Landes-Info Türkei
Landes-Info Türkei


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
Unterhaltung
Westküste
Diskos und mehrIn Bodrum geht man aus: Die größte Openair-Disko ist die legendäre Halikarnas mit Platz für 5000 Leute. (Eintritt 15 Euro | Cumhuriyet Cad. 178 | www.halikarnas.com.tr) Gleich daneben (Hausnr. 175) liegt das Café Mavi, Bodrums älteste Musikkneipe. Die Bodrumer Jazztage finden vom 15. bis 31. Mai, u.a. auch in Hadigari statt (Dr. Alim Bey Cad. 37 | Tel. 0252/3161558). Die Küba Bar an der Marina (Neyzen Tevfık Cad. 62/Ecke Yangı Sokak | Tel. 0252/3134450 | www.kubabar.com) blickt auf die angestrahlte Burg und hat Klasse.
Baryum1992 eröffnet und 2002 renoviert, bietet die Kneipe am Meer auf zwei Etagen ein gutes Restaurant (Erdgeschoss | €€) und eine klassische Bar (Obergeschoss) mit gelegentlicher Livemusik und Tanzmöglichkeiten zu später Stunde. Auch für Silvester eine gute Alternative. Kordon | Atatürk Cad. 230 A | Tel. 0232/4634902 | http://baryum.net
KybeleDie beliebte Kneipe spricht mit ihrer Live-Rockmusik am Wochenende nicht nur junges Publikum an. Oldies und türkische Goldies der Popgeschichte sind genauso oft auf dem Plattenteller. Laut ist es schon, aber auch urig. Alsancak | 1453 Sok. 28 | Tel. 0232/4636871
Unterhaltung
Südküste
Club 29Riesenfreiluftdisko auf dem Areal des gleichnamigen Restaurants am Hafen. Eintritt 15 Euro | Liman | Kaleiçi
Mr White‘s BarAntalyas größte Bar. Jeden Abend Livemusik. İskele Cad. 31-33
Auskunft
Auskunft
Westküste
Tourist-InformationBarış Meydanı (direkt vor dem Kastell) | Tel. 0252/3161091 | Fax 3167694 | www.bodrumpages.com | www.bodrum-info.org
Tourist-InformationOrhangazi Parkı | Tel./Fax 0224/2201848
Tourist-Informationİskele Meydanı 67 | Tel. 0286/2171187 | Fax 0286/2171187
Tourist-InformationGazi Osmanpaşa Blv. 1/1 D (im Hotel Büyük Efes) | Tel. 0232/4842148 | Fax 4899278 | www.izmir.gen.tr
Auskunft
Südküste
Tourist-InformationNeben der Damlataş-Höhle | Damlataş Cad. 1 | Tel. 0242/5131240 | Fax 5135436 | www.info-alanya.net | www.lykien.com
Tourist-InformationCumhuriyet Cad. Özel İdare Altı 2 | Tel./Fax 0242/2411747 | www.antalya.de | www.antalya.bel.tr
Tourist-InformationGegenüber dem Schiffsanleger | Tel./Fax 0252/6141527 | www.fethiye.net
Tourist-InformationCumhuriyet Meyydanı 5 | Tel. 0242/8361238 | www.kas-tuerkei.de
Tourist-Informationİskele Meyydanı 12 | Tel. 0252/4121035 | Fax 4127277 | www.marmaris-online.com
Auskunft
Zentralanatolien
Tourist-InformationGazi Mustafa Kemal Paşa Bul. 121 | Tandoğan | Tel. 0312/2315572 | www.goethe.de/ankara/ (Goethe-Institut)
Tourist-InformationMevlana Cad. 21 | Tel. 0332/3211074 | Fax 3506461 | www.kultur.gov.tr
Auskunft
Südostanatolien
Tourist-InformationKültür Sarayı Kat 5 | Tel. 0412/2212173 | Fax 2241189 | www.kultur.gov.tr
Tourist-InformationAsfaltyol 4/D | Tel. 0414/2152467 | Fax 2160170 | Info über das GAP-Projekt: www.gap.gov.tr
Tourist-InformationCumhuriyet Cad. 19 | Tel. 0432/2162018 | Fax 2163675 | www.kultur.gov.tr
Auskunft
Schwarzmeerküste
Tourist-InformationMustafa Kemal Paşa Cad. 27 | Tel. 0358/2185002 | Fax 2183385
Tourist-InformationÇeşme Mah. | Arasta Çarşısı 7 | Tel. 0370/7123863 | www.safranbolu.gov.tr
Tourist-Informationİl Turizm Müdürlügü | Vilayet Binası | Kat 4 (4. Etage Rathaus) | Tel. 0368/2615207 | Fax 2600310
Tourist-InformationAtatürk Alanı | Tel./Fax 0462/3214659 | www.anatolia.com
Einkaufen
Einkaufen
Zentralanatolien
Shopping in AnkaraDas Einkaufszentrum Karum neben dem Sheraton-Hotel in Çankaya, die Atatürk-Allee sowie Gaziosmanpaşa sind voller Läden.
BasarIm Basarviertel von Konya, das sich zwischen Cumhuriyet und Atatürk Caddesi erstreckt, finden Sie eine große Auswahl traditioneller Handwerkskunst.
Einkaufen
Schwarzmeerküste
BasarIm Stadtkern liegt das Reich der Kupferschmiede, Sattler und Gewürzhändler. Typisch für die Region sind handbestickte Decken und Tücher.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Westküste
KocadonIn schönem Innenhof gelegenes, ruhiges Lokal unweit der Marina. Neben Fisch bereitet die holländische Chefköchin Ciska Aras auch Fleisch und Vegetarisches zu. Neyzen Tevfik Cad. Saray Sokak | Tel. 0252/3163705 | www.kocadon.com | €€
KortanDas älteste und beste Fischrestaurant vor Ort. Cumhuriyet Cad. 32 | Tel. 0252/3161300 | www.kortanrestaurant.com | €€€
SüngerDie beste Pizza, freundliche Bedienung, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Neyzen Tevfik Cad. 218 | Tel. 0252/3160854 | €
Çumurcul RestaurantIn historischem Bursa-Haus mit Blick auf die Stadt. Französische und türkische Küche, Fischgerichte. Çekirge Cad. (Muradiye) | Tel. 0224/2353707 | €€
Kebapçi İskenderKebap-Freunde aufgepasst: Hier wurde der İskender Kebap mit Joghurt als Soße erfunden, benannt angeblich nach seinem Erfinder, İskender Efendi („Herr Alexander“). Ünlü Cad. 7 | Heykel | Tel. 0224/2214615 | €€
YalovaHafenrestaurant mit Terrasse und Seeblick; serviert werden hier köstliche Fischspezialitäten. Merkez | Yalı Cad. Gümrük Sok. 7 | Tel. 0286/2171070 | www.yalovarestaurant.com | €€€
BoncukIn einer turbulenten Restaurantgasse gelegen. Köstliche Fischgerichte. Nevizade Sok. 19 | Beyoğlu | Tel. 0212/2431219 | www.boncukrestoran.com | €€
Haci BabaGute klassische türkische Küche in netter Umgebung. Istiklal Cad. 49 | Beyoğlu | Tel. 0212/2441886 | www.hacibabarest.com | €€
PescatoreAusgezeichnetes Fischlokal am Bosporus. Von Paella über gefüllte Calamares bis hin zu Fisch im Sud bekommen Sie hier alle Varianten von köstlichen Meeresfrüchten. Kirecburnu | Kefeliköy Caddesi 29 A | Sariyer | Tel. 0212/2231819 | www.yenipescatore.com | €€€
Deniz RestaurantDas beste Fischrestaurant der Stadt, am Kordon; der tolle Blick aufs Meer ist inklusive. Atatürk Cad. 188 B | Alsancak | Tel. 0232/4220601 | www.denizrestaurant.com.tr | €€€
Manisa KöftecisiBerühmte „Bulettenschmiede“ seit 1870. Kıbrıs Şehitleri Cad. 93/A | Tel. 0232/4644948 | €
Essen und Trinken
Südküste
Red Tower BreweryBrauerei, Restaurant, Kneipe und Musikhalle in einem. Das Erdgeschoss dient als Kneipe, in der selbstgebraute Biere des Hauses Konjunktur haben. Im 1. Stock gibt es ein Restaurant mit internationaler, im 2. mit türkischer Küche, im 5. Stock schließlich die Sky Lounge Bar mit Gitarreneinlage (ab 19.30 Uhr). Das Ganze liegt zentral am Hafen. Iskele Cad. 80 | Tel. 0242/5136664 | www.redtowerbrewery.com | €€
HisarDas Restaurant mit internationaler Küche und einer phantastischen Aussicht liegt direkt über dem Hafen. Kaleiçi | Cumhuriyet Cad. | Tel. 0242/2415281 | €€€
TeegärtenTophane und Mermerli (Cumhuriyet Cad., an der alten Stadtmauer) haben einen schönen Blick auf den Hafen und bieten preiswerte Imbisse an.
RafetSchon seit den 1950er-Jahren eine bewährte Adresse an der Hafenpromenade. Fischspezialitäten und türkische Küche. Kordon Boyu | Tel. 0252/6141106 | €€
Bi LokmaIn „Mamas Kitchen“ kochen Mutter und Tochter Banu gute türkische Hausmannskost. Das Frühstück, der Blätterteig Börek und das Auberginenpüree als Beilage zu Fleischgerichten sind sehr empfehlenswert. Schöner Blick über den Hafen bei Sonnenuntergang. Hükümet Cad. 2 | Tel. 0242/8363942 | €
MercanMit Blick auf den Hafen. Spezialität ist Schwertfisch, der vor den Augen der Gäste gegrillt wird. Yat Limanı | Tel. 0242/8361209 | €€€
BegonyaEin wunderbar ruhiger Platz in der Innenstadt. Die Speisekarte ist eine Symbiose aus türkischer und europäischer Küche. Hacı Mustafa Sok. 101 | Tel. 0252/4124095 | €€€
MaymiMustafa (MA), Yilmaz (Y), Meltem (M) und Isa (I) heißen die jungen und eifrigen Wirte des Strandlokals. Hier gibt es neben tollem Seeblick auch Gratisliegen und eine gute Küche. Uzunyali Cad. 128 | Tel. 0252/4131343 | €€
Essen und Trinken
Zentralanatolien
Meşhur İskender KebapçisiDer berühmte İskender-Kebap wird auf Brot mit Joghurt und Tomatensoße serviert. Paris Cad. 20 | Tel. 0312/4189300 | €
VillaHier genießen Sie türkische Küche in gediegener Atmosphäre. Serviert wird Wein aus eigener Abfüllung. Boğaz Sok. 13 | Kavaklıdere | Tel. 0312/4391750 | €€€
Haci ŞükrüIm Kebap-Haus gibt es Spezialitäten wie etli ekmek (türk. Pizza) und fırın kebap (im Ofen). Devri Cedid Mah. | Cem Sultan Cad. Fuar Sitesi 32/A | Tel. 0332/3527623 | €-€€
Essen und Trinken
Südostanatolien
Tavaci Suat ustaDiyarbakır bietet eine reichhaltige Küche mit viel Lamm und Fladenbrot aus dem Ofen. Lecker: gefüllte Lammrippen oder Lammgulasch mit Reis. Tgl. 12-23 Uhr | Inönü Cad. 27 | Merkez | Tel. 0412/2231261 | €€
CiğerDer Wirt war einst Mittelgewichtsringer; jetzt serviert er die Spezialität des Hauses: Lammleber (ciğer) am Spieß. Als Dessert ein Erlebnis: das warme Blätterteiggebäck kadayif. Tgl. 8.30 bis 22 Uhr | Cumhuriyet Cad. 14A | Tel. 0414/3150652 | €
Akdamar RestaurantIn schöner Lage am Bootsanleger für die Klosterinsel Ahtamar (türkisch: Akdamar). Tel. 0432/6222525 | €€
Essen und Trinken
Schwarzmeerküste
Bahar RestaurantÜber die Stadt hinaus bekannte Kebapvariationen. Yüzeller Mah. | Sadıkesen Sok. 4 | Tel. 0358/2181316 | €
SafranGroßes Lokal mit Sommergarten, am Wochenende Livemusik. Bağlar Aslanlar Meydanı | Tel. 0370/7121019 | €
Beyaz EvTürkische Küche, solide und gut. Mobil Mevkii | Tel. 0368/2612866 | http://beyazevhotel.com | €
Saray RestoranDas Restaurant am Hafen hat einen der schönsten Ausblicke und guten Schwarzmeerfisch. İskele Cad. Rıhtım Sok. 18 | Liman | Tel. 0368/2611729 | €
Murat BalikDas kleine, feine Fischlokal liegt im Zentrum von Trabzon. Atatürk Alanı | Tel. 0462/3223100 | €
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Westküste
„Blaue Reise“„Blaue Reise “ werden die Urlaubstörns auf den motorbetriebenen Holzschiffen (gulets) genannt. Sie können einen Tag, aber auch mehrere Wochen dauern. Preis: zwischen 250 und 600 Euro pro Person/Woche. GPS Yachting | Yenikoy Mah. | Turgutreis Cad. 102 | Tel. 0252/3139416 | Fax 3131073 | www.gps-yachting.com
TauchenDie Küste vor Bodrum gilt als hervorragendes Tauchrevier. Eine gute Adresse: Aşkın Diving | Paşa Tarlası Cad. 11 | Tel. 0252/3164247 | Fax 3167158 | www.askindiving.com
BäderDas schwefel- und eisenhaltige Wasser soll gegen Rheuma und Gallensteine helfen. Das älteste Bad ist das Eski Kaplıca (Altes Bad). Es stammt aus dem 14. Jh. und liegt im Bäderviertel Çekirge | Armutlu Meydanı | Gelände des Kervansaray Hotels (Eintritt 10 Euro | mit Massage ca. 20 Euro) | Tel. 0224/2339300
Freizeit und Sport
Südküste
„Blaue Reise“Die Bootstouren führen bis nach Fethiye im Westen. Deniz Yat | Fener Mah. 1996 Sokak B 7/1 | Tel. 0242/3235556 | Fax 3240161 | www.denizyat.com.tr
RaftingWildwasserabfahrten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auf dem Köprüçay-Fluss bietet z.B. Med Raft | Yeşilbahçe Mah. Portakal Çiçeği Bulvarı, Hüseyin Kuzu Apt. 14/3 | Tel. 0242/3125770 | Fax 3121062 | www.medraft.com
„Blaue Reise“Legendär ist Aryas Holzjacht „Nostalgia“: 18,50 m lang, 4 Kabinen, pro Person ab 300 Euro/Woche (mit Besatzung). Arya Tours | Yat Limanı | Barbaros Cad. 45 | Tel. 0252/4134358 | www.aryatours.de
Trekking/MountainbikingTouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auf dem Zweirad. Active Tours | Kenan Evren Blv./Paşabey Hotel | Tel. 0252/4139786 | Fax 4128775 | www.activetours.com.tr
Sehenswertes
Sehenswertes
Westküste
Bodrum Sualtı Arkeoloji Müzesi/UnterwassermuseumIn der mittelalterlichen Kreuzfahrerburg von Bodrum befindet sich das erste und einzige Unterwassermuseum der Türkei. Die Glaskollektion ist die viertgrößte der Welt. Hier gibt es Amphoren und Schmuck aus Gold und Elfenbein zu sehen. Di-So 9-19 und 13-19 Uhr | Eintritt 5 Euro | www.bodrum-museum.com
Koza Hani/Seiden-BasarDie zweigeschossige Anlage dient schon seit mehr als 500 Jahren als Handelszentrum für Seide. Im Juni und Juli bringen die Bauern Säcke mit weißen Seidenraupenkokons zum Spinnen dorthin. Fertige Seidenstoffe werden in den Basarläden verkauft.
Ulu Camii/Grosse MoscheeIm Unterschied zu späteren Moscheen besitzt die „Große Moschee“ aus dem Jahr 1400 keine Hauptkuppel, sondern 20 gleich große, getragen von Pfeilern. Beachtenswert ist die Gebetsnische mit acht Stalaktitenreihen, eine osmanische Steinmetzarbeit des 16. Jhs. Atatürk Cad.
Yeşil Külliye/Grüner KomplexDas Areal im Osten der Stadt besteht aus einer Moschee, einer Medrese (religiöse Hochschule) und der Grabstätte Mehmets I., Bauherrn dieser prachtvollen Anlage aus dem 15. Jh. Die Grüne Moschee (Yeşil Camii), so benannt nach den grünen Fayencen, die die zwei Kuppeln und Teile der Innenräume bedecken, hat einen T-förmigen Grundriss. Die Yeşil Türbe, das 25 m hohe Mausoleum Mehmets I., liegt auf dem Hügel gegenüber. Der größte von neun Sarkophagen gehört dem Sultan, die übrigen sind Familienmitgliedern und hohen Angestellten vorbehalten. Tatsächlich sind die Gräber leer, die Toten wurden in der Erde bestattet. In der ehemaligen Religionsschule (Yeşil Medrese) zeigt heute das Museum für türkisch-islamische Kunst u.a. Waffen, Kleider, Keramiken, Münzen. Di-So 8.30 bis 12.30, 13-17 Uhr | Eintritt 2 Euro
Ayasofya/Hagia SophiaGrößte Basilika des byzantinischen Reichs. Mehmed der Eroberer ließ sie in eine Moschee umwandeln. Ehemals eine Kirche, später eine Moschee, ist sie heute ein Museum. Di-So 9-16.30, Galerie 9-10.30 und 13-15 Uhr | Eintritt jeweils ca. 10 Euro (Sultanahmet)
Kapali Çarşi/Grosser BasarEin Bummel durch den größten gedeckten Basar der Welt (erbaut 1461) gehört zum Pflichtprogramm jedes İstanbul-Besuchs: 30 ha groß, 61 Straßen, 4400 Läden. Zu kaufen gibt es vor allem Teppiche, Leder und Juwelen. Mo-Sa 8.30-19 Uhr | www.capalicarsi.org.tr
Sultanahmet Camii/Blaue MoscheeDie bekannteste Moschee der Stadt erhielt ihren Namen von den prachtvollen blauen Fayencen, die die Wände und die sechs Minarette schmücken. Der Bau wurde 1616 vollendet.
Topkapi Sarayi/Topkapi-PalastSitz der osmanischen Herrscher für über 400 Jahre. Die Anlage ist nicht einem einzigen Bauplan entsprungen, sondern wuchs hinter den weitläufigen Mauern schrittweise zu dem verwirrenden Komplex aus Toren, Höfen und Pavillons im Grünen. Zu den ausgestellten Kostbarkeiten des Topkapı gehören Schmuck und Keramik, eine Waffensammlung, osmanische Miniaturen, Kalligrafien und Reliquien des Propheten Mohammed. Mai-Okt. Mi-Mo 9-19, November bis April tgl. 9-17 Uhr | Harem 9.30 bis 15.30 Uhr | Eintritt 10, Harem 7,50 Euro | www.topkapisarayi.gov.tr
Yerebatab Sarayi/Versunkener PalastDie palastähnliche byzantinische Zisterne wird von 336 Säulen getragen, meistenteils mit korinthischen Kapitellen (reich verzierter Kopf der Säule) geschmückt. Sie wurde 532 von Kaiser Justinian erbaut, um den Wassernotstand der Stadt zu beheben. Tgl. 9-18.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | www.yerebatan.com
Arkeoloji Müzesi/Archäologisches MuseumSehr beachtenswerte Sammlung von wertvollen Fundstücken aus der Griechen- und Römerzeit. Besonders interessant ist die Statuensammlung im Erdgeschoss. Di-So 9-12 und 13-17 Uhr | Eintritt 5 Euro | Bahribaba Park (Konak) | www.kultur.gov.tr
BasarDer Kemeraltı-Basar steht der Atmosphäre auf den İstanbuler Basaren in nichts nach. Die Werkstätten liegen hinter den Verkaufsständen. Berühmt sind die handgemachten Wasserpfeifen. Im Basarviertel liegen die drei ältesten Moscheen der Stadt, die Hisar Camii aus dem 16. Jh. sowie die Kemeraltı und Şadırvan aus dem 17. Jh.
KadifekaleDie „Samtburg“ auf dem Pagos-Berg bietet eine schöne Aussicht auf die Stadt und die Bucht. Erbaut von Alexander dem Großen erhielt die Siedlung später diverse Ergänzungen aus römischer und byzantinischer Zeit.
Sehenswertes
Südküste
Alanya Kalesi/FestungVon der westlichen Seite der hoch aus dem Meer ragenden Zitadelle hat man einen wunderbaren Rundblick (tgl. 8-19 Uhr | Eintritt 2,50 Euro). Imposant ist der Rote Turm (Kızıl Kule), ein achteckiger, 35 m hoher Wehrbau aus dem Jahr 1224, der eine zentrale Funktion in der Stadtbefestigung einnahm (tgl. 9-19 Uhr | Eintritt ca. 1,50 Euro | am Hafen).
Damlataş Mağarasi/TropfsteinhöhleWegen des hohen Anteils an Kohlensäure und natürlicher Radioaktivität soll sich ein Besuch dieser Höhle besonders für Asthmakranke lohnen. Einige Stalaktiten sind 15 m lang. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 1,75 Euro | Am Nordwestfuß des Burghügels
Arkeoloji Müzesi/Archäologisches MuseumReich an griechischen und römischen Werken, beherbergt das Museum auch prähistorische Funde aus den Höhlen des Taurus. Di-So 9-12.30, 13.30-17 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | Cumhuriyet Cad., Ecke Konyaaltı
KaleiçiDie Altstadt mit ihrem labyrinthischen Gassengewirr gleicht einem Freilichtmuseum. Besonders sehenswert sind das imoposante Hadrianstor (160 n. Chr., Cumhuriyet Cad.) und das Gerillte Minarett (Yivli Minare | Atatürk Cad.) aus dem Jahr 1220, das Wahrzeichen Antalyas. Unten am Hafen reiht sich ein Lokal ans andere.
Kaya Mezarlari/FelsgräberLohnend ist die Besichtigung der Gräber von Fethiye, die in eine Steilwand am Stadtrand geschlagen sind. Sie gelten als die am besten erhaltenen ihrer Art. Eine Treppe an der Kaya-Allee (in der Nähe der Busstation) führt zum schönsten und größten Felsgrab hinauf, zum Grab des Amyntas (Eintritt ca. 3 Euro). Lykier begruben ihre Toten lieber hoch über statt unten in der Erde - so waren sie den Göttern am nächsten.
Sehenswertes
Zentralanatolien
Anadolu Medeniyetleri Müzesi/Museum für Anatolische ZivilisationenDas sogenannte „Hethitermuseum“ gehört zu den Antikenmuseen von Weltrang. Der in einem ehemaligen gedeckten osmanischen Basar untergebrachte Komplex umfasst den Zeitraum von den ersten Zivilisationen (um 7000 v. Chr.) bis zum klassischen Altertum, mit Schwerpunkt auf der Hethiterzeit (2000-1200 v. Chr.). Die Fundstücke - alle aus dem Boden der heutigen Türkei - sind übersichtlich und ansprechend präsentiert. Mai-Sept. Di-So 8.30-17.30, Okt.-April 8.30-17 Uhr | Eintritt ca. 5 Euro | Gözcü Sok. 2 | Atpazarı | www.anadolumedeniyetlerimuzesi.gov.tr
Anitkabir/Atatürk-MausoleumDie Grabstätte Atatürks ist das Wahrzeichen Ankaras. Zu der riesigen Anlage, die als Park genutzt wird, gehört ein Museum, in dem Gegenstände des Republikgründers ausgestellt sind. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt frei | Tandoğan
Kale/BurgWie ein Adlernest thront die Burg über der Stadt. Die Mauern stammen aus byzantinischer Zeit; Osmanen und Seldschuken bauten die Festung mehrmals um. Die verwinkelten Gassen mit den osmanischen Holzhäusern im Innern der Zitadelle bildeten einst den Ortskern von Angora. Ulus
Alaeddin Tepesi/Alaeddin-HügelIn einem Park mit schattigen Teegärten liegt die Alaeddin Camii | die größte und älteste seldschukische Moschee in Konya. Nach siebzigjähriger Bauzeit wurde sie 1221, auf dem Höhepunkt der Seldschuken-Macht in Kleinasien, von Sultan Alaeddin Keykubat I. eingeweiht. Die Holzdecke wird von 42 antiken Säulen getragen, die mihrab (Gebetsnische) ist mit prachtvollen Fayencen ausgestattet, die minbar (Kanzel) besitzt wertvolle Ebenholzschnitzereien. Der Moschee gegenüber, auf der anderen Straßenseite, steht die Büyük Karatay Medresi (Große Karatay Akademie), heute ein Museum für Keramikarbeiten (Di-So 8.30-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | Alaeddin Meydani) aus seldschukischer Zeit. Unter den noch erhaltenen Medresen ist dieser Bau aus dem Jahr 1252 der beeindruckendste.
Etnografya Müzesi/Ethnografisches MuseumDie Ausstellung zeigt Kleidungsstücke, Trachten, Werkzeug und Waffen aus der Region. Di-So 8.30-12.30 und 13.30-17.30 Uhr | Eintritt 3 Euro | Larende Cad.
Mevlana Müzesi/Mevlana-MuseumDas Kloster (tekke) des Derwisch-Ordens ist heute das meistbesuchte Museum der Türkei nach Topkapi. Der Ordensgründer Celaleddin Rumi fand im 13. Jh. durch seine mystischen Anschauungen und seine Predigten über die Friedfertigkeit und die universelle Liebe viele Anhänger.
Sehenswertes
Südostanatolien
Surlar/StadtmauerDie Basaltmauer, die die Stadt umgibt, ist das augenfällige Wahrzeichen. 5 km dieser ältesten Stadtmauer Anatoliens stehen heute noch und können begangen werden. Die Mauer hat ihre Ursprünge 394 unter römischer Herrschaft, danach fügten Araber, Seldschuken, Perser und schließlich Osmanen dem Bauwerk etwas hinzu. Sehenswert ist das Harput-Tor, eines von vier Hauptzugängen der Stadt. Die Torhalle auf der Innenseite ist mit Tierreliefs geschmückt.
Ulu Camii/Große MoscheeEines der Wahrzeichen der Stadt und früheste seldschukische Sultansmoschee in Anatolien, errichtet 1091/92 von Sultan Malik Schah, kurz nach der Eroberung Diyarbakırs. Gazi Cad.
AbrahamsgrotteDie Muslime glauben, dass Stammvater Abraham (türkisch: İbrahim) in Urfa, in der Abrahamsgrotte im Süden der Stadt, geboren sei. Hier stehen deshalb ein halbes Dutzend Moscheen. Die schönste ist die Halil ur-Rahman aus dem 17. Jh.
Van Kalesi/ZitadelleAuf dem Felsen im Westen der Stadt befinden sich Burgreste aus allen Epochen, von den Urartäern bis zu den Osmanen. Besonders bemerkenswert sind Schrifttafeln in den Mauersteinen, die belegen, dass sich an dieser Stelle die Festung der urartäischen Siedlung Tuschba befand (9. Jh. v. Chr.).
Sehenswertes
Schwarzmeerküste
Sultan Beyazit Külliyesi/MoscheenkomplexDie Anlage stammt aus dem 15. Jh. Neben der Moschee befinden sich Mausoleen, Brunnen und eine Medrese, die Aufbewahrungsort für etwa 20000 Bücher ist. Ziya Paşa Bulvarı
Sinop Müzesi/StadtmuseumInteressante Zeugnisse aus der Vorgeschichte der Zivilisation. Im Meer vor Sinop vermuten Archäologen das Land, das durch die biblische Sintflut überschwemmt wurde. Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt ca. 1,50 Euro | Okullar Cad.
Ayasofya/Hagia SophiaDas Innere zieren Wand- und Deckenmalereien aus der Schöpfungsgeschichte. Di-So 8-12 und 13-17 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Uzun Sok. Zeytinlik Cad. 10
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Westküste
Baç PansiyonDirekt in der Innenstadt und trotzdem ruhig. Mit kleinem Strand und herrlichem Blick auf die Burg. 10 Zi. | Cumhuriyet Cad. 14 | Tel. 0252/3161602 | Fax 3167917 | €
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Südküste
Ikiz OtelDas günstige Dreisterne-Hotel ist ein Kasten wie jede andere Herberge, liegt aber direkt am Kleopatra-Strand. Die Zimmer haben alle Meerblick und kostenlosen WLAN-Anschluss. Das Hotel gibt Rabatt für Frühbucher und alleinreisende Frauen. 64 Zi. | Atatürk Cad. Belen Sok. 3 | Tel. 0242/5133155 Handy Tel. 05337326539 | www.ikizotel.com | €€
The Marmara AntalyaNeues, schickes Hotel am Meer mit großem Sport- und Fitnessangebot. Abends Disko und Animation. 238 Zi. | Eski Lara Caddesi | Şirinyalı Mah. 136 | Tel. 0242/2493600 | Fax 3168104 | www.talya.com.tr | €€€
Tütav Türk EviMeisterlich restauriertes Altstadthaus mit Pool im Patio. 20 Zi. | Mermerli Sok. 2 | Kaleiçi | Tel. 0242/2486591 | Fax 2419419 | www.themarmarahotels.com | €€€
Hillside Beach ClubEine Superanlage in eigener Bucht: Angepasste Architektur, große Zimmer, herrlich sauberes Wasser. 330 Zi. | Kalemya Koyu | Tel. 0252/6148360 | Fax 6141470 | www.hillsidebeachclub.com.tr | €€€
AquariusHier weht ein Hauch von Mykonos: herrlicher Blick aufs Meer, großer Pool und eine Holzplattform, von der aus man zum Baden ins saubere Meer hüpfen kann. 36 Zi. | Ccedilukurbağ Yarımadası | Tel. 0242/8361896 | Fax 8362021 | www.aquariusotel.com | €€
Adrienne's HouseDie komfortable Pension liegt am Rand des Dorfes Turunç und hat einen Pool. 5 Zi. | Gülhak Mah. 41 | Turunç (20 km vom Zentrum) | Tel. 0252/4767951 | €€
Divan Mares HotelDie große Anlage mit vielen Grünflächen bietet vom Pool bis zu Tennisplätzen alles, was zu einem perfekten Urlaub gehört. 252 Zi., 9 Suiten, 159 App. | Pamucak Mevkii | Tel. 0252/4552200 | Fax 4552201 | www.mares.com.tr | €€€
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Zentralanatolien
Hotel KeykanMittelklassehotel, in der Nähe des Kızılay-Platzes. 50 Zi. | Fevzi Çakmak Cad. 12 | Kızılay | Tel. 0312/2318070 | Fax 2300216 | €€
Mega Residence HotelVornehmes Haus in Kavaklıdere, mit Gartencafé. 29 Zi. | Tahran Cad. 5 | Tel. 0312/4685400 | Fax 4865415 | www.megaresidence.com | €€€
DedemanFünfsterne-Hotel mit allem Komfort, inklusive Frei- und Hallenbad, Sauna, Hamam und Thalasso-Fitnesszentrum. 207 Zi. | Özalan Mah. | Selcuklu | Tel. 0332/2216600 | Fax 2216646 | www.dedeman.com | €€€
ÖzkaymakDas schöne Vier-Sterne-Hotel in ruhiger Lage verfügt unter anderem über ein Hallenbad und eine Sauna. 108 Zi. | Nalçacı Cad. | Tel. 0332/2378720 | Fax 2378729 | www.ozkaymak.com.tr | €€
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Südostanatolien
KervansarayRestaurierte, 500 Jahre alte Raststation für Karawanen mit gutem Restaurant; abends Livemusik. Man kann auch in der gemütlichen Bar im 1. Stock essen, da ist es ruhiger. 45 Zi. | Gazi Cad./Mardin Kapısı | Tel. 0412/2289606 | Fax 2239522 | hotelkervansaray@superonline.com | €€-€€€
Cevahir Konuk EviDas schönste Altstadthaus gehört dem Gouverneur (vali). Es hat einen ruhigen Innenhof und eine Dachterrasse. Im Restaurant gibt es das beste Urfa-Kebap der Stadt. Büyükyol Cad. (gegenüber der Selahaddin-Eyyubi-Moschee) | Tel./Fax 0414/2159377 | www.cevahirkonukevi.com | €
Büyük Urartu HotelBestes Hotel am Ort, mit Schwimmhalle. 75 Zi. | Cumhuriyet Cad. 32 | Tel. 0432/2120660 | Fax 2121610 | www.buyukurartuotel.com | €€
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Schwarzmeerküste
Büyük Amasya OteliDas relativ große Mittelklassehotel liegt direkt am Fluss, mit dem Rücken zu den Bergen. Die Zimmer sind recht schlicht eingerichtet, aber geräumig. Das Hotelrestaurant bietet neben einer sehr guten Küche im Winter drinnen, im Sommer draußen auf der Terrasse einen schönen Blick auf den Fluss. 50 Zi. | Amasya | Nergiz Mah. 1 | Tel. 0358/2185080 | Fax 2184085 | www.buyukamasyaoteli.com.tr | €€
Touring Safranbolu HotelQuartieren Sie sich in einem der schönsten Herrenhäuser von Safranbolu ein! Regionaltypisch dekoriert, von den Kelims bis zu den Kupfertischen. Restaurant im Kellergewölbe. 19 Zi., 5 Suiten | Çarşı Mah. | Ç. Gülersoy Cad. 18 | Tel. 0370/7252883 | Fax 7123621 | www.safranbolukonak.com | €€
Melia Kasım OteliGutes, zentral gelegenes Mittelklassehotel. 67 Zi. | Gazi Cad. 49 | Tel. 0368/2614210 | Fax 2611625 | www.hotelmeliakasim.net | €€
Villa RoseFünf Minuten vom Meer entfernt; zählt mit ihren Antiquitäten und der luxuriösen Ausstattung zu den schönsten kleinen Hotels. 6 Zi. | Ada Mahallesi | Kartal Cad. 9 | Tel. 0368/2611923 | Fax 2601016 | €€€
Zorlu Grand HotelEin Fünf-Sterne-Hotel mit Lichthof, Hallenbad und Fitnesscenter. 160 Zi. 17 Nichtraucher | Maraş Cad. 9 | Tel. 0462/3268400 | Fax 3268458 | www.zorlugrand.com | €€€
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Westküste
GümüşlükDer kleine Ort auf der Spitze der Bodrum-Halbinsel ist beliebt bei Seglern und Surfern. Die Restaurants am Meer bieten das Beste an Fisch von der ganzen Halbinsel. Unbedingt versuchen sollten Sie die Nachspeise sıcak helva. Eine nette Pension am Strand ist Sisyphos. (21 Zi. | Tel. 0252/3943016 | Fax 3943656 | €) | Dolmuş ab Busbahnhof in Bodrum (Otogar) | 20 km
CumalikizikDer Ort liegt nur einen Fußmarsch von der Großstadt entfernt und blieb doch über Jahrhunderte unbeachtet. Cumalıkızık (10 km vor Bursa) steht immer noch so, wie es die ersten osmanischen Stammesfürsten im 14. Jh. erbauten. Das Dorf bietet eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte, es ist so alt wie das Osmanische Reich: 700 Jahre. Alte, windschiefe Fachwerkhäuser prägen die Siedlung, die Menschen leben nach alter Sitte. Nach 8 km auf der Schnellstraße nach Ankara den Hinweisschildern folgen. Minibusse ab Busbahnhof Eski Garaj. Zum Übernachten gibt es zwei saubere Pensionen: Hatçe'nin Yeri (5 Zi. | Tel. 0224/3729351 | €) und Mavi Boncuk (9 Zi. | Tel. 0224/3730955 | €). Auskunft erteilt der Dorfvorsteher (Tel. 0224/3724039)
UludağAuf dem 2543 m hohen „Olymp Kleinasiens“ tummeln sich zwischen Januar und April die İstanbuler auf den Skipisten. Mit der Seilbahn (teleferik) oben angekommen, reicht der Blick bei klarem Wetter bis İstanbul. Außerhalb der Skisaison eignet sich das Bergmassiv zu ausgedehnten Wanderungen durch das waldreiche Gebiet. Komfortabel übernachten können Sie im Hotel Monte Baia (186 Zi. | Oteller Bölgesi 2. | Tel. 0224/2852383 | Fax 2852202 | www.baiahotels.com | €€€).
AssosDie Bucht von Assos (Behramkale, 1600 Ew., 50 km von Çanakkale) war lange Zeit ein Geheimtipp unter İstanbulern. In den Sommermonaten kann es inzwischen zwar ziemlich voll werden, das Dorf ist aber immer noch die Perle am Golf von Edremit.
Bozcaada und GökçeadaFast alle Ägäisinseln gehören zu Griechenland. Bozcaada (früher: Tenedos) und das größere Gökçeada (Imros) sind zwei Ausnahmen. Bekannt ist die stets windumtoste Insel Bozcaada für ihren Wein und den frischen Fisch. Viele İstanbuler haben hier Häuser gekauft und restauriert. In einem wunderschön restaurierten Gebäude ist das Hotel Kaikias untergebracht (18 Zi. | Kale Arkası | Tel. 0286/6970250 | Fax 6978857 | www.kaikias.com | €€). Die Insel Gökçeada eignet sich sehr für Radtouren und Wanderungen. In einem altgriechischen Dorf auf einem Hügel liegt die Pension Barba Yorgo, ein guter Ausgangspunkt für Aktivurlaub (8 Zi. | 6 App. | Tepeköy | Tel. 0286/8873592 | €). Autofähren nach Bozcaada ab Geyikli (50 km von Çanakkale mit dem Bus vom Busbahnhof/Garaj): Fahrtzeit 30 Min. | nach Gökçeada von Çanakkale 1,5 Std. | www.bozcaada.info
TrojaDas durch Homers Epos „Ilias“ berühmt gewordene Troja (türk. Truva, 20 km von Çanakkale) liegt an der Mündung der Dardanellen in die Ägäis. 3000 v. Chr. erstmals besiedelt, wurde Troja bis 500 n. Chr. neunmal zerstört und wieder aufgebaut. Heute ist nur die sechste Schicht zu besichtigen. Wer allerdings aufregende Spuren des Trojanischen Krieges zu sehen erwartet - oder gar Teile des sagenumwobenen Schatzes des Priamos -, der wird enttäuscht sein. Die von dem Deutschen Heinrich Schliemann 1870 begonnenen Ausgrabungen wurden bis zu dessen Tod 2005 von dem Tübinger Archäologen Manfred Korfmann fortgesetzt, der in der Region als „Osman Hodscha“ geliebt und verehrt wurde. Tgl. 9-18 Uhr Exkursionen von Çanakkale mit Troy-Anzac Seyahat Acentası | Eintritt 6,50 Euro | Saat Kulesi Yanı | Tel. 0286/2171447 | www.troyanzac.com
KanlicaDas ehemalige Dorf auf der asiatischen Bosporusseite mit Blick aufs Wasser ist für seinen Joghurt und seinen Mokka berühmt. Kanlıca und das benachbarte Çengelköy konnten ihren dörflichen Charakter weit gehend bewahren - nur an den Sommerwochenenden wird es durch die zahlreichen Ausflügler recht voll. Von Eminönü legen regelmäßig Fähren nach Kanlıca (Boğaz) ab.
OrtaköyDie schön restaurierten Häuser und die engen Gassen im Schatten der Bosporusbrücke lassen unter der Woche die verträumte Atmosphäre eines Kleinstadtviertels aufkommen. Kunsthandwerksläden, Cafés und Kneipen verwandeln Ortaköy am Wochenende in einen pulsierenden Ort. 15 Min. Fußweg vom Fähranleger Beşiktaş. Auskunft: Sultanahmet Meydanı | Tel. 0212/5181802
AusflügeZu den angebotenen Tagestouren ab İzmir gehören Fahrten zu den antiken Stätten Ephesos, Pergamon oder Kuşadası. Nach Selçuk (Ephesos und Marienhaus) gibt es ab Hauptbahnhof İzmir (Gar) einen netten Zug; die Fahrt dauert 1½ Stunden. Ab Busbahnhof (Otogar) fahren viele Busse täglich zu diesen Zielen, die Ortsnamen sind auf den Firmenschildern ausgeschrieben. Autoverleih in Selçuk für die Ziele in der Umgebung: Hermes Oto | Tel. 0232/8926717
ÇeşmeBadeort (65000 Ew.) an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel mit einem großen Angebot an Hotels, Restaurants, Freizeitmöglichkeiten und vielen Stränden in der Nähe. Übernachten können Sie im modernen Pırıl-Hotel mit Kinderpool. (139 Zi. | Inönü Mahallesi | İevre Karayolu | Tel. 0232/7127574 | Fax 7127953 | www.pirilhotel.com | €€). In schöner Lage bei den Ruinen der Burg bietet das Kale Restoran mit Gartenlokal traditionelle türkische Küche (Tel. 0232/7126301 | €€). Auskunft: İskele Meydanı 8 (am Hafen) | Tel./Fax 0232/7126653
Efes/EphesosDer Besuch der Ruinen (Hauptsaison tgl. 8.30-19 Uhr | Nebensaison 10-16.30 Uhr | Eintritt 10 Euro | www.epesos.at) der altgriechischen Stadt Ephesos (70 km von İzmir) gehört zu den Höhepunkten einer Türkei-Reise. Im Altertum lag das einstige Finanz- und Handelszentrum mit einer Viertelmillion Einwohner noch am Meer. Durch Versandungen liegt es heute 10 km landeinwärts - nahe dem Städtchen Selçuk. Die Ruinen des monumentalen Artemis-Tempels aus dem 3. Jh. v. Chr. zählen zu den Sieben Weltwundern der Antike. Prachtvoll sind auch Theater, Gymnasion (Sportstätte), Bäder, Agora und die hervorragend rekonstruierte Celsus-Bibliothek. Apostel Paulus und der Evangelist Johannes sollen sich in Ephesos mehrere Jahre aufgehalten haben. Ganz neu zu besichtigen sind die Patrizierhäuser aus dem 1. Jh. n. Chr. (Eintritt 7,50 Euro).
FoçaDas alte Fischerdorf (Phokaia, 35000 Ew.) hat trotz zahlreicher Neubauten seinen Charme bewahrt. Die vorgelagerten Inseln eignen sich ausgezeichnet für einen abgeschiedenen Picknickausflug. Empfehlenswert ist die Anlage Hanedan Resort (134 Zi. | 4. Mersinaki Koyu | Tel. 0232/8123650 | Fax 8122451 | www.hanedanresort.net | €€). Sie liegt gleich neben dem Club Med und besitzt einen eigenen, sehr sauberen Strand. Auskunft: Atatürk Bul. | Foça Girişi 1 | Tel. 0232/8121222
KuşadasıNeben Bodrum und Marmaris ist Kuşadası (50000 Ew., 80 km von İzmir) eine der Touristenhochburgen der Ägäis. Trotz vieler Betonburgen hat Kuşadası eine Menge zu bieten: Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Hotels aller Größe und Güte, einen modernen Yachthafen, sehr gute Lokale und ein vielseitiges Nachtleben. Nicht zu vergessen die antiken Sehenswürdigkeiten der Umgebung: Ziele wie Ephesos, Milet oder Pamukkale lassen sich von hier aus gut ansteuern.
Milet und Didim/DidymaGut 100 km von İzmir entfernt liegen zwei weitere berühmte antike Stätten: Milet war einst die größte aller ionischen Städte, eine blühende Handelsstadt mit gut 80000 Ew. Sie lag früher auf einer Halbinsel, jetzt 10 km landeinwärts. Aus den Ruinen sticht das Theater hervor, der Rest ist im Pergamonmuseum in Berlin. Didyma, 18 km von Milet, ist die größte antike Tempelanlage der Türkei. Das Orakel des Apollotempels von Didyma war so berühmt wie das in Delphi. Viele Statuen befinden sich heute im Besitz des British Museum in London (Eintritt jeweils 2 Euro).
PamukkaleDas „Baumwollschloss“ bei der Stadt Denizli (235 km von İzmir) ist ein faszinierendes Naturschauspiel: schneeweiß leuchtende, terrassenartige Kalksteinbassins, geformt durch die Ablagerungen des kalkhaltigen Thermalwassers. Die heilende Wirkung des 35 Grad warmen, kalziumbikarbonathaltigen Wassers haben schon die Römer, die hier im 2. Jh. n. Chr. die Stadt Hierapolis bauen ließen, zu nutzen verstanden. Lohnend ist auch die Besichtigung des Theaters von Hierapolis sowie die nördlich gelegene Nekropole, die zu den größten in der Türkei zählt und durch die unterschiedlichen Grabformen fasziniert (Eintritt 4 Euro).
PergamonDie Ruinen der antiken Stadt Pergamon liegen auf einem Berg, der über der türkischen Stadt Bergama (80000 Ew., 100 km von İzmir) aufragt. Hier war das Zentrum des mächtigen Pergamenischen Reiches (263-133 v. Chr.), wo Handel und Künste blühten. Berühmt war die 200000 Schriftrollen umfassende Bibliothek der Stadt. Das Pergament, besonders behandelte, hauchdünne ungegerbte Tierhaut) wurde hier erfunden. Der imposante Relieffries des Altars befindet sich heute im Berliner Pergamonmuseum (www.pergamonmuseum.de). Vergeblich haben sowohl die türkische Regierung als auch die Bewohner von Bergama in der Vergangenheit versucht, dieses Prunkstück, das Ende des 19. Jhs. von Carl Humann fortgeschafft wurde, zurückzubekommen. Dieser Streit ist noch nicht zu Ende.
Ziele in der Umgebung
Südküste
AnamurDie südlichste Spitze der Türkei (84000 Ew., 130 km von Alanya) war schon in der Antike ein wichtiger Hafen: Die Griechen errichteten hier das alte Anemourion, dessen Ruinenstätte man heute 8 km westlich von Anamur besichtigen kann (Di-So 9 bis 19 Uhr | Eintritt 2,50 Euro). Die östlich von Anamur direkt am Meer gelegene Festung, Mamure Kalesi (Di-So 9-12, 13-17.30 Uhr | Eintritt 3 Euro), wurde im 13. Jh. von Kreuzrittern erbaut. Beim Stadtteil İskele gibt es einen Strand, Campingplätze und kleine Pensionen. Eine komfortable Bleibe ist das Vivanco Hotel (66 Zi. | Kalebidi Meyydanı Bozyazı | Tel. 0324/8514200 | Fax 8512291 | www.vivancohotel-anamur.com | €€).
GedevetHoch auf dem Gedevet-Berg (1010 m) liegt das gleichnamige Dorf (20 km von Alanya), das eine phantastische Aussicht auf das Meer bietet. Eine hübsche Pension, auch als Ausgangspunkt für Wandertouren, ist das „Adlernest“ Kartal Yuvası Apart Otel (12 App. | Tel./Fax 0242/5137183 | €).
Manavgat Şelalesi/Manavgat-WasserfälleDie Wasserfälle sind ein beliebtes Ausflugsziel, dem man sich von Manavgat aus auch auf dem Wasser nähern kann (Bootsanleger an der Flussbrücke). Trotz des Trubels hat der Platz seinen Charme: In den schattigen Restaurants am tosenden Wasser schmecken frische Forellen. Bus- und Dolmuşverbindungen von Side (10 km) und Alanya (50 km)
AspendosDas Theater von Aspendos (50 km östlich von Antalya) zählt zu den am besten erhaltenen der Antike und umfasst 30000 Sitze. Im Juni findet vor dieser Kulisse ein Ballett- und Opernfestival statt (Eintritt 7 Euro). Sehenswert sind auch die Reste eines römischen Aquädukts, die Sie nach ein paar Schritten von einer kleinen Anhöhe in der Nähe des Theaters aus sehen können.
Köprülü Kanyon Milli Park/Köprülü-Cañon-NationalparkDiese Naturlandschaft (50 km von Antalya) ist eine wunderbare Abwechslung zum Strandleben. Über den oberen Teil der Schlucht führt eine schmale Steinbrücke (köprü) aus römischer Zeit. Unten, am sprudelnden Köprüçay-Fluss, haben sich Restaurants angesiedelt. Wer ohne Kanu kommt, kann in dem klaren, kühlen Wasser baden. 10 km weiter oben liegen die Reste des antiken Theaters von Selge (Eintritt ca. 2 Euro) auf einem atemberaubenden Höhenzug. Die Bewohner des Plateaus nutzen heute noch Teile der terrassenförmigen Anlagen für ihre Landwirtschaft. www.mugla-turizm.gov.tr
PergeEine der größten antiken griechischen Städte Anatoliens ist heute ein beeindruckendes Openairmuseum. Das Stadion, einst Schauplatz von Gladiatorenkämpfen, ist das am besten erhaltene der Türkei. Die Ruinen liegen über ein weites Feld verstreut; sie sind klassifiziert und warten auf ihre Wiederaufstellung, wofür international Geldgeber gesucht werden. In Perge finden Sie keinen Schatten, deshalb sind Schirm oder Hut angesagt. Tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 7 Euro | Richtung Alanya bis Aksu, von dort über eine ausgeschilderte Straße 3 km | Sammelbusse vom Busbahnhof (Garaj) Antalya | http://side-info.de
TermessosIn einer Höhe von 1000 m zwischen steilen Kalkfelsen liegt die antike Stadt Termessos, von Alexander dem Großen „Adlernest“ genannt. Zu den sehenswerten Ruinen gehören ein Theater, die Agora und eine Nekropole (Eintritt 4 Euro). Dolmuş und Touren von Antalya aus (30 km)
ÖlüdenizDie azurblaue Lagune mit weiß leuchtendem Sandstrand, eingefasst von einem grünen Baumgürtel, ist 12 km vom Zentrum entfernt und weltberühmt. Die umgebende Küstenregion ist teilweise stark bebaut. Das älteste und schönste Hotel im Ort und das einzige direkt an der Lagune ist das Hotel Meri (94 Zi. | Tel. 0252/6170001 | Fax 6170010 | www.hotelmeri.com | €€).
PataraAuf der Küstenstraße nach Kaş sieht es auf einmal aus, als ob die Wüste auf das Meer trifft: Dort dehnt sich der Strand Patara (80 km südöstlich von Fethiye) auf 18 km Länge aus: der schönste Strand der Türkei! Hinter den Dünen liegen die Ruinen des lykischen Hafens Patara: ein Theater, ein Stadttor und eine Schiffswerft (Eintritt 2,50 Euro). Am Strand herrscht Bauverbot. Trotzdem können Sie in dem kleinen Hotel Sultan Pataros übernachten (52 Zi. | Tel. 0242/8435235 | Fax 8435234 | www.sultanpatara.com | €).
SaklıkentEin begehbarer Cañon, der tief ins Gebirge schneidet und dem ein klarer Fluss entspringt. Das eindrucksvolle Naturschauspiel begeistert besonders die Jüngsten! Eintritt ca. 2 Euro | 40 km südöstlich von Fethiye
Xanthos/KinikDie Ruinenstätte beim Dorf Kınık (50 km südwestlich von Fethiye) war einst die wichtigste Stadt Lykiens. Einzigartig sind die Pfeilergräber wie das Harpyien-Monument (um 480 v. Chr.): Die Urnen befinden sich oben auf einem frei stehenden Sockel. Harpyien sind Vogeldämonen, die die Toten in den Himmel trugen. Des Weiteren zu sehen: eine gut erhaltene Stadtmauer, ein Theater, Reste der Akropolis. Im British Museum in London befindet sich das Original des berühmten Nereidengrabmals, eines Tempels (Eintritt 2 Euro).
KekovaVon Kaş aus fahren Boote (Dauer etwa 2,5 Std.) hinaus zum Fischerdorf Kaleköy/Simena. In der vorgelagerten Bucht befindet sich eine „versunkene Stadt“: Säulen, Treppen und Mauerzüge werden im klaren Wasser sichtbar. Ein Museum für Taucher!
OlymposVerwunschene Ruinenstätte (110 km östlich von Kaş) mit einem wunderschönen Strand. Ungefähr eine Stunde Fußmarsch entfernt liegt die aus der griechischen Mythologie bekannte Stätte Chimaira, wo durch Gas gespeiste ständige Erdfeuer brennen. In der Antike vermutete man hier den Aufenthaltsort des Feuer speienden Drachens Chimäre. Kieselstrand. Eintritt 2 Euro | Richtung Antalya 3 km vor Ulupınar Richtung Çıralı | ein Schild weist auf Olympos hin
DalyanDer entzückende 3000-Seelen-Ort (80 km östlich von Marmaris) liegt im Delta des Dalyan-Flusses. Die schilfbestandene Mündung und der vorgelagerte wunderbare Badestrand stehen unter strengem Naturschutz - das Areal ist eines der letzten Brutgebiete der Mittelmeerschildkröte Caretta caretta. Das Bild von Dalyan ist von kleinen Hotels geprägt. Das Happy Caretta Hotel liegt direkt am Fluss, hat einen Garten, und morgens werden die Gäste zum Strand gefahren (Maraş Mah. | Ada Sok. | Tel./Fax 0252/2842109 | €€). Gerdas Café gehört einer in Dalyan lebenden Deutschen, die in ihrem Garten u.a. köstliche Waffeln backt (Karakol Sok. 4 | Tel. 0252/2843664 | €€).
Datça und BozburunWestlich von Marmaris (Minibusverkehr) erstrecken sich die Halbinseln Reşadiye und Bozburun. Auf Reşadiye liegt der Fischerort Datça (80 km von Marmaris, 15000 Ew.) mit einer schön restaurierten Altstadt. Spektakulär ist die Strecke Marmaris-Bozburun: alpines Panorama, tiefblaue Buchten. Endpunkt ist das Dorf Bozburun, 50 km ab Marmaris. Das Hotel Aphrodite am Wasser ist nur per Boot zu erreichen (20 Zi. | Tel. 0252/4562268 | Fax 4562473 | €). Übernachten und gut essen können Sie auch im Hotel Möwe (im Zentrum | Tel./Fax 0252/4562661 | www.moewe-tr.com | €).
Ziele in der Umgebung
Zentralanatolien
HattuschaZwei Autostunden von Ankara entfernt wurden vor 100 Jahren die Ruinen von Hattuscha entdeckt. Das gleichnamige Hethiterreich (ca. 1650-1200 v. Chr.), eines der bedeutendsten Großreiche seiner Zeit, hatte hier in der Nähe des Dorfes Boğazkale sein Machtzentrum. Zu bewundern sind Tempelfundamente, unterirdische Festungsgänge sowie das Löwen- und das Königstor, eingelassen in gewaltige Mauern. In Gebäuden, die als Archive gedient haben, fand man Tausende von Keilschrift-Tontafeln. Sie werden im örtlichen Museum ausgestellt. (Di-So 8-12 und 13.30-17 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro).
Soğuksu Milli Parkı/Soğuksu-NationalparkDer 10,5 km² große Nationalpark bei dem Ort Kızılcahamam (etwa 80 km von Ankara, auf der Strecke nach İstanbul) ist an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel der Hauptstädter. Das Gebiet erinnert mit seinem Mischwald eher an ein europäisches Mittelgebirge (max. 1800 m Höhe) als an Anatolien. Busse ab Ankara Busbahnhof (Ulus) | Eintritt 3 Euro
AvanosDer Ort ist berühmt für seine Terrakottakrüge und -vasen. In den Töpfereien gegenüber dem Basar 54 an der Straße nach Göreme können interessierte Besucher selbst den roten Ton formen.
GöremeIm Göreme-Tal liegen viele Felskirchen, meist nur über halsbrecherische Stiegen oder enge Gänge erreichbar. Im Innern sind sie mit farbenfrohen Fresken geschmückt, Bilderzyklen aus dem Leben Jesu. Die älteste der Höhlenkirchen datiert aus dem 5. Jh. Göreme Açık Hava Müzesi (Freiluftmuseum Göreme) | tgl. 8.30-17.30 Uhr | Eintritt ca. 7,50 Euro, Karanlık Kilise (Höhlenkirche 4 Euro).
Ihlara Vadisi/Peristrema-TalVerlassen Sie Kappadokien nicht, ohne wenigstens einen halben Tag in dieser Schlucht südöstlich von Aksaray verbracht zu haben - Peristrema, „das um und um gewundene Tal“. 100 m tief und 10 km lang, in der Mitte ein baumbestandener Fluss, in seiner Monumentalität drängt sich ein Vergleich mit dem Grand Cañon auf. An den Steilhängen sind die Eingänge zu zahlreichen Kapellen erkennbar.
Kaymakli und DerinkuyuBei Kaymaklı und Derinkuyu wurden bis zu acht Stockwerke tiefe unterirdische Siedlungen freigelegt. In dem ausgeklügelten Fluchtsystem, mit Toiletten, Waffenlagern, Wasserdepots und Kirchen, das zum Teil bereits in der Hethiterzeit angelegt wurde, konnten die Bewohner der oberhalb liegenden Städte bei Gefahr lange überleben. Tgl. 8.30-17.30 Uhr | Eintritt je 5 Euro
Mustafapaşa6 km südlich von Ürgüp, auf der Straße nach Soğanlı, liegt der kleine Ort (einst griechisch Sinasos). Mustafapaşa (2500 Ew.) hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten: Mit seinen Kirchen und mächtigen Steinhäusern war Sinasos früher ein Sommerort wohlhabender Griechen. Eine Karawanserei aus dem 14. Jh. erinnert daran, dass Kappadokien an der Seidenstraße lag. Und hier gibt es auch den seltenen Kappadokienwein zu kaufen. Ein Tipp: Weinkelterei Kappadokya im Stadtteil Davuthı | Tel. 0384/3535003. Der Club Natura Cappadocia bietet in einem alten Stadthaus Unterkunft (6 Zi. | Sümer Sok. | Tel. 0384/3535030 | Fax 3535430 | Mobil Tel. 0535/3471157 (Aysel Koch) | www.clubnatura.com | €€).
Sultan-Sazliği Milli Parki/Sultan-Sazliği-NaturparkDas 170 km² große Marschland mit den drei Seen Yay, Çöl und Söbe in der Mitte erstreckt sich 60 km östlich von Ürgüp. Ein Paradies für fast 300 verschiedene Vogelarten: Pelikane, Komorane, Wasserhühner und Reiher brüten in den Schilfgürteln. Minibus vom Busbahnhof Ürgüp
UçhisarDieser Ort liegt vor den Toren von Nevşehir malerisch auf einem gewaltigen quadratischen Felsen, gekrönt von einer spitzen, mittelalterlichen Tuffburg. Ein Franzose vermietet hier zehn restaurierte Steinhäuser als Les Maisons de Cappadoce (Semiramis A.Ş. | Belediye Meydanı 24 | Tel. 0384/2192813 | Fax 2192782 | www.cappadoce.com | €€€). Gut essen können Sie im Bindallı Restaurant (neben dem Kaya Hotel in der Ürgüp Cad. | Tel. 0384/2192690 | €€).
ÜrgüpDas Städtchen (10000 Ew.) ist ein idealer Ausgangspunkt für Kappadokien-Erkundungen. Es bietet gute Verkehrsanbindungen und verfügt über zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.
Çatal HüyükHier wurde in den 1950er-Jahren eine der ältesten Siedlungen der Erde entdeckt (60 km südöstl. von Konya). Einige Schichten konnten auf ca. 6800 v. Chr. zurückdatiert werden. Weil aber die Fundstücke in das Museum für Anatolische Zivilisationen nach Ankara gebracht wurden, ist am Ausgrabungsort nur wenig zu sehen.
Kizildağ Milli Parki/Kizildağ-NationalparkDer 5,5 km² große Nationalpark am Rand des Sees Beyşehir (ca. 130 km westlich von Konya) lädt mit ausgewiesenen Plätzen von Mai bis September zum Campen und Picknicken ein. Mit dem Auto oder dem Bus ab Konya
Ziele in der Umgebung
Südostanatolien
MardinMardin ist die arabische Perle der Türkei. Rund 40 km von der syrischen Grenze entfernt (rund 100 km von Diyarbakır), liegt die Stadt (700000 Ew.) auf einem Hügel, von dem aus man einen weiten Blick über die syrische Tiefebene hat. Die einmalige terrassenförmige Anlage der Altstadt zeichnet sich immer noch durch ein Ensemble zweistöckiger, reich verzierter traditioneller Steinhäuser aus, die aus hellem Kalkstein gebaut wurden. Leider wird das Zentrum vielorts von neuen Betonbauten durchsetzt. Über der Stadt schwebt eine Burganlage, auf halber Höhe finden sich die alten Moscheen, von denen die Ulu Camii die größte und sehenswerteste ist. Besonders im Sonnenuntergang ist Mardin ein Fest für die Sinne, wenn der Kalkstein der Häuser im Abendrot glüht. Übernachtung in historischen Villen bietet Erdoba Konakları 31 Zi. | Cad. 135 | Tel. 0482/2127677 | Fax 2128821 | www.erdoba.com.tr | €€
Tur AbdinDas Gebiet um Mardin und das weiter östlich gelegene Midyat ist die Heimat der syrisch-orthodoxen Minderheit, die heute um ihre Existenz kämpft. In manchen Dörfern entlang der Grenze zu Syrien überragen noch Kirchtürme die niedrigen Häuser. Nur noch 2300 westsyrische Christen leben in Tur Abdin (Berg der Diener Gottes). Die meisten sind aus politischen und wirtschaftlichen Gründen geflohen. Das Deyrüızafaran aus dem Jahr 493 n. Chr. (von Mardin mit dem Taxi zu erreichen, 5 km) ist eines von zwei bewohnten syrisch-orthodoxen Klöstern. Hier leben nur noch ein paar Mönche. Das größere und bekanntere Kloster ist Mor Gabriel, 23 km hinter Midyat auf dem Weg nach Cizre. www.nordirak-turabdin.de
HarranIm Dorf Harran (50 km von Şanlıurfa) stehen bienenstockförmige Häuser aus gepresstem Lehm. Mittendrin befinden sich Reste einer Burganlage aus dem 12. Jh. Die früheste Besiedlung Harrans datiert aber aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Der Bibel zufolge lebte Abraham hier einige Jahre, bevor er ins Gelobte Land Kanaan weiterzog. Das einzige Hotel vor Ort ist das Bazda (8 Zi. | Merkez | Tel. 0414/4413590 | €). Touristeninformation im Rathaus: Belediye | Tel. 0414/4412075
Nemrut Dağı/Berg NemrutZwei Stunden Autofahrt nördlich von Şanlıurfa sind die wundersamen, mannshohen Götterstatuen vom Berg Nemrut zu sehen. Die Köpfe markieren eine Kultstätte, die einst errichtet wurde von König Antiochus I., Herrscher von Kommagene, einem Kleinstaat 69-34 v. Chr. Erosion, Erdbeben und Menschenhand haben die steinerne Versammlung im Laufe der Zeit zum Teil zerstört. Die Köpfe stehen sich auf der westlichen und der östlichen Terrasse gegenüber. So kann der Besucher wählen, in welchem Licht er sie bestaunen möchte. Wenn es der Sonnenaufgang sein soll, müssen Sie im Sommer um 3 Uhr morgens aufbrechen. Im Ort Kahta erhalten Sie weitere Auskünfte: Turizm Danışma (M. Kemal Cad. 52 | Tel./Fax 0416/7255007). Dort gibt es auch ein empfehlenswertes Hotel: Nemrut Tur Oteli (55 Zi. | M. Kemal Cad. 11 | Tel. 0416/7256881 | Fax 7256880 | €).
Ahtamar Kilisesi/Heiligkreuzkirche AhtamarDas Wahrzeichen des Van-Sees ist die über 1000 Jahre alte armenische Heiligkreuzkirche (Bauzeit 915-21), die unvergleichlich über der Insel emporragt. Bis 1464 war hier der Sitz des Katholikos, des geistlichen Oberhauptes der Armenier. Die Kirche, die auch wegen ihres einzigartigen, ornamentalen Reliefschmucks an den Außenwänden berühmt ist, wurde von der türkischen Regierung restauriert und im März 2007 als Zeichen der Versöhnung mit den Armeniern als Museum wieder eröffnet. Mi-Mo 9-17 (Okt.-Mai bis 15) Uhr | Minibusverkehr zu der 40 km von Van entfernten Anlegestelle (hinter dem Ort Gevaş) von der aus kleine Boote zu der Insel übersetzen
AniDie ehemalige armenische Hauptstadt, die im 4. Jh. gegründet wurde, ist zwar ungefähr 400 km und damit eine halbe Tagesreise von Van entfernt, aber trotzdem lohnt sich der Aufwand. Man kann die Besichtigung der seit 600 Jahren verlassenen Geisterstadt mit dem Abstecher nach Doğubeyazıt verbinden. Fährt man Richtung Norden zum Städtchen Kars und folgt dort dem Hinweis nach Ocaklı, gelangt man zur türkisch-armenischen Grenze, wo nahe des Grenzstreifens die Ruinen von Ani liegen.
DoğubeyazıtDrei Autostunden von Van entfernt, hat die Kleinstadt mit den beiden spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Südostens aufzuwarten: in erster Linie mit dem Berg Ararat (türk. Ağrı Dağı), dessen schneebedeckte Spitze in 5165 m Höhe bei gutem Wetter weithin sichtbar ist - diese Bergspitze scheint tatsächlich so hoch, dass keine (Sint-)Flut sie erreichen könnte. Um den Ararat besteigen zu dürfen, benötigt man eine Genehmigung aus Ankara.
Ziele in der Umgebung
Schwarzmeerküste
AmasraEtwa eine Autostunde von Safranbolu entfernt windet sich eine steile Uferstraße hinunter in das reizende Städtchen Amasra (13000 Ew.). Gelegen auf zwei felsigen Landzungen, eingerahmt von einer imposanten Felsküste, gehört das antike Sesamos zu den Schmuckstücken der türkischen Schwarzmeerküste.
GerzeGerze sollte man schon deshalb besuchen, weil der Weg von Sinop in das 20 km entfernt liegende Städtchen spektakulär ist. Die Straße führt teilweise in steilen Serpentinen durch den Wald und gibt immer wieder den Blick aufs Schwarze Meer frei. In den umliegenden Buchten (Bedre, Hurma, Kargasa) kann man wunderbar baden. Übernachten kann man im netten Dreisterne-Hotel Geruze (39 Zi. | Cumhuriyet Mah. | an der Landstraße nach Samsun | Tel. 0368/7184410 | Fax 7184409 | www.otelgeruze.com | €). Autoverleih: Sinope Tours | Kıbrıs Cad. 3A | Tel. 0368/2617900 Handy 05327441260
Hamsaroz Koyu/FjordEin tief ins Land reichender Fjord, der durch seine Tiefe und grünen Berge ringsherum an Norwegen erinnert. An der Bucht liegt ein Picknickgelände der staatlichen Forstverwaltung (Orman Yeri), wo Sie gegen eine geringe Gebühr einen wunderbaren Rastplatz finden. Vor der Einfahrt zum Fjord liegt ein kilometerlanger Strand.
Ayder-PlateauGuter Ausgangspunkt für eine Wanderung im grandiosen Kaçkar-Gebirge ist die 1350 m hoch gelegene Alm von Ayder. Der Weg dorthin führt von Rize auf zunächst 50 km gut ausgebauter Straße. Der Berghof Liligum ist eine ausgezeichnete Bleibe. Hier können Sie an einem kleinen Wasserfall frühstücken und die gesunde Küche des Schwarzmeers genießen (11 Zi. mit Bad/WC und Warmwasser | Çamlıhemşin-Ayder | Aşağı Ambarlık Mevkii | Tel. 0464/6572123 Handy 05374552677 | www.ayderliligum.com).
BilbilanEine Hochalm mit atemberaubendem Blick auf dem Weg von Artvin nach Ardanuç (130 km von Rize). Von Anfang Juni bis Ende September steht in Bilbilan ein großer Markt, auf dem man so gut wie alles bekommt, von Vieh bis zu den weithin gerühmten Milcherzeugnissen. Nur mit dem Auto zu erreichen (2660 m). Die beschwerliche Fahrt den Pass hinauf dauert von Artvin gut zwei Stunden. Die Strecke ist im Winter verschneit.
Sümela Manastiri/Sumela-KlosterIm pontischen Gebirge trifft man auf zahlreiche Kirchen und Klöster. Das berühmteste und besterhaltene ist das Felsenkloster Sumela in 270 m Höhe 50 km südlich von Trabzon im Naturpark Altındere. Die in eine Bergwand gebaute Anlage erreichen Sie von einem Parkplatz aus nach 45 Min. Fußmarsch. Als Basis für Wandertouren empfiehlt sich das 13 km vom Kloster entfernte, saubere Büyük Sumela Hotel (115 Zi. | Macka-Trabzon | Tel. 0462/5123540 | Fax 5123626 | www.sumelaotel.com | €€).
Uzungöl/Langer SeeDieser malerische, durch Erdrutsche entstandene klare Hochgebirgssee liegt ca. 80 km von Trabzon abseits der Straße nach Bayburt. Die Pension mit Restaurant Inan Kardeşler (am südlichen Ende des Sees gelegen | Tel. 0462/6566021 | €) ist das älteste von einem guten Dutzend Lokalen und Übernachtungsmöglichkeiten am Uzungöl. Sie verfügt über 22 Holzbungalows.
Mit Kindern reisen
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Rund um İstanbul
Kemerburgaz/DurusuNur 40 km von der 12-Millionen-Metropole entfernt liegt ein großes Erholungsgebiet. Hier befinden sich auch die Überreste des römisch-byzantinischen Aquädukts, das vom Baumeister Sinan ergänzt wurde. Auf 5 km² bis hin zum Schwarzen Meer sind ein komfortables Hotel mit Innenpool, ein Reithof mit Ponys sowie eine kleine Eisenbahn. Animationen für Kinder, Mountainbikes und Kanus zu mieten. Durusu Park Resort Hotel | Sales Office: Tel. 0212/2324112 | Fax 2322056 | Hotel: Tel. 0212/7679020 | Fax 7679020 | www.viptourism.com.trdurusu/
Rahmi Koç Sanayi MüzesiHerrliche Modellschiffe und -eisenbahnen, richtige Flugzeuge, Wrackteile, Originaloldtimer - das von einer Großindustriellenfamilie gegründete Museum macht nicht nur die Geschichte der Technik von den ersten astronomischen Geräten bis hin zu Computern anschaulich, es enthält eine Masse wertvoller Originale. In nachgebauten Kapitänsbrücken fühlt man sich wie auf dem Ozean. Anschließend toben in den Parks des Goldenen Horn. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 6,50 Euro | Hasköy Cad. 2 | Hasköy/İstanbul | www.rmk-museum.org.tr
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Westküste
Ritterburg in BodrumVon den St.-Jean-Rittern Anfang des 15. Jhs. erbaut, beispielhaft für die Architektur aus der Periode der Kreuzzüge, beflügelt die große, restaurierte Burg von Bodrum die Phantasie. Auf die vielen Türme klettern und die Wappen der Kreuzritter bewundern. Das Glaswrack, die Amphorenkollektion, die Folterkammer, das „Gästezimmer der Prinzessin Ada“ samt ihrem Skelett und nicht zuletzt die vielen Wrackfunde der Unterseearchäologie in der Ägäis machen die Burg zu einem echten Erlebnis. Di-So 8-12 und 13-17 Uhr, im Sommer Di-So 9-19 Uhr | Eintritt 6,50 Euro | Kale Meydanı | Bodrum
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Südküste
Lykia World/FethiyeHinter den lykischen Bergen in einer pinienbewachsenen Bucht liegt die 360 km² große Ferienanlage mit einem 750 m langen Kiessandstrand. Die Abenteuerwelt für Kinder gehört zu den schönsten im Mittelmeergebiet: drei beheizbare Planschbecken für Kleinkinder, 15 Rutschbahnen, Abenteuerhöhle, Schatzinsel, Wasserkanonen und Räuberwald. Es gibt Kindertheater, Judo, Fußball, eine Hobby- und Kunstwerkstatt, Skateboards (Juli-Okt.), Trampolin, Tischtennis und Billard sowie Kinderkurse in Schwimmen, Surfen, Segeln, Tennis und Tauchen. Im Preis inbegriffen ist die Betreuung ab 3 Jahren.
Tauchen mit KindernIn Antalya, am Beach von Tekirova, können Sie mit der ganzen Familie Tauch- und Strandferien machen. Die Tauchbasis Azur am IFA-Beach-Hotel bietet auch Kurse für Kinder ab 10 Jahren an. Entweder sind die Kleinen mit dabei, wenn die Großen vom Boot aus die wunderbare Unterseewelt und Höhlen erkunden, oder sie machen gleich den einwöchigen Poolkurs mit Flasche und schnuppern vom Ufer aus im Meer (ca. 125 Euro). Ein schmuckes Zertifikat zum Aufhängen gibt's auch. Schnorchel- und Tauchkurse werden auch für Erwachsene angeboten. Das Hotel wird ökologisch bewusst geführt. Buchen über IFA-Hotel GmbH | Düsseldorfer Straße 50 | 47051 Duisburg | Tel. 0203/99276613 | Fax 9927691 oder Tel. 0130/852545 (zum Nulltarif). Tauchbasis Azur im Hotel: Tel. 0242/8214046 | www.azur.de
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Schwarzmeerküste
AğvaDer Ort liegt ca. 90 Autominuten von İstanbul entfernt an der Mündung der beiden Flüsse Yeşilçay und Göksü ins Schwarze Meer. Das Dorf selbst ist klein, aber das Meer vor der Bergkulisse umso imposanter. In 10 Min. Gehentfernung vom Ort reiht sich am Yeşilçay umgeben von Obstgärten eine Anlage an die andere: meist nette Bungalowanlagen mit Pool. Es gibt Kanus und Tretboote, am Fluss kann man gut angeln. An der Flussmündung liegt ein kilometerlanger, fast unberührter Strand. Für einen Urlaub mit Kindern ist Ağva ideal. Von İstanbul/Üsküdar fahren regelmäßig Busse nach Ağva. Übernachten kann man z.B. im Riverside Club (Yakuplu Mah. 2 | Tel. 0216/7218293 | Fax 7218751 | umut@riverside.com.tr).
PolonezköyMitte des 19. Jhs. von eingewanderten Polen gegründet, lädt das „Polendorf“ heute auch Tagesbesucher zu einem Landurlaub mit Kindern ein. Die Nähe zu İstanbul (nur 25 km entfernt) macht das Dorf auch kombiniert mit einem Stadturlaub attraktiv. Im Frühling blüht alles auf, die Obstbäume strahlen in voller Pracht. Im Juni kann man bei der Kirschenernte mithelfen. Und im Winter liegt hier meist Schnee. Es gibt Fahrräder zu mieten und Ponys zum Reiten. Das Hotel Polka Country ist in einem restaurierten Fachwerkhaus untergebracht (15 Zi. | Cumhuriyet Yolu 36 | Tel. 0216/4323220 | Fax 4323042 | www.polkahotel.com). Gut essen können Sie im Leonardo Restoran (Tel. 0216/4323082).
Insider-Tipp
Touring Safranbolu Hotel
Ein stattliches Herrenhaus: Im Touring Safranbolu Hotel können Sie im Schatten des riesigen Walnussbaumes frühstücken
Gümüşlük
Grätenloser Genuss: Die beste Nachspeise im Anschluss an Fisch: sıcak helva in Gümüşlük
Manavgat Şelalesi/Manavgat-Wasserfälle
Frische Fische: Vor der Kulisse der Manavgat-Wasserfälle schmecken die Forellen besonders gut
Termessos
Adlerhorst mit Ruinen: Auf einem Berg bei Antalya sind die Reste des antiken Termessos zu besichtigen
Kekova
Dorf mit Unterwasserstadt: Vor Kaleköy zu den Ruinen einer versunkenen Stadt tauchen
Dalyan
Heiß baden: Nur mit dem Boot zu erreichen sind die heißen Quellen von Köyceğiz
Datça und Bozburun
Natur pur: Westlich von Marmaris liegen die Halbinseln Resadiye und Bozburun: unberührte Landschaften abseits vom Massentourismus
Avanos
Tonschale selbst gemacht: Wer sich an einer Tonschale versuchen möchte, kann im Terrakotta-Dorf Avanos in Kappadokien selbst Hand anlegen
Göreme
Reiten bei Sonnenaufgang: Die Rainbow Ranch in Göreme macht's möglich: Auf dem Pferderücken in Kappadokien glaubt man sich auf einen anderen Stern versetzt
Harran
Menschen in Bienenwaben: Bis heute sind die bienenstockartigen Lehmhäuser die intelligenteste Antwort auf das heiße Klima in Harran
Şanliurfa
Quirliges Labyrinth: Der arabisch anmutende labyrinthische Basar im südost-anatolischen Urfa gehört zu den schönsten des gesamten Orients
Top Highlights
„Blaue Reise“
„Blaue Reise “ werden die Urlaubstörns auf den motorbetriebenen Holzschiffen (gulets) genannt. Sie können einen Tag, aber auch mehrere Wochen dauern. Preis: zwischen 250 und 600 Euro pro Person/Woche. GPS Yachting | Yenikoy Mah. | Turgutreis Cad. 102 | Tel. 0252/3139416 | Fax 3131073 | www.gps-yachting.com
Ayasofya/Hagia Sophia
Größte Basilika des byzantinischen Reichs. Mehmed der Eroberer ließ sie in eine Moschee umwandeln. Ehemals eine Kirche, später eine Moschee, ist sie heute ein Museum. Di-So 9-16.30, Galerie 9-10.30 und 13-15 Uhr | Eintritt jeweils ca. 10 Euro (Sultanahmet)
Topkapi Sarayi/Topkapi-Palast
Sitz der osmanischen Herrscher für über 400 Jahre. Die Anlage ist nicht einem einzigen Bauplan entsprungen, sondern wuchs hinter den weitläufigen Mauern schrittweise zu dem verwirrenden Komplex aus Toren, Höfen und Pavillons im Grünen. Zu den ausgestellten Kostbarkeiten des Topkapı gehören Schmuck und Keramik, eine Waffensammlung, osmanische Miniaturen, Kalligrafien und Reliquien des Propheten Mohammed. Mai-Okt. Mi-Mo 9-19, November bis April tgl. 9-17 Uhr | Harem 9.30 bis 15.30 Uhr | Eintritt 10, Harem 7,50 Euro | www.topkapisarayi.gov.tr
Kaleiçi
Die Altstadt mit ihrem labyrinthischen Gassengewirr gleicht einem Freilichtmuseum. Besonders sehenswert sind das imoposante Hadrianstor (160 n. Chr., Cumhuriyet Cad.) und das Gerillte Minarett (Yivli Minare | Atatürk Cad.) aus dem Jahr 1220, das Wahrzeichen Antalyas. Unten am Hafen reiht sich ein Lokal ans andere.
Anadolu Medeniyetleri Müzesi/Museum für Anatolische Zivilisationen
Das sogenannte „Hethitermuseum“ gehört zu den Antikenmuseen von Weltrang. Der in einem ehemaligen gedeckten osmanischen Basar untergebrachte Komplex umfasst den Zeitraum von den ersten Zivilisationen (um 7000 v. Chr.) bis zum klassischen Altertum, mit Schwerpunkt auf der Hethiterzeit (2000-1200 v. Chr.). Die Fundstücke - alle aus dem Boden der heutigen Türkei - sind übersichtlich und ansprechend präsentiert. Mai-Sept. Di-So 8.30-17.30, Okt.-April 8.30-17 Uhr | Eintritt ca. 5 Euro | Gözcü Sok. 2 | Atpazarı | www.anadolumedeniyetlerimuzesi.gov.tr
Assos
Die Bucht von Assos (Behramkale, 1600 Ew., 50 km von Çanakkale) war lange Zeit ein Geheimtipp unter İstanbulern. In den Sommermonaten kann es inzwischen zwar ziemlich voll werden, das Dorf ist aber immer noch die Perle am Golf von Edremit.
Bozcaada und Gökçeada
Fast alle Ägäisinseln gehören zu Griechenland. Bozcaada (früher: Tenedos) und das größere Gökçeada (Imros) sind zwei Ausnahmen. Bekannt ist die stets windumtoste Insel Bozcaada für ihren Wein und den frischen Fisch. Viele İstanbuler haben hier Häuser gekauft und restauriert. In einem wunderschön restaurierten Gebäude ist das Hotel Kaikias untergebracht (18 Zi. | Kale Arkası | Tel. 0286/6970250 | Fax 6978857 | www.kaikias.com | €€). Die Insel Gökçeada eignet sich sehr für Radtouren und Wanderungen. In einem altgriechischen Dorf auf einem Hügel liegt die Pension Barba Yorgo, ein guter Ausgangspunkt für Aktivurlaub (8 Zi. | 6 App. | Tepeköy | Tel. 0286/8873592 | €). Autofähren nach Bozcaada ab Geyikli (50 km von Çanakkale mit dem Bus vom Busbahnhof/Garaj): Fahrtzeit 30 Min. | nach Gökçeada von Çanakkale 1,5 Std. | www.bozcaada.info
Troja
Das durch Homers Epos „Ilias“ berühmt gewordene Troja (türk. Truva, 20 km von Çanakkale) liegt an der Mündung der Dardanellen in die Ägäis. 3000 v. Chr. erstmals besiedelt, wurde Troja bis 500 n. Chr. neunmal zerstört und wieder aufgebaut. Heute ist nur die sechste Schicht zu besichtigen. Wer allerdings aufregende Spuren des Trojanischen Krieges zu sehen erwartet - oder gar Teile des sagenumwobenen Schatzes des Priamos -, der wird enttäuscht sein. Die von dem Deutschen Heinrich Schliemann 1870 begonnenen Ausgrabungen wurden bis zu dessen Tod 2005 von dem Tübinger Archäologen Manfred Korfmann fortgesetzt, der in der Region als „Osman Hodscha“ geliebt und verehrt wurde. Tgl. 9-18 Uhr Exkursionen von Çanakkale mit Troy-Anzac Seyahat Acentası | Eintritt 6,50 Euro | Saat Kulesi Yanı | Tel. 0286/2171447 | www.troyanzac.com
Efes/Ephesos
Der Besuch der Ruinen (Hauptsaison tgl. 8.30-19 Uhr | Nebensaison 10-16.30 Uhr | Eintritt 10 Euro | www.epesos.at) der altgriechischen Stadt Ephesos (70 km von İzmir) gehört zu den Höhepunkten einer Türkei-Reise. Im Altertum lag das einstige Finanz- und Handelszentrum mit einer Viertelmillion Einwohner noch am Meer. Durch Versandungen liegt es heute 10 km landeinwärts - nahe dem Städtchen Selçuk. Die Ruinen des monumentalen Artemis-Tempels aus dem 3. Jh. v. Chr. zählen zu den Sieben Weltwundern der Antike. Prachtvoll sind auch Theater, Gymnasion (Sportstätte), Bäder, Agora und die hervorragend rekonstruierte Celsus-Bibliothek. Apostel Paulus und der Evangelist Johannes sollen sich in Ephesos mehrere Jahre aufgehalten haben. Ganz neu zu besichtigen sind die Patrizierhäuser aus dem 1. Jh. n. Chr. (Eintritt 7,50 Euro).
Pamukkale
Das „Baumwollschloss“ bei der Stadt Denizli (235 km von İzmir) ist ein faszinierendes Naturschauspiel: schneeweiß leuchtende, terrassenartige Kalksteinbassins, geformt durch die Ablagerungen des kalkhaltigen Thermalwassers. Die heilende Wirkung des 35 Grad warmen, kalziumbikarbonathaltigen Wassers haben schon die Römer, die hier im 2. Jh. n. Chr. die Stadt Hierapolis bauen ließen, zu nutzen verstanden. Lohnend ist auch die Besichtigung des Theaters von Hierapolis sowie die nördlich gelegene Nekropole, die zu den größten in der Türkei zählt und durch die unterschiedlichen Grabformen fasziniert (Eintritt 4 Euro).
Aspendos
Das Theater von Aspendos (50 km östlich von Antalya) zählt zu den am besten erhaltenen der Antike und umfasst 30000 Sitze. Im Juni findet vor dieser Kulisse ein Ballett- und Opernfestival statt (Eintritt 7 Euro). Sehenswert sind auch die Reste eines römischen Aquädukts, die Sie nach ein paar Schritten von einer kleinen Anhöhe in der Nähe des Theaters aus sehen können.
Ölüdeniz
Die azurblaue Lagune mit weiß leuchtendem Sandstrand, eingefasst von einem grünen Baumgürtel, ist 12 km vom Zentrum entfernt und weltberühmt. Die umgebende Küstenregion ist teilweise stark bebaut. Das älteste und schönste Hotel im Ort und das einzige direkt an der Lagune ist das Hotel Meri (94 Zi. | Tel. 0252/6170001 | Fax 6170010 | www.hotelmeri.com | €€).
Patara
Auf der Küstenstraße nach Kaş sieht es auf einmal aus, als ob die Wüste auf das Meer trifft: Dort dehnt sich der Strand Patara (80 km südöstlich von Fethiye) auf 18 km Länge aus: der schönste Strand der Türkei! Hinter den Dünen liegen die Ruinen des lykischen Hafens Patara: ein Theater, ein Stadttor und eine Schiffswerft (Eintritt 2,50 Euro). Am Strand herrscht Bauverbot. Trotzdem können Sie in dem kleinen Hotel Sultan Pataros übernachten (52 Zi. | Tel. 0242/8435235 | Fax 8435234 | www.sultanpatara.com | €).
Olympos
Verwunschene Ruinenstätte (110 km östlich von Kaş) mit einem wunderschönen Strand. Ungefähr eine Stunde Fußmarsch entfernt liegt die aus der griechischen Mythologie bekannte Stätte Chimaira, wo durch Gas gespeiste ständige Erdfeuer brennen. In der Antike vermutete man hier den Aufenthaltsort des Feuer speienden Drachens Chimäre. Kieselstrand. Eintritt 2 Euro | Richtung Antalya 3 km vor Ulupınar Richtung Çıralı | ein Schild weist auf Olympos hin
Dalyan
Der entzückende 3000-Seelen-Ort (80 km östlich von Marmaris) liegt im Delta des Dalyan-Flusses. Die schilfbestandene Mündung und der vorgelagerte wunderbare Badestrand stehen unter strengem Naturschutz - das Areal ist eines der letzten Brutgebiete der Mittelmeerschildkröte Caretta caretta. Das Bild von Dalyan ist von kleinen Hotels geprägt. Das Happy Caretta Hotel liegt direkt am Fluss, hat einen Garten, und morgens werden die Gäste zum Strand gefahren (Maraş Mah. | Ada Sok. | Tel./Fax 0252/2842109 | €€). Gerdas Café gehört einer in Dalyan lebenden Deutschen, die in ihrem Garten u.a. köstliche Waffeln backt (Karakol Sok. 4 | Tel. 0252/2843664 | €€).
Sultan-Sazliği Milli Parki/Sultan-Sazliği-Naturpark
Das 170 km² große Marschland mit den drei Seen Yay, Çöl und Söbe in der Mitte erstreckt sich 60 km östlich von Ürgüp. Ein Paradies für fast 300 verschiedene Vogelarten: Pelikane, Komorane, Wasserhühner und Reiher brüten in den Schilfgürteln. Minibus vom Busbahnhof Ürgüp
Tur Abdin
Das Gebiet um Mardin und das weiter östlich gelegene Midyat ist die Heimat der syrisch-orthodoxen Minderheit, die heute um ihre Existenz kämpft. In manchen Dörfern entlang der Grenze zu Syrien überragen noch Kirchtürme die niedrigen Häuser. Nur noch 2300 westsyrische Christen leben in Tur Abdin (Berg der Diener Gottes). Die meisten sind aus politischen und wirtschaftlichen Gründen geflohen. Das Deyrüızafaran aus dem Jahr 493 n. Chr. (von Mardin mit dem Taxi zu erreichen, 5 km) ist eines von zwei bewohnten syrisch-orthodoxen Klöstern. Hier leben nur noch ein paar Mönche. Das größere und bekanntere Kloster ist Mor Gabriel, 23 km hinter Midyat auf dem Weg nach Cizre. www.nordirak-turabdin.de
Nemrut Dağı/Berg Nemrut
Zwei Stunden Autofahrt nördlich von Şanlıurfa sind die wundersamen, mannshohen Götterstatuen vom Berg Nemrut zu sehen. Die Köpfe markieren eine Kultstätte, die einst errichtet wurde von König Antiochus I., Herrscher von Kommagene, einem Kleinstaat 69-34 v. Chr. Erosion, Erdbeben und Menschenhand haben die steinerne Versammlung im Laufe der Zeit zum Teil zerstört. Die Köpfe stehen sich auf der westlichen und der östlichen Terrasse gegenüber. So kann der Besucher wählen, in welchem Licht er sie bestaunen möchte. Wenn es der Sonnenaufgang sein soll, müssen Sie im Sommer um 3 Uhr morgens aufbrechen. Im Ort Kahta erhalten Sie weitere Auskünfte: Turizm Danışma (M. Kemal Cad. 52 | Tel./Fax 0416/7255007). Dort gibt es auch ein empfehlenswertes Hotel: Nemrut Tur Oteli (55 Zi. | M. Kemal Cad. 11 | Tel. 0416/7256881 | Fax 7256880 | €).
Ahtamar Kilisesi/Heiligkreuzkirche Ahtamar
Das Wahrzeichen des Van-Sees ist die über 1000 Jahre alte armenische Heiligkreuzkirche (Bauzeit 915-21), die unvergleichlich über der Insel emporragt. Bis 1464 war hier der Sitz des Katholikos, des geistlichen Oberhauptes der Armenier. Die Kirche, die auch wegen ihres einzigartigen, ornamentalen Reliefschmucks an den Außenwänden berühmt ist, wurde von der türkischen Regierung restauriert und im März 2007 als Zeichen der Versöhnung mit den Armeniern als Museum wieder eröffnet. Mi-Mo 9-17 (Okt.-Mai bis 15) Uhr | Minibusverkehr zu der 40 km von Van entfernten Anlegestelle (hinter dem Ort Gevaş) von der aus kleine Boote zu der Insel übersetzen
Doğubeyazıt
Drei Autostunden von Van entfernt, hat die Kleinstadt mit den beiden spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Südostens aufzuwarten: in erster Linie mit dem Berg Ararat (türk. Ağrı Dağı), dessen schneebedeckte Spitze in 5165 m Höhe bei gutem Wetter weithin sichtbar ist - diese Bergspitze scheint tatsächlich so hoch, dass keine (Sint-)Flut sie erreichen könnte. Um den Ararat besteigen zu dürfen, benötigt man eine Genehmigung aus Ankara.
Amasra
Etwa eine Autostunde von Safranbolu entfernt windet sich eine steile Uferstraße hinunter in das reizende Städtchen Amasra (13000 Ew.). Gelegen auf zwei felsigen Landzungen, eingerahmt von einer imposanten Felsküste, gehört das antike Sesamos zu den Schmuckstücken der türkischen Schwarzmeerküste.
Ayder-Plateau
Guter Ausgangspunkt für eine Wanderung im grandiosen Kaçkar-Gebirge ist die 1350 m hoch gelegene Alm von Ayder. Der Weg dorthin führt von Rize auf zunächst 50 km gut ausgebauter Straße. Der Berghof Liligum ist eine ausgezeichnete Bleibe. Hier können Sie an einem kleinen Wasserfall frühstücken und die gesunde Küche des Schwarzmeers genießen (11 Zi. mit Bad/WC und Warmwasser | Çamlıhemşin-Ayder | Aşağı Ambarlık Mevkii | Tel. 0464/6572123 Handy 05374552677 | www.ayderliligum.com).
Sümela Manastiri/Sumela-Kloster
Im pontischen Gebirge trifft man auf zahlreiche Kirchen und Klöster. Das berühmteste und besterhaltene ist das Felsenkloster Sumela in 270 m Höhe 50 km südlich von Trabzon im Naturpark Altındere. Die in eine Bergwand gebaute Anlage erreichen Sie von einem Parkplatz aus nach 45 Min. Fußmarsch. Als Basis für Wandertouren empfiehlt sich das 13 km vom Kloster entfernte, saubere Büyük Sumela Hotel (115 Zi. | Macka-Trabzon | Tel. 0462/5123540 | Fax 5123626 | www.sumelaotel.com | €€).
Kappadokien
Konya
Safranbolu
Auftakt
Was für ein Land!
Nicht umsonst nennt man die Türkei auch „Kleinasien“ oder „Brücke zwischen Europa und Asien“. Das Land ist ein geschichtliches und geografisches Abbild Europas und Asiens auf komprimiertem Raum. Hier findet sich einfach alles: lange Sonnenstrände im Süden und eine Gebirgskette, die das Land von West nach Ost durchzieht. Eine asiatische Steppe auf der anatolischen Hochebene und mitteleuropäische Wälder am Schwarzen Meer. Die Westküste gleicht einem antiken Freilichtmuseum. Und im heutigen Südosten der Türkei liegt die Wiege der menschlichen Ackerbauzivilisation. Das Geheimnis der Türkei? Ihre Vielfalt!
Tulpen stammen nicht aus Holland, sondern aus der Türkei. Der Garten Eden soll in Südostanatolien gelegen haben. Eine der ältesten bekannten menschlichen Siedlungen liegt im zentralanatolischen Çatal Hüyük, sie datiert aus dem 7. Jahrtausend v. Chr. und ist damit so alt wie Jericho. Und es waren die frühzeitlichen Bewohner Anatoliens, die sich vermutlich als Erste vor fast 4000 Jahren der Schrift bedienten. Hätten Sie's gewusst?
Kommen Sie in die Türkei und lassen Sie sich überraschen! In kaum einem anderen europäischen Urlaubsland können Besucher eine solche Fülle von Kontrasten erleben: landschaftlich, gesellschaftlich, historisch, politisch. Geografisch liegt die Türkei zwischen Orient und Okzident - der Bosporus bildet die Grenze.
Eine Reise entlang der West-Ost-Achse führt von den Getreidefeldern Thrakiens auf der europäischen Seite über die romantischen Buchten der Ägäisküste vorbei an den schneebedeckten Bergmassiven der anatolischen Hochlagen durch fruchtbare Täler bis zu den vulkanischen Alpen Kurdistans an der östlichen Grenze. Von Nord nach Süd geht es von den waldreichen Berghängen des pontischen Taurus am Schwarzen Meer über die gewaltige anatolische Steppe und die Mondlandschaft Kappadokiens zur Gebirgsscheide des Taurus, bevor man die Strände der südlichen Mittelmeerküste erreicht.
Anatolien wurde jahrtausendelang von den zwischen Ost und West hin- und herziehenden Völkern, Heerscharen und Religionen geprägt - auf ihrem Weg durch die Türkei werden Sie oft die gleichen Routen benutzen wie die Kreuzritter oder die Karawanen auf der Seidenstraße. Hethiter, Griechen, Römer, Byzantiner, Seldschuken, Mongolen, Kreuzritter und Osmanen hinterließen in Anatolien ihre bis heute sichtbaren Spuren.
Die Türkei hat jedem etwas zu bieten: dem Strandurlauber 1500 km Ägäis- und Mittelmeerküste mit vielen einsamen Buchten und dem saubersten Wasser Südeuropas. Naturfreunde finden eine artenreiche Flora und Fauna vor. In Naturparks haben so seltene Tiere wie der anatolische Gepard oder das Wildpferd überlebt. An einigen Mittelmeerstränden brüten die letzten Exemplare der Meeresschildkröte Caretta caretta. Auch Sportfreunden steht eine große Auswahl offen. Für Wanderer gibt es Mittel- und Hochgebirge, für Wintersportler eine wachsende Zahl erschlossener Skigebiete und für Taucher schillernde Reviere vor der Mittelmeerküste. Urlauber mit gehobenen Ansprüchen können sich in 5-Sterne-Anlagen zurückziehen. Selbst beim Golf ist die türkische Riviera mittlerweile dabei, etablierten Adressen wie Portugals Algarve den Rang abzulaufen. Individualreisende finden in der Weite des anatolischen Hochlands und in der abgeschiedenen Bergwelt des Ostens Dörfer, in die sich nur selten ein Fremder verirrt.
Den Geschichtsinteressierten öffnet sich in der Türkei das größte Freilichtmuseum der Welt. Nicht einmal in Griechenland selbst können mehr Zeugnisse der griechischen Antike bewundert werden als in Kleinasien. Hinzu kommen die Kirchen, Paläste und Burgen der byzantinischen Kaiser (4.-15. Jh.) und die prachtvollen Hinterlassenschaften aus islamisch-osmanischer Zeit (16.-19. Jh.), etwa die großartigen Moscheen des Hofarchitekten Sinan in İstanbul und Edirne oder die Medresen, die Religionsschulen, von Konya.
Außer Israel gibt es kein Land, das so viele Reiseziele für christliche Pilger und theologisch Interessierte bietet wie die Türkei. In Antakya (Antiochia) an der syrischen Grenze sollen sich die Anhänger Jesu den Namen „Christen“ gegeben und Paulus seine Mission begonnen haben. Maria und der Apostel Johannes sollen in Ephesos gestorben sein - daran erinnern zwei byzantinische Kirchen. In den Tuffsteinhöhlen Kappadokiens hielten sich die frühen Christengemeinden vor der Verfolgung durch die Römer versteckt.
Die beste Jahreszeit für einen Türkei-Besuch ist die Badesaison von April bis Ende Oktober. Die Sommer sind am Mittelmeer heiß, im anatolischen Hochland und in der Osttürkei kommt zur Hitze die Trockenheit hinzu. Die Winter wiederum sind dort schneereich und bitterkalt. Im Winter, der sich bis in den April hinziehen kann, fällt auch in İstanbul regelmäßig Schnee. Am Schwarzen Meer wird das Wetter zu jeder Jahreszeit von einem regenreichen, feuchtwarmen Klima bestimmt.
70 Mio. Türken sind stolz darauf, Selbstversorger zu sein. Was Sie auf den Wochenmärkten sehen, stammt fast alles von der eigenen Scholle. Trotzdem gehören die Bauern zu den Ärmsten der Gesellschaft. Drei Viertel von ihnen besitzen kein eigenes Land und müssen für Großgrundbesitzer schuften. Die industrielle Produktion hat in den vergangenen Jahren einen großen Sprung gemacht. Ob Elektronik, Haushaltstechnik, Computer, Autos (Lizenzen aus Japan und Deutschland) oder Herrenmode - das Siegel made in Turkey wird in der Welt nicht mehr belächelt.
Nur drei Prozent des 814000 km² großen Landes liegen in Europa. Dennoch verstanden sich viele Türken bis in die 2000er-Jahre als Europäer. Entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung hatte der Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk, der durch radikale Reformen mit der orientalisch-islamisch geprägten Vergangenheit brechen und den Anschluss an Europa schaffen wollte. Viele Intellektuelle und die politische Führung wollen sich nunmehr mit dem osmanisch-islamischen Erbe wieder versöhnen. Der Kemalismus steht zur Debatte, der Islam prägt immer mehr das Gesicht Anatoliens, und die europäische Moderne ist nicht mehr das alleinige Vorbild. Das Land befindet sich in einem tiefen Wandel, der im Nebeneinander von europäischen und islamisch-konservativen Lebensweisen überall sichtbar wird. Auch das Wohlstandsgefälle ist unübersehbar: Auf der einen Seite die modernen Metropolen İstanbul, Ankara, İzmir und die westlichen Urlauberorte entlang der Sonnenküste. Auf der anderen Seite das vernachlässigte, arme Ostanatolien, wo die Säuglingssterblichkeit doppelt so hoch ist wie im Landesdurchschnitt. Dort gelten archaische Traditionen wie das kompromisslose Verständnis von Ehre, vor allem in den kurdischen Clans, weiter fort. Seit Ende der 1990er-Jahre hat die junge Generation der Türken ihre eigene Dynamik entwickelt und sorgt dafür, dass ihr Land den Anschluss an Europa behält. In İstanbul können Sie so leben wie in Frankfurt oder Rom, und in den Pubs der Großstädte trifft sich eine kosmopolitische urbane Mittelschicht, gebildet und mit guten Fremdsprachenkenntnissen. Sie ist die Hauptträgerin der Reformen, die der Türkei den Weg zur EU geebnet haben.
Machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihnen unterwegs so manches lang gehegte Vorurteil abhanden kommt. Lassen Sie sich einfach überraschen. Entdecken Sie die Türkei!
Um 7000 v. Chr.Erste Siedler in Kleinasien
2000 v. Chr.Reichsgründung der Hethiter in Anatolien
Ab 700 v. Chr.Kolonisation der Westküste durch Griechen
133 v. Chr.Beginn der römischen Herrschaft in Kleinasien
395 n. Chr.Das Imperium zerfällt in Oströmisches und Weströmisches Reich
1453Eroberung Konstantinopels durch Mehmet I., Umbenennung in İstanbul, nun Hauptstadt des Osmanischen Reiches
1453-1683Größte Ausdehnung des Osmanischen Reiches und kulturelle Blüte
1683-1923Niedergang des Osmanischen Reiches
1876Erste Verfassung
1914-1918Erster Weltkrieg; Teilnahme der Osmanen an deutscher Seite
1919Unabhängigkeitskrieg unter Mustafa Kemal Pascha gegen die von den Alliierten beschlossene Aufteilung der Türkei
1922-1938Kemalistische Kulturrevolution
29. Oktober 1923Gründung der Türkischen Republik; Hauptstadt ist Ankara
1952Nato-Beitritt
1960/1971/1980Militärputsche
1974Türkische Invasion in Nordzypern
1999Schweres Erdbeben Westtürkei
2002Die moderat islamistische AKP kommt allein an die Macht
2003Reformen in Wirtschaft und Politik
2005Beginn Beitrittsverhandlungen mit der EU; Ziel ist eine Vollmitgliedschaft
2009Die Weltwirtschaftskrise übersteht die Türkei relativ unbeschadet
Immer die Küste entlang geht die „Blaue Reise”Es begann 1925: Der Schriftsteller Cevat Şakir Kabaağaçlı wurde von İstanbul nach Bodrum in die Verbannung geschickt. Der Künstler empfand das jedoch nicht als Strafe, sondern erlebte die produktivste Phase seines Lebens. Wenn Freunde zu Besuch kamen, lud er sie zu Bootsfahrten entlang der Küste ein. So entdeckten die türkischen Intellektuellen das humanistische Erbe der Griechen in Anatolien - die Blaue Reise begann. Heute gehört die mavi yolculuk zu den beliebtesten Urlaubsformen der türkischen Südküste. Die behäbig wirkenden Holzschiffe haben zwar noch die volle Takelage, fahren aber meist mit Motor. An Bord sorgt ein Koch für die Verpflegung, der Kapitän hält an, wo es seinen Passagieren beliebt. Wichtige Ablegehäfen für solche Segeltouren sind heute Antalya, Marmaris, Bodrum und Fethiye.
İstanbulLiteraturnobelpreisträger Orhan Pamuk erzählt voller Melancholie von seiner Geburtsstadt. In das autobiografische Essay sind neben Passagen aus den Büchern von Türkeireisenden auch Anekdoten aus den 1950er- und 60er-Jahren eingewoben.
Kleine Geschichte der TürkeiKlaus Kreiser und Christoph K. Neumann machen Sie mit der Vergangenheit des Landes bekannt.
AtatürkDie Monografie von Bernd Rill mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten gibt erstklassig Auskunft über den Staatsgründer und damit Einblick in die türkische Seele.
Im Juli | Gegen die Wand | Crossing the BridgeDer preisgekrönte deutschtürkische Regisseur Fatih Akin rückt in seinen Filmen İstanbul und seine Bewohner liebevoll ins Licht.
UzakDas Land wurde vielfach zur Kulisse des Films, am schönsten jedoch kommt seine Melancholie in den Filmen türkischer Regisseure zum Ausdruck, beispielsweise in diesem von Nuri Bilge Ceylan.
Nasrettin Hodscha, der Till Eulenspiegel AnatoliensNasrettin sucht seinen verlorenen Esel. Dabei betet er zu Allah und dankt ihm. „Warum bist du dankbar, wenn du deinen kostbaren Esel verloren hast?“, wird er gefragt. „Ich bin froh, ihn währenddessen nicht geritten zu haben. Sonst wäre auch ich vermisst.“ Was den Deutschen ihr Baron von Münchhausen oder den Flamen ihr Till Eulenspiegel, ist den Türken ihr Nasrettin Hodscha: ein kluger Narr, der ihnen den Spiegel vorhält. Mit Witz und Verstand entlarvt Nasrettin Dummheit und Obrigkeitstreue seiner Mitmenschen. Nasrettin, ein armer Dorf-Imam (muslimischer Vorbeter), soll Mitte des 13. Jhs. gelebt haben. Sein Grab liegt in Akşehir (130 km westlich von Konya).
www.hallodoku.de/category/blog-turkei-weblogWeblog, den der Fotograf Jens Helmstedt auf seinen Reisen durch die Türkei unterhält.
www.taz.de/blogs/istanbulblogFortlaufendes Blog unserer Autorin Dilek Zaptcioglu aus ihrer Heimatstadt İstanbul mit wertvollen Tipps und interessanten Geschichten.
www.podlog.de/de/freizeit/reise/335924.htmlIm Reiseblog „Sundowner“berichten Urlauber von ihren Türkei-Eindrücken.
www.dasding.deInformative Sendungen des SWR über den Islam und den muslimischen Alltag.
www.multikulti.deDer multikulturelle Sender der Rundfunkanstalt in Berlin und Brandenburg, RBB, bietet auf seiner Webseite interessante Podcasts über die Türkei und die Türken.
http://reisecast.podspotHier berichten Urlauber von ihren Reiserlebnissen und geben viele nützliche Tipps!
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Szene
Trend Guide Türkei
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist
Özlem Ahmetoglulebt und arbeitet in München als Journalistin. Als Chefredakteurin des Lifestyle-Portals fem.com kennt sie sich mit Trends aus. Außerdem betreibt unser Szene-Scout einen eigenen Reise-Blog, für den sie ständig auf der Suche nach News aus aller Welt ist. Die studierte Amerikanistin hat türkisch-griechische Wurzeln und verbringt mehrere Monate im Jahr in der Türkei.
The Sound of İstanbulTürkische Musik ist nicht nur Folklore. Die Popmusiker aus İstanbul können es in Sachen Chartstauglichkeit durchaus mit den Kollegen aus Übersee aufnehmen - und bleiben doch den türkischen Wurzeln treu. Stimmgewaltige Top-Ten-Vertreter sind Popsängerin Nazan Önçel (www.nazanoncel.net), ihr Kollege Rober Hatemo (http://roberhatemo.com.tr) und die traditionelle Arabesque-Sängerin Ebru Gündeş (www.ebrugundes.com.tr). Baba Zula mixen orientalische Instrumente mit coolen Beats und sind İstanbuls ausgeflippteste Vertreter des Oriental-Dub (www.babazula.com). Die erste Adresse für Livemusik in der Stadt am Bosporus ist der Club Babylon (Şeyhbender Sokak 3 | www.babylon.com.tr). Wer lieber zu Tonträgern greift, sollte sich das Plattenlabel Doublemoon merken. Die Künstler, die dort unter Vertrag stehen, gehören zu den heißesten Szenevertretern (Şeyhbender Sokak 8/3 | İstanbul | www.doublemoon.com.tr).
Zurück zu den WurzelnSüße Erinnerungen gibt es bei Haci Bekir. Die Patisserie bietet Leckereien aus türkischen Kindheitstagen an. Zum Beispiel sirupsüßes Baklava und traditionelles Lokum (İstiklal Cad. 83/6, Beyoğlu, İstanbul, www.hacibekir.com.tr). Die Ahnen grüßen im Restaurant Havuzbaşi Şelale. Hier werden Fisch und Fleisch noch ganz traditionell im Erdofen zubereitet. Vor dem Essen können sich die Gäste den Fisch sogar selbst fangen (Ulupınar, www.selalerestoran.com). Besonders traditionsreich ist auch das Saray in İstanbul mit seiner breiten Auswahl an Pudding und Gebäck, Kuchen und Eis (İstiklal Cad. 173, Beyoğlu, İstanbul, www.saraymuhallebicisi.com).
Chillout am StrandIm Sommer zieht es die Partypeople des Landes an den Strand. Klar, dass die designverwöhnten Szenegänger auch in den Beachclubs nicht auf Style und Glamour verzichten wollen. Im Maki Beach Club relaxt man zu DJ-Klängen auf schneeweißen Liegen (Keleşharımı Mevkii, Mimoza Sokak 10 | Göltürkbükü | Bodrum | www.makihotel.com.tr). Die Farbe Weiß gibt auch in Bodrums Bianca Beach Club den Ton an. Weiße Boote, weiße Stühle und Tische, die zusammen mit weißen Schirmen direkt im Wasser stehen, und weiße Daybeds bilden einen tollen Kontrast zum Blau des Himmels und des Meeres (Akdeniz Cad. 35 | Gölköy Yalı Mevkii | Göltürkbükü | Bodrum | www.biancabeach.com). In Antalya chillt die Szene auf den großen orangenen Designkissen des Beach Parks (Dumlupınar Bulvarı | Konyaaltı Koruluğu Yanı | Antalya | www.beachpark.com.tr).
Trekking mit TierenNatur-, Kultur- und Tierliebhaber kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten: Trekking mit Tieren wird als Methode, das Land zu entdecken, immer beliebter. Mit einem Esel am Zügel geht es durch das zerklüftete Latmos-Gebirge oder um den Bafa-See. Geschlafen wird im Zelt oder in Dorfhütten (Buchungen über www.sebtours.de). Schneller, nämlich auf dem Pferderücken, geht es durch Ost-Anatolien (Buchungen unter www.top-mountain-tours.de). Wer mehr Zeit mitbringt, durchquert in der Kleingruppe mit Lastpferd das menschenleere Taurusgebirge (Informationen über www.timeoutdoor.de).
HöhenflügeNirgends ist İstanbul schöner als von oben. Da wundert es nicht, dass das hoch gelegene Müzedechanga zu den populärsten Restaurants der Metropole gehört (Sakıp Sabancı Cad. 22). Sightseeing geht im 360° ganz bequem: Der Rundumblick des Restaurants samt Bar und Club reicht von der Hagia Sophia bis zum Goldenen Horn (İstiklal Cad. 32/309, Beyoğlu, www.360istanbul.com). Noch mehr Ausblick bietet nur das Changa: entweder auf İstanbuls Lichtermeer oder aber durch eine im Boden eingelassene Glasplatte nach unten (Siraselviler Cad. 47, www.changa-istanbul.com).
Lust auf SpelunkenBeim Spelunking besucht man keine heruntergekommenen Lokale, sondern sehenswerte Höhlen. Höhlenforschen ist der Trend in der Türkei. Kein Wunder: Im Land gibt es rekordverdächtige 40000 Höhlen. Um die schönsten zu entdecken, empfehlen sich Führungen. In Antalya organisiert Do it Adventure Trips in die 680 m tiefe Cocain-Höhle (Güzelbağ Mah. Asmalı Sok. | www.doitadventure.com). Wer ungeführt gehen will, macht sich vorher bei der Cave Research Association (Bulvarı Kubilay Sok. | Kubilay Apt. 17/1 | www.mad.org.tr) oder der Bogazici University Speleological Society (www.bumak.boun.edu.tr) schlau.
Cuisine OrientalFrischer Fisch, abwechslungsreiche Meze und deftige Eintöpfe: Die türkische Küche gehört zu den variantenreichsten Mittelmeerküchen - führt aber nach wie vor ein Schattendasein. Dabei wollen immer mehr Trendesser diese Küche kennenlernen - und Anregungen nach Hause mitnehmen. Am besten klappt das mit einem Kochkurs bei İstanbul Culinary. In dem Trainingscenter lernt man das orientalische Kochen von A bis Z (Mesrutiyet Cad. 59, Tepebasi, İstanbul, www.istanbulculinary.com). Aus einem sternedekorierten Restaurant kam Köchin Eveline Zoutenijk an den Bosporus. Die Niederländerin hat sich ganz der türkischen Küche verschrieben und teilt ihr Wissen nur zu gerne (Akbiyik Cad. 72 A, www.cookingalaturca.com). Einen Monat oder nur einen Tag: In İstanbuls Whirlpool Mutfak Sanatlari Akademie gibt es kurze Einblicke ebenso wie ausführliche Einweisungen (Meydan Sok., Beybi Giz Plaza B Blok 23-136, www.msa.tc). Kulinarische Touren durch İstanbul und tägliche Kochkurse in Kappadokien organisiert Turkish Heritage Travel (Aydınlı Mahallesi Yavuz Sok. 1, Göreme, Nevşehir, www.turkishcuisinetours.com).
Hippe HerbergenGlanz, Glamour und Luxusdesign - Hotels in der Türkei überlassen nichts dem Zufall. Ganz pur und weiß ist das Hillside Su - aber nur im Inneren. Die Außenfassade wechselt nachts ihre Farbe (Dumlupınar Bulvarı | Konyaaltı Koruluğu Yanı | Antalya | www.hillsidesu.com). „Think Big“ ist das Motto des Adam & Eve. Sage und schreibe 100 m misst der Pool, die Bar ist nur 12 m kürzer und somit die längste der Welt (Iskele Mevkii | Belek/Antalya | www.adamevehotels.com). Und auch das teuerste Hotel des Mittelmeerraums steht in der Türkei. Das Mardan Place kostete ca. 1,4 Mrd. Euro. Allein für die antiken Stühle wurden 80000 Euro gezahlt - pro Stück (Kondu Koyu, Oteller Mevkii | Lara/Antalya | www.mardanpalace.com)! Coole Designoase am Bosporus ist das 35-Zimmerhotel Lush nahe dem Taksim-Platz (Sıraselviler Cad. 12 | www.lushhiphotel.com).
Stichworte
Von Atatürk bis Umweltschutz
Die türkische Gesellschaft verändert sich mit großer Geschwindigkeit
AtatürkVerehrt wird Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, weil er das Land vor der Aufteilung bewahrt und ihm mit Gründung der Republik eine neue Perspektive gegeben hat. Nach dem Willen der Sieger des Ersten Weltkriegs, in dem der Sultan auf der Seite der Deutschen gestanden hatte, sollten Italien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und Armenien die Türkei unter sich aufteilen. Den Türken sollte nur ein kleiner Teil des anatolischen Kernlandes bleiben. Eine Gruppe junger türkischer Offiziere unter Führung von Mustafa Kemal organisierte von der Schwarzmeerküste aus den Widerstand gegen das Sultanat und die Aufteilung ihres Landes. Was wie ein Guerillakrieg begann, wuchs zu einer nationalen Widerstandsbewegung. Das Ziel: die Gründung eines Staates „Türkei“.
ErdbebenDie Türkei ist ein Erdbebengebiet. Vor allem der Norden gehört zu den am stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Welt. Der „Nordanatolische Graben“ zieht sich vom Osten bei Erzurum bis zum Golf von Saros an der griechischen Grenze hin. Zu der größten Katastrophe seit 100 Jahren kam es im August und November 1999 in der Westtürkei. Damals starben mehr als 18000 Menschen. Die schweren Beben machten die Gefahr besonders für die Millionenmetropole İstanbul deutlich, denn ihre Epizentren lagen weniger als 100 km von der Stadt entfernt.
FamilienschutzOft werden Sie die Schilder sehen: „Aile Çay Bahçesi“ („Familienteegarten“) oder „Aile Salonu“ („Familiensalon“) steht am Eingang und weist darauf hin, dass die Bereiche der männlichen Junggesellen von denen der Familien und Paare schön getrennt sind. Was in großstädtischen Cafés und Restaurants schon längst der Vergangenheit angehört, ist in einfacheren Esslokalen und auf dem Land die Regel. Schützen soll das Verfahren die Frauen vor lästigen Männerblicken - was doch oft vorkommt, vor allem, wenn Mann einige Gläser zu viel getrunken hat.
Flora & FaunaDie Tier- und Pflanzenwelt ist so vielfältig und kontrastreich wie die Regionen des Landes. Alle Spezies, die in Mitteleuropa und auf dem Balkan vorkommen, finden sich auch in der Türkei. In abgelegenen Gegenden leben noch vereinzelt Wölfe, Schakale und Bären. In der Südtürkei stolpert man fast über Landschildkröten und diverse Eidechsenarten. Der letzte türkische Leopard soll 1979 erlegt worden sein. Beeindruckend ist auch die Artenfülle der Vogelwelt, die in den Seengebieten zu beobachten ist. Kormorane, Pelikane, Reiher und Störche, speziell Weißstörche, sind allerdings nur Sommergäste. Im Herbst ziehen sie in schönen Formationen weiter gen Süden.
FrauenIn der Türkei sind Frauen gesetzlich gleichgestellt. Das Frauenwahlrecht gibt es seit 1930, und an den Schulen gilt seit 1925 die Koedukation. Die Teilnahme von Frauen am öffentlichen Leben gehört in der Türkei zur gesellschaftlichen Normalität: An den Hochschulen beträgt der Frauenanteil fast 50 Prozent. Dennoch kämpfen türkische Frauenrechtlerinnen für mehr Rechte, z.B. für Frauenquoten im Parlament. Dem stehen konservative islamische Parteien und Organisationen ablehnend gegenüber. Die Zahl der sogenannten „Ehrenmorde“ ist vor allem im kurdischen Milieu stark angestiegen. Die schnelle soziale Veränderung erreicht noch nicht die konservative ländliche Umgebung; Frauen werden auf dem Land oft noch von ihren Männern unterdrückt.
HamamPlätscherndes, warmes Wasser in Marmorbecken, heißer Dampf unter hohen Gewölben: Das türkische Bad ist ein Muss für Touristen. Frauen- und Männerabteilungen sind im Hamam normalerweise voneinander getrennt, in touristischen Bädern kann aber gemischt gebadet werden.
KurdenDie Kurden (heute ca. 8 Prozent der türkischen Bevölkerung) lebten einst in den südöstlichen Provinzen, doch viele sind in den vergangenen Jahrzehnten auf der Suche nach Arbeit in die westlichen Großstädte gezogen. Allein in İstanbul gibt es heute mindestens 3 Mio. Menschen kurdischer Abstammung. Die Kurden werden nicht - wie die Armenier oder die Griechen - als offizielle Minderheit anerkannt. Sie waren lange dem Assimilierungsdruck ausgesetzt. Heute geht der Staat mit ihnen als kulturelle Minderheit gelassener um. Wer zu weit geht und kurdische Autonomie fordert, muss jedoch eine Anklage wegen Separatismus fürchten und mit einer Haftstrafe rechnen.
MusikOb Shakira, Tarkan, türkische „Kunstmusik“ oder Sufi-Klänge: Musik wird Sie in der Türkei auf Schritt und Tritt begleiten. Auch wenn überwiegend Popmusik gespielt wird, bietet die türkische Musik eine große regionale und tonale Vielfalt. Die „Kunstmusik“ (Türk Sanat Müziği) mit byzantinischen und arabischen Einflüssen klingt getragen und erfordert von den Sängerinnen und Sängern große Stimmdisziplin. Die einfache Volksmusik Anatoliens und des Schwarzmeerraums klingt dagegen quirlig und kommt ohne Orchester aus. Ein paar Fideln, Trommeln und eine saz (Saiteninstrument) genügen. Sie können in guten Musikgeschäften (z.B. der D&R-Kette) relativ preiswert CDs und Kassetten erwerben.
Osmanisches ReichVom Reichsgründer Osman (Regierungszeit 1288-1324) leitet sich der Name der bis 1922 herrschenden Dynastie ab. 37 Sultane regierten das Reich, manche waren nur wenige Monate an der Macht, bevor sie Opfer einer Intrige oder eines Brudermordes wurden. Nach der Eroberung Konstantinopels durch Mehmet I. herrschten die Sultane jahrhundertelang vom Balkan bis Algerien. Im 19. Jh. begann der unaufhaltsame Niedergang, der im Ersten Weltkrieg und in der Gründung der modernen Republik endete: Nachdem die junge Republik erst alle Erinnerungen an das alte Reich zu tilgen versuchte, erlebt das Osmanische ein Revival in Kultur und Kunst. Die osmanischen Elemente werden in die heutige türkische Kultur eingewoben und gelten nicht mehr als verwerflich.
Politisches SystemDie Türkei ist laut Verfassung ein parlamentarischer Rechtsstaat westlichen Zuschnitts - der einzige in der muslimischen Welt. Die Abgeordneten der Großen Türkischen Nationalversammlung in Ankara und die Bürgermeister kreisfreier Gemeinden und Städte werden alle fünf Jahre in geheimer Wahl von den Wahlberechtigten über 18 Jahre gewählt. Mehrere „Reformpakete“, die die Meinungsfreiheit ausweiteten und die Macht der Armee in der Politik einschränkten, wurden seit 2001 beschlossen.
ReligionOffiziell sind 99 Prozent der türkischen Bevölkerung Muslime, der überwiegende Teil gehört der sunnitischen Richtung an. Das heilige Buch, der Koran, enthält in Versform die Offenbarungen des Propheten Mohammed. Nur im arabischen Original gilt er als Koran. Für die Schüler der privaten Koranschulen gilt es als besondere Anstrengung, den Text auswendig zu lernen. An staatlichen Schulen wird nur allgemeiner Religionsunterricht erteilt. Christen und Juden haben ihre eigenen Schulen. Etwa ein Viertel der Muslime gehören der Glaubensrichtung der Alewiten an. Sie sind Anhänger Alis, eines Schwiegersohns Mohammeds.
SpracheDas in der Türkei gesprochene Türkisch gehört zu den oghusischen Sprachen. Während der osmanischen Periode kamen zahlreiche persische und arabische Bestandteile hinzu, in den 1920er-Jahren französische Ausdrücke, etwa şoför (Chauffeur).
Feste und Events
Vom Fasten und feiern
Nicht nur zur Sommerzeit - Festivals haben das ganze Jahr im Land Saison
İstanbul ist 2010 Kulturhauptstadt Europas (zusammen mit dem Ruhrgebiet). Hier finden auch sonst die meisten Events statt - empfehlenswert sind das İstanbuler Musikfestival und die Jazztage. Aber auch andere Städte wie İzmir oder Antalya haben aufgeholt. Feste und Festivals auf dem Land sind oft bescheiden, aber herzlich. Informationen über die İstanbuler Festivals unter www.istfest.org. Karten gibt es bei www.biletix.com.
1. JanuarYılbaşı (Neujahr)
23. AprilUlusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı, Fest der Nationalen Souveränität und der Kinder
19. MaiGençlik ve Spor Bayramı, (Fest der Jugend und des Sports)
30. AugustZafer Bayramı (Feiertag der Befreiung)
29. OktoberCumhuriyet Bayramı (Feiertag der Republik, Nationalfeiertag)
Nach islamischem Mondkalender verschieben sich religiöse Feste jedes Jahr um elf Tage nach vorn.
JanuarKamelkämpfe in Kale/Myra: Sieger ist das Kamel, das alle anderen umgeworfen hat. Es wird streng darauf geachtet, dass sich kein Tier verletzt.
MärzEuropean Jazz Festival in İzmir: erste Märzwoche; www.iksev.org
AprilInternationale Filmfestspiele İstanbul: In der ersten Aprilhälfte wird İstanbul zur Filmstadt. www.iksv.org/film
MaiInternationale Theaterbiennale İstanbul (2010, 2012): Shakespeare und Brecht stehen oft auf dem Spielplan.
JuniAspendos Opern- & Ballett-Festival: Aufführungen in den Kulissen des antiken Theaters; www.dobgm.gov.tr
JuliKırkpınar Güreşleri: Traditionelles Ringen im Freien nahe der bulgarischen Grenze; www.kirkpinar.com
September/OktoberKunst-Biennale İstanbul (2011, 2013): eine der europaweit wichtigsten Ausstellungen der Gegenwartskunst
NovemberEfes Pilsen Bluesfestival İstanbul: Mit vielen US-Größen; www.efespilsen.com.tr
DezemberŞeb-i-Aruz: Derwische in Konya führen ihren meditativen Tanz am Todestag (12. Dezember) des Ordengründers auf.
Essen und Trinken
Mehr als einfach nur Döner und Kebap
Ein türkisches Abendessen ist ein Erlebnis für Augen und Gaumen. Die wichtigste Zutat: viel Zeit
Die kulinarische Vielfalt der türkischen Küche kann es mit jedem anderen mediterranen Land aufnehmen: Sie ist auch für Mitteleuropäer gut verträglich und selten übermäßig gewürzt. Der Ursprung vieler türkischer Gerichte lässt sich in die Nomadenzeit der frühen Turkvölker zurückverfolgen, etwa die diversen Arten von in Lehmöfen gebackenen Brotsorten, die Joghurtspeisen oder Lammgerichte.
Diese Traditionen verschmolzen später mit den Kochkünsten der kleinasiatischen Küstenkulturen, besonders ihrer Varianten der Fischzubereitung. In osmanischer Zeit kamen Einflüsse aus Europa und Nordafrika dazu. Selbst aus römischer Zeit wurden einige Rezepte nachgewiesen. Kennzeichnend für die türkische Küche ist die aufwendige, zeitraubende Vorbereitung selbst einfach erscheinender Gerichte. Wer jemals einer türkischen Hausfrau bei der Zubereitung von gefüllten Kohl- oder Weinblättern (dolma, „das Gefüllte“) zugesehen hat, wird verstehen, dass sich die Türken abends für das Hauptmahl im Familienkreis oder in einem Gasthaus (lokanta) viel Zeit nehmen. Das Frühstück ist dagegen wenig reichhaltig: Zu Weißbrot gibt es Schafskäse, Oliven und Marmelade. Mittags isst man meist eine Suppe und dann ein leichtes Gemüsegericht.
In den Touristenhochburgen der Mittelmeerküste wurde die traditionelle Küche oft zu Gunsten internationaler Schnitzel-Einheitskost zurückgedrängt. Die reichhaltigen Buffets der Feriendörfer lassen jedoch nichts zu wünschen übrig.
Für manche sind die kalten Vorspeisen (mezeler) der Höhepunkt der türkischen Küche. Auf den Vorspeisentischen finden Sie Gemüse aller Art, meist in Olivenöl eingelegt, Krabben, Muscheln, Tintenfischringe, humus (pürierte Kichererbsen), Saisonsalate und Blätterteigpasteten. In Tavernen darf zu mezeler der rakı (ein hochprozentiges Traubendestillat mit Anisaroma) nicht fehlen. Rakı passt vorzüglich zu cremigem Schafskäse und Honigmelone.
Die Türken erwarten von einem Gericht, dass es nach der Hauptzutat schmeckt und nicht von Soßen oder Gewürzen überdeckt wird. Lamm und Rind werden darum meist gegrillt oder am Spieß (şiş) sparsam gewürzt serviert. Dazu gibt es Salat und Reis, bulgur (grob geschroteter Weizen) oder Kartoffeln. Außer der Fastfood-Variante mit den dünn geschnittenen Döner-Scheiben im Brot (pide) gibt es Dutzende andere Zubereitungsmöglichkeiten für Fleisch. Aus Ostanatolien stammen die Variationen patlıcan kebabı (mit Hackfleisch gefüllte Auberginen am Spieß) oder saç kebabı (geschnetzeltes Lamm mit Champignons und Tomaten, in der Pfanne gebraten). Geflügel gibt es häufig aus dem Ofen. An den Küsten dominieren Fisch und Meeresfrüchte die Speisekarte. Empfehlenswert sind fenerbalığı (Seeteufel), levrek (Seebarsch), lüfer (Blaubarsch), kalkanbalığı (Steinbutt) und palamut (Thunfisch). An der Mittelmeerküste bekommt man auch frischen Hummer (istakoz). Für die berühmte Schwarzmeersardine (hamsi) kennen die Nordküstenbewohner angeblich mehr als 40 Arten der Zubereitung.
Auch der Nachtisch birgt Überraschungen: Verschiedene Sorten von Blätterteiggebäck, mit Zuckersirup übergossene Pasteten und Schokopuddings gehören dazu. Er wird bereichert durch saftiges Obst: Honig- und Wassermelonen, Weintrauben, Pfirsiche, selten auch schwarze Maulbeeren (karadut). An den Schluss gehört ein Tässchen türkischer Mokka (türk kahvesi). Man bestellt ihn sade (ungezuckert), orta (mittelsüß) oder şekerli (gesüßt).
Das türkische Nationalgetränk ist Tee (çay). Er wird in kleinen Gläsern serviert und nach Belieben gesüßt. Mittlerweile wird auch gern löslicher Kaffee getrunken, und internationale Kaffeehausketten erfreuen sich großer Beliebtheit. Tafelwasser heißt su, mit Kohlensäure soda. Aus Wasser und Joghurt wird ayran gemixt. Ausländische Weine gibt es nur in exklusiven Lokalen. Dafür sind die einheimischen Marken Doluca oder Kavaklıdere solide Tischweine. Beim Bier empfiehlt sich die Marke Efes. Nicht überall werden Alkoholika ausgeschenkt, das gilt vor allem für zentral- und ostanatolische Städte.
Man unterscheidet zwischen Restaurants (restoran, lokanta) oder einfachen Esslokalen (meyhane). Birahane sind Bierhäuser, um die eine Frau besser einen Bogen macht. Typisch für ein gutes Restaurant ist, dass eine Heerschar Kellner bereitsteht. In ocakbaşı genannten Lokalen gibt es Gegrilltes (ızgara) von einem großen Grill (mangal) in der Mitte des Raumes. Hier wird das Urlaubsbudget nicht so arg strapaziert. In pastahane (Konditoreien) gibt es oft auch Kuchen und Torten.
Wenn das Essen geschmeckt und die Bedienung gestimmt hat, hinterlässt man auf dem Tisch üblicherweise zehn Prozent Trinkgeld.
acırote Pastete aus sehr scharfen Peperoni
ahtapot salatasıTintenfischringe in Öl mit grünen Oliven
arnavut ciğerigebratene, kalte Leberstückchen mit Zwiebeln
baklavahauchdünn ausgerollter, schichtweise mit Pistazien oder Walnüssen gefüllter Teig
balık ızgaragegrillter Fisch in verschiedenen Varianten
biber dolmasımit Hackfleisch und Reis gefüllte Paprikaschoten
çiğ köftescharf gewürzte, rohe Hackfleischbällchen: das einzige Gericht, das türkische Männer selbst zubereiten
helva„türkischer Honig“, beliebte Nachspeise, vor allem nach Fisch
iç pilavReisgericht mit Rosinen, Leber und Erbsen
işkembe corbasıKuttelsuppe, die bevorzugt nach einem langen Zechabend gegen Morgen gegessen wird
iskender kebapDönerscheiben auf Fladenbrot mit Joghurt, übergossen mit Butter
karni yarıkmit Zwiebeln und Hackfleisch gefüllte Auberginen, die warm gegessen werden
kaymaklı cevizli muzBananenscheiben mit Walnüssen und hausgemachter Sahne
köfteein Nationalgericht aus kleinen, gegrillten oder in der Pfanne gebratenen Hackfleischbällchen
kuzu tandırLammkeule aus dem Steinofen
mantıeine Art Ravioli mit Knoblauchjoghurt und frischen Minzblättern
muhallebiMilchpudding aus Stärke, Reismehl und Reis
patlıcan salatasıSalat aus Schafskäse und auf Holzkohle gegrillten Auberginen
sigara böreğiBlätterteigröllchen, gefüllt mit aus Schafskäse und Petersilie
şiş kebabzarte Lammfleischstücke, gegrillt mit Tomaten, Zwiebeln und Paprika
Einkaufen
Teppich, Leder und Antiquitäten
Wer in den türkischen Basaren um den Preis feilschen will, muss Geduld und Humor mitbringen
Einkaufen in der Türkei erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Das Feilschen um eine Melone oder einen Sonnenhut im Einzelhandel ist jedoch ebenso unüblich wie in Deutschland - hier gelten Festpreise. Dagegen sind Basarhändler und Inhaber typisch türkischer Andenkenläden meist bereit zu handeln. Ein grober Verstoß gegen die guten Sitten ist es, um eine Ware zu feilschen, an der man kein echtes Interesse hat. Weitere Tipps: Der Käufer sollte niemals als Erster einen Preis nennen und sein Angebot sollte die Forderung des Händlers nicht um mehr als 50 Prozent unterschreiten. Bisweilen wird der Besitzer Sie zu einem Glas Tee einladen. Haben Sie ruhig Mut zu verhandeln. Und: Seien Sie hart in der Sache, aber stets freundlich im Umgang mit dem Verhandlungspartner.
AntiquitätenZu den beliebtesten Mitbringseln aus der Türkei gehören neben Kupfer- und Messingwaren, Wasserpfeifen, Silber- und Goldschmuck, Keramikarbeiten auch Antiquitäten. Darunter versteht man Stücke, die mehr als 100 Jahre alt sind. Grundsätzlich ist die Ausfuhr von Antiquitäten nur mit amtlichen Begleitpapieren möglich. Manchen Touristen schien das in der Vergangenheit zu kompliziert - schließlich muss man in der Türkei vielerorts nicht einmal graben, um alte Steine und Münzen zu finden. Spätestens seit dem Fall eines deutschen Urlaubers, der sechs Wochen wegen eines unscheinbaren Steins in Antalya einsaß und der nur freikam, weil er eine Kaution von 6000 Euro zahlte, dürfte den meisten aber die Lust auf Trümmerklau vergangen sein. Nicht selten erweist sich die angebliche Antiquität bei genauerem Betrachten als Fälschung. Gefakte Altertümer finden sich oft bei den „antiken“ Münzen, die einem im Umfeld der archäologischen Stätten angeboten werden.
Gold & SilberBei Goldschmuck gilt: je aufwendiger die Verarbeitung, desto teurer. Es lohnt sich, abseits der touristischen Pfade nach nicht so stark besuchten Juwelieren zu suchen. Der tagesaktuelle Goldpreis muss ausgehängt sein. Verlangen Sie unbedingt ein Echtheitszertifikat! Beim ebenfalls sehr günstigen Silber achten Sie auf den Stempel im Innern oder auf der Rückseite des Schmuckstücks.
Leder & BaumwolleProdukte aus Leder und Baumwolle gehören zu den klassischen Souvenirs. Nicht überall jedoch bekommen Sie erstklassige Ware. Das Leder sollte nicht fleckig und gut durchgefärbt sein. Dicke ist nicht Steife: Die Hose oder Jacke muss sich nach einer Weile an Ihren Körper schmiegen können wie eine zweite Haut. Das Leder-Qualitätszeichen schützt vor mangelhafter Ware. Baumwollstoffe bekommen Sie auf fast allen Märkten zu günstigen Preisen. Oft sind die Stoffe naturgefärbt und mit Stickereien verziert.
TeppicheAn zahllosen Webstühlen auf dem Land entstehen sie bis heute: die handgeknüpften türkischen Teppiche. Die besten Exemplare kommen aus Bergama, Konya, Kayseri und Uşak. Beim Kauf eines Teppichs sollten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale achten: je mehr Knoten, desto wertvoller. Als Beweis guter Arbeit sollte das Knotenmuster auf dem Rücken gleichmäßig erscheinen. Naturseide ist kostbarer als Kunstseide, Baumwolle wertvoller als Chemiefasern. Mit einem Geruchstest können Sie überprüfen, ob Kunstfasern beigemischt wurden: ein paar Fasern herausziehen und mit dem Feuerzeug verbrennen. Der Schwierigkeitsgrad eines Teppichs zeigt sich unter anderem daran, ob das Muster einen häufigen Farbwechsel aufweist. Bitte bedenken Sie bei der Beurteilung des Preises auch, dass man für einen Quadratmeter hochwertigen Teppich rund 100 Knüpftage rechnet!
Westküste
Antikes Hinterland und bezaubernde Buchten
Von İstanbul über Kuşadası nach Bodrum: Badefreuden und die bedeutendsten Fundstätten des Altertums
Die West- oder Ägäisküste der Türkei ist eine bezaubernde Welt zwischen antiken Ruinen und schönen Badestränden. Von İstanbul bis Bodrum erstreckt sich eine 700 km lange, buchtenreiche Küste. Im Hinterland breitet sich sanftes Hügelland aus, dank des milden Mittelmeerklimas gedeihen Oliven, Wein und Tabak.
Dieser 5000 Jahre alte Siedlungs- und Kulturraum wartet mit großartigen Resten aus der Antike auf; Troja, Ephesos und Pergamon sind nur einige von zahlreichen Besichtigungsstätten. Eindrucksvolle Naturerscheinungen wie die Kalksinterterrassen von Pamukkale wechseln sich mit Yachthäfen, modernen Ferienanlagen und kleinen Fischerdörfern ab. Der Massentourismus ist an der türkischen Westküste noch nicht überallhin vorgedrungen. Ausführliche Informationen zur türkischen Ägäisküste finden Sie im MARCO POLO Band „Türkische Westküste“.
Was die Krim für die Russen, ist Bodrum (132000 Ew.) für die Türken: ein traditionsreiches Synonym für die schönsten Wochen im Jahr.
Nach ihrer Eroberung durch die Osmanen im Jahre 1326 wurde Bursa zur ersten Hauptstadt des expandierenden Reiches.
Wo Marmara- und Ägäisches Meer zusammenfließen, liegt Çanakkale (475000 Ew.).
Die auf zwei Kontinente gebaute Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt ist das unbändige Herz der Türkei.
Die drittgrößte Stadt der Türkei (ca. 4 Mio. Ew.) ist einer der wichtigsten Hafen- und Handelsplätze und Sitz des Südosteuropa-Hauptquartiers der Nato.
Bodrum: Zimmer mit Blick auf Meer und Burg für nur 20 (1 Person) bzw. 32 Euro (2 Pers.) - Frühstück inbegriffen! Merhaba Otel | 12 Zi. | Kumbahce Mahallesi | Akasya Sokak 11 | Tel. 0252/3163978 | www.merhabaotel.com
Südküste
Wie Perlen an einer Schnur
Das Angebot der „Türkischen Riviera“ für Sonnenanbeter und Kulturinteressierte ist kaum zu übertreffen
Das Zentrum der 800 km langen türkischen Riviera ist Antalya: 2008 besuchten über 9 Mio. Touristen die Großstadt und ihre Umgebung - die Deutschen (ca. 2,3 Mio.) werden dicht gefolgt von den Russen (2,2 Mio.). Lange Badestrände vor der erhabenen Kulisse der Taurus-Berge prägen hier das Bild.
Der Landstrich ist gesegnet mit einer schier unüberschaubaren Zahl von Fundstätten des Altertums und Küstenorten, die auch im großen Ferienansturm nichts von ihrer Faszination verlieren. Die Badesaison dauert von März/April bis Anfang Dezember. Der erlesenste Abschnitt der türkischen Mittelmeerküste liegt zwischen Marmaris und Antalya: das antike Lykien, das um 1400 v. Chr. seine größte Ausdehnung hatte, und das man heute auf dem „Lykischen Wanderpfad“ erkunden kann (z.B. mit Deep Nature Tours in İstanbul | Tel./Fax 0212/2436885 | www.deepnature.com). Klippen, Halbinseln, Strände und fischreiche Lagunen wechseln sich an der Küste ab. Die Pinienwälder reichen oft bis ans Wasser, die versteckten, kleinen Buchten sind von Land aus manchmal nur auf einer Schotterpiste zu erreichen. Berühmt ist Lykien auch wegen seines Orakels des Apollon geworden.
Ausführliche Informationen über diese Region finden Sie im MARCO POLO Band „Türkische Südküste“.
In Alanya (120000 Ew.) haben sich ca. 18000 Deutsche niedergelassen, weshalb die Stadt zum Teil an Mallorca erinnert.
Die Urlauberhochburg Antalya (2 Mio. Ew.) legt sich um den innersten Winkel des gleichnamigen Golfs, dahinter ragen die schneebedeckten Gipfel des Taurus auf, im Westen brechen die lykischen Berge steil ins Meer ab.
Dieser größte Ort der lykischen Küste (151000 Ew.) liegt an einem malerischen Meeresgolf. Durch ein Erdbeben 1957 wurden große Teile der Altstadt zerstört.
Kaş (10000 Ew.) hat keine Sandstrände und ist ein beschauliches Mittelmeerstädtchen geblieben.
Wenn der Sommer kommt, dann verwandelt sich die Hafenstadt (30000 Ew.) in einen trubeligen Urlaubsort, in dem es von allem ein wenig zu viel gibt:
Im Plaj Oteli bei Cirali kann man zu zweit ab 30 Euro übernachten, einen großen Garten mit Hängematten gibt es auch. 10 Zi. | Cirali Plaj Mevkii 2 | Kemer | Tel. 0242/8257114 | www.plajotel.com
Zentralanatolien
Vergangene Reiche und die moderne Hauptstadt
In den weiten Steppen Zentralanatoliens finden sich Spuren einer jahrtausendealten Besiedlung
Die karge zentralanatolische Hochebene steht in herbem Kontrast zu den Bergwäldern der Schwarzmeerregion und den heiteren Küstengebieten im Süden. Ihre unendliche Weite und die Vielfalt ihrer Erdfarben und Formen erscheinen Besuchern wie ein Abbild der Steppen Asiens, von wo die türkischen Stämme vor 1000 Jahren nach Westen aufbrachen. Sie trafen bei ihrer Ankunft auf die Überreste der bedeutendsten und ältesten Zivilisationen.
Viele Städte Inneranatoliens haben historisch als Stationen auf der Seidenstraße oder anderen Handelswegen gen Osten gedient, immer wieder trifft man auf prachtvolle Karawansereien. Die Moscheen und Religionsschulen (Medresen), denen man unterwegs begegnet (zum Beispiel in Konya) gehören zu den vollkommensten Zeugnissen islamischer Architektur überhaupt. Der schönste und zugleich bizarrste Landstrich Anatoliens ist Kappadokien, wo zuckerhutähnliche Gebilde aus Tuffspitz aus der Erde stechen. Dahinter verbergen sich Räume, Gräber und Hunderte kleiner Kirchen, teilweise ausgestattet mit farbenprächtigen Fresken. In Kappadokien und in den Großstädten Mittelanatoliens findet man eine gute touristische Infrastruktur vor, in entlegeneren Gegenden ist man weitgehend auf sich allein gestellt.
Als Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk entschied, die Hauptstadt des neuen Staates solle Ankara sein, handelte es sich dabei noch um eine mittelanatolische Kleinstadt - bekannt höchstens als das antike Ankyra und als Herkunftsort der Angora-Schurwolle.
Im Dreieck zwischen Nevşehir, Kayseri und Niğde sind seltsame Erdkegel zu sehen, aufgestellt wie für eine Partie Riesenbowling.
Konya (mit Umland 2 Mio. Ew.) ist in vielerlei Hinsicht eine sehens- und bemerkenswerte Stadt.
Vor einem Besuch bei den Hethitern sollte man sich im Hattusas-Restaurant in Boğazkale-Çorum stärken: Mittagessen mit zwei Gängen ca. 6 Euro. Tgl. 10-22 Uhr | Çarşi Mahallesi | Cumhuriyet Meydani 22
Südostanatolien
Das Land der Arche Noah
Im dünn besiedelten Osten liegen die ältesten Städte des Landes - eingerahmt von einer gewaltigen Bergwelt
Die berückende Schönheit der östlichen Grenzgebiete der Türkei ist noch weitgehend unentdeckt. Majestätische Berge wie der Ararat („Noahs Berg“) wechseln sich mit steppenhaften Ebenen und grünen Flusstälern ab - Euphrat und Tigris sind die Lebensadern dieser Region.
Im Südosten stellen die Kurden die Mehrheit. Historisch gesehen kennt die einzigartige Landschaft, die sich entlang der Grenzen zu Syrien, Iran und Irak erstreckt, aber noch mehr Völker und Kulturen: Seldschuken, Araber, Armenier, Assyrer, Griechen. Längst verlassene Festungen, Klöster und Kirchen erinnern daran. Trotz der jüngsten Bestrebungen Ankaras, die Kurdenfrage auf friedlichem Wege zu lösen, gehen die Kämpfe zwischen der illegalen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und der Armee weiter. Eine Einigung zwischen den Kurdenführern und der Zentralregierung ist noch nicht erreicht. Die Region hat sich unter dem Einfluss des steigenden kurdischen Nationalismus geistig weitgehend von Ankara gelöst - die Lage bleibt angespannt. Deshalb ist für Touristen äußerste Vorsicht geboten. Vor der Reise sollten die Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amts beachtet werden (www.auswaertiges-amt.de).
Das ehrgeizige Südostanatolien-Projekt (GAP) sollte aus der rückständigen Region langsam eine blühende Landschaft machen. Mit Hilfe von 22 Staudämmen an Euphrat und Tigris werden heute 17000 km² Land bewässert - eine Fläche größer als die Beneluxländer. An der Armut der Bauern, die unter kurdischen Großgrundbesitzern ächzen, hat das bislang nur wenig geändert.
Mit Rücksicht auf den konservativen Sittenkodex der Bevölkerung sollte man hier Arme und Beine immer bedeckt halten.
Inmitten einer ebenen Steppenlandschaft oberhalb des Tigris liegt die vorwiegend von Kurden bewohnte „Metropole“ Südostanatoliens. Diyarbakır ist heute eine Großstadt mit 1,5 Mio. Einwohnern.
Das antike Edessa, heute 50 km von der syrischen Grenze entfernt, ist mit 3500 Jahren eine der ältesten Siedlungen der Welt.
Die Provinzhauptstadt (400000Ew.) liegt am Ostufer des Van-Sees.
Gegenüber der restaurierten Ahtamar-Kirche in Van, direkt am Anleger am Van-See, liegt das preiswerte und gute Ahtamar Adası Restaurant. Tgl. | Tel. 0432/6222525
Schwarzmeerküste
Hochland für Entdecker
Tropisches Klima, üppige Vegetation und byzantinische Klöster im Osten der Schwarzmeerküste
Vom Meer her wehen feuchte Winde, im Gebirge herrscht häufig Nebel - das ist ein Klima, in dem Haselnüsse, Tabak und Tee prächtig gedeihen.
Eine einzigartige Landschaft erstreckt sich von der dunkelblauen See über dicht bewaldete Berghänge hinauf auf Hochgebirgsalmen in 3000 m Höhe. An den pontischen Gebirgsausläufern bestimmen Urwälder, blühender Rhododendron und Wasserfälle das Bild. In den Höhenlagen kommt der vulkanische Ursprung zum Vorschein: Zwischen den Gletschern wandert man auf Lavaschotter aus Granit.
Mittelmeermüde İstanbuler ziehen dort mit Rucksäcken die Berge hinauf zu einsamen Almhütten oder suchen in byzantinischen Kirchen und georgischen Klöstern nach Spuren einer jahrtausendealten Vergangenheit. Das Königreich Trapezunt wurde erst im Jahr 1461 von Mehmet II. dem Eroberer besiegt. Bis in die 1920er-Jahre wohnten entlang der nördlichen Schwarzmeerküste noch viele Griechen. Nicht nur Ruinen erinnern an die wechselvolle Geschichte der Region: Im Nordosten, an der georgischen Grenze, leben noch ca. 80000 Lasen (Laz), ein kaukasischer Volksstamm, der sowohl der Hellenisierung als auch der Turkisierung widerstanden hat. Die äußerste westliche Schwarzmeerküste ist wegen ihrer Buchten und Sandstrände ein beliebtes Wochenendziel der İstanbuler.
Dieser malerische Ort (328000 Ew.) wartet mit gut erhaltenen osmanischen Fachwerkhäusern auf, die entlang dem Yeşilırmak („Grüner Fluss“) fast über das Ufer kragen.
Kopfsteinpflaster und Fachwerkhäuser mit Wasserbassins in den Wohnzimmern machen die Kleinstadt zur Attraktion (47000 Ew.).
Malerisch auf einer Halbinsel gelegen und von einer alten Burg mit der dazugehörigen Stadtmauer bewacht, hat Sinop den schönsten natürlichen Hafen am Schwarzen Meer und wunderbare, nah gelegene Badebuchten.
Das alte Trapezunt im Nordosten ist heute die größte Stadt der Region (740000 Ew.). Es ist - gemessen an anderen Städten des Ostens - eine moderne Großstadt.
Das Barinak Café im Hafen von Sinop ist berühmt für seine preiswerten und leckeren Pizzen. Iskele Cad. | Tel. 0386/2612718
Ausflüge und Touren
Natur und Geschichte
Mit dem Auto unterwegs auf den Spuren der Hethiter, hinauf auf einen Götterberg und hinunter zu den Badenixen: vier Mal Türkei intensiv
Die Touren sind auf dem hinteren Umschlag und im Reiseatlas grün markiert
Auf den Spuren der SteineWie auf einem türkischen Teppich haben Siedler, Stämme, Herrscherhäuser und Imperien in Jahrtausenden in Kleinasien ihre Muster hinterlassen. Zuerst kamen die Hethiter (2000 v. Chr.) nach Zentralanatolien, dann landeten die Hellenen ab 700 v. Chr. an der Westküste, und gut 500 Jahre später übernahmen die Römer weite Teile der heutigen Türkei. Die Rundreise (1800 km) führt Sie in sieben Tagen vorbei an den bedeutenden Sehenswürdigkeiten jener Epochen und zu grandiosen Naturschauspielen.
Zwischen Beach, Basar und BerggötternDiese 1000 km lange Reise führt Ihnen an einem kleinen Ausschnitt vor Augen, welche landschaftlichen und gesellschaftlichen Kontraste die Türkei zu bieten hat. Zunächst geht es vom modernen Antalya aus an der östlichen Mittelmeerküste entlang bis in das arabisch geprägte Antakya und von dort ins tiefste Südostanatolien, in die Prophetenstadt Şanlıurfa und zum Götterberg Nemrut. Auch für diese Tour sollten Sie mindestens eine Woche einplanen.
Schönste Südägäis in 48 StundenEine Rundreise, die Sie zu den trubeligen Ferienresorts Bodrum und Marmaris genauso führt wie zu den vielen schönen Buchten der Halbinsel Reşadiye oder den liebenswerten Altstädten von Milas und Muğla. Für die 250 km lange (Land-) Strecke sollten Sie mindestens zwei Tage veranschlagen.
Stippvisite an die SchwarzmeerküsteDiese Tour führt zu einigen der Höhepunkte der östlichen Schwarzmeerküste. Die Täler und Berge des Pontus, die Abgeschiedenheit der Hochalmen (yayla) und der byzantinischen Klöster werden Sie in eindrücklicher Erinnerung behalten. Nicht zuletzt, weil sich die Türkei dort von einer ganz unerwarteten Seite zeigt. Für diese Tour von 650 km sollten Sie eine Woche einplanen. Mit anschließender Wanderung zwei bis vier Tage mehr.
24h
Ein Tag in İstanbul
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Fähr-FrühstückLeinen los! Eine frische Brise in den Haaren, vor dem Bug die Prinzeninseln, der Blick geht aufs glitzernde Marmara-Meer, dazu gibt's ein original türkisches Frühstück! An Bord der Fähren stillen heißer Çay und knusprige Sesamringe den ersten Hunger. Wo? Fähren steuern von Kadiköy | Kabataş und Bostancı die Inselgruppe an | www.ido.com.tr
Destination: BüyükadaAuf Steuerbord Büyükada, die Große Insel. Autos sind ein absolutes No-Go, der Gipfel wird per pedes gestürmt! Das himmlische Ziel: die Aya-Yorgi-Kirche in 202 m Höhe. Kraft- und Schweißströme fließen beim steilen Anstieg, werden jedoch mit einem göttlichen Blick aufs Marmara-Meer belohnt. Mit ein wenig Glück trifft man Küster Mico Cikar, der viele kleine Anekdoten rund um die Kirche kennt. Wo? Start am Hafen
KutschfahrtZeit zum Entspannen - denn nun tauscht man das Rad gegen eine Pferdekutsche und lässt sich gemächlich über die Insel ziehen. Die tolle Landschaft, das Schnauben der Tiere und die Ruhe lassen einen das Treiben der nahegelegenen Großstadt vergessen. Wo? Am Hafen | Büyükada | Kosten: 45 TL/1,5 Std.
Kaffee im BosporusRückwärtsgang einlegen und mit der Fähre zurück nach Kadıköy! Dort mit dem Taxi nach Salacak, wo ein Privatboot wartet. Ziel der kurzen Motorbootfahrt ist der Leanderturm. 2500 Jahre alt ist das Wahrzeichen, abends diniert hier die Schickeria, tagsüber geht es bei Mokka und Sandwiches lässiger zu. Wo? Anlegestelle Salacak | Kosten: Boot von Salacak: 2,49 Euro | www.kizkulesi.com.tr
Freestyle auf EisUnd noch mal zurück aufs Festland. Ab Kadıköy geht's quer durch den Bosporus per Linienboot nach Bakırköy, wo bereits ein Taxi gen Ataköy wartet: Eiskalt ruft hier die Kür! İstanbuls Youngster flitzen gerne auf Kufen übers Glatteis. Die rasantesten Sportler unter der spektakulären Glaskuppel der Galleria-Mall bekommen sogar Applaus. Wo? Sahilyolu | Ataköy | Kosten: ca. 4 Euro/Std. | www.galleria-atakoy.com.tr
Ab in den Schwitzkasten!Nach der Rutschpartie geht's mit entspannender Nobel-Wellness weiter: Schwitzen wie die Sultane im Çemberlitaş Hamam! Erholung pur seit 1548 bieten rabiat-wohltuende Olivenseife-Massagen fachkundiger Hände. Kräftiges Schrubben, Waschen und Ölen lässt die Haut glänzen. Wo? Çemberlitaş Hamamı | Vezirhan Cad. 8 | Kosten: ab 15 Euro | www.cemberlitashamami.com.tr
Fusion-FoodFeines für den Gaumen. Im Restaurant Banyan warten hervorragende asiatische Gerichte auf Hungrige. In modernem Ambiente bestellt man hier z.B. gegrillte King Prawns mit Zitronengrasrisotto oder auch frisches Sushi. Wo? Muallim Naci Cad. Salhane Sok. 3 | www.banyanrestaurant.com/tr
ChilloutAuf nach Tophane. Fläzen und Nichtstun sind angesagt - auf Sitzkissen und mit türkischer Wasserpfeife. Beim inoffiziellen Backgammon-Turnier an den vielen Tischen dürfen übrigens alle mitmachen; vorher sollte man allerdings ein wenig geübt haben! Wo? Tophane | Amerikan Pazarı
Sport und Aktivitäten
Unten Surfen, Oben im Schnee Wedeln
Mit ihren Meeren, Bergen und Flüssen bietet die Türkei jedem Sportler eine echte Herausforderung
Auch wenn das Lieblingsziel der Pauschaltouristen immer noch die türkische Riviera ist, nimmt die Zahl derer zu, die für einen Aktivurlaub in die Türkei reisen. Unberührte Berglandschaften, bezaubernde Wanderrouten und die herrliche Natur machen das Land zu einem lohnenden Ziel von Amateur- und Profisportlern.
BergsteigenVom höchsten Berg Ağrı (Ararat) im Osten (5137 m) bis hin zum Taurusgebirge (Toroslar) am Mittelmeer oder den Karadeniz Dağları und Kaçkarlar entlang der Schwarzmeerküste reichen die Spitzen in der Türkei. Mittelhohes Gebirge wie Kazdağı, Ilgaz, Samanlı, Bolu oder Uludağ laden zum Felsensteigen und zu Wandertouren ein. Das Taurusgebirge ist im Sommer wie im Winter für Bergsteiger geeignet. Im Westen haben die Beydağları und Akdağlar mit ihren 3000er-Gipfeln gute Routen für Winterwanderer und Kletterer. Im mittleren Bereich liegen die Bolkar und Aladağlar, durch den Gülek-Pass getrennt. Hier gibt es Bergseen in 2000 m Höhe, Cañons und Höhlen. Am östlichen Schwarzmeer gelegen ist das Kaçkar-Gebirge mit Gipfeln wie Verçenik (3932 m) und seiner grünen Vegetation. Eine gute, preiswerte Adresse für Bergtouren vor Ort, auch auf dem Ararat, ist Nes Travel İstanbul (General Yazgan Sok. 17 | Tünel-Beyoglu/İstanbul | Tel. 0212/2443131 | www.nestravel.com).
GolfBeliebt bei Golfern sind die Anlagen in İstanbul und an der Mittelmeerküste. Die Clubs bieten auch Kurse an. Der Gloria Golf Club ist ein Fünf-Sterne-Hotelkomplex auf 110 ha mit eigenen Kursen (18 Loch | Par 72 | 6288 m | Acısu Mevkii | Belek/Antalya | Tel. 0242/7151520 | Fax 7151525 | www.gloriagolf.com). Der auf 92 ha angelegte Championship-Golfplatz mit engen Fairways des National Golf Club ist anspruchsvoll und mit 7 Wasserhindernissen/Seen versehen (18 Loch | Par 72 | 5569 m | Belek Turizm Merkezi | Serek | Tel. 0242/7255400 | Fax 7255399 | www.nationalturkey.com). Der Kemer Golf & Country Club im „Belgrader Wald“ ist nur 30 Min. vom Stadtzentrum İstanbuls entfernt, (Tel. 0212/2397770 | Fax 2397776 | www.kemercountry.com).
ParaglidingÖlüdeniz/Fethiye: Vom Babadağ (1700 m) geht's nach unten. Wegen der Meereslage und ruhiger Windverhältnisse schaffen es geübte Flieger, 5 Stunden in der Luft zu bleiben und bis zu 3500 m Höhe zu steigen. Der lange, breite Strand ist ideal zur Landung. Doch Achtung: Es passieren auch Unfälle! Der Flug wird am Vortag vor Ort gebucht (z.B. Flying Dutchman | Tel. 0252/6170201 | www.flyingdutchman.com.tr).
RaftingDie türkischen Flüsse sind oft das ganze Jahr hindurch für Rafting geeignet. Erfahrene Reiseleiter begleiten die Gruppen. Ab 14 darf jeder Schwimmer mit. Weltweit unter den besten zehn Raftingflüssen: Der Çoruh (über 350 km) entspringt in 3500 m Höhe und fließt ins Schwarze Meer. Prächtige Cañons, klares Wasser, Bären, schneebedeckte Gipfel. Wandern und Rafting werden oft kombiniert in 8-Tages-Touren angeboten: Buklamania | Yeni Çarşı Cad. 28/1 | Galatasaray | İstanbul | Tel. 0212/2450635 | Fax 2450814 | www.buklamania.com. Ausflüge zum Dalaman-Fluss: Alternatif Outdoor | Marmaris | Tel. 0252/4172720 | Fax 4173952 | www.alternatifraft.com
ReitenOb in exklusiven Reitclubs oder ad hoc am Strand - Reiten macht überall Spaß. In İstanbul gibt es den traditionsreichen Reitclub, wo man anklopfen kann (Atlı Spor Kulübu | Tel. 0216/7313920). Am Mittelmeer bietet sich die Oranj Ranch (Tel. 0242/8246290 | www.oranjranch.net) in Kemer an.
SkifahrenDie Türkei hat hohe Gebirge, wo die Schneedicke unter Normalbedingungen 3 m erreicht. Ski fahren kann man in den Nordanatolischen Bergen, dem Toros-Gebirge im Süden, auf dem Erciyes und Ağrı.
SträndeDie besten Strände finden Sie am Mittelmeer von Kalkan im Westen bis Mersin im Osten. In der Türkei wehten 2009 an insgesamt 286 Stränden und 14 Marinas die Blauen Flaggen, die für die Sauberkeit des Wassers international verteilt werden (www.mavibayrak.org.tr). Die Strände am Schwarzen Meer um Ağva/Şile und Sinop herum sind einsamer, aber auch kühler als die im Süden. Bei İstanbul geht man an der Schwarzmeerküste (z.B. Kilyos), im Süden in Erdek und auf den Inseln im Marmarameer baden (Avşa, Marmara Adası). Die Ägäisküste hat in der Regel Kieselstrände oder felsige Küsten. Je weiter südlich, desto mehr Sand gibt es, z.B. um Marmaris herum (İçmeler) oder in Ölüdeniz bei Fethiye. Der schönste Strand ist Patara im Süden.
TauchenIn İstanbul, am Mittelmeer und an der Ägäis kann getaucht werden. Von Amateurlehrgängen bis hin zu Angeboten für Profis reicht die Palette. In Alanya z.B. fühlt man sich in der Walter-Schmidt-Tauchbasis wie zu Hause (Tel. 0242/5131296). Viele Anfänger gehen nach Kaş, um den PADI- oder CMAS-Tauchschein zu machen, der in mehreren Schulen mit eigenem Boot angeboten wird: Nautilus Diving | Likya Cad. 1/A | Kaş-Antalya | Tel. 0242/8362085 | Fax 8362580 | www.nautilusdiving.org. Profis tauchen auch in den Dardanellen und im Golf von Saros bei Çanakkale (Neptün Dalış Merkezi | Büyük Truva Oteli | Cevat Paşa Mah. | Mehmet Akif Ersoy Cad. 2 | Tel. 0286/2171024 | Fax 2170903).
TrekkingZwei gut markierte Wege machen das Wandern in der Südtürkei zum Erlebnis. Seit 1999 ist der 509 km lange Lykische Wanderweg von Fethiye nach Antalya begehbar. Der 2004 eingeweihte Apostel-Paulus-Pfad beginnt in Perge oder Aspendos bei Antalya und führt zum Eğridir-See. Diese 500 km lange Route zeichnet den Weg nach, den der Apostel Paulus auf seiner Missionsreise zurückgelegt hat, und führt z.T. auf 2200m hohe Bergketten (www.lycianway.com). Die vulkanischen Täler von Kızılçukur, Güllüdere und Zindanönü, die in Felshöhlen gebauten Dörfer und der Damsa-See, wo zum krönenden Abschluss geschwommen werden kann, machen das Trekking in Kappadokien zum Erlebnis.
Mit Kindern reisen
Kinder sind hier jederzeit willkommen
Von Kinderparadiesen in Clubhotels bis hin zu Tauchkursen für die Jüngsten - die interessantesten Angebote
Es ist nicht leicht, in der Türkei „Angebote für Kinder“ aufzulisten, denn Kinder sind hier überall willkommen! In diesem wirklich sehr kinderfreundlichen Land werden Sie erleben, dass Ihr Anhang nie als lästig empfunden wird. Verkäufer wie Kellner werden die Kids auf den Arm nehmen und spazieren führen, während Sie in Ruhe schauen oder essen können. Kinder werden beschenkt, beküsst, getätschelt - bis Sie „Stopp“ sagen. Manchmal werden Sie das müssen!
Touristische Anlagen haben, sofern sie nicht ausdrücklich für junge Paare oder Singles ausgewiesen sind, alle Einrichtungen für Kinder. Dazu gehören Hochstühle, Kinderzimmer, Animation, Kinderpools. Feriendörfer bieten oft auch Babysitter gegen Bezahlung an. In guten Anlagen am Mittelmeer amüsieren sich die Kids den ganzen Tag untereinander so gut, dass Sie sich auch einmal ruhig am Strand zurücklehnen können.
Acht geben sollten Sie auf große Swimmingpools, die mittlerweile jedes Hotel schmücken - vor allem nachts sind sie eine große Gefahr, bei einigen sind die Abflüsse nicht mit Gittern gesichert! Die pralle Mittagssonne ist natürlich zu meiden. Lebensmittel sollten nicht offen auf der Straße gekauft werden.
Wenn Ihr Kind von einer der vielen Straßenkatzen oder -hunden gebissen werden sollte, gehen Sie unbedingt zum Arzt und lassen eine Tollwutimpfung machen. Die gesundheitliche Versorgung ist - mit Ausnahme ganz entlegener Orte - sehr gut, und große Hotels haben ihre eigenen Ärzte. Achtung: Privatkliniken sind oft eine Geldfalle!
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Türkei-Reise
AnreiseDas übliche Verkehrsmittel für Türkeibesucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Flugzeug. Turkish Airlines, Lufthansa und Chartermaschinen fliegen von allen großen Flughäfen täglich in die Türkei, im Sommer auch zu Ferienzentren wie Antalya, Dalaman oder Bodrum. Turkish Airlines fliegt jede größere Provinzhauptstadt in Anatolien an (Samsun, Diyarbakir, Van, Urfa usw.). Vor allem die türkischen Reisebüros sind auf Türkei-Reisen spezialisiert. Linienflüge in die Türkei kosten ab 400 Euro, Charterflüge sind in der Regel viel billiger zu haben.
Türkische FremdenverkehrsämterTauentzienstr. 9-12 | 10789 Berlin | Tel. 030/2143752 | Tel. 2143852 | Fax 2143952 | www.turizm.gov.tr
AutoVergessen Sie bei Reisen mit dem eigenen Fahrzeug nicht die grüne Versicherungskarte. Wichtig ist auch eine Kurzkasko- und Insassenunfallversicherung für die gesamte Türkei, denn meistens gilt der Versicherungsschutz nur für den europäischen Teil des Landes. Für eine spätere Schadensregulierung ist ein Polizeiprotokoll erforderlich.
Banken & GeldwechselÖffnungszeiten: 9-12 und 13-17 Uhr, in Großstädten oft durchgehend und bis 18 Uhr. Mit Ihrer EC- oder Kreditkarte können Sie fast überall an Bankautomaten Geld ziehen (Geheimzahl der Kreditkarte nicht vergessen!). Bei Reisen in kleinere Orte sollten Sie genug Bargeld dabeihaben, ruhig auch kleinere Euro-Scheine. Viele Geschäfte und Restaurants und fast alle Hotels akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Wenn Sie tauschen wollen, gehen Sie zu einem Devisenbüro (döviz bürosu), dort bekommen Sie einen wesentlich besseren Kurs als bei der Bank. Auf keinen Fall empfiehlt es sich, vor der Abreise im Heimatland Geld zu tauschen.
BusDie Busverbindungen reichen im Gegensatz zur Bahn bis in die entferntesten Winkel. Aber reduzieren Sie das Unfallrisiko, indem Sie billige Anbieter meiden! Die Firmen Ulusoy und Varan setzen moderne Reisebusse ein; außerdem wird auf längeren Strecken der Fahrer mehrmals gewechselt. Ulusoy | Tel. 0212/65830001 (24 Std.) | www.ulusoy.com.tr | Varan | Tel. 0216/3369610 oder Tel. 0212/2517474 (24 Std.) | www.varan.com.tr
Deutsche BotschaftAtatürk Bulvari 114 | Kavaklidere | 06540 | Ankara | Tel. 0312/4555100 | Fax 4679281 | www.ankara.diplo.de
Deutsches GeneralkonsulatInönü Cad. 16-18 | Beyoglu | 80073 | İstanbul | Tel. 0212/3346100 | Bereitschaftsdienst: Tel. 3346151 | Fax 2499920 | www.istanbul.diplo.de
Österreichische BotschaftAtatürk Bulvari 189 | Kavaklidere | 06540 | Ankara | Tel. 0312/4190431 | Fax 4189454 | ankara-ob@bmeia.gv.at
Österreichisches GeneralkonsulatKöybaşi Cad. 46 | Yeniköy | 80870 | İstanbul | Tel. 0212/2629315 | Fax 2622622 | istanbul-gk@bmeia.gv.at
Schweizer BotschaftAtatürk Bulvari 247 | Kavaklidere | 06540 | Ankara | Tel. 0312/4675555 | Fax 4671199 | www.eda.admin.ch/ankara
Schweizer Generalkonsulat1. Levent Plaza, A-Blok, 3. Etage | Büyükdere Cad. 173 | Levent | 34394 | İstanbul | Tel. 0212/2831282 | Fax 2831298 | ist.vertretung@eda.admin.ch
DolmuşBillig sind Fahrten mit den Sammeltaxis (dolmuş). Das sind Kleinbusse, die auf bestimmten Strecken verkehren und überall dort anhalten, wo Fahrgäste ein- oder aussteigen möchten. Die Preise variieren in der Stadt zwischen 60 Cent und 3 Euro.
EinreiseDeutsche und Schweizer brauchen für einen bis zu drei Monate langen Aufenthalt lediglich ihren gültigen Pass oder Personalausweis. Österreicher müssen bei der Einreise auf dem Flughafen ein Visum erwerben.
FotografierenDas Ablichten von Einrichtungen und Fahrzeugen von Armee und Polizei ist streng untersagt. Dazu gehören auch Brücken und Häfen. Der Islam verbietet das Porträtieren - sagen Strenggläubige. Bitte keine verschleierten Frauen fotografieren. Wenn man nicht ausdrücklich zu einem Foto aufgefordert wird, sollte man abweisende Handbewegungen respektieren.
GesundheitDas Leitungswasser eignet sich nicht zum Trinken. In den staatlichen Krankenhäusern (SSK Hastanesi) müssen Sie Ihren für die Türkei ausgestellten Auslandskrankenschein gegen einen gültigen Behandlungsschein eintauschen, dann werden Sie kostenlos behandelt. Im Deutschen Krankenhaus (Taksim | Sıraselviler Cad. 119 | Tel. 0212/2932150 | www.almanhastanesi.com.tr) und dem österreichischen St.-Georg-Spital (Karaköy | Bereketzade Mah. Medrese Sok. 7 | Tel. 0212/2926220 | www.sjh.com.tr) in İstanbul müssen Sie ihre Behandlungskosten vorstrecken und sich zu Hause rückerstatten lassen. In Apotheken (ec-zane) erhalten Sie viele gängige Medikamente billiger als in Deutschland und oft auch ohne Rezept.
Internetwww.istanbulcityguide.com informiert über Veranstaltungen, Tickets gibt's unter www.biletix.com. www.hotelguide.com.tr führt Sie zu Unterkünften in der ganzen Türkei. www.bigglook.com/biggtravel ist eine informative Webseite auf Englisch. Empfehlenswerte Seiten in Deutsch: www.ratgeber-tuerkei.de (mit nützlichen Links), www.tuerkei.de (mit Tipps von Türkeireisenden und der Möglichkeit zum Chat), www.aysen.net (private Homepage mit Infos), www.tuerkischebotschaft.de und www.kultur.gov.tr (Website des türkischen Tourismusministeriums).
InternetcafésInternetcafés finden sich in fast allen Ecken der Türkei. Surfen kostet ab 1,50 Euro pro Stunde. Ankara: Argos | Tandoğan, Mebusevleri | Anıt Cad. 14/5 | Tel. 0312/2156394 | www.argoscafe.com; Antalya: Sanal Alem | Kazım Özalp Cad., Beşinci Sok. 2 | Tel. 0242/2445670 | www.sanal.osmanli.com; Bodrum: Bodrum Internet Café | Oasis Shopping Mall | Tel. 0252/3170022 | guras@superonline.com; Diyarbakır: Nokta | Ekinciler Cad. Kışla Sok. 18 | Tel. 0412/2292596 | www.diyarbakir.com; İstanbul: Orient Hostel | Sultanahmet | Akbıyık Cad. 13 | Tel. 0212/5180789 | www.orienthostel.com
MietwagenDie großen Anbieter haben auch in der Türkei Vertretungen. Billiger ist es, vor Ort bei den zahlreichen Rent-a-Car-Firmen ein Auto zu mieten (ab ca. 25 Euro/Tag für einen Kleinwagen inkl. Kilometer). Sie müssen bei Vertragsabschluss zur Sicherheit einen Blankoscheck unterschreiben, der bei Ablieferung des Wagens zerrissen wird. www.rentacarrehberi.com
NetzspannungDie Netzspannung beträgt 220 Volt. Adapter sind nicht notwendig.
NotrufPolizei: 155; Feuer: 110; Notarzt: 112
PostPostkästen gibt es in der Türkei nicht mehr. Man gibt Briefe und Postkarten in den Hotels oder Postämtern (PTT) ab.
Preise & WährungWährungseinheit ist die Türk Lirasi (TL). Es gibt Scheine zu 1, 5, 10, 20, 50 und 100 TL. Ein TL ist in 100 Kuruş gestückelt. Münzen sind zu 1, 5, 10 oder 50 Kuruş zu haben. Achtung: 1-TL-Münzen ähneln stark den 2-Euro-Münzen!
SicherheitDas Auswärtige Amt informiert auf der Website www.auswaertiges-amt.de und durch das Infotelefon (Tel. 030/50002000) über die Sicherheit im Zielland. Bitte beachten Sie vor der Abreise die offiziellen Hinweise!
TaxiBestehen Sie darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird, lassen Sie sich nicht auf Pauschalpreise ein. Besteigen Sie nie ein Taxi ohne Wechselgeld. Zu große Scheine bringen viele Fahrer in Verlegenheit. 0-6 Uhr gilt vielerorts (nicht in Istanbul!) der Nachttarif (50 Prozent teurer).
Telefon & HandyDie türkische Telekom ist ein staatliches Unternehmen und Telefonate nach Hause sind teuer! Zwischen 20 und 6 Uhr gilt der Mondscheintarif. Telefonkarten gibt es in Postämtern und an Kiosken (telefon karti). Vorwahlen: Deutschland: 0049, Österreich: 0043, Schweiz: 0041, Türkei: 0090. Handys sind sehr gebräuchlich, das Land ist flächendeckend für den Handyempfang ausgerüstet. Deutsche Handys funktionieren, es ist wegen der hohen Roaminggebühren aber teuer, sie zu benutzen.
TrinkgeldIn Restaurants und Hotels sind zehn Prozent Trinkgeld üblich. Beim Bezahlen einer Taxifahrt kann man etwas aufrunden, Trinkgelder werden aber nicht erwartet.
ZeitunterschiedDie Türkei ist uns um eine Stunde voraus, auch während der Sommerzeit, die in der Türkei am gleichen Tag beginnt und endet wie in Deutschland.
ZollAusländische und türkische Währung darf in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Nach Deutschland dürfen u.a. eine Stange Zigaretten, 250 g Rauchtabak oder 50 Zigarren, 1 l Spirituosen und 2 l Wein eingeführt werden. Infos online unter www.zoll-d.de
Kaffee2 Euro für eine Tasse Nescafé
Tee50 Cent für ein Glas
Imbiss1,50 Euro für einen Döner
Hamam25 Euro für einen Besuch
BenzinAb 2 Euro für 1 l Super
Taxi65 Cent pro Kilometer
Unser Insider
MARCO POLO Insider Dilek Zaptçioğlu und Jürgen Gottschlich im Interview
Dilek Zaptçioğlu ist gebürtige İstanbulerin. Jürgen Gottschlich lebt seit zehn Jahren in der Stadt am Bosporus.
Was gefällt Ihnen an der Türkei?Die Gegensätze: Tagtäglich fühlt man die Synthese aus Orient und Okzident. Das macht sich in der türkischen Küche genauso bemerkbar wie in der Musik oder bei der Kleidung. Und natürlich die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Türken: In Anatolien ist sie noch ganz lebendig.
Wo leben Sie genau?Wir leben seit sieben Jahren auf der asiatischen Seite İstanbuls. Dort haben wir ein kleines Haus nahe am Bosporus und fühlen uns dort sehr wohl.
Kommen Sie viel im Land herum?Ja, schon von Berufs wegen. Wir arbeiten als Korrespondenten für verschiedene deutsche Rundfunkanstalten und Zeitungen. Daneben verfassen wir Bücher. Deshalb sind wir beide viel unterwegs. Wir lieben es, im Frühjahr an das Schwarze Meer zu fahren, nach Ağva, das nordöstich von İstanbul liegt. Im Sommer gehe wir gerne im Süden campen oder machen eine Blaue Reise in der Ägäis. Die Türkei ist ein großes Land und es gibt immer neue Orte zu entdecken - selbst wenn man schon viele Jahre im Land lebt.
Was tun Sie in Ihrer Freizeit?Bei uns lassen sich Arbeit und Freizeit schlecht trennen. Was uns gefällt: In der Türkei kann man gut Sport treiben, von Rafting und Trekking bis hin zu Rad fahren und Schwimmen reicht die Palette. Dilek ist eine leidenschaftliche Anglerin und geht gern an einem der vielen Seen im Inland auf Fang.
Ihr Lieblingsessen der türkischen Küche?Zur türkischen Küche gehört viel Fisch, den wir am liebsten auf der Terrasse grillen. Wir lieben das frische Obst und Gemüse, das es hier gibt, und es macht uns großen Spaß, auf den Wochenmärkten einzukaufen.
Ihr Fazit: Deutschland oder Türkei?Beide Länder haben ihren ganz speziellen Charme. Ehrlich: Wir möchten beides nicht mehr missen! Und man hat immer nach dem Ort Sehnsucht, an dem man gerade nicht sein kann.
Bloß nicht
Verhaltensregeln, die Ihnen Überraschungen ersparen können
Jedes Hilfsangebot annehmenSie scheinen vor jedem Museumseingang zu stehen: die Schlepper oder „Piraten“ (korsan), die Sie freundlich irgendwohin einladen oder Ihnen sonstige Hilfe anbieten. Wimmeln Sie die Piraten freundlich, aber sehr bestimmt ab. Trotzdem nicht vergessen: Nicht alle hilfsbereiten Türken sind Schlepper.
Steine und Fossilien einsteckenDie Türkei ist ein großes Openair-Museum, wo Antikes manchmal achtlos am Wegesrand steht. Der türkische Zoll passt bei Ausreisen sehr genau auf, dass kein Kulturgut hinausgeschmuggelt wird. Neben Profischmugglern werden auch arglose Touristen, die einen schönen Stein „eingesteckt“ haben, vors Gericht gebracht und mit hohen Geldstrafen konfrontiert. Also: keine alt aussehenden Steine und Fossilien mitnehmen!
Wild campenIn der Türkei sollten Sie nirgendwo campen, wo es nicht ausdrücklich gestattet ist. Es gibt vielerorts wilde und verwilderte Tiere (Straßenhunde!) - und Sie können nie sicher sein, ob bei einem Biss keine Tollwut übertragen wurde. Der Ärger könnte aber noch größer sein und von Taschendiebstahl bis zur körperlichen Gewalt reichen. Deshalb gilt: immer auf ordentliche Campingplätze gehen!
Überall in Shorts herumlaufenRestaurants und Gotteshäuser - egal, ob muslimische, christliche, jüdische - betritt man nicht in Shorts und Hemdchen. Vor den großen Moscheen werden Tücher verteilt, mit denen Sie im Bedarfsfall Schultern und Beine bedecken können. Frauen sollten darüber hinaus ihren Kopf verhüllen. Bevor Sie eine Moschee besichtigen, müssen Sie unbedingt die Schuhe ausziehen
Zu viel Haut zeigenAußerhalb der Touristenzentren sollten Frauen auf sehr freizügige Kleidung verzichten. Nicht weil es gefährlich wäre, sondern weil sie damit rechnen müssen, ständig angestarrt und angesprochen zu werden. Paare sollten sich überall in der Türkei nicht zum öffentlichen Austausch heftiger Zärtlichkeiten hinreißen lassen.