufen haben und nach dem Weg fragen, oder in den Beduinensiedlungen des Sinai. Nach der Rückkehr von Ihrer Reise werden Sie die Heiterkeit der Ägypter vermissen.

Ab 20000 v. Chr.

Am Nil und in den Savannen der heutigen Westlichen Wüste leben Nomaden

Ab 5000 v. Chr.

Die Savanne trocknet aus, die Stämme ziehen ins Niltal

Ab 3300 v. Chr.

Erste regionale Königreiche. Die Schrift wird erfunden

Ab 3032 v. Chr.

Pharao Menes gründet Memphis, Beginn der Hochkultur

Ab 2670 v. Chr.

Imhotep baut die Stufenpyramide von Saqqara, später entstehen die Pyramiden von Giza

Ab 1550 v. Chr.

Die Tempel in Luxor und Abu Simbel entstehen

332 v. Chr.

Alexander der Große erobert Ägypten und gründet Alexandria

3. Jh. n. Chr.

Ausbreitung des Christentums in Ägypten

639

Amr Ibn Al-As erobert Ägypten, das Land wird islamisch

1517

Ägypten wird Provinz des Osmanischen Reichs

1882

Die Briten besetzen Ägypten

1952-56

Offiziere stürzen den König, Gamal Abd el-Nasser wird Präsident

1967

Sechstagekrieg, Ägypten verliert den Sinai an Israel

1973

Oktoberkrieg gegen Israel

1979

Friedensvertrag von Camp David

1980

Ermordung Sadats, Hosni Mubarak wird Präsident

1992-97

Anschläge islamistischer Extremisten auf Touristen und Kopten

2005

Mubarak gewinnt die erste halbwegs freie Präsidentschaftswahl seit Jahrzehnten

Die Kairo-Trilogie

Das schönste Buch von Nagib Machfus, dem 2006 gestorbenen Literatur-Nobelpreisträger.

Kleine Ägyptenkunde

Emma Brunner-Traut und Renate Jacobi liefern eine Einführung in die pharaonische Götterwelt.

Die ägyptischen Pyramiden

Das Standardwerk vom definitiven Pyramidenexperten Rainer Stadelmann.

Das Yacoubianische Haus

(Omaret Yacoubian, Ägypten 2006). Die regimekritische Verfilmung durch Marwan Hamed des gleichnamigen Bestsellerromans von Alaa Al Aswany lässt kein Tabu aus: Korruption, Ehebruch, islamistischer Extremismus, staatliche Repressionen. Ein Muss für jeden, der wissen will, was in Ägypten wirklich passiert!

Das Schicksal

(Al Massir, Ägypten/Frankreich 1998). Der Streifen von Starregisseur Youssef Chahine (Goldene Palme 1997 in Cannes für sein Lebenswerk) ist ein Plädoyer gegen islamischen Fundamentalismus. Die Filmmusik, unter anderem von Popstar Mohamed Mounir, der in dem Film eine Hauptrolle spielt, gelangte in die ägyptischen Charts.

Zur Schreibweise arabischer Namen in diesem Band

Heißt es nun Mohamed, Mohammed oder Muhammad? Alle diese Schreibweisen existieren - für ein und denselben Namen. Geschrieben wird er auf Arabisch so: Mhmd. Denn das Schriftbild verwendet selten Vokale. Bei der Umschrift in Sprachen mit lateinischer Schrift werden die Vokale hinzugefügt, je nachdem welche der Umschreibende hört - und woher er kommt: Auf Französisch, Englisch, Deutsch existieren oft verschiedene Varianten. Im Text werden die Schreibweisen verwendet, die Ihnen in Ägypten zumeist begegnen. In Landkarten tauchen oft wissenschaftliche Umschriften auf, die im Alltag nicht zu finden sind. Bei wichtigen Orten finden Sie deshalb beide Schreibweisen, in Klammern die im Text verwendete. Für Städtenamen haben sich internationale Varianten durchgesetzt, z. B. Luxor für Al-Uqsur, Hurghada für Al-Ghardaqa.

www.touregypt.net

Nicht immer aktuell, aber eine Fundgrube (Seitenmitte, englisch): Ägypter und Ausländer berichten aus Kairo, Alexandria, Sharm El-Sheikh, Nuweiba über archäologische News, neue Cafés, spannende Sehenswürdigkeiten.

http://taqtuqa.blogspot.com

Hier finden Sie liebevoll aufbereitete Infos zur arabischen Musik (englisch).

www.manalaa.net

Den kritischsten Blogger Ägyptens steckte das Regime im April 2006 für zwei Monate ins Gefängnis (englisch/arabisch).

www.searchforvideo.com/countries/egypt/index.html

Videopodcasts zu Reisezielen (englisch), aber auch Filmdokumentationen des Discovery Channels und der Washington Post

www.podcast.de

Die Stichwortsuche "Ägypten" im Sachgebiet "Episoden" liefert Dutzende teilweise hochinteressanter Hörbeiträge zu den Themen Archäologie, Kultur, Politik und Religion, meistens handelt es sich um Sendungen des öffentlich-rechtlichen Hörfunks.


Szene

Trend Guide Ägypten

Die heißesten Entdeckungen und Hotspots. Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist

Samar Aboul-Fotouh

Was wann wo los ist, erfährt unsere Szeneautorin meistens sehr schnell. Weil die Journalistin aus Kairo für das arabische Programm von Deutsche Welle TV arbeitet, kommt sie im ganzen Land herum und verfolgt aufmerksam auch das, was ihre Kollegen von den ägyptischen Medien auf Arabisch und Englisch berichten. Sechs Jahre lang gehörte Samar zum Reporterteam der New York Times im Land am Nil.

Chillouts am Nil

Zu arabischem Pop- oder Chilloutklängen versinkt die junge Upperclass in Designersofas, trinkt, isst und tanzt. Dutzende trendiger Lounges entstanden in den vergangenen Jahren in Kairo. Im Sequoia ist die Freiluftkulisse grandios: Palmen, weiße Sessel und zwei Hochhaustürme im Stil der 1930er-Jahre am anderen Nilufer (Nordspitze der Nilinsel Zamalek | Tel. 02/27350014). Die postmoderne Sway Lounge hat strenge Einlasser (3 Sharia Gabalaya | Tel. 012/1785785). Im Rio de Cairo spielen Bands (Corniche El-Nil | Maadi | Tel. 012/7455722 | www.riodecairo.com).

Appetite for Life

Wer die In-Lokale Tabasco und Abou El Sid betritt, begegnet indirekt Nermine Hammam. Die junge Innenarchitektin hat die se und andere Locations gestaltet, inklusive der Slogans, die - wie im Café Cilantro - auch ihr Lebensmotto sein könnten: "Appetite for Life". Aufsehen er regt auch der Designer Mohammed Fahmy mit seiner Experimental Design Unit (www.ganzeer.com). Auf der Achse New York - Kairo pendelt der international bekannte Stardesigner Karim Rashid (www.karimrashid.com).

Live & Laut

Immer mehr DJs bereichern Ägyptens Partyszene. Einige wurden vom Sender 104.2 Nile FM entdeckt und gefördert, dem ersten Popradio des Landes, das brand aktuelle House-Tunes, Trance und R n B aus Europa und Nordamerika spielt, z.B. in der Sendung Club Mercedes, jeden Donnerstag ab 21 Uhr live aus New York (www.nilefmonline.com). Im Bling Bling (Sunset Boat 139 | Sharia el-Nil | Giza | Tel. 02/35725010), Kairos jüngstem Hip-Hop-Club, legen ägyptische DJs auf, im Latex geben auch DJs aus Europa gern Gastspiele (Nile Hilton 1113 | Corniche el-Nil | Downtown | Tel. 02/25780444).

Retro = Baladi

Ägyptens Retrotrend heißt Baladi (ländlich, landestypisch). In den CD-Läden stehen Techno-Remixes von 40 Jahre alten Titeln der Volksdiva Umm Kulthum. Passend zum Trend: die T-Shirts der Popkünstlerin Lara Baladi mit den Logos ägyptischer Produkte aus Kindheitstagen wie Arousa-Tee und Bimbo-Biskuits (120£E inkl. House-Music-CD | www.ur-athome.com).

Modefrühling

Ägypten ist kein Modezentrum. Noch nicht. Bis 2005 baute die Deutsche Susanne Kümper den ersten Studiengang Modedesign des Landes auf. Immer mehr einheimische Marken wie Gravity, 69, Soda und 24/7 entstehen, etliche mit Shops im Citystars Centre (www.citystars.com.eg), Kairos Supermall. Ein Fest für die Sinne ist Friction (18 Sharia el-Marashly | Zamalek | Kairo), eine schrille Boutique für fast 100 Fashionlabels und Accessoires.

Hart, aber herzlich

Die Männer und Frauen (!) des Alexandria Rugby Clubs trainieren mehrmals wöchentlich, gehen donnerstagnachts aus, frühstücken freitagvormittags gemeinsam und freuen sich über jeden neugierigen Besucher, auch Durch reisende - egal, ob zum Mitfeiern oder Mit trainieren. Infos unter www.alexrugby.com

Pressefest

Ständig erscheinen neue Stadtmagazine und Szene Guides, meist auf Englisch, fast nie politisch korrekt, aber immer witzig. Sie heißen Mask off, Ego, The Croc, U Go oder Campus. Wer erfahren will, wann Konzerte stattfinden, neue Clubs eröffnen und wo Szenecafés kommen und gehen, holt sich in einem der Cafés sein oft kostenloses Exemplar, z. B. in einer der landesweit fast 30 Filialen vom Café Cilantro. Das beste Heftchen ist das kleine G Mag (The Good Times Guide, 3,50£E).

Mittsommernächte

Jedes Jahr Ende Juni werden die Nächte heiß an Ägyptens Mittelmeerküste. Von Agami (30 km westlich von Alexandria) bis Marina reihen sich Beachclubs und Openairdiskos, Strandcafés und Frei licht bühnen aneinander. Zu Tausenden verbringt das Kairoer Partypublikum den Sommer an der Sahel el-Schimal, der Nordküste. Die Locations, Sponsoren und Live Acts wechseln - aktuelle Infos bieten Flyer und Magazine.


Stichworte

Bauchtanz, Götter, Wasserpfeife

Ägypter genießen, fluchen, beten und tanzen. Was Besucher über das Land am Nil wissen sollten, erfahren Sie hier

Bauchtanz

Kaum eine Hochzeit oder ein Clubabend ohne Bauchtanz: Selbst Dreijährige beherrschen schon das Kreisen des Bauchnabels zu Musik und heben instinktiv dazu die Arme. Trotzdem hegen die Ägypter eine Art Hassliebe zum Raqs sharki, wie der Hüfttanz auf Arabisch heißt. Sie finden ihn unsittlich, weil er gegen den religiösen Anstand verstößt, aber sie bewundern und verehren seine Superstars. Bauchtanz gehört zur Lebensfreude der Menschen, und das seit Tausenden von Jahren, wie altägyptische Reliefs zeigen.

Gastfreundschaft

Sobald ein Gast das Haus oder das Zelt betritt, so lautet eine alte Beduinenregel, soll man ihn mindestens drei Tage lang wie ein Mitglied der Familie behandeln. Er muss beköstigt, beschützt und notfalls auch gekleidet werden.

Götter

Diesseits und Jenseits waren für die alten Ägypter zwei Daseinsformen eines größeren Ganzen, getrennt nur durch ein Totengericht, das über die Aufnahme der Verstorbenen ins Jenseits befand. Diesem Gericht stand Osiris vor, Herr der Unterwelten und gleichzeitig Gott der Wiedergeburt. Isis, Muttergottheit sowie Gattin und Schwester des Osiris, hatte seinen von Seth ermordeten und zerstückelten Leichnam eingesammelt und zu neuem Leben erweckt. Isis gebar ihm auch einen Sohn, Horus, den Gott mit dem Falkenkopf, der als erster Pharao den Thron bestieg und somit alle folgenden Pharaonen direkt zu Osiris in Beziehung setzte und gottgleich machte.

Hieroglyphen

Funde eines Teams des Deutschen Archäologischen Instituts, das seit 1988 in Abydos gräbt, legen es inzwischen nahe, dass sich die Schrift der alten Ägypter tatsächlich ohne den Einfluss der Sumerer aus dem Zweistromland entwickelte. Die Zeichen, die das Team auf unzähligen Täfelchen und Scherben fand, sind eindeutig Vorläufer jener späteren Hieroglyphen, die Jean François Champollion anhand des dreisprachigen Steins von Rosetta 1822 übersetzte. Schrift wurde anfangs weder für heilige Texte noch für Geschichtsepen, sondern vor allem für Inventarlisten, Steuervermerke oder Namensetiketten verwendet. Sie ist Produkt eines beeindruckenden Verwaltungsapparats, den man ohne Übertreibung als die älteste Bürokratie der Welt bezeichnen kann.

Islam

Neun von zehn Ägyptern sind Muslime. Die Bedeutung der Religion im Alltag wird auf Schritt und Tritt deutlich. Fünfmal am Tag ertönt der Gebetsruf aus den Lautsprechern der Moscheen und Gebetsräume. Die Scharia, das islamische Recht, ist eine Quelle der Gesetzgebung, neben dem Bürgerrecht, das sich jedoch immer mehr an der Scharia orientiert. Eheschließungen und Bestattungen werden nach islamischem Ritus vollzogen. In kaum einem Restaurant gibt es Schweinefleisch.

Kopten

Acht Prozent aller Ägypter sind Christen. Im 2. Jh. war das Nildelta bereits christianisiert. Die Kopten, Ägyptens orthodoxe Christen, stellen deshalb eine der ältesten christlichen Glaubensgemeinschaften der Welt dar. Das Verhältnis zur muslimischen Bevölkerungsmehrheit ist gespannt. Die Regierung beschwört die Einheit des ägyptischen Volkes, und viele Ägypter aller Glaubensrichtungen stimmen dem vorbehaltlos zu. Trotzdem kommt es in Oberägypten manchmal auch heute noch zu gewalttätigen Konflikten zwischen Muslimen und Kopten. Die Kopten sind ähnlich stark an Traditionen orientiert wie der Rest der Ägypter, so werden z.B. auch bei ihnen weibliche Beschneidungen durchgeführt.

Musik

Kairo ist die "Hitfabrik" des Nahen Ostens. In schneller Folge werden immer neue Kassetten - und einige CDs - auf den Markt geworfen, inklusive Musikvideo. Superstar seit einigen Jahren ist Amr Diab, der Bestverdiener unter den arabischen Popmusikern. In Ägypten sehr beliebt, aber auch in Deutschland einer kleinen Fangemeinde bekannt, ist Mohammed Mounir. Er mixt nubische Klänge mit gefälligem Jazz zu Ohrwürmern, gelegentlich eingespielt von deutschen Gastmusikern.

Politisches System

Verglichen mit anderen arabischen Ländern ist Ägypten eine Oase der Liberalität. Es gibt Oppositionsparteien, turbulente Parlamentsdebatten, und vor einigen Jahren erklärte das oberste Verfassungsgericht das Parlament sogar für unrechtmäßig und löste es auf - wegen Formfehlern bei der Wahl. Über weite Strecken funktioniert die politische Landschaft jedoch nach dem Prinzip Pharao. Der Präsident besitzt ein Einspruchsrecht bei allen Gesetzen, er setzt sämtliche Gouverneure in den Provinzen persönlich ein, ernennt Minister und verhängt den Ausnahmezustand - der jetzige gilt seit 1981. Seit jenem Jahr regiert Hosni Mubarak als Präsident das Land, inzwischen in der fünften Amtsperiode. Seine Regierungspartei besitzt die absolute Mehrheit im Parlament.

Ramadan

Im muslimischen Fastenmonat ist alles anders. Einmal im Jahr für vier Wochen folgt das gesamte öffentliche und private Leben in Ägypten Regeln, die wenig mit denen der übrigen Zeit gemein haben. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verzichten nicht nur die besonders gläubigen Muslime auf Speisen, Getränke, Sex, Parfüm und Nikotin. Auch weniger fromme bleiben vom Ramadan nicht unberührt und versuchen wenigstens für ein, zwei Wochen mitzufasten. Alle Geschäfte, Ämter und Firmen schließen drei Stunden vor Sonnenuntergang, und zum Zeitpunkt des Fastenbrechens, des Iftars, herrscht Totenstille auf den Straßen, selbst in Kairo, alles sitzt daheim am Essenstisch. Das Mahl fällt besonders festlich aus, man lädt sich gegenseitig ein und feiert. Die Zeit bis zum Suhur, dem letzten Mahl in der Nacht, verbringt man in den Kaffeehäusern oder in speziellen Festzelten bei Wasserpfeife, Tee und Kaffee. Die Straßen sind mit Ramadanlaternen und Girlanden geschmückt. Der Ramadan endet mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, dem Eid Al-Fitr.

Shisha

Die drei wichtigsten Geräusche eines typischen ägyptischen Kaffeehauses sind das Scharren der kleinen Metalltischchen, die zu immer wieder neuen Gruppen zusammengestellt werden, das Klappern der Backgammonspiele sowie das ununterbrochene Blubbern der Wasserpfeifen. Die Wasserpfeife erfreut sich ungetrübter Beliebtheit, trotz des Schadstoffgehalts ihres Rauchs. Eine Stunde Shisha, sagt Dr. Fatima Al-Awa von der Weltgesundheitsorganisation WHO, entspreche dem Konsum von 100 bis 200 Zigaretten. Seit vor einigen Jahren bekannt wurde, dass über ihr Mundstück Krankheiten wie Hepatitis A übertragen werden können, verteilen die Kaffeehäuser Einwegmundstücke aus Plastik. In einigen Cafés trennt man die glühende Holzkohle mit Alufolie vom Tabak, sodass nur der reine Tabakrauch eingeatmet wird. Den gibt es mit den verschiedensten Aromen, z. B. Apfel, Pfirsich und Cappuccino.

Wirtschaft

In den 1990er-Jahren sahen Fachleute in Ägypten ein hoffnungsvolles Schwellenland. Das Reisegeschäft florierte. Doch dürftige Exporterlöse und Misswirtschaft führten das Land in eine Krise, die durch den Einbruch im Tourismusgeschäft nach dem Terrorattentat von New York und nach dem Irakkrieg noch verschärft wurde. Inzwischen vermelden Fachleute einen eindrucksvollen Wirtschaftsboom, ausgelöst unter anderem durch den hohen Ölpreis, der dem Land einen Investitionsschub aus den Golfstaaten besorgte. Bei der Förderung von Erdgas nimmt Ägypten weltweit inzwischen den siebten Platz ein.


Feste und Events

Umzüge, Konzerte, Filmfestival

Auch islamische und Heiligenfeste feiern die Ägypter höchst weltlich

Für viele Europäer nur schwer verständlich, aber wahr: Dem entbehrungsreichen islamischen Fas tenmonat Ramadan sehen Ägypter mit einer Vorfreude entgegen wie wir Weihnachten. Vier Wochen lang wird nachts gefeiert, gebummelt, in den Kaffeehäusern gesessen und in den Moscheen gebetet. Der Beginn des Ramadan richtet sich nach dem Neumond, die Mondsichel muss mit bloßem Auge zu erkennen sein. Die folgenden Anfangsdaten sind deshalb Richtwerte und können, wie bei allen anderen islamischen Feiertagen, um einen Tag abweichen: 1. September 2008, 22. August 2009.

Ein typisches ägyptisches Ereignis sind die Heiligenfeste, die so genannten Moulids. Die Plätze vor den Moscheen sind dann geschmückt, Kinderkarussells und Schaukeln werden aufgebaut und bunte Umzüge veranstaltet. Bei den meist mehrere Tage andauernden Festen treten Feuerschlucker und Schlangenbeschwörer auf, und Sufis tanzen sich in Trance.

1. Januar

Neujahrstag

25. April

Befreiung des Sinai

1. Mai

Tag der Arbeit

18. Juni

Jahrestag des Abzugs der britischen Truppen

23. Juli

Jahrestag der Revolution von 1952

6. Oktober

Jahrestag der Überquerung des Suezkanals im Oktoberkrieg

1. Oktober 2008, 21. September 2009

Eid Al-Fitr: Fest zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, drei Tage arbeitsfrei

8. Dezember 2008, 27. November 2009

Eid Al-Adha: Opferfest, vier, selten fünf Tage arbeitsfrei

7. Januar

Koptische Weihnachten

20. März 2008, 9. März 2009

Moulid Al-Nabi: Geburtstag des Propheten Mohammed

März | April

Koptisches Osterfest

1. Montag nach dem koptischen Osterfest

Sham Al-Nessim: Frühlingsfest, übersetzt etwa: der Duft der Frühlingsbrise

29. Dezember 2008, 18. Dezember 2009

Ras As-Sanna: Islamisches Neujahrsfest

Ab 2. August 2008, ab 23. Juli 2009

Moulid Abu Al-Haggag: Festumzug in Luxor mit jahrtausendealter pharaonischer Tradition

Ab 30. April 2008, ab 22. April 2009

Moulid Sayyidna Hussein: Festumzug und mehrtägige Festivalstimmung vor der Hussein-Moschee in Kairo mit mehreren Hundert tausend Besuchern, die aus ganz Ägypten anreisen und teilweise auf dem Vorplatz kampieren.

Januar

Die Buchmesse Kairo, die zweitgrößte der Welt nach der Frankfurter Buchmesse, lockt jedes Jahr Hunderttausen de Ägypter auf das Messe gelände.

August

Den gesamten Monat über findet der Konzertsommer auf der Zitadelle in Kairo statt - klassische Musik unter freiem Himmel.

September

Internationales Festival des experimentellen Theaters: Theatergruppen aus aller Herren Länder zeigen in Kairo ihr Können.

November

Downtown Art Festival - die Innenstadt von Kairo wird zur Kunstzone. An mehreren Veranstaltungsorten finden Ausstellungen und Kunstaktionen statt.

November | Dezember

Internationales Filmfestival Kairo: Zwei Wochen lang werden inter nationale Filme mit unterschiedlichen Schwerpunkten gezeigt.


Essen und Trinken

Knusprig, würzig und gesund

Seit Ewigkeiten wird gegessen, was im fruchtbaren Niltal wächst. Das hat die Ägypter zu Meistern der vegetarischen Küche gemacht

Die ägyptische Küche steht gewissermaßen auf zwei Beinen: Fuul und Taamiyya. Früher oder später wird irgendein Ägypter Sie garantiert fragen, ob Sie schon Fuul und Taamiyya gegessen haben.

Dabei hat er wahrscheinlich ein skeptisches Grinsen im Gesicht, denn Ägypter können sich oft nicht vorstellen, dass es Ausländer gibt, die sich für diese Speisen begeistern.

Fuul ist ein dicker Brei aus stundenlang gekochten, braunen Saubohnen, abgeschmeckt mit Sesamsauce, Zitrone, verschiedenen Gewürzen, Öl und manchmal auch Tomate. Taamiyya sind knusprige, frittierte Gemüsebällchen, die Falafeln ähneln, aber einen höheren Anteil an zerstampftem Bohnenkraut aufweisen. Beide Speisen gelten als Arme-Leute-Essen. Sie sind ausgesprochen nährstoffreich, gesund und deshalb typische Frühstücksgerichte. In verschiedenen Variationen sind sie selbst in Luxusrestaurants zu haben, zum Beispiel als Fuul mit Ei und Pasterma, einem getrockneten Schinken im dicken Gewürzmantel, der in den Läden meistens an der Luft hängt, im Ofen überbacken. Zu allen Speisen gehört Fladenbrot, das die Ägypter Aish - Leben - nennen. Aish baladi, Landbrot, ist dunkel und aus dem vollen Korn gebacken. Eine köstliche, aber seltene Spezialität ist das Aish shamsi, das Sonnenbrot, das in Oberägypten und in den Oasen gegessen wird. Man lässt den Fladen tagsüber im heißen Wüstensand aufgehen und backt ihn abends fünf Minuten im gerade erloschenen Ofen. Fladenbrot wird zu Saucen gegessen, zu Suppen, zu Eintöpfen und Fleisch oder zu Pasterma. Oft ersetzt das Brot den Löffel.

Viele kleine Nebengerichte, die man schon kaum noch als Vorspeisen bezeichnen kann, lockern jede Mahlzeit auf, unter ihnen die leckeren Saucen und andere kalte Speisen, die man in Ägypten auch Mezzen nennt. Am populärsten sind Tahina, eine ölige Sesampaste, sowie Hummus, ein Kichererbsenpüree, und Baba Ghannug. Probieren Sie unbedingt auch die Mahshi-Gerichte, die aus gefüllten Kohl- oder Weinblättern bestehen. Abgerundet wird jedes Gedeck mit einem kleinen Teller Turshi, salzig eingelegten Zwiebeln, Radieschen, Möhren und anderem Gemüse.

Die warme Hauptmahlzeit des Tages essen Ägypter am späten Abend, nicht selten erst gegen Mitternacht, auch in Restaurants. Am Tag vertreiben sie den Hunger vor allem mit Sandwiches.

Die ägyptische Fleischküche ist nicht besonders abwechslungsreich. Seit Jahrtausenden kommt auf den Tisch, was das Niltal hergibt, und das ist vor allem Gemüse und Reis. Fleisch wird als Kebab, Kufta, Hähnchen oder Taube auf Holzkohle gegrillt. Typisch für Oberägypten sind die sogenannten Tagin, die südlich von Kairo Tadschin ausgesprochen werden, Fleisch-Gemüse-Töpfe aus dem Ofen. Besonders lecker: Bamia-Tagin mit Okraschoten und Tomaten. Die grüne Suppe Molokhiyya, ein ägyptisches Nationalgericht, wird ebenfalls am besten in Oberägypten zubereitet und ist dort in fast jedem Restaurant, von einfach bis Luxus, erhältlich, auch wenn sie nicht auf der Speisekarte steht. Fragen Sie den Kellner danach!

Nach dem Essen wird starker Mokka in kleinen Tassen bzw. Gläsern serviert oder Schwarztee, nur mit Zucker als Shai, mit Pfefferminzblättern als Shai bi-nana. Der Tee wird häufig in Kaffeehäusern eingenommen. Komischerweise denkt man dort oft, Touristen würden Teebeutel bevorzugen. Bestellen Sie deshalb Shai ala bosta, nach Art des Postmanns, wenn Ihnen richtiger Tee aus aufgebrühten Blättern lieber ist! Der Mokka kommt als Ahwa masbut mittelmäßig gesüßt oder als Ahwa sada ohne Zucker.

Für Liebhaber frisch gepresster Obstsäfte ist Ägypten ein Paradies. Überall gibt es billige Säfte, für die das Fruchtfleisch oft einfach nur püriert ist. Besonders schmackhaft: frische Mangosäfte zwischen Juli und November. Von den in Ägypten gekelterten Weinen sind der rote Obélisque und der weiße Giannaclis die besten. Neben den einheimischen Bieren Stella und Sakara werden im Land auch die Marken Löwenbräu und Carlsberg gebraut.

Schauen Sie in den Restaurants bitte unbedingt auf das Kleingedruckte der Speisekarten. Oft müssen Sie zum Preis noch verschiedene Steuern und Gebühren hinzuaddieren, die manchmal bis zu 21 Prozent ausmachen können. Bessere Cafés und Gaststätten erheben zudem nicht selten einen Mindestverzehr. Egal, was Sie essen oder trinken, Sie müssen dann auf jeden Fall die Minimum Charge zahlen.

Vergessen Sie nicht, dem Kellner, der Sie bedient hat, ein, zwei Pfund Trinkgeld zuzustecken - neben jenem Trinkgeld, das Sie dem kassierenden Kellner geben. Besonders in touristenarmen Zeiten ist das Bakschisch die einzige Einnahmequelle, sogar für fest angestelltes Restaurantpersonal.

Baba Ghannug

Püree aus gegarten Auberginen und Tahina

Baklawa

mit Nüssen gefüllte Teigpasteten

Fatier

die ägyptische Variante der Pizza aus knusprigem Blätterteig, süß oder würzig belegt bzw. gefüllt

Fesikh

gepökelter Fisch

Kufta

gegrillte Fleischröllchen vom Rind oder Hammel

Kunafa

Kuchen aus gebackenen Fadennudeln mit Nüssen und Sirup

Lahma bi-khudaar

Fleischeintopf mit Saisongemüse

Mahallabiyya

Pudding aus Reismehl

Molokhiyya

Nationalgericht: grüne, schleimige Suppe, die aus einem brennnesselähnlichen Kraut zubereitet wird

Pasterma

Formschinken aus gedörrtem Rind- oder Kamelfleisch im Gewürzmantel

Shawarma

die arabische Variante des Döner Kebab

Shish Tawuk

gegrilltes, entbeintes Hähnchen

Shorbet Ads

typische ägyptische Linsensuppe

Umm Ali

Nachtisch aus Blätterteig, mit Sahne, Nüssen und Rosinen überbacken

Wara ainab

Weinblätter, gefüllt mit würzigem Reis

Assier assab

Zuckerrohrsaft

Helba

heißes Getränk aus gekochtem Bockshornklee

Karkadeh

stark gesüßter Malvenblütentee, wird heiß oder kalt getrunken

Sachleb

süßes Milchgetränk mit Nüssen, Maisstärke und geraspelten Kokosnüssen


Einkaufen

Gewürze, Stoffe, Silber & Gold

Basare, Märkte und Ladenstraßen sind bunte, lärmende Feste für die Sinne

Für viele ist Ägypten ein Shoppingerlebnis, für andere ein Albtraum: Sie werden auf den Basaren angesprochen, müssen feilschen und wissen am Ende nie, ob sie übers Ohr gehauen wurden oder nicht. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken, die Ägypter handeln auch. Bieten Sie getrost nur zwei Drittel bis die Hälfte dessen, was der Händler haben möchte. Irgendwo in der Mitte werden Sie sich treffen. Grundregel: Je touristischer das Angebot, desto mutiger sollten Sie handeln. Bleiben Sie freundlich, flechten Sie einen Witz in die Unterhaltung mit ein! Das beeinflusst den Preis. In Krämerläden, Supermärkten und Shopping Malls ist Handeln unüblich bis verpönt.

Gewürze, Tee & Parfüm

In Luxor und Assuan finden Sie die besten Gewürze - und den besten Karkadeh (Malvenblüten). Die Blüten werden getrocknet nach Gewicht verkauft und gehören, wenn sie tatsächlich aus Oberägypten stammen, zu den besten der Welt. Eisgekühlter Karkadeh, also oberägyptischer Malvenblütentee, ist eine ideale, fruchtige und noch dazu gesunde Sommererfrischung.

Kunsthandwerk

Exzellentes ägyptisches Kunsthandwerk finden Sie fast überall. Auf dem Khan El-Khalili in Kairo residieren die Metallschmiede in einer ganzen Straße, stundenlang kann man dort zwischen kunst voll verarbeiteten Lampenschirmen, Tellern, Schalen oder Tabletts aus Kupfer und Messing verbringen. Den besten Silberschmuck fertigen die Beduinen in der Oase Siwa an. Die betörend schönen Arm reifen, Ketten und Ringe sind begehrte Sammlerstücke. Vasen, Brieföffner, Dosen und Statuen aus Alabaster kaufen Sie am besten in Luxor, denn hier werden sie hergestellt.

Malls & Boutiquen

Vor allem in Kairo, aber auch in den Badeorten haben in den letzten Jahren unzählige Shoppingmalls mit mehreren Dutzend, teilweise Hunderten Geschäften eröffnet. Die größte Shopping Mall des Landes ist das Citystars Centre in Kairo, in dem Sie auf zwei Etagen auch Dutzende verschiedene Läden für orientalische Souvenirs finden, nicht selten zu durchaus fairen Preisen. Versäumen Sie es auch nicht, einen Blick in die moderneren Boutiqen zu werfen! Ägypten ist berühmt für seine Baumwolle, und die Stücke sind hervorragend verarbeitet.

Musik & Tapes

Ein originelles Mitbringsel sind Koranrezitationen und arabische Popmusik. Die Kassetten kosten oft nur zwischen 1 und 2 Euro.

Wasserpfeifen

Möchten Sie sich eine Wasserpfeife mitbringen, dann stellen Sie sich Ihr persönliches Design zusammen! Und wenn Sie in Ägypten auch gleich noch das Zubehör inklusive Tabak kaufen, dann haben Sie ordentlich Geld gespart. Tabak gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, und er ist in jedem Fall erheblich billiger als in Ihrem Heimatland. Achtung: Die Zollbestimmungen für die Einfuhr von Tabakwaren in die EU gelten auch für Wasserpfeifentabak!


Kairo

Big Mango am Nil

Kairo ist eine der größten Städte der Welt und ein atemraubender Ort der Kontraste

Nur vom Flugzeug aus wird die Dimension dieser Megalopolis deutlich. Wie ein riesiger Teppich liegt die größte Stadt Afrikas ausgestreckt in der Sahara, ausgefranst an den Rändern, geflickt und ausgebessert in der Mitte, ein gigantisches Patchworkmuster der Zivilisation.

Endlos ziehen sich die Wohnviertel bis zum Horizont, aufgelockert von Moscheen, Minaretten und Magistralen, gleichmäßig von einem sandfarbenen Schleier bedeckt. In der Mitte zerschneidet der Nil die Betonlandschaft, eine von Wolkenkratzern gesäumte Lebensader, ohne die Kairo inmitten der Wüste nicht existieren würde.

Im Norden, auf der Ostseite des Nils, wurde vor über 6000 Jahren die Gründung der Siedlung On sorgfältig registriert - inklusive der Sternenkonstellation an jenem Tag, aus der Astronomen ein Datum verifizieren konnten: den 19. Juli 4241 v. Chr. Es stellt das erste wirkliche Kalenderblatt in der Menschheitsgeschichte dar. 35 km südlich davon, auf der Westseite des Nils und 1200 Jahre später, entstand Memphis, die Hauptstadt des ersten geeinten und damals bereits ungewöhnlich hoch entwickelten Pharaonenreichs. Dazwischen wuchs über die Jahrtausende eine Metropole heran, in der heute mindestens 17 Mio. Menschen leben. Kairo wirkt wie ein Staubsauger: Jeder vierte Ägypter wohnt bereits in der Hauptstadt, und täglich kommen mehr, Zehntausende jeden Monat, die meisten von ihnen aus der Provinz. Sie lassen sich in den Shantytowns am Stadtrand nieder oder auf den Friedhöfen und Dächern der Stadt. 67 Armenviertel existieren in und um Kairo. Die Stadt, behaupten Zyniker, sei vor allem Schall und Rauch. Ein ununterbrochenes Lärmkonzert erreicht fast jeden Winkel, gespielt auf Instrumenten wie Autohupen, plärrenden Fernsehern und den Lautsprechern an 1000 Minaretten und an einer noch größeren Anzahl von Laden- und Kellermoscheen, aus denen sich fünfmal am Tag der Gebetsruf wie ein geheimnisvoller Kanon über die Viertel legt. Eine Dunstglocke aus Auto- und Fabrikabgasen bedroht die Substanz jahrhundertealter Bauwerke, angereichert durch den fein zermahlenen Schlemmsand aus dem Niltal, der erbarmungslos durch jede noch so kleine Ritze dringt. Garküchen, Handwerksbuden und Kassettenkioske nehmen die Bürgersteige in Beschlag, durch die Straßen und Gassen quält sich der Verkehr. Kaum ein Meter dieses eng besiedelten Großraums bleibt ungenutzt. Nichts wird in dieser Stadt preisgegeben, es sei denn dem Verfall.

Aber Kairo besitzt einen Reichtum, für den man Monate bräuchte, um ihn zu entdecken und voll auszukosten. Einige der bedeutsamsten und schönsten Moscheen des Islam kann man hier sehen, 1000 Jahre alte Kirchen, das weltberühmte Altstadtviertel Khan El-Khalili - und natürlich die Pyramiden von Giza. Kein Ort in der arabischen Welt hat mehr Restaurants, Bars und Kaffeehäuser. Kaum sonst irgendwo treffen die Gegensätze einer Welt am Beginn des neuen Jahrtausends so unvermittelt aufeinander wie hier.

Glitzernde Shopping Malls stehen neben bunten arabischen Märkten. Auf dem Bordstein bietet ein Bauer aus Oberägypten im traditionellen weiten Männerkleid geröstete Maiskolben an, auf der anderen Straßenseite steht ein Riesenbildschirm, auf dem ununterbrochen Werbeclips dudeln. Während die einen Fladenbrot billig am staubigen Straßenrand von fliegenden Händlern kaufen, diniert die Upperclass französisch im 41. Stock des Grand Hyatt Hotels am Nil, in einem rotierenden Restaurant.

Al-Qahira, die Siegreiche, heißt Kairo auf Arabisch. In den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht wird sie auch Umm Al-Dunia genannt, die Mutter der Welt. In den letzten Jahren ist ein neuer Spitzname hinzugekommen: Big Mango, in Anlehnung an Big Apple für New York. Wie eine reife, oft überreife Frucht bietet die Metropole Genüsse und Eindrücke für jedes Sinnesorgan.

Die Nacht sollten Sie bei Ihrem Kairobesuch auf jeden Fall mit einplanen: zum Bummeln, Einkaufen und Ausgehen. Die Stadt beginnt den Tag nach Einbruch der Dunkelheit ein zweites Mal. Geschäftsviertel und Shopping Malls sind bis kurz vor Mitternacht belebt, Kaffeehäuser, die Nilpromenaden und die Gartencafés ebenfalls. Der Tag kann ganz den Sehenswürdigkeiten gehören. Für Stadtteile wie die Islamische Altstadt oder das Koptische Viertel sollten Sie unbedingt mindestens einen halben Tag veranschlagen.


Für 1£E, also nicht einmal 15 Cent, bringt Sie der Nile Bus kilometerweit durch die Innenstadt. Abfahrt halbstündlich, z.B. von Maspero (schräg gegenüber dem Hotel Hilton Ramses).


Oberägypten

Götter, Tempel und hundert Tore

Am Nil entlang zwischen Luxor und Assuan geht es geradewegs in die Ewigkeit - eine Zeitreise an die Wiege der menschlichen Zivilisation

Die klassische Ägyptenreise führt den Nil entlang nach Süden, über Luxor bis nach Assuan. Klassisch darf hier getrost im Wortsinn verstanden werden.

Wenn Ägypter stolz von ihrem Land als der Wiege der Zivilisation sprechen, dann meinen sie vor allem diesen schmalen Streifen, der einige Kilometer, manchmal nur wenige Meter fruchtbaren Bodens links und rechts des Nils umfasst und der mit einigen der faszinierendsten Kulturdenkmäler der Welt aufwartet. Aufgefädelt wie an einer Kette stehen sie in der Landschaft. Abydos, wo die weltweit ältesten Texte gefunden wurden, das Amarna von Echnaton und Nofretete, das hunderttorige Theben, Luxor, Philae, Abu Simbel - die Namen der Stätten lesen sich wie aus einem Märchenbuch.

Vor 5400 Jahren wurden die Hieroglyphen aufgezeichnet, die man in Abydos fand. Zu jener Zeit entwickelte sich im alten Ägypten bereits eine ausgefeilte Bürokratie als Teil einer Gesellschaftspyramide, in der jeder seinen Platz hatte, gottgleiche Herrscher, Beamte, Bauern, Händler, Schreiber oder Tempeldiener. Als im 19. Jh. Forschungsreisende Superlative wie "unbegreifliche Tempelwelt", "Stadt von Riesen" oder einfach "kolossal" in ihre Notizbücher schrieben, war diese Welt längst buchstäblich versunken, im Wüstensand, manchmal bis an das obere Ende der Tempelsäulen. Die Entdeckungen lösten eine wahre Ägyptomanie in Europa aus, und schon bald fuhren die Nilkreuzer Thomas Cooks, des Erfinders der Pauschalreise, reiche Urlauber bis nach Assuan. Oberägypten wurde zum milden Winterrefugium von gelangweilten Bohemiens, aber auch von Schriftstellern und Künstlern, die ihren Traum vom Anderssein in die geheimnisvolle Welt des alten Ägypten projizierten, und das bis heute.

Die Nilkreuzfahrt ist auch heute noch die bevorzugte Reiseform im Land der Pharaonen. Eine exotische Alternative können Sie in Luxor und Assuan direkt am Ufer buchen: mehrtägige Touren mit einer Felukke, bei der der Bootsführer auf seinem Segelboot für Sie kocht. Treffen Sie vor Reisebeginn eindeutige Abmachungen über den Tourverlauf, schauen Sie sich das Boot genau an, und vergessen Sie Schlafsack und Taschenlampe nicht!

Die Reise in den breiten 1.-Klasse-Schlafsesseln in einem der Abendzüge von Kairo spart eine Nacht im Hotel und dauert nach Luxor etwa neun und nach Assuan 13 Stunden, mindestens zwei bzw. sechs davon im Licht des anbrechenden Morgens. Vor allem am Bahnhof von Luxor warten Dutzende von Schleppern auf den einfahrenden Zug und halten Ihnen schon auf dem Bahnsteig kleine Fotos von Hotels unter die Nase. Ignorieren Sie sie! Die Schlepper erhalten eine Provision für jeden Gast, den sie bringen, und immer mehr seriöse Hotels, auch billige, verzichten auf diese Art des Gästefangs. In fast allen Orten bieten Verleihe Fahrräder an, auch in den besseren Hotels. Wenn Sie die Zeit haben, dann mieten Sie sich ein Rad, stundenweise oder für den ganzen Tag. Eine Fahrradtour in die malerische Umgebung gibt Ihnen Gelegenheit, dem Touristenrummel zu entfliehen.


In Assuan können Sie alles vergessen - die nervöse Hektik Kairos, die Aufdringlichkeit der Souvenirverkäufer von Luxor, den westlich orientierten Trubel in den Badeorten des Roten Meers.


Der Ort, drei Bahnstunden von Kairo entfernt, ist eine oberägyptische Kleinstadtidylle, trotz seiner gut 250000 Einwohner.


Luxor gleicht einer Bühne, auf der ganz grundverschiedene Schauspieltruppen aufeinander treffen.


Tagestouren mit dem Fahrrad durch Luxor, nach West-Theben und in die Umgebung sind billiger und romantischer als Taxifahrten (ab 1,40 Euro pro Tag, Ausleihstationen überall im Ort).


Alexandria & Siwa

Fin de Siècle und Paradiesgärten

Alexandria, die einstige Perle am Mittelmeer, und die Oase Siwa, die Insel der Glückseligen, liegen nur wenige Autostunden voneinander entfernt

Nördlich von Kairo verzweigt sich der Nil in zwei Hauptarme, die, bevor sie ins Mittelmeer fließen, den mitgeführten fruchtbaren Schlamm ins Delta spülen.

Unzählige Nebenarme und Kanäle bewässern ein Gebiet, das ohne Übertreibung als der Garten Ägyptens bezeichnet werden kann. Reisende durchfahren das Delta vor allem auf dem Weg nach Alexandria. Die Stadt am Mittelmeer, die Alexander der Große 332 v. Chr. gründete, gibt es mindestens zweimal: einmal als Mythos und einmal in der Wirklichkeit. Ihr Name klingt, als könnte man es gar nicht vermeiden, zu ihrer Beschreibung Wörter wie Ambiente und Flair zu verwenden. Er klingt nach großer Historie und zugleich nach mediterraner Strandpromenade, auf der die Hautevolee Europas und des Orients flaniert.

Das wirkliche Alexandria von heute, das die Ägypter Al-Iskanderiyya nennen, ist eine stattliche Industriestadt, die etwa 6 Mio. Einwohner hat. Man erreicht sie aus Kairo mit dem Zug oder dem Reisebus, der die Wüstenautobahn nimmt.


An das Alexandria von früher erinnert nur noch wenig. Einst residierten hier die Ptolemäer-Könige, und Kleopatra beging hier Selbstmord.


Ägyptens schönste Oase (etwa 20000 Ew.) ist heute relativ leicht zu erreichen - mit dem Bus oder dem Auto von Alexandria über Marsa Matrouh in sechs bis acht Stunden.


Das Alexandria Centre of Arts (1, Tariq al-Horreya | Tel. 03/4956633) veranstaltet regelmäßig Konzertabende, zu denen der Eintritt frei ist.


Westliche Oasen

Palmenhaine, Wanderdünen und bizarre Felsen

Die Reise durch das unendliche Sandmeer der Westlichen Wüste führt in eine fremde Welt am äußersten Rand der Zivilisation

Bis heute lassen sich Ägypter nur schwer dazu überreden, aus dem fruchtbaren, aber dicht besiedelten Niltal wegzuziehen. Dabei warten westlich des Nils Palmengärten, Olivenhaine sowie Quellen, aus denen das Wasser von ganz allein sprudelt.

Aber um dorthin zu gelangen, müssen Hunderte von Kilometern zurückgelegt werden, durch einen der trockensten und heißesten Landstriche des Planeten - durch die Libysche oder Westliche Wüste. Kairo am nächsten liegt die Oase Bahariyya, etwa 350 km entfernt. Von hier aus erreichen Sie in einem großen Bogen auf einer gut ausgebauten Landstraße die anderen Oasen - nach drei Stunden Fahrt Farafra, nach weiteren vier Stunden Dakhla und schließlich nach weiteren drei Stunden die Oase Kharga. Unterwegs können Sie die Wüste als grandioses Naturschauspiel erleben: Bizarre Felsen oder majestätische Wanderdünen, deren Muster immer neue Formen und Farben annehmen. Die Pharaonen kontrollierten die Oasen vom Niltal aus, später beherrschten Griechen, Perser und Römer den Landstrich. Sie alle hinterließen Festungen, Tempel und Gräber, deren Ruinen seit Jahrhunderten Forschungsreisende anlocken. Täglich befahren Busse die Strecke vom Turgoman-Busbahnhof in Kairo aus. Für alle Oasen gilt: Kamel-, Allrad- oder Taxitouren können in den Hotels oder den Kaffeehäusern organisiert werden.


Valley of the Golden Mummies, Dinosaurierhimmel - das sind Namen, mit denen es Bahariyya (35000 Ew.) vor einigen Jahren in die Weltpresse schaffte.


Dakhla ist eine Idylle. Kräftig hebt sich das Grün der Plantagen im Zwielicht der Dämmerung von dem rosa leuchtenden Steilhang ab, der die Senke begrenzt.


Vor dem Bau der Asphaltstraße 1978 lebten etwa 1500 Menschen in Farafra, heute sind es fast 20000, überwiegend Neuankömmlinge aus dem Niltal.


El-Kharga, der Hauptort der Oase, ist eine moderne, wenig attraktive Stadt mit über 50000 Einwohnern.


Wer die Oasenferien in Camps und Billighotels verbringt, kann sich im klimatisierten Restaurant des International Hot Spring Hotel zwischendurch den Luxus eines Frühstücks gönnen, das billig, aber richtig gut ist (£E | 30, Bahariyya, Bawiti | Tel. 02/38472322 | Fax 02/38472322 | www.whitedeserttours.com).


Sinai

Wo Gott zu den Menschen sprach

Majestätische Berge hüten das heilige Zentrum der Halbinsel, an ihren Rändern jedoch wird getaucht, gesurft, gefeiert und getanzt

Egal, von wo Sie kommen, direkt aus Europa, aus Kairo oder von Hurghada - der Sinai ist innerhalb weniger Stunden gleichermaßen gut zu erreichen.

Die Chartermaschinen aus Europa landen meistens in Sharm El-Sheikh, dem lärmenden Badeort an der Südspitze des Sinai mit seinen der Küste vorgelagerten Korallenriffen, die viele für die schönsten der Welt halten, in einem Meerwasser, das so klar ist, dass einem schwindlig wird, wenn man vom Boot aus in die Tiefe guckt.

Aber nur bei der Anreise mit dem Bus spürt man von Anfang an, dass der Sinai ein besonderer Ort ist. Die faszinierende Bergwelt zieht vorüber, majestätisch, still und geheimnisvoll, vor allem auf den Strecken nach Nuweiba und über das Katharinenkloster. Wissenschaftler aus aller Welt haben diesen biblischen Landstrich auf der Suche nach alttestamentarischen Belegen durchkämmt. Vermutlich mehrere Tausend Israeliten unter Führung des Propheten Moses durchwanderten ihn nach ihrem Auszug aus Ägypten ins Gelobte Land. Der Berg, auf dem Moses die Zehn Gebote empfangen haben könnte, erhebt sich unmittelbar südlich des Katharinenklosters, im Zentrum des Sinai. Etwa 300000 Menschen leben auf der Halbinsel, vor allem in den Küstensiedlungen. Die Ostküste bietet alles, was Touristenherzen begehren: Luxusresorts und billige Bambushütten, Tanzbars, Technotempel, Tauch- und Surfschulen, schöne Strände - und Sonne das ganze Jahr.


Die einstige Hippiehochburg zwei Autostunden nördlich von Sharm El-Sheikh hat in den 1990er-Jahren etwas von ihrem Charme verloren, aber seit einiger Zeit kümmern sich die vielen Tauchschulen-, Camp- und Strandcafébetreiber gemeinsam um ihren Ort.


Das Kloster ist Ziel von Pilgern aus aller Welt. Vor über 1400 Jahren ließ es der römische Kaiser Justinian I. errichten, an der Stelle, so sagt man, an der Gott Moses im Brennenden Dornbusch erschien.


Nur wenige Reisegruppen kommen hierher, aber Nuweiba hat Fans, die auf den kleinen Ort 70 km südlich der Grenze zu Israel und seine Menschen schwören.


Ende der 1980er-Jahre setzte der große Boom ein: Aus dem einstigen kleinen Fischerdorf an der Südspitze des Sinai entwickelte sich im Zeitraffertempo ein Strandparadies für Pauschalurlauber.


Taxifahrten in Sharm El-Sheikh sind relativ teuer. Im gesamten Ort verkehren jedoch auch Kleinbusse. Die können Sie unterwegs anhalten und ab 1 £E so weit mitfahren, wie Sie möchten.


Rotes Meer

Lagunen, Korallenriffe und Sandstrände

An der Küste des Roten Meers pulsiert der Bade- und Spaßbetrieb das ganze Jahr über

Über 1000 km erstreckt sich die Küste, die das ägyptische Festland von der Nordspitze des Golfs von Suez bis zur sudanesischen Grenze im Süden mit dem Roten Meer verbindet, parallel zum Tal des Nils. Der Fluss fließt in mindestens 140 km Entfernung.

1000 km weißer Sandstrand und felsige Buchten, Palmenhaine, Korallenriffe und im Hinterland rötlich leuchtende Gebirgshänge. InshaAllah, so Gott will, wird innerhalb der nächsten zehn, 15 Jahre ein beträchtlicher Teil dieses Landes mit Feriensiedlungen, künstlichen Städten, Tauch- und Surfcentern zugebaut sein. Die Regierung will es, private Investoren wollen es auch und europäische Reiseveranstalter sowieso. Irgendjemand führte das Schlagwort "Riviera des Nahen Ostens" ein, und inzwischen ist diese Vision Wirklichkeit. Hurghada ist das Zentrum dieses Trubels, mit über 100 aneinandergereihten Beachresorts, unterbrochen nur von Baustellen. 22 km nördlich davon befindet sich das elegante El-Gouna. Bei Marsa Alam, 300 km südlich von Hurghada, wurde jüngst ein weiteres Areal mit noch unberührten Stränden und Buchten erschlossen. Wegen der relativen Nähe bieten sich Ausflüge ins Niltal, zum Beispiel nach Luxor, an. Sie sollten dort auf jeden Fall eine oder mehrere Übernachtungen einplanen! Mit dem Katamaran erreicht man auch den Sinai schnell, von Hurghada in anderthalb Stunden.


Für viele hat die Siedlung 22 km nördlich von Hurghada einen Nachteil: Sie ist komplett am Reißbrett entstanden und eine Spur zu perfekt.


Innerhalb von 20 Jahren wurde aus dem kleinen, verschlafenen Fischerdorf mit ehemals nur zwei Hotels ein Ferienparadies, das sich endlos am Strand entlangzieht und in dem 50000 Ägypter überwiegend vom Tourismus leben.


Als gälte es, die verlorene Zeit aufzuholen, wird seit dem Aufheben der militärischen Sperrgebietszone südlich von Marsa Alam vor einigen Jahren ein Tourismusprojekt nach dem anderen eingeweiht - sehr zum Leidwesen der Taucher, die seit zwei Jahrzehnten schon hierher kommen, um die schönsten Korallenriffe des Landes zu sehen.


Besonders idyllisch, überschaubar und überraschend sauber ist der kleine Ort (70000 Ew.) 140 km südlich von Hurghada.


Die öffentlichen Strände Hurghadas (Ortsteil Ad-Dahar sowie Siqala) sind kostenlos und derzeit in ganz gutem Zustand, verglichen mit dem vergangener Jahre.


Ausflüge und Touren

Pilger, Abenteurer, Sonnenhungrige

Per Schiff auf dem Nil eine Kreuzfahrt unternehmen oder zu Fuß auf dem Berg Sinai heilige Stätten besuchen: zweimal Ägypten intensiv

Mit dem Schiff zu den schönsten Tempeln Ägyptens

Ägypten ist ein Geschenk des Nils. Dieser viel zitierte Satz von Herodot könnte Ihnen wieder in den Sinn kommen, wenn Sie mit einem Kreuzfahrtschiff auf dem Nil zwischen Luxor und Assuan unterwegs sind. Nilkreuzfahrten sind eine praktische und schöne Angelegenheit zugleich: Sie haben Zeit, sich auf dem Sonnendeck zu entspannen, besuchen zwischendurch die interessantesten antiken Stätten in Oberägypten und können die vorbeiziehende Landschaft genießen, als werde Ägypten als das Geschenk des Nils diesmal Ihnen persönlich dargebracht.

Nachtwanderung auf den Mosesberg

Der nächtliche Aufstieg auf den Mosesberg gehört nicht nur für Pilger aller drei monotheistischen Weltreligionen - Juden, Christen und Muslime - zu den Höhepunkten einer Sinaireise. Nacht für Nacht versammeln sich Dutzende von Besuchern aus aller Welt auf seinem Gipfel, um in 2285 m Höhe den legendären Sonnenaufgang zu bestaunen. Der Aufstieg auf den Berg Sinai dauert etwa drei Stunden, ist anstrengend, aber erfordert keine physischen Höchstleistungen. Am Tag kann er ohne einen Führer unternommen werden, bei Nacht sollten Sie sich jedoch unbedingt einem beduinischen Führer anschließen (ab 6 Euro).


24h

Ein Tag in Sharm El-Sheikh

Action Pur und einmalige Erlebnisse. Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout

Backende Beduinen

Zum Chilloutfrühstück mit den Meistern des Chillens, den Beduinen, gehts in die Wüste. Fladenbrot auf die glühende Holzkohle legen und mit Sand bedecken. Das Backofenprinzip funktioniert. Zum lecker Brot gibts Käse, orientalische Mezzen, arabischen Mokka und obendrauf eine Kulisse wie aus einem Werbeclip. Wo? Sharks Bay Bedouin Home | Tel. 69/3660107

Haie in Sicht

Vor der 50 m hohen Klippe des Ras Mohammed jagen Haie im offenen Wasser. Fernrohre auf dem Gipfel sind vorhanden. In der idyllischen Bucht nebenan kann man gefahrlos ins Meer sinken und an faszinierenden Korallenriffen schnorcheln. Wo? 30 km südlich von Sharm El-Sheikh

Fast & Furious

Treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe: eine Quadrunner-Rallye im Wüstensand, am besten mit Freunden, auch für Anfänger geeignet. Wo Red Sea Star? | Gafy Land Resort | Tel. 012/7960517

Biketour im Mangrovenhain

Mit dem Rad gehts entlang des nördlichsten Mangrovenhains der Welt zur größten Arakplantage des Nahen Ostens, Fischadler und Steinböcke in Sichtweite. Die Äste des Arakbaums dienen den Beduinen noch heute zum Zähneputzen. Der Fisch im Freiluftrestaurant von Umm Mustapha, der Mutter von Mustapha, ist köstlich. Fahrradverleih am Eingang des Nabq-Nationalparks. Wo? 30 km nördlich von Sharm El-Sheikh

Rauchzeichen am Strand

Wasserpfeife, kühle Cocktails und sanfte Downbeats aus den Clubs von London und Barcelona machen aus einem faulen Strandnachmittag ein Wellnessevent. Den Shishatabak gibts in zwei Dutzend Sorten, sogar mit dem Geschmack von Cappuccino oder Spearmint. Wo? Maya Maya Beach in Sharm El-Maya

Hoch zu Ross

Ausritt mit rassigen Pferden zum Sunsetdinner in der Felswüste. Arabische Küche mit Beduinen-Garantie und Karl-May-Ambiente - diese Felsen könnten auch in Arizona stehen. Wo? Edelweiss Equestrian | Tel. 069/3601466

Holiday on Ice

Nichts erfrischt besser bei 35 Grad Außentemperatur als ein paar Runden auf dem Eis. Schlittschuh laufen ist im Orient kein Volkssport, aber auf der Eisbahn des Concorde El Salam Resorts der letzte Schrei. Wo? Tel. 069/3601460 | Preis: 72 £E inklusive Schlittschuhausleih

Party-Tempel in der Wüste

DJs aus ganz Europa buhlen um einen Gig unter dem Sternenhimmel des Echo Tempels. Bei den legendären House Nation Partys tanzen Tausende Einheimische und Touristen hier zu den neuesten House-Beats zwischen den Felsen des Sinai. Wo? Infos unter www.sharmevents.com

Nomade für eine Nacht

Mit dem Jeep gehts zum Nachtlager weit weg in die Wüste, aber kaum einer will dort vor dem Sonnenaufgang schlafen. Die Beduinen musizieren am Feuer, und der Sternenhimmel ist fast noch besser als die Lasershow vom Echo Tempel. Wo? Ghazalah Tours, Schlafsäcke vorhanden | Tel. 069/3600150


Sport und Aktivitäten

Tauchen und Surfen, Golf und Reiten

Faszinierende Korallenriffe, böige Buchten und ausgedehnte Strände - die besten Plätze für Ihren Lieblingssport

Die konstante Wassertemperatur, die selten unter 20 Grad sinkt und durchschnittlich bei 22 Grad liegt, hat im Roten Meer das Entstehen jener Korallenriffe begünstigt, die viele für die farbenprächtigsten und faszinierendsten der Welt halten.

Überall an der ägyptischen Küste des Roten Meers gehörten Sporttaucher deshalb zu den Pionieren unter den Touristen. Lange bevor die großen Bettenburgen entstanden, schlugen sie hier ihre Zelte auf, besiedelten kleine Hüttendörfer und fuhren mit Booten hinaus an die damals noch unberührten Riffe.

Das Rote Meer ist immer noch eines der Topziele für Taucher aus aller Welt. Dafür sorgen allein schon einige Hundert Tauchcenter, unter ihnen alle wichtigen internationalen Clubs und Schulen. Damit das Geschäft stimmt, werden auch Anfänger mit Schnorcheltouren und Schnupperkursen ins Wasser gelockt. Die Riffe litten erheblich unter dem Ansturm, besonders vor Hurghada. Dort schlossen sich eine Reihe von Tauchclubs der Hurghada Environmental Protection and Conservation Association (HEPCA) an, die deren Aktivitäten überwacht. Möchten Sie diese Arbeit unterstützen, dann wählen Sie einen dieser Tauchclubs.

Darüber hinaus kann man in Ägypten außer schnorcheln und tauchen auch hochseefischen, segeln, windsurfen, reiten und Golf spielen. Das größte Angebot an Freizeitmöglichkeiten finden Sie an den Küsten des Roten Meers, während Sport im Niltal und in Kairo im Wesentlichen auf die Hotels beschränkt bleibt.

Golf

Auf drei historischen Anlagen aus dem 19. Jh. und auf acht neuen, die erst in den letzten Jahren entstanden, kann man in Ägypten Golf spielen. Fünf Plätze gibt es in und um Kairo. Auf dem schönsten spielt man mit Blick auf die Pyramiden von Giza. Er gehört zum Mena House Oberoi Hotel. Die Anlage auf den Katameya Heights im Osten der Stadt ist die nobelste. Der Golfplatz des Steigenberger-Hotels in El-Gouna ist von Lagunen umgeben (www.elgouna.com), der in der Soma Bay südlich von Hurghada wurde von der Golflegende Gary Player entworfen (www.thecascades.com). Neben diesen Plätzen gibt es weitere in Kairo, Alexandria, Sharm El-Sheikh und Luxor - Informationen finden Sie unter www.touregypt.net/golfcourses.htm.

Jetski, Wasserski & Paragliding

Private Anbieter finden Sie auf dem Sinai in Sharm El-Sheikh und in Ras Sudr sowie an der Westküste in Hurghada und El-Gouna. Südlich von Quseir sind diese Aktivitäten zum Schutz der Unterwasserwelt weitestgehend untersagt.

Reiten

Wer will nicht einmal an den Pyramiden von Giza auf einem Pferd in die Wüste reiten? Richtige ägyptische Schlepper kennen natürlich die geheimsten Wünsche der Touristen, und deshalb passiert es in der letzten Zeit, dass Pyramidenbesucher von Taxifahrern gleich direkt zu kleinen Pferdeställen unweit der Sound-&-Light-Show gefahren werden - wo Reitführer Ihnen dann sagen, dass ausgerechnet heute das Pyramidengelände geschlossen sei, aber man könnte ja billig mit einem Pferd... Glauben Sie ihnen kein Wort, vor allem nicht das mit dem billig! Für einen Ausritt wenden Sie sich besser an autorisierte Ställe, z.B. AA (Tel. 02/33850531) oder Eurostable (Tel. 02/33855849), beide in Pyramidennähe. Am Roten Meer und auf dem Sinai organisieren Beduinen Reittouren. El-Gouna besitzt mit Yalla Horsestable eine eigene Reitschule, die Ausritte in die Wüste und am Strand entlang sowie Ponyreiten für Kinder im Programm hat (Tel. 010/1366703 | www.yallahorses.ch.vu).

Tauchen

Die Entscheidung für eine der vielen Tauschschulen kann Ihnen keiner abnehmen, eine Hilfe können aber verschiedene Zertifikate sein. Überprüfen Sie, ob das Center Mitglied einer international anerkannten Ausbildungseinrichtung ist.

Windsurfen

Ungetrübter Beliebtheit unter Surfern erfreut sich Hurghada, obwohl die Uferbebauung die ablandigen Winde mehr und mehr abschwächt. Populär ist die Bucht vor dem Magawish Hotel. Bretter können Sie überall mieten, z.B. im Pro Center. Dort werden auch Kurse in deutscher Sprache angeboten (www.procenterfriedl.com). Mindestens ebenso geeignet zum Surfen ist die Gegend um Ras Sudr an der Westküste des Sinai, am Golf von Suez gelegen. Die Ausrüstung kann man u. a. im hervorragend ausgestatteten Surfcenter des Concorde Royal Beach Hotels (Tel. 069/3400101) mieten.

Yachthäfen

Immer neue Yachthäfen entstehen an der Rotmeerküste Ägyptens. Schon heute bieten eine große Anzahl ägyptischer Yachten mehrtägige Angel- und Tauchtouren auf dem Roten Meer an. Eine lange, aber bisher unvollständige Liste finden Sie unter www.touregypt.net/egyptboats.htm.


Mit Kindern reisen

Im Land der Kindernarren

Kreuzfahrerburgen, Minarette und die geheimnisvolle Welt der Pharaonen - Ägypten ist ein Märchenland wie aus Tausendundeiner Nacht

Solange Ägypter Kinder sind, dürfen sie alles. Sie spielen bis um Mitternacht Fußball in der Gasse, stellen die gesamte Wohnung auf den Kopf und dürfen überall laut sein. Kinder werden überallhin mitgenommen, selbst in die Spätvorstellung der Kinos.

Ägypten als kinderfreundliches Land zu bezeichnen ist deshalb eine pure Untertreibung. Wo immer Sie mit ihnen hinkommen, Ihren Kleinen wird man alles nachsehen, egal, ob sie im Restaurant die Cola umstoßen oder die gesamte Zugfahrt über lärmen.

An vielen Orten im Land werden Ihnen auf der Straße ägyptische Kinder begegnen, die betteln oder kleine Waren verkaufen. Bereiten Sie Ihre eigenen Kinder darauf vor! Und schützen Sie sie überall vor der starken Sonneneinstrahlung und der Hitze. Tipps aller Art für einen Ägyptenaufenthalt mit Kindern erhalten Sie unter www.kairofamiliennetz.de.


Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Ägyptenreise

Anreise

Direktflüge mit Egypt Air (www.egyptair.com) kosten ab 350, mit Lufthansa ab 400 Euro. Billiglinien wie z. B. TUIfly (www.tuifly.com) bieten günstige Flüge nach Hurghada, Sharm El-Sheikh, Kairo und Luxor an. Tickets von Egypt Air müssen mindestens drei Tage vor dem Rückflug vor Ort rückbestätigt werden.

Fremdenverkehrsämter

Kaiserstraße 64 a | 60329 Frankfurt | Tel. 069/252153 | Fax 239876 | www.touregypt.net

Deutsche Botschaft

8 b Sharia Hassan Sabri/Sharia Berlin | Zamalek, Kairo | Tel. 02/27282000 | Fax 27282159 | www.kairo.diplo.de

Österreichische Botschaft

5 Sharia Wissa Wassef/Sharia El-Nil | El-Riad Tower | Giza, Kairo | Tel. 02/35702975 | Fax 35702979 | www.austriaegypt.org

Botschaft der Schweiz

10 Sharia Abd Al-Khaliq Tharwat | Downtown Kairo | Tel. 02/25758133 | Fax 25745236

Ägyptische Konsulate

Stauffenbergstraße 6-7 | 10785 Berlin | Tel. 030/47901880 | Fax 4774000

Einreise

Ihr Reisepass muss am Einreisetag noch mindestens drei Monate gültig sein. Das Visum erhalten Sie bei den ägyptischen Konsulaten im Heimatland oder direkt am Flughafen in Ägypten bzw. am Grenzübergang. Im Flugzeug werden weiße Karten verteilt, die Sie ausfüllen und später bei der Passkontrolle vorlegen müssen. Wenn Sie noch kein Visum besitzen: Die Visamarken gibt es an den Geldwechselschaltern vor der Passkontrolle. Das vor Ort ausgestellte Touristenvisum ist vier Wochen und nur für eine Einreise gültig. Wer von einem Israel- oder Jordanien-Ausflug wieder nach Ägypten zurückreisen will, braucht ein Reentry-Visum.

Fotografieren

Außer militärischen Anlagen sowie Häfen, Brücken, Bahnhöfe und Flugplätzen dürfen Sie alles fotografieren. In Museen und Pharaonengräbern ist meistens die Benutzung von Blitzlicht und Stativ untersagt. Filme sind in Ägypten teuer und manchmal schlecht gelagert.

Frauen

Auch für allein reisende Frauen ist Ägypten ein sicheres Land. Touristinnen werden oft von ägyptischen Männern angesprochen und umworben, besonders in den Urlaubsorten. Das kann lästig sein, gefährlich ist es in der Regel nicht. Vermeiden Sie alles, was Ihrem Gegenüber Hoffnung auf eine Affäre machen könnte! Tragen Sie einen Ehering, notfalls einen geborgten! Erzählen Sie einfach von Ihrem Ehemann und von Ihren Kindern! Gehen Sie engem Körperkontakt, zum Beispiel in überfüllten Bussen, aus dem Weg. Vermeiden Sie Kleidung, die zu sehr den Körper betont, sowie kurze Röcke und schulterfreie Shirts! Kurzärmelig ist okay. In aufdringlicheren Situationen werden Sie einfach so laut, dass alle Umstehenden Sie hören können. Man wird Ihnen schnell helfen.

Gesundheit

Spezielle Schutzimpfungen sind nicht vorgeschrieben. Es ist ratsam, gegen Tetanus und Kinderlähmung geimpft zu sein. Malariaprophylaxe ist von Juli bis November für das Delta und die Oasen empfehlenswert. In ländlichen Gebieten besteht das Risiko, sich mit Hepatitis A anzustecken. In stehenden Gewässern und im Nil nicht baden: Bilharziose-Gefahr! Essen Sie nur geschältes oder gründlich gewaschenes Obst und Gemüse! Das Leitungswasser ist gechlort, in Kairo kann es getrunken werden. Die medizinische Versorgung ist gut. Fast alle Medikamente sind erhältlich. Behandlungskosten müssen vorher bezahlt werden. Schließen Sie eine Reisekrankenversicherung ab!

Internet

Eine Stunde Surfen in einem der zahlreichen Internetcafés kostet ab 2 £E. Sollten Sie mit dem eigenen Laptop reisen: Seit 2002 kostet der Internetzugang in den Ballungsgebieten nur die Gebühren eines Ortsgesprächs, etwa 1 £E. Zugangsnummer wählen, zum Beispiel 07777777, und ohne Passwort und Benutzernamen einloggen!

Kleidung

Leichte, luftige Kleidung eignet sich am besten. Für den Winter sollten Sie jedoch unbedingt einen Pullover und eine warme Jacke dabeihaben. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Shorts wirken auch bei Männern lächerlich. Generell gilt: Je weiter Sie sich von den Urlaubszentren entfernen, desto besser ist es, auf das Tragen knapper Badebekleidung zu verzichten. In den heißen Quellen der Oasen sollten Frauen mit Rücksicht auf die Traditionen der Oasenbewohner nicht im Bikini baden.

Mietwagen

Internationale Autovermietungen wie Hertz, Avis und Budget besitzen Niederlassungen in den großen Städten und in den Badeorten, meistens in besseren Hotels und an den Flughäfen. Daneben gibt es eine Reihe nationaler Anbieter. Ein Kleinwagen kostet pro Tag ca. 50 Euro, pro Woche etwa 350 Euro.

Minen

In den Wüsten sowie an den Küsten des Roten Meers liegen immer noch Minen aus den verschiedenen Kriegen. Verlassen Sie die Wege deshalb nie oder nur unter ortskundiger Begleitung, nehmen Sie Warnschilder und Absperrungen wie Zäune ernst, und baden Sie im Meer nur an Stränden, an denen das Baden üblich ist.

Notruf

Polizei: Tel. 122; Feuerwehr: Tel. 125; Notarzt: Tel. 123

Öffentliche Verkehrsmittel

Alle Regionen sind gut zu erreichen. Die beste Zugverbindung besteht zwischen Kairo und Alexandria. Auf der Fahrt von Kairo nach Luxor sowie Assuan bieten sich die 1.-Klasse-Wagen sowie Schlafwagenzüge an, Tickets ab etwa 50 £E. Tickets generell einen Tag im Voraus kaufen, Ermäßigung mit internationalem Studentenausweis. Die meisten Busse ab Kairo starten am Turgoman-Busbahnhof, Reisebusse nach Sinai fahren vom Sinai-Terminal in Abassiyya. Eine Alternative zu Bus und Bahn sind Sammeltaxis.

Öffnungszeiten

Einkaufen können Sie ab morgens gegen 10 Uhr bis etwa 20 Uhr am Abend, freitags ab etwa 14 Uhr. In den Einkaufsstraßen der Städte und an den Promenaden der Badeorte wird nicht selten bis 23 Uhr verkauft. Banken schließen freitags und samstags, Behörden nur freitags. Im Fastenmonat Ramadan gelten Sonderöffnungszeiten.

Post

Postämter sind täglich außer freitags (8-15 Uhr) geöffnet. Briefe kommen nach fünf bis sieben Tagen an. Stecken Sie Ihre Post nur in die Briefkästen an den Postämtern, oder geben Sie sie an der Hotelrezeption ab!

Preise & Währung

Das ägyptische Pfund (£E oder EGP) unterteilt sich in 100 Piaster (PT). Die Preise in diesem Band sind dann in Euro oder Dollar angegeben, wenn ihr Gegenwert in Pfund wegen des Währungsverfalls starken Schwankungen unterliegt. Bezahlt werden kann aber nahezu alles im Land in ägyptischen Pfund. Nur einige bessere Hotels bevorzugen Euro oder Dollar. Fragen Sie bitte rechtzeitig vorher! Banken und Wechselstuben tauschen die gängigen Devisen (Euro, Dollar) sowie Travellerschecks ein. An Geldautomaten erhält man problemlos Bargeld mit der Kredit- oder Maestrokarte. Diese Karten werden auch in vielen Restaurants, Hotels und Geschäften sowie in Kairo auch in den Supermärkten akzeptiert. In die Oasen müssen Sie Bargeld mitnehmen, hier haben Sie keine Möglichkeit, Geld abzuheben. Heben Sie alle Umtauschbelege auf. Geldrücktausch ist möglich, es dürfen nur bis zu 5000 £E ein- bzw. ausgeführt werden.

Reisezeit

Die beste Reisezeit liegt zwischen November und April. In den übrigen Monaten herrscht besonders in Oberägypten eine drückende Mittagshitze mit nicht selten über 40 Grad.

Sicherheit

Ob in den Großstädten oder auf den Dörfern, Sie können sich rund um die Uhr sicher bewegen. Übergriffe auf Ausländer kommen so gut wie nicht vor, abgesehen von Taschendiebstählen im Gewühl der Touristenbasare. Nach den Attentaten von 1997 in Luxor und Kairo wurden die Sicherheitsmaßnahmen erheblich verschärft. Fast alle Ägypter verurteilen Gewalt gegen Touristen entschieden. Aktuelle Informationen im Internet unter www.auswaertiges-amt.de

Strom

Die Netzspannung beträgt 220 Volt. Adapter sind nicht nötig.

Taxi

Fast alle Taxis besitzen Taxameter, die den Fahrpreis anzeigen, aber sie funktionieren entweder nicht oder werden nicht eingeschaltet. Der Fahrpreis ist generell Verhandlungssache. Eine Fahrt im Stadtinnern von Kairo kostet zwischen 3 und 10 £E, bis zu den Pyramiden etwa 30 £E. Taxis, die vor den großen Hotels warten, verlangen häufig ein Vielfaches des üblichen Preises.

Telefon & Handy

Gespräche nach Europa sind teuer, ab 0,50 Euro pro Minute. Wenn Sie von Hoteltelefonen oder von Ihrem mitgebrachten Handy aus anrufen, dann vervielfacht sich dieser Preis. Die Vorwahl für Ägypten ist 0020, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041. Die Mobiltelefone europäischer Netze funktionieren meistens in Ägypten. Beim Roaming spart, wer das günstigste Netz wählt. Mit einer Prepaidkarte des Gastlands entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe. Prepaidkarten wie die von Global-Sim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) sind zwar teurer, ersparen aber ebenfalls alle Roaminggebühren. Und: Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch im Heimatland abschalten!

Trinkgeld

In Restaurants und Cafés sind etwa fünf bis zehn Prozent der Rechnungssumme üblich. Gepäckträger bekommen etwa 5 £E, Zimmermädchen 20 £E pro Woche.

Zeit

Die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt plus eine Stunde. Auch in Ägypten gibt es eine Sommerzeit, sie beginnt jedoch etwa vier Wochen später und endet vier Wochen früher als in Deutschland.

Zoll

Dinge des persönlichen Bedarfs sind bei der Einreise zollfrei, inklusive der Kamera und z.B. bis zu 200 Zigaretten und 1 l Alkohol. Es ist strikt untersagt, Antiquitäten sowie Tiere und Pflanzen, die unter Natur- und Artenschutz stehen, auszuführen. Bei Wiedereinreise in die EU sind zollfrei z. B. 200 Zigaretten, 2 l Wein, 1 l Spirituosen und sonstige Waren im Wert von bis zu 175 Euro.

Bier

Ab 1,50 Euro für eine Flasche (0,3 l)

Tee

Ab 15 Cent für ein Glas im Kaffeehaus

Eintritt

Etwa 6,50 Euro für die Pyramiden von Giza (ohne Cheops)

Imbiss

Ab 6 Cent für ein Falafel Sandwich

U-Bahn

13 Cent für eine Fahrt in Kairo

Souvenir

Ab 10 Euro für eine komplette Wasserpfeife


Unser Insider

Ein Interview mit MARCO POLO Autor Jürgen Stryjak

Jürgen Stryjak lebt in Ägypten, arbeitet für deutsche Zeitschriften sowie für den ARD-Hörfunk und ist Mitglied im Weltreporter.net.

Sie leben seit 1993 in Kairo. Wie sind Sie überhaupt dorthin gekommen?

1990 hat mich ein Freund dazu über redet, mit ihm einen Urlaub am Roten Meer zu verbringen. Wir kamen nach Kairo, um von hier den Bus zum Sinai zu nehmen, aber nach anderthalb Tagen in der Stadt war ich so fasziniert von ihr im positiven wie negativen Sinn, dass ich gar nicht zum Sinai weiter wollte. Ich hatte das Gefühl, dass es hier so vieles zu be greifen und zu erfahren gibt, dass ich Kairo in den zwei Jahren danach noch weitere Male besuchte. 1993 zog ich dann ganz nach Kairo.

Was reizt Sie an Ägypten?

Das Wetter... Ich liebe tropische Hochsommertemperaturen in Großstädten, wenn sie so lange andauern, dass sie die Mentalität der Menschen verändern, sie entspannter und irgendwie unkomplizierter machen. Ich mag die Herzlichkeit der Ägypter, ihre nachsichtige Art im Umgang miteinander, die natürlich manchmal auch nerven kann. Landschaftlich reizt mich besonders der Sinai, ein betörend schöner Landstrich. Hauptsächlich aber zieht mich nach wie vor Kairo in seinen Bann, dieses Zusammentreffen unterschiedlichster Einflüsse, Traditionen und Lebensentwürfe. Die Stadt ist ein Zerrspiegel der gesamten Welt. Jeder, der hier eine Weile wohnt, fragt sich, wie dieser Moloch mit seinen fast 20 Mio. Menschen überhaupt funktionieren kann - und dabei gleichzeitig doch ein so sanfter, harmloser, nahezu kleinstädtischer Mikrokosmos ist.

Sie leben mit Ihrer Frau und Ihrem Kind in Kairo - wie geht es Ihrer Familie dort?

Mein kleiner Sohn geht in die dritte Klasse an der Deutschen-Evangelischen Oberschule. Seine Klassenkameraden sind überwiegend Ägypter, unterrichtet wird auf Deutsch. Meiner Frau gefällt das multikulturelle Durcheinander. Es gibt selbst nach vielen Jahren täglich Neues zu entdecken.

Wo und wie leben Sie genau?

Unsere Wohnung befindet sich im Stadtteil Dokki ziemlich in der Innenstadt, nur wenige Hundert Meter vom Nil entfernt. Überraschenderweise gibt es viele kleine Oasen in Kairo, in denen man völlig vergisst, dass man sich mitten in einer der größten Städte der Welt befindet. Wir haben kaum Verkehr vor dem Haus und einen Balkon nach hinten raus zum Palmengarten. Grundsätzlich lebt man hier genauso wie in Deutschland auch. Wir kaufen ähnliche Produkte im Supermarkt, wir gucken deutsche Fernsehprogramme, und wir hören unsere Lieblingsradiosender aus Berlin.


Bloß nicht

Ein Paar Tipps für das richtige Verhalten in Ägypten

Artenschutz Missachten

Überall im Land kann es passieren, dass Ihnen Händler Korallen, die aus Riffen heraus gebrochen wurden, ausgestopfte Tiere oder Artikel aus echtem Elfenbein anbieten, zum Teil auch in renommierten Kunstgewerbeläden - sogar in Kairo. Es ist streng verboten, Korallenriffe zu beschädigen, selbst das Aufsammeln von Muscheln, Schnecken und anderem Getier ist zum Schutz der Unterwasserwelt untersagt. Der Kauf von ausgestopften Tieren und Elfenbein unterstützt zudem die Wilderer - unabhängig davon, ob die Aus- bzw. Einfuhr der Produkte verboten ist.

Fische ärgern

Reizen oder bedrängen Sie beim Schnorcheln oder Tauchen keine Fische, selbst wenn sie noch so anmutig und friedlich aussehen. An den Korallenriffen des Roten Meers leben einige äußerst giftige Arten. Unfälle sind zwar sehr selten, besser ist es jedoch, wenn Sie sich vor dem Schnorchel- oder Tauchgang in einem Tauchzentrum über mögliche Gefahren informieren!

Drogen andrehen lassen

Bango nennt man das Marihuana in Ägypten, abgeleitet vom arabischen Wort für betäuben, narkotisieren. Haschisch heißt - wie praktisch - Haschiesch, mit lang gezogenem "I" und betont auf der zweiten Wortsilbe. Beide Drogen sind durchaus populär, aber dennoch streng verboten. Auf Missbrauch weicher wie harter Drogen stehen empfindliche Strafen, die zwar relativ selten, aber regelmäßig auch an westlichen Ausländern verhängt werden. Die Polizei führt regelmäßig Razzien durch.

Schleppern auf den Leim gehen

In allen Touristenzentren des Landes und in der Downtown von Kairo im Umfeld des Midan Talaat Harb kommt es vor, dass Sie von zumeist jungen Ägyptern auf der Straße angesprochen werden. Diese sprechen zufällig Deutsch, haben zufällig auch einmal früher ausgerechnet an Ihrem Wohnort Verwandte besucht bzw. dort studiert oder gearbeitet und möchten nun mit Ihnen diese Zufälle bei einem Gläschen Tee feiern - bei einem Onkel, der zufällig direkt um die Ecke einen Parfümshop oder einen Papyrus laden betreibt. Wenn Sie nicht mit völlig überteuerten Souvenirs und Parfüms dort wieder rauskommen wollen, die Sie am Ende aus lauter Höflichkeit gekauft haben, dann weisen Sie die Schlepper nett ab! Kaufen Sie auch nichts vor Gräbern und Tempeln; die Eingänge werden regelrecht belagert von Händlern mit Kitsch und Ramsch.

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