Landes-Info Polen
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- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
Unterhaltung
Ostseeküste und Masuren
Bars und ClubsDas Café Absinthe ist ein angesagter absinthgrüner Laden mit buntem, jungem Publikum, abends schräger Musik, auch live, und Tanz (tgl. 10-4 Uhr | ul. Św. Ducha 2 | Teatr Wybrzeze | www.cafeabsinthe.pl). Für Ü30er eine Bar im Tankstellen-Stil: Stacja de Luxe (tgl. 9-24 Uhr | al. Grunwaldzka 22 | www.stacjadeluxe.pl). Die größten polnischen Musikstars treffen Sie im größten Club Danzigs: Parlament Wolnego Miasta (ul. Św. Ducha 2 | www.parlament.com.pl/klub/)
Bars und ClubsZum „Warming up“ geht man in die „Thermoskanne“. So wird wegen seiner Form das noble Pazim-Bürohaus genannt. Darin befindet sich das Radisson Hotel und im 22. Stock das Cafe 22, von dem aus man einen grandiosen Blick auf die Stadt hat (So-Do 12-23, Fr u. Sa 12-24 Uhr | pl. Rodła 10). Wer Lust auf Kunst und Livejazz hat, geht in den angesagtesten Club Stettins, das Brama Jazz Cafe (tgl. | pl. Hołdu Pruskiego 1). Im Teatr Kana finden Sie eine Mischung aus Schauspiel, Konzert und Pub (tgl. | pl. śś. Piotra i Pawła 4/5).
Unterhaltung
Rund um Posen
Ausgehen in PoznańWo steppt der Bär? Eindeutig rund um den Alten Marktplatz (Stary Rynek). Klubs mit jeder erdenklichen Art von Musik, ob live oder mit DJ, für jeden Geschmack, jedes Alter und Portemonnaie etwas. Empfehlenswert im Zentrum ist der Blue Note Jazz Club im Schloss (Zamek) mit Livemusik, nicht nur Jazz (tgl. 19-2 Uhr | ul. Kościuszki 76/78 | www.bluenote.poznan.pl). In der Nähe der Universität und als Studententreff sehr beliebt ist der Klub w Starym Kinie (Club im alten Kino), wo auf zwei Etagen Filme gezeigt werden, Musik gespielt und getanzt wird (tgl. | ul. Nowowiejskiego 8 | www.wstarymkinie.pl).
Unterhaltung
Rund um Warschau
Ausgehen in WarschauFür angenehmes Durststillen empfehlen sich entweder die gemütliche Piano Bar (tgl. 17-3 Uhr | ul. Chmielna 15 | Metro Centrum) oder die elegante irische Kellerbar Below (tgl. 17-3 Uhr | ul. Marszałkowska 64 | Tram 2, 4, 15, 18, 35, 36 ul. Wilcza). Wer Wein mag, geht ins La Bodega (tgl. 10-24 Uhr | ul. Mokotowska 64 | Bus 180, 518 Plac Trzech Krzyży). Für Jazzfreunde ist das Tygmont ein absolutes Muss, täglich ab 18 Uhr gibt es hier ein bis zwei gute Livekonzerte (tgl. 12-4 Uhr | ul. Mazowiecka 6/8 | | www.tygmont.com.pl | Metro Świętokrzyska).
Unterhaltung
Schlesien
Ausgehen in WrocławElectronic beats, Nu Jazz & Soul, Reggae, Ska, Dub im Musikclub Bezsenność („Schlaflosigkeit“ | tgl. 18 Uhr-open end | ul. Ruska 51). Gewollt kitschiges Ambiente mit guter House-Musik im Vulevu (Mi-Sa 20-4 Uhr | ul. Świdnicka 53). Spannend, in einem früheren Gefängnis: der Club Pracownia (Sa-Do 16-1 Uhr | ul. Więzienna 6).
Unterhaltung
Von Krakau bis Przemyśl
Bars und PubsPiękny Pies („Der schöne Hund“) ist wohl die verrückteste Bar in der Stadt - Konzerte, spontane Kunst, freundlich schräges Publikum (tgl. 18-3 Uhr | ul. Sławkowska 6a). Guten Livejazz gibt es im U Muniaka (tgl. 19-2 Uhr | ul. Floriańska 3). Nettes Publikum besucht die kleine Bar Święta Krowa („Die heilige Kuh“) zu guter Musik (tgl. 18-3 Uhr | ul. Floriańska 16). In einer alten jüdischen Badeanstalt von 1923 befindet sich der originelle Pub łaźnia, mit Theaterbühne, Ausstellungen, multimedialen Veranstaltungen. Musik: Acid Jazz, Trip-Hop, Ambient (tgl. ab 14 Uhr | ul. Paulińska 26 | | Tel. 0124307485).
Auskunft
Auskunft
Ostseeküste und Masuren
Gdańska Organizacja Turystycznaul. Heweliusza 29 | Tel. 0583014355 | www.got.gdansk.pl. Und Tourismusverband PTTK | ul. Długa 45 | Tel. 0583016096 | www.pttk-gdansk.pl
Informacja Turystycznaul. Staromiejska 1 | Tel. 0895353566 | www.warmia-mazury-rot.pl
Zentrum Informacji Turystycznejal. Niepodległości 1a | Tel. 0914340440 | www.turystyka.szczecin.pl
Auskunft
Rund um Posen
CIM (Centrum Informacji Miejskiej)ul. Ratajczaka 44 | Arkadia | Tel. 0618519645 | Fax 0618560454 | www.cim.poznan.pl
Auskunft
Rund um Warschau
Touristeninformationul. Krakowskie Przedmieście 89 | Ecke Plac Zamkowy (am Königsschloss) | Tel. 0224741142 | www.wcit.waw.pl
Auskunft
Von Krakau bis Przemyśl
TouristeninformationIm Rathausturm auf dem Hauptmarkt | Rynek Główny 1 | Tel. 0124337310 | www.krakow.pl
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Ostseeküste und Masuren
Dom Handlowy Wielki MłynEinkaufen einmal anders: ein Einkaufszentrum in einer 1350 von Kreuzrittern erbauten Mühle. Wielkie Młyny 16
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Rund um Posen
Stary BrowarMit seinen zahlreichen Einkaufszentren und schicken Boutiquen macht Posen heute seiner Tradition als Handelsstadt alle Ehre: Eine prominente Adresse ist das Handels-, Kunst-, und Businesszentrum Stary Browar auf dem Gelände einer alten Brauerei (ul. Półwiejska 42). Dort finden Sie angesagte Modeadressen und moderne Kunst in stilvollem Ambiente.
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Rund um Warschau
Shopping in WarschauAm Kulturpalast und Zentralbahnhof befindet sich das Einkaufszentrum „Goldene Terrassen“ Złote Tarasy (Mo-Sa 10-22, So 10-20 Uhr | | www.zlotetarasy.pl | Metro Centrum) mit 230 Läden, wo alle erdenklichen Marken zu finden sind.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Ostseeküste und Masuren
GoldwasserBezaubernd neben dem Krantor an der Mottlau gelegen; leckeres Essen und das berühmte „Danziger Goldwasser“. Długie Pobrzeże 22 | Tel. 0583018878 | www.goldwasser.pl | €€
SalonikElegantes Lokal mit guter Küche im Herzen der Altstadt. ul. Długa 20/21 | Tel. 0583220044 | www.salonik.gda.pl | €-€€
Restauracja Targ RybnyEin sehr gutes und gemütliches Fischrestaurant am Fischmarkt. ul. Targ Rybny 6c | Tel. 0583209011 | www.targrybny.pl | €€-€€€
PrzystańAuf einem Holzsteg in einem See spektakulär gelegen. Große Karte mit internationaler Küche. ul. Żeglarska 3 | Tel. 0895230181 | €€
Różana CaféAusgefallene altpolnische Spezialitäten im Zentrum. ul. Targ Rybny 14 | Tel. 0895235039 | €
Wesoły CzajnikIm „Lustigen Teekessel“ werden Dutzende von Teesorten im Salon, auf der Terrasse oder auch im Garten serviert. ul. Żołnierska 11 | Tel. 0895272827 | €
ChiefSehr gutes Fischrestaurant im Pariser Viertel. ul. Rayskiego 16 | Tel. 0914881417 | www.chief.com.pl | €€
Christopher ColumbusAm Ende der Hakenterrasse zweistöckig aus Holz gebaut, polnische und maritime Küche, Ausblick auf Oder und Hafen. ul. Wały Chrobrego 1 | Tel. 0914893401 | www.columbusclub.pl | €€
Karczma Pod KogutemVon außen ein gewöhnliches Restaurant, drinnen ein Landgasthof mit traditionellen polnischen Speisen und Musik. Große Portionen. pl. Lotników 3 | Tel. 0914346873 | www.karczmapodkogutem.pl | €-€€
Essen und Trinken
Rund um Posen
Bar AvantiDirekt am Alten Markt gelegen, ausgezeichnet als bestes Fast-Food-Restaurant Wielkopolskas, mit äußerst preiswerten Nudelgerichten. Stary Rynek 76 | Tel. 0618523285 | www.avanti.poznan.pl | €
BażanciarniaÜberaus üppig ausgestattetes Restaurant am Alten Markt mit hervorragender Wildkarte, von der legendären Gastronomin Magda Gessler geführt. Stary Rynek 94 | Tel. 0618553358 | www.bazanciarnia.pl | €€-€€€
CymesCymes bedeutet auf Jiddisch etwa „lecker“. Lecker essen und trinken können Sie im gemütlichen Ambiente des einzigen jüdischen Restaurants in Posen mit koscherer Küche und Bier aus Israel. ul. Woźna 2/4 | Tel. 0618516638 | www.cymespoznan.pl | €
Gospoda Młyńskie KołoEin großes, rustikales, gemütliches Holzhaus mit Kamin, landschaftlich reizvoll an einem Weiher gelegen, mit regionaler und altpolnischer Küche. Ca. 15 km vom Zentrum Posens. ul. Browarna 37 | Tel. 0618789935 | www.mlynskiekolo.pl | €€
Essen und Trinken
Rund um Warschau
BiosferaVegetarisches, serviert in angenehmem Ambiente. Schöner Innenhof. Kein Alkohol. al. Niepodległości 80 | Tel. 0228980155 | www.biosfera.com | Metro Racławicka | €
Café BlikleBerühmte Konditorei und Café mit selbst gemachten Pralinen und Torten, seit 150 Jahren in der vornehmen Straße Nowy Świat 35 | www.blikle.pl | Bus u. a. 180, 518 Foksal | €€
Dom PolskiDas „Polnische Haus“ liegt auf dem östlichen Weichselufer: polnisches Essen der Superlative, von Diplomaten und Geschäftsleuten gern besucht. Schöner Garten. ul. Francuska 11 | Tel. 0226162432 | www.restauracjadompolski.pl | Busse 117, 138, 146, 147 Obrońców | €€€
Folk GospodaDas wohl beste Lokal unter den inzwischen sehr beliebten rustikalen Restaurants mit deftiger polnischer Küche. Folk-Livemusik, Gartenterrasse. ul. Waliców 13/Ecke Grzybowska | Tel. 0228901605 | www.folkgospoda.pl | Bus 106, 155 Mennica | €€
PierogarniaKnapp zwei Dutzend verschiedene Maultaschen-Sorten stehen auf der Speisekarte dieses unweit vom Königsweg malerisch gelegenen Lokals. ul. Bednarska 28/30 | Tel. 0228280392 | Bus u. a. 116, 122, 174 Hotel Bristol | €
Stara SzafaDer „Alte Schrank“ ist ein altmodisch eingerichtetes Restaurant mit guter polnischer Küche für diejenigen, die nicht unbedingt Deftiges bevorzugen. ul. Ludna 10a | Tel. 0226224812 | www.staraszafa.pl | Bus 101 Czerniakowska | €€
Essen und Trinken
Schlesien
BazyliaSchmackhaft zubereitete polnische Gerichte zu erschwinglichen Preisen. Selbstbedienung. ul. Kuźnicza 42 | €
Brauhaus SpiżSelbst gebrautes Bier, gutes Essen. 500 Jahre Tradition im Rathauskeller. Rynek Ratusz 9 | Tel. 0713447225 | www.spiz.pl | €€
KrólewskaGute Auswahl polnischer Gerichte, wobei man auf jeden Fall der Ente mit Äpfeln den Vorzug geben sollte. Rynek 5 | Tel. 0713724896 | €€
VincentCafé, Weinstube und Restaurant unter einem Dach, dazu gutes und ausgefallenes Essen. ul. Ruska 39 | Tel. 0713410520 | www.vincent.wroclaw.pl | €€€
Essen und Trinken
Von Krakau bis Przemyśl
Arka NoegoSchmackhaftes jüdisches Essen. Abends gute Klezmermusik live. ul. Szewska 2 | Tel. 0124291528 | €€
CamelotHervorragende Kleinigkeiten (Salate, Baguettes, Kuchen) in charmanter Kaffeehaus-Atmosphäre. Konzerte, Ausstellungen. ul. św. Tomasza 17 | Tel. 0124210123 | €
Cyrano de BergeracFranzösische Speisen und ein Interieur vom Feinsten. So geschl. | ul. Sławkowska 26 | Tel. 0124117288 | www.cyranodebergerac.pl | €€€
Pod AniołamiGute polnische Küche, auch für diejenigen, die es nicht ganz so deftig mögen. ul. Grodzka 35 | Tel. 0124213999 | €€
U ZyiadaDieses Restaurant ist ein echter Höhepunkt eines jeden Krakau-Besuchs. Man speist gut und schaut von oben auf die Weichsel und auf die Berge. ul. Jodłowa 13 | ca. 6 km von der Stadtmitte | Tel. 0124297105 | €€€
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Rund um Posen
MaltaDer Jezioro Maltańskie ist ein 64 ha großer Stausee im Westen der Stadt. Hier können Sie im Freibad baden, mit einem Ausflugsdampfer schippern oder mit der Schmalspurbahn „Maltanka“ durch den Park zum Posener Zoo fahren.
Sehenswertes
Sehenswertes
Ostseeküste und Masuren
„Drogi do wolności“/„Wege in die Freiheit“Eine Multimedia-Ausstellung über den Freiheitskampf gegen die Kommunisten 1956-80. Viel Wissenswertes und Anschauliches auch aus dem „real existierenden Sozialismus“. Deutsche Sprachführer. Mai-Sept. Di-So 10-17, Okt.-April 10-16 Uhr | Budynek Solidarności | ul. Wały Piastowskie 24 | www.fcs.org.pl
Długi Targ/Langer MarktDer Lange Markt bildet das Herzstück des Rechtstadt-Viertels. Er ist ist Teil des sogenannten Königsweges, der von der Brama Wyżynna (Hohes Tor) über die ul. Długa (Lange Gasse) und den Długi Targ bis an die Mottlau führt. Hier stehen die berühmtesten historischen Gebäude Danzigs dicht beieinander. Fesselnd: das originalgetreu restaurierte Innere des Rathauses, in dem sich heute das Museum der Stadtgeschichte (Muzeum Historyczne Miasta Gdańska | Di-So 10-16 Uhr | ul. Długa 47 | www.mhmg.gda.pl) befindet. Ein Höhepunkt ist auch der mit Samt ausgekleidete Rote Saal mit prunkvollen Deckengemälden. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform auf dem Turm lohnt sich ganz sicher.
Kościół Mariacki/MarienkircheVom Frauentor führt die berühmte Frauengasse zur größten Backsteinkathedrale der Welt. Die dreischiffige Hallenkirche mit den Maßen 105 x 68 m bietet Platz für 25000 Menschen. Außer der beeindruckenden Architektur sind im Inneren nicht viele Schätze erhalten. Unbedingt sollten Sie sich die Astronomische Uhr von 1470 mit Kalendarium und Himmelsscheibe ansehen. Schlag Mittag setzen sich die Figuren des Uhrwerks in Bewegung. Schaffen Sie den Aufstieg auf den Turm (78 m), wird Ihnen die Stadt zu Füßen liegen.
Kościół św. Brygidy/BrigittenkircheDie Kirche ist in den 80er-Jahren als Zufluchtsort und „Büro“ der Solidarność berühmt geworden. Im unspektakulären Gebäude ein spektakulärer Altar: ein 12 m hoher Bernsteinaltar in Form einer Lilie. ul. Profesorska 2
Motława/MottlauHinter dem Grünen Tor, am Ufer der Motława, legen die Ausflugsschiffe in die Nachbarstädte Sopot (Zoppot) und Gdynia (Gdingen) sowie auf die Halbinsel Hel und nach Westerplatte ab. Weiter nördlich steht das Krantor. Dort sehen Sie die gewaltigen Tret-räder, in denen Hafenarbeiter und Sträflinge Lasten von bis zu 4 t auf die Höhe von 11 m hievten. Heute residiert hier das Meeresmuseum. Ein Teil desselben befindet sich auf der gegenüberliegenden Wyspa Ołowiana (Bleihofinsel), zu der man vom Krantor kostenlos mit der Fähre übersetzen kann. Di-So 10-18 Uhr | Muzeum Morskie | ul. Ołowianka 9-13 | www.cmm.pl
Muzeum Narodowe/NationalmuseumEine der wertvollsten Kunstsammlungen Polens mit Hans Memlings Triptychon „Das jüngste Gericht“ (1472). Di-So 10-16 Uhr | ul. Toruńska 1 | www.muzeum.narodowe.gda.pl
OskarSetzen Sie sich am Józef-Wybicki-Platz in Wrzeszcz (Langfuhr) auf die Bank, auf der der bronzene Oskar Matzerath sitzt und auf einige Schauplätze der „Blechtrommel“ schaut. Unweit davon, neben dem Eingang der Mietskaserne (ul. Lelewela 13), erinnert eine Tafel an Günter Grass, der dort mal gewohnt hat.
Ulica Długa/Lange GasseZwischen dem Hohen Tor und dem Langen Markt, auf dem Königsweg, steht ein prächtiges Kaufmannshaus neben dem anderen. In einem der schönsten von ihnen, dem Uphagen-Haus, ist ein Museum eingerichtet, das das Leben in Danzig zur Zeit des Rokoko zeigt. Di-So 10-16 Uhr | Dom Uphagena | ul. Długa 12
AltstadtSüdwestlich des Hohen Tores (Wysoka Brama), das zur alten Stadtmauer gehört, beginnt die Altstadt. Auf dem mittelalterlichen Marktplatz steht das wieder aufgebaute Alte Rathaus aus dem 17. Jh., rundherum die restaurierten barocken Laubenhäuser. In einer Seitenstraße (ul. Staszica) befindet sich die Jacobikirche (Kościół św. Jakuba), ein wichtiges Bauwerk der Backsteingotik.
OrdensburgDie mächtige Anlage wurde zwischen 1350 und 1580 erbaut. Als Kanoniker des ermländischen Domkapitels verteidigte der Astronom Nikolaus Kopernikus 1521 die Stadt gegen die Ritter des Deutschen Ordens. Di-So 9-16 Uhr | ul. Zamkowa 2
Kościół św. Jakuba/Jakobikirche200 Jahre dauerte der Bau der größten Kirche Pommerns, in der 10000 Menschen Platz haben. Vor dem Dom hängt in einem Holzgestell die 6 t schwere, 1682 gegossene Glocke. Sie wurde, nachdem sie 200 Jahre als verschollen galt, in einer Mauer des Doms bei Restaurierungsarbeiten gefunden. pl. Św. Jakuba 5
Wały Chrobrego/HakenterrasseVersäumen Sie nicht, Stettins Prachtpromenade am Ufer der Oder entlangzugehen und den herrlichen Blick auf den Hafen zu genießen. Die Promenade ist einen halben Kilometer lang und von repräsentativen Gebäuden aus der Gründerzeit gesäumt.
Zamek Książąt Pomorskich/HerzogschlossHoch über der Oder thront das Wahrzeichen der Stadt, weithin sichtbar durch die helle Fassade im Stil der italienischen Renaissance, das nach dem Krieg originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Die einstige Residenz der Pommerschen Herzöge ist heute das kulturelle Zentrum Stettins, beherbergt u. a. ein Forum zeitgenössischer Kunst. 60 m hoch ist der Uhrenturm, von dem aus Sie ein herrliches Stadtpanorama genießen können. Tgl. 10-17 Uhr | ul. Korsarzy 34 | www.zamek.szczecin.pl
Sehenswertes
Rund um Posen
AltstadtEines der schönsten Renaissancegebäude Europas steht auf dem mittelalterlichen Marktplatz Stary Rynek im Herzen der Stadt - das von dem italienischen Meister Giovanni Baptista di Quadro Mitte des 16. Jhs. erbaute Rathaus. Auf dem Rathaus-turm sind Schlag zwölf Uhr mittags zwei kämpfende Ziegenböcke zu sehen. Der Legende nach stürzte sie ihr Zwist ins Unglück bzw. in einen unter ihnen fließenden Bach. Das Motiv findet sich als Mahnung auch im Posener Wappen. Neben dem Rathaus stehen die Tuchhallen aus dem 14. Jh. und die Krämerhäuser mit ihren charakteristischen Laubengängen aus dem 15. und 16. Jh. Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen umgeben den Markt, darunter das Palais der Familie Działyński (1808) mit dem Roten Saal, in dem immer donnerstags Veranstaltungen in der Tradition der literarischen Salons stattfinden. Seit 1915 erinnert die Brunnenfigur „Bamberka“ auf der westlichen Seite des alten Rathauses an den Dreißigjährigen Krieg: Die Bevölkerung Großpolens war dezimiert, und der Posener Rat bot Menschen aus dem Raum Bamberg eine neue Lebensgrundlage an. Vom Markt führt die Seitengasse ul. Gołębia zur dreischiffigen Basilika der St.-Stanisław-Pfarrkirche, einer Perle des polnischen Barocks.
DominselÖstlich der Altstadt liegt die Museumsinsel Ostrów Tumski, der älteste Stadtteil Posens. Die Anfänge der erzbischöflichen St.-Peter-und-Paul-Domkirche, des ältesten Baudenkmals der Stadt, gehen auf die Gründung des Posener Bistums im Jahre 968 zurück. Heute befinden sich dort die Gräber von Polens Gründungsherrschern Mieszko I. und Bolesław dem Tapferen. Südlich des Doms, im spätgotischen Psaltergebäude, wurden früher die Sänger des Kathedralenchors untergebracht. Daneben befindet sich die kleine Kirche der hl. Jungfrau Maria. Der spätgotische Bau (1431-47) steht wahrscheinlich an der Stelle der ca. 965 von Dobrawa, der Gattin von Mieszko I., gestifteten Burgkapelle. Nördlich davon sieht man den Renaissancebau der Lubrański-Akademie, der ersten höheren Schule Posens, 1518 gegründet.
Modell Posens aus dem 17. Jh.Im Kellergewölbe des Franziskanerklosters (Klasztor oo. Franciszkanów) befindet sich eine Nachbildung Posens vom Anfang des 17. Jhs. Die historische Rekonstruktion im Maßstab 1:150 hat eine Größe von über 50 m². Eine (auch auf Deutsch) kommentierte Licht- und Ton-Show dauert ca. 30 Minuten. Tgl. 11 Vorführungen: 9.30-17 Uhr | 9 Zł. | Góra Przemysława, Eingang ul. Ludgardy | www.makieta.poznan.pl
ZentrumDas heutige Zentrum erstreckt sich vom plac Wolności bis zum plac Mickiewicza (Adam-Mickiewicz-Platz). Viele Gebäude aus dem 19. und vom Anfang des 20. Jhs. verleihen ihm seinen gediegenen Charakter. Neben zahlreichen Kirchen findet man hier das Nationalmuseum, die Raczyński-Bibliothek und die Oper (Teatr Wielki). Auf dem Adam-Mickiewicz-Platz erinnert seit 1981 ein monumentales Mahnmal an den ersten großen antikommunistischen Arbeiteraufstand in Polen, der 1956 in Posen ausgebrochen war. Der im 19. Jh. entworfene Platz gehört zu den renommierten Adressen der Stadt: Hier befinden sich viele öffentliche Gebäude, darunter das Collegium Minus im holländischen Renaissancestil (heute Adam-Mickiewicz-Universität), das Collegium Maius (heute Medizinische Akademie) und das neoromanische Kaiserschloss (heute Kulturzentrum Zamek). Das Schloss ist ein Paradebeispiel für Preußens Spuren im Stadtbild Posens. Das monumentale Gebäude wurde als Residenz für Kaiser Wilhelm II. in den Jahren 1904-10 erbaut.
Sehenswertes
Rund um Warschau
Altstadt und Neustadt/Stare Miasto/Nowe MiastoDie beiden „guten Stuben“ der Warschauer wurden zwischen 1949 und 1953 detailgenau wieder aufgebaut. An der Świętojańska-Gasse in der Altstadt, wo einst die reichen Warschauer Kaufleute wohnten, befindet sich die Kathedrale des hl. Johannes aus dem 14. Jh. In der Krypta sind die Grabmäler vieler berühmter Polen zu sehen (Krypta tgl. 10-13 u. 15-17.30 Uhr). Der schöne Marktplatz, von Patrizierhäusern eingefasst, bietet die Gelegenheit, sich in eines der Straßencafés zu setzen und das bunte Treiben ringsherum auf sich wirken zu lassen. Durch die Nowomiejska-Gasse gelangen Sie zu der teilweise rekonstruierten Wehrmauer und zum Neustädtischen Tor mit der Barbakane, einem im 16. Jh. errichteten, vorgelagerten Zwinger.
Getto-GeländeDie wichtigsten Erinnerungsorte an das Warschauer Getto, in das die Nationalsozialisten unter furchtbaren Bedingungen ab Ende 1940 knapp eine halbe Million Juden eingepfercht hatten, befinden sich in der Nähe des von Wohnhäusern umgebenen Platzes an der ul. Zamenhofa, wo sich das 1948 aufgestellte Denkmal der Getto-Helden erhebt. Es soll an den im April 1943 ausgebrochenen Getto-Aufstand erinnern. Im Dezember 1970 machte der damalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt hier seinen berühmten Kniefall. Im Jahr 2000 wurde die Grünanlage mit dem Getto-Denkmal nach ihm benannt (Skwer Willy Brandta) und eine Gedenktafel zu seinen Ehren aufgestellt.
Grabstätte und Museum des Priesters Jerzy PopiełuszkoBeamte der kommunistischen politischen Polizei SB haben den Arbeiterpriester Jerzy Popiełuszko im Oktober 1984 ermordet. Sein Grab an der Stanisław-Kostka-Kirche im Stadtteil Żoliborz ist heute ein Wallfahrtsort. Ein Museum im Keller der Kirche berichtet eindrucksvoll vom Freiheitskampf der Solidarność, vom Leben und Wirken Popiełuszkos, vermittelt aber auch das Besondere am polnischen Katholizismus. Mi-Fr 10-16, Sa/So 10-17 Uhr | freiwillige Spende am Eingang | ul. Kardynała Stansiława Hozjusza 2 | www.popieluszko.net.pl | Metro Plac Wilsona
Königsschloss/Zamek KrólewskiSeit Ende des 16. Jhs. offizieller Sitz der polnischen Könige. Während der Belagerung Warschaus durch deutsche Truppen 1939 nach Bombentreffern ausgebrannt, 1944 von den Nazis gesprengt, bis 1984 aus Spenden der Bevölkerung wieder aufgebaut. Hinter schlichter Fassade verbergen sich schöne Räumlichkeiten, wie das Marmorzimmer, der Senatorensaal, wo am 3. Mai 1791 Europas erste moderne Verfassung verabschiedet wurde, die Kapelle und der Canaletto-Saal mit eindrucksvollen Warschau-Porträts des italienischen Malers. Di-Sa 10-16, So 11-16 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vor Ende | pl. Zamkowy 4 | www.zamek-krolewski.com.pl | Bus u. a. 180, 518 Plac Zamkowy
Königsweg/Trakt KrólewskiDiese Prachtroute verbindet die Königsresidenz Wilanów im Süden Warschaus mit dem königlichen łazienki-Park und dem Königsschloss in der Altstadt. Besonders zu empfehlen ist der letzte Abschnitt, beginnend am Drei-Kreuze-Platz Plac Trzech Krzyży mit der Alexander-Kirche in der Mitte. Sie überqueren das Rondo de Gaulle (das gewaltige graue Gebäude rechts ist der ehemalige Sitz des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, nahebei das De-Gaulle-Denkmal) in Richtung Nowy Świat, Warschaus eleganter Flanier- und Einkaufsmeile. An ihrem Ende überqueren Sie die ul. Świętokrzyska und gelangen geradeaus gehend am klassizistischen Staszic-Palais, dem Sitz der Akademie der Wissenschaften und dem Kopernikus-Denkmal vorbei auf die Straße Krakowskie Przedmieście: auf der linken Seite die Heiligkreuzkirche, schräg gegenüber das Haupteingangstor zur Warschauer Universität. Weiter auf der rechten Seite stoßen Sie auf das Radziwiłł-Palais, den Wohn- und Amtssitz der polnischen Staatspräsidenten. Am Denkmal des Nationaldichters Adam Mickiewicz vorbei gelangen Sie auf den Schlossplatz Plac Zamkowy mit der Sigismundsäule zu Ehren des Königs Sigismund III. Wasa, der Warschau zur Hauptstadt Polens gemacht hat.
Kulturpalast/Pałac KulturyFertiggestellt 1955 als Geschenk der Sowjetunion für Polen, galt er bis 1989 als sichtbarstes Symbol der Unterwerfung durch die Sowjets. Mit 230 m bis zur Spitze ist er das höchste Haus Polens: 42 Etagen, 3288 Räume, 1 Mio. m³ umbauter Raum. Der Kulturpalast beherbergt u. a. Theater, Kinos, das Technikmuseum und Institutionen wie das Goethe-Institut. Mit dem Lift gelangen Sie in die 30. Etage in 114 m Höhe mit herrlichem Rundblick auf Warschau. Tgl. 9-20 Uhr | Metro Centrum
ŀazienki-ParkDer Bäderpark, Warschaus schönste und weitläufigste Parkanlage, wurde Ende des 18. Jhs. geschaffen. Sehenswert sind das Palais auf dem Wasser (Pałac na Wodzie), das Amphitheater auf der Insel (Teatr na Wyspie) und die alte Orangerie. Im Süden, am Ende der al. Ujazdowskie, wird der Park vom Belvedere-Palais begrenzt. Von Mitte Mai bis Ende September finden am Chopin-Denkmal jeden Sonntag um 12 und 16 Uhr Chopin-Konzerte unter freiem Himmel statt. Eintritt frei | Bus u. a. 116, 166, 180, 195 ŀazienki Królewskie
MariensztatGehen Sie vom Plac Zamkowy, direkt an der St.-Annen-Kirche, die Steintreppe herunter. Sie kommen auf die ul. Nowy Zjazd, an deren rechter Seite sich die malerische Mariensztat befindet, ein ruhiges Wohnviertel, dessen stiller Marktplatz durchaus an eine italienische Kleinstadt-Piazza erinnert, wo man in einem der Lokale eine Pause nach der Altstadtbesichtigung einlegen kann. Bus u. a. 180, 518 Plac Zamkowy
Muzeum Historyczne Warszawy/StadtmuseumDokumentiert die Stadtgeschichte. Di-Sa wird um 12 Uhr im Museumskino ein Dokumentarfilm (auf Englisch) über die Zerstörung Warschaus vorgeführt, der auch die große Wiederaufbauleistung nachvollziehbar macht (deutsche Fassung auf Anfrage). Di/Do 11-18, Mi/Fr 10-15.30, Sa/So 10.30-16.30 Uhr | Rynek Starego Miasta 28-42 | www.mhw.pl | Bus u. a. 180, 518 Plac Zamkowy
Muzeum Katyńskie/Katyń-MuseumEine ergreifende Darstellung des Schicksals von über 20000 polnischen Armeeoffizieren, Polizei- und Grenzschutzbeamten, die 1940 in Katyń und an einigen anderen Orten der ehemaligen UdSSR von den Sowjets umgebracht wurden. Mi-So 10-16 Uhr, 15. Mai-30. Sept. 11-17 Uhr | ul. Powsińska 13 | Fort Sadyba | Bus 189 Sadyba
Muzeum Kolekcji im. Jana Pawła II/Sammlung Johannes Paul II.Eine bedeutende Sammlung europäischer Kunst, dem verstorbenen polnischen Papst gewidmet. Malerei u. a. von Albrecht Dürer, Anthonis van Dyck, Francisco José de Goya y Lucientes und Tizian. Di-So 10-17 Uhr (Dez.-März 10-16 Uhr) | pl. Bankowy 1 | www.muzeummalarstwa.pl | Metro Plac Bankowy
Muzeum Narodowe/NationalmuseumGroße Sammlungen klassischer italienischer und holländischer Malerei, dazu eine bedeutende und interessante Auswahl der Werke polnischer Maler u. v. m. Di/Mi, Fr-So 10-16, Do 10-18 Uhr | al. Jerozolimskie 3 | www.mnw.art.pl | Bus u. a. 180, 518 Foksal
Muzeum Plakatu/PlakatmuseumDer alte Rennstall Ujeżdżalnia auf dem Schlossgelände in Wilanów beherbergt Europas erstes und größtes Museum der Plakatkunst (55000 Werke), die polnische Grafiker und Maler in der zweiten Hälfte des 20. Jhs. wesentlich mitgeprägt haben. Di-So 10-16 Uhr (Mai-Sept. 10-17 Uhr), Mo 12-16 Uhr | ul. St. Kostki Potockiego 10/16 | www.postermuseum.pl | Bus u. a. 180 Wilanów
Muzeum Powstania Warszawskiego/Museum des Warschauer AufstandesAlte Radiosendungen, Fotos, Filmaufnahmen, Interviews und moderne Simulationen vermitteln einen Eindruck von dem 63 Tage dauernden Aufstand der polnischen (Untergrund-)Heimatarmee (AK) gegen die Nazi-Herrschaft im Spätsommer 1944. 200000 Warschauer kamen ums Leben, die Stadt wurde völlig zerstört. Mo/Mi, Fr-So 10-18, Do 10-20 Uhr | ul. Przyokopowa 28 | www.1944.pl | Bus 106, 155 Muzeum Powstania Warszawskiego
WilanówSeit Ende des 17. Jhs. Sommerresidenz der polnischen Könige, 10 km südlich vom Zentrum. Schön ausgestattete königliche Wohnräume, eine wertvolle Sammlung polnischer und europäischer Malerei. Umgeben von einem 43 ha großen Park mit Teehaus, Orangerie, Rosengarten, geometrisch angelegten Rasenflächen, schmucken Brunnen und schönen Skulpturen. Schloss: Mai-Mitte Sept. Mo/Mi 9-18, Do/Fr 9-16, Sa 10-16, So 9-18 Uhr, Mitte Sept.-April So-Fr 9-16, Sa 10-16 Uhr, letzter Einlass 1 Std. vor Ende. Park: ganzjährig 9 Uhr bis zur Dämmerung (5 Zł.) | ul. St. Kostki Potockiego 10/16 | www.wilanow-palac.art.pl | Bus u. a. 116, 117, 180, 519 Wilanów
Sehenswertes
Schlesien
Cmentarz Żydowski/Jüdischer FriedhofMit seinen künstlerisch oft ausgefallenen Grabmälern und seinem beeindruckenden Baumbestand zweifelsohne einer der schönsten Friedhöfe in Europa. Hier ruht u. a. Ferdinand Lasalle, einer der Begründer der deutschen Sozialdemokratie. Tgl. 9-18 Uhr | ul. Ślężna
Muzeum Narodowe/NationalmuseumSchlesische Kunst und eine hervorragende Sammlung mittelalterlicher schlesischer Skulpturen. Mi, Fr, So 10-16, Do 9-16, Sa 10-18 Uhr | pl. Powstańców Warszawy 5
Ostrów Tumski/DominselDie Wiege der Stadt ist seit dem 19. Jh. durch die Aufschüttung eines Oderarms keine Insel mehr. In fünf großen, unweit voneinander stehenden Kirchen wird hier gepredigt. Sehenswert ist vor allem die imposante Kathedrale des hl. Johannes des Täufers, deren Bau im 10. Jh. begann, mit ihren drei prächtigen Kapellen im Chorumgang.
Panorama von RacławiceDas monumentale Rundbild (120 x 15 m), 1894 im heute ukrainischen Lemberg (Lwów) entstanden, wird in einer eigens dafür gebauten Rotunde ausgestellt. Das eindrucksvolle Panorama zeigt die Schlacht beim Dorf Racławice, unweit von Krakau, wo es polnischen Aufständischen 1794 gelang, kurz vor der dritten Teilung des Landes russische Truppen vernichtend zu schlagen. Di-So 9-15 Uhr | ul. Purkyniego 11
Rynek/MarktplatzElf Straßen münden auf den Platz, in dessen Mitte sich das im gotischen und im Renaissancestil erbaute Rathaus befindet. Die schönsten Bürgerhäuser stehen auf der Westseite des Rings (u. a. Nr. 2 das Greifenhaus, Nr. 4 Zum Goldenen Adler, Nr. 6 und Nr. 7 Zur Goldenen und Zur Blauen Sonne). An der nordwestlichen Seite verbindet sich der Markt mit dem Platz vor der Elisabethkirche, vorbei an den zwei charakteristischen kleinen Barockhäusern Jaś und Małgosia („Hänsel und Gretel“). An der südwestlichen Ecke gelangen Sie auf den Salzmarkt (Plac Solny), u. a. mit dem klassischen Gebäude der Neuen Börse und den rund um die Uhr geöffneten Blumenständen in der Mitte.
UniversitätDas wuchtige Gebäude des heutigen Collegium Maximum mit einem repräsentativen Barockportal birgt links im Parterre den Longchamps-Saal mit einer interessanten Ausstellung zur Geschichte der Breslauer Universität. Rechts vom Eingang befindet sich der prachtvolle Musiksaal Oratorium Marianum. Im ersten Stock gelangen Sie in die wunderschöne Aula Leopoldina, ein in Gold gekleidetes Gesamtkunstwerk des Barock, bestehend aus Architektur, Skulpturen und Freskenmalereien, das für Konzerte und Universitätszeremonien genutzt wird. Lohnend auch der Aufstieg auf den Mathematischen Turm, von dem man einen schönen Blick auf die Stadt hat. Do-Di 10-15.30 Uhr | pl. Uniwersytecki 1
Sehenswertes
Von Krakau bis Przemyśl
Collegium MaiusDas Museum der Jagiellonen-Universität, zugleich eines der ältesten Universitätsgebäude in Europa, beherbergt in seinen prächtigen Innenräumen eine einmalige Sammlung historischer Forschungsgeräte und gibt einen interessanten Einblick in die mittelalterliche Wissenschaft. Mo -Sa 10-14 Uhr | ul. Jagiellońska 15
Droga Królewska/KönigswegGehen Sie nach der Wawel-Besichtigung in die ul. Grodzka. Am Plac św. Marii Magdaleny stellen zur rechten Hand die prächtige barocke St.-Peter-und-Paul-Kirche (Kościół św. Piotra i Pawła) mit den zwölf Aposteln über dem Tor und die karge romanische St.-Andreas-Kirche (Kościół św. Andrzeja) einen interessanten Kontrast dar. Sehr schön auch an der nächsten Kreuzung (zur linken) die gotische Dominikaner- und (zur rechten) die Franziskanerkirche, wo Sie die imponierenden Jugendstil-fenster des Malers und Schriftstellers Stanisław Wyspiański bewundern können. Über den Marktplatz gehen Sie in die ul. Floriańska, eine belebte Fußgängerzone mit reich dekorierten Bürgerhäusern. In Nr. 45 finden Sie die Jama Michalikowa, das schönste Café der Stadt, wo einst Künstler ihre Rechnungen mit Zeichnungen und Karikaturen an den Wänden beglichen. Am Ende der Straße befindet sich das Florianstor (Brama Floriańska) aus dem 14. Jh., dahinter die mächtige Barbakane, ein rundes Vorwerk aus dem 15. Jh., Teil der einstigen Stadtmauer.
KazimierzIn dem Stadtteil, wo einst Krakaus arme und orthodoxe Juden lebten, sind viele Zeugnisse ihres Lebens erhalten. Der belebte Mittelpunkt des Viertels liegt in der ul. Szeroka. An der Remuh-Synagoge (Sa-Do 9-18, Fr 9-16 Uhr | ul. Szeroka 40) befindet sich der älteste jüdische Friedhof Polens. Über die Geschichte, Kultur und Bräuche der Krakauer Juden informiert das Jüdische Museum (Di-So 9-16, Mo 10-14 Uhr | ul. Szeroka 24). Das Zentrum der Jüdischen Kultur (Mo-Fr 10-20, Sa/So 10-14 Uhr | ul. Meiselsa 17) bietet Literatur und Ausstellungen zum Thema an. Auf dem Getto-Gelände im nahen Stadtteil Podgórze können Sie in der Apteka pod Orłem („Adler-Apotheke“) eine beeindruckende Ausstellung über das Krakauer Getto besichtigen (Di-Sa 9.30-17, Mo 10-14 Uhr | pl. Bohaterów Getta 18). In der ul. Lipowa 4 steht die ehemalige Schindler-Fabrik, wo Steven Spielberg seinen berühmten Film drehte.
Muzeum Czartoryskich-ArsenałPolens ältestes Museum: mittelalterlicher Schmuck, interessantes Kunstgewerbe, in der Bildergalerie Polens wertvollstes Gemälde: Leonardo da Vincis „Dame mit dem Hermelin“. Di/Do 10-16, Mi/Fr/Sa 10-18, So 10-15 Uhr, Mai-Okt. Di-Sa 1 Std. länger | ul. św. Jana 19
Muzeum Etnograficzne/VolkskundemuseumSehr sehenswert sind hier die berühmten Krakauer Weihnachtskrippen. Mo/Mi-Fr 10-17 (Jan.-April bis 15 Uhr), Sa/So 10-14 Uhr | pl. Wolnica 1
Rynek Główny/HauptmarktMit 200 m langen Seiten einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas. In der Mitte die Tuchhallen aus dem 16. Jh. mit phantastischen Fratzen auf ihrem hohen Giebeldach. In der Marienkirche aus dem 14. Jh. befindet sich der herrliche Marienaltar von Veit Stoß, ein spätmittelalterliches Meisterwerk und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu jeder vollen Stunde bläst ein Feuerwehrmann vom höheren Turm der Kirche den Alarmruf, der einst Krakau im 13. Jh. vor einem Mongolenangriff bewahrte.
WawelDer Gebäudekomplex auf einem Hügel ist ohne Zweifel der wichtigste historische Ort in Polen: Sitz, Krönungsort und Grablege der polnischen Könige. In der Krönungskathedrale (Mo-Sa 9-17, So 12.15-17 Uhr) befinden sich die Sarkophage polnischer Herrscher, von Nationalhelden wie Marschall Józef Piłsudski und der beiden romantischen Dichter Adam Mickiewicz und Juliusz Słowacki. Vom Sigismund-Turm blicken Sie über ganz Krakau, und vom schönen Arkadenhof gelangen Sie in die prächtigen Repräsentationssäle und in die königlichen Gemächer mit der größten Gobelin-Sammlung der Welt, in die Schatzkammer und in eine Ausstellung üppiger türkischer Kriegsbeute, die der polnische König Jan Sobieski 1683 bei Wien gemacht hat. Mo 9.30-12 (ohne königliche Gemächer), Di/Fr 9.30-16, Mi/Do/Sa/So 9.30-15 Uhr | Kombiticket 60 Zł.
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Ostseeküste und Masuren
AngelaKleines, gutes, zentrales Haus. 19 Zi. | ul. Beethovena 12 | Tel. 0583022315 | www.villaangela.pl | €-€€
Dom MuzykaHotel in zentraler Lage auf dem Gelände der Musikakademie. 87 Zi. | ul. łąkowa 12 | Tel. 0583260600 | Fax 0583260601 | www.dommuzyka.pl | €€
Dwór OliwskiNobles Hotel, zwischen Danzig und Oliwa in alten, schön restaurierten Gebäuden gelegen. 40 Zi. | ul. Bytowska 4 | Tel. 0585547000 | Fax 0585547010 | www.dwor-oliwski.com.pl | €€€
Hotel ParkKomfortables Hotel am Stadtrand direkt an der Straße nach Warschau, 100 Zi. | ul. Warszawska 119 | Tel. 0895240604 | Fax 0895240077 | www.beph.pl | €€
Polsko-Niemieckie Centrum MłodzieżyDas polnisch-deutsche Jugendzentrum ist in einem historischen Gebäude unweit der Altstadt untergebracht. 20 Zi. | ul. Okopowa 25 | Tel. 0895340780 | Fax 0895279633 | €
Wysoka BramaEinfach, aber stilvoll gelegen im Hohen Tor, dem schönsten Teil der ehemaligen mittelalterlichen Befestigungen. 17 Zi. | ul. Staromiejska 1 | Fax 0895273675 | www.wasokabrama.emeteor.pl | €
Hotel BończaAuf den Fundamenten eines Wasserkraftwerks direkt über dem Fluss Płończa im historischen Stadtviertel Dąbie errichtet, ca. 1,2 km vom Zentrum. 18 Zi. | ul. Aniela Krzywoń 18 | Tel. 0914693504 | Fax 0914693537 | www.hotel-boncza.pl | €€
PanoramaModernes Hotel an der Autobahnabfahrt Szczecin/Podjuchy. Auf einem Hügel an der Buchheide mit dem berühmten Smaragdsee gelegen, bietet es einen großartigen Blick auf die Oderniederung. 132 Zi. | ul. Radosna 60 | Tel. 0914607607 | Fax 0914607600 | www.hotelpanorama.szin.pl | €-€€
Park HotelElegantes Hotel mitten in der Stadt mit umfangreichem Wellnessangebot. 32 Zi. | ul. Platanowa 1 | Tel. 091434005 | Fax 0914344503 | www.parkhotel.szczecin.pl | €€€
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Rund um Posen
HotelsWährend der Messen sind die Hotels in der Regel um ein Drittel teurer, am Wochenende oft ein Drittel billiger.
Hotel BrovariaDirekt am Alten Markt in einem historischen Bürgerhaus gelegenes kleines Hotel im 30er-Jahre-Stil, mit angeschlossener Brauerei, Bierkeller und originellen Gerichten. 16 Zi., 1 Apt. | Stary Rynek 73-74 | Tel. 0618586868 | Fax 0618586869 | www.brovaria.pl | €€
Hotel IkarModernes Hotel, nur 15 Minuten Fußweg von der Altstadt entfernt. 141 Zi. | ul. Kościuszki 118 | Tel. 0616587105 | Fax 0616587115 | www.hotelikar.com.pl | €€
Rezydencja SoleiInmitten eines malerischen Waldes, 400 m vom Strzeszyńskie-See, befindet sich die Residenz Solei, etwa 15 Minuten von der Posener Altstadt entfernt (Taxi: 35 Zł. ab Innenstadt). 23 Zi., 3 Apt. | ul. Wałecka 2 | Tel. 0618475838 | Fax 0618475114 | www.hotel-solei.pl | €€
Hotel TopazIn unmittelbarer Nähe von Messe, Busbahnhof und Bahnhof, trotzdem ruhig; einfach, aber angenehm. 29 Zi. | ul. Przemysłowa 34 A | Tel. 0618333904 | Fax 0618337600 | www.hotel-topaz.pl | €
Hotel VivaldiIm Zentrum, aber sehr ruhig im Park unweit der Zitadelle gelegenes modernes Hotel, gute Verkehrsanbindung. 48 Zi. | ul. Winogrady 9 | Tel. 0618588100 | Fax 0618532977 | www.vivaldi.pl | €€€
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Rund um Warschau
HotelsDas Nächtigen in Warschauer Hotels ist teuer, doch es gibt immer wieder Sonderangebote, vor allem an Wochenenden.
BristolGroßes Hotel der absoluten Luxusklasse. 155 Zi., 43 Apt. | ul. Krakowskie Przedmieście 13 | Tel. 0225511000 | Fax 0226252577 | www.lemeridien-bristol.com | Bus u. a. 116, 122, 175 Hotel Bristol | €€€
Dedek ParkRuhiges, angenehmes Hotel im Westentaschenformat im Grünen, guter Komfort in Zentrumsnähe auf dem östlichen Weichselufer in Praga. 15 Zi. | al. Zieleniecka 6/8 | Tel. 0226197781 | Fax 0226194518 | www.dedek.pl | Tram 7, 8, 25 Zieleniecka | €€
HarendaEine sympathische Unterkunft am Königsweg, unweit der Altstadt. 43 Zi. | ul. Krakowskie Przedmieście 4/6 | Tel. 0228260071 | Fax 0228262625 | www.hotelharenda.com.pl | Bus u. a. 116, 122, 175, 180 Uniwersytet | €€
MariaNette Atmosphäre, abseits vom Zentrum, aber mit guter Verkehrsanbindung. Spa-Bereich. 24 Zi | al. Jana Pawla II 71 | Tel. 0228384062 | Fax 0228383840 | www.hotelmaria.pl | Bus 500, 510 Rondo Radosława-Babka | €€
MazowieckiEin ehemaliges Armeehotel - einfach, sauber und in zentraler Lage. 56 Zi. | ul. Mazowiecka 10 | Tel. 0228272365 | Fax 0226879117 | www.hotelbelwederski.pl | Bus 175 Ordynacka | €
Polonia PalaceLuxuriöses Haus im Stil des eleganten Warschau der 30er-Jahre in zentraler Lage. 206 Zi. | al. Jerozolimskie 45 | Tel. 0223182800 | Fax 0223182801 | www.poloniapalace.com | Metro Centrum | €€€
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Schlesien
Art-HotelGediegene, moderne Übernachtungsstätte in schön renoviertem neogotischem Bürgerhaus aus dem 19. Jh. 77 Zi. | ul. Kiełbaśnicza 20 | Tel. 0713424249 | Fax 0713423929 | www.arthotel.pl | €€€
EuropeumAngenehmes, zweckmäßiges Wohnen inmitten der Stadt. 20 Zi. | ul. Kazimierza Wielkiego 27 A | Tel. 0713714500 | Fax 0713714401 | www.europeum.pl | €€
PatioGelungene Verknüpfung klassischer und moderner Architektur; schöner Lichthof und angenehme Zimmer. 50 Zi. | ul. Kiełbaśnicza 24 | Tel. 0713750400 | Fax 0713439149 | www.hotelpatio.pl | €€
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Von Krakau bis Przemyśl
CopernicusDas Luxushotel der Superlative überzeugt durch Marmor und Fresken und verwöhnt mit einer Dachterrasse, von der aus Sie auf den Wawel schauen können. 29 Zi. | ul. Kanonicza 16 | Tel. 0124243400 | Fax 0124243405 | www.hotel.com.pl | €€€
FrancuskiGute Wahl in der Altstadt, das Haus vermittelt das Flair vergangener Epochen. 42 Zi. | ul. Pijarska 13 | Tel. 0126273777 | Fax 0126273700 | €€-€€€
SecesjaAngenehmes, ruhiges Hotel im Jugendstil in Kazimierz. 26 Zi. | ul. Paulińska 24 | Tel. 0124307464 | Fax 0124307405 | www.hotelsecesja.krakow.pl | €€
WawelModernes, ruhiges Hotel in schön restaurierten, alten Mauern, im Zentrum der Altstadt. 40 Zi. | ul. Poselska 22 | Tel. 0124241300 | Fax 0124241333 | €€
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Ostseeküste und Masuren
Frombork/FrauenburgHier machte Nikolaus Kopernikus die Entdeckung, die das Weltbild der Menschheit revolutionierte, hier wurde er auch zur letzten Ruhe gebettet. Das Ensemble auf dem Domberg von Frombork (3000 Ew., 95 km östlich von Gdańsk) besitzt Weltrang. Zu den bedeutendsten Bauwerken gehört der gotische Dom selbst mit seinem wunderschönen barocken Inneren, darunter auch die Orgel, die man jeden Sonntag hören kann. In der Bischofsburg aus dem 14. Jh. ist das Kopernikus-Museum beheimatet (Muzeum Mikołaja Kopernika | Mai-Sept. 9.30-16.30, Okt. -April 9-15.30 Uhr | ul. Katedralna 8 | www.frombork.art.pl). Übernachten Sie im Hotel Kopernik (37 Zi. | ul. Kościelna 2 | Tel. 0552437285 | www.hotelkopernik.pl | €).
Kadyny/Cadinien80 km östlich von Gdansk liegt am Weichselhaff der Ferienort Kadyny mit Landschloss und staatlichem Gestüt. Mit seinen 170 Rassepferden zählt es zu den besten Polens (Country Club Kadyny | 33 Zi. | Tolkmicko | Tel. 0552316120 | Fax 0552316200 | www.kadyny.com.pl | €€). Die über tausendjährige Eiche mit einem Stammumfang von 10 m erinnert sich noch an die Gründung des Ortes durch Franziskanermönche im 13. Jh.
Malbork/MarienburgRund 60 km südöstlich von Gdańsk überragt die größte mittelalterliche Burganlage Europas das Ufer der Nogat. Die mächtigste Burg des Deutschen Ordens galt vormals als uneinnehmbar. Sie brauchen einige Stunden, um die imposante Anlage mit ihren Schätzen zu besichtigen (tgl. 8-20 Uhr | www.malbork.pl). Am schönsten ist eine 45-minütige Nachtvorführung zur Burggeschichte (Son-et-lumière, Światło i dźwięk | Mai-Sept. 21.30 Uhr | 15 Zł.). Gut übernachten können Sie im Schlosshotel Zamek (42 Zi. | ul. Starościńska 14 | Tel. 0552728488 | Fax 0552723367 | €€).
Pojezierze Kaszubskie/Kaschubische SeenplatteDie als Kaschubische Schweiz bekannte Region liegt südwestlich von Gdańsk. Dort leben heute noch ca. 200000 Kaschuben, Angehörige eines slawischen Stammes. Sie haben sich ihre Identität und Sprache gegen alle politischen Vereinnahmungsversuche bewahrt. Genaueres erfährt man im Kaschubischen Ethnografischen Park in Wdzydze Kiszewskie (Kaszubski Park Etnograficzny | www.muzeum-wdzydze.gda.pl). Im nahe gelegenen Dorf Wiele können Sie kaschubische Stickereien bewundern, in Chmielno gibt es Keramik. Übernachten Sie im wiederhergestellten Schloss Krockow (Zamek Krokowa | 37 Zi. | ul. Zamkowa 1 | Tel. 0587742111 | Fax 0587742110 | www.zamekkrokowa.pl | €-€€).
SłowińskinationalparkCa. 115 km nordwestlich von Danzig liegt dieser Nationalpark, der auf der Unesco-Liste der Weltbiosphärenreservate steht. Seine größte Attraktion sind seine Wanderdünen. Aussichtspunkte finden sich auf dem Leuchtturm in Czołpino und dem Turm auf dem Berg Rowokół. Im Dorf Kluki befindet sich das Freilichtmuseum Słowiński Park Narodowy (Smołdzino | ul. Bohaterów Warszawy 1 | www.slowinskipn.pl).
Sopot/ZoppotZoppot ist auf dem besten Weg, den vergangenen Glanz eines mondänen Kurortes zurückzuerobern. Das Grand Hotel am Strand in der Nähe der Mole besitzt noch viel des alten, eleganten Flairs. Die Mole ist mit 516 m die längste hölzerne Seebrücke in Europa (tgl. 8-22 Uhr, Eintritt 4,80 Zł.). Auf der Kurbühne wird neben dem Jazzfestival Ende Juli häufig klassische Musik geboten. Von der Mole gelangt man über die Promenade (Bohaterów Monte Casino) in die Stadt. Diese Fußgängerzone mit vielen Galerien und Cafés ist meist ziemlich überlaufen. Biegen Sie in die ul. Czyżewskiego ab, und Sie finden unter Hausnummer 12 ein Kleinod: Dworek Sierakowski, ein reizendes kleines Adelshaus mit jeder Menge Kunst und einem bezaubernden Café mit Garten (jeden Do Klassikkonzerte | Eintritt frei | www.dworek.art.pl).
GalindiaVergessen Sie Ruhe und Beschaulichkeit. Hier werden Sie am Marterpfahl gefoltert oder von Hexen gequält. Auf Wunsch natürlich. Mit viel Phantasie hat Cezary Kubacki, ein Psychotherapeut aus Warschau, dieses besondere Freizeitzentrum geschaffen. Mit Hotel und gutem Restaurant. 64 Zi. | Iznota bei Ukta, km östl. von Olsztyn (10 km südl. von Mikołajki) | Tel. 0874321416 | Fax 0874321416 | www.galindia.com.pl | €-€€
Kadzidłowo/EinsiedelnCa. 75 km östlich von Olsztyn (13 km südlich von Mikołajki) befindet sich auf einem ca. 40 ha großen Gelände ein Wildpark, in dem Sie eine Vorstellung vom Wildvorkommen in der Region bekommen. Ein großer Teil der Tiere kann gestreichelt und gefüttert werden (Park Dzikich Zwierząt | tgl. 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 15 Zł.). Essen können Sie im originellen Gasthaus Oberża Pod Psem (€) am Tierpark.
Kanał Elbląsko-Ostródzki/Oberländischer KanalSind Sie schon mal mit einem Schiff über Land gefahren? Hier geht das. Der Kanal aus dem 19. Jh. verbindet mehrere Seen und überwindet insgesamt 99 m Höhenunterschied mithilfe von Schleusen und fünf geneigten Ebenen. Dort werden die Schiffe auf einen Schienenwagen verladen und mittels eines Aufzugs zum nächsten Gewässer befördert. Interessant und schön ist die elfstündige, 82 km lange Fahrt von Elbląg (Elbing) nach Ostróda (Osterode) durch eine fantastische Natur. Man kann aber auch schon in Małdyty nach 37 km die Fahrt beenden. Abfahrt Ostróda oder Elbląg 8 Uhr | 23-70 Zł. | Żegluga Ostródzko-Elbląska | Ostróda | ul. Mickiewicza 9a | Tel. 0896463871 | www.zegluga.com.pl | www.um.ostroda.pl
Krutynia/KrutinnaDie Kajakroute auf dem Krutynia-Fluss gehört zu den schönsten in Polen. Die 91 km lange Strecke führt durch mehrere Naturreservate. Man kann sich Kajaks und Kanus auch tageweise in Ukta und Krutyń leihen (Verband der Bootsfremdenführer auf der Krutynia „Pelikan“ | Krutyń 4 | Tel. 0897421430 | Fax 0897421430 | www.krutynia.com.pl).
Łańsk/StabigottenCa. 20 km südlich von Olsztyn - links in Richtung Stawiguda abbiegen - erstreckt sich ein einmaliges Wald- und Seengebiet. Ihrer Abgeschiedenheit als ein geschlossenes Terrain für Parteifunktionäre des ehemaligen Volkspolens verdankt die Gegend eine besonders urwüchsige Natur, durchschnitten von kilometerlangen, perfekten Asphaltwegen. Übernachtung im Ferienhotel Cyranka (14 Zi. | Tel. 0895121243 | www.cyranka.info.pl | €).
Mikołajki/Nikolajken88 km östlich von Olsztyn hat sich das Fischerdorf (3800 Ew.) zum Fremdenverkehrsort mit Hafen für Segelboote und die Weiße Flotte, die auf den Masurischen Seen Ausflügler transportiert, entwickelt. Die Masurische Seenplatte ist eine einzigartige Landschaft mit 3000 größeren und ungezählten kleineren Seen. Große Teile davon sind Naturschutzgebiete mit seltenen Pflanzen, Wasservögeln und anderen Tieren. Ein Paradies für Naturfreunde, Wanderer und Wassersportler und ein Refugium für viele bedrohte Arten.
Święta Lipka/Heiligelinde80 km nordöstlich von Olsztyn ragen die prachtvollen Doppeltürme der barocken Wallfahrtskirche (17. Jh.) in den Himmel. Schöne Laubengänge und eine barocke Orgel mit beweglichen Figuren. Kurze Orgelkonzerte Mai-Sept. stdl. 9.30-17.30 Uhr, Okt.-April 10, 12, 14 Uhr
Wilczy Szaniec/Wolfsschanze100 km nordöstlich von Olsztyn liegt bei Gierłoż (Görlitz) das 1940 erbaute Hauptquartier Hitlers. Heute sind noch Mauerreste der 6m dicken Bunkerwände zu sehen, darunter die sogenannte Lagerbaracke, in der Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 das missglückte Attentat auf den Diktator verübte. Wilcze Gniazdo | Gierłoż | tgl. 8 Uhr bis Dämmerung | www.wolfsschanze.home.pl
Kamień Pomorski/Cammin45 km nördlich von Stettin liegt der kleine Kurort (10000 Ew.). Sein Prunkstück ist die romanisch-gotische Bischofskathedrale mit ihrer 10 m hohen Barockorgel von 1669 (Konzerte Fr 19 Uhr, Juli/Aug. tgl. 13 u. 17 Uhr). Im Presbyterium links befinden sich zwei prächtige Originalbilder von Lucas Cranach d. Ä. aus dem 16. Jh. Für einen Augenblick der Ruhe kehren Sie ins Lapidarium ein, ein gotisches Atrium mit einem romantischen Kräutergarten und einer 500 Jahre alten Eiche. Übernachten Sie im Hotel Staromiejski mit Blick auf das Haff (38 Zi. | ul. Rybacka 3 | Tel. 0913822644 | Fax 0913822643 | www.hotel-staromiejski.pl | €).
Świnoujście/Swinemünde95 km nördlich von Stettin liegt die Stadt einzigartig auf einem Archipel aus 44 Inseln. Das milde Reizklima, ihre Solequellen und Moorbäder haben sie schon im 19. Jh. zu einem beliebten Ferien- und Kurort gemacht. Heute gewinnt die ehemalige „Badewanne Berlins“ mit der Grenze zu Deutschland und den Fähren aus Dänemark und Schweden immer mehr an internationalem Flair. Hier finden Sie den längsten Sandstrand Polens, der an seinen breitesten Stellen bis zu 150 m erreicht. Angenehm, dass die Ostsee an diesem Küstenabschnitt mit 21-23 Grad besonders warm ist.
Wolliner Nationalpark40 km Wanderpfade führen durch den ca. 120 km² großen Woliński Park Narodowy mit grandiosen Landschaften: Bis zu 95 m herausragende Kreidefelsen, uralte Buchenwälder und Eiszeit-Seen. Im Schutzgebiet sind viele seltene Tiere beheimatet, vor allem Vogelarten. www.wolinpn.pl
Ziele in der Umgebung
Rund um Posen
DziekanowiceNördlich der Strecke Poznań- Gniezno, ca. 35 km von Posen, liegt am Lednicki-See der Wielkopolski Park Etnograficzny, auf dessen Gelände ein großpolnisches Dorf aus dem 19. Jh. rekonstruiert wurde. Die meisten der 73 Exponate sind Originalhäuser aus Dörfern der Region, die im Park wieder aufgebaut wurden. Sie sind liebevoll und sorgfältig mit originalem Werkzeug und Gebrauchsgegenständen ausgestattet (Mo., Nov./Dez. geschl. | Dziekanowice 23 | www.lednicamuzeum.pl). Im See liegt die Insel Ostrów Lednicki mit vorromanischen Ruinen, zu der man per Boot übersetzen kann (15. April-30. Sept.). Das Freilichtmuseum und die Insel sind Teile des Museums der Ersten Piasten (Muzeum Pierwszych Piastów) am Ufer des Sees.
Gniezno/GnesenGniezno (70000 Ew., 50 km nordöstlich von Posen) ist als die erste Hauptstadt Polens in die Geschichte eingegangen. Das heutige Stadtbild im Zentrum zeichnet sich durch eine einheitliche Architektur der kleinen Bürgerhäuser aus. Viele Straßenzüge warten noch auf eine Restaurierung, einige fertige lassen den zukünftigen Charme Gnesens erahnen. Auf einem kleinen Hügel unweit des Alten Marktes liegt der gotische Dom aus dem 14./15. Jh. Er steht an der Stelle der Kirche, die Mieszko I. nach seiner Taufe 966 errichten ließ. Von dieser erhalten geblieben ist nur das Gnesener Tor. Auf dem bronzenen Portal, das zu den Meisterwerken romanischer Kunst in Polen zählt, werden in ausdrucksstarken Szenen das Leben und der Tod des hl. Adalbertus geschildert (Mo-Fr 9-17 Uhr).
KórnikDie neugotische Adelsresidenz, ca. 20 km südlich von Posen, gehört zu den wenigen vollständig erhaltenen ihrer Art. Sie stammt aus dem 15. Jh. und wurde mehrfach umgebaut. Ihre heutige Gestalt stammt aus der Mitte des 19. Jhs. nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel. Das Schloss beherbergt eine wertvolle Bibliothek mit 320000 Bänden und ist mit originalem Interieur des 19. Jhs. ausgestattet. Es fehlt auch nicht der Schlossgeist - eine der früheren Besitzerinnen spukt hier als „Weiße Dame“. Rund um die Residenz erstreckt sich der größte dendrologische Park Polens, angelegt im 18. Jh. Heute sieht man viele seltene Bäume und Sträucher aus Mitteleuropa. Zu den ältesten zählt die 300 Jahre alte Lindenallee, die vom Schloss nach Süden führt. Schloss: Mai-Sept. Di-So 10-17 Uhr, Okt.-April Di-So 10-16 Uhr | Kórnik | ul. Zamkowa 5 | www.bkpan.poznan.pl.
Toruń/Thorn150 km nordöstlich von Posen liegt Thorn, das historische Altstadtensemble mit seiner originalen mittel-alterlichen Anlage Es zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadtgründung geht auf den Deutschen Ritterorden zurück. Am altstädtischen Markt steht das imposante Rathaus mit seinem 40 m hohen Aussichtsturm, in dem sich das sehenswerte Heimatmuseum befindet. Erhabene gotische Strenge vermittelt der Dom des hl. Johannes des Täufers - einer der ältesten Sakralbauten der Region. Von den zahlreichen Museen ist vor allem das Kopernikus-Museum im Geburtshaus des Astronomen zu erwähnen (Di-So 10-16 Uhr | ul. Kopernika 15/17 | www.muzeum.torun.pl). www.it.torun.pl.
Ziele in der Umgebung
Rund um Warschau
Kampinoski-NaturparkEin 400 km² großes Waldgebiet, durchbrochen von Torfwiesen, Mooren und Dünen. Man kann eine Wanderung durch diese Landschaft unternehmen vom Dorf Truskaw aus (von Warschau mit dem Bus 708 zu erreichen). An schönen Sonn- und Feiertagen sind manche der Wanderpfade sehr überlaufen, an Werktagen trifft man nur wenige Wanderer.
Kazimierz DolnyCa. 140 km südlich von Warschau liegt dieses Renaissancestädtchen (4000 Ew.). Der Marktplatz mit den reich verzierten Patrizierhäusern, die Pfarrkirche, das auf der malerischen Anhöhe gebaute Kloster und die unweit des Flussufers stehenden Speicher legen Zeugnis ab von der einstigen Bedeutung der Stadt. Brauereien und Getreide, das man hier zwischenlagerte, bevor es auf der Weichsel weiter nach Danzig befördert wurde, machten die Stadt im 16. Jh. reich. Maler, Schriftsteller und Dichter haben sich seither von der schönen Lage des Ortes inspirieren lassen. Inzwischen lebt die Stadt fast ausschließlich vom Tourismus. Übernachten und speisen können Sie im Hotel Stara łaźnia („Altes Bad“ | 6 Zi. | ul. Senatorska 21 | Tel. 0818821340 | €) oder im Hotel Król Kazimierz (115 Zi. | ul. Pu-ławska 86 | Tel. 0818809999 | Fax 0818809898 | www.krolkazimierz.pl | €€).
ŁódźPolens zweitgrößte Stadt (760000 Ew.) liegt 135 km südwestlich von Warschau und wird oft das „Manchester des Ostens“ genannt. Den aristokratischen Lebensstil der einstigen Textilmagnaten kann man im Palais des jüdischen Großunternehmers Izrael Kalmanowitsch Poznański nachvollziehen, in dem sich heute das łódzer Stadtmuseum (Sa-Mo 10-14, Di/Do 10-16, Mi 14-18 Uhr | ul. Ogrodowa 5) befindet. Hier ehrt die Stadt u. a. den in łódź geborenen großen Pianisten Artur Rubinstein. Poznańskis riesiges Fabrikgelände gleich nebenan wurde vorbildlich saniert und in das Kultur- und Handelszentrum Manufaktura (ul. Ogrodowa 17) verwandelt. Im einstigen Firmengebäude (Weiße Fabrik) Ludwig Geyers, eines deutschen Fabrikanten, kann man das Textilmuseum (Di, Mi, Fr 9-17, Do 11-19, Sa/So 11-16 Uhr | ul. Piotrkowska 282) besichtigen. Sehenswert ist auch das Muzeum Sztuki, Polens bedeutendstes Museum für moderne Kunst (Di 10-17, Mi/Fr 11-17, Do 12-19, Sa/So 10-16 Uhr | ul. Więckowskiego 36) mit Werken von Marc Chagall, Pablo Picasso, Fernand Léger, Emil Nolde.
ŁowiczDie Stadt (30000 Ew.) liegt knapp 90 km südwestlich von Warschau und ist ein lebendiges Zentrum polnischer Folklore. Gegenüber der Kathedrale befindet sich das Regionalmuseum (Di-So 10-16 Uhr | Stary Rynek 5/7) mit einer Sammlung der Volkskunst des Łowiczer Landes und zwei nachgebauten Bauernhöfen im Hof. Wer an Fronleichnam in Warschau ist, sollte nach łowicz fahren, um die berühmte Trachtenprozession mitzuerleben. Gepflegte Unterkunft finden Sie im Hotel Zacisze (35 Zi. | ul. Kaliska 5 | Tel. 0468376244 | Fax 0468373326 | www.zacisze.dt.pl | €).
NieborówEtwa 10 km südlich von łowicz kann man eines der schönsten Adelsschlösser Polens besichtigen. Vom berühmten holländischen Barockarchitekten Tilman van Gameren entworfen, gehörte Nieborów der Familie Radziwiłł und beherbergt heute eine reiche Kunstsammlung. Hinter dem Schloss erstreckt sich ein gepflegter französischer Park. März- Ende April, Okt. Di-So 10-16 Uhr, Ende April-Juni tgl. 10-18 Uhr, Juli-Sept. Mo-Fr 10-16, Sa/So 10-18 Uhr | www.nieborow.art.pl
PłockEine schöne Strecke (ca. 100 km) an der Weichsel führt von Warschau nach Płock (130000 Ew.). Interessant ist hier vor allem der Dom- und Burghügel mit dem Masowischen Museum (Muzeum Mazowieckie, Mai -Mitte Okt. Di-So 10-17, Mitte Okt. -April Di 10-15, Mi-Fr 10-16, Sa/So 10.30-16.30 Uhr | www.muzeumplock.art.pl). Beeindruckend ist hier die gut 6000 Objekte umfassende Jugendstilsammlung. Preiswerte und bequeme Unterkunft bietet das Hotel Płock (59 Zi. | ul. Jachowicza 38 | Tel. 0242629393 | Fax 0242685477 | www.hplock.plocman.pl | €).
Puszcza BiałowieżaEtwa 200 km nordöstlich von Warschau erstreckt sich das größte Urwaldgebiet Mitteleuropas. Von der 1250 km² umfassenden Puszcza Białowieża befinden sich gut 270 km² auf polnischer, der Rest auf weißrussischer Seite der Grenze. Gut ein Fünftel des polnischen Teils sind Primärwälder, die niemals von Menschenhand verändert wurden. Gut 160 Baum- und Sträucherarten und 1000 Pilzarten wachsen hier. Im Urwald leben u. a. rückgezüchtete Tarpan-Wildpferde und die kurz vor dem Aussterben geretteten Wisente.
Żelazowa Wola60 km westlich von Warschau wurde in diesem Ort der Komponist Fryderyk Chopin (1810-49) geboren. Im Sommer, bei gutem Wetter, lohnt es sich, eine Besichtigung des Geburtshauses (Di-So 9-17, Winter 9.30-16 Uhr) mit dem Besuch eines Chopin-Konzerts (Mai-Sept. So 12 u. 15 Uhr) im Park des Hauses zu verbinden.
Ziele in der Umgebung
Schlesien
FriedenskirchenEs lohnt sich, von Jelenia Góra aus einen Ausflug den beiden Kleinoden Schlesiens, den Friedenskirchen in Jawor (Jauer, ca. 40 km nordöstlich,) und Świdnica (Schweidnitz, 65 km östlich,), zu widmen. Gemäß der im Westfälischen Frieden von 1648 zugestandenen Religionsfreiheit erlaubten die habsburgischen Kaiser ihren protestantischen Untertanen in Schlesien den Bau von drei Kirchen. Diese mussten außerhalb der Stadt liegen, aus Holz, Lehm, Sand und Stroh errichtet sein, sie durften keine Türme und Glocken haben, die Bauzeit durfte nur ein Jahr dauern. Die Kirche in Głogów (Glogau) brannte nach einiger Zeit ab. Die beiden erhaltenen in Jawor (pl. Pokoju 2) und in Świdnica (pl. Pokoju 6) - die größte Holzkirche Europas - beeindrucken vor allem durch den Gegensatz zwischen dem bescheidenen Äußeren und der für protestantische Gotteshäuser sehr untypischen prächtigen Ausschmückung mit Gold und Malereien im Inneren. Sie gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Beide Kirchen Mo-Fr 9-13 u. 15-17, Sa/So 15-17 Uhr | Erklärungen vom Tonband auf Deutsch
Kotlina Jeleniogórska/Hirschberger TalDas malerische Vorland des Riesengebirges (273 km² Fläche) bezaubert vor allem durch unvergleichliche Aussichten auf die Berge. Zahlreiche preußische Adelsfamilien haben hier im 19. Jh. Burgen, Schlösser, Herrenhäuser, Landsitze gekauft oder durch renommierte Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Joseph Lenné neu bauen lassen. Etwa vierzig von ihnen sind, teils renoviert, teils im verfallenen Zustand zu besichtigen, u. a. die malerische Burg-ruine Chojnik (Kynast) oder das schön sanierte Schloss Wojanów (Schildau) Eine Schlössertour durch das Tal verschafft unvergessliche Eindrücke (Infos im Touristbüro).
Krzeszów/GrüssauDie Klosteranlage der Benediktiner (später Zisterzienser) aus dem 13. Jh., 40 km südöstlich von Jelenia Góra, wird von der zweitürmigen Abteikirche aus dem 18. Jh. überragt, deren prachtvolles Äußeres dem beeindruckenden Inneren mit üppigen Stuckdekorationen, Fresken, Altären, dem Chorgestühl und der Orgel entspricht. In der Fürstenkapelle ruhen die Schweidnitzer Piasten. Ebenso begeistert die kleine St.-Josephs-kirche nebenan, wo Michael Willmann um 1695 einen großartigen Freskenzyklus schuf.
Krzyżowa/KreisauIm Sitz der Familie Moltke (65 km östlich) wo sich der Kreisauer Kreis (Ausstellung zum Thema im Haupthaus, tgl. 9-16 Uhr) traf und den Sturz Hitlers plante, befindet sich heute eine schöne Jugendbegegnungsstätte (71 Zi. | Krzyżowa 7 | Grodziszcze | Tel. 0748500300 | Fax 0748500305 | www.krzyzowa.org.pl | €€), in der jedermann übernachten kann.
Książ/FürstensteinDas größte schlesische Schloss, umgeben von malerischer Parklandschaft, liegt 55 km östlich von Jelenia Góra. Es entstand im 13. Jh. und war ursprünglich eine Burg. Im 18. Jh. wurde es zur Residenz der Familie Hochberg umgebaut und seitdem immer wieder erweitert. 415 Säle gibt es in dem Bau; der prunkvolle Maximiliansaal im Stil des Wiener Barock gehört zu den schönsten. Sommer: Di-Fr 10-17, Sa/So 10-18 Uhr, Nachsaison 2 Std. kürzer | ul. Piastów Ślaskich 4 | Wałbrzych
Glatzer BerglandBerühmt vor allem durch seine größte Erhebung, den 1425 m hohen Śnieżnik (Glatzer Schneeberg) und bekannte Kurorte: Polanica Zdrój (Bad Altheide), Duszniki Zdrój (Bad Reinerz) und Kudowa Zdrój (Bad Kudowa), die Polens größte Mineral- und Heilwasservorkommen nutzen. Alle drei Orte haben elegante Trinkhallen, gepflegte Parkanlagen und immer mehr hervorragend renovierte alte Gebäude. Kudowa verfügt zudem über ein Aquapark genanntes Spaßbad (tgl. 9-21 Uhr | 1 Std. je nach Tageszeit 8,50-11 Zł. | ul. Moniuszki 2 a).
Brzeg/BriegDas monumentale Schloss aus dem 16. Jh., mit seinem Prunkportal, auf dem die Büsten aller polnischen Könige und Herzöge der Piasten-Dynastie zu sehen sind, und dem dreigeschössigen Arkadenhof gilt als das Hauptwerk der Renaissance in Schlesien. Sehenswert sind auch die spätbarocke Pfarrkirche St. Peter und Paul (Koścół św. Piotra i Pawła) und das Rathaus der 36000 Ew. zählenden Stadt 45 km nordwestlich von Opole.
Góra Świętej Anny/AnnabergSeit dem 18. Jh. pilgern die Gläubigen zu der von den Franziskanern errichteten barocken Wallfahrtskirche auf der mit 411 m höchsten Erhebung der Gegend, 30 km südlich von Opole. Es ist nicht nur die wichtigste schlesische Wallfahrtsstätte mit einem imposanten Kalvarienberg (30 Marienkapellen), sondern auch der Ort, an dem 1921 polnische Aufständische vergebens gegen deutsche Freikorps ankämpften, um den Anschluss des Oppelner Schlesien an Polen zu erzwingen. Ein Museum dokumentiert diese Ereignisse aus polnischer Sicht (Di-So 9-15 Uhr).
Nysa/NeißeHistorisch eine der bedeutendsten Städte Schlesiens (46 000 Ew., 60 km südwestlich von Opole). Mitten auf dem Markt steht das stattliche Renaissancegebäude der Stadtwaage. Die in der Nähe befindliche St.-Jakobus-Kirche (Kościół św. Jakuba) entfaltet im Inneren ihre ganze barocke Pracht. Es lohnt sich auch, das alte Jesuitengymnasium Collegium Carolinum und die evangelische Kirche St. Barbara zu besuchen. Auf dem Jerusalemer Friedhof befindet sich das Grab des Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857).
Jagniątków/AgnetendorfHier befindet sich das im Jugendstil erbaute Haus Weisenstein, das dem Schriftsteller und Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann von 1901 bis zu seinem Tod 1946 als wichtigster Wohnort diente. Schön renoviert beherbergt es heute ein Museum, das Hauptmanns Leben und Werk dokumentiert (Di-So 9-16 Uhr | ul. Michałowicka 32 | www.dom-gerharta-hauptmanna.pl).
Karpacz/KrummhübelDer 5000 Ew. zählende Ort an der Schneekoppe lebt heute nur noch vom Tourismus. Keine Spur mehr von den vielen Holzfällern, Teerbrennern und Kräutermischern (den sogenannten Laboranten), die ihn einst bevölkerten. Sehenswert ist vor allem die Stabholzkirche Wang im Ortsteil Górny Karpacz (Brückenberg). Als man sie in Norwegen durch eine größere ersetzen wollte, kaufte Friedrich Wilhelm IV. sie und ließ sie 1844 im heutigen Karpacz wieder aufbauen. Es ist die einzige Kirche dieser Art außerhalb Norwegens (tgl. 9-17 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr).
Śnieżka/SchneekoppeEin 2,3 km langer Sessellift führt von Karpacz zur Kleinen Koppe (Fahrt hin und zurück 23 Zł.). Von dort geht man ca. 1,5 Stunden auf den 1602 m hohen Gipfel, wo sich eine Kapelle aus dem Jahre 1668, ein Restaurant und eine Wetterstation befinden und der Blick bei gutem Wetter bis zu 200 km weit reicht. Denken Sie an die richtige Kleidung: Auch an warmen Sommertagen kann es oben sehr kalt sein.
Szklarska Poręba/SchreiberhauDie einstige Glasmachersiedlung ist heute ein weit verzweigter Kurort mit 8500 Ew. Von der Talstation im Stadtteil Marysin (Mariental) kann man mit dem Sessellift auf die 1362 m hohe Szrenica (Reifträger) hinauffahren, von der sich ein herrlicher Blick auf die polnische und die tschechische Seite des Riesengebirges bietet. 30 Minuten Fußmarsch von Szklarska Poręba entfernt befindet sich der Wodospad Kamieńczyk (Zackelfall), dessen Wasser spektakulär 27 m tief hinabrauscht.
Lubiąż/LeubusIn dem 50 km westlich von Wrocław gelegenen Dorf befindet sich die erste Zisterzienserklosteranlage Schlesiens (1162), die zugleich die größte Europas ist, davon legen allein schon die Dachfläche (2,5 ha) und die Fassadenlänge (230 m) beeindruckendes Zeugnis ab. Der „schlesische Rembrandt“ Michael Willmann verbrachte hier als Mönch 35 Jahre seines Lebens und ist hier seit 1706 begraben. Tgl. 9-15 Uhr, in der Saison bis 18 Uhr, nur gruppenweise zu betreten, Führungen jede volle Stunde
Oleśnica/OelsIn der 36000-Ew.-Stadt, 30 km nordöstlich von Wrocław, befindet sich das mächtigste und wohl schönste Renaissanceschloss ganz Schlesiens. Unbedingt sehenswert auch die spätgotische Schlosskirche St. Johannes, das Rathaus am Ring und die barocke Dreifaltigkeitskirche.
Ziele in der Umgebung
Von Krakau bis Przemyśl
Częstochowa/Tschenstochau160 km von Krakau in Richtung łódź liegt das Kloster der Paulinermönche auf Jasna Góra, dem Hellen Berg. Der Ort ist der Mutter Gottes und Königin Polens geweiht. Der Legende nach hat sie das Kloster vor der Erstürmung durch die Schweden gerettet: Die Mönche trugen das Marienbild auf den Mauern des brennenden Klosters herum - daher die dunkle Färbung der Ikone der Schwarzen Madonna. Zu ihr pilgern jedes Jahr im August Hunderttausende Gläubige aus ganz Polen.
Kalwaria Zebrzydowska44 km südwestlich von Krakau liegt das Sanktuarium aus dem 17. Jh. 40 Stationen des Leidensweges Christi mit Kirchen und Kapellen bilden einen Komplex, der sich über 6 km erstreckt und zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Wadowice, der Geburtsort von Karol Wojtyła, dem späteren Papst Johannes Paul II., liegt nur 14 km weiter. Mai-Sept. 9-13 u. 14-18, Okt.-April 9-12 u. 13-16 Uhr
OgrodzieniecAuf dem höchsten Punkt der Hochebene zwischen Kraków und Częstochowa liegt in einer geheimnisvoll anmutenden Umgebung die Ruine eines Schlosses. Einst von einem Bankier als mittelalterliche Wehranlage erbaut, wurde es Mitte des 16. Jhs. zum einem prächtigen Schloss ausgebaut. Nach der Zerstörung durch die Schweden 1655-57 hat es nie wieder zu seiner alten Pracht zurückgefunden. Heute sind die Ruinen zur Besichtigung freigegeben.
Oświęcim/AuschwitzEtwa 60 km westlich von Krakau erinnern Baracken, Wachtürme und Stacheldrahtzäune, Verladerampen, Hinrichtungsmauern und Krematorien an den von den Nationalsozialisten begangenen Völkermord. Mehr als 1,1 Mio. Menschen aus 28 Nationen, darunter knapp 1 Mio. Juden, sind in Auschwitz-Birkenau, dem größten Konzentrationslager, das Hitler 1940 und 1942 bauen ließ, ermordet worden. Heute sind das Stammlager Auschwitz I und die Außenstelle Birkenau Museen und Gedenkstätten. In Birkenau erhebt sich seit 1967 das monumentale Denkmal für die Auschwitz-Opfer. Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: tgl. | Eintritt frei | Standardführung auf Deutsch (ca. 3,5 Std.) 1-15 Personen 174 Zł. | ul. Więźniów Oświęcimia 20 | Oświęcim | Tel. 0338448100 | www.auschwitz.org.pl
PieninyDas Pieniny-Gebirge ist vor allem wegen des malerischen Dunajec-Tals berühmt. Ein beliebtes Ausflugsvergnügen sind Fahrten auf Flößen unter den bis zu 300 m hoch aufragenden Bergwänden. Die Flöße werden von Góralen in ihren schönen Trachten über die Stromschellen gelenkt. Das Bergvolk der Góralen hat sich seine eigene Sprache, Musik und Volkskunst erhalten. Abfahrt bei Sromowice Wyżne: April-Okt. tgl. 9-15 Uhr | 39 Zł. | Tel. 0182629721 | www.flisacy.com.pl
Wieliczka13 km südlich von Krakau liegt eines der ältesten Salzbergwerke Europas, das heute zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Zur Besichtigung wurde ein 3,5 km langer Abschnitt auf 64-135 m Tiefe freigegeben. Wunderschöne Kapellen, u. a. die Kapelle der Heiligen Kinga, in der vom Altar bis zum Kandelaber alles aus Salz ist, unterirdische Seen, unzählige Figuren und Fresken begeistern die Besucher. Unter Tage befinden sich auch ein Sanatorium und ein Restaurant. Kopalnia Soli Wieliczka | April-Nov. tgl. 7.30-19.30, Nov.-März 8-17 Uhr | ab 45 Zł. | www.kopalnia.pl | www.wieliczka.pl
ZakopaneAm Fuß der Tatra, 100 km südlich von Krakau, liegt Polens „Winterhauptstadt“ Zakopane. Der Ort wird aber auch im Sommer von vielen Touristen besucht, die ins „kleinste Hochgebirge der Welt“ Touren unternehmen. Trotz der schnellen Entwicklung zum Tourismusmagneten ist der historische Ortskern erhalten geblieben. Seinen ursprünglichen Charakter verdankt er der typischen Holzbauweise mit Balkonen, Terrassen und kunstvoll geschnitzten Gauben. Die meisten Villen sind in diesem Stil erbaut worden, der von dem Maler Stanisław Witkiewicz in den 80er-Jahren des 19. Jhs. geschaffen wurde. Auch die Villa Atma von 1905, in der sich das Museum zum Andenken an den Komponisten Karol Szymanowski befindet, ist in diesem Stil erbaut (Di, Do-So 10-15.30 Uhr). Sehenswert ist ebenso die Hasior-Galerie (Mi-Sa 11-18, So 9-15 Uhr | ul. Jagiellońska 18d), in der Arbeiten des 1999 verstorbenen exzentrischen Bildhauers Władysław Hasior zu besichtigen sind. Mehr über Kultur und Geschichte der Tatra-Region im Tatra-Museum (Muzeum Tatrzańskie | Di-Sa 9-17, So 9-15 Uhr | ul. Krupówki 10).
ZalipieNach einer Sitte aus dem 19. Jh. bemalen in einem Wettbewerb jedes Jahr die Frauen dieses Dorfes, 115 km nordöstlich von Krakau, ihre Häuser mit Blumenmustern. Das Haus der 1974 verstorbenen Malerin Felicja Curylowa wurde Museum.
Bieszczady„Waldkarpaten“ nennen die Einheimischen den südöstlichsten Zipfel Polens zwischen der Slowakei und der Ukraine. Das abseits liegende, dünn besiedelte Bergland mit herrlichen, wilden Buchenwäldern ist wohl immer noch der urwüchsigste Teil Polens. Typisch für diese Landschaft sind die połoniny, lang gezogene, kahle Bergrücken oberhalb der Wälder. Große Teile der Bieszczady sind in einen Nationalpark umgewandelt worden.
JarosławJarosław (42000 Ew.) erlebte seine Blüte Ende des 16. und Anfang des 17. Jhs., als es im damaligen Polen für seine Jahrmärkte berühmt wurde. Leider war die Pracht des Städtchens mit einem gewaltigen Feuer 1625 zu Ende. Unbeschadet blieb das prächtige Patrizierhaus der Familie Orsetti am Markt, das vom Glanz der alten Tage zeugt (Nr. 4, heute Regionalmuseum). Hier bekommt man auch die Tickets für den 30-minütigen „unterirdischen Touristenweg“, der in das Labyrinth der ehemaligen Lagerräume hinabführt (Muzeum Miasta & Podziemna Trasa Turystyczna | Di- So 10-14 Uhr | Rynek 4 | www.jaroslaw.pl). Am Marktplatz steht auch das Rathaus im Stil der Neorenaissance.
KomańczaDie Kapelle der Schützenden Mutter Gottes in Komańcza ist eine der drei noch erhaltenen Holzkirchen der Unierten (griechisch-katholischen) Lemken, einer westukrainischen Volksgruppe, die ehemals in Bieszczady lebte. Die Kirche von 1802 besitzt eine Ikonostase, eine dreiflüglige Wand mit Heiligenbildern, von 1830. In der Kirche befindet sich heute ein kleines Lemken-Museum, das bei Bedarf geöffnet wird.
KrasiczynDiese Magnatenresidenz inmitten eines herrlichen Parks liegt 10 km von Przemyśl entfernt. Die imposante quadratische Anlage mit Basteien an den Ecken stammt aus dem 15. Jh. und beherbergte häufig herausragende Persönlichkeiten, u. a. die polnischen Könige. Übernachtung im Schloss: Hotel Zamkowy (92 Zi. | Tel. 0166718321 | www.krasiczyn.com.pl | €-€€).
ŁańcutDie kleine Industriestadt (17000 Ew.) besitzt mit ihrem Magnatenschloss aus dem 17. Jh. eines der schönsten Bauwerke in Polen, das alljährlich Tausende von Besuchern anlockt. Es gehörte nacheinander einigen der namhaftesten polnischen Familien. Die prächtigen Räume des Schlosses präsentieren eindrucksvoll die Wohnkultur des Großadels. Neben dem Hoftheater, dem großen Ballsaal über zwei Geschosse, dem Spiegelkabinett und einer Skulpturengalerie beherbergt das Schloss auch eine interessante Gemälde-, Glas- und Porzellansammlung (Feb. -Nov. tgl. 9-15 Uhr | www.zamek-lancut.pl). Zum Schloss gehören ebenfalls eine kleine Synagoge, das Kutschenmuseum in den Ställen mit Hunderten von Fahrzeugen sowie eine Ikonen-Ausstellung im Seitenflügel (Di-So 9-16 Uhr). Im Mai öffnet der pompöse Ballsaal seine Türen für Musik - nicht nur für Kammermusik, auch für Cross-over.
LeżajskDas unscheinbare Städtchen Leżajsk (13000 Ew.), 37 km nordwestlich von Jarosław, wäre wohl schon allein wegen seiner kostbaren Orgel bekannt. Sie ist die schönste in Polen: Reich verzierte 5900 Pfeifen und 74 Register machen dieses Instrument, an dem bis 1729 fast 50 Jahre gebaut wurde, so einzigartig. Es befindet sich im Bernhardinerkloster. Einzigartig nicht nur für Polen ist aber auch die Pilgerfahrt von Tausenden von Juden Mitte März zum Grab des Wunderrabbiners Elimelech auf dem jüdischen Friedhof.
LublinDie größte polnische Stadt (310000 Ew.) östlich der Weichsel wurde 1317 gegründet. Seine Blütezeit erlebte Lublin in der Renaissance, als dort viele bedeutende Dichter und Bildhauer tätig waren. Das Schloss auf dem Burghügel wurde nach seiner Zerstörung im neogotischen Stil wieder aufgebaut, von der Burg ist nur der Turm aus dem 13. Jh. übrig geblieben. Dort befinden sich jetzt ein Museum mit volkskundlicher Abteilung, eine Gemäldegalerie mit Bildern des berühmten polnischen Malers Jan Matejko und eine sehenswerte Ikonensammlung (Muzeum Lubelskie | Di-So 10-16 Uhr | ul. Zamkowa 9 | www.zamek-lublin.pl). Der wertvollste Bau auf dem Burggelände ist die von Władysław Jagiełło 1395 gestiftete Dreifaltigkeitskapelle. Ihr Gewölbe ruht auf einem einzigen Pfeiler und ist vollständig mit byzantinisch-russischen Wandmalereien bedeckt.
PrzemyślDie Altstadt von Przemyśl (67000 Ew.) ist vom Krieg verschont geblieben. Sie liegt malerisch am Ufer des Flusses San. Lohnenswert ist der Besuch des Marktplatzes, der Kathedrale, der Franziskanerkirche und des Schlosses mit dem angrenzenden Stadtpark. Vom Schlossturm hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt. Die sichtbaren Kirchentürme und die Kuppeln der orthodoxen Kirchen zeugen von der kulturellen und ethnischen Vielfalt in der Geschichte der Stadt. Heute lebt in Przemyśl eine ukrainische Minderheit. Spuren der galizischen Zeit, als die Stadt der Habsburger Monarchie angehörte, finden Sie in den Festungsbauten, den Zins- und Amtshäusern und dem neubarocken Bahnhof. Bestes Hotel am Platz ist das Hotel Marko-Exim (15 Zi. | ul. Lwowska 40 | Tel. 0166789272 | www.hotelmarko.com | €€). Touristenzentrum: Rynek 26 | Tel. 0166751664 | www.przemysl.pl
SandomierzAm linken Weichselufer auf sieben Hügeln erbaut, hat sich das Renaissancestädtchen mit seinen verwinkelten Gassen den Charme vergangener Zeiten bewahrt. Man sagt, dass jeder, der Sandomierz (22000 Ew.) einmal gesehen hat, sich danach sehnt, zurückzukommen. So auch angeblich der sowjetische Oberst Skopenko, der die Stadt 1945 befreite. Er ließ sich auf dem Friedhof von Sandomierz beisetzen.
SanokDas Städtchen Sanok (37500 Ew.) liegt malerisch auf einer Bergterrasse oberhalb des Flusses San. Wie fast alle Städte der Region war Sanok unter den Nachbarn umkämpft. Im Krieg war die Stadt stark zerstört, die gesamte jüdische Bevölkerung wurde ermordet. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Schloss aus dem Mittelalter, später im Renaissancestil ausgebaut. Dort befindet sich im Historischen Museum die größte Ikonensammlung Polens. Ebenfalls sehenswert im Museum sind die surrealistischen Bilder des aus Sanok stammenden Malers Zdzisław Beksiński (Muzeum Historyczne | Di-So 9-15 Uhr | ul. Zamkowa 2 | www.muzeum.sanok.pl).
ZamośćZamość, das „Padua des Nordens“, entstand als utopischer Architektenentwurf der Renaissance. Reiche polnische Magnaten erwarben Anfang des 16. Jhs. das Gebiet der heutigen Stadt. Der 36-jährige Großkanzler Jan Zamoyski ließ dann von dem italienischen Baumeister Bernardo Morando sein Schloss und die Stadt entwerfen. Heute erstrahlt das Unesco-Weltkulturerbe (58400 Ew.) in der Schönheit seiner restaurierten Renaissancebauten.
Mit Kindern reisen
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Ostseeküste & Masuren
AbenteuerspielplatzDer größte Abenteuerspielplatz Polens in Gdynia (Gdingen) bietet auch für kleine Besucher viele kindgerechte Attraktionen: eine Rennstrecke mit kleinen Quads, eine Kletterlandschaft aus Seilen, eine Kletterwand, Hüpfburgen und Rutschen sowie einen klassischen Spielplatz. Tgl. 9-21 Uhr, im Winter 10-16 Uhr | Kolibki Adventure Park | ul. Bernadowska 1 | Gdynia | www.adventurepark.pl | Eintritt 15 Zł., Kinder 5-15 Zł., einzelne Attraktionen für Erwachsene extra
Lustige StädtchenEntlang der Ostseeküste sieht man sie im Sommer überall: die Wesołe miasteczka („Lustige Städtchen“), kleine Rummelplätze mit nostalgischem Charme nur für Kinder.
WikingerfestivalJedes Jahr im Sommer findet auf der Insel Wollin das Wikingerfestival statt. Man kann den Kämpfen der Wikingerschiffe zuschauen, den Ringern, Speerwerfern und Bogenschützen. Es gibt eine Wikingersiedlung, Wikingeressen und -kunsthandwerk. Bei vielem kann man mitmachen. Informationen: www.wrota.wolin.pl
WildparkIn diesem ca. 40 ha großen Park mit Tieren aus der masurischen Region werden Führungen angeboten. Ein großer Teil der Tiere darf gestreichelt und gefüttert werden. Tgl. 9.30 Uhr-Sonnenuntergang | Park Dzikich Zwierząt | Kazidłowo | Eintritt 15 Zł., Kinder 3-16 Jahre 7,50 Zł.
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Rund um Posen
Dinosaurier ParkIm April 2007 eröffnet, verbindet der familienfreundliche Park beispielhaft Spaß und Wissenswertes. Kindgerechte Führungen auf den Lehrpfaden mit riesigen Dinosauriermodellen. April tgl. 10-18, Mai-Sept. 9-20, Okt. 10-18 Uhr | Zaurolandia-Park Dinozaurów | ul. Kolejowa 99 | Rogowo | www.zaurolandia.pl | Eintritt 13,50 Zł., Kinder 9,50 Zł., Familienkarte 38 Zł. inkl. Führung
ZooVom Malta-See am Rand Posens kann man mit der Schmalspurbahn „Maltanka“ in den Tierpark fahren (Mai-Mitte Okt. Mo-Fr stündl. 10-18 Uhr, Sa/So halbstündl. 10-18 Uhr | Fahrt 4,50 Zł., Kinder bis 16 Jahre 3 Zł.). Der Zoo liegt auf einem landschaftlich reizvollen, 117 ha großen Gelände. Die Tiere werden in Freigehegen unter annähernd natürlichen Bedingungen gehalten. Attraktionen sind der weiße Panter und das weiße Nashorn. Tgl. ab 9 Uhr, Schließung je nach Saison | ul. Krańcowa 81 | Poznań | Eintritt 9 Zł., Kinder 6 Zł.
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Rund um Warschau
ExperymentariumDas interaktive Museum erklärt Phänomene aus Wissenschaft, Technik und Natur mithilfe von Experimenten, an denen die Besucher aktiv teilnehmen. Statt „Bitte nicht berühren“ wird ausdrücklich gebeten: „Drücken“, „Heben“, „Geh hinein“! Wie mache ich eine gigantische Seifenblase? Wie wird Papier hergestellt? Was sind Schallwellen? Die Antworten (und viele andere) gibt es hier. Tgl. 10-21 Uhr | ul. Karskiego 5 | łódź | www.experymentarium.pl | Eintritt ab 12 Zł., Kinder ab 10 Zł.
Interaktives KinoIm Cinema Park werden die Mitmacher in den Themensälen Musik, Tasten, Bewegung, Inspiration, Vorstellung und 3D durch neueste Computertechnik in Staunen versetzt. Hier kann man z.B. eigene Musikstücke mit Ton und Licht komponieren oder virtuelle Reisen in den Kosmos, in den menschlichen Körper oder die Tierwelt unternehmen. Tgl. 11 und 16 Uhr | Cinema Park Bemowo | ul. Powstańców Śląskich | Warszawa | www.cinemapark.pl | Eintritt 29 Zł.
PuppentheaterIn Warschau gibt es zwei empfehlenswerte Puppentheater, die Klassiker der Kinderliteratur - daher auch für ausländische Kinder geeignet - adaptieren: Teatr Lalka | Plac Defilad 1 | Pałac Kultury i Nauki | www.teatrlalka.waw.pl und das älteste Puppentheater für Kinder in Polen, das seit 1926 spielende Teatr BAJ | ul. Jagiellońska 28 | www.teatrbaj.waw.pl
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Schlesien
Aquapark WasserweltIm Aquapark in Bad Kudowa können die Kinder auf einer 92 m langen Wasserrutsche mit Wassertunnel, aber auch auf der Kinderkegelbahn oder im Spielesaal Spaß haben. Mo-Fr 9-21, Sa/So 10-21 Uhr | Aquapark Wodny Świat | ul. Moniuszki 2 a | Kudowa Zdrój | www.basen.kudowa.pl | Eintritt ab 9 Zł., Kinder ab 4 Jahren ab 7,50 Zł.
SpielzeugmuseumAuf 230 m² zeigt das größte polnische Spielzeugmuseum in Bad Kudowa seine Schätze. Mai-Sept. tgl. 10-17, Okt.-April tgl. 10-16 Uhr | Muzeum Zabawek Bajka | ul. Zdrojowa 46 b | Kudowa Zdrój | www.kudowa.zdroj.pl/bajka | Eintritt ab 6 Zł., Kinder 3 Zł.
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Von Krakau bis Przemyśl
FlussfahrtAn der rauen Gebirgslandschaft vorbei schippert man in Holzkähnen 2-3 Std. auf dem wilden Fluss Dunajec. Abfahrt in Sromowice Wyżne/Kąty. Ende Mai-Okt. tgl. 8-16 Uhr | 34 Zł.
WasserparkIm größten Wasserpark Polens mit 2000 m² chlorfreier Wasserfläche und Temperaturen um 29 Grad können Kinder in Schwimmtunneln, in reißenden Flüssen, auf Rutschen und in allen anderen erdenklichen Einrichtungen viel Spaß haben. Darüber hinaus gibt es Wellness, Heilbäder und Wassersport. Tgl. 8-22 Uhr | Park Wodny | ul. Dobrego Pasterza 126 | Kraków | www.parkwodny.pl | Eintritt ab 11 Zł.
Insider-Tipp
Pierogarnia
Pierogi satt: Im Pierogarnia in Warschau kann man sich auch durch zwei Dutzend Maultaschen-Sorten schlemmen
Modell Posens aus dem 17. Jh.
Zeitreise ins 17. Jh.: Ein Modell der Stadt mit Licht und Ton bezaubert in Posens Franziskanerkloster
Grabstätte und Museum des Priesters Jerzy Popiełuszko
Gedenkstätte: Das Popiełuszko-Museum in Warschau erinnert an den oppositionellen Priester, der vom polnischen Geheimdienst ermordet wurde
ŀazienki-Park
Chopin open air: Sommerliche Konzerte unter freiem Himmel im łazienki-Park von Warschau
Muzeum Plakatu/Plakatmuseum
Polnische Plakatkunst: Das Warschauer Plakatmuseum ist ein kleiner Laden mit großer Plakatkunst
Cmentarz Żydowski/Jüdischer Friedhof
Gräberarchitektur: Der jüdische Friedhof von Breslau ist einer der schönsten Europas
Kazimierz
Spielberg sei Dank: In Krakau steht die Fabrik, in der Oskar Schindler Juden beschäftigt und so vor dem sicheren Tod gerettet hat
Sopot/Zoppot
Kunst und Café: Das Dworek Sierakowski ist eine verborgene Ruheoase im quirligen Sopot (Zoppot)
Krutynia/Krutinna
Historischer Gasthof: Erinnerungen an eine große Publizistin im Salon Marion Dönhoff in Gałkowo
Łańsk/Stabigotten
Urwüchsige Natur: Kaum berührte Wälder und Seen im ehemals geschlossenen Terrain für Parteifunktionäre in ŀańsk
Kamień Pomorski/Cammin
Ruhe und Besinnung: Das Lapidarium im Kurort Kamień Pomorski (Cammin) besitzt ein bezauberndes gotisches Atrium
Dziekanowice
Nostalgisches Ambiente: Das Restauracja-Hotel Pałacow ist eine noble Adelsresidenz mit exquisiter Küche bei Biskupin
Glatzer Bergland
Wilde Löcher: Ein einzigartiges Naturreservat mit eigentümlichen Steinformationen ist Błędne Skały
Zalipie
Bemaltes Dorf: Seit dem 19. Jh. bemalen Frauen im Dorf Zalipie jedes Jahr ihre Häuser mit Blumenmotiven
Dinosaurier Park
Dino-Spaß: Jede Menge Wissenswertes für die ganze Familie zeigt der Dinosaurier-Park in Rogowo
Top Highlights
Malta
Der Jezioro Maltańskie ist ein 64 ha großer Stausee im Westen der Stadt. Hier können Sie im Freibad baden, mit einem Ausflugsdampfer schippern oder mit der Schmalspurbahn „Maltanka“ durch den Park zum Posener Zoo fahren.
Długi Targ/Langer Markt
Der Lange Markt bildet das Herzstück des Rechtstadt-Viertels. Er ist ist Teil des sogenannten Königsweges, der von der Brama Wyżynna (Hohes Tor) über die ul. Długa (Lange Gasse) und den Długi Targ bis an die Mottlau führt. Hier stehen die berühmtesten historischen Gebäude Danzigs dicht beieinander. Fesselnd: das originalgetreu restaurierte Innere des Rathauses, in dem sich heute das Museum der Stadtgeschichte (Muzeum Historyczne Miasta Gdańska | Di-So 10-16 Uhr | ul. Długa 47 | www.mhmg.gda.pl) befindet. Ein Höhepunkt ist auch der mit Samt ausgekleidete Rote Saal mit prunkvollen Deckengemälden. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform auf dem Turm lohnt sich ganz sicher.
Altstadt
Eines der schönsten Renaissancegebäude Europas steht auf dem mittelalterlichen Marktplatz Stary Rynek im Herzen der Stadt - das von dem italienischen Meister Giovanni Baptista di Quadro Mitte des 16. Jhs. erbaute Rathaus. Auf dem Rathaus-turm sind Schlag zwölf Uhr mittags zwei kämpfende Ziegenböcke zu sehen. Der Legende nach stürzte sie ihr Zwist ins Unglück bzw. in einen unter ihnen fließenden Bach. Das Motiv findet sich als Mahnung auch im Posener Wappen. Neben dem Rathaus stehen die Tuchhallen aus dem 14. Jh. und die Krämerhäuser mit ihren charakteristischen Laubengängen aus dem 15. und 16. Jh. Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen umgeben den Markt, darunter das Palais der Familie Działyński (1808) mit dem Roten Saal, in dem immer donnerstags Veranstaltungen in der Tradition der literarischen Salons stattfinden. Seit 1915 erinnert die Brunnenfigur „Bamberka“ auf der westlichen Seite des alten Rathauses an den Dreißigjährigen Krieg: Die Bevölkerung Großpolens war dezimiert, und der Posener Rat bot Menschen aus dem Raum Bamberg eine neue Lebensgrundlage an. Vom Markt führt die Seitengasse ul. Gołębia zur dreischiffigen Basilika der St.-Stanisław-Pfarrkirche, einer Perle des polnischen Barocks.
Altstadt und Neustadt/Stare Miasto/Nowe Miasto
Die beiden „guten Stuben“ der Warschauer wurden zwischen 1949 und 1953 detailgenau wieder aufgebaut. An der Świętojańska-Gasse in der Altstadt, wo einst die reichen Warschauer Kaufleute wohnten, befindet sich die Kathedrale des hl. Johannes aus dem 14. Jh. In der Krypta sind die Grabmäler vieler berühmter Polen zu sehen (Krypta tgl. 10-13 u. 15-17.30 Uhr). Der schöne Marktplatz, von Patrizierhäusern eingefasst, bietet die Gelegenheit, sich in eines der Straßencafés zu setzen und das bunte Treiben ringsherum auf sich wirken zu lassen. Durch die Nowomiejska-Gasse gelangen Sie zu der teilweise rekonstruierten Wehrmauer und zum Neustädtischen Tor mit der Barbakane, einem im 16. Jh. errichteten, vorgelagerten Zwinger.
Königsschloss/Zamek Królewski
Seit Ende des 16. Jhs. offizieller Sitz der polnischen Könige. Während der Belagerung Warschaus durch deutsche Truppen 1939 nach Bombentreffern ausgebrannt, 1944 von den Nazis gesprengt, bis 1984 aus Spenden der Bevölkerung wieder aufgebaut. Hinter schlichter Fassade verbergen sich schöne Räumlichkeiten, wie das Marmorzimmer, der Senatorensaal, wo am 3. Mai 1791 Europas erste moderne Verfassung verabschiedet wurde, die Kapelle und der Canaletto-Saal mit eindrucksvollen Warschau-Porträts des italienischen Malers. Di-Sa 10-16, So 11-16 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vor Ende | pl. Zamkowy 4 | www.zamek-krolewski.com.pl | Bus u. a. 180, 518 Plac Zamkowy
Kulturpalast/Pałac Kultury
Fertiggestellt 1955 als Geschenk der Sowjetunion für Polen, galt er bis 1989 als sichtbarstes Symbol der Unterwerfung durch die Sowjets. Mit 230 m bis zur Spitze ist er das höchste Haus Polens: 42 Etagen, 3288 Räume, 1 Mio. m³ umbauter Raum. Der Kulturpalast beherbergt u. a. Theater, Kinos, das Technikmuseum und Institutionen wie das Goethe-Institut. Mit dem Lift gelangen Sie in die 30. Etage in 114 m Höhe mit herrlichem Rundblick auf Warschau. Tgl. 9-20 Uhr | Metro Centrum
Muzeum Powstania Warszawskiego/Museum des Warschauer Aufstandes
Alte Radiosendungen, Fotos, Filmaufnahmen, Interviews und moderne Simulationen vermitteln einen Eindruck von dem 63 Tage dauernden Aufstand der polnischen (Untergrund-)Heimatarmee (AK) gegen die Nazi-Herrschaft im Spätsommer 1944. 200000 Warschauer kamen ums Leben, die Stadt wurde völlig zerstört. Mo/Mi, Fr-So 10-18, Do 10-20 Uhr | ul. Przyokopowa 28 | www.1944.pl | Bus 106, 155 Muzeum Powstania Warszawskiego
Rynek/Marktplatz
Elf Straßen münden auf den Platz, in dessen Mitte sich das im gotischen und im Renaissancestil erbaute Rathaus befindet. Die schönsten Bürgerhäuser stehen auf der Westseite des Rings (u. a. Nr. 2 das Greifenhaus, Nr. 4 Zum Goldenen Adler, Nr. 6 und Nr. 7 Zur Goldenen und Zur Blauen Sonne). An der nordwestlichen Seite verbindet sich der Markt mit dem Platz vor der Elisabethkirche, vorbei an den zwei charakteristischen kleinen Barockhäusern Jaś und Małgosia („Hänsel und Gretel“). An der südwestlichen Ecke gelangen Sie auf den Salzmarkt (Plac Solny), u. a. mit dem klassischen Gebäude der Neuen Börse und den rund um die Uhr geöffneten Blumenständen in der Mitte.
Rynek Główny/Hauptmarkt
Mit 200 m langen Seiten einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas. In der Mitte die Tuchhallen aus dem 16. Jh. mit phantastischen Fratzen auf ihrem hohen Giebeldach. In der Marienkirche aus dem 14. Jh. befindet sich der herrliche Marienaltar von Veit Stoß, ein spätmittelalterliches Meisterwerk und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu jeder vollen Stunde bläst ein Feuerwehrmann vom höheren Turm der Kirche den Alarmruf, der einst Krakau im 13. Jh. vor einem Mongolenangriff bewahrte.
Malbork/Marienburg
Rund 60 km südöstlich von Gdańsk überragt die größte mittelalterliche Burganlage Europas das Ufer der Nogat. Die mächtigste Burg des Deutschen Ordens galt vormals als uneinnehmbar. Sie brauchen einige Stunden, um die imposante Anlage mit ihren Schätzen zu besichtigen (tgl. 8-20 Uhr | www.malbork.pl). Am schönsten ist eine 45-minütige Nachtvorführung zur Burggeschichte (Son-et-lumière, Światło i dźwięk | Mai-Sept. 21.30 Uhr | 15 Zł.). Gut übernachten können Sie im Schlosshotel Zamek (42 Zi. | ul. Starościńska 14 | Tel. 0552728488 | Fax 0552723367 | €€).
Słowińskinationalpark
Ca. 115 km nordwestlich von Danzig liegt dieser Nationalpark, der auf der Unesco-Liste der Weltbiosphärenreservate steht. Seine größte Attraktion sind seine Wanderdünen. Aussichtspunkte finden sich auf dem Leuchtturm in Czołpino und dem Turm auf dem Berg Rowokół. Im Dorf Kluki befindet sich das Freilichtmuseum Słowiński Park Narodowy (Smołdzino | ul. Bohaterów Warszawy 1 | www.slowinskipn.pl).
Kanał Elbląsko-Ostródzki/Oberländischer Kanal
Sind Sie schon mal mit einem Schiff über Land gefahren? Hier geht das. Der Kanal aus dem 19. Jh. verbindet mehrere Seen und überwindet insgesamt 99 m Höhenunterschied mithilfe von Schleusen und fünf geneigten Ebenen. Dort werden die Schiffe auf einen Schienenwagen verladen und mittels eines Aufzugs zum nächsten Gewässer befördert. Interessant und schön ist die elfstündige, 82 km lange Fahrt von Elbląg (Elbing) nach Ostróda (Osterode) durch eine fantastische Natur. Man kann aber auch schon in Małdyty nach 37 km die Fahrt beenden. Abfahrt Ostróda oder Elbląg 8 Uhr | 23-70 Zł. | Żegluga Ostródzko-Elbląska | Ostróda | ul. Mickiewicza 9a | Tel. 0896463871 | www.zegluga.com.pl | www.um.ostroda.pl
Wilczy Szaniec/Wolfsschanze
100 km nordöstlich von Olsztyn liegt bei Gierłoż (Görlitz) das 1940 erbaute Hauptquartier Hitlers. Heute sind noch Mauerreste der 6m dicken Bunkerwände zu sehen, darunter die sogenannte Lagerbaracke, in der Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 das missglückte Attentat auf den Diktator verübte. Wilcze Gniazdo | Gierłoż | tgl. 8 Uhr bis Dämmerung | www.wolfsschanze.home.pl
Wolliner Nationalpark
40 km Wanderpfade führen durch den ca. 120 km² großen Woliński Park Narodowy mit grandiosen Landschaften: Bis zu 95 m herausragende Kreidefelsen, uralte Buchenwälder und Eiszeit-Seen. Im Schutzgebiet sind viele seltene Tiere beheimatet, vor allem Vogelarten. www.wolinpn.pl
Kórnik
Die neugotische Adelsresidenz, ca. 20 km südlich von Posen, gehört zu den wenigen vollständig erhaltenen ihrer Art. Sie stammt aus dem 15. Jh. und wurde mehrfach umgebaut. Ihre heutige Gestalt stammt aus der Mitte des 19. Jhs. nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel. Das Schloss beherbergt eine wertvolle Bibliothek mit 320000 Bänden und ist mit originalem Interieur des 19. Jhs. ausgestattet. Es fehlt auch nicht der Schlossgeist - eine der früheren Besitzerinnen spukt hier als „Weiße Dame“. Rund um die Residenz erstreckt sich der größte dendrologische Park Polens, angelegt im 18. Jh. Heute sieht man viele seltene Bäume und Sträucher aus Mitteleuropa. Zu den ältesten zählt die 300 Jahre alte Lindenallee, die vom Schloss nach Süden führt. Schloss: Mai-Sept. Di-So 10-17 Uhr, Okt.-April Di-So 10-16 Uhr | Kórnik | ul. Zamkowa 5 | www.bkpan.poznan.pl.
Toruń/Thorn
150 km nordöstlich von Posen liegt Thorn, das historische Altstadtensemble mit seiner originalen mittel-alterlichen Anlage Es zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadtgründung geht auf den Deutschen Ritterorden zurück. Am altstädtischen Markt steht das imposante Rathaus mit seinem 40 m hohen Aussichtsturm, in dem sich das sehenswerte Heimatmuseum befindet. Erhabene gotische Strenge vermittelt der Dom des hl. Johannes des Täufers - einer der ältesten Sakralbauten der Region. Von den zahlreichen Museen ist vor allem das Kopernikus-Museum im Geburtshaus des Astronomen zu erwähnen (Di-So 10-16 Uhr | ul. Kopernika 15/17 | www.muzeum.torun.pl). www.it.torun.pl.
Łódź
Polens zweitgrößte Stadt (760000 Ew.) liegt 135 km südwestlich von Warschau und wird oft das „Manchester des Ostens“ genannt. Den aristokratischen Lebensstil der einstigen Textilmagnaten kann man im Palais des jüdischen Großunternehmers Izrael Kalmanowitsch Poznański nachvollziehen, in dem sich heute das łódzer Stadtmuseum (Sa-Mo 10-14, Di/Do 10-16, Mi 14-18 Uhr | ul. Ogrodowa 5) befindet. Hier ehrt die Stadt u. a. den in łódź geborenen großen Pianisten Artur Rubinstein. Poznańskis riesiges Fabrikgelände gleich nebenan wurde vorbildlich saniert und in das Kultur- und Handelszentrum Manufaktura (ul. Ogrodowa 17) verwandelt. Im einstigen Firmengebäude (Weiße Fabrik) Ludwig Geyers, eines deutschen Fabrikanten, kann man das Textilmuseum (Di, Mi, Fr 9-17, Do 11-19, Sa/So 11-16 Uhr | ul. Piotrkowska 282) besichtigen. Sehenswert ist auch das Muzeum Sztuki, Polens bedeutendstes Museum für moderne Kunst (Di 10-17, Mi/Fr 11-17, Do 12-19, Sa/So 10-16 Uhr | ul. Więckowskiego 36) mit Werken von Marc Chagall, Pablo Picasso, Fernand Léger, Emil Nolde.
Puszcza Białowieża
Etwa 200 km nordöstlich von Warschau erstreckt sich das größte Urwaldgebiet Mitteleuropas. Von der 1250 km² umfassenden Puszcza Białowieża befinden sich gut 270 km² auf polnischer, der Rest auf weißrussischer Seite der Grenze. Gut ein Fünftel des polnischen Teils sind Primärwälder, die niemals von Menschenhand verändert wurden. Gut 160 Baum- und Sträucherarten und 1000 Pilzarten wachsen hier. Im Urwald leben u. a. rückgezüchtete Tarpan-Wildpferde und die kurz vor dem Aussterben geretteten Wisente.
Friedenskirchen
Es lohnt sich, von Jelenia Góra aus einen Ausflug den beiden Kleinoden Schlesiens, den Friedenskirchen in Jawor (Jauer, ca. 40 km nordöstlich,) und Świdnica (Schweidnitz, 65 km östlich,), zu widmen. Gemäß der im Westfälischen Frieden von 1648 zugestandenen Religionsfreiheit erlaubten die habsburgischen Kaiser ihren protestantischen Untertanen in Schlesien den Bau von drei Kirchen. Diese mussten außerhalb der Stadt liegen, aus Holz, Lehm, Sand und Stroh errichtet sein, sie durften keine Türme und Glocken haben, die Bauzeit durfte nur ein Jahr dauern. Die Kirche in Głogów (Glogau) brannte nach einiger Zeit ab. Die beiden erhaltenen in Jawor (pl. Pokoju 2) und in Świdnica (pl. Pokoju 6) - die größte Holzkirche Europas - beeindrucken vor allem durch den Gegensatz zwischen dem bescheidenen Äußeren und der für protestantische Gotteshäuser sehr untypischen prächtigen Ausschmückung mit Gold und Malereien im Inneren. Sie gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Beide Kirchen Mo-Fr 9-13 u. 15-17, Sa/So 15-17 Uhr | Erklärungen vom Tonband auf Deutsch
Krzeszów/Grüssau
Die Klosteranlage der Benediktiner (später Zisterzienser) aus dem 13. Jh., 40 km südöstlich von Jelenia Góra, wird von der zweitürmigen Abteikirche aus dem 18. Jh. überragt, deren prachtvolles Äußeres dem beeindruckenden Inneren mit üppigen Stuckdekorationen, Fresken, Altären, dem Chorgestühl und der Orgel entspricht. In der Fürstenkapelle ruhen die Schweidnitzer Piasten. Ebenso begeistert die kleine St.-Josephs-kirche nebenan, wo Michael Willmann um 1695 einen großartigen Freskenzyklus schuf.
Śnieżka/Schneekoppe
Ein 2,3 km langer Sessellift führt von Karpacz zur Kleinen Koppe (Fahrt hin und zurück 23 Zł.). Von dort geht man ca. 1,5 Stunden auf den 1602 m hohen Gipfel, wo sich eine Kapelle aus dem Jahre 1668, ein Restaurant und eine Wetterstation befinden und der Blick bei gutem Wetter bis zu 200 km weit reicht. Denken Sie an die richtige Kleidung: Auch an warmen Sommertagen kann es oben sehr kalt sein.
Częstochowa/Tschenstochau
160 km von Krakau in Richtung łódź liegt das Kloster der Paulinermönche auf Jasna Góra, dem Hellen Berg. Der Ort ist der Mutter Gottes und Königin Polens geweiht. Der Legende nach hat sie das Kloster vor der Erstürmung durch die Schweden gerettet: Die Mönche trugen das Marienbild auf den Mauern des brennenden Klosters herum - daher die dunkle Färbung der Ikone der Schwarzen Madonna. Zu ihr pilgern jedes Jahr im August Hunderttausende Gläubige aus ganz Polen.
Oświęcim/Auschwitz
Etwa 60 km westlich von Krakau erinnern Baracken, Wachtürme und Stacheldrahtzäune, Verladerampen, Hinrichtungsmauern und Krematorien an den von den Nationalsozialisten begangenen Völkermord. Mehr als 1,1 Mio. Menschen aus 28 Nationen, darunter knapp 1 Mio. Juden, sind in Auschwitz-Birkenau, dem größten Konzentrationslager, das Hitler 1940 und 1942 bauen ließ, ermordet worden. Heute sind das Stammlager Auschwitz I und die Außenstelle Birkenau Museen und Gedenkstätten. In Birkenau erhebt sich seit 1967 das monumentale Denkmal für die Auschwitz-Opfer. Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: tgl. | Eintritt frei | Standardführung auf Deutsch (ca. 3,5 Std.) 1-15 Personen 174 Zł. | ul. Więźniów Oświęcimia 20 | Oświęcim | Tel. 0338448100 | www.auschwitz.org.pl
Wieliczka
13 km südlich von Krakau liegt eines der ältesten Salzbergwerke Europas, das heute zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Zur Besichtigung wurde ein 3,5 km langer Abschnitt auf 64-135 m Tiefe freigegeben. Wunderschöne Kapellen, u. a. die Kapelle der Heiligen Kinga, in der vom Altar bis zum Kandelaber alles aus Salz ist, unterirdische Seen, unzählige Figuren und Fresken begeistern die Besucher. Unter Tage befinden sich auch ein Sanatorium und ein Restaurant. Kopalnia Soli Wieliczka | April-Nov. tgl. 7.30-19.30, Nov.-März 8-17 Uhr | ab 45 Zł. | www.kopalnia.pl | www.wieliczka.pl
Łańcut
Die kleine Industriestadt (17000 Ew.) besitzt mit ihrem Magnatenschloss aus dem 17. Jh. eines der schönsten Bauwerke in Polen, das alljährlich Tausende von Besuchern anlockt. Es gehörte nacheinander einigen der namhaftesten polnischen Familien. Die prächtigen Räume des Schlosses präsentieren eindrucksvoll die Wohnkultur des Großadels. Neben dem Hoftheater, dem großen Ballsaal über zwei Geschosse, dem Spiegelkabinett und einer Skulpturengalerie beherbergt das Schloss auch eine interessante Gemälde-, Glas- und Porzellansammlung (Feb. -Nov. tgl. 9-15 Uhr | www.zamek-lancut.pl). Zum Schloss gehören ebenfalls eine kleine Synagoge, das Kutschenmuseum in den Ställen mit Hunderten von Fahrzeugen sowie eine Ikonen-Ausstellung im Seitenflügel (Di-So 9-16 Uhr). Im Mai öffnet der pompöse Ballsaal seine Türen für Musik - nicht nur für Kammermusik, auch für Cross-over.
Zamość
Zamość, das „Padua des Nordens“, entstand als utopischer Architektenentwurf der Renaissance. Reiche polnische Magnaten erwarben Anfang des 16. Jhs. das Gebiet der heutigen Stadt. Der 36-jährige Großkanzler Jan Zamoyski ließ dann von dem italienischen Baumeister Bernardo Morando sein Schloss und die Stadt entwerfen. Heute erstrahlt das Unesco-Weltkulturerbe (58400 Ew.) in der Schönheit seiner restaurierten Renaissancebauten.
Auftakt
Was für ein Land!
Erleben Sie, wie spannend ein Land zwischen Tradition und Moderne ist. Finden Sie Erholung an den traumhaften Stränden der Ostsee oder an den unzähligen Seen und in den reichen Wäldern der Kaschubischen Schweiz und Masurens, fahren Sie durch die lieblichen Tiefebenen Großpolens und Masowiens, steigen Sie in die Berge der Sudeten und Karpaten. Sehen Sie, wie lebendig die großen Städte sind, wie akribisch und liebevoll Stadtteile und ganze Orte wieder aufgebaut und restauriert worden sind. Und vor allem anderen: Genießen Sie die legendäre polnische Gastfreundschaft!
Wenn der Zug über die Oderbrücke in Richtung Osten rattert, vorbei an prächtigen Wiesen ohne Zäune und asphaltierte Zufahrten, vorbei an Wäldern, in denen die Bäume nicht in Reih und Glied stehen, und wenn die schöne, wilde Flusslandschaft der Oder mit ihren verschlungenen Nebenarmen und Sümpfen kein Ende zu nehmen scheint, dann ahnt man es schon: Man ist in einem weiten, zum Teil noch ungezähmten Land.
Und in der Tat, Polen ist groß. Mit fast 313000 km² ist es fast so groß wie Spanien. Und mit 123 Ew. pro km², also 38,5 Mio. Ew., ist es relativ dünn besiedelt. Dabei gibt es auffallende regionale Unterschiede: Ganze Landstriche scheinen unberührt und menschenleer zu sein, wie zum Beispiel in Masuren. In den industriellen Ballungszentren und Großstädten dagegen leben bis zu 500 Menschen auf einem Quadratkilometer.
Unterschiedlich prägt auch die Natur die Lebensumstände der 38 Mio. Polen. Das Land bietet eine Vielfalt an Landschaften: Im Norden die Küste mit traumhaften Stränden, daran anschließend die unzähligen Seen und reichen Wälder der Kaschubischen Schweiz und Masurens, noch weiter südlich die Tiefebenen Großpolens und Masowiens und schließlich an der südlichen Grenze der Berggürtel der Sudeten und Karpaten.
Nicht nur seit jährlich 16 Mio. Touristen Polen besuchen, um die weitgehend intakte Natur und die einzigartigen ökologischen Reservate zu bestaunen, ist den Polen bewusst, dass dieses Kapital schützenswert ist. Ein Netz von Naturreservaten, Landschaftsschutzgebieten und Nationalparks überzieht das Land. Insgesamt soll künftig ein Fünftel des Staatsgebietes unter Naturschutz stehen, das ist doppelt so viel wie in Deutschland. Der Umweltschutz hat stark durch die von der EU zur Verfügung gestellten Mittel profitiert, mit denen Kläranlagen, Recyclingsysteme und Elektrofilter angeschafft wurden.
Polen ist ein Land im Aufbruch. Viele Besucher sind von dem greifbaren Aufschwung des modernen Polen überrascht und fasziniert. Überall wird gebaut. In den Vorstädten prägen große Fabriken und viele mittlere und kleinere Betriebe das Bild. Im Speckgürtel der Städte bauen die Gewinner des Wirtschaftswachstums ihre Villen. Typisch ist der zum Teil geschmacklich noch unsichere Baustil mit unzähligen Türmchen, Bögen und kauernden Gipslöwen hinter wehrhaften Umzäunungen. In park-ähnlichen Landschaften entstehen neue Wohngebiete, die mit einer guten Infrastruktur ausgestattet sind. In den Stadtzentren machen Prestigeobjekte mit moderner Architektur aus Stahl und Glas einander Konkurrenz.
Die großen Städte sind voller Leben: Ungezählte Cafés und Kneipen säumen die Fußgängerzonen. Geschäfte mit wohlbekannten internationalen Marken wetteifern mit einheimischen Mode- und Designgeschäften um die Gunst der Kunden. Infotafeln mit Werbung für Sprachschulen, Verwaltungs- und Wirtschaftskurse pflastern die Fassaden. Die Zeitungen sind voll mit Inseraten von Internet- und Baufirmen sowie anderen Dienstleistungsunternehmen. Auf den Straßen sind viele junge Menschen zu sehen - Polen ist jung, ein Drittel der Einwohner Warschaus zum Beispiel ist jünger als 24 Jahre.
Auch der Wiederaufbau der historischen Sehenswürdigkeiten, ja, ganzer Städte aus den Nachkriegsruinen übertrifft so manche Erwartung. Wunderschön und liebevoll restauriert verzaubern sie mit einer unvergleichlichen Atmosphäre. Dass ein nicht gerade mit Reichtum gesegnetes Land wie Polen so viele Mittel für diese Dinge bereitstellt, liegt an dem besonderen Stellenwert, den die Kultur in Polen einnimmt. Fremdherrschaft und Unterdrückung haben gezeigt, wie unverzichtbar diese materiellen und immateriellen Geschichtszeugen für die Bewahrung der nationalen Identität des polnischen Volkes sind.
Im Alltag wird die Geschichte keineswegs verdrängt, aber was die Menschen vor allem interessiert, ist das Hier und Jetzt - und eine Perspektive für morgen. Umfragen zufolge wünschen sich junge Polen „ein ganz normales Land“, ohne den ständigen Blick auf die ruhmreichen Altvorderen, der für Generationen, auch noch für die ihrer Väter, mangels Perspektive unter der kommunistischen Herrschaft Leid- und Leitlinie war. Andererseits erklären die Jungen die Gründung einer eigenen Familie zum wichtigsten Lebensziel. Hier zeigt sich die tiefe Verwurzelung der polnischen Gesellschaft in den traditionellen Lebensformen.
Selbstbewusst halten die Nachbarn im Osten ihren Beitrag zur neuesten europäischen Geschichte hoch. Die Solidarność-Bewegung mit dem polnischen Papst Johannes Paul II. „im Rücken“ hat nach Ansicht der Polen die Mauern der kommunistischen Regimes in Europa zum Einsturz gebracht. Dass dies nicht immer anerkannt wird, schmerzt die Polen. Sie suchen noch einen Platz in der europäischen Staatengemeinschaft, der in ihren Augen der Bedeutung ihres Landes entspricht.
Trotz des beschleunigten Lebensrhythmus und der neuartigen Sorgen - Polens legendäre Gastfreundschaft ist geblieben. Viele Touristen sind von der Warmherzigkeit und Spontaneität ihrer Gastgeber eingenommen. Dazu kommen die vielfältigen und abwechslungsreichen Angebote des Landes: Reiten, Golf, Segeln, Skifahren oder Eissegeln. Gestresste Urlauber loben die Ruhe und Einfachheit des Landlebens, die wohltuenden Kuren und anspruchsvollen Wellnessanlagen. Naturfreaks schwärmen von Wölfen und Wisenten, von Seeadlern und Bibern in den Nationalparks. Für junge Menschen ist das Szeneangebot der Großstädte attraktiv, Familien loben die Kinderfreundlichkeit der Polen, Kulturinteressierte sind begeistert vom Reichtum der alten und der Avantgarde der modernen Kultur.
So manches, was bei einem oberflächlichen Blick auf Polen als einfach nur chaotisch eingeordnet wird, ist bei näherer Betrachtung spannend. Spannend ist die Brücke zwischen Tradition und Moderne, das Hin und Her zwischen den noch vorhandenen Spuren der Rückständigkeit und dem Fortschritt im Eiltempo. Spannend ist auch die Energie, mit der das Land auf seinem Weg in die Zukunft mehrere Stufen auf einmal nimmt. Wenn Sie sich als Besucher von der einzigartigen Natur und den wunderschönen Kulturdenkmälern verzaubern und vom Entwicklungstempo Polens beeindrucken lassen, dann nehmen Sie auch ein bisschen vom Geist dieses Landes und von der Warmherzigkeit Ihrer Nachbarn mit nach Hause.
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1410Niederlage des Deutschen Ordens bei Grunwald (Tannenberg)
1506-72„Goldenes Zeitalter der polnischen Kultur“ unter den Jagiellonen
1573-1795Zeit der Wahlkönige und Niedergang des polnischen Staats
1772-1895Preußen, Österreich und Russland teilen Polen untereinander auf
1918Nach dem Ende des 1. Weltkriegs entsteht ein souveräner polnischer Staat
1939-45Polen wird von deutschen und (zeitweise) sowjetischen Truppen besetzt. 6 Mio. Polen verlieren ihr Leben
1945Nach dem 2. Weltkrieg wird Polen nach Westen verschoben, verliert knapp die Hälfte seines Staatsgebiets, und Schlesien, Hinterpommern und Teile Ostpreußens werden polnisch
1980/81Gründung der Gewerkschaft Solidarność; Ausrufung des Kriegsrechts durch General Wojciech Jaruzelski
1989/90Die Macht der Kommunistischen Partei schwindet; Arbeiterführer Lech Wałęsa wird Staatspräsident
1999 und 2004Polen wird NATO- und EU-Mitglied
2007Die liberale „Bürger-Plattform“ unter Donald Tusk löst die konservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ unter Jarosław Kaczyński bei Neuwahlen ab
www.polen-netzwerk.deInteressantes Forum von Polenexperten
www.de-pl.info/unterwegs/de/page.php?category=11Online Tagebuch einer Journalistin über ihre Busreise quer durch Polen
http://jennyinpolen.blogspot.com/2007_02_01_archive.htmlErfahrungen einer Austauschstudentin in Posen
www.schoenes-polen.de/planung/reisebericht/ostsee.html und www.schoenes-polen.de/planung/reisebericht/masuren.htmlPolenfans schreiben über schöne Ecken an der Ostseeküste bzw. in Masuren
www.stadtfuehrung-krakau.de/mediathek-modem-audios.phpKrakau in Ton und Bild
http://media12.roadkast.com/schlaflosinbonn/alex_jule_7.mp3Studenten erzählen über touristische Attraktionen in Warschau
www.haitech-blog.de/article/1078#Reiseanker14Fahrt in die Vergangenheit. Ein Deutscher besucht Schlesien mit seiner Oma, die sich an ihre Kindheit erinnert
Fräulein NiemandNach der 89er-Wende musste die nationale Kunst Anschluss an die europäische Kunstszene finden. Der Roman Fräulein Niemand von Tomek Tryzna war in den 1990ern eine literarische Sensation - er stellt darin in eindringlichen Bildern eine Gesellschaft im Umbruch dar.
Ur- und andere Zeiten und Der weiße RabeEs folgten Gesellschaftskritiker mit einem hohen künstlerischen Anspruch, so Olga Tokarczuk mit ihren versponnenen, traumähnlichen Romanen wie Ur- und andere Zeiten oder Andrzej Stasiuk mit seinen düsteren Darstellungen des Lebens in den Beskiden: Der weiße Rabe.
Die Reiherkönigin. Ein RapDie wohl bekannteste Gegenwartsautorin ist die blutjunge avantgardistische Literatur-Rapperin Dorota Masłowska: Die Reiherkönigin. Ein Rap
Eine Liebe in Deutschland und Hitlerjunge SalomonInternationale Beachtung fand der polnische Film, als während des Kriegsrechts bedeutende Regisseure ins Ausland gingen: Andrzej Wajda drehte z.B. den preisgekrönten Film Eine Liebe in Deutschland. Agnieszka Holland löste mit Hitlerjunge Salomon eine lebhafte Diskussion aus.
Das doppelte Leben der Veronique und die Trilogie Blau, Weiß, RotIn den 90er-Jahren machte Krzysztof Kieślowski mit seinen Filmen Das doppelte Leben der Veronique und der Trilogie Blau, Weiß, Rot Furore.
Mit Feuer und Schwert, Quo Vadis, Pan Tadeusz und Die RacheNach der Wende brach die polnische Filmkunst ein. Doch die alte Garde füllte mit aufwendigen Verfilmungen der Nationalliteratur die Kinosäle, so Jerzy Hoffmann: Mit Feuer und Schwert, Jerzy Kawalerowicz: Quo Vadis und Andrzej Wajda: Pan Tadeusz und Die Rache.
Szene
Trend Guide Polen
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist
Katarzyna & Jan OpielkaDas deutsch-polnische Ehepaar arbeitet unter anderem als Journalisten und Übersetzer. Die beiden setzen sich nicht nur für eine Verständigung der Kulturen ein, sondern tauchen als Polen-Experten auf der Suche nach den Trends tief in die Szene ein. Dabei liegt ihnen Krakau sehr am Herzen. Dort trifft man sie auf Vernissagen oder im aufstrebenden Viertel Kazimierz.
ErfrischungskurPraga, am Ostufer der Weichsel, entwickelt sich zum angesagten Trendviertel! Laufend eröffnen neue Ateliers, Restaurants und Clubs, die die Avantgarde der Stadt anlocken. Für Liebhaber moderner Kunst: das Nizio (ul. Inżynierska 3 | lok. 4 | www.nizio.com.pl). In dem Design-Studio mit eigener Galerie werden junge Newcomer gefeatured und Kunst-Workshops abgehalten. Am Abend gibt's im Porto Praga Amusement auf drei Ebenen: Dancefloor, Restaurant und Poker-Zigarrenbar. Am besten freitags hingehen, denn dann legen DJs Beats auf, die mit Livemusik von Piano, Kontrabass und Saxofon gemixt werden (ul. Stefana Okrzei 23 | www.portopraga.pl). Auch Traditionshäuser wie Koneser werden wieder hip. In den alten Gemäuern der Destillerie wird Wodka gebrannt und bei einer Tour die Geschichte inklusive der Spirituosen wiederentdeckt (ul. Zabkowska 27/31 | www.koneser.pl).
Let the beat go on!Die Szene rund um Basecaps und Baggypants wächst extrem. Das Besondere: Die Rapper grenzen sich klar vom amerikanischen Hip-Hop ab und haben ihren eigenen Stil entwickelt. Weg vom Konsum und mehr Respekt den Mitmenschen gegenüber sind Themen, die bei Molesta Ewenement (www.molesta.pl) oder Eldo (www.eldoka.com) in die Texte einfließen. In fast jeder Stadt gibt es große Hip-Hop-Jams, die von MTV Polska gefeatured werden. Die aktivste Szene findet man in Warschau, wo man sich im Harlem zur Rap-Battle trifft. Der Underground-Club ist der Hotspot für alle Fans des gesprochenen Wortes (ul. Kolejowa 8/10 | www.warsaw-harlem.com). Event-Kalender und Infos unter www.independent.pl oder www.hip-hop.pl.
Der Berg ruftIndoor-Klettern ist der Megatrend unter den Sportfreaks. Beinahe jede größere Stadt hat sich ihre eigene „Eiger-Nordwand“ geschaffen. Überhänge und Boulder-Strecken gibt's z.B. in der Kletterhalle OnSight. An den schwierigsten Routen finden sogar Wettbewerbe statt (Obozowa 60 | Warszawa | www.obozowa.waw.pl). Richtige Profis kann man auch in der Ściana wspinaczkowa Zerwa beobachten. An den extrem hohen Wänden ziehen sich schon mal Freeclimber ohne Sicherung hoch. Absolut spannend (ul. Przybyszewskiego 63 | Wrocław-Karłowice | www.zerwa.pl)! In der Climbing & Adventure Szkola Wspinania gibt's die künstliche Wand unter freiem Himmel. Der Kletterlehrer Piotr Górka betreut Anfänger und Fortgeschrittene, und wer möchte, kann sich nach dem Kurs gleich einer Expedition in die Tatra anschließen (ul. Lipska 61/79 | Kraków | www.wspinaczka.ceti.pl/info).
Glam-DesignDie Modewelt bekommt Konkurrenz: Auf der Warsaw Fashion Street zeigen sich die Newcomer der Szene (www.warsawfashionstreet.pl). Fashion aus Polen ist angesagt, und Designer wie Batycki werden als neue Stars gefeiert. Sein Markenzeichen: extravaganter Bernstein-Schmuck und stylishe Leather-Bags (ul. Zgoda 9 | Warszawa | www.batycki.pl). Als Edelstein-Designer verstehen sich die Brüder Marek und Mateusz Jóźwiak (Rynek Główny 13 | Kraków | www.ateliermjm.com). Für ihre Kreationen verwenden sie nur die wertvollsten Rohstoffe wie Bernstein und Diamanten. Natürliche Stoffe sind die Basis für die Kollektionen von Anna Pyrkosz und Kinga Buszcyńska. Ihre Entwürfe sind feminin mit aufwendigen Details wie großen Kragen oder verspielten Schleifen (ul. Grodzka 38 | Kraków | www.fama.biz.pl).
Vergangenheit & ZukunftDer Charme historischer Gemäuer lockt Szene-Locations in Altbauten. Moderne Hotels und stylishe Bars ziehen vor allem in die renovierten Traditionsbauten der Innenstädte. Hier gilt die Devise: klotzen, nicht kleckern! Bestes Beispiel: das Stary Hotel. Rote und schwarze Ledersessel auf Marmor und riesige Betten in meterhohen Zimmern mit Fresken an den Wänden, dazu Salzgrotten und schwedische Massagen im edlen Kellergewölbe (ul. Szczepańska 5 | Kraków | www.stary.hotel.com.pl). Auch das Hotel Le Régina hat sich in der Altstadt angesiedelt. Hier trifft das hypermoderne schwarz-weiße Design-Interior der Suite auf Rundbögen und die alten Mauern eines Palastes aus dem 18. Jh. Highlight: Marmorkamin in der Lobby (ul. Kościelna 12 | Warszawa | www.leregina.com/pl).
Restaurant-ClubsDas Partyvolk bevorzugt neuerdings kurze Wege. Nach dem Dinner wird die Location zur Dance-Area. Hotspot ist das Extravaganza in Warszawa: Nach Lamm mit Couscous in Balsamico chillt man in Lack-Lounges und rockt anschließend auf der Tanzfläche zu funky Beats (Al. Armii Ludowej | www.clubextravaganza.com). Das Klavier ist nicht nur Namensgeber des Czerwony Fortepian in Poznań, sondern auch im Einsatz. Hier gibt's neben Fusion-Food auch Livemusik (ul. Wroniecka 18 | www.czerwony-fortepian.pl).
Art is aliveDen neuen Galerien reicht es nicht mehr, nur Kunst auszustellen. Seit Neuestem sind sie Café, Ausstellungsort und Meetingpoint in einem. Zum Szenetreff Nummer eins entwickelt sich die Galeria Pauza. Hier kommen Interessierte, Kenner und Newcomer zusammen und diskutieren über das Neueste in Sachen Kunst. Neben aufstrebenden Talenten bietet die Galeria Pauza (ul. Floriańska 18/3-18/5 | Kraków | www.galeriapauza.pl) auch eine Plattform für etablierte Künstler. Café, Verlag und sogar Seifenhandel in einem ist das Między Nami Café, das sich vor allem als Ort der kulturellen Begegnung versteht (ul. Bracka 20 | Warszawa | www.miedzynamicafe.com).
Experimental CookingIn der angesagten Autorenküche werden die Gerichte mit unerwarteten Geschmäcken verfeinert. Das beweist die Kreativität des Kochs und beflügelt die Fantasie der Gäste. Gekocht wird meist in offenen Schauküchen wie bei Adam Chrząstowski, Chefkoch im Ancora. Er serviert aufregende Menüs und lässt sich von den Gästen in die Töpfe gucken (ul. Dominikańska 3 | Kraków | www.ancora-restaurant.com). Traditionelles mit unerwartetem Dreh kocht Kurt Scheller im Restaurant des Hotel Rialto: Hier genießt man Schwertfisch mit Parmesansauce oder Entenbrust in Honig-Wodka-Jus (ul. Wilcza 73 | Warszawa | www.rialto.pl).
Stichworte
Zwischen Kirche und Computer
Wissenswertes über ein Land und eine Gesellschaft im Umbruch
BernsteinVon der Hohen Tatra bis zur Ostseeküste wird der hell- bis goldgelbe, klare oder trübe, selten der blaue bursztyn verkauft. Das größte Angebot findet man an der Küste, wo er hauptsächlich gefördert, gesammelt und verarbeitet wird. Der Stein, der eigentlich kein Stein ist, entstand vor 40-50 Mio. Jahren aus dem eingetrockneten Harz der Bernsteinkiefer. Die interessantesten Stücke schließen Spuren von Lebewesen ein, die vor zig Millionen Jahren in diesen Wäldern lebten; es sind die so genannten Inklusen aus Tier- oder Pflanzenteilen. Nur jedes fünfhundertste Bernsteinstück beinhaltet solch einen Einschluss.
FamilieDie Familie spielt eine wichtige Rolle im Leben der Polen. Abgesehen von dem persönlichen Halt, den sie bietet, steht oft eine einfache Notwendigkeit dahinter: Noch heute sind viele Polen aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu leben. Die (Groß-)Familie war - und ist es zu einem großen Teil immer noch - ein gut durchorganisierter Betrieb, in dem jeder auf jeden angewiesen ist.
FrauenDer Inbegriff der traditionellen Aufgabe der Frau in der polnischen Gesellschaft ist die „Matka Polka“ (Mutter Polin). Sie trug in der von Kriegen und Aufständen geprägten polnischen Geschichte die Verantwortung für Hof und Betrieb sowie für die Kindererziehung und damit für den Fortbestand der Familie und der Nation. Noch heute hat sie zu Hause „die Hosen an“, was Männer freimütig zugeben. Ein Großteil der polnischen Frauen lebt noch nach dem konservativen, von der Kirche geförderten Rollenbild, meist mit der Doppelbelastung durch Haushalt und Beruf. Allerdings gibt es inzwischen in vielen jungen Ehen eine gleichberechtigte Arbeitsteilung in der Kindererziehung und im Haushalt.
KircheDie Bedeutung der katholischen Kirche, die entscheidend zum Überleben der polnischen Nation als Kultur- und Sprachgemeinschaft beigetragen hat, ist kaum zu überschätzen. Erst nach der Wende zu einer demokratischen Entwicklung nahm ihre überragende politische Bedeutung ab. Trotzdem hat das Gleichnis „Pole gleich Katholik“ angesichts von über 90 Prozent bekennender römisch-katholischer Polen nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt. Und obwohl viele junge und gebildete Polen die Morallehre der Kirche zunehmend als einen unzeitgemäßen Eingriff in ihr Privatleben empfinden, ist sie nach wie vor - besonders auf dem Land - die Institution, die den Moralkodex bestimmt. Sie bietet den Menschen, die zu den Verlierern der Wende zählen oder sich von den dramatischen gesellschaftlichen Umbrüchen überrollt fühlen, ein geistiges Zuhause. Übervolle Kirchen zeugen nicht nur von einer tiefen Gläubigkeit, sondern auch von dem Bedürfnis nach Halt und Orientierung. Eine besondere Rolle spielen dabei die tiefe Verehrung, die dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. entgegengebracht wird, und der beinahe volkstümliche Marienglaube.
MinderheitenIm Vorkriegspolen waren nur zwei Drittel der Bevölkerung geborene Polen. Heute dagegen ist Polen mit 96 Prozent ein homogener Nationalstaat. Die Rechte nationaler Minderheiten, die heute lediglich 4 Prozent der Bevölkerung Polens ausmachen, sind in bilateralen Nachbarschaftsverträgen und der Verfassung verankert. Sie werden kulturell gefördert und sind von der Fünfprozenthürde bei Parlamentswahlen befreit. Die deutsche Minderheit stellt beispielsweise zwei Abgeordnete.
TourismusPolen hat schon längst erkannt, welch großes wirtschaftliches Potenzial im Tourismus steckt. Die stetig ansteigende Zahl ausländischer Touristen (16,3 Mio. im Jahr 2006) spricht für sich. Im polnischen Tourismusministerium verspricht man sich in den kommenden Jahren einen jährlichen Besucherzuwachs von gut 4 Prozent. Die Investitionen in den Tourismus stellen daher eine Investition in einen wachsenden Wirtschaftszweig dar. Dabei legt man besonderen Wert auf eine bessere Anfahrtsinfrastruktur und ein breiteres Kultur-, Sport- und Freizeitangebot.
WirtschaftVon allen fundamentalen Reformen, die Polen nach 1989 durchgestanden hat, war die Wirtschaftsreform die folgenschwerste und radikalste: Die ehemals privilegierten Gruppen verloren ihre Pfründe, viele Menschen durch Schließungen der unwirtschaftlichen Staatsbetriebe sogar ihre Existenzgrundlage. Einige gut ausgebildete und wirtschaftlich aktive Jüngere oder Menschen mit guten Beziehungen, darunter auch Angehörige der alten kommunistischen Eliten, konnten sich durch Firmengründungen oder Privatisierung erfolgreich neu positionieren.
Feste und Events
Religiös, national, regional
Feiern, fest verankert in der Tradition und offen für die Moderne
Alte Bräuche und Festtage spielen eine große Rolle in der polnischen Gesellschaft. Kirchenfeste sind die wichtigsten Feiertage. Ebenso wichtig sind die nationalen Feiertage, an denen man sich der Geschichte zuwendet. Besonders in den Sommermonaten bieten die Regionen feste Veranstaltungsreihen an. Informationen: www.polen-info.de
1. JanuarNeujahr
März/AprilOstermontag
1. MaiTag der Arbeit
3. MaiTag der Verfassung von 1791
JuniFronleichnam
15. AugustMariä Himmelfahrt
1. NovemberAllerheiligen
11. NovemberTag der Unabhängigkeit 1918
25./26. DezemberWeihnachten
März/AprilIn Kalwaria Zebrzydowska wird in der Karwoche das Leiden Christi aufgeführt. In ganz Polen besuchen Gläubige in den Kirchen das Grab Christi und lassen Speisen segnen.
AprilInternationales Jazzfestival „Jung und Alt“ in Krakau. www.jazzkrakow.pl
MaiAnfang Mai internationales Festival der Sakralmusik „Gaude mater“ in Tschenstochau. www.gaudemater.pl
Mai/JuniFronleichnam: Prozessionen in ganz Polen, besonders schön in Krakau
Juni-SeptemberDanziger Musiksommer mit Klassik und Internationales Orgelmusikfestival in Gdańsk/Oliwa (Juni-August).
JuliWikinger-Festival auf Wollin. Rockfestivals in Węgorzewo (www.rock.wegorzewo.pl) und Jarocin (www.jarocinfestiwal.pl)
AugustDer Dominikanermarkt in Gdańsk ist Flohmarkt und Volksfest in einem.
SeptemberOpen-Air-Rockfestival in Wejherowo. Der Warschauer Herbst ist ein namhaftes Forum zeitgenössischer Musik. http://warszawska-jesien.art.pl
OktoberEnde des Monats findet in Warschau das älteste und beste Jazzfestival statt: Jazz Jamboree. www.polishjazz.com
NovemberAllerheiligen: Am 1. November gedenken die Polen ihrer Helden und Toten, Friedhöfe verwandeln sich in ein Lichter- und Blumenmeer.
DezemberWeihnachtskrippen in Krakau: Jedes Jahr werden die schönsten Weihnachtkrippen ausgestellt und die Gewinner ausgezeichnet.
Essen und Trinken
Bodenständig und Handfest
Die deftige polnische Küche stellt sich erfolgreich der internationalen Konkurrenz
In den größeren Städten ist die internationale Küche in allen ihren Formen vertreten. Neben exquisiten und teuren Gourmetrestaurants gibt es viele Mittelklasse-lokale, in denen man ebenso gut wie preiswert essen kann.
Polnische Hausmannskost ist meist noch preiswerter und auch sehr lecker. Sie erkennen sie an dem Schild obiady domowe. Hinter der Aufschrift Bar mleczny verbirgt sich eine polnische Besonderheit: Dort bekommt man in schlichten Räumen einfache Speisen aus Milch und Mehl, z.B. Milchsuppe, Pfannkuchen und Klöße.
Die traditionelle polnische Küche ist recht bodenständig und handfest. In ihr finden sich die vielfältigen Einflüsse anderer Nationalküchen, vor allem der litauischen, russischen, deutschen und jüdischen wieder. Es gibt in Polen keine großen regionalen Unterschiede, wohl aber regionale Spezialitäten wie z.B. die schlesische kaszanka, eine grobe Grütz-wurst, die pyzy (Dampfnudeln) aus Großpolen oder die kiszka ziemniaczana (Kartoffelwurst) aus Ostpolen. Die Gerichte auf den Speisekarten richten sich stark nach den Jahreszeiten, im Herbst z.B. isst man häufiger Wild und Pilze.
„Von allen Gemüsesorten mag ich am liebsten Kotelett“, sagen die Polen scherzhaft, denn sie sind große Fleischesser; Rind, Schwein und Geflügel, auch viel Wurst kommen auf den Tisch. Fisch gibt es in diesem katholischen Land traditionell freitags.
Die Mahlzeiten sind reichlich und deftig. Schon zum Frühstück gibt es Rührei und Würstchen, Käse, Wurst, biały ser (schnittfesten Quark), ein paar Tomatenscheiben oder Gurken, dazu Tee oder Kaffee. Bis zum Mittagessen hilft man sich mit einem Stück Hefekuchen (drożdżówka) und Tee weiter. Mittags, zwischen 13 und 14 Uhr, wird warm gegessen. Die Mahlzeit besteht meist aus Suppe, Hauptgang und Nachtisch. Als Getränk dazu reicht man kompot, meist lauwarmes, verdünntes Kompott aus Erdbeeren oder Kirschen im Glas. Zu Abend isst man in der Regel zwischen 19 und 20 Uhr. Auf den Tisch kommt normalerweise eine ähnliche Speisenauswahl wie beim Frühstück.
Es gibt in Polen noch sehr viele nicht-industrielle Lebensmittel: sauer eingelegte Gurken oder Pilze, eingeweckte Früchte, selbst gemachte Säfte und Schnäpse, mit der Hand geformte pierogi (Teigtaschen mit Füllung) oder uszka, „Öhrchen“, Mini-Pierogi als Suppeneinlage. Die Wochenmärkte sind kleine Paradiese für Feinschmecker, dort findet sich alles frisch vom Baum, Feld oder aus dem Wald, auch selbst gemachte Butter und Käse, Honig und mehr.
Suppen und Eintöpfe werden in Polen gerne gegessen, und es gibt davon eine große Auswahl. Zu den beliebtesten Suppen gehören pomidorowa, Tomatensuppe aus frischen Tomaten mit Nudeln oder Reis, und rosół, Hühner- oder Rinderbrühe. Typisch polnisch sind ebenso kapuśniak und ogórkowa, Suppen, die aus Sauerkraut bzw. sauren Gurken gemacht werden. Lecker ist auch der krupnik, eine dicke Suppe aus Graupen und Gemüse. Typisch für polnische Suppen ist, dass sie meistens mit einem Schuss Sahne abgerundet werden.
Auf der Hitliste der Hauptspeisen stehen sznycel und kotlet ganz oben. Beliebt sind auch gołąbki, Kohlrouladen mit einer Füllung aus Hackfleisch und Reis, und zrazy, Rinderrouladen. Zu den Klassikern gehören kaczka z jabłkami, Ente mit Äpfeln, oder gęś pieczona, gebratene Gans. An Wildgerichten kommen häufig dzik und sarnina (Wildschwein und Reh) auf den Tisch. Fischgerichte bestehen meist aus Süßwasserfischen wie Forelle (pstrąg), Karpfen (karp), Hecht (szczupak) oder Schleie (lin). Zu Fisch und Fleisch werden meist Kartoffeln gereicht. Gemüse als Beilage ist nicht so populär, es gibt z.B. kapusta (Kohl), buraczki (Rote Bete) oder marchewka (Möhren). Dafür wird der Hauptgang durch einen Rohkostteller (surówka) ergänzt.
Die Polen sind große Teetrinker. Der Tee (herbata) wird meist mit Zucker und einer Scheibe Zitrone getrunken. Anstelle des traditionellen Kaffeeaufgusses im Glas haben mittlerweile Espresso und Cappuccino oder schlicht kawa z ekspresu Einzug gehalten. Während Wodka eine lange Tradition hat, ist die Popularität von Bier neu. Polnisches Bier ist wohlschmeckend und billiger als Exportbier. Die populärsten einheimischen Sorten sind Okocim, Żywiec, Tychy und das dunkle O'kay. In der Verbrauchergunst steigen Weine; der Weinmarkt ist aber noch unterentwickelt.
barszczKlassiker der polnischen Küche: Suppe aus Roter Bete
biała kiełbasadie mit Majoran abgeschmeckte weiße Wurst wird warm, am besten mit chrzan (Meerrettich) gegessen
bigosder berühmte Eintopf aus Kraut, mehreren Fleischsorten, Wurst und Pilzen wird tagelang geschmort
chłodnik litewskidie „litauische Kaltschale“ wird aus Joghurt, Buttermilch und verschiedenem Gemüse mit einem Schuss Rote-Bete-Saft gemacht
Fast Food auf PolnischZapiekanka: Baguette, mit Pilzen belegt und mit Käse überbacken; gofry: Waffel mit Obst und Schlagsahne; bób: gekochte Saubohnen
flakidicke, pikante Suppe aus Kutteln
karp po żydowskuKarpfen auf jüdische Art mit Rosinen und Mandeln
kasza gryczanaBuchweizengrütze, meist als Beilage
kopytkaKartoffelklöße mit Speckstippe
mazurektypisches Ostergebäck aus Mürbeteig mit Mandeln, Nüssen, Quark und Rosinen
miód pitnyHonigwein, wird am besten heiß getrunken
mizeriasüß-saurer Gurkensalat mit Sahne und Dill
naleśniki z seremPfannkuchen als Hauptspeise mit süßer Füllung aus einer Quarkmischung, mit etwas saurer Sahne begossen
pierogiTeigtaschen mit süßer (z.B. Früchte) oder deftiger (z.B. Hackfleisch) Füllung
zerninaSuppe aus dem Blut junger Gänse, Enten oder Ferkel mit deren Fleisch, Dörrpflaumen und -birnen sowie Nudeln
Żubrówkader Wodka mit dem Büffelgras
żurekSuppe aus einem speziell fermentierten Mehl, mit Wurst und gekochtem Ei, säuerlich-pikant
Einkaufen
Mode, Kunst und Genuss
Ein Einkaufsbummel auch mal jenseits der typischen Andenkenläden verspricht eine „fette Beute“
Die Zeiten der uneingeschränkten Herrschaft kunstvoll bestickter Tischdeckchen, Bernsteinketten und Kristalle über den Souvenirmarkt in Polen sind vorbei. Riesige, moderne Shoppingcenter locken mit Hunderten von Geschäften die Kundschaft. Eine Shoppingtour ist in Polen auch wegen der freien Ladenöffnungszeiten angenehm; es gibt bereits viele Läden, die rund um die Uhr geöffnet haben. Lassen Sie sich aber auf keinen Fall die Märkte mit ihrem besonderem Charme entgehen.
Glas & PorzellanSehr schön ist das Design von Glas und Porzellan. Neben den herzerwärmenden Pfauenpünktchen der Bunzlauer Keramik finden Sie Einzelstücke in Galerien und preiswertere interessante Stücke beim Stöbern im einfachen Haushaltswarengeschäft. Zu Recht gibt es viele Sammler, die das polnische Kristallglas hoch schätzen. Ob klar oder farbig, machen diese Gläser aus einem gedeckten Tisch eine elegante Tafel.
Kleidung & LederSchon auf den ersten Blick springen dem ausländischen Käufer Markennamen ins Auge, die er von zu Hause kennt. Sie sind in der Regel 10-30 Prozent billiger als in Deutschland. Aber es lohnt sich auch, gezielt nach polnischem Modedesign zu schauen, z.B. nach „Simple“. Viele Stücke haben das gewisse Etwas und sind erschwinglich.
Kunst & KunsthandwerkBekannt ist Polen für seine Plakatkunst. Schauen Sie sich z.B. in Warschau am Alten Markt die eindrucksvollen Plakate an. Ein Plakat aus Polen an der Wand ist eine schöne Erinnerung an das Land.
LebensmittelDer polnische Wodka ist wärmstens zu empfehlen. Das hochprozentige Nationalgetränk gibt es in Dutzenden von Sorten. Die Flaschen haben allesamt ein schönes Design, und der Inhalt kommt beinahe jedem erdenklichen Geschmack entgegen: Da gibt es süße Sorten wie z.B. Preiselbeerwodka, Klare wie „Żytnia“ oder „Wyborowa“ oder den „Żubrówka“ mit dem Büffelgras.
SchmuckBerühmt ist das exquisite Silberschmuck-Design. Gewagte Formen und eine schöne Verarbeitung: mal Silber pur, mal mit Steinen, auch - ganz modern - mit Bernstein.
Ostseeküste und Masuren
Schöne Strände, üppige Wälder, klare Seen
Polens Norden mit seinen Naturparadiesen setzt auf sanften Tourismus
Die noch weitgehend intakte Natur mit ihren abwechslungsreichen Landschaftsformen und die Großstädte mit ihrem breiten Freizeit- und Kulturangebot machen den Norden Polens zur beliebtesten Urlaubsregion des Landes.
Polens Ostseeküste zieht sich über 524 km von Świnoujście (Swinemünde) auf Usedom bis zur Frischen Nehrung hin, deren nordöstlicher Teil in der russischen Exklave Kaliningrad liegt. Der Strand hat viele Gesichter: schneeweiße, breite Sandstreifen, von Kiefernwäldern und Dünen gesäumt, steile, bis zu 100 m hohe Kliffe, Wanderdünen, Strandseen, Salzwiesen und Haffe. Gleich hinter der Küste beginnt die sanfte Moränenlandschaft Westpommerns, dann liegen weiter östlich die Kaschubische Schweiz, das Ermland und Masuren mit seinen unzähligen Seen. Legendär ist die von Wasser und Wald geprägte Landschaft, die Vielfalt der in Westeuropa längst rar gewordenen Pflanzen- und Tierwelt, die Ruhe und Beschaulichkeit der kleinen Orte. Aber die Zeiten, in denen man kilometerweit wandern konnte, ohne einer Menschenseele zu begegnen, sind vorbei. Selbst in vielen Dörfern leben die Menschen vom sanften Tourismus. Kleine, liebevoll eingerichtete Pensionen mit Bötchen, Angelzeug und Reitpferd laden ebenso ein wie die agrotouristischen Höfe, wo Sie eine landestypische Küche mit Produkten frisch vom Feld oder aus dem See probieren können. Gastfreundlich geht es auch in den größeren Orten und Städten der Küste zu. Da aber herrscht ein anderer Geist vor: im Sommer überlaufene, moderne Kur- und Seebäder, quirliges Strand- und Stadtleben und eine professionelle Vermarktung von Sehenswürdigkeiten. Besucher können in Polens Norden auch eine Vielfalt wieder aufgebauter und sorgfältig restaurierter Kulturdenkmäler besichtigen: die einzigartige, typische Backsteingotik, die von der Zugehörigkeit der alten Küstenstädte zur Hanse zeugt, die historischen Bauten des Deutschen Ordens und viele der ehemaligen deutschen Landsitze und Schlösser in Masuren. Viel Wissenswertes finden Sie in den MARCO POLO Bänden „Masurische Seen“ und „Polnische Ostseeküste“.
Gdańsk (420000 Ew.) ist die Königin der polnischen Ostseestädte und eindeutig die schönste der drei ungleichen Schwesternstädte Gdańsk, Gdynia (Gdingen) und Sopot, auch Dreistadt (Trójmiasto) genannt.
Die Hauptstadt (170000 Ew.) der Woiwodschaft Warmia i Mazury (Ermland und Masuren) ist auch deren kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Sie wurde erstmals 1348 urkundlich erwähnt und ist heute eine lebendige Großstadt.
Wenn „Helmut“ schrill klingelnd um die Ecke biegt, dann gehört dies zum Stettiner Stadtbild. Es gibt einige davon: ausgemusterte deutsche Straßenbahnen, die ihren Dienst in Polen fortsetzen.
Miejski Szlak Turystyczny (Städtische Wanderroute): Folgen Sie der roten gestrichelten Linie auf den Gehwegen und lassen Sie sich über 7 km zu 42 Baudenkmälern und Sehenswürdigkeiten Stettins führen. Routenplan bei der Touristinformation.
Rund um Posen
An Polens Wiege
Bei der Entwicklung Polens in eine moderne Zukunft spielen Wielkopolska und Poznań eine Vorreiterrolle
Was wäre, wenn die biblische Eva aus Posen stammte? Nichts. Die Menschheit wäre verloren. Denn eine Eva aus Posen hätte den Apfel nicht gegessen, sondern geschält und eingeweckt. Schluss, aus.
Diese Scherzfrage illustriert treffend den Ruf, den die Posener und auch die Großpolen unter den Polen genießen. Sie werden die Preußen Polens genannt; ihnen wird nachgesagt, besonders gewissenhaft, pünktlich, fleißig und ordentlich zu sein.
Gewiss haben die Teilungen Polens und die beinahe einhundertfünfzig Jahre andauernde Herrschaft Preußens hier ihre Spuren hinterlassen. Aber entscheidend für die starke regionale Identität der Bewohner Großpolens (Wielkopolska) ist wohl eher die Tatsache, im Kern- oder Keimland des polnischen Staates zu leben. Hier nahm der Prozess der Staatswerdung Polens mit der Annahme des Christentums im Jahr 966 seinen Anfang. Schon zwei Jahre später gab es in Posen das erste Bistum, und im Jahr 1000 weihte man im neuen Erzbistum Gnesen bei Posen eine gewaltige Kathedrale, den zukünftigen Krönungsort der ersten polnischen Könige.
Nicht zuletzt schöpfen die Bewohner von Wielkopolska ihr starkes Selbstbewusstsein aus der Tatsache, dass ihre Region über das größte wirtschaftliche Potenzial landesweit verfügt. Hier ist der Durchschnittsverdienst hoch und die Arbeitslosenquote gering. Auch als Kornkammer des Landes hat die Region eine lange Tradition. Am stärksten jedoch wird Großpolen mit dem Handel assoziiert. Posen und die gesamte Region haben seit jeher von ihrer Lage an uralten Handelswegen profitiert. Daher ist das Straßen- und Eisenbahnnetz in und nach Großpolen besonders gut ausgebaut.
Die Landschaft von Wielkopolska haben skandinavische Gletscher geprägt. Sie hinterließen im bewaldeten westlichen und nördlichen Teil zahlreiche Seen. Sanfte Hügel und kleinere Erhebungen prägen hier eine liebliche Landschaft. Während sich der westliche und nördliche Teil der Region durch die Schönheit seiner Natur auszeichnet, hat im Osten und Süden der Mensch die Kulturlandschaft geprägt, Zeugnisse dafür sind eindrucksvolle gotische und barocke Bauwerke. Besonders wertvoll sind auch die romanischen Architekturdenkmäler zwischen Posen, Gniezno (Gnesen) und Kruszwica. Zahlreiche sorgfältig restaurierte prunkvolle Paläste und Herrenhäuser südlich von Posen zeugen darüber hinaus vom einstigen Wohlstand des einst hier ansässigen Adels.
Die Bedeutung Posens (600000 Ew.) als internationaler Messestandort bestimmt wesentlich die Ausstrahlung der Stadt und hat eine lange Tradition.
Die Posener City Card berechtigt zur kostenlosen Nutzung aller städtischen Verkehrseinrichtungen. Darüber hinaus freier Eintritt in Museen u. Ä., Rabatte in Restaurants, Kinos, Oper etc. Preise inkl. kleiner Fremdenführer: 1-Tageskarte 30 Zł., für 2 Tage 40 Zł., für 3 Tage 45 Zł. Für touristische Ziele in der Umgebung ist die Karte jeweils einen Tag länger gültig. In allen Filialen des Städtischen Informationszentrums für Touristik sowie in einigen Hotels
Rund um Warschau
Polens Zentrum
Die wachsende Metropole beeindruckt durch ihre Gegensätze, und von ihr aus lassen sich reizvolle Teile des Landes entdecken
Mazowsze - Masowien - nennt sich das Land an der Mittleren Weichsel rund um Warschau. Kleine und mittlere Städte wie Kazimierz, Płock oder łowicz haben hier Interessantes zu bieten.
Fruchtbare Felder, von Kopfweiden gesäumte Flussläufe und ein Wald, der fast bis nach Warschau reicht, machen den Reiz der masowischen Landschaft aus. Auf keinen Fall sollte man sich auch das spannende łódź entgehen lassen, und wer auf Natur pur steht, der sollte sich unbedingt auf den Weg zu den Wisenten, Elchen und Tarpanen in Europas letztem Urwald von Białowieża machen.
Warszawa beeindruckt heute vor allem durch seine Schnelllebigkeit und sein ungezähmtes Wachstum.
Die Warschauer Touristenkarte (Warszawska Karta Turysty) berechtigt zu kostenloser Nutzung aller städtischen öffentlichen Verkehrsmittel, kostenlosem Eintritt in 27 Museen, Rabatten in einigen Sporteinrichtungen und Hotels. 24-Stunden-Karte 35 Zł., 72-Stunden-Karte 65 Zł., erhältlich in den Touristinformationen am Hauptbahnhof, am Flughafen, am Königsschloss und in einigen Hotels.
Schlesien
Heimat von Polen und Deutschen
Das Land an der mittleren Oder bezaubert durch seine Naturschönheiten und ist eine kulturelle Fundgrube
Die Natur, aber auch die deutsche und die polnische Kulturtradition haben in Schlesien, dem Land beiderseits der oberen und mittleren Oder, eine ganz besondere ästhetische und geistige Aura verliehen. Nach 1945 wurde aus dem deutschen Schlesien das polnische Śląsk. Moderne Industrie, eine gut entwickelte mittelständische Landwirtschaft und der Tourismus prägen heute zu gleichen Teilen das Leben dieses Gebietes, das zu den wohlhabendsten in Polen zählt.
Eine abwechslungsreiche Landschaft eröffnet sich hier den Besuchern: Hochmoore, jahrhundertealte Eichen- und Buchenwälder, die Höhen des Eulen-, Glatzer- und Altvatergebirges, die karge Bergwelt der Schneekoppe, der höchsten Erhebung des Riesengebirges.
Im Sommer bevölkern Scharen von Wanderern die Bergzüge im Süden der Region. Im Winter werden sie von Skifahrern abgelöst. Sie alle zieht der Zauber des Riesengebirges und der Beskiden an, die guten und preiswerten Unterkünfte, das herzhafte Essen. Kulturinteressierte finden auf Schritt und Tritt wunderbare Barock-Architektur, viele Kleinode der Holzbauweise, interessante Museen.
Das Herz der technikbegeisterten Besucher schlägt höher bei der Besichtigung von Papiermühlen, Glasbläsereien und anderen alten Industrieanlagen, die man hier zu Tourismuszwecken betreibt. Erholung bieten die bekannten schlesischen Kurorte, wie Bad Kudowa oder Bad Altheide. Das sind die Vorzüge Niederschlesiens, das von der deutschen Grenze bis hinter Wrocław (Breslau) reicht.
Wer ostwärts weiterfährt und ins Oppelner Schlesien kommt, begegnet der einige Hunderttausend Menschen zählenden deutschen Minderheit. Spätestens bei Bytom (Beuthen) ist man dann in Oberschlesien, dem Land der Steinkohle und der rauchenden Schlote, das sich bis hinter Katowice (Kattowitz) erstreckt.
Am Fuße des Riesengebirges gelegen, schmiegt sich die 92000 Ew. zählende Stadt in eine Gabelung der Flüsse Bóbr (Bober) und Kamienna (Zacken).
Die 30000 Ew. zählende Stadt an der Glatzer Neiße (Nysa Kłodzka) ist vor allem durch ihre gotische Steinbrücke aus dem 14. Jh. berühmt, die mit ihren barocken Skulpturen auf der Brüstung wie eine Miniaturausgabe der Prager Karlsbrücke wirkt.
Auf dem Markt der 130000 Ew. zählenden Stadt wartet eine Überraschung: Das Rathaus ist eine 1936 errichtete Nachahmung des Palazzo Vecchio in Florenz.
Der 40 km lange und höchste Gebirgszug der Sudeten mit seinen abgerundeten Gipfeln ist die Heimat des Berggeistes Rübezahl. Auf dem Kamm des Riesengebirges verläuft die polnisch-tschechische Grenze; ein Teil des Gebirges wurde in einen Nationalpark (Karkonoski Park Narodowy) umgewandelt. Der MARCO POLO Band „Riesengebirge“ hilft mit vielen Informationen beim Entdecken der Region.
Polens viertgrößte Stadt (640000 Ew.) liegt an der Oder. Der Fluss schickt sein Wasser in zahlreiche Nebenarme und Kanäle, deren Ufer mehr als einhundert Brücken überspannen.
Zentral gelegen: das Avantgarde-Hostel in Breslau (40 Betten | ul. Kościuszki 55 | Tel. 0713410738 | Fax 0713410738 | www.avantgardehostel.pl) - das Bett im Schlafsaal kostet 40 Zł., die Atmosphäre ist angenehm.
Von Krakau bis Przemyśl
Der Osten lockt mit Vielfalt
Neben der städtebaulichen Perle Krakau gibt es sie noch - die Welt der Holzhäuser und Adelsresidenzen
Es lohnt sich, einmal von altbekannten Routen abzuweichen und einen Krakau-Besuch zum Anlass zu nehmen, Polens Südosten zu erkunden, ehe es zu spät ist.
Noch prägen schachbrettartig angelegte, wellige Felder, Holzhäuser und -kirchen, glanzvolle Adelsresidenzen und malerische Burgruinen das dünn besiedelte Land. Unverkennbar jedoch verdrängen Autos und moderne Landmaschinen das noch vor wenigen Jahren allgegenwärtige Pferd von den Straßen und Feldern. Noch gibt es handgeschnitztes Holzspielzeug zu kaufen, doch immer mehr Plastikramsch wird auf den Märkten angeboten. Bunte Reklameschilder vereinheitlichen zunehmend das Aussehen der Städtchen und Dörfer.
Dennoch, hinfahren! Lublin, Zamość und Krakau bergen wahre Architekturwunder und interessante Museen. Die Atmosphäre dieser Städte wird geprägt von Renaissancebauten, die den Orten einen fast italienischen Charakter verleihen. Wenig bekannte Gebirge, die Beskiden und die Bieszczady mit ihren sanften, bewaldeten Kämmen laden zum Wandern ein, genau wie die Hohe Tatra. Ein Besuch im Wallfahrtsort Tschenstochau veranschaulicht, wie wichtig den Polen ihr Glaube ist. Allerorten stößt man zwischen Krakau und Przemyśl auch auf Überbleibsel der einzigartigen Welt des jiddischen Stetl. Nicht weit von Krakau liegt Auschwitz, der traurigste Ort des 20. Jhs., wo diese Welt ausgelöscht wurde.
Keine polnische Stadt wird auch nur im Entferntesten so verehrt und bewundert wie Kraków. Es gibt unzählige Gründe, diese Stadt zu entdecken. Hier, auf dem Wawel, befinden sich der Krönungsort und die Grablege der polnischen Könige.
Während der Norden eher streng mit seiner Backsteingotik daherkommt, hat der Süden einen ganz anderen Charakter: Die Bürgerhäuser und Magnatenschlösser im hellen Barock oder in den Pastellfarben der Renaissance wirken elegant und immer ein wenig südländisch.
Das Hostel Momotown im Krakauer Stadteil Kazimierz (40 Betten | ul. Miodowa 28 | | Tel. 0124296929 | Fax 0124296929 | www.momotownhostel.com) verschafft müden Reisenden günstige Ruheplätze: Das Bett im Schlafsaal kostet 45 Zł., die Atmosphäre ist angenehm.
Ausflüge und Touren
Ein Land in Ausschnitten
Gnesen und Warschau sind die Ausgangspunkte für zwei kurze Reisen im Herzen Polens
Eine kleine Reise in die Geschichte und ZurückDiese Zeitreise führt Sie von den Anfängen des polnischen Staates in Gniezno bis zu Europas ältester erhaltener Hallstadt-Siedlung aus vorchristlicher Zeit nach Biskupin. Dann geht es zu den Burgruinen aus dem 14. Jh. am Gopło-See und zu einer moralischen Belehrung auf den romanischen Säulen in Strzelno. Der letzte Reisepunkt mit den Piktogrammen in den Feldern von Wylatowo führt in die Gegenwart zurück. Die landschaftlich reizvolle Strecke ist ca. 180 km lang, sie beginnt und endet in Gniezno. Die Tour kann man gut als Tagesausflug planen, es empfiehlt sich aber, eine Übernachtung einzulegen.
Fahrt entlang der oberen WeichselVon Warschau nach Südpolen den malerischen und wilden Weichselstrom entlang, durch verträumte Städtchen mit den Spuren vergangener Blütezeit. Man kann die Reise von Warschau in den Süden bequem und schnell über die Autobahn antreten. Doch nehmen Sie sich lieber ein wenig Zeit. Genießen Sie die schöne Landschaft an der oft noch ursprünglichen Weichsel, und machen Sie Rast in malerischen Orten. Die Strecke von Warschau nach Sandomierz ist etwa 450 km lang.
24h
Ein Tag in Krakau
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
Das Frühstück wird süßBloß kein Stress am Morgen! Erst mal im Café Noworolski in den Samtstühlen versinken und einen Kaffee und ein Stück Nusskuchen bestellen. Der Kuchen ist weltberühmt und am Morgen noch ofenwarm! Zudem kann man von hier bestens das Treiben auf dem Marktplatz beobachten. Wo? Rynek Główny 1/3 | www.noworolski.com.pl
Krakau by KajakRan an das Paddel! Mit dem Kajak die Weichsel entlangschippernd wird die Stadt entdeckt und das Wawel-Schloss von einer anderen Perspektive gesehen. Die besten Krakau-Fotos schießt man vom Boot aus. Wo? SKS Nadwiślan Sports Club | ul. Kościuszki 16 | Kosten: ab 5 Euro | www.aquafun.net.pl
Lunch DeluxeSpätestens jetzt meldet sich der Hunger! Das Restaurant Bohema ist genau die richtige Adresse. Unter beeindruckendem Gewölbe gibt's polnisch-kulinarische Leckereien. Auf keinen Fall sollte man sich die Pilzsuppe entgehen lassen, die in einem Brotmantel serviert wird. Als Hauptgang-Highlight essen Gourmets den Zander auf Spinat in Butterpilzsoße. Wo? ul. Golębia 2 | www.bohema.cracow.pl
Ausgeflippte KommunistenAnschnallen und ab in die Vergangenheit! Start frei für die Communist Tour Deluxe. In einem Trabant oder Polski Fiat tuckert man an Stationen kommunistischer Vergangenheit vorbei. Zum Beispiel an sozialistisch geprägten Vororten wie Nowa Huta. Mit auf dem Programm: ein Besuch in einer typisch sozialistischen Wohnung. Außerdem gibt's auf Wunsch noch eine Fahrstunde im legendären Trabi. Wo? Kosten: ab 33 Euro | Anmeldung und Treffpunkt unter Tel. 05000/91200 | www.crazyguides.com
Stylishe TonarbeitJetzt sind eine ruhige Hand und eigener Stil gefragt! Im Hof Czeczow am Haus der Kultur designt man seine ganz persönliche Version eines stylishen Tonkruges. Die erfahrene Künstlerin Pani Lucja hilft beim Töpfern und Signieren. Wo? ul. ks. Jerzego Popiełuszki 36 | Kosten: 70 Euro | Anmeldung nötig: Tel. 0126513913 | www.dworczeczow.pl
Big in JapanTokio liegt gleich um die Ecke! Das beste Sushi der Stadt findet man in der Altstadt von Krakau im Edo. Kein Wunder, denn die Besitzer importieren die leckeren Zutaten für ihre Sashimis und Nigiris direkt aus Japan. Die Köstlichkeiten werden nach jahrhundertealten Rezepten hergestellt und in original japanischem Ambiente serviert! Also Stäbchen in die Hand und immer schön verbeugen! Wo? ul. Bożego Ciała 3 | www.edosushi.pl
Kunstvoller AperitifJetzt heißt's mitten hinein in die Kunst-Szene! Der erste Drink des Abends garantiert interessante Gespräche. In diesem Konzept-Club legen nicht nur DJs abwechselnd Modern Jazz oder Elektro auf, auch Livebands sorgen für gute Stimmung. Außerdem: Kunst satt! Grafiken, Videoinstallationen und Modern-Art-Ausstellungen bieten jede Menge Gesprächsstoff, während die Bässe wummern! Wo? Rynek Główny 30 | www.foliaclub.pl
SchattenspieleAuf zum Cień Klub. Übersetzt heißt der Name „Schatten“. Die wechselnden internationalen DJs, die Elektro, Breakbeat, Speed Garage an einem und Dirty House oder Rap an einem anderen Abend spielen, führen aber garantiert kein Schattendasein. Hier trifft sich die trendigste Szene Krakaus. Und wer in sein will, der muss hier rein! Wo? ul. Św. Jana 15 | www.cienklub.com
Sport und Aktivitäten
Toben Sie sich mal aus!
Das Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten in Polen ist so vielfältig wie die Natur
Keine Wünsche bleiben offen für den, der seinen Urlaub in Polen aktiv gestalten möchte. Neben den traditionellen Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder Kanufahren gibt es eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten: Eissegeln, Kitesurfen oder Offroad-Touren. Die Infrastruktur ist sehr gut, und die Preise sind günstig. Die meisten Hotels können Ihnen die richtigen Anlaufpunkte für Ihre Sportart nennen. Einen ersten Überblick verschafft www.polen-info.de.
AngelnPolen ist mit seiner langen Ostseeküste, seinen Flüssen, Tausenden von Seen, den vielen Talsperren und Teichen ein Paradies für Angler auf u. a. Lachs, Meerforelle, Hecht, Aal, Zander und Karpfen. Angelgenehmigung je nach Region 55-222 Zł., Tageskarte 30 Zł. Polski Związek Wędkarski (Polnischer Anglerverband) | ul. Twarda 42 | Warszawa | Tel. 0226208966 | Fax 0226208966 | www.zgpzw.pl
EissegelnIm Winter ist auf den zugefrorenen Seen Masurens Eissegeln angesagt. www.ferie-zimowe.pl/bojery_na_mazurach.php
FahrradtourenIm ganzen Land gibt es mehrere Tausend Kilometer markierte Radwege, das Netz wird ständig ausgebaut. In den wichtigen Ferienregionen bieten viele Hotels und Pensionen Leihfahrräder an. Der bergige Süden eignet sich gut für Mountainbiker, der Rest des Landes ist überwiegend flach oder leicht hügelig und stellt keine allzu großen Anforderungen an die Kondition der Fahrer. Strecken- und Tourenpläne erhalten Sie in regionalen Touristinformationen und beim Polnischen Tourismusverband PTTK | ul. Senatorska 11 | Warszawa | Tel. 0228262251 | Fax 0228262505 | www.pttk.pl
GolfSeit den 90er-Jahren gewinnt Golf immer mehr Anhänger, inzwischen gibt es über 50 Plätze. Polish Golf Union | LIM Center | Al. Jerozolimskie 65/79 | Warszawa | Tel. 0226305560 | Fax 0226305561 | www.pzg-golf.com.pl | www.golf.pl
Kajak & KanuPolen bietet herrliche Routen für Kajak- und Kanufahrer. Kanus und Ruderboote sind an vielen Seen für 8-10 Euro zu mieten. Die 100-km-Strecke auf der Krutynia über 17 Seen durch Naturschutzgebiete ist legendär. Ebenso die Czarna-Hańcza-Route durch den Wigry-Nationalpark oder der Oberländische Kanal. Informationen für Masuren unter www.as-tour.de, sonst Polski Zwiazek Kajakowy (Polnischer Kajakverband) | ul. Erazma Ciolka 17 | Warszawa | Tel. 0228371470 | Fax 0228772460 | www.pzkaj.pl.
Offroad-TourenMehrere Veranstalter bieten Off-road-Touren für Gruppen und Individualtouristen durch das wald- und seenreiche Gebiet der Region Drawsko-Pomorskie und das niederschlesische Eulengebirge an, z.B. Przygoda (Zbrojewo 2 | Drawsko Pomorskie | www.njz.pl). Im Nordwesten Polens veranstaltet die Tourismusagentur MTM eine „Pommern-Safari“: mtm - Maritime Touristic Management | ul. Czorstyńska 14 | Szczecin | Tel. 0914872389 | www.mtm.inet.pl.
ReitenReitsport und Pferdezucht haben in Polen eine alte Tradition. In den letzten Jahren entwickelt sich der „Urlaub im Sattel“ zu einem Massensport. Es gibt über 1000 Gestüte und Reitzentren, viele davon in wunderschönen alten Gutshäusern oder Schlössern. Informationen zum Reitsport-Tourismus unter www.pttk.pl. Mehrtägige Wanderritte durch Polen: www.urlaubspferd.de | www.pferdreiter.de. Daneben gibt es immer mehr private Reitzentren und -schulen, z.B. Pensjonat Sasek | Sasek Mały 14 | Szczytno | Tel. 0896221160 | www.sasek.pl.
Segeln & SurfenZum Segeln und Windsurfen eignen sich besonders die Seengebiete in Masuren, aber auch im nördlichen Podlasie, in West- und Ostpommern, Großpolen und in der Region Lubuskie. Für Hochseesegler werden die Yachthäfen in Świnoujście, Kołobrzeg, Ustka, łeba, Gdańsk und Gdynia empfohlen. Informationen: Polski Zwiazek Żeglarski (Polnischer Seglerverband) | ul. Chocimska 14 | Warszawa | Tel. 0228480483 | Fax 0228480482 | www.pya.org.pl
TauchenDie besten Tauchgebiete für Anfänger befinden sich in den Seengebieten von Masuren und der Kaschubei. Auf dem 44 m tiefen Grund des masurischen Mamry-Sees können Taucher sogar ein um 1600 überflutetes Dorf „besuchen“. Komisja Działalności Podwodnej, KDP PTTK (Abteilung für Tauchsport des Polnischen Tourismusverbandes) | ul. Senatorska 11/25 | Warszawa | Tel. 0228261251 | Fax 0228268389 | www.kdp-pttk.org.pl
WandernIn ganz Polen, vor allem im Norden und in den Bergregionen, besteht ein dichtes Netz von Wanderwegen. Insgesamt gibt es rund 9000 ausgewiesene Strecken. An den wichtigsten Wanderwegen liegen ganzjährig geöffnete Herbergen und im Sommer geöffnete Campingplätze. PTTK (Polnischer Tourismusverband mit zahlreichen Filialen)
WintersportPolens Winterhauptstadt ist Zakopane in der Hohen Tatra mit den höchsten Bergen Polens (www.zakopane.pl). Weitere Skigebiete befinden sich in den Beskiden in Szczyrk (www.szczyrk.com.pl), wo es 50 km lange Abfahrten gibt, und in Wisła, (www.wisla.pl); auch Krynica (www.krynica.pl) bietet gute Bedingungen. Am weitesten westlich liegen die Skizentren in den Sudeten: Karpacz (Krummhübel) mit einem größeren Skizentrum auf der Mała Kopa, (www.kopa.com.pl), der Berg Czarna Góra (www.czarnagora.com.pl) in der Nähe von Kłodzko (Glatz) und Szklarska Poręba (Schreiberhau), das größte und modernste Skigebiet mit Abfahrten von etwa 20 km Länge (www.sudetylift.com.pl). Saison: Dez.-April, Tageskarte ca. 14 Euro, 7-Tage-Karte ca. 75 Euro.
Mit Kindern reisen
Sport, Spass und Natur
In Polen kommen die Kleinen ganz groß raus
Die Kinderfreundlichkeit der Polen macht das Reisen mit Kindern angenehm. Für die Kleinen finden das ganze Jahr über die verschiedensten Veranstaltungen statt, und es gibt ein breites Angebot für Freizeit mit Kindern.
Dabei legt man in der Regel Wert darauf, dass Kinder selbstständig aktiv werden, und sieht keinen Widerspruch zwischen Spaß haben und Lernen. Besonders im Sommer und in den übrigen Schulferien ist Polen für Familien mit Kindern ein ideales Reiseziel - und obendrein sind viele Angebote preiswert.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Polen-Reise
AutoFür die Einreise mit dem PKW über einen der 23 Grenzübergänge nach Polen genügt der Führerschein. Die grüne Versicherungskarte ist nicht mehr Pflicht. Seit dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen gibt es keine Passkontrollen mehr an der Grenze.
BahnDer Euro-City von Berlin braucht 6 Std. nach Warschau. Er fährt dreimal täglich und ist reservierungspflichtig. Der Intercity aus Hamburg über Berlin nach Breslau und Krakau fährt 12 Std. 40 Min. Es fahren auch vier Nachtzüge von Berlin, Köln und Dresden nach Warschau. Regionalexpress-Züge (RE) verkehren mehrmals am Tag von Berlin nach Kostrzyn (Küstrin) sowie nach Szczecin (Stettin), Fahrradmitnahme möglich. Im Sommer gibt es direkte Verbindungen zwischen Berlin und Świnoujście (Swinemünde), Fahrzeit ca. 4,5 Std. Fahrplanauskunft: Polnische Bahn (Polskie Koleje Państwowe) | Tel. 030/24729998 | www.pkp.pl und Deutsche Bahn | www.bahn.de
BusZwischen vielen Städten in Deutschland und Polen gibt es regelmäßige Busverbindungen. Auskunft über diese preiswerteste Art, nach Polen zu reisen: www.polen-info.de
FlugzeugEs gibt Flugverbindungen in alle wichtigen polnischen Großstädte. Neben den etablierten Linien LOT (www.lot.com) und Lufthansa verkehren auch zahlreiche Billigflieger (Centralwings, Easy Jet, Germanwings, Ryan Air u. a.). Aktuelle Infos bei den Fluggesellschaften und unter www.polen-info.de
Polnisches FremdenverkehrsamtKurfürstendamm 71 | 10709 Berlin | Tel. 030/2100920 | Fax 2100914 | www.polen-info.de
AutoHöchstgeschwindigkeiten: innerorts 60 km/h, außerorts 90 km/h, Landstraßen mit zwei Spuren 100 km/h, Autobahn/Schnellstraße 130 km/h. Es besteht Anschnallpflicht, und von Oktober bis Februar ist auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten. Straßenbahnen haben immer Vorfahrt. Promillegrenze: 0,2. Bußgelder müssen an Ort und Stelle bezahlt werden. Das außerörtliche Tankstellennetz ist dicht; „ON“ ist die Abkürzung für Diesel, ein durchgestrichenes „Pb“ für bleifrei.
Bauernhof-UrlaubAgroturystyk-Bauernhöfe bieten außer Unterkunft für 5-10 Euro pro Nacht Reiten, Bootsfahrten, Angeln, Radtouren, Wanderungen u. v. m. Die Polnische Föderation für Tourismus auf dem Lande zeigt auf ihrer Website über 600 Höfe mit Fotos, Preisen und Leistungen: www.agroturystyka.pl, Infos auch unter www.wakacje.agro.pl.
CampingEs gibt etwa 220 gut ausgestattete Campingplätze. Sie sind in der Regel von Mai bis September, einige auch ganzjährig geöffnet. Polnischer Campingverband (Polska Federacja Campingu i Caravaningu, PFCC) | Tel. 0228106050 | www.pfcc.info
Botschaft der Bundesrepublik Deutschlandul. Dąbrowiecka 30 | 03-932 Warszawa | Tel. 0225891700 | Fax 0225841739 | www.ambasadaniemiec.pl
Botschaft der Republik Österreichul. Gagarina 34 | 00-748 Warszawa | Tel. 0228410081 | Fax 0228410085 | www.bmeia.gv.at/warschau
Botschaft der SchweizAleje Ujazdowskie 27 | 00-540 Warszawa | Tel. 0226280481 | Fax 0226210548 | www.eda.admin.ch/warsaw
EintrittspreiseDie Eintrittspreise für Museen, Ausstellungen, Schlösser, Kirchen etc. liegen zwischen 4 Zł. und 20 Zł. (also 1,10 und 5,50 Euro). Der teuerste Eintritt ist der in das Bergwerk Wieliczka mit 45 Zł. Eine Opernkarte kostet ab 30 Zł., eine Konzertkarte ab 20 Zł., eine Kinokarte ab 12 Zł. In vielen Museen ist an einem Tag in der Woche der Eintritt frei.
Geld & WährungDer Złoty ist frei konvertierbar, der Wechselkurs ändert sich, meistens geringfügig, täglich. Den günstigsten Tageskurs bekommt man am Geldautomaten mit der EC-Karte. In Hotels, Restaurants und in den Geschäften kann man problemlos mit EC- oder z.B. Visa-Karte bezahlen. Möchten Sie mit Euro zahlen, dann werden Münzen nur ungern entgegengenommen, auch polnische Banken tauschen nur Scheine in Złoty.
GesundheitIn allen größeren Städten gibt es gut ausgestattete Krankenhäuser und Ambulanzen. Die ärztliche und zahnärztliche Versorgung entspricht europäischem Standard. Deutsche Krankenkassen übernehmen im Krankheitsfall die Kosten, wenn Sie sich die Europäische Versicherungskarte EHIC (kostenlos) besorgen.
HotelsRund 1000 Hotels bieten ihre Dienste an, fast die Hälfte davon ist in die (internationale) 3-Sterne-Kategorie eingeordnet. In den meisten Hotels spricht man an der Rezeption englisch und/oder deutsch. In den Großstädten ist das Preisniveau guter Hotels mit dem westlichen vergleichbar, auf dem Land ist es etwas preiswerter. www.hrs.com | www.hotel.pl | www.orbis.pl | www.polhotels.com
Internetwww.culture.pl - die Website der Adam-Mickiewicz-Universität, einer staatlichen Kulturinstitution (auch englisch).
Internetcafés & WlanIn allen großen Städten und den meisten kleineren gibt es Internetcafés. Die Preise liegen bei 4-10 Zł., also 1-3 Euro, pro Stunde.
JugendherbergenEs gibt fast 150 ganzjährig geöffnete Jugendherbergen in Polen, weitere 300 öffnen im Sommer. Polnisches Jugendherbergswerk (PTSM) | www.ptsm.org.pl
MietwagenAn den Flughäfen und in den Großstädten sind internationale und kleinere Autovermieter vertreten, z.B. Auto Tex (www.autotex.com.pl), Avis (www.avis.pl), Hertz (www.hertz.com.pl), National Car Rental (www.nationalcar.com.pl), Sixt (www.sixt.pl). Ein Kleinwagen für ein Wochen-ende im August kostet z.B. ab 190 Euro.
NotrufeAmbulanz 999, Feuerwehr 998, Polizei 997, Pannenhilfe 981
ÖffnungszeitenEinzelhändler und Kaufhäuser haben Mo-Fr 11-19 und Sa 11-14 Uhr geöffnet. Lebensmittelläden öffnen bereits zwischen 6 und 8 Uhr, manche sind rund um die Uhr offen. Behörden und Banken sind in der Regel 8-17 Uhr, Postämter 8-16 Uhr geöffnet, zum Teil auch länger. Restaurants kennen normalerweise keinen Ruhetag.
PostBriefe und Postkarten innerhalb Europas kosten 2,40 Zł., Eilzustellungen (Prioritaire) z.B. nach Deutschland 3 Zł. In der Regel braucht die Eilzustellung nach Deutschland vier Tage, die normale bis zu zehn Tagen.
RadtourenIn zahlreichen Regionen Polens gibt es ausgewiesene Routen für Radfahrer und Mountainbiker. Auch die verkehrsarmen Nebenstrecken eignen sich für Radtouren; Reiseveranstalter in Polen und Deutschland bieten individuelle und geführte Touren an. Beliebte Ziele sind Masuren, Pommern sowie die Nationalparks in der nordöstlichen Woiwodschaft Podlasie.
SchiffstourenAusflugsfahrten nach Polen veranstaltet die Reederei der Adler-Schiffe (Tel. 04651/98700 | www.adlerschiffe.de). Buchbar sind die reinen Überfahrten sowie zusätzliche Busrundfahrten mit deutschsprachiger Reiseleitung. Folgende Verbindungen werden regelmäßig angeboten: tgl. zwischen Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf auf Usedom und Międzyzdroje auf Wollin mit Umsteigen in Świnoujście (Swinemünde) sowie zwischen Altwarp auf Usedom und Nowe Warpno (Neuwarp) mit Bustransfer nach Szczecin (Stettin).
Telefon & HandyTelefonkarten für Automaten für 25, 50 und 100 Einheiten sind in Kiosken und bei der Post erhältlich. Die ehemalige Ortsvorwahl ist in die Anschlussnummer integriert worden; so wählt man nun bei allen Orts- und Ferngesprächen innerhalb Polens erst die alte Vorwahl (z.B. für Krakau 012), dann die 7-stellige Anschlussnummer. Bei Gesprächen ins Ausland gelten die internationalen Vorwahlnummern (Polen 0048, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041). Telefonauskunft für Orts- und Fernverbindungen: 118913.
ZigarettenEin Päckchen kostet etwa 6-9 Zł. (1,50-2,50 Euro) und ist damit nicht halb so teuer wie in Deutschland. Denken Sie daran, dass jede Person nur eine Stange Zigaretten ausführen darf, alles darüber ist Schmuggel.
ZollMit dem EU-Beitritt sind Zollkontrollen generell weggefallen. Man kann Waren für den privaten Gebrauch frei ein- und ausführen, es gelten die EU-Zollbestimmungen. Ausnahme bis Ende 2008: Nur 200 Zigaretten dürfen pro Person aus Polen ausgeführt werden. Für Antiquitäten, die vor Mai 1945 hergestellt wurden, braucht man eine Genehmigung des Denkmalkonservators der jeweiligen Woiwodschaft. www.zoll.de
BusCa. 60 Cent für eine Stadtfahrt
Kaffee1,25 Euro für eine Tasse
Imbiss2,50 Euro für zapiekanka, käseüberbackenes Baguette
Bier1-2 Euro für 0,3 l vom Fass
Benzin1,10 Euro für 1 l Super
Eis1,50 Euro für zwei Kugeln
Unser Insider
Die MARCO POLO Autoren Julia Kramer und Janusz Tycner im Interview
Julia Kramer wohnt in der Nähe von Kiel und ist selbstständig. Janusz Tycner lebt als freier Journalist in Warschau. Zusammen organisieren sie Studienreisen nach Polen.
Was machen Sie beruflich genau?J. K.: Mit Polen verbinden mich bei der täglichen Arbeit deutsch-polnische Projekte und interkulturelle Trainings, Präsentationen, Seminare und Studienreisen.
Was schätzen Sie an Polen besonders?J. K.: Sympathisch finde ich, dass der Mensch stets mindestens genauso wichtig ist wie seine gesellschaftliche Stellung. Wahre Empathie, Freundschaft und Loyalität haben in Polen einen besonderen Wert. Der Umgang ist meist warmherzig und rücksichtsvoll. Außerdem schätze ich die polnische Kreativität und das Vermögen, auf Unvorhergesehenes flexibel und gelassen zu reagieren.
Welcher Landstrich Polens liegt Ihnen besonders am Herzen?J. K.: Ich fühle mich in der Landschaft Masurens geborgen. Die unverdorbene Natur, die eine besondere Ruhe zu verbreiten scheint, und das einfache Leben ohne Schnickschnack schärfen den Blick für das Wesentliche im Leben.
Mögen Sie die polnische Küche?J. K. und J. T.: Es gibt viele leckere Gerichte, aber eines hat einen besonderen Platz auf der polnischen Speisekarte zur Winterzeit. Es ist bigos, zu dem es Schwarzbrot und Wodka gibt. Die aufwendige Zubereitung macht dieses aromatische Kraut-Fleisch-Pilz-Gemisch zu etwas ganz Besonderem.
Bloß nicht
Auch in Polen gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten
Unangemessen gekleidet sein„Oben ohne“ oder „ganz ohne“ am Strand ist weder üblich noch gern gesehen. Für Freizügigkeiten dieser Art gibt es den einzigen offiziellen FKK-Strand bei Krynica Morska auf der Frischen Nehrung und einige allgemein bekannte „wilde“ wie z.B. bei Dębki, Lubiewo und Chałupy auf der Halbinsel Hela. Generell herrscht in Polen eine recht konservative Kleiderordnung, die stark zwischen „offiziell“ und „privat“ unterscheidet und der Situation angemessen zu sein hat. Als taktlos empfindet man daher Besucher in Latschen und Shorts z.B. in Kirchen oder an Orten nationalen Gedenkens wie den ehemaligen Konzentrationslagern.
Rücksichts- und respektlos seinIm Unterschied zu der westlichen, auf individuelle Freiheit ausgelegten Erziehung wird man in Polen angehalten, auf die Umgebung Rücksicht zu nehmen. Lautes und auffälliges Benehmen, ob lautstarkes Auftreten in einem Restaurant, wildes Fotografieren in Kirchen, eine allzu heiße Knutscherei an öffentlichen Plätzen, wird als unangenehm empfunden. Rücksicht üben sollten Sie auch im anderen Sinne: Auch wenn Ihnen der polnische Katholizismus mit dem Marienkult oder der Papstverehrung etwas seltsam vorkommt, machen Sie keine Witze, und zeigen Sie Respekt. Seien Sie auch mit allzu drastischen Kommentaren zur polnischen Politik oder Geschichte zurückhaltend.
Höfliche Männer falsch verstehenVon klein auf werden polnische Jungen dazu erzogen, sich respektvoll und zuvorkommend Frauen gegenüber zu verhalten. Der berühmte Handkuss, den Frau sowohl von dem weltgewandten Städter als auch dem einfachsten Bauernjungen erhalten kann, ist das auffälligste Zeichen dafür. Sehen Sie das nicht als Angriff auf die Emanzipation oder gar als plumpe Anmache, auch nicht, wenn man Ihnen die Tür aufhält, den Koffer trägt, aus dem Mantel hilft - das ist selbstverständlich. Genießen Sie es einfach, es wird Ihnen gefallen.
Zebrastreifen trauenWenn Sie in Polen über die Straße gehen wollen und sich wartend an die Bordsteinkante stellen, dann werden Sie erleben, dass kein polnischer Autofahrer von Ihnen Notiz nehmen wird. Das muss er laut Straßenverkehrsordnung auch nicht. Erst wenn Sie sich bereits auf dem Übergang befinden, werden Autofahrer anhalten. Meistens jedenfalls. Also vertrauen Sie lieber keinem Zebrastreifen. Sind Sie als Autofahrer unterwegs, seien Sie bitte nicht höflich, und halten Sie nicht vor Zebrastreifen. Kein Einheimischer wird sich vom Fleck rühren, auch nicht, wenn Sie ihn mit freundlichen Gesten ermuntern. Spätestens wenn hinter Ihnen laut gehupt wird, sollten Sie Ihre Zuvorkommenheit aufgeben. Jedenfalls was Zebrastreifen betrifft.


