Landes-Info Portugal
Landes-Info Portugal


- Insider-Tipp
- Top Highlights
Unterhaltung
Unterhaltung
Porto und Nordportugal
Ausgehen in PortoKonzertprogramme von Fado über Jazz bis Klassik in der Casa da Música (Avenida da Boavista 604 | Tel. 220120220 | www.casadamusica.com). Die Jugend trifft sich an den Cais da Ribeira. Zu den angesagten Diskos zählen das Act (Rua Manuel Pinto de Azevedo 15) und Soundplanet (Avenida Fontes Pereira Melo 449).
Ausgehen in Viana do CasteloBeliebte Treffs sind die Azeiteiro Bar (Rua do Trigo) und die Bar-Discoteca Look (Avenida de Cabo Verde).
Unterhaltung
Zentralportugal
Ausgehen in CoimbraEiner der schönsten Fadoplätze in Portugal ist das À Capella, wo die fadistas allabendlich in der renovierten Kapelle Nossa Senhora da Victória aus dem 14. Jh. auftreten. Da der Platz begrenzt ist, unbedingt reservieren (Tel. 239833985 | www.acapella.com.pt)! Jüngeres Publikum trifft sich in den Diskos Via Latina (Rua Almeida Garrett 1) und Scotch Club (Quinta da Ínsua). In sind auch Diligência Bar (Rua Nova 30), Bigorna Bar (Rua Borges Carneiro 9), Piano Negro (Rua Borges Carneiro 19) und das Jazz Club Café (Rua Afonso Henriques 65).
Kneipen in NazaréBeliebte Kneipentreffs bis weit nach Mitternacht u. a. in der Rua Gil Vicente.
Unterhaltung
Lissabon und Umgebung
Lissabons NightlifeLissabons Nightlife beginnt durchweg spät und verteilt sich auf ganz unterschiedliche Zonen. Der Bairro Alto ist für seine gemütlichen Kneipengassen bekannt, u. a. um die Rua da Barroca und die Rua da Atalaia. Im Bairro Alto liegen auch bekannte Lokale für den kommerziellen Fado, darunter das Café Luso (Travessa da Queimada 10 | Tel. 213422281 | www.cafeluso.pt | 25 Euro Mindestverzehr p. P.).
Unterhaltung
Alentejo und Costa Azul
Ausgehen in ÉvoraLivekonzerte von Jazz bis Folk im Espaço Celeiros (neben dem Centro Comercial Eborim | www.evora.net/celeiros). Beliebte Bartreffs sind Jonas (Rua Serpa Pinto) und Amas do Cardeal (Rua das Amas do Cardeal).
Ausgehen in SesimbraGleich hinter den Stadtstränden konzentriert sich die belebte Bar- und Restaurantzone um den Largo da Marinha und den Largo Bombaldes.
Unterhaltung
Algarve
Ausgehen in AlbufeiraIn Albufeira gibt es während der Saison viele Möglichkeiten, die Nacht zum Tag zu machen, insbesondere um die Rua 5 de Outubro, die Rua Cândido dos Reis und den Largo Engenheiro Duarte Pacheco. Dauerbrenner ist die Diskothek Kiss in der Rua Vasco da Gama.
Ausgehen in LagosEine beachtliche Konzentration von Kneipen und Restaurants finden Sie in der Altstadt um die Praça Gil Eanes (Fußgängerzone), die Rua Afonso d'Almeida und die Rua 25 de Abril.
Auskunft
Auskunft
Porto und Nordportugal
Tourist-Information in BragaAvenida da Liberdade 1 | Tel. 253262550 | Fax 253613550 | www.cm-braga.com.pt
Tourist-Information in BragançaAvenida Cidade de Zamora | Tel. 273381273 | www.cm-braganca.pt
Tourist-Information in PortoRua Infante Dom Henrique 63 | Tel. 222060412 | Fax 222060414 | www.portoturismo.pt
Tourist-Information in Viana do CasteloRua do Hospital Velho | Tel. 258822620 | Fax 258827873 | www.cm-viana-castelo.pt
Auskunft
Zentralportugal
Tourist-Information in AveiroRua João Mendonça 8 | Tel. 234420760 | Fax 234428326 | www.rotadaluz.pt
Tourist-Information in CoimbraLargo da Portagem | Tel. 239488120 | Fax 239488129 | www.cm-coimbra.pt (Stadt) | www.turismo-centro.pt (Region)
Auskunft in GuardaPraça Luís de Camões | Tel. 271205530 | Fax 271205533 | www.mun-guarda.pt
Auskunft in NazaréAvenida da República | Tel. 262561194 | www.cm-nazare.pt
Auskunft in PenicheRua Alexandre Herculano | Tel. 262789571 | Fax 262783815 | www.peniche.oestedigital.pt
Auskunft
Lissabon und Umgebung
Lisboa Welcome CenterPraça do Comércio | Tel. 210312810 | www.visitlisboa.com. Weitere Büros am Flughafen und in der Bahnstation Santa Apolónia .
Auskunft
Alentejo und Costa Azul
Auskunft in ÉvoraPraça de Giraldo | Tel. 266777030 | Fax 266730039 | www.cm-evora.pt
Auskunft in SesimbraLargo da Marinha 26 | Tel. 212288540 | Fax 212288522 | www.mun-sesimbra.pt
Auskunft
Algarve
Auskunft in AlbufeiraRua 5 de Outubro | Tel. 289585279 | www.albufeira.net
Auskunft in FaroRua da Misericórdia 8 | Tel. 289803604 | www.cm-faro.pt
Auskunft in LagosLargo Marquês de Pombal | Tel. 282764111 | www.cm-lagos.pt
Auskunft in TaviraRua da Galeria 9 | Tel. 281322511 | www.cm-tavira.pt
Einkaufen
Einkaufen
Porto und Nordportugal
Einkaufen in PortoDie schönsten Einkaufs- und Bummelzonen liegen um die Rua Santa Catarina. Keramik gibt es bei A Cerca (Rua da Bainharia 56), Geschenkartikel jedweder Art bei Alma Viva (Praça Filipa de Lencastre 49), Fayencen bei Faianças Artísticas Bordalo Pinheiro (Rua Sá da Bandeira 641).
Markt in Viana do CasteloFreitags feira (9-16/17 Uhr) vor dem Kastell.
Einkaufen
Zentralportugal
Klöppelarbeiten aus PenicheDirekt neben dem Touristenbüro in der Rua Alexandre Herculano gibt es eine Klöppelschule (Escola de Rendas); die Arbeiten werden im Vorbereich verkauft
Einkaufen
Lissabon und Umgebung
Einkaufen in LissabonLissabon bietet Shoppingcenter wie Armazens do Chiado (Rua do Carmo 2) und Amoreiras (Avenida Duarte Pacheco | www.amoreiras.com) ebenso wie winzige Läden im Chiado und Bairro Alto. Schuhläden und Boutiquen konzentrieren sich in den Bereichen der Rua do Carmo und Rua Garrett.
Einkaufen
Alentejo und Costa Azul
Einkaufen in ÉvoraIn der Rua 5 de Outubro, die sich zwischen der Plaça de Giraldo und der pompösen Hauptfassade der Sé erstreckt, reihen sich einige Keramikshops auf. Hier bekommt man Teller, Kerzenhalter und Untersetzer zu fairen Preisen. Moderner geht es in der Fußgängerzone Rua João de Deus mit ihren Boutiquen zu.
Einkaufen
Algarve
Einkaufen in LagosDer Markt (Mercado Municipal) an der Avenida dos Descobrimentos eignet sich nicht nur zum Einkauf - die Fischsektion ist sehens- und riechenswert.
Essen und Trinken
Essen und Trinken
Porto und Nordportugal
Café ViannaKaffee- und Speisetradition seit 1871, die auch Einheimische schätzen. | Avenida Central | Tel. 253262336 | €
InácioRestaurant am Altstadtrand, wo Sie, umgeben von Holzbalken und Bruchsteinwänden, gemütlich sitzen. Den bacalhau gibt es für zwei Personen, zu empfehlen ist auch das Spezialmenü. | Di geschl. | Campo das Hortas 4 | Tel. 253613235 | €€-€€€
Restaurante PousadaDie exzellente Küche und der Blick durch die Panoramafenster lohnen den Abstecher. | Monte São Bartolomeu | Tel. 273331493 | €€€
Xing-LongVom Tourismusverband ausgezeichneter Chinese mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. | Avenida Sa Carneiro, lote 130 | Tel. 273331248 | €
Dona FilipaGepflegt old-fashioned wie das Hotel Infante de Sagres, in dem das Restaurant untergebracht ist. Stilvolles Tafeln unter Kronleuchtern - und nicht einmal überteuert. | Praça Filipa de Lencastre 62 | Tel. 223398500 | €€-€€€
MajesticPortos schönstes Kaffeehaus, seit 1921 in Betrieb. | Rua Santa Caterina 112 | Tel. 222003887 | €
O ComercialRestaurant im Palácio da Bolsa. Besonders stimmungsvoll am Abend, wenn die Börsenbesucher weg sind. | Sa mittags und So geschl. | Rua Ferreira Borges | Tel. 222322019 | €€
Conde do CamaridoDas ins Hotel Melo Alvim integrierte Restaurant serviert gepflegte, nicht überteuerte Gerichte in altem Gemäuer. | Avenida Conda da Carreira 28 | Tel. 258808200 | €€-€€€
Dolce VitaPizza und Pasta in großzügigen Portionen zu günstigen Preisen - das regelmäßig gut gefüllte Restaurant spricht für sich. | Rua do Poço 44 | Tel. 258824860 | €
Essen und Trinken
Zentralportugal
O MercantelHier dominieren Fisch und Schalentiere. | Mo geschl. | Cais dos Mercantéis 13 | Tel. 234428057 | €-€€
Adega Paço do CondeDas beste Grillfleisch der Stadt zu günstigen Preisen - kein Wunder, dass Hof und Saal oft bis zum letzten Platz besetzt sind. Viele Studenten, exzellente Portionen, etwas versteckt gelegener Eingang. | So geschl. | Rua Paço do Conde 1 | Tel. 239825605 | €
Dom EspetoGemütliches Restaurant in typischer Gassenzone - achten Sie auf die Empfehlungen des Tages. | So geschl. | Rua da Sota 35 | Tel. 239840002 | www.oserenata.com | €-€€
A FlorestaIn rustikalem Ambiente werden recht günstige Menüs und Fleischgerichte serviert. In einer der zentralen Gassen gelegen. | Rua Francisco de Passos 40 | Tel. 271212314 | €
Blue JardimPizza, Pasta und Salate. | Rua Gil Vicente 67 | Tel. 262561073 | €
RibamarGute Auswahl an Meeresfrüchten, auch Seebarsch und caldeirada. Direkt hinter der Straße gelegen, die den Hauptstrand begrenzt. | Rua Gomes Freire 9 | Tel. 262551158 | €-€€
EstelasNicht zufällig wurde dieses Restaurant mehrfach bei gastronomischen Wettbewerben ausgezeichnet - viele Einheimische schwören hier auf die beste Fischküche der Stadt. Das Interieur ist maritim dekoriert und rustikal. Es gibt gute Fischplatten für zwei Personen. | Mi geschl. | Rua Arquitecto Paulino Montez 18 | Tel. 262782435 | €€-€€€
Essen und Trinken
Lissabon und Umgebung
OlámarIn einer der gemütlichsten Innenstadtgassen gelegen und in jederlei Hinsicht einfach: bei der Einrichtung wie bei den Gerichten. | So geschl. | Rua Barros Queirós 28 | Tel. 218866250 | €
SolmarDer eigentliche Star sind die Fischgerichte, recht günstig die verschiedenen Suppen. Auch wenn das Restaurant zunächst den Eindruck einer Großhalle macht - die Speisetradition seit mehr als einem halben Jahrhundert spricht für sich. | Rua das Portas de Santo Antão 106-108 | Tel. 213423371 | €€
Tertúlia do LoretoFreundlich und rustikal, im Bairro Alto. Diverse Fischgerichte (speziell bacalhau), auch Pasta. | So geschl. | Rua do Loreto 12 | Tel. 213426731 | www.tertuliadoloreto.com | €€
Essen und Trinken
Alentejo und Costa Azul
Jardim do PaçoStilvolles Tafeln nahe dem Templo Romano, gute Menüs, schöne Terrasse. | So abends und Mo geschl. | Palácio das Cinco Quinas | Tel. 266744300 | www.jardimdopaco.com | €€-€€€
O AntãoSpeisetempel in der Fußgängerzone, der für seine Alentejo-Küche schon einige Preise eingestrichen hat. Fleischauswahl mit Lamm, Schwein und Ente, je nach Jahreszeit Kaninchen. | Rua João de Deus 5 | Tel. 266706459 | €€
O CruzEinfaches Restaurant mit Terrasse zur Kirche São Francisco. Die Tagesgerichte findet man meist handschriftlich angeschlagen. | Do geschl. | Praça 1 de Maio 20 | Tel. 266747228 | €
FilipeRecht günstige Fischgerichte. Wenn es hier zu voll ist, wird man auch in der Nachbarschaft fündig. | Largo da Marinha 15 | Tel. 212231653 | €
O CanhãoEines der ältesten und typischsten Restaurants, in dem Fisch und Krustentiere den Speiseplan bestimmen. Für zwei Personen bietet sich die gemischte Fischgrillplatte an. | Rua da Fortaleza 13 | Tel. 212231442 | €€
Essen und Trinken
Algarve
Cais VelhoGroße Auswahl mit Fisch und Krustentieren, T-Bone-Steak, Pizza. Nach dem Essen können Sie zur benachbarten Praia dos Pescadores spazieren. | Cais Herculano 10 | Tel. 289512221 | www.caisvelho.com | €-€€
Mesa dos MourosAm Kathedralvorplatz, nette Terrasse, ausgewogene Auswahl zwischen Fischgerichten und Fleisch. | So geschl. | Largo da Sé | Tel. 289878873 | €-€€
Adega da MarinaFür seine Grillspezialitäten bekanntes Großrestaurant, Fisch und Fleisch direkt vom Rost. Bodenständige Preise. | Avenida dos Descobrimentos 35 | Tel. 282764284 | €
Estrela do MarRestaurant mit Freiluft- und Innenbereich oben im Marktgebäude. Kein Essen von der Stange, manche Fischplatten brauchen 40 Minuten Vorbereitungszeit. Abendessen nur nach Reservierung. | So abends und Mo geschl. | Mercado Municipal | Avenida dos Descobrimentos | Tel. 282769250 | www.oceanicoleisure.com | €€
Praça VelhaFischrestaurant an der alten Markthalle. Spezialitäten sind u. a. die gemischte Meeresfrüchteplatte und der Tintenfischreis. | So geschl. | Mercado da Ribeira | Tel. 281325866 | €€
Tavira RomanaCafé mit großer Auswahl an Teigwaren, auch beliebt bei den Einheimischen. | Praça da República 24-26 | Tel. 281323451 | €
Freizeit und Sport
Freizeit und Sport
Porto und Nordportugal
Portos SeepromenadenRund 10 km westlich der City erstrecken sich im Bereich des Forto de São Francisco Javier (18. Jh.) Seepromenaden, die von Joggern, Skatern und Radlern genutzt werden.
Freizeit und Sport
Zentralportugal
Ausfahrten mit dem FischerbootAm Hauptkanal in der City starten traditionelle Tangfischerboote (moliceiros) zu einstündigen Ausfahrten.
Ausflüge in die NaturNahe dem Largo da Portagem startet O Basófias Bootstouren auf dem Mondego; wechselnde Abfahrtszeiten, Infos über das Touristenbüro und unter www.basofias.com. Natur in die Stadt bringt der Botanische Garten (Jardim Botânico | Mo-Fr | Calçada Martim de Freitas).
Arquipélago das BerlengasBootsexkursionen haben den etwa 10 km vorgelagerten Arquipélago das Berlengas zum Ziel, auf dem zahlreiche Seevögel heimisch sind und Menschenhand Mitte des 17. Jhs. die Festung São João Baptista anlegte. Der Archipel steht unter Naturschutz, nur die größte Insel darf besucht werden. In den Sommermonaten gibt es regelmäßige Verbindungen, ansonsten muss man im Hafen kleinere Schiffe anheuern, deren Ausfahrten allerdings von Wind und Wetter abhängen.
Freizeit und Sport
Alentejo und Costa Azul
Freizeitaktivitäten in ÉvoraHallen- und Freibad am südwestlichen Stadtrand, Fahrradverleih bei Scootbik (Praça do Sertório 6 | Tel. 266731666 | www.scootbik.com).
Golfplätze in SesimbraIm Hinterland von Sesimbra finden Golfspieler mehrere 18-Loch-Plätze, z B. Campo de Golfe Quinta do Peru (Alameda da Serra 2 | Quinta do Conde | Tel. 212134320 | www.golfquintadoperu.com) sowie Golf da Aroeira I und II (Herdade da Aroeira | Charneca da Caparica | Tel. 212979110 | www.aroeira.com).
Freizeit und Sport
Algarve
Bootstouren in LagosPopulär sind Bootstouren zu den Klippen und Felsengrotten um die Ponta da Piedade. Da Delphine vorkommen, stehen bei mehreren Anbietern Fahrten zum Dolphin-Watching auf dem Programm. Infostände findet man am Boulevard nahe der Fußgängerbrücke zur Marina. Dolphin Seafaris (Tel. 282799209 | www.dolphinseafaris.com) startet auch ab Alvor und Portimão/Praia da Rocha. Preis pro Person ca. 35 Euro.
Bootstouren durch das LagunensystemBootstouren durch das Lagunensystem mit Santa Luzia Boats (Tel. 969523626 | www.santaluziaboats.com) und Tavira Tours (www.tavira-tours.com).
Sehenswertes
Sehenswertes
Porto und Nordportugal
Palácio dos BiscainhosDas Barockpalais, zu dem schöne Gartenanlagen gehören, beherbergt heute ein Museum. | Di-So 10-12 und 14-17.30 Uhr | Rua dos Biscainhos
SéBragas Kathedrale ist auf einem romanischen Vorläufer entstanden und zeigt sich seit dem 18. Jh. in barocker Allgewalt. Auffällig ist die Orgelpracht. Gesonderte Zugänge führen zum Domschatz (Mo geschl.) und in den Kreuzgang mit seiner Reliquienkapelle. | Rua Dom Paio Mendes
CidadelaBraganças Wehrkomplex formt ein eigenes Stadtviertel, das etwas außerhalb des heutigen Zentrums liegt und auch „Vila“ genannt wird. Der Mauerring ist frei zugänglich, nur für das mittendrin liegende Castelo mit seinem 33 m hohen Turm muss man ein Ticket lösen, das auch für das Museu Militar (Militärmuseum) gilt (Fr-Mi 9-11.45 und 14-16.45 Uhr). An den Freiplatz vor dem Kastell stößt die Igreja de Santa Maria (16.-18. Jh.), hinter der sich mit dem Domus Municipalis ein schönes Beispiel romanischer Zivilarchitektur anschließt.
Museu do Abade do BaçalSakrale Kunst, archäologische und volkskundliche Exponate. | Di-Fr 10 bis 17, Sa/So bis 18 Uhr | Rua Conselheiro Abílio Beça 27
AzulejosDie unzähligen bunten Fliesen an den Hauswänden sind ein Wahrzeichen der Stadt und zeugen in manch heruntergekommenem Straßenzug von besseren Zeiten. Ausgemacht schöne Kachelbilder finden sich in der Bahnhofshalle der Estação São Bento und an der benachbarten Igreja de Santo António dos Congregados.
Cais da RibeiraDas Kaiviertel mit Kneipen, Terrassencafés und Restaurants verströmt schönstes Porto-Flair. Die Promenade ist Startpunkt von Bootstrips und erlaubt Blicke auf die typischen Rabelos-Boote, die Brücke Dom Luís I. und die Portweinlager.
Igreja de São FranciscoDie gotische Kirche wurde im 17. und 18. Jh. barock ausgestaltet - mit gut 600 kg Blattgold! | Im Sommer tgl. 9-20, im Winter bis 17 Uhr | Rua Infante Dom Henrique
Museu de Arte Contemporãneade SerralvesMuseum für moderne und zeitgenössische Kunst mit interessanten Wechselausstellungen zu Malerei und Fotografie. Untergebracht in einem Bau des bekannten Architekten Álvaro Siza. | April-Sept. Di-Do 10-19, Fr/Sa 10-22, So 10-20, sonst Di-So 10-19 Uhr | Rua João de Castro 210 | www.serralves.pt
Palácio da BolsaHinter der breiten Front des 1842 bis 1910 erbauten imposanten Börsenpalasts verbergen sich prachtvolle Säle und reiche Dekorationen aus Blattgold, u. a. im Arabischen Salon. Über der Freitreppe hängen 1,5 t schwere Bronzeleuchter. | Führungen April-Okt. tgl. 9-19, sonst 9-13 und 14-18 Uhr | Rua Ferreira Borges
PortweinkellereienDie großen Lager bringen auf den Geschmack, der Besuch einer Portweinkellerei in Vila Nova de Gaia ist ein besonderes Erlebnis. Die Rundgänge führen an Eichenfässern und Großdepots vorbei, die einige Zehntausend Liter schlucken. Die günstigen Eintrittspreise (mitunter kostenlos) schließen sogar eine Kostprobe mit ein. Gute Adressen für Besuchstouren sind u. a. Cálem (tgl. 10-18, im Sommer bis 19 Uhr | Avenida Diogo Leite 26 | Tel. 223746660) sowie Taylor, Fladgate & Yeatman (Mo-Fr 10-18 Uhr, im Sommer auch Sa | Rua do Choupelo 250 | Tel. 223742800). Gute Auswahl zu fairen Preisen: vom „White & Dry“ über den „Fine Ruby“ bis zum zehn Jahre alten „Tawny“. Weitere Infos unter www.cavesvinhodoporto.com.
SéPortos doppeltürmiger Dom geht auf das 12.-13. Jh. zurück, später wurde er dem barocken Zeitgeschmack gemäß umgestaltet. | April-Okt. Mo-Sa 9-12.15 und 14.30-18 (sonst 17.15), So 14.30-18 (sonst 17.15) Uhr
Torre dos ClérigosDer 76 m hohe Kirchturm ist Portugals größter und der Igreja dos Clérigos angeschlossen. Lohnende Aussicht. | Tgl. | Rua São Filipe Nery
Praça da RepúblicaDer Platz ist das Herzstück der Altstadt und einer der schönsten im Land. Hier herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, hier plätschert der Brunnen seit dem 16. Jh. Das einstige Armenspital, Casa da Misericórdia, und die Antigos Paços do Concelho, das alte Gemeindepalais, zeigen mit ihren pittoresken Arkadenfronten zur Praça hin.
Sehenswertes
Zentralportugal
Mosteiro de Jesus/Museu de AveiroKombination aus einstigem Kloster (Mosteiro de Jesus; gegründet 1458) und Museum (Museu de Aveiro) mit Exponaten sakraler Kunst. Die Klosterkirche prunkt mit barockem Goldschmuck; zu sehen ist auch das Grabmal der 1490 verstorbenen Prinzessin Joana. | Di-So 10-17.30 Uhr | Avenida de Santa Joana
Igreja do Mosteiro de Santa CruzIm 12. Jh. begonnene Klosterkirche an der zentralen Praça 8 de Maio. Interessant sind die Azulejosarbeiten, wichtig die Gräber der zwei ersten portugiesischen Herrscher Afonso Henriques und Sancho I. hinter dem Altarraum.
Jardim da Quinta das LágrimasDer kleine Zwölf-Hektar-Park hinter dem Hotel Quinta das Lágrimas war einst ein Jagdwald und wurde wegen seiner tragischen Lovestory um Thronfolger Pedro und Inês de Castro bekannt. Hier trafen sich die Liebenden heimlich, hier ließ Pedros Vater Afonso IV. die ungeliebte Inês Mitte des 14. Jhs. umbringen. Entsprechend dramatisch sind die Namen der beiden Besuchspunkte nahe dem Teich: Liebesquelle (Fonte dos Amores) und Tränenquelle (Fonte das Lágrimas). | Di-So 10-17.30 Uhr
Sé VelhaFestungsgleich erhebt sich der Dom (12. Jh.) auf halber Höhe des Altstadtgürtels. Auffällig sind die Weihwasserbecken in Form von Muschelschalen und der spätgotische Hauptaltar. Gesonderter Zutritt zum Kreuzgang (13. Jh.). | Mo-Do 10-13 und 14-18, Fr 10-13, Sa 10-17 Uhr | Largo da Sé Velha
UniversidadeDie Geschichte der Universität reicht ins Jahr 1290 zurück, ihr Wahrzeichen ist der Barockturm. Prächtig dekoriert sind der große Festsaal (Sala Grande dos Actos) und der „Saal der Privatbesprechungen“ (Sala do Exame Privado). Von der anderen Hofseite erfolgt der Zutritt zu zwei barocken Schmuckstücken aus dem 18. Jh.: der ausgekachelten Capella São Miguel und der Bibliothek mit goldenen Dekors, Emporen und meterhohen Bücherregalen. | April bis Okt. tgl. 9-19.30, sonst 10-17 Uhr | Largo da Porta Férrea
SéErhaben und wehrhaft liegt der Dom (14.-16. Jh.) im Mittelpunkt der historischen Altstadt und wirkt nach heutigem Maßstab überdimensioniert für eine Stadt solcher Größe. Interessant ist das Hauptretabel mit Reliefszenen, die den Gekreuzigten zeigen. Der Kathedralenvorplatz fällt weit bis zu einer Arkadenfront und dem Rathaus ab, ein Denkmal zeigt Portugals zweiten König Sancho I. | Mo geschl.
SítioIn spektakulärer Lage sitzt die Oberstadt auf den Klippen in über 100 m Höhe und zieht Besucher auf die weit ausgreifende Esplanade, Largo de Nossa Senhora de Nazaré. Namensgeberin ist ein Marienbildnis, das die Gläubigen - wie schon Vasco da Gama - im angrenzenden Sanktuarium (im Sommer tgl. 9-19, sonst bis 18 Uhr) verehren und das vor Jahrhunderten auf wundersame Weise gefunden wurde. Auf der anderen Seite des Platzes erlaubt ein Panoramapunkt den weiten Blick über den Hauptstrand, den Hafen und das sanft gewellte Hinterland. Schöne Aussichten hat man auch ein Stück unterhalb nahe dem Leuchtturm (farol), den man leicht zu Fuß erreicht. Ab dort führt ein Wanderpfad hinab an die Praia do Norte.
Cabo CarvoeiroAuf dem westlichsten Punkt der Peniche-Halbinsel erhebt sich ein kleiner Leuchtturm, doch interessanter sind die Felsformationen um das Kap. Wie ein windschiefer, wulstiger Turm ragt das „Rabenschiff“ (Nao dos Corvos) hervor. Ein Stück nördlich an der Küstenstraße, nahe dem kleinen Heiligtum Nossa Senhora dos Remédios (17. Jh.), bieten sich die besten Ausblicke auf diese Felsplattenlandschaften, die wie übereinandergeschichtete Pfannkuchen wirken. Möwengekreisch hallt über die Felsen, in der Ferne zeichnen sich die Umrisse des Berlengas-Archipels ab. In früheren Zeiten sollen zahlreiche Schiffe an den messerscharfen Klippen zerschellt sein.
Sehenswertes
Lissabon und Umgebung
Castelo de São JorgeIn privilegierter Lage zieht sich der Mauerverbund des Kastells über den höchsten Hügel der Stadt. 1147 eroberte Portugals erster König Afonso Henriques das einstmals maurische Bauwerk, das fortan ausgebaut wurde und mit seinen Panoramapunkten und Wehrgängen Traumblicke über die Stadt bietet. | März-Okt. tgl. 9-21 Uhr (sonst bis 18 Uhr) | www.castelosaojorge.egeac.pt
Chiado und Bairro AltoWestlich der Baixa verschmelzen die stimmungsvollen Viertel Chiado und Bairro Alto miteinander. Tagsüber lässt es sich angenehm über die geschäftige Rua Garrett bis zur Praça Luís de Camões schlendern, am Abend sind die Fadolokale und all die kleinen Kneipen und Restaurants um die Travessa da Queimada und die Rua da Atalaia das Ziel. Das Museu do Chiado (Mo geschl. | Rua Serpa Pinto 4) zeigt moderne und zeitgenössische Kunst, die frei liegenden Ruinen des Convento de Carmo (So geschl. | Largo do Carmo) erinnern noch heute an das tragische Erdbeben von 1755. Zu diesen Klosterresten schafft der seit Beginn des 20. Jhs. betriebene Elevador da Santa Justa eine ideale Anbindung von der Unterstadt. Oberhalb des Aufzugausstiegs führt eine Wendeltreppe hinauf zu einem kleinen Aussichtscafé.
Eléctrico 28Die Straßenbahnen (eléctricos) sind Lissabons altertümlichste und sympathischste Dickbäuche. Hier treffen sich Schwarz und Weiß, Jung und Alt, Freak und Nonne. Legendär ist die Linie 28, die zwischen Martim Moniz und Campo Ourique verkehrt und etwa 40 Minuten braucht. Die Schienen ziehen sich durch schmale Gassen, mitten durch die Baixa, vorbei an der Sé und der Klosterkirche São Vicente de Fora, in weiter Schleife rund um den Burgberg. Es ruckt und schnarrt und rattert, im holzverkleideten Innern drücken Anstiege die Menschenfracht zurück in die Kunstlederbänkchen. Der Fahrer oder die Fahrerin sitzt auf einem leidlich gepolsterten Stuhl an der Handkurbel und schreckt mit schrillem Gebimmel Falschparker auf. Eine Fahrt in der Tram ist Zeitreise und Sightseeing zugleich, sie gibt Einblick in ein ungeschminktes Stück Lissabonner Alltag - und ist ein preiswertes Vergnügen!
Mosteiro dos JerónimosDer Baugigantismus des Mosteiro dos Jerónimos ging auf den königlichen Wunsch von Manuel I. zurück, am Tejo nahe der Schiffseinfahrt ein Kloster samt Pantheon für die Mo-narchenfamilie zu errichten. Ab 1502 zogen sich die Arbeiten ein gutes Jahrhundert dahin und verschlangen Unsummen aus dem Afrika- und Orienthandel. Heraus kam eine gewaltige Anlage mit einer über 300 m breiten Fassadenfront und der Hallenkirche mit den Königsgräbern rund um den Altarbereich; nahe dem Westportal werden die Sarkophage von Seefahrer Vasco da Gama und Nationaldichter Luís de Camões von Löwen getragen. Der doppelstöckige Kreuzgang ist ein Schmuckstück der Manuelinik. Keck stehen die Wasserspeier vor, manche Säulen wirken wie gedrechselt und werfen filigrane Schatten. Adler, Blüten und geflügelte Phantasiewesen zieren die rundum verschnörkelten Seiten. Ein einfacher Steinmonolith zeigt im Kreuzgang das Grabmal von Fernando Pessoa an. | Mai-Sept. Di-So 10 bis 18.30 (sonst bis 17.30) Uhr | Belém
Museu Calouste GulbenkianHöhepunkt ist die Pinakothek, ein Who is who europäischer Malerei mit Werken von Rembrandt, Rubens, van Dyck, Manet, Renoir. | Di-So 10-17.45 Uhr | Avenida de Berna 45
Padrão dos DescobrimentosDieses 50 m hohe „Denkmal der Entdeckungen“ formt eine Karavelle nach und wurde 1960 zu Ehren des 500. Todestages von Prinz Heinrich dem Seefahrer an den Ufern des Tejo enthüllt. Bis zum Bug finden sich auf beiden Seiten über 30 markante Gestalten aus Portugals Entdeckungs- und Eroberungsära vereint: Vasco da Gama, Pedro Álvares Cabral, Fernão de Magalhães, auch andere Seefahrer und Gelehrte. Im Innern führt ein Lift bis fast auf die Dachterrasse, die den besten Blick auf die marmorne Megawindrose samt Weltkarte zu Füßen des Denkmals bietet. | Mai-Sept. Di-So 10-19 (sonst bis 18) Uhr | Belém
Parque das NaçõesDer „Park der Nationen“ liegt im östlichen Stadtgebiet am Tejo und ist Erbe der Weltausstellung 1998. Einstiegspunkt ist die lichtdurchflutete Estação do Oriente, die mit ihren freien, regelrecht schwebenden Elementen die Handschrift des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava trägt. Dahinter geht es ins Shoppingzentrum Vasco da Gama und an die Uferzonen mit ihren Grünanlagen, Lokalen, Promenaden, dem Messegelände, dem neuen Kasino, der Konzert- und Sporthalle Pavilhão Atlântico, der Schwebebahn sowie dem Oceanário.
SéReste der Phönizier und Römer, eine Moschee der Mauren - dies waren an selber Stelle die Vorläufer der Sé, der Kathedrale, die im 12. Jh. kurz nach Lissabons Rückeroberung aus maurischer Hand begonnen wurde. Mit der zinnenbesetzten Doppelturmfassade macht der Bau einen wehrhaften Eindruck. | Tgl. 9-19 Uhr | Largo da Sé
Torre de BelémIn wuchtiger Eleganz erhebt sich die 1514-1520 zum Schutz der Hafeneinfahrt erbaute Torre de Belém am Ufer des Tejo. Orientalische Haubenkuppeln und eine reiche Steindekoration lenken vom militärischen Nutzen des Turms ab. Zwischenplattform und Dachterrasse erlauben schöne Blicke auf den Fluss, dazwischen führt eine schmale Wendeltreppe in den Königs- und Audienzsaal. | Mai-Sept. Di-So 10 bis 18.30 (sonst bis 17.30) Uhr | Belém
Sehenswertes
Alentejo und Costa Azul
Capela dos OssosKnochen, nichts als Knochen. Schädel mit hohlen Augen, vor Jahrhunderten zu befremdlichen Dekors drapiert und im Untergrund verankert. Gestapelt an den Wänden des Gewölbes, Reihe für Reihe, umgeben von dämmrigem Rahmen. Der treffende Name: Capela dos Ossos, „Knochenkapelle“. Diese ist der Kirche São Francisco angegliedert und mit einem schaurigen Rundumbelag aus Skelettstücken von etwa 5000 Menschen ausstaffiert. Zu den makabren Mosaiken passt der Sinnspruch über dem Zugang: „Unsere Knochen warten hier auf eure.“ | Im Sommer tgl. 9 (So 10) bis 12.50 und 14.30-17.50 (sonst 17.15) Uhr | Praça 1 de Maio
Praça de GiraldoLebendiger Dreh- und Angelpunkt in der City mit Arkaden, schönem Brunnen, Terrassencafés und der angrenzenden Igreja de Santo Antão (16. Jh.). Der Platz gibt den Weg frei in die Fußgängerzone.
SéMit seiner Doppelturmfront und einem stark restaurierten Figurenportal zeigt der in romanisch-gotischem Stil begonnene Dom zum Largo do Marquês de Marialva. Der angegliederte Kreuzgang gewährt im Oberbereich einen schönen Ausblick ins Umland. Das Sakralmuseum birgt erstaunliche Schätze, darunter ein Reliquiar mit einem vermeintlichen Stück des Heiligen Kreuzes, einer aus Elfenbein geschnitzten Marienskulptur in Form eines Triptychons (13./14. Jh.) sowie einigen Kelchen aus vergoldetem Silber (18. Jh.). | Tgl. 9-12.30 und 14-17 Uhr
Templo RomanoOpen air erhebt sich dieses Säulengeviert, das auch den Namen Diana-Tempel trägt, über der einstigen römischen Akropolis. Hinter dem Tempel schließt sich eine kleine Grünanlage an, an die östliche Platzseite stößt die Igreja de São João Evangelista mit sehenswerten Azulejos. | Largo Conde de Vila Flor
CasteloIm Jahre 1165 entrissen Portugals Truppen unter Afonso Henriques den Mauren das Kastell, das bald in die Hände des Sankt-Jakobus-Ritterordens überging. Der weite Mauerring umfasst ein kleines Wegenetz, die Kirche Santa Maria (16.-18. Jh.; Azulejos), Ruhebänkchen, einen archäologischen Ausstellungsraum und einen Friedhof. Wie eine Burg in der Burg wirkt die Alcáçova, einst Residenz des Festungskommandeurs. Dort bieten sich die schönsten Ausblicke auf das Küstengebirge, den Atlantik und das Häusermeer von Sesimbra. | Tgl. 7-19 (im Sommer 20) Uhr | Auffahrt an der Straße zum Kap Espichel
Sehenswertes
Algarve
Capela dos OssosSchaurige Knochenkapelle mit Wand- und Deckendekors aus menschlichen Knochen und über 1200 Totenschädeln; der Igreja do Carmo angeschlossen. | Mo-Fr 10-13 und 15-17.30, Sa 10-13 Uhr | Largo do Carmo
SéFaros Dom, der im 13. Jh. erbaut wurde, liegt inmitten des Mauermantels am Largo da Sé, wo Orangenbäumchen duften und Stadteroberer Afonso III. ein Denkmal gewidmet ist. Im Dom stechen die Azulejos und die rötlich-goldene Orgel ins Auge, an den Innenhof stößt eine Marienkapelle mit Knochendekors. Ein gesonderter Eingang führt ins Museum der Sakralen Kunst und zum Aussichtspunkt auf dem Glockenturm. | Mo-Sa 10-18 (im Winter bis 17) Uhr
Forte da Ponta da BandeiraDie kleine Festung ist Blickfang an der Flussmündung und wurde im 17. Jh. zur Verteidigung des Hafens erbaut. Im Innenhof betritt man die winzige Kapelle, die komplett mit Azulejos ausgekleidet ist, und steigt zur Plattform hinauf, die schöne Blicke auf die Hafeneinfahrt und aufs Meer erlaubt. | Di-So 9.30-12.30 und 14-17 Uhr
Igreja de Santo AntónioDer im 18. Jh. erbauten Kirche eilt zu Recht der Ruf voraus, eines der schönsten Gotteshäuser in Portugals Süden zu sein. Der Zugang ist nur durch das Museum möglich, das ein Sammelsurium aus Fossilien, römischen Mosaikresten, Volkskunde, sakraler Kunst und Waffen auffährt. Erschlagen von der Barockpracht wird man dann in dem Kirchlein: Blattgoldzier, großformatige Gemälde von Joaquim Rasquinho an den Seiten, Azulejos, bemaltes Gewölbe. Der Namensgeber, der hl. Antonius, ist im Retabel als Skulptur zu sehen; Gemäldetafeln zeigen seine Mirakel. | Di-So 9.30-12.30 und 14-17 Uhr | Rua General Alberto Carlos da Silveira
Praça do InfanteAuf der Platzmitte erinnert ein Denkmal an Heinrich den Seefahrer und damit an den Beginn der goldenen Ära der Entdeckungen. Weniger rühmlich, aber umso einträglicher war der Handel mit Sklaven aus Afrika, der im 15. Jh. zu florieren begann. Für das Jahr 1444 ist der erste Sklavenmarkt (Mercado dos Secravos) in Lagos verbürgt; Schauplatz war der kleine Arkadenbau an der Ecke des Platzes zur Rua 25 de Abril.
Igreja da MisericórdiaDie Kirche am Ende der Rua da Galeria wird gerne als schönste Renaissancekirche der Algarve bezeichnet. Die Wände sind mit blau-weißen Azulejos ausgekleidet, das Hauptretabel erstrahlt golden. | Di-Sa 9.30 bis 12.30 und 14-18 Uhr
OberstadtEin kurzer Weg führt von der Praça da República in die Oberstadt mit ihrem kleinen, mittelalterlichen Kastell (freier Zugang tgl. 9-17 Uhr), in dem die Grünanlagen geschmackvoll gestaltet sind. Nicht weit entfernt liegen die Igreja de Santa Maria do Castelo (Ursprung 13. Jh.), auf den Resten einer maurischen Moschee im gotischen Stil erbaut, der Palácio da Galeria (Wechselausstellungen) und die Torre de Tavira, in der die Câmara Obscura mithilfe eines Spiegels und zweier Linsen die Gegend aus ungewöhnlicher Perspektive betrachten lässt (So geschl.).
Strände
Strände
Zentralportugal
Nazarés SträndeNazarés Strände sind sehr unterschiedlich: Der ca. 1,5 km lange städtische Hauptstrand besitzt eine Überfülle an Restaurants und Cafés, dahinter, nördlich des Felsmassivs, liegt die wildere und einsamere Praia do Norte.
Strände in PenicheNördlich von Peniche läuft ein sichelförmiges, von Dünen begrenztes Sandband bis ins 4 km entfernte Baleal; der Strand bei Baleal ist beliebt bei Familien. Ansonsten werden die Strandabschnitte Peniche de Cima und Alfarroba ebenso von Surfern genutzt wie die südlich der Halbinsel gelegene Praia Supertubos.
Strände
Alentejo und Costa Azul
Sesimbras SträndeSesimbras Stadtstrände teilen sich in die westliche Praia do Ouro und die östliche Praia de Califórnia auf. Beliebte Strandziele weiter nordwestlich sind die Praia do Meco und die Praia da Lagoa de Albufeira.
Strände
Algarve
Lagos' SträndeNordöstlich erstreckt sich die Meia Praia über mehrere Kilometer. Südlich der Stadt beginnen die kleinen Strandbuchten hinter dem Forte da Ponta da Bandeira und laufen Richtung Ponta da Piedade. Diese felsenflankierten Strände, u. a. die Praia de Dona Ana, zählen zu den schönsten der Algarve; im Sommer kann es drangvoll eng werden. Ein gesondertes Sträßchen ist zur südwestlich gelegenen Praia do Porto de Mós ausgewiesen.
Uebernachten
Uebernachten
Porto und Nordportugal
Hotel IbisIn unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone. Günstige Preise. 72 Zi. | Rua do Carmo 38 | Tel. 253204800 | Fax 253204801 | www.ibishotel.com | €
Residencial AvenidaSolide Pension im Herzen der Stadt, sehr einfache Einrichtung. 20 Zi. | Avenida da Liberdade 738 | Tel. 253609020 | Fax 253609028 | www.residencialavenida.net | €
Pousada São BartolomeuAuf einem Nachbarhügel der Stadt gelegen, prächtige Aussicht auf das mauerumkränzte Burgplateau. Mit Garten und Sommerpool. 28 Zi. | Monte São Bartolomeu | Tel. 273331493 | Fax 273323453 | www.pousadas.pt | €€€
Grande Hotel do PortoMitten in der Fußgängerzone gelegenes Haus aus dem 19. Jh.; mit Restaurant. 99 Zi. | Rua Santa Catarina 197 | Tel. 222076690 | Fax 222076699 | www.grandehotelporto.com | €€
Hotel Infante de SagresHerrlich altmodischer Stil, zentrale Lage, plüschige Sessel und Sofas. Die Zimmer sind dagegen zeitgemäß ausstaffiert. 74 Zi. | Praça Filipa de Lencastre 62 | Tel. 223398500 | Fax 223398599 | www.hotelinfantesagres.pt | €€€
Hotel Melo AlvimDas Haus wurde 1509 als Stadtpalais erbaut und von Designerhand modernisiert. 20 Zi. | Avenida Conda da Carreira 28 | Tel. 258808200 | Fax 258808220 | www.meloalvimhouse.com | €€€
Uebernachten
Zentralportugal
Hotel ImperialUnterkunft in zentraler Lage. 107 Zi. | Rua Nascimento Leitão | Tel. 234380150 | Fax 234380159 | www.hotelimperial.pt | €-€€
Hotel AstóriaTraditionelles Drei-Sterne-Haus in herrlich altmodischem Stil. Günstige Lage zwischen Flussufer und Fußgängerzone, ordentliches Restaurant (€€). 62 Zi. | Avenida Emídio Navarro 21 | Tel. 239853020 | Fax 239822057 | www.almeidahotels.com | €€
Quinta das LagrimasPrächtiger Herrensitz (18. Jh.) in einer Parkanlage, ca. 1,5 km von der City entfernt. Mit preisgekröntem Gourmetrestaurant Arcadas da Capela (€€€) und Golfakademie. Im modernen Anbau ist der Bamboo Garden & Spa mit Hallenbad, gut ausgestattetem Fitnesssaal, Sauna und Dampfbad (für Hotelgäste kostenlos). 39 Zi. | Rua António Augusto Gonçalves | Tel. 239802380 | Fax 239441695 | www.quintadaslagrimas.pt | €€€
Hotel VanguardaDer moderne, gut geführte Drei-Sterne-Block mit Panoramarestaurant (€€) im vierten Stock liegt im nördlichen Citybereich. Die der Straße abgewandten Zimmer erlauben schöne Fernblicke. Recht günstige Tarife, Garagenplatz gegen moderaten Aufpreis. 82 Zi. | Avenida Monsenhor Mendes do Carmo | Tel. 271208390 | Fax 271208398 | www.imb-hotels.com | €-€€
Residencial SantosDas Gebäude aus dem 18. Jh. liegt neben den alten Stadtmauern, alle Zimmer mit Bad. 27 Zi. | Rua Tenente Valadim 14 | Tel. 271205400 | Fax 271212931 | www.residencialsantos.com | €
Camping Vale ParaísoEtwas außerhalb gelegener Campingplatz, ganzjährig geöffnet. Hier werden auch Bungalows und Apartments für 1 bis 6 Personen vermietet. | Estrada Nacional 242 | Tel. 262561800 | Fax 262561900 | www.valeparaiso.com | €
Hotel MaréKleines, zweckmäßig eingerichtetes Drei-Sterne-Haus einige Straßenzüge hinter dem Hauptstrand. 36 Zi. | Rua Mouzinho de Albuquerque 8 | Tel. 262561122 | Fax 262561750 | www.marehotel.com | €€
Hotel Sol PenicheZentrumsnahes und doch etwas einsam stehendes Drei-Sterne-Haus. Jenseits der Straße beginnen Dünen und Strand. 102 Zi. | Estrada do Baleal | Praia da Alfarroba | Tel. 262780400 | Fax 262783815 | www.solmelia.com | €€
Praia d'El Rey Golf & Beach ResortIn traumhafter Lage über dem klippenbegrenzten Strand und neben dem Golfplatz (für Hotelgäste gibt es Sondertarife!) - dieses Marriott-Hotel ist eine Adresse der Extraklasse. Pools innen und außen, Health-Club. Ca. 18 km nordöstlich von Peniche (ausgeschildert). 179 Zi. | Vale de Janelas | Amoreira | Tel. 262905100 | Fax 262905101 | www.marriottpraiadelrey.com | €€€
Uebernachten
Lissabon und Umgebung
Hotel Bairro AltoDer Ursprungsbau entstand im Jahr 1845, nach Umbauten zeigt sich das mitten im Bairro Alto gelegene Haus heute in modernem Designerglanz. Unter dem Dach gibt es einen kleinen Fitnessbereich und Räume für Massagen. Besonders schön: die Panoramaterrasse mit Blick auf den Tejo. Die Designerbar BA erstreckt sich über drei Ebenen, hat bis 1.30 Uhr geöffnet und ist auch von der Rua do Alecrim her zugänglich. 55 Zi. | Praça Luís de Camões 2 | Tel. 213408288 Tel. 213408299 | www.bairroaltohotel.com | €€€
Hotel Jorge VMittelklassehaus in ruhiger Nebenstraße der Avenida da Liberdade, Zimmer mit kleinen Balkonen, drei Sterne. 60 Zi. | Rua Mouzinho da Silveira 3 | Tel. 213562525 | Fax 213150319 | www.hoteljorgev.com | €€
Hotel PortugalSchnörkellose Zwei-Sterne-Qualität in zentraler Lage, Zimmer mit Bad. 59 Zi. | Rua João das Regras 4 | Tel. 218877581 | Fax 218867343 | www.hotelportugal.com | €
Uebernachten
Alentejo und Costa Azul
Hotel IbisInnenstadtnähe und günstiger Preis sprechen für dieses Zwei-Sterne-Haus. Mit hauseigenem Parkplatz. 87 Zi. | Quinta da Tapada | Urbanização da Muralha | Tel. 266760700 | Fax 266760799 | www.ibishotel.com | €
Pousada dos LóiosEinst beteten hier Mönche, heute bettet man sich in geschmackvollen Zimmern. Zentrale Lage. 33 Zi. | Largo do Conde de Vila Flor | Tel. 266730070 | Fax 266707248 | www.pousadas.pt | €€€
Turismo RuralIm näheren Umkreis von Évora spielt der ländliche Tourismus (turismo rural) eine große Rolle. In den meist nur mit wenigen Zimmern ausstaffierten Landhäusern sind diejenigen gut aufgehoben, die persönlichen Service schätzen, Ruhe suchen und doch die Stadt in erreichbarer Nähe haben wollen. Landhäuser wie die ca. 5 km nordwestlich gelegene Casa de Sam Pedro (4 Zi. | Quinta de Sam Pedro | Estrado do Sr. Aflitos | Tel. 266707731 | Fax 266752034 | €) sind nicht leicht zu finden - lassen Sie sich eine Anfahrtsskizze zufaxen!
Apartamentos Turísticos Varandas da FalésiaSolide ausstaffierte Apartments, inklusive Küche. Speziell um den Poolbereich schöne Aussicht über die Bucht. 70 Apartments | Ponta d'Argeis | Tel. 212288430 | Fax 212233769 | www.varandasdafalesia.com | €€
Pensão Residencial NáuticoFreundliche, kleine Pension. Zimmer mit Bad. 23 Zi. | Avenida dos Combatentes 19 | Tel. 212233233 | Fax 212233233 | www.residencialnautico.com | €
Sesimbra Hotel & SpaVerschachtelter, moderner Designerblock, der sich über zehn Ebenen erstreckt und einen schnellen Zugang zum Strand bietet. Alle Zimmer mit Meerblick. Außenpool. Im Unterbereich können Hotelgäste den Spa-komplex mit Sauna, türkischem Dampfbad, kleinem Indoor-Entspannungsbad und gut eingerichtetem Fitnessraum kostenlos nutzen. 92 Zi. und 8 Apartments | Praça da Califórnia | Tel. 212289800 | Fax 212234865 | www.sesimbrahotelspa.com | €€€
Uebernachten
Algarve
Vila Galé PraiaGeschmackvolle Vier-Sterne-Anlage, die hinter der Praia da Galé liegt. Gästen stehen Pool, Wellnessbereich und zwei Tennisplätze und ein Shuttleservice nach Albufeira zur Verfügung. Zum Komplex gehört das Restaurant Inévitavel (€€€). 40 Zi. | Tel. 289590180 | Fax 289590188 | www.vilagale.pt | €€€
Hotel EvaVier-Sterne-Haus am Hafenbecken, mit Restaurant und Poolterrasse. In der Nebensaison erheblich günstiger. 148 Zi. | Avenida da República 1 | Tel. 289803354 | Fax 289802304 | www.tdhotels.pt | €€€
Albergaria Marina RioMittendrin im Leben und nah dran an der Marina. Zweckmäßige Zimmer, kleine Poolterrasse. 36 Zi. | Avenida dos Descobrimentos | Tel. 282769859 | Fax 282769960 | www.marinario.com | €€
Hotel Tivoli LagosVier-Sterne-Haus der bewährten Tivoli-Kette. Mit Pool, Restaurant, Health-Club, Tennisplätzen. Attraktive Preise in der Nebensaison. 324 Zi. | Rua António Crisógono Santos | Tel. 282790079 | Fax 282790345 | www.tivolihotels.com | €€-€€€
Hotel Vila Galé AlbacoraRuhig in den Feuchtgebieten des Naturparks gelegen, etwa vier Straßenkilometer östlich von Tavira (beschilderte Zufahrt). Zentraler Pool. Gegen geringe Gebühr schippert der hoteleigene Bootszubringer zahlreiche Male am Tag hinüber zur Insel Tavira. In der Nebensaison deutlich günstigere Zimmerpreise. 162 Zi. | Quatro Águas | Tel. 281380800 | Fax 281380850 | www.vilagale.pt | €€€
Pensão Residencial Princesa do GilãoGasthaus in zentraler Lage am Flussufer, Zimmer mit Bad. 22 Zi. | Rua Borda de Água de Aguiar 10-12 | Tel. 281325171 | Fax 281325171 residencial-gilao@hotmail.com | €
Ziele in der Umgebung
Ziele in der Umgebung
Porto und Nordportugal
BarcelosDer berühmte Hahn von Barcelos hat die 20 km westlich gelegene Kleinstadt bekannt gemacht. Das Federtier ist das lokale Symbol, über Straßen und Plätze verteilen sich übermannsgroße Hahnskulpturen zeitgenössischer Künstler. In den Resten des frei zugänglichen Grafenpalastes (Paço dos Condes, 15. Jh.) ist ein Open-Air-Museum mit steinernen Wappen und Sarkophagen untergebracht. Davor steht der Cruzeiro do Senhor de Galo, ein Steinkreuz aus dem 18. Jh. mit Motiven der Hahnenlegende. Rückgrat der gemütlichen City ist die Rua Dom António Barroso, eine Fußgängerzone mit dem rustikalen Restaurant Dom António (Tel. 253812285 | €-€€). Donnerstags steigt zwischen Avenida da Liberdade und Parque da Cidade die große feira. Zu günstigen Preisen können Sie zwischen ca. 9 und 16/17 Uhr frisches Obst und Gemüse, Käse, Würste, Schinken, eingelegte Oliven, Tischdecken, Kleider, Holzschnitzwaren und Keramik erstehen. Auskunft: Largo José Novais 8 | Tel. 253811882 | Fax 253822188 | www.cm-barcelos.pt
GuimarãesDie Geschichte dieses Ortes (70000 Ew.; 20 km südöstl.), den die Unesco zum Weltkulturerbe zählt, reicht ins 10. Jh. zurück, als Gräfin Mumadona den Bau eines Klosters und einer Burg anordnete. Auf dem Felsenkastell (Mo geschl.) kam 1107 Portugals erster König Afonso Henriques zur Welt; getauft wurde er in der unterhalb liegenden Kapelle São Miguel. Ebenfalls in der Oberstadt erhebt sich der Paço dos Duques de Bragança, ein mit prächtigen Sälen ausstaffierter Grafenpalast aus dem 15. Jh. (Mo geschl.); Wahrzeichen sind die zylindrischen Schornsteine. Der schönste Platz in der Unterstadt ist die Praça de Santiago mit dem Bogendurchgang hinüber zur Igreja da Nossa Senhora da Oliveira (14.-16. Jh.). Einkehr im Zentrum im Restaurante Solar do Arco (So abends geschl. | Rua de Santa Maria 48 | Tel. 253513072 | €€). Auskunft: Alameda de São Dâmaso 83 | Tel. 253518790 | www.guimaraesturismo.com
Parque Nacional Peneda-GerêsDer 72000 ha große Nationalpark, der sich bis zur spanischen Grenze erstreckt, wird geprägt von einer rauen Berglandschaft mit Wasserfällen und reicher Vegetation. Ins Zentrum des Parks führt die Straße Ponte da Barca-Lindoso. Es gibt einige Stauseen und Wanderwege, u. a. bei Mézio und Entre-Ambos-os-Rios, sowie Unterkunftsmöglichkeiten in Landhäusern. Reservierung über Central Nacional de Turismo no Espaço Rural in Ponte de Lima (Praça da República | Tel. 258931750 | Fax 258931320 | www.center.pt) ca. 50 km nordöstlich.
Santuário do Bom Jesus5 km östlich liegt das Bergheiligtum in 400 m Höhe, umgeben von einem Park mit See und Spazierwegen. Zu der prunkvoll überkuppelten Glaubensburg führt auf dem letzten Stück eine sehenswerte barocke Freitreppe hinauf, die als Kreuzweg gestaltet ist. Wer zu Fuß aufsteigt, belohnt sich mit einer Rast auf den Bänken an der Esplanade oder im benachbarten Terrassencafé.
Talsperrenroute nach ChavesNordöstlich von Braga führt die N-103 ins 130 km entfernte Chaves, eine kurvenreiche Strecke mit satten Grüntönen: Weiden, Kiefern, Eukalyptus. Über die Talsperren Venda Nova und Paradela schweifen die Blicke bis zur Serra do Gerês.
ChavesKiefern, Ginster, Wiesen und Weingärten säumen die kurvige Straße ins ca. 95 km westlich gelegene Thermalstädtchen Chaves. Gefällig-provinziell geht es um den Rathausplatz und in den angrenzenden Gassen, um die Burganlage und im Stadtpark, der sich zum Rio Tâmega ausdehnt, zu.
Serra de Montezinho10 km nördlich von Bragança formt die knapp 1500 m hohe Serra de Montezinho eine Bergbarriere zu Spanien und steht auf einer Fläche von 75000 ha als Naturpark unter Schutz. Die reine Höhenluft ist bei Ausflüglern beliebt, die zu Wander- und Radtouren starten und sich gern in kleinen Landhäusern wie der Casa do Cruzeiro (7 Zi. | Aldeia de Maçãs | Parâmio | Tel. 273999224 | Fax 273999287 | www.casadocruzeiro.net | €-€€) einquartieren.
DourotalDas vom Weinbau geprägte Flusstal, das zum Weltkulturerbe der Unesco zählt, ist prima per Boot erkundbar. Die eintägigen Touren ins zirka 100 Flusskilometer entfernte Peso da Régua starten in Vila Nova de Gaia, die Rückfahrt erfolgt per Bus oder Bahn (z. B. Douroazul | Tel. 223402500 | Fax 223402510 | www.douroazul.pt).
EsposendeDie Strände sind das stärkste Argument für einen Ausflug in die 22 km südlich gelegene Kleinstadt, an die das vogelreiche Mündungsgebiet des Rio Cávado grenzt. Die Aus- und Einfahrt der Boote in den geschützten Flusshafen lässt sich nahe der kleinen Festungsanlage São João Baptista (17./18. Jh.) beobachten. An die Flussmündung stoßen vom südlichen Ofir sowie von Norden her dünenbegrenzte Strände - Spaziergängers Traum! Auf dem nahen Monte de São Lourenço befinden sich Reste einer Siedlung aus der Eisenzeit.
Flusstal des LimaÖstlich von Viana do Castelo geht es tief ins Tal des Lima hinein, das von üppigen Weingärten durchsetzt ist. Im Städtchen Ponte de Lima (24 km östl.) legt sich die 277 m lange Ponte Românica über den Fluss. Die sehenswerte Brücke ist für Fahrzeuge gesperrt; die angrenzende Altstadt lohnt einen Bummel. Eine Ausgabe kleiner ist Ponte da Barca, wo ein Spazierweg am Flussufer verläuft.
Panoramatour nach ValençaDer Weg ins 50 km nordöstlich gelegene Valença ist auch das Ziel. Auf dem ersten Streckenstück bis Moledo liegen die Abzweige zu den schönsten Stränden: nach 8 km zur versteckt gelegenen Praia Forte Paçô (ein einsamer Strand von etwa 300 m Länge), nach knapp 10 km zur Praia de Afife und nach ca. 20 km zur Praia de Moledo. Dahinter beginnt der Mündungstrichter des Grenzflusses Minho. An den Rändern schaukeln Fischerbötchen, in der Ferne erhebt sich das galicische Küstengebirge. Ab Moledo führt ein malerisches Stück Uferstraße nach Caminha, wo sich im historischen Ortskern einige Terrassencafés konzentrieren. Auf dem ersten Teilstück Caminha-Valença genießen Sie noch einmal herrliche Flussblicke; die Fortaleza in Valença gibt schöne Aussichten auf die grüne Bergwelt frei.
Ziele in der Umgebung
Zentralportugal
SträndeNächstgelegener Badestrand ist die 9 km westlich gelegene Praia da Barra. Es lohnt sich aber, noch ein Stück südlicher nach Costa Nova zu fahren, da auf der Kanalseite ein malerischer Fischerhafen liegt. Nördlich der Mündung des Vouga liegt São Jacinto mit seinem Dünenschutzgebiet, das man über eine weite Straßenschleife, die über Estarreja und Torreira führt, oder per Fähre erreicht.
ViseuEnge Gassen, alte Plätze, die erhabene Kathedrale, der Treffpunkt Rossio - das rund 80 km östlich gelegene Viseu (23000 Ew.) ist eine alte Provinzstadt mit typischem Charme. Dem Maler Grão Vasco, der hier im 16. Jh. tätig war, ist ein Museum (Di 14-18, Mi-So 10-18 Uhr | Paço dos Três Escalões) gewidmet.
Buçaco Luso CuriaWaldpark mit zahlreichen Pflanzenarten, die vor Jahrhunderten von Mönchen angepflanzt wurden. Feudale Unterkunft im Bussaco Palace Hotel (www.almeidahotels.com | €€€). Ca. 20 km nordöstlich.
ConimbrigaDie Reste der ausgedehnten Römerstadt Conimbriga liegen etwa 15 km südlich; das Ticket gilt für Ruinen und Museum (März-Sept. Di-So 9-20, sonst 10-18 Uhr | www.conimbriga.pt).
Figueira da FozDas 50 km westlich gelegene Figueira da Foz (32000 Ew.) ist die erste Beachadresse der Region. Mit Kasino, einigen Pubs und Diskos, im Sommer großes Wassersportangebot. Auskunft: Avenida 25 de Abril | Tel. 233422610 | Fax 233407209 | www.figueiraturismo.com
BelmonteDas 30 km südlich gelegene Provinzstädtchen lieferte seinen Beitrag zur Weltgeschichte in der Person des portugiesischen Brasilien-Entdeckers Pedro Álvares Cabral (um 1468-1520). Er wurde auf der Burg (Mo geschl.) geboren und thront heute noch auf einem Monument an der Rua Álvares Cabral.
Castelo BrancoDas 120 km südlich gelegene Castelo Branco (40000 Ew.) mag manchen Reisenden weniger als Ausflugs- denn als willkommene Durchgangsstation auf dem Weg in den Alentejo dienen. Eine sehr angenehme Unterkunft mit schönem Fernblick ist das Hotel Tryp Colina do Castelo (103 Zi. | Rua da Piscina | Tel. 272349280 | Fax 272329759 | www.solmelia.com | €€); die Benutzung des Hallenbads (Badehaube!) ist frei, das Restaurant zu empfehlen.
Parque Arqueológico do Vale do CôaWiesengrün, Kiefern und Hügel säumen die Strecke ins 85 km nördlich gelegene Vila Nova de Foz Côa (3000 Ew.), das weitläufig von Weingärten, Oliven und Mandelbäumen umgeben und Ausgangspunkt für Touren in den nahen Parque Arqueológico do Vale do Côa ist.
Serra da EstrelaDie Serra da Estrela, das „Sternengebirge“, rund 30 km südwestlich ist mit 1993 m Portugals höchste Kontinentalerhebung und steht als Naturpark unter Schutz. In der warmen Jahreszeit durchstreifen Wanderer die Natur, im Winter ist Skisport möglich. Klassischer Einstiegsort ins Gebirge ist Manteigas, das im Tal des Rio Zêzere liegt und sich mit Hotels und Restaurants auf den Zustrom eingestellt hat. Ab hier ist eine herrliche Bergstraße Richtung Seia ausgewiesen, die Kurve um Kurve durch Kiefernforst ansteigt. Die Ausblicke sind phantastisch, doch das Sträßchen verlangt äußerste Konzentration. Nach 15 km liegt die Pousada São Lourenço am Weg (21 Zi., Restaurant | Tel. 275980050 | Fax 275982453 | www.pousadas.pt | €€€).
Umgebung von NazaréJe nach Interesse lassen sich die nachfolgenden Ziele Alcobaça, Batalha, Fátima und Tomar zu einer Route kombinieren; für Familien bieten sich in der Gegend zudem Höhlen und versteinerte Dinosaurierspuren als Ziele an.
AlcobaçaDie 12 km südöstlich gelegene Kleinstadt steht ganz im Zeichen des Mosteiro de Santa Maria, einer einstigen Zisterzienserabtei, 1153 von Portugals erstem König Afonso Henriques gegründet. Der Besuch der zum Weltkulturerbe zählenden Abtei (April bis Sept. tgl. 9-19, sonst bis 17 Uhr) beginnt in der mehr als 100 m langen Hallenkirche, wo sich die prächtig verzierten Grabstätten von König Dom Pedro und Inês de Castro befinden, Hauptfiguren einer tragischen Lovestory aus dem Spätmittelalter. Höhepunkte sind der doppelstöckige Kreuzgang und die Küche mit Azulejos und einem riesigen Rauchabzug.
BatalhaDas 30 km nordöstlich gelegene Batalha wäre ein glanzloser Ort, gäbe es nicht das Mosteiro de Santa Maria da Vitória (April-Sept. tgl. 9-18, sonst bis 17 Uhr). Das einstige Dominikanerkloster ließ König João I., der hoch zu Pferd auf dem Vorplatz zu sehen ist, in Dankbarkeit für den Sieg über die Kastilier bei der Schlacht von Aljubarrota (1385) errichten. Die Arbeiten zogen sich bis ins 16. Jh. und vereinten Gotik, manuelinische Elemente und Einflüsse der Renaissance. Beim Rundgang folgt ein Höhepunkt auf den anderen: das Figurenportal, die Kirche mit ihren bunten Glasfenstern, der nach João I. benannte Kreuzgang mit seinem Maßwerk. Ein extra Zugang führt in die Unvollendeten Kapellen (Capelas Imperfeitas), deren Schnörkeldetails denen im Hauptbau in nichts nachstehen. Der Kunstgenuss lässt sich anschließend in einem der Cafés rund um den Vorplatz verdauen.
BurgenDie Tourismusregion Leiria-Fátima (www.rt-leiriafatima.pt), an deren Südwestrand Nazaré liegt, ist ein regelrechtes Burgenland mit bedeutsamen Anlagen. Allesamt im Mittelalter erbaut wurden die Anlagen von Leiria (Mo geschl.), Ourém (tgl.), Pombal (tgl.) und Porto de Mós (Mo geschl.).
FátimaKerzenrauch und Geldeinwurfkästen, Prozessionen und Krankensegnungen, Menschenmassen und Messe auf Messe. In Fátima, knapp 50 km östlich und eines der weltweit bekanntesten Wallfahrtsziele, dreht sich alles um den Marienkult - denn hier soll die heilige Jungfrau und Gottesmutter zwischen Mai und Oktober 1917 gleich mehrmals erschienen sein. Der gigantische Freiplatz spannt sich von der 1928-1953 im Neobarockstil erbauten Basilika bis zur 2007 geweihten Igreja da Santíssima Trindade, die bis zu 8600 Gläubige aufnehmen kann - das entspricht fast der Einwohnerzahl des Orts. Für viele Gläubige besonders ergreifend sind die abendlichen Lichterprozessionen am 12. eines Monats (Mai-Okt.). Keine Frage, die Wallfahrten sind auch ein Riesengeschäft, wie die Unterkünfte in inflationärer Zahl und die Andenkenshops voller Madonnen im Kleinformat eindrucksvoll beweisen.
TomarAuf dem Hügel über Tomar (15000 Ew., 75 km östl.) erhebt sich mit dem Convento de Cristo eine zum Weltkulturerbe erhobene Burg. Die Anlage wurde 1160 unter den Templern begonnen, deren Güter nach Auflösung des Ordens im 14. Jh. auf die Christusritter übergingen. Hinter den Mauern, an die gepflegte Gartenanlagen grenzen, verbirgt sich ein verwinkelter Komplex mit Kreuzgängen, dem Refektorium, der Küche, dem einstigen Olivenöllager und der Backstube. Höhepunkt: die ursprünglich romanische Templerkirche mit ihrem oktogonalen Zentralraum, der im 16. Jh. reich ausgeschmückt wurde.
ÓbidosEin nahtloser Mauermantel, Gassen mit Kopfsteinpflaster und kalkweiße, blumengeschmückte Fassaden machen das 30 km östlich gelegene Óbidos zu einem der romantischsten Orte Portugals. Da diese Erkenntnis nicht neu ist, hat man sich mit dem Großparkplatz am Ortsrand auf den Ansturm eingestellt. Dahinter gibt ein kachelverziertes Stadtmauertor den Weg frei in die wichtigste Gasse, die Rua Direita. Mehrfach führen Aufgänge auf die zinnenbesetzte Stadtmauer, doch Vorsicht: Die Spaziergänge in luftiger Höhe sind nur für Schwindelfreie! Auskunft am Parkplatz (Tel. 262959231 | www.cm-obidos.pt).
Ziele in der Umgebung
Lissabon und Umgebung
Cabo da RocaGleißendes Licht hängt über der See, der schneidende Wind treibt Schaumkronen vor sich her, die Brandung donnert gegen die Felsen: Naturgewalten ziehen die Besucher am südwestlichsten Punkt Kontinentaleuropas, rund 40 km westlich von Lissabon, in den Bann. Nahe dem Leuchtturm in 144 m Höhe führen Pfade zu den Aussichtsvorsprüngen über der Steilküste. Über das dünn besiedelte Hinterland breiten sich Mittagsblumen, im Hintergrund erhebt sich der bewaldete Rücken der Serra de Sintra. Das Touristenbüro am Cabo da Roca verkauft mehrsprachig ausgestellte Besuchszertifikate vom Kap.
MafraDie 40 km nordwestlich gelegene Kleinstadt steht ganz im Zeichen des barocken Palácio e Convento (Mi bis Mo 10-16.30 Uhr), einer überdimensionierten Kombination aus Königsresidenz und Kloster. Initiator war König João V. im 18. Jh. Wer sich den einstündigen Führungen anschließt, muss andere Maßstäbe anlegen als gewohnt. Die Korridorfluchten in dem 1200-Räume-Komplex sind immens - allein zwischen den prunkvoll ausgestatteten Gemächern von König und Königin liegen mehr als 230 m! Etwas bescheidener nimmt sich der Klosterbereich aus, in dem bis zu 300 Brüder lebten. Integriert sind die Basilika und die 85 m lange Bibliothek mit 36000 Bänden.
Palácio de QueluzInitiator Pedro III. ließ die königliche Residenz 10 km westlich der Hauptstadt 1747-1760 erbauen und verschwenderisch ausstatten. Die umliegenden Gartenanlagen werden in den Sommermonaten für Galavorführungen der portugiesischen Reitschule genutzt. | Mi-Mo 9.30-17 Uhr
SintraDie Kombination aus Bergparks und pompösen Palästen lockt viele Besucher ins 30 km westlich gelegene Sintra, Weltkulturerbe der Unesco. In der weit auseinandergezogenen Kleinstadt führen alle Wege ins historische Zentrum, wo der Souvenirkommerz blüht, und hinauf in die 528 m hohe Serra de Sintra. Um sich alles in Ruhe anzusehen, bezieht man am besten Quartier. Eine gute Wahl ist das Sintra Tivoli Hotel (77 Zi. | Praça da República | Tel. 219237200 | Fax 219237245 | www.tivolihotels.com | €€). Die Zimmer zur Bergseite hin erlauben die beste Aussicht; das integrierte Restaurant steht für ebenfalls schöne Panoramablicke und faire Preise (€€).
SträndeIm Umkreis der Hauptstadt liegen schöne Strände zum Greifen nah. Bevorzugtes Ziel der lisboetas ist die etwa 15 km südwestlich gelegene Costa da Caparica mit ihren kilometerlangen Sandstränden bis zur Lagoa de Albufeira. Wermutstropfen: der Rückweg in die Stadt mit häufigen Staus vor der gebührenpflichtigen Brücke Ponte 25 de Abril über den Tejo.
Ziele in der Umgebung
Alentejo und Costa Azul
BejaDie Fahrt nach Beja (80 km südlich, 35000 Ew.) führt durch die typische Landschaft der Alentejo-Ebene, die von glasklarem Licht durchflutet und mit reichlich Korkeichen besetzt ist. Bereits aus weiter Ferne erkennt man das Castelo an dem wuchtigen Wehrturm (Mo geschl.). Beja eignet sich als Durchgangsstation auf dem Weg an die Algarve; als Unterkunft und Restaurantstopp bietet sich die Pousada an (35 Zi. | Convento de São Francisco | Tel. 284313580 | Fax 284329143 | www.pousadas.pt | €€€).
BurgstädtchenDer Alentejo ist ein echtes Burgenland. Im erweiterten Umkreis um Évora ragen einige Kastellorte aus der Landschaft empor. Dazu zählen Arraiolos (, 20 km nordwestlich), das auch für seine Teppichherstellung bekannt ist, und Elvas (, 90 km nordöstlich), das bereits nahe der spanischen Grenze liegt und in dessen Unterstadt sich ein Aquädukt erhebt.
Küste um SinesEin Atlantikabstecher führt südwestwärts über die historische Salzstadt Alcácer do Sal an die etwa 100 km entfernte Küste. Geografischer Anhaltspunkt ist Sines (8000 Ew.), bekannt als Geburtsort von Vasco da Gama und als wenig attraktiver Ölhafen. Allerdings findet sich in Sines mit dem Aparthotel Sinerama (105 Apartments | Rua Marquês de Pombal 110 | Tel. 269000100 | Fax 269000199 | www.tdhotels.pt | €€) eine gut ausgestattete Unterkunft, die faire Preise bietet. Nördlich von Sines warten ausgedehnte Strände. Besonders schön: die Praia de Santo André, die sich unmittelbar an den Meeresauslauf der Lagoa de Santo André anschließt. Zusammen mit der kleinen Lagoa de Sancha steht das Gebiet als Reserva Natural unter Naturschutz. Das Hinterland ist von Kiefern und Korkeichen durchsetzt.
Cabo EspichelJe näher das 15 km westlich gelegene Kap rückt, desto stärker ebbt die Bebauung ab. Nahe dem Leuchtturm endet die Straße bei der Igreja do Cabo Espichel. In dieser mit Deckenmalereien, barocken Heiligennischen und Ölgemälden reich ausdekorierten Wallfahrtskirche aus dem 18. Jh. (tgl. 9.30-13.30 und 14.30-17.30 Uhr) verehren die Gläubigen ein Marienbildnis der Nossa Senhora do Cabo. Um den Kirchenvorplatz gruppiert sich ein 1715-1760 entstandener Beherbergungskomplex für Pilger.
Parque Natural da ArrábidaÖstlich von Sesimbra bäumt sich die unter Naturschutz gestellte Serra da Arrábida über 500 m hoch auf. Sie umfasst ein Gebiet von 10800 ha. Zu Füßen des Küstengebirges liegen kleine, sandige Strandbuchten wie Portinho da Arrábida, an denen sich auch Einheimische gern brutzeln lassen. Am Nordostrand des Parque Natural da Arrábida liegt Palmela mit seiner weitläufigen Burganlage.
SetúbalMit 120000 Ew. ist das 25 km nordöstlich gelegene Setúbal die größte Stadt weit und breit; an der Peripherie sind Industrieanlagen nicht zu übersehen. Besuchsziele sind die Burg (mit Pousada), die geschäftige Innenstadt um die Praça de Bocage und die Avenida Luísa Todi (mit Restaurants) sowie das Sporthafenbecken. Ein schönes Beispiel für den manuelinischen Stil ist die Igreja de Jesus am Largo de Jesus.
Ziele in der Umgebung
Algarve
Praia da Falésia5 km östlich erstreckt sich einer der schönsten Strände der Algarve. Gleich hinter dem langen Sandband werfen sich rostrote Felswände auf, über die sich Wege, Kiefernwäldchen und Teppiche aus Mittagsblumen ziehen. Der Strand verlockt zu kilometerlangen Spaziergängen.
VilamouraDie aus der Retorte gestampfte Kleinstadt liegt etwa 15 km östlich und ist ein verlässlicher Fixpunkt in der Vergnügungs-, Ausgeh- und Einkehrszene. Rund um das riesige Yachthafenbecken mit seinen tausend Liegeplätzen legen sich unendlich viele Kneipen und Restaurants. Boutiquen laden zum Bummel ein, ab der Marina führen verschiedene Bootstouren (ganz- oder halbtägig) westwärts an der Küste entlang. Indes bieten Vilamouras Strände einen allenfalls akzeptablen Durchschnitt.
AlmancilDer 12 km nordwestlich gelegene Ort verdankt seine Bedeutung der Igreja de São Lourenço dos Matos (18. Jh.), einer Barockkirche mit üppigem Azulejos-Schmuck in Blau und Weiß. Im Kontrast dazu steht der goldglänzende Hochaltar. Die Azulejos zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Laurentius, gestaltet von Policarpo de Oliveira Bernardes.
MilreuRund 10 km nordöstlich liegt das römische Ruinenfeld von Milreu (Di-So 9.30-12.30 und 14-17 Uhr) mit Villen- und Thermenresten. Im nahen Estói wurden die Gartenanlagen des Palácio de Estói im 18./19. Jh. gestaltet.
Praia de FaroFaros ansehnlicher, kilometerlanger Hausstrand liegt 8 km südwestlich auf einem vorgelagerten, breiten Landstreifen. Hinter der Zufahrt, die durch Marschlandschaften und am Ende über eine Ampelkreuzung führt, finden sich beidseits Restaurants.
BurgauFreundlicher Küstenort knapp 15 Straßenkilometer westlich. In Hochlage über dem kleinen Strand kehrt man gern im Restaurante A Barraca (Di geschl. | Largo dos Pescadores 2 | Tel. 282697748 | €) ein, das reichlich Fisch auftischt. Auf dem Hin- oder Rückweg bietet sich ein Stopp in Luz an, das ebenfalls einen ansehnlichen Sandstrand und einige Möglichkeiten zur Einkehr bietet. Was Burgau mit Luz verbindet: begrenzter Parkraum, mehrheitlich junges Sommerpublikum.
Costa VicentinaWildromantisch, rau, streckenweise menschenleer - so sehen die Strände an der Costa Vicentina aus, die sich nördlich des Cabo de São Vicente bis zu den Küstenausläufern des Alentejo erstreckt und als Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina unter Naturschutz steht. Überall gedeihen Agaven, Kiefern Eukalyptusbäume, und Flüsschen münden in den Atlantik. Besonders schöne Strände liegen bei Carrapateira; kurz vor Aljezur führt ein Abzweig zur Praia de Monte Clérigo. Nördlich des Burgstädtchens Aljezur geht es an die Praia da Amoreira und die Praia de Odeceixe. Klein und unverfälscht ist der Strand von Zambujeira do Mar. Einmal dort, lässt sich die Tour bis zum Cabo Sardão ausdehnen, um den Ausblick auf die felsig zerfranste Küste zu genießen.
Ponta da PiedadeLagos' südliche Landspitze zeigt sich bizarr und grottenzerfurcht, von Vogelfelsen steigt wildes Möwengekreisch auf, das Meer schimmert grünlich. Ab den Küstenpfaden (Schilder weisen auf die Absturzgefahr hin!) und hinter dem Parkplatz am Leuchtturm bieten sich traumhafte Ausblicke auf die Klippen. Andere Perspektiven verschaffen die nahen Badebuchten und Bootstrips durch die natürlichen Bögen und Grotten.
Sagres und Cabo de São VicenteLeitmotiv auf der Fahrt zum 40 km südwestlich gelegenen Kap ist die Natur, die immer rauere Züge annimmt. Die Fortaleza von Sagres (tgl. 10-18.30, im Sommer bis 20.30 Uhr), im Mittelalter vermeintlich Sitz der Nautikschule von Heinrich dem Seefahrer, zieht sich weit über ein schroffes Vorplateau. Von Sagres sind es 5 km bis zum sagenumwobenen Cabo de São Vicente, das häufig von Wind und Wellen gepeitscht wird. Endstation ist der Parkplatz nahe dem Leuchtturm, mobiles Wahrzeichen die Imbissbude „Letzte Bratwurst vor Amerika“ (www.letztebratwurst.com | €). An der Zubringerstraße ab Sagres ist die Praia do Beliche, der letzte Strand vor dem Kap, einen Stopp wert.
Serra de MonchiqueRund 50 km nördlich steigt die Serra de Monchique auf, höchster Punkt ist der Fóia (902 m). Im Gebirge bieten sich Wandermöglichkeiten, das erfrischende Grün setzt sich aus Akazien, Ulmen, Kiefern, Kamelien und Erdbeerbäumen zusammen. An der kurvenreichen Auffahrt liegt ein Thermalkomplex; gute Ausblicke vom Kirchenplateau des Bergdorfs Monchique.
SilvesDie knapp 30 km nordöstlich gelegene Kleinstadt wird von einer zinnenbesetzten Burganlage beherrscht (im Sommer tgl. 9-18.30, sonst bis 17 Uhr). Am Kastellzugang erinnert ein Denkmal an König Sancho I., der das maurische Silves 1189 in portugiesische Gewalt brachte. Unterhalb der Burg liegt mit der Sé (13. Jh.) ein weiteres geschichtsträchtiges Bauwerk, die älteste Kathedrale der Algarve. Das benachbarte Café Inglês lockt mit einer Terrassenrast, an den Wochenenden gibt es gelegentlich Livemusik. In der Unterstadt hat sich in einer einstigen Korkfabrik der Unterhaltungs- und Gastronomiekomplex Fábrica do Inglês (www.fabrica-do-ingles.pt) etabliert, Anlaufpunkt vor allem im Sommer.
Iilha de TaviraDie flache Strand- und Düneninsel ist ab Tavira mit Bootszubringern erreichbar. Im Sommer starten die Boote nahe den Markthallen (Mercado da Ribeira), sonst immer am Ende der Estrada das Quatro Águas (außerhalb; Überfahrt ca. fünf Minuten). Am Inselanleger geht es ein Stück zu Fuß durch Mimosen- und Kiefernhaine; hinter dem Campingplatz und einer Restaurantzone beginnt der kilometerlange Strand.
OlhãoKleines Fischereihafenstädtchen (25000 Ew.) mit unverfälschter Atmosphäre, rund 20 km südwestlich. Schnuppern Sie in die Markthallen hinein: In den Auslagen warten neben Obst und Gemüse Fische und Krustentiere auf die Käufer, mitunter kleine Haifische und Rochen. Der Markt verteilt sich auf zwei große Gebäudeteile, dazwischen liegen ansprechende Caféterrassen. Nett ist es an der nahen Promenade, wo man die Ein- und Ausfahrt der Boote verfolgen kann.
Vila Real de Santo AntónioDas geschäftige 10000-Einwohner-Städtchen breitet sich an den Ufern des Guadiana aus, der Portugal von Spanien trennt. Dreh- und Angelpunkt im schachbrettmusterartig angelegten Zentrum ist die Praça do Marquês de Pombal mit ihren Orangenbäumchen, der Kirche und dem 1776 aufgestellten Obelisken. Um den großen Platz gruppieren sich gefällige Terrassencafés. Die Geschäfte in der angrenzenden Fußgängerzone fahren eine Riesenauswahl an preisgünstigen Angeboten auf: Badetücher, Tischdecken- und Serviettensets, Schürzen, T-Shirts. Freundlich angelegt ist die Flusspromenade mit Palmen, Ruhebänkchen und Wasserspielen. Riosul (Tel. 281510200 | www.riosul-tours.com) bietet Bootstouren auf dem Guadiana an. Das Hinterland prägt ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet, das sich bis zum 4 km entfernten Burgort Castro Marim ausdehnt.
Mit Kindern reisen
Mit Kindern reisen
Porto/Nord Portugal
Bootstour auf dem DouroAn den Cais da Ribeira in Porto starten 50-minütige Touren auf typischen Rabelos-Booten und zeigen die Stadt von ihren besten Seiten. Spielzeugartig schichten sich die vielfarbigen Hausfassaden über dem Douro auf, gewaltig wirken die Brücken, unter denen das Boot herschippert. Fernglas nicht vergessen, denn flussabwärts geraten bald winzige Vogelinseln in Sicht, auf denen häufig Reiher und Kormorane zu sehen sind. | Abfahrten tgl. 10-18 Uhr meist stündl. | 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei | www.douroacima.pt
Navio Gil EannesDie „Gil Eannes“, ehemaliges Hospitalschiff und Eisbrecher, ging in den Siebzigerjahren letztmals auf große Fahrt. Heute hat sie als schwimmendes Museum und Jugendherberge in Viana do Castelo festgemacht. Ein Rundgang führt ans Steuerrad auf der Brücke, auf die Decks und über eine schmale Leiter tief in den Bootsbauch zum Maschinenraum. Interessant auch die Einblicke in die Kajüten, die Kombüse und den Operationssaal. | Im Sommer tgl. 9-19, sonst 9-17.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | Doca Comercial | www.fundacaogileannes.pt
Mit Kindern reisen
Zentral Portugal
HöhlenRund 25 km südwestlich von Fátima ist die Erde von Tropfsteinhöhlen durchlöchert. Nahe beieinander liegen bei Alvados die Grutas de Alvados und die Grutas de Santo António, beide mit bizarren Tropfsteingebilden. | Beide Höhlen Juni-Aug. tgl. 10-20 (sonst bis 17) Uhr | Eintritt 4,80, Kinder 3 Euro | www.grutassantoantonio.com, www.grutasalvados.com
Pegadas dos DinossáuriosIn der Serra de Aire, südöstlich der Pilgerstadt Fátima, liegt ein bedeutendes Fundgebiet mit versteinerten Dinosaurierspuren. Geführte oder eigenständige Rundgänge. | Di-So 10 bis 12.30 und 14-19 Uhr | Eintritt 2, Kinder 1 Euro | Estrada de Fátima, Bairro | Tel. 249530160 | www.pegadasdedinossaurios.org
Portugal dos PequenitosTraditionshäuser, Plätze, typische Monumente - Portugal und seine einstigen Kolonien im Kleinformat, schön zum Entdecken und Versteckenspielen. Mit Trachtenfiguren und Bootsmodellen sind einige Häuser als Minimuseen aufbereitet. Außerdem gibt es ein Spielgelände. | Juni-Mitte Sept. tgl. 9-20, März-Mai 10-19, sonst 10-17 Uhr | Eintritt 7, Kinder 3,50 Euro | Rossio de Santa Clara | Coimbra | www.fbb.pt
Mit Kindern reisen
Lissabon & Umgebung
Jardim ZoológicoFür einen Besuch im Lissabonner Zoo sollte man sich die besonderen Attraktionen vormerken: Delphin- und Seelöwenshows, Vogelshows, die Fütterung der Seelöwen, die Fütterung der Pelikane sowie das Reptilienhaus. | April-Sept. tgl. 10-20, Okt.-März bis 18 Uhr | Eintritt 14,50, Kinder 11 Euro | Estrada de Benfica | Lissabon | www.zoo.pt
Museu do BrinquedoSpielzeugmuseum, das auf die Sammelleidenschaft von João Arbués Moreira zurückgeht und auch wechselnde Ausstellungen zeigt. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 4, Kinder 2 Euro | Rua Visconde de Monserrate | Sintra | www.museu-do-brinquedo.pt
OceanárioDas vom Tejo umspülte Ozeanarium zählt zu den besten in Südwesteuropa; nachgebildet wurden Lebensräume wie Antarktis und Nordatlantik. Große Glasfronten öffnen sich zum Hauptbassin mit Atlantischen Braunhaien, Rochen und Schwarzspitzen-Riffhaien. In kleineren Aquarien schaut man Muränen auf die Flossen, und es gibt Sonderbereiche mit Pinguinen, Seeottern, Riesenkrabben und Korallen. Soundeffekte, ein Stückchen begehbarer Regenwald und Einblicke in die maritime Forschungsstation runden den Besuch ab. | Tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 10,50, Kinder 5,25 Euro | Parque das Nações | Lissabon | www.oceanario.pt
Mit Kindern reisen
Alentejo/Costa Azul
Menir und Cromeleque dos AlmendresWer Asterix und Obelix gelesen hat, kennt die Hinkelsteine - 15 km westlich von Évora ragt mit dem Menir dos Almendres ein Vertreter dieser Hünensteine auf. Er ist ca. 4 m hoch und typisch für die Megalithkultur, die 2 km weiter mit dem Cromeleque dos Almendres einen echten Höhepunkt erreicht. Umgeben von Korkeichenhainen verteilen sich mehr als als 100 Monolithe über das abfallende Gelände. Diese formen einen Steinkreis, Kromlech, der aus dem 5.-4. Jh. v. Chr. datiert. Er besaß nicht nur kultisch-religiösen Charakter, sondern wurde auch als astronomisches Observatorium genutzt. Anfahrt ab Évora knapp 9 km westwärts auf der N-114, dann ausgeschilderter Abzweig über Guadalupe; hinter Guadalupe führt das letzte Stück über eine staubige Steinpiste; freier Zugang zu Menhir und Cromlech.
Mit Kindern reisen
Algarve
Parque Zoológico de LagosMehr als 120 Tierarten sind in diesem Zoo bei Lagos zu Hause. Beliebt sind die Fütterungen von Pelikanen und Primaten. | April-Sept. tgl. 10-19, Okt.-März bis 17 Uhr | Eintritt 10, Kinder 6 Euro | Quinta Figueiras | Sítio do Medronhal | Barão de São João | www.zoolagos.com
ZoomarineOzeanografischer Park mit Aquarium und Delphinshows, Freizeit- und Poolgelände. | Im Hochsommer tgl. 10-19.30, sonst bis 17 oder 18 Uhr | Eintritt 21,50, Kinder 13 Euro | Estrada Nacional 125 | Kilometer 65 | Guia | www.zoomarine.com
Insider-Tipp
Ausgehen in Coimbra
Einst Gebete, heute Fado: Im À Capella in Coimbra findet der Fado einen ausgefallenen Rahmen, Rhythmen in einer alten Kapelle
Adega Paço do Conde
Fleischeslust: Im Restaurant Adega Paço do Conde speist man in Coimbra gut und günstig
Estelas
Ins Netz gegangen: Das Restaurant Estelas in Peniche tischt Meeresgetier von bester Qualität auf
Igreja de São Francisco
Goldglanz: Zwölf Zentner Gold flossen in die Innendeko von Portos Igreja de São Francisco
Portweinkellereien
Ruby und Tawny: In seinem Verkaufsshop bietet der Portweinriese Cálem eine gut sortierte Auswahl
Hotel Melo Alvim
Historisch wertvoll: Ein altehrwürdiges Gebäude beherbergt das Stadthotel Melo Alvim in Viana do Castelo
Praia d'El Rey Golf & Beach Resort
Greenfee mit Discount: Im Praia d'El Rey Golf & Beach Resort genießt man nicht nur das Flair einer Luxusoase, sondern auch die Sondertarife für den Golfplatz
Hotel Bairro Alto
Nett gebettet: Panoramaterrasse, Designerbar und Liebe zum Detail - das Hotel Bairro Alto in Lissabon ist eine gute Adresse
Turismo Rural
Landluft: Im mittleren Süden um Évora ist der turismo rural populär - Landhäuser bieten Unterschlupf
Sesimbra Hotel & Spa
Wellness zum Nulltarif: Im Sesimbra Hotel & Spa sind Sauna, Dampfbad und Fitnessraum inklusive
Hotel Vila Galé Albacora
Hotelfähre zur Insel: Das Algarve-Hotel Vila Galé Albacora setzt seine Gäste mit dem eigenen Bootszubringer zur Insel Tavira mit ihren herrlichen Stränden über
Sintra
Hoch auf den Mauern: Unterwegs auf den Zinnen der alten Maurenburg hoch über Sintra
Navio Gil Eannes
Wasserbett: Am Hauptdock von Viana do Castelo ist die Jugendherberge auf einem Museumsschiff untergebracht - eine der originellsten Unterkünfte im ganzen Land
Top Highlights
Portweinkellereien
Die großen Lager bringen auf den Geschmack, der Besuch einer Portweinkellerei in Vila Nova de Gaia ist ein besonderes Erlebnis. Die Rundgänge führen an Eichenfässern und Großdepots vorbei, die einige Zehntausend Liter schlucken. Die günstigen Eintrittspreise (mitunter kostenlos) schließen sogar eine Kostprobe mit ein. Gute Adressen für Besuchstouren sind u. a. Cálem (tgl. 10-18, im Sommer bis 19 Uhr | Avenida Diogo Leite 26 | Tel. 223746660) sowie Taylor, Fladgate & Yeatman (Mo-Fr 10-18 Uhr, im Sommer auch Sa | Rua do Choupelo 250 | Tel. 223742800). Gute Auswahl zu fairen Preisen: vom „White & Dry“ über den „Fine Ruby“ bis zum zehn Jahre alten „Tawny“. Weitere Infos unter www.cavesvinhodoporto.com.
Cabo Carvoeiro
Auf dem westlichsten Punkt der Peniche-Halbinsel erhebt sich ein kleiner Leuchtturm, doch interessanter sind die Felsformationen um das Kap. Wie ein windschiefer, wulstiger Turm ragt das „Rabenschiff“ (Nao dos Corvos) hervor. Ein Stück nördlich an der Küstenstraße, nahe dem kleinen Heiligtum Nossa Senhora dos Remédios (17. Jh.), bieten sich die besten Ausblicke auf diese Felsplattenlandschaften, die wie übereinandergeschichtete Pfannkuchen wirken. Möwengekreisch hallt über die Felsen, in der Ferne zeichnen sich die Umrisse des Berlengas-Archipels ab. In früheren Zeiten sollen zahlreiche Schiffe an den messerscharfen Klippen zerschellt sein.
Castelo de São Jorge
In privilegierter Lage zieht sich der Mauerverbund des Kastells über den höchsten Hügel der Stadt. 1147 eroberte Portugals erster König Afonso Henriques das einstmals maurische Bauwerk, das fortan ausgebaut wurde und mit seinen Panoramapunkten und Wehrgängen Traumblicke über die Stadt bietet. | März-Okt. tgl. 9-21 Uhr (sonst bis 18 Uhr) | www.castelosaojorge.egeac.pt
Mosteiro dos Jerónimos
Der Baugigantismus des Mosteiro dos Jerónimos ging auf den königlichen Wunsch von Manuel I. zurück, am Tejo nahe der Schiffseinfahrt ein Kloster samt Pantheon für die Mo-narchenfamilie zu errichten. Ab 1502 zogen sich die Arbeiten ein gutes Jahrhundert dahin und verschlangen Unsummen aus dem Afrika- und Orienthandel. Heraus kam eine gewaltige Anlage mit einer über 300 m breiten Fassadenfront und der Hallenkirche mit den Königsgräbern rund um den Altarbereich; nahe dem Westportal werden die Sarkophage von Seefahrer Vasco da Gama und Nationaldichter Luís de Camões von Löwen getragen. Der doppelstöckige Kreuzgang ist ein Schmuckstück der Manuelinik. Keck stehen die Wasserspeier vor, manche Säulen wirken wie gedrechselt und werfen filigrane Schatten. Adler, Blüten und geflügelte Phantasiewesen zieren die rundum verschnörkelten Seiten. Ein einfacher Steinmonolith zeigt im Kreuzgang das Grabmal von Fernando Pessoa an. | Mai-Sept. Di-So 10 bis 18.30 (sonst bis 17.30) Uhr | Belém
Torre de Belém
In wuchtiger Eleganz erhebt sich die 1514-1520 zum Schutz der Hafeneinfahrt erbaute Torre de Belém am Ufer des Tejo. Orientalische Haubenkuppeln und eine reiche Steindekoration lenken vom militärischen Nutzen des Turms ab. Zwischenplattform und Dachterrasse erlauben schöne Blicke auf den Fluss, dazwischen führt eine schmale Wendeltreppe in den Königs- und Audienzsaal. | Mai-Sept. Di-So 10 bis 18.30 (sonst bis 17.30) Uhr | Belém
Barcelos
Der berühmte Hahn von Barcelos hat die 20 km westlich gelegene Kleinstadt bekannt gemacht. Das Federtier ist das lokale Symbol, über Straßen und Plätze verteilen sich übermannsgroße Hahnskulpturen zeitgenössischer Künstler. In den Resten des frei zugänglichen Grafenpalastes (Paço dos Condes, 15. Jh.) ist ein Open-Air-Museum mit steinernen Wappen und Sarkophagen untergebracht. Davor steht der Cruzeiro do Senhor de Galo, ein Steinkreuz aus dem 18. Jh. mit Motiven der Hahnenlegende. Rückgrat der gemütlichen City ist die Rua Dom António Barroso, eine Fußgängerzone mit dem rustikalen Restaurant Dom António (Tel. 253812285 | €-€€). Donnerstags steigt zwischen Avenida da Liberdade und Parque da Cidade die große feira. Zu günstigen Preisen können Sie zwischen ca. 9 und 16/17 Uhr frisches Obst und Gemüse, Käse, Würste, Schinken, eingelegte Oliven, Tischdecken, Kleider, Holzschnitzwaren und Keramik erstehen. Auskunft: Largo José Novais 8 | Tel. 253811882 | Fax 253822188 | www.cm-barcelos.pt
Guimarães
Die Geschichte dieses Ortes (70000 Ew.; 20 km südöstl.), den die Unesco zum Weltkulturerbe zählt, reicht ins 10. Jh. zurück, als Gräfin Mumadona den Bau eines Klosters und einer Burg anordnete. Auf dem Felsenkastell (Mo geschl.) kam 1107 Portugals erster König Afonso Henriques zur Welt; getauft wurde er in der unterhalb liegenden Kapelle São Miguel. Ebenfalls in der Oberstadt erhebt sich der Paço dos Duques de Bragança, ein mit prächtigen Sälen ausstaffierter Grafenpalast aus dem 15. Jh. (Mo geschl.); Wahrzeichen sind die zylindrischen Schornsteine. Der schönste Platz in der Unterstadt ist die Praça de Santiago mit dem Bogendurchgang hinüber zur Igreja da Nossa Senhora da Oliveira (14.-16. Jh.). Einkehr im Zentrum im Restaurante Solar do Arco (So abends geschl. | Rua de Santa Maria 48 | Tel. 253513072 | €€). Auskunft: Alameda de São Dâmaso 83 | Tel. 253518790 | www.guimaraesturismo.com
Santuário do Bom Jesus
5 km östlich liegt das Bergheiligtum in 400 m Höhe, umgeben von einem Park mit See und Spazierwegen. Zu der prunkvoll überkuppelten Glaubensburg führt auf dem letzten Stück eine sehenswerte barocke Freitreppe hinauf, die als Kreuzweg gestaltet ist. Wer zu Fuß aufsteigt, belohnt sich mit einer Rast auf den Bänken an der Esplanade oder im benachbarten Terrassencafé.
Panoramatour nach Valença
Der Weg ins 50 km nordöstlich gelegene Valença ist auch das Ziel. Auf dem ersten Streckenstück bis Moledo liegen die Abzweige zu den schönsten Stränden: nach 8 km zur versteckt gelegenen Praia Forte Paçô (ein einsamer Strand von etwa 300 m Länge), nach knapp 10 km zur Praia de Afife und nach ca. 20 km zur Praia de Moledo. Dahinter beginnt der Mündungstrichter des Grenzflusses Minho. An den Rändern schaukeln Fischerbötchen, in der Ferne erhebt sich das galicische Küstengebirge. Ab Moledo führt ein malerisches Stück Uferstraße nach Caminha, wo sich im historischen Ortskern einige Terrassencafés konzentrieren. Auf dem ersten Teilstück Caminha-Valença genießen Sie noch einmal herrliche Flussblicke; die Fortaleza in Valença gibt schöne Aussichten auf die grüne Bergwelt frei.
Parque Arqueológico do Vale do Côa
Wiesengrün, Kiefern und Hügel säumen die Strecke ins 85 km nördlich gelegene Vila Nova de Foz Côa (3000 Ew.), das weitläufig von Weingärten, Oliven und Mandelbäumen umgeben und Ausgangspunkt für Touren in den nahen Parque Arqueológico do Vale do Côa ist.
Serra da Estrela
Die Serra da Estrela, das „Sternengebirge“, rund 30 km südwestlich ist mit 1993 m Portugals höchste Kontinentalerhebung und steht als Naturpark unter Schutz. In der warmen Jahreszeit durchstreifen Wanderer die Natur, im Winter ist Skisport möglich. Klassischer Einstiegsort ins Gebirge ist Manteigas, das im Tal des Rio Zêzere liegt und sich mit Hotels und Restaurants auf den Zustrom eingestellt hat. Ab hier ist eine herrliche Bergstraße Richtung Seia ausgewiesen, die Kurve um Kurve durch Kiefernforst ansteigt. Die Ausblicke sind phantastisch, doch das Sträßchen verlangt äußerste Konzentration. Nach 15 km liegt die Pousada São Lourenço am Weg (21 Zi., Restaurant | Tel. 275980050 | Fax 275982453 | www.pousadas.pt | €€€).
Alcobaça
Die 12 km südöstlich gelegene Kleinstadt steht ganz im Zeichen des Mosteiro de Santa Maria, einer einstigen Zisterzienserabtei, 1153 von Portugals erstem König Afonso Henriques gegründet. Der Besuch der zum Weltkulturerbe zählenden Abtei (April bis Sept. tgl. 9-19, sonst bis 17 Uhr) beginnt in der mehr als 100 m langen Hallenkirche, wo sich die prächtig verzierten Grabstätten von König Dom Pedro und Inês de Castro befinden, Hauptfiguren einer tragischen Lovestory aus dem Spätmittelalter. Höhepunkte sind der doppelstöckige Kreuzgang und die Küche mit Azulejos und einem riesigen Rauchabzug.
Batalha
Das 30 km nordöstlich gelegene Batalha wäre ein glanzloser Ort, gäbe es nicht das Mosteiro de Santa Maria da Vitória (April-Sept. tgl. 9-18, sonst bis 17 Uhr). Das einstige Dominikanerkloster ließ König João I., der hoch zu Pferd auf dem Vorplatz zu sehen ist, in Dankbarkeit für den Sieg über die Kastilier bei der Schlacht von Aljubarrota (1385) errichten. Die Arbeiten zogen sich bis ins 16. Jh. und vereinten Gotik, manuelinische Elemente und Einflüsse der Renaissance. Beim Rundgang folgt ein Höhepunkt auf den anderen: das Figurenportal, die Kirche mit ihren bunten Glasfenstern, der nach João I. benannte Kreuzgang mit seinem Maßwerk. Ein extra Zugang führt in die Unvollendeten Kapellen (Capelas Imperfeitas), deren Schnörkeldetails denen im Hauptbau in nichts nachstehen. Der Kunstgenuss lässt sich anschließend in einem der Cafés rund um den Vorplatz verdauen.
Tomar
Auf dem Hügel über Tomar (15000 Ew., 75 km östl.) erhebt sich mit dem Convento de Cristo eine zum Weltkulturerbe erhobene Burg. Die Anlage wurde 1160 unter den Templern begonnen, deren Güter nach Auflösung des Ordens im 14. Jh. auf die Christusritter übergingen. Hinter den Mauern, an die gepflegte Gartenanlagen grenzen, verbirgt sich ein verwinkelter Komplex mit Kreuzgängen, dem Refektorium, der Küche, dem einstigen Olivenöllager und der Backstube. Höhepunkt: die ursprünglich romanische Templerkirche mit ihrem oktogonalen Zentralraum, der im 16. Jh. reich ausgeschmückt wurde.
Óbidos
Ein nahtloser Mauermantel, Gassen mit Kopfsteinpflaster und kalkweiße, blumengeschmückte Fassaden machen das 30 km östlich gelegene Óbidos zu einem der romantischsten Orte Portugals. Da diese Erkenntnis nicht neu ist, hat man sich mit dem Großparkplatz am Ortsrand auf den Ansturm eingestellt. Dahinter gibt ein kachelverziertes Stadtmauertor den Weg frei in die wichtigste Gasse, die Rua Direita. Mehrfach führen Aufgänge auf die zinnenbesetzte Stadtmauer, doch Vorsicht: Die Spaziergänge in luftiger Höhe sind nur für Schwindelfreie! Auskunft am Parkplatz (Tel. 262959231 | www.cm-obidos.pt).
Cabo da Roca
Gleißendes Licht hängt über der See, der schneidende Wind treibt Schaumkronen vor sich her, die Brandung donnert gegen die Felsen: Naturgewalten ziehen die Besucher am südwestlichsten Punkt Kontinentaleuropas, rund 40 km westlich von Lissabon, in den Bann. Nahe dem Leuchtturm in 144 m Höhe führen Pfade zu den Aussichtsvorsprüngen über der Steilküste. Über das dünn besiedelte Hinterland breiten sich Mittagsblumen, im Hintergrund erhebt sich der bewaldete Rücken der Serra de Sintra. Das Touristenbüro am Cabo da Roca verkauft mehrsprachig ausgestellte Besuchszertifikate vom Kap.
Mafra
Die 40 km nordwestlich gelegene Kleinstadt steht ganz im Zeichen des barocken Palácio e Convento (Mi bis Mo 10-16.30 Uhr), einer überdimensionierten Kombination aus Königsresidenz und Kloster. Initiator war König João V. im 18. Jh. Wer sich den einstündigen Führungen anschließt, muss andere Maßstäbe anlegen als gewohnt. Die Korridorfluchten in dem 1200-Räume-Komplex sind immens - allein zwischen den prunkvoll ausgestatteten Gemächern von König und Königin liegen mehr als 230 m! Etwas bescheidener nimmt sich der Klosterbereich aus, in dem bis zu 300 Brüder lebten. Integriert sind die Basilika und die 85 m lange Bibliothek mit 36000 Bänden.
Sintra
Die Kombination aus Bergparks und pompösen Palästen lockt viele Besucher ins 30 km westlich gelegene Sintra, Weltkulturerbe der Unesco. In der weit auseinandergezogenen Kleinstadt führen alle Wege ins historische Zentrum, wo der Souvenirkommerz blüht, und hinauf in die 528 m hohe Serra de Sintra. Um sich alles in Ruhe anzusehen, bezieht man am besten Quartier. Eine gute Wahl ist das Sintra Tivoli Hotel (77 Zi. | Praça da República | Tel. 219237200 | Fax 219237245 | www.tivolihotels.com | €€). Die Zimmer zur Bergseite hin erlauben die beste Aussicht; das integrierte Restaurant steht für ebenfalls schöne Panoramablicke und faire Preise (€€).
Cabo Espichel
Je näher das 15 km westlich gelegene Kap rückt, desto stärker ebbt die Bebauung ab. Nahe dem Leuchtturm endet die Straße bei der Igreja do Cabo Espichel. In dieser mit Deckenmalereien, barocken Heiligennischen und Ölgemälden reich ausdekorierten Wallfahrtskirche aus dem 18. Jh. (tgl. 9.30-13.30 und 14.30-17.30 Uhr) verehren die Gläubigen ein Marienbildnis der Nossa Senhora do Cabo. Um den Kirchenvorplatz gruppiert sich ein 1715-1760 entstandener Beherbergungskomplex für Pilger.
Praia da Falésia
5 km östlich erstreckt sich einer der schönsten Strände der Algarve. Gleich hinter dem langen Sandband werfen sich rostrote Felswände auf, über die sich Wege, Kiefernwäldchen und Teppiche aus Mittagsblumen ziehen. Der Strand verlockt zu kilometerlangen Spaziergängen.
Costa Vicentina
Wildromantisch, rau, streckenweise menschenleer - so sehen die Strände an der Costa Vicentina aus, die sich nördlich des Cabo de São Vicente bis zu den Küstenausläufern des Alentejo erstreckt und als Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina unter Naturschutz steht. Überall gedeihen Agaven, Kiefern Eukalyptusbäume, und Flüsschen münden in den Atlantik. Besonders schöne Strände liegen bei Carrapateira; kurz vor Aljezur führt ein Abzweig zur Praia de Monte Clérigo. Nördlich des Burgstädtchens Aljezur geht es an die Praia da Amoreira und die Praia de Odeceixe. Klein und unverfälscht ist der Strand von Zambujeira do Mar. Einmal dort, lässt sich die Tour bis zum Cabo Sardão ausdehnen, um den Ausblick auf die felsig zerfranste Küste zu genießen.
Ponta da Piedade
Lagos' südliche Landspitze zeigt sich bizarr und grottenzerfurcht, von Vogelfelsen steigt wildes Möwengekreisch auf, das Meer schimmert grünlich. Ab den Küstenpfaden (Schilder weisen auf die Absturzgefahr hin!) und hinter dem Parkplatz am Leuchtturm bieten sich traumhafte Ausblicke auf die Klippen. Andere Perspektiven verschaffen die nahen Badebuchten und Bootstrips durch die natürlichen Bögen und Grotten.
Sagres und Cabo de São Vicente
Leitmotiv auf der Fahrt zum 40 km südwestlich gelegenen Kap ist die Natur, die immer rauere Züge annimmt. Die Fortaleza von Sagres (tgl. 10-18.30, im Sommer bis 20.30 Uhr), im Mittelalter vermeintlich Sitz der Nautikschule von Heinrich dem Seefahrer, zieht sich weit über ein schroffes Vorplateau. Von Sagres sind es 5 km bis zum sagenumwobenen Cabo de São Vicente, das häufig von Wind und Wellen gepeitscht wird. Endstation ist der Parkplatz nahe dem Leuchtturm, mobiles Wahrzeichen die Imbissbude „Letzte Bratwurst vor Amerika“ (www.letztebratwurst.com | €). An der Zubringerstraße ab Sagres ist die Praia do Beliche, der letzte Strand vor dem Kap, einen Stopp wert.
Bootstour auf dem Douro
An den Cais da Ribeira in Porto starten 50-minütige Touren auf typischen Rabelos-Booten und zeigen die Stadt von ihren besten Seiten. Spielzeugartig schichten sich die vielfarbigen Hausfassaden über dem Douro auf, gewaltig wirken die Brücken, unter denen das Boot herschippert. Fernglas nicht vergessen, denn flussabwärts geraten bald winzige Vogelinseln in Sicht, auf denen häufig Reiher und Kormorane zu sehen sind. | Abfahrten tgl. 10-18 Uhr meist stündl. | 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei | www.douroacima.pt
Oceanário
Das vom Tejo umspülte Ozeanarium zählt zu den besten in Südwesteuropa; nachgebildet wurden Lebensräume wie Antarktis und Nordatlantik. Große Glasfronten öffnen sich zum Hauptbassin mit Atlantischen Braunhaien, Rochen und Schwarzspitzen-Riffhaien. In kleineren Aquarien schaut man Muränen auf die Flossen, und es gibt Sonderbereiche mit Pinguinen, Seeottern, Riesenkrabben und Korallen. Soundeffekte, ein Stückchen begehbarer Regenwald und Einblicke in die maritime Forschungsstation runden den Besuch ab. | Tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 10,50, Kinder 5,25 Euro | Parque das Nações | Lissabon | www.oceanario.pt
Menir und Cromeleque dos Almendres
Wer Asterix und Obelix gelesen hat, kennt die Hinkelsteine - 15 km westlich von Évora ragt mit dem Menir dos Almendres ein Vertreter dieser Hünensteine auf. Er ist ca. 4 m hoch und typisch für die Megalithkultur, die 2 km weiter mit dem Cromeleque dos Almendres einen echten Höhepunkt erreicht. Umgeben von Korkeichenhainen verteilen sich mehr als als 100 Monolithe über das abfallende Gelände. Diese formen einen Steinkreis, Kromlech, der aus dem 5.-4. Jh. v. Chr. datiert. Er besaß nicht nur kultisch-religiösen Charakter, sondern wurde auch als astronomisches Observatorium genutzt. Anfahrt ab Évora knapp 9 km westwärts auf der N-114, dann ausgeschilderter Abzweig über Guadalupe; hinter Guadalupe führt das letzte Stück über eine staubige Steinpiste; freier Zugang zu Menhir und Cromlech.
Viana do Castelo
Coimbra
Évora
Lagos
Tavira
Auftakt
Was für ein Land!
Portugal versetzt in Erstaunen, begeistert, elektrisiert. Auf einem Viertel der Fläche Deutschlands wechseln sich atemberaubende Strände und Klippen mit Gebirgen ab, pulsierende Städte mit abgeschiedenen Dörfern, Prachtpaläste mit zinnenbesetzten Bilderbuchburgen. In den fruchtbaren Weiten fährt der Wind durch Korkeichen und Orangenbäume, das legendäre Kap São Vicente wird von heftigen Stürmen gepeitscht. Klimatisch steht vor allem die Urlaubsregion Algarve auf der Sonnenseite des Lebens, Lissabon lohnt einen Citytrip zu jeder Jahreszeit. Was man überall findet: freundliche, offenherzige Menschen.
Portugal schmeckt nach südländischer Lebenskunst, nach moussierendem vinho verde, nach erlesenem Portwein aus den weltberühmten Lagern von Porto. Das ganze Land öffnet sich wie ein riesiger Garten, in dem es grünt und blüht. Oliven und Heidekraut aller Orten, Zistrosen, Schirmpinien, Erdbeerbäume. Klatschmohn und Ginster setzen Farbtupfer, Orangen und Zitronen schmücken vielerorts Vorgärten, frisch abgeschälte Korkeichen leuchten rostrot. Wer zu Jahresbeginn kommt, erlebt die herrliche Mandelblüte.
Im tiefen Süden steht die Algarve im touristischen Dauerzenit und rühmt sich als Region des ewigen Frühlings. Während sich durchgefrorene Mitteleuropäer im Winter die Seele aus dem Leib zittern, deckt man hier den Tisch fürs Terrassenfrühstück. Die dortige Statistik weist jährlich 300 Sonnentage und während der vermeintlich kühleren Jahreszeit einen milden Temperaturschnitt von 15 Grad aus. Strände, laut Werbeprospekten „die schönsten Europas“, stehen an der Algarve dutzendweise zur Auswahl - von Badewanne bis Wildromantik. Die Praia da Falésia drängt sich kilometerlang an Felswände, um die bizarre Ponta da Piedade warten malerische Minibuchten auf ihre Entdecker, das Sandband der Insel Tavira läuft in die schier unendliche Weite aus.
Ein durchweg raueres Gepräge herrscht an der Costa Vicentina und rund um das windgepeitschte Cabo de São Vicente, wo sich Möwengekreisch über den schroffen Felsgebilden erhebt. Beachtlich ist die Zahl der Naturparks. An der Küste stehen die Deltagebiete des Sado und Tejo sowie Lagunen und Dünen unter Schutz, im mittleren Norden bäumt sich die granitdurchsetzte Serra da Estrela knapp 2000 m hoch auf und zieht im Winter sogar Skifans an. Bei wärmeren Temperaturen finden Wanderer in den schroffen Höhenzügen der Serra da Estrela, des „Sternengebirges“, einen besonders attraktiven Rahmen. Ansonsten halten sich im ganzen Land auch Reiter, Radler, Surfer und Golfer fit.
Auf der Suche nach unverbrauchter ländlicher Idylle sind PR-Strategen und Reisende längst auf den Geschmack anderer Landesteile gekommen. Auf den Alentejo zum Beispiel, eine Landschaft, die nördlich der Hochalgarve beginnt und gern als verborgener Schatz Portugals gerühmt wird. Hügel wellen sich bis zum Horizont, Kampfstiere sprengen über die Weiden, es duftet nach Eukalyptus und Rosmarin. Im Westen läuft der Alentejo zum Meer hin aus und verschwimmt mit der Costa Azul, im geografischen Herzen steckt das mauerumspannte Évora. Andernorts geht das Leben in kalkweißen Dörfern seinen gewohnten Gang. Da wird der Fremde freundlich gegrüßt, da hängt man die frisch gewaschene Wäsche vors Haus direkt in die Gasse und lässt sie neben Blumentöpfe tropfen. Da treffen sich die Alten, sorgsam getrennt in Männer- und Frauengrüppchen, zum lebhaften Plausch und begreifen die Dorfplätze als zweite Heimat, als Verlängerung des eigenen Wohnzimmers, als Forum unter freiem Himmel. Ein südländisches Phänomen!
Aller Beschaulichkeit zum Trotz bewegt sich Portugal nicht in hinterwäldlerischen Sphären. Selbstbewusst stehen Frauen mit beiden Beinen im (Arbeits-)Leben, Handymelodien dudeln wie andernorts in Europa, Hotels erstrahlen in frischem Designerglanz und schnüren Golf- und Wellnesspakete. Andererseits hat sich ein liebenswert altmodischer Anstrich erhalten, wenn man allein an Lissabons Kaffeehäuser und die antiquierten Straßenbahnen denkt. Portugal, das ist Tradition und Moderne in einem Atemzug, ein kleines Land mit großem Potenzial und versteckten Winkeln zwischen Atlantik und Hinterlandgebirgen.
Portugal breitet sich in Form eines lang gestreckten Rechtecks aus, das sich zwischen Atlantik und Spanien schiebt. Das Land zählt 10,3 Mio. Einwohner und würde mit seinen 88500 km² gut viermal in Deutschland hineinpassen. Die atlantische Küstenlinie nimmt 850 km ein, über die sich Hunderte Strände verteilen. Lissabon, eine der faszinierendsten Metropolen Europas, lohnt eine Reise zu jeder Jahreszeit. Die „weiße Stadt“ am Tejo steckt voller Atmosphäre und bewahrt ein reiches kulturelles Erbe, das nicht zuletzt auf dem Zeitalter der Entdeckungen fußt. Was müssen das für Bilder gewesen sein, als die Flotten hier ein- und ausliefen und Ladungen mit Gold und Gewürzen löschten! Mit Lissabon verbinden sich klangvolle Namen der alten Seefahrernation wie Vasco da Gama, der von hier aus 1497 gen Indien segelte, oder Pedro Álvares Cabral, der Brasilien im Jahre 1500 für die Heimat in Besitz nahm. Was folgte, war eine goldene Ära, in der sich die Portugiesen auf drei Kontinenten niederließen. Im östlichen Südamerika waren sie ebenso zu Hause wie im afrikanischen Mosambik und im asiatischen Macau.
Heute gehen Urlauber in Portugal auf Entdeckungsreise: Ob an der Algarve mit ihren Zauberbuchten und Badestränden, am Heiligtum von Fátima, das Gläubige aus aller Welt anzieht, oder in der lebhaften Studentenstadt Coimbra. Dort wird, ebenso wie in Lissabon, der Fado gepflegt, der sich melodisch und balladesk um große Themen wie Liebe und Sehnsucht dreht. Im hohen Norden reizt die Portweinmetropole Porto, die gleichermaßen zum Weltkulturerbe der Unesco zählt wie die Traumpaläste von Sintra, die Klöster von Batalha und Alcobaça, das historische Guimarães, die Christusritterburg von Tomar. Überraschende Ansichten bieten die zahlreichen Dolmen und Menhire und der Archäologische Park Vale do Côa. Im dortigen Flusstal des Côa geht es in Landrovern und zu Fuß zu abgelegenen Gesteinswänden. Vögel zwitschern, Olivenbäume werfen Schatten, die Spiegelbilder von Sträuchern verschwimmen im Wasser des Flusses. Auf schrundigem Fels tauchen sie plötzlich auf: Tierwimmelbilder aus der Steinzeit. 15000 Jahre und älter. Eingekratzt, eingehauen. Ein Pferd spitzt die Ohren, deutlich ist eine Ziege zu erkennen, und perfekt proportionierte Auerochsen verteilen sich auf dem Fels. Wer das Buch der Geschichte ein paar Millionen Jahre weiter zurückblättert, kommt den Dinos auf die Spur: Die bei Fátima entdeckten versteinerten Saurierspuren beweisen, dass man sich seit Urzeiten tierisch wohl fühlt im Südwesten der Iberischen Halbinsel …
3. Jh. v. Chr.-5. Jh. n. Chr.Herrschaft der Römer
8.-13. Jh.Teile Portugals in maurischer Hand; Afonso Henriques wird erster König (1139), Rückeroberungen von Lissabon (1147) und Faro (1249)
1385Schlacht von Aljubarrota, Begründung der neuen Herrscherdynastie Avis
ab 1415Entdeckungsfahrten, deren maßgeblicher Förderer Prinz Heinrich der Seefahrer (1394-1460) ist
1495-1521Herrschaft von König Manuel I. (1469-1521), Goldenes Zeitalter, Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama
1580-1640Spanische Herrschaft
1755Großes Erdbeben
1910Sturz von Portugals letztem König Manuel II., Ausrufung der Republik
1917Marienerscheinungen in Fátima
1928-1974Salazar-Diktatur
1974Nelkenrevolution und Ende der Militärherrschaft
1986Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft
1998Weltausstellung in Lissabon
2001Porto ist Kulturhauptstadt Europas
2002Einführung des Euro
2004Portugal ist Gastgeber der Fußball-EM und wird Vize-Europameister
2005Parlamentswahlen und Sieg der Sozialisten unter José Socrates
2006Der Konservative Aníbal C. Silva wird Staatspräsident (Mandat bis 2011)
2007EU-Ratspräsidentschaft Portugals
Hoffnung im AlentejoEiner der bekannteren Romane von Literaturnobelpreisträger José Saramago, der das Schicksal einer Tagelöhnerfamilie beschreibt.
Das MemorialEin weiterer Roman José Saramagos, der 1922 in Azinhagain in der Provinz Ribatejo zur Welt kam. Thema ist der Bau des Klosters von Mafra.
LissabonGaby Wursters literarischer Reisebegleiter führt auf den Spuren großer Autoren, darunter Fernando Pessoa, durch die Stadt.
Portugal und LissabonZwei schöne Bildbände aus der Reihe „Terra Magica“ von Fotograf Björn Göttlicher und MARCO POLO Autor Andreas Drouve.
Lisbon Story(1994) Im Mittelpunkt von Wim Wenders‘ poetischem Spielfilm steht ein Toningenieur, der für ein Filmprojekt nach Lissabon reist und Töne einzufangen beginnt.
Fado(2003) Eindringlicher Dokumentarfilm über Portugals Blues, ein Werk des dänischen Regisseurs Anders Leifer.
www.urlaub-portugal-reise.de/blogEine Vielzahl an Themen - von Anreise über Golf und Natur bis zu Festivalterminen und Unterkünften - auch auf Deutsch
www.lusocast.comAktuelle Podcasts, z. B. portugiesischer Rock
www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheuteAktuelle Podcasts meist zu politischen Themen, eingestellt vom Deutschlandfunk
www.lissabonline.de/Lissabon-Blog.phtmltDeutschsprachige Notizen zu Lissabon (Politik, Kultur, Alltag)
www.mister-wong.de/tags/lissabonBlogs zu Lissabon mit Tipps zu Unterkünften, Musik, Kulturthemen
Die Seewege nach Indien und BrasilienDen Grundstein zur Seemacht Portugal legte Prinz Heinrich der Seefahrer (1394-1460) mit der Nautikschule von Sagres. Gil Eanes, in seiner Heimatstadt Lagos auf einem Monument verewigt, gelangte bei seiner Atlantik-Expedition 1434 hinter das nordwestafrikanische Kap Bojador. Im Zuge seiner zweijährigen Reise 1497-1499 schaffte Vasco da Gama mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien den Durchbruch. Kurz darauf kam Pedro Álvares Cabral auf der Indienroute in einem heftigen Sturm vom Kurs ab. Er erreichte Land, nahm es für Portugal in Besitz und gab ihm den Namen „Vera Cruz“. Heute heißt es Brasilien - und Álvares Cabral thront als weltbekannter Entdecker in seinem Geburtsort Belmonte auf einem Denkmal.
Erzrivalen und Ballzauberer„Fußball, Fußball über alles“ heißt es in Portugal. In der Liga unterstreichen die Spiele die Dauerrivalität zwischen Porto und Lissabon. In der Hauptstadt sind die Traditionsklubs Benfica und Sporting zu Hause, in der Portweinmetropole Boavista und der FC Porto. Im Gegensatz zum FC Porto, 2004 Sensationssieger der Champions League, blieb dem Nationalteam bisher der große Wurf versagt: 0:1 im heimischen EM-Finale 2004 gegen Griechenland, 1:3 bei der WM 2006 im Spiel um Platz drei gegen Deutschland. Dennoch machten portugiesische Ballzauberer wie Deco (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Manchester United) Furore bei Topclubs. Portos einstiger Erfolgscoach José Mourinho führte auch den FC Chelsea zu Titeln.
Szene
Trend Guide Portugal
Die heißesten Entdeckungen und Hotspots! Unser Szene-Scout zeigt Ihnen, was angesagt ist
Martina Kerkist absoluter Portugal-Fan. Schon seit 1989 lebt die Niedersächsin an der Algarve und arbeitet im Group- und Incentives-Department der Reiseagentur Portimar. Was sie überzeugt hat? Das Klima, die Strände und die Lebenslust! Sie liebt es, auszugehen und neue Restaurants, Bars und Clubs an der Küste zu testen. Und wenn Martina mal Ruhe haben will, genießt sie Spaziergänge mit ihrem Hund im Monchique-Gebirge.
Angesagtes Bairro AltoLissabons Szeneviertel Bairro Alto ist der absolute Anziehungspunkt für kreative Köpfe und Nachtschwärmer. Die Fusion von Designer-Shopping und Clubbing feiert Erfolge und lockt sowohl Fashionistas wie auch Partygänger in das Viertel. Hinter graffitiverzierten Fassaden haben exzentrische Stores eröffnet. Vormittags geht hier nichts - das Bairro Alto erwacht erst nachmittags zum Leben. Cooles Design, Secondhand-Klamotten, Vinyls und Modern-Living-Gegenstände werden hier bis spätabends verkauft, gleichzeitig mutieren viele der Läden zur Party-Location. Shopping und Clubbing par excellence gibt's im Fátima Lopes Space (Rua da Atalaia 36, www.fatima-lopes.com). Im Sneakers Delight sorgt nach 19 Uhr ein DJ für die richtige Stimmung zwischen limitierten Kultsneakers von Adidas, Nike und Co. (Rua do Norte 30-32, www.sneakersdelight.pt). Buchladen, Szenetreff, Schmuck- und Kunstausstellung zugleich ist das angesagte Cem Medos Café Cultural (Rua da Rosa 99-A, Tel. 213433055).
Nah am WindWind, Wellen und Adrenalin sind die Zutaten für das spektakuläre Spiel mit dem Wind: Kitesurfing is big! Kein Wunder, dass landesweit immer mehr Schulen eröffnen. Unterschiedlichste Bedingungen locken Cracks und Beginner auf die Bretter. Hohe Wellen gibt's an der Praia do Guincho, wer's lieber flach mag, kitet in der Lagoa de Albufeira. Ausprobieren lohnt sich immer! In Faro und im Norden bietet Kitesurf Portugal seine Dienste an (www.kitesurf-portugal.com), rund um Lissabon geht's bei Xtreme-Kite zur Sache (www.xtreme-kite.com). Und mit Kitesurf Algarve kann man im Süden die Surfdrachen steigen lassen (www.kitesurfalgarve.com).
Portugal wird stylishDie Style-Welle rollt durch das Land, immer mehr Boutiquehotels eröffnen. Das Farol Design Hotel in Cascais wurden dreidimensional nach dem Motto Dress-a-Room von portugiesischen Modedesignern konzipiert. Die Zimmer präsentieren sich in Weiß, Rot, Blau oder Grün. Riesige Fensterfronten eröffnen den Blick über den Altlantik (Av. Rei Humberto II de Itália nº 7, www.farol.com.pt). Harmonie ist das Stichwort im Designhotel Forte de São João Baptista in Vila do Conde an der Westküste. Hier verschmelzen Historie und Moderne zu einer Einheit. Außen eine Festung aus dem 17. Jh., innen klare Linien und minimalistisches Design in Braun und Rot. Nicht verpassen sollte man die stylishe Outdoor-Bar O Forte (Av. Brasil, www.hotelfortesjoao.com). Das modernste Hotel Portugals, das VIP Executive Arts Hotel in Lissabon, überzeugt durch die Verbindung von Design und Technologie (Av. Dom João II, Lote 1.18, www.viphotels.com).
SummertimeIm Sommer wird v. a. in Portimão, Albufeira und Lagos viel geboten, z. B. der neue Nikki Beach Club im Hafen von Portimão (www.nikkibeach.com). Tagsüber entspannt man auf weißen Day-Beds, nachts wird der Beachclub zur glamourösen Party-Location. Clubbing mit Meerblick ist in Albufeiras In-Club Capítulo V angesagt (Praia da Oura, www.portugal-links.com/capitulo). Auch im kleinen Lagos geht's in der Hochsaison heiß her: Die Metro Bar ist der Place to be (Rua Lançarote de Freitas, www.lagos.me.uk/metro) und der Champagnercocktail der Hit!
AussichtsreichDie neuesten In-Treffs sind ganz weit oben, und zwar auf den Hoteldächern. Wow-Effekte sind garantiert beim Dinner im Rosa dos Ventos im Hotel Praia Mar in Carcavelos (Rua do Gurué 16, www.almeidahotels.com) oder im Terrace Grill im Hotel Tivoli Lisboa. Wer beim Drink nach dem Essen nicht auf den Blick verzichten will, geht einfach in die Pianobar nebenan (Av. da Liberdade 185, www.tivolilisboa.com). Ebenfalls im Dachterrassenbunde vertreten: die Bar des Albergaria Senhora do Monte in Lissabon (Calçada do Monte 39, Tel. 218866002) und die relaxte Bar Anrrique im 17. Stock des Hotel Dom Henrique in Porto (Rua Guedes de Azevedo 179, www.hoteldomhenrique.pt).
Jogo do PauWas aussieht wie ein Tanz mit langen Holzstäben, ist in Wirklichkeit knallharter Kampfsport und mächtig im Kommen. Die Stockfechtkunst Jogo do Pau avanciert gerade zum inoffiziellen Nationalsport. Mit Stock, Schrittkombinationen und Sprüngen gilt es, den Gegner gekonnt in die Enge zu treiben. Geübt wird in Sporthallen, auf Freiluftfeldern oder traditionell im Wald. Der Ursprung: Einst schlugen Hirten und Bauern mit dem langen Stock Räuber in die Flucht. Infos unter www.jogodopauacores.com.
Strand-YogaAlles dreht sich um Body, Soul und Spirit - Yoga wird immer beliebter. Besonderer Anziehungspunkt ist der Strand. An den Küsten eröffnen immer mehr Yogazentren und Schulen wie das Lulushanti Yoga Studio in Albufeira (Loja A, Rua Mouzinho Albuquerque, Areias S. João, www.lulushanti.com). In der Quinta da Calma in Almancil kommen Körper und Seele mit Reiki, Tai-Chi und Yoga wieder ins Gleichgewicht (Apartado 3053, www.quintadacalma.com). Selbst bei den Surfern ist der Trend angekommen: Der Tag beginnt mit dem Sonnengruß, dann geht's ab in die Wellen! Yoga und Surfen als Package gibt es in speziellen Camps wie Surf for Soul in Burgau (Rua da Fortaleza n° 2, www.surfing-algarve.com) und Surf'n'Yoga Special in Peniche (Rua do Gualdino 7, www.maximumsurfcamp.com).
Vollwertig geniessenPortugal im Biofieber! Ökologisch angebaute Lebensmittel sind gefragt wie nie: Der neu gegründete Biowochenmarkt in Lissabon floriert. Und auch Supermärkte und Restaurants haben den Trend erkannt. Biocoop Lissabon heißt der beste Biosupermarkt der Stadt (R. Salgueiro Maia 14, www.biocoop.coop) und im Origens Bio Restaurant kommen nur Zutaten aus ökologischem Anbau auf den Teller - von Olivenöl über Dorsch und Spargel bis hin zu Crème brûlée und Wein (Alameda dos Oceanos, Tel. 218946166). Praktisch: Für Eilige gibt's Biofood auch im Bistro nebenan. Agro-Bio-Turismo bietet z. B. die Quinta da Comenda: Hier werden nicht nur charmante Zimmer vermietet, sondern auch Früchte ökologisch angebaut und preisgekrönte Bioweine gekeltert (Avenida da Boavista 2600, www.quintadacomenda.com).
Stichworte
Bunte Fliesen, kraftvolle Töne
In strahlenden Farben zeigt sich die Kachelkunst, unverwechselbar portugiesisch ist der Fado
AzulejosGelb, grün, weiß, blau, rot, orange: Azulejos, die berühmten Kacheln, bringen landesweit Farbe ins Leben. Ob in Form geometrischer Muster, als historische Szenen oder als Heiligenbilder: Man findet sie an Kirchen und Hausfassaden, Innenhöfen und auf Treppen, selbst in Lissabonner Metrostationen und im Bahnhof São Bento in Porto. Die auf die Mauren zurückgehenden Azulejos dienen nicht nur der Zier, sondern schützen auch die Baustruktur, dämpfen Lärm und halten Hitze ab.
Dichter und DenkerAushängeschilder sind Luís de Camões und Fernando Pessoa. Camões (um 1524-1580) verfasste mit dem Epos „Os Lusíadas“ einen Lobgesang auf die Entdeckungsfahrten der Portugiesen. Pessoa (1888-1935) publizierte zu Lebzeiten nur ein einziges Buch auf Portugiesisch, der wahre Ruhm wurde dem Lyriker, der sich als Handelskorrespondent über Wasser hielt, erst posthum zuteil. Sein Nachlass umfasste über 27000 dichterische Fragmente, „Das Buch der Unruhe“ und „Die Rückkehr der Götter“ zählen zu seinen bekanntesten Werken. Pessoa und Camões sind vielerorts zugegen: In Lissabons Bairro Alto sitzt z. B. ein bronzener Pessoa vor dem Café A Brasileira, einen Steinwurf entfernt ruht Camões gedankenversunken auf einem Denkmal.
FadoFeeling, Sehnsucht, Herz- und Weltschmerz - der Fado, im beginnenden 19. Jh. in den niederen Sozialsphären Lissabons geboren und anfangs nur in Spelunken und Gassen zu hören, ist Portugals Blues und längst salonfähig geworden. In den Fado, eigentlich mit „Schicksal“ zu übersetzen, sind maurische, afrikanische und brasilianische Elemente eingeflossen. Fadogrößen wie Hermínia Silva (1907-1993) und Amália Rodrigues (1920-1999) werden wie Heilige verehrt. In der Reihe der neueren Stimmen stehen Mariza, Cristina Branco, Mafalda Arnauth und Mísia, die einmal gesagt hat, Fadosingen sei so kräfteraubend wie Sex. Ob das stimmt? Auf alle Fälle kommt der Gesang gefühl- und kraftvoll daher und wird von mindestens zwei Gitarren begleitet. Allerdings verharrt der Fado nicht in festgefahrenen Bahnen, sondern entwickelt sich ständig weiter und kann sich sogar jazzig anhören. Männer und Frauen sind gleichberechtigt als fadistas. Nur in der Studentenstadt Coimbra kommen die Männer stärker zum Zug, was wiederum viele Frauen freut - denn sie sind das Objekt der Balladen.
FaunaIn Küstengewässern wie der Costa Azul und der westlichen Algarve kommen die bis zu 3,6 m langen Großen Tümmler und die etwas kleineren Gemeinen Delphine vor, Ziele von eher bedenklichen Dolphin-Watching-Trips für Touristen, bei denen die Tiere in ihrem Lebensraum gestört werden. Mitunter tauchen Orcas und andere Walarten auf. Weniger spektakulär nimmt sich das Wildlife zu Lande aus, wo der Pardelluchs, der Fischotter und die Perleidechse zu den seltenen Tierarten zählen. Weiter verbreitet sind Wildschweine, Dachse und Füchse.
FloraMimosen, Zistrosen, Mittagsblumen, Schopflavendel - Botanikern blüht in Portugal das Herz auf. Orangenhaine setzen exotische Noten, werden jedoch ebenso wirtschaftlich genutzt wie Mandelbäume, Korkeichen (Korkenproduktion) und Eukalyptus (Papierindustrie). Die Eukalyptus-Monokulturen sind Naturschützern allerdings ein Dorn im Auge, denn die rasch wachsenden Bäume laugen den Boden übermäßig stark aus. Aus den Früchten der an der Algarve häufig vorkommenden Erdbeerbäume wird ein Schnaps gewonnen, der medronho. Typisch für die Vegetation sind außerdem Schirmpinien mit ihren weit ausladenden Kronen, Steineichen, Palmen, Johannisbrotbäume, Agaven, Heidekrautgewächse und Stechginster.
Glaube und WallfahrtenPortugal ist ein traditionsgemäß christliches Land mit einem Anteil von rund 95 % Katholiken. Hinzu kommen Minderheiten an protestantischen, muslimischen und jüdischen Gemeinschaften. Die gelebte Religion nimmt vor allem bei bunten Volksfesten Gestalt an, bei denen die lokale Heiligenverehrung mit Tanz, Musik und kulinarischen Genüssen einhergeht. Wichtigstes Wallfahrtsziel ist Fátima, wo am 13. Mai 1917 nördlich der Serra de Aire drei Kindern beim Schafehüten die Muttergottes in einer Steineiche erschien. Ihre letzte Erscheinung am 13. Oktober endete mit dem Wunsch, ihr zu Ehren eine Kapelle zu bauen. So entstand Fátima, heute eines der wichtigsten Pilgerzentren Europas. Daneben gibt es auch eine Reihe kleinerer Heiligtümer, wie die Igreja do Cabo Espichel am gleichnamigen Kap, wo man die Gottesmutter mit Kerzen und Wallfahrten verehrt. Bei Braga liegt das Bergsanktuarium Bom Jesus do Monte.
ManuelinikNamensgeber der Manuelinik, jenes typisch dekorativen Stils der spätgotischen Architektur, war König Manuel I. (1469-1521). Seine Herrschaftszeit deckte sich mit dem Beginn der großen Entdeckungsreisen - und somit dem Aufstieg Portugals zur Weltmacht. Nach ihrer Rückkehr aus fremden Landen berichteten die Seefahrer von nie gesehener Fauna und Flora oder brachten Ansichtsexemplare mit. So kam es, dass sich zu den Einflüssen aus Mudéjar-, Flamboyant- und Platereskenstil exotische Elemente gesellten. Warum nicht einmal, so fragten sich die Meister, fremde Pflanzen und Tiere in Stein abbilden? Daneben setzten sie Taue und Seile als Symbole der nautisch-maritimen Tradition. Musterbeispiele sind die Torre de Belém und das Mosteiro dos Jerónimos in Lissabon. Auf unverwechselbare Weise setzte die Manuelinik, auch als „Emanuelstil“ bekannt, den gloriosen Seefahrerzeiten ein Denkmal.
PousadasDer Name pousada leitet sich ab von „pousar“, hinlegen, sich ausruhen - und das lässt sich in der seit 1942 bestehenden Hotelkette der Pousadas bestens. Mehr als 40 dieser Unterkünfte verteilen sich über Portugal. Mal befinden sie sich in alten Klöstern (Évora, Beja), mal in Burgen (Setúbal), mal bieten modernere Blocks eine traumhafte Aussicht (Bragança). Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, die integrierten Restaurants pflegen Speisekunst und ein gediegenes Ambiente. Einige besonders schöne Pousadas sind in den Regionalkapiteln aufgeführt.
Saudade„Ein Gefühl, das traurig unterhalb des Bewusstseins macht“ - so beschreibt es der Dichter Fernando Pessoa. Saudade, laut Wörterbuch „Sehnsucht“, „wehmütige Erinnerung“, steht von alters her für die typische Melancholie der Portugiesen. Allerdings bewegt man sich mit der saudade auf dem weiten Feld zwischen Wirklichkeit und Klischees, denn die Menschen können ebenso unbeschwert fröhlich sein.
WeinWeintrinker schätzen nicht nur die sonnengereiften Tropfen aus dem ganzen Land, sondern zwei große Besonderheiten: den Portwein und den vinho verde. Der Portwein ist ein weltweit bekannter Likörwein aus dem oberen Dourotal, wo die Reben in Bodennähe gehalten werden. Da die Erde mit Schiefer durchsetzt ist, nimmt sie Speicherwärme auf - und der Reifeprozess der Trauben geht über Nacht weiter. Bei der Gärung wird Branntwein zugegeben, dessen Anteil sich auf etwa ein Fünftel beläuft. Die bekannten Lagerstätten des Portweins befinden sich in Porto und sind für Besucher zugänglich.
Feste und Events
Prozessionen, Folklore, Partys
Ausgelassen geht es bei Stadt- und Studentenfesten zu, inbrünstig bei Prozessionen und Wallfahrten
1. JanuarNeujahr
Februar/MärzKarnevalsdienstag
März/AprilKarfreitag
25. AprilJahrestag der Revolution von 1974
1. MaiTag der Arbeit
JuniFronleichnam
10. JuniNationalfeiertag
15. AugustMariä Himmelfahrt
5. OktoberProklamation der Republik
1. NovemberAllerheiligen
1. DezemberGedenktag der Befreiung von Spanien
8. DezemberMariä Empfängnis
25. DezemberWeihnachten
FebruarDer Karneval wird u. a. in Loulé, Nazaré, Setúbal und Torres Vedras gefeiert.
März/AprilDie Karwoche, Semana Santa, wird mit besonderer Inbrunst in Braga und im mittelalterlichen Óbidos begangen. In Braga führen die Prozessionen durch festlich geschmückte Straßen, Orgel- und Kammerkonzerte verteilen sich auf die Kathedrale und weitere Kirchen und auch im Rahmenprogramm von Óbidos stehen mehrere Konzerte. www.semanasantabraga.com, www.semanasantaobidos.com
MaiUm den 3. Mai findet in Barcelos die Festa das Cruzes („Kreuzefest“) statt, begleitet von Folklore und Konzerten.
JuniIm Zeichen des Schutzpatrons Antonius feiert Lissabon um den Gedenktag des Heiligen (13. Juni) fast drei Wochen lang die Festas de Lisboa mit Konzerten, Straßenpartys, Fado und Sardinengrillen in den historischen Vierteln.
JuliDas Musikfestival von Vilar de Mouros (bei Caminha; www.vilardemouros.com) ist das älteste seiner Art in Portugal und überrascht jedes Jahr mit nationalen wie internationalen Pop- und Rockgrößen; hier sind schon Elton John, UB 40 und Joe Cocker aufgetreten.
AugustFolkFaro: Folklorefest in Faro
SeptemberEnde des Monats herrscht Volksfeststimmung bei der Marienwallfahrt mit einer Prozession und Tanzvorführungen zur Kirche am Kap Espichel.
NovemberSimply Blues: lnternationales Bluesfestival in Viana do Castelo (manchmal erst im Dezember)
DezemberZum Jahreswechsel Partytime an der Waterfront in Lissabon; Konzerte, Multimedia-Spektakel, Feuerwerk
Essen und Trinken
Fischküche, Wein und Hausmannskost
Meeresfrüchte satt, einfache Tagesgerichte, edle Tropfen - ein Streifzug durch Küche und Keller
Nummer eins in den Töpfen und Pfannen Portugals ist Fisch, der frisch aus dem Atlantik kommt und in unzähligen Varianten aufgetischt wird. Die portugiesische Küche ist für exzellent zubereitetes Meeresgetier bekannt, das nicht nur in den marisqueiras (Fischrestaurants) aufgetischt wird, sondern überall auf der Karte steht.
Die Auswahl reicht von Sardinen (sardinas) und Schwertfisch (peixe-espada) über Seezunge (linguado) bis zur Goldbrasse (dorada). Manche Restaurants bieten eine gemischte Fischgrillplatte oder einen Fischeintopf, caldeirada, an. Aus der Speisekarte ist anhand der Kilopreise ersichtlich, dass die Schätze des Meeres, von denen der Stockfisch (bacalhau) am beliebtesten ist, gelegentlich nach Gewicht berechnet werden.
Natürlich lässt sich in Portugal auch der Fleischhunger stillen, z. B. mit einem Steak (bife) in einem Grillrestaurant. Im Alentejo ist Schweinefleisch populär; die Koteletts (costeletas) werden gern in Weißwein oder Orangensaft mariniert. Bodenständige Hausmannskost spiegelt sich in Form von diversen Eintöpfen wider, in die Schweine- und Rindfleisch ebenso wandern wie Huhn, Gemüse und rote Bohnen.
Gern verwendete Gemüse sind Brokkoli, Erbsen und Steckrüben (grelos). Als Beilagen kommen Reis und Kartoffeln auf den Tisch.
Portugiesen nehmen sich, wie alle Südländer, reichlich Zeit zum Essen. Das Frühstück (pequeno almoço) spielt allerdings eine zweitrangige Rolle. Ausgiebig widmen sie sich zwischen 12.30 und 14/14.30 Uhr dem Mittagessen (almoço) und zwischen 19.30 und 22/22.30 Uhr dem Abendessen (jantar).
Zu den Hauptmahlzeiten darf ein guter Tropfen nicht fehlen - und das kann im Restaurant durchaus ein einfacher Hauswein (vinho da casa) sein. In Portugal, das als Weinerzeugerland weltweit zu den Top Ten gehört, reicht die Auswahl natürlich weit darüber hinaus. Das beginnt beim Portwein, der mit seinen Varianten vom Aperitif bis zum Dessertwein ein Essen regelrecht einklammern kann. Seine Geschmacksnoten entfalten sich ganz unterschiedlich: Ein zwanzig Jahre alter „Tawny“ schmeckt nach Vanille und mandelig-nussig, ein jüngerer nach Kaffee und Schokolade.
Zum Fisch passen gehaltvolle Weißweine aus den Anbaugebieten Beiras und Trás-os-Montes, zum Salat ein vinho verde aus der Minho-Gegend, zu dunklem Fleisch Rotweine aus der Estremadura und der Península de Setúbal. Mehr als 200 Rebsorten machen Portugal zu einem überreich bestückten Weinland; jeder Qualitätswein trägt eine geschützte Herkunftsbezeichnung (denominação de origem) auf dem Etikett. Auch der portugiesische Schaumwein ist erstklassig. Im Übrigen gibt es in Portugal nicht nur Wein - die Biermarke „Sagres“ dürfte selbst anspruchsvolle Biertrinker ansprechen.
Zu jeder Tageszeit lieben Portugiesen ihren Kaffee, meist einen kleinen schwarzen (bica). Milchkaffee (café com leite oder galão) wird häufig im Glas serviert. Zuckersüß wird es bei Likören wie dem Kirschlikör (ginjinha) und bei Nachtischen wie dem Milchreis (arroz doce). Außerdem rühmt man sich der über 200 verschiedenen Gebäck- und Kuchenarten - die Auslagen in den Patisserien sind wirklich verführerisch.
Die portugiesische Höflichkeit verlangt, sich im Restaurant vom Kellner einen Platz zuweisen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit kann man nach der „Empfehlung des Küchenchefs“, sugestão do chefe, fragen, die manchmal auch aushängt. Gleiches gilt für das preisgünstige Tagesgericht (prato do dia). Gelegentlich stehen Brot, Butter, Oliven und Käse auf dem Tisch, die allerdings gesondert berechnet werden; die Butter kann gesalzen (manteiga com sal) oder ungesalzen (manteiga sem sal) sein. Als Vorspeise isst man gern eine Suppe, oft Fisch- oder Gemüsesuppe. Ob zum Hauptgericht üppige Beilagen serviert werden, fällt ganz unterschiedlich aus. Wer Wert auf Vitamine legt, ist mitunter gut beraten, separat einen gemischten Salat (ensalada mista) zu bestellen. Will man einfach und unverfälscht wie die Einheimischen essen, sollte man sich zum Maßstab machen, wie gut ein Restaurant besucht ist - auch wenn es auf den ersten Blick wenig einladend aussehen mag.
Viele Restaurants haben einmal wöchentlich Ruhetag, oft sonntags (eventuelle Ruhetage sind bei den Restaurantempfehlungen in diesem Band angegeben). Ein kurzes Wort zum Preisniveau: Im ländlichen Norden ist ein Essen im Restaurant deutlich günstiger als an der Algarve.
almendradoMandelgebäck
arroz de mariscoReis mit Meeresfrüchen; je nach Region gibt es verschiedene Varianten, im Norden z.B. arroz de lampreia (Reis mit Neunauge)
bacalhauStockfisch; gern wird er geröstet gegessen (bacalhau assada)
bolinhos de bacalhauStockfischkroketten, vermengt mit pürierten Kartoffeln, Zwiebeln und Kräutern
cabrito assadoGebratenes Zicklein
caldeiradaEintopf aus verschiedenen Fischen
caldo verdeGrünkohlsuppe mit Kartoffeln, Knoblauch, Räucherwurst (chouriço)
carne de porco à AlentajaMariniertes Schweinefleisch mit Venusmuscheln
carne de porco estufada com castanhasIn Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern geschmortes Schweinefleisch mit gekochten Maronen
cataplanaGericht aus Meeresfrüchten, Fleisch, Zwiebeln, Paprika und Kartoffeln. Der Name leitet sich von der Kupferpfanne (cataplana) ab, in der das Gericht zubereitet wird
cozido à portuguesaFleischeintopf (Rind, Schwein, Huhn, Würste) mit Kartoffeln, Möhren, Grün- und Weißkohl
frango na púcaraHuhn aus dem Schmortopf
ginjinhaKirschlikör, der wahlweise mit oder ohne Obsteinlage serviert wird. Es gibt auch eine Kirschlikörvariante mit Schokoladengeschmack
leitão assadoSpanferkel; für die Füllung nimmt man u.a. gern Leber, rohen Schinken und Oliven
moscatel de SetúbalSüßwein von der Setúbal-Halbinsel (ca. 17 % Alkohol)
queijo da SerraSchafskäse aus der Serra da Estrela
sopa da pedraEintopf mit Bohnen, Gemüse, Wurst- und Fleischeinlage (wörtlich: „Steinsuppe“)
sopa de peixeFischsuppe
vinho espumosoPortugiesischer Schaumwein
Einkaufen
Keramik, Teppiche und Flüssiges
Portugals Märkte sind eine wahre Fundgrube für Schnäppchenjäger und Souvenirsammler
In Portugal hält sich eine Flut an kleinen Geschäften über Wasser und trotzt mit persönlichem Service und guten Preisen den austauschbaren Einkaufszentren. Im Zeitalter von Ramsch und Imitaten ist es außerdem wohltuend, wie sehr man in Portugal die Handwerkskunst pflegt. Gute Beispiele sind Keramik und Klöppelspitzenarbeiten.
Die Suche nach guten Angeboten führt auf Wochenmärkte, wo man über lebendige Hühner und Enten hinaus einem landesweit verbreiteten Tier begegnet: dem Hahn von Barcelos. Das Motiv ist auf Küchentüchern und Keramik zugegen, auf Decken und Schürzen. Der Legende nach machte eines Tages ein Jakobspilger in Barcelos Station, wurde unschuldig eines Verbrechens angeklagt und zum Tode verurteilt. Noch einmal trat er vor den Richter, als der gerade einen gebratenen Hahn verspeiste. „Meine Unschuld ist bewiesen, wenn der Hahn kräht“, sagte der Pilger. Im selben Moment krähte der Vogel, der Pilger kam frei, und der Hahn wurde zum Nationalsymbol.
KunsthandwerkPortugals Kunsthandwerk genießt bei Touristen wie Einheimischen einen hohen Stellenwert. Butterdosen und Kerzenhalter, Teller und Schüsseln - allein die reiche Auswahl an Keramik verführt zum Kauf. Eher auf touristischen Geschmack abgestimmt sind farbige Masken und Seepferdchen für die Wand. Dekorativ wie nützlich sind Azulejos, die manche Manufakturen nach jahrhundertealter Tradition produzieren. Fernab von Massenware made in China kommen auch die Klöppelspitzenarbeiten daher, die seit dem 17. Jh. in Nazaré und Peniche von flinken Frauenhänden hergestellt werden. Auch die gewebten Wandteppiche aus Portalegre, die meist auf exklusiven Vorlagen von zeitgenössichen Malern basieren, entstehen in Handarbeit. Die dortige Teppichtradition wurde Mitte des 20. Jhs. wiederbelebt, während die handbestickten Wollteppiche aus Arraiolos auf das 16. Jh. zurückgehen. Äußerst preiswert sind die einfachen, aber phantasievollen Flickenteppiche. Leicht im Gepäck verstauen lassen sich Korkarbeiten (z. B. Handtaschen, Untersetzer).
MärktePortugiesen lieben ihre Märkte. Das gilt nicht nur für die Wochenmarkthallen, in denen man sich mit Obst, Gemüse, Käse, Würsten und fangfrischem Meeresgetier eindeckt. Populär sind auch die mancherorts einmal wöchentlich angesetzten feiras, Allerleimärkte mit buntem Standgewimmel und so mancher Kleiderwühltheke. Die Auswahl reicht von Haushaltswaren bis zu Käse und Wurst. Besucher werden bei Holzschnitzwaren und Handtaschen fündig. Eine der bekanntesten feiras findet donnerstags in Barcelos statt, während es in den Läden im Algarvestädtchen Vila Real de Santo António das ganze Jahr über geschäftig zugeht. Dank der Grenznähe decken sich dort vor allem Spanier mit preisgünstigen Hand- und Küchentüchern, Schürzen und Bademänteln ein, die es in nahezu inflationärer Auswahl gibt.
MusikSchöne musikalische Erinnerungen sind Fado-CDs, ob alte Aufnahmen der legendären Amália Rodrigues oder aktuelle Titel von Mariza oder Cristina Branco. Gut sortierte CD-Abteilungen haben Kaufhausketten wie FNAC und El Corte Inglés.
WeinFlüssige Mitbringsel sind Kirschlikör (ginjinha), Feigenschnaps (aguardente de figo) und Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaums (medronho). Besonderheiten aus dem reichen Weinangebot sind vinho verde und Portwein. In Portos Kellereien bringen die Kostproben am Schluss der Besichtigung auf den Geschmack; die Portweinshops sind bestens ausstaffiert. Auch in anderen Gebieten, wie am Minho, kann man Wein direkt an der Quelle kaufen. Oftmals zeichnen sich kleine Läden durch gute Preise aus. Flugreisende sollten daran denken, die flüssigen Souvenirs nicht ins Handgepäck zu nehmen, sondern im Koffer zu verstauen - sonst bleiben sie in Portugal.
Porto und Nordportugal
Grüne Küste, edle Tropfen
Herrliche Strände, üppige Weingärten, historische Städte - Erlebniswelten im hohen Norden
Dank der fruchtbaren Flusstäler leuchtet der Norden Portugals in sattem Grün. Ein Augenschmaus, der dem Umstand zu verdanken ist, dass es hier öfter regnet als in anderen Landesteilen.
Blühenden Stadtkulturen steht fruchtbares, kleinbäuerliches Agrarland gegenüber, das mit Getreidespeichern durchsetzt ist. Willkommene Zusätze für einen gelungenen Urlaub: Atlantikstrände, vinho verde und der weltberühmte Portwein, der in den Lagern von Vila Nova de Gaia zu geschmacklicher Größe reift. Schnittlinien der Region setzen der Douro, der bei Porto in den Atlantik mündet, und der an Spanien grenzende Minho. Guimarães und Viana do Castelo nennen zwei der schönsten Plätze des Landes ihr Eigen, im Hinterland versteckt sich Bragança. Größte Stadt ist Porto, das sich an den Douro-Ufern ausbreitet und mit dem Weltkulturerbe seiner Altstadt lockt.
Umgeben von Kiefern- und Eukalyptuswäldern und einer kleinbäuerlich bewirtschafteten Hügelgegend, wirkt Braga (160000 Ew.) wie eine Metropole von Weltrang.
Die Stadt (20000 Ew.), über der eine mächtige Burg thront, liegt umschlossen von wald- und wiesenreichen Hügeln im äußersten Nordosteck des Landes.
Manche sehen die Stadt am Douro (350000 Ew., Großraum 1,3 Mio. Ew.) als ewige Zweite hinter Lissabon, andere bezeichnen sie wegen der starken Wirtschaftskraft als Portugals heimliche Hauptstadt.
Zwischen Hügel, Fluss und Atlantik schmiegt sich die alte Handels- und Hafenstadt (17000 Ew.).
Keramik, Körbe und Flickenteppiche zu fairen Preisen verkauft das Kunsthandwerkszentrum (So geschl.) in der Torre da Porta Nova in Barcelos.
Zentralportugal
Studentenleben, Strände und alte Klöster
Zwischen Porto und Lissabon wechseln sich kunsthistorische Highlights mit prallem Leben ab, im Inland lockt die Gebirgsfrische
Lebensfreude pur! Coimbras Studentenschaft versprüht eine ansteckende Fröhlichkeit. In einer der stimmungsvollsten Städte Portugals werden vor allem jüngere Besucher ihren (Ausgeh-)Spaß haben.
Allein die alte, prunkvolle Universität macht Coimbra zu einem kulturellen Highlight - doch nur zu einem von vielen, die zwischen den Metropolen Lissabon und Porto zu finden sind. Die Klöster von Batalha und Alcobaça zählen ebenso zum Weltkulturerbe der Unesco wie die Christusritterburg von Tomar. Unter dem Zeichen des Kreuzes breitet sich mit Fátima eine moderne Wallfahrtsmetropole aus, die sich von Kopf bis Fuß auf Glaubenskommerz eingestellt zeigt.
Auch die Natur setzt eindrucksvolle Akzente: Am Atlantik reihen sich kilometerlange Sandstrände aneinander, das Hinterland ist von Weinbaugebieten und Bergzügen wie der Serra da Estrela durchsetzt. Das „Sternengebirge“, so die wörtliche Übersetzung, ist knapp 2000 m hoch und lockt Wanderer an. Wer ein bergiges Umfeld mag und einen Ausflug ins Flusstal des Côa auf den Spuren der Steinzeitler plant, wählt Guarda als Quartier. Küstenliebhaber setzen auf die gefälligen und für schöne Strände und vorzügliche Meeresfrüchte bekannten Städtchen Peniche und Nazaré.
Die wegen ihrer drei Kanäle auch als „Venedig Portugals“ bezeichnete 30000-Einwohner-Stadt erstreckt sich hinter der Ria de Aveiro, einer Brackwasserlandschaft zwischen Küste und Inland, in der sich das Atlantikwasser mit dem Süßwasser des Vouga vermischt.
Das Hochschulleben hält die alte Stadt am Mondego (100000 Ew.) jung. Die Vorlesungen sind ebenso gut besucht wie Cafés und Kneipen, manche Studenten hüllen sich noch in die traditionellen Capes.
Portugals höchstgelegene und kühlste Stadt (25000Ew.) breitet sich auf rund 1000 m Höhe über einen Hügel aus, der bereits im Mittelalter strategische Bedeutung besaß.
Die Wirtschaftskraft des Küstenstädtchens (16000 Ew.) hängt in erster Linie mit dem Meer zusammen. Der traditionelle Fischfang spielt eine unverändert wichtige Rolle, die Strände halten den Tourismus in Schwung.
Die Kleinstadt (16000 Ew.) breitet sich über weite Teile einer Halbinsel aus, auf die nord- wie südwärts kilometerlange, bei Surfern äußerst beliebte Strände zulaufen.
In den Klöstern von Alcobaça und Batalha sowie in der Christusritterburg von Tomar ist So 9-14 Uhr der Eintritt frei; ansonsten gibt es für alle drei Stätten ein preisreduziertes Kombiticket an den Kassen.
Lissabon und Umgebung
Die weisse Stadt am Tejo
Das Licht, der Fluss, die Hügel, die Menschen - Portugals Hauptstadt zieht auf vielfältige Weise in ihren Bann
Eine weltoffene Stadt, ein kosmopolitisches Pflaster, eine Fusion von Alt und Neu: Lissabon (Kerngebiet 600000, Großraum 2,5 Mio. Ew.) gehört zu den faszinierendsten Metropolen Europas und wird von einem außergewöhnlich klaren Licht durchflutet.
Die „weiße Stadt“ zieht sich hinter den Ufern des Tejo über die Hügel, weshalb sich häufig nur zwei Möglichkeiten bieten: auf- oder abwärts. Ansonsten kommt man zum Glück ohne die atemlose Hektik anderer Hauptstädte aus. Das gute alte Lissabon hält sich zwischen der „Downtown“ Baixa und dem Oberviertel Bairro Alto lebendig. Cafés und Kneipen sind bei lisboetas und Besuchern gleichermaßen beliebt. Die gesamte Stadt ist ein Mix der Nationen und Kulturen, und die Viertel, ob die verwinkelte Mouraria oder der schicke Chiado, pflegen allesamt ihre eigene Identität.
Die Stadt ist auch Sprungbrett zu den nahen Stränden und dem legendären Cabo da Roca. Ein lohnendes Ausflugsziel ist das im Schatten der Serra de Sintra gelegene Sintra, das dank seiner Königspaläste zum Weltkulturerbe zählt.
Ausführliche Informationen über Portugals Metropole finden Sie im MARCO POLO Band „Lissabon“.
Ratternde Straßenbahnen, weite Plätze, alte Kaffeehäuser - dies und vieles mehr gehört zu Lissabon wie der Fado und die Hafenanlagen. In Portugals hügeldurchsetzter Hauptstadt sind komplette Eroberungen zu Fuß kaum möglich. Besser, man setzt auf Mobilität in Stadtbussen und Metro. Nostalgisches Erleben und Nutzwert paaren sich in der Straßenbahnlinie 28 und anderen Uraltvehikeln wie dem Aufzug Santa Justa und den Standseilbahnen. Die Panoramablicke über Häusermeer und Tejo gibt es überall kostenlos dazu: besonders schön vom Burgberg, dem Parque Eduardo VII, dem Miradouro Santa Luzia und dem Largo de Santa Luzia. Die Flussuferzonen umfassen das einstige Expo-Gelände des Parque das Nações, Containerterminals und Nightlifezonen sowie geruhsame Spazier- und Joggingmeilen. Frachter und Kreuzfahrtschiffe bringen einen Hauch der großen weiten Welt hinein, auf der Gegenseite des Tejo breitet das monumentale Bildnis des Cristo Rei schützend seine Arme aus. Das Mosteiro dos Jerónimos und die Torre de Belém, beide zählen zum Weltkulturerbe, locken in den westlichen Vorort Belém, wo auch das Denkmal Padrão dos Descobrimentos an die legendäre Entdeckerära erinnert.
1755 zerstörte ein verheerendes Erdbeben die meisten Bauten, die von einer mehr als zehn Meter hohen Flutwelle begleitete Katastrophe riss Zehntausende in den Tod. Mit dem Wiederaufbau der Unterstadt, der Baixa, wurde der Marquês de Pombal betraut, der ganz auf ein Schachbrettmuster setzte. Diese Struktur ist noch heute erkennbar, ausgehend von der Praça do Comércio mit ihren Arkaden und dem Reiterdenkmal zu Ehren von König José I. Dahinter führt die geschäftige Rua Augusta durch den Triumphbogen zum nächsten Dreh- und Angelpunkt, der Praça Pedro IV., bekannter unter dem Namen Rossio. Drei Millionen Besucher pro Jahr können sich nicht irren - die Faszination Lisboa ist eine ganz besondere.
Mit der in den Touristenbüros erhältlichen Lisboa Card darf man kostenlos öffentliche Verkehrsmittel benutzen und hat freien Eintritt in rund 30 Museen und Monumente, u. a. auch in die Paläste von Mafra und Sintra. Sie kostet für einen Tag 14,85, für zwei Tage 25,50 und für drei Tage 31 Euro.
Alentejo und Costa Azul
Weites Land und blaue Küste
Die Strände der Costa Azul sind ebenso Entdeckungen wert wie das dünn besiedelte Inland
Kaps und Klippen, Dünen bis zum Horizont, Reste aus Römerzeiten, Korkeichenhaine und Storchennester - Portugals kontrastreicher mittlerer Süden verlangt nach Zeit und Muße, um all den kleinen und großen Attraktionen nachzuspüren.
Am vielgesichtigen Küstensaum sticht das Cabo Espichel in die brausende See, lockt Sesimbra mit seinen Stadtstränden und der Burg, fällt die Serra da Arrábida in den Atlantik ab. All diese Ziele zählen zur Costa Azul, der „blauen Küste“, die sich von der Mündung des Tejo bis in den Süden von Sines erstreckt. Das bei Setúbal gelegene Delta des Sado steht als Reserva Natural do Estuário do Sado (23160 ha) unter Schutz; hier leben Delphine und rosa Flamingos.
Im Hinterland erstreckt sich die typische Landschaft des Alentejo, jener historischen Provinz, die altangestammte Großgrundbesitzregion mit stattlichen Gutshöfen ist. Schier endlose Weiten bestimmen das Bild, kalkweiße Dörfer, Getreidefelder, Ölbäume, Schaf-, Rinder- und Stierweiden. Je nach Jahreszeit zeigt sich die Erde grün oder verbrannt. Inmitten der vermeintlichen Monotonie locken interessante Ziele, allen voran die Kathedralenstadt Évora, deren historisches Zentrum die Unesco zum Weltkulturerbe ernannt hat.
Ein kühler Drink auf der Praça de Giraldo, ein Bummel durch Gassen und Arkaden - die Stadt (52000 Ew.) kultiviert ihr freundliches Flair und ihr historisches Erbe, das am besten zu entdecken ist, wenn man sich durch die Gassen und über die Plätze treiben lässt.
Im Rücken die grünen Ausläufer der Serra da Arrábida, voraus die gleißende See - das freundliche Küstenstädtchen (10000 Ew.) grenzt an eine Bucht, hinter der sich die Häusermasse bergwärts zieht.
In Évora findet man kostenlose Internetzugänge im Instituto Português da Juventude (Rua da República 119; gleich bei der Igreja de São Francisco) und im Rathaus (Edificio Paços do Concelho, Praça do Sertorio).
Algarve
Versteckte Buchten, lange Strände
Mildes Klima, Strände und Steilküsten, charmante Dörfer - die Algarve ist eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas
Feiner Sand, kristallklares Wasser. Wellen brechen sich an bizarren Felsformationen, züngeln in ausgewaschenen Bögen. Verschlungene Wege ziehen sich von einem Strand zum andern, vorbei an Agaven und Mittagsblumen.
Natürlich geht es nicht überall und jederzeit so abgeschieden zu. Auf einer Küstenlänge von 230 km gibt es keine Geheimplätze mehr, manche Abschnitte sind flächendeckend zubetoniert. An der Algarve verbringen viele Mitteleuropäer ihre Winter, Sonnenanbeter füllen die sandigen Nischen. Angesichts von 60 Stränden hat man die Qual der Wahl, wobei für alle Geschmäcker etwas dabei ist. Östlich von Albufeira breitet sich die Praia da Falésia als langes Sandband mit Felsenkulissen aus, weiter westlich ist die Praia da Galé bei Familien beliebt. Sand und Sonne genießt man am Strand von Luz, in zerklüfteter Felskulisse liegen die Strände um die Ponta da Piedade bei Lagos, wildromantisch gibt sich die Costa Vicentina. Selbst nahe dem Flughafen von Faro, wo ein Urlaubsjet nach dem andern andonnert, gibt es mit der Praia de Faro noch einen schönen Strand.
Die Algarve besteht nicht aus Stränden allein, so wie die Menschen nicht einzig vom Tourismus oder Fischfang leben. Das zeigen schon die zahlreichen Mandel-, Orangen- und Olivenhaine. Im Hinterland wirft sich die Serra de Monchique 902 m hoch auf, im Westen sticht das Cabo de São Vicente in den Atlantik, zwischen Faro und Tavira breiten sich die Feuchtgebiete und Inseln des Naturparks Ria Formosa aus. An die maurische Prägung vom 8.-13. Jh. erinnern weiße Dörfer und die Burg von Silves, die erst gegen Ende der Rückeroberung in portugiesische Hände fiel. Wahrzeichen sind die kunstvollen Schornsteine auf den Dächern.
Ausführliche Informationen im MARCO POLO Band „Algarve“.
Die weit ausgreifende Feriengemeinde Albufeira (32000 Ew.) ist aus einer Fischersiedlung erwachsen und im internationalen Tourismus längst ein Begriff.
Die größte Algarvestadt (50000 Ew.) stößt südwärts an die Feuchtgebiete des Parque Natural da Ria Formosa und und konzentriert ihre Zugkraft auf die Altstadt und die Fußgängerzonen.
Die 20000-Ew.-Stadt an der Mündung des Rio Bensafrim blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn schon Griechen und Römer nutzten den Hafen.
Fischfang und Tourismus sind die wirtschaftlichen Stützen des küstennahen Städtchens (11000 Ew.) im Hinterland des Parque Natural da Ria Formosa.
In den Touristenbüros liegt das Gratisheft Algarve Guia aus, das monatlich über Konzerte, Festivals und andere Veranstaltungen informiert.
Ausflüge und Touren
Versteckte Strände, alte Eichen, prunkvolle Paläste
Abgeschiedene Küstenstreifen und Bergzonen sind genau das Richtige für Entdeckernaturen
Strandtour im mittleren NordenZwischen den Mündungen des Mondego und des Vouga breiten sich wenig bekannte Strände aus. Inklusive Abstechern ab/bis Coimbra beträgt die Tour ca. 240 km, planen Sie dafür zwei Tage ein, und vergessen Sie die Badesachen nicht.
In den Parque Natural da Serra de São MamedeIn die nördlichsten Ausläufer des Alentejo führt dieser in Évora beginnende Ausflug durch Korkeichenwälder und Weinbauzonen. Für die ca. 250 km sollten Sie mindestens zwei Tage einplanen.
Wilde Küste, Parks und PalästeAuf dieser ca. 110 km langen Küstentour ab/bis Lissabon besuchen Sie das wilde Cabo da Roca und bestaunen die Paläste von Sintra und Queluz.
24h
Ein Tag in Porto
Action pur und einmalige Erlebnisse.
Gehen Sie auf Tour mit unserem Szene-Scout
MorgenkaffeeAufwachen! Und im legendären Café Âncora d'Ouro die schönste Schaumkrone von Porto genießen: Nirgendwo sonst schmecken der galão sahniger und der stark-schwarze bica aromatischer! Schlagartig wach werden in einem ehemaligen Regimegegner-Treff mit intellektuellem Flair: This is Porto! Wo? Praça de Parada Leitão 43/50 | Tel. 222003749
Ab in den Sattel!Tief Luft holen - und los! Beim Mountainbiken in den Bergen von Sever do Vouga den Wind um die Nase streichen lassen, Klippen nehmen und Herausforderungen stemmen! Die geführten Trekking-Touren des Desafios-Teams 45 Minuten südlich von Porto sind Fun und Action für alle! Wo? Vila Fria - Silva Escura | Sever do Vouga | Tel. 234556619 | www.desafios-lda.pt
Geht runter wie ÖlZurück in die City, Klamotten vom Leib und sich im ultrastylishen Spa des Sheraton dem puren Luxus hingeben - z. B. bei einer balinesischen Massage: Das wohlig-relaxte Gefühl, wenn körperwarmes Öl den Rücken hinunterrinnt, auf dem ganzen Körper verteilt und langsam einmassiert wird, ist nicht zu toppen! Wo? Rua Tenente Valadim 146 | 1 Std. ab 75 Euro | Tel. 220404033 | www.sheratonporto.com
KunstmeileHier ein tiefblaues Abstraktum, da ein akribisch gezeichnetes Porträt, drüben ein Maler, der an einem Stillleben arbeitet: In der Rua Miguel Bombarda im Cedofeita-Viertel erwacht die Kunst zum Leben! Mehr als 20 Galerien reihen sich aneinander. Da heißt es, treiben lassen und das Flair of Modern Art aufsaugen! Wo? Artes em Partes | Rua Miguel Bombarda 457 | Tel. 226066131 | Galeria Fernando Santos | Rua Miguel Bombarda 526/536 | Tel. 226061090 | www.fsgaleria.net4b.pt
Luftiges ErlebnisDie Rotoren brummen, langsam steigt der Heli in die Luft. Und Sie selbst mit an Bord! Vom Massarelos-Heliport lässt man sich über die Freixo-Brücke bis zum Castelo do Queijo fliegen und genießt den atemberaubenden Blick über die Dächer. Keine Sorge, wenn es mal etwas wackelt, das war ein Luftloch und macht Hubschrauberfliegen zum sicheren Nervenkitzel. Wo? Helitours Douro | Alameda Basílio Teles | 20 Minuten ab 79 Euro | Tel. 225432464 | www.douroazul.pt
Speisen, schauen, hörenYummy! Picasso hätte im Guernica seine reinste Freude gehabt. Im Restaurant im Künstlerviertel Cedofeita kommen moderne Bilder an die Wand, mediterran-asiatische Fusionküche auf den Tisch - und von Donnerstag bis Samstag angesagte DJ-Sounds auf den Plattenteller. Enjoy! Wo? Rua Miguel Bombarda | Tel. 226062179
Selbst ist der KulturfreundIm einst verlassenen Maus Habitos, einer Plattform für junge Kunst, ist was los: Ausstellungen, Theater, Konzerte und Einladungen zum Mitmachen. Hier wird nicht gezögert, nach einer kurzen Einführung bekommt man z. B. beim Foto-Workshop eine Kamera in die Hand gedrückt, und los geht's. Wo? Rua Passos Manuel 178 | Tel. 222087268 | www.maushabitos.com
Place to beTagsüber wird in der All-in-one-Location Bazaar Fashion verkauft und Kunst ausgestellt. Am Abend mutiert sie zum Trendclub auf zwei Floors! Wo? Cais das Pedras 13 | www.bazaar.com.pt
Sport und Aktivitäten
Perfekte Welle, guter Abschlag
Portugal bringt auf Trab, hält in Form: im Gebirge und an der Küste, auf Golfplätzen und im Sattel
Fit for fun - in Portugal kein Problem. Allerdings gilt es, einige Tipps zu beherzigen: Sonnenschutz und ausreichend Wasser sind bei Wander- und Radtouren unerlässlich, die man im Sommer durch längere Mittagspausen unterbrechen sollte; selbst in der Nebensaison ist die Sonnenkraft nicht zu unterschätzen.
Wer Wassersport betreibt oder zu Strandwanderungen aufbricht, sollte sich im Hotel oder örtlichen Touristenbüro eine Gezeitentabelle (tabela de marés) besorgen oder unter www.infopraias.com aufrufen. Der Tidenhub kann mehrere Meter betragen, was bedeutet: Ein schöner Strand bei Ebbe ist bei Flut gnadenlos überspült.
Die Fluglinie Air Berlin (www.airberlin.com) befördert kostenlos Golfequipment bis 30 kg, außerdem Reitsattel und -stiefel sowie Body- oder Kiteboard bis zu einer Länge von 1,4 m.
GolfDas milde Klima, die ganzjährige Bespielbarkeit und das landschaftliche Umfeld von der Atlantikküste bis zum Orangenhain treibt immer mehr Golfer nach Portugal, wo die Algarve von Experten schon einmal zur besten Golfdestination der Welt gekürt worden ist. Mittlerweile hat der „Golfstrom“ die Anlage von annähernd 70 Plätzen bewirkt, die meisten davon im tiefen Süden und im Großraum Lissabon. Eine der landesweit schönsten Anlagen liegt nordöstlich von Peniche: Praia d'El Rey (18 Löcher, Par 72; Vale de Janelas | Amoreira | Tel. 262905005 | Fax 262905003 | www.praia-del-rey.com).
RadfahrenPortugiesen sind begeisterte Radfahrer, vor allem sonntags, wenn sie vielerorts zu Tagestouren aufbrechen - zur Sicherheit mit gelben Warnwesten und Helm, denn man weiß um stark befahrene Strecken und temperamentvolle Zeitgenossen. Wer Gebirgsrouten liebt, geht die Serra da Estrela und die Serra de Sintra an. Frühling und Herbst sind gemeinhin die besten Jahreszeiten fürs Radeln; ausgedehnte Tourenvorschläge stellt der Band „Portugal per Rad - Algarve, Alentejo“ aus dem Kettler-Verlag vor. Guter Service in Aveiro: Hier werden gegen Vorlage des Personalausweises kostenlos Fahrräder zur Stadterkundung verliehen. Infos über das lokale Fremdenverkehrsamt (Rua João Mendonça 8 | Tel. 234420760 | Fax 234428326 | www.rotadaluz.pt).
ReitenPopulär unter Reitern sind die Weiten des Alentejo, doch auch im Küstenhinterland der Algarve findet man Reiterhöfe. Pferdefreunde lassen sich im Sattel von Lusitanern durch Wälder und Wiesen tragen. Anfänger und Fortgeschrittene dürfen sich zwischen Portimão und Lagos im Centro Hípico Vale de Ferro (Sítio Vale de Ferro | Mexilhoeira Grande | Tel. 282968444 | www.horseridingholiday.eu) gut aufgehoben fühlen.
SegelnÜber Portugals Festlandsküste verteilen sich mehr als zwei Dutzend Yachthäfen. Segler schätzen nicht nur die Häfen an der Algarve (Vilamoura, Lagos, Portimão, Marina do Guadiana), sondern auch jene an der Westküste, wie Peniche, Nazaré, Cascais und Lissabon. Insbesondere an der Algarve lassen sich organisierte Törns buchen, z. B. an der Marina de Vilamoura bei Cruzeiros de Vilamoura (Cais Q | Tel. 289315234 | Fax 289314543 | www.cruzeiros-de-vilamoura.com) und Mini Cruzeiros do Algarve (Cais Q | Tel. 289302984 | Fax 289302474 | www.algarve-cruises.com).
SurfenDie beiden Surferdorados Peniche und Ericeira liegen an der Westküste und waren bereits Schauplätze internationaler Wettbewerbe. Als weitere gute Spots gelten die Strände um Carrapateira, Figueira da Foz, Carcavelos und Costa da Caparica. In Peniche bietet das Peniche Kite & Surf Center (Avenida Monsenhor Bastos | Praia de Peniche de Cima | www.penichekitecenter.com) Kurse und sogar ein Surfcamp inklusive Unterkunft an. An der Algarve ist die Kite- und Windsurfingschule Eolis in Tavira (Cabanas de Tavira | Tel. 962337285 | www.kitesurfeolis.com) eine bewährte Adresse; die Kurzkurse dauern etwa acht bis zehn Stunden und verteilen sich auf zwei Tage.
TauchenAls beliebte Divespots gelten die Berlengas-Inseln vor Peniche, die Costa Azul um Sesimbra und Setúbal sowie Teile der Algarve. Organisierte deutschsprachige Touren an der Algarve, auch Nacht- und Höhlentauchen bei Divers Cove Portugal (Quinta do Paraíso | Praia do Carvoeiro | Lagoa | Tel. 282356594 | Fax 282356589 | www.diverscove.de).
WandernWandern ist auf dem Vormarsch in Portugal, was die zunehmende Zahl von Broschüren und Plänen zu Wanderwegen (trilhos) zeigt, die in den Touristenbüros ausliegen. Ein Problem vor Ort kann jedoch die Beschilderung sein - da sollte man nicht unbedingt heimische Maßstäbe anlegen, sondern lieber einen Kompass mitbringen. Schöne Wandergebiete findet man insbesondere in der Serra da Estrela.
Mit Kindern reisen
Unter Haien, Rochen und Dinos
Kinder dürfen sich in Portugal herzlich willkommen fühlen und finden eine breite Auswahl an lohnenden Zielen
Obgleich auch Portugal eine rückläufige Geburtenrate verzeichnet, ist die sprichwörtliche südländische Kinderfreundlichkeit weiterhin allgegenwärtig, und kleine Gäste sind (fast) überall gern gesehen.
Kinderherzen schlagen nicht nur an zahlreichen Stränden und den im Sommer geöffneten Aquaparks höher - auch Aquarien und Höhlen bringen Abwechslung ins Urlaubsleben. Die Kindertarife gelten meist bis zum Alter von zehn oder elf Jahren.
Praktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Portugalreise
AnreiseFlüge nach Lissabon, Faro und Porto. Ein Europabus (www.deutsche-touring.de) braucht z. B. auf der Strecke Hamburg-Lissabon 40, die Bahn (www.bahn.de) bestenfalls 30 Stunden; Bus und Bahn sind oft teurer als günstige Flüge. Mit dem eigenen Fahrzeug reist man aus Nord-, Mittel- und Westdeutschland über Paris, Poitiers, Bordeaux, Vitoria, Burgos und Salamanca bis zur Grenze bei Vilar Formosa. Ab Süddeutschland, Österreich und der Schweiz geht es über Lyon, Montpellier, Perpignan, Barcelona, Valencia und Sevilla. Strecke Köln-Lissabon ca. 2200 km, München-Faro 2600 km. Hilfreich ist ein kostenloser Routenplaner aus dem Internet, z. B. www.viamichelin.com.
AuskunftInformationen vor der Reise über die Fremdenverkehrsämter:
AutoTempokontrollen und Aufklärungskampagnen haben die einstmals mörderische Fahrweise der Portugiesen eingedämmt. Devise für Auswärtige: zügig, aber im Zweifel defensiv. Tempolimits: 50 km/h in Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Alkoholgrenze: 0,5 Promille. In den Innenstädten sind viele Parkplätze gebührenpflichtig (Parkscheinautomaten), Schilder weisen auf Anwohnerparken und reservierte Parkplätze hin.
CampingCampingplätze (parques de campismo) sind weit verbreitet und gut ausstaffiert. Manche Anlagen öffnen nur von April bis Oktober, andere ganzjährig. Oft werden auch Bungalows vermietet.
Deutsche BotschaftCampo dos Mártires da Pátria 38 | Lissabon | Tel. 218810210 | Fax 218853846 | www.lissabon.diplo.de
Deutsches KonsulatAvenida da França 20, 6° | Porto | Tel. 226052810 | Fax 226052819
Deutsches HonorarkonsulatUrbanização Infante Dom Henrique, lote 11 | Faro | Tel. 289803181 | Fax 289801346 | www.honorarkonsul-faro.de
Österreichische BotschaftAvenida Infante Santo 43, 4° | Lissabon | Tel. 213943900 | Fax 213958224 | www.bmaa.gv.at
Österreichisches HonorarkonsulatPraça do Bom Sucesso 123-137, 8° | Edifício Península | Porto | Tel. 226053000 | Fax 226053002
Schweizer BotschaftTravessa do Jardim 17 | Lissabon | Tel. 213944090 | Tel. 213955945 | www.eda.admin.ch
Schweizer KonsulatRua do Carvalho 102, 6° direito | Porto | Tel. 225321433 | Fax 225321434
EinreiseEU-Bürger und Schweizer benötigen einen Personalausweis oder Reisepass.
FKKOben ohne ist verbreitet, offzielle Nacktbadestrände sind als Praia naturista ausgewiesen.
FluggesellschaftenAir Berlin (www.airberlin.com): ab vielen Städten in Deutschland und der Schweiz, ab Österreich mit dem Partner Niki (www.flyniki.com) nach Faro, Porto und Lissabon (meist via Palma de Mallorca)
FotografierenIn manchen Museen und Kirchen sind Aufnahmen strikt verboten, mitunter darf man ohne Blitz fotografieren. Die Preise für Fotomaterial (z. B. Speicherkarten, Batterien) sind ähnlich wie in Deutschland, Abzüge meist teurer. Bei Bootstouren empfiehlt sich ein Spritzschutz für die Kamera.
GesundheitApotheken sind am grünen Kreuz zu erkennen und gemeinhin gut ausgestattet. Die medizinische Grundversorgung erfolgt nach Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC). Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt eine private Reisekrankenversicherung ab.
Internetwww.cp.pt - portugiesische Züge, Verbindungen und Preise; www.portugalforum.de - alle Themen rund um den Portugalurlaub; www.pousadas.pt - Hotelkette der Pousadas, auch auf Deutsch; www.pousadasjuventude.pt - Netz der Jugendherbergen; www.rede-expressos.pt - Busnetz; www.roteiro-campista.pt - gute Übersicht über Campingplätze (auf Englisch); www.solaresdeportugal.pt - Landhausunterkünfte; www.viniportugal.pt - Portugals Weine; www.visitalgarve.pt - alles zur Algarve (auf Englisch); www.visitportugal.com - offizielle Seite des Fremdenverkehrsamts (auch auf Deutsch) mit vielen Infos
InternetzugangIn Portugal gibt es viele öffentliche Internetterminals, die meist kostenlos zugänglich sind. Sie heißen Espaço Internet (www.espacosinternet.pt) und sind in den Vertretungen des Instituto Português da Juventude oder in Tourismusbüros zu finden. Je nach Ort kann man 15, 30 oder 60 Minuten kostenlos surfen; manchmal muss man sich registrieren lassen. WLAN wird in Portugal als Wi-Fi bezeichnet, doch die Hotspots sind noch nicht so verbreitet. Eine gute Suchhilfe ist die Wireless-Hotspot-Datenbank unter www.hotspot-locations.de.
Klima & ReisezeitIm Norden und Nordwesten ist es deutlich frischer und feuchter als im Süden: Algarve und Lissabon sind somit als ganzjährige Urlaubsziele geeignet, ansonsten empfiehlt es sich, die kühlen, feuchten Wintermonate zu meiden - es sei denn, man möchte in der Serra da Estrela Ski laufen.
MedienIn guten Hotels sind über Satellit oft deutsche Fernsehprogramme zu empfangen, u. a. Sat1, RTL und ZDF.
MietwagenAn internationalen Flughäfen sowie in größeren Städten und Feriengebieten sind Autoverleiher ansässig. Es empfiehlt sich eine Reservierung vorab, die nicht nur den gewünschten Termin sichert, sondern günstiger ist als die Suche vor Ort. Vermittler wie Holiday Autos (www.holidayautos.de) und Auto Europe (www.autoeurope.de) bieten gute Preise. Je nach Saison beginnen die Wochentarife für einen Kleinwagen bei ca. 100 Euro, inklusive Basisversicherung, Freikilometern und Steuern. Voraussetzungen: ein Mindestalter von 21 bis 25 Jahren (je nach Anbieter) und die Vorlage einer Kreditkarte.
NotrufAllgemeiner Notruf (Polizei, Notarzt, Feuerwehr): Tel. 112 .
Öffentliche VerkehrsmittelBus- und Bahnrouten sind zwar gut ausgebaut, aber abgelegene Strände erreicht man damit nicht. Auf den Schienen gibt es IC-Strecken, z. B. Lissabon-Porto und Lissabon-Faro. Das Busnetz ist durchweg gut, eine örtliche Busstation mit Terminal Rodoviário ausgewiesen. In Porto und Lissabon bewegt man sich rasch und preiswert in Metro und Stadtbussen fort; außerdem ist dort das Straßenbahnnetz gut ausgebaut. Vereinzelt verkehren Fahrzeug- und Personenfähren, u. a. Setúbal-Tróia.
PostBriefmarken (selos) bekommen Sie in Postämtern (correios) und Geschäften mit dem Postzeichen „CTT Selos“. Laufzeit von Briefen und Postkarten in die Heimat ca. vier bis fünf Werktage.
PreiseIm Euroland Portugal bewegen sich die Eintritte zu Sehenswürdigkeiten zwischen 1,50 und 5 Euro. Fast überall gibt es Ermäßigungen für Kinder, Studenten (Ausweis nicht vergessen!) und Senioren. Die Preisspannen in Hotels können erheblich sein. Ein Doppelzimmer, das in der Nebensaison für 70 Euro pro Nacht zu haben ist, kann in der Hochsaison (Juli/Aug.) doppelt so viel kosten.
SicherheitWie überall gilt auch in Portugal: Gelegenheit macht Diebe. Deshalb empfiehlt es sich, ein paar Sicherheitsregeln zu beachten: In Lissabons Bussen und Straßenbahnen warnen Schilder nicht umsonst vor Taschendieben. Immer dort, wo es Gedränge geben kann, sollte man besonders auf seine Tasche achtgeben, besonders auf Märkten sowie bei größeren Volksfesten (feiras). Mit Vorsicht zu genießen ist in Porto das flussnahe Viertel hinter den Cais da Ribeira am späten Abend.
Strom220 Volt Netzspannung, normale Steckdosen (EU-Norm).
Telefon & HandyBei Auslandsgesprächen wählt man die Vorwahl 00, dann die Landeskennzahl (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), die Ortsvorwahl ohne 0 und die Teilnehmernummer. Die Vorwahl nach Portugal ist 00351, danach die komplette Rufnummer wählen. In Portugal funktionieren öffentliche Kabinen mit Münzen oder Telefonkarten, die man für 5 oder 10 Euro in Tabakwaren- und Zeitungsgeschäften bekommt
TrinkgeldIm Restaurant sind bis zu 10 % üblich, abhängig vom Grad der Zufriedenheit. Im Hotel freuen sich Zimmermädchen und Gepäckträger über ein kleines Trinkgeld.
UnterkunftIn Portugal ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Mit geringem Budget übernachtet man in Jugendherbergen, die über ein weites Netz verfügen und sich vorab reservieren lassen (Pousadas Juventude | Central Reservas | Rua Lúcio de Azevedo 27 | Lissabon | Tel. 707203030 | Fax 217232101 | www.pousadasjuventude.pt). Selbstversorger sind gut in Apartments (apartamentos turísticos) untergebracht. Allgemein ist eine Pension (residencial, pensão) eine einfache, saubere Bleibe. In Feriengebieten sieht man oft Schilder mit dem Verweis auf Privatzimmer (quartos). Auf höherem Service- und Preisniveau bewegt sich das Gasthaus (estalagem). Gefragt sind auch familiär geführte Unterkünfte auf dem Land (turismo rural). Oft ist das Frühstück im Preis mit inbegriffen. Bei Hotels reicht die Spanne von einfachen Zwei-Sterne-Häusern über feudale Pousadas (Tel. 218442001 | Fax 218442085 | www.pousadas.pt) bis zu Design-, Spa- und Golfhotels. Zu den verbreiteten guten Hotelketten zählen Tivoli (www.tivolihotels.com) und Vila Galé (www.vilagale.pt); hier lohnen sich Checks der Online-Angebote.
ZeitIn Portugal gilt Westeuropäische Zeit: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) minus eine Stunde.
ZeitungenIn touristisch stark frequentierten Zielen wie Lissabon und der Algarve sind tagesaktuelle deutschsprachige Zeitungen erhältlich. Große portugiesische Zeitungen sind „Público“ und „Diário de Notícias“.
ZollInnerhalb der EU dürfen alle Waren für den persönlichen Gebrauch frei ein- und ausgeführt werden, u. a. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen und 90 l Wein. Für Schweizer gelten geringere Freimengen, u. a. 1 l Spirituosen und 200 Zigaretten.
FadolokalAb 10 Euro für Eintritt inkl. Getränk
BicaAb 0,60 Euro
AzulejosAb 5 Euro für eine Kachel
WeinAb 4 Euro für die Hausmarke im einfachen Restaurant (0,5 l)
BenzinUm 1,35 Euro für einen Liter bleifrei
Metroticket0,75 Euro für eine Fahrt in Lissabon
Unser Insider
MARCO POLO Autor Andreas Drouve im Interview
Andreas Drouve lebt seit Mitte der Neunzigerjahre auf der Iberischen Halbinsel und ist als freier Autor und Journalist ständig auf Achse.
Was reizt Sie so sehr an Portugal?Zunächst einmal: die Menschen! Was Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft betrifft, sind die Portugiesen in Europa einfach Spitze. Gut, jetzt werden andere Einspruch erheben. Sagen wir also: Portugal liegt in der allerobersten Spitzengruppe. Auch die komplikationslose, beherrschte, ruhige Art der Leute fasziniert mich, ob Jung oder Alt. Einfach beneidenswert und gar nicht so südländisch, wie manch einer sich das vorstellt.
Was ist mit der Landschaft, der Kultur?Es ist einfach überraschend, was das kleine Portugal alles zu bieten hat. Herrliche Strände, Gebirge, Burgen, Höhlen. Topziele wie das Kap São Vicente und das Hieronymuskloster schlagen mich jedes Mal aufs Neue in ihren Bann - und Lissabon sowieso! Nichts geht in Portugals Hauptstadt über eine Fahrt in der guten alten Straßenbahn.
Und die portugiesische Küche?Da lässt mir vor allem der Gedanke an Flüssignahrung das Wasser im Munde zusammenlaufen! Der Schaumwein braucht sich sicher nicht hinter dem Champagner zu verstecken. Ein bis drei Gläschen vinho verde schlage ich niemandem ab - herrlich fruchtig und prickelnd! Was Festnahrung betrifft, habe ich weder Vorliebe für Fisch noch für Fleisch. Am besten gegrillt. Die Qualität stimmt sowieso.
Was mögen Sie an Portugal nicht so?Kulinarisch betrachtet: salzige Butter. Ansonsten alles, was in erweitertem Sinne mit Autofahren zu tun hat: die hohen Benzinpreise, die leidige Parkplatzsuche in den Innenstädten, das Nimmerwiedersehen der Euro in Parkhäusern und Automaten - aber das ist ja in Deutschland nicht anders.
Haben Sie Portugiesisch gelernt?Ja, an der Uni, inklusive Fortgeschrittenenkurs. Portugal hat mich schon immer gereizt.
Wovon leben Sie?Als freier Autor schreibe ich Reise- und Kulturbücher für Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Zahl meiner Bücher - rund 70 - hat mein Alter schon um Längen übertroffen. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.
Können Sie sich vorstellen, irgendwann wieder in Deutschland zu leben?Nein, ich habe nur ein Hinfahrticket gekauft. Na gut, zwei- bis dreimal im Jahr schaue ich in der Altheimat, ob alles in Ordnung ist.
Bloß nicht
Tipps für das richtige Verhalten
Zum „Fallbeispiel“ werdenEine bürokratisch verankerte „Sicherheitsrichtlinie für den Besuch von Burganlagen und Stadtmauern“ scheint es in Portugal bis heute nicht zu geben. Mancherorts ist höchste Vorsicht geboten, denn angesichts von ungesicherten Passagen kann zu einer Mauerseite hin die gähnende Leere warten. Das ist auf dem Kastell São Jorge in Lissabon nicht anders als auf den alten Wehrgängen von Óbidos. Besucher mit Schwindelgefühlen sollten von Maueraufstiegen Abstand nehmen.
Mittagsruhe störenDie Mittagsrast zählt zu den hochheiligen Elementen südländischer Lebenskunst, die sich die Portugiesen nicht nehmen lassen. Zwischen 12.30/13 und 14/14.30 Uhr gibt man sich den Freuden des Mittagessens und der Ruhepause hin. Das Geschäftsleben liegt brach, wichtige Belange können warten.
Ungeduldig sein und drängelnPortugals Mühlen mögen etwas langsamer mahlen als die mitteleuropäischen, aber nicht weniger gründlich. Wer Auskunft oder einen sonstigen Service erhalten will, muss sich vielleicht etwas länger gedulden als gewohnt. Meist zeigen sich die Einheimischen äußerst hilfsbereit. Verbreitung von Hektik und Unruhe ist ebenso unangebracht wie Drängelei und Vordrängelei.
Sich festfahrenHoch hinaus geht es vielerorts zur Altstadt und zur Burg, doch auf einmal verengt sich die Fahrbahn ohne vorherige Ankündigung. Straßen werden zu handtuchschmalen Gassen, Kurven zu spitzen Kehren. Schilder, die plötzlich auf eine maximale Fahrzeugbreite von 2 m weisen, verlangen nach Augenmaß und treiben manchem Autofahrer den Schweiß auf die Stirn. Also besser das Fahrzeug im unteren Ortsteil abstellen und ein paar Minuten zu Fuß gehen!
Küsse verwehrenIst das Eis gebrochen und ein herzlicherer Kontakt zu Portugiesen aufgebaut, sollte man sich nicht dem Zeremoniell der Wangenküsschen verschließen. Einmal rechts, einmal links. Das gilt für Begrüßung und Abschied zwischen Frau und Frau sowie Mann und Frau. Dabei kommen die Küsschen (beijinhos) eher leicht dahingehaucht daher. Devise: dem Gegenüber nicht fest die Lippen ins Gesicht drücken, nicht schmatzen!
Energisch auftretenIn Portugal wird man manch mobilem Händler und auch Restaurant-Anwerber begegnen. Sie alle wollen Geschäfte machen. Ein freundliches Kopfschütteln oder „Nein“ (não) reicht schon aus, um zu verstehen zu geben, dass man nichts möchte. Energische Worte oder überhebliche Gesten sind hier fehl am Platz.


